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Maria Schaumayer – und danach?

Lesezeit: 1:30

Der Tod von Maria Schaumayer ist nicht nur ein Abschied von der zweifellos bedeutendsten Österreicherin der letzten Jahrzehnte. Er zeigt auch, wie klein alles ist, was ihr nachgefolgt ist, in der Nationalbank, aber auch sonst im wirtschaftlichen und politischen Führungspersonal dieses Landes.

Der Respekt für Schaumayer bezieht sich auf ihre persönliche Integrität, auf ihre Bescheidenheit, auf ihre vielen wohltätigen Initiativen, auf ihre historische Aufrichtigkeit, auf ihr umfassendes ökonomisches Wissen und ihr finanzpolitisches Verständnis, aber zugleich auch auf ihre Standfestigkeit, die untrennbar mit diesem Land verbunden war, mit seinen Interessen, aber auch mit der Kirche, der sie sich stets eng verbunden gefühlt hatte.

Von all den vielen schönen Gesprächen, die ich mit ihr führen durfte, ist mir am stärksten ihr Rückblick auf die 50er Jahre in Erinnerung: Wie ihre Generation damals nach den langen Jahren des Nationalsozialismus, der Besatzung und der Not verzweifelt war, vielfach ans Auswandern dachte – und wie dann fast schlagartig die durch den Staatsvertrag wiedergewonnene Freiheit plötzlich Optimismus, Selbstsicherheit und Zukunftsfreude ausbrechen ließ.

Das ist vielleicht das, was Österreich am dringendsten bräuchte: neues Bewusstsein vom Wert und der Notwendigkeit der Freiheit – und eine Generation mit Menschen wie Maria Schaumayer, die sich mit Tatkraft, aber auch der lehrreichen Erinnerung an die Notzeiten der Zukunft stellt. Diese Generation tritt jetzt endgültig ab. Was folgt ihr nach?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2013 01:12

    Wenn mir jemand erklären kann, wie man "neues Bewusstsein vom Wert und der Notwendigkeit der Freiheit" unter der Diktatur aus Brüxelles mit unseren gewählten Staatsverrätern erreichen kann, so möge er sich melden!
    Wie tief Österreich in der Zwischenzeit gesunken ist zeigt allein die Tatsache, daß heute ein gewisser Nowotny auf dem Sessel Schaumayers sitzt; ein roter Parteigünstling ersten Ranges.
    Unsere staatlichen Goldreserven liegen irgendwo in der Welt - angeblich. Niemand darf es wissen. Laut Statistik Österreich hat unser Land 8,440.000 Einwohner. Da ich verheiratet bin, gehören meiner Frau und mir das Zweifache des 8,440.000ten Anteils des Staatsgoldes. Und ich darf nicht wissen wo das liegt? In der Schweiz? In Frankreich? In London? In den USA? Oder gar im "Pfandl"? Wenn sie mich fragen, ich tippe auf Letzteres.

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2013 01:31

    Fr. Dr. Schaumayer, eine Grande Dame, machte Karriere in einer Zeit vor der politischen Korrektheit und Frauenquote. Die weibl. Gestalten, auch so mancher Mann, der heutigen Politik machen sich neben ihr lediglich wie Würstchen aus.
    Besonderes Geschick bewies sie anläßlich der Entschädigungszahlungen für NS Opfer.

    R.I.P.

  3. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2013 01:30

    Der Respekt für Frau Dr. Maria Schaumayer bezieht sich auch auf ihren Leistungswillen bis ins hohe Alter, ja fast bis zu ihrem Tod sowie auf die unverbrüchliche Loyalität ihrer Heimat zu dienen.
    Vielleicht waren es gerade die Jahre der Not, die diese Generation schätzen ließ, was Frieden, Sicherheit, Gestaltungswille, Eigenverantwortung und Wohlstand für ein Land bedeuten.

    Leider folgt ihr eine satte, bequeme, gewissenlose, machtgierige und nur auf den eigenen Vorteil bedachte Generation nach, die den Staat als Selbstbedienungsladen versteht.
    Gut, daß die Aufbaugeneration die letzte Konsequenz aus dieser Entwicklung nicht mehr miterleben muß. Möge sie in Frieden ruhen!

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2013 08:09

    Der Unterschied.

    Zuerst einmal möchte ich sagen, dass sie uns abgehen wird, dass Frau Schaumayer auch mir sehr positiv aufgefallen ist und am besten erinnere ich mich noch an ihren Auftritt in Deutschland und bei der EU.

    Frau Schaumayer hat für die Menschen gearbeitet und nicht für sich und das ist der Unterschied zu den heutigen Nachfolgern, die arbeiten für sich, für ihre Partei, für die Klientel der Partei, aber ganz sicher damit nicht für Österreich und seine Menschen.

    Frau Schaumayer hat sich nicht von 'Mainstream' einschüchtern lassen, sondern unbeirrt ihre Mission für die Menschen hier hervorragend erfüllt, ihre Nachfolger sind eine feige 'Packlrasse', die sich nach dem Wind drehen und für die Menschen hier nichts erfüllen, sondern eben ihr eigenes Süppchen kochen und sich bedienten.

    Frau Schaumayer hat gedient, die heutigen haben sich bedient und bedienen sich.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2013 21:31

    Zum Ableben von Maria Schaumayer, ein berührendes, sehr informatives aber auch sehr heiteres Interview im Profil:
    "Jetzt geh' ich kochen!"
    http://www.profil.at/articles/1304/560/351069/maria-schaumayer-ich
    R.I.P.

  6. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2013 02:18

    Nicht zuletzt hatte ich sie wegen ihres Humors ins Herz geschlossen - ein feiner, warmherziger, leiser Humor.
    Im Hintergrund meines Bewusstseins war sie immer präsent, tröstlich, beispielgebend - ich werde sie so sehr vermissen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorEl Barato
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Januar 2013 07:38

    Die Dame brauchte dank ihres Charakters halt keine Quoten, um in eine ihrem Können und Talent gebührende Position zu gelangen.

    Da sollten die Quothilden von heute sich eine große Scheibe abschneiden.

    RIP.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDer Rathausmann
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Januar 2013 19:50

    Leute die heute das Führungspersonal repräsentieren, wären vor 30 Jahren über den Job eines kleinen Parteisekretärs oder Kofferlträger nicht hinausgekommen.


alle Kommentare

  1. O.Tannenbaum (kein Partner)
    26. Januar 2013 08:46

    nowotny macht doch einen grossartigen job: als lakai der politiker eingestellt ist er praktisch eine idealbesetzung um die anhängigkeit der zentralbank vom "primat der bollidick" sicherzustellen, wie es die schuldenfinanzierte wählerbestechung nun einmal errfordert.

  2. Der Rathausmann (kein Partner)
    25. Januar 2013 19:50

    Leute die heute das Führungspersonal repräsentieren, wären vor 30 Jahren über den Job eines kleinen Parteisekretärs oder Kofferlträger nicht hinausgekommen.

  3. terbuan
    24. Januar 2013 21:31

    Zum Ableben von Maria Schaumayer, ein berührendes, sehr informatives aber auch sehr heiteres Interview im Profil:
    "Jetzt geh' ich kochen!"
    http://www.profil.at/articles/1304/560/351069/maria-schaumayer-ich
    R.I.P.

    • Maria Kiel
      25. Januar 2013 02:14

      Danke
      und: was für ein Unterschied zu einer Johanna Dohnal!

    • Kapuzerer (kein Partner)
      25. Januar 2013 08:40

      Und nach dieser Dohnal (über die Schädlichkeit ihres "Wirkens" gibt es keine Zweifel) hat man auch noch einen Platz in Wien benannt!
      Man möchte weinen!

      Frau Schaumayer und viele andere ihrer Generation waren noch echte Leistungsträger! Sie trugen viel dazu bei dass es aufwärts ging, sie schufen soviel dass die Linken bis heute trotz eingehenden Bemühens es noch nicht ganz zustande brachten all das zu verwirtschaften. Aber lang wird´s halt wohl doch nicht mehr gehen.

  4. fokus
    24. Januar 2013 19:34

    Als Frau Maria Schaumayer noch für die Wiener Stadtwerke zuständig zeichnete, herrschten dort Ordnung, Fairneß und beste Betriebsergebnisse. Lang, lang ist's her. So eine wie sie, gibt es nur einmal in jeder Generation.
    Sie wird uns fehlen.

  5. Wertkonservativer
    24. Januar 2013 08:24

    Dr. Maria Schaumayer!

    Eine kluge, tüchtige, immer menschlich agierende und authentisch wirkende große Österreicherin!

    Eine der Vorzeige-Frauen, die das an sich unnötige Zusatz-Einsprengsel in unserer Bundeshymne durch ihr Beispiel einigermaßen erträglich macht!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Josef Maierhofer
    24. Januar 2013 08:09

    Der Unterschied.

    Zuerst einmal möchte ich sagen, dass sie uns abgehen wird, dass Frau Schaumayer auch mir sehr positiv aufgefallen ist und am besten erinnere ich mich noch an ihren Auftritt in Deutschland und bei der EU.

    Frau Schaumayer hat für die Menschen gearbeitet und nicht für sich und das ist der Unterschied zu den heutigen Nachfolgern, die arbeiten für sich, für ihre Partei, für die Klientel der Partei, aber ganz sicher damit nicht für Österreich und seine Menschen.

    Frau Schaumayer hat sich nicht von 'Mainstream' einschüchtern lassen, sondern unbeirrt ihre Mission für die Menschen hier hervorragend erfüllt, ihre Nachfolger sind eine feige 'Packlrasse', die sich nach dem Wind drehen und für die Menschen hier nichts erfüllen, sondern eben ihr eigenes Süppchen kochen und sich bedienten.

    Frau Schaumayer hat gedient, die heutigen haben sich bedient und bedienen sich.

  7. El Barato
    24. Januar 2013 07:38

    Die Dame brauchte dank ihres Charakters halt keine Quoten, um in eine ihrem Können und Talent gebührende Position zu gelangen.

    Da sollten die Quothilden von heute sich eine große Scheibe abschneiden.

    RIP.

  8. Observer
    24. Januar 2013 06:39

    Die verstorbene Maria Schaumayer hat sich sehr für die berufliche Anerkennung von Frauen in höheren Positionen eingesetzt. Dies auf eine sehr vernünftige Weise, was mit den dummen Ideen von Gabriele Heinisch-Hosek in keiner Weise zu vergleichen ist.

  9. Maria Kiel
    24. Januar 2013 02:18

    Nicht zuletzt hatte ich sie wegen ihres Humors ins Herz geschlossen - ein feiner, warmherziger, leiser Humor.
    Im Hintergrund meines Bewusstseins war sie immer präsent, tröstlich, beispielgebend - ich werde sie so sehr vermissen.

  10. RR Prof. Reinhard Horner
    24. Januar 2013 01:40

    reinhard.horner@chello.at

    "Was folgt ihr nach?"

    Was wir mit dem qualitativ bedeutenderen Teil der Bürgerschaft hervorbringen! Was wir an stumpfer Trostlosigkeit und Bösartigkeit zu vermeiden und zu überwinden vermögen! Was wir - wenn auch nur in bescheidenen Beiträgen - an Bewährtem bestärken und an zukunftstauglich Neuem schaffen!

    Was wir unserer Jugend in unserem Empfinden, Denken und Handeln wenigstens mit ein bisschen Vorbildlichkeit darbieten! Mit unserer Jugend auf den Wegen konkreter Zuversicht! Nicht in einem Waten in Sümpfen rückgewandter Hoffnungslosigkeit!

  11. Brigitte Imb
    24. Januar 2013 01:31

    Fr. Dr. Schaumayer, eine Grande Dame, machte Karriere in einer Zeit vor der politischen Korrektheit und Frauenquote. Die weibl. Gestalten, auch so mancher Mann, der heutigen Politik machen sich neben ihr lediglich wie Würstchen aus.
    Besonderes Geschick bewies sie anläßlich der Entschädigungszahlungen für NS Opfer.

    R.I.P.

    • Haider
      24. Januar 2013 22:36

      In der Hektik der Tagespolitik übersieht man nur allzu leicht gravierende Ereignisse.
      Maria Schaumayer hatte niemals in ihrem erfolgreichen Leben einen Quotenschub nötig. Externer Scheinqualifikation bedürfen nur Nietinnen. Auch Männer (z.B. in ÖVP-Bünden) leben von solchen abstrusen "Leistungsmerkmalen". Kurz versuchten auch die Grünen ähnliches, indem sie zeitliche Beschränkungen für Mandatsfunktionen propagierten. Heute sitzen die ältesten Fossile ausgerechnet in ihren Reihen. Und sie erkennen ihre Verlogenheit nichteinmal!

  12. S.B.
    24. Januar 2013 01:30

    Der Respekt für Frau Dr. Maria Schaumayer bezieht sich auch auf ihren Leistungswillen bis ins hohe Alter, ja fast bis zu ihrem Tod sowie auf die unverbrüchliche Loyalität ihrer Heimat zu dienen.
    Vielleicht waren es gerade die Jahre der Not, die diese Generation schätzen ließ, was Frieden, Sicherheit, Gestaltungswille, Eigenverantwortung und Wohlstand für ein Land bedeuten.

    Leider folgt ihr eine satte, bequeme, gewissenlose, machtgierige und nur auf den eigenen Vorteil bedachte Generation nach, die den Staat als Selbstbedienungsladen versteht.
    Gut, daß die Aufbaugeneration die letzte Konsequenz aus dieser Entwicklung nicht mehr miterleben muß. Möge sie in Frieden ruhen!

    • J.H.
      24. Januar 2013 03:04

      Diese charakteristische Beschreibung paßt besonders gut auf ihre Nachfolger in der Wiener Landesregierung, wo Maria Schaumayer viele Jahre eloquent als amtsführende Stadträtin vertreten war. R.I.P.

  13. Haider
    24. Januar 2013 01:12

    Wenn mir jemand erklären kann, wie man "neues Bewusstsein vom Wert und der Notwendigkeit der Freiheit" unter der Diktatur aus Brüxelles mit unseren gewählten Staatsverrätern erreichen kann, so möge er sich melden!
    Wie tief Österreich in der Zwischenzeit gesunken ist zeigt allein die Tatsache, daß heute ein gewisser Nowotny auf dem Sessel Schaumayers sitzt; ein roter Parteigünstling ersten Ranges.
    Unsere staatlichen Goldreserven liegen irgendwo in der Welt - angeblich. Niemand darf es wissen. Laut Statistik Österreich hat unser Land 8,440.000 Einwohner. Da ich verheiratet bin, gehören meiner Frau und mir das Zweifache des 8,440.000ten Anteils des Staatsgoldes. Und ich darf nicht wissen wo das liegt? In der Schweiz? In Frankreich? In London? In den USA? Oder gar im "Pfandl"? Wenn sie mich fragen, ich tippe auf Letzteres.

    • FranzAnton
      24. Januar 2013 09:42

      @: Herr Haider: Wenn mir jemand erklären kann, wie man "neues Bewusstsein vom Wert und der Notwendigkeit der Freiheit" unter der Diktatur aus Brüxelles mit unseren gewählten Staatsverrätern erreichen kann, so möge er sich melden!

      Wie schon so oft, gebetsmühlenartig, dargelegt:

      Der hinter Ihrer Frage stehende Wunsch kann - ausschließlich - nur per Direktdemokratie in Erfüllung gehen. Die Bundesheerbefragung hat die Reife und Vernunft der Mehrheit unserer Staatsbürger erwiesen; die Schweiz hat's vorexerziert.

    • A.K.
      24. Januar 2013 11:13

      @Haider:
      Zum Zitat: "Unsere staatlichen Goldreserven liegen irgendwo in der Welt - angeblich. Niemand darf es wissen. "
      Wie ist die Legitimation der Entscheidungsträger zum Faktum "Unsere staatlichen Goldreserven liegen irgendwo in der Welt" entstanden und wer sind diese Entscheidungsträger eigentlich - namentlich taxativ aufgezählt? "





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