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Fußnote 392: In Prag wird’s ungemütlich

Lesezeit: 1:00

Die Tschechen haben einen klaren Nationalisten zum Staatspräsidenten gewählt.

Zwar hat der – vorsichtig ausgedrückt – etwas zerstreute und erfrischend naive Karel Schwarzenberg bei der Präsidentenwahl mit 45 Prozent einen erstaunlichen Achtungserfolg erzielt; den hätte ihm noch vor wenigen Wochen niemand zugetraut. Die Wahl von Milos Zeman ist aber jedenfalls für niemanden erfreulich. Zumindest nicht in Wien. Wirtschaftsliberale Menschen werden bald die einsame Stimme der europäischen Vernunft aus dem Mund von Vaclav Klaus vermissen. Und selbst die Linken, die sich über die Wahl eines linken Kandidaten freuen mögen, sollten vorsichtig sein: Zeman hat sich als scharfer Nationalist erwiesen, der beispielsweise die Vertreibung des Sudetendeutschen als „noch milde“ Behandlung versteht. Von den miesen Untergriffen seiner Kampagne gegen Schwarzenberg im Laufe der Wahlkampagne ganz zu schweigen.

PS.: Interessant ist das Alter der beiden Kandidaten: Der eine ist 68, der andere 75. Alle jüngeren sind im ersten Durchgang von den Wählern weggewählt worden. Ist das bloßer Zufall?

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    22x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 21:42

    Nur für den Fall, das es dem großen Vergessen anheimfällt: Tschechien war in den späten dreißiger Jahren gemeinsam mit den Volksfrontregierungen der spanischen und französischen Republik in einem Bündnis mit der von Stalin regierten Sowjetunion. Das hinderte Großbritannien nicht, diese Mächtekonstellation materiell während des spanischen Bürgerkrieges zu stützen - immerhin lieferte Tschechien der spanischen Sowjet-Republik Waffen, Kampfflugzeuge und Freiwillige.

    Da es sich seitens verschiedenster bürgerlicher Kreise allgemeiner Übung erfreut, Landraub und Genocid, soferne er nur auftrags oder unter Duldung der angelsächsischen Mächte stattfindet, offenbar für ein Zeichen werthaltiger Politik zu nehmen, darf auf die Parallelität der Ereignisse verwiesen werden: es scheint, daß der Wahlsieg eines altbolschewistischen Nationaltschechen, der sich offen zum Genocid an der deutschen Volksgruppe bekennt und diesen propagiert, nur ein weiteres Signal an die politischen Führungen unserer Länder ist, daß bei weiterer Nichtduldung des erpresserischen und tributären monetären Ausbeutungssystems das zur Zeit über uns errichtet werden soll, erforderlichenfalls auch auf die politische Mechanik der dreißiger und vierziger Jahre zurückgegriffen werden kann. Um jeglichen nationalistischen Betrachtungen den Boden zu entziehen - die tschechische Bevölkerung, jahrhundertlang gewohnt mit den deutschen Böhmens und Mährens friedlich zusammenzuleben, hat mit Verhalten ihrer politischen Klasse heute bestimmt genausoviel oder wenig am Hut, wie seinerzeit. Was bereits Churchill voll Zorn erfüllte und ihn dazu veranlasste, das Attentat auf Heydrich zu befehlen, weil ihm die Tschechen zu friedfertig gegenüber den neuen Herren am Hradschin waren wird auch für heute gelten - die Masse der Tschechen möchte friedlich mit ihren Nachbarn zusammenleben und gemeinsame Wohlfahrt erwirtschaften. Aus diesem Grund wird auch demnächst die Politik der Symbole wieder einsetzen - wir erinnern uns, wie George W. Bush II Lidice und Theresienstadt besucht hat, nachdem sich die deutsche Regierung der Kriegsteilnahme gegen den Irak entschlagen hatte, so werden wir nicht mehr lange darauf warten müssen, bis vergleichbare Signale uns dienstfertig über den sozialistischen Rotfunk ins Land gesendet werden. Selbstredend hat kein angelsächsischer Politiker jemals die Moldau Brücke besucht, an der an die zweihundert Deutsche zum Todesprung gezwungen worden waren. Und daß die Karlsuniverität in Prag - die älteste europäische Universität und erste nördlich der Alpen ihren Betrieb 1945 damit beendete, daß ihre deutschen Professoren mit Benzin übergossen an den Laternen des Wenzelsplatzes als lebende Fackeln endeten, ist weder für Hollywood und seine sonst recht empathiegeladenen Historienfilme ein Thema noch ein Ort, den man amerikanischen Präsidenten zeigt, wenn sie Tschechien besuchen. Das geht also offenbar alles und wir hören es uns geduldig an und wir sehen geduldig zu. Noch ist es so.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 17:09

    Landraub rächt sich genauso wie andere Verbrechen. Irgendwann werden die Täter eingeholt von ihren Untaten, es ist nur eine Frage der Zeit!
    Herr Zeman wird das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, er kann die Benes-Dekrete noch so sehr verteidigen, Unrecht bleibt Unrecht, das weiß er selbst auch, ob er sich allerdings in den Spiegel sehen kann, ich hege meine Zweifel!

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 17:35

    Als mit Restfamilie 1946 aus der mährischen Heimat Vertriebener, bedauere ich den Ausgang der Wahl außerordentlich! Jahrhundertelang war Böhmen-Mähren in der Monarchie durch die Kraft, den Arbeitswillen und den Mut der sudetetendeutschen Bevölkerung ein Diamant in der habsburgischen Krone!
    1945 war alles vorbei.
    Millionen schuldloser Menschen verloren Heimat, Vermögen, und viele auch ihr ihr Leben.
    Dass heute ein Mann gewählt wurde, der die Benes-Dekrete für fair und richtig findet, kränkt mein altes Herz!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 13:13

    OT, oder doch nicht ganz?

    Was für ein unbeschreibliches Glück für die Menschen rund um den Erdball, daß uns heute vor 257 Jahren Schlag acht Uhr am Abend Frau Anna Mozart ihren und Leopold Mozarts Sohn---Wolfgang Amadeus Mozart, das größte Genie aller Zeiten---geboren hat! Seine Musik wird noch viele Generationen von Musikfreunden in aller Herren Länder beglücken, denn Mozart und seine Musik sind UNSTERBLICH!

    Was für ein unbeschreibliches Glück aber auch, daß es gegen Ende April 1755 weder die Pille gegeben hat, noch die Parole "Mein Bauch gehört mir" Mozarts Mutter bekannt war! Ein Kind hatten sie ja schon, die Mozarts! Wolfgang, dieses Wunder, war die siebente Schwangerschaft seiner Mutter; hätte er heute überhaupt eine Chance, gezeugt oder gar ausgetragen und geboren zu werden? Wie gut, daß er vor 257 Jahren geboren werden konnte; was für ein wunderbares Geschenk doch das Ergebnis der Liebe zwischen einem Augsburger und einer St.Gilgenerin für die ganze Menschheit doch ist!

  5. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 23:55

    Dieser Wahlausgang ist keine Überraschung. Zeman hat ganz bewußt im Vorfeld die "Benes-Karte" ausgespielt und Schwarzenberg in die Falle gelockt, weil er wußte, daß er damit einen ernsthaften Gegner ausschalten kann.

    Karl Schwarzenberg kann jedenfalls erhobenen Hauptes weitermachen, denn auch im Bewußtsein, mit seinen Worten die Wahl nicht gewinnen zu können, hat er Rückgrat bewiesen und ist ohne Wenn und Aber seiner Überzeugung (= die harte Wahrheit für die Tschechen) treu geblieben.

    Bei dieser Ausgangslage sind die 45% ein absoluter Achtungserfolg und spricht auch für eine vernünftige Entwicklung beim Wahlvolk.
    Ob sich Zeman noch weiterentwickelt ist zu bezweifeln, aber die Zeit arbeitet zum Glück gegen ihn!

  6. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 17:57

    Das Tschechische Volk hat hohe Reife bewiesen, indem Schwarzenberg nach dem Beneschsager immerhin 45 % bekommen hat. Ein gutes Zeichen für die Zukunft, meine ich.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 21:14

    Der tschechische Präsident hat ähnliche Verpflichtungen wie unserer, nämlich hauptsächlich repräsentative, darum kann er vermutlich nicht allzu großen Schaden anrichten. Die Prager Burg wäre sicher besser mit einem Schwarzenberg besetzt gewesen, als mit einem ehemaligen Kommunisten und Befürworter der Benesdekrete, aber noch bejaen leider zuviele (ungebildete) Tschechen das sozialistische System mit seinen Demagogen und Geschichtsleugnern. Und da sich manche vor Reparaturzahlungen gefürchtet und deshalb Zeman gewählt haben, beweist eigentlich ein Schuldeingeständnis.

    Im Zusammenhang mit den Benesdekreten (und auch dem Faschismus in Italien) u. dem Nationalsozialismus betreibt die EU ein ungleiches Spiel, denn die einen erhalten die immerwährende Erbschuld auferlegt, die natürlich immer wieder finanziell zu begleichen ist, die anderen werden reingeschwiegen, sodaß nicht einmal eine Entschuldigung fällig ist.

    Mein Vater war Sudetendeutscher, aber wir hegen keinen Haß od. Gram gegen die Tschechen, umgekehrt habe ich da meine Zweifel.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorM.P.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 22:00

    Daß ein widerlicher Rüpel einem fairen und zurückhaltenden Herren vorgezogen wird, läßt wieder einmal Zweifel an den Segnungen demokratischer Entscheidungsfindungen aufkommen. Ob das Volk wirklich immer am besten weiß, was für es gut ist?


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  1. fred van eps (kein Partner)
    29. Januar 2013 17:13

    Friedrich Fürst zu Schwarzenberg im April 1843:

    Österreich ist keine Monarchie im gewöhnlichen Sinne des Wortes; kein abgesondertes, für sich bestehendes, durch einen Souverän regiertes und im patriarchalischen Sinne durch eine Dynastie in der Völkerfamilie repräsentiertes Volks- und Staatswesen, nein, es ist ein Konglomerat ganz verschiedenartiger Völker und Staaten,...die sich wohl unter dem Schutze einer strahlenden Krone vereinigen, unter einem milden Szepter gemeinschaftlich regieren, nicht aber verschmelzen lassen.
    Jeder Versuch dazu würde die Vernichtung der Nationalität, folglich des Lebensprinzips eines jeden dieser Völker in sich begreifen; man würde im Falle des Gelingens politische Leichen aneinanderschmieden, nicht ein grosses, lebendiges Ganzes erzeugen.

    Warum muss ich dabei an die EU denken?

    p.s.: Wer weiss, ob und, wenn ja, wie diese beiden Schwarzenbergs miteinander verwandt sind?

  2. rundertischdgf (kein Partner)
    28. Januar 2013 23:34

    Trotz allem Gerede von gutnachbarschaftlichen Beziehungen ist die Vergangenheitsbewältigung nur einseitig zwischen Tschechen und Deutschen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/01/22/tschechien-edvard-benes-war-ein-kriegsverbrecher/

  3. Francois Villon (kein Partner)
    28. Januar 2013 16:06

    Ich hatte im Spital leider keinen Zugriff auf den nachfolgenden Artikel, den ich kurz erwähnte, aber den Lesern nicht im vollen Umfang vorenthalten möchte.

    Linzer Torte 18. April 1999

    Kunstraub: Die US-Außenministerin Madeleine Albright weigert sich bis heute fremde Kunstgegenstände aus deutschem Besitz herauszugeben.

    Frau Mag. Doris Renner, St. Gilgen berichtet über den Kunstraub des Vaters der US-Außenministerin Madeleine Albright, recte Körbel in der ORF-Sendung ”Linzer Torte” am Sonntag den 18. April 1999.

    Wir erinnern uns noch, daß bei ihrer Bestellung zur Außenministerin, Albright beim Hearing ganz erstaunt war, als hätte sie eben erst von ihrer jüdischen Abstammung erfahren ... , als wäre das für sie selbst die größte Überraschung. Das versteht man zwar nicht, wenn man ja offenbar selbst aktiv werden muß, um seinen Namen von Körbel/Korbel auf den mehr amerikanisch klingenden ”Albright” ändern zu können; wie man da nicht wissen kann woher man stammt, ... welch tragisches Schicksal. Man macht uns glauben, daß hier das alles ”vom Himmel gefallen sein muß”. Was wir, angesichts der vielen anderen kanonisierten Wahrheiten selbstverständlich auch glauben.

    Frau Renner, eine inzwischen 81-jährige Dame, die sich in druckfertigem Deutsch ausdrückt (sie spricht auch Tschechisch, Französisch, Italienisch und Englisch perfekt) hat nach dem Tod ihres Mannes mit 64 Jahren in Salzburg ein Kunststudium begonnen und – mit Auszeichnung – abgeschlossen. Sie stammt aus einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie Nebrich, ihr Großvater hat sich 1875 in Prag angesiedelt, war vorher Vorstand der Klöckner-Humboldt-Deutz Werke gewesen und kaufte nach der Übersiedlung nach Prag eine Fabrik (für Papiermaschinen) und auch kleinere, die Zäune und Siebe herstellten, bzw. eine die Bleche perforierte und sehr gut ging. Ihr Vater starb als sie noch ein kleines Mädchen war im Jahre 1932, die Fabrik sollte nicht sie weiterführen, sondern ein Verwandter, Harmer, der auch ihr Vormund wurde, war dafür bestimmt.

    Jahrzehnte suchte Frau Renner die Familie Körbel, die - nach der Vertreibung der Familie Frau Renners als Deutsche durch die Tschechen - in ihrer Prager Villa wohnte, und diese, nachdem sie bei den Kommunisten auch in Ungnade gefallen waren, beim Auszug komplett plünderten. Nur durch einen Zufall kam Frau Renner drauf, daß sich hinter dem Namen Albright jene Körbel verbargen, die sich hier per Diebstahl bereicherten. Als Albright mit Clinton auf Staatsvisite in Prag war, sagte die Außenministerin, daß sie in jenem Haus, das den Eltern der Frau Renner gehörte, ”eine glückliche Kindheit verbracht hätte”. Das Erstaunen war nicht gering, als eine Freundin der Frau Renner im Fernsehn ihr Haus erkannte und in Madeleine Albright jene lange gesuchte Körbel.

    Nun setzte Frau Renner einiges in Bewegung, denn sie verlangte die Rückgabe ihres Familienbesitzes, insbesonders der Bilder und hier vor allem jene christlichen Inhaltes: ein Triptychon, verschiedene Heiligenbilder, usw. ... Das ist aber mit ähnlichen Schwierigkeiten verbunden, wie mit dem angeblich jüdischen Raubgut, das inzwischen auch oft andere ”bona fide”-Besitzer gefunden hat. Sieben Bilder sollen noch vorhanden sein. Aus dem Verkauf der gestohlenen Kunstschätze hatte die Familie Körbel/Korbel, später Albright, ihren Start und Aufstieg in den USA finanziert.

    Wie rechtfertigt sich die US-Außenministerin: das wären Nazis gewesen. Das ist zwar kein Rechtstitel für Diebstahl, aber es ist obendrein falsch. Frau Renner kann dartun, daß ihr Vater leerstehende jüdische Villen auf Bitten der Besitzer angemietet hatte, um sie dem Zugriff von Nazi-Bonzen zu entziehen und vor möglicher Plünderung zu bewahren. Sie selbst sagte, als Mädchen konnte sie nicht studieren, da dazu der Nachweis beim BdM gewesen zu sein erforderlich war. Sie war nicht, und wollte – als ”verwöhntes Mädchen” das auch nicht. Die zweite Rechtfertigungslinie: Jan Masaryk, damals "tschechische Exilregierung" in London, hätte es den Körbel(1) ”geschenkt”. Wie kann Masaryk etwas verschenken, das ihm für jedermann erkennbar gar nicht gehörte? Dritte Rückzugslinie: es wäre dies ja gar nicht Eigentum der Familie der Frau Renner gewesen, denn der tschechische Staat hätte das – unter Bezug auf die Benesch-Dekrete, einer immer noch existenten Schande für europäisches Rechtsempfinden – enteignet. Aber dann wäre erst recht nicht die Familie Körbel berechtigt, das Haus auszuplündern.

    Wie dem auch sei, es ist offenkundig, daß die Außenministerin des mächtigsten Staates der Welt, der sich unter Bezug auf das Recht allgemein, Menschenrechte im besonderen, gegen die mit Vertreibung einhergehenden Verbrechen – Raub und Plünderung – mit solch moralischem Pathos ins Zeug legt, selbst ins Zwielicht geraten ist.

    Madeleine Albright ist auch jene, die im Jugoslawien-Krieg die treibende Kraft war und ist, denn die Generäle hatten bekanntlich davon abgeraten, sie ist auch jene, die all den Verschärfungen des Krieges ihre Stimme gibt, ein "Falke" mit der Maske der Gerechtigkeit. Das Kriegsverbrechen hat nun ein personifiziertes – und häßliches – Gesicht: jenes einer Außenministerin, die gestohlenes Gut nicht herausrücken will.

    Frau Renner im Interview des ORF: ”Albright solle sich als Außenministerin entfernen, sie sei dafür gänzlich ungeeignet -, sie sei eine alte Schachtel!” Den Einwand des Reporters, sie fände doch bei den Amerikanern große Unterstützung, tut Frau Renner ab: ”Nur von Clinton sei sie unterstützt und vielleicht den Demokraten. Die Republikaner hielten nichts von ihr.”

    All das muß man im Kontext der Sammelklagen – d. h. der Erpressungen durch jüdische Anwälte und Organistionen -, den Rückgaben etwa der Rothschild-Bilder durch Österreichs Museen oder die völlig willkürlichen Beschlagnahmungen der Schiele-Bilder in New York(2), sehen. Zu den Rothschild-Bildern wäre noch anzumerken, daß diese ja – im längst ”demokratischen” Österreich – als Kulturgüter einem Ausfuhrverbot unterlagen, wie auch andere, nicht jüdischen Besitzern gehörende Schätze, was ihren Verkehrswert auf oft nur 10 – 15% drückt, als wenn sie in London ”frei” versteigert werden könnten. Dies war wohl auch der Grund, daß die Besitzer der Bilder mit der Republik einen Vertrag schlossen, derart, daß einige ausgeführt werden durften, wenn die andern als Sammlung den Museen übereignet würden. Keine Rede von unter erpresserischem Druck erfolgter ”Arisierung”, denn diese Ausfuhrverbots-Gesetze gelten auch heute noch und für jedermann. Ihr Ziel ist der Zusammenhalt und Verbleib von Kulturgütern im Lande als gemeinsamer Besitz einer Kulturnation.

    Im Unterschied auch zur Frau Renner, wo der ideelle Wert der Bilder vor allem die Rückfor-derung gegenüber der US-Außenministerin Madeleine Albright motiviert, wurden die Bilder der Rothschild-Sammlung aus österreichischen Museen in London unmittlebar zu Geld gemacht, die Sammlung zerschlagen. Es hat sich also gelohnt für in jüdischem Eigentum stehende Kulturgüter eine Ausnahmeregelung - entgegen dem Denkmalschutzgesetz - zu machen. Die gesetzwidrige Kumpanei des Staates brachte somit den zehnfachen Gewinn bei Sotheby´s. Und die Einsicht, daß die "Gleichheit vor dem Gesetz" eine Frage der ethnischen Zugehörigkeit ist.

    [1] Er soll damals bei Masaryk in London Schreiber, oder etwas ähnliches gewesen sein. Später wurde er unter den Kommunisten der Tschechoslowakei selbst Botschafter. Also er machte Karriere im kommunistischen System, die Schwester Madeleine im US-kapitalistischen!
    [2] Diese wurden auch dann noch nicht zurückgegeben, als erwiesen war, daß der behauptete Eigentumsanspruch einer angeblichen jüdischen Erbin völlig erfunden, aus der Luft gegriffen war.

    • Undine
      28. Januar 2013 17:41

      @Francois Villon

      *******+!
      Und die Moral von der Geschicht': Es kommt also immer darauf an, welcher Provenienz ein "Kunsträuber" ist, und es gibt "gute Räuber" und "böse Räuber". Deutsche und österr. "Kunsträuber" gehören jedenfalls immer der bösen Menschengattung an.

    • byrig
      28. Januar 2013 23:56

      danke für diesen exzellenten,mutigen beitrag!(ja,heutzutage muss man wieder "mutig" sagen)

  4. Gismor (kein Partner)
    28. Januar 2013 14:21

    COMPACT Magazin im Februar 2013

    Frank Höfer im Gespräch mit Chefredaktuer Jürgen Elsässer

    Themen: NATO - Die Patriot Lügen // BERLIN 21 - Fluchhafen BER // Österreich - Raus aus dem EEuro? // Aus für Opel - die Vampire von General Motors

    DOSSIER: OBAMA GEGEN ISRAEL Bluff oder Wende in der US - Außenpolitik?
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=eDYvVIc2WwI

  5. Rado (kein Partner)
    28. Januar 2013 07:26

    Viele Grüße vom Friedensprojekt!

  6. M.P. (kein Partner)
    27. Januar 2013 22:00

    Daß ein widerlicher Rüpel einem fairen und zurückhaltenden Herren vorgezogen wird, läßt wieder einmal Zweifel an den Segnungen demokratischer Entscheidungsfindungen aufkommen. Ob das Volk wirklich immer am besten weiß, was für es gut ist?

    • Konrad Loräntz
      28. Januar 2013 16:12

      Volk ? Was für ein veralteter und törichter Begriff, der nur mehr im Kontext der Verurteilung der mit diesem Unwort verbundenen deutschen Verbrechen verwendet werden darf. Somit stellt sich die Nicht-Frage, wie etwas Nicht-Seiendes wissen könnte, was gut für ES sei.
      Anders gesagt: Der Souverän - fehlinformiert, desinteressiert und des Denkens unkundig - wählt aus allzu oft falschen Motiven irgendeine der zum Angebot stehenden Figuren. Meist weiss er nicht einmal, ob es sich dabei um eigenständige Persönlichkeiten oder um blosse Marionetten handelt.
      Immerhin meinte Benjamin Disreali schon vor über 100 Jahren: "Die Welt wird von ganz anderen Persönlichkeiten regiert, als diejenigen glauben, die nicht hinter die Kulissen blicken."

  7. Der Realist (kein Partner)
    27. Januar 2013 19:26

    Die Österreicher, besonders deren Medien, machen sich allzu oft Gedanken und Sorgen wer im Ausland ein Regierungsamt bekleidet. Umgekehrt glauben fälschlich hierzulande viele, dass die ganze Welt auf Österreich schaut, wer hier regiert. Erinnern wir uns nur an den Beginn des "Arabischen Frühlings", wie haben da bei uns viele gejubelt und waren der Meinung, dass nun dort Demokratien in Reinkultur entstehen. Im Jahr 2000 wurde von Österreichern in ganz Europa verkündet, bei uns ist eine nicht legitimierte Regierung im Amt und Zeiten der finsteren Diktatur werden anbrechen.
    Ob jetzt in Prag Zeman oder Schwarzenberg Präsident spielen darf hat für die Realpolitik wenig Auswirkungen. Ob dei uns nach der nächsten Wahl wieder das Faymandl oder Spindelegger, Strache oder ein Strohsack Bundeskanzler sein wird, ist ziemlich egal. Fest steht nur, es stehen uns auf alle Fälle schwierige Zeiten bevor.

  8. Francois Villon (kein Partner)
    27. Januar 2013 18:46

    Als die Tschechei 2004 der europäischen Gemeinschaft beitreten sollte, gab es einige offene Punkte, die nicht nur wir gerne zuvor geklärt haben wollten.

    Nichts desto weniger hat sich die Bundesrepublik Deutschland dafür besonders stark gemacht. Auch Österreich befürwortet den EU-Beitritt des Landes, hätte allerdings gerne einige Punkte vorher geklärt gesehen. Dazu gehört der umstrittene grenznahe Atomreaktor Temelin, der Österreich und Bayern gefährdet, dazu gehören auch die Benesch-Dekrete von 1945.

    Diese Dekrete des tschechoslowakischen Präsidenten Eduard Benesch hatten als "Rechtsgrundlage" für Vertreibung, Zwangsarbeit und Entrechtung der Sudetendeutschen nach dem Krieg gedient und sind bis heute gültiges Recht der Tschechischen Republik.

    Für die grundsätzlich positive Haltung, die beide Staaten gegenüber Prag einnehmen, bedankte sich der tschechische Premierminister Milos Zeman mit den Äußerungen, die vergangene Woche als Interview im Polit-Magazin "profil" (Wien) zu lesen waren: Über das Temelin-Volksbegehren, Jörg Haider und die FPÖ und ¬ am schwersten wiegend ¬ über die Benesch-Dekrete und die Vertreibung der Sudetendeutschen. Diese Äußerungen verschlagen die Sprache.

    Zeman erklärte auch zu der in Österreich erhobenen Forderung, die Benesch-Dekrete vor dem EU-Beitritt aufzuheben: Die Sudetendeutschen seien die fünfte Kolonne Hitlers gewesen, "um die Tschechoslowakei als einzige Insel der Demokratie in Mitteleuropa zu zerstören. Kann man jetzt wirklich Versöhnung für Verräter fordern?" Nach damaligem Recht hätten viele Sudetendeutsche "Landesverrat begangen, ein Verbrechen, das durch die Todesstrafe geahndet wurde. Wenn sie also vertrieben oder transferiert worden sind, war das milder als die Todesstrafe."

    Die systematische Vernichtung und Vertreibung der Sudetendeutschen aus den angestammten Siedlungsgebieten in der Nachkriegszeit erfüllt den Tatbestand des Völkermords. Völkermord, ob im Frieden oder im Krieg begangen, ist ein Verbrechen nach internationalem Recht. Wer Interesse hat, kann sich noch heute von Betroffenen berichten lassen, welch schwere körperliche und seelische Schäden auch bei den Überlebenden entstanden sind. Zwangsarbeit, sadistische Brutalitäten, begleitende Schikanen wie der Zwang zum Tragen von Kennzeichen für Deutsche, Bedrohungen, Mißhandlungen und Willkürmaßnahmen sowie die völlige Recht- und Schutzlosigkeit haben lebenslang Spuren hinterlassen.

    Im Gegensatz zu Schröder und Joschka Fischer, die an die Benesch-Dekrete nicht rühren wollen, hat Wiens Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (ÖVP) erklärt, vor einem EU-Beitritt Prags müsse sich bei den Benesch-Dekreten "einiges bewegen". Vizekanzlerin Riess-Passer (FPÖ) bezeichnete die Dekrete als "nicht menschenrechtskonform". Prag hat es bisher abgelehnt, die Dekrete aufzuheben.

    Angeblich sind die Dekrete „totes Recht“, was aber nicht stimmt, denn die ehemalige US-Außenministerin Albright (früher Körbel) ließ über die US-Botschaft das „Ansinnen“ einer in Salzburg damals noch lebenden Erbin einer deutschen, beraubten Familie auf Herausgabe der von der Familie Körbel/Albright gestohlenen(!) Wertgegenstände (nur persönlicher Natur) ausrichten, daß aufgrund der Benesch-Dekrete diese Dame „rechtmäßig enteignet worden sei“ und ihr daher nichts zustehe.

    Daß der Vater der Frau Albright, Herr Körbel, nachdem er bei der eigenen tschechischen Regierung in Ungnade gefallen war, dieser die von der Regierung konfiszierten Wertgegenstände gestohlen hat, steht nochmals auf einem anderen Blatt.

    Zur Kenntnis kam dieser Fall, als im ORF, Ö1, in der Sendung Gugelhupf vor Jahren die rechtmäßige Erbin eines deutschen Unternehmers, der nach Prag übersiedelt war, darüber in einem ca. einstündigen Interview berichtete.

    Auf gute Nachbarschaft!

    • Onkel Hans (kein Partner)
      27. Januar 2013 19:23

      LOL - Landesverrat ist gut!

      Wer hat denn 1914 - 1918 den k.k. Gesamtstaat verraten.

      Gut, dass uns Herr Zeman daran erinnert, was man seiner Meinung nach mit Landesverrätern machen sollte.

    • Undine
      27. Januar 2013 20:11

      @Francois Villon

      ************!

    • byrig
      29. Januar 2013 00:16

      herr villon,das war ein grossartiger,von sachkenntnis geprägter beitrag.
      werden sie mitglied hier.punkt.

  9. november (kein Partner)
    27. Januar 2013 18:30

    Vaclav Klaus als Stimme der europäischen Vernunft zu bezeichnen, ist schon etwas verwegen. Man denke nur an das Theater, das er ständig aufführt, wenn es um EU-Verträge oder auch den Klimaschutz geht. Das ändert nichts daran, das der altlinke Miloš Zeman eine eher unerfreuliche Erscheinung ist. Schlimm, dass im heutigen Europa Exkommunisten und Nationalisten in manchen Kreisen immer noch gut ankommen. Ich hätte meine Stimme auch Schwarzenberg gegeben.

  10. Eso-Policier (kein Partner)
    27. Januar 2013 17:48

    Es sollte eine Rückgabe des Sudetenlandes und der Ostgebiete an Deutschland geben. Und die Polen sollten die ehemals polnischen Gebiete in der heutigen Ukraine und in Weißrussland zurückerhalten. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  11. Baldur Ainarin
    27. Januar 2013 17:21

    Wer sich unter die Kleie mischt,den fressen die Schweine ! Jahrzehntelang ist Karel Schwarzenberg,auch wider besseres Wissen nicht müde geworden , sich nationalistisch-chauvinistisch tschechischen Politikern anzubiedern. Als "ts
    chechischer Patriot" eines slawisierten Zweiges eines in Böhmen und Mähren beheimateten deutschen Uradelsgeschlechtes hat er erst sehr spät passende Worte zu den Benesverbrechen gefunden.Dier Umstand jedoch,dass aktuell dieses
    Thema wiedereinmal jegliche Stellungnahme unserer roten und schwarzen Regierungspolitiker vermissen lässt,ist ein besonderer Skandal,welcher einmal mehr rückgratlose Charakterlosigkeit unserer Oberen offenbart.

  12. Gandalf
    27. Januar 2013 17:17

    Und wie wäre es, wenn sich österreichische Politiker, Spitzenmanager und Künstler darin einig wären, diesen Herrn Zeman weder zu besuchen noch einzuladen, ja ihm nicht einmal die Hand zu geben. Nicht in Form eines Sanktionsbeschlusses, so was darf man ja nur gegen, nicht für Österreich fassen, und es würde auch gegen EU - Recht verstossen; sondern einfach so - ? Schön wär's, und verdienen würde er es durchaus, der würdelose Herr Altkommunist, aber spiel'n tun sie es halt leider nicht.

    • Undine
      27. Januar 2013 18:10

      @Gandalf

      *******!
      Träumen wird man ja noch dürfen; deshalb würde ich Ihren Vorschlag noch etwas erweitern und zwar um deutsche Politiker, Spitzenmanager und Künstler! Wie gesagt, träumen wird man ja noch dürfen.

    • M.S.
      28. Januar 2013 15:55

      Ja wir sind wieder so weit. Kommunisten werden neusten öfter gewählt (siehe Graz).

    • byrig
      29. Januar 2013 00:24

      ein hervorragender vorschlag!
      aber leider wird unsere politik von den gesinnungsgenossen dieses üblen tschechen dominiert.

  13. Dr. Otto Ludwig Ortner
    27. Januar 2013 15:19

    Es ist mir bekannt, daß Karl Schwarzenberg den Respekt vieler verlor, weil er sich für eine Tschechische Republik mit Benesch-Dekreten einsetzte - diesen Respekt hat er wiedergewonnen, indem er in klaren Worten diese menschenrechtwidrigen Dekrete verurteilte- er wußte sicher, daß er damit seine Wahlchancen vergab. Doch er wollte nicht Präsident eines offen kriminellen Staates werden -und ging den Weg der Ehre. Den hat er jedoch seinem Mitbewerber und Bezwinger vorgegeben, indem er den Ausgleich mit den Deutschböhmen auf dem Niveau der Stichwahl zum Staatspräsidenten zum Thema machte. Aus rechtlicher Sicht ist festzuhalten:
    1) Mord verjährt nie;
    2) Der Lauf derVerjährungsfrist beginnt bei Vermögensdelikten erst nach Schadensgutmachung;
    3) Rache ist kein Strafmilderungsgrund, sondern ein Strafverschärfungsgrund;
    4) Ein Volk, daß eine Regierung unterstützt, die Mord und Raub in den Landesgesetzen gestattet oder gutheißt, steht außerhalb der zivilisierten Menschheit;
    5) Unsere Religion ist hinsichtlich solcher Vergehen die Nachsichtigste: Es genügt
    ein reumütiges Schuldbekenntis und die Bitte um Vergebung. Die unverzichtbare
    Schadenersatzleistung ist nachrangig und so zu bemessen, daß sie niemandem wehtut.
    Möge Präsident Zeman seinem unterlegenen Mitbewerber Karel Schwarzenberg auf den Weg der Ehre folgen, für alle Vertriebenen, die sich zur "Böhmischen" Republik in den historischen Grenzen der Länder der böhmischen Krone bekennen - er wird sein Land zum Vorbild der Welt machen. Denn die vorher beschriebenen Bedingungen der christlichen Religion werden ja auch von vielen anderen Staaten nicht erfüllt. Doch nur deren Erfüllung führt zum Frieden - den Gegensatz zur Rechtlosigkeit. Für ein detailliertes Program verweise ich auf mein als heimatvertriebener böhmischer Patriot verfaßtes Werk "Böhmisches Manifest", Weimarer Schiller-Presse, Frankfurt a.M., 2011

  14. Undine
    27. Januar 2013 13:13

    OT, oder doch nicht ganz?

    Was für ein unbeschreibliches Glück für die Menschen rund um den Erdball, daß uns heute vor 257 Jahren Schlag acht Uhr am Abend Frau Anna Mozart ihren und Leopold Mozarts Sohn---Wolfgang Amadeus Mozart, das größte Genie aller Zeiten---geboren hat! Seine Musik wird noch viele Generationen von Musikfreunden in aller Herren Länder beglücken, denn Mozart und seine Musik sind UNSTERBLICH!

    Was für ein unbeschreibliches Glück aber auch, daß es gegen Ende April 1755 weder die Pille gegeben hat, noch die Parole "Mein Bauch gehört mir" Mozarts Mutter bekannt war! Ein Kind hatten sie ja schon, die Mozarts! Wolfgang, dieses Wunder, war die siebente Schwangerschaft seiner Mutter; hätte er heute überhaupt eine Chance, gezeugt oder gar ausgetragen und geboren zu werden? Wie gut, daß er vor 257 Jahren geboren werden konnte; was für ein wunderbares Geschenk doch das Ergebnis der Liebe zwischen einem Augsburger und einer St.Gilgenerin für die ganze Menschheit doch ist!

    • Riese35
      27. Januar 2013 17:13

      ********************!

    • Guter Bösemensch (kein Partner)
      27. Januar 2013 18:10

      Wie praktisch alle deine Postings purer Müll. Was hat der arme Mozart mit ihrer Propaganda zu tun?
      Auch heute werden noch Kinder gezeugt, bisweilen sind auch recht begabte dabei, wäre Mozart nie gezeugt worden, so hättest du auch nie die Freunden seiner Musik erfahren und würdest sie logischerweise auch nicht vermissen.

    • fenstergucker
      27. Januar 2013 19:46

      @Böser Gutmensch

      Wer bei Mozart nur an die gleichnamigen Kugeln denkt, kann natürlich nicht ermessen, was das Fehlen seiner genialen Musik bedeutet hätte und wie tiefgreifend der Vergleich gemeint ist.

      Selig sind die Armen im Geiste,.............!

    • diko
      27. Januar 2013 20:06

      Undine,
      ***********!
      bzgl. (kein Partner) verweise ich auf K.V. 455 !!!!

    • M.S.
      27. Januar 2013 20:06

      @fenstergucker

      **************+

    • Carlo (kein Partner)
      27. Januar 2013 20:15

      Ich muss mich dem Bösmenschen anschließen. Was soll der Unsinn? Sie vereinnahmen den armen Mozart für Ihre Mütterpropaganda. Glauben Sie denn etwa, es wäre gut, wenn Frauen heute 7 oder mehr Kinder in die Welt setzen würden? Das wäre der reinste Horror. Heute kann man nicht mehr so einfach in eine Kolonie oder nach Amerika auswandern, wenn man keinen Platz in der Gesellschaft findet, weil einfach viel zu viele sind. Schaun Sie mal in islamische Länder oder nach Afrika. Alles Länder, die oft mit einem heftigen youthbulge zu kämpfen haben: http://m.faz.net/aktuell/
      feuilleton/aegypten-und-die-
      demographie-das-grosse-toeten-der-
      jungen-1590229.html

    • fenstergucker
      27. Januar 2013 20:46

      @Carlo

      Nicht alles, was ein Vergleich ist, hinkt.

      Hier in Europa bzw. in Österreich kämpfen wir mit dem gegenteiligen demographischen Problem, daher ist das Beispiel Mozart nicht ganz von der Hand zu weisen. Derzeit schafft sich Europa ab, so what?

  15. RR Prof. Reinhard Horner
    27. Januar 2013 12:52

    reinhard.horner@chello.at

    Erfolgreiche Allianz der Niedertracht

    Den Herren Klaus und Zeman haben es in Einigkeit geschafft: nicht bloß eine stark untergriffig gewonnene Wahl, sondern die Verfestigung der Erklärung eines Verbrechens zur unanfechtbaren Staatsgrundlage und die innige Verbindung eines hochgelobten Liberalen mit einem Sozialisten.

    Jetzt ist völlig klar, was (als Verfechter einer primitiven Renationalisierung) ein solcher "Liberaler" wert und was von seinen Lobhudlern zu halten ist.

    Nicht nur die Taten gemäß den Benes-Dekreten, sondern auch Menschenversuche u. dgl. bedürfen der "Aufarbeitung".

  16. Politicus1
    27. Januar 2013 09:42

    Hat er es wirklich wollen?
    Ich meine, dass der Fürst das Präsidentenamt letztendlich gar nicht wollte.
    Wohl zu seiner eigenen Überraschung kam er in die Stichwahl. Damit war er schon ein "Sieger" und der Mann in den Medien.
    Ich glaube, dass ihm das bereits genug der angetanen Ehre war.
    Wozu sich mit 75 noch ein heikles CZ-Präsidentenamt, noch dazu in einer immer schwieriger werdenden EU antun?
    Daher schließe ich nicht aus, dass das plötzliche Thematisieren der Sudetenfrage eine ganz beabsichtigte Notbremse war. Es musste ihm und seinen Gefolgsleuten klar sein, dass er damit polarisiert und eine potenzielle Wählervertreibung auslöst.
    Vieleicht wollte er genau das!
    Ist doch nicht schlecht, als 75-Jähriger nur als Gast- und Landwirt zu leben.
    Ich wünsche ihm ein langes Leben in Glück und Zufriedenheit.

  17. wadlbeisser
    27. Januar 2013 03:21

    Die Tschechen haben also einen Nationa-Sozialisten gewählt - es war nur eine Frage der Zeit, bis es (wieder) so weit kommt. Es ist auch nicht wirklich verwunderlich, arbeitet doch die Linke seit Jahrzehnten (bewusst und unbewusst) daran.

    Es ist auch nur mehr eine Frage der Zeit, bis sich die Bevölkerung nicht mehr von den Gutmenschen bevormunden lässt und sich zur Vertreibung der Islamisten zusammenrotten wird (nicht und Deutschland oder Österreich, in anderen Ländern aber ganz sicher)...

  18. HDW
    27. Januar 2013 00:55

    Weiss es AU nicht oder verschweigt er es wissentlich um seine Idylle nicht zu stören: V. Klaus hat gesagt er werde emmigrieren, sollte K.Schwarzenberg Präsident werden!
    Das ist ein nationaler Sozialist wie Benesch mit seiner Partei damals in der Emmigration gegen Wenzel Jaksch hetzte und Stalin hinten hinein kroch nur um seinen alten Plan von 1918 der totalen Vertreibung zu verwirklichen, und das postulierte auch sein Lehrmeister T.G.Masaryk, obwohl Sohn einer Deutschen also mit Muttersprache Deutsch mit seinem Wort von der "Entgermanisierung" in den zwanziger Jahren. Und das war auch gegen die anderen, wenn auch kleineren Minderheiten immer eine Konstante der tschechischen Republik: Slowaken, Karpatoukrainer, Ungarn. Schön langsam sind die Tschechen allein mit sich, denn der Bruch der durch diese Wahl manifest wird, ist vielmehr als nur ein Wahlsieg. In K.Schwarzenberg hätten sich die europäisch-kosmopolitisch fühlenden Tschechen bestätigt gefühlt, in diesem Alkoholiker Zeman, die Nachfolger K.Gottwalds die plündernd und johlend von der KPC zum Lohn in die verlassenen Häuser der Deutschen eingewiesen wurden. Der ustand in dem Krumau an der Moldau, mit dem Schloss der Schwarzenbergs ehedem Rosenbergs, dahinvegetierte war bis wenige Jahre vor dem Zusammenfallen des sozialistischen Systems dafür ein trauriges Beispiel. Und Klaus spielt die nützliche Idioten Rolle Jan Masaryks, aber vielleicht schmeissen ihn die Zeman-Leute ja auch einmal aus irgendeinem Fenster!

  19. S.B.
    26. Januar 2013 23:55

    Dieser Wahlausgang ist keine Überraschung. Zeman hat ganz bewußt im Vorfeld die "Benes-Karte" ausgespielt und Schwarzenberg in die Falle gelockt, weil er wußte, daß er damit einen ernsthaften Gegner ausschalten kann.

    Karl Schwarzenberg kann jedenfalls erhobenen Hauptes weitermachen, denn auch im Bewußtsein, mit seinen Worten die Wahl nicht gewinnen zu können, hat er Rückgrat bewiesen und ist ohne Wenn und Aber seiner Überzeugung (= die harte Wahrheit für die Tschechen) treu geblieben.

    Bei dieser Ausgangslage sind die 45% ein absoluter Achtungserfolg und spricht auch für eine vernünftige Entwicklung beim Wahlvolk.
    Ob sich Zeman noch weiterentwickelt ist zu bezweifeln, aber die Zeit arbeitet zum Glück gegen ihn!

  20. Maria Kiel
    26. Januar 2013 23:41

    Zuvörderst ist Zeman ein Proll. Und dies nicht nur in seiner Ausdrucksweise, sondern auch in seiner Ausrichtung, seinen Instinkten, die so ziemlich zum Niedrigsten gehören. Wäre er im konservativen Lager beheimatet, würde Europa bereits (zumindest!) Beobachter entsenden und ihn als Volksverhetzer und Populisten verunglimpfen (was auch immer diese Ahnungslosen sich unter dem Begriff Populismus so vorstellen mögen).
    Aber Zeman kommt aus dem linken Lager - also: freuet Euch!

  21. Helmut Oswald
    26. Januar 2013 21:42

    Nur für den Fall, das es dem großen Vergessen anheimfällt: Tschechien war in den späten dreißiger Jahren gemeinsam mit den Volksfrontregierungen der spanischen und französischen Republik in einem Bündnis mit der von Stalin regierten Sowjetunion. Das hinderte Großbritannien nicht, diese Mächtekonstellation materiell während des spanischen Bürgerkrieges zu stützen - immerhin lieferte Tschechien der spanischen Sowjet-Republik Waffen, Kampfflugzeuge und Freiwillige.

    Da es sich seitens verschiedenster bürgerlicher Kreise allgemeiner Übung erfreut, Landraub und Genocid, soferne er nur auftrags oder unter Duldung der angelsächsischen Mächte stattfindet, offenbar für ein Zeichen werthaltiger Politik zu nehmen, darf auf die Parallelität der Ereignisse verwiesen werden: es scheint, daß der Wahlsieg eines altbolschewistischen Nationaltschechen, der sich offen zum Genocid an der deutschen Volksgruppe bekennt und diesen propagiert, nur ein weiteres Signal an die politischen Führungen unserer Länder ist, daß bei weiterer Nichtduldung des erpresserischen und tributären monetären Ausbeutungssystems das zur Zeit über uns errichtet werden soll, erforderlichenfalls auch auf die politische Mechanik der dreißiger und vierziger Jahre zurückgegriffen werden kann. Um jeglichen nationalistischen Betrachtungen den Boden zu entziehen - die tschechische Bevölkerung, jahrhundertlang gewohnt mit den deutschen Böhmens und Mährens friedlich zusammenzuleben, hat mit Verhalten ihrer politischen Klasse heute bestimmt genausoviel oder wenig am Hut, wie seinerzeit. Was bereits Churchill voll Zorn erfüllte und ihn dazu veranlasste, das Attentat auf Heydrich zu befehlen, weil ihm die Tschechen zu friedfertig gegenüber den neuen Herren am Hradschin waren wird auch für heute gelten - die Masse der Tschechen möchte friedlich mit ihren Nachbarn zusammenleben und gemeinsame Wohlfahrt erwirtschaften. Aus diesem Grund wird auch demnächst die Politik der Symbole wieder einsetzen - wir erinnern uns, wie George W. Bush II Lidice und Theresienstadt besucht hat, nachdem sich die deutsche Regierung der Kriegsteilnahme gegen den Irak entschlagen hatte, so werden wir nicht mehr lange darauf warten müssen, bis vergleichbare Signale uns dienstfertig über den sozialistischen Rotfunk ins Land gesendet werden. Selbstredend hat kein angelsächsischer Politiker jemals die Moldau Brücke besucht, an der an die zweihundert Deutsche zum Todesprung gezwungen worden waren. Und daß die Karlsuniverität in Prag - die älteste europäische Universität und erste nördlich der Alpen ihren Betrieb 1945 damit beendete, daß ihre deutschen Professoren mit Benzin übergossen an den Laternen des Wenzelsplatzes als lebende Fackeln endeten, ist weder für Hollywood und seine sonst recht empathiegeladenen Historienfilme ein Thema noch ein Ort, den man amerikanischen Präsidenten zeigt, wenn sie Tschechien besuchen. Das geht also offenbar alles und wir hören es uns geduldig an und wir sehen geduldig zu. Noch ist es so.

    • Undine
      26. Januar 2013 22:15

      @Helmut Oswald

      *****************!
      Es ist sehr gut und sehr richtig, daß Sie der Erinnerung nachhelfen!

    • Riese35
      26. Januar 2013 22:36

      ************!

      Und die heutige österreichische Regierung - egal ob rot oder schwarz - ist vorbehaltslos mit von der Partie. Die Umschreibung der Geschichte im sozialistischen Sinne ist abgeschlossen und wird anerkannt.

      Denn alles andere wäre rassistisch, xenophob, antidemokratisch, faschistisch oder hetzerisch und daher strengstens verboten.

    • byrig
      26. Januar 2013 22:47

      die eu-nicht nur ihre sozilistischen repräsentanten-haben österreich 2000 mit sanktionen überzogen-ohne wirklichen anlass.
      die verbrecherischen benes-dekrete durften aber weiter bestehen.und bis heute wird auch von eu-seite keine aufarbeitung der durch die tschechei begangenen verbrechen gefordert.
      und kreaturen wie zemann dürfen präsident in der tschechei sein-ohne protest.

    • Brigitte Imb
      26. Januar 2013 22:52

      Heute nehmen wir geduldig die etwas andere Art des Landraubes durch Muslime hin und tolerieren den linken Mainstream.
      Soeben auf "Facebook" gefunden: Thilo Sarrazin mit Kotbeuteln (!) auf einer Bühne in Hannover beworfen.
      Geht's eigentlich noch tiefer und v.a., beugen wir uns dieser Meinungsdiktatur? Diese ungeheuerlichen Vorgehen erinnern an unheilvolle Zeiten.

      http://diefreiheit.org/home/2013/01/islamaufklarung-hat-folgen/

    • Helmut Oswald
      26. Januar 2013 23:15

      Brigitte Imb, du weisst doch selbst, wie es ist. Die etwas zu leisten haben, kommen kaum noch zum Luftholen - woher soll denn die Gegenwehr kommen, wenn diejenigen die zu ihr berufen sind, keine Zeit und keine Kraft mehr dafür haben.

      Es muß - und darauf können wir uns leider getrost verlassen - es wird noch dicker kommen. Denn diese fischäugigen Dumpfbacken ziehen die Schraube mehr und mehr an. Wenn sie reisst, rufen Sie nach fremden Truppen. Und die warten nur darauf. Mein Vater lehrte mich, wenn wir unter Ratten sind, so müssen wir wie Schlangen sein.

    • diko
      27. Januar 2013 07:38

      @Helmut Oswald

      *****************!
      Es ist sehr gut und sehr richtig, daß Sie gegen das Vergessen - von tatsächlich stattgefundenen - sind!

    • Undine
      27. Januar 2013 09:22

      @byrig

      *******+!

      "die verbrecherischen benes-dekrete durften aber weiter bestehen.und bis heute wird auch von eu-seite keine aufarbeitung der durch die tschechei begangenen verbrechen gefordert."

      Und unsere nach Brüssel entsandten feigen Dumpfbacken machen nicht den leisesten Mucks, wenn so offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird!

    • phaidros
      27. Januar 2013 20:28

      Wenn [die Schraube] reisst, rufen Sie nach fremden Truppen.

      In dem Fall kann man nur hoffen, dass wir die Hände in die Höh' strecken und nicht versuchen, mit unseren grüne angezogenen Wurschteln (sie können absolut nix dafür, wohlgemerkt!) Gegenwehr zu leisten.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      27. Januar 2013 21:32

      Na bumm. Der gruene Wurschtel regt sich schon wieder ueber die gruen angezogenen Wurschteln auf. Sogar wenn's gar nicht zum Thema passt!

    • phaidros
      27. Januar 2013 22:08

      Leo, willst Du wissen, was so vielen von »Euch« dieses Gefühl der Unterlegenheit gibt, und warum Ihr Euch so maßlos ärgert, weil das auch noch für jedermann offensichtlich ist: weil ich ohne eine einzige Beschimpfung oder Verächtlchmachung auskomme.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      27. Januar 2013 22:25

      Wiss ma eh. Immer schoen verpackt. Eh wurscht! Mir faellt nur ein: es tuat so weh wenn ma verliert!

    • phaidros
      28. Januar 2013 06:05

      Ach, ums Gewinnen geht's Dir?!

      Da kann ich leicht helfen, ich konzediere: »Ihr« seid die Sieger!

      (Was war nochmal der Wettbewerb?)

    • fred van eps (kein Partner)
      28. Januar 2013 10:53

      @Helmut Oswald
      Hervorragender Beitrag!
      Danke.

  22. Brigitte Imb
    26. Januar 2013 21:14

    Der tschechische Präsident hat ähnliche Verpflichtungen wie unserer, nämlich hauptsächlich repräsentative, darum kann er vermutlich nicht allzu großen Schaden anrichten. Die Prager Burg wäre sicher besser mit einem Schwarzenberg besetzt gewesen, als mit einem ehemaligen Kommunisten und Befürworter der Benesdekrete, aber noch bejaen leider zuviele (ungebildete) Tschechen das sozialistische System mit seinen Demagogen und Geschichtsleugnern. Und da sich manche vor Reparaturzahlungen gefürchtet und deshalb Zeman gewählt haben, beweist eigentlich ein Schuldeingeständnis.

    Im Zusammenhang mit den Benesdekreten (und auch dem Faschismus in Italien) u. dem Nationalsozialismus betreibt die EU ein ungleiches Spiel, denn die einen erhalten die immerwährende Erbschuld auferlegt, die natürlich immer wieder finanziell zu begleichen ist, die anderen werden reingeschwiegen, sodaß nicht einmal eine Entschuldigung fällig ist.

    Mein Vater war Sudetendeutscher, aber wir hegen keinen Haß od. Gram gegen die Tschechen, umgekehrt habe ich da meine Zweifel.

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      28. Januar 2013 15:41

      Brigitte Imb
      26. Januar 2013 21:14

      Vielleicht werden die Angehörigen jener, die von der Brücke in den Tod springen mussten, oder deren Kinder in Brunnen lebendig verbrannt wurden und zuschauen mussten, eine andere Einstellung zu diesem Thema haben.

      Die Juden sind da nicht so zimperlich (weicheiig) gewesen und sind es heute auch noch nicht!

  23. perseus
    26. Januar 2013 20:11

    Den Tschechen gschieht’s recht. Sie haben sich das redlich verdient:

    •3 Generationen echten Kommunismus gekoppelt mit moralischem und wirtschaftlichem Abstieg von 1946 bis 1989
    •Und jetzt haben sie einen 68-jährigen Altkommunisten mit tschechisch-nationalen Wurzeln (Miloš Zeman hat 2002 als Premierminister in einem „Profil“-Interview behauptet, die Vertreibung der Sudetendeutschen sei „milder als die Todesstrafe“ wegen Landesverrats gewesen),

    dafür dass sie die deutschen Altösterreicher, die Jahrhunderte friedlich mit ihnen zusammen gelebt hatten vertrieben und umgebracht haben.
    Es ist gut, dass wichtige Unternehmen wieder deutsch sind (Skoda Pilsen, Siemens, RWE, Kaufland, fast der ganze Handel…). Die deutsche Bevölkerung war auch schon in der Monarchie für Leistung und Erfolg zuständig. Nur so kann aus den faulen Tschechen wieder was werden.

  24. Riese35
    26. Januar 2013 19:30

    Freude und Trauer!

    Trauer: Die Vertreibung in Folge der Benesdekrete reiht sich ein in die großen Verbrechen des 20. Jahrhunderts infolge kollektivistischer (sozialistischer) Ideologien - ob national oder international - mit Kollektivschuld, Gulag, Genickschuß (als Weiterentwicklung der Guillotine), Gaskammer, Volksgenossen, Volkswagen und Volksdemokratien.

    Freude: Immerhin haben 45% und vor allem die Jugend den Aristokraten Schwarzenberg gewählt. Ich Frage mich, ob er einen so hohen Anteil auch in Österreich geschafft hätte. Bei uns herrscht leider immer noch eine Stimmung von Habsburgerkannibalismus und Abneigung gegen alles, was aus der Monarchie kommt, vor.

    • M.S.
      27. Januar 2013 00:09

      @Riese
      Welch edle Gesinnung haben dagegen die Ungarn bewiesen, die Otto von Habsburg das Amt des Staatspräsidenten angeboten haben.

  25. Wolfgang Bauer
    26. Januar 2013 17:57

    Das Tschechische Volk hat hohe Reife bewiesen, indem Schwarzenberg nach dem Beneschsager immerhin 45 % bekommen hat. Ein gutes Zeichen für die Zukunft, meine ich.

  26. Josef Maierhofer
    26. Januar 2013 17:50

    jedenfalls haben die Tschechen mehrheitlich ihn als Kandidaten gewählt, ob es uns gefällt oder nicht.

    Auch ich hege meine Zweifel, ob das alles zum Vorteil Tschechiens sein wird, aber für die Nachbarn ist es offenbar mit Skepsis bis Entsetzen zu sehen.

    Dass die jüngeren Kandidaten durchgefallen sind kann Zufall sein, aber auch, wie von Dr. Unterberger angemerkt, das Zurückgreifen auf Erfahrung, welche auch immer.

    Ich meine jedenfalls, dass die Vertreibung der Sudetendeutschen ein Verbrechen war, das man auch mit solchen Aussagen nicht auslöschen kann, wie auch die Anerkennung der Benes Dekrete durch die EU.

  27. Wertkonservativer
    26. Januar 2013 17:35

    Als mit Restfamilie 1946 aus der mährischen Heimat Vertriebener, bedauere ich den Ausgang der Wahl außerordentlich! Jahrhundertelang war Böhmen-Mähren in der Monarchie durch die Kraft, den Arbeitswillen und den Mut der sudetetendeutschen Bevölkerung ein Diamant in der habsburgischen Krone!
    1945 war alles vorbei.
    Millionen schuldloser Menschen verloren Heimat, Vermögen, und viele auch ihr ihr Leben.
    Dass heute ein Mann gewählt wurde, der die Benes-Dekrete für fair und richtig findet, kränkt mein altes Herz!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Haider
      26. Januar 2013 23:01

      Der Anerkennung der Benes-Dekrete durch die EU stimmte auch Österreichs Regierung (!!!) zu. Heute schäme ich mich noch für die damals Verantwortlichen. Damit bedankte sich Österreich offiziell dafür, daß uns die EU 2000 unter Kuratel stellte. Einen so dünnen Schlauch als Rückgratersatz gibt es in keinem Gartencenter!

    • Undine
      27. Januar 2013 09:26

      @Wertkonservativer *****************!

      @Haider ************!

    • aw70 (kein Partner)
      27. Januar 2013 17:48

      @Haider:

      Vielen Dank für diese Wortmeldung! Man kann das gar nicht oft genug wiederholen.

      Und man sollte finde ich bei der Gelegenheit immer dazu sagen, wer damals federführend war. Ein gewisser Herr schüssel. Und ja, diesen Namen schreibt man meiner Meinung nach klein, angesichts des unglaublichen Schadens, den dieser Mensch in unserem Land angerichtet hat.

  28. terbuan
    26. Januar 2013 17:09

    Landraub rächt sich genauso wie andere Verbrechen. Irgendwann werden die Täter eingeholt von ihren Untaten, es ist nur eine Frage der Zeit!
    Herr Zeman wird das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, er kann die Benes-Dekrete noch so sehr verteidigen, Unrecht bleibt Unrecht, das weiß er selbst auch, ob er sich allerdings in den Spiegel sehen kann, ich hege meine Zweifel!

    • Haider
      26. Januar 2013 22:49

      Ich war 1949 zum Aufpäppeln in der französischen Schweiz. Meine Wahltante war eine Anhängerin Napoleons. Für mich 8jährigen war das völlig unverständlich. Napoleon doch ein Verbrecher, der Europa fast ruinierte und Millionen Menschenleben am Gewissen hatte. Heute, 64 Jahre später, zweifelt hoffentlich niemand mehr in der Schweiz an historischen Tatsachen.
      Dazu gibt es ein treffendes Sprichwort: "Gottes Mühlen mahlen langsam aber sicher." Tschechisches Äquivalent: "Boží mlýny melou pomalu, ale jist?."

    • Undine
      27. Januar 2013 09:45

      @Haider

      Ja, das ist natürlich ein haushoher Unterschied: Napoleon, der in seinem ganzen Leben nicht viel anderes "leistete", als von Frankreich aus den Kontinent mit seinen Söldnertruppen mordend und brandschatzend heimzusuchen und sich untertan zu machen, ist der große, gefeierte Held.

      Wäre Napoleon ein Deutscher gewesen, würde er als einer der größten Kriegsverbrecher in die Geschichte eingehen!
      Aus dem Sarkopharg im Invalidendom würden seine Überreste entfernt werden und an den Stätten seiner Niederlagen (Waterloo und an der Beresina) würde an den Jahrestagen der verlorenen Schlachten von seinen Landsleuten gefeiert werden.

    • Undine
      27. Januar 2013 09:56

      @Haider

      Ach ja, was ich vergessen habe: Ist den Franzosen jemals vorgeworfen worden, auf welche Art und Weise Napoleon seine Söldnertruppen "erworben" hatte? Da hätten Historiker ---etwa Leute vom Schlag eines Oliver Rathkolb oder unseres Darabosch--- ein gewaltiges Aufgabengebiet! Vielleicht bekämen ja Nachkommen dieser "Zwangssoldaten" eine Entschädigung!

    • Observer
      27. Januar 2013 13:54

      Es ist leider eine Tatsache, dass viele brutale Herrscher und Eroberer nach vielen Jahren in der Geschichte ziemlich positiv beurteilt werden.. So findet 60 Jahre nach Stalins Herrschaft in Russland auch schon teilweise ein Umdenken statt. Leider!

    • kaffka (keine Partnerin) (kein Partner)
      28. Januar 2013 17:26

      Haider
      26. Januar 2013 22:49

      Soweit ich es weiss heisst das "Gottes Mühlen mahlen langsam aber fein."





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