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Zwei Bundesländer haben Qualtag

Manches Mal bin ich froh, nicht überall die Qual der Wahl zu haben. An diesem Wochenende bin ich sogar sehr froh, weder Niederösterreicher noch Kärntner zu sein. Denn in beiden Bundesländern muss man sich über unglaublich Vieles ärgern, mehr als in allen anderen Bundesländern (bis auf Wien). Deswegen würde ich aber doch auch in diesen Ländern bei der Devise bleiben, jede der wenigen demokratischen Mitentscheidungs-Möglichkeiten auch wirklich zu nutzen, die einfache Bürger haben. Selbst wenn es sehr schwer fällt.

Besonders verärgert wäre ich zweifellos als Kärntner. Dort haben die bisherigen Machthaber in aller Heimlichtuerei zehnmal so viel Haftungen für die Hypo Alpen-Adria unterschrieben, wie das gesamte Landesbudget ausmacht. An der Empörung darüber können die Streitereien überhaupt nichts ändern, ob dann später die Kärntner die Bayern oder die Bayern die Republik Österreich über den Tisch gezogen haben. Tatsache ist nur, dass bei dieser vorerst der Schaden gelandet ist. Was sie damit begründet hat, dass sie doch Kärnten nicht in Konkurs gehen lassen wollte.

Die einstige grob fahrlässige Haftungsübernahme ist jedenfalls unabhängig von der späteren Schadenstragung ein Faktum und ein politisches Verbrechen. Ebenso ist das der Zynismus, mit dem sich der einstige Landeshauptmann Haider ständig bei der Landesbank für parteipolitische Zwecke bedient hat (dass mir da gerade wieder die Wiener Volksbefragung einfällt, bei der provozierenderweise ein Privatisierungsschutz für Landesbetriebe verlangt wird, ist alles andere als ein Zufall).

Diese hemmungslose Verantwortungslosigkeit in Sachen Hypo stellt alles in den Schatten, was aus anderen Bundesländern an riskanten Geschäften bekannt ist. Sie übertrifft auch bei weitem alles, was an sonstigen Kärntner Geschichten in letzter Zeit durch Medien oder Staatsanwaltschaft hochgespielt worden ist: ob es die Verwendung des Wortes „Kröte“ für einen Richter oder die Art der Verleihung einer Staatsbürgerschaft ist.

Das sind Peanuts im Vergleich zum hemmungslosen Umgang mit den Landesfinanzen. Vor allem wegen jener Haftungen für die Hypo hat sich die blaue FPK-Partie eine kräftige Strafe verdient. Das gilt ebenso für die Kärntner Orangen, die noch heute als ihren offensichtlichen Hauptberuf täglich demutsvoll die Kranzschleifen des Jörg Haider streicheln.

Aber auch die Schwarzen haben schwer gefehlt. Sie haben das kriminelle System ermöglicht und zumindest zu guten Teilen mitgetragen. Sie haben zwar seither zum Unterschied von Blau und Orange wenigstens die alte Mannschaft hinausgeworfen. Nur ist völlig rätselhaft, wofür das neue Team eigentlich steht. Außer für Harmlosigkeit und als Steigbügelhalter für einen roten Landeshauptmann.

Also werden die Roten wieder an die Macht kommen. Nur: Soll man das mit seiner Stimme (ob rot, ob schwarz, ob grün) auch selbst mitunterstützen? Immerhin war Kärnten vor den Haider-Zernatto-Dörfler-Jahren bis zum letzten Landeslehrer hinunter fast totalitär rot beherrscht. Immerhin bedeutet ein roter Landeshauptmann eine noch tiefere Einzementierung der roten Macht im ORF. Immerhin hat in jenen Jahren die SPÖ genauso hemmungslos auf Deutschnationalismus gemacht, wie sie es später den Freiheitlichen vorgeworfen hat. Und vor allem hat die SPÖ – wenn auch mehr die in Wien als in Klagenfurt – jahrelang die Lösung der Ortstafelfrage blockiert, obwohl diese zwischen Heimatdienst, den meisten Slowenenverbänden, Schüssel und Haider ausverhandelt war. Die damals ausverhandelte Lösung war praktisch identisch mit jener, die dann später unter einem neuen Bundeskanzler beschlossen werden durfte. Das war damals reinster Macht-Zynismus, der etwas Sinnvolles nur deshalb blockiert hat, um Schwarz-Blau den Erfolg zu nehmen.

Aber auch Grün ist keine gute Entscheidung, trotz einiger Verdienste um Korruptionsbekämpfung. Einerseits weil man damit automatisch rot wählt. Und andererseits haben sich die Grünen in den letzten Jahren im Wiener Rathaus als so willenlose Erfüllungsgehilfen erwiesen, dass man sie nicht mehr als eigenständige Kraft wahrnehmen kann. Wo sie in Wien überhaupt eigenständig aufgefallen sind, haben sie durch Postenbeschaffung für Parteifreunde und durch Parkpickerl- sowie Straßenlahmlegungs-Chaos ihre Regierungsunfähigkeit bewiesen.

Also Stronach? Der Mann ist von der Vergangenheit nicht belastet. Er sagt mitten in seinem sinnfreien Kauderwelsch auch drei oder vier durchaus richtige Sätze. Aber sonst herrscht in dieser Partei ein absolutes geistiges Vakuum. Stronach erinnert stark an den italienischen Anarchisten Beppe Grillo, der vor allem deshalb Zulauf gefunden hat, weil er gegen alles und alle ist; und dessen jeweilige Meinung von allen anderen Figuren in seiner Partei als Evangelium akzeptiert werden muss, auch wenn sie oft eher plakativ als irgendwie durchdacht ist. Stronach ist ebenso wie Grillo nie und nimmer selbst zu regieren imstande. Das aber ist ja noch immer die eigentliche Aufgabe der Demokratie.

Ich würde aber trotz all dem hingehen und eine der Parteien korrekt ankreuzen. So schwer es mir auch fällt.

Niederösterreich: Wollt ihr den Grölaz haben?

Das gilt auch für Niederösterreich, wo ich mit der Entscheidung ein ähnliches Dilemma hätte. Wenn auch aus ganz anderen Gründen.

Dort geht alles um eine einzige Person. Dort heißt es nur: Wollt ihr wieder den Grölaz haben oder nicht? Den größten Landeshauptmann aller Zeiten. Viele Menschen sehnen sich in der Tat geradezu nach einem starken Mann. Es spricht in der Tat an sich auch nichts gegen eine starke Persönlichkeit oder gegen Politiker, die schon Jahrzehnte regieren, oder gegen solche, die ganz auf einen simplen Landespatriotismus setzen. Für Pröll spricht auch, dass Niederösterreich etwa im Schulwesen ein wesentliches und positives Gegengewicht gegen die verheerende rote Dominanz in Wien und Bund ist.

Schon viel problematischer ist die Tatsache, dass Prölls Knappen seit Jahren binnen knappster Frist automatisch jedem mit dem Bihänder eine überziehen, der auch nur die leiseste Kritik am Herrscher wagt. Daher haben in Niederösterreich jene Medien heftige Probleme, die nicht bei der Hofberichterstattung für Pröll servil mitmachen. Der diesbezügliche Machtmissbrauch grenzt fast schon an Wiener Dimensionen.

Zentrales Thema des Wahlkampfs war die Veranlagung von niederösterreichischen Geldern. Dabei gingen jedoch die Attacken der Opposition völlig daneben. Denn im Nachhinein zu stänkern, dass diese oder jene andere Veranlagung mehr Zinsen gebracht hätte, ist läppisch. Auch wenn man noch so oft „Pfui, Spekulation!“ ruft.

Viel schlimmer ist hingegen die zugrundeliegende Tatsache, dass Niederösterreich die Einnahmen aus den vergebenen Wohnbaukrediten überhaupt vorzeitig verpfändet und versilbert hat. Damit ist das sichere Landeseinkommen kommender Jahrzehnte vorzeitig zur kurzfristigen Erhöhung des Pröllschen Glanzes verschwendet worden. So als ob nicht auch Niederösterreich ein demographisches Problem hätte, weshalb man in kommenden Jahrzehnten viel mehr Geld brauchen wird als heute.

Dabei ist die Tatsache, dass mit diesen Geldern „spekuliert“ worden ist, nicht das Problem. Da hat man wenigstens versucht, Geld im Interesse des Landes gut anzulegen. Es geht einem aber wirklich das Geimpfte auf, wenn ein ÖVP-Nationalratsabgeordneter aus dem Waldviertel, der noch dazu ein Wirtschaftsspezialist sein will, sogar öffentlich rühmt, dass man einen Teil des Geldes für soziale Zwecke ausgegeben habe. Das aber ist in Wahrheit ein Verbrechen: Künftige Einnahmen schon jetzt zu konsumieren. Und Sozialausgaben sind eben nichts anderes als Konsum.

Schamhaft verschwiegen wird das Thema Semmeringtunnel. Mit seinem zum Teil paralegalen Kampf gegen diesen Tunnel hatte Pröll hingegen noch frühere Wahlkämpfe bestritten. Jetzt aber darf der Tunnel auf einmal doch gebaut werden – allerdings in einer viel teureren und längeren Variante. Der blutende Steuerzahler kann sich bei Pröll bedanken. Doch die Opposition wagt diese milliardenschwere Geldverschwendung nicht einmal zu thematisieren. Offenbar fürchtet auch sie einen der berüchtigten Zornesausbrüche Prölls.

Besonders widerlich an dessen Politik ist, wie viel niederösterreichisches Geld er dubiosen oder echten Künstlern und Seitenblickestars hineinsteckt. Einziger Zweck: Diese mussten vor der Wahl für Pröll Propaganda machen. Was sie nicht hindert, anderswo für die SPÖ zu marschieren. Anderswo sitzt freilich die rote Unterrichtsministerin am Geldhahn. Künstler sind ganz offensichtlich fast alle in hohem Ausmaß käuflich. Sie haben politisch und ökonomisch meist weniger Ahnung als die Durchschnittsbürger. Sie wollen nur Aufträge, also Geld.

Angesichts der hohen Schulden des Landes sind solche Aktionen in Niederösterreich jedenfalls genauso verwerflich wie bei der roten Unterrichtsministerin.

Daher würde sich die Wahl einer anderen niederösterreichischen Partei als logisch aufzwingen. Jedoch: Diese sind durch die Bank inhaltlich wie personell so brustschwach, dass ich bei ihnen weit und breit niemandem sehe, dem ich mein eigenes Bundesland gerne anvertrauen würde.

Vor allem lässt ein ganz anderer Aspekt zögern, irgendeine dieser Parteien zu wählen: Falls Pröll die absolute Mehrheit verlieren sollte, wird er doch nur knapp unter dieser bleiben. Ein nicht-schwarzer Landeshauptmann in Niederösterreich bleibt daher absolut unmöglich. Die Hinzunahme einer Kleinpartei (Rot, Blau, Grün, Stronach) in eine Koalition mit der mächtigen ÖVP würde aber nur dasselbe bewirken, was wir aus Wien oder Oberösterreich oder auch Kärnten kennen: Die Sache würde noch teurer, weil auch der kleine Koalitionspartner seine Leute versorgen und ein paar Duftmarken hinterlassen will. Ansonsten wird aber die alte Mehrheitspartei fast ungehindert, nur mit etwas mehr noch teurerem Sand in ihrem professionellen Getriebe weiterregieren.

Also auch hier: eine extrem schwere Entscheidung. Vor der ich mich aber auch als Niederösterreicher nicht drücken würde. Ein Wahllokal ist ja kein Schlaraffenland.

 

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alle Kommentare

  1. Emberlynn (kein Partner)

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  10. Einspruch! (kein Partner)

    Schaut man sich Herrn Pröll an . . .

    . . . und vergleicht ihn mit "unserem" Wampo . . .

    . . . der Neid könnte einen Wiener fressen, trotz allem.



  11. AGLT (kein Partner)

    Meinungs"foscher" Hoferle & Co kriegen mehrere Orgasmen wegend er "blauen Niederlage". Gerade angewidert mitverfolgt auf ATV.

    Leider kann ich nicht mal sagen/hoffen: Warten wir auf die NR-Wahl, denn seit heute ist klar: Österreich ist und bleibt ein minderbemitteltes Krone-Österreich-Heute-Trottelland, das den Weg des geringsten Widerstands geht. Nur ned denken, nur ned NACHdenken, was noch alles schlechter wird. Und bis/wenn auch DIESES Wahlvolk (endlich) überreißt, was ihre Kreuzerl beudeutetn ist es nicht 5 nach 12, sondern es heißt: Game over. Auf nicht absehbare Zukunft. Danke.

    Es ist einfach UNPACKBAR, dass die autochtone Bevölkerung Österreichs dem linxlinken Gesocks (und das sind SPÖ und GRÜNE, aber da zu behirnen ist die Mehrheit der Österreicher definitiv zu debil!!!!) nicht endlich den ihnen verdienten ordentlichen Tritt in ihren Arsch gibt.

    Schade, dass mein Mann so in Österreich familiär und auch arbeitsmäßig (selbständig) verwurzelt ist, um diesem Scheißland mit seinen linken Gesinnungsterroristen, die anscheinend einfach nicht abgewählt werden (DANKE ÖVP!!!), den Popsch (nicht Rücken!) zukehren kann und will!

    Ich halte es nicht mehr aus! es bedarf wirklich nur mehr eines Tropfens, dass ich nicht radikal werde und mich so dem linxen Gesocks anpasse - gehört hat es dieses Gesocks - vor allem die so genanten Grünen - in meiner Heimatstadt schon des Öfteren. Nur: Wenn man ein Geschäft hat, MUSS man leider auch kuschen. Ich tue es immer weniger.



    • Pius (kein Partner)

      AGLT (kein Partner)
      ************

      Die einzige Hoffnung die mir bleibt ist, dass wenn alles zusammenbricht (und das wird es in absehbarer Zeit), die Österreicher sich wieder ihrer Wurzeln und ihrer Kultur bewusst werden und dann zusammenhalten und dieses Verräterpack mit nassen Fetzen davonjagen und nie wieder einreisen lassen.

    • Obertroll (kein Partner)

      Ohje ohje, hoffentlich gibt Ihnen bald jemand den Tropfen, dass sie nicht radikal werden, wäre ja nicht auszudenken...

      Haben Ihre Blauen nicht gewonnen, wen hättens denn gern gehabt? Die liebe Frau Rosenkranz oder die FPK Abzockerpartie?

    • Grübl (kein Partner)

      @AGLT und Pius

      Zum Glück leben wir in Demokratien, bei uns muss man akzeptieren, dass sich auch andere, deren Meinung man nicht teilt, durchsetzen können. Die einzige Antwort darauf ist, selbst Überzeugungsarbeit zu leisten und sehen, wie weit man damit kommt. Für Radikale wie Sie ist kein Platz hier.

  12. AGLT (kein Partner)

    Ich bin erschüttert.

    Ich habe es fast befürchtet, aber dass Österreich wirklich so ein Trottelland ist, wollte ich einfach nicht glauben. Mein Mann meinte, da hat wohl der linke Nachwuchs zugeschlagen, denn Protestwähler kann dieses Gesindel wohl nicht mehr auf sich vereinen.

    Die Grünen haben in beiden BL (wenn auch marginal) zugelegt.

    Das lässt mich mir die Angstperlen auf die Stirn treten, wenn in an die NR-Wahlen im Herbst denke..... Rotzgrün ist im Bereich des Möglichen.

    @WK: wurden doch mehr als ein paar Pünktchen für Herrn Stronach!



    • Pius (kein Partner)

      AGLT
      Scheinbar müssen die Menschen den totalen Niedergang erleben bevor sie ihr Hirn einschalten können.
      Deshalb heißt es ja, wer die Geschichte nicht kennt (oder kennen will), der ist dazu verdammt sie zu wieder erleben .....
      So soll es sein!

    • Anton Volpini

      Also, was mein Bundesland betrifft, hin ich erfreut, AGLT. Und zwar zutiefst, und sehr befriediegt.
      Das kann ein Nichtkärntner gar nicht beurteilen.
      Aber mit Niederösterreich gehe ich mit Ihrer Betroffenhe8t d' accord.

  13. Lawrence (kein Partner)

    Schaut so aus, als kaemen Rot und Schwarz nur auf 18 Mandate. Dh. in Kaernten braucht man eine Dreier-Koalition. Wetten, dass die schwarzen Vollkoffer den Buckel machen mit Rot und Gruen koalieren???

    Zeit, dass ich aus dieser Kasperlpartei austrete.



  14. Hannibal (kein Partner)

    Es ist offensichtlich, dass Kärnten wieder rot wird. Wenn man über eine rechtsdemokratische Partei verärgert ist, dann wählt man das genaue Gegenteil. Vielleicht wird aber der Herr Kaiser von der SPÖ, um sich abzusichern, eine Koalition mit den Grünen aufstellen. Dann wird auch in Kärnten auch das Parkpickerl eingeführt und eine zweite Votivkirche gebaut...
    Es ist allerdings schade, dass die FPK so einen ungeschickten Protagonisten aufgestellt hat. Ein überzeugter Freiheitlicher ist er innerlich sicher nicht. Laut eigenen Angaben will er ja in der Partei kein Gewicht haben und deswegen auch nicht FPK-Chef sein...
    Aber die Alternativen sind ja auch nicht besser. Niederösterreich interessiert mich weitaus weniger, da ich ja "genetisch" aus Kärnten stamme.



  15. Anton Volpini

    "Besonders verärgert wäre ich zweifellos als Kärntner"

    Mit Ihrer Analyse treffen Sie den Nagel auf den Kopf, verehrter Dr. Unterberger, wenngleich ich trotzdem immer noch lieber Kärntner als Wiener bin.
    Es fiel mir aber nicht schwer, in der Wahlzelle das richtige Kreuzerl zu machen, und gleich noch mit Begeisterung Hueter, Schabus und Schuschnig dazu zu schreiben, denn als Kärntner hab ich halt den Vorteil, diese Persönlichkeiten gut zu kennen, und von deren Qualitäten überzeugt zu sein. So wie ich auch von der Integrität eines Dr. Waldners und der hausverstandsmäßigen Durchsetzungskraft des Lesachtalers Obernosterer überzeugt bin.
    Gabriel Obernosterer hat innerhalb der ersten drei Tage seiner ÖVP-Obmannschaft alle halbseidenen Funktionäre entfernt, und starke Persönlichkeiten gefördert. Sebastian Schuschnig hat als Obmann der Jungen ÖVP in Kärnten per Parteitagsbeschluß die direkte Demokratie in der ÖVP eingeführt. Karin Schabus versteht es, in jeder Großveranstaltung mit einer kurzen Wortmeldung die Stimmung zu einer positiven Begeisterung zu drehen, und Ferdinand Hueter ist die buchstäbliche oberkärntner Eiche.

    Mit dem Vergangenen haben Sie zweifellos Recht, Dr. Unterberger, aber schauen wir doch in die Zukunft! Und geben wir der gänzlich neu aufgestellten Kärntner ÖVP diese Chance, die sie verdienen wird!



    • Wertkonservativer

      Sie sind wahrlich ein aufrechter bürgerlicher Kämpfer für Ihr Heimatland, lieber Anton Volpini!
      Einer der wenigen, die (zumindest in seinem Bundesland) für die Bürgerpartei ÖVP eintritt!
      Sind wir Menschen einer aussterbenden Rasse? Nun, die nächsten Jahre werden es weisen!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • AGLT (kein Partner)

      Bürgerpartei? Für welche Bürger setzt sich die ÖVP bitte wie ein? Bitte um ernsthafte Antwort.

    • Pius (kein Partner)

      Wer die Volksverräterpartei ÖVP wieder wählt, tja dem wünsche ich dann ein "böses Erwachen"! nachdem die Herrscher unbedarft und mit Zustimmung wieder an der böswilligen Zerstörung der österr. Nation weiterarbeiten können.
      Ich frage mich wirklich wie dumm muss ein Mensch sein, dass er wieder eine Partei wählt, die direkt am Untergang unseres Volkes mitschuldig ist.
      Dieser noble Herr Pröll unterstützt die musl. Zuwanderung. Daran besteht kein Zweifel mehr. Er wirbt mit dem Geld der Steuerzahler auch in türkischer Sprache bei seinen musl. Schäfchen. Wie nennt man denn so etwas? Ich nenne es Verrat am österreichischen Volk und müsste mit Gefängnis bestraft werden. An alle ÖVP-Anhänger: "denn sie wissen nicht was sie tun ..." - oder doch?

    • Wertkonservativer

      Pius (kein Partner).

      Sie sind derart verbohrt in Ihrer ÖVP-Ablehnung, dass es ein Graus ist!
      Daher ist eine ernstzunehmende Diskussion mit Ihnen wohl kaum möglich!
      Daher: Schweigen im Walde!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini

      Ja, ja, sic gloria transit mundi, lieber Wertkonservativer.
      So wie es scheint, geht die Schwarze in Kärnten unter. Aber wie Sie, bin ich auch ein Stehaufmandl, und sag halt, die ÖVP in Kärnten ( wohlgemerkt nur in Kärnten) wird noch eine Zeit brauchen, bis sie wieder von den Unterbergers dieser Zeit akzeptiert wird.
      Die SPÖ scheint 35 % zu machen, und jetzt kommt die Sensation: Die FPK steht bei 23 %, weniger als die Hälfte.
      Und das lieber Wertkonservativer freut mich mehr, als der sozialistische Sieg und der schwarze Verlust ausmacht. Das habt Ihr in Restösterreich so gar nicht mitbekommen, was diese FPK Funktionäre an Präpotenz an den Tag gelegt haben.

      ALG Bürgerpartei? Hab ich das wirklich geschrieben? Entschuldigen Sie bitte, ich muß mich wohl verschrieben haben.

    • Neppomuck (kein Partner)

      "Herr, vergib ihnen nicht, denn sie wissen, was sie tun."

    • Pius (kein Partner)

      Neppomuck (kein Partner)
      *******
      Diese verbohrten ÖVP-ler werden es noch am eigenen Leib erfahren welchem Teufel sie ihre Stimme gegeben haben.
      Und zu:
      "Herr, vergib ihnen nicht, denn sie wissen, was sie tun."

      Diese Gutgläubigen werden sich selbst niemals vergeben - da bin ich mir sicher - sobald sie es am eigenen Leib erfahren, was ihr Irrtum angerichtet hat.

    • Anton Volpini

      Lieber Wertkonservativer, das scheint ja ganz lustig zu werden, hier.
      Lauter ÖVP Experten.....ich würd vorschlagen, wir sammeln erst einmal deren "Expertisen¨ und dann melden wir uns zu Wort. Einverstanden?

    • Neppomuck (kein Partner)

      Sobald.
      Aber das wird dauern. Bis es zu spät ist.

      Wohin die ganze Chose (übertriebene EU-Euphorie) führt, wäre allerdings schon vor mehr als 10 Jahren zu erkennen gewesen.
      Man hätte nur die Scheuklappen - Friedensprojekt, Wirtschaftsaufschwung, gemeinsame Währung als Voraussetzung für eine veritable Wirtschaftsmacht usw. - abnehmen müssen.
      Wer so blöd ist (oder niederträchtig), die wahren Intentionen der Paneuropäer nicht zu erkennen, sollte für mindestens 4 Legislaturperioden ins "Trockendock der Demokratie".

      Sprich: Vom Wähler, temporär jedenfalls, entmündigt werden.

    • Anton Volpini

      Letzte Hochrechnung lieber Wertkonservativer!

      Die ÖVP in Kärnten stürtzt nicht ab, sondern haltet, und legt noch ein bisserl dazu.
      Der Rest ist unverändert.
      Das Wichtigste ist, daß die präpotenten FPKler abstürzen. Alles andere können wir in Kärnten händeln.

    • Wertkonservativer

      Bürgerpartei ÖVP geht auf mein Konto, lieber Anton Volpini: da sind Sie total unschuldig!

      Alles Gute,

      Gerhard Michler

    • Hannibal (kein Partner)

      Ja, wie ist das mit dem Dazuschreiben der Namen auf dem Wahlzettel? Schreibt man da seinen präferierten Kandidaten dazu?

    • Philips (kein Partner)

      Jedes Volk schafft sich sein Land selber.

      Und sei es dadurch, daß es zu doof, zu faul, zu feige oder zu egoistisch ist, die Verhältnisse zu bekämpfen.

      Ein Volk wegen der Verhältnisse, in denen es lebt, zu bemitleiden, ist Zeitverschwendung; denn diese Verhältnisse sind der Ausdruck des Volkswillens.

      Wollte das Volk etwas anderes, würde es die Verhältnisse ändern.

    • Anton Volpini

      Genau Phillips, das ist Subsidiarität, und wir Kärntner haben soeben den ersten Schritt in diese Richtung versucht.

  16. Pius (kein Partner)

    Hört euch das an, dann werdet ihr erkennen, dass, sollten die etablierten Parteien (ÖVP/SPÖ/Grüninnen) wieder an die Macht kommen, dass uns dasselbe blüht wie damals Russland. Auch dort waren die Kulturzerstörer (die ÖVP unterstützt dies ebenfalls) am Werk und das russ. Volk verlor seine Identität und Kultur. Doch dank Putin, geht der Trend wieder zurück zu den Wurzeln und damit wieder zur Kultur. Keine Zivilisation ohne kulturelle Wurzeln überlebte.
    Ich kann dieses Video wirklich nur empfehlen. Würden wir dieselben Verrücktheiten nicht auch derzeit bei uns feststellen, könnte man es nicht glauben, aber es ist doch schon ("zum Greifen") ersichtlich, wohin uns die Volksverräterparteien führen. Nämlich in den totalen Abgrund.
    Es werden und wurden dieselben Phrasen (Neusprech) schon während der franz. und russ. Revolution verwendet - nämlich: “Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit”
    Kommt euch das bekannt vor? Also ....
    Jeder der die ÖVP wählt, wählt auch seinen Untergang ....
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=GVubdUsgT7c



  17. Sergej-orange (kein Partner)

    Unregierbarkeit,
    Chaos, Stillstand und Mafia- Abhängigkeit, dass ist was Kärnten droht wenn sich die 4 BLOCKIERER (SPÖ-ÖVP-Grüne-TS) durchsetzen sollten. Ähnlich wie in Italien drohen Neuwahlen der Neuwahlen!

    Was empfehle ich also, nach dem diese 4 Parteien alles blockieren wollen und die FPK allein dasteht?

    Die letzte verbliebene BÜRGERLICHE Partei nach Volkspartei(Martinz-Schandgeld ) und Freiheitliche(Uwe-Partofthegam e) ohne Skandale heißt BZÖ Kärnten!

    Die ÖVP wird Frieden schließen müssen und NICHT BLOCKIEREN WIE IM BUND!

    Dann ist eine mitte-rechts Koalition in Kärnten möglich wie sie sich Dörfler und Bucher vorstellen können (allerdings ohne den Scheuchs).



    • Philips (kein Partner)

      Weg mit den Volksverrätern! Macht das Gegenteil von dem, was die Massenmedien uns einreden wollen.
      Das Weiße Europa ist in größerer Gefahr als je zuvor. Bekämpft den Multikulturalismus und die Einwanderung. Unterstützt diejenigen, die als Rassistisch, Faschistisch, Islamophob, Rechtsextremistisch, Nationalsozialistisch oder als Ausländerfeindlich beschuldigt werden.
      Sie sagen Euch einfach nur die Wahrheit!
      Europa im Jahr 2029 / Europe in 2029

    • Philips (kein Partner)
    • sergej-orange (kein Partner)

      Vielen Dank All jenen Kärntnern welche meinen drussias im bzö geholfen haben nun hat kärnten hoffnung das 2018 ein Oranger LH wird!

  18. AGLT (kein Partner)

    @Herr Unterberger:
    Also ich (und viele viele viele andere auch) haben in NÖ sicher nicht die Qual der Wahl. Wir haben nämlich sehr wohl eine Alternative, die etwas FÜR Niederösterreicher macht.
    Ich war eben wählen und habe diese angekreuzt. So wie ich diese auch bei der NR ankreuzen werde.

    Meine größe Hoffnung aber geht dahin, dass dieses linxlinke angeblich grüne Gesocks nicht zulegt. Schon alleine die Plakate "Sauber wählen" haben mir Brechreiz verursacht (sauber sind sie, aber rein sicher nicht. Siehe die linxlinken Aktionen bezüglich Asylindustrie etc.). Wäre ich eine Linke, hätte ich natürlich die Plakate von missliebigen Parteien verunstaltet ....



    • Undine

      @AGLT

      "Wäre ich eine Linke, hätte ich natürlich die Plakate von missliebigen Parteien verunstaltet ...."

      Dazu werden die Schulkinder bereits im Gymnasium der Kleinstadt, in der ich lebe, ermuntert: Nach der Schule werden von den im Unterricht kräftig grün-angehauchten SchülerINNEN (das deshalb, weil ich es von einer damals 13-jährigen SchülerIN stolz erklärt bekam, die mit heiligem Eifer dieser Freizeitbeschäftigung nachging!) FPÖ-Plakate zerstört---mit professoralem Einverständnis! Daß sie im Unterricht eingetrichtert bekommen, daß FPÖ-Wähler zu den schlechten Menschen gehören, wird ebenso gelehrt!

    • Philips (kein Partner)

      Undine
      *********

    • AGLT (kein Partner)

      @Undine: kenn ich!
      Als Barbara Rosenkranz BP-Kandidatin war und in unserer Stadt ihren Auftritt hatte, entblödete sich das linke Gesocks (inkl. Schülernachwus) nicht, mit Judensternen, Pfiffen und Reindltrommelwirbel lauthals ihre Rede zu stören.

      Aber eigentlich nichts Neues: linker Meinungs- und Gesinnungsterrorismus sowie das linkes Demoktratieverständnis halt.

  19. Torres (kein Partner)

    Ich bin Niederösterreicher und gehe jetzt gleich wählen. Unterberger hat ja in fast allem recht, diese und ähnliche Überlegungen habe ich auch schon oft angestellt. Eines kann ich aber offen sagen: den "Grölaz" wähle ich jedenfalls nicht (und natürlich auch nicht die Grünkommunisten). Ganz abgesehen von allen hier angeführten Gründen, kommt für mich noch einer hinzu: ich bin immer und überall Gegner von absoluten Mehrheiten - diese (ver)führen zu Missbrauch, Überheblichkeit, Klientelpolitik und undemokratischem Verhalten; Pröll ist ja ein typisches Beispiel dafür. Das hat mit der Partei, der er angehört, nichts zu tun.



  20. Politicus1

    1) Kärnten und Niederösterreich sind noch die letzten Bastionen gegen das übergewichtige rote - und zwischen rot-rotrot gewordene - Wien
    2) Stronach ist durchaus mit Grillo zu vergleichen - und hoffentlich öffnet der gerade noch rechtzeitig vor der heutigen Stimmabgabe durch seine Kasperliaden potenziell durch Gratisbuffets eingekochten Wut- und sonstigen Bürgern die Augen



  21. byrig

    motivationsschub dank der lieben undine.

    ad kärnten:dörfler hat seine sache gut gemacht,die ortstafellösung hat sogar historischen wert.die alternative zu dörfler ist eine rote machtübernahme,wahrscheinlich für lange zeit.unter dem aspekt,dass auch gegen den sozialistischen spitzenkandidaten untersuchungen laufen,ist klar,dass alle bis auf die grünen dreck am stecken haben.
    die grünen sind aber aus meiner sicht unwählbar,da sie eigentlich nicht unsere bevölkerung unterstützen,sondern alle anderen und alles,was für unser land nicht im interesse ist.

    ad nö:dass erwin pröll lh bleibt,gilt als sicher.nicht sicher ist,ob er seine tätigkeit mit absoluter mehrheit weiterhin ausüben können wird.
    diese möglichkeit sollte dem herrn pröll genommen werden.
    nicht nur er,aber etliche eitle vasallen in seinem hintergrund sind hypertroph geworden,typen wie der musiklehrer sobotka lassen jegliche fachkritik trotz unkenntnis an sich abprallen,wissend,die schützenden hand des absoluten mehrheitsträgers pröll macht sie unverwundbar.
    ein ähnlicher knülch ist dieser herr karner,der immer von hinten herauskeift wenn der meister kritisiert wird.

    bleibt:wen soll man wählen?wenn man kein linker ist,bleibt nur fpö.barbara rosenkranz.sie ist auch die einzige,die mit pröll auf gleicher augenhöhe diskutieren kann,wie inder orf-elephantenrunde("seins nicht so angerührt,herr pröll).
    abgesehen davon wäre alles andere ein linksrutsch(stärkung von grün,rot).
    und pröll hat schwierigkeiten mit dem sicherheitsthema,offensichtlich.
    bei kärnten habe ich als nicht-kärtner geschrieben.jetzt als niederösterreicher.



    • Undine

      @byrig

      *******!
      Hoffentlich sehen es möglichst viele Kärntner und Niederösterreicher genau so! Besser hätte die Situation nicht beschrieben werden können. :-)

      Besonders dieser Satz ist für ganz Ö von größter Bedeutung und gehörte ganz groß und fettgedruckt:

      "die grünen sind aber aus meiner sicht unwählbar,da sie eigentlich nicht unsere bevölkerung unterstützen,sondern alle anderen und alles,was für unser land nicht im interesse ist."

  22. A.K.

    Am 5. Jänner 2013 schrieb ich Nachfolgendes unter O.T. - Ich wiederhole es einfach weil es hier zum Thema „Zwei Bundesländer haben Qualtag“ paßt:
    "Stronach – ich sympathisiere mit nicht ihm – meinte, Erwin Pröll herrsche in Niederösterreich wie ein Diktator. Er hat dabei aber in Wien Michael Häupl als noch größeren Diktator - an der Spitze seiner Genossen - leider nicht auch erwähnt.
    Ich kann beide vergleichen: Ich wohne in Wien und habe – familienbedingt - einen Zweitwohnsitz im Weinviertel. Das, was Stronach als diktatorischem Wesen an Erwin Pröll auffällt, ist in der Praxis durchaus erträglich. In Niederösterreich funktionieren Kontakte zu Behörden ziemlich problemlos und man gewinnt den Eindruck, als Bürger behandelt zu werden. Vieles geht zügiger verglichen zu Wien.
    In Wien sollte man hingegen überlegen, ob man im grünen Lodenmantel z.B. an Magistratischen Bezirksämtern oder im Rathaus mit Anliegen, die einem Ermessensspielraum unterliegen, vorstellig zu werden versucht.
    Bei Veranstaltungen in Niederösterreich wird – falls u.a. eine mehr oder weniger große Förderung mit Landesgeldern erfolgt – der Gruß des Landeshauptmannes in Ansprachen erwähnt, also zweckmäßigerweise eine Captatio Benevolentiae (ein Erheischen des Wohlwollens), gemacht. Inhaltlich ist aber das Geförderte fast immer von Nutzen, qualitativ hochwertig (Konzerte, Ausstellungen) und z.B. als Side-Effekt von Landesaustellungen wirklich gut. Hier ist noch vom Niveau der christlichen Wurzeln der ÖVP etwas zu merken.
    In Wien werden Life-Paraden, Lesben- und Schwulen-Events, Che Guevara-Büsten, Denkmäler für homosexuelle Opfer der NS-Herrschaft, Häuser für Lesben und Schwule etc. gefördert. Eine ganze Armee von Nutznießeren der linken Stadtverwaltung macht Geschäfte. Auffällig ist, daß z.B. bei Weihnachtsmärkten die Buden so einheitlich sind, daß sie wohl von einem einzigen Hersteller geliefert werden. Die Organisation dieser Events liegt – nach Medienberichten - in den Händen einer Magistratsabteilung mit türkischstämmiger Leitung. Der „Eistraum“ vor dem Rathaus, mit einer jährlich wachsenden Eisfläche und technischem Aufwand, ist fest im Einfluß der linken Stadtverwaltung. Immigration als Nachschub der Proletarierscharen ist noch immer in, allerdings dürften auch den Genossen bereits Zweifel kommen. Ich vermute auch eine Immobilienblase bei Bauten, die z.B. nur mehr durch Umsiedlung von Finanzämtern verdeckt werden kann.
    Kurz: Ein Diktator wie Erwin Pröll diktiert wenigstens in die richtige Richtung. In Wien ist das Diktat der Linken hingegen mit dem ehemaligen Ostblock vergleichbar."



    • DerTurm

      Das stimmt!

      Ich war letzten Dezember extrem positiv überrascht, als ich in Mödling einen Amtsweg auf der Bezirkshauptmannschaft zu erledigen hatte.

      Man wird dort wirklich als Kunde behandelt - im krassen Gegensatz zu Wien, wo ich mehrfach als lästiger Bittsteller behandelt wurde...

  23. Josef Maierhofer

    Prognose:
    In Kärnten gewinnt die SPÖ die Wahl, in Niederösterreich verliert die ÖVP die absolute Mehrheit.

    In Kärnten würde ich als Kärntner FPK wählen und in Niederösterreich als (ohnehin) halber Niederösterreicher Prölls ÖVP, wohl wissend, dass die Machtpolitik dort noch einiges an Überraschungen unter der Decke verbirgt, was krampfhaft verschwiegen wird. Pröll ist ein Machtmensch, aber dort eben leider ohne Alternative. Er wird halt dann mit einem Partner 'Schlittenfahren', Dr. Unterberger hat es auch geschrieben.

    Ich habe heute beim Wirten am Nachbartisch eine interessante Diskussion von etwa 70 jährigen Pensionistinnen mitgehört. Ja, die meinten, was ich auch meine, im Nationalrat gehört die Koalition rot-grün-schwarz in die Minderheit gewählt. Zum Unterschied vom üblichen Meinungspegel, (es geht uns ja sooo guuut), haben die gemeint, so schlimm waren unsere Schulden noch nie und wir sind schon ärmer als 1934 und auch gesagt, noch spüren wir es nicht, aber bald nach den Wahlen.

    Es ist diese Qual der Wahl für mich einerseits ein gutes Zeichen, dass man nämlich mancherorts beginnt sich zu quälen, sich Gedanken zu machen, andererseits die logische Konsequenz aus 40 Jahre lang entweder 'im Trott' (wie ich auch teilweise) zu wählen ohne viel Gedanken, im blinden Vertrauen auf die Parteien, die dieses Vertrauen gründlich mißbraucht haben und daher eins auf die Finger brauchen.

    Andererseits aber ist es auch noch ein gutes Zeichen, wenn sogar schon in der Kronenzeitung von hohen Staatsschulden geschrieben wird, noch allerdings ohne die wahren Täter zu nennen, nämlich die Parteien und deren Klientel.

    Und darum ist eine heutige Wahl auch für mich eine Qual, nämlich ich habe nur Parteien zur Auswahl und zwar genau die, die 40 Jahre lang sich bereichert haben und das Volk vergewaltigt und verkauft haben, statt es zu vertreten, Privilegien geschaffen haben und damit Ungerechtigkeiten, gelogen haben, um sich selbst und die Klientel bedienen zu können, etc., etc.. Es ist wirklich eine Qual, diese Parteien noch zu wählen, eben eine Überwindung, das trotzdem zu tun.



    • Undine

      @Josef Maierhofer

      Für NÖ bietet sich doch hervorragend Barbara Rosenkranz an. Ein kleiner Dämpfer würde dem absoluten Machtmenschen Pröll bei Gott nicht schaden. Gegen Barbara Rosenkranz kann man beim besten Willen nichts einwenden---und fesch ist sie obendrein; die 10 Kinder sieht ihr keiner an! Spricht doch alles für sie!

    • AGLT (kein Partner)

      @Undine: *** und "done" :-)

    • Undine

      @AGLT

      Das freut mich! :-)

  24. Brigitte Imb

    In Kärnten wird wohl die SPÖ das Ruder wieder ergreifen, was soll's.

    Als Wahlberechtigte in NÖ, werde ich sicher Pröll meine Stimme verwehren.

    Ein p.s. an allen Emanzen: B. Rosenkranz ist keinerlei Negatives nachzuweisen, sie gebar 10 Kinder, die sie sorgfältig aufzog, hat Karriere gemacht und sieht gar nicht schlecht aus.



    • Josef Maierhofer

      Ja, wenn man Pröll nicht wählen will, dann ist Frau Rosenkranz sicher eine sehr gute Alternative.

    • Hummel

      Nur wenn Pröll die Absolute verliert, sitzen die Grünen wieder beim Futtertrog !
      Ich habe auch lange überlegt, ich finde Rosenkranz auch nicht so schlecht für NÖ (besser gesagt das geringere Übel), aber mit der Wahl der FPÖ macht man automatisch den Grünen den Weg frei in die Landesregierung. Deshalb ist für mich, zugegeben mit Widerwillen, nur Pröll wählbar, um seine Absolute zu verteidigen. Mir graut einfach vor einer Grünen Regierungsbeteiligung - siehe Wien !

    • Brigitte Imb

      Hm, so habe ich das noch gar nicht betrachtet, aber dennoch, Pröll u. Soberl sind für mich nicht mehr wählbar.

  25. Undine

    A.U. schreibt:

    "Immerhin war Kärnten vor den Haider-Zernatto-Dörfler-Jahren bis zum letzten Landeslehrer hinunter fast totalitär rot beherrscht."

    Bis zum letzten Landeslehrer????? Bis zum Schulwart, der Putzfrau und dem Straßenkehrer hinunter war alles tiefrot!!!!! Deshalb würde ich, wäre ich Kärntnerin, FPK wählen, ganz einfach deshalb, weil außer Umfärben sich nichts verbessern würde. Es kochen doch alle mit dem gleichen Wasser. Die Scheuchs könnte man ja verscheuchen.

    Zu NÖ und dem g'scherten Landeshäuptling Pröll fällt mir nur immer das Video ein. Wer so aus der Rolle fallen kann, hätte bei mir ausgespielt. Dieser Machtmensch braucht einen sehr ordentlichen Dämpfer! Ich würde Barbara Rosenkranz meine Stimme geben. Wer das Zeug hat, eine zwölfköpfige Familie zu organisieren, sollte auch im Land NÖ ein gewichtiges Wort mitzureden haben!

    www.youtube.com/watch?v=X2MLSZeEoUM



    • Hannibal (kein Partner)

      Die FPK stünde besser da, wenn sie unbescholtene Protagonisten an der Spitze hätte. Die unbeschriebenen Blätter der FPK stehen auf der Kandidatenliste dort, wo man sie nicht auf ersten Blick sieht. Der Landtagspräsident Josef Lobnig und der Landesrat Christian Ragger gehören zu ihnen. im Vor´dergrund stehen die überstrapazierten Protagonisten, nein sogar ANTAGONISTEN wie Gerhard Dörfler, Harald Dobernig und Kurt Scheuch. . Die FPK, die ÖVP, das BZÖ oder das Team Stronach sind sicher besser als eine rot-grüne Koalition in Kärnten. Und die Kleinparteien wie Piraten, Allianz Soziales Kärnten oder LPÖ, na ja, die sind nicht so interessant...

  26. Hannibal (kein Partner)

    Ach, ja, Herr Unterberger, da wäre noch eine Sache: Was den Verkauf einer Staatsbürgerschaft durch Uwe Scheuch anbelangt, so konnte man mich bisher nicht überzeugen mit den Anhaltspunkten, die es gibt. Mehr als ein Telefongespräch konnte man ihm nicht nachweisen und dessen Inhalt kann alles und nichts bedeuten.



  27. terbuan

    Zum Glück bin ich in beiden Ländern nicht wahlberechtigt, ich wüßte nicht welcher Partei ich eine Stimme geben oder verweigern sollte oder könnte!



    • terbuan

      Das war ein Testposting zu diesem Kommentar vom 28.2.
      Meine Meinung zu unserer politischen Struktur und Problematik in Österreich, hat der "Obrist" in der SN-Kontroverse von gestern klar und deutlich formuliert, dem ist nichts hinzuzufügen:

      "Ein Land mit der gleichen Einwohnerzahl wie Paris, das sich den Luxus von 9 Landesregierungen mit teilweise eigener Gesetzgebung, aufgeblasenen Verwaltugsapparaten, Krankenkassen usw. leistet, muss alleine deswegen schon an seine administrativen und finanziellen Grenzen gelangen. Partikulärinteressen stehen über dem Gemeinwohl, Absprachen, Korruption und Freunderlwirtschaft und eine einäugige Justitia (Staatsanwaltschaft!!!) nähren ein metastasierendes Krebsgeschwür, das dieses Land bis in den kleinsten Winkel infiltriert........"

  28. Hannibal (kein Partner)

    Nun, ja...
    Ich bin auch froh, weder Niederösterreicher noch Kärntner zu sein, oder sagen wir zumindest: froh, dass ich in Kärnten nicht wahlberechtigt bin, denn eigentlich stamme ich ja aus Kärnten, habe dort auch einen Zweitwohnsitz und bin gerne dort.
    Doch diese Wahl ist die Schwierigste. Gehen wir die Kandidaten einmal durch:
    Gerhard Dörfler(FPK) hat eine ambivalente Bedeutung für mich. Einerseits hat er in Kärnten vieles weitergebracht, er hat den Ortstafelstreit beendet und vieles vorangetrieben, was die rot-dominierten Staatsmedien besser unter den Tisch fallen lassen. Doch scheint er etwas übermütig zu sein, was die Finanzen anbelangt. Jetzt verspricht er Bau,-Familien,-und Gesundheitsgeld und lässt sich für den Teuerungsausgleich feiern, der aus meiner Sicht eine linke Methode ist. Überhaupt kommt er mir nicht wie ein überzeugter Freiheitlicher vor, denn er strahlt eine gewisse Röte aus.
    Peter Kaiser(SPÖ) ist ein fader und formatloser Kandidat. Da kann er einem ja nicht einmal unsympathisch sein...
    Gabriel Obernosterer (ÖVP) finde ich nicht schlecht, aber letztlich ist er ja auch nur ein ÖVP-ler und die sind überall gleich.
    Rolf Holub (Grüne) hat sich vielerseits als Aufdecker betätigt(Dörfler hat ihm dafür auch noch gehuldigt!), aber Grün bleibt Grün. Das ist überall die gleiche Linkspartei, das ist in Kärnten nicht anders. Der wird dann von Wien aus ferngesteuert und führt als Landeshauptmann sicher auch in Kärnten das Parkpickerl überall ein und baut dort noch eine Votivkirche...
    Josef Bucher(BZÖ) Dessen Vater kenne ich, der ist Gastwirt in einem Kärntner Gasthaus, den Junior habe ich dort allerdings nie getroffen. Er ist von der Person her sehr sympathisch und macht auch einen intelligenten Eindruck. Er weiß, wo die Grenzen sind, allerdings BZÖ bleibt BZÖ. Auf jeden Fall wäre er in der Position des Landeshauptmann besser als der Dörfler, aber trotzdem...
    Gerhard Köfer(TS) Tja, weiß nicht, auf jeden Fall besser als der Kaiser oder der Holub (s.o.)...Aber sonst? Die Stronachler haben ja noch nicht wirklich ein Programm...
    Und weil ich mich eben nicht entscheiden kann, werde ich den Kärntnern ihre Entscheidung überlassen, aber gespannt bin ich auf jeden Fall. und was Niederösterreich anbelangt: Da ist das Ergebnis für mich eindeutig: Pröll bleibt Landeshauptmann, aber Niederösterreich interessiert mich nicht so sehr wie Kärnten.



  29. Wertkonservativer

    Ein strenger, jedoch gerechter Richter, unser Dr. Unterberger!

    Was Kärnten betrifft, wird die Haidernachfolge-Götterdämmerung wohl ihren Lauf nehmen, seien es die blauen, blaugesprenkelten oder orangen Möchtegern-Haider-Klone, von denen die meisten schwer an ihrer Dumm-bzw. Vergangenheit zu tragen haben. Kleine Überraschungen halte ich durchaus für möglich, will doch der Herr Bucher partout Landeshauptmann werden. Ob er das selber glaubt?
    Den Roten würde ich den LH allerdings auch nicht gönnen; aber wer soll's sonst schon werden?

    Nun zu meinem Heimatland Niederösien:
    was man auch immer LH Pröll vorwerfen mag (ich habe ihm z.B. seine Semmeringtunnel-Taktik bis heute nicht verziehen): sein Land hat er souverän im Griff!
    Ein Volkstribun, der - mit allen erlaubten und teils auch fragwürdigen Mitteln - für sein Bundesland kämpft, und es gleichzeitig auch gleich für sich und seinen Ruhm vereinnahmt.
    Der Mann könnte nur von einigermaßen gleichwertigen Konkurrenten echt geschwächt oder gar zu Fall gebracht werden: da ist weit und breit nichts zu sehen, die Konkurrenz ist echt mickrig und für gestandene Niederösterreicher kaum attraktiv!

    Und der Herr Stronach? Ein paar Prozentln wird er sich (in beiden Ländern) schon holen, den zu erwartenden Wahlerfolg LH Prölls wird er jedoch in keiner Weise verhindern können.
    Ein steirischer Kanadier, der noch dazu unseren Pröll-Burli derart unflätig beschimpft (eine echte Majestätsbeleidung, sowas!), der kann bei uns nix "reissen"! Punktum!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • AGLT (kein Partner)

      Aha. Aber "Pröll-Burli" geht schon als Bezeichnung für Ihre Majestät durch, gell @WK?

    • Wertkonservativer

      Jetzt bin ich einmal ein wenig "goschert", AGLT (kein Partner):

      aufgrund meiner sechzigjährigen Zugehörigkeit zur ÖVP meine ich, mir diese freundschaftliche Benennung gegenüber einem der verdienstvollen Schlachtrösser unser Partei schon leisten zu können!
      Bedenken Sie bitte mein Alter (Achtzig!). So alt wird kein Pferd!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • AGLT (kein Partner)

      "So alt wird kein Pferd!"

      richtig, denn die werden dank EU unter skandalösen Umständen durch Europa gekarrt und enden auf den grauslichsten Schlachthöfen, die man sich nur vorstellen kann. Wenns ein Fohlen wären, gäbe es Sie schon lange nicht mehr. Aber immerhin würden Sie im schönen Italien enden. /sarkoff

    • Jennerwein (kein Partner)

      @AGLT
      An allem ist die EU auch nicht schuld, scon lange vor der EU gab es Pferdefleischhacker und das Rossfleisch ein gängigeres Essen als heute.
      Der Wirtschaftsraum sorgt für Billignahrungsmittel und dann regen sich die Leute auf, dass die Qualität nicht stimmt, sehr schizophren.

  30. S.B.

    Ein Katalog der Grauslichkeiten wurde hier aufgeschlagen und die Entscheidung für einen mündigen Bürger ist wahrlich nicht leicht.
    Trotzdem sollte unbedingt das Wahlrecht wahrgenommen werden, denn es gibt fast keine andere Möglichkeit in dieser repräsentativen Demokratie endlich Änderungen herbeizuführen und jeder der eine solche will, muß zumindest eine Protestwahlstimme abgeben - immer noch besser als gar nicht.

    Es gilt die Erkenntnis, absolute Mehrheiten und Langzeitregierungen führen meist zu Stillstand sowie zum größten Machtmißbrauch. Ein Wechsel an der Spitze und die Möglichkeit einer verantwortungsbewußten Machtkontrolle bringen vermutlich wenigstens frischen Wind in verkrustete Strukturen.
    Daher die Empfehlung: gebt der Abwechslung eine Chance und stärkt auch neue Mitbewerber!

    P.S.: Unsere roten und schwarzen Staatskünstler sind selbst ebenso korrumpiert, wie jene aus unseligen Zeiten, die sie vorgeben zu bekämpfen.
    Ob sie bei sich zu Hause alle Spiegel vernichtet haben, damit sie sich nicht mehr darin sehen müssen?







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