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Eisenbahn: der mutige Kampf der EU

Der EU wird zu Recht der Vorwurf gemacht, sich viel zu viel in Dinge einzumischen, die lokal – also durchaus unterschiedlich – geregelt werden könnten. Oder die überhaupt von keiner Obrigkeit geregelt werden sollten. Dafür hat sie wichtige Bereiche, die für das Funktionieren eines wirklich gemeinsamen Binnenmarktes notwendig sind, noch immer nicht harmonisiert. Umso erfreulicher ist, wenn sie da nun einen wichtigen wie schwierigen Bereich angreift. Daher sollte das Protestgeheul der bisherigen Profiteure und ihrer Lobbyisten bedenkenlos überhört werden. Selbst wenn zu diesen einst angesehene Ökonomen zählen.

Die Liste der für einen Binnenmarkt noch immer fehlenden Notwendigkeiten ist groß: Sie betrifft vor allem jene Bereiche, wo es grenzüberschreitende Verbindungen und Netzwerke gibt. Das sind etwa:

  • die gemeinsame Flugverkehrskontrolle (wo die nationalen Eifersüchteleien das Fliegen verteuern),
  • der gesamte Energiebereich (man denke an die katastrophalen Auswirkungen der deutschen Alternativenergiepolitik auf die Stromnetze der Nachbarländer),
  • der Straßenverkehr (nicht einmal die Verkehrszeichen sind einheitlich; jede zweite Großstadt hat neuerdings nun auch schon völlig eigenständig und undurchschaubar eigene Einfahrtsverbote entwickelt)
  • und insbesondere auch die Eisenbahn.

Die Bahn als nationales Königreich

Die Eisenbahn ist in Sachen Binnenmarkt noch immer ein absoluter Horror. Ich habe das etwa vor einigen Jahren erlebt, als ich für meine Familie Bahntickets auf einer Reise durch vier europäische Länder zu lösen beschloss. Dieses Vorhaben beschäftigte mich tagelang intensivst, so kompliziert war es, wenn man die Preise halbwegs optimieren wollte. Denn in jedem Land gelten andere Gruppen-, Familien- und Rückfahrkartenregelungen. Das kreuzt sich dann auch noch mit einem undurchschaubaren Aktionismus an befristeten Sonderaktionen.

Am Schluss musste ich mit einer dicken Aktentasche die Reise antreten. Darinnen waren für jedes Land eigene Ticket-Pakete. Ich schwor mir, jenseits von Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt niemals mehr mit der Eisenbahn zu fahren. Wobei ja schon die Südbahn heftigen inneren Widerwillen auslöst. Denn nur auf der Weststrecke ist das Bahnreisen halbwegs komfortabel geworden. Vor allem dank der dort fahrenden privaten Konkurrenz.

Absurd ist aber auch, dass jemand billiger nach Innsbruck fährt, wenn er ein Ticket nach Zürich löst und vorzeitig aussteigt, als wenn er „nur“ bis Innsbruck zahlen würde. Er muss das nur wissen. Denn die ÖBB selber sagen einem das ja nicht.

Und wer nur bisweilen in einem Verkehrsverbund unterwegs ist, also ein Nichtexperte, wird durch die diesbezüglichen Informationen und Regelungen so verwirrt, dass er ohne Hilfe kein Ticket kaufen kann. Worauf er bald wieder a priori zurück zum Auto wechselt.

Nun versucht die EU-Kommission mit einem neuen Regelungspaket, bei den Eisenbahnen ein wenig mehr Vereinheitlichung herzustellen und ein wenig transparentere Regeln durchzusetzen. Dabei muss man ihr viel Glück wünschen, auch wenn sie das ohnedies nur schaumgebremst versucht.

Der Kampf der Schienen-Lobbyisten gegen die Konsumenten und Steuerzahler

Denn schon erheben sich lautstark die Manager und Lobbyisten vor allem der deutschen und österreichischen Bundesbahn mit ihren engen Vernetzungen in ein großes politisches Lager. Klarerweise zittern dort viele um ihre geschützten Werkstätten, in denen die Kundschaft oft nur als leider nicht ganz verbietbare lästige Begleiterscheinung behandelt wird. Das macht aber ein Gelingen des EU-Vorhabens ebenso schwierig wie wichtig.

Der rote Faden der EU-Kommission: Sie will mehr Wettbewerb auf der Bahn. Wie in allen Bereichen nützt der Wettbewerb Kunden und (bei der Bahn ganz besonders!) Steuerzahlern. Wettbewerb steckt ja auch hinter den günstigen Zürich-Fahrkarten: Denn auf dieser Strecke gibt es diesen Wettbewerb – wenn auch mit dem Flugzeug. Nach Innsbruck nicht.

Der einzige Vorwurf, den man der EU machen kann: Sie geht zu langsam und nicht hundertprozentig konsequent vor. Worüber aber klagt der (politisch eingesetzte) Chef der ÖBB? Über das Gegenteil; die Vorschläge seien „aggressiv und viel zu schnell“.

Wie schnell sind sieben Jahre?

Um zu verstehen, was man bei der ÖBB als „zu schnell“ versteht: Das sind fast volle sieben Jahre! Bis Dezember 2019 will die EU nämlich den Ländern ohnedies Zeit lassen, den Personenverkehr für neue Marktteilnehmer und Dienste zu öffnen . . .

Laut jammern die ÖBB und die mit ihr verbundene Partei auch über die von der EU verlangte Trennung zwischen Infrastruktur und Absatz. Das würde die ÖBB „hart treffen“, meint ÖBB-Chef Christian Kern. Gewiss: Herr Kern wäre dann halt nur noch Chef eines der beiden Bereiche. Das ist gewiss ein hartes Schicksal.

Nach außen weiß er aber nur ein einziges Argument zu nennen: Der „Ausgleich“ zwischen Mitarbeitern beim Bau und der Erhaltung der Schienen auf der einen Seite und den Eisenbahnern, die sich um die Züge selber kümmern, wäre nicht mehr möglich.

Es ist offenbar ein bisher unbekanntes Naturgesetz, demzufolge man es bei der Bahn auch in sieben Jahren nicht schafft, die Mitarbeiter-Dimensionen einem angekündigten neuen Umfeld anzupassen. Dass in der selben Zeit Tausende Unternehmen in Konkurs gehen werden, und Hunderttausende sich einen neuen Arbeitgeber suchen und umlernen müssen, sind für Eisenbahner offenbar Vorgänge auf einem anderen Planeten. Statt nachzudenken, ob man dazu eventuell die Änderung innerösterreichischer Gesetze verlangen sollte, jammert Kern: Geht nicht.

Sogar der natürliche Abgang würde reichen

Ja noch mehr: Im gleichen Atemzug, da er jammert, kündigt Kern an, dass sehr wohl die Größenordnung von 40.000 (aktiven) Eisenbahnern gleich bleiben werde. Um bis Ende 2019 die Mitarbeiterzahlen drastisch zu senken, würde es aber in Wahrheit genügen, den natürlichen Abgang wirken zu lassen. Damit müssen sich locker 20 Prozent reduzieren lassen, wahrscheinlich sogar 25. Wenn man nur will und nicht in Wahrheit parteipolitische und gewerkschaftliche Interessen verfolgt.

Wenn Kerns Argumente richtig wären, dann hätte man ja einst auch die Post nicht in Telekom und Briefpost aufspalten und weitgehend privatisieren dürfen. Diese Aufspaltung und Öffnung für einen harten Wettbewerb hat den Österreichern jedoch erstens eine sensationelle Verbilligung ihrer Telefonierkosten gebracht. Und zweitens hat sie sogar die damals von schlechten Zukunftsaussichten begleitete gelbe Post in ein heute auch für Anleger attraktives Unternehmen verwandelt, das neue Märkte erobert, statt sich zu fürchten.

Dabei war die Brief- und Paketpost bei der früheren Einheitspost immer ein großer Defizitbringer. Dabei hat die neue Post noch immer einen lähmenden Rucksack von Beamten auf der Besoldungsliste mitzuschleppen, von denen sich leider ein Großteil als unbrauchbar erwiesen hat. Das merkt man noch immer in so manchen Postämtern. Diese sind noch wirkliche Ämter geblieben, wo es offensichtlich dauert, bis sich auch dort der neue Geist auswirken wird.

Umstellungsprobleme in den Anfangsjahren

Zurück zur Bahn: Europaweit gibt es vorerst nur zwei Länder, welche die Eisenbahn komplett für den Wettbewerb geöffnet und gleichzeitig Infrastruktur von Betrieb getrennt haben: Schweden und Großbritannien. Und beide haben ganz exzellente Erfahrungen damit gemacht.

Auch in Großbritannien haben selbst die Linksregierungen niemals versucht, Privatisierung und Wettbewerb wieder rückgängig zu machen. Die Passagierzahlen sowie die mit Umfragen getestete Fahrgastzufriedenheit haben dramatisch zugenommen; und die Unfallzahlen haben sich reduziert.

Woher kommen dann die bei uns immer wieder verbreiteten kritischen Berichte über die englische Bahn?

  • Die hängen erstens mit der ideologischen Prädisposition der meisten Journalisten zusammen;
  • die hängen zweitens mit den tatsächlichen Umstellungsproblemen in den allerersten Jahren nach der Privatisierung zusammen;
  • die waren drittens Folge von auf dem britischen Boulevard sehr breit berichteten Preiserhöhungen in der Anfangszeit (diesen waren aber wiederum Folge von davor lange aus politischen Gründen eingefrorenen Preisen und sie haben bei weitem nicht das Ausmaß etwa der jüngsten Tariferhöhungen in der Gemeinde Wien erreicht);
  • sie waren viertens Folge der Neuheit und des Tempos einer viel rascheren Privatisierung, als sie von der EU jetzt geplant ist (die Briten haben ja als Pioniere nicht schon auf Erfahrungen anderer Länder und jetzt auch auf offensichtlich gut vorbereitete EU-Studien aufbauen können);
  • sie war fünftens Folge der davorliegenden Jahrzehnte, in denen der britische Staat als Eigentümer auf jede Investition in die Bahn verzichtet hatte;
  • und sie hängen sechstens mit dem Problembereich Infrastruktur zusammen, wo dann – als einziger Bereich – auch die Privatisierung bald zurückgenommen werden musste.

Problemzone Infrastruktur

Denn entgegen den damaligen Erwartungen lässt sich die Infrastruktur naturgemäß schlechter privatisieren als Personen- und Frachtzüge. Bei der Infrastruktur kann es naturgemäß kaum Wettbewerb geben. Und Investitionen haben dort eine viele Jahrzehnte dauernde Amortisationsfrist. Es wird ja auch nirgendwo das Straßennetz privatisiert, wenngleich einzelne mautpflichtige Autobahnen und Brücken ein interessantes Beispiel sind, wie man auch dort sonst nicht mehr finanzierbare Infrastrukturbauten privat bauen kann.

Die österreichische Asfinag ist jedenfalls kein gutes Beispiel für eine staatliche Infrastrukturgesellschaft: Denn sie hat sich auf Jahrzehnte hinaus schwer verschuldet. Die Asfinag müsste eigentlich wegen ihrer Finanzsituation in ein paar Jahren alle Investitionen einstellen. Sie hat in den letzten Jahren viel zu viel gebaut. Sie stand auch unter Druck der parteipolitisch hervorragend vernetzten Baulöwen (man denke nur an die Herrn Pöchhacker oder Haselsteiner), die ohne Rücksicht auf die Zukunft bauen, bauen, bauen und damit Geld verdienen wollten; sie stand unter Druck von Bürgermeistern und Landeshauptleuten, die Österreich mit so viel Lärmschutzwänden auf Kosten der Asfinag zumauern ließen, wie es sie in ganz Europa nicht gibt. Und von den Korruptionsinseraten der Asfinag wollen wir ja gar nicht reden.

Das wäre alles bei einem privatwirtschaftlich verpflichteten Infrastrukturbetreiber jedenfalls nicht passiert.

Die britischen Bahnen sind eine Erfolgsgeschichte

Alles spricht also dafür: Die EU hat recht, wenn sie entgegen den Berichten in linken Medien auch Großbritannien als absolute Erfolgsstory einer Trennung der Bahngesellschaften, einer Privatisierung und eines starken Wettbewerbs nennt. Denn selbst eine staatlich verbleibende oder notfalls wiederverstaatlichte Infrastrukturgesellschaft steht unter Druck der privaten Betreiber, für funktionierende und sichere Schienen zu sorgen. Und diese Betreiber stehen wieder unter Druck der Kunden, die ja auch Auto, Lkw oder Flugzeug benutzen können.

Wir sind daher schon froh, wenn die EU mit ihrem Hauptziel Erfolg hat: Dass in ein paar Jahren quer durch Europa Züge in offenem und transparentem Wettbewerb nach einheitlichen Regeln fahren können. Wer auch immer für die benutzten Schienen sorgt. Dieses Ziel ist nur dann erreicht, wenn nicht wie anfangs zwischen der neuen „Westbahn“ und den ÖBB unzählige Prozesse wegen der diskriminierenden Behandlung der „Westbahn“ anhängig gemacht werden müssen, weil die ÖBB die Konkurrenz so schlecht behandelt hat.

Genügen Feuermauern statt echter Trennung?

Auf Grund dieser Erfahrungen muss man freilich über einen halben Rückzieher der EU traurig sein: Sie akzeptiert, dass auch nach der Neuordnung Betriebs- und Infrastrukturgesellschaft derselben Holding gehören. Sie verlangt nur gute Feuermauern dazwischen. Aber solche  haben noch nie perfekt funktioniert, wenn der Eigentümer gleich ist. Womit wohl der zweite Webfehler in ein sonst sehr gutes Konzept eingebaut ist.

In diesem finden sich jedoch auch noch viele andere sehr gute Details und Vorhaben. Davon sei hier nur eines genannt: Das ist die Schaffung einer einzigen europäischen Anlaufstelle für die Genehmigung aller Fahrzeuge und in dem Bereich aktiven Unternehmen. Alleine mit der einheitlichen Genehmigung sind mindestens 20 Prozent Kostenersparnisse möglich (nicht nur weil dann halt im Verkehrsministerium ein paar Beamte überflüssig werden). Man denke nur daran, wie sehr nationale Bahnen, etwa die italienische, ausländische Züge immer wieder wegen skurriler Sicherheitsregeln behindert haben.

Ein starker Regulator fehlt weiterhin

Zwei weitere Bereiche sind hingegen auch mit dieser Reform noch nicht ganz geglückt: Einerseits fehlt ein wirklich starker Regulator, der die  Gleichberechtigung aller Betreiber durch die Infrastrukturverwalter sowie Tariftransparenz und Konsumentensicherheit europaweit sicherstellen könnte; diese Aufgabe erfordert nämlich einen täglichen Kampf gegen ständig neue Tricks der Firmen und kann nicht von vornherein mit einer einzigen Richtlinie geregelt werden.

Andererseits werden die technischen Anlagen noch immer nicht vereinheitlicht. Daher wird es auch in Zukunft noch immer nicht jeder Lokomotive möglich sein, quer durch Europa zu fahren. Wie es ein Lkw seit langem kann. Die Lkw aber sind bekanntlich die weitaus größte Konkurrenz der Bahn.

Also Ja zur Gleichberechtigung der Bahn mit der Straße. Auch wenn die Bahnen lustigerweise heftig dagegen sind.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2013 01:15

    Vorausschicken muß ich: Ich bin Bahnfan - trotz jahrzehntelanger ÖBB-Erfahrung.
    Die Crux der österreichischen Eisenbahnen sind die üblichen Verdächtigen: Staat, Gewerkschaft und "Partei". Was - und da bin ich Dr. AU besonders dankbar - speziell um die britische Eisenbahn gelogen und verleumdet wurde, geht auf keine Kuhhaut. Aus einem stinkenden, verwahrlosten, herabgewirtschafteten Staatsunternehmen wurde ein attraktives Verkehrsmittel, das z.B. in vielen Destinationen erfolgreich dem Flugverkehr paroli bietet.
    Auch Sie - Herr Dr. AU - erwähnen wieder die 40.000 Eisenbahner. Wo sind die? Am Bahnhof sieht man keinen. Im Zug ganz selten. Für Auskünfte nie! Es kann doch nicht sein, daß gerade alle im Betriebsratsbüro wohlverdiente Kaffeepause machen?
    Fallen bei uns 5 cm Schnee stehen alle Räder still. In Schweden, Norwegen, Finnland verkehren Züge auch im 6monatigen Winter. Wie ist das möglich? Auch dort werden die Züge von Lokomotiven und nicht von Rentieren gezogen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2013 01:33

    Sollte die EU dieses beeindruckende Vorhaben schaffen, Schiene und Bahn europaweit zu harmonisieren sowie als wichtige Nebenwirkung auch noch die sozialistischen Speerspitzen und Pfründe auf diesem Gebiet aufzubrechen, dann wäre das endlich einmal ein positives Signal aus Brüssel. Denn genau da liegen die eigentlichen Kernaufgaben der Union und sicher nicht bei Glühbirnen, den inzwischen wieder rehabilitierten Gurken, oder gar beim Gesinnungsterror bzw. bei den Auswüchsen der "political correctness" mitsamt dem Genderismus.

    Weiters erspart man damit auch noch der Bevölkerung eine Menge Steuergeld, wenn dieser ÖBB-Privilegienstadel endlich privatisiert wird, oder zumindest eine gesunde Konkurrenz bekommt. Bleibt nur der Wunsch, die Übung möge gelingen und der Herr Kern in die Wüste geschickt - eventuell ist ihm ein Versorgungsposten bei unserem "Rotfunk" nach seinen permanenten, loyalen Linksverbeugungen sicher.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2013 09:45

    Aus Ortner Online

    Wir bloggen ohne Bezahlung, die EU bezahlt Blogger (Trolle) um der EU-Skepsis entgegenzutreten. Dafür braucht man Steuergeld. Daraus folgt, nur die dümmsten Schafe bezahlen ihre Schlächter selbst. Steuerboykott wäre angebracht.

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/eu/9845442/EU-to-set-up-euro-election-troll-patrol-to-tackle-Eurosceptic-surge.html

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2013 08:10

    War als Hauptartikel zum Beitrag Dr. Unterberger gedacht, Entschuldigung an ambrosius.

    Mir erscheint der Artikel wie ein Propaganda-Artikel zum EU-Beitritt und für den Euro, Verzeihung. Bis dann eben der Katzenjammer kommt.

    Was ist in dieser EU noch privat?
    - Die Abhängigmachung durch Subventionen?
    - Die geplante Bankenunion?
    - Die Geldschaffung?
    - Die von der Politik gegängelte EZB?
    - Die hochsubventionierte Investment- und Banken-Landwirtschaft?
    - Die Westbahn, wo sich die von hohen Staatssubventionen abhängige französische Staatsbahn beteiligte?
    - Die hoch subventionierte französische Autoindustrie?
    - Die gesamte Ökoindustrie, aber die soll ja auch von der EU einheitlich harmonisiert werden?
    - Die Stahlindustrie am Beispiel Arcelor/Mittal, vielleich war auch das ein Grund, dass die VOEST in den USA investiert?
    Der Beispiele gibt es noch viele und sie alle hängen insgesamt stärker zusammen als uns lieb sein sollte.

    Ich kann nur sagen, AUFWACHEN!

    Hat noch niemand bemerkt, dass die freie faire Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb gerade von den Kommissaren mit ihren Lobbyisten ausgehebelt wurde? Das nennt man Corporatocracy, nämlich ungesunde Verschränkungen von Politik, Wirtschaft und Finanz. Unter diesen Bedingungen ist es ein sehr gefährliches Unterfangen, für Harmonisierung zu werben.

  5. Ausgezeichneter KommentatorGeheimrat
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2013 14:49

    „Propaganda-Blitz“: EU will in Internet-Foren für Euro Stimmung machen

    Die EU will sich im Vorfeld der Wahlen zum Europaparlament massiv in die Diskussionen im Internet einmischen. PR-Agenturen und EU-Beamte sollen in euro-skeptische Foren gehen, um dort jeden anti-europäischen Mythos im Keim zu ersticken. Die Aktion kostet zwei Millionen Euro aus Steuermitteln und wird von Kritikern als schlicht lächerlich bezeichnet.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/04/propaganda-blitz-eu-will-in-internet-foren-fuer-euro-stimmung-machen/

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/eu/9845442/EU-to-set-up-euro-election-troll-patrol-to-tackle-Eurosceptic-surge.html

    Ach ja, noch etwas - wir wollen doch alle die Segnungen des Euro preisen:

    http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/why/index_de.htm

  6. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2013 05:44

    Timeo Danaos et dona ferentes!

    Als gelernter Österreicher, fürcht ich mich schon vor allem, das aus Wien kommt.
    Was muß ich mich aber erst fürchten, wenns aus Brüssel kommt.
    Wobei, bei der ÖBB können auch die EU Technokraten nichts mehr verschlimmern!

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Februar 2013 09:18

    @ Britische Bahnen, Schwedische Bahnen:

    Die Preise allerdings sind andere Dimensionen als hier bei uns im Land des Parteidiktats. Da werden die Preise fern der Kostendeckung diktiert und die Kosten fern der Realität hinaufgeschraugt für pragmatisierte und geschützte Bereiche und die 6 Milliarden jährlich zahlen wir als Steuerzahler allein an die ÖBB in Österreich.

    Aber die Züge in Schweden und Großbritannien sind sauber, gut betreut, die Pünktlichkeit stimmt auch und in Schweden hat mir gefallen, dass in allen Zügen am Gang saubere Trinkwasserbehälter und hygienische Becher frei waren für die Bahngäste.

    Aber für meine Tochter habe ich für eine Monatskarte (!) von Wolverhampton nach Chester (etwa 120 km) GBP 768,- (etwa 900,- Euro) bezahlt, als ich ihr zu ihrer Studentenzeit den ersten Monat ihrer dortigen Nebentätigkeit verkehrsmäßig vorgeschossen habe. Gut, der Verdienst rechtfertigt die Preise natürlich wieder.

    Also kann ich das ganze Geschreibsel der Linksjournalisten dem Mistkübel zuordnen, denn all die Ängste und Hysterien gegen jedwede Privatisierung ist nur Partei- und Funktionärsgeheul der österreichischen 'Einheitsbaddei' und ihrer erpressten und bestochernen Medien. Das macht ja Österreich so 'dodelhaft' und lügnerisch.

    Noch was ist in diesem hervorragenden Artikel für mich durchgesickert:

    Es ist wirklich Zeit den Mief der letzten 40 Jahre des Largierens, der Faulheit, der Parteihörigkeit, der Lüge, der Manipulation, etc., etc. hinauszublasen, denn die Krise ist genau davon, dass Menschen ohne Gegenleistung Geld bekommen, das Wort 'geschützte Werkstätten' ist gefallen.

    Und es ist wirklich Zeit, den Beamtensaustall auszumisten und nur noch Effizienz gelten zu lassen und Bedarf, nicht künstlichen Bedarf. Das gilt nicht nur für Beamte, nein auch für Politiker, Krankheitswesen, eigentlich alles, wo Gewerkschaften das Sagen haben.

    Die Bahninfrastruktur wird sich genausowenig privatisieren lassen, wie die Autobahninfrastruktur und die werden daher weiterhin im öffentlichen Interesse bleiben, Bundes- Landes- und Gemeindeebene.

    Neu ist die Dimension, die die EU hineinbringen will, nämlich eine gewisse Vereinheitlichung bei den Tarifen. Ich stehe auch immer, wenn ich Bahn fahren will/muss vor der Entscheidung, bei wem kaufe ich ein europäisch internationales Ticket, kaufe ich es bei DB, ist es manchmal bis zu 30% billiger als würde ich das Gleiche bei den ÖBB kaufen, kaufe ich es in Ungarn in Richtung Osten, kostet die Fahrt von Wien nach Hegyeshalom fast mehr als die Reststrecke nach Budapest, wenn ich die in Ungran kaufe. Immerhin ist das Internet da eine gute Quelle, das alles zu optimieren und auch gleich zu kaufen. Ich sehe die Bemühung der EU um einheitliche Kennwerte für Bahnen (und auch Autobahnmaut) positiv und handels- und verkehrsfördernd.

    Also Infrastrukturen werden sich schlecht privatisieren lassen, aber sehr wohl der operative Bereich und das kann sich nur positiv auswirken für das Angebot und für die Fahrgäste bei der Bahn.

    So sehe ich auch Radio und TV, nämlich die Sendeanlagen können wir als Gemeinschaft zur Verfügung stellen und warten und dafür zahlen wir auch eventuell eine Gebühr, wie Autobahnmaut, etc., aber die Betreibergesellschaften gehören alle privatisiert. Es können ja auch Parteien privat Sender betreiben, ist ja nicht verboten, aber ich bin auch gegen Parteiförderung und meine, die sollen sich auch alles aus Mitgliedsgebühren finanzieren, wenn sie schon eine solche Klientelpolitik betreiben.

    Also die Preisunterschiede gibt es nur dort, wo der Wettbewerb fehlt, wo es also noch geschützte (und zu bezahlende) Nischen gibt, wo also Gewerkschaften regieren und Parteien ihren Müll an leistungsunwilligen und leistungsunfähigen Parteigängern hineinbaggern.

    Europa, will es überleben, wird wohl alles privatisieren müssen, was sich privatisieren lässt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGismor
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Februar 2013 16:19

    Antony Cyril Sutton (* 14. Februar 1925; † 17. Juni 2002) war ein britischer Ökonom, Historiker und Schriftsteller. Er studierte an den Universitäten von London, Göttingen und Kalifornien und erhielt seinen D.Sc. Grad von der University of Southampton, England. Er war Ökonomie-Professor an der California State University Los Angeles und Forschungsstipendiat an der Hoover Institution der Stanford University von 1968 bis 1973 (bis er nach dem Verbot vom Druck eines Buches entschied, freier Schriftsteller zu werden).

    Suttons Werke beschäftigen sich bevorzugt mit fördernden Handels- und Finanz-beziehungen der amerikanischen Wirtschaftselite (“Wall Street”) zu Staaten und Institutionen, die geläufig als deren Gegner eingeschätzt werden. Hierzu gehören
    Wall Street and the Bolshevik Revolution, Wall Street and the Rise of Hitler sowie Wall Street and FDR. Im Besonderen machte Sutton die hegelianisch inspirierten Konzeptionen der an der Yale University domizilierten Vereinigung Skull and Bones für dieses Phänomen verantwortlich. Das sich hiermit befassende Buch America’s Secret Establishment: An Introduction to the Order of Skull and Bones hielt er für sein wichtigstes.
    Interessant: die russische Revoulution und den Aufbau des Bolschewismus
    Host
    Dr. Stanly Montcith
    Das Interview mit Prof. Sutton wurde im Sommer 1980 verfilmt (deshalb ist die Tonqualität auch etwas schlechter)

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=9f1natbeMFI


alle Kommentare

  1. Diemerson (kein Partner)
  2. Hassan (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:20

    I love reading these articles because they're short but inovfmatire.

  3. Duyen (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:24

    Articles like these put the consumer in the driver seat-very imttaprno.

  4. DailyMirror (kein Partner)
    06. Februar 2013 20:38

    "Schweden und Großbritannien. Und beide haben ganz exzellente Erfahrungen damit gemacht."

    Ja. Und der Himmel ist gelb und die Erde ist eine Scheibe.

  5. Gismor (kein Partner)
    06. Februar 2013 16:19

    Antony Cyril Sutton (* 14. Februar 1925; † 17. Juni 2002) war ein britischer Ökonom, Historiker und Schriftsteller. Er studierte an den Universitäten von London, Göttingen und Kalifornien und erhielt seinen D.Sc. Grad von der University of Southampton, England. Er war Ökonomie-Professor an der California State University Los Angeles und Forschungsstipendiat an der Hoover Institution der Stanford University von 1968 bis 1973 (bis er nach dem Verbot vom Druck eines Buches entschied, freier Schriftsteller zu werden).

    Suttons Werke beschäftigen sich bevorzugt mit fördernden Handels- und Finanz-beziehungen der amerikanischen Wirtschaftselite (“Wall Street”) zu Staaten und Institutionen, die geläufig als deren Gegner eingeschätzt werden. Hierzu gehören
    Wall Street and the Bolshevik Revolution, Wall Street and the Rise of Hitler sowie Wall Street and FDR. Im Besonderen machte Sutton die hegelianisch inspirierten Konzeptionen der an der Yale University domizilierten Vereinigung Skull and Bones für dieses Phänomen verantwortlich. Das sich hiermit befassende Buch America’s Secret Establishment: An Introduction to the Order of Skull and Bones hielt er für sein wichtigstes.
    Interessant: die russische Revoulution und den Aufbau des Bolschewismus
    Host
    Dr. Stanly Montcith
    Das Interview mit Prof. Sutton wurde im Sommer 1980 verfilmt (deshalb ist die Tonqualität auch etwas schlechter)

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=9f1natbeMFI

  6. Francois Villon (kein Partner)
    06. Februar 2013 14:07

    Wenn Dr. Unterberger die ÖBB und die EU auseinanderhalten würde, könnte man darüber ja diskutieren. Aber so verquickt er zwei Themen, die schon „hierarchisch“ auf ganz verschiedenen Ebenen liegen. Um es humorvoll mit Karl Valentin zu sagen: „Ich weiß nicht, war´s gestern oder im 1. Stock.“ Leider ist das Thema keins für das Kabarett.

    So wird alles ein eingerührter, ungenießbarer Brei von moralinsaurer Sozi- und Gewerkschaftsschelte einerseits und Lobhudelei andrerseits für die in jeder Hinsicht bankrotte EU. Die Realitätsverweigerung in beiden Fällen liegt in Unterbergers ideologischen Scheuklappen, der den Liberalismus für eine Offenbahrungswahrheit hält.

    Daß auf solchen Voraussetzungen keine vernünftige Debatte stattfinden kann, ist fast unvermeidlich.

    Ein Kritiker der ÖBB beleuchtet die Nebenbahnen, die in NÖ (und auch anderen Bundesländern) vom Land übernommen wurden. Bemerkenswert, daß ja die Abwicklung hier die ganz "Schwarzen" besorgen, womit die alleinige Schuldzuweisung an „die Roten“ als Ursache etwas relativiert wird.

    In OÖ beobachte bzw. zähle ich - bei Gelegenheit - immer die Fahrgäste in der Grünauer-Bahn oder jener von Stern-Hafferl von Lambach nach Gmunden. Meist benötige ich nicht die Finger beider Hände um die Fahrgäste abzuzählen. Daß damit weder von Staats- noch Privatbahnen ein profitabler Betrieb möglich ist, müßte auch ein Esel verstehen. Ob in diesen Fällen eine Tourismuswerbung „Bahn mit Rad“ so viel zusätzliche Zahler bringt ist auch sehr fraglich.

    Wenn wir nicht in der Lage sind solch einen Ordnungsrahmen zu schaffen, der den Güterverkehr vermehrt auf die Bahn „zwingt“ (weil wir Gründe haben dies so zu wollen), dürfen wir uns auch nicht über den LKW-Verkehr auf den Straßen beklagen. Ich verstehe, daß das Umladen Zeit und Geld kostet, und deshalb der LKW hier - mit Tür zu Tür Transport - nicht überbietbare Vorteile hat.

    Dazu kommt offensichtlich, daß die wahren Kosten nicht zu Buche schlagen, denn die Kosten für Straßen/Autobahnen werden ja nicht zu den wahren Kosten von den Frächtern getragen. Die EU-„Richtlinien“ für die Mautbemessung erlauben ja nicht die Finanzierungskosten zu berücksichtigen, die aber bei den Laufzeiten der Kredite durchaus das Doppelte der eigentlichen Investitionskosten sein können.

    Hier schafft die von Unterberger als so „mutig“ bezeichnete EU „Rahmenbedingungen“ für den „freien Markt/Wettbewerb“, der keiner ist, und bei dem die wahren Kosten – inkl. Lärm, Gestank, Geld und Ressourcenvergeudung – vom Steuerzahler letztlich zu berappen sind.

    Daß sich die Frächter auch noch mit der Verlagerung ihrer Flotten ins steuerbegünstigte Ausland der Steuerpflicht dort entziehen, wo sie die Leistungen erbringen, kommt oben drauf.

    In OÖ hat jüngst ein großer Frächter seine Firma – nachdem er die „Assets“ in eine neue, ausländische verschoben hat – Konkurs angemeldet, um der Steuer- und Sozialversicherungszahlung zu entgehen.

    Also, Herr Dr. Unterberger, haltens die Luft an, wenn Sie ständig die Wohltaten der Privatisierung wie Sauerbier anpreisen. Was die Apologien auf die EU betrifft machen Sie sich damit ohnehin nur noch lächerlich.

    • Gismor (kein Partner)
      06. Februar 2013 15:05

      Francois Villon
      **********

      Aber glauben Sie mir, die die mit Scheuklappen durch die Gegend laufen, werden ihren hervorragenden Kommentar nicht verstehen. Als würde man Perlen vor die Säue werfen.
      Ja und Herr Unterberger darf ja auch einmal in der Woche in einem Mainstream-Medium seine Meinung kundtun. Deshalb darf man auch nicht zu viel des Mutes von ihm verlangen.

    • Erich Bauer
      06. Februar 2013 16:03

      (Zitat: Francois Villon) - "...ideologischen Scheuklappen, der den Liberalismus für eine Offenbahrungswahrheit hält..."

      Die Überwindung der "Orwell'schen Welt", welche die meisten schon hinter sich glauben, ist derzeit in vollem Gange. In dieser Welt gab es nämlich noch Oberschicht und Mittelschicht, die sich abwechselnd niederhielten und ablösten. Die Unterschicht zu erwähnen ist eigentlich unnötig, da geschichtlich ohne Bedeutung. Diese Schicht wurde und wird sowieso nur wechselseitig "benützt"...

      Was man will, ist die "Huxley'sche" Welt. Dort existiert nur noch die Oberschicht! Die Unterschicht besteht aus glücklichen Sklaven... Somit hätte man das "Ende der Geschichte" erreicht. Konservativismus, Liberalismus, Marxismus… was für ein „Schmahfu“. Titanen aus grauer Vorzeit.

      Längst schon bin ich zur Überzeugung gelangt, dass Konservative nicht konservativ sind, dass Liberale nicht liberal sind, dass Marxisten nicht marxistisch sind… Wir haben es einfach nur mit ganz gewöhnliche „Banditen“ zu tun. Was diese „Figuren“ eint, ist der Wunsch, auf Kosten anderer, ein materiell erfreuliches Leben zu führen. Dort oben, am Mount Everest der Machtträume trifft man sich und verhandelt über ein neues System der Beutegewinnung. Ich werde das Gefühl nicht los, dass da irgendwelche Ausgeburten des „Lebensborns“ die Weltmachtpläne eines Österreichers alternativlos verwirklichen wollen. Während die „Unterschicht“ sich die Köpfe über die alten „Titanen“ einschlägt…

      Für die meisten klingt das sicherlich sehr überspitzt. Das soll es auch sein. Aber... Wunsch und Wirklichkeit, auch von fest gefügten Machtstrukturen, driften oft auseinander. Wenngleich ich nicht glaube, dass sich derzeit irgendetwas gegen diese Entwicklung stemmen könnte.

      Die kulturelle Evolution der Menschheit treibt, nach meinem Gefühl, auf diesen "crucial-point" zu. Ich habe keine Ahnung, was dort auf uns wartet... Ich habe keine Ahnung, wie lange diese "Wehen" andauern... Wenn man von "Niedergang des römischen Reiches" spricht, wird immer und ganz salopp das Leiden und Stöhnen der damaligen Zeitgenossen ausgeblendet! Mord und Totschlag war der "Geburtshelfer" der neu entstehenden Welt... Kein Stein blieb auf dem anderen. Immerhin gab's damals das Christentum als halbwegs regulierende Instanz... Ob es heutzutage Armageddon ist?

      Aber... vielleicht ist doch "Huxley" die Zukunft... :-) Gewissermaßen das vollendete Armageddon? Ich kann und will das nicht glauben…

    • F. V. (kein Partner)
      06. Februar 2013 16:36

      Wenn man – inzwischen auch schon älter geworden – feststellen muß, daß
      - die Nationalen nichts mehr mit Volk und Heimat am Hut haben,
      - die Sozial-„demokraten“ weder sozial noch Demokraten sind, -
      - die „christliche“ Volkspartei nicht mehr christlich ist, sondern aus Heuchlern und miesen Geschäftemachern besteht,
      - die „Liberalen“ jakobinische Staats- und Gesellschaftszerstörer sind,
      - die „Grünen“ den Melonen gleichen – außen grün, innen rot,
      - die Kirche – wie ich hoffte – nicht mehr ihrer Aufgabe nachkommt den christlichen Glauben unverkürzt und unverfälscht zu verkünden, sondern zeitgeistige Beliebigkeit,
      - die vorgeblichen Eliten Kriminelle und
      - das „einfache Volk“ dressierte Tanzbären sind, das mit Brot und Spielen bei Laune gehalten wird,
      - die Wissenschaft von wildem Aberglauben und Spekulation, Opportunismus und Pfründen bestimmt wird, usw. – dann möchte, muß man fast resignieren.

      Im Grunde kommt mir die Diskussion im UTB auch sinnlos vor, denn sie bewirkt nichts, und die Beiträge bestätigen nur, daß die Wenigsten begriffen haben wie viel es geschlagen hat. Ich könnte mich ebenso gut besaufen anstatt hier zu versuchen Sachverhalte darzustellen, aber leider hält meine Konstitution das Saufen nicht aus. Und die besseren Jahrgänge würden wohl auch zu sehr ins Geld und meiner Frau auf die Nerven gehen.

      Daß mit rationalen Entschlüssen und aktivem Wollen die Lage sich nicht mehr ändern läßt ist meine Überzeugung. Wenn wir Glück haben, und die Katastrophe noch hinreichend viele übrig läßt – UND ein Residuum in ausreichender Größe von wirklichen Führungspersönlichkeiten überlebt, könnte aus der Asche noch ein Phönix emporsteigen.

      Die heutige geistige, sittliche, orientierungslose Wüste ist durch keinerlei Reform zu retten.

      Nietzsche: Die Wüste wächst“ – Weh dem der Wüsten birgt!

    • Gismor (kein Partner)
      06. Februar 2013 16:48

      Erich Bauer

      **********

      F. V.
      **********

    • Ranftl
      06. Februar 2013 17:43

      F. V.

      Sie gehören zu einem der wenigen, mit deren Beiträgen ich mich überhaupt noch auseinandersetzen kann. Auch wenn wir uns in "grauer Vorzeit" des UTB-Blogs bisweilen ganz heftig in den Haaren lagen. Daß Sie die "zeitgeistige Beliebigkeit des Christentums ganz besonders schmerzt, löst in mir kein Jubelgeheul aus... Ich erinnere an die Worte des "Konzilspapst" Paul VI., der da behauptete, daß während des 2. Vatikanischen Konzils der Satan durch die Mauerritzen Eingang fand...

      Wenn ich mich noch an meine Kindheit zurückerinnere, und ich wuchs in einem sehr katholischen Umfeld auf, fallen mir immer die angstvoll vorgebrachten Gerüchte um das letzte Fatima Geheimnis ein. Da hieß es, daß der Buddhismus um die Welt käme. Ich hatte die Gelegenheit diese Form der Weltsicht in Tokio studieren zu dürfen. Meine Feststellung dazu: Das Christentum ist dem Buddhismus bei weitem ähnlicher, als Judentum und Islam... Die r.k. Kirche weiß das. Deswegen wird sie auch überleben. Deswegen habe ich auch desöfteren in diesem Blog deponiert, daß mir die Kirche wichtiger ist, als der Glaube. Möglicherweise können Sie das verstehen. Daß ich hierorts auf Unverständnis stieß war zu erwarten. Alles andere hätte mich nicht nur überrascht, sonder regelrecht verstört...

      Es steht zu befürchten, dass ERST die ÜBERNÄCHSTE Generation sich wieder besinnt und die titanischen Rattenfänger, hoffentlich für längere Zeit, ins Ungemach sperrt… Ein neuer Versuch. Darin sieht der „Schwarzseher“ uneingeschränkt das Positive.

    • Erich Bauer
      06. Februar 2013 17:45

      Okay... Ranftl = Erich Bauer.

    • Anton Volpini
      06. Februar 2013 20:36

      Lassens trotzdem bitte den terbuan von mir schön grüßen, Erich Bauer. :-)))
      Und danke für diese großartigen Worte!

  7. Wunschträumer (kein Partner)
    06. Februar 2013 13:18

    Lieber Unterberger!

    Sie kennen bestimmt das alte Sprichwort: "Schuster bleib bei Deinem Leisten" Bitte, bitte, beherzigen Sie es! Sie schlagen ja den alten Besser- wie Alleswisser "Staberl" unseres lieben Latrinenblattes "Krone" um Längen, was ich bis Dato nicht für möglich gehalten hätte. Selbst wenn ungezählte Trotteleien bei den ÖBB geschehen wären (und auch sind!!) kommen sie in keinster Weise an jene der österreichischen "Medienlandschaft" und deren Helden der Gänsekielszene heran - heute halt mit Computer, was leider "die Wirkung" ins Ungeahnte steigert!
    Versuchen Sie BITTE einmal emotionslos zu recherchieren, auch gegnerische Argumente über warum und weswegen, anzuhören, auch wenn sie Sie nicht verstehen und erst dann den Artikel zu veröffentlichen.
    Sie würden staunen wie sich so Manches dann anders darstellt.
    Ich halte Sie nicht für grundsätzlich bösartig, doch ist Ihnen der Frust und die Verbitterung in fast Allem anzumerken. Sie schaden Sich selbst, aber vor allen Ihrer Gesundheit!
    Und was wird dadurch auch besser?

    Als Abschluss auch Lob: Was mir hier an diesem Blog gefallt, ist die freie Meinungsäußerung die bekannterweise absolut nicht selbstverständlich ist! Aber es wäre noch schöner, wenn man diese ohne Polemik lesen könnte....

  8. Sensenmann
    06. Februar 2013 12:51

    Die ÖBB ist kein Transportunternehmen, es ist eine Gewerkschaft, die sich einen Gleiskörper hält. Aber nichteinmal den braucht man mehr, denn man wird ja auch ohne Bahn bezahlt (glaubt so ein Sozi halt..). Außer West- und Südbahn wird es bald nichts mehr geben in unserem Land.
    Fakt ist: Die Nebenbahnen - die, wie unzählige Beispele aus dem In- und Ausland beweisen privat sehr wohl wirtschaftlich zu führen sind - verrotten, werden eingestellt. In weiser Voraussicht sollen dann daraus Radwege werden. Wie verrtrottelt derlei Investitionen in die Zerstörung der Infrastruktur sind, zeigt das Ybbstal. Die schwarze Mafia hat - natürlich nicht ohne daß dieser Pröll in die Kameras gelogen hätte - die von den ÖBB weitestgehend ruinierte Bahn übernommen, um sie angeblich weiter zu betreiben. In Wahrheit, um sie zugunsten der LKW-Lobby einzustellen. Das rollende Material hat man derweil schon verschleudert.
    Anstatt auf ein Konzept zu setzen, das Gütertransport, Schülertransport und Tourismus vereint zu setzen (immerhin hatte die Bayerische Oberlandbahn für die Ybbstalbahn geboten!), soll für Millionen ein Radweg entstehen. Es wird zwar keine Sau aus Wien, geschweige denn aus dem Ausland anreisen, um durch das Ybbstal zu radeln, aber das Geld wird verbrannt werden.
    Einzig der Bürgermeister von Hollenstein (zwar ein Sozi, aber offenbar nur am Papier, weil es die schwarze Pest nicht ertragen kann) findet das Ganze einen Irrsinn.
    Der Rest der dummen ÖVPler findet die Segnungen des Pröll aber ganz toll und kapiert nicht, daß sie in ihrem Tal bald sehr alleine sein werden, die Kosten für den Radweg ihnen aber bleiben.
    Denn Nostalgiebahn MIT Rad ist es, was die Menschen in die Region bächte.
    (Von Rügen, über den Harz bis ins Engadin und hinein bis in den Pinzgau).
    Für das Ruinieren von Infrastruktur und den dadurch verursachten Schaden am Vermögen des Volkes werden sich diese Leute eines Tages verantworten müssen. Denn auch dieses ist ein Beispiel, wo sich Sozis und Schwarze zum Schaden unseres Landes verschworen haben, um sich und ihre Klientel zu bereichern.

  9. Gismor (kein Partner)
    06. Februar 2013 12:39

    IS- Hier gilt noch nationales Recht:
    Island warf FBI-Agenten raus!! u n d sie haben die verantwortlichen kriminellen Banker VERHAFTET und zu langjährigen Gefängnistrafen VERURTEILT.

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Island hat FBI-Agenten die kamen rausgeworfen

    http://alles-schallundrauch.blogspot.co.at/2013/02/island-hat-fbi-agenten-die-kamen.html

  10. Pumuckl
    06. Februar 2013 11:04

    @ Dr. Unterberger :

    " Eisenbahn: der MUTIGE Kampf der EU "

    Bei dem fürstlichen sozialen Status, welchen EU-Politiker und EU-Beamte genießen, müßten diese doch folgende Erwartungen erfüllen:

    ° Höchste fachliche Kompetenz für die übertragenen Aufgaben.

    ° Höchste moralische Kompetenz.

    ° Bestmögliche Verwirklichung der Erwartungen ihrer Wähler.

    ° Höchsten persönlichen Arbeitseinsatz.

    Den Verantwortlichen in der EU allein für die Absicht, das Thema anzugehen,
    vorauseilend besonderen MUT zu bestätigen, haben sich diese noch lange nicht verdient!

    Qualitativ und quantitativ Höchstleistungen zu erbringen, sollten diese Damen und Herren doch als selbstverständliche Pflichterfüllung ansehen!

    Im Umgang mit den Milliarden der Nettozahler haben diese "Eliten" in der Vergangenheit ihre Pflicht jedenfalls nicht erfüllt!

  11. Geheimrat
    05. Februar 2013 14:49

    „Propaganda-Blitz“: EU will in Internet-Foren für Euro Stimmung machen

    Die EU will sich im Vorfeld der Wahlen zum Europaparlament massiv in die Diskussionen im Internet einmischen. PR-Agenturen und EU-Beamte sollen in euro-skeptische Foren gehen, um dort jeden anti-europäischen Mythos im Keim zu ersticken. Die Aktion kostet zwei Millionen Euro aus Steuermitteln und wird von Kritikern als schlicht lächerlich bezeichnet.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/04/propaganda-blitz-eu-will-in-internet-foren-fuer-euro-stimmung-machen/

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/eu/9845442/EU-to-set-up-euro-election-troll-patrol-to-tackle-Eurosceptic-surge.html

    Ach ja, noch etwas - wir wollen doch alle die Segnungen des Euro preisen:

    http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/why/index_de.htm

  12. A.K.
    05. Februar 2013 13:44

    Dr. Unterberger schreibt zu recht:“... Denn in jedem Land gelten andere Gruppen-, Familien- und Rückfahrkartenregelungen.“
    Die EU-Behörden könnten hier sehr einfach einen Verbesserungsschritt setzten:
    Dazu müßte nur die Regelung getroffen werden, daß bei Fahrzielen zu denen vom Abfahrtsort irgendeine direkte parallele Linienflugverbindung existiert, auch die Bahnkarte so einfach wie die Flugkarte zu lösen sein muß. Die potentiellen Bahn und Flugreisenden könnten dann einfach Reisedauer und(!) Preise vergleichen. Auch die Vorteile einer Rückfahrkarte wären so sofort prüfbar.

    • Gerhard Pascher
      05. Februar 2013 14:20

      In Ungarn zahlen Pensionisten auf allen öffentlichen Verkehrsmitteln nichts. Da Ungarn andere EU-Bürger nicht benachteiligen dürfen, können z.B. auch Österreicher quer durch Ungarn (und natürlich auch auf der Budapester U-Bahn) gratis fahren.
      Aber man darf z.B. keine Direktverbindung von Wien nach Budapest benützen. Vielmehr muss man nach der Grenze (Hegyeshalom) aussteigen, dort für den nächsten Zug ein Platzkarte besorgen und schon gehts weiter. Ev. auch einmalige Jahresbewilligung lösen.

  13. GOP
    05. Februar 2013 12:34

    Man muss bei einer Privatisierung der Bahn grundsätzlich zwischen komplett übernommenen Strecken und Parallelbetrieb unterscheiden. Während bei Nebenstrecken meist die Staatsbahn kein Interesse mehr daran hatte - die Privaten es aber doch attraktive machen können - herrschen bei parallel geführten Schnellzugstrecken richtiger freier und meist fairer Wettbewerb. So fährt zwischen Hamburg und Köln der HKX, zwischen Mailand und Neapel der Italo, auch Schienen Ferrari genannt. Dieser Spitznamen verdankt er dem Ferrari-Manager Luca di Montezemolo, welcher diese Investition ermöglichte. In Tschechien sind es auf der "Rennstrecke" Prag - Ostrau neben der CSD sogar drei weitere Gesellschaften unterwegs. Wichtig ist dabei, dass der nationale Regulator genau überwacht, dass den "Neuen" keine Prügel von den "Etabliereten" vor die Füße geworfen werden. Wie verhält sich dazu die österreichische Behörde gegenüber ÖBB und Westbahn?

    Die in diesem Zusammenhang viel gelobte Schweiz ist da noch nicht so weit. Sicher hätten es bei dem derzeitigen SBB-Zugsangebot sehr schwer, da noch zusätzliche Dienste anzubieten. Trotzdem gibt es auch in unserem Nachbarland immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten, so hat eben die SBB nach vermehrten Beschwerden ein zusätzliches Millionenbudget zur Toilettensanierung beschlossen.

    • maxim7 (kein Partner)
      06. Februar 2013 12:17

      Wieso unsere SBB immer wieder als Vorbild dargestellt wird, begreife ich auch nicht. Das ist ein Moloch, der mit jährlich 8 Mrd SFr. subventioniert wird.
      Das Budget für die Toilettensanierung beträgt übrigens 700 000 SFr., und die "Sanierung" besteht darin, Phototapeten in den WCs aufzukleben...

  14. schreyvogel
    05. Februar 2013 10:25

    Mir fehlt ein ganz entscheidender Punkt in A.U.s Maßnahmenkatalog: Die Schaffung einer einzigen europaweiten Gewerkschaft der Eisenbahner, die als zwar nicht als de-jure aber doch als de-facto Eigentümer fungiert und die daher alle solchen Reformen tragen muss.
    Es ist noch ein sehr breiter Weg bis zu einem europaweiten marktwirtschaftlichen Wettbewerb auf dem Bahnsektor.

  15. DerTurm
    05. Februar 2013 10:19

    Das ist aber nicht nur bei der Bahn so.

    Ein Flugticket Klagenfurt-Chicago und retour ist billiger, als Wien-Chicago und retour.

    Will man von Wien nach Mailand fliegen, muss man ein Ticket Frankfurt - Mailand (via Wien) kaufen usf.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. Februar 2013 08:08

      Intransparente Preissysteme sind in x Branchen eine Methode, um den vollkommenen Markt außer Kraft zu setzen. Ich kann hier keine besondere Stellung der Bahn oder des Staates erkennen - warum gibt es z.B. Flugpreisvergleichsmaschinen wie checkfelix? Oder einen sog. Handytarifdschungel?

      WIeder mal viel Lärm um nichts. Ich würde eher die Frage stellen, warum es keine gemeinsame Bahnpreisvergleichsmaschinen gibt? Sowas sollte man manchen.

  16. Gerhard Pascher
    05. Februar 2013 09:54

    Generell darf man die ÖBB nicht schlecht darstellen. Es gibt hohe Pünktlichkeitsraten und auch viele (nicht alle!) Bediensteten sind freundlich und kundenorientiert. Manche ältere Eisenbahner sind aber durch den jahrelangen Monopolbetrieb "verdorben", wurden und werden noch immer von der Dienststellenvertretung und Gewerkschaft "manipuliert". Ich kenne kaum jemanden dort, welcher nicht zum Beitritt der Gewerkschaft mehr oder weniger gezwungen wurde. Natürlich gibt es - abseits der Hauptrouten - alte und schlechte Infrastruktur und oft fast leere Züge, welche zur Einstellung "die Bahn muss ja ohnehin fahren" in den Köpfen mancher Bediensteter führte. Andererseits zeigt der nunmehrige Wettbewerb auf der Strecke Wien - Salzburg, dass es auch anders gehen kann/muss.

    Also bitte in erster Linie die Politik (bes. BM Bures), die Gewerkschaft und das teilweise schwache Bahnmanagement kritisieren.

  17. brechstange
    05. Februar 2013 09:45

    Aus Ortner Online

    Wir bloggen ohne Bezahlung, die EU bezahlt Blogger (Trolle) um der EU-Skepsis entgegenzutreten. Dafür braucht man Steuergeld. Daraus folgt, nur die dümmsten Schafe bezahlen ihre Schlächter selbst. Steuerboykott wäre angebracht.

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/eu/9845442/EU-to-set-up-euro-election-troll-patrol-to-tackle-Eurosceptic-surge.html

    • Nestor 1937
      06. Februar 2013 12:04

      Das verdient weitere Recherchen und einen kritischen Kommentar von Dr. AU !

  18. Observer
    05. Februar 2013 09:39

    Die ÖBB wird - entgegen weiläufiger Meinung - NICHT vom Generaldirektor Kern, sondern von der Eisenbahnergewerkschaft geführt. Eine Umstellung von einem staatlichen Monopolbetrieb in dem einer modernen Dienstleistungsgesellschaft ist auch in 50 Jahren nicht möglich, da sich die Einstellungen mancher Mitarbeiter nicht um 180 Grad ändern lassen. Dazu wäre vermutlich eine Insolvenz und anschließender Neubeginn besser.

    Die technischen Systeme mancher Eisenbahngesellschaften sind unterschiedlich, so z.B. Stromspannung, Sicherungssignale usw. Solange es da keine Vereinheitlichung gibt, müssen Loks (falls nicht für mehrere Systeme geeignet) und Personal an der Grenze ausgetauscht werden.

    Zu den britischen Bahnen: nach der Totalprivatisierung wurde viel "Lehrgeld" bezahlt, erst seit die Infrastruktur wieder in Staatshände gelangte, geht es wieder aufwärts. Außerdem muss man wissen, dass - ähnlich wie in der Schweiz - die Bahn dort immer schon eine hohe Akzeptanz hatte. Da wurden z.B. die Fahrten zwischen zwei großen Städten schon immer fast ausschließlich mit dem Zug gemacht. Dort ist es auch durchaus üblich, täglich bis zu 4 Stunden für den Weg zur und von der Arbeitsstätte zurückzulegen und dafür bis zu 10 % des Einkommens aufzuwenden. Andererseits wird im United Kingdom der Güterverkehr, mit Ausnahme von Massengütern wie Kohle, fast komplett auf der Straße abgewickelt.

    Warum sind eigentlich Leute (auch AU und viele seines Fans) gegen die großen Tunnelbauvorhaben (Koralm, Semmering und Brenner), wenn man schnellere und bessere Verbindungen haben will? Ich bin für diese Großinvestitionen, auch wenn sich diese erst in vielen, vielen Jahren "rechnen". Gott-sei-Dank werden diese Projekte nun nicht mehr eingestellt.

    Last but not least: da die nationalen Regierungen kaum in der Lage sind, die Frächterlobbys einzubremsen, sollte von Brüssel ein Machtwort zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene erfolgen. Wenn die Infrastruktur vorhanden ist, dann sollte diese auch bestmöglich ausgenützt werden. Damit werden Anrainer sowie die ganze Umwelt besser geschützt.

    • brechstange
      05. Februar 2013 12:36

      observer

      Dazu sollte es keines Machtworts bedürfen, das sollte durch marktgerechte Preisbildungen erledigt werden. Es muss eben ein entsprechender Straßenerhaltungsbeitrag von den Frächtern verlangt werden und anderes. Da gibt es sicherlich realistische Mechanismen, aber bitte nicht diese lächerlichen CO2-Zertifikate oder sonstige statistische Größe, die irgendwelche NGOs ohne Kenntnis irgendwelcher Zusammenhänge auf Basis nicht überprüfbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse basierend, errechnen.

    • Observer
      05. Februar 2013 13:17

      brechstange:
      Hier (westlich von Wien) hat sich seit 1990 auf der Autobahn A1 das LKW-Aufkommen vervielfacht. Sicher zahlen alle brav ihre Mautgebühr und die Asfinag freut sich. Ein Großteil der Lastkraftwagen haben ungarische, rumänische, slowakische, bulgarische, rumänische und türkische Kennzeichen. Ob die alle auch in Österreich tanken - damit etwas Steuergeld zu uns fließt - ist mir nicht bekannt. Mit Millionenaufwand wurden Schallschutzwände errichtet, welche sich nachträglich aber nicht als ausreichend erwiesen.
      Fast parallel dazu (Wien Süd über das Tullnerfeld bis St.Pölten) wurde nun eine moderne Eisenbahnstrecke gebaut, welche täglich dutzende von zusätzlichen Frachtzügen aufnehmen könnte.

      Auf den Autobahnabschnitten Kufstein - Brenner und Salzburg - Villach sind täglich ähnliche LKW-Transit-Kolonnen zu sehen. In der Schweiz konnte man durch kluge Politik sehr viel Güter von den beiden Nord-Süd-Straßenverbindungen auf die Eisenbahn verlagern.

      Ach ja, da habe ich in meiner Aufzählung noch die übermächtige Frächterlobby vergessen, welche scheinbar in unserem Land das alleinige Sagen hat.

    • Ranftl
      05. Februar 2013 17:39

      (die übermächtige Frächterlobby )

      Oh, mein Gott. Was Sie alles vergessen bei Ihren Beobachtungen.

  19. brechstange
  20. Josef Maierhofer
    05. Februar 2013 09:18

    @ Britische Bahnen, Schwedische Bahnen:

    Die Preise allerdings sind andere Dimensionen als hier bei uns im Land des Parteidiktats. Da werden die Preise fern der Kostendeckung diktiert und die Kosten fern der Realität hinaufgeschraugt für pragmatisierte und geschützte Bereiche und die 6 Milliarden jährlich zahlen wir als Steuerzahler allein an die ÖBB in Österreich.

    Aber die Züge in Schweden und Großbritannien sind sauber, gut betreut, die Pünktlichkeit stimmt auch und in Schweden hat mir gefallen, dass in allen Zügen am Gang saubere Trinkwasserbehälter und hygienische Becher frei waren für die Bahngäste.

    Aber für meine Tochter habe ich für eine Monatskarte (!) von Wolverhampton nach Chester (etwa 120 km) GBP 768,- (etwa 900,- Euro) bezahlt, als ich ihr zu ihrer Studentenzeit den ersten Monat ihrer dortigen Nebentätigkeit verkehrsmäßig vorgeschossen habe. Gut, der Verdienst rechtfertigt die Preise natürlich wieder.

    Also kann ich das ganze Geschreibsel der Linksjournalisten dem Mistkübel zuordnen, denn all die Ängste und Hysterien gegen jedwede Privatisierung ist nur Partei- und Funktionärsgeheul der österreichischen 'Einheitsbaddei' und ihrer erpressten und bestochernen Medien. Das macht ja Österreich so 'dodelhaft' und lügnerisch.

    Noch was ist in diesem hervorragenden Artikel für mich durchgesickert:

    Es ist wirklich Zeit den Mief der letzten 40 Jahre des Largierens, der Faulheit, der Parteihörigkeit, der Lüge, der Manipulation, etc., etc. hinauszublasen, denn die Krise ist genau davon, dass Menschen ohne Gegenleistung Geld bekommen, das Wort 'geschützte Werkstätten' ist gefallen.

    Und es ist wirklich Zeit, den Beamtensaustall auszumisten und nur noch Effizienz gelten zu lassen und Bedarf, nicht künstlichen Bedarf. Das gilt nicht nur für Beamte, nein auch für Politiker, Krankheitswesen, eigentlich alles, wo Gewerkschaften das Sagen haben.

    Die Bahninfrastruktur wird sich genausowenig privatisieren lassen, wie die Autobahninfrastruktur und die werden daher weiterhin im öffentlichen Interesse bleiben, Bundes- Landes- und Gemeindeebene.

    Neu ist die Dimension, die die EU hineinbringen will, nämlich eine gewisse Vereinheitlichung bei den Tarifen. Ich stehe auch immer, wenn ich Bahn fahren will/muss vor der Entscheidung, bei wem kaufe ich ein europäisch internationales Ticket, kaufe ich es bei DB, ist es manchmal bis zu 30% billiger als würde ich das Gleiche bei den ÖBB kaufen, kaufe ich es in Ungarn in Richtung Osten, kostet die Fahrt von Wien nach Hegyeshalom fast mehr als die Reststrecke nach Budapest, wenn ich die in Ungran kaufe. Immerhin ist das Internet da eine gute Quelle, das alles zu optimieren und auch gleich zu kaufen. Ich sehe die Bemühung der EU um einheitliche Kennwerte für Bahnen (und auch Autobahnmaut) positiv und handels- und verkehrsfördernd.

    Also Infrastrukturen werden sich schlecht privatisieren lassen, aber sehr wohl der operative Bereich und das kann sich nur positiv auswirken für das Angebot und für die Fahrgäste bei der Bahn.

    So sehe ich auch Radio und TV, nämlich die Sendeanlagen können wir als Gemeinschaft zur Verfügung stellen und warten und dafür zahlen wir auch eventuell eine Gebühr, wie Autobahnmaut, etc., aber die Betreibergesellschaften gehören alle privatisiert. Es können ja auch Parteien privat Sender betreiben, ist ja nicht verboten, aber ich bin auch gegen Parteiförderung und meine, die sollen sich auch alles aus Mitgliedsgebühren finanzieren, wenn sie schon eine solche Klientelpolitik betreiben.

    Also die Preisunterschiede gibt es nur dort, wo der Wettbewerb fehlt, wo es also noch geschützte (und zu bezahlende) Nischen gibt, wo also Gewerkschaften regieren und Parteien ihren Müll an leistungsunwilligen und leistungsunfähigen Parteigängern hineinbaggern.

    Europa, will es überleben, wird wohl alles privatisieren müssen, was sich privatisieren lässt.

    • FranzAnton
      05. Februar 2013 17:16

      @ Europa, will es überleben, wird wohl alles privatisieren müssen, was sich privatisieren lässt".

      Bravo, drei goldene Sternderln sind für diese Ansage zu wenig!

    • F.V. (kein Partner)
      06. Februar 2013 09:33

      FranzAnton,

      wenn Dummheit weh täte, müßten Sie vor Schwerzen dauernd brüllen.

  21. Wertkonservativer
    05. Februar 2013 09:07

    Ich gestehe, seit den Tagen meiner Kindheit (und da war's ein Viehwaggon zwecks Aussiedlung aus der CSR 1946) nur ganz selten mit der Bahn gefahren zu sein.
    Seit Beginn meiner Berufstätigkeit vor ca. 60 Jahren bin ich dann fast ausschließlich mit dem eigenen Wagen, oder eben mit dem Flugzeug in ganz Europa herumgekurvt.

    Meine Erfahrungen mit der Bahn sind daher bestenfalls marginal; die Privilegien der ÖBB-Bediensteten und langjährige politische Besetzung der Bahnagenden durch Rothäute sind mir natürlich auch immer wieder unangenehm aufgestoßen!

    Zum aktuellen Diskussionsanstoß durch Dr. Unterberger kann ich mangels Insiderwissen daher kaum was beitragen.
    Dafür um Verständnis bittend, bin ich schon wieder still!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller
      05. Februar 2013 09:52

      Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag! Für den, wie ich Ihnen versichern darf, gerade ich (wer sonst?) vollstes Verständnis habe...

    • Wertkonservativer
      05. Februar 2013 10:30

      Ja, ja, der Herr Knaller!
      Der hat mir ja schon so gefehlt!

      Aber Sie haben hier schon auch irgendwie recht:
      "Es schweige, wer nichts zu sagen hat!"
      Mein Gott, ich bin halt sooo ein Plaudertascherl!
      (So wie zwei, drei Dutzend andere hier!).

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller
      05. Februar 2013 10:45

      ... vollstes Verständnis habe, weil er meine Diagnose, die ich hier im Blog inzwischen als bekannt voraussetzen darf (für neu hinzugekommene Trolle: Logorrhoe, vulgo Plappersucht), wieder einmal glänzend bestätigt.

    • phaidros
      05. Februar 2013 11:08

      Und, Herr Psychiater, fällt unentwegtes Logorrhoe Diagnostizieren unter Sucht oder doch eher unter Zwangsneurose?

    • Karl Knaller
      05. Februar 2013 14:20

      Es fällt unter wissenschaftliche Wahrhaftigkeit, werter Klimahysteriker. Man soll doch wissen, mit wem man es hier zu tun hat, und was die Erklärung für manche Seltsamkeit ist.

    • Ranftl
      05. Februar 2013 15:30

      DIE ANSTALT

      Ist doch nett wenn jemand sagt, dass er nichts zu sagen hat. Man muss nur darüber reden.

    • Ranftl
      05. Februar 2013 17:35

      Zwangsneurose! Naja. Ein Neurotiker handelt naturgemäß zwanghaft. Waschzwang! Enthaarungszwang! Die moderne, freie Marktwirtschaft stillt derartige Bedürfnisse. Fast könnte man sagen die liberale Marktwirtschaft lebt davon. Sie braucht die Neurotiker. Auch das Messen, dokumentieren der Temperaturen in allen Lebenslagen und Lebenssituationen ist dabei von ungeheuerlicher Bedeutung! Ein liberaler Marktwirtschaftler kommt dabei zu Marktideen sonder Zahl. Das wird den EINZELNEN kaum belasten! Soll ja auch nicht sein. Auch ich hätte ja auch nur gern von jedem Österreich pro Tag 1 Cent. Leider bin ich zu wenig skrupellos und liberal.

      Wie dem auch sei. Schlimm wird's dann, wenn das Luftschloss fertig gebaut ist. Die Anleitung dafür findet sich in jeder Buchhandlung in der Lebenshilfeabteilung. Wenn man schon so weit fortgeschritten ist, hat man die Neurose, auch die zwanghafte, längst überwunden und ist zur Psychopathie vorgedrungen. Das Klima wird dann vom Berufsheer gesdchützt. Und die EU gibt dann diesen Patienten den Rest.

    • phaidros
      05. Februar 2013 18:48

      Gähn. Wenn es persönlich und untergriffig wird, ist das der Offenbarungseid. Wie langweilig.

      Fest steht jedenfalls nur eines: dass rein gar nichts vom unserem bestehenden Wehpflichtigenheer beschützt wird, werter Ranftl.

    • f.m.
      06. Februar 2013 00:57

      Wer nichts zu sagen hat, sollte einfach schweigen.
      Niemand muss täglich zu jedem Thema ein Posting absetzen.
      Es ist läppisch, das Forum dafür um Verständnis zu bitten.

    • phaidros
      06. Februar 2013 06:38

      Und wer nur so etwas zu sagen hat, der sollte es privatim tun. Diese Möglichkeit bietet der Wertkonservative nämlich an - im Unterschied zu Ihnen. Es ist schäbig, nicht läppisch, das öffentlich zu tun.

    • Wertkonservativer
      06. Februar 2013 08:38

      Da und dort habe ich schon etwas zu sagen, @ f.m.,
      das zeigen schon irgendwie auch die mir entgegengebrachten Zustimmungsraten.
      Was die Bahn betrifft, habe ich für mein Unwissen öffentlich um Verständnis gebeten!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Xymmachos
      06. Februar 2013 09:00

      "Wer etwas zu sagen hat trete vor und schweige!" (Karl K.)

    • f.m.
      06. Februar 2013 17:55

      @Phaedrus
      "Gähn. Wenn es persönlich und untergriffig wird, ist das der Offenbarungseid. Wie langweilig."
      Entschuldigen Sie das Plagiat, aber warum sollte ich eine andere Antwort finden, wenn schon eine so geniale existiert!

    • Ranftl
      06. Februar 2013 18:08

      phaidros hat schon recht. Es ist ziemlich langweilig hier mit all diesen betulichen Volltrotteln.

  22. Wafthrudnir
    05. Februar 2013 08:24

    Auch ich bin seit 2007 beruflich öfter in England und Wales mit der Bahn gefahren, und ich kann Dr. AU's positive Einschätzung des englischen Bahnsystems nur zustimmen. Die Züge waren pünktlicher, sauberer und fuhren schneller als in Österreich. Ganz ähnliche Erfahrungen haben mir Kollegen aus Schweden berichtet.

    • brechstange
      05. Februar 2013 08:58

      Zur Ehrenrettung der ÖBB meine Erfahrungen

      Die österr. Züge waren immer pünktlich und sauber. Dreckig waren manchmal die Züge, die aus Polen, Slowenien kamen. Die italienischen Züge waren immer schmutzig.

  23. brechstange
    05. Februar 2013 08:10

    War als Hauptartikel zum Beitrag Dr. Unterberger gedacht, Entschuldigung an ambrosius.

    Mir erscheint der Artikel wie ein Propaganda-Artikel zum EU-Beitritt und für den Euro, Verzeihung. Bis dann eben der Katzenjammer kommt.

    Was ist in dieser EU noch privat?
    - Die Abhängigmachung durch Subventionen?
    - Die geplante Bankenunion?
    - Die Geldschaffung?
    - Die von der Politik gegängelte EZB?
    - Die hochsubventionierte Investment- und Banken-Landwirtschaft?
    - Die Westbahn, wo sich die von hohen Staatssubventionen abhängige französische Staatsbahn beteiligte?
    - Die hoch subventionierte französische Autoindustrie?
    - Die gesamte Ökoindustrie, aber die soll ja auch von der EU einheitlich harmonisiert werden?
    - Die Stahlindustrie am Beispiel Arcelor/Mittal, vielleich war auch das ein Grund, dass die VOEST in den USA investiert?
    Der Beispiele gibt es noch viele und sie alle hängen insgesamt stärker zusammen als uns lieb sein sollte.

    Ich kann nur sagen, AUFWACHEN!

    Hat noch niemand bemerkt, dass die freie faire Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb gerade von den Kommissaren mit ihren Lobbyisten ausgehebelt wurde? Das nennt man Corporatocracy, nämlich ungesunde Verschränkungen von Politik, Wirtschaft und Finanz. Unter diesen Bedingungen ist es ein sehr gefährliches Unterfangen, für Harmonisierung zu werben.

    • diko
      05. Februar 2013 08:43

      brechstange
      ***********!

    • ambrosius
      05. Februar 2013 09:04

      Kein Grund zur Entschuldigung, liebe Brechstange, wir sind en Diskussionsforum !

      Im Detail:
      -Die Subventionen sind keine EU Erfindung, sondern die haben die Nationalstaaten mitgebracht und verteidigen sie auch wütend. Das haben u.A. auch Fischlers Bemühungen gezeigt, die Agrarsubventionen wenigstens etwas vernünftiger zu gestalten, wenn man sie schon nicht abschaffen kann. Man erinnere sich an die Proteste der französischen Bauern und wenn die ersteinmal wütend sind- dann Gnade uns Gott!
      Die Subventionen für die französische Autoindustrie sind natürlich nicht EU konform, dennoch eben auch eine Privatveranstaltung der Franzosen! Die Deutschen sind da übrigens um nichts besser, sie machen es nur wesentlich intelligenter.
      Die Subvention der Öko-Industrie ist auch kein Ruhmesblatt von politischer Intelligenz, ist aber wohl auch hauptsächlich eine Privatveranstaltung der Nationen.
      ACEL-Mittal verstehe ich überhaupt nicht

      Grundsätzlich: Subventionen sind ein Übel und sollten verboten werden. Schon die Merkantilisten hatten erkannt, dass Subventionen, wenn überhaupt, nur als Starthilfe zulässig sind.

      Schlußfolgerung: kehren wir lieber vor der eigenen Türe !

      -Geld-Finanz und Notenbankpolitik:
      Das Fallen aller Hemmungen in der Geldmengenpolitik war eine Erfindung des Herrn Greenspan, die sich deshalb sogar partiell bewährt hat, weil Sonderfaktoren die eigentlich darauf auf dem Fuße folgende Inflation siet Jahrzehnten verhindern.(Die Blöden sind natürlich die Sparer)

      Die höchst witzige Situation bei den Banken ( Gewinne bleiben privat, Verluste zahlt der Steuerzahler) ist ebenfalls eine Erfindung der USA, die von Europa, allen voran die Deutschen, mit Begeisterung nachgemacht wurde. Die EU ist wieder nur Trittbrettfahrer, auch was diese unseelige Bankenunion betrifft( die übrigens genauso scheitern wird wie alle bisherigen Versuche der letzen 40 Jahre, Banken durch Aufsicht in den Griff zu bekommen.

      - Dass ein französischer Staatskonzern an einer privaten Bahn in Österreich beteiligt ist ist natürlich eine Perversion der Extraklasse. Wiederum muß ich allerdings darauf hinweisen, daß die Steirische Landesregierung mit einer Beteiligung der EDV an den Steirischen E-Werken die Sache vorgemacht hat. Man privatisiert indem man an ausländische Staaten verstaatlich und findet nichts dabei. So sind aber halt die Politiker, aber wieder nicht die EU-Politiker sondern unsere eigenen! (Daß der EU-Gerichtshof später dann eine ähnliche Position in einem spanischen Fall eigenommen hat ist mir bekannt)

      Zusammenfassend: der ganze Scheiß, der da gebaut wird, ist zu 90 Prozent das Werk unserer jeweiligen eigenen Regierungen, die dann auf die EU zeigen!
      Bei allem Schwachsinn, den sich unterbeschäftigte und überb ezahlte EU Kommissare auch ausdenken, es wäre sehr viel produktiver, den eigenen Saustall im Lande auszumisten als dauern die EU zu beschimpfen.

    • brechstange
      05. Februar 2013 09:15

      @ambrosius
      Die EU dazu ist der unkontrollierte Saustall, klar, dass das für nationale Politiker und Lobbyisten mehr als bequem ist. Daher ist offenbar die einzige Konsequenz, diesen unkontrollierten Saustall EU zu beenden. Zu einer geregelten Zusammenarbeit Europas zu finden, die Regierungen durch den Einsatz der Bürger (direkte Demokratie) zu beschränken, Verträge sind einzuhalten, Recht ist nicht zu brechen.

    • Wertkonservativer
      05. Februar 2013 09:44

      @ brechstange:

      Also hier gibt's ja wirklich viele EU-Gegner und -Vernichter, doch Sie, liebe @ brechstange, sind wohl die härteste und militanteste Verurteilerin in diesem Zusammenhang!
      Da kann ich - trotz mehr oder weniger gegenteiliger Meinung - nur ehrlich sagen:
      Respekt vor so viel Kampfesmut und Überzeugungskraft!

      (Bitte mir jedoch nicht allzu böse sein, wenn ich die Sache weiterhin etwas differenziert betrachte!)

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • ambrosius
      05. Februar 2013 09:44

      "In dem EU Gremien herrscht ein Saustall" Dem kann man was abgewinnen! In unserem Land herrscht aber auf Bundes- Landes und Gemeindeebene auch ein Saustall und den könnten wir doch leichter ausräumen als den in Brüssel, wenn wir genug Zivilcourage hätten. Ist unser Saustall einmal ausgeräumt, dan würde sich auch die Sauwirtschaft in der EU aufhören.

      Ich bin jetzt aber nicht bereit, kilometerlang darüber die diskutieren, wo der Saustall dreckiger ist.
      Und die Europäische Idee an sich stellen ohnehin nur Cerebralinsuffizienzler in Frage.

    • brechstange
      05. Februar 2013 09:56

      ambrosius

      Dann dürfen Sie eben nicht jammern, wenn Cerebralinsuffizienzler recht behalten haben. Wobei ich persönlich Beschimpfungen ablehne, weil das den Blick vernebelt.
      Ja, räumen wir den Saustall auf allen Ebenen auf, das geht eben nur, wenn man ihn mal ausräumt und dazu muss man Unbequemes in Kauf nehmen.
      Ja, die europäische Idee (sag ich nicht, weil ich Angst habe als Cerebralinsuffizienzler dazustehen) ist gut, wird häufig durch Corporatocracy missbraucht. Der Fisch stinkt am Kopf.

    • brechstange
      05. Februar 2013 10:11

      Herr Michler,
      danke für Ihren Respekt, auch wenn ich Sie nicht überzeugen kann. ;-(

      Ich bin für klare Worte und Handlungen und nicht für diplomatisches Gewäsch, das würde seitenlange Erklärungen verlangen, wo am Ende keiner mehr weiß, wofür man steht.

      Zusammenarbeit in einem klaren Rahmen, der auf Verträgen basiert, die eingehalten werden, auf Recht basiert, das man versteht und exekutierbar ist, Machtkonzentrationen, die auch kontrolliert werden können, diese Zusammenarbeit ist einfach auf Basis von Eigenverantwortung, Subsidiarität zu organisieren und nicht durch Bürokratie.

      Glauben Sie mir, in der Initiative von Menschen steckt mehr Verstand und Kraft und sinnvolle ökonomische Zusammenarbeit als Politiker, Bürokraten uns weismachen wollen. Diese Herrschaften wollen hineinregieren und den Menschen die Kraft und den Verstand rauben, weil sie dazu neigen, ihren Machtbereich auszuweiten. Dafür steht inzwischen in meinen Augen die EU mit den nationalen Bürokraten und Interessensträgern. Wir sollen uns nichts vormachen.
      Übrigens haben wir den Mikrokosmos der EU bereits vor Jahren gut studieren können. Ohne klare Verträge hätten die uns ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Learning-By-Doing ist mehr wert als ein System im eigenen Saft schmorend, sich selbst begünstigend zu verteidigen. Das bemängeln ja sogar Sie, Herr Michler.

    • Wertkonservativer
      05. Februar 2013 10:56

      Danke für Ihre faire und teils auch verständnisvolle Antwort auf meine Replik!

      Ich wäre ja viel näher bei Ihren ja oft berechtigten Zweifeln an der EU, wenn mir nicht die in meinem langen Dasein gesammelte Lebenserfahrung zeigen würde, dass Ihre hehren Voraussetzungen für ein besseres Funktionieren der Politik, wie Subsidiarität, Eigenverantwortung usw., von dem übergroßen Teil unserer Bevölkerung weder angestrebt noch unterstützt wird.
      Die Leute rennen jedem "Verführer" nach, sei es in der Wirtschaft, in der Politik, im gesellschaftlichen Zusammenleben, pfeifen sich was hinsichtlich echter Qualitsauswahl des politischen Personals, konsumieren, was das Zeug hält, und lassen den Tag lang sein.
      Daher - leider - meine etwas pessimistisch getönte Einschätzung:
      es fehlen Ihnen, liebe @ brechstange, zum Erfolg Ihres an sich sicher in vielem berechtigten Kreuzzuges, die Divisionen, Legionen (oder wie Sie's nennen wollen)!

      Tut leid, aber trotzdem

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • ambrosius
      05. Februar 2013 11:30

      @brechstange
      Ich jammere nicht, ich stelle nur richtig(und habe auf diese Richtigstellungen keine Antwort erhalten).
      Ich beschimpfe auch nicht. Wenn Sie sich selbst entsprechend qualifizieren, so kann man nichts machen

    • brechstange
      05. Februar 2013 12:29

      ambrosius

      Zur Beantwortung Ihrer Fragen, ich entschuldige mich, das nicht sofort erledigt zu haben

      Subventionen sind maximal zu reduzieren, da bin ich ganz bei Ihnen. Doch hat der Subventionswahnsinn mit der EU eine Spitze erreicht, die unerträglich geworden ist und das seit der EU.
      Ich gebe Ihnen auch recht, dass wir vor der eigenen Tür kehren sollten, doch das muss implizieren, dass man die EU mitauskehrt. Das ergeben alleine die Verknüpfungen. Daran führt kein Weg vorbei. Es darf nämlich nicht passieren, dass wir das derzeitige "Saustallkonzept" auf eine höhere Ebene transferieren und somit ziemlich sicher alle Eingriffsmöglichkeiten verlieren werden.

      Zur Geld- und Notenbankpolitik bleibt festzustellen, dass die Geldmenge in den USA und GB zum BIP 20 % beträgt, in der Eurozone beträgt sie 30 % zum BIP. Also sind wir bereits wesentlich "besser aufgestellt" bzgl. Inflationspolitik. Wir sollten schleunigst davon Abstand nehmen, die Schuld in den USA zu suchen. Einen Feind außen zuzulassen, um von den eigenen "Schweinereien" abzulenken, davor sollten wir uns hüten, hereinzufallen.

      Bei der Perversion erster Klasse stimmen wir überein. Doch denke ich, dass höhere Ebenen die Fähigkeit besitzen, Perversion auf unsere Kosten zu perfektionieren, an die hohen Stellen kommen denn doch nur Abbilder der Staaten, je nach Verhandlungsgeschick und Prostitution.

      Ich sehe als Lösung eben nur ein Zurück an den Start mit eindeutiger Verantwortungszuordnung und einer stärkeren Einbindung der Bürger in Entscheidungsprozesse. Eigenverantwortung, freier fairer Wettbewerb, Transparenz, Marktwirtschaft, ansonsten sehe ich schwarz.

      Wie Sie richtig sagen, die nationalen Politiker sollen sich nicht abputzen können, an einem Konstrukt, das sie selbst bekleiden.

    • Rau
      05. Februar 2013 14:38

      Gut erkannt brechstange

      "Privatisierung" heisst eben nicht, dass automatisch freier Wettbewerb herrscht. Tatsächlich strebt diese "Corporatocracy" jegliche Ausschaltung des Wettbewerbs an. Ich denke auch Hr Unterberger bezieht diese Überlegungen zuwenig ein wenn er Privatisierung als Allheilmittel sieht.

      Diese Verflechtungen von Politik und Wirtschaft gehören aber ins Zentrum der Betrachtung gestellt. Ein hervorragendes Beispiel einer umfassenden Aufklärung in dem Zusammenhang wäre das Buch von Naomi Klein "Die Schockstrategie - der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus".

      Ich sehe hier im Forum das Problem, dass viele unter Privatisierung etwas anderes verstehen. Es gibt nun mal die Macht der Global Player, die sich eben ganzer Regierungen und zuweilen auch deren Militärs bedienen um ihre Profitinteressen durchzusetzen.

    • Ranftl
      05. Februar 2013 14:43

      Sg. brechstange!
      (Und die Europäische Idee an sich stellen ohnehin nur Cerebralinsuffizienzler in Frage.)

      Jemand, wie ambrosius, kann man nur antworten: "Und das EU-Wahnbild zu rechtfertigen ist ohnehin nur Cerebralinsuffizienzler ein Anliegen!

      Damit hat er was er braucht. Eine Antwort!

      Die feuchten Träume eines ambrosius über die "europäische Idee" sind seine Privatsache. Indem er diese jedoch mit der EU in Zusammenhang bringt, werden diese "Ideen" sehr verschwitzt. Die EU scheint seine "Vorlage" zu sein.

    • ambrosius
      05. Februar 2013 14:52

      Jetzt sind wir schon recht nahe beeinander, liebe Brechstange.
      Vor allem der Absatz puncto Engagement und Kontrolle durch die Bürger ist der Knackpunkt, Alleine, wenn ich mir die Gesetzgebung der letzten Zeit ansehe, sowohl auf Bundesebene als auch auf Landesebene und auch eine Reihe von geradezu skandalösen Verwaltungsakten und was da sonst noch so alles von den Bürgern ohne Widerspruch geschluckt werden musste, dann sehe ich kohlrabenschwarz.
      Der Bürger ist- wohl auch, weil er ja seinen Lebensunterhalt verdienen muß, was Zeit und Energie kostet- sowohl qualitativ als auch quantitativ nicht in der Lage, diese geradezu endemisch und sogar pandemisch erfolgenden Attaken von Präpotenz und Indolenz der Buraukraten und Volksvertreter zu beherrschen. Und das wissen die Herren und Damen unserer sogenannten Eliten natürlich ganz genau.

    • Ranftl
      05. Februar 2013 15:14

      (Jetzt sind wir schon recht nahe beeinander, liebe Brechstange.)

      Sg. brechstange!
      Sie sollten eine Anzeige in Erwägung ziehen. In Wien kann das einem alten Sack 700 Euro kosten. Sie können aber auch noch ein Jahr warten. Und ihm erst dann zur Räson bringen.

    • Nestor 1937
      05. Februar 2013 17:44

      Die Europäische Einigung war bis zum Vertrag von Maastricht etwas gutes und wurde auch vom Volk mehrheitlich unterstützt. 66 % beim Beitritt. Wie die Umfragen zeigen, ging es erst nach dem Kommissionspräsidenten Jacques Delors ziemlich steil bergab. Warum? Weil die wirtschaftliche Einigung begrüßt wird, die politische aber nicht!

    • Ranftl
      05. Februar 2013 17:52

      (Nestorianismus ist eine nach Nestorius benannte christologische Lehre. Nestorius wurde im Jahre 431 auf dem Konzil von Ephesos exkommuniziert, seine Lehre und deren Anhänger wurden in diesem Konzil und nochmals 553 auf dem 2. Konzil von Konstantinopel verurteilt.)

      Nestor. Was reden Sie nur für einen Blödsinn. Mittlerweile ist es mir völlig klar, wer für diese EU, auch in der Maastricht-Form, was auch immer, gestimmt hat! Halt's Maul, alter Trottel!

    • Wertkonservativer
      05. Februar 2013 18:36

      @ Ranftl:

      "Halts Maul, alter Trottel!" (von Ihnen @ Nestor 1937 zugeeignet!).
      Sie sind aber ein ganz Feiner!

      Der letzte Blogger-Zugang (meist sowieso Chamäleons aus früheren Zeiten!) ist nicht wirklich eine Bereicherung des Forums.
      Man kann schon auch einmal ein wenig gewöhnlich werden, doch das ist übelster Gossen-Stil!
      Genieren's Ihnen, Ranftl!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • fenstergucker
      05. Februar 2013 18:42

      @Ranftl

      Sie sollten ein Antiaggressionstraining absolvieren.
      Man kann seinen Standpunkt auch eloquenter vertreten, als lediglich mit diesen entbehrlichen Beschimpfungen. Fehlen die Argumente, dann unterste Schublade?
      Ihr Ton ist in diesem Forum nicht erwünscht, egal wer sich hinter dem Nick verbirgt.

      @Wertkonservativer

      100%ige Zustimmung!

    • Ranftl
      05. Februar 2013 18:56

      Ich mach grad ein Antiaging Seminar. Ich habe ein Problem mit diesen Spießbürgern. Ich finde, der Ton macht die Musik. So wie ich das sehe wird das Seminar nicht viel bringen. Was ich hier so sehen kann seid ihr weder Liberal noch konservativ. Ich glaube nicht, dass solche Deppen überhaupt wissen wohin sie gehören. Ihr seid einfach Volltrottel. Die Wahrheit schmerzt. Baba.

    • fenstergucker
      05. Februar 2013 19:19

      @Ranftl

      Armselig - und tschüß!

    • ambrosius
      05. Februar 2013 20:03

      @ war in dem Schnaps Methylalkohol ?

    • fokus
      05. Februar 2013 20:36

      @ambrosius

      ;-))))

    • F.V. (kein Partner)
      06. Februar 2013 09:48

      brechstange,

      wie recht Sie haben.

      Obwohl es offenkundig ist, daß wir in die "schöne neue Welt" zusteuern und bürokratischer Zentralismus eines Politbüros der EUdSSR längst die Proben seines "wohltuenden" Wirkens abgeliefert hat, gibt es immer noch zahlreiche Dummköpfe, die glauben daß ein schönes Wort auch schon die Wirklichkeit sei.

      Harmonisierung - ach wie wohltuend; aber eben nur - wie bei Wahlen die Versprechen - vor der diesbezüglichen irreversiblen Entscheidung.

      Die Unterbergerschen Schalmeien funktionieren ja auch nur vor dem Hintergrund eines mafiösen österreichischen linken Netzwerks, das natürlich eine Crux ist, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß die nicht minder linke, marxistische, globalistische
      Kommissaren-Diktatur samt COREPER hier Abhilfe schaffen würde.

      Vom Regen in die Traufe, das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

    • AGLT (kein Partner)
      06. Februar 2013 11:27

      @Nestor:
      "Die Europäische Einigung war bis zum Vertrag von Maastricht etwas gutes und wurde auch vom Volk mehrheitlich unterstützt. 66 % beim Beitritt."

      Die 66,6 % Pro-EU-Beitritt kamen in erster Linie durch Belügen und Angstmacherei zustande! Auf diese 66,6 % braucht man als EU-Befürworter sicher nicht stolz zu sein!

  24. Anton Volpini
    05. Februar 2013 05:44

    Timeo Danaos et dona ferentes!

    Als gelernter Österreicher, fürcht ich mich schon vor allem, das aus Wien kommt.
    Was muß ich mich aber erst fürchten, wenns aus Brüssel kommt.
    Wobei, bei der ÖBB können auch die EU Technokraten nichts mehr verschlimmern!

    • brechstange
      05. Februar 2013 07:20

      Verschlimmern? Doch das geht. Man muss nur gut genug verschränken, dann gibt es kein Zurück. Dann sind alle Brandmauern beseitigt und somit ist alles alternativlos.

      Aber es steht eben schon der Verbund in der Warteschlange, um die Bahnkraftwerke sich unter den Nagel zu reißen, weil selbst hat man ja fleißig seine Kraftwerke per Cross-Border-Leasing verscherbelt. Ob sich da mancher im Verbund und der ÖVP nicht grob irrt. Alleine Sozis hauen, wird nicht reichen.

  25. ambrosius
    05. Februar 2013 02:32

    Die Staatseisenbahner wissen genau, warum Sie am heftigsten darauf bestehen, daß die Infrastruktur mit der Staatsbahn vereinigt bleibt. So kann mann alle private Betreiber nach Belieben schikanieren und aus dem Wettbewerb drängen. Davon hat uns Dr. AU ja schon in Sachen Westbahn berichtet, wenn es um Benützungsentgelte für Bahnhöfe und sonstige Infrastruktur gegangen ist.

    Dr. AU hat ja auch darauf vergessen zu erwähnen, wie erfolgreich ruiniöse Lohnerhöhungen bei der ach so erfolgreichen gelben Post alle privaten Zusteller in Österreich gekillt haben sodaß die gelbe Post fast wieder Monopolist ist. Das wird auch eine der Maschen bei der Bahn sein: solche Lohnerhöhungen bei der Staatspost/Staatsbahn zahlt nämlich- sei es direkt oder auf Umwegen- der Steuerzahler und/ oder treiben die Konkurrenten in den Konkurs, da man ja- geheiligtes Recht der Einheitsgewerkschaft- auf einheitlichen Kollektivverträgen besteht.

    Es gibt also Tausend und eine Möglichkeit, die ganze Privatisierung zu sabotieren.

    • brechstange
      05. Februar 2013 07:36

      Mir erscheint der Artikel, wie ein Propaganda-Artikel zum EU-Beitritt und für den Euro, Verzeihung. Bis dann eben der Katzenjammer kommt.

      Was ist in dieser EU noch privat? Die Abhängigmachung durch Subventionen? Die geplante Bankenunion? Die Geldschaffung? Die von der Politik gegängelte EZB? Die hochsubventionierte Investment- und Banken-Landwirtschaft? Die Westbahn, wo sich die von hohen Staatssubventionen abhängige französische Staatsbahn beteiligte? Die hoch subventionierte französische Autoindustrie? Die gesamte Ökoindustrie, aber die soll ja auch von der EU einheitlich harmonisiert werden? Die Stahlindustrie am Beispiel Arcelor/Mittal, vielleich war auch das ein Grund, dass die VOEST in USA investiert? Der Beispiele gibt es noch viele und sie alle hängen insgesamt stärker zusammen als uns lieb sein sollte.

      Ich kann nur sagen, AUFWACHEN. Hat noch niemand bemerkt, dass die freie faire Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb gerade von den Kommissaren mit ihren Lobbyisten ausgehebelt wurde? Das nennt man Corporatocracy, nämlich ungesunde Verschränkungen von Politik, Wirtschaft und Finanz. Unter diesen Bedingungen ein sehr gefährliches Unterfangen für Harmonisierung zu werben.

    • brechstange
      05. Februar 2013 08:15

      War als Hauptartikel gedacht, Verzeihung.

  26. S.B.
    05. Februar 2013 01:33

    Sollte die EU dieses beeindruckende Vorhaben schaffen, Schiene und Bahn europaweit zu harmonisieren sowie als wichtige Nebenwirkung auch noch die sozialistischen Speerspitzen und Pfründe auf diesem Gebiet aufzubrechen, dann wäre das endlich einmal ein positives Signal aus Brüssel. Denn genau da liegen die eigentlichen Kernaufgaben der Union und sicher nicht bei Glühbirnen, den inzwischen wieder rehabilitierten Gurken, oder gar beim Gesinnungsterror bzw. bei den Auswüchsen der "political correctness" mitsamt dem Genderismus.

    Weiters erspart man damit auch noch der Bevölkerung eine Menge Steuergeld, wenn dieser ÖBB-Privilegienstadel endlich privatisiert wird, oder zumindest eine gesunde Konkurrenz bekommt. Bleibt nur der Wunsch, die Übung möge gelingen und der Herr Kern in die Wüste geschickt - eventuell ist ihm ein Versorgungsposten bei unserem "Rotfunk" nach seinen permanenten, loyalen Linksverbeugungen sicher.

    • Haider
      05. Februar 2013 02:01

      Die Gurken dürfen sich zwar wieder krümmen, aber die zwangsverordneten Quecksilber-Glühbirnen bleiben Sondermüll. Die Traktorsitze sind zwar genormt, aber die längst versprochene Vereinheitlichung der Handy-Ladegeräte steht in den Lobbyisten-Sternen. Wahn um der Wahn Willen kann nicht funktionieren, höchstens europisieren.

    • phaidros
      05. Februar 2013 05:39

      Es gibt keine zwangsverordneten Quecksilberglühbirnen. Was es gibt, ist ein Verkaufsverbot für konventionelle Glühbirnen.

      Aber verwenden können Sie, was Sie wollen. Haben Sie sich nicht mit Glühbirnen eingedeckt? Zeit war jahrelang. Falls nicht, und da Sie Enegiesparlampen nicht mögen: kaufen, Sie eben LED-Leuchten.

    • kakadu
      05. Februar 2013 12:37

      @phaidros

      Alleine die Einstellung des Glühbirnenverkaufs ist bereits eine ZWANGSverordnung.
      Noch dazu wo man den angeblichen "Teufel" mit "Beelzebub" (=Quecksilber-Glühbirnen) ausgetrieben hat.

    • phaidros
      05. Februar 2013 13:09

      Vergessen Sie doch Energiesparlampen und entspannen Sie sich. LED sind preiswert, genauso energiesparend und wunderschön (auch im Kristallluster).

      Man muss schon sehr aufs Empören fixiert sein, um sich an dieser 20€/Jahr-Zwangsmaßnahme (mehr gebe ich ca. für Beleuchtungskörper im Jahr nicht aus) abzuarbeiten. Da juckt mich anderes wahrlich mehr.

      Mir jedenfalls ist es allemal lieber, jetzt um 20€/Monat mobil flatrate zu telefonieren und Internet zu haben als mich in Postmonopolzeiten zurückzuwünschen (Erinnern Sie sich? die Minute Fetnetz kostete außerhalb des ORTsnetz bis zu mehrere Schilling - innerhalb Österreichs). Da verzichte ich gerne auf die alte Glühbirne - insbesondere, zumal das ein Gewinn ist.

      Es wird halt immer nur der Schatten gesehen, aber nicht das Licht, das ihn wirft. ( Was man angesichts einer Diskussion über Beleuchtungskörper fast doppeldeutig auffassen könnte... ;-) )

    • Ranftl
      05. Februar 2013 13:49

      Für meine schwarzen Messen verwende ich Petroleumlampen. Auf diese Weise gleiche ich die Verringerung des verordneten ökologischen Fußabrucks meines ganzen schönen Wohnblocks wunderbar aus...

    • kakadu
      05. Februar 2013 15:50

      @phaidros

      Womit wir Übereinstimmung erzielt hätten.
      Ich finde ebenso, daß es in der EU wichtigere Dinge zu regeln gilt, als ausgerechnet Glühbirnen. Noch dazu, wenn diese genauso wie die Gurken enden, nämlich alles zurück.

    • phaidros
      07. Februar 2013 16:26

      @kakadu

      Bitte vergessen Sie nicht, dass die Glühbirne im Haushalt – wie wir einig zu sein scheinen – keinen wesentlichen Faktor darstellt, sich bei einer halben Milliarde Nutzer allerdings ein relevanter Effekt zusammenläppert: schließlich produziert das gute Ding zu 95% nicht das, was es soll: nämlich Wärme, und nicht sichtbares Licht.

  27. Haider
    05. Februar 2013 01:15

    Vorausschicken muß ich: Ich bin Bahnfan - trotz jahrzehntelanger ÖBB-Erfahrung.
    Die Crux der österreichischen Eisenbahnen sind die üblichen Verdächtigen: Staat, Gewerkschaft und "Partei". Was - und da bin ich Dr. AU besonders dankbar - speziell um die britische Eisenbahn gelogen und verleumdet wurde, geht auf keine Kuhhaut. Aus einem stinkenden, verwahrlosten, herabgewirtschafteten Staatsunternehmen wurde ein attraktives Verkehrsmittel, das z.B. in vielen Destinationen erfolgreich dem Flugverkehr paroli bietet.
    Auch Sie - Herr Dr. AU - erwähnen wieder die 40.000 Eisenbahner. Wo sind die? Am Bahnhof sieht man keinen. Im Zug ganz selten. Für Auskünfte nie! Es kann doch nicht sein, daß gerade alle im Betriebsratsbüro wohlverdiente Kaffeepause machen?
    Fallen bei uns 5 cm Schnee stehen alle Räder still. In Schweden, Norwegen, Finnland verkehren Züge auch im 6monatigen Winter. Wie ist das möglich? Auch dort werden die Züge von Lokomotiven und nicht von Rentieren gezogen.





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