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Ausgerechnet jetzt entdecken sie den Generationenkonflikt

Lesezeit: 6:00

Die Linke und ihre pseudobürgerlichen Wasserträger sind phänomenal: Kaum haben sie eine vernichtende Niederlage erlitten, lenken sie mit raffinierten Tricks davon ab und starten eine moralistisch klingende Gegenoffensive. Plötzlich reden sie flächendeckend von einem Generationenkonflikt, attackieren die bösen Alten – ausgerechnet dort, wo das sicher nicht der Fall gewesen ist, nämlich bei der Wehrpflicht-Abstimmung.

Dieser Spin hat natürlich den Zweck, die Linke doch noch irgendwie als die Sieger, als die Guten darzustellen. Anknüpfungspunkt: Eines (ein einziges) von drei Meinungsforschungsinstituten will herausgefunden haben, dass die Jungen als einzige Gruppe (abgesehen von den Wiener Wählern, samt den vielen hier lebenden Studenten) mehrheitlich für die Abschaffung der Wehrpflicht wären. Nun soll hier gar nicht die Methodenfrage aufgeworfen werden, welche der drei Studien seriöser ist, welche die geringere Schwankungsbreite hat. Es sei auch nur am Rande vermerkt, dass es ganz zufällig ein SPÖ-nahes Institut ist, das ja gerade deshalb ganz zufällig vom ORF regelmäßig beschäftigt wird.

Nehmen wir die Studie aber ruhig so hin, wie sie dasteht. Auch ich hätte ja vielleicht einst knapp vor dem Bundesheer und insbesondere nachher gegen die Wehrpflicht gestimmt, hätte mich jemand gefragt. Aus Zorn über primitive Ausbildner mit ihren ausgelebten Minderwertigkeitskomplexen gegenüber Maturanten und Akademikern; aus Zorn über saufende und nichtstuende Unteroffiziere; aus Zorn über Offiziere, die sich möglich weit von den Wehrdienern entfernt bewegten. Das dürfte heute kaum anders sein.

Aber darum geht es hier nicht. Es geht darum, dass man ausgerechnet in dieser Frage der mittleren und älteren Generationen keinerlei Vorwurf machen kann. Denn sie verlangen von den Jungen nicht mehr, als sie selber im gleichen Alter zu leisten hatten. Ja im Gegenteil: Die meisten Ex-Wehrdiener hatten der Republik acht oder neun Monate zu dienen gehabt, während es jetzt de facto bei fast allen nur sechs sind.

Daher ist die Beibehaltung der Wehrpflicht keinerlei Ungerechtigkeit gegenüber den davon betroffenen Jahrgängen. Daher braucht sich keiner, der für die Wehrpflicht gestimmt hat, jene moralische Vorwürfe machen zu lassen, wie sie jetzt auch in einst bürgerlichen Medien in riesiger Dimension erhoben werden. Der Vorwurf geht ins Leere, auch wenn er noch mit einem weiteren Argument verbunden wird: Jetzt würden wir in friedlichen Zeiten leben, in denen es keine Armeen mehr brauche. Das ist aber erstens falsch und total unhistorisch argumentiert. Und zweitens wird dabei übersehen, dass heute zunehmend der Zivildienst als Reaktion auf die demografische Katastrophe an gesellschaftspolitischer Notwendigkeit gewonnen hat, der in früheren Jahrzehnten nur eine ideologische Institution gewesen ist.

Das Motiv hinter dieser plötzlichen Generationen-Kampagne: Die hasserfüllte Linke will einfach nicht zugeben, dass ihr ein rein populistisch motivierter Schachzug missglückt ist. Häupl und seine Kronenzeitung haben einfach geglaubt, der Kreisky-Wahlsieg lasse sich wiederholen, den dieser einst mit der versprochenen Verkürzung des Wehrdienstes eingefahren hat. Nur dürfte Häupl inzwischen ein paar Jahrzehnte beim Weinglas eingeschlafen sein, sodass er nicht mitgekriegt hat, dass die damals den Ton angebenden Babyboomer heute an der Schwelle zum Pensionsalter sind und daher über vieles eben ganz anders denken. Daher können Kreisky-Tricks halt heute nicht mehr funktionieren.

Das ist aber sein persönliches Problem, und das kollektive von Rot-Grün, etwa auch des Franz Vranitzky, der sich noch vor ein paar Wochen für die Wehrpflicht ausgesprochen hat, der aber zum Schluss dann als alter Parteisoldat wieder brav auf die Parteilinie eingeschwenkt ist. Charakter ist halt Glückssache (Einem Heinz Fischer muss man hingegen zubilligen, sich relativ anständig verhalten zu haben, auch wenn er am Schluss nicht mehr Stellung beziehen wollte).

Für die Bürger aber ist das Ärgerliche: Jene, die sich beim Thema Wehrpflicht plötzlich so über ein angebliches Diktat der Alten über die Jungen aufregen, haben bisher absolut den Mund gehalten. Dabei haben sich die im Babyboom bis 1970 Geborenen durchaus seit langem den Jungen gegenüber wirklich unfair verhalten. Sie haben den Generationenvertrag wirklich brutal verletzt:

Sie haben konsumiert, konsumiert, konsumiert. Sie haben (ihr eigenes!) Pensionsantrittsalter trotz stark zugenommener Lebenserwartung drastisch gesenkt, sodass das Pensionssystem kollabieren muss. Sie haben die Kinderproduktion in unverantwortlicher Weise reduziert. Sie haben ständig Sozialleistungen aller Art erhöht (in Hunderten „sozialen“ Reformen, die von der Zunahme des Urlaubs über die Reduktion des Schulunterrichts bis zu der komfortablen Grundsicherung reichen, welche die Gemeinde Wien im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern auch an abgewiesene Asylwerber weiterzahlt!). Und sie haben das mit Schulden, Schulden, Schulden finanziert: 1970 hingegen war Österreich trotz der Wiederaufbaujahre praktisch nicht verschuldet! Heute hat es unerträglich hohe Schulden, die nur deshalb noch nicht zur Katastrophe geführt haben, weil die Europäische Zentralbank wie verrückt Geld druckt (und damit entwertet).

Das Dreieck Schulden-Geburtendefizit-Konsumrausch ist das zentrale Verbrechen der letzten Jahrzehnte. Dafür trägt vor allem Rot die Hauptverantwortung, zunehmend auch die Grünen, die ja seit ihrer Gründung die Sozialdemokraten an Soziallizitation noch zu übertreffen versucht haben. Aber auch Schwarz und Blau haben vielfach ihr einstiges Verantwortungsbewusstsein abgestreift, als sie gemerkt haben, wie erfolgreich die Schuldenmach-Politik von Kreisky und Androsch bei den Wählern angekommen ist. Viele ihrer Politiker haben dann – unter Missbrauch der christlichen beziehungsweise heimatverbundenen Wurzeln ihrer Wähler – begonnen, munter mitzulizitieren.

All diese Zusammenhänge sind aber jahrzehntelang auch von den immer mehr nach links rückenden Medien ignoriert worden.

Wobei übrigens im Journalismus ein noch viel übleres Diktat der Alten herrscht, das aber immer verschwiegen wird: Die Kollektivverträge schanzen den älteren – auch den mittelmäßigen – Journalisten unglaublich hohe und oft außer jeder Relation stehende Bezüge, Kündigungsfristen und so weiter zu. Den Jungen hingegen gelingt es immer seltener, überhaupt eine Anstellung zu erringen. Sie können immer öfter nur als schandbar entlohnte „Freie Mitarbeiter“ journalistisch arbeiten. Aber die sozialistisch-grün geführte Journalistengewerkschaft (samt den kommunistischen Elementen aus dem ORF) verteidigt diese Privilegien bis heute mit Zähnen und Klauen. Privilegien, die ganz, ganz zufällig ausschließlich die Privilegien der Funktionärs-Generation, der Alt-68er-Generation sind.

Und genau diese Medien schreiben ausgerechnet bei der Wehrpflicht einen Generationenkonflikt herbei – ganz, ganz zufällig im Interesse der rot-grünen Ablenkungsstrategie. Es könnte einem wirklich übel werden.

PS.: Interessant ist, dass diese medialen Spin-Doctoren nicht darüber diskutieren, dass auch die dienstpflichtfreien Frauen über die Wehrpflicht abgestimmt haben, was mit zumindest der gleichen Logik wie diese Generationendebatte erfolgen könnte. Noch interessanter ist, dass eine Volksbefragung, die ganz eindeutig für die Beibehaltung des Istzustandes ausgegangen ist, nun im Nachhinein als Befehl zu massiven Veränderungen interpretiert wird, von denen bei der Umfrage aber nie die Rede war.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 01:59

    Hoffentlich haben sich die Linken beim Versuch jung gegen alt aufzuhetzen nicht verrechnet.
    Die Älteren, speziell Pensionisten, sehen diese Herabwürdigung der "Alten" nicht unbedingt freundlich und sie fühlen sich mit Recht auf die Fersen getreten, denn wer hat den Wohlstand erwirtschaftet - die "Alten", und diesen Standard müssen die Jungen erst halten. Na und schließlich sind die "Alten" nicht entmündigt, sondern viel mehr um ihre Sicherheit bemüht.
    Der eine od. ander Pensionist, od. "Alte", wird sich hoffentlich bei den kommenden Wahlen erinnern, daß er diesmal der SPÖ gar nicht so willkommen war und reagieren.
    Ob sich jung und alt so einfach durch linke Propaganda auseinanderdividieren läßt bezweifle ich, alleine die überdurchschnittliche Verweildauer der Jungen im Hotel Mama spricht dagegen.
    Durch diese Aktion haben die Sozialisten einmal mehr bewiesen wie egal ihnen der respektvolle Umgang mit den Menschen - mit dem Volk - ist, sie wollen es benutzen wie es ihnen beliebt und sogar vorschreiben zu welcher Wahl sie gehen dürfen. Selbst einen Keil zwischen die Generationen zu treiben, schrecken sie nicht zurück, um ihre eigenen parteipolitischen Vorteile zu ziehen, aber Hauptsache immer "Antidiskriminierung" u. "Gerääächtigkeit" schreien, v.a. wenn ein Rechter ähnliche, unflätige Bemerkungen wie Hundstorfer von sich gibt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 00:48

    So ist es! Die heutige Jugend hört nur die linken Lügen des ORF, sie hat als Lesestoff nur die Meinungsmanipulationen der linken Printmedien und im Netz wüten die marxistischen Chaoten. All diese Lügner leben entweder vom Subventionstropf oder von Zwangsbeiträgen! Müßten sie sich aus eigener Leistung finanzieren, gäbe es diesen Spuk längst nicht mehr. Und trotzdem: Die Jungen haben schon lange erkannt, daß sie von diesen Rattenfängern ins Out geführt werden, ihre Interessen ganz woanders liegen, als von den Alt-68er vorgegaukelt. Sie sind strebsam, was die Aussteiger nie waren; sie sind pflichtbewußt, was die Gesellschaftsverweigerer hassen, und sie sind sehr kritisch, denn bisher wurden sie von den Meinungsterroristen nur belogen und betrogen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbyrig
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 01:11

    interessant ist auch,dass das abstimmungsverhalten der 30-59-jährigen permanent verschwiegen wird,jener,die unser land in gang halten.und dieses abstimmungsverhältnis lautet: 60 zu 40 für die wehrpflicht.
    was aber viel wichtiger ist:bei dieser abstimmung ging es v.a.um die sicherheit unseres landes,und die ist wohl eine frage,die alle österreicher betrifft,nicht nur potentiell wehrpflichtige.und ob wehrpflichtige dienen sollen oder nicht ist wohl alleine un ter diesem aspekt zu betrachten,und nicht ob etliche bubis nicht dienen wollen!

    die ältere generation musste eben unter diesem aspekt dienen,alles andere war und ist nebensächlich.
    dass die vereinigten linken,im verbund mit dieser abscheulichen kronenzeitung,keinen demokratischen prozess akzeptieren,der ihnen zuwiderläuft,ist im gedankenuniversum dieser typen immanent.
    nachsatz:es ist auch durchaus wahrscheinlich,dass die wehrpflicht auch bei den "jungen"(16-29) die mehrheit hat.
    linke bleiben linke-undemokratisch,diktatorisch und unflexibel.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 13:50

    @fokus und @byrig

    Wer nun von den beiden das Rennen machen wird? Daß Schwarzenberg die Benesch-Dekrete öffentlich verurteilt, spricht für ihn. Restitution hat er leider nicht befürwortet (er selber hat ja seinen ehemaligen Besitz zurückbekommen). Aber die jungen Menschen in der Tschechei sind, wie es scheint, ohnedies offener, was die Geschichte des 20. Jhdts anbelangt und sind nicht mehr gewillt, das zurechtfrisierte Geschichtsbild unbesehen zu akzeptieren.

    In den 80er-Jahren war in der KRONEN-Zeitung* eine sehr beachtenswerte Serie über die Greueltaten an den Deutschen im Zuge des WKII von INGOMAR PUST zu lesen. Was man da erfuhr, ließ einem das Blut in den Adern stocken. Besonders die Tschechen hatten sich durch unvorstellbare Grausamkeiten hervorgetan und den Tito-Partisanen um nichts nachgestanden.
    Ein furchtbares "Bild" daraus hat sich mir besonders eingeprägt:

    Kleinkinder wurden ihren Müttern entrissen, in Kanalschächte geworfen und angezündet. Ihre Mütter mußten, an Bäume oder Laternenpfähle gefesselt zusehen. Die Hölle kann nicht schlimmer sein.

    Ein Buchtitel von Ingomar Pust: "Schreie aus der Hölle ungehört"
    Über das totgeschwiegene Drama der Sudetendeutschen

    *Diese Serie wäre heute völlig unmöglich; daß sie damals möglich war, ist ausschließlich dem alten DICHAND zu verdanken, denn er hatte den Krieg noch selbst erlebt.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsin
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 15:59

    Der herbeigeschriebene Generationenkonflikt ist ein Musterbeispiel an Brandstiftung. Schlimmer wird es aber noch dadurch, dass demokratische Abstimmungsergebnisse nicht zur Kenntnis genommen werden. Diese Pseudodemokraten mit ihrer totalitären Gesinnung sind höchst gefährlich.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 07:11

    Also, ganz unabhängig von den vielen Diskussionen um die Wehrpflicht ja oder nein: fest steht, dass die Roten und ihre medialen Hiwis ganz schlechte Verlierer sind!

    Eine wohltuend sachliche Stellungnahme zum Generationen-Thema gibt heute im Kurier die von mir sehr geschätzte Frau Salomon qauf Seite 4:
    "Ein Sieg des pensionierten Spießburgertums?"
    Hier wird - ganz sachlich und unspektakulär - neben der Schuld der Politiker an vielen verhängnisvollen Entwicklungen in unserem Lande, neben der eigentlich eigenartigen Teilnahmslosigkeit der Jugend an Fragen ihres zukünftigen Schicksals, schon auch die Mitschuld unserer Generation hinsichtlich der sehr dankbaren Annahme der vom Staat großzügig verteilten "Goodies" präzisiert!

    Hier geht es jedenfalls um ein existenzielles Problem vor allem für unsere Jungen!
    Parteitaktische Schuldzuweisungen seitens ideologiebesessener Rot- und Grünhäute
    sind dabei extrem entbehrlich!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Januar 2013 11:01

    Wie wär's mit der Wahrheit ?

    Noch nie hat die linke Politik für die Wahrheit gekämpft, sondern stets für den Missbrauch der linken Sympathisanten und Wähler und deren Manipulation und Abzocke.

    Noch nie haben sich die linken Politiker für Anstand und Ehrlichkeit eingesetzt, sondern stets war die Lüge ihr Evangelium.

    Noch nie haben linke Politiker Fehler eingestanden, Wahrheit gesucht, sondern stets den Selbstzweck erfüllt, um sich bedienen zu können.

    Mit wenigen Ausnahmen haben linke Politiker stets unehrliche Absichten verfolgt und Realitätsverweigerung betrieben. Ausnahmen waren in etwa Franz Olah, Rudolf Kirchschläger, etc.

    Aber noch nie haben linke Politiker zu Anstand, Sparsamkeit, Fleiß, etc. aufgerufen, außer eben jene gennanten Ausnahmen.

    Noch nie haben linke Regierungen ein ausgeglichenes Budget gesucht, vom Schaffen gar nicht zu reden.

    Das heißt, sie sind gegen Österreich und sein Volk um selbst gut dazustehen und sie haben durch ihre Schuldenpolitik und den Volksverrat mit dem ESM als treibende Kraft einen Riesenschaden für Österreich angepeilt. Auch der Konsumrausch ist eine linke Kreation.

    Ich hoffe sehr, dass alle diese Lügen aufgedeckt werden und dass die Wähler diesmal darauf reagieren, es ist beängstigend, was die Linke tut.

    Nie haben sie gedient, stets sich bedient.

    Ich hoffe, die Wahrheit findet endlich den Durchbruch und obsiegt über die Lüge.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKnut Schmidt
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2013 08:11

    Die Zeiten haben sich geändert. Der Folterknecht von gestern ist der linkslinke Gutmensch von heute. Und das Gutmenschentum in all seinen Facetten der Ignoranz, Blödheit und falsch verstandener Toleranz muss schön langsam als Beihilfe zu vielen Verbrechen und für den Niedergang unserer Kultur gewertet werden. Der Terror hat sich vom physischen auf den psychischen Bereich verlagert. Die große Gefahr dabei ist allerdings, dass das Pendel irgend wann wieder zu stark nach rechts ausschlägt. Und das wollen wir auch nicht. Also – wo bitte ist die goldene Mitte.


alle Kommentare

  1. Keshawn (kein Partner)
  2. Septyana (kein Partner)
  3. Bobby (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:29

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  7. Sahil (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:53

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  8. Passant (kein Partner)
    28. Januar 2013 09:59

    Auch ich hätte ja vielleicht einst knapp vor dem Bundesheer und insbesondere nachher gegen die Wehrpflicht gestimmt, hätte mich jemand gefragt. Aus Zorn über primitive Ausbildner mit ihren ausgelebten Minderwertigkeitskomplexen gegenüber Maturanten und Akademikern; ... Das dürfte heute kaum anders sein.

    Also das war vielleicht in den späten Sechzigern so. Aber schon in den frühen Achtzigern wurden die unter den Präsenzdienern äußerst raren graduierten Akademiker von allen mit ausnehmendem Respekt behandelt, sogar von rauhen oder gar rauflustigen Rekruten!

  9. Fabian Martin (kein Partner)
    27. Januar 2013 19:44

    Ein Resümee betreffend die Wehrpflicht:

    1. Die Roten haben es geschafft die Wehrpflicht auf unbestimmte Zeit in Stein zu Meißeln und die Schwarzen können Berufsheer und NATO-Beitritt vergessen.

    2. Die Roten haben wunderschöne demoskopische Daten für das sogennante Superwahljahr.

    3. Da die Schwarzen jetzt "schuld" sind an der Beibehaltung der Wehrpflicht müssen sie nun die bittere Suppe "Heeresreform" auslöffeln. Insbesondere nachdem…

    4. …die Roten noch schnell so viel Heereseigentum als möglich verscherbelt haben und das Geld jetzt dem Heer fehlt. ( http://kurier.at/politik/inland/ermittlungen-gegen-darabos/1.525.739 )

    5. Es ist nur eine Frage der Zeit bis das Gerücht lanciert wird, daß Frauen verpflichtet werden sollen. (Falls es die anderen nicht machen wird die SPÖ selbst das Gerücht verbreiten. Inoffiziellen Zugang zu Massenmedien hat sie ja bekanntlich!)
    In diesem Falle wird die SPÖ sich als Retterin der Frauen aufspielen und mit deren Stimmen die Nationalratswahl gewinnen.

    6. Der einzige Buhmann hier ist Darabos. Der bekommt dafür den Landeshauptmannsessel. Und der sonstige Imageschaden? Der hält sich genial in Grenzen. Faymann wurde gar nicht angepatzt. Als alter Hase wußte Häupl was geschehen würde. Ihm war es egal. Wenn im Sommer um die Frauen gekämpft wird ist das alles vergessen. Abgesehen davon ist er in einem Alter, in dem sich ein Politiker mehr um seine zukünftigen Freunde kümmert als um seine ehemaligen Wähler.

    Fazit: Die Roten lachen euch gerade alle aus, trinken Champagner und entwerfen großartige neue Pläne für die Zukunft….

    • Leopold Koller (kein Partner)
      27. Januar 2013 22:47

      So wird's leider sein. Oder vielleicht GsD. Die OeVP braucht ein paar Jahre in Opposition oder den kompletten Untergang wie die DC.

    • cmh (kein Partner)
      28. Januar 2013 09:10

      Die Frauen zu verpflichten wäre schlecht. Warum sollten man wertvolle Persönlichkeiten verheizen.

      Allerdings hätte ich mir schon erwartet, dass von Stojsitz (oder wie die sich kroatisch schreibt - oder sollte man sie als Verpartnerte Aignerin titulieren) abwärts alle Quotenweiber jetzt skandierten, dass sie immer schon so zum Mülitär wollten wie zu den Philharmonikern. (NB: Trotz der beiden weiblichen Bereiter (sic! denn so ist es richtig!) ist die Spanische Hofreitschule ja immer noch eine krasse Domäne der Hengste.)

      Bis dahin sollte man die mangelnde Wehrbereitschaft der Frauen nur als Gegenargument zu den Quoten gebrauchen.

  10. bürgerIn (kein Partner)
    27. Januar 2013 16:23

    "panem et circences" lautete das motto seit 1970 sprich kreiskys regierungsantritt und war auch die losung der sozialistischen internationale. und keine övp, keine fpö haben nur den leisesten versuch bei ihren regierungsbeteiligungen unternommen, gegenzusteuern. erst nun, da "alles" irgendwie aus dem ruder läuft, angefangen von den finanzmärkten (eh nur das pyramidenspiel der viferen) über die währungsstabilität bis hin zur vernichtung des mittelstandes, machen sich unsere tollen staatenlenkerInnen sorgen: aber ausschließlich um deren (parteipolitische) aufrechterhaltung von macht. netzwerke wollen schließlich mit öffentlichen aufträgen und zugang zu den trögen versorgt sein. tja, im "spin"nen waren die linken immer den rechten total überlegen, solide dialektik ist schon was wert. den öffentlichen diskurs beherrschen sie, und wer sich ihnen in den weg stellt oder "den weg nicht mit ihnen geht", der steht auf der abschussliste. unterberger wird das wohl selbst am besten wissen.

  11. Neppomuck (kein Partner)
    27. Januar 2013 14:11

    Wer Angst vor demokratischen Prozessen hat, sollte sich nicht einer Wahl/Abstimmung/Befragung stellen.
    Zu glauben, dass man mit miesen Tricks die Wähler bei der Stange halten kann, zeugt auch nicht von besonderem Vertrauen in die Demokratie, bzw. ihre Einrichtungen und die Wähler.

    Statt "die Demokratie" und ihre Selektionskriterien zu verbessern (bitte nie "reformieren" sagen, "Reformen" gehen regelmäßig in die kollektiven Hosen), und da gibt es genug Ansatzpunkte, versucht man sie (die Demokratie) zu manipulieren.
    Eine Methode, die disqualifizieren sollte.

    Von sich auf (alle) andere(n) zu schließen und die Bürger für bescheuert zu halten, kann außerdem auf Dauer nicht funktionieren.
    Außer, man hätte damit recht.

  12. Gismor (kein Partner)
    27. Januar 2013 12:51

    Obama selektiert bürgerkriegsunwillige Militärs aus

    Für all diejenigen, welche sich den Crash lieber heute als morgen wünschen, dürfte es eine positive Nachricht sein, was in Amerika gerade an Vorbereitungen läuft. US-Präsident Obama sei inzwischen nämlich dabei, seine militärischen Führer mit einer einfachen Frage auf ihre “Zuverlässigkeit” hin zu überprüfen: “Würden sie auf US-Bürger schießen oder nicht?”

    Warum stellt der Präsident seinen Militär-Oberhäuptern überhaupt eine solche Frage, mag sich der naive Deutsche nachdenklich am Kopf kratzen, denn schließlich ist es hierzulande doch gegen das Grundgesetz, die Bundeswehr im Inland einzusetzen – zumindest war es das bis vor einiger Zeit noch.

    Obama scheint sich damit den Rücken freihalten zu wollen, denn im kommenden Bürgerkrieg wäre es äußerst problematisch für seinen Machterhalt, wenn sich plötzlich ein Teil der Armee seinen Anordnungen widersetzen würde. Moment mal – ein Bürgerkrieg in den USA? Wie soll das denn überhaupt möglich sein? Nun, wenn ihn die aktuelle Debatte zur systematischen Entwaffnung der Bürger nicht bereits entfacht, so wird ihn spätestens der Crash schlussendlich auslösen.

    Diese Art von Lackmustest beim Militär scheint außerdem gar nicht neu zu sein in den USA, denn bereits im September 1993 wurde unter anderem an dieselben Kreise eine ähnliche Frage im Zusammenhang mit einem Fragebogen gestellt:

    The U.S. government declares a ban on the possession, sale, transportation, and transfer of all non-sporting firearms. A thirty (30) day amnesty period is permitted for these firearms to be turned over the local authorities. At the end of this period, a number of citizen groups refuse to turn over their firearms. Consider the following statement:

    I would fire upon U.S. citizens who refuse or resist confiscation of firearms banned by the U.S. government.

    [ ] Strongly disagree
    [ ] Disagree
    [ ] Agree
    [ ] Strongly agree
    [ ] No opinion

    Zu deutsch: “Würden Sie auf US-Bürger schießen, wenn diese sich weigern, einem Waffenverbot Folge zu leisten und ihre Waffen nicht binnen einer Schonfrist von 30 Tagen freiwillig abliefern?” Interessant war damals, dass 63% der Befragten mit weniger als 10 Jahren Dienstzeit mit Ja antworteten, während 87% derjenigen mit mehr als 15 Jahren Dienstzeit die Tötung von US-Bürgern klar ablehnten.

    Diese Frage stand natürlich auch damals schon im Zusammenhang mit diversen Waffenverboten in den USA in der Vergangenheit. Nach Sandy Hook begann jedoch unübersehbar die Wiederbelebung der Debatte zum freien Waffenbesitz, welche ganz klar ein finales Ziel verfolgt: Die vollständige Entwaffnung aller mündigen Bürger. Zwar klingt es auf den ersten Blick durchaus plausibel, halb-automatische Waffen sowie Maschinengewehre für den Privatbesitz zu verbieten, doch den meisten scheint überhaupt nicht bewusst zu sein, welche Folgen die gesetzliche Verbannung einzelner Waffen hat.

    Wird nun ein Gesetz speziell gegen halb-automatische Waffen oder Sturmgewehre in Kraft gesetzt, indem der Kongress diesem Vorschlag von Obama zustimmt, dann hat der Präsident quasi den Fuß in der Türe. Mittels eines einfaches Dekretes ist es ihm – nach der angeblich fachkundigen Auskunft eines US-Bürgers – anschließend möglich, dieses Gesetz jederzeit in eigener Vollmacht ohne den Kongress auch auf andere Waffen auszuweiten. Dass Obama solche Dekrete liebt und nach seinem Belieben einsetzt, hat er gerade erst unter Beweis gestellt.

    Die Hoffnung auf einen baldigen Crash mit anschließendem Neuanfang – quasi als eine Art reinigendes Gewitter dieser völlig korrupten, dekadenten und kaputten Gesellschaft und ihrer menschenverachtenden Politik – ist zwar legitim, jedoch vollkommen unrealistisch. Abgesehen davon, dass ein Bürgerkrieg Millionen von Toten bringen wird, werden sich die wahren Drahtzieher ganz bestimmt nicht das Heft aus der Hand nehmen lassen, sondern sie haben eben diesen blutigen Schachzug zur Errichtung ihrer Neuen Weltordnung ganz gezielt eingeplant.
    http://julius-hensel.com/2013/01/obama-selektiert-burgerkriegsunwillige-militars-aus/

  13. Gismor (kein Partner)
    27. Januar 2013 12:27

    Der Abgeordnete des belgischen Parlaments Laurent Louis sprach am 17. Januar über die wahren Hintergründe der Anschläge des 11. September und darüber, wie Nordafrika und der Nahe Osten gezielt durch vom Westen unterstützte radikale Islamisten destabilisiert werden.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=e5fsWKbUn5Y

    • Philips (kein Partner)
      27. Januar 2013 12:46

      Hoffentlich verunfallt dieser Abgeordnete nach dieser Rede nicht! Gott steh' ihm bei.

    • matze (kein Partner)
      28. Januar 2013 19:24

      ..... ich denke, der mutige Abgeordnete wird bestimmt bald so schwer krank, dass er sich davon nicht wieder erholt. Kann auch? sein, dass er sich mit einer total sicheren Limousine so überschlägt, dass er sofort von seinem Airbag erschlagen wird. Vielleicht springt er auch gern mit dem Fallschirm ab - in diesem Falle wird man nicht herausbekommen, warum das Ding nicht aufging... Aber sie können uns nicht alle ermorden. Und wir werden immer mehr!

  14. Aron Sperber (kein Partner)
    27. Januar 2013 12:17

    Die politisch korrekten Tugendwächter säubern nun Kinderbuch um Kinderbuch von unserer rassistischen kulturellen Vergangenheit.

    Man traut Eltern, die ihren Kindern Astrid Lindgren-Bücher kaufen, offenbar nicht zu, ihre Kindern darüber aufzuklären, warum “Negerkönig” in der heutigen Zeit kein passender Ausdruck mehr sei.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2013/01/26/der-kulturbolschewismus-der-politisch-korrekten/

    Interessanterweise verlangt keiner der neuen Tugendwächter, dass man auch den Koran von seinen politisch unkorrekten Passagen säubere, obwohl gerade der Koran im Gegensatz zu Astrid Lindgren nicht nur ein Buch, sondern für viele Menschen auch Gesetz ist.

    Der Kulturbolschewismus der Politisch Korrekten richtet sich jedoch nur gegen eine bestimmte – nämlich die westliche – Kultur.

    Andere Kulturen stehen hingegen unter dem besonderen Schutz der Politisch Korrekten, egal wie politisch unkorrekt deren Inhalte auch sein mögen.

    • Gismor (kein Partner)
      27. Januar 2013 13:50

      Interessanterweise verlangt keiner der neuen Tugendwächter, dass man auch den Koran von seinen politisch unkorrekten Passagen säubere, obwohl gerade der Koran im Gegensatz zu Astrid Lindgren nicht nur ein Buch, sondern für viele Menschen auch Gesetz ist.

      Vielleicht ist dies der Grund .... ???
      Wenn man bedenkt, dass die Türkei auch einmal christlich geprägt war.

      Nicht Abrahams Söhne?

      In einem neuen Buch will Arthur Koestler beweisen: Die Ostjuden stammen nicht vom Auserwählten Volk der Bibel, sondern vom Turkvolk der Chasaren ab.
      "Ich habe", behauptet Koestler, "die historischen Belege zusammengetragen, die darauf hinweisen, daß die Masse des östlichen Judentums -- und damit des Weltjudentums -- eher "chasarisch-türkischen" als semitischen Ursprungs ist."

      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/geografischer-ursprung-europaeischer-juden-in-suedosteuropa-a-878384.html
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41213261.html

  15. Spiegelfechter
    27. Januar 2013 12:13

    @simpicissimus
    ."...gottseidank sind die meisten österreicher nicht so blöd diese verkrampfte schönrederei überhaupt noch ernst zu nehmen!"

    Nicht, dass die Österreicher blöd wären, aber sie haben sich mit dieser Volksbefragung für dumm verkaufen lassen und haben dies, wie die Diskussion zeigt, noch immer nicht durchschaut.

    Wie erinnerlich ging es um eine (an sich unverbindliche) Volksbefragung, welche die Antworten "Wehrpflicht" oder "Berufsheer" ermöglichte. Es standen aber weder schlüssige Konzepte zur Debatte, noch wurde im Vorfeld, weder von den Proponenten noch von den Medien, über das Verteidigungssystem diskutiert, sondern nahezu ausschliesslich über die Nebeneffekte. Zu allem Überfluss wurde der Unfug noch als "verbindlich" erklärt und fälschlich zur ""Abstimmung" und "wichtigen Entscheidung" (ORF!) hochstilisiert und als "direkte Demokratie" angepriesen.

    Zu so etwas darf man sich als Bürger und Wähler einfach nicht missbrauchen lassen.

    Nun feiert die ÖVP, als Befürworterin der Antwort Wehrpflicht, einen "Sieg", den sie übrigens in einem erheblichen Ausmass jenen Sozialisten verdankt, für die ein Berufsheer eine unerträgliche Vorstellung ist, obwohl sie selbst einst aus guten Gründen für ein Berufsheer eingetreten ist, und sich diese Idee erst im jetzigen Koalitionspakt abtrotzen liess, und zwar von der selben SPÖ, die nun plötzlich ein Berufsheer vorschlug. Demzufoge gibt es auch für das Wehrpflichtigensystem keine vernünftigen Absichten, sondern lediglich das Bestreben, Wehrdienstverweigerer für den Zivildienst zu bekommen. Pervers!

    Als einziges Ergebnis ist die Idee der direkten Demokratie beschädigt, die Fortsetzung der Diskussion droht sie vollends in Verruf zu bringen.

    • simplicissimus
      27. Januar 2013 12:26

      Spiegelfechter, einverstanden, das alles ist eine traurige Farce rund um ein ernstes Thema. Aber ich habe nicht über die Art und Weise, wie diese Volksbefragung durchgeführt und missbraucht wurde, diskutiert, sondern nur um die prinzipielle Entscheidung Wehrpflicht contra Berufsheer, gemessen an einigen möglichen Szenarien.
      Weiters liegt es mir fern, die Wehrpflicht, wie sie heute ausgeübt wird, zu verteidigen, sondern sie deutlich zu reformieren und zu verbessern. Sollte dies unmöglich sein, stimme ich für völlige Abschaffung, da ich dann weder an ein besser funktionierendes Berufsheer glaube, noch diesem unter den heutigen politischen Vorzeichen vertraue. Ich weiss aber aus eigener Erfahrung, dass Reformen möglich sind, wenn man sie den richtigen Leuten anvertraut. Zu glauben, ein menschliches System wäre nicht reformierbar, nur weil es bis jetzt vernachlässigt und heruntergemacht wurde, halte ich für Kleingeisterei.
      Bitte unterstellen Sie mir nicht wie phaidros, ich würde das heutige Wehrpflichtigensystem messianisch verteidigen. Das stimmt so nicht.
      Trotzdem ist es ein Schritt Richtung direkter Demokratie gewesen. Die Roten werden sich aber hüten, weitere Themen abstimmen zu lassen, weil sie sich beginnen, vor Volkes Stimme zu fürchten. Insofern war es kontraproduktiv, aber wie kann diese verfahrene politische Situation in dieser Republik überhaupt gelöst werden?

    • phaidros
      27. Januar 2013 13:43

      Absolut zutreffende Analkyse, sg. Spiegelfechter!

      Simplicissimus, geht's noch? Sie haben mir messianische Verteidigung des Berufsheers unterstellt (was so nachweislich nicht stimmt).

      Warum wir das System für völlig unreformierbar halten:

      ° weil zu viele Beamtete auf pragmatisierten Posten sitzen.

      ° Weil der Österreicher das nötige Geld nicht lockermachen will noch wird.

      ° Weil, selbst wenn er es täte (nötig wären schätzungsweise etwa 4Milliarden, nicht die jetzt geforderten 3), könnte damit lediglich der Friedenstagesbetrieb einigermaßen saniert werden,

      ° wir hätten aber immer noch schwerste Defizite bei der Ausrüstung (praktisch keine Luftwaffe (Faktor 10 zu wenige Flugzeuge, keine Kampfhubschrauber), kaum Panzerwaffe, keine Raketen, keine Raketenabwehr, keine Luftabwehr, keine Drohnen, keine, keine, keine, keine....

      Das aufzuholen würde mittlerweile in die dutzenden MIlliarden gehen, und zwar AUßERHALB jedes laufenden Budgets.

      DIe »Abschaffung bei Unreformierbarkeit« finde ich konsequent, aber im internationalen Verbund eher undurchführbar. Sie ginge wohl nur gemeinsam mit einem Bündnisbeitritt, aber was könnten wir dem Bündnis dann anbieten?

      Warum Sie einer Berufspolizei*) oder Berufsfeuerwehr oder Berufsrettung vertrauen, dasselbe aber für ein Berufsheer in einem Akt des durch nichts begründeten Misstrauensvorschusses nicht gelten sollte, konnte noch niemand zeigen.

      Diese Befragung hat durch das verblödete Ummünzen zu einer de-facto-Abstimmung auf Jahre hinaus ein Zeitfenster zugeworfen, irgendetwas zum Positiven zu verändern. Wir stehlen weiterhin bis auf Weiteres unserer jungen Generatiopn Lebenszeit und schicken sie im Anlassfall in den sicheren Tod.

      *) Bitte jetzt nicht wieder so ein just-am-ent »ich vertraue der Polizei eh nicht«, die Polizei erfreut sich zurecht größter Verankerung und Unterstützung in der Bevölkerung.

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Januar 2013 16:52

      Werter Phaidros, lieber Freund,
      hier einmal wieder mein Einwurf zum Thema.
      Ich gebe Dir und vielen anderen Recht, dass ein gutes Berufsheer verteidigungstechnisch eine weit bessere Lösung darstellt als unsere jetzige Gurkentruppe. Ob wir ein gutes Berufsheer bekommen würden oder der Sparstift es nicht in kürzester Zeit zum Kasperletheater verkommen ließe, ist hypothetisch. Daher bleibt die Effizienzfrage unbeantwortet.
      Darüber wurde aber auch nicht abgestimmt.
      Dass die Abstimmung eigentlich eine Farce war, geprägt von der ahnungslosen Unbekümmertheit, mit der österreichische Politiker generell mit Gesetzen und ihrer Verfassung umgehen, ändert nichts an der Tatsache, dass sie für jene, die dieses Schauspiel losgetreten haben, zum Debakel wurde.
      Aber mich beschäftigt noch ein anderer Punkt, nämlich der der grundsätzlichen Systemfrage, ob Berufsheer oder Wehrpflicht besser seien. Paris hat sich an sowas schon mal die Zähne ausgebissen.
      Deshalb versuche ich immer, ein wenig in die Historie zu schauen, wie es so ablief mit Söldnerheeren und Volksheeren.
      Zum Beispiel die Aufstände in Ostdeutschland.
      Der erste wurde niedergeschlagen, weil eine Besatzungsmacht aufmarschierte - aber, und das wird gerne vergessen, als Hilfstruppe für die damals noch schwache "kasernierte Volkspolizei", eine dem Innenministerium unterstehende paramilitärische Polizei- und damit Berufstruppe, die sich aus strammen Genossen rekrutierte. In eine Berufsinstitution kommt nur hinein, wer die anforderungen des Dienstgebers erfüllt. In einer Stellvertreterdemokratie wie der unseren weiß man nie, wer das morgen sein wird... Diese VP-Schergen schossen ohne Skrupel in ideologischem Hass auf "Konterrevolutionäre" des eigenen Volkes, als sogar sowjetische Soldaten sich weigerten (einige wurden wegen Befehlsverweigerung ostwärts verlagert).
      Der zweite Aufstand ließ die "Bereitschaftspolizei" aufmarschieren. Diese inzwischen gewachsene, dem Innenministerium unterstehende Kampftruppe bestand aus Wehrpflichtigen. Und was taten diese, als sie mit Räumschilden und aufmunitionierten MGs auf den Panzerwagen ausrückten? Nichts. Denn Wehrpflichtige lassen sich schlecht gegen die eigene Familie aufhetzen, lassen sich schlechter gegen das eigene Volk einsetzen als nach berechenbaren Kriterien ausgesuchte Söldner.
      Wie gerne sich Beamte in den Dienst eines Gönners kuschen, wenn sie einen persönlichen Karrierevorteil wittern, sehen wir doch in vielen Amtsstuben bis hin zur Justiz.
      Ein Berufsheer, das sich aus ausgesuchten Kadern rekrutiert, kann zur Gefahr werden, wenn die Auswahlkriterien falsch definiert werden. Und dann haben wir keinen Einfluss mehr darauf.

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Januar 2013 16:57

      Nachtrag: Noch ein knappes Jahr vor dem Zusammenbruch, als es schon modrig zu riechen begann, versuchte Honecker über Dienstrechtsänderungen die Bereitschaftspolizei umzustrukturieren. Zu spät.
      Wer weiß, wie eine nach Polizeirecht organisierte Berufstruppe aus strammen Parteibuchträgern ein paar Jahre später reagiert hätte...

    • phaidros
      27. Januar 2013 17:39

      Lieber Reinhard,

      Deine Argumente stimmen freilich - wie immer. Lass mich bitte auch erwähnen, dass sie bis zum Überdruss in den letzten Wochen ausgetauscht wurden. Ich möchte daher in aller Kürze versuchen darzulegen, warum ich sie nicht für sitchhaltig halte, obwohl sie oberflächlich stimmen.

      Wenn tatsächlich jemals wieder ein Heer gegen eine Bevölkerung eingesetzt werden soll (ich persönlich halte das für völlig abstrus und jenseitig), so wird eben eines von woanders geholt: auch dafür gibt es Beispiele, die ich Dir nicht nennen muss. Aus Kommandosicht ist das zynisch gesagt ein simples Speditionsproblem. Das Österreichische Wehrpflichtigenheer wird ausgetrickst, indem es nicht einberufen wird. Leute nicht einberufen geht schnell, einfach und kostet nichts.

      Was das »umfassende Berufsheer« betrifft: das ist nicht um das Geld zu haben, das wir auszugeben bereit sind. Aber eine umfassende Wehrpflicht auch nicht, und das wird immer beiseite geschoben. (Jetzt, nachdem die ÖOG eine Milliarde Budgetausfstockung verlangt hat, geht das natürlich nicht mehr, jetzt liegt auf dem Tisch, was wir immer angekündigt haben.) Wir sind daher nie für ein umfassendes Berufsheer eingetreten, auch wenn unsere gegenredner das gerne so hinstellen wollen.

      Unser Vorschlag lautet vielmehr: kein umfassendes, aber ein Berufsheer, das im internationalen Verbund Österreich endlich eine verantwortungsvolle Rolle übernehmen lässt.

      Aber - und das ist der allesentscheidende Unterschied zu Darabos' Ansatz: kein Materialverkauf, sondern als weitere Aufgabe Erhaltung desselben.

      (Schrittweise) Aussetzung der Wehrpflicht (nicht Aufhebung - die im übrigen im Parlament vermutlich gar nicht durchgegangen wäre). Neben seinen internationalen Spezialistenaufgaben (z.B. genießt angeblich unsere Hubschrauberausbildung Weltruf) Beobachtung der internationalen Lage und im Anlassfall der Startschuss, ein neues Wehrpflichtigenheer hochzuziehen. Im konkreten Anlassfall einer Bedrohung wird weder, wie befürchtet, der Schritt unumkehrbar sein, noch es an Budgetmitteln scheitern, so wie jetzt.

      So weit uns bekannt ist, ist das der einzige Vorschlag, der auf ale Gegebenheiten (innen-m außenpolitisch, wehrtechnisch und budgetär) Rücksicht nimmt, und nicht irgendwelchen feuchten Träumen anhängt.

      Aber, wie schon oft gesagt: diese Argumente jetzt noch zu tauschen ist müßig; das Rennen ist gelaufen, der Wähler hat gesprochen, wir verbrennen weiter jedes Jahr rund 12000 Mannjahre Wirtschaftsleistung.

    • phaidros
      27. Januar 2013 17:46

      Und mein Nachtrag: ich finde »wer weiß, was der-und-der getan hätte«- Argumente nicht sehr überzeugend.

      Warum wird einem Berufssoldaten ständig unterstellt, nicht nur gegen seine Berufsehre zu verstoßen, gegen Zivilisten vorzugehen, sondern damit auch gegen seinen Eid, den er auf die Verfassung ablegt?

      Ich verstehe das nicht und weigere mich auch zu glauben, dass ein Polizist jemals auf Unbewaffnete scharf schießen würde.

    • simplicissimus
      27. Januar 2013 22:16

      phaidros, wie wollen sie denn ohne ausreichend geld eine so tolle berufsarmee aufstellen, wenns sichs nicht einmal für ein wehrpflichtigenheer ausgeht? und kein geld für gerät da ist? dabei phantasieren sie ständig von panzern und hubschraubern für ihr minitrüppchen. wieviel werdens denn sein? ein batallion? eine staffel? und wenn das gerät für die wehrpflichtigen defizitär ist, wie sie sagen, wieso soll der unvollständige schrott dann für die berufsarmee gut sein? jetzt hat ihnen Reinhard alles so schön erklärt über schiessen und nichtschiessen, für das ich mir seit tagen die finger wund schreibe. sie haben sich einfach in ihre berufsarmeeidee total verrannt, weil sie dieser initiative angehören.
      und natürlich kann man das bundesheer personell reformieren. die pragmatisierten beamten müssen sie sowieso schritt für schritt loswerden, auch wenn sie eine berufsarmee einführen. usw. sie haben einfach von sanierung keine ahnung und was man bewegen kann, wenn man will. der grösste hemmschuh in jeder organisation sind meistens die typen, die dauernd daherfaseln was alles nicht geht.
      und ja, ich breche meinen vorsatz zu ihrer position keinen kommentar mehr abgeben zu wollen.

    • phaidros
      28. Januar 2013 06:00

      Wie oft noch: wir wollen kein umfassendes Berufsheer.

      Ein kleines Berufsheer, das Spezialaufgaben wahrnimmt und das Material bewahrt. Das, so glauben wir, müsste mit dem vorhandenen Budget machbar sein.

      Eben, weil sich ein Berufsheer nicht ausgeht.

      Übrigens: stimmt: ich persönlich habe von Sanierung, speziell im militärischen Bereich, keine Ahnung. Die Leute, deren Meinung wir hier wiedergegeben, schon.

      Das Argument des defizitären Materials ist ein gutes! Es müsste wohl nicht nur erhalten werden, sondern auch ergänzt. Jedenfalls sofern wir uns für die Beibehaltung der Neutralität entscheiden (was zu befürchten wäre).

      Was weniger gut ist: Sie erläutern mir, was mir Reinhard nicht erklärt hätte, übersehen aber, dass ich konkret darauf eingehend darlege, warum ich das nicht für so stichhaltig halte. Sie sind es also, der etwas negiert, nicht ich.

    • phaidros
      28. Januar 2013 07:26

      Jetzt kann ich den Daumen drauf legen, was mich noch gestört hat: der »Schrott«. Das habe ich nicht gesagt, und es wäre auch unangebracht. Das österreichische Material ist nicht das schlechteste. Wir leisten uns nur zu wenig davon, und das wenige vorhandene jetzt zu verkaufen, ist Wahnsinn.

      Aber bei geneuerer Betrachtung haben Sie recht: ein Bündnisbeitritt erscheint unter finanziellen Gesichtspunkten noch zwingender als unter sachlichen.

    • simplicissimus
      28. Januar 2013 09:45

      OK, phaidros, belassen wirs bei dem jetzt! Trotz allem eine interessante Auseinandersetzung.

  16. Buena (kein Partner)
    27. Januar 2013 11:00

    Herr Unterberger findet aber auch rechten Gefallen daran, den Generationskonflikt weiterzuschüren - mit Artikeln wie diesem.
    Was bringt so ein Artikel, außer weitere Gräben zu ziehen?

    • Reinhard (kein Partner)
      27. Januar 2013 11:11

      Wenn Fakten Gräben aufreißen, sollte man diese Fakten nicht verschweigen sondern verändern. Auch wenn das der unbequemere Weg ist.
      Nach Lösungsansätzen nur dann zu schreien, wenn sie ausschließlich allen anderen weh tun wird auf Dauer nicht funktionieren. Da kommt auf die Pensionisten noch einiges zu. Gut, dass einige von ihnen das Jammern lassen und offen zugeben, dass sie bisher zur permanenten Gewinnergruppe zählten.

    • simplicissimus
      27. Januar 2013 12:59

      Buena, selbstverständlich wird man der Jugend zu ihrem eigenen Schutz sagen müssen, dass sie ruhig an den Privilegien zb der kinderlosen Pensionisten rütteln dürfen. Warum soll die Jugend unser Arbeitssklave werden, bloss weil so viele uns uns zu bequem fürs Unbequeme waren?
      Es wird Zeit, dass die Minderheit JUGEND geschützt wird vor den unersättlichen Alten.

  17. Torres (kein Partner)
    27. Januar 2013 10:43

    Der letzte Satz beschreibt genau den Sachverhalt, der mich auch schon die ganze Zeit irritiert hat: Nicht, dass eine Reform des Wehrdienstes nicht notwendig wäre; doch aus dem Ergebnis (und vor allem aus der Fragestellung) der Volksbefragung einen dezidierten Auftrag zur Reform herauszulesen, erfordert schon eine sehr lebhafte Phantasie, die vor allem von der ÖVP und Spindelegger ausgeht.

  18. Knut Schmidt (kein Partner)
    27. Januar 2013 08:11

    Die Zeiten haben sich geändert. Der Folterknecht von gestern ist der linkslinke Gutmensch von heute. Und das Gutmenschentum in all seinen Facetten der Ignoranz, Blödheit und falsch verstandener Toleranz muss schön langsam als Beihilfe zu vielen Verbrechen und für den Niedergang unserer Kultur gewertet werden. Der Terror hat sich vom physischen auf den psychischen Bereich verlagert. Die große Gefahr dabei ist allerdings, dass das Pendel irgend wann wieder zu stark nach rechts ausschlägt. Und das wollen wir auch nicht. Also – wo bitte ist die goldene Mitte.

    • Undine
      27. Januar 2013 18:49

      @Knut Schmidt

      "Der Terror hat sich vom physischen auf den psychischen Bereich verlagert."

      *******!
      Wie recht Sie haben! Am mittelalterlicher Pranger in irgendeinem Marktflecken zu stehen war sicher eine fürchterliche Erfahrung, aber heutzutage vom Fernsehen an den "Pranger" gestellt zu werden = monate-, wenn nicht jahrelang als Beschuldigter via Fernsehen in jedem Wohnzimmer in Zeitlupe über den Bildschirm gehen zu müssen (z.B. K-H. Grasser), noch dazu, wenn nach Jahren noch immer nichts bewiesen ist, ist auch kein Honiglecken. Diese Qual würde ich all seinen Feinden (in der Politik und im ORF!)---ein kleinbißchen wenigstens!--- auch wünschen.

  19. Reinhard (kein Partner)
    27. Januar 2013 08:04

    Dieses Hindreschen der Linken auf die Pensionisten, wenn sie nicht so funktionieren wie erwartet, finde ich wirklich hervorragend! Weiter so!!!

    Vielleicht fällt dem einen oder anderen Pensionisten dann auch auf, dass die gleichen Leute auf ihn einprügeln, die überhaupt kein Problem damit haben, sich von ihm die Stimme zum Machterhalt zu besorgen;angebliche Schul-, Bildungs- und Jugendpolitik zu betreiben mit der Stimmenmehrheit der Alten etc. Vielleicht fällt ihnen auf, dass da Politiker agieren, die kein Problem haben, von den Alten gewählt über die Zukunft der Jungen zu bestimmen, aber angeblich die Meinung der Alten zur Zukunftsgestaltung der Jungen nicht akzeptieren können. Eigentlich schmiert die von Pensionisten am Leben gehaltene linke Abzockerbrigade den Alten gerade aufs Brot, dass sie, da Politik ja zukunfts- und reformorientiert hauptsächlich den Lebensweg der Jungen beeinflusst, mit der Pensionierung das Wahlrecht verlieren müssten...

    Verlieren die Sozen die Alten, sind sie endgültig weg von der Gardine. Also bitte, weiter so! Prellt die Alten weiter, auf dass sie trotz ihrer fortgeschrittenen Denkroutine noch Momente des Erwachens erleben - und zwar in der Wahlkabine!

    • Undine
      27. Januar 2013 18:51

      @Reinhard

      ********************************!
      Na endlich liest man Sie auch wieder!!!

  20. sergej-Orange (kein Partner)
    27. Januar 2013 01:07

    hier hat dr. au recht. Auch mir geht es auf den Zeiger wie die spö die Verstaatluihung(inklusive gebeührenerhöhungen) rechtfertigt indem die EU das Wasser wegnimmt. Bei allen anderen Situation sind die Sozialisten doch die ersten welche der EU in den allerwertesten kriechen. Achja Doppelmoral:Wiener Linien garnituren im besitz der Ost-küste soviel zur "anti-privatisierung" Partei spö .....

  21. Eso-Policier (kein Partner)
    27. Januar 2013 00:24

    Die Wehrpflicht, und diese verächtliche "Stellung", gehören sofort abgeschafft. Zum Thema "Stellung" siehe
    www.musterung.us
    Die USA und Russland werden sich wahrscheinlich auf weitere Schritte zur Abrüstung einigen. Auch Österreich sollte sich der allgemeinen Entwicklung nicht entziehen. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

    • socrates
      27. Januar 2013 00:33

      Eso-Policier (kein Partner)
      Schön dumm ist auch schön!
      http://rt.com/news/cold-war-russia-usa-447/
      With the full support of a feckless policy elite and an uncritical media establishment, Washington is slipping, if not plunging, into a new cold war with Moscow.

      Relations, already deeply chilled by fundamental disputes over missile defense, the Middle East and Russia’s internal politics, have now been further poisoned by two conflicts reminiscent of tit-for-tat policy-making during the previous Cold War.

  22. Brigitte Kashofer
  23. Das kleine Mäxchen
    26. Januar 2013 16:01

    Dem schrecklichen Klagen über die realitätsferne Meinungsmache (mit konsequener Beglückung aller durch wenige) aus dem linken Eck kann ich ganz zustimmen.

    Es würde mich aber ebenso interessieren, wieso aus den anderen Ecken keine professionelle Themenführerschaft kommt.

    Im Zeitalter des Internet-, E-mail besteht die öffentliche Diskussion ja nicht ausschliesslich aus ein paar angfüttertn Blattln und 2 Kanälen.
    Es ist nicht übermäßig teuer und auch nicht schwierig die anderen Kanäle (blogs, etc..) gut zu bedienen.

    Automatisch weitergetragen werden Themen, die die Menschen berührern. Die für sie wichtig sind.
    Scheinbar kommen aber aus den anderen Lagern keine Anliegen, die den Menschen wichtig sind, oder die Aufbereitung der Themen (Thematisierung, Aufklärung, verschiedenen Aspekte,...) ist einfach viel zu unprofessionell.

    Wieso ist das so?!

  24. sin
    26. Januar 2013 15:59

    Der herbeigeschriebene Generationenkonflikt ist ein Musterbeispiel an Brandstiftung. Schlimmer wird es aber noch dadurch, dass demokratische Abstimmungsergebnisse nicht zur Kenntnis genommen werden. Diese Pseudodemokraten mit ihrer totalitären Gesinnung sind höchst gefährlich.

  25. Brigitte Imb
    26. Januar 2013 14:32

    OT -Es ist ja wirklich nicht zu glauben, Burgstaller tut sich hervor als gehöre sie zu den seriösesten, ehrlichsten Politikern und sie begehrt den Anspruch für Salzburg als "konstruktivste" Partei.
    Die SPÖ hat Dreck am Stecken, den der stärkste "weiße Riese" nicht reinwaschen kann und sie erdreistet sich als Anstandswauwau und Aufklärungsvorstand, obwohl sie nachhaltig die salzburger Bevölkerung schädigt. Ich hoffe inständig, daß diese heuchlerische Rote nach der Wahl allen Grund zum Blärren bekommt....

    http://orf.at/#/stories/2163359/

    • Wolfgang Bauer
      26. Januar 2013 17:46

      Gestern im ORF: Nach Neuigkeiten vom Salzburgskandal: Ein langer Bericht über Grasser- ohne irgendeine Neuigkeit, nur etwa: es wird jetzt bald eng für Grasser. Ja, solang wir alle zahlen...

  26. Undine
    26. Januar 2013 13:50

    @fokus und @byrig

    Wer nun von den beiden das Rennen machen wird? Daß Schwarzenberg die Benesch-Dekrete öffentlich verurteilt, spricht für ihn. Restitution hat er leider nicht befürwortet (er selber hat ja seinen ehemaligen Besitz zurückbekommen). Aber die jungen Menschen in der Tschechei sind, wie es scheint, ohnedies offener, was die Geschichte des 20. Jhdts anbelangt und sind nicht mehr gewillt, das zurechtfrisierte Geschichtsbild unbesehen zu akzeptieren.

    In den 80er-Jahren war in der KRONEN-Zeitung* eine sehr beachtenswerte Serie über die Greueltaten an den Deutschen im Zuge des WKII von INGOMAR PUST zu lesen. Was man da erfuhr, ließ einem das Blut in den Adern stocken. Besonders die Tschechen hatten sich durch unvorstellbare Grausamkeiten hervorgetan und den Tito-Partisanen um nichts nachgestanden.
    Ein furchtbares "Bild" daraus hat sich mir besonders eingeprägt:

    Kleinkinder wurden ihren Müttern entrissen, in Kanalschächte geworfen und angezündet. Ihre Mütter mußten, an Bäume oder Laternenpfähle gefesselt zusehen. Die Hölle kann nicht schlimmer sein.

    Ein Buchtitel von Ingomar Pust: "Schreie aus der Hölle ungehört"
    Über das totgeschwiegene Drama der Sudetendeutschen

    *Diese Serie wäre heute völlig unmöglich; daß sie damals möglich war, ist ausschließlich dem alten DICHAND zu verdanken, denn er hatte den Krieg noch selbst erlebt.

    • Undine
      26. Januar 2013 13:57

      Ach, du liebe Zeit, obiger "Kommentar" hat hier nichts zu suchen, sondern soll eigentlich eine Antwort auf ein OT von mir für @byrig und @focus beim gestrigen Thema "SN-Kontroverse: Korruptionsverfahren" sein! Tut mir leid!

  27. A.K.
    26. Januar 2013 13:17

    Zum Zitat:
    „Sozialleistungen aller Art erhöht die ...bis zu der komfortablen Grundsicherung reichen, welche die Gemeinde Wien im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern auch an abgewiesene Asylwerber weiterzahlt!.“ eine Anmerkung:

    Meiner Meinung nach gibt es bezüglich dem generellen Umgang mit den Geldern der Steuerzahler in Wien bereits jetzt eine katastrophale Situation:
    In Wien ist eine Immobilienblase gegeben, die jene in Spanien - unter Berücksichtigung des Maßstabs, daß es sich bei Wien nicht um ein ganzes Land, sondern nur um eine 2 Millionenstadt handelt – weit in den Schatten stellt.
    Dafür gibt es leicht erkennbare Spuren, wie z.B., daß nach Wien Mitte fast alle Wiener Finanzämter ziehen um dort einen Großbau gewinnträchtig zu machen. Daß diese Finanzämter die bisherigen Räumlichkeiten ungenützt und dort ohne Mieteinnahmen zurücklassen, stört derzeit noch niemanden. Gegenüber dem Bau in Wien Mitte steht schon das ehemals in der Riemergasse beheimatete Gericht.
    Das Amtsgebäude in der Riemergasse steht seit Jahren leer...
    Unter dem roten Chefredakteur der Wiener Zeitung übersiedelte das Blatt im August 2012 vom Wiedner Gürtel 10 in das „Media Quarter 3.3, 1030 Maria Jacobistraße 1. Dadurch wurde das ehemalige Redaktionsgebäude frei. Über die derzeitige Nutzung berichtet heute (26.1.2013) diese Zeitung:
    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/519084_Notquartier-im-Redaktionshaus.html
    „Obdachlose finden Herberge im früheren Gebäude der "Wiener Zeitung““.
    Sicher ist diese Lösung für die Obdachlosen schön, allerdings wird so kaum Miete zu verdienen sein. Das Media Quarter 3.3. – St. Marx würde zu „schwarz“ klingen“ – und die gesamte Umgebung scheinen auch nicht leicht zu vermieten sein, sonst wäre –erfolglos – nicht versucht worden, den ORF dort hin zu verpflanzen.
    Es braucht meiner Meinung nach nur mehr kurze Zeit, bis eine Reihe dieser Immobilienblasen platzen.

  28. Wolfgang Bauer
    26. Januar 2013 13:09

    Von der teuren und ungustiösen SP-Kampagne (Agentur Demner) unter dem Etikettenschwindel 'Frauen für ein Berufsheer' ist die größte Ungeheuerlichkeit das Sujet "Sie sagt: Altenpflege braucht Hingabe, nicht Zwang!"

    Die Hingabe entsteht offensichtlich durch die "Sie sagt: 14 x 1.400 Euro, das wär' doch auch was für mich!"

    Das also ist heute die sozialistische und grüne Solidarität: Hingabe, erkauft mit Steuermitteln. Wer einmal den Unterschied erlebt hat zwischen bezahlten Kräften der Einrichtungen der Stadt Wien und kirchlich-ehrenamtlichen Hilfspersonen weiß, wo die Hingabe zu finden ist.

    Eine Sauerei gegen die Ehrenamtlichen und besonders auch die Zivildiener, die in großer Mehrheit mit Hingabe arbeiten.
    Das sind die neuen Sozis? Die neuen Grünen? Diese Ethik soll jetzt dann in den Schulen statt Religion geleht werden? Die Ethik eines verurteilten Steuerhinterziehers Androsch und KonsortInnen.

    • phaidros
      26. Januar 2013 13:20

      Herr Bauer, Sie wissen, ich teile beinahe immer Ihre Meinung, aber hier muss ich einmal heftig widersprechen.

      Der Anlasss: Im September musste ich mich einer Blinddarmoperation unterziehen, die im Spital Hietzing vorgenommen wurde.

      Fazit: das gesamte Personal, vom Arzt über die Schwestern und Pfleger bis zum Putztrupp kann ich nur über den grünen Klee loben! Jede und jeder einzelne waren: pünktlich, fleißig, bemüht, aufmerksam, freundlich, höflich und vor allem: ständig am Patienten.

      Ich weiß, man sollte das nicht füpr möglich halten, aber:

      Größtmögliches Lob den Wiener Stadtbediensteten im (Gemeinde-)Spital Hietzing!

      Sollt's hochleben! DANKE!

    • Wolfgang Bauer
      26. Januar 2013 17:50

      @Phaidros: Ich habe Heimpflegerinnen gemeint, die ich erlebt habe. Aber man darf das natürlich nicht verallgemeinern, wie ich's gemacht habe. Meinte nur: Hingabe wird nicht durch Bezahlung erreicht.

    • phaidros
      26. Januar 2013 18:50

      Lieber Hr. Bauer, danke für die Klarstellung! Damit bin ich wieder einmal völlig einverstanden! (Was mich freut) LG

  29. Cotopaxi
    26. Januar 2013 13:04

    o.T.

    Kann es sein, dass sich hier ein muselmanischer Krimineller in seiner Ehre als Mann durch das weibliche Raubopfer verletzt sah und deshalb zu seiner Ehrenrettung mit dem Messer zustechen musste?

    http://diepresse.com/home/panorama/wien/1337231/Frau-erlitt-bei-Handyraub-in-WienFavoriten-Bauchstich?from=gl.home_panorama

  30. Josef Maierhofer
    26. Januar 2013 11:01

    Wie wär's mit der Wahrheit ?

    Noch nie hat die linke Politik für die Wahrheit gekämpft, sondern stets für den Missbrauch der linken Sympathisanten und Wähler und deren Manipulation und Abzocke.

    Noch nie haben sich die linken Politiker für Anstand und Ehrlichkeit eingesetzt, sondern stets war die Lüge ihr Evangelium.

    Noch nie haben linke Politiker Fehler eingestanden, Wahrheit gesucht, sondern stets den Selbstzweck erfüllt, um sich bedienen zu können.

    Mit wenigen Ausnahmen haben linke Politiker stets unehrliche Absichten verfolgt und Realitätsverweigerung betrieben. Ausnahmen waren in etwa Franz Olah, Rudolf Kirchschläger, etc.

    Aber noch nie haben linke Politiker zu Anstand, Sparsamkeit, Fleiß, etc. aufgerufen, außer eben jene gennanten Ausnahmen.

    Noch nie haben linke Regierungen ein ausgeglichenes Budget gesucht, vom Schaffen gar nicht zu reden.

    Das heißt, sie sind gegen Österreich und sein Volk um selbst gut dazustehen und sie haben durch ihre Schuldenpolitik und den Volksverrat mit dem ESM als treibende Kraft einen Riesenschaden für Österreich angepeilt. Auch der Konsumrausch ist eine linke Kreation.

    Ich hoffe sehr, dass alle diese Lügen aufgedeckt werden und dass die Wähler diesmal darauf reagieren, es ist beängstigend, was die Linke tut.

    Nie haben sie gedient, stets sich bedient.

    Ich hoffe, die Wahrheit findet endlich den Durchbruch und obsiegt über die Lüge.

    • Wolfgang Bauer
      26. Januar 2013 21:44

      Vollkommen Ihrer Meinung. Wieso darf Herr Faymann jetzt überall für Eurobonds Stimmung machen und in Österreich regt das niemand auf? Er gilt dadurch als guter Mensch. Schadet aber auch den Österreichern, die ihn gewählt haben.

    • byrig
      27. Januar 2013 19:52

      ich schliesse mich ihren äusserungen vollinhaltlich an!

  31. brechstange
    26. Januar 2013 10:06

    Also ich kenne keinen einzigen Jugendlichen, der für das Berufsheer gestimmt hat.

    • phaidros
    • brechstange
      26. Januar 2013 13:51

      Ich komm ja vom Land, da lehrt man den meisten noch Pflichtbewusstsein und Verantwortung. ;-)

    • phaidros
      26. Januar 2013 17:39

      Raum Amstetten. Tiefes NÖ.

    • phaidros
      26. Januar 2013 18:23

      Bei mir üblicher Nachsatz, liebe brechstange (wieder am PC): Sie haben zwar ein Smiley dahinter gesetzt, aber auch das vermag die kleine, ein wenig vom hohen Ross herab ausgeteilte Spitze nicht zu verdecken, dass verantwortungslos wäre, wer nicht für die Wehrpflicht stimmt.

      Aber damit begehen auch Sie den immer wieder gemachten, gleichen Denkfehler: Sie können sich offenbar einfach nicht vorstellen, dass es wieder ein militärisches Einsatzszenario (an die Allgemeinheit: nein, keinen Polizeihilfseinsatz) geben sollte.

      Wenn der aber schlagend wird, dann schicken wir mittlerweile gut 30 Generationen von Wehrdienern in den sicheren Tod, weil wir ihnen keine Ausbildung angedeihen ließen und sie nicht in ein militärisches Umfeld stellen, das sie beschützen kann.

      Das nenne ich verantwortungslos.

      Und ich kann kein Smiley daneben machen, so sehr ich das bedaure.

    • Helmut Graser
      26. Januar 2013 20:38

      Helfe gerne aus, hier der Smiley ;-)

  32. Observer
    26. Januar 2013 09:26

    Als seriös, objektiv und frei von Polemik lässt sich der heutige Leitartikel von Herrn Unterberger nicht bezeichnen. Tatsache ist, dass es ein Generationenproblem gibt, welches übrigens auch als Tagesthema die der gestrigen PRESSE ausführlich und ziemlich neutral beschrieben wurde. Tatsache ist auch, dass die unverantwortliche Schuldenmacherei der bisherigen Regierungen in den nächsten Jahrzehnten von den jüngeren Leuten und Steuerzahlern auszubaden ist.

    Mit genügend zeitlichen Abstand läßt sich nun auch feststellen, dass es bei diesen saublöden Fragestellungen vom vergangenen Sonntag mehrheitlich nur um die Beibehaltung des Zivildienstes gegangen ist. Treffend wurde dies auch in einer Karrikatur von M. Szycskowitz am 22.1. (ebenfalls Presse) dargestellt, wo zwei in Rollstühlen fahrende senile Greise von Zivildienern geschoben wurden und beide Alten je eine kleines Bundesheerfähnchen hochgehalten haben.

  33. zweiblum
    26. Januar 2013 08:53

    Warum die Medien so gut bezahlt und bestochen werden:
    Informationsgespräche über den Euro
    Spar-Fuchs enttarnt Mario Monti als möglichen Hakluyt-&-Company-Redner
    Vor zwei Wochen machte das Portal Abgeordnetenwatch.de bekannt, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs eine ganze Reihe gut bezahlter Vorträge für die Londoner Beratungsfirma Hakluyt & Company hielt, die von ehemaligen Mitarbeitern des britischen Auslandsgeheimdiensts MI6 mitgegründet wurde. Das war bislang deshalb nicht weiter aufgefallen, weil auf der Bundestags-Website bis letzte Woche nicht "Hakluyt & Company", sondern "Hakluyt Society, London" stand. Erst als Abgeordnetenwatch.de bei dieser traditionsreichen geografischen Gesellschaft nachfragten, wurde der Irrtum offenbar: Bei der Hakluyt Society kannte man nämlich keinen gut bezahlten Redner namens Fuchs.
    Wie der Eintrag beim Bundestag zustande kam, ist nicht ganz klar. Mutmaßungen dazu dienen Fuchs als Anlass für teure Abmahnungen, die er nicht nur an Abgeordnetenwatch.de, sondern auch an Netzpolitik.org verschickte. Fuchs ist nämlich der Meinung, er habe trotz einer gewissen begrifflichen Sparsamkeit alle Fragebögen zu seinen Nebeneinkünften zureichend korrekt ausgefüllt und wenn überhaupt jemand, dann habe die Bundestagsverwaltung den falschen Eindruck zu verantworten, der hinsichtlich seiner Vortragstätigkeiten entstand.
    Zur Frage, warum er so viele gut bezahlte Vorträge für ein Unternehmen hielt, dass in die Schlagzeilen geriet, weil ein Mitarbeiter als Spitzel bei Greenpeace aufflog, war bislang wenig von ihm zu lesen. Erst jetzt konnte ihm die Süddeutsche Zeitung eine einigermaßen aufschlussreiche Stellungnahme dazu entlocken: Danach habe er "erst durch die jetzige Debatte" von der "über zehn Jahre zurückliegenden Greenpeace-Überwachung und der Gründung durch ehemalige MI6-Mitarbeiter […] erfahren". Die Veranstaltungen dort seien "reine Informationsgespräche [gewesen], bei denen sich Firmen etwa für die Situation in Deutschland oder den Euro interessieren".
    Außerdem, so Fuchs zur Süddeutschen, säßen der ehemalige NATO-Generalsekretär Javier Solana und der frühere BDI-Chef Hans-Peter Keitel im Aufsichtsrat des Beratungsunternehmens und einmal habe man ihn sogar eingeladen "zusammen mit Mario Monti eine Rede zu halten". Dass auch der italienische Ex-Ministerpräsident, der als "internationaler Berater" für die Investmentbank Goldman Sachs fungierte (oder noch fungiert), Vorträge bei der Beratungsfirma im britischen Geheimdinestdunstkreis halten soll, ist potenziell durchaus interessanter als das, was der eher farblose Fuchs dieser Gruppe an Informationen geliefert haben könnte. Monti selbst war für eine Stellungnahme dazu bislang nicht erreichbar.
    Peter Mühlbauer http://www.heise.de/tp/blogs/8/153622

  34. socrates
    26. Januar 2013 08:42

    Egal welches BH-modell,es kann erst wirken, wenn die Personalkosten der Verwaltung von 73% auf 37% gesunken sind, ebenso wie in der Schulverwaltung. Sonst haben wir, wie im Sozialismus üblich, lauter Häuptlinge, aber keine Krieger!
    Die EU will Einsatztruppen, genre Fremdenlegion, die für Großkonzerne marschieren, um z.b. das Wasser zu enteignen. Wer Söldner werden will, gehe zur Legion.
    Dasselbe gilt für die Journaillie. Seit ich (nur) hier poste, habe ich geschrieben, daß wir keine Qualitätsmedien haben. Den Kollektivvertrag der Medienhaie habe ich hier veröffentlicht um die Aktionen über die Privilegien der Lehrer zu stoppen. Es hat gewirkt. Daher sollte man den Kollektivvertrag der Journalisten an die Bezüge der Lehrer angleichen.
    Ad Generationenkonflikt: Ernährer gesucht Ayleen Saskia Habersfeld 04.08.2012
    Emanzipation heißt sinngemäß Selbstbefreiung. Meine Befreiung hieße Autonomie, aber die ist unmöglich, da das Gesetz mich daran hindert, sie zu verwirklichen.
    Wenn es bei Heise (z.B.) um Frauen geht, dann sind viele, die im Forum aktiv sind, vor allen Dingen eines: gefrustet. Nicht etwa weil sie keine Frau abbekommen, sondern weil sie entweder schlechte Erfahrungen mach(t)en oder weil sie sich, wenn es um Beziehungen geht, in der Opferrolle sehen. Für Frauen, so heißt es, ist es leicht, einen Mann in die Ernährerrolle zu drücken, notfalls wird eben ein Kind angedreht und schon kann die zukünftige Mama ab dem Moment der Empfängnis mit Unterhalt für sich samt Kind rechnen, egal was sonst zwischen dem Vater und noch passiert.

    http://www.heise.de/tp/artikel/37/37374/1.html

  35. phaidros
    26. Januar 2013 08:10

    Dem Tagebuchblatt ist in weiten Teilen zuzustimmen, aber den Wehrpflicht-Part muss man ausnehmen.

    AU schreibt: »Auch ich hätte ja vielleicht einst knapp vor dem Bundesheer und insbesondere nachher gegen die Wehrpflicht gestimmt, hätte mich jemand gefragt. Aus Zorn über primitive Ausbildner mit ihren ausgelebten Minderwertigkeitskomplexen gegenüber Maturanten und Akademikern; aus Zorn über saufende und nichtstuende Unteroffiziere; aus Zorn über Offiziere, die sich möglich weit von den Wehrdienern entfernt bewegten.«

    Und was hat Sie das alles vergessen gemacht? (Vorsicht: es geht mir hier nicht um Wehleidigigkeit. Im Gegenteil, ich stand immer und stehe auf dem Standpunkt, dass man nur verbessern kann, wozu man selbst dazu beiträgt und habe das auch getan. Aber trotzdem war das offenbar schon zu Ihrer Zeit Realtität, zu meiner war es nicht anders, und seither hat es sich wohl kaum verbessert.)

    »Denn sie verlangen von den Jungen nicht mehr, als sie selber im gleichen Alter zu leisten hatten. «

    Na, da haben wir's ja schon, was ich an anderer Stelle geschrieben habe: »I hob des a g'mocht, des schod't Eich goa nix!« lautet die Devise. Dass mittlerweile keinerlei militärischer Sinn mehr im Wehrdienst steckt und das ein lupenreines Neidhammelargument (Motto: warum sollte es Dir besser ergehen als mir), wird dabei weggeschoben, weil schließlich: »I hob des a g'mocht, des schod't Eich goa nix!« Dass es aber nicht nur nicht schaden, sondern auch jemandem nützen sollte, ist egal.

    nun im Nachhinein als Befehl zu massiven Veränderungen interpretiert wird, von denen bei der Umfrage aber nie die Rede war.

    Eigenartig, nicht? Vor der Abstimmung lobte eine Offiziersgesellschaft am 16. Jänner noch die Qualität der Diskussion und sprach von »Schlechtmachen der Leistung« (welcher?).

    http://www.oeog.at/ow10/2013/01/nr-5113-%e2%80%9edie-schlacht-um-die-wehrpflicht%e2%80%9c-eine-kritische-bewertung/

    Um danach 1 Milliarde zu verlangen.

    http://www.oeog.at/ow10/2013/01/nr-7113-zukunftsorientiertes-bundesheer-auf-basis-der-allgemeinen-wehrpflicht/

    So in Ordnung können die Dinge also wohl nicht liegen, wie die viel zu vielen Herren mit den viel zu hohen Dienstgraden (und zugehörigem Gehaltsschema) uns glauben machen wollen. Ob es da wenigstens teilsweise schlicht um die Wahrung von Eigeninteressen geht?

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • Josef Maierhofer
      26. Januar 2013 11:30

      @ phaidros

      Zu Ihrem letzten Absatz:

      Sie haben recht, in Österreich reduziert sich jede Diskussion darauf, was man verlangen kann, 'was geht eini', und die Sachfrage zu den desolaten Personen und Materialien, zu den Aufgaben und zur Neudefinition eben dieser, etc. wird beiseite geschoben, genau, wie Sie befürchtet haben. Damals habe ich Ihnen in diesem Punkt auch recht gegeben.

      Sicher wird es nicht gehen ohne extra Geld in die Hand zu nehmen, aber das steht in Österreich zu allererst, auch, wenn man noch nicht weiß, was man wirklich damit tun will und wozu man es braucht, brauchen kann man's immer.

      Die gelobte Qualität der Diskussion sollte erst der Beginn gewesen sein und nicht das Ende, aber sie sollte zügig erfolgen und einem Ende zustreben mit Ergebnissen zu allen machbaren Details.

    • phaidros
      26. Januar 2013 18:26

      Lieber Herr Maierhofer, ich darf mein Kompliment wiederholen: es tut gut, jemanden zu lesen, der eine differenzierte Sicht der Dinge zu würdigen vermag!

      Und in der Sache (erst einmal Geld fordern - ebenfalls ohne jegliches Konzept, nebenbei bemerkt - dann gegebenenfalls intern um die Aufteilung streiten) haben Sie natürlich ebenfalls völlig recht: zutiefst österreichisch.

  36. simplicissimus
    26. Januar 2013 08:04

    Lest ihr fortschrittlichen Linken, lest ihr Löwelstrassenposter, lest ihr intellektuellen BoboInnen, lest ihr Welt- und Gesellschaftsverbesserer, lest ihr Trolle, lest und bitte kommentiert den kommenden Generationenkonflikt in die Tiefe, in die Breite, sachlich, objektiv und fair! Und lasst Euch auf eine ernsthafte Diskussion ein, bezieht Stellung!
    Unterberger, der alte, konservative, frustrierte Miesmacher Eurer progressiven Gesellschaft hat recht!
    Und wenn Ihr keine Argumente mehr habt, dann bitte, gerne, lesen wir Eure ganz und gar nicht verdrehenden untergriffigen Trollings um uns nebenbei noch ein bisschen zu amüsieren.
    Ich warte.

  37. Wertkonservativer
    26. Januar 2013 07:11

    Also, ganz unabhängig von den vielen Diskussionen um die Wehrpflicht ja oder nein: fest steht, dass die Roten und ihre medialen Hiwis ganz schlechte Verlierer sind!

    Eine wohltuend sachliche Stellungnahme zum Generationen-Thema gibt heute im Kurier die von mir sehr geschätzte Frau Salomon qauf Seite 4:
    "Ein Sieg des pensionierten Spießburgertums?"
    Hier wird - ganz sachlich und unspektakulär - neben der Schuld der Politiker an vielen verhängnisvollen Entwicklungen in unserem Lande, neben der eigentlich eigenartigen Teilnahmslosigkeit der Jugend an Fragen ihres zukünftigen Schicksals, schon auch die Mitschuld unserer Generation hinsichtlich der sehr dankbaren Annahme der vom Staat großzügig verteilten "Goodies" präzisiert!

    Hier geht es jedenfalls um ein existenzielles Problem vor allem für unsere Jungen!
    Parteitaktische Schuldzuweisungen seitens ideologiebesessener Rot- und Grünhäute
    sind dabei extrem entbehrlich!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 08:36

      Unsere Jugend kann sich es gar nicht vorstellen, dass es keine wohlig-warmen Bettchen mehr gibt. Geschichten über mögliche schwere Probleme sehen sie wie ein dramatisches Computerspiel. Es ist in ihrer Vorstellungswelt mangels Erfahrung einfach nicht drinnen, also unvorstellbar.

    • phaidros
      26. Januar 2013 10:22

      Und was hat das mit unserem Heer zu tun? Nicht vergessen: wir schicken unsere GWD eine Woche nach dem Einrücken zum Schlafen nach Hause. Nebenbei: mehr als die Hälfte der Männer geht zum Zivildienst, also selbst im »Optimalfall« erfasst Ihr Argument nicht einmal ¼ »der Jugendlichen«.

    • schreyvogel
      26. Januar 2013 16:30

      phaidros,
      wenn jetzt, wie angekündigt, der Wehrdienst auch noch aufgewertet wird in Richtung Kurzweil, Erlebnis, und Sport statt Langeweile, Wachdienst und Systemerhaltung, werden Caritas und Rotes Kreuz bald der Politik in den Ohren liegen, die Flucht aus dem Zivildienst zum Wehrdienst zu stoppen!

    • phaidros
      26. Januar 2013 18:33

      Reden wir noch von militärischer Landesverteidigung, oder schon von einem Feriencamp?

  38. Helmut Oswald
    26. Januar 2013 03:28

    'Auch ich hätte ja vielleicht einst knapp vor dem Bundesheer und insbesondere nachher gegen die Wehrpflicht gestimmt, hätte mich jemand gefragt. Aus Zorn über primitive Ausbildner mit ihren ausgelebten Minderwertigkeitskomplexen gegenüber Maturanten und Akademikern; aus Zorn über saufende und nichtstuende Unteroffiziere; aus Zorn über Offiziere, die sich möglich weit von den Wehrdienern entfernt bewegten. Das dürfte heute kaum anders sein.'

    10 Jahre als Berufssoldat (Offizier auf Zeit), dazu noch 20 und mehr Jahre als Reserveoffizier (das korrekte Wort Milizoffizier wollte und will mir nie so recht gelingen) sowie erbliche Vorbelastung durch Vater und Großvater als Frontoffiziere in beiden Weltkriegen. Zuzüglich der Neigung, sich zu militärhistorischen und wehrpolitischen Themen publizistisch zu äussern (ein Hauptwerk zum strategischen Luftkrieg in 2 Auflagen, mehrfach Beiträge in diversen Fachzeitschriften) - und der Horizont ist anders gespannt.
    1) eine einem Maturanten von seinem Bildungsstandard her angemessener Ausbildungsgang ist naturgemäß unterhalb der Einjährig Freiwilligen Ausbildung in diesem Heer zu keiner Zeit vorfindbar gewesen. Wer diesen Weg nicht gehen wollte, wurde und wird folglich naturgemäß unterfordert - geistig ohnehin, aber auch hinsichtlich der sonstigen Ausbildungsinhalte. Fungiert doch der Grundwehrdiener als Hilfsarbeiter und Befüller eines Mengengerüstes, das anders eben nicht herstellbar ist. Die Ausbildung eines gewöhnlichen Schützen wird folglich den Ansprüchen eines Personenkreises mit höherer Bildung niemals genügen können - es sei denn der Mitteleinsatz auch zur Beistellung höherwertigeren Kaderpersonals in geeigneter Menge würde erheblich gesteigert. Wozu ?

    2)Es gibt ein ausserordentlich breite Spanne ungenützt bleibender Möglichkeiten, den Dienst für Wehrpflöichtige interessant zu gestalten, dies setzt einfach entsprechendes Engagement der Kader voraus. Von ihnen zu verlangen, sie sollten in Permanenz zu schier grenzenloser Selbst- und
    Fremdmotivation in de LAge sein glückt erfahrungsgemäß nur, wenn die Offiziere ein Mindestmaß an Willen zum Mehreinsatz als zum Dienst nach Vorschrift erweisen. Dafür sollte mindestens Anerkennung, jedenfalls aber leistungsgerechte Entlohnung und leistungsgerechter Aufstieg ermöglicht sein.
    DAS BDG (Beamtendienstrechtsgesetz) erstickt für gewöjhnlich beides und zwar sehr gründlich.

    3) die Unterschiede zwischen einzelnen Einheiten und auch Verbänden hinsichtlich ihrer Dienstauffassung führen trotz maximaler Normung gerade auch des Ausbildungsbetriebes zu ganz ausserordentlichen Schwankungen hinsichtlich der Qualität des Dienstbetriebes und damit automatisch auch der Sinnstiftung für die unmittelabren Dienstverrichtungen selbst. Meiner Erfahrung nach schwanken die unterschiedlichen Standards, fast ausschließlich zurückzuführen auf das Vorhandensein einer bestimmten kritischen Masse an eher besseren oder eher unterdurchschnittlichen Berufssoldaten, in geradezu drastischer Weise. Im wesentlichen auch, weil die Art des Dienstbetriebes noch immer weitgehende von den unmittelabren Vorgesetzten bis zum Einheitskommandanten geprägt wird.

    Das ist mit Sicherheit schon seinerzeit - als der Autor diente - kein Regelfall gewesen, mag aber immerhin verbreitet gewesen und angelegentlich auch gehäuft aufgetreten sein. Immer ist dies eine Folge mangelnder Dienstaufsicht der jeweiligen Militärkommanden die für den Territorial-, Verwaltungs- und Ausbildungsdienst verantwortlich waren.

    Der Punkt ist daher ein ganz wichtiger, den ich hier anführe: jede Reform scheitert, egal wieviel mehr an Geld sie möglichwerweise auch in die Hand nimmt wenn sich diese nicht der zentralen Person annimmt, die als unmittelbarer Vorgesetzter des Wehrpflichtigen auftritt, diesen ausbildet, betreut, schult und letztlich auch erforderlichenfalls führt.

    Der wichtigste Teil jeder Heeresreform ist also die gewissenhafte und
    ehrliche Auswahl der geeigneten Kadersoldaten. Man will als junger
    Rekrut keine braven, extrem lernwillige Fleißkärtchensammler. Nein! Man
    will kluge Vorgesetzte, mit beiden Beinen im Leben stehende
    Persönlichkeiten, mit einem Schuß Windhundflair und emotionaler
    Intelligenz, die nicht beim ersten Windstoß umfallen. Menschen die fähig
    sind, Verantwortung auch in schweren Stunden mutig zu tragen, Zuversicht
    vorzuleben und immer Menschen sind und bleiben. Also Kameraden - an die
    man sich "anlehnen" kann.

    Beamtentypen sind in einem Heer, egal ob Berufs,-oder
    Wehrpflichtigenheer, am falschen Platz. Selbst in der Verwaltung sind
    sie hinderlich. da sie nur Paragraphen,-und Prinzipienreiter sind. Diese
    Menschen fliehen vor der Truppe in "Büroeinrichtungen" des Bundesheeres,
    um der ständigen Auseinandersetzung unter Ausbildungs- und der
    Einsatzbedingungen zu entfliehen. Alle sprechen daher von Vorteilen und
    Nachteilen - niemand aber von Notwendigkeiten! Sie vergessen, das eine
    Kompanie keine Buchhaltungsagentur ist, sondern eine Organisation aus
    denkenden, fühlenden und handelnden Menschen. Sie lassen sich nicht
    berechnen wie eine Lieferung Erdnüsse!

    Sollte also alles so bleiben wie es ist, wird es nichthinreichen. Soviel ist klar.
    Selbst wenn man das Abstimmungsergebnis als solches formaliter auf die Fragestellung bezogen so interpretieren könnte. In Wahrheit aber sind die fast 60 % bekennende Wahlberechtigte Pro Wehrpflicht selbstverständlich auch Ausdruck einer Willensbetätigung der Bevölkerung, mit der den jahrzehntelangen umfassenden publizistischen und pädagogisierenden Bemühungen der politischen Linken und Pazifisten eine klare Absage erteilt wird, die permanent und auf das penetranteste und primitivste versucht haben die Wehrgesinnung der Bevölkerung zu zersetzen und abzubauen.

    Die politische Klasse kann drehen und wenden an diesem Ergebnis was auch immer sie will. Das Volk ist mit deutlicher Mehrheit positiv wehrgesinnt und wünscht sein Land verteidigt zu sehen - erforderlichfalls auch durch ein allgemeines Aufgebot und die Volksbewaffnung !

    • phaidros
      26. Januar 2013 08:03

      Beeindruckend. Und doch: 10 Jahre Berufsoffizier und nicht einmal in Ansätzen begriffen, wie wichtig militärische Landesverteidigung wäre, und insbesondere wie man sie nicht herstellen kann (wie ja auch die Offiziersgesellschaft zugibt, wenn sie nun 1 Milliarde mehr fordert - q.e.d.)

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 08:05

      Herr Oswald: ******!

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 08:06

      ... und bitte, geben wir dem heer eine milliarde mehr. wir werden es brauchen.
      gesunde einsparungsmöglichkeiten gibt es woanders in hülle und fülle.

    • phaidros
      26. Januar 2013 08:12

      Auch eine Milliarde wäre vermutlich nicht genug. Und: es wird sie nicht geben.

      Meine Vermutung: vielleicht 500 Mio (wenn überhaupt: so viel ich weiß, haben alle Parlamentsparteien bereits erklärt, das Budget nicht erhöhen zu wollen), und wir verbrennen nacher 2½ Milliarden sinnlos statt wie bisher 2 pro Jahr.

      Wohl bekomm's!

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 08:16

      dann schaffen wirs ganz ab, phaidros, wenns so sinnlos ist. ihrem habalphabetischen minitrüppchen möcht ich mich jedenfalls nicht anvertrauen und nicht einmal eine einzige million verbrennen lassen.

    • phaidros
      26. Januar 2013 08:34

      Das wäre immer noch sinnvoller und jedenfalls ehrlicher als der verlogene scheinheilige Mist, den wir nur deswegen Landesverteidigung nennen können, weil er sich nie bewähren musste. (Entschuldigung - ich meine natürlich: jenseits von Skipisten präparieren und Sandsäcke tragen).

      Die Schweiz hat 120 Jets, Österreich 15 (angeblich nur 3 startklar). Ist die Schweiz so dämlich, solche Überkapazitätten zu fahren? Das glaube ich nicht. Das ist notwendig zur Behauptung der Neutralität.

      Flächenbereinigt müssten wir also rd 200 Flieger anschaffen. Viel Spaß bei dieser Beschaffung. Erinnern Sie sich? wir haben von 24 auf 18 und dann 15 reduzieren müssen, weil nicht genung Geld da war. (Das setzt sich fort bei Panzerwaffe, Raketen, Drohnen, Fliegerabwehr, usw. Das ist keine Frage von vertrottelten Winkespielchen im Wald, die wir halt viel besser drauf haben als die anderen. Das ist an Dümmlichkeit unüberbietbar.)

      Zusammengefasst: Die Schweiz gibt 4 Mia$ für Verteidigung aus, wir 2½. Und diesen Unterschied gibt es seit Jahrzehnten.

      Unser bestehendes System ist ein irreperabaler Totalschaden, Sie wollen, dass gutes Geld schlechtem hinterher geschmissen wird.

      Warum Sie jemandem, der seinen Beruf wählt, nicht vertrauen, jemandem, der dazu gezwungen wird aber schon, bleibt auch so ein Rätsel. Gerade im Falle von Unruhen, wird der (bei uns nicht ausgebildete!) Wehrpflichtige viel eher die Nerven wegschmeißen und etwas Unsinniges tun.

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 08:44

      phaidros, sie sind ein meister der diskussion, gehen aber nicht niemals auf den punkt, sondern bleiben in demagogie hängen.
      der vergleich mit der schweiz ist nett, aber auch die schweiz kann einen übermächtigen aggressor nicht abwehren. und im umkehrschluss könnten wir mit einem guten 2.platz hinter der reicheren schweiz auch zufrieden sein.
      und ja, ich traue einer multikultitruppe in zeiten möglicher multikultiunruhen nicht.
      und ganz besonders dann nicht, wenn es profis sind.
      ich muss jetzt weg, tut mir leid.

    • phaidros
      26. Januar 2013 09:04

      Tut mir leid, wenn Sie meinen, ich käme nie auf den Punkt. Was ich schreibe, halte ich für den Punkt, besser kann ich's nicht.

      Ad rem: Wenn es zu einer kriegerischen Auseinandersetzung kommt, so bedeutet das immer eine Fehleinschätzung. Und zwar desjenigen, der am Ende verliert. Wieso? Weil er, hätte er die Lage richtig eingeschätzt, entweder den Angriff unterlassen oder sich nicht auf den aussichtslosen Abwehrkampf eingelassen, sondern kapituliert hätte (von Fanatiker in der Kommandoebene einmal abgesehen).

      Natürlich kann sich auch die Schweiz nicht gegen einen übermächtigen Gegner verteidigen, aber - Überraschung! - niemand kann das! Die Schweiz legt allerdings im Unterschied zu uns jedem potenziellen Aggressor eine echte Schwelle in den Weg und vermeidet so die kriegerische Auseinandersetzung.

      Dass ganze 40% weniger Budget (dauerhaft) für einen 2. Platz reichen sollen, bezweifle ich heftig. Unsere Militärausgaben gehören zu den niedrigsten der Welt, und entsprechend erringen wir irgendeinen Platz in den allerhintersten Rängen.

      Dafür ist mir Österreich eigentlich zu schade.

      Das Argument stimmt also in gewisser Weise, Sie ziehen aber meines Erachtens des falschen Schluss: es lässt sich meines Erachtens eher die Abschaffung daraus ableiten (worüber man politisch durchaus diskutieren könnte - meiner Meinung entspricht es nicht).

      Das Multikulti-Argument geht meines Erachtens ebenfalls ins Leere: gerade bei einer allgemeinen Wehrpflicht haben Sie alle im Boot. Ich glaube aber nicht, dass Immigranten überproportional in ein österreichisches Berufsheer drängen würden (Ähnlich gelagert: Polizeidienst. Auch dort sind Immigranten eher unter- als überrepräsentiert, würde ich sagen.) Und nochmal: der Darabos-Ansatz des Berufsheers ist Mist, wir schlagen ein ganz anderes Modell vor, das auch mögliche Beibehaltung oder Aufgabe der Neutralität Bezug nimmt.

    • GOP
      26. Januar 2013 09:39

      phaidros:
      Im Zusammenhang mit dem derzeit stattfindenden und stark abgeschirmten WEF-Treffen in Davos musste der amtierende Verteidigungsminister und derzeitige Bundespräsident zugeben, dass die Schweizer Luftwaffe aus finanziellen Gründen nur "während den üblichen Bürozeiten" einsatzbereit ist. Lediglich die Radarüberwachung erfolgt rund um die Uhr. Übrigens kämpft der zuständige Bundesrat (= Minister) Uli Maurer derzeit vehement für die Neuanschaffung eines bestimmten Flugzeugtyps. Ähnlichkeiten mit Österreich sind dabei rein zufällig.

    • phaidros
      26. Januar 2013 09:58

      Und, werter GOP, meinen Sie im Ernstfall würde man in der Schweiz aus finanziellen Gründen auf den Einsatz außerhalb der Bürozeiten verzichten? Ich nicht.

      Wir haben eine um einen Faktor 10 kleinere Luftwaffe, die von der Ausrüstung her gar nicht zu Einsätzen außerhalb der Bürozeiten in der Lage ist: sie ist nicht nur nachtblind - Dank unserem Herrn Verteidigungsminister!, sondern verfügt auch über keine friend-/foe-Erkennung - gleich noch ein Dank unserem Herrn Verteidigungsminister! - . (Aber analog zu »Führen-durch-Handzeichen« machen wir ganz sicher durch Silhouettenkarten wett, die unsere Piloten eben lernen, während die Deppen von den anderen nur auf das schießen können, was ihnen der Computer sagt...)

    • GOP
      26. Januar 2013 11:35

      Geehrter phaidros:
      Hier ging es ja darum, dass in der Nacht die Schweizer Luftwaffe beim WEF nicht sofort einen Eindringling abdrängen/abschiessen kann. Natürlich gibt es - wie auch in allen anderen Ländern - Strategien, wie man auch in diesen Zeiten schon das Eindringen in den gesperrten Luftraum verhindern kann. Aber ein Restrisiko bleibt bei diesem Szenario lt. Maurer in seinem gestrigem Interview bestehen.

    • phaidros
      26. Januar 2013 13:11

      Da sind die Parallelen zu Österreich natürlich unübersehbar, werter GOP, Sie haben völlig recht. Ebenso natürlich mit dem Restrisiko.

      Allerdings muss man auch in Rechnung stellen, dass ein Eindringling in Friedenszeiten als erträgliches Risiko beurteilt werden mag. Der Unterschied ist aber: in Kriegszeiten hat die Schweiz Möglichkeiten zur Disposition, die wir schlicht nicht haben. (Genauer: derer wir uns seit Jahrzehnten sehenden Auges und angeblich denkenden Kopfes begeben haben)

      Und auch, wenn es paranoid klingt: wer über Landesverteidigung spricht, muss über Kriegszeiten nachdenken, nicht über Friedenszeiten. Wer fix damit rechnet, dass der Kriegsfall gar nicht eintreten kann, der sollte sein Heer abschaffen.

      Wo wir gerade darauf kommen: gedanklich eine gute Nagelprobe, würde ich sagen. Wer meint, es könne in Europa keinen Krieg mehr geben*), der soll konsequenterweise für die Abschaffung des Heeres plädieren. Wer aber glaubt, das ginge zu weit, der kann daran selbst erkennen, dass er gar nicht wirklich glaubt, es könne keinen Kriegsfall mehr geben.

      Sinnlos (und auch etwas lächerlich) ist es aber, statt einer Rüstung eine Omo-Trommel mit zwei Armlöchern überzustreifen und sich der Illusion hinzugeben (und richtiggehend damit zu brüsten), dass man etwas für seine Sicherheit tun würde.

      (Während des Gipfels - ganz klar einer Risikosituation, auch im Frieden - werden sie schon eine 24h-Bereitschaft gefahren haben, nehme ich jedenfalls an)

      *) Was nebenbei erwähnt nichts anderes hieße, als dass das Friedensprojekt EU allen Unkenrufen zum Trotz durchaus funktioniert.

    • GOP
      26. Januar 2013 13:43

      Nochmals @ phaidros:
      Natürlich gab es während des WEF einen 24h-Dienst, aber grundsätzlich geht es Ueli Maurer um mehr Geld, welches aber nicht durch Schulden zur Verfügung aufgebracht wird. Er will aber keinen sog. Pikett-Dienst (d.i. in CH eine Art Bereitschaftsdienst außerhalb der Kasernen mit sehr kurzen Abrufzeiten), sondern mehr Budget für zusätzliche Piloten und Bodenpersonal. Außerden kämpfte er für "seine" künftigen Gripen, obwohl ihm manche Fachleute effizientere Fluggeräte empfehlen.

    • brechstange
      26. Januar 2013 13:54

      Aber was doch, GOP und phaidros, beim letztjährigen WEF hat unser Sohn mit Kameraden die ganze Nacht Wache geschoben und die Radaranlagen gesichert.

    • phaidros
      26. Januar 2013 18:31

      Was hätte er denn im Falle eines Angriffs tun können?

      Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass der wohl kaum zu Fuß erfolgen würde, sondern mit allergrößter Wahrscheinlichkeit aus der Luft (wenn es sich denn tatsächlich um einen Angriff handeln würde). In diesem Fall wären wir wehrlos gewesen, weil unsere Luftwaffe (sie ist Luft für jeden Feind), bei Nacht nicht aufsteigen kann.

      Wirrköpfe oder Wichtigtuer von der Radaranlage fernzuhalten, ist aber ein Polizeieinsatz, kein militärischer.

      Und internationale Terroristen gehen wohl kaum eine Radaranlage an, die wollen Publicity - und falls doch, würden sie, zumeist gut ausgebildet, mit ein paar GWD vermutlich ebenfalls fertig.

    • phaidros
      26. Januar 2013 18:37

      Sg. GOP - verstehe. Ein ständiges Ringen um Mittel dürfte wohl völlig normal sein, man darf halt dabei das große Ganze nicht aus den Augen verlieren.

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 21:56

      phaidros, was mich interessiert ist, wieso sie ein minitrüppchen von ein paar tausend berufssoldaten so messianisch verteidigen? sind sie berufsoffizier der darabosseite?
      nochmal zum thema: erstens wird unser berufsheer in einer grossen militärischen auseinandersetzung genauso weggeblasen wie unser wehrpflichtigenheer. in dem punkt, dass es einmal gezwungene wehrpflichtige und einmal freiwillige trifft, haben sie recht. das ist einer der punkte, die gegen die wehrpflicht sprechen. aber das kann auch eine stärke sein, denn solche wehrpflichtige werden sich von einem regime weniger leicht missbrauchen lassen. und ja, genauso wie es den einsatzfall gegen einen äusseren agressor geben kann, genauso kann österreich wieder in eine diktatur schlittern. im einsatzfall, wenn es gegen einen äusseren aggressor geht, teile ich ihre position nicht, dass die wehrpflichtigen sich eher verdrücken als die berufssoldaten. sobald ihnen klar ist, dass sie in einem gerechten fall ihre heimat verteidigen, könnte durchaus das gegenteil der fall sein. heroik, ja, aber damit wurden kriege gewonnen, wenn sie auch nur irgend etwas von psychologie verstehen. des weiteren wurden kriege aus scheinbar aussichtsloser position gewonnen, aus positionen heraus, die nach objektiver einschätzung keine vernünftige chance zugelassen hatten. nur ein unheroischer technokrat kann solche standpunkte beziehen. denken sie an finnland gegen udssr im zweiten weltkrieg, an polen gegen udssr in den zwanziger jahren. an israel. an wien bei 2 türkenbelagerungen. an prinz eugen vor belgrad. es gibt unzählige beispiele, fazit: sie können es im vornherein nicht mit sicherheit wissen!
      zweitens der von ihnen so locker hingeschmissene "polizeieinsatzfall". polizeikräfte sind zur grossflächigen sicherung aller möglichen objekte bei gleichzeitiger verpflichtung auch zu anderen einsätzen auf dauer einfach zuwenig vorhanden. das wissen sie genau, überspielen es aber ständig. das meine ich u.a. mit "nicht auf den punkt gebracht", tut mir leid. sie gehen über wesentliche punkte einfach zu grosszügig hinweg.
      drittens die multikultitruppe: international ist es anders als sie sagen, multikulti scheint sehr wohl sehr stark repräsentiert. ich gebe zu, keine zahlen zu wissen, aber es wäre interessant, dies einmal nachzuprüfen. ja, im besten fall schweisst multikulti zusammen, das ist richtig. sie brauchen mir nichts zu erklären, ich lebe ein 100% multikultileben, ich kenne multikultistärken und -schwächen. im schlechtesten fall eines inneren multikultikonfliktes kann aber genau das gegenteil eintreten, nämlich die spaltung oder lähmung der berufsminitruppe. dann bleibt ihnen wirklich nur eine heillos überforderte polizei.
      und eine handvoll panzer und hubschrauber, mit denen sie demonstranten beeindrucken können. in einer solchen auseinandersetzung wird aber dort zugeschlagen, wo gerade keines dieser (extrem wenigen) geräte vorhanden ist. oder es wird durch kollaborateure der eigenen minderheit im berufsheer sabotiert. daher bin ich für ein besser ausgebildetes wehrpflichtigenheer mit entsprechend sinnvoll verwendetem einsatz finanzieller mittel.
      was gibt ihnen denn übrigens die sicherheit ein berufsheer, ausgestattet mit denselben mickrigen 2 milliarden, würde besser geführt und wirklich professionell trainiert sein? könnte ähnlich kommen wie beim wehrpflichtigenheer, ein sauhaufen mit vielen generälen und ganz wenigen soldaten, auf einem ausbildungsmässig (aber nicht geistig) etwas höherem niveau als wehrdiener. wenn aber das neue besser gestaltet werden könnte, warum kann man das alte nicht verbessern? ja, sogar in ö möglich.
      das war meine vorläufig letzte meldung zu dem thema, es hat wenig sinn, sich mit einem hohepriester über seine religion zu streiten. trotzdem danke für die diskussion.

    • diko
      27. Januar 2013 07:04

      Herr Oswald: ******!
      simplicissimus ********!,
      Phaidros Religion ist aber eher der Wetterschutz.

    • phaidros
      27. Januar 2013 08:49

      phaidros, was mich interessiert ist, wieso sie ein minitrüppchen von ein paar tausend berufssoldaten so messianisch verteidigen?

      Ich verteidige nicht messianisch ein Berufsheer, und das Darabossche schon gar nicht. (Wie oft habe ich es als »Mist« bezeiczhnet?)

      Ich klage das völlig verrottete und irreparable Wehrdienstsystem an, das wir fahren. Das ist etwas ganz anderes.

    • phaidros
      27. Januar 2013 09:08

      aber das kann auch eine stärke sein, denn solche wehrpflichtige werden sich von einem regime weniger leicht missbrauchen lassen.

      Sagt wer? Bitte schauen Sie sich die Aufstände in den ehemaligen Ostblockstaaten an, dort wurden Wehrpflichtige eingesetzt.

      teile ich ihre position nicht, dass die wehrpflichtigen sich eher verdrücken als die berufssoldaten.

      Ich muss doch bitten. So etwas habe ich nie gesagt.

      sobald ihnen klar ist, dass sie in einem gerechten fall ihre heimat verteidigen, könnte durchaus das gegenteil der fall sein. heroik, ja, aber damit wurden kriege gewonnen, wenn sie auch nur irgend etwas von psychologie verstehen.

      Zum einen glaube ich mehr an die Psychologie moderner Waffentechnik. Was hat den Deutschen ihre Moral und all ihre Durchhalteparolen genützt? Zum anderen hat sich seither die Waffentechnik dramatisch weiterentwickelt, während die Heroik gleich geblieben sein dürfte.

      denken sie an finnland gegen udssr im zweiten weltkrieg, an polen gegen udssr in den zwanziger jahren. an Israel

      Und wir sind so gut, meinen Sie, dass wir in nur 6 Wochen Grundausbildung unsere Leute so weit bringen? Ich denke durchaus an Israel: dort beträgt die Wehrpflicht 3 Jahre für Männer.

      Das meine ich mit lächerlich, wenn wir uns mit der Schweiz vergleichen: dort wird die Rüstung gepflegt, gewartet, laufend modernisiert und ständig mit der scharfen Damaszenerklinge trainiert. Wir setzen uns einen Topf auf den Kopf, nehmen den Deckel als Schild, einen Köchlöffel als Schwert und behaupten, Vergleichbares zu tun! Wie umbetamt muss man sein, um diese seine eigene Lüge glauben zu können?

      in einer solchen auseinandersetzung wird aber dort zugeschlagen, wo gerade keines dieser (extrem wenigen) geräte vorhanden ist.

      Stimmt. Bei uns ist das zielich einfach: 74 Leopard 2-Panzer (halb so große Schweiz: 132). Kampfhubschrauber: 0.

      Und warum ein Berufsheer schlechter trainiert sein sollte als ein Heer aus Leuten, die das gar nicht machen wollen, hat hier noch niemand auch nur in Ansätzen begründet.

      Da Sie es sind, der Fakten negiert, passt die Bezeichnung »Hohepriester« wohl eher auf Sie und die Truppe der vehementen Wehrpflichtbefürworter. Aber man sagt ja auch: man hält sich der eigenen Vorwürfe für »schuldig«.

      Ebenfalls danke für die Diskussion und auch dafür, dass das Ihre letzte Wortmeldung zum Thema war. Das Rennen ist schließlich gelaufen, der Wähler hat - wieder einmal rein gefühlsbasiert und ohne jeden Sachverstand, mit einem Wort: falsch - gesprochen.

    • phaidros
      27. Januar 2013 09:49

      ... übrigens: was wir glauben, dass mit 2 Milliarden funktionieren könnte und einen sinnvollen Output ergibt, lesen Sie hier: http://www.biö.at/?q=Verteidigung_Neutralitaet

      Mit dem Darabos-Ansatz hat das nichts zu tun. Es ist unseres Wissens der einzige Vorschlag, der die Realitäten im Umfeld der österreichischen Wehrpolitik berücksichtigt.

    • phaidros
      27. Januar 2013 10:27

      Und OT zu dikos OT-Anwurf: wie ich Ihnen bereits einmal sagte: so etwas wie »Wetterschutz« gibt es nicht, von »Klimaschutz« verstehe ich nichts, und was die Erderwärmung betrifft, über die ich glaube, aus Laienposition ein wenig sagen zu können und das angesichts des haarsträubenden Unsinns, der tw. hier verzapft wird, auch tue:

      Das ist keine Frage Marke »Religion«. Davon kann man sich - Bereitschaft zu Sorgfalt vorausgesetzt - anhand der Faktenlage überzeugen. Die Ergebnisse der BEST-Studie sind nunmehr peer-reviewed veröffentlicht (Stand I/2013). (http://berkeleyearth.org/papers/ ). (Anm.: das Überzeugen anhand der Faktenlage reicht wesentlich tiefer und ist mit wesentlich höherem Aufwand verbunden als »bloßes« Zukenntnisnehmen einer Studie, wie ich berichten kann)

    • simplicissimus
      27. Januar 2013 10:31

      phaidros, nur soviel noch: das mit der geringeren moral der wehrpflichtigen haben sie behauptet, gehen sie ihre eigenen kommentare durch.
      und warum haben sie dann das darabosheer gewählt, wenn sie es ablehnen?
      jedenfalls haben sie angekündigt, das zu tun.
      sie widersprechen sich durchgehend und ignorieren argumente.
      schönen sonntag.

    • phaidros
      27. Januar 2013 10:44

      »Geringere Moral« desjenigen, der zu etwas gezwungen wird gegenüber dem, der es aus freien Stücken tut, ist nicht gleichzusetzen dem Vowurf zu desertieren! (Sie schrieben, ich würde Wehrpflichten »eher verdrücken« unterstellen).

      Auf Argumente gehe ich ein, soweit ich das kann, was mir ja auch den Vorwurf der Logorrhoe einträgt (mit dem ich lächelnd, eigentlich mehr schmunzelnd, lebe). Umgekehrt könnte ich Ihnen eine ganze Liste von Argumenten aus den Diskussionen hier aufzählen, die einfach weggeschoben werden, auf die es praktisch keine sachliche Antwort gab.

      Angekündigt habe ich, ungültig zu wählen (siehe mein Gastkommentar: http://www.andreas-unterberger.at/2013/01/volksbefragung-zur-wehrpflicht-ij-eine-subjektive-zusammenfassung/ ) Sie haben weiter oben angekündigt: letztes Posting. Wer widerspricht sich also selbst?

      Was meine angeblichen Widersprüche betrifft: die entstehen nur in den Köpfen jener, die mir das Wort umdrehen und zwar, wenn ich es zurechtrücke. Das wird als Widerspruch interpretiert, der es natürlich nicht ist.

  39. Brigitte Imb
    26. Januar 2013 01:59

    Hoffentlich haben sich die Linken beim Versuch jung gegen alt aufzuhetzen nicht verrechnet.
    Die Älteren, speziell Pensionisten, sehen diese Herabwürdigung der "Alten" nicht unbedingt freundlich und sie fühlen sich mit Recht auf die Fersen getreten, denn wer hat den Wohlstand erwirtschaftet - die "Alten", und diesen Standard müssen die Jungen erst halten. Na und schließlich sind die "Alten" nicht entmündigt, sondern viel mehr um ihre Sicherheit bemüht.
    Der eine od. ander Pensionist, od. "Alte", wird sich hoffentlich bei den kommenden Wahlen erinnern, daß er diesmal der SPÖ gar nicht so willkommen war und reagieren.
    Ob sich jung und alt so einfach durch linke Propaganda auseinanderdividieren läßt bezweifle ich, alleine die überdurchschnittliche Verweildauer der Jungen im Hotel Mama spricht dagegen.
    Durch diese Aktion haben die Sozialisten einmal mehr bewiesen wie egal ihnen der respektvolle Umgang mit den Menschen - mit dem Volk - ist, sie wollen es benutzen wie es ihnen beliebt und sogar vorschreiben zu welcher Wahl sie gehen dürfen. Selbst einen Keil zwischen die Generationen zu treiben, schrecken sie nicht zurück, um ihre eigenen parteipolitischen Vorteile zu ziehen, aber Hauptsache immer "Antidiskriminierung" u. "Gerääächtigkeit" schreien, v.a. wenn ein Rechter ähnliche, unflätige Bemerkungen wie Hundstorfer von sich gibt.

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 08:07

      Werte Frau Imb, ich HOFFE, sie haben sich verrechnet!

    • diko
      27. Januar 2013 06:55

      @ Brigitte Imb,
      *****************!
      Glaube aber auch, dass sich die Linken hier und wie bei so vielem "verrechnet" haben.

  40. S.B.
    26. Januar 2013 01:23

    Wenn es um Sieg oder Niederlage geht, schrecken die Linken nicht davor zurück, die Demokratie gleich einmal auszuhebeln, indem Hundstorfer glatt empfiehlt, die Großeltern von der Volksbefragung fernzuhalten und zusätzlich den Generationenkonflikt schon im Vorfeld anzuzünden.

    Die bisher besonders von den Sozialisten gehätschelten Senioren (man erinnere sich an den Vranitzky-Pensionistenbrief) werden, wenn es der Opportunismus zweckmäßig erscheinen läßt, fallengelassen wie eine heiße Erdäpfel. Und genauso handeln die Genossen bei allen anderen Personengruppen, die eine Gefährdung ihrer Machtpfründe darstellen könnten.

    Zum Glück hat die Volksbefragung bewiesen, daß Jung und Alt diesen unberechenbaren Wendehälsen immer weniger folgen, weil sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen möchten und nicht mehr auf die linke Gehirnwäsche durch die letzten Dinosaurier der unsäglichen 68er-Generation sowie auf einen schuldenfinanzierten Vollkaskostaat angewiesen sein wollen. Ein Funken Hoffnung keimt auf, der im besten Falle zu einem engagierten Feuer auflodert und in Zukunft Rot-Grün aus jeder Regierungsverantwortung vertreibt.

    P.S.: Mich wundert nur, daß Darabos nicht angekündigt hat, alle Abtrünnigen zum Wehrdienst einzuziehen, die gegen ein Berufsheer stimmen, um doch noch das Ruder herumzureißen.(Achtung, Sarkasmus!).

  41. byrig
    26. Januar 2013 01:11

    interessant ist auch,dass das abstimmungsverhalten der 30-59-jährigen permanent verschwiegen wird,jener,die unser land in gang halten.und dieses abstimmungsverhältnis lautet: 60 zu 40 für die wehrpflicht.
    was aber viel wichtiger ist:bei dieser abstimmung ging es v.a.um die sicherheit unseres landes,und die ist wohl eine frage,die alle österreicher betrifft,nicht nur potentiell wehrpflichtige.und ob wehrpflichtige dienen sollen oder nicht ist wohl alleine un ter diesem aspekt zu betrachten,und nicht ob etliche bubis nicht dienen wollen!

    die ältere generation musste eben unter diesem aspekt dienen,alles andere war und ist nebensächlich.
    dass die vereinigten linken,im verbund mit dieser abscheulichen kronenzeitung,keinen demokratischen prozess akzeptieren,der ihnen zuwiderläuft,ist im gedankenuniversum dieser typen immanent.
    nachsatz:es ist auch durchaus wahrscheinlich,dass die wehrpflicht auch bei den "jungen"(16-29) die mehrheit hat.
    linke bleiben linke-undemokratisch,diktatorisch und unflexibel.

    • Brigitte Imb
      26. Januar 2013 02:05

      Hier auf dem Land hat sicher auch die Jugend für die Wehrpflicht gestimmt, alleine in unserer Familie -22-22-30 + Anhang pro Heer.
      Die Sozi wollen ihre eigene Wahrheit herbeilügen, aber ich glaube die zieht nicht.

    • simplicissimus
      26. Januar 2013 08:12

      byrig, völlig richtig. gottseidank sind die meisten österreicher nicht so blöd diese verkrampfte schönrederei überhaupt noch ersnt zu nehmen!

    • Nestor 1937
      26. Januar 2013 17:53

      Ich hätte Ihnen noch lieber zugestimmt, wenn Sie sich n i c h t der modischen Kleinschreibung bedient hätten.

    • Undine
      27. Januar 2013 19:00

      @Nestor 1937

      @byrig und @simplicissimus kann man nur mit der (verdammten) Kleinschreibung haben! ;-(
      Aber sie schreiben beide so gut, daß ich sie so in Kauf nehme mitsamt ihrer mühsamen Kleinschreibung! :-)

    • byrig
      27. Januar 2013 20:12

      da ich sehr schlecht tippe,ist die kleinschreibung einfach bequemer. auch ich will keine zeitungen oder bücher in kleinschreibung lesen-ausser in englisch,was ich laufend tue.
      ganz sicher ist meine kleinschreiberei irgendein linkes manifest.

    • byrig
      27. Januar 2013 20:13

      sorry:natürlich k e i n linkes manifest.

  42. Haider
    26. Januar 2013 00:48

    So ist es! Die heutige Jugend hört nur die linken Lügen des ORF, sie hat als Lesestoff nur die Meinungsmanipulationen der linken Printmedien und im Netz wüten die marxistischen Chaoten. All diese Lügner leben entweder vom Subventionstropf oder von Zwangsbeiträgen! Müßten sie sich aus eigener Leistung finanzieren, gäbe es diesen Spuk längst nicht mehr. Und trotzdem: Die Jungen haben schon lange erkannt, daß sie von diesen Rattenfängern ins Out geführt werden, ihre Interessen ganz woanders liegen, als von den Alt-68er vorgegaukelt. Sie sind strebsam, was die Aussteiger nie waren; sie sind pflichtbewußt, was die Gesellschaftsverweigerer hassen, und sie sind sehr kritisch, denn bisher wurden sie von den Meinungsterroristen nur belogen und betrogen.





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