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Wenn Jauche jede Politik ersetzt

Gewiss, in erregten Debatten muss man sich bisweilen so ärgern, dass man die Contenance verliert. Da sagt man bisweilen manches, was man später bereut. Aber, was da in der letzten Zeit zu hören ist, etwa in Österreich, etwa in Italien, übersteigt bei weitem alle Grenzen des Anstands. Und es erinnert immer mehr an die Tonalität der Zwischenkriegszeit, als Nationalsozialisten und Kommunisten Europa in seine größte Katastrophe getrieben haben. Als gewählte Parlamente von den Anhängern einer Diktatur nur noch „Quatschbude“ genannt wurden.

Die Töne des Hasses fallen nicht mehr bloß in einer momentanen Erregung, sondern aus wohlfeiler Überlegung. So erregen sich etwa die Grünen nicht mehr wie einst über die derben Aschermittwoch-Töne eines Franz Josef Strauß oder eines Jörg Haider, sondern es gelingt ihnen, diese Töne sogar noch zu übertreffen.

Wer etwa gehört oder gelesen hat, was ein Peter Pilz heuer zu diesem Anlass gesagt hat, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Für ihn sind einige Landeshauptleute „Esel“, die Freiheitlichen „Kleptomanen“ und die Kandidaten Stronachs „Lumpen“. Ja, das ist  genau derselbe Peter Pilz, der ständig gegen Gott und die Welt Strafanzeigen einbringt.

Man erinnere sich nur, wie fast alle Großleitartikler empört in die Tasten gegriffen haben, als ein freiheitlicher Abgeordneter einmal das Wort „Lump“ verwendet hatte. Und wie sofort die Staatsanwaltschaft gegen den Mann ausgerückt ist. Das gleiche tat sie, als eine Historikerin einen Mann Kinderschänder genannt hat, der mit einer Neunjährigen Geschlechtsverkehr hatte. Bei Pilz hingegen schweigen sie allesamt, die Medien ebenso wie die Staatsanwaltschaft. (Um nicht missverstanden zu werden Das Schweigen der Staatsanwaltschaft finde ich im Gegensatz zu jenem der Medien natürlich richtig; nur sollte sie auch dann schweigen, wenn sich andere falsch ausdrücken.)

Offenbar sind solche Töne bei den Wählern zinsbringend. Das sieht man etwa in Italien. Denn während sich dort alle Welt geradezu im Chorgesang über Silvio Berlusconi erregt, droht dem Land noch etwas viel Schlimmeres. Den Umfragen zufolge dürfte ein Mann am dritten Platz hinter Berlusconi und der Linken landen, der überhaupt das Allertiefste ist, was mir in den letzten Jahrzehnten in einer Demokratie untergekommen ist: der sogenannte Komiker Beppe Grillo.

Ihm werden unfassbare 13 bis 16 Prozent prophezeit, obwohl er nicht einmal den Hauch einer politischen Idee hat. Das ist also deutlich mehr, als wahrscheinlich Mario Monti bekommen wird, den zumindest das Ausland so hoch preist. Grillo ist nicht links und nicht rechts, sondern er hat ein einziges Programm: Schimpfen, schimpfen, schimpfen.

Zitate aus seinen Reden sind imstande, einem den Glauben an die Demokratie und Vernunft der Menschen auszutreiben: „Wir sind im Krieg!“, „Schicken wir sie alle nach Hause“, „Basta, Basta!“, „Pathetischer Zwerg“, „Arschgesichter“. Und bei jeder neuen Beschimpfung jubeln die Menschen. Dagegen hebt sich Berlusconi mit seinem Hang zu jungen Frauen, die seine Enkelinnen sein könnten, mit seinen gefährlichen Steuerversprechungen und mit seinen dubiosen Geschäftspraktiken geradezu positiv ab. Ebenso wie die Linke, obwohl diese nicht bereit ist, ihre Allianz mit den doktrinär gebliebenen Kommunisten zu lösen. Immerhin haben beide noch politische Vorstellungen, über die man diskutieren kann.

Offenbar aber haben derzeit Jauche-Verteiler wie Pilz und Grillo Saison. Oder sind das gar die Exponenten der oft zitierten, aber nie konkretisierten „europäischen Werte“? 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2013 01:50

    Je weniger ein Politiker inhaltlich zu bieten imstande ist, umso primitiver seine Verbalinjurien:
    SPÖ-Abgeordneter Christian Faul zu Kollegen der Opposition in einer einzigen Wortmeldung im Parlament: “Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drin sein sollte”, “Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie gar keine Berechtigung hier aufzutreten” und schließlich “Sie sind Sternzeichen Krokodil: Große Pappen, kleines Hirn” oder
    SP-Abg. Edlinger gegenüber Abgeordneten der Freiheitlichen Partei, dass sie "blaue Schweine" seien.

    So fortgeschritten kann die Stimmung in einem ländlichen Bierzelt gar nicht sein, daß die Moderatoren das erschreckende Niveau von Abgeordneten zum Nationalrat erreichen könnten. Diese Zierden demokratischer Willensbildung verwechseln offensichtlich Intelligenz mit geistiger Inkontinenz. Das Problem ist das Auswahlverfahren in bestimmten Parteien: Wenn Hinaufbuckeln und Sitzfleisch wichtiger sind als fachliche Kompetenz, darf man sich über die Politikerverdrossenheit der Bevölkerung nicht wundern.

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2013 02:55

    Wenn die Forderung nach "Contenance" für alle Parteien gelte, dann könnte man die Exponenten dieser Linie ja noch verstehen, weil das Volk die "politische Jauchengrube" längst satt hat.

    Aber leider gehen die Maßregelungen immer nur in eine Richtung und es gilt der eherne Grundsatz:
    "Quod licet Iovi, non licet bovi "
    Frei übersetzt: " Was den linken Gutmenschen erlaubt ist, dürfen rechte Schmuddelkinder noch lange nicht"!

    Logisch, oder?

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2013 09:58

    Eine zutiefst logische Entwicklung, welche im Wesen der repräsentativen Demokratie liegt.
    Immer mehr Menschen verlieren jede Moral, nicht nur auf der gewählten Seite. Sie geben bewusst dort die Stimme ab, wo es am meisten zum Stehlen gibt – Umverteilen ist das neue Modewort!
    Logischerweise werden die Zahler weniger und die Diebe mehr. Da aber die Diebe das Plündern inzwischen gewohnt sind, es aber einfach zu wenig zum Verteilen gibt, steigt der Frustlevel.
    Also wird die Sprache, wie auch der gesamte politische Umgang, rauer.

    Da die Diebe natürlich sich selbst nicht als Diebe dargestellt sehen wollen (menschlich verständlich), müssen sie ständig neu Gründe für ihren Diebstahl finden, ständig neue 'Arbeits'felder usurpieren. Resultat sind die bekannten PC-, Gender- und Migrationsprobleme. Die kosten aber wieder Volkseinkommen, womit noch weniger zum Verteilen da ist. Der Ton der Räuberbande wird noch aggressiver, ein circulus vitiosus.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2013 16:17

    Da diese 'Kasperl' der Selbstbedienung wegen Politik machen, brauchen sie Wähler, die sie 'legitimieren' und da passiert es nun hin und wieder, dass man 'Werbung' machen muss, auf sich aufmerksam machen muss ob der eigenen Bedeutungslosigkeit in Ideenlosigkeit, und da ist jedes Mittel recht.

    Man braucht nur zu rülpsen,was die 'Zuhörer' hören wollen.

    Sagt wohl auch einiges über die Zuhörer aus.

  5. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2013 03:46

    Lebt eigentlich die Cicciolina noch? Eine gewisse horizontale Note würde der mittlerweile traditionellen italienischen Komödie durchaus eine zusätzliche amüsante Note verleihen.
    Dem gegenüber bietet unser Parlament den tragischen Showdown rivalisierender Mafiabanden, die in ihrem Furor alles vernichten, was unsere Eltern aufgebaut haben. Leider haben die in ihrem Eifer vergessen, den Geist wieder rechtzeitig in die Flasche zu befördern ....

  6. Ausgezeichneter KommentatorArundo.donax
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2013 11:22

    "Die Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen." (J.-J. Rousseau)

    Es gibt zu denken, dass Verbalentgleisungen in der Politk - vor allem in Vorwahlzeiten - scheinbar zur Tagesordnung gehören. Man möchte doch annehmen, dass unsere Volksvertreter hinreichend rhetorisch geschult sein müssten, ihren Kontrahenten mit Argumenten zu begegnen und nicht - in Sandkastenmanier - mit Dreck nach ihnen zu werfen.

    Dass ein solches Verhalten von gewissen Bevölkerungsschichten goutiert wird, lässt wiederum Rückschlüsse auf jene selbst zu. Ein "Weghören" der Medien, stets die "rechten Radaubrüder" in Beobachtung habend, beweist wieder einmal, dass es mit deren Objektivität nicht so weit her sein kann, wenn hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Februar 2013 13:32

    Viele Menschen sind von den derzeitigen Politikern und Regierungen "angefressen", daher haben Leute großen Zuspruch, welche den Zuhörern "aus der Seele bzw. dem Mund" sprechen. Dies findet nicht nur in Italien, es findet auch bei uns statt. Viele Leute sehnen sich nach einem großen, starken Mann, welche das Ruder wieder herumreisssen kann. Da fragt man nicht lange, was wirklich hinter dieser Person steckt. Nicht zu vergessen ist die heutige Medienwelt, welche großartiges bei der Manipulation und Beeinflussung der Wahlberechtigen erreichen kann. Der Weiberheld Berlusconi (welcher eben eine 27-Jährige geheiratet hat) verfügt über ein großes Netz an TV-Stationen und Zeitungen. Damit wird es sihm sicher gelingen, wieder in das Parlament einzuziehen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Februar 2013 09:41

    Zwar meinte Dr. Unterberger eine andere Jauche, aber das Folgende paßt auch ganz gut dazu.

    Wenn im ORF „Filmemacher“, „Schauspieler“ und ähnliche Lakaien der Systemerhalter in Penetranz und ununterbrochener Lobhudelei vorgeführt werden, darf man mit Gewißheit annehmen, daß sie eine hervorragende Rolle im Projekt Gehirnwäsche und bei der Pflege des „Schuldkomplexes“ einnehmen.

    Man konnte dies bereits ahnen, als ein „Herr“ Walz in einem miesen Film einen miesen Nazi- oder gar SS-Offizier spielte. Dabei scheint es, daß die Rolle falsch besetzt war, dann er ist dafür etwas zu klein geraten; ansonsten dürfte er sich selbst gespielt haben: einfach mies.
    So ausgewiesen wird uns dieser Lakai immer wieder als Hollywood-„Größe“ verhökert, was freilich nur bei Seitenblicke und ähnlichem Gesindel eine Wertschätzung ausdrückt.

    Wozu man so eine miese Figur braucht – und auch findet, berichten heute die OÖN.
    „Christoph Walz als Papst und Rache-Jesus. – B l e n d e n d e Figur machte Oscar-Preisträger Ch. W. am Samstag als erster deutschsprachiger Gastgeber der l e g e n d ä r e n US-TV-Satireshow „Saturday Night Live“. Der 56-jährige spielte v i r t u o s mit Österreich-Klischees und b r i l l i e r t e in komischen Persiflagen: in einem Werbespot als Papst, der sich über Finanzprodukte für pensionierte Oberhirten beraten läßt, oder im Trailer zum Film „Djesus uncrossed“, in dem er sich als Auferstandener gemeinsam mit Brad Pitt als heiliger Petrus an den Römern rächt.“

    Diese primitivste Hetze und Blasphemie ist einfach unerträglich. Sie zeigt wes „Geist“ dieser miese Haufen Müll ist, und in wessen Dienst er seine erbärmliche „Karriere“ macht. Die Nachricht unter „Kultur und Leben“ in meiner Provinz-Zeitung zeigt auch, was heute „bürgerliche Zeitung“ bedeutet: ihr Herausgeber ein Illuminierter, der seinen Job macht!


alle Kommentare

  1. Alyn (kein Partner)
  2. Kenny (kein Partner)
  3. Mohamed (kein Partner)
  4. Sakda (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:57

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  5. AAthi (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:08

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  8. Hannibal (kein Partner)
    20. Februar 2013 08:13

    Na, so etwas. Politiker stehen unter Immunität, da können sie sich alles erlauben. Manchmal kommt es sogar bei TV-Konfrontationen vor, dass zwei Politiker einander Tiraden zuwerfen, die knapp an der Beschimpfungsgrenze sind. Am Schärfsten sind die Töne meist zwischen Grün und blau. Aber, sie kommen meistens von der grünen Seite. Da kommen dann solche Wörter wie "jenseitig", "Hetzer", "Hassprediger" Auch wenn Politiker von so weit auseinanderklaffender Gesinnung sind, sollten sie dennoch respektvoll miteinander umgehen und vielleicht am Anfang einer Konfrontation einander vor der Kamera höflich grüßen. Dann sieht doch alles anders aus...

  9. matze (kein Partner)
  10. Francois Villon (kein Partner)
    18. Februar 2013 21:44

    Die gute Nachricht!!!

    Im 'finsteren Mittelalter' stand der König noch in der ersten Reihe, selbst im Krieg, und er mußte keine Angst haben, durch einen Rückenschuss zu fallen!?

    Nicht nur der französische Präsident fürchtet sein eigenes Militär - ich berichtete darüber schon -, auch der US-Präsident Obama. Welch besseren Beweises bedürfte es, daß ein Militär von Wehrpflichtigen den Söldners von Kriegs- und Killeragenturen vorzuziehen ist.

    Da außerdem immer auch ein Feuer sein muß, wo Rauch aufsteigt, ist diese Nachricht sehr ermutigend: die Macht-Haberer beginnen sich zu fürchten – weil sie wissen, daß sie allen Grund dazu haben. (Bilder und Video unbedingt ansehen!)

    Wie jetzt durch einen aufmerksamen Beobachter bekannt gemacht wurde, mussten die Marinesoldaten während der Militärparade zur zweiten Amtseinsetzung von Obama am 21. Januar Gewehre ohne Schlagbolzen tragen. Das heisst, die Gewehre waren n i c h t schussbereit. Offensichtlich trauen Obama und seine Bodyguards vom Secret Service den Soldaten nicht mehr und sie haben Angst vor einem Attentat aus den eigenen Reihen.

    Tatsächlich sieht man im folgenden Video und in dem Standfoto oben die fehlenden Schlagbolzen in den Gewehren. Diese Maßnahme während der Zeremonie zur Amtseinführung des Präsidenten ist neu, denn 2009 marschierte die US Navy mit Gewehren die funktionierten.

    Am Anfang des Films werden Aufnahmen aus 2009 gezeigt, wo Obama noch die Pennsylvania Avenue entlanglief und die Soldaten funktionsfähige Gewehre trugen. 2013 steht Obama hinter einer Glasscheibe und ab Minute 1:00 sieht man die Gewehre mit den Löchern wo die Schlagbolzen sein sollten:

    Für was sind überhaupt Soldaten vom Wachregiment bei der Parade? Doch als Schutz für ihren Oberkommandierenden. Und die dürfen nur ein Spielzeuggewehr tragen? Nur Tyrannen haben Angst vor der eigenen Bevölkerung und vor der Armee und entwaffnen diese.

    Am 29. Januar berichtete Freeman in diesem Artikel, bei der Ansprache des französischen Präsidenten Hollande vor Soldaten am 9. Januar sind auch die Schlagbolzen aus den Gewehren entfernt und die Munition konfisziert worden.

    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/02/obama-hat-angst-vor-seinen-eigenen.html

  11. Otto (kein Partner)
    18. Februar 2013 15:15

    Kabas: Also zuerstmal war das im Zusammenhang mit dem Bundespräsidenten Thomas Klestil und nicht einfach so 'verwendet', und zweitens hat er es nämlich überhaupt nicht gesagt, sondern wahrscheinlich eher 'Hump' oder 'Dump'...

    • F.V. (kein Partner)
      18. Februar 2013 21:23

      Das ist ein schlechtes Beispiel, eigentlich gar keines, denn in diesem Fall wäre der Wahrheitsbeweis in jedem Fall gelungen, was immer Kabas gesagt haben mochte oder ihm (und anderen) dazu noch im Laufe der Zeit eingefallen sein mag.

  12. Der Rathausmann (kein Partner)
    18. Februar 2013 12:10

    die einfache Formel: links ist gut - rechts ist böse, hat eben bereits in vielen Bereichen ihre Gültigkeit, da wird heutztage gegen oder für alles Mögliche demonstriert, es muss nur ein "antifraschistischer" oder "antirassistischer" Gedanke dahinter stehen und es wird auch in den Medien breit darüber berichtet. Solche Gedanken rechtfertigen beinahe jeden Schwachsinn und auch sämtliche Kosten, da werden die dubiosesten Vereine und Aktionen ungeprüft gefördert, da haben die hauptberuflichen Vergangenheitsbewältiger ihre Spielwiese und können ungestraft alle beleidigen die nicht blind ihren Ideen folgen.

    • Hannibal (kein Partner)
      20. Februar 2013 17:30

      "...es muss nur ein antirassistischer Gedanke dahinter stehen"
      In Klagenfurt wurde im Herbst 2010 gegen die 90-Jahr-Jubiläumsfeier der Kärntner Volksabstimmung demonstriert, mit der Begründung, dass diese Veranstaltung "antislowenisch" und "deutschnational" sei. Wozu noch kommentieren? Mit dieser Logik müsste man die Jubiläumsfeier des Burgenlandes als "anti-ungarisch" abstempeln.

  13. kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
    18. Februar 2013 12:09

    "Als gewählte Parlamente von den Anhängern einer Diktatur nur noch „Quatschbude“ genannt wurden."

    S.g.Herr Dr. Unterberger: Ist denn heute das Parlament etwas anderes als eine Quatschbude?
    Man muss weder Nazi, Kommunist oder Anhänger einer Diktatur sein um zu erkennen, dass das Parlament völlig überflüssig ist. Die gelangweilt Zeitung lesenden "Ab"geordneten (ihrer Partei) die bei den Abstimmungen das vom Klub festgesetzte Ja oder Nein auf Befehl abliefern, die inhaltsleeren Propagandasprüche der Redner, geschmückt mit untergriffigen Verbalinjurien usw.usw.... zeigen eine deutliche Sprache.
    Haben Sie schon jemals etwas gehört, was das Parlament beschlossen hat, ohne das bereits Tage vorher in der Zeitung stand ob es angenommen wird oder nicht.

    Es genügt ein Besenkammerl um von jeder Partei einen Abgeordneten zu entsenden (und abstimmen zu lassen) wenn er soviele Stimmen abgeben kann wie dem Wahlergebnis entspricht. Allein die Licht- und Heizkostenrechnung des Parlamentes würde einen erklecklichen Beitrag bei den Sparbemühungen des Staates ergeben. (Von den Gehältern der Parlamentarier ganz abgesehen.)
    Als Stimmabgeber könnte man sogar einen C- Beamten verwenden - soweit er lesen kann - wenn ihm der Klub einen Zettel zum ablesen mitgibt!

    >>>
    Wenn es in der Grössten "Demokratur" möglich ist mit einem Erdnussfarmer oder einem bekannten Schauspieler den Posten eines Präsidenten zu besetzen wird auch ein schimpfender Grillo nicht schlechter sein.

    Wenn ndann einer von diesen Als "Arschloch" bezeichet wird ... kann es doch einen gewissen wahren Gehalt haben...

    Soviel heute zur "Demokratur!".

    • Francois Villon (kein Partner)
      18. Februar 2013 21:29

      Gottfried Benn, in 21. Etappe (Bonn 2011/12)

      "Innerhalb des Abendlandes diskutieren seit vier Jahrzehnten dieselbe Gruppe von Köpfen über dieselbe Gruppe von Problemen mit derselben Gruppe von Argumenten unter Zuhilfenahme von denselben Gruppen von Kausal- und Konditionalsätzen und kommt zu derselben Gruppe von sei es Ergebnissen, die sie Synthese, sei es von Nicht-Ergebnissen, die sie Krise nennt – das Ganze wirkt schon etwas abgespielt, wie ein bewährtes Libretto, es wirkt erstarrt und scholastisch, es wirkt wie eine Typik aus Kulisse und Staub ....

      Wo aber immer bei uns sich im Geistigen etwas Primäres andeutet, ein vulkanisches Element, greift die Öffentlichkeit ein mit Abtreibung und Keimzerstörung; es erscheint die oben genannte Gruppe mit ihren Club-Debatteuren, Round-table-Vor- und Beisitzern, Versammlungsmatadoren, ruft auf, sammelt Unterschriften im Namen von Vergangenheit und Zukunft, von Geschichte, von Enkelversorgung, von Mutter und Kind; - die Kulturphilosophen, Kulturdeuter, Krisenphänomenologen strömen zusammen, denunzieren, eliminieren, rotten aus – und natürlich auch die Herren Chefredakteure in ihren großen Presse-Limousinen als die beruflichen Dammrißflicker, leider heute, wie meistens, vor der Geburt und alles dies zum Schutz von Demokratie und Humanität."

      Weil das so ist, dürfte die Bezeichung Quatschbude eine glatte Schönfärberei sein.

  14. cmh (kein Partner)
    18. Februar 2013 10:12

    Wenn Jauche jede Politik ersetzt ...

    In Wirklichkeit ist es viel schlimmer: Die Jauche ersetzt die Politik nicht, sondern sie wird vielmehr zum Surrogart für Politik. Das Kasperltheater in den Medien ist nämlich sehr wohl Machtpolitik, deren einziger Zweck es ist, die tatsächliche Sachpolitik zu verschleiern. Das geht umso einfacher, da der Schmutzkübel immer einfach zu verstehende Inhalte transportiert, während die tatsächlichen Konsequenzen des Handelns der Politiker immer konsequentestes Nachdenken erfordern, um erkannt zu werden.

    Dass diese Schmutzkübel nur Schmiere sind, das Publikum aka souveräne Wählerschaft einzulullen, ist leicht am Umgang der Politiker untereinander zu ersehen, die auch nach der infamsten Verleumdung noch in der Lage sind, von gutem Verhandlungsklima zu sprechen. (Eine Partei z.B., die den Obmann der anderen nachweislich verleumdet ohne dass es zu einer Entschuldigung kommt, hätte doch - wie man im Gebirge so schön sagen darf - als Partner ausgschissen rückwirkend bis zur Eiszeit.

    Dem dumben Volk ist das einerlei, es es suhlt sich wohlig in seinem richtigen (!!) Eindruck, dass es mit Streithanseln zu tun hätte, über dern Tätigkeiten man sich nicht informiert zu halten hätte. Was aber falsch ist.

    Dazu kommen dach noch so Scherzbefragungen wie in Wien, die alles andere als Demokratie sind - schon gar keine direkte. Denn in der Demokratie käme es zu einer Übertragung von Macht. Mit diesen "Befragungen" wird aber nur die Macht derer zementiert, die sie unrichtigerweise schon zu lange haben.

  15. F.V. (kein Partner)
    18. Februar 2013 09:41

    Zwar meinte Dr. Unterberger eine andere Jauche, aber das Folgende paßt auch ganz gut dazu.

    Wenn im ORF „Filmemacher“, „Schauspieler“ und ähnliche Lakaien der Systemerhalter in Penetranz und ununterbrochener Lobhudelei vorgeführt werden, darf man mit Gewißheit annehmen, daß sie eine hervorragende Rolle im Projekt Gehirnwäsche und bei der Pflege des „Schuldkomplexes“ einnehmen.

    Man konnte dies bereits ahnen, als ein „Herr“ Walz in einem miesen Film einen miesen Nazi- oder gar SS-Offizier spielte. Dabei scheint es, daß die Rolle falsch besetzt war, dann er ist dafür etwas zu klein geraten; ansonsten dürfte er sich selbst gespielt haben: einfach mies.
    So ausgewiesen wird uns dieser Lakai immer wieder als Hollywood-„Größe“ verhökert, was freilich nur bei Seitenblicke und ähnlichem Gesindel eine Wertschätzung ausdrückt.

    Wozu man so eine miese Figur braucht – und auch findet, berichten heute die OÖN.
    „Christoph Walz als Papst und Rache-Jesus. – B l e n d e n d e Figur machte Oscar-Preisträger Ch. W. am Samstag als erster deutschsprachiger Gastgeber der l e g e n d ä r e n US-TV-Satireshow „Saturday Night Live“. Der 56-jährige spielte v i r t u o s mit Österreich-Klischees und b r i l l i e r t e in komischen Persiflagen: in einem Werbespot als Papst, der sich über Finanzprodukte für pensionierte Oberhirten beraten läßt, oder im Trailer zum Film „Djesus uncrossed“, in dem er sich als Auferstandener gemeinsam mit Brad Pitt als heiliger Petrus an den Römern rächt.“

    Diese primitivste Hetze und Blasphemie ist einfach unerträglich. Sie zeigt wes „Geist“ dieser miese Haufen Müll ist, und in wessen Dienst er seine erbärmliche „Karriere“ macht. Die Nachricht unter „Kultur und Leben“ in meiner Provinz-Zeitung zeigt auch, was heute „bürgerliche Zeitung“ bedeutet: ihr Herausgeber ein Illuminierter, der seinen Job macht!

    • cmh (kein Partner)
      18. Februar 2013 09:55

      Nur zur ERinnerung: das älteste GRaffiti mit christlichem (?) INhalt ist die Schmähung eines Christen durch einen gekrezigten Esel.

      Wir Christen sind nämlich prädestiniert für derartigen Unrat.

      Sich ärgern bringt nichts. Vielmehr müssen wir uns einfach selber sicherer sein!

    • F.V. (kein Partner)
      18. Februar 2013 10:37

      cmh,

      nicht überall, wo "Rindfleisch" draufsteht muß Rindfleisch drinnen sein, wie sich eben zeigte.

      Wo steht denn geschrieben, daß einer der behauptet "Christ" zu sein auch einer ist?
      So ist es eben mit Trojanischen Pferden: man merkt erst, wenn die Festung gefallen ist, daß es gefährliche Feinde waren.

      Oder glauben Sie, daß die prächtigen liturgischen Gewänder einen katholischen Bischof ausmachen? Zu viele sind offensichtlich Brüder mit und ohne Schurz - und damit eo ipso exkommuniziert; also auch Trojanische Pferde, selbst wenn sie noch den "Bischof geben".

      Nachdem ich inzwischen auch denselben Müll bezüglich der miesen Figur Walz in der Presse und in den "Top"-Suchergebnissen in Google fand, ist klar (was es ohnedies von Anfang an war), daß hier die international konzertierte Aktion gegen die Kirche die Regie führt.

    • Carlo (kein Partner)
      18. Februar 2013 12:06

      Dass Sie Waltz als eine miesen Hund beschimpfen ist wahrlich nicht verwunderlich. Den Ausdruck "Judensau" haben Sie sich wohl nicht getraut, Sie elender Feigling? Ich weiß doch, wie Sie und andere hier denken. Fehlt nur noch ein Statement von der überalten "Undine" in diese Richtung.
      Jauche? Ja, hier stinkt's wirklich. Und zwar ganz gewaltig.

    • Trollwatsch (kein Partner)
      18. Februar 2013 12:12

      nach dem gefälschten Trollfresser nun ein gefälschter Carlo:

      Es stellt sich die Frage, ob hinter diesen geklauten Nicks ein Troll oder mehrere davon stehen.

      Die Frage ist eigentlich einfach zu beantworten: mehrere! Denn einer allein kann ja nicht so blöd sein.

    • cmh (kein Partner)
      18. Februar 2013 12:20

      F.V.

      Mein Posting bitte ich Sie als Trost zu verstehen. Als Christ ist man, wie gesagt, prädestiniert dazu geschmäht zu werden. Das muss man tragen, ohne sich zu ärgern.

      Nichts dagegen zu tun, ja das auch noch für richtige finden hingegen hat mit mangelndem Selbstwertgefühl zu tun.

      Während man also gegen die Schmähungen nichts tun kann, kann man an seinem Selbstwertgefühl selbstverständlich arbeiten. Gibt man sich Rechenschaft über sein Christentum, steigt da Selbstbewusstsein mit der Einsicht über die Glaubensinhalte.

      Wenn jemand, der sich als Christ bezeichnet, keine Ahnung davon hat, worum es denn in der Bibel geht, dann ist er der Lästerung, dass in der Bibel nur von Fantasyfiguren etwas steht, wehrlos ausgeliefert.

      Das war mein Punkt.

    • kaffka (kein Partner)
      18. Februar 2013 12:51

      Carlo (kein Partner)
      18. Februar 2013 12:06

      1. Dass Sie Waltz als eine miesen Hund beschimpfen ist wahrlich nicht verwunderlich. >>> Weils wahr ist?
      2. Den Ausdruck "Judensau" haben Sie sich wohl nicht getraut, Sie elender Feigling? >>> Weils eine Beleidigung für die "Sau" wäre?
      3. Ja, hier stinkt's wirklich. >>>> Seit dem Carlo hier sein Unwesen treibt!

    • F.V. (kein Partner)
      18. Februar 2013 13:39

      Fast müßte ich befürchten etwas gründlich falsch gemacht zu haben, würden nicht so positive Rückmeldungen, wie jene von Carlo kommen.

      Andrerseits bin ich natürlich auch gekränkt, daß er meinen Kommentar nicht genau (= wörtlich und sinnerfassend) gelesen hat. Was ist denn das für eine Aufmerksamkeit?

      Das Wort "Sau" habe und würde ich nie als Invektive für geistige und charakterliche Kretins wie besagten "Künstler" verwenden: wie käme denn sie Sau dazu.

      Da auch dieser geistige Taglöhner beim PISA-Test vermutlich die Reihe von hinten anführen dürfte, wundere ich mich, warum er sich dazu befähigt/berechtigt erachtet mein Denken beurteilen zu können. Das halte ich für eine Anmaßung, fast Beleidigung; aber es ist auch dies Kennzeichen für die Allerdümmsten.

      Aber: selig die Armen im Geiste ...

    • Eva
      18. Februar 2013 20:14

      @Carlo

      Für ein pubertierendes Jüngelchen wie du es bist ist natürlich ein 30-Jähriger schon reichlich alt, 40-Jährige überalt. Alles, was darüber ist, gehört weg, hab ich recht?

  16. Knut Schmidt (kein Partner)
    18. Februar 2013 07:30

    An allen Ecken und Enden im Land der begrenzten Unmöglichkeiten lauern Gefahren, vor allem natürlich bei den rechten Parteien. Die Gefahr soll mit altbekannten Methoden erstickt werden. Wir Bürger sollen aktiv werden und verdächtige Personen melden. Nach dem Willen der EU sollen alle Gutmenschen aktiv werden. Sie sollen mustergültige „Gutbürger“ werden und ihre Mitbürger im Interesse der Behörden bespitzeln und gegebenenfalls anschwärzen. Also die altbekannte Taktik: Willkür, Denunziation und Diffamierung.

    Die Zeiten haben sich eben geändert. Der Folterknecht von gestern ist der linke Gutmensch von heute. Und das Gutmenschentum in all seinen Facetten der Ignoranz, Blödheit und falsch verstandener Toleranz muss schön langsam als Beihilfe zu vielen Verbrechen und für den Niedergang unserer Kultur gewertet werden. Der Terror hat sich vom physischen auf den psychischen Bereich verlagert. Die große Gefahr dabei ist allerdings, dass das Pendel irgend wann wieder zu stark nach rechts ausschlägt. Und das wollen wir auch nicht. Also – wo bitte ist die goldene Mitte.

  17. Undine
    17. Februar 2013 22:50

    A.U. schreibt:

    "Bei Pilz hingegen schweigen sie allesamt, die Medien ebenso wie die Staatsanwaltschaft."

    Nomen est omen. Peter Pilz ist "in allen Teilen giftig", wie es halt bei so manchen Pflanzen und speziell bei Pilzen der Fall sein kann. Einen Knollenblätterpilz wagt man nicht "anzugreifen"---im doppelten Wortsinn.

    • cmh (kein Partner)
      18. Februar 2013 09:56

      Aus beiden Backen Blödheit blasender Bilz! (Leider nicht von mir.)

  18. M.S.
    17. Februar 2013 18:22

    Die ständige Zunahme des Gebrauchs des Gossenjargons korrespondiert mit dem gleichzeitig allgemein zunehmenden Verfall des Bildungsniveaus.
    Die für diese Entwicklung verantwortlichen Politiker sind nur die lebenden Beweise für die von ihnen und ihren Vorgängern selbst verursachten Ergebnisse.

  19. Josef Maierhofer
    17. Februar 2013 16:17

    Da diese 'Kasperl' der Selbstbedienung wegen Politik machen, brauchen sie Wähler, die sie 'legitimieren' und da passiert es nun hin und wieder, dass man 'Werbung' machen muss, auf sich aufmerksam machen muss ob der eigenen Bedeutungslosigkeit in Ideenlosigkeit, und da ist jedes Mittel recht.

    Man braucht nur zu rülpsen,was die 'Zuhörer' hören wollen.

    Sagt wohl auch einiges über die Zuhörer aus.

  20. RR Prof. Reinhard Horner
    17. Februar 2013 13:40

    reinhard.horner@chello.at

    Nicht so sehr, was sich rechts und links außen, sondern was sich unterhalb abspielt, ist das große Übel.

    Zu diesem Geschehen unterhalb der gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Minimalerfordernisse zählt übrigens auch etliches, was aus vorgeblich liberalen, staats- und demokratiezerstörenden Quellen hervortrieft. Dies mit fortdauernden Schimpfereien übelster Art und Aufrufen zu parasitären Verweigerungen und Beanspruchungen. Auch in einer Linie in diesem Blog?

  21. Observer
    17. Februar 2013 13:32

    Viele Menschen sind von den derzeitigen Politikern und Regierungen "angefressen", daher haben Leute großen Zuspruch, welche den Zuhörern "aus der Seele bzw. dem Mund" sprechen. Dies findet nicht nur in Italien, es findet auch bei uns statt. Viele Leute sehnen sich nach einem großen, starken Mann, welche das Ruder wieder herumreisssen kann. Da fragt man nicht lange, was wirklich hinter dieser Person steckt. Nicht zu vergessen ist die heutige Medienwelt, welche großartiges bei der Manipulation und Beeinflussung der Wahlberechtigen erreichen kann. Der Weiberheld Berlusconi (welcher eben eine 27-Jährige geheiratet hat) verfügt über ein großes Netz an TV-Stationen und Zeitungen. Damit wird es sihm sicher gelingen, wieder in das Parlament einzuziehen.

  22. Arundo.donax
    17. Februar 2013 11:22

    "Die Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen." (J.-J. Rousseau)

    Es gibt zu denken, dass Verbalentgleisungen in der Politk - vor allem in Vorwahlzeiten - scheinbar zur Tagesordnung gehören. Man möchte doch annehmen, dass unsere Volksvertreter hinreichend rhetorisch geschult sein müssten, ihren Kontrahenten mit Argumenten zu begegnen und nicht - in Sandkastenmanier - mit Dreck nach ihnen zu werfen.

    Dass ein solches Verhalten von gewissen Bevölkerungsschichten goutiert wird, lässt wiederum Rückschlüsse auf jene selbst zu. Ein "Weghören" der Medien, stets die "rechten Radaubrüder" in Beobachtung habend, beweist wieder einmal, dass es mit deren Objektivität nicht so weit her sein kann, wenn hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

  23. machmuss verschiebnix
    17. Februar 2013 10:07

    Wenigstens brauchen wir heutzutage keine Diktatur, um die Parlamente
    als „Quatschbuden“ zu erkennen.

    Wie lange hatte Belgien keine Regierung ?
    UND ?
    Hatte wohl nur den Lobbyisten gefehlt - was für ein "Schaden" für das Land.

    .

  24. ambrosius
    17. Februar 2013 10:05

    Kann mir bitte jemand den Unterschied erklären zwischen Politikern in Vorwahlzeiten und Moschusochsen in der Brunftzeit ?

    • phaidros
      17. Februar 2013 10:28

      Moschusochsen in der Brunftzeit haben ein klares, nachvollziehbares Ziel, das sich in einfache Worte fassen lässt.

    • brechstange
      17. Februar 2013 10:44

      Auch Politiker haben ein einfaches Ziel, phaidros: Stimmenmaximierung

      Dazu bedarf es der Volksverblödung und -belustigung, meinen diese. Da kann man nur hoffen, dass letztendlich der Schuss nach hinten losgeht.

    • ambrosius
      17. Februar 2013 10:45

      haben das Politiker nicht auch, mein Lieber phaidros, nämlich " Macht und Mammon"ß

    • phaidros
      17. Februar 2013 10:59

      Stimmt natürlich! Aber der Moschusochse versucht nicht, irgendjemanden über sein Ziel zu täuschen. Das macht den Unterschied; das habe ich oben übersehen.

    • ambrosius
      17. Februar 2013 14:52

      Tja, mein lieber Phaidros, dagegen kann ich nix sagen, das stimmt.

    • Gerhard Pascher
      17. Februar 2013 16:54

      Politiker vs. Moschusochsen:
      Eigentlich ist es eine Beleidigung gegenüber den im Norden beheimateten Tieren, sie mit Politikern zu vergleichen. Natürlich werden in der Brunftzeit - wie überall - Wettbewerber nicht geduldet. Die Verlierer ziehen sich nach Niederlagen zurück, was bei den Politikern nicht der Fall ist.
      Noch etwas: einen alten und kranken Moschusochsen darf man unter bestimmten Voraussetzungen auch abschießen. Da gibt es dann noch Fleisch, Fell usw., aber kein angeblich aphrodisierendes Drüsensekret, welches ursprünglich vom Moschushirschen kam, nun aber künstlich hergestellt wird.
      Was hinterlässt uns ein Politiker?

    • ambrosius
      17. Februar 2013 17:56

      Schulden, lieber Herr Pascher, im günstigsten Fall: n u r Schulden

    • Pumuckl
      18. Februar 2013 04:30

      @ alle

      Das war ja wirklich ein amüsantes " Disputerl " !

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      18. Februar 2013 13:02

      Gerhard Pascher
      17. Februar 2013 16:54

      Tut mir leid, kann ich nicht beantworten >>> ich hab noch keinen abgeschossen!

  25. dssm
    17. Februar 2013 09:58

    Eine zutiefst logische Entwicklung, welche im Wesen der repräsentativen Demokratie liegt.
    Immer mehr Menschen verlieren jede Moral, nicht nur auf der gewählten Seite. Sie geben bewusst dort die Stimme ab, wo es am meisten zum Stehlen gibt – Umverteilen ist das neue Modewort!
    Logischerweise werden die Zahler weniger und die Diebe mehr. Da aber die Diebe das Plündern inzwischen gewohnt sind, es aber einfach zu wenig zum Verteilen gibt, steigt der Frustlevel.
    Also wird die Sprache, wie auch der gesamte politische Umgang, rauer.

    Da die Diebe natürlich sich selbst nicht als Diebe dargestellt sehen wollen (menschlich verständlich), müssen sie ständig neu Gründe für ihren Diebstahl finden, ständig neue 'Arbeits'felder usurpieren. Resultat sind die bekannten PC-, Gender- und Migrationsprobleme. Die kosten aber wieder Volkseinkommen, womit noch weniger zum Verteilen da ist. Der Ton der Räuberbande wird noch aggressiver, ein circulus vitiosus.

    • brechstange
      17. Februar 2013 10:49

      *****!

      Wollte gerade Ähnliches schreiben, die Spirale der Aggressivität ist entfacht. Und ich denke, die Systemerhalter sich Chaos und Verwirrung zunutze machen. Die Opposition wäre gut beraten, dem ruhig entgegenzuhalten. Die Hoffnung dazu ist jedoch eher klein.

    • dssm
      17. Februar 2013 11:12

      @brechstange
      Welche Opposition?
      Die blauen Sozialisten, welche kaum an der Macht, bewiesen haben wie korrupt der Haufen ist.
      Die grünen Sozialisten, welche die offizielle Vertretung der Haupträuber sind – nämlich der sehr gut öffentlich Subventionierten.

      Jammern und schimpfen tun viele, aber ich musste in letzter Zeit feststellen, daß wohl schon 90% vom Staat abhängen; nicht nur die unmittelbar Beamteten, nein auch zahllose Unternehmer und ihre Angestellten. Fast jeder Betrieb bekommt auf die eine oder andere Art öffentliche Aufträge oder lebt von der Gnade(!) staatlicher Kontrolleure.
      Insbesondere die Kontrolleure geben echte Macht! In vielen Bereichen können diese eine Schließung veranlassen (Banken, Lebensmittelbetriebe und Handel) ohne für den Betroffenen eine unmittelbare Einspruchsmöglichkeit zu bieten. D.h. die Kosten laufen weiter, bis ein Einspruch bearbeitet wird, ist man längst pleite! Ob man dann Recht bekommt ist nicht mehr wichtig.

      Wer also echte Opposition betreiben will, wird bald ruiniert sein.

    • brechstange
      17. Februar 2013 11:47

      dssm

      Das ist durch aus eine berechtigte Sorge. Ich denke, es beginnt die Ära der Märtyrer. Klingt pessimistisch. Doch wird uns diese Phase nicht erspart bleiben. Daher sollten wir diese Märtyrer unterstützen, offen oder heimlich, je nach Erpressungspotential.

    • ambrosius
      17. Februar 2013 15:03

      Arbeiter und Angestellte haben wenigstens das Streikrecht. Das nützt zwar nix, die negativen Folgen sind nur mittelbar und nicht gleich spürbar aber es erleichtert.
      Der Unternehmer und der Freiberufler hat diese Möglichkeit nicht. Er muß sich je nach Intelligenz, Gerissenheit und Schlauheit mit den Machthabern arrangieren um zu überleben. Manchmal meine ich, das muß das gleiche Gefühgl sein wie es auch das Hausschwein empfindet, wenn der Bauer mit der Spraydose durch den Stall geht um jene Tiere zu markieren, die für den Schlachter bestimmt sind.......

    • Wertkonservativer
      17. Februar 2013 17:24

      @ brechstange und @ dssm:

      Glaubt Ihr wirklich, dass die derzeitigen Oppositionsparteien es für den Fall ihres Sieges anders machen würden, als die derzeitigen "Machthaber"?.
      Die Blauen haben es ja vor einigen Jahren - mehr als die anderen - bewiesen, dass sie den Griffr in den Schmalztopf wunderbar beherrschen.
      Die Grünen reden viel von Sauberkeit, würden sich jedoch sicher auch bald an die Töpfe heranmachen!
      Und der Herr Stronach? Wenn der mit seiner zusammengekauften Chaostruppe überhaupt in die Nähe des Schmalztopfes käme, würde er sein lächerliches Werte-Blabla ganz sicher rasch vergessen und sich und den Seinen ebenfalls entsprechend interessante Pfründe zukommen lassen!
      Wen verstehen Sie da, liebe @ brechstange, als präsumptive Märtyrer?
      Ich sehe weit und breit keine Märtyrer-Aspiranten, eher Schwachmatiker ohne jede reale Sieges-Chance!
      Meine subjektive Meinung: falls sich die Blauen und Schwarzen nicht zu möglicher gemeinsamer Koalitionsstärke steigern können (meine Priorität!), wird es weiterhin die hier von fast allen in Grund und Boden verdammte Zweier-Koalition Rot/Schwarz geben; und das vor allem aufgrund der insgesamt zu schwachen Opposition!
      So ticken die Österreicher halt, ob Ihr es nun wollt oder nicht!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • cmh (kein Partner)
      18. Februar 2013 10:20

      Es gibt eine immer wieder vergessene und nicht beachtete Facette der Gewaltentrennung:

      Die intertemporale Gewaltentrennung. En regelmäßiger geordneter Wechsel ist in einer Demokratie unumgänglich - sonst wird diese zur Volksdemokratie, der Herrschaft einer ständig gleichen Partei.

      Jedes Unternehmen tut gut daran sicherzustellen, dass der Chefbuchhalter regelmäßig auf Urlaub geht und jemand anderer den LAden weiterführen kann. Gut wenn das auch geht. Geht der Chefbuchhalter aber nie auf Urlaub, dann gibt es über kurz oder lang unliebsame Überraschungen. Das ist Unternehmereinmaleins.

      Schicken wir die Roten doch einmal, gemeinsam mit ihren Steigbügelhaltern auf Urlaub. Sie werden sehen, das bei der SPÖ angesammelte Wissen über sachgerechte Unterschleife zahlt sich in der Opposition aus. Soferne nich die StA umgestrickt wird.

  26. Wertkonservativer
    17. Februar 2013 07:19

    Leider, leider: unsägliche Typen wie Pilz, Grillo & Co gibt's zuhauf, und sicher auch in den anderen "Volksvertretungen" unserer Welt!

    Alles ein Beweis, dass die erhoffte "Veredelung der Sitten" in der heutigen Massen-"Zivilisation", behindert durch eine nur aufs Sensationelle und Abwegige ausgerichtete Medienlandschaft, wohl nicht Platz greifen wird.
    Noch kurz zu Pilz:
    dass die Grünen, die sich viel auf ihre "Sauberkeit" einbilden, und auf die "Schmuddelkinder" in den anderen Parteien herablassend mit dem Finger zeigen, einen derart üblen Vernaderer prominent in ihren Reihen dulden, gereicht ihnen wahrlich nicht zur Ehre!

    Nun, um meiner Zusage nach Vorlage sonntäglicher Lyrik-Kost nachzukommen, heute - gemäß meiner positiven Lebenseinstellung - eines meiner Lieblingsgedichte Hans Leifhelms (1891 - 1947):
    "
    VOM HOFFENDEN LEBEN

    Beim Schmelzen des Schnees, bei den lauen
    Lüften des Februar
    Wollen wir wieder vertrauen
    Auf das grünende Jahr,
    Sieh, den Amseln, den kleinen,
    Schwillt das singende Herz,
    Und an den nackten Rainen
    Glänzt die Scholle wie Erz.

    Schau des Landsmanns Beginnen,
    Der Schnee um den Obstbaum häuft,
    Daß nicht zu früh nach innen
    Lösend das Tauwasser träuft,
    Daß nicht aus ruhendem Schweigen
    Aufbricht, was nicht gedeiht,
    Und die Säfte nicht steigen
    In der gefährdeten Zeit.

    Also ward auch gegeben
    Allem das Werdegebot.
    Also muß auch das Leben
    Warten auf seinen Tod,
    Samen, Knospen und Blüten,
    Jedes kommt und vergeht,
    Uns ist geboten zu hüten,
    Was in der Hoffnung steht.

    Nichts ist auf Erden verloren,
    Was wir dem Leben getan,
    Darum sind wir geboren,
    Daß wir auf unserer Bahn
    Dienen dem hoffenden Leben
    Zu des Gestirnes Ruhm,
    Das uns zu Lehen gegeben,
    Doch nicht zu Eigentum.
    "
    In diesem Sinne: Ihnen allen einen schönen Sonntag!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • kaffka (kein Partner)
      18. Februar 2013 13:11

      Wertkonservativer
      17. Februar 2013 07:19

      Eine ZUSAGE erfordert immer jemanden der um etwas "vorstellig "wird (bittet, fordert etc.) !!

      Wer zum Teufel war es ,der das getan hat ?

    • Wertkonservativer
      18. Februar 2013 20:02

      Ist schon recht, Wortklauber kaffka (kein Partner);
      es hat mich wirklich niemand aufgefordert, Lyrik in dieser - wie man sieht - nicht sehr lyrikaffinen Runde zu verbreiten.

      Aber beruhigen Sie sich wieder! Ich höre wegen des geringen Echos eh' schon wieder auf damit; es war ein gutgemeinter Versuch, die hier mehrheitlich angefachte Katastrophenstimmung durch schöne Verse ein wenig aufzulockern.

      (mail to: gerhard@michler.at)

  27. Obrist
    17. Februar 2013 03:46

    Lebt eigentlich die Cicciolina noch? Eine gewisse horizontale Note würde der mittlerweile traditionellen italienischen Komödie durchaus eine zusätzliche amüsante Note verleihen.
    Dem gegenüber bietet unser Parlament den tragischen Showdown rivalisierender Mafiabanden, die in ihrem Furor alles vernichten, was unsere Eltern aufgebaut haben. Leider haben die in ihrem Eifer vergessen, den Geist wieder rechtzeitig in die Flasche zu befördern ....

  28. socrates
    17. Februar 2013 02:58

    Offenbar kann die Demokratie diesbezüglich schon von Rußland lernen:

    Russia’s Presidential Council for Human Rights has suggested the reduced sentencing for libel and the decriminalization of insulting state officials. The body also proposes to oblige civil servants to respond to criticism in the media.
    Under instruction from President Vladimir Putin, the council’s working group also developed a clearer definition of ‘libel’, writes Kommersant daily on Friday. Last year the adoption of a law that re-criminalized defamation in Russia stirred up a wave of criticism, with opponents of the move seeing it as “repressive.”
    Currently, the Penal Code defines slander as “the distribution of false information that discredits the honor and dignity of another person, or damages one’s reputation.” Under amendments proposed by the rights advocates, it should be described as “the distribution of false information about a person’s private life with the aim to smear their honor and dignity.”
    http://rt.com/politics/human-rights-crime-libel-294/

  29. S.B.
    17. Februar 2013 02:55

    Wenn die Forderung nach "Contenance" für alle Parteien gelte, dann könnte man die Exponenten dieser Linie ja noch verstehen, weil das Volk die "politische Jauchengrube" längst satt hat.

    Aber leider gehen die Maßregelungen immer nur in eine Richtung und es gilt der eherne Grundsatz:
    "Quod licet Iovi, non licet bovi "
    Frei übersetzt: " Was den linken Gutmenschen erlaubt ist, dürfen rechte Schmuddelkinder noch lange nicht"!

    Logisch, oder?

  30. Haider
    17. Februar 2013 01:50

    Je weniger ein Politiker inhaltlich zu bieten imstande ist, umso primitiver seine Verbalinjurien:
    SPÖ-Abgeordneter Christian Faul zu Kollegen der Opposition in einer einzigen Wortmeldung im Parlament: “Du bist genau um den Schädel zu klein, wo das Hirn drin sein sollte”, “Mit Ihrem Intelligenzgrad haben Sie gar keine Berechtigung hier aufzutreten” und schließlich “Sie sind Sternzeichen Krokodil: Große Pappen, kleines Hirn” oder
    SP-Abg. Edlinger gegenüber Abgeordneten der Freiheitlichen Partei, dass sie "blaue Schweine" seien.

    So fortgeschritten kann die Stimmung in einem ländlichen Bierzelt gar nicht sein, daß die Moderatoren das erschreckende Niveau von Abgeordneten zum Nationalrat erreichen könnten. Diese Zierden demokratischer Willensbildung verwechseln offensichtlich Intelligenz mit geistiger Inkontinenz. Das Problem ist das Auswahlverfahren in bestimmten Parteien: Wenn Hinaufbuckeln und Sitzfleisch wichtiger sind als fachliche Kompetenz, darf man sich über die Politikerverdrossenheit der Bevölkerung nicht wundern.





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