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Ein Geschichtsstudium ist schädlich für Sie und Ihre Mitmenschen

Lesezeit: 3:00

Auf Zigarettenpackung finden sich seit Jahren abschreckende Informationen, die nun noch drastischer gestaltet werden sollen. Was man auch immer davon halten mag: Es gäbe jedenfalls gleich starke Argumente, auch vor bestimmten Studien zu warnen, insbesondere solchen an der Wiener Universität, wie etwa jenem der Geschichte.

Diese Warnung sollte sowohl Arbeitgeber wie auch junge, an Geschichte interessierte Studienanfänger erreichen. Die einen sind vor unzureichend qualifizierten Mitarbeitern zu warnen, die anderen vor einem perspektivenlosen Studium mit schlechtem Leumund.

Im Tagebuch ist ja schon mehrfach konkret über die blanke Ahnungslosigkeit von Magistern  berichtet worden, die dieses Studium absolviert haben. Diese Ahnungslosigkeit ist freilich zwingendes Ergebnis einer Auffassung, die Studenten narzisstisch mehr mit der eigenen Wissenschaft als mit dem vorgeblichen Objekt der Studien, also der Weltgeschichte, befasst. Überdies werden beim Wiener Geschichtsstudium Leistungsanforderungen als altmodisches Relikt angesehen.

Gleichzeitig sind als Erbschaft der fanatischen Erika Weinzierl in den letzten Jahren mit winzigen Rest-Ausnahmen fast alle Professuren linksradikal besetzt worden. Immer öfter berichten Studenten als Grundessenz ihrer universitären Erfahrungen, dass es fürs Durchkommen bei den meisten Professoren einzig wichtig ist, durch keine Äußerung gegen den „antifaschistischen“, „feministischen“, „antikapitalistischen“, „antiindustriellen“, „antiwestlichen“ und jedenfalls linken Mainstream aufzufallen. Lernen muss man dort hingegen dem linken 68er Selbstverständnis entsprechend nichts. Es werden nur noch „Kompetenzen“ statt blödem Wissen vermittelt. Die Kompetenzen bestehen primär im Repetieren dieser paar Adjektiva.

Der Studienplan für das nunmehrige Bachelor-Grundstudium setzt dem Ganzen nun die absolute Krone auf. Dort liest man nämlich in der offiziellen Information: „Im Verlauf des Studiums ist zumindest eine Lehrveranstaltung zu einem frauen- und geschlechtergeschichten (sic) Thema zu absolvieren.“ Das zeigt zum ersten, dass im Zuge der Genderei an der Universität die letzten Reste an Beherrschung der deutschen Sprache verlorengegangen sind. Dieser Zwang zu Gender-Lehrveranstaltungen ist aber auch eine starke Parallele zu den obligatorischen Marxismus-Leninismus-Veranstaltungen im einstigen Ostblock. Er zeigt eine totalitäre Indoktrination als Folge der feministischen Machtübernahme an der Universität.

Das passiert wohlgemerkt in einem akademischen „Geschichts“-Studium, bei dem man ganz offiziell auf die Befassung mit einer der vier großen Geschichtsepochen verzichten kann. Das heißt: Es gibt Absolventen des Studiums, die an dessen Ende nie von den alten Römern, den mittelalterlichen Kreuzzügen, der Aufklärung oder den Bürgerkriegen der Zwischenkriegszeit gehört haben. Auch die gerade in Zeiten wie diesen so wichtige Wirtschaftsgeschichte ist nicht obligatorisch. Dafür muss aber jeder ein „geschlechtergeschichten Thema“ gehört haben.

Aber was will man von einer Universität, deren Leitung sich mehr um die Straßenadresse als die Qualität ihrer Absolventen kümmert? Und die noch dazu ausdrücklich auf ihre Historiker stolz ist, obwohl dort praktisch nichts wirklich Relevantes mehr publiziert wird. Seit Jahren kommen ja fast alle spannenden Werke zur Geschichte und deren Deutung aus dem angelsächsischen Raum.

Wann sagen Politik und Steuerzahler endlich: Macht was ihr wollt, aber nicht um unser Geld? Ungebildete Arbeitslose zu produzieren, kann doch nicht der Zweck der ständig als notwendig behaupteten Forcierung von Universität und Wissenschaft sein.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMoti
    32x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2012 09:15

    Ich habe als Seniorstudent in den jüngst vergangenen Jahren mehrere philosophische Studien, darunter auch ein Magisterium und ein Doktorat in Geschichte an der Uni-Wien abgeschlossen und möchte A.U.s Ausführungen vollinhaltlich unterstreichen. Ich habe in den vergangenen 10 Jahren erlebt, wie zahlreiche konservative Lehrende resignierten und/oder emeritierten und sich Links als offensichtlich einzig zulässige Denkrichtung durchsetzte. Ich habe auch die Kampagne gegen die Burschenschafter miterlebt, der sich zwar offiziell gegen die Schlagenden richtete, aber indirekt auf den CV und seine Verbindungen zielte, die man am Nachwuchs gemessen ins Mark traf. In Couleur traut sich heute -abgesehen von ein paar alten Herren bei der Promotion der Sprösslinge- niemand mehr auf die Uni.
    Wer heute gegen den ideologischen Stachel löckt, der wird entweder strenger geprüft, schlechter beurteilt oder -wenn wenn dies schwer möglich ist- mit Bestnoten rasch durchgewunken um Diskussionen in Foren und Sprechstunden zu vermeiden. Wer systemkonform bleibt, dem reichen vielfach Sitzfleisch und Minimalleistungen zum Erreichen des ersehntes Zieles. Wer neben einem solchen Studium auch noch unsere Printmedien und die ORF Nachrichten konsumiert, für den formt sich früher oder später ein klares Bild von dem was in dieser Welt gut oder böse ist. Natürlich gibt es eine kleine aber feine Schar Professoren (links wie konservativ), die noch immer das freie Denken fördern und Leistungen einmahnen, doch das internationale Ranking unserer Unis zeigt, dass sie allein keine Trendwende bringen können. Es gelingt ihnen nicht mehr ein Gegengewicht gegen ein vorherrschendes Gedankengut zu schaffen, dass zunehmend am linken Rand der demokratischen Meinungsspektrums zu verorten ist und vielfach von antidemokratischen, kommunistischen Denkansätzen nicht mehr unterschieden werden kann. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die ÖVP aus diesem Fundus kaum Nachwuchskräfte rekrutieren kann, die in überzeugender Weise konservative Standpunkte vertreten. Sie wurde daher fast zwangsläufig zu einer profillosen Gemeinschaft von Verwaltern übrig gebliebener Herrschaftsbereiche ohne die Kraft zukunftsorientierte gesellschaftspolitische Akzente zu setzen. Die Schulpolitik ist nur ein Zeichen dieses Versagens. Unser Schulsystem war stets gut, nur hat Gehrer die Tatsache verschlafen, dass man Schulanfänger erst dann ins Regelschulwesen einbauen kann, wenn sie die Unterrichtssprache ausreichend beherrschen. (siehe Finnland !) Statt nach schlechten Pisaergebnissen diese Defizite zu beheben presst man jetzt Grenzdebile und Hochbegabte in die "Neuen Mittelschulen" .
    Diese neuen Mittelschüler werden die Unis zwingen ihre Standards weiter zu senken, was ganz im Sinne linker Ideologen ist. Denn ein breites Akademikerproletariat ohne Bezug zur realen Arbeitswelt ist allemal der beste Nährboden für linke Utopien und antikapitalistische Verschwörungstheorien.

  2. Ausgezeichneter KommentatorCincinnatus
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2012 07:56

    Die linke Strategie ist ja schon viel umfassender angelegt. Nicht nur die Studentenschaft sondern auch das Lehrpersonal wird umfassend indoktriniert. Am Beispiel UNI Klagenfurt: Nachwuchswissenschaftler ALLER Studienrichtungen müssen den Kurs „Gendersensible Dikaktik“ verpflichtend besuchen, bevor sie lehren dürfen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorKosztolányi
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2012 09:47

    Diese Problematik betrifft natürlich nicht nur die Geschichtswisseschaften, sondern eine ganze Reihe von Geisteswissenschaften, die immer weniger Standards aufweisen – in Wien und anderswo. Professoren und Studenten arbeiten für die Uni und für ihre „Karriere“, haben darüber hinaus aber meist nur einen sehr bescheidenen geistigen Horizont. (Aus eigener Erfahrung kann ich etwa von einem Kollegen erzählen, der an einer renommierten deutschen Universität absolviert hat und mir einmal sagte, es sei für ihn sehr interessant, mit mir zu diskutieren, da er zuhause in Studentenkreisen nur mit linken Ansichten konfrontiert wurde und das alles für ihn etwas vollkommen Neues war.) In diesen Fächern hat man ja nicht Erfolg, wenn Thesen den Fakten standhalten, sondern wenn sie von anderen akklamiert werden. So ist es weniger von Bedeutung, ewtas Wahres zu behaupten und die Dinge kritisch zu hinterfragen, wichtig ist, sich gewissen Moden zu beugen und sich der herrschenden Meinung anzuschließen. Man wird in diesen Fächern eher angehalten, seinen Gesichtskreis zu verengen als ihn zu erweitern. So sind natürlich nur die allerwenigsten in der Lage, völlig absurde, jede Vernunft beleidigende, oft auch gänzlich verleugnende „Theorien“ überhaupt zu hinterfragen, geschweige denn sich ihnen entgegenzustellen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2012 00:53

    Als Asolvent der einstigen Alma mater Rudolphina spazierte ich früher bei jedem Wienbesuch einmal durch den Arkadengang des Universitätshauptgebäudes - heute vulgarisiert als "Hauptuni" bezeichnet - und gedachte meiner insgesamt schönen Studienzeit. Auch die Höfe des alten AKH besuchte ich gerne. Heute mache ich einen weiten Bogen um beide Institutionen und schäme mich fast ihrer.
    Die Genderei hat auch andere Universitäten und Studienrichtungen erfaßt. Mein in Graz studierender Sohn mußte ebenfalls befehlsgemäß solchen Schwachsinn hören.
    Das erinnert mich an Erzählungen meines Vaters, welcher im WS 37/38 mit dem Medizinstudium begann. Als 1938 die "neue Zeit" anbrach, waren Vorlesungen aus "Rassenkunde" zu besuchen. So löst halt ein Totalitarismus den anderen ab.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2012 01:10

    Erschreckend ist, daß Dr. Unterbergers Befund beileibe nicht nur für das Geschichtsstudium zutrifft.
    Die kürzlich publizierten Rangliste der Universitäten zeigt den Stellenwert unseres akademischen Bildungsniveaus. Und da streiten wir, ob Studienanfängerinnen gendergerecht ausgewählt werden (oder doch nur Quotenärztinnen herangezüchtet werden sollen), ob finanzielle Eigenleistungen unzumutbar sind oder ob der Steuerzahler unzählige Orchideenstudien zu finanzieren hat, dafür aber Techniker mittels "rot-weis-rot-card" mühsam (und meist erfolglos) weltweit geködert werden müssen. Politologen, Theaterwissenschafter und/oder akademisch verbildete Publizisten [die Liste läßt sich endlos fortsetzen] universitär auszubilden, um ihnen dann in einem postuniversitären Bildungsgang das Wr. Straßennetz beizubringen, damit sie wenigstens als Taxifahrer ein Auskommen finden, das kann doch nicht das oberste Ziel unserer Bildungspolitik sein.

  6. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2012 06:28

    Der heutige Tagebucheintrag ist ein Witz, oder?

    Kein erwachsener Mensch kann sich so etwas ausdenken, wie es Dr. Unterberger beschreibt. Niemand würde mutwillig Geschichte ideologisch instrumentalisieren.
    Das tun nur kranke Geister, und die haben auf den Universitäten nichts verloren!

  7. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    27. August 2012 11:24

    Wer nicht von dreitausend Jahren
    Sich weiß Rechenschaft zu geben,
    Bleib im Dunkeln unerfahren,
    Mag von Tag zu Tage leben.
    (Goethe, Westöstlicher Diwan)

    Ein wichtiges Element zur Sprengung der Kulturbasis ist die Zerstörung des Geschichtswissens und des Geschichtsbewußtseins.
    Die Frau Weinzierl war einer der Akteure aus dem Umkreis Kreiskys, mit dem Auftrag, Österreich zu transformieren, um nicht zu sagen, zu zerstören. Die Saat scheint aufzugehen.

    Die Bildungsfrage, mit allen ihren Implikationen, ist die entscheidende Frage der Zukunft. Dank an Dr. Unterberger, diesen Themenkreis immer wieder anzusprechen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorStudent 123
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    28. August 2012 13:13

    Notwendigerweise anonym schreibe ich diesmal über die von mir beobachteten Zustände.

    Das an der Uni Linz neu eingeführte Studium "Informationselektronik", also ein durch und durch technisches Studium, verlangt genau so wie "Studentin" schon erwähnt hat, Gender-Blödel-Lehrveranstaltungen von allen Studenten. Ohne Möglichkeit, sich der Gehirnwäsche zu entziehen. A.U.s Vergleich mit den Leninismus-Marxismus-Lehrveranstaltungen in der tyrannischen Diktatur der DDR ist absolut zutreffend.

    Die Fakultät Informatik an der TU Wien verlangt ebenfalls Gender-Blödel-Zeug von ihren Studenten. Berichten eines Freundes nach sind die Anforderungen äußerst gering, nur ertragen muss man den Sch.... Und einzelne berufene unter den Studenten (lustigerweise männlich!) eifern mit den vortragenden Damen um die Wette, wer die bösere Welt ersinnen kann. Z.B. auf deren Frage, warum es so wenig Frauen in Führungspositionen gibt, wichtelt sich einer besonders hervor und meint "Weil die Männer die Frauen so brutal unterdrücken!", was sogar eine der beiden Damen zu einer Relativierung nötigte.

    Auch sonst ist die Technische Universität Wien nicht wenig umtriebig. So hört man über mehrere Ecken, dass eine Vizerektorin den Grund für die geringe Mädchenanzahl darauf zurück führt, weil die dortigen Studienrichtungen zu technisch sind. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Lösungsvorschlag der geneigten Dame? Die Studien sollen nicht mehr so technisch sein, sondern mehr Umwelt- und Gesellschaftsthemen behandeln. Wohl gemerkt, auf der Technischen Universität Wien!


alle Kommentare

  1. Isabella (kein Partner)
    06. Februar 2015 07:58

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  2. Jeanne (kein Partner)
  3. Yuu (kein Partner)
  4. Anjali (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:16

    Clear, inmofrative, simple. Could I send you some e-hugs?

  5. Konrad (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:04

    Ho ho, who woluda thunk it, right?

  6. Ofie (kein Partner)
    19. Januar 2015 21:17

    Kewl you should come up with that. Exneellct!

  7. Jiyoon (kein Partner)
    19. Januar 2015 16:46

    Geez, that's unebilevable. Kudos and such.

  8. HansWurst (kein Partner)
    22. Oktober 2014 02:33

    Also als Absolvent des Studiums kann ich dem ganzen zum Teil zustimmen, aber nicht ganz. Ja, es findet ganz eindeutig Indoktrination von Links statt und der zwingende Fokus auf Frauen- und Geschlechtergeschichte ist eine Frechheit. Auch muss ich sagen, dass es wirklich so ist, dass man im Laufe des Studiums Gefahr läuft "umerzogen" zu werden. Jedoch darf man in Anbetracht des Facettenreichtums des Studiums ansich bzw. des individuellen Potentials sein Studium gemäß seiner eigenen Wahrheit und Auslegung selbst in die Hand zu nehmen, nicht zu sehr auf die erlernten Fähigkeiten am Ende des Studiums extrapolieren. Hohe Sprachliche und rhetorische Fähigkeiten und "Weltverständnis" sind möglich.

  9. Markus Likert (kein Partner)
    03. September 2012 16:58

    Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, frage ich mich (als junger Mensch), was eigentlich passiert ist, daß nicht mehr respektvoll miteinander diskutiert werden kann, sondern nahezu schlagartig mittels Lagerzuweisung in Grund und Boden geätzt werden muss? Dies frage ich mich um so mehr, als hier stetig darauf verwiesen wird, wie aufgeklärt und gebildet man selbst sei. Man muss hier auch in den (woher auch immer kommenden) religiösen Postings erst einmal lange suchen, bis irgend jemand einmal sachlich äußern kann, wieso Religiösität und Aufklärung sich nicht zwangsweise ausschließen. Gleichzeitig wird aber eine anders geartete Religiösität bestenfalls als Feigenblatt anerkannt, Nichtreligiöse sind "Ungläubige", was wiederum selbst hinter dem aufklärerischen Gedanken Kants bzgl. Religionsfreiheit zurückfällt (lesbar in "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?", wo er des Kaisers Wort: "Glaubt was ihr wollt, aber gehorcht!" eben korrekt als Religionsfreiheit auffasst, und auch in Teilen von "Der Streit der Fakultäten") Daher vermisst man hier in vielen Postings auch eine wirkliche Aufgeklärtheit, stattdessen findet sich eine Art Sermon pseudoaufgeklärter Rosinenpickerei.
    In manchen Postings hier kann man nachgerade puren Hass feststellen - das absolute Gegenteil von Diskussionsbereitschaft - zusammen mit einer Tendenz zu christlichem Fundamentalismus, der als "wahres" Christentum ausgegeben wird. In diesen Postings musste ich beim Lesen teilweise Paralellen zu kreuz.net feststellen (alles, aber sicher kein "wahres" Christentum, sondern Instrumentalisierung des Glaubens übelster Sorte).
    Es wird gefordert, der Staat möge sich hier und dort bitte raushalten, aber die Homosexualität möge er doch für krank erklären (d.h. den Staat ins Schlafzimmer holen! Ja spinn' ich denn!?!). Schreibt jemand etwas verquer oder unverständlich, setzt fast eine Art KGB-Verfolger/Pathologie-Mentalität sich ins Werk (zb xRatio).

    Über das eigentliche Thema des Artikels wird nach spätestens 15 Kommentaren gar nicht mehr diskutiert oder noch irgend etwas substantiell Bereicherndes hinzugefügt, sondern bestenfalls noch irgendwo gegen "den" Genderismus gewettert, freilich nicht sehr über Stammtischniveau hinaus. Eine gute und vor allem einschneidende Kritik formuliert man so nicht, was heißt, man überlässt eben besagten Genderismus das Feld und die Definitionsmacht.

    Mich hat interessiert, ob hier noch andere ähnliche Erfahrungen mit einer offenbar mehr und mehr auseinanderfallenden Universität gemacht haben - die Genderisierung ist nur ein Aspekt davon, wenn zugegeben ein ziemlich nerviger und bisweilen in der Tat an die DDR erinnernder - und allein zu diesem Zwecke las ich mir die Kommentare durch; um sozusagen ähnlich hart Geprüfte zu finden und deren Ansätze, wie dem wohl gut zu begegnen wäre.
    Stattdessen habe ich einen Schwall Lagerkampf lesen müssen mit teilweise sehr bedenklichen Gedankengängen, die von der gedanklichen Abwegigkeit des kritisierten Lager selbst nicht mehr weit weg sind, sondern lediglich andere Vorzeichen tragen und zudem der selbst eingeforderten Ernstnahme der Ansprüche der Aufklärung geradewegs Hohn sprechen, schon erkennbar an dem teilweise ganz ungeniert vorgetragenen Hass auf "Linke". Deren extremste Vertreter sprechen nicht minder hetzerisch als manch einer der hiesigen Poster und unterscheiden sich insofern kaum von diesen.

    Statt hier einmal zusammen zu denken, wie eine - höchstnötige! - Kritik der Versauung der Universitäten überhaupt erbracht und schließlich in die Welt getragen werden könnte, werden Befindlichkeiten und Allgemeinplätze nebst einigen Hasstiraden für aufklärerisches Denken ausgegeben, welches dann ausschließlich der Beflügelung des eigenen Ego dient, aber niemandem sonst weiterhilft und vor allem: die Universitäten mit Sicherheit den Weg gehen lässt, den sie gerade beschreiten.

    Traurig, vor allem anbetracht der Tatsache, dass hier offenbar auch vermeintlich geschichtlich gebildete Menschen miteinander kommunizieren wollen und daher die äußerste Negativität solcher Spalterein hinlänglich bekannt sein dürften!

    Wirklich schade! Inzwischen scheint es nicht nur geboten, sich von der Universität selbst abzuwenden, sondern auch von deren vermeintlichen Kritikern - womit wiederum die gegenwärtige Entwicklungstendenz in nichts aufgehalten wird.

  10. helmut hartmann (kein Partner)
    30. August 2012 13:09

    87. Samuel Butler, englischer Satiriker (1612 – 1680):"Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, dass Gott die Vergangenheit nicht mehr verändern kann."

  11. ignaz (kein Partner)
    30. August 2012 09:29

    Was die verpflichtende Gender-Veranstaltung betrifft, schockiert mich das nicht einmal annähernd. Schon seit dem Jahr 2000 wurde festgelegt, dass jeder neue Studienplan mindestens eine solche verpflichtende Lehrveranstaltung pro Abschnitt beinhaltet. Beschleunigt wurde das Ganze nur noch mit dem Umstellen auf Bachelorstudien. Somit hinkt A.U. mit seiner Story leider 12 Jahre hinten nach.

  12. Euronaut (kein Partner)
    29. August 2012 15:18

    Herr Unterberger ! Ich bin einer dieser angeblich ahnungslosen Historiker der Universität Wien - obgleich mein Abschluß schon einige Jahre zurückliegt, möcht e ich mich nur an zwei Dinge erinnern: hervorragende Vorlesungen von Professor Weinzierl und vieler anderer Professoren und .... Herr Unterberger... auch sehr gute Vorlesungen und Seminare bei Prof. Höbelt ... ein ganz ein links linker Gesell .. Sie sollten sie vielleicht einmal ein paar Zentimeter von der rechten Mauerwand entfernen, um zu bemerken, daß die Welt doch nicht nur aus Linken besteht. KOPFSCHÜTTELND über derartige Ignoranz .....

  13. Gasthörer (kein Partner)
    29. August 2012 14:02

    Und woher kommt die verplichtende Genderei? Ich stoße die EU-affinenen schwarzen Kollegen ungern mit der Nase darauf, aber höchst selbige wars:

    Wiki:
    "Der Begriff Gender-Mainstreaming, auch Gender Mainstreaming geschrieben, bezeichnet die Initiative, die Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen durchzusetzen. Der Begriff wurde erstmals 1985 auf der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und zehn Jahre später auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking weiterentwickelt.[1] Bekannt wurde Gender-Mainstreaming insbesondere dadurch, dass der Amsterdamer Vertrag 1997/1999 das Konzept zum offiziellen Ziel der Gleichstellungspolitik der Europäischen Union machte."

    • Undine
      29. August 2012 14:57

      @Gasthoerer

      Danke fuer die entlarvende Nachhilfe!

    • Schabeltierfresser (kein Partner)
      29. August 2012 22:33

      Wäre die "Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen" ernsthaft ein Problem?

  14. Schabeltierfresser (kein Partner)
    28. August 2012 22:13

    Wie immer, wenn sich Unterberger über Deutschfehler lustig macht: bitte im Glashaus nicht mit Steinen schießen!

    Ich sage nur, "Auf Zigarettenpackung finden sich seit Jahren abschreckende Informationen"(sic!) ...

  15. Segestes (kein Partner)
    • Konrad Loräntz
      28. August 2012 21:07

      Nun der Vergleich Pfadfinder und Wehrsportübungen (um nicht gleich bei einer schon länger nicht mehr existierenden "H"eimischen "J"ugendorganisation zu landen) ist insofern überhaupt nicht abwegig, als die Pfandfinder ja im Zuge des Burenkrieges von Robert Baden-Powell gegründet wurden. Auf die ursprüngliche militärische Grundidee wurde dann später halt ein sympathisches, Völker-umspannendes Gutmenschen-Deckerl gebreitet. Das ist schon in Ordnung, aber ganz vergessen sollte man die Herkunft der Idee nun auch wieder nicht.

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2012 21:29

      Hitler hatte eine Nase und der Fayman hat auch eine - also ist Fayman ein Nazi!

      Dieser Schluss ist so absurd, wird aber immer wieder gerne verwendet. Nein ich meine jetzt nicht, dass der Nationalsozialismus eine linke Ideologie ist. Ich meine diesen dummen Schluss, bei dem vom Vorhandensein eines gemeinsamen und nebensächlichen Merkmales auf die Identität der beiden Merkmalsträger geschlossen wird. Den Naturwissenschaftlern würde es gut anstehen, jedesmal bei der Verwendung dieses Schlusses beleidigt aufzujaulen. Schließlich wird dabei auch die geistige Fähigkeit des Gegenübers beleidigt.

      Zu den Pfaderern stimmt es im historischen schon auch. Aber dann müsste man auch den Putin, der ja ein guter Judoka sein soll auch des japanischen Nationalimperialismus bezichtigen und das tut ja eigentlich niemand. Es wird im übrigen auch niemand daran gehindert, Gefallen an den Bildern Otto Mühls zu finden. Und der war wirklich ein abgeurteilter Kindsverzahrer. Tut aber auch niemand.

  16. Der Notar (kein Partner)
    28. August 2012 13:58

    Soviel Zeit muss sein! Marxistisch-Leninistisch war im Ostblock sicher nicht erwünscht, weil dies bei den 68ern im Sinn von maoistischer Auslegung des Marxismus zu verstehen ist. Die Sowjetkommunisten waren aus deren Sicht stockreaktionäre Weichlinge, die sich nicht mehr genügend mit dem Luftschlossbauen beschäftigten. Das Resultat= Millionen von Tote in China und Kambodscha.

  17. Student 123 (kein Partner)
    28. August 2012 13:13

    Notwendigerweise anonym schreibe ich diesmal über die von mir beobachteten Zustände.

    Das an der Uni Linz neu eingeführte Studium "Informationselektronik", also ein durch und durch technisches Studium, verlangt genau so wie "Studentin" schon erwähnt hat, Gender-Blödel-Lehrveranstaltungen von allen Studenten. Ohne Möglichkeit, sich der Gehirnwäsche zu entziehen. A.U.s Vergleich mit den Leninismus-Marxismus-Lehrveranstaltungen in der tyrannischen Diktatur der DDR ist absolut zutreffend.

    Die Fakultät Informatik an der TU Wien verlangt ebenfalls Gender-Blödel-Zeug von ihren Studenten. Berichten eines Freundes nach sind die Anforderungen äußerst gering, nur ertragen muss man den Sch.... Und einzelne berufene unter den Studenten (lustigerweise männlich!) eifern mit den vortragenden Damen um die Wette, wer die bösere Welt ersinnen kann. Z.B. auf deren Frage, warum es so wenig Frauen in Führungspositionen gibt, wichtelt sich einer besonders hervor und meint "Weil die Männer die Frauen so brutal unterdrücken!", was sogar eine der beiden Damen zu einer Relativierung nötigte.

    Auch sonst ist die Technische Universität Wien nicht wenig umtriebig. So hört man über mehrere Ecken, dass eine Vizerektorin den Grund für die geringe Mädchenanzahl darauf zurück führt, weil die dortigen Studienrichtungen zu technisch sind. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Lösungsvorschlag der geneigten Dame? Die Studien sollen nicht mehr so technisch sein, sondern mehr Umwelt- und Gesellschaftsthemen behandeln. Wohl gemerkt, auf der Technischen Universität Wien!

  18. Erythrozyt (kein Partner)
    28. August 2012 12:02

    Nun wird klar, dass wir Österreicher beim Uniranking ganz hinten sind.
    Ich kenne aber auch einen Mathematiklehrer, der während seines Studiums nie über die Integralrechnung befragt wurde!

  19. Studentin (kein Partner)
    28. August 2012 10:47

    Ich muss Dr. Unterberger ebenfalls voll und ganz zustimmen. Nur trifft diese Problematik schon lange leider nicht nur auf das Geschichtsstudium zu. Ich habe in Wien Publizistik- und Kommunikationswissenschaften studiert. Hier ist zwar noch keine Gender-LV Pflicht, aber es kam vor, dass uns ein Professor dazu anhielt, in den besetzten Audimax auch während seinem Seminar demonstrieren zu gehen. Wir würden dafür keine Fehlstunde bei ihm bekommen. Bis zu diesem Moment fühlte ich mich wohl in diesem Studium, da niemandem etwas aufgedrängt wurde und ich meiner Linie treu sein konnte. Nach dieser Aussage wusste ich aber, bald fertig studieren zu müssen, da diese Haltung für mich unvertretbar ist.
    Danach studierte ich in Linz an der JKU weiter. Und hier geht es fast gleich, wenn nicht noch ärger zu. Gender-LVen sind an allen Fakultäten Pflicht. Hier liest man dann etwas von Gleichberechtigung durch künstliche Gebärmütter. Wenn man versucht, die eigene Meinung in die Klausur zu schreiben (die ja gefordert ist), bekommt man ein Nicht-Genügend. Ich habe es selbst probiert. Und auch sonst gleichen die Gänge einem linksradikalen Schauspiel und auch gegen den CV wird sowieso in ihren Zeitschriften eine regelrechte Hetze betrieben. Auf einer Fakultät ist es bereits so schlimm, dass wenn man zwar fachlich einwandfreie, aber nicht gendergerechte Arbeiten abgibt, eine schlechtere Note bekommt.... Ich habe mich bisher immer geweigert, da ich diese Verschandelung der deutschen Sprache nicht zulassen will.
    ... Leider schließen sich in Linz VSSTÖ/Gras/ÖSU nach jeder ÖH Wahl zusammen und breiten so ungehindert ihr linksradikales Gedankengut aus. Notiz am Rande: die AG hat während meiner Zeit in Linz beide ÖH-Wahlen haushoch gewonnen. Aber leider...

    • Undine
      28. August 2012 11:16

      @Studentin

      *******!

      Bravo! Ihre Schilderungen wären, läse man sie unvorbereitet, unglaublich. So aber stimmt sicherlich jedes Wort.

      "Gender-LVen sind an allen Fakultäten Pflicht. Hier liest man dann etwas von Gleichberechtigung durch künstliche Gebärmütter."

      Darauf hatte ich schon gewartet, daß jemandem einmal DIESE Idee kommt! Aber diese Ungeheuerlichkeit schwarz auf weiß---offensichtlich also ernst gemeint--- zu lesen ist denn doch ein Hammer.

  20. cmh (kein Partner)
    28. August 2012 09:51

    Farbe tragen heißt Farbe bekennen habe ich früher einmal irgendwo gehört.

    Dementsprechend müsste der CV nicht nur lieb und/oder staatsmittragend sein, sondern auch einmal in Couleur eine linke Tschänderveranstaltung in Grund und Boden ulken.

    MAn sollte zum Duellverbot noch ergänzen, dass es selbstverständlich nicht nur erlaubt, sondern sogar geboten ist, sich mit den Linken verbal zu duellieren.

    Lincoln - was meinst Du?

  21. Bah (kein Partner)
    28. August 2012 09:48

    Nein unglaublich, eine ganze Lehrveranstaltung. Vielleicht sollte sich Unterberger die Lehrveranstaltungen mal genauer ansehen, da geht es keineswegs um Kampffeminismus. Auch bezüglich der Publikationen kommt hier wieder nur blanke Ahnungslosigkeit aus der virtuellen Feder. Gerade in der Wirtschafsgeschichte hat die Universität Wien einiges zu bieten. Das ganze Gesudere von einem Juristen, der freudig zugibt, dass bei seinen Arbeiten nicht einmal Zitatate notwendig waren, über den Schwierigkeitsgrad der Studien in damaliger Zeit wollen wir auch besser schweigen.
    Das übliche Spiel - verallgemeinern, ideologisieren, unbelegt herumschimpfen.
    Warntexte müsste man eher diesem Blog vorschalten.

    • Trollfresser (kein Partner)
      28. August 2012 09:53

      Also jetz muss ich schon auch einmal mit linken Methoden kommen und dich doch fragen, ob du zu deinen Aussagen irgendwelche Belege beibringen kannst, oder ob du nur drei Jährchen in der historisch-akademischen Wärmestube verbringst.

    • Bah (kein Partner)
      28. August 2012 11:23

      Ah, Quellen und die Verwendung der Logik sind linke Methoden...interessant.

    • Der Notar (kein Partner)
      28. August 2012 17:26

      Na gut, will ich glauben. Welche Schulen standen der Wiener Schule der Ökonomie diamentral gegenüber? Aus welcher Präferenz kann Zins abgeleitet werden? Wie demütigte man Hayek bei der Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises? Und - Schmankerl - Schulmeister verarschte im Standard einen Diskutanten indem er sich auf historisch relative ökonomische Gesetze bezog. An welche heftige Diskussion knüpfte er damit indirekt an? So Herr Bah, lese ich bald eine Antwort?

    • Trollfresser (kein Partner)
      28. August 2012 18:27

      Genau das ist mit linken Methoden gemeint.

      Weder Quellen noch Logik zu verwenden, so tun als ob man es tät (tatsächlich kann man es nicht) und dann auch noch die verarschen, die es wie gefordert tun.

      Bringe also einmal deine tollen Quellen - sicher hast du sie solange verdreht bis sie in deine linksgewendelten Ganglien hineinpassen - und dann können wir weiterreden.

      Danke - bei solchen Beiträgen wie dem deinen tun mir die Linken immer ganz besonders leid. Was bist du eigentlich? Politikwissenschaftler, Historiker oder nur beim ORF beschäftigt?

  22. Segestes (kein Partner)
    28. August 2012 08:50

    Leopold von Ranke würde sich zwar im Grabe umdrehen, wenn er von diesem Gender-Unfug wüsste, aber sehen wir es positiv: Eine Lehrveranstaltung wie z.B. "Geschlechtergeschichte" (der Name ist eine Mogelpackung, denn es geht ausschließlich um das historische Jammertal der Frau) wird von den wenigsten Studenten ernst genommen. Was auch an den von Unterberger kritisierten "Leistungsanforderungen" liegt. Neben einem "Pimperl"-Test, musste ich mir in der Uni-Bibliothek ein Video über aidskranke, asiatische Prostituierte ansehen und dazu ein paar Zeilen schreiben. Und schon hatte ich bestanden ... bzw. es überstanden...

    Es stimmt übrigens, dass wer eine Meinung vertritt, die dem politisch korrekten Mainstream widersprechen, gnadenlos abgestraft wird. Man versuche z.B. in einem Aufsatz jene Zwangsbeschneidungen zu erwähnen, welche die Juden an den Idumäern vorgenommen hatten. Ein Kollege von mir tat dies und ihm wurde daraufhin der Rat gegeben, solche "im Kontext der gegenwärtigen, öffentlichen Debatte leicht missverständlichen Nebensächlichkeiten", zukünftig besser unerwähnt zu lassen. Und das bei einem Aufsatz, in dem es doch um religiösen Extremismus im Altertum gehen sollte... Er hätte sich wohl besser irgendwie negativ über das Christentum äußern sollen, wie gefühlte 95 Prozent der Truppe ^^

    Bezeichnend für die Zustände an den Unis ist übrigens, was in einem Skriptum stand, welches ich am Studienanfang ausgehändigt bekam. Dort wurde erörtert, wie man Geschichte als "Mittel zur politisch-gesellschaftlichen Erziehung" einsetzen kann.
    Da erübrigt sich eigentlich jeglicher Kommentar.

    Grundsätzlich muss man sagen, dass junge Studenten, die gerade vom Gymnasium kommen, viel leichter universitären Indoktrinierungsversuchen erliegen, als jemand wie ich, der über den zweiten Bildungsweg, in mehr oder weniger fortgeschrittenem Alter "Ende 20, Anfang 30, seinen Weg macht. Wobei das Geschichtsstudium für mich nur ein Hobby ist. Nach dem BA ist Schluss. Mir persönlich sagt nämlich das ganze Konzept der Uni nicht zu. Verglichen mit meiner Zeit auf der FH, erscheint mir alles zu chaotisch bzw. ungeregelt. Kurz gesagt, zu viel Zeit geht sinnlos flöten.

    • Segestes (kein Partner)
      28. August 2012 08:53

      Nachtrag: Es sollte natürlich "widerspricht" heißen, nicht "widersprechen" ;)

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2012 09:56

      Grundsätzlich muss ich schon fragen, warum man sich ein Geschichtestudium überhaupt antut.

      Denn so wie du es schilderst, kann man sich alle Inhalte erlesen und reden kann man mit diesen HistorikerInnen auch nicht.

    • Segestes (kein Partner)
      28. August 2012 10:07

      Ja, man kann sich in der Tat so gut wie fast alles selbst aneignen - autodidaktisch, sozusagen.
      Es ist allerdings durchaus vorteilhaft, auch für die privat betriebene Forschung, und sei sie noch so trivial, wenn man weiß wie der universitäre Lehr- und Forschungsbetrieb funktioniert.
      Es stimmt natürlich, man vertrödelt grundsätzlich viel Zeit an der Uni. Ein vermurkstes System eben. Aber an Traditionen darf bekanntlich nicht gerüttelt werden.

    • Undine
      28. August 2012 11:07

      @Segestes

      *********!

      "Dort wurde erörtert, wie man Geschichte als "Mittel zur politisch-gesellschaftlichen Erziehung" einsetzen kann."

      Wie gut das funktioniert, wird uns seit einigen Jahrzehnten tagtäglich vor Augen geführt; diese Lektion haben die Linken begriffen.

  23. black (kein Partner)
    28. August 2012 07:41

    Naturgemäß werden auch an der WU Wien Menschen für das kritische Denken politisch verfolgt und sozial ruiniert:

    A.o.Univ.Prof. Franz Hörmann ist für seine stichhaltige Kritik am betrügerischen Geldsystem vom "Standard" existentiell attackiert worden und von der linksextremen Propagandafabrik WU Wien ausgeschlossen worden:

    http://www.franzhoermann.com/

    Die linksextreme Propagandafabrik Uni Wien, die nach wie vor faschistoid ist, kann auch schon lange wieder ein "Gedenkbuch für die Opfer politischer Verfolgung an der Universität Wien" auflegen.

    • Azdak
      28. August 2012 13:03

      Hören Sie doch bitte mit ao. Prof. Hörmann auf. Ein wirrer Verschwörungstheoretiker, der zurück zu irgendwelchen Tauschsystemen, die er selbst programmieren lassen möchte, will. Hochgradig absurd.

      Seltsam ist nur - da gebe ich Ihnen recht -, warum er mit seiner Kapitalismuskritik sogar an der linken WU an die Wand gelaufen ist ........

  24. xRatio (kein Partner)
    28. August 2012 04:12

    Zum Verbrechen der Islamisierung
    http://www.fpoe.at/index.php?tx_solr%5Bq%5D=Islam&id=129&suchbutton.x=0&suchbutton.y=0

    Zum Gender-Wahnsinn
    http://www.fpoe.at/index.php?tx_solr%5Bq%5D=Gender&id=129&suchbutton.x=0&suchbutton.y=0

    Zum Verbrechen des ESM (allein dazu 2552 kritische Artikel der FPÖ)
    http://www.fpoe.at/index.php?tx_solr%5Bq%5D=ESM&id=129&suchbutton.x=0&suchbutton.y=0

    ----------------

    Österreicher, die selbst als Anhänger ihrer Verbrecherpartei heute nicht FPÖ wählen
    sind einfach nur

    blöööööd..........
    blöööööd..........
    blöööööd..........
    blöööööd..........


    Armes Österreich, armes Europa mit solch geisteskranken Deppinnen und Deppen.

    xRatio

    • Anton Volpini
      28. August 2012 06:34

      Wo kommt er her, der xRatio, daß er so über uns Österreicher redet. Aus Österreich bestimmt nicht, sonst würd er sich respektvoller ausdrücken.
      Wieso erwartet er sich vom kleinen Österreich die Rettung Europas? Hat sein eigenes Land vielleicht schon ganz versagt und er dazu?
      Wir müssen aufpassen, so werden die Breiviks geboren!

    • Wertkonservativer
      28. August 2012 06:40

      Ein unangenehmer Mensch, dieser xRatio!

    • Segestes (kein Partner)
      28. August 2012 09:56

      xRatio lebt entweder in einer anderen Zeitzone, oder er ist Nachtwächter.
      Anders ist es schwer zu erklären, dass er meist dann in logopädische Lynchlaune verfällt, wenn alle anderen schlafen.

    • Wertkonservativer
      28. August 2012 12:57

      Herbert Richter und @xRatio:

      es wäre sich klüger, auf Eure Beiträge und Repliken gar nicht zu antworten: sie sind einfach unqualifiziert, hasserfüllt und - wie nachstehend angeführt - auch unbegründet.

      Zum eigenartigen und sicher aus sicherem Hintergrund zweitbenamst und mies agierenden Herbert Richter:
      ich bin zwar seit fast sechzig Jahren ÖVP-Mitglied, zunächst ÖAAB, dann Wirtschaftsbund, habe brav die bescheidenen Beiträge gezahlt, da und dort auch moderat gespendet!
      Nie habe ich jedoch seitens der Partei und ihrer Gliederungen je auch nur die kleinste finanziell oder beruflich begründete Gegenleistung erhalten bzw. solche in irgendeiner Form angestrebt!
      Das kann man mir schon glauben!

      Obwohl man mir eigentlich nachsagt, ein friedliebender und auf Ausgleich bedachter Mensch zu sein: Leute wie xRatio und Herbert Richter verachte ich zutiefst!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • DailyMirror (kein Partner)
      28. August 2012 13:30

      xRatio bezeichnet also den Großteil der ÖsterreicherInnen als blöd und Österreichs Parteien als Verbrecherparteien.

      WER SOLCHE ÄUSSERUNGEN WIE XRATIO TÄTIGT, IST EIN NESTBESCHMUTZER UND VATERLANDSVERRÄTER!!

      Typisch für die Zwetschenkpartei (außen blau, innen braun).

    • Segestes (kein Partner)
      28. August 2012 14:31

      Der cholerische Ungustl namens xRatio, soll allerdings ein Piefke sein, DailyMirror ^^

    • Wertkonservativer
      28. August 2012 18:30

      Jedenfalls ist der xRatio so ungefähr das AllerAllerletzte, was die Freiheitlichen zum Aufpolieren ihrer ohnehin angekratzten Seriosität und Spektabilität brauchen können!
      Sozusagen: wenn man den xRatio hat, braucht man keine Feinde mehr!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • XXLmichler (kein Partner)
      29. August 2012 20:51

      @ xRatio

      Das haben Sie davon: Der Werthkonservative, der vorher nie FPÖ gewählt hätte, wird jetzt ERST RECHT NICHT die FPÖ wählen!

  25. Erwin Tripes (kein Partner)
    28. August 2012 03:10

    @undine
    „Die christliche Religion hat über so viele Jahrhunderte Europa geprägt; wir SIND anders als die Anhänger der beiden anderen Weltreligionen und sind gut gefahren damit. „
    Liebe Undine, Sie wissen, daß ich Ihnen nur ungern widerspreche, diesmal muß ich es aber tun, zumal es im Blog um Geschichte geht:
    1) Vorweg: Woran richtet sich wohl Ihrer Meinung nach ein „Ungläubiger“, wenn er auch ohne Gottesglaube ( in den hier wohl angesprochenen drei monotheistischen Religionen) und ohne Gottesliebe oder Gottesfurcht ein ethisch achtbares Leben führt?
    2) Wurden die sozialen Errungenschaften und die Freiheit des Geistes nicht gegen den Widerstand der Kirche durch die Aufklärung erkämpft?
    Haben nicht noch 1939 die österr. Bischöfe eine feierliche Loyalitätserklärung zum Wirken Adolf Hitlers mit ihren besten Segenswünschen abgegeben und in diesem Sinne auch die Gläubigen ermahnt, wobei es für die Bischöfe auch selbstverständlich nationale Pflicht sei, sich als Deutsche zum Deutschen Reich zu bekennen (Fritz J.Raddatz, Vorbemerkung zu „Summa injuria oder Durfte der Papst schweigen?“ RoRoRos.10) ?
    War die christliche Einstellung zur Frau nicht immer von der Vorstellung beeinflußt, daß Eva es war, die dem Teufel Gehör schenkte und so eigentlich am Sündenfall Schuld trug, zumal nach dem Hl. Hieronimus ja die Frau „die Pforte des Teufels, der Weg zur Bosheit, der Stachel des Skorpions, mit einem Wort ein gefährlich Ding „sei (Zitat J.Kahl:“Das Elend des Christentums“)?
    Alles abgeleitet von 1.Cor.11,7;9; 1.Tim.2,11-15; 1.Cor.14; 34,35; usf.? Offensichtlich war dies auch der Grund, daß mir ein hoher Geistlicher des Schottenstiftes im Jahre 1950 anläßlich meiner Kinderbeichte erklärte: „Hüte Dich vor der Frau, in ihr wohnt der Teufel“.

    Wissen Sie, daß erst Joh. XXIII. im Karfreitagsgebet den Passus für die „perfiden Juden“ und“ das verblendete Volk“ entfernen ließ?
    Wissen Sie, weil auch der CV im Blog angesprochen wird, daß 1923 der CV der katholischen farbentragenden deutschen Studentenverbindungen für alle Mitglieder den Nachweis arischer Großeltern forderte?

    Zur Geistes-u. Gewissensfreiheit meinte Prof. Thomas Ohm, ein Benediktiner im 1960 erschienen Buch “Asiens Ja und Nein zum westlichen Christentum“ (s.46):„Die Kirche kennt und will die wahre Gewissensfreiheit, verwirft aber die falsche Gewissensfreiheit, des liberalen Autonomismus. Es kann nicht jedem erlaubt sein, zu reden und zu handeln, wie es ihm in beschränkter Einsicht beliebt“. Und 1968 betonte Papst Paul VI. in einer Rede in Castel Gandolfo wegen der Kritik an seiner Enzyklika „Humane vitae“: „ Der Mensch dürfe der individuellen Gewissensentscheidung keinen übertriebenen Spielraum gewähren“.
    Ich könnte noch viele Seiten mit einschlägigen historischen Belegstellen liefern, möchte aber nicht zu weitschweifig werden.

    Wie gut sind wir also mit dieser Prägung wirklich gefahren?

    • Undine
      28. August 2012 08:45

      @Erwin Tripes

      Wir können das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen! Natürlich ist im "Namen Gottes" unendlich viel Schindluder getrieben worden; aber das Denken der Menschen war halt vor 1500, 1000, 500, 200, 100 Jahren völlig anders als das heutige---es hat zu jeder Zeit dem jeweiligen Entwicklungsstand der Menschheit entsprochen und war davon nicht zu trennen.

      Was ich sagen wollte, ist ja nur, daß die christliche Religion im Kern die einzige "humane" ist, in der es wörtlich heißt, "Gott ist die Liebe". Das Gottesbild der beiden anderen großen monotheistischen Religionen ist eher sehr verstörend, um es nicht drastischer auszudrücken.

      Müßte ich mich heute für eine dieser drei Religionen entscheiden, fiele die Entscheidung zugunsten der christlichen Religion aus---schon alleine als Gegengewicht zu dem, was uns in der Zukunft droht.

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2012 09:59

      Und gäbe es das Christentum nicht, dann würde ich ganz bestimmt nicht zum Juden oder Moslem, sondern entweder zum Heiden im antiken Sinne oder vielleicht zum Shintoisten/Konfuzianer.

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2012 11:01

      Da es aber das Christentum gibt:

      1) Der Ungläubige richtet sich selbstverständlich nach einer christlich geprägten Moral mit apollinischen und jüdischen Einsprengseln. Eine selbstständige atheistische Ethik ist leider nicht möglich. Alle atheistischen Ethiken fangen nämlich mit der Freiheit des Menschen an um dann rasch über das Klassenbewusstsein zur Apotheose des Staats mit Unterdrückung der Subjekte zu gelangen. So schnell können Sie gar nicht schauen.

      2) Welche sozialen Errungenschaften hat uns die Aufklärung gebracht, die nicht bereits aus dem Christentum stammen? Und was das Ergebnis der Aufklärung anbelangt, sind doch alle heutzutage mehr als bemüht, sich wieder in die selbstverschuldete Unmündigkeit zu begeben.

      Wie kommen eigentlich immer alle darauf, dass die Kirche anno 39 eine fertige Widerstandsorganisation hätte sein müssen? Das ist schlicht und ergreifend nicht die Aufgabe der Kirche, die bei den Menschen ist und nicht bei den Waffen. Warum fragen unsere Historiker eigentlich so selten, warum es keine österreichische Legion gegeben hat. Das war sicher nicht die Schuld der Kirche. Wem hätte ein nationalsozialistisches Christenpogrom genutzt? Der Krieg wäre sicher später gekommen, dafür aber noch viel heftiger. Im übrigen bitte ich doch auch die Habenseite zu erwähnen und nicht immer nur die Ausgabenseite.

      Besonders drollig wird mir immer mehr der Stehsatz von der Frauenfeindlichkeit der Kirche. Ausgerechnet der Kirche, die sich von den Mohamedanern seit Anfang an immer den Vorwurf machen lassen musste, sie "geselle bei", nämlich Maria. Und angesichts des feministischen Schwachsinns, der gerade dabei ist uns zu verderben fällt mir immer öfter nur der Satz ein: mulier tacet in eclesia! Die Stellen dazu haben Sie ja bereits geliefert. (Allerdings bin ich auch geneigt, die Fraueneigenschaft einigen Männern zuzugestehen.) Das Kreuz Christi stand auch nicht auf dem Grab Evas, sondern auf dem Grab Adams. Man kann daher auch nicht sagen, dass Eva "schuld" (woran denn eigentlich?) wäre. Und schließlich teilen wir auch die Eva aus der Paradieserzählung mit Juden und Moslems - das ist nichts Wesentliches im Christentum. Warum werfen Sie das dem Christentum vor? Und schließlich, wenn wir dem hohen Schottengeistlichen eine mehr als patscherte Ausdrucksweise vorhalten wollen, wie hätten Sie es denn ausgedrückt? Nicht zu vergessen vor der Marktfähigkeit der Segnungen des Herrn Dr. Djerassi und des Herrn Dr. Condom. Ihr Vater hätte Ihnen einen vorehelichen ergebnisreichen Versuch wohl mit wesentlich heftigeren Worten quittiert.

      Was das delikate Verhältnis zu den Juden anbelangt, so bitte ich Sie schon auch zu berücksichtigen, dass nach einer christlichen Auffassung den Juden als ersten die Erlösung durch Christusangeboten wurde. Sie haben das aber abgelehnt. Soferne ich also meinen eigenen Glauben ernst nehme, komme ich nicht umhin, das Verhalten der Juden als zumindest saublöd zu bezeichnen. Bitte erwarten Sie in diesem Zusammenhang eines nicht: dass man sich als Christ auf einen Standpunkt der Äquidistanz zu allen anderen Religionen stellt.

      Abschließend Ihre Ansciht zum Umfang der möglichen Gewissensentscheidungen. Auch hier muss ich leider der katholischen Lehre folgen - auch wenn mir das jetzt Schelde von allen Seiten einbringen wird. Wenn die Menschen mit einem untrüglichen Gewissen in allen Wechselfällen des Lebens ausgestattet wären, dann hätten wir viele Probleme nicht. Es würde schon damit beginnen, mit dem Essen verantwortungsvoll umzugehen. Ist aber nicht so. In Gewissensfragen gilt genauso wie in allen anderen Dingen, dass man nicht immer das Rad neu erfinden meinen soll. Oder sind Sie gar der Meinung, dass die freizügige Sexualmoral die freizügig herumvögelnden Lebensabschnittspartner glücklicher gemacht hat, deren Entscheidungen mehr Gehalt und Beständigkeit gebracht hat?

      Es ist vielmehr doch so, dass Jugendliche mangels einer geeigneten Orientierung allem Möglichen nachlaufen und erst auf die harte Weise lernen.

      Weder die Gesellschaft noch die Kirche ist ein Ponyhof, auf dem immer alles in Freundschaft und Wohlgefallen zur Auflösung gebracht werden kann. Gerade die begehrtesten Süßigkeiten ruinieren die Zähne am nachhaltigsten. Gerade die vorerst angenehmen Verhaltensweisen (Konsum jetzt, Zahlen später oder WEr zweimal mit der selben pennt..) erweisen sich in der weiteren Folge gerade auch dann, wenn diese zur Allgemeinen Regel erhoben wurden, als die verderblichsten.

      Auch wenn jeder Christ geradezu auch das Recht hat, zu sündigen, ohne gleich einen Kopf kürzer gemacht zu werden wie in sozialisten Ethiken hat die Kirche und hat das Christentum gerade dann man meisten recht, wenn ihre Forderungen am unbequemsten sind.

      Auf Ihre Frage, "Wie gut sind wir also mit dieser Prägung wirklich gefahren?" hier ein Song http://www.youtube.com/watch?v=94bdMSCdw20&feature=related

      Wenn Sie also auf das Christentum verzichten meinen zu müssen, dann würden Sie unsere Welt nicht mehr wiedererkennen - aber nciht weil sie besser geworden ist.

    • Johann Scheiber
      28. August 2012 13:48

      @cmh

      Fulminant!

    • Schani
      28. August 2012 15:06

      Trotz aller Fehler und Misstände sind wir mit der christlichen Prägung allerbestens gefahren, wie Vergleiche mit der restlichen Welt zeigen!
      Zum "Arierparagraphen" im CV: Es ist richtig, daß auf einer Cartellversammlung - ich glaube sie fand in Regensburg statt - ein entsprechender Antrag gestellt wurde. Dieser wurde aber von den Delegierten abgelehnt!

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      28. August 2012 18:31

      @ cmh, Johann Scheiber, Schani
      Um die übrigen Blogger nicht mit weitschweifigen Gegenargumenten zu ermüden, darf ich nur kurz einige Zitate zum Thema anbringen, über die es sich vielleicht zu reflektieren lohnt:

      Albert Einstein hatte es schon früh erkannt:
      »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.«

      »Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir nicht ganz sicher«. Mein Lieblingszitat von Albert Einstein

      „Die Definition von Wahnsinn ist“, so sagte einmal Albert Einstein, „immer wieder das Gleiche zu tun und doch ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

      » Wer richtig urteilen will, muss vollständig ablassen können von jeder Glaubensgewohnheit, die er von Kindheit an in sich aufgenommen. Die allgemeine Meinung ist nicht immer die wahrste. «
      (Giordano Bruno)

      „Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen, nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen, auch nicht den Worten eines verehrten Meisters; sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmt an“. (Siddhartha Gautama)

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2012 19:21

      Tripes

      Wenn der Boddhisatva etwas gesagt hat, das so ähnlich auch im Evangelium steht, dann freut es mich und bestärkt mich in meiner Wertschätzung für den Buddhismus. Leider kennen wir den hauptsächlich in seiner Virtuosenversion. Aber das ist doch kein Grund, dem Christentum am Zeug zu flicken.

      Bruno wird immer als Säulenheiliger gegen die Kirche herangezogen. Wenn Sie z.B. das "de umbris idearum" gelesen haben, dann toll. Aber damit dürften Sie ziemlich alleine sein. Wenn Sie sich mit seinem Leben auseinandersetzen, dann werden Sie nicht umhinkommen, seine Verurteilung in einem etwas milderen Licht zu sehen. Aber sein Lehrer Lull gibt mehr her.

      Einstein schließlich war Physiker und nicht Seelenführer. Trotzdem glaube ich noch irgendwo gelesen zu haben, dass ein schwarzes Schaf mehr Freude macht als die daheimgebliebenen. Versuchen wir daher nciht, Schafe zu sein, auch wenn wir uns wie Schafe umsorgt wissen dürfen.

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      31. August 2012 05:45

      @ cmh
      Wieder daheim, kann ich erst jetzt antworten:
      1) Siddharta hat das rd. ein halbes Jahrtausend vuZ gesagt, nur um die Relation wieder herzustellen. Könnte daher gut abgekupfert sein. Gut abgekupfert ist aber nicht schädlich und immer besser als schlecht erfunden.
      Viele Wissenschafter –allerdings alle ungläubig in jeder Hinsicht – behaupten ebenfalls, daß zB das AT, das NT und der Koran Virtuosenformen seien, was immer man darunter verstehen möge.
      2) Bruno als Säulenheiligen gegen die Kirche zu bezeichnen, finde ich schon sehr mild, nein menschenverachtend, ausgedrückt, wenn man rd. 7 Jahre Kerker mit Folter und dann den Tod am Scheiterhaufen erlitten hat, nur weil man ua. Behauptungen aufgestellt hat, die heute von der modernen Astrophysik als durchaus plausibel und möglich angesehen werden.
      Welches Licht muß man da anzünden, um wie Sie „diese Verurteilung in etwas milderem Licht“ sehen zu können?
      3) Was ist ein Seelenführer( insbesonders wenn´s gar kein Seele sondern nur ungeschaffenes und daher unvergängliches Bewußtsein gibt, was bis zum Konzil von Konstanz nicht ausgeschlossen wurde)? Muß ein solcher bar jeder kritischen Vernunft, kritisch –analytisch denkende Menschen, wie den von mir zitierten Einstein, als inkompetente Denker, weil ja nur Physiker, ablehnen?
      4) Ein schwarzes Schaf ist mir genauso lieb wie ein weißes und macht mir auch nicht mehr Freude. Aber umsorgen laß ich mich nicht von „guten Hirten“, lieber von den von mir ausgewählten Vertrauenspersonen, die mir keine Dogmen aufzwingen, was ich rechtmäßig zu glauben hätte, deshalb meine Zitate von Bruno und Gautama und die Geschichte vom hohen Schottenpriester.
      5) Ich möchte sie mit meiner kritischen Sichtweise keineswegs von Ihrem Glauben wegbringen, der, wenn nach den zehn Geboten gelebt, -mMn genügten auch die letzten sieben (hier gemeint nach dem kath. Katechismus) – eine hervorragende Gesellschaft ergäbe.

  26. Jungianer (kein Partner)
    28. August 2012 00:27

    Im Fach Geschichte sollte man vor allem etwas über patriotische, esoterische und nicht-grüne Ökobewegungen lernen. Zudem ist es wichtig, u. a. Homosexualität als Krankheit zu begreifen. Die Frauen sollen ihre Weiblichkeit bewahren; und die Männer ihre Männlichkeit. Mehr dazu auf meiner Internetseite (aufs Haus-Symbol klicken und ggf. in der Adressleiste den rechten Teil der Adresse kopieren).

  27. goldmarie
    27. August 2012 22:06

    Nicht ganz OT:

    http://www.orf.at/#/stories/2137732/

    Wozu ein eigenes Unterrichtsfach? Sollte Ethik nicht automatisch in alle Fächer einfließen und weiters in den gesamten Alltag innerhalb und außerhalb der Schule?
    Soll da durch die Hintertür wieder linke Gehirnwäsche erfolgen sowie das Gute mit dem Nützlichen verbunden werden, indem man Arbeitsplätze für sozialistisch "gepushte" Uniabsolventen schafft?

    PS.: Im Übrigen bin ich der Meinung, daß Religion Privatsache ist und der Unterricht ausgelagert gehört. Jeder soll nach seiner Fasson Religion leben!

    • Undine
      27. August 2012 23:29

      @goldmarie

      Natürlich sollte die "Ethik" automatisch in alle Fächer einfließen! Von Ethik hat aber naturgemäß jeder andere Vorstellungen, und eines weiß ich ganz sicher, daß "meine Ethik" nicht deckungsgleich ist mit jener der unsäglichen Claudia Schmidt. Diese erwartet sich von einem Ethik-Unterricht an den Schulen aber selbstverständlich, daß IHRE Version unterrichtet wird.

      Gerade in Zeiten wie diesen, in denen wir heftigst vom ISLAM bedrängt und fast schon erdrückt werden, fände ich es sehr wichtig, die Schulkinder im CHRISTLICHEN Sinne zu erziehen. Damit meine ich beileibe nicht den altmodischen Religionsunterricht von früher.

      Es darf nicht vergessen werden, daß unter den drei großen Weltreligionen die christliche Religion die einzige ist, in der es heißt: GOTT IST DIE LIEBE, was man von den beiden anderen großen Religionen wirklich nicht behaupten kann. Die christliche Religion hat über so viele Jahrhunderte Europa geprägt; wir SIND anders als die Anhänger der beiden anderen Weltreligionen und sind gut gefahren damit.

      Man MUSS ja nicht GLAUBEN, aber die christliche Lehre bietet ein gutes Rüstzeug fürs Leben, ob man nun gläubig ist oder nicht. Es heißt bei den Geboten ja immer: Du SOLLST.

  28. durga
    27. August 2012 20:13

    Zur Studienrichtung Geschichte die Uni Klagenfurt http://www.wegweiser.ac.at/uni-klu/studieren/kultur/L312.html?klapp=7 :

    "In der Gestaltung des Curriculums ist dem Umstand Rechnung zu tragen, daß kein auch nur annähernd klares Berufsbild für Historiker existiert. Das Hauptmerkmal der Berufstätigkeit von Absolventen des Geschichte-Studiums - darin stimmen alle Untersuchungen überein - ist denn auch die Vielfalt der ausgeübten Berufe............"
    "Da die zentralen Voraussetzungen für die berufliche Mobilität von Historikern zwar in Absolvierung des Regelstudiums grundgelegt werden, durch Eigeninitiative der Studierenden aber nach Maßgabe der sich wandelnden Arbeitsmarkterfordernisse weiterentwickelt werden müssen, wird den Studierenden dringend empfohlen, das im Studium der Kern- und Ergänzungsfächer erworbene Qualifikationsprofil durch die Aneignung zusätzlicher Kompetenzen namentlich im Rahmen der Freien Wahlfächer ständig zu erweitern und an die wechselnden Bedürfnisse des Arbeitsmarktes anzupassen."

  29. zweifler
    27. August 2012 17:41

    Vor einigen Tagen erhielt ich Besuch vom Amtsarzt. Ich wohne in einem zweigeschoßigen Wohnhaus mit acht Wohnungen. Der Amtsarzt stand vor der (unverschlossenen) Haustüre und klopfte kräftig und beharrlich um Einlass. Darüber lacht inzwischen der Ort. Zu mir kam der Herr zur Feststellung einer Pflegestufe.
    Ich bekomme seither den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf, wie ich als Patientin auf dem OP-Tisch reagieren würde, wäre dieser Herr Doktor im OP-Team.
    Ist Hausverstand und Kombinationsvermögen heutzutage keine Voraussetzung mehr für so verantwortungsvolle Berufe?

  30. HJR
    27. August 2012 17:39

    Wenn man sich mit dem Buch "Das Ende des Geldes" von Adam Ferguson auseinandersetzt, dann kann man nicht umhin, insbesonders den Deutschen Regierungen der Nachkriegsjahre bis einschließlich 1923 nicht nur ökonomische und politische Unbedarftheit und Inkompetenz zu attestieren, welche den Keim für das spätere Desaster von 1933ff. schon in sich trug. Nicht, dass damals noch als "Klassengesellschaft" wahrnehmbare Bevölkerung und die mehr als "Bewegung" auftretenden Ideologien nicht das ihre dazu beigetragen hätten. Und nicht, dass die Situation in Österreich viel besser gewesen wäre.

    Aber angesichts dessen, was derzeit von EU, der EZB und den Regierungen insbesonders von Deutschland, Frankreich, Italien und Griechenland geboten wird, ähnelt in mancher Beziehung fatal an einiges von dem, was sowohl in der Finanz- als auch in der Industrie- und Arbeitsmarktpolitik falsch gemacht wurde. "Fehlende Weitsicht und Tatkraft" hat der Altbundeskanzler Helmut Schidt vor Kurzem den poltischen Führungen der EU und der Länder attestiert und ich hoffe, dass das nicht ähnliche Folgen zeitigen wird.

    Allein, wenn ich daran denke, welche Fragen, Probleme und Infrastruktur-Erfordernisse die "Energiewende" (die an sich eine gute und notwendige Sache ist) aufwirft und wenn man dagegenstellt, welch frischfröhliche Verkehrspolitik da betrieben wird, beschleichen einen schlimme Bedenken. Da werden - bei insgesamt sinkenden Stückzahlen immer mehr großvolumige Autos gebaut und abgesetzt, deren Zahlen - wenn man sie ähnlich naiv in Zukunft projiziert wie die Klima- bzw. CO2-Warner - eine Vorstellung von Apokalypse für den Individualverkehr vorhersagen lassen, ohne dass eine EU (die sich lieber so überschaubaren Themen wie der Energiesparleuchte oder dem Aufdruck auf Zigarettenpackungen widmet) zumindest versucht, so etwas wie ein "europäisches Konzept" [*] zu entwickeln. Man muss dabei ja nicht gleich an das "Ende des Öls" denken, allein die steigen Benzinpreise sollten Anlass genug sein, sich darüber auf politischer Ebene Gedanken zu machen.

    Und über das mich heftig bewegende Thema, dass unsere europäischen "Demokratien" auf meist seit alten "Konstruktionsständen" verharren, die mit dem rasch fortschreitenden gesellschaftlichen, technischen und ökonomischen Wandel nicht mehr harmonisch einher zu gehen vermögen. Zu langsame Entscheidungsprozesse, welche z.B. der komplizierten Entscheidungsfindung in der EU und in den Mitgliedsstaaten geschuldet sind, führen regelmäßig zu verspäteten oder mangelhaften (weil nicht zu Ende gedachten) Gesetzen, welche dann vor dem Verfassungsgericht entschieden werden müssen.

    Ein Übriges tun gewiss die "Nationalismen" dazu und die mangelnde Einsicht, dass z.B. In der Wirtschaftspolitik dasselbe gilt, was auch auf einem großen Schiff unumstößliche Tatsache ist - hier kann und darf nur EIN Kapitän schlaten und walten! Schön wäre natürlich, wenn dieser nicht nur eine nautische Ausbildung sondern auch eine gewisse Erfahrung vorweisen könnte.

    [*] Ein solches würde z.B. nicht nur die Stärkung der Naturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften voraussetzen und die die Bündelung aller in Europa verfügbaren Kräfte sondern vielleicht auch das Eingeständnis, dass man die "Gender-Wissenschaften" aus dieser Thematik und den Universitäten, die sich ihr widmen, heraushält.
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.conwutatio.at

  31. Brigitte Imb
    27. August 2012 16:50

    OT - Riecht das nach baldigem Rettungsschirm?

    http://www.orf.at/#/stories/2137722/

    • dssm
      27. August 2012 17:42

      Die unappetitlichste Regierung Europas ist also nicht nur sozialistisch sonder inzwischen auch noch nationalistisch. Da werden also klare Verträge gebrochen, es ist ja nur eine nationale Minderheit. Klagen ist in Italien sowieso sinnlos, weil wenn das Gericht schnell arbeitet gibt es 2098 ein Urteil, dazu sind die Gerichte in Italien ja für besondere Unabhängigkeit bekannt...

  32. Observer
    27. August 2012 16:42

    Geschichte und Politik sind scheinbar unzertrennbar verbunden.
    Ich habe die Realschule 1948/56 besucht. Da gab es interessante Beobachtungen: auf Grund der individuellen Neigungen, politischen Interessen und damalss teilw. noch unbewältigter Vergangenheit hat bei den verschiedenen Professosren der Unterrichtsstoff mit 1918, 1933 oder 1945 geendet. So mussten wir Schüler uns den fehlenden Rest meist selbst anderwärts besorgen.

    • Specht (kein Partner)
      28. August 2012 01:29

      @Observer
      Es war zu der Zeit die Richtlinie, von oben verordnet, den Gechichtsunterricht mit 1933 oder schon etwas vorher enden zu lassen. Das sagte uns damals unser Professor mit Bedauern. Geschichtsunterricht bekamen wir zusätzlich während des Deutschunterrichts von einem Round-Table-Begeisterten.

  33. Karl Rinnhofer
    27. August 2012 16:22

    Das „Ergebnis“ sind Absolventen de Lehramtstudiums aus Geschichte, die ideologisch indoktriniert eigenen Kollegen – so ferne sie nicht „Linke“ sind - nicht einmal ein Mindestmaß an Solidarität üben, ja sogar gemeinsam mit ebenfalls indoktrinieren Schülern gegen diese vorgehen, weil ja alles, was nicht „links“ ist oder gar Leistung fordert, automatisch als faschistoid, Nazi, autokratisch, verzopft und für obsolet erklärt wird.

    Der größte Schaden für das Lehramtsstudium an Höheren Schulen war die Einführung des Ein-Fächer-Studiums: Seit einigen Jahren kann man wählen, welches der (mindestens zwei) Lehramtsfächer man als „Hauptfach“ wählt, für das eine Diplomarbeit zu schreiben und eine schriftliche und mündliche Diplomprüfung abzulegen ist. Für das zweite Fach, das „Nebenfach“, genügt das Absolvieren einiger Lehrveranstaltungen Vor dieser unseligen Regelung musste in allen unterrichteten Fächern eine gleichwertige Prüfung (also mindestens zwei „Hausarbeiten“, schriftliche und mündliche Lehramtsprüfungen etc.) abgelegt werden. Theoretisch wäre, wer nur „Nebenfach-Absolvent“ ist, in diesem Fach vom Unterrichten in der gymnasialen Oberstufe auszuschließen.- in der Praxis wird kein Unterschied gemacht: Es wird nicht unterschieden, wer das Fach als Haupt- bzw. Nebenfach absolviert hat.

    Mir erzählte unlängst ein Uni-Professor eines als anspruchsvoll geltenden Lehramtsfaches, sein Uni-Institut könne es sich nicht mehr leisten, als anspruchsvoll zu gelten, weil dann angesichts von „Dumping-Konkurrenz“ niemand mehr die angebotenen Lehramtsfächer als Hauptfach wählen würde; es mussten die Anforderungen drastisch reduziert werden; nur so würde das Fach seines Institutes als „Hauptfach“ gewählt werden und er könne noch Seminare anbieten (damit wiederholt sich das sattsam bekannte „Arbeitsplatz-Argument“ aus den rein an (gewaltsam hochgehaltenen) Schülerzahlen orientierten „Werteinheiten“ der Hlheren Schulen in der Universität. Dazu komme die zunehmende Konkurrenz der „püdagogischen Hochschulen“ (vormals „Lehrerbildungsanstalten, dann „ pädagogische Akademien“), die von Min. Schmied offensichtlich als künftige Ausbildungsstätten von Lehrern aller Schultypen vorgesehen sind.

    Und solche „AHS/BHS-Professoren“ sollen Matura abnehmen und zum Studieren befähigen ... ? Aber wir wissen ja: Gendering, Gesinnungsprostitution, Zugehörigkeit zu „Netzwerken“ (besser „Seilschaften“) ist wichtiger in der Zuteilung von Sozialchancen geworden als souveränes Wissen und Können, auf das man in wundersamer Weise verzichten zu können glaubt.

  34. Undine
    27. August 2012 15:55

    Wie mag sich in diesem linksextremen Sumpf ein Prof. Lothar HÖBELT vorkommen?

    • Gandalf
    • Moti
      27. August 2012 23:17

      Höbelt hält sich wacker. Seine Vorlesungen und Seminare sind ein Muster an Ausgewogenheit, seine Tätigkeiten im Rahmen der Akademie der Wissenschaften und als Publizist sind beispielhaft. Er entwaffnet seine Gegenspieler mit Fleiß und Kompetenz. Da kratzt es ihn wenig, wenn ihm im offiziösen, am Institut vertriebenen Studienführer vorgeworfen wird , sein Name würde im Handbuch des Rechtsextremismus erwähnt. Natürlich hat er keinerlei Chance eine höhere Funktion im Getriebe der Alma Mater Rudolphina zu bekleiden.

    • Undine
      27. August 2012 23:36

      @Moti

      Was Sie aus eigener Erfahrun über Prof. Lothar Höbelt berichten, ist sehr erfreulich!
      Lebte ich in Wien, würde ich mir alle seine Vorlesungen und Seminare mit größtem Interesse anhören. Aber er ist wohl der einzige "Rufer in der Wüste". Hoffentlich bleibt er seinen Studenten noch lange erhalten.

  35. Brigitte Imb
    27. August 2012 13:10

    OT - Schon wieder wird ein Nö ÖAABler hochgespült, Wirtschaftswissenschaften begonnen u. aufgegeben, Kommunikationswissenschaften fertig studiert. Also ein weiterer "Elitärer" Parteikarrierist.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1283285/VPRochaden_OeAABGeneralsekretaer-Mandl-vor-Wechsel?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

    Wir wissen nur noch nicht wer von der alten schwarzen Riege rausfliegt.

  36. HDW
    27. August 2012 12:06

    Spricht mir aus der Seele! Die Absolventen und Studienabbrecher dieser "Geistes und Integrativwissenschaften"(?) stellen dann die Kader im Kultur und Medienbetrieb sowie der Journaille. Immer getreu Noelle-Neumanns Devise der Schweigespirale: Wer die Mehrheit dieser sogenannten "Kommunikationswissenschaftler" auf seiner Seite hat, bringt das Volk, obwohl anderer politischer Meinung bis zum Urnengang dazu für ihn zu stimmen, wer noch dagegen ist schweigt lieber, wer dafür stimmt glaubt aber nur der andere wäre durch die Medien beeinflußt!
    Im real existierenden Sozialismus konnte dies halt noch viel brutaler durchgesetzt werden. Eine Vertreterin dessen barchte es sogar bis zur deutschen Bundeskanzlerin. Funktionieren tut die Methode in jedem Land ausser Italien, aber das ist für Österreicher ja eine terra incognita!

  37. Johann Scheiber
    27. August 2012 11:24

    Wer nicht von dreitausend Jahren
    Sich weiß Rechenschaft zu geben,
    Bleib im Dunkeln unerfahren,
    Mag von Tag zu Tage leben.
    (Goethe, Westöstlicher Diwan)

    Ein wichtiges Element zur Sprengung der Kulturbasis ist die Zerstörung des Geschichtswissens und des Geschichtsbewußtseins.
    Die Frau Weinzierl war einer der Akteure aus dem Umkreis Kreiskys, mit dem Auftrag, Österreich zu transformieren, um nicht zu sagen, zu zerstören. Die Saat scheint aufzugehen.

    Die Bildungsfrage, mit allen ihren Implikationen, ist die entscheidende Frage der Zukunft. Dank an Dr. Unterberger, diesen Themenkreis immer wieder anzusprechen!

    • Undine
      27. August 2012 13:28

      @Johann Scheiber

      Morgen ist der Geburtstag des Dichters dieser weisen Zeilen! Und seine "Muse", die schöne, junge Marianne von Willemer, die ihn auf seine alten Tage "beflügelt" und nicht wenig auch selbst zu dem Meisterwerk dichtend beigetragen hat, war eine gebürtige Linzerin, deren Geburtshaus nahe der Linzer Stadtpfarrkirche gestanden ist.

      GOETHE wird in der NEUEN MITTELSCHULE sicherlich nicht einmal mehr ERWÄHNT, sondern einfach totgeschwiegen werden.

      Und zu Goethes morgigem Geburtstag noch ein paar Zeilen aus dem "West-östlichen Divan":

      Suleika

      Was bedeutet die Bewegung?
      Bringt der Ost mir frohe Kunde?
      Seiner Schwingen frische Regung
      Kühlt des Herzens tiefe Wunde.......

    • Undine
      27. August 2012 13:39

      Nachsatz: Goethe war damals für heutige Verhältnisse natürlich nicht "alt", aber ím Vergleich mit M. v. W., die etwa 35 Jahre jünger war, schon.

    • Wertkonservativer
      27. August 2012 15:11

      @ Undine und @ Johann Scheiber:

      Da habt Ihr Beide mir ja einen schönen Strich durch die Rechnung gemacht!
      Ich wollte morgen - meiner Lyrikneigung gemäß - an den Geburtstag des größten deutschen Dichters erinnern, natürlich auch unter Verwendung einer seiner wunderbaren Gedichtstrophen.
      Und nun stehe ich da, stumm vor Enttäuschung, und Zähren zerquetschend!
      Aber Undine hat ja schon alles in schönster Form gesagt!

      Eines noch, liebe Undine:
      das Oberstufen-Gymnasium wird's - so oder so - ja auch weiterhin geben (müssen), und da wird man den edlen Weimarer Dichterfürsten ja doch zumindest streifen müssen!
      Liebe Grüße

      Gerhard Michler

    • Undine
      27. August 2012 15:50

      @Wertkonservativer

      Nicht traurig sein, daß wir Ihnen "die Schau gestohlen" haben! :-)
      Ist doch gut zu wissen, daß es noch etliche Leute gibt, die sich des Geburtstags eines der größten Genies erinnern!

      Das Erschütternde ist ja nur, daß wir "Deutsch-Sprechenden" (ist das ausreichend PC-konform?) unsere Genies auf allen Gebieten der Kunst, Wissenschaft,Technik nicht feiern (dürfen), sondern leider der Vergessenheit anheimfallen lassen (müssen), dafür das Mediokre in den Himmel heben. Jedes andere Volk darf stolz sein auf seine Genies; aber, was soll's.....

      Wollen wir hoffen, lieber Wertkonservativer, daß, wenn schon unsere Politiker auf jeder Linie, bes. aber im Bildungsbereich, so versagen, sich doch vernünftige Leute finden, deren Wahlspruch heißt: "Das Gymnasium darf nicht sterben!"

    • Brigitte Imb
      27. August 2012 16:00

      @ Undine,

      "Das Gymnasium darf nicht sterben!", steht aber momentan auf einem seidenen Fuß...

      Und "Deutsch-Sprechenden" gehört m.M. auf "Deutsch-Sprechend_Innen" getschendert ;)

    • Undine
      27. August 2012 16:23

      @Brigitte Imb

      Ich werde es üben: Deutsch-Sprechendinnen, nein Deutsch-Sprechinnen, nein Deutsch-Sprecherindinnen, nein Deutsch-Sprechenderinnen.....oje, ich geb's besser auf!! :-)

      @Wertkonservativer

      Und am 10. 11. feiern wir Schillers Geburtstag! :-)
      Dann haben wir den "Olympischen Dioskuren" gleichermaßen die Ehre erwiesen!

    • Wertkonservativer
      27. August 2012 18:48

      Also, liebe Freunde, Ihr erinnert Euch schon, dass ich seit mehr als einem Jahr am Schluss jedes einschlägigen Sub-Beitrages meinen Wahlspruch trommle:

      "Hände weg vom Gymnasium!!!"

      (Und wer sich nicht erinnert, der weiß es ab jetzt!).

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • ProConsul
      27. August 2012 19:29

      "Doch was dem Abgrund kühn entstiegen
      kann durch ein ehernes Geschick,
      den halben Erdkreis übersiegen,
      zum Abgrund muß es doch zurück."
      (Goethe, Epimenides Erwachen)

      Das ist das Schicksal der gottlosen Ideologien des Sozialismus, Kommunismus, Bolschewismus, NationalSOZIALISMUS etc.

  38. zweiblum
    27. August 2012 11:12

    Das Studium "Zeitgeschichte" sollte in "Auswahlgeschichte" unbenannt werden.

  39. Kosztolányi
    27. August 2012 09:47

    Diese Problematik betrifft natürlich nicht nur die Geschichtswisseschaften, sondern eine ganze Reihe von Geisteswissenschaften, die immer weniger Standards aufweisen – in Wien und anderswo. Professoren und Studenten arbeiten für die Uni und für ihre „Karriere“, haben darüber hinaus aber meist nur einen sehr bescheidenen geistigen Horizont. (Aus eigener Erfahrung kann ich etwa von einem Kollegen erzählen, der an einer renommierten deutschen Universität absolviert hat und mir einmal sagte, es sei für ihn sehr interessant, mit mir zu diskutieren, da er zuhause in Studentenkreisen nur mit linken Ansichten konfrontiert wurde und das alles für ihn etwas vollkommen Neues war.) In diesen Fächern hat man ja nicht Erfolg, wenn Thesen den Fakten standhalten, sondern wenn sie von anderen akklamiert werden. So ist es weniger von Bedeutung, ewtas Wahres zu behaupten und die Dinge kritisch zu hinterfragen, wichtig ist, sich gewissen Moden zu beugen und sich der herrschenden Meinung anzuschließen. Man wird in diesen Fächern eher angehalten, seinen Gesichtskreis zu verengen als ihn zu erweitern. So sind natürlich nur die allerwenigsten in der Lage, völlig absurde, jede Vernunft beleidigende, oft auch gänzlich verleugnende „Theorien“ überhaupt zu hinterfragen, geschweige denn sich ihnen entgegenzustellen.

  40. Moti
    27. August 2012 09:15

    Ich habe als Seniorstudent in den jüngst vergangenen Jahren mehrere philosophische Studien, darunter auch ein Magisterium und ein Doktorat in Geschichte an der Uni-Wien abgeschlossen und möchte A.U.s Ausführungen vollinhaltlich unterstreichen. Ich habe in den vergangenen 10 Jahren erlebt, wie zahlreiche konservative Lehrende resignierten und/oder emeritierten und sich Links als offensichtlich einzig zulässige Denkrichtung durchsetzte. Ich habe auch die Kampagne gegen die Burschenschafter miterlebt, der sich zwar offiziell gegen die Schlagenden richtete, aber indirekt auf den CV und seine Verbindungen zielte, die man am Nachwuchs gemessen ins Mark traf. In Couleur traut sich heute -abgesehen von ein paar alten Herren bei der Promotion der Sprösslinge- niemand mehr auf die Uni.
    Wer heute gegen den ideologischen Stachel löckt, der wird entweder strenger geprüft, schlechter beurteilt oder -wenn wenn dies schwer möglich ist- mit Bestnoten rasch durchgewunken um Diskussionen in Foren und Sprechstunden zu vermeiden. Wer systemkonform bleibt, dem reichen vielfach Sitzfleisch und Minimalleistungen zum Erreichen des ersehntes Zieles. Wer neben einem solchen Studium auch noch unsere Printmedien und die ORF Nachrichten konsumiert, für den formt sich früher oder später ein klares Bild von dem was in dieser Welt gut oder böse ist. Natürlich gibt es eine kleine aber feine Schar Professoren (links wie konservativ), die noch immer das freie Denken fördern und Leistungen einmahnen, doch das internationale Ranking unserer Unis zeigt, dass sie allein keine Trendwende bringen können. Es gelingt ihnen nicht mehr ein Gegengewicht gegen ein vorherrschendes Gedankengut zu schaffen, dass zunehmend am linken Rand der demokratischen Meinungsspektrums zu verorten ist und vielfach von antidemokratischen, kommunistischen Denkansätzen nicht mehr unterschieden werden kann. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die ÖVP aus diesem Fundus kaum Nachwuchskräfte rekrutieren kann, die in überzeugender Weise konservative Standpunkte vertreten. Sie wurde daher fast zwangsläufig zu einer profillosen Gemeinschaft von Verwaltern übrig gebliebener Herrschaftsbereiche ohne die Kraft zukunftsorientierte gesellschaftspolitische Akzente zu setzen. Die Schulpolitik ist nur ein Zeichen dieses Versagens. Unser Schulsystem war stets gut, nur hat Gehrer die Tatsache verschlafen, dass man Schulanfänger erst dann ins Regelschulwesen einbauen kann, wenn sie die Unterrichtssprache ausreichend beherrschen. (siehe Finnland !) Statt nach schlechten Pisaergebnissen diese Defizite zu beheben presst man jetzt Grenzdebile und Hochbegabte in die "Neuen Mittelschulen" .
    Diese neuen Mittelschüler werden die Unis zwingen ihre Standards weiter zu senken, was ganz im Sinne linker Ideologen ist. Denn ein breites Akademikerproletariat ohne Bezug zur realen Arbeitswelt ist allemal der beste Nährboden für linke Utopien und antikapitalistische Verschwörungstheorien.

    • Riese35
      27. August 2012 19:08

      Viel ist hingesunken uns zur Trauer und das Schöne zeigt die kleinste Dauer.

    • cmh (kein Partner)
      28. August 2012 11:20

      Leichte Schuhe, schwere Tritte ...

      Dieser Autor war auch Historiker.

  41. dssm
    27. August 2012 09:03

    Im real existierenden Sozialismus musste man doch auch 'Kommunistische Dialektik' (usw) belegen, selbst wenn man Physik studierte; von den geistes'wissenschaftlichen' Fächern rede ich erst gar nicht.
    Es zeigt nur wo wir bereits gelandet sind, wohin es gehen soll.
    Vielleicht kommt aber auch: Das Volk sind wir! Oder eher, die Steuerzahler sind wir!

    • M.S.
      27. August 2012 12:22

      Es hilft nichts. Die Wähler, deren Stimmverhalten nur vom Empfang von Sozialleistungen abhängig ist, haben bereits die Mehrheit errungen. Alles andere ist für solche Zeitgenossen uninteressant. Die Politik richtet sich eben danach. Die Folgen werden immer deutlicher: Erschreckendes Absinken des Bildungsniveaus und damit verbunden ein Verfall der Kultur.

  42. Claudius
    27. August 2012 08:55

    OT.: So verändert sich Wien, schreibt eine "Christine" in der 'Presse':

    Wien ist Topdestination für Homosexuelle ( 26.08.2012, Christine, Die Presse)

    Wien gilt als "Hidden Hero" homosexueller Reisender - die Stadt hat sich zu einer der schwulen Topdestinationen Europas gemausert. Doch statt Partys zu feiern geht es um Kultur, Genuss und Ästhetik.


    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/1283056/Wien-ist-Topdestination-fuer-Homosexuelle?_vl_backlink=/home/index.do

  43. Josef Maierhofer
    27. August 2012 08:33

    Ich meine dazu, dass das alles nicht nur im Geschichtsstudium passiert.

    Wer ernstlich Geschichte studiert, wird das erstens überall in der Welt tun können, wo man noch was lernen kann und auch in Wien, sofern er die 'äußeren' Umstände imstande ist mit zu berücksichtigen.

    Auch ich habe damals (1968 ff.) so studiert, dass ich selbst initiativ war und die Fächer als solche samt ihren Inhalten bloß als Rahmen und Themenvorgabe betrachtet habe. Denn wirklich gut werden kann nur der, der den Bedarf in der Gesellschaft, Industrie, oder wo auch immer, erkennt und sich alles aneignet, was dazu notwendig ist. Das habe ich mit Erfolg getan und sage das auch meinen Studenten in der Hoffnung, dass viele das verstehen und manche das umsetzen.

    Solche Leute, wie ich auch, werden immer frei und unabhängig sein und imstande Beiträge zu leisten.

    Klar, die Umstände an der Uni, sind sogar für viele Studenten unerträglich und verblödend. Keine Leistungsanforderung, nur 'Gender-/Trans-/Hinüber' ist den (unnötigen) Vortragenden wichtig. Letztlich studieren muss jeder Student selbst. Die Prüfungsantworten muss er halt an die Vorlieben der einschlägigen Professoren anpassen, da sind vife Leute schon flexibel genug.

    Was für mich aber unerträglich ist, ist die (vermeintliche, hoffentlich nur vermeintliche) Anfütterung des Wählerpotentials, die ja inzwischen irgendwann einmal strafbar sein wird, es es doch Bestechung und professionelle (zumindest professionell versuchte) Manipulation an der Gesellschaft Österreichs.

    Der freie Mensch ist unabhängig und entscheidungsfähig, der unfreie Mensch ist weder urteils- noch entscheidungs- noch denkfähig, sondern lenbar und oft auch fanatisch und alles in allem dumm und ungebildet.

    Und genau diese Gruppe wird mit dem 'Zinnober' mit den 'Manipulationsprofessoren' leistungslos an den Unis erreicht und das Diplom ist halt das Parteibuch.

    Das sage ich auch jedem Studenten, der leistungsfeindlich nicht über die gelegte Latte springen kann und will, warum er eigentlich hier ist, was er erreichen möchte und welche Karriere er anstrebt. Für viele (für mich minderwertige) ist es halt die (heute noch) sichere Parteikerriere.

    Es läge mir aber fern, zu manipulieren, zu diskutieren liegt mir nicht fern. Doch Diskussionen mit linken Meinungsmachern gehen leider sehr oft daneben, weil die 'solidarische' Prämissen anwenden, die nicht stimmen, und darauf ihre Argumenationsgebäude aufbauen und auch immer nur von Auswirkungen des Kapitals daherreden, ohne im Detail darauf einzugehen, dass es ja jeder Einzelne selbst ist, der sein Leben einrichten, bestimmen muss und auch durchstehen. So kommen aus dieser (vernachlässigenden) Unschärfe auch die politisch 'mundgerechten' linken 'Wirtschaftstheorien' zustande, die einem die Haare zu Berge stehn lassen, wie etwa die, mit Schulden kann man die Lage der Nation, Europas verbessern, was jedes noch unverdorbene Volksschulkind, das nicht im staatlichen Kindergarten war und die Häupl Bilder betrachten musste sondern zu Hause von einer engagierten Mutter und einem engagierten Vater erzogen wurde, ablehnen würde.

    Damit bin ich auch schon beim letzten Punkt des heutigen Beitrags angelangt. Das alles kostet Geld, Geld des Steuerzahlers und, da das nicht reicht, werden auch Neuverschuldungen gemacht und 'Mickey Mouse -Monopoly'- Infaltionsgeld 'gedruckt'. Da wird man als Steuerzahler doch noch verlangen dürfen, dass dann in einem Geschichtsstudium Geschichte gemacht wird und nicht artfremde Themen, die außer mit einer Partei und einer Ideologie (nicht weit weg von Idiotie) sehr wenig mit Geschichte zu tun haben, etwa 'Gender von Dohnal aufwärts', wie ich mir vorstellen könnte, dass das ein Geschichtsthema sein könnte.

  44. Herby
    27. August 2012 07:57

    Apropos: "Ein Geschichtsstudium ist schädlich für Sie und Ihre Mitmenschen" -

    Ich habe da einmal ein zutreffendes Wort vernommen, das man aber selten hört:

    "Verbildet"

    Viele junge Menschen werden in unseren Schulen & Universitäten nicht mehr gebildet sondern vielmehr verbildet.

    Sie verlassen somit als verbildete Scheinintellektuelle diese Institutionen. (= sogenannte 'Verbildungsinstitutionen')

    • Gandalf
      27. August 2012 11:32

      Sehr richtig; und aus dieser Schar von Verbildeten rekrutiert sich dann u. a. (fast) der gesamte Journalisten - Nachwuchs in ORF und Printmedien.

  45. Cincinnatus
    27. August 2012 07:56

    Die linke Strategie ist ja schon viel umfassender angelegt. Nicht nur die Studentenschaft sondern auch das Lehrpersonal wird umfassend indoktriniert. Am Beispiel UNI Klagenfurt: Nachwuchswissenschaftler ALLER Studienrichtungen müssen den Kurs „Gendersensible Dikaktik“ verpflichtend besuchen, bevor sie lehren dürfen.

    • Brigitte Imb
      27. August 2012 15:45

      Gespannt bin ich, wann Männer auch zum Gynäkologen müssen, denn es kann doch nicht sein, daß die nur für Frauen da sind. ;)

    • Paffdaddy
      27. August 2012 16:05

      „Gendersensible Dikaktik“... ist wohl ein freudscher Tippfehler ;-))

      L.G.

  46. raeter
    27. August 2012 07:10

    Die Universitäten sind eine gewichtige Stütze des Genderismus und der PC-Totalität.

    Weitere Stützen: Medien, Wirtschaft (Frauen sind besonders gute Konsumenten), Politik, christliche Kirchen und abgeschwächt die Justiz. Damit sind nahezu alle wichtigen Schaltstellen der Gesellschaft betroffen.

    Kampagnenhaft werden abweichende Meinungen "ausradiert". Die Totalität hat nach Österreich zurückgefunden. Die Demokratie verblasst.

    • dssm
      27. August 2012 09:07

      Erinnert ein bisschen an die unselige Zeit der 20er und 30er.
      Dort wurde auch alles einer Ideologie untergeordnet, die hat sich ja dann auch durchgesetzt; das Resultat ist offensichtlich nicht abschreckend genug für die neuen Epigonen der Volksgemeinschaft.

    • Konrad Loräntz
      27. August 2012 13:09

      Doch DSSM

      Mich schreckt der Kommunismus, der sich ja in den 20er - 30er Jahren durchgesetzt hat, sehr ab! Und in der Tat gibt es in der russischen Volksgemeinschaft noch erschreckend viele Anhänger des Kommunismus bzw. Stalinismus. Danke für Ihren klugen Beitrag.

  47. simplicissimus
    27. August 2012 06:41

    Unsere Jugend wird manipuliert und politisch correct vergewaltigt. Leider kennt sie fast nichts anderes wegen fehlender vernuenftiger Gegenstimmen, und wenn doch, dann hoechstens aus dem Internet.
    Erkennbar aber fuer jeden intelligenten Menschen die krampfhafte Ueberzogenheit dieser Ideologien, ihr unkritischer Absolutheitsanspruch und ihre Ansaetze zur Unterdrueckung.
    Zu hoffen, dass es bald eine Gegenbewegung gibt, die diesen Quatsch hinwegfegt. Was allerdings massiv dagegen spricht ist, dass die Jugend, anders als frueher zahlenmaessig unterlegen ist und sich einer fetten, sozialversorgungshungrigen masse an aelteren menschen gegenueber sieht, denen die zukunft oft relativ wurscht ist.

  48. Anton Volpini
    27. August 2012 06:28

    Der heutige Tagebucheintrag ist ein Witz, oder?

    Kein erwachsener Mensch kann sich so etwas ausdenken, wie es Dr. Unterberger beschreibt. Niemand würde mutwillig Geschichte ideologisch instrumentalisieren.
    Das tun nur kranke Geister, und die haben auf den Universitäten nichts verloren!

  49. Wertkonservativer
    27. August 2012 06:04

    Beim Lesen des heutigen A.U.-Kommentars treten mir zwei rote Häuptlinge vor Augen, beide absolvierte Geschichts-"Wissenschaftler", beide aus dem schönen Burgenland!
    Der eine, menschlich integer, hat recht unglücklich und ein wenig potschert gewirkt und gewerkt; von ihm ist der eine berühmte Satz "von der Schwierigkeit" im Gedächtnis geblieben.
    Der andere, jetzt schon seit Jahren und auch heute noch unglücklich bis gemeingefährlich wirkend und werkend, ist die personifizierte Katastrophe!

    Dagegen war unser weiland Sinowatz die reinste Lichtgestalt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      27. August 2012 07:11

      Jetzt erscheinen manchem Schwarzen schon linke Intriganten wie Sinowatz als Lichtgestalten und sei es nur im Vergleich mit anderen Versagern.
      Mehr ist über den Zustand der ÖVP und deren Zukunftsperspektiven nicht mehr zu sagen.

    • Cotopaxi
      27. August 2012 07:37

      Einen der Drahtzieher der Waldheim-Affäre als "menschlich integer" zu bezeichnen, finde ich grenzwertig.

    • Wertkonservativer
      27. August 2012 07:46

      Für heute genug Schwarz-Schleim abgesondert, @ Cotopaxi?

    • FFC-ätzer (kein Partner)
      28. August 2012 09:22

      für den schleim sind wohl eher sie zuständig, @weko

      wie wäre es, wenn sie @cotopaxis äußerungen widerlegen? oder könnens das net?

  50. RR Prof. Reinhard Horner
    27. August 2012 03:32

    reinhard.horner@chello.at

    Geschichts- oder Agitationsstudium

    Oft wird behauptet, dass der oder die, dass wir nichts aus der Geschichte lernen. Das trifft niemals und nirgendwo zu. Denn wir lernen ständig unausweichlich aus der Geschichte. Wir können gar nicht anders.

    Es bestehen allerdings große Unterschiede, was und wie aus der Geschichte gelernt wird:

    a) unversehens, unkritisch, unbewusst bloß wiederholend,

    b) in deutlicher Abhängigkeit und/oder Gegenabhängigkeit von Ideologien,

    c) kritisch um objektives, um eingehendes und umfassendes Erfassen und dabei um Überwindung erkennbarer Fehler bemüht.

    Von einem Geschichtsstudium ist zu fordern und zu erwarten, dass es in besonderer Stärke der Variante c) dient und diese durch fortschreitende Forschung vertieft und erweitert.

    Wie nicht nur aber speziell an der Universität Wien das Geschichtsstudium auf die Variante b) ausgerichtet wird (dabei auf Verhaltensweisen nicht nur unterhalb wissenschaftlicher Ansprüche, sondern arg unterhalb des demokratischen Spektrums), öffnet den Weg zu geschichtlich leeren Gehirnen, zugleich als Grundlage für beliebige Verfälschungen.

    Offensichtlich sind da Kräfte am Werk, die selbst so und davon leben, die Gesellschaft damit infiltrieren und den Schmarrn in die Schulen tragen möchten, um auch dort die politische Bildung in den propagandistischen Zugriff zu bekommen.

    Es ist jedenfalls an der Zeit, das „Geschichtsstudium“ wahrheitsgetreu umzubenennen: in ein von geschichtlichen Kenntnissen möglichst entlastetes „Studium der Agitation“.

    • Konrad Loräntz
      27. August 2012 14:53

      Variante c) ist aber höchst gefährlich, da sie ja zur Revision bisheriger Ansichten führen könnte. Nicht auszudenken, wenn ein solch ungestümer Revisionist plötzlich Hinweise vorlegen würde, das Maria Theresia Linkshänderin gewesen wäre! Nein, es ist schon alles in Ordnung, so wie es ist.

  51. schreyvogel
    27. August 2012 01:19

    Wissenschaft muss frei sein. Das faktische Diskussionsverbot über die Geschichte der nationalsozialistischen Periode durch das Verbotsgesetz wirkt lähmend. Wer will schon forschen, wenn die sehr reale Gefahr besteht, dass ihn seine Forschungsergebnisse jahrelang ins Gefängnis bringen? Und anders herum gesehen, wer glaubt schon einem Forscher, wenn man weiß, dass er grundsätzlich keine von der vorgeschriebenen Linie abweichenden Erkenntnisse veröffentlicht?

    Leider gibt es in Österreich und in Deutschland keine Politiker, die das Format hätten, die Gedankenfreiheit wiederherzustellen.

  52. Haider
    27. August 2012 01:10

    Erschreckend ist, daß Dr. Unterbergers Befund beileibe nicht nur für das Geschichtsstudium zutrifft.
    Die kürzlich publizierten Rangliste der Universitäten zeigt den Stellenwert unseres akademischen Bildungsniveaus. Und da streiten wir, ob Studienanfängerinnen gendergerecht ausgewählt werden (oder doch nur Quotenärztinnen herangezüchtet werden sollen), ob finanzielle Eigenleistungen unzumutbar sind oder ob der Steuerzahler unzählige Orchideenstudien zu finanzieren hat, dafür aber Techniker mittels "rot-weis-rot-card" mühsam (und meist erfolglos) weltweit geködert werden müssen. Politologen, Theaterwissenschafter und/oder akademisch verbildete Publizisten [die Liste läßt sich endlos fortsetzen] universitär auszubilden, um ihnen dann in einem postuniversitären Bildungsgang das Wr. Straßennetz beizubringen, damit sie wenigstens als Taxifahrer ein Auskommen finden, das kann doch nicht das oberste Ziel unserer Bildungspolitik sein.

  53. Schani
    27. August 2012 00:53

    Als Asolvent der einstigen Alma mater Rudolphina spazierte ich früher bei jedem Wienbesuch einmal durch den Arkadengang des Universitätshauptgebäudes - heute vulgarisiert als "Hauptuni" bezeichnet - und gedachte meiner insgesamt schönen Studienzeit. Auch die Höfe des alten AKH besuchte ich gerne. Heute mache ich einen weiten Bogen um beide Institutionen und schäme mich fast ihrer.
    Die Genderei hat auch andere Universitäten und Studienrichtungen erfaßt. Mein in Graz studierender Sohn mußte ebenfalls befehlsgemäß solchen Schwachsinn hören.
    Das erinnert mich an Erzählungen meines Vaters, welcher im WS 37/38 mit dem Medizinstudium begann. Als 1938 die "neue Zeit" anbrach, waren Vorlesungen aus "Rassenkunde" zu besuchen. So löst halt ein Totalitarismus den anderen ab.

  54. contra
    27. August 2012 00:49

    Derart (ein-)gebildete Geschichtsstudium-Absolventen kommen dann sicher noch bei der "Baddei" unter und können nach dem notwendigen "Marsch durch die Institutionen" zumindest rote oder grüne Bundeskanzler und/oder Minister werden.
    Man produziert an diesem Institut offensichtlich bewußt ges(ch)ichtslose Volksvertreter, ähnlich dem derzeitigen Möchtegern-Kanzler samt Entourage und so manche (gift-)grüne, zukünftige Regierungshoffnung - nur halt jetzt auf akademischen Pseudoniveau = typisch für die immer mehr um sich greifenden, linken Kaderschmieden wie POWI, Publizistik, usw.!

    • Haider
      27. August 2012 01:20

      Österreichischer Bundeskanzler können sie nur mehr werden, wenn sie zwischen Schulende und Berufseintritt eine 7jährige Lücke in ihrem Lebenslauf haben und frühzeitigst bei den Roten Falken andocken. Sehr hilfreich ist natürlich die Bestechung des Boulevards mit Steuergeldern (als Nachweis, daß sie fremdes Geld skrupellos für ihre eigene Karriere einzusetzen bereit sind!).

  55. socrates
    27. August 2012 00:44

    Sie benennen Kirchen und Plätze um. Bei einer ottakringer Bekannten sah ich gerade ORF2 Ottakring. Das Wesentliche, wie der stärkste Mann der Welt, Türk, und sein berühmtes Gasthaus fehlten, ebenso sein geschändetes Jugendstilgrab. Die Geschichte der Familie Gasser, später Rast & Gasser fehlte, ebenso die Motorenfabrik, Flugzeugfabrik, Glasfabrik, Eisengießereien, Blechdrückereien, usw. Dafür sah man Bilder von 1934 und andere sozialistische Denkmäler.





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