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Zypern, die Vernunft und das große Aufheulen

Lesezeit: 8:30

Zum ersten Mal haben die europäischen Finanzminister in der Euro-Krise etwas halbwegs Vernünftiges beschlossen – und sofort wird ringsum aufgeheult, ausgerechnet in Österreich und Deutschland am lautesten, die vom Minister-Beschluss eigentlich profitiert hätten. Dementsprechend ist das Vorhaben binnen weniger Tage an den Heulern und am zypriotischen Parlament gescheitert. Die Heuler haben, wie die letzten Stunden zeigen, offenbar Erfolg, obwohl sie fast durchwegs dumm und geradezu selbstbeschädigend argumentieren. Vor allem begreifen sie nicht, was die zwei einzigen möglichen Alternativen sind, wenn die zypriotischen Sparer nun sakrosankt bleiben. Oder sie verschweigen es populistisch.

Wenn Zyperns Sparer (zu einem hohen Anteil russische Steuerflüchtlinge!) nicht geschoren werden, kommt es zum ersten Mal zu einem Totalcrash eines europäischen Staates – oder es kommen neuerlich die – derzeitigen und künftigen – europäischen Steuerzahler unters Messer. Aber offenbar wollen die Heuler das ja. Und sie setzen das auch durch, da das zypriotische Parlament eine Beschneidung der Sparguthaben ablehnt. Wäre nicht in Westeuropa das populistische Aufheulen so laut gewesen, dann hätte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch das zypriotische Parlament nicht getraut, Nein zu sagen.

Die Krokodilstränen um die „armen Sparer“ auf Zypern sind insbesondere deshalb absurd, weil diese in den letzten Jahren durch (gegenüber Deutschland und Österreich) weit überhöhte Zinsen ein Vielfaches dessen kassiert haben, was sie jetzt zahlen hätten sollen. Wer in zehn Jahren 20 Prozent mehr kassiert als hierzulande ein Sparer, der sollte eigentlich auch 10 oder 16 Prozent Verlust hinnehmen können.

Es heulen auch jene auf, die schon lange – prinzipiell voll zu Recht – dagegen protestiert haben, dass in den letzten Jahren „die Banken“ gerettet worden sind; sie haben zwar protestiert, nur haben sie offenbar nicht begriffen, was das heißt. Denn werden einmal „die Banken“ nicht gerettet, hat das logischerweise Konsequenzen, nämlich bei den Gläubigern der Banken. Das ist die geradezu zwingende Folge jedes Konkurses (=Nichtrettung eines insolventen Unternehmens).

Die Gläubiger einer Bank sind aber genau die Sparer. Daher hätte es eigentlich von der ersten Stunde an die Sparer treffen müssen, wenn griechische, spanische, zypriotische, französische, italienische Banken in Probleme geraten. Diese Sparer haben in den genannten Ländern ja auch überall deutlich höhere Zinsen kassiert als die österreichischen. Aber Nein, die Sparer im Süden kassierten und bleiben auch weiterhin ungeschoren. Und die Steuerzahler und Sparer in Deutschland und Österreich müssen sie ständig retten. Ungefragt.

Typisch ist etwa der Kommentator einer Zeitung, die behauptet, von Wirtschaft zumindest irgendetwas zu verstehen. Er verlangt nämlich in einem Populismus und in einer Ahnungslosigkeit, die Straches und Faymanns Wirtschaftskompetenz noch weit unterbietet, dass die Aktionäre der Banken bluten sollen. Der Mann begreift offenbar nicht, dass diese Aktionäre längst geblutet haben. Denn ihr – schon lange eingezahltes – Aktienkapital ist fast zur Gänze weg. Was bitte will er denn denen noch wegnehmen können?

Zur Rettung der Banken und der von höheren Zinsen profitierenden Sparer ist in den letzten drei Jahren immer wieder ein Big Spender eingesprungen, nämlich der – empört, aber wirkungslos mit den Zähnen knirschende – deutsche, österreichische, niederländische und finnische Steuerzahler.

Heuer aber muss erstmals der deutsche Steuerzahler gefragt werden. Nämlich bei der Bundestagswahl. Und da zittert die Berliner Regierung zunehmend vor der Antwort. Sie will daher erstmals die Sparer eines Schuldenstaates nicht ungeschoren lassen. So wie man schon einmal die privaten (und auch ganz kleinen) Besitzer griechischer Staatsanleihen geschoren hat, will Berlin mit gutem Grund nun zypriotischen Sparbuchbesitzern ein Teil des Geldes abnehmen. Die (bis vor wenigen Wochen kommunistische!) Regierung Zyperns hat sich ja seit Jahren geweigert, irgendwelche Maßnahmen zu ergreifen, welche die Katastrophe noch abwenden hätte können.

Ist es ungerecht, nun als letzte Möglichkeit auf die Sparer zuzugreifen? Subjektiv empfinden das sicher viele Betroffene so. Aber das ist immer noch zehn Mal besser als die Politik jener Parteien – vor allem, aber nicht nur der Linken –, die jede Woche bei uns und in Deutschland eine neue Steuer einführen wollen, um irgendjemanden zu retten.

Wie man nun die notwendigen Schnitte konkret auf die zypriotischen Sparer aufteilt, ist eine politische Frage, die einzig die Zyprioten angeht. Das zypriotische Parlament hat jedoch nun erklärt, dass überhaupt niemand für das überschuldete Finanzsystem zahlen solle. Da das irgendwie mit der Logik nicht zusammenpasst, seien kurz die wichtigsten Denkansätze zur Aufteilung analysiert.

Da erkennt man bald: Wer vorgibt, da gäbe es einen „gerechten“ Aufteilungsschlüssel, ist ein Lügner. Und selbst, wenn es einen solchen Schlüssel gäbe, hieße das: Tausende Finanzbeamte müssten jetzt jedes einzelne Konto anschauen, um zu entscheiden, ob dessen Besitzer ganz, halb oder gar nicht geschoren werden soll. In dieser Zeit ist längst das ganze Finanzsystem kollabiert.

Eine Unterscheidung „Inländer bekommen alles, Ausländer hingegen sollen bluten“ ist aus Hunderten rechtlichen Gründen nicht zulässig. Sie würde auch sofort zu dramatischen Retorsionen etwa aus Russland führen, wo man ohnedies schon heftig empört ist. Man kann nicht einfach pauschal jeden Russen zu einem Mafioso und Geldwäscher erklären. Das muss wirklich in jedem Fall geprüft werden, wenn man zumindest minimale Reste von Rechtsstaatlichkeit bewahren will. Was jetzt angeblich zwar geschieht, was aber die Zyprioten zweifellos lange unterlassen haben.

Auch jede Unterscheidung zwischen großen und kleinen Spareinlagen klingt nur gerechter, ist es aber keineswegs. Sie belohnt erstens einmal jene Großen, die sich die Mühe gemacht haben, ihr Geld auf viele kleine Sparbücher bei vielen Instituten aufzuteilen. Da profitiert halt der, der statt eines Sparbuchs über drei Millionen 30 Sparbücher über 100.000 Euro bei verschiedenen Instituten aufgemacht hat. Wer aber solchen Tricks nachzugehen versucht, der ist ebenfalls viele Monate unterwegs – solange kann auch Zypern die Banken nicht geschlossen halten.

Jedenfalls haben auch jene, die kleinere Sparbücher haben, von den maßlos überhöhten Zinsen auf Zypern profitiert. Diese hohen Zinsen waren ja eben schon in den letzten Jahren genau das Signal, dass Zypern und seine Banken Wackelkandidaten sind.

Die österreichische Einlagensicherung behauptet wie ähnliche Einrichtungen in allen europäischen Ländern, jeden Sparer bei jedem(!) Institut mit bis zu 100.000 Euro absolut abzusichern. Dass diese „Sicherung“ natürlich nur solange etwas wert ist, als entweder der jeweilige Finanzsektor oder die Republik solvent sind, wird gerne verschwiegen. Auch sie ist daher eine Lüge.

Halbwegs Gerechtigkeit könnte man nur dadurch herstellen, dass man bei jedem Konto durchrechnet, wieviel der Besitzer jeweils von den überhöhten Zinsen profitiert hat. Denn einer, der den Großteil seines Geldes schon vor zehn Jahren eingezahlt hat, hat natürlich viel mehr profitiert als einer, der das überwiegend erst im Vorjahr getan hat. Nur: Auch solche Berechnungen brauchen jedenfalls ein kompliziertes Computermodell, das es frühestens in ein paar Wochen geben könnte. Natürlich wären in dieser Zeit längst alle Konten abgeräumt.

Festzuhalten bleibt, was keinen der Heuler zu stören scheint: Auch bei der am vergangenen Wochenende ausgehandelten Zypern-Vereinbarung würden zwei Drittel der Kosten dieser „Rettung“ wieder von den anderen europäischen Steuerzahlern und Sparern getragen. Aber immerhin: Die Angst vor den deutschen Wählern hat dazu geführt, dass sie diesmal nicht mehr alles allein tragen müssen. Zumindest wenn Wolfgang Schäuble und Maria Fekter endlich einmal hart bleiben. Die Illusionen aus den Zeiten eines Finanzministers Pröll, dass all diese Haftungen und Kredite ja eh ein großes Geschäft wären, sind ohnedies längst verflogen.

Jetzt ist guter Rat absolut teuer. Das Allerschlechteste und der endgültige Untergang nicht nur des Euro, sondern wirklich der ganzen europäischen Integration wäre es, wenn nun Resteuropa nachgibt und doch dem europäischen Steuerzahler die ganze Last aufbürdet.

Positive Folge der Zypern-Krise könnte es hingegen sein, dass sich die Sparer endlich europaweit genauer anschauen, wem sie ihr Geld anvertrauen. Wie stabil die Bank, der Sektor, das Land sind. Einlagensicherung hin oder her. Das bloße Interesse an höheren Zinsen als alleiniger Entscheidungsfaktor wird dann endlich vorbei sein.

PS.: Das Geimpfte geht einem auf, wenn neben den Steinewerfern von Attac nun ausgerechnet der pensionierte Betriebsrat des Wirtschaftsforschungsinstitut am lautesten gegen einen zypriotischen Haarschnitt protestiert, also der wegen seiner linksradikalen Haltung berüchtigte Stephan Sch. Denn gerade er ist seit Jahrzehnten nachweislich dafür bekannt, ständig Forderungen der vielfältigsten Art aufgestellt zu haben, die zu noch viel mehr Schulden und Defiziten geführt hätten,als sie Europa ohnedies jetzt schon umbringen. Österreich wäre schon längst in die griechisch-zypriotische Liga getrieben worden, hätte es den Ratschlägen des Herrn Sch. und denen von Betriebsräten, Arbeiterkämmerern und Gewerkschaftern gefolgt. Es ist einfach widerlich und heuchlerisch, wenn sich Täter über die Folgen ihrer Taten empören.

PPS.: Einen Vorwurf kann man Fekter, Schäuble, dem IWF, der EZB & Co freilich nicht ersparen: Wenn man nach Jahren einer falschen Politik einen so gravierenden Wechsel der Finanzpolitik vorzunehmen versucht, muss man das mit einer ungeheuer breiten Informations-Kampagne begleiten. Die es aber nicht gibt. Bis auf Fekter selbst halten sich derzeit auch in Österreich fast alle bedeckt oder äußern sich populistisch – obwohl sie hinter vorgehaltener Hand zugeben, dass die Ministerin recht hat. Obwohl es um österreichische Überlebensinteressen geht.

PPPS.: Um die gegenwärtig ebenfalls fallenden Börsenkurse würde ich mir am wenigsten Angst machen. Denn die Anleger werden nach einer Schrecksekunde erkennen, dass Aktien noch immer etwas Reelleres darstellen als eine bloße Forderung gegen eine Bank. Und mehr ist ein Sparbuch nicht.

PPPPS.: Es mag viele Zufälle im Leben geben. Aber dass sich ausgerechnet in der Nacht des Zypern-Njets die erschreckten EU-Europäer nun plötzlich auf das seit ewig umstrittene Agrarbudget geeinigt haben, ist mit Garantie kein Zufall.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    20. März 2013 02:09

    Könnte es sein, daß das Konstrukt "EURO" ein Flop ist?
    Könnte es sein, daß das Konstrukt "EU" eine Mißgeburt ist?
    Europas Bürger sehnten sich jahrzehntelang nach einem vereinten Europa, allerdings nach einem Europa der Vaterländer (wie es de Gaulle so anschaulich formulierte), auf's Auge gedrückt wurde uns ein zentralistisches Bürokratiemonster.
    Am prmitivsten war die Argumentation zu Einführung des Euro: Wir brauchen an der Grenze nicht mehr zu wechseln. Also erstens: Wenn ich in die Tschechei fahre, muß ich nach wie vor wechseln. Wenn ich nach Liechtenstein oder in die Schweiz fahre, muß ich ebenfalls wechseln. An Kroatiens Küsten gilt noch immer der Kuna. Und wen stört dies wirklich?
    Ich fahre sehr oft nach Tschechien in die Oper (dort vergewaltigen die selbsternannten Regisseure noch nicht so katastrophal wie bei uns jedes Stück!). Ich habe meine eigene Geldbörse mit tschechischen Kronen und sehe nicht das geringste Problem. Ganz im Gegenteil. Meine seinerzeit eingewechselten tschechischen Kronen haben gegenüber dem Euro wesentlich (über 10%) zugelegt! Mit den Teuerungen durch den Euro habe ich bei meinem Wirten ums Eck viel mehr Frust! Um 50,- S ehrliches Geld hätte mich mir kaum eine Halbe Bier gekauft oder um 25,- S eine Wurstsemmel (um die "ÖVP-Jugendsprecherin" Silvia Fuhrmann ins Gespräch zu bringen).
    Aber offensichtlich liegt der Mittelpunkt der Weltwirtschaftsinteressen nicht in Österreich. Wir sind nichteinmal Zaungäste; trotz/dank Faymann, Spindelegger, Feckter und wie die aufgeblasenen Wichtigtuer (und -innen) alle heißen mögen. Die zeigen in den zuständigen Gremien nur dann auf, wenn es darum geht, unser Steuergeld zu verschleudern, damit uns - ich weiß nicht genau wer - liebt. Also der vernünftige Österreicher sicher nicht!

  2. Ausgezeichneter KommentatorWafthrudnir
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    20. März 2013 09:15

    Beinahe zum ersten Mal kann ich mit dem Autor überhaupt nicht übereinstimmen. Zwar stimmt es, daß die Gläubiger einer Bank die Sparer sind, die daher im Falle der Zahlungsunfähigkeit nicht erwarten dürften, ungeschoren davonzukommen. Es ist aber eben keine politische Frage, wie im Falle dieser Zahlungsunfähigkeit die Lasten aufzuteilen wären, sondern in einem Rechtsstaat ist die korrekte Vorgehensweise einfach im Konkursrecht nachzuschlagen. Erst im Moment der Zahlungsunfähigkeit Gesetze zu machen, welche die Aufteilung der Lasten regeln, zerstört jedes Vertrauen in das Rechtssystem und jede Möglichkeit der Risikoplanung, denn wie soll ein Anleger noch vernünftig disponieren, wenn es von den Launen des Gesetzgebers oder der europäischen Finanzminister abhängt, welche seiner Anlagen verfallen?
    Das gleiche gilt für die Einlagensicherung. Man mag sie kritisch sehen - das tue ich auch - und natürlich kann der Staat im Falle seiner Zahlungsunfähigkeit auch seinen Verpflichtungen in Bezug auf die Einlagensicherung nicht oder nur teilweise nachkommen. Aber der zypriotische Staat ist im Moment nicht zahlungsunfähig, wenn auch knapp davor. Solange er es nicht ist, hat er seinen Verpflichtungen nachzukommen. Ein Rechtsstaat kann nicht einfach einen Teil seiner Verpflichtungen annullieren, wenn's eng wird. Natürlich haben der zypriotische Staat und die ganze EU schwer gefehlt, indem sie es unterlassen haben, sich rechtzeitig ein Konkursrecht für Staaten zu geben. Dann nämlich wäre von vornherein für jeden Anleger klar gewesen, welchen Rang die Einlagensicherung in den Verbindlichkeiten des Staates Zypern einnimmt, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, im Falle eines Staatsbankrotts einen Teil seiner Einlagen zurückzubekommen.
    Es ist also nicht Mitleid mit den "kleinen Sparern", die (als Ausländer) wohl so klein nicht waren, und als Zyprioten ja die Regierungen gewählt haben, die für das jetzige Schlamassel verantwortlich sind, sondern das Bekenntnis zum Rechtsstaat als Grundlage eines zivilisierten Zusammenlebens, der mich jeden Versuch der Enteignung schärfstens ablehnen läßt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    20. März 2013 03:39

    Im Sinne des positiven Denkens sollten wir überlegen, was das Tamtam rund um Zypern Gutes bringen kann: Wenn also jetzt tatsächlich ein Mini-mitglied der Union und des Euro in die Totalpleite rauscht: Warum sollte das so schrecklich sein? Ganz im Gegenteil, es wäre endlich eine ernst zu nehmende Warnung nicht nur an Griechenland (das Zypern als unredlicher Makler in die EU geschwindelt hat), sondern auch für die anderen PIIGS: Ja, liebe Freunde, das kann passieren! Als Nebeneffekt würden, im Sinne einer kulturellen Hygiene, die einzigen Euro- Münzen mit Aufschriften in türkischer Sprache verschwinden: ein richtiges und wichtiges Signal an den Grössenwahnsinnigen aus Ankara. Und wenn das Ganze das Ende des Euro überhaupt einläuten sollte: Dann ist es auch nicht schade, denn dann wurde die Kunstwährung eben gewogen und zu leicht befunden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2013 05:42

    Entschuldigung, Herr Unteberger, aber mit diesem Beitrag haben Sie sich endgültig aus dem Club der Liberalen katapultiert!
    Es geht in Zypern nicht um eine Beteiligung der Mitschuldigen an einem Missstand, sondern um einen staatlichen Eingriff in Privatrechte, einen Zugriff auf private Guthaben, der bisher nur den Vertretern der von Ihnen bisher (zu Recht) abgelehnten Vermögenssteuer eingefallen ist. Pauschal jedem, der ein noch so kleines Geldvermögen zu besitzen sich erfrecht einen Teil dessen über Nacht, entgegen Eigentums- und Steuerrecht, kaltschnäuzig abzuknöpfen, um die Folgen der politischen Fehlentscheidungen zu mindern, ist ein Vorgang, der einem liberalen Menschen den kalten Kaffee hochkommen lässt!

    Dies auch noch mit dem pauschalen Vorteil des Sparers (egal welcher Bank, also nicht nur jener derer mit Schieflage) zu begründen, ist ein nächster Schlag ins Gesicht des Liberalismus. Nach Ihrer Logik müssten auf alle Autos sofort Strafsteuern gelegt werden, um die Opel-Insolvenz zu verhindern, denn immerhin hätten die Autofahrer ja jahrelang davon profitiert, die Autos günstiger zu bekommen als sie eigentlich sein dürften. Den Kunden für die Angebote des Lieferanten, in diesem Fall die Höhe von Zinsen, abzustrafen, ist ein Gedankengang, den ich Ihnen ehrlich gesagt im Traum nicht zugetraut hätte; aber mit dem Jubel zur staatlichen Enteignung von Vermögenswerten ergeht es mir gleich.

    Ich habe kein Mitleid mit irgendwem, aber egal ob zypriotischer Kleinsparer oder russischer Großanleger, eine pauschale Einhebung einer Strafabgabe zwecks Verschönerung der Staatshaushaltszahlen ist ein Dammbruch, über den sich Leute wie Faymann und Co. die Hände reiben können, denn es öffnet rechtlich Tür und Tor jeder Form der Vermögensbestrafung. Von der Strafabgabe auf Luxusgüter über Strafabgabe auf Immobilien bis zur Rasur der Spareinlagen, der Versicherungsvermögen und aller Ansparpläne der Häuslbauer mit endfälligem Kredit oder Pensionsvorsorgeversicherungen. Und anstatt als angeblich liberaler Mensch das Grausen vor solchem staatlichen Wüten in den privaten Eigentumsrechten zu bekommen, klatschen Sie Beifall und verhöhnen noch jene, die diesen seit kommunistischen Enteignungswellen nicht mehr erlebten Vernichtungsfeldzug gegen die Rechtsstaatlichkeit und das Prinzip von Treu und Glauben zu kritisieren und abzulehnen wagen?
    Ich bin enttäuscht, extrem enttäuscht. Die EU und deren Rettung scheint Ihnen wichtiger zu sein als das Eigentumsrecht des Privaten, zumindest so lange, wie es sich nicht um Ihr Eigentum handelt.

    Lassen wir die Banken pleite gehen, das hätte von Anfang an mit jedem Kreditinstitut passieren müssen, das sich verspekuliert; lassen wir die Einlagensicherung greifen, das ist der billigste und einfachste Weg, den kleinen Leuten ihr mühsam Erarbeitetes zu erhalten; flüchten wir uns nicht in Argumentationsgebäude wie Ihr Gespinst vom "geschickten Oligarchen", der seine Gelder 100.000-Euro-Weise auf hunderte Banken verstreuselt (wenn es ihn geben sollte, dann Gratulation seiner Weitsicht, aber wegen dem einen Millionen zu rasieren ist das dümmste Argument der gesamten Kette) sondern respektieren wir das private Eigentumsrecht und das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen in angemessener Weise (sollte jemand Schwarzgelder in Zypern bunkern, wäre eine Zusammenarbeit der russischen und zypriotischen Justiz angesagt; aber keinesfalls eine pauschale Bestrafung aller Zyprioten).
    Lassen wir Zypern aus dem Euro raus, wie es schon mit Griechenland hätte passieren müssen und mit jedem anderen Land, das nur noch durch den Tropf ernährt wird, dessen Inhalt auch noch täglich in der EZB frisch gepresst wird.
    Akzeptieren wir die Entscheidung des zypriotischen Parlamentes, einer Volksvertretung, die uns zeigt, dass es in der EU doch noch möglich ist, eine Entscheidung auf nationaler Ebene zu treffen.
    Verteidigen wir nicht weiter jene EU, die als Antwort auf die Frage, wie sich dieser Bruch des europäischen Steuer- und Eigentumsrechts denn begründen ließe, kaltschnäuzig antwortete, jede nationale Regierung könne jederzeit Gesetze erlassen, die europäischen Richtlinien widersprechen - ach, auf einmal? Bisher lautete der Tenor eher, wer nicht sofort EU-Wünsche national umsetzt, wird geächtet, vor den EuGH gezerrt, als Gemeinschaftsparia ins Eck gestellt, zur Not sanktioniert. Das war also alles gar nicht so gemeint in der Gemeinschaft der Wendehälse, deren Fähnchen sich nicht mehr nur im Wind der täglichen Rechtsbrüche aus den eigenen Reihen drehen sondern bereits planlos rotieren wie die Arme eines Ertrinkenden?
    Die Maske der EU, zerbröselt, die Maske der Verlogenheit nationaler Politiker ebenso, sie müssen um sich selbst zu retten (und das ist das einzige Ziel der "Rettungsaktionen") nach der schleichenden Enteignung über Inflation und Gebührenerhöhung zur offenen Enteignung durch Vermögensstrafabgae schreiten. Und das war erst der Anfang.

    Liberale wehren diesen Anfängen und bejubeln sie nicht.
    Es tut mir Leid, aber Sie haben für mich Ihre Glaubwürdigkeit verloren.
    Schade.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. März 2013 13:36

    Das Heulen, verehrter Dr. Unterberger, erinnert an jenes Zähneknirschen, welches den Menschen überfällt, wenn er der häßlichen Maske des absolut Bösen angesichtig wird.
    Und das ist am Wochenende passiert!

    Schäubles Worte, "....sowas macht man am Wochende" hat alle jene Einzelaussagen globaler Finanzer der letzten Wochen über die möglichen Wege aus der Schuldenkrise plötzlich für jeden einzelnen zu einem verstehendem Gesamtbild zusammengefügt! Dieses Gesamtbild hat sich in der häßlichen Maske der Diktatur offenbart.

    Auch den Österreichern und Deutschen ist klargeworden, daß der Dammbruch des Vertrauensverlustes durch die endgültige Aufhebung der Rechtsstaatlichkeit in letzter Konsequenz schon sehr bald auch sie treffen wird.

    Dagegen können Sie mit logischen und rationalen Argumenten nicht ankämpfen, Hr. Dr. Unterberger.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. März 2013 07:24

    Umverteilung untermauert das Selbstverständnis der Sozialismen aller Art !

    Kann jemand ein Beispiel anführen, welches belegt, daß solche Umverteilung auch zu Lasten Rockefellers, Rothschilds oder der Besitzerbanken der FED ging?

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    20. März 2013 01:35

    Über Nacht Konten einfrieren ist ein Rechtsbruch der Sonderklasse und erinnert sehr an totalitäre Systeme. Wenngleich Zypern als Steuer- u. Schwarzgeldparadies ein Sonderfall ist, so hat m. M. die EU nicht das Recht derartig drüberzufahren und wie vielerorts zu lesen ist, könnte dieses Szenario der Enteignung durchaus für alle gelten, um die Schulden der EU einzudämmen. (Damit EU Granden und Banken erneut Monopoli zu spielen beginnen, od. halt nicht in ihrer Spiellust unterbrochen werden.)

    Dieser Schritt hat sämtliches Vertrauen - so es noch vorhanden war - kaputt gemacht.

    Diesmal bin ich keineswegs mit dem Autor einer Meinung, im Gegenteil, die Verteidigung dieser beispielgebenden Enteignung schockiert mich. Es wurde eine rote Linie weit überschritten.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2013 05:42

    Entschuldigung, Herr Unteberger, aber mit diesem Beitrag haben Sie sich endgültig aus dem Club der Liberalen katapultiert!
    Es geht in Zypern nicht um eine Beteiligung der Mitschuldigen an einem Missstand, sondern um einen staatlichen Eingriff in Privatrechte, einen Zugriff auf private Guthaben, der bisher nur den Vertretern der von Ihnen bisher (zu Recht) abgelehnten Vermögenssteuer eingefallen ist. Pauschal jedem, der ein noch so kleines Geldvermögen zu besitzen sich erfrecht einen Teil dessen über Nacht, entgegen Eigentums- und Steuerrecht, kaltschnäuzig abzuknöpfen, um die Folgen der politischen Fehlentscheidungen zu mindern, ist ein Vorgang, der einem liberalen Menschen den kalten Kaffee hochkommen lässt!

    Dies auch noch mit dem pauschalen Vorteil des Sparers (egal welcher Bank, also nicht nur jener derer mit Schieflage) zu begründen, ist ein nächster Schlag ins Gesicht des Liberalismus. Nach Ihrer Logik müssten auf alle Autos sofort Strafsteuern gelegt werden, um die Opel-Insolvenz zu verhindern, denn immerhin hätten die Autofahrer ja jahrelang davon profitiert, die Autos günstiger zu bekommen als sie eigentlich sein dürften. Den Kunden für die Angebote des Lieferanten, in diesem Fall die Höhe von Zinsen, abzustrafen, ist ein Gedankengang, den ich Ihnen ehrlich gesagt im Traum nicht zugetraut hätte; aber mit dem Jubel zur staatlichen Enteignung von Vermögenswerten ergeht es mir gleich.

    Ich habe kein Mitleid mit irgendwem, aber egal ob zypriotischer Kleinsparer oder russischer Großanleger, eine pauschale Einhebung einer Strafabgabe zwecks Verschönerung der Staatshaushaltszahlen ist ein Dammbruch, über den sich Leute wie Faymann und Co. die Hände reiben können, denn es öffnet rechtlich Tür und Tor jeder Form der Vermögensbestrafung. Von der Strafabgabe auf Luxusgüter über Strafabgabe auf Immobilien bis zur Rasur der Spareinlagen, der Versicherungsvermögen und aller Ansparpläne der Häuslbauer mit endfälligem Kredit oder Pensionsvorsorgeversicherungen. Und anstatt als angeblich liberaler Mensch das Grausen vor solchem staatlichen Wüten in den privaten Eigentumsrechten zu bekommen, klatschen Sie Beifall und verhöhnen noch jene, die diesen seit kommunistischen Enteignungswellen nicht mehr erlebten Vernichtungsfeldzug gegen die Rechtsstaatlichkeit und das Prinzip von Treu und Glauben zu kritisieren und abzulehnen wagen?
    Ich bin enttäuscht, extrem enttäuscht. Die EU und deren Rettung scheint Ihnen wichtiger zu sein als das Eigentumsrecht des Privaten, zumindest so lange, wie es sich nicht um Ihr Eigentum handelt.

    Lassen wir die Banken pleite gehen, das hätte von Anfang an mit jedem Kreditinstitut passieren müssen, das sich verspekuliert; lassen wir die Einlagensicherung greifen, das ist der billigste und einfachste Weg, den kleinen Leuten ihr mühsam Erarbeitetes zu erhalten; flüchten wir uns nicht in Argumentationsgebäude wie Ihr Gespinst vom "geschickten Oligarchen", der seine Gelder 100.000-Euro-Weise auf hunderte Banken verstreuselt (wenn es ihn geben sollte, dann Gratulation seiner Weitsicht, aber wegen dem einen Millionen zu rasieren ist das dümmste Argument der gesamten Kette) sondern respektieren wir das private Eigentumsrecht und das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen in angemessener Weise (sollte jemand Schwarzgelder in Zypern bunkern, wäre eine Zusammenarbeit der russischen und zypriotischen Justiz angesagt; aber keinesfalls eine pauschale Bestrafung aller Zyprioten).
    Lassen wir Zypern aus dem Euro raus, wie es schon mit Griechenland hätte passieren müssen und mit jedem anderen Land, das nur noch durch den Tropf ernährt wird, dessen Inhalt auch noch täglich in der EZB frisch gepresst wird.
    Akzeptieren wir die Entscheidung des zypriotischen Parlamentes, einer Volksvertretung, die uns zeigt, dass es in der EU doch noch möglich ist, eine Entscheidung auf nationaler Ebene zu treffen.
    Verteidigen wir nicht weiter jene EU, die als Antwort auf die Frage, wie sich dieser Bruch des europäischen Steuer- und Eigentumsrechts denn begründen ließe, kaltschnäuzig antwortete, jede nationale Regierung könne jederzeit Gesetze erlassen, die europäischen Richtlinien widersprechen - ach, auf einmal? Bisher lautete der Tenor eher, wer nicht sofort EU-Wünsche national umsetzt, wird geächtet, vor den EuGH gezerrt, als Gemeinschaftsparia ins Eck gestellt, zur Not sanktioniert. Das war also alles gar nicht so gemeint in der Gemeinschaft der Wendehälse, deren Fähnchen sich nicht mehr nur im Wind der täglichen Rechtsbrüche aus den eigenen Reihen drehen sondern bereits planlos rotieren wie die Arme eines Ertrinkenden?
    Die Maske der EU, zerbröselt, die Maske der Verlogenheit nationaler Politiker ebenso, sie müssen um sich selbst zu retten (und das ist das einzige Ziel der "Rettungsaktionen") nach der schleichenden Enteignung über Inflation und Gebührenerhöhung zur offenen Enteignung durch Vermögensstrafabgae schreiten. Und das war erst der Anfang.

    Liberale wehren diesen Anfängen und bejubeln sie nicht.
    Es tut mir Leid, aber Sie haben für mich Ihre Glaubwürdigkeit verloren.
    Schade.


alle Kommentare

  1. Claudia (kein Partner)
    22. März 2013 22:25

    Die Banken brauchen dringend Kröten, weil sie keine mehr haben.
    Also gibt ihnen der solidarische Staat Kröten über Kröten.
    Weil aber der Staat selbst keine Kröten mehr hat, leiht er sich welche von den Banken.

  2. Europath (kein Partner)
    22. März 2013 21:41

    Die Idee Europa und ihr goldenes Kalb sind bis zum letzten Mann und zur letzten Patrone zu verteidigen!

    Der Führerbefehl aus Brüssel lautet ungebrochen:

    "Ein Volk, ein Reich, ein Euro!"

    • Ex Euro (kein Partner)
      22. März 2013 21:59

      Eine Schwindelwährung, die gerettet werden muss, indem an die Bürger weiterhin enteignet, ist ja schon längst tot.

      Banken und Politik ist der Prozess zu machen - in Nürnberg.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 06:21

      Sie wissen es, darum haben sie die europ. Polizeitruppe und allerlei Sonderkommandos längst geschaffen, das eigene Heer in eine Söldnertruppe umgebaut und die Bürger weitgehend entwaffnet.

      Die diversen "Terroranschläge" - zB jener in der Londoner U-Bahn vor ein paar Jahren diente ausschließlich diesem Zweck, und es flog ja auf, daß dieser Anschlag offensichtlich selbstfabriziert war. Der Chef jener "Sicherheitsfirma", die just an dieser Stelle und just an diesem Tag just eine "Übung" mit dieser "Lage" abhielt, durchschaute das, und machte diese "Zufälle" öffentlich.

      In den USA ist dieses Programm schon lange "in place"; der letzte "Amoklauf" eines "Einzelnen", der ebensoviele Kinder/Lehrer tötete, als überhaupt Schüsse abgegeben wurde(!) ist von dieser Art, wie auch die merkwürdige Geschichte in Schweden, wo Bombenanschlag im REgierungsviertel und fast gleichzeitig eine ganze Insel von der Polizei nicht erreicht werden kann, aber eine Person an die 60 (erinnere mich nicht mehr an die Zahl) niedermähen konnte. - Wer soll solche Geschichten glauben?

      Die Bilder gestern von Zypern scheinen die Stimmung zu zeigen.

      Bei uns hat die Verhausschweinung schon solche Ausmaße angenommen, daß nicht die eigene Bevölkerung auf die Barrikaden gehen wird, sondern das marodierende, kulturbereichernde GEsindel, wenn die Alimentierung ausbleibt. wir sind dann Geiseln in den eigenen Großstädten!!!

      Vor denen fürchten sich die Politiker auch.

      Aber vielleicht findet sich doch auch noch ein Franz Ohla, wie nach dem Krieg, der sich auf die richtige Seite stellt.

    • AGLT (kein Partner)
      23. März 2013 11:58

      @F.V.:

      "Bei uns hat die Verhausschweinung schon solche Ausmaße angenommen, daß nicht die eigene Bevölkerung auf die Barrikaden gehen wird, sondern das marodierende, kulturbereichernde GEsindel, wenn die Alimentierung ausbleibt. wir sind dann Geiseln in den eigenen Großstädten!!!"

      (nicht nur) dafür: ******

    • Pius (kein Partner)
      23. März 2013 14:18

      F.V. (kein Partner)
      ***************!!!

      Auch bei uns wird vor einem Anschlag gewarnt (gestern im TV zu hören).
      Man bereitet die Bevölkerung langsam drauf vor. Wenn ein Anschlag benötigt wird, dann wird er von den eigenen (mithilfe ausl. Geheimdiens-V-Männern) inszeniert um drakonische Überwachung zu fordern und umzusetzen.

  3. Christian Ebner
    22. März 2013 18:22

    Wenn es keinen Deal zwischen der EU und Zypern gibt, dann wird Zypern gezwungen sein, den Euro zu verlassen. Das wäre der Bankrott der Rettungsideologie, ein positiver Präzedenzfall, der die Entkoppelung von EU-Mitgliedschaft und Euro-Mitgliedschaft erzwingen würde. Auf diese Art könnten wir viel Steuerzahlergeld sparen und die durch den Euro beeinträchtigten Staaten könnten wirtschaftlich gesunden.

  4. War schon mal hier (kein Partner)
    22. März 2013 11:58

    Für Unterbergers "Partner", die ich soziologisch größtenteils zu den sparenden Kleinbürgern verorten würde, gilt leider der leicht abgewandelte Spruch:

    Nur die dümmsten Kälber finanzieren Ihre Schlächter selber.

  5. Francois Villon (kein Partner)
    22. März 2013 09:15

    Nochmals ein eben von Doz. Dr. Friedrich Romig versandter Hinweis auf die wirkliche Lage.

    Freunde,

    ich kann Euch nur empfehlen, den heutigen Bloomberg-Artikel ganz
    herunterzuladen.Die Idiotie der Euro-Retter-Elite kann nicht besser
    charakterisiert werden.

    http://www.bloomberg.com/news/2013-03-21/eu-fumbling-cyprus-makes-rehn-scapegoat-for-german-imf-austerity.html

    Hier wenigstens ein Auszug:

    Nobel laureate Paul Krugman writes:

    “The amazing thing is the way men who know neither theory nor the
    history of previous crises are utterly convinced that they know what
    to do in our current crisis; and how their confidence in their
    prescriptions has been unaffected by the fact that they have been
    wrong about everything so far,” Krugman wrote on his blog this month.
    “What’s even more amazing is the fact that these men are actually
    running things.”

    Dem entspricht ein Artikel aus der Wirtschaftswoche, den ich hier
    vollständig anschließe:

    Wolfgang Schäuble:Der gefährlichste Mann Europas
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 19.03.13 – Die Banken
    Zwangs-Abgabe in Zypern war kein Betriebsunfall. Sie ist der erste
    Baustein in dem Plan, wie Europa künftig regiert werden soll.
    Autoritär, ideologisch und undemokratisch. Das Vorbild für den
    finanz-technischen Teil zur Lösung der Schuldenkrise ist die deutsche
    Wiedervereinigung. Der Architekt des Plans: Wolfgang Schäuble. Das
    verheißt nichts Gutes.

    Am 18. November 2011 veröffentlichte die New York Times ein Porträt
    von Wolfgang Schäuble. Jeder Europäer sollte es gelesen haben. Darin
    legte Schäuble seine Vision vom Vereinigten Europa vor:
    Schäubles Fahrplan für Europa:

    „Was wir jetzt mit der Fiskal-Union machen, ist ein kurzfristiger
    Schritt für die Währung. In einem größeren Kontext brauchen wir
    natürlich eine politische Union.“

    „Es gibt eine begrenzte Übergangszeit, in der wir die Nervosität an
    den Märkten managen müssen.“

    „Wenn es bis Ende 2012 oder bis Mitte 2013 klar ist, dass wir alle
    Zutaten für neue, gestärkte und vertiefte politische Strukturen
    beisammen haben, dann denke ich, dass es funktionieren wird.“
    Die New York Times schreibt dann, dass Schäuble die Unruhe an den
    Märkten „nicht als Hindernis, sondern als Notwendigkeit“ sieht:
    „Wir können eine politische Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“

    Schäuble verfügt über einen messerscharfen Intellekt. Es ist ihm hoch
    anzurechnen, dass er sein Programm in so wenige einfache Sätze fassen
    kann. Dieses Kurzprogramm erklärt alles, was in Europa im Moment vor
    sich geht. Es erklärt auch, warum Schäuble so seltsam eiskalt
    lächelte, als er im ZDF sagte, als die Enteignung der zypriotischen
    Hausfrauen, Lehrer, Klempner und Tischler gezielt im Morgengrauen
    eines Samstags bekanntgegeben wurden:

    „Bankguthaben sind eine sensible Sache, deshalb macht man es am Wochenende.“
    Schäuble ist der zweitmächtigste Mann in Europa. Der mächtigste ist
    EZB-Chef Mario Draghi, weil er die Hand an den Geld-Druckmaschinen
    hat. Schäuble kann die Hand zwar führen, den Knopf drücken muss
    Draghi. Und Draghi kann den Knopf auch drücken, wenn andere ihm die
    Hand führen: Die Schulden-Kaiser der politischen Klasse Italiens,
    Spaniens, vor allem Frankreichs. Sie alle haben ein Interesse, dass
    die Schulden weggespült werden. Das geschieht durch Inflation.
    Inflation tut dort weh, wo Vermögen ist. Das meiste Vermögen ist in
    Deutschland. Und die Schulden-Politiker aus dem Süden, die sich all
    ihre Wahlgeschenke erkauft haben, üben mächtig Druck auf Draghi aus.
    Das weiß auch Schäuble. Und er weiß auch, dass Deutschland eine
    Alternative braucht, wenn es verhindern will, dass die gigantische
    Schuldenkrise vor allem auf Kosten der deutschen Sparer gelöst wird.
    Im Herbst ist Bundestagswahl. Da darf nichts anbrennen.

    Von der „politischen Union“ hat Schäuble eine glasklare Vorstellung.
    Er ist ein Polit-Ingenieur, in gewisser Weise der perfekte Technokrat.
    Für Helmut Kohl hat er die deutsche Wiedervereinigung gemanagt. Das
    Konzept damals lautete: Wo ein politischer Wille ist, findet sich das
    Geld dazu auf dem Weg. Die Bundesregierung führte den „Solidarbeitrag“
    ein. Er sollte sieben Jahre gelten – das wurde hoch und heilig
    versprochen. Er gilt nun seit 21 Jahren, er ist aus den
    Steuererklärungen eines jeden Deutschen nicht mehr wegzudenken.
    Für den Soli, so wurde damals versprochen, sollten blühende
    Landschaften im Osten entstehen.

    Im Februar 2013 sieht die Realität so aus: Die höchste
    Arbeitslosigkeit unter den deutschen Bundesländern haben in dieser
    Reihenfolge: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin, Bremen,
    Brandenburg, Sachsen, Thüringen. Danach kommt – den notorisch
    insolventen Stadtstaat Bremen ausgenommen – das erste westdeutsche
    Bundesland, Nordrhein-Westfalen.

    In Mecklenburg-Vorpommern beträgt die Arbeitslosigkeit 13,7 Prozent.
    In Baden-Württemberg 4,3 Prozent
    Deutschland einig Transfer-Land – und es scheint zu funktionieren. Der
    Soli hat es möglich gemacht: Ein politisches Gebilde ist entstanden,
    an dessen Einheit niemand mehr zweifelt. Das und nur das herzustellen,
    war der Auftrag von Schäuble. Er hat ihn erfüllt.

    Wolfgang Schäuble ist der einzige Abgeordnete, der zehn (!)
    Legislatur-Perioden hindurch seinen Gehaltszettel im Deutschen
    Bundestag abgeholt hat. Seine Welt ist die Welt der Politik, die des
    Machbaren. Schäuble weiß nicht, wie das in der freien Wirtschaft
    zugeht. Seine Welt ist die Welt der Ausschüsse, Sitzungen und
    Partei-Rankünen. Dort kennt er sich aus, die beherrscht er.

    Schäuble hat das, was man in der Wirtschaft einen „Track Record“
    nennt: Er hat bewiesen, dass er kann, was er tut. Und oft ist es bei
    Politikern wie bei Managern: Weil ihnen einmal etwas gelungen ist, tun
    sie es immer wieder. Vielen von ihnen machen immer dasselbe, weil sie
    gar nichts anderes können.

    40 Jahre ohne Unterbrechung im Bundestag. Zehn Legislatur-Perioden am
    Stück. Da kann man schon daran zweifeln, ob so einer noch kreativ sein
    kann – außerhalb des Elfenbein-Turms.

    Aber Zweifel, Selbstzweifel gar, sind Schäubles Sache nicht. Er will
    es wieder tun. Schäuble will die Einigung Europas nach dem technischen
    Bauplan der deutschen Einheit vollziehen. Er fragt nicht, ob es eine
    Einheit Europas ohne EU geben könne. Er fragt auch nicht, ob all die
    Krisen des Euro nicht doch vielleicht an der Fehlkonstruktion der
    Währung liegen, weil man verschiedene Volkswirtschaften nicht ohne
    Zwang über einen Leisten scheren kann.

    Schäuble fragt: Wo ist die Schere, wie viel Zwang muss ich anwenden ?
    Zu Beginn der Euro-Rettung gab es noch einige Pannen. Es ging den
    Italienern und Franzosen noch nicht schlecht genug. Die Iren waren
    pflegeleicht: Sie zahlen auf Heller und Pfennig zurück, was ihnen die
    Banken abgezockt haben. Gehen ins Pub und ärgern sich, mit der Faust
    in der Tasche. Oder wandern aus (hier). Ihr Vorteil: Sie sprechen
    Englisch und können auf andere Arbeitsmärkte ausweichen.

    Das wirkliche Problem kam mit Griechenland: Die Griechen haben sich
    einfach nicht an das gehalten, was sie in Brüssel versprochen hatten.
    Bis heute gibt es keine wirksame Steuereintreibung, keine
    Privatisierung, keinen Abbau im öffentlichen Dienst. Die Griechen
    haben jede Vereinbarung, die ihnen von Schäuble vorgelegt wurde,
    unterschrieben. Das Flugzeug von Berlin nach Athen war noch nicht auf
    der Startbahn – da war die Vereinbarung auch schon wieder hinfällig.

    So etwas hasst Schäuble. Er ist unduldsam. Er will, dass seine Befehle
    ausgeführt werden. Wer wissen will, wie Schäuble wirklich als Mensch
    ist, muss sich das Video (am Anfang des Artikels) ansehen, bei dem er
    seinen Pressesprecher demütigt. Schlimmer als Schäuble sind nur die
    Journalisten der Bundespresse-Konferenz, die hämisch lachen, als der
    arme Mann vorgeführt wird. Anstatt aufzustehen und zu sagen: „So
    nicht, Herr Schäuble. Auch Ihr Pressesprecher ist ein Mensch.“

    Weil die Griechen nicht spuren, hat Schäuble die Schlagzahl erhöht: Er
    will Ergebnisse sehen bei der Beendigung der Schuldenkrise. Jetzt gibt
    es keine „Hilfs-Pakete“ mehr, sondern eine Zwangs-Abgabe. Die
    Zyprioten spielen auf der europäischen Bühne für ihn die Rolle, die
    sein Pressesprecher bei der unrühmlichen PK spielte: Er führt sie vor.
    Sie sind schwach und weit weg. An ihnen kann er ein Exempel
    statuieren: Die europäische Einigung erfolgt künftig über Zwang. Über
    Enteignung. Rechtsbruch. Diktat.

    Und hier beginnt zu greifen, was Schäuble in der NYT etwas kryptisch
    angedeutet hat: Man werde spätestens Mitte 2013 „alle Zutaten für
    neue, gestärkte und vertiefte politische Strukturen beisammen haben“,
    um die politische Union zu erzwingen: „Wir können eine politische
    Union nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.“

    Denn von nun an geht alles generalstabsmäßig: Ultimatum an die
    Zyprioten am Freitag. Sperrung der Bank-Konten am Samstag. Zugriff –
    naja, das verzögert sich noch ein wenig. Der hätte eigentlich am
    Dienstag erfolgen sollen. Aber auf einen Tag mehr oder weniger kommt
    es nicht, bei der „natürlichen politischen Union Europas“.

    Wer glaubt, dass Zypern ein Einzelfall ist, unterschätzt Schäuble
    gewaltig. Er ist die Master-Mind hinter dem Masterplan. Goldman Sachs
    und Boston Consulting Group haben längst errechnet, wie viel
    europäischen Soli jeder zu zahlen haben wird (hier). Die Planer der
    Einheit müssen die Daten nur noch in die Landessprachen übersetzen
    lassen. Dafür gibt es in Brüssel Heerscharen von Übersetzern.

    Wer sieht, wie Schäuble seinen Pressesprecher behandelt, der kann sich
    ausrechnen, was für ein Menschenbild man in 40 Jahren ununterbrochenem
    Dienst im Bundestag entwickelt.

    Was Schäuble jedoch zum gefährlichsten Mann Europas macht, ist nicht
    dieser Zynismus.

    Zum gefährlichsten Mann Europas macht ihn seine Unkenntnis von der
    wirklichen Welt: Die wirkliche Welt Europas funktioniert nur dann so,
    wie Schäuble will, wenn sie eine Schein-Demokratie ist. Wenn alle
    Gesetze gebrochen werden können. Wenn es für Versagen keine Sanktionen
    gibt. Wenn der freie Unternehmergeist durch Zentral-Wirtschaft ersetzt
    wird. Wenn das Prinzip von Treu und Glauben gebrochen wird. Auch da
    ist Schäuble vorbelastet. Er hat den Bundestag über seine Beziehung
    zum Waffenhändler Schreiber in der CDU-Parteispenden-Affäre belogen.
    Als er der Lüge überführt wurde, hat er bedauert, gelogen zu haben.

    Beppe Grillo ist auch gefährlich – aber nur für jene, die heute den
    Euro-Kurs steuern. Allerdings: Er verdankt Schäuble seinen Aufstieg.
    (Foto: Flickr/Liwax)

    Jean-Claude Juncker, der ehemalige Euro-Gruppenführer und enger Freund
    des Euro-Fanatikers Helmut Kohl, hat einmal gesagt, in der Politik
    müsse man lügen, wenn es kritisch wird (hier). Juncker hat auch
    gesagt: Mehr Integration geht nur bei mehr Krise.

    Ein Lügner ist an und für sich noch nicht gefährlich. Wenn Leute, die
    ein ambivalentes Verhältnis zur Wahrheit haben, jedoch mit Geld zu tun
    haben, dann wird es kritisch.

    Kohl hat in der Parteispenden-Affäre gelogen, dass sich die Balken
    bogen. Die CDU verstieg sich sogar zu der Behauptung, das Geld sei von
    Juden gekommen, weshalb man die Spender auf Rücksicht auf die deutsche
    Geschichte nicht nennen dürfe.

    Schäuble war von Helmut Kohl ähnlich gedemütigt worden, wie er seinen
    Pressesprecher niedergemacht hat. Er war jedoch, wenngleich am Ende
    sein erbitterter Feind, immer in der Nähe Kohls. Er hat einen
    Briefumschlag mit 100.000 DM zugesteckt bekommen und kann sich bis
    trotz aller Bemühung nicht erinnern, was mit dem Geld geschehen ist.
    Die 100.000 DM sind bis heute nicht mehr aufgetaucht.

    Heute jongliert Schäuble nicht mehr mit Briefumschlägen. Die D-Mark
    gibt es nicht mehr. Heute hat Schäuble die politische
    Verfügungs-Gewalt über hunderte Milliarden Euro. Die 100.000 DM hatten
    nicht ihm gehört. Die Billionen, um die es heute geht, gehören ihm
    auch nicht.

    Der Spiegel schrieb neulich, dass der italienische Neo-Politiker Beppe
    Grillo der gefährlichste Mann Europas sei.

    Das ist blanker Unfug.

    Schäuble hat, wie von ihm in der NYT vorhergesagt, Mitte 2013 „neue,
    gestärkte und vertiefte politische Strukturen beisammen“, die es ihm
    ermöglichen, die politische Einigung Europas durchzuziehen: Ein
    gänzlich undemokratisches Triumvirat als IWF, EZB und
    Euro-Technokraten ist, Mitte 2013, in der Lage, jedem einzelnen Volk
    Europas zu diktieren, wie viel jedem einzelnen Bürger automatisch vom
    Konto abgebucht wird, damit das System am Leben bleibt. Wenn es für
    nötig erachtet wird, kann Brüssel verfügen, dass das Online-Banking
    nicht mehr funktioniert, die Bankomaten leer sind, die Banken für
    „Bankfeiertage“ geschlossen werden.

    Wir erleben ganz praktisch, wie die bargeldlose Gesellschaft – eines
    der ideologischen Ziele von EU und Finanzwirtschaft (hier) –
    funktioniert. Glücklich ist, wer Ackerland und Goldmünzen besitzt.

    Dem Bürger wird das Geld nämlich nicht mehr aus der Tasche gezogen. Es
    wird ihm abgebucht. Ohne Vorwarnung, ohne Rechtsgrundlage, mit
    halbseidenen, unter Druck zustande gekommenen Alibi-Beschlüssen von
    Parlamenten, deren Abstimmungen wie beim ESM oder bei all den
    Milliarden-Rettungs-Beschlüssen nur noch eine Farce sind.

    Niemand weiß, was mit dem Geld geschieht. Wozu braucht man es
    eigentlich ? Warum kann eine Bank, wenn sie pleite ist, nicht
    pleitegehen ?

    Die „begrenzte Übergangszeit“, von der Schäuble in der NYT sprach, ist
    vorbei. Der Weg zur politischen Union ist frei. Schäuble soll, so ist
    aus CDU-Kreisen zu hören, mächtig stolz gewesen sein, dass der
    Zypern-Coup gelungen ist.

    Er könnte sich zu früh gefreut haben. Denn überall in Europa regt sich
    Widerstand. Massiver Widerstand. Angst, Sorge, Wut, Empörung – überall
    kocht es hoch. Selbst in Deutschland finden neuen Parteien, die gegen
    diesen Irrsinn sind, Beachtung.

    Denn Schäubles grundlegender Denkfehler besteht darin, dass er glaubt:
    Wenn wir alle Zutaten beisammen haben, dann wird das funktionieren.

    Die Menschen und Völker in Europa wollen jedoch nicht „funktionieren“,
    sie wollen leben. Und leben kann eine Gemeinschaft nur, wenn all die
    Grundsätze, die die fanatischen Euro-Retter jetzt mit Füssen treten,
    existieren: Freiheit, Ehrlichkeit, Recht, Verlässlichkeit,
    Verantwortung, Transparenz, Handschlag-Qualität, Solidarität.

    Diesen feinen Unterschied mag man nach 40 Jahren im Bundestag nicht
    mehr wahrnehmen.

    Doch dieser Unterschied entscheidet über Leben und Tod von politischen Systemen.

    Wenige Wochen nach zahlreichen, pompösen Feiern in Ost-Berlin konnten
    selbst die besten Ingenieure des Sozialismus die Rufe „Wir sind das
    Volk !“ nicht mehr übertönen. Die DDR war gerade 40 Jahre alt geworden.

    Wer immer noch nicht kapiert hat, was es geschlagen hat, dem ist nicht zu helfen.
    Aber gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens. F.V.

    :

    • Pius (kein Partner)
      22. März 2013 10:46

      Francois Villon (kein Partner)
      ************ !!!!
      Man kann nur hoffen, dass die Menschen aufwachen .....

  6. socrates
    22. März 2013 07:33

    Wir sollten A.U. dieselbe Toleranz erweisen, wie er sie uns erweist.

    • F.V. (kein Partner)
      22. März 2013 11:40

      socrates,

      Was Sie vorschlagen schreibt sich recte: Tolleranz. Der Begriff leitet sich vom Wort "toll" ab.

      Dem Dr. Unterberger tut ja niemand was persönlich zu leide, aber er muß sich´s gefallen lassen, daß seine Ideen und Geschreibsel in aller Schärfe kritisiert werden, wenn erforderlich. Daß oft Person und Sache schwer auseinanderzuhalten sind, ist - leider oft unvermeidlich, weil sich Personen in der Regel mit den von ihnen vertretenen Ideen identifizieren.

      Im übrigen gehört der so häufig bemühte Begriff der Toleranz, wie andere Ewige Wahrworte: Menschenrechte, Frieden und seine Sicherung, Freiheit, Demokratie, etc. zum Arsenal jener gefährlichsten Kriegswaffen im Psycho-Krieg, die immer dann massiv eingesetzt werden, wenn eine "Festung sturmreif geschossen" werden soll.

      Darum kann man immer mit nahezu 100-%iger Sicherheit annehmen, daß jene, die diese Vokabel ständig im MUnd führen geistige Betrüger sind und das Gegenteil dessen beabsichtigen, was sie vorgeben. Die Diskussionen bzw. Zitate im UTB sind eine nahezu endlose Beweiskette dafür

    • Pius (kein Partner)
      22. März 2013 16:38

      F.V. (kein Partner)
      **************** !!!!

      Auch die Phrasen “Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit” wurden schon bei der franz. und russ. Revolution verwendet (es ist immer die gleiche Mischpoke an den Umstürzen beteiligt gewesen)

      Aristoteles
      ?"Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft" . Und wie recht er doch hat!

  7. War schon mal hier (kein Partner)
    21. März 2013 22:16

    Der unverwüstliche Schreiberling zu Gunsten der Hochfinanz mit seiner unüberraschenden positiven Wertung der Enteignuns der einfachen Sparer, damit die Bankiers herausgehauen werden, nachdem diese zunächst gut mit ihren Krediten verdient hatte.

    Und Unterberger wird auch die Enteignung österreicherischer Sparer befürworten, damit seine Herren von der Hochfinanz noch reicher werden. Unterberger widert mich nur noch an.

  8. Brigitte Imb
    21. März 2013 20:50

    Vermögensverteilung Spanier ein Drittel reicher als Deutsche

    Österreich liegt etwa gleich mit D, Luxemburg wird nicht erwähnt, Zypern?....

    Ausgerechnet D u. Ö sollen laut unserer Politmarionetten am meisten in der EU profitiert haben. Ich bin schon gespannt wie diese Daten wieder schöngeredet werden und weiterhin Solidarität mit den armen Südländern gefordert wird.

    21.03.2013 · Haushalte in Spanien oder Italien haben oft deutlich mehr Vermögen als die in Deutschland. Das zeigt ein Bericht der Bundesbank. Ein typischer deutscher Haushalt besitzt ein Nettovermögen von 51.400 Euro.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/armut-und-reichtum/vermoegensverteilung-spanier-ein-drittel-reicher-als-deutsche-12121631.html

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 22:21

      Brigitte Imb
      Was 51.400 Euro hmm davon träumen die meisten nur.

  9. RS (kein Partner)
    21. März 2013 20:23

    Seit wann ist ein Sparer ein Gläubiger ??

    Er gibt doch der Bank sein Geld zur Aufbewahrung und bekommt dafür einen Zins je
    nach Marktsituation. Von Gewinn und Verlustbeteiligung ist nie die Rede.
    Er ist weder Anleger noch Investor sondern nur Sparer.

    Interessant wie A.U. hier die Dinge verdreht. Wenn jemand an Verlusten beteiligt werden muss, dann die Aktionäre ( Eigentümer ) der Bank. Aber wer wird schon unseren Bankstern was wegnehmen.

    • panzerechse (kein Partner)
      21. März 2013 22:15

      Eine Sparer ist GLÄUBIG... Würde er z.B. an die r.k. Kirche ähnlich blind GLAUBEN... er wird für verrückt erklärt... (*ggg*)

    • Stimulus
      21. März 2013 22:32

      Was soll ihre naive Frage?? Wollen Sie das seit Jahrhunderten übliche Vokabular im Geschäfts- und Bankwesen ändern, oder haben Sie bloß keine Ahnung von der Wirtschaft. Fakt ist, der Sparer verleiht Geld und vertraut dem Schuldner (= der Bank), dass der verliehene Betrag zu den vereinbarten Bedingungen wieder zurückgezahlt wird. Gläubiger ist die Lehnübersetzung vom lateinischen Wort „Creditor, wobei „credere“ mit „glauben“ zu übersetzen ist. Wenn der Schuldner zahlungsunfähig, also insolvent ist, dann schaut der Sparer wie jeder andere Gläubiger durch die Finger. Wenn es dafür eine Garantie gibt, muss der Garantiegeber zahlen, wenn er kann, aber – wie das Sprichwort sagt - einem Bettler kann man nichts wegnehmen. Die Garantie eines Pleitiers ist nichts wert.
      Banken sind zumeist als Kapitalgesellschaften organisiert. Die Aktionäre haften ohnedies mit ihrem Grundkapital, das bei einer Pleite natürlich verloren ist - auch bei den Aktionären einer Bank. Darüber hinaus gibt es für den normalen Aktionär keine Haftung.

    • estate (kein Partner)
      21. März 2013 23:01

      Stimulus,

      Sie schrieben u.a. "Wenn der Schuldner zahlungsunfähig, also insolvent ist, dann schaut der Sparer wie jeder andere Gläubiger durch die Finger"

      Zur Feststellung der Insolvenz und daran anknüpfend der von den einzelnen Geldgebern hinzunehmenden Verlusten dient einzig und allein das Insolvenzverfahren. Alles andere ist Willkür.

    • RS (kein Partner)
      22. März 2013 01:10

      @ Stimulus

      Der Sparer verleiht kein Geld, sondern die Bank. Der Sparer gibt sin Geld zur Aufbewahrung mit der Auflage es jederzeit wieder ( incl. Zinsen ) zurückzubekommen.
      Kredit ist wohl etwas anderes ( von wegen " seit Jahrhunderten übliche Vokabular")

      Die Geldschöpfung durch Kreditvergabe der Banken ist eine irre Sache. Es erlaubt
      den privaten Eigentümern der Banken Geld aus dem Nichts zu schaffen. Kaum zu glauben aber wahr.

      Übrigens ist bemerkenswert wie A.U. die Bezeichnung " europäischer Steuerzahler " schon als Selbstverständlichkeit in sein Vokabular aufgenommen hat.
      Diesen Typus gibt es erst seit der ESM Knechtschaft. ( vorher waren Steuern nationale Angelegenheit )

    • Pius (kein Partner)
      22. März 2013 10:48

      RS
      ********* !!!

    • Stimulus
      24. März 2013 10:27

      Ganz „wurscht“ wie die Pseudo-Theoretiker die Einlagen und Ausleihungen der Banken bezeichnen. Tatsache ist, dass bei den zypriotischen Banken in großen Mengen Schwarzgeld aus Russland und England eingezahlt wurde, für das sie überhöhte Zinsen gezahlt haben. Um sich das leisten zu können, haben sie hochverzinsliche aber gleichzeitig auch hochriskante griechische Staatsanleihen gekauft, die von den Ratingagenturen schon lange sehr schlecht bewertet worden sind. Die zypriotischen Bankmanager hätten wissen müssen, dass dies ein massives Klumpenrisiko ist ( nur bei Staaten wird das offenbar geduldet). Durch den griechischen Schuldenschnitt Ende 2011 war ein großer Teil dieses Geldes futsch und ohne Stützung wären die zypriotischen Banken schon vor Monaten zusammengekracht. Man hat einfach den alten Bankgrundsatz einer vernünftigen Risikostreuung nicht beachtet.

  10. Brigitte Imb
    21. März 2013 18:06

    Umfrage: Zypern will raus aus dem Euro. Na dann lassen wir sie doch ziehen!
    Deutsche Mittelstands Nachrichten | 21.03.13, 16:48

    In einer aktuellen Umfrage befürworten mehr als zwei Drittel der Zyprer einen Austritt ihres Landes aus der Eurozone. Die Parlaments-Entscheidung gegen die Zwangsabgabe wird von 91 Prozent der Bevölkerung unterstützt.

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/03/51016/

    • Reinhard (kein Partner)
      21. März 2013 18:10

      Das war auch schon das Ergebnis einer Umfrage bei den Griechen vor deren "Rettung". Gerettet werden soll nämlich nur das Projekt EU, das, so edel der Grundgedanke auch war und so schön eine ehrliche Umsetzng gewesen wäre, vor der weltpolitischen und -wirtschaftlichen Realität versagt hat und zu einem Lügengebäude verkommen ist, dass nur noch versagenden nationalen Politikern als Ausrede für ihren Verrat am eigenen Volk dient.
      Lassen wir sie ziehen.
      Und ziehen am besten gleich mit...

    • socrates
      21. März 2013 20:02

      Recht haben sie!

    • Undine
      21. März 2013 22:44

      @Reinhard

      Für jedes Wort einen Stern*****+!

      "Lassen wir sie ziehen.
      Und ziehen am besten gleich mit...".....und je eher, desto besser!

  11. F.V. (kein Partner)
    21. März 2013 17:54

    Der Plan B - oder C ...

    Eine neue Version des Rettungsplanes – Fonds statt Zwangsabgabe [1]

    Wichtiges Ergebnis der Gespräche ist ein Fonds zur Rettung des Landes. Er soll Staatsanleihen ausgeben und mit Geldern von Rentenkassen und der Kirche sowie anderen Institutionen Zyperns gebildet werden. Die Aktien werden mit möglichen Gewinnen aus Erdgasvorkommen [2] südlich von Zypern verbunden. Experten rechneten damit, daß Nikosia damit einen Großteil der Summe aufbringen kann, die als Selbstbeteiligung benötigt wird.

    5,8 Milliarden Euro muß Zypern auftreiben, bis Montag, so lautet das Ultimatum der EZB. Wie genau das Land das Geld aufbringt, haben die Zentralbank und die Euro-Partner den Politikern in dem Krisenland überlassen. Jetzt deutet sich an: Offenbar ist nicht mehr geplant, die Sparer mit einer Zwangsabgabe zu belasten. "Wir haben nicht über eine Kürzung von Einlagen gesprochen und kommen auch nicht darauf zurück", sagte Parlamentspräsident Yiannakis Omirou.

    [1]Angeblich w u r d e n bisher schon die zypriotischen Pensionskassen ausgeräumt und auch die Kirche will einen Beitrag für einen Fonds leisten, der zypriotische Staatsanleihen kauft.

    Und dann kommt Plan C: Der Fonds wird vom ESM Mittel bekommen, welche er den Pensionskassen und der Kirche rücküberweist. Anschließend kann der Fonds die erworbenen Staatsanleihen an die Banken weiterreichen, die sich mit diesen Anleihen als "Collateral“ bei der EZB frisches Geld im Rahmen des Outright Monetary Transaction- Programms holen. Genau wie in Spanien!

    Merkels Wahlstanding ist so gerettet ! – Sozusagen per „Wechselreiterei“.

    [2] Das erinnert mich auch an GOETHES Faust; Kaiserliche Pfalz – Saal des Thrones: der Hofnarr – kurzfristig an der Ausübung seiner Pflichten (wohl mit Mephistos Nachhilfe) verhindert –

    Kaiser: Ich grüße die Getreuen, Lieben,
    Versammelt aus der Näh und Weite; -
    Den Weisen seh´ ich mir zur Seite,
    Allein wo ist der Narr geblieben?

    Junker: Gleich hinter deiner Mantelschleppe
    Stürzt´ er zusammen auf der Treppe,
    Man trug hinaus das Fettgewicht,
    Tot oder trunken? Weiß man nicht. ...

    ... entdeckt erstaunt den plötzlichen Reichtum, der mittels „Zetteln“ – fiat-money – ausgebrochen ist, und die vorher trübselige Lage des Reiches in ein lustiges Treiben verwandelte.

    Gemurmel in der Menge:
    Ein neuer Narr – Zu neuer Pein –
    Wo kommt er her – Wie kam er ein –
    Der alte fiel – Der hat vertan –
    Es war ein Fraß – Nun ist´s ein Span - ...
    ....

    Kaiser: Sag´, weißt du Narr auch noch eine Not?

    Mephistopheles: Ich keineswegs. ....

    Gemurmel: Das ist ein Schalk – der´s wohl versteht –
    Er lügt sich ein – So lang es geht –
    Ich weiß schon – Was dahinter steht –
    Und was denn weiter? – ein Projekt - ...

    Der geheime Rath von Goethe wird sich gewiß etwas dabei gedacht haben, daß er diese Szene ausgerechnet während des Karnevals stattfinden läßt, und auch, daß der Ratgeber zur Überwindung der vorherigen Not – MEPHISTO war, der die vakant gewesene Stelle des Hofnarren kurzfristig eingenommen hatte!

    Kaiser: So sei die Zeit in Fröhlichkeit vertan!
    Und ganz erwünscht kommt Aschermittwoch an.
    Indessen feiern wir auf jeden Fall,
    Nur lustiger das wilde Karneval!
    .....

    Kaiser: wie atmet eure Brust erweitert!
    Das faltige Gesicht erheitert!
    Wie eilig tretet ihr heran!
    Schatzmeister: Befrage diese die das Werk getan.
    Faust: Dem Kanzler ziemt´s die Sache vorzutragen. .....

    Die USA hatten vor über 40 Jahren, genau am 15. August 1971, bankrott erklärt, weil sie nicht mehr mit richtigem Geld zahlen konnten oder wollten; da hat man dann auch begonnen, Gold und Silber auch in den Köpfen der Menschen zu entmonetisieren. Gold und Silber war bis vor kurzem scheinbar kein Geld mehr und es wurden von Seiten der Banken und der Regierungen erhebliche Anstrengungen unternommen, daß diese Vorstellung erhalten bleibt und sich verfestigt. Wir erlebten seit vielen Jahren einen regelrechten Kampf gegen Gold und Silber. Warum ist das so? - Wie Alan Greenspan in seinem berühmten Aufsatz von 1966, damals war er noch nicht Notenbankpräsident, klipp und klar geschrieben hat, ist Gold der natürliche Feind von fiat money“.

    Und also ist es mit dem ungedeckten Papiergeld, und solches ist das fiat-Geld (benannt nach dem göttlichen „Fiat lux!“ – es werde ... – wie im Schöpfungsbericht), ....

    Kanzler: Beglückt genug in meinen alten Tagen. –
    So hört und schaut das schicksalschwere Blatt,
    Das alles Weh in Wohl verwandelt hat.
    „Zu wissen sei es jedem, der´s begehrt:
    Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.
    Ihm liegt gesichert, als gewisses Pfand,
    Unzahl vergrabnen Guts im Kaiserland.
    Nun ist gesorgt, damit der reiche Schatz,
    Sogleich gehoben, diene zum Ersatz.“

  12. Pius (kein Partner)
    21. März 2013 16:40

    BRD-GmbH
    Mobiles Banking: Regierung verschafft sich Zugriff auf PIN-Codes der Bürger

    Rein theoretisch kann die Bundesregierung einen Bank-Run ab heute schon im Keim ersticken: Der Bundestag beschließt heute ein neues Gesetz. Demzufolge sind Telekom-Anbieter verpflichtet, den Behörden die PINs und PUK der Bürger auszuhändigen. Dazu soll eine elektonische Schnittstelle geschaffen werden - also die direkte Einwahl für die Regierung in die Kommunikation der Bürger.

    Deutschland
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    Mobiles Banking: Regierung verschafft sich Zugriff auf PIN-Codes der Bürger
    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 21.03.13, 12:19 | Aktualisiert: 21.03.13, 13:00 | 92 Kommentare

    Rein theoretisch kann die Bundesregierung einen Bank-Run ab heute schon im Keim ersticken: Der Bundestag beschließt heute ein neues Gesetz. Demzufolge sind Telekom-Anbieter verpflichtet, den Behörden die PINs und PUK der Bürger auszuhändigen. Dazu soll eine elektonische Schnittstelle geschaffen werden - also die direkte Einwahl für die Regierung in die Kommunikation der Bürger.
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    Themen: BAK, BKA, Bundeskriminalamt, Bundestag, FDP, Grüne, Innenausschuss, Ip-Adresse, Konstatin von Notz, Linke, Passwörter, PIN, PUK, Regierung, SPD, Telekommunikation, Überwachung, Union
    Er möchte alles wissen: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann auch einer der Gewinner des neuen Telekom-Gesetzes werden - wenn es einmal ans die mobile Bank-Transaktionen geht. (Foto: consilium)

    Er möchte alles wissen: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kann auch einer der Gewinner des neuen Telekom-Gesetzes werden – wenn es einmal ans die mobile Bank-Transaktionen geht. (Foto: consilium)

    Alle Welt war verwundert, dass der Beschluss der EU, die Zyprioten von ihrem Geld abzuschneiden, so reibungslos verlief (hier).

    Das hängt auch damit zusammen, dass sich die Staaten in aller Stille immer mehr Daten der Bürger beschaffen. Durch entsprechende Gesetze sichern sie sich auch gleich den Zugriff. Die neueste Entwicklung zielt am Ende auch auf das mobile Online-Banking: Durch eine elektronische Schnittstelle soll es Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble möglich werden, den Bank-Kunden jeder Zeit über die Schulter zu greifen.

    So nahm auch kaum einer Notiz von einer auf den ersten Blick technisch klingenden Nachricht: Der Innenausschuss des Bundestages stimmte am Mittwoch für den Regierungsentwurf zur Neuregelung der Bestandsdatenauskunft. Es soll geregelt werden, wann Ermittler von Bundesbehörden bei den Telekommunikationsanbietern Informationen über Anschlussinhaber abfragen dürfen.

    Das Gesetz, dass abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit heute durch den Bundestag geschleust wird, hat es in sich.

    Der Arbeitskreis Vorrats-Datenspeicherung warnt:

    Der Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes und zur Neuregelung der Bestandsdatenauskunft geht weiterhin deutlich über die bisherige Rechtslage hinaus und baut Schutzvorschriften ab:

    1. Es soll weiterhin eine elektronische Schnittstelle zur vereinfachten Abfrage von Kommunikationsdaten eingeführt werden.
    2. Bundeskriminalamt und Zollkriminalamt sollen in weitem Umfang Zugriff auf Kommunikationsdaten erhalten, wo Eingriffe in das Fernmeldegeheimnis bisher nicht gestattet sind (z.B. als Zentralstelle, zum Personenschutz).
    In mehreren Punkten ist der geänderte Gesetzentwurf sogar verfassungswidrig:
    1. Es fehlt bereits die verfassungsrechtlich gebotene abschließende Bestimmung, welche Vorschriften einen Zugriff auf Kommunikationsdaten erlauben sollen (einfachgesetzliches Zitiergebot).

    2. Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts sollen Zugriffe auf Kommunikationsdaten durch Polizeibehörden nicht beschränkt werden auf Fälle konkreter Gefahr oder des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit oder Straftat. Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts soll die Identifizierung von Internetnutzern selbst zur Ermittlung geringfügiger Ordnungswidrigkeiten zugelassen werden.

    3. Entgegen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts soll die Identifizierung von Internetnutzern durch Geheimdienste keine tatsächlichen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer konkreten Gefahr voraussetzen.

    4. Es ist unklar und nicht kontrollierbar, unter welchen Voraussetzungen Anbieter Zugriffscodes wie Mailbox-PINs oder E-Mail-Passwörter an Staatsbehörden herausgeben dürfen.

    5. Der Bund will Anbietern verbieten, ihre Kunden von Datenabfragen zu benachrichtigen, selbst wo die Länder Stillschweigen nicht anordnen (z.B. bei Suizidgefahr oder Vermissten).

    6. Den Datenzugriff durch eine elektronische Schnittstelle weiter zu erleichtern, ist unverhältnismäßig und verfassungswidrig.

    weiterlesen:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/21/zugriff-auf-mobiles-banking-telekoms-muessen-regierung-pin-codes-der-buerger-liefern/

    • Erich Bauer
      21. März 2013 17:15

      @Pius

      Brigitte Imb, hat im heutigen A.U. Artikel, der für Sie erst mit morgigen Tag sichtbar wird, diese Information schon reingestellt. Hier meine Antwort dazu:

      @Brigitte Imb

      Seit ungefähr 3 Jahren wache ich allmorgendlich um 4 Uhr Früh auf. In Erwartung der "inglourious basterds"... Schweißgebadet denke ich dann an die schlimmste "Umerziehungsstrafe"... ein verpflichtendes Seminar unter "WKphaidrox"... :-)))

      Bis jetzt haben die noch nicht an meine Tür getreten (die "inglourious basterds" versteht sich). Wenn jedenfalls, so zeitig in de Früh, kein ungebührlicher Lärm in mein Schlafgemach dringt, beruhige ich mich außerordentlich schnell und schlafe augenblicklich wieder ein. In der Illusion, daß die "inglourious basterds" sich zufrieden geben, mir ein "Sonnenrädchen"... unter die Achsel... einzubrennen...

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 17:54

      Erich Bauer

      "ein verpflichtendes Seminar unter "WKphaidros"

      Danke dafür, dass sie mich zum Lachen gebracht haben!!!!! (einfach herrlich)

    • Brigitte Imb
      21. März 2013 17:56

      Ja, ja, der totale Überwachungsstaat. Wir werden statt e-mails wieder Briefe schreiben, od. unsere Nachrichten selber direkt überbringen.

      Ich bin ja schon lange sicher, daß wir lückenlos überwacht werden (geht ja recht einfach), und ich überlege mir sehr genau welche Infos ich über mail od. Telephon laufen lasse.
      Erst gestern hat mir jemand (aus dem "inneren Kreis") diese Vermutung bestätigt.

    • Wertkonservativer
      21. März 2013 18:25

      @ Erich Bauer:

      jetzt haben Sie mit Ihrem Sager auch noch den Beifall des eigenartigen Pius (kein partner)eingeheimst: Sie können wirklich stolz auf sich sein (siehe auch meine Replik zum Imb-Beitrag!

      (Gerhard@michler.at)

    • AGLT (kein Partner)
      21. März 2013 21:13

      ACh Gottchen, @WK, simma schon wieder weinerlich?

      Warum ist @Pius eigenartig? Er bringt sehr interessante Kommentare mit Links untermauert. Im Gegensatz zu Ihnren EU-indoktrinierten und AU-hörigen Zustimmungen.
      Warum streichen Sie das "kein Partner" jedesmal heraus? Ach so! Jo dearfen des de Nichtpartner eigentlich ollas?

    • panzerechse (kein Partner)
      21. März 2013 21:53

      @Wertkonservativer

      Als (Erich Bauers) "Haustier" ist es mir leider derzeit nicht möglich Ihre Replik zum "Imb Beitrag" einzusehen. Die technischen Umstände habe ich hierorts schon mehrfach erläutert. Das wißt auch Ihr ganz sicher.

      Der Beifall des "eigenartigen Pius" freut mein Herrl wahrscheinlich. So wie Euch die "eigenartige Sternderlzuwendung"... (*ggg*), der höchst "eigenartigen Sternderlnetzwerker". (*ggg*) Mein Herrl und ich finden das immer wieder höchst amüsant. Wertkonservative Bürgerlichkeit, in der "Spießform" war und ist immer ein bißchen kindisch... (*ggg*) Irgendwie süß... (*ggg*) Auch die inherente Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit ruft bei uns immer wieder Lachstürme... NEIN... Lachtsunamis aus... Und da Lachen ja bekanntlich gesund ist, nehmen wir die Gelegenheit wahr, Ihnen und auch sonst allen unsere Dankbarkeit auszusprechen!

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 22:51

      AGLT, Panzerechse,

      würde der Sternderl-Klub – völlig entnervt wegen der Beiträge der meisten „Nicht Partner“ – abfahren, würde sich wohl das durchschnittliche Niveau im UTB dramatisch erhöhen.

      Im umgekehrten Fall das UTB auf das von Vereinszeitungen fallen, die aber dann nur noch für die eingeschriebenen Mitglieder von Bedeutung wären.

      Da nun dies so ist, erhöbe sich doch eigentlich die Frage, wieso die Unterberger-Kommune den Nicht-Partnern k e i n Honorar berappt? – Jetzt werden sie ja gratis mit Informationen und Analysen bedient, von denen sie nicht einmal ahnen, daß es sie gibt, bzw. wo man sie herbekommt.

  13. Dr. Knölge (kein Partner)
    21. März 2013 15:03

    Ich habe an CDUSPDFDPGRÜNE folgende Mail geschickt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit Entsetzen nehme ich zur Kenntnis, daß die EU jetzt auch noch Zypern retten will, weil es "systemrelevant" sei. Was für ein Blödsinn! Ich will diese EU nicht, die alles und jeden retten muß auf meine Kosten und mein Risiko! Sie spielen mit meinem sehr bescheidenen Alterswohlstand russisches Roulett!

    Haben Sie gar kein Gespür dafür, wie absurd das ganze Retten inzwischen geworden ist? Der klare Menschenverstand sagt doch schon, daß etwas faul ist im Staate BRD. Und daß diejenigen, die wissen, daß sie immer gerettet werden auf Kosten Unschuldiger, sich selbst keine Fesseln mehr anlegen werden, ist ein Erziehungsgrundsatz, den man schon bei Vierjährigen nicht anwenden sollte. Kommen Sie mir jetzt nicht mit strengen Auflagen. Die EU-Bonzen haben praktisch jedes ihrer eigenen Gesetze und Versprechen gebrochen, und die Aussagen Schäubles sind im Rückblick als einzige Clownerie zu werten.

    Hören Sie endlich auf mit dieser Höllenpolitik, bevor sie in die Katastrophe mündet, wie gerade Sie als geschichtsbewusste Deutsche bedenken sollten.

    MfG

    Die CDU hat geantwortet:

    Sehr geehrter Herr ,

    vielen Dank für Ihre E-Mail vom 17. März 2013 zum Thema Zypern an die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, in deren Auftrag wir Ihnen antworten.

    Zypern hat einen Antrag auf Hilfen aus dem Europäischen Rettungsschirm (ESM) gestellt. Dabei gelten die Regel des ESM: Hilfen gibt es nur, wenn das Nehmerland strenge Auflagen erfüllt. Darüber hat die Euro-Gruppe innerhalb der EU am vergangenen Wochenende beraten.

    Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat am 19.03.2013 im Deutschlandfunk über die Verhandlungen berichtet:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2045828/

    Hilfen aus dem ESM bedürfen generell der Zustimmung des Deutschen Bundestags. Insoweit ist der Parlamentsvorbehalt gegeben.

    Das zyprische Parlament hat am 18. März 2013 die Vereinbarungen der zyprischen Regierung mit der Euro-Gruppe verworfen; deswegen sind diese mittlerweile hinfällig. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Die Bundesregierung hat sich dazu in einer Pressemitteilung geäußert:

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2013/03/2013-03-20-zypern-ablehnung-hilfe-schaeuble.html

    Mit freundlichen Grüßen

    Team Bürgerinformation

    CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
    Platz der Republik 1 · 11011 Berlin
    buergerinformation@cducsu.de
    www.cducsu.de

    Gähn, selten so gelangweilt. Jetzt bin ich ja aufgeklärt, der Bundestag muß zustimmen, dann ist ja alles gut. Außerdem, strenge Auflagen, ja ja, da haben die Griechen schon grausame Erfahrungen gemacht.
    Doch warum, zum Henker, muß ich zahlen?

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 16:01

      Herr Dr. Knölge,

      da hätten Sie ebensogut ans Salzamt schreiben können, oder einen Euro in eine Juke-Box werfen: Sie bekamen einen nichtssagenden Standard-Wisch, der sich vermutlich ob der mangelnden Papierqualität nicht einmal als Häuslpapier (wie früher die Zeitungen) eignet.

      Wie kann man glauben, daß man mit Volksverrätern und Korruptionären etwas verhandeln können?

      Wir sind mit diesem Pack im Krieg; das von J Scheiber zitierte Diktum, daß es nun Volk gegen die Banken/Finanz-"Industrie" geht hat die Sache schon uaf den Punkt gebracht.

    • Undine
      21. März 2013 23:04

      @Dr. Knölge

      Mit Ihrem Brief an die CDUSPDFDPGRÜNE sprechen Sie nicht nur mir aus der Seele! Aber es ist vermutlich schade um jedes Wort; die deutschen und die österreichischen Politiker leiden schwerst unter einem unverzeihlichen, unglaublich dämlichen HELFERSYNDROM ---zum nicht mehr gut zu machenden Schaden für die jeweilige Bevölkerung, die sich nicht wehren kann. Die amtierende überhebliche Politikerklasse "überhebt" sich gewaltig und wird letzten Endes als Totengräber des angeblichen Friedensprojektes EU in die Geschichte eingehen.

    • Pius (kein Partner)
      22. März 2013 10:55

      Undine
      *********

      Das Helfersyndrom gilt aber nur für das Klientel der Superreichen. Aber eigentlich geht es den Volksverrätern nur darum die Völker zu enteignen, zu knechten und auszustauschen. Nichts aber auch gar nichts überlassen sie dem Zufall. Wer sich die Protokolle der Weisen von Zion zu Gemüte führt, erkennt den Plan .... (einfach "Protokolle der Weisen von Zion" googlen - auch auf Youtube)

  14. Nona (kein Partner)
    21. März 2013 14:59

    PPPPPPPPPPPPPS: Warum Stephan Sch.? Ist das die neue Kommunikationstaktik nach unter Anführungszeichen setzen oder "sogenannte" voransetzen?

    PPPPPPPPPPPPPS: Warum bezeichnen sie ATTAC als Steinewerfer?

  15. Pius (kein Partner)
    21. März 2013 14:36

    Die Buchsensation "Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen" (Mysteriöse Morde wie Barschen, Herrhausen etc.)
    Das brisante Buch, an das sich kein Verlag traute!

    In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass von den Parteienvertretern, die eher als Erfüllungsgehilfen der Großfinanz fungieren, über EFSF, ESM etc. die Demokratie mehr und mehr ausgehebelt wird. Dazu gehört natürlich auch die Beschneidung der Meinungsfreiheit. Aufgrund der Enthüllungen hätte mein Buch vor 20 Jahren ebenfalls für Kontroversen gesorgt, nur jetzt läuft es immer mehr auf eine Uniformierung im Denken hinaus, was man daran erkennt, dass die Verlage mein Buch nicht drucken wollten. Mit anderen Worten, wer aus der Masse herausrückt und die Grundfesten des Systems angreift, wird schnell als verrückt erklärt und wer verrückt ist, der muss bekämpft werden.

    Im Gespräch mit dem Author Heiko Schrang.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=T-lGZfWT8pE#t=14s

  16. dxb (kein Partner)
    21. März 2013 14:29

    Wo liegt das Problem?
    Die Sparer haben den Banken Gelder für Veranlagungen gegeben und dafür Zinsen kassiert.
    Die Veranlagungen waren hauptsächlich in zypriotische Staatspapiere und sind wertlos.
    Also muß das Volumen des Guthabens der Sparer entsprechend korrigiert werden.
    Dass passiert über die Beteiligung am Verlust.

    Das ist eine Gefahr, die gibt es bei jedem Investment.

    Ist das für die hiesigen Verteidiger der ach so armen kleinen Sparer zu hoch?

  17. NC (kein Partner)
    21. März 2013 13:27

    Ich kann mir diesen eigenartigen Artikel, der eine Freude für alle Sozialisten, Kommunisten und Attac Freunde sein muss, nur so erklären:

    Herr AU wollte testen, ob seine Partner in diesem Blog schön brav wie die Lemmlinge ihm hinterherlaufen, egal welche Richtung er einschlägt. Und..... ein Großteil tut es! Experiment geglückt!

    Gratuliere Herr AU! Wenn Sie morgen den größten Schmarrn überhaupt schreiben, zB. dass wir eigentlich auf der Südhalbkugel leben, dann werden diese ganzen Möchtegern-Intellektuellen ihnen ebenfalls recht geben und laut schreien und schimpfen auf alle die dem Mob nicht folgen.

    Bin ja gespannt, was als nächstes kommt....

    • AGLT (kein Partner)
      21. März 2013 13:34

      @NC: ich fürchte, Sie haben die Kommentare nicht oder nur sehr mangelhaft gelesen. Denn gerade bei diesem Artikel ist die Mehrheit gegen AU.
      Und Lemming gibt es hier eigentlich ohnehin nur einen.

    • Erzliberaler (kein Partner)
      21. März 2013 14:08

      Lemminge sind diejenigen hier, die meinen, mit Steuergeldern dumme Anleger zu schützen, die so dumme Sachen machen wie Geld bei einer zypriotischen Bank anzlegen. Das ist so als leihe ich einem Drogenabhängigen Geld und beschwere mich dann, dass der Staat den Kreditausfall "nur" zu 90% erstattet, wenn der Drogenabhängige erwartungsgemäß nicht zurückzahlt.

      Es ist ganz einfach:
      Liberal ist: wer ein Risiko eingeht, soll im Erfolgsfall den Gewinn haben, aber auch den Schaden haben, wenn es schief läuft.

      Nicht liberal ist: wer ein Risiko eingeht, behält im Erfolgsfall den Gewinn, wenn es schief läuft, sollen andere den Schaden bezahlen.

  18. Eso-Policier (kein Partner)
    21. März 2013 13:06

    Die €urokratie muss kaputtgebrochen werden. Zudem ist es sinnvoll, Schwundgelder zu fördern. Bei der Bundestagswahl in Deutschland im September werden die Parteien FW und Pro viele Stimmen bekommen. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  19. euro-payer (kein Partner)
    21. März 2013 13:00

    @ Reinhard
    und seine Zustimmer

    Entschuldigung lieber Reinhard, aber ihr pseudo-liberales Geschreibsel ist völlig weltfremd.

    1. Zypern ist pleite.
    2. Die Haupt-Gläubiger Zyperns sind die (zypriotischen) Banken.
    3. Zypern und seine Banken brauchen Hilfsgelder.
    4. 3 Möglichkeiten: a) Hilfsgelder geben b) verweigern c) unter Auflagen geben

    4. a) Hierbei werden ausschließlich die europäischen (Netto)Steuerzahler zur Kasse gebeten. Ist das "liberal"?

    4. b) Hierbei wäre Zypern UND seine Banken pleite, ein großer Teil der Anleger-Guthaben verloren. Ist das "liberal" genug?

    4. c) die angepeilte 1/3 : 2/3 - Lösung: hier werden die hauptsächlich von der Staatspleite bedrohten Anleger verpflichtet, ihren Zinsen-Übergenuss zur Rettung beizutragen, 10.000.000.000,- Euro zahlt ohnehin der europäische Steuerzahler.

    Aber vielleicht haben sie ja einen anderen Vorschlag, der sowohl die europäischen Steuerzahler als auch die zypriotischen Anleger ungeschoren lässt? Ihr "Banken pleite gehen lassen" tut das nicht, damit wären mehr als 10% der ach so verteidigungswürdigen Anlegergelder weg!

    Willkommen in der Realität!

    • Reinhard (kein Partner)
      21. März 2013 14:37

      Möglichkeit 4d) Angebote machen und Verhandlungen führen, wie es Zypern gerade mit Russland tut, was den EUrokraten extrem sauer aufstößt (warum wohl eigentlich?).
      Ansonsten das Volk selbst entscheiden lassen und nicht erst eine Zwangsabgabe einstreifen und dann als der heroische Retter des Restes hinstellen. Und die, die dafür zahlen sollen, auch noch dafür anspucken lassen.

      Eine staatliche Zwangsenteignung bleibt eine staatliche Zwangsenteignung, ein Bruch bestehender Gesetze bleibt auch dieses, egal, wie ich es begründe. Gehen einzelne Banken (und um die geht es) pleite, haften alle über die Einlagensicherung für Kleinsparer, somit ist der Kleinsparer, dem man kaum überbordendes Nutznießertum vorwerfen kann, abgesichert. Der Rest folgt dem ökonomischen Grundsatz "mitgefangen-mitgehangen".
      Ich bin selbst Unternehmer und habe durch die Insolvenz eines Vertragspartners mehr verloren als mit den Geschäften mit ihm jemals gewonnen. Erzählen Sie mir nichts von Realität.

      Den "Übergenuss" als Argument zu verwenden ist höchstens noch ein Witz. Dann müssten alle, die von den billigen Preisen und kellertiefen Lockangeboten bei "Schlecker" profitiert haben, auch eine Zwangsabgabe leisten?

      Ich habe keine weltfremde Sicht auf die Dinge, ich weigere mich nur, Merkels "alternativlos" nachzuplappern ohne über Alternativen nachzudenken und ich weigere mich, Menschen, die staatliche Zwangsenteignung als probates Mittel der Tagespolitik befürworten als "Liberale" zu bezeichnen.

      Ach ja, ehe ich es vergesse: 4 b) ist wirklich liberal. Da haben Sie sich verhaspelt, denn Ihre Frage müsste heißen, ob das sozial genug wäre. Dieser Begriff stand aber nicht zur Diskussion, da mit der europäischen Einlagensicherung bereits beantwortet. Auch die betrifft alle, stellt aber wirkliche Solidarität dar und kommt unterm Strich auch noch billiger. Und vermeidet, dass sich die solidarischsten Unterstützer hinterher mit Hitlerbart und SS-Uniform auf Hassplakaten wiederfinden.

    • socrates
      21. März 2013 16:07

      Reinhard
      ******************!

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 16:18

      Reinhard
      *********** !!

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 16:40

      Herr Reinhard,

      Dr. Romig sagte und schrieb oft, daß eine renovatio spiritualis nötig sei, eine Neu-Evangelisierung Europas, weil ohne geistige Um- und Re-Orientierung wir aus den Irrweg der raubtierkapitalistischen Unordnung ja sonst gar nicht herausfinden können.

      Nur in diesem Kontext hat der Begriff Solidarität überhaupt Sinn; kein Mensch kann mit der "Menschheit" solidarisch sein. und die befohlene oder erpreßte "Solidarität" auf anderer Leute Kosten, ist natürlich auch keine.

      Das ganze Dogma vom liberalen Freihandel, den "vier Freiheiten", etc. ist die innerste Ursache für die Entgrenzung, der De-Strukturalisierung, von Amorphie und schließlich Anarchie.

      Der modere Kapitalismus hat bei uns ja eigentlich nur deshalb noch einigermaßen funktioniert, weil er von den sittlichen Normen der katholischen Soziallehrer getragen war, die inzwischen langsam aber gründlich weggebrochen ist (bzw. wurde!)

      Vieles hier gesagte ist nicht falsch, aber eben doch mehr eine Syymptombeehandlung/-diagnose und nicht zum Kern des Problems kommend.

    • euro-payer (kein Partner)
      21. März 2013 16:42

      Also kann man das Guthaben der Zypern-Anleger durch "Verhandeln und Angebote machen" retten und die Staats- und Bankenpleite abwenden?

      Sie sind tatsächlich ein Praktiker!!! Am Computerbildschirm.

    • Erich Bauer
      21. März 2013 16:57

      Wer die BANKBUCHHALTUNG kennt, sollte wissen daß SPARER in erster Linie eine VERBINDLICHKEIT darstellen... Irgendwie lästig auch. Denn diese Dummköpfe wollen Zinsen dafür, daß ihre paar "Netsch" vor mültikültürellen Einbrechern geschützt sind.

      Wenn mich der Hafer sticht, gründe ich auf meine alten Tage noch eine Bank. Die mültikülüellen Umstände werden es mir sehr bald erlauben auch mit "Negativzinsen" unzählige "Kunden" (Trotteln, Deppen, Dummköpfe) zu gewinnen...

    • Reinhard (kein Partner)
      21. März 2013 18:06

      @euro-payer
      Es geht weder um irgend eine Rettung noch um irgend eine Abwendung, außer der des staatlichen Zugriffs auf Privateigentum. Es geht um liberale und rechtsstaatliche Grundsätze und um die Grenzen der Privatsphäre.
      Da hilft auch Ihre Süffisanz nicht darüber hinweg, dass Sie nichts begriffen haben.
      Daher sind Sie auch stolz, mit einem wertlosen Stück Buntpapier zahlen und retten zu dürfen.

    • Erich Bauer
      21. März 2013 18:19

      @Reinhard ("...rechtsstaatliche Grundsätze...")

      Ist Ihnen eigentlich klar, daß JEDER "Staat" das verbriefte Recht hat, nicht nur Geldvermögen, sondern auch GRUNDSTÜCKE jederzeit einziehen kann? Das ist STAATSWISSENSCHAFT!!! Auch eine VSE... Manchmal hab' ich den Eindruck ihr seid alle Träumer...

  20. Erzliberaler (kein Partner)
    21. März 2013 12:07

    Die Zyprer und Ausländer bunkern Milliarden auf Banken, von denen allgemein bekannt ist, dass sie finanzielle Probleme haben, und kassieren hohe Zinsen. Sie verlassen sich voll darauf, dass die anderen Eurostaaten ihre Einlagen im Notfall schon retten werden. Und dann erdreisten sich Deutsche, Österreicher, Niederländer usw. sich doch tatsächlich, nur 93,25% bzw. 90,1% zu retten statt 100%. Wo kämen wir auch hin, wenn diejenigen, die wissentlich ein Risiko eingegangen sind, es auch selbst zu tragen hätten statt der dumme mittel- und nordeuropäische Steuerzahler? Natürlich ist es falsch, zyprische Banken zu retten, aber noch falscher ist es, diejenigen, die das Risiko eingegangen sind und von der Rettung profitieren, gar nicht zu beteiligen. Bei einer Pleite würden die armen, armen Enteignungsopfer sehr viel mehr verlieren.

    Und als ob Teilenteignungen etwas Besonderes wären. Es geht hier schlicht um eine Steuer und die ist immer eine Teilenteignung. Die Linken wollen ja die Vermögenssteuer wieder einführen, die natürlich auch Sparguthaben betreffen würde. Wie kann man auf die Idee kommen, dass ein Staat, der den Besitz von Grundstücken, Kfz und sogar Hunden besteuert (alles ohne nennenswerten Protest), nicht auch Bankeinlagen besteuern könnte?

    • Reinhard (kein Partner)
      21. März 2013 14:21

      Bitte noch einmal Ihren Nicknamen überdenken, sonst müsste ich meinen glatt in "Erzkommunist" ändern.

  21. Karl Anton (kein Partner)
    21. März 2013 12:00

    Ich seh das Problem nicht. Die Zyprioten können frei entscheiden. Von der Eurogruppe wurde klar gesagt, unter welchen Bedingungen sie Geld bekommen. Das haben sie abgelehnt. Jetzt müssen sie sich selber um ihre Probleme kümmern. Ob sie bei den Russen andienen oder sonst was, mir ist das egal. Das Land gehört eigentlich nicht in den Euro. Eine Steueroase, wo es sonst nur Strand und Meer gibt, hätte eigentlich nie aufgenommen werden sollen.

  22. AGLT (kein Partner)
    21. März 2013 11:10

    O.T.

    Diese Woche ist ja in allen Programmen des ohnehin linken ÖRF die exzessive linke Indoktrinierungswoche unter dem Titel "Wir sind Österreich".

    Und unter diesem Titel "Wir sind Österreich" (!!!) lief gestern der Gipfel an Frechheit:

    http://tv.orf.at/program/orf1/20130320/611610501/355800

    VOID

    Im April 2006 widersetzt sich der gebürtige Gambier Bakary J. in Wien seiner Abschiebung. Zuvor hatte er seinen legalen Aufenthaltstitel in Österreich aufgrund einer rechtskräftigen Verurteilung verloren. Die Wiener Polizisten verschleppen Bakary J. daraufhin in eine leerstehende Lagerhalle, bedrohen ihn mit dem Tod, schlagen und foltern ihn. Erst sechs Jahre später werden drei der vier Beamten entlassen. „VOID“ beruht auf den Einvernahme-Protokollen Bakary J.‘s und der involvierten Beamten. Der Film wird inzwischen zu Schulungszwecken in der Polizeiausbildung zur Abschreckung und Aufklärung herangezogen.

    „VOID“ ist das Protokoll einer Spirale der Gewalt. Der Film hält kein Erklärungsmodell für die Ursachen der Gewalt parat, fordert aber gerade dadurch sein Publikum auf, sich eingehender mit der Materie zu beschäftigen und über schwarz-weiß-malerische Pauschalerklärungen hinauszugehen.

    Ein Film von Stefan A. Lukacs; in den Hauptrollen spielen David Wurawa („Wie man Leben soll“) und Laurence Rupp („In drei Tagen bist du tot“).

  23. NC (kein Partner)
    21. März 2013 11:09

    AU tritt für Zwangsenteignungen durch den Staat ein. Jetzt wirds schlimm. Wird er jetzt noch die Nationale laut mitsingen oder hier posten?

  24. Torres (kein Partner)
    21. März 2013 10:42

    Da Unterberger das Wifo (im Zusammenhang mit Stefan Schulmeister) erwähnt: Gestern hat sich der ORF den ganzen Tag über gerühmt, dass das Wifo festgestellt hat, jeder in den ORF investierte Euro hätte einen wirtschaftlichen Effekt von 1,3... Euro, und jeder Arbeitsplatz im ORF sichere weitere 5 Arbeitsplätze in der österreichischen Wirtschaft. Ich habe richtig gut gelacht. Nehme an, dass es auch viele andere Teilnehmer dieses Forums gehört und sich ebenso gut darüber amüsiert haben.

    • Josef Maierhofer
      21. März 2013 11:16

      @ Torres

      Zum wirklichen Lachen reicht es bei mir ob dieser stupiden Volksverblödungsmasche offenbar nicht.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 12:41

      Das Wifo ist jene "Denk-Fabrik", die die Blödheiten der Regierung "wissenschaftlich" verbrämen soll/muß.

      Das hatte vor dem EU-/Euro-Beitritt u. a. Prof. Fritz Breuß nicht ganz nach Wunsch des großen Vrantz erledigt, weswegen er diesen dann auch der Debilität und ähnlicher Eigenschaften zieh. (Gesprächsweise erzählte dieser, daß er selbst ganz erschrocken war, als sie die ökonomietischen Modelle durchrechneten und sahen, welcher riesige Kostenberg sich ergab. Nachdem sie dann an den "Parametern" in der richtigen Weise gedreht hatten, wurde der zwar kleiner, aber es waren immer noch erhebliche Kosten und mitnichten "Gewinne oder Vorteile". Breuß sagte damals, daß eine weitere Manipulation der Parameter nicht mehr gegangen wäre.)

      Der jetzige Wifo-Chef ist ein Apologet des Neolieberalismus, und es amüsiert mich immer wieder, wenn er mit saurer Miene etwas "erklären" muß, was so ganz und gar nicht ins Konzept paßt. - Das Lügen ist halt auch schwieriger geworden.

      Vom St. Schulmeister - der mit der Erwähnung hier wie die Jungfrau zum Kind kam -
      hatte ich immer einen guten Eindruck. Der sagte schon vor 10 Jahren (und länger), was alles schief läuft: zB daß "Finanz-Investitionen" damals schon weit höhere Erträge brachten, als solche in die erzeugende, einzig wertschaffende Wirtschaft, etc.

      Das hatte damals noch niemand ausgesprochen; es wäre ja der erste Frontalangriff auf den "Financism" gewesen, wie die Alexander Dugin in Moskau zu bezeichnen beliebte.

  25. socrates
    21. März 2013 09:46

    Merkel untersagt Zypern Verhandlungen mi RU :

    Russian Prime Minister Dmitry Medvedev has criticized the actions of the EU and Cyprus in dealing with the island nation’s financial woes, describing the proposed deposit levy as a confiscatory measure.

    This comes as Cyprus Finance Minister and top bankers are in Moscow seeking financial help after the EU proposal for a private savings levy was rejected by parliament.

    “So far the EU together with the Cyprus parliament have unfortunately acted like a bull in a china shop. I think all possible mistakes which could’ve been made in this situation have been made,” Medvedev told journalists from European media outlets, saying that the mishandling of the crisis had undermined confidence in financial institutions, in Cyprus and beyond.

    Speaking later at the conference on the Russia-EU partnership, Medvedev called the EU-brokered scheme for resolving the Cyprus crisis “unpredictable and inconsistent.”

    “We think that the suggested scheme of solving the financial problems surprises, to say the least, with its unpredictability and inconsistency,” he said, adding that the scheme has already been rearranged multiple times.

    Finance Minister Michael Sarris, who heads the Cypriot delegation, has expressed hope that Moscow is going to lend money to Nicosia on acceptable conditions on Wednesday. This is despite calls from German Chancellor Angela Markel for Cyprus to hold talks only with the international creditors and not third parties like Russia. Earlier Cypriot President Nicos Anastasiades discussed the economic situation in Cyprus with the Russian President Vladimir Putin, who has slammed the proposed deposits as "unfair, unprofessional and dangerous."

  26. Onkel Hans (kein Partner)
    21. März 2013 09:17

    Wie dem auch immer sei. (Im Prinzip neige ich auch hier Unterbergers Auffassung zu.) Aber wir wollen über dem Detail nicht das große Ganze aus den Augen verlieren:

    Ohne die POLITCLOWNS von SPÖVP könnten wir uns das Euro-Desaster aus erster Reihe fußfrei genüsslich ansehen. Nur wenn wir dabei sind, dürfen wir auch mitzahlen, haben diese Bücklinge und Lemuren hingegen gemeint.

    Vor zwanzig Jahren konnte ich noch in ganz Europa reisen und mir das Reisen vor allem auch LEISTEN. Seit aber unsere POLITCLOWNS von SPÖVP gemeint haben, dass wir unsere Währung (= Wirtschaftskraft) mit der Währung Italiens, Griechenlands und Zyperns etc zusammenlegen, kann ich mir Reisen nach Griechenland, Italien und Zypern schlicht nicht mehr leisten. Dort sind die Preise gestiegen (wie eh und je), nur mein Lohn ist gleichgeblieben (wie eh und je). Die Kaufkraftverhältnisse haben sich zu Lasten Österreichs und Deutschlands und zu Gunsten von Griechenland, Zypern, Italiens etc verschoben. Und weil sich diese Länder das dann doch nicht ganz leisten können, dürfen wir sie auch noch hintenrum finanzieren ("auffangen"). Mit einer der höchsten Steuerquoten in Europa. Mag sein, dass einzelne österr. und deutsche Wirtschaftszweige (Unternehmer) davon profitiert haben. Aber die Masse der Arbeitnehmer sicher nicht.

    Drum nie vergessen: SPÖVP hat uns das eingebrockt!

  27. aw70 (kein Partner)
    21. März 2013 08:18

    Aus meiner Sicht gehören die derzeitigen Vorgänge in Zypern zu den intransparentesten Dingen, die seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise passiert sind. Je genauer man hinschaut, desto weniger bleibt von dem übrig, was ursprünglich als Begründung für den ganzen Aufstand angegeben wurde. Ich würde die Lektüre des folgenden Artikels empfehlen (leider auf Englisch):

    http://www.nakedcapitalism.com/2013/03/cyprus-bailout-stupidity-short-sightedness-something-else.html

    Im wesentlichen wird in dem Artikel - scheinbar recht fundiert - behauptet, dass Zypern weder als Staat hoffnungslos überschuldet wäre, noch der zypriotische Bankensektor generell ein hoffnungsloser Fall wäre. Sondern dass sich die wirklich gravierenden Probleme vor allem auf eine einzige Bank beschränken, und die gewählte Vorgangsweise vor diesem Hintergrund sehr wenig Sinn macht. Es möge ob dieser Informationen jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen. Ich selber kann mir keinen Reim darauf machen.

    • RB (kein Partner)
      21. März 2013 08:28

      Ich kann nur empfehlen zwei Artikel zum "Zypern-Problem" in der Neuen Zürcher
      Zeitung (NZZ) zu lesen. Erkenntnisgewinn daraus ist beachtlich.

  28. Anatolier (kein Partner)
    21. März 2013 08:00

    Mit diesem Artikel hat A.U. der Mauerschützen-Angela tüchtig das Goderl gekrault.

    Durch das Völkergefängnis EU ist die gesamte europäische Zivilisation massiv bedroht. Europa soll die EU verlassen. Die EU ist viel zu schlecht für Europa! Der alleinige Sinn des Euro war die totale Verschuldung.

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 10:16

      Anatolier (kein Partner)

      "Der alleinige Sinn des Euro war die totale Verschuldung."
      ************ genau das war der Plan!!

  29. Otto (kein Partner)
    21. März 2013 07:57

    "Wer in zehn Jahren 20 Prozent mehr kassiert als hierzulande ein Sparer, der sollte eigentlich auch 10 oder 16 Prozent Verlust hinnehmen können."- Aha!
    Und wieso? Weil man dann hinterher mehr als alles wieder verloren hat, plus das was die Inflation weggefressen hat? Oder war das wieder nur ein Unterbergerscher Rechenfehler (also Grundschulniveau)?

    Dass Sie mit der Stochastik auf Kriegsfuß stehen haben Sie ja schon mehrmals bewiesen (wie ist das nochmal mit Mittelwert und Median?), aber nun haben Sie mit diesem Kommentar auch bewiesen, dass Ihr Wissen um die Grundlagen der Finanzmathematik- als "Öko(g)nom" sollte ja vielleicht doch auch rechnen können, oder?- mangelhaft ist. Für mich also stellt sich die Frage nun: Was können Sie eigentlich Herr Dr.?

  30. AGLT (kein Partner)
    21. März 2013 07:49

    Diese nahezu ja schon hysterische Zusicherung von allen Seiten, dass in Ö die Einlagensicherung absolut gegeben ist, lässt die Alarmglocken schrillen. Und zwar sehr sehr laut.
    Lügner bleiben Lügner bleiben Lügner. Und davon gibt es in den nationalen und EU-Gremien mehr als genug.

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 10:21

      AGLT (kein Partner)
      ************* !!!

      Gestern im Parlament habe ich erfahren, dass die Spareinlagen nur dann gesichert sind, wenn eine Bank in Insolvenz geht.
      Die FPÖ und das BZÖ haben gefordert, dass die Spareinlagen verfassungsrechtlich abgesichert werden sollen. Weis jemand wie abgestimmt wurde (ich habe es nicht mehr länger ertragen, so viele Pinoccio-Marionetten auf einen Haufen .... )

    • M.S.
      21. März 2013 13:20

      @AGLT

      Die deutschen Wahlen sind in dieser Hinsicht ein gefährliches Datum für uns.

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 15:19

      Pius, AGLT,

      das ist Stimmenkauf der FPÖ/BZÖ. - Das sollen die "Hoffnungen" gegenüber SPÖVP sein? - Aufwachen!

    • AGLT (kein Partner)
      21. März 2013 16:34

      @F.V: ich bin hellwach, keine Angst! :-)

  31. Europath (kein Partner)
    21. März 2013 07:48

    Holen Sie sich heute ihr Klopapier aus dem Bankomat!

    • AGLT (kein Partner)
      21. März 2013 07:52

      Hm. Hat nicht von Anfang an die Farbe der Eurobanknoten an Spielgeld erinnert? :-)

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 10:25

      Dieser Euro ist keine Banknote .... sondern Spielgeld!!
      Wer einen Euro fälscht wird nicht wegen Falschgeldbetrugs angezeigt, sondern wegen Copyright-Verstoßes!! Schon bemerkt, dass oben auf dem Euro ein kleines C (eingekreist) ist?

      Der EURO-Schein trügt - oder warum ist ein Copyrightzeichen drauf?
      https://www.youtube.com/watch?v=vpRlWTlAKbk

    • Reinhard (kein Partner)
      21. März 2013 14:11

      Richtig, der Euro ist keine Banknote (Note wie Urkunde, also Gegenwertversprechen einer in der Bank hinterlegten Sicherheit) wie dazumal die Mark, sondern nur ein bunter Papierlappen. Er wurde nicht einmal durch eine demokratische Entscheidung in Umlauf gebracht, erfüllt also nicht einmal die Mindestanforderung eines gesetzlichen Zahlungsmittels.
      Wir haben unsere Währungen abgegeben und gegen privat verteilte Zettelchen aus Buntpapier eingetauscht.
      Das war's.

  32. fxs (kein Partner)
    21. März 2013 07:04

    Der Chef der britischen Liberalen im Europa-Parlament, Nigel Farage, sagte in einem Interview auf Russia Today (geführt vor dem Nein in Zypern), dass selbst er in seinen verwegensten Gedanken es nicht für möglich gehalten hätte, dass die EU den Leuten in der Krise das Geld einfach „stehlen“ würde. Er hat eine klare Botschaft an die Bürger Südeuropas: „Holt euer Geld von der Bank, so lange ihr noch könnt!“.
    Das genau ist der Punkt.
    Seit dem Wochenende wissen wir, Geld auf EURO-Banken ist nicht sicher, es läuft jederzeit Gefahr zum Stopfen staatlicher Budgetlöcher beschlagnahmt zu werdern. Die Obergscheiten aus Brüssel riskieren mit dieser Aktion, dass zumindest in den anderen Krisenländern die Leute ihr Geld von den Konenabziehen und ein run auf die Banken einsetzt. Hauptsache die Bezüge in Brüssel werdennichtbeschnitten.

  33. Holmes (kein Partner)
    21. März 2013 07:00

    Zypern hat hier wie Österreich agiert: In Brüssel wird etwas ausverhandelt und zu Hause wird, mit vollen Hosen, dagegen gestimmt. Faymann war in Brüssel auf Euro-Linie und in Wien bemängelte er dann, in seiner typisch populistischen Art, die "soziale Ausgewogenheit" der Vereinbarung.

  34. Reinhard (kein Partner)
    21. März 2013 05:42

    Entschuldigung, Herr Unteberger, aber mit diesem Beitrag haben Sie sich endgültig aus dem Club der Liberalen katapultiert!
    Es geht in Zypern nicht um eine Beteiligung der Mitschuldigen an einem Missstand, sondern um einen staatlichen Eingriff in Privatrechte, einen Zugriff auf private Guthaben, der bisher nur den Vertretern der von Ihnen bisher (zu Recht) abgelehnten Vermögenssteuer eingefallen ist. Pauschal jedem, der ein noch so kleines Geldvermögen zu besitzen sich erfrecht einen Teil dessen über Nacht, entgegen Eigentums- und Steuerrecht, kaltschnäuzig abzuknöpfen, um die Folgen der politischen Fehlentscheidungen zu mindern, ist ein Vorgang, der einem liberalen Menschen den kalten Kaffee hochkommen lässt!

    Dies auch noch mit dem pauschalen Vorteil des Sparers (egal welcher Bank, also nicht nur jener derer mit Schieflage) zu begründen, ist ein nächster Schlag ins Gesicht des Liberalismus. Nach Ihrer Logik müssten auf alle Autos sofort Strafsteuern gelegt werden, um die Opel-Insolvenz zu verhindern, denn immerhin hätten die Autofahrer ja jahrelang davon profitiert, die Autos günstiger zu bekommen als sie eigentlich sein dürften. Den Kunden für die Angebote des Lieferanten, in diesem Fall die Höhe von Zinsen, abzustrafen, ist ein Gedankengang, den ich Ihnen ehrlich gesagt im Traum nicht zugetraut hätte; aber mit dem Jubel zur staatlichen Enteignung von Vermögenswerten ergeht es mir gleich.

    Ich habe kein Mitleid mit irgendwem, aber egal ob zypriotischer Kleinsparer oder russischer Großanleger, eine pauschale Einhebung einer Strafabgabe zwecks Verschönerung der Staatshaushaltszahlen ist ein Dammbruch, über den sich Leute wie Faymann und Co. die Hände reiben können, denn es öffnet rechtlich Tür und Tor jeder Form der Vermögensbestrafung. Von der Strafabgabe auf Luxusgüter über Strafabgabe auf Immobilien bis zur Rasur der Spareinlagen, der Versicherungsvermögen und aller Ansparpläne der Häuslbauer mit endfälligem Kredit oder Pensionsvorsorgeversicherungen. Und anstatt als angeblich liberaler Mensch das Grausen vor solchem staatlichen Wüten in den privaten Eigentumsrechten zu bekommen, klatschen Sie Beifall und verhöhnen noch jene, die diesen seit kommunistischen Enteignungswellen nicht mehr erlebten Vernichtungsfeldzug gegen die Rechtsstaatlichkeit und das Prinzip von Treu und Glauben zu kritisieren und abzulehnen wagen?
    Ich bin enttäuscht, extrem enttäuscht. Die EU und deren Rettung scheint Ihnen wichtiger zu sein als das Eigentumsrecht des Privaten, zumindest so lange, wie es sich nicht um Ihr Eigentum handelt.

    Lassen wir die Banken pleite gehen, das hätte von Anfang an mit jedem Kreditinstitut passieren müssen, das sich verspekuliert; lassen wir die Einlagensicherung greifen, das ist der billigste und einfachste Weg, den kleinen Leuten ihr mühsam Erarbeitetes zu erhalten; flüchten wir uns nicht in Argumentationsgebäude wie Ihr Gespinst vom "geschickten Oligarchen", der seine Gelder 100.000-Euro-Weise auf hunderte Banken verstreuselt (wenn es ihn geben sollte, dann Gratulation seiner Weitsicht, aber wegen dem einen Millionen zu rasieren ist das dümmste Argument der gesamten Kette) sondern respektieren wir das private Eigentumsrecht und das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen in angemessener Weise (sollte jemand Schwarzgelder in Zypern bunkern, wäre eine Zusammenarbeit der russischen und zypriotischen Justiz angesagt; aber keinesfalls eine pauschale Bestrafung aller Zyprioten).
    Lassen wir Zypern aus dem Euro raus, wie es schon mit Griechenland hätte passieren müssen und mit jedem anderen Land, das nur noch durch den Tropf ernährt wird, dessen Inhalt auch noch täglich in der EZB frisch gepresst wird.
    Akzeptieren wir die Entscheidung des zypriotischen Parlamentes, einer Volksvertretung, die uns zeigt, dass es in der EU doch noch möglich ist, eine Entscheidung auf nationaler Ebene zu treffen.
    Verteidigen wir nicht weiter jene EU, die als Antwort auf die Frage, wie sich dieser Bruch des europäischen Steuer- und Eigentumsrechts denn begründen ließe, kaltschnäuzig antwortete, jede nationale Regierung könne jederzeit Gesetze erlassen, die europäischen Richtlinien widersprechen - ach, auf einmal? Bisher lautete der Tenor eher, wer nicht sofort EU-Wünsche national umsetzt, wird geächtet, vor den EuGH gezerrt, als Gemeinschaftsparia ins Eck gestellt, zur Not sanktioniert. Das war also alles gar nicht so gemeint in der Gemeinschaft der Wendehälse, deren Fähnchen sich nicht mehr nur im Wind der täglichen Rechtsbrüche aus den eigenen Reihen drehen sondern bereits planlos rotieren wie die Arme eines Ertrinkenden?
    Die Maske der EU, zerbröselt, die Maske der Verlogenheit nationaler Politiker ebenso, sie müssen um sich selbst zu retten (und das ist das einzige Ziel der "Rettungsaktionen") nach der schleichenden Enteignung über Inflation und Gebührenerhöhung zur offenen Enteignung durch Vermögensstrafabgae schreiten. Und das war erst der Anfang.

    Liberale wehren diesen Anfängen und bejubeln sie nicht.
    Es tut mir Leid, aber Sie haben für mich Ihre Glaubwürdigkeit verloren.
    Schade.

    • brechstange
      21. März 2013 06:49

      ****
      Klare Worte!

    • AGLT (kein Partner)
      21. März 2013 07:46

      Danke @Reinhard! Treffender kann man es gar nicht ausdrücken. Vom ersten bis zum letzten Wort absolut richtig.
      AU - ein Systembüttel.

    • Susanna (kein Partner)
      21. März 2013 08:34

      Ich glaube leider, dass man in Zypern nicht einfach nur eine freie Entscheidung unter Inkaufnahme aller Konsequenzen getroffen hat. Dann müssten wir uns keine Sorgen machen. Hingegen ist zu befürchten, dass die Zyprioten genau wissen, dass sie auf "frisches Geld" hoffen dürfen, weil sich irgendwo in Europa (wo denn wohl?) sicher Politiker finden, die ihren wehrlosen Steuerzahlern diese Last aufzubürden entschlossen sind! Das ist des Pudels Kern.

    • logiker2
      21. März 2013 08:37

      da muss ich tatsächlich dem Autor in den Rücken fallen und Ihnen für diesen Beitrag ********** verpassen. Beim Lesen des Tagebuchs blieb auch mir der Mund offen.

    • socrates
      21. März 2013 09:02

      Banken müssen in Konkurs gehen!
      Für kleine und wirtschaftlich schwache Bürger gilt: Wenn eine Steuer/Abgabe beschlossen wird, ist das gesetzlich OK. Wenn ein Freibetrag beschlossen wird, ist das OK. Nach demselben Prinzip kann man für Anleger eine 50% Abgabe einführen, mit einem Selbstbehalt von 1Mill. Bei der Einlage muß Schön&Reich sich genau so ausweisen wie Arm&Krank, damit die Einhaltung leichter zu kontrollieren ist.
      Die russischen Oligarchen wurden von Putin gewarnt und viele haben ihren Sitz nicht in Rußland, wie Abramovic.
      Zypern war ein Probelauf, daher: Wehret den Anfängen!

    • Robert Bond (kein Partner)
      21. März 2013 10:15

      Was man den zypriotischen Sparern (und der russsischen Mafia) angeboten hat, war unter dem Strich ein Ausgleich mit 90% Quote. Sowas kann man natürlich aus prinzipiellen Erwägungen ablehnen - besonders wenn es dabei nicht ums eigene Geld geht...

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 10:27

      Reinhard (kein Partner)
      ***************** 100% richtig!!!!!

    • Paige
      21. März 2013 13:48

      Dreierstern Nr. 12 von mir. Absolut das Wesentliche getroffen.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. März 2013 14:03

      @Robert Bond

      Den zypriotischen Sparern unterhalb der 100.000-Euro-Grenze hat man gar nichts angeboten, da sie laut bis heute gültiger europäischer Gesetzgebung (die von Seiten der nationalen Politiker und ihres Scheinkartells EU selbstverständlich gebrochen wird, wie es gerade passt) bis zu dieser Höhe eine hundertprozentige Einlagensicherung genießen. Diese wurde versprochen und mit ihren bisherigen Bankgebühren und Abgaben bezahlt, ebenso hieß es noch am Freitag aus dem zypriotischen Finanzministerium, die Spareinlagen würden niemals angegriffen und wären absolut sicher.
      Am Samstag wurde dann, ohne jedes Angebot, jedes Konto bis zur Höhe der kurzfristig beschlossenen Strafabgabe auf Vermögen eingefroren. Die Banken wurden zwangsgeschlossen, die Gesetze durch Sonderregelungen ausgehebelt und jeder noch so kleine Kunde (!) rückwirkend zum Nutznießer und daher Verantwortlichen am Desaster erklärt. Egal welcher Art und Höhe seine Einlagen, egal Kunde welcher Bank.
      Entschuldigung, aber ein "Angebot" sieht nicht nur anders aus, es kann auch nur jemandem gemacht werden, der nach zu diesem Zeitpunkt gültigen Rechtslage von einem Ausgleich betroffen wäre.
      Da kann ich einem Menschen die Pistole an die Schläfe setzen und ihm "anbieten", er möge mir sein Vermögen aushändigen andernfalls ich abdrücke.

      Seit den Vorgängen in Zypern traue ich den nationalen Politversagern unter dem Deckmantel ihres Lügenkartells EU nicht nur jederzeitiges Zugreifen auf private Geld-, Immobilien- und Produktionsmittelvermögen zu, nein, ich traue ihnen sogar zu, dies rückwirkend und absolut unbeachtet der momentanen Rechts- und Verfassungslage zu tun.
      Sie sitzen in Brüssel bei ihren "informellen Gesprächen" und zeigen auf Orban, der an die ermogelten Millionenabfertigungen alter Parteigenossen will, während sie lachend Europas Völker aufeinanderhetzen um sie auszuflöhen. Die dummen Zyprioten, die den Deutschen jetzt wieder Hakenkreuzfahnen vor die Nase halten, haben nicht begriffen, woher der Wind weht. Nicht die Deutschen haben auf ihre Konten zugegriffen, sondern ihre eigenen Politiker.

      Ein Ausgleichsangebot?
      Nein, ein erster (!) Probelauf nach der Juncker-Strategie. Und der nächste Schritt wird folgen...

    • Trollwatsch (kein Partner)
      21. März 2013 15:23

      @ Reinhard

      Es würde leichter fallen, Ihre Gedanken nachzuvollziehen, wenn Sie nicht in primitivtrolliges Unterbashing verfallen täten.

      Ihre Erregung lässt vermuten, dass Sie selber Geld in Zypern gebunkert hatten.

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 16:25

      Reinhard (kein Partner)
      ***********

      Trollwischiwaschi
      Wer hier irrt das sind sie, aber auch sie werden ungemütlich aufwachen!
      Ich finde es immer lustig, das gerade die sich in Diskussionen einmischen die null Ahnung haben, weil sie zu faul/zu blöd/odgl. sind sich zu informieren.

    • Reinhard (kein Partner)
      21. März 2013 20:14

      @Trollwatsch
      Hatte und habe ich nicht, weder in Zypern noch sonstwo in der EU; ich habe meine Schlüsse schon vor Jahren gezogen. Geld ist nicht zum Bunkern da, das ist ja der Irrtum der Kleinspekulanten namens Sparer. Der Weltspartag ist nur ein Instrument zur Versorgung des Staates im Bedarfsfall. "Spare in der Zeit, dann hab' ich's in der Not!" Dem entziehe ich mich auf meine Art; wie, geht Sie allerdings mit Verlaub nix an.
      Übrigens: Es würde leichter fallen, meine Gedanken nachzuvollziehen, wenn man lesen könnte. Oder "können täte" um mich als Primitivtroll in Ihrem hochwertigen Deutsch zu artikulieren. Aber keine Sorge, ich erwarte nicht zuviel.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      23. März 2013 16:52

      @Reinhard (kein, aber ein sehr g'scheiter Partner)
      Schaudernde Entgeisterung über den Artikel des Blog-Herbergsvaters, bewunderndes Staunen über Ihren Beitrag — so geht's mir. Vielen Dank!
      Hin und wieder sollte Dottore Unterberger, bisweilen offenbar überfordert, das Schreiben eines Tagebuch-Artikels an Sie delegieren.
      Es wäre ein Gewinn für das bezaubernde Fähnlein Fieselschweif, das sich hier versammelt.

  35. Francois Villon (kein Partner)
    21. März 2013 04:30

    Zypern, die Vernunft und das große Aufheulen – wie es der große Guru Unterberger sieht.
    Und die üblichen zwei im Delirium.

    o november (kein Partner)
    19. März 2013 15:49
    An einer Auflösung der Eurozone oder gar der EU können ja nur Endzeitsekten eine Freude haben. Die wahrscheinliche Folge wäre eine gewaltige Instabilität wirtschaftlicher, finanzieller und letztlich politischer Natur. Die Probleme der EU und der Eurozone sind durchaus bekannt, die Idee ist, diese Union wieder zum Funktionieren zu bringen. Gäbe es noch keine EU, müsste man sie erfinden. Eine bessere Chance die zukünftigen Herausforderungen zu meistern werden wir nicht bekommen.
    o phaidros
    19. März 2013 16:04
    @november, ganz genau so ist es! Danke. Was immer wieder verwechselt wird, ist »beste Option« und »gute Option«. Dass die EU die beste Option ist, die wir haben, heißt noch lange nicht, dass sie gut ist. Nur eben weniger schlecht als alle anderen.

    Wer sich aber an den (vermeintlichen und tatsächlichen) Konstruktions- und anderen Fehlern reibt und das Ende der EU oder unseren Austritt verlangt, der hat die Alternative nicht konsequent zuende gedacht.

    (Und nebenbei: solange Deutschland nicht austritt, ist jede Diskussion bei uns, die wir seit 5-6 Jahrzehnten auf Gedeih und Verderb mit D wirtschaftlich verflochten sind, ohnehin nur leeres Gerede)

    Nach einem Bericht von PwC, einer der größten Wirtschaftsberatungen, haben sich die notleidenden Kredite in der EU seit 2008 (Lehman-Pleite in USA) bis 2011 von 500 auf 1.000 Mrd. verdoppelt, und dazu sind nochmals 1.500 Mrd. gefährdeter dazu gekommen.

    In 2012 erhöhte sich diese Summe nochmals vor allen in Spanien, Zypern, Slowenien, aber auch Österreich – usw.

    In Italien wurden 26 Banken von Moody´s herabgestuft, und sie haben kaum Chancen frisches Kapital zu bekommen. Italienische Banken haben 6% notleidende Kredite in den Büchern, wobei diese in 12 Monaten um 20% angestiegen sind. Das ist nach Ansicht von Finanzfachleuten das 3-fache, was eine bank normalerweise an Abschreibungen verkraften kann. Bei einigen Banken sind es aber auch schon 10% an Schrott.

    Das erinnert mich an eine Feststellung von Dr. Romig, daß die österreichischen Banken, allen voran die drei Großen: Erste Bank, Raiffeisen International und Bank Austria, mit über 600 Mrd. ausländischer Kredite in Osteuropa und „emerging markets“ engagiert seien. Das ist mehr als das Doppelte des österreichischen BIP; wie viel davon notleidend ist, war bisher nie zu erfahren, aber es würde mich nicht wundern, wenn es die Hälfte wäre. – Wo stehen wir also dann? Wären es „nur“ die italienischen 6%, so kämen wir auf 36 Mrd. – aber wie viel haben denn die HypoAlpeAdria, KommunalKredit, Investkredit, ÖVAG, Meindl, allein hierzulande schon versenkt? Noch sind es oft „nur“ Haftrungen, aber wie es aussieht, dürften sie schlagend werden, dann ist der obige Betrag schon zusammen.

    Diese Lage ist in der EU – so meinen Insider – 100-fach schlimmer als jene der USA nach der Lehman-Pleite. Die reale Gefahr liegt in einer Kettenreaktion an Zusammenbrüchen, denen ein Bankenrun vorangeht, und wo dann keine Einkäufe mehr möglich sind. Die Wirtschaft steht.

    Wenn in einem der gefährdeten Länder: Italien, Spanien, Frankreich die Banken krachen, dann ist das binnen eines Tages auch in Deutschland der Fall – und Österreich ist hier unmittelbar dabei.

    Zu den Bedrohungen des Politbüros der EUdSSR gehören je eine ganze Reihe von Ideen:

    Die Zerschlagung der Deutschen Bundesbahn (= Privatisierung, lat. privare = rauben, stehlen), damit die französischen, belgischen, etc. Züge hier gratis fahren können, der Import billiger Arbeitskräfte aus den östlichen EU-Ländern, ein Geflecht von internationalen Verträgen die uns – vor allem D – politisch entmündigen und so die Möglichkeit schaffen uns widerstandslos auszusaugen.

    Dazu gehört die Banken-Union, der 2012 an die 172 namhafte Ökonomen in D widersprochen/gewarnt haben – ohne Erfolg – die den Transfer unsers Vermögens nach dem Club Med leicht machen, dazu gehört, daß alle Pleite-Banken direkt beim ESM sich Geld holen können (das wir garantieren müssen), dazu gehört die EU-weite „Einlagensicherung“, womit w i r für die Spekulanten, in all den Pleite-Ländern und –Banken mithaften müssen, ob wir wollen oder nicht.

    Wer hat an diesen „Fortschritten“ das größte Interesse? Der französische Präsident Hollande, dem es nicht schnell genug gehen kann; er weiß offenbar bereits welches Horroszenaario sich in Frankreich zusammenbraut. (Die reale Wirtschaft ist in F in den letzten Jahren katastrophal eingebrochen!)

    Der Vorstand der Deutschen Bundesbank, Andreas Dombart, sagte: Um ehrlich zu sein: Auf einen Zusammenbruch einer großen Bank sind wir heute kaum besser vorbereitet, als vor der Finanzkrise. ... Und wenn mehrere Banken zusammenbrechen, so sind wir darauf in keinem Land in Europa darauf vorbereitet.“

    Was in Bezug auf Zypern schon verschiedentlich gesagt wurde: Es hatte u.a. 24 Mrd. griechische Anleihen in den Büchern, die mit dem Bankrott Griechenlands um 65-70% abgewertet werden mußten. D. h. der Bakensektor war in Flammen. All die anderen Gaunereien brauchen nicht nochmals erinnert zu werden.

    Wo aber liegt das größte Problem, die akuteste Gefahr? – In Frankreich.
    Die produzierende Wirtschaft macht nur noch 12% aus, die Exporte sanken um 32 % auf dzt. 9,3%; es findet eine massive De-Industrialisierung statt.

    Der Economist schreibt in einer Sondernummer: „Die Zeitbombe im Herzen Europas“, wobei nur durch die Blume manche schlimme Wahrheit ausgesprochen wird. Frankreich trudelt auf den spektakulärsten Staatsbankrott zu, den die Welt je gesehen hat.

    Von Deutschland gehen 40 % der Exporte in die EU, der größte Abnehmer ist Frankreich, noch weit vor den USA. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn in frankreich was passiert.

    Ein paar Zahlen zum Vergleich und zur Diagnose der Krankheit.
    BIP in F: 2000 Mrd. in D: 2.600 Mrd.
    Neuverschuldung in F: 90 Mrd. in D: 17 Mrd.
    Spitzensteuersatz in F: 75%
    Erhöhung der MWSt von 19,6 auf 21,2

    Frankreich möchte, was freilich ganz unwahrscheinlich geleingen wird, die Budgetlücke von 90 auf 60 Mrd. senken, durch Einsparungen und erhöhte Steuereinnahmen, was aber in der Rezession, in der sich F befindet, kaum möglich ist.

    Weiterer Horror: Staatsquote in F: 57%, in D: 45%; die Arbeitszeit ist 35 Std./Woche; seit 2011 gab es kein Wirtschaftswachstum, in 2013 wird ein Minus erwartet. Die Arbeitslosigkeit ist seit 17 Jahren gestiegen und liegt zZt bei über 10%. (die Fälschungen der Statistik nicht berücksichtigt), Das Handelsdefizit beträgt pa 70 Mrd., im Vergleich: D hat einen Überschuß von 170 Mrd.

    Moody´s wurde es inzwischen zu bunt, und hat Frankreich um eine Stufe herabgestuft, Ausblick negativ, was soviel heißt, daß weitere Herabstufungen zu erwarten sind.

    Die Automobilindustrie ist in diesem Jahr um 20% eingebrochen, Peugeot verliert pro Monat 200 Mio. Sarkozy hat bereits 2009 Peugeot und Citroen einen Staatskredit von 3 Mrd. eingeräumt, und der Staat bürgt für die Finanzsparte der Autobrachen mit unfassbaren 7 Mrd. um im Gegenzug keine Kapazitätsreduktionen und Entlassungen zugesagt zu erhalten.

    Das kann nur Horrorverluste erzeugen, denn der europäische Automarkt ist zusammengebrochen, auch wenn D das noch nicht spürt. In Italien hat sich der Neuwagenverkauf verglichen mit 1997 halbiert. In GR und P liegen die Verkaufszahlen unter dem Niveau von 1993!

    Bei uns hat noch niemand von der Krise in F Notiz genommen, dort wächst aber die Panik. Der EADS-Chef Galloird hat der Regierung eine Liste mit 22 Vorschlägen unterbreitet:
    - Mobilisierung und echten Patriotismus
    - Solidarisch arbeiten und sich Aufschwung engagieren, ...
    Ob das der Wirtschaft hilft?

    Da F zum Kern der EU gehört, und nicht einmal GR oder P zu retten sind, wie sollte das mit F gelingen? – W i r verlieren durch eine Hyperinfaltion und immer höhere Steuern und Sozialabgaben. Wer Aktien und Fonds besitzt kann sich auf Einbußen von 650 – 90% einrichten. Gewerbe-Immobilienfonds stürzen senkrecht ab.

    Frankreich, immer ein Weichwährungsland, zieht den Euro ins Schwarze Loch, die Lage kann jeden Moment explodieren. Wenn sie Meldungen vernehmen: „Das Vertrauen in französische Staatspapiere schwindet“, oder wenn Hollande zu Geheimtreffen in Berlin eintrifft, dann ist es so weit. Vor allem, da ein großes Konjunkturloch sich auftut und die meisten EU-Staaten nach 5 Jahren Dauerkrise schon sehr ausgeblutet sind.

    Indem die EZB zum Geldautomaten für die EUdSSR wird, feuert man die Hyperinflation an, uns steht das Armutsniveau von Portugal real vor der Türe.

    Wenn niemand mehr französische Staatsanleihen kauft, dann steht Frankreich binnen weniger Wochen am Rande seiner Existenz, - vor dem Bankrott. Der Verlauf ist so plötzlich und schnell, daß die entscheidungsschwachen und hilflosen Politiker völlig kopflos werden.
    Schon Ende 2011 sprangen die Zinsen für Frankreich steil in die Höhe, man ahnt schon wie es kommen wird.

    Was läuft dann ab?

    1. Politiker und Banker kopflos, die Banken und Versicherungen machen bankrott und schließen die Pforten.
    2. sofortige Kreditklemme in F, die Wirtschaft kollabiert.
    3. die Steuereinnahmen brechen zusammen, die Regierung subventioniert, kreditiert trotzdem weiter und die Zinsen für Staatsanleihen steigen immer weiter.
    4. französische Papiere erleben einen Crash, weil sich die Anleger massenhaft trennen. (Es gibt für 1,8 Billionen Nominale fr. Papiere auf dem Markt!)
    5. Arbeitslosigkeit steigt, blutige Unruhen im ganzen Land, Hungermärsche, Propaganda gegen die „nicht solidarischen Deutschen!“
    6. Ausbreitung in EU-ropa, Fabriken, Einzelhändler gehen reihenweise pleite.
    7. Immer mehr Branchen in Existenzkrise, die Autobrache macht gigantische Verluste, die Baubranche bricht ein, Chemie- und Stahlindustrie legt zahlreiche Anlagen still. Die Kurse der Großindustrie fallen in den Keller und „Investoren“ aus USA und Asien kaufen heimlich die europäische Realwirtschaft zu Konkurspreisen auf.
    8. Die Krise hat apokalyptische Ausmaße angenommen, und kann nur noch mit dem Militär beherrscht werden; Familien verelenden, auch Vermögende verleiren 70 und mehr Prozent ihres Ersparten. Nur Gold überspringt die 3.000-er Marke und wird jeden Tag teuerer.
    9. Die Politiker vergreifen sich mit immer mehr und neuen Steuer-„ideen“ am Vermögen der Sparer; machen sie sich auf viele „gerechte“ Ideen der Politiker gefaßt.
    10. Die Volksseele kocht in allen Schichten, Merkel flüchtet aus dem Land, eine neue – linke – Regierung führt ins Chaos. Während auf den Straßen aufständische Kulturbereicherer marodieren, wird in Brüssel beschlossen: den Zusammenschluß zur VSE, den Vereinigten Staaten von Europa, wobei D und natürlich auch wir nur noch den Status von Bundesländern und Rechte wie eine Kommune haben – keine.

    Dann, wenn Frankreich kollabiert, brennt alles in Europa ab, was brennen kann: der Staat, die Banken, die Wirtschaft, die Häuser, die Autos, die Fabriken, die sozialen Verhältnisse ..
    Der Euro wird 40 – 50% abstürzen, wenn es ihn dann noch geben sollte. Inflation im Galopp, Benzin, Energie unbezahlbar, weil importiert,

    Was tun wir, wenn der Benzin schon 2013 5 oder gar 10 Euro kostet, wenn die Gebühren für Strom, Wasser Kanal auf das dreifache ansteigen? Die Rente oder Einkommen (wer noch eines hat) aber stehen geblieben ist?

    Usw. usw.

    Freunde, ich bin ein glühender Anhänger der EU – recte: der EUdSSR -, des Euro, des Politbüros, der Kommissare ... und der Schönen Neuen Welt mit ihrer „global governance“.

    Ich bin ein Optimist.

    Noch ein guter Rat (ein altes Sprichwort): „Spare in der Not, da hast du Zeit dazu!“

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 10:42

      Francois Villon (kein Partner)
      *************** (wie immer brilliant) !!!!!

      Nur zur Info!
      "Merkel flüchtet aus dem Land"

      Merkl und Gauck haben einen israelischen Paß und Israel hat kein Auslieferungsabkommen mit der BRD-GmbH. Auch ein aufgetankter und jederzeit abflugbereiter Privatjet soll angeblich bereitstehen.
      Ich wüsste gerne, wie viele österr. Politiker ebenfalls einen 2. Paß besitzen.

    • phaidros
      21. März 2013 10:59

      Das Beste ist also, wenn man den nicht an Delirium Leidenden Glauben schenkt, ein System, das man als instabil diagnostiziert hat, sofort aus dem Gleichgewicht zu bringen.

      Das Blöde dabei ist nur: das »instabile System« ist das Fahrzeug, in dem wir uns befinden.

      Wohl bekomm's, Ihr Idioten!

      Ich bin für Reparieren.

    • phaidros
      21. März 2013 11:05

      Nachsatz: was für ein Glück, dass kein Schwanz Euch ernst nimmt. Es bleibt auch ohne diesen Quatsch wirklich genug Kritikwürdiges und ein Riesenhaufen sehr schwieriger Arbeit zu bewältigen.

    • Erich Bauer
      21. März 2013 14:09

      Ich bin für einen Neuwagen... :-)))

    • phaidros
      21. März 2013 14:56

      Überraschung, Herr Bauer: einverstanden! So lange aber keiner am Horizont ist, sind wir – Wohl oder Übel – zum Reparieren verdammt.

    • Erich Bauer
      21. März 2013 15:20

      Wenn aber mitten in der Wüste, die auf Hochglanz polierte (gewixte) (Roßtäuscher)Karre mit explodierten Motorblock und festgefressenen Zylinder liegenbleibt... und technische Dilettanten mit dem Radwexl beginnen... Dann hole ich mein Satellitentelefon und rufe den ÖAMTC-Helikopter. Breche das Wüstenabenteuer ab... und habe nicht den geringsten Trennungsschmerz. Anschließend nehme ich mir den Roßtäuscher vor.

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 15:37

      Ich habe vor allem die baren Fakten beschrieben. Wer ernsthaft glaubt, hier mit Gesundbeten, Lüge, Rechts- und Vertrauensbruch, mit Drohung und Erpressung, etc. den "Wagen" reparieren zu können, müßte ein Wunder-Rabbi sein.

      Wenn ich in einem abstürzendenden Flugzeug sitze und mit Fallschirm noch aussteigen kann, ist es besser das zu tun, als auf eine "Raparatur" des Schadens zu hoffen.

      Eine hirntote Leiche kann man auch mit heutigen Methoden nicht mehr lebendig machen.

      Einige leiden unter Realitätsverweigerung. Es sind - soweit ich sehe - eine Reihe ganz ähnlicher Befunde hier zu lesen.

      Was zu und über Zypern gesagt wurde, hat auch seine teilweise Richtigkeit, aber es ist dies doch in erster Linie ein Symptom, oder ein Ablenkungsmanöver vielleicht auch ein Versuchsballon.

      Die wirkliche Musik wird in den großen, leider im Abstruz befindlichen Volkswirtschaften Italien und vor allem Frankreich gespielt. - Das die - bestürzenderweise - apokalyptische Aussichten sind, freut mich auch nicht, vor allem weil ich Kinder und Enkel habe.

      Nur jetzt Augen zu oder den Kopf in den Sand gesteckt, ändert nicht das Problem, es wird auf diesem Weg nur noch größer, die Folgen noch schlimmer.

      Wenn ich mich in der Wand verstiegen habe, ist weiterklettern ziemlich dumm; besser - wenn noch die Chance besteht - umkehren.

      Die "Argumente" von Ignoranten oder Ahnungslosen sind halt nur "noise", weißes Rauschen.

    • phaidros
      21. März 2013 19:09

      Was soll der Fallschirm sein?

    • phaidros
      22. März 2013 19:59

      Nix?

      Hab ich auch nicht erwartet.

      Also offenbar ohne Fallschirm.

      Ist auch besser, wenn man in 11000m Höhe bei -50 °C und ohne Atemluft aussteigt.

      So oder so: die einzige Überlebenschance haben Sie in der Maschine. Denn aussteigen geht nur mit sehr speziellen Vorrichtungen.

      Und um aus Ihrem Bild zurückzukehren: die haben wir nicht.

    • Einspruch! (kein Partner)
      23. März 2013 12:20

      Francois Villon im Original zu lesen, das hat mir noch nie Kopfschmerzen bereitet, aber nach (kursorischer) Lektüre dieses eindeutig deliranten Endlos-Aufsatzes werde ich schauen, ob ich irgendwo noch zwei Pyramidon finde (Wissende erkennen jetzt, dass ich normalerweise keinen Kopfschmerz kenne). Was zuviel ist, ist zuviel, Franzi, pardonnez-moi, Francois!

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 12:52

      @Einspruch,

      für´s Pyramidon komme ich auf, und sollte ein guter Schnaps besser wirken auch für diesen.

      Aber kamen die Kopfschmerzen eher von den üblen Zustandsbeschhreibungen - also den praktisch nicht schnell änderbaren Fakten - oder nur vom - schlechten - Stil und dem Telefonbuch-Charakter? Für´s erste kann ich nichts, ...

      Diskussionen aber mit Leuten, die oft die Krone, etc. als Quelle haben und ihre Ranküne als Ratgeber, den Bauch als Denkorgan, das ist auch mühsam.

    • phaidros
      23. März 2013 13:55

      Villon, Sie lesen diesen Thread also noch, somit ist es amtlich: außer einem großen Maul haben SIe nichts zu bieten. Insbesondere können Sie nicht anbieten, woraus Ihr ach so geistreicher »Fallschirm« beim Ausstieg bestehen soll.

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 17:02

      phaidros,

      da Sie es anscheinend nicht kapieren, daß es mich nicht freut mit jedem Langohr zu diskutieren, - es kommt ja doch nur jenes "IA", das Eulenspiegel dem Esel beibrachte, als er ihn das Lesen lehrte- , sag´ ich ´s Ihnen halt expressis verbis:

      Sie tu ich nicht einmal mehr ignorieren.

    • phaidros
      23. März 2013 17:44

      Wenn Sie eine Antwort hätten, würden SIe sie geben. (Es gibt keine.)

      Wie Ihr »Ignorieren« aussieht, davon haben Sie uns ja eben ein Kostprobe gegeben. Auch das also nur Blabla, der Inhalt hält einer Überprüfung wie immer nicht stand.

      Ein kleiner Trost mag sein, dass jetzt gleich wieder ein Schoßhunderl auftauchen dürfte und brav sein »genial« kläfft.

    • Einspruch! (kein Partner)
      23. März 2013 18:56

      @ F.V. von 12:52

      Die Kopfschmerzen kommen von der endlosen Länge Ihro Traktates, werter Francois! Wer etwas nicht kurz und prägnant ausdrücken kann, hat es selbst nicht verstanden. Und verdient es nicht, gelesen zu werden. Übrigens: bitte keinen Schnaps (igitt), sondern eher einen Camus Napoléon Cognac, merci bien, Maitre Villon.

  36. socrates
    21. März 2013 01:21

    London Die 3500 auf Zypern stationierten britischen Soldaten sollen sich trotz der schweren Finanzkrise auf der Mittelmeerinsel keine Sorgen um ihre Barschaft machen. Die Luftwaffe Ihrer Majestät flog nach Angaben des Verteidigungsministeriums vom Dienstag deshalb eine Million Euro in bar nach Zypern. Damit soll verhindert werden, dass die Armee-Angehörigen und ihre Familien beim Ausfall von Geldautomaten auf dem Trockenen sitzen. Die Banken sollen noch am Mittwoch geschlossen bleiben.

    Weitere Transporte mit Bargeld schloss das Ministerium nicht aus. Die Soldaten sollen zudem in Zukunft darüber entscheiden können, ob ihnen der Sold auf britische statt auf zyprische Banken überwiesen werden soll.

  37. fokus
    20. März 2013 21:43

    Die größte Heuchelei kommt wieder einmal von den österreichischen Grünen.
    Sie empören sich über diesen Zugriff auf die zypriotischen Spareinlagen, fordern jedoch permanent im eigenen Land eine Vermögenssteuer und die wäre nicht nur ein einmaliger Beitrag, sondern ein weiterer kontinuierlicher Substanzverlust des oftmals hart erarbeiteten Wohlstand der Bürger.

    Unglaubwürdiger kann man nicht mehr argumentieren!

    http://orf.at/#/stories/2172741/

  38. cicero
    20. März 2013 20:32

    Ausgerechnet in Zypern hat die EU-Troika eine empfindliche Niederlage erlitten. Dabei haben die konservativen Medien und Politiker, die ominösen Märkte, aber auch die Protestbündnisse in ganz Europa seit Monaten auf Griechenland und Spanien geblickt. Wann wird in diesen Ländern einmal eine Mehrheit der Abgeordneten die als Rettungspakete deklarierten Verarmungsprogramme EU-Diktate einfach zurückweisen? Bisher hat der Druck aus den europäischen Kernländern, vor allem aus Deutschland, immer ausgereicht, um doch wieder eine zähneknirschende Zustimmung zu gewährleisten. Dabei haben die herrschenden Kreise in den jeweiligen Ländern durchaus ihre eigenen Interessen im Schatten des EU-Diktats durchgesetzt. Schließlich konnten sie sich dahinter verstecken und die Krisenlasten der großen Mehrheit der Bevölkerung aufbürden.

    Dass ausgerechnet die Abgeordneten des zyprischen Parlaments die Courage hatten, der EU-Troika die kalte Schulter zu zeigen, überraschte Politik und Wirtschaft, aber auch die Protestbewegung. Dabei war es schon einmal eine Insel, die selten im Fokus des Weltgeschehens steht, die bereits vor einigen Jahren dem Druck der europäischen Wirtschaft und Politik trotzte: Die isländische Bevölkerung war partout nicht bereit, für die Schulden ihrer Pleitebanken aufzukommen. Das Land wurde trotzdem nicht isoliert und ist heute sogar wieder wirtschaftlich solvent. Kein Wunder, dass die EU-Politiker so panisch reagierten, als der damalige griechische Premierminister Papandreus ein Referendum über das EU-Programm anberaumte und dann wenige Tage später wieder absagen und zurücktreten musste.

    Die Parlamentarier sind schließlich einfacher im Sinne der Troika-Logik zu bearbeiten. Daher ist es umso bemerkenswerter, dass am 19. März in Zypern kein einziger Abgeordneter für das Rettungsprogramm stimmte. Dabei glich die Drohkulisse, die gegen Zypern von europäischen Politikern und ihnen nahestehenden Medien in den letzten Wochen errichtet wurde, durchaus den Kampagnen, mit denen die Abgeordneten in Griechenland gefügig gemacht wurden. "Das Land am Abgrund", "Staatsbankrott" heißen die Stichworte.

    Prophezeit und damit gedroht wurde, dass keine Löhne mehr gezahlt werden können und die Menschen hungern. Damit werden die Abgeordneten gefügig gemacht, sozialen Grausamkeiten zuzustimmen, die reale Not, die Zerschlagung des Gesundheitssystems und anderer sozialer Sicherheitssysteme zur Folge haben. Für die Bildzeitungsleser der verschiedenen Länder Kerneuropas wird zur Causa Zypern eine besondere Variante der sozialchauvinistischen Demagogie bereit gestellt.

    Neben den Pleitegriechen, die ihre Inseln verkaufen sollen und den berühmten steuerbefreiten griechischen Reedern stehen die russischen Banken, die Zypern angeblich oder tatsächlich als Steueroase benutzen. Damit wurde in den Ländern die Stimmung geschaffen, besonders harte Auflagen für Zypern zu legitimieren. Gerade der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat seit Wochen Unterstützung für Zypern an strenge Bedingungen geknüpft.

    Welche Alternativen hat Zypern?

    Nun stellt sich die Frage, warum gerade die zyprischen Abgeordneten den Mut aufbrachten, der EU-Troika ihr Nein entgegen zu schleudern. Noch wichtiger ist die Frage, ob dieses zyprische Nein vielleicht auch Nachahmer in anderen Ländern finden könnte. Schließlich sind die Beziehungen zwischen Zypern und Griechenland eng.

    Viel wird davon abhängen, wie die Alternativen aussehen, von denen der frisch gewählte zyprische Präsident Nikos Anastasiades gesprochen hat. Über ein Abkommen mit Russland wird gesprochen.

    Könnten nicht auch andere Staaten nach dem Nein aus Zypern auf die Idee kommen, dass selbst ein Staatsbankrott und der Austritt aus dem Euro das kleinere Übel ist - gegenüber immer neuen und immer aberwitzigeren Verarmungsprogrammen? Davor werden die EU-Bürokraten die größte Angst haben und es ist wahrscheinlich, dass sie schon Gegenmaßnahmen vorbereiten.

    Motiviert das zyprische Nein die Protestbewegung?

    Könnte der Widerstand aus Griechenland vielleicht auch der Protestbewegung neuen Auftrieb geben, die sich seit Jahren bemüht, die EU-Krise zu politisieren? Zumindest werden es die Aktivisten versuchen, die dabei sind, unter widrigen Umständen Ende Mai neue Krisenproteste in Deutschland zu organisieren. Sollte es den dort beschworenen europäischen Frühling tatsächlich geben, könnte er in Zypern begonnen haben.
    Peter Nowak http://www.heise.de/tp/blogs/8/153963

  39. Geheimrat
    20. März 2013 18:33

    Euro-Crash: 17 Hinweise, dass Südeuropa aktuell in einer vollumfänglichen Wirtschaftsdepression versinkt

    Im Folgenden finden Sie 17 Hinweise, dass in Südeuropa zurzeit eine vollumfängliche Wirtschaftsdepression wütet:

    1. Italiens Wirtschaft leidet aktuell unter einer entsetzlichen „Kreditkrise“, die zur Folge hat, dass tausende von Firmen pleitegehen:

    „Der Unternehmerverband Confindustria sagt, dass 29% der italienischen Firmen nicht in der Lage sind, für ihre ´Betriebskosten` aufzukommen, und es ihnen an Liquidität mangelt. Zurzeit ist eine ´dritte Phase der Kreditkrise` im Gang, die den Schocks von 2008 bis 2009 und 2011 entspricht.

    In einer Untersuchung der Gruppe heißt es, dass sich die Wirtschaft in einem ´Teufelskreis“ befindet, wo die Banken zu viel Angst hätten, Kredite zu vergeben, was immer mehr Unternehmen in den Abgrund treiben würde. Jeden Tag gehen eintausend Unternehmen pleite.“

    2. Die griechische Arbeitslosenrate lag im vierten Quartal 2012 bei 26,4%. Das sind 2,6% mehr als im dritten Quartal 2012 und 5,7% mehr als im vierten Quartal 2011.

    3. Die griechische Jugendarbeitslosenquote lag im vierten Quartal 2012 bei 57,8%.

    4. Die spanische Arbeitslosenrate ist auf 26% gestiegen.

    5. In Spanien kommen auf jede freie Stelle 107 Arbeitslose.

    6. Die italienische Arbeitslosenrate liegt derzeit bei 11,7%. Das ist die höchste Arbeitslosenquote, seit Italien den Euro hat.

    7. Die italienische Jugendarbeitslosenquote ist auf ein neues Allzeithoch von 38,7% gestiegen.

    8. Die Arbeitslosenrate in der Eurozone hat ein neues Allzeithoch von 11,9% erreicht.

    9. Die italienische Wirtschaft hat jetzt einen erschreckend schnellen Schrumpfungsprozess eingeleitet:

    „Daten der italienischen Statistikbehörde ISTAT zeigen, dass die Wirtschaft des Landes im vierten Quartal 2012 um 0,9% zurückging und das korrigierte Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 2,8% gesunken ist.“

    10. Die griechische Wirtschaft geht unterdessen noch schneller zurück als die italienische:

    „Griechenland sank auch während des vierten Quartals 2012 tiefer in die Rezession ab. Am Montag veröffentlichte Zahlen zeigen, dass die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um 5,7% geschrumpft ist.“

    11. Alles in allem ist die griechische Wirtschaft seit 2008 bereits um über 20% geschrumpft.

    12. Abgesehen von Deutschland geht die Fertigungsaktivität überall in Europa zurück:

    „Das Marktforschungsunternehmen Markit sagte, dass sein Index zur britischen Fertigungsaktivität –50 Punkte sind die Grenze zwischen Wachstum und Rückgang – von 50,5 Punkten im Januar auf 47,9 Punkte im Februar gesunken ist. Großbritannien steht damit am Rand der dritten Rezession innerhalb von fünf Jahren, nachdem die Wirtschaft im letzten Quartal 2012 um 0,3% zurückgegangen ist.

    Chris Williamson, der Chefökonom von Markit, sagte: ´Das ist ein bedeutender Rückschlag für die Hoffnungen, dass die britische Wirtschaft im ersten Quartal zu Wachstum zurückkehren und eine Triple-Dip-Rezession vermeiden kann.`

    Der Fertigungsindex der Eurozone liegt ebenfalls bei 47,9 Punkten. Deutschland erreichte 50,3 Punkte, aber Spanien lag bei 46,8 Punkten, Italien bei 45,8 Punkten und Frankreich bei 43,9 Punkten.“

    13. Der Prozentsatz fauler Kredite italienischer Banken ist auf 12,2% gestiegen. In 2007 lag diese Zahl bei gerade einmal 4,5%.

    14. Die europaweiten Bankeinlagen sind im Januar beträchtlich zurückgegangen.

    15. Die Ausfallrate von Unternehmensanleihen ist überall in Südeuropa in die Höhe geschossen:

    „S&P sagte, dass die Ausfallrate für italienische Anleihen geringerer Qualität von 5,7% in 2012 auf aktuell 9,5% gestiegen ist, da die Banken vor Ort die Kreditvergabe einstellen. In Spanien war es noch schlimmer, dort verdoppelte sie sich auf 14,3%.

    Die Ausfallrate in Frankreich schoss von 0,8% auf 8,7%, das ist der jüngste Schlag einer Reihe schlechter Meldungen aus Frankreich, wo nun die verzögerten Auswirkungen von Steuererhöhungen, fiskalischen Sparmaßnahmen und einem starken Euro wüten.“

    16. Lars Feld, ein wichtiger Wirtschaftsberater der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, sagte jüngst im Hinblick auf die Lage der italienischen Wirtschaft: „Damit ist die Tragfähigkeit der italienischen Staatsfinanzen erneut in Frage gestellt. Die Euro-Krise wird daher in Kürze mit aller Macht zurückgekehrt sein.“

    17. Die Lage in Griechenland hat sich so stark verschlimmert, dass die griechische Regierung jetzt plant, 28 staatliche Gebäude zu veräußern, wozu unter anderem auch das Athener Polizeihauptquartier gehört.

    http://www.propagandafront.de/1161770/euro-crash-17-hinweise-dass-sudeuropa-aktuell-in-einer-vollumfanglichen-wirtschaftsdepression-versinkt.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+Propagandafront+%28PROPAGANDAFRONT%29

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 06:31

      Zusammen mit den von mir gemachten "Anmerkungen" ist das die zutreffendste Beschreibung der wahren Zustände in der EUdSSR.

      Alles andere sind Ablenkungs-Diskurse.

      Mit Lüge begann es, mit REchtsbrüchen setzte sich´s fort - und nun kracht das Finanzsystem um den Euro und damit die reale Wirtschaft ein.

      Optimist müßte man sein.

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 10:50

      Geheimrat
      ********** !!!

  40. Freak77
    20. März 2013 18:13

    Eben in der FAZ gelesen:

    Weil alle Politiker aufheulen, dass in Zypern die Inhaber von Sparguthaben "faktisch teilenteignet" werden.

    So schreibt Berthold Kohler in der FAZ:

    Eine faktische Teilenteignung läuft in Deutschland (und Österreich) freilich schon ab, seit die Sparzinsen nach Steuern unter der Inflationsrate liegen. An diesen Verhältnissen hat auch eine Krisenpolitik ihren Anteil, die von der SPD (und der SPÖ & ÖVP) bisher vollumfänglich mitgetragen wurde.

    Also auf den Punkt gebracht: die Teilenteignung der Sparer in Deutschland und Österreich wird auf dem Weg der künstlich niedrigen Sparzinsen schon seit Jahren praktiziert - und niemand hat sich in D. und Ö. darüber aufgeregt.

    Link: http://www.faz.net/aktuell/politik/schuldenkrise-sie-saet-zwietracht-12121993.html

  41. Jewgeni Gorowikow
    20. März 2013 18:03

    Ich möchte in der Zypern-Debatte hervorheben, dass dies ein Land ist, dass sich bewusst und willentlich dafür entschieden hatte, in der Branche der Finanzdienstleistungen zu brillieren. Ein anderes Wort dafür, das mir weniger gefällt: "Finanzindustrie".

    Umgangssprachlich ausgedrückt: Zypern wollte in den letzten Jahren ein "Liechtenstein im östlichen Mittelmeer" sein.

    Rein geografisch betrachtet gehört Zypern gar nicht zu Europa, wohl aber kulturell.

    Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Kommunismus wählten viele Russen eben Zypern als Fluchtpunkt für ihr (Schwarz-)Geld. Und brachten Millionen und Milliarden außer Landes um es in Zypern zu bunkern.

    Es ist irgendwie logisch, dass die Zyprioten daraus ein Geschäftsmodell entwickelten, das dann umso besser und geschmierter zum Laufen anfing als Zypern zu einem Teil der E.U. wurde.

    Plötzlich boten sich noch mehr Möglichkeiten für die cirka 35.000 in Zypern lebenden Russen an. Es konnten billligst Kapitalgesellschaften in Zypern gegründet werden - ohne dass viele Fragen gestellt wurden - und damit innerhalb der EU Geschäfte gemacht werden.

    Das Ganze lief jahrelang so gut dass die Zyprioten und ihre Regierung ganz darauf vergaßen, auch andere Wirtschaftszweige aufzubauen bzw. zu modernisieren:

    - Fremdenverkehr
    - Landwirtschaft & Fischerei
    - erzeugende & verarbeitende Industrie usw.

    Und jetzt ist das Geschäftsmodell zu einem Ende gekommen und man sieht dass es außer der Finanzdienstleistungsbranche so gut wie keine funktionierende und ertragreiche Wirtschaftsstrukturen in Zypern gibt. Es bleibt nur die Hoffnung dass in ein paar Jahren in Zypern Gas gefördert werden kann.

    Ich möchte jetzt nicht zynisch sein, aber irgendwie erinnert mich das Dilemma Zyperns and die Probleme die der Nicht-EURO-Staat Island vor Jahren hatte. Da und dort waren die Verantwortlichen nicht weitblickend genug und ließen die Aufblähung des Finanzsektors über alle Maßen zu - zulasten der normalen Wirtschaft.

  42. socrates
    20. März 2013 17:20

    Warum ich auch NEIN gesagt hätte:
    1. Die Nachhineinfachleute erklärten, daß die 100.000€ Haftung nur für den Bankkonkurs gilt. Dann sollen die Banken in Konkurs gehen! Die einmalige Abgabe wird ohne nähere Information versprochen, nach dem Motto "trau mir", was noch nie eine gute Währung war.
    2. Die nicht näher definierte Privatisierung des "öffentlichen Eigentums", die mit der EU-Zahlung junktimiert war, würde in keinem Staat der EU ZUstimmung finden. Gehören die neu entdeckten Erdölvorkommen dazu?
    3. Die EU-Demokraten erklärten allen ernstes, daß keine Zeit für eine demokratische Willensbildung war. Undemokratisch, da sind alle Medien einig, sind die mit demokratischer Willensbildung und 2/3 Mehrheit beschlossenen Gesetze Ungarns.
    4. Rußland drohte den Kredit von 2,5Mrd nicht zu verlängern. Zypern fürchtet darauf hin den unmittelbare Bankrott. Genaues wurde in den Medien nicht berichtet, so daß ich mich frage, warum die Drohung schlimm sein soll, wo doch die EU ein Vielfaches davon zahlt. Bekommen das EU-Geld ausländische Banken und Investoren, so daß Zypern geschoren und bankrott überbleibt? Die Medien verweigerten die Auskünfte, wer was wann wieviel bekommt. Darauf kann ich verzichten.
    5. Der Rücktritt des Finanzministers war eine Medienente, er flog schon nach Moskau um eine Alternative zu suchen
    6. Die russischen Oligarchen wurden 2002 von Putin ausdrücklich vor Investitionen in Zypern gewarnt. Sie handelten aus eigenem fahrlässig.
    6. Die Aussage: Die Zyprioten haben mit ihren Einlagen gut verdient, also müssen sie jetzt einen Beitrag leisten, gilt ebenso für die Anleger, die noch besser verdient haben und daher einen viel größeren Beitrag leisten müsse.
    Wenn man etwas nicht durchschaut, sagt man NEIN.

    • socrates
      20. März 2013 17:57

      7. The attempt to introduce private deposit levy in Cyprus undermines the world financial system in general, said Russian Deputy Prime Minister Arkady Dvorkovich on Wednesday.

      “The question is that is does not matter who is punishing whom with this decision. The matter is if this is possible in Cyprus – it is possible everywhere,” Dvorkovich pointed out.

  43. werauchimmer
    20. März 2013 15:55

    Sg Herr Unterberger!

    Ihren gedankenanregenden Konter zum "Die Presse"-Artikel von Urschitz

    http://tinyurl.com/cf2rzxt

    in allen Ehren, aaaaber:

    Dass die Sparer erleichtert werden und die Banken-Aktionäre daran genesen, das kann es wohl auch nicht sein.

    Und zur Einlagensicherung ganz allgemein:

    Jedes Institut ist zu Rückstellungen in Einlagensicherungsfonds verpflichtet. Dort muss doch was da sein? Außerdem haben wir in Ö seit Neuestem die Bankenabgabe. Der Staat tritt ja meines Wissens nur dann als Garant auf, wenn die Bestände der Einlagensicherungsfonds nicht ausreichen, also bei Mega-Finanzkatastrophen, die eine "Force Majeure" darstellen - und nur mit dem überschießenden Teil!

  44. Peter Brauneis
    20. März 2013 15:22

    Die Ungezogenheiten deutscher Politik gegenüber europäischen Partnerländern gehen langsam auf keine Kuhhaut. Merkel war schon als FDJ-Bonzin drauf dressiert, Menschen zu beherrschen und fortwährend zu belügen. Solches betreibt sie jetzt in ganz Europa. Folglich ist sie beliebteste Politikerin in Deutschland und verhaßt im übrigen Europa. Die Dame vermag nix anderes, als das Geld des deutschen Steuerzahlers selbst übelsten Pleitekandidaten aufzudrängen und über die Geldpolitik anderer Länder verfügen zu wollen.

    Und wenn diese finsteren Pläne irgendwo nicht gelingen, wie jetzt in Zypern, hören wir dümmliche Ausreden: Dieses sei eine Entscheidung der dortigen Gesetzgebung und basta. Wahrscheinlich hat man in Berlin vor 70 Jahren auch Entscheidungen der Regierung des Reichsprotektorats ähnlich intelligent kommentiert. Wen vermag zu verwundern, wenn sich die Menschen in immer mehr Ländern gegen solch niederträchtiges Gebaren zur Wehr setzen? Soll am deutschen Wesen die Welt noch immer genesen?

    Bezahlte EU- und Euro-Fanatiker halten uns stets am Schmäh, ohne Euro gäbe es kein friedliches Europa. Doch das Gegenteil ist die Wahrheit: Vor der Euro-Einführung gab es Frieden, erst jetzt demonstrieren Menschen mit SS-Uniformen und Hakenkreuzen gegen Merkel, Schäuble und die deutsche Fremdherrschaft.

    • Brigitte Imb
      20. März 2013 16:04

      All diese Rettungsmaßnahmen dienen m.M. nur dazu Deutschland zu schwächen und zu diffamieren. Den Linken ist es nicht zu schäbig das Geld der fleißigen D zu nehmen und gleichzeitig die Nazikeule zu schwingen.
      Verblüffend ist nur, daß die D Konservativen dieses Spiel mitmachen, ja sogar unterstützen.

    • Erich Bauer
      20. März 2013 16:23

      @Brigitte Imb
      "...die D Konservativen dieses Spiel mitmachen..."

      Die Konservativen in Österreich wollten dieses "Spiel" sogar unbedingt MACHEN! Damals taten sie alles um die Sozialisten zum MITmachen zu ÜBERREDEN! Man rufe sich Alois Mock in Erinnerung... Und heute sind die "Faymann-Roten" hochoffiziell "Alternativlos-EU"-... ist allerdings noch gar nicht so lange her... seit dem Bilderbergertreffen... Da ging ein richtiger Ruck durch die SPÖ.

      Laut einem Pressebericht wurde die Ablehnung des EU-Rettungsringes in Zypern von Sprechchören begleitet. Ein Demonstrant in Anzug und Krawatte : "Das ist das Ende der EU." Ein Banker: "Heute ist der Tag, an dem die Zyprioten der EU auf Wiedersehen sagen - unabhängig vom Ausgang der Abstimmung."

      Die ersten sagen schon: "Der Kaiser ist nackt!"

    • Brigitte Imb
      20. März 2013 16:48

      Ja, ja, Mr. Euro und so......

      Schaut man sich nun dieses Ergebnis der EU an, weiß man nicht genau ob es nur arglistige Täuschung der Völker war, od. ob die Politiker einfach nur versagt haben. Wohl beides.

      Vermutlich wird Putin "nachgeben", um weiter im Mittelmeer ungestört "schwimmen" zu können.

    • machmuss verschiebnix
      20. März 2013 19:05

      @Brigitte Imb,
      ich meine, daß die EU von den nationalen Regierungen sozusagen "überwältigt" wurde.
      Genaugenommen würde Europa starke, unabhängige EU-Institutionen brauchen,
      welche imstande wären, die wahnwitzige Politik der Nationalstaaten in vernünftie Bahnen
      zu lenken ( würde überhaupt sagen ersetzen, diesen Populisten-Haufen).

      Leider läuft es aber genau umgekehrt - die nationalen politischen Kräfte/Parteien lassen
      ihre Tentakel in die EU-Institutionen hineinwachsen, mit noch mehr Schaden, als die
      zuhause jemals anrichten könnten ! ! !

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 06:36

      P.B.

      Sie haben die Sache nicht wirklich verstanden.

      Das Merkel ist nicht Kanzlerin Deutschlands, sondern Exekutiv-Organ der NWO.

      Sie ist es deshalb, weil D ein besiegtes Land ist und unter Kuratel der USA/Ostküste steht.

    • AGLT (kein Partner)
    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 10:56

      Peter Brauneis
      ************** !!!!

      "Vor der Euro-Einführung gab es Frieden" (nochmals ******** dafür)
      Das haben die Menschen scheinbar vergessen ...

  45. Stimulus
    20. März 2013 15:20

    Unser famoser Finanzstaatssekretär Andreas Schieder erklärt im Mittagsjournal des ORF mit fester Überzeugung, man solle nicht die zypriotischen Sparer zum Zahlen heranziehen sondern die Gläubiger der zypriotischen Banken. Offenbar hat er keine Ahnung davon, dass die Sparer zu den wesentlichen Gläubigern einer Bank gehören. Es wäre interessant von diesem scheinbar fachkundigen Mann zu erfahren, wen er für die Gläubiger der zypriotischen Banken hält.

    • M.S.
      20. März 2013 22:51

      @Stimulus

      Damit hat er sich als würdiger und geeigneter Nachfolger des BK geoutet!

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:00

      Stimulus
      ***********
      M.S.
      *********** (musste schmunzeln bei ihrem Kommentar, hihi)

  46. Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    20. März 2013 14:01

    Auch zum Thema der Tagebuchnotiz
    „Zypern, die Vernunft und das große Aufheulen“ passend:

    Es gibt einen neuen Begriff für die aktuelle Mißhandlung des Mittelstandes:
    „FINANZIELLE REPRESSION“
    Unter
    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europaeische_union/?em_cnt=532318&em_cnt_page=2 ist ein sehr treffender Artikel zu finden.
    Darin wird endlich ein Begriff zitiert, der ein todgeschwiegenes Übel in der Behandlung des Mittelstandes bezeichnet:
    „FINANZIELLE REPRESSION“
    Zu diesem Begriff steht unter der nachfolgenden Überschrift (Zitat):
    "Die ehrlichere Lösung
    In die Panik (Anmerkung: bezüglich Zypern) mischen sich Stimmen, die die Lösung positiv bewerten. "Was dort geplant ist, entspricht einer progressiven Vermögenssteuer", sagt Markus Schuller, Markus Schuller, Investment-Profi von Panthera Solutions in Monaco. Das sei offen sichtbar und ehrlicher als die "SCHLEICHENDE ENTEIGNUNG VON DER MITTELSCHICHT ABWÄRTS", die derzeit überall stattfindet: Weil die Sparzinsen weit unter der Teuerung liegen, verlieren alle Sparer Geld - im Fachjargon heißt das " FINANZIELLE REPRESSION ". Über die Monate und Jahre kommen dabei substanzielle Beträge zustande. "Ich höre von keinem Regierungsvertreter in Deutschland, Großbritannien oder Österreich, dass er sich Sorgen über die Realzinsverluste seiner Sparer macht. In Zypern entdecken Westerwelle und Co. hingegen plötzlich ihr Herz für den kleinen Sparer", so Schuller.“

  47. Geheimrat
    20. März 2013 13:53

    Europäische Staatspleiten sind vorprogrammiert: Sozialausgaben explodieren – überall

    Sollten die europäischen Länder ihre Sozialausgaben und Renten nicht massiv zurückfahren, werden sie unvermeidlich in den Staatsbankrott abrutschen. Die Steuern müssen dann so stark erhöht werden, dass es sich für produktive Steuerzahler überhaupt nicht mehr lohnt, arbeiten zu gehen

    http://www.propagandafront.de/1162360/europaische-staatspleiten-sind-vorprogrammiert-sozialausgaben-explodieren-uberall.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+Propagandafront+%28PROPAGANDAFRONT%29

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:02

      Geheimrat
      ************* und die Volksverräter wollen die Einreise der Kültürbereicherer erheblich (gestern Parlamentsdebatte) erleichtern - man gönnt sich ja sonst nichts.

  48. A.K.
    20. März 2013 13:45

    Nicht ganz O:T.,
    da auch in meinem Text ein Russe, nämlich Vladimir Putin, vorkommt.
    Ich erhielt seine Rede vom 4. Feb. 2013 in englischer Übersetzung per E-Mail zugeschickt. Obwohl ich häufig Zeitung lese, habe ich diese Rede nicht erwähnt gefunden. War ich unachtsam oder wurde über diese Rede geschwiegen?

    On February 4th, 2013, Vladimir Putin, the Russian president, addressed the Duma,
    (Russian Parliament), and gave a speech about the tensions with minorities in Russia :

    "In Russia live Russians. Any minority, from anywhere, if it wants to live in Russia, to work and eat in Russia , should speak Russian, and should respect the Russian laws. If they prefer Shari ‘a Law, then we advise them to go to those places where that's the state law. Russia does not need minorities. Minorities need Russia , and we will not grant them special privileges, or try to change our laws to fit their desires, no matter how loud they yell 'discrimination'. We better learn from the suicides of America, England, Holland and France, if we are to survive as a nation.
    The Russian customs and traditions are not compatible with the lack of culture or the primitive ways of most minorities. When this honourable legislative body thinks of creating new laws, it should have in mind the national interest first, observing that the minorities are not Russians.

    The politicians in the Duma gave Putin a standing ovation for five minutes!

    • Erich Bauer
      20. März 2013 13:53

      Welch wohltuende Worte. Man kann Gerard Depardieu nur beglückwünschen für Wahl seiner neuen Heimat...

    • diko
      20. März 2013 16:49

      @ A.K. & Erich Bauer,
      *****************!

    • Brigitte Imb
      20. März 2013 16:56

      Super! Putin können die EU Politiker schwer als Rechtsradikalen bezeichnen; man stelle sich so eine Aussage eines "Unsrigen" vor. Das käne einer "Kriegserklärung" gleich.

    • terbuan
      20. März 2013 17:52

      A.K. ********!
      In deutscher Übersetzung möglichst weit verbreiten, ich werde selbst damit beginnen!

    • Gandalf
      20. März 2013 23:00

      Könnten wir nicht Putin bitten, österreichischer Bundeskanzler zu werden (nebenberuflich, so 2 mal die Woche ein halber Tag müsste genügen)?

    • Undine
      21. März 2013 09:02

      @Gandalf

      *****!

      Einverstanden! Das müßte leicht zu bewerkstelligen sein! Er brauchte ja "physisch" gar nicht anwesend zu sein; sein Computer mit Skype-Funktion genügt vollauf, weil er ja außerdem gut Deutsch spricht! Und als Vize kann er unseren Nachbarn Orban Viktor bestellen!

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:08

      A.K
      ************

      Hiezu noch ein Video ! (wirklich sehr aufschlussreich)
      In dem Video erfährst Du u.a.:
      Wie objektiv ist die Berichterstattung über Russland und Wladimir Putin in den westlichen Medien?

      Wie war Russland vor Wladimir Wladimirowitsch Putin?
      In welcher Situation befand sich Russland, als Wladimir Putin an die Macht kam?
      Was hat Wladimir Putin für Russland und das russische Volk schon getan?
      Welche Erfolge verzeichnete Putin auf der globalen Arena?
      Wie hat sich die Wahrnehmung Russlands aus Sicht des Westens verändert?
      Warum berichten die westlichen Medien überwiegend schlecht über Russland und Wladimir Putin?
      Was kann ein normaler Europäer tun, damit er eine andere Sicht auf Russland und Putin erfährt?
      Vor welchen Herausforderungen steht Wladimir Putin in Russland?
      Was sollte er unternehmen, damit in Russland das Leben der Bürger mehr an Lebensqualität zunimmt?

      http://www.youtube.com/watch?v=GVubdUsgT7c

    • byrig
      21. März 2013 23:42

      putin spricht das aus,was auch unsere bevölkerung von seinen verantwortlichen politikern gerne hören würde!

    • F.V. (kein Partner)
      23. März 2013 12:57

      "Was kann ein normaler Europäer tun, damit er eine andere Sicht auf Russland und Putin erfährt?"

      Russisch lernen und sich selbst ein Bild machen. - Wen interesseirt den schon die "Domrep" oder ein Club Med in den Touristen-Silos in der Türkei?

  49. Anton Volpini
    20. März 2013 13:36

    Das Heulen, verehrter Dr. Unterberger, erinnert an jenes Zähneknirschen, welches den Menschen überfällt, wenn er der häßlichen Maske des absolut Bösen angesichtig wird.
    Und das ist am Wochenende passiert!

    Schäubles Worte, "....sowas macht man am Wochende" hat alle jene Einzelaussagen globaler Finanzer der letzten Wochen über die möglichen Wege aus der Schuldenkrise plötzlich für jeden einzelnen zu einem verstehendem Gesamtbild zusammengefügt! Dieses Gesamtbild hat sich in der häßlichen Maske der Diktatur offenbart.

    Auch den Österreichern und Deutschen ist klargeworden, daß der Dammbruch des Vertrauensverlustes durch die endgültige Aufhebung der Rechtsstaatlichkeit in letzter Konsequenz schon sehr bald auch sie treffen wird.

    Dagegen können Sie mit logischen und rationalen Argumenten nicht ankämpfen, Hr. Dr. Unterberger.

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 06:49

      Herr Volpini,

      wie recht Sie haben. Unterberger streut nur noch Sand in die Augen.
      Wo systematisch das (wirkliche) Recht gebrochen wird, ist keine Zukunft zu bauen.

      Darum ist das ganze Lügenprojekt EUdSSR schon von Anbeginn zum Scheitern verurteilt gewesen. Es war zu keinem Zeitpunkt ein "Freidensprojekt", sondern der Versuch das tüchtigste und fleißigste Volk zu zerstören, und als dies nicht einmal in 2 Weltkriegen ganz gelang, es mit Reparationszahlungen und anderen ERpressungen, mit dem Vorenthalten eines Freidensvertrags, mit der weiteren Gültigkeit der Feindstaaten-Klausel, dem 2 + 4-Vertrag D zwischen F und Polen einzuwickeln (weil man F die Kontrolle Deeutschlanads nicht zutraute), dem Zwang zur Aufgabe der DM, um die wirtschaftliche Kraft D´s zu brechen, und nun - das betrifft inzwischen ganz Europa - nachdem D fast gebrochen ist, alle nationen den internationalen Bankstern auszuliefern.

      Die passiert indem man uns lauter "internationale Verträge/System" aufzwingt und so die Souveränität auf Null reduziert.

      Die neo-liberalen Krämerseelen (nein: keine Seelen, denn sie haben keine), debattieren übers Ökonomische Kalkül. - Es ist zum Kotzen.

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:21

      Anton Volpini
      ************* !!!!

      F.V.
      .... sondern der Versuch das tüchtigste und fleißigste Volk zu zerstören, und als dies nicht einmal in 2 Weltkriegen ganz gelang, es mit Reparationszahlungen und anderen ERpressungen, mit dem Vorenthalten eines Freidensvertrags, mit der weiteren Gültigkeit der Feindstaaten-Klausel, dem 2 + 4-Vertrag ....

      Dazu:
      Haarsträubende Zitate deutscher Verräter in Berlin

      Joseph (Joschka) Fischer, ehem. “Die Grünen”:

      "Nicht vergessen, auch die Österreicher sind damit gemeint!!!!!"

      „Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur möglich aus Deutschland herausgeleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.“

      Der Vorstand von “Bündnis90/Die Grünen” in München:

      „Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwan-
      derungsdebatte, uns geht es zuerst um die Zurück-
      drängung des deutschen Bevölkerungsanteils in
      diesem Land.“

      Cem Özdemir, derzeit Bundesvorsitzender der Partei “Bündnis90/Die Grünen”, in einem Interview mit dem Tagesspiegel auf die Frage, wie er sich die Zukunft vorstellt:

      „In zwanzig Jahren haben wir eine Grüne Bundeskanzlerin und ich berate die türkische Regierung bei der Frage, wie sie ihre Probleme mit der deutschen Minderheit an der Mittelmeerküste in den Griff bekommt.“

      Curt Amery in der Zeitschrift “Natur”, 12/1982, S. 42:
      „…dass wir, das heißt die Grüne Bewegung, einen Kulturentwurf anstreben, in dem das Töten eines Waldes verächtlicher und verbrecherischer gewertet wird, als das Verkaufen von Kindern in asiatische Bordelle…“

      Jürgen Trittin, Bündnis90/Die Grünen:
      „Noch nie habe ich die deutsche Nationalhymne mitgesungen und ich werde es als Minister auch
      nicht tun.“ (Quelle: FAZ vom 02.01.2005)

      oschka Fischer, ehem. “Die Grünen”:

      „Deutschland muss von außen eingehegt, und von innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi verdünnt werden.“
      (Rezension zu Joschka Fischers Buch “Risiko Deutschland”
      von Mariam Lau, Welt.de)

      Daniel Cohn-Bendit, ehem. Bündnis90/Die Grünen, gerne von Kindern im Intimbereich berührt (hier ein Video aus dem Jahr 1982), damals WG-Freund von Joschka Fischer, heute im EU-Parlament madierend, sinngemäß:
      „Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen …
      … wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.“
      (Quelle: http://archive.org/details/DanielCohn-BenditQuotes )

      Christin Löchner, Parteimitglied “Die Linke”, in einer Mail vom 20.01.2012 auf eine als Rundschreiben versendete Verteilerpost an Johannes Issmer, FDP, in welcher die Menschenrechtsverletzungen in der BRD thematisiert wurden:
      „Es mag Sie vielleicht überraschen, aber ich bin eine Volksverräterin.
      Ich liebe und fördere den Volkstod.“ (Quelle)
      Anmerkung dewion24:
      Derzeit gehen wir davon aus, dass die Aussage lediglich eine polemische Reaktion war auf die Verteilermail eines sog. “Reichsdeutschen”, der im Internet unter dem Namen “Richard Wilhelm von Neutitschein” Artikel verfasst.
      In jedem Fall aber möchten wir Frau Löchner Respekt aussprechen, denn diese Frau hatte wenigstens den Schneid, in aller Offenheit das zu sagen, was seit 1990 die Agenda der deutschen und allgemein der EU Politik ist.

      Stefanie Drese, ‘Rechtsanwältin’ und seit 2011 stellver-tretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, am 16.11.2011 in der Rede auf einen Antrag der NPD, “den Fortbestand des deutschen Volkes zu bewahren”:
      „Den Antrag der NPD-Fraktion, den biologischen Fortbestand des deutschen Volkes zu bewahren, lehnen die Vertreter der demo- kratischen Fraktionen, in deren Namen ich heute spreche, mit
      aller Nachdrücklichkeit und aufs Schärfste ab. Dieser Antrag ist rassistisch und menschenverachtend.“ (Quelle)
      Anmerkung dewion24:
      Mag man von der NPD halten, was man will, es ändert unserer Meinung nach nichts daran, dass die Aussage der Frau Drese mindestens Diskussionswürdig ist.
      Interessant in dieser Hinsicht dürfte auch sein, dass alle Fraktionen des Landtags, auch die CDU, mit ihr einer Meinung waren und dazu applaudierten.

      Joschka Fischer, ehem. “Die Grünen”:

      „Deutsche Helden müsste die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“
      (1982, in der Zeitschrift PflasterStrand, Quelle hier)
      Siehe auch: Der Fall Joschka Fischer – eine kriminelle Laufbahn

      Angela Merkel, Marionette der sog. Antlantikbrücke:
      „Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt!“ (Quelle)

      Arif Ünal, “Deutsch”-Türke, Bündnis90/Die Grünen:
      Er forderte im NRW-Landtag die Streichung der Eidesformel „Zum Wohle des deutschen Volkes“.
      Die Abschaffung wurde von unseren “Volksvertretern” hiernach einstimmig beschlossen, siehe dieses Video.

      Claudia Roth, Bündnis90/Die Grünen, äußerte sich zum Tag der Deutschen Einheit wie folgt:
      „Am Nationalfeiertag der Deutschen ertrinken die Straßen in einem Meer aus roten Türkenflaggen und ein paar schwarzrotgoldenen Fahnen.“ (Quelle)

      Claudia Roth, Bündnis90/Die Grünen, in der „Münchner Runde“ am 5.10.2004 zum Thema ´Angst vor der Türkei´:
      „Die Türken haben Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut.“ (Quelle)
      Anmerkung: Frau Roth hat in geschichtlichen Fragen entweder große Wissenslücken – oder sie hat bewusst die Unwahrheit gesagt. Türkische Gastarbeiter kamen erstmals im Jahr 1961 in die BRD – und das auch nur auf Befehl Empfehlung der USA. Die Türkei, als Entwicklungsland, wollte seinerzeit die Armut in Anatolien bekämpfen und wandte sich damit hilfesuchend an die US-Regierung. Als „Belohnung” dafür, dass die Türkei, als geostrategisch wichtige Präsenz, am 31. Okt. 1959 die Aufstellung von US-Raketen des Typs Jupiter erlaubte, wurde der BRD das Anwerbeabkom- men türkischer Gastarbeiter aufgezwungen nahegelegt.

      Bevor der erste türkische “Gastarbeiter” seinerzeit die Grenze durchfuhr, waren die Trümmer des fremden Terrors in Deutschland längst beseitigt.

      Ich denke da erübrigt sich jeglicher Kommentar, die Aussagen sprechen für sich selbst ....

  50. Erich Bauer
    20. März 2013 13:08

    Man faßt es einfach nicht! KURIER ("Wirtschaftsteil") Schlagzeile: 90 MILLIONEN FÜR JULIUS V. (Meinl, Anm.). Das war eine KAUTION!

    Die Indolenz der Journaille ist unbegrenzt UND unendlich...

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 06:51

      Herr Bauer,

      regt Sie die Höhe der Kaution auf? - Für mich wär´s ein bißchen viel gewesen, für einen, der in diesen Dimensionen die Anleger betrogen hat, doch angemessen.

    • Erich Bauer
      21. März 2013 07:57

      F.V.

      Nein. Keineswegs. Das ist und war mir immer wurscht. Ich wollte nur auf die Schlagzeile hinweisen, die unterschwellig auf eine "obszöne" staatliche Zuwendung an Julius V. (der mir auch völlig wurscht ist) hindeutet...

      Aber... ich gebe zu, ich bin schon so sensibilisiert, daß ich manchmal auch schon das "Gras wachsen" höre... :-)

    • Undine
      21. März 2013 09:08

      @Erich Bauer

      Sie haben ganz recht; die Überschrift war "eindeutig" und gewollt!

  51. Claudius
    20. März 2013 13:06

    In einem Focus-Artikel wird schön aufgezeigt und beschrieben, dass Russland unter anderem auch strategische Interessen an Zypern hat, Stichworte: die hochwahrscheinlichen Gasvorkommen und Flottenstützpunkt (in den letzten Absätzen zu lesen):

    Russen-Connection und Bank-Giganten;
    Geldwaschmaschine Zypern: Klein, aber hochgefährlich

    ( 19.03.2013, FOCUS, Clemens Schömann-Finck & Danuta Szarek )

    Die ganze Eurozone zittert um die Zukunft Zyperns. Dabei ist es wirtschaftlich ein Winzling. Doch bei der Rettung geht es nicht nur um Pleitesorgen, sondern auch um die Angst vor Russland.

    Es ist wie so oft in der Schuldenkrise. Lange hatte sich die die Bundesregierung gegen ein Hilfsprogramm der Euro-Staaten für Zypern gewehrt – mittlerweile ist es sehr konkret. Und historisch: Zehn Milliarden Euro an Krediten aus dem Mittel des Rettungsfonds ESM wird der Staat bekommen – sofern er es auf die Reihe bekommt, im Gegenzug die finanzielle Beteiligung seiner Bankkunden endgültig zu regeln. Letztere hat es so noch nie gegeben.

    Finanzminister Wolfgang Schäuble soll in den Verhandlungen darauf gedrungen haben, dass es diesen Beitrag der Sparer gibt – damit er die Hilfsmaßnahmen zu Hause überhaupt irgendwie rechtfertigen kann. Knapp 17,5 Milliarden Euro braucht die Regierung in Nikosia insgesamt aus fremden und eigenen Mitteln, das entspricht fast dem jährlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Mittelmeerstaats. Mit den Milliarden will Zypern vor allem seine maroden Banken stabilisieren. Die leiden unter ihrem großen Engagement in Griechenland und faulen Krediten aus der Zeit eines waghalsigen Wirtschaftsbooms.

    Unabhängig von der Entrüstung um eine Zwangsbeteiligung der Sparer: Die Hilfe für Zypern hat einen üblen Beigeschmack. Grund: Das Land ist eine internationale Schwarzgeld-Drehscheibe – und steckt in einem unheilvollen Strudel aus Bankenrisiken, Vorurteilen und der Abhängigkeit von Russland.

    Die wesentlichen Fakten im Überblick:
    Gewaltiger Bankensektor und Geldwäsche-Vorwürfe


    Zypern ist zu einem großen Teil selbst Schuld an seinem Dilemma. Das Land hat seinen Finanzsektor von 1995 bis 2011 um 240 Prozent wachsen lassen. Die Bilanzsumme der Banken beträgt das Achtfache des Bruttoinlandsprodukts. Im Grunde hat Zypern also voll auf die Banken gesetzt – und sich verzockt.

    Zudem verdächtigen die Europartner die des Steuerdumpings: Der Steuersatz auf Unternehmensgewinne beträgt gerade mal zehn Prozent – erst jetzt, auf Drängen der Euro-Retter, ist eine Erhöhung auf 12,5 Prozent im Gespräch.

    Ein Report der Washingtoner Denkfabrik „Global Financial Integrity“ (GFI), die internationale Finanzströme untersucht, hat ergeben, dass Zypern einer der wichtigsten Verschiebebahnhöfe für illegale Finanzströme aus Russland ist. Laut der GFI-Studie sind allein in den Jahren 1994 bis 2011 über 211 Milliarden Dollar (rund 157 Milliarden Euro) aus Russland herausgeschleust worden – ein großer Teil davon über Zypern.

    „Zypern ist die größte Quelle und zugleich das größte Ziel direkter russischer Auslandsinvestitionen“, schreiben die GFI-Forscher. Zypern sei „eine der größten Geld-Waschmaschinen für russische Kriminelle“. Auch der Bundesnachrichtendienst (BND) wirft der Regierung in Nikosia zudem vor, zu wenig gegen Geldwäsche zu tun. Zypern sei „ein Einfallstor für Geldwäscheaktivitäten in der EU“, heißt es in einem BND-Bericht. So sei es „relativ einfach“ möglich, dort anonyme Konten zu eröffnen. Anwälte und Treuhänder seien bei der Verschleierung illegaler Gelder behilflich.

    Rund 40.000 Briefkastenfirmen soll es auf der Insel geben. Im Verdacht stehen vor allem russische Oligarchen und die Mafia. Rund 26 Milliarden US-Dollar (19,8 Milliarden Euro) russisches Geld sollen auf den Bankkonten der Mittelmeerinsel lagern. Kein Wunder, dass am Montag zahlreiche Learjets russischer Oligarchen im Landeanflug auf Zypern gesichtet wurden. Zypern hat die Vorwürfe aber stets bestritten.

    Zypern ist kaum von Bedeutung – theoretisch

    Aus ökonomischer Sicht spricht eigentlich wenig für eine Rettungsaktion. Das Land hat gerade mal eine Million Einwohner und erwirtschaftet mickrige 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung der Euro-Zone. Eine Staatspleite würde also kaum eine globale Kettenreaktion auslösen: Die Commerzbank errechnete unter Berufung auf die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, dass sich die Forderungen ausländischer Banken gegen Zypern auf gut 50 Milliarden Euro belaufen. Das sind nur 0,17 Prozent aller grenzüberschreitenden Forderungen von Banken weltweit.

    Selbst die Risiken für die griechischen Banken, die besonders eng mit Zypern verflochten sind, sind überschaubar. Rund 15,3 Milliarden Euro müssten die Griechen in den Wind schreiben, wenn Zyperns Bankensektor umfiele. Zwar müssten die Euro-Retter den Griechen dafür voraussichtlich noch einmal unter die Arme greifen – das Geld dafür steht aber längst bereit. Auch ein Ausfall der zyprischen Staatsschulden von 14 Milliarden Euro wäre der Commerzbank zufolge verkraftbar. „Wie Zypern die Stabilität der Euro-Zone gefährden soll, das wissen nur die Götter“, spottet der Haushaltsexperte der Unionsfraktion, Klaus-Peter Willsch. „Die zypriotische Bankenkrise gefährdet höchstens den Blutdruck osteuropäischer Yachten-Besitzer.“

    Nervöse Finanzmärkte

    Doch die europäische Schuldenkrise hat vieles verändert. Normalerweise würde man annehmen, dass die Folgen einer Pleite Zyperns begrenzt wären, gab EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen jüngst zu. „Aber man sollte auch erkennen, dass die Lage nicht normal ist.“ Die Situation in der Euro-Zone sei noch immer fragil, warnte der Notenbanker. So könne eine ungeordnete Entwicklung in Zypern auch Griechenland erneut in Mitleidenschaft ziehen, „was wiederum für Staatsanleihen anderer Länder negative Folgen haben könnte.“

    Der Montag gab bereits einen Eindruck davon, welche Schockwellen das kleine Land Zypern durch die Finanzmärkte schicken kann. Dass die Eurostaaten ihm beispringen dürfte aber nicht zuletzt auch an Zyperns enger Bindung an Russland liegen.

    Russland hat seine eigenen Pläne für Zypern

    „Der EU dürfte es nicht gefallen, wenn der russische Einfluss in Zypern noch größer wird“, schreiben die Commerzbank-Experten. Der Ratingagentur Moody´s zufolge summierten sich die Einlagen russischer Banken in Zypern Ende 2012 auf zwölf Milliarden Dollar. Hinzu kämen weitere 19 Milliarden Dollar auf zyprischen Konten russischer Unternehmen.

    Im aktuellen Rettungspaket für Zypern ist zudem offenbar ein Beitrag des Landes fest eingeplant: EU-Vertreter hatten zuletzt gesagt, sie rechnen damit, dass Russland seinen Kredit im Volumen von 2,5 Milliarden Euro um fünf Jahre bis 2021 verlängert und möglicherweise seine Konditionen neu verhandelt.

    Allerdings müssen die Zypern um die Gunst ihrer Gönner bangen: Russlands Präsident Wladimir Putin hat eindringlich vor der Verabschiedung der Sonderabgabe für Sparer gewarnt. Diese sei „unfair, unprofessionell und gefährlich“, sagte sein Sprecher am Montag.

    Was Russland an Zypern reizt

    Die Interessen Moskaus an Zypern sind vielfältig. Es geht nicht nur um den Schutz der russischen Einlagen und Investitionen auf Zypern, wo fast 15 000 Russen leben. Der Kreml hat auch ein Auge auf die vor Zypern liegenden Gasvorkommen geworfen. Die Mittelmeerinsel verfügt laut einem Bericht der Royal Bank of Scotland (RBS) über unerschlossene Gasreserven im Wert von über 600 Milliarden Euro. „Zypern wird geopolitisch wichtig für Gas-Pipelines“, heißt es in dem RBS-Bericht. Die Insel würde sich außerdem als Flottenstützpunkt eigen, falls Russland seinen Mittelmeer-Hafen in Syrien wegen der dortigen Unruhen verlieren sollte.

    Und so verwunderte es nicht, dass am Montag Gerüchte die Runde machten, auch Gazprom stelle Finanzhelfen für Zypern in Aussicht – allerdings unter der Bedingung, dass es Zugang zu Gasquellen bekommt.

    Diese Art von Hilfspolitik dürfte in der EU Sorgen schüren. Schon jetzt ist Russland der größte Gaslieferant für Europa. Die Abhängigkeit würde noch weiter steigern, wenn sich Moskau auch noch das Gas vor Zypern sichert. Umgekehrt könnte die Abhängigkeit von Gazprom sogar sinken, wenn die Europäer die Gasvorkommen selbst erschließen würden. Dafür wirbt der Chef des staatlichen Energieunternehmens, Charles Ellinas: Sein Land könne 2019 mit dem Export beginnen und bis zu zehn Prozent des Energiebedarfs der Europäischen Union abdecken, sagte Ellinas vor Wochen. „Das ist nicht völlig hypothetisch“, versicherte er. [Ende]

    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/tid-29266/inselsstaat-braucht-hilfsmilliarden-warum-die-euro-staaten-selbst-zypern-retten-wollen_aid_909071.html

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 06:54

      Die "Angst" vor Rußland wird nur von einer Seite geschürt: der Ostküste.

      Dabei wären wir ohne Rußland schon längst aufgefressen worden.

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:27

      F.V.
      ******** genau so ist es!! (Putin tanzt nich mehr nach der Pfeiffe Usrael's)

    • byrig
      21. März 2013 23:54

      F.V.:**********!

  52. Erich Bauer
    20. März 2013 11:14

    Habe heute als erste "Sicherheitsmaßnahme" meinen Firmensafe befüllt. Mit Bargeld. Eine kleinere Summe mit Euros (für den Fall, daß die Bankomaten temporär "Außer Betrieb" sind). Eine größere Summe Bargeld habe ich in Schweizer Franken und Englische Pfund gewexelt.

    Der netten Bankangestellten habe ich lächelnd gestanden, daß ich diese "Transaktion" wegen eines ev. bevorstehenden Bankenrun tätige... Das Fräulein reagierte nicht mit der geringsten Regung. So als hätte sie nix gehört...

    Ein bißchen auffällig für mich war, daß mein Wunsch nach kleinen Scheinen anstandslos erfüllt wurde: "So viel Sie wollen, Herr Bauer..." Gegenüber früheren, ähnlichen "Transaktionen", bei denen in meiner Bank die „Kleinen“ manchmal „zusammengekratzt“ werden mussten, empfand ich das als eindeutige "Verbesserung"... :-)

  53. Helmut Graser
    20. März 2013 10:58

    Aus unterschiedlichen Gründen neige ich bezüglich dieser geplanten Maßnahme in Zypern eher zu den Heulern.

    Erstens haben in der Vergangenheit solche Maßnahmen wenig bis nichts gebracht und eher das Vertrauen in die Finanzsysteme langfristig geschädigt (vgl. Italien 1992, Norwegen 1936, Brasilien 1992 und Argentinien um 2000) [1, 2].

    Zweitens ist das Vorgehen in Zypern “not in accord with one of the fundamental principles of taxation in a democracy, namely, that taxes should be imposed in accordance with ability to pay” [1]. Da es aber aus den erwähnten rechtlichen Gründen alle treffen muss, wäre dieser Grundsatz gebrochen.

    Drittens wurde versucht, es über Nacht und ohne Erklärung einzuführen. Es ist ein „major game changer“, da dies in unserer heutigen Zeit zumindest in Westeuropa schon länger nicht vorkam. Was kommt danach? Dieselbe Maßnahme in Frankreich und Italien und etwas später dann auch bei uns?

    Viertens gibt es immer Alternativen [3]. Die Maßnahme in Zypern ist erneut eher reaktiv anstelle von proaktiv. Wir bräuchten endlich mehr proaktive Maßnahmen und ein gewisses Redesign einiger wesentlicher Komponenten und Instrumente innerhalb der EU und für den Euro.

    Europa geht derzeit zum Arzt und dieser verordnet manchmal wahltaktische Plazebos oder einen Aderlass, ohne aber an den Ursachen zu forschen und diese nachhaltig zu beheben.

    Deshalb ist es zum Heulen.

    [1] siehe http://www.edmundconway.com/2013/03/the-tragedy-of-cyprus/
    [2] siehe http://carolabinder.blogspot.co.at/2013/03/cyprus-levy-historical-precedents.html
    [3] siehe http://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2235359

    • brechstange
      20. März 2013 11:07

      ****
      Wir sind begründete Heuler, denn meines Erachtens dient diese Aktion dazu, gerade noch zu retten, was zu retten ist, nämlich den beginnenden Wahlkampf und wie Du sagst, das ist keine Lösung.

  54. Wertkonservativer
    20. März 2013 10:53

    100 % richtig, Ihre Analyse, werter Herr Dr. Unterberger!

    Auch hier wurde und wird die "Herzlosigkeit" der EU-Gremien breit ausgewalzt, und die armen Zyprioten so recht bemitleidet.
    Dass es sich hier um eine weitgehend gerechtfertigte Aktion handelt, wird aus lauter Mitleid und vorsorglicher, sicher ungerechtfertigter Angst, ein ähnlicher "Haircut" könnte auch uns einmal blühen, nicht wirklich zur Kenntnis genommen.
    Die Zyprioten haben sich das nun wohl eintretende worst case-Szenario selbst eingebrockt; jetzt die rettende Hand der EU zurückzuweisen, war sicher extrem unklug; die Helfer darüberhinaus noch zu schelten und zu verteufeln (Merkel!), ist recht billig!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      20. März 2013 11:03

      Hilft die Hand vielleicht nur deshalb, weil die helfende Hand bereits selbst am Ertrinken ist. Vielleicht entscheiden die Zyprioten intuitiv richtig. Ebenfalls richtig ist, dass der Verursacher nicht Deutschland ist. Dies zu erkennen, wird nur in Freiheit und Eigenverantwortung möglich sein. Die Zyprioten nehmen sich selbst den Feind außen und das ist gut so. Ihr "Feind" sitzt auf der Insel, doch die Ratten haben ihr Geld ja schon abgezogen und auch genug Zeit zum Abzug bekommen, den ELAs sei Dank.

    • Erich Bauer
      20. März 2013 12:27

      @ (Zitat: Wertkonservativer) - "...die rettende Hand der EU zurückzuweisen..."

      "Was es auch ist, ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen." :-)

    • Wertkonservativer
      20. März 2013 13:34

      Werte @brechstange,

      also bitte, am Ertrinken ist die helfende Hand der EU ja wirklich noch lange nicht!
      Sie sind ja - ehrliche Anerkennung !- hier inzwischen zwar recht erfolgreich als Fahnenträgerin der EU-Abschaffer tätig, doch so einfach sollten wir uns die Sache wirklich nicht machen!

      Ich werde hier immer wieder der Realitätsverweigerung in Sachen EU geziehen:

      Nun, die EU ist jedenfalls Fakt! Hunderte Gesetze binden die einzelnen europäischen Staaten aneinander; es gibt die funktionierenden EU-Gremien, das Parlament, die Gerichtshöfe usw. usf.
      Um die EU zu sprengen, braucht es sicher mehr als die hier täglich vorgebrachten Anschuldigungen wie "Völkerkerker" und dergleichen mehr!

      Wer sind also hier die Realitätsverweigerer? Die wenigen hier, die der Europäischen Gemeinschaft die historische Leistung zuschreiben, Europa auf einen guten, gemeinsamen Weg gebracht zu haben, oder diejenigen, die alles Erreichte (kommen Sie mir bitte nicht mit der Gurkenkrümmung!) negieren und herabwürdigen?!?

      Ich bin mir ganz sicher, dass die Europäische Union ihre Probleme bewältigen und zum Nutzen unserer Völker weiterbestehen wird!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Erich Bauer
      20. März 2013 14:02

      Unsere Völker werden weiterbestehen. Das ist ganz sicher...

    • Wertkonservativer
      20. März 2013 14:48

      Schon richtig, Herr Bauer: die Völker werden so oder so weiterbestehen!

      Ich gab jedoch meiner Zuversicht Ausdruck, dass "die EU zum Nutzen unserer Völker weiterbestehen wird"1

    • brechstange
      20. März 2013 14:50

      Herr Michler,
      so wie sie sich jetzt darstellt, wird / kann und darf sie nicht überleben. Dann können wir sagen, nichts gelernt aus der jüngeren Geschichte.

    • Cotopaxi
      20. März 2013 15:20

      Natürlich, dem Namen nach wird das österreichische Volk weiterbestehen, zwar mit weniger Christen, aber dafür mit mehr Muselmanen, weniger blonden und weniger braunhaarigen Menschen, mit weniger Schweinefleischabsatz, dafür mit mehr geschächteten Hammeln usw.

    • Haarspalter
      21. März 2013 03:33

      Pardon! Sie meinten wohl: "...weder recht noch billig."

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 06:57

      Wie immer: ahnungslos.

    • Wertkonservativer
      21. März 2013 08:02

      Na, ja, gegen Euch versammelte "Geistesriesen" kann ich natürlich nicht anstinken!

      Ihr wisst alles das, was unsere Welt demnächst in den Abgrund stürzen wird, derart präzise, dass mich langsam das Gefühl beschleicht, Ihr habet Euch bei der altgriechischen Kassandra unheiligen Rat geholt!

      Da bleibe ich lieber der alte, tumbe Tor, als den Ihr mich flächendeckend darstellt, lasse meine paar Netsch vertrauensvoll bei meiner Bank, hebe morgen ins sonnige Istrien ab, und lache dort ein wenig über Euch überkluge, doch recht ängstliche und unheilschwangere Zeitgenossen!

      Übrigens: unseren armen Dr. Unterberger lasst Ihr ja auch ganz schön "im Regen stehen". Ob er sich das verdient hat?

      Arrevederci. Signore e Signori!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • AGLT (kein Partner)
      21. März 2013 08:18

      "100 % richtig, Ihre Analyse, werter Herr Dr. Unterberger!"

      Alles andere als diese 100 %ige Zustimmung käme einem Weltwunder gleich.

      "Hunderte Gesetze binden die einzelnen europäischen Staaten aneinander..."

      Gesetze sind zum Brechen da, wie die EU ja beweist.

      ""die EU zum Nutzen unserer Völker weiterbestehen wird"

      OMG. Die EU wird ws leider weiterbestehen. Aber nur zu ihrem eigenen Nutzen.

      Weiter gehe ich nicht auf Ihre Kommentare ein, ich habe gerade gefrühstückt.

      :-(

    • AGLT (kein Partner)
      21. März 2013 08:22

      "Übrigens: unseren armen Dr. Unterberger lasst Ihr ja auch ganz schön "im Regen stehen". Ob er sich das verdient hat?"

      1. ersetzen Sie bitte "unseren" durch "meinen" (also IHREN). Diese Verallgemeinerung ist fehl am Platz.

      2. Sind Sie gegen Meinungsfreiheit? Des eigenständigen Denkens? .... Ups. Keine Antwort notwendig.

      3. Ihr Häuschen in Istrien, Ihr Brunello und Sonstiges sei Ihnen gegönnt. Aber vom wirklich Leben eines "normalen" EU_ropäers haben Sie wirklich Null Ahnung. Null.

    • Wertkonservativer
      21. März 2013 08:44

      Ich fühle mich irgendwie "gebauchpinselt", AGLT (kein Partner):

      gleich zweimal treten Sie mit scharfer Feder gegen mich an; fast zuviel der "Ehre"!

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:32

      Herbert Richter (kein Partner)
      ****************** !!!!!!

  55. Kaffeehäferl
    20. März 2013 10:38

    Bin einigermaßen schockiert über diesen Artikel.

    Diese Einstellung Unterbergers ist für mich nicht nachvollziehbar. Immerhin hat doch auch er die Rettung von Banken oder Staaten als Fehler angesehen. War nicht bis vor kurzem auch er der Ansicht, daß nicht alles reglementiert werden muß? Das nicht überall in natürliche Regelschleifen eingegriffen werden muß? Daß sich fehlerhafte Systeme selbst richten? Daß es im Gegenteil sogar schädlich ist, einzugreifen? Also zu retten? Daß dadurch der Lernanreiz verloren geht, weil für die begangenen Fehler jemand anderer büßen muß? Und daß in weiterer Folge die "Rettungsbedürftigkeit" gar absichtlich herbeigeführt wird zwecks weiterer Gewinnmaximierung durch Abschöpfung der Rettungsgelder?

    Woher der plötzliche Kurswechsel?

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:35

      Kaffeehäferl
      **************

      Vielleicht eine Anweisung der ÖVP bzw. deren ThinkThank-Berater ????

  56. brechstange
    20. März 2013 10:32

    Es besteht der Verdacht, dass eingeräumte, nicht ausgenützte Kreditlinien in die Berechnungsbasis einbezogen werden sollen. Dann käme man ja in Richtung Schäubles 40 % Abschöpfung.

    http://qpress.de/2013/03/18/der-nachste-hammer-freie-kreditlinien-zypern-als-guthaben-mit-sonderabgabe-belegt/

    Wenn das stimmen sollte, dann ließe man wohl keine Gelegenheit aus, die Menschen zu belügen. Aber das kennen wir ja vom Juncker und der präpotenten Erklärung seines Pressesprechers. Die waren sich sehr sicher, wie es scheint. Und was macht er jetzt: Er spricht von Krieg. Präpotenz zum Quadrat.

    Zur Auffrischung:

    Dazu passend das Juncker-Zitat (erschienen im Spiegel 52/1999): “Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

    Sehr geehrte Frau Ghazal,

    Da Sie uns von der Uni Leipzig kontaktiert haben, gehe ich davon aus, dass wir auch auf Deutsch korrespondieren können.

    Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Frage, weil dieses Zitat von Herrn Juncker sehr oft als Beweis des undemokratischen Europas herhalten muss, in dem Politiker über die Köpfe der Bürger hinweg dauernd Komplotte schmieden würden.

    Das ist allerdings gar nicht der Fall, weil Herr Juncker hier nicht von politischen Entscheidungen des europäischen Rats spricht, die die Politik der Union betreffen, sondern ausschließlich von einem internen Vorgang im Rat selbst.

    Das Zitat von Herrn Juncker ist korrekt wiedergegeben worden, damals im Spiegel.

    Das Zitat bezieht sich ausschließlich auf die interne Funktionsweise des europäischen Rats, also der Versammlung der Staats- und Regierungschefs der EU. Herr Juncker wollte damit einfach sagen, dass Elemente, die der europäischen Integration förderlich sind, im Rat – wo sie normalerweise auf sehr heftigen Widerstand, besonders Großbritanniens, stoßen – so eingebracht werden, dass sie am Anfang eigentlich gar nicht erkennbar sind, sondern erst viel später erkennbar werden. Es ist eine altbewährte europäische Strategie, in Verträge oder Schlussfolgerungen Passagen hinein schreiben zu lassen, die eine zukünftige Entwicklung im Sinne der europäischen Integration möglich machen oder zumindest nicht verhindern.

    Ich hoffe, dass diese kurze Erklärung für Sie hilfreich ist.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Guy Schuller

    Presseprecher

  57. Johann Scheiber
    20. März 2013 10:26

    'The issue which has swept down the centuries and which will have to be fought sooner or later is the people versus the banks.' -Lord Acton

    Interessanter Artikel zur Lage bei Henry Makow!
    http://henrymakow.com/2013/03/high-noon-in-nicosia.html

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 07:12

      Herr Scheiber,

      ein exzellenter Artikel. - Wann und wo läse man das bei uns?

      In dieser Kürze fast die ganze Problematik beschrieben. - Auch daß sich die heutige "Elite" in den USA mit Militär, KZ´s und Homeland Department bereits auf den Bürgerkrieg vorbereitet hat.

      Die Schweiz übringens auch: auf die bei einem Crash in die Schweiz drängenden Ausländer: alle 2.500 höheren Offiziere haben an entsprechenden Übungen teilgenommen, die Polizie und Grenzwachen werden verfstärkt (bei uns abgebaut, womit wir den marodierenden Pöbel ausgeliefert sein werden).

      Das Mosaik-Bild fügt sich iinzwischen zu einem sehr deutlichem Gesamtbild!

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:38

      Johann Scheiber
      F.V.
      **************

      Die Soldaten wurden sogar gefragt bzw. mussten unterschreiben, ob sie bereit wären auch auf die Bevölkerung zu schießen - nicht nur in den USA!!!

  58. Blahowetz
    20. März 2013 09:35

    o.T.

    Zur Zeit auf ORF 2 die "Aktuelle Stunde" aus dem Parlament:

    FrauenministerIn Heinisch-Hosek im kleidsamen Mao-Look, sie fühlt sich sichtlich wohl.

  59. Wafthrudnir
    20. März 2013 09:15

    Beinahe zum ersten Mal kann ich mit dem Autor überhaupt nicht übereinstimmen. Zwar stimmt es, daß die Gläubiger einer Bank die Sparer sind, die daher im Falle der Zahlungsunfähigkeit nicht erwarten dürften, ungeschoren davonzukommen. Es ist aber eben keine politische Frage, wie im Falle dieser Zahlungsunfähigkeit die Lasten aufzuteilen wären, sondern in einem Rechtsstaat ist die korrekte Vorgehensweise einfach im Konkursrecht nachzuschlagen. Erst im Moment der Zahlungsunfähigkeit Gesetze zu machen, welche die Aufteilung der Lasten regeln, zerstört jedes Vertrauen in das Rechtssystem und jede Möglichkeit der Risikoplanung, denn wie soll ein Anleger noch vernünftig disponieren, wenn es von den Launen des Gesetzgebers oder der europäischen Finanzminister abhängt, welche seiner Anlagen verfallen?
    Das gleiche gilt für die Einlagensicherung. Man mag sie kritisch sehen - das tue ich auch - und natürlich kann der Staat im Falle seiner Zahlungsunfähigkeit auch seinen Verpflichtungen in Bezug auf die Einlagensicherung nicht oder nur teilweise nachkommen. Aber der zypriotische Staat ist im Moment nicht zahlungsunfähig, wenn auch knapp davor. Solange er es nicht ist, hat er seinen Verpflichtungen nachzukommen. Ein Rechtsstaat kann nicht einfach einen Teil seiner Verpflichtungen annullieren, wenn's eng wird. Natürlich haben der zypriotische Staat und die ganze EU schwer gefehlt, indem sie es unterlassen haben, sich rechtzeitig ein Konkursrecht für Staaten zu geben. Dann nämlich wäre von vornherein für jeden Anleger klar gewesen, welchen Rang die Einlagensicherung in den Verbindlichkeiten des Staates Zypern einnimmt, und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, im Falle eines Staatsbankrotts einen Teil seiner Einlagen zurückzubekommen.
    Es ist also nicht Mitleid mit den "kleinen Sparern", die (als Ausländer) wohl so klein nicht waren, und als Zyprioten ja die Regierungen gewählt haben, die für das jetzige Schlamassel verantwortlich sind, sondern das Bekenntnis zum Rechtsstaat als Grundlage eines zivilisierten Zusammenlebens, der mich jeden Versuch der Enteignung schärfstens ablehnen läßt.

  60. Josef Maierhofer
    20. März 2013 09:10

    Immerhin, alle Achtung.

    Ich sehe das Ganze in Zypern sehr positiv in vieler Hinsicht.

    Erstens hat der erste Siestastaat auf die 'Hilfe' der EU verzichtet und zwar nicht eine politische Kaste sondern die Bevölkerung, die halt noch nicht weiß, wie es weitergehen soll. Aber die politische Kaste hat das zypriotische Volk beachtet, auch wenn sie selbst noch nicht weiß, wie es weitergehn soll.

    Eigenständigkeit und Eigenverantwortung findet immer einen Weg.

    Zweitens wurde den aufgeblasenen und selbstherrlichen EU-Politbonzen dort die rote Karte gezeigt und damit klar, dass eine solche EU in dieser Ausdehnung, und vor allem die Währungsunion Euro keine Zukunft hat. Wir sollten versuchen, wenigstens die Handelsgemeinschaft zu retten. Auch die Griechen würden liebend gerne, ganz sicher mehrheitlich, diese EU-'Herrlichkeit', dieses 'Europaradies' gegen den eignen Siestastaat tauschen.

    Drittens werden die Konsequenzen einer Pleite dort die Sparer treffen, wenn nicht so, dann eben beim Konkurs. Das haben ja auch einige Zyprioten heute früh im Radiointerview gesagt, nicht einer, mehrere, es geht nicht ums Geld. Und sonst haben sie halt die dortige 'Mainstream' Deutschlandhetze nachgeplappert, dass sie Frau Merkel hassen.

    Aber erstmals weigern sich 'Mitglieder', die 'Segnungen' (gedrucktes Geld auf Kredit der Nettozahler) einer EU anzunehmen.

    Dass die Linken da ein Theater inszenieren werden, das ist vorhersehbar.

    Viertens sehe ich auch positiv, dass erstmals die genannten Finanzminister, zumindest versucht haben, im Sinne der Bevölkerung zu wirken, die sie zahlen und wählen.

    Negativ sehe ich nur im Falle der Pleite in Zypern, dass sich die griechische Problematik verschlimmern wird.

    Die Macht der Straße.

    Die Linken schicken den Pöbel auf die Straße, solange halt, bis es nichts mehr gibt, und das wird nicht mehr allzu lange dauern. Es wird immer radikaler werden und gewalttätiger, und das ist das Besorgniserregende.

    Statt dass die linken Politiker sich vor das Volk stellen und die Notwendigkeiten und die Wahrheit sagen, schließlich hat sich das Volk ja auf Kredit an den verantwortungslos versprochenen 'Goodies' bedient, was halt jetzt zu zahlen ist.

    Wäre das Volk mündiger und denkfähiger, kompromissfähiger, etc., könnte es, bei uns zumindest, auf die selbstbedienerische Politikerkaste (in Kombination mit dem Beamtenfilz) weitgehend verzichten und diese auf ein erträgliches Maß herunterschrauben.

    Zypern ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was auch bei uns stattfinden wird. Enteignung, Inflation, Verarmung und öffentliche Gewalttätigkeit als Konsequenz für 40 Jahre politische Lüge und Lotterleben der Bürger.

    Es geht uns ja 'soooo guuuut' ....

    • Pius (kein Partner)
      21. März 2013 11:44

      Sorry - Sie meinen wohl 70 Jahre lang politische Lüge!!!!! Wir sind eine Kollonie der USA (incl. GB, Frankreich und Israel)
      Die BRD-GmbH ist sogar noch besetzt und auf den usrael-Stützpunkten befinden sich auch A-Bomben! Nur wird das nicht an die große Glocke gehängt - sprich verschwiegen!!!!

  61. ambrosius
    20. März 2013 08:46

    Soweit man in der Geschichte zurückblicken kann, erweisen sich alle " Führer" von Staaten, welchen Titels auch immer, als wirtschaftspolitische, finanzpolitische Volltrotteln, Ignoranten und selbstgefällige Präpotenzler.
    Ich zitiere als jüngstes Beispiel die Vermögensvernichtung durch die Deutsche Wiedervereinigung, wobei man Kohl allerdings anrechnen muß, daß er das später eingesehen und auch öffentlich eingestanden hat.
    Alles, was für diese Tröpfe von Staatsmännern zählt ist die strategische Bedeutung von Territorien und Kolonien, die es zu gewinnen gilt.
    So war das auch mit der Erweiterung der EU nach Griechenland und Zypern (und so wird es auch mit der mit aller Gewalt betriebenen Vereinigung mit Serbien sein):
    Man hat Territorien, mit denen man das Mittelmeer und die Ägäis beherrscht und die Russen im Schwarzen Meer gefangen halten kann. Daß man der Europäischen Union damit das Leichengift von Staaten mittelalterlichen Zuschnitts eingeimpft hat, war diesen Verbrechern (Erweiterungskommissar im Falle Zypern war ein Deutscher, der wegen seiner Gaunereien sogar von Schröder nicht mehr gehalten werden konnte) war den Kerlen völlig wurscht.(Über diese Gaunereien gibt es eine hervorragende Dokumentation in den Archiven des Deutschen Staatsfernsehens anlässlich des Eurobeitritts von Griechenland, die aber wohlweislich nicht gesendet wird)
    Auch für meine seit Jahren geäußerte These, daß die Menschen des griechisch-orthodoxen Kulturkreises völlig anders ticken als diejenigen des lateinisch-christlichen Kulturkreises werde ich regelmäßig ausgelacht.

    Jetzt stehen wir in Europa vor Problemen, für die es kaum noch eine Lösung gibt!

    Man unterrichte sich über die Gründe des allergrausamsten Amerikanischen Bürgerkrieges ( die Sklaverei war nämlich nur ein Propagandatrick) und denke dann über die Weiterentwicklung im Vereinigten Europa nach !

    Gibt es eigentlich noch intelligentes Leben in Europa ?????

  62. Stimulus
    20. März 2013 08:41

    Es ist eine Wohltat endlich einen Kommentar zu den Vorgängen um die zypriotischen Banken zu lesen, der auf die Ursachen der Misere eingeht und erklärt warum es so weit gekommen ist und warum die Rettungspläne der EU so und nicht anders ausgefallen sind. Ich habe in den letzten Tagen vergeblich versucht, in den Zeitungen nähere Hintergrundinformationen zu finden. Außer in der Neuen Zürcher Zeitung habe ich nirgends brauchbare Aufklärungen gefunden. Anscheinend kennen sich auch die meisten Wirtschaftsjournalisten nicht aus. Alle nehmen Partei für die „armen“ zypriotischen Sparer, möglicherweise nicht weil sie einem wirklich leid tun, sondern weil alle offenbar daran denken, was ist, wenn es uns auch so geht. Es ist erschreckend, wie wenig die Menschen die wirtschaftlichen Vorgänge verstehen und auch, dass die Wirtschaftsjournalisten nichts erklären können oder wollen.
    Auch den treffenden Hinweisen Unterbergers auf die österreichische Einlagensicherung ist nichts hinzuzufügen. In dieser Klarheit kann man das auch nie in einer österreichischen Zeitung lesen.

    • brechstange
      20. März 2013 09:01

      Grundsätzlich richtig.

      Nur was hilft es uns, wenn wir weiter angekettet bleiben, daraus folgend die Ängste begründbar sind, möglicherweise sogar gewollt, dass die Menschen wie der Hase vorm Fuchs erstarren? Was hilft es uns, wenn der Schäuble und die Fekter vorpreschen, jedoch weiterhin am Fehlkonstrukt festhalten.
      Dieses Fehlkonstrukt zu verteidigen und das Heil in Vertiefung zu suchen, ist nicht die Lösung. Diese Lösung führt uns allesamt ungeschützt ins Verderben. Die daraus entstandenen polarisierenden Gruppen werden nur mehr mit militärischer Gewalt zu halten sein, um die Nomenklatura und den Status Quo abzusichern. Der Mai 2010 wird als Unglücksmonat in die Geschichte Europas eingehen.

  63. Johann Scheiber
    20. März 2013 08:27

    Die Aufregung über die Heuler finde ich ein wenig gekünstelt, denn wir werden durch die der EUDSSR imanenten Logik anyway alle alles verlieren, zu Gunsten derer, die die Rettungspakete einsammeln. Irrsinnigerweise, oder bewußt haben sich unsere Brüsseler Cäesaren mit ihren Satrappen dazu entschlossen in den den finalen, exponentiellen Sog des Zinseszinses hinein den Kontinent zu opfern.

    Die EU nichtet Europa!

    Dass in der Eskalation zur Inflation und zur Steuerschraube nun auch die direkte Enteignung als Konfiskationswekzeug hinzukommt, das ist allerdings schon ein paar Heuler wert.
    Zu hoffen ist, dass uns der Krieg, die logische Konsequenz von Hybris und Irrsinn, erspart bleibt.

    • brechstange
      20. März 2013 08:52

      Herr Scheiber,
      ich denke, die "Profiteure" werden den Krieg brauchen, um ihre "Verbrechen", die aufgrund hervorragender lobbyistischer Vorarbeiten nicht mehr strafbar sind oder wegen Kompromittierbarkeit niedergeschlagen werden, zu vertuschen.

      Der Juncker spricht ja bereits offen von einem 2013 als Parallele zu 1913 als scheinbares Friedensjahr vor Beginn eines Kriegs. Übrigens hat jeder Luxemburger Bankschulden von etwa 2 Millionen Euro.
      Weiters wird Schäuble verantwortlich gemacht für die Sparerenteignung, auf der anderen Seite spricht Schäuble ja selbst, dass eine Krise notwendig ist, um die europäische Integration voranzutreiben.
      Zusätzlich wurden und werden die großen Profite Deutschlands durch den Euro herausgestrichen und eine solidarische Wettbewerbsanpassung von Deutschland verlangt. Diese Aussage, wir brauchen eine Krise, die Schäuble bei einer Konferenz in NY getätigt wurde, plus alle anderen Populismen der "solidarischen Schuldner" werden medial massiv verbreitet.

      Mir scheint, man sucht bereits den Schuldigen. Denn niemand will mehr seine Schulden bezahlen, sie wollen ihre Sessel retten und ich nehme an, in bezug auf die Organisierte Kriminalität auch ihr Leben.
      Ich wiederhole mich, die Ursache der Krise ist Korruption und Organisierte Kriminalität und die OK hat die Globalisierung genützt, während die Sicherheitsorgane noch im Tiefschlaf waren, sie haben ihre Personen entsprechend ohne großes Aufsehen mit hoher finanzieller Gewalt platzieren können.

      Wir können nur hoffen, dass sich die Menschen nicht mehr aufhetzen lassen und sich von der Vertuschernomenklatura in den Krieg führen lassen. Die sollen sich ihre Schädel selber einschlagen.

    • Johann Scheiber
      20. März 2013 09:08

      brechstange, die Organisierte Kriminalität hat die Globalisierung als erste genutzt, weil sie selbst die Überdrehung der Globalisierung in die Gänge gebracht hat.
      Die Globalisierung ist ja an sich ein seit Jahrhunderten laufender geschichtlicher Prozeß, nur deren Überdrehung, bewirkt durch die neoliberalen Lohnschreiber, hat nun den Zusammenbruch aller Ordnungen und die Vorherrschaft der OK im sich ausbreitenden Chaos ausgelöst.

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 07:18

      brechstange,

      die OK ist das internationale Bankster-System.

  64. FranzAnton
    20. März 2013 08:19

    Selsamer Weise wird in dieser Diskussion eine Gefahr völlig ausgeblendet, welche das Zeug in sich hätte, Europa, quasi über Nacht und sofort, in den finanziellen Ruin zu treiben: Sämtliche Euro-Sparer Europas könnten diesen Zugriff auf private Guthaben als Warnung auffassen, dass ihnen derselbe "Haircut" bevorstehe, womit europaweit die Konten leergeräumt würden bzw. die Banken zusperrten, wie in Zypern. Im Interesse von europäischer Wirtschaft und des Friedenserhaltes darf das Vertrauen der Menschen keinesfalls in derart unüberlegt - primitiver Weise zerstört werden. Dieser entsetzliche Schnitzer - Marke "Elefant im Porzellanladen"- disqualifiziert Schäuble m.E. vollkommen. Zur Verantwortung zu ziehen wären aber sämtliche populistischen europäischen Politiker, welche sich das Schuldenmachen als unumgägliches Paradigma auf ihre Fahnen geheftet haben; die Menschen sollten ihnen, namentlich auch in Österreich, bei den nächsten Wahlen das Vertrauen komplett entziehen. Ich sähe es als Aufgabe aller verständigen Menschen an, sich zu engagieren, die Schuldenmacherei so laut wie möglich als ursächliche Quelle des gegenwärtig drohenden Ruins zu brandmarken, die Abwahl der dafür Verantwortlichen sowie eine Abkehr von deren Politik zu fordern.

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 07:22

      FranzAnton,

      Sie sehen nur die Symptome - und hier nicht alle - und glauben, daß die Massen Ihren "Hoffnungen" entsprechend sich verhielten.

      Sehr naiv.

  65. Hummel
    20. März 2013 08:05

    Auszug aus dem Handelsblatt von heute:
    „Grünen-Wahlkämpfer Jürgen Trittin sprach sich in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" bereits im Oktober vergangenen Jahren für eine rückwirkende Vermögenssteuer aus. "Die werden alle hierbleiben. Wir werden den Stichtag für die Steuer nämlich rückwirkend festlegen", sagte Trittin. "Es nützt dann nichts, abzuhauen." Auch in Deutschland könnten Vermögende also bald direkt zum Abbau der Schulden herangezogen werden. Und: Schon jetzt zahlen Besitzende mittels niedrigen Zinsen und potenziell steigende Inflationsraten die Zeche der horrenden Staatsverschuldung“
    „Die werden alle hier bleiben, es nützt nichts abzuhauen“ Das ist der Kommentar eines Spitzenpolitikers. Nun weiß man wo die Reise hingehen soll. Fehlt nur noch die Mauer, damit die bösen Reichen (gemeint sind natürlich die Leistungsträger) nicht abhauen können. Der Kommunismus lässt grüßen !
    Das ist die wahre Gefahr, die Europa zerstört ! Auch Zypern wurde lange Zeit von einem Kommunisten regiert – sehr zum Gefallen der Eurokraten ! Dafür galt Zypern auch als Euroreif !
    Da kann man nur mehr sagen : Freundschaft Genossen !

    • logiker2
      20. März 2013 08:42

      wohl einen der dreckigsten Politfunktionäre welche Europa hervorgebracht hat. Das Buch von Torsten Mann, die roten Lügen im grünen Gewand, gewinnt immer mehr an Wahrheitsgehalt. Wie weit sich der Kommunismus in Europa bereits festgekrallt hat, beweist diese Aussage Trittins.

    • Geheimrat
      20. März 2013 12:53

      Auch Jürgen Trittin, unter der Kanzlerschaft Schröders Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (1998-2005), dann ab Oktober 2005 Bundesminister für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, hat sich seine 68-er-Gesinnung bis auf den heutigen Tag bewahrt. Zu seiner ehemaligen Mitgliedschaft im maoistischen „Kommunistischen Bund“ (KB) (Motto des KB: „Nie wieder Deutschland!“) bekennt sich der Ex-Häuserbesetzer Trittin bis heute. Trittin hierzu:

      "Das[1] sind keine Jugendsünden. Ich glaube, dass es relativ viel mehr von Dingen gibt, zu denen man ungebrochen, bis heute stehen kann..." [ii]

      In Zusammenhang mit dieser Aussage ist Trittins Auffassung vom Begriff demokratischer Wahlen sehr interessant. Es gehe - so Trittin - dabei nicht so sehr um die Organisation parlamentarischer Mehrheiten als vielmehr darum

      „dominante Minderheiten und die Meinungsführerschaft“ [iii]

      für sich zu gewinnen. Hier wird seitens eines führenden deutschen Politikers nichts anderes als die postkommunistische Neuauflage der leninistischen Doktrin einer „Diktatur des Proletariats“ propagiert – jene kommunistische Rechtfertigung der jahrzehntelangen Unterdrückung ihrer Völker durch eine radikale, gebildete und zu allem entschlossenen linksfaschistoiden Minorität. Mit jener bis heute erfolgreichen Strategie der Meinungsführerschaft hat Trittin die realen Machtverhältnisse der meisten westeuropäischen Länder weitaus treffender skizziert als die meisten langatmigen Analysen mancher Politikwissenschaftler. Zwar befindet sich die parlamentarische Macht mehrheitlich bei den konservativen Parteien Europas. Doch die von Trittin erwähnte politische Meinungsführerschaft und damit die eigentliche Macht liegt seit Ende des Zweiten Weltkriegs überwiegend in den Händen hochorganisierter, überwiegend linksorientierter Minderheiten (Stichwort: links(-faschistoides) Meinungskartell), die immer noch unangefochten darüber befinden, was politisch korrekt ist und was nicht.

    • Undine
      20. März 2013 18:44

      @Geheimrat

      ************!

    • M.S.
      20. März 2013 23:28

      @Hummel

      Das wird der größte Treppenwitz der Geschichte: 1989 ist der Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa euphorisch gefeiert worden, um anschließend gleich wieder von Rot und Grün mit Hilfe der -christlich- Konservativen in ganz Europa scheichend neu errichtet zu werden.

  66. dssm
    20. März 2013 08:01

    Da sind Widersprüche drin.
    Es ist zweifelsohne richtig, die Nutznießer höherer Zinsen zu belasten. Mit der heutigen EDV wäre dies auf Knopfdruck möglich! Hierzu braucht es auch keine großartigen Softwareneuentwicklungen.

    Die Sparer am Risiko zu beteiligen ist auch gut, aber hier wird mit dem Rasenmäher darüber gefahren, auch Sparer bei soliden Banken (so es diese in Cypern gibt), müssen zahlen, bei einer Insolvenz der einen oder anderen Bank würden nur die jeweiligen Kunden betroffen sein.

    Die abgegebene Garantie von € 100.000 wurde den Sparern als absolut verkauft! Hier liegt daher ein klarer Rechtsbruch vor! Nur weil wir dies von der EU gewohnt sind, macht die Sache nicht besser.

    Dazu werden die Bankeigner (und auch Halter diverser Wertpapiere) verschont, die Bankgläubiger aber zur Kasse gebeten, eine sehr schiefe Optik.

    Da sich die russische Regierung für ihre Staatsbürger in das Zeug legt, sollte eine Warnung sein. Wäre dies alles Schwarzgeld, so wäre die russische Regierung froh, wenn die Hinterzieher einen Dämpfer bekommen, oder die Mafiosi etwas verlieren würden. Abgesehen davon, Schwarzgeld von Russen kostet mich einen Lacher, die haben eine sehr niedrige Flat-Tax.

    Politisch ist die Sache auch nicht ohne, da Syrien wackelt, könnte Russland versucht sein in Zypern Ersatzhäfen zu finden.

    Wie bei jeder 'Rettungsaktion' läuft alles in die falsche Richtung! Einfach die Banken pleite gehen lassen! Einfach den Staat pleite gehen lassen.

  67. Pumuckl
    20. März 2013 07:24

    Umverteilung untermauert das Selbstverständnis der Sozialismen aller Art !

    Kann jemand ein Beispiel anführen, welches belegt, daß solche Umverteilung auch zu Lasten Rockefellers, Rothschilds oder der Besitzerbanken der FED ging?

  68. mike1
    20. März 2013 07:20

    hat sich eigentlich schon irgendwer die frage gestellt, wieviele zypren überhaupt sparkonten über 100.000€ haben ? wären bei der angedachten lösung die meisten leut sowieso nicht betroffen gewesen ? hätte es nicht die "reichen russen" zu zahlungen gezwungen ?

    was jetzt ? jetzt werden alle, auch die kleinen, die vorher nicht besonders betroffen gewesen wären, zum handkuss kommen - weil alles weg sein wird, wenn's blöd hergeht.

    nun denn, warten wir ab, wie es mit denen weitergeht, vor allem wie sich die regierung und das parlament verhalten werden. merkel und die eu (die einzigen, die zu hilfe wirklich fähig sind) zu beschimpfen löst das problem nicht. auch herr putin wird höchstens seine oligarchen retten wollen. vielleicht hat er selbst was angelegt ?

  69. Observer
    20. März 2013 06:59

    Drei Bemerkungen:
    1. Zypern ist bevölkerunsgmässig und auch die nun diskutierten Beträge sind im Vergleich zu den anderen maroden Südstaaten winzig klein, es geht hier mehr um eine neue Art der Problemlösung mit Selbstbeteiligung.
    2. Die zypriotischen Politiker haben vergangene Woche ihre persönlichen Bankkonten schon geleert und das Geld ins sichere Ausland verschoben.
    3. Diese Politiker haben gleichzeitig Putin gebeten, dass Russland als Retter Zyperns einspringen soll.

    • brechstange
      20. März 2013 08:31

      Mit einfachen Worten: Wir sollen ein verrottetes System erhalten.

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 15:55

      Brechstange, das hat O. nicht gesagt.

      Es ist nur eine weitere - richtige - (Teil-)Diagnose, aus der wir ja unsere Schlüsse ziehnen können: verrottet und daher abfahren damit.

  70. Gandalf
    20. März 2013 03:39

    Im Sinne des positiven Denkens sollten wir überlegen, was das Tamtam rund um Zypern Gutes bringen kann: Wenn also jetzt tatsächlich ein Mini-mitglied der Union und des Euro in die Totalpleite rauscht: Warum sollte das so schrecklich sein? Ganz im Gegenteil, es wäre endlich eine ernst zu nehmende Warnung nicht nur an Griechenland (das Zypern als unredlicher Makler in die EU geschwindelt hat), sondern auch für die anderen PIIGS: Ja, liebe Freunde, das kann passieren! Als Nebeneffekt würden, im Sinne einer kulturellen Hygiene, die einzigen Euro- Münzen mit Aufschriften in türkischer Sprache verschwinden: ein richtiges und wichtiges Signal an den Grössenwahnsinnigen aus Ankara. Und wenn das Ganze das Ende des Euro überhaupt einläuten sollte: Dann ist es auch nicht schade, denn dann wurde die Kunstwährung eben gewogen und zu leicht befunden.

    • FranzAnton
      20. März 2013 08:43

      Nichts ist so übel, dass es nicht als abschreckendes Beispiel, nicht zuletzt für unser Land, sein Gutes haben könnte.
      Also: Lassen wir Zypern wirtschaftlich zu Grunde gehen, und schicken wir Gulaschkanonen hin, damit niemand verhungert; das wäre bestimmt eine ebenso billige wie auch humane Problemlösung; im übrigen soll die liebe dortige Kommunisten-wählerschaft sich per eigener Anstrengung aus dem selbstgemachten Finanzsumpf herausarbeiten, und ihre Politruks dorthin jagen, wo sie hingehören, nämlich zum Teufel.

    • Haider
      21. März 2013 00:27

      Genau!
      Allerdings: Hätten wir doch nur eine Miniausgabe des "Größenwahnsinnigen" aus Ankara! Der nimmt seine Verantwortung für seine Wähler wahr. Unsere schleimigen Kriecher vertreten die Interessen der ganzen Welt, nur nicht die der eigenen Bürger.
      Erdogan erlaubt nicht, daß im deutschen Lager die deutsche Fahne gehißt wird, obwohl es diese Soldaten sind, die die Grenze gegen Syrien schützen müssen. Wenn dies mir passiert, dann fahre ich ganz einfach heim. Die Deutschen machen jedoch ins Uniformhoserl. Soll doch Erdogan seine Grenzen selbst gegen syrische Raketen wappnen. Was geht dies andere Staaten (außer Israel und USA) an?

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 15:52

      Ihr drückt hier alle drei Euer Bauchgefühl aus, d. h. Ihr erleichtert Euch, aber was Sache bzw. das Problem ist, habt Ihr nicht verstanden.

      Da hatte ein österreichischer Bundeskanzler vor Jahren ausnahmsweise schon recht, als er sagte: "Es ist alles sehr kompliziert."

  71. Haider
    20. März 2013 02:09

    Könnte es sein, daß das Konstrukt "EURO" ein Flop ist?
    Könnte es sein, daß das Konstrukt "EU" eine Mißgeburt ist?
    Europas Bürger sehnten sich jahrzehntelang nach einem vereinten Europa, allerdings nach einem Europa der Vaterländer (wie es de Gaulle so anschaulich formulierte), auf's Auge gedrückt wurde uns ein zentralistisches Bürokratiemonster.
    Am prmitivsten war die Argumentation zu Einführung des Euro: Wir brauchen an der Grenze nicht mehr zu wechseln. Also erstens: Wenn ich in die Tschechei fahre, muß ich nach wie vor wechseln. Wenn ich nach Liechtenstein oder in die Schweiz fahre, muß ich ebenfalls wechseln. An Kroatiens Küsten gilt noch immer der Kuna. Und wen stört dies wirklich?
    Ich fahre sehr oft nach Tschechien in die Oper (dort vergewaltigen die selbsternannten Regisseure noch nicht so katastrophal wie bei uns jedes Stück!). Ich habe meine eigene Geldbörse mit tschechischen Kronen und sehe nicht das geringste Problem. Ganz im Gegenteil. Meine seinerzeit eingewechselten tschechischen Kronen haben gegenüber dem Euro wesentlich (über 10%) zugelegt! Mit den Teuerungen durch den Euro habe ich bei meinem Wirten ums Eck viel mehr Frust! Um 50,- S ehrliches Geld hätte mich mir kaum eine Halbe Bier gekauft oder um 25,- S eine Wurstsemmel (um die "ÖVP-Jugendsprecherin" Silvia Fuhrmann ins Gespräch zu bringen).
    Aber offensichtlich liegt der Mittelpunkt der Weltwirtschaftsinteressen nicht in Österreich. Wir sind nichteinmal Zaungäste; trotz/dank Faymann, Spindelegger, Feckter und wie die aufgeblasenen Wichtigtuer (und -innen) alle heißen mögen. Die zeigen in den zuständigen Gremien nur dann auf, wenn es darum geht, unser Steuergeld zu verschleudern, damit uns - ich weiß nicht genau wer - liebt. Also der vernünftige Österreicher sicher nicht!

    • diko
      20. März 2013 07:54

      @ Haider,
      auf den Punkt gebracht, sehr gut!
      ****************!

    • brechstange
      20. März 2013 08:29

      ***

      Missgeburten müssen weiterleben, sonst ist es mit dem bequemen Sitz aus, an uns, die Bürger, denkt von denen keiner mehr.

    • GOP
      20. März 2013 11:37

      Könnte es sein, dass ...
      ... die falschen Leute die falschen Maßnahmen treffen?
      ... diese Entscheidungsträger uns auf allen Ebenen nivellieren wollen, d.h. eine UdESR (Union der Europäischen Sozialistischen Republiken) schaffen, eine Hauptsprache sprechen, ein gleiches Ein-/Auskommen haben usw.?
      ... uns daher vorgeschrieben wird, was wir essen, wie wir uns ausbilden, wo wir arbeiten und wohnen, wann und wo wir urlauben .... und wann wir schließlich sterben dürfen/müssen?
      Weg mit dieser Art von EU!

    • Nestor 1937
      20. März 2013 15:01

      -------------------Große Zustimmung!----------------

    • terbuan
      20. März 2013 18:08

      @Haider
      Spitzenkommentar!!!

    • F.V. (kein Partner)
      21. März 2013 08:19

      @Haider,

      die Fragen sind die Antwort.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      21. März 2013 10:54

      Haider
      20. März 2013 02:09

      Dass der EURO ein Flopp ist ist Tatsache und keine Frage
      Dass die EU ein Flopp ist ist auch keine Frage.

      Die einzige zu klärende Frage ist, wann das richtige Zähneklappern beginnt!

  72. Markus Theiner
    20. März 2013 01:46

    Eine absolute Bankrotterklärung für den Liberalismus, wenn ausgerechnet ein Andreas Unterberger eine Lanze für die staatliche Umverteilung bricht.

    Und nichts anderes ist die zypriotische Zwangsabgabe.

    Aber ist es denn nicht fair, wenn man jetzt jenen Geld wegnimmt, die von den absurd hohen Renditen der letzten Jahre profitiert haben?
    Theoretisch schon. Tut man aber nicht, weil man jene enteignet, die jetzt ein Bankguthaben, ohne zu fragen wie viel von diesem Geld durch derartige Zinsen erwirtschaftet wurde. Und wer seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat, der darf die Rendite weiter einstreifen.
    Dass man administrativ die Unterscheidung nach Rendite-Gewinner nicht schafft rechtfertigt keine Pauschalverurteilungen. Bei den Zyprioten selber genausowenig wie bei den russischen Auslandsinvestoren.

    Aber ist es nicht eigentlich normal, dass die Gläubiger (Sparer) einer Bank auch zum Handkuss kommen?
    Theoretisch schon. Nur kommen hier nicht die Gläubiger einer Bank, sondern des ganzen Sektors zum Handkuss. Der Staat fährt mit dem Rasenmäher drüber. Womit auch die Hoffnung auf einen Lerneffekt recht naiv wirkt. Warum sollte ich mir eine seriöse Bank suchen, wenn ich in den Zeiten des Booms von der hohen Rendite profitieren könnte, und so oder so bei der Krise im gleichen Ausmaß hafte wie die Gläubiger der maroden Banken?

    Vor allem ist nicht absehbar, dass sich an der Wurzel des Übels irgendwas ändert. Die Staaten machen weiter Schulden, die Banken machen - auch getrieben von der staatlichen Regulation und den falschen Anreizen durch Rettungssysteme - immer noch windige und riskante Geschäfte. Die Bürger wählen nach wie vor die Parteien, die staatliche Alimente versprechen. Weshalb ja auch die zypriotischen Abgeordneten die Maßnahme aus den falschen (populistischen) Gründen ablehnen.

    Also Nein zur Bankguthabensondersteuer. Nein zum Bailout. Ja zu einem Konkursrecht für Banken und Staaten.

    • brechstange
      20. März 2013 08:25

      *********

      + Ja zur Rücktrittspflicht der Brandstifter

    • Brigitte Imb
      20. März 2013 17:00

      Die Brandstifter warten darauf zurückgetreten zu werden, nur die ganz schlauen flüchten bereits. Das Muppetsduo hat den Braten schon gerochen.

  73. zauberlehrling
    20. März 2013 01:44

    Hat nicht Griechenland versprochen, Zypern zu helfen?

    Wenn ein Blinder einem Lahmen unter die Arme greift, kann sich die restliche EU zurücklehnen und das Drama erste Reihe fußfrei beobachten. (Achtung, Satire)!

    Zurück zur Realität: Ich fürchte, wir alle werden noch zur Kasse gebeten und Zypern ist erst der Anfang! Anders ist diese horrende Schuldenkrise gar nicht zu bewältigen!

  74. Brigitte Imb
    20. März 2013 01:35

    Über Nacht Konten einfrieren ist ein Rechtsbruch der Sonderklasse und erinnert sehr an totalitäre Systeme. Wenngleich Zypern als Steuer- u. Schwarzgeldparadies ein Sonderfall ist, so hat m. M. die EU nicht das Recht derartig drüberzufahren und wie vielerorts zu lesen ist, könnte dieses Szenario der Enteignung durchaus für alle gelten, um die Schulden der EU einzudämmen. (Damit EU Granden und Banken erneut Monopoli zu spielen beginnen, od. halt nicht in ihrer Spiellust unterbrochen werden.)

    Dieser Schritt hat sämtliches Vertrauen - so es noch vorhanden war - kaputt gemacht.

    Diesmal bin ich keineswegs mit dem Autor einer Meinung, im Gegenteil, die Verteidigung dieser beispielgebenden Enteignung schockiert mich. Es wurde eine rote Linie weit überschritten.

    • brechstange
      20. März 2013 08:27

      Die Verteidigung ist rein interessensgetrieben. Der EU zerfällt oder kann nur mehr mit Gewalt zusammengehalten werden.

    • brechstange
      20. März 2013 08:27

      Der EU-Raum ,pardon





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