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Der Anschluss, die Philharmoniker und die grüne Taktik drucken

Lesezeit: 6:00

Weil im März 1938 einzig und allein die katholischen Konservativen Österreichs die letzte Bastion gegen Hitler gebildet haben, wird beim 75-jährigen Gedenken von rechts außen und links außen wieder einmal heftig an der Geschichte herummanipuliert. Und Scheinthemen werden ganz zufällig gerade rechtzeitig in den Vordergrund gerückt, um von der eigenen damaligen Rolle abzulenken.

Ja, auch die Linke tut das. Denn bei der Mehrheit der damaligen Sozialdemokraten war der Hass auf den Ständestaat und auf den Klassenfeind leider deutlich größer als die Aversion gegen die Nazis, gegen die nationalen Sozialisten, mit denen man sich seit 1934 bisweilen sogar verbündet gefühlt hat. Aber darüber redet man heute naturgemäß nicht gerne.

Freilich sollte man keinesfalls verallgemeinern. Klügere Sozialdemokraten wollten durchaus gemeinsam mit den verhassten Schwarzen gegen die viel größere Gefahr aus dem „Reich“ kämpfen. Heroisches Musterbeispiel war Franz Olah, der einzige Österreicher, der sowohl vom Ständestaat, von den Nazis und dann den Sozialisten in ein Gefängnis geworfen worden war. Der nach den Nazis aber in seiner Weisheit und Anständigkeit vor allem die Kommunisten als größte Bedrohung erkannt hat und der bereit war, sowohl Schwarze wie ehemalige Braune als Menschen zu akzeptieren.

Links außen wie rechts außen behaupten hingegen in erstaunlicher Einigkeit, dass alle oder jedenfalls eine große Mehrheit der Österreicher Hitler zugejubelt hatten. Wofür es freilich keinerlei Beweise gibt. Ein Gegenbeweis ist etwa die Tatsache, dass der Hauptgrund für den deutschen Einmarsch ja genau die von Schuschnigg geplante Volksabstimmung über die Selbstständigkeit Österreichs gewesen ist. Um ihre schmähliche Rolle damals und seither zu übertünchen, plappern Rechts- und Linksradikale davon, dass die Opferthese widerlegt worden sei. Was wirklich nur ein unhistorisches Geplapper auf beiden Seiten ist, auch wenn viele – viel zu viele – Österreicher schon vorher und erst recht nachher in Hitlers Lager gestanden sind.

Aber Opfer gab es sehr wohl, und zwar jede Menge. Das waren die zahllosen jüdischen und nicht jüdischen Gegner der Nazis, die umgebracht wurden, die ins KZ geschleppt wurden, die fliehen mussten, die wie meine Eltern ihren Job verloren. Oder die sich verzweifelt daheim einschlossen, weil sie spürten, was auf Österreich zukam. Und Opfer waren Regierung und Republik, deren verzweifelte Hilferufe bis zur letzten Stunde von aller Welt ignoriert wurden. Bis auf Mexiko. Was nicht viel half.

Für das Ausland wie die rechten Helfershelfer Hitlers und die aus Hass gegen Schuschnigg tatenlos dabei gestandenen Linken ist es natürlich wunderbar, wenn sie und ihre geistigen Nachfahren nun so tun können, also ob alle Österreicher Täter gewesen wären. Dadurch lösen sich ihre eigenen damaligen Fehler und ihre Mittäterrolle ins Nichts auf.

Bei all den Gedenkreden und -artikeln dieser Tage lässt sich noch an einem anderen Detail die Manipulationsabsicht  nachweisen: Es ist zwar voll legitim, kritisch auf den „Heil Hitler“-Pro-Anschluss-Aufruf des Wiener Erzbischofs Innitzer einzugehen. Das wird aber zur skandalösen Manipulation, wenn dabei dreierlei unterdrückt wird: Erstens, dass sich auch ein Karl Renner ganz freiwillig öffentlich (und zum Unterschied von Innitzer ohne das Motiv, die eigenen Gläubigen schützen zu wollen) zum Anschluss bekannt hatte. Zweitens, dass derselbe Innitzer dann noch im gleichen Jahr im Zentrum der größten und einzigen Anti-Hitler-Demonstration Österreichs gestanden war. Und dass drittens am lautesten von allen die evangelische Kirche Österreichs in Hitler den Befreier vom katholischen Joch emphatisch bejubelt hat (ja genau die, die heute so besonders auf links tut).

Ersatzobjekt Philharmoniker

Aber da der März 1938 eben für viele Linke eigentlich ein unerquickliches Datum ist, wurde nun raffiniert ein anderes Thema hochgespielt. Und zwar haben das vor allem die Grünen getan, die ja im Grunde immer die besseren Sozialisten sein wollen. Sie haben neuerdings die Wiener Philharmoniker voll ins Visier genommen. Und der ORF spielt, wie bei jeder grünen Kampagne, begeistert mit.

Selbstverständlich waren 1938 auch die Philharmoniker total von den Nazis übernommen worden. So wie es eben bei jeder größeren wie kleineren Institution des Landes passiert ist. Es ist geradezu widerlich und lächerlich, jedes Mal groß auf erstaunt zu machen: Was, auch die Philharmonikers sind total eingebräunt worden? Auch dort sind sofort die Juden und Andersdenkende hinausgeworfen worden? Auch dort wurde groß auf Hitler-Jubel gemacht? Nein, das überrascht uns aber wirklich. Das muss jetzt groß aufgearbeitet werden.

Und vor allem: Dazu müssen die heutigen Philharmoniker – die natürlich weder mit den Tätern noch den Opfern jenes Jahres irgendwie ident sind – aber nun wirklich kräftig in die Kasse greifen. Dazu müssen ein paar – natürlich stramm linke – Historiker den nächsten dicken Forschungsauftrag bekommen.

Dieses Businessmodell lässt sich wohl ewig fortsetzen. Man denke nur alleine an die Eisenbahn. Jede Strecke, jeder Bahnhof muss noch ordentlich zahlen, damit von den sonst vielleicht arbeitslosen Historikern noch die ja bisher völlig unbekannte Tatsache aufgearbeitet werden kann, dass über diese Strecke, durch diesen Bahnhof die Züge ins KZ und an die Front gerollt sind. Und wie ist es mit den Postämtern? Mit jedem einzelnen Fußballverein? Jedem einzelnen Dorf? Haben die schon alle an die grünen Historiker gezahlt? Und irgendwann werden auch die paar hitlerschen Autobahn-Meter entdeckt und von empörten Historikern aufgegraben werden. Vermutlich auf Kosten der Asfinag.

Und was ist mit dem Neujahrskonzert?

Aber zurück zu den Philharmonikern: Da wird jetzt zwar auf grüne Anordnung jede einzelne Biographie, jedes einzelne Notenblatt, jeder einzelne Gastdirigent, jedes Instrument erforscht werden. Aber das einzige wirklich große und bekannte Überbleibsel aus der Nazi-Zeit bleibt überall unerwähnt: Das ist das Neujahrskonzert, das in jener Zeit mit durchaus politischer Intention erfunden worden ist. Das aber wird verschwiegen.

Dieses Neujahrskonzert ist noch von jedem Bundespräsidenten seither stolz als staatsmännischer Schauplatz verwendet worden. Es ist nicht nur für das Orchester, sondern auch für den ORF die große Cash-Cow. Dazu herrscht aber das peinliche Schweigen. Verlogener geht’s nimmer.

Bleiben nur noch zwei Fragen. Erstens: Kann man noch einmal einen Dirigenten, einen Musiker, eine Aufnahme auch aus jener Zeit für gut finden, ohne gleich als Wiederbetätiger entlarvt zu werden? Kann einem ohne schlechtes Gewissen noch Musik gefallen, die auch die Nazis gespielt haben?

Und zweitens: Sind wir wirklich schon so verblödet, wie es scheint? Da wird jedes winzige Detail aus jener Zeit mit großer Inbrunst zum Inbegriff des größten Verbrechens aller Zeiten erklärt. Da scheren wir uns aber überhaupt nicht darum, wo es heute, nicht vor 75 Jahren, neue Ansätze zum Totalitarismus gibt, zur Intoleranz gegen Andersdenkende, zur Einschränkung der Meinungsfreiheit, zur Treibjagd gegen Missliebige, zur Verlogenheit, zur Kriegshetzerei. Begreifen wir nicht, dass das große Verbrechen beim nächsten Mal wahrscheinlich nicht genau die gleichen Uniformen wie damals anhaben wird, aber genauso gefährlich werden könnte?

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    30x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 01:51

    Intoleranz gegen Andersdenkende, Treibjagd, Hetzerei: ja, natürlich gibt es das auch im 21. Jahrhundert: ungern, aber deutlich, erinnere ich mich an die wöchentlichen "Donnerstag - Demonstrationen", die "Wiiiiderstand" gegen eine demokratische Regierung der Republik Österreich brüllten (und dann gleich ein paar ihnen missliebige Politiker an die Wand stellen wollten). Die meisten der miesen "Aktivisten", die das damals organisierten, gibt es noch. Sie sitzen inzwischen im Parlament (oder im Präsidium der Arbeiterkammer), tun so, als könnten sie auch vernünftig sein, und scharren, so weit sie noch nicht an den Futtertrögen stehen, mit den Hufen, weil sie endlich auch mitfressen wollen. Ja, richtig: Das nächste grosse Verbrechen an der österreichischen Bevölkerung trägt keine SS-Uniform, sondern Designermode. Und auch seine Waffen sind andere: Gewalttätiger Egalitarismus, militante Political Correctness, sinnloser Energiesparterror, Genderwahn; auf der Strecke bleiben Anständigkeit und gesunder Menschenverstand. Und genau jene Österreicherinnen und Österreicher, die gerade dabei sind, ihnen in den Sattel zu helfen, werden, wenn das Blatt sich vielleicht doch einmal wenden sollte und es gilt, die Scherben einer kurzsichtig-ruinösen Politik zusammenzukehren, sagen: "Was geht's mich an, ich hab sie nicht gewählt"!

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    24x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 01:08

    Eine Bewältigungsindustrie lebt post festum herrlich - auf unsere (Steuerzahlers) Kosten. Noch nie ging es einem Marxisten um Wahrheit - immer nur um Diffamierung, Vernichtung, Haß! Und die Grünen sind eben keine Sozialisten - sie sind Marxisten; bekennen sich auch immer wieder freiwillig dazu. Warum sollen wir ihnen diese Selbsteinschätzung nicht glauben?
    Sg Herr Dr. Unterberger: Die menschliche Nähe Sozialdemokraten-Nationalsozialisten in den 30er Jahren läßt sich auch daraus ableiten, daß viele gemeinsam im selben Anhaltelager (Wöllersdorf) einsaßen. Genauso wie später Schwarze und Rote in Dachau interniert waren und sie nach 1945 die "Lagererfahrung" verband. Nach 1945 bildete sich übrigens auch eine Gemeinschaft der Glasenbacher. Das waren wieder jene, die von Rot und Schwarz (und den Befreiern) per "automatic arrest" eingesperrt wurden.
    Nur ganz am Rande: Zufällig las ich gerade, daß der langjährige Dirigent der Philharmoniker, Kabasta 1946 Selbstmord beging, da er für sich keine Chance sah, den falschen Anschuldigungen der "neuen Gerechten" zu entgehen (zumindest steht es sinngemäß so in einem Ausstellungskatalog des Musikvereins aus 1966).
    Die präpotente Selbstgerichtigkeit der unwissenden Nachgeborenen ist zum Kotzen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 01:39

    die grünen haben eine haupteigenschaft:gegen österreich und seine bevölkerung zu sein.
    miese typen.
    sie sind für massenimmigration.für die entschuldigung aller von ausländern begangener verbrechen.gegen die ausweisung von ausländischen straftätern.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 08:26

    Wer im ORF die Augen des 'Historikers in allen Gassen' Oliver Rathkolb stolz leuchten sah, wenn er wieder eine "neue" Erkenntnis verzapfte, wird mir rechtgeben: Diese zeitgeistigen Eiferer hätten damals ebenfalls den Mainstream bedient. Und der Mainstream, der Zeitgeist, war halt damals das Nazitum.

    Die 'Neuen Totalitären' wissen vermutlich gar nicht, was sie tun. Sie fühlen sich tatsächlich moralisch im Recht. Das dürften aber auch viele Nazis für sich in Anspruch genommen haben.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 05:08

    So gerechtfertigt dieser Kommentar ist, ich kann das alles zum zigsten Mal nicht mehr hören. So wichtig die "Aufarbeitung" der Vergangenheit sein mag, ich möchte mich mit der Zukunft beschäftigen. Denn es scheint, daß "man" nicht wirklich aus der Geschichte lernt. Jede Gruppe beschuldigt die andere derselben Untaten, jeder spielt sich als Richter über damalige Menschen auf, die irgendetwas getan, unterlassen oder falsch eingeschätzt hätten. So als ob jeder genau hätte wissen können, daß es kommen wird, wie es kam.
    Dies ist keine "Aufarbeitung" kein Lernen, dies ist überhebliche Besserwisserei.
    Deshalb ist für mich keinerlei Anlass gegeben, irgendetwas zu gedenken. Ich war nicht dabei, so wie 99% der anderen heute auch nicht und ich weiss nicht wieviele Österreicher tatsächlich gejubelt und sich wer weiß was gewünscht hatten.
    In der Erinnerung meiner Eltern waren die meisten Österreicher für den Anschluss.
    Vielleicht irren sie sich, vielleicht nicht, wer kann das heute noch feststellen? Und ist es wirklich relevant? So als ob jeder genau hätte wissen können, daß es kommen wird, wie es kam.
    Pardon, ich habe das dringende Bedürfnis zu speiben.
    Ich sehe das als Kritik nicht an AU's Beitrag, sondern an all den Gedenkfeiern.

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 08:19

    Sehr gute Darstellung, wenn ich auch noch auf den Versuch von Otto Habsburg verweisen möchte. Dieser Versuch hatte offensichtlich einen ordentlichen Rückhalt in der Bevölkerung. Jedenfalls stehen uns mit 'Meldungen aus dem Reich' (Hrsg. Boberach) die ganzen Meldungen des SD zur Verfügung. Widerstand, insbesondere in Österreich, gab es vor allem aus dem monarchistischem Lager! Entsprechend hat diese Gruppe auch die meisten Toten.

    Zu den Philharmonikern.
    Neulich beim Schifahren war ich Zeuge folgenden Telephongesprächs (Tierarzt mit Bauer).
    Der Bauer erklärt die Kuh hat eine Drehung des Uterus und kann nicht gebären.
    Tierarzt: Die darfst Du nicht transportieren, das ist gesetzlich verboten.
    Bauer will aber Kalb lebendig und weiß die Beschautierärzte könnten das Kalb gut herausschneiden.
    Tierarzt: Ich weiß, das ginge leicht, aber der Transport ist verboten!
    Bauer sagt es müsste ja niemand wissen und überhaupt verliert er bei einer Notschlachtung am Hof viel Geld und eben meist auch noch das Kalb.
    Tierarzt: Es ist trotzdem gesetzlich verboten und da in der Beamtenschaft ein HickHack herrscht zeigt dies sicher ein 'Kollege' an.
    Der Bauer spricht offensichtlich von der Sinnlosigkeit des Gesetztes.
    Tierarzt: Ich weiß auch, dieses Gesetz ist sinnlos. Kühe sind Herdentiere, welche per Evolution dazu gebaut sind über weite Strecken zu ziehen – auch trächtige Tiere. Aber Gesetz ist Gesetz.

    Ebenso war es im Dritten Reich. Auch da gab es 'Experten' welche perverse Gesetze schufen; und dann die wirklichen Fachleute, welche um den Schwachsinn wussten, aber im Rahmen des Apparates den Wahnsinn exerzierten (und dabei oft schreckliche moralische Not litten!) – von den weniger Gebildeten, welche nicht die geistige Möglichkeit hatten diese Gesetze zu hinterfragen rede ich erst gar nicht.

    Ausgerechnet die Sozialisten und Grünen, welche die Einhaltung, der von ihnen geschaffenen perversen Gesetze tag-täglich verlangen schimpfen nun auf die Österreicher im Nazireich.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorkakadu
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2013 01:00

    Bravo, bravo, bravo, Herr Dr. Unterberger!

    Es müssen noch mehr MUTIGE auf den Plan treten, die gegen Geschichtsklitterung und Gegenwartsvereinnahmung anschreiben und nicht dem geballten, linksextremen Medienbombardement weichen.

    Österreich darf nicht noch einmal kampflos aufgegeben werden!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLeoXI
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    13. März 2013 17:50

    Vom "Tag der Schande" sprach der HBP am Dr.-Karl-Renner-Ring und prostete dann seinen Genossen im gleichnamigen Institut zu ............

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnonymer Feigling
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    13. März 2013 10:08

    Ein Grund, wenn nicht der Hauptgrund, des Hasses der Grünen (und der roten Kommunisten = Cl. Schmied) gegen die Wiener Philharmoniker ist, dass die Aufnahmepraxis dieses Orchesters offensichtlich nicht die These der Gleichfähigkeit der Geschlechter beweist.

    Bei den W. Philharmoniker muss die Person natürlich seine Fähigkeiten zeigen und hinter einer Trennwand vorspielen. Die Orchestermitglieder sehen den Bewerber nicht sondern hören nur seine Musik und beurteilen danach, ob er zum Orchester passt.

    Die Folge dieser Aufnahmepraxis ist ein sehr geringer Frauenanteil.
    Neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen und da wurden die W. Philharmoniker mit anderen Weltklasseorchestern verglichen: Berliner, Londoner und New Yorker

    Unter diesen Orchestern hatten die Wiener den geringsten Frauenanteil ~15% (aus dem Gedächtnis, bitte nicht festnageln), dann die Berliner, dann die Londoner, zuletzt die New Yorker (~33%)

    Es scheint fast so, dass ein Orchester nur dann gut sein kann, wenn der Frauenanteil gering ist!

    Das war natürlich ein Witz! (Oder doch nicht?)

    Ein Klassiker unter den Witzen ist folgender:
    Ein Tourist fragt einen Einheimischen: „Entschuldigen Sie, wie kommen ich zu den Wiener Philharmonikern?“ --- „Üben! Üben! Und nochmals üben!“

    Ein Orchester wird natürlich nur dann gut, wenn bei den Auswahlkriterien AUSSCHLIESSLICH auf die Fähigkeiten des Musizierens Wert gelegt.

    Was würde wohl ein Grünling auf die Fragen des Touristen antworten?

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  1. fragender (kein Partner)
    19. März 2013 15:32

    Eine Frage eines Fragenden?

    Macht sich jemand der die Westautobahn (die ja bekanntlich von einem gewissen Führer veranlasst wurde) benutzt, der Widerbetätigung schuldig?
    Dies nur als gedankliche Anregung.

  2. Francois Villon (kein Partner)
    14. März 2013 09:47

    Ich empfehle allen Interesseierten sich den nachfolgenden Artikel Dr. Romigs, der mir eben zugesandt wurde, herunter zu laden. Ca. 7 A4-Seiten.

    Wie von Romig bekannt, eine der seltenen exzellenten Analysen zum Thema Faschismus.
    Wer glaubt auf die Lektüre verzichten zu können, sollte dann aber auch "die Luft anhalten", denn mitzureden hätte er/sie dann nicht wirklich.

    Das Janusgesicht des Faschismus

    Was unsere Vorfahren im März 1938 bewegt hat

    von Friedrich Romig

    Warum haben die Österreicher in so großer Zahl Hitler und der Deutschen Wehrmacht bei ihrem Einmarsch zugejubelt? Warum war der Anschluß Österreichs an Deutschland vor 70 Jahren “eine Liebesaffäre und keine Vergewaltigung” (Edgar Bronfman)? Wie ist die am 10. April 1938 erfolgte überwältigende Zustimmung des Wahlvolkes zu erklären, die weder auf Wahlfälschungen noch auf Pressionen zurückgeführt werden kann (Gerhard Botz)? Niemand, der sich mit der Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befaßt, kann der Frage ausweichen, was denn unsere Vorfahren bewogen hat, sich in hellen Scharen und ganz unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung oder Parteipräferenz faschistischen Bewegungen anzuschließen und ihren diversen "Führern", "Duces" oder "Caudillos" voll Begeisterung zu folgen. Für viele Millionen wurde es ein Weg in den Tod und für das deutsche Volk ein “Weg in den Abgrund” (K. Weißmann).

    Eine kompetente Antwort auf diese Fragen gibt uns einer der neben E. Nolte wohl berühmtesten Faschismusforscher der Gegenwart, der nunmehr emeritierte Professor für Politikwissenschaften der Hebräischen Universität in Jerusalem, Zeev Sternhell.

    Sternhell vertrat in einem Vortrag vor der Siemenstiftung in München zur Überraschung wohl mancher Zuhörer die These, daß der Faschismus die einzige Ideologie sei, welche mit den gravierenden Problemen der Moderne, vor allem dem Versagen der Parteiendemokratie und der Entfremdung der Arbeitermassen von der Gesellschaft, fertiggeworden sei. Diese, vielen zeitgeschichtlichen Untersuchungen und vor allem den "Politisch Korrekten" widersprechende These in ihrem sachlichen Gehalt zu verstehen, war Veranlassung, sich wenigstens in das einzige, bislang in deutscher Sprache erschienene Buch Sternhells (et al.) über "Die Entstehungsgeschichte der faschistischen Ideologie" (Hamburg 1999) zu vertiefen.

    Der Faschismus, so Sternhell, sollte zuerst und vor allem als eine kulturelle Revolution begriffen werden, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eingesetzt hat , von der Sammlung der nationalen Kräfte im Ersten Weltkrieg gestärkt wurde und in den unmittelbar folgenden Jahren im Italien Mussolinis ihren politisch Durchbruch erzielte.

    Die kulturelle Revolution des Faschismus war auf die Ablösung der materialistischen, dekadenten, hedonistischen, egoistischen und individualistischen bürgerlichen Gesellschaft sowie der liberalen Demokratie gerichtet, die durch das Gewicht von Zahl und Quantität der Wählermasse das gesamte Kulturniveau herabzog und mit ihren sich gegenseitig bekämpfenden Parteien zur Spaltung und Schwächung der Nation beitrug. Begründet und getragen wurde die kulturelle faschistische Revolution von den meisten prominenten Philosophen, Sozialwissenschaftern, Schriftstellern, Malern, Musikern sowie auch von vielen Sozialistenführern, die eine "nichtmaterialistische Revision des Marxismus" in die Wege leiteten.

    Wir begegnen hier so bekannten Namen wie Thomas S. Eliot, Gabriele D´Annunzio, Ezra Pound, W. B. Yeats, D. H. Lawrence, Thomas Ernst Hulme, William James, Wyndham Lewis, Gustave Le Bon, Charles Maurras, Maurice Barrès, André Malraux, Benedetto Croce, Arthur Moeller van den Bruck, Ernst Jünger, Gottfried Benn, Hendrik de Man, Robert Michels, Vilfredo Pareto, Giovanni Gentile, Gaetano Mosca, Pierre Drieu La Rochelle. Als Vorläufer lassen sich Pierre Joseph Proudhon, Charles Péguy, Friedrich Nietzsche und vor allem Georges Sorel anführen. Sie alle verbindet die radikale Ablehnung von Aufklärung, Humanismus und Demokratie.

    Der Aufklärung wird die Verabsolutierung des Rationalismus vorgeworfen. Gerade die großen und existentiellen Entscheidungen und Antriebskräfte des Menschen und der Geschichte lassen sich nicht durch die ratio erklären. Sie sind viel eher in irrationalen oder besser: überrationalen Bereichen zu finden, in denen das Unbewußte, die Religion, der Mythos und die Poesie zuhause sind. Sie formen die Völker und ihre Menschen, wecken ihre Begabungen und "begeistern" sie ganz im wörtlichen Sinne: Sie schenken ihnen ihre eigentümliche Kultur, ihr Ethos und ihre Tradition.

    Der Humanismus macht den Menschen zum Maß aller Dinge, doch das ist er nicht. Sein Maß findet der Mensch im Göttlichen. Das Göttliche übersteigt den Menschen unendlich und verleiht ihm seinen unbeugsamen Willen, seine Würde und seine Unsterblichkeit. Das Göttliche im Menschen gibt dem Leben und Sterben ultimativen Sinn (“Viva la muerte – es lebe der Tod!”, war der Wahlspruch der Falangisten im Spanischen Bürgerkrieg). In faschistischen Bewegungen ersetzen nicht selten neuheidnische Vorstellungen christliche Religiosität und Moral.

    Die Demokratie wird radikal abgelehnt, denn sie stellt die Ordnung der Welt auf den Kopf. Sie verneint Führung, Autorität, Hierarchie und Verantwortung. Sie bringt eine bloß schwächliche, hedonistische Ethik hervor, die den Menschen zum Lusttier erniedrigt, statt ihn auf die Höhe der Helden und Heiligen zu heben. Dem Bedürfnis des Menschen, am Ewigen teilzuhaben, wird diese Ethik nicht gerecht.

    Diese kurzen Hinweise mögen genügen, um die These Sternhells zu untermauern, wonach "ein richtiges Verständnis des Faschismus erfordert, daß man ihn zunächst und vor allem als kulturelles Phänomen begreift" (312).

    Doch damit dieses kulturelle Phänomen "Faschismus" als politische Massenbewegung wirksam wurde, mußte zuerst einmal der konkurrierende Marxismus und Sozialismus einer "nichtmaterialistischen Revision" unterzogen werden. Das gelang umso leichter, als die Unwissenschaftlichkeit des Marxismus, insbesondere seiner fundamentalen Mehrwertlehre, durch bürgerliche Ökonomen nachgewiesen wurde - hier werden von Sternhell u. a. die Arbeiten des Österreichers E. v. Böhm-Bawerk hervorgehoben. Vom Theoretischen aber ganz abgesehen, war für jeden Beobachter der wirtschaftlichen Entwicklung um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bereits augenscheinlich, daß die Voraussagen Marxens über die zunehmende Verelendung der Massen, die Polarisierung der Klassengegensätze sowie die Konzentration der Produktionsmittel in wenigen Händen nicht eingetreten waren. Der Massenwohlstand hatte im 19. Jahrhundert zugenommen, die Klassen- und Interessengegensätze traten in sehr zersplitterter und differenzierter Form zutage, der Mittelstand gewann an Boden. Die eingeleitete Sozialgesetzgebung und Sozialversicherung vermittelten zunehmenden Schutz gegen Notfälle, Krankheit und Arbeitslosigkeit, die Kinderarbeit wurde zurückgedrängt, die Arbeitszeit begrenzt, die Feiertagsruhe geregelt. Von idyllischen Verhältnissen konnte zwar noch lange keine Rede sein, dennoch schien der Marxismus zu diesem Zeitpunkt bereits "falsifiziert".

    Die "nichtmaterialistische Revision des Marxismus" war vor allem das Werk von Georges Sorel. Er hatte bereits um die Jahrhundertwende klar erkannt, daß das träge Arbeiterproletariat als revolutionäres Subjekt ausfiel. Die Arbeitermassen mußten geführt werden, als aktive Träger der Revolution kam nur eine Elite infrage, die es verstand, Gewalt und Generalstreik als Mittel der Gesellschaftsveränderung und -integration sinnvoll einzusetzen. Sorels "revolutionärer Syndikalismus" lieferte dem italienischen Faschismus seine theoretische Begründung, das Buch Sorels "Über die Gewalt" (1908) wurde zum Vademecum Benito Mussolinis.

    Die notwendige Führung der Massen durch Eliten wurde durch die um die Wende vom 19. zum 20 Jahrhundert vorgelegten Ergebnisse der Sozialwissenschaften eindrucksvoll bestätigt. Le Bons "Psychologie der Massen", Vilfredo Paretos "Lehre von der Zirkulation der Eliten" und die bahnbrechenden Untersuchungen der "Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie" durch Robert Michels mit der Entdeckung des "ehernen Gesetzes der Oligarchisierung" trugen ganz wesentlich zur Festigung des elitären Denkens im Faschismus bei.

    Eliten, so wurde es ganz allgemein erkannt, zeichnen sich durch adeliges Denken und Verhalten aus, sie verzichten zu Gunsten des Gemeinwesens auf persönliches Glück. Sie sind überzeugt von der Idee, daß der Einzelne geboren ist um der Gemeinschaft zu dienen und für nichtmaterielle Werte zu kämpfen. Elitäre Eigenschaften und Überzeugungen finden sich in allen Schichten der Gesellschaft, denn was zählt, ist die geistige Verfassung und Ausrichtung, nicht die Stellung im Produktionsprozess. Der Faschismus bewies, "daß es eine Kultur geben konnte, die sich nicht auf Geburts- oder Geldprivilegien gründete, sondern auf Gemeinschaftsgeist..." (315).

    Der Gemeinschaftsgeist des Faschismus fand seinen Ausdruck in der alle sozialen Spannungen und Gruppeninteressen überwölbenden Idee der Nation. Der Schlüssel für die gesellschaftliche Ordnung "lag nicht im Klassenkampf, sondern in der organischen Einheit der Nation" (314). Der Nation zu dienen, "die eigenen Interessen mit jenen des Vaterlands zu identifizieren, sich im Kult an heroischen Werten mit anderen zu vereinigen, erlaubte eine stärkere und tiefere Teilnahme, als wenn man einen Wahlzettel in eine Urne warf" (315).

    Der Erste Weltkrieg bewies, welche Kräfte die nationale Idee zu entbinden vermochte, wie sehr die Massen für die Zwecke der Nation zu mobilisieren waren, welche heroischen Tugenden noch im einfachsten Menschen geweckt werden konnten und zu welch unsagbaren Opfern das ganze Volk bereit war. Die Kameradschaft im Krieg verband hoch und niedrig. Menschliche Würde war keine Frage des gesellschaftlichen Rangs mehr, sondern der Bewährung. Ehre und Treue wurden gelebt und erhielten durch das Leben Inhalt. In der gelungenen Synthese von nationaler und sozialer Idee ist der Grund für die Faszination des Faschismus zu suchen.

    Das größte Verbrechen Hitlers und seines Nationalsozialismus besteht wohl darin, diese positiven Kräfte zur Vernichtung nicht nur der Juden, sondern sogar des eigenen Volkes mißbraucht zu haben.

    Garant für die Einheit der Nation sollte der Staat sein, geführt von der staatstragenden Elite, die durch Erziehung und Ausbildung auf ihr hohes Amt vorbereitet war, sich die zur Führung notwendige Autorität verschaffen konnte und sich im Kampf um die Durchsetzung der sozialen und nationalen Ziele des Faschismus zu bewähren hatte. Die in der Fortentwicklung des Syndikalismus aufgegriffene Organisationsform der Korporation ermöglichte den Aufbau des "organischen" Staates, an dem alle Glieder der Gesellschaft tagaus tagein und nicht bloß an Wahltagen partizipieren konnten.

    "Der Korporativismus stellte einen Eckpfeiler für ein Regime dar, dem es gelang, breiten Schichten der Bevölkerung das Gefühl zu vermitteln, daß sich das Leben geändert habe und sich ganz neue Möglichkeiten des Aufstiegs und der politischen Mitgestaltung boten, ohne daß es notwendig gewesen wäre, die sozioökonomischen Strukturen anzutasten" (314). Eben darin sieht Sternhell die unbestrittene Leistung des Faschismus, der sich für ihn als eine Revolution darstellt, "die das Beste aus dem Kapitalismus, der modernen technologischen Entwicklung und dem industriellen Fortschritt" übernahm ohne "die Triebkraft der wirtschaftlichen Aktivität anzutasten (das Gewinnstreben), ohne ihr die Grundlage zu entziehen (das Privateigentum) oder ihre notwendige Organisationsform zu zerstören (die freie Marktwirtschaft)" (18).

    Hierin allerdings kann Zeev Sternhell wohl nur bedingt zugestimmt werden, erhielten doch Gewinnstreben, Privateigentum und Marktwirtschaft durch die soziale Verpflichtung, im Dienste des Gemeinwohls wirksam zu werden, eine Orientierung, die der liberal-kapitalistischen Wirtschaft weitgehend fremd war. Zumindest in der Theorie entsprach der Idee der Nation und der "organischen" Gesellschaft die berufsständische oder "korporative" Wirtschaft. Ihr regulatives Prinzip war nicht die Konkurrenz, sondern die gemeinwohldienliche, "sozialpartnerschaftliche" Zusammenarbeit der Unternehmer und der Arbeiter, der Unternehmerverbände und Gewerkschaften, der nationalen Wirtschaft und des Staates. Die organische, "geschlossene" Gesellschaft verlangte als wirtschaftliches Pendant den autarken oder "geschlossenen Handelsstaat", der, wie J. G. Fichte gezeigt hat, allein imstande war, das "Recht auf Arbeit" zu sichern.

    Wirtschaftliche Fragen, darin ist Sternhell sicher beizupflichten, standen im Faschismus allerdings nicht im Vordergrund des Interesses, "denn wirklich wesentlich am faschistischen Denken ist die Ablehnung des `Materialismus´"(21f).

    Dem Faschismus geht es um "eine neue Werteskala, eine neue Auffassung von Kultur", verherrlicht werden von ihm "die Energie, die Dynamik, die Kraft, die Maschine und die Geschwindigkeit, die Instinkte und die Intuition, die Bewegung, der Wille der Jugend". Gepredigt wird "die absolute Verachtung der alten bürgerlichen Ordnung", gepriesen "die Notwendigkeit und der Glanz der Gewalt" (20). Darin finden sich die sorelianischen Präfaschisten mit dem Futurismus, der künstlerischen Avantgarde, lange vor dem ersten Weltkrieg zusammen.

    "Man versteht die Anziehungskraft, die diese Bewegung in der ganzen ersten Hälfte des 20. Jahrhundert auf weite Kreise der europäischen Intelligenz ausübte, wenn man in Betracht zieht, daß sie (die Intelligenz) darin den Ausdruck ihres eigenen Nonkonformismus und ihrer eigenen Auflehnung gegen die bürgerliche Dekadenz finden konnte und daß diese Ideologie nicht nur eine neue Auffassung der Beziehungen zwischen Individuum und Gesellschaft brachte, sondern auch eine neue Vorstellung vom Schönen und Bewundernswerten" (21).

    Philosophisch bedeutete der Faschismus eine ganz klare Absage an das rationalistische, individualistische und utilitaristische Erbe der Aufklärung, die vollständige Ablehnung der von Hobbes bis Kant entwickelten Auffassung vom Menschen und der Gesellschaft sowie der ”bürgerlichen” Revolutionen, für welche die Französische Revolution zum verhaßten Typus wurde.

    Bei diesem Generalangriff auf die philosophischen und politischen Grundlagen der bürgerlichen Zivilisation, wurden nicht nur die Relevanz des (individualistischen) Naturrechts und die Gültigkeit gleicher und "unveräußerlicher" Menschenrechte bestritten, sondern auch alle institutionellen Strukturen der liberalen Demokratie radikal abgelehnt und bekämpft. Genau wie heute, so wurde bereits vor rund hundert Jahren die "Demokratie als der Gott" erkannt, "der keiner war" (Hans-Hermann Hoppe: Democracy - The God That Failed, 5. Aufl., New Brunswick 2003; jetzt auch auf Deutsch).

    In der Schule Sorels wurde die liberale Sozialdemokratie, dieser stets kompromißbereite "süßliche und weichliche Sozialismus", der mit "seiner demokratische Humanitätsduselei" und dem widerlichen Pazifismus und Feminismus "im Parlamentarismus versumpft", mit schneidenden Argumenten theoretisch verurteilt und schließlich vom Faschismus mit entschlossener Gewalt von der politischen Bühne gefegt.

    Bereits Ende des 19. Jahrhunderts gewann als später wichtigstes Element des Faschismus der "völkische" Nationalismus an Bedeutung, wie er am klarsten in den Werken von Maurice Barrès, Edouard Drumont, Charles Maurras und der "Action française" zum Ausdruck kam und die alte, von der Französischen Revolution geprägte Auffassung vom Gemeinwesen als Gesamtheit der Individuen ablöste. "Die Auffassung der Gesellschaft als geschlossenes, abgeschottetes Ganzes, ein virulenter Antirationalismus sowie der Primat des Unbewußten führten zu einer wahrhaft `völkischen´ Vorstellung von der Nation" (24f).

    Ganz anders als für den jakobinischen Nationalismus war das Volk nach dieser "organischen" Auffassung ein Körper, einem Lebewesen vergleichbar, das unabhängig vom Willen des Einzelnen sich behauptete. Dieser völkische Nationalismus mit der Betonung des Vorrangs der Gemeinschaft vor dem Einzelnen brachte eine neue Ethik oder Wertordnung hervor, in der "Disziplin, Autorität, gesellschaftliche Solidarität, Pflichtgefühl, Opferbereitschaft und Heldentum als notwendige Voraussetzungen für das Überleben des Landes" ihren verdienten Stellenwert erhielten. (vgl. 27). Die Hindernisse, die der faschistischen Gesellschaftsveränderung im Wege standen, verlangten heroische Kräfte, und es erscheint heute bemerkenswert, daß kein Geringerer als Sigmund Freud den Duce als "Helden der Kultur" feierte (315).

    Um das Wohlergehen der Nation zu garantieren, waren die Urkräfte und Lebensgeister des Volkes zu aktivieren, "die nicht vom Gift des Rationalismus und Individualismus verseucht waren" (25). "Zwangsläufig leugnete dieser neue Nationalismus die Evidenz jeder universalen und absoluten moralischen Norm: Wahrheit, Gerechtigkeit und Recht existierten nur, um die Bedürfnisse des Gemeinwesens zu befriedigen und die Nation voranzubringen. (24f). Von solchen Gedanken geprägt, kam am Ende des 19. Jahrhunderts in Frankreich die Synthese von Nationalismus und Sozialismus zustande, und "Barrès gehört (1898) zu den ersten politischen Denkern in Europa (wenn er nicht überhaupt der allererste war), der den Begriff `nationalistischer Sozialismus´ verwandte" (26).

    Überblickt man den Aufbruch zur Neugestaltung der Gesellschaft, den der Faschismus in Europa bewirkte, dann wird man der These Sternhells wohl cum grano salis zustimmen können, der Faschismus sei die einzige adäquate Antwort auf die Probleme der Moderne, die der menschliche Geist bis heute gefunden habe. Blickt man tiefer, so lassen sich im Faschismus Züge entdecken, die in der "nichtmaterialistischen" und also "idealistischen" Staatslehre von der Antike bis in die Gegenwart ihre unvergängliche Gültigkeit behauptet haben.

    Das eigentliche Anliegen des Faschismus, die Synthese von nationaler und sozialer Idee, wird auch in Zukunft zur unverzichtbaren Aufgabe der Politik gehören. In Rußland, China, Israel und vielen asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern wird dies vielfach deutlicher gesehen als im sogenannten "Westen".

    China, so berichtete Günter Zehm jüngst in seiner „Pankraz-Kolumne“ (JF, 1. März 2013) orientiere sich weit mehr am „Nationalen System der Politischen Ökonomie“ von Friedrich List als an Marx und Engels oder den hochgestochenen, mechanistisch-mathematischen Modellen der Makro- und Mikroökonomie. Dem “Westen” wird vorgeworfen, individualistische Gesellschaftsauffassung, “Globalisierung” und “Europäische Unionisierung” führten zur Auflösung der Nationen und zur Aufhebung jener notwendigen Grenzen, auf denen die Vielfalt der Kultur und Wohlstand in Europa beruhte.

    Im Faschismus, wie er in Literatur und Geschichte des 20. Jahrhundert Gestalt gewann, wurden die unvergänglichen und immer gültigen Züge der idealistischen Staatsidee allerdings teilweise überlagert von der Verherrlichung der Gewalt, des Krieges, des Herostratentums, der Zerstörungswut, der Raserei und des futuristischen Wahns. Dadurch reihte sich der Faschismus samt seiner "kulturellen"
    Revolution” in das Gesamt der Häresien ein, welche genauso wie die mit ihm konkurrierenden Ideologien des Liberalismus, Anarchismus, Demokratismus, Kommunismus, National- und International-Sozialismus durch den „Verlust der Mitte“ (Hans Sedlmayr) und des Maßes den Zerfall der Gesellschaft nur beschleunigten.

    Heute wird langsam begriffen, dass die Bemühungen zur Überwindung der sich abzeichnenden oder bereits wirksam gewordenen krisenhaften Verhältnisse in Europa ohne „Rückkehr zur den Ursprüngen der Politischen Philosophie“ (Christian Machek, 2012) vergebens sein werden. Immer ist es der Geist, der den Körper baut, auch jenen der Gesellschaft und des corpus politicum.

    Zitate und Seitenangaben aus: Zeev Sternhell/Mario Sznajder/Maia Asheri: Die Entstehung der faschistischen Ideologie. Von Sorel zu Mussolini, Hamburger Edition, Hamburg 1999. Der Titel des vorstehenden Artikels „Das Janusgesicht des Faschismus“ entstammt einer Arbeit von Sekt. Chef Elmar Walter, einem Freund, der am 17. Januar 2013 verstorben ist.

    Der Autor ist Dozent für Theoretische Volkswirtschaftslehre und Politik. Seine letzten Publikationen: Die Rechte der Nation (2002), Der Sinn der Geschichte (2011), ESM-Verfassungsputsch in Europa (2012).

    • ProConsul
      14. März 2013 10:12

      F.V.
      bitte senden sie mir den Artikel per Mail. Danke.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      14. März 2013 12:30

      ach der tote Hund Idealismus

      Was ist Wahrheit?
      Der Affe der beim Hangeln durchs Geäst daneben greift war im Irrtum - er hat die Welt nicht so wahrgenommen wie sie wirklich ist. imho immer noch der schärfste Einwand gegen den Idealismus.

      In diesem evolutionären Sinn waren die Nazis und ihre Opfer beide auf dem Holzweg... die einen dachten sie kommen damit durch, die anderen dachten sie kommen darin nicht um...

    • Undine
      14. März 2013 14:20

      "Die Hindernisse, die der faschistischen Gesellschaftsveränderung im Wege standen, verlangten heroische Kräfte, und es erscheint heute bemerkenswert, daß kein Geringerer als Sigmund Freud den Duce als "Helden der Kultur" feierte "

      Dieser Satz wird aber vielen Leuten sehr, sehr ungelegen kommen!

    • ProConsul
      14. März 2013 22:19

      wiedermal ein großartiger Beitrag von Dozent Romig!

  3. Undine
    13. März 2013 22:35

    Nach der Lektüre einer Reihe von Artikeln, zu denen einige Mitposter Hinweise gegeben haben, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß der Anschlußgedanke Österreichs an Deutschland nach dem verlorenen WKI gar nicht so abwegig war, wie man uns eigentlich immer weismachen will, sondern von sehr vielen, wenn nicht gar den meisten Menschen tatsächlich als einzige Rettung in der Not betrachtet und ersehnt worden war.

    Das kümmerliche Zehntel, das von der einst stolzen Monarchie übriggeblieben ist, nämlich Deutsch-Österreich, schien vielen begreiflicherweise alleine nicht lebensfähig zu sein.

    Was stand in dieser Zeit der großen Not und Verzweiflung wirklich näher als der Wunsch, zusammen mit dem großen Bruder das Heil zu suchen. Dieser Gedanke war eigentlich ziemlich natürlich und normal. Es wäre ja kein Novum gewesen: Wir waren doch über Jahrhunderte eng verbunden; unsere Habsburger waren Kaiser des "Hl. Röm. Reiches Deutscher Nation". Was also lag näher als ein Zusammenschluß?

    Ich habe damals nicht gelebt, die bittere Not nicht miterlebt (aber meine Eltern!), die damals herrschte und auch nicht den mit blindem Haß geschriebenen sog. "Friedensvertrag", der genauso vernichtend war wie der Krieg selber.

    Ich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, wie die geschundene Bevölkerung von damals denken hätte sollen nach den Vorstellungen der heute so verwöhnten Generation, die in ihrem ganzen Leben noch keinen einzigen Tag Hunger gelitten hatte! Aber ich kann versuchen, mich ein bißchen hineinzudenken in die verzweifelten Menschen von damals. Sie wollten überleben, und zwar gemeinsam mit dem "großen Bruder". War das so verwerflich? Seien wir doch nicht so anmaßend, so selbstgerecht, beurteilen und verurteilen zu wollen, was die Menschen damals erhofft hatten. Das steht---mit Verlaub---keinem von uns zu!

    • Gennadi (kein Partner)
      13. März 2013 23:35

      Undine, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Sie Deutsche sind.
      Der Anschlußgedanke entsprang der gleichartigen Ideologie der Sozialisten/Nationalsozialisten. Der klägliche Vrsuch, die einen nun links und die anderen rechts zu bezeichnen, ist eben nur ein untauglicher Versuch, den gemeinsamen Hintergrund zu vertuschen.

    • F.V. (kein Partner)
      14. März 2013 07:09

      Gennadi,

      was faseln Sie da nur zusammen; nach dem WK I hat das österr. Parlament beschlossen sich den Namen Deutsch-Österreich zu geben und die Vereinigung mit Deutschland als Staats-Ziel beschlossen. Da wußte noch niemand, daß es einmal Nationalsozialisten und Hitler geben würde. Abgedreht wurde dieser einhellige Wunsch von den Siegern des WK I.

      Die habsburgischen Kaiser waren bzw. bezeichneten sich selbst als "deutsche Fürsten", als England einmal den Versuch startete mit Österreich eine anti-deutsche Koalition zu schmieden.

    • Pius (kein Partner)
      14. März 2013 07:40

      Undine
      *********

  4. Milene (kein Partner)
    13. März 2013 19:06

    Die Mordserie der NSU ist die größte seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland – und im Laufe ihrer Aufklärung kommen immer größere Pannen ans Tageslicht. Die Aktenvernichtung beim Verfassungsschutz ist dabei die bekannteste. Die Verfassungsschützer der einzelnen Länder sind tief in die Affäre verstrickt, über das gesamte Ausmaß lässt sich bisher nur spekulieren.

    Allein beim Betrachten der gemeinhin bekannten Fakten wirkt die offizielle Version eines autaken Trios – Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe – ungaubwürdig. Wer sich näher mit dem Fall beschäftigt, zum Beispiel durch Lektüre des COMPACT-Spezials “Operation Nationalsozialistischer Untergrund”, kann eine andere Dimension erkennen. Die Mithilfe durch V-Leute des Staates muss eher als gestaltendes Mitwirken bezeichnet werden, und hinter den “Pannen” lässt sich Kalkül erkennen. Der letzte bekanntgewordene Fall, in dem Terror von Geheimdiensten organisiert wurde, liegt nur wenige Jahrzehnte zurück – die NATO-Geheimarmeen. Nur, dass diese sich vor allem von der NSU unterscheiden, da Terror im Namen der Linken, der Kommunisten betrieben wurde. Von Daniele Ganser, Autor des Standard-Werks zu den NATO-Geheimarmeen, findet sich ebenfalls ein Beitrag im COMPACT-Spezial.

    Ken Jebsen im Gespräch mit Jürgen Elsässer, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins COMPACT, über das NSU-Spezial, mit einem groben Überblick über die im Heft festgehaltenen neuesten Erkenntnisse, Fakten, Ungereimtheiten und plausiblen Theorien. Das Heft kann ab sofort online unter http://www.compact-magazin.com bestellt werden und ist ab dem 22.3. am Kiosk erhältlich.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Zbeq06cSGi4

    • Gennadi (kein Partner)
      13. März 2013 23:38

      "Die Mordserie der NSU ist die größte seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland"

      Das kann nur jemand sagen, der den Terror der Bader-Meinhof-Gang verschlafen hat, der gegenüber islamistischem Terror blind ist.

    • F.V. (kein Partner)
      14. März 2013 07:17

      Ob die "größte" oder nicht, ist ja ziemlich belanglos.

      Viel wichtiger ist der begründete Verdacht - um nicht zu sagen die Gewißheit -, daß diese Mordserie eine vom "Verfassungsschutz" selbst inszenierte war (wie so viele andere politischen Morde in der BRDDR, Italien, ...) um hier ein falsche Spur zu legen.

      Es ist ja längst zur Methode der Wahl geworden mit false flag Operationen die politische Agenda zu beeinflussen. Der gewiß äußerst kenntnisreiche und kompetente Anreas von Bülow hatte dies ausführlich in seinen Büchern (Im Namen des Staates, etc.) dokumentiert und darauf hingewiesen, daß überhaupt nur staatliche Dienste die Logistik, Ressourcen und politische Deckung für derartige Verbrechen haben.

      Ein paar Fälle zur Erinnerung: Buback, Bartschel, Möllemannm, Ponto, Herrhausen, Rohwedder, ....

      Nur Dummköpfe glauben, daß diese auf das Konto der "RAF" gingen.

    • Wyatt
      14. März 2013 07:58

      @ Milene
      ".............Die Aktenvernichtung beim Verfassungsschutz ist dabei die bekannteste".

      So ein dummer Zufall, da tun sich die Aufklärer aber schwer, gäbe es nicht die cleveren Journalisten von Compact speschl, leider erst ab 22. 3. am Kiosk erhältlich.

  5. LeoXI (kein Partner)
    13. März 2013 17:50

    Vom "Tag der Schande" sprach der HBP am Dr.-Karl-Renner-Ring und prostete dann seinen Genossen im gleichnamigen Institut zu ............

    • Eva
      13. März 2013 18:33

      UHBP---nicht nur ein Oberintrigant, sondern auch ein schäbiger Heuchler!

  6. west (kein Partner)
    13. März 2013 16:50

    Wenn sich das gesamte Zerstörungspotential rotgrüner Politik seit den 70er Jahren voll entfaltet hat, werden sich die meisten wünschen, es wäre noch einmal 1945. Denn in dieser Stunde Null waren die gewaltigen Probleme immerhin lösbar.

    Für die Zukunft wird es keine Lösungen für Österreich geben. Eine Todesspirale, die schließlich im Bürgerkrieg enden wird.

  7. Milene (kein Partner)
    13. März 2013 13:54

    Eine Aufarbeitung über die Verbrechen der sog. Befreier wäre doch auch einmal notwendig .. oder wie nennt man das immer wenn es um deutsche Verbrechen geht: Vergangenheitsbewältigung!

    Der Deutsche Holocaust (mal andersrum) Schande der Befreier!
    Bilder aus dem Gefangenenlager Rheinwiesenlager!
    http://www.youtube.com/watch?v=WtDPz8VLavQ

    Nach der Kapitulation am 09.05.1945 legten die Alliierten die sogenannten "Rheinwiesenlager" an, um ehemalige Soldaten der deutschen Wehrmacht, darunter auch Amputierte, Versehrte, Kranke aus Hospitälern, Frauen, alte Männer, Jugendliche und Kinder gefangen zu halten.

    Die Amerikaner schufen unter dem Befehlshaber Eisenhower für die deutschen Soldaten, die nach der Kapitulation gefangen genommen wurden, einen Status, den sie DEF-Status (Disarmed Enemy Forces -- entwaffnete Feindkräfte) nannten. Dieser völkerrechtswidrige Status beinhaltete, daß die Gefangenen nicht wie Kriegsgefangene behandelt werden durften:

    - Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz durfte keinen Zugang zu diesen Lagern bekommen.
    - Die Gefangenen durften keine Verbindung zur Außenwelt haben und keine Post empfangen.
    - Die Verpflegung mußte unter das Existenzminimum reduziert werden.
    - Die hygienischen und sanitären Bedingungen waren miserabel und führten schnell zu tödlichen Krankheiten.
    - Die Gefangenen waren auf freiem Feld in Stacheldrahtumzäunungen unterzubringen.
    - Die Einrichtung von Unterkünfte wurde verboten.
    - Am 9.5.1945 wurde verboten, unter der Bevölkerung Lebensmittel für die Gefangenen zu sammeln.
    - Zahlreiche der überlebenden Kriegsgefangenen wurden Frankreich zur Zwangsarbeit überstellt.

    Mio. Deutsche wie Müll weggekippt?

    8. Mai 1945, der Tag der Befreiung? Nach Kriegsende am 8. Mai 1945 wurden deutsche Soldaten, Kranke aus Hospitälern, Amputierte sowie querbeet „Gemüse“ (Zivilisten) aus allen Altersklassen auf Lastwägen zusammengepfercht, an den Rhein gekarrt und dann dort, wie Müll, auf die Wiese gekippt. [1] Prost Mahlzeit - schöne Sauerei! Die Dreckspatzen, die so liebevoll mit der Bevölkerung umgingen, nannte man damals „Befreier“ - heute übrigens leider auch noch. Da hatten sich diese Herrschaften echt mit Ruhm besudelt und so wurde mit dieser heldenhaften Tat dem deutschen Volk der Nationalsozialismus ausgetrieben – erst mal „gut so“.

    http://equapio.com/de/politik/rheinwiesenlager-1945/

    • Neppomuck (kein Partner)
      13. März 2013 14:34

      Obacht!

      "Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
      Die Wenigen, die was davon erkannt,
      die töricht genug ihr volles Herz nicht wahrten,
      dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten,
      hat man von je gekreuzigt und verbrannt."

      Johann Wolfgang von Goethe (Faust I, V. 589 ff)

    • Francois Villon (kein Partner)
      13. März 2013 14:48

      Bundeskanzlers ADENAUER in einer Rede im April 1949:

      "Aus den östlichen Teilen Deutschlands, aus Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn usw. sind nach den von amerikanischer Seite getroffenen Feststellungen insgesamt 13,3 Millionen Deutsche vertrieben worden.

      7,3 Millionen sind in der Sowjetzone und in der Hauptsache in den drei Westzonen angekommen.

      6 Millionen Deutsche sind vom Erdboden verschwunden. Sie sind gestorben, verdorben. ...

      Es sind Untaten verübt worden, die sich den von den deutschen Nationalsozialisten verübten Untaten würdig an die Seite stellen. Die Austreibung beruht auf dem Potsdamer Abkommen vom 2. August 1945.

      Ich bin überzeugt, daß die Weltgeschichte über dieses Dokument ein sehr hartes Urteil dereinst fällen wird".

    • Undine
      13. März 2013 15:27

      @Milene

      *****************!
      Quizfrage: Wer hat bisher jemals von den Rheinwiesen-Lagern gehört? Schätzungsweise 1Promille würde ich sagen. Dieses Thema ist zum Vergessen verurteilt.

      So viel ich bisher wußte, wurden die Menschen (insgesamt 5 Millionen Deutsche!)von den Amerikanern dorthin verfrachtet, um sie dort ---nein, nicht umzubringen, sondern qualvoll krepieren zu lassen.

      Ich habe den Film jetzt angesehen, nicht ohne Tränen.

      Diesen Film müßte jeder sehen, für den Recht und Gerechtigkeit nicht nur hohle Worte sind. Aber das wird vehement verhindert, weil die Wahrheit nicht gezeigt werden darf, es sei denn, sie betrifft Nicht-Deutsche. Das ist eine Schande.

    • Neppomuck (kein Partner)
      13. März 2013 16:05

      Die "Weltgeschichte"(enschreiber) wird (werden) den Teufel tun, F.V.
      Eher kriegt man zehn Meineide aus jedem Fälscher und Klitterer heraus als ein Körnchen Wahrheit.
      Selbst wenn man herginge und verspräche, dass die gezahlten Abstandssummen nicht redimensioniert würden und dort verbleiben, wo der mittlerweile schon täglich aufgetischte "Bedenken-Kram" herkommt.

    • LeoXI (kein Partner)
      13. März 2013 18:00

      Suchen Sie einmal in einem aktuellen österr. Geschichtslehrbuch nach der "Vertreibung der Deutschen aus Ost-und Süd-Osteuropa, immerhin das größte Vertreibungsverbrechen der Geschichte. - Erraten: Sie suchen vergeblich! Die Rot-GrünInnen haben das geschafft.

      Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der Herrschenden.

    • Erich Bauer
      13. März 2013 18:15

      Ich bin auf dem "Sprung" zur Leipziger Buchmesse. Die nächste Buchmesse ist in Frankfurt. Dieses Thema ist nicht mein Genre.

      Es muß doch möglich sein einen Verlag, oder einen Literatur-Agenten zu finden, der sich von einer Vermarktung dieses Themas (Arbeitstitel: Deutschland zur Asche) einiges verspricht. Ich bin überzeugt davon, daß das möglich ist. Ich weiß, daß z.B. in USA ein derartiger Doku-Roman (unterlegt natürlich mit Dokumenten und allem was dazugehört) große Resonanz finden würde. Vornehmlich natürlich bei den "Reps". Und die "Reps" haben auch Verlage...

      Warum tun wir das nicht?

    • F.V. (kein Partner)
      13. März 2013 19:12

      Nochmals Anmerkung zum Anschluß, Philharmoniker, ...

      Ich habe, möchte und werde nicht die politische Ordnung/Orientierung des Deutschen Reiches „verteidigen“, indem ich mich gegen diese, in immer gehäufteren Form auftretenden, „Gedenkfeiern“ wende, aber sehe nur immer mehr, daß man zwar „Nazi“ sagt, aber ausschließlich Deutsche/Deutschland meint (Österreich immer inklusive!).

      Mir ist auch bewußt, daß „Macht-Projektion“ – wie man heute militärische Drohungen/Erpressungen nennt – das Verhalten der Menschen beeinflußt, so auch damals anläßlich des „Anschlusses“. Im Falle Österreichs waren aber die erklärten politischen Absichten a l l e r Parteien (mit Ausnahme der Kommunisten) und wohl auch sehr weitgehend der Menschen f ü r einen Zusammenschluß mit dem Deutschen Reich, und die Bilder und Abstimmungsergebnisse können nicht als Folge der Gewaltandrohung erklärt werden.

      Was Morgenthau, Ilja Ehrenburg, Theodore Newman Kaufman, u. a. Verbrecher betrifft, so ist nach Lehre der Kirche es auch dann eine Sünde, wenn die Pläne „nur“ in Gedanken ausgeführt wurden. Im Falle Deutschlands stimmt es dabei nicht einmal, weil die USA ja nach dem Krieg unter dem späteren Präsidenten Eisenhower in den Rheinwiesen a b s i c h t l i c h über eine Million Kriegsgefangner im Dreck verrecken und verhungern ließen. Der Morgenthau-Plan (und weitere derselben Art) wurden erst aufgegeben, als im Jahre 1947 der Kalte Krieg mit Stalin begann, und die USA das deutsche Potential in ihrer Waagschale sehen wollten.

      Ich denke, daß man „uns“ zugestehen muß, mit dem „Aufrechnen“ erst dann aufzuhören, wenn die Verbrechen gegen unser Volk aufhören und die Verbrecher/-en der anderen Seite als solche auch bezeichnet werden. Nur was sehen wir heute: ein Denkmal für den Bomber-Harris, der über 300.000 Menschen mit der Vernichtung Dresdens bei lebendigem Leib verbrannte, eine Ehrung für Benesch, „Gutachten“ (richtiger Schlechtachten) über die Verträglichkeit der Benesch-Dekrete mit dem EU-„Recht“, usw. usw.

      All diese geheuchelten „Gedenkfeiern“ dienen dem Seelenmord an unserem Volk – und der wirtschaftlichen Erpressung.

      Jeder, der hier hilft dieses Joch abzuschütteln, sollte uns willkommen sein. Soweit ich sehe kann über diese Frage nur in Moskau und Teheran ohne Sanktionsdrohung gesprochen werden! – aber hier handelt es sich ja um Schurken- oder fast-Schurkenstaaten.

    • Pius (kein Partner)
      13. März 2013 19:59

      F.V. (kein Partner)
      **************
      Zu Bomber Harris:
      Bomber Harris, do it again (Bomber-Harris, tu es noch mal!) ist eine Hetzparole, die durch einige Antifa-Kämpfer oder sonstige linksradikal und/oder deutschfeindlich gesinnte Personen verwendet wird. Sie bezieht sich auf die britische Bombardierung der deutschen Städte - darunter der Zivilbevölkerung - die oft keinerlei militärische Ziele hatte und maßgeblich durch den so genannten Bomber Harris arrangiert wurde.

      Unter Briten ist Arthur Harris eine umstrittene Figur. Durch manche Antifanten wird Harris noch heute verehrt [1] [2] und zur Wiederholung seiner „Heldentat“ aufgefordert. [3] [4] Die Antideutschen Kommunisten forderten auch Donald Rumsfeld auf, Harris' „Mission“ fortzusetzen.[5] In der deutschen Online-Enzyklopädie Wikipedia wird im Gegensatz zur englischsprachigen Wikipedia [6] diese Befürwortung der alliierten Kriegsverbrechen von linksextremistischen Gruppen weder im Artikel zu Harris noch im sehr ausführlichen Artikel zur Bombardierung von Dresden erwähnt. Die deutsche Rechtssprechung toleriert solche gewaltverherrlichenden Slogans der Antifa.

      Die der NPD teilweise nahestehende Zeitschrift Deutsche Stimme berichtet, nebst der gängigen Aufforderung „Bomber Harris, do it again“, habe man 2004 auch Hetzparolen wie »Bomber-Harris, töte noch einmal deutsche Frauen und Kinder!« skandiert[7].
      Hier ein Foto (hier fehlen einem wirklich die Worte)
      http://www.stasiopferinfo.com/Grafiken/Dresden2.jpg

      http://de.pluspedia.org/wiki/Bomber_Harris,_do_it_again

    • Undine
      13. März 2013 21:06

      @F.V.

      "Ich denke, daß man „uns“ zugestehen muß, mit dem „Aufrechnen“ erst dann aufzuhören, wenn die Verbrechen gegen unser Volk aufhören und die Verbrecher/-en der anderen Seite als solche auch bezeichnet werden" *******+!

      Das ist auch meine Meinung! Nur: Wir haben noch gar nicht begonnen mit dem Aufrechnen; das wird einfach nicht zugelassen.

    • west (kein Partner)
      13. März 2013 23:18

      Es war mir stets unbegreiflich, warum die Soldaten der Wehrmacht bis zum allerletzten Haus, der Reichskanzlei, gekämpft haben. Jeder wußte, daß längst alles verloren war. Diese Seltsamkeit wurde nie hinterfragt. Sie beantwortet sich aus den grausamen Erfahrungen des 1. WK, dem Versailler Vertrag und wohl aus der Ahnung, was kommen wird.

      Die Begründung und die Bestätigung, daß die Soldaten richtig gehandelt haben, gaben die Alliierten kurze Zeit später. Weiter ist festzuhalten, daß es deshalb überhaupt keine militärische Kapitulation gab, sondern eine vollständige Vernichtung. Dieses Werk wird zivil bis zum heutigen Tag fortgesetzt.

    • Undine
      14. März 2013 08:49

      @west

      Zu Kriegsende kursierte ein Spruch, der sinngemaess so lautete: Leute, geniesst den Krieg, der Friede wird furchtbar sein!

  8. AGLT (kein Partner)
    13. März 2013 13:13

    Und die einseitige Hetze/Betrachtungsweise geht weiter - is ja schon Wahlkampf:

    http://derstandard.at/1362108251435/Der-Anschluss-und-der-Judenhass-einer-OeVP-Ikone

  9. kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
    13. März 2013 13:03

    Na endlich, jetzt haben wir also die neonazistischen Versuche der Gutheissung von Nazi -Erfindungen entlarvt. Wie die böse Beschäftigungs-politik von Haider gelobt zu dessen Vernichtung ausgespielt wurde, soll jetzt auch das Neujahrskonzert in die rechte Ecke gestellt werden.
    Ja hat nicht jeder Zuhörer, jeder gute Österreicher, wenn er das Einsetzen der Bratschen gehört hat oder das Klingeln der Triangel sofort und jedesmal mehr an den Holokaust (laut Wikipedia Schlachtung von Opfertieren)) gedacht. Wie konnte diese Wiederbetätigung der Philharmoniker bisher vertuscht werden.
    Wir Grünen fordern das sofortige Verbieten der Bratschen und der Triangeln in den Konzerten, das sofortige Berufsverbot für alle Bratschenlehrer auf Grund der Billigung nazistischer Betätigung, bzw deren Gutheissung.
    Weiters die Eliminierung aller Konzertstücke, die nicht von Juden oder Roms oder Sinti komponiert wurden solange sie nicht von der Kultusgemeinde als judenfreundlich eingestuft worden sind.

  10. Milene (kein Partner)
    13. März 2013 12:30

    Unser Bundespräsident Fischer!

    http://de.metapedia.org/wiki/Fischer,_Heinz

    .... ohne rot zu werden, gestand Fischer, der bei der Verteufelung Waldheims vor und hinter den Kulissen kräftig mitgemischt hatte, am Ende der Amtszeit seines Opfers, "daß dem Menschen und dem Bundespräsidenten Kurt Waldheim Unrecht zugefügt wurde, wenn ihm Handlungen – ja sogar Kriegsverbrechen – angedichtet wurden, die er nach aller historischen Evidenz einschließlich dem Gutachten einer hochrangigen Historikerkommission nicht begangen hat".

    Fischer verfügt auch über Kontakte zur Freimaurerei. Er war Mitglied im Club 45 des Udo Proksch und besuchte den später wegen sechsfachen Mordes und Versicherungsbetruges verurteilten Udo Proksch. Als sich das Blatt zu Gunsten des Lucona-Täters zu wenden schien und der später als vierfacher Mörder verurteilte Udo 1985 aus der U-Haft entlassen wurde, befand sich Fischer unter den ersten Gratulanten, umarmte ihn und rief: "Schön, daß du wieder da bist!" Fischer schrieb ihm ins Gästebuch: "Quosque tandem abutere patientiam nostram?" - "Wie lange noch wird man unsere Geduld mißbrauchen?" (zit. nach Pretterebner, "Der Fall Lucona").

    • Undine
      13. März 2013 13:59

      @Milene

      *******!
      Kleine Korrektur: Es waren 6 (sechs!) Menschen, die sterben mußten, damit Udo Proksch und der andere Galgenvogel die hohe Versicherungssumme einstreifen hätten können. Daß UHBP so ahnungslos, bzw. so strohdumm gewesen wäre, Udo Proksch für einen seriösen Geschäftsmann und selbstlosen Mäzen des roten Club45 zu halten, ist nicht anzunehmen. Aber WER WIRFT IHM DAS HEUTE VOR? Richtig! NIEMAND! Heinz Fischer hat über seiner schmutzigen Unterwäsche ein blütenreines Obergewand angelegt; das MUSS ausreichen für den feinen Herrn in der Hofburg.

    • Milene (kein Partner)
      13. März 2013 17:34

      Undine
      ******** merci beaucoup !

    • Undine
      13. März 2013 18:42

      @Milene

      Kleine Ergänzung: Es waren 12 Leute an Bord, deren sicheren Tod Udo Proksch eiskalt einkalkuliert hatte. Sechs von ihnen konnten ---obwohl der Untergang der LUCONA generalstabsmäßig geplant war---wider Erwarten!!!---gerettet werden. Die Sonne brachte es doch an den Tag ---und der unermüdliche Hans Pretterebner!

  11. Milene (kein Partner)
    13. März 2013 12:10

    Warum wird die Geschichte Deutschland-Österreich so einseitig bearbeitet? Warum werden die grauenvollen Taten, die andere Völker über die Menschen brachten ( 100 Mio. tote Indianer in Gesamt – Amerika, Sklaverei, Vietnam – Grauen ) nicht ebenso eindrucksvoll thematisiert?

    Dies einfach mal als Anregung, die Geschichte hat mehr als ein Gesicht. Es kann nicht sein, dass man abgestraft und stigmatisiert wird, weil man objektiv denken, sehen und wissen möchte.

    Dies ist eigentlich ein Grundrecht in unserem Staat?????

    • Bodo
      13. März 2013 14:04

      Es wäre auch nicht falsch, einmal jene Menschen gründlich unter die Lupe zu nehmen, die seit Menschengedenken Leute um ihren Besitz gebracht haben. Das hat viele Betroffene zum Selbstmord getrieben.

    • Marco Lorenz (kein Partner)
      13. März 2013 17:36

      Bodo
      ********

    • Gennadi (kein Partner)
      13. März 2013 23:44

      Milene - Empfehlung:
      Heim ins Reich.

    • Eva
      14. März 2013 09:31

      @Milene

      Gennadi hat einen pathologischen Deutschenhass, den er schon vor langer Zeit durchblicken ließ; vielleicht hat ihm ein deutsches Kind im Sandkasten einmal das Sandschauferl weggenommen, wer weiß.

  12. Zundl (kein Partner)
    13. März 2013 11:53

    Die Grünen sind die neuen Nazis. Wenn man sie lässt.

    • Pius (kein Partner)
      13. März 2013 12:12

      Zundl
      *********

    • Jacky (kein Partner)
      13. März 2013 12:39

      Jajaja... die bösen faschistischen Grünen, die sind ja bekanntlich schuld an der Inquisition, dem Untergang der Titanic, dem letzten Erdbeben, dem 0:1 unserer Nationalmannschaft gegen die Färöer Inseln, dem Dreißigjährigen Krieg und auch sonst allem. Das ist alles Teil ihres ausgeklügelten Plans zur Machtübernahme.

    • Pius (kein Partner)
      13. März 2013 13:04

      Jacky

      Schön, dass sie das so sehen ... eine klare Analyse!

    • Undine
      13. März 2013 14:06

      @Jacky

      Nein, nein, das alles haben doch die Nazis zu verantworten; das weiß längst jedes Kind!!

  13. Erich47 (kein Partner)
    13. März 2013 11:09

    Zur Musik noch ein interessantes Detail: Am 22.Mai 1813 kam ein gewisser Richard Wagner zur Welt - er wird wohl auch den Linken und Grünen (Banausen) ein Begriff sein. Wie alle wissen war seine aus England stammende Schwiegertochter eine glühende Verehrerin Hitlers. E.Hamann hat das in einem ihrer Bücher hervorragend dargestellt. Hitler hat aus Dank dafür das Überleben der Bayreuther Festspiele während der Nazizeit durch angeordnete Kartenkäufe durch KdF gesichert (das wäre vielleicht ein neues Betätigungsfeld für Rathkolb & Co?).
    Was aber unbekannt scheint, ist die 1850 erstmals erschienene Schrift "Das Judenthum in der Musik", die Wagner schreibt "um den Einfluss der Juden auf unsere Musik mit Aussicht auf Erfolg noch zu bekämpfen". Dieses eindeutig antisemitische Werk richtet sich vor allem gegen Mendelssohn-Bartholdy. Und die Nazimoniker spielen Wagners Werke, vom unbelehrbaren Publikum begeistert aufgenommen, in der Oper immer wieder. Darf das denn sein?
    Da die Linken heute alles den Nazis nachmachen (z.B. gewaltsame Störung durch Randalierer von allem, was nicht Links ist) wäre es doch an der Zeit, die Musik Wagners einfach zu verbieten?? Zumindest könnte unsere Elfriede Jellinek dazu ein neues Stück schreiben, das dann mit Pomp und Trara am Burgtheater (Volkstheater?) aufgeführt wird. Oder noch besser Herr Menasse??

  14. Francois Villon (kein Partner)
    13. März 2013 11:08

    Der Artikel Anschluß, Philharmoniker ... 75 Jahre nach dem Ereignis zeigt Mancherlei:

    1. Bekämpfung von Gespenstern, die längst „gestorben“ sind,
    2. daß es sich hier um „vermintes Gelände“ handelt, weil die „wahre“ Exegese der Geschichte Gerichts- und Straf-bewehrt die einzig zulässige Deutung vorgibt und
    3. handelt es sich um den schlimmsten Vermeidungs-Diskurs, um von den heutigen wahren Problemen abzulenken.

    Daß sich ein Beute-Rumäne und zweitklassiger Opernsänger, der sich´s in Wien gut gehen ließ und hier den Opern-Dirktor gab, in einem LB in der Presse an seinem Hausorchester schäbig abputzte, ist – die übliche – Chutzpe.

    Aber nur der dritte Punkt hat heute Bedeutung; wie sehr hat von Weizsäcker in seinem letzten großen Werk "Der bedrohte Frieden", 1983 Hanser-Verlag, (voerher-)gesagt. U.a. innerhalb weniger Jahre den Niedergang des Sowjet Kommunismus (er wurde ausgelacht). Seine Prognose, auf welches Niveau der Lohn,- Gehaltsabhängige zurückfallen würde, wenn der Kommunismus nicht mehr existiert, war schockierend.

    Weizsäcker beschreibt die Auswirkungen einer dann einsetzenden Globalisierung, (obwohl es damals dieses Wort noch nicht gab) so wie er sie erwartete.

    1. Die Arbeitslosenzahlen werden weltweit ungeahnte Dimensionen erreichen.

    2. die Löhne werden auf ein noch nie da gewesenes Minimum sinken.

    3. Alle Sozialsysteme werden mit dem Bankrott der Staaten zusammenbrechen. Rentenzahlungen zuerst. Auslöser ist eine globale Wirtschaftskrise ungeheurer Dimension, die von Spekulanten ausgelöst wird.

    4. ca. 20 Jahre nach dem Untergang des Kommunismus, werden in Deutschland wieder Menschen verhungern.

    5. Die Gefahr von Bürgerkriegen steigt weltweit dramatisch.

    6. Die herrschende Elite wird gezwungen, zu ihrem eigenen Schutz Privatarmeen zu unterhalten.

    7. Um ihre Herrschaft zu sichern, werden diese Eliten frühzeitig den totalen Überwachungsstaat schaffen, eine weltweite Diktatur einführen.

    8. Die ergebenen Handlanger dieses Geldadels sind korrupte Politiker.

    9. Die Kapitalwelt fördert wie eh und je, einen noch nie dagewesenen Nationalismus (Faschismus), als Garant gegen einen eventuell wieder erstarkenden Kommunismus.

    10. Zum Zweck der Machterhaltung wird man die Weltbevölkerung auf ein Minimum reduzieren. Dies geschieht mittels künstlich erzeugter Krankheiten. Hierbei werden Bio-Waffen als Seuchen deklariert, aber auch mittels gezielten Hungersnöten und Kriegen. Als Grund dient die Erkenntnis, das die meisten Menschen ihre eigene Ernährung nicht mehr finanzieren können, jetzt wären die Reichen zu Hilfsmaßnahmen gezwungen, andernfalls entsteht für sie ein riesiges, gefährliches Konfliktpotential.

    11. Um Rohstoffbesitz und dem eigenen Machterhalt dienend, werden Großmächte Kriege mit Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen führen.

    12. Die Menschheit wird nach dem Niedergang des Kommunismus, dass skrupelloseste und menschenverachtende System erleben wie es die Menschheit noch niemals zuvor erlebt hat, ihr Armageddon.

    Das System, welches für diese Verbrechen verantwortliche ist, heißt "unkontrollierter Kapitalismus".

    C. F. von Weizsäcker sagte (vor 25 Jahren), dass sein Buch, welches er als sein letztes großes Werk bezeichnete, mit Sicherheit von der Bevölkerung nicht verstanden würde und die Dinge somit ihren Lauf nehmen!

    Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt: Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage! Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.

    Die einzige Lösung die Weizsäcker bietet, ist die Hoffnung:
    dass nach diesen unvermeidlichen Turbulenzen dieser Planet noch bewohnbar bleibt.
    Denn Fakt ist, die kleine Clique denen diese Welt schon jetzt gehört, herrscht nach dem einfachen aber klaren Motto: "Eine Welt, in der wir nicht das alleinige Sagen haben, die braucht es auch in Zukunft, nicht mehr zu geben".

    Wie bereits oben erwähnt, Weizsäcker rechnete nicht damit verstanden zu werden.

    Auf die Frage eines Journalisten, was ihn denn am meisten stören würde, antwortete er: "mich mit einem dummen Menschen unterhalten zu müssen"

    Mich würde noch interesseiren, was in der Zeit danach über die heutigen Systemerhalter und Mitläufer gesagt werden wird? - Wahrscheinlich wird man dann auch fordern sie an die Wand zu stellen.

    • Anonymer Feigling (kein Partner)
      13. März 2013 11:29

      >> Daß sich ein Beute-Rumäne und zweitklassiger Opernsänger, der sich´s in Wien gut gehen ließ und hier den Opern-Dirktor gab,

      Meine Tochter hört sich öfters die Kinderoper "Pünktchen und Anton" an und da hört man ganz klar und deutlich, warum dieser Mann Karriere als Direktor machen musste und nicht als Sänger machen konnte.

      Aber die (stumme) Rolle als Baum, auf dem sich Papageno aufhängen wollte, hat er mit Bravour gemeistert!

    • Undine
      13. März 2013 11:56

      @Anonymer Feigling

      "Aber die (stumme) Rolle als Baum, auf dem sich Papageno aufhängen wollte, hat er mit Bravour gemeistert!"

      Dafür hat der Beute-Rumäne sonst ständig die Klappe offen und erzwingt sich ungerechtfertigt Gehör---siehe seine Unverfrorenheit bzgl. des "Eisernen Vorhangs" wobei er sich erfrecht, sich selbst über die sonst so strengen Auflagen des Denkmalschutzes hinwegzusetzen. Der Beute-Rumäne hat Narrenfreiheit in Ö---und wir dummen Schafe lassen ihn einfach tun und lassen, wie es ihm gefällt.

    • Pius (kein Partner)
      13. März 2013 12:22

      Francois Villon
      ************

  15. cmh (kein Partner)
    13. März 2013 10:10

    http://de.wikipedia.org/wiki/Selbstverletzendes_Verhalten

    In dem Artikel wird selbstverletzendes Verhalten auf der Ebene kranker Individuen beschrieben.

    Ich frage mich, ob es sowas auch auf sozialer Ebene gibt. Ziemlich sicher sogar!

  16. Anonymer Feigling (kein Partner)
    13. März 2013 10:08

    Ein Grund, wenn nicht der Hauptgrund, des Hasses der Grünen (und der roten Kommunisten = Cl. Schmied) gegen die Wiener Philharmoniker ist, dass die Aufnahmepraxis dieses Orchesters offensichtlich nicht die These der Gleichfähigkeit der Geschlechter beweist.

    Bei den W. Philharmoniker muss die Person natürlich seine Fähigkeiten zeigen und hinter einer Trennwand vorspielen. Die Orchestermitglieder sehen den Bewerber nicht sondern hören nur seine Musik und beurteilen danach, ob er zum Orchester passt.

    Die Folge dieser Aufnahmepraxis ist ein sehr geringer Frauenanteil.
    Neulich habe ich einen Artikel darüber gelesen und da wurden die W. Philharmoniker mit anderen Weltklasseorchestern verglichen: Berliner, Londoner und New Yorker

    Unter diesen Orchestern hatten die Wiener den geringsten Frauenanteil ~15% (aus dem Gedächtnis, bitte nicht festnageln), dann die Berliner, dann die Londoner, zuletzt die New Yorker (~33%)

    Es scheint fast so, dass ein Orchester nur dann gut sein kann, wenn der Frauenanteil gering ist!

    Das war natürlich ein Witz! (Oder doch nicht?)

    Ein Klassiker unter den Witzen ist folgender:
    Ein Tourist fragt einen Einheimischen: „Entschuldigen Sie, wie kommen ich zu den Wiener Philharmonikern?“ --- „Üben! Üben! Und nochmals üben!“

    Ein Orchester wird natürlich nur dann gut, wenn bei den Auswahlkriterien AUSSCHLIESSLICH auf die Fähigkeiten des Musizierens Wert gelegt.

    Was würde wohl ein Grünling auf die Fragen des Touristen antworten?

    • Ambra
      13. März 2013 11:59

      Anonymer 'Feigling : den Witz gibt es noch in anderer Form :

      Auf die Frage "wie komme ich zu den Berliner Philharmonikern?" antwortet ein Berliner Passant "üben, üben üben !!"

      Auf die gleiche Frage nach den Wiener Philharmonikern antwortet ein Wiener Passant " San S ' a Samohyl-Schüler" ??? Franz 'Samohyl war zu seiner Zeit
      DER Geigen-Pädagoge in Wien und aus seinen Schülern bei den Wr.Philharmonikern konnte man ein Kammerorchester bilden - bis heute sind einige der besten Geiger des Orchesters von ihm - inkl. Rainer Küchl.

      Die Frauenfrage ist leider ein eigenes Kapitel, über das ich auch mit einigen der Musiker inkl. Franz Samohyl debattierte. Das Pikante ist, daß ja eben Wr.Philharmoniker an der Musikuniv. viele Mädchen unterrichten ... und nachher haben diese kaum Zugang zum ersten Orchester des Landes .

    • cmh (kein Partner)
      13. März 2013 16:30

      Woran denkt man, wenn von den Wr. Philharmonikern die Rede ist? Vom Vögln natürlich!

      Oder wie ist es sonst zu erklären, dass sich hierbei sofort die "pikante" causa prima Frage stellt?

      Besonder für die Apostel der Selbstbestimmung und Selbstentscheidung sollte das eigentlich der casus belli sein. Denn wenn die Philharmoniker nur unter sich Männern sein wollen, dann ist das eigentlich ihre eigene atonom zu fällende Entscheidung für die das einfache "Weil sie es so wollen" hinreichender Grund sein müsste.

      Was der Wiener Musik abgeht ist nicht ein Frauenproporz bei allen ORchestern, sondern ich würde mir einmal ein Damenorchester wünschen, das künstlerisch tatsächlich Neues bringt. Da das Neue selbstverständlich von diesem ORchester zu liefern wäre, bin ich hier von der Ideenlieferung dispensiert. Aber nur mit dem sexy-Outfit zu punkten und mit den Titten herumzufuchteln ist genauso zuwenig wie das Sich-überall-hineinzureklamieren.

  17. Johann Glaser (kein Partner)
    13. März 2013 10:02

    Folgende EMail habe ich gestern an die Redaktion der Sendung "Orientierung" des ORF geschickt:

    An: orientierung@orf.at
    Betreff: Rosenkranz-Demonstration

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Nach den beiden heutigen Versuchen von Eugen Freund in der ZIB um 19:30, vor und nach der Berichterstattung über den Einmarsch von Hitler in Österreich, die katholische Kirche mit diesem in Verbindung zu bringen, wünsche ich mir als gläubiger Katholik, dass die Religions-Redaktion im Rahmen eines Beitrags, z.B. im Magazin "Orientierung", dazu Stellung nimmt.

    Am Besten dazu geeignet wäre ein ausführlicher Bericht über die Demonstration nach dem Rosenkranzfest am 7. Oktober 1938.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rosenkranz-Demonstration
    http://www.ombudsstellen.at/content/site/unsichtbar/1938/article/24160.html

    Es handelt sich dabei um eine der größten Demonstrationen gegen Hitler und die Nationalsozialisten, und zwar schon _während_ deren Terrorherrschaft in Österreich. Kardinal Innitzers Aufruf
    "Wir wollen gerade jetzt in dieser Zeit umso fester und
    standhafter unseren Glauben zu bekennen, uns zu Christus
    zu bekennen, unserem Führer, unserem König und zu seiner
    Kirche."
    ist nichts hinzuzufügen.

    Der Beitrag könnte mit einer Schilderung von der Verbreitung der Einladung zum Rosenkranzfest (Mundpropaganda unter gläubigen Katholiken) trotz Verbot und angedrohter Verfolgung starten. Dass bei der Messe der Stephansdom zu klein für die riesige Anzahl von Jugendlichen war, ist ebenso ein beeindruckendes Glaubenszeugnis, wie die anschließende Demonstration gegen das Hitler-Regime.

    Natürlich muss der Bericht eingehend die darauf folgende Hetzjagd der Nationalsozialisten auf die Jugendlichen und das erzbischöfliche Palais samt den darin angestellten Menschen darlegen. Meines Wissens gibt es heute noch bei diesem Sturm zerstörte Kunstwerke, u.A. ein Gemälde das jetzt mahnend mit einem großen Schnitt an die Ereignisse erinnert. Ich bin mir sicher dass dort ein Kamera-Team gerne eine Drehgenehmigung bekommt.

    Dieser Beitrag könnte dann auch endlich aufklären, dass die katholische Kirche, allem voran Kardinal Innitzer, unter massivem Druck der Nationalsozialisten standen, und deren Empfehlung für die Zustimmung zum Anschluss Österreichs von diesen erzwungen wurde. Es stand ihre Kirche und die freie Religionsausübung auf dem Spiel!

    In großer Vorfreude auf einen interessanten und ausführlichen Bericht verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen
    Johann Glaser

    • M.S.
      13. März 2013 10:20

      @Johann Glaser

      ***********

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      13. März 2013 12:47

      Die Ereignisse um den "Rosenkranz-Sonntag", dem 8.10.1938 bestärkten meine Überzeugung, daß die "feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe vom 18. März 1938", deren einziger Zweck die Begründung der Wehrpflicht der Österreicher im Deutsche Heer war, vom Vatikan ausging. Denn dieser schwieg zum Fehlschlag des Mordanschlags auf Kard. Innitzer, EB. von Wien - statt seiner wurde ein anderer Priester aus dem Fenster geworfen, mit - letztlich - tödlichen Verletzungsfolgen. Für Römer gilt nun einmal der Satz . "Qui tacet consentire videtur= Schweigen ist Zustimmung". Denn Kard. Innitzer hatte der katholischen Jugend gepredigt "Unser Führer ist Jesus Christus". Vielleicht soll ich hier eine Information eines Augen -und Ohren-Zeugen über Hitlers Einstellung zur Kirche wiedergeben: Etwa 1960 erzählte der Veteran der Garde Kaiser Wihelm II., Graf Pfeil, Gutsbesitzer in Schlesien, daß etwa 1929 der schlesische Adelsverband Adolf Hitler zu einem Vortrag eingeladen hatte. Die durchaus evangelisch gesinnten Herren fragten dann auch nach seiner Einstellung zur Religion. Darauf antwortete der aufstrebende Politiker Adolf Hitler, der nie sein Ziel des Revanchekrieges verschwieg: "Ich weiss natürlich, daß ein gläubiger Soldat leichter stirbt als ein ungläubiger". Darin trafen sich Adolf Hitler und der Vatikan - das war der wahre Sinn des "Reichs-Konkordats 1934" zwischen dem Vatikan und dem Deutschen Reich. Der Divisionspfarrer - mein Religionslehrer Msgr. Dr. Alois Beck +1996 führte meine vorgeborenen Mitschüler nach Stalingrad, im Glauben, für Jesus zu sterben - haute jedoch rechtzeitig mit dem Flieger ab - sie lagen bis zu meiner Intervention, mit Hilfe von Kard. Groer, Bischof Krenn und Hochmeister des Deutschen Ordens Wieland am 20.9.1992, unbestattet auf dem Feld der Ehre. Ihr Divisionspfarrer hatte sie in seinem Buch"Bis Stalingrad", S. 174, Stuttgart 1983, mit einer Lüge bestattet ("Panzergraben 8). Jetzt liegen sie am Heldenfriedhof Bolsaja Rossoschka, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge angelegt hat - der mich immer unterstützte. Die ö. Bundesregierung verfolgte und - soweit überlebend - verfolgt meine geistlichen Helfer und mich wegen dieses Werks. Daran erinnert der "Stalingrad-Kelch" im Museum des Deutschen Ordens in Wien I., Singerstr. 7, meine - unerledigte Strafanzeige 15Ut117800/99 bei der StA. Wien und mein Buch: "STALINGRAD-Princeton'sche Bekenntnisse, ein Testament für Österreich", erhältlich unter "www.amazon.de". Der Angriff auf die Ehre eines Volkes ist gegen sein Weiterleben gerichtet, ein Genocid. Da ich Enkel habe, schlage ich zurück, und angesichts der Niedertracht meiner Gegener ist mir um den Ausgang nicht bange.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      13. März 2013 13:26

      Johann Glaser (kein Partner)
      13. März 2013 10:02

      Und damit sicherte Innitzer die freie Religionsausübung und die Kirche bis zum Zusammenbruch ?

      Die einmalige Chance ein Märtyrer zu werden hat Innitzer in richtiger Auslegung der Gebote vermieden!

    • Erich Bauer
      13. März 2013 13:41

      Vielleicht sollte man Mekka, Medina und den Tempelberg, gleich zusammen mit dem Vatikan, zusperren... Gegen die ersten Drei hätte ich nichts dagegen! Gegen die Sperre des Vierten hätten sie beide sicher nichts einzuwenden... Aber vielleicht solltet ihr euch vorher die Zustimmung bei den "Katholen" holen... Schlage eine Kirchenvolksbefragung vor.

    • Johann Glaser (kein Partner)
      13. März 2013 22:15

      @kaffka:

      Ich verstehe Ihr Posting nicht, aber Sie reden etwas von freier Religionsausübung.

      Bekanntlich hat Hitler persönlich, aber auch etliche seiner Lakaien, Kardinal Innitzer nicht nur unter Druck gesetzt, sondern sie auch belogen und getäuscht. Die "verhandelte" freie Religionsausübung wurde dann doch eingeschränkt, Kirchen wurden enteignet, und man denke an die zahlreichen Hassreden, u.a. von Göbbels.

      Innitzer jetzt zum Vorwurf zu machen, dass er von den National-Sozialisten betrogen wurde, ist also falsche Kritik.

  18. cmh (kein Partner)
    13. März 2013 10:00

    Da waren soviele Juden bei den Nazis. Irrtümlicherweise zwar, aber so kann sich halt jeder irren.

    Oder hat schon jemand einmal das Existenzrecht Israels abgestritten, weil Juden bei den Nazis waren?

  19. Torres (kein Partner)
    13. März 2013 09:50

    Wenn man nunmehr alle Künstler, die sich mit dem Nazi-Regime, na zumindest "arrangiert" haben, kritisieren, aussortieren und an den Pranger stellen wollte, hätte man viel zu tun und müsste auch auf viele verzichten. Nur ein paar Beispiele (von vielen Hunderten): Karl Böhm, Herbert von Karajan, Wilhelm Furtwängler, Paula Wessely.... Wir können uns heute ja kaum vorstellen, unter welchem Druck die Künstler damals standen und dass die Alternative ja meist Berufsverbot und damit Existenzangst war. Damit will ich keineswegs "echte" Nazis entschuldigen, die tatsächlich Verbrechen begangen haben, aber reine "Mitläufer" sollte man nicht so streng beurteilen; aus heutiger Sicht ist es ja leicht, diese Menschen zu kritisieren; ich möchte gar nicht nicht wissen, wieviele der heute so strammen "Antinazis" sich damals ähnlich verhalten hätten. Nur wenige Menschen sind zum Helden geboren.

    • AGLT (kein Partner)
      13. März 2013 10:14

      Hörbiger/Wessely werden ohnehin in schöner Regelmäßigkeit an den Pranger gestellt - unter Mithilfe von deren Enkeln.

    • Undine
      13. März 2013 14:17

      @AGLT

      Und die Töchter fallen auch ihren verstorbenen Eltern in den Rücken; für die Töchter und va die Enkel gilt eben auch "Wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing'".
      Sollte doch einmal der Wind von der anderen Seite wehen, werden sie flugs ihr Mäntelchen wenden.

    • Pius (kein Partner)
      13. März 2013 15:01

      Undine
      ********** ja die Wendehälse ...

  20. cmh (kein Partner)
    13. März 2013 09:38

    Die Farbe des nächsten Faschismus wird Grün sein.

    Vielleicht nicht Grasgrün, aber zumindest Olivgrün. Aber derlei griffige Bezeichnungen sind heute obsolet, sind wir doch in der Lage die RAL-Farbennummer jeder beliebigen Schattierung anzugeben.

    Also etwa RAL 3020 mit RAL 6010 und RAL 8017.

  21. Stella
    13. März 2013 09:14

    Was wollen Oliver Rathkolb und seine Auftraggeber in Wahrheit mit dieser Schnüffelaktion erreichen? Wir Österreicher müssen immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden, dass wir ohne unsere jüdischen Mitbürger in Kunst und Wissenschaft nicht in der Lage wären, Großes zu leisten. Wir dummen Österreicher plappern diese Botschaft mantraartig nach, bis wir es selber glauben.

  22. AGLT (kein Partner)
    13. März 2013 09:07

    Und die ewiggestrigen Befindlichkeitshysteriker, die davon gut leben, haben wieder Saison. :-(

  23. dxb (kein Partner)
    13. März 2013 08:52

    Die Hetze der Grünen heute ist doch nur der billige Abklatsch der Nazis von gestern.
    Der einzige Unterschied zwischen den Nazis und den Grünen/Sozialisten ist und war das Feindbild, hier Klasse dort Rasse.
    Abzulehnen sind beide gleichermaßen.

  24. Jacky (kein Partner)
    13. März 2013 08:37

    Unterbergers peinlicher Versuch, die Ereignisse des Jahres 1938 für seine Propaganda gegen die Linken missbrauchen, richtet sich von selbst. Vor allem angesichts der historischen Tatsachen, die er (natürlich) verschweigt:

    - In der Nacht vom 10. auf den 11. März fassten die "Revolutionären Sozialisten" den Entschluss: "Am kommenden Sonntag manifestieren wir unseren glühenden Hass gegen den Hitler-Faschismus. An diesem Tag" - dem Tag von Schuschniggs Volksabstimmung - "muss daher die gesamte Arbeiterklasse mit Ja stimmen."

    - Schon am 3. März sprachen ehemalige Gewerkschafter bei Schuschnigg vor, um ihm eine Zusammenarbeit im Kampf gegen den Faschismus anzubieten: "Wir kommen auch gar nicht, um von Ihnen politische Zusagen zu bekommen. Geben Sie uns nur so viel Freiheit, dass wir kämpfen können." (books.google.at/books?isbn=320577230X)

    Davon, dass der "Hass auf den Ständestaat und auf den Klassenfeind leider deutlich größer als die Aversion gegen die Nazis" sein soll, kann also keine Rede sein.

    • dxb (kein Partner)
      13. März 2013 08:57

      Ned bös sein, aber ganz so einfach war das leider nicht.
      Die "Revolutionären Sozialisten" waren eine kleine Hinterhoftruppe, vergleichbar mit der "Volksfront von Judäa" der Monty Pythons.
      Viele Beschlüsse, keine Wirkung.
      Die Gewerkschaften haben an Schuschnigg so viele Forderungen erhoben, daß dieser gar nicht mehr dazu kam diese auch nur anzugehen, um eine Zusammenarbeit zu erreichen.

      Sorry, aber Ihre historischen "Tatsachen" sind ziemlich geschönt, um nicht zu sagen, die haben eine Auslassung durch die eine ganze Volksabstimmung hindurchmarschieren kann.

      Der Unterberger hat zwar vieles hier vereinfacht, aber im Kern hat er schon Recht, Schuschnigg war ziemlich allein.
      Weder die Linke, die schon gar nicht, noch der Rest waren für Österreich - aus welchen Gründen auch immer.

      Lernens Geschichte.

    • Trollwatsch (kein Partner)
      13. März 2013 09:44

      @dxd

      Net bös sein, aber glauben Sie wirklich, dass Jacky und Konsorten nach gehabter Indoktrinierung noch einen Hirnlappen zum Denken, geschweige denn zum Lernen frei hätten?

    • cmh (kein Partner)
      13. März 2013 10:15

      Immer wieder stelle ich mir die Frage, warum die Roten keine österreichische Exilarmee aufgestellt haben.

      Hätte es damals schon Grüne gegeben, wäre dies sicher geschehen.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      13. März 2013 15:36

      cmh (kein Partner)
      13. März 2013 10:15

      Eine Exilarmee unter Voranritt einer Valsila-KUH der Grünen ist ein Gedanke zu totlachen!

    • to topic (kein Partner)
      13. März 2013 21:36

      Dass diese Angelegenheiten wäre sie denn als "Kampf" begonnen worden FLÜGELKÄMPFE UNTER SOZIALISTEN GEWESEN SIND ist ihnen offensichtlich irgendwie entfallen ......

      Ich staunte einst häufig über die gigantischen Selbstbetrugs"mechanismen" in Sozialisten den Sozialisten Hitler und die Seinen nicht als Sozialisten sehen zu wollen, ...... die sie freilich gewesen sind !

      Mein Staunen ließ nach als mir bewußt wurde, daß Stalins Trauma auch das Trauma der "westlichen" Sozialisten ist: Einen Sozen mit Freundschaftsvertrag den darf ein "echter Soze" nie angreifen. An dieser - zunächst rationalen Sicht - hängt jedoch viel mehr an irrationaliten "Gefühlsgemengelagen" als zunächst vermutet werden "könnte", denn tatsächlich morden Sozen untereinander häufig EXTREM MASSIV --- sogar unter einstigen "engsten Parteigenossen".

      Der intensive Versuch Hitler und die Seinigen aus der Geschichte des Sozialismus auszugrenzen ist also im Wesentlichen eine seelische "Mahnrolle" die der/den Seelen zugedacht worden ist ..... und ist somit in vorderer unterbewußter "Meinungsfront" die dringliche unterbewußte "Bitte" an ALLE Sozialisten "Bitte bekämpft euch nicht", "weil sonst werdet ihr auch nicht mehr Sozialisten genannt werden dürfen......" (""auch, wenn ihr welche seid."")

      Übrigens eine der großen Schnittmengen des Sozialismus mit dem Islam - --- dieses "Problem" haben eben alle hochaggressiven Menschenverachtenden Kulte gemein.

      Dass sie "Jacky" Sozialisten als die Retter vor Sozialisten sehen wollen ist eine nicht nur dümmliche Pikanterie .......... die "derzeitigen" Sozen etwa in den Ex-Demokratien BRD und Österreich sind seit Jahrzehnten dabei Hitlers Wunsch zu erfüllen ..... siehe Zitat von Hitler weiter oben. "on topic" in die Suchfunktion ......

      Wenn die Dummheit der neuaufgelegten Bosheit in den Schwanz beißt ........

      Gewinnt der Teufel wieder ?

      Oder diesmal nicht .......

  25. Undine
    12. März 2013 23:10

    "Wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing'"----Walther von der Vogelweide wußte es schon. Warum nur ist es unvermeidbar, daß Künstler---damit meine ich jetzt die echten, die wirklichen Künstler, nicht diese Künstleroide, die sich hierzulande vom Steuerzahler fürstlich bezahlen lassen und dafür Schwachsinn abliefern---also, daß sich die wahren Künstler von den jeweiligen Machthabern immer für sich und ihre Ziele vereinnahmen lassen MÜSSEN?

    Die Wr. Philharmoniker sind samt und sonders bedeutende, weltweit vielbewunderte Interpreten großartiger Musik und sie können aus einem reichen Quell der Werke großer Meister schöpfen; jeder Einzelne ein wahrer Meister auf seinem Instrument.

    Ihre Profession und ihre Aufgabe ist es, ihr Können den Freunden schöner Musik auf der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen. Die Wr. Philharmoniker sind MUSIKER, nicht POLITIKER---und das ist gut so!
    Lassen wir sie doch in Ruhe das tun, was sie in höchster Vollendung beherrschen: MUSIZIEREN! Verschonen wir sie mit "ihrer" Geschichte "ihres" ehrwürdigen Orchesters, für die sie wirklich keinerlei Verantwortung tragen! Lassen wir sie doch musizieren! Zur Hölle mit dem penetranten Oliver Rathkolb und seiner Manie!

    • M.S.
      12. März 2013 23:47

      @Undine

      Also ehrlich, wenn ich mir z.B. die DVD vom Konzert der Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen unter Thielemann mit Orchesterliedern von Richard Strauss mit Renèe Fleming und anschließend der Alpensymphonie anhöre, da fällt mir bei solcher Kunst zu Rathkolb, Brusatti u.a.m. nur mehr ein:
      "In einer Dornenhecken,
      von Neid und Gram verzehrt,
      mußt er sich da verstecken,
      der Winter, Grimm bewehrt;
      von dürrem Laub umrauscht,
      er lauert da und lauscht,
      wie er das frohe Singen
      zu schaden könnte bringen."
      Es wird ihnen nicht gelingen!

    • Haider
      13. März 2013 00:08

      Danke Undine

      „Lass Neid und Missgunst sich verzehren,
      das Gute werden sie nicht wehren;”
      Johann Wolfgang von Goethe

      Wie klein müssen manche Zeitgeister sein? Ich will das Große lieben!

    • diko
      13. März 2013 08:05

      @ danke Undine
      *****************!
      Danke dafür, dass in allen Kommentaren & Subkommentaren das gesagt wurde was auch immer wieder gesagt werden muss. (Solange es man noch darf.)

  26. Haider
    12. März 2013 21:34

    EIN GANZ KLEINER AUSZUG AUS WIENS STRASSENNAMEN:
    Luxemburggasse im 16. Wr. Bezirk:
    Benannt nach Rosa Luxemburg. Marxistin und Leiterin der Spartacusbundes (oberstes Ziel: gesamtdeutsche Räterepublik)
    Karl-Marx-Hof (Wr. Gemeindebau im 19. Bezirk):
    Benannt nach Karl Marx, dem Autor des Kommunistischen Manifests.
    Friedrich Engels-Platz im 21. Wr. Bezirk:
    Benannt nach einem kommunistischen Revolutionär.
    Julius-Tandler-Platz im 9. Wr. Bezirk:
    Julius Tandler vertrat mehrfach in Aufsätzen und Vorträgen die Forderung nach der Vernichtung bzw. Sterilisierung von „unwertem Leben“.
    Dr.-Karl-Renner-Ring im 1. Wr. Bezirk:
    Renner hat „immer darauf beharrt, als Marxist zu gelten.“
    Renner-Zitat zum Anschluß 1938: „Ich müßte meine ganze Vergangenheit als theoretischer Vorkämpfer des Selbstbestimmungsrechtes der Nationen wie als deutschösterreichischer Staatsmann verleugnen, wenn ich die große geschichtliche Tat des Wiederzusammenschlusses der deutschen Nation nicht freudigen Herzens begrüßte.“
    Otto Bauer-Gasse im 6. Wr. Bezirk:
    Otto Bauer war ein führender Austromarxist. Er forderte die „Diktatur des Proletariats“.
    Friedrich-Adler-Weg im 10. Wr. Bezirk:
    Friedrich Adler ermordete den österreichischen Ministerpräsidenten Karl Stürgkh.

    Hoch das zweierlei Maß!

    • Undine
      12. März 2013 21:48

      @Haider

      *********!

      Na, das ist vielleicht eine Ansammlung linker bis linxlinker "Größen und Grössinnen"! So, die Namen von Straßen und Plätzen aneinandergereiht, dünkt man sich ja in einer sowjetischen Stadt gelandet zu sein. Dazu dann noch das Russendenkmal und das Stalinrelief, na bravo! Wien ist anders.....Fehlt nur noch eine Kopie des einbalsamierten Lenin auf dem Rathausplatz!

    • Politicus1
      12. März 2013 22:15

      US-Touristen können es nicht glauben, dass Karl Marx in Wien als Heiliger verehrt wird:
      ST. MARX ...

    • Maybach (kein Partner)
      13. März 2013 09:34

      @politicus
      hat auch mit Karl Marx nicht das Geringste zu tun, sondern ist eine alte Form von (Heiliger) Markus. Das sollte man schon wissen dürfen, bevor man sich alteriert.

    • schlechter Geschmack (kein Partner)
      13. März 2013 09:48

      Den einbalsamierten Lenin haben wir bereits. Denn der Bürgamaster liegt bereits im Alohol.

    • Eva
      13. März 2013 18:48

      Konserviert Wein genauso gut wie Rum?

  27. ProConsul
    12. März 2013 21:11

    zu Dr. Ortner und Scipio

    ich zitiere aus einem Artikel von Ing. Walter Lüftl "Benedikt XVI in Yad Vashem":

    "Wir erinnern uns daran, dass die Weigerung Papst Benedikts in Yad Vashem ein bestimmtes Zimmer aufzusuchen, in dem die Rolle Papst Pius XII während der „Shoa“ (Juden sagen zu diesem Ereignis weder Holocaust noch Shoa sondern Churban!) höflich gesagt höchst einseitig dargestellt wird in gewissen Kreisen Anstoss erregt hat. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass Papst Pius XII als Eugenio Pacelli Internuntius in München war und nach dem 1. Weltkrieg die Schrecken des bolschewistischen Terrorregimes in München (samt Geiselmorden!) hautnah miterlebt hatte. Die Drahtzieher waren nach heutiger Definition vorzüglich „Doppelstaatsbürger“. Erst das (nach heutigen Ansichten fremdenfeindliche, rechtsextreme und (vorauseilend!) neonazistische) Freikorps Epp räumte mit den unerträglichen Zuständen auf. Danach kam der zweite Weltkrieg und Pius II erkannte wohl, dass zwischen ihm und dem stalinistischen Regime der linken Massenmörder nur die deutsche Wehrmacht stand. Preisfrage: Wer hätte nach dem Losbrechen der stalinistischen Walze im Juli 1941 den Vormarsch der „Roten Armee“ samt sofort folgenden Genickschussbrigaden des NKWD (vormals GPU, noch früher Tscheka) bis nach Estoril an der portugiesischen Atlantikküste aufhalten sollen? Die Luxemburger Gendarmerie? Also: Wer konnte es Pius XII verübeln, alles zu vermeiden, was die deutsche Kriegsführung hätte schwächen können? Noch dazu war im Vatikan bekannt, was die Bolschewisten im Spanischen Bürgerkrieg mit den Dienern (politisch korrekt: DienerInnen!) der Katholischen Kirche aufgeführt hatten."

    Ist einem unbefangenen Zeitgenossen der Vorwurf zu machen, daß er damals im Nationalsozialismus einen Widerpart zu den Verursachern der höchst bedrohlichen Vorgänge in Spanien gesehen hat? Noch dazu, wo die Vorgänge um Bela KUHN in Ungarn und die Münchner Geiselmorde noch nicht aus der Erinnerung verschwunden waren.?
    Wer sollte die spätere Entwicklung des Weltgeschehens, noch hinter dem Horizont der Zukunft verborgen, in der Tat richtig vorhersehen? Welche Vorwürfe kann man unter Bedachtnahme auf die Ereignisse in Spanien der "Generation der Väter und Großväter" wirklich machen Hitler nicht genug Widerstand geleistet zu haben?
    Was ist der katholischen Kirche und dem Papst PIUS XII aus damaliger Sicht vorzuwerfen, dies in Hinblick auf die Greuel, die die Diener der Kirche und die Katholiken unter dem rotspanischen Schreckensregime erdulden mußten?
    War die Duldung oder die Förderung des Nationalsozialismus -auch begründet in der Angst vor der Ermordung als "Klassenfeind"!- gar so unverständlich?
    Ist jetzt klar, warum Papst Bendikt XVI in Yad Vashem das Zimmer mit den Verunglimpfungen von Papst Pius XII nicht betreten hat?
    Jeder möge sich selbst einmal Rechenschaft darüber ablegen.

    • Undine
      12. März 2013 22:02

      @ProConsul

      *****************!

      Genau DAS meinte ich ein Stück weiter unten, als ich schrieb: "Wir können die Geschichte nachträglich nicht mehr ändern---aber sie wird von Jahrzehnt zu Jahrzehnt anders, also "neu INTERPRETIERT"--- und zwar ganz nach Wunsch der Auftraggeber. Es wird gelogen, weggelassen, hinzugefügt und zurechtgebogen nach Belieben."

      Das ist es, was die "Geschichtsschreiber von heute" ständig üben und zur Perfektion gebracht haben: Dieses WEGLASSEN von UNLEUGBAREN Tatsachen, die aber das ganze Geschichts-Bild WILLKÜRLICH grundsätzlich verändern, verzerren und ENTSTELLEN---ganz nach Bedarf der Auftraggeber, in deren höchstem Interesse es liegt, die Geschichte zu ihren Gunsten zu modellieren und zurechtzurücken!

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      12. März 2013 22:35

      Zu pro-consul, 21.11h: Den Päpsten werfe ich im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus nicht den Inhalt ihrer Politik vor - "errare humanum est" sondern den Betrug. Nach dem Satz "fraus omnia corrumpit" ist das für die römisch-katholische Kirche, der ich von Kindheit an verbunden bin, ein tödliches Gift. Das einzig wirksame Serum ist die Ehrlichkeit - auch die "Wahrheit" it irrtumsanällig, doch das tötet nicht.

    • diko
      13. März 2013 07:58

      @ProConsul

      *****************!

  28. Konrad Loräntz
    12. März 2013 19:04

    Wurde heute daran erinnert, dass der zielstrebige Herr, welcher mit einigem Waffengeklirr seine Heimat zu einem Staat vereint hat, weithin als Held betrachtet und sogar einer Euro-Münze für würdig befunden wird.
    Ironischerweise war dieses wiedervereinigte Land über die Jahrhunderte eher weniger ein gemeinsamer Staat als das unselige Deutschland. Ach ja, es geht um Garibaldi und Italien.
    Wem hätte 38 der Unterschied auffallen sollen?
    (Kommunisten, Legisten, Erzklerikale und eine weitere religiöse Gruppe mal ausgenommen).

  29. RR Prof. Reinhard Horner
    12. März 2013 19:00

    reinhard.horner@chello.at

    "Aufarbeitung" der Vergangenheit?

    Um kritisch aus der Geschichte für die Bestärkung von Bewährtem und die Schaffung von zukunftstauglichem Neuem zu lernen? Oder zur mehr oder minder verlogenem Agitieren und Bekriegen?

    Wo u. a. Herr Grün-Walser (ein Gymnasialdirektor!) einzureihen ist, ist unschwer festzustellen.

    Das alberne Spielchen: Österreich nur als Opfer oder Österreich als mitschuldig, könnte doch endlich beendet werden.

    Die Opferrolle Österreichs, wie sie Otto Habsburg-Lothringen angesprochen hat, hat mehrfache Realität. Eine Täterrolle hat Österreich in der NS-Zeit nicht ausgeübt, nicht ausüben können. Österreichische Menschen waren es, die in mehrfachen Abstufungen bis zu fürchterlichen Taten auch schuldhaft gehandelt und Hilfen unterlassen haben.

  30. Politicus1
    12. März 2013 18:30

    Gegen Abend des Gedenktages kommt mir noch eine andere Frage in den Sinn.
    da hat also eine an sich völlig legitime deutsche Regierung zwar ohne sichtbaren Widerstand, aber doch durch einen völkerrechtswidrigen einseitigen Akt ein Nachbarland einverleibt. Und damit viel weiteres Unheil und Leid zehntausender Menschen verursacht.
    Wird diesem Verhalten auch in unserem Nachbarland heute reumütig gedacht?

  31. Blahowetz
    12. März 2013 16:47

    Nach dem Anschluss führten die Deutschen in ganz Österreich den Rechtsverkehr ein.
    Wäre es nicht Zeit, sich auch diesem dunklen Kapitel der nationalsozialistischen Verkehrspolitik zu stellen und notfalls zum Linksverkehr zurückzukehren?

    Herr Walser, bitte übernehmen Sie!

    • Konrad Loräntz
      12. März 2013 19:08

      Kleiner Schelm aber auch !

      Habe in Erinnerung, dass Karl Schwarzenberg einmal meinte, man solle doch immerhin die Umstellung auf Rechtsverkehr als Positivum anerkennen.

  32. Undine
    12. März 2013 16:42

    Wir können die Geschichte nachträglich nicht mehr ändern---aber sie wird von Jahrzehnt zu Jahrzehnt anders, also "neu INTERPRETIERT"--- und zwar ganz nach Wunsch der Auftraggeber. Es wird gelogen, weggelassen, hinzugefügt und zurechtgebogen nach Belieben.

  33. Gerhild Baron
    12. März 2013 16:42

    Vielen Dank für diesen Artikel, lieber AU, dem im Grunde nichts hinzuzufügen ist.
    Trotzdem zwei kleine Bemerkungen :

    Freunde aus NewYork's musikalischer Welt, große Verehrer der Wr.Philharmoniker, sandten mir einen Artikel, der über die in Österreich "neuen" Vorwürfe gegen die Wr.Philharmoniker berichtete. Ihr Kommentar dazu war kurz und klar :
    "what has this to do with the today's orchestra ??"

    Und in Kärnten zieht man nun den Carinthischen Sommer in die Diskussion hinein, weil Hellmuth Wobisch sein Mitbegründer war - gemeinsam mit dem damaligen Ossiacher Pfarrer Stingl. Große Aufregung, ob "das" bekannt gewesen sei .... Wobisch leitete das Festival 10 Jahre, dann starb er und der Car.Sommer existiert seither weitere 33 Jahre (23 Jahre Intendanz Dr.Gerda Fröhlich, 10 Jahre Intendanz Dr. Thomas-Daniel Schlee) .

    • Gerhild Baron
      12. März 2013 16:44

      Es ging mein Schlußsatz verloren :

      ... und ist ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Kulturlebens sowie Kärntens wichtigstes Festival im klassischen Musikbereich.

  34. Dr. Otto Ludwig Ortner
    12. März 2013 15:40

    Als - gerade schon - Augenzeuge des Anschlusses und durch meine grausame Vertreibung aus der Heimat meiner Kindheit Böhmen traumatisierter fand die Zeitgeschichte mein vordringliches Interesse. Ich las die authentischen Quellen des Nationalsozialismus, "Mein Kampf", Adolf Hitler, 1. Aufl., Müchen 1925, und"Hitlers Tischgespräche" von Henry Picker,2. Aufl. Seewald Verlag, Stuttgart 1965. Der Autor wohnte als subalterner Offizier den Abendessen in Hitlers Residenz bei und unterzog sich der Mühe, dessen Monologe nächtens schriftlich festzuhalten. Das Resultat dieser Lektüre ist, daß Hitler ein dummer Mensch war. Der bewaffnete Überfall der Deutschen Wehrmacht auf den "Staat Österreich" war eine Dummheit - etwas besseres hätte Kurt Schuschnigg und Österreich nicht passieren können. Denn die Invasion befreite den Staat Österreich von jeder Mitschuld von den schon vor 1938 begangenen NS-Verbrechen und den in Zukunft zu erwartenden. Denn einen Vorwurf kann man Adolf Hitler nicht machen, er hätte seine monströsen Verbrechen nicht schriftlich öffentlich angekündigt. Vor allem aber hätte der Wehrpflicht der Österreicher im Deutschen Heer jede rechtliche und moralische Grundlage gefehlt und wäre nur Freiwilligen offengestanden. Der Vatikan, vertreten durch den Kardinal-Staatsekretär Eugenio Pacelli, 1939 Papst Pius XII., der ja schon die Einsetzung Adolf Hitlers als Diktator Deutschlands durch das Reichs-Ermächtigungsgesetz 1933 orchestriert hatte (siehe Klaus Scholder, "Die Kirchen und das Dritte Reich",Bd. I., S. 300 ff., "Die Kapitulation des Katholizismus (Februar - bis März)", Verlag Ullstein 1977), korrigierte den katastrophalen Fehler seines Protégés, indem er durch die - absolut unzuständigen - österreichischen Bischöfe - die sicher nicht zu sechst simultan Hochverrat begangen hätten - von allen Kanzeln des Landes "die feierliche Erklärung der österreichischen Bischöfe vom 18. März 1938" promulgieren ließ. Als kirchlicher Spitzendiplomat wechselte Pacelli mit em Waffenglück die Seite und verbrannte eigenhändig und mit Hilfe seines deutschen Komplizen Prälat Kaas die Deutschland-Akte im Vatikan nach dem Einmarsch de US.-Army in Rom im Juni 1944 (Hans Jakob Stehle, "Die Ostpolitik des Vatikan", München 1973, S. 260 und derselbe in "Geheimdiplomatie des Vatikan, die Päpste und die Kommunisten", Benziger 1993, S. 222). Die nachfolgenden Päpste deckten diesen BEtrug durch ARchivsperre zu Lasten der Opfer. Deren nahm sich die Sowjetunion an, beschloß - 6 Monate nach Stalingrad - die Restauration Österreichs und gab der "2. Republik" den einzigen wahren Friedensvertrag des 20. Jahrhunderts, weil der einzige Friedensvertrag ohne Kriegsschuldklausel. Daß das viele ärgert, versteht sich, aber ich lasse die Ehre meines Vaterlandres nicht von italienischen Betrügern beschmutzen. Daraus folgt: Nicht Österreich war Täter, sonderen der Papst. De Ursache des Antisemitismus der nicht-jüdischen Bevölkerung war die durch die Gegenreformation forcierte geistige Unfreiheheit der Katholiken, die diese ökonomisch kastrierte. Die chrsitliche Bevölkerung verelendete, die jüdische florierte. In der Heimat meiner Kindheit Böhmen lagen die Dinge anders, daher waren die Österreicher gewöhnt "von Böhmen zu leben" - "denn dort standen die Fabriken". Als die Tschechen - nach einer Eselsgeduld - nicht mehr mitmachten, suchten die österreichisen Schnorrer eine neue Wurzen - den "Anschluß" und waren, wie im Ursprungsland der Gegenreformation, nach dem Muster der Königin Isabella von Kastilien - "der katholischen"AD. 1492 - zum Raubmord an den Juden bereit. Die Situation hat die massenweise Vertreibung der "Deutschböhmen" - im nationalen Slang "Sudetendeutschen" sehr gebessert, denn seither stehen auch im Pinzgau (meinem Sommerwohnsitz) Fabriken ect..
    Das Gejohle erwerbsunfähigen Pöbels zu Hitlers Einmarsch ist keine Mitschuld Österreichs, und junge Männer in den Tod in einem aussichtlosen Kampf zu schicken ist gemeiner Mord. Merkwürdigerweise wird der Vorwurf, gegen die Invasion einer Übermacht kein Militär eingesetzt zu haben, nur gegen BK Schuschnigg erhoben, nicht jedoch gegen Alexander Dubcek, der 1968 in derselbenSituation war. Wer immer eine TÄTERrolle des Staates Österreich im nationalsozialisten Deutschen Reich behauptet, ist ein Landesverräter -weil sich die Kirchenführung an uns abputzt. Solange von dor nicht die Wahrheit bekannt gemacht wird, wird die Kirche weiter verfallen - da sei Gott vor - aber man muß schon TACHLES reden.
    A.E.I.O.U.= Austria erit in orbe ultima (in Österreich wird die Zivilisation überleben!)

  35. Papalima
    12. März 2013 14:04

    Ich kann gar so viel trinken wie ich.........möchte (siehe Zuckmayer, Des Teufels General).
    Heute im Mittagsjournal kam auch UHBP zu Wort. Jetzt, nach 75 Jahren kann man schließlich auch oder eventuell doch, jedenfalls sehr vorsichtig vielleicht Stellung beziehen.

    • Gandalf
      12. März 2013 17:41

      Der Feierschmarrn wurde sogar live in ORF 2 übertragen. Nun, gottlob gibt es K - TV, dort habe ich mir stattdessen die Messe der Kardinäle vor ihrem Einzug in das Konklave angesehen: Lebendige Gegenwart der gesamten christlichen Welt, und wesentlich interessanter als das, was in diesen Tagen von Kleingeistern über die Vergangenheit im kleinen Österreich von 1938 gelabbert wird.

  36. Undine
    12. März 2013 13:15

    @Scipio

    ************+!

    "In den 30er Jahre des vorigen Jahrhundert war der FASCHISMUS DIE EIGENTLICHE WIDERSTANDSBEWEGUNG GEGEN DIE BOLSCHEWISIERUNG EUROPAS. Ohne diesen Widerstand wäre Europa von Polen bis zum Atlantik und von der Ostsee bis zum Mittelmeer bolschewistisch, kommunistisch oder sozialistisch geworden."

    Wie gut, daß Sie diesen Aspekt der Geschichte ansprechen! Meine 100%ige Zustimmung! Aber das paßt halt so gar nicht in das zurechtfrisierte Geschichtsbild, mit dem wir bis zum Erbrechen gefüttert werden. Die Linken, die zur Zeit die Oberhand haben, hätten allerdings auch nicht das geringste Problem mit dem Kommunismus gehabt.
    In der einstigen Sowjetunion sah man den WKII in einem ganz anderen Licht.

    Ich zitiere aus dem Buch eines namhaften russ. Schriftstellers, Nikolai Pogodin, Leninpreisträger: "Worum ging's im Krieg gegen Hitler? Um den Kommunismus!" Und weiter dem Sinn nach:
    Millionen Russen haben in diesem Krieg ihr Leben gelassen: Im Kampf FÜR den Kommunismus und nichts sonst!

    Warum befaßt man sich von Historikerseite nie mit dem rasanten VORMARSCH des Kommunismus in Europa? Der WKII hat diesen Siegeslauf jäh unterbrochen---was ja das Ziel Hitlers war und weswegen er für so viele Menschen zum Hoffnungsträger geworden war. Wir, damit meine ich Ö und D, waren regelrecht umzingelt vom Kommunismus---man muß nur einmal ehrlich und sine ira et studio an die Sache herangehen und auch DIESEN Teil der Geschichte "aufarbeiten". Aber das verhindern unsere sog. "renommierten" Historiker vehement, denn zu genau will man's gar nicht wissen.

    • Undine
      12. März 2013 13:21

      Meine Antwort auf @Scipio ist in der Hitze des Gefechts falsch gelandet und gehört ein Stückerl weiter unten hin!!

    • Konrad Loräntz
      12. März 2013 19:14

      Oh Undine! Sie haben in der Schule in Geschichte aber scheinbar gar nicht aufgepasst. Ich verurteile Sie hiermit zur Ansehen aller Knopp-Dokus ansehen und zum Lesen aller Rathkolb-Werke!

    • Undine
      12. März 2013 20:19

      @Konrad Loräntz

      Ach, seien Sie doch nicht so hart zu mir! Wäre meiner Bußfertigkeit eventuell auch dann Genüge geleistet, wenn ich letzteres gegen einige Tage Haftstrafe tauschen möchte?
      Gegen den ehrenwerten Herrn Rathkolb hat sich bei mir leider eine lästige Allergie entwickelt. Diese tritt auch dann regelmäßig auf, wenn ich gezwungen werde, vor bestimmten Leuten einen Kniefall zu machen.

  37. A.K.
    12. März 2013 12:54

    Bravo zur Tagebuchnotiz von Dr. Unterberger "Der Anschluss, die Philharmoniker und die grüne Taktik"!

  38. Politicus1
    12. März 2013 12:10

    es passt zwar nicht ganz hierher, aber irgendwo muss ich mir den Groll von der Seele schreiben!
    Gleichzeitig mit dem "Akt" (Bedenk-, Gedenk, Fest-, ...?) in der Hofburg fand im Vatikan die feierliche Hl. Messe zur Eröffnung des Konklaves statt.
    Der ORF hat zwar 3 TV-Sender, aber da werden lieber Wetterpanoramabilder auf ORF III gesendet, statt sich der weltweiten TV-Übertragung aus Rom anzuschließen.
    Danke dem Bayerischen Fernsehen für die Liveübertragung!

    • Observer
      12. März 2013 13:11

      Politicus1:
      Zurzeit trauert der ORF mit dem Wiener Bürgermeister, weil er bezüglich seiner Idee zur Austragung der Olympischen Spiele eines auf's Haupt bekommen hat.

    • Politicus1
      12. März 2013 13:23

      Observer:
      unser allseits beleibter Bürgermeister muss ja bei der PK fürchterlich ausgeschaut haben!
      In den ORF-13 Uhr Nachrichten haben sie ihn gar nicht gezeigt!!

    • Undine
      12. März 2013 13:26

      @Politikus1

      Dem ORF können es gar nicht genug Gedenk- und Bedenktage sein, am liebsten jede Woche einer! Da ist man natürlich redlich bemüht, die "Tage" ausgiebigst zu feiern wie sie fallen.

    • Undine
      12. März 2013 13:28

      @Observer

      Mich freut's, daß der Häupl eine aufs Häupl gekriegt hat!

    • fokus
      12. März 2013 15:53

      @Undine

      Am liebsten 3 x täglich und nicht nur 1x wöchentlich!

    • Undine
      12. März 2013 16:15

      @fokus

      Ja stimmt, ich habe untertrieben! :-)

  39. Scipio
    12. März 2013 11:03

    In den 30er Jahre des vorigen Jahrhundert war der FASCHISMUS DIE EIGENTLICHE WIDERSTANDSBEWEGUNG GEGEN DIE BOLSCHEWISIERUNG EUROPAS. Ohne diesen Widerstand wäre Europa von Polen bis zum Atlantik und von der Ostsee bis zum Mittelmeer bolschewistisch, kommunistisch oder sozialistisch geworden.

    Das gilt es niemals zu vergessen! An diesem geschichtlichen Verdienst können auch die gräßlichen Verbrechen nichts ändern, die ein zum National-Sozialismus pervertierter Faschismus begangen hat.

    Zu bedauern ist nur, dass heute das Rad der Geschichte dank EU sich wieder nach links dreht und kein Aufhalter zu sichten ist.

    • simplicissimus
      12. März 2013 11:45

      Hmm. Ich bin kein Verfechter der absoluten alleinigen Kriegsschuld Deutschlands. Aber man kann genauso der Ansicht sein, erst der Faschismus hat den Bolschewismus durch den Angriffskrieg (der möglicherweise ein Präventivkrieg gewesen war) und die folgende totale Niederlage nach Mitteleuropa gebracht.
      Hätte ein gemässigter Hitler nicht nur auf die Vernichtung der Juden verzichtet, sondern sich in etwa mit den Grenzen Deutschlands vor dem ersten Weltkrieg zufrieden gegeben (und zB Österreich Südtirol und ein paar weitere Grenzgebiete zurückgegeben), hätte er den russischen Angriff erwarten können. Dies hätte einen raschen, grosszügigen Friedensschluss mit Frankreich und freiwilligen raschen Abzug aus den besetzten französischen Gebieten (mit Ausnahme des Elsass) bedingt. Die Chance, dass England die Feindseligkeiten aufgegeben hätte, wäre da gewesen und kein Grund für ein Eingreifen der USA. Mit dem Rücken frei hätte man die Bolschewisten kommen lassen können. Vielleicht würde die Welt heute anders aussehen. Wenn das Wenn nicht wäre ...
      Im Nachhinein ist man immer gscheiter.

    • Scipio
      12. März 2013 12:55

      @simplicissimus

      Stalin wollte die Weltrevolution. Ohne Eingreifen Mussolinis und Hitlerl in Spanien wäre Spanien kommunistisch geworden. In Frankreich herrschte bereits die "Volksfront". Ohne Hitler und Dollfuß wären in Deutschland und Österreich die Marxisten an die Macht gekommen. Man also kann sicher NICHT "der Ansicht sein, erst der Faschismus hat den Bolschewismus durch den Angriffskrieg (der möglicherweise ein Präventivkrieg gewesen war) und die folgende totale Niederlage nach Mitteleuropa gebracht." Nicht zu vergessen Churchills Einsicht, "wir haben das falsche Schwein geschlachtet".
      In allen 11 oder 12 europ. Staaten, in denen faschistische Parteien und Bewegungen politischen Einfluß hatten, haben sie sich als entschiedene Gegner gegen die Bolschwisierung Europas erwiesen.

    • Undine
      12. März 2013 15:04

      @Scipio

      Meine Zustimmung zu Ihrem Kommentar habe ich leider irrtümlich weiter oben deponiert!

      Man übersieht nur leider zu gerne, daß der Kommunismus in den 30er-Jahren Deutschland schon intensiv unterwandert hatte und wirklich nicht viel gefehlt hätte, daß er sich auch durchgesetzt hätte.

  40. Josef Maierhofer
    12. März 2013 09:38

    Ja, damals war es genauso, wie es heute bereits wieder ist.

    Wer nicht für die Nazis war, war gegen die Nazis und wurde ausradiert. Wer heute nicht für diesen linken Schwachsinn ist, der ist gegen den 'Mainstream', später gegen die 'Baddei' und noch später sein Job los, eventuell in einer psychiatrischen Sonderanstalt, der moderne Name für KZ, oder seine Kinder kommen in ein Wiener Kinderheim zu den städtischen Vergewaltigern, oder die Alten nach 'Hietzing', alias Lainz, zur Exekution, oder gar nach Steinhof, alias Otto Wagner Klinik, etc.

    Sehr wahr Ihr Beitrag, Herr Dr. Unterberger.

    Bleiben wir bei der Wahrheit und sehen wir die Gefahr, vor der mit diesen Geschichtsmanipulationen geschickt abgelenkt werden soll.

    Was mir mein Vater über diese Zeit erzählt hat, war erschütternd und Freiheitsraub total, wie es heute auch schon fast ganz so wieder geworden ist. Er hat bereits in den 1980-er Jahren gesagt, es ist alles bereits wieder so, wie es in den 1930-er Jahren war, bloß damals hat es keinen Kredit gegeben. Bitte, das hat ein einfacher Arbeiter gesagt und kein Politiker.

    Überall, wo Parteistrategen am Werk sind wird Mist gebaut, damals bei den Nationalsozialisten, heute bei den gewöhnlichen Sozialisten und die einschlägigen Grünen sind ja auch nichts anderes.

    • Charlesmagne
      12. März 2013 11:48

      Habe ich von meinen Eltern, Gott hab sie selig, genauso gehört. Heute sind's halt "Internationalsozialisten".

  41. Xymmachos
    12. März 2013 09:12

    Das "freudige Ja zum Anschluß" unseres verewigten Bundespräsidenten Karl Renner wird wohl erst in ein paar Tagen, am Jahrestag der Volksabstimmung, durch eine Kranzniederlegung am Renner-Denkmal gebührend gewürdigt werden. Der große Staatsmann Renner hat halt immer gewußt, wo's gerade lang ging. So auch 1945, als er sich speichelleckerisch bei Väterchen Stalin als Präsident für ein neues (rotes) Österreich andiente. Stalin, als er die Nachricht erhielt: "Was, der lebt noch, der alte Verräter? Das ist unser Mann!"

  42. GOP
    12. März 2013 08:40

    "Dieses Neujahrskonzert ... auch für den ORF die große Cash-Cow."

    Als "Insider" kenne ich die diesbezüglichen Verträge. Da "schneiden" noch viele Firmen und Organisationen (inkl. Philharmoniker) an diesem Kuchen mit.

  43. leshandl
    12. März 2013 08:34

    Ein großartiger Kommentar, der mir aus dem Herzen spricht. Ich weiß genau, wie meine Großeltern damals verzweifelt waren, weil sie mit Hitler schon einen neuen Krieg kommen sahen. Mein Vater verlor im März seine Arbeit bei der NÖ Landesregierung .. musste dann 1940 einrücken, wobei er Wert darauf legte, dass kein Foto von ihm in Uniform in Umlauf kam. Er lehnte das Regime grundsätzlich ab.
    Zur Philharmoniker-Geschichte finde ich besonders bemerkenswert, dass Helsberg ja in seinem Buch, das vor fast 20 Jahren erschien, ohnedies auch diese Facts - mit Ausnahme des Ehrenring-Duplikats - erwähnt hat. Aber der Herr Walser will unbedingt jedes Jahr seine Suppe neu aufwärmen. Mies!

  44. Wertkonservativer
    12. März 2013 08:33

    Kunst und Künstler!
    Immer schon gefährdet, von den Mächtigen für ihre Zwecke vereinnahmt zu werden!
    Viele große Kunstschaffende und -Ausübende sind immer wieder den Lockrufen der Mächtigen erlegen, manchmal aus (oft weltfremdem) Idealismus, öfter aus den sich daraus ergebenden Vorteilen!
    Wen ficht es heute noch an, welch teilweise recht problematische Charaktere die großen Künstler der ferneren Vergangenheit oft waren: Ihre Kunst hat überlebt und erfreut noch heute unser Herz und unsere Sinne!

    Die professionellen Vergangenheits-Schnüffler verachte ich unsäglich!
    Der Kunst wird dieses Geschmeiss nichts anhaben können! Gut so!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Charlesmagne
      12. März 2013 11:42

      Auch die DDR Rennomierorchester wurden nur zum Beweis der Überlegenheit des Kommunismus aufrechterhalten. Gleich nach dem Fall der Mauer gab es viele arbeitslose DDR Musiker.

    • Nestor 1937
      12. März 2013 12:34

      Der professionelle Vergangenheitsschnüffler ohne Tiefgang aber mit eindeutigen Präferenzen hat auch einen Namen:

      -------O l i v e r - R a t h k o l b -------

    • Undine
      12. März 2013 17:50

      @Nestor 1937

      Oliver Rathkolb: Blasiert und vor Selbstgerechtigkeit triefend und Besitzer der garantiert einzigen Wahrheit! Das "Nadelöhr" wird etwas eng für ihn sein.

    • M.S.
      12. März 2013 23:22

      Nicht zu vergessen der Musikexperte Otto Brusatti, der als Auftakt des Wagnerjahres in der Presse einen beckmesserischen Artikel über den Meister und sein Werk verfasste und ihn tatsächlich als Schwein bezeichnete (die Begründung dafür blieb er schuldig). Man darf schon gespannt sein, welcher Mist am 22. Mai zum 200. Geburtstag in den verschiedenen Gazetten abgeladen wird.

    • Undine
      13. März 2013 14:26

      @M.S.

      Oh Gott, da kann man sich schon wieder auf einiges an Schwachsinn und Gemeinheiten gefaßt machen!

  45. Politicus1
    12. März 2013 08:31

    1) sind mir Musiker, die täglich üben und gemeinsam im Orchester der Wiener Philharmoniker musikalische Höchstleistungen viel lieber, als Musiker, die täglich im Archiv forschen, was ihre Vorvorvorfahren vor 75 Jahren getan oder nicht getan haben. Daher finde ich dumme Vorwürfe, die Philharmoniker hätten selbst nichts zur Aufklärung ihres schändlichen Verhaltens beigetragen, einfach nur absurd.
    2) Wir war das mit den Wiener Linien? Wer hat den die Straßenbahnen im März 1938 mit den Hakenkreuzfähnchen geschmückt...?
    3) Und gar erst die Wiener Gemeindebauten - der Stolz des Roten und antifaschistischen Wiens. Wer hat denn da die Hakenkreuzfahnen gehisst?

    Man sieht, es gibt für Leute wie Prof. Rathkolb noch viel zu erforschen und für die Gemeinde Wien noch viel aufzuarbeiten ....

    • Politicus1
      12. März 2013 08:33

      Sorry, sorry - sehe gerade die vielen Typos - daher hier nochmals korrigiert:

      1) sind mir Musiker, die täglich üben und gemeinsam im Orchester der Wiener Philharmoniker musikalische Höchstleistungen erbringen, viel lieber, als Musiker, die täglich im Archiv forschen, was ihre Vorvorvorfahren vor 75 Jahren getan oder nicht getan haben. Daher finde ich dumme Vorwürfe, die Philharmoniker hätten selbst nichts zur Aufklärung ihres schändlichen Verhaltens beigetragen, einfach nur absurd.
      2) Wir war das mit den Wiener Linien? Wer hat denn die Straßenbahnen im März 1938 mit den Hakenkreuzfähnchen geschmückt...?
      3) Und gar erst die Wiener Gemeindebauten - der Stolz des Roten und antifaschistischen Wiens. Wer hat denn da die Hakenkreuzfahnen gehisst?

      Man sieht, es gibt für Leute wie Prof. Rathkolb noch viel zu erforschen und für die Gemeinde Wien noch viel aufzuarbeiten ....

    • Gerhard Pascher
      12. März 2013 08:49

      Politicus1:
      Es dürfte Ihnen entgangen sein, dass es ab März 1938 einen Beflaggungszwang gab, der sogar von den Blockwarten in den Gemeindebauten kontrolliert und bei Nichtbefolgung angezeigt wurde. In den kritischen Monaten 1938 waren viele Bereiche von den damals "Geheimen (Nazis)" schon unterminiert und diese sind dann plötzlich alle aus ihren Löchern gekrochen. Darunter waren viele (nicht alle!) ehem. Sozialisten, welche später dann "die G'selchten" (außen braun und innen rot) genannt wurden.

    • Politicus1
      12. März 2013 09:01

      Pascher:
      natürlich weiß ich das. Ich wollte damit die Absurdität derartiger "wissenschaftlicher" Untersuchungen aufzeigen.
      Anderes Beispiel gefällig?: wie kann die heutige Republik ihre höchsten Staatsgäste im Hotel Imperial unterbringen - in dem Hotel, in dem der GröFaZ nächtigte ..? Oder, darf ein politisch korrekter Musikfreund im Sommer nach Bayreuth fahren ...?

  46. Wolfgang Bauer
    12. März 2013 08:26

    Wer im ORF die Augen des 'Historikers in allen Gassen' Oliver Rathkolb stolz leuchten sah, wenn er wieder eine "neue" Erkenntnis verzapfte, wird mir rechtgeben: Diese zeitgeistigen Eiferer hätten damals ebenfalls den Mainstream bedient. Und der Mainstream, der Zeitgeist, war halt damals das Nazitum.

    Die 'Neuen Totalitären' wissen vermutlich gar nicht, was sie tun. Sie fühlen sich tatsächlich moralisch im Recht. Das dürften aber auch viele Nazis für sich in Anspruch genommen haben.

  47. dssm
    12. März 2013 08:19

    Sehr gute Darstellung, wenn ich auch noch auf den Versuch von Otto Habsburg verweisen möchte. Dieser Versuch hatte offensichtlich einen ordentlichen Rückhalt in der Bevölkerung. Jedenfalls stehen uns mit 'Meldungen aus dem Reich' (Hrsg. Boberach) die ganzen Meldungen des SD zur Verfügung. Widerstand, insbesondere in Österreich, gab es vor allem aus dem monarchistischem Lager! Entsprechend hat diese Gruppe auch die meisten Toten.

    Zu den Philharmonikern.
    Neulich beim Schifahren war ich Zeuge folgenden Telephongesprächs (Tierarzt mit Bauer).
    Der Bauer erklärt die Kuh hat eine Drehung des Uterus und kann nicht gebären.
    Tierarzt: Die darfst Du nicht transportieren, das ist gesetzlich verboten.
    Bauer will aber Kalb lebendig und weiß die Beschautierärzte könnten das Kalb gut herausschneiden.
    Tierarzt: Ich weiß, das ginge leicht, aber der Transport ist verboten!
    Bauer sagt es müsste ja niemand wissen und überhaupt verliert er bei einer Notschlachtung am Hof viel Geld und eben meist auch noch das Kalb.
    Tierarzt: Es ist trotzdem gesetzlich verboten und da in der Beamtenschaft ein HickHack herrscht zeigt dies sicher ein 'Kollege' an.
    Der Bauer spricht offensichtlich von der Sinnlosigkeit des Gesetztes.
    Tierarzt: Ich weiß auch, dieses Gesetz ist sinnlos. Kühe sind Herdentiere, welche per Evolution dazu gebaut sind über weite Strecken zu ziehen – auch trächtige Tiere. Aber Gesetz ist Gesetz.

    Ebenso war es im Dritten Reich. Auch da gab es 'Experten' welche perverse Gesetze schufen; und dann die wirklichen Fachleute, welche um den Schwachsinn wussten, aber im Rahmen des Apparates den Wahnsinn exerzierten (und dabei oft schreckliche moralische Not litten!) – von den weniger Gebildeten, welche nicht die geistige Möglichkeit hatten diese Gesetze zu hinterfragen rede ich erst gar nicht.

    Ausgerechnet die Sozialisten und Grünen, welche die Einhaltung, der von ihnen geschaffenen perversen Gesetze tag-täglich verlangen schimpfen nun auf die Österreicher im Nazireich.

    • brechstange
      12. März 2013 08:28

      Gut aufgedeckt. Selig die Armen im Geiste.

    • ProConsul
      12. März 2013 09:40

      ***

      weil sie Otto von Habsburg ansprechen. Dollfuß wollte kurz vor seinem Tod die Restauration der Monarchie, weil er erkannt hatte, dass diese ein Bollwerk gegen die Nationalsozialisten sein werde. Dies schreibt Gudula Walterskirchen in ihrer Biographie "Engelbert Dollfuß":

      "Dollfuß hatte erkannt, daß er angesichts der sich zuspitzenden Situation rasch handeln mußte. Also bot er Otto von Habsburg eine Restauration und die Umwandlung Österreichs in eine konstitutionelle Monarchie an. In diesem Sinne äußerte er sich Ernst Karl Winter gegenüber, der glühender Monarchist war, in der Nacht vor seiner Ermordung. Dollfuß meinte, Winters Argumente hätten ihn überzeugt, er befasse sich ganz ernsthaft mit dem Gedanken an eine Restauration in zeitgemäßer Form. Man müsse, so Dollfuß, einer suggestiven Macht wie Hitler eine andere entgegenstellen, und im Falle Österreichs könte dies nur das Haus Habsburg sein. Dollfuß bat Winter, Otto von Habsburg dahingehend zu informieren. Die Habsburger Gesetze würden in Kürze auch als einfache Gesetze verschwinden und er werde die Beschlagnahme des Familienvermögens aufheben. Winter kündigte an, in wenigen Tagen nach Stenockerzeel zu fahren und die Botschaft zu überbringen. Wenige Stunden später war Dollfuß tot." (Gudula Walterskirchen, Engelbert Dollfuß, S.224)

    • dssm
      12. März 2013 09:52

      Dann wäre da noch Starhemberg, der wird in der Schule totgeschwiegen. Meiner Meinung nach aber das Bollwerk gegen die Nazis! Er kannte die Nazis wirklich gut, nicht zuletzt aus seiner Zeit bei den Abwehrkämpfen in Polen. Er hat auch viel von seinem Privatvermögen geleistet, auch hier erscheint er wieder als sympathischer Politiker. Er hat sich freiwillig in die englische Armee gemeldet – um gegen die Nazis zu kämpfen, als die westlichen Staaten aber mit den Kommunisten ein Bündnis eingingen, ist er sofort ausgeschieden. Also ein grundanständiges Verhalten!

      Ach ja, nach dem Krieg konnte das linke Gesindel seine Sicherheit nicht garantieren, man hat dem alten Mann selbst das Sterben in der Heimat verbieten wollen.

    • ProConsul
      12. März 2013 21:37

      danke, dass sie völlig zu Recht auch Starhemberg nennen. Wenn wir schon bei den Adeligen sind, sollte man in dem Zusammnehang auch darauf hinweisen, dass das erste KZ-Opfer ein österreichischer Monarchist und Adeliger war. Am 1. August starb der Monarchist Dr. Hans Karl Freiherr von Zessner-Spitzenberg im KZ Dachau als erstes Opfer des Nationalsozialistischen Regimes.

      Auf wikipedia steht dazu: Kurz nach dem „Anschluss“ Österreichs wurde er im Wiener Gefangenenhaus inhaftiert und später in das KZ Dachau verbracht. Aufgrund seines Bekenntnisses:
      „Weil ich im Glauben an Gott und an ein christliches Österreich unter der Führung des Hauses Habsburg die einzige Rettung für die Unabhängigkeit und Selbständigkeit meines Vaterlandes sehe.“
      und aufgrund seiner religiösen Überzeugung wurde er „entpersönlicht“, in den Isolierblock verlegt und mit Zwangsarbeit belegt. Er verstarb an den Folgen einer Prügelattacke.

      Leopod Figl schrieb über die Brüder von Hohenberg, die Söhne des Thronfolgers Franz Ferdinand:

      "Das erste, was ich in Dachau sah, waren die beiden Hohenberg vor dem Kloakenkarren. Entblößt aller Titel, stündlich den Tod vor Augen, ertrugen sie die qualvollsten Demütigungen mit unerschütterlicher Würde und Gelassenheit als Nachkommen eines alten Geschlechts, dem Herrschen Dienen und Dienen Herrschen bedeutet hatte. Sie teilten mit uns den letzten Bissen, den letzten Tschick und waren die liebenswürdigsten Kameraden. Alle - Komunisten, Heimwehrleute und Schutzbündler - gingen für sie durchs Feuer. Ein brüderliches Du verband sie bis zum Tode mit den Leidensgefährten." (Bundeskanzler Leopold Figl über die Brüder von Hohenberg)

      Ich habe die Ehre Fürst Albrecht von Hohenberg als Bundesbruder einer K.Ö.L zu haben. Man muss es den Menschen immer wieder klar machen: Das sind die Leute, die für Österreich eintreten, nicht die Sozialisten und Grünossen!

    • dssm
      12. März 2013 23:24

      @ProConsul
      Manchmal geniere ich mich ein Österreicher zu sein. Denn auch bei den Brüdern Hohenberg hatte es die Regierenden nicht eilig den Besitz zurückzugeben, wie auch bei zahlreichen Juden, welche das Glück hatten das Nazireich zu überleben.

      Haben Sie eigentlich schon Hoppe gelesen? Da gewinnt die gute alte Monarchie doch gewaltig an Boden!

  48. zweiblum
    12. März 2013 08:11

    So funktioniert es in den USA:
    Leider in englisch, aber RT.com ist zu einer Pflichtlektüre geworden. Es hat jetzt eine eigene Seite gegründet, Exposed.su, die vom Verschwinden bedrohte Nachrichten konserviert.
    Zusammenhang? Die illegalen Geschäfte der Musiker Jay-Z, Beyoncé, US Vice President Joe Biden, Attorney General Eric Holder werden angeprangert.
    Hackers release financial records for vice president, attorney general, FBI director and others
    Hackers have published what are alleged to be the personal financial records for several politicians and celebrities, including US Vice President Joe Biden, Attorney General Eric Holder and musicians Jay-Z and Beyoncé.
    Gossip website TMZ reported on Monday that hackers have leaked sensitive information pertaining to a list of prominent Americans, including celebrities Kim Kardashian, Paris Hilton, Mel Gibson and Ashton Kutcher, as well as public figures Joe Biden, Robert Mueller, Hillary Clinton, Eric Holder and LAPD Chief Charlie Beck, but elected to not share the information with their audience.
    “A website -- we're not disclosing the name -- has posted social security numbers, mortgage amounts, credit card info, car loans, banking and other info of major celebs,” the website wrote.
    RT has learned that the website is Exposed.Su.
    The documents, contained on a page titled ‘The Secret Files,’ were made known to RT on Monday afternoon. The page contains simply a link to the figures allegedly hacked, an image of a girl holding her forefinger up to her mouth and a quote from the television program Dexter: "If you believe that God makes miracles, you have to wonder if Satan has a few up his sleeve.”
    Among the specific details included in the data dump are the Social Security numbers and alleged home addresses and contact information for most of the figures profiled, as well as credit reports and other financial figures for a select bunch.
    For former first lady and Secretary of State Hillary Clinton, hackers have released only her Social Security Number and places of residence. For other targets, though, the information leaked allows for much more of a glimpse into their finances.
    According to the documents hosted on Exposed.Su, Hollywood actor Ashton Kutcher was spending $981 each month for a car he leased from Chase Auto Finance in 2004. Rapper Jay-Z, real name Sean Carter, has been reported to a collections agency on at least one occasion. As of this month, he also has a HSBC bank account with a balance of $816,882 — and a credit line of over five-and-a-half million. The page for his wife, performer Beyoncé Giselle Knowles-Carter, includes the singer’s SSN, a list of homes and a handful of phone numbers, as well as bank transaction information.
    RT called one of those numbers listed as Beyoncé to confirm authenticity, but was transferred to two separate operators that claimed that they’ve been receiving a number of calls. That number was discovered as registered to Gelfand, Rennert & Feldman, "a leading full-service business management firm for entertainers, executives and select high net worth individuals."
    http://rt.com/usa/hackers-president-attorney-general-fbi-director-and-others-120/

    • zweiblum
      12. März 2013 10:43

      Die Liste der Profiteure wird länger:
      Hackers are continuing to leak the alleged personal finance records of US politicians and celebrities. The list of those supposedly exposed now includes First Lady Michelle Obama, Donald Trump, Arnold Schwarzenegger and Britney Spears.

      When Gossip website TMZ first reported the leak on Monday, without disclosing the hacking site’s name, the list contained sensitive information for 11 prominent Americans: Celebrities Kim Kardashian, Paris Hilton, Mel Gibson, Ashton Kutcher, Jay-Z and Beyonce, as well as public figures Joe Biden, Robert Mueller, Hillary Clinton, Eric Holder and LAPD Chief Charlie Beck.

      The number of victims of the hacking has increased by 6 over the day, with Michelle Obama now topping the list. The site does not explain why these particular individuals had their personal data leaked.

      The website in question is Exposed.su, RT has learned.

  49. socrates
    12. März 2013 07:50

    Die Holocaustindustrie erinnert uns stets an die Erbsünde. Alle, die politisch oder medial etwas werden wollen, müssen mitmachen. Wenn ich am Philppshof mit den Hrdlickadenkmal vorübergehe, denge ich jedesmal an die Vertreibung und Ermordung der Sudetendeutschen und der Volksdeutschen. Nachamerikanischen Unterlagen sind dabei 6,500.000 Deutsche "verschwunden". Die Deutschen mußten Straßen waschen, Säuglingen wurden die Augen ausgestochen, Jugengliche und Erwachsene mit Ochsenziemern erschlagen. Dafür gibt es keine Denkmäler.
    Teheran ist eine Agglomeration mit mehr als 15Mill Einwohnern. Ein Atomkrieg, wie ihn Israel wünscht, würde den Holokaust weit in den Schatten stellen. Daran sollte man denken statt Philharmoniker haun.

    • socrates
      12. März 2013 07:53

      corr:............... denke......Jugendliche...

    • simplicissimus
      12. März 2013 09:11

      Völlig richtig. Die Philharmonikergeschichte schlägt dem Fass den Boden aus.

    • Undine
      12. März 2013 09:24

      @socrates

      *********!

      "Dafür gibt es keine Denkmäler."

      Es gibt GUTE Tote und BÖSE Tote; und wer die Guten und wer die Bösen waren/sind, wird uns tagtäglich mit dem Holzhammer eingebläut.

      Die Geschichtsverdreher und Wichtigtuer, wie beispielsweise die haßerfüllten, aber sakrosankten Herren Oliver Rathkolb und der dahergelaufene Joan Holender bzgl der Wr. Philharmoniker haben dank linker Diktatur (auch über unsere Gedanken!) ihre große Zeit und können gar nicht genug davon kriegen. Man denke nur an die Sauerei mit der Verhüllung des Eisernen Vorhanges in der Staatsoper!

    • Geheimrat
      12. März 2013 10:26

      @Undine

      Ja es gibt gute und böse Tote! Viel wesentlicher für uns ist aber heute: Es gibt gute Mörder und es gibt die ganz pösen Mörder........."

    • Undine
      12. März 2013 13:34

      @Geheimrat

      Da kann ich Ihnen nur Recht geben! Und die neuerlich sich arg vermehrenden moslemischen "Ehrenmörder" fallen ebenfalls in diese Kategorie, für die man so viel Verständnis aufbringt.

  50. Hummel
    12. März 2013 07:46

    Diese 24/7 Debatten sind doch das einzige und wirksamste Druckmittel der Linken, um ihre politischen Interessen durchzudrücken. Was würden die Linken machen, wenn es das N-Regime nicht gegeben hätte ? Das wäre der Entfall der Geschäftsgrundlage und somit existenzbedrohend für die Linken.
    Die N-Keule ist ganz einfach ein riesen Geschäft für die Parteien und deren Vorfeldorganisationen. Man müsste einmal zusammenzählen, wie viele Institutionen in Österreich davon leben. Ich möchte nicht wissen wie viel davon wieder quersubventioniert in die Taschen der Parteien geht.
    Mit dem permanent erhobenen Zeigefinger und mit der Einschüchterung der Bevölkerung kann man dem Volk in Ruhe das ganze Geld aus der Tasche ziehen und straflos eine vernichtende Einwanderungspolitik betreiben. So bekommt man neben dem Geld auch ein eigenes Wahlvolk.
    Dumm sind sie nicht die Linken, aber sehr gefährlich !

  51. Observer
    12. März 2013 07:31

    Es ist höchste Zeit, dass die Zwischenkriegs- und Kriegsgeschichte endlich von neutralen Historikern objektiv beurteilt wird und nicht mehr Material für linke und rechte Extremisten bildet. Ich habe persönlich die Kriegszeit als Jugendlicher erlebt und wünsche mir auch, dass so ein Regime in unserem Land nie mehr eine Macht bekommt. Trotzdem gehört nun ein Schlussstrich gezogen, denn der Großteil der Bevölkerung ist viel später geboren und hat gar kein Interesse an diesen Begebenheiten.

    Was die Wiener Philharmoniker betrifft, so darf man nicht vergessen, dass die heutigen Aktiven außer dem Namen des Orchesters überhaupt nichts mit den Leuten aus 1938 oder 1945 gemeinsam haben. Dies ist genau so, wenn man vom Erfolg des Sportklubs Rapid vor 80 Jahren spricht. Man darf aber nicht vergessen, dass die Dirigenten Wilhelm Furtwängler, Clemens Krauss und Herbert Karajan nach dem Krieg kaum auf ihre Aktivitäten im Krieg angesprochen, sondern vielmehr bejubelt und verehrt wurden.

    Clemens Hellsberg, der derzeitige Leiter der Wiener Philharmoniker hat sich nach jahrelangem Weigern erst kürzlich bereit erklärt, dass orchestereigene Archiv über die Nazizeit zu öffnen. Ein Grund war sicher auch, dass die Staatsoper die eigenen Unterlagen schon etwas früher freigab. Die Wiener Philharmoniker sind bekanntlich eng mit der Staatsoper verbunden, da sie seit vielen Jahren mit dem Staatsopernorchester identisch sind und so viele Privilegien (und sehr gute Einkünfte) aufweisen. Wir sind stolz auf diese Musiker, obwohl man als Musikliebhaber eingestehen muss, dass auch andere Orchester der Welt so ein gutes Qualitätsniveau aufweisen.

    • brechstange
      12. März 2013 07:53

      und diese anderen guten Orchester warten bereits darauf das Neujahrskonzert zu ersetzen.

      Ja, liebe Grüne, Ihr seid volkswirtschaftschädigend.

    • Charlesmagne
      12. März 2013 11:33

      @ brechstange **********************************

    • diko
      12. März 2013 16:56

      @ brechstange **********************************

    • Erich Bauer
      12. März 2013 17:04

      @brechstange
      "...Ja, liebe Grüne, Ihr seid volkswirtschaftschädigend..."

      Nein! Sind sie nicht! Das Volx erspart sich doch die vielen, vielen Privilegien und vor allem die "sehr guten Einkünfte" der Philharmoniker...

      Und die anderen guten Orchester machen das Neujahrskonzert für einen Pappenstiel... womöglich sogar nur für die Ehre.

  52. mike1
    12. März 2013 07:27

    diese treibjagd der grünen und linken gemeinsam mit orf und linken historikern dient selbigen natürlich nur der eigenen stimmenmaximierung. die övp muss natürlich ins rechte eck gestellt werden, das dolfussbild hängt noch immer im övp-klub - sauerei sowas aber auch.

    wir sehen, dass die rotgrüne kampfgemeinschaft nichts an lügen und geschichtsfälschung auslässt, um am geldtrog zu verbleiben und die österreicher weiterhin sadistisch zu quälen. die rotgrünen zeigen in wien, dass man vermutlich mit aller gewalt das durchsetzen würde, was man selbst will und nicht den volkswillen.

    da der orf nur hauptsächlich das meldet, was den genossen nutzt, ist die chance der linken bei den nächsten bundeswahlen nicht zu unterschätzen. der darabosch'sche wahlkampf wird's zeigen.

  53. Cotopaxi
    12. März 2013 06:17

    Rathkolb, der Menasse unter den Historikern?

  54. simplicissimus
    12. März 2013 05:08

    So gerechtfertigt dieser Kommentar ist, ich kann das alles zum zigsten Mal nicht mehr hören. So wichtig die "Aufarbeitung" der Vergangenheit sein mag, ich möchte mich mit der Zukunft beschäftigen. Denn es scheint, daß "man" nicht wirklich aus der Geschichte lernt. Jede Gruppe beschuldigt die andere derselben Untaten, jeder spielt sich als Richter über damalige Menschen auf, die irgendetwas getan, unterlassen oder falsch eingeschätzt hätten. So als ob jeder genau hätte wissen können, daß es kommen wird, wie es kam.
    Dies ist keine "Aufarbeitung" kein Lernen, dies ist überhebliche Besserwisserei.
    Deshalb ist für mich keinerlei Anlass gegeben, irgendetwas zu gedenken. Ich war nicht dabei, so wie 99% der anderen heute auch nicht und ich weiss nicht wieviele Österreicher tatsächlich gejubelt und sich wer weiß was gewünscht hatten.
    In der Erinnerung meiner Eltern waren die meisten Österreicher für den Anschluss.
    Vielleicht irren sie sich, vielleicht nicht, wer kann das heute noch feststellen? Und ist es wirklich relevant? So als ob jeder genau hätte wissen können, daß es kommen wird, wie es kam.
    Pardon, ich habe das dringende Bedürfnis zu speiben.
    Ich sehe das als Kritik nicht an AU's Beitrag, sondern an all den Gedenkfeiern.

    • Hummel
      12. März 2013 07:46

      Diese 24/7 Debatten sind doch das einzige und wirksamste Druckmittel der Linken, um ihre politischen Interessen durchzudrücken. Was würden die Linken machen, wenn es das N-Regime nicht gegeben hätte ? Das wäre der Entfall der Geschäftsgrundlage und somit existenzbedrohend für die Linken.
      Die N-Keule ist ganz einfach ein riesen Geschäft für die Parteien und deren Vorfeldorganisationen. Man müsste einmal zusammenzählen, wie viele Institutionen in Österreich davon leben. Ich möchte nicht wissen wie viel davon wieder quersubventioniert in die Taschen der Parteien geht.
      Mit dem permanent erhobenen Zeigefinger und mit der Einschüchterung der Bevölkerung kann man dem Volk in Ruhe das ganze Geld aus der Tasche ziehen und straflos eine vernichtende Einwanderungspolitik betreiben. So bekommt man neben dem Geld auch ein eigenes Wahlvolk.
      Dumm sind sie nicht die Linken, aber sehr gefährlich !

    • simplicissimus
      12. März 2013 09:14

      Genauso ist es Hummel!

    • Undine
      12. März 2013 09:39

      @simplicissimus

      ************!

      "In der Erinnerung meiner Eltern waren die meisten Österreicher für den Anschluss.
      Vielleicht irren sie sich, vielleicht nicht, wer kann das heute noch feststellen"

      Lieber @simplicissimus, es erstaunt mich immer wieder, WIE genau gerade DIE ganz genau Bescheid wissen, die aufgrund ihres Geburtsdatums gar nicht dabeisein konnten!
      Je länger diese Zeit vorbei ist, umso exakter "erinnern" sich diese später Geborenen, wie es war! Woran sich diejenigen, die diese Zeit tatsächlich erlebt haben, erinnern, ist in den Augen der Nachgeborenen einfach nicht wahr---und muß ständig korrigiert werden.

    • Charlesmagne
      12. März 2013 11:30

      @ hummel ************************

    • simplicissimus
      12. März 2013 12:06

      So ist es Undine. Hier schwingen sich Gutmenschen zu Richtern auf. In Wirklichkeit sind es nur von Eigeninteressen getriebene Besserwisser.

    • Pius (kein Partner)
      13. März 2013 12:01

      simplicissimus
      ************

      Anmerkungen zum Wieder-Anschluß Österreichs ans Deutsche Reich 1938

      Wie jedes Jahr erinnert sich Österreich in diesen Tagen an die Ereignisse, die vor 70 Jahren zum Anschluß an Deutschland – oder besser zur Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich geführt haben. Dies wird nun selbstverständlich in politisch korrekter Weise getan. Österreich wird als erstes Opfer eines aggressiv expansionistischen „Hitlerdeutschland“ gezeichnet. Eine Darstellung, die einer ernsthaften historischen Aufarbeitung nicht standhält.

      Darum hier etwas ausführlichere Fakten zur österreichischen Geschichte.
      Ab 976…

      Auf dem Gebiet des heutigen Österreich bestand seit 976 die „Marchia Orientalis“, die Ostmark auch „Ostarrîchi“ genannt. Diese Bezeichnung wandelte sich später zu Österreich. Am 8. September 1156 wurde Österreich von Kaiser Friedrich I. auf dem Hoftag in Kreuzhof bei Regensburg zu einem eigenständigen, von Bayern unabhängigen Herzogtum erhoben. Damit beginnt die Geschichte Österreichs als selbständiges Territorium innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.

      Ab 1278 stand Österreich unter der Herrschaft der Habsburger. Es wurde dann ab 1453 zum Erzherzogtum und wuchs zu einem der wichtigsten Machtfaktoren im Reich und erlangte darin eine Vorrangstellung.

      Ab 1438 besaßen die Habsburger fast durchgehend die römisch-deutsche Königs- und die damit verbundene Kaiserwürde.
      Ende des Reiches

      Erst 1806 legte Kaiser Franz II unter dem Druck Napoleons die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder, womit dieses zu bestehen aufhörte.

      1866 verlor Österreich im „Deutschen Krieg“ in der Schlacht von Königgrätz seine Vormachtstellung im „Deutschen Bund“ an Preußen. Die für das Kaisertum Österreich schwerwiegendste Folge dieses Krieges war die Isolierung durch die erzwungene Trennung von den deutschen Staaten.

      So hatte Preußen infolge zunächst im „Norddeutschen Bund“ und nach den Einigungskriegen auch im Deutschen Kaiserreich die Führung, während Österreich ab 1868 Teil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie wurde.
      Einigungsbestreben nach 1918

      Nach dem Ersten Weltkrieg suchten Deutschland und Österreich die Wiedervereinigung. So wurde denn „Deutschösterreich“ seit dem 12. 11. 1918 offizieller Name der österreichischen Republik. Im „Staatsgesetzblatt für den Staat Deutschösterreich“ heißt es wörtlich: „Deutschösterreich ist ein Bestandteil der Deutschen Republik“.

      Aufgrund des Diktats von Saint-Germain-en-Laye (1919) mußte die Republik Deutschösterreich auf Südtirol und die sudetendeutschen Gebiete verzichten. Am 21. Oktober 1919 wurde der Name des Landes gemäß den Vertragsbestimmungen von Staat Deutschösterreich auf Republik Österreich geändert. Die Bestrebungen zum Zusammenschluß mit dem Deutschen Reich wurden durch entsprechende Artikel sowohl im Vertrag von Saint-Germain für Österreich wie auch im Versailler Vertrag für das Deutsche Reich unterbunden.

      Dies war ein klarer Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker – Siegerwillkür!

      In den Folgejahren wurde Österreich ähnlich wie Deutschland ausgezehrt durch Klassenkampf, Weltwirtschaftskrise und Massenarmut.

      1931 wagen Österreich und Deutschland noch einmal einen Annäherungsversuch, die deutsch-österreichische Zollunion. Auch diese scheitert wieder am Protest der Siegermächte.
      Die Wiedervereinigung

      Eine Parlamentskriese in Österreich im März 1933 endet damit, daß der österreichische Bundeskanzler Dollfuß den Nationalrat auflöst und fortan gestützt auf eine so genannte Vaterländische Front als Diktator allein regiert. Er verbietet zunächst die Kommunistische Parte, dann die Nationalsozialisten. Schließlich werden auch die Sozialdemokraten und Gewerkschaften verboten. Politische Gegner werden in „Anhaltelagern“ inhaftiert, die den Konzentrationslagern vergleichbar waren, die im gleichen Jahre in Deutschland eingerichtet werden.

      Dollfuß lehnte anders als die Mehrheit seiner Landsleute eine Wiedervereinigung mit Deutschland ab, da dies für Ihn den Verlust seiner diktatorischen Macht bedeutet hätte. Am 25. Juli 1934 wurde Engelbert Dollfuß bei einem Putschversuch österreichischer Nationalsozialisten im Bundeskanzleramt erschossen. Dem Diktator folgt Bundeskanzler Schuschnigg, der den Regierungsstil seines Vorgängers mit aufgelöstem Parlament, mit Parteienverboten und Konzentrationslagern fortsetzt. Auch er versucht, entgegen dem Wunsch einer breiten Bevölkerungsmehrheit eine Vereinigung Österreichs mit Deutschland zu verhindern.

      Noch Ende Februar 1938 hatte sich das autoritäre Regime von Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg Hoffnung gemacht, mit einer Volksabstimmung am 13. März den drohenden Anschluß an Deutschland verhindern zu können.

      Er setzt am 9. März, ganz überraschend eine Volksabstimmung zur Anschlußfrage für den nächsten Sonntag an, also für gerade vier Tage später. Für dies Abstimmung hat Schuschnigg angeordnet, daß die Stimmauszählung allein von der „Vaterländischen Front”, also vom Regierungslager vorzunehmen sind. Desweiteren begrenzt Schuschnigg das Wahlalter nach unten auf 25 Jahre. Gerade die junge Wähler könnten zu einem Anschluß an das Deutsche Reich tendieren. Und als letztes verfügt Schuschnigg, daß in den Wahllokalen nur Stimmzettel mit dem Aufdruck “JA” ausgegeben werden, was ein Ja zur Unabhängigkeit bedeutet. Die Stimmauszählung nur durch eigene Leute riecht nach Fälschungsabsicht, und, die jungen Wähler auszuschließen, ist der offensichtliche Versuch, pro-deutsche Wähler von den Urnen fernzuhalten. Auf deutscher Seite übernimmt Minister Göring das Handeln.

      Am 11. März gegen 14.30 Uhr, ruft der österreichische Innenminister Seyß-Inquart aus Wien bei Göring in Berlin an. Er teilt Minister Göring mit, daß Bundeskanzler Schuschnigg noch immer nicht gewillt ist, die Volksabstimmung zu verschieben. Eine faire Volksabstimmung erscheint nicht gewährleistet. Erst auf intensives deutsches Intervenieren hin ist Schuschnigg zur Verschiebung der Wahlen bereit. Auf weiteren deutschen Druck hin und Drohung mit einem deutschen Einmarsch kommt es letztlich zum Rücktritt Schuschniggs.

      Am Samstag, den 12. März 1938 – marschieren deutsche Truppen in Richtung Salzburg, Linz und Innsbruck. Blumenschmuck und Fahnen auf den Militärfahrzeugen sollen zeigen, daß dies kein Eroberungsfeldzug sondern eine Wiedervereinigung nach langen Jahren deutscher Trennung ist. Dies Zeichen wird auch so verstanden. Die österreichische Bevölkerung reagiert zunächst freundlich dann mit zunehmender Begeisterung. Als Zeichen der freiwilligen Wiedervereinigung marschieren tags darauf österreichische Truppen nach München, Dresden, Stuttgart und Berlin.

      Schon am Vormittag des Tages hatten Seyß-Inquart als neuer Bundeskanzler, Glaise-Horstenau als Vizekanzler und Justizminister Hueber ein neues “Bundesverfassungsgesetz” verfaßt und unterschrieben, in dem es in Artikel I heißt: „Österreich ist ein Land des Deutschen Reiches.“ Artikel II verkündet, daß am 10. April 1938 eine freie und geheime Volksabstimmung über die Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich stattfindet.

      Bei dieser Volksabstimmung stimmen 99,73% für die Wiedervereinigung mit Deutschland.

      Bereits 1928 hatte der große österreichische Sozialdemokraten Dr. Renner in einer öffentlichen Rede wohl prophetisch gesprochen:

      „Der Friede von Saint-Germain hat das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen in Österreich vernichtet. … Laßt Österreichs Bürger frei abstimmen und sie werden mit 99 von 100 Stimmen die Wiedervereinigung mit Deutschland beschließen.“

      Das deutsche Volk in Deutschland und Österreich war wieder vereinigt. Aber die Geschichte lehrt uns, daß es stets die Sieger sind, die die Geschichtsbücher schreiben. Und so wird auch heute das deutsche Volk mit einem Geschichtsbild erzogen, das nichts davon weiß, daß die Geschichte Österreichs eine tausendjährige deutsche Geschichte ist. Dennoch zeigt die Geschichte auch, daß eines sich auf Dauer nicht unterdrücken läßt: Die Wahrheit. Sie gleicht dem Wasser, daß sich letztlich bohrend eine Bahn schafft auch durch Gebirge der Lüge. Doch sollten wir auch heute aufmerken wenn wir an die Worte Friedrich Engels denken:

      „Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist dies kein Ausfluß von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die Fremdherrschaft zu verewigen.“

      – Qui bono?

      http://brd-schwindel.org/anmerkungen-zum-wieder-anschluss-oesterreichs-ans-deutsche-reich-1938/

    • Undine
      13. März 2013 19:00

      @Pius

      *********+!

      Vielen Dank für die sehr übersichtliche Darstellung unserer Geschichte!

  55. diko
    12. März 2013 04:21

    Dr. Andras Unterberger !
    ******************** DANKE für die klaren Worte !

  56. Gandalf
    12. März 2013 01:51

    Intoleranz gegen Andersdenkende, Treibjagd, Hetzerei: ja, natürlich gibt es das auch im 21. Jahrhundert: ungern, aber deutlich, erinnere ich mich an die wöchentlichen "Donnerstag - Demonstrationen", die "Wiiiiderstand" gegen eine demokratische Regierung der Republik Österreich brüllten (und dann gleich ein paar ihnen missliebige Politiker an die Wand stellen wollten). Die meisten der miesen "Aktivisten", die das damals organisierten, gibt es noch. Sie sitzen inzwischen im Parlament (oder im Präsidium der Arbeiterkammer), tun so, als könnten sie auch vernünftig sein, und scharren, so weit sie noch nicht an den Futtertrögen stehen, mit den Hufen, weil sie endlich auch mitfressen wollen. Ja, richtig: Das nächste grosse Verbrechen an der österreichischen Bevölkerung trägt keine SS-Uniform, sondern Designermode. Und auch seine Waffen sind andere: Gewalttätiger Egalitarismus, militante Political Correctness, sinnloser Energiesparterror, Genderwahn; auf der Strecke bleiben Anständigkeit und gesunder Menschenverstand. Und genau jene Österreicherinnen und Österreicher, die gerade dabei sind, ihnen in den Sattel zu helfen, werden, wenn das Blatt sich vielleicht doch einmal wenden sollte und es gilt, die Scherben einer kurzsichtig-ruinösen Politik zusammenzukehren, sagen: "Was geht's mich an, ich hab sie nicht gewählt"!

    • simplicissimus
    • Undine
      12. März 2013 09:40

      @Gandalf

      ************!

    • Schani
      12. März 2013 17:30

      Kleines Detail am Rande: auch die SS-Uniformen waren schon Designerklamotten, nämlich von Hugo Boss!

    • Undine
      12. März 2013 18:11

      @Schani

      "Kleines Detail am Rande: auch die SS-Uniformen waren schon Designerklamotten, nämlich von Hugo Boss!"

      Dieser Satz ließ mir natürlich keine Ruhe; Google macht's möglich---ich wurde fündig! Das ist ja ein Hammer!

      Wikipedia:
      "Hugo Ferdinand Boss (1885-1948)

      Der deutsche Unternehmer legte mit der Gründung einer Schneiderei für Arbeits- und Berufsbekleidung 1924 den Grundstein für eine der weltweit renommiertesten Marken der Modeindustrie. Hugo Ferdinand Boss erlebte jedoch den internationalen Aufstieg der Schneiderei die seinen Namen trägt nicht mehr. Postum führten seine Enkel in dritter Generation die HUGO BOSS AG zur Weltmarke im Luxus-Segment und zum global agierenden Modekonzern, der sich heute auch in der Kunstförderung engagiert. Seit 1996 stiftet die Firma einen internationalen Preis für Gegenwartskunst, den die Solomon R. Guggenheim Foundation alle zwei Jahre in New York vergibt... "

      Die "betreffende" Zeit wird hier elegant übergangen.
      Das Sühnegeld fließt also seit 1996 reichlich.

    • Gandalf
      12. März 2013 22:23

      @ Schani, Undine:
      Also das mit dem Hugo Boss ist wirklich umwerfend. Danke Ihnen beiden!

    • Undine
      12. März 2013 22:48

      @Gandalf

      Ich hatte die Bemerkung @Schanis von den Designerklamotten von Hugo Boss im Zusammenhang mit den SS-Uniformen für ein mir unverständliches Wortspiel gehalten! Die Wahrheit ist in der Tat sehr amüsant, ein Treppenwitz der Geschichte!

    • Einspruch! (kein Partner)
      13. März 2013 01:13

      Gandalf, mein Kompliment für die klare Analyse und die perfekte Formulierung.

    • AGLT (kein Partner)
      13. März 2013 09:04

      Gerade diese Details, wie eben jetzt mit der Boss-Kleidung, machen für mich den AU-Blog so interessant und lesenswert. Obwohl ich in einigen Dingen doch gänzlich anderer Meinung bin - noch darf man das ja :-).

      zu Boss: Na, dann warten wir mal bis das Tragen von Boss-Kleidung unter Wiederbetätigung fällt ....

    • AGLT (kein Partner)
      13. März 2013 19:34

      @Undine: also in "meinem" Wikipedia ist die Nazizeit sehr wohl angeführt:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Ferdinand_Boss

    • Undine
      14. März 2013 10:31

      @AGLT

      Ja, ich weiß; aber ich habe absichtlich diese "Kurzform" gepostet, die dennoch sehr aufschlußreich ist! :-)

  57. byrig
    12. März 2013 01:39

    die grünen haben eine haupteigenschaft:gegen österreich und seine bevölkerung zu sein.
    miese typen.
    sie sind für massenimmigration.für die entschuldigung aller von ausländern begangener verbrechen.gegen die ausweisung von ausländischen straftätern.

  58. Haider
    12. März 2013 01:08

    Eine Bewältigungsindustrie lebt post festum herrlich - auf unsere (Steuerzahlers) Kosten. Noch nie ging es einem Marxisten um Wahrheit - immer nur um Diffamierung, Vernichtung, Haß! Und die Grünen sind eben keine Sozialisten - sie sind Marxisten; bekennen sich auch immer wieder freiwillig dazu. Warum sollen wir ihnen diese Selbsteinschätzung nicht glauben?
    Sg Herr Dr. Unterberger: Die menschliche Nähe Sozialdemokraten-Nationalsozialisten in den 30er Jahren läßt sich auch daraus ableiten, daß viele gemeinsam im selben Anhaltelager (Wöllersdorf) einsaßen. Genauso wie später Schwarze und Rote in Dachau interniert waren und sie nach 1945 die "Lagererfahrung" verband. Nach 1945 bildete sich übrigens auch eine Gemeinschaft der Glasenbacher. Das waren wieder jene, die von Rot und Schwarz (und den Befreiern) per "automatic arrest" eingesperrt wurden.
    Nur ganz am Rande: Zufällig las ich gerade, daß der langjährige Dirigent der Philharmoniker, Kabasta 1946 Selbstmord beging, da er für sich keine Chance sah, den falschen Anschuldigungen der "neuen Gerechten" zu entgehen (zumindest steht es sinngemäß so in einem Ausstellungskatalog des Musikvereins aus 1966).
    Die präpotente Selbstgerichtigkeit der unwissenden Nachgeborenen ist zum Kotzen!

  59. byrig
    12. März 2013 01:04

    der miese sozi rathkolb ist der untersuchende historiker die philharmoniker betreffend-eigentlich ein skandal.
    als steuerzahler muss man offenbar auch solche mieslinge akzeptieren.

    • Undine
      12. März 2013 09:44

      @byrig

      Aber, aber, lieber @byrig, bei denen gibt es doch keine Mieslinge!

  60. kakadu
    12. März 2013 01:00

    Bravo, bravo, bravo, Herr Dr. Unterberger!

    Es müssen noch mehr MUTIGE auf den Plan treten, die gegen Geschichtsklitterung und Gegenwartsvereinnahmung anschreiben und nicht dem geballten, linksextremen Medienbombardement weichen.

    Österreich darf nicht noch einmal kampflos aufgegeben werden!

    • brechstange
      12. März 2013 08:00

      So ist es. Doch die wirklichen Erfahrungsträger aus dieser Zeit sind zum Großteil tot, daher kann man Geschichte schreiben, wie sie einem passt, wer setzt dagegen, in einer Zeit, wo Medien und Menschen systemgerecht gemacht werden?

      Ein wahrlich bedrohliches Vorszenario.

    • FranzAnton
      12. März 2013 08:41

      @ "Österreich darf nicht noch einmal kampflos aufgegeben werden!"
      Bravo, bravo, bravo, kakadu! Ein Sternenhaufen für Sie!
      Ihre oben zitierte Ansage trifft den Nagel punktgenau auf den Kopf! Insbesondere ruft sie auf, beizeiten, ehe Wirtschaft und Gesellschaft ruiniert sind, der aktuell linksgestrickten, allgegenwärtigen, menschenverführend - populistischen Übermacht entgegenzutreten! In diesem Forum gibt es viele wirklich kluge, belesene Diskutanten. Das Aufzeigen von haarsträubenden Unzukömmlichkeiten alleine wird aber nur wenig bewirken, einerseits der - relativ - geringen Leserzahl wegen, andererseits zufolge deren, mutmaßlich altersbedingten, geringen Bereitschaft zu tatsächlichem Handeln abseits des Schreibtisches. Darüber hinaus scheinen viele hier Diskutierende auf das Erscheinen eines „Wunderwuzzis“ zu hoffen, der wohl hochgebildet, lebensklug, integer, moderat konservativ, und wasweißich noch sein soll, und, am Allerwichtigsten, dem die Herzen der Wählerschaft zufliegen. Erstens ist ein Solcher nicht in Sicht, und kann bis zur NR-Wahl auch nicht mehr „aufgebaut“ werden; und: wer war denn der österreichische Oberguru der vergangenen, großteils linkspopulistisch geprägten Jahrzehnte? Und wohin haben er und seine Epigonen uns geführt? Leider fallen allzu viele Menschen auf dergleichen eloquente Populisten, die ihnen das Paradies auf Erden verheißen, allzu gerne herein, und sitzen dann in der selbstgewählten Falle. „ Laßt Kreisky und sein Team weiterarbeiten“ hieß es in der damaligen Wahlwerbung, und die Leute waren von dessen scheinbarer „Autorität“ so geblendet, daß sie die Negativperspektiven einfach übersahen.
      Genau deswegen sitzen wir aktuell (nicht nur) in der Schuldenfalle.
      Hätte die Wählerschaft hingegen die Möglichkeit besessen, punktuell hinsichtlich wichtiger Einzelthematiken abzustimmen, beispielsweise über das alljährliche Budgetdefizit samt daraus resultierender, immer noch höher anschwellender Staatschuld, so hätte sie, dessen bin ich sicher, dagegen votiert. Ebenso gegen andere, mehrheitlich unbeliebte gesellschaftliche Entwicklungen.
      Ich werde daher nicht müde, mich für die Implementierung verstärkter direktdemokratischer Elemente in unsere Verfassung zu engagieren; genau damit, und auf keinerlei andere Weise, wären unsere Probleme mit der aktuell obwaltenden Politik, und zwar nachhaltigst, lösbar. Per e – voting wäre dies so einfach und komfortabelst umsetzbar.

    • Erich Bauer
      12. März 2013 17:41

      @FranzAnton
      "...Erscheinen eines „Wunderwuzzis“ zu hoffen..."

      Tut mir außerordentlich leid. Aber, Sie verstehen so wirklich gar nix. Aber immerhin sind Sie in guter, wertkonservativer Gesellschaft. Sie sind nicht allein...

    • FranzAnton
      12. März 2013 18:51

      @ Erich Bauer: " ............... Aber, Sie verstehen so wirklich gar nix." Soso. Was genau finden sie so unrichtig, Herr Bauer? Sollten Sie es vorziehen, keine rational nachvollziehbaren Erläuterungen abzugeben, müsste ich annehmen, Sie verstünden den Inhalt des von Ihnen kritisierten Textes nicht.

    • Erich Bauer
      13. März 2013 10:37

      FranzAnton,

      tut mir außerordentlich leid. Ich wollte Ihnen nicht nahetreten... oder vielleicht doch? :-) Ein einzelnes Wort hat mich veranlaßt aus "der Hüfte" zu schießen. Und es war ein glatter Fehlschuß... meilenweit daneben.

    • Erich Bauer
      13. März 2013 12:57

      FranzAnton,

      ich möchte mich bei Ihnen aufrichtig entschuldigen. Ohne den geringsten Ansatz an Selbstrechtfertigung. Es tut mir aufrichtig leid. Ich kann nur auf Ihren Großmut hoffen.





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