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Die geheimen Tricks der staatlichen Bankräuber

Ein griechischer Unternehmer – der aber lange in Deutschland gelebt hat – hat es in einem wunderschönen Gleichnis auf den Punkt gebracht, das ich in einer Schweizer Zeitung gefunden habe: Die Griechen seien von der EU zehn Jahre gleichsam in ein Aquarium gesetzt worden; sie hätten dort nur den Mund öffnen müssen und schon sei ihnen ein Fisch hineingeschwommen. Jetzt in der allgemeinen Krise entdecken die Menschen voll Panik: „Wir haben ja nie zu angeln gelernt.“

Mit anderen Worten: Europa hat mit all dem vielen Geld für Griechenland nicht dessen Wettbewerbsfähigkeit erhöht, sondern gesenkt. Was auch in vielen anderen Ländern zutrifft. Wettbewerbsfähig wird man nämlich nicht durch Überflutung mit Geld – das schon lange vor der Schuldenkrise über zahllose Kanäle nach Griechenland geschwappt ist –, sondern nur durch die Konfrontation mit der Realität. Durch das Wissen, auf sich selbst gestellt zu sein.

Hilfsgelder helfen nicht

Freilich muss man der EU selbst zugute halten: Die Forderung nach ständig mehr Geld ist primär von den Empfängerstaaten selbst ausgegangen. So wie in Italien seit Generationen jede Regierung von den Abgeordneten des faulen und entwicklungsresistenten Südens erpresst worden ist, so haben die Südländer jedesmal ihre Stimme – für ganz andere Themen wie etwa die Osterweiterung – erpresserisch gegen noch mehr EU-Geld verkauft. Und die Deutschen als Hauptzahler haben immer zugestimmt, weil sie ja nie die Bösen sein wollten und auch viel Geld hatten. Heute wissen wir, dass das den Südländern langfristig mehr geschadet als genutzt hat, kurzfristig haben aber die dortigen Regierungen immer einen Gewinn gesehen.

Die wettbewerbsfähigsten Staaten der Welt sind heute etwa die Schweiz, Singapur oder Hongkong: Sie sind im Gegensatz zum Großseins-Fimmel der EU klein. Sie haben keine Kohäsions-, Struktur-, EFSF-, ESM-, EZB-Gelder bekommen. Sie haben auch alle keine Rohstoffe. Sie haben aber in einer harten Geschichte über Generationen gelernt, dass sie nur von ihrem eigenen Fleiß, ihrer eigenen Tüchtigkeit abhängig sind.

Das hat auch die österreichische und deutsche Nachkriegsgeneration aus dem Jahr 1945 gelernt. Dementsprechend hat sie sich vom Armenhaus der Welt mit Erfolg emporgearbeitet. Doch jetzt wird die nächste Generation offenbar vom Virus der ständig nur fordernden und nie etwas leistenden Wohlfahrtsstaats-Krankheit infiziert. Der in Südeuropa nie ausgerottet worden ist.

Es kann kein Zufall sein, dass selbst in Osteuropa heute die südlichen Staaten viel schlechter dastehen als die nördlichen. Polen, Tschechien, die Slowakei und die baltischen Staaten sind trotz der historischen Altlast der kommunistischen Destruktion heute sehr erfolgreich unterwegs. Während Rumänien und Bulgarien weder funktionierende Demokratien noch Ökonomien haben.

Slowenien, der nächste Pleitenkandidat

Wir sollten uns aber auch um ein weiteres Mittelmeerland große Sorgen machen, dass bisher noch kaum ins Blickfeld unserer Aufmerksamkeit gerückt ist, das aber an Österreich angrenzt: Slowenien. Denn dieses Land hat sich seit der Wende jahrzehntelang nur auf seinen Lorbeeren ausgeruht (als einst relativ erfolgreichste Teilrepublik des jugoslawischen Selbstverwaltungs-Chaos).

Wer sich aber 20 Jahre lang nicht weiterentwickelt, der fällt dramatisch zurück. Slowenien hat völlig unzureichend privatisiert. Seine Banken und große Teile der Industrie sind in einem maroden Zustand. Das Land ist daher mit Sicherheit der nächste Anwärter auf europäische Hilfen – auch wenn das in üblicher Art und Weise derzeit noch dementiert wird.

Gewiss, Slowenien ist ein kleines Land. Und bei der Großzügigkeit der europäischen Schuldenmacherei werden daher wohl auch die Fische für dieses Land als kleine bezeichnet werden. So wie jene für Griechenland, wo sich offenbar nur Kleingeister über die Tausenden Pensionen für schon jahrelang Tote oder die Unterstützungen für sehende Blinde ereifern.

EU-Gelder für spanische Fußballmillionäre

Viel größer sind aber jedenfalls die Fische, die nach Spanien zu liefern sind. Und da liest man über die verstaatliche Bank Bankia geradezu Unglaubliches, obwohl diese derzeit in Spanien bei weitem an der Spitze der Hilfsbedürftigkeit steht: Sie erlässt dem Fußballklub Valencia CF mitten in der eigenen Pleitesituation einfach 250 Millionen Euro an Schulden. Und gibt ihm noch 100 Millionen frisches Geld als Darlehen. Und baut das halbfertige Superstadion von Valencia fertig.

Kann man eigentlich noch provozierender mit dem Geld der deutschen, niederländischen und österreichischen Steuerzahler umgehen? Wundert da noch der im Norden täglich anwachsende Zorn?

Der wohl noch größer werden wird: Sollen doch die spanische Fußballklubs der obersten Liga insgesamt mit nicht weniger als 3,5 Milliarden verschuldet sein. Die werden wir wohl auch noch zahlen müssen. Sonst würde ja Spanien vielleicht nicht ein weiteres Mal Europa- und Weltmeister. Sonst müssten am Ende die Stars bei Barcelona oder Real Madrid anderswo ihre Millionen verdienen oder sich gar mit deutlich weniger Cash zufriedengeben.

Was hilft es da, dem die positive österreichische Praxis entgegenzustellen, wo immer wieder Klubs wegen ihrer Schulden die Lizenz entzogen wird? (vom Rapid-Skandal sollten wir freilich auch nicht reden: Hat doch der Klub von der Eurofighter-Firma ganz ohne Gegenleistung vier Millionen Euro entgegengenommen, wohinter sich mit Wahrscheinlichkeit die Bestechung einer Partei verbirgt).

Der Trick hinter den niedrigen Anleihe-Zinsen

Die österreichische Beschwichtigungs-Industrie will das alles aber nicht wahrhaben. Jetzt hat sie ein neues Argument: Das mache doch alles nichts. Die Zinsen für österreichische (und deutsche und niederländische) Anleihen seien doch so niedrig wie noch nie. Das sei doch ein klares Zeichen von Vertrauen.

Unter normalen Verhältnissen wäre diese Aussage auch durchaus richtig. Nicht aber angesichts der miesen Tricks der Staaten, welche die Öffentlichkeit kaum durchschaut. Denn die Staaten zwingen die Banken mit raffinierten Methoden, ihre Anleihen massenweise zu kaufen und halten nur dadurch ihre Zinsen niedrig.

Das geht so: Zuerst stempelt der Propagandaapparat von Staaten und praktisch allen Parteien mit Hilfe dummer oder ideologischer Journalisten die Banken zu den Hauptschuldigen der Krise. Was sie – trotz aller Fehler und Gaunereien – aber nicht sind. Denn im Vergleich zur Schuld der Regierungen, der staatlich gelenkten Notenbanken und der von Politikern in den Abgrund gefahrenen Staatsbanken steht die kommerziell geführte Bankenwelt relativ harmlos und sauber da.

Denn selbst beim Libor-Skandal der letzten Tage stellt sich nun heraus, dass die kriminelle Hinunter-Manipulation der Libor-Zinssätze nicht nur mit Wissen, sondern auch auf Wunsch von Notenbanken und Staaten passiert ist. Davon haben zwar auch viele normale Kreditnehmer profitiert (ohne natürlich mitschuld zu sein), aber insbesondere war die künstliche Senkung der durch den Libor bestimmten Zinsen im politischen Interesse. Daher ist es aber auch durchaus möglich, dass die Erhebungen in Sachen Libor-Manipulation eines Tages sanft entschlafen werden.

Sobald aber einmal in der öffentlichen Meinung die Banken als die Hauptverbrecher identifiziert waren, konnten dann die diversen Aufseher und Regulatoren den Banken mit Leichtigkeit höhere Eigenkapital- und höhere Liquiditäts-Quoten aufzwingen. Sie wurden dafür sogar als stabilitätsbewusst gelobt.

Auch mir schien das lange durchaus richtig zu sein. Und auch heute noch bin ich von der Richtigkeit und Wichtigkeit des Prinzips überzeugt: „Höheres Eigenkapital und mehr Liquidität erhöhen die Stabilität und Sicherheit, auch wenn sie die Ertragskraft reduzieren.“

Hinter diesem Prinzip versteckt haben die Staaten aber eine ganz andere Agenda betrieben, eine Agenda, die die Stabilität reduziert und nicht erhöht: Denn sowohl bei den Eigenkapital- wie auch bei der Liquiditäts-Vorschriften haben die Staaten und Notenbanken die eigenen Staatsanleihen privilegiert! Diese Staatsanleihen gelten auf Befehl der Staaten als genauso sicher wie Bargeld. Das sind genau solche Papiere, die wie im Fall Griechenland über Nacht nur noch einen Bruchteil wert waren. Das muss man sich erst einmal durch den Kopf gehen lassen. Betrügerischer geht’s wohl nimmer.

Scheinbare Bankenregulierung zur geheimen Staatsfinanzierung

Den Banken bleibt also bei der angeordneten Aufstockung ihrer Reserven nur die Wahl: Entweder tonnenweise Banknoten im Tresor zu stapeln oder wie wild Staatsanleihen zu kaufen. Logischerweise stapeln sie nicht, sondern kaufen (freilich nur noch Papiere der Nordländer und nicht mehr solche der Südländer – zumindest solange sie die Wahl haben und einigermaßen bei Sinnen sind). Denn auch Anleihen-Zinssätze unter der (offiziellen, also die wahre Geldentwertung ohnedies ignorierenden) Inflationsrate sind immer noch deutlich mehr als die Null Prozent Zinsen, die gehortetes Bargeld abwirft. Von Irgendetwas müssen ja auch Banken ihre Angestellten und Steuern zahlen.

Die Banken tun das zähneknirschend, aber schweigend. Denn würden sie laut protestieren, würden die Menschen den Skandal in breiter Front durchschauen und erst recht ihr Vertrauen in - die Banken verlieren.

Eine raffinierte Doppelmühle: die Staaten haben die Banken zum europäischen Sündenbock Nummer eins gemacht und zwingen sie gleichzeitig, die eigene Schuldenpolitik zu finanzieren. Einen der leider öffentlich so schweigsamen wirklichen Finanzexperten dieses Landes erinnert das im Privatgespräch an den März 1938: Damals haben die Nazis die stolzen Goldvorräte des österreichischen Ständestaates geplündert und damit eine Zeitlang ihre Aufrüstungspolitik finanziert, ohne dass das wer durchschaut hat.

Auch wenn dieser Vergleich wohl nicht in jedem Detail stimmt und natürlich auch nicht politisch korrekt ist (was mir freilich ziemlich egal ist), zeigt er doch, wie unglaublich der Vorgang ist. Das wird die Politik aber nicht hindern, die Banken wieder zu Schuldigen zu erklären, wenn dann wieder unter staatlichem Zwang für absolut sicher erklärte europäische Staatsanleihen in die Klasse von Altpapier abrutschen. Und die Staaten werden dann noch "strengere" Bank-Regulierungen beschließen, welche die Banken dann noch mehr zwingen, die Anleihen eigentlich längst nicht mehr kreditwürdiger Staaten zu kaufen.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcontra
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2012 00:57

    Wenn man bedenkt, daß beim Zerfall Jugoslawiens Slowenien DER wirtschaftliche Vorzeigestaat war und jetzt zum nächsten Pleitekandidaten zählt, dann muß man sich ernstlich fragen, welchen Vorzeigestaat von heute es morgen treffen wird?
    Hat man womöglich auch hier gefälscht, frisiert und schöngeredet und wo fliegt die nächste Tarnung und Täuschung auf?
    Aber solange sich das dumme, nordische Rindvieh melken läßt, spielt die Vettern- und Mißwirtschaft bei den PIGSZS doch keine Rolle!

    P.S.: "...................(vom Rapid-Skandal sollten wir freilich auch nicht reden: Hat doch der Klub von der Eurofighter-Firma ganz ohne Gegenleistung vier Millionen Euro entgegengenommen, wohinter sich mit Wahrscheinlichkeit die Bestechung einer Partei verbirgt)."

    Wo bleibt da der investigative Journalismus, die breitgetretene Berichterstattung der Medien bzw. die Einsetzung einer SOKO Eurofighter-Rapid?
    Irgendwann kommt aber sicher die Wahrheit ans Licht = es war natürlich das "System Haider", eh kloa!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2012 07:25

    Und wieder ein Vergleich mit Hitler-Deutschland, der durchaus angebracht ist.

    Während damals aber zur Geldbeschaffung physische Gewalt notwendig war, spielt man es heute viel raffinierter. Unterstützt durch die heutige Technik, betreibt das staatlich mißbrauchte Gewaltmonopol zusammen mit der Großfinanz unter Anleitung der Notenbanken ein perpetuum mobile, das jeden Erfinder vor Neid erblassen läßt.
    Und zur Krönung hat man sich eine systemrelevante Bad-Bank, den ESM einfallen lassen.
    Ludwig v. Mises schau ober, Du wirst das nicht packen!!

  3. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2012 12:07

    OT
    Soeben in Radio Stephansdom:
    Fischer hat unterschrieben!
    Mir kommt die Galle hoch!
    Wahrscheinlich wird er in einiger Zeit behaupten - (c)Hundsdorfer - nur die Anwesenheitsliste unterschrieben zu haben.
    Dieses Weichei ist eine Schande für jeden denkenden Österreicher!

  4. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2012 07:06

    Bei solchen Gaunereien gehören immer zwei Partner: einer der die "gute Idee" hat und eine Falle stellt und ein anderer, der hineinfällt bzw. sich es gefallen lässt. Daher sind aus meiner Überzeugung auch die Geldgeber (besonders EU-Brüssel) an den Pranger zu stellen.
    Gibt es nicht auch den Strafbestand "Verleitung/Anstiftung zum Diebstahl"?

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2012 10:10

    Ich hoffe, dass ich mich irre, aber die Tatsache, dass Polen ohne Not freiwillig dem ESM beitreten soll, gibt mir zu denken, dass da möglicherweise der nächste Kandidat sich melden wird.
    Polen steht zwar scheinbar gut da, aber Polen ist seit 2004 der größte Nettoempfänger der EU. Ob das gut geht? Den "kleinen Leut in Polen" geht es ja wie den "kleinen Griechen", die profitieren nur begrenzt und in den Städten.
    Der griechische Bauer bekommt keine Brille, weil Bauern nicht lesen müssen, der Pole hat keine Krankenversicherung, muss sich die Medikamente von verwandten Polen, die in Österreich arbeiten, finanzieren lassen. Im Gegensatz ist die Spanne zwischen Arm und Reich hoch. Ob der Mentalitätsunterschied zwischen Süd und Nord hier reicht, wir werden es sehen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatordurga
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2012 17:15

    ins Aquarium gesetzt "hätten die Menschen dort nur den Mund öffnen müssen und schon sei ihnen ein Fisch hineingeschwommen. Jetzt in der allgemeinen Krise entdecken die Menschen voll Panik: „Wir haben ja nie zu angeln gelernt""

    Voriges Jahr hatten wir im Science-Blog einen Beitrag über Multi-Skalenanalysen (Herbert Mang: „Multi-scale Analysen zur Prognose der Tragsicherheit von Bauwerken“). Derartige Analysen erlauben - grob gesprochen - eine Quantifizierung des Einflusses der Mikrostruktur eines Systems auf dessen makroskopisches Verhalten. Kaum eine Technik – von der Baubranche bis hin zur digitalen Bildauswertung - kommt heute ohne derartige Simulationen aus, die es erlauben. Materialstrukturen im Computer zu verändern und den Einfluß dieser Änderungen auf die Eigenschaften des Materials verläßlich zu berechnen.

    Sollte man derartige Simulationen auf die Struktur und Qualität unserer Gesellschaft, unseres Staatenbundes anwenden?

    Wenn wir von den Mikrostrukturen des Systems - den Familien - ausgehen, so haben diese auf Grund reichlicher Förderungen, neben einem allgemeinen Werteverfall nicht mehr gelernt sich Anforderungen zu erfüllen und sind bei geringsten Schwierigkeiten sofort bereit das Handtuch werfen – leichtfertig den Partner aufzugeben, sich komplett zu verschulden, in Schule und Ausbildung den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen. "Niemals das Angeln gelernt?" Eine, auch in der Zukunft absehbare negative Leistungsbilanz, nicht mehr einbringbare Schulden? Kein Problem – es gibt ja den früher als „soziales Netz“ bezeichneten „Rettungsschirm“ von Gemeinden und Staat.

    Leichtfertigkeit und Handeln ohne an die Zukunft zu denken, setzen sich auf Gemeindeebene fort; hier kommen noch politischer Opportunismus, unfähige Akteure, Korruption und Angeberei dazu. Nach dem Motto „wir können uns das leisten“ kommt es zu enormen negativen Leistungsbilanzen. (Fohnsdorf „erwirtschaftete“ 34 Millionen Euro Haftungen und 24 Millionen Euro Kredite, Trieben bei 30 Millionen Euro Schulden.) Unfähig ausreichend zu Angeln?Auch hier gibt es natürlich wieder Rettungsschirme, unter die sich die bankrotten Gemeinden flüchten können.

    Die Charakteristika der Mikrostrukturen finden sich auch auf der Ebene des Staates, zusätzlich noch überbordender Bürokratismus, fachliche Inkompetenz, Feigheit und Fortwursteln anstelle von überlegtem, entschlossenem Handeln und ein völliges Fehlen von Zukunftsvisionen. Die angehäuften Schulden können auch von den Nachfahren nicht mehr getilgt werden? Laßt uns das Ansinnen, vielleicht doch das Angeln anzudenken, entschieden ablehnen und alle unter den Rettungsschirm des Staatenbundes kriechen!

    Beim Schritt zur nächsten Skala, den Staatenbünden, und die Frage, wie diese aufgefangen werden könnten, sollte ich lieber aufhören.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2012 12:59

    OT, aber auch das war zu erwarten. Diktatur statt Direkter Demokratie - Häupel u. Vassilakuh setzen sich über 150 000 Unterschriften hinweg. Abstimmungen soll? später geben - was für eine Kroteske.

    http://wien.orf.at/news/stories/2541641/


alle Kommentare

  1. Abdul (kein Partner)
  2. Ranyele (kein Partner)
  3. Anusha (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:12

    Great post with lots of imntroapt stuff.

  4. Liliana (kein Partner)
    20. Januar 2015 07:57

    That's not just logic. That's really seslbine.

  5. Adriana (kein Partner)
    19. Januar 2015 14:10

    Wow, this is in every rescpet what I needed to know.

  6. Torres (kein Partner)
    19. Juli 2012 19:20

    Kleiner Geographie-Nachhilfeunterricht für Unterberger:
    1. Hongkong ist kein Staat, sondern eine zur VR China gehörende Stadt (mit Sonderstatus)
    2. Slowenien ist kein Mittelmeerstaat, sondern liegt (mit einem kleinen Küstenstreifen) an der Adria.

  7. Der Notar (kein Partner)
    19. Juli 2012 11:14

    NACHLESE ZUR ZIB von gestern:
    Siehe ZIB Interview zur DIW Zwangsabgabe http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZIB-2/episodes/4346271-ZIB-2
    Das Frechste seit langem. Wolf: Sparen? DIW Dackelblicker: Nein, will der Staat irgendwie nicht. (aber eine Zwangshypothek auf das Häuschen der Privaten!). Wer da noch ruhig bleibt, dem ist nicht zu helfen!

  8. Gasthörer (kein Partner)
    18. Juli 2012 13:03

    Sehr verehrter Herr Dr. Unterberger,

    sie würden in den Augen vieler Leser ungemein an Ansehen gewinnen, würden Sie zugeben, dass sie seinerzeit als leitender Redakteur bei der "Presse" maßgeblich mitgeholfen haben, ihren Landsleute diesen mithin größten Verbrecherverein der Weltgeschichte schmackhaft zu machen. Und diesen Irrtum auch bereuen! Gerade als Katholik.

    Ihr Kollege Gastbeitragautor Tögel war seinerzeit auch pro EG, hat aber seinen Fehler eingesehen und stellt sich heute tapfer gegen die satanische Krake.

    Sie allerdings schreiben für das "un"abhängige Internet-Portal eu-infothek.com. Und aus diesem Grund üben Sie auch nie Systemkritik - lediglich einzelne Entscheidungen werden von Ihnen kritisiert. Das ist kontrollierte Opposition* und Limited hangout** und stützt damit das System. Die Occupy-Bewegung, die Piratenpartei, die Grünen und Attac als Beispiele genannt.

    *die am besten kontrollierte Opposition, ist natürlich diejenige, welche sie (die globale Mafia) selbst gründet.

    **Limited Hangout ist auch deshalb so gefährlich, weil diese Art von Enthüllungen immer deutlich unter dem Schwellenwert und der Schock-Grenze bleiben, an denen wirklich eine positive Veränderung eintreten kann.

    Der Kollege Sinn ist da ungleich mutiger:

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=JNlZ9XOlvJ4

  9. socrates
    18. Juli 2012 00:01

    Gehört irgendwie dazu: Russia today Thema Bankenkriminalität

    International banking giant HSBC may have financed terrorist groups and funneled Mexican drug money into the US economy through its lax policies, a damning Senate report reveals. The bank’s bosses have apologized for the misconduct.
    David Bagley, HSBC’s Head of Group Compliance, admitted during a Senate subcommittee hearing that the company had made a number of lapses, adding that he planned to resign.
    “I recognize that there have been some significant areas of failure,” Bagley told the US Senate Permanent Subcommittee on Investigation. “I have said before and I will say again: despite the best efforts and intentions of many dedicated professionals, HSBC has fallen short of our own expectations and the expectations of our regulators.”
    Irene Dorner, CEO and President of the bank's American operation (HBUS), told the panel that HSBC deeply regrets the lapses in oversight, apologizing for the company's mistakes.

    • socrates
      18. Juli 2012 21:59

      Jetzt haben es auch andere Medien begriffen - RT.com gilt offenbar als unfein:

      Organisiertes Verbrechen setzt jährlich 870 Milliarden US-Dollar um
      Die UNO startet eine Kampagne gegen das Organisierte Verbrechen, US-Senat wirft der britischen Großbank HSBC vor, in Geldwäsche und Terrorfinanzierung verwickelt zu sein
      Diese Bank wurde schon "gerettet" .
      Andreas Knobloch heise.de/tp

  10. HDW
    17. Juli 2012 23:32

    Nur Geduld es geht schon los, und zwar an der südlichen Spitze Europas, in Sizilien natürlich! Monti musste den Gouverneur zum Rücktritt auffordern weil die autonome Region zahlungsunfähig geworden ist und kommissarisch regiert werden muss! In dieser Situation sind aber bereits mehrere Kommunen und auch einige Regionen (übrigens auch die autonome Region Südtirol, Durnwalder bezieht ein höheres Gehalt als Obama) es ist nur mehr eine Frage der Zeit. Die übermässig verschuldete Situation der Gemeinden und Regionen z.B. durch den staatlichen Gesundheitsdienst der (wie auch in Spanien) von den 68-Neomarxisten zur Volksbeglückung eingeführt wurde, ist bisher zuwenig beachtet worden, wird aber auch für den Staat die weitere Kreditaufnahme unmöglich machen! Wenn man bedenkt, dass der unsägliche ÖVPler Hahn für die Regionalfinanzierung in der EU bestellt wurde, rieselt es einem kalt über den Rücken!

  11. Anton Volpini
    17. Juli 2012 22:33

    Also, wer gerade die ZIB 2 mit Christoph Chorherr miterlebt hat, der hat grad mitbekommen, wo die Räuber sitzen.
    Der Tanzbär hat doch glatt erklärt, welche zusätzlichen Belastungen auf uns zukommen sollten. Da haben doch nicht einmal die fast objektiv, kritischen Fragen von dem linken Armin Wolf geholfen!

  12. Haider
    17. Juli 2012 22:22

    Da ich kein Finanzwissenschafter bin, schwirrt mir nach AUs Bericht leicht der Kopf.
    Da brauche ich wohl noch etwas Zeit zum Nachdenken.
    Aber seine Bemerkung ziemlich am Schluß seines Artikels "1938 haben die Nazis die stolzen Goldvorräte des Ständestaates geplündert." zwingt mich zur Frage: "Wo sind die Goldvorräte des österreichischen Staates 2012?". Zahllose parlamentarische Anfragen brachten keinerlei Klärung. Wenn Sie mich fragen: "Diese wurden längst in den USA verzockt!" In Fort Knox liegt auf einer leeren Palette ein Zettel mit der Aufschrift "Goldreserven Österreichs". Und das war's dann.

    • Maybach (kein Partner)
      18. Juli 2012 10:09

      Unter dem famosen Finanzminister Grasser wurden zum Bilanzen-Frisieren für den Euro-Einstieg große Teile der österreichischen Goldbestände verkauft, übrigens damals im Vergleich zu heute abgrundtiefen Kursen.

      http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/notenbank-sitzt-auf-85-milliarden-gold-443956/index.do

    • Trollfresser (kein Partner)
      18. Juli 2012 10:40

      Sicher kannst Du Deine Worthülsen auch gegen die Finanzminister vor Grasser einmal anwenden. Das würde mich doch sehr interessieren.

    • Maybach (kein Partner)
      18. Juli 2012 10:50

      @TF
      Fakt ist dass für die Euro-Einführung unter Grasser große Teile der Goldbestände abverkauft wurden, mehr als jemals zuvor oder danach. Bitte einfach den WB-Artikel lesen, bevor Sie mir Einseitigkeit vorwerfen. Und welche "Worthülsen" bitte, darf man hier immer nur über Sozis lästern (was man ja auch soll)?

    • phaidros
      18. Juli 2012 10:52

      Sg. Maybach, ich gehe so gut wie immer konform mit Ihnen - aber in diesem Fall sollten wir Grasser doch zugute halten, dass nachher gescheit sein deutlich einfacher ist als vorher, finde ich...

    • Maybach (kein Partner)
      18. Juli 2012 11:05

      Sg Pahidros,
      Sie haben recht, es sollte kein Grasser-Bashing werden, nur gibt es auch immer noch Unentwegte, die ihre Lobeshymnen auf ihn anstimmen. Meine Meinung ist, dass er, wo er Gutes leistete, dies vor allem seinem Team zu verdanken hatte. Weder charakterlich noch in Bezug auf seine Intellektualität würde ich ihn aber hoch über den davor amtierenden SP-Ressortkollegen ansiedeln.

    • Samtpfote
      18. Juli 2012 12:19

      .. Sie haben recht, es sollte kein Grasser-Bashing werden....

      Was sonst????
      Man merkt die Absicht und ist verstimmt.
      Aber im Gegensatz zum Ortner-Blog, haben Sie hier wenigstens den phaidros...

    • phaidros
      18. Juli 2012 12:38

      Danke für den Tipp mit dem Ortner-Blog, Samtpfote! :-D

      Aber jetzt haben Sie mich doch neugierig gemacht. Gut, verstimmt sein ist ja unübersehbar eine Lieblingsbeschäftigung, aber: welche Absicht merken Sie denn bei Maybach?

    • Samtpfote
      18. Juli 2012 12:48

      phaidros
      steht doch eh dort...

    • Erich Bauer
      18. Juli 2012 13:22

      Samtpfote,
      "...steht doch eh dort... :-)))

      Da kommt jeder Eristiker ins Grübeln... :-)))

      Ich glaube man ist hier auf "Der Suche nach den entwischten Lberalen" Oder doch den letzen Mohikaner? :-))) Ich fürchte... falsche Adresse... :-)))

    • Maybach (kein Partner)
      18. Juli 2012 13:58

      Ja, Hallo alle meine Lieben!
      Also, dass ich ganz trocken anhand eines Wirtschaftsblatt-Artikels (!) festgehalten habe, dass der werte Herr Exfinanzminister für das Gros der Goldverkäufe verantwortlich ist, ist bereits Grasser-Bashing? Das ist mir doch zu kryptisch, vielleicht wollen mir die Herren beispringen, die aus feinsten Nuancen die "Absicht" herauslesen, nicht wahr, Herr Bauer?

      @phaidros
      ja bitte, besuchen Sie uns bei den Neo-Liberalen, man hat immer eine Menge Spaß mit Altmonarchisten, CVern und xenophoben Nationalkonservativen, die in der Rolle des neoliberalen Wirtschaftsfreundes dilettieren. Gute Unterhaltung garantiert.

    • brechstange
      18. Juli 2012 15:06

      Sie wollen es genau wissen, wer das Gold verkauft hat, Maybach. Dazu empfehle ich den Link

      http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=51:finanzminister-goldverkauf&catid=45:oesterreich -((

    • brechstange
      18. Juli 2012 15:08

      Da wurde jetzt verschluckt, dass Klima und Edlinger beim Goldverkauf spitze waren. ;-((

    • phaidros
      18. Juli 2012 16:49

      Liebe brechstange, was soll denn das für eine Statistik sein?!

      Verkäufe aus dem Zeitraum 1989-2007 werden gegenübergestellt einer Spalte »Verlust bezogen auf Stichtag 11.11.2011«? Wie soll denn das gehen, hätten die Finanzminister hellsehen sollen? Wäre der Goldpreis zusammengebrochen, wären sie allesamt als Visionäre gefeiert worden.

      Nein, so kann man das nicht machen. Das ist genauso hahnebüchen wie Sarrazin mit seinen »Zahlenbelegen«, aus denen er folgern will, dass Europa den Euro nicht brauche: klingt bombastisch, wollen wir alle hören - großer Jubel! - kleines Detail nur: es steht in seinen Zahlen einfach nicht drin (ja, ich hab's mir genau angeschaut). Und die Zahlen, denen man es entnehmen könnte, präsentiert uns der Herr ehemalige Bundesbanker nicht. Hmmm, mal nachdenken.....

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      18. Juli 2012 17:16

      @phaidros:

      Tuat ma herzlich laad, ehemaliger Weggefährte!
      Ihr neuer Genosse Maybach, whoever he (or she) may be, ist ebenso entbehrlich wie der Euro — während Thilo Sarrazin wenigstens solide Argumente bietet. (Die Sie natürlich verurteilen, ohne sie widerlegen zu können.)

      Bezüglich des Genossen Maybach hab' ich zum ersten Mal den Ortner-Blog besucht und amüsiert festgestellt, dass er dort die ultimative Lachnummer abgibt: einfältig, primitiv, beleidigend und legasthenisch.

      Raten Sie ihm doch, da zweifellos gut Freund mit diesem Vulgärmarxisten, zu einer Änderung seines Nicks, der ein Etikettenschwindel ist: außen Nobelkarosse, innen Trabbi.

    • brechstange
      18. Juli 2012 17:24

      Eine Statistik ist eine Statistik, phaidros.
      Dass der Goldpreis nicht mehr einbricht, sondern eher im Steigen begriffen ist, war ab 1992 vorhersehbar, zumindest für wirtschaftlich denkende Politiker, doch die haben wir nicht, daher vergriffen sie sich gewaltig an der Substanz (nicht nur am Gold), um ihre Wahlzuckerl und sonstiges zu finanzieren. Und das zeigt die Statistik sehr wohl gut auf und die Polemik, dass nur Schwarz-Blau zugegriffen hätte, ist damit wohl auch ausgeräumt.

      Ich erinnere mich noch gut, wie Bedenken und Wut in mir aufstiegen, als Klima die Goldreserven in einer Ansprache großzügig freigab und sich persönlich feiern ließ. Grausig!

    • Trollfresser (kein Partner)
      18. Juli 2012 17:27

      Also ich kann sicher einmal getrost festhalten, dass Maybach seine Worthülsen nur anhand von Grasser eingelernt hat und ansonsten auf niemanden anwenden kann.

    • Anton Volpini
      18. Juli 2012 18:04

      Ich versuchs nocheinmal Marcus Aurelius!
      Was ist mit unserem Abendessen, gemeinsam mit unserem Freund Johann, in Mille Statue? Der Juli ist schon bald vorbei.

    • terbuan
      18. Juli 2012 18:21

      Was habt Ihr denn, sind eh noch 280t da (oder auf einem Zettel in Fort Knox),
      allerdings mehr als die Hälfte von früher (80er Jahre) ist weg, die Deutschen war klüger, da ist (Theoretisch) noch allles vorhanden, so um die 3.400 Tonnen! :-)

    • phaidros
      18. Juli 2012 18:42

      Marcus Aurelius,

      Was mir besonders auf die Nerven geht, ist das vorpreschende Abkanzeln und Aburteilen, das hier mittlerweile zum guten Ton gehört. Von Anhören von Argumenten (vom Versuch, etwas nachzuvollziehen, ganz zu schweigen), ist hier seit langem keine Rede mehr. »Und willst Du nicht ein Freund mir sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein.« ist die Devise

      Du, lieber ehemealiger Weggenosse, tust Dich dabei auf Deine Weise besonders hervor: keine Ahnung, nichts gelesen, das eventuell Gelesene null verstanden, aber feste losknüppeln. Bravo.

      Ad rem:

      Hier die Links, in denen ich mich näher mit Sarrazins Zahlen befasse - weitestgehend wurde das ignoriert (vermutlich, weil es offensichtlich richtig ist aber ein unerwünschtes Ergebnis zeitigt):

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/05/europa-hat-drei-optionen-und-entscheidet-sich-fuer-keine#comment-185932

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/05/europa-hat-drei-optionen-und-entscheidet-sich-fuer-keine#comment-186039

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/thilo-sarrazin-kommt-zu-den-tagebuch-abonnenten#comment-190517

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/thilo-sarrazin-kommt-zu-den-tagebuch-abonnenten#comment-190732



      Hier gab es (mehr oder weniger zögerliche) Thematisierungen:

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/thilo-sarrazin-kommt-zu-den-tagebuch-abonnenten#comment-190416

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/05/europa-hat-drei-optionen-und-entscheidet-sich-fuer-keine#comment-185964

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/05/news-der-millionaer-macht-auf-bauer#comment-185845

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/05/news-der-millionaer-macht-auf-bauer#comment-185767

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/07/von-gipfel-zu-gipfel-zum-abgrund#comment-192020

      Und bei diesen Links gab es kleine Ergänzungen oder
      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/thilo-sarrazin-kommt-zu-den-tagebuch-abonnenten#comment-190734

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/thilo-sarrazin-kommt-zu-den-tagebuch-abonnenten#comment-190658

      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/thilo-sarrazin-kommt-zu-den-tagebuch-abonnenten#comment-190495

      Ich habe nicht das Gefühl, dass meinem Widerspruch auch nur irgendetwas entgegengesetzt wurde. Und das ist ja das Verblüffende, Marcus: es ist sogar ziemlich leicht, Sarrazins Zahlenschwindel zu durchschauen.

      Ich sage nicht einmal (kein einziges mal), dass es falsch ist, was er sagt; bloß, dass es nicht aus dem präsentierten Material folgt. Wäre ich ein Peer, müsste ich es ihm zurückwerfen, was vermutlich jeder, der verantwortungsvollen Umgang mit Zahlen pflegt, tun müsste.

      Wie bei der Physik kanzelst Du mich ab, ohne mir zugehört, geschweige denn mich verstanden zu haben. Marcus. Der Sprecher, nebenbei der Vahrenholts Blödsinn entlarvte, war der Leiter der Klimaabteilung des Max-Planck-Instituts.

      Und das kannst Du jetzt wieder ignorieren, um Dich in ein paar Tagen oder Wochen neuerlich mit einem unhaltbaren, aber umso großmäuligeren Anwurf zum Hanswurst zu machen.

      LG aus Wien
      phaidros

    • phaidros
      18. Juli 2012 18:58

      Liebe brechstange, man muss doch bei lauteren Argumenten bleiben. Wenn »die anderen« (egal, welches Thema) mit einer Statistik daherkommen, die uns nicht gefällt, ist alles nur Lüge und Verschwörung. Unsere eigenen Statistiken aber sind wasserdichte Beweise?!

      Und, mit Verlaub, es ändert nichts: was Fr. Weiß uns als »Verlust« darstellt, ist keiner. Allenfalls entgangener Gewinn.

      LG phaidros

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      18. Juli 2012 19:02

      @Anton Volpini:

      Lieber Landsmann!
      Verzeihung, hab' nichts bemerkt von Ihren Versuchen, bin leider viel unterwegs. Und danke, dass Sie nachhaken! Aber das mit dem Juli ist ein Irrtum.
      Unser Familienurlaub in Mille Statuae, eh wieder amoi vüü z'kuaz, geht von 26. August bis 02. September in der V.V. Anzutreffen dort fast rund um die Kuckucksuhr.
      Hoffentlich passt's auch Ihnen irgendwann in dieser Zeit. Tät' mich unbändig freuen.
      Herzliche Grüße!

    • Anton Volpini
      18. Juli 2012 19:03

      phaidros, Sie sollten das Buch von Adam Fergusson, "Das Ende des Geldes" lesen.
      Dann verstehen Sie, warum der Ton rauher wird. Wenn Sie danach von Niall Ferguson das Buch "Der Westen und der Rest der Welt" gelesen haben, dann haben Sie das Wichtigste von Ursache und Wirkung , von dem, was da heute los ist, verstanden. Ich will jetzt nicht schulmeistern, aber seit diesen beiden Büchern, sehe ich vieles viel entspannter.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      18. Juli 2012 19:09

      @phaidros:
      Dieser Hanswurst (vielen Dank!) wird Sie, den Experten für schlechthin alles, ganz sicher niemals mehr belästigen. Zu überlegen sind Ihre Rhetorik und Ihr wundertätiger Kleingartendünger.

    • Anton Volpini
      18. Juli 2012 19:18

      Also dann, Marcus Aurelius, Ende August, Anfang September.
      Meine Telefonnumer ist **** *********, ich hoffe, Sie können meine Enigma Chiffre entschlüsseln. :-))
      Ansonsten stehe ich im Telefonbuch!
      Freue mich auf eine frischgefangene Reinanke beim Matthias.

      http://www.google.at/search?q=reinanke&hl=de&rlz=1W1ADFA_deAT440&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=UO8GUM7CJqmo4gTSzJSlCQ&ved=0CFgQsAQ&biw=1008&bih=458

    • phaidros
      18. Juli 2012 19:37

      @Marcus: »Nie mehr belästigen«. Na, sollte mich sehr freuen!

      Für eine Diskussion in der Sache bin ich jederzeit zu haben, aber wenn Du glaubst, »natürlich verurteilen ohne widerlegen zu können« oder »guter Freund des Vulgärmarxisten«, »Experte für schlechthin alles« (zu dem ich festhalten möchte, dass Du Dich in allen Belangen für beschlagener hältst - eigenartig, nicht wahr? Und dabei lassen wir physikalische Themen und Deine diesbezüglichen Freundlichkeiten der letzten Zeit jetzt einmal ganz außen vor) bleiben ohne Reaktion, so hast Du offensichtlich geirrt. Wald, reinrufen, zurücktönen, und so. Bitte also keine »Betonfäuste und Glaskinn«.

      Für »Rhetorik überdenken« bin ich also immer zu haben, aber sicher ebenso immer nur im Wechselspiel: überdenke auch Deine Rhetorik, dann wirst Du mit meiner kein Problem bekommen, wie ich Dir gerne zusichere.

      Entschuldige bitte für den Hanswurst, aber Du bist nicht ganz unschuldig daran.

      Nebenbei aber: weder auf Vahrenholt noch auf Sarrazin bist Du bisher eingegangen. Das einzige, was ich höre ist, wie daneben ich als Experte für schlechthin alles auf allen Linien liege.

      Sg. Hr. Volpini: danke für den Tipp, werde ich gerne machen - nur wann?!

    • Anton Volpini
      18. Juli 2012 19:49

      "wann" phaidros, ist die mir am meisten gestellte Frage!
      Dem kann ich nur antworten, wann immer dazu Zeit ist.

    • phaidros
      18. Juli 2012 19:57

      Ich hab' gefürchtet, dass Sie sowas sagen! Sind schon bei amazon bestellt...

      Übrigens: Hazlitt: »Economics in one lesson« (mit der etwas seltsamen 'deutschen' Übersetzung des Titels: »Economics!«); Polleit & Prollius: »Geldreform« und Lindermayr: »Inflation oder Deflation« kann ich alle drei empfehlen (stecke gerade im letzten), um wenigstens den Versuch zu machen mich zu revanchieren!

      LG

    • terbuan
      18. Juli 2012 20:03

      Bitte um Entschuldigung für diesen kurzen Einwand:
      Ein Meinungsaustausch über andere Medien wäre vielleicht besser gewesen, in diesem Forum lesen auch andere mit, denen dieser Streit wirklich nichts angeht.
      bG/terbuan

    • phaidros
      18. Juli 2012 20:10

      Lieber terbuan, und das schreibst Du uns hier, weil ...?

    • terbuan
      18. Juli 2012 20:13

      ....Weil wir, lieber phaidros, unsere Meinungsverschiedenheiten mittlerweile nicht mehr öffentlich austragen, zum Glück. Ich habe mich übrigens sehr höflich ausgedrückt!
      Herzliche Grüße

    • Anton Volpini
      18. Juli 2012 20:15

      Tschuldigung terbuan, siehst Du hier irgendeinen Streit? Ich sehe nur eine fruchtbringende Diskussion, die uns alle weiterbringen könnte.
      Oder hast Du was gegen eine frischgefangene Reinanke?

    • terbuan
      18. Juli 2012 20:18

      Lieber Anton,
      es ging mir hier lediglich um den persönlich gewordenen Streit zwischen Marcus und phaidros :-)

    • phaidros
      18. Juli 2012 20:27

      Auch Dir, lieber terbuan: wenn Du der Meinung sein solltest, für die Öffentlichkeit geeignet sind Aussagen wie (betgrifft alles nicht Marcus) »mieser Drecksack«, »schäbige Null«, »Eristiker«, »Schwurbelmann«, »Rotnazi«, »Vollidiot« (Liste ließe sich erweitern), wobei bei keiner einzigen eine Intervention Deinerseits erfolgte, andererseits aber der »persönlich gewordene Streit zwischen mir und Marcus« (dessen Ausgangspunkt ich bis heute nicht verorten kann, der aber zeitlich auffallend mit einem bestimmten Abgang bei der BIÖ zusammen fiel) ist Dir ein Einschreiten wert, dann ist hier eine gewisse Asymmetrie festzustellen.

      Wenn ich weiters sehe, wie elegant Hr. Volpini die Situation bereits bereinigt hatte (danke), so kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Deine nachher sehr höflich vorgetragene, aber dennoch öffentliche Bemerkung andere Ziele verfolgte. Ebenso wie die Belehrung - danke dafür - dass wir unsere Meinungsverschiedenheiten nicht mehr öffentlich austragen. Leider allerdings beantwortet Marcus Mails von mir nicht.

      LG

    • terbuan
      18. Juli 2012 20:38

      phaidros
      ich entschuldige mich nochmals, es nur so, dass es einen Unterschied macht, ob sich hier im Blog zwei mir gut bekannte und geschätzte Menschen unnötig Unfreundlichkeiten zuposten, oder ein dahergelaufener Troll Dir irgendwelche saufreche Bemerkungen an den Kopf wirft, darüberhinaus gibt es keinen Anlass für irgendwelche, völlig grundlose, Spekulationen, Ende. Gute Nacht.

    • phaidros
      18. Juli 2012 20:50

      Spekulation hin oder her, es geht mitnichten um dahergelaufene Trolle, sondern um wohlbekannte Partner. Ach, das »A...l..ch« habe ich oben ja ganz vergessen zu zitieren (dafür bitte »Rotnazi« und »Vollidiot« tatsächlich streichen - obwohl auch dieser feine Herr teilweise sehr hofiert wird).

    • Anton Volpini
      18. Juli 2012 21:32

      An alle Beteiligten.

      Wollten wir in der Zukunft erfolgreich sein, dann müssen wir alle persönlichen Grabenkämpfe der Vergangenheit begraben, meine Herren!
      Wir müssen sprichwörtlich einen Schlußstrich darunter ziehen.
      Erst dann werden wir den Blick nach vorne frei haben.
      Und damit meine ich die Entschlossenheit, die es uns ermöglicht, mit dem parasitärem Xindel aufzuräumen, das uns jetzt uns in dieser Diskussion gefangenhält!

    • phaidros
      18. Juli 2012 21:53

      Sg. Hr. Volpini,

      ich danke Ihnen für den Apell und bekunde gerne meine Bereitschaft, das Meine beizutragen.

      Dass ich das ernst meine, möchten Sie bitte daran erkennen, dass persönliche Querelen, in die ich hier weit öfter als irgendwo sonst in meinem gesamten Leben involviert bin, niemals bei mir ihren Ausgangspunkt nehmen und auch der Vergangenheit nicht nahmen. Meinungsverschiedenheiten sehr wohl, das gestehe unumwunden ein - dafür sind Diskussionsforen ja hoffentlich auch da.

      BG

      phaidros

    • Maybach (kein Partner)
      19. Juli 2012 09:48

      @phaidros
      Ich habe mein Argument emotionslos vorgebracht und bin sofort auf das heftigste anegriffen worden. Gewisse Themen sind hier tabu, aber das wusste ich schon vorher. ich schätze Sie nach wie vor aufgrund Ihrer ausgewogenen Betrachtung und sachlichen Argumentation, obwohl ich sicher nicht in allem auf Ihrer Linie liege. Gut gefällt mir die auch von mir ebenso verfolgte Entlarvung des Scharlatans Vahrenholt, der durchsichtigen Interessen dient. Als Vulgärmarxist beschimpft zu werden, nur weil ich nicht mit markigen Sprüchen gegen Demokratie und Sozialstaat auftrumpfe, finde ich starken Tobak. Aber ich gebe zu, mehr Angst als vor den Rot-Grünen habe ich davor, dass offensichtlich neurotische paranoiker wie xratio mal irgendwas zu sagen hätten. In diesem Sinne einen schönen Tag und seien Sie versichert, dass ich meinen eigenen Weg gehe, also niemandes Weggenosse bin.

    • phaidros
      19. Juli 2012 10:10

      Sg. Maybach, es tut mir einerseits leid und ist mir geradezu etwas peinlich, dass Sie hier so angegangen wurden*), andererseits freut es mich zu hören, dass mein Bemühen um Überblick und Ausgewogenheit gegenüber allen Fragestellungen**) auch wahrgenommen wird!

      Wo wir nicht auf einer Linie liegen (ist mir bis auf so ein Kinkerlitzchen wie oben mit Grasser noch nicht aufgefallen), wäre ich an einem Gedankenaustausch durchaus interessiert!

      Auf bald, vielleicht hört man einander ja!

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Ich habe mir einen der letzten Ortner-Threads etwas näher gegeben: Sie wurden vom »A...h« (von einem auch hier hochgeschätzten und geradezu hofierten Partner) bis zum Kokser eigentlich alles geschimpft. Für Ihre Rekation(en!) darauf: meine größte Hochachtung, hiermit erfolgt meine große Ehrenereklärung! Oberflächlich ist »Vulgärmarxist« einfach nur eine Frechheit. Machen Sie mit dem Verfasser bitte das, was so jemandem zukommt: ihn nicht ernst nehmen. Etwas unter der Oberfläche ist es ja doch nur der Offenbarungseid und das Eingeständnis, in der Sache einfach rein gar nichts entgegenzusetzen zu haben)

      **) 'tschuldigung, soll nicht eitel klingen. Es ist aber einfach so, dass ich mir bei jeder Frage und insbesondere bei offensichtlichen Antworten die Frage stelle: was könnte daran wohl falsch sein? Und manchmal halt auch fündig werde. Wer aber so gerne die offensichtliche Antwort haben möchte, dem schmeckt das halt nicht. Habe mich längst daran gewöhnt. Wie heißt es so schön: jedes noch so komplizierte Problem hat eine Lösung, die gleichermaßen einfach, offensichtlich und falsch ist.

    • Maybach (kein Partner)
      19. Juli 2012 10:36

      @phaidros
      Danke für die freundlichen Worte. Sehr amüsant habe ich ja gefunden, dass ich gerade wegen meiner beherrschten Reaktionen in besagtem Thread zum "Verlierer" erklärt wurde. Anflüge bildungsbürgerlichen Hochmuts, der schnell in Unflätigkeiten umschlägt, bin ich inzwischen gewohnt. Was mich irrtiert, dass man uner "Liberalen" scheinbar noch weniger Meinunsgfreiheit zugesteht als unter (heutigen) Linken.
      Zur Erkjlärung meiner Positionen: Ich bin bis jetzt von sämtlichen politischen Kräften dieses Landes enttäuscht worden und muss zudem zugeben (daran sieht man wie" vulgärmarxistisch" ich bin), dass ich mir bis weit in die 90er Jahre eine Veränderung der politische Kultur durch die FPÖ erwartet habe. In den letzten Jahren gereift, habe ich einsehen müssen, dass leider keine der Parteien, weder der traditionellen noch der Grünen etc., Konzepte vorweisen kann, die eine Verbesserung versprechen.
      Andererseits sollte man angesichts der hier so beliebten Jammerei über Kultur- und Weltuntergang nicht vergessen, wie es uns heute grosso modo immer noch besser als vor 40 oder 80 Jahren geht. Mir etwa als Kind aus kleinbäuerlichem Milieu sicher besser als meinen Eltern, und dass obwohl ich alles andere als zu den Top-Verdienern zähle.
      Auch wenn ich Überfremdung durch Einwanderung kritisch verfolge, kann ich mich mit den aggressiven Tönen der FP nicht mehr identifizieren. Inzwischen schätze ich den Liberalismus als Wertgemeinsschaft, der aber aus mehr bestehen muss als "Naturrecht" und "Mein ist mein"-Sprüchen. Ich bewundere Ihre Bemühungen, politisch auch im kleineren Rahmen gestaltend zu wirken, hege aber selbst wenig Interesse, aktiv an der Politik teilzunehmen. Das schließt nicht aus, dass ich Sie einmal persönlich kontaktieren werde, wobei ich micht absichtlich rar machen möchte, aber leider sonst viel um die Ohren habe. In diesem Sinne alles Gute
      PS. Wie Sie dieses Klima hier aushalten ist mir rätselhaft. Ein Gutteil dieses Sammelsuriums hier ist charakterlich fragwürdiger und abstoßender als die meisten ach so gerne gescholtenen heimischen Politiker.

    • phaidros
      19. Juli 2012 12:12

      (Ach, unter uns Pastorentöchtern getuschelt, maybach, das ist schnell erklärt: erstens (und das ist das Allerwichtigste) durfte ich hier ein paar persönliche Bekanntnschaften schließen, die ich zu den interessantesten und bereicherndsten überhaupt zählen kann (das geht allerdings still vor sich). Zweitens gehört hier manchmal einfach »tüchtig durchgelüftet«, und irgendwer muss es ja tun ;-). Und drittens: wie schon gesagt, einfach nicht ernstnehmen. »Misslingt« mir nur ganz selten, die meiste Zeit kann ich mich abhauen über die Schar der selbstgefühlten Leistungsträger und menschlich wie inhaltlich Unfehlbaren)

      Alles Gute!

    • phaidros
      19. Juli 2012 12:14

      Nachsatz, zu »Ich bin bis jetzt von sämtlichen politischen Kräften dieses Landes enttäuscht worden« - geht mir ganz ähnlich (wobei mich der linke Teil des Spektrums nie interessiert hat, insofern auch keine Enttäuschung). Insbesondere, dass es kein vehikel für liberale Grundsätze gibt.

      Wenn sich eine Mannschaft einfindet und wir einen Geldgeber an Bord holen können, machen wir das übrigens mit der Weißwählerpartei.

      Nochmals: alles Gute!

  13. durga
    17. Juli 2012 17:15

    ins Aquarium gesetzt "hätten die Menschen dort nur den Mund öffnen müssen und schon sei ihnen ein Fisch hineingeschwommen. Jetzt in der allgemeinen Krise entdecken die Menschen voll Panik: „Wir haben ja nie zu angeln gelernt""

    Voriges Jahr hatten wir im Science-Blog einen Beitrag über Multi-Skalenanalysen (Herbert Mang: „Multi-scale Analysen zur Prognose der Tragsicherheit von Bauwerken“). Derartige Analysen erlauben - grob gesprochen - eine Quantifizierung des Einflusses der Mikrostruktur eines Systems auf dessen makroskopisches Verhalten. Kaum eine Technik – von der Baubranche bis hin zur digitalen Bildauswertung - kommt heute ohne derartige Simulationen aus, die es erlauben. Materialstrukturen im Computer zu verändern und den Einfluß dieser Änderungen auf die Eigenschaften des Materials verläßlich zu berechnen.

    Sollte man derartige Simulationen auf die Struktur und Qualität unserer Gesellschaft, unseres Staatenbundes anwenden?

    Wenn wir von den Mikrostrukturen des Systems - den Familien - ausgehen, so haben diese auf Grund reichlicher Förderungen, neben einem allgemeinen Werteverfall nicht mehr gelernt sich Anforderungen zu erfüllen und sind bei geringsten Schwierigkeiten sofort bereit das Handtuch werfen – leichtfertig den Partner aufzugeben, sich komplett zu verschulden, in Schule und Ausbildung den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen. "Niemals das Angeln gelernt?" Eine, auch in der Zukunft absehbare negative Leistungsbilanz, nicht mehr einbringbare Schulden? Kein Problem – es gibt ja den früher als „soziales Netz“ bezeichneten „Rettungsschirm“ von Gemeinden und Staat.

    Leichtfertigkeit und Handeln ohne an die Zukunft zu denken, setzen sich auf Gemeindeebene fort; hier kommen noch politischer Opportunismus, unfähige Akteure, Korruption und Angeberei dazu. Nach dem Motto „wir können uns das leisten“ kommt es zu enormen negativen Leistungsbilanzen. (Fohnsdorf „erwirtschaftete“ 34 Millionen Euro Haftungen und 24 Millionen Euro Kredite, Trieben bei 30 Millionen Euro Schulden.) Unfähig ausreichend zu Angeln?Auch hier gibt es natürlich wieder Rettungsschirme, unter die sich die bankrotten Gemeinden flüchten können.

    Die Charakteristika der Mikrostrukturen finden sich auch auf der Ebene des Staates, zusätzlich noch überbordender Bürokratismus, fachliche Inkompetenz, Feigheit und Fortwursteln anstelle von überlegtem, entschlossenem Handeln und ein völliges Fehlen von Zukunftsvisionen. Die angehäuften Schulden können auch von den Nachfahren nicht mehr getilgt werden? Laßt uns das Ansinnen, vielleicht doch das Angeln anzudenken, entschieden ablehnen und alle unter den Rettungsschirm des Staatenbundes kriechen!

    Beim Schritt zur nächsten Skala, den Staatenbünden, und die Frage, wie diese aufgefangen werden könnten, sollte ich lieber aufhören.

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 17:36

      "...LEICHTFERTIG den Partner (dies Wort ist mir einfach zu "technisch. Irgendwie "unzulässig in diesem Zusammenhang. Wenngelich im allgemeinen Konsens stehend) aufzugeben..."

      Sie sprechen ein sehr wesentlichen Punkt unserer "Gesellschaft" an. Es ist für mich immer wieder "lustig" zu sehen, wie nach Auflösung der "Partnerschaft" die Leutchen sich immer wieder, bei der nächsten "Partnerwahl", in die zwillingsgleiche Misere begeben... :-)

    • Haider
      17. Juli 2012 23:31

      So richtig viele Argumente im Ansatz (leider) sind, so pauschal darf man allerdings nicht alles über einen Kamm scheren. Z.B. komplette Familien, also solche mit Kindern (und nicht gleichgeschlechtliche Perverspartnerschaften), sind selten leichtsinnig. Die Verantwortung für Kinder diszipliniert ungemein. So ist eben - glücklicherweise !!! - die Natur eingerichtet.

    • dickbrettbohrer (kein Partner)
      18. Juli 2012 08:46

      Haider, es geht um den Trend, nicht um Einzelerscheinungen.
      Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Neu sind allenfalls Zusammensetzung, Intensität und Größenordnung der Phänomene. Und hierbei ist etwas in Schieflage geraten.

      Das Fiatgeld ist der Brennstoff für den Zerfall der tragenden Mikrostrukturen. "durga" hat den Prozeß durchaus gut beschrieben.

      Die heutigen Systeme sind dank moderner Verkehrs- und Kommunikationsmittel komplexer als noch vor wenigen Jahrzehnten. Die kleinen, gesellschaftstragenden Ordnungen werden zunehmend durch sozialistische, hedonistische und autoritäre Maßnahmen (Sozialismus) zerschlagen. Die defekten Einzelteile werden durch das Fiatgeld am Dasein erhalten. Es entstehen miteinander kaum vernetzte, horizontale Systeme, deren Mitglieder höchst unproduktiv sind, weil nicht die persönliche Leistung, sondern deren Gegenteil honoriert wird.

      Einmalig in der Geschichte ist, daß sich dieses kollektive Nichtleistungszwangssystem zu einer imponierenden Größe aufblähen konnte. Doch der physische Welt sind nun einmal Grenzen gesetzt. Die Naturgesetze sind unerbittlich. Das Krebswachstum der Entropie wird an sein Ende kommen. Dann können aus den Ruinen wieder neue, nützliche Mikro-Ordnungen heranwachsen.

  14. zauberlehrling
    17. Juli 2012 15:04

    OT, aber lustig!

    Österreich endlich wieder eine Seemacht:

    http://orf.at/#/stories/2131328/

    • zauberlehrling
      17. Juli 2012 15:31

      Sry, habe erst jetzt gesehen, daß weiter unten schon darüber diskutiert wurde.
      Vielleicht klappt es wirklich? ;-))

    • zauberlehrling
      17. Juli 2012 15:45

      Oder besser doch nicht, wenn man ein bißchen über diese Insel nachliest:

      "Die KKE, die kommunistische Partei Griechenlands, die gegen Ende des 20. Jahrhunderts im Allgemeinen zu einer kleinen Splitterpartei geworden war, stellte 2010 alle drei Bürgermeister. Deshalb wird die Insel scherzhaft oder provokativ auch „Rote Insel“ genannt. Da sich die Kommunisten Zugang zu Privilegien verschaffen sollen, wurde auch Kritik an „einer bizarren Form des Kommunismus“ laut."

      Das haben wir mit Wien selber!

  15. brechstange
    17. Juli 2012 14:59

    Eine Spitze vom Eisberg

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/1268269/HSBC_Durch-und-durch-verseuchte-Unternehmenskultur?parentid=0&act=2&isanonym=null

    Manch Banker hat sich nicht nur mit Politikern ins Bett gelegt, nein, auch mit wirklichen Gangstern.

  16. Brigitte Imb
    17. Juli 2012 12:59

    OT, aber auch das war zu erwarten. Diktatur statt Direkter Demokratie - Häupel u. Vassilakuh setzen sich über 150 000 Unterschriften hinweg. Abstimmungen soll? später geben - was für eine Kroteske.

    http://wien.orf.at/news/stories/2541641/

    • M.S.
      17. Juli 2012 13:33

      So eine Chuzpe können sich nur Politiker in Wien, bei einer überwiegend rothörigen Bevölkerung leisten. Zuerst vor vollendete Tatsachen stellen und dann zynisch ankündigen über ein allgemeines Konzept zur zukünftigen Verkehrssteuerung abstimmen zu lassen. Überall anders würden diese Typen mit nassen Fetzen aus dem Amt gejagt werden. In Wien läuft so etwas unter direkter Demokratie.

    • Martin Bauer
      17. Juli 2012 14:25

      Wie ich heute aus der ZIB entnehme, will der Salatkopf die Abstimmung mit anderen Fragen verknüpfen. (Verschweigt der OR$F natürlich)
      Hier ein kleiner Vorschlag:
      Wollen sie das Parkpickerl?
      Wollen Sie 10.000,00 Euro ohne Gegenleistung sofort auf Ihr Konto?
      ja nein

    • Gerhard Pascher
      17. Juli 2012 14:55

      Well done, Mary and Mike!
      Die aktuelle Rathausentscheidung ist langfristig für die VP (und auch für die FP) sehr vorteilhaft. Dies wird sicher nun von beiden Oppositionsparteien genüsslich (auch im nächsten Wahlkampf) "verwertet" werden und es könnte der Anfang vom Ende der rot-grünen Mehrheit sein.

    • Xymmachos
      17. Juli 2012 19:59

      @B.Imb
      Für "Kroteske" *****! Kuh oder Krot, this is the question...

    • Undine
      17. Juli 2012 22:21

      @Xymmachos

      Ich bin für die Krot! :-)

  17. DerTurm
    17. Juli 2012 12:09

    Das "Problem" mit den Politikern beschrieb der amerikanische Demokratiekritiker H.L. Mencken sehr treffend:

    "Es gibt die Kunst des Demagogen und die Kunst des Demasklaven, um es nach einer erzwungenen Vermählung von Latein und Griechisch so zu bezeichnen. Beide Künste sind komplementär und entwürdigen jene, die sie praktizieren. Der Demagoge predigt Lehren, von denen er weiß, daß sie unwahr sind, vor Menschen, von denen er weiß, daß sie Schwachköpfe sind. Der Demasklave hört sich an, was diese Schwachköpfe zu sagen haben, und gibt dann vor, selbst daran zu glauben. Jeder, der in einer Demokratie in ein Amt gewählt werden möchte, muß entweder das eine oder das andere sein, die meisten müssen beides davon sein. Das gesamte Verfahren ist eines falscher Vorwände und schändlicher Verschleierungen" (Mencken, Demokratiespiegel, 1930).

  18. Martin Bauer
    17. Juli 2012 12:07

    OT
    Soeben in Radio Stephansdom:
    Fischer hat unterschrieben!
    Mir kommt die Galle hoch!
    Wahrscheinlich wird er in einiger Zeit behaupten - (c)Hundsdorfer - nur die Anwesenheitsliste unterschrieben zu haben.
    Dieses Weichei ist eine Schande für jeden denkenden Österreicher!

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 12:27

      Endlich erfüllt UHBP auch einmal einen sehnsüchtigen Wunsch der ÖVP... :-) Da soll noch jemand sagen er sei parteiisch... :-)

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 12:32

      Ich will auf der griechischen Insel Ikaria einen österreichischen Freistaat gründen! Wer ist dabei? :-)

    • Brigitte Imb
      17. Juli 2012 12:46

      Dieser Verräter!!! Aber es war doch klar, daß OFS (our first shi....) unterschreibt.

    • Martin Bauer
      17. Juli 2012 13:24

      Erich
      Empfehle Kastilorizo (bitte googeln)
      Der östlichste Punkt Europas, ca 100 Km südlich von Antaliya..
      Wunderschön und mit modernsten europäischen Abwehrwaffen ausgestattet, die im Notfall auch gegen die Gierigen eingesetzt werden können, die uns "nix eigenes Staat" gönnen wollen...

    • Herby
      17. Juli 2012 13:26

      @ Erich Bauer, Brigitte Imb

      BP Fischer hat unterschrieben:

      Ich möchte nur - ausgehend von dem was ich weiß etwas zurechtrücken:

      Die Unterschrift des Bundespräsidenten hat in diesem Fall die Bedeutung des "obersten Notars des Landes": mit seiner Unterschrift bezeugt er das verfassungskonforme Zustandekommen des Gesetzes.

      Es steht dem Bundespräsidenten nicht zu eine Verzögerungstaktik zu betreiben. Es steht im auch nicht zu in die Materie eines Gesetzes einzugreifen, das ist nur Sache des Parlaments!
      Auch wenn der Bundespräsident hundertmal gegen ein Gesetz ist, er MUSS es unterschreiben!

      Und was die Einsprüche von Strache und Co. beim VfGH betrifft: Bei Staatsverträgen (und das ist ESM & Fiskalpakt) kommt dem VfGH keine aufschiebende Wirkung zu.
      So wie ich das verstehe ist es Powidl was unser VfGH sagt, bei Staatsverträgen hat das keine Wirkung (In Deutschland ist es anders!).

      Es hat keine Sinn Heinz Fischer wegen der Unterschrift herunterzumachen.
      ~~~~~

      Aprops "Österreichischer Freistaat auf Ikaria": Da gibt es eine ganz sypathischen Querdenker in Deutschland - der aber sehr tatkräftig im wirklichen Leben ist - Peter Fitzek:

      Der hat vor ein paar Wochen den Staat "NeuDeutschland" gegründet. Ein Freund von mir war dort bei der Staatsgründung und der unterstützt das Projet von Ö. aus (Webseite: http://www.neudeutschland.org/ ).
      Peter Fitzek schwimmt mit vielen Freunden derart gegen den Mainstream dass es für mich überzeugend wirkt:

      Im März 2011: Pendragon Kongress: Vortrag von Peter Fitzek
      T.1: https://www.youtube.com/watch?v=FBq5W6tE2Qk (56 Min.)

      T.2: https://www.youtube.com/watch?v=qxlcIALVqY8 (58 Min.)

      T.3: https://www.youtube.com/watch?v=6Wd-93nuo7U (59 Min.)

      Im Okt. 2011 https://www.youtube.com/watch?v=dUibZPbeD0k (70 Min.)

      Peter Fitzek im Alpenparlament Dez. 2012 vor der Staatsgründung: https://www.youtube.com/watch?v=BvWuAfsE_hA (56 Min.)

      Peter Fitzek bei Bewusst.TV, nach der Staatsgründung von NeuDeutschland:
      https://www.youtube.com/watch?v=C5wITeCma8Q
      (50 Min.)

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 13:47

      Herby,
      "...Es hat keine Sinn Heinz Fischer wegen der Unterschrift herunterzumachen..."

      Also, ich habe nicht den Eindruck, daß ich UHBP "runtergemacht" habe... Er ist halt ein Spießgeselle des "Systems". Nicht mehr und nicht weniger... Er tut halt das, was SPÖ, ÖVP und Grüne wollen... ohne deren Geschäftsfähigkeit zu überprüfen.

      Daß UHBP so was wie ein "oberster NOTAR" sein soll... da hab' ich meine Probleme... Ein Notar weist üblicherweise die Vertragspartner auf die Konsequenzen ihrer Unterschrift hin. UHBP muß nur "unterschreiben"...

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 13:52

      Martin Bauer,
      "... Kastilorizo..."

      Könnten wir später, vielleicht sogar kurz darauf übernehmen... Die Insel Ikaria will jedenfalls JETZT freiwillig, mit fliegenden Fahnen zu Österreich! Der 100 jährige Zugehörigkeitsvertrag mit Griechenland läuft heute aus... :-)

    • Martin Bauer
      17. Juli 2012 14:01

      Erich
      Gibt's trotz smily einen Link? :-)

    • Erich Bauer
    • Martin Bauer
      17. Juli 2012 14:19

      Erich
      Na ja, mit d e r Vergangenheit sehe ich schon unseren OFS seinen nächsten Trip planen, samt Bodenkuss nehme ich einmal an.
      Wobei, Fisch aus Ikaria und nicht von der Nordsee... das hätte schon was!

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 14:39

      Martin,

      Das wagt OFS ganz bestimmt nicht. Da könnte er ja Athen verstören... Dann noch die Entsendung von österreichischen Finanzbeamten...? Das Meer ist weit und tief... :-) Daher, ein österreichischer Freistaat! :-)

    • Martin Bauer
      17. Juli 2012 14:52

      Erich

      Das Meer ist weit und tief.... das bringt mich auf einen Gedanken :-)
      Andererseits: Die wollen eh nur ein Spital. mein Gott, davon haben wir genug!
      Und a bisserl Infrastruktur. Genehmigt!

      PS: Gilt dort eigentlich noch das Ostrakismos? Wenn ja, nix wie hin!

    • phaidros
      17. Juli 2012 15:10

      Können wir uns diesen Theaterdonner nicht ersparen?

      Der Bundespräsident beglaubigt als „Staatsnotar“ nach Art. 47 Abs 1 B-VG im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens das verfassungsgemäße Zustandekommen von Gesetzen. Ist dies der Fall, muss er unterschreiben.

      Ich kann ihn ja auch nicht leiden, aber einerseits andauernd Rechtsbruch vorzuwerfen, andererseits aber zu verlangen, wenn er in den eigenen Kram passt, scheint mir etwas beliebig.

    • phaidros
    • inside
      17. Juli 2012 15:14

      .. das verfassungsmässige Zustandekommen ...
      Genau das ist das Problem.
      Es gibt genug Stimmen, die genau die Verfassungkonformität beim Zustandekommen anzweifeln.

    • GOP
      17. Juli 2012 15:26

      Genau so ist es. ULHBP kann nur die sog. "Verfassungskonformität" prüfen und dann seinen Fischer darunter schreiben. Mehr Macht hat dieser Job nicht. Eigentlich ist das Ganze (wie überhaupt die 100-köpfige Besatzung in der Hofburg) nur ein Kasperltheater, was nur viel Geld der Steuerzahler kostet. Aber erst seine Unterschrift ermöglicht es der FPÖ den Gang zum Verfassungsgerichtshof zu beschreiten. Warten wir ab, wie später dort entschieden wird. Aber vermutlich ist dann unser Geld schon futsch.
      Ich bin dafür, dieses Amt abzuschaffen und die wenigen wichtigen Aufgaben auf andere Dienststellen zu verteilen. Für die Mirarbeiter und das Gebäude finden sich sicher brauchbare Verwendung. Heinz Fischer wünsche ich einen geruhsamen Lebensabend im Kreise seiner Lieben (bzw. lieben Partei).

    • phaidros
      17. Juli 2012 15:32

      Beim Zustandekommen? Inwiefern wäre das so? Die werden doch des mittlerweile z'sammbringen, den vorgeschriebenen Ablauf für ein Gesetz einzuhalten mit Vorlage, Lesung, Beratung, Abstimmung und was weiß ich da formal sonst noch so nötig ist.

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 16:34

      "... was weiß ich..."

      Ich nehme an, die Geschäftsordnung des Parlaments steht irgendwo im WIKI... Ansonsten muß man sich in die Parlamentsbibliothek behmühen...

    • Florin
    • cmh (kein Partner)
      18. Juli 2012 11:12

      Österrecih hat doch soweit ich mich erinnere - mit Kelsen einen der Schöpfer des Rechtspositivismus hervorgebracht. Darauf halten sich alle österreichischen Juristen Berge zu gute - so wie in der Nation des Herminators jedermann eine Bombenschifahrerin ist. (Oder muss es getschändert Schihaserl heißen?)

      Tatsachlich haben die Herren vom Geist der Gesetze Null Ahnung und jede Lumperei kann bei uns Gesetz und damit Recht werden wenn sie nur verfassungsmäßig zustandegekommen ist. Und jede so Gesetz gewordene Nullität kann auf ewig Recht bleiben, wenn sie mit dem Verfassungsquorum zustande gekommen ist.

      Es wedelt also bei uns der Schwanz mit dem Hund und nicht umgekehrt. Denn unsere PArlamente benutzen die Kautelen der Verfassung nicht um Wichtiges besonders hervorzuheben, sondern um unwichtige Quisquilien einzuzementieren. Damit wird die Bedeutung der Verfassung nicht gewürdigt, sondern in den Schmutz des täglichen Streites gezogen.

      BM Klesatzky ist daher zuzustimmen, wenn er mantraartig immer meinte: "Die österreichische Verfassung ist eine Ruine!"

      Dem Opa Petz der Nation sei in diesem Zusammenhang nur in das Stammbuch geschrieben, dass auch eine mit den erforderlichen Quoren und der Einhaltung der erforderlichen Verfassungsbestimmungen zustandegekommene Bestimmung selbstverständlich auch dann verfassungswidrig sein kann, wenn das Parlament diese unter Druck, oder was dem gleichkommt, in mehr oder weniger selbstverschuldeter Unwissenheit beschlossen hat.

      Weiters ist auch noch zu berücksichtigen, dass er mit seiner Unterschrift den Wahlbetrug Faymans, jegliche Änderung der EU-Verträge einer Volksabstimmung zu unterziehen, legitimiert. Schüssel hat bestenfalls die "betrogen" die ihn eh nicht gewählt hätten, aber das ist zur Abwechslung ein richtiger Wahlbetrug. Faymann hat nämlich die betrogen, die ihn daraufhin gewählt haben, ja es kam ihm geradezu darauf an, mit diesem Betrug diese Stimmen zu erhalten.

  19. DerTurm
    17. Juli 2012 11:57

    Hat zufällig jemand einen Link zu einem Artikel, welcher die Rolle von Staaten und Notenbanken in der LIBOR-Geschichte behandelt?

  20. DerTurm
    17. Juli 2012 11:56

    Nun, dass Entwicklungshilfe die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Staaten nachhaltig schädigt, kennen wir ja aus Afrika:

    Hierzu zitiere ich aus einem Interview mit der Ökonomin Dambisa Moyo mit der Weltwoche aus dem Jahr 2009:

    „Als Anfang der sechziger Jahre die Entwicklungshilfe startete, waren ihre Ziele, das Wirtschaftswachstum zu steigern und die Armut zu reduzieren. Doch alle Programme haben hinsichtlich dieser Messgrößen versagt. In den vergangenen fünfzig Jahren sind mehr als zwei Billionen Dollar Hilfe von den reichen an die armen Länder geflossen. Dennoch steht Afrika heute schlechter da als vor fünfzig Jahren. Lebten damals nur 10 Prozent der Einwohner unter der Einkommensgrenze von zwei Dollar, so sind es heute 70 Prozent. Während der letzten dreißig Jahre sank das Wirtschaftswachstum jährlich um 0,2 Prozent.“

    Dass Entwicklungshilfe nirgendwo nirgendwo auf der Welt wirtschaftlichen Aufschwung gebracht hat, beschreib sie in ihrem Bestseller „Dead Aid“:

    „Die Frage ist nicht, warum diese Länder nicht weiter sind, trotz der jahrzehntelangen Entwicklungshilfe. Die Antwort ist: wegen ihr. Das fundamentale Problem ist, dass die Entwicklungshilfe keine Jobs geschaffen hat, sondern das Gegenteil bewirkte, sie zerstörte. Entwicklungshilfe produziert Inflation, Schulden, Bürokratie und Korruption. In ein solches Land wollen Unternehmer nicht investieren und dort Jobs schaffen. Machen Sie ein Land abhängig von Hilfe, dann nehmen Sie die Karotte weg und den Prügel: Niemand wird bestraft, wenn er nicht innovativ ist, denn die Hilfe fließt trotzdem. Und niemand wird belohnt, wenn er sich anstrengt.“

    Jedes Jahr werden knapp 70 Milliarden US-Dollar an Entwicklungshilfe nach Afrika gepumpt (Alleine der Kongo - aufgrund der Bodenschätze das potentiell reichste Land Afrikas - kassiert jährlich über zwei Milliarden an Hilfsgeldern, um in Präsidentenpaläste, Waffen und Luxuslimousinen zu investieren).

    Im Jahr 1960 betrug der Anteil Afrikas (ohne Südafrika) am Welthandel neun Prozent, heute liegt er bei 1,6 Prozent.

    Daher sollten umgehend sämtliche Subventionen auf nationaler und internationaler Ebene eingestellt werden.

    (die möchtegernstaatliche Hilfsindustrie - NGO - ist ein anderes Thema. Hier gibt es teilweise mehr Helfer als Betroffene/Opfer).

    • Undine
      17. Juli 2012 13:58

      @Der Turm

      ************!

      Mich wurmt's heute noch, daß ich mit meinem Steuergeld via "Entwicklungshilfe" möglicherweise einen Stöckel von IMELDA MARCOS' (der Frau des einstigen philippinischen Ex-Diktators) 2500 Paar sündhaft teuren Schuhen mitfinanziert habe! SO läuft's nämlich mit den Entwicklungshilfegeldern!

  21. dssm
    17. Juli 2012 10:44

    Verloren hatten wir das Spiel, als jene kriminelle Organisation genannt ‚gemeiner Staat’, die eigenen Anleihen für mündelsicher erklärt hat und dazu noch ein ungedecktes Papiergeld eingeführt hat. Das liegt weit in der Vergangenheit. Warum also jetzt die Aufregung, die Bürger haben bekommen was sie sich offensichtlich lange gewünscht haben, da ja nichts im Geheimen geschah sondern ganz im Gegenteil, es wurde alles vorschriftsmäßig publiziert.
    Also: Entweder sind die Bürger unfähig und es gehört ihnen, mangels der nötigen Intelligenz, das Wahlrecht entzogen, oder die Bürger haben vernünftig abgewogen und sich für ein gutes Leben bis jetzt und eine ernstere Krise ab jetzt entschieden, dann darf sich aber niemand beschweren.
    Und diejenigen welche schon in den 80ern (davor war ich zu jung) den Weg erkannt haben, sind gut gewappnet und haben ihr Erspartes schon lange nicht mehr auf der Bank/Versicherung.
    Warum also jammern?

  22. brechstange
    17. Juli 2012 10:10

    Ich hoffe, dass ich mich irre, aber die Tatsache, dass Polen ohne Not freiwillig dem ESM beitreten soll, gibt mir zu denken, dass da möglicherweise der nächste Kandidat sich melden wird.
    Polen steht zwar scheinbar gut da, aber Polen ist seit 2004 der größte Nettoempfänger der EU. Ob das gut geht? Den "kleinen Leut in Polen" geht es ja wie den "kleinen Griechen", die profitieren nur begrenzt und in den Städten.
    Der griechische Bauer bekommt keine Brille, weil Bauern nicht lesen müssen, der Pole hat keine Krankenversicherung, muss sich die Medikamente von verwandten Polen, die in Österreich arbeiten, finanzieren lassen. Im Gegensatz ist die Spanne zwischen Arm und Reich hoch. Ob der Mentalitätsunterschied zwischen Süd und Nord hier reicht, wir werden es sehen.

  23. Sküs
    17. Juli 2012 09:30

    Übrigens: Große Banken telefonieren gerade ihre guten Kunden durch und versuchen eigene Anleihen zu guten Zinsen mit mittlerer Laufzeit zu verkaufen. Mit dieser neuen Liquidität werden dann natürlich marode Staatsanleihen gekauft. So spart sich der Staat den Umweg über die vom DIW geforderten Zwangsanleihen, denn es wird noch immer genug Leute geben, die für ein paar vermeintlich mehr lukrierte Euro ihr Geld in den Schlund des Systems werfen...

    • dssm
      17. Juli 2012 10:46

      Ist leicht das Billiönchen der EZB schon verbraucht?

    • brechstange
      17. Juli 2012 11:09

      Das Billiönchen ist eben zurückzuzahlen, aber der Draghi nehme ich an, geht sicher in die Verlängerung.

  24. Herby
    17. Juli 2012 09:25

    Der heutige Artikel von Dr. Unterberger kann in der Bedeutung kaum überschätzt werden!
    Ich informiere mich viel in den Medien, aber nirgends wird diese unlautere Praxis der Staaten aufgedeckt:


    "Nicht aber angesichts der miesen Tricks der Staaten, welche die Öffentlichkeit kaum durchschaut. Denn die Staaten zwingen die Banken mit raffinierten Methoden, ihre Anleihen massenweise zu kaufen und halten nur dadurch ihre Zinsen niedrig.

    Das geht so: Zuerst stempelt der Propagandaapparat von Staaten und ..... "

    ________

    Was die Finanz- und Strukturprobleme Spaniens und Griechenlands betrifft kann man den Medien schon entnehmen:

    Zwar machen die Premierminister Spaniens und Griechenlands viele Versprechungen und Zusagen in Brüssel um endlich zu sparen und die Strukturen zu verbessern. ABER in beiden Ländern gibt es große Ränkespiele die - auch wenn es die Zentralregierung noch so gut meint - es verhindern dass die Beschlüsse Früchte tragen:

    In Spanien sind es die mächtigen Regionalregierungen die den Premierminster auflaufen lassen und die keinesfalls sparen wollen.

    In Griechenland ist es die unübersichtliche "Verwaltung" respektive die unfähigen bzw. hinterlistigen "Behörden" (=Verwaltungs- und Behördenchaos) die in Griechenland auch die gutgemeinteste Initiative der Zentralregierung scheitern lassen.

    Vorschlag:
    Bei den nächsten Krisensitzungen in Brüssel nicht nur die Premiers Rajoy und Samaras einladen sondern dazu auch die Chefs der spanischen Regionalregierungen sowie die Sektionschefs der griechischen Ministerien und Regionalbehörden. Und bei den Beschlüssen müssen dann alle Anwesenden rechtsverbindlich unterschreiben.

    • dssm
      17. Juli 2012 10:51

      Der Staat ist eine verbrecherische Organisation, welche sich an Verträge und Vereinbarungen nur so lange hält, als hieraus ein eigener Vorteil hervorgeht oder mit massiver Gewalt gedroht wird.
      Was soll also eine ‚rechtsverbindliche’ Unterschrift von einem Staatsvertreter bringen?

      Ebenso wie es den Menschen nie gelingen wird das Verbrechen ganz auszuschalten, sondern nur zu zügeln, so ist es auch beim Staat, diese mafiöse Organisation muss so klein wie möglich gehalten werden um den zwingend folgenden Schaden zu minimieren.

    • Herby
      17. Juli 2012 11:19

      @ dssm

      Den Staat klein halten, da gebe ich Ihnen recht! An und für sich wäre ja die Gewaltenteilung in die drei unabhängigen Gewalten (Legislative, Exekutive, Judikative) diejenige Maßnahme um alle verbrecherische Tendenzen auch in höchsten Ämtern zu unterbinden. Aber in der Praxis funktioniert halt diese Gewaltenteilung nicht so gut.

      Da lobe ich mir Israel, ein Land das bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt: dort wurde der ehemalige Staatspräsident Katsav zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt, auch der ehem. Premier Olmert wurde verurteilt. Wäre so etwas in Ö. denkbar?

  25. terbuan
    17. Juli 2012 09:24

    "Moral hazard", wo immer man hinschaut, in immer stärkeren Dosen werden uns die Details der weltweiten Konkursverschleppung verabreicht!

    Der König Fußball macht da keine Ausnahme, ist er doch ein wesentlicher Bestandteil des Systems "panem et circenses".
    Nach Presseberichten ist der spanische Fußball bereits mit 5 Mrd. verschuldet, die Italiener hinken da mit 2,6 Mrd. noch gehörig nach, aber nach der schmachvollen Niederlage gegen Spanien bei der EM werden sie sicherlich jetzt gehörig "nachbessern" um Spitzenspieler mit astronomischen Summen einzukaufen!

    Einer meiner Söhne sah kürzlich das EM-Finale in einem Lokal in Rom. Beim Stand von 3:0 für Spanien meinte er leise zu seiner Frau: "Jetzt sind die Italiener aber deklassiert!" Ein vor ihm sitzender Italiener bekam dies mit, stand auf und fauchte ihn in deutscher Sprache an:
    "Ihr Deutschen werdet niemals gewinnen, Ihr seid einfach nur unangenehm!!!"

  26. zweiblum
    17. Juli 2012 09:11

    O.T. Menschenrechte sind Antisemitismus!
    "Die neue Sprache des Antisemitismus ist die Sprache der Menschenrechte"
    Peter Monnerjahn 17.07.2012 heise.de/tp
    Schnell knickt die Bundesregierung vor allem gegenüber der jüdischen Reaktion ein und will Beschneidungen straffrei möglichen machen
    Ganz schnell will die Bundesregierung auf ein Urteil des LG Köln reagieren, das die Beschneidung nicht einwilligungsfähiger Kinder aus rein religiösen Gründen als prinzipiell strafbare Körperverletzung gewertet hat. Regierungssprecher Seibert ließ Ende letzter Woche verlauten, "verantwortungsvoll durchgeführte Beschneidungen müssen in diesem Land straffrei möglich sein". Diese Reaktion der Bundesregierung hat nur wenige Tage gedauert – wenige Tage, nachdem sich die Europäische Rabbinerkonferenz mit der Aussage aus dem Fenster gelehnt hat, das Kölner Urteil sei "der schwerste Angriff auf jüdisches Leben seit dem Holocaust", und: "Die neue Sprache des Antisemitismus ist die Sprache der Menschenrechte."
    Das Urteil selbst ist allerdings schon zwei Monate alt – inhaltliche (sprich: rechtliche) Gründe scheinen es also eher nicht gewesen zu sein, die die Bundesregierung von der dringenden Notwendigkeit einer Rechtsreform überzeugt haben. Damit handelt die Bundesregierung sich und der gesamten Gesellschaft ohne jede Not ein riesiges Problem ein.
    Kurz zur Vorgeschichte: Am 7. Mai spricht das LG Köln einen Arzt vom Vorwurf der Körperverletzung frei, der auf den religiös motivierten Wunsch der (muslimischen) Eltern eine Beschneidung an einem Kleinkind vorgenommen hatte. Allerdings stellt das LG fest, dass der Arzt nur freizusprechen war, da er sich der Strafbarkeit seines Handelns nicht habe bewusst sein können, da die Praxis der Beschneidung bis dahin gesellschaftlich als normal angesehen wurde und eine gerichtliche Bewertung noch nicht stattgefunden hatte. Tatbestandsmäßig handele es sich aber um eine Körperverletzung, da die Eltern weder ihr Erziehungsrecht noch das Recht auf freie Religionsausübung geltend machen könnten, um einen solchen Eingriff zu rechtfertigen.

    • Undine
      17. Juli 2012 09:47

      @zweiblum

      Was in der Medizin als Körperverletzung gilt und was nicht dürfte auf keinen Fall von Religionsvertretern bestimmt werden. Die Beschneidung ist eine Körperverletzung, da gibt's nichts zu deuteln. Und einen (muslimischen) Arzt in D freizusprechen, weil er sich seines Vergehens nicht bewußt war, ist die Höhe. Heißt es nicht: Torheit schützt nicht vor Strafe? Oder gilt diese Erkenntnis in "bestimmten" Fällen nicht, weil man sich nicht anlegen will???

    • Johann Scheiber
      17. Juli 2012 10:44

      Jetzt wirds spannend das Match. Die Rabbiner und ihre Brüder im atavistischen Geist, die Imame kommen mit diesem Thema in schwere Konfrontation mit Menschenrechten, Aufklärung und Moderne, den Früchten der christlichen Befreiung.

      Wann werden die Menschen in Europa begreifen, dass Judentum und Islam mit Freiheit unvereinbar sind. Schon die Babys werden dort zur physischen Beute der Religion und die so Stigmatisierten können schon von daher nie mehr wirklich einen Raum der Freiheit gewinnen.

      Der Kampf, den säkulare Juden, wie etwa Karl Popper oder Karl Marx, gegen die Religion ihrer Väter geführt haben, ist schon verständlich. Nur haben diese Leute gleichzeitig die Religion schlechthin bekämpft, ignorierend, dass da eine Religion der Freiheit in der Welt ist, ohne die es überhaupt keine Freiheit gibt.
      Um diesen Sachverhalt zu negieren, haben Marx und Popper Hegel bekämpfen müssen!

    • M.S.
      17. Juli 2012 13:13

      @Johann Scheiber

      "Nur haben diese Leute gleichzeitig die Religion schlechthin bekämpft, ignorierend, dass da eine Religion der Freiheit in der Welt ist, ohne die es überhaupt keine Freiheit gibt.
      Um diesen Sachverhalt zu negieren, haben Marx und Popper Hegel bekämpfen müssen!"

      ***************************+

    • Undine
      17. Juli 2012 14:13

      @Johann Scheiber

      Und das Lustige ist, daß die Feinde des Christentums, unsere eigenen Leute also, die Taufe nach allen Regeln der Kunst nicht nur herabwürdigen, sondern auch noch so tun, als würde "unmündigen" Kindern Gewalt angetan!

      Wenn da jemandem Gewalt angetan wird, dann sind das die kleinen Buben zweier großer Religionen, die sich nicht zur Wehr setzen können!

      Aus der christlichen Kirche kann man, wenn man will, austreten, aber ein Beschnittener bleibt für immer ein Gezeichneter.

    • Undine
      17. Juli 2012 14:17

      PS: Erstaunlicherweise VERTEIDIGEN die Gegner des Christentums und der Taufe lautstark die Beschneidung wehrloser kleiner Buben. Wer soll das verstehen?

    • phaidros
      17. Juli 2012 15:35

      Na, was wird schon rauskommen? Es wird verboten bleiben, aber straffrei gestellt werden, ist mein Tipp.

    • socrates
      17. Juli 2012 16:29

      Wir haben Glück, daß keine Religion Kinderopfer verlangt!

    • Anton Volpini
      17. Juli 2012 17:42

      Was würde Abraham wohl tun, würde er heute leben, socrates? Selbst wenn er statt Isaak gleich den Schafbock nehmen würde, er wäre dran! :-)

    • GOP
      17. Juli 2012 17:59

      Wie ist das mit der weiblichen Genitalverstümmelung, wie sie in vielen (vorw. afrikanischen und islamischen) Kulturen noch immer praktiziert wird? Auch da geht es um wehrlose Kinder und Jugendliche, deren chirurgische Eingriffe (oft auch nur mittels Glasscherben durch die Großmütter!) nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Ausgenommen sind natürlich medizinisch begründete und notwendige Indikationen.

      Bei der Babytaufe hat das Kind zwar auch keine Entscheidungsfreiheit, aber sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche haben dazu die Firmung bzw. Konfirmation, wo eine "Bestätigung" nach hoffentlich eigener Entscheidung erfolgt. Bei den christlichen Freikirchen gibt es überhaupt nur eine Kindessegnung und man will vernünftigerweise erst eine "Erwachsenentaufe" anerkennen. Übrigens kann in unserem Rechtssystem jeder Jugendliche ab 14 Jahren frei entscheiden, ob und welcher Religion er angehören will. Wer dann will, soll sich auch beschneiden lassen.

      Aus meiner Sicht sind alle diese Beschneidungen an Neugeborenen und Kindern barbarisch und daher abzulehnen. Das religiöse Argument der Juden und Moslems sowie Hygienegründe sind heutzutage völlig überholt, ebenso wie das Geschwafel von der Tradition. Sogar der Apostel Paulus schreibt in 1. Kor., dass es völlig unbedeutend ist, wichtig ist vielmehr: nach den Geboten Gottes zu leben. Und die Juden seien erinnert, dass die Beschneidung nur eine symbolischer Akt des Bundes zwischen Abraham und Gott gewesen ist.

    • M.S.
      18. Juli 2012 11:21

      @socrates @Undine
      Na ja, in der derzeit laufenden (furchtbaren) Inszenierung des "Parsifal" an der Wiener Staatsoper wird im 3. Akt zum Auftritt der Gralsritter zur beabsichtigten Abendmahlsfeier ein Kinderopfer dargestellt.
      Was sich die Regisseurin dabei gedacht hat, abgesehen davon das dies in jedem Fall bei diesem Werk völlig unsinig ist, ausgerechnet im Zusammenhang mit einem christlichen Symbol zu verbinden, wäre interessant.

    • Undine
      19. Juli 2012 08:54

      @M.S.

      Da Richard Wagner (gest. 1883!) ein "Wegbereiter" des NS-Regims ist---so behauptet "man" das jedenfalls in Antifakreisen gerne---ist es nur recht und billig, wenn Wagners Opern so gut wie möglich verhunzt werden. Das WIE ist da Nebensache; zur Zeit ist halt das Christentum-bashing der Trend. Da nimmt man's mit der "Werktreue" nicht so genau, ist ja für einen "guten Zweck"!

    • Maybach (kein Partner)
      19. Juli 2012 10:01

      Richard Wagner war ein beherzter Kritiker des Christentums wie auch der Amtskirche. Dass er außerdem ein feuriger 1848er Revolutionär war, der enorm sozialkritisch und gegen die festgemauerte Gesellschaftsordnug seiner Zeit formulierte, lassen seine konservativen Bewunderer von heute gerne unter den Tisch fallen.

  27. socrates
    17. Juli 2012 08:57

    Quo usque tandem Banken, abutere petienziam nostram!
    Die Regierungen, die zum Handeln verpflichtet sind, tun nichts:

    Hoffnung für geprellte Sparer in Spanien Ralf Streck heise.de/tp

    Urteile zeigen auf, dass spanische Banken viele einfache Sparer über den Tisch gezogen haben
    Eine Richterin in der spanischen Kleinstadt Cambados hat Sparern in Spanien wieder Hoffnung darauf gemacht, an ihre Ersparnisse zu kommen. Olga Martín hat einen Vertrag für null und nichtig erklärt. Die "Novagalicia Banco" wurde dazu verurteilt, 7560 Euro plus Zinsen zurückzuzahlen. Dabei handelt es sich nicht um eine Provinzposse aus dem westspanischen Galicien. Das Urteil hat Signalwirkung für etwa 300.000 Sparer. Wegen der Bankenrettung mit bis zu 100 Milliarden Euro aus dem Euro-Rettungsfonds bekommt der Fall europäische Bedeutung. Geschätzt wird, dass es um eine Gesamtsumme von etwa 30 Milliarden Euro geht und neue Löcher in Bilanzen spanischer Banken drohen.
    Seit Jahren hatten die ihren Kunden komplizierte Produkte aufgeschwatzt oder sie schlicht damit betrogen. So lag der Fall von José Luis Castro Méndez. Der 50-Jährige wollte sein Geld jederzeit verfügbar anlegen. Die Sparkasse "Caixanova", die 2011 mit der "Caixa Galicia" zu der Bank fusioniert war, legte aber auch sein Geld in "Preferentes" an. Diese Hybridanleihen sind eine Mischung aus Anleihen und Aktien, mit denen Castro plötzlich an der abstürzenden Sparkasse beteiligt war. Diese komplexen Produkte sollten nach Vorgaben der Börsenaufsicht aber nur erfahrenen Anlegern, denen die Risiken bewusst sind, und nach eingehender Beratung verkauft werden. Weil die sie nicht kauften, wurden sie einfachen Kunden angedreht und oft ein bestehendes Vertrauensverhältnis missbraucht.
    Wie im Fall Castros wurden bisweilen sogar Unterschriften gefälscht, wie das Urteil feststellt. So verwundert es nicht, wenn die verstaatlichte Bank am Montag erklärt hat, gegen das Urteil keine Rechtsmittel einlegen zu wollen. Ohnehin ging aus der vorgelegten Dokumentation hervor, dass die Preferentes mit einer "sofortigen Verfügbarkeit" beworben wurden. Dabei war im Kleingedruckten zu lesen, dass die Summe erst 2050 fällig werde und Zinsen nur fließen, wenn Überschüsse erwirtschaftet werden. Deshalb machte die Richterin deutlich, dass sie auch mit einer echten Unterschrift so geurteilt hätte, weil die Bank "betrügerisch" vorgegangen sei.
    Es handelt sich um das erste Urteil gegen Novagalicia. Deshalb schöpfen viele Sparer nun Hoffnung, wieder an ihr Geld zu kommen. Die finanzielle Verantwortung liegt nun beim Staat, denn auch der massive Betrug konnte den Absturz der fusionierten Sparkassen nicht verhindern. Der Staat half 2011 mit fast vier Milliarden Euro an Steuermitteln aus und übernahm mehr als 90 Prozent der Aktien, doch nun benötigt die Bank weitere sechs Milliarden, die über die europäische Bankenrettung fließen sollen. Diese Summe könnte sich noch deutlich vergrößern, wenn die Bank das gesamt Geld zurückzahlt, das von Sparern in den Preferentes angelegt wurde.
    Das Problem ist aber nicht auf Galicien beschränkt. Die abstürzende Großbank Bankia, die kürzlich verstaatlicht werden musste und 22,5 Milliarden Euro braucht, soll 92.000 Kunden die Hybridanleihen aufgeschwatzt haben. Anfang des Monats verurteilte ein Gericht im katalanischen Girona die viertgrößte Bank zur Rückzahlung von fast 30.000 Euro. Auch einem 78-jährigen ehemaligen Metallarbeiter wurden diese Anleihen aufgeschwatzt. Er erhielt dabei praktisch keine Informationen. Das Urteil stellt auch heraus, dass das Produkt so komplex war, dass es im Verfahren nicht einmal die Filialleiterin erklären konnte.
    Der Galicier Castro hofft nun, dass auch sein Fall dazu beiträgt, Rechtssicherheit zu schaffen. "Doch bis ich mein Geld nicht zurückhabe, glaube ich diesen Leuten nicht", sagte er mit Blick darauf, dass die Novagalicia ihre Kunden um Verzeihung bittet. Derweil kommen immer abstrusere Fälle ans Licht. Kinder und Behinderte finden sich unter den Kunden dieser Anleihen. Die Caixanova verkaufte sie sogar an Analphabeten, die per Fingerabdruck unterschrieben . In besonders krassen Fällen sollten die Rückzahlungen im Jahr 3000 oder sogar erst 9999 erfolgen.
    Nach Ansicht des Rechtsanwalts Pablo Rodríguez-Palmero Seuma, der Betroffene vertritt, werde der betrügerische Charakter der Verträge meist schnell deutlich. Er rät Betroffenen, den Rechtsweg zu gehen und keine Verhandlungen einzugehen. "Einige Banken bieten den Umtausch in andere Produkte an und das hat für die, die darauf eingegangen sind, einen Verlust von 50 Prozent bedeutet."
    Doch die Zeit läuft den Betroffenen davon, denn massiver Verlust droht auch im Rahmen der Bankenrettung. Die Banken, die Geld aus der europäischen Bankenrettung erhalten, sollen ausgerechnet die Kleinanleger, die Preferentes besitzen, mit einem Verlust von mehr als 40 Prozent ihrer Einlagen an der Bankenrettung beteiligen. Das hat die konservative spanische Regierung vereinbart, obwohl der Wirtschaftsminister Luis de Guindos einräumt, dass diese Anleihen einfachen Sparern niemals hätten verkauft werden dürfen.

    • socrates
      17. Juli 2012 08:59

      Quousque tandem abutere, Banken, patientia nostra?

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 09:06

      „… dass diese Anleihen einfachen Sparern niemals hätten verkauft werden dürfen…

      ... und die kleinen, einfachen Sparer hätten das niemals kaufen dürfen...

    • brechstange
      17. Juli 2012 09:56

      Luis de Guindos, ein ehemaliger Lehman Brothers, bedauert. ;-(

    • Johann Scheiber
      17. Juli 2012 10:10

      Laut Frau Fekter haben wir für solche Unglücksfälle eine hochspezialisierte Feuerwehr, den ESM. Man könnte die Ausfälle auch ganz einfach auf das Target 2 Konto schreiben ode sie in den Schulden-Solidaritätsfonds werfen.
      Die armen Banken können ja auch nichts dafür, dass sie die kleinen Sparer missbrauchen müssen, sie werden ja von den Staaten so ausgebeutet, dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt.
      Bänker zu sein ist sicher der härteste Job auf der Welt. Die Millionen-Boni können es nicht aufwiegen, was diesen Menschen an Qualen, Mühen und Undank zugemutet wird.

    • socrates
      17. Juli 2012 10:43

      Erich Bauer

      ... und die kleinen, einfachen Sparer hätten das niemals kaufen dürfen
      Wenn der Käufer selbst schuld ist, gibt es keinen Betrug. Und Claudia Schmied, die Analphabetentum erzeugt, arbeitet für das neue Recht.

    • Erich Bauer
      17. Juli 2012 11:16

      socrates,
      „…gibt es keinen Betrug…“

      Als Straftatbestand schon. Das wäre von Gerichten zu klären. In einer freien Markwirtschaft ist halt auch Betrug möglich. In den gegenständlichen Fällen sind die „Grenzen“ ziemlich „fließend“… Christen scheinen halt, historisch bedingt, mit Zinsrechnung nicht so vertraut. :-) Daß das Schmied’sche Bildungssystem zu diesen „Wurzeln“ zurückgehen will, steht ja außer Frage… :-) Wenn daher in den dafür vorgesehen Lernfächer der „Zins“ mit der Wohnungsmiete gleichgesetzt wird, sollte wenigstens der christliche Religionsunterricht diese Wissenslücke ausfüllen… :-)

      Der betrogene Käufer ist zwar nicht schuld (außer er ist ein Hehler), aber er ist halt im Normalfall der Geschädigte. Und es ist schwer vom Betrüger, der im Häf’n sitzt, den Schaden ersetzt zu bekommen… Als Steuerzahler möchte ich jedenfalls nicht für dessen Schaden aufkommen müssen.

    • Undine
      17. Juli 2012 14:26

      @brechstange

      Seltsam: Manche Leute, und zwar die ganz großen Gauner, kommen immer so leicht davon; sie BEDAUERN! Und damit meinen sie, sei's abgetan. Das "Bedauern" kostet diese Falotten nichts und von Skrupeln werden sie auch nicht gepeinigt und somit leben sie weiter in Saus und Braus mit dem ergaunerten Geld.

    • socrates
      17. Juli 2012 20:57

      Erich Bauer
      Die letzten 200 Jahre wurde sie Zinseszinsrechnung am Gymnasium unterrichtet, An der HAK und den BHS immer noch. Der Angriff kam aus der üblichen Ecke mit "Der Schüler Gerber", den "Gott Kupfer" mit der Zz-Rechnung quälte. Danach war die Zz-rechnung das Feindbild unserer "modernen Pädagogen".

  28. Josef Maierhofer
    17. Juli 2012 08:53

    Die Sorgfalt des ordentlichen Kaufmannes.

    Da es diese Sorgfalt bei den Banken auch nicht immer gegeben hat, sind sie in diese Politmafia verstrickt worden und können nur mitmachen oder pleite gehen.

    Wenn sie mitmachen, werden sie immer wieder 'gerettet', das heißt, ein Teil des geraubten Geldes zum Überleben wieder zurückerstattet.

    Das Geld wird den Menschen, die ihr Geld den Banken anvertrauen und nicht selbst verwerten, geraubt und sie erhalten dafür auch eine Art Schuldschein in Form von Staatsschulden, von Steuererhöhungen, von 'Anleihen', also wertlosen Papieren, etc.

    Die 'Politmafia' selbst hat den Namen nicht umsonst und sie unterscheidet sich vom Bankräuber kaum, lediglich, dass die Täter in Nadelstreif ins 'Geschäftszentrum' zu 'Verhandlungen' fahren, statt wie die kleinen Räuber mit dem Taxi und Pistole an die 'Theke' kommen.

    Der kleine Räuber bekommt hohe Strafen, der Politgangster hohe Gehälter und Pensionen.

    Die Politgangster, wie bei den kleinen Räubern auch, triefen von Skrupellosigkeit und denken ausschliesslich nur an sich und die Kumpanen.

    Man hält sich auch die Mediennutten, die die richtige Ablenkungsmusik spielen müssen, bis das Auge bricht. Die werden noch jubeln, wenn die Titanic bereits senkrecht abtaucht ins Meer der Tränen.

    Lauter schwere und verantwortungslose Burschen, unsere Politiker samt ihren Helferorganisationen, alles auf das Prinzip Gier und persönliche Bereicherung aufgebaut. Ich nenne es Selbstbedienung und meine damit natürlich auch diese Selbstbedienung.

    Wer einmal der Gier nachgegeben hat, der gehört dann dazu und kann da nicht mehr heraus.

    Wegen dieser Gangster haben wir unsere Zukunft gegeben, deren Lügen sind wir aufgesessen, weil wir bei uns selbst auch Gier haben walten lassen und die Sorgfalt des ordentlichen Kaufmannes beiseite geschoben haben und auch die Verantwortung.

    Bloß die Verantwortung können wir nicht beiseite schieben, sie wird schlagend, unaufhaltsam, bei uns als Normalkleinbürger. Die Mafiosi aber werden 'gerettet' mit hohen Pensionen, Privilegien, etc., sie werden die Verantwortung abschieben versuchen, aber sie kommt näher, auch für die 'Helfer' und 'Helfershelfer'.

    Erst nach dem totalen Zusammenbruch dieser Mafiaorganisation kann es einen Neubeginn geben, das ist aber unser aller Zusammenbruch und der muss vorher kommen.

    Mafia lässt sich nicht so leicht abstreifen, Dr. Unterberger hat das ja auch geschrieben, etwa Sizilien und Norditalien, etc.

    Derzeit können wir uns nur aussuchen, welche Gangster wir lieber haben, aber das Ende naht und dann müssen wir wohl selbst handeln, denn die sind dann weg, wenn alles verbrannt und kahlgefressen sein wird.

    • Wertkonservativer
      17. Juli 2012 09:20

      Es ist schon einiges dran, werter Josef Maierhofer, was Sie da täglich schreiben!

      Dass Sie jedoch laufend die von uns gewählten Bundespolitiker aller Couleurs durch die Bank als quasi Verbrecher, Gangster, Mafiosi, verantwortungslose Burschen usw. bezeichnen, halte ich für unpassend und weit überzogen.
      Natürlich gibt es einen Bodensatz an unqualifiziertem und bedenklich agierendem Politpersonal, doch Ihre pauschale Verurteilung scheint mir - bitte nichts für ungut! - weit übertrieben!
      Wir sollten vielleicht doch etwas mehr Verhältnismässigkeit und Augenmaß walten lassen!

      Dies wünscht sich der Sie trotzdem verehrende Wertkonservative!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      17. Juli 2012 10:38

      @ Wertkonservativer

      Ich meine, es ist egal, ob der Politiker unwissend, gutmenshclich, absichtlich oder eigennützig handelt, die Gier habe ich ja angeführt, er vernachlässigt oder betäubt jedenfalls das Gewissen und verletzt die Sorgfalt des ordentlichen Kaufmannes.

      Wie und in welcher Absicht dann die Kriminalität ausgeführt wird, das kommt dann im Endeffekt aufs Gleiche heraus.

      Zu Umkehr und Verbesserung sind diese Organisationen erst fähig, wenn alles zusammengebrochen sein wird.

      Es werden die Worte, auch wenn ich sie drastisch wähle, wohl nicht verstanden werden wollen, einige tun, das sagen Sie ja auch, einige fühlen sich auch schuldig, aber Umkehr, ja das kommt nicht in Frage. Wäre aber für eine Genesung von dieser unheilvollen Gesellschaftskrankheit wohl notwendig.

      Ist natürlich zu viel verlangt von unseren Parteien, die ja allesamt verstrickt sind und von den verbotenen Broten naschen und sich gütlich tun, bis alles kahlgefressen ist, ist es ja schon, bloß es gibt noch das Spielgeld, bis endlich alles verloren und verzockt ist und der Gier einzelner und in kleinerem Maß der Gier der Klientel zum Opfer gefallen sein wird.

      Ja, dann, @ Wertkonservativer, dann hilft kein Optimismus mehr.

      Der wäre angebracht, würde man jetzt umkehren, Reformen ausführen, sparen, etc. keine Rede davon, nein, Erhöhung der Parteienfinanzierung, unnötige Schnörksel, Beibehaltung der überdimensionalen Verwaltung, keine Maßnahmen, um die frei werdenden Beamten zu verwenden, Beibehaltung des überfrachteten Föderalismus, Beibehaltung des excessiven Schuldenkurses, Aufruf zu Anständigkeit, Privilegienabbau, enorm viel Arbeit wäre nötig, aber was hat die letzte Regierung getan ? Schulden gemacht, sinnloses Kleinzeug beschlossen, blockiert, gestritten, aber nichts zur Genesung von den 40 Jahren Lotterleben, das ja auch nicht gesund ist, beigetragen.

      Es müsste halt bei den fetten Politikern erst die Erkenntnis kommen, tut es aber nciht, noch nicht.

      Nein grob fahrlässig, kriminell würde ich sagen, wird der Karren bewußt in den Abgrund geschoben.

      Ausreden gibt es jetzt keine mehr, es liegt inzwischen alles klar auf der Hand, was angerichtet wurde.

  29. HDW
    17. Juli 2012 08:45

    Zu den geraubten Goldvorräten ist zu sagen, dass man damit zu dem Zeitpunkt eher noch KdF für die Massen finanziert hat (1938) als Rüstung (Götz Aly)! Und wenn schon Rüstung mit österreichischen Ressourcen muss man sagen, dass gerade die Nachkriegsgeneration und wir noch heute, zynischerweise von den Reichswerken Hermann Göring und der Autoindustrie F.Porsches und Piechs, partizipierten und als Zulieferer partizipieren! Trotz Versuchs der österreichischen Linken (Waldbrunner, Broda und Co. diese wie Ulbricht, Pieck und Grotewohl in der DDR zu vergesellschaften)
    Im übrigen zeigt das nur den parasitären Charakter des populistischen Sozialismus, der im Extremfall auch über Leichen geht! (Grosskapitalisten wie Parvus Helphand, Armand Hammer oder Erwin Schlaff allerdings verdienen in jedem Fall dabei, auch nicht Pc)
    Im Gegensatz dazu Gesellschasftskörper wie die Schweiz oder die Flüchtlingsstaaten wie das frühe Israel oder Hong Kong als Beweis für die historisch sehr fundierte Geschichtstheorie Arnold Toynbees von "challenge und response": Jede schwierige Situation wird durch Verbesserung der eigenen Qualität beantwortet!

  30. Johann Scheiber
    17. Juli 2012 08:41

    Spanien ist der unbestrittene Olymp der nach der Geldreligion zweitgrößten Weltreligion, nämlich Fußball. Ich finde es von AU ziemlich schnöde, dass er in solchen Notzeiten, in denen religiöser Halt so wichtig ist, den spanischen Göttern ans Zeug flickt!

  31. knieriem
    17. Juli 2012 08:23

    Hauptsache, das Ding bekommt einen Namen, der von den Sozialisten wegzeigt.

  32. knieriem
    17. Juli 2012 08:04

    [... Mit anderen Worten: Europa hat mit all dem vielen Geld für Griechenland nicht dessen Wettbewerbsfähigkeit erhöht, sondern gesenkt ...]

    Ein typischer Fall von "Verhaustierung". Ein Phänomen, das zumindest unseren Damen und Herrn Politikern aus den Anfangszeiten der "Entwicklungshilfe" sattsam bekannt sein müsste. Ist es aber nicht, denn - wie schon die alten Römer wussten - Panem bringt Wähler und Circenses noch ein paar mehr!

    [... Das hat auch die österreichische und deutsche Nachkriegsgeneration aus dem Jahr 1945 gelernt ...]

    Hallo!? Das mit der deutschen Nachkriegsgeneration - und hier wäre es einmal ausnahmsweise angebracht, die besondere Rolle der Frauen hervorzuheben - stimmt ja nach allem was man weiß. Aber bei uns in Bagdad musste meine Mutter (u.a.) Kartoffel stehlen, um mich durchzufüttern, während die entnazifizierten Parteimitglieder sich zu heimlichen Widerständlern umdeklarierten oder sich anderswie "Persilscheine" abholten und im übrigen in erprobten und weiterbestehenden Netzwerken einen schwunghaften Schleichhandel betrieben.
    Und unser "Wiederaufbau" begann erst zu laufen, als man in Deutschland schon vom Wirtschaftswunder zu sprechen begonnen hatte.

    Und was die "geheime" Staatsfinanzierung anbelangt, so plaudere ich sicher kein Geheimnis aus wenn ich mitteile, dass die schon immer auf Ausplünderung derer, von denen gerade etwas zu holen war, beruhte. Neu daran ist nur, dass neuerdings auch die "Finanzindustrie" (Dank dem genialen "Fiat Money") Wege gefunden hat, Geld zu "produzieren" - und zwar zu Lasten jener vielen (nicht sozialistisch geschulten) Trottel, die immer noch der Religion anhängen, dass man für sein eigenes Leben verantwortlich ist, was unweigerlich den Leistungszwang nach sich zieht.

    Die anderen - und das sind insbesonders jene, welche ein Bisschen Ökonomie und ganz viel Psychologie (in Form von Politik) verstanden haben - beschränken sich darauf, die für das beliebig vermehrbare Fiatgeld einzig nötige Voraussetzung zu schaffen: Vertrauen - auch wenn's blind sein sollte.

  33. Anton Volpini
    17. Juli 2012 07:25

    Und wieder ein Vergleich mit Hitler-Deutschland, der durchaus angebracht ist.

    Während damals aber zur Geldbeschaffung physische Gewalt notwendig war, spielt man es heute viel raffinierter. Unterstützt durch die heutige Technik, betreibt das staatlich mißbrauchte Gewaltmonopol zusammen mit der Großfinanz unter Anleitung der Notenbanken ein perpetuum mobile, das jeden Erfinder vor Neid erblassen läßt.
    Und zur Krönung hat man sich eine systemrelevante Bad-Bank, den ESM einfallen lassen.
    Ludwig v. Mises schau ober, Du wirst das nicht packen!!

  34. Observer
    17. Juli 2012 07:06

    Bei solchen Gaunereien gehören immer zwei Partner: einer der die "gute Idee" hat und eine Falle stellt und ein anderer, der hineinfällt bzw. sich es gefallen lässt. Daher sind aus meiner Überzeugung auch die Geldgeber (besonders EU-Brüssel) an den Pranger zu stellen.
    Gibt es nicht auch den Strafbestand "Verleitung/Anstiftung zum Diebstahl"?

    • knieriem
      17. Juli 2012 08:20

      [... Gibt es nicht auch den Strafbestand "Verleitung/Anstiftung zum Diebstahl"?]

      Ja, den gibt es! Aber der Tatbestand "Anstiftung zur Verblödung" ist undefiniert und fällt unter den ethologischen der Begriff "Verhaustierung".

  35. contra
    17. Juli 2012 00:57

    Wenn man bedenkt, daß beim Zerfall Jugoslawiens Slowenien DER wirtschaftliche Vorzeigestaat war und jetzt zum nächsten Pleitekandidaten zählt, dann muß man sich ernstlich fragen, welchen Vorzeigestaat von heute es morgen treffen wird?
    Hat man womöglich auch hier gefälscht, frisiert und schöngeredet und wo fliegt die nächste Tarnung und Täuschung auf?
    Aber solange sich das dumme, nordische Rindvieh melken läßt, spielt die Vettern- und Mißwirtschaft bei den PIGSZS doch keine Rolle!

    P.S.: "...................(vom Rapid-Skandal sollten wir freilich auch nicht reden: Hat doch der Klub von der Eurofighter-Firma ganz ohne Gegenleistung vier Millionen Euro entgegengenommen, wohinter sich mit Wahrscheinlichkeit die Bestechung einer Partei verbirgt)."

    Wo bleibt da der investigative Journalismus, die breitgetretene Berichterstattung der Medien bzw. die Einsetzung einer SOKO Eurofighter-Rapid?
    Irgendwann kommt aber sicher die Wahrheit ans Licht = es war natürlich das "System Haider", eh kloa!

    • knieriem
      17. Juli 2012 08:26

      Hauptsache, das Ding bekommt einen Namen, der von den Sozialisten wegzeigt.

    • Josef Maierhofer
      17. Juli 2012 14:24

      @ contra

      ... und das System Faymann ... das hat höhere Umsätze ...

    • Undine
      17. Juli 2012 16:47

      @contra

      *****!

      Weil Sie gerade den Zerfall Jugoslawiens erwähnen: Heute konnte man im Mittagsjournal vernehmen, daß sich in den mittlerweile selbstständig gewordenen Teilen eine TITO-Nostalgie breitmacht! Ausgerechnet ein einstiger Partisanenführer kam zu Wort und sprach sich in lobenden Worten über diesen Massenmörder aus. Ach ja, die haben ja kein Verbotsgesetz! Aber so viel ich weiß, genießen ja Titos Mörderbanden in manchen Bevölkerungsschichten Ös großes Ansehen; sogar Orden wurden an diese Mörder verschleudert.

    • Freibetto
      17. Juli 2012 22:53

      10 x drei Sterne die sich Contra oder besser Libertus selbst gegeben hat.
      Beachtenswerte Leistung!

    • M.S.
      18. Juli 2012 08:59

      @contra

      Gibt es nicht im Zentrum Mitteleuropas ein von seiner Regierung großmundig als Vorzeigestaat betiteltes Territorium, das sich bald zu den PIGSFÖ-Staaten zählen wird?





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