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Stadt des Aufbruchs in die Vergangenheit

Wenn in der zweitgrößten Stadt Österreichs 20 Prozent die Kommunisten wählen, müssten österreichweit eigentlich die Alarmglocken läuten. Aber der ORF beruhigt statt dessen: Die Wähler der Kommunisten haben eh nicht kommunistisch gewählt. Aha.

Die Grazer Wahl ist trotz dieser linken Beschwichtigungs-Strategien ein katastrophales Signal. Und sie zeigt: Die Menschen sind nur in erstaunlich geringem Maße imstande, aus der Geschichte zu lernen. Die jüngere Zeitgeschichte wird den Österreichern nur sehr selektiv vermittelt.

Denn Tatsache ist, dass der kommunistische Terror im vergangenen Jahrhundert an die 80 bis 90 Millionen Todesopfer gefordert hat. Tatsache ist, dass unter allen Totalitarismen der kommunistische zeitlich am wenigsten lang zurückliegt. Tatsache ist, dass sich die Kommunistische Partei Österreichs weit weniger als alle anderen politischen Lager von den eigenen blutigen Vorfahren distanziert hat – bis hin zur Beibehaltung des blutig belasteten Namens.

Gerade jene, die immer so viel von Vergangenheitsbewältigung und Geschichtsaufarbeitung reden, verstummen beim Thema Kommunismus total. Das zeigt, dass sie es nie ehrlich gemeint haben. Dazu kommt, dass der ORF massiv kommunistisch unterwandert ist. Das gilt insbesondere für die Magazin-Sendungen auf Ö1, aber auch in Hinblick auf die politischen Redaktionen, die sich viele Jahre sogar von einem Kommunisten vertreten haben lassen.

Besonders grotesk ist, dass laut Wähleranalysen vor allem das Thema Wohnen und Mieten ausschlaggebend für die Wahl der KPÖ gewesen ist. Aber eigentlich kein Wunder: Nirgendwo in österreichischen Schul- oder Geschichtsbüchern wird die katastrophale Wohnsituation vermittelt, die 1989 in sämtlichen kommunistisch regierten Ländern geherrscht hat, sodass nur jene davon wissen, die sie etwa bei Reisen damals selbst noch kennenlernen konnten.

Der Großteil der Häuser war seit dem Weltkrieg nicht mehr in irgendeiner Weise renoviert worden. Betrat man sie, bekam man den Eindruck einer seit Jahrzehnten verlassenen Baustelle, die dem Verfall preisgegeben wird. Putz stürzte herunter. Beleuchtungskörper funktionierten nicht mehr. Junge Familien mussten oft ein Jahrzehnt nach der Eheschließung warten, bis ihnen wenigstens eine winzige Wohnung zugewiesen wurde. Und die einzigen Neubauten jener Zeit waren grässliche Plattenbauten, die heute reihenweise abgerissen werden müssen, weil niemand in ihnen wohnen will.

Das alles ist die zwangsläufige Folge von kommunistischer Wohn- und Mietpolitik, die glaubt, auf die angeblich halsabschneiderischen Eigentümer verzichten zu können. Die vorspiegelt, Wohnen dürfe nichts kosten.

Das ist also das, was jeder fünfte Grazer ganz offenbar will oder wofür er zumindest seine Stimme abgegeben hat. Es waren übrigens peinlicherweise primär Männer, die kommunistisch gewählt haben, obwohl Männer sonst immer gern so tun, als ob sie historisch gut Bescheid wüssten. Aber sie wissen es nicht besser.

Niemand möge übrigens sagen, dass es ja nicht jeder fünfte, sondern nur jeder zehnte Grazer gewesen wäre, der da bei KPÖ sein Kreuz gemacht hat. Hat doch nur die Hälfte wirklich gewählt. Dieses Argument zählt aber nicht. Denn Nichtwähler übertragen all ihre Rechte wissentlich an jene, die auch wirklich wählen gehen; sie werden von diesen mit unbeschränkter Vollmacht vertreten.

Schmerzhaft ist das Ergebnis für Schwarz, Rot und Grün. Alle verloren kräftig. Die SPÖ ist mit nur noch 15 Prozent in keiner Großstadt so schwach wie in dem einst von ihr regierten Graz. Sie setzt damit ihre Niederlagenserie konsequent fort. Die Grünen wiederum sind ja schon seit langem immer nur bei Umfragen gut, nicht bei Wahlergebnissen.

Auch die ÖVP muss bittere Wunden lecken. Zwar liegt sie trotz des Verlustes von 5 Prozent mit mehr als einem Drittel der Stimmen für schwarze Verhältnisse noch immer sensationell gut. Sie wird auch mit Sicherheit wieder den Bürgermeister stellen. Aber sie hat sich mit der absoluten Mehrheit ein nun blamabel weit verfehltes Wahlziel gesetzt. Und vor allem war Graz die fast einzige Chance der Spindelegger-Truppe, im hiermit begonnenen Wahljahr wenigstens irgendwo ein echtes Plus zu schreiben. In Kärnten, Tirol und wohl auch bei der Nationalratswahl scheint das derzeit hingegen aussichtslos. Und selbst Niederösterreich werden die Schwarzen wohl nur mit einem blauen Auge halten können.

Klar auf der Zugewinnerseite sind hingegen die Blauen und Piraten (auch wenn beide in den letzten Monaten schon von einem höheren Plus geträumt haben dürften).

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2012 22:42

    Es gibt Leute, die vertreten sehr überzeugend die These, daß auch die Grünen nichts anderes als Kommunisten sind - allerdings, da durchwegs gebildet, und vielfach an Schlüsselpositionen sind sie wesentlich gefährlicher als ihre einfacht-gestrickte Ausgangspartei.

    Wie heißt es so schön: 'An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen' - oder so ähnlich ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAlmaviva
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2012 14:42

    Graz - Stadt der Schande

    Es ist eine Schande, dass in der zweitgrößten Stadt des Landes 20 % der Bürger eine Bewegung wählen, die für knapp 100 Mio Morde verantwortlich ist. Anders kann man das nicht mehr bezeichnen.

    Allerdings ist genauso eine Schande, dass ein Aufschrei aus Bund und den anderen Ländern ausbleibt und der Erfolg der Ewiggestrigen kleingeredet wird. Denken wir doch zurück an die größten Erfolge einer demokratischen, österreichischen Partei, der FPÖ – wie hier gehetzt wurde und die Linken keine Mühen scheuten, sogar das Ausland gegen unser Land zu mobilisieren, was in den unrechtmäßigen Sanktionen der EU gipfelte.

    Wenn man die millionenfache Morde des nationalsozialistischen Regimes verurteilt und deren Opfern gedenkt, so ist es ebenso notwendig und wichtig, die Verbrechen der kommunistischen Regime zu verurteilen und deren Opfern zu gedenken.

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2012 22:54

    Bei diesem Grazer Wahlergebnis kann man nur sagen:

    DIE SPINNEN, DIE GRAZER!

    Ich weiß wirklich nicht, soll man bei den Zugewinnen ausgerechnet der Kommunisten (!) lachen oder weinen.
    Lachen deshalb, weil man es nicht für möglich hält, daß so viele erwachsene Menschen so naiv und "unwissend" sind und einfach bei den Kummerln ihr Kreuzerl machen.
    Weinen deshalb, weil man bestätigt bekommt, wozu die Dummheit befähigt: Daß so viele erwachsene Menschen noch immer an diesem verbrecherischesten aller -ismen hängen, der so lange Zeit so unendlich vielen Menschen NICHTS ALS LEID gebracht hat.

    A.U. schreibt:

    "Die jüngere Zeitgeschichte wird den Österreichern nur sehr selektiv vermittelt.(WIE WAHR!)

    Denn Tatsache ist, dass der kommunistische Terror im vergangenen Jahrhundert an die 80 bis 90 Millionen Todesopfer gefordert hat. (in manchen Quellen liest man von 100 Millionen Todesopfern!)......

    .......Gerade jene, die immer so viel von Vergangenheitsbewältigung und Geschichtsaufarbeitung reden, verstummen beim Thema Kommunismus total. Das zeigt, dass sie es nie ehrlich gemeint haben."

    Hätten allerdings nur 5% der Wähler bei einer als "rechtsextrem" eingestuften Partei---vorausgesetzt, diese wäre überhaupt zugelassen worden!---ihr Kreuzerl gemacht, wäre in ganz Ö Feuer am Dach.
    Die ORF-Ansager hätten flugs ihre den "Rechten" vorbehaltene "Betroffenheitsmiene" aufgesetzt und voller Vorwurf das 4. Reich prophezeit. Nicht so bei den Kommunisten; keine Betroffenheitsmiene, keine Vorwürfe und schlimmen Prognosen für Ö. Nein, 20% Kommunistenstimmen kratzen im ORF keinen, im Gegenteil!

  4. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2012 00:09

    Die Medien (allen voran der ORF) sind also der Meinung, die 20% wahlstimmenabgebender Grazer hätten nicht den Kommunismus gewählt sondern den Slogan der Mietenfrage. Wo bitte liegt der feine Unterschied? Es mag schon stimmen, dass diese Wähler vom historischen Kommunismus keinen Tau haben, trotzdem sind sie fertig gebackene Kommunisten, die gierig nach den Früchten der jahrelangen Indoktrination: „Die Reichen werden immer reicher, die Armen werden immer ärmer“ grapschen. Und ganz vorn im Spitzenfeld der verabscheuungswürdigen Reichen liegen bekanntlich – Vermieter.
    Dass satte 20% offensichtlich der Meinung sind, privates, mit meist hart erspartem Geld geschaffenes Eigentum sollte schlichtweg enteignet und dem Mob zur freien Entnahme in den Rachen geworfen werden – DAS ist für mich der eigentliche Skandal!
    Und nun wette ich mit mir selbst darum, wie lang es brauchen wird, bis die ÖVP die Milchmädchenrechnung aufmacht „20 % der Wählerstimmen? was sagt uns das?“ – Resultat nicht etwa das Schrillen sämtlicher Alarmglocken, wohin dieses Österreich abdriftet; nicht etwa endlich ein Gegensteuern indem der Respekt vor fremdem Eigentum, die Würde der eigenen Arbeit, der Wert des Selbstverdienten, die Selbstverständlichkeit der Eigenverantwortung betont und neu in den Vordergrund gestellt wird; nein, ich kann es förmlich schon hören, wie die ÖVP sich liebedienerisch diesem Trend des „ICH konsumiere, sich plagen und zahlen soll wer anderer“ anschließt - gab es doch unlängst bereits eine gewisse ÖVP-Ministerin, die ungestraft vorexerzieren durfte: HER MIT DER MARIE!
    Will irgendjemand dagegen wetten?

  5. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2012 22:51

    Das Wahlergebnis in Graz beweist nicht nur, daß viele Menschen aus der Geschichte nicht lernen, sondern zeigt auch noch das Klima in Österreich durch die einseitige Berichterstattung auf. Während Rechts sofort mit Rechtsradikal, Rechtsextrem und/oder gar Neonazi entsprechend verdammt wird, ist Links bis hin zum Kommunismus absolut salonfähig und mit Attributen wie sozial, solidarisch, tolerant - einfach "gutmenschlich" ausgestattet.
    Wenn dann noch jedem Mitbürger "Grundrechte" (wie schon einmal hier erörtert) ohne Pflichten sowie Vermögensumverteilung bis hin zum bedingungslosen Grundeinkommen versprochen werden, ist der Mix zu diesem kommunistischen Wahlergebnis perfekt. Das kann nicht einmal die historisch grausame Belastung verhindern.
    Die tägliche, linke Gehirnwäsche in den Medien verfehlt ihre Wirkung nicht mehr!

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. November 2012 22:10

    wenn ich mir das Wahlergebnis von außen und ohne Wechselstromanalyse anschaue schaut es so aus, dass halt unzufriedene linke Randwähler der SPÖ und der eh schon kommunistischen GrünInnen vom Schmiedl zur Schmiedin (=KPÖ) gewandert sind.
    Hätte eine KPÖ mit einem zugkräftigen Spitzenkandidaten in Wien eine ähnliche Chance?
    Eher NEIN, weil vor allem die Wiener GrünInnen mit Vassilaku und Ellensohn schon so weit links sind, dass links von ihnen ja gar kein Platz mehr ist.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2012 15:42

    Eine historisch belastete, menschenverachtende, autoritäre Ideologie kommt auf Samtpfoten über die Hintertür nach Österreich. Das hat sich unser Land nicht verdient. Für Graz gilt: "Wehret den Anfängen"!!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorbürgerIn
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2012 06:46

    Was zur Visualisierung des KPÖ-Wahlsieges total fehlte, waren die Fersehbilder und Reportagen im ORF, die die Verbrechen, den Terror und die millionenfachen Massenmorde der Kommunisten deutlich dokumentierte. Steigbügelhalter im Vergessen um die Verbrechen und der blutigen Hände der Kommunisten nenne ich den ORF und seine dafür Verantwortlichen. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.


alle Kommentare

  1. Lily (kein Partner)
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    19. Januar 2015 10:09

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  9. Katharina die Große (kein Partner)
    27. November 2012 21:45

    Merkwürdig:

    Wo immer die CP-G in Graz auftrat, wurden ihre Funktionäre und Kandidaten sofort mit den Kreuzzügen und Hexenverbrennungen konfrontiert - geradezu als wären diese selbst daran beteiligt gewesen.
    Bei den Kommunisten sind die Folterungen und grausamen Todesurteile für Millionen Menschen anscheinend nie in Betracht gezogen worden.
    Aber einen Unterschied gibt es auch noch: Bei den Christen heißt es: " Wenn Du Gutes tust, soll Deine rechte Hand nicht wissen, was die Linke tut" und bei den Kommunisten: "Tue Gutes und sprich davon!"
    Und noch eine Anmerkung am Rande: Der Menschenrechtsbeirat verlieh der Christlichen Partei - Grössler die rote Ampel. Die Partei setzt sich nämlich für den Lebensschutz ein und behindert die Frau in ihrem Selbstbestimmungsrecht, mit dem sie zuerst töten und dann womöglich auch noch ein Leben lang unglücklich sein "darf"!

  10. Riese35
    27. November 2012 19:36

    Sei das Heulen und Jammern zur Seite gestellt: Dank des Einsatzes auch und vor allem der ÖVP ist das Leugnen der Schoa ein Straftatbestand, das Leugnen des Golodomor aber nicht. Es gibt halt bei uns Parteien, die den Ast selbst absägen, auf dem sie sitzen. Wer damals, Ende der 90er Jahre Augen hatte, konnte diese Entwicklung voraussehen. Und sie wird wahrscheinlich noch viel schlimmer kommen.

    Die Wohnsituation aus sozialistischer Zeit kenne ich: Sie war sehr gerecht. Und Reichtum war annähernd gleich verteilt. Diese Ungleichverteilung heute ist wirklich fürchterlich.

    Anm. zur richtigen Interpretation: Bitte die paar Bonzen, die damals gleicher waren, ausnehmen und nicht beachten. Das würde sonst das Bild stören. Bitte immer das politisch Unkorrekte ausblenden und alles "positiv sehen"! Damals hätte man bei uns im Westen noch gesagt, daß die Gleichheit darin bestand, daß alle (bis auf die Bonzen) nichts hatten und gleich verarmt waren. Auf diesem Auge ist man aber heute gerade bei uns im Westen blind. Die gleiche Situation würde man heute bei uns mit "gerechter Verteilung" beschreiben, und gleich dazusagen, daß man damals alles falsch beurteilt hätte, weil ja damals die Aufarbeitung der Geschichte nicht stattgefunden hätte und wir alle Nazis gewesen wären. Und es gibt kaum irgendwo einen Aufschrei. Außer vielleicht hier im Tagebuch. Auch die ÖVP macht brav mit. Wie sich die Zeiten ändern. Wo bleibt das Feuer für ein Gegenmodell? Wo bleibt der Widerstand: gegen die Geschichtsfälschungen, gegen den Genderismus etc.?

    So sah damals in sozialistischem Lande eine bezugsfertige Neubauwohnung (neue Plattenbauten, nicht verfallender Altbau) aus: Höhenunterschiede des Fußbodens innerhalb eines Zimmers bis zu 7 cm, beim Öffnen eines Fensterflügels stürzt gleich das ganze Fenster hinunter, draußen Müllentsorgung durch Anzünden etc.

    Der Unterschied von uns heute zu den damals sozialistischen Staaten: damals in den sozialistischen Staaten hat nur eine verschwindende Minderheit an den Sozialismus geglaubt. Er mußte mit Gewalt erzwungen werden. Die Menschen damals waren gegen Indoktrination weitgehend immun. Bei uns hier im Westen hingegen glauben heute viele an den Sozialismus. Gewalt ist kaum mehr notwendig. Und die meisten Menschen lassen sich problemlos indoktrinieren.

  11. Undine
    27. November 2012 14:38

    @Clemens Taferner

    Zwei Fragen tun sich mir beim Lesen Ihres Kommentars auf:

    1.) Warum bildet eine offenbar sehr glaubwürdige junge Frau wie Elke Kahr nicht eine eigene Partei oder Bewegung? Denn wenn sie tatsächlich so glaubwürdig und kompetent ist, wie man sagt, könnte sie doch viel unabhängiger handeln als mit diesem verfluchten Parteinamen KPÖ im Rücken, der in meinen Augen alles andere als ein Renommee ist?

    2.) Sie schreiben: ".....klassische CHRISTLICHE Werte, oder? - Dafür wäre doch - sollte man denken - die ÖVP zuständig. In Graz finden die Leute das eben bei Elke Kahr. Unter anderem hat man sie auch deshalb gewählt; weil diese Kommunistin - wie auch ihr Vorgänger Ernest Kaltenegger - christliche Werte lebt."

    Vor allem diese Begründung "....weil diese KOMMUNISTIN ...CHRISTLICHE WERTE lebt" gibt mir zu denken, denn DIESER GRUND, jemanden zu wählen würde sicher nicht bei JEDEM anderen Politiker gelten; ich getraue mich zu behaupten, daß ein FPÖ-Politiker, der ebenfalls "christliche Werte lebt", dieses keinesfalls als Pluspunkt anerkannt bekäme!

    Diesem würden ausschließlich das NS-Regime samt Holocaust vorgeworfen, geradeso, als wäre er selber daran beteiligt gewesen.
    Fazit: Einer Kommunistin werden die Greueltaten des Kommunismus, unter dessen Parteinamen sie kandidiert, nicht zum Fallstrick; einem FPÖ-Politiker hingegen schon, da gehe ich jede Wette ein.

    • Bürger (kein Partner)
      27. November 2012 14:55

      Eine Frage tut sich beim Lesen Ihres Kommentars auf:

      Warum sollte er so wichtig sein, dass er nicht in den Antwortbaum unter den Beitrag von Taferner passt? Liegt vermutlich in der selben Überschätzung der eigenen Wichtigkeit begründet, die Sie immer wieder Teile ihrer Suaden groß schreiben lässt.

    • eso-pompier (kein Partner)
      27. November 2012 15:05

      @Bürger

      Richtig, außerdem kann man damit vielleicht zusätzliche Sternderln einheimsen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. November 2012 15:19

      Weit kommt der Kommunismus herum - da Elke Kahr, dort Josefine Steindling ("Rote Fini").

      HERR, vergib ihnen nicht, denn sie wissen was sie tun."

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      27. November 2012 16:34

      Undine, da stimme ich Ihnen völlig zu. Aber was will die Grazer ÖVP? Deren Lokalpolitiker gerieren sich derart massiv als "linke Menschenversteher" (vom sattsam bekannt-aggressiven Pfarrer Pucher ganz zu schweigen), dass mir manchmal schlecht wird. Ich versuche mit meinen Überlegungen vom klassischen Ideologiedenken wegzukommen, und zwar genau dort, wo es um das tägliche Leben der Bürger geht. Dass die manipulative Medienlandschaft das torpediert, ist mir schon klar. Aber was sollen wir tun? Eine ÖVP wählen, die ihre Konkurrenten ständig links überholt? Was soll ich mit diesem blassrosa Haufen?

    • Undine
      27. November 2012 19:05

      @Clemens Taferner

      Ich gebe Ihnen ohnedies Recht bei Ihren Überlegungen. Und ich will auch nicht Sie kritisieren, sondern immer wieder darauf hinweisen, daß in unserem Land ---besonders deutlich erkennbar im ORF---regelmäßig mit zweierlei Maß gemessen wird: Was einem Linken erlaubt ist, soll sich ein Rechter lieber nicht erlauben. So sieht's leider aus.

  12. Bürger (kein Partner)
    27. November 2012 14:31

    Haha, da kann man auch als so gar nicht Kommunist herzlich lachen. Jetzt haben die Unterbergis endlich mal so richtig Linkslinke vor der Nase.

    Es gibt eben eine wachsende Anzahl von Menschen, die aus verschiedensten Gründen nicht besonders gut dran sind und nicht von den Klientelparteien umworben und (teil)versorgt werden. Da bietet die KPÖ in Graz eben ein wirklich glaubwürdiges Angebot. Keine Korruption, keine Parteibonzen, keine Luxusversorgungsposten, dafür Menschlichkeit und Nähe und das alles noch ohne den "du bist schuld" Zeigefinger in Richtung der Üblichen Verdächtigen der sozialen Heimatpartei. Der durchschnittliche Unterbergist mag da natürlich die Nase rümpfen und der Meinung sein, dass die ganzen zu kurz gekommenen selber schuld sind aber das ist in der Realität eben schwer haltbar. Und selbst wenn es so wäre hilft es weder den Menschen noch der Gesellschaft, wenn man diese Menschen im Regen stehen lässt.

    Naja und mit dem Ostkommunismus haben die auch nicht mehr viel am Hut, sie erwecken eher den Eindruck christlicher Urkommunisten.

    Hier macht man es sich dann natürlich ganz einfach, die bösen Transferempfänger sinds woran Europa zu Grunde geht, die Gründe für deren wachsende Anzahl will man aber besser nicht hinterfragen. Da ergeht man sich lieber in Pauschalanschuldigungen, wenns nicht die eigene Schuld ist, dann müssen es doch wenigstens die bösen Migranten sein, da natürlich hauptsächlich die Moslems. Und ja, einen Anteil an den Problemlagen erfasst man damit vielleicht durchaus, aber eben nur einen Teil. Also weiter schön die Augen zumachen und dem Blogchef in seinen endlosen ideologischen Suderorgien zustimmen oder ihn darin vielleicht sogar überbieten, dafür gibts auch eine echt harte Währung, die güldenen Sternchen, wobei die ja gerüchteweise durch Accountvermehrung auch schon einer gewissen Inflation unterworfen sind, immerhin hat man Griechenland keine geschickt.

    • M.S.
      27. November 2012 18:05

      Es würde mich interessieren welche Menschen das sind, die aus verschiedenen Gründen nicht besonders gut dran sind und nicht von den Klientelparteien (teil)versorgt werden.

    • Bodo
      27. November 2012 22:08

      @Bürger

      "Da bietet die KPÖ in Graz eben ein wirklich glaubwürdiges Angebot"; aber die Finanzierungsfrage ist wie üblich bei der KPÖ kein Thema oder haben Mahr un Co. schon fixe Finanzierungspläne?

    • fred van eps (kein Partner)
      29. November 2012 11:57

      Schaffen Sie selbst nicht ohne Pauschalanschuldigungen, dann können Sie auch die moralische Hochheit nicht für sich in Anspruch nehmen.

      "Naja und mit dem Ostkommunismus haben die auch nicht mehr viel am Hut, sie erwecken eher den Eindruck christlicher Urkommunisten. "
      Warum dann die Namensgleichheit? Stellen Sie sich das Argument einmal in braun vor.

      "Da bietet die KPÖ in Graz eben ein wirklich glaubwürdiges Angebot. Keine Korruption, keine Parteibonzen, keine Luxusversorgungsposten, dafür Menschlichkeit und Nähe und das alles noch ohne den "du bist schuld" Zeigefinger in Richtung der Üblichen Verdächtigen der sozialen Heimatpartei."
      Das ist bei jeder aufstrebenden Partei der Fall, bis sie ihre Funktionäre platziert hat und diese, inklusive dazugehöriger Klientel, versorgt werden wollen, dann ändert sich das ganz schnell.
      Beispiele bietet die Geschichte haufenweise, einfach einmal erkundigen (und dabei aufs differenzieren nicht vergessen).

  13. Neppomuck (kein Partner)
    27. November 2012 13:22

    Elke Kahr hat es begriffen:

    "The importance of being Ernest (Kaltenegger)".

    Da fallen schon manche "Gutmenschen", die sich vorwiegend durch eine selektive, ideologisch puritanische Grundhaltung dem ehemaligen Stiefzwilling ähnlicher Geisteshaltung (NASOs) hingeben, ohne die Balken in ihren eigenen Guckäugelchen zu sehen, herein.

  14. Clemens Taferner (kein Partner)
    27. November 2012 12:15

    Lieber Dr. Unterberger!
    Natürlich stimme ich Ihren Ausführungen über den menschenverachtenden Kommunismus der vergangenen Jahrzehnte vorbehaltlos zu. Ich glaube aber auch, daß die Wahlerfolge dieser Partei in Graz (sowohl unter Ernest Kaltenegger als auch unter Elke Kahr) unter einem speziellen Blickwinkel zu sehen sind: es sind eben wirklich nicht "kommunistische", sondern die persönlichen Erfolge dieser beiden Politiker. Und das ist m.E. eine Konsequenz der ungeheuer frechen Art, mit der die Grazer Bevölkerung von ihren Politikern der ÖVP, SPÖ und von den Grünen seit Jahren zum Narren gehalten wird. Es ist kein Zufall, daß die Grazer KPÖ auch diesmal wieder in den klassischen Nobelbezirken erstaunlich viele Stimmen verzeichnen konnte. Man weiß als Grazer Wähler einfach nicht, wofür die Partei Siegfried Nagls, die in erster Linie von der konkursreif dahinsiechenden und sich selbst feiernden Innenstadtschickeria gehalten wird, eigentlich steht. Man weiß als Grazer Wähler nicht, was man von den Grünen halten soll, deren erster Deal bei Antritt ihrer Vizebürgermeisterin Rücker darin bestand, daß sie sich 800.000 Euro (!!!) für die Neuasphaltierung des Sonnenfelsplatzes genehmigen ließ und dafür Stillschweigen bei den ÖVP-Mauscheleien um die Reininghausgründe gelobte. Man weiß als Grazer nicht, was von einer SPÖ zu halten ist, die irgendwo in sich selbst dahintümpelt und glaubt, mit einem jungen hübschen Gesicht ohne irgendeine wesentliche Ansage punkten zu können. In den Köpfen der Leute ist das eine Partei, deren Soziallandesrätin Bettina Vollath an ihren Aufgaben völlig desinteressiert ist und die ein Vermögen an Steuergeldern ausgibt, um ihren 50. Geburtstag zu feiern. Zu gut sind den Leuten auch die sozialen Baustellen der Landes-SPÖ in Erinnerung, die einst Soziallandesrat Flecker hinterlassen hat, und die man als Stadtbewohner an allen Ecken und Enden spürt: im Landeskrankenhaus, bei der Reduktion des Pflegepersonals, massiven Einsparungen, während Flecker zur selben Zeit in Personalunion als Kulturlandesrat seine 68er Freunde mit Millionen gefüttert hat (siehe Günter Brus). Man weiß nicht, was man von einer Politik zu halten hat, in der sich linke Kulturschickeria und "altes Geld" aus dem konservativen Aristo-Flügel der ÖVP die Geschäfte mit zeitgenössischer Kunst teilen und gegenseitig hochlizitieren um eine Million nach der anderen abzusahnen. Man weiß nicht...da gäbe es vieles zu berichten. Viele Wähler beurteilen die Auswirkungen und unterscheiden dabei nicht zwischen Landes- und Stadtpolitik. - Und nun gibt es da eine Politikerin, die ganz klar vermitteln kann, wofür sie steht, und auch entsprechende Handlungen setzt, wo sie kann. Es liegt auf der Hand, dass unzufriedene (junge) Konservative der Partei der Innenstadtpleitiers einen Schuß vor den Bug geben und Elke Kahr wählen, daß viele unzufriedene Grün-Wähler mit den korrupten Grünen nichts mehr zu tun haben wollen, die grundätzlich "gegen alles" sind, und soziale Soforthilfe als "billigen Populismus" (Lechner-Sonnek) bezeichnen. So. und nun sage ich folgendes: Soforthilfe für Menschen, die obdachlos und hungrig vor der Tür stehen, sich einsetzen, um unbürokratisch einen leistbaren Pflegeplatz zu finden, Menschen zuzuhören, die in unserer hektischen Gesellschaft einmal die Orientierung verloren haben und ihnen einfach "die Hand zu geben" und zu sagen: "komm, ich mach das jetzt mit Dir"...das sind doch klassische CHRISTLICHE Werte, oder? - Dafür wäre doch - sollte man denken - die ÖVP zuständig. In Graz finden die Leute das eben bei Elke Kahr. Unter anderem hat man sie auch deshalb gewählt; weil diese Kommunistin - wie auch ihr Vorgänger Ernest Kaltenegger - christliche Werte lebt. Darüber sollte die ÖVP einmal sehr gründlich nachdenken.

    Ich selbst sehe mich übrigens als Rechtskonservativen, der diese christlich-sozialen Werte in der ÖVP vermißt.

  15. AppolloniO (kein Partner)
    27. November 2012 12:09

    ACHTUNG! Nicht nur der ORF manipuliert mit seinen Kommentaren Ergebnisse. Noch blöder -weil ungehemmter kann`s "Österreich".

    Ausgabe v. 26. 11. alles auf S3.

    Nachdem "Österreich" vor der Wahl die SPÖ hochpuschen wollte, dass nämlich die SPÖ um Platz 2 die Nase vorn habe, schreibt sie danach:
    "SPÖ doch besser als erwartet(!).....eine totale Niederlage sieht anders aus".
    Und das nach minus 4%Punkten und dem schlechtesten Ergebnis von mikrigen 15% und lediglich noch Platz 3 - Volkspartei war wohl mal.

    Noch unverschämter lügt sich Wolfgang Fellner das Grazer Wahlergebnis zurecht.
    "Die Blauen konnten...nur wenig profitieren - es fehlen Dynamik, Erfolg, konstruktives Programm." Dies hält der Chef himself bei einem Zuwachs von 3% also für eine Niederlage. Das, obwohl die FPÖ die einzige der etablierten Parteien ist, die vom Wähler keine Watsche bekam. Es kann eben nicht wein was nicht sein darf. Schäbig.
    PS: ich bin sicherlich kein FPÖ-Wähler.

    • Neppomuck (kein Partner)
      27. November 2012 13:30

      Kann ja noch werden.

      Übrigens: Zuwachsraten werden in Prozenten, nicht in "Prozentpunkten" gemessen.
      Hätte die FPÖ-Graz 3 % zugenommen, wären sie jetzt auf 11,2 % und nicht auf 13,75.

  16. Christoph. K. (kein Partner)
    27. November 2012 11:57

    Ich frage mich, warum medial Siegfried Nagl als großer Wahlverlierer dargestellt wird.
    Nagl ist von 38 % auf 33% gefallen, hat daher 13 % seines Wähleranteils verloren.
    Die SPÖ ist von 19% auf 15% gefallen, hat daher 22% ihres Wähleranteils verloren.
    Und sogar die Grünen (von 14% auf 12%) haben über 14% ihres Wähleranteils verloren.
    Wer sind also die wahren Verlierer?

    Es stört mich übrigens maßlos, dass in allen darstellungen des Wahlergebnisses im ORF die SPÖ als erste Partei angegeben wird. Eigentlich sollte jene Partei als erste angeführt sein, die die konkrete Wahl gewonnen hat oder zumindest jene, die die letzte Wahl gewonnen hat. Beides ist die SPÖ nicht. Oder bedeutet die Mehrheit im Bund das grundsätzliche Anrecht auf den ersten Listenplatz?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. November 2012 22:06

      Die SPÖ ist am Stimmzettel Liste 1, das hat einen rechtlichen Background, den ich in Graz aber nicht kenne.

      Liste 1 hätte Herren Nagl aber wohl auch nichts geholfen, so blöd sind die Grazer auch wieder nicht, machen Sie Sich nichts draus.

  17. Francois Villon (kein Partner)
    27. November 2012 10:57

    Die Debatte um die Grazer Wahl hat Ähnlichkeit mit einer um den Europa infiltrierenden Islam.

    Da gibt man auch dieser Religion die Schuld, kehrt hervor, daß dessen Rechtssystem die Scharia ist, etc. Zwar stimmt das alles, aber dies ist nicht die Ursache der Misere (= Bedrohung) im bzw. des Abendland(s), sondern eine Folge. W i r selbst haben mit dem Abkappen der Wurzeln aus denen Europa entstand – also auch dem Christentum – dafür gesorgt, daß uns damit auch der Wille und das Vermögen abhanden kam, uns gegen diesen für uns fremdartigen Unsinn zu wehren.

    Mich erinnert diese Art der Debatte (= Schuldzuschreibung: lauter Verrückte, eine Schande, ...) an die Exegese eines mythischen Märchens über Erysichthon durch Prof. H.-Ch. Binswanger. Es gibt da eine Version dieser Ovid´schen Erzählung von Pierre de Ronsard, dem größten französischen Dichter der Renaissance (er lebte im 16. Jahrhundert), der ihr eine ganz neue Wendung gegeben hat. Ronsard gießt seinen Zorn – das ist das Bemerkenswerte – nicht, wie dies sonst immer üblich war, über den Darlehensgeber aus, den Gläubiger, der Zinsen verlangt sondern über den Schuldner. Dieser ist in seiner Nachdichtung der Waldbesitzer, der Geld aufnimmt, damit er die Holzfäller bezahlen kann. Der Hunger, der den Waldbesitzer antreibt, ist der Hunger nach Gewinn, den er aus der Abholzung des Waldes zieht. ...

    Und in Bezug auf Graz wird – wie in obigen Beispielen - von Unterberger und seiner Kommune den „Kommunisten“, den (dummen) „Grazern“, ... die Schuld an dem „Unsagbaren“ gegeben, obwohl dieser Wahlausgang ganz offenbar nur das Symptom für etwas anderes ist: die verdiente Quittung für die korrupte, landes- und volksverräterische „Politik“ der Blockparteien, die seit 45 sich den Staat als Beute genommen haben.

    Die wenigen Klügeren unter den Diskutanten haben das verstanden, die große Mehrheit nicht.

    (F. Schiller: „Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen´gen nur gewesen“, heißt es prophetisch in diesem letzten Stück, dem „Demetrius“-Fragment. „Der Staat muß untergehn, früh oder spät, Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“)

    • M.S.
      27. November 2012 11:34

      @Francois Villon

      Es ist zwar völlig richtig, dass der Wahlausgang in Graz die verdiente Quittung für die korrupte, landes- und volksverräterische "Politik" der Blockparteien ist, aber ob es auch klug ist, von den 20% der Wähler ausgerechnet ihre Proteststimme den Kommunisten zu geben ist eine andere Frage. Schließlich haben auch eine ganze Reihe von Wahlwerbern, die nicht den Blockparteien angehören kandidiert, welche nicht durch eine so eine furchtbare Vergangenheit belastet sind wie die Kommunisten. CP-G, ESKW, BBB, WIR und Piraten hätten sich für eine Proteststimme sicher besser geeignet.

    • Francois Villon (kein Partner)
      27. November 2012 17:18

      Ad M.S.

      Als mein ältester Sohn pubertierte und in verschlissenen, verdreckten Lumpen herumlaufen zu müssen glaubte, er „streetworker“ als „Beruf“ sich zu erwählen wünschte, also mit einem Wort, als er ob der Pubertät ziemlich verblödet schien, war dies klarerweise der „Protest“ gegen ein geordnetes und kultiviertes Elternhaus und die Schule. Darin allein sah er das ultimativ Andere; ein bißchen zurückschnabeln, den Zapfenstreich überziehen oder einmal die Schule zu schwänzen wäre zu wenig gewesen und außerdem machten das in dem Alter ohnedies alle.

      Sein „Protest“ war ihm aber schnell abgewöhnt, indem ich das als „klasse Idee“ fand, dieses Bestreben auch tatkräftig zu unterstützen versprach: gleich ganz konkret, indem die üblichen „1.000,- Schilling“ zum Geburtstag diesmal nicht er bekommen sollte, sondern ein „streetworker-Projekt“, mit der Auflage auch von seinem Ersparten den Betrag zu verdoppeln.

      Als ihm die Folgen seines „Entschlusses“ klar gemacht wurden, war diese Blödheit beendet. (Heute ist er DI und Geschäftsführer.)

      Wenn M.S. meint, daß für den Protest in Graz auch eine Reihe anderer Alternativen zur Verfügung standen, so muß ich gestehen, daß ich von den meisten deren Namen noch nicht einmal gehört habe. Wer hätte hier den Protest überhaupt wahrgenommen? Die wahre Provokation oder ein h ö r b a r e r Protest ist es nur dann, wenn quasi das „Undenkbare“ gewählt wird: aus der Perspektive der „liberalen“ Spaßgesellschaft, die die Segnungen des materialistischen, kapitalistischen „Ideals“ verehrt, konnte das nur die abgewirtschaftete, delegitimierte, diskreditierte Version derselben Ideologie sein, der Kommunismus.

      Daß freilich sich das etablierte politische Gesindel dazu bereitfinden könnte aus ihrem Debakel zu lernen und die Konsequenzen zu ziehen, glaube ich nicht. Wer von diesen Spesenrittern würde auch nur auf einen Euro des nicht v e r d i e n t e n Geldes verzichten?

      Freund, wer ein Lump ist, bleibt ein Lump, zu Wagen, Pferd und Fuße. Drum glaub an keinen Lumpen je, an keines Lumpen Buße.
      Wolfgang von Goethe aus: Zahme Xenien

    • Undine
      27. November 2012 22:24

      @Francois Villon

      "Sein „Protest“ war ihm aber schnell abgewöhnt, indem ich das als „klasse Idee“ fand, dieses Bestreben auch tatkräftig zu unterstützen versprach: gleich ganz konkret, indem die üblichen „1.000,- Schilling“ zum Geburtstag diesmal nicht er bekommen sollte, sondern ein „streetworker-Projekt“, mit der Auflage auch von seinem Ersparten den Betrag zu verdoppeln."

      Diese väterliche Reaktion würde ich einreihen unter "Sternstunden der Erziehung"! :-)
      Ähnlich gelassen reagierte mein Vater, als ich als knapp 15-Jährige am letzten Tag der Sommerferien verkündete, nicht mehr ins Internat fahren zu wollen (ich hatte fürchterliches Heimweh!). Sein ruhiger Vorschlag, gleich morgen bei unserem Friseur und beim Kaufmann nachzufragen, ob sie mich als Lehrmädchen verwenden würden, ernüchterte mich zutiefst. Es bedurfte auch keiner weiteren Worte; ich hatte verstanden. Diese liebevolle Reaktion werde ich meinem Vater immer danken!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. November 2012 22:30

      Na stellen Sie Sich vor, Undine, wo Sie heute als Friseurin wären? Nicht auszudenken, Glück gehabt.

  18. Torres (kein Partner)
    27. November 2012 10:33

    Unterberger malt hier einen nicht existierenden Teufel an die Wand. Erstens hat die "gesammelte Linke" (SPÖ, Grüne, KPÖ) insgesamt sogar leicht verloren, Verschiebungen sind offensichtlich innerhalb dieses Lagers erfolgt (von SPÖ/Grünen zur KPÖ). Zweitens sollte sogar Unterberger wissen, dass die Grünen teilweise dieselben Grundsätze haben wie die Kommunisten (Gleichmacherei, Nivellierung nach unten, steuerliche Bestrafung von Leistung, Fleiß und Erfolg, Konfiszierung von erarbeitetem Vermögen, staatliche Eingriffe und Kontrolle bis in die private Intimsphäre der Menschen), teilweise sogar noch ärger sind (Technik-, Wirtschafts- und Fortschrittsfeindlichkeit, Genderwahnsinn); und drittens geht die SPÖ ja auch - in etwas abgemilderter Form - immer mehr in diese Richtung. Und was die Wohnsituation betrifft (die ja offenbar der Hauptgrund für den Wahlerfog der Kommunisten ist), haben ja gerade eben die Grünen in Wien bewiesen, dass sie ganz ähnlich denken. Ich will ja den Kommunismus keineswegs verharmlosen, doch sollte man hier schon die Kirche im Dorf lassen und das Grazer Ergebnis nicht überbewerten (oder vielmehr: falsch bewerten).

  19. dxb (kein Partner)
    27. November 2012 10:21

    Panikattacken vie x-te Wiederholung

    Jede Form von Totalitarismus ist abzulehnen.
    Kommunismus, die Fr. Spitzenkandidatin der KPÖ in Graz hat es ja nicht einmal für nötig befunden sich ein Lippenbekenntnis zur Ablehnung des Stalinsmus abzuringen, genauso wie die andere Seite des Spektrum, die Nazis, die hier in diesem Forum von so manchem Lügentroll hochgehalten werden.

    Was aber das Wahlergebnis wirklich so interessant macht ist das offenbare Versagen der anderen etablierten Parteien ihren Wählern ein sachpolitisch annehmbares Angebot zu machen.
    Ohne Ausnahme haben hier SPÖ, ÖVP, Grüne und auch die FPÖ keinerlei Inhalte zu bieten.
    Von den Piraten gar nicht zu reden, denen scheint es nur um das Verbot von Kopierschutz zu gehen.

    Tatsächlich haben die Kommunisten gar nicht ungeschickt ja nur eine kleine Nische besetzt, Hilfe für Wohnungssuchende, um sich zu verkaufen.

    Mit diesem kleinen Thema haben sie dann aber tatsächlich den anderen Parteien eines voraus gehabt, einen Inhalt der die Wähler anspricht.
    No na ned, wohnen will und muß jeder.

    Die FPÖ hat einen ebenfalls nicht ganz unlogischen Weg gewählt, sie war und ist dagegen, wogegen auch immer, und braucht überhaupt keine Inhalte - außer vielleicht ein paar primitive Ängste zu schüren.

    Bei aller Ablehnung totalitären Ideologien gegenüber, wahltaktisch war das sehr geschickt von den Vetretern der beiden totalitären Ideologien.

    Und sehr ungeschickt von den anderen Parteien.

    Dafür haben die anderen ja auch die Rechnung bekommen.

    Das Wahlergebnis ist in keiner Weise unlogisch.

    Es wird sich auch nichts ändern so lange die anderen Parteien keine sinnvollen Inhalte anbieten.
    Kommunisten hin, FPÖ Nazis her, ohne ein entsprechendes tragfähiges und sinnvolles Angebot der anderen werden die totalitären Rattenfänger auch weiterhin Wahlen gewinnen.

    Das Gute daran ist, daß sie dann auch beweisen müssen, daß sie eine Kommune, ein Land dann auch regieren können.
    Daran werden sie allerdings, mangels brauchbaren Personals, scheitern.

    • Rado (kein Partner)
      27. November 2012 11:15

      "... Kommunismus, die Fr. Spitzenkandidatin der KPÖ in Graz hat es ja nicht einmal für nötig befunden sich ein Lippenbekenntnis zur Ablehnung des Stalinsmus abzuringen, genauso wie die andere Seite des Spektrum, die Nazis, die hier in diesem Forum von so manchem Lügentroll hochgehalten werden ..."

      Das muss die KPÖ auch nicht. Gemeinsam mit SPÖ und ÖVP ist der Bestand dieser Partei seit Beginn der 2. Republik verfassungsmäßig garantiert.
      (vermutlich ein Zugeständnis an Stalin & Epigonen zwecks Staatsvertrag)

  20. Maybach (kein Partner)
    27. November 2012 09:57

    "Ist das nicht die REPUBLIK Österreich?

    Wer stolz den Namen einer Ideologie in seinem Landsnamen nennt die 17-18 Jhd - Danton, Robespierre, Cromwell und wie die alle heißen 100 Millionen Tote zu verantworten hat der macht mir Angst."

    (Entführt aus den Standard-Kommentaren)

  21. cmh (kein Partner)
    27. November 2012 09:52

    Man kann dazu nur sagen:

    Der Vergleich macht sie sicher! Schauen Sie sich doch die anderen PArteien an.

    Dazu kommt noch, dass die Spitzenkandidatin gut ausschaut (Wer so ausschaut kann nicht was auch immer böses sein.) und "Wohnen" versteht doch jeder weil er selber irgendwo wohnt und laufend Geld dafür zahlt.

  22. Rado (kein Partner)
    27. November 2012 08:26

    Vor jeder Wahl erinnere ich mich an die Plakate zur Volksabstimmung 1994. Hier einige zur Auswahl.
    http://www.demokratiezentrum.org/fileadmin/media/pdf/plakate_eu_volksabstimmung.pdf
    Wenn ich die über 20 Jahre später anschaue, taugen sie heute besser als damals als Entscheidungshilfe. Vielleicht haben die Grazer ähnlich gedacht.

  23. bürgerIn (kein Partner)
    27. November 2012 06:46

    Was zur Visualisierung des KPÖ-Wahlsieges total fehlte, waren die Fersehbilder und Reportagen im ORF, die die Verbrechen, den Terror und die millionenfachen Massenmorde der Kommunisten deutlich dokumentierte. Steigbügelhalter im Vergessen um die Verbrechen und der blutigen Hände der Kommunisten nenne ich den ORF und seine dafür Verantwortlichen. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

  24. genosse dschugaschwili (kein Partner)
    26. November 2012 23:15

    rotfunk-dauerfeuer machts möglich

  25. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    26. November 2012 23:09

    Solange SPÖVP nur die vertreten, die ihre Schäfchen schon im Trockenen haben (Gemeindebaubewohner, Gewerkschaftsmitglieder, Fixangestellte, Pensionisten, Beamte, Bauern etc.), solange wird es mit diesen Parteien bergab gehen. Die jungen im Präkariat, Jugendarbeitslosen, Miethai-Opfer, Pensionsverlierer werden gegen die alten nur langsam mehr, aber sie werden mehr.

    Wen die wählen ist sekundär, jedenfalls nicht mehr SPÖVP. Wer ein attraktives und glaubwürdiges politisches Angebot hat, und sorry, das hat die KPÖ in Graz, wird eben gewählt. Anderswo ist es die FPÖ, nochmal anderswo die Grünen.

    Unterbergers Präpotenz, wie er 40.000 Grazer als absolute Volltrotteln hinstellt, ist übrigens kaum zu toppen und zeigt nur, dass Unterbergers sein politisches Gespür irgendwann mal an der Rotariergardarobe abgeben hat. Ein verzichtbares publizistisches Relikt der Ära Schwarz-Rot, das ist wohl inzwischen amtlich.

    Sogar in einem ultrabürgerlichen Bezirk wie Mariatrost hat die KPÖ übrigens 16%.

    • fokus
      26. November 2012 23:17

      @Schnabeltierfresser

      Wer genau weiß, was sich hinter dem Kommunismus tatsächlich verbirgt, muß schon aus Vernunftgründen von dieser Wahlmöglichkeit Abstand nehmen.
      Nirgends auf der ganzen Welt konnte der reale Kommunismus, das halten was er theoretisch verspricht, sondern verbreitete nur Angst, Schrecken und Unfreiheit.
      Auch im Kommunismus haben sich nurmehr die "hohen Tiere" bereichert und das gemeine Volk unterdrückt bzw. ermordet.
      Daher sind in Österreich alle anderen Parteien, wenn auch nicht das Gelbe vom Ei, aber zumindest den "Kummerln" vorzuziehen!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. November 2012 23:56

      Das mag sein, ich habe nur versucht, zu thematisieren, warum Rot-Schwarz von wahl zu Wahl mehr abstinken und warum das ein Relikt des Wirtschaftswunders wie Unterberger nie begreifen wird.

      Es ist ganz leicht zu beobachten: seit SPÖVP aufgehört haben, für die Bürger zu arbeiten und statt dessen nur mehr selbstzufriedene Klientelpolitik machen, und das hat wohl bei Kreisky begonnen (und hat seither nicht aufgehört), verlieren sie stetig. Erst nur an Grün und Blau, jetzt eben an mehr Parteien.

      Wenn nicht ein Crash à la Italien passiert, sind SPÖVP ind spätestens 20 Jahren auf dem Misthaufen der Geschichte entsorgt, und das wird gut so sein.

    • Jewgeni Gorowikow
      27. November 2012 10:27

      @ Schnabeltierfresser

      Nur zur Präzisierung: SPÖVP ist genaugenommen nicht eine Partei, weder eine alte noch eine neue.

      Wenn man genau ansieht, merkt man dass dieser Begriff ursprünglich aus dem Vokabular von Jörg Haider stammte, also aus der FPÖ der 1980er-Jahre. Ihr Herkunftsbiotop?

      Bei genauer Betrachtung der Tatsachen sieht man eine S.P.Ö. = Sozialdemokratische Partei Österreichs: http://de.wikipedia.org/wiki/SP%C3%96

      Sowie auf die Ö.V.P. = Österreichische Volkspartei: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96VP

      Das Wichtigtse bei jeder Betrachtung sollte aber sein: Natürlich gibt es eine ganze Menge an Ähnlichkeiten und Paralellitäten dieser beiden Parteien.

      Aber extrem wichtig zu beachten ist, dass die geistesgeschichtliche, ideologische sowie soziale Herkunft und Entstehungsgeschichte sowie der Stil des poltischen Agierens dieser beiden Parteien sich doch gravierend unterscheiden (und immer unterschieden hatten).

      Das sind fundamentale Unterschiede (so wie Wasser & Öl, bzw. Feuer & Wasser) und deshalb ist es total unwahrscheinlich ja nachgerade ausgeschlossen, dass es je zu einer Parteifusion zwischen SPÖ & ÖVP kommen wird.

      Und was die 40.000 Grazer betriefft die die KPÖ wählten: Sie mögen keine Volltrotteln sein, aber sie sind halt historisch gedächtnislos & kurzsichtig. Das sind 40.000 Menschen, die nicht an die Folgen denken was es heißt einmal eine relative oder sogar absolute KPÖ-Mehrheit in einem Stadtparlament zu haben.

      Jede Stimme für die KPÖ ist letztlich eine Stimme zur Abschaffung des westlich-freiheitlichen-demokratischen politischen Mehrparteien-Systems!

      Es darf daran erinnert werden, dass Marx, Engels, Lenin, Stalin & Mao in ihren Werken unzählige Male schrieben, dass es für jeden Kommunisten aus taktisch-strategischen Gründen voll in Ordung ist öffentlich zu lügen & zu täuschen, ja sogar zu töten.

      D.h. das was die Kommunistin Elke Kahr heute sagt muss noch lange - weder heute noch morgen die Wahrheit sein!

      In Graz sind es 40.000 Wähler die unsensibel gegenüber den zahlreichen Opfern des Kommunismus sind. Die 40.000 versetzen den Millionen Menschen, die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft wurden, einen brutalen Schlag ins Gesicht.

      Dass Sie, Herr Schnabeltierfresser die Kommunsten und ihre Wähler verteidigen spricht nicht für Sie!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. November 2012 22:26

      Das ist natürlich klar, dass jemand wie Sie, der aus dem offenbar gleichen "Biotop" kommt, wie Sie das nennen, wie Unterberger, nicht begreifen will, was abgeht. Sie sind auch voll auf den großkoalitionären Differenzierungsgag reingefallen.

      Natürlich sind die beiden formal zwei Parteien. Zwei Parteien, die sich das Land untereinander aufgeteilt haben und sich dabei wie in einer zerrütteten Ehe immer wieder zusammenraufen. Zwei Parteien, die sich über die Pflichtkammern längst die reale Macht lange über ihre absolute Mehrheit hinaus (im letzten Moment allerdings) gesichert haben. Alles im Gleichklang. Getrennt wahlkämpfen, gemeinsam abcashen.

      Dass die Spätgeborenen, die leider von der großzügigen Politik von SPÖVP nichts mehr haben, sondern nurmehr die Steuern und Pensionsbeiträge für die SPÖVP-Klientel brennen müssen, davon nichts mehr halten, begreifen diese Parteien (zum Glück) nicht. Daher werden sie langsam aber sicher in der Bedeutungslosigkeit versinken.

      Bei den Unter-29jährigen hatten SPÖVP in Graz zusammen noch 25 (!) Prozent, bei den über-60jährigen 72 (!!) Prozent. Das sagt doch schon alles?
      http://derstandard.at/1353207256834/KPOe-punktet-mit-Wohnungspolitik-FPOe-als-Arbeiterpartei

      Es liegt mir übrigens fern, die Kommunisten zu verteidigen, aber ihre Wähler, die verteidige ich schon. Das ist reine Notwehr.

  26. Gandalf
    26. November 2012 22:46

    Graz ist eben anders; in keiner anderen österreichischen Stadt konnte bisher jemand erfolgreich die Werbetrommel dafür rühren, dass verbrecherische rumänische, ungarische und slowakische Zigeunerbanden ungestraft dem Handwerk der Raubbettelei nachgehen dürfen; nicht einmal in Wien, wo die unsägliche Frau Bock wütet. In Graz tut das ganz ungeniert - und hochgeehrt - ein gewisser Herr Pucher. Und der ist, schlimm genug, noch dazu katholischer Priester, der sein Amt (von Berufung möchte ich im Zusammenhang mit diesem Herrn lieber nicht sprechen) offenbar ebenso wenig versteht wie viele Grazer Wählerinnen und Wähler die Gefahr des Kommunismus.

  27. Segestes (kein Partner)
    26. November 2012 22:44

    Ich genieße das Privileg, beinahe jeden Tag mehrere Zeitungen serviert zu bekommen; darunter auch die „Steirerkrone“. Und was sich in dem Blatt seit rund einem Jahr getan hat, ist atemberaubend. Die Grazer Stadt-Roten und -Grünen, wurden beinahe täglich niedergebügelt, während man die Nagel-ÖVP in den Himmel hob. Noch am Samstag, einen Tag vor der Wahl, hat die Steirerkrone auf ihrem TITELBLATT Nagel inmitten von fröhlich lächelnden Kindern abgebildet, während der Chefredakteur in seinem Kommentar eindringlich vor einer linken Mehrheit in Graz warnte. Vergeblich, wie man seit gestern weiß. Aber wie auch immer, ohne diese immense Stützung durch die Kronenzeitung, wäre die ÖVP in Graz noch viel massiver abgestürzt!

    Zum Wahlerfolg der KPÖ: Unterberger argumentiert historisch - als ob das für die konkreten Probleme des Einzelnen von besonderer Relevanz wäre. Das weiß auch die KPÖ. Man engagiert sich deshalb seit Jahren in sozialen Fragen massiv. Die Stadträte dieser Partei gehen mit gutem Beispiel voran und beschränken ihr Gehalt auf 2000 Euro. Die Überschüsse kommen in einen Sozialfonds, aus dem bereits über eine Million (!) Euro ausgeschüttet wurde. Das kann man natürlich, wenn man ein weltfremder Arroganzler ist, als billigen Populismus abtun. Und trotzdem gibt der Erfolg der KPÖ recht. Wasser predigende, aber Wein saufende Parteien, hängen den Wählern offensichtlich vermehrt zum Halse heraus.
    Wie differenziert der Grazer Wähler die Dinge betrachtet, sieht man auch daran, dass nur sehr wenige, die jetzt in Graz die KPÖ gewählt haben, dies auf Bundesebene wiederholen werden - denn das war auch in der Vergangenheit nicht anders. Man entscheidet sich eben von Fall zu Fall und beweist damit weitaus mehr Intelligenz und geistige Beweglichkeit, als jene Würschteln, die von der Wiege bis zur Bahre immer ein und derselben Partei hinterher dackeln.

    Im Übrigen ist Unterbergers Analyse über die Wahlen in Graz ebenso von totaler Unkenntnis geprägt, wie das Geschwurbel im Profil. Dort hat man ja im Vorfeld der Wahlen die historische Nazi-Stadt Graz bemüht und den Grazern durch die Blume Blödheit unterstellt, weil sie in einer Volksabstimmung gegen die von den Grünen propagierte, asoziale und nahezu wirkungslose "Umweltzone" votierten.

    • Specht (kein Partner)
      27. November 2012 09:15

      Den Wahlerfolg der Kommunisten führe ich auf die allgemeine Wut der Bürger über die Zustände in der EU zurück. Da wird nicht lange differenziert, wenn es im Geldbörserl nicht stimmt ist die Stunde der Kummerl wieder gekommen, das werden wir demnächst noch öfters erleben. Unsere tapferen, unbeeinflussbaren Medien haben es ohnehin schon geschafft die Linken als die einzig wählbaren darzustellen.

    • Zraxl (kein Partner)
      27. November 2012 09:32

      Gut. Mit Ihrer Argumentation muss man dann aber bitte auch die NSDAP kandidieren lassen. Vielleicht sind das ja auch sehr soziale Menschen, und die historischen Argumente zählen ja ohnehin nichts, wie Sie oben schreiben.

      Das Verbot der, kurioser Weise als rechtsextremistisch bezeichneten Partei, die die Bezeichnung "sozialistisch" im Parteinamen trägt, hat lediglich den linken Maulwürfen gedient. Damit ist es den herrschenden Demagogen erst möglich geworden, jede nichtlinke Politik zu kriminalisieren.

    • Maybach (kein Partner)
      27. November 2012 09:38

      @ Zraxl
      ja was sind den nun die NSler, Rechte oder Linke? Sie sagen es sind Linke und beklagen sich dann über die Diskriminierung der Rechten?? Wenn mit der NSDAP eine linke Partei verboten wurde, dann seien Sei doch zufrieden!

      @Segestes
      Einer der wenigen (meist) Vernünftigen hier und aus Graz wie ich annehmen darf, weil er weiß was die Leute hier wirklich bewegt abseits Unterbergerscher Greuelpropaganda. Danke.

    • socrates
      27. November 2012 11:25

      Ich sehe es auch so.

  28. monofavoriten (kein Partner)
    26. November 2012 22:17

    Das schlimme an diesem Wahlergebnis ist die Erkenntnis, daß der Anteil derjeniger, die sich lieber zuerst vom Staat ausnehmen lassen, um sich dann aushalten zu lassen. Dass dabei jede Menge Freiheiten flöten gehen, ist den wenigsten bewußt.
    Auch, daß Kommunismus - ja auch Sozialismus - immer eine Mangelwirtschaft darstellt, welche nicht aus tatsächlich wirtschaftlichen Gründen entsteht - gilt doch Vollbeschäftigung in Industrie und Landwirtschaft als das A und O im Kommunismus - sondern künstlich herbeigeführt wird, haben die linken Handaufhalter noch nicht überrissen. Dabei kann man diese künstliche Verknappung an Lebensmitteln und Konsumgütern in allen kommunistischen Systemen feststellen. Es gilt die Regel: wer sich um alles ewig anstellen muss, hat weder Zeit noch Mut, das System zu kritisieren und kommt auch von der untersten Sprosse der Leiter niemals weg.

    • monofavoriten (kein Partner)
      26. November 2012 22:45

      Das schlimme an diesem Wahlergebnis ist die Erkenntnis, daß der Anteil derjeniger, die sich lieber zuerst vom Staat ausnehmen lassen, um sich dann aushalten zu lassen, unaufhörlich zunimmt. - muss es heissen!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      26. November 2012 23:17

      Die KPÖ Graz hat glaube ich die Vollbeschäftigung in Industrie und Landwirtschaft schon aufgegeben.

  29. Eso-Policier (kein Partner)
    26. November 2012 21:59

    Nicht zu vergessen, dass die Kommunisten am meisten die religiösen Menschen verfolgt haben. Es ist zwar richtig, Gottgläubige zu bekämpfen. Aber auch Ungläubige sollen bekämpft werden. Letztlich setzen sich Freireligiöse durch. Trotz des Erfolgs der Kommunisten werden bei der Nationalratswahl 2013 nicht-grüne Ökos und Patrioten am meisten Stimmen bekommen. Mehr dazu auf meinem Blog.

  30. Undine
    26. November 2012 20:14

    "Kreativ" finde ich die Art und Weise, wie sich der ORF davor drückt, die Zugewinne der Freiheitlichen bei der Grazer Wahl einfach zu ignorieren. Man läßt freudig die KPÖlerin zu Wort kommen, die Verluste der Grünen (haben die eigentlich in den letzten Jahren überhaupt je einmal einen Stimmengewinn zu verzeichnen gehabt?) erwähnt man kaum bis gar nicht.
    Laut "der.Standard": "Bei der Gemeindesratswahl in Graz am Sonntag haben ÖVP, SPÖ, Grüne und BZÖ massiv verloren, die KPÖ und die FPÖ legten stark zu."

    ".....und die FPÖ legten stark zu" wird aber im ORF NICHT erwähnt!

    • Undine
      26. November 2012 20:18

      In der Eile passiert: "...die Art und Weise, wie sich der ORF davor drückt, die Zugewinne der Freiheitlichen bei der Grazer Wahl einfach zu ignorieren"---soll heißen: "Wie sich der ORF bemüht, die Zugewinne der Freiheitlichen.....zu erwähnen und sie einfach ignoriert."

    • Undine
      26. November 2012 21:19

      Oh Gott, oh Gott, was für ein Kuddelmuddel!

      Neuerlicher Versuch:

      "Kreativ" finde ich die Art und Weise, wie sich der ORF davor drückt, die Zugewinne der Freiheitlichen bei der Grazer Wahl zu erwähnen und sich stattdessen bemüht, sie zu ignorieren"

      Jetzt müßte es aber stimmen! :-)

  31. DerTurm
    26. November 2012 18:08

    Ich denke, als Nicht-Grazer kann man dieses Wahlergebnis nicht wirklich deuten.

    Denn in Graz werden die Kommunisten nicht als "Kommunisten" wahrgenommen, sondern als "Bürgerliste", die eine "echte Alternative" zu den eingesessenen Parteien gesehen.

    Bei der jüngsten Wahl war eben wieder mal ein Denkzettel an die etablierten Parteien angesagt (angesichts der Entscheidungen der Grazer Stadtherren kein Wunder).

    Und mangels Alternativen (Blau ist keine Alternative für Graz, und die Grünen wurden eben abgewählt) wurden eben die "anderen Roten" gewählt.

    Zu verdanken haben die Grazer Kommunisten diese "gemäßigte Wahrnehmung" vor allem ihrem ehemaligen Spitzenkandidaten Kaltenbrunner, der schon vor Jahrzehnten Lokalpolitik für die Grazer gemacht hat.

    So betrachtet ist das Grazer Ergebnis ein typisches Denkzettel-Ergebnis.

    Ich denke nicht, dass Graz deswegen zu Styringrad mutieren wird...

    • terbuan
      26. November 2012 19:35

      @Der Turm
      Wenn Sie dieses Ergebnis in dieser Weise deuten und die Kommunistische Partei, na sagen wir einmal, verharmlosen. dann zeigt dies einfach nur, dass diese Leute, angefangen beim Herrn Kaltenbrunner, jedwede Art von Fingerspitzen- und Feingefühl für die Gefühle der unter den Kommunisten gelittenen Menschen vermissen lassen. Der Name einer Partei ist die vereinfachte Präsentation ihres Programmes in der Öffentlichkeit, "Kommunisten", nein danke!

    • DerTurm
      26. November 2012 21:03

      Ich will, die KPÖ keineswegs verharmlosen.

      Aber ich habe 15 Jahre lang in Graz gelebt und kenne daher die Eigenheiten der Grazer Politik. Dort hat die KPÖ eben einen historischen Platz - genau so, wie die SED in weiten Teilen Deutschlands.

      Abgesehen davon:
      In einem Land, in dem man nur mehr die Wahl zwischen Ultra- und Pseudo-Linken hat, messe ich den Altkommunisten keine besondere Bedeutung zu.

      Ob sich ökosozialpolitischkorrekte Gutmenschen offiziell oder inoffiziell zur Sozialistischen Internationale deklarieren, fällt hier kaum mehr ins Gewicht.

    • phaidros
      26. November 2012 21:29

      Danke, DerTurm, das ist sehr interessant und auch wichtig zum Einordnen. Auch finde ich, es kann nichts kit mangelndem Fingerspitzengefühl zu tun haben, wenn dort keine ddirekt Schuldihen an vergangenen Greueln am Werk sind. Ich lehne umgekehrt auch eine Berantwortung meiner selbst für die Missetaten im Holocaust ab. Dasselbe Recht, ohne "Erbsünde" zu arneiten ist auch anderen zuzugestehen. Das völlig unabhängig davon, was ich von linkem Gedankengut halte.

      BG ph. (v.htc)

    • DerTurm
      26. November 2012 22:03

      Wie schon geschrieben, im Grazer Politalltag sind die Kommunisten eine bessere "Bürgerliste", und wenn in Wien ein Che Guevara salonfähig ist (ich hab grad letzten Samstag einen Familienvater in einem Sharan mit Che-Fahnderl am Rückspiegel gesehen), sind es die Dunkelroten in Graz schon lang.

      Vorallem war diese Wahl eine Absage an Schwarz-Grün.
      Die Roten sind den Grazern noch in schlimmer Erinnerung, da bleibt dann nur mehr Blau oder Dunkelrot übrig. Und diese beiden Parteien haben dazugewonnen (und bei der langen Tradition der KPÖ fehlen die Berührungsängste...)

      Auch geht es bei Gemeinderatswahlen mehr um Sachpolitik, als um ideologische Konzepte, und da konnten die Kommunisten in der Vergangenheit immer wieder punkten.

    • socrates
      26. November 2012 22:15

      Auch für mich war es eine Protestwahl. Die Grazer sind nicht das, was ich unter einem Kommunisten verstehe, da war Broda weit besser. Auch unsere Justiz, die sich weigert Verbrecher einzusperren bzw. Verbrechen aufzuklären, folgt dem urkommunistischen Beispiel. Wenn Menschen in der Irrenanstalt sind damit die Banken geschont werden, ist das für mich ein Zeichen für Kommunismus. Heute ist das bei uns auch möglich.

  32. plusminus
    26. November 2012 15:42

    Eine historisch belastete, menschenverachtende, autoritäre Ideologie kommt auf Samtpfoten über die Hintertür nach Österreich. Das hat sich unser Land nicht verdient. Für Graz gilt: "Wehret den Anfängen"!!

  33. Almaviva
    26. November 2012 14:42

    Graz - Stadt der Schande

    Es ist eine Schande, dass in der zweitgrößten Stadt des Landes 20 % der Bürger eine Bewegung wählen, die für knapp 100 Mio Morde verantwortlich ist. Anders kann man das nicht mehr bezeichnen.

    Allerdings ist genauso eine Schande, dass ein Aufschrei aus Bund und den anderen Ländern ausbleibt und der Erfolg der Ewiggestrigen kleingeredet wird. Denken wir doch zurück an die größten Erfolge einer demokratischen, österreichischen Partei, der FPÖ – wie hier gehetzt wurde und die Linken keine Mühen scheuten, sogar das Ausland gegen unser Land zu mobilisieren, was in den unrechtmäßigen Sanktionen der EU gipfelte.

    Wenn man die millionenfache Morde des nationalsozialistischen Regimes verurteilt und deren Opfern gedenkt, so ist es ebenso notwendig und wichtig, die Verbrechen der kommunistischen Regime zu verurteilen und deren Opfern zu gedenken.

    • Undine
      26. November 2012 14:47

      @Almaviva

      ************!
      DAS meine ich auch!

    • Eva
      26. November 2012 15:03

      @Almaviva
      100% Zustimmung!

      Ich könnte Ihnen auch sagen, was zu dieser Ungleichbehandlung führt, aber ich verkneife mir's besser.

    • logiker2
      26. November 2012 16:07

      also einen Unterschied muss man schon machen. Die stalinistisch/kommunistischen Opfer wurden von Gutmenschen und daher für die gute Sache erbracht, sie hatten eben nur das Pech auf der falschen Seite gestanden zu sein. Natürlich Sarkasmus!

    • DerTurm
      26. November 2012 21:04

      Naja, die Grazer KPÖ war für die 100 Mio Morde nicht verantwortlich (schon eher für die Verschiebung von SED-Geldern ins Ausland). Bestenfalls könnte man Sippenhaft geltend machen.

  34. Alfred E. Neumann
    • Anton Volpini
      26. November 2012 20:31

      Das ist ein guter Vergleich Alfred E. Neumann.
      Nur werden die Grazer halt im Winter aufwachen, wenn sie so weitermachen. Kalt und keine Heizmittel, wie ja schon Heimito von Doderer so trefflich sagte.

      Übrigens, ich hab Ihre wahnsinnig komischen Hefteln während meiner Gymnasialzeit sehr gerne gelesen. Gibts die heute noch? Das wäre eine gute Hausverstandsübung für unsere Jugend.

    • Alfred E. Neumann
      27. November 2012 08:33

      @Anton
      So viel ich weiss, nur mehr im Internet! Viel Spass!

    • Undine
      27. November 2012 09:15

      Jetzt bin ich aber neugierig geworden: Um welche "wahnsinnig komischen Heftln" geht's da???

  35. mannbar
    26. November 2012 11:10

    Beschämend für die Grazer Männer - in den USA hingegen hätte Romney fast alle Bundesstaaten gewonnen, wenn nur die Männerstimmen gezählt hätten. In Graz ist es scheinbar ein wenig umgekehrt. Obwohl ich ehrlich gesagt auch betroffen gewesen wäre von einem Wahlerfolg der FPÖ im selben Ausmaß. Beide sind für mich vornehmlich destruktiv.

    Der ganze Schlamassel, in dem wir sind, liegt zu einem großen Teil an der Linken. Nicht unbedingt an linken Regierungen aber an deren tw. linkem Denken. Denn was ist die Staatsschuldenkrise anderes als Zuckerl-Verteilen im großen, fast kommunistischen, Maßstab. Und dann protestiert man dagegen, indem man gleich das große Übel wählt.

    Leider gibt es für die Leute aber auch kaum Alternativen. Wenn man die politische Nomenklatura von BZÖ bis Grün nicht mehr erträgt, was soll man dann wählen. Stronach? Schwierig, schwierig. Vielleicht kann man den Leuten also gar keinen so großen Vorwurf machen. Trotzdem denke ich, dass die Kommunisten die schlechteste Zukunftsoption wären.

  36. A.K.
    26. November 2012 11:09

    Die Verblödung mancher Wählerschichten begann vorbildhaft schon vor Jahren an den Universitäten. Dort übernahmen bereits sehr früh Parteien extremer Prägung und sogenannte „Scherzparteien“ die Macht, obwohl ihre Programme – soweit überhaupt vorhanden – keinesfalls repräsentativ für die Tendenzen in der Bevölkerung waren und sind. Hinweise, daß dies zu Geldverschwendung, völligem Unsinn im finanziellen Mitteleinsatz, aber keinesfalls zum Vorteil der Studierenden ist, verhallten ungehört. Nun kommen diese Vorgänge Schritt für Schritt auch bei den bisher noch als bedeutender eingeschätzten Wahlen.
    Auch die Parteien, die „staatstragend“ waren oder dies wenigstens behaupteten, passen sich dem Kronenzeitungs-Niveau und dem vom ORF vorgegebenen grünroten Linken-Stumpfsinn an, was dafür die Erklärung ist. Beweis für die Behauptung: Gewinn der Kommunisten in Graz und Auftreten von Kleinparteien, wie Piraten, etc.

  37. Rupert Wenger
    26. November 2012 10:20

    Ich gestehe: Ich habe schon einmal die Kommunisten gewählt. Rot und Schwarz sind die herrschenden Systemparteien, Grün vertritt dieselbe Linie und wird wohl in absehbarer Zeit zu ihnen stoßen, Blau ist in meinem Bundesland die Systempartei, BZÖ gab es noch nicht (und bald wieder nicht mehr), also blieb nur Weiß/ungültig oder KPÖ. Protest kann man nur über gültiges Wählen artikulieren, Weiß/ungültig zu wählen bleibt wirkungslos. Also wählte ich Protest = taktisches Wählen. Die KPÖ halte ich bei derzeitigem Stand für weniger gefährlich als Grün, gerade weil sie wegen der Verbrechen des Kommunismus in der Vergangenheit weitgehend tabuisiert sind, während Grün noch ein unbeschriebenes Blatt ist. Beide sind quasireligiöse Weltanschauungen mit Ausschließlichkeitsanspruch, also für die Freiheit brandgefährlich. Außerdem halte ich die Gefahr, dass Grün ein Verbot der Leugnung des Klimawandels durchsetzt, wie eine Grüne in Deutschland bereits gefordert hat, für derzeit aktueller, als dass Kommunisten wieder in eine Lage kommen, politische Gegner durch Genickschuss liquidieren oder in Gulags sperren zu können.
    Abschließend finde ich es völlig logisch, dass in Zeiten kleiner werdenden Kuchens die Kuchenempfänger sich radikalisieren, was zum Abbröckeln der Mitte in Richtung beider radikalen Ränder führen muss, wie es in Graz klar erkennbar wird. Es ist übrigens bemerkenswert, wie unsere Systempresse die Gewinne der FPÖ versteckt. Man vergleiche die Wahlberichtserstattung in Presse, Kurier und Kleiner Zeitung. Befehl der Förderungsgeber oder Eigeninitiative der linken Journaille?

  38. socrates
    26. November 2012 10:04

    Kommunismus nach 1945 in Österreich:
    Dach einem verlorenen Krieg kriechen die Profiteure in dem Hintern der Sieger. Die Medien sind heute noch im westlichen Sieger.
    Die Russen definierten „Deutsches Eigentum“ in „Russisches Eigentum“ und machten daraus USIA-Betriebe. Beim Staatsvertrag wurde lange über die Aufteilung der Beute verhandelt, u.a. wollten die Amis das Erdöl und die Russen waren nicht gewillt es ihnen zu geben (Wiener Memorandum). So bekam es Österreich.
    Die meisten USIA Betriebe gingen in der freien Wirtschaft ein, nur Erdöl und die Werft Korneuburg blieben bestehen. In Korneuburg leisteten sich die Sozis eine feste Kommunistenpartei, die Aufträge aus Russland brachte und Stahl von der VÖST exportierte. Die Werft und ihre Kommunisten waren unter Denkmalschutz. Jede russische Delegation besuchte sie als Beweis der Zusammenarbeit.
    Als die „Wende“ kam und die UdSSR zerfiel, blieben die Aufträge aus. Ein Schulschiff, das niemand brauchte, sollte die Rettung sein. Aber Vranitzky, Pleitebanker, sorgte dafür, daß der Auftrag nach Bayern kam und die Werft geschlossen wurde. So endete der Kommunismus in Korneuburg. Über blieben die Reste der Werft, Arbeitslose, Enttäuschte. Nachdem die Gewerkschaft die DDSG in Ö umgebracht hat, tötete Vranz die Werft. Die Donauschifffahrt blüht und gedeiht, das BH hat allerdings kein Schiff für Interventionen mehr.
    Statt Wählerstromanalysen sollten die Medien die Wahlprogramme durchleuchten, nach dem Motto: „Versprochen und gehalten“ und „Nicht gesagt und trotzdem gemacht“. Dort liegt der Hund begraben.

  39. Wolfgang Bauer
    26. November 2012 10:02

    Wozu in die Ferne schweifen, sieh', das Kommunistische liegt so nah! Verantwortet vom obersten Kanzlerberater und SP-Wahlhelfer mit Zwangsgebühren, Muhm.

    Stimmungsmache in der Arbeiterkammer:
    http://www.youtube.com/watch?v=xw3-gFvVcOU
    http://www.youtube.com/watch?v=BnvD3_IqYVs

    Hier wird Richtiges (Löhne zu hoch belastet) mit Halbwahrheiten und Schmähs versetzt. Alles perfekt und professionell gemacht. Kein Wunder, Geld ist ja in Hülle und Fülle da: 400 Millionen jährlich.
    Die Arbeitnehmer werden aktiv desinformiert. Ist das satzungskonform?Besonders schlimm: Der eindeutig altklassenkämpferische Ton, der die Menschen aufhetzen soll - und aufhetzt. Und die zeichnerische Untermalung: Aktionäre der ATX-Firmen z.B. sitzen mit Zigarre in einer Badewanne und werden von 2 Milliarden Dividenden geduscht.

    Ironie 1: Da sind natürlich auch die Staatsbeteiligungen dabei, OMV etc.. Die Vorstandsgehälter der Staatsnahen sind übrigens die höchsten...

    Ironie 2: Die Chefs der AK, auch Herr Muhm, sitzen in ihren Büros und lassen sich "zwangsgebührenduschen", mit hohen Gehältern und Pensionsprivilegien. Das hat Tradition: Vor -zig Jahren hat der letzthin hochgelobte Herr Kienzl mit seiner 11 Millionen-Abfertigung hohe Wellen geschlagen. Das waren noch Schilling.

    Ein Video, dass der Staat seine Verwaltung abschlanken soll, gibt's nicht...

    Schau'n Sie sich das an!

  40. Josef Maierhofer
    26. November 2012 09:28

    Die Wähler beginnen zu reagieren.

    Für mich jedenfalls stellt es sich so dar, Dr. Unterberger hat es auch erklärt, alle die was 'gratis' wollen wählen kommunistisch, immerhin in Graz der große Bruder von sozialistisch, auch so eine Kahlfrasstruppe wie die Kommunisten, die es nie lernen wird, dass man essen kann, was man selbst erarbeitet hat. Dieser Trend wird sich verstärken bei den Linksdenkern, die unanständig sein wollen und nicht selbst arbeiten wollen, die den Staat vorschieben für ihre Intentionen des Nehmertums.

    Auch der Trend, ÖVP und SPÖ und Grüne abzustrafen für ihren Volksverrat mit dem ESM wird weitergehen, hoffentlich. Denn solche 'Volkszertreter' wollen wir nicht.

    Ich bin schon gespannt, was die Stronach Partei ausbrüten wird für die Österreicher, ob sie wählbar wird.

    Dass die Strachepartei eine sozialistische, eigentlich die besseren Sozialisten, weil der Heimat treu, ist und 'übernehmen' wird von den sozial'demokratischen' Politversagern samt Klientel, auch dieser Trend dürfte sich fortsetzen.

    Ja, es scheint sich doch noch was zu bewegen in Österreich und die Leute scheinen doch zu denken beginnen.

    Nun zum wichtigsten Thema, den Nichtwählern, die tatsächlich durch Verweigerung der Stimmabgabe, sprich auch sehr oft durch Verweigerung der Information und Urteilsbildung, die Macht an die nunmehr immer wenigen Wähler übertragen.

    Wenn Sie in Österreich was verändern wollen, dann sollten sie sich an den Wahlen beteiligen und zwar in der Verantwortung der österreichischen Gesellschaft.

    Meine Meinung wäre wohl, es ist Zeit die Koalition gänzlich abzuwählen und auf eine der Alternativen, die wir ja jetzt heranwachsen haben, ausweichen. Damit können wir alle Negativa aus Österreichs Politik unblutig entfernen.

    Nachdem es ohnehin so viele Nichtwähler gibt, würde ich fast meinen, dass das Wahlrecht nur an jene zu vergeben wäre, die dieses beantragen und die auch als Steuerzahler registriert sind.

  41. Undine
    26. November 2012 09:23

    @Gerhard Pascher

    "Asterix" ist Ihnen aber schon ein Begriff, oder? ;-)

    Die KPÖ hätte, genauso wie die NSDAP, selbstverständlich verboten gehört---zumindest nach der Besatzungszeit. Zwei der Unterschiede zwischen den beiden Ideologien: Der Kommunismus hat sich über viel zu viele Jahrzehnte gehalten---noch dazu weltweit; es gibt ihn ja noch!--- und hat außerdem ein Vielfaches an Menschenleben gekostet.

    Beides sind keine guten Gründe, die KPÖ---gewissermaßen mit einem AUGENZWINKERN--- am Leben zu lassen.

    Sie schreiben:

    ".....aber wenn sich eine Partei nach den demokratischen Grundsätzen unseres Landes und der Verfassung hält, dann soll auch sie um die Wählergunst buhlen können"

    KPÖ und demokratische Grundsätze schließen einander naturgemäß aus.

    Daß die KPÖ nicht verboten wurde ist ein Skandal. Wenn sich schon Leute finden, die am Wohlsein der Grazer (woanders sind die ganz Dunkelroten bei den Grünen untergekommen!) interessiert sind, sollten sie wenigstens nicht die GESCHMACKLOSIGKEIT begehen, diesen wirklich verdammten Parteinamen zu verwenden. Daß die KPÖ überhaupt so lange in Ö überleben konnte, ist wohl dem Vermögen zu verdanken, das im Kommunismus immer für die Partei reichlich geflossen ist ---siehe Rudolfine Steinling, die gute Tante Fini, die kürzlich in Tel Aviv verblichen ist samt ihren hunderten Millionen "Parteivermögen". Warum man den Aufenthalt der guten Tante Fini erst NACH ihrem Ableben entdeckt hat, ist mir schleierhaft und wirft kein gutes Licht auf unsere "Politik"; auch beim Auffinden von Schuften LINKER Provenienz handelt man sehr wenig effizient. Aber das ist eine andere Geschichte.

    PS: Ich höre auf den Namen "Undine" und habe nichts mit der Stadt in Italien zu tun. ;-(

    • Wertkonservativer
      26. November 2012 11:33

      Liebe Undine,

      keine Sorge: die KPÖ ist in Österreich praktisch "tot". Haben Sie, außer von den Grazer KPÖ-Kasperln, in den vergangenen Jahren auch nur irgendein Lebenszeichen der KPÖ mitbekommen?

      Der Grazer Ableger ist ein anachronistisches Überbleibsel einer schon seit Jahrzehnten im Nirwana dahinsiechenden Kleinstpartei, in Graz von einigen ganz geschickten, am Grazer Volksklavier spielenden Einzelpersonen am Leben erhalten!
      Unter den KP-Wählen sind sicher übermehrheitlich frustrierte SPÖ-Anhänger.
      Die Roten sollten ihre Lage überdenken: weniger Stimmen als die Dunkelroten!
      Da lachen die Hühner, da gackert der Hahn!

      Liebe Grüße,

      Gerhard Michler

      Da viele Worte zu verlieren, ist unnötig verbrauchte Luft

    • Undine
      26. November 2012 12:00

      @Wertkonservativer

      "Der Grazer Ableger ist ein anachronistisches Überbleibsel einer schon seit Jahrzehnten im Nirwana dahinsiechenden Kleinstpartei,...."

      Lieber Wertkonservativer, deshalb "zitierte" ich auch aus "Asterix", was mir aber @Gerhard Pascher übelgenommen hat. :-)
      Genau genommen hätte ich die Einleitung zu jedem Asterix-Heft zitieren und "umwandeln" sollen, die da lautet:

      ".....eine von unbeugsamen Kommunisten bevölkertes Dorf hört nicht auf, ..... Widerstand zu leisten." :-)

    • Gerhard Pascher
      26. November 2012 12:13

      Undine:
      First of all: entschuldigen Sie das verlorengegangene "n".
      Ich möchte nochmals betonen, dass ich kein Kommunisten- oder NSDAP-Freund bin, denn meine Familie hatte unter diesen Schreckenherrschaften bitter gelitten. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass man - auch Sie liebe Frau Undine - in Österreich eine Partei gründen kann, wenn diese bestimmte Spielregeln einhält. Wenn die KPÖ verboten wird, dann tritt sie eben unter einem neuen Namen wieder auf. Genauso wäre zu überlegen, ob es nicht besser ist, Neonazi-Umtriebe in anderer Weise zu bekämpfen, als es die Gesetze von 1945/46 damals als angebracht fanden.
      Man darf doch nicht vergessen, dass heutzutage die meisten Erwachsenen diese Diktaturen gar nicht persönlich erlebt haben und meist nur als Protest gegen das derzeitige "Establishment" solche Gruppen unterstützen und wählen. Es ist eigentlich die Aufgabe von Schule und Gesellschaft, noch viel mehr und immer wieder an diese dunklen Zeiten zu erinnern.
      Vor 55 Jahren hatte einmal ein junger Deustcher in einer Jugendherberge gemeint, dass der GRÖFAZ in vielen Jahren genauso positiv betrachtet wird, wie jetzt schon Napoleon, Nero, Dschingis Khan u.a.

    • Undine
      26. November 2012 13:17

      @Gerhard Pascher

      Lieber @Gerhard Pascher, ist schon verziehen! Bei Ihnen weiß ich ja, daß Sie sich vertippt haben; ich hab's auch nicht ernst gemeint. Aber vielen Postern scheint eine "Undine" unbekannt zu sein---oder es sind Legastheniker am Werk! :-)

      Sie schreiben:

      "Wenn die KPÖ verboten wird, dann tritt sie eben unter einem neuen Namen wieder auf. Genauso wäre zu überlegen, ob es nicht besser ist, Neonazi-Umtriebe in anderer Weise zu bekämpfen, als es die Gesetze von 1945/46 damals als angebracht fanden."

      Ganz genau DAS wollte ich in meinem Kommentar, bzw in meiner Antwort auch ausdrücken, drum kann ich Ihnen ja wirklich nur zustimmen. Das, was mich so wütend macht, ist die unglaubliche Intoleranz aller Linken und ihre Doppelzüngigkeit und Doppelgleisigkeit, ihre selektive Art, die Geschichte zu interpretieren! Die kann man gar nie genug anprangern, und weil dies offiziell NIE geschieht, schreibe ich mir hier die Finger wund. Zu diesem Zweck MUSS man gelegentlich etwas übertreiben!

  42. Gerhard Pascher
    26. November 2012 07:50

    Ich möchte hier nicht für die Grazer Kommunisten sprechen und die kommunistische Idee als gut beurteilen, aber wenn sich eine Partei nach den demokratischen Grundsätzen unseres Landes und der Verfassung hält, dann soll auch sie um die Wählergunst buhlen können.
    Die Aussage von Udine (gestern, 22:54 Uhr), dasss die Grazer "spinnen", muss zumindest auf 20 % der Grazer Wähler korrigiert werden.
    Ich erinnere mich noch an die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts, wo es noch ein paar KP-Abgeordnete in unserem Parlament (u.a. Fischer, ein Namensvetter von UHBP) gab, welche später abgewählt wurden. Nachdem 1953 der erste ostdeutsche Aufstand von den dortigen Kummerln mit Sowjethilfe niedergewalzt wurde, hat man sich vorsorglich in Ö einen anderen Namen (VO = Volksopposition) zugelegt, war aber auch nicht mehr erfolgreich.
    Zu dieser Zeit gab es auch in Frankreich und Italien noch bedeutende Wähleranteile der Kommunisten (über 25 %), aber auch diese sind im Laufe der Zeit stark geschrumpft.
    Bitte daher nicht in Weltuntergangsstimmung verfallen. Es ist keine Volkserhebung in Graz, auch wenn diese schöne Stadt einmal diesen unrühmlichen Beinamen hatte.

  43. Maria Kiel
    26. November 2012 00:09

    Die Medien (allen voran der ORF) sind also der Meinung, die 20% wahlstimmenabgebender Grazer hätten nicht den Kommunismus gewählt sondern den Slogan der Mietenfrage. Wo bitte liegt der feine Unterschied? Es mag schon stimmen, dass diese Wähler vom historischen Kommunismus keinen Tau haben, trotzdem sind sie fertig gebackene Kommunisten, die gierig nach den Früchten der jahrelangen Indoktrination: „Die Reichen werden immer reicher, die Armen werden immer ärmer“ grapschen. Und ganz vorn im Spitzenfeld der verabscheuungswürdigen Reichen liegen bekanntlich – Vermieter.
    Dass satte 20% offensichtlich der Meinung sind, privates, mit meist hart erspartem Geld geschaffenes Eigentum sollte schlichtweg enteignet und dem Mob zur freien Entnahme in den Rachen geworfen werden – DAS ist für mich der eigentliche Skandal!
    Und nun wette ich mit mir selbst darum, wie lang es brauchen wird, bis die ÖVP die Milchmädchenrechnung aufmacht „20 % der Wählerstimmen? was sagt uns das?“ – Resultat nicht etwa das Schrillen sämtlicher Alarmglocken, wohin dieses Österreich abdriftet; nicht etwa endlich ein Gegensteuern indem der Respekt vor fremdem Eigentum, die Würde der eigenen Arbeit, der Wert des Selbstverdienten, die Selbstverständlichkeit der Eigenverantwortung betont und neu in den Vordergrund gestellt wird; nein, ich kann es förmlich schon hören, wie die ÖVP sich liebedienerisch diesem Trend des „ICH konsumiere, sich plagen und zahlen soll wer anderer“ anschließt - gab es doch unlängst bereits eine gewisse ÖVP-Ministerin, die ungestraft vorexerzieren durfte: HER MIT DER MARIE!
    Will irgendjemand dagegen wetten?

    • socrates
      26. November 2012 11:09

      SPÖ Wohnpolitik: In der Baumeistergasse, 1160, beste Wohnlage, war in einem "roten" Haus eine Wohnung zu vergeben. Eine Kollegin und Genossin bewarb sich, wurde aber abgelehnt. Diese Wohnung wird an einen Migranten vergeben, damit die eine Mehrheit im Haus bekommen. Wenn sie unbedingt dort wohnen will, soll sie einen Migranten heiraten. Was wird diese Genossin 2013 wählen?
      Wer je mit Ute Bock wohnungsmäßig zu tun hat , fürchtet keine .........keule!

    • Undine
      26. November 2012 14:58

      @socrates

      *****!

      So sieht sie halt aus, die Realität bei uns in Bagdad!
      Was wohl der weise HARUN AL RASCHID dazu zu sagen hätte?

    • Undine
      26. November 2012 18:00

      @Maria Kiel

      Ich vergaß vorhin, Ihnen noch eine wohlverdiente Extraportion Sternderl zu geben und hole dies nun nach!*******!

  44. byrig
    26. November 2012 00:07

    für geschichtsbewusste und gebildete menschen(wie hier im blog) ist dieses wahlergebnis natürlich eine katastrophe,umso mehr als es sich um nicht-linke handelt.(meistens,wie ich annehme).
    im geheimnisvollen graz dürften die uhren und nicht nur die etwas anders ticken.anderswo könnte die vertreterin einer menschenverachtenden ideologie gar nicht sympathisch genug sein,um gewählt zu werden.
    wenn man fies ist,könnte man aus diesem wahlergebnis auch herauslesen,dass eigentlich nur eine wählerverschiebung innerhalb der 3 marxistischen parteien spö,grüne und eben kpö stattgefunden hat.und das wird auch grossteils zutreffen.
    schockierend bleibt:eine partei mit blutiger,grausamer geschichte,die millionenmorde zu verantworten hatte,bekommt in der zweitgrössten stadt österreichs ein fünftel der wählerstimmen.

  45. zweiblum
    25. November 2012 23:58

    1/2 O.T.: Wie soll sich der Bürger gegen Abkassierer wehren?
    Rechtswidriges Übel?
    Abmahnender Anwalt wegen Erpressung angeklagt

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    Eine Erpressung liegt nach § 253 des deutschen Strafgesetzbuchs dann vor, wenn eine natürliche Person "rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung" genötigt wird. Weitere Voraussetzungen sind eine Bereicherungsabsicht des Täters und ein Vermögensnachteil beim Opfer. Das Delikt zählt zu jenen Taten, bei denen bereits der Versuch bestraft werden kann. Konkret sind dafür mit bis zu fünf Jahren Haft möglich.

    Dass darunter Handlungen abmahnender Anwälte fallen könnten, wurde von Juristen bislang meist mit Verweis auf die Tatbestandsvoraussetzung der Rechtswidrigkeit verneint. Der Absatz 2 des Paragrafen sieht die Androhung eines Übels allerdings schon dann als rechtswidrig an, wenn sie "zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist". Das schließt Abmahnungen nicht explizit aus. Im Fall gewerbsmäßig abmahnender Anwälte ist sogar ein besonders schwerer Fall der Erpressung denkbar, der nach § 253 Absatz 4 mindestens ein Jahr Freiheitsstrafe zur Folge hat.

    Die Staatsanwaltschaft Berlin gelangte nun im Fall des abmahnenden Rechtsanwalts S. zur Auffassung, dass im Falle seiner Abmahnungen der Tatbestand einer Erpressung erfüllt sein könnte und erhob dem Markenrechts-Branchenblog Ecovis zufolge Anklage. Ecovis-Betreiber Harald Schleicher, ein Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz, erfuhr davon, weil er in dem Prozess zusammen mit anderen Kollegen, die Betroffene vertreten, als Zeuge geladen wurde. Ein einfaches und schnelles Verfahren erwartet sich das Gericht offenbar nicht: Für die Hauptverhandlung, die Mitte Februar stattfinden soll, sind mehrere Tage angesetzt.

    Auch auf der internationalen Kampagneplattform Avaaz.org sind Abmahnungen mittlerweile ein Thema: Dort läuft eine Bürgerpetitionen, die dem Europäischen Parlament zugeleitet werden soll. Sie hat eine gesetzliche Regelung zum Ziel, nach der Erstabmahnungen, in denen Urheberrechtsverletzungen behauptet werden, kostenfrei sein müssen. Der Petent begründet dies unter anderem damit, dass die Abmahnwirtschaft in Deutschland auf ein Volumen von 500 Millionen Euro jährlich angewachsen sei und sich nur ein sehr kleiner Teil der Opfer gegen missbräuchliche Forderungen zur Wehr setze, bei denen nicht Schadensersatzforderungen, sondern anwaltliche Gebühren im Mittelpunkt stünden.
    Peter Mühlbauer heise.de/tp
    Wenn die aussichtsreichsten Gegner Kommunisten sind, werden sie gewählt. Das heißt keinesfalls, daß man die Ideologie vertritt, nein, die etablierten Parteien bekommen einen Tritt. Wenn sie etwas gegen den Kommunismus tun wollen, sollen sie auf ihre Wähler schauen!

  46. Freak77
    25. November 2012 23:37

    Ich möchte mich hier weitgehend der Meinung von Dr. Unterberger anschließen:

    Allein dass es in Österreich noch immer eine K.P.Ö. gibt ist ein Wahnsinn. Ebenso ist es ein Wahnsinn wenn eine Politikerin wie die Frau Elke Kahr, Spitzenkandidatin der KPÖ sich im ORF-Fernsehen dabei filmen lässt wie sie das Buch "Das Kapital" von Karl Marx in aller Öffentlichkeit liest. Ein Buch, dass eine Sprengkraft in sich hat, die Gesellschaft in den Grundfesten zu zerstören.

    Das 20%-Ergebnis ist eine Schande für Graz & ganz Österreich und man kann nur hoffen dass sich dies nicht zu sehr international herumspricht.

    Der Kommunismus ist die größte Plage und das größte Übel das die Menschheit je hatte. Es umfasste zu seiner stärksten Zeit ein Drittel der Landmasse der Erde und ein Drittel der Weltbevölkerung.


    Ich weiß jetzt nicht im Detail wie der Papst in Rom hieß, aber er hatte im 20. Jahrhundert erkannt und auch gesagt, dass der Kommunismus exakt der in der Bibel (Offenbarung des Johannes) angekündigte 'Antichrist' ist. In allen betroffenen Ländern waren die Christen das erste Ziel des Kommunismus und die Christen mussten am meisten leiden. Der Meinung dieses Papstes stimme ich vollinhaltlich zu!

    Das Buch über Stalin's Herrschaft wurde hier im Blog bereits erwähnt: "Verbrannte Erde, Stalins Herrschaft der Gewalt", Autor: Jörg Baberowski, erschienen im März 2012.

    http://www.amazon.de/Verbrannte-Erde-Stalins-Herrschaft-Gewalt/dp/3406632548

    Auch als E-Book im Format EPUB erhältlich:
    http://www.thalia.at/shop/at_thalia_start/suche/?sq=Verbrannte+Erde%3A+Stalins+Herrschaft+der+Gewalt&sswg=ANY×tamp=1352493261234

    Nach Studium dieses Buches wird wohl jeder meinen obigen Aussagen zustimmen. Es ist aber auch eine Tatsache, dass seit den Jahren 1989/1990 der Kommunismus auf Weltebene stark an geistiger Kraft und vor allem an physischen Ressourcen eingebüßt hat.

    • simplicissimus
      26. November 2012 05:55

      Linke sehen das anders. Da wird verharmlost, ignoriert und schoengeredet, dass sich die Balken biegen. Betroffenheit, Aufarbeitung bei Kommunisten? I wo, dafuer ist der oesterreichische Spiessbueger zustaendig, wegen ... eh schon wissen.

    • Undine
      26. November 2012 16:01

      @Freak77

      "Ebenso ist es ein Wahnsinn wenn eine Politikerin wie die Frau Elke Kahr, Spitzenkandidatin der KPÖ sich im ORF-Fernsehen dabei filmen lässt wie sie das Buch "Das Kapital" von Karl Marx in aller Öffentlichkeit liest. Ein Buch, dass eine Sprengkraft in sich hat, die Gesellschaft in den Grundfesten zu zerstören."

      Man könnte ja einmal die Probe aufs Exempel machen: Der Spitzenkanditat einer "rechten" Partei läßt sich dabei filmen, wie er "Mein Kampf" in aller Öffentlichkeit liest. Das wäre ein gefundenes Fressen für den ORF und böte monatelang Stoff für unsere lieben Fernsehansager, in allen möglichen und unmöglichen Sendungen uns ihre Entrüstung zu vermitteln und die Auferstehung Hitlers ankündigen.
      Nein, vergessen Sie's! Man soll die ORF-Leute nicht auch noch auf diesen Gedanken bringen; sie sind ja auch ohne solchen Tipp sehr geübt, den "Rechten" anzudichten, was nur geht: Das passende "OUTFIT" junger Würstel mit Neonazisachen, wenn man H.C. Strache ins rechtsextreme Licht stellen will etwa!

    • kaffka (kein Partner)
      27. November 2012 11:08

      Freak77
      25. November 2012 23:37

      Ob die Bibel (welche?wo?) den Stalin als Antichrist gemeint hat ist wohl sehr zu bezweifeln. Dieser war nicht als Übergangserscheinung gedacht.

  47. M.S.
    25. November 2012 23:29

    Wenn in einem Land, das Jahrzehnte die unmittelbare Nachbarschaft kommunistischer Gewaltherrschaft vor Augen hatte, bei einer Wahl (wenn auch nur auf kommunaler Ebene) 20% der Wähler für die kommunistische Partei stimmen, ist das ein alarmierendes Zeichen für das Bildungs- und intellektuelle Niveau dieses Landes. Jeder aufrechte Demokrat müsste sich eigentlich für diese Ergebnis schämen. Mag sein, dass eine der Ursachen -im Gegensatz zu den Verbechen des Nationalsozialismus - in der völligen Ausblendung der kommunistischen Greueltaten in der Zeitgeschichte in den Schulen und den Medien liegt.

  48. socrates
    25. November 2012 23:13

    Die Kommunistenkeule erinnert an die Nazikeule. Die Vergangenheit für die Fehler der Gegenwart verantwortlich zu machen, ist falsch. Die Grazer Wahl war eine Protestwahl, bei der die Regierenden ihr Fett abbekommen haben. Die Asylantenpolitik, bei der das Volk umerzogen wird, aber die Asylantenindustrie profitiert, darf nicht kritisiert werden. Die Verluste im Lebensstandard werden geleugnet und der Bürger mit Hilfe der Medien belogen. Recht und Gesetz ist sehr abgewertet. Die Korruption blüht und gedeiht, aber sie wird auf Tote abgewälzt. Die Bildung, der Weg des 4. und 5. Standes zum Aufstieg für ihre Begabte, wird zerstört. Die Schulverwaltung bleibt, aber die Lehrer sollen kein Zimmer haben und die Schüler turnen ohne Turnsaal. Das kann frau politisch erklären, ohne Widerspruch, aber in der Wahlzelle rächt sich der Bürger.
    Ich bin weder Kommunist noch Antisemit, aber die Wahrheit bleibt und ich vertrete sie, so gut ich kann.

    • socrates
      26. November 2012 00:19

      Der Eiserne Vorhang in der Staatsoper wurde von der Presse ausgesucht. Diese wiederum wird von der Kath. Kirche herausgegeben. Beide wollen Subventionen:
      Die Presse will die 4-fache Zeitungsförderung, damit sie ihre Umerziehung und ihre lügen weiter betreiben kann. Besser hätte sie auf dieser Fläche für sich Reklame gemacht.
      Die k.Kirche sammelt für die Caritas und die "Asylanten". Besser würden sie ihr Geld dafür und nicht für politische Macheloikes ausgeben.
      Was bleibt über? Strache wählen. Ebenso war es in Graz !

    • simplicissimus
      26. November 2012 05:58

      Kein falscher Standpunkt.

    • socrates
      26. November 2012 09:39

      Leitartikel der Presse nach den Wahlverlusten in Graz: Es wird das Jahr der ÖVP.

  49. Undine
    25. November 2012 22:54

    Bei diesem Grazer Wahlergebnis kann man nur sagen:

    DIE SPINNEN, DIE GRAZER!

    Ich weiß wirklich nicht, soll man bei den Zugewinnen ausgerechnet der Kommunisten (!) lachen oder weinen.
    Lachen deshalb, weil man es nicht für möglich hält, daß so viele erwachsene Menschen so naiv und "unwissend" sind und einfach bei den Kummerln ihr Kreuzerl machen.
    Weinen deshalb, weil man bestätigt bekommt, wozu die Dummheit befähigt: Daß so viele erwachsene Menschen noch immer an diesem verbrecherischesten aller -ismen hängen, der so lange Zeit so unendlich vielen Menschen NICHTS ALS LEID gebracht hat.

    A.U. schreibt:

    "Die jüngere Zeitgeschichte wird den Österreichern nur sehr selektiv vermittelt.(WIE WAHR!)

    Denn Tatsache ist, dass der kommunistische Terror im vergangenen Jahrhundert an die 80 bis 90 Millionen Todesopfer gefordert hat. (in manchen Quellen liest man von 100 Millionen Todesopfern!)......

    .......Gerade jene, die immer so viel von Vergangenheitsbewältigung und Geschichtsaufarbeitung reden, verstummen beim Thema Kommunismus total. Das zeigt, dass sie es nie ehrlich gemeint haben."

    Hätten allerdings nur 5% der Wähler bei einer als "rechtsextrem" eingestuften Partei---vorausgesetzt, diese wäre überhaupt zugelassen worden!---ihr Kreuzerl gemacht, wäre in ganz Ö Feuer am Dach.
    Die ORF-Ansager hätten flugs ihre den "Rechten" vorbehaltene "Betroffenheitsmiene" aufgesetzt und voller Vorwurf das 4. Reich prophezeit. Nicht so bei den Kommunisten; keine Betroffenheitsmiene, keine Vorwürfe und schlimmen Prognosen für Ö. Nein, 20% Kommunistenstimmen kratzen im ORF keinen, im Gegenteil!

    • M.S.
      25. November 2012 23:33

      @Undine

      Vollinhaltlich *****************

    • byrig
      25. November 2012 23:50

      undine:********
      ausserdem war die kommunistische revolution jüdisch dominiert.das exculpiert sie natürlich,v.a.beim orf.

    • Undine
      26. November 2012 00:14

      @byrig

      Sie sagen es.....

    • brechstange
      26. November 2012 08:07

      "Mit Aufrechnen verboten", relativierte man die Opfer kommunistischer Regimes und rehabilitierte die Täter.

    • Konrad Loräntz
      26. November 2012 16:04

      Völlig richtig, Undine.
      Aber die Bolschewiken haben nun mal den Krieg gewonnen.
      Man kann somit in Wien-Hietzing ja auch Volkshochschuldirektor werden, obwohl (???) man jahrzehntelang Kommunist war (oder ist). Der Wikipedia-Eintrag findet das nicht erwähnenswert. Man kann einen ganz unverfänglichen roten Stern auf ein namhaftes Wiener Theater affichieren, das genau von jenen gerne besucht und finanziert wird, welche von den Sternträgern andernorts und -zeits en masse liquidiert wurden. Aber wir Liebhaber des "radical chic" lassen uns dort natürlich gerne sehen.
      Ist ja alles auch ziemlich "bierig".

    • Undine
      26. November 2012 16:27

      @Konrad Loräntz

      "Man kann einen ganz unverfänglichen roten Stern auf ein namhaftes Wiener Theater affichieren....."

      Bei einem "ganz unverfänglichen Hakenkreuz" auf einem Theaterdach wäre die Hölle los und zwar nicht nur in Wien, sondern WELTWEIT, denn die INTERSOZIS und ihre Handlanger würden bei einer Nacht- und Nebelaktion ihre Computer heißlaufen lassen, damit nur ganz schnell diese österr. Schande bekannt werden könnte. Dann würden sie alle interviewt werden, die Berufs-Antifaschisten; einer würde dem anderen die Klinke in die Hand geben.

      Und keinem der Verantwortlichen für den "Roten Stern", der nun schon seit Jahren gänzlich ungeniert das Dach jenes "namhaften" Wiener Theaters ziert, hat jemand die berechtigte Frage gestellt, WAS DENN DAS AUSLAND DARÜBER DENKT oder wie unsere engsten Nachbarn, die Slowaken, die Ungarn, etc auf so eine "Wiederbetätigung" (diesmal mit linken Vorzeichen!) reagieren, denn DIE hatten ja unter dem ROTEN STERN wirklich jahrzehntelang zu leiden.
      Die Gründerväter des Kommunismus waren ja sooooo gute Menschen, da darf man nicht vergleichen. Wirklich nicht???

    • Haider
      26. November 2012 19:25

      Voll mit Ihnen: Das Grazer Ergebnis ist eine einzige Schande!
      Nur eine kleine Ergänzung: Hätte es bei einer rechtsextremen Partei ein paar Kreuzerl gegeben, wäre nicht nur in ganz Österreich SONDERN AUCH IM ÜBRIGEN EUROPA, IN DEN USA UND EINEM STAAT DES VORDEREN ORIENTS DER TEUFEL LOS GEWESEN.

    • kaffka (kein Partner)
      27. November 2012 13:23

      Undine
      26. November 2012 16:27

      Und warum verschweigen Sie, dass das "namhafte Wiener Theater" das ehemalige "Deutsche Volkstheater" war.

    • Undine
      27. November 2012 15:02

      @kaffka

      Danke für die Nachhilfe! :-)
      Umso böser gemeint ist der Affront mit dem Roten Stern!

  50. S.B.
    25. November 2012 22:51

    Das Wahlergebnis in Graz beweist nicht nur, daß viele Menschen aus der Geschichte nicht lernen, sondern zeigt auch noch das Klima in Österreich durch die einseitige Berichterstattung auf. Während Rechts sofort mit Rechtsradikal, Rechtsextrem und/oder gar Neonazi entsprechend verdammt wird, ist Links bis hin zum Kommunismus absolut salonfähig und mit Attributen wie sozial, solidarisch, tolerant - einfach "gutmenschlich" ausgestattet.
    Wenn dann noch jedem Mitbürger "Grundrechte" (wie schon einmal hier erörtert) ohne Pflichten sowie Vermögensumverteilung bis hin zum bedingungslosen Grundeinkommen versprochen werden, ist der Mix zu diesem kommunistischen Wahlergebnis perfekt. Das kann nicht einmal die historisch grausame Belastung verhindern.
    Die tägliche, linke Gehirnwäsche in den Medien verfehlt ihre Wirkung nicht mehr!

    • Obmar
      26. November 2012 08:06

      Schön, daß Sie sich nicht durch die pubertären Ergüsse von terbuan, Renneberg und Konsorten entmutigen lassen.
      Und Sternchen selbst vergeben, das müssen sie mir einmal vorhüpfen. Lachhaft!

    • S.B.
      26. November 2012 15:00

      @Obmar

      Vielen Dank!

    • Bodo
      26. November 2012 18:08

      @S.B.

      Auch von mir ein Kompliment, werte(r) S.B.! Die beiden Herren Renneberg und Terbuan wirkten etwas angeheitert. Es kann auch am Föhn gelegen haben.

  51. Rosi
    25. November 2012 22:42

    Es gibt Leute, die vertreten sehr überzeugend die These, daß auch die Grünen nichts anderes als Kommunisten sind - allerdings, da durchwegs gebildet, und vielfach an Schlüsselpositionen sind sie wesentlich gefährlicher als ihre einfacht-gestrickte Ausgangspartei.

    Wie heißt es so schön: 'An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen' - oder so ähnlich ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Gandalf
      26. November 2012 13:58

      @Rosi:
      Bei den Grünen müsste man wohl paraphrasierend sagen: "An ihren Früchterln sollt Ihr sie erkennen"; die sind, im Gegensatz zu den echt dumm-naiven Kommunisten, inzwischen schon sehr schon stark populistisch korrumpiert. Und denken folgerichtig an ihre politischen Karrieren und deren angenehme Auswirkung auf die eigenen Taschen.

    • Undine
      26. November 2012 16:06

      @Gandalf

      "An ihren Früchterln sollt Ihr sie erkennen"

      Köstlich!*******!

    • Rosi
      26. November 2012 17:54

      @ Gandalf

      Verstehe ich Sie richtig, Sie fänden Statistiken der Art interessant, wie die politische Ausrichtung der SUV-Besitzer im Vergleich zu jenen normaler PKWs aussieht, oder der Zusammenhang zwischen politischer Ausrichtung und Privatschulbesuch der eigenen Kinder, oder - die Verteilung des Vermögens in der Bevölkerung in Abhängigkeit von der politischen Ausrichtung?
      Ich nehme an, das gibt es, speziell Letzteres - beim Festsetzen von Steuer- und Freigrenzen will man schließlich nicht die eigenen Leute treffen.
      Ob die ÖVP jedoch solche Aufstellungen hat, wage ich zu bezweifeln.

    • Gandalf
      26. November 2012 22:25

      @Rosi:
      Ja, Sie verstehen mich völlig richtig, und auch bezüglich der (Un-)Informiertheit (oder Unfähigkeit?) der ÖVP, diesen Widerspruch aufzuzeigen oder gar auszuschlachten, bin ich völlig Ihrer Meinung. :-)

    • nometa (kein Partner)
      27. November 2012 14:49

      Integrationsunfähige? Sagen Sie doch klar, was Sie meinen: Geistig oder körperlich behinderte Ausländer raus! Ebenso alle, denen die Intelligenz fehlt, deutsch zu lernen.
      Das ist interessant. Es gibt nämlich genug Ausländer, die wirklich unsere Sprache lernen wollen, aber es einfach nicht schaffen, weil sie nicht intelligent genug sind.

      Und solche Leute sollen dann, wenn es nach den "Christen" hier im Unterbergerforum geht, verschwinden.

      Das ist die Menschlichkeit, die man von Religiösen (jeder Art) gewöhnt ist.

  52. schreyvogel
    25. November 2012 22:13

    Mein seliger Vater, der eine KMU geleitet hat, pflegte zu sagen: "Jeder Steirer und jeder Kärntner ist ein Spinner".

    Wie recht er doch hatte!

    • La Rochefoucauld
      25. November 2012 22:33

      Entschuldigen Sie bitte vielmals, mit Verlaub gesagt, war Ihr Vater nicht ganz bei Sinnen, sollte er diesen Spruch jemals wirklich gesagt haben. Auch gereicht es Ihnen nicht zur Ehre, diese Stumpfheit hier zu wiederholen.

    • terbuan
      25. November 2012 22:46

      Als halber "Wahlsteirer" und Freund der Kärntner muß ich diese Diffamierung auf das schärfste zurückweisen! :-)

    • schreyvogel
      25. November 2012 23:36

      @La Rochefoucauld

      Entschuldigung angenommen. Ausnahmsweise.

    • schreyvogel
    • FranzAnton
      26. November 2012 05:33

      Hiezu folgendes kleines Schlaglicht: Ein netter,freundlicher Obersteirer, den ich seit Jahrzehnten (aus der Zeit familiärer Urlaubsaufenthalte) kannte, und mit ihm - vor Jahren schon - eine Diskussion hinsichtlich SPÖ - Fehlleistungen führte, erklärte mir am Gesprächsende: "Bevur I de Schwoazn wöhl, wöhl I enter(eher) de Kummerln".
      Die KPÖ erschien den Steirern wohl schon immer nicht als der Paria, der sie, ideologiebedingt, tatsächlich ist, und jene Kommunistenwähler sind vermutlich auch keine wirklich üblen Zeitgenossen, sondern schwingt in ihnen historisch erlittenes Leid ihrer Ahnengenerationen nach.

    • diko
      26. November 2012 07:57

      FranzAnton,
      das ist "fein" beobachtet.
      (viele in der Obersteiermark fühlten sich, seinerzeit durch die Politik von Kraiener Vater und Krainer jun. stark benachteiligt.)

  53. Politicus1
    25. November 2012 22:10

    wenn ich mir das Wahlergebnis von außen und ohne Wechselstromanalyse anschaue schaut es so aus, dass halt unzufriedene linke Randwähler der SPÖ und der eh schon kommunistischen GrünInnen vom Schmiedl zur Schmiedin (=KPÖ) gewandert sind.
    Hätte eine KPÖ mit einem zugkräftigen Spitzenkandidaten in Wien eine ähnliche Chance?
    Eher NEIN, weil vor allem die Wiener GrünInnen mit Vassilaku und Ellensohn schon so weit links sind, dass links von ihnen ja gar kein Platz mehr ist.

  54. Observer
    25. November 2012 22:03

    Wie schon an anderer Stelle von mir erwähnt wurde, handelt es sich bei der KP in Graz um keine Kommunisten alter oder auch neuer Prägung. Wer erinnert sich noch an die Wahl 2005, wo der ehemalige Sozialist/Sozialdemokrat (!!) Ernest Kaltenegger nach seiner Gemeinderatszeit mit 6,3 % der Stimmen in den Landtag einzog und den Stimmenanateil 2008 verdoppeln konnte. Die damaligen Wahlkämpfe waren ganz auf seine Peersönlichkeit zugeschnitten und der Kommunismus hatte dabei untergeordnete Bedeutung. Seine Nachfolgerin hatte nun das Glück, dass es wegen der schlechten Performance auf Bundes, Landes- und Gemeindeebene viele unzufriedene ehemalige SP-Wähler gab, welche als ihre einzig akzeptable Alternative eben der KP ihre Stimme gaben. Elke Kahr hat in den letzten Wochen ebenfalls eine Persönlichkeitswahlkampf geführt und ist von den heutigen 20,1 % selbst völlig überrascht.

    Es gibt aber keinerlei Anzeichen, dass sich der Grazer KP-Erfolg in anderen Bundesländern oder gar bei der NR-Wahl 2013 wiederholen wird.

    • terbuan
      25. November 2012 22:14

      Entschuldigung werter Observer,
      aber der Kommunismus "hatte dabei eine untergeordnete Bedeutung" kann so nicht sein, er ist ein blutiges Programm, welches sich durch Jahrhunderte zieht.
      Man kann höchstens den Wähler für extrem blöd halten, dass er diese Zusammenhänge nicht versteht und auf die Verharmlosungen hereinfällt.

      Es gibt genausowenig ein bisserl Kommunismus, wie ein bisserl schwanger.
      Warum gibt sich eine Partei sonst diesen Namen und ein entsprechendes Programm?

    • Observer
      25. November 2012 22:40

      In der Schnelligkeit hab ich die Wahlergebnise der Grazer- und der letzten Steiermarkwahlen zu wenig differenziert betrachtet. Natürlich bleibt der KP-"Erfolg" auf die Stadt Graz beschränkt, im Landtag ist der derzeitige KP-Anteil wesentlich geringer.

      Werter teruban,
      ich nehme zur Kenntnis, dass ich die Bezeichnung Kommunismus zu neutral verwendet und nicht auf deren schreckliche Zeiten der vergangenen 110 Jahre Kommunismus (ursprünglich anerkannten die europäischen Sozialisten ja auch das Kommunistische Manifest und die Lehren von Karl Marx!) explizit hingewiesen hatte.

    • Brigitte Imb
      25. November 2012 22:51

      Ja, genauso betrachte ich das auch und fürchte mich nicht vor den Kommunisten. Viel schlimmer sind die versteckten diktatorischen Einmischungen/Vorgaben der sich demokratisch nennenden Union, deren führende Proponenten keine Legitimierung vorweisen können und 1/2 Mrd. Menschen vorgeben zu vertreten.
      Also "vergessen" wir diese knapp 22 000 Stimmen; so wie FPÖ Wähler nicht mit Hitler gleichgesetzt werden wollen, sind sie im Fall der KPÖ/Graz nicht mit Stalin zu vergleichen.
      Bitte keine künstliche Aufregung, die bundesweiten EU hörigen aller sozialistischen Parteien, einschl. der ÖVP, erzeugen größeren Schaden für uns Bürger, als die paar Aktivisten, die sich der KPÖ angeschlossen haben, jemals denken können.

    • socrates
      25. November 2012 23:24

      Observer
      Für mich war es eine reine Protestwahl und ich bin bezüglich Kommunisten ganz ihrer Meinung. S G R gehört abgewählt, damit sie wieder dem Volk aufs Maul schaun und uns nicht umerziehen. Wenn man schon protestiert, dann gibt man seine Stimme den aussichtsreichsten Neuparteien, das sind Kommunisten und Blaue, damit die Altparteien nich packeln können. Das ist kein Bekenntnis zum Kommunismus.

    • Freak77
      25. November 2012 23:35

      Ich möchte mich hier weitgehend der Meinung von Dr. Unterberger anschließen:

      Allein dass es in Österreich noch immer eine K.P.Ö. gibt ist ein Wahnsinn. Ebenso ist es ein Wahnsinn wenn eine Politikerin wie die Frau Elke Kahr, Spitzenkandidatin der KPÖ sich im ORF-Fernsehen dabei filmen lässt wie sie das Buch "Das Kapital" von Karl Marx in aller Öffentlichkeit liest. Ein Buch, dass eine Sprengkraft in sich hat, die Gesellschaft in den Grundfesten zu zerstören.

      Das 20%-Ergebnis ist eine Schande für Graz & ganz Österreich und man kann nur hoffen dass sich dies nicht zu sehr international herumspricht.

      Der Kommunismus ist die größte Plage und das größte Übel das die Menschheit je hatte. Es umfasste zu seiner stärksten Zeit ein Drittel der Landmasse der Erde und ein Drittel der Weltbevölkerung.


      Ich weiß jetzt nicht im Detail wie der Papst in Rom hieß, aber er hatte im 20. Jahrhundert erkannt und auch gesagt, dass der Kommunismus exakt der in der Bibel (Offenbarung des Johannes) angekündigte 'Antichrist' ist. In allen betroffenen Ländern waren die Christen das erste Ziel des Kommunismus und die Christen mussten am meisten leiden. Der Meinung dieses Papstes stimme ich vollinhaltlich zu!

      Das Buch über Stalin's Herrschaft wurde hier im Blog bereits erwähnt: "Verbrannte Erde, Stalins Herrschaft der Gewalt", Autor: Jörg Baberowski, erschienen im März 2012.

      http://www.amazon.de/Verbrannte-Erde-Stalins-Herrschaft-Gewalt/dp/3406632548

      Auch als E-Book im Format EPUB erhältlich:
      http://www.thalia.at/shop/at_thalia_start/suche/?sq=Verbrannte+Erde%3A+Stalins+Herrschaft+der+Gewalt&sswg=ANY×tamp=1352493261234

      Nach Studium dieses Buches wird wohl jeder meinen obigen Aussagen zustimmen. Es ist aber auch eine Tatsache, dass seit den Jahren 1989/1990 der Kommunismus auf Weltebene stark an geistiger Kraft und vor allem an physischen Ressourcen eingebüßt hat.

    • Schani
      26. November 2012 01:29

      Sehr geehrte Frau Imb!
      Man darf den Kommunismus nicht auf Stalin reduzieren, denn das hieße ja:"Der Kommunismus ist eine gute Idee, die nur durch Stalin pervertiert wurde!" Nein - der Kommunismus an und für sich und in allen Varianten ist des Teufels!

  55. terbuan
    25. November 2012 21:38

    Vielen Dank Herr Dr. Unterberger, mit diesem Kommentar sprechen Sie mir aus der Seele!
    Habe heute schon im letzten Blog als Subkommentar zum Beitrag der lieben Brigitte Imb gepostet:

    "die Kommunisten aus Graz dürfen sicherlich nicht mit Marxisten gleichgesetzt werden"....
    Ja aber bitte was soll denn das heißen, warum nennt sich eine Partei "kommunistisch", weil sie so menschliche Züge entwickelt hat, jenseits aller Verbrechen von Lenin und Stalin?
    Die DKP wurde aus verfassungsrechtlichen Gründen verboten und bei uns rennt sie als Weltenretterin herum und wird von einem Fünftel der Grazer herum, ich fasse es einfach nicht!
    Eine kommunistische Partei ist für mich eine Gemeinschaft von Leuten welche die Verbrechen dieser Parteien aus der Vergangenheit entweder verherrlicht oder negiert, keinesfalls aber eine demogratische, wählbare Alternative!
    Weit haben wir es gebracht, der Marxismus kommt nicht nur durch die Hintertüre sondern ganz offiziell als etablierte Partei bei uns herein! Pfui Teufel!

    Dazu kein weiterer Kommentar, es ist ein Armutszeugnis für Graz und ganz Österreich!

    • terbuan
      25. November 2012 21:40

      Verzeihung, aber ich habe die Fehler leider mitkopiert: Die Kommunisten wurden wie erwähnt von einem Fünftel der Grazer gewählt und sie sind keines falls eine demokratische, wählbare Alternative, aber man kann es nicht oft genug mit Abscheu wiederholen!!!!

    • kaffka (kein Partner)
      27. November 2012 14:07

      terbuan
      25. November 2012 21:38

      Sie wurden NICHT von einem Fünftel der Grazer gewählt, sondernbestenfalls von 10% der abgegebenen gültigen Stimmen!!

      Leider verbreiten die Blätter keine wirklichen Wählerzahlen sondern nur Prozentsätze ohne anzugeben von welcher Grundlage diese Prozente gerechnet werden.

      Es ist zwar so, dass diese Werte für die Anzahl der Mandate ausschlaggebend sind, für die Verfassung der Parteien aber nicht massgeblich sind.
      Hierfür ist wohl die tatsächliche Wähleranzahl, bzw das Verhältnis zu der bisherigen Wähleranzahl massgeblich:
      1. Die ÖVP hat 12,73% weniger Wähler als vorher
      2. Die KPÖ hat 79.5% mehr
      3. Die SPÖ hat 22,3% weniger
      4. Die FPÖ hat 18,5% mehr
      5. Die Grünen hat 27,7% weniger
      6. Die Piraten können nicht verglichen werden
      7. Der BZÖ hat 32,6% weniger

      Wähler für sich begeistern können.

      Mangels direkter Zahlen habe ich die Tabelle des Kurier vom 26.11.12 zugrundegelegt.





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