Eurocrash voraus

Lesezeit: 6:00

Noch heuchelt die politische Elite der EU Optimismus hinsichtlich der Zukunft des von ihr verordneten, gemeinschaftlichen Zwangsgeldes. Indessen mehren sich die Signale, dass es – all ihrem kostspieligen Aktionismus zum Trotz – demnächst zum Untergang dieses historisch beispiellosen Währungsexperiments kommen könnte. Das ist durchaus kein Grund zur Panik, denn – anders als uns die Regierenden unter Beschwörung der behaupteten „Alternativlosigkeit“ des ungeliebten Esperantogeldes weismachen wollen – wird das weder ein Ende Europas, noch des Friedens daselbst bedeuten – eher im Gegenteil.

Es ist daher angebracht, sich langsam Gedanken über die „Zeit danach“ zu machen – auch wenn es den Regierenden und den Zentralbankern gelingen sollte, das zur Groteske entartete „Wir-retten-den-Euro-Drama“ noch eine Weile auf dem Spielplan zu halten. Wie soll es weitergehen? Kann Europa, nachdem das monopolisierte Schuldgeldsystem ein wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Trümmerfeld produziert hat, zu „echtem“ Geld zurückkehren? Und – wenn ja – wie sollte es beschaffen sein?

Antworten auf diese Fragen zu finden, ist deshalb so schwierig, weil auf dem Boden des real existierenden Wohlfahrtsstaates politisch durchsetzbare Lösungen keine nachhaltigen Ergebnisse zeitigen können, ökonomisch richtige Lösungen aber nicht mehrheitsfähig sind. Zu lange haben die führenden Köpfe in Banken und Regierungen das Volk darauf konditioniert, jederzeit auf Knopfdruck „billiges Geld“ zur Finanzierung schier jeden Unfugs abrufen zu können. Und Süchtige sind bekanntlich schwer zu entwöhnen.

Trotzdem sei hier der Versuch unternommen, ein nachhaltig funktionierendes Geldsystem – allerdings ohne Rücksicht auf die Wahrscheinlichkeit seiner Umsetzung – zu skizzieren.

Die neoklassische Wirtschaftstheorie – insbesondere die bis heute tonangebende Fraktion der (Neo-)Keynesianer – hat das Fundament für die gegenwärtige Krise gelegt. Schließlich hat die von ihr propagierte Methode, Geld nach dem Gusto der Regierenden aus dem Nichts zu schöpfen, die Welt dahin geführt, wo sie heute steht: An den Rand des Abgrunds. Sparer als Volksschädlinge zu denunzieren, die durch ihr Verhalten die Wirtschaft ruinieren; kreditfinanzierten Konsum zur Kardinaltugend und den goldenen Weg zum Wohlstand hochzujubeln; das Auffressen der buchstäblich letzten Reserven zu propagieren, um die Illusion scheinbar mühelos zu schaffenden Überflusses aufrechtzuerhalten; das hat´s, wie Herr Hinz und Frau Kunz soeben auf die harte Tour lernen müssen, nicht gebracht. Zahltag!

Von den Protagonisten der beschriebenen Voodoo-Ökonomie – in welcher Bank oder geschützten (steuerfinanzierten) Werkstätte sie auch immer hocken mögen – ist daher keine plausible Antwort auf die Frage nach dem „richtigen“ Geldsystem zu erwarten. Denn sie alle gehören, dank des nach R. Cantillon benannten Umverteilungseffekts der monopolisierten Geldproduktion, zu den bis in die Haarspitzen korrupten Profiteuren dieses Systems. Fündig wird man dagegen bei der im Zuge des vollständigen Bankrotts der Mainstreamökonomie einen regelrechten Popularitätsschub erlebenden „Österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre.“

Ein Blick auf die Geschichte der Geldes zeigt, wo der Hase im Pfeffer liegt: Einerseits ist es die staatliche Monopolisierung der Geldproduktion, andererseits die den Regierungen, dank der Abkehr von jeglicher Warenbindung und die Einführung der Teilreservehaltung der Geschäftsbanken, in die Hand gegebene Möglichkeit zur theoretisch unbegrenzten Ausweitung der Geld- und Kreditmenge.

(Literaturempfehlungen:
http://www.amazon.de/Ethik-Geldproduktion-Edition-Sonderwege-H%C3%BClsmann/dp/3937801197
http://www.amazon.de/Die-Trag%C3%B6die-Euro-System-zerst%C3%B6rt/dp/3898796701
http://www.amazon.com/Money-Bank-Credit-Economic-Cycles/dp/0945466390 ).

Um zu einem soliden Geldsystem zu kommen, ist zweierlei unerlässlich: Eine „Entstaatlichung des Geldes“ (wie von F. A. Hayek 1990 gefordert) und/oder eine Gelddeckung durch eine allgemein begehrte, „werthaltige“ Ware (z. B. Gold). Papiergeld würde in diesem Fall (wieder) den Charakter eines „Depotscheines“ annehmen.

Die „Austrian School“ kennt also zwei Modelle: Einmal das Hayek´sche, das private, miteinander konkurrierende Währungen vorsieht (das in seinem Buch „Denationalisation of Money“ präsentiert wird. Gratisdownload: http://mises.org/books/denationalisation.pdf). Der auf dem Markt stattfindende „Entdeckungsprozess“ sorgt dafür, dass das beste Geld davon, dasjenige nämlich, dem die Geldbenutzer am ehesten vertrauen, sich am Ende durchsetzt, bzw. die größten Marktanteile erringt. Betrugsversuche, z. B. durch eine hemmungslose Herausgabe von Noten, würden vom Publikum nicht hingenommen werden, da – anders als im Falle eines zwangsbewehrten, staatlichen Monopolgeldes – jederzeit Alternativen zur Verfügung stünden.

Zum anderen das 1963 von Murray Rothbard präsentierte, einer zu 100 Prozent durch Gold gedeckten Währung, wie er es in seinem Buch „What has Government Done to Our Money?“ gefordert hat. (Gratisdownload: http://mises.org/books/whathasgovernmentdone.pdf.)

In beiden Fällen haben die Regierenden keine Möglichkeit, sich durch ungebremste Geldproduktion (Inflation) am Eigentum ihrer Untertanen, namentlich dem der Sparer, zu vergreifen. Beim Hayek-Modell würden nicht länger die Büttel des Leviathans, in Gestalt von Notenbankern, sondern der Markt die Geldmenge limitieren; Im Rothbard´schen das (Förder-) Potential der Goldminen.

Die „Stock to Flow-Ratio“ (das Verhältnis der bereits existierenden zur laufend geförderten Menge) von Gold würde das Geldmengenwachstum auf etwa 1,5 Prozent p. a. begrenzen. Das ist die jährlich geförderte Menge, gemessen am bereits vorhandenen Bestand. Dieser (50 Prozent davon wurden in den letzten 50 Jahren aus dem Boden geholt) beläuft sich gegenwärtig auf rund 165.000 Tonnen (was einem Würfel von etwa 20m Seitenlänge entspricht). Die Jahresproduktion beträgt gegenwärtig rund 2.500 Tonnen – Tendenz fallend. Gold ist rar und nicht beliebig vermehrbar. Eine galoppierende Geldentwertung, wie wir sie heute kennen, wäre daher unmöglich. Hyperinflationen würden der Geschichte angehören.

Die dadurch verlorene Möglichkeit zur (betrügerischen) Manipulation aber garantiert den erbitterten Widerstand der politischen Klasse, die, wie J. M. Keynes, goldgedecktes Geld gerne als „barbarisches Relikt“ verunglimpft. Da das Wesen moderner Demokratien in der systematischen Verletzung von Eigentumsrechten – der Umverteilung des Wohlstands von Produktiven zu Unproduktiven – besteht, ist deren Festhalten am beliebig produzierbaren, nur durch heiße Luft gedeckten Papiergeld, tatsächlich „alternativlos“.

An die Einführung eines von privaten Produzenten herausgegebenen, nichtmonopolisierten Fiat-Money, oder (die nach Meinung des Autors solideste aller Varianten) eines Warengeldes – am besten des Goldstandards mit 100prozentiger Notendeckung – ist ohne eine tiefgreifende Änderung des politischen Systems nicht zu denken. Solange Regierungen nicht von Bürgern bestimmt werden, die für die Gesellschaft die wertvollsten Leistungen erbringen, sondern von denjenigen Parteien, welche die größte Wählerzahl repräsentieren, ist eine Abkehr vom herrschenden Schwundgeldprinzip nicht durchsetzbar.

Je größer (und verantwortungsloser) der Kreis der Wahlberechtigten, desto mieser das Geld! Die langfristige Abwesenheit wertbeständiger Zahlungsmittel indes steigert die Zeitpräferenz, reduziert die Bereitschaft zu sparen, behindert die Kapitalakkumulation und reduziert damit den künftigen Wohlstand. Ohne radikalen Systemwechsel scheint die Tendenz zur langfristigen materiellen Verarmung demokratischer Gesellschaften folglich unvermeidlich…

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2012 23:17

    Vielen Dank für diese weitere brillante Analyse, aus der sich im Endeffekt ergibt, daß unsere Demokratie der größte Feind des Zahlungsmittels Geld darstellt.

    Der falsche Weg, welcher schon vor langer Zeit eingeschlagen wurde, scheint ohne diesen von vielen Seiten bereits erwarteten "Eurocrash" eher ausweglos.

    Regierende Politiker flüstern hinter vorgehaltener Hand, daß sie - ehe sie den Euro den Bach runtergehen lassen - lieber hemmungslos die Gelddruckmaschinen anwerfen, dann heißt es auch für die Demokratie hopp oder dropp, weil es zu zwischenkriegsähnliche Zustände kommen könnte. Es wird noch überaus spannend.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juni 2012 22:17

    Die Griechenlandwahl ist geschlagen und es geht weiter mit dem Schrecken ohne Ende, anstatt umgekehrt.

    Das wird noch sehr heiß!

  3. Ausgezeichneter KommentatorMarie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Juni 2012 22:22

    Wie wir gesehen haben, die Griechen wollen lieber alimentiert werden. Wo soll das hinführen? Keineswegs in eine gute Zukunft Europas.
    Aber die Eliten jubeln.

  4. Ausgezeichneter KommentatorMarie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2012 08:34

    Heute Abend werden wir erleben wie die Griechen abgestimmt haben.
    Werden sie sich an die Warnungen von Juncker gehalten haben oder haben sie gegen den Sparkurs gestimmt.

    Erst dann werden wir zumindest die Richtung erahnen können wohin Europa unterwegs ist.
    Die Unklarheit und die völlig diametralen Meldungen was geschehen könnte machen es einem nicht leichter. Ein Schnitt ist notwendig, aus Klarheit kann Neues geboren werden. Mit allen Konsequenzen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juni 2012 08:19

    Wie immer ein höchst wertvoller Artikel.
    Mich schmerzt bloß, daß der volltrottelige Schwachsinn, den die Linken wie das Evangelium verzapfen mit Keynes gleichgesetzt wird. Man kann das höchstens als VULGÄRKENYSIANISMUS bezeichnen oder aber auch: Keynes für Sonderschüler.(Ob die Linken deshalb die Einheitsschule wollen ?
    Der Goldstandard seinerseits hat nämlich auch die Schwäche, daß einerseits die Goldmenge über die Wirtschaftskraft hinausschießt ( Spanien nach der Entdeckung von Südamerika) und Inflation entsteht, andererseits aber die Wirtschaftskraft generell über die Goldmenge hinauswächst und die entsprechende Deflation das Wirtschaftswachstum abwürgt.
    Amusant ist jedenfalls die nette Anekdote von den Flugzeugen voll Dollarnoten, die de Gaule nach Washington schicken wollte um sie in Gold umzutauschen. So schnell war der Goldstandard wohl noch nie aufgehoben worden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2012 02:49

    Mich wundert immer wieder, daß verfassungswidrige Institutionen wie EZB und nationale Notenbanken überhaupt möglich wurden und hingenommen werden, ohne von Ökonomen massiv kritisiert und von Verfassungsgerichten umgehend kassiert zu werden.

    "Vorrangiges Ziel", "Hauptaufgabe" aller Notenbanken ist die "Gewährleistung" sogenannter "Preisstabilität".
    So steht es in allen Gesetzen, Verträgen, Satzungen, die diese ehrenwerte Gesellschaft betreffen.
    Das damit angestrebte, allumfassende Preisdiktat, die generelle Behinderung und Verhinderung von Marktpreisen ist als sog. "Geldpolitik" nur dürftig getarnt.

    Wer nicht erkennt, daß die Einrichtung von Notenbanken eine offene, völlig ungenierte Kriegserklärung an die Marktwirtschaft ist, den kann man zumindest in juristischen und ökonomischen Kreisen nicht mehr ernst nehmen. Daß Preisschwankungen anstelle "stabiler Preise" das eigentliche Wesen und Lebenselixier einer funktionierenden Marktwirtschaft ausmachen, wird man hoffentlich allenfalls blutigen Anfängern erklären müssen.

    Kostprobe aus der Satzung des "Europäischen Systems der Zentralbanken" (ESZB):

    ZIELE UND AUFGABEN DES ESZB
    Artikel 2 Ziele
    Nach Artikel 105 Absatz 1 dieses Vertrags ist es das vorrangige Ziel des ESZB, die Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist,...


    http://www.ecb.int/ecb/legal/pdf/de_statute_2.pdf

    Noch offener, ungenierter, dreister und frecher läßt sich die Kampfansage an Freiheit und Marktwirtschaft und damit die klar verfassungsfeindliche, sozialistische Zielsetzung des ESZB nicht formulieren. Wie alle Sozialismen richtet das mit Verlogenheiten über Privatbanken, "Spekulanten", "Wirtschaft", "internationale Konzerne" (igitt!) gespickte Unterfangen erst einmal verheerende Schäden an bis es eines Tages unter Hinterlassung eines riesigen Scherbenhaufens endgültig scheitert.

    Die absolute Geldmenge ist absolut belanglos, deren ständige Manipulation Gift. Die gerade vorhandene Geldmenge hat unverändert zu bleiben. Das weiß man mindestens seit David Hume (1711-1776).

    Staaten haben Geldfälschungen zu verhindern. Unter Mißbrauch dieses Auftrags sind sie zu den größten Geldfälschern aller Zeiten mutiert.
    Notenbanken und "Geldpolitik" gehören abgeschafft.

    Der Euro darf bleiben (in auf immerdar unveränderbarer Menge, was erst nach Abschaffung der Notenbanken mit ihrer "Lizenz zur Geldfälschung" gewährleistet ist).

    xRatio

  7. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    1x Ausgezeichneter Kommentar

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juni 2012 02:49

    Mich wundert immer wieder, daß verfassungswidrige Institutionen wie EZB und nationale Notenbanken überhaupt möglich wurden und hingenommen werden, ohne von Ökonomen massiv kritisiert und von Verfassungsgerichten umgehend kassiert zu werden.

    "Vorrangiges Ziel", "Hauptaufgabe" aller Notenbanken ist die "Gewährleistung" sogenannter "Preisstabilität".
    So steht es in allen Gesetzen, Verträgen, Satzungen, die diese ehrenwerte Gesellschaft betreffen.
    Das damit angestrebte, allumfassende Preisdiktat, die generelle Behinderung und Verhinderung von Marktpreisen ist als sog. "Geldpolitik" nur dürftig getarnt.

    Wer nicht erkennt, daß die Einrichtung von Notenbanken eine offene, völlig ungenierte Kriegserklärung an die Marktwirtschaft ist, den kann man zumindest in juristischen und ökonomischen Kreisen nicht mehr ernst nehmen. Daß Preisschwankungen anstelle "stabiler Preise" das eigentliche Wesen und Lebenselixier einer funktionierenden Marktwirtschaft ausmachen, wird man hoffentlich allenfalls blutigen Anfängern erklären müssen.

    Kostprobe aus der Satzung des "Europäischen Systems der Zentralbanken" (ESZB):

    ZIELE UND AUFGABEN DES ESZB
    Artikel 2 Ziele
    Nach Artikel 105 Absatz 1 dieses Vertrags ist es das vorrangige Ziel des ESZB, die Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist,...


    http://www.ecb.int/ecb/legal/pdf/de_statute_2.pdf

    Noch offener, ungenierter, dreister und frecher läßt sich die Kampfansage an Freiheit und Marktwirtschaft und damit die klar verfassungsfeindliche, sozialistische Zielsetzung des ESZB nicht formulieren. Wie alle Sozialismen richtet das mit Verlogenheiten über Privatbanken, "Spekulanten", "Wirtschaft", "internationale Konzerne" (igitt!) gespickte Unterfangen erst einmal verheerende Schäden an bis es eines Tages unter Hinterlassung eines riesigen Scherbenhaufens endgültig scheitert.

    Die absolute Geldmenge ist absolut belanglos, deren ständige Manipulation Gift. Die gerade vorhandene Geldmenge hat unverändert zu bleiben. Das weiß man mindestens seit David Hume (1711-1776).

    Staaten haben Geldfälschungen zu verhindern. Unter Mißbrauch dieses Auftrags sind sie zu den größten Geldfälschern aller Zeiten mutiert.
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    xRatio


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  11. xRatio (kein Partner)
    26. Juni 2012 13:04

    Die weltweit beliebtesten Betrugsmanöver ranken sich um "Geld" und die sog. "Inflationsrate" (womit in Wahrheit die Teuerungsrate gemeint ist).

    Denn:

    1. Die Zusammensetzung des dafür benötigten sog. "Warenkorbs" ist nicht objektivierbar, somit blanke Willkür.

    2. Vollkommen ausgeschlossen, Preisänderungen die auf Qualitätsänderungen beruhen, adäquat zu erfassen.

    3. "Allgemein steigen" können alle Preise bei konstanter Geldmenge unmöglich. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, da eine erhöhte Nachfrage hier zwingend mit einer verringerten Nachfrage dort einhergehen muß.

    Das sind bereits 3 rein logische, somit absolut unwiderlegliche Argumente.
    Jedes für sich allein genügt, das offizielle "Inflations"-Gelaber als (strunzdummen oder halt vorsätzlichen) Volksbetrug pur zu entlarven.

    ----------------------

    Was immer und überall exakt festgestellt werden könnte, ist die Entwicklung der Geldmenge, da hierfür allein die Notenbankster verantwortlich zeichnen.

    Doch über die Geldmenge (etwa der Euros) wird nicht nur keine Rechenschaft abgelegt, hier werden ganz bewußt falsche Spuren gleich serienweise gelegt:

    "Mx-Geldmengen" (zudem im Plural!), "Geldschöpfung" (durch Privatbanken!), "Umlaufgeschwindigkeit" und ähnliche Grotesken.

    Der EZB wurde nachgewiesen, daß sie die von ihr produzierte Geldmenge durch
    Bilanzfälschung in Billionenhöhe !!
    verschleiert.

    Weder die EZB noch ihre Waschanstalt PWC waren imstande, diese Feststellungen zu widerlegen.

    Die Astrologen- und Hurenzunft der "Volkswirte" bewirtet das Volk allein und ausschließlich mit Lug und Trug. Von dieser Pseudowissenschaft gibt es keine einzige Aussage von Belang, die wissenschaftlicher Nachprüfung standhält. Keine einzige!

    Aber die meisten glauben halt, was sie nicht verstehen, je absurder umso eher: Credo quia absurdum.
    Folgerichtiges Konzept der Rattenfänger: Hand auf's Herz und frisch gelogen.

    xRatio

  12. Dr. Dieter Zakel MA
  13. xRatio (kein Partner)
    21. Juni 2012 12:27

    Folgendes gepostet in einem Thread, in dem man bewundern kann, wohin ein eifrig geschürter Kollektivwahn führt, an dem auch der Herr Tögel nicht ganz unschuldig war (oder immer noch?) ist.
    Ernst gemeinte Behauptung u.a.: "Der Euro liefert uns dem Antichristen aus."
    http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/werft-die-maerkte-doch-ins-gefaengnis/
    ------------------------

    Kleiner Tip
    (nur für jene, die noch nicht vollkommen ausgerastet sind)

    Wer sich mal ganz einfach an einer Definition von "Geld" versucht, kommt wohl von selbst auf die Idee, daß das eine Ware wie andere ist.

    Da diese Ware "meist" nur zum Zwecke des Tausches verwendet wird, legt jeder Benutzer Wert darauf,
    daß deren Menge knapp ist und bleibt, also dauerhaft unverändert bleibt.

    Wasser und Luft sind dafür weniger geeignet. :-)
    Gold, obwohl durch Schürfen vermehrbar, schon eher.

    Am besten, weil am einfachsten, geht's aus ziemlich banalen praktischen Gründen mit "fälschungssicher" (=nicht vermehrbar) bedruckten Papierchen, z.B. mit unseren geliebten Euros.

    Vorausgesetzt natürlich, daß der Hersteller dieser Papierl deren Menge ein für allemal unverändert läßt.

    Mehr ist zum großen Mysterium "Geld" eigentlich nicht zu sagen.

    Näheres für "Experten" :-) (Dieser Thread)
    http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/eurocrash-voraus/

    xRatio

  14. xRatio (kein Partner)
    20. Juni 2012 00:32

    Weil es hier paßt auch hier:

    Offener Brief (noch nicht beantwortet):

    EZB-Bilanz/Saldierungen/Geldmenge

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Norbert Winkeljohann,

    ich wende mich an Sie in Ihrer Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PWC).

    In der von der PWC geprüften Bilanz der EZB für 2011 sind Forderungen und Verbindlichkeiten aus TARGET2 in Höhe von mehreren hundert Milliarden Euro nur saldiert ausgewiesen, also im wesentlichen wegsaldiert (Posten "Intra-Eurosystem-Forderungen").

    Meine Anfrage, wie sich das mit dem Saldierungsverbot der GoB verträgt, wurde von der EZB trotz mehrfacher Nachfrage mit Schweigen beantwortet, meiner Feststellung, daß diese Saldierungen also auch nach Meinung der EZB unzulässig sind, nicht widersprochen.

    Somit ist davon auszugehen, daß die EZB-Bilanz selbst nach Meinung der EZB durch die PWC nicht als ordnungsgemäß hätte akzeptiert werden dürfen, was mit Schreiben der PWC vom 29.02.2012 aber gleichwohl geschehen ist.

    Euro-Geldmenge:

    Unter "Euro-Geldmenge" verstehen sich Geldscheine, Münzen sowie Forderungen gegen Notenbanken auf (im Bedarfsfall ggf. noch zu produzierende) Geldscheine/Münzen (von der EZB so bezeichnete "Basisgeldmenge").

    Nachvollziehbar ausgewiesen ist (in der Bilanz des ESZB) lediglich die Summe der ausgegebenen Geldscheine (erster Passivposten).
    Euros, die nur in Form von Forderungen gegen EZB bzw. ESZB existieren, sind aus den Bilanzen nicht zu entnehmen.

    Dies, obwohl die Geldproduktion das mit Abstand wichtigste Spezifikum einer Notenbank ist !!

    Bevor ich wegen dieser doch wohl recht zahlreichen und äußerst gravierenden Verstöße gegen die GoB weitere Schritte wissenschaftlicher, politischer und rechtlicher Art in Erwägung ziehe, gebe ich Ihnen nach dem guten alten Grundsatz "Audiatur et altera pars" Gelegenheit zur Stellungnahme und verbinde das mit der höflichen Bitte, mir diese baldmöglichst zukommen zu lassen.

    Um Mißverständnisse auzuschließen:
    Meine Fragen sind grundsätzlich und daher sehr einfach, quasi rein buchhalterisch gemeint.

    Volkswirtschaftliche Statistiken und Spekulationen oder sonstige außerbilanzielle Dinge, wie die sogenannten Mx "Geldmengen" interessieren nicht und können außen vor bleiben. Euros im angefragten Sinne gibt es nur einmal, vermehren/vermindern kann deren Menge nur eine Notenbank, nicht irgendeine (angeblich "geldschöpfende") Privatbank.

    Hochachtungsvoll
    (xRatio)

  15. libertus
    19. Juni 2012 22:17

    Die Griechenlandwahl ist geschlagen und es geht weiter mit dem Schrecken ohne Ende, anstatt umgekehrt.

    Das wird noch sehr heiß!

  16. Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    18. Juni 2012 22:22

    Wie wir gesehen haben, die Griechen wollen lieber alimentiert werden. Wo soll das hinführen? Keineswegs in eine gute Zukunft Europas.
    Aber die Eliten jubeln.

  17. Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette
    17. Juni 2012 08:34

    Heute Abend werden wir erleben wie die Griechen abgestimmt haben.
    Werden sie sich an die Warnungen von Juncker gehalten haben oder haben sie gegen den Sparkurs gestimmt.

    Erst dann werden wir zumindest die Richtung erahnen können wohin Europa unterwegs ist.
    Die Unklarheit und die völlig diametralen Meldungen was geschehen könnte machen es einem nicht leichter. Ein Schnitt ist notwendig, aus Klarheit kann Neues geboren werden. Mit allen Konsequenzen.

  18. xRatio (kein Partner)
    17. Juni 2012 03:12

    Sehr geehrter Herr Tögel,

    schätze Sie nun schon seit vielen Jahren als herausragenden Autor in politischen und ökonomischen Fragen. Was Sie schreiben ist eigentlich alles in der Kategorie Spitzenklasse.

    Worin ich Ihnen niemals folgen konnte, waren Ihre geldtheoretischen und "geldpolitischen" Vorstellungen, die Sie -gängigen Ansichten folgend- hier mal wieder in zwei Artikeln ausgebreitet haben. Ist zwar alles viel besser als das sonst übliche Gewäsch, im Grundsätzlichen aber trotzdem noch schief und fehlerhaft.

    Die sonst hervorragende Wiener Schule (Mises, Rothbard etc.pp.) ist in diesem Zusammenhang nicht besser als die übrige Voodoo-VWL, da auch Mises & Co. immer noch die Mär vom sog. "Zirkulationskredit" herunterbetet und damit die vollkommen absurde Ansicht nährt, auch Privatbanken könnten Euros vermehren ("schöpfen" wie es gern vernebelnd heißt). Außerdem fordert man "Golddeckung" von Papiergeld, ohne die sich logisch notwendig stellende Frage zu beantworten, wodurch denn Gold "gedeckt" ist.

    Sie täten meiner unmaßgeblichen Meinung nach gut daran, doch mal einen ganz neuen Denkansatz zu wagen und sich mal SEHR INTENSIV mit der Idee zu befassen, daß Geld, und zwar in JEDER Hinsicht

    eine Ware wie jede andere ist.

    "Geld" wie auch immer es aussieht, hat zwar meist keinen sonderlichen "Eigenwert", aber einen (wie auch sonst: mengenabhängigen) "Tauschwert".

    Ggf. fragen Sie sich doch einfach mal quasi umgekehrt, ob am sog. "Geld" wohl irgendetwas "dran" ist, was nicht
    absolut uneingeschränkt dem "Gesetz" von Angebot und Nachfrage
    unterliegt.
    Oder warum zumindest seit Römerzeiten Kauf und Tausch rechtlich auch heute noch absolut identisch behandelt werden.

    Was aus der Einsicht, daß Geld eine Ware wie jede andere ist, im Grundsatz wie im Detail folgt, nämlich alles, brauche ich Ihnen gegenüber nicht weiter auszuführen.

    Nach wie vor gilt unverändert, daß wir den Euro (wie Sie ja auch mal meinten) ganz gut gebrauchen können.
    Aus rein technischen Gründen (zwecks Vermeidung der lächerlichen Umrechnereien und Umtauschereien etc).
    In ganz Europa !!

    Mit "Bail-outs" etc.pp. haben Währungen als Waren wie alle anderen rein gar nichts zu tun.

    Daß man derart -sorry- kuriose Verbote und Gebote statuiert hat, beweist nur, daß man genau das Gegenteil vorhatte und in Wahrheit unter Mißbrauch der Notenbanken und ihrer Druckerpresse auf eine sozialistische Transfer- und Haftungsunion (Fernziel: EUdSSR) hinauswollte und hinauswill.

    Die Geldmenge muß auf ewig unverändert bleiben (was die Forderung nach Abschaffung der somit völlig überflüssigen und wegen ihrer "Geldpolitik" verheerenden Notenbanken impliziert).

    Konstante Geldmengen über Gold o.dgl. erreichen zu wollen, ist mit Verlaub genauso abwegig wie es das System von Bretton Woods war.

    Beste Grüße
    xRatio

    • ambrosius
      17. Juni 2012 06:45

      Der Goldstandard ist gescheitert, weil er " aus politischen Sachzwängen" heraus mißbraucht wurde, somit defacto kein Goldstandard mehr war.
      Bretton Wooods ist- ebenso wie die wohl schon vergessene "Schlange" in Europa-
      sind gescheitert, weil beides " aus politischen Sachzwängen" heraus nicht den wirtschaftlichen Fehlentwicklungen angepasst werde,werden konnte.
      Das passiert mit den besten Geldtheorien ebenso wie mit den besten Staaatstheorien.
      Wenn Politiker und Volk nicht bereit sind oder intellektuell nicht in der Lage sind, sich nach den Sqachzwängen zu richten, dann scheitert jede Theorie, egal wie überlegt sie auch sein mag.

    • xRatio (kein Partner)
      17. Juni 2012 14:01

      Wahlspruch der Drahtzieher:

      „Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören, muss man ihr Geldwesen verwüsten.“ - Wladimir I. Lenin

    • Andreas Tögel
      17. Juni 2012 17:17

      Verehrter xRatio,
      danke einerseits für die Blumen, andererseits für Ihre konstruktive Kritik.
      Allerdings sehe ich hinsichtlich der Geldtheorie keine nennenswerten Differenzen zwischen Ihrer Position und jener der von mir vertretenen, "österreichischen".

      Die Geldschöpfungskapazität der Geschäftsbanken resultiert aus dem Teilreserveprinzip. Wenn - bei 10% Deckungserfordernis - aus 10 GE 100 GE werden, dann handelt es sich dabei eben eindeutig um einen Akt der Geldschöpfung - auch wenn es sich dabei lediglich um Zahlen handelt, die einem Kreditnehmer aufs Konto gebucht werden. Wenn indessen eine bei der Bank deponierte Einlage "nur" zu 100% verliehen wird, verändert sich die Geldmenge nicht. Damit ist alles OK - dieser Kredit wird ja durch Sparen (Konsumverzicht) ermöglicht. Im ersteren Fall allerdings spricht Mises von einem aus dem Nichts geschaffenen "Zirkulkationskredit", den es bei vollem Deckungserfordernis nie gegeben haben würde. Ich kann darin keinen logischen Fehler entdecken.

      Was das "Goldgeld" angeht: Nicht nur ein Teil der Austrians befürwortet die Golddeckung. "Scipio" behauptet - wohl wider besseres Wissen - daß nur die "toten, alten" Österreicher solides Geld befürwortet hätten. Auch rezente (sogar recht junge) Gelehrte, wie Hülsmann, Bagus oder DeSoto tun das. Besonders interessant ist jedoch die Position eines gewissen Alan Greenspan, ehe er noch zum FED-Kapo und damit zum mächtigsten Geldfälscher der Welt avancierte: http://www.usagold.com/gildedopinion/greenspan.html - wer hätte das gedacht?

      Auch ein anderer, der Nähe zu den Austrians gewiß unverdächtiger Mann wie Thilo Sarrazin, den "Scipio" gewiß ebenso schätzt wie F. Romig, findet für den Goldstandard in seinem jüngsten Elaborat "Europa braucht den Euro nicht" (auf den Seiten 80 und 81) nur lobende Worte: "...war die bislang erfolgreichste Währungsunion die Dominanz des Goldstandards im 19. und frühen 20. Jahrhundert". Und er setzt fort: "Es gab kein Wechselkursrisiko (...) keine Kapitalverkehrskontrollen (...) wegen des fehlenden Inflationsrisikos war das Zinsniveaus sehr niedrig...", etc.

      Die Austrians schlagen Gold als "Geldanker" seiner physikalischen Eigenschaften und seiner Seltenheit vor. Sollte eine andere Ware den notwendigen Bedingungen, um gutes Geld zu sein, besser entsprechen, wäre nichts dagegen einzuwenden. Die Marktteilnehmer müssen es nur freiwillig akzeptieren - und alles ist in Butter. Entscheidend sind ferner die Bedingungen, seine willkürliche Vermehrbarkeit unmöglich zu machen und seine Produktion dem Staat zu entziehen.

      "Scipio" sitzt offensichtlich auf jenem Etatistendampfer, der im Begriff ist, mit Volldampf aufs Inflationsriff zu laufen. "Geld ist immer staatliches Geld" - was für eine haarsträubende Anmaßung! Geld stand schon Jahrhunderte lang in Verwendung, ehe der erste Mensch überhaupt wußte, was ein Staat ist. Und - aus welchem guten Grund sollten die Früchte der Arbeit eines Menschen (die in einer modernen, arbeitsteiligen Gesellschaft eben in Geld "geerntet" werden) staatlicher Willkür unterliegen?

      Der Entstehungszeitpunkt einer Theorie ist m. E. übrigens völlig irrelevant. Was zählt, ist nur ihr Erklärungsgehalt. Und an dem hat sich an Mises´ 100 Jahre alter Habilitationsschrift bis heute recht wenig geändert...

      Mit freundlichen Grüßen,
      A. Tögel

    • xRatio (kein Partner)
      17. Juni 2012 20:17

      Verehrter Herr Tögel,

      in Ihrer Antwort setzen Sie die "Geldschöpfungskapazität" der Privatbanken (bitte nicht "Geschäftsbanken") in Wahrheit bereits voraus.

      Das "Teilreserveprinzip" hat damit entgegen gängiger Propaganda
      rein gar nichts!! zu tun.

      Es vermehrt kein Geld, es VERRINGERT bloß die Möglichkeit es auszuleihen. Und das auch nur bei Banken. Allein dazu ist es übrigens gedacht.

      Natürlich "können" Sie, ich, jede Bank Geld WIE JEDES WIRTSCHAFTSGUT mehrfach verleihen.

      Sie können aber immer nur einen dieser Verträge erfüllen.

      Was machen Sie, wenn Sie dieselbe Wohnung, dasselbe Auto, dasselbe Geld mehrfach verleihen/vermieten??

      Wenn Sie den Tick raushaben, verraten Sie uns den doch gern einmal etwas präziser, wenn ich bitten darf.

      Ich würde, da nicht einmal "teilreservepflichtig", gleich 1 Milliarde auf einmal "schöpfen" (köstliches Wort).
      Mit NULL Kapital natürlich, oder wenn Sie wollen mit einem EK von 10 Cent.

      Wenn Sie das können, warum tun Sie es nicht???????

      Mit Ihrer Kritik an Scipio haben Sie natürlich recht.

      Auf meinen im Grunde einzigen, aber entscheidenden Einwand gehen Sie mit keinem Worte ein.

      Ich wiederhole: Geld ist eine Ware wie jede andere.
      Nicht mal drauf eingegangen sind Sie.

      Ist also unwiderlegt, also konzediert, daß Sie mitsamt all Ihren Autoritäten (die mir keineswegs unbekannt sind, unterschätzen Sie mich bloß nicht!)
      falsch liegen.

      Mit freundlichen Grüßen,
      xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juni 2012 00:46

      Hinweis:
      Anwort von Herrn Tögel und Fortsetzung der Diskussion weiter unten!

  19. xRatio (kein Partner)
    17. Juni 2012 02:49

    Mich wundert immer wieder, daß verfassungswidrige Institutionen wie EZB und nationale Notenbanken überhaupt möglich wurden und hingenommen werden, ohne von Ökonomen massiv kritisiert und von Verfassungsgerichten umgehend kassiert zu werden.

    "Vorrangiges Ziel", "Hauptaufgabe" aller Notenbanken ist die "Gewährleistung" sogenannter "Preisstabilität".
    So steht es in allen Gesetzen, Verträgen, Satzungen, die diese ehrenwerte Gesellschaft betreffen.
    Das damit angestrebte, allumfassende Preisdiktat, die generelle Behinderung und Verhinderung von Marktpreisen ist als sog. "Geldpolitik" nur dürftig getarnt.

    Wer nicht erkennt, daß die Einrichtung von Notenbanken eine offene, völlig ungenierte Kriegserklärung an die Marktwirtschaft ist, den kann man zumindest in juristischen und ökonomischen Kreisen nicht mehr ernst nehmen. Daß Preisschwankungen anstelle "stabiler Preise" das eigentliche Wesen und Lebenselixier einer funktionierenden Marktwirtschaft ausmachen, wird man hoffentlich allenfalls blutigen Anfängern erklären müssen.

    Kostprobe aus der Satzung des "Europäischen Systems der Zentralbanken" (ESZB):

    ZIELE UND AUFGABEN DES ESZB
    Artikel 2 Ziele
    Nach Artikel 105 Absatz 1 dieses Vertrags ist es das vorrangige Ziel des ESZB, die Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist,...


    http://www.ecb.int/ecb/legal/pdf/de_statute_2.pdf

    Noch offener, ungenierter, dreister und frecher läßt sich die Kampfansage an Freiheit und Marktwirtschaft und damit die klar verfassungsfeindliche, sozialistische Zielsetzung des ESZB nicht formulieren. Wie alle Sozialismen richtet das mit Verlogenheiten über Privatbanken, "Spekulanten", "Wirtschaft", "internationale Konzerne" (igitt!) gespickte Unterfangen erst einmal verheerende Schäden an bis es eines Tages unter Hinterlassung eines riesigen Scherbenhaufens endgültig scheitert.

    Die absolute Geldmenge ist absolut belanglos, deren ständige Manipulation Gift. Die gerade vorhandene Geldmenge hat unverändert zu bleiben. Das weiß man mindestens seit David Hume (1711-1776).

    Staaten haben Geldfälschungen zu verhindern. Unter Mißbrauch dieses Auftrags sind sie zu den größten Geldfälschern aller Zeiten mutiert.
    Notenbanken und "Geldpolitik" gehören abgeschafft.

    Der Euro darf bleiben (in auf immerdar unveränderbarer Menge, was erst nach Abschaffung der Notenbanken mit ihrer "Lizenz zur Geldfälschung" gewährleistet ist).

    xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      17. Juni 2012 02:56

      Man kann es nicht oft genug wiederholen:

      Unter dem absolut grotesken Vorwand, Geldscheine zu "retten", betreibt eine hochkriminelle Bande gewissenloser, total bekloppter Politgauner den sozialistischen Staatsstreich von oben.

      Ökonomisch eine Groteske. Juristisch schwerer Betrug und Hochverrat, Kriminaldelikte der Spitzenklasse.

      Man kann nur hoffen daß wenigstens die Justiz noch funktioniert und diesem aberwitzigen Treiben der Sozialistischen Internationale und KOMINTERN ein Ende macht.

      xRatio

    • Scipio
      17. Juni 2012 12:00

      @xRatio

      Ganz selten teile ich Ihre Ansichten, aber heute stimme ich Ihnen zumindest in dem Punkt zu, dass Mises, Rothbard etc. zur Voodoo-Ökonomie gehören. Und ebenfalls richtig ist, dass das, was Herr Tögel in geldtheoretischen Dingen, von denen er nicht die geringste Ahnung hat, verzapt, einfach eine Zumutungi st. Geld ist immer staatliches Geld (F.G. Knapp, Staatliche Theorie des Geldes), ist ist niemals „neutral“ (Theorie der Ausströmungswege“) und hat immer wirtschaftsgestaltende Funktionen, wie das „die neue österreichische Schule“, im Gegensatz zur alten und toten (mit Leuten wie Hayek und Mises), lehrt.

      Aber gottlob erscheinen als Gastkommentare hie und da auch wieder geldtheoretische Beiträge, die dem heutigen Wissensstand entsprechen: z.B. http://www.andreas-unterberger.at/2012/05/warum-rueckkehr-zur-eigenen-waehrungij-ij-einige-grundsaetzliche-erwaegungen/?s=Warum

    • xRatio (kein Partner)
      17. Juni 2012 16:57

      @ Scipio

      Nur weil ich Tögel ebenso wie der Wiener Schule in einem(!) allerdings neuralgischem Punkte widerspreche, teile ich die absolut grotesken Ansichten IHRER Auguren (Binswanger, Knapp, Romig, fehlt nur noch Karlchen Murx) noch lange nicht.

      Wer behauptet, daß eine gewisse Ware "durch Kredit entsteht", Bibeln und Ezechiels (sic) bemüht, der liegt nicht nur falsch, der gehört auf seinen Geisteszustand untersucht. Schlimmer geht's nimmer.

      Wir werden hoffentlich sehen, was Tögel zu meinen klar, einfach und absolut eindeutig formulierten (und damit ggf. extrem leicht zu widerlegenden Einwendungen) zu sagen hat.

      Sollte Herr Tögel entgegen seiner Gewohnheit schweigen, hat es ihm die Sprache verschlagen.
      Sollte er ausweichend antworten, wagt er es nicht, sich der Diskussion zu stellen.

      Wäre in beiden Fällen als Zustimmung werten. :-)

      Bei der EZB war es neulich ganz ähnlich. Siehe Offener Brief an die PWC (Antwort steht noch aus):
      http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/schreckensidee-bankenunion/#comment-189344

      xRatio

    • Scipio
      17. Juni 2012 20:24

      @ A. Toegel
      @xRatio

      Bitte, mal erklären, warum wir alle "Papier" als Zahlungsmittel akzeptieren?
      Es ist durch nichts gedeckt. Dahinter steht nur das "Wort" des Staates.
      Einfach nachlesen und verstehen: unterberger.at/2012/05/warum-rueckkehr-zur-eigenen-waehrungij-ij-einige-grundsaetzliche-erwaegungen/?s=Warum

      Oder bei Obama in die Schule gehen:"Geld ist nichts anderes als Schulden. Das Geld, das sie in der Tasche haben, sind die Schulden eines anderen. Geld entsteht nur durch Schulden. Und dies sei genau das Problem, das wir gerade haben".
      "Soll das also heißen, dass es Geld in seiner reinen Form gar nicht gebe?" - wollte ein Journalist wissen. Obama nickte und meinte, dass es genau so sei.
      Ein anderer Journalist wollte wissen, wie es denn um die FED bestellt sei, die gerade über QE2 wieder Billionen Dollar ausleiht. Darauf gab Obama wohl eines der bestgehüteten Geheimnisse preis: Die FED hätte gar kein Geld. Sie schafft es aus dem Nichts - per Knopfdruck. Wie ein Zauberer.
      Darauf entgegnete ein Reporter empört: "Wollen Sie damit sagen, dass die FED Geld aus dem Nichts schafft - während andere schwer dafür arbeiten müssen?"
      "Genau so ist es" antwortete Obama. (Quelle FOX News 01.04.2011)

      Also, bitte, keine Schnapsidee hier verzapfen: Geld entsteht durch Kredit aus dem Nichts! Und ist gedeckt durch das "Wort" des Staates. Geldtheorien, die das nicht berücksichtigen, werden von keinem Nationalökonomen akzeptiert.

      Man kann andere Theorien vortragen oder wünschen, doch das sind Briefe ans Christkind oder Hirngespinste.

    • xRatio (kein Partner)
      17. Juni 2012 22:37

      "Bitte, mal erklären, warum wir alle "Papier" als Zahlungsmittel akzeptieren?"

      Dumme Frage.
      Deswegen, weil es alle oder fast alle ebenfalls tun.

      Gilt auch für Fragesteller Scipio, der sich primär mal selbst fragen sollte, warum ER das tut.

      Waren gleich welcher Art haben und brauchen keine "Deckung" (was immer dieser ebenfalls grassierende Schwachsinn heißen soll).

      Durch Zitat von noch soviel Quasselköppen wird eine Behauptung nicht richtiger.

      xRatio

    • Zraxl (kein Partner)
      18. Juni 2012 10:00

      @xRatio
      Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, dann wäre nicht einmal die "wunderbare Geldvermehrung" der Notenbanken ein Problem, solange die Marktteilnehmer frei wären, jederzeit zu einer anderen Währung - etwa Kaurimuscheln oder Krügerands- zu wechseln. Die Enteignung der Staatsbürger erfolgt durch das Steuer"recht", nach dem die sogenannten Spekulationsgewinne besteuert werden. Die "staatliche" Währung dient ja nur deswegen als Währung, weil der Staat diese als Rechnungseinheit für die Bemessung der Steuerpflicht vorschreibt. Die Inflation staatlichen Geldes ist demnach lediglich eine Maßnahme zur versteckten Steuereintreibung.

    • xRatio (kein Partner)
      18. Juni 2012 14:14

      @Zraxl 18. Juni 2012 10:00
      "Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstanden habe, dann wäre nicht einmal die "wunderbare Geldvermehrung" der Notenbanken ein Problem, solange die Marktteilnehmer frei wären, jederzeit zu einer anderen Währung - etwa Kaurimuscheln oder Krügerands- zu wechseln."

      Die Freiheit haben wir ja. Nennt sich Vertragsfreiheit.
      Das Dumme ist bloß, daß rein faktisch nicht alle mitmachen.

      Der oft beschworene "Währungswettbewerb" ist auch nicht wünschenswert.
      Am Ende hätten wir in Stadt und Land, in jedem Dorf eine andere Währung.

      Diese rein ökonomisch bedingte "Zwangslage" wird von Politruks und Notenbankstern schamlos ausgenutzt und für ihre verbrecherischen Ziele mißbraucht.

      Diesem Pack, das seit 100 Jahren ein Desaster nach dem anderen produziert, gehört endlich das Handwerk gelegt.
      Dann ist alles, uns zwar ganz automatisch, in Butter.

      Also lautet die einzig sinnvolle Forderung:
      Striktes Verbot, die Geldmenge zu manipulieren!!
      Weg mit den Notenbanken!!

      Den Euro, den ich nach wie vor begrüße, können wir dann getrost behalten.

      xRatio

    • Andreas Toegel (kein Partner)
      19. Juni 2012 09:42

      Verehrter Scipio,
      leider hatte ich zwei Tage lang keinen Internetzugang - deshalb die verspaetete Antwort.

      Offenbar habe ich Ihren Punkt nicht richtig verstanden. Wenn es Ihnen um den Warencharakter des Geldes geht: Was waere denn Gold anderes als eine Ware? Mises macht in seinem "Regressionstheorem" klar, dass urspruenglich nur eine Ware Gelcharakter erlangen konnte. Wenn sich ueber viel Jahrtausende hinweg - in faktisch allen Kulturen - Gold als Geld etablieren konnte, so ist auch die Frage nach dessen "Deckung" belanglos. Gold - so interpretiere ich die Praeferenz vieler Austrians fuer dieses Edelmetall - ist eine begehrte Ware und deshalb Geld.

      Dass "Scipio" ausgerechnet einen US-Kommunisten zum Anwalt seiner Thesen aufruft, finde ich witzig. Weder dessen Ausbildung, noch sein beruflicher Werdegang liefern den geringsten Hinweis darauf, dass er in der vorliegenden Frage ueber nennenswerte Kompetenzen verfuegen koennte...

      Falls ich an xRatio erneut vorbeigeredet haben sollte, bitte ich um Vergebung...
      Mit freundlichen Gruessen,
      A. Toegel

    • Andreas Toegel (kein Partner)
      19. Juni 2012 13:19

      Korrektur:
      Adressat meines letzten Beitrags war xRatio, nicht, wie versehentlich geschrieben, Scipio.

    • xRatio (kein Partner)
      19. Juni 2012 15:09

      Verehrter Herr Tögel,

      zunächst bitte ich rein vorsorglich, nichts quasi persönlich zu nehmen. Wenn ich mich manchmal recht drastisch ausdrücke, tue ich das allein im Interesse von Klarheit, Knappheit, Wahrheit.

      Was Sie über die Ansicht Mises' zur "historischen" Entstehung von Geld aus Waren schreiben, ist mir durchaus bekannt, trifft aber nicht den Kern unserer Debatte.

      Hier geht es auch nicht um Haarspaltereien. Wir reden hier über eine "Feinheit" von erheblicher Tragweite, die fundamentale Ursache unzähliger Irrlehren über das sog. "Geld".

      zu Mises:

      Für Mises sind Waren und "Geld" trotz dessen (angeblicher) "Herkunft" aus "Waren" (wie er, Mises, sie verstand) verschiedene Dinge.

      Überzeugend begründet hat er das nie, auch später nicht, einfach mit Hinweis auf "intrinsische" Werte (ich nenne es lieber "Eigenwert") als quasi selbstverständlich vorausgesetzt. Weil ich das bei einem sonst so klarsichtigen Menschen einfach nicht glauben konnte, habe ich fast alle seine späteren Schriften daraufhin durchstudiert. Erfolglos.

      Wäre es anders hätte Mises übrigens gar keine gesonderte "Theorie des Geldes und der Umlaufmittel", sondern viel allgemeiner so etwas wie eine "Theorie der Tauschgeschäfte" schreiben müssen oder sich zumindest später von seinem Jugendwerk distanziert. Hat er aber nicht. Er hat das Thema nie wieder selbstkritisch aufgegriffen. Aus meiner Sicht gleicht seine Habil-Schrift einer Arbeit, die sich methodisch -sorry, bitte das nicht mißzuverstehen- mit der "Theorie der Äpfel und Birnen" befaßt. Hoffe, wenigstens Sie verstehen wie das gemeint ist.

      ----------

      Doch wir reden hier nicht über Mises oder sonstwen, sondern über unsere Ansichten.
      Jetzt verstehe ich wenigstens, weswegen Sie auf meine Kernthese trotz der Dramatik und Eindringlichkeit, mit der ich sie darzustellen versucht habe, zunächst nicht einmal andeutungsweise eingegangen sind.

      Auch Sie unterscheiden ja mit Ihrer Formulierung,
      daß sich Gold "als Geld etablieren" konnte, oder:
      Gold sei eine "begehrte" Ware "und deshalb Geld"

      zwischen "Geld" und sonstigen Waren und halten diese Unterscheidung für so selbstverständlich, daß Sie darüber ganz einfach nicht mehr nachdenken.

      Sie haben mich also in der Tat mißverstanden. Klar doch, meine Schuld. Bin allerdings außerstande mich in aller Knappheit noch eindeutiger und präziser auszudrücken. Sie dürfen in dieser durchaus wissenschaftlichen Diskussion jedes meiner Worte auf die Goldwaage legen!!

      Es geht hier wahrlich nicht um Rechthabereien und Haarspaltereien, sondern allein um die Wahrheit in einer Frage von grundsätzlicher, fundamentaler Bedeutung.

      Nochmals:

      Wo bitte sind die Besonderheiten des sog. "Geldes"? Wie läßt sich "Geld" denn überhaupt definieren?
      Die verbreitete Nebelwerferei und Redensart vom "allgemeinen" Tauschmittel spricht doch schon Bände!

      Ihre obige, quasi versehentliche Definition: Geld sei eine "begehrte" Ware nehmen Sie sicher selbst nicht als Defintion.
      "Begehrt" ist auch die Luft zum Atmen. :-)

      Wenn Sie also die These widerlegen können, daß,
      was auch immer man unter "Geld" versteht (meinetwegen Gold, Euros, Muscheln) eine Ware wie jede andere ist,
      "Geld" also ökonomisch KEINEN besonderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt,

      bitte ich Sie sehr herzlich darum, das zu tun.

      Mit freundlichen Grüßen
      xRatio

    • Zraxl (kein Partner)
      19. Juni 2012 17:09

      @xRatio

      Wenn Geld quasi eine ganz normale Ware wie jede andere ist, dann ist es zunächst doch auch kein Problem, wenn der Hersteller dieser Ware einfach mehr produziert und auf den Markt bringt. Es ist zwar blöd für jene Marktteilnehmer, die im Glauben an die Wertbeständigkeit diese Ware angehäuft haben und nun feststellen müssen, dass der Marktpreis ständig fällt, aber wenn sich erst einmal Misstrauen gegen diese Ware durchgesetzt hat, wird diese Ware vom Markt verdrängt, und ein oder mehrere andere Waren werden die Rolle des Geldes einnehmen. Man kann seine Buchhaltung ja schließlich auch mit Maria-Theresien-Taler als Rechnungseinheit führen.

      Das Problem bei diesem Modell liegt m.E. "nur" darin, dass der Staat die Rechnungslegung und die Steuerpflicht in dieser einen, staatlichen, Währung vorschreibt. Ein Wertverfall dieser Währung bedeutet riesige "Gewinne" in der Bewertung aller anderer Waren, und damit eine exorbitante Steuerlast auf bestehendes Vermögen. Um die Werterhaltung durch Umstieg auf eine andere Währung noch weiter zu erschweren, werden dann Umsatzsteuerpflicht auf Edelmetalle eingeführt oder gar ein Goldverbot erlassen. Mit 20% Umsatzsteuer - quasi auf jede Finanztransaktion - kann der Staat die Flucht in eine inofizielle Parallelwährung hinreichend unterbinden. Hierin besteht m.E. das räuberische Geschäftsmodell des Staates. Folgerichtig fordert die SPÖ die Umsatzsteuerpflicht für den Handel mit Gold. (http://www.boerse-express.com/pages/1237262 ).

    • xRatio (kein Partner)
      19. Juni 2012 21:39

      @ Zraxl 19. Juni 2012 17:09

      "Wenn Geld quasi eine ganz normale Ware wie jede andere ist, dann ist es zunächst doch auch kein Problem, wenn der Hersteller dieser Ware einfach mehr produziert und auf den Markt bringt."

      Der Gedanke liegt nahe, stimmt.

      Scheint mir aber rein ökonomisch gesehen nicht viel anders zu sein als Handel mit gefälschten Picassos, gepanschtem Wein etc. Sache des Staates, dergleichen ggf. als Betrug o.ä. zu unterbinden.

      Im Falle staatlicher Währungen ist das viel einfacher. Da geht es nur um "Geld" im Rechtssinne. Da sehe ich keine vergleichbaren definitorischen Probleme wie in der Ökonomie.

      Daß etwa Euros als "Geld" im Rechtssinne vor Fälschungen zu schützen sind, versteht sich quasi von selbst.

      Ob und wann das ggf. auch auf "privat" generiertes "Geld" zutreffen könnte, dürfte ohne ausdrückliche gesetzliche Regelung unmöglich zu entscheiden sein, einfach weil es keine allgemeine Definition von Geld gibt und geben kann.

      Ihre weiter angesprochenen rein bilanziellen Fragen sollten wir vielleicht vorerst mal außen vor lassen.

      Ich habe ja nichts gegen Euros und bin (auch aus genanntem definitorisch-rechtlichen Grund) kein Anhänger "privater" Währungen. Der Staat müßte dann ja erstmal gesondert deklarieren, was er vom privaten Geld (straf-) rechtlich als "Geld" ansieht und damit vor Geldfälschungen schützt.

      Meine Kritik richtet sich gegen Staat und Notenbankster in ihrer Eigenschaft als Geldmengenmanipulierer, eine "Tätigkeit" die von der Voodoo-VWL mit absurden ökonomisch-geldtheoretischem Bödsinn gedeckt wird. Frühere Fürsten haben dasselbe via "Münzverringerung" betrieben.

      xRatio

    • Zraxl (kein Partner)
      20. Juni 2012 14:47

      @ xRatio

      Was ist Geld im "Rechtssinn"?

      Um das Privatrecht zu regeln ist sicher kein staatliches Geld erforderlich, dafür reicht es, wenn Verträge frei, ohne Zwang und Betrug abgeschlossen und eingehalten werden. Auch für die strafrechtliche Ermittlung von Betrug und ähnlichen Verbrechen ist staatliches Geld als Rechnungsbasis in keiner Weise erforderlich. Nicht einmal für die Bestimmung von Schadenersatzansprüchen ist staatliches Geld erforderlich.

      Der einzige Grund für das Vorhandensein staatlichen Geldes ist die Eintreibung von Vermögen der Staatsbürger. Die von Ihnen mit Recht verfluchten Notenbanken spielen doch nur die verlängerte Hand des Staates im Abzocken der Bürger. Das Währungsmonopol des Staates mag über kürzere, stabile Zeiträume ganz praktisch sein - der Preis, den die Staatsbürger dafür zu zahlen haben ist indiskutabel. Währungsmanipulation und Inflation finden deswegen statt, weil das Staatsvolk das offenbar leichter akzeptiert als Steuererhöhungen, Lohnreduktionen im öffentlichen Bereich, oder die Reduzierung von (Sozial-)Leistungen. Wenn eine Teuerung eintritt, sind halt die gierigen Unternehmer schuld! Um diese Gier der bösen Kapitalisten zu bändigen, muss man dann den Staatsapparat noch weiter ausbauen...

      Eine nichtstaatliche Währung ohne irgendwelche Sicherheiten würde kein Mensch akzeptieren. Der Staat könnte aber wohl darüber wachen, dass versprochene Sicherheiten vorhanden sind und Zusagen eingehalten werden - ebenso wie der Staat kontrolliert, dass keine vergifteten Lebensmittel verkauft werden oder dass Banken und Versicherungen über ein Mindestkapital verfügen (ob die staatlichen Auflagen und Kontrollen dann immer ausreichen, ist eine andere Frage).

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juni 2012 16:20

      @ Zraxl
      Was ist Geld im "Rechtssinn"?

      Geld wird Geld im Rechtssine durch (auch implizite) Legaldefinition, quasi ex cathedra verkündet:
      Etwa in dem Sinne: "Geld im Sinne dieses Gesetzes/der Gesetze sind Euros, Dollars etc..".
      oder allgemeiner: "Geld ist alles, was eine Notenbank produziert"

      Dergleichen kann sich auch ohne ausdrückliche Definition allein aus dem Sinn der Gesetze ergeben.
      So ist es wohl meist.

      Bin ganz Ihrer Meinung, daß staatsgemachtes Geld nicht zwingend erforderlich ist.
      Es ist nur mehr als zweckmäßig.

      "Geld" gab und gibt es auch ohne Staat. "Zahlen" kann man auch mit Gold, etc.pp. Mit allem was der Vetragspartner akzeptiert.

      Deswegen kein Unterschied zwischen Kauf (Ware gegen "Geld") und Tausch (Ware gegen Ware)

      Auch bin keineswegs für ein "Währungsmonopol" des Staates. Das haben wir aufgrund Vertragsfreiheit ja auch nicht.
      Tögel (wie auch die gesamte Voodoo-VWL) irren, wenn sie von "Zwangsgeld" oder "Annahmezwang" reden.

      Nach geltendem Recht (zumindest in Europa) kann jeder das jeweilige Staatsgeld, hier die Euros, als Angebot betrachten. Man man es verwenden oder eben nicht.

      Wenn der andere Teil allerdings Euros haben will, bleibt einem nichts anderes übrig, als diese zu verwenden.
      So ist es wohl auch bei der Steuer. Wenn Papa Staat Euros oder Dollars sehen will, muß man sie sich halt ebenfalls beschaffen.

      xRatio

    • Andreas Toegel (kein Partner)
      20. Juni 2012 16:22

      Verehrter xRatio,
      also wenn es Ihnen um diesen Punkt geht (das habe ich in der Tat vorher nicht so verstanden):
      "...was auch immer man unter "Geld" versteht (meinetwegen Gold, Euros, Muscheln) eine Ware wie jede andere ist, "Geld" also ökonomisch KEINEN besonderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt..."
      dann werden wir wohl keinen Richter brauchen. Mir scheint das naemlich auch so zu sein.

      Dass gelegentlich auch Biberfelle, Kamele oder Kaurimuscheln Geldfunktion erlangt haben, unterstuetzt ja diese These. Gold ist insofern nichts anderes - ausser, dass es halt offensichtlich ueber die Zeiten eine breitere Verwendung in Geldfunktion gefunden hat...
      Mit freundlichen Gruessen,
      A. Toegel

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juni 2012 16:37

      "Eine nichtstaatliche Währung ohne irgendwelche Sicherheiten würde kein Mensch akzeptieren."

      Vorsicht, was sind denn "Sicherheiten"?
      Sie landen damit unversehens bei der gottverdammten "Deckung"!

      Geld, ob privat oder staatlich, braucht "Deckung" ebensowenig wie irgendeine andere Ware.
      Es reicht vollkommen aus, daß man hoffen darf, daß es von anderen akzeptiert wird.

      Wichtigste Voraussetzung für diese Akzeptanz:
      daß es knapp ist und BLEIBT.
      Die Konstanz der Geldmenge ist der springende Punkt!

      xRatio

    • Zraxl (kein Partner)
      20. Juni 2012 17:33

      @ xRatio

      "Wenn der andere Teil allerdings Euros haben will, bleibt einem nichts anderes übrig, als diese zu verwenden."
      Wenn es vertraglich so ausgemacht ist. Sonst nicht!

      "So ist es wohl auch bei der Steuer. Wenn Papa Staat Euros oder Dollars sehen will, muß man sie sich halt ebenfalls beschaffen."
      Genau hier liegt der Hase im Pfeffer! Der Staat schreibt OHNE Vertrag Zahlungen vor - und das tut er in seiner Währung.

      Ad Sicherheiten: Die von mir bezeichnete Art von Sicherheit ist jene, die ich als Geldkunde glaube (ein höchst subjektives Kriterium) - bzw. das, was ein Staatsanwalt als Abgrenzung gegen schweren gewerbsmäßigen Betrug gelten läßt. Das hat mit der üblichen "Gold-" oder sonstigen "Deckung" absolut nichts zu tun. Wenn mir der Herr Sandler, der ums Eck seinen Standplatz hat, Waren abkaufen und mit selbsterzeugten Wechseln auf den Bezug von je 10g Gold bezahlen will, werde ich dieses Zahlungsmittel nicht akzeptieren, auch wenn der Herr Sandler glaubwürdig versichert, dass es von diesen Wechseln weltweit nur 1000 Stück gibt und er keine weiteren Wechsel erzeugen wird. Das Kriterium der Knappheit und der Konstanz wären erfüllt - dennoch akzeptiere ich dieses Zahlungsmittel nicht. Wenn mir hingegen der Herr Stronach Waren abkaufen, und mit solchen selbsterzeugten Wechseln auf je 10g Gold bezahlen wollte, würde ich dieses Zahlungsmittel sofort akzeptieren, auch wenn mir Herr Stronach sagt, dass von diesen Papieren 100000 Stück im Umlauf sind.

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juni 2012 20:13

      @ Zraxl 20. Juni 2012 17:33
      "Wenn es vertraglich so ausgemacht ist. Sonst nicht!"

      Sicher, genauso ist es gemeint.

      "Der Staat schreibt OHNE Vertrag Zahlungen vor - und das tut er in seiner Währung."

      Sicher. Ist aber keine spezielle "Geld-Frage", sondern (ganz allgemein) der einseitig auferlegten Steuerpflicht.
      Bei Mohammed und seinen Jüngern konnte/kann man ja auch mit Kamelen oder Jungfrauen bezahlen.
      Frondienste wie z.B. Wehrsklaverei gehören in den gleichen Zusammenhang.

      Den Rest bezüglich der "Sicherheiten" verstehe ich leider nicht.
      Wechsel sind ähnlich wie Überweisungen oder Schecks zwar unterschiedliche, aber rein technische Mittel, um Zahlungen zu bewirken.
      Hat mit "Geld-Fragen" im engeren Sinn mE nichts zu tun.

      xRatio

    • xRatio (kein Partner)
      20. Juni 2012 20:15

      @ Andreas Toegel 20. Juni 2012 16:22

      Naja, so ganz überzeugt scheinen Sie mir noch immer nicht. ;-)

      Wenn das aber der Fall ist, müssen Sie mir auch darin zustimmen, daß Ihre oben zitierten Autoritäten
      (Hayek mit seinem "Privatgeld" und Rothbard mit seinem "Goldgeld")
      zwar besser liegen als die linksversiffte Hurenzunft, daß jedoch beide noch immer schrecklich daneben liegen.

      Danke jedenfalls, daß Sie sich der Diskussion gestellt haben.

      Mit freundlichen Grüßen
      xRatio

  20. libertus
    16. Juni 2012 23:17

    Vielen Dank für diese weitere brillante Analyse, aus der sich im Endeffekt ergibt, daß unsere Demokratie der größte Feind des Zahlungsmittels Geld darstellt.

    Der falsche Weg, welcher schon vor langer Zeit eingeschlagen wurde, scheint ohne diesen von vielen Seiten bereits erwarteten "Eurocrash" eher ausweglos.

    Regierende Politiker flüstern hinter vorgehaltener Hand, daß sie - ehe sie den Euro den Bach runtergehen lassen - lieber hemmungslos die Gelddruckmaschinen anwerfen, dann heißt es auch für die Demokratie hopp oder dropp, weil es zu zwischenkriegsähnliche Zustände kommen könnte. Es wird noch überaus spannend.

  21. socrates
    16. Juni 2012 21:47

    Mit der Abschaffung des Goldstandards für den $ begann der große Raubzug! Eine Finanztransfersteuer würde, bei allen Nachteilen, den Geldfluß offenbaren.

  22. ambrosius
    16. Juni 2012 08:19

    Wie immer ein höchst wertvoller Artikel.
    Mich schmerzt bloß, daß der volltrottelige Schwachsinn, den die Linken wie das Evangelium verzapfen mit Keynes gleichgesetzt wird. Man kann das höchstens als VULGÄRKENYSIANISMUS bezeichnen oder aber auch: Keynes für Sonderschüler.(Ob die Linken deshalb die Einheitsschule wollen ?
    Der Goldstandard seinerseits hat nämlich auch die Schwäche, daß einerseits die Goldmenge über die Wirtschaftskraft hinausschießt ( Spanien nach der Entdeckung von Südamerika) und Inflation entsteht, andererseits aber die Wirtschaftskraft generell über die Goldmenge hinauswächst und die entsprechende Deflation das Wirtschaftswachstum abwürgt.
    Amusant ist jedenfalls die nette Anekdote von den Flugzeugen voll Dollarnoten, die de Gaule nach Washington schicken wollte um sie in Gold umzutauschen. So schnell war der Goldstandard wohl noch nie aufgehoben worden.





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