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Fußnote 297: Semperit – Continental: Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Reifen still

Lesezeit: 1:30

Vor etlichen Jahren hat es zu gewaltigen Erregungen geführt: Die Firma Continental hat die Reifenfabrik Semperit gekauft und dann sukzessive zugesperrt.

Nun, Jahre später, fällt einem eine Meldung über Continental in die Hände: Der deutsche Autozulieferer stellt noch heuer 5000 neue Mitarbeiter ein. Allerdings in China. Braucht es eigentlich noch ein anschaulicheres Beispiel, was in dieser Welt vor sich geht? In immer mehr Branchen wird die Produktion in Europa zu teuer. Die von Gewerkschaften und Betriebsräten – etwa auch im Fall Semperit besonders erfolgreich – hochgetriebenen Löhne sind nicht mehr konkurrenzfähig. Ganz Ähnliches spielte und spielt sich bei der AUA ab. Denn alle Welt kauft immer die kostengünstigsten Produkte. Nicht einmal die Österreicher selbst kaufen zu teure heimische Waren oder Dienstleistungen – ganz abgesehen davon, dass eine rationelle Produktion nur für den kleinen österreichischen Markt technisch völlig unmöglich wäre. Daher hilft auch das von Gewerkschaftern, Sozialisten und Freiheitlichen immer wieder empfohlene Konzept nichts, jede Fabrik notfalls mit Gewalt – also ständigen Defiziten – am Leben zu halten. Das hätte als einziges Ergebnis ein ständiges steiles Anwachsen der Defizite. Worauf jene Unternehmen und Arbeitsplätze, die – noch – konkurrenzfähig sind, immer mehr mit Steuern belastet werden. Bis sie auch konkursreif sind.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2012 01:24

    Wir dürfen ja gespannt sein, was die rot-grünen Heilsbringer jetzt in NRW mit ihrem "fulminanten" Sieg aus diesem Land machen werden.

    Nach ihren Versprechungen, müssen dort endlich die blühenden Landschaften, ein vorbildliches Wirtschaftswachstum, zahlreichen Betriebsansiedlungen sowie die Energiewende mit einer noch nie zuvor gekannten Vollbeschäftigung, kurz = das linke Wohlstandsparadies entstehen, noch dazu mit entsprechenden "Quotenfrauen".

    Ge(sp)bannt blicken wir von nun an in die neue, linke Vorzeigeregion und erleben hoffentlich kein böses Erwachen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2012 07:58

    Förderung des Mittelstands heißt für zB für eine mittelständische Bäckerei alle 2 Jahre Böden wechseln

    Holzboden - unhygienisch
    Kunststoffboden - unhygienisch
    Fliesenböden - unhygienisch
    Industrieboden - derzeitiger Behördenstand

    Wen wundert noch das Brot in Österreich teuer ist?

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2012 05:50

    Vollkommen klar, dass uns China (+ Indien, Tigerstaaten) über kurz oder etwas länger total überrunden, ja inhalieren wird!
    Afrika und seine Bodenschätze sind bereits jetzt dran, in Europa sind die Gelbmänner auch bereits sehr fleissig, gerade einmal Amerika wird sich wohl noch ein paar Jahrzehnte aus dem chinesischen Würgegriff heraushalten können (der Dollar ist ja bereits im Fokus der Schlitzaugen!).

    Unsere Gewerkschaften tun alles, um die Frist bis zum endgültigen "out" mit ihrer Stur- und Doofheit noch zu verkürzen!

    Europa, bald heisst es wohl: Ade, Du schöne Zeit, als wir noch einigermaßen selbstbestimmt leben und handeln konnten!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2012 09:15

    Können eigentlich Rote etwas anderes, außer Betriebe in die Pleite zu führen und anschließend Steuern zu erhöhen und Beamte zu vermehreren ? Zu Semperit - Conti etwas Archetypisches über die Industrievernichtungs-programme der Sozialisten. Als in den 80ern die Reifenindustrie erstmals ihre Überkapazitäten feststellte, wurde der Konkurrenzkampf schärfer. Noch waren die Auftragsbücher voll, aber die Konkurrenz aus Asien zeichnete sich bereits ab.
    Semperit - an sich bekannt für gute Qualität - erhielt die Einladung für einen bestimmten neu entwickelten Fahrzeugtyp von Volvo im segment eines gehobenen Mittelklassewagens - die Gesamtaustattung der Serie mit Reifen samt Ersatzreifen und Tauschvorräten, kurzum 300.000 Reifen am Stück, zu fertigen. Auftragskapazitäten dieser Art und dieses Umfanges waren zu der Zeit bereits keine Selbstverständlichkeit mehr - der 'Haken' - oder besser gesagt, das Häkchen - war: die Reifen sollten innert für Volvo nützlicher Frist produziert werden. DAs bedeutete im Auftragsfall Sonderschichten und Wochenendarbeit für Teile der Belegschaft. Das Angebot der Unternehmensleitung lautete: 1.) nur Freiwillige sollen am Wochenende und in der Sonderschicht eingesetzt werden 2.) für diese 150 % mehr Lohn am Samstag und Sonntag, 3.) für beide Tage jeweils 200 % Zeitausgleich zusätzlich (!) zur Lohnerhöhung. Der Betriebsrat von Semperit lehnte diese Bedingungen als unzumutbar ab. Der Auftrag ging an die Konkurrenz.

    Ein dreiviertel Jahr später, ein de ja vue. Toyota stellte ein neues Werk nach Ungarn und lud Semperit ein, für den dort gefertigten PKW die Reifen zuzuliefern. Der Betriebsrat lehnte die Arbeitsbedingungen für die Sonderschichten (s.o.) ab. Der Auftrag ging an die Konkurrenz, ein gewisser Vranitzky enteignete danach die Bürger über die Steuern und subventionierte die Betriebsratspolitik von Semperit so lange, bis das Werk komplett Pleite war.

    Es geht weiter: Conti übernimmt Semperit und hält sich an die für einige Jahre abgegebene Bestandsgarantie des Werkes im Umfang der Zusage. Als sich die Frage der Evaluierung der Standorte von Conti stellt, beginnt der Obmann des Betriebsrates, der sich in den vergangen Jahren ja bereits ausgezeichnet hatte ein vorbildlicher Kämpfer für die Interessen der Arbeiterschaft zu sein, sich mit der Konzernleitung anzulegen. Bereits die jahre zuvor hatte er den Generalmanager Grünwald in bewußter Weise stets als 'Grünzwerg' verhöhnt, und zwar so, daß diesem dies gewollt auch zu Ohren kommen musste. In gesprächen zeichnete sich der Betriebsrat weiterhin durch kompromisslose Konfontation mit der Konzernführung aus - und das, obwohl Semperit innerhalb des Gesamtkonzerns betriebswirtschaftlich gesehen in den untersten Rängen verzeichnet war. Das Ergebnis blieb nicht aus - das Werk wurde geschlossen.

    Aus meiner Sicht Industriesabotage. Niemand hat geprüft, wie es dem Zentralbetriebsrat wirtschaftlich nach Schließung des Werkes ergangen ist.
    So wenig, wie den Direktoren der Bank aUstria, die die Filiale in new York auf Sand gesetzt haben, oder die Vermögenslage Flöttls und anderer Defraudanten jemals geprüft wurde. Rote Saboteure kommen ungeschoren davon - wie lange noch ?

  5. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2012 10:18

    Wissen sie eigentlich wirklich nicht, was sie zun?

    Deutschland wird ja jetzt wieder aufgefordert, den Weg der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch moderate Kostenentwicklung "endlich aufzugeben" zugunsten einer "Anpassung" an die nicht wettbewerbsfähigen Länder Frankreich etc., damit "die auch eine Chance zum Exportieren haben".

    Meine verzweifelte Frage: Wer in Europa hat eigentlich Interesse daran, dass das letzte noch konkurrenzfähige Land (samt Anhang Ö. etc.) im internationalen Wettbewerb endgültig untergeht? Das können doch nicht einmal Frankreich etc. wollen? Der Herr Swoboda? Der Herr Schulz? Haben sie eine geheime Agenda? Oder sind sie so blöd? Oder wollen sie wirklich, dass halt lieber alle nichts haben? Dann sollen sie ihre fetten Gehälter spenden, aber nich zu Lasten Ungeborener irreversiblen Schaden anrichten.

    Denn wenn die Standorte einmal an Schwellenländer verloren sind, kehren sie ja nie mehr zurück! Wer wünscht sich Europa als Armenhaus - noch dazu mit einem Volk, das überhaupt nicht mehr mit schwierigen Verhältnissen umgehen kann? Das nur mehr "Das Leben ist ein Hit" kennt?

    Es kann doch nicht sein, dass dauernd vergessen wird, dass wir offene Handels- und Standortgrenzen haben. Wenn Deutschland (+ Ö. etc.) nicht mehr liefern kann, dann wird halt in China etc. gekauft. Das ist dann besser?

    Ist es eine selbstbestrafende Sintflut-Sehnsucht der Europäer, die sich für den Kolonialismus geißeln wollen?

    Ich fasse es nicht. So blöd können doch nicht einmal die Gewerkschaften sein, das süße Gift der Herrn Schulmeister+Felber u.a. kann's doch hoffentlich nicht sein??

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2012 08:11

    Nur zur Veranschaulichung, wohin die Reise geht:

    Die neue Semperit AG (kein Reiffenhersteller) beschäftigt weltweit 7.000 Mitarbeiter, davon 1.000 in Österreich.
    Der Continental Reifenkonzern beschäftigt weltweit 164.000 Mitarbeiter, davon 45.000 in Deutschland.
    Und der Leiterplattenhersteller AT & S hat weltweit 7.500 Beschäftigte, in Österreich davon 1.400.

    Die Gewerkschaften sägen an ihrem eigenen Ast, jede erstreikte (erpresste) unmäßige Lohnerhöhung führt unweigerlichj zu einer weiteren Verlagerung von Arbeitsplätzen in ausländische Tochtergesellschaften.
    In Betonhirne bringt man Vernunft nicht einmal mit dem Presslufthammer!!!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Mai 2012 12:00

    Nach Griechenland, Frankreich und UK hat der Wähler jetzt auch in NRW die Sparpaket-Poltiker fürchterlich abgewatscht.
    Dieser Watschentanz wird sich auch in den anderen Ländern fortsetzen.
    Aber Faymann ist klug und wird sich bald aus diesem Sparkurs davonstehlen, sodass bei uns nur die ÖVP abgewatscht wird.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGasthörer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Mai 2012 10:12

    Noch ein Schmäh:

    Da wollen sie uns einreden, dass zb.: in einem 6463 Jahr Deutsche frisch nach Österreich gekommen sind, um hier zu arbeiten.

    Wer sich öfter an der UNI.Wien aufhält, wird merken, dass wohl 3/4 von diesen Tausenden Deutschen direkt auf unsere kostenfreien UNIs kommen , ein im Durchschnitt 70.000 Euro kostendes Studium absolvieren und dann wieder nach Hause gehen. In wenigen Jahren wird kaum noch österr. Psychologen geben, weil diese Studienplätze - je nach Uni - zu 70 -90% an Deutsche gehen. Kostenfrei und bezahlt von den Eltern, deren Kinder durch die Röhre schauen.

    Auf dass sich der Österreicher nicht überfremded vorkommt, verkauft man uns die teuren Gaststudenten als brave teutonische Gastarbeiter. Ich kenn' die Hansel der der Statistik-Austria. rot grün rot grün rot grün.

    http://kurier.at/nachrichten/4496096-deutsche-gastarbeiter-stuermen-oesterreich.php

    "Deutsche Gastarbeiter stürmen Österreich
    Österreich wächst – nicht weil es mehr Geburten gibt. Deutsche, Rumänen und Ungarn kommen, um hier zu arbeiten. Ob für den Studenten aus Deutschland oder den Arbeiter aus Osteuropa: Österreich wird für Zuwanderer immer attraktiver. Das zeigen die aktuellen Zahlen von Statistik Austria"


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  1. Addriene (kein Partner)
  2. Lyddy (kein Partner)
  3. Bassma (kein Partner)
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  9. Diskussionsleiter (kein Partner)
    16. Mai 2012 00:14

    No gehns, Herr Unterberger. Ausgerechnet Sie als Fan und Fürsprecher des hemmungslosen Marktes und Raubtierkapitalismus regen sich nun über dessen Folgen auf? Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst, hm?

    • zwick-zwack (kein Partner)
      16. Mai 2012 14:06

      Das sind dann, so wie Herr Dr. Andreas Unterberger hier, jene Brandstifter, welche sich hinterher, wenn die Bude lichterloh brennt, als die eifrigsten und obergscheitesten Feuerwehrleute gerieren!

  10. zwick-zwack (kein Partner)
    15. Mai 2012 18:24

    Und dazu braucht es jetzt diese Zeilen?
    Für derartige Flachdenkerei braucht es nicht einmal eines Wortes, sehr geehrter Herr Dr. Unterberger.
    Für eine derartig nona-banale Furzerei braucht es eigentlich lediglich eines nicht ganz verdauten Schweinsbratens in vorsommerlicher Nachmittagshitze.
    Oder anders: So liest sich geistiger Stillstand!

    • Trollfresser (kein Partner)
      15. Mai 2012 22:32

      Heute war es überraschend warm und viele Trolle haben beim Blaumachen den Sonnenhut vergessen.

      zwick-zwack und der Furtz ist ab.

  11. Mirfuss (kein Partner)
    15. Mai 2012 18:13

    Die Gewerkschaftler wissen ganz genau, dass ihre Politik mittelfristig Arbeitsplätze vernichtet. Bis dahin dürfen Foglar, Tumpel und Kollegen munter an den Futtertrögen weiterfressen. Bis alle Jobs und damit die Betriebsräte Geschichte sind, vergehen noch viele Jahre. Genug Zeit für die Herren ihre Schäfchen ins Trockene, pardon Schweiz, zu bringen. Wo ist das Problem?

  12. Gasthörer (kein Partner)
    15. Mai 2012 10:12

    Noch ein Schmäh:

    Da wollen sie uns einreden, dass zb.: in einem 6463 Jahr Deutsche frisch nach Österreich gekommen sind, um hier zu arbeiten.

    Wer sich öfter an der UNI.Wien aufhält, wird merken, dass wohl 3/4 von diesen Tausenden Deutschen direkt auf unsere kostenfreien UNIs kommen , ein im Durchschnitt 70.000 Euro kostendes Studium absolvieren und dann wieder nach Hause gehen. In wenigen Jahren wird kaum noch österr. Psychologen geben, weil diese Studienplätze - je nach Uni - zu 70 -90% an Deutsche gehen. Kostenfrei und bezahlt von den Eltern, deren Kinder durch die Röhre schauen.

    Auf dass sich der Österreicher nicht überfremded vorkommt, verkauft man uns die teuren Gaststudenten als brave teutonische Gastarbeiter. Ich kenn' die Hansel der der Statistik-Austria. rot grün rot grün rot grün.

    http://kurier.at/nachrichten/4496096-deutsche-gastarbeiter-stuermen-oesterreich.php

    "Deutsche Gastarbeiter stürmen Österreich
    Österreich wächst – nicht weil es mehr Geburten gibt. Deutsche, Rumänen und Ungarn kommen, um hier zu arbeiten. Ob für den Studenten aus Deutschland oder den Arbeiter aus Osteuropa: Österreich wird für Zuwanderer immer attraktiver. Das zeigen die aktuellen Zahlen von Statistik Austria"

    • numerus clausel (kein Partner)
      15. Mai 2012 12:22

      Das Orchideenstudium Psychologie wird maßlos überschätzt.

    • Freak77
      15. Mai 2012 17:29

      @ Gasthörer

      Heißt das, dass es in einigen Jahren einen Mangel an Psychotherapeuten in Ö. geben wird?

    • Peter (kein Partner)
      15. Mai 2012 17:59

      Na das ist wirklich schlimm. Jetzt werden auch die Orchideenstudien von Pie.kes besetzt. Österreicher bekommen keine Studienplätze mehr. Wo kriegen die Roten, Schwarzen, Grünen ihre Klugschei.er dann her?

  13. cmh (kein Partner)
    15. Mai 2012 10:08

    Das sozialistische Gedankengift zeigt hier seine Wirkung:

    Arbeit wird als etwas gesehen, das zur Verfügung gestellt werden muss. Die Befriedigung an der Arbeit hält sich in Grenzen, aber das beliebte Geldauszahlen ist vorerst noch mit Arbeien verbunden.

    Ein Arbeitsloser ist dann jemand, der keine mit Geldauszahlungen in entsprechender Höhe verbundene Arbeit "erhalten" (!!!!!!!) hat. Man bekommt also Arbeit, anstatt Arbeitsleistung für Geld hinzugeben.

    Ob einer die Arbeit, die zu tun wäre überhaupt sieht, ist in dieser Gedankenwelt nicht so wichtig. Die Arbeit, die in einer Familie zu tun wäre wird auch nur dann gesehen, wenn sie in pathologischer Weise nicht erledigt wird, sondern an eine außenstehende Behörde überwälzt wird.

    Mit dieser Einstellung werden wir nicht weiter kommen. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen.

    • Freak77
      15. Mai 2012 17:30

      @ cmh

      Vielen Dank für diese Entlarvung eines der vielen Rhetorik-Schmäh's der Linken.

      Oftmals sind es nur unscheinbare Worte.

    • de Voltaire (kein Partner)
      15. Mai 2012 20:28

      @cmh,
      woraus zitieren Sie hier? Oder habe ich den Bezug irgendwo übersehen?

    • cmh (kein Partner)
      15. Mai 2012 22:30

      Woraus sollte ich zitieren? Ich will ja auch keine Abschlussarbeit liefern.

      Aber schauen muss man schon wollen. Gerade Ihr Namenspatron stand ja (sicher auch) für den Ausgang aus selbstverschuldeter Unmündigkeit.

      Und heute drängen die ganzen Aufgeklärten lustvoll in neue Abhängigkeiten.

    • de Voltaire (kein Partner)
      16. Mai 2012 07:28

      @ cmh
      Kein Zitat? Nun, wenn Sie eine Aussage zerpflücken, dann hätte ich erwartet, dass Sie diese von irgendwo her haben. Daher die Frage. Aus dieser Frage auf ein "lustvoll in neue Abhängigkeiten drängen" herauszufiltern - passt dann natürlich.

      Die zerpflückte Aussage würde ich für absolut zerpflückungswürdig halten - so Sie irgendwo getätigt wurde. Wollten Sie einfach die Sache mit Ihren Worten auf den Punkt bringen, sollten Sie dies einfach klar sagen.

      Aber auf die Frage mit Unterstellungen zu reagieren ... Ich glaub nicht, dass Sie der Sache damit einen guten Dienst erweisen.

    • cmh (kein Partner)
      16. Mai 2012 08:45

      Bitte suchen Sie sich ein geeigneteres Opfer.

      Ich überlasse Ihnen dafür auch gerne das letzte Wort, damit Sie nicht weinen müssen.

  14. numerus clausel (kein Partner)
    15. Mai 2012 09:16

    Meine Reifen für meine Mountainbikes werden nach wie vor "Handmade in Germany" von Continental produziert. In diesem Bereich kommt nur das Billigzeugs von den Asiaten, das aber außer der Form und der Farbe nichts mit den Qualitätsprodukten aus Deutschland zu tun haben. Diese Qualität ist mir auch den x-fachen Preis von Billigprodukten aus Asien wert.

  15. Harry Hilflos (kein Partner)
    15. Mai 2012 09:12

    Heast, hätten die Chinesen den Euro, wären in der EU und müssten Millionen von Kulturbereicherern durchfüttern, die zum Dank ihre Gschråppm drangsalieren, wären die a im Oasch - grad wie wir.

    ÖVP hülf uns! Ah, geh weider...die hams uns ja einbrockt!

  16. Carlo (kein Partner)
    15. Mai 2012 01:08

    Ja, na eh, in einer globalisierten Welt kann Europa nicht mit Sklavenhaltergesellschaften konkurrenzieren. Das ist klar und leicht einzusehen. Nach China kommt Indien und nachher Afrika. Die Bevölkerungsüberschüsse dort werden dafür sorgen, dass man Billigstarbeitskräfte mit Leichtigkeit rekrutieren wird können. Macht nichts, die Neoliberalen sind erst dann zufrieden, wenn wir uns auf dem Niveau von Somalia befinden.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Mai 2012 04:44

      Ach was, kann sich in Somalia der angelernte Fabriksarbeiter auch keinen Zweitwagen leisten?
      Ich bin erschüttert!

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Mai 2012 04:46

      Nochwas: Fragen Sie mal Androsch (ein erzroter Neoliberaler???), ab welchem Lohnniveau er nach Afrika weiterwandert.

  17. H1Z
    14. Mai 2012 16:24

    Die Semperit Holding AG Jahresüberschuss 2010 26.102 t€ 2011 30709 t€ die Gummihandschuhe,Förderbänder,Gummischläuche u.a.erzeugt weist im Geschäftsbericht 2011 auf Seite 28 stolz daraufhin,daß 68.4% der Mitarbeiter in den asiatischen Standorten beschäftigt sind. Heuer sllen es schon über 70 % sein.Sonst noch Fragen ?

  18. Peter R Dietl
    14. Mai 2012 15:54

    Medien-Beobachter: Die Sonntags-Krone registriert voll neulinkem Stolz => HEINZ FISCHER SCHLIESST DEN AUSTRITT ATHENS AUS EURO NICHT MEHR AUS. Doch würde EIN RADLFAHRER IN PEKING anstelle von HEINZ FISCHER Wichtigkeit und Stellenwert dieser Meldung nicht ändern.

  19. Gerhard Pascher
    14. Mai 2012 13:33

    AUA-Bordbetriebsrat Karl Minhard spielt mit dem Feuer und schlußendlich kann er und seine Mitstreiter nur verlieren. War schon die einseitige Kündigung des Tyrolean-KV ein Eigentor, so kann nun die begrenzte Aktion "unfit to fly" zu einem "fit for fire" oder sogar zu einer fristlosen Kündigung kommen, da fallen diese Leute dann auch um deren Abfertigung um. Hat die Gewerkschaft keine klugen Rechtsberater?

    • mike1
      14. Mai 2012 13:53

      klugheit ist in diesem fall ein fremdwort !

    • terbuan
      14. Mai 2012 18:26

      Nein, die haben offensichtlich keine und haben ihre früheren Pleiten aus ihrem Langzeitgedächtnis gelöscht!

    • numerus clausel (kein Partner)
      15. Mai 2012 09:36

      Firstlose Entlassung! Das andere gibt´s nicht.

  20. HDW
    14. Mai 2012 12:58

    Trotz hohem Frankenkurs hält die Schweiz bei nicht einmal 3% Sockelarbeitslosigkiet! Aber das "Schweizer Modell" ist die Negation von Sozialismus (Sozial ist die Schweiz aber sehr wohl!)
    Wie sagte ein österr. (übrigens schwarzer Politiker)? "Das Schweizer Modell kann ja nur in einem kleinen Land funktionieren!"

    • brechstange
      14. Mai 2012 13:37

      weil Österreich ja so groß ist, das ist echt lustig

    • Observer
      14. Mai 2012 13:50

      brechstange:
      Laut Alfons Gorbach ist Österreich "to small". Er kommt doch aus Vorarlberg, kennt also auch die Schweizer Verhältnisse.

    • LF
      14. Mai 2012 14:54

      @Observer 13:50
      Alfons Gorbach war in den 60er Jahren österr, Bundeskanzler; der Herr mit den mangelnden Englischkenntnissen heißt mit Vornamen Hubert!

    • Observer
      14. Mai 2012 17:20

      LF: danke für die Korrektur.

  21. schreyvogel
    14. Mai 2012 12:00

    Nach Griechenland, Frankreich und UK hat der Wähler jetzt auch in NRW die Sparpaket-Poltiker fürchterlich abgewatscht.
    Dieser Watschentanz wird sich auch in den anderen Ländern fortsetzen.
    Aber Faymann ist klug und wird sich bald aus diesem Sparkurs davonstehlen, sodass bei uns nur die ÖVP abgewatscht wird.

    • phaidros
      14. Mai 2012 12:18

      Es scheint, der Wähler agiert nicht klug.

    • Florin
      14. Mai 2012 12:22

      Der Wähler ist nicht nur "nicht klug" er ist auch belehrungsresistent! (Die wichtigsten Worte der Klientel: "Ich krieg und ich brauch")

    • mike1
      14. Mai 2012 13:36

      "Es scheint, der Wähler agiert nicht klug"

      leider ist der wähler zum großteil proletarischen ursprungs und gewohnt, nicht wirklich zu denken, sondern sich von seinen parteiführern lenken zu lassen. und wenn das dann faymann und co sind, kein wunder, dass dann wieder der schuldenturbo zum laufen kommt !

    • simplicissimus
      14. Mai 2012 16:53

      ... und bald ist der wähler migrantenursprungs und an alimentation, almosen und staatliche bemutterung perfekt gewöhnt! soziherz, was begehrst du mehr? nur ein paar ösi-arbeitssklaven, die brav hackeln und zaster und marie abliefern.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Mai 2012 05:06

      "Der Wähler" ist ein Abbild der Gesellschaft.
      "Wir leben den Moment" tönt es aus allen Kanälen; das Jetzt und Hier ist wichtig, Hauptsache nochmal richtig einsacken bevor der große Krach kommt; soll doch alles den Bach runtergehen, wenn nur ich noch einen schönen Rausch erleben durfte.
      Immer weniger Kinder heißt immer weniger Nachdenken über die Zukunft. Die einzigen, die noch haufenweise Kinder züchten sind Sozialnomaden ohne Heimatgefühl zu Österreich, die werden den Zusammenbruch mit Abzug quittieren. Die Heuschrecken stört es nicht, wenn die Wies'n kahl gefressen ist, die ziehen weiter. Auch wenn einige Träumer glauben, Mustafa und Ali werden einst aus Dankbarkeit ihre Kinder in die österreichische Pensionskassa einzahlen lassen.
      Die Einheimischen brauchen (und wollen) sich keine Gedanken um das Morgen machen; wer keine Kinder hat, dem ist die Zukunft scheißegal. Man selbst wurschtelt sich so durch, irgend eine staatliche Institution zum Ausnutzen gibt es immer, und wenn man Denunziant oder Randalierer wird, es findet sich immer was, wo man mit den Wölfen heulen und anschließend mit ihnen fressen kann, und seien es nur Reste.
      Also schnell noch Einsacken, Ausruhen, Wohlstandswellness genießen. Wir wählen den, der uns die süßesten Zuckerl verspricht; wer Vernunft einfordert wird abgewatscht. Europaweit. (Na gut, mit einer Ausnahme, aber die Schweizer sind eben ein kauziges und starrsinniges Völkchen.)
      Das wirklich Traurige am Niedergang Westeuropas ist, dass seine Völker es sich redlich verdient haben. Wie lange die jungen Demokratien Ost- oder zumindest Nordeuropas da mitmachen, wird sich zeigen. Polen, Slowakei und Ungarn zeigen ja immer wieder, dass sie den Biss noch besitzen, der dem Westen schon abhanden gekommen ist.
      Vielleicht teilt sich Europa dereinst wieder in Ost und West, nur ist diesmal der Osten demokratisch und der Westen sozialistisch...

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Mai 2012 05:07

      Soll natürlich NortOSTeuropas heißen...

  22. Freak77
    14. Mai 2012 11:18

    OT: Wegen geschöntem Lebenslauf musste der Yahoo-Chef Scott Thompson gehen:
    http://kurier.at/nachrichten/4496022-yahoo-chef-muss-nach-vier-monaten-gehen.php

    Haben wir in Österreich einen Bundeskanzler mit einem geschönten Lebenslauf?

  23. Alexander Renneberg
    14. Mai 2012 10:59

    o.t.

    spindis rede grade garnicht mal schlecht! respekt.

    und die hofburg ist voll!

  24. A.K.
    14. Mai 2012 10:44

    Dr. Unterberger schreibt in „Fußnote 297: Semperit – Continental: Wenn dein starker Arm es will, stehen alle Reifen still“: „...Braucht es eigentlich noch ein anschaulicheres Beispiel, was in dieser Welt vor sich geht? In immer mehr Branchen wird die Produktion in Europa zu teuer.“
    Damit hat er Recht, doch sollte man nicht nur „eindimensional“ denken. Warum gab es früher z.B., Zollschranken etc.? Die bestimmenden Menschen waren ja auch damals nicht ganz dumm. Welches Wirtschaften ist eigentlich richtig? Ich meine dazu, daß Wirtschaften letztlich dem Menschen im Überlebenskampf, aber auch seinen geistigen Bedürfnissen dienen soll. Nach unserem heutigen Denken ist vieles unwirtschaftlich, zu teuer, etc., was früher als richtig angesehen wurde. Im Mittelalter baute man Kathedralen, Burgen, etc. Mißt man den Bau einer Kathedrale mit den Maßstäben von heute, so ist dieser Bau völlig unsinnig, beten hätte man auch in einer Scheune können. Die heute damit vom Tourismus erlösten Einnahmen kamen erst Jahrhunderte später, was hätte der mittelalterliche Steuerberater zu solchen Investitionen gesagt? Welchen Sinn haben Kunstwerke, Musik und Theater, rein unter dem Blickwinkel des Preises? Meine Meinung ist, daß man ein wenig logisch denken sollte: Völlige Globalisierung muß nach längerer Zeit das Ergebnis haben, daß ein Lebensstandard erreicht wird, der der Mittelwert zwischen den hochentwickelten Ländern in Europa und USA und den ärmsten Ländern weltweit darstellt. Damit können logisch überlegt die heute hochentwickelten Länder – ihr Status ist ja kein Zufall, sondern das Ergebnis von Arbeit, Forschung, politisch richtigen Entscheidungen und jahrhundertealten Vorarbeiten vieler Generationen – nur verlieren. Man müßte also Richtlinien politisch durchsetzen, die eben nicht für einzelne Länder, sondern z.B. für Gesamt EU, USA - statt wie früher für einzelne Nationen gelten und ein darüber hinaus gehendes Produzieren in „Billigländern“ gezielt steuern bzw. beschränken; zwar nicht verbieten, aber dem Gesamtnutzen anpassen. Geschieht dies nicht, dann kauft Europa eine gewisse Zeit noch billig ein, das technische Know How für die Produktion verlagert sich in die Billigländer, diese verdienen zwar etwas mehr, dafür wird Europa langfristig zum Entwicklungsland oder Disney-Park für Touristen. - Wer billig kauft, kauft teuer.

    • Markus Theiner
      14. Mai 2012 12:43

      Es geht nicht um den niedrigsten Preis, sondern um den niedrigsten Preis für die gewünschte Leistung.
      Wenn der Bedarf nicht "ein Ort zum Beten" sondern "ein meinem Gott angemessen schöner und beeindruckender Ort zum Beten" ist, dann gibts eben Kathedralen statt Scheunen. Aber auch hier wird man sich dann anschauen wo man die Kathedrale mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis herbekommt.

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 12:58

      "Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

      Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld. Das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

      Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

      Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen."

      John Ruskin

      Aber heute, wo alles nur mehr auf den billigsten Preis fixiert ist, A.K. und Markus Theiner, wird dieser Spruch total ungedreht. Es wird zuerst der "Zielpreis" verhandelt, und dann hinterher geschaut, obs überhaupt technisch machbar ist. Die Folgen enden oft im Chaos!

    • Markus Theiner
      14. Mai 2012 15:20

      @ Anton Volpini:
      Haben Sie überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe?

      Es geht eben nicht um den niedrigsten Preis, sondern um den niedrigsten Preis für die gewünschte Leistung.
      Zuerst muss man sich überlegen was man überhaupt braucht - eine Scheune oder eine Kathedrale - und nur unter den Produkten die es überhauopt in diese Kategorie schaffen suche ich mir dann aus was am günstigsten ist.
      Und auch dort nicht nur nach dem Preis, sondern nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

      Zuerst einen Preis fixieren und dann überlegen welche Leistung man will ist natürlich absurd, aber der Satz kommt von Ihnen, nicht von mir.

      Dass man für wenig Geld keinen großen Wert bekommen kann stimmt auch nur bedingt. Es gibt keine direkte Korrelation zwischen Preis und Wert. Ich kann Ramsch teuer verkaufen, wenn ich einen Dummen finde der bereit ist den Preis auch zu bezahlen. Was klassischer Weise genau jene sind, die meinen Wert und Preis wären zwingend identisch.

      Es ist schon richtig, dass man Dinge billiger machen kann, indem man sie schlechter macht. Aber der Umkehrschluss, dass ein Produkt das billiger wird daher zwingend schlechter geworden sein muss - ist Blödsinn. Man kann Dinge auch billiger und besser gleichzeitig machen, wenn man eben effizienter wird. Vergleichen Sie Preis und Qualität eines heutigen Computers mit einem zehn Jahre alten Modell. Billiger, weil schlechter? Wohl kaum.
      Es gibt genug ausländische Produkte die deutlich billiger sind als heimische und trotzdem alle ihm zugedachten Aufgaben perfekt erfüllt. Manchmal sogar besser als heimische. Weil eben der niedrige Preis nicht durch schlampige Produktion oder geringere Materialqualität verursacht wird, sondern - simples Beispiel - durch die niedrigeren Steuern am Produktionsstandort.

      Umgekehrt sehe ich gerade bei dem von Ihnen zitierten Sozialphilosophen eine zu große Fixierung auf den Preis. Denn in dem Beispiel ist das Problem gerade nicht, dass man zu wenig bezahlt hat.
      Würde man den gleichen Ramsch zu einem höheren Preis kaufen, dann könnte der gekaufte Gegenstand seine Aufgaben genauso wenig erfüllen. Das Problem hat man also nicht, weil man "zu billig" kauft, sondern weil man das falsche Produkt kauft.
      Sonst wäre aus auch undenkbar, dass die Staatswirtschaft stärker von der Pleite bedroht wird, weil eine teurere Leistung ja immer auch mehr wert wäre.

    • brechstange
      14. Mai 2012 15:20

      Herr Volpini,
      das können wir in vielen Fällen bestätigen. Das geht dann richtig ins Geld, aber das ist dann gerade in öffentlichen und halböffentlichen wiederum eine andere Baustelle. So bleiben diese Schäden oft unbemerkt.

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 16:19

      Dieser Hirnvirus hat seit Ende der 1990 iger Jahre die ganze Wirschaft erfaßt, brechstange. Das ist nicht mehr nur in öffentlichen und halböffentlichen Bereich so.
      Ich hab erst heute wieder eine lange und breite Diskussion geführt, wo ein Kunde den Zielpreis vorgibt, die technische Machbarkeit als eh gegeben voraussetzt.

      Sie hören richtig Markus Theiner! Und ich hab Sie schon richtig verstanden.
      Was ich Ihnen geantwortet habe, war die Pervertierung der heute gelebten Praxis, mit dem Spruch vom Ruskin, daß es eigentliche die verkehrte Praxis, alles nur über den billigsten Preis regeln zu wollen, auch schon 1870 gegeben hat. Sonst hätte er das nicht so formuliert.

      Tut mir leid, wenn ich mich da nicht deutlich genug ausgedrückt habe!

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 16:58

      Nach nochmaligen Durchlesen bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich mit diesem fürchterlichen Schachtelsatz Aufhellung gebracht habe.
      Heut ist wohl nicht ganz mein Tag! :-)

    • brechstange
      14. Mai 2012 17:03

      Ja, dieser Virus hat sich überall ausgebreitet, da haben Sie wohl recht, Herr Volpini.
      Das liegt wohl auch daran, dass leitende Stellen oft nicht mehr durch fachlich qualifizierte Personen und Erfahrungsträger besetzt sind, sondern mit Juristen und sonstigen Dampfplauderern. Das Shareholder-Value-Prinzip tat sein übriges.
      Die neuesten Errugenschaften sind ja Wissens-, Gemeinwohlbilanzen und Glücks-BIP.
      Ich wollte ausdrücken, dass in öffentlichen und halböffentlichen Bereichen diese Fehlentscheidungen ganz schnell untergehen und dann eben die Staats-, Länder- oder Gemeindeschulden erhöhen. Dafür haftet immer der Steuerzahler.

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 17:23

      Danke, brechstange, ich bin auch so ein gstudierter Jurist. :-))))

      Daher weiß ich auch ganz genau, was das für Dampfplauderer sind. :-)))

    • brechstange
      14. Mai 2012 18:25

      Ich entschuldige mich für das Pauschalurteil, Herr Volpini. Es gibt eben auch Juristen mit Hausverstand und Erfahrung.
      Ich bin Betriebswirt und die sind auch nicht besser. :-))))
      Aber es ist ein Faktum, dass Techniker in den letzten Jahrzehnten in Führungspositionen verdrängt wurden, das hat nicht dazu beigetragen, die MINT-Fächer zu fördern. Es hat auch nicht dazu beigetragen, die Qualität der Produkte zu steigern. Diese Themen würden Bände füllen.

    • Markus Theiner
      14. Mai 2012 18:49

      Ob der Schachtelsatz im Allgemeinen zur Aufhellung beigetragen hat kann ich nicht sagen, mir hat er jedenfalls nicht sehr geholfen.
      Dass es völlig unsinnig ist nur auf den Preis zu schauen sind wir uns eh einig.
      Ich bin - um dem allgemeinen Outing zu folgen - auch Jurist und zwar ausgerechnet noch Vergabejurist, also im öffentlichen Einkauf tätig. Als solcher bin ich mit einem eigentlich erstaunlich stimmigen Grundprinzip konfrontiert.
      Als ersten Schritt definiert man wozu man eine einzukaufende Leistung überhaupt braucht, also welche Anforderungen jedenfalls erfüllt werden müssen.
      Als zweiten Schritt welche Anforderungen man nicht unbedingt braucht, aber gerne auch noch hätte.
      Drittens kann man das dann mit einem Preis in Relation setzen.
      Am Günstigsten ist dann nicht die Leistung, die am wenigsten kostet, sondern die Leistung die alle Mindestanforderungen erfüllt und darüber hinaus noch das beste Verhältnis zwischen Preis und Zusatznutzen erfüllt.

      Aber wenn man mal eine Ahnung davon hat was man eigentlich haben will und wofür, dann kann man beurteilen ob der Preis tatsächlich günstig oder - im schlechtesten Sinne des Wortes - nur "billig" ist. Vielfach scheitert man schon an dieser ersten Frage, aber das sehe ich wie gesagt nicht als Preisproblem, weil in der Phase der Preis eben noch keine Rolle spielt. Ein Produkt dass nicht leistet was ich brauche darf im Preiswettkampf überhaupt nicht mitspielen.

      Soweit zur Theorie, die man durchaus auch auf private Kaufentscheidungen umlegen kann (wenn auch weniger formalisiert als im öffentlichen Einkauf). In der Praxis denkt man aber oft viel weniger darüber nach.

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 18:57

      Nein, nein, nein Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, brechstange, Sie haben ja so recht mit Ihrer Kombination aus Juristen, Dampfplauderern, Share Holder Value und Glücks BIP.
      Ich hab schon beim Studium festgestellt, daß die Juristerei nicht das Meine ist und bin, statt dem Gerichtsjahr, lieber nach Californien arbeiten gegangen.

      Aber mehr als alle Juristen zusammen, haben die Glücks BIPs der verschiedenen Länder die Stimmung in der Wirtschaft versaut. Zuerst haben die Amerikaner mit der Dollarschwemme angefangen, jetzt machen es die Europäer mit dem Euro nach.
      Share holder value ist eine Folge davon und wenn jetzt der ESM auch noch kommt, dann können wir zupacken!

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 19:06

      OK, Markus Theiner, jetzt verstehe ich, warum wir aneinader vorbeireden.
      Ich bin Produzent und Verkäufer und muß daher den Preis meiner Waren höchstmöglich ansetzen, um meine Marge zu verteidigen.
      Sie müssen als Einkäufer das Gegenteil tun!
      So vertritt jeder von uns beiden die Gegenseiten der Medailie, wo Sie aber aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation die besseren Karten haben.
      Wir leiden derweil!

    • Markus Theiner
      14. Mai 2012 20:54

      So vorbei aneinander reden wir glaub ich garnicht.
      Ich habe nämlich oft genug auch das Problem, dass wir uns rechtfertigen müssen wieso wir wieder so teuer einkaufen, obwohl es die Leistung doch auch viel billiger gäbe. Weil viele Leute leider nicht kapieren, dass das was es da billiger gibt eben nicht die gleiche Leistung ist, sondern eine ganz andere. Und zwar oft eine die tatsächlich weniger wert ist. Nicht weil sie billiger ist, sondern weil sie eben weniger kann.

      Wir machen uns aber doch beide - wenn ich Sie nicht komplett falsch verstanden habe - zuerst Gedanken um welche Leistung es eigentlich geht, bevor wir über den Preis nachdenken. Dann natürlich arbeiten wir in entgegengesetzte Richtungen, aber eben erst dann. Und eben deswegen hat mich Ihr Zitat so gestört, weil das immer nur vom Preis redet, obwohl das eigentlich erst der letzte Schritt in der Überlegung sein dürfte.

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 21:40

      Wert, Preis und damit der Ware zugedachte Aufgaben sind unterschiedliche Kathegorien. Darüber sind wir uns heute einig geworden, glaube ich, Markus Theiner. Das betrifft natürlich auch die der Ware zugeordneten Dienstleistungen.
      Wenn sich einer der beiden Akteure, Verkäufer oder Einkäufer, sich zu rechtfertigen beginnt, dann hat er schon verloren! Oder aber er ist ein guter Schauspieler, dann wären wir bei brechstanges Schaumschläger.
      Wenn der Verkäufer für seine Waren keinen Käufer findet, dann gibt es auch keinen Preis und damit keinen Wert und umgekehrt.
      Das ist der Markt und nix anderes, und alle Theorien darum herum verwirren nur!
      Aber wer nur auf den billigsten Preis schaut wird Opfer dessen, was Ruskin beschreibt!

    • A.K.
      15. Mai 2012 10:17

      @Markus Theimer, Anton Volpini, brechstange:
      Mich freut, daß ich mit "...Nach unserem heutigen Denken ist vieles unwirtschaftlich, zu teuer, etc., was früher als richtig angesehen wurde. Im Mittelalter baute man Kathedralen, ..." eine so rege Diskussion angestoßen habe. Ich empfehle, z.B. Bücher wie "Das Leben des hl. Ignatius" (Stifter der Gesellschaft Jesu) oder dessen Lebenserinnerungen mit den Augen eines heutigen, nach Studium, Berufswahl, später dann Bezahlung nach Kollektivvertrag mit Krankenversicherung lebenden Angestellten zu lesen. Was damals Menschen bewegte, wie sie ihre Umgebung sahen und was sie glücklich machte, liefert interessante Erkenntnisse. Weder Kommunismus noch extremer Liberalismus sind die einzigen Wege, wie man das unverständliche Geheimnis des menschlichen Seins besser bewältigen kann. Als als gläubiger Mensch, der Gott liebt und den Nächsten wie sich selbst kommt man diesem Geheimnis wohl eher näher.

    • de Voltaire (kein Partner)
      15. Mai 2012 20:46

      "Zuerst einen Preis fixieren und dann überlegen welche Leistung man will ist natürlich absurd ...."

      "Ich hab erst heute wieder eine lange und breite Diskussion geführt, wo ein Kunde den Zielpreis vorgibt, die technische Machbarkeit als eh gegeben voraussetzt."

      Das Problem verstehe ich nicht, was soll daran falsch sein?
      Beispiel 1) Ein Unternehmer hat eine Idee für ein neues Produkt, er hat eine Vorstellung davon und er hat eine Vorstellung, zu welchen Preis (und in welcher Menge) er es verkaufen könnte. Also weiß er, was die Fertigung und die Investition für die Anlagen kosten dürfen, damit sich die Idee rechnet. Und schon haben Sie einen Zielpreis, den er maximal dafür bezahlen kann. Wäre die Anlage teurer, dann braucht er die Anlage nämlich nicht zu kaufen - die Produktion würde sich "nicht rechnen".
      Beispiel 2) Sie haben eine ungefähre Vorstellung, welches Auto Sie gerne hätten - und Sie wissen, was Sie sich maximal leisten können. Ein überteuerter Dacia wäre unklug, wenn für Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt. Ein Sonderangebot von Ferrari wäre vielleicht vom Preis-Leistungs-Verhältnis optimal, aber es würde Ihre finanziellen Möglichkeiten sprengen.

      Es gilt, das für den jeweiligen Bedarf beste Produkt auszuwählen, selbstverständlich unter der Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Aber eben auch unter Berücksichtigung einer allfälligen (notwendigen) Preisobergrenze. Wo also sehen Sie das Problem?

  25. phaidros
    14. Mai 2012 10:19

    OT - an die Selbständigen: Die SVA der Gewerbetreibenden macht eine Versichertenbefragung. Angeblich kann man eigene Vorschläge zur Gestaltung des Fragebogens einbringen, ich habe soeben folgenden Vorschlag abgeschickt:

    »Sehr geehrte Damen und Herren,

    der allerwichtigste Schritt, der eine Verbesserung für alle Beteiligten in jedweder Richtung brächte, wäre ein Ersatz der Pflichtversicherung durch Versicherungspflicht. Bitte dringend um Berücksichtigung dieser Frage in klarer, nicht verklausulierter Form.

    Beste Grüße
    «


    Ich bitte um zahlreiche Nachahmung (bitte mit eigenen Worten)! Die Adresse: mailto:versichertenbefragung@svagw.at Vorschläge werden bis 3. Juni gesammelt.

    Um der Nachbearbeitung dieser Idee etwas mehr Gewicht zu verleihen, sollten wir uns hier etwas koordinieren. Ich ersuche jeden, der diesen Vorschlag einbringt, mir ein formloses Mail zukommen zu lassen, damit wir dann, wenn die Frage nicht auf dem Fragebogen aufscheinen wird (denn sie wird es nicht), etwas zum Nachsetzen in der Hand haben: wieso werden soundsoviele gleichlautende Vorschläge ignoriert? Wie viele Vorschläge wurden überhaupt eingebracht? Wieviele Mails sind eingegangen? Wir können dann ggf. versuchen, etwas Öffentlichkeit zu machen.

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • Karl Knaller
      14. Mai 2012 18:25

      VORSICHT, FEIND HÖRT MIT!

    • phaidros
      14. Mai 2012 18:31

      Richtig. Leider in diesem Fall notwendiges Übel (obwohl: ein privates Forum mit Kommunikation via https stünde freilich für genau solche Zwecke zur Verfügung....)

  26. Wolfgang Bauer
    14. Mai 2012 10:18

    Wissen sie eigentlich wirklich nicht, was sie zun?

    Deutschland wird ja jetzt wieder aufgefordert, den Weg der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch moderate Kostenentwicklung "endlich aufzugeben" zugunsten einer "Anpassung" an die nicht wettbewerbsfähigen Länder Frankreich etc., damit "die auch eine Chance zum Exportieren haben".

    Meine verzweifelte Frage: Wer in Europa hat eigentlich Interesse daran, dass das letzte noch konkurrenzfähige Land (samt Anhang Ö. etc.) im internationalen Wettbewerb endgültig untergeht? Das können doch nicht einmal Frankreich etc. wollen? Der Herr Swoboda? Der Herr Schulz? Haben sie eine geheime Agenda? Oder sind sie so blöd? Oder wollen sie wirklich, dass halt lieber alle nichts haben? Dann sollen sie ihre fetten Gehälter spenden, aber nich zu Lasten Ungeborener irreversiblen Schaden anrichten.

    Denn wenn die Standorte einmal an Schwellenländer verloren sind, kehren sie ja nie mehr zurück! Wer wünscht sich Europa als Armenhaus - noch dazu mit einem Volk, das überhaupt nicht mehr mit schwierigen Verhältnissen umgehen kann? Das nur mehr "Das Leben ist ein Hit" kennt?

    Es kann doch nicht sein, dass dauernd vergessen wird, dass wir offene Handels- und Standortgrenzen haben. Wenn Deutschland (+ Ö. etc.) nicht mehr liefern kann, dann wird halt in China etc. gekauft. Das ist dann besser?

    Ist es eine selbstbestrafende Sintflut-Sehnsucht der Europäer, die sich für den Kolonialismus geißeln wollen?

    Ich fasse es nicht. So blöd können doch nicht einmal die Gewerkschaften sein, das süße Gift der Herrn Schulmeister+Felber u.a. kann's doch hoffentlich nicht sein??

    • phaidros
      14. Mai 2012 10:25

      Kleines Detail (ändert aber nichts an der grundsätzlichen Richtigkeit): das konkurrenzfähigste Land Europas war 2011 Schweden (Platz 4), gefolgt von der Schweiz und Deutschland erst auf Platz 10. (http://tinyurl.com/6c3jght - dort »Download WCY Rankings«)

    • Martin Bauer
      14. Mai 2012 10:32

      In letzter Konsequenz erfolgt die Abschottung und die Inzucht...
      Was, wie wir nicht erst seit Medel und Darwin wissen, auch keine Lösung darstellt...

    • Johann Scheiber
      14. Mai 2012 12:44

      Wir brauchen keine Industrie, wir sind eine Dienstleistungsgesellschaft. Wir leben einfach von Finanzprodukten. Internationale Arbeitsteilung heißt das.

    • mike1
      14. Mai 2012 13:37

      schulz und swoboda sind einfach sozis - das reicht leider...

    • logiker2
      14. Mai 2012 14:05

      @ Johann Scheiber, zusätzlich Psychologen, Soziologen, Therapeuten und Berater aller Art, Politologen usw. Also richtige Dienstleister. Wenn nähmlich die Cinesen und Asiaten so richtig ausgebrannt sind, kommen sie zu uns zur Therapie und Beratung zwecks Frühpension usw.

    • H&M (kein Partner)
      15. Mai 2012 09:05

      Schweden kann nicht stimmen, der Sozialismus dort ist ja noch ärger als bei uns.

      Im Ernst, mich würde interessieren, was die Schweden besser machen als wir. Vielleicht können sich unsere Sozis, und nicht nur die, Ideen holen.

    • phaidros
      15. Mai 2012 10:24

      Ist ziemlich verblüffend, H&M, ist aber so (s.o.: scoreboard.pdf herunterladen)

      Österreich ist übrigens von Platz 14 im Jahr 2010 auf 18 abgerutscht.

  27. haro
    14. Mai 2012 10:15

    Transportkosten sind anscheinend so billig wie Arbeitskräfte in den Billiglohnländern.

    Unsere Autobahnen dienen vorwiegend dem Transitverkehr (auch wenn das offiziell oft abgestritten wird).

    Abgase müssen wir (entgegen dem Recht auf Gesundheit) hinnehmen und auch noch Strafe zahlen (Umweltabkommen?) und nicht die eigentlichen Verursacher.

    Vieles "rennt falsch".

    • dssm
      14. Mai 2012 19:29

      Vergessen Sie es! Die Masse des Verkehrs ist hausgemacht.
      90 und mehr Prozent der Importe nach Europa gehen über zwei Häfen - Rotterdam, Hamburg. Wo soll also der Transitverkehr herkommen?

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Mai 2012 05:23

      Dssm, nehmen's sich die Zeit und setzen's sich mit einem Klappstuhl an die A9 oder noch besser an die A10. Und dann notieren Sie mal die Nummerntafeln der sich vorbeiwälzenden LKW-Schlange.
      Türkei, Rumänien, Ungarn, Sowakei, Polen, Bosnien, Estland, Dänemark, Deutschland...
      Österreichische Frächter kommen da nicht viele vor.
      Ich weiß nicht, wie Sie Transitverkehr definieren, aber die Blechlawine auf der Nord-Süd-Achse, die sich quer durch Österreich schiebt, könnte man wohl schon so bezeichnen.

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Mai 2012 05:25

      Ach ja, die A12 nicht vergessen, da geht's erst richtig rund.

  28. Helmut Oswald
    14. Mai 2012 09:15

    Können eigentlich Rote etwas anderes, außer Betriebe in die Pleite zu führen und anschließend Steuern zu erhöhen und Beamte zu vermehreren ? Zu Semperit - Conti etwas Archetypisches über die Industrievernichtungs-programme der Sozialisten. Als in den 80ern die Reifenindustrie erstmals ihre Überkapazitäten feststellte, wurde der Konkurrenzkampf schärfer. Noch waren die Auftragsbücher voll, aber die Konkurrenz aus Asien zeichnete sich bereits ab.
    Semperit - an sich bekannt für gute Qualität - erhielt die Einladung für einen bestimmten neu entwickelten Fahrzeugtyp von Volvo im segment eines gehobenen Mittelklassewagens - die Gesamtaustattung der Serie mit Reifen samt Ersatzreifen und Tauschvorräten, kurzum 300.000 Reifen am Stück, zu fertigen. Auftragskapazitäten dieser Art und dieses Umfanges waren zu der Zeit bereits keine Selbstverständlichkeit mehr - der 'Haken' - oder besser gesagt, das Häkchen - war: die Reifen sollten innert für Volvo nützlicher Frist produziert werden. DAs bedeutete im Auftragsfall Sonderschichten und Wochenendarbeit für Teile der Belegschaft. Das Angebot der Unternehmensleitung lautete: 1.) nur Freiwillige sollen am Wochenende und in der Sonderschicht eingesetzt werden 2.) für diese 150 % mehr Lohn am Samstag und Sonntag, 3.) für beide Tage jeweils 200 % Zeitausgleich zusätzlich (!) zur Lohnerhöhung. Der Betriebsrat von Semperit lehnte diese Bedingungen als unzumutbar ab. Der Auftrag ging an die Konkurrenz.

    Ein dreiviertel Jahr später, ein de ja vue. Toyota stellte ein neues Werk nach Ungarn und lud Semperit ein, für den dort gefertigten PKW die Reifen zuzuliefern. Der Betriebsrat lehnte die Arbeitsbedingungen für die Sonderschichten (s.o.) ab. Der Auftrag ging an die Konkurrenz, ein gewisser Vranitzky enteignete danach die Bürger über die Steuern und subventionierte die Betriebsratspolitik von Semperit so lange, bis das Werk komplett Pleite war.

    Es geht weiter: Conti übernimmt Semperit und hält sich an die für einige Jahre abgegebene Bestandsgarantie des Werkes im Umfang der Zusage. Als sich die Frage der Evaluierung der Standorte von Conti stellt, beginnt der Obmann des Betriebsrates, der sich in den vergangen Jahren ja bereits ausgezeichnet hatte ein vorbildlicher Kämpfer für die Interessen der Arbeiterschaft zu sein, sich mit der Konzernleitung anzulegen. Bereits die jahre zuvor hatte er den Generalmanager Grünwald in bewußter Weise stets als 'Grünzwerg' verhöhnt, und zwar so, daß diesem dies gewollt auch zu Ohren kommen musste. In gesprächen zeichnete sich der Betriebsrat weiterhin durch kompromisslose Konfontation mit der Konzernführung aus - und das, obwohl Semperit innerhalb des Gesamtkonzerns betriebswirtschaftlich gesehen in den untersten Rängen verzeichnet war. Das Ergebnis blieb nicht aus - das Werk wurde geschlossen.

    Aus meiner Sicht Industriesabotage. Niemand hat geprüft, wie es dem Zentralbetriebsrat wirtschaftlich nach Schließung des Werkes ergangen ist.
    So wenig, wie den Direktoren der Bank aUstria, die die Filiale in new York auf Sand gesetzt haben, oder die Vermögenslage Flöttls und anderer Defraudanten jemals geprüft wurde. Rote Saboteure kommen ungeschoren davon - wie lange noch ?

    • Johann Scheiber
      14. Mai 2012 09:37

      Auch hier, die Sozialisten sind nur die dämlichen Brandbeschleuniger eines hemmungslos kapitalistisch-globalistischen Systems, welches von sich aus in den Abgrund treibt. Die Dialektik ist keine linke Methode, wie manche meinen, sondern der Links- Rechts-Diskurs der jeweils planlosen Kontrahenten ist die Dialektik des Verfalls. Die Position der politischen und ökonomischen Vernunft ist jenseits von Links und Rechts.

    • Helmut Oswald
      14. Mai 2012 10:19

      Dieser Staat ist völlig verkommen, die Gesellschaft verwahrlost. Der schreibende Pöbel ein Hure des Zeitgeistes. Die Achse des Blöden regiert. Wartet nur, Eure Hölle wird heiß.

    • Wertkonservativer
      14. Mai 2012 12:56

      Na ja, Herr Oswald; geht's noch etwas dramatischer?
      Da wird einem ja angst und bang; da bleibt kein Auge tränenleer!
      Grusel, grusel!!!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Helmut Oswald
      14. Mai 2012 14:34

      Waren sie schon einmal als politischer Vertreter unter einer Belegschaft von 800 + Leuten, die erfahren mussten, daß ihr Werk schließt und sie samt und sonders auf der Strasse sitzen ... ?

      Haben Sie nicht den Eindruck, daß die Gewerkschaftsleute bei Semperit Verantwortung tragen sollten, für das, was sie angerichtet haben ?

      Oder amüsieren Sie alle diese Anekdoten bei einem Glas Rotwein bloß, weil Sie ohnehin wissen, daß wir noch immer Ihre Rente zahlen, obwohl es angesichts der Verschwendungspolitik der jetzigen Empfängergeneration längst an der Zeit gewesen wäre zu fragen - was haben Sie dazu beigetragen, daß endlich das Kapitaldeckungsverfahren eingeführt wird ? - und was haben Sie oder die von Ihnen so sehr geschätzte VP dazu beigetragen, daß Verschwender und Saboteure der Industriepolitik auch als solche gebrandmarkt werden und letztlich auch zur Verantwortung gezogen werden ? Oder denken Sie da lieber an die vielen schwarzen Korruptionsskandale - beginnend beispielsweise beim West-Autobahnbau mit Seidl-Müllner und Konsorten - denn auch ihre Parteigänger ziehen nämlich eine Spur der Verschleuderung durch das Wirtschaftsgeschehen dieses Landes - und denken sich, eine Krähe wird doch nicht der anderen ... ?

    • schreyvogel
      14. Mai 2012 16:22

      Sie meinen, der Zentralbertriebsrat wurde möglicherweise nachher dafür entlohnt, dass er Conti einen in der Öffentlichkeit wirklich wasserfesten Grund für die Schließung geliefert hat? Und niemand hat's gesehen?

      Naja - wer weiß?
      Von der Million, die der Dr. Vr. von Flöttl für nichts erhalten, hätte man ja auch nie etwas gehört, wenn es nicht im BAWG-Prozess hochgekommen wäre.

    • Helmut Oswald
      15. Mai 2012 08:54

      @ schreyvogel

      In einer nicht unerheblichen Zahl an Fällen drängt sich der Verdacht auf, daß unsere Werke durch eine bewusst geförderte Obstruktionspolitik zur Schließung gebracht wurden - kommunistsisch Sabotage wie im Krieg wird es nicht mehr gewesen sein, also ist es die Konkurrenz, die in den Verdachtskreis einbezogen wird. Die Adresse derjenigen Betriebsräte, die das Werk an die Wand gefahren haben, würde ich in künftigen Fällen dann schon mal bekanntgeben und - etwa wie in Akte xy - in Verdachtsfällen zur Fahndung aufrufen. Aber da halten sich die StaA's im Moment noch zurück.

    • Wertkonservativer
      15. Mai 2012 18:57

      @ Helmut Oswald (falls Sie das noch lesen):

      haben Sie in Ihrer Replik gestern 14:34 mich gemeint?
      Wenn ja, dann folgendes:

      ich bin heute, mit 78+ noch voll selbständig berufstätig; zahle, neben der Steuer auf meine nach 50 Jahren Berufstätigkeit gar nicht so hohe Pension, noch genug Steuer aus selbständiger Tätigkeit!
      Sie brauchen mir wahrlich nicht vorrechnen, wie sehr ich Ihnen und dem Staat zur Last falle!
      Ich habe, schon aufgrund meines langen Lebens, sicher mehr für die Allgemeinheit getan, als Sie bisher, Herr Obergescheit!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  29. Johann Scheiber
    14. Mai 2012 09:14

    800.000 Mails gegen ESM im Deutschen Bundestag. Ob die Volkszertreter in Deutschland und hierorts noch ruhig schlafen können?

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/05/42533/

    • phaidros
      14. Mai 2012 09:54

      Aber selbstverständlich. Dort wie da. Glauben Sie ernsthaft, solche Protestreaktionen würden nicht vorausgesehen und wären nicht einberechnet?

    • dssm
      14. Mai 2012 19:32

      Im Spiegel stand neulich, daß die italienische Regierung den Einsatz des Militärs im Inneren andenkt, wenn 8 Millionen Mails einlangen, werden die deuteschen Abgeordneten auch darüber nachdenken, wenn es mehr werden, stehen die Panzer in den Strassen. Glrückliches Österreich, wenn unser Verbündeter im Verteidigungsministerium so weiter macht, kann uns all dies niemals passieren!

    • phaidros
      15. Mai 2012 14:07

      So aus dem Bauch heraus würde ich mal vermuten, solche Pläne liegen routinemäßig in den Schubladen eines jeden Innenministers.

  30. Josef Maierhofer
    14. Mai 2012 08:30

    Was wir erleben werden sind die Ausreden, die wir ja alle schon zur Genüge kennen, die Spekulanten, der Kapitalismus, die Wirtschaftskrise (die eine Schuldenkrise ist wegen genau dieser blühenden Phantasie von linksgrün), etc., etc.

  31. terbuan
    14. Mai 2012 08:11

    Nur zur Veranschaulichung, wohin die Reise geht:

    Die neue Semperit AG (kein Reiffenhersteller) beschäftigt weltweit 7.000 Mitarbeiter, davon 1.000 in Österreich.
    Der Continental Reifenkonzern beschäftigt weltweit 164.000 Mitarbeiter, davon 45.000 in Deutschland.
    Und der Leiterplattenhersteller AT & S hat weltweit 7.500 Beschäftigte, in Österreich davon 1.400.

    Die Gewerkschaften sägen an ihrem eigenen Ast, jede erstreikte (erpresste) unmäßige Lohnerhöhung führt unweigerlichj zu einer weiteren Verlagerung von Arbeitsplätzen in ausländische Tochtergesellschaften.
    In Betonhirne bringt man Vernunft nicht einmal mit dem Presslufthammer!!!

    • mike1
      14. Mai 2012 08:20

      das bestätigt immer wieder meine haltung in relation zu den gewerkschaften !

    • Johann Scheiber
      14. Mai 2012 08:26

      Aber die Gewerkschaften beschleunigen den Abwanderungsprozess nur, terbuan, das Grundübel ist die hemmungslose economy of scale und das Abgrasen von lokalen und temporären Produktionsvorteilen! Profit, koste es die Welt was es wolle, das ist die zerstörerische Maxime! Unternehmer und Mittelstand weg, weltweit und Konzerne, Konzernbürokraten und Banken- und Börsendiktat her, global - das ist der Change. Wer nicht pariert, kriegt die NATO an den Hals.

    • terbuan
      14. Mai 2012 08:35

      Johann,
      Eine der wesentlichen Ursachen für diese Entwicklung ist der sogenannte "shareholder value", "erfunden" vom amerikanischen Ökonomen Alfred Rappaport in seinem 1986 erschienenen Buch "Creating shareholder value", die Bibel der Gewinnmaximierer um jeden Preis!

    • Johann Scheiber
      14. Mai 2012 09:25

      Ja terbuan, dazu dann die Jubelchöre der Ökonomen zu "share holder value": Nur die Ausrichtung auf Gewinn schafft Nachhaltigkeit und dergleichen Blödheiten mehr. Fredmund Malik war einer der ersten, der diesen Unsinn durchschaut hat! Die Shareholder-Geschichte war eigentlich nur eine minimale Variation zur paläoliberalen Utopie von der praestabilisierten Harmonie, dass alle glücklich werden, wenn jeder nur seinen Eigennutz verfolgt. Trottolos, kann man nur sagen!

    • Observer
      14. Mai 2012 10:36

      terbuan:
      Theoretisch wäre es möglich, dass vernünftige Leute auch bei geringeren höheren Preisen österreichische Waren kaufen und somit die lokale Wirtschaft stärken. Dazu müsste aber auch der Handel seinen Beitrag leisten. In der Praxis kümmern sich die meisten Konsumenten nicht, wo das Zeuge herkommt, Hauptsache ist, man hat "billig" eingekauft. Bei vielen Produkten steht nur mehr "Made in the EU" drauf bzw. es wird - so wie kürzlich beim Gemüse festgestellt - ausländische Ware als "Österreichisches Erzeugnis" angepriesen.
      Die am Anfang erwähnten "vernünftigen Leute" sind aber in der Minderheit, dazu fehlt einfach die Bildung und Vernunft zum nachhaltigen Denken bei den meisten Menschen. Aus meiner Sicht sind die viel zu günstigen Transporttarife ein wesentlicher Grund, warum auch weniger wertintensive - auf das Gewicht bezogen - Waren quer durch Europa gekarrt bzw. um die halbe Welt verschifft werden können.

    • terbuan
      14. Mai 2012 15:09

      @Observer & Johann Scheiber

      Der Gegenentwurf zum "shareholder value" wäre eine Unternehmensphilospohie, bei der nicht nur die legitimen Ansprüche der Aktionäre sondern auch die der Mitarbeiter, der Lieferanten und der Kunden sowie das gesamte gesellschaftliche Umfeld in ausgewogener Form Berücksichtigung findet.

      Das ist heute leider immer weniger der Fall, "just in time" ist die Devise, es werden Lagerkosten auf Kunden ("kauf 3, zahl 2") und Lieferanten überwälzt und völlig unnötige Transporte quer durch die Welt durchgeführt.

      Die Handelsketten arbeiten nur mit "billig, billig" und verführen die Konsumenten zu unnötigen Käufen günstiger Massenware in möglichst großen Mengen.
      Andererseits werden Produkte außerhalb der Saison quer über den Globus auf den Markt gebracht, nur dass der Konsument im Winter auch Kirschen und Erdbeeren angeboten bekommt, aus Chile!

      Neulich in einem Delikatessengeschäft in Perchtoldsdorf sah ich in einer Auslage Herrenpilze, winzige Dinger, aber Herrenpilze im April!
      Ich fragte die Verkauferin nach dem Preis und der Herkunft, sie meinte das Kilo kostet 55 Euro, da muß man aber auch den Flug mitbezahlen, die kommen nämlich aus Südafrika!

    • dssm
      14. Mai 2012 19:35

      Mein lieber terbuan, so weit kommt es hoffentlich nicht, wenn ich in meinen Betrieb nicht mehr Herr bin, aber selbstverständlich für alles haften muss, warum sollte ich dann noch Unternehmer spielen? Es sind genau diese sozialistischen Ansichten, von Menschen die nie im harten Wettbewert standen, welche unsere Wirtschaft zerstört haben.

    • terbuan
      14. Mai 2012 19:55

      dssm
      So weit kommt es sicherlich nicht, aber die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte!

    • dssm
      14. Mai 2012 20:43

      Welche Mitte?
      Kleiner und mittlerer Unternehmer = Haften und Steuern zahlen?
      Arbeiter = Arbeiten.
      Angestelle = Urlaub und 20 Stunden Woche?
      Beamte = 20 Wochen Urlaub und 20 Wochen Krankenstand, dafür unkündbar.
      Grossbetriebe = Mehr Juristen als Arbeiter.
      Vorstand Grossbetrieb = super dicker Bonus und golden Handshake nach Desaster.
      Aktionär Grossbetrieb = Keine Gewinnausschüttung, da alles für Bonus verbraucht.

      Es war der sozialistische Unfug, welcher die Grossbetrieb schuf, es ist die sozialistische Einheitspartei, welche diese Grossbetriebe am Leben hält. Share holder value würde heissen: NIX dicker Bonus für viel, viel, viel Risiko, sondern nachhaltige Gewinne und normale Gehälter für die Vorstände. In einer freien Wirtschaft gehört das Scheitern dazu, ja ist geradezu das Schlüsselelement. Dann schauen wir uns doch mal die geretteten Betriebe an ...

    • terbuan
      14. Mai 2012 20:59

      dssm
      Ich glaube, wir haben da ganz verschiedene Ansichten über diesen Begriff. Einer meiner Mitarbeiter hat seine Diplomarbeit über dieses Thema geschrieben und wir haben sehr oft darüber diskutiert. Gerne würde ich mich mit Ihnen einmal zu einem Gedankenaustausch treffen. Ihre Beitrage finden übrigens sehr häufig meine Zustimmung.
      Herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

  32. Josef Maierhofer
    14. Mai 2012 08:03

    Nachfrage und Angebot, der Markt

    Was Linksdenker unter Markt verstehen ist der künstlich auf Kredit hochgehaltene (unnötige) Konsum, die Gläubigkeit an 'Reserven' des 'Kapitalismus', die Gläubigkeit an das Wachstum ohne Arbeit, etc. etc.

    Der wirkliche Markt, und dem kann keiner entrinnen, orientiert sich am Bedarf, am wirklichen Bedarf, nicht am künstlich hochgehaltenen. Was brauchen die Menschen wirklich und das muss angeboten werden. Wer da mitkann, der wird nicht untergehen.

    Gott sei dank, gibt es in Österreich viele solcher Bedarfsdecker, die Know How und Technologie, etc. anbieten können, Nischen abdecken, aber leider sind die größeren unter ihnen ebenso gezwungen im Ausland zu produzieren, weil man mit den hiesigen Löhnen nicht zu Rande kommt, als Beispiele seien AT&S, Tridonic (ZumTobel), etc. genannt.

    Wer hier bei uns Konsum predigt, Leistung boykottiert, damit das Volk in die Irre führt und belügt, das sind die anachronistischen Gewerkschaften und die Linken, die Ausnützen, Kahlfrass, Schuldenmachen, etc. predigen.

    Würden alle die vertriebenen Arbeitsplätze hier stattfinden, wäre Österreich ein blühendes Land, so aber haben wir uns von den Linken und Linksdenkern von ordentlichen Leuten zu Faulpelzen, Schmarotzern, Ausnützern, etc. umerziehen lassen, die Arbeit unwiederbringlich vertrieben, Schulden gemacht, das Volk verraten, alle unsere Freiheiten dafür gegeben und uns selbst abgeschafft mit Hilfe dieser linksdenkenden und gutmenschlichen 'Wohlstands'Sippschaft.

    Wohl bekomms mit der Linksdiktatur ! Das hätte ich mir vor 40 Jahren nie gedacht, dass es so weit kommt bei uns.

    • Josef Maierhofer
      14. Mai 2012 08:21

      Nachsatz:

      Ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten Jahrzehnten jemals ein Linker zu Anständigkeit und Korrektheit aufgerufen hat, das haben die Linken immer nur verlangt.

      Es geht aber eben nur mit Anständigkeit und Korrektheit, will man die Arbeit im Land halten.

    • Karl Knaller
      14. Mai 2012 18:38

      @Maierhofers Nachsatz:
      Könnten Sie mir bitte erklären - ich bin etwas begriffstützig und tu' mir machmal schwer, Ihrer brillaten Eloquenz zu folgen - was der Unterschied zwischen "zu etwas aufrufen" und "etwas verlangen" ist?

    • Karl Knaller
      14. Mai 2012 18:40

      ...es sollte natürlich "brillanten Eloquenz" und keineswegs "brüllaten Eloquenz" heißen!

  33. brechstange
    14. Mai 2012 07:58

    Förderung des Mittelstands heißt für zB für eine mittelständische Bäckerei alle 2 Jahre Böden wechseln

    Holzboden - unhygienisch
    Kunststoffboden - unhygienisch
    Fliesenböden - unhygienisch
    Industrieboden - derzeitiger Behördenstand

    Wen wundert noch das Brot in Österreich teuer ist?

    • Johann Scheiber
      14. Mai 2012 08:32

      Genau so ist es, brechstange!
      Die Lobbies bringen die Bürokraten und die Interessensvertreter der Wirtschaft schon dahin, dass der Mittelstand via Auflagen aus dem Markt gekickt wird.

    • terbuan
      14. Mai 2012 17:43

      brechstange

      Brot und Gebäck sind in Österreich wesentlich teurer als in Deutschland, das kann nicht nur an den Böden liegen!
      Wenn ich bei meinem Sohn in Werder/Havel zum Bäcker um die Frühstücksbrötchen gehe, dann bezahle ich für 5 gemischte Korn/Mohn/Sesamweckerl nicht mehr als 2 Euro, in Österreich undenkbar!

  34. Johann Scheiber
    14. Mai 2012 07:58

    Ich erinnere mich, wie F .A. v. Hayekr in einem Fernsehinterview zu Franz Kreuzer gesagt hat, dass sich der Liberalismus vom Sozialismus dadurch unterscheide, dass die liberale Utopie noch nicht gescheitert sei.

    Nun, diese Erfahrung des Scheiterns der liberalen Utopie im globalen Maßstab scheinen wir gerade zu machen. Und es ist nicht so, dass das einfach so mir nix, dir nix "in der Welt vor sich geht", wie Dr. Unterberger sich ausdrückt, ganz so, als wäre es ein blindes Fatum.
    Nein, die linken und die rechten Globalisierungssoldaten haben dieses finale Chaos über Jahrzehnte herbeipropagiert. Aber der absehbare Crash der Weltwirtschaft wird den Wahn der liberalen Propheten von einer grenzenlosen und unbegrenzten Ökonomie offenbaren.
    Wahrscheinlich wird das Pendel in Richtung eines hemmungslosen Protektionismus zurückschlagen und viele Teile der Erde werden auf Subsistenzniveau zurückfallen.
    Vielleicht gibt es dann, befreit von der sozialistischen und der liberalistischen Hybris, einen Neubeginn, wenn auch die Ökonomen begriffen haben, dass Wohlstand auf Dauer nur aus einer Dialektik von Nationalökonomie und Welthandel hervorgehen kann.

    • schreyvogel
      14. Mai 2012 17:27

      Die liberale Utopie ist gescheitert, weil die Menschen in ihrer Mehrzahl noch nicht die intellektuelle Kapazität besitzen, die Vorteile dieser Utopie zu erkennen und ihr Wahlverhalten danach zu gestalten.

      Vielleicht wirkt der kommende Crash erzieherisch genug, dass den Menschen die Augen aufgehen und sie nachher aus den Trümmern eine echte liberale Gesellschaft mit einer echten liberalen Wirtschaftsordnung aufbauen.

    • dssm
      14. Mai 2012 19:36

      Wo bitte gab es eine liberale Marktwirtschaft in den letzten 30 Jahren?

  35. phaidros
    14. Mai 2012 07:18

    Selbstverständlich siedelt Conti ab, wenn es anderswo günstiger produzieren kann. Als Eigentümer würde ich es mir ebenfalls verbitten, dass an einem Standort teuer produziert wird, wenn anderswo der Gewinn maximiert werden kann. Für Sozialregelungen sind nicht Firmen zuständig, sondern die Gesellschaft (die in einem fatalen Fehlverständnis immer mehr der mildtätigen Komponente dem Staat überträgt).

    »Unsoziales Ausbeuterschwein!« höre ich da schon manche Stimme vor meinem geistigen Ohr.

    Stimmt nur nicht, es ist sogar das Gegenteil wahr: in China können 5000 Menschen mit Posten und somit Einkommen versorgt werden, wo es hier vielleicht nur 3000 sind. Das Überleben der Firma ist dadurch besser sichergestellt - neinein, die Manager wären zu feuern, wenn sie die Entscheidung nicht träfen.

    Vor China, um auf das 2. Thema zu kommen, sollten wir Respekt haben (1500 Millionen Menschen!), aber zu Tode fürchten brauchen wir uns mAn nicht: durch die (notwendige) Einkindpolitik bekommen die in den nächsten Jahrzehnten ein Überalterungsproblem, gegen das sich das unsere harmlos ausnehmen wird.

    Das bringt mich zum Standortwettbewerb: 5 Punkte nennt Prof. Garelli vom IMD, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten: geordnete Finanzen, Produktion, Export, Diversifikation und Mittelstand. Im Grunde - und das ist die gute Nachricht - kann man sich zu diesen Punkten entscheiden (natürlich nur mit gehörigem Vorlauf, und das ist die schlechte). Dazu haben wir an den BK und VK, die FM und den WM eine Anfrage auf meinparlament gestellt, Dr. Mitterlehner hat auch geantwortet: http://www.meinparlament.at/frage/6537/

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • Wolfgang Bauer
      14. Mai 2012 08:06

      Die Anfrage ist sehr gut, die Antwort leider Gewohnheits-Wischiwaschi-Schönfärberei. Im Osten nichts Neues.

    • mike1
      14. Mai 2012 08:18

      ja, leider typische 08/15-antwort eines ministeriums. solche anfragen werden aber grundsätzlich in dieser art und weise abgespeist...

    • schreyvogel
      14. Mai 2012 11:48

      Aber wenigstens hat er, wischiwaschi zwar, antworten lassen - und das ist ja auch etwas.

      Wenn BK, VK Und FM nicht antworten ließen, zeigt dies nur, dass sie zuwenig Personal haben. Dann gehört das Personal in diesen Ministerien aufgestockt, bis sie ebenso reichlich ausgestattet sind wie der WM. Sparen ist gut, aber nicht am falschen Platz!

      (Ich habe der neuen Forderung nach Änderung der Paradigmen bereits entsprochen und bin jetzt AUCH gegen das Kaputtsparen!)

    • phaidros
      14. Mai 2012 12:23

      Ich gestehe: vielleicht bin ich da Romantiker, aber ich schließe nicht mal aus, dass er selbst die Antwort, naja, wenigstens gesehen hat.

      Anfragen auf meinparlament werden großteils von zuständigen Fachbeamten beantwortet, was aber auch immer klar hervorgeht (außer, dass jeweils das Konterfei des befragten Politikers abgebildet ist)

      Jedenfalls werden wir die Antwort (mitsamt Kommentar) auf der Webseite veröffentlichen. Einfach Öffentlichkeit machen, auch wenn's nicht viel ist.

  36. Anton Volpini
    14. Mai 2012 07:05

    Der Punkt ist nur der, wenn diese Entwicklung der Allgemeinheit offensichtlich wird, dann ist es bereits zu spät!

    Dann tritt der bekannte Hättiwari Effekt ein, wo allen (bis auf den Gewerkschaftern und Sozialisten) klar wird, was man alles hätte machen müssen, um diese Abwanderungsentwicklung aufzuhalten. Nur, das Hätte liegt in der Vergangenheit, und da sind bekanntlich alle Ereignisse unwiderruflich abgeschlossen.

    Semperit in Ternitz war lange Zeit ein quasi verstaatlichtes Unternehmen, das zur verstaatlichten CA Industriegruppe gehörte, bevor es an die Continental-Gruppe verkauft wurde. Die Personalkosten waren dort untragbar hoch, und der erste Wirbel, der die Schließung der Autoreifenproduktion in Ternitz nach sich zog, hatte nur den einen Effekt, daß der damalige Betriebsratschef Neugebauer zum Medienstar avancierte.
    Semperit gehörte zum Kollektivvertrag der chemischen Industrie! Die Gewerkschaft der chemischen Industrie fordert in den gerade laufenden Tarifverhandlungen 5,8 % Lohn- und Gehaltserhöhung! Bereits die dritte Verhandlungsrunde wurde erfolglos abgebrochen, die Arbeitgeberseite steht bei 4,1 % !!.
    Betriebsversammlungen und Streiks finden jeden Tag statt!

    • phaidros
      14. Mai 2012 07:27

      Es wäre ein heilsamer Schock, wenn die nächste Gesprächsrunde nicht an derselben Stelle fortgeführt wird, sondern die Arbeitgeberseite ihr Angebot nun zurückziehen und nur noch Inflationsausgleich anbieten würde.

    • Anton Volpini
      14. Mai 2012 07:50

      Ja phaidros, das habe ich meinen Kollegen auch schon geschrieben.
      Aber da gibts immer ein paar, die die gleichen Pülcher sind wie auf der anderen Seite.
      Da steht dann der "Herr BASF" auf und erklärt, daß das letzte Argument, das er gegenüber seiner deutschen Mutter noch hat, der soziale Friede in Österreich ist, und daher ein höherer Abschluß allemal besser sei als Streik.
      Mit diesem Argument ist der "Herr Höchst" vor 20 Jahren auch schon gekommen, obwohl der damals gerade die letzte Produktionsstätte in Österreich geschlossen hatte.
      Und glauben Sie mir phaidros, die Kämmerer in der Wiedner Hauptstraße buckeln unglaublich vor diesen Konzernherren!

    • brechstange
      14. Mai 2012 08:10

      Ist doch Linie der EU- und weltweiten Politik in Deutschland (ich nehme auch an in Österreich) Inflation zu machen, dazu braucht es ordentlicher Lohnzuwächse. Das hat der Schäuble der Industrie bereits empfohlen:

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/08/arbeitgeber-gesamtmetall-gegen-schaeuble-%E2%80%9Ebrauchen-keine-belehrung-aus-der-politik/

      Die Politik will Schuldenabbau bei Inflation, ist zwar Betrug an den Bürgern, aber juckt das den Herrschaften, die den fehlkonstruierten Euro auf Biegen und Brechen verteidigen wollen? (Wird ihnen nur gelingen, wenn der Euro zum Binnenrubel wird (Prof. Hankel). Dass dabei die globale Konkurrenzfähigkeit leidet, dass Inflation zu großen Fehlentscheidungen mangels Planbarkeit führt, das ist für manch Politiker zu hoch, zumindest der scheinbar leichtere Weg für die Bürokraten und bankrotten Wortführern mit Frankreich an der Spitze.
      Dazu schwärmt ja schon Prof. Flassbeck aus, um der hohen Lohnforderungen Rückhalt zu bieten. Eigentlich nur mehr grauslich.

    • phaidros
      14. Mai 2012 09:09

      Liebe brechstange, ich seh's nicht ganz: warum leidet die globale Konkurrenzfähigkeit? Die eigenen Produkte werden am internationalen Markt billiger.

      (Betrug am Bürger stimmt natürlich: Inflation=Umverteilung nach oben.

      Inflationsantreiber, also die, die als erste höhere Preise verrechnen, profitieren: deren Kunden zahlen drauf, gleichen das aber aus, indem sie ihre eigenen Preise erhöhen. Es gibt also ein »Mittelfeld«, das weder Vor- noch Nachteil hat. Aber den letzten (=Bürger) beißen die Hunde: er zahlt allen höhere Preise, bekommt aber erst am ende des Jahres einen Ausgleich.)

    • brechstange
      14. Mai 2012 17:09

      Bitte, phaidros, Sie sollten auch bedenken, dass die Importpreise durch einen schwachen Euro stark steigen. Die Vorprodukte, die am internationalen Markt erworben werden, können nicht immer substituiert werden, man denke an Erdöl, Seltene Erden, Solarzellen und andere.

    • phaidros
      14. Mai 2012 17:48

      Erlauben Sie mir eine nötige Korrektur: Import schwächt die eigene Wirtschaft*) - so gesehen wäre das sogar noch ein Vorteil für die Wettbewerbsfähigkeit, weil die Binnennachfrage angekurbelt wird.

      Das ist ja diese Sch*e an der Inflation, dass es Teilaspekte gibt, die durchaus nicht von der Hand zu weisen sind. (Und eine moderate Inflation ist vielleicht wirklich die stabilste Wirtschaftssituation, die man haben kann. Aber das müssten Berufenere beantworten)

      LG phaidros

      *) (Ich kämpfe mich gerade durch »Inflation oder Deflation« von Markus Lindermayr. »Kämpfen«, weil mir hinten und vorne die Zeit fehlt und ich das halbseitenweise abtrage, geschrieben ist es imho hervorragend! Auch Garelli nennt »Export« als einen der fünf Eckpfeiler für Wettbewerbsfähigkeit, nicht den Import)

  37. Senfspender
    14. Mai 2012 06:39

    In der Berichterstattung von ZDF/ORF über die Schlecker-Pleite in Deutschland kamen auch die Bedauernswerten zu Wort, die dadurch arbeitslos wurden und nun schwer neue Abeit finden, weil man sich finanziell nicht verschlechtern will, da Schlecker besser bezahlt hat als die Konkurrenz.

    Die Frage, ob das nicht (mit) ein Grund für die Pleite gewesen sein könnte, wurde allerdings nicht aufgeworfen!

  38. Wertkonservativer
    14. Mai 2012 05:50

    Vollkommen klar, dass uns China (+ Indien, Tigerstaaten) über kurz oder etwas länger total überrunden, ja inhalieren wird!
    Afrika und seine Bodenschätze sind bereits jetzt dran, in Europa sind die Gelbmänner auch bereits sehr fleissig, gerade einmal Amerika wird sich wohl noch ein paar Jahrzehnte aus dem chinesischen Würgegriff heraushalten können (der Dollar ist ja bereits im Fokus der Schlitzaugen!).

    Unsere Gewerkschaften tun alles, um die Frist bis zum endgültigen "out" mit ihrer Stur- und Doofheit noch zu verkürzen!

    Europa, bald heisst es wohl: Ade, Du schöne Zeit, als wir noch einigermaßen selbstbestimmt leben und handeln konnten!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      14. Mai 2012 06:56

      @ WK

      Ihre Ausführungen gleichen sich inhaltlich im zunehmenden Maße EU-kritischer Blogteilnehmer an.

      Ist das der Versuch, immer auf der Seite der Mehrheit zu stehen?

      Dafür gibt es 3-Sternderln von mir.

    • mike1
      14. Mai 2012 07:26

      cotopaxi: es geht nicht um die eu, sondern um die gewerkschaften und um die sozialistische politik der schuldenmacherei mit der konsequenz, nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein.

      ihr kommentar ist eine themaverfehlung !

    • Cotopaxi
      14. Mai 2012 07:38

      @ mike1

      Ich bezog mich auf die Worte des werten WK: "Europa, bald heisst es wohl: Ade, Du schöne Zeit, als wir noch einigermaßen selbstbestimmt leben und handeln konnten!"

      Da klingt für mich Kritik an den verantwortlichen politischen Führern der EU durch.

      Ich kann mich aber auch geirrt haben und das Thema tatsächlich vollkommen verfehlt haben.

    • GOP
      14. Mai 2012 08:21

      Werter Wertkonservativer,
      wie ich Ihnen bereits gestern geschrieben habe, sind Pauschalurteile (wie: alle Briten, alle Gewerkschafter usw.) unsachlich. Obwohl ich nie einer Gewerkschaft angehörte, so kenne ich auch dort sehr anständige Leute, welche im öffentlichen Dienst bzw. bei Grosskonzernen zum Beitritt gezwungen wurden, anderenfalls ihnen das Arbeitsleben schwer gemacht würde. Ein Vergleich mit den Schutzgeldern anderer Branchen ist dabei nicht völlig unbegründet. Dies ist leider eine Tatsache, mit der man leben muss. Eigentlich sind die Gewerkschaften nur Vereine, welche neben den gesetzlich anerkannten Interessensvertretungen (= Kammern) mitreden wollen.
      In einer global vernetzten Welt mit freiem Handel gibt es keine lebenslange Garantie, dass Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft (auch im öffentlichen Besitz befindlichen Unternehmen) erhalten bleiben. Es werden nicht nur Produktionen "ausgelagert", auch viele Berufe verlieren aufgrund geänderter Bedingungen an Bedeutung bzw. werden komplett abgeschafft. Dazu gibt es in den vergangenen 50 Jahren unzählige Beispiele. Daher lautet die Devise: LLL = Lebenslanges Lernen. So muss jeder bereit sein, sich umzuschulen, den neuen Gegebenheiten anzupassen und ggfs. auch seinen Wohnsitz dem Arbeitsplatz anzupassen. Es ist nicht die Aufgabe der Politiker in einer wirklichen Demokratie, dass man möglichst neben der Wohnung gleich einen Arbeitsplatz "zugeteilt" bekommt. Wer dies will, der sollte nach Nordkorea auswandern.

    • Wertkonservativer
      14. Mai 2012 08:22

      Ja, da kommt leider meine sonst von mir unterdrückte pessimistische Ader durch!

      Klar jedoch auch, dass Europa umso früher dem Ansturm der gelben Ameisen anheimfallen wird, je mehr ein gemeinsames europäisches Vorgehen in Wirtschaft und Gesellschaft von noch so honorigen Herrschaften wie Ihnen und anderen madiggemacht und verhindert wird!
      Europa wird sich nur mit vereinten Kräften einigermaßen am Weltmarkt und im Wettstreit der Ideen behaupten können! Kleinstaaterei war gestern, Einigkeit in den existenziellen Fragen ist das Gebot der Stunde!

      Das ist meine Meinung, zu der ich jederzeit stehe!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      14. Mai 2012 09:04

      Als Antwort an @Cotopaxi gedacht!

    • Karl Knaller
      14. Mai 2012 18:52

      @WK 08:22h
      "Gelbe Ameisen" => also, bei aller Ehrfurcht vor dem Alter und allem Verständnis für das derzeit schwierige gesundheitliche Umfeld: so was (geradezu primitiv) Rassistisches hab' ich hier im Blog schon lang' nicht gelesen!

    • Reinhard (kein Partner)
      15. Mai 2012 04:42

      @GOP
      Sie treffen den Nagel punktgenau auf den Kopf!
      Die angelernten Produktionskräfte sterben aus wie die Kutschenfahrer und Laternenanzünder.
      Unsere Stärke sind Know-How, Hochtechnologie und kreative Innovationskraft. Grundlage dessen ist Bildung, also Lernen Lernen Lernen...
      Leider ist die Bildung eine unserer größten Baustellen und das verbequemte Wahlvolk will lieber in der wohligen sozialen Hängematte schaukeln als darüber nachzudenken, dass ihre eigenen Kinder und Enkel einst dafür teuer werden büßen müssen.

    • Wertkonservativer
      15. Mai 2012 05:58

      Für die "gelben Ameisen" entschuldige ich mich in aller Form", @ Cotopaxi"!
      Sollte - unpassend - auf die Riesenmenschenmenge der Chinesen hinweisen.
      Ein falsches Wortbild: ich schäme mich ein wenig!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • DB (kein Partner)
      15. Mai 2012 14:32

      @Knaller/ @WK
      KK, ich finde es schwer übertrieben hier von Rassismus zu sprechen - stecken Sie Ihre Nazi-Keule wieder ein! Der WK meinte dies ganz sicher nicht rassistisch oder beleidigend sondern viel mehr als Kompliment, denn Ameisen sind immens arbeitsame und tüchtige Lebewesen. Eine Metapher - nicht mehr und nicht weniger.

  39. Georg H. Jeitler
    14. Mai 2012 02:21

    Wie sehr man das im ÖGB erkennt, sieht man an der heutigen Quasi-Drohung, gegenüber der Industrie betreffend Abgehen von der Benya-Formel...

  40. RR Prof. Reinhard Horner
    14. Mai 2012 02:07

    reinhard.horner@chello.at

    Bezüglich NRW dürfen wir nicht minder "gespannt sein", wie es der dortige nur halb engagierte CDU-Chef geschafft hat, dermaßen herunterzuschieben. Derjenige, der überdies noch versucht hat, seine Kanzlerin mit hinein zu ziehen.

    So kann man eine redlich wirksame Politik gegen die Befürchtungen eines "bösen Erwachens" zweifelsohne nicht auf den Weg bringen. Dort und auch anderswo ist dem als ruinös gebrandmarkten "starken Arm" nichts entgegengesetzt.

  41. libertus
    14. Mai 2012 01:24

    Wir dürfen ja gespannt sein, was die rot-grünen Heilsbringer jetzt in NRW mit ihrem "fulminanten" Sieg aus diesem Land machen werden.

    Nach ihren Versprechungen, müssen dort endlich die blühenden Landschaften, ein vorbildliches Wirtschaftswachstum, zahlreichen Betriebsansiedlungen sowie die Energiewende mit einer noch nie zuvor gekannten Vollbeschäftigung, kurz = das linke Wohlstandsparadies entstehen, noch dazu mit entsprechenden "Quotenfrauen".

    Ge(sp)bannt blicken wir von nun an in die neue, linke Vorzeigeregion und erleben hoffentlich kein böses Erwachen.

    • mike1
      14. Mai 2012 08:14

      die rotgrünen verirrungen mussten bisher immer im nachhinein repariert werden, auch in NRW wird's nicht anders sein...

    • Florin
      14. Mai 2012 08:59

      "..die rotgrünen verirrungen mussten bisher immer im nachhinein repariert werden,..."

      Solange es geht, gut...

    • terbuan
      14. Mai 2012 17:37

      Das Bundesland NRW hat bei einer Bevölkerung von 17,8 Mio. einen Migrantenanteil von ca. 25%, eine Arbeitslosigkeit von 8,3% und Schulden von etwa 190 Mrd. Euro!
      Na dann hurtig voran Frau Krafft, Sie werden Kraft brauchen!





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