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Wozu braucht Linz eine Medizin-Uni?

Oberösterreich will eine eigene Medizinische Universität (oder Fakultät). Da hierzulande ja fast immer das geschieht, was die Bundesländer wollen, kann man fast wetten, dass noch vor den Nationalratswahlen ein diesbezüglicher Beschluss fallen wird. Allen Sparversprechen zum Trotz.

Lediglich Wissenschaftsminister Töchterle stellt sich noch tapfer gegen diese Forderung. Aber da er ja nur ein sympathischer Intellektueller und kein politisches Schwergewicht ist, wird sein Widerstand bald weggeblasen werden.

Inzwischen haben hingegen schon alle aus Oberösterreich stammenden Minister im Interesse ihres politischen Überlebens stramm und öffentlich die Forderung nach einer Linzer Medizin-Uni unterstützt, richtiger: unterstützen müssen. Darunter auch der Gesundheitsminister, der es besser wissen müsste; und – besonders beschämend – die Finanzministerin. Das ist genau jene Frau, die eigentlich unser Geld zusammenhalten sollte. Sie stellt sich so wie ihre ministerialen Landsleute lautstark hinter das Verlangen nach einer neuen Geldausgabe, während der eigentlich zuständige Wissenschaftsminister skeptisch den Kopf wiegt.

Er hebt sich damit positiv von seinem Vorgänger Erhard Busek ab, der einst Krems eine eigene Universität zugestanden hat. Von dieser weiß aber bis heute niemand so richtig, wer sie eigentlich braucht außer den Druckereien, die schöne Hochglanzprospekte drucken. Ja, und natürlich hatte sie auch der niederösterreichische Landeshauptmann gebraucht, der dem - damals - schwarzen Krems etwas zukommen lassen wollte, nachdem das rote St. Pölten die Landeshauptstadt bekommen hatte (die selbst wieder ein eigenes Kapitel an Steuergeldverschwendung ist).

Aber ist nicht in der Tat die oberösterreichische Argumentation zwingend, dass es bald keine Landärzte mehr geben wird, wenn es nicht neue Medizin-Ausbildungsplätze gibt? Dass das besonders in einem so großen Flächenbundesland wie Oberösterreich problematisch werden wird?

Nein, diese Argumentation ist nicht zwingend. Zwar wird es in der Tat zunehmend schwieriger, Ärzte für Ordinationen draußen im Mühlviertel oder in anderen abgelegenen Gegenden zu finden. Zwar ist in der Tat die (aus sachlichen Gründen unumgängliche) Limitierung bei der Zulassung zum Medizinstudium für viele junge Möchtegern-Mediziner eine menschliche Katastrophe, werden sie doch vom ersehnten Arztberuf abgehalten. Worauf sie dann mit dem völlig überlaufenen Biologie-Studium Vorlieb nehmen.

Dennoch liegt das Problem nicht an der Limitierung der Ausbildungsplätze. Das zentrale Problem ist die schlechte Bezahlung vieler Ärzte. Oder umgekehrt: die viel bessere Bezahlung für junge Ärzte in etlichen anderen europäischen Ländern, insbesondere in Deutschland. Dort wird besonders gut bezahlt, denn dort besteht jetzt schon ein wirklicher Ärztemangel. Wenn alleine beim großen Nachbarn schon zweitausend österreichische Ärzte arbeiten – mit jährlichen Zuwachsraten von zehn Prozent! – dann sollte sich niemand wundern, dass es schwer geworden ist, Ärzte für Kassenordinationen im Mühlviertel zu finden. Die wird man aber auch dann nicht finden, wenn man noch ein paar weitere Medizin-Universitäten baut.

Zwischen Österreich und Deutschland besteht ja sogar eine doppelte Schmarotzersituation. Zum einen wandern so viele österreichische Jungmediziner hinaus. Und zum anderen bildet Österreich zugleich um teures Geld zahlreiche junge Deutsche zu Ärzten aus, die dann ebenfalls fast alle in ihr Heimatland zurückgehen. Auf Grund der rätselhaften Judikatur des EU-Gerichtshofs können sie nämlich in Österreich ohne Rücksicht auf den daheim geltenden Numerus clausus studieren. Es ist juristisch nicht einmal sicher, ob wenigstens die österreichische Notbremse letztendlich halten wird, die zumindest 75 Prozent der Studienplätze für einheimische Studenten reserviert. Dabei ist ein Medizinstudium (hinter den pikanterweise vor allem von Ostasiaten konsumierten Kunststudien) eines der teuersten. Aber das kümmert ja den EuGH nicht.

Daher sähe die logische Lösung ganz anders aus, als oberösterreichische Politiker sie sich vorstellen: Österreichs Gesundheitssystem müsste dafür sorgen, dass jeder Medizinabsolvent umgehend einen guten Turnus- oder Ausbildungsplatz in einem Spital bekommt. Österreich müsste um einen Bruchteil des Geldes, das eine Medizin-Uni kostet, die Kassenärzte besser honorieren und die jungen Spitalsärzte besser entlohnen. Solange aber jeder Installateur für einen Hausbesuch um ein Vielfaches besser entlohnt wird als ein Kassenarzt, wird die Malaise die gleiche bleiben. Solange junge Spitalsärzte mit unzähligen Überstunden auch jene unqualifizierten Arbeiten machen müssen, für die sich Krankenschwestern auf Grund der Stärke ihrer Gewerkschaft in öffentlichen Spitälern zu gut sein können, wird selbst bei gleicher Bezahlung der deutsche Spitalsjob oft viel interessanter sein.

Vielleicht müsste ein Teil des nötigen Geldes auch gar nicht von der öffentlichen Hand kommen. Denn wenn einmal die schlechte Bezahlung der jungen und der Kassenärzte gebessert worden ist und alle Posten besetzt sind, dann würden vermutlich die exorbitant guten Verdienste der Herren Professoren und Primarii auf Grund der Marktmechanismen ein wenig abschmelzen. Ohne dass die deswegen gleich am Hungertuch nagen müssten.

Und wenn dann Oberösterreich trotz allem noch eine Medizin-Universität haben will, dann könnte es das machen, was in Salzburg mit Erfolg getan wurde: Es könnte eine Privatuniversität gründen, wo die jungen Menschen durchaus ordentlich für eine Ausbildung zahlen müssten, die ihnen später ein gutes Einkommen und vor allem einen befriedigenden Beruf ermöglicht.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 01:14

    Medizinuniversität - eine Contradictio per se!Diese Institutionen sind seit ihrer Separation von den Universitäten bessere Fachhochschulen.
    Politiker erklärten uns vor dem EU-Beitritt, daß sich an den Studienbedingungen für Österreicher nichts ändern würde! Eine glatte Lüge, oder die damaligen politisch Verantwortlichen waren zu dumm, Anderes zu erkennen.
    Daß Kassenärzte zu schlecht honoriert werden, ist nichts neues. Diese akademische Berufsgruppe ist die einzige, welche gezwungen wird, zu "Sozialtarifen" zu arbeiten. Man sollte versuchen, dies Rechtsanwälten oder Notaren zuzumuten - zu Recht würden diese sich wehren!

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 01:21

    Spitäler und Universitäten sind für Politiker Prestigebauten und daher wird hier ohne Rücksicht auf Bedarf und Finanzierung drauflos gebaut.

    Schließlich bezahlen die Volksverterter ihre Herzeigeprojekte nicht aus der Privatschatulle, sondern greifen hemmungslos in den Steuergeldtopf und wenn der leer ist, läßt man halt den Schuldenberg weiter wachsen. Ist eh schon wurscht.

    Bei der Eröffnung setzen sie sich dann gekonnt in Szene und das ist auf alle Fälle werbewirksamer als anstrengende, kostensparende Denkaufgaben bzw. mühsame, oft undankbare Reformarbeit.
    Wenn man es sich aussuchen kann, wird eben die bequemere Variante gewählt!

  3. Ausgezeichneter KommentatorLa Rochefoucauld
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 07:22

    Ich verlange eine Universität für jedes Kuhdorf zur Steigerung der Akademikerquote!

  4. Ausgezeichneter KommentatorBaldur Einarin
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 14:55

    Österreich hat ca. 40.000 Ärzte im Aktivstand, dreimal mehr als zu Beginn der 70.iger Jahre ! Auch die höhere Lebenserwartung und die Fortschritte in der Medizin gerechtfertigen nicht die Produktion enttäuschter junger Ärzte auf Halde Darüber können auch manche Schwachstellen in Form von Verteilungsproblemen im niedergelassenem Bereich nicht hinwegtäuschen.. Nur um schwerpunktmäßig einige Verbesserungen im ländlichen Bereich zu erzielen, ist der Schrei des Herrn Pühringer nach einer Linzer Med-Uni nicht gerechrfertigt.Nach Adam Riese wäre bei dem heutigen Höchststand an aktiven Ärzten der jährliche Abgang von ca. 1000 pro Jahr zu ersetzen.Das geschieht sehr wohl schon jetzt.
    Daß die Arbeitsbedingungen der Ärzte sich vor allem wegen ausufernder Bürokratie verschlechtern, die Honorare der Krankenkassen einen ganzen, wegen seines Ethos erpressbaren, Berufsstand beschämen- 18 Euro Gebietskrankenkassen Grundhonorar in Wien für drei Monate, 39 Euro für eine Visite- natürlich brutto- ist unseren feudalen " Landeskaisern " keine Kritik wert.
    Der Wunsch Pühringers nach einer Linzer Med-Uni ist Populsmus Pur !!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 10:35

    Privatuni in Linz, ja, das wäre OK.

    Da müsste man halt zuerst den wirklichen Markt dafür erforschen und dann halt entsprechend den Ergebnissen handeln.

    Die, 'ach so sozialen' 'Spender' (auf Volksrechnung und Kredit), die Politiker aus Linz, könnten sich ja dann ausrechnen, wieviel sie dadurch einsparen können und für den Gegenwert Leistungsstipendien an Studierende ausschütten .

    Meine Tochter hat auf diese Weise zwei teure Jahre ihres Studiums in GB finanziert, was meine Brieftasche damals sehr gefreut hat. Gute Leistung und daher eine Refundierung der Studiengebühren, pro Jahr im Schnitt 10 000,- bis 16 000,- GBP, je nach belegten Kursen. In Holland ist ihr das nicht gelungen, aber da waren in etwa die gleichen Beträge halt in Euro.

    Warum muss man bei uns alles 'linkisch' angehen, quasi linksdenkerisch ? Sind wir wirklich schon so verblödet und indoktriniert ? Unsere Politiker sind es, leider, auch die in Oberösterreich.

    Was ist denn eigentlich mit der 'Eliteuni' in Gugging bei Wien ? Die hat man ja auch gebraucht, war ja ganz wichtig, oder ?

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 05:37

    Zum zweiten Absatz unseres A.U.:

    hätten wir nur mehr "Töchterles" in der Regierung!
    Klug, sympathisch, menschlich: ein rarer Diamant inmitten abgeschliffenem Kieselgeschiebes!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 16:52

    Wozu braucht Linz eine Medizin-Uni?

    Lediglich darum, daß sich wieder viele Politiker ins "rechte" Licht rücken und uns ihre Daseinsberechtigung weiterhin vorgaukeln können. Na und natürlich um Geschäfte, auf Kosten der Allgemeinheit, zu lukrieren.

    Und ein OT:

    Italiens Präsident Giorgio Napolitano sagt kurzfristig ein für den heutigen Mittwochabend geplantes Treffen mit Steinbrück in Berlin ab. Napolitano habe die Absage mit den Äußerungen Steinbrücks begründet, in denen dieser den früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi als Clown verspottet hatte, sagte Steinbrücks Sprecher Michael Donnermeyer.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1349833/Regierungspoker-in-Italien_Grillo-laesst-Bersani-abblitzen?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/1348218/index.do&direct=1348218

    *** Gefällt mir!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2013 10:11

    Jedes Wort zur „Medizin-Uni“ in OÖ ist zu unterstreichen.

    Als die Eltern nach dem Krieg von Wien noch Wels übersiedelten, gleich neben dem allg. Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz, in dem der Vater Chirurg war, bestand dieses Spital aus e i n e m Gebäude. Es gab folgende Fachabteilungen: Chirurgie, Unfall-Chirugie, Kiefer-Chirurgie, Urologie, Lunge, Interne mit je einem Primarius und Oberarzt.

    Heute ist das Gebäudevolumen mindestens um das zehn- wenn nicht fünfzehnfache gewachsen und das KH Grieskirchen dazu gekommen, die Abteilungen/Primariate sind z.T. 3- bis 4-fach vorhanden und zusätzlich um weitere Spezialabteilungen (mit eignenen Primariaten) erweitert/gesplittet worden. Viele Abteilungen sind überhaupt neu entstanden. Ein eigenes Primariat Anästhesiologie oder „bildgebende Diagnostik“ (Röntgen, MR, CT, etc.) gab es überhaupt nicht, wenn der Vater nachts oder am Wochenende Notfälle zu operieren hatte und eine Röntgenaufnahme benötigte, mußte er diese selbst machen, ähnlich war es mit der Narkose.

    Die Schwerpunkt Spitäler waren in Linz, Wels und Steyr, viele Bezirksstädte hatten überhaupt kein eigenes Spital (oder diese waren nur bessere Krankenheilanstalten), sodaß der Einzugsbereich dieser drei Städte weit über die Bezirksgrenzen hinausging.

    In den vergangenen 60 Jahren sind die Bevölkerungszahlen nicht um das Zehnfache gestiegen und die Volksgesundheit ist auch nicht – sofern man dies quantifizieren könnte – um ein Vielfaches besser geworden.

    Natürlich ist es erfreulich, wenn sich die ärztliche und medizinische Versorgung mit steigendem Wohlstand und neuen Erkenntnissen verbessern ließ, aber bei knappen Ressourcen – nämlich der begrenzten Finanzierbarkeit – wird man sich mit konkurrierenden Notwendigkeiten zu arrangieren haben.

    Die Begründung, daß nur eine eigene Medizin-Uni den „Bedarf“ in OÖ würde decken können ist an Lächerlichkeit nicht zu übertreffen. Wie wäre man denn in der Vergangenheit an die hier tätigen Ärzte gekommen? Abgesehen davon, daß die ausgebildete Anzahl – wie man hört – doppelt so hoch ist, wie der österreichische Gesamtbedarf.

    Was übrigens den Standort Linz betrifft, so gäbe es, wenn schon so eine Uni geschaffen werden muß, mit Wels den viel besseren Standort. Das Klinikum Wels ist wohl das größte und modernste in OÖ und mit Sicherheit eines der bestgeführten in Österreich und alles ist an einem Standort kompakt beisammen. In Linz sind die (kleineren) Spitäler über die Stadt verstreut und man hat das Chaos des innerstädtischen Verkehrs dazu.

    Als das Debakel mit dem Wiener AKH sich jahrelang hinzog und die Kosten täglich explodierten, meinte der frühere Pater Provinzial Dr. Berthold Mayer von den Marianhillern einmal: „Die Wiener sollen sich die Schwester Oberin aus Wels ausleihen, die schupft das Welser Spital (von gleicher Größenordnung) allein und mache keine Verluste“.

    Diese Möglichkeit – Standort Wels - wurde natürlich nie erörtert, weil es ja um Denkmäler für Linzer Politiker und etwas zusätzlichen Weihrauch für die Johannes Kepler Universität geht. Das sind aber schon die einzigen realen, freilich irrationalen Gründe.

    Pikant: Zur Zeit streitet das Pflegepersonal um eine angemessene Gehaltserhöhung, zu der – wie man hört – auch der Landes-Pepi eine harte Durchhalte-Parole ausgegeben haben soll: maximal 20,-Euro mehr. Um Kosten zu sparen.

    Nachdem sich Linz und OÖ ein neues Musik-Theater und den Neubau der Bruckner-„Privat“-Universität (am Pöstlingberg, den nobelsten und teuersten Grundstücken) leisteten, muß offenbar langsam gespart werden, denn es muß sich ja noch die Medizin-Uni ausgehen.

    Blöderweise kann Pühringer die OKA/Energie AG nicht mehr per Sale&Lease-Back verzocken, denn das hat er schon vor einiger Zeit getan, um mit diesen Einnahmen – mit (angeblich) „schuldenfreiem“ Budget - die Wählerbestechung finanzieren zu können.


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  1. Maryellen (kein Partner)
  2. Rio (kein Partner)
  3. Abhishek (kein Partner)
    21. Januar 2015 05:46

    An answer from an expert! Thanks for coinrtbuting.

  4. Mohamed (kein Partner)
    20. Januar 2015 16:10

    I might be beaitng a dead horse, but thank you for posting this!

  5. hsp (kein Partner)
    04. März 2013 09:29

    Med Uni Linz
    Dazu gibt es nur einen Punkt zu sagen: diese Uni dient nur dazu, die teure Überversorgung durch Linzer Spitäler an den Bund abzuwälzen. So einfach ist das.

  6. Klaus Brandhuber (kein Partner)
    02. März 2013 17:40

    Was Herr Unterberger völlig ausblendet sind die Geldflüsse aus OÖ. nach Wien. Einmal die direkt aus Budgetmitteln fließenden Beträge; eine zusätzliche Uni/Fakultät geht zulasten der bestehenden. Ein weiters Mal jene Kosten, die oberösterreichischen Studenten (oder deren Eltern) in Wien erwachsen und die dortige Volkswirtschaft (Mieten, Handel,...) stützen. Das dritte Mal damit, dass Oberösterreicher nach Beendigung des Studiums in Wien "hängen bleiben" und die dortige Bevölkerungspyramide ein wenig schönen; vom "Brain-drain" einmal abgesehen.
    Das Gleiche gilt - in abgeschwächtem Umfang - auch für Innsbruck (und Graz).
    Also kein Wunder, dass die Wiener und der Innsbrucker Töchterle keine Freude mit einer med. Fakultät in OÖ. haben.
    Also eine Föderalismusdebatte: Lasst das Geld dort, wo es verdient wird!

  7. Hannibal (kein Partner)
    28. Februar 2013 18:54

    Warum sollte ich etwas gegen eine Medizinuniversität in Linz haben? In Kärnten gibt es jetzt die gleichen Pläne. Dort soll angeschlossen an das Klinikum Klagenfurt eine medizinische Universität errichtet werden, damit Medizinstudenten zum Studieren nicht aus Kärnten hinaus müssen. Warum also nicht auch in Oberösterreich?

  8. Pius (kein Partner)
    28. Februar 2013 14:24

    Man beachte, dass dieser Mann schon 2007 verstorben ist, aber viel von dem er damals erzählte, in der Gegenwart bereits zu sehen ist ..

    Aaron Russo war ein amerikanischer Geschäftsmann, Filmemacher (z.B. die Glücksritter mit Eddie Murphy sowie den dokumentar Film America: Freedom to Fascism), politische Figur der US-amerikanischen Libertarian Party und Steuerreform-Aktivist. Er verstarb am 24.8.2007 Aaron Russo war mit Nicholas (Nick) Rockefeller befreundet. In einem Gespräch mit Nick Rockefeller hatte dieser - als ein Vertreter der sogenannten „Elite" - unvorsichtigerweise Teile der Verwirklichung der „Neuen Weltordnung" herausgelassen. Rockefeller erzählte Russo von dem Plan, der gesamten Bevölkerung Mikrochips zu implantieren und warnte ihn elf Monate vor dem 11. September 2001 vor einem „Ereignis, das uns...

    Laut Rockefeller würde der Krieg gegen den Terror ein Schwindel sein bei dem Soldaten in Höhlen nach nicht-existierenden Feinden suchen. Rockefeller hatte außerdem versucht, Aaron Russo während ihrer Freundschaft für den Council on Foreign Relations (CFR) anzuwerben.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=shl0K0V4EVU

    • matze (kein Partner)
      28. Februar 2013 14:27

      1 Minute vor 12:
      In den USA soll der RFID-Chip am 23ten März 2013 eingeführt werden. In Indien ist die Sache genauso gelagert, hier wird das Jahr 2014 angegeben. So ist ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Chip auch Europa erreicht.

      Auf Seite 1001 bis 1008 im offiziellen Obamacare Programm (H. R. 3200 Gesetz) steht, das der Chip ab dem 23. März 2013 verpflichtend für jeden in den USA sein soll, sonst gibt's keine medizinische Behandlung mehr. Das Gesetz ist mit dem 21. März 2010 datiert. Darin wird für die Durchführung ein Zeitplan von 36 Monaten (3 Jahre) angegeben.
      http://kath-zdw.ch/maria/schattenmacht/rfid-chip.html

    • matze (kein Partner)
      28. Februar 2013 14:29

      Die Verchippung unserer Kinder - Verschwörungstheorien werden wahr
      Veröffentlicht am 28. Februar 2013 von feld89 in Sonstiges

      Auf der Webseite des "Missouri Child Indentification Program" mochip.org wird die Zukunft ganz unverhohlen angepriesen.

      Das Logo bedarf keiner weiteren Erklärung! Da möchte man nur aus dem Fenster schreien: "AUFWACHEN!!!!!"
      http://volksbetrugpunktnet.wordpress.com/2013/02/28/17382/

  9. Torres (kein Partner)
    28. Februar 2013 11:49

    Grundsätzlich hat Unterberger ja nicht unrecht, man muss sich aber trotzdem fragen, warum die Ärzte allesamt so "wild" auf Kassenverträge sind, wenn sie dann dort angeblich so schlecht bezahlt werden.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    28. Februar 2013 10:11

    Jedes Wort zur „Medizin-Uni“ in OÖ ist zu unterstreichen.

    Als die Eltern nach dem Krieg von Wien noch Wels übersiedelten, gleich neben dem allg. Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz, in dem der Vater Chirurg war, bestand dieses Spital aus e i n e m Gebäude. Es gab folgende Fachabteilungen: Chirurgie, Unfall-Chirugie, Kiefer-Chirurgie, Urologie, Lunge, Interne mit je einem Primarius und Oberarzt.

    Heute ist das Gebäudevolumen mindestens um das zehn- wenn nicht fünfzehnfache gewachsen und das KH Grieskirchen dazu gekommen, die Abteilungen/Primariate sind z.T. 3- bis 4-fach vorhanden und zusätzlich um weitere Spezialabteilungen (mit eignenen Primariaten) erweitert/gesplittet worden. Viele Abteilungen sind überhaupt neu entstanden. Ein eigenes Primariat Anästhesiologie oder „bildgebende Diagnostik“ (Röntgen, MR, CT, etc.) gab es überhaupt nicht, wenn der Vater nachts oder am Wochenende Notfälle zu operieren hatte und eine Röntgenaufnahme benötigte, mußte er diese selbst machen, ähnlich war es mit der Narkose.

    Die Schwerpunkt Spitäler waren in Linz, Wels und Steyr, viele Bezirksstädte hatten überhaupt kein eigenes Spital (oder diese waren nur bessere Krankenheilanstalten), sodaß der Einzugsbereich dieser drei Städte weit über die Bezirksgrenzen hinausging.

    In den vergangenen 60 Jahren sind die Bevölkerungszahlen nicht um das Zehnfache gestiegen und die Volksgesundheit ist auch nicht – sofern man dies quantifizieren könnte – um ein Vielfaches besser geworden.

    Natürlich ist es erfreulich, wenn sich die ärztliche und medizinische Versorgung mit steigendem Wohlstand und neuen Erkenntnissen verbessern ließ, aber bei knappen Ressourcen – nämlich der begrenzten Finanzierbarkeit – wird man sich mit konkurrierenden Notwendigkeiten zu arrangieren haben.

    Die Begründung, daß nur eine eigene Medizin-Uni den „Bedarf“ in OÖ würde decken können ist an Lächerlichkeit nicht zu übertreffen. Wie wäre man denn in der Vergangenheit an die hier tätigen Ärzte gekommen? Abgesehen davon, daß die ausgebildete Anzahl – wie man hört – doppelt so hoch ist, wie der österreichische Gesamtbedarf.

    Was übrigens den Standort Linz betrifft, so gäbe es, wenn schon so eine Uni geschaffen werden muß, mit Wels den viel besseren Standort. Das Klinikum Wels ist wohl das größte und modernste in OÖ und mit Sicherheit eines der bestgeführten in Österreich und alles ist an einem Standort kompakt beisammen. In Linz sind die (kleineren) Spitäler über die Stadt verstreut und man hat das Chaos des innerstädtischen Verkehrs dazu.

    Als das Debakel mit dem Wiener AKH sich jahrelang hinzog und die Kosten täglich explodierten, meinte der frühere Pater Provinzial Dr. Berthold Mayer von den Marianhillern einmal: „Die Wiener sollen sich die Schwester Oberin aus Wels ausleihen, die schupft das Welser Spital (von gleicher Größenordnung) allein und mache keine Verluste“.

    Diese Möglichkeit – Standort Wels - wurde natürlich nie erörtert, weil es ja um Denkmäler für Linzer Politiker und etwas zusätzlichen Weihrauch für die Johannes Kepler Universität geht. Das sind aber schon die einzigen realen, freilich irrationalen Gründe.

    Pikant: Zur Zeit streitet das Pflegepersonal um eine angemessene Gehaltserhöhung, zu der – wie man hört – auch der Landes-Pepi eine harte Durchhalte-Parole ausgegeben haben soll: maximal 20,-Euro mehr. Um Kosten zu sparen.

    Nachdem sich Linz und OÖ ein neues Musik-Theater und den Neubau der Bruckner-„Privat“-Universität (am Pöstlingberg, den nobelsten und teuersten Grundstücken) leisteten, muß offenbar langsam gespart werden, denn es muß sich ja noch die Medizin-Uni ausgehen.

    Blöderweise kann Pühringer die OKA/Energie AG nicht mehr per Sale&Lease-Back verzocken, denn das hat er schon vor einiger Zeit getan, um mit diesen Einnahmen – mit (angeblich) „schuldenfreiem“ Budget - die Wählerbestechung finanzieren zu können.

    • Pius (kein Partner)
      28. Februar 2013 11:48

      Francois Villon (kein Partner)
      ***********

      Zudem hat Pühringer sehr viele Immobilien an Raiffeisen verkauft und dafür ein riesiges Gebäude (Vorteil, dass viele Abteilungen dort vereint wurden) von der Raiffeisenbank geleast. Erwähnt muss noch werden, dass die Altbauten, als sie noch im Besitz der Landesregierung war, vor Verkauf, noch renoviert wurden und zu Schleuderpreisen an Raiffeisen ging.

    • Einspruch! (kein Partner)
      28. Februar 2013 11:57

      Diese "Sale and Lease Back" - Geschäfte sollten SCHLEUNIGSTENS verboten werden, und alle Politiker, die diesen Irrsinn praktiziert haben, diese blanke Veruntreuung öffentlichen Eigentums (auf eine Art, dass es die lästigen Bürger halt nicht gneissen sollen, die teppaten), sollten öffentlich an den Pranger gestellt und anschließend in die Versenkung geschickt werden. "Sale and Lease Back", dieses Gegenteil des anständigen Wirtschaftens, diese institutionalisierte Unwahrheit, sie ist für mich das Symbol des Verfalls der Moral unserer Politiker. Ganz genau so sind sie!

    • Pius (kein Partner)
      28. Februar 2013 14:43

      Francois Villon (kein Partner)

      Ich vermute mal, dass Sie das interessieren könnte!
      Novum - Verlag für Neuautoren
      Das lateinische novum steht für etwas Einzigartiges, noch nie da Gewesenes. Gemäß diesem Motto gilt unser seit 1997 bestehender familiengeführter
      Verlag als der Spezialist für Neuautoren. Heute finden sich in dem mehrfach prämierten Verlag Bücher bekannter Persönlichkeiten wie Katy Karren-
      bauer oder Manfred Baumann, hauptsächlich jedoch Bücher unbekannter Autoren, die wir professionell und mit viel Erfahrung am Buchmarkt einführen.
      http://www.novumverlag.com/static_content/google/de/12/landingpage2011_02_de.php?gclid=CIvSgauQ2bUCFQpZ3godOi8AHw

    • F.V. (kein Partner)
      28. Februar 2013 17:55

      vor 5 oder 6 Jahren schrieb ich das als LB (der natürlich nicht veröffentlicht wurde):

      OKA/Energie AG für 1,3 Mrd. Euro verkauft?

      Vor ein paar Tagen konnte man lesen, daß die Energie AG für 1,3 Mrd. Euro verkauft worden sei, um 100 Mio. zu „lukrieren“. Die „Veranlagung“ dieser ungeheuren Summe sei bei der amerikanischen AIG erfolgt, um damit die Kraftwerke und Leitungen bei Vertragsende in unabsehbarer Zukunft wieder zurück kaufen zu können. Das Eigentum an den Kraftwerken ist also nach USA gewandert, wir besitzen dafür wertloses Altpapier – „securities“ -, das bei Pleitekonzernen angeblich „arbeitet“.

      Inzwischen weiß man, daß die AIG de facto bankrott ist und nur mit einem 85 Mrd. $ Bail-out-package „gerettet“ werden konnte. Und dies auch nur deshalb, weil der ehemalige CEO von GOLDMAN SACHS, der US-Treasurer Henry PAULSON, sich hier für ein Auffangen durch die Regierung entschieden hatte. Andernfalls hätte nämlich GOLDMAN, das einer der größten Geschäftspartner der AIG im Schwindelgeschäft war, 20 Mrd. $ abzuschreiben gehabt – und wäre wohl selbst in den Bankrott geschlittert. Und damit wären die eigenen 700 Mio.$ Aktienoptionen auch für PAULSON in Rauch aufgegangen.

      Daß PAULSON oder die AIG der Energie AG dieselbe „Sorgfalt“ wie ihrem eigenen Vermögen angedeihen lassen würden, darf man freilich bezweifeln.

      Die Frage die sich hier natürlich erhebt, ist die nach der Berechtigung Volksvermögen so still und heimlich einfach zu verscherbeln. Kein Geschäftsführer oder Vorstand darf Liegenschaften - ab einer eher sehr begrenzten Höhe - ohne Beschluß der Gesellschafter veräußern. Wie also kam der Landeshauptmann PÜHRINGER, der ja auch für die Landesfinanzen die Verantwortung hat, dazu eine so ungeheure Summe einfach zu veruntreuen? Wann hätte man je davon gehört, daß diese „Cross-Border-Leasing“ Geschäfte mit oft Hunderten Seiten an unverständlichem Vertragstext öffentlich diskutiert worden wären?

      Wenn sich heute PÜHRINGER kleinlaut hinter einem „einstimmigen“ Beschluß – also auch mit Zustimmung von HAIDER, ANSCHOBER, HAUBNER und LUTZ – versteckt, so muß ja wer die treibende Kraft hinter diesem „deal“ gewesen sein. Die nun gehörten Beteuerungen, „man hätte diesem „deal“ nur nach einer „alle Risiken ausschließenden“ Versicherung zugestimmt, ist natürlich auch lächerlich. Konnte einer der politischen „Fachleute“ denn das Risiko überhaupt abschätzen oder hat irgendeiner auch nur die geringste Idee, was in den – englischen – Vertragstexten enthalten ist?

      Es ist auch bezeichnend, daß die noch tiefer in dieser Malaise steckende Tiwag (3 Mrd. Euro) jenen Aufdecker, der dies publik machte, wegen „Verrats von Betriebsgeheimnissen“ auf 500.000,- Euro Schadenersatz geklagt hatte und ihm das Maul zu stopfen versuchte. Ausnahmsweise ging das aber vor Gericht nicht durch, sonst wüßten wir bis heute nicht, welche Art von Geschäften mit dem Volksvermögen von verantwortungslosen und dummen Politikern gemacht wurden und immer noch werden.

      Aus diesen Scheingeschäften kamen jeweils die Mittel für Wählerbestechung und Stimmenkauf und die Illusion eines „positiven“ Haushalts. Die Teilung der nach US-„Recht“ – für kurze Zeit freilich nur - anfallenden „Förderung“ für Auslands-Investitionen zwischen Käufer und Verkäufer (inzwischen verboten), war nichts anderes wie das Anfüttern beim Fischen, die man, nachdem sie angelockt waren, bequem aus dem Wasser holen konnte.

      Tatsächlich wurde das Familiensilber verscherbelt, hier freilich kein verzichtbarer Luxus, sondern die für das Funktionieren einer modernen Industriegesellschaft nötige Infrastruktur eines Landes. Man kann das nur als grenzenlos dumm, verantwortungslos oder kriminell– oder alles zusammen - bezeichnen.

      POST SCRIPTUM 20. Okt. 2008

      Heute ist in der Krone zu lesen, daß die EAG zuerst – 2001 - das Stromnetz verkaufte, und am 18. Sept. 2002 dem Aufsichtsrat und dem Landeshauptmann Josef Pühringer einen ähnlichen „deal“ mit den 14 Kraftwerken schmackhaft machte. 790 Mio Euro soll der Transaktionswert sein, zu dem die 14 Kraftwerke an Finanzinvestoren verhökert wurden, wobei man einen „Nettobarwert“ von 47 Mio. lukrierte, der ein Monat vorher noch 63 Mio. gewesen wäre. Alleine die läppischen 16 Mio. Differenz innerhalb weniger Tage zeigt wie dubios solche Geschäfte sind. Daß der „deal“ Zustimmung fand, wissen wir inzwischen schon länger, weil ja 1,3 Mrd. Euro in Gefahr sind als wenig werte „Wertpapiere“ sich in Luft aufzulösen.

      Es ist auch interessant zu lesen, daß sich – selbstverständlich - keine Bank bereit fand, für diesen langfristigen „deal“ (Laufzeit 40 Jahre. man hörte aber auch von 99) einen „Letter of Credit“, also eine Bankgaran-tie auszustellen, weil man über solche Zeiträume weder die politische, wirtschaftliche oder Währungssituation auch nur annähernd abschätzen kann.

      Die Depots dieser „Wertpapiere“ – bei der de facto pleite gegangenen AIG – wurden „halbe-halbe versichert, weil schon zum damaligen Zeitpunkt „der Markt sehr eng geworden ist“, wie die EAG nun klagt.

      In dem Faksimile, das die Krone auszugsweise vom Vertrag bringt, liest man unter der Überschrift: Sicherheitspaket für den US-Investor u. a. „Fruchtgenuß auf Turbine und Generator“, „Ranganmerkung auf sogenannte key-Grundstücke. … Dieses Instrument gibt dem Investor einen gewissen Komfort, sich bei "Sicherheitserfüllung" (wenn das Pfandrecht sozusagen schlagend würde) der Energie AG das Wasserrecht zu sichern“, „Bedingte Kaufoption der key-Grundstücke bei Schlechterfüllung der Energie AG“.

      Indem man sich auf die Herzstücke eines Kraftwerkes – die Turbinen und Generatoren – den „Fruchtgenuß“ sichert, ist mit dem Rest (bei allfälligem Zwang zur Verwertung, d. h. der zwangsweisen Veräußerung, weil eventuell die schlecht gesicherte Rückkaufsumme sich in Rauch aufgelöst hat und die EAG mangels Kapital ihr Rückkaufsrecht nicht mehr ausüben kann!) nichts anzufangen. Man kann nur über leere Gebäude ohne anderweitige Nutzungsmöglichkeit „verfügen“, was sie gänzlich wertlos macht, sodaß sie also am Ende des Vertrages zu einem schäbigen Zerschlagungswert – wie bei Insolvenzen – nur zu Buche stehen.

      Die Ungeheuerlichkeit dieser Verträge ist so unfaßbar, daß man das Management und den Aufsichtsrat wegen Veruntreuung vor Gericht stellen sollte.

      Mit dem Öffentlichwerden dieser „deals“ ist erst die Spitze des Eisbergs sichtbar geworden. Dieses unfähige Lumpenpack, das die aus Steuergeldern tatsächlich im Volkseigentum befindlichen Realwerte für ein bißchen Handsalbe und Extra-„money“ für Wählerbestechung leichtfertig verzockt hat gehörte auf das Existenzminimum gepfändet und hinter Gitter gesteckt. Eine Schadenswiedergutmachung scheint ja überhaupt nicht möglich zu sein. Wenn die Krone schreibt, daß der Ausstieg aus den „cross-border-Leasing“ Verträgen die US-„Investoren“ 250 Mi.o Schaden zufügen würde, so ist das wohl erst die erste Iteration in der Lizitierung des tatsächlichen Schadens, den Pühringer und der Vorstand der EAG angerichtet haben.

      Die Inserate dieser Tage des LHStvtr. Dipl. Ing. Erich HAIDER, in denen er sich für die Anti-Privatisierungs-Unterschriften „bedankt“, scheinen ihm recht zu geben. Aber was sollte eigentlich noch privatisiert werden, wenn alles, was den inneren Wert des Unternehmens ausmacht – die physischen E-Werke und das Leitungsnetz – längst klammheimlich verzockt worden ist? Das Firmen-Logo vielleicht? Aber das kann kaum als „Wert“ angesehen werden. Das ist doch nur noch eine leere Hülle, Schein, virtual reality!

  11. cmh (kein Partner)
    28. Februar 2013 09:58

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zero-Base-Budgeting

    Zero-Base-Budgeting vor allem bei den Staatsausgaben!

  12. cmh (kein Partner)
    28. Februar 2013 09:50

    Ein Beispiel für die aktuelle Sprachverhunzung ist auch die "Privatuniversität".

    Da ginge ja noch eher das hölzerne Eisen durch. Denn "privat" meint immer auch "ausschließen" und "universität" meint "gemeinsam".

    Das Erfolgsmodell Universität erfordert in erster Linie ein gemeinsames Forschen von Lehrenden und Lernenden und weiters ein gemeinsames Diskutieren der gefundenen Ergebnisse.

    Die "Privatuniversität" hingegen vermittelt gesicherte und deshalb vor allem verwertbare Kenntnisse gegen Geld. Es wäre daher ehrliche hier von einer Schule zu sprechen, also von einer Medizinschule.

    Aber in einer Zeit, in der die eigenen universitären und studentischen Traditionen so in Vergessenheit geraten sind, dass die die amerikanischen Barette zum auch bei uns üblichen Zeichen des akademischen Abschlusses geworden sind, ist das conchitta und wurst.

  13. cmh (kein Partner)
    28. Februar 2013 09:33

    Hat nicht auch der Niki Pelinka den Abschluss seines Adventurestudiums in Krems gemacht?

    Also für sowas ist Krems schon gut.

  14. Papalima
    28. Februar 2013 09:33

    Zu welcher Chuzpe unsere Politiker fähig sind, zeigt ein Brief von Erwin Pröll, der uns gestern (offenbar an alle Familien in Niederösterreich gerichtet) erreichte.

    >>Deshalb bitte ich Sie heute um Ihre ganz persönliche Unterstützung am 3. März.
    Mit Ihrer Vorzugsstimme können Sie mir direkt Ihre Stimme geben - unabhängig davon, ob Sie auf Ihrem Wahlzettel eine Partei ankreuzen oder nicht.

    • cmh (kein Partner)
      28. Februar 2013 09:35

      Die Niederösterreicher sollen auch was zum Ärgern haben. Warum sollen immer nur die Wiener mit Scherzbefragungen verarscht werden?

  15. cmh (kein Partner)
    28. Februar 2013 09:29

    Da die meisten Oberösterreicher in Wien studieren würde bei einer Medizinschule in Linz das Verklehrsaufkommen zwischen Linz und Wien sinken.

    Daher könnte man diese Veranstaltung öberösterreichischen Kampanilismus durch die Einsparungen in der Erhaltung der A1 finanzieren.

    Zudem würden oberösterreichische Mediziner nunmehr verstärkt im Land selber Prüfungstaxen lukrieren, die in geeigneter Weise - etwa durch eine oberösterreichische Landesabgabe - abgeschöpft werden könnten.

    Im Sinne einer Regionalförderung wäre allerdings ein Standort etwa in Freistadt vorzuziehen. Der Einzugsbereich würde sich dort auch auf das umliegende Tschechien erstrecken. Damit wäre auch etwas für die Völkerverständigung getan.

    -----

    Wünsche sollte man immer erfüllen. Es muss nur Sorge getragen werden, dass die ERfüllung eines Wunsches nicht nur im Interesse des Wünschenden liegt.

    Den Leuten muss halt klar sein, dass die Wünsche nicht vom selbstlosen Christkindel, sondern von einer bestenfalls indifferenten Fee erfüllt werden.

  16. Onkel Hans (kein Partner)
    28. Februar 2013 08:49

    Wie, was, der EuGH judiziert gequirlten Unsinn?

    Ja, schon!

    Aber 66,6 % wollten das so!

    Nie vergessen!

  17. der beste (kein Partner)
    28. Februar 2013 07:03

    Eine Medizinuni in Linz bringt nichts.
    Tatsache ist, daß in den nächsten 5-10 Jahren SEHR viele Ärzte, sowohl niedergelassen wie auch angestellt, in Pension gehen werden.
    Da btingt auch eine Medizinuni nichts. Rechnet man die Aufbauphase einer sochen Universität plus 6 Jahre Studium (Minimum) dazu, geht sich das nicht aus, um dem demoskopischen Wandel abzufangen. Die Absolventen benötigen dann noch mindestens 3 Jahre für den Turnus bzw. 6 Jahre für die Facharztausbildung.
    Und dann sollen diese Leute auch noch in schlecht bezahlte Arztpraxen am Land (wer glaubt denn das noch?)

    Daher: Alles nur Schmäh mit dem Entgegenwirken des Ärztemanges
    Tatsache: Wichtigtuerei für Politiker

  18. Robert Bond (kein Partner)
    28. Februar 2013 02:14

    An der EU-Judikatur ist gar nichts rätselhaft. Die ist völlig logisch. Jedes Land kann seinen Uni-Zugang so regeln wie es möchte, muss aber Studierende aus allen EU-Ländern gleich behandeln. Soll heißen: Österreicher, die den deutschen Numerus clausus schaffen, können in Deutschland studieren, Deutsche, die die Aufnahmeprüfung schaffen, können hier studieren. Man hat als Österreicher aber auch die Möglichkeit, die deutschen Hintertüren zu versuchen, also etwa das Los oder die Warteliste. Meines Wissens nach werden diese Optionen aber kaum genützt. Die Judikatur ist also vollkommen nachvollziehbar. Das Problem sind die EU-Verträge, die intelligente Regelungen gezielt ausschließen.

    • cmh (kein Partner)
      28. Februar 2013 09:51

      Mit einem Wort: Österreich hat in der EU keine Narrenfreiheit.

    • Gasthörer (kein Partner)
      28. Februar 2013 14:21

      Bleedsinn 007:

      Nun habe ich zufällig in der BRD mein Abi gemacht, auch wenn ich Österreicher bin. Und den deutschen NC kann man nur mit einem deutschen Abitur schaffen, da der deutsche Notenschnitt nicht das arithmetische Mittel aus den Abiturnoten ist, sondern eine Ansammlung der Leistungen der Oberstufe darstellt.

      Zur meiner Zeit hatten die einzelnen dt. Unis eigene Quoten für EU- und Drittstaatsangehörige (glaube die FU Berlin erlaubte damals 20% nicht Abiturinhabern ein Studium)

  19. Brigitte Imb
    27. Februar 2013 16:52

    Wozu braucht Linz eine Medizin-Uni?

    Lediglich darum, daß sich wieder viele Politiker ins "rechte" Licht rücken und uns ihre Daseinsberechtigung weiterhin vorgaukeln können. Na und natürlich um Geschäfte, auf Kosten der Allgemeinheit, zu lukrieren.

    Und ein OT:

    Italiens Präsident Giorgio Napolitano sagt kurzfristig ein für den heutigen Mittwochabend geplantes Treffen mit Steinbrück in Berlin ab. Napolitano habe die Absage mit den Äußerungen Steinbrücks begründet, in denen dieser den früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi als Clown verspottet hatte, sagte Steinbrücks Sprecher Michael Donnermeyer.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1349833/Regierungspoker-in-Italien_Grillo-laesst-Bersani-abblitzen?_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/1348218/index.do&direct=1348218

    *** Gefällt mir!

    • fenstergucker
      27. Februar 2013 17:09

      Von den Italienern kann man zumindest Zusammenhalt lernen.
      Der Präsident hat ganz richtig gehandelt und Steinbrück soll seine Logorrhoe einbremsen.

    • Erich Bauer
      27. Februar 2013 18:03

      Da hat er den International Sozialisten eine richtige "gepickt"! Gut so... Ich glaub' dem Holland Franzos zieren jetzt auch gleich 5 Finger auf seiner Wange...

    • Brigitte Imb
      27. Februar 2013 18:48

      Ja, das ist wirklich Spitze, zumal Napolitano (ebenso wie Bersani) ursprünglich bei den Kommunisten angeheuert hat und definitiv links ist. Steinbrück müßte sich winden vor Scham, aber einen Sozi wird das nicht jucken, die denken alles sagen zu können und jede Beleidigung ungestaft tätigen zu können.

    • Maria Kiel
      27. Februar 2013 22:27

      @Präsident Giorgio Napolitano: *******************

  20. Baldur Einarin
    27. Februar 2013 14:55

    Österreich hat ca. 40.000 Ärzte im Aktivstand, dreimal mehr als zu Beginn der 70.iger Jahre ! Auch die höhere Lebenserwartung und die Fortschritte in der Medizin gerechtfertigen nicht die Produktion enttäuschter junger Ärzte auf Halde Darüber können auch manche Schwachstellen in Form von Verteilungsproblemen im niedergelassenem Bereich nicht hinwegtäuschen.. Nur um schwerpunktmäßig einige Verbesserungen im ländlichen Bereich zu erzielen, ist der Schrei des Herrn Pühringer nach einer Linzer Med-Uni nicht gerechrfertigt.Nach Adam Riese wäre bei dem heutigen Höchststand an aktiven Ärzten der jährliche Abgang von ca. 1000 pro Jahr zu ersetzen.Das geschieht sehr wohl schon jetzt.
    Daß die Arbeitsbedingungen der Ärzte sich vor allem wegen ausufernder Bürokratie verschlechtern, die Honorare der Krankenkassen einen ganzen, wegen seines Ethos erpressbaren, Berufsstand beschämen- 18 Euro Gebietskrankenkassen Grundhonorar in Wien für drei Monate, 39 Euro für eine Visite- natürlich brutto- ist unseren feudalen " Landeskaisern " keine Kritik wert.
    Der Wunsch Pühringers nach einer Linzer Med-Uni ist Populsmus Pur !!

    • Schani
      27. Februar 2013 15:04

      Pühringer der Stifter - das klingt doch sehr gut, oder?

    • Cotopaxi
      27. Februar 2013 15:18

      Haben wir Pühringers Interventionen nicht auch die Probleme mit den Zogajs zu verdanken?

    • Brigitte Imb
      27. Februar 2013 18:55

      "Dr. Josef Pühringer med. Universität"...........

      Klingt doch super, oder? Da schlägt das Politikerherz gleich ein wenig höher, und wenn ein (politischer) Wille da ist, na dann wird es wohl zur Umsetzung kommen, egal wie sinnvoll.

    • Baldur Ainarin
      27. Februar 2013 20:26

      Ihr Lieben ! So hätte dann das Land Oberösterreich zwei Stifter,Adalbert und Pühringer !Wie fein ! Zumal ja auch eine Linzer Oper gestiftet werden soll .

    • Brigitte Imb
      27. Februar 2013 21:14

      Ja cool, und unser Erwinator will dann ein Colosseum in Radlbrunn, mit den Landesbediensteten als Gladiatoren. Wie traditionell....

    • Schani
      28. Februar 2013 00:56

      Alma mater Pühringeriana! Ist mir gerade so eingefallen.

  21. Jewgeni Gorowikow
    27. Februar 2013 13:50

    Zum gleichen Thema: Der Med-Uni-Wunsch für Linz - Frau Anneliese Rohrer im 'Reality-Check':

    http://diepresse.com/home/blogs/rohrer/1347320/Bildungspolitik-im-Schrebergarten_Medizin-studieren-in-Pinkafeld

  22. Josef Maierhofer
    27. Februar 2013 10:35

    Privatuni in Linz, ja, das wäre OK.

    Da müsste man halt zuerst den wirklichen Markt dafür erforschen und dann halt entsprechend den Ergebnissen handeln.

    Die, 'ach so sozialen' 'Spender' (auf Volksrechnung und Kredit), die Politiker aus Linz, könnten sich ja dann ausrechnen, wieviel sie dadurch einsparen können und für den Gegenwert Leistungsstipendien an Studierende ausschütten .

    Meine Tochter hat auf diese Weise zwei teure Jahre ihres Studiums in GB finanziert, was meine Brieftasche damals sehr gefreut hat. Gute Leistung und daher eine Refundierung der Studiengebühren, pro Jahr im Schnitt 10 000,- bis 16 000,- GBP, je nach belegten Kursen. In Holland ist ihr das nicht gelungen, aber da waren in etwa die gleichen Beträge halt in Euro.

    Warum muss man bei uns alles 'linkisch' angehen, quasi linksdenkerisch ? Sind wir wirklich schon so verblödet und indoktriniert ? Unsere Politiker sind es, leider, auch die in Oberösterreich.

    Was ist denn eigentlich mit der 'Eliteuni' in Gugging bei Wien ? Die hat man ja auch gebraucht, war ja ganz wichtig, oder ?

  23. Obrist
    27. Februar 2013 09:58

    Das Krebsübel der österreichischen Medizin ist die Ausbildung und hier im speziellen die Praxis und die politische Wertigkeit des Arztes als Gesundheitsfacharbeiter.
    Werden im Rahmen der Studieneingangsprüfungen allgemeine technische/mathematische/kognitive Denkprozesse bewertet (das Wissen darob muss in teuren Vorbereitungskursen zugekauft werden, da es in den Gymnasien nicht vermittelt wird), so fällt die soziale Kompetenz völlig unter den Tisch. Nicht nur die die zu erwartende schlechte Bezahlung, sondern auch die einseitige Selektion der Arztanwärter führt dann zum Abwandern der Absolventen in die Industrie.
    Entscheidet sich nun der Artz/Ärztin für den Dienst am Kranken, dient er im Turnus als Spritzenferdl unter dem Joch gewerkschaftlich organisierter Krankenschwestern/Pfleger und macht eigentlich deren Arbeit, zu der sie trotz mittlerweile akademischer Ausbildung und besserer Entlohnung noch immer nicht bereit sind. Das Aneignen ärztlicher Praxis gelingt oftmals nur durch viel Eigeninitiative, da diesbezüglich wenig motivierte (und ebenso schlecht entlohnte) ärztliche Leiter und Oberärzte den Konflikt mit dem Pflegepersonal und dem aufgeblasenen Verwaltungsapparat scheuen.
    Es gibt in diesem Land zwar Ausbildungsvorschriften, die jedoch elegant umgangen werden können. Nicht nur die Ausbildung, sondern auch das einklagbare Recht des Jungarztes auf Erlangung klinischer/operativer Praxis müsste garantiert und überprüfbar werden können.
    Mit der Qualität der heutigen Turnusausbildung (wie sie leider in den meisten, vor allem städtischen Krankenhäusern angeboten wird) werden nur wenige bereit sein, diese hohe Verantwortung bei voller persönlicher Haftung in einem ländlichen Gebiet zu übernehmen.
    Es gehören daher alle in die Pflicht genommen und der Klassenkampf aus dem Gesundheitsbereich herausgenommen, denn nur ein ordentlich aus- und fortgebildeter und entlohnter Arzt wird seine Arbeit entsprechend motiviert und ordentlich durchführen.

  24. Molon Labe
    27. Februar 2013 08:53

    Eine Medizin-Uni für Linz, wo in Innsbruck grade wieder über die Fusion der (erst kürzlich ne geschaffenen) Med-Uni mit der Uni diskutiert wird? Danke für die treffende Analyse, wo die wirklichen Probleme liegen!

  25. Freak77
    27. Februar 2013 08:43

    Zum Thema ein Presse-Artikel vom 1.1.2013, ein Interview mit dem aus O.Ö. kommenden Gesundheitsminister Stöger - das Ganze macht den Eindruck eines Werbe-Inserats:

    http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1328226/MedizinUni_Minister-Stoeger-will-Fakultaet-in-Linz

  26. La Rochefoucauld
    27. Februar 2013 07:22

    Ich verlange eine Universität für jedes Kuhdorf zur Steigerung der Akademikerquote!

    • cmh (kein Partner)
      28. Februar 2013 09:31

      Ist doch nicht nötig:

      Zählte bereits die verletzungsfreie Beendigung der Volksschule als akademischer Grad, wären wir in spätestens 6 Jahren ein Volk von 100%(-)Akademikern.

      (Die Parteihochschulen wären da aber etwas anderes.)

    • La Rochefoucauld
      28. Februar 2013 14:07

      In Wien schwierig, ohne Bauchstich geht das mittlerweile nicht mehr ;-)

    • F.V. (kein Partner)
      28. Februar 2013 15:29

      La Rochefoucauld,

      herrlich! - Man kann der Dummheit am besten mit zynischem Spott begegnern.

      Wenn so abgefaßt, daß es selbst die Dummen merken, daß sie vorgeführt wurden, ist dies ganz besonders gut.

    • La Rochefoucauld
      28. Februar 2013 17:11

      @F.V.

      Yes, thanks! ;-)

  27. Observer
    27. Februar 2013 07:20

    Zitat AU: Aber ist nicht in der Tat die oberösterreichische Argumentation zwingend, dass es bald keine Landärzte mehr geben wird, wenn es nicht neue Medizin-Ausbildungsplätze gibt?

    Dieser Zusammenhang ist völlig unbewiesen. Die Gründe, warum es immer weniger Landärzte gibt, sind völlig andere. Da sind vor allem aufzuzählen: falsche Kammerpolitik, schlechte Honorartarife der Krankenkassen, schlechte Arbeitszeiten infolge vieler Nacht- und Sonntagsdienste, teilweiser Wegfall der Hausapotheken durch den Machtanspruch der öffentlichen Apotheken und familiäre Wünsche nach Wohnen in größeren Städten.

  28. Wertkonservativer
    27. Februar 2013 05:37

    Zum zweiten Absatz unseres A.U.:

    hätten wir nur mehr "Töchterles" in der Regierung!
    Klug, sympathisch, menschlich: ein rarer Diamant inmitten abgeschliffenem Kieselgeschiebes!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  29. S.B.
    27. Februar 2013 01:21

    Spitäler und Universitäten sind für Politiker Prestigebauten und daher wird hier ohne Rücksicht auf Bedarf und Finanzierung drauflos gebaut.

    Schließlich bezahlen die Volksverterter ihre Herzeigeprojekte nicht aus der Privatschatulle, sondern greifen hemmungslos in den Steuergeldtopf und wenn der leer ist, läßt man halt den Schuldenberg weiter wachsen. Ist eh schon wurscht.

    Bei der Eröffnung setzen sie sich dann gekonnt in Szene und das ist auf alle Fälle werbewirksamer als anstrengende, kostensparende Denkaufgaben bzw. mühsame, oft undankbare Reformarbeit.
    Wenn man es sich aussuchen kann, wird eben die bequemere Variante gewählt!

    • FranzAnton
      27. Februar 2013 04:56

      Unsere Politikerkaste, übrigens im Verein mit ihrer Beamtenschaft, ist eben genau so wenig ehrlich und anständig und auf das Gesamtwohl unseres Landes erpicht, wie es die Politikerkaste zu allen Zeiten war, welche, mit nur wenigen Ausnahmen, nahezu ausschließlich den eigenen Vorteil im Auge hatte. Deshalb übrigens haben die Italiener die ihrigen bei der jüngsten Wahl im Regen stehen lassen.

      Was unseren Frank Stronach betrifft, so hat er m.E. den Vorteil, nicht hinterhältig zu den Menschen seines Geburtslandes Österreich sein zu wollen, sondern dessen Rettung vor unseren desaströsen Politunverantwortlichen auf seine Fahnen geschrieben zu haben, welches Ziel man ihm glauben kann; warum sonst sollte er sein selber verdientes Geld in den teuren Wahlkampf investieren? Ob er im Stande wäre, seine Ziele zu erreichen, mag ungewiss erscheinen; bei unseren Durchschnittspolitikern aber erscheint eher der Ruin Österreichs wahrscheinlich, zwar zusammen mit der EU.
      Ich bin geneigt, ihm meine Stimme geben; er sollte eine Chance bekommen, das Ruder herumzureissen; es ist vielleich die einzige Chance, die Österreich realtiter hat. Der Umstand, daß er in Interviews nicht das gewohnt aalglatte Politikerverhalten an den Tag legt, ist wohl kaum als Negativum einzuschätzen.
      Auf die NEOS hätte man ja auch hoffen können; wenn ich aber etwa ihre Positionierung hinsichtlich Adoptionsrecht homosexueller Verpartnerungen bedenke, muß ich an ihrer Rationalität grundsätzlich zweifeln.

    • simplicissimus
      27. Februar 2013 08:59

      Franz anton: hab mir das Programm der NEOS angesehen, reisst mich nicht vom Hocker. U.a. vertreten Sie den Bundesstaat Europa. Das habe ich zwar auch einmal vertreten nur ist eine solche Forderung gerade jetzt absolut kontraproduktiv, denn mit diesen Figuren an der Spitze und dieser vollkommenen Fehlsteuerung würde es wohl noch viel ärger werden. Die jetzige EU müsste vollkommen umgebaut werden, das allein ist ein Monsterprogramm und absolut unrealistisch. Besser wäre die Forderung nach weniger EU und mehr Vertragstreue, mehr Eigenerantwortung, weniger ruinöser "Solidarität".
      Zu Stronach kann ich nur sagen, Sie mögen vielleicht recht haben, aber damit machen Sie eine Ampel vorerst sehr wahrscheinlich. Ampeln zeichnen sich meist durch Lähmung aus, was wir überhaupt nicht brauchen. Und sobald der alte Stronach nicht mehr kann, was dann? Das kann sehr bald eintreten. Hinter ihm steht diesselbe aalglatte Politgarnitur, die Sie zu Recht nicht mögen.

      Daher wähle ich lieber ein Programm, das von einer Partei, die möglicherweise Nummer 1 wird, noch am ehesten umgesetzt werden kann. Es ist auch besser als das von den NEOS. Warten wir auf Stronachs Programm.

    • simplicissimus
      27. Februar 2013 09:08

      ... die NEOS vertreten, nicht Sie, Franz Anton ...

    • terbuan
      27. Februar 2013 14:04

      In Linz ist es besonders wurscht, dort sind die Roten gerade dabei ganz blöd dazustehen, da sie 450 Mio. Euro bei Devisenspekuklationen offensichtlich schuldhaft versenkt haben.
      Und die BAWAG dürfte gar nicht so schlechte Karten haben.
      http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1349408/Spekulationsverluste_Neue-Dokumente-belasten-Linz
      Das wird noch spannend!

    • F.V. (kein Partner)
      28. Februar 2013 15:43

      Ein Trojaner aus Canada?

      Stronach hatte die Politiker in Österreich und Europa wegen des Schuldenmachens heftig gescholten, und eine Partei gegründet um unsere Finanzen wieder in Ordnung zu bringen.
      Welche Überraschung, als man aus dem Fernsehen erfuhr, dass Bill Clinton sein Freund sei und daß er für sein Anliegen, in Österreich politische Macht zu erlangen, um die Finanzen des Landes wieder „in Ordnung“ zu bringen, öffentlich wirbt.

      Hat doch „Der Spiegel“, das einflußreiche politische Journal Deutschlands, in der Nr. 31 aus 2012 (Seite 67) die Rolle Bill Clintons als der des Hauptschuldigen an der gegenwärtigen Finanzkrise enthüllt.
      Denn niemand anderer als Frankies Freund Bill Clinton ist es demnach gewesen, der auf Drängen der US-Finanzwelt, vertreten durch den Banker Sandy Weill, im Jahre 1999 den „GLASS-STEAGALL-ACT“ aufhob. Wollte Frankie schon d i e Autorität in Wirtschaftsfragen sein, dann dürfte er wissen was der „GLASS-STEAGALL-ACT“ war.

      Nämlich jenes Gesetz, das nach der Wirtschaftskrise in den Dreißiger Jahren beschlossen und in Kraft gesetzt wurde, um eine Wiederholung eines „Schwarzen Freitags“ zu verhindern.

      Sieben Jahrzehnte lang hat dieses Gesetz, das die regulären Banken, also die Gelder der Völker, vor den „INVESTMENTBANKEN“, also den kriminellen Hasardeuren und Wucherern trennt, die Welt geschützt. Diesen Schutzdamm nun, hat Stronachs Freund Bill Clinton zerstört und die Völker der Welt mit einem Federstrich an die Heuschrecken ausgeliefert.

      Sein Freund Clinton könnte ihm sicher erklären, daß er eigentlich die Falschen und zu Unrecht beschuldigen: Denn die haben die Schulden nicht verschuldet, sondern diese werden ihnen auferlegt:
      a.) durch die Börsenwetten der „Investmentbanken“ und
      b.) durch überhöhte Zinsen, die Clintons Rating - Agenturen der Welt abverlangen, während der Sparer sich mit einem Prozent begnügen muss.
      Daß man Frankie erlaubte Milliardär (wer weiß obs wahr ist?) zu werden, läßt in Verbindung mit seiner Freundschaft zu Clinton den Verdacht aufkommen, daß er kein Mittel gegen die „Pfeffersäcken“ finden wird, ja daß er selber ein solcher Pfeffersack ist.

      Ein Teil des Systems also, ein trojanisches Pferd der FED, der RATING -Agenturen und von Goldman-Sachs.

      „Hört nicht auf die Frösche beim Trockenlegen der Sümpfe!“ soll er gesagt haben. Besser wäre wohl: Hört nicht auf Bill und seinen Freund Frank, wollt Ihr der Zinsknechtschaft wirklich entrinnen

    • Pius (kein Partner)
      28. Februar 2013 17:18

      F.V. (kein Partner)
      **********

      Nur ganz nebenbei: Stronach alias Strohsack hat jiddische Wurzeln ...... so ein Zufall aber auch. Zudem wirbt Stronach auch damit Geld an die jüdische Gemeinde gespendet zu haben.

  30. Schani
    27. Februar 2013 01:14

    Medizinuniversität - eine Contradictio per se!Diese Institutionen sind seit ihrer Separation von den Universitäten bessere Fachhochschulen.
    Politiker erklärten uns vor dem EU-Beitritt, daß sich an den Studienbedingungen für Österreicher nichts ändern würde! Eine glatte Lüge, oder die damaligen politisch Verantwortlichen waren zu dumm, Anderes zu erkennen.
    Daß Kassenärzte zu schlecht honoriert werden, ist nichts neues. Diese akademische Berufsgruppe ist die einzige, welche gezwungen wird, zu "Sozialtarifen" zu arbeiten. Man sollte versuchen, dies Rechtsanwälten oder Notaren zuzumuten - zu Recht würden diese sich wehren!

    • exp(i*pi)+1=0
      27. Februar 2013 12:06

      Es gibt noch eine Berufsgruppe welche sich die Manager „halten“: Es sind dies Ingenieure.
      In Großfirmen rangieren schöpferische und fähige Ingenieure im Sozialstatus auf dem Niveau gehobener Facharbeiter. Kaufleute ermitteln die Kosten der von ihnen erbrachten Arbeit und Manger entscheiden über ihr Fortkommen. Ingenieure sind eben im Durchschnitt so blöd, an fachlicher Arbeit zu hängen, statt für die eigene Kariere zu sorgen.

  31. socrates
    27. Februar 2013 00:35

    Zum Export der Mediziener! 2043 sind schon im Ausland tätig, eine Chance für junge, intelligent, arbeitswillige Menschen.





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