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Die Krise lebt besser denn je. Auch wenn wir sie ignorieren

Offenbar sind wir schon so von den Beruhigungsmitteln verblödet, die in Deutschland und Österreich bis zu den Herbstwahlen dargeboten werden, dass wir die wahre Lage verdrängen.

Dagegen sollte man sich einfach die Fakten aus wenigen Stunden bewusst machen: Die einst so stolze Bank Austria muss ein Drittel ihrer Filialen sperren, also mehr als 100, und verkauft nun auch das letzte von drei Hauptquartieren dreier einst verschiedener Großbanken in der Innenstadt. Die Uniqa gibt die Vermögensverwaltung auf. Der Baukonzern Alpine steht knapp vor einem Mega-Konkurs. Die Eurozone wird heuer nach den jetzigen Schätzungen (die sich nachher meist als zu optimistisch erweisen) 0,3 Prozent BIP-Minus ausweisen statt des so dringend vor allem von den jungen Arbeitslosen erhofften Wachstums. Die Jugendarbeitslosigkeit erreicht jetzt in einigen Südländern schon 60 Prozent. Und die weltweit ausgegebenen Beruhigungsmittel bestehen vor allem in Banknoten, die in Japan, den USA und Großbritannien in noch wilderem Tempo gedruckt werden als von der EZB, was nichts anderes ist als ein gigantischer Wettlauf beim Raubzug auf die Sparer bedeutet. Aber unsere Medien sorgen sich seit Wochen primär darüber, ob wir eventuell ein paar Bissen (völlig unschädlichen) Pferdefleischs verschluckt haben. Und die Politik denkt über neue Sozialausgaben nach.

Auf ein bitteres Erwachen im Herbst.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2013 13:50

    Da gäb’s noch einiges zu ergänzen:

    •Griechenland stürzt noch tiefer ab – im Land gibt es Aufstände, von denen wir nichts lesen, weil wir gleichgeschaltete Medien haben

    •Die Südländer (Griechenland, Portugal, Spanien) befinden sich längst in einer Deflation, während an bei uns Symptomen herumgedoktert wird und sie ist dabei, auch auf uns übergreifen die Deflation; d.h.: der EURO ist längst obsolet, nur das sagt uns keiner (siehe oben: gleichgeschaltete Medien)

    •Frankreich – auch schon ein Südland - will den EURO gar abwerten; dann werden die Importe teurer und indirekt werden unsere Einkommen „geschrumpft“

    •Frankreich wird ohne weitreichende Reformen zum Sargnagel für uns alle, oder ist es schon; Frankreich hat ja eine linke Regierung und solche Regierungen können nur etwas bewirken, wenn Geld zu verteilen ist; das Gegenteil ist der Falle, deswegen wollen sie ja Geld drucken die Linken, weil ihnen nichts andres dazu einfällt

    •Das Weihnachtsgeschäft im deutschen Handel ist um 2% gegenüber Vorjahr geschrumpft, also auch in Deutschland geht’s bergab

    •Das EU Parlament will EURO-Bonds, also auch wieder Gelddrucken

    •Und so weiter …. und so weiter….und so weiter…

    Also ich bin froh, dass es das Tagebuch gibt; es ist frei von Propaganda und Jubelmeldungen und bestechen tu‘ ich es mit meinem Beitrag (€ 100,00 pro Jahr) wenigstens selbst.

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2013 14:18

    Ein persönliches Geständnis:

    ich habe es inzwischen längst aufgegeben, über Ursachen, Folgen und Eindämmungsmöglichkeiten der großen und uns täglich vor Augen geführten Krise ernstlich nachzudenken, und dafür mein gerade noch verbliebenes Hirnschmalz einzusetzen!

    Wenn so viele gescheite Leute, hier und überall in der Welt, anscheinend keine Auswege und Schlupflöcher aus dem allseits vorausgesagten Desaster finden können, was soll ich mir da als armer, alter Wertkonservativer auch noch den Kopf zerbrechen, wie wir hier im Blog - zusätzlich zu den ja hauptamtlich verantwortlichen Staatenlenkern - die Weltrettung wirksam vorantreiben könnten!

    Daher: Schluss mit dem von allen Seiten auf mich eindrängenden Pessimismus!
    In den vergangenen Stunden habe ich - nach mir vor einigen Monaten verpassten Bypässen, und nach gerade überstandener Hüftoperation meiner lieben Frau - den im Vorjahr nicht zustandekommenden Italien-/Südtirol-Urlaub (Venedig, Toskana, Tramin) für Ende Mai fixiert, freue mich schon heute darauf, und überlasse die Weltrettung neidlos Berufeneren!
    Bis dahin wird die Welt ja wohl noch stehen, für 2500 km Diesel wird's auch noch reichen, und der Brunello-Nachschub wird auch finanzierbar sein (immerhin muss ich ja eine Sechser-Kiste für meine mit @ simplicissimus und @ E.Bauer leichtsinnig vereinbarte Herbst-Wahlwette in Reserve halten)!

    Ich hoffe sehr, dass Sie mir meine diversen persönlichen Blog-Einschübe nicht wirklich verübeln! Ich will nichts anderes, als hie und da kleine menschliche, manchmal vielleicht allzumenschliche Tupfer in die vielfach so pessimistisch getönte Diskussion bringen!
    Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2013 12:51

    Noch werden wir mit Meldungen wie dieser ruhiggestellt:

    http://www.orf.at/stories/2167911/

    Aber die "Götterdämmerung" hat bereits eingesetzt und bald erübrigen sich Spekulationen über einen künstlich niedrig gehaltenen Eurokurs.

    Es gibt auch schon Banken, die Spargelder nicht mehr auf 2 Jahre binden, weil sie offensichtlich mit gröberen Verwerfungen rechnen.

    Bisher hat noch jede Generation ihr Vermögen verloren, sind jetzt wir dran?

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2013 15:17

    Falls dies jemand übersehen hat, hier geht es dann ans Eingemachte. Die Transferunion schwirrt in den Köpfen der Nomenklatura herum.

    10 % der Lohnsteuereinnahmen jedes Landes sollen an einen zentralen Währungskommissar zur Umverteilung gelangen. Außerdem sollen 2 % der Lohnsteuereinnahmen an eine europäische Arbeitslosenversicherung gehen, somit würden dann weitere 2,5 Mrd. Euro an die EU fließen, neben EU-Beiträge, die Faymann gerade so "vorteilhaft" für uns verhandelt hat, neben 2,2 Mrd. an den ESM einschl. mindestens 20 Mrd. Euro Haftung, neben Einzahlungen für IWF, OECD und Kapitalaufstockungen bei der EZB, neben den Haircuts für diverse bilaterale Finanzhilfen.
    Die Bankenunion soll dann Direkt-Zahlungen aus dem ESM gewährleisten.

    Die einzige Sicherstellung für diese Mittelabflüsse aus unserer Volkswirtschaft, ist das Vertrauen, dass sich alle schön brav an den Fiskalpakt halten werden, weil sonst der Weihnnachtsmann Währungskommissar keine Geldgeschenke bringt.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1346702/Eurokrise_Rettung-durch-Fiskalunion?_vl_backlink=/home/wirtschaft/eurokrise/index.do

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2013 13:51

    Die Krise verlangt nach Vermögenssteuern, zumindest sieht es die linke Seite so. Ist ja beinahe verständlich, denn wie sollten sich Politiker ihre kl. Freuden sonst leisten können.
    Da flog doch glatt unser Kanzlerdarsteller mit Entourage in einem Businessjet um 10.857,14 Euro, nach Oslo. Nun werden viele meinen, daß dies Peanuts seien - möglich -, aber für viele Menschen in unserem Land ist das ein JAHRESGEHALT!!!!

    "Leute", verpraßt euer Geld, gönnt euch etwas, saniert das Haus,....bevor die Inflation das Ersparte auffrißt. Nach dem 29. Sept.( angeblicher Wahltermin) wird es keine Hemmungen der Politiker geben, sich unser Geld noch unverschämter zu krallen. Und JEDER sollte überlegen, wie den Politikern die Geldinfusion verwährt werden kann.

  6. Ausgezeichneter KommentatorXymmachos
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2013 12:38

    Wer sich mit dem von A.U. hier angeschnittenen Thema eingehender befassen möchte: dringende Empfehlung => Hans Werner SINN, DIE TARGET-FALLE. Carl Hanser Verlag München, 2012. Da kann später niemand, vor allem kein Politiker, sagen, das habe er ja nicht vorhersehen können.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2013 17:11

    Es ist wirklich einfach nicht mehr zu glauben oder einfach zu spät:
    Die Rede des deutschen Bundespräsidenten "Mit Herz und Vernunft"
    http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/kommentar-mit-herz-und-vernunft-12090583.html
    Ein Poster bringt die Rede auf den Punkt:

    "Die Rede von Gauck hatte den selben Tiefgang

    wie die Verkaufsmoderation eines Porzellan-Püppchens im Home-Shopping-TV. HEUTE hätte Gauck das in ihn gesetzte Vertrauen der Bürger belohnen können, indem er klare Kante gegen die Fehlsteuerungen in der EU-Bürokratie und in der hiesigen Politik demonstriert hätte. Stattdessen hat er sich im Ungefähren und in wachsweichen Worthülsen verloren, er hat sich heute quasi selbst des Amtes enthoben. Wenn ich daran denke, wie viele auch hier in der FAZ bei seiner Wahl davon begeistert waren... mir wird übel beim Gedanken daran, dass dieser Mann entweder wirklich realitätsvergessen ist, oder zwischenzeitlich von Merkel & Konsorten auf Parteilinie getrimmt wurde. Herr Gauck, heute hätten Sie wirklich ein Staatsmann sein können. Heute hätten Sie sich verlorenes Vertrauen beim Volk zurückerobern können. Chance vertan!"

    So werden unsere Politiker gehirngewaschen und auf Linie gebracht, es ist wirklich nur mehr zum verzweifeln!
    (Danke einem Poster für den Hinweis, gerade vorhin).


alle Kommentare

  1. Belle (kein Partner)
  2. Kamron (kein Partner)
    11. Februar 2015 04:14

    male sexual http://levitraus.club prescribe tadalafil fee http://insurance5qts.com worker compensation becomes erect http://viagranet.net who suffer

  3. Franny (kein Partner)
  4. Hasnaa (kein Partner)
    21. Januar 2015 16:58

    You've imeresspd us all with that posting!

  5. Aula (kein Partner)
    20. Januar 2015 18:02

    Relativ zu den ansonsten fcblichen Staatsausgaben wird das Erstellen eines neuen Designs (das sirciclehh auch auf den bereits bestehenden Maschinen gedruckt werden kann) kaum erwe4hnenswert sein. (Vergleiche dazu auch die neuen Sonderpre4gungen der 2-Euro-Mfcnze, die wesentlich aufwe4ndiger sein dfcrften.)Soweit ich weidf werden auch (besche4digte) Mfcnzen aus dem Verkehr gezogen. Wenn auch nicht so he4ufig wie Scheine, rein materialbedingt. Abgesehen davon ist ein beachtlicher Teil des Mfcnzgeldes aber ohnehin nicht im Umlauf , sondern liegt als Wechselgeld bei den Banken und kann damit bei Bedarf auch kurzfristig ohne viel zuse4tzlichem Aufwand eingezogen werden. Wichtiger und teurer ist da natfcrlich die sichere Entsorgung der fcberschfcssigen Mfcnzen.

  6. Wahrheitskämpfer (kein Partner)
    24. Februar 2013 18:15

    Die EU ist eine Banken und Konzerndiktatur! Der EURO gehört nicht Europa und seinem Volk, sondern einer privaten Organisation von 13 Familien, die ihn aus dem Nichts erschaffen. Für das drucken von wertlosen Papiergeld verlangen diese Herrschaften auch noch Zins und zins es zins. DAS IST WAHRER BETRUG AM VOLK!!! Es steht keine Wertschöpfung dahinter, keine harte Arbeit oder Gold, nein diese Herrschaften meinten sie seien Gott und hätten das Recht unser Geld aus dem Nichts zu erschaffen und dafür brauchen sie nicht zu arbeiten. Uns reden sie aber ein wir sollten arbeiten und steuern zahlen, die machen aber keinen Handgriff und leben auf unsere Kosten. Somit gibt es gar kein Geld sondern nur Schulden. Wenn wir arbeiten bekommen wir EUROS es sind aber Schulden und wir geben Schulden aus um einzukaufen und zahlen wieder mit Schuldscheinen unsere Steuern, somit ist alles Illusion. WIR SIND REINE SKLAVEN DIESES SYSTEMS SO LANGE WIR DEREN GELD BENUTZEN!!!

  7. Pius (kein Partner)
    24. Februar 2013 18:07

    Zitat: Thomas Sowell
    „Der Sozialstaat ist der älteste Trickbetrug der Welt. Zuerst nimmst du den Menschen still und heimlich Geld weg und dann gibst du ihnen einen Teil davon mit großem Getöse wieder zurück.“

  8. lupp1954 (kein Partner)
    24. Februar 2013 17:10

    Wenn wir uns darauf besinnen wuerden dass niemand der noch halbwegs bei Sinnen ist, die Bedienungsanleitung fuer sein Auto wegwirft und durch jene fuer das Fernsehgeraet ersetzt, wuerde uns allen - oder hoffentlich den Meisten - klarwerden, dass wir die Anleitung fuer ein erfuelltes, gesundes, schuldenfreies und verantwortliches Leben im inspirierten Word GOTTES, der Bibel, steht. Aber dazu muesste man natuerlich bereit sein zu akzeptieren dass es den SCHOEPFER gibt, dass wir Menschen von IHM geschaffen wurden und dass wir zu einem klar definierten Zeitpunkt Rechenschaft geben muessen wie wir diese Verantwortung wahrgenommen haben.

  9. Le Monde (kein Partner)
    24. Februar 2013 01:21

    "Aber unsere Medien sorgen sich seit Wochen primär darüber, ob wir eventuell ein paar Bissen (völlig unschädlichen) Pferdefleischs verschluckt haben."

    Die Medien kümmern sich seit Wochen mit Schlagzeilen um die Asylerpresser und Kirchenbesetzer in der Wiener Votovkirche. Da darf man sich von Österreichs Journalie nicht viel erwarten....

  10. RB (kein Partner)
    23. Februar 2013 16:30

    Was die EU und die Krise betrifft lohnt es sich immer wieder in die Mediathek
    des IFO-Instituts München zu schauen - empfehlenswert.

  11. socrates
    23. Februar 2013 10:11

    ad Medienlüge: Radioactive leaks detected at waste site in northwest US

    Six underground nuclear tanks in Washington State are leaking radioactive waste, the state’s government announced on Friday, describing the development as “disturbing.”
    The leak at the Hanford Nuclear Reservation has so far not posed an immediate health risk to the public, Governor Jay Inslee’s office said. But it had not been stopped.
    Established in 1943 as part of the Manhattan Project, the facility holds millions of liters of a highly radioactive stew left from decades of plutonium production for nuclear weapons. The tanks are long past their intended 20-year lifespan.
    The US Department of Energy had earlier said that liquid levels were decreasing in one of the 177 tanks at south-central Washington's Hanford Nuclear Reservation. Monitoring wells near the tank have not detected higher radiation levels, AP says.
    The site, in the town of Hanford in south-central Washington, was home to the B Reactor, the world's first full-scale plutonium production reactor. Plutonium produced at the facility was used in the first nuclear bomb, tested at the Trinity site, as well as in the Fat Man, the 21-kt bomb detonated over Nagasaki, Japan.
    Gemma Fukushima jagen!

  12. brechstange
    22. Februar 2013 17:44

    Stunde der Wahrheit - Zahlen die Banken den 3-Jahrestender vorzeitig zurück?

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/02/22/ezb-nervoes-banken-koennen-kredite-nicht-wie-erwartet-zurueckzahlen/

    Aus EchoIII : Geldschwemme der EZB

    "V. Ausstiegsvarianten oder wie könnte die aufgeblähte EZB-Bilanz wieder verkürzt werden?

    Durch die schwache Konjunktur kommt die Inflation (Anhebung des gesamten Preisniveaus) zurzeit nicht zum Tragen.

    Die EZB muss schnell und flexibel reagieren können. Durch den Kauf von Staatsanleihen, die bis zum Ablauf in den Bilanzen bleiben und vor allem durch die 3-Jahres-Tender über 1.000 Milliarden Euro ist die Flexibilität arg beschränkt worden, das Geld im Falle einer anspringenden Konjunktur wieder einzusammeln zu können. Die Banken könnten zwar bereits nach einem Jahr das Geld aus den Krediten zurückzahlen, doch werden sie es tun? Werden sie es können?

    Die gekauften Staatsanleihen bleiben bis zur Fälligkeit im Portfolio der Zentralbanken. Ein Bankrottereignis in einem Anleihestaat gefährdet die EZB durch die niedrige Kapitalausstattung. Im Falle Griechenlands hätten mindestens 45 Mrd. Euro abgeschrieben werden müssen, bei einem Eigenkapital der EZB von 83 Mrd. Euro. Das läuft auf eine Nachschusspflicht der Nationalbanken, sprich Steuerzahler, hinaus.

    VI. Die Verwerfungen durch den Euro

    17 bzw. 27 Nationalbanken mit unterschiedlichen Interessen und politischen Einflussnahmen können sich bei ein und derselben Zentralbank, der EZB, bedienen. Die großen volkswirtschaftlichen Unterschiede werden durch „Ein Euro ist überall gleich viel wert“, durch die harmonisierten Durchschnittsberechnungen wie der HVPI, durch fehlende nationale Zahlungsbilanzen und anderes verschleiert.

    Niedrige Zinsen und ein zu hoher Eurokurs brachten für die Südländer zu viel Kapital ins Land, das für Konsum, Verwaltung und Militär verwendet wurde. So waren die Leistungsbilanzdefizite und Staatsverschuldungen bereits nach kurzer Zeit durch Fehlallokationen des Kapitals, der Arbeit und ungesunde Strukturveränderungen aus dem Ruder gelaufen. Gnadenlos offengelegt wurden diese unschönen Entwicklungen durch die Lehman-Pleite im Jahr 2008. Gewarnt wurde bereits seit Jahrzehnten, waren das alles nur Unkenrufer? Gewiss nicht. Der Nobelpreisträger Milton Friedman verbot sogar, seine Theorien mit dem Euro in Zusammenhang zu bringen.

    Die von der EZB durchgeführten Staatsanleihenkäufe von den PIIGS-Staaten bewirken, dass die Schuldenstaaten sich günstiger refinanzieren können als es die wirtschaftliche Situation zulässt. Im Mai 2010 sollten deutsche und französische Banken, die griechischen Anleihen für 3 Jahre im Portfolio halten, die französischen Banken verkauften trotz Milliardenhilfen sofort an die EZB. Die griechische Eurobank übersiedelte 2009 von Genf nach Luxemburg, sie hatte griechische Anleihen von etwa 45 Mrd. Euro im Portfolio. Nun geben griechische Banken Gratiskredite und Nachlässe für Steuernachzahlungen.

    Die Kreditvergabe der EZB von mehr als 1.000 Mrd. Euro begünstigt marode Banken. Italienische Banken holten sich 255 Milliarden. Das wirkt wie Konkursverschleppung auf der einen Seite und bringt einen Wettbewerbsnachteil für andere Banken, vor allem akzeptiert die EZB immer schlechtere Sicherheiten. Sie motiviert Banken in den PIIGS, sich schlechte Sicherheiten zu besorgen. So hinterlegten zum Beispiel italienische Banken eigene Anleihen mit Staatsgarantie oder Banken kauften dem Staat Gebäude ab, die sie mit Bankanleihen bezahlten, der Staat wird zum Mieter, die Gebäude werden als Sicherheiten hinterlegt (Staatsfinanzierung über Umwege). Auch Firmenkredite werden inzwischen als Sicherheit akzeptiert."

  13. terbuan
    22. Februar 2013 17:11

    Es ist wirklich einfach nicht mehr zu glauben oder einfach zu spät:
    Die Rede des deutschen Bundespräsidenten "Mit Herz und Vernunft"
    http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/kommentar-mit-herz-und-vernunft-12090583.html
    Ein Poster bringt die Rede auf den Punkt:

    "Die Rede von Gauck hatte den selben Tiefgang

    wie die Verkaufsmoderation eines Porzellan-Püppchens im Home-Shopping-TV. HEUTE hätte Gauck das in ihn gesetzte Vertrauen der Bürger belohnen können, indem er klare Kante gegen die Fehlsteuerungen in der EU-Bürokratie und in der hiesigen Politik demonstriert hätte. Stattdessen hat er sich im Ungefähren und in wachsweichen Worthülsen verloren, er hat sich heute quasi selbst des Amtes enthoben. Wenn ich daran denke, wie viele auch hier in der FAZ bei seiner Wahl davon begeistert waren... mir wird übel beim Gedanken daran, dass dieser Mann entweder wirklich realitätsvergessen ist, oder zwischenzeitlich von Merkel & Konsorten auf Parteilinie getrimmt wurde. Herr Gauck, heute hätten Sie wirklich ein Staatsmann sein können. Heute hätten Sie sich verlorenes Vertrauen beim Volk zurückerobern können. Chance vertan!"

    So werden unsere Politiker gehirngewaschen und auf Linie gebracht, es ist wirklich nur mehr zum verzweifeln!
    (Danke einem Poster für den Hinweis, gerade vorhin).

    • logiker2
      22. Februar 2013 19:25

      es wird immer mehr zur Gewißheit, dass Wulff wegen seiner negativen Haltung zu den Rettungsschirmen "zurückgetretten" wurde und Gauck eben als Marionette der Finanzwirtschaft installiert wurde, wie es Jan Van Helsing in seinem Buch "Politisch unkorrekt beschreibt.

    • phaidros
      22. Februar 2013 19:43

      Tolle Rede, danke für den Link!

      Ein paar heraus gegriffen Elemente:

      »Seine [Europas] Vorteile liegen bis jetzt deutlich auf der Hand: Wir reisen von der Memel bis zum Atlantik und von Finnland bis nach Sizilien, ohne an irgendeiner Grenze den Reisepass zu zücken. Wir zahlen in großen Teilen Europas mit einer gemeinsamen Währung und kaufen Schuhe aus Spanien und Autos aus Tschechien ohne Zollaufschläge. Wir lassen uns in Deutschland von polnischen Ärzten behandeln und sind dankbar dafür, weil manche Praxen sonst schließen müssten. Unsere Unternehmer beschäftigen neuerdings auch zunehmend Arbeitskräfte aus allen Mitgliedstaaten der Union, die in ihren eigenen Ländern gar keine Arbeit oder nur Jobs zu sehr viel schlechteren Bedingungen finden würden. Und unsere Senioren verbringen ihren Ruhestand an Spaniens Küsten, manche auch an der polnischen Ostsee. Mehr Europa ist auf erfreuliche Weise Alltag geworden.

      Unsere europäische Wertegemeinschaft will ein Raum von Freiheit und Toleranz sein. Sie bestraft Fanatiker und Ideologen, die Menschen gegeneinander hetzen, Gewalt predigen und unsere politischen Grundlagen untergraben. Sie will ein Raum sein, in dem die Völker friedlich miteinander leben und nicht mehr gegeneinander zu Felde ziehen.

      Einst waren europäische Staaten Großmächte und Global Players. In der globalisierten Welt von heute mit den großen neuen Schwellenländern kann sich im besten Fall ein vereintes Europa als Global Player behaupten:

      Wirtschaftlich [wird mehr Kooperation benötigt], um wettbewerbsfähig zu bleiben und so in Europa unsere materielle Sicherheit und damit innergesellschaftlichen Frieden zu sichern.

      Aus tiefer innerer Überzeugung kann ich sagen: Mehr Europa heißt in Deutschland nicht: deutsches Europa. Mehr Europa heißt für uns: europäisches Deutschland!

      Mehr Europa fordert: mehr Mut bei allen! Europa braucht jetzt nicht Bedenkenträger, sondern Bannerträger, nicht Zauderer, sondern Zupacker, nicht Getriebene, sondern Gestalter.“


      Der Kommentator der FAZ subsummiert: »Ihre Kraft gewinnt Gaucks Rede dadurch, dass sie nicht im Sowohl-als-auch verharrt, sondern kompromisslos eine Position bezieht, die Ausdruck seiner Überzeugung ist. Frau Merkel wird zufrieden sein.«

      Dem ist nur hinzuzufügen, dass ich wünschte dass auch nur ein einziger Österreichischer Politiker genug in der Hose hätte, nicht dem blöden Wahlpöbel aufs Maul zu schauen (wobei Unterschiede jeweils nur in der Auswahl bestehen), sondern ebenfalls derart Flagge zu zeigen, zu gestalten und zu führen.

      Mein tief empfundener Respekt, Herr Gauck!

    • diko
      23. Februar 2013 08:08

      @ Phaidrus,
      . . . . . . . .wieder einmal mehr, Ihre Ergebenheit & Unterwürfigkeit den uns Beherrschenden gegenüber kundzutun, - wahrgenommen.

    • phaidros
      23. Februar 2013 08:47

      Naja, ich bin eben Mitläufer. Mir fehlt einfach der Mut zu völlig kosequenzlosem choralem Dauergeseier. Aber zum Glück gibt es Leute Ihres Schlags, diko, und nicht nur solche Unterwürflinge wie mich. Noch ist die Republik nicht verloren.

    • socrates
      23. Februar 2013 10:15

      terbuan
      Nichts gegen Porzellan-Püppchen! Da gibt es traumhaft schöne und teuere! Allerdings habe ich den TV-Beitrag nicht gesehen.

    • Francois Villon (kein Partner)
      23. Februar 2013 19:50

      Die meisten Kommentare und Feststellungen über Fakten der EU-Wirklichkeit zeigen wie das Kartenhaus einzustürzen droht.

      Sogar der Bericht Dr. Unterbergers, diesmal ohne seine Privatexeges aus neo-liberaler Sicht, berichtet über bedrohliche Zustände. Für jeden Vernünftigen sollte es langsam offenkundig werden, daß wir auf dem falschen Dampfer sind. Nun gilt: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.

      Die Medien machen aus der Wahl in Italien ein Drama, sollte Berlusconi „es schaffen“. Als ob es darauf ankäme. Italien war lange bevor es Berlusconi überhaupt gab ein schwacher, überschuldeter Kandidat und es ändert sich nichts mit oder ohne ihn. Sich jedoch vom Statthalter der weltgrößten Krake, Goldman-Sachs, das Heil zu erwarten, kann nur mit Delirium jener Systemerhalter erklärt werden, die sich davon noch einige Zeit am Futtertrog versprechen.

      Dabei wäre es einfacher die noch ein bißchen funktionierenden Länder zu nennen: D, A, NL, denn der ganze „Rest“ ist ohnedies längst im Orkus.

      Vor wenigen Tagen berichtete ZeroHedge.com

      http://www.zerohedge.com/news/2013-02-02/how-feds-latest-qe-just-another-european-bailout-vehicle

      daß die FED mit ihrem Anwerfen der Gelddruckmaschine vor allem europäische Banken mit Liquidität versorge. Das kann nur bedeuten, daß diese am Fliegenfänger der USA kleben – und bei Änderung der Politik der FED/USA die EU ein „nicht vorhergesehenes“ Problem hat – zu all den anderen, die nicht mehr zu verschweigen waren. (Man sollte sich das einmal ansehen.)

      Die Feststellung, daß Wulff nicht wegen eines läppischen Privatdarlehens versenkt wurde, sondern wegen seiner öffentlich erklärten Absicht, den ESM-Betrug nicht zu unterzeichnen, ist natürlich richtig. Nur besonders dumme Leute – oder Jubelperser der Anonyma – haben dafür andere „Erklärungen“. Mein schon öfter gegebener Rat, solchen Unsinn nicht einmal zu ignorieren, fällt offenbar auf keinen fruchtbaren Boden, dabei müßte es doch evident sein, daß man weder mit den einen, noch mit den anderen irgend etwas diskutieren oder auf einen grünen Zweig kommen kann.

      Den DDR-Beute-Pastor, der salbungsvoll Blah-blah verzapft und/oder dem Deutschland abwickelnden Gesindel Schmiere steht, hier als „Zeugen“ aufzurufen, spricht für sich.

    • phaidros
      23. Februar 2013 22:39

      @F.V.; Außer einen anderen Standpunkt und die Leute, die ihn – drchaus begründet, wohlgemekrt – vertreten, gleichermaßen wortreich wie inhaltsleer, herunterzuputzen ist da – wieder einmal – rein gar nichts. (Trifft natürlich gleichermaßen auf dikos »Diskussionsbeitrag« zu)

    • diko
      24. Februar 2013 05:52

      @ Francois Villon,
      ***************!

    • phaidros
      24. Februar 2013 06:12

      Armselig. Einfach nur armselig. (›Wortreich‹ nehme ich bei Ihnen zurück, diko)

    • simplicissimus
      24. Februar 2013 06:50

      Monsieur le ecrituer, ebenso ******!
      diko, seien Sie doch ein bisschen nachsichtig mit phaidros!

    • phaidros
      24. Februar 2013 07:11

      Vielen Dank, werter simplicissimus, aber bitte bemühen Sie sich nicht weiter. Viel wichtiger, als dass solche Geistesgrößen Nachsicht üben würden, ist, dass das schwarz/weiß ihrer Weltbildchen völlig offensichtlich und klar wird. Denn kein einziger von unseren Genies hier denkt die Wehrpflicht zuende, die Neutralität, den EU-Austritt, die Aufgabe des € oder auch den CO2-Ausstoß. Aber jeder weiß die Lösung.

      Gauck nimmt in seiner Rede Bezug auf Bürgerskepsis, Regulierungswut und überhaupt alle Probleme, die auch hier thematisiert werden. Interessiert das jemanden? (Hat die Rede überhaupt jemand gelesen?) Nein, er ist »der Feind«, repräsentiert »die Machthaber«, ist der »DDR-Beute-Pastor, der salbungsvoll Blah-blah verzapft und/oder dem Deutschland abwickelnden Gesindel Schmiere steht« (wer Gaucks Vergangenheit kennt, weiß auch, wie unsäglich blöde dieser Anwurf ist. Sei's drum, Gauck würd's auch nicht kümmern, wenn er darum wüsste: es ist ja klar, aus welcher Ecke das kommt)

      BG phaidros.vie@gmail.com

  14. socrates
    22. Februar 2013 16:44

    Im Radio hörte ich, daß in Zukunft alle Privatisierungen in der EU ausgeschrieben werden müssen, außer dem Wasser. Ein Schelm wer Schlechtes dabei denkt!
    Nestle, das seine Pferdeflesichniederlage, durch die Aktionäre weniger absahnen, verkraften muß, braucht das Wasser zum Ausgleich. Die Kunden sind blöd und dienen als Ausrede.

  15. Geheimrat
    22. Februar 2013 16:43

    EU-Schuldenbombe: Der richtige Crash kommt erst noch

    Das Einzige, was bei der Eurozonen-Schuldenkrise gelöst wurde, ist, dass sie von der Propagandamaschinerie der Massenmedien mittlerweile pflichtbewusst ausgeblendet und schöngeredet wird

    Das optimistische Gequatsche, dass die Schuldenkrise der Eurozone gelöst worden sei, ist zurzeit allgegenwärtig. Aber seit wann sorgt Schönreden dafür, dass dem auch so ist?

    Und da es bei der Krise um Schulden geht – viel zu viele Schulden, zu viele, als dass man sie jemals zurückzahlen könnte und würde, weshalb sie auch nicht zurückgezahlt werden –, wäre es vielleicht angemessen, wenn wir einmal einen Blick auf zwei Charts zum Eurozonen-Kredit werfen. Die Charts stammen von der chartbasierten Website „Market Daily Briefing“.

    Weiter:

    http://www.propagandafront.de/1157500/eu-schuldenbombe-der-richtige-crash-kommt-erst-noch.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+Propagandafront+%28PROPAGANDAFRONT%29

  16. Josef Maierhofer
    22. Februar 2013 15:35

    Ich hoffe nur, dass der schwarze Freitag noch vor den Wahlen kommt, damit den Blödesten dann die Augen geöffnet werden und dann ist Eigenverantwortung gefragt, die die Linken durch Gewaltaufrufe 'bündeln' werden, also Bürgerkrieg schüren, tun sie ja schon die ganze Zeit.

    Befördern wir sie unblutig per Wahl 'ins Jenseits' (aller Mehrheiten), damit endlich die Schuldentreiberei und der Volksbetrug ein Ende findet und eventuell auch gleich die Volksmanipulation durch linken Medienterror.

    Danke, Herr Dr. Unterberger für die Wahrheit.

    Gäbe es genug Leute, die reinen Wein einschenken, ich denke, es wäre nie so weit gekommen.

  17. brechstange
    22. Februar 2013 15:17

    Falls dies jemand übersehen hat, hier geht es dann ans Eingemachte. Die Transferunion schwirrt in den Köpfen der Nomenklatura herum.

    10 % der Lohnsteuereinnahmen jedes Landes sollen an einen zentralen Währungskommissar zur Umverteilung gelangen. Außerdem sollen 2 % der Lohnsteuereinnahmen an eine europäische Arbeitslosenversicherung gehen, somit würden dann weitere 2,5 Mrd. Euro an die EU fließen, neben EU-Beiträge, die Faymann gerade so "vorteilhaft" für uns verhandelt hat, neben 2,2 Mrd. an den ESM einschl. mindestens 20 Mrd. Euro Haftung, neben Einzahlungen für IWF, OECD und Kapitalaufstockungen bei der EZB, neben den Haircuts für diverse bilaterale Finanzhilfen.
    Die Bankenunion soll dann Direkt-Zahlungen aus dem ESM gewährleisten.

    Die einzige Sicherstellung für diese Mittelabflüsse aus unserer Volkswirtschaft, ist das Vertrauen, dass sich alle schön brav an den Fiskalpakt halten werden, weil sonst der Weihnnachtsmann Währungskommissar keine Geldgeschenke bringt.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1346702/Eurokrise_Rettung-durch-Fiskalunion?_vl_backlink=/home/wirtschaft/eurokrise/index.do

  18. simplicissimus
    22. Februar 2013 15:07

    Ich habe ein weiteres Anzeichen:
    Während Euro und Dollar vor einigen Jahren gegenüber der einen oder anderen Währung von halbwegs stabilen Entwicklungsländern noch deutlich an Wert gewinnen konnten, stagnieren die Wechselkurse seit ca. 3 Jahren bzw. gehen in Wellen seitwärts.
    Dies ist ein weiteres Indiz, wie morbid die westlichen Wirtschaften geworden sind.

  19. Brigitte Imb
    22. Februar 2013 14:32

    Schmunzeln zum Fleischskandal, bzw. über den Etikettenschwindel

    Essen ist pfertig.

    My Lidl Pony..

    :-))

  20. Wertkonservativer
    22. Februar 2013 14:18

    Ein persönliches Geständnis:

    ich habe es inzwischen längst aufgegeben, über Ursachen, Folgen und Eindämmungsmöglichkeiten der großen und uns täglich vor Augen geführten Krise ernstlich nachzudenken, und dafür mein gerade noch verbliebenes Hirnschmalz einzusetzen!

    Wenn so viele gescheite Leute, hier und überall in der Welt, anscheinend keine Auswege und Schlupflöcher aus dem allseits vorausgesagten Desaster finden können, was soll ich mir da als armer, alter Wertkonservativer auch noch den Kopf zerbrechen, wie wir hier im Blog - zusätzlich zu den ja hauptamtlich verantwortlichen Staatenlenkern - die Weltrettung wirksam vorantreiben könnten!

    Daher: Schluss mit dem von allen Seiten auf mich eindrängenden Pessimismus!
    In den vergangenen Stunden habe ich - nach mir vor einigen Monaten verpassten Bypässen, und nach gerade überstandener Hüftoperation meiner lieben Frau - den im Vorjahr nicht zustandekommenden Italien-/Südtirol-Urlaub (Venedig, Toskana, Tramin) für Ende Mai fixiert, freue mich schon heute darauf, und überlasse die Weltrettung neidlos Berufeneren!
    Bis dahin wird die Welt ja wohl noch stehen, für 2500 km Diesel wird's auch noch reichen, und der Brunello-Nachschub wird auch finanzierbar sein (immerhin muss ich ja eine Sechser-Kiste für meine mit @ simplicissimus und @ E.Bauer leichtsinnig vereinbarte Herbst-Wahlwette in Reserve halten)!

    Ich hoffe sehr, dass Sie mir meine diversen persönlichen Blog-Einschübe nicht wirklich verübeln! Ich will nichts anderes, als hie und da kleine menschliche, manchmal vielleicht allzumenschliche Tupfer in die vielfach so pessimistisch getönte Diskussion bringen!
    Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      22. Februar 2013 15:14

      Aber , aber werter WK, wir nehmen Sie ohnehin so, wie Sie sind!
      Und ausserdem hoffe ich insbrünstig auf die 6 Flaschen Brunello!
      Für Erich Bauer beginne ich schon einmal die harten Drinks einzukaufen, die werden eh nicht schlecht.
      Und meine 6 Cotes du Rhone werden im September sicher auch noch zu haben sein, wer weiss, vielleicht dann schon zum billigen Franzosen-Euro?

    • F.V. (kein Partner)
      23. Februar 2013 14:02

      Da ich keine Sternderl vergeben kann, schließe ich mich auf diesem Weg den Beileidskundgebungen an.

    • Ulrich Rapp (kein Partner)
      24. Februar 2013 16:04

      Das beste Wertpapier ist die Geburtsurkunde

  21. Brigitte Imb
    22. Februar 2013 13:51

    Die Krise verlangt nach Vermögenssteuern, zumindest sieht es die linke Seite so. Ist ja beinahe verständlich, denn wie sollten sich Politiker ihre kl. Freuden sonst leisten können.
    Da flog doch glatt unser Kanzlerdarsteller mit Entourage in einem Businessjet um 10.857,14 Euro, nach Oslo. Nun werden viele meinen, daß dies Peanuts seien - möglich -, aber für viele Menschen in unserem Land ist das ein JAHRESGEHALT!!!!

    "Leute", verpraßt euer Geld, gönnt euch etwas, saniert das Haus,....bevor die Inflation das Ersparte auffrißt. Nach dem 29. Sept.( angeblicher Wahltermin) wird es keine Hemmungen der Politiker geben, sich unser Geld noch unverschämter zu krallen. Und JEDER sollte überlegen, wie den Politikern die Geldinfusion verwährt werden kann.

  22. perseus
    22. Februar 2013 13:50

    Da gäb’s noch einiges zu ergänzen:

    •Griechenland stürzt noch tiefer ab – im Land gibt es Aufstände, von denen wir nichts lesen, weil wir gleichgeschaltete Medien haben

    •Die Südländer (Griechenland, Portugal, Spanien) befinden sich längst in einer Deflation, während an bei uns Symptomen herumgedoktert wird und sie ist dabei, auch auf uns übergreifen die Deflation; d.h.: der EURO ist längst obsolet, nur das sagt uns keiner (siehe oben: gleichgeschaltete Medien)

    •Frankreich – auch schon ein Südland - will den EURO gar abwerten; dann werden die Importe teurer und indirekt werden unsere Einkommen „geschrumpft“

    •Frankreich wird ohne weitreichende Reformen zum Sargnagel für uns alle, oder ist es schon; Frankreich hat ja eine linke Regierung und solche Regierungen können nur etwas bewirken, wenn Geld zu verteilen ist; das Gegenteil ist der Falle, deswegen wollen sie ja Geld drucken die Linken, weil ihnen nichts andres dazu einfällt

    •Das Weihnachtsgeschäft im deutschen Handel ist um 2% gegenüber Vorjahr geschrumpft, also auch in Deutschland geht’s bergab

    •Das EU Parlament will EURO-Bonds, also auch wieder Gelddrucken

    •Und so weiter …. und so weiter….und so weiter…

    Also ich bin froh, dass es das Tagebuch gibt; es ist frei von Propaganda und Jubelmeldungen und bestechen tu‘ ich es mit meinem Beitrag (€ 100,00 pro Jahr) wenigstens selbst.

  23. S.B.
    22. Februar 2013 12:51

    Noch werden wir mit Meldungen wie dieser ruhiggestellt:

    http://www.orf.at/stories/2167911/

    Aber die "Götterdämmerung" hat bereits eingesetzt und bald erübrigen sich Spekulationen über einen künstlich niedrig gehaltenen Eurokurs.

    Es gibt auch schon Banken, die Spargelder nicht mehr auf 2 Jahre binden, weil sie offensichtlich mit gröberen Verwerfungen rechnen.

    Bisher hat noch jede Generation ihr Vermögen verloren, sind jetzt wir dran?

    • simplicissimus
    • zauberlehrling
      22. Februar 2013 15:15

      @simplicissimus

      Wie sagte schon ein bekannter Psychoanalytiker:

      "Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt; aber wenn er diese Richtung beibehält, schlage ich vor, dass er allein weitergeht." ;-)

    • Josef Maierhofer
      22. Februar 2013 15:27

      @ S.B.

      Ja, wir sind jetzt dran, wir wollten ja den falschen Propheten der linken 'Wirtschaftsexperten' glauben.

      Mit Schulden lassen sich keine Schulden abbauen, da muss man schon was arbeiten, leider. Das leistungslose Leben geht zu Ende.

    • simplicissimus
      22. Februar 2013 15:48

      Aber geh, Herr Maierhofer:

      1) Zuerst etablieren wir eine antidiskriminatorische, antirassistische, antifaschistische, antikapitalistische, antiheteronormative, emanzipatorische, feministische Volxregierung bestehend aus lesbischen KongolesInnen.

      2) Dann werden alle Schulden ersatzlos gestrichen. Die Banken und Spekulanten kommen in den Kochtopf.

      3) Dann wird das Volxvermögen gerecht von den Reichen zu den Armen umverteilt.

      4) Dann wird die Grundsicherung verdoppelt, das Pensionsalter herabgesetzt, die Pensionen erhöht und alle sonstigen sozialen Versorgungsnetze verbessert.

      5) Dann werden die Grenzen geöffnet, um unseren Kinderschwund durch Bereicherer aus Afrika und Asien zu kompensieren und allen die gleiche faire Versorgung zu geben.

      6) Dann wird dieses Modell weltweit verbreitet und alle Menschen werden in Frieden, Freude und Wohlstand leben.

      Ich versteh wirklich nicht, warum Sie immer so miesepetern!

    • simplicissimus
      22. Februar 2013 15:52

      zauberlehrling:
      alhamdullilah, gesegnet sei sein einsamer weg!

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2013 17:56

      Meine Hochachtung, wertester @ simplicissimus!

      In den letzten Tagen und Wochen laufen Sie zu einer Hochform auf, die Sie fast täglich auf Spitzenplätze katapultiert, uind die vor allem allem auch durch beachtliche Stil- und Treffsicherheit, zeitadäquate Aussagekraft und eleganten Humor besticht!

      Wie machen Sie das? Wo gibt's das alles zu kaufen? Wenn Sie mir das gelegentlich und ganz heimlich verraten, gibt's für den Fall Ihres Wett-Sieges einige Super-Flascherln mehr! Brunello, darunter geb ich's nicht!

      Nicht ganz neidlos,

      Ihr Blogfreund Gerhard Michler!

    • simplicissimus
      23. Februar 2013 05:48

      Ach, werter Wertkonservativer, es ist einfach letzter aufflackernder Zynismus vor der totalen Verzweiflung.
      Ungeachtet dessen argumentiere ich weiter. Vielleicht kommt es ja doch nicht so schlimm.
      Und auf den Brunello freu ich mich schon!
      Danke.

    • Molon Labe
      24. Februar 2013 16:32

      @ Wertkonservativer und simplicissimus: Beim Brunello (den ich sehr schätze) wäre ich mittlerweile etwas vorsichtig, der war zeitweise auch nicht ganz skandalfrei (dagegen ist Pferdefleisch harmlos); Alternativvorschlag: Es gibt z.B. im Carnuntum ganz hervorragende und auch schwere Rotweine

  24. Der Zweifler
    22. Februar 2013 12:39

    Ein Institut wie die Bank Austria mit einem stabilen, perfekt organisierten Onlinebanking kann ganz entspannt ein Drittel ihrer Filialen schließen :-)

  25. Xymmachos
    22. Februar 2013 12:38

    Wer sich mit dem von A.U. hier angeschnittenen Thema eingehender befassen möchte: dringende Empfehlung => Hans Werner SINN, DIE TARGET-FALLE. Carl Hanser Verlag München, 2012. Da kann später niemand, vor allem kein Politiker, sagen, das habe er ja nicht vorhersehen können.

    • Eiserner
      22. Februar 2013 16:15

      Wie bitte soll einer von den uns aktuell regierenden Politiker bitte so etwas verstehen?

    • Eiserner
      22. Februar 2013 16:16

      ... Politikern...

    • F.V. (kein Partner)
      23. Februar 2013 14:11

      @Xymmachos,

      was sind Sie für ein Optimist. Wer glauben sie liest dieses Buch, wer wird es gar kaufen?

      Romig hat vor ca. 2-3 Wochen eine ausführliche Buchbesprechung hier abgeliefert, die von kaum 20 Kommentaren (und noch weniger Diskutanten) zur Kenntnis genommen wurde.

      Da stand ja was von Gewicht und Bedeutung zur Debatte, und nicht das übliche Hausmeister- und Basenna-Gewäsch.





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