Energiewende – ein Totentanz

Lesezeit: 6:00

Die europäische Energiewende ist zum Albtraum geworden. Nichts von dem, was man sich erhofft hatte, ist eingetreten, teilweise sogar das Gegenteil. Die Kosten laufen zum Teil völlig aus dem Ruder und werden dann noch sozial ungerecht verteilt. „Ein Auto rast auf eine Klippe zu mit durchschnittenen Bremsschläuchen“, meinte jüngst ein Teilnehmer an einer einschlägigen Diskussion. Besonders extreme Auswirkungen zeigt der Energiewende-Flop in Deutschland, wo vor kurzem der Versuch misslang, die überbordenden Kosten wenigstens ein bisschen in den Griff zu bekommen. Vor den im Herbst stattfindenden Wahlen bleibt jede Logik im politischen Hickhack auf der Strecke. Und so werden weiter Milliarden fließen, die nur wenigen zu Gute kommen.

Was heißt das konkret? Windkraft und Photovoltaik überschwemmen den Strommarkt, die Kosten dafür haben die privaten Haushalte zu tragen, denn die Kosten für die übertriebenen Förderungen  müssen nicht aus dem allgemeinen Steuertopf berappt werden – was für Politiker unangenehm wäre – sondern werden einfach auf den Strompreis aufgeschlagen (in Deutschland derzeit fast sechs Cent). Mit dem Resultat, dass allein die Subventionen für Erneuerbare Energien bereits höher sind als jener Preis, zu dem an der Börse Strom gehandelt wird (im Moment etwa fünf Cent).

Und an den Strombörsen wird Strom immer billiger, weil Wind- und Sonnenstrom im Übermaß vorhanden sind und die Preise drücken. Dieser billige Strom kommt allerdings nur den Großverbrauchern, etwa in der Industrie, zu Gute. Auch in Österreich ist das so. Nicht nur, dass es Rabatte für Großabnehmer gibt, so können zusätzlich Firmen, die große Strommengen verbrauchen, die Stromlieferanten zwingen, zu den tiefen Börsepreisen zu liefern. Da die Stromkonzerne aber höhere Selbstkosten haben, machen sie bei diesen Geschäften Verlust, die privaten Haushalte müssen diese Kosten übernehmen. So hat die „Energiewende“ dazu geführt, dass die Strom fressende Industrie heute Strom billiger bezieht als noch vor einigen Jahren, die privaten Haushalte aber weit höhere Preise bezahlen müssen.

Das bedeutet aber nicht, dass sich damit die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Firmen verbessert hätte. Genau das Gegenteil ist der Fall. Energiekosten sind ein wesentlicher Faktor für die Konkurrenzfähigkeit, und die sind in der EU weit höher als in Amerika. Durch den Schiefergasboom in den USA kostet Gas am US-Markt nur mehr ein Viertel des Preises, der in der EU zu zahlen ist. Durch das Fehlen einer einheitlichen Industriepolitik in Europa verabschieden sich immer mehr europäische Firmen und wandern in die USA aus – wie jüngst die Voest, die um 500 Millionen Euro ein Werk in Texas baut. In Europa hat man die Wahnsinnsidee verfolgt, Gasverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren abzuschließen – und diese Gasverträge sind an den Ölpreis gekoppelt. Norwegen und Russland, die Hauptlieferanten, verteidigen diese Verträge mit Zähnen und Klauen und sind nur scheibchenweise zu Zugeständnissen bereit. Für Europa ein Teufelskreis.

Das Angebot an grünem Strom ist bei weitem zu schnell und unkontrolliert gewachsen. Für diese Mengen fehlen die Stromleitungen. Diese Planlosigkeit schafft zusätzliche Kosten. Wenn die Netze überfordert sind, werden die Windräder einfach abgeschaltet, es muss jedoch auch für den nicht erzeugten Strom der volle Preis bezahlt werden, was wieder zusätzliche Kosten verursacht. Es ist einfach unwirtschaftlich, große Strommengen aus dem Norden, wo der Wind weht, in die weit entfernten Verbraucherzentren im Süden zu liefern. Es wäre weit sinnvoller, mit regionalen Energiegenossenschaften kleine Anlagen für grünen Strom vor Ort zu schaffen (an denen sich auch Bürger beteiligen könnten). Damit könnte man sich große Leitungen mit landraubenden Trassen ersparen.

Billige CO2-Zertifikate: Ein großes Problem

Ein weiterer Albtraum der Energiewende: Mittels CO2-Verschmutzungszertifikaten sollten die Stromerzeuger gezwungen werden, auf eine sauberere Energieerzeugung umzustellen. In der Theorie ein schöner Plan, der in der Praxis völlig versagt hat. Weil man die nationale Industrie schonen wollte, wurden bei weitem zu viele Gratiszertifikate ausgestellt, die den Markt überschwemmen. Fazit: Statt erwarteter 30 Euro kosten CO2-Verschmutzugsrechte nun nur noch vier Euro bei Verkaufsauktionen. Kohlekraftwerke, die eigentlich, als CO2 Dreckschleudern, aus dem Markt gedrängt werden sollten, sind total in Mode, weil sie günstigen Strom erzeugen können. Warum? Verschmutzungszertifikate kosten fast nichts und Kohle ist billig zu haben, weil die USA ihre Kohlekraftwerke auf billiges Gas umrüsten und mit der nun nicht mehr benötigten Kohle die EU überschwemmen. Damit kommt es zur paradoxen Situation, dass die USA, die sich an keinerlei Klimaaktionen beteiligt haben, ihre CO2-Bilanz verbessern konnten, Deutschland aber nun, trotz der riesigen Kosten für die „Erneuerbaren“, seinen CO2-Ausstoß um zwei Prozent gesteigert hat.

Geplant war, dass mit den staatlichen Erlösen aus dem Verkauf von Verschmutzungsrechten Programme für die Energieeffizienz gespeist werden. Das stellt sich nun als Fehlkalkulation heraus – diese Fördertöpfe sind leer.

Ein weiteres Phänomen: Wind- und Solarstrom fallen nur an, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Ist dies nicht der Fall, sollten relativ saubere Gaskraftwerke dafür sorgen, dass uns der Strom nicht ausgeht. Weil der Strompreis an den Börsen durch die Anlieferung von Wind- und Sonnenstrom (in Deutschland können damit zu Spitzenzeiten bereits 40 Kernkraftwerke ersetzt werden) so billig wurde, die Gaspreise aber nach wie vor unverhältnismäßig hoch sind, können selbst neue, hochmoderne Gaskraftwerke nur mehr mit Verlust Strom erzeugen. Das hält kein Stromkonzern auf die Dauer aus, also werden fast alle Gaskraftwerke abgeschaltet. Diese Investitionen rentieren sich einfach nicht.

Wer verdient nun an der Energiewende? Durch die großzügige Förderung von Wind- und Solarstrom, die garantierte Einspeisetarife auf 20 Jahre in Deutschland, 13 Jahre in Österreich, vorsieht, herrscht eine Goldgräberstimmung. Angefangen von Landwirten über Hedgefonds drängen viele Gruppen an die Fördertöpfe. Die großen Stromkonzerne haben sich anfangs zurückgehalten, sind nun aber voll auf den Zug aufgesprungen. Als letztes haben auch die riesigen Versicherungskonzerne dieses goldige Geschäft entdeckt. Versicherungen leiden darunter, dass die Zinsen total im Keller sind. Mit den „Erneuerbaren“ ist eine sichere Verzinsung von bis zu sieben Prozent und mehr zu machen, garantiert auf viele Jahre, für Versicherungen ein Fluchtloch.

Auch wenn mancherorts noch davon gefaselt wird, dass die Energiewende doch ein erfolgreiches Konzept sei (wie etwa die Energieexpertin Claudia Kemfert vom deutschen Wirtschaftsforschungsinstitut DIW meint): Realisten – wie Walter Boltz von der heimischen Kontrollbehörde E-Control – bringen es auf den Punkt. Das ist ein Wunschdenken, einzig die EU glaube noch an eine Energiewende.

Derzeit findet ein abenteuerlicher Totentanz statt.

Dieter Friedl ist Österreichs führender Energie-Journalist. Er gibt 14-tägig den unabhängigen elektronischen „Energiedienst“ heraus, der unter der E-Mail Adresse kontakt@elisabethgall.atabonniert werden kann. Der „Energiedienst“ informiert über alle Energiefragen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 07:16

    Immer noch aktuell.

    Unwahres von der Kanzlerin
    Klaus Peter Krause, 21.09.2012

    Unverfroren behauptete sie:
    Niemand habe mit dieser hohen EEG-Umlage rechnen können

    Oh, doch !
    So, so, die Bundeskanzlerin hat den Strompreisanstieg als Folge ihrer „Energiewende“ unterschätzt. Niemand, so sagte sie, habe damit rechnen können, dass die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sehr viel stärker steige, als alle Gutachter vorausgesehen hätten. Niemand ? Alle Gutachter ? Das ist unverfroren. Aufge-tischt hat Frau Merkel diese unwahre Behauptung dem Journalisten-Tross in der Berliner Bundespressekonferenz vom 17. September. Wörtlich hat sie gesagt: „Ich habe in den ganzen Prognose-Gutachten gelesen, was bis 2020 passieren kann. Jedes dieser Szenarien hat gesagt: Die EEG-Umlage bleibt unter 4 Cent pro Kilowattstunde.“

    Die bestellten und die nicht bestellten Gutachter

    Natürlich haben Fachleute mit dem jetzt beklagten starken Anstieg der EEG-Umlage gerechnet. Natürlich gab es Gutachter, die ihn vorausgesehen haben. Sie haben ihn vorgerechnet und vor ihm gewarnt. Nur, es waren nicht die von Merkels Re-gierung bestellten Gutachter. Es waren die Politik-Gefälligkeits-Gutachter. Es waren die politikhörigen Sachkundigen in Organisationen und Unternehmen, die die „Energiewende“ mitbetreiben. Es waren die Lobbyisten, die von den EEG-Subventionen profitieren. Es waren die Medien, vor allem die Print-Medien, die sich an den Großanzeigen laben, mit denen die Windkraft-, Fotovoltaik- und Biogas-Industrie sie überfluten. Sie alle haben viel getan, um die Warnungen zu unterdrücken und den Anstieg zu verharmlosen.

    Auf wen Frau Merkel zum Beispiel nicht gehört hat

    Frau Merkel hat sich einseitig unterrichtet und musste das wissen, weil sie es so wollte. Sie hat daher auf die Gegenstimmen bewusst verzichtet, weil ihr die nicht in den Kram passten. Frau Merkel hat sich der Haltung hingegeben „Was ich nicht wahrnehmen will, hat nicht stattgefunden“. Frau Merkel hat Vogel Strauß gespielt und den Kopf in den Sand gesteckt, um die Warnungen der kritischen Fach-leute nicht wahrnehmen zu müssen. Sie hat die Augen vor unangenehmen Realitäten verschlossen, wie auch in anderen Fällen ihrer Politik, und die Tatsachen einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Hat sie zum Beispiel auf Prof. Dr. Helmut Alt von der Technischen Hochschule Aachen gehört ? Er ist kein Unbekannter in dem Metier und hat sich vielfach kundig zu Wort gemeldet. Sie hat nicht. Hat sie beherzigt, dass die Netzbetreiber 2010 gewarnt haben, bis 2012 werde die EEG-Umlage auf 4,4 Cent je kWh steigen ? 2013 werden es über 5 Cent werden. Hat sie auf EU-Energiekommissar Günther Oettinger gehört, der Deutschland vor der geplanten Wende in der Energiepolitik gewarnt hat, weil er eine „Explosion des Strom-preises“ voraussah ? So zu lesen in der FAZ vom 23. Mai 2011. Sie hat nicht.

    Oettinger: In Deutschland gedankenlose Hinnahme der hohen Strompreise
    Oettinger hat auch dies gesagt: „Ich bin überrascht, wie gedankenlos die Ent-wicklung der Strompreise hingenommen wird.“ Das war am 24. Oktober 2011 auf dem internationalen Wirtschaftsforum in Baden-Baden. Auch hier warnte vor einem Anstieg der Strompreise. Hohe Energiekosten gefährdeten nicht nur den Wirt-schaftsstandort, sondern auch den sozialen Frieden, wenn ein Teil der Menschen die Stromrechnung nicht mehr bezahlen könne. Deutschland habe weltweit mit die höchsten Strompreise.

    Der GVSt 2004: Angaben zur Mehrbelastung unvollständig und irreführend
    Der Gesamtverband Steinkohle (GVSt) prangerte die Verharmlosung schon am 23. April 2004 an und stellte in seiner Analyse zur damaligen EEG-Novelle ab-schließend fest: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Verdoppelung des An-teils erneuerbarer Energien sind mit der pauschalen Verniedlichung der Beträge nicht adäquat beschrieben. Damit geht zugleich der Blick für positive sektorale und gesamtwirtschaftliche Wirkungen, die mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbun-den sind, verloren. Die Zurechnung der Mehrbelastung des privaten Strom-verbrauchs auf einen durchschnittlichen Haushalt (1 Euro pro Monat) ist unvoll-ständig und irreführend.“

    Die Stromverbraucher-Schutzorganisation NAEB warnt schon lange
    Zu denen, die vor drastisch steigenden Strompreisen und damit den schweren Folgen der unverantwortlichen Energiepolitik der scheinbar Öko-Bewegten schon lange warnen, gehören ferner die fachkundigen Bürger der Stromverbrau-cher-Schutzorgani--sation (Nationale Anti-EEG-Bewegung NAEB). Auch ich bin dort Mitglied. Am 28. Mai 2011 war einer ihrer PR-Mitteilungen kurzgefasst dies zu entnehmen: Der Strompreis wird bis 2020 für die privaten Endverbrau-cher von heute rund 24 Cent auf über 50 Cent je kWh steigen. Und der Strom-preis für die Industrie klettert von heute etwa 12 auf deutlich über 20 Cent. Nicht eingerechnet ist ein schnelles Abschalten der Kernkraftwerke, was einen weiteren Kostenschub bringen wird. Die absehbare Folge: Millionen Haushalte (Hartz-4-Empfänger, Normalrentner und Geringverdiener) werden ihre Strom-rechnung nicht mehr bezahlen können. Millionen von Arbeitsplätzen in der energieintensiven Industrie werden in Länder mit geringeren Energiekosten ver-legt, die den deutschen Sonderweg, aus der Kernkraft auszusteigen, nicht mitge-hen. Der noch schnellere deutsche Ausstieg aus der Kernenergie, als im Ener-giekonzept vom 28. September 2010 geplant, wird den Strompreisanstieg in Deutschland beschleunigen und eine bedarfsgerechte Stromversorgung nicht mehr sichern.

    Warum die Preissteigerung zwangsläufig ist

    Womit belegen die NAEB-Fachleute das ? Die Vergütung des „Ökostromes“ nach dem EEG beträgt für das Jahr 2010 durchschnittlich 15,5 Cent je kWh (Erfahrungsbe-richt des Bundesumweltministeriums vom 3. Mai 2011). Dies ist das Vierfache der Herstellkosten der konventionellen Stromerzeugung von rund 4 Cent je kWh. Durch die geplante massive und gigantische Ausweitung der Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee (offshore-Windstrom) und Fotovoltaik muss der Preis des Ökostroms zwangsläufig weiter stark steigen, denn dieser „Windstrom“ ist noch teurer als der an Land (onshore). In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass die Öko-Abgabe von rund 13 Milliarden 2010 auf über 30 Milliarden Euro 2020 hochge-trieben wird. Diese Abgabe müssen vorwiegend die privaten Haushalte zahlen, weil die Industrie teilweise von ihr ausgenommen ist.

    NAEB: Verdoppelung des Strompreises schon vor 2020

    In einer NAEB-PR-Mitteilung vom 31. Dezember 2011 hieß es: „Das EEG treibt 2012 die Strompreise noch weiter hoch. Die Bundesnetzagentur muss wegen des EEG höhe-re Netzgebühren für alle Netze genehmigen. Im Jahr 2012 werden die staatlich verfüg-ten Entgelte für Strom nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG-Strom) wohl 20 Milliarden Euro erreichen. Unausweichlich ist das jedenfalls dann, wenn der Bau von Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse nach dem Plan der Bun-desregierung fortgesetzt wird. Dann kämen schon über 20 Prozent des deutschen Stroms aus dieser unzuverlässigen Energiequelle. Aber mit diesen rund 20 Mil-liarden Euro könnte in den ohnehin weiter notwendigen Dampfkraftwerken so-gar der gesamte deutsche Strombedarf erzeugt werden – und zwar verlässlich. Denn der unzuverlässige EEG-Strom ist mehr als fünfmal so teuer als der kon-ventionelle Dampfkraft-Strom. …… Der Netzausbau zusätzlich zum Ausbau der teuren regenerativen Energieanlagen muss und wird den Strompreis schnell weiter er-höhen. Die laut www.Stromlüge.de errechnete Verdopplung der Strompreise bis 2020 wird wohl deutlich schneller erreicht. Dann wird der Strompreis in Deutschland drei- bis viermal höher sein als in Frankreich, in den USA und vie-len anderen Ländern.“

    “Die EEG-Umlage wird 2013 auf mindestens 5 Cent steigen”

    Wie sieht es aktuell aus ? In der NAEB-PR-Mitteilung vom 25. August heißt es zur EEG-Umlage: „An sich müsste der Aufschlag, weil nicht mehr kostendeckend, längst höher sein. Wir, die Stromverbraucher-Schutzorganisation NAEB, haben ihn nach den von uns geschätzten Einspeisemengen mit 5,2 Cent/kWh berechnet (Stand Ende Juli 2012). Aber er wird aus politischen Gründen noch gedeckelt und soll erst 2013 auf 5 Cent heraufgesetzt werden. Allerdings werden diese 5 Cent bei weitem nicht ausreichen, denn die EEG-Stromerzeugung wird zügig weiter ausgebaut. Auch muss 2013 das Kostendefizit von 2012 nachgeholt wer-den. Es dürfte sich auf mindestens 2 Milliarden Euro belaufen. Außerdem ent-stehen noch weitere Kosten, die ebenfalls zu den EEG-Kosten gehören. Sie müssten den 5 Cent eigentlich hinzugeschlagen werden, darunter die Anbin-dungskosten für Windkraftstrom von Anlagen im Meer (Offshore-Strom) und die Kosten für Fotovoltaik-Nachrüstungen (Stichwort 50,2Hz-Problematik), die trickreich in andere Segmente verlagert werden, um die Proteste gegen die Stromverteuerung vorerst in Grenzen zu halten.“

    EEG-Umlage seit 2000 um 1 561 Prozent gestiegen

    Die Umlage macht sichtbar, was das EEG den Stromverbrauchern als direkte Kosten der „Energiewende“ abnötigt. Vom Jahr 2000 bis 2012 ist diese Umlage für einen Drei-Personen-Haushalt um 1.561 Prozent gestiegen (siehe folgende Tabelle). Es sind 1.561 Prozent zuviel.

    Strompreisentwicklung für einen 3-Personen-Haushalt mit Jahresverbrauch von 3.500 kWh in Cent/kWh (Durchschnittswerte)
    Erzeugung 1) EEG-Umlage
    Jahr Transport 2) und 3) Summe
    Vertrieb
    1998 12,91 0,08 12,99
    1999 11,59 0,1 11,69
    2000 8,62 0,2 8,82
    2001 8,6 0,23 8,83
    2002 9,71 0,35 10,06
    2003 10,23 0,42 10,65
    2004 10,82 0,51 11,33
    2005 11,22 0,69 11,91
    2006 11,75 0,88 12,63
    2007 12,19 1,03 13,22
    2008 13,01 1,16 14,17
    2009 14,12 1,31 15,43
    2010 13,89 2,05 17,42
    2011 13,8 3,53 17,33
    2012 14,05 3,59 17,64

    1) Beinhaltet nicht die Kosten für die gesamte erzeugte Strommenge,
    sondern nur die Kosten derjenigen Strommenge, die weder über das EEG, noch über das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) abgerechnet werden.

    2) Beinhaltet Kosten der erzeugten Strommenge, die nach EEG abgerechnet wird

    3) Bis April 2000: Vergütung nach dem Stromeinspeisungsgesetz

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#Haushaltstarife

    In dieser Preistabelle sind noch nicht die weiteren Bestandteile der Verbraucherpreise für Strom enthalten. Das sind die Konzessionsabgabe, die KWK-Umlage, die Strom-steuer, die § 19-Umlage und die Umsatzsteuer. Der Anteil dieser Abgaben, Umla-gen und Steuern ist von 24,5 Prozent (1998) auf 45,4 Prozent (2012) gestiegen (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#Haushaltstarife ). Der Staat kassiert also auch für sich selbst tüchtig ab.

    Die noch zusätzlichen direkten Kosten

    Der Verband der Netzbetreiber VDN hat zusammengestellt, was an EEG-Einspeise-vergütungen schon zusammengekommen ist. Danach summieren sich diese Erlöse aus dem staatlichen Zwangsabnahmepreis für „Ökostrom“ von 2000 bis 2013 für insgesamt 833 Milliarden Kilowattstunden auf zusammen 91 Milliarden Eu-ro. Daraus ergeben sich für 1 kWh in diesen Jahren zusammen 10,8 Cent (Quelle: http://vdn-archiv.bdew.de/global/downloads/Netz-Themen/eeg/EEG-Mifri-2013.pdf ).
    Zu diesen direkten Kosten (Einspeisevergütung) kommen weitere unmittelbare Kos-ten, die das EEG verursacht, hinzu:

    - die Entschädigung für erzeugten, aber nicht eingespeisten Strom,
    - die Vermarktungshilfe,
    - die zusätzlichen Netzkosten,
    - die Stromverluste beim Transport,
    - die Zusatzkosten der Schattenkraftwerke,
    - die Begünstigungen stromintensiver Industriebetriebe,
    - die Beihilfen für Einkommensschwache,
    - die Entschädigung für Unternehmen, die bei Stromengpässen Anlagen vorsorglich abschalten sollen
    - durch verbilligten Export von Überschussstrom und teuren Stromimport
    Aber das ist noch nicht alles. Auch mittelbare (indirekte) Kosten gibt es. Es sind Kos-ten, die man nicht sieht und die nicht immer sofort spürbar werden, die aber trotzdem als Folgewirkungen entstehen, die staatliche Eingriffe in die Wirtschaft in den Markt immer haben.

    Professor Alt: Die Energiewende-Politik wird am Prellbock enden
    Für den Energiefachmann Helmut Alt ist eindeutig, „dass der Weg unserer politisch verordneten Energiewende zu 80 % oder gar 100 % aus regenerativer Energie – domi-nierend als Wind- oder Sonnenstrom – ein Irrweg ist, der an einem Prellbock enden wird. … Auch beliebig viele Wind- und Sonnenenergieanlagen sind weder ‚notwendig noch hinreichend’, eine sichere und bezahlbare Stromversorgung zu gewährleisten, würden allerdings das Stromerzeugungssystem in Deutschland zu dem teuersten und ineffizientesten der Welt machen. …“
    “Ein Irrweg unbezahlbaren Ausmaßes”

    Alt weiter: „Mir scheint es überfällig, dass alle Verantwortlichen für unsere Energie-versorgung und allen voran die Wissenschaft, aber auch die der Wahrheit sich ver-pflichtet fühlenden Medien mit klaren Worten auf die Zuverlässigkeitsdefizite und den damit verbundenen Irrweg unbezahlbaren Ausmaßes – auch für die nicht sachkundige Öffentlichkeit verständlich – hinweisen sollten. … ‚Zu teuer und aufgrund der Dargebotsabhängigkeit zu unsicher’ gilt leider nicht nur heute, sondern wird nach allem, was man abschätzen kann, auch 2050 und darüber hin-aus noch gelten.“ So zum Beispiel Ende Dezember 2011. In einem Leserbrief von Alt an die FAZ vom 16. September 2011 steht am Schluss der Satz: „Es ist nicht zu fas-sen, mit welcher bodenlosen Gleichgültigkeit sachunkundige Politiker die Basis unseres Wohlstandes aufs Spiel setzen und die Energie einfach zum Luxusgut erklären.“ Aber auch in den Jahren davor hat Alt seine Stimme gegen diese Energie-politik erhoben.

    Arnold Vaatz (CDU) 2011: Das EEG ist eine politische Fehlleistung

    Für Arnold Vaatz, den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Bundestags--fraktion, ist das EEG „eine politische Fehlleistung“. Am 12. Oktober 2011 in Leipzig hat er über die nationalen und internationalen Folgen des deutschen Ausstiegs aus der Kernenergie gehalten. Der ganze Vortrag hier:
    http://wwwm.htwk-leipzig.de/~m6bast/rvlfukushima/111012RVLfukushimaVaatzEnergiesicherheit.pdf

    „Erbarmungsloser Konformitätsdruck einer postreligiösen Gesellschaft“

    Im Januar 2012 schrieb Vaatz an den ihm offenbar befreundeten Autor eines Leser-briefes (Prof. Dr. Knut Löschke), der in der Leipziger Volkszeitung vom 9. Januar 2012 erschienen war, mit der Bemerkung „Du kannst dies verwenden“ folgendes: „Während der Atomausstiegsdebatte im Vorjahr ist mir leider klar geworden, daß es nicht ein Mangel an naturwissenschaftlicher, mathematischer, technologischer oder volkswirtschaftlicher Sachkenntnis ist, der uns in die energiepolitische Sackgasse geführt hat. Es ist ein erbarmungsloser Konformitätsdruck, der von einer postreligiösen Gesellschaft ausgeht, die ihren arbeitslos gewordenen religiösen Sensus ausleben will. Dieser Konformitätsdruck hat eine Gleichschaltung der Gesellschaft verursacht, die zwar mit den Formen von Gleichschaltung wie wir dies aus der Geschichte der europäischen Diktaturen kennen, nicht identisch ist, jedoch ganz ähnliche Züge ausweist. Die Strafe für Widerspruch ist heute allerdings (zum Glück noch nicht!) Haft oder Liquidation, sondern nur die Verbannung aus der medialen Relevanzzone.“ Vaatz schlägt auch vor, wie eine vernünftige Energiepolitik beginnen könnte.

    Vaatz: Enorme Mittel in ein sinnloses Experiment investiert

    In einem Radio-Interview 18. Juli 2012 war Vaatz gefragt worden: „Herr Vaatz, die Politik hält, schon wegen der großen Popularität der Frage, eisern an der Energiewen-de II fest. Verstörend wirkt eine drohende Strompreiserhöhung. Ist diese Energiewen-de noch zu akzeptablen Preisen machbar ?“ Antwort Vaatz: „Also ich halte sie zu-nächst erst mal aus rein physikalischen und auch aus technischen Gründen für kaum machbar und aus ökonomischen Gründen für völlig unsinnig, und ich glaube, dass sie nicht realisiert wird. Ich glaube, wir werden auf halbem Wege irgendwo stecken bleiben und dann feststellen, dass wir enorme Mittel in ein sinnloses Experiment investiert haben.“

    Das ganze Gespräch hier:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1814787/

    Was Frau Merkel sagte, ist Lügerei

    Alles dies belegt: Was Kanzlerin Merkel auf jener Bundespressekonferenz am 17. Sep-tember gesagt hat (siehe Anfang), ist Lügerei. Die „Energiewende“ ist ein horrender Preistreiber. Die EEG-Kosten für Wind- und Solarstrom steuern in die völlig falsche Richtung und schaden Deutschland in unverantwortlicher Weise. Die „erneuerbaren“ Energien müssen umbenannt werden in „verteuerbare“. Die Akteure, Propagandeure und Profiteure dieser Politik sind geradezu Volksschädlinge. Frau Merkel ver-stößt, da sie alles dies missachtet, gegen ihren Amtseid.

    Quelle: http://kpkrause.de/2012/09/21/unwahres-von-der-kanzlerin/#more-1995

  2. Ausgezeichneter Kommentatordiko
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2013 06:04

    "Wind- und Solarstrom fallen nur an, wenn die Sonne scheint und der Wind weht!"

    Und die Wasserkraft ?
    Welche zum Unterschied, der die Landschaft verschandelnden und Vögel killenden Windräder - gefällige See- u. Uferlandschaften erbringt? - Die wird von den Erfüllungslakaien der Verhinderungs- u. Schützerlobby als Hauptkonkurrent - nachhaltig seit Jahren weltweit bekämpft.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 09:28

    Die Klimaerwärmung ist ein weiteres grünes Wahlversprechen, das nicht gehalten wurde.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2013 10:29

    Wo Staat drauf steht ist Dreck drinnen – so einfach.

    Staatliche Wirtschaftslenkung hat noch nie, nochmals: NOCH NIE, funktioniert.

    Es ist jedenfalls immer wieder lustig zu beobachten, wie Menschen diese Grundregel missachten und wenn es dann, wie zu erwarten, furchtbar schief geht, noch mehr von der Medizin 'Staat' nach leeren, womit die Fehlallokation nur noch gravierender wird, worauf noch mehr von der tödlichen Medizin verabreicht wird …

    Wer die aktuellen Träumereien von einer Freihandelszone mit der NAFTA hört, weiß, daß bei den energiepolitischen Unterschieden zwischen den zwei Blöcken, dies im völligen Fiasko enden muss; die 'Eliten' tun es trotzdem.
    Aber unser 'Eliten' wollen keinen freien Handel zwischen freien Menschen! Sie wollen den maximalen Durchgriff auf die versklavte Bevölkerung, anders sind die laufenden Dummheiten nicht zu erklären. Jeder Besitzer eines Windrades (oder Photovoltaik), ist ein Bittsteller, welcher von der staatlich gewähren Umverteilungen lebt, es existiert kein Vertrag zwischen zwei freien Menschen!

  5. Ausgezeichneter KommentatorSegestes
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. April 2013 09:53

    Vor allem die Kronenzeitung gehört in Österreich mittlerweile zu den ärgsten Klima-Alarmisten!
    Man fragt sich demnach, ob der Herausgeber und seine unsägliche Frau ihr Geld in Wind- und Solarenergie investiert haben...
    Ich kann mich nämlich noch gut daran erinnern, dass die Krone in den 1990ern, nachdem der alte Dichand bei Max.mobil eingestiegen war, plötzlich wie am Fließband Jubelberichte fabrizierte, in denen das Handy zum ultimativen Lebensretter hochstilisiert wurde ^^

    Unlängst wurde in der Krone sogar der Dummfug verbreitet, aufgrund der Erderwärmung wäre es bei uns im Winter kälter als üblich ^^
    Liest man hingegen folgenden Artikel auf Welt.de durch, dann ergibt sich unzweifelhaft ein realistischeres Bild:
    http://www.welt.de/vermischtes/article114728930/Forscher-warnen-vor-dem-eisigen-Schweinezyklus.html

  6. Ausgezeichneter KommentatorAron Sperber Partner Homepage
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 15:29

    Noch zwei, drei solche Winter…

    …und wir werden uns statt mit der Klimarettung wieder mit realen Problemen beschäftigen können.

    z.B. mit der De-Industrialisierung Europas

    Selbst wenn der Mensch tatsächlich zur Klimaerwärmung beiträgt, nützt es dem globalen Klima nichts, wenn durch den Emissionshandel die Industrie aus Europa in andere Weltteile (mit schlechteren Umweltstandards) verlagert wird.

    So ein Ablasshandel wird dem Klimagott nur wenig beeindrucken…

    Wenn man Panik vor einem schlagartigen Anstieg des Meeresspiegels hat, sollte man sich besser an die Bibel halten und eine große Arche bauen.

    Der Bau von besseren Deichen wäre im Gegensatz zum völlig sinnlosen Emissionshandel sogar eine realistische Maßnahme, um sich vor den Folgen einer möglichen Klimaerwärmung zu schützen.

    Gerade solche Maßnahmen wurden jedoch von den Klima-Experten bislang nicht empfohlen, was darauf hindeutet, dass sie die von ihnen verbreitete Hysterie wohl selbst nicht so ganz ernst nehmen.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/03/28/heilsamer-winterfrost/

  7. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    29. März 2013 07:04

    Die vorrangig zu klärende Frage lautet: Ist das per fossiler Brennstoffe emittierte CO2 tatsächlich Ursache für die Klimaerwärmung? Falls ja, was m.E., der zahlreichen Aussagen von Wissenschaftlern gemäß, wahrscheinlich ist, dann muss unzweifelbar und ungesäumt gegengesteuert werden. Der endgültige, nach streng wissenschaftlichen Kriterien geführte Nachweis dieser - bloßen Wahrscheinlichkeitsaussage - erscheint mir aber noch nicht erbracht.
    Für den Fall aber, daß es wahr ist, wäre rationales Vorgehen angesagt. Etwa ist solare Energiegewinnung per se ineffektiv und daher nur von sehr beschränktem Wert (ist ein Solarboiler sommers aufgeheizt, so verpufft die per teurer Kollektoren gewonnene Wärmeenergie sinnlos); wirklich praktisch brauchbar wird diese "grüne" Energie nur dann, wenn sie in großem Ausmaß, zwar in einer Weise, wie die Natur (die hatte Milliarden Jahre Erprobungszeit zur Verfügung) es vorgibt. Sie speichert nämlich die gewonnene Solarenergie in Form von Holz, oder Öl (z.B. Raps, Kürbis, Oliven), über Umwege auch als tierisches Fett, welche Stoffe sich alle durch äußerst hohe Energiedichte auszeichnen. Eine schwere Traktionsbatterie etwa kann damit in keinster Weise konkurrieren. Aktuell wäre daher ein brauchbares, flüssiges Speichermedium zu entwickeln, welches per Alternativenergie erzeugt werden könnte, und in Leitungen oder Tankschiffen transportierbar wäre. Damit fiele die Notwendigkeit von Pumpspeicherkraftwerken als aktuell de facto einzig ernstzunehmende, aber leider unbewegliche, Energiespeichermethode weg; ebenso weg fielen die gigantischen Stromtrassen, weil Energie weltweit allüberall genau dort bevorratbar bzw. in die Edelenergie Strom umwandelbar wäre, wo sie gerade gebraucht würde. Die Europäische Union wäre m.E. gut beraten, ihre Fördermilliarden vorrangig in ein Projekt zur Entwicklung eines solchen Speichermediums zu stecken, weil genau darin der Königsweg zur so sehnlich angestrebten "Energiewende" liegt.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    30. März 2013 07:16

    Immer noch aktuell.

    Unwahres von der Kanzlerin
    Klaus Peter Krause, 21.09.2012

    Unverfroren behauptete sie:
    Niemand habe mit dieser hohen EEG-Umlage rechnen können

    Oh, doch !
    So, so, die Bundeskanzlerin hat den Strompreisanstieg als Folge ihrer „Energiewende“ unterschätzt. Niemand, so sagte sie, habe damit rechnen können, dass die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sehr viel stärker steige, als alle Gutachter vorausgesehen hätten. Niemand ? Alle Gutachter ? Das ist unverfroren. Aufge-tischt hat Frau Merkel diese unwahre Behauptung dem Journalisten-Tross in der Berliner Bundespressekonferenz vom 17. September. Wörtlich hat sie gesagt: „Ich habe in den ganzen Prognose-Gutachten gelesen, was bis 2020 passieren kann. Jedes dieser Szenarien hat gesagt: Die EEG-Umlage bleibt unter 4 Cent pro Kilowattstunde.“

    Die bestellten und die nicht bestellten Gutachter

    Natürlich haben Fachleute mit dem jetzt beklagten starken Anstieg der EEG-Umlage gerechnet. Natürlich gab es Gutachter, die ihn vorausgesehen haben. Sie haben ihn vorgerechnet und vor ihm gewarnt. Nur, es waren nicht die von Merkels Re-gierung bestellten Gutachter. Es waren die Politik-Gefälligkeits-Gutachter. Es waren die politikhörigen Sachkundigen in Organisationen und Unternehmen, die die „Energiewende“ mitbetreiben. Es waren die Lobbyisten, die von den EEG-Subventionen profitieren. Es waren die Medien, vor allem die Print-Medien, die sich an den Großanzeigen laben, mit denen die Windkraft-, Fotovoltaik- und Biogas-Industrie sie überfluten. Sie alle haben viel getan, um die Warnungen zu unterdrücken und den Anstieg zu verharmlosen.

    Auf wen Frau Merkel zum Beispiel nicht gehört hat

    Frau Merkel hat sich einseitig unterrichtet und musste das wissen, weil sie es so wollte. Sie hat daher auf die Gegenstimmen bewusst verzichtet, weil ihr die nicht in den Kram passten. Frau Merkel hat sich der Haltung hingegeben „Was ich nicht wahrnehmen will, hat nicht stattgefunden“. Frau Merkel hat Vogel Strauß gespielt und den Kopf in den Sand gesteckt, um die Warnungen der kritischen Fach-leute nicht wahrnehmen zu müssen. Sie hat die Augen vor unangenehmen Realitäten verschlossen, wie auch in anderen Fällen ihrer Politik, und die Tatsachen einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Hat sie zum Beispiel auf Prof. Dr. Helmut Alt von der Technischen Hochschule Aachen gehört ? Er ist kein Unbekannter in dem Metier und hat sich vielfach kundig zu Wort gemeldet. Sie hat nicht. Hat sie beherzigt, dass die Netzbetreiber 2010 gewarnt haben, bis 2012 werde die EEG-Umlage auf 4,4 Cent je kWh steigen ? 2013 werden es über 5 Cent werden. Hat sie auf EU-Energiekommissar Günther Oettinger gehört, der Deutschland vor der geplanten Wende in der Energiepolitik gewarnt hat, weil er eine „Explosion des Strom-preises“ voraussah ? So zu lesen in der FAZ vom 23. Mai 2011. Sie hat nicht.

    Oettinger: In Deutschland gedankenlose Hinnahme der hohen Strompreise
    Oettinger hat auch dies gesagt: „Ich bin überrascht, wie gedankenlos die Ent-wicklung der Strompreise hingenommen wird.“ Das war am 24. Oktober 2011 auf dem internationalen Wirtschaftsforum in Baden-Baden. Auch hier warnte vor einem Anstieg der Strompreise. Hohe Energiekosten gefährdeten nicht nur den Wirt-schaftsstandort, sondern auch den sozialen Frieden, wenn ein Teil der Menschen die Stromrechnung nicht mehr bezahlen könne. Deutschland habe weltweit mit die höchsten Strompreise.

    Der GVSt 2004: Angaben zur Mehrbelastung unvollständig und irreführend
    Der Gesamtverband Steinkohle (GVSt) prangerte die Verharmlosung schon am 23. April 2004 an und stellte in seiner Analyse zur damaligen EEG-Novelle ab-schließend fest: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Verdoppelung des An-teils erneuerbarer Energien sind mit der pauschalen Verniedlichung der Beträge nicht adäquat beschrieben. Damit geht zugleich der Blick für positive sektorale und gesamtwirtschaftliche Wirkungen, die mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbun-den sind, verloren. Die Zurechnung der Mehrbelastung des privaten Strom-verbrauchs auf einen durchschnittlichen Haushalt (1 Euro pro Monat) ist unvoll-ständig und irreführend.“

    Die Stromverbraucher-Schutzorganisation NAEB warnt schon lange
    Zu denen, die vor drastisch steigenden Strompreisen und damit den schweren Folgen der unverantwortlichen Energiepolitik der scheinbar Öko-Bewegten schon lange warnen, gehören ferner die fachkundigen Bürger der Stromverbrau-cher-Schutzorgani--sation (Nationale Anti-EEG-Bewegung NAEB). Auch ich bin dort Mitglied. Am 28. Mai 2011 war einer ihrer PR-Mitteilungen kurzgefasst dies zu entnehmen: Der Strompreis wird bis 2020 für die privaten Endverbrau-cher von heute rund 24 Cent auf über 50 Cent je kWh steigen. Und der Strom-preis für die Industrie klettert von heute etwa 12 auf deutlich über 20 Cent. Nicht eingerechnet ist ein schnelles Abschalten der Kernkraftwerke, was einen weiteren Kostenschub bringen wird. Die absehbare Folge: Millionen Haushalte (Hartz-4-Empfänger, Normalrentner und Geringverdiener) werden ihre Strom-rechnung nicht mehr bezahlen können. Millionen von Arbeitsplätzen in der energieintensiven Industrie werden in Länder mit geringeren Energiekosten ver-legt, die den deutschen Sonderweg, aus der Kernkraft auszusteigen, nicht mitge-hen. Der noch schnellere deutsche Ausstieg aus der Kernenergie, als im Ener-giekonzept vom 28. September 2010 geplant, wird den Strompreisanstieg in Deutschland beschleunigen und eine bedarfsgerechte Stromversorgung nicht mehr sichern.

    Warum die Preissteigerung zwangsläufig ist

    Womit belegen die NAEB-Fachleute das ? Die Vergütung des „Ökostromes“ nach dem EEG beträgt für das Jahr 2010 durchschnittlich 15,5 Cent je kWh (Erfahrungsbe-richt des Bundesumweltministeriums vom 3. Mai 2011). Dies ist das Vierfache der Herstellkosten der konventionellen Stromerzeugung von rund 4 Cent je kWh. Durch die geplante massive und gigantische Ausweitung der Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee (offshore-Windstrom) und Fotovoltaik muss der Preis des Ökostroms zwangsläufig weiter stark steigen, denn dieser „Windstrom“ ist noch teurer als der an Land (onshore). In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass die Öko-Abgabe von rund 13 Milliarden 2010 auf über 30 Milliarden Euro 2020 hochge-trieben wird. Diese Abgabe müssen vorwiegend die privaten Haushalte zahlen, weil die Industrie teilweise von ihr ausgenommen ist.

    NAEB: Verdoppelung des Strompreises schon vor 2020

    In einer NAEB-PR-Mitteilung vom 31. Dezember 2011 hieß es: „Das EEG treibt 2012 die Strompreise noch weiter hoch. Die Bundesnetzagentur muss wegen des EEG höhe-re Netzgebühren für alle Netze genehmigen. Im Jahr 2012 werden die staatlich verfüg-ten Entgelte für Strom nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG-Strom) wohl 20 Milliarden Euro erreichen. Unausweichlich ist das jedenfalls dann, wenn der Bau von Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse nach dem Plan der Bun-desregierung fortgesetzt wird. Dann kämen schon über 20 Prozent des deutschen Stroms aus dieser unzuverlässigen Energiequelle. Aber mit diesen rund 20 Mil-liarden Euro könnte in den ohnehin weiter notwendigen Dampfkraftwerken so-gar der gesamte deutsche Strombedarf erzeugt werden – und zwar verlässlich. Denn der unzuverlässige EEG-Strom ist mehr als fünfmal so teuer als der kon-ventionelle Dampfkraft-Strom. …… Der Netzausbau zusätzlich zum Ausbau der teuren regenerativen Energieanlagen muss und wird den Strompreis schnell weiter er-höhen. Die laut www.Stromlüge.de errechnete Verdopplung der Strompreise bis 2020 wird wohl deutlich schneller erreicht. Dann wird der Strompreis in Deutschland drei- bis viermal höher sein als in Frankreich, in den USA und vie-len anderen Ländern.“

    “Die EEG-Umlage wird 2013 auf mindestens 5 Cent steigen”

    Wie sieht es aktuell aus ? In der NAEB-PR-Mitteilung vom 25. August heißt es zur EEG-Umlage: „An sich müsste der Aufschlag, weil nicht mehr kostendeckend, längst höher sein. Wir, die Stromverbraucher-Schutzorganisation NAEB, haben ihn nach den von uns geschätzten Einspeisemengen mit 5,2 Cent/kWh berechnet (Stand Ende Juli 2012). Aber er wird aus politischen Gründen noch gedeckelt und soll erst 2013 auf 5 Cent heraufgesetzt werden. Allerdings werden diese 5 Cent bei weitem nicht ausreichen, denn die EEG-Stromerzeugung wird zügig weiter ausgebaut. Auch muss 2013 das Kostendefizit von 2012 nachgeholt wer-den. Es dürfte sich auf mindestens 2 Milliarden Euro belaufen. Außerdem ent-stehen noch weitere Kosten, die ebenfalls zu den EEG-Kosten gehören. Sie müssten den 5 Cent eigentlich hinzugeschlagen werden, darunter die Anbin-dungskosten für Windkraftstrom von Anlagen im Meer (Offshore-Strom) und die Kosten für Fotovoltaik-Nachrüstungen (Stichwort 50,2Hz-Problematik), die trickreich in andere Segmente verlagert werden, um die Proteste gegen die Stromverteuerung vorerst in Grenzen zu halten.“

    EEG-Umlage seit 2000 um 1 561 Prozent gestiegen

    Die Umlage macht sichtbar, was das EEG den Stromverbrauchern als direkte Kosten der „Energiewende“ abnötigt. Vom Jahr 2000 bis 2012 ist diese Umlage für einen Drei-Personen-Haushalt um 1.561 Prozent gestiegen (siehe folgende Tabelle). Es sind 1.561 Prozent zuviel.

    Strompreisentwicklung für einen 3-Personen-Haushalt mit Jahresverbrauch von 3.500 kWh in Cent/kWh (Durchschnittswerte)
    Erzeugung 1) EEG-Umlage
    Jahr Transport 2) und 3) Summe
    Vertrieb
    1998 12,91 0,08 12,99
    1999 11,59 0,1 11,69
    2000 8,62 0,2 8,82
    2001 8,6 0,23 8,83
    2002 9,71 0,35 10,06
    2003 10,23 0,42 10,65
    2004 10,82 0,51 11,33
    2005 11,22 0,69 11,91
    2006 11,75 0,88 12,63
    2007 12,19 1,03 13,22
    2008 13,01 1,16 14,17
    2009 14,12 1,31 15,43
    2010 13,89 2,05 17,42
    2011 13,8 3,53 17,33
    2012 14,05 3,59 17,64

    1) Beinhaltet nicht die Kosten für die gesamte erzeugte Strommenge,
    sondern nur die Kosten derjenigen Strommenge, die weder über das EEG, noch über das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) abgerechnet werden.

    2) Beinhaltet Kosten der erzeugten Strommenge, die nach EEG abgerechnet wird

    3) Bis April 2000: Vergütung nach dem Stromeinspeisungsgesetz

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#Haushaltstarife

    In dieser Preistabelle sind noch nicht die weiteren Bestandteile der Verbraucherpreise für Strom enthalten. Das sind die Konzessionsabgabe, die KWK-Umlage, die Strom-steuer, die § 19-Umlage und die Umsatzsteuer. Der Anteil dieser Abgaben, Umla-gen und Steuern ist von 24,5 Prozent (1998) auf 45,4 Prozent (2012) gestiegen (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#Haushaltstarife ). Der Staat kassiert also auch für sich selbst tüchtig ab.

    Die noch zusätzlichen direkten Kosten

    Der Verband der Netzbetreiber VDN hat zusammengestellt, was an EEG-Einspeise-vergütungen schon zusammengekommen ist. Danach summieren sich diese Erlöse aus dem staatlichen Zwangsabnahmepreis für „Ökostrom“ von 2000 bis 2013 für insgesamt 833 Milliarden Kilowattstunden auf zusammen 91 Milliarden Eu-ro. Daraus ergeben sich für 1 kWh in diesen Jahren zusammen 10,8 Cent (Quelle: http://vdn-archiv.bdew.de/global/downloads/Netz-Themen/eeg/EEG-Mifri-2013.pdf ).
    Zu diesen direkten Kosten (Einspeisevergütung) kommen weitere unmittelbare Kos-ten, die das EEG verursacht, hinzu:

    - die Entschädigung für erzeugten, aber nicht eingespeisten Strom,
    - die Vermarktungshilfe,
    - die zusätzlichen Netzkosten,
    - die Stromverluste beim Transport,
    - die Zusatzkosten der Schattenkraftwerke,
    - die Begünstigungen stromintensiver Industriebetriebe,
    - die Beihilfen für Einkommensschwache,
    - die Entschädigung für Unternehmen, die bei Stromengpässen Anlagen vorsorglich abschalten sollen
    - durch verbilligten Export von Überschussstrom und teuren Stromimport
    Aber das ist noch nicht alles. Auch mittelbare (indirekte) Kosten gibt es. Es sind Kos-ten, die man nicht sieht und die nicht immer sofort spürbar werden, die aber trotzdem als Folgewirkungen entstehen, die staatliche Eingriffe in die Wirtschaft in den Markt immer haben.

    Professor Alt: Die Energiewende-Politik wird am Prellbock enden
    Für den Energiefachmann Helmut Alt ist eindeutig, „dass der Weg unserer politisch verordneten Energiewende zu 80 % oder gar 100 % aus regenerativer Energie – domi-nierend als Wind- oder Sonnenstrom – ein Irrweg ist, der an einem Prellbock enden wird. … Auch beliebig viele Wind- und Sonnenenergieanlagen sind weder ‚notwendig noch hinreichend’, eine sichere und bezahlbare Stromversorgung zu gewährleisten, würden allerdings das Stromerzeugungssystem in Deutschland zu dem teuersten und ineffizientesten der Welt machen. …“
    “Ein Irrweg unbezahlbaren Ausmaßes”

    Alt weiter: „Mir scheint es überfällig, dass alle Verantwortlichen für unsere Energie-versorgung und allen voran die Wissenschaft, aber auch die der Wahrheit sich ver-pflichtet fühlenden Medien mit klaren Worten auf die Zuverlässigkeitsdefizite und den damit verbundenen Irrweg unbezahlbaren Ausmaßes – auch für die nicht sachkundige Öffentlichkeit verständlich – hinweisen sollten. … ‚Zu teuer und aufgrund der Dargebotsabhängigkeit zu unsicher’ gilt leider nicht nur heute, sondern wird nach allem, was man abschätzen kann, auch 2050 und darüber hin-aus noch gelten.“ So zum Beispiel Ende Dezember 2011. In einem Leserbrief von Alt an die FAZ vom 16. September 2011 steht am Schluss der Satz: „Es ist nicht zu fas-sen, mit welcher bodenlosen Gleichgültigkeit sachunkundige Politiker die Basis unseres Wohlstandes aufs Spiel setzen und die Energie einfach zum Luxusgut erklären.“ Aber auch in den Jahren davor hat Alt seine Stimme gegen diese Energie-politik erhoben.

    Arnold Vaatz (CDU) 2011: Das EEG ist eine politische Fehlleistung

    Für Arnold Vaatz, den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Bundestags--fraktion, ist das EEG „eine politische Fehlleistung“. Am 12. Oktober 2011 in Leipzig hat er über die nationalen und internationalen Folgen des deutschen Ausstiegs aus der Kernenergie gehalten. Der ganze Vortrag hier:
    http://wwwm.htwk-leipzig.de/~m6bast/rvlfukushima/111012RVLfukushimaVaatzEnergiesicherheit.pdf

    „Erbarmungsloser Konformitätsdruck einer postreligiösen Gesellschaft“

    Im Januar 2012 schrieb Vaatz an den ihm offenbar befreundeten Autor eines Leser-briefes (Prof. Dr. Knut Löschke), der in der Leipziger Volkszeitung vom 9. Januar 2012 erschienen war, mit der Bemerkung „Du kannst dies verwenden“ folgendes: „Während der Atomausstiegsdebatte im Vorjahr ist mir leider klar geworden, daß es nicht ein Mangel an naturwissenschaftlicher, mathematischer, technologischer oder volkswirtschaftlicher Sachkenntnis ist, der uns in die energiepolitische Sackgasse geführt hat. Es ist ein erbarmungsloser Konformitätsdruck, der von einer postreligiösen Gesellschaft ausgeht, die ihren arbeitslos gewordenen religiösen Sensus ausleben will. Dieser Konformitätsdruck hat eine Gleichschaltung der Gesellschaft verursacht, die zwar mit den Formen von Gleichschaltung wie wir dies aus der Geschichte der europäischen Diktaturen kennen, nicht identisch ist, jedoch ganz ähnliche Züge ausweist. Die Strafe für Widerspruch ist heute allerdings (zum Glück noch nicht!) Haft oder Liquidation, sondern nur die Verbannung aus der medialen Relevanzzone.“ Vaatz schlägt auch vor, wie eine vernünftige Energiepolitik beginnen könnte.

    Vaatz: Enorme Mittel in ein sinnloses Experiment investiert

    In einem Radio-Interview 18. Juli 2012 war Vaatz gefragt worden: „Herr Vaatz, die Politik hält, schon wegen der großen Popularität der Frage, eisern an der Energiewen-de II fest. Verstörend wirkt eine drohende Strompreiserhöhung. Ist diese Energiewen-de noch zu akzeptablen Preisen machbar ?“ Antwort Vaatz: „Also ich halte sie zu-nächst erst mal aus rein physikalischen und auch aus technischen Gründen für kaum machbar und aus ökonomischen Gründen für völlig unsinnig, und ich glaube, dass sie nicht realisiert wird. Ich glaube, wir werden auf halbem Wege irgendwo stecken bleiben und dann feststellen, dass wir enorme Mittel in ein sinnloses Experiment investiert haben.“

    Das ganze Gespräch hier:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1814787/

    Was Frau Merkel sagte, ist Lügerei

    Alles dies belegt: Was Kanzlerin Merkel auf jener Bundespressekonferenz am 17. Sep-tember gesagt hat (siehe Anfang), ist Lügerei. Die „Energiewende“ ist ein horrender Preistreiber. Die EEG-Kosten für Wind- und Solarstrom steuern in die völlig falsche Richtung und schaden Deutschland in unverantwortlicher Weise. Die „erneuerbaren“ Energien müssen umbenannt werden in „verteuerbare“. Die Akteure, Propagandeure und Profiteure dieser Politik sind geradezu Volksschädlinge. Frau Merkel ver-stößt, da sie alles dies missachtet, gegen ihren Amtseid.

    Quelle: http://kpkrause.de/2012/09/21/unwahres-von-der-kanzlerin/#more-1995


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  1. Segestes (kein Partner)
    01. April 2013 09:53

    Vor allem die Kronenzeitung gehört in Österreich mittlerweile zu den ärgsten Klima-Alarmisten!
    Man fragt sich demnach, ob der Herausgeber und seine unsägliche Frau ihr Geld in Wind- und Solarenergie investiert haben...
    Ich kann mich nämlich noch gut daran erinnern, dass die Krone in den 1990ern, nachdem der alte Dichand bei Max.mobil eingestiegen war, plötzlich wie am Fließband Jubelberichte fabrizierte, in denen das Handy zum ultimativen Lebensretter hochstilisiert wurde ^^

    Unlängst wurde in der Krone sogar der Dummfug verbreitet, aufgrund der Erderwärmung wäre es bei uns im Winter kälter als üblich ^^
    Liest man hingegen folgenden Artikel auf Welt.de durch, dann ergibt sich unzweifelhaft ein realistischeres Bild:
    http://www.welt.de/vermischtes/article114728930/Forscher-warnen-vor-dem-eisigen-Schweinezyklus.html

    • phaidros
      01. April 2013 17:35

      Zitat: »…deshalb auch aus Russland lauter werdende Stimmen aus der Wissenschaft zu vernehmen sind, die vor einer bevorstehenden Eiszeit warnen. Wladimir Baschkin und Rauf Galiulin haben dies kürzlich erst in einer Studie festgestellt.

      Die beiden zwei Biogeochemiker – eine Disziplin, zu der auch die Ergründung der Erdatmosphäre zählt – haben das Papier für das Forschungsinstitut Vniigaz des Gazprom-Konzerns erarbeitet.«


      Ein realistischeres Bild?

    • Segestes (kein Partner)
      01. April 2013 19:54

      http://www.windpowermonthly.com/article/1165846/Gazprom-invest-%E2%82%AC160-million-wind

      Nirgendwo kann man zurzeit mehr Fördermillionen abgreifen, als im Bereich der sogenannten "Erneuerbaren Energien". Deshalb investieren hier auch Energiekonzerne wie Gazprom kräftig.

      Und "Gazprom" ist, wie der Name bereits vermuten lässt, im Bereich der Erdgasförderung tätig. Dieses Gas preist man wiederum aufgrund der vergleichsweise bescheidenen "CO2-Bilanz" als famose Übergangslösung an.

      Du siehst, deine angedeutete Verschwörung war ein ziemlicher Schnellschuss.
      Die Welt ist eben nicht so einfach, wie der kleine Maxi sie sich vorstellt :)

    • phaidros
      01. April 2013 20:30

      Nur, ob ich das richtig verstehe: Weil nirgendwo mehr abgegriffen werden kann als bei den Erneuerbaren, ergibt eine Studie von GAZPROM automatisch ein realistischeres Bild?

      Und da fällt Dir nichts dabei auf?

      Zum Beipsiel, dass weder Berkeley noch NASA noch NOAA noch ZAMG noch CRU noch sonst eine der großen Quellen irgendetwas mit erneuerbaren Energien oder Förderungen dafür zu tun hat. Oder dass die veröffentlichten Ergebnisse nicht von ›den Erneuerbaren‹ oder ihrer Lobby (lassen wir einmal stehen, dass es da eine gibt, ich habe keine Ahnung) stammen, weil die die Möglichkeit zur umfassenden Forschung gar nicht haben, sondern höchstens Sekundärliteratur veröffentlichen können. Um nur mal so 2 Puntke zu nennen…

      Du siehst, meine angedeutete Verschwörung war kein ziemlicher Schnellschuss.
      Die Welt ist eben nicht so einfach, wie der kleine Maxi sie sich vorstellt :)

    • phaidros
      01. April 2013 21:08

      …aber falls Dich eine etwas fundiertere Einschätzung des Opus der beiden interessiert:

      Bashkin: eine Arbeit 48 mal zitiert, die gemeinsame mit Galiulin 42x, dann 19, 16, 16, 14, 11, 11…

      Galiulin: die oben zitierte 42x, eine mit 11, ein paar einstellig, ein paar ohne Zitationen.

      Scheinen nicht unbedingt Titanen zu sein. (scholar.google.at)

  2. Aron Sperber (kein Partner)
    30. März 2013 15:29

    Noch zwei, drei solche Winter…

    …und wir werden uns statt mit der Klimarettung wieder mit realen Problemen beschäftigen können.

    z.B. mit der De-Industrialisierung Europas

    Selbst wenn der Mensch tatsächlich zur Klimaerwärmung beiträgt, nützt es dem globalen Klima nichts, wenn durch den Emissionshandel die Industrie aus Europa in andere Weltteile (mit schlechteren Umweltstandards) verlagert wird.

    So ein Ablasshandel wird dem Klimagott nur wenig beeindrucken…

    Wenn man Panik vor einem schlagartigen Anstieg des Meeresspiegels hat, sollte man sich besser an die Bibel halten und eine große Arche bauen.

    Der Bau von besseren Deichen wäre im Gegensatz zum völlig sinnlosen Emissionshandel sogar eine realistische Maßnahme, um sich vor den Folgen einer möglichen Klimaerwärmung zu schützen.

    Gerade solche Maßnahmen wurden jedoch von den Klima-Experten bislang nicht empfohlen, was darauf hindeutet, dass sie die von ihnen verbreitete Hysterie wohl selbst nicht so ganz ernst nehmen.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/03/28/heilsamer-winterfrost/

  3. zweiblum
    30. März 2013 09:28

    Die Klimaerwärmung ist ein weiteres grünes Wahlversprechen, das nicht gehalten wurde.

    • F.V. (kein Partner)
      30. März 2013 10:34

      Klima ist eine statistische Größe.

      Wie erwärmt sich diese?

    • phaidros
      30. März 2013 15:14

      Der über 30 Jahre gebildete, gemittelte Durchschnitt geht langsam nach oben.

    • Neppomuck (kein Partner)
      30. März 2013 17:05

      @phaidros locutus, causa finita!

    • phaidros
      30. März 2013 17:39

      Oh nein, neppomuck, aber mitnichten! Weil ich etwas sage, ist doch ein Fall nicht abgeschlossen!!

      Wenn aber ein Richard Muller, eine Judith Curry und ein Saul Perlmutter es tun, und ihre und ihrer Kollegen Arbeit dabei von den Rohdaten über die Verfahren bishin zu den Programmquelltexten veröffentlichen, dann muss man Gegenargumente schon etwas sogrfältiger absichern, als einfach nur ad personam. Insbesondere, wenn man selbst absolut nichts zum Thema zu sagen hat:

      http://berkeleyearth.org/results-summary/

    • Neppomuck (kein Partner)
      30. März 2013 20:07

      http://www.focus.de/wissen/klima/klimaprognosen/tid-28250/keine-erderwaermung-seit-16-jahren-neue-munition-fuer-klimaskeptiker_aid_867048.html

      Aber das Ganze ist an sich ja egal.
      Ändern kann man es nicht und daher muss man es zur Kenntis nehmen.
      0,8 ° C + in ca. 150 Jahren.
      Was soll's?
      Dazu kommt noch, dass die Aufzeichnungen über eine derart lange Zeit gar nicht vergleichbar sein können, weil die Messtechniken einem gewaltigen Wandel unterworfen waren.
      Von den Messmethoden will ich dabei gar nicht reden.

    • phaidros
      30. März 2013 20:24

      Das klappt so leider nicht: wenn Sie folgenden Satz aus dem Artikel herausgreifen:

      »Seit Anfang 1997 bis August 2012 sei kein Anstieg in der globalen Durchschnittstemperatur erkennbar.«

      dann ist klar, dass der Autor einen Extremwert gegen die Entwicklung vergleicht.

      Das ist ein schwerer Verfahrenfehler und völlig unzulässig.

      Das einzige womit SIe eine Aussage erhalten ist, das laufende 30-jähjrige Mittel zu beobachten, und hier ist der Befunde eindeutig: http://berkeleyearth.org/results-summary/

    • phaidros
      30. März 2013 20:27

      Und was die Vergleichbarkeit von Aufzeichnungen angeht: da sprechen Sie einen extrem schwierigen Punkt an, richtig, aber die Aufzeichnungen sind vergleichbar. Auch, wie man das erreicht, wird dargelegt:

      http://berkeleyearth.org/papers/ (»Methods paper«)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Neppomuck (kein Partner)
      30. März 2013 20:47

      Kriegen sie eigentlich Zeilenhonorar?

    • phaidros
      30. März 2013 20:55

      Stopp – verlesen! Kein Verfahrensfehler! (Habe »August 97-12« gelesen statt »Anfang 97-«)

      Das ändert aber nichts an der Untauglichkeit:

      Erstens wird rein gar nichts verheimlicht, wie auch aus dem Artikel hervorgeht

      Zweitens reden wir hier schon seit Tagen vom (selbstverstänlich völlig offiziell abgehandelten) Stagnieren des Temperaturanstiegs auf der Nordhalbkugel und seinen Gründen (z.B. u.a. mangelnde Sonnenaktivität im aktuellen Zyklus)

      Drittens lassen wir den Artikel selbst zu Wort kommen: »Natürlich ließ das Met Office diese Darstellung nicht unwidersprochen. In einer Stellungnahme zu dem Artikel in der „Mail on Sunday“ werfen die britischen Wetterfrösche dem Autor vor, er verbreite irreführende Informationen. In den vergangenen 140 Jahren habe sich die Erde um 0,8 Grad erwärmt, heißt es darin. Dabei gab es mehrere Perioden, in denen die Temperaturen langsamer angestiegen oder sogar leicht gesunken sind. Dies treffe auch auf die gegenwärtige Phase eines reduzierten Temperaturanstiegs zu, zudem sei deren Dauer von 15 Jahren keineswegs ungewöhnlich.«

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Ob ich ein Zeilenhonorar erhalte, ist irrelevant, solange stimmt, was ich schreibe – und geht Sie auch rein gar nichts an. Widerlegen Sie das Geschriebene (aber nicht nur mit tumb-sturen endrichtigen Behauptungen oder giften Sie sich halt, wenn Sie das nicht können. Oder warten Sie, wie hier, bis ich einen Fehler selbst entdecke aber persönlich Werden ist einfach nur… )

    • diko
      31. März 2013 07:40

      @ Neppomuck,
      Dass Phaidros für Zeilenhonorar im Dienste der Einblödungslobby diesen Blog - seit Anbeginn - zumüllt ist nicht irrelevant, sondern insofern unangenehm als bei Windows 8 es das einfache "Drüberscrollen" nicht mehr gibt.

    • phaidros
      01. April 2013 07:58

      Verwenden SIe halt was Ordentliches, diko. Dass Sie auch mit einem Computer nicht umgehen können, macht noch keine Relevanz aus.

      Tipp: Addon "Untergerger 1.1" bei firefox, da können Sie meine Beiträge ganz wegblenden.

      Sie sehen also diko: auch Ihr jämmerlicher Versuch von gehässigem Gesülze ist irrelevant.

    • Nona (kein Partner)
      01. April 2013 17:09

      Haha, die Klientel ist hier großteils echt der Hammer.

      Sobald die Luft argumentativ raus ist (was oft recht schnell passieren kann) kommen die Anwürfe. Für Außenstehende ist es der ewig gleiche Trollschmäh mit der Löwelstraße, interne Abweichlern tritt man jetzt offenbar mit einer Zeilenhonorar Anschuldigung entgegen. Und nein liebe Freunde, das ist kein Anwurf meinerseits, das ist eine oft beobachtete Tatsache.

      Der diko haut noch einen drauf und stellt fest, dass man mit Windows 8 nicht mehr scrollen kann. Lieber diko, ich kann dir versichern, mit diesem Windows 8 Problem stehst du ziemlich alleine da. :D

    • diko
      01. April 2013 20:02

      @ nona
      Sie wissen bescheid über alle übrigen "Windows 8" Nutzern auf diesem Planeten? Und trotzdem missverstehen Sie mich,- ich habe nämlich kein Problem mit "Windows 8", sondern sehe in dem "Umhergewische" keine Verbesserung zum vorigen "Scrollen". - Freue mich aber immer wieder aufs Neue, - über Belehrung und Erkenntnisse von den Allwissenden unter uns.

  4. F.V. (kein Partner)
    30. März 2013 07:16

    Immer noch aktuell.

    Unwahres von der Kanzlerin
    Klaus Peter Krause, 21.09.2012

    Unverfroren behauptete sie:
    Niemand habe mit dieser hohen EEG-Umlage rechnen können

    Oh, doch !
    So, so, die Bundeskanzlerin hat den Strompreisanstieg als Folge ihrer „Energiewende“ unterschätzt. Niemand, so sagte sie, habe damit rechnen können, dass die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sehr viel stärker steige, als alle Gutachter vorausgesehen hätten. Niemand ? Alle Gutachter ? Das ist unverfroren. Aufge-tischt hat Frau Merkel diese unwahre Behauptung dem Journalisten-Tross in der Berliner Bundespressekonferenz vom 17. September. Wörtlich hat sie gesagt: „Ich habe in den ganzen Prognose-Gutachten gelesen, was bis 2020 passieren kann. Jedes dieser Szenarien hat gesagt: Die EEG-Umlage bleibt unter 4 Cent pro Kilowattstunde.“

    Die bestellten und die nicht bestellten Gutachter

    Natürlich haben Fachleute mit dem jetzt beklagten starken Anstieg der EEG-Umlage gerechnet. Natürlich gab es Gutachter, die ihn vorausgesehen haben. Sie haben ihn vorgerechnet und vor ihm gewarnt. Nur, es waren nicht die von Merkels Re-gierung bestellten Gutachter. Es waren die Politik-Gefälligkeits-Gutachter. Es waren die politikhörigen Sachkundigen in Organisationen und Unternehmen, die die „Energiewende“ mitbetreiben. Es waren die Lobbyisten, die von den EEG-Subventionen profitieren. Es waren die Medien, vor allem die Print-Medien, die sich an den Großanzeigen laben, mit denen die Windkraft-, Fotovoltaik- und Biogas-Industrie sie überfluten. Sie alle haben viel getan, um die Warnungen zu unterdrücken und den Anstieg zu verharmlosen.

    Auf wen Frau Merkel zum Beispiel nicht gehört hat

    Frau Merkel hat sich einseitig unterrichtet und musste das wissen, weil sie es so wollte. Sie hat daher auf die Gegenstimmen bewusst verzichtet, weil ihr die nicht in den Kram passten. Frau Merkel hat sich der Haltung hingegeben „Was ich nicht wahrnehmen will, hat nicht stattgefunden“. Frau Merkel hat Vogel Strauß gespielt und den Kopf in den Sand gesteckt, um die Warnungen der kritischen Fach-leute nicht wahrnehmen zu müssen. Sie hat die Augen vor unangenehmen Realitäten verschlossen, wie auch in anderen Fällen ihrer Politik, und die Tatsachen einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Hat sie zum Beispiel auf Prof. Dr. Helmut Alt von der Technischen Hochschule Aachen gehört ? Er ist kein Unbekannter in dem Metier und hat sich vielfach kundig zu Wort gemeldet. Sie hat nicht. Hat sie beherzigt, dass die Netzbetreiber 2010 gewarnt haben, bis 2012 werde die EEG-Umlage auf 4,4 Cent je kWh steigen ? 2013 werden es über 5 Cent werden. Hat sie auf EU-Energiekommissar Günther Oettinger gehört, der Deutschland vor der geplanten Wende in der Energiepolitik gewarnt hat, weil er eine „Explosion des Strom-preises“ voraussah ? So zu lesen in der FAZ vom 23. Mai 2011. Sie hat nicht.

    Oettinger: In Deutschland gedankenlose Hinnahme der hohen Strompreise
    Oettinger hat auch dies gesagt: „Ich bin überrascht, wie gedankenlos die Ent-wicklung der Strompreise hingenommen wird.“ Das war am 24. Oktober 2011 auf dem internationalen Wirtschaftsforum in Baden-Baden. Auch hier warnte vor einem Anstieg der Strompreise. Hohe Energiekosten gefährdeten nicht nur den Wirt-schaftsstandort, sondern auch den sozialen Frieden, wenn ein Teil der Menschen die Stromrechnung nicht mehr bezahlen könne. Deutschland habe weltweit mit die höchsten Strompreise.

    Der GVSt 2004: Angaben zur Mehrbelastung unvollständig und irreführend
    Der Gesamtverband Steinkohle (GVSt) prangerte die Verharmlosung schon am 23. April 2004 an und stellte in seiner Analyse zur damaligen EEG-Novelle ab-schließend fest: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Verdoppelung des An-teils erneuerbarer Energien sind mit der pauschalen Verniedlichung der Beträge nicht adäquat beschrieben. Damit geht zugleich der Blick für positive sektorale und gesamtwirtschaftliche Wirkungen, die mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbun-den sind, verloren. Die Zurechnung der Mehrbelastung des privaten Strom-verbrauchs auf einen durchschnittlichen Haushalt (1 Euro pro Monat) ist unvoll-ständig und irreführend.“

    Die Stromverbraucher-Schutzorganisation NAEB warnt schon lange
    Zu denen, die vor drastisch steigenden Strompreisen und damit den schweren Folgen der unverantwortlichen Energiepolitik der scheinbar Öko-Bewegten schon lange warnen, gehören ferner die fachkundigen Bürger der Stromverbrau-cher-Schutzorgani--sation (Nationale Anti-EEG-Bewegung NAEB). Auch ich bin dort Mitglied. Am 28. Mai 2011 war einer ihrer PR-Mitteilungen kurzgefasst dies zu entnehmen: Der Strompreis wird bis 2020 für die privaten Endverbrau-cher von heute rund 24 Cent auf über 50 Cent je kWh steigen. Und der Strom-preis für die Industrie klettert von heute etwa 12 auf deutlich über 20 Cent. Nicht eingerechnet ist ein schnelles Abschalten der Kernkraftwerke, was einen weiteren Kostenschub bringen wird. Die absehbare Folge: Millionen Haushalte (Hartz-4-Empfänger, Normalrentner und Geringverdiener) werden ihre Strom-rechnung nicht mehr bezahlen können. Millionen von Arbeitsplätzen in der energieintensiven Industrie werden in Länder mit geringeren Energiekosten ver-legt, die den deutschen Sonderweg, aus der Kernkraft auszusteigen, nicht mitge-hen. Der noch schnellere deutsche Ausstieg aus der Kernenergie, als im Ener-giekonzept vom 28. September 2010 geplant, wird den Strompreisanstieg in Deutschland beschleunigen und eine bedarfsgerechte Stromversorgung nicht mehr sichern.

    Warum die Preissteigerung zwangsläufig ist

    Womit belegen die NAEB-Fachleute das ? Die Vergütung des „Ökostromes“ nach dem EEG beträgt für das Jahr 2010 durchschnittlich 15,5 Cent je kWh (Erfahrungsbe-richt des Bundesumweltministeriums vom 3. Mai 2011). Dies ist das Vierfache der Herstellkosten der konventionellen Stromerzeugung von rund 4 Cent je kWh. Durch die geplante massive und gigantische Ausweitung der Windkraftanlagen in Nord- und Ostsee (offshore-Windstrom) und Fotovoltaik muss der Preis des Ökostroms zwangsläufig weiter stark steigen, denn dieser „Windstrom“ ist noch teurer als der an Land (onshore). In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass die Öko-Abgabe von rund 13 Milliarden 2010 auf über 30 Milliarden Euro 2020 hochge-trieben wird. Diese Abgabe müssen vorwiegend die privaten Haushalte zahlen, weil die Industrie teilweise von ihr ausgenommen ist.

    NAEB: Verdoppelung des Strompreises schon vor 2020

    In einer NAEB-PR-Mitteilung vom 31. Dezember 2011 hieß es: „Das EEG treibt 2012 die Strompreise noch weiter hoch. Die Bundesnetzagentur muss wegen des EEG höhe-re Netzgebühren für alle Netze genehmigen. Im Jahr 2012 werden die staatlich verfüg-ten Entgelte für Strom nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG-Strom) wohl 20 Milliarden Euro erreichen. Unausweichlich ist das jedenfalls dann, wenn der Bau von Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Biomasse nach dem Plan der Bun-desregierung fortgesetzt wird. Dann kämen schon über 20 Prozent des deutschen Stroms aus dieser unzuverlässigen Energiequelle. Aber mit diesen rund 20 Mil-liarden Euro könnte in den ohnehin weiter notwendigen Dampfkraftwerken so-gar der gesamte deutsche Strombedarf erzeugt werden – und zwar verlässlich. Denn der unzuverlässige EEG-Strom ist mehr als fünfmal so teuer als der kon-ventionelle Dampfkraft-Strom. …… Der Netzausbau zusätzlich zum Ausbau der teuren regenerativen Energieanlagen muss und wird den Strompreis schnell weiter er-höhen. Die laut www.Stromlüge.de errechnete Verdopplung der Strompreise bis 2020 wird wohl deutlich schneller erreicht. Dann wird der Strompreis in Deutschland drei- bis viermal höher sein als in Frankreich, in den USA und vie-len anderen Ländern.“

    “Die EEG-Umlage wird 2013 auf mindestens 5 Cent steigen”

    Wie sieht es aktuell aus ? In der NAEB-PR-Mitteilung vom 25. August heißt es zur EEG-Umlage: „An sich müsste der Aufschlag, weil nicht mehr kostendeckend, längst höher sein. Wir, die Stromverbraucher-Schutzorganisation NAEB, haben ihn nach den von uns geschätzten Einspeisemengen mit 5,2 Cent/kWh berechnet (Stand Ende Juli 2012). Aber er wird aus politischen Gründen noch gedeckelt und soll erst 2013 auf 5 Cent heraufgesetzt werden. Allerdings werden diese 5 Cent bei weitem nicht ausreichen, denn die EEG-Stromerzeugung wird zügig weiter ausgebaut. Auch muss 2013 das Kostendefizit von 2012 nachgeholt wer-den. Es dürfte sich auf mindestens 2 Milliarden Euro belaufen. Außerdem ent-stehen noch weitere Kosten, die ebenfalls zu den EEG-Kosten gehören. Sie müssten den 5 Cent eigentlich hinzugeschlagen werden, darunter die Anbin-dungskosten für Windkraftstrom von Anlagen im Meer (Offshore-Strom) und die Kosten für Fotovoltaik-Nachrüstungen (Stichwort 50,2Hz-Problematik), die trickreich in andere Segmente verlagert werden, um die Proteste gegen die Stromverteuerung vorerst in Grenzen zu halten.“

    EEG-Umlage seit 2000 um 1 561 Prozent gestiegen

    Die Umlage macht sichtbar, was das EEG den Stromverbrauchern als direkte Kosten der „Energiewende“ abnötigt. Vom Jahr 2000 bis 2012 ist diese Umlage für einen Drei-Personen-Haushalt um 1.561 Prozent gestiegen (siehe folgende Tabelle). Es sind 1.561 Prozent zuviel.

    Strompreisentwicklung für einen 3-Personen-Haushalt mit Jahresverbrauch von 3.500 kWh in Cent/kWh (Durchschnittswerte)
    Erzeugung 1) EEG-Umlage
    Jahr Transport 2) und 3) Summe
    Vertrieb
    1998 12,91 0,08 12,99
    1999 11,59 0,1 11,69
    2000 8,62 0,2 8,82
    2001 8,6 0,23 8,83
    2002 9,71 0,35 10,06
    2003 10,23 0,42 10,65
    2004 10,82 0,51 11,33
    2005 11,22 0,69 11,91
    2006 11,75 0,88 12,63
    2007 12,19 1,03 13,22
    2008 13,01 1,16 14,17
    2009 14,12 1,31 15,43
    2010 13,89 2,05 17,42
    2011 13,8 3,53 17,33
    2012 14,05 3,59 17,64

    1) Beinhaltet nicht die Kosten für die gesamte erzeugte Strommenge,
    sondern nur die Kosten derjenigen Strommenge, die weder über das EEG, noch über das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) abgerechnet werden.

    2) Beinhaltet Kosten der erzeugten Strommenge, die nach EEG abgerechnet wird

    3) Bis April 2000: Vergütung nach dem Stromeinspeisungsgesetz

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#Haushaltstarife

    In dieser Preistabelle sind noch nicht die weiteren Bestandteile der Verbraucherpreise für Strom enthalten. Das sind die Konzessionsabgabe, die KWK-Umlage, die Strom-steuer, die § 19-Umlage und die Umsatzsteuer. Der Anteil dieser Abgaben, Umla-gen und Steuern ist von 24,5 Prozent (1998) auf 45,4 Prozent (2012) gestiegen (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis#Haushaltstarife ). Der Staat kassiert also auch für sich selbst tüchtig ab.

    Die noch zusätzlichen direkten Kosten

    Der Verband der Netzbetreiber VDN hat zusammengestellt, was an EEG-Einspeise-vergütungen schon zusammengekommen ist. Danach summieren sich diese Erlöse aus dem staatlichen Zwangsabnahmepreis für „Ökostrom“ von 2000 bis 2013 für insgesamt 833 Milliarden Kilowattstunden auf zusammen 91 Milliarden Eu-ro. Daraus ergeben sich für 1 kWh in diesen Jahren zusammen 10,8 Cent (Quelle: http://vdn-archiv.bdew.de/global/downloads/Netz-Themen/eeg/EEG-Mifri-2013.pdf ).
    Zu diesen direkten Kosten (Einspeisevergütung) kommen weitere unmittelbare Kos-ten, die das EEG verursacht, hinzu:

    - die Entschädigung für erzeugten, aber nicht eingespeisten Strom,
    - die Vermarktungshilfe,
    - die zusätzlichen Netzkosten,
    - die Stromverluste beim Transport,
    - die Zusatzkosten der Schattenkraftwerke,
    - die Begünstigungen stromintensiver Industriebetriebe,
    - die Beihilfen für Einkommensschwache,
    - die Entschädigung für Unternehmen, die bei Stromengpässen Anlagen vorsorglich abschalten sollen
    - durch verbilligten Export von Überschussstrom und teuren Stromimport
    Aber das ist noch nicht alles. Auch mittelbare (indirekte) Kosten gibt es. Es sind Kos-ten, die man nicht sieht und die nicht immer sofort spürbar werden, die aber trotzdem als Folgewirkungen entstehen, die staatliche Eingriffe in die Wirtschaft in den Markt immer haben.

    Professor Alt: Die Energiewende-Politik wird am Prellbock enden
    Für den Energiefachmann Helmut Alt ist eindeutig, „dass der Weg unserer politisch verordneten Energiewende zu 80 % oder gar 100 % aus regenerativer Energie – domi-nierend als Wind- oder Sonnenstrom – ein Irrweg ist, der an einem Prellbock enden wird. … Auch beliebig viele Wind- und Sonnenenergieanlagen sind weder ‚notwendig noch hinreichend’, eine sichere und bezahlbare Stromversorgung zu gewährleisten, würden allerdings das Stromerzeugungssystem in Deutschland zu dem teuersten und ineffizientesten der Welt machen. …“
    “Ein Irrweg unbezahlbaren Ausmaßes”

    Alt weiter: „Mir scheint es überfällig, dass alle Verantwortlichen für unsere Energie-versorgung und allen voran die Wissenschaft, aber auch die der Wahrheit sich ver-pflichtet fühlenden Medien mit klaren Worten auf die Zuverlässigkeitsdefizite und den damit verbundenen Irrweg unbezahlbaren Ausmaßes – auch für die nicht sachkundige Öffentlichkeit verständlich – hinweisen sollten. … ‚Zu teuer und aufgrund der Dargebotsabhängigkeit zu unsicher’ gilt leider nicht nur heute, sondern wird nach allem, was man abschätzen kann, auch 2050 und darüber hin-aus noch gelten.“ So zum Beispiel Ende Dezember 2011. In einem Leserbrief von Alt an die FAZ vom 16. September 2011 steht am Schluss der Satz: „Es ist nicht zu fas-sen, mit welcher bodenlosen Gleichgültigkeit sachunkundige Politiker die Basis unseres Wohlstandes aufs Spiel setzen und die Energie einfach zum Luxusgut erklären.“ Aber auch in den Jahren davor hat Alt seine Stimme gegen diese Energie-politik erhoben.

    Arnold Vaatz (CDU) 2011: Das EEG ist eine politische Fehlleistung

    Für Arnold Vaatz, den stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Bundestags--fraktion, ist das EEG „eine politische Fehlleistung“. Am 12. Oktober 2011 in Leipzig hat er über die nationalen und internationalen Folgen des deutschen Ausstiegs aus der Kernenergie gehalten. Der ganze Vortrag hier:
    http://wwwm.htwk-leipzig.de/~m6bast/rvlfukushima/111012RVLfukushimaVaatzEnergiesicherheit.pdf

    „Erbarmungsloser Konformitätsdruck einer postreligiösen Gesellschaft“

    Im Januar 2012 schrieb Vaatz an den ihm offenbar befreundeten Autor eines Leser-briefes (Prof. Dr. Knut Löschke), der in der Leipziger Volkszeitung vom 9. Januar 2012 erschienen war, mit der Bemerkung „Du kannst dies verwenden“ folgendes: „Während der Atomausstiegsdebatte im Vorjahr ist mir leider klar geworden, daß es nicht ein Mangel an naturwissenschaftlicher, mathematischer, technologischer oder volkswirtschaftlicher Sachkenntnis ist, der uns in die energiepolitische Sackgasse geführt hat. Es ist ein erbarmungsloser Konformitätsdruck, der von einer postreligiösen Gesellschaft ausgeht, die ihren arbeitslos gewordenen religiösen Sensus ausleben will. Dieser Konformitätsdruck hat eine Gleichschaltung der Gesellschaft verursacht, die zwar mit den Formen von Gleichschaltung wie wir dies aus der Geschichte der europäischen Diktaturen kennen, nicht identisch ist, jedoch ganz ähnliche Züge ausweist. Die Strafe für Widerspruch ist heute allerdings (zum Glück noch nicht!) Haft oder Liquidation, sondern nur die Verbannung aus der medialen Relevanzzone.“ Vaatz schlägt auch vor, wie eine vernünftige Energiepolitik beginnen könnte.

    Vaatz: Enorme Mittel in ein sinnloses Experiment investiert

    In einem Radio-Interview 18. Juli 2012 war Vaatz gefragt worden: „Herr Vaatz, die Politik hält, schon wegen der großen Popularität der Frage, eisern an der Energiewen-de II fest. Verstörend wirkt eine drohende Strompreiserhöhung. Ist diese Energiewen-de noch zu akzeptablen Preisen machbar ?“ Antwort Vaatz: „Also ich halte sie zu-nächst erst mal aus rein physikalischen und auch aus technischen Gründen für kaum machbar und aus ökonomischen Gründen für völlig unsinnig, und ich glaube, dass sie nicht realisiert wird. Ich glaube, wir werden auf halbem Wege irgendwo stecken bleiben und dann feststellen, dass wir enorme Mittel in ein sinnloses Experiment investiert haben.“

    Das ganze Gespräch hier:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1814787/

    Was Frau Merkel sagte, ist Lügerei

    Alles dies belegt: Was Kanzlerin Merkel auf jener Bundespressekonferenz am 17. Sep-tember gesagt hat (siehe Anfang), ist Lügerei. Die „Energiewende“ ist ein horrender Preistreiber. Die EEG-Kosten für Wind- und Solarstrom steuern in die völlig falsche Richtung und schaden Deutschland in unverantwortlicher Weise. Die „erneuerbaren“ Energien müssen umbenannt werden in „verteuerbare“. Die Akteure, Propagandeure und Profiteure dieser Politik sind geradezu Volksschädlinge. Frau Merkel ver-stößt, da sie alles dies missachtet, gegen ihren Amtseid.

    Quelle: http://kpkrause.de/2012/09/21/unwahres-von-der-kanzlerin/#more-1995

  5. dssm
    29. März 2013 10:29

    Wo Staat drauf steht ist Dreck drinnen – so einfach.

    Staatliche Wirtschaftslenkung hat noch nie, nochmals: NOCH NIE, funktioniert.

    Es ist jedenfalls immer wieder lustig zu beobachten, wie Menschen diese Grundregel missachten und wenn es dann, wie zu erwarten, furchtbar schief geht, noch mehr von der Medizin 'Staat' nach leeren, womit die Fehlallokation nur noch gravierender wird, worauf noch mehr von der tödlichen Medizin verabreicht wird …

    Wer die aktuellen Träumereien von einer Freihandelszone mit der NAFTA hört, weiß, daß bei den energiepolitischen Unterschieden zwischen den zwei Blöcken, dies im völligen Fiasko enden muss; die 'Eliten' tun es trotzdem.
    Aber unser 'Eliten' wollen keinen freien Handel zwischen freien Menschen! Sie wollen den maximalen Durchgriff auf die versklavte Bevölkerung, anders sind die laufenden Dummheiten nicht zu erklären. Jeder Besitzer eines Windrades (oder Photovoltaik), ist ein Bittsteller, welcher von der staatlich gewähren Umverteilungen lebt, es existiert kein Vertrag zwischen zwei freien Menschen!

  6. FranzAnton
    29. März 2013 07:04

    Die vorrangig zu klärende Frage lautet: Ist das per fossiler Brennstoffe emittierte CO2 tatsächlich Ursache für die Klimaerwärmung? Falls ja, was m.E., der zahlreichen Aussagen von Wissenschaftlern gemäß, wahrscheinlich ist, dann muss unzweifelbar und ungesäumt gegengesteuert werden. Der endgültige, nach streng wissenschaftlichen Kriterien geführte Nachweis dieser - bloßen Wahrscheinlichkeitsaussage - erscheint mir aber noch nicht erbracht.
    Für den Fall aber, daß es wahr ist, wäre rationales Vorgehen angesagt. Etwa ist solare Energiegewinnung per se ineffektiv und daher nur von sehr beschränktem Wert (ist ein Solarboiler sommers aufgeheizt, so verpufft die per teurer Kollektoren gewonnene Wärmeenergie sinnlos); wirklich praktisch brauchbar wird diese "grüne" Energie nur dann, wenn sie in großem Ausmaß, zwar in einer Weise, wie die Natur (die hatte Milliarden Jahre Erprobungszeit zur Verfügung) es vorgibt. Sie speichert nämlich die gewonnene Solarenergie in Form von Holz, oder Öl (z.B. Raps, Kürbis, Oliven), über Umwege auch als tierisches Fett, welche Stoffe sich alle durch äußerst hohe Energiedichte auszeichnen. Eine schwere Traktionsbatterie etwa kann damit in keinster Weise konkurrieren. Aktuell wäre daher ein brauchbares, flüssiges Speichermedium zu entwickeln, welches per Alternativenergie erzeugt werden könnte, und in Leitungen oder Tankschiffen transportierbar wäre. Damit fiele die Notwendigkeit von Pumpspeicherkraftwerken als aktuell de facto einzig ernstzunehmende, aber leider unbewegliche, Energiespeichermethode weg; ebenso weg fielen die gigantischen Stromtrassen, weil Energie weltweit allüberall genau dort bevorratbar bzw. in die Edelenergie Strom umwandelbar wäre, wo sie gerade gebraucht würde. Die Europäische Union wäre m.E. gut beraten, ihre Fördermilliarden vorrangig in ein Projekt zur Entwicklung eines solchen Speichermediums zu stecken, weil genau darin der Königsweg zur so sehnlich angestrebten "Energiewende" liegt.

    • dssm
      29. März 2013 10:42

      Also soll es der Staat wieder richten.
      Soll der Staat 'Fördermillionen' ausschütten.
      Sollen Kommissionen von 'Experten' festlegen was gut ist.
      Um die 'Fördermillionen' zu erhalten werden die 'Experten' neue Steuern einführen, es geht ja um das Überleben!
      Die 'Fördermillionen' werden an zahlreiche, in der echten Wirtschaft nicht lebensfähige, Unternehmen fließen.
      Lebensfähigen Unternehmen wird aber der Kapitalstock wegbesteuert!
      Tausende gutbezahlte Arbeitsplätze werden in der neuen, 'grünen' und 'nachhaltigen' Wirtschaft entstehen, so wie wird das aktuell mit den Solarzellenherstellern erlebt haben.

      Ich werde wohl, im Unterschied zu Ihnen, die Segnungen des Sozialismus nie verstehen.

      Aber seien Sie beruhigt, sowohl bei Speicherung als auch beim Transport tut sich etwas. Zum Glück ist dies den staatlichen 'Experten' bisher noch nicht aufgefallen, sonst werden diese technologischen Hoffnungen zu Tode gefördert, ohne brauchbare Ergebnisse zu zeitigen (man denke an die Fusionsforschung).

    • FranzAnton
      29. März 2013 17:36

      Geschätzter dssm!
      Grundsätzlich bin auch ich gegen staatliche Engagements, wo immer dies möglich ist. Es gibt aber Fälle, wo dies nicht möglich ist; jeder kennt sie; Justiz, Polizei, das öffentliche Straßennetz, das Militär, das Schulwesen, die Universitäten, usf.
      Auf unseren Fall bezogen: Sollten vertrauenswürdige Fachleute (solche existieren, denken Sie etwa an Em. Univ. Prof. Inge Schuster) zum Schluss kommen, daß zufolge des menscheninduzierten CO2 - Ausstoßes Handeln dringend geboten erscheint, wie soll eine Regierung (auch die wird zweifellos benötigt) das unbedingt Notwendige in die Wege leiten, wenn nicht per zielgerichteter Forschungsförderung?
      Allerdings werden unsere Regierungen vom "Souverän", nämlich uns, dem "Volke", mangels wirksamer Optionen zu wenig - de facto nur in 5 - Jahres - Intervallen - kontrolliert, weshalb ich hier im Forum immer wieder (schon zum Überdruss) für die Förderung von Direktdemokratie plädiere, damit dem "Volke" einfache Möglichkeiten zur Ausbremsung von schädlichem Politunsinn ermöglicht wird.

    • logiker2
      29. März 2013 19:31

      @ Franz Amon,
      Förderungen an sich sind richtigerweise mögliche sinnvolle Lenkungsmöglichkeiten, haben aber mittlerweile auch den Charakter zur Erzeugung von Abhängigkeiten (zB. Bauern) oder auch zur Durchsetzung ideologischer Idiotien (zB. Förderungen unzähliger Hilfsvereine, Erstellung von gewünschten Studien, Projekte usw.). Ja sogar die Wissenschaft wird unter Druck gesetzt, entsprechend gewünschte Ergebnisse zu liefern, bei sonstiger Einstellung der Fördergelder.

  7. diko
    29. März 2013 06:04

    "Wind- und Solarstrom fallen nur an, wenn die Sonne scheint und der Wind weht!"

    Und die Wasserkraft ?
    Welche zum Unterschied, der die Landschaft verschandelnden und Vögel killenden Windräder - gefällige See- u. Uferlandschaften erbringt? - Die wird von den Erfüllungslakaien der Verhinderungs- u. Schützerlobby als Hauptkonkurrent - nachhaltig seit Jahren weltweit bekämpft.

    • phaidros
      29. März 2013 15:04

      Das Problem mit der Wasserkraft ist zweierlei: zum einen ist Österreich weitgehend ausgebaut, großartige Steigerungen sind hier nicht mehr drin. Jedes Projekt wird von Umweltaktivisten mit Rücksicht auf irgendwelche Nistplätze von 4 Zwergdommeln abgewürgt.

      Zum zweiten steht Wasserkraft zur Zeit der Schneeschmelze am meisten zur Verfügung. Das ist, wenn der Winter aus ist und der Sommer noch nicht angefangen hat. Anders gesagt: wenn Energie am wenigsten benötigt wird. Daher sind wir gezwungen, diese Überschussenergie billig zu verkaufen und zu Spitzenzeiten, wo wir nicht genug haben, teuer wieder einzukaufen. SO entsteht die paradoxe Situation, dass Ö gemssen in kwH Stromexporteur, in € gemessen -importeur ist.

    • Observerin (kein Partner)
      30. März 2013 06:09

      ..........soviel g'scheit, der Phaidruss, - aber auf die vielen, durch Turbinen zu Tode kommende Fische hat er vergessen.
      Eine paradoxe Situation, - wie bei den Klimaschützern - wo's kalt ist, weil's immer wärmer wird - das gibt's auch bei der Wasserkraft ?

    • phaidros
      30. März 2013 15:21

      Mit dem Argument »es ist kalt, also kann es keine Erwärmung geben« wäre ich vorsichtig: Sie ›verpflichten‹ sich damit gleichsam, beim nächsten heißen Sommer in Panik zu geraten (wie er zum Beispiel soeben in Australien zuende ging: 2012/13 war dort der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen lt. Bureau of Meteorology: http://www.bom.gov.au/climate/current/season/aus/summary.shtml

      »In Brief

      In terms of both maximum and mean temperatures, summer 2012–13 was the warmest on record for Australia. Minimum temperatures were also significantly above average for the season, placing as the sixth warmest in 103 years of record. «

    • Observerin (kein Partner)
      31. März 2013 18:17

      ..........2012/13 war dort der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen,...........
      damit steht auch 2013 dem heißesten Sommer - seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, trotz allgemeiner Kälte u. Schneefälle zu Ostern - auch in der nördlichen Hemisphäre unseres Planeten, wohl nichts mehr im Wege.

    • phaidros
      01. April 2013 08:06

      Abwarten, würde ich sagen. Über einzelne Saisonen lässt sich überhaupt nichts sagen. Aber im Wege steht wohl nichts, da haben Sie sicher recht.

      Wenn Sie allerdings daruf anspielen sollten, dass es gleichsam einen geben muss, weil sonst die Argumentation in sich zusammenfällt, dann würden Sie damit daneben liegen.





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