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Der Euro stirbt – Rettet den Binnenmarkt!

Lesezeit: 8:00

So konkret wie noch nie wurde in den vergangenen Tagen über den Austritt eines Euro-Landes diskutiert. Zwar glaubt die Politik, noch einmal eine Lösung gezimmert zu haben, die Zypern in Euro und EU halten wird. Aber ganz offensichtlich erscheint erstmals auch der Politik der Gedanke an den Austritt eines Euro-Staats nicht mehr so absurd, wie er drei Jahre lang dargestellt worden ist. Daher wird mit Sicherheit bei der nächsten Krise noch viel intensiver über die rechtlichen und vor allem ökonomischen Konsequenzen eines Euro-Austritts nachgedacht werden. Denn die nächste Krise kommt gewiss. Und längst gibt es Wichtigeres zu retten als den Euro.

Die rechtliche Formalität, dass man eigentlich nicht aus dem Euro, sondern nur aus der EU als Ganzes austreten kann, wird da die geringsten Probleme bereiten. Wo ein Wille, da auch ein Weg. Schließlich haben sich ja die gleichen Länder auch brutal über das Bailout-Verbot hinweggesetzt und ständig andere Staaten auf Kosten der Steuerzahler „gerettet“.

Allheilmittel gibt es keine mehr

Ganz sicher wären freilich mit einer Reduktion der Euro-Mitglieder nicht alle Probleme gelöst, wie manche jetzt glauben. Um nur eines zu nennen: In welcher Währung müssen dann die bisherigen Euro-Schulden eines austretenden Landes zurückgezahlt werden? Allein an dieser Frage werden sich Legionen von Anwälten krumm und bucklig verdienen.

Es wird auch sonst jeder Euro-Austritt alles andere als leicht und schmerzlos sein. Denn die Schuldner-Länder haben ja in den bisherigen Euro-Jahren die Reallöhne um 20 bis 30 Prozent steiler erhöht als etwa Deutschland. Daher muss diese durch keine Leistung und Produktivität gerechtfertigte Lohnerhöhung in jedem Fall wieder neutralisiert werden. Sonst kann ein Land nicht seine alte Konkurrenzfähigkeit zurückgewinnen.

Das wird jetzt, also bei Beibehaltung des Euro, dadurch versucht, dass man solchen Ländern mit straffer Disziplin Lohnkürzungen diktiert, vor allem, aber nicht nur bei Beamten und Pensionisten. Der gleiche Effekt würde bei Trennung des Währungsraumes dadurch erreicht, dass in den austretenden Ländern alles viel teurer wird; bei einem Austritt erspart man sich aber den harten Kampf mit den uneinsichtigen Gewerkschaften, die gegen Lohnkürzungen immer heftig protestieren. Denn nominal müssen Löhne dann ja nicht gesenkt werden.

Langsam erkennen immer mehr Politiker, dass der zweite Weg politisch leichter umzusetzen ist, auch wenn dabei die technischen Vorteile des Euro wegfallen, wie etwa die niedrigen Transaktionskosten. Daher tritt etwa Italiens Berlusconi heute für einen Austritt seines Landes aus dem Euro ein, für den er einst selber gewesen ist. Das gleiche verlangt der offenbar sehr populäre Kabarettist Grillo.

Der Mai 2010 bleibt der große Fehler

Auch wenn beide Wege zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit möglich sind, entscheidend ist vor allem etwas anderes: Unter den Bürgern der südeuropäischen Länder muss endlich der Irrglaube aufhören, dass es noch einen dritten schmerzfreien Weg gebe. Dieser dritte Weg bestand im ersten Euro-Jahrzehnt in der Möglichkeit, das fröhliche mediterrane Leben, den üppigen Konsum, die Erfüllung aller wohlfahrtsstaatlichen Gewerkschaftsforderungen durch extrem billige Euro-Kredite zu finanzieren. Diese Möglichkeit gibt es seit Steigen der Anleihezinsen für Griechen&Co nicht mehr.

Seit Mai 2010 hat jedoch ein historischer Fehler der deutschen (und österreichischen und niederländischen) Politiker den Schuldenländern eine andere gefährliche Perspektive auf einen schmerzfreien dritten Weg eröffnet. Man hat dort den Glauben wachgerufen, dass die Bürger und Steuerzahler der Nordländer dauerhaft die Rechnung für dieses fröhliche Leben bezahlen.

Nun aber scheint der Druck der bevorstehenden deutschen Wahlen diesen Irrweg zu beenden. Erstes Anzeichen ist eben Zypern: Die Nordländer zahlen der Insel nur noch zwei Drittel des benötigten Betrags. Und eine Rettung des größten Wackelkandidaten, nämlich Frankreichs unter seiner schwachen Führung, ist auch für die größten Illusionäre nicht mehr vorstellbar.

Daher werden die Schuldenländer nun wieder auf jene Frage zurückgestoßen, mit der man sie eigentlich schon 2010 konfrontieren hätte sollen: Ist nicht der Austritt aus dem Euro letztlich das Klügste?

Tatsache ist jedenfalls, dass die nunmehrige „Rettung“ Zyperns die Börsen nur noch ein paar Stunden in Hochstimmung versetzen konnte. Dann sind diese wieder in jene Depression versunken, die noch auf jede Rettung gefolgt ist. So kurz war die Euphorie noch nie. Dabei sind Börsen mit ihren Sachinvestitionen eigentlich noch ein relativ aussichtsreicher Weg, seine Ersparnisse relativ – relativ! – sicher anzulegen.

In ganz Europa gleiten die Fundamente weg

Aber vielleicht sind inzwischen auch solche Investitionen chancenlos. Denn in diesen Stunden kommt in Europa offenbar alles ins Gleiten und Stürzen; der Glaube an die Retter ist weitgehend kollabiert. In Wahrheit weiß niemand mehr, wie man da noch eine neue Stabilität herstellen kann (auch wenn es die Politik nicht zugeben will). Die Beispiele aus den allerletzten Tagen und Stunden:

  • Frankreich hat angekündigt, dass es die der EU rund um die ESM-Gründung rechtsverbindlich versprochene Defizitreduktion nicht schafft. Die EU kann das letztlich nur noch zur Kenntnis nehmen.
  • Dasselbe ist am Dienstag in Italien passiert: Da kündigte das Land ohne Zustimmung durch EU- oder Euro-Gremien einfach an, das Defizitziel um einen weiteren Prozentpunkt zu erhöhen. Dabei ist dort ja jetzt noch die angebliche Sanierungsregierung Monti im Amt.
  • Die deutschen Wirtschaftsweisen haben ihre ohnedies dürre Wachstums-Prognose für die Bundesrepublik von 0,6 auf 0,3 Prozent reduziert.
  • Die zwei großen zypriotischen Banken bleiben mindestens noch weitere zwei Tage geschlossen. Und auch noch Stunden nach der letzten nächtlichen Krisensitzung weiß niemand, wie man dauerhaft einen allgemeinen Bank-Run auf Zypern verhindern kann. Denn wenn man ewige Kapitalverkehrskontrollen macht, dann ist ja auch das nach dem Haarschnitt theoretisch noch vorhandene Spargeld nicht mehr wirklich vorhanden.
  • Ein britischer Oppositionspolitiker fordert die Briten dazu auf, ihr Geld aus Krisenländern abzuziehen, weil ihren Anlagen dort eine Beschlagnahme drohe.
  • In Spanien dürfte nach einem Bericht des Wall Street Journal ein gewaltiger Schlag auf Anleger unmittelbar bevorstehen: Aktionäre dürften fast alles verlieren (bei der großen „Bankia“ etwa 99 Prozent); und Anleihegläubiger werden rund 30 Prozent verlieren.
  • Und der neue niederländische Vorsitzende der Euro-Gruppe machte in einer (später ein wenig abgeschwächten) Erklärung klar, dass die nun für eine zypriotische Bank beschlossene Abwicklung, also das Zusperren auch bei anderen europäischen Banken passieren könnte. Das war zwar eigentlich immer schon logisch, ist aber 2010 zum totalen Tabu erklärt worden.

Banken schließen und Dominoeffekte verhindern

Nur bei einem Zusperren einer Bank wird der Schaden halbwegs minimiert: Die Angestellten verlieren wie bei jeder Pleite-Firma ihre Lohnansprüche, die Aktionäre verlieren sowieso ihre Einlage und die Anleger müssen jeweils in jenem Ausmaß büßen, das die Quote übersteigt. Die Quote ist das, was bei Verwertung aller Immobilien und Forderungen (Kredite) der Bank am Ende des Tages herauskommt. Wobei dieses „Ende des Tages“ jedenfalls viele Jahre entfernt ist. Solange müssen Anleger warten, bis sie irgendetwas herauskriegen.

Damit drohen natürlich Dominoeffekte, also Konkurse weiterer an sich gesunder Banken und Unternehmen, die bei einer abzuwickelnden Bank Einlagen haben.

Einzig zur Vermeidung solcher Dominoeffekte könnte es sogar legitim sein, solche Gläubiger einer kaputten Bank teilweise mit Steuergeldern abzusichern. Das käme aber weit billiger als der Weg der letzten Jahre, wo ständig Staaten und Banken auf Kosten anderer „gerettet“ wurden. Das darf aber jedenfalls nur teilweise geschehen.

Denn sonst wäre der pädagogische Wert dahin. Der besteht vor allem darin, dass sich künftig Einleger viel besser anschauen werden, wem sie ihr Geld anvertrauen, wenn sie mit einem Verlust rechnen müssen. Der pädagogische Wert ist aber im Falle Zypern in den letzten Stunden wieder weitgehend zunichte gemacht worden. Denn die Politik hat in ihrem Populismus durchgesetzt, dass alle Einlagen bis 100.000 Euro voll "gesichert" werden müssen.

Der versäumte pädagogische Nutzen

Das hat zwei üble Konsequenzen: Erstens werden Investoren mit viel höheren Einlagen (wie etwa Fonds, die das Geld vieler auch sehr kleiner Sparer verwalten) dadurch besonders hart getroffen. Aber gerade deren Geld ist für die Ankurbelung einer Wirtschaft (beispielsweise Zyperns) besonders wichtig. Und zweitens werden die Sparer mit Einlagen bis 100.000 Euro weiterhin unvorsichtig vorgehen: Sie werden weiterhin gierig nach den saftigen Zinsen greifen, die türkische, russische, niederländische Institute etwa in Österreich anbieten; und sie werden die mickrigen Zinssätze der großen österreichischen Banken ignorieren.

Lässt man das alles geistig Revue passieren, dann wundert man sich eigentlich, warum alle Welt nur nach Zypern blickt. Der ganze Euro-Raum ist erschüttert. Daher ist es auch mehr als fraglich, ob der Plan Angela Merkels noch aufgehen kann, bis zum September, also bis zu den Bundestagswahlen, die Finanzkrise noch irgendwie mit beruhigenden Worten unter Kontrolle zu halten. Fast scheint die explosive Lunte am Euro-Fass nicht mehr austretbar zu sein.

Da kann man nur mit dem britischen Premier David Cameron hoffen: Vergesst das völlig fehlgelaufene Projekt des Euro, vergesst (endlich) die Überregulierungs-Manie der EU-Kommission, aber rettet den EU-Binnenmarkt! Denn den brauchen wir dringender denn je – gerade in Krisenzeiten!

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2013 08:16

    Treichl erklärte im Interview in etwa, daß uns der Frieden das Wert sein muß, daß wir weniger verdienen, schließlich haben wir lange gut gelebt. Das gilt natürlich nicht für ihn und Seinesgleichen, nur für mich und Meinesgleichen. Für EU´ler schon gar nicht. Das habe ich schon zu oft gehört, das nützt sich ab und ist nicht wahr.
    Spanien hat mit dem Besitzer der Marke ZARA den reichsten Europäer und gleichzeitig sterben die Leute durch Hunger und Verzweiflung. Darauf kann Europäer verzichten. In Russland unter den Freimaurern war es auch so, daraus lernen wir.
    Die Lügenmedien fordern eine bedingungslose Diktatur der EU zur Rettung (welcher?), aber nach Rathkolb, Zeitgeschichtler, der seine eigene Politik macht, ist nichts schlechter als eine Hitlerdiktatur. Wie soll KleinEUsi erkennen daß die EUdiktatur besser ist und warum soll er es glauben? Ein Zeitgeschichtler, der halbblind ist und politisiert, ist ein schlechtes Beispiel für Wahrheit und Gerechtigkeit.
    Wir haben gewettet, daß Zypern in jedem Fall gerettet wird, kein EUler will auf seine Privilegien verzichten, im Gegenteil. Deshalb muß das System am Leben erhalten werden, egal was es kostet, er zahlt es ohnehin nicht!
    Ich bin für Direkte Demokratie und gegen jede Diktatur !!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2013 06:52

    Wir sind durch Vertragsbrueche unserer PolitikerInnen in Bailoutpolitik und ESM hineinvergewaltigt worden und muessten uns wohl in Zukunft mit derselben Impertinenz vertragsbruechig daraus verabschieden.
    Es sei denn, die schwarzen Schafe vertschuessen sich von selbst von der Futterkrippe.
    Jaja, die EU, das Friedens- und Verstaendigungsprojekt zur Vereinigung Europas!
    Das hab ich mir in meiner Naivitaet frueher anders vorgestellt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPeter R Dietl
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2013 06:38

    Auch ich bin sicher, der Euro kann in heutiger Form nicht mehr lang existieren. Köstlich ist, daß nicht nur naturgemäß lügende Linke (SPD+Grüne+PDS), sondern auch CSU (Stoiber bei Anne Will) und CDU (Gröhe bei Plasberg) die frechen Heucheleien von EU-Propaganda, FDJ-Mutti und gleichgeschalteter linksliberaler Medienszene nachäffen: Der deutsche (und österreichische) Steuerzahler müsse nun alternativlos alle sonstigen Euro-Länder durchfüttern, weil er durch den Euro soooooooviel gewonnen habe. Als ob vor dem Euro Deutschland (und Österreich) nix exportiert hätten. Offenkundig würden manche Fanatiker auch gern bestätigen, daß Wasser bergauf fließt. Sofern sich nur in ihrer Brieftasche die Honorare stapeln.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2013 09:59

    Keinesfalls schädlich, sondern in jedem Fall nützlich wäre es, den Königsweg zu gehen: Sofortiger Beginn der Staats- und Verwaltungsreform inkl. Privilegienabbau.
    Am besten europaweit, mindestens jedoch in unserem schönen Land. Denn Bürokratieabbau und Korruptionsrückgang schaffen genau das, was wir jetzt brauchen: Schuldenabbau und Wachstum zugleich! Nur so geht's ja auch bei den erfolgreich sanierten Unternehmen.

    Dazu müssen wir Bürger die Politiker aber 'zwingen' durch Verängstigung, dass sie ihre Pfründe verlieren. Der Zeitpunkt vor den Wahlen wäre günstigst! Bitte verbreiten Sie alle www.verwaltungsreform-jetzt.at noch weiter. Der Schneeballeffekt kann noch nicht ausgereizt sein!

  5. Ausgezeichneter KommentatorGeheimrat
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2013 19:53

    Nigel Farage: “Diebstahl ist das neue Modell zum Erhalt des Euro”

    In einem aktuellen Zeitungs-Interview empfiehlt der EU-Abgeordnete Nigel Farage britischen Auswanderern, ihr Geld von spanischen Konten abzuziehen.

    “Sie waren gewarnt. Diebstahl ist das neue Modell zum Erhalt des Euro”, erklärte Nigel Farage am Dienstag über seinen Twitter-Account.

    Im Rahmen eines Interviews mit der Tageszeitung The Telegraph gab der britische Europa-Abgeordnete und Mitglied der United Kingdom Independent Party (UKIP) einen ausführlicheren Kommentar zur Entwicklung in Zypern ab, wo Konteninhaber mit Guthaben von mehr als 100.000 Euro mit empfindlichen Zwangsabgaben zu rechnen haben.

    “Nicht einmal ich hätte gedacht, dass sie sich dazu erniedrigen, den Leuten faktisch das Geld von ihren Konten zu stehlen”, so Farage. Er geht davon aus, dass es eine riesige Kapitalflucht geben werde, nicht nur von Geld aus Zypern. Es werde auch in anderen Ländern der Euro-Zone geschehen. Er verweist auf 750.000 Briten, die sich in Spanien niedergelassen hätten und dort Eigentum besäßen. Ihnen empfiehlt er: “Holt euer Geld da raus, solange ihr noch die Chance dazu habt”. Die EU bemächtige sich nun allem Möglichen, um ihr scheiterndes Euro-Projekt am Leben zu erhalten, so Farage.

    http://www.goldreporter.de/nigel-farage-diebstahl-ist-das-neue-modell-zum-erhalt-des-euro/news/31265/

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2013 00:04

    In was hat man uns da mit 1.1.1995 bzw. 1.1.2002 hineingelogen?
    Und sie lügen weiter -> auf Teufel komm raus! Und ich fürchte, der Teufel wird sich nicht mehr lange bitten lassen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2013 20:16

    Das haben wir nun davon, daß wir seit Jahrzehnten unfähige, ideologisch verblendete u. korrupte Politiker wählen und gewähren lassen. Dazu haben erhöhte Sozialleistungen, die in keinem Verhältnis zu den Löhnen passen, die Menschen träge gemacht - nicht nur im physischen Bereich, sondern auch ganz gewaltig im geistigen.

    Viele werden schmerzhaft erfahren, daß es ein "Rundumsorglospaket" einfach nicht ohne Leistung gibt und auf Produktivität umstellen müssen.

    In Europa ist es "weit nach 12". Sollten nicht bald statt phanatischen "Rompuys" u. "Barrosos" intelligente "Cameros" das Ruder übernehmen, schauts düster aus in €roland.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEx Euro
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    27. März 2013 06:59

    In Europa wird vollkommene Einheit herrschen und endlich wirklich sein, und zwar genau an dem Tag, an dem die verfluchte EU-Diktatur endlich zu Grabe getragen wird. Inbrünstig wird die Ode "An die Freude" aus 500 Millionen Kehlen zugleich erklingen. Das ist unser aller einziger Lichtblick: Der Tod der EU!


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  1. Hegelianer (kein Partner)
    28. März 2013 14:46

    Warten wir ab, was nach der deutschen Bundestagswahl passiert. Ein mögliches Szenario: Der zyprische Verfassungsgerichtshof hebt die getroffene Regelung als rechtswidrig auf. Den russischen Oligarchen müssen alle Verluste zurückgezahlt werden und vielleicht noch Zinsen dafür. Zypern hält die Hand auf - und die Deutschen, die sich Europa ja "versprochen" haben (O-Ton Gauck), weil sie Verachtung verdient hätten, aber in die Gemeinschaft der Völker aufgenommen wurden, zahlen. Die nächste Wahl haben sie erst 2017 zu schlagen, Faymann & Co. gar erst 2018.

  2. RR Prof. Reinhard Horner
    28. März 2013 11:34

    reinhard.horner@chello.at

    Es ist schon interessant, wer aller den Euro sterben machen möchte. Nicht nur Totgesagte, sondern auch Totgewünschte leben länger.

    • F.V. (kein Partner)
      28. März 2013 13:11

      P.T. Horner dixit! - Amen!

    • Adolf Hrdlicka (kein Partner)
      28. März 2013 14:29

      "auch Totgewünschte leben länger"

      Sie glauben also, dass Adolf Hitler den W II überlebte?

    • november (kein Partner)
      28. März 2013 23:33

      Zypern ist mit der Beschränkung des freien Kapitalverkehrs de facto aus der Eurozone draussen. Diese Maßnahme soll offenbar das Modell für andere Problemstaaten werden. Es muss nicht sein, aber irgendwie schaut das schon nach dem Beginn des Endes der Eurozone aus. Alles alternativlos und vernünftig, wahrscheinlich. Ziemlich verrückt mMn.

  3. Erich Bauer
    28. März 2013 10:40

    Von einer „Interessengemeinschaft“ (Axel B.C. Krauss, ef-magazin)

    Sehr interessanter Artikel, der mit der "Verschwörungstheorie" aufräumt. (*g*)
    Wer's noch nicht gelesen hat.. VORSICHT: Der Artikel ist lang, aber überhaupt nicht langweilig. Ein kurzer schmackhafter Auszug:

    "...Apropos Bilderberger. Dr. Kitty Little, die während des Zweiten Weltkriegs für das englische Ministry of Aircraft Production tätig war, hatte einmal eine nette Anekdote darüber zu erzählen. Sie nahm im Jahr 1940 an einem Treffen einer „Studiergruppe“ der Labour Party an der Universität Oxford teil. An diesem Abend sprach auch ein junger Mann auf der Veranstaltung, der behauptete, Teil eines Plans für eine „marxistische Übernahme“ westlicher Gesellschaften zu sein. Er sei Mitglied einer „namenlosen Organisation“, deren Ziel es sei, marxistische Systeme in England, Europa und in Teilen Afrikas zu errichten. Er erklärte ferner, aufgrund des üblichen Misstrauens gegenüber Extremisten würden Mitglieder dieser Organisation bevorzugt als „Moderate“ oder „Liberale“ auftreten, was ihnen praktischerweise erlaube, ihre Kritiker als „rechtsgerichtet“ („right-wingers“) zu diffamieren...."

    http://ef-magazin.de/2013/03/26/4123-die-faz-ueber-eberhard-hamer-gepfeffertes-geschichtsgraffiti-fuer-studienabbrecher

    • F.V. (kein Partner)
      28. März 2013 11:08

      Herr Bauer,

      bitte lassen Sie die "Diskussionen" mit dem Dauerschwätzer. Es ist sinnlos und mit jedem Stichwort wird ein weiterer Anlaß gegeben die Beiträge zum Blah-blah zuzumüllen.

    • phaidros
      28. März 2013 11:28

      Das schafft er nicht, Villon. Er will ums Verrecken das supergeistreiche letzte Wort haben. Und solange er auch in seinen eigenen Augen dabei fürchterlich abstinkt, weil er es viel zu krampfhaft versucht, wird er es immer weiter krampfhaft versuchen.

    • Pius (kein Partner)
      28. März 2013 11:31

      Erich Bauer
      F.V. (kein Partner)
      *********** !!!!

    • phaidros
      28. März 2013 11:33

      Pius (kein Partner)
      ******************************************************************* !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Erich Bauer
      28. März 2013 13:03

      Was mich am ef-magazin in letzter Zeit erstaunt, ist, daß bereits einige ihrer Journalisten, wie Axel B.C. Krause, vom "liberal"-fake, als Theater-Polit-Programm, Abstand nehmen... Nur noch sehr vereinzelt erschallt der Ruf nach dem "liberalen" Idealzustand (Endzeit?), der einen "liberalen" Wiederkehrer voraussetzt...

    • Erich Bauer
      28. März 2013 18:07

      @ F.V.

      Danke übrigens. Manchmal braucht es einen Anstoß von "Außen", damit man sich wieder besinnt und seine Lebenszeit nicht mit dilettierenden "Eristikern" verplempert...

    • phaidros
      28. März 2013 18:30

      Heißt das, ich brauche mit Einlassungen von Ihrer Seite nicht mehr zu rechnen, Herr Bauer?

      In dem Fall: auch von mir vielen Dank, Villon!

  4. Europath (kein Partner)
    28. März 2013 07:47

    Endlich nimmt das Friedensprojekt Europa konkrete Formen an.
    Es lebe der Dynamit-Friedensnobelpreis:

    http://german.ruvr.ru/2013_03_28/Bombenanschlag-in-Athen/

    • phaidros
      28. März 2013 07:53

      Noch einer über 12 Jahre der glaubt, »Friedensprojekt« ist einträchtiges Absingen von »Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb« aller Völker.

      ›Friedensprojekt‹ hat nichts mit inneren Unruhen zu tun, sondern mit der Unmöglichkeit von Krieg.

    • Erich Bauer
      28. März 2013 09:27

      EU-Wahrheitsministerium gibt bekannt: Krieg ist Friedensprojekt!

    • phaidros
      28. März 2013 09:51

      Und noch einer über 12 Jahre der glaubt, ein Bombenanschlag wäre eine kriegerische Handlung.

      Und der nicht lesen kann. Vermutlich, weil das Wort »Unmöglichkeit« zu viele Buchstaben enthält.

    • Erich Bauer
      28. März 2013 10:14

      Waren Sie das mit dem Bombenanschlag?

    • phaidros
      28. März 2013 10:35

      Aber wo denken Sie denn hin! Ich bin doch harmlos, wie Sie so gerne festhalten.

    • Erich Bauer
      28. März 2013 10:44

      Der Ignorantenstadl schickt seine Ignoranten aus... die mit dem runtergezogenen Stirnlappen... äh Visier, wie es die Ritter der Kokosnuß vormachen. Es wird nichts nützen.

    • phaidros
      28. März 2013 10:48

      …und wie sollte ich auch eine Bombe nach Athen bringen? Das setzt mir viel zu viel CO2 frei. Und dann erst die Explosion! Außerdem könnte sich bei sowas ganz leicht jemand wehtun.

      Eulen fliegen CO2-neutral, explodieren aber auch nicht. Dafür sind sie viel herziger (jedenfalls, wenn man keine Maus ist).

      Neinein, ich bleibe schön hier sitzen und lebe meine ignoranten Neigungen bei einem guten Glas naturtrüben Apfelsaft an Ihrem Schafsinn aus.

    • Erich Bauer
      28. März 2013 10:54

      Ich möchte, wenn ich mit sonst schon nichts aufwarten kann, einen riesigen ökologischen Fußabdruck hinterlassen... :-)

  5. Marco Lorenz (kein Partner)
    27. März 2013 19:54

    "Nur ein Geisteskranker hätte derzeit brennende Lust darauf, Italien zu regieren"

    Der mit der Regierungsbildung in Italien beauftragte Sozialdemokrat Pier Luigi Bersani hat mit verblüffend harschen Worten die Lage seines Landes umschrieben. Deftige Worte verbreiten Italiener aber auch im EU-Parlament...

    "Nur ein Geisteskranker hätte derzeit brennende Lust darauf, zu regieren", erklärte Bersani bei Sondierungsgesprächen mit der Bewegung Fünf Sterne mit Blick auf die schwierige Regierungsbildung in Italien inmitten einer wirtschaftlichen und sozialen Krise. Er sei "bereit, eine enorme Verantwortung zu übernehmen", sagte er. Dazu sei aber die Hilfe aller nötig.

    Bersanis Mitte-Links-Bündnis hatte bei der Parlamentswahl Ende Februar die absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus errungen, im Senat jedoch nicht. Bersani war von Staatspräsident Giorgio Napolitano mit der Regierungsbildung beauftragt worden und buhlt unter anderem um die Unterstützung der Bewegung Fünf Sterne von Beppe Grillo.

    Die "Grillini", wie die Parlamentarier Grillos bezeichnet werden, bleiben allerdings hart. Sie bekräftigten ihre feste Absicht, keine Regierung mit Traditionsparteien zu unterstützen. "Wir vertrauen Bersani nicht. Seit 20 Jahren verspicht seine Partei Reformen, die nie umgesetzt worden sind", reagierte die Fraktionschefin der Fünf Sterne-Bewegung in der Abgeordnetenkammer, Roberta Lombardi, nachdem Bersani sein Regierungsprogramm aus acht Reformen vorgestellt hatte. Lombardi dementierte, dass ihre Bewegung eine Regierung Bersani extern unterstützen könnte. Die Gruppierung sei jedoch bereit, allein eine Minderheitsregierung zu bilden. "Wir sind zu einer Fünf Sterne-Regierung bereit", sagte Lombardi am Mittwoch.

    Das zweitplatzierte Mitte-Rechts-Bündnis von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi ist zu einer großen Koalition bereit. Das wiederum lehnt Bersani ab, obgleich es in seiner Partei Vertreter gibt, die eine große Koalition für besser halten als mögliche sofortige Neuwahlen.

    Deftigkeiten gehen weiter

    Der in Italien bekannte Liedermacher und bisherige Verantwortliche für Tourismusfragen der Region Sizilien, Franco Battiato, hat bei einem Besuch im EU-Parlament für helle Empörung gesorgt. "Im Parlament gibt es Schlampen, die zu allem bereit sind, man müsste eigentlich ein Bordell öffnen", sagte der Musiker aus Catania bei einem Seminar zum Thema Tourismus und Kultur in Sizilien.

    Seit vier Monaten war der parteiunabhängige Battiato Tourismusreferent der Regionalregierung in Palermo unter der Führung des Mitte-links-Gouverneurs Rosario Crocetta. Die sizilianische Regierung wird extern von der Fünf Sterne-Bewegung um den Komiker Beppe Grillo unterstützt. Battiatos Worte sorgten für Aufruhr. "Die Aussagen Battiatos sind beleidigend und vulgär und verletzen die Würde des italienischen Parlaments", protestierte Kammerpräsidentin Laura Boldrini. Crocetta beschloss daraufhin, Battiato zu entlassen.

    Vergebens versuchte der 67-jährige Battiato seine Aussagen zu rechtfertigen. "Ich habe mich auf die vergangene Legislaturperiode bezogen, die jeder vernünftige Italiener am liebsten vergessen würde", sagte Battiato. Dabei habe es sich um eine politische Phase gehandelt, in der Korruption und Verletzung der Würde der Frauen an der Tagesordnung gewesen seien.

    "Hurenböcke – wir werden Euch alle verjagen!"

    Selbst Grillo dürft nun aber übers Ziel hinausgeschossen sein. Der Gründer der Protestbewegung "Fünf Sterne" hat im Rahmen einer Schimpftiade gegen Berufspolitiker die Ex-Premier Silvio Berlusconi und Massimo D'Alema, den scheidenden Regierungschef Mario Monti und den mit der Regierungsbildung beauftragten Mitte-links-Chef Bersani als "Hurenböcke" ("Puttanieri") angeprangert. "Wir werden Euch alle verjagen!", schrieb Grillo auf seinem Blog.

    "Die neuen Generationen sind vaterlos", kritisierte Grillo. Für diese Situation seien "alte Väter und Hurenböcke" wie Berlusconi, Bersani, Monti und D'Alema verantwortlich, die die jüngeren Generationen ihrer Zukunft beraubt hätten. "Sie haben 20 Jahre lang in Italien regiert, ihre Interessen verteidigt, das Industriesystem zerstört, den Sozialstaat abgebaut, die Innovation und die Forschung vernichtet", betonte Grillo auf seinem Blog. Er drohte, dass die jungen Generationen bald alle Berufspolitiker "nach Hause" schicken werden.

    "Die Zeit ist auf der Seite der jungen Generationen. Sie haben nur leere Versprechen und Schmähungen erhalten. Sie haben nichts zu verlieren. Sie haben weder eine Arbeit, noch eine Wohnung, werden nie eine Pension erhalten und können keine Familie gründen. Sie werden Euch alles zurückzahlen", drohte Grillo. Auf seinem Blog veröffentlichte Grillo das Bild des spanischen Künstlers Francisco Goya "Saturn frisst seine Kinder".

    Bersani reagierte scharf auf Grillos Angriff. "Ich wünsche den Rettern der Nation viel Erfolg", erwiderte der Mitte-links-Chef.

    http://www.format.at/articles/1313/931/355586/nur-geisteskranker-lust-italien

  6. Anatolier (kein Partner)
    27. März 2013 19:51

    Gegenwärtige Systempolitiker können dem Souverän, dem Volk, nur mehr dadurch dienen, dass sie sich eine Kugel in den Schädel jagen.

  7. Europath (kein Partner)
  8. Rudolf Wirthig (kein Partner)
    27. März 2013 16:41

    Die von vielen Politikern aufgestellte Behauptung aus dem Euroraum kann ein Land mangels eines in den EU-Verträgen festgeschriebenen Austrittsprocedere nicht austreten stimmt ganz einfach nicht. Was nicht geregelt ist läßt sich frei gestalten. Ein Land kann sicherlich von sich aus den Austritt erklären, der Rausschmiß hingegen ist wahrscheinlich nur dann möglich wenn alle 16 anderen Staaten einig sind. Zur Regelung der nach einem Austritt anstehenden Probleme braucht es wahrscheinlich nicht einmal der Politiker. Die Erfordernisse können von EZB, ESM und den Nationalbanken festgelegt werden.
    Was ist nun der Unterschied zwischen einen grossen und einen kleinen Mitgliedsstaat der EU, zB Zypern und Spanien. Die spanische Bankenrettung durch den ESM erfolgt, um den Stolz der Spanier nicht zu verletzen, nicht über den spanischen Staat sondern einen Bankenrettungsfond. In Zypern hingegen über den zypriotischen Staat. In Spanien wurden die Bankkunden mit hohen Zinsversprechen dazu gedrängt ihre Guthaben in Anteilscheine umzuwandeln. Im Schatten des Aufmerksamkeitsfokusses auf Zypern wurden in Spanien diese Anteilscheine um mehr als die Hälfte abgewertet. Und hier trifft es hauptsächlich die kleinen Sparer.
    Der Kardinalfehler die no-bail-out- Klausel außer Kraft zu setzen ist die Ursache der letzten Fehlentwicklung. Aber irgendein Politiker findet sich immer der zur höheren eigenen Ehre den Retter spielt. Nur zu gut ist in Erinnerung wie Frankreich , Italien und Spanien zur Solidarität aufriefen. Gegen die geballte Macht dieser Großen und dem linkslastigen EU-Parlament sowie der EZB-Führung mußte auch Deutschland immer wieder seine Position aufgeben und wurde danach der Zögerlichkeit geziehen. Hoffentlich gelingt diesen Kräften nicht auch noch die Durchsetzung der Eurobondes und einer auf allseitige Haftung ausgelegter Bankenunion. Tritt das ein dann verlegt man sein Bankkonto am besten gleich in die Schweiz.

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 16:52

      Ich finde es lustig, wenn von Verträge einhalten gesprochen wird. Wieviele Vertragsbrüche hat es schon gegeben? Zudem sind die EU-Bürokraten von keinem einzigen Bürger der EU legal gewählt worden, also handeln diese Verbrecher illegal. Diese Verträge wären somit (genau genommen) null und nichtig. Würde die Bevölkerung über dieses Betrugs-Geldsystem aufgeklärt, so müssten die USA und ihre Schergen alles zurückzahlen, was sie uns gestohlen haben. So schaut's aus, aber kein Politiker (Haider hatte es ja ausgesprochen - die Banken sind eine Mafia und wir wissen was mit ihm passierte) traut sich dieses Thema ansprechen. Auch Kennedy musste sein Leben lassen.

      John F. Kennedy warnte vor einer globalen Verschwörung (Video - Originalrede englisch - deut. Untertitel)

      http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=eMr4v6-jN_E

  9. Marco Lorenz (kein Partner)
    27. März 2013 15:12

    Sehr interessant hmmm ...

    Die Geschichtsschreibung, besonders jene der BRD, suggeriert, daß der sogenannte “Hitlergruß” und das Hakenkreuz auf die Nationalsozialisten zurückgehen. Nun, dies kleine Filmchen hier und das Bildchen darunter sprechen eine andere Sprache…

    Beginning video is a 1930s all African-American segregated school in Kansas.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=m3a1DEoB59k

  10. Anna Marie (kein Partner)
    27. März 2013 14:44

    Diese kurze Rede (7 min.) kann man sich nicht oft genug anhören!
    Andreas Popp
    Satte Menschen gehen nicht auf die Straße ....
    http://www.dailymotion.com/video/xyiiyk_andreas-popp-ansage_news?start=229#.UVL3YRmkExM

  11. Neppomuck (kein Partner)
    27. März 2013 14:43

    5 vor 12?

    Napoleon Bonaparte, der Korse: 1802 – 1814 (Regentschaft) 12 Jahre
    Adolf Hitler, der Braunauer: 1933 – 1945 (ebenso) 12 Jahre
    €uro Gnaden von Maastricht: 2002 -?

    Mythos der Zahl,geopolitische Gesetzmäßigkeit oder ein 'Algorithmus des Bösen'?
    Man wird sehen.
    Jedenfalls wird vor der Bundestagswahl (MMM - Merkel machts möglich) nichts geschehen, danach ist es aber nicht mehr weit.

    Ein weiteres Dutzend wird voll sein.

    Dennoch sollte man den Barbedarf für etwa 5 Wochen unter seinem Kopfpolster bunkern.
    Wer weiß ....

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 14:46

      Neppomuck (kein Partner)

      1912 dachte niemand daran, dass 1913 der Krieg beginnt.
      2013 ???????

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. März 2013 14:59

      Der Krieg hat nie aufgehört.

      "Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln."
      C. v. Clausewitz

      Und "vice versa".

  12. Eso-Policier (kein Partner)
    27. März 2013 14:41

    Europa wird in letzter Minute gerettet werden. Bei der Wahl im September in Deutschland wird die Partei AfD viele Stimmen bekommen. Diese Partei kämpft nicht nur gegen die €urokratie, sondern auch gegen den Multikulturalismus. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  13. Marco Lorenz (kein Partner)
    27. März 2013 11:41

    Die Gegenwelt zur Neuen Weltordnung nimmt Gestalt an ...

    Der ganz große Lobby-Plan von der Weltregierung, der mit dem Globalismus verwirklicht werden sollte, schien nach der Niederlage des Lobby-Widersachers Adolf Hitler in Erfüllung zu gehen. Die Machtbasis USA stieg zum wirtschaftlich-militärischen Superapparat auf, der jedes Land der Welt zur Unterwerfung zwingen konnte, bis auf die Sowjetunion. Aber als der Zusammenbruch des Ostblocks 1989 erfolgreich beendet wurde, schien auch dieses Hindernis beseitigt. Der EINEN SATANISCHEN WELT stand nichts mehr im Wege, so die Einschätzung der Drahtzieher.

    Aber aus dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die von USrael geschluckt werden sollte, ging eine neue Kraft hervor, die sich heute offenbar nicht mehr bändigen lässt, und zum Sprengsatz für den globalistischen Blocks geworden ist. Noch ist nicht ganz klar, welche Rolle Wladimir Putin spielt. Ist er die treibende Kraft gegen den menschenfeindlichen Globalismus, oder ist er Getriebener?

    Eines hat sich jetzt aber schon herausgebildet, und zwar der Gegenentwurf zum Globalismus, die multipolare Weltordnung. Das lebensfeindliche Konzept Globalismus wird unter großen Schmerzen sterben, das ist unübersehbar geworden. Die Lobby-Medien gerieten bereits in Panik, als der Dollar in einem beträchtlichen Teil der Welt als Handelswährung ausgeschaltet wurde: "Der Dollar bekommt eine Gegenmacht. Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika beschließen Handel in eigener Währung und gegenseitige Kredite." [1]

    Dieser Tribut-Ausfall führte damals dazu, dass "Obongo" den wichtigen Afghanistan-Krieg nicht mehr bezahlen konnte und gezwungen war, aus Afghanistan abzuziehen. Außerdem musste USrael die Bodenschätze Afghanistans China überlassen. "Wie hätte Karzai seine politische Unabhängigkeit besser demonstrieren können als mit der Vergabe der Abbaurechte für die größte Kupfermine der Region an die Chinesen - gegen den massiven Widerstand der USA? Oder mit der ehrenvollen Verabschiedung seines Staatsgasts aus Iran, Präsident Mahmud Ahmadinedschad, während Obama gerade in Kabul einflog?" [2]

    Der Dollar wurde zur potentiell gefährlichsten Hyper-Inflationswährung der Welt, weshalb die Lobby den Währungs- und Tributabsturz mit immer neuen "EU- und Bankenrettungsprogrammen" über den Bürgen BRD zu kompensieren versuchte.

    Aber jetzt ist der Finanzkrieg zwischen den Vertretern der multipolaren Welt und USrael in eine neue Phase, für die Lobby vielleicht in die gefährlichste Phase ihrer Geschichte, getreten.

    Die "Großen Fünf" der sogenannten Entwicklungsländer haben jetzt die letzten Beratungen zur Gründung einer eigenen Weltbank auf ihrem 5. Jahresgipfel (27./28. März 2013) in Durban (Südafrika) geführt. Ermutigt vom Niedergang der sogenannten entwickelten Welt und dem Status quo der Weltfinanz-Institutionen, wurde die Gründung der Gegen-Weltbank in Angriff genommen. Insbesondere auch deshalb, weil die derzeitige Weltbank und der IWF (Internationale Währungsfonds) mit den Einzahlungen des Rests der Welt die finanzielle Schieflage der USA auszugleichen versucht, aber kaum etwas an diese Länder zurückgaben.

    Die BRICS-Staaten gingen leer aus, sollten aber gleichzeitig noch mehr in den IWF-Tropf einbezahlen. 2010 verweigerten die USA die Ratifizierung eines Abkommens, das den Entwicklungsländern höhere Ansprüche aus ihren Einzahlungen garantieren sollte.

    Der südafrikanische Präsident Jacob Zuma sagte zur Gründung der Gegenweltbank am 25. März 2013: "Es ist noch nicht lange her, dass wir die Gründung einer Entwicklungsbank diskutiert haben. ... Heute sind wir soweit, die Bank aus der Taufe zu heben." [3]

    Sie nennen sich "die Großen Fünf", Brasilien, Russland, Indien, China und der Neuzugang Südafrika, die sich im März 2013 zur ihrer Jahresversammlung in Durban zur Schaffung dieser Weltbank getroffen hatten. Dieses globale Institut wird die Entwicklung, die Schaffung von notwendiger Infrastruktur in den fünf Mitgliedstaaten finanzieren. Gleichzeitig häuft diese Gegenweltbank ausländische Währungen an, genau das, womit sich bisher USrael finanzierte. Somit wird die Gegenweltbank als Nutznießer von Finanzkrisen zu profitieren, und nicht mehr als deren Opfer untergehen.

    "Wir beraten darüber, wie wir den internationalen Handel beleben und die makroökonomische Stabilität gewährleisten können", sagte der indische Premierminister Manmohan Singh. [4] Die BRICS-Staaten wollten ursprünglich die Weltbank und den IWF neu strukturieren, was natürlich an USrael scheiterte, da diese Institution nur zur Stützung des wertlosen Dollarpapieres da sein soll. "Die Zeit des Wartens haben die BRICS-Staaten beendet, sie schafften jetzt ihr eigenes 'Bretton Woods'. Und sie meinen es ernst. 'BRICS ist keine Talkshow, es ist eine entschlossene Gemeinschaft'", erklärte Zuma gegenüber Journalisten im präsidialen Gästehaus in Pretoria.

    Die neue Gegenweltbank wird sich ganz besonders um die aufstrebenden Länder kümmern und damit eine gewaltige wirtschaftliche und politische Union symbolisieren. "Derzeit findet eine Verlagerung der Macht statt, von der westlichen Welt hin zu den wirtschaftlich aufstrebenden Staaten," sagte laut Bloomberg Martyn Davies, Chef von Frontier Advisory in Johannesburg.

    "Die BRICS-Investmentbank wird als Mechanismus gesehen, das Geld in der Welt neu zu verteilen, nämlich so, wie es gebraucht wird, für die wirtschaftliche Entwicklung," erläuterte Georgy Toloray, Direktor des Nationalen Komitees Russlands für BRICS-Studien gegenüber SA-News.

    Der BRICS-Block wurde mittlerweile zum ernsthaften Mitgestalter der Weltwirtschaft, immerhin repräsentiert er 40 Prozent der Weltbevölkerung und erbringt 20 Prozent der gesamten Weltwirtschaftsleistung (GDP). Der BRICS-Block hält bereits jetzt einen Währungsschatz von 4.4 Billionen Dollar, mehr als zur Schaffung und Einsetzung einer neuen Weltbank notwendig wäre. Diese unglaublichen Summen bewahren die Mitgliedsstaaten vor finaziellem Ruin, wie er früher von der usraelischen Weltbank und dem IWF nach Bedarf arrangiert wurde.

    Vergangenen Oktober schlug der brasilianische Finanzminister Guido Mantega vor, dass die Währungsreserven der neuen BRICS-Bank nach dem Chiang-Mai-Modell verwaltet werden sollten, womit ein Sicherheitsnetz für die südostasiatischen Staaten gespannt werden soll. Der Handel innerhalb der BRICS-Staaten erreichte 2012 unter Ausschaltung des Dollar als Abrechnungswährung den Gegenwert von 282 Milliarden Dollar. 2015 wird ein Handels- und Abrechnungsvolumen von bereits 500 Milliarden Dollar erreicht werden, wie die Daten der brasilianischen Regierung verraten.

    Hier ist nicht nur eine Gegenmacht zu USrael entstanden, sondern eine neue Ordnung geboren worden, die zum Zerfall der alten führen wird – und zwar unabwendbar.

    Die BRICS-Konferenz in Durban ist die Messlatte vieler Ziele. Es ist übrigens das erste Mal, dass die Konferenz in Südafrika stattfindet. Selbstverständlich ist Südafrika kein Mitgliedsstaat im Sinne von wirtschaftlicher Macht, aber es ist das Tor zu den afrikanischen Bodenschätzen, die USrael in Gänze verlieren wird.

    Russland und China sind die tragenden Säulen der BRICS-Staaten, daran besteht kein Zweifel.

    Im Rahmen des Jahresgipfels der BRICS-Staaten 2013 ist es der erste Besuch in Südafrika für Chinas neuen Präsidenten Xi gewesen, zumal China der Hauptinvestor in Südafrika ist. Auch für Russlands Präsident Wladimir Putin war die Reise nach Südafrika der erste Auslandsbesuch 2013

    Auffallend ist auch, dass der neue chinesische Regierungschef Xi Jinping die Verbindungen mit Russland während seines offiziellen Besuchs Anfang 2013 in Moskau vertiefte. Das ist sehr bedeutend, da auch die militärischen Abkommen, gerichtet gegen den Westen, ausgeweitet wurden.

    Professor Sheeram Chaulia von der in Neu Dehli angesiedelten School of International Affairs sagte: "Russland und China, zusammen mit den BRICS-Staaten, werden die jetzige Weltordnung in eine andere verwandeln, und Indien und Brasilien werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen." [5]

    Wer unwissend ist, muss glauben. Helft uns aufklären, die Zeit drängt
    Ein Wissender wird 100 Unzufriedene führen in der Umbruchszeit. Wir nennen die Hintergründe beim Namen. Helft uns aufklären.

    Mit Ihrer finanziellen Unterstützung halten wir den Aufklärungskampf durch

    Es wird heute offen zugegeben, dass China den BRICS-Hebel benutzt, "um den US-Dollar als die Weltleitwährung zu zerschlagen und die amerikanische Dominanz in der jetzigen Weltwirtschaft zu beseitigen. … Ein Schlag könnte Amerika auch von außen treffen, wenn nämlich die wichtigsten aufstrebenden Wirtschaftsmächte aus dem Dollar aussteigen. Dann könnte die Pax-Americana unterminiert werden. Chinesische Strategen überdenken gerade den Einsatz von sogenannten ultimativen Waffen, für den Fall, dass sich Amerika für militärische und wirtschaftliche Maßnahmen entscheidet, als Teil seiner Asienpolitik. Peking glaubt, dass Risiken im Kampf mit Amerika auf andere Länder verteilt werden können, nämlich auf die wirtschaftlich schnell wachsenden Staaten, die ihrerseits misstrauisch gegenüber den USA, und sie sehen im globalen Anti-Dollar-Kampf die richtige Politik. Chinas BRICS-Partner Russland, Indien, Brasilien und Südafrika, tragen diesen Kampf. Die Entfernungen untereinander stellen dafür kein Hindernis für gemeinsame Aktionen an der Welt-Finanzfront dar. Das neu formulierte Konzept des 'friedlicher Aufstiegs' wird China zum unabhängigen globalen Zentrum der Weltentwicklung machen. Peking sieht in seinen BRICS-Partnern verlässliche Verbündete im Kampf gegen die Dominanz des US-Dollars, denn dieser Kampf liegt auch im Interesse der BRICS-Staaten." [6]

    Und jetzt wird sich im Kampf gegen die Dollarvorherrschaft auch noch das asiatische Kraftpaket Indonesien den BRICS-Staaten anschließen: "Indonesien plant den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) beizutreten, erklärte der indonesische Botschafter in Moskau am 11. März 2013. Indonesien unterstrich die Rolle Russlands in der globalen Arena und den Einfluss der BRICS-Staaten in der Welt. Indonesien ist das viertbevölkerungsreichste Land der Welt, was die Ausdehnung des Einflusses der BRICS-Gruppe sichern dürfte. Darüber hinaus ist Indonesien eines der Schlüsselländer der Organisation für Islamische Zusammenarbeit." [7]

    Und am 25. März 2013 erklärte Ägypten sein Interesse, dem BRICS-Block beizutreten. Ägypten ist ein strategisches Schlüsselland im Mittleren Osten und in Nordafrika.

    Die Welt nimmt einen neuen Kurs, es könnte bald sehr einsam werden um USrael und die BRD.

    http://globalfire.tv/nj/deutsch.htm

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 21:05

      Marco Lorenz,

      mit diesem Artikel haben Sie auf einen weiteren - äußerst bedeutsamen - Aspekt der gegenwärtigen Entwicklung hingewiesen.

      Diese Sache - eine Alternative zum Dollar als Welt-Handelswährng - ist nun schon über ein Jahrzehnt absolut virulent, und sie war Ursache für den Sturz Saddam Husseins und den ersten Irak-Krieg. - Ich hatte damals darüber in den Staatsbriefen ausführlich geschrieben, was unmittelbar danach in zahlreichen Internet-Foren 1 : 1 übernommen wurde.

      Die wahren Ursachen des Irak-Krieges

      “Wenn eine Lüge nur groß genug ist und ständig wiederholt wird, werden sie die Menschen schließlich glauben.“

      In den Medien wird der wahre Grund des Irak-Krieges gänzlich verschwiegen: es geht um die Währung im Öl-Geschäft. Die US-Regierung will um jeden Preis verhindern, daß andere OPEC-Länder dem Beispiel des Irak folgen und den Euro als Standard einführen. Dies würde das Ende der US-Vorherrschaft bedeuten. Da der Irak über die zweitgrößten Ölreserven verfügt, wollen die USA aus strategischen Gründen sich in den Besitz dieser Ölvorkommen setzen, damit das OPEC-Kartell durch eine sehr stark hochgefahrene Ölförderung im Irak gebrochen werden kann. Jede andere Lösung würde die US-Wirtschaft massiv gefährden, da sie allein auf der Vorherrschaft des Dollars als Reserve-Währung beruht, mit der die USA faktisch ihren ungeheuren Öl-Hunger gratis stillten: das Privileg der USA seit 1945 besteht ja darin, daß sie „Dollar produzieren“ – eben „fiat-money“* – und der Rest der Welt Güter, die gegen diese „Petro-Dollar“ getauscht werden. ...

      Der ganze Artikel findet sich heute noch (ohne Quellenangabe) unter:

      http://www.honston.de/DieAkte/DiewahrenUrsachendesIrak.htm (Ca. 10 A4-Seiten)

      Mit dem Irak und Saddam wurden die USA noch fertig, mußten sie fertig werden, denn sie konnten es unter keinen Umständen zulassen, daß ihnen Saddam den T o t e n s c h e i n für den Dollar vor aller Welt ausstellte.

      Nun ist die Lage für die USA ernster, um nicht zusagen aussichtslos. Es hängt wohl daran, ob sie es wagen über Syrien und den Iran den "Dritten Durchgang" anzuzetteln. Da sie aber mit dem Rücken zur Wand stehen, sind irrationale Handlungen nicht so unwahrscheinlich, wie mancher hoffen mag.

  14. Ex Euro (kein Partner)
    27. März 2013 11:25

    Das goldene Kalb, der Chart der Hure EURO, stürzt gerade wunderschön ab!

  15. Pius (kein Partner)
    27. März 2013 11:02

    Die zypriotische Schachfigur — von Thierry Meyssan

    Washington benützte blitzschnell die zypriotische Finanzkrise, um sie für seine Strategie des Kapitaleinfangs zu verwenden, die ich vor drei Wochen in diesen Spalten [1] beschrieb. Mit Hilfe der Direktorin des Internationalen Währungsfonds, der Amerikanerin Christine Lagarde, hat sie gegen die Unverletzlichkeit des Privateigentums in der Europäischen Union verstoßen und versucht, ein Zehntel der Bankeinlagen, die angeblich der Rettung der von der griechischen Krise betroffenen zypriotischen Nationalbank bestimmt waren, zu beschlagnahmen.

    Es ist selbstverständlich, dass das angekündigte Ziel nur ein Vorwand war, denn weit davon entfernt das Problem zu lösen, würde diese Entziehung, falls umgesetzt, die Lage nur verschlimmern. Das verbleibende Kapital würde unter dieser Bedrohung die Insel verlassen und den Zusammenbruch der Wirtschaft verursachen.

    Die einzige wirkliche Lösung wäre eine Schuldentilgung im Vorgriff auf die zypriotischen Gas-Betriebseinnahmen. Es wäre sogar sehr logisch, weil dieses billige Gas die Wirtschaft der Europäischen Union ankurbeln könnte. Aber Washington hat anders entschieden. Die Europäer werden gebeten, ihre Energie zum vollen Preis im Nahen Osten zu kaufen, während das preisgünstige Gas für die "israelische Wirtschaft" bestimmt ist.

    Um die Entscheidungsrolle von Washington zu verbergen, wird dieser Bankraub nicht als Anforderung des IWF dargestellt, sondern als eine der Troika, darunter die EU und die EZB. Unter diesem Gesichtspunkt würde die Konfiszierung eine von der Eurozone unmöglich gemachte Abwertung ersetzen. Mit dem Unterschied, dass hier die Abwertung keine Politik von Nicosia ist, sondern ein Diktat von dem EZB-Chef Mario Draghi, dem ehemaligen Direktor der Goldman Sachs Bank, die ausgerechnet der wichtigste Gläubiger von Zypern ist.

    Frau Lagarde, ehemalige Rechtsberaterin des Militärisch-Industriellen Komplexes der USA, versucht nicht Zypern zu schädigen, sondern Panik bein Kapital mit Sitz in Europa zu verursachen und es nach Wall Street abzuleiten, um die US-Finanzen zu verbessern. Warum auf diese Insel losgehen? Weil sie eine der wenigen Finanzoasen innerhalb der Europäischen Union ist, und weil die hauptsächlichen Einlagen russisch sind. Warum jetzt? Weil die Zyprioten den Fehler machten, als neuen Präsidenten den pro-amerikanischen Nikos Anastasiades gewählt zu haben. Sie treten damit in den Fußstapfen der Griechen, welche die Opfer der gleichen amerikanischen Fata-morgana sind und den US-nahen Georgios Papandreou als Premierminister gewählt hatten.

    Allerdings ist diese kleine Pantscherei schief gegangen. Das zypriotische Parlament hat einstimmig die Enteignungen der Bank-Einlagen abgelehnt. Es gibt da ein scheinbares Paradox. Die liberale Regierung will ein Zehntel des Kapitals verstaatlichen, während das kommunistische Parlament das Privateigentum verteidigt. Aber es ist so, dass die Verstaatlichung nicht zum Wohle der nationalen Gemeinschaft, sondern der internationalen Finanzwelt ausfallen würde.

    Die freundliche Beratung wich also Bedrohungen. Man spricht davon, Zypern von der Euro-Zone auszuschließen, wenn die Volksvertreter in ihrer Weigerung verharren. Allerdings ist dies kaum möglich. Die Verträge sind doch so gestaltet, dass die Euro-Zone eine Reise ohne Rückkehr ist. Es ist nicht möglich, sie auf eigene Faust zu verlassen oder ausgeschlossen zu werden, außer man verläßt die Europäische Union.

    Jedoch wird genau diese Option, die von den Kupplern gar nicht erwogen wurde, von Washington befürchtet. Wenn die Insel aus der Union käme, würde sie für etwa 10 Milliarden von Moskau einfach aufgekauft werden. Es wäre das schlimmste Beispielfall: Ein Staat der westlichen Einflusszone träte der russischen Zone bei, in einer Weise, die diametral allem dem widerspricht, was wir seit dem Fall der Sowjetunion erlebt haben. Es würden andere Staaten des Balkans folgen, beginnend mit Griechenland.

    Für Washington muss dieses Katastrophenszenario um jeden Preis vermieden werden. Vor ein paar Monaten hatte es genügt, als das State Department die Stirn runzelte, sodass Athen auf den Verkauf des Energiesektors an Moskau verzichtete. Diesmal werden alle Mittel, auch die antidemokratischsten, gegen die Zyprioten verwendet werden, wenn sie nicht parieren.

    Russland tut so als wäre es nicht interessiert. Wladimir Putin ignorierte die vorteilhaften Investitionsmöglichkeiten, die von der Regierung Anastasiades gemacht wurden. Er dürfte nicht die Absicht haben, die Vermögen der russischen Oligarchen, die sie auf der Insel versteckt hatten, retten zu wollen, noch die Europäische Union retten zu wollen, die ihnen geholfen hatte, ihre Steuerhinterziehungen zu organisieren. Hinter den Kulissen handelte er eine geheime Vereinbarung mit Angela Merkel aus, die eine finanzielle Lösung für die Krise sein könnte, aber auch zu einer breiten Infragestellung der europäischen Regeln führen sollte. Im Vorbeigehen hatte der „Zar“ erstaunliche Informationen über die Russland-Investitionen auf der Insel während der Ära Medwedew aufgespürt; Informationen, die als zusätzliche Druckmittel auf seinen inkonsistenten Premierminister genutzt werden könnten.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 11:19

      @Pius - "...die Euro-Zone eine Reise ohne Rückkehr..."

      "Der Tod kennt keine Wiederkehr" (Filmtitel eines Remakes von: The long Goodbey)

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 11:42

      Erich Bauer
      sie sagen es ....

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 12:17

      An Meyssan erstaunt mich immer wieder die zielsichere Zusammenschau der geopolitischen Interessen und Ereignisse.

      Als er erstmals mit seinen Analysen über den 11. September ziemlich bekannt wurde, hatte man den Eindruck, daß er außergewählichen Zugang zu Dokumenten hatte, die normalerweise "nicht öffentlich´" sind, und, als ob es auch ein Anliegen fr. Regierungskreise war, daß die neue Politik der USA - der "Krieg gegen den Terror" mit selbst fabrizierten Terror - demaskiert werde.

      Was er hier skizzierte ist vollkommen konsistent mit den politischen Interessen - und mit dem Hintergrundwissen über die Biographie der handelnden Personen - sind die Aussagen de facto das Protokoll der wahren Abläufe.

  16. AppolloniO (kein Partner)
    27. März 2013 10:47

    Als jemand der sein Geld 20 Jahre lang im Ausland verdiente, kann ich mich hier als Fan einer europäischen Integration orten. Doch einige Sachen lassen mich besorgt in die Zukunft blicken.

    Das Vertrauen in unsere politischen Institutionen (national + europäisch) ist perdu.

    Angefangen hat es damit, dass ausgerechnet F und DE die ersten waren die die Maastrich-Kriterien ignoriert hatten. Keiner der "Kleinen" getraute sich aufzumucken. Danach haben sich`s alle auf Kosten Europas(!?) gutgehen lassen. Der so angehäufte Schuldenstand wird noch Jahrzehnte unsere Gestaltungsmöglichkeiten drastisch beschränken.

    Danach versicherte man uns, die Bail-out-Klausel würde uns vor Ansteckung der Krankheiten in den Oliven-Ländern schützen. Ohne Befragung ihrer Volksverteter auch nur in einem einzigen Land wurden auch dies Zusagen kassiert.

    Und jetzt die Zypern Rettung. Alle Finanzminister -und damit alle Regierungen der Euroländer- Haben zugestimmt, mit den Oligarchen gleich auch alle anderen
    Anleger über Nacht zu enteignen. Wem oder was kann man in Europa noch trauen?

    Zu guter letzt noch eine Überlegung. Wenn zwei wirtschaftlich so erfolgreiche Personen wie Hans Olaf Henkel (DE) und Frank Stronach bei uns zur Krisenbekämpfung eine Währungsaufspaltung in Nord und Süd empfehlen, sollte sich unser politisches Establishment zumindest mit den Vorschlägen auseinandersetzen und nicht nur alles ins Lächerliche ziehen.

  17. kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
    27. März 2013 09:44

    In welcher Währung müssen dann die Schulden bezahlt werden?

    Das ist doch keine Frage. Natürlich in Euro und der der eine andere Währung hat, muss eben mit dieser Währung zum Tageskurs Euro kaufen und damit zahlen.
    (Wo die Schulden in Kauri-Muscheln gemacht werden, muss man auch zuerst die Muscheln kaufen und damit bezahlen.)

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 12:55

      Ein paar Ideen, die ich mit Freuden seit 10-15 Jahren "wälze".

      Organische Reform

      Das bisher Dargelegte ist eine triste Lagebeurteilung und Ursachenanalyse. Wenn sie, was wir glauben, zutreffend ist, ist damit schon viel gewonnen. Entscheidend ist natürlich die Beantwortung der Frage: Gibt es einen Ausweg, und wenn ja, wie sähe dieser aus.

      Es ist ein Verdienst all jener, die die Hinwendung zur Staatsidee in das politi-sche Tagesgespräch zu bringen versuchen oder dies schon erreicht haben. Es wäre gut, setzten sie sich damit – bei uns zumindest - für den Reichsgedanken wieder ein, für den nach 1806 zunehmend der preußische Staat stand. Sein jeweiliges Oberhaupt war dem Gemeinwohl unter dem Naturgesetz verpflichtet - daher "Von Gottes Gnaden" -, nicht dem Mammon, wie im angloamerikanischen Raum oder den romanischen Staaten un-ter dem Einfluß der "Französischen" (eigentlich jakobinisch-freimaurerischen) Revolution. Diese ist inzwischen mit ihrem Slogan von "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" [1] auch als "Masche" der Geldmacht erkannt worden, wie es eindrücklich der russische General WOLKOW [2] kürzlich beschreibt.

      Die Ereignisse seit dem 11. September haben Paris, Berlin und uns das Fürchten gelehrt, ... die Revolution frißt eben ihre Kinder.

      Der Kampf der Idealisten geht von der HEGEL´schen Utopie aus, daß es „hier und jetzt“ ei-ne philosophischer Einfalt entsprechende Synthese geben kann. Dies tut zwar der Nütz-lichkeit ihres Wirkens keinen Abbruch, doch ist es jetzt an der Zeit, eben am "Ende der Ge-schichte", die erfolgreichen Medien- und Geldmagnaten dem Gemeinwohl dienstbar zu machen. Wie möchten wir mit einem „Gesetzesentwurf“ der Organischen Reform vorschla-gen. Er geht im Gegensatz zu den Idealisten von der Unabänderlichkeit des menschlichen Wesens aus, in dem Hab- und Machtgier, wenn sie nicht vom Gemeinwesen eingedämmt werden, wie Krebs zerstörerisch wirken.

      Diese Aufgabe kann auf Dauer kein staatlicher oder irgendein anderer „Aufseher“ über-nehmen, abgesehen davon, daß jede Regierung, die für ihn verantwortlich wäre, unter Druck oder abgesetzt, bzw. die dafür Verantwortlichen verfrüht, als Warnung für alle ande-ren, vor ihrer Zeit in's Jenseits befördert würden; - nein, werden. - Wie protokolliert!

      Aber gegen den Mediengesetzentwurf (bei anderer Gelegenheit) und die Organischen Re-form ist kein Kraut gewachsen, weil sie voll und ganz These(n) und Antithese(n) zur volks-, ja heute weltweiten Ansicht verhelfen, und sich dabei das Gemeininteresse herausschält, eben der " Gemeinsame Nenner". Damit wird zwar nicht die Vollkommenheit der Synthese er-reicht, die es, wie schon gesagt, "hier und jetzt " nicht geben kann. Es sei denn, man stelle sie sich endzeitlich vor, wie das Christentum mit dem "Dein Reich komme zu uns, Dein Wil-le geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden". Eine der Voraussetzungen, die in dieser „Gebrauchsanweisung“ aufgezählt wird, ist der Schuldennachlaß, ohne den es kein "tägli-ches Brot" gäbe. (Jemand meinte kürzlich, daß HEGEL und die Idealisten dasselbe gemeint hätten, aber schließlich ihr Brot als Professoren mit täglichen Vorlesungen und dicken Bü-chern hätten verdienen müssen. Und wenn sie dabei nicht verwirrende und sich widerspre-chende Thesen aufgestellt hätten, wären sie gar nicht erst angestellt worden.)

      Ganz gleich, womit sich jeder besonders beschäftigt, diese eine Forderung kann "global" zur unerschütterlichen Stoßkraft werden. Ihre Einheitsformel ist letztlich die Conclusio aus der dargelegten Lage: nämlich wie wir aus der Misere wieder herauskommen könnten.

      "Alle großen Dingen sind einfach!" Wenn also die anderthalb Seiten Vorlage der Organi-schen Reform erst einmal vom Volk in seiner Not, das vom Parteienzwang befreit ist, mit überwältigender Mehrheit diese Organische Reform als „Gesetz“ gefordert worden ist, sollte der Staat dem Rechnung tragen, indem er einen öffentlich bestellten Altenrat zur Aufsicht darüber bestellt.

      Dies ist in aller Kürze ihr Inhalt:

      Abbau der Schulden - Om oder Talent als weltweiter Währungsstandard

      1. Abbau der Verschuldung durch Umwandlung in Eigenkapital (equity), wo immer wirtschaftlich sinnvoll, Löschung staatlicher Schulden durch Privatisierung des Währungsgoldes, wenn die USA jene europäischen Goldreserven, die im Kalten Krieg aus „Sicherheitsgründen“ ausgelagert wurden, zurückgibt (de Gaulle wurde wegen dieses Verlangens 1968 gestürzt), sowie Stillegung [3] von Länder- und Ge-meindeschulden.

      Diese werden weiter in den Büchern geführt, um über 33, 66 oder 99 Jahre zinslos in der Landes- oder Regionalwährung zurückgezahlt zu werden. Diese nicht nur in Japan gegen den laufenden Protest der USA, der Weltbank und des IMF angewandte Lösung hat sich bewährt, weil damit das Fremdkapital der Wirtschaft praktisch als gewinnloses Eigenkapital erhalten bleibt, statt über die Bankrotterklärung unter-nehmenszerstörend zu wirken und damit die Übernahme zu Ausverkaufsbedingun-gen seitens der Reservewährungsprivilegierten (d.h. jener, die sich selbst das legale Flachgeld, den Dollar, drucken können) zu führen.

      Schulden werden nicht mehr mit Steuernachlässen (Abschreibungsposten) gefördert und neue Schulden sind per Gesetz zu verbieten. An deren Stelle tritt vorrangig (ge-sichertes) und gewinnabhängiges stimmloses Risikokapital.

      Umwandlung von Auslandsschulden in ,,souveräne“ (d.h. inländische) Schuld zu je-nem Kurs der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig war. Umwandlung von Bankkrediten, Unternehmens- und privaten Schulden mit längerer als 6-monatiger Laufzeit entweder in Schulden mit 50-jähriger Laufzeit zu 1% Prozent Zins oder in Grund-/Eigenkapital nach Wahl des Schuldners, außer ursprünglich mittels Kredit finanziertem Unternehmenskapital (d.h. Firmenanteilen).

      Für Schulden des Auslands bei der eigenen Volkswirtschaft - besonders die soge-nannten Dollarwährungsreserven der Zentralbanken - gilt eine internationale Lö-sung, die u.a. verhindert, daß diese Verpflichtungen in den Euro geschleust werden.
      Schulden in anderer als der Währung des Schuldners, also in seiner eigenen Wäh-rung, genießen keinen rechtlichen Schutz, weil sie nicht der ihnen verpflichteten Re-alwirtschaft entsprechen und die währungs- als auch innen- und außenpolitische Steuerung verzerren. Bestehende Schulden sind in Währungen des Schuldners zu wandeln, und zwar zu jenem Kurs, der zum Zeitpunkt der Kreditvereinbarung gültig war, unabhängig von inzwischen eingetretenen Kursänderungen.

      2. Abschaffung direkter Steuern zugunsten indirekter, aus wirtschaftlicher Tätigkeit anfallender, einschl. Mehrwertsteuer, Gemeinde-Grundsteuern und eine 75%-Steuer auf jegliche Firmenwerbung, die gemäß dem ,,Gesetz über Meinungsfreiheit und Medien“ - bei dessen Nichtbeachtung – vorgeschrieben wird.

      3. Keine Steuerbegünstigungen für Schuldenmachen.

      4. Grund und Boden sind Lehen im Besitz der Berechtigten.

      5. Verhinderung indirekter Vergemeinschaftung (,,Sozialisierung“/Verstaatlichung) wegen exzessiver Akkumulierung von Kapital (mit der Folge: Übernahmezwang des Managements um Unternehmens- und persönliche Steuern zu vermeiden) und wegen Größenwahns der Manager, indem gesetzlich der Netto-Gewinns als obligatorischer Dividende festgelegt wird.

      Damit fällt der durch den Kapitalüberhang geförderte Zwang zur Übernahme anderer Unternehmen zu unwirtschaftlichen Preisen und damit die Förderung des Größenwahns fort. Die Aktionäre können dann wieder (bzw. müssen) über die Weiterverwendung für eigenen Bedarf, zur Anlage im eigenen, anderen oder neuen Unternehmen entscheiden: Statisches Kapital wird zu ‚venture capital’.

      6. Schaffung einer nationalen oder regionalen (z.B. innerhalb der EU) Grundrente für jeden niedergelassenen (inländischen) Einwohner unter 21 Jahren oder Nicht(mehr)-Beschäftigten in Form eines zinsfreien Kreditgeldes in der Höhe von 80% der Lebenshaltungskosten gemäß einem r e g i o n a l e n (offiziellen) Warenkorb, anstelle von Arbeitslosengeld oder jeglicher anderer staatlicher Transferleistungen, die in der Parteienwirtschaft meist unabhängig von den Möglichkeiten der Realwirtschaft (d.h. der langfristigen Finanzierbarkeit) nur aus den Erfordernissen der Partitokratie periodisch als Begünstigungen (Wählergeschenke, Wähler-„bestechung“) beschlossen werden.

      7. Geld wird aus den Steuereinnahmen von der Währungsbehörde der „Res Publica“ als (zins-)freier Kredit ,,geschöpft“ und damit wieder bzw. zusätzlich in Umlauf gebracht. Die Einheit ist das ,,Talent“ oder der ,,Om“, genannt nach dem aus Asien stammenden Synonym für die ursprüngliche, schöpferische Energie. Sie entspricht dem hundertsten (oder tausendsten) Teil des nationalen oder regionalen, monatlichen Lebenskosten-Index.

      8. Öffentliche Ausgaben werden aus dem im Wirtschaftsablauf anfallenden Mehrwert und Gemeindeabgaben sowie von der staatlichen Währungsbehörde als unbelastetes Kreditgeld (zinsfrei) „geschöpft“ und damit wieder und zusätzlich in Umlauf gebracht.

      9. Der „UN“ wird als Weltwährungsstandard das „Talent“ oder der „Om“, genannt nach dem aus Asien stammenden Synonym für die Urenergie („Amen“), das in den verschiedenen Währungsgebieten seinen angestammten Namen behalten kann, zur Annahme vorgelegt. Die Währungseinheit entspricht dem tausendsten Teil des nationalen oder regionalen monatlichen Lebenskostenindex und ist damit auf den Menschen, nicht auf das Kapital bezogen.

      Wo für ihren Außenwert erforderlich, kann eine Währung zeitweilig durch Verbind-lichkeiten zu ihren jeweiligen Marktpreisen (teil-)gedeckt sein, wie z.B. mit Öl (etwa für Arabien, Venezuela, Kolumbien), Gas (Rußland), Silber (Indien), Gummi (Malay-sien), Gold, Platin (Rußland, Brasilien, Südafrika, Drittweltstaaten), Kupfer (Chile).
      Damit erhalten die Währungen jenen Regionen und Staaten, die dem Weltwährungs-standard beitreten und ihn erfüllen, einen gemeinsamen Nenner, der vergleichbar, aber nicht gleich im Wert ist. Hierdurch wird ermöglicht (Handels-)Überschüsse zu neutralisieren statt ihren Geldumlauf durch die politisch seit 1945 erzwungene Dol-laräufnung als „Währungsreserve“ zu inflationieren, was zu den bekannten Auswu-chern, angefangen mit den Börsen geführt hat. Schulden in anderer als der Währung des Schuldners, also in seiner eigenen Währung, können fortan keinerlei gesetzli-chen Schutz beanspruchen, weil sie nicht der ihnen zugrundeliegenden und ver-pflichteten Realwirtschaft entsprechen und damit die währungs- als auch innen- und außenpolitische Steuerung verzerren. Bestehende Schulden sind in Währungen des Schuldners zu wandeln und soweit nicht erlassen, nach dem Muster Japans stillzulegen, und zwar zu jenem Kurs, der zum Zeitpunkt der Kreditvereinbarung gültig war, unabhängig von inzwischen eingetretenen Kursveränderungen.

      [1] Einer Parole, deren vollständiger Text in der Regel unterschlagen wird. Der weggelassene Teil lautet nämlich: „oder den Tod!“ – Es ist nur konsequent, daß die aus gleichem Ursprung kommende Parole der Kommunisten lautete: „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein!“

      [2] ANATOLI WOLKOW, Moskau, Völker höret die Signale.

      [3] Japan ist mit 150% des BSP verschuldet, die Zinsen sind auf Null gesenkt, um so die Bedienung des bestehenden Schuldkapitals so lange zu sichern, bis es statt über allgemeinen Bankrott über Jahre hinaus abgeschrieben worden ist. Das westliche Schlagwort vom negativen Wachstum, also sieche Realwirtschaft, der durch Förderung der Immigration angeblich entgegengewirkt werden soll, bei über den Zinseszinseffekt beschleunigt wachsendem und zu bedienendem Fremdkapital, bringen nur ein Lächeln hervor, denn der Wohlstandsgrad der Japaner ist seit zehn Jahren der höchste der Welt geblieben.

    • phaidros
      28. März 2013 11:40

      Aus gegebenem Anlass erinnere ich an das geniale firefox-addon "Unterberger 1.1" vom @AnonymenFeigling, mit dem man endlosen Müll auf ein paar Zeilen reduzieren lassen kann.

  18. haiti (kein Partner)
    27. März 2013 09:41

    Der Euro stirbt! ?? Mag sein / Mag nicht sein! Wer weiß es? Man wird sehen!
    Ich deneke er wird überleben. Aber bitte!

    Was sicher ist: Beim Unterberger hier stirbt alles!
    Es schlafen einem schon bei den ersten gelesenen Zeilen die Füße ein.
    Der bietet tagtäglich die gleiche ranzigtranige Heul- und Hadertunke!
    Das alles von ihm erinnert an einen täglichen Stuhlgang, ohne jedem Geist und Hirn! Und daher wohl auch dieses Klo hier!
    Ein bald grenzenloser vegetativ getriebener Affektdurchfall ohne jedem Geist und Hirn. Ginge es NACH ihm, dann wärs tatsächlich demnächst schon vorbei auf dieser Welt. So ist er doch hier gut und sicher aufgehoben, auf seinem Klo.
    So bleiben die wirklich guten Dinge gut vor ihm gesichert und verschont.
    Es wäre schade darum.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      27. März 2013 09:52

      haiti (kein Partner)
      27. März 2013 09:41

      Jeder der einen Blog betreibt darf darin schreiben was er will!

      Unterberger ist - und das ist ihm hoch anzurechnen - sogar bereit solche unflätige nichtssagende Äusserungen in SEINEM Blo zu veröffentlichen.
      Es zeigt dann die geistige Beschaffenheit der Verfassers!

      Vielleicht kann aber der ehrenwerte "haiti" auch etwas sinnvolles schreiben, ich bin sicher dass Dr Unterberger das auch veröffentlichen wird!

    • Erich Bauer
      27. März 2013 09:58

      In der Psychologie gibt es, für jemand der alles glaubt was in der Zeitung steht und regierungsamtliche Versionen für die Wahrheit hält, einen sehr gut erforschten Begriff: "kognitive Dissonanz"... 80 Prozent der Menschen ist dieses Phänomen zu eigen.

    • haiti (kein Partner)
      27. März 2013 10:15

      Nur soviel noch:
      Gutes steht am allerwenigsten in den Zeitungen / Medien!
      Ob man das was dort drinn steht nun glauben mag oder auch nicht.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 10:19

      Abschließend:

      Man darf auch das "Schlechte" in den Zeitungen nicht für bare Münze nehmen...

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 10:41

      Wie der Name Haiti - nomen est omen - schon andeutet, geht´s haiti wohl um´s irdische Paradies.

      Da dieses hiermit gestört wird, was aber von diesem klugen Kopf ohnedies vorausgewußt wurde, hätte ich - an seiner Stelle - diesen Basar übler Meinungen einfach gemieden.

      Vielleicht, neín, sicherlich ließe sich auch der Durchfall dann vermeiden. Und GEsundheit ist doch das Wichtigste.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 10:56

      Die Forschung über die "kognitive Dissonanz" zeigt, daß 80 Prozent der Menschen besorgniserregende Nachrichten so überhaupt nicht verarbeiten können. Der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) fährt runter wie ein Rollo... Sie finden sich dann dauerhaft im "unrealistischen Optimismus" wieder... Das "Abenteuer" Wohlfühlwelt läßt sie dann zwar ein bißchen glubschäugig aussehen, aber körperlich erfreuen sie sich bester Gesundheit...

    • brechstange
      27. März 2013 11:04

      Hätten Sie vielleicht einmal ein sachliches Argument für uns?

    • haiti (kein Partner)
      27. März 2013 11:09

      Ja, Herr Bauer.
      Wie gut doch ihr Hinweis auf die kongnitive Dissonanz doch hier ins Forum und zu Herrn Unterberger passt, das wird ihnen jetzt wohl nicht auffallen.
      Siehe auch: Wiki/Kognitive Dissonanz/Dissonanzauflösung/ 6.Selektive Beschaffung und Interpretation von dissonanzreduzierenden Informationen/u.a.

    • haiti (kein Partner)
      27. März 2013 11:13

      Aber egal: Es ist genug jetzt!
      Zu schade! Zu vergeblich!

    • phaidros
      27. März 2013 11:27

      …daß 80 Prozent der Menschen besorgniserregende Nachrichten so überhaupt nicht verarbeiten können. Der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) fährt runter wie ein Rollo... Sie finden sich dann dauerhaft im "unrealistischen Optimismus" wieder... «

      Woran erinnert mich das bloß?

    • Erich Bauer
      27. März 2013 11:33

      @"...Woran erinnert mich das bloß?..."

      An Ihren Freund?

    • phaidros
      27. März 2013 11:36

      Das ist total lustig, haiti, danke für den Link. Das liest sich wie ein Drehbuch, geradezu unglaublich! ;-)

    • Torres (kein Partner)
      27. März 2013 11:39

      "...ohne jedeM Geist..." - Migrationshintergrund, bildungsferne Schicht oder nur ganz einfach sprachlich in der Gosse aufgewachsen?

    • haiti (kein Partner)
      27. März 2013 11:52

      Torres, lieber manchmal einen Rechtschreibfehler produzieren,
      als für immer ein tatsächlich nachweislicher Dummkopf sein!

    • Erich Bauer
      27. März 2013 12:00

      @"... liest sich wie ein Drehbuch..."

      Mir scheint, Sie haben noch nie ein Drehbuch gelesen. Das ist NIX für Sie. Da wird nämlich so überhaupt nicht geschwurbelt.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 12:05

      Das WIKI überlasse ich dem "Gusi" und den Andern... Dort wird das runtergelassene Rollo auf Dauer verriegelt.

    • phaidros
      27. März 2013 12:09

      Köstlich. Bauer und Torres geben bspw. gerade Szene 6.2. ;-)

      Bitte, haiti, nehmen Sie das ja nicht ernst, was Sie hier so lesen. Viele von uns sind nicht nur kulturell in der Gosse aufgewachsen, sondern halten auch den Tellerrand, den sie sehen, für einen weiten Horizont…

    • november (kein Partner)
      27. März 2013 12:16

      WIKI kann ich auch nicht vertrauen. Wenn ich die Wahrheit suche, schaue ich immer bei Metapedia vorbei.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 12:28

      Ich stelle mir gerade eine schräge BIÖ-Versammlung vor. Die Visualisierung macht schon ungeheuren Spaß. Vielleicht entwickelt sich daraus eine Sitcom...

    • phaidros
      27. März 2013 12:32

      Oh, Bauer! Sie würden ja glatt enttäuschen, wenn ich noch eine hohe Meinung von Ihnen hätte. Fällt Ihnen wirklich nur noch BIÖ ein, was nun wirklich völlig zusammenhanglos an der Haaren herbeigezogen ist?

      Wirklich blöd lief eigentlich nur die Veranstaltung, an der Sie teilgenommen hatten. (Ohne natürlich einen Zusammenhang herzustellen)

    • Erich Bauer
      27. März 2013 12:45

      @ "...Wirklich blöd lief eigentlich nur die Veranstaltung, an der Sie teilgenommen hatten..."

      Ja. Das ist wahr. Tatsächlich habe ich nicht erwartet, daß es ausgerechnet unter meinem erstmaligen und einzigen Beisein zu ersten Auflösungserscheinungen kommen konnte.. Wenn da ein Zusammenhang bestehen sollte, dann kann ich mir das nur mit karmischen, weit zurückliegenden Ursachen erklären...

    • phaidros
      27. März 2013 12:52

      Was und ob und wie Sie als Außenstehender BIÖ-Interna (bzw. was Sie dafür halten) erklären, ist eigentlich völlig irrelevant.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 13:00

      Ich habe lediglich auf Ihre kryptischen Andeutungen zu meinem ersten Beisein bei einer BIÖ-Versammlung geantwortet. Ich habe mich einfach wieder daran erinnert. Sonst nix. Das BIÖ ist für mich irrelevant.

    • phaidros
      27. März 2013 13:09

      Komisch, ich vermeine ich mich zu erinnern, dass nicht ich völlig zusammenhanglos von der BIÖ angefangen habe, sondern Sie. Aber zum Nachlesen müsste ich aus diesem Antwortfenster nach unten scrollen, das ist mir die Mühe eindeutig nicht wert.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 13:36

      Sie haben da irgendein "Drehbuch" erwähnt, das brachte mich überhaupt erst auf die Idee zu einer BIÖ (Arbeitstitel)-Sitcom... Danke. Aber keine Sorge, ich werde nicht versuchen vor Ort zu recherchieren. Ich habe genug Vorstellungskraft wie das aussehen könnte. Die "Wirklichkeit" ist sowieso zumeist eher langweilig...

    • phaidros
      27. März 2013 13:38

      Genau. Da wird nämlich einfach nur gearbeitet. Bleiben Sie mal lieber bei Ihrer Vorstellung, da haben Sie sicher mehr Freude damit.

  19. cmh (kein Partner)
    27. März 2013 09:26

    Der Austritt aus dem Euro ist ganz einfach:

    "Gesetz vom TT.MM.JJJJ

    1. Ab sofort ist das nationale gesetzliche Zahlungsmittel die Drachme/die Lira/des Peso.

    2. Zur Begleichung von Forderungen ist verbindlich das nationale gesetzliche Zahlungsmittel zu verwenden. Alle Zahlungen des Staates an seine Bürger werden in nationaler Währung geleistet.

    3. Der Euro muss von den Gläubigern weiterhin akzeptiert werden. Privatrechtliche Vereinbarungen vorab über die Verwendung des Euros zur Begleichung von Forderungen sind nichtig.

    4. Bereits eingegangene Schulden in Euro sind weiterhin in Euro zu begleichen.

    5. Mit dem ERlass der Durchführungsbestimmungen wird der Finanzminister betraut."

    Durch ein derartiges Gesetz würde es zur Einführung einer Parallelwährung kommen. Nach dem Greshamschen Gesetz würde das schlechtere nationale Geld die gute europäische Währung verdrängen.

  20. cmh (kein Partner)
    27. März 2013 09:13

    Bitte ja nicht Zypern rausschmeißen.

    Denn dann kommen unsere Obergscheiden und meinen, die Hindernisse zum Beitritt der Türkei wären aus dem Weg geräumt.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 09:21

      Aber Es-BK Schüssel hat sich doch eh damals bei den Verhandlungen in Brüssel so geziert... Veto lag sogar in der Luft. Ehe er den Österreichern das heilige Versprechen gab, vor einem Türkei-Beitritt eine Volxabstimmung... und so...

    • cmh (kein Partner)
      27. März 2013 09:27

      Sie werden gestatten, dass ich an die "Heiligen Eide" der Politiker nicht glaube, ihnen diese vielmehr als Verbrechen anrechne.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 09:31

      Ich gestatte.

  21. Onkel Hans (kein Partner)
    27. März 2013 09:00

    LOL

    Das alles hat natürlich niemand voraussehen können. Wie sollten auch Leute wie Faymann, Spindi, der Hundsi, die Zypern-Schmied, der Zivi-Verteidigungsminister, Ex-Ministerin Kondomsky, der Ernstl Strasser und wie diese Leuchten alle heißen und hießen, irgendwas Wirtschaftliches antizipieren können. Ohne die Partei sind wir doch alle nichts!

    Aber wichtig ist natürlich, dass der Binnenmarkt keinen Schaden nimmt. Sonst könnten nämlich ab 2014 die rumänischen Zigeuner nicht qua Arbeitnehmerfreizügigkeit in unser Sozialsystem einsickern und müssten nach wie vor den Schmäh über die Niederlassungsfreiheit nehmen, wie derzeit bei den Geistesgestörten in der BRd.

  22. AGLT (kein Partner)
    27. März 2013 08:54

    Schön langsam verstehe ich das Gejammere um EU- und Eurokrise nicht. Wäre dem so, würde man in dieser Situation ein weiteres Nehmerland mit zweifelhafter Regierung - Kroatien - aufnehmen? Hätten dem die Geberländer - allen voran D - denn sonst zugestimmt? /sarkoff

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      27. März 2013 10:00

      haiti (kein Partner)
      27. März 2013 09:41

      Ich verstehe das schon. Es jammern nur die , die das Ganze auslöffeln müssen. Die (soll ich sagen Kriegsgewinnler) jammern ja nicht. Sie setzen eine mutige Tat (zur Vergösserung ihren Gelkdsäckels) nach der andern. Und sind auch noch stolz darauf wie sie den Zahlern (zum Verlust ihres Vermögens) geholfen haben.

      So schauts aus!

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 13:50

      Europa wird im Grunde von Leuten regiert, die in eine geschlossenen Anstalt gehören.

      Das ganze ist kein Witzchen, sondern die Erklärung für den Wahnsinn, den die ausbrüten und umzusetzen gedenken.

      Größenwahn (Megalomanie)

      Die betroffene Person hält sich für eine wichtige politische oder religiöse Persönlichkeit, die Reinkarnation großer Persönlichkeiten, für einen Gott, Propheten oder Ähnliches, wie zum Beispiel einen Superhelden. Ähnlich ist z. B. der sogenannte Sendungswahn („ich muss die Menschheit erlösen“).
      Als Sonderformen gelten:

      politischer Wahn
      religiöser Wahn (mit Heilsauftrag)
      wahnhafte Erhöhung der eigenen Person
      Heilswahn
      Weltverbesserungs- bzw. Welterneuerungswahn
      Omnipotenzwahn

      Und uns haben sie mit dem

      Schuldwahn infiziert (wurde ja auch schon in der Bibel benutzt)

      Die Person glaubt, dass sie Schuld an Ereignissen trägt, mit denen sie nichts zu tun hat (z. B. „allein meinetwegen gibt es Armut auf der Welt“). Meist führt sie dies darauf zurück, sündig zu sein, gegen göttliche oder moralische Prinzipien verstoßen zu haben, sich versündigt zu haben und erwartet, dafür bestraft zu werden. Daher auch Versündigungswahn genannt.

  23. rundertischdgf (kein Partner)
    27. März 2013 08:54

    Übrigens muß die Frage gestellt werden, ob nicht das Geschäftsmodell Luxemburgs vergleichbar ist dem Zyperns? http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/03/26/4858/

  24. Francois Villon (kein Partner)
    27. März 2013 08:47

    Also, rettet mal schön! - Aber was?

    An die immer sehr grundsätzlichen Anmerkungen Johann Scheibers anknüpfend, erlaube ich mir zu ergänzen:

    Amity Lines – oder die „Große Freiheit“

    Im Spätwerk Carl Schmitts,: Nomos der Erde, wird dargelegt, wie jedes Recht auf Ordnung und Ortung zurückführbar ist, wie es aus einem archetypischen Akt der Land n a h m e ent-springt. Der Nomos-Prozeß ist das Nehmen – Teilen – Weiden; nach der Landnahme wird es aufgeteilt – das ist Schaffen einer Ordnung und die Begründung von Eigentum – und hiervon leiten sich, in der Nutzung dieses Stückes Land, d. h. aus dem Besitz- und Eigentumsrecht, alle weiteren Rechte der Gesellschaft ursprünglich ab. Es ist das mit dem Weiden ausgedrückt.

    Die Einteilung der Welt – und die Ordnung der Alten Welt – wird von Schmitt insbesondere nach der Entdeckung der Neuen - Amerikas -, als gestört dargestellt, und sie ist es auch tat-sächlich. Dies führt zu einer Entwicklung, in der die christlichen Fürsten innerhalb der euro-päischen Ordnung – auf dem Jus Publicum Europaeum - stehend, sich auf den Papst als Schiedsrichter einigen und jene Linie festlegen, wo dies- bzw. jenseits dieser Linie - der Raya - der spanische bzw. portugiesische König für die Neuentdeckungen die Besitz- und Herrschaftsansprüche zugesprochen erhält. (D. h. ursprünglich das Recht zur Missionierung der „Heiden“ in diesen neuen Ländern.)

    Später haben andere Linien die globale Welt mit einer neuen Ordnung ab- und aufgeteilt. Die von England als Seemacht bestimmten amity lines - Freundschaftslinien. Ihr Grund ist ein anderer; die europäischen Fürsten kennen keinen Schiedsrichter (den Papst) mehr, die „Rech-te“[1] (an den Ländern der neuen Welt) sind nicht aufgrund einer einvernehmlichen Teilung zustandesgekommen, sondern sind eine Angelegenheit der Durchsetzung der Ansprüche. Also eine langwierige und gewaltsame, kriegerische.

    Die Freundschaftslinien bezeichnen dabei Bereiche, die vom europäischen Völkerrecht, dem Jus Publicum Europaeum, wie es zwischen den christlichen Fürsten herrschte, ausgenommen sind. Hier herrscht so etwas wie der Hobbes´sche Naturzustand. Keine Rechtsnorm bindet die Gegner, kein „gehegter Krieg“, wie auf dem europäischen Festland, hindert die uneingeschränkte Vernichtung oder Grausamkeit in der Auseinandersetzung. In den von diesen Linien eingegrenzten Bereichen herrscht die "vollständige Freiheit". Wenn etwa vom Seefahrer in der Weise gesprochen wird, daß „auf See“ die „Große Freiheit“ herrsche, so bedeutete dies vor allem weitgehende Willkür.

    Die "Vier Freiheiten" der EU haben hier ihre innerste Verwandtschaft. Der „freie Welthandel“ ist der Naturzustand, in dem das "Recht des Stärkeren" gilt. Allen Bindungen innerhalb einer (abgeschlossenen) Volkswirtschaft, die von der Notwendigkeit des langfristigen Zusammenlebens ausgehen (müssen), sind hier aufgehoben. Oder es sind Schein-Rechte, die nur das Recht des Stärkeren legitimieren! – Hierin liegt das Zerstörerische dieser „Freiheiten“.

    Das ist aber eine scheinbar andere Begründung, als jene von Hayeks. Dieser meinte nämlich, daß in der Mehrzahl von Freiheit, also in der Aufzählung von Freiheiten, implizit alle anderen – denkbaren – Freiheiten ausgeschlossen wären, also im Grunde Unfreiheit herrsche. Er spricht sich damit für den Naturzustand – die Große Freiheit - aus, die aber in einer Gesellschaft von Menschen nicht möglich ist. Die Große Freiheit, die in Wahrheit dem Faustrecht eine scheinbare Legitimität - also "Rechtmäßigkeit" - verleiht, obwohl es sich bestenfalls um Legalität (oft genug nur dem Anschein nach) handelt. Nur ist die „Gesetzmäßigkeit“ für jene, die die politischen, wirtschaftlichen und medialen Machtmittel besitzen – also unsere tod-feindliche Gegner[2] - nichts anderes als eine Selbst-Ermächtigung, die niemals Legitimität beanspruchen kann[3].

    [1] Diese Rechte sind nur aus dem Verständnis der christlichen Fürsten begründet, daß nicht-christliche, also heidnische Barbaren überhaupt keine Ansprüche auf das von ihnen bewohnte Land hätten. Es galt den europäi-schen Mächten als „leer“ und einer „Nahme“ frei zugänglich. Das ist aber nicht ein spezifisch christlicher Rechtsanspruch; als Alexander der Große Asien eroberte, hat er beim ersten Betreten der asiatischen Küste sei-nen Speer in den Boden gerammt, als Zeichen, daß er dieses Land „im Krieg“ als „Eroberer“ genommen hätte und damit hiervon sein Recht – des Besitzes – ableite.

    [2] Es zeigt sich wie notwendig es ist, die Freund-/Feind-Unterscheidung zu treffen, wie dies Carl Schmitt in völliger Klarheit gefordert hat. Wer dazu nicht mehr in der Lage ist, verschwindet aus der Geschichte, denn es ist eine Illusion zu glauben, daß die Feindschaft vom "ewigen Frieden" abgelöst worden wäre.

    [3] Siehe dazu auch Carl Schmitt, Politische Theologie II, Nachwort. Dunker & Humblot Verlag.

    • Johann Scheiber
      27. März 2013 11:08

      Lieber F.V., vielen Dank für die grandiose Unterfütterung der Freibeuterei mit Carl Schmitt's Nomostheorie. Mir war der Zusammenhang gar nicht so klar, dass CS bereits mit dem Zusammenbruch des ius publicum europeum die Freibeuterei diagnostiziert hat. Jetzt erinnere ich mich, dass er in seinen biographischen Aufzeichnungen auch den Satz, "Kein Nomos Mehr!" geschrieben hat.

      Die neoliberale Geisteshaltung, oder sollte man besser sagen die neoliberale Geisteskrankheit, die totale und finale Ökonomisierung und Privatisierung des westlichen Menschen bringt den völligen Verfall des Rechts in allen Bereichen mit sich und führt einen Zustand herbei der viel schlimmer ist als der Naturzustand, weil er technisch befestigte Barbarei ist.

      Werter Villon, ich denke, wir konnten auf diesem Blog schon einiges an Aufmerksamkeit bewirken, was es mit dem Wesen des Neoliberalismus so an sich hat. Dieser ist eben nicht der Gegenspieler des Sozialismus, sondern dessen dialektischer Zwilling auf dem Weg in die Knechtschaft.
      Sozialismus und Liberalkapitalismus sind die Koordinaten der Matrix unserer Fremdherrschaft, deren Motivation ausschließlich in der "Theologie" der Feinde der Völker zu finden ist.

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 12:35

      Francois Villon (kein Partner)
      Johann Scheiber
      ************** !!!

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 13:20

      Lieber Herr Scheiber,

      es war für mich auch erstaunlich, den Wandel in den Ansichten festzustellen.

      Vor einiger Zeit ließ ich es sein hier noch etwas zu äußern, weil zu viel leeres Stroh gedroschen wurde. Aber dieser Strang ist ja wunderbar: Für die Zensoren der EUdSSR ist Feuer am Dach. Ob sie noch "rechtzeitig" ihren neuen Ukas herausbringen, wird sich zeigen.

    • Erich Bauer
      27. März 2013 14:32

      @Johann Scheiber - "...Sozialismus und Liberalkapitalismus..."

      Freut mich sehr, daß man mit diesen Ansichten nicht ganz allein ist. Vor längerer Zeit schon handelte ich mir von einem Poster den Vorwurf ein: Sie sind kein"Liberaler"... Die Enttäuschung, die ich da herauslas, beschied mir kurzzeitig ein schlechtes Gewissen. Ob ich vielleicht doch irgendeinen Beitrag geschrieben hätte, der mich als "Liberalen" markieren konnte? Und ich daher eine gewisse Erwartungshaltung bedienen sollte? Ich wurde nicht fündig.

      Dabei hatte ich nur bemerkt, daß Marxisten und Liberale (Libertäre), angekommen am geistigen "Mount Everest", sich die Hände schütteln und sich über die ultimative, wechselseitige Beuteverteilung unterhalten. Als kongeniale Partner wissen sie natürlich, daß der "Neue Mensch" unabdingbar ist... Und diese Herumbastelei alleine schon Mord und Totschlag bedeutet!

  25. Gerd Macher (kein Partner)
    27. März 2013 07:44

    Holen Sie sich heute ihr Klopapier aus dem Bankomat!

  26. Der EU Todeskampf (kein Partner)
    27. März 2013 07:25

    „Wenn einer der vier Grundpfeiler der Regierung, die da sind: Religion, Rechtsprechung, Verwaltung und Finanzwesen, stark erschüttert oder gar geschwächt worden ist, dann sollte man wahrlich um gutes Wetter beten.“ Francis Bacon

    • cmh (kein Partner)
      27. März 2013 09:31

      Bitte beachten Sie die Reihenfolge!

      Denn genau in dieser ist die Chose den Bach hinuntergegangen.

  27. Der EU Todeskampf (kein Partner)
    27. März 2013 07:24

    „Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt, weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen.“ Georg Christoph Lichtenberg

  28. Der EU Todeskampf (kein Partner)
    27. März 2013 07:22

    „Wo alle an alles das Geld als Maßstab anlegen, wird kaum jemals eine gerechte und glückliche Politik möglich sein, es sei denn, man will dort von Gerechtigkeit sprechen, wo gerade das Beste immer den Schlechtesten zufällt, oder von Glück, wo alles unter ganz wenige verteilt wird und [...] der Rest aber ein elendes Dasein führt.“ Thomas Morus

  29. Der EU Todeskampf (kein Partner)
    27. März 2013 07:15

    „Es ist also [...] das Gemeinwesen die Sache des Volkes, ein Volk aber nicht jede Ansammlung von Menschen, sondern die Ansammlung einer Menge, die in Anerkennung des Rechtes und der Gemeinsamkeit des Nutzens vereinigt ist.“ Cicero

    Die europäische Union ist kein "Gemeinwesen", sie ist nicht "Sache des Volkes", welches "in Anerkennung des Rechtes und der Gemeinsamkeit des Nutzens vereinigt ist".
    Die europäische Union wird zur Hölle fahren - das ist das einzig Gute an der EU!

  30. Der EU Todeskampf (kein Partner)
    27. März 2013 07:04

    „IMMERHIN HAT DAS DEN STAAT ZUR HÖLLE GEMACHT, DAß IHN DER MENSCH ZU SEINEM HIMMEL MACHEN WOLLTE.“ Hölderlin

  31. Ex Euro (kein Partner)
    27. März 2013 06:59

    In Europa wird vollkommene Einheit herrschen und endlich wirklich sein, und zwar genau an dem Tag, an dem die verfluchte EU-Diktatur endlich zu Grabe getragen wird. Inbrünstig wird die Ode "An die Freude" aus 500 Millionen Kehlen zugleich erklingen. Das ist unser aller einziger Lichtblick: Der Tod der EU!

  32. Haider
    27. März 2013 00:04

    In was hat man uns da mit 1.1.1995 bzw. 1.1.2002 hineingelogen?
    Und sie lügen weiter -> auf Teufel komm raus! Und ich fürchte, der Teufel wird sich nicht mehr lange bitten lassen.

  33. byrig
    26. März 2013 23:52

    aufgrund der letzten turbulenzen im euroraum habe ich mir gedacht,da ich ein paar euro auf der hohen kante habe,bevor das geld nichts mehr wert sein wird kaufe ich mir ein paar dinge,die ich mir aus sparsamkeit bislang versagt habe.

    allerdings habe ich das noch nicht getan.warum?
    der euro scheint ein zähes luder zu sein.trotz aller vorhergegangener und rezenter turbulenzen ist er nicht in den keller abgerutscht-nein,zuletzt hat er gegenüber dem dollar sogar an wert gewonnen!
    und die letzten krisen-inklusive der zypernkrise sind hierzulande krisen in zeitungen.der österreicher merkt real bislang nichts davon,weniger an politik interessierten dient die krise als willkommener anlass um-durchaus berechtigt-auf die eu zu schimpfen.(zur zeit dürfte das glühbirnenverbot als gefühltes und vorhandenes ärgernis die leute mehr aufbringen).
    auch die märkte geben sich cool.
    ein wirtschaftsforscher meinte heute sinngemäss,dass die lage in italien und spanien deutlich besser als vor 1 jahr sei.

    das war kein pladoyier meinerseits,nur eine subjektive situationsbeschreibung.
    die insofern konkrete auswirkungen hat,als ich jetzt doch nicht das geld einfach verprasse.wenn auch etwas lockerer ausgebe.z.b. für die abschlepp-und reparaturkosten meiner studierenden tochter.
    und ein radio hab ich mir auch gekauft.ja,wegen der krise!

  34. Brigitte Imb
    26. März 2013 23:24

    Es wird beständig ärger in Europa, Sparer in Spanien werden quasi per polit. Anweisung betrogen um hinterher enteignet zu werden und der größte Witz daran, diese tatsache wird so gut wie verheimlicht (neben Zypern, das angeblich 3 Mrd. € mehr braucht und dafür einen "Notkredit bekommt).

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1381042/Kleine-zahlen-Spaniens-Bankenrettung-mit?_vl_backlink=/home/index.do

  35. Undine
    26. März 2013 22:44

    Na, Gott sei Dank, da bin ich aber froh, daß die armen "russischen" Oligarchen beizeiten ihre Schäfchen ins Trockene bringen konnten! Da muß es ja in den letzten Wochen ganz schön wild zugegangen sein in der Luft über Zypern, als die zahlreichen Privatflugzeuge der Oligarchen Zypern anpeilten, um die Banken rechtzeitig ausrauben zu können! Wer Näheres über diese modernen Räuber erfahren will, wird mit folgendem Bericht sicher zufriedengestellt:

    Die OLIGARCHEN

    Oder Wie die Jungfrau zur Hure wurde
    von Uri Avnery

    http://zmag.de/artikel/Die-Oligarchen

    • Haider
      26. März 2013 23:46

      Komisch, daß mir beim Politikerkauf folgendes Zitat einfällt: "Dies Oesterreich ist eine kleine Welt, // In der die große ihre Probe hält". Hier kauft ein Oligarch politische Hinterbänkler zum Schnäppchenpreis zusammen und macht bei Wahlen Furore.

    • byrig
      27. März 2013 02:13

      haider-zumindest hat stronach keinen israelischen pass!

    • Carlo (kein Partner)
      27. März 2013 02:19

      Für Sie ist doch immer klar, wer schuld ist, oder?

    • Susa
      27. März 2013 09:10

      Guten Morgen, werter @Carlo (oder schlafen Sie noch, weil Sie gestern am Abend so lange durchhalten mußten, um wieder einmal Ihren Unmut über die pösen, pösen Poster kundzutun?)! Bravo, bravo! So soll es sein. Aber sagen Sie, arbeiten Sie hier aus eigenem Antrieb oder erfüllen Sie einen Auftrag? Denn außer Kritik ist von Ihnen bis dato noch nichts gekommen, aber das ist ja bei Trollen immer so. Dabei gibt es bestimmt Unmengen von Blogs, die ganz nach Ihrem Geschmack sein dürften. Aber ich will Ihnen den Spaß, der auch missionarischer Eifer sein kann, nicht verderben.

    • Bodo
      27. März 2013 10:17

      @Carlo hat nach Freigabe des Themas um 01:52 gerade einmal eine Viertelstunde gebraucht, um sein geniales Statement anbringen zu können; danach konnte er endlich das mühsame Warten beenden und ins Bett gehen. Unterberger ist diesmal besonders rücksichtslos den Trollen gegenüber. Carlo, der Held! So a Häd!

    • Erich Bauer
      27. März 2013 10:23

      @Bodo

      Vielleicht ist er Nachtwächter. Scheint ja ziemlich viele hier zu geben. Und nach seiner Runde...

    • Undine
      27. März 2013 14:46

      @Erich Bauer

      Nachtwächter??? In Ö gibt es keine Kriminalität und schon gar nicht nächtens! Naja, zumindest keine Ausländerkriminalität, wie man uns immer weismachen will: also brauchen wir schon gar keine Nachtwächter.....Aber ich vermute, die Löwelstraße bezahlt ordentlich Überstunden.

  36. Brigitte Imb
    26. März 2013 20:16

    Das haben wir nun davon, daß wir seit Jahrzehnten unfähige, ideologisch verblendete u. korrupte Politiker wählen und gewähren lassen. Dazu haben erhöhte Sozialleistungen, die in keinem Verhältnis zu den Löhnen passen, die Menschen träge gemacht - nicht nur im physischen Bereich, sondern auch ganz gewaltig im geistigen.

    Viele werden schmerzhaft erfahren, daß es ein "Rundumsorglospaket" einfach nicht ohne Leistung gibt und auf Produktivität umstellen müssen.

    In Europa ist es "weit nach 12". Sollten nicht bald statt phanatischen "Rompuys" u. "Barrosos" intelligente "Cameros" das Ruder übernehmen, schauts düster aus in €roland.

    • Brigitte Imb
      26. März 2013 22:06

      Die €kraten haben kein Interesse an der Wirtschaft primär und am Wohlstand dieses Kontinents, sondern nur am Geld das die Bürgerameisen erwirtschaften um diese dann kehrt um die Hand knechten, diktieren und enteignen zu können, um modernste Sklaven zu schaffen.

      Ein Leserbriefschreiber aus der "FAZ" erklärt dazu:
      ------------------------------------------------------
      Jürgen Behm (Krintler) Krintler - 26.03.2013 14:37 Uhr

      Das bleibt kein Einzelfall!

      Bin gespannt, wann es denn bei uns in Deutschland so weit sein wird. Es ist schon etwas länger her. Mit der provokativ erscheinenden Frage „Plant Finanzministerium Enteignung deutscher Sparer?“ meldete am 15.12.2011 die börsennews.de, dass dort ein ehemaliger Topberater der Boston Consulting Group (BCG) mit Namen Levin Holle als Leiter der Abteilung Finanzmarktpolitik beim Bundesfinanzministerium eingestellt worden ist. Diese Consulting-Firma hat für das Ministerium Überlegungen angestellt, wie die Schulden der EURO-Staaten abgetragen oder vermindert werden können. Zu diesem Zweck hat die Boston Consulting Group eine Enteignung privaten Sparvermögens vorgeschlagen. Danach müssten in Deutschland zur Abgeltung der Staatsschulden 11 % des privaten Finanzvermögens weggesteuert werden. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
      --------------------------------------------------------

    • Haider
      26. März 2013 23:50

      Schade, daß das Wort "Sie wollen nur unser Bestes, nämlich unser Geld" so ausgelutscht ist. Aber treffender kann man das Handeln der Eurokraten kaum beschreiben.

  37. Geheimrat
    26. März 2013 19:53

    Nigel Farage: “Diebstahl ist das neue Modell zum Erhalt des Euro”

    In einem aktuellen Zeitungs-Interview empfiehlt der EU-Abgeordnete Nigel Farage britischen Auswanderern, ihr Geld von spanischen Konten abzuziehen.

    “Sie waren gewarnt. Diebstahl ist das neue Modell zum Erhalt des Euro”, erklärte Nigel Farage am Dienstag über seinen Twitter-Account.

    Im Rahmen eines Interviews mit der Tageszeitung The Telegraph gab der britische Europa-Abgeordnete und Mitglied der United Kingdom Independent Party (UKIP) einen ausführlicheren Kommentar zur Entwicklung in Zypern ab, wo Konteninhaber mit Guthaben von mehr als 100.000 Euro mit empfindlichen Zwangsabgaben zu rechnen haben.

    “Nicht einmal ich hätte gedacht, dass sie sich dazu erniedrigen, den Leuten faktisch das Geld von ihren Konten zu stehlen”, so Farage. Er geht davon aus, dass es eine riesige Kapitalflucht geben werde, nicht nur von Geld aus Zypern. Es werde auch in anderen Ländern der Euro-Zone geschehen. Er verweist auf 750.000 Briten, die sich in Spanien niedergelassen hätten und dort Eigentum besäßen. Ihnen empfiehlt er: “Holt euer Geld da raus, solange ihr noch die Chance dazu habt”. Die EU bemächtige sich nun allem Möglichen, um ihr scheiterndes Euro-Projekt am Leben zu erhalten, so Farage.

    http://www.goldreporter.de/nigel-farage-diebstahl-ist-das-neue-modell-zum-erhalt-des-euro/news/31265/

  38. Geheimrat
    26. März 2013 19:50

    EU will Sparguthaben bei Bank-Pleiten heranziehen

    Zypern doch kein Einzelfall? In Brüssel liegt schon länger ein Gesetzentwurf vor, nachdem Sparvermögen über 100.000 zur Sanierung von Banken genutzt werden sollen. Doch darüber wird noch verhandelt.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article114779719/EU-will-Sparguthaben-bei-Bank-Pleiten-heranziehen.html

  39. Paneuropa
    26. März 2013 18:31

    Spannend wird es wenn sich herausstellt, daß diese Meldung richtig ist. Demnach haben nämlich die Russen und auch die Briten ihr Geld über ein "Schlupfloch" schon aus Zypern abgezogen: http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/03/51196/

  40. terbuan
    26. März 2013 16:38

    Na, was soll man dazu noch sagen:
    Die Russen haben rechtzeitig ihr Geld abgezogen, die Deppen sind wieder einmal die Steuerzahler in den Nordstaaten, wir müssen Zypern retten!
    Und da gibt es noch unbedarfte Anhänger eines Vereinigten Europas, nein danke, wir sind genug ausgeplündert worden und diese Situation wird weiter anhalten!:

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/03/51196/

    • terbuan
      26. März 2013 16:48

      @Geheimrat
      Bitte um Entschuldigung, Sie haben den Link über die Russen bereits vor mir in den Blog gestellt, tut mir leid!

    • Geheimrat
      26. März 2013 18:51

      Ich bitte Sie, wir stellen doch diese Links nicht ins Forum um uns eine Feder an den Hut stecken zu können, sondern um Informationen zu verbreiten die anderen Foristen vielleicht nicht bekannt würden.
      Die Lügen welche österreichische Medien verbreiten, die Zensur und die vielfachen Filter die Nachrichten durchlaufen, bevor sie veröffentlicht werden, sind ja allgemein bekannt.

      In diesem Sinn - Simone de Beauvoir: "Die hinterhältigste Lüge ist das Verschweigen!"

      Einen schönen Abend!

    • terbuan
      26. März 2013 19:23

      Vielen Dank, Ihnen auch!

  41. Majordomus
    26. März 2013 16:31

    Eben in den Deutschen Wirtschaftsnachrichten gefunden, mit zwei sehenswerten Videos:

    Explosive Stimmung in Zypern:
    Tausende Studenten sind vor das Parlament gezogen, um gegen die Troika und die EU zu protestieren. Die Banken bleiben weiter geschlossen, wodurch sich die Lage deutlich verschärft.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/26/explosive-stimmung-in-zypern-tausend-studenten-vor-dem-parlament/

  42. Geheimrat
    26. März 2013 15:35

    Offenbar gibt es die Zeiklassenklassengesellschaft auch hier - die Geschickten und die weniger Geschickten......

    Bankia-Aktie bricht ein
    Banken-Rettung in Spanien: Kleinanleger verlieren alles

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/26/banken-rettung-in-spanien-kleinanleger-verlieren-alles/

    Slowenischer Minister tritt zurück: Bankensektor vor dem Kollaps

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/26/slowenischer-minister-tritt-zurueck-bankensektor-vor-dem-kollaps/

    Kapital macht rüber: Die Russen sind raus aus Zypern

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/26/kapital-macht-rueber-die-russen-sind-raus-aus-zypern/

    • Eva
      26. März 2013 19:23

      Erstaunlich , dass im Fall der Oligarchen nie das Kind beim Namen genannt wird. Diese segeln nämlich unter falscher Flagge. Bei Nobelpreisträgern wird man immer sofort darauf hingewiesen, dass sie jüdischer Abstammung sind; bei der Oligarchen-Mafia erwähnt man dies nie und läßt sie lieber als Russen gelten.

    • zauberlehrling
      26. März 2013 21:31

      @Eva

      Nur so wird man zum "auserwählten Volk"! ;-)

    • AGLT (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 09:35

      Eva,

      sehr gut beobachtet!

      Das erinnert mich an das Märchen vom Rumpelstielzchen: Ach wie gut daß niemand weiß, daß ich R... heiß´! - und das Schöne daran: als sein Name entdeckt ward, ist es unter Dampf und Schwefelgestank zur Hölle gefahren!

      Wahrheit der Mächen und Mythen.

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 10:11

      F.V. (kein Partner)
      ************ wir hatten denselben Gedanken! Ich denke, dass in vielen Märchen versteckte Botschaften enthalten sind!

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 10:43

      Eva
      ********** !!!!!

    • Eva
      27. März 2013 11:42

      "...unter Dampf und Schwefelgestank zur Hölle gefahren!"

      Das moderne Rumpelstilzchen ist zusätzlich mit etwas Plutonium angereichert!

    • Wunschträumer (kein Partner)
      27. März 2013 12:35

      Wirklich Everl? Ich dachte die sind alle tot? Oder sind sie wieder auferstanden?
      Nein, Sie müssen sich irren!!

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 12:36

      Eva
      ******** !!!!

  43. Wertkonservativer
    26. März 2013 13:29

    "Heute bin ich wieder da, weil ich so zufrieden war"!

    Nun, zufrieden war ich nicht wirklich, dass meine Internet-Leitung im schönen Istrien vier Tage blockiert war!
    Andererseits konnte ich halt - wie etliche meiner Blogger-"Freunde" längst verlangen - einige Tage meine "gehaltvollen" Weisheiten nicht unters Blogger-Volk bringen!
    Es wird wohl kaum wem aufgefallen sein, einzelnen möglicherweise positiv.

    Nun, so rasch kriegt Ihr mich nicht los! Obwohl auch die zeitweilige Blog-Absenz
    ihre Meriten hat: dauernde Befassung mit den existentiellen Problemen Österreichs, Europas und der Welt kann einem die Lebensfreude schon einigermaßen schmälern!

    Dr. Unterberger blickt für uns "hinter die Kulissen": ich finde meine oft laienhaften
    Vorstellungen von den Aktualitäten der Welt durch seine meist blendenden Kommentare jedenfalls in jeder Weise spannend berichtigt, manchmal bestätigt:
    und das ist gut so!

    Besten Dank, lieber Dr. Unterberger!
    Schöne Osterfeiertage!

    Herzlich

    Gerhard Michler

    (mail to: gerhard@michler.at)

  44. A.K.
    26. März 2013 13:18

    In der Tagebuchnotiz „Der Euro stirbt – Rettet den Binnenmarkt!“ schreibt Dr. Unterberger zu Recht „In ganz Europa gleiten die Fundamente weg“. Die Leser werden wohl primär bezüglich der „Fundamente“ an die wirtschaftlichen Randbedingungen denken. Es gleiten aber leider die eigentlichen Fundamente unserer Kultur weg; dazu:
    Das 2. Vaticanum schreibt dazu in Gaudium et Spes Kapitel II, 53: „Unter Kultur im allgemeinen versteht man alles, wodurch der Mensch seine vielfältigen geistigen und körperlichen Anlagen ausbildet und entfaltet; wodurch er sich die ganze Welt in Erkenntnis und Arbeit zu unterwerfen sucht; wodurch er das gesellschaftliche Leben in der Familie und in der ganzen bürgerlichen Gesellschaft im moralischen und institutionellen Fortschritt menschlicher gestaltet; wodurch er endlich seine großen geistigen Erfahrungen und Strebungen im Lauf der Zeit in seinen Werken vergegenständlicht, mitteilt und ihnen Dauer verleiht zum Segen vieler, ja der ganzen Menschheit“.
    Der inzwischen aufgekommene ethische Relativismus, verbietet bezüglich der Lebensentwürfe zwischen „Richtig“ und „Falsch“, das sind Begriffe in denen man nicht einmal denken dürfe, zu unterscheiden, sondern daß man nur „Politisch Korrekt“ – vorgegeben durch die Kampfmethode „Political Correctness“ - zu handeln habe. Die im zitierten Text vorkommenden Phrasen „gesellschaftliches Leben in der Familie“ oder „in der ganzen bürgerlichen Gesellschaft“ werden so dogmatisch abgelehnt und menschlich gestalteter Fortschritt gegen „geilen“ Gewinn (möglichst ohne Arbeit) unterdrückt. Es fehlt im Grunde nicht an einer stabilen Währung, sondern an einer ehrbaren und anständigen Haltung der Menschen, mit deren Akzeptanz, daß ohne Triebverzicht und Mühe kein kultureller Fortschritt zu erreichen ist.

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 10:15

      A.K.
      *********

      Kulturvölker wurden schon immer durch die Zivilisation zerstört. Doch sämtliche pervertierte Zivilisationen zerstörten sich selbst.

  45. logiker2
    26. März 2013 12:28

    Was die AfD für die anderen Parteien so gefährlich macht, bei Kopp Oneline. Vielleicht ist gerade das die Rettung Europas.

  46. Geheimrat
    26. März 2013 12:17

    Um zu erkennen, welche Rolle der Rammbock ESM, der vertragswidrig beim Systemirrelevanten Zwergstaat Zypern eingesetzt wurde (der ESM darf nur bei systemrelevanten Institutionen eingesetzt werden) braucht man nur einmal in eine Zeitung schauen, die nicht der Euro-Gesinnungsdiktatur unterliegt, wie den DTN

    Dort wird völlig richtig beschrieben: Der ESM und das Vorgehen mit ihm ist pure demokratisch nicht legitimierte Diktatur. Finanzfaschismus! der eingesetzt wird, um den Souveränitätsspielraum demokratischer Staaten einzusetzen.

    Die Lehre ist: Niemand braucht sich Illusionen machen, daß die ESM-Finanzfaschisten im eigenen Land anders vorgehen werden, als im Ausland. Die einzige Lösung: Geld abheben und sicher verwahren. Zinsen gibt es eh keine mehr.

    Im Kern dreht sich alles darum, daß größenwahnsinnige EU-Eurokraten in den Südländern Aufträge ausgeschrieben haben und die dortigen Regierungen zu Wahnsinsprojekten motiviert haben und den Investoren einen Teil der Investitionen garantiert haben.
    Über internationale Investitionsschutzabkommen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Investitionsschutzabkommen sind die Investoren geschützt und die Staaten müssen nun ihre Aufträge und Garantien zahlen, können es aber nicht. Also schaffen sie eine Krise und nennen diese Krise “Eurokrise” um von ihrem eigenen Größenwahn abzulenken und den Banken die Schuld zuzuschieben. In Wirklichkeit ist der EU-Größenwahn verantwortloich für das Desaster und sie lernen nichts dazu, was zeigt wohin die Reise geht.

    Beweis:

    Die EZB wusste von den russischen Milliarden in Zypern – und zwar bereits ein Jahr vor dem EU-Beitritt des Landes. Der EU-Beitritt Zyperns wurde dennoch vorangetrieben. Denn das internationale Finanzsystem ist ein Schneeballsystem, in dem jeder Neuzugang willkommen ist. Der Euro dient als riesige Waschmaschine – solange keiner den Strom abdreht…. Warum aber haben EZB und EU den Beitritt dann nicht verhindert? Warum haben sie nicht viel früher reagiert?

    Die Erklärung liegt in der Natur der Sache: Das internationale Finanzsystem ist zu einem globalen Schneeball-System entartet. Zu einem solchen System gehört wesentlich, dass immer neue Gelder in den Topf fließen, damit die alten Spieler ausbezahlt werden können. Je mehr neue Mitgieder, desto unübersichtlicher und damit unkontrollierbarer wird das Spiel. Die Komplexität steigt mit jedem neuen Mitglied im selben Maß, wie die Transparenz geringer wird….

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/03/471876/geldwaesche-ezb-kannte-ausmass-in-zypern-und-blieb-still/

    In diesem System ist nun der Kleinsparer gefangen:

    Der Schuldenschnitt ist in Wahrheit viel härter. Denn die Troika aus von niemandem gewählten Funktionären von EU, IWF und EZB hat nunmehr amtlich festgestellt: Bank-Guthaben von über 100.000 Euro sind vogelfrei. Auf sie kann nach Belieben, ohne Vorwarnung und ohne Rechtssicherheit über Nacht zugegriffen werden. Die Grenze von 100.000 Euro ist absolut willkürlich.
    Nach dem Zypern-Deal kommt das Haus Europa ins Wanken: Jeder Kunde muss genau hinsehen, was sich hinter der Fassade seiner Bank verbirgt. Nach dem Zypern-Deal kommt das Haus Europa ins Wanken: Jeder Kunde muss genau hinsehen, was sich hinter der Fassade seiner Bank verbirgt.
    Nur Leute, die annehmen, dass ihr Gehalt und ihre Rente auf ewig sicher sind, werden dem schleimigen Gerechtigkeits-Gefasel von Schäuble & Co. aufsitzen, dass 100.000 Euro automatisch Reichtum bedeuten. Jede ausbezahlte Lebensversicherung, Abfertigung, angesparte Gelder, Erbschaften können diesen Betrag schnell übersteigen. Die Lehre für jeden Bürger in der Euro-Zone ist eine Umwertung aller bisherigen Werte: Nur Geld, das man nicht auf der Bank hat, ist sicher.

    Die kalte Enteignung in Zypern wird vor allem die Wirtschaft treffen und muss jedem Unternehmer den kalten Schweiß auf die Stirn treiben. Die vielzitierten russischen Oligarchen sind nicht diejenigen, die es wirklich trifft. Sie haben in der Regel komplexe Firmengeflechte, mit denen sie Vermögen hin- und herschieben können, und zwar von einer Steuer-Oase zur nächsten.

    Für einen mittelständischen Unternehmer dagegen ist das Bank-Konto in der Regel der Ort, wo er seine Liquidität verwaltet.

    Der DIHK sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Die Auswirkungen werden vornehmlich die zypriotischen Unternehmen spüren. Ihnen fehlen Finanzmittel. Gerade kleine Unternehmen, die in der Regel schwächer mit Liquidität ausgestattet sind und derzeit große Probleme bei der Kreditvergabe haben, werden betroffen sein. Hierauf sollte bei der geforderten Beteiligung Zyperns geachtet werden.“

    Hierauf wurde mitnichten geachtet. Man kann annehmen, dass alle die Bürokraten, die nie in der Wirtschaft gearbeitet haben, keine Ahnung haben, welche Folgen eine solche Entscheidung hat: Eine Firma mit 40 Mitarbeitern hat monatliche Lohnkosten und Sozialabgaben, die die plakativen 100.000 Euro bereits übersteigen. Von der bei den Banken liegenden Liquidität werden die Gehälter ausgezahlt.

    Ein Haircut von 40 Prozent kann das Todesurteil für eine Firma bedeuten. Denn Firmen dürfen, anders als Staaten und offizielle Körperschaften nicht mit ihrer Liquidität spekulieren. Ein Geschäftsführer, der das tut, macht sich strafbar. Zugleich bekommen die meisten Unternehmen für das Geld, das sie notwendigerweise bei der Bank herumliegen lassen müssen, keine Zinsen für das Geld. Kredite sind für die meisten Unternehmen ohnehin unerreichbar.

    Wenn nun also Unternehmen 40 Prozent aus der aktuellen Liquidität herausgeschnitten werden, führt dies zu akuter Insolvenz-Gefahr. Die kann sich der Unternehmer nämlich nirgendwo holen, weil er in der Regel nicht über die Möglichkeiten der großen internationalen Konzerne verfügt. Für VW ist das alles kein Problem: Der Konzern parkt sein Geld in Offshore-Paradiesen, hat Heerscharen von Mitarbeitern, die das Geld verschieben können. Der mittelständische Maschinenbauer, Tourismusbetrieb oder Transport-Unternehmer kann das nicht.

    Alle Unternehmen müssen künftig überlegen, wie sie sich von den Banken unabhängig machen können. Die Zeiten, dass man der „Hausbank“ vertrauen kann, sind vorbei. Ab sofort sind alle Banken in der Euro-Zone die Hausbanken für die Bürokraten in Brüssel. Sie verfügen über das Geld, das die Wirtschaft erarbeitet hat.

    Von den Implikationen für die Wirtschaft machen sich Leute wie Lagarde, Van Rompuy, Barroso, Schäuble und Draghi überhaupt keine Vorstellung: Sie können nicht zwischen Vermögen und Liquidität unterscheiden, weil sie immer nur mit dem Geld von anderen, dem der Steuerzahler, jonglieren.

    Ab nun muss man davon ausgehen, dass die undemokratische Troika die Guthaben auf jeder beliebigen Bank im Euro-Raum als ihr Eigentum betrachtet. Die Entscheidung, den Haircut bei der Bank of Cyprus durchzuführen, geht offenkundig darauf zurück, dass die EU und die zypriotische Regierung sich ganz einfach mal angesehen hat, wer denn wo ein Konto hat.

    Dabei kam man zu dem Ergebnis: Bei der Laiki sind die kleinen Leute, da riskieren wir einen Volksaufstand. Bei der BoC dagegen sind es, wie der Blog Zerohegde spöttisch anmerkte, viele Konto-Inhaber mit einem „-ow“ am Ende des Namens. Also langt man dort zu. Das mag politisch verständlich sein. Rechtlich und aus Datenschutz-Sicht ist es die völlige Anarchie von oben, die die Euro-Retter praktiziert haben.

    Der Deal wurde als Banken-Restrukturierung aufgebaut. Damit ist die letzte demokratische Hürde aus dem Weg geräumt: Das Parlament in Nikosia hat bei einer Banken-Restrukturierung nichts zu bestellen. Die Troika holt sich das Geld direkt bei den Bank-Kunden ab: Nicht bei den Investoren, die mit ihrem Investment auch eine Risiko-Abwägung hatten treffen müssen. All jene Naiven, die im Vertrauen auf „ihre“ Bank ein Konto eröffnet haben, müssen bluten, weil die EZB weiter „Notkredite“ an längst kaputte Banken vergeben hat.

    Damit ist in Zukunft auch klar: Jeder Bank-Kunde muss vorher die Bilanz der Bank studieren, bei der er sein Geld deponiert. Aber selbst bei höchster Fachkenntnis wird ihm dies nichts helfen: Die größten Risiken der Banken liegen in den Derivaten, die in keiner Bilanz aufscheinen.

    Die Nacht von Brüssel hat die Euro-Zone dem Supra-Staats-Sozialismus einen entscheidenden Schritt näher gebracht. Wie man in Griechenland gesehen hat, bringen Schuldenschnitte überhaupt nichts: Sie werden am Ende immer auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen.

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/03/472032/zypern-deal-bank-guthaben-von-ueber-100-000-euro-sind-vogelfrei/

    Es gibt nur eiune einzige vernünftige Lösung: Zypern hat gezeigt, daß ALLE Regierungen keinerlei Skrupel haben den Bürger zu bestehlen und hierzu benutzen sie die Bankkonten als Geldgefängnisse zu ihrem eigenen Zweck. Selbst Schuld wer nun noch Guthaben auf dem Konto hat!

    • terbuan
      26. März 2013 19:02

      @Geheimrat,
      Sie haben die Krise glasklar beschrieben, aber ahnen oder wissen wir das nicht schon seit längerer Zeit?
      Die Konsequenz kann nur lauten:
      -möglichst wenig Bargeld auf Bankkonten,
      -einen Bargeldvorrat zu Hause um eine Bankenschließung wie auf Zypern zu überstehhen,
      -orräte an Lebensmittelkonserven, Wasser, Batterien etc. und einen vom Versorgunsnetz unabhängigen Gaskocher oder Holzofen,
      -Veranlagungen nicht in Geldwerten sondern in Gold, Silber, Immobilien und gewissen Aktien von Gesellschaften, die auch in Krisenzeiten überleben werden.

      Ja, so weit ist es gekommen, wer jetzt noch in Optimismus schwelgt "das ist alles nicht so schlimm"... der hat der Bezug zur Realität verloren!

    • Pius (kein Partner)
      27. März 2013 12:38

      Geheimrat
      terbuan
      *********** !!

  47. GOP
    26. März 2013 11:20

    Zur causa prima war gestern in der ZIB 2 (nachzuhören noch 7 Tage über ORF TV-thek) auch Maria Fekter eingeladen. Wie im ORF üblich, liess auch Tarek Leitner den Studiogast nicht ausreden, aber Fekter konnte sich leider auch nicht kurz und prägnant ausdrücken. Sie zeichnete natürlich für Österreich und die hiesigen Kontoinhaber ein rosarotes Bild und verteidigte alle bisherigen EU-Massnahmen. Trotzdem stand es zum Schluss 3:2 für Fekter.

    Interessant war die gezeigte Grafik, welche informierte, dass allein in den letzten beiden Monaten (noch vor den Bankenschliessungen!) zirka 1.500 Privatflugzeuge von Zypern in fünf "wichtige" Zielländer (Griechenland, Russland, Israel, Großbritannien und Libanon) flogen und dadurch vermutlich noch einiges ausser Landes bringen konnten. So etwas ist nur dann möglich, wenn die Verantwortlichen im Staat und in den Banken nicht rechtzeitig reagieren, denn damit werden manche Gläubiger in einem späteren Insolvenzverfahren arg benachteiligt. Bei uns nennt man dies "Insolvenzverschleppung" und dafür werden die Verantwortlichen üblicherweise auch haftbar gemacht.

    Aber in Zypern wird den Politikern und Managern nichts geschehen, teilweise gehören sie sogar zu den Betroffenen, welche entweder noch rechtzeitig Privates "gerettet" hatten - oder nun auch Verluste hinnehmen müssen.

    • logiker2
      26. März 2013 12:31

      und wer hat die alle vorher informiert, dass es einen Schnitt geben wird ?

    • dssm
      26. März 2013 12:39

      Schlimmer war wohl, daß die Filialen in Russland, der Ukraine und England offen blieben; ohne jede Restriktion!
      Während also die Normalsterblichen abwarten mussten (und immer noch müssen), konnten die 'Grossen' seelenruhig nach London jetten und dort bei der jeweiligen Filiale einer zypriotischen Bank ihr Geld wegtransferieren.

  48. Claudius
    26. März 2013 10:40

    Prof. Thomas Straubhaar zeigt in „Die Welt“ auf dass diese Zypern-Rettungsaktion doch in einigen Punkten anders war als die vorherigen Rettungsaktionen und er sieht sogar einige erfreuliche, ermutigende Punkte:

    Gut, dass Zyperns Erpressungsversuch scheiterte!

    Bisher ließen die Europäer sich aus Angst vor dem Dominoeffekt durch Pleiteländer erpressen. Doch das ist vorbei, denn stärkere Euro-Länder haben die besseren Karten – sie sollten sie auch ausspielen. Von Thomas Straubhaar

    Die Zypern-Krise wird als Wendepunkt der Euro-Politik in die Geschichte eingehen. Vorher galt der Staatsbankrott eines Euro-Mitgliedslandes als Riesengefahr für alle anderen. Deshalb galt es, ihn mit allen Mitteln zu verhindern. Koste es, was es wolle.

    Befürchtet wurde ein Dominoeffekt. Die Pleite des einen würde die übrigen Schuldenländer, eins nach dem anderen, mit in den Abgrund der Zahlungsunfähigkeit reißen. So würden auch an sich gesunde Mitglieder angesteckt und in den Konkurs getrieben, lautete die herrschende Meinung.

    Der Dominoeffekt gab den hoch überschuldeten Euro-Ländern ein schreckliches Drohpotenzial in die Hand. Ihre Schulden wurden zum Problem aller. So blieb den besser dastehenden Euro-Staaten und insbesondere Deutschland nichts anderes übrig, als immer und immer wieder die Schatulle zu öffnen und für die Schulden anderer geradezustehen.

    Eine Politik, die Schlendrian belohnte und eigene Anstrengung bestrafte. Das Tragische an der Erpressungsstrategie: Letztlich provozierte auch sie einen Dominoeffekt. Zwar nicht abrupt, aber schleichend wurden auch so im Laufe der letzten drei Jahre die Staatshaushalte aller anderen Länder angesteckt, und die Überschuldung eines Mitglieds wurde zur Gefahr für alle.

    Erstmals blieb die Pleite-Drohung wirkungslos

    In der Zypern-Krise zeigte sich nun, dass die Drohung mit dem Staatsbankrott wirkungslos blieb. In bewährter Manier wollte Zypern selber möglichst wenig bezahlen und die anderen möglichst viel bezahlen lassen, um die eigene Pleite zu verhindern. Doch die Erpressungsstrategie scheiterte kläglich.

    Bis hierher und nicht weiter: Das war letzte Woche das unmissverständliche Stoppsignal der starken Euro-Geberländer gegenüber der zyprischen Drohung, eine Kooperation zu verweigern und den Staatsbankrott zu riskieren. Und nun zeigte sich, dass die stärkeren Euro-Mitglieder mittlerweile die besseren Karten in der Hand haben als die schwächeren.

    Denn nirgendwo in Europa machte sich Panik breit, gab es lange Schlangen vor den Geldautomaten oder an den Bankschaltern. Business as usual kennzeichnet das Geschäftsleben genauso wie die Entwicklung von Börsen- und Wechselkursen.

    Offenbar werden die Ereignisse in Zypern als nicht systemrelevant beurteilt. Und somit wird richtigerweise auch keine Ansteckungsgefahr befürchtet. Die Erpressung mit dem Dominoeffekt hat ausgespielt.

    Auch bei großen Ländern unnachgiebig bleiben

    Sicher, man kann argumentieren, dass Zypern an sich ein sehr kleines Land sei, mit einer für Europa vernachlässigbar geringen Wirtschaftsleistung. Ob mit oder ohne Zypern spielt für den Euro-Raum ökonomisch überhaupt keine Rolle.

    Das wäre bereits bei Griechenland und Portugal, sicher aber bei Spanien oder Italien völlig anders. Das ist unstrittig. Nichtsdestotrotz markiert Zypern einen Wendepunkt der europäischen Politik. Die starken Euro-Länder haben sich nicht erpressen lassen und waren bereit, einen Staatsbankrott eines Mitglieds in Kauf zu nehmen.

    Dieser Politik sollten sie auch bei größeren Schuldenländern treu bleiben. Dank des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sind die Brandmauern im Euro-Raum mittlerweile höher und stärker als zu Beginn der Staatsschuldenkrise in Europa, was die Gefahr eines Übergreifens des Feuers auf andere und die Wahrscheinlichkeit eines Flächenbrands verringert.

    Zu hoch gepokert

    Sollte ein Dominoeffekt drohen und sollten die Zinsen für andere überschuldete Länder in die Höhe schnellen, kann im Notfall der ESM einspringen und eine Refinanzierung von Staatsschulden zu erträglichen Zinskosten ermöglichen.
    Auch hier gilt, dass sich die Euro-Politiker nicht erpressen lassen sollten. Spekulieren die privaten Kapitalmärkte auf einen Zerfall des Euro-Raums, haben ESM und die Europäische Zentralbank alle notwendigen Mittel, um dagegenzuhalten.

    Vor allem aber haben offenbar selbst die politischen Scharfmacher in Südeuropa begriffen, dass sie mit einer Verweigerungsstrategie gegenüber Reformen, Anpassung und Eigenverantwortung wohl (zu) hoch pokern.

    Staatspleite ist eine Katastrophe

    Denn ein Staatsbankrott ist für die Gläubiger zwar ein Desaster. Für die Betroffenen aber ist er eine Katastrophe. Geht einem Staat das Geld aus, implodiert schlagartig die Volkswirtschaft. Ruheständler erhalten keine Renten, Arbeitslose keine Sozialhilfe, Angestellte des öffentlichen Dienstes keine Gehälter. Rechnungen an den Staat werden nicht mehr ausbezahlt.

    Eine Staatspleite ist das Ende geordneter Verhältnisse. Die Kosten wären immens – nicht nur für die Wirtschaft, auch für die Gesellschaft und die Politik. Die Einführung einer neuen nationalen Ersatzwährung würde Monate dauern.

    Denn erst müssten die Banknoten gedruckt und verteilt werden. Dann möchte zunächst niemand das unbekannte, ohne Vertrauen und Substanz gedruckte Geld haben wollen. Entsprechend hoch wären Tauschkosten und Risikoprämien.

    Die Eliten wandern aus

    Schlimmer aber wären die Folgen des Kollapses von Banken und damit des Geldwesens. Bankrotte Ökonomien würden von allen äußeren Kapitalflüssen abgeschnitten. Energie, importierte Rohstoffe, Vorleistungen aus dem Ausland – alles würde teurer werden.

    Wer könnte, würde das Land verlassen. Das gilt für junge Menschen. Es wäre auch für Kapital und Vermögen gültig. Für diejenigen, die bleiben, droht der Teufelskreis von Abwanderung, Überalterung und Hoffnungslosigkeit. Wie das ausgeht, lässt sich am Ende der DDR studieren und südlich von Neapel und in Sizilien bis heute feststellen.

    So schrecklich ein Staatsbankrott für die Betroffenen wäre, so beherrschbar blieben die Wirkungen für die Euro-Zone insgesamt. Die verheerenden Folgen einer Konfrontationsstrategie wären für die übrigen überschuldeten Euro-Länder ein Menetekel.

    Folgen für die Euro-Zone beherrschbar

    Die immensen Kosten der Reformverweigerung würden den Bevölkerungen anderer überschuldeter Volkswirtschaften klarmachen, welche dramatischen Wirkungen mit einer Ablehnung der helfenden europäischen Hand verbunden sind. Das müsste eigentlich Abschreckung genug sein, um zu kooperieren.

    Die Geberländer sollten sich künftig keine Verweigerungsstrategie mehr bieten lassen. Mehr noch: Mit der Härte gegenüber Zypern wurde ein Beispiel statuiert, das den Maßstab für alle anderen abgibt. Nun gilt es, auch gegenüber Griechenland und Portugal, Spanien und Italien glaubwürdig und durchsetzungsfähig zu bleiben.

    Alles andere wäre eine Kapitulation vor Forderungen, die von einer nachhaltigen Lösung wegführen. Eine Politik der Härte ist nicht kostenlos und nicht ohne Risiko. Aber sie ist billiger und berechenbarer und vor allem nicht so hoffnungslos, wie einer Erpressung nachzugeben. [Ende]

    Professor Thomas Straubhaar ist Direktor und Sprecher der Geschäftsführung des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) und Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere internationale Wirtschaftsbeziehungen, an der Universität Hamburg. Er schreibt für die "Welt" in regelmäßigen Abständen Kolumnen zu aktuellen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Fragen.

    Link: http://www.welt.de/wirtschaft/article114767497/Gut-dass-Zyperns-Erpressungsversuch-scheiterte.html

  49. Wolfgang Bauer
    26. März 2013 09:59

    Keinesfalls schädlich, sondern in jedem Fall nützlich wäre es, den Königsweg zu gehen: Sofortiger Beginn der Staats- und Verwaltungsreform inkl. Privilegienabbau.
    Am besten europaweit, mindestens jedoch in unserem schönen Land. Denn Bürokratieabbau und Korruptionsrückgang schaffen genau das, was wir jetzt brauchen: Schuldenabbau und Wachstum zugleich! Nur so geht's ja auch bei den erfolgreich sanierten Unternehmen.

    Dazu müssen wir Bürger die Politiker aber 'zwingen' durch Verängstigung, dass sie ihre Pfründe verlieren. Der Zeitpunkt vor den Wahlen wäre günstigst! Bitte verbreiten Sie alle www.verwaltungsreform-jetzt.at noch weiter. Der Schneeballeffekt kann noch nicht ausgereizt sein!

  50. Observer
    26. März 2013 09:55

    Es gibt einige Leute, die sagen: "Die (versuchte) finanzielle Problemlösung in Zypern war nur ein 'Lercherl', die großen und europaweiten Probleme kommen noch auf uns zu".
    Hoffen wir alle, das es doch nicht so sein wird, denn dann müssten wir - ähnlich wie nach dem WK II - nun bei Null beginnen oder wie man im anglo-sächsischen Sprachraum sagt: back to square one.

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 09:58

      Hoffen, wir ...

      Was passiert, wenn ein Auto mit 100kmh 10 Meter vor einem Brückenpfeiler auf diesen zurast? - Den Bruchteil einer Sekunde kann der Fahrer noch "hoffen", der Rest ist festgelegt.

      Wie glauben Sie, daß in den großen Volkswirtschaften Italien und Frankreich deren völlige Schieflage mit realen Mitteln behogen werden könnte? Daß die irrealen des Politbüros der EUdSSR nicht funktionieren, wurde ja "ambtlich" im Fall des Mickey-Mouse-Problems Zypern demonstriert.

      Was das "Bei-Null-beginnen" nach dem WH II betrifft, so stimmt zwar die Null, aber nicht die innere Haltung der Menschen, denn diese hatten damals noch etwas von der alten Ethik und Arnbeitsmoral. Ob das heute auch der Fall ist, bezweifle ich.

  51. dssm
    26. März 2013 09:46

    Wenn halt das Abwickeln einer Bank, aus einem Papiergeldraum, so leicht wäre!
    Durch das ständige Gelddrucken (Inflationsziel!), sind die Zinsen einfach zu tief gewesen, also gibt es viele Schulden, welche es in einer gesunden Wirtschaft nicht gäbe. Diese Schulden werden wie ein Speckbauch herumgetragen, jedes Fasten bringt kurz etwas Besserung um danach rasch wieder auf alte Dicke zurückzukehren.

    Leider betrifft dies die Mehrheit der Betriebe aus der Realwirtschaft; ebenso viele Konsumenten und die staatlichen Stellen sowieso.

    Bei der Abwicklung müsste aber der Masseverwalter in einem klaren zeitlichen Horizont agieren. Er kann die ausstehenden Kredite nicht wieder und wieder verlängern. Ein totaler Crash der Betriebe, ein Zusammenbruch des Konsums und die Illiquidität des Staates sind die Folge – nichts weiter als die natürliche und dringend notwendige Bereinigung.

    Aber welcher Politiker möchte am Zahltag, wenn es nichts als Blut und Tränen gibt, leitend tätig sein? Und ehrlich gesagt, wer von all den verschuldeten Unternehmern und Konsumenten möchte das Dolce Vita denn jetzt aufgeben? Alle hoffen irgendwie aus der Malaise herauszukommen. Also wird die Auflösung der Probleme immer weiter nach hinten verschoben, Politik und Wähler ziehen an einem Strang, es wird die kommende Lawine immer grösser.

  52. Collector
    26. März 2013 09:31

    Der beste Artikel von AU seit langem! Vergeßt den Euro!, d.i. sein Resumée.

    Vielleicht wird er auch seinen Aufruf "Rettet den Binnemakrt" noch überdenkenen: Auch der "Binnenmarkt" oder "Gemeinsame Markt" ist eine liberale "idée fausse".Dazu jetzt: Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider: Europäischer Binnenmarkt - Grundfehler der Integration. Wider die Freihandelsdoktrin. http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1380 .
    Der "Gemeinsame Markt" widerspricht konservativer Wirtschaftsauffassung, er fördert die großbetriebliche Konzentration, zerstört die gewachsenen Strukturen in der Landwirtschaft, gefährdet die KMU´s in Handel und Gewerbe, die Nahversorgung und den gesamten bürgerlichen Mittelstand!

    • dssm
      26. März 2013 10:15

      Warum prügelt man immer den Falschen?
      Nicht der Freihandel ist unser Problem, es ist der maßlose Zentralismus der Eurokraten.
      Ich kann die Sprüche von lieblich gewachsenen Strukturen nicht mehr hören. Wenn dies unser Argument wäre, dann müssten wir noch in der tiefsten Steinzeit sein, denn das Jagen und Sammeln hatte sich bewährt, bis ein paar so Globalisierungsfanatiker unbedingt die Landwirtschaft einführen mussten.
      Hätten die Jäger und Sammler doch nur Zollgrenzen aufgezogen! Oder überhaupt ein Verbot von angebauten Produkten verfügt! Eine paar Kommissare hätten eingesetzt gehört, die strenge Normen machen was noch Sammeln ist und wo die unerwünschten neuen, die traditionellen Lebensformen zerstörende Landwirtschaft beginnt.

    • Collector
      26. März 2013 11:55

      @dssm: Warum prügelt man die Falschen?

      Man prügelt nicht bloß die Falschen, sondern ganz richtig auch den "Freihandel". Denn der Freihandel führt zum Chaos, Chaos zur Tyrannis oder "zum maßlosen Zentralismus der Eurokraten", jedenfalls zum Verlust der Freiheit durch Zwang.
      So verletzen Kartellgesetze die Vereinigungsfreiheit. Antitrustgesetze verhindern die Freiheit der Monopolbildung und die Eigentumsfreiheit (so z.B. F.A.v.Hayek!). Zur Kontrolle von Monopolen oder Kartellbildungen bedarf es der Monopolaufsicht und Kartellbehörden, also der "Eurokraten". Sie sorgen nicht für Freiheit oder "Freihandel", sondern für "Wettbewerb durch Zwang" und "Marktregulierungen".
      Und nebenbei auch noch für Korruption.

    • dssm
      26. März 2013 12:35

      Warum führt Freihandel zum Chaos?
      Gibt es hierfür ein historisches Beispiel?

    • Johann Scheiber
      26. März 2013 15:22

      dssm, in diesem Zusammenhang lohnt es sich wirklich Friedrich List's Klassiker "Das nationale System der politischen Ökonomie" zu lesen, auf den sich Schachtschneider auch bezieht.
      Der Freihandel war die imperiale Wirtschaftsdoktrin der Engländer und dann der USA.
      Nunmehr ist es die Beherrschungsdoktrin der durch die Konzerne repräsentierten Geldmacht. Durch den Freihandel etablieren die Starken ihre beherrschende Stellung bis zur völligen Ausbeutung der Beherrschten. Chaos ist die unvermeidliche Konsequenz daraus. Freihandel ist nichts anderes als Freibeuterei.

      Die hegemoniale geistige Stellung hat der Freihandel durch die neoliberalen Lohnschreiber der Mount Pelerin Society erreicht. Ihren Ausdruck hat die Freihandelsdoktrin im Washington Consensus gefunden.

      Die Tigerstaaten, China und einige Schwelenländer haben sich nie der Freihandelsdoktrin unterworfen, daher der relativ unabhängige Kurs dieser Länder. Manche haben sich sogar explizit an Friedrich List, an der Deutschen Historischen Schule der Nationalökonomie orientiert.

      Nicht nur in der Ökonomie, auch in der Kultur und mit dem ganzen geistesgeschichtlichen Denken ist Deutschland der Hauptgegenspieler des Sklavenhaltermodells von Money Power. Daher ist Deutschland auch ein besetztes Land, daher gilt nach wie vor: Germaniam esse delendam!

    • Collector
      26. März 2013 15:32

      @dssm "Warum führt Freihandel zum Chaos?"

      Weil aus Teilen niemals ein Ganzes entsteht (Aristoteles).

      Historische Beispiele: Überall, wo seit der Franz. Revolution Demokratie und Freihandel die Oberhand gewonnen haben. Jetzt in Afrika, Lateinamerika, im Nahen Osten, teilw. bereits in Europa und den USA.

    • dssm
      26. März 2013 16:00

      @collector
      Dann will ich möglichst schnell wieder in Ihrem Chaos leben. Denn dieses Chaos hat Europa reich gemacht!
      Je weiter wir uns davon entfernt haben, desto langsamer war das Wirtschaftswachstum und damit die Zunahme beim Wohlstand.

    • socrates
      26. März 2013 19:14

      dssm
      Sie machen es sich zu leicht! Googeln Sie ein bißchen:

      26.03.2013 | Quelle: Handelsblatt
      Freihandelsabkommen : Frankreich droht mit Blockade
      Frankreich stellt sich quer: Ohne den Ausschluss von kulturellen Gütern, gebe es keine europäisch-amerikanische Freihandelszone. Auch bei genetisch manipulierten Lebensmitteln wollen die Franzosen Härte zeigen....mehr

      26.03.2013 | Quelle: Manager Magazin
      Rettungs-Blaupause: Dijsselbloem erklärt Zypern-Plan zur neuen EU-Direktive
      Die Kurse der Banken-Aktien fallen, Großanlegern gehen hohe Summen flöten: Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem hat den Plan zur Eigenbeteiligung der Zyprioten an der Banken- und Finanzrettung des Landes zum neuen Generalplan der EU erhoben - zum Schreck weiterer EU-Wackelkandidaten....mehr

      26.03.2013 | Quelle: spiegel
      Wahnsinn Euro-Nachtsitzung: Schlafes Brüder
      Der Zypern-Deal der Euro-Gruppe wurde mitten in der Nacht besiegelt - wie so viele Beschlüsse zuvor. Politiker entscheiden vollkommen übermüdet über die Zukunft eines Landes. Muss das eigentlich so sein?...mehr

      26.03.2013 | Quelle: spiegel
      Hilfspaket: Die gefährlichen Folgen der Zypern-Rettung
      Den größten Unfall haben die Euro-Finanzminister gerade noch verhindert. Doch auch wenn Zypern zunächst gerettet wird: Das Drama der vergangenen Tage könnte verheerende Folgen für das Land und die gesamte Währungsunion haben....mehr

      25.03.2013 | Quelle: Handelsblatt
      Einigung in Zypernkrise: EU-Finanzminister billigen Rettungsplan
      Die Euro-Finanzminister haben den Rettungsplan für Zypern gebilligt bestätigt Eurogruppen-Chef Dijsselbloem. Eine Abgabe auf Einlagen sei nicht mehr vorgesehen - Guthaben über 100.000 Euro sollen eingefroren werden....mehr

      25.03.2013 | Quelle: Manager Magazin
      Angst vor Bankenpleite: Griechenland will Töchter zyprischer Banken kaufen
      Griechenland schirmt sich von der Finanzkrise in Zypern ab. Der ebenfalls hoch verschuldete Mittelmeerstaat kündigte an, die heimische Piraeus-Bank werde die griechischen Töchter der von der Pleite bedrohten Bank of Cyprus und der Cyprus Popular Bank übernehmen. ...mehr

    • dssm
      26. März 2013 22:49

      @socrates
      Ja unser lieber Staat, in all seinen Erscheinungsformen, quält uns ordentlich.
      Da wird ein Freihandelsabkommen angedacht, zwischen zwei vollkommen etatistischen Regimen. Leider zwei völlig verschiedenen Formen des Staatsglaubens.
      Das kann, ebenso wie der Euro gemacht wurde, (leider!) niemals gut gehen, ein weiteres sinnloses Projekt der Eliten.
      Für mich persönlich wäre das sogar sehr günstig, aber unsere staatsnahe Wirtschaft kann dann gleich einpacken.

      Bei der Zypernrettung ist wirklich alles schief gegangen was überhaupt denkbar war (und ein bisschen mehr!). Dabei hatte man jetzt mehr als ein Jahr Zeit!

      Bei Slowenien wird es jetzt wahrscheinlich genau so desaströs laufen.

      So geht Chaos auch: Staatliches Geld, staatliche Zwangsabgaben (genannt Steuern), staatliche Vorschriften, staatliche Bürokratie, staatliche Einschränkung des Geldverkehrs, ständige nachträgliche Gesetzesänderungen, staatliche Tarife, staatliche Krankenkassen, staatliche Pensionssysteme, vorgeschriebene Arbeitszeiten, vorgeschriebene Öffnungszeiten, Rauchverbote …
      Selbst den Krümmungswinkel der Gurken hat man schon im Auge gehabt!

      Also mir wäre ein Chaos wie in weiten Teilen des 19Jhds gerade recht.

      Ich mache mir den Spaß und lese mehrfach am Tag zerohedge und russiatoday.
      Da gab es diesen Spruch:
      Mir ist Würfeln lieber als parlamentarische Demokratie. Denn das statistische Mittel ist immer besser als die Negativauslese!

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 10:32

      dssm,

      Sie sind aber hartnäckig. Der materielle Wohlstand ist zwar oft angenehm, aber kein zuverlässiger Kompaß das Schifflein zu steuern. Ihre „Argumente“ gehen haarscharf an den Ausführungen Collektors, Scheibers und Sokrates vorbei. Zur Erkenntnis der „Wirklichkeit“ kommen wir nicht umhin uns darüber eine Vorstellung, eine „Theorie“ zu machen, nach der wir uns orientieren.

      “Um so schlimmer für die Tatsachen!”, der Ausspruch des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel, als er bei der Verteidigung seiner Dissertation mit der harten Realität eines kurz zuvor entdeckten achten Planeten unseres Sonnensystems konfrontiert wurde, welchen es seiner Theorie nach nicht geben hätte dürfen, wird zur (un)bewußten Devise.

      Wenn den meisten Menschen schon der direkte Zugang zur Realität verwehrt bleibt, ist dann zu erwarten, daß dies bei jeglichem Unternehmen — von Menschen gemacht und von Menschen geführt — besser gelingt? Auch die „Wirklichkeit“ der EUdSSR ist ein Konstrukt. Alles menschliche Tun, auch Projekte, basieren auf Grundannahmen; sie bilden die Realität mehr oder weniger genau ab, bleiben aber immer nur das: Abbilder. Das ist notwendig und sinnvoll; die Probleme entstehen freilich, wenn die Landkarte mit der Realität verwechselt wird.

      Die Realität in Europa sind aber die Völker/Nationen als „Gedanken Gottes“ in ihrer Vielfalt und Eigenheit, nicht aber die EUdSSR, eine Utopie aus „1984“.

  53. Josef Maierhofer
    26. März 2013 09:21

    Ja, die EU zerfällt jetzt.

    Unsere 'gescheiten', 'umsichtigen' (für die eigene Brieftasche) und 'verantwortlichen' (verantwortungslosen) österreichischen 'Bolidiga' haben natürlich als 'Musterknaben' dafür gesorgt, dass die Österreicher gegen ihren Willen ihr Geld verlieren und noch werden und dass das Sozialsystem zusammenbrechen wird, das bricht immer zuerst zusammen, wenn ein Staat pleite geht, pleite sind wir ja schon seit 40 Jahren, bloß kaschiert wurde es von Links, nun aber geht der Kredit aus, 1929 kommt herauf.

    Den Handelsvertrag zu retten, für den Österreich zu 66% gestimmt hat, wäre sehr wichtig, die EU in der heutigen Gestalt mit ihren 'Selbstbedienungs-' und 'Fremdbedienungsmechanismen', mit ihrem 'Gender-, Trans- und Hinüber' Firlefanz, mit ihren Quoten, mit ihren 'Menschenrechten' (für Fremde, nicht für das eigene Volk), mit ihrer wiehernden Bürokratie und ihren dubiosen EUGH-Entscheiden, mit ihrer sündteuren Unnötigkkeitspolitik gegen die Völker der EU, mit ihrem linken Gutmenschentum, mit ihrer grünmarxistischen Gedankenwelt, mit ihrer perversen Energieopolitik, mit ihren feudalen Beamtengehältern, mit ihren Lobby- und Selbstbedienungsskandalen, mit ihrer Korruption, mit ihrem Faschismus gegen eigene EU Bürger und gleichzeitiger Fremdenverherrlichung, schlicht, diese linke EU ist genau durch diese 'spaßgesellschaftliche' Linkseinstellung und Zügellosigkeit an sich zu Grunde gegangen und hat enormen Schaden dadurch angerichtet, wirtschaftlich, gesellschaftlich und fiskal.

    Ich weine ihr in diesem Teil keine Träne nach, im Gegenteil ich hoffe, dass nun Vernunft einkehren wird, und ich fürchte aber, dass nun Krieg eintreten wird.

    Den Handelsvertrag zu erhalten, das wäre ein Ziel, für das ich auch damals gestimmt habe und das wäre ein Auftrag an unsere 'Bolidig', falls wir diese gesetzesbrüchigen (verfassungsgesetzbrüchigen) und wortbrüchigen und volksfeinlichen österreichischen 'Bolidiga' nicht ohnehin abwählen, was höchste Zeit wäre, wenn wir überleben wollen.

    Bald wird bei uns der Ruf nach einem Heer ertönen, 40 Jahre lang haben wir es abgeschafft, bis das Volk (endlich) dagegen entscheiden durfte, bald wird der Ruf nach sozialer Absicherung ertönen, die Priviliegierten haben die Pensionskassen ratzeputz leergeräumt oder dilettantisch verspekuliert um sich selbst besser bedienen zu können, bald wird der Ruf nach wirklicher Arbeit ertönen, welche längst in andere Investitionsgebiete verjagt wurde, dank unserer Gewerkschaften, bald wird der Ruf nach Reduktion von Staat und Beamten(-dumm)tum ertönen, usw. usf.

    Diese Rufe sind alle schon ertönt und wurden niedergeschwiegen und unterdrückt von unserer 'Baddei' (Einheits'baddei' Österreichs, lauter linke Agenten).

    Das Volk wird bei den nächsten Wahlen entscheiden und (wie ich vermute und fürchte) ihre Peiniger wieder wählen, na denn ... ... wir haben es offenbar nicht besser verdient.

    Viele Firmen haben im Ausland investiert, in Hoffnungs- und aufstrebenden Entwicklungsgebieten und dort Arbeit geschaffen, während die EU diese abschafft durch Überteuerung, etc.

    So hat sich die EU eben selbst abgeschafft und wir werden das auch noch schaffen ... ... denn auch auf Nachwuchs verzichten wir ja nun 'großzügig' ....

    • phaidros
      26. März 2013 09:37

      Dazu möchte ich zwei Dinge anmerken, sg. Hr. Maierhofer:

      …und ich fürchte aber, dass nun Krieg eintreten wird.

      Da bin ich optimistischer. Krieg ist ja keine Frage von ›Stimmung auf der Straße‹ (die war auch zu keinem Zeitpunkt Thema des ›Friedensprojekts EU‹), sondern von durchgeknallten Großkopferten. Und die können keinen beginnen, ohne damit die eigene Wirtschaft zu treffen und tödlich zu verwunden.

      Darin bestand das Friedensprojekt, darin besteht es, und darin wird es – das hoffe ich zumindest – weiterbestehen.

      Bald wird bei uns der Ruf nach einem Heer ertönen, 40 Jahre lang haben wir es abgeschafft, bis das Volk (endlich) dagegen entscheiden durfte,

      Das Volk hat nicht für ein Heer entschieden, sondern für den Zivildienst. (http://www.andreas-unterberger.at/2013/01/wehrpflicht-volksbefragung-analyse/ )

    • Josef Maierhofer
      26. März 2013 10:08

      @ phaidros

      Krieg ist sehr wohl eine Frage der Straße, dort wird er ja auch ausgetragen.

      Wenn das Faß explosiv genug geworden ist, und das wird es bald, dann genügen ein paar Hetzer (durchgeknallte Großkopferte) und schon läuft der Mob mit der Waffe ins Messer.

      Krieg war/ist sehr wohl ein Thema der europäischen 'Friedenstruppen', Afrika, Syrien, etc.

      Österreich hat für ein leistbares Heer gestimmt und (daher auch) gegen die Abschaffung des Zivildienstes. Das Aushungern des Heeres geht munter weiter, schließlich brauchen wir ja Geld für Zypern, für Griechenland, für die PIIGS.

      Für mich ist diese Abstimmung schon etwas mehr als die Entscheidung für Zivildienst, es ist auch ein Bekenntnis zu einer gemeinsamen Landesverteidigung.

    • werauchimmer
      26. März 2013 10:12

      Darin bestand das Friedensprojekt, darin besteht es, und darin wird es – das hoffe ich zumindest – weiterbestehen.

      Unsinn! Ein Fronten- oder gar ein Blitzkrieg zwischen europäischen Staaten ist militärtechnisch nicht möglich. Nur eine Megafront zwischen Blöcken, also der Westen gegen Asien samt Russland, ist noch denkbar (- oder ein europäischer Bürgerkrieg mit geringerer Organisationsintensität und zersplitterten Kampfräumen).

      Schon allein, weil eine geheime Aufrüstung oder ein Überraschungsschlag durch Satellitenbeobachtung unterbunden werden kann - seit ca 30 Jahren.

      Oder weil England und Frankreich seit 50 Jahren Atomwaffen haben.

      Oder weil auch das konventionelle Raketenarsenal zu tief in das Gebiet des jeweiligen Gegners einwirken kann, wobei gleiches für das Vernichtungspotential der übrigen Luftwaffe gilt.

    • werauchimmer
      26. März 2013 10:19

      Nachtrag:

      Eigentlich schon eher 60 Jahre ....

    • phaidros
      26. März 2013 11:05

      Ach was, die Deutschen haben Militärsatelliten?

      Ich lerne doch immer gern dazu.

      Und wenn einer Atomwaffen hat und der andere nicht - na, ich weiß nicht, ob das einen Wahnsinnigen abhält. Ja schon, auf der Seite, die sie nicht haben, aber auf der anderen?

      Von einem Frontenkrieg, hochgeschätzter werauchimmer, wird seit rund 20 Jahren eigentlich nicht mehr ausgegangen.

      Sg. Hr. Maierhofer, es kommt nicht darauf, wo er ausgetragen wird, sondern wo er angefangen wird. Und das ist nicht auf der Straße, sondern im Kanzleramt.

    • Erich Bauer
      26. März 2013 11:30

      Der russische Staatssender "Wochenrückblick" meinte zu Zypern, daß Europa mit dem Sanierungspaket nicht Zypern treffen wolle, sondern Russland. Denn der Westen wolle eine neue Weltordnung schaffen die

      "gegen Russland gerichtet sei. Auf Kosten Russlands und auf dessen Trümmern." (entnommen aus KURIER)

      Der Stoff aus dem Kriege gemacht werden... Vielleicht sollte die EU Russland aufnehmen. :-) Kann natürlich auch sein, daß nach der Auseinandersetzung um die "Weltordnung" Europa (bzw. Kontinentaleuropa) zu Russland... :-)

    • Josef Maierhofer
      26. März 2013 11:32

      @ phaidros

      Ja, im Kanzleramt, da haben Sie so lange recht, solange die Bürger 'kanzlergläubig' sind, wenn das auch nicht mehr ist, dann gibt es marodierende Banden, die gibt es ja jetzt schon, noch beschmieren sie 'nur' die Wände, Wenn ihnen jemand einen 'Auftrag' gibt, dann wird es schlimmer, leider.

      Vom Diktat der Straße weiche ich nicht ab.

      Beheben kann man das nur mit Beschäftigung, aber nicht mit wertlosem, leistungslosem Geld. Und an der Abschaffung der Beschäftigungsmöglichkeiten wird von Links mit aller Kraft der Gewerkschaften gearbeitet, meint doch glatt ein Herr Hundstorfer, 6 Wochen Grundurlaub wäre anzudenken, während die meisten schon keine Arbeit mehr haben.

      Auch ist die öffentliche Ordnung wieder herzustellen und in der Schule Disziplin und Lernhungrigkeit.

      Ich hoffe, das wenige hier Geschriebene liefert genug Ansätze dafür, dass wir ein 'Diktat der Straße' herangezüchtet oder zugelassen haben, an dem wir zugrunde gehen werden.

      Darüber habe ich schon vor 2 Jahren geschrieben, als die Diskussion über all die 'Kirchwegerhäuser' und 'Pankahüttn' ging, wo die Gemeinde Wien in etwa alles zahlt, auch die Schäden, die so 'passieren'.

    • Josef Maierhofer
      26. März 2013 11:39

      @ Erich Bauer

      ... und das heutige Europa hat dem nichts entgegen zu setzen, sonst wird halt der Gashahn abgedreht, dank unserer Grünen ist das ja auch möglich, satt dass wir das meiste selbst schaffen mit Schiefergas etwa.

      Also einen neuerlichen solchen Krieg halte ich nicht für wahrscheinlich, denn, wie Sie geschrieben haben, die heutige pazifistische EU wird sich ergeben, ich vermute eher zuerst den Türken.

      Aber Sie haben schon recht, es wird immer wahrscheinlicher, dass solche Szenarien und medialen Ergüsse dann auch weiterwirken und Krieg bringen.

    • Erich Bauer
      26. März 2013 12:09

      @Josef Maierhofer

      Militär-strategisch/taktisch und machtpolitisch sieht es eher danach aus, daß Europa (Kontinentaleuropa) als neuzeitlicher "KameradSchnürschuh" herhält... :-) Wobei Deutschland als besetztes Land und ohne Friedensvertrag in Aussicht, eine Schlüsselrolle zukommt.

    • werauchimmer
      26. März 2013 13:23

      Ach was, die Deutschen haben Militärsatelliten?

      Die Deutschen brauchen auch keine Spionagesatelliten, denn wann immer von der EU-Zwangsherrschaft als notwendiger Friedensbewahrer die Rede ist, wird damit die Einbindung der Deutschen gemeint, deren Aggressionspotential die alleinige Verantwortung für zwei Weltkriege angelastet wird.

      Und wenn einer Atomwaffen hat und der andere nicht - na, ich weiß nicht, ob das einen Wahnsinnigen abhält. Ja schon, auf der Seite, die sie nicht haben, aber auf der anderen?

      Na ja, wenn einer A-Waffen hat und der andere nicht, wird der andere den einen nicht herausfordern - ist doch logisch, oder nicht?

      In WKII-Japan war's noch anders, da wusste die eine Seite nichts davon und konnte überdies die andere "argumentieren", dass die "boyz" endlich nach Hause wollen.

      Außerdem macht sich ein WMD-Ersteinsatz in einer globalisierten Welt schlecht und erschüttert den so dringend benötigten Glauben an die neue World Order (- solange noch nicht alle Schäfchen im Pferch sind).

    • phaidros
      26. März 2013 13:31

      Militärsatelliten: bräuchten die Deutschen aber, wenn sie isoliert werden.

      ›Der andere‹ hat keine Atomwaffen: Und das hält den Einen ab?

      Ich glaube nicht, dass die Polen den Braunauer herausgefordert haben, und doch hat er zurückgeschossen.

    • werauchimmer
      26. März 2013 15:04

      Militärsatelliten: bräuchten die Deutschen aber, wenn sie isoliert werden.

      Eben nicht! Denn nur so bleibt der vielbeschworene "Friede" bewahrt und fällt die EU-Rechtfertigung weg!

    • phaidros
      26. März 2013 18:05

      Sie schnallen es wirklich nicht, oder?

      Wer sich überlegen fühlt, greift früher oder später an.

      Beweis: 8000 Jahre Menschheitsgeschichte.

    • simplicissimus
      26. März 2013 19:53

      phaidros: Ich glaubte auch, daß die Polen den Braunauer nicht herausgefordert hätten. Seit ich "Der Krieg, der viele Väter hatte" (Gerd Schultze Rhonhof, Generalmajor a.D.) lese, sehe ich die ganze Geschichte etwas kritischer. Was nicht heißt, daß manches nicht eine willkommene Rechtfertigung gewesen wäre. Ich bin zwar ein Verfechter der deutschen Kriegsschuld (ich betone: in WK 2, WK 1 ist vollkommen anders gelagert und der Ursprung der Misere) und verurteile mit Abscheu Naziverbrechen, aber man muß die Siegerwahrheiten nicht immer und überall ungeschminkt glauben. Hier riecht es empfindlich in gewissen Stinkmorchelecken, wenn man ein bißchen mißtrauisch hineinschnuppert.

    • phaidros
      26. März 2013 20:17

      Einverstanden, streichen bitte.

      Haben die Kuwaiti Saddam ›herausgefordert‹?

    • Undine
      26. März 2013 21:31

      Wer abseits der üblichen Geschichtsklitterung an der Wahrheit interessiert ist, sollte auf jeden Fall dieses Video anschauen. Es gibt keinen einzigen Grund, diesem Mann nicht zu glauben. Aber sehen Sie selbst:

      http://www.vorkriegsgeschichte.de/

      Vortrag von General Schulze-Rhonhof

    • werauchimmer
      26. März 2013 21:48

      Sie schnallen es wirklich nicht, oder?

      Wer sich überlegen fühlt, greift früher oder später an.


      "Schnall", "Schnall" - bravo, endlich decken Sie Ihr Inneres hinter der geziert-artigen Fassade auf!

      Aber zur Sache:

      Ganz so einfach ist es auch wieder nicht - so zB hätten die USA 150 Jahre die Möglichkeit gehabt, ganz Mexiko zu annektieren. Und weshalb lebt die Schweiz ohne Spionagesatelliten?

    • werauchimmer
      26. März 2013 21:50

      @ Simplicissimus:

      Ich bin zwar ein Verfechter der deutschen Kriegsschuld (ich betone: in WK 2, WK 1 ist vollkommen anders gelagert und der Ursprung der Misere) und verurteile mit Abscheu Naziverbrechen, ...

      Gibt es jemanden, der Verbrechen nicht verabscheut, so er von deren Begehung überzeugt ist?

    • phaidros
      26. März 2013 22:03

      1. Was sollen die USA mit Mexiko?

      2. Weil die Schweiz 150 Jahre lang einen Sonderweg gegangen ist, und das a) Geld derer im Land hat, die sie angreifen könnten und b) aufgrund ihres Weges wirtschafltich international derart verflochten ist, dass sie faktisch ihr »privates« Friedensprojekt hat. Aber hauptsächlich wegen der Nummernkonten und des Finanzplatzes (der ihnen gerade jetzt demontiert wird. Durch Druck aus den USA. Seltsam, nicht?)

      Noch Fragen?

    • phaidros
      26. März 2013 22:05

      250, nicht 150.

    • phaidros
      26. März 2013 22:09

      Aber ich gratuliere:

      erstens füge ich die Einschränkung hinzu: wer sich überlegen fühlt und ein Interesse hat greift früher oder später an…

      …und…

      …Sie haben mir die Maske von meiner geziert-artigen aber in Wahrheit doch nur hässlichen Fratze gerissen: ich habe »schnallen« gesagt! Nun bin ich wohl bloßgestellt und gehe in die Bloggeschichte ein als der, der »schnallen« gesagt hat! Was kann ich noch tun?

    • werauchimmer
      27. März 2013 00:32

      Was sollen die USA mit Mexiko?

      Was sollen Frankreich, England und die USA mit Deutschland? Gibt es dort so viele Bodenschätze?

      das a) Geld derer im Land hat, die sie angreifen könnten und b) aufgrund ihres Weges wirtschafltich international derart verflochten ist, ...

      Also wird die Schweiz demnächst angegriffen, weil der Vorteil Schweizer Konten verflogen ist?

    • phaidros
      27. März 2013 00:40

      Durch. (Z.B. könnten die Russen zum Atlantik wollen)

      Wenn es so wäre, wie Sie sagen,

      ° wieso gab es dann überhauot einen Krieg auf europäischem Boden?

      ° warum gibt die Schweiz dann um 2/3 mehr für Verteidigung aus als wir? (Und das seit Jahrzehnten)

    • simplicissimus
      27. März 2013 05:59

      werauchimmer: Selbstverständlich gibt es Menschen, die Verbrechen relativieren, vor allem, wenn sie vermeintlich guten Zwecken dienen. Vertreter solcher Gedanken findet man heute immer wieder u. a. in linken, extrem-linken Kreisen.

    • werauchimmer
      27. März 2013 12:40

      Durch. (Z.B. könnten die Russen zum Atlantik wollen)

      Soweit die Russen "durchwollen" könnten, verweise ich darauf, dass ich einen Weltkrieg zwischen den West-Ost Blöcken (zwangsläufig ein Frontenkrieg in dieser Diemsion) nicht ausgeschlossen habe. Dasselbe kann Deutschland aber auch unter einer EU passieren, ganz besonders sogar wenn sich diese geschlossen gegen Russland positioniert. - Übrigens gibt es auch noch die NATO.

      wieso gab es dann überhauot einen Krieg auf europäischem Boden?

      Vielleicht wegen des Wettkampfes um Vorherrschaft zwischen den Nationen, dem Ringen um Kolonien und - aus deutscher Sicht - der Sorge um die Sicherung spezifischer Rohstoffe? Man denke nur an die Flottendoktrin des British Empire vor WK I (- so stark wie der Zweit- und Drittstärkste zusammen zu sein)!

      warum gibt die Schweiz dann um 2/3 mehr für Verteidigung aus als wir?

      Ich glaube nicht, dass Ö ggü irgendeinem Land ein Maßstab sein kann. Die österr. Mentalität ist unmilitärisch.

    • werauchimmer
      27. März 2013 12:42

      Formatierung falsch, daher nochmals (T'schuldigung):

      Durch. (Z.B. könnten die Russen zum Atlantik wollen)

      Soweit die Russen "durchwollen" könnten, verweise ich darauf, dass ich einen Weltkrieg zwischen den West-Ost Blöcken (zwangsläufig ein Frontenkrieg in dieser Diemsion) nicht ausgeschlossen habe. Dasselbe kann Deutschland aber auch unter einer EU passieren, ganz besonders sogar wenn sich diese geschlossen gegen Russland positioniert. - Übrigens gibt es auch noch die NATO.

      wieso gab es dann überhauot einen Krieg auf europäischem Boden?

      Vielleicht wegen des Wettkampfes um Vorherrschaft zwischen den Nationen, dem Ringen um Kolonien und - aus deutscher Sicht - der Sorge um die Sicherung spezifischer Rohstoffe? Man denke nur an die Flottendoktrin des British Empire vor WK I (- so stark wie der Zweit- und Drittstärkste zusammen zu sein)!

      warum gibt die Schweiz dann um 2/3 mehr für Verteidigung aus als wir?

      Ich glaube nicht, dass Ö ggü irgendeinem Land ein Maßstab sein kann. Die österr. Mentalität ist unmilitärisch.

    • phaidros
      27. März 2013 12:50

      Wenn es keine EU mehr gibt, ist da kein Block mehr (aus jetziger SIcht – Nachfolge- oder neu gegründete Organisationen sollen ebenso recht sein). Und dann sind auch wieder Bündnisse denkbar. Auch F war ja bspw. schon aus der NATO draußen. In einem zerbrochenen Europa gibt es keinerlei Garantien, dass sich solche Konfigurationen nicht ganz schnell wieder ergeben sollten.

      Und in so einem Szenario ist Krieg zwischen europäischen Nationen wieder denkbar, und nicht nur zwischen Blöcken, meinen Sie nicht?

      Zugegeben: leicht paranoid, aber ich glaube, das ist der Job des Verteidigungsministers: leicht paranoid zu sein, und nicht die Truppe als Personalreservoir für Zivildienst und Sportlerausbildung zu betrachten.

      Sonst sehe ich da viel Übereinstimmung, speziell, was das »Nichtmilitärische« der österreichischen Mentalität angeht.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      (Vorsichtig optimistischer Schlussatz: Es freut mich, dass wir zu einer sachlichen Ebene zurückgefunden zu haben scheinen)

  54. socrates
    26. März 2013 08:16

    Treichl erklärte im Interview in etwa, daß uns der Frieden das Wert sein muß, daß wir weniger verdienen, schließlich haben wir lange gut gelebt. Das gilt natürlich nicht für ihn und Seinesgleichen, nur für mich und Meinesgleichen. Für EU´ler schon gar nicht. Das habe ich schon zu oft gehört, das nützt sich ab und ist nicht wahr.
    Spanien hat mit dem Besitzer der Marke ZARA den reichsten Europäer und gleichzeitig sterben die Leute durch Hunger und Verzweiflung. Darauf kann Europäer verzichten. In Russland unter den Freimaurern war es auch so, daraus lernen wir.
    Die Lügenmedien fordern eine bedingungslose Diktatur der EU zur Rettung (welcher?), aber nach Rathkolb, Zeitgeschichtler, der seine eigene Politik macht, ist nichts schlechter als eine Hitlerdiktatur. Wie soll KleinEUsi erkennen daß die EUdiktatur besser ist und warum soll er es glauben? Ein Zeitgeschichtler, der halbblind ist und politisiert, ist ein schlechtes Beispiel für Wahrheit und Gerechtigkeit.
    Wir haben gewettet, daß Zypern in jedem Fall gerettet wird, kein EUler will auf seine Privilegien verzichten, im Gegenteil. Deshalb muß das System am Leben erhalten werden, egal was es kostet, er zahlt es ohnehin nicht!
    Ich bin für Direkte Demokratie und gegen jede Diktatur !!

    • simplicissimus
      26. März 2013 15:42

      Armancio Ortega, der Gruender von Zara, Massimo Dutti, Pull&Bear, Bershka etc. (Grupo Inditex) ist aber auch ein Musterbeispiel des "vom Tellerwaescher zum Millionaer". Ob bei seinem kometenhaften Aufstieg alles mit rechten Dingen zugegangen ist, kann ich keineswegs beurteilen, aber Fakt ist, dass er Tausende Arbeitsplaetze fuer Spanien geschaffen hat. Ich hatte die Moeglichkeit, mit der Gruppe in Geschaeftskontakt zu treten und sie auch auf ihrem Standort in La Coruña zu besuchen. Da wurde einiges fuer die spanische Wirtschaft geleistet. Die Geschichte, er liesse auf Schiffen ausserhalb der Hoheitszone fabrizieren, um Steuern zu sparen, wurde vehement bestritten. Er wird wohl viele Niedriglohnarbeitsplaetze geschaffen haben, aber ist ihm das in einem Land mit Rekordarbeitslosigkeit vorzuwerfen? Da muesste man auch jeden indischen, chinesischen, lateinamerikanischen oder afrikanischen Industriellen in die Mangel nehmen. Mit welcher Berechtigung wenn Millionen und Abermillionen nach einem Job draengen, um ihre Grundbeduerfnisse zu decken.
      A propos Entwicklungslaender: ES gibt auch unsaeglich reiche Menschen dort, also in viel aermeren Laendern, die man eher anprangern koennte als Armancio Ortega.
      Abgesehen davon stimme ich Ihnen bei, socrates.

  55. logiker2
    26. März 2013 07:50

    OT: aktuell bei n-tv, Priklopil Selbstmord praktisch unmöglich.

    • Ambra
      26. März 2013 18:19

      Logiker 2 : habe die Meldung auch gehört und staune nicht schlecht, wie SCHNELL man das erkannt hat .... hoffentlich erleben wir noch, daß im Falle Kampusch die ganze Wahrheit an das Tageslicht kommt und daß man eines Tages weiß, wer da so gedeckt wird.

  56. marvin2284
    26. März 2013 07:12

    Ich glaube nicht, dass der EURO in Gefahr ist, sondern der EURO zeigt den Mitgliedsländern nur die politschen Fehler der Vergangenheit auf. Auch das zypriotische Geschäftsmodell der Betrugsdienstleistung ist nicht aufgegangen. Wenn die Zinsen auf das Niveau der Inflationsabgeltung steigen würden, wäre der Bankrott der Staaten und der Staatsschulden finanzierenden Banken nicht mehr weit. Damit glaube ich, dass sich Europa bald den EURO nicht mehr leisten kann, aber der EURO selbst ist nicht in Gefahr.

    • brechstange
      26. März 2013 10:09

      Der Euro ist kein Naturgesetz, er ist ein politisches Konstrukt, daher geht der Euro als Fehlkonstrukt mit den politischen Fehlleistungen mit unter.

  57. simplicissimus
    26. März 2013 06:52

    Wir sind durch Vertragsbrueche unserer PolitikerInnen in Bailoutpolitik und ESM hineinvergewaltigt worden und muessten uns wohl in Zukunft mit derselben Impertinenz vertragsbruechig daraus verabschieden.
    Es sei denn, die schwarzen Schafe vertschuessen sich von selbst von der Futterkrippe.
    Jaja, die EU, das Friedens- und Verstaendigungsprojekt zur Vereinigung Europas!
    Das hab ich mir in meiner Naivitaet frueher anders vorgestellt.

  58. Peter R Dietl
    26. März 2013 06:38

    Auch ich bin sicher, der Euro kann in heutiger Form nicht mehr lang existieren. Köstlich ist, daß nicht nur naturgemäß lügende Linke (SPD+Grüne+PDS), sondern auch CSU (Stoiber bei Anne Will) und CDU (Gröhe bei Plasberg) die frechen Heucheleien von EU-Propaganda, FDJ-Mutti und gleichgeschalteter linksliberaler Medienszene nachäffen: Der deutsche (und österreichische) Steuerzahler müsse nun alternativlos alle sonstigen Euro-Länder durchfüttern, weil er durch den Euro soooooooviel gewonnen habe. Als ob vor dem Euro Deutschland (und Österreich) nix exportiert hätten. Offenkundig würden manche Fanatiker auch gern bestätigen, daß Wasser bergauf fließt. Sofern sich nur in ihrer Brieftasche die Honorare stapeln.

  59. ambrosius
    26. März 2013 02:32

    Ich versuche zum besseren Verständtnis das Europroblem auf Österreich und seinen Schilling herunterzubrechen:
    Solange es nur galt, das Strukturschwache Wald und Weinviertel sowie das Burgenland mitzuschleppen, war das möglich. Man stelle sich aber vor, ganz Ostösterreich, von Kärnten bis zur tschechischen Grenze läge auf der Tasche von Oberösterreich,Salzburg,Tirol und Vorarlberg .

    Das Projekt " Euro " hätte - vielleicht und mit viel Glück- funktionieren können, wenn man die ohnehin schwachen Maastricht-Kriterien rigorosest eingehalten hätte.. Das ist nicht geschehen und wird auch in Zukunft nicht geschehen, also breche man das Projekt ab- möglichst ohne Streit und Haß- und erhalte wenigstens den gemeinsamen Markt. Die Engländer haben halt doch sehr oft das bessere wirtschaftliche und finanzielle Gespür.Späte Einsicht ist immer noch besser als Einsichtsresitenz.

    • byrig
      26. März 2013 02:41

      ambrosius-sind sie ein tiroler?ostösterreich,speziell wien und niederösterreich,müsste vom tourismusabhängigen tirol sicher nicht mitgeschleppt werden.
      die industrielle wirtschaftskraft liegt im osten,lieber freund!

    • ambrosius
      26. März 2013 08:11

      @byrig
      Pisa läßt grüßen !
      Nochmals, langsam lesen, dann wird Ihnen aufgehen, daß die Grenziehung für die Aussage völlig irrelevant ist.





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