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Ihr könnt uns alle mal und zehn andere italienische Weisheiten

Nur ein paar Zehntelprozent mehr für Silvio Berlusconi im Abgeordnetenhaus, und der geliftete und haartransplantierte Expremier hätte in beiden Kammern des italienischen Parlaments die Mehrheit. Das ist nicht das einzige, was am nunmehr definitiven Wahlergebnis erstaunlich ist. Es ist auch noch in vielerlei anderer Hinsicht extrem lehrreich. Auch für Europa.

Die erste Lehre muss aber der Tagebuchautor ziehen: Er hat sich gestern im Vertrauen auf die Exit Polls zu früh an den Computer gesetzt und ein Ergebnis analysiert, das dann so nicht eintraf. Aber die Sprache der Exit Polls schien diesmal so deutlich, dass am Ergebnis kein Zweifel zu bestehen schien. Werch ein Illtum. Ich habe – als Zeichen der versprochenen Ehrlichkeit – den falsch liegenden Kommentar aber nicht gelöscht, sondern kann ihn nur bedauern.

Zweitens sollten wir alle endlich die richtige Bewertung von Umfragen lernen. Die Italiener haben nicht nur bei den Exit Polls, sondern auch bei sämtlichen Befragungen der letzten Monate in hohem Ausmaß die Unwahrheit gesagt. Sie haben anders gestimmt, als sie es vor und(!) nach der Stimmabgabe neugierigen Meinungsforschern gesagt haben. Dieses Phänomen ist ja auch in Österreich bekannt. Da steht die FPÖ am Wahlabend regelmäßig viel besser da, als die Umfragen davor indiziert hatten. Mit anderen Worten: Je mehr eine Partei medial verteufelt wird, umso weniger geben die Menschen deren Wahl zu, wenn sie danach befragt werden.

Die dritte Lehre: Zweikammersysteme mit gleichen oder ähnlichen verfassungsrechtlichen Kompetenzen sind ein Unding. Es ist schon schwer genug, ein Land zu regieren, wenn man eine klare Mehrheit hat (wie es derzeit noch die österreichische Koalition hat). Das wird aber absolut unmöglich, wenn zwei gleichberechtigte Parlamentskammern politisch konträr zusammengesetzt sind. Daher die Kollateral-Lehre für Österreich: Alle Ideen, den Bundesrat „aufzuwerten“, also ihm mehr Gleichberechtigung zu geben, sind schlecht für die Regierbarkeit des Landes (und nur gut für das Ego von ein paar Funktionären).

Viertens, und damit zum eigentlichen Wahlergebnis: Wenn man es auf einen Satz bringen will, bedeutet es ein kollektives Götzzitat der italienischen Wähler an die politisch-mediale Klasse. Nobler formuliert: Das Land hat donnernd Nein gesagt, ohne zugleich zu irgendetwas Ja zu sagen. Und wenn man versucht, kollektiv zu psychologisieren (was natürlich problematisch ist), dann ist die in Italien entstandene „Grande Confusione“ durchaus gezielte Absicht der Wähler gewesen. Denn damit haben sie jede Form von klaren gesetzgeberischen Entscheidungen blockiert (die ohnedies nur unangenehm wären). Sie können aber zugleich besser denn je lautstark über die Unfähigkeit der politischen Klasse lamentieren.

Fünftens: Auch wenn politisch korrekte Kommentatoren nun den unerwarteten Erfolg Berlusconis bejammern: Das eigentliche Drama liegt wo anders. Das besteht in der dramatisch abgesunkenen Wahlbeteiligung sowie in dem gigantischen Erfolg der Anarchie-Liste des Beppe Grillo. Beides bedeutet eine klare Absage an alles. Wenn jeder vierte Italiener nicht zur Wahl gegangen ist, und wenn von den Wählern jeder vierte für den dauerschimpfenden Komiker gestimmt hat, dann schrumpfen die Ergebnisse für Bersani, Berlusconi, Monti und Dutzende Kleinstparteien in ihrer Bedeutung noch mehr zusammen. Die Italiener wollen keine Verantwortung übernehmen. Das ist ihnen am liebsten.

Damit ist, sechstens, Mario Monti fast zwangsläufig zum großen Verlierer geworden. Wer dieses Land zum Verantwortungsbewusstsein zwingen will, ist offenbar selber schuld. Wer Wähler vor die Alternative stellt: „Notwendige Austerität oder lustige Schuldenmacherei?“ bekommt diese Antwort. Davon lebt ja auch die SPÖ.

Die nächste und siebente Frage lautet natürlich: Wie kann‘s jetzt weitergehen? Da schwebt sofort die Idee von neuerlichen Wahlen in der Luft. Meine persönlichen Erfahrungen mit der italienischen Politik deuten aber stärker in eine andere Richtung: Italien könnte nach ein paar Wochen der Turbulenzen für ein Jahr oder so eine große Koalition bekommen. Aus mehreren Gründen.

Berlusconi ist in Wahrheit heilfroh, seine Wahlversprechungen (Steuerabschaffung und -rückzahlung) nicht verwirklichen zu müssen. Er hat auch schon im Wahlkampf vorausschauend gesagt, er möchte jetzt lieber Wirtschaftsminister als Regierungschef werden. Und vor allem: In einer Koalition mit der Linken hat er die besten Chancen, die gegen ihn ununterbrochen anrollende Prozessflut einzudämmen. Egal ob die Prozesse nun politisch oder sachlich-objektiv motiviert sind. In seinen sachpolitischen Forderungen wird er daher extrem handzahm sein.

Die Linke hat trotz ihres Berlusconi-Hasses umgekehrt fast keine andere Wahl: Sie hat die absolute Mehrheit in der Kammer und kann daher nicht sagen „Ohne uns“. Und eine Vereinbarung mit Grillo ist mit Sicherheit noch zehnmal unverlässlicher als eine mit Berlusconi. Dieser hat ja etwa trotz seiner vielen schillernden Auftritte ein Jahr lang die Reformen Montis mitgetragen (die ja auch zum Teil schon lange auf seinem Programm gestanden waren!). Und der gevifte Taktiker Berlusconi hat erst dann auf Wahlkampfmodus geschaltet, als er den Wechsel der Stimmung im Lande gespürt hat. Zugleich will die Linke – vor allem die hinter ihr stehenden Gewerkschaften – ja gar nicht die unpopulären Reformen, zu denen sie ein Bündnis mit Monti gezwungen hätte.

Achtens sollte man auch eine positive Seite nicht übersehen: Die radikalen Kommunisten (die seltsamerweise mit einer starken Richtergruppe verbündet sind) wurden aus dem Parlament hinausgewählt. Ebenso einige andere bekannte Selbstdarsteller wie etwa der bisherige Parlamentspräsident Fini.

Neuntens hat die italienische Wahl große internationale Dimensionen. Die wichtigste davon ist der enorm stark gewordene antideutsche Reflex. Zum dritten Mal nach Griechenland und Frankreich hat ein solcher Reflex in einem Wahlkampf eines europäischen Landes eine entscheidende Rolle gespielt. Darauf seien die Rhetoriker hingewiesen, die ständig alles loben, was die EU macht, weil sie ein so tolles Friedens- und Versöhnungswerk ist. Die Deutschen zahlen und zahlen und haften und haften, bis sie nicht mehr können. Und sie werden dafür mehr denn je geohrfeigt. Ein Friedenswerk?

Grillo und Berlusconi haben so getan – und offenbar damit Gehör gefunden –, als ob Angela Merkel das Problem des Landes wäre. Und nicht die seit Jahrzehnten angehäuften Schulden, die Überregulierung und gleichzeitige Disziplinlosigkeit, sowie der aus Schuld der katholischen und linken Illusionisten überdimensionierte Sozialstaat. Eine solche Schuld-Übertragung ist zwar psychisch sehr angenehm, aber ein entscheidendes Hindernis für eine wirkliche Reform des Landes.

Die europäische Dimension des Wahltages kann gar nicht ernst genug genommen werden: Jeder vernünftige Mensch müsste spätestens jetzt erkennen, dass Europa im Mai 2010 mit der gegenseitigen Haftungsübernahme auch für extreme Verantwortungslosigkeit einen, wahrscheinlich den, historischen Fehler begangen hat. Die EU-Politiker haben einfach den menschlichen Faktor nicht begriffen. Die Mehrheit der Menschen vor allem in den Mittelmeerländern sieht keinen Grund, freiwillig Unangenehmes zu beschließen, solange jemand Dritter zahlt. Warum sollten sie auch?

Damit ist wohl endgültig das Gerede als Schall und Rauch erwiesen, dass die – völlig unfinanzierbaren! – Haftungen und Kredite und EZB-Versprechungen einen sinnvollen befristeten Schutzschirm aufbauen würden, hinter dem sich Griechenland und all die anderen zielgerichtet reformieren und sanieren würden. Sie tun es aber nicht. Von Griechenland bis Portugal wird nicht einmal annähernd im spürbaren Ausmaß saniert und reformiert. Das ist auch völlig überflüssig, wenn Berlin und die EZB offenbar auf Dauer eh alles zahlen. Die in Südeuropa gezogene Lehre: Wer einmal – entgegen den ausdrücklichen vertraglichen Pflichten! – einer Erpressung nachgibt, der wird wohl immer nachgeben. So glaubt man zumindest derzeit. Weshalb ja auch die deutschen Zinsen signifikant steigen.

Zehntens, letztens und trotz allem: Auch das verantwortungslose Ergebnis der italienischen Wahl kann nicht als Absage an die Demokratie interpretiert werden. Denn zum einen würde auch ein autoritärer Herrscher nicht verantwortungsbewusster regieren. Im Gegenteil. Er würde nur die kritischen Berichte darüber verbieten, bis alles zusammenkracht. Und zum anderen funktioniert Demokratie immer dann und nur dann gut, wenn Entscheidungen und Folgen zusammenfallen. Wenn also die direkt oder indirekt aktiven Wähler auch die Folgen ihrer Abstimmung zu tragen haben. Und wenn sie keine Chance haben, dass (in Österreich) der Bund oder (in der Eurozone) die Deutschen die Zeche für andere politische Ebenen zahlen.

PS.: Köstlich war ein ORF-Auftritt des langjährigen Vranitzky-Mitarbeiters Karl Krammer im ORF. Der Mann, der vielfältige Beziehungen nach Italien und damit große Kenntnis über das Land hat, hat zu Recht die Dramatik des Grillo-Erfolgs beklagt. Der auf der üblichen Medienschiene fahrende ORF-Moderator wollte ihm statt dessen ständig Entsetzen über Berlusconi entlocken. Was der kluge Krammer aber total vermied. Worauf wiederum der Moderator völlig entgeistert war.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 12:55

    Meiner Meinung nach zeigt sich immer deutlicher: Der gemeinsame Euro für Länder mit so verschiedenen Mentalitäten, war ein psychologischer Irrtum. In der EU gibt es doch auch Länder wie Tschechien oder Ungarn, die nicht den Euro haben. Hätten diese auch den Euro, ginge es der Bevölkerung dieser Länder wohl auch nicht besser als gegenwärtig, hingegen würden Länder wie Deutschland, Österreich, etc. aber über den gemeinsamen Euro mehr oder weniger zusätzlich zum aktuellen Stand erpreßt. Ein Ziat: „Versuche nicht dein Geschäft nach dir zu richten, sondern richte dich nach deinem Geschäft.“ Die praktische Anwendung dazu ist, die erwähnte Situation eben zu akzeptieren und den betroffenen Ländern - um Abkürzungen, wie PIGS, zu vermeiden – die Rückkehr zu ihren ehemaligen Währungen möglichst reibungslos zu ermöglichen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 16:24

    und leider ist die Mentalität des "soll's doch ein anderer zahlen" längst schon keine spezifisch italienische mehr - in Österreich sind es inzwischen bereits "Generationen", die in dieser geistigen Haltung, völlig pc, erzogen werden. Mit den entsprechenden Langzeitwirkungen, die wir in Kürze sehr bitter im eigenen Land spüren werden (aber es wollte ja auch damals, beim EU-Beitritt, keum jemand so genau hinschauen, wie das sein könnte, das "mitgehangen, mitgefangen" - sehr ärgerlich für jene, die damals sehr wohl mitgedacht haben und jetzt trotzdem am selben Galgen gehenkt werden)

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 16:22

    Es scheint auf der politischen Bühne in diversen EU-Ländern die große Stunde der Kabarettisten, Komiker und Komödianten gekommen zu sein. Vielleicht ist das die logische Antwort auf die haarsträubend verantwortungslosen Politiker allerorten.

    Es scheint aber auch so zu sein, daß man EU-weit gelernt hat, sich darauf zu verlassen, daß man eigentlich bloß die Deutschen ständig ordentlich antreiben muß, daß sie nur ja nicht nachlassen, im Hamsterrad fest zu strampeln, damit das Werkel EU nicht ins Stocken gerät. Schließlich haben sie unsühnbare Schuld auf sich geladen.

    A.U. schreibt:

    "Darauf seien die Rhetoriker hingewiesen, die ständig alles loben, was die EU macht, weil sie ein so tolles Friedens- und Versöhnungswerk ist. Die Deutschen zahlen und zahlen und haften und haften, bis sie nicht mehr können. Und sie werden dafür mehr denn je geohrfeigt. Ein Friedenswerk?"

    Die Deutschen befinden sich im Würgegriff der Krake EU. Sie wissen, wenn sie erlahmen sollten, bricht das (Pseudo-)-"Friedenswerk", das zu ihrer KNEBELUNG geschaffen worden ist, wie ein Kartenhaus zusammen. Man nützt zu gerne die an sich so verpönten deutschen Tugenden, solange man selber davon profitiert. Einer aus der EU-Familie muß ja schließlich das Geld ins EU-Haus bringen.

    Und einen Sündenbock hat man auch gleich zur Hand; in dieser Rolle sind die Deutschen unschlagbar. Die Kabarettisten, Komiker und Komödianten üben sich schon fleißig im Schuldzuweisen und sammeln in ihren Kübeln den Dreck, mit dem sie den Sündenbock Deutschland bewerfen, um dann den Sündenbeladenen in die Wüste zu schicken.

    Deutschland wird ---dank Friedensobjekt EU---zum dritten Mal besiegt---diesmal ganz ohne Blut und Bomben.

  4. Ausgezeichneter KommentatorInteressierter Leser
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 23:08

    Ich habe da eine andere Idee, weshalb Berlusconi und andere seines Zuschnitts bei Wahlen regelmäßig besser abschneiden als sich das die “politisch korrekte“ Gesellschaft/Medienwelt vorstellt. Die Methoden, die auch bei Haider, jetzt bei Strache und anderen - dem Establishment unangenehmen - Politikern angewandt werden, um sie zu bekämpfen, funktionieren einfach nicht, im Gegenteil, sie scheinen diese Politiker zu stärken. Und weshalb?
    Es mangelt - meist den linken - etablierten Parteien diesen „Populisten“ mit sachpolitischen Themen und Argumenten begegnen zu können. Stadtdessen holt man die Nazi-/Faschismuskeule heraus, ereifert sich an „Weibergeschichten“, lässt Doktorarbeiten überprüfen, erlebt „Unerhörtes“ nächtlich an irgendeiner Bar, entdeckt Frauenfeindlichkeit, beschäftigt sich mit der Haarfarbe, stört simple Ballveranstaltungen und stilisiert sie zu „Verschwörungstreffen“ u.v.a.m.
    Die Bevölkerung spürt/merkt dieses miese Spiel, ist verärgert, denkt sich ihren Teil und wählt ganz anders als sie das in der - ach so korrekten und lauten - Medien- und Umfragewelt zu erkennen gibt.
    Und dann kommt von diesen Parteien auch noch die Wählerbeschimpfung, wie wir das in Österreich nach der Bundesheerabstimmung ebenfalls erleben durften.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 14:05

    Ein 'Siesta Staat' bleibt ein 'Siesta Staat', egal wieviel Geld man dorthin schiebt.

    Jahrtausende haben die Siestastaaten Europas ein ausgeglichenes und beschauliches Leben geführt mit all den Ungerechtigkeiten, etc., die damit verbunden waren. Bis die EU kam. Da gab es für die Siesta Staaten was abzuräumen.

    Aber wer in den Siesta Staaten hat denn abgeräumt ? Doch wieder nur die, die sich's richten konnten und in Abräumeposition waren und sind.

    Ja, das Leben hat sich verändert, ich habe das in Ungarn beobachtet, das sich von einer herzlichen zufolge der 'EU-Geldsucht' zu einer herzlosen Gesellschaft gewandelt hat, genauso wie Österreich. Alles nur noch Bürokratie, Großbetrug, Manipulation, Propaganda, Lüge und Geld, Eurogeld, in Unsummen gedruckt und verpulvert.

    Nun, die italienische Gesellschaft hat sich auch gewandelt durch das verderbliche Wirken einer total linken EU, die sich in das Leben anderer einmischt, statt deren Eigenverantwortung einzufordern. Wie es einst ja auch im EU-Gesetz stand.

    Durch den linken Einfluß hat sich auch die EU gewandelt und wurde immer mehr zum Appartschik Staat mit allen Merkmalen der Parteidiktatur, wie wir es auch in Österreich finden.

    Was ist aus der einstigen Handelsgemeinschaft, der beizutreten es sich gelohnt hat, geworden ? Ein Billionenspektakel mit bitterem Ende, die Selbstzerstörung Europas, finanziell und gesellschaftlich.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 14:57

    Dass der € als Währung obsolet ist, ist durch den Ausgang der Wahl in Italien noch viel klarer geworden.
    Und es ist nicht nur Italien; es gibt noch andere Zusammenhänge:

    • Viele europäische Banken stehen – trotz aller „Rettungen“ durch den Steuerzahler vor dem Zusammenbruch

    • Trotz aller Liquiditätsspritzen durch die Notenbanken und die EZB, habenviele Banken ihre Finger schon am Topf des ESM.

    • Diese Mittel sollen aber dazu dienen, die gerade durch die Bankenrettung arg in Schulden geratenen EU-Mitgliedsländer, mit Liquidität auszustatten. Die überschuldeten Länder können kaum noch ihre Staatsanleihen auf dem freien Markt platzieren. Denn Sie bieten Zinsen, die quasi ruinös sind. Der ESM soll diesen Ländern preiswerte Kredite bieten, damit sie wieder "Luft bekommen". Staatsbankrotte sollen um jeden Preis verhindert werden

    • Erhalten die insolventen Banken jedoch keine Gelder aus dem ESM, werden sie wieder an die Regierungen der Länder herantreten. Das "too big to fail"-Spielchen geht dann von neuem los. Die Regierungen müssen alternativlos "retten" - nur um dann selbst gerettet zu werden.

    • die dringend nötigen Finanzmittel fehlen, um Schwergewichte wie Spanien, Italien und bald auch Frankreich aufzufangen, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren. Dazu ist der ESM gedacht. Kann das jedoch nicht geleistet werden, ist Euroland am Ende.

    • Die EU Finanzminister berieten dennoch über die technische Abwicklung einer Bankenrettung durch den ESM. Man streitet wieder um ein neues Rettungsinstrument, mit dem man die Banken einmal mehr retten kann. Natürlich mit ESM-Geldern. Dafür soll extra eine Task Force aufgestellt werden.

    Lügen, Luftschlösser und Illusionen

    Doch das wird schwierig werden. Die Debatte trägt die klassischen Züge der Suche nach einer singenden, tanzenden und eierlegenden Wollmilchsau. Denn der neue ESM-Bankenrettungsschirm soll drei Voraussetzungen erfüllen:

    1. Damit man die genannten privaten Großinvestoren gewinnen kann, muss ein Toprating für den ESM unbedingt erhalten bleiben. Sonst beißen die internationalen Kapitalfonds wie Pimco etc. nicht an. Das ist dringend notwendig, denn die Haftungssummen übersteigen bei weitem die Zahlungsfähigkeit.

    2. Die Eurostaaten wollen keine weiteren Belastungen mehr auf sich nehmen, als die bisher eingegangenen. Schon die waren kaum zu rechtfertigen.

    3. Und zu guter Letzt darf die Ausleihkapazität durch einen zusätzlichen Bankenrettungsschirm nicht beeinträchtigt werden. Anders ausgedrückt: Kein weiteres Geld mehr hineingeben aber gleichzeitig Banken und Staaten mit demselben Geld retten wollen, das schon für eine der Aufgaben nicht ausreicht.

    Damit bewegen wir uns endgültig im Bereich der Wolkenkuckucksheime. Die Wahrheit ist: Der ESM ist eine vollkommen sinnlose Veranstaltung. Eine viel zu kleine Decke, die in eiskalter Winternacht nur entweder die Füße oder den Bauch bedeckt. Man erfriert in jedem Fall. Die diversen "Rettungen" werden ständig damit begründet, dass sonst alles zusammenbricht. Unausgesprochen schwingt da Not, Elend und Hunger für die betroffenen Völker mit. Durch das endlose Retten – einmal von Banken, einmal von Staaten – werden immer nur die Bürger in Europa geschädigt. Not, Hunger und Elend sind in den Südländern schon da, weil Banken und Staatenrettungen scheinbar "alternativlos" sind. Je länger die Tragödie dauert, desto unerbittlicher frisst sich die Krise ins Herz der EU. Für mich gibt es überhaupt keinen Grund, warum Bürger für die Schulden der Banken haften sollen. Die Anteilseigner und auch die Gläubiger der Banken sind für die Risiken, die sie eingehen selbst verantwortlich. Sie haben sich jahrelang Gewinne eingesteckt. Jetzt gibt‘s halt Verluste. So ist das mit Investments und unter Geschäftspartnern. Island hat es vorgemacht. Lasst die Banken endlich bankrottgehen. Ein paar werden übrig bleiben und man wird aus der Erfahrung lernen. Das Argument, dann seien ja die Einlagen der Sparer womöglich verloren, ist keines. Denn am Ende dieser sinnlosen Wahnsinnsaktionen ist das Geld der Sparer sowieso verloren. Die Geldvermögen werden samt und sonders unweigerlich vernichtet. Wenn wir Banken sterben lassen, kann es wenigstens einen Neuanfang geben und wir können vielleicht noch die Menschen vor dem Schlimmsten bewahren. Wir brauchen den Crash! Denn bisher ist keines der Probleme gelöst worden. Es wird bis zum bitteren Ende weiter gewurstelt und im Kreis herum "gerettet". Früher oder später wird das Finanzsystem zusammenbrechen. Retten Sie daher Ihr Vermögen, solange Sie noch können.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Februar 2013 14:15

    Nun, ich will ja nicht gerade wieder als schleimiger Unterberger-Lobhudlerant bezeichnet werden, doch dieser Kommentar trifft wohl wieder den Nagel auf den Kopf!

    Welche Lehre ich aus dem Italien-Drama für unser Land ziehe?
    Vor allem die, dass Zustimmung zu Spaß- und reinen Frust-Protestparteien ganz selten zu einigermaßen konstruktiven politischen Verhältnissen führt:
    Italien spielt's uns jetzt vor, Ausgang ungewiss!

    So unpopulär und auch anfechtbar meine Meinung sein mag: mir sind eine oder zwei "gestandene" Parteien, und seien sie noch so fehlbar und fehleranfällig, an der Regierung lieber, als oft fragwürdige Newcomer bar jeder politischen Erfahrung, mit oft wenig Seriösität, Glaubwürdigkeit, und - im bestem Fall - mit einigem Spaßfaktor ausgestattet!! Sternschnuppen eben!

    Seit längerem bestehende Parteien sind kalkulierbar, bekämpfbar und beschimpfbar!
    Aber sie haben immerhin Strukturen in Stadt und Land, und vor allem halt doch jeweils eine einigermaßen treue Anhängerschaft, die nicht von Mal zu Mal wechselt!

    Das war's dann (mit konstruktiver Krieik kann ich umgehen)!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Februar 2013 15:38

    Möglicherweise haben die Italiener ihre Wahlentscheidung genauso getroffen wie ich meine Entscheidungen zu diesen sinnlosvertrottelten Volksverarschungen zu Wehrdienst und Wiener Was Weiss ich.

    1. Wie lautet die Frage?
    2. Wie hätten die es denn gerne, dass ich abstimme?
    3. Was ist das Gegenteil davon?
    4. Gibt es noch eine Möglichkeit, die für die da oben noch unangenehmer sein könnte?

    Und dann mache ich mein Kreuzerl.

    Die Italiener haben sicher ähnlich gedacht und den mit einer satten Mehrheit als einzelne Partei ausgestattet, von dem mit Sicherheit anzunehmen ist, dass er den eingespielten Seilschaften am sperrigsten sein wird. Pepe Grillo!

    Und wieder in Österreich für die Nationalratswahl:

    2. Wen hätten sie denn gerne, dass ich wähle? -- SPÖ
    3. Das Gegenteil davon ist? -- ÖVP
    4. Wie kann man ihnen am besten in die Suppe spucken? -- FPÖ!


alle Kommentare

  1. Youngy (kein Partner)
    03. März 2015 09:29

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  9. Aron Sperber (kein Partner)
    28. Februar 2013 16:27

    wer verstehen will, warum Italiens Demokratie heute so verkorkst ist, muss auf Italiens unaufgearbeitete Tangentopoli-Geschichte zurückschauen:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/02/20/9740/

  10. Torres (kein Partner)
    28. Februar 2013 11:31

    Interessant, dass in Italien die Grünen überhaupt keine Rolle spielen; ich weiß nicht einmal, ob es dort so eine Partei überhaupt gibt. Offenbar ist den Italienern die Partei eines Komödianten wesentlich lieber als etwa die Grünen. Was eigentlich für die Intelligenz der Italiener spricht.

    • Jim (kein Partner)
      02. März 2013 09:54

      Die Grünen hatten sich mit den Altkommunisten zusammengetan, und sind nicht ins Parlament gewählt worden (wie schon das letzte mal nicht).
      Nur die südtiroler Grünen haben einen anderen Weg eingeschlagen, und sich dem Mitte-Links-Block angeschlossen (mit der SVP). Sie haben, nur wegen eines zurecht als "Porcellum", also Schweinerei, bezeichneten Wahlgesetzes, einen Sitz in der Kammer ergattert.

  11. RS (kein Partner)
    28. Februar 2013 00:23

    Der beste Wahlhelfer für Berlusconi war Martin Schulz indem er das italienische
    Volk gewarnt hat ihn zu wählen.
    Das kommt an. Die Italiener lieben Leute wir Martin Schulz !!!!

    Das könnte auch ein Rettungsanker für die ÖVP sein. Sie könnten Schulz anheuern für Faymann zu werben.

    http://www.wirtschaft.com/20130221-eu-parlamentspraesident-warnt-italien-vor-wahl-von-berlusconi-87812

    • Eva
      28. Februar 2013 08:52

      @RS

      *****!

      Martin Schulz ist Teil des engmaschigen linken Netzwerkes, das bis zur Ostküste und darüber hinaus reicht und von Banken wie Goldman-Sachs, Lehman Brothers etc. und der Wallstreet gehalten und gesteuert wird.

    • simplicissimus
      28. Februar 2013 20:11

      Schulz ist das fuer mich potenzierte Brechmittel.

    • Eva
      01. März 2013 08:39

      @simplicissimus

      Für mich auch! Und er ist vor allem ein deutliches Beispiel dafür, daß es oft genügt, um in der Politik sogar von Null ganz nach oben katapultiert zu werden, zumindest ein einziges Kriterium, das ich aber nicht nennen will, erfüllt wird. Er ist kein Einzelfall.

  12. november (kein Partner)
    27. Februar 2013 22:06

    Die Berichterstattung und die Analysen in in unseren Medien sind überhaupt sehr einseitig. Die Italiener und die anderen Südländer wissen natürlich selber, dass sie viele ihrer Probleme hausgemacht sind. Was aber bei uns meist unterschlagen wird ist, dass die Wahlen in Italien (und in den anderen Länderen) einen massiver Protest gegen die europäische Wirtschaftspolitik bedeuten, und das zurecht. Die EU (und mit ihr Deutschland und Österreich) muss sich dringend etwas einfallen lassen, um die Krise zu beenden. Die von der Austeritätspolitik geplagten Bürger müssen zumindest ein Licht am Ende des Tunnels sehen können.

  13. Cabral
    27. Februar 2013 20:42

    Formulierungen wie "der geliftete und haartransplantierte Expremier" sind das tägliche Brot von "Österreich" und "Heute". Ich frage mich, was ist in Unterberger gefahren, dass er sich auf dieses Niveau begibt. Wie erfreulich ist dagegen das Verhalten des Exkommunisten Napolitano, der einen Termin beim deutschen Möchtegernkanzler Steinbrück absagt, weil dieser meinte, bei den italienischen Wahlen hätten zwei Clowns gewonnen.

  14. Wunschträumer (kein Partner)
    27. Februar 2013 19:40

    ...Darauf seien die Rhetoriker hingewiesen, die ständig alles loben, was die EU macht, weil sie ein so tolles Friedens- und Versöhnungswerk ist. Die Deutschen zahlen und zahlen und haften und haften, bis sie nicht mehr können. Und sie werden dafür mehr denn je geohrfeigt. Ein Friedenswerk?....

    Und da "wir Deutschen" (ich schreibe das als Österreicher mit gemischten Gefühlen) insgesamt ohne Ausnahme - jämmerliche Hosenscheißer sind, werden WIR, der Pöbel Europas - im wahrsten Sinn des Wortes - diese Rechnung bezahlen. "Das Geld" , das diese Malaise verschuldet hat, wird sich wie immer davor erfolgreich drücken. Ich hoffe, dass sich hier keiner, der vielleicht ein paar Hunderttausend auf der hohen Kante hat, sich "zum Geld" zählt. Es wäre gar zu trottelhaft und lächerlich.
    Jetzt zu behaupten, dass das so böse verschwenderische Volk an diesem Desaster die Schuld trägt, weil es zu "Blöd" ist, die "Richtigen" zu wählen - ist entwaffnend einfach gestrickt.

  15. rundertischdgf (kein Partner)
    27. Februar 2013 17:28

    Unser kleiner niederbayerischer Gesprächskreis bewertet den Erfolg von Beppe Grillo als einen Aufstand gegen den Mief in Italien, letztlich leistet er auch etwas für Deutschland und Europa, denn die Eurokraten und die politische Klasse erzittern. Auch bei uns ist die größte Partei, die Partei der Nichtwähler. Nichtzuwählen ist aber dumm, damit stabilisiert man die Blockparteien, oder noch besser gesagt den Einheitsbrei, in Deutschland. Auf welchem Politikfeld unterscheiden in Deutschland die Bundestagsparteien? Ja selbst die Piraten versuchen noch linker zu sein als die Linken. Die Grünen sind die Kriegspartei schlechthin, bejubeln jeden Bundeswehreinsatz im Ausland. Die Unionsparteien äffen von Homofamilien und NPD Verbotsgeschrei alles den anderen Parteien nach. Bei der FDP hat man ohnehin das Gefühl, daß sie die Homopartei ist. Alle wollen die Türkei in die EU aufnehmen, nur mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die Themenfelder, die man in diesen Kontext rücken kann, sind damit noch lange nicht erschöpft. Man darf sich nicht wundern, wenn der sprichwörtlich kleine Mann es mal in der Wahlkabine richtig krachen läßt, und sein Kreuz dort macht, wo er alle am meisten schockieren kann. Nicht anders ist der Wahlerfolg von Grillo zu bewerten.
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/02/26/beppe-grillo-die-deutschen-sollen-auch-5-sterne-wahlen/

  16. der beste (kein Partner)
    27. Februar 2013 16:45

    Dem Kommentar von AU und der anderen ist nichts hinzuzufügen.
    Spannend ist aber zu beobachten, daß gerade JETZT der VÖZ (Verband österreichischer Zeitungsherausgeber) eine dringende Erhöhung der Presseförderung sieht!
    Ich bin mir völlig sicher, daß diese den Judaslohn für wohlfeile Berichterstattung bekommen werden.
    Italien ist der Anfang (allle gegen den bösen Berlusconi!), und da sind da noch die Wahlen in Österreich und Deutschland.
    Aber wie heißt es treffend: "Es gilt die Unschuldsvermutung"!

  17. Francois Villon (kein Partner)
    27. Februar 2013 16:27

    Ein paar Bemerkungen, mit Verlaub.

    „Wer Wähler vor die Alternative stellt: „Notwendige Austerität oder lustige Schuldenmacherei?“ bekommt diese Antwort. Davon lebt ja auch die SPÖ.“

    Ist das nicht mit jeder Partei der Fall?

    Wenn aber hierin der Webfehler der Parteien-„Demokratie“ liegt, liegt doch wohl auch klar zu Tage, daß mit dieser Form der Staats- und Regierungs-Organisiation kein Staat zu machen ist.
    Der Mario Monti ist den meisten (die das verstanden haben) wegen seiner Goldman-Sachs-Vergangenheit nicht geheuer. Die bei ihm vermutete „Rationalität“ wäre freilich erwünscht und notwendig. Hier stimmen erstaunlicherweise auch die sich „liberal“ gebenden ein, obwohl Big Money, Goldman-Sachs, der Polit-Büro der EU mit Liberalität so viel gemein hat wie der Teufel und das Weihwasser.

    „Die Linke hat trotz ihres Berlusconi-Hasses umgekehrt fast keine andere Wahl ...“

    Mich wundert immer der Wunderglaube, daß Leute, die sich in keinem essentiellen Punkt einig sind, zu einer vernünftigen „Lösung“ kommen wollen, indem sie noch weitere „Nicht-einig-Seiende“ dazunehmen. Das einzig Sichere, das man über solche „Lösungen“ sagen kann, ist, daß ein noch größeres Chaos die folge sein wird.

    Sollten sie doch einen „gemeinsamen Nenner“ finden, dann können es ja unmöglich die plakatierten politischen Ziele/Ideale sein, sondern eben andere „Gemeinsamkeiten“. Hier glaube ich, daß es die sind, die schon immer die Politik kennzeichneten: persönlicher Vorteil, Platz am Futtertrog und das „gemeinsame“ Besterben diese Privilegien (von lat. privare: berauben, stehlen) mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, also die Machtpositionen zu halten.

    Nur was hat das mit Staatsführung oder „Demokratie“ zu tun?

    „ ... große internationale Dimensionen. Die wichtigste davon ist der enorm stark gewordene antideutsche Reflex“

    Nun, das ist bemerkenswert. Es ist die Fortsetzung des ohnedies nicht wirklich beendeten 100-jährigen Kriegs gegen Deutschland (Österreich inklusive): Germaniam esse delendam!
    Dazu paßt die nicht aufgehobene Feindstaaten-Klausel, die nach wie vor geltenden Vorbehalte der Alliierten, die Besatzungstruppen in Deutschland, die Reparations-Zahlungen (heute unter anderem Titel: ESM, ...) und der bis heute nicht geschlossene Friedensvertrag, usw.

    Wenn aber über die EU gesprochen wird, heute ob des Finanz- und Wirtschaftsdebakels weniger von den „wirtschaftlichen Vorteilen“, weils keiner mehr abnimmt, sondern nun verstärkt das „Friedensprojekt“ bemüht wird, dann sehen wir, daß die sozialen Spannungen knapp vor der Explosion stehen du die Rhetorik Töne annimmt, wie vor einem Krieg.

    Also auch diese Lüge wird immer mehr offenkundig. Kohl hatte insofern nicht unrecht, wenngleich er´s anders meinte: die EU und der Euro sind eine Frage von Krieg und Frieden.
    Tendenz hin zum Krieg. – Oder wird nicht bereits von Währungskrieg gesprochen?

    „Jeder vernünftige Mensch müsste spätestens jetzt erkennen, dass Europa im Mai 2010 mit der gegenseitigen Haftungsübernahme auch für extreme Verantwortungslosigkeit einen, wahrscheinlich den, historischen Fehler begangen hat.“

    Das ist ein Euphemismus: es war kein „Fehler“ sondern ein Rechtsbruch – und auf solcher Basis hat noch nie etwas Bestand gehabt.

    Zu Kaisers Zeiten war mit der Huldigung (= die Anerkennung der Herrschaft) auch zugleich die Bestätigung aller Privilegien (die Anerkennung alter Rechte) verbunden. Dies klappte – obwohl es meist in den verschiedenen Ländern und Provinzen ganz unterschiedliche waren – anders als in der EU mit dem aufgezwungenen Acquis Communautaire (der Ungleichem gleiche Behandlung aufnötigt, aber auch etwa die Benesch-Dekrete als zum „europäischen Rechtsbestand“ gehörend betrachtet). Wo früher anders verfahren wurde, gab es Krieg, Aufstände und einen Zusammenbruch der Ordnung. – Und ich kann nicht sehen, daß es mit der EUdSSR ein anders Ende nehmen könnte.

    Dr. Unterberger hat die Probleme gut erkannt, jetzt müßte er nur noch die konsequenten Schlüsse daraus ziehen.

    Er sollte mehr Romig, Schachtschneider, Hankel, Sinn, ...und deren Analysen und Empfehlungen thematisieren.

    • Erich Bauer
      27. Februar 2013 17:31

      "...das „Friedensprojekt“..."

      Das Ziel einer gesamteuropäischen Union ist irreal. Möglich ist eine differenzierte Integration, in der nicht Gemeinsamkeiten, sondern Gegenseitigkeiten die Maßstäbe sind für eine Differenzierung nach Räumen der

      a) politischen Integration
      b) ökonomischen Kooperation
      c) der kulturellen Koexistenz.

      Die westliche Identität liegt immer auch in der Bejahung von Vielfalt und Unterschieden. Um zu einen realpolitischen Umgang zu kommen, müßte natürlich das Realitätsverständnis erweitert werden. Kulturen, das müssen Sozialisten, Liberale (Neoliberale) erst noch lernen, sind eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren von Währungszonen, politischen Strukturen und Märkten... Wenn sie's nicht bald lernen, werden sie hinweggefegt...

    • F.V. (kein Partner)
      27. Februar 2013 18:50

      Herr Bauer,

      ja so ist es. Für das Problem Nägel einzuschlagen braucht´s einen Hammer und keinen Schraubenzieher, zum Bohren dicker Bretter einem Bohrer und keine Beißzange, usw. So wenig es das „Universalwerkzeug“ gibt, gibt es auch nicht die „einzige Lösung“ für unterschiedliche Fragen.

      Die „politische Integration“ gab es ja schon längst einmal als „Reich“: das Heilige Römische Reich Deutscher Nation, in dem die verschiedensten Nationen/Völker Platz hatten. Die Lüge, daß die Monarchie deshalb zerfallen ist, weil sie ein „Vielvölkerstaat“ war, stimmt ja nicht. Sie wurde von außen mit Bedacht zerstört!

      Es ist ja auch m e r k-würdig (im wahrsten Sinn des Wortes), daß die Sieger des 2. WK uns – dem deutschen Volk – den Begriff „Reich“ ausdrücklich untersagten, weil ja offenkundig war/ist, daß nur in dieser Form eine stabile politische Ordnung (= Einigung) Europas denkbar ist. Aber so wie mit Versailles der Keim des nächsten Krieges mit Vorbedacht gelegt wurde, sollte natürlich die „Ernte“ (besser: Beute) des 2. WK – die völlige Zerstörung Deutschlands (und damit Europas) - nicht mit einem zukunftsfähigen Konzept, der Reichs-Idee, gleich wieder zwischen den Fingern zerfließen.

      Ich habe schon einmal bei anderer Gelegenheit darauf hingewiesen, daß einer der „Gründerväter“ der EU, Monnet, ein CIA-Agent der USA war, mithin die ganze Ideologie niemals die echte politische Einigung Europas im Sinn hatte, sondern den Aufbau jener „Building Blocks“ (LEGO-Klötzchen vergleichbar), die in Struktur, Ideologie und Funktionsweise identisch sind und sich – wenn alles soweit gediehen ist – zur „One World“ und „global governance“ zusammenfügen lassen.
      Wie dankte Rockefeller beim Bilderberg-Meeting 1991 in Baden die Anwesenden Pressevertreter:

      "We are grateful to the Washington Post, the New York Times, Time Magazine and other great publications whose directors have attended our meetings and respected their promises of discretion for almost forty years."

      Er fuhr fort:
      "It would have been impossible for us to develop our plan for the world if we had been subjected to the lights of publicity during those years. But, the world is more sophisticated and prepared to march towards a world government. The supranational sovereignty of an intellectual elite and world bankers is surely preferable to the national autodetermination practiced in past centuries."

      David Rockefeller, Rede beim Bilderberger Meeting in Baden, Deutschland 1991, (ein Meeting bei dem auch der damalige Gouverneur Bill Clinton und Dan Quayle anwesend waren.)

      Daß die meisten „The Grand Chessboard“ von Brzezinksi kennen, nehme ich an. Hier ist ja die Strategie detailliert ausgebreitet: Europas Selbstbestimmung um jeden Preis zu unterbinden, denn die für uns natürliche Partnerschaft wäre ja die mit Rußland. (Siehe auch das Video mit dem Linde-Vorstand Reizle http://www.youtube.com/watch?v=3jw54ZR-Vl8 )

      All dies bedingte aber auch eine Rückbesinnung auf die richtige Hierarchie der „Werte“: Kultur (= Kultus = Gottesverehrung) – Politik (Bonum Commune) – Wirtschaft (Fichte: der Geschlossne Handelsstaat, d. h. Wiederherstellung der Volkswirtschaft). Heute ist das ja auf den Kopf gestellt, wobei die Inhalte aber nochmals auf den Kopf gestellte sind: Ökonomische Kalkül (Profit als oberster „Wert“) – Politik (= Räuberhöhle, HURE am Gängelband des Big Money) – Spaßgesellschaft anstelle der Kultur (panem es circenses; billigster Dreck).

      Mancher sagt zu diesem „Programm“: renovatio spiritualis, oder Re-Evangelisierung Europas. – Darum sind die Ereignisse im Vatikan von geradezu welthistorischer Bedeutung.

    • Pius (kein Partner)
      27. Februar 2013 19:42

      F.V. (kein Partner)
      ************
      Sollte den Menschen schon langsam klar werden, dass dies kein Zufall ist (oder wie viele meinen unsere Politiker seien dumm), sondern alles nach einem perfiden Plan der 13 mächtigsten Adelsfamilien (13 Stämme Israels) abläuft.
      Verschwörungstheorie war gestern ...

  18. Geheimrat
    27. Februar 2013 16:13

    Presse - Leserkommentar:

    Wie edel! Jetzt machen sich die Verschwenderstaaten Sorgen,
    dass das Geld der Deutschen nicht für alle reicht! Und alle dürfen mitreden, nur nicht die Deutschen!

  19. cmh (kein Partner)
    27. Februar 2013 15:38

    Möglicherweise haben die Italiener ihre Wahlentscheidung genauso getroffen wie ich meine Entscheidungen zu diesen sinnlosvertrottelten Volksverarschungen zu Wehrdienst und Wiener Was Weiss ich.

    1. Wie lautet die Frage?
    2. Wie hätten die es denn gerne, dass ich abstimme?
    3. Was ist das Gegenteil davon?
    4. Gibt es noch eine Möglichkeit, die für die da oben noch unangenehmer sein könnte?

    Und dann mache ich mein Kreuzerl.

    Die Italiener haben sicher ähnlich gedacht und den mit einer satten Mehrheit als einzelne Partei ausgestattet, von dem mit Sicherheit anzunehmen ist, dass er den eingespielten Seilschaften am sperrigsten sein wird. Pepe Grillo!

    Und wieder in Österreich für die Nationalratswahl:

    2. Wen hätten sie denn gerne, dass ich wähle? -- SPÖ
    3. Das Gegenteil davon ist? -- ÖVP
    4. Wie kann man ihnen am besten in die Suppe spucken? -- FPÖ!

  20. cmh (kein Partner)
    27. Februar 2013 15:29

    Italien ist nicht Österreich.

    Im Gegensatz zu uns, wissen die Italiener sehr wohl, was sie von ihrer politischen Kaste halten sollen. Nichts.

    Oder wie sagten die Delphine, als ein Schiff mit Parlamentariern unterzugehen drohte und: Se bevono come rubano, fra poco siamo tutti al verde! Und sie retteten die Onorevoli. um nicht das Wasser getrunken zu bekommen.

    Zuletzt konnte sie diese Erfahrung machen, als Prodi gewählt wurde. Danach ging es drunter und drüber. Bis Berlusconi wieder kam.

    Dazu kommt noch, dass Italien nur so ausschaut wie ein zentralistisch geführtes Land mit einer einheitlichen Nation. Da ginge noch besser Tschechien neben Bayern als Österreicher.

    Und die Italiener kennen auch sich selbst. Nicht umsonst erfanden die italienischen Republiken des Mittelalters den Podesta, den fremdbürtigen Chef ihrer Exekutiven.

    Uberrascht vom Wahlergebnis sind daher in erster Linie die ausländischen Kommentatoren. Das Wahlergebnis selber war so zu erwarten.

  21. Eso-Policier (kein Partner)
    27. Februar 2013 15:07

    Es ist gut, dass in Italien die Europa-Kritiker auf dem Vormarsch sind. In Ungarn haben sie sogar schon gesiegt. Übrigens ist bald in Ungarn das Hakenkreuz nicht mehr verboten. Das Hakenkreuz wurde nicht von den Nazis erfunden, sondern missbraucht. In Europa kann man aber anstelle des Hakenkreuzes auch gut das Radkreuz verwenden. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  22. november (kein Partner)
    27. Februar 2013 12:59

    "Die Deutschen zahlen und zahlen und haften und haften"

    Es ist nicht ganz klar, wofür die Deutschen tatsächlich zahlen und haften. Womöglich für Hilfspakete, die zu einem (großen?) Teil den deutschen Banken zu Hilfe kommen.

    Vor wenigen Jahren noch haben wirtschaftsorientierte, bürgerliche Politiker und Ökonomen bei uns immer wieder darauf hingewiesen, dass Österreich und Deutschland von der Eurozone am meisten profitieren. Wieso sagt das jetzt keiner mehr? Geändert hat sich an dieser Tatsache ja nichts.

    An sich ist von Anfang an in der Eurozone alles falsch gelaufen. Die Südländer hätten ihre Löhne einfrieren müssen und wir sie stärker anheben, um unterschiedliche Entwicklungen in der Wettbewerbsfähigkeit auszugleichen. Währungskursschwankungen sind leider nicht mehr möglich.

  23. socrates
    27. Februar 2013 00:31

    Seit dem WK2 geht die Schere zwischen Arm und Reich auseinander. Was 1960 unerheblich war, ist jetzt unerträglich. Die Reichen machen Gesetze, mit denen sie noch reicher werden und haben dazu die Sozialisten und Grünen ins Boot geholt. Neue Monopole entstehen durch "Privatisierung" und "Lobbyismus". Die Glühlampe sei Zeuge. Das Volk, das die Rechnung präsentiert bekommt beginnt sich zu wehren.

    In Island wurde der Komiker Jón Gnarr zum Bürgermeister von Reykjavik gewählt, die Regierung verjagt und die rückwirkenden Gesetze, die ganz Island ins Prekariat bringen sollten, aufgehoben. Auch wenn die Medien seithernichts darüber berichten, das WWW lebt und es genügt, damit in die Politik einzusteigen und den aalglatten betrügerischen Politikern aller Couleurs die Zähne zu zeigen.
    Nur die gleichgeschalteten Medien, die um ihre Pfründe und ihre Macht zittern, wundern sich über den Erfolg von Grillo und können ihn nicht verstehen.
    Monti als Statthalter der EU kann erkennen, wieviele Italiener sein werken schätzen.

    In Ö droht von den Komikern und Kabarettisten keine Gefahr, da sie vom Stamm der roten Filzläuse abstammen und von den Regierenden kaum zu unterscheiden sind.

    • matze (kein Partner)
      27. Februar 2013 13:15

      socrates
      ********
      Mir fällt als einziger Künstler in Ö. nur Dürringer ein! ansonsten sind unsere Künstler alles Mitglieder einer einzigen Mischpoke, die man ständig in den Socyiety-Sendungen zu sehen bekommt.

  24. Interessierter Leser
    26. Februar 2013 23:08

    Ich habe da eine andere Idee, weshalb Berlusconi und andere seines Zuschnitts bei Wahlen regelmäßig besser abschneiden als sich das die “politisch korrekte“ Gesellschaft/Medienwelt vorstellt. Die Methoden, die auch bei Haider, jetzt bei Strache und anderen - dem Establishment unangenehmen - Politikern angewandt werden, um sie zu bekämpfen, funktionieren einfach nicht, im Gegenteil, sie scheinen diese Politiker zu stärken. Und weshalb?
    Es mangelt - meist den linken - etablierten Parteien diesen „Populisten“ mit sachpolitischen Themen und Argumenten begegnen zu können. Stadtdessen holt man die Nazi-/Faschismuskeule heraus, ereifert sich an „Weibergeschichten“, lässt Doktorarbeiten überprüfen, erlebt „Unerhörtes“ nächtlich an irgendeiner Bar, entdeckt Frauenfeindlichkeit, beschäftigt sich mit der Haarfarbe, stört simple Ballveranstaltungen und stilisiert sie zu „Verschwörungstreffen“ u.v.a.m.
    Die Bevölkerung spürt/merkt dieses miese Spiel, ist verärgert, denkt sich ihren Teil und wählt ganz anders als sie das in der - ach so korrekten und lauten - Medien- und Umfragewelt zu erkennen gibt.
    Und dann kommt von diesen Parteien auch noch die Wählerbeschimpfung, wie wir das in Österreich nach der Bundesheerabstimmung ebenfalls erleben durften.

  25. byrig
    26. Februar 2013 23:08

    vielleicht wollens die italiener darauf ankommen lassen.
    denn gesiegt haben euro-und europaskeptische parteien.
    monti mit seinem rationellem sparkurs ist durchgefallen in einem land,das staatsschulden in höhe von 130% des BIP hat.
    für nettozahler sieht das etwa so aus wie-entweder ihr wollt uns und zahlt oder ciao bello.
    diese italienische wahl könnte der anfang des sprichwortes "besser ein ende mit schrecken als ein schrecken ohne ende" sein.
    wir werden sehen.

    • dssm
      27. Februar 2013 10:44

      Den 'rationellen sparkurs' (monti) habe ich nicht mitbekommen.
      Könnte da eine Information folgen wo gespart wurde?

    • Gasthörer (kein Partner)
      27. Februar 2013 14:20

      Monti hat sich damals zb seine Wahl zum Ministerpräsidenten gespart....

    • Karlius (kein Partner)
      27. Februar 2013 21:33

      Ähm, Italien ist auch Nettozahler.

  26. terbuan
    26. Februar 2013 21:24

    Was für einTag, Italien wieder einmal vor dem Abgrund, ein völlig unschlüssiges Wahlsystem bringt eine Patt-Stellung und das Land wird offensichtlich unregierbar.

    Die Börsen sind nervös, die Kurse fallen und die Renditen der Staatsanleihen steigen, was denn sonst.

    Der "auserwählte" Wunderheiler Mario Monti hat verloren, vorläufig, möglicherweise wird er aber nochmals als kommissarischer Ministerpräsident auf der Befehl der EU bzw. der dahinter stehenden Bankenlobby ein wundersames Comeback erleben.
    Man will ja seine Schulden weiterhin bedient bekommen.

    Seine Lehr- und Kaderschmiede hat jetzt einmal den Goldboom für tot erklärt:
    http://www.welt.de/finanzen/article113925891/Goldman-Sachs-erklaert-den-Gold-Boom-fuer-tot.html

    Das kann sehr hilfreich sein, vielleicht finden sich doch noch ein paar blauäugige Investoren und kaufen stattdessen Bonds der Pleitiers, die EZB muß ja, egal zu welchem Preis.

    Der Goldmarkt hat indes gleich reagiert, mit einer raschen Aufwärtsbewegung:
    http://www.goldseiten.de/content/kurse/edelmetalle_gold.php

    Ich sehe die ganze Schieflage als klares Kaufsignal, jedenfalls sollte man keinesfalls jetzt aussteigen. Die Goldman Leute haben uns schon zu oft belogen und werden es weiterhin tun.

    Der Poster perseus hat übrigens die ganze Malaise heute schon ausführlich analysiert, dem ist nichts hinzuzufügen!

    • Das kleine Mäxchen
      27. Februar 2013 09:07

      Das heisst nur:
      Goldmann erwartet starke Goldpreisaufwertungen und möchte vorher noch schnell billig kaufen (wenn ein paar Idioten jetzt verkaufen).

  27. fokus
    26. Februar 2013 21:04

    OT, aber wichtig!

    Sehr interessanter Beitrag heute auf "arte" um 21:45 Uhr:

    http://www.arte.tv/de/staatsgeheimnis-bankenrettung/7291886.html

    • terbuan
      26. Februar 2013 21:47

      Danke für den Link, der Beitrag beginnt jetzt, na schau ma mal, der ZDF als Produzent bürgt nicht unbedingt für Objektivität!

    • terbuan
      26. Februar 2013 22:42

      Tja, der Beitrag entspricht genau meinen Vermutungen, wie die Linke den kommenden Zusammbruch argumentieren wird:
      Schuld sind alleine die gierigen Banken, die jetzt ihr leichtfertig verliehendes Geld auf Kosten der Steuerzahler zurückerhalten wollen.
      Ein paar wahre Worte über die Mitschuld der Staaten, endlos Schulden aufgenommen um die Wähler zu bestechen kamen dennoch zum Ende.
      Alles in allem ein bedrückender Beitrag mit der Conclusio, dieses System MUSS zusammenbrechen, daran wird kein Weg vorbeiführen, auch wenn es Herr Schäuble noch so schön redet!

    • fokus
      26. Februar 2013 22:54

      @terbuan

      Vollkommene Zustimmung zu Ihrer folgerichtigen Analyse.
      Auch die Linke wird den Zusammenbruch nicht aufhalten, sie baut nur schon mit allen Mitteln vor.

    • Undine
      27. Februar 2013 09:20

      @focus

      Ich habe mir die Sendung angesehen---und bin, als völliger Laie in Sachen EU-Finanzwirtschaft beunruhigter denn je. Zu dieser Beunruhigung, angereichert mit viel Zorn, trägt auch ein "Presse"-Artikel vom vergangenen DO unter dem Titel "Laßt doch die OLIGARCHEN bluten" von Josef Urschitz zur ZYPERNHILFE bei.

      Der Untertitel sagt eigentlich alles: "Mit dem anstehenden Zypern-Hilfspaket werden europäische Steuerzahler russischen Oligarchen Vermögensverluste ersparen. Ein wirklich unerträgliches Szenario".

      Wenn ich also richtig interpretiere, dann müssen diejenigen, die unter größter Kraftanstrengung die EU finanzieren---also auch wir österr. Steuerzahler!---die russischen "Oligarchen", die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion an russ. Volksvermögen in riesigem Ausmaß zusammengerafft haben, was nur ging und außer Landes gebracht haben, vor dem Verlust dieses gigantischen Raubgutes RETTEN!

      Und wenn man dann berechtigterweise hinzufügt, daß nahezu alle "russ. Oligarchen" einen israelischen Reisepaß haben, macht man sich gleich des Antisemitismus schuldig; also werden alle gezwungen, dies zu verheimlichen, um nur ja kein böses Blut aufkommen zu lassen und verhilft diesen Leuten auch noch dazu, ihr Diebsgut zu sichern---mit UNSEREM STEUERGELD!

    • socrates
      28. Februar 2013 09:36

      Zypern ist zu einem Drittel englisch mit englischem Recht. Eine Insel mit 3 Staaten ist ein idealer Schmuggelplatz für Waren aller Art, auch Geld. Eine Kommunalkreditbank hatte, auf Grund ihrer genau definierten Aufgaben, dort nichts verloren. Eind mehrfach unbegabte C. Schmied bekam dort eine Tochtergesellschaft geschenkt, die Milliarden verlor, denn klüger als C.S. sind die Zyprioten allemal.
      Die guten Beziehungen zu Israel stammen aus der Zeit des WK2, als GB Außenminister und Präsident Lord Attlee dort Israel errichten wollte, den Arabern zu Gefallen.

    • Undine
      28. Februar 2013 13:54

      @socrates

      Danke für die Aufklärung über Zypern! Wieder was dazugelernt!

  28. Dr. Otto Ludwig Ortner
    26. Februar 2013 17:13

    Zwei historische Anmerkungen: Die Verfassungen in der Fole der Staatsgründung der Vereinigten Staaten von Amerika und der französischen Revolution, so auch die ö. Bundesverfassung, sind der der Römischen Republik, gegründet 510 v.Chr. nachgebildet, mit dem Staatsziel der Unverletzlichkeit der Bürger ("Menschenrechte"). Diese Proto-Republik kannte jedoch nur die Volksversammlung und den Senat. Die Übernahme des Zwei-Kammer-Systems geht auf die Gründung des ersten Parlaments mit repräsentativen Volksvertretern - vorher unbekannt - im Jahre 1265 im englischen Königreich als "House of Commons = der "Gemeinen" ="nicht Adeligen" zurück. Denn nach dem damals noch ganz unangefochtenen Kastensystem war es unmöglich, daß "Adelige" und "Gemeine" gemeinsam tagen (Noch Josef Haydn aß im Schloß seines Dienstgebers Fürst Esterhazy an der Bediententafel - offenbar ohne jedes Ressentiment-er hätte ja nicht müssen, war er doch vermögend). Das Zweikammersystem ist daher überholt.
    2.) Seit dem 16. Jahrhunderts lebten die italienischen Staaten einschließlich des Kirchenstaates under dem Protektorat des Kaisers - den darf man nicht mit "Österreich" verwechseln - denn die Habsburger waren Kaiser, weil sie Träger der böhmischen Krone waren "und daher über die nötigen Mittel verfügten" (Pufendorf, "Die Verfassung des Deutschen Reiches" Heidelberg 1664.) Seit dem westfälischen Frieden 1648 war das Kaisertum nicht mehr katholisch, sondern überkonfessionell.
    Im Verlauf der revolutionären Ereignisse, die am 14.7.1789 in Paris ihren Ausgang nahmen, wurde die kaiserliche Macht aus Italien hinausgedrängt, wobei in kaisertreuen Kreisen die Gewißheit herrschte, daß nach dem Abzug der kaiserlichen Garnisonen aus den italienischen Provinzen dort die Räuber die Herrschaft übernahmen - eine einleuchtende Auffassung. Das - überkonfessionelle - Kaisertum war überdiese die Schutzmacht der jüdischen Volksgruppe - mir ist auch ein Vorkommnis aus der "Luegerzeit" in Wien bekannt, wo die kaiserliche Polizei heroisch den Antisemiten begegnete - wohl mit ein Grund für die Vertreibung der Habsburger: Das Nazi-Schlagwort war denn auch "Habsburg und die Juden". Insoweit folgte auch Österreich dem Beispiel der "Italia redenta".
    Meinen Lösungsvorschlag veröffentlichte ich in meiner Schrift "Böhmisches Manifest", S. 25, erschienen 2011 in "Weimarer Schillerpresse" Frankfurt a.M.

    • terbuan
      26. Februar 2013 21:40

      ...."Die Gewißheit der kaisertreuen Kreise, dass nach dem Abzug der kaiserlichen Garnisonen die Räuber in den italienischen Provinzen die Herrschaft übernahmen"...
      ist leider bis heute eine traurige Realität.

  29. Maria Kiel
    26. Februar 2013 16:24

    und leider ist die Mentalität des "soll's doch ein anderer zahlen" längst schon keine spezifisch italienische mehr - in Österreich sind es inzwischen bereits "Generationen", die in dieser geistigen Haltung, völlig pc, erzogen werden. Mit den entsprechenden Langzeitwirkungen, die wir in Kürze sehr bitter im eigenen Land spüren werden (aber es wollte ja auch damals, beim EU-Beitritt, keum jemand so genau hinschauen, wie das sein könnte, das "mitgehangen, mitgefangen" - sehr ärgerlich für jene, die damals sehr wohl mitgedacht haben und jetzt trotzdem am selben Galgen gehenkt werden)

  30. Undine
    26. Februar 2013 16:22

    Es scheint auf der politischen Bühne in diversen EU-Ländern die große Stunde der Kabarettisten, Komiker und Komödianten gekommen zu sein. Vielleicht ist das die logische Antwort auf die haarsträubend verantwortungslosen Politiker allerorten.

    Es scheint aber auch so zu sein, daß man EU-weit gelernt hat, sich darauf zu verlassen, daß man eigentlich bloß die Deutschen ständig ordentlich antreiben muß, daß sie nur ja nicht nachlassen, im Hamsterrad fest zu strampeln, damit das Werkel EU nicht ins Stocken gerät. Schließlich haben sie unsühnbare Schuld auf sich geladen.

    A.U. schreibt:

    "Darauf seien die Rhetoriker hingewiesen, die ständig alles loben, was die EU macht, weil sie ein so tolles Friedens- und Versöhnungswerk ist. Die Deutschen zahlen und zahlen und haften und haften, bis sie nicht mehr können. Und sie werden dafür mehr denn je geohrfeigt. Ein Friedenswerk?"

    Die Deutschen befinden sich im Würgegriff der Krake EU. Sie wissen, wenn sie erlahmen sollten, bricht das (Pseudo-)-"Friedenswerk", das zu ihrer KNEBELUNG geschaffen worden ist, wie ein Kartenhaus zusammen. Man nützt zu gerne die an sich so verpönten deutschen Tugenden, solange man selber davon profitiert. Einer aus der EU-Familie muß ja schließlich das Geld ins EU-Haus bringen.

    Und einen Sündenbock hat man auch gleich zur Hand; in dieser Rolle sind die Deutschen unschlagbar. Die Kabarettisten, Komiker und Komödianten üben sich schon fleißig im Schuldzuweisen und sammeln in ihren Kübeln den Dreck, mit dem sie den Sündenbock Deutschland bewerfen, um dann den Sündenbeladenen in die Wüste zu schicken.

    Deutschland wird ---dank Friedensobjekt EU---zum dritten Mal besiegt---diesmal ganz ohne Blut und Bomben.

    • simplicissimus
      26. Februar 2013 20:18

      Deutschland kniet sich im vorauseilenden Gehorsam gleich nieder, bevor es jemand beschimpft. Was Deutschland nicht vor nachtraeglicher Beschimpfung bewahrt. Deutschland ist ein (fast?) hoffnungsloser Fall geworden. Was ich sehr bedaure.

    • S.B.
      26. Februar 2013 20:28

      @Undine

      ******

      Zitat eines Teilnehmers an der heutigen ARD-Diskussion bei Sandra Meischberger:

      "Hamze Bytici = der Vorsitzende des Roma-Jugendnetzwerkes "Amaro Drom" verteidigt den Zuzug der Bulgaren und Rumänen nach Deutschland und erinnert an die historische Verantwortung der Deutschen. "Dieses Land ist reich genug", sagt Hamze Bytici, der sich statt der Diskriminierung eine stärkere Unterstützung der Einwanderer wünscht."

      Mit dem ewigen Schuldkomplex wird die "Melkkuh" gefesselt und dann gemolken bis sie tot umfällt.
      Übrigens wird derzeit in der EU auch ein Milliarden-Rettungsschirm für Bulgarien und Rumänien geplant!
      Das Gemeinschaftprojekt ist näher dem Untergang, als dem Frieden geweiht!

    • Torres (kein Partner)
      28. Februar 2013 11:41

      Auch wir in Österreich haben ja schon seit fast 5 Jahren unseren Komiker und Komödianten an der Regierungsspitze, und wir haben uns ja schon fast daran gewöhnt. Dazu auch noch einen Verteidigungsminister, dessen komödiantisches Talent und Potenzial ja noch weit höher ist. Schlimm daran ist nur, dass uns diese Komödianten Milliarden an Steuergeld kosten.

  31. Scipio
    26. Februar 2013 14:58

    AU hat recht: "Die europäische Dimension des Wahltages kann gar nicht ernst genug genommen werden". Jeder vernünftige Mensch müsste spätestens jetzt erkennen, dass Europa im Mai 2010 mit der gegenseitigen Haftungsübernahme auch für extreme Verantwortungslosigkeit einen, wahrscheinlich DEN historischen Fehler begangen hat. Die Mehrheit der Menschen vor allem in den Mittelmeerländern sieht keinen Grund, freiwillig Unangenehmes zu beschließen, solange jemand Dritter zahlt. Warum sollten sie auch?". AU weist darauf hin, dass die extreme Verantwortungslosigkeit ja durch die EZB-Versprechungen und die verfehlten "Schutzschirme" geradezu belohnt wird.

    Doch wie so oft, zieht AU keinen Schluß aus seiner richtigen Analyse. Er sollte bei Stronach (unserem "Grillo"!) in die Schule gehen. Der sagt, was Sache ist: Raus aus dem Euro, Rückkehr zur eigenen Währung. Erst dann geschieht, was AU will; nämlich dass "die direkt oder indirekt aktiven Wähler auch die Folgen ihrer Abstimmung zu tragen haben" ... und sie keine Chance haben, dass andere ihre Zeche zahlen.

    Wann wird sich AU endlich zu klaren Schlußfolgerungen durchringen? Seine Blog-Anhänger würden es ihm danken.

    • ProConsul
      27. Februar 2013 10:06

      Scipio

      ich empfehle von Friedrich Romig, "ESM - Der Verfassungsputsch in Europa", Edition Antaios.

  32. perseus
    26. Februar 2013 14:57

    Dass der € als Währung obsolet ist, ist durch den Ausgang der Wahl in Italien noch viel klarer geworden.
    Und es ist nicht nur Italien; es gibt noch andere Zusammenhänge:

    • Viele europäische Banken stehen – trotz aller „Rettungen“ durch den Steuerzahler vor dem Zusammenbruch

    • Trotz aller Liquiditätsspritzen durch die Notenbanken und die EZB, habenviele Banken ihre Finger schon am Topf des ESM.

    • Diese Mittel sollen aber dazu dienen, die gerade durch die Bankenrettung arg in Schulden geratenen EU-Mitgliedsländer, mit Liquidität auszustatten. Die überschuldeten Länder können kaum noch ihre Staatsanleihen auf dem freien Markt platzieren. Denn Sie bieten Zinsen, die quasi ruinös sind. Der ESM soll diesen Ländern preiswerte Kredite bieten, damit sie wieder "Luft bekommen". Staatsbankrotte sollen um jeden Preis verhindert werden

    • Erhalten die insolventen Banken jedoch keine Gelder aus dem ESM, werden sie wieder an die Regierungen der Länder herantreten. Das "too big to fail"-Spielchen geht dann von neuem los. Die Regierungen müssen alternativlos "retten" - nur um dann selbst gerettet zu werden.

    • die dringend nötigen Finanzmittel fehlen, um Schwergewichte wie Spanien, Italien und bald auch Frankreich aufzufangen, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren. Dazu ist der ESM gedacht. Kann das jedoch nicht geleistet werden, ist Euroland am Ende.

    • Die EU Finanzminister berieten dennoch über die technische Abwicklung einer Bankenrettung durch den ESM. Man streitet wieder um ein neues Rettungsinstrument, mit dem man die Banken einmal mehr retten kann. Natürlich mit ESM-Geldern. Dafür soll extra eine Task Force aufgestellt werden.

    Lügen, Luftschlösser und Illusionen

    Doch das wird schwierig werden. Die Debatte trägt die klassischen Züge der Suche nach einer singenden, tanzenden und eierlegenden Wollmilchsau. Denn der neue ESM-Bankenrettungsschirm soll drei Voraussetzungen erfüllen:

    1. Damit man die genannten privaten Großinvestoren gewinnen kann, muss ein Toprating für den ESM unbedingt erhalten bleiben. Sonst beißen die internationalen Kapitalfonds wie Pimco etc. nicht an. Das ist dringend notwendig, denn die Haftungssummen übersteigen bei weitem die Zahlungsfähigkeit.

    2. Die Eurostaaten wollen keine weiteren Belastungen mehr auf sich nehmen, als die bisher eingegangenen. Schon die waren kaum zu rechtfertigen.

    3. Und zu guter Letzt darf die Ausleihkapazität durch einen zusätzlichen Bankenrettungsschirm nicht beeinträchtigt werden. Anders ausgedrückt: Kein weiteres Geld mehr hineingeben aber gleichzeitig Banken und Staaten mit demselben Geld retten wollen, das schon für eine der Aufgaben nicht ausreicht.

    Damit bewegen wir uns endgültig im Bereich der Wolkenkuckucksheime. Die Wahrheit ist: Der ESM ist eine vollkommen sinnlose Veranstaltung. Eine viel zu kleine Decke, die in eiskalter Winternacht nur entweder die Füße oder den Bauch bedeckt. Man erfriert in jedem Fall. Die diversen "Rettungen" werden ständig damit begründet, dass sonst alles zusammenbricht. Unausgesprochen schwingt da Not, Elend und Hunger für die betroffenen Völker mit. Durch das endlose Retten – einmal von Banken, einmal von Staaten – werden immer nur die Bürger in Europa geschädigt. Not, Hunger und Elend sind in den Südländern schon da, weil Banken und Staatenrettungen scheinbar "alternativlos" sind. Je länger die Tragödie dauert, desto unerbittlicher frisst sich die Krise ins Herz der EU. Für mich gibt es überhaupt keinen Grund, warum Bürger für die Schulden der Banken haften sollen. Die Anteilseigner und auch die Gläubiger der Banken sind für die Risiken, die sie eingehen selbst verantwortlich. Sie haben sich jahrelang Gewinne eingesteckt. Jetzt gibt‘s halt Verluste. So ist das mit Investments und unter Geschäftspartnern. Island hat es vorgemacht. Lasst die Banken endlich bankrottgehen. Ein paar werden übrig bleiben und man wird aus der Erfahrung lernen. Das Argument, dann seien ja die Einlagen der Sparer womöglich verloren, ist keines. Denn am Ende dieser sinnlosen Wahnsinnsaktionen ist das Geld der Sparer sowieso verloren. Die Geldvermögen werden samt und sonders unweigerlich vernichtet. Wenn wir Banken sterben lassen, kann es wenigstens einen Neuanfang geben und wir können vielleicht noch die Menschen vor dem Schlimmsten bewahren. Wir brauchen den Crash! Denn bisher ist keines der Probleme gelöst worden. Es wird bis zum bitteren Ende weiter gewurstelt und im Kreis herum "gerettet". Früher oder später wird das Finanzsystem zusammenbrechen. Retten Sie daher Ihr Vermögen, solange Sie noch können.

  33. Wertkonservativer
    26. Februar 2013 14:15

    Nun, ich will ja nicht gerade wieder als schleimiger Unterberger-Lobhudlerant bezeichnet werden, doch dieser Kommentar trifft wohl wieder den Nagel auf den Kopf!

    Welche Lehre ich aus dem Italien-Drama für unser Land ziehe?
    Vor allem die, dass Zustimmung zu Spaß- und reinen Frust-Protestparteien ganz selten zu einigermaßen konstruktiven politischen Verhältnissen führt:
    Italien spielt's uns jetzt vor, Ausgang ungewiss!

    So unpopulär und auch anfechtbar meine Meinung sein mag: mir sind eine oder zwei "gestandene" Parteien, und seien sie noch so fehlbar und fehleranfällig, an der Regierung lieber, als oft fragwürdige Newcomer bar jeder politischen Erfahrung, mit oft wenig Seriösität, Glaubwürdigkeit, und - im bestem Fall - mit einigem Spaßfaktor ausgestattet!! Sternschnuppen eben!

    Seit längerem bestehende Parteien sind kalkulierbar, bekämpfbar und beschimpfbar!
    Aber sie haben immerhin Strukturen in Stadt und Land, und vor allem halt doch jeweils eine einigermaßen treue Anhängerschaft, die nicht von Mal zu Mal wechselt!

    Das war's dann (mit konstruktiver Krieik kann ich umgehen)!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  34. dssm
    26. Februar 2013 14:06

    Was ist los mit Herrn AU? Gestern eine Tartarenmeldung, heute eine völlig ungerechtfertigte Beschimpfung der Italiener, das steht uns schlicht nicht zu!

    Wenn Herr Grillo eine ‚etwas’ drastischere Sprache verwendet, so ist dies unfein aber eigentlich die einzige Möglichkeit auf den Saustall aufmerksam zu machen, alles andere ist Untertreibung!
    Wenn die Steuerbehörden den Bürger einfach abkassieren, ohne Möglichkeit einer legalen Gegenwehr, dann sind die ausführenden Beamten kleine (…) die leitenden Beamten sowie die bestimmenden Politiker große (…).
    Wenn ein Gerichtsverfahren viele Jahre dauert und dann noch dubiose Ergebnisse normal sind, dann sind die Richter kleine (…). und die herrschende Klasse große (…).
    Wenn dann noch die Steuern utopisch hoch, die Leistungen des Staates extrem mies sind, dann wäre wohl wieder jene unschöne Bezeichnung für die ‚Eliten’ angebracht.
    Wenn die Beamten und Politiker in Luxus schwelgen während die einfachen Menschen nicht mehr weiter wissen, dann ist die Bezeichnung (….) für dieses Gesindel wohl angebracht.
    Man könnte diese italienische Liste, genau wie bei uns, endlos fortsetzen.

    Wenn also ein Grillo gewählt wird, so ist die ein Hilferuf der Italiener! Wenn ein Gutteil der Wähler zuhause bleibt, so ist auch dies ein Hilferuf unserer Nachbarn!
    Den Italienern ein unreifes Verhalten zu unterstellen ist unfair.

    Welche Partei hätte denn eine realistische Alternative geboten? Die Linke hat ja wohl mit dem aktuellen Bankskandal (wieder einmal) bewiesen wie es nicht geht, der Bunga-Bunga-Mann war dagegen ja noch eine ehrliche Ausnahme, was bei dessen Umtrieben ja wohl viel aussagt und schlussendlich Herr Monti, der Stadthalter von Goldman Sachs, der keine einzige Reform zustande gebracht hat, dafür aber die Steuern ordentlich erhöht hat und den Arbeitsmarkt weiter reguliert hat.

  35. Josef Maierhofer
    26. Februar 2013 14:05

    Ein 'Siesta Staat' bleibt ein 'Siesta Staat', egal wieviel Geld man dorthin schiebt.

    Jahrtausende haben die Siestastaaten Europas ein ausgeglichenes und beschauliches Leben geführt mit all den Ungerechtigkeiten, etc., die damit verbunden waren. Bis die EU kam. Da gab es für die Siesta Staaten was abzuräumen.

    Aber wer in den Siesta Staaten hat denn abgeräumt ? Doch wieder nur die, die sich's richten konnten und in Abräumeposition waren und sind.

    Ja, das Leben hat sich verändert, ich habe das in Ungarn beobachtet, das sich von einer herzlichen zufolge der 'EU-Geldsucht' zu einer herzlosen Gesellschaft gewandelt hat, genauso wie Österreich. Alles nur noch Bürokratie, Großbetrug, Manipulation, Propaganda, Lüge und Geld, Eurogeld, in Unsummen gedruckt und verpulvert.

    Nun, die italienische Gesellschaft hat sich auch gewandelt durch das verderbliche Wirken einer total linken EU, die sich in das Leben anderer einmischt, statt deren Eigenverantwortung einzufordern. Wie es einst ja auch im EU-Gesetz stand.

    Durch den linken Einfluß hat sich auch die EU gewandelt und wurde immer mehr zum Appartschik Staat mit allen Merkmalen der Parteidiktatur, wie wir es auch in Österreich finden.

    Was ist aus der einstigen Handelsgemeinschaft, der beizutreten es sich gelohnt hat, geworden ? Ein Billionenspektakel mit bitterem Ende, die Selbstzerstörung Europas, finanziell und gesellschaftlich.

    • Gerhard Pascher
      26. Februar 2013 16:36

      Josef Maierhofer:
      Wenn Sie vor 50 Jahren in die südlichen Teile der Mittelmeerländer (I, SP, GR) fuhren, dann war es durchaus sinnvoll, in den heissen Mittagsstunden "Siesta" zu halten, denn es war mühsam, schwere Arbeiten im Freien zu verrichten. Durch bessere Bekleidung und Klimaanlagen sind zwar manche Gründe obsolet geworden, die Menschen haben aber weiterhin ähnliche Tagesabläufe. So wurde z.B. der Fiat-Konzern schon vor vielen Jahren von der Regierung gezwungen, Autoproduktionen im Süden Italiens zu errichten, aber die Produktivität kam nie an die Zahlen der norditalienischen Fabriken heran.

      Andererseits waren die Bewohner in den südlichen Landesteilen immer viel genügsamer und haben sich auch mit wenigem zufrieden gegeben. In den vergangenen Jahrzehnten versuchten Zentralregierung und EU-Brüssel, den Lebensstandard und vieles andere zu nivellieren. Wie anfangs erwähnt, kann dies nie und niemals funktionieren. Die negativen Folgen sind bereits sichtbar und müssen nun von allen mitgetragen werden.

      Daher: lasst die Südländer ihren Lebensrythmus beibehalten und zwingt ihnen nicht gewaltsam Arbeitsmoral und Lebensstandard der Nordmenschen auf. Langfristig können die reichen Euroländer die vielen schwachen Gebiete nicht "derpacken" und werden selbst ins Schleudern kommen. Daher sollte in Italien wieder die Lire als nationales Zahlungsmittel eingeführt werden. Weiters sollte die neue Regierung Korruption und Mafia ausmerzen.

    • Undine
      26. Februar 2013 17:08

      @Gerhard Pascher

      *******!
      Nein, man sollte wirklich niemanden zu "seinem Glück zwingen"---auch kein Volk!--- denn jeder versteht unter "seinem Glück" etwas grundlegend anderes. Es ist nicht nur in höchstem Maße überheblich und dumm, sondern kontraproduktiv!

      Deshalb ist auch die EU, dieses Vielvölkerkonglomerat aus lauter gänzlich unterschiedlichen Nationen schon alleine KLIMABEDINGT ein UNDING und hätte NIE unter ein Joch gezwungen werden dürfen. Glückliche Schweiz!!!
      Der ZWANG zur UNIFORMITÄT ist verbrecherisch. Warum konnte man es nicht bei einfachen Handelsabkommen belassen? Warum müssen alle EU-Mitglieder so nach und nach vereinheitlicht werden, obwohl diese Vereinheitlichung nicht von den einzelnen Völkern erwünscht, sondern ihnen einfach aufoktroyiert wird?
      Es ist wie in einer "WG", einer Wohngemeinschaft. Die hat vermutlich auch nicht lange Bestand, weil die unterschiedlichsten Leute auf Dauer nicht miteinander zurechtkommen.

    • Josef Maierhofer
      27. Februar 2013 10:42

      @ Gerhard Pascher

      Ich meine Siestastaat keineswegs als abwertend, sind wir doch immer gerne dorthin gefahren zum Kraft Tanken.

      Es ist dies ein für dort gesunder Lebensstil, und den hätten wir zu respektieren, statt großsprecherisch das sozilistische Paradies zu versprechen, wie man es hier auch tut zum Verderben der Zukunft und der Gesellschaft.

      Da stimmen wir offenbar voll überein. Danke für Ihre Ergänzungen !

      @ Undine

      Sie sagen es, es ist dies ein Verbrechen an den europäischen Staaten, begangen von selbstherrlichen und abgehobenen 'EU-Politikern', das allerletzte, was Europa zu bieten hat.

  36. Observer
    26. Februar 2013 13:48

    Manche Reaktionen erfolgen eben zu schnell, aber von den meisten Lesern wird sicher die gestrige zu schnelle Reaktion und die damit gemachten Schlussfolgerungen von AU von den meisten Lesern verziehen.

    Zum Punkt 3 "Zweikammersysteme mit gleichen oder ähnlichen verfassungsrechtlichen Kompetenzen sind ein Unding":

    Eine zweite Parlamentskammer hat schon große Vorteile, zumal diese eigentlich die "Erste" kontrollieren und ggfs. korrigierend sollte. Bei uns ist der Bundesrat tatsächlich sinnlos und kann ersatzlos gestrichen werden. Laut Verfassung sollte er die Interessen der Bundesländer vertreten, in der Praxis winkt er aber fast alle Gesetze des Nationalrats nur "durch", der eventuelle Beharrungsbeschluß ist da auch nur eine Scheinlösung. Sogar der Nationalrat bzw. dies Sitzungen sind nur mehr "Show" - zuletzt besonders für die TV-Zuseher, denn die Gesetze werden schon im Vorfeld von den Parteien und in den Ausschüssen beschlossen und danan nur noch - meist nach Klubzwang - formell abgestimmt.

    Es gibt aber Länder, wo die zweite Kammer auch berechtigte Bedeutung hat, z.B. in der Schweiz der Ständerat. Oder in den USA, wo der Senat nach besonderen Regeln immer schon 2 Jahre nach dem Präsidenten- und Repräsentantenhaus gewählt wird. Da kann der Souverän manche schlecht gemachte Politik rechtzeitig korrigieren und dem mächtigen Prässidenten oft "auf die Finger klopfen".

    Das italienische Wahlsystem ist gar nicht so schlecht, denn - zumindest im Abgeordnetenhaus ist eine mehrheitsfähige Abstimmung gesichert. Diesmal ist halt alles sehr knapp ausgegangen, daamit darf man aber nicht gleich alles verteufeln. Wir sollten uns lieber über Verbesserungen zu unserem Wahlsystem, den beiden Parlamentskammern und den Landtagen den Kopf zerbrechen.

  37. S.B.
    26. Februar 2013 13:35

    Die wiederholt wackeligen Ergebnisse beweisen, daß man das viele Geld für die zahllosen Meinungsumfragen und "Exit Polls" besser verwenden sollte.

    Und wenn die Wähler in den europäischen Krisenländern reformfreudigen Politikern immer öfter eine Absage erteilen, wird auch das noch wirtschaftlich starke Deutschland den Euro und die EU auf Dauer nicht retten können.
    Der bequeme Süden tanzt dem leistungswilligen Norden auf der Nase herum und wenn nicht endlich auf EU-Ebene durchgegriffen wird, scheitert dieses hochgelobte "Friedensprojekt" an seiner wirtschaftlichen und finanziellen Unvernunft.

    Der politischen Weiterentwicklung in Italien kommt daher mehr Bedeutung zu, als es der Journaille mit ihren oftmals kleingeistigen, persönlichen Untergriffen lieb sein wird. Ganz Europa steht auf dem Prüfstand!

  38. A.K.
    26. Februar 2013 12:55

    Meiner Meinung nach zeigt sich immer deutlicher: Der gemeinsame Euro für Länder mit so verschiedenen Mentalitäten, war ein psychologischer Irrtum. In der EU gibt es doch auch Länder wie Tschechien oder Ungarn, die nicht den Euro haben. Hätten diese auch den Euro, ginge es der Bevölkerung dieser Länder wohl auch nicht besser als gegenwärtig, hingegen würden Länder wie Deutschland, Österreich, etc. aber über den gemeinsamen Euro mehr oder weniger zusätzlich zum aktuellen Stand erpreßt. Ein Ziat: „Versuche nicht dein Geschäft nach dir zu richten, sondern richte dich nach deinem Geschäft.“ Die praktische Anwendung dazu ist, die erwähnte Situation eben zu akzeptieren und den betroffenen Ländern - um Abkürzungen, wie PIGS, zu vermeiden – die Rückkehr zu ihren ehemaligen Währungen möglichst reibungslos zu ermöglichen.

    • Scipio
      27. Februar 2013 10:03

      @A.K.

      Wieso "psychologischer Irrtum"? Hinter der Einführung des Euro stand eine klare Strategie:
      1. Deutschland wirtschaftlich zu integrieren, politisch zu domestizieren und militärisch zu entmachten.
      2. Deutschland sollte nie mehr seine wirtschaftliche Macht zu politischen Zwecken nutzen können. Daher Einbindung in die EU.
      3. Von Deutschland sollte die Entnationalisierung der europäischen Nationalstaaten ausgehen. Ziel "Vereinigte Staaten von Europa" als Teil der NWO.
      4. Die Depotenzierung und Kastrierung Deutschlands sollte von Deutschland selbst ausgehen ("Deutschland schafft sich ab" - Sarrazin), um einem nationalistischen Versailles-Komplex vorzubeugen.
      (Siehe dazu Deutschlandbrief März 2013 von Bandulet).

      Das Chaos in Italien ist Teil der NWO-Strategie zu Ausplünderung Europas.
      Das

    • A.K.
      27. Februar 2013 11:55

      @Scipio
      Ihre Formulierung bezüglich einer für Deutschland destruktiven Strategie klingt etwas nach einer Verschwörungstheorie und mir deshalb zu radikal. Ich glaube so arg sind die Gegner Deutschland gar nicht. Viel eher liegt der Schlüssel für die sich ankündigende Misere bei Ihrem Zitat "Deutschland schafft sich ab" – Sarrazin. Es sind die Deutschen und Deutsch Sprechenden selbst, die sich durch Sittenlosigkeit und Blödheit „selbst abschaffen“. Die bedeutende katholische Schriftstellerin Gertrud von le Fort steht für mich mit ihren Werken für ein aristokratisches und sympathisches Deutschland, von dem viele heute öffentlich dort wirkende Personen recht weit abgewichen sind. Die Deutschen und auch viele Österreicher agieren als „nicht ausgewanderten Amerikaner“, mit Minderwertigkeitskomplexen bezüglich ihrer Sprache und Geschichte. Vieles, was jetzt in Europa krisenhaft sichtbar wird, ist Folge des Verfalls der Sittlichkeit – wenige funktionierende Familien und Kinder, Egoismus und Überalterung; Übernahme der negativen Seiten der Vereinigten Staaten, statt deren Positiva (solche gibt es genug) zu wählen. Kant hat einmal Königsberg (heute Kaliningrad!) als „Stadt der reinen Vernunft“ bezeichnet, kam aber nie darüber weit hinaus; heute werden fähige junge Menschen, die Familien gründen sollten, zum Aufpäppeln ihres Lebenslaufs gezwungen, darin US-Universitätszeiten nachzuweisen und „flexibel“ zu sein. Man denkt eben nicht mehr, sondern tut Zeitgemäßes und plappert nach (soweit zu meiner Anmerkung bezüglich „Blödheit“).

    • Philips (kein Partner)
      27. Februar 2013 13:28

      A.K.
      Schlafen sie weiter .... das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Fakt! Informieren sie sich im Netz, da finden sie viele Hinweise auf eine NWO. Sämtliche Größen (Verbrecher) dieser Zeit reden davon. Sogar der Papst erwähnte die NWO (Neue Weltordnung) Googlen nach NWO .... dann werden sie es selbst erkennen!

    • Undine
      27. Februar 2013 14:29

      @A.K. 11:55

      "Ich glaube so arg sind die Gegner Deutschlands gar nicht."

      Oh doch, sie sind leider noch viel ärger! Diese ganze ständig mehr überhand nehmende Abbusslerei unter Politikern soll nur darüber hinwegtäuschen, daß sie, wenn sie nur könnten, der Angelika Merkel, während sie sie "freundschaftlich" tätscheln---stellvertretend für die Deutschen---viel lieber den Dolch in den Rücken rammen würden. Solange man die Deutschen noch schröpfen kann, solange wahrt man den Anschein, sie zu mögen, aber wehe, sie können nicht mehr, dann bricht der Antigermanismus vollends durch. Dann wird man es nicht beim Schmähen belassen, dann gibt's Randale.

  39. XICY
    26. Februar 2013 12:37

    Soso, im "Standard" sind die Italiener dumm, weil sie Berlusconi gewählt haben, hier sind sie verantwortungslos, weil sie nicht Monti gewählt haben.

    Vielleicht ist aber gerade der Herr Grillo die Hoffnung dafür, dass endlich diese EU in Fetzen fliegt.

    • mannbar
      26. Februar 2013 12:49

      Ja, Medien wie der Standard machen es sich leicht mit ihrer simplen Weltsicht, wie: Berlusconi böse, Obama gut (weil schwarz und so schön reden tut), Monti brav.

      Es sind auch nicht unbedingt die künftigen Stronach-Wähler dumm. Man muss bei Monti sehen, dass er außer Sparen nichts gebracht hat. Sparen ist aber zu wenig in ITA: Arbeitsrecht muss gelockert werden, Lohnstückkosten müssen runter.

      Ob Berlusconi, den ich auch für einen erbärmlichen Clown halte, besser ist, weiß ich nicht. Die italienische Politik ist schwer durchschaubar.

  40. phaidros
    26. Februar 2013 12:36

    In 3 von 4 Fällen werden Umfragen und Exit Polls in ihrer Genauigkeit von »Barometerbörsen« geschlagen, wo man »Aktien« kaufen und verkaufen kann, und der jeweilige Kurs auf den zu erwartenden Wahlausgang schließen lässt (siehe zB http://boerse.prognosys.de/ )

    Die Erklärung ist einfach: 1. wollen viele trotz zugesicherter Anonymität im Interview nicht zugeben, was sie wirklich wählen. Werden sie 2. nach dem Ausgang gefragt, antworten viele nicht, was sie glauben, sondern was sie sich wünschen oder für vorteilhaft halten.

    Investiert man aber an einer Wahlbörse tatsächlich sein eigenes Geld, so fühlt man sich anonym und hat die eigene Einstellung nicht preisgegeben (lediglich die Meinung über den Wahlausgang).

    Leider weiß ich nicht, ob es für die Italien-Wahl so eine Börse gab oder wie die Kursverläufe waren.

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
    • phaidros
      28. Februar 2013 10:50

      Halten wir zur Dokumentation die Prognose für die Kärntner Landtagswahlen fest (Stand 28.2. 10:50):

      Aktie +/- Beginn Prognose
      BZÖ -38,88 6,01%
      SPÖ +2,03 30,77%
      ÖVP -4,68 12,15%
      Grüne +7,78 12,93%
      FPK +21,89 25,65%
      Stronach +10,58 10,58%
      Andere +1,32 1,95%

    • hannibal (kein Partner)
      28. Februar 2013 18:47

      @ phaidros
      Glauben Sie wirklich, dass das BZÖ bei den Kärntner Wahlen die stimmenstärkste Partei wird?

    • phaidros
      28. Februar 2013 20:36

      Nicht meine Prognose! Die der Wahlbörse. (siehe link oben)

    • phaidros
      28. Februar 2013 20:38

      Übrigens: BZÖ steht auf 6,01%, die -38,88 geben die Änderung seit Börsenbeginn an (sorry für die Formatierung)

    • phaidros
      28. Februar 2013 20:55

      Aktueller Zwischenstand (einige Stunden später als oben) - hoffentlich etwas lesbarer. Die eigentliche Prognose ist die rechte Spalte:

      Aktie_____+/- Beginn______Prognose
      BZÖ_________-39,19_________5,70%
      SPÖ__________+1,77________30,51%
      ÖVP__________-4,33________12,50%
      Grüne________+5,46________10,61%
      FPK_________+21,36________25,12%
      Stronach____+13,00_________13,00%
      Andere_______+1,56__________2,19%





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