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Europa hat drei Optionen und entscheidet sich für keine drucken

Lesezeit: 9:00

Alexis Tsipras hat absolut recht. Der Chef der linksradikalen Syriza-Partei Griechenlands – der beim nächsten Wahlgang noch weiter zulegen dürfte – hat nämlich selbstsicher verkündet: Niemand kann Griechenland aus dem Euroland werfen.

Ein Blick in die diversen europäischen Verträge bestätigt: Kein Land kann hinausgeschmissen werden, weder aus dem Euro-Raum noch aus der Europäischen Union. Damit haben sich EU wie Euro als Schönwetterprojekte entlarvt, die nun schon seit zwei Jahren völlig hilf- und schutzlos im Regen stehen. Damit machen sich auch alle jene Politiker in Österreich wie in Europa lächerlich, die den Griechen nun den Hinauswurf androhen. Das geht einfach rechtlich nicht.

Damit hat auch die EU-Kommission wahrscheinlich recht, die ständig beteuert, keine Vorbereitungen in diese Richtung zu treffen. Man kann nicht etwas vorbereiten, was man gar nicht kann und darf. Das andere Kommissare doch wieder von solchen Vorbereitungen reden, ist nur ein Zeichen des Chaos, das in Brüssel herrscht.

Ohne Griechen auch kein griechischer Austritt

Die Trennung der Griechen vom Euro können nur die Griechen selber beschließen. Und die wollen ganz und gar nicht. Würde doch damit tatsächlich jene gewaltige Verarmung des Landes eintreten, über die die Griechen schon derzeit sehr beredt jammern, ohne dass sie noch wirklich eingetroffen wäre. Außerdem können die Griechen nicht nur aus dem Euro allein austreten, sondern müssten auch gleich die EU verlassen. Was sie genauso wenig wollen – auch wenn man dann natürlich im gleichen Atemzug um Neuaufnahme in die EU ansuchen könnte.

Daher klingt die – sofort wieder dementierte – neueste Idee Angela Merkels zwar verzweifelt, aber doch glaubwürdig. Sie soll den Griechen empfohlen haben, jetzt doch die im vorigen Winter noch von ihr selbst und allen anderen verdammte Volksabstimmung über einen Euroverbleib PLUS Zustimmung zu allen Sparmaßnahmen abzuhalten. Aber genau dieses Plus will ja die Mehrheit der Griechen nicht.

Heißt das nun, Europa ist wirklich so hilflos, wie es jetzt dasteht? Heißt das, Europa muss wirklich alternativlos einfach immer neues Geld in die ausgebrannten Kessel Griechenlands & Co schaufeln? So wie es das ja schon seit zwei Jahren in Billionen-Dimension tut – von den ersten bilateralen Griechenland-Hilfen über die diversen Kommissions- und EZB-Aktionen, übers hemmungslose Gelddrucken, über die Finanzierungen auf kollektiven Pump via Währungsfonds und die komplizierte „Fazilität“ EFSF bis zu dem ebenso komplizierten und destabilisierenden „Stabilisierungsmechanismus“ ESM?

Ganz und gar nicht. Europa hat mindestens drei Optionen. Freilich ist es nicht so sicher, dass in irgendwelchen Staatskanzleien diese Optionen auch wirklich schon genau durchkalkuliert worden wären. Denn populär wird man auch damit nicht. Keine dieser Optionen ist schmerzfrei, jedoch ist jede sinnvoller als die gegenwärtige Schmerzbehandlung für die europäische Krankheit, die nur eine reine Symptomkur ist.

Über diese Optionen hätte man eigentlich schon in den 90er Jahren bei der Gründung des Euro entscheiden müssen. Was man aber nicht geschafft oder gewollt hat. Und man ist ihnen erst recht im Mai 2010 aus dem Weg gegangen, als Griechenland erstmals bankrott war.

1. Grünes Licht dem Bankrott

Die erste Option würde keiner neuen europäischen Verträge bedürfen. Sie bedeutet einfach: Man lässt Griechenland auch wirklich so wie im Vertrag vorgesehen bankrott gehen. Das wäre zwar ein Schock für das Land, aber die logische Konsequenz aus allen jenen Fehlern, die die Griechen selbst zu verantworten haben – in der lügenreichen Vergangenheit ebenso wie erst recht durch das jüngste Wahlergebnis. Dann könnte die griechische Regierung etwa den Beamten und Pensionisten höchstens die Hälfte des monatlichen Schecks zukommen lassen. Und so weiter.

Aber genau dieser Schock würde am ehesten das auslösen, worum sich die Griechen derzeit so klagenreich herumdrücken: Privatisierungen, Deregulierungen, Beamtenabbau, Abbau von Kündigungsschutz, echte Öffnung für ausländische Investoren usw. Ob die Griechen dann auch zur Drachme zurückkehren, ist da schon eine sekundäre Frage.

Freilich soll niemand glauben, dass dieser an sich logische Weg für das Ausland ein einfacher oder gar billiger wäre. Zahlreiche ausländische Banken und Versicherungen müssten dann durch die eigene Regierung vor den Auswirkungen eines Domino-Effekts geschützt werden. Denn sonst würden auch die jeweils eigenen Unternehmen des Landes mitgetroffen werden, wenn ihre Bankkonten plötzlich nichts mehr wert wären. Wobei es freilich nicht sein dürfte, dass bei der Bankenrettung Bankaktionäre und -mitarbeiter ungeschoren davonkämen. Sie müssten einen Teil des griechischen Ausfalls selber tragen. Nur die schuldlosen Kunden sollten geschützt werden.

Eine weitere Konsequenz einer griechischen Insolvenz würde viele europäische Regierungen treffen: Sie alle hätten dann noch viel größere Probleme bei der eigenen Refinanzierung. Denn jeder Geldgeber würde nach einem endgültigen Bankrott Griechenlands noch viel intensiver als schon jetzt nachdenken, bevor er Italien, Spanien, aber auch Frankreich und vielen anderen Staaten weiter gutes Geld zur Verfügung stellen würde. Das würde für diese Länder die Schuldenaufnahme zumindest neuerlich verteuern.

Allerdings: Dieser Effekt ist schon im Vorjahr bei der erzwungenen Umschuldung der privaten Inhaber griechischer Anleihen in hohem Ausmaß eingetroffen. Diese Umschuldung war eine besonders dumme Aktion: Das Ausland hat viele negativen Folgen getragen, ohne dass man die Griechen zu einer echten Reform zwingen hätte können.

Griechenland bankrott gehen zu lassen, kommt ganz Europa teuer. Aber es nicht bankrott gehen zu lassen, sondern weiter zu „helfen“, kommt noch viel teurer. Und es verhindert vor allem weiterhin, dass die Griechen endlich wirklich selber sanieren. Und auch kein anderes Land wird das dann tun. Sondern alle Bürger würden glauben, dass man nur links- oder rechtspopulistisch wählen, ein bisschen demonstrieren sowie „Occupy!“ rufen müsste. Und schon zahlt weiter ein anderer für sie.

2. Schaffung eines europäischen Konkursrechtes

Damit kommen wir zur zweiten Option: Die EU beschließt ein echtes Insolvenzrecht. Das erfordert eine Vertragsänderung, und dauert daher wahrscheinlich in einer akuten Notsituation zu lange. Aber jedenfalls gilt hier der Satz: Besser spät als gar nicht. Die Schaffung eines solchen Staateninsolvenz-Gesetzes wäre jedenfalls viel dringender als all die zahllosen Banken-Regulierungsversuche der letzten Jahre. Denn die Staaten sowie deren verlorene Wettbewerbsfähigkeit und nicht so sehr die Banken sind der zentrale Kern des europäischen Dilemmas.

Eines solchen Insolvenzrechts hätte es schon bei Fixierung des Euro zumindest für den Euro-Raum bedurft. So wie es ja auch innerhalb jedes Landes für zahlungsunfähige Firmen genau geregelte Abläufe gibt. Im Zentrum steht dabei immer ein sogenannter Masseverwalter. Der übernimmt in dem insolventen Land beziehungsweise in der insolventen Firma alle finanziell relevanten Geschäfte. Interessanterweise wird neuerdings in der Europäischen Zentralbank genau darüber nachgedacht.

Das bedeutet freilich eine vorübergehende Aushebelung der Verfassung und Demokratie. Das ist daher eine extrem heikle Operation. Das würde die Gefahr eines revolutionären Chaos verstärken. Das wäre aber wohl im Gegensatz zur ersten Option ein viel klarer geordneter Umgang mit der Zahlungsunfähigkeit eines Landes. Daher sollt unabhängig davon, wie es kurzfristig in Griechenland weitergeht, dieses Insolvenzrecht die erste Priorität auf der europäischen Agenda werden.

3. Europa neu gründen

Womit wir zur dritten Option kommen. Die heißt: Wenn die Griechen nicht aus dem Euro austreten wollen, können es ja die anderen tun. Das ist freilich eine gewaltige Vertragskonstruktion, die da geschrieben werden müsste. Denn so wie die Griechen nicht nur aus dem Euro austreten können, können es auch die anderen Länder nicht. Sie müssten formal auch die EU verlassen und EU wie Euro neu gründen. Dabei werden die Austretenden auch den Zurückbleibenden – also jedenfalls den Griechen – gegenüber schadenersatzpflichtig. Wobei man freilich auch alle von Athen verursachten Schäden gegenrechnen kann.

Eine solche Neugründung könnte natürlich auch genutzt werden, die vielen Fehler der EU-Konstruktion zu beseitigen. Da hat sich ja im Verlauf von mehr als einem halben Jahrhundert Vieles angesammelt oder als schädlich erwiesen: Vetorechte, Nichteinhaltung der eigenen Regeln, undemokratische Bevorzugung von Kleinstaaten gegenüber den Großen, der unheilvolle Drang zur Überregulierung, unklare Verhältnisse zwischen Nato- und neutralen Ländern, usw.

Mit anderen Worten: Es bräuchte wohl Jahre, um all das zu klären. Niemand hat einen besseren EU-Vertrag fertig in der Lade, der auf zumindest mehrheitliche Zustimmung stieße. Zugleich würde eine neue, bessere Union wahrscheinlich etliche Mitglieder verlieren, die auf dem Weg des Willensbildungsprozesses verloren gingen.

Erst recht würden solche Verluste an Mitgliedern auch bei einem neu zu zimmernden Euro-Raum der Fall eintreten. Denn während man die EU ja auch schlanker machen könnte und sollte, könnten an einem Euro-Neu zweifellos nur Länder teilnehmen, die sich einem klaren und zwingenden Regime unterwerfen würden (anstelle der skurrilen Maastricht-Kriterien, die vom ersten Tag an nie eingehalten worden sind).

Ein solcher Verlust wäre aber sicher kein großer Schaden. Hat man doch in dieses Europa immer wieder Länder aufgenommen, die (noch) gar nicht hineinpassen. Die man aber „aus politischen Gründen“ zu früh aufgenommen hat.

Der Hut brennt lichterloh

Über all diese drei Optionen muss – müsste – zum Beispiel der von Michael Spindelegger in der Vorwoche gegründete Kreis von reformwilligen Ministern intensiv nachdenken. Ob aus dem mehr wird als aus so vielen anderen Nachdenkrunden?

Das Teuflische ist: In Europa brennt der Hut so lichterloh, dass alle Entscheidungen binnen weniger Wochen getroffen werden müssten. Und dabei sollen gleichzeitig in diesen Wochen auch noch ganz schwierige Pakete durch die nationalen Parlamente beschlossen werden: neben der Verpflichtung zur Schuldenbremse auch der neue, viele weitere Hundert Milliarden teure Stabilisierungsmechanismus ESM.

Dieses Paket hängt freilich auch aus einem anderen Grund in der Luft. Denn sowohl die deutschen wie auch die französischen Sozialisten lehnen nun die Pflicht zu einer Schuldenbremse ab. Was zwar ein neuerlicher schwerer Stoß des sich breit machenden Populismus für die Stabilität Europas wäre. Was aber wieder leichte Hoffnung macht, dass damit wenigstens auch der ESM tot sein könnte (den aber wieder die Sozialisten gerne hätten!).

Heute hat Europa die Rechnung für Hunderte faule, den Grundrechnungsarten der Ökonomie widersprechende Kompromisse auf dem Tisch. Es ist dadurch selbst längst von arger Fäulnis befallen. Die proeuropäischen Sprüche mancher Politiker und EU-Journalisten gleichen daher längst nur noch dem Pfeifen im Walde.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2012 06:39

    Ich fürchte, wir sind bereits mitten drinn, in der ersten Möglichkeit.
    Die griechischen Auswirkungen sind ja bereits seit über einem Jahr in unseren Finanzunternehmungen deutlich spürbar. Dabei waren aber die österreichischen Institute in den PIIGS Staaten relativ wenig exponiert. Da sollte man sich einmal die Engagements der französischen Banken anschauen. Das erklärt auch, warum die französische Politik im letzten Jahren zunehmend hündisch vor den Deutschen gekrochen ist.
    Aber mit Monsineur Hollande ist das jetzt alles anders. Der französische Nationalstolz ist in einer Stärke zurückgekehrt, daß er sogar Blitze anzieht.
    Was allerdings den Niedergang des Euros, und damit dem Friedensprojekt Europa nur beschleunigt. Schade, schade um das Gemeinsame in Europa, schade um eine grandiose Idee. Die Linken, die Betrüger und Gauner in der Politik, sie habens vermasselt und wir alle haben zugeschaut!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2012 07:28

    Wie in Deutschland kritische Stimmen zum Euro bekämpft werden
    oder
    wenn es um Sarazin geht, ist vor allem einigen Linken kein Untergriff zu tief und keine persönliche Beleidigung zu schäbig:

    achgut.com berichtet:
    Eine Mely Kiyak nahm auf “fr-online” und in der “Berliner Zeitung” die Hürde zur Brachialhetze mit Bravour: “...die Verplemperung unserer Fernsehgebühren für diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur, die Sonntagabend in Ruhe das tun darf, was er am besten kann; das niedrigste im Menschen anzusprechen.”

    Bei dieser gemeinen Hetze a la "Stürmer" überkommt einen das Grauen

  3. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2012 09:55

    Tatsächlich wird die "4. Option" gewählt werden:

    ESM ja - Fiskalpakt nein - Wachstumspakt auf Neuschulden - Eurobonds - EZB Vergewaltigung für Staatsfinanzierung - keine Verwaltungsreformen in öffentlichen Bereichen - besondere Chuzpe: Nutzung der Krise zur Vertiefung der EU in Richtung Bundesstaat - PIIGS-dominierte gemeinsame Fiskal- und Wirtschaftspolitik - Ausweitung des Gewerkschaftseinflusses - Mittelstand wird zu "G'stopften" erklärt und umverteilend ausgeplündert - weiterer Aufstieg der "Politischen Klasse" a la DDR - Entindustrialisierung Europas - breite Armut - Aufstieg der Linken mit dem Argument, dass sie dafür sorgen werden, dass es allen in einer gerechteren Welt besser gehen soll - und dass der ebenfalls erstarkende Rechtsextremismus bekämpft werden muss. Endlich haben die Linken aller Parteien dann wieder eine echte Aufgabe, die Sinnkrise ist vorbei!

    Und die gesamtverschulte Bevölkerung? Schaut dementsprechend unverständig zu, lässt sich mit einigen Direktdemokratie-Placebos einlullen und glaubt den Predigern, dass das alles so kommen musste, weil die neoliberale Wirtschaft (in Österreich die schwarzblaue Schüsselregierung) mit ihren Zinseszinsen die Politik dominieren wollte - das ist dann wenigstens mangels Wirtschaft ni Europa nicht mehr möglich.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPaneuropa
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2012 09:22

    Die vierte und wohl wahrscheinlichste Variante fehlt. Ganz Europa wird ein Mix aus Griechenland und Italien. Die Italienvariante in seiner besten Form bedeutet: der Norden subventioniert dauerhaft den Süden. Die Konsequenz daraus ist, daß italienische und griechische Korruptionszustände auf ganz Europa übergreifen werden. Die politische Nomenklatura (samt ihrer ständig wachsenden Bürokratie) wird wie in Griechenland sich schamlos selbst bereichern. Europa fällt in der Weltwirtschaft zurück. Europa wird ein Kontinent von armen Leuten (sieht man von der sich bereichernden Nomenklatura ab). Irgendwann bricht das gesamte System zusammen. Aber schon beim real existierenden Sozialismus hat man gesehen, das das durchaus fast ein halbes Jahrhundert dauern kann.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2012 11:37

    Bei der derzeitgen Kakophonie, die in der EU über den Zustand des Euros und der PIIGS herrscht, bleibt einzig und alleine die letzte, vermutlich aufgezwungene Option:
    nach dem offentsichtlich unaufhaltsamen Zusammenbruch folgt ein wesentlich realistischerer Neuanfang der ursprünglich großartigen Idee einer Europäischen Union.

    Zu hoffen bleibt nur, daß dieser Umbruch möglichst geordnet über die Bühne geht, unser Kontinent hätte es sich verdient!

  6. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2012 07:42

    Europa hat KEINE OPTION und muss sich deshalb auch für nichts entscheiden!

    Die EU treibt wie das vom japanischen Tsumnami ergriffene Schiff (mehrmals im TV zu sehen) völlig unkontrolliert dem Ufer zu und auch das anwerfen der Maschinen (soferne diese noch funktionierten) würde angesichts der Gewalt des Tsunamis nicht sändern. Das Schicksal wird derzeit ausschließlich vom Tsunami bestimmt!
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    NONE-MEMBER OF FACEBOOK!
    horst.rathbauer@gmx.at

  7. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2012 08:31

    Es brennt der Hut lichterloh, trotzdem wird überall weiter "abgesahnt". Wer sich wenige Minuten Zeit nimmt, kann einen RTL-Bericht sehen, wie die EU-Abgeordneten die eigene Tasche füllen. Viel Spaß (oder Schaudern?) bei:

    http://tinypic.com/player.php?v=j0cxz5&s=6

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Mai 2012 10:49

    Es hätte ja genügt, wenn sich die EU an die eigenen Grundsätze gehalten hätte: also Unterbergers Punkt 1. Die "no-bail-out"-Klausel, wonach kein EU-Staat einem anderen bei Zahlungsschwierigkeiten und Budgetnöten helfen darf, steht ja im EU-Vertrag. Wenn sich aber eine Organisation nicht einmal an die eigenen Prinzipien hält, kann sie auch nicht erwarten, international ernst genommen zu werden.

  2. Ausgezeichneter KommentatorErwin Tripes
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Mai 2012 03:19

    Wieso würde man schadenersatzpflichtig, wenn man aus dieser Gesellschaft austritt, wo die vereinbarten Regeln, die wir alle zur Genüge kennen, laufend gebrochen werden?
    Man könnte sich mit Sarrazin zunächst zurücklehnen und bei diesem Vertragsbruch einfach nicht weiter mitmachen. Wenn man dann dazu verhalten würde, wäre dies wohl ein gerechtfertigter Austrittsgrund.
    Wäre das keine Option für die Nettozahler?

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  1. Romby (kein Partner)
  2. Adriana (kein Partner)
  3. Manami (kein Partner)
  4. Jennifer (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:48

    I'm not worhty to be in the same forum. ROTFL

  5. Durai (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:48

    Thanks alot - your answer solved all my problems after several days strnlggiug

  6. Igor (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:26

    Man sagt, man wfcrde Licht nicht als solches enreknen, wenn man die Dunkelheit nicht gesehen hat. Gutes nicht sehen, wenn man nicht Schlechtes erleben durfte.Dies war auch stets meine Auffassung. Aus heutiger Betrachtung eher als dcberlebensstrategie, um Erlebnisse zu (er) tragen.Im Nachhinein brauchte ich nicht unbedingt meine Schattenseiten auszuleben, um zu enreknen, dass ich diese nicht mf6chte. Sondern eher meine lichte Seite erleben dfcrfen, um mich zu erfahren.Im Nachhinein brauchte ich nicht die Erinnerung oder das mir selbst Vorte4uschen von positiven Geffchlen, wie Liebe, Vertrautsein, Geborgenheit, sondern das wahre Erlebnis dieser.Zu lange auf der Schattenseite leben, verzehrt die Wahrnehmung.Heute kann ich eindeutig sagen: Das ist Liebe, das sind We4rme und Geborgenheit. Diese tun mir gut und lassen mein Ich sein.Ich brauche nicht mehr die negativen Geffchle, um mich selbst zu enreknen.Ich vereine zwar beide Seiten, doch lebe ich sehr gut damit nur die positiven ausleben zu dfcrfen. Ich habe mich (er) kannt nicht mehr durch negative Pre4gungen, sondern durch positive.Negative hatte ich zu lange. Jetzt gebe ich den Positiven einen Raum zum gedeihen.

  7. Jeremy (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:54

    Ich eigentlich auch nicht, ich getsehe lieber gleich, dass die Fotos etwas e4lter sind und ich sie auf meiner Festplatte gefunden habe. Damals konnte ich noch mehr "verzwicken", heute gelingt mir das eh nimmer ^^(Audferdem hatten wir damals noch einen Restlvertilger in der Familie und ich meine jetzt keinen Hund! Hehe)

  8. xRatio (kein Partner)
    25. Mai 2012 00:31

    Die "Griechenland-Rettung" segelt unter der Flagge "Euro-Rettung".

    Bedruckte Scheine und Münzen (Euros, Dollars, was auch immer) zu "retten" ist unter normalen Umständen vielleicht ein spannendes Spiel. Doch allenfalls für eher Geisteskranke.

    Umso verwunderlicher, daß die "Euro-Rettung" ohne ohrenbetäubendes Hohngelächter hervorzurufen, doch tatsächlich dazu dienen soll, der global organisierten Kriminalität, der Sozialistischen Internationale umverteilender Politruks und Notenbankster Vorschub zu leisten.

    Daß fast alle auf diese Vorstellung hereinfallen und daß die wenigen tapferen "Kritiker" wie Henkel oder Sarrazin sich von ein klein wenig anders bedruckten Scheinchen (DM, Nord-Euro, was auch immer) Heil und Segen versprechen, läßt tiefe Einblicke in die vorherrschende, vom Wahnsinn gebeutelte Geistesverfassung zu.

    Ich verrate hier jetzt mal allen ein gaaanz süßes kleines Geheimnis. PSSTT!!
    Die Scheinchen, egal wie sie bedruckt sind, sind unschuldig.
    Wir brauchen sie nicht zu retten und können sie wie auch alle PIIGS ganz einfach behalten, wenn wir bloß Politruks und Notenbankster los würden, die deren "Rettung" zum Vorwand nehmen, uns das Hemd über beide Ohren zu ziehen.

    xRatio

  9. november (kein Partner)
    24. Mai 2012 23:05

    Dafür, dass angeblich alle den Deutschen das Geld aus der Tasche ziehen, leben die Deutschen ganz gut und die Südländer und Iren überraschend schlecht. Irgendetwas müssen sie falsch machen, diese Schmarotzer. Ein 'Grexit' wird natürlich auch überhaupt keine Kollateralschäden nach sich ziehen und Eurobonds sind des Teufels. Manchmal kann man verzweifeln wenn man an Europa denkt, selbst bei Tag wird man um seine Träume gebracht.

  10. Leopold Koller (kein Partner)
    24. Mai 2012 17:14

    Na, deppert werden's sein, die Griechen, und freiwillig austreten. Solange sich die Deutschen das Geld aus der Tasche ziehen lassen, solange wird der Spuk nicht aufhoeren.

    Wird ja bei uns in der Demokratischen Volksrepublik Austroanatolien in ein paar Jahren auch nicht anders sein. Gespart wird einnahmenseitig, weil sonst der Poebel auf die Strasse geht. Das wird sich aber auch dann aufhoeren, wenn der letzte Steuerzahler sich nach Nord- oder Suedamerika abgesetzt hat.

    Die Linken in allen Parteien werden sich danach zur Sozialdemokratischen Volkspartei zusammenschliessen. Die Parteifahne wird die Regenbogenfahne mit schwarzem Rand, wie auf einem Partezettel. Das Bundesheer wird eh schon in den republikanischen Schutzbund umgebaut. Alle 12 Monate werden Mai genannt und am 1. gibt's immer einen Aufmarsch mit Frei-Raki und Gratis-Doener-Kebab, fuer die paar verbliebenen Eingeborenen Freibier und Gratiswuerschtel.

  11. AppolloniO (kein Partner)
    24. Mai 2012 11:23

    Lasst euch doch nicht für BLÖD verkaufen!

    In Wahrheit gibt`s nur einen Grund Griechenland nicht Bankrottgehen zu lassen und vor den "unglaublichen Kosten" zu warnen: die Finanzhaie in den Banken müssen weiterhin ihre Rendite kassieren und das obwohl diese bei den G-Anleihenzur Zeit bei unerhörten 27% liegt. Punkt!

    Die Banken bekommen von der EZB Geld für 1%,kaufen sich diese Anleihen und kassieren in nur 4Jahren ihren vollen Einsatz (plus EZB-Zinsen) zurück. Da braucht sich also keiner vor einem Totalausfall fürchten.

    Das ist wie Roulette,wo bekannt ist, dass die Kugel immer auf schwarz fällt aber nur die Banken setzendürfen. Worauf wohl?

    Bezahlen tun das alles wir, die keine Möglichkeiten haben sich aufgrund niedrigser Zinsangebote risikolos vor dem "Vermögens"Verlust zu schützen.

    • werauchimmer
      24. Mai 2012 14:22

      Sehr schön, wie Sie sich das ausgerechnet haben!

      Und wie sieht Ihr Kalkül aus, wenn es innerhalb Ihres vierjährigen Spekulationshorizontes einen Schuldenschnitt gibt (wie bereits einmal geschehen), hmmm?

      Und wissen Sie vielleicht, dass der Prozess des Geldausfassens von der Notenbank durch die Banken in der Regel so vonstatten geht, dass für das ausgefasste Geld Sicherheiten geleistet werden müssen?

      Googeln Sie mal unter "Tender", Sie Schlaumaier!

  12. Gasthörer (kein Partner)
    24. Mai 2012 10:47

    Sagte doch die damalige franzöische Innenministerin (schafft heute beim IWF an), dass man zur "Eurorettung" keinen Paragraphen der Mastrichtvertrages nicht gebrochen hätte.
    Da wundert es mich, dass sich so sehr auf die Einhaltung der Verträge dieser vertragsbrechenden Union besteht. Bestehen hier Doppelstandards?

  13. Norbert Mühlhauser
    23. Mai 2012 19:23

    Sagenhaft, was hier alles aufgeboten wird, um eine zum Krebsgeschwulst mutierte Fehlkonstruktion, also die EU samt dem Bindemittel names Euro, vor ihren Kritikern zu retten.

    Für die wirtschaftspolitische Bedeutung der Euro-Anbindung Deutschlands ist nicht entscheidend, welchen Anteil die Eurozone am BIP der gesamten Welt hat, oder welchen Anteil am Welthandel.

    Selbst wenn die Eurozone verglichen zur Welt nur halb so gewichtig wie derzeit wäre, sollte sie zum Wachstum Deutschlands, das wirtschafts-, struktur- und ordnungspolitisch in selbige eingebettet ist, weit mehr als die Hälfte beitragen, um einen Verbleib Deutschlands in der Zone halbwegs rechtfertigen zu können.

    Ganz zu schweigen von dem Spezialaspekt, dass Teile dieses Wachstums auf Pump erkauft worden sind, insbesondere die vielen Posches, die nach Griechenland exportiert werden. - Den eigenen Export-Absatz zu finanzieren, ist jedoch nicht zielführend, wie schon einmal von mir aufgezeigt.

    Jedenfalls ist zu betonen, dass es für den Beitrag zu einem exportgestützten Wirtschaftswachstum nicht einzig auf die Größe eine Absatzraumes ankommt, und ein diesbezüglicher spekulativer, also ex-ante Zusammenhang nur schwach ausgeprägt ist, Sarazins Angaben aber ex-post (Mess-)Daten betreffen!

    Der argumentative Wahnsinn, der um sich greift, erinnert doch glatt an das Schreckgespenst der Klimaerwärmung, wo wehrlose Schulkinder mit Experimentanordnungen konfrontiert werden, die beweisen sollen, das mit bösen Gasen gefüllte Glasbehälter tatsächlich via Lichtabsorption zur Aufheizung gebracht werden können. Als ob die Lichtenergie, die hier die experimental gedachte Atmosphäre erwärmt, nicht dementsprechend weniger die Erdoberfläche zur Infrarotabstrahlung (und zum konvektiven Wärmetransport) anregt!

    Die EU war von Anfang an darauf angelegt, möglichst viel Entscheidungsgewalt abseits jeder demokratischen Verantwortlichkeit zu akkumulieren. Ein solcher Apparat muss zum planwirtschaftlichen Bonzengebilde entarten.

    Hinter der EU steht nicht die europäische Identität, sondern erst recht ein Teil der US-amerikanischen Elite, die eine One-World Ordnung herbeiführen will. Weiters stehen hinter der EU eine Reihe von supranationalen und postdemokratischen Gebilden (IPCC, IWF, WTO, UNO-Departments etc).

    Größe und Einheit ist kein Wert an sich! Die UDSSR war schließlich auch riesig und einheitlich.

    Übrigens: Ich bin für die Variante 1 - keep it simple and stupid!

  14. zwick-zwack (kein Partner)
    23. Mai 2012 18:59

    Das ist auch wieder so eine unterbergersche Nona - Feststellung!

    • zwick-zwack (kein Partner)
      23. Mai 2012 19:01

      Gemeint ist die Feststellung:
      Der Hut brennt lichterloh!

  15. rundertischdgf (kein Partner)
    23. Mai 2012 13:01

    Solch ungewöhnlichen Gedanken werden einfach gebraucht, denn sie sind kaum vorhanden. In Deutschland findet man ganz wenige Querdenker. Heute fiel unserem niederbayerischen Gesprächskreis Ihr Artikel und der von Jürgen Elsässer auf.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/05/23/querdenken/

  16. Der EU-Todeskampf (kein Partner)
    23. Mai 2012 12:55

    We are no EUnuchs

  17. Torres (kein Partner)
    23. Mai 2012 10:49

    Es hätte ja genügt, wenn sich die EU an die eigenen Grundsätze gehalten hätte: also Unterbergers Punkt 1. Die "no-bail-out"-Klausel, wonach kein EU-Staat einem anderen bei Zahlungsschwierigkeiten und Budgetnöten helfen darf, steht ja im EU-Vertrag. Wenn sich aber eine Organisation nicht einmal an die eigenen Prinzipien hält, kann sie auch nicht erwarten, international ernst genommen zu werden.

  18. kaffka (kein Partner)
    23. Mai 2012 10:49

    1. Man kann nicht etwas vorbereiten, was man gar nicht kann und darf.

    Tut mir leid, aber da irrt Dr. Unterberger sehr, denn einerseits kann man sich auch auf Unmöglichkeiten "vorbereiten" und die EU beweist uns fortwährend, dass sie hauptsächlich das tut, was sie nicht darf.

    2. Nur die schuldlosen Kunden sollten geschützt werden.

    Auch hier muss ich widersprechen. Auch die fahrlässigen "Kunden" müssen bei einem "Konkurs" der Banken ihrem Geld nachschauen, es trifft sie "culpa in eligendo". Er soll sich darum kümmern wem er sein geld "leiht" (Anlage genannt)

    3. Das würde für diese Länder die Schuldenaufnahme zumindest neuerlich verteuern.

    Gott sei Dank, dann hört sich das fortwährende Umschulden (Wechselreiterei) endlich auf!

    4. Wobei man freilich auch alle von Athen verursachten Schäden gegenrechnen kann.

    Wenn man gegenrechnet würden wir immense Zahlungen einheimsen können (wäre der Schuldner nicht zahlungsunfähig. Die Schadenersatzwünsche der Schuldnerstaaten würden für die Anderen zu keinerlei Belastung , sondern zu einem (Buch)-Reingewinn führen.

    Wenn Griechenland nicht freiwillig geht, sollte man sie auf der ausgestreckten Hand verhungern lassen. Sie haben uns genug ausgeplündert.
    Lieger ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!!!

    • werauchimmer
      24. Mai 2012 00:14

      "Culpa in eligendo" ?

      Das stimmt so nicht, denn die in europäische Fonds veranlagenden Sparer werden von wohl etlichen europäischen Banken, die bekanntlich politisch verfilzt sind, so ziemlich auf den Arm genommen (die die Fonds eigentlich verwaltenden Kapitalanlagegesellschaften sind ja Ableger der Banken).

      Ich habe es selbst vor etwa 3 Jahren erlebt, dass ein Fonds über Nacht die in Jahrzehnten in Prospekten angepriesene Anlagestrategie abgeändert hat. Aus einem Verhältnis von 50 % Aktien zu 50 % Anleihen - oder so ähnlich - wurden auf einmal weitaus überwiegend Anleihen, vermutlich um sie in europäische Strukturen von politischem Interesse zu pumpen.

      Man stelle sich vor: Schon seit Jahrzehnten immer mehr Auflagen und Prozessrisiken für die Bankenwelt, aber hier drückte die KMA - die Kapitalmarktaufsicht - zwei Augen zu (- offenbar weil es ja die eher Begüterten trifft). Diese Vorgehensweise verstößt sogar gegen eine EU-Richtlinie, aber zum Prozessführen fehlt einem Normalsterblichen Zeit und/oder erforderliches Risikokapital - vor allem wenn man nicht die Juristen von der Arbeiterkammer zur Verfügung hat.

    • kaffka (kein Partner)
      24. Mai 2012 09:19

      @ werauchimmer
      24. Mai 2012 00:14

      Wer auch immer von Fonds (meist Schwindelpapieren) nichts versteht und Schwindelbanken und "Beratern" blind vertraut, ist selber schuld.

      Es ist ganz sicher, dass in den meist sehr "ausführlichen - um besser irreführen zu können" Fondsbedingungen, gerade die inkriminierten Methoden so umschrieben sind, dass es keiner (nur Fachleute) verstehen kann.

      also: Finger weg 1

    • werauchimmer
      24. Mai 2012 11:22

      Sie halten wohl auch Otto Normalverbraucher für zu blöd, so dass er einer zwangsbeglückenden Befürsorgung bedarf.

      Es gibt für jeden Fonds die sog. "Besonderen Fondsbestimmungen", in denen zu lesen ist, das maximal XY von Hundert des Fondsvermögens Aktien und Wandelschuldverschreibungen bilden dürfen. Was soll daran zu hoch sein?

      Diese Fondsbestimmungen bilden eine wichtige Grundlage für die Risikoabschätzung des Käufers, auf die er vertrauen können muss. Rund um Fonds besteht ein riesiger regulatorischer Apparat; hier schlichtweg von Schwindelpapieren zu sprechen ist grotesk. Das wäre so, als würden unsere Gerichte als Schwindeltribunale bezeichnet werden, nur weil es zu Fehlurteilen kommt. Nicht am regulatorischen Gefüge der Fonds mangelt es (obwohl hypertroph), sondern an den Menschen, Formationen, und Interessen dahinter!

  19. cmh (kein Partner)
    23. Mai 2012 09:01

    Also wenn ich Unterberger richtig verstanden habe, dann ist der unrechtmäßige und erschwindelte Status der Griechen zu akzeptieren weil Richtigstellung dieses Status unrechtmäßig wäre !?

    Und alle eiern herum weil sie sich die Finger nicht schmutzig machen wollen.

    Also in ein plaktatives Beispiel übersetzt:

    Jemand dringt in ein Haus ein und raubt alle Wertgegenstände. Und dann muss man es dabei bewenden lassen, weil irgendwo steht, dass man in einem Nebensatz eines gemekinsamen Vertrages vergessen hat rauben und stehlen ausdrücklich zu verbieten.

    Ex falso quodlibet, kann man da nur sagen.

  20. Der EU-Todeskampf (kein Partner)
    23. Mai 2012 08:55

    We don’t want EUthanasia

  21. Zraxl (kein Partner)
    23. Mai 2012 08:53

    Griechenland ist nicht die Ursache für die Probleme in der EU, sondern lediglich ein Symptom dafür, dass die EU als solche gescheitert ist. Ein Rauswurf Griechenlands aus der EU würde deshalb genau gar nichts bewirken.

    In der EU gibt es das Problem, dass Verträge nichts gelten und nach Belieben gebrochen werden können. Volksabstimmungen wurden, soweit diese überhaupt stattgefunden haben, durch kriminelle Machenschaften manipuliert. Anstatt irgendwelche Probleme zu lösen, wurde ein aberwitziger Verwaltungsapparat aufgebaut, mit dem Interessen mächtiger Gruppen gegen jede Vernunft und gegen den Willen der Bevölkerung einfach durchgedrückt werden - siehe Glühbirnenverbot. Gleichzeitig wird eine Gesinnungsdiktatur errichtet, die mit jener von Volksrepubliken vergleichbar ist.

    Man sollte die EU als solche auflösen und wieder durch eine Freihandelszone ersetzen.
    Die österreichischen Lichtgestalten wie z.B. die Herren Swoboda, Karas und Hahn, könnten dann wieder nach Österreich zurückkehren und dort ihren Ruhestand, die Invalidenrente oder das Spielcasino genießen.

    • cmh (kein Partner)
      23. Mai 2012 09:07

      Sag ich ja:

      Wenn man einen Vertrag abgeschlossen hat, dann erklären uns die Eurokraten, dass sich einige doch nicht daran halten müssen. Und wenn man sagt, dass dann dieser Vertrag null und nichtig wäre, sagen uns ebendiese Eurokraten, dass man sich an die geschlossen Verträge halten müsste.

      Aber diese Haltung ist doch durchgängig.

      Immer wenn es ans Zahlen geht, steht einer der Zecher auf und behauptet, dass er immer nur Freibier gehabt hätte.

      Also: wer der EU kreditiert hat sich selber bezahlt.

  22. Stoisits (kein Partner)
    23. Mai 2012 07:09

    Ps 106,41: "und die sie hassten, beherrschten sie"

  23. Markus Theiner
    23. Mai 2012 06:36

    Die Griechen raus zu werfen ist sehr wohl eine Option.
    Klar, die Verträge sehe so etwas nicht vor, aber auch wenn ich kein Völkerrechtsexperte bin: Es wäre mehr als ungewöhnlich, wenn es nicht auch ohne ausdrückliche Regelung möglich wäre einen Vertrag mit einem Partner dann aufzulösen, wenn der ihn laufend bricht und sich bereits ursprünglich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erschlichen hat.
    Immerhin gab es ja von Anfang an die Konvergenzkriterien.

    Und selbst wenn das rechtlich fragwürdig sein sollte heißt das noch nicht, dass es nicht politisch trotzdem eine Option ist.
    Die Sanktionen gegen Österreich waren ja auch klarer Rechtsbruch, gegen den man aber halt recht chancenlos da steht, wenn man allein gegen alle steht.

    • brechstange
      23. Mai 2012 07:12

      Sie haben vollkommen recht.
      Diese Herrschaften, die nun so tun als ob das nicht ginge, brechen am laufenden Band Recht. Sie umgehen das Bailout-Verbot und wollen jetzt den ESM auf hinterlistige Weise durch Umgehung der Verträge einführen.

  24. Erwin Tripes (kein Partner)
    23. Mai 2012 03:19

    Wieso würde man schadenersatzpflichtig, wenn man aus dieser Gesellschaft austritt, wo die vereinbarten Regeln, die wir alle zur Genüge kennen, laufend gebrochen werden?
    Man könnte sich mit Sarrazin zunächst zurücklehnen und bei diesem Vertragsbruch einfach nicht weiter mitmachen. Wenn man dann dazu verhalten würde, wäre dies wohl ein gerechtfertigter Austrittsgrund.
    Wäre das keine Option für die Nettozahler?

    • cmh (kein Partner)
      23. Mai 2012 09:10

      Möglicherweise will man die blödsinnige, aber EUrechtskonforme Lösung, ebenso wie Griechenland auf Teufel komm raus zu urassen und sich dann von den sodann Reicheren Ländern aushalten zu lassen.

  25. Freak77
    22. Mai 2012 23:04

    Franz Schellhorn in Die Presse vertritt eine interessante Meinung zu Griechenland:
    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/760030/Ist-doch-alles-gar-nicht-so-drachmatisch

    Ist doch alles gar nicht so „drachmatisch“
    (22.05.2012, FRANZ SCHELLHORN, Die Presse)

    Griechenlands Ausscheiden aus der Eurozone wird zum „Super-GAU“ inszeniert. Doch vieles spricht dafür, dass der Verbleib des Landes im Euro weit teurer käme.

    Die wahre Kunst im Leben scheint kaum darin zu liegen, unangenehme Dinge klar und deutlich auszusprechen. Das ist vielen Menschen zu banal geworden, nicht nur den mutlosen, die sich vor den Folgen schlechter Botschaften fürchten. Weshalb schreckliche Nachrichten hübsch verpackt werden, um es den Rezipienten zu ermöglichen, besser damit zurechtzukommen.

    So wird die schrumpfende Wirtschaftsleistung eines Landes rasch zum „Negativwachstum“, während höhere Steuern zum „einnahmenseitigen Sparen“ avancieren und horrende Verluste börsenotierter Firmen mit „Gewinnwarnungen“ angekündigt werden. Auch, wenn das nichts anderes ist, als einen herannahenden Tornado mit einer „Schönwetterwarnung“ zu versehen.

    Auffallend häufig anzutreffen sind derartige „Schönwetterwarnungen“ dieser Tage in der Eurozone. Langsam, aber sicher scheint sich nämlich die Erkenntnis durchzusetzen, dass Griechenland im Euro nicht zu halten ist.

    Um zu verhindern, dass in der Bevölkerung der Eindruck entstehen könnte, ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone wäre tatsächlich so etwas wie ein Austritt aus der Eurozone, läuft das kreative Wortspiel auf Hochtouren. Den jüngsten Höhepunkt liefert der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, der die Einführung eines „Geuro“ propagiert.

    Ein hässlicher Name für eine ziemlich hässliche Idee: Griechenland solle mit dem „Geuro“ eine Parallelwährung zum Euro einführen, die maximal halb so viel wert sei wie der offizielle Euro. Griechenland hätte so die Möglichkeit, seine Währung abzuwerten, ohne aus der Eurogruppe auszuscheiden. Derzeit ist die Rechtslage ja so, dass Griechenland die Hartwährungszone nur dann verlassen kann, wenn es auch aus der EU austritt.

    Mit dem „Geuro“ bliebe es der Eurozone wenigstens erspart, eines ihrer Mitglieder zu verlieren. Denn das, so lautet der Tenor, käme einem ökonomischen „Super-GAU“ gleich. Nun wird niemand bestreiten, dass der Euro-Austritt Griechenlands eine höchst unangenehme, weil sündteuere Angelegenheit wäre.

    Warum das aber gleich in eine ökonomische Kernschmelze münden sollte, ist schwer nachzuvollziehen. Das hieße nämlich auch, dass die viel gepriesenen (und ebenfalls nicht gerade günstigen) Brandmauern für den sprichwörtlichen Hugo wären. Sind sie aber nicht: Ein Austritt Griechenlands ist heute zweifellos besser zu verkraften als vor zwei Jahren, weil die Schockwirkung wegfällt.

    Interessant ist auch, dass ausgiebig an den Kosten eines griechischen Euro-Austritts gerechnet wird, aber niemanden zu interessieren scheint, was denn die Eurozone ein Verbleib Hellas kosten würde. Mittlerweile sieht es nämlich verdammt stark danach aus, dass diese Variante weit teurer käme.

    Immerhin wurden aus den 15 Milliarden Euro, die im Mai 2010 veranschlagt wurden, um Griechenland vor der Pleite zu retten, 380 Milliarden Euro. Mit dem unerfreulichen Ergebnis, dass die ökonomische Lage des Landes schlimmer denn je ist. Womit der ehrenwerte Versuch, Griechenland nachträglich „Euro-fit“ zu machen, als gescheitert betrachtet werden darf.

    Nun könnte man diesen Feldversuch freilich fortsetzen. Aber mit welchem Ziel und zu welchem Preis? Um Griechenland die Chance zu nehmen, mit einer abgewerteten Drachme konkurrenzfähig zu werden und so aus eigener Kraft wieder auf die Beine zu kommen?

    Oder um die geheimen Hoffnungen der erbittertsten Euro-Gegner zu erfüllen und den Zerfall der gesamten Währungsunion vorzubereiten? Genau das wird passieren, wenn einmal klargestellt ist, dass sich die Eurogruppe von hoch verschuldeten Partnerländern erpressen lässt und dauerhaft für deren Verbindlichkeiten aufkommt.

    Griechenland wird weiter Finanzhilfen benötigen, keine Frage. Es wäre aber allemal besser, diese einem Land zu gewähren, das die Perspektive hat, mit einer weichen Währung im Wettbewerb bestehen zu können. Und für das rechtliche Problem, dass Griechenland den Euro nur verlassen kann, wenn es auch aus der EU austritt, wird sich eine Lösung finden.

    Im Brechen von Verträgen sind die EU-Länder ja geübt. In diesem Fall wäre es wenigstens für einen guten Zweck. Und an der passenden Formulierung wird es wohl auch nicht scheitern. [Ende]

  26. brechstange
    22. Mai 2012 22:11

    "Nach Jürgen Stark, Ex-Chefvolkswirt der EZB war im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines Mitgliedstaates die Verfahrensweise im Vertrag von Maastricht sehr wohl implizit enthalten. Dieses Konzept wurde aber im Mai 2010 – ohne jegliche demokratische Legitimation - innerhalb weniger Stunden gebrochen (Jürgen Stark, Ex-Chefvolkswirt der EZB, Handelsblatt-Interview)"

    Ich verweise zu diesem Thema auf meinen Artikel auf

    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=63:geldschwemme-ezb&catid=5:europaeische-politik

    Dieses ganze System beinhaltet nur mehr den starken Überlebenstrieb der handelnden "Eliten", gefangen zwischen Wähler und Finanzwirtschaft, garniert mit einer großen Portion Kriminalität.

  27. Erich Bauer
    22. Mai 2012 16:37

    Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer bringt Parallelwährung für Hellas ins Spiel. Griechenland kann nach seiner Ansicht notfalls mit einem finanzpolitischen Kniff einen Austritt aus dem Euro umgehen. Die Parallelwährung wäre dann der "Geuro" (Drachme klingt ja wirklich blöd, obwohls dasselbe wäre).

    • phaidros
      22. Mai 2012 17:28

      Allerdings ist »Drachme« 4000 Jahre alt. Hat auch was, finde ich.

    • Erich Bauer
      22. Mai 2012 17:33

      Gäbe sicher auch noch Prägestempel, die man wiederverwenden könnte. Aber, man könnte die Parallelwährung auch kurz "Geilo" nennen. Würde an die ÖVP erinnern... :-)

    • Gandalf
      22. Mai 2012 18:51

      Wie wär's mit "Greulo"? Würde der Situation wohl am ehesten entsprechen...

    • Gandalf
      22. Mai 2012 18:54

      ...und wir müssten nicht mehr unsere Greulen nach Athen tragen!

  28. M.S.
    22. Mai 2012 14:58

    Zur Ablehnung der "Schuldenbremse" vorwiegend durch die französischen und deutschen Sozialisten, unter dem Titel "Ein Fass mit vielen Löchern" ein Artikel von Josef Urschitz in der heutigen Ausgabe der Presse, der den ganzen Wahnsinn der derzeit gängigen europäischen Politik schön beschreibt:

    "Mehr als die jüngste Eurostat-Studie über die europäischen Steuertrends muss man nicht kennen, um zu sehen, was in Europa derzeit schiefläuft: Heuer, mitten in der schwersten Staatsschuldenkrise seit Jahrzehnten, planen die europäischen Länder Einsparungen von gerade einmal 0,5% ihrer Wirtschaftsleistung. Allein die Verwaltungsineffizienten, die eine beherzte Politik ganz locker ohne "Grausamkeiten" beseitigen könnte, wenn sie wollte, betragen ein Vielfaches davon.
    Die Staatseinnahmen werden wegen zahlreicher Steuererhöhungen dagegen fast doppelt so schnell wachsen wie dieses Einsparungsvolumen. Das nennt
    man dann wohl "kaputt sparen".
    Mit anderen Worten: Nicht nur in Österreich, in ganz Europa wird überwiegend "einnahmenseitig gespart". Ein Konzept, das noch nirgends funktioniert hat und nie funktionieren wird. Jeder, der nur halbwegs bei Trost ist und zumindest eins und eins zusammenzählen kann, weiß, dass es sinnlos ist, ins Fass oben immer mehr heineinzuschütten, solange die Löcher unten nicht gestopft sind.
    Die überwiegende Zahl der Euro-Regierungen und deren vulgärkeynesianistischen Einflüsterer haben das noch nicht geschnallt. Wir sind vom Ende der Krise also noch sehr weit entfernt."
    Man fragt sich also als einfacher Staatsbürger, wofür Politiker, die über die einfachsten ökonomischen Naturgesetze nicht Bescheid wissen, von den Menschen, die sie vor Schaden zu bewahren hätten, eigentlich bezahlt werden.

  29. Claudius
    22. Mai 2012 14:26

    Interessante Aussage von Herrn Thilo Sarrazin in einem Interview in der F.A.Z.:

    F.A.Z.: Kann denn politischer Wille auf Dauer die ökonomischen Fakten ignorieren?

    Thilo Sarrazin: Die ökonomische Vernunft spricht dafür, dass wir zu einem System gebundener, aber abänderbarer Wechselkurse zurückkehren. Da wir den Franzosen unsere Art des Wirtschaftens nicht aufzwingen können. Aber die historische Erfahrung zeigt, dass man durchaus zehn, zwanzig, fünfzig oder auch siebzig Jahre gegen ökonomische Gesetzmäßigkeiten regieren kann. Letztlich war der ganze Sozialismus darauf ausgerichtet.


    Ganzer Artikel: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/im-gespraech-thilo-sarrazin-genug-druckerschwaerze-fuer-papiergeld-gab-es-immer-11757944.html

    • sauna-echo
      22. Mai 2012 18:01

      Trairig aber wahr: Ohne gemeionsame Regierung ist eine gemeinsame Wärung LOGISCH unmöglich. Weil die Hoffnung, dass der Euro die USoEU erzwingen würde eine Fehlspekulation war muss man nun einen Schritt zurückmachen. Wenn jedes Land weiter seinen eigenen Weg gehen will, dann muss es diesen auch selbst finanzieren. Derzeit haben wir ein "hyperkomplexes System", das undurchschaubar wird und deshalb auch nicht kreditwürdig ist. Die "spreads" der Märkte zeigen bereits an, dass der Zerfall des Euro erwartet wird.

    • Erich Bauer
      22. Mai 2012 18:08

      sauna-echo,
      "...der Zerfall des Euro erwartet..."

      Und Sarazin hat doch recht. Europa braucht den Euro nicht. Es braucht den GEuro, den SPEuro, den PEuro. den DEuro... Gesichtswahrung halt...

    • Erich Bauer
      22. Mai 2012 18:32

      Den FEuro hab ich glatt vergessen. Obwohl... die NF hab ich in so schöner Erinnerung...

    • Gandalf
      22. Mai 2012 19:03

      Ceterum censeo: Der Club-Mediterranee - Diskont - Euro muss her; dann könnten die Leistungswilligen beim echten Euro bleiben; wo Österreich dabei hingehörte, ist keine Frage. Wo es tatsächlich landen würde, muss man (mit zunehmender Sorge) die österreichischen Sozialisten fragen, allen voran den nobelpreisverdächtigen Volkwirtschafts- Experten Foglar. Schrecklich.

    • cmh (kein Partner)
      23. Mai 2012 09:15

      Richtig verstanden, d.h. wie ursprünglich konzipiert wäre der Euro so eine Art Rückkehr zum Goldstandard. Die Steuerung der Geldmenge wäre der nationalen Regierung entzogen und einem unabhängigen Gremium übertragen, das nach reinen und fachlichen Kriterien entscheidet.

      Aber die Klipper und Wipper haben wieder einmal - schon von allem Anfang an - die Oberhand behalten.

  30. zauberlehrling
    • Gandalf
      22. Mai 2012 21:23

      Grossartig. Eine Frage drängt sich auf: Über welche Themen werden die Tanz- Magister- Kandidaten ihre Diplomarbeiten schreiben? "Meine Tage mit Frau Schiller", "Wie ich Zabine näherkam" oder so ähnlich?

  31. Paige
    22. Mai 2012 13:49

    Ich habe ein Merkel, ein paar Dukaten, ein Krisendepot und eine Kampfkatze Marke Siam (ihr Gebrüll ist ein Albtraum)... sicher ist sicher.

  32. Patriot
    22. Mai 2012 12:31

    Ein wesentliches Pfusch-Werk der Schönwetterkonstrukteure ist außerdem die EZB.

    Dass die EZB direkt (zwar rechtswidrig, aber weiterhin ungestört) Staatsanleihen kauft, ist schon lange bekannt, genauso wie die Praxis der rechtswidrigen langfristigen FREMDKAPITALFINANZIERUNG von Banken, die (vor allem im Volumen) weit über die Aufgabe der täglichen LIQUIDITÄTSVERSORGUNG von Banken hinausgeht.

    Langsam begreifen doch einige Journalisten, was sich noch so im EZB-Umfeld abspielt. Es hat lange gedauert, bis der deutsche Ökonom Werner Sinn die sogenannten Target-2 Salden aufgedeckt hat, die den Deutschen bis dato eine vermutlich schwer einbringliche Forderung von 644 Milliarden Euro beschert:
    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/10022-target-2-jetzt-644-milliarden

    Und jetzt stellt sich heraus, dass die nach wie vor national bestehenden Notenbanken offenbar tun und lassen können was sie wollen, und das heißt natürlich Hemmungsloses Gelddrucken!

    http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article106344100/Jeder-druckt-fuer-sich-allein.html

    Griechenlands Banken taumeln am Abgrund. Wenn nun sogar die Sparer flüchten, wer soll einem solchen Kreditinstitut in einem Land mit chaotischer politischer Situation noch Geld leihen?

    Und doch müssen die Hellas-Banken nicht fürchten, kurzfristig ohne flüssige Mittel dazustehen. Es gibt einen Gläubiger, der stoisch zu ihnen hält – die griechische Notenbank. Sie verleiht munter weitere Milliarden. Dabei lautet einer der Glaubensgrundsätze der Zentralbanken unter dem Dach der EZB, dass Geld nur an solvente Banken verliehen wird. Doch dieses Prinzip drückt schon längst eher das aus, was die Notenbanken tun sollten - aber nicht das, was sie tatsächlich tun. In Wirklichkeit wird es in der Staatsschuldenkrise immer weiter unterlaufen. Und die schlimmsten Auswüchse hat die EZB noch nicht einmal unter Kontrolle. Vielmehr verleihen die nationalen Notenbanken einzelner Krisenländer reichlich Geld an die wackligsten unter den wackligen Banken - ohne dass es für diese Kredite Sicherheiten gäbe, die auch die EZB selbst akzeptieren würde. Und das, obwohl die Risiken für diese Kredite letztlich bei allen Notenbanken der Währungsunion liegen - also auch bei der Bundesbank und damit beim deutschen Steuerzahler. Bei einem nicht mehr so unwahrscheinlichen Euro-Austritt Griechenlands könnten aus diesen Risiken schnell reale Verluste werden.
    ...


    Damit muß der mittel- und nordeuropäische Steuerzahler nicht nur für die Staatsschulden der Südländer gerade stehen, sondern auch noch für die Schulden eines Teils der Privaten!

    Mittel- und Nordeuropäer müssen mit kommunistisch hohen Abgabenquoten die Defizite der neoliberal niedrigen Staatseinnahmenquoten der Südländer begleichen, weil kommunistisch hoch sind dort nur die Ausgaben! Der griechische Staat hat 2011 gerade einmal 88 Milliarden Euro eingenommen, bei einem BIP von immerhin 215 Milliarden Euro (plus x für Schwarzarbeit). Der österreichische Staat nahm 2011 immerhin 144 Milliarden, bei einem BIP von 301 Milliarden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Griechische_Finanzkrise#Geringe_Staatseinnahmen

  33. A.K.
    22. Mai 2012 12:29

    Zur Tagebuchnotiz von Dr. Unterberger „Europa hat drei Optionen und entscheidet sich für keine“:
    Als Naturwissenschaftler und (hoffentlich) logisch denkender Mensch, dem die Lektüre sogenannter kreativer Bilanzen oftmals ein mathematisches Rätsel blieb, fällt mir auf, daß es unter den EU-Staaten doch solche gibt, die nicht dem Euro beigetreten sind und trotzdem ganz gut leben. Unser Nachbar in dieser Situation ist Tschechien. Auch Ungarn hat nicht den Euro und überlebt auch nicht viel anders als es zu jenen Zeiten war, bevor der Euro z.B. in Österreich eingeführt wurde. Warum muß also Griechenland beim Euro bleiben, wenn diese Währung ihm mehr Problem bereitet als sie löst? Die Erklärung dürfte sein, daß dann ausländische Banken die Rechnung für ihr in Griechenland eingegangenes Risikozahlen müßten. - Eigentlich wäre dies nur gerecht.
    Griechenland braucht nämlich gar nicht zur Drachme zurückkehren. Es würde genügen, wenn für Griechenland auf den Eurobanknoten ein fälschungssicherer Aufdruck „Griechenland“ (mehrsprachig) gestempelt würde - und zwar dies auf alle Eurobanknoten, die bisher zugesagte (aber nicht weitere!) Zahlungen der EU an Griechenland begleichen; solche sollten also nur mehr in „gestempelten“ Bargeld erfolgen. Innerhalb von Griechenland würden diese Banknoten wie bisher als Euro gelten, nach außen aber zu einem sich einstellenden Kurs gehandelt werden. Für Einkäufe im griechischen Ausland würde der jeweilige Kurs zur Umrechnung in Euro gelten. Vermutlich würden in Griechenland „ungestempelte“ Euro einige Zeit gehortet, schließlich dann aber über die Grenzen in die EU wandern.
    Wie gesagt: Ich bin kein Finanzfachmann, aber der beschriebene Ablauf erscheint mir logisch und gangbar.

  34. dssm
    22. Mai 2012 12:21

    Die zur Schau getragene moralische Einstellung ehrt unseren Herrn Unterberger. Leider ist ein Staat eine kriminelle Organisation, geführt von kriminellen Politikern und kontrolliert von sich selbst. Auch ich habe lange an das Gute geglaubt, es kann doch einfach nicht sein, dass für Staaten kein Recht und Gesetz gilt – es ist aber so!
    Daher ist jede Diskussion über Verträge (drei Varianten) nur soviel wert, wie der geschädigte Vertragspartner im Zweifelsfalle Macht hat – zwischen Staaten nennt man diese Macht Militär (unschön!).
    Und wir brauchen nicht über die Griechen schimpfen, bei uns ist es auch nicht besser.
    Noch einmal: Ich kenne keinen einzigen Staat, welcher nicht im Lauf der Geschichte zu einer kriminellen Organisation wurde, welche die eigenen Gesetze nicht einhält, welche die Bürger schröpft - um einer Nomenklatur ein gutes Leben zu ermöglichen.
    Und wer glaubt, dass wir, im Falle, einer Revolution es auf Dauer besser machen, ist ein ehrenwerter Mensch, aber auch ein Träumer.
    Daher soll der Staat so klein wie immer möglich sein und sich um so wenig wie möglich kümmern!

    • phaidros
      22. Mai 2012 12:35

      Danke. Nichts hinzuzufügen.

      Weniger Staat!

    • xRatio (kein Partner)
      25. Mai 2012 04:07

      @phaidros 22. Mai 2012 12:35
      Danke. Nichts hinzuzufügen.

      Weniger Staat!

      --------------
      Endlich mal ein Lucidum intervallum eines scheinbar unverbesserlichen Wirrkopfs?

      xRatio
      -------------
      ROT RAUS, HIRN REIN! (© Wertkonservativer)

    • xRatio (kein Partner)
      25. Mai 2012 04:39

      @dssm

      ********************
      Volle Zustimmung!

      xRatio

  35. libertus
    22. Mai 2012 11:37

    Bei der derzeitgen Kakophonie, die in der EU über den Zustand des Euros und der PIIGS herrscht, bleibt einzig und alleine die letzte, vermutlich aufgezwungene Option:
    nach dem offentsichtlich unaufhaltsamen Zusammenbruch folgt ein wesentlich realistischerer Neuanfang der ursprünglich großartigen Idee einer Europäischen Union.

    Zu hoffen bleibt nur, daß dieser Umbruch möglichst geordnet über die Bühne geht, unser Kontinent hätte es sich verdient!

  36. mike1
  37. Martin Bauer
  38. Wolfgang Bauer
    22. Mai 2012 09:55

    Tatsächlich wird die "4. Option" gewählt werden:

    ESM ja - Fiskalpakt nein - Wachstumspakt auf Neuschulden - Eurobonds - EZB Vergewaltigung für Staatsfinanzierung - keine Verwaltungsreformen in öffentlichen Bereichen - besondere Chuzpe: Nutzung der Krise zur Vertiefung der EU in Richtung Bundesstaat - PIIGS-dominierte gemeinsame Fiskal- und Wirtschaftspolitik - Ausweitung des Gewerkschaftseinflusses - Mittelstand wird zu "G'stopften" erklärt und umverteilend ausgeplündert - weiterer Aufstieg der "Politischen Klasse" a la DDR - Entindustrialisierung Europas - breite Armut - Aufstieg der Linken mit dem Argument, dass sie dafür sorgen werden, dass es allen in einer gerechteren Welt besser gehen soll - und dass der ebenfalls erstarkende Rechtsextremismus bekämpft werden muss. Endlich haben die Linken aller Parteien dann wieder eine echte Aufgabe, die Sinnkrise ist vorbei!

    Und die gesamtverschulte Bevölkerung? Schaut dementsprechend unverständig zu, lässt sich mit einigen Direktdemokratie-Placebos einlullen und glaubt den Predigern, dass das alles so kommen musste, weil die neoliberale Wirtschaft (in Österreich die schwarzblaue Schüsselregierung) mit ihren Zinseszinsen die Politik dominieren wollte - das ist dann wenigstens mangels Wirtschaft ni Europa nicht mehr möglich.

    • Florin
      22. Mai 2012 11:03

      Genau so wird es ablaufen! Danke für die Formulierung.

    • ProConsul
      22. Mai 2012 20:55

      so sehe ich das auch. Die Sozialisten werden die Krise nutzen um ihre Schlinge noch enger um Europa zu ziehen.

    • Komma
      22. Mai 2012 23:03

      @ Wolfgng Bauer

      So wird es kommen. Unsere Demokratie ist in der Tat ein "Wettbewerb der Gauner" (H.-H- Hoppe).

      In Deutschland scheidet jetzt Sarrazin die Geister. Der geistige Pöbel schreit "Bullshit" (Steinbrück), "himmelschreiender Blödsinn" (Schäuble), "erbärmicher DM-Chauvinismus" (Jürgin Trittin - Fraktionschef der Grünen), "nationalistischer Unsinn" (Renate Künast -Grün), "Schwachsinn" (Robbe - Abg. und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft), "Hetze" (Volker Beck - Grün), "reaktionärer Nationalismus" (SPD Haushaltsexperte Carsten Schneider), "dumpfbackiger Nationalismus" (Sreinbrück).

      Doch die Fachleute und Journalisten, die noch was im Kopf haben, geben Sarrazin recht. Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, der das Buch rezensierte, spricht von einer "sauberen Analyse". Prof. Homburger teilt die Thesen von Sarrazin und in ist Schlußfolgerungen noch radikaler. entweder Währungsunion auflösen oder Demokratie und Souveränität abschaffen, denn ohne politische Union kann eine Währungsunion nicht funktionieren. Alan Posner (Edelfeder von "Die Zeit" sieht in Sarrazins Buch eine "Rückkehr zur Seriosität".

      49% der Deutschen wollen zurück zur DM, 73% lehnen GR-Hilfe ab, 90% der schriftlichen Kommentare aus der Bevölkerung stützen Sarrazin.

      Siehe auch: http://www.welt.de/politik/deutschland/article106359709/Viele-Experten-stimmen-Sarrazins-Thesen-zu.html

    • M.S.
      23. Mai 2012 10:08

      @Wolfgang Bauer

      Wenn wir Sie nicht so genau kennen würden, könnte man glauben ein Insider aus dem innersten Zirkel der Sozialistischen Internationale hat aus der Schule geplaudert und die Strategiepläne dieser linken Vereinigung der Öffentlichkeit preisgegeben. So genau entsprechen Ihre Ausführungen der Denkungsart dieser Ideologie.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      23. Mai 2012 14:32

      Ja, so wird's leider kommen.

      Nur eines wird lustig werden. Wie bekommen die Linken diese zwei Sachen unter einen Hut: Den Rechtsextremismus wollen s' bekaempfen, also die Nazis und die Antisemiten. Und an der ganzen Misere sind die Banker und Spekulanten Schuld. Jedoch wird die Hochfinanz zum Grossteil von Juden und Freimaurern kontrolliert. Wird der linke Poebel vielleicht antisemitisch werden? Wie halt der linke Poebel der NSDAP?

  39. Claudius
    22. Mai 2012 09:38

    OT: Die wirklichen Zukunftskonflikte in einer etwas größeren Dimension als Europa spielen sich hier ab: im Pazifik-Raum , wie auch der ORF berichtet: http://www.orf.at/stories/2120543/2120500/

    Vielleicht ein Vorteil für Europa: Wenn die ganz große Aufmerksamkeit im Pazifik-Raum liegt, können wir Europäer uns ungestört der Reparatur der EU widmen.

    • brechstange
      22. Mai 2012 21:16

      Das kommt vom ORF, dem würde ich wenig Glauben schenken, die sind gut im Ablenken.

  40. Herby
    22. Mai 2012 09:30

    So wie die meisten EU-Beitritte, vor allem die allerletzten, Osteuropa betreffend gelaufen sind, hat sich klar gezeigt:

    Die Hauptmotivation warum manche arme Länder der EU beigetreten sind, war das Argument: "Da bekommen wir Geld von der EU aus dem Kohäsionsfonds und den anderen Ausgleichsfonds."

    Genau so ist der EU-Beitritt in den meisten Ländern der eigenen Bevölkerung "verkauft" worden.

    Ich möchte gar nicht sagen dass dieses Argument nur schlecht ist und war weil dies - neben anderen Wahrheiten zur EU - eben auch eine Teilwahrheit, ein Teilaspekt ist.

    Aber dieses Argument allein ist zu wenig, es geht darum, dass die Wirtschaft modernisiert wird, Strukturen modernisiert werden und man um Gottes Willen keine Geld-Empfängermentalität auf Dauer entwickelt.

    Die obigen Vorschläge von Dr. Unterberger müssen unbedingt europaweit ernst genommen werden: In der EU und im Euroland MUSS sich rasch manches ändern, niemand kommt darum herum!

  41. mike1
    22. Mai 2012 09:29

    ich habe gestern rein zufällig auf 3sat eine diskussion mit sarrazin gesehen (leider nur teilweise), in der er eindrucksvoll wie immer seine meinung auch zu griechenland zum besten gegeben hat.

    grundsätzlich ist er eher für das auslaufen der europäischen hilfen, da diese in den nächsten dekaden zu teuer für europa wären und auch dem lande deswegen nichts bringen würden, weil sich die leut und deren einstellung vermutlich nicht ändern würden.

    zumindest hab ich das so verstanden.

    ich selbst bin in dieser sache nach wie vor ziemlich ratlos...

    • phaidros
      22. Mai 2012 10:09

      »ich selbst bin in dieser sache nach wie vor ziemlich ratlos...«

      Mike, ich danke Ihnen herzlich für dieses freimütige Bekenntnis! Ich dachte schon, ich wäre der einzige, der nicht haargenau wüsste, wie diese schwerste Krise der Nachkriegszeit zu lösen wäre - vorzugsweise natürlich mit einfachsten Mitteln...

    • Wertkonservativer
      22. Mai 2012 11:00

      Ich bin, gewährt mir die Bitte, in Eurem Bunde der Dritte!!

    • Florin
    • mike1
      22. Mai 2012 11:30

      @florin: peter voß, genau !

    • Claudius
      22. Mai 2012 13:01

      @mike1 & @Florin

      Diese Sendung Sarrazin und Peter Voß hat schon jemand bei youtube hochgeladen:

      Teil 1/3: http://www.youtube.com/watch?v=cLLIYXKjZFw

      Teil 2/3: http://www.youtube.com/watch?v=2Q67tcXc_30&feature=relmfu

      Teil 3/3: http://www.youtube.com/watch?v=KO4_pCWU_Co&feature=relmfu

    • Florin
      22. Mai 2012 19:11

      Das habe ich dazu gefunden: "Es erscheint mir vernünftig"

      Sarazzin bei Voss - Protokoll Teil 1

      von prediger1 @ 2012-05-21 – 22:47:33

      Sarazzin hält die deutsche Politik für unsicher. Er glaubt, dass die linksradikalen griechischen Gruppierungen die europäische Politik weiter erpressen kann. Die Griechen lehnen Einsparungen ab, wollen aber den Euro behalten. Sie gehen von einer Dauersubventionierung aus.
      Einmal hohe Kosten sind besser als Dauerkosten. Schuldenverzichte, gegebene Kredite etc. machen 300-400 Milliarden Euro für die EU und zur Hälfte von Deutschland aus, bis jetzt. Die Einmalkosten des Ausstiegs können gar nicht so hoch sein wie die Dauerkosten.

      Sarazzin fragt sich, was Europa für uns ausmacht. Es ist nicht die Frage staatlicher Einheit aus, sondern Frieden und Freiheit, Arbeit, Wachstum und Wohlstand. Das wurde von 1945 bis 1999 perfekt praktiziert, bis zum Beginn der Währungsunion. Nichts wurde seitdem besser, vieles aber schlechter, meint er.

      Die Formel „Scheitert der Euro, scheitert Europa“ ist ein Satz, der die Angreifbarkeit der ökonomischen Dimension des Euro ausschalten soll, unterstellt er Merkel. Seit 1971 gibt es eine Statistik über reale Wechselkurse der DM, handelsgewichtet und inflationsbereinigt. Die DM ist seit der Freigabe der Währungen aufgewertet worden, aber dennoch hat es dem deutschen Export nicht geschadet. Die Bedeutung der Währung für den Handel geht zurück, weil die anderen Länder weniger wettbewerbsfähig waren.

      Wörner, Präsident des Außenhandelsverbandes, glaubt, dass man den Euro nicht braucht, um wettbewerbsfähig zu sein. Die politische Dimension des Euro ist nicht erfüllt worden. Das Geschenk Kohls an die anderen Staaten wurde nicht gedankt. Das hat Bundesbankpräsident Tietmeyer 2005 auch vermerkt. Die Vorleistungen wurden nicht erfüllt, die Idee hat versagt.

      Die politische Union soll jetzt den Euro retten. Es ist eine umgekehrte Argumentation, um eine Katastrophe zu vermeiden. Das Abenteuer Euro soll politisch gerettet werden. Egal, was für eine Definition von politischer Union vorhanden ist, wird diese nicht sichtbar zu sein. Die Vorstellung von Politik sind zu verschieden.
      Die politische Union würde Krisen in einzelnen Ländern nicht ausschließen. In den USA ist der relative Wohlstand zwischen den Ländern höher als in der EU. Aber es funktioniert dennoch. Ein Bundesstaat kann Unterschiede nur in einem bestimmten Umfang auffangen.

      Das europäische Sozialmodell kann nur in einzelnen Nationen gelebt werden, nicht als Einheitsmodell. Die Spanier haben mit dem Bauboom Schulden aufgehäuft, die Zukunft verspielt. Die Instrumente zur Hilfe beinhalten keine Abwertung, das ist katastrophal – wie in Griechenland aus.

      Die Türkei hat eine eigene Währung, die um 80% abgewertet wurde. Das hat den Türken die Wettbewerbsfähigkeit gebracht.

      Es ist sehr vernünftig, was Sarazzin sagt.

    • xRatio (kein Partner)
      25. Mai 2012 04:16

      Werter @Florin,

      die Diagnosen von Sarrazin sind richtig, seine Therapie-Ideen (sicher auch in seinem neuen Buch) falsch.

      Hoffe, Sie verstehen den Unterschied.

      xRatio

  42. Paneuropa
    22. Mai 2012 09:22

    Die vierte und wohl wahrscheinlichste Variante fehlt. Ganz Europa wird ein Mix aus Griechenland und Italien. Die Italienvariante in seiner besten Form bedeutet: der Norden subventioniert dauerhaft den Süden. Die Konsequenz daraus ist, daß italienische und griechische Korruptionszustände auf ganz Europa übergreifen werden. Die politische Nomenklatura (samt ihrer ständig wachsenden Bürokratie) wird wie in Griechenland sich schamlos selbst bereichern. Europa fällt in der Weltwirtschaft zurück. Europa wird ein Kontinent von armen Leuten (sieht man von der sich bereichernden Nomenklatura ab). Irgendwann bricht das gesamte System zusammen. Aber schon beim real existierenden Sozialismus hat man gesehen, das das durchaus fast ein halbes Jahrhundert dauern kann.

  43. Wertkonservativer
    22. Mai 2012 08:39

    Was kann man zu alldem noch sagen?

    Ich habe ziemliches Gottvertrauen und hoffe zuversichtlich, dass wir, unsere Familien, unser Volk auch die kommenden unruhigen Zeiten gut und einigermaßen unbeschadet überstehen werden!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • mike1
      22. Mai 2012 11:32

      lieber Gerhard, das hoffe ich auch !

    • dssm
      22. Mai 2012 12:27

      Hätten wir in den 70er Jahren eine Revolution vom Zaun gebrochen – wäre alles sehr ruhig über die Bühne gegangen.
      In den 80er Jahren wäre es bereits sehr laut geworden.
      In den 90er Jahren hätte es des Militärs (auch ausländischem) bedurft um die Unruhen zu ‚besänftigen’.
      Nach der Jahrtausendwende ist der Punkt ohne Wiederkehr überschritten – es gibt nur mehr Pest oder Cholera.
      Hoffen wir, dass wir und unsere Nächsten gut durchkommen.

  44. Observer
    22. Mai 2012 08:31

    Es brennt der Hut lichterloh, trotzdem wird überall weiter "abgesahnt". Wer sich wenige Minuten Zeit nimmt, kann einen RTL-Bericht sehen, wie die EU-Abgeordneten die eigene Tasche füllen. Viel Spaß (oder Schaudern?) bei:

    http://tinypic.com/player.php?v=j0cxz5&s=6

    • Paneuropa
      22. Mai 2012 09:24

      Einen Bericht in dem sich Hans Peter Martin wichtig macht, kann wohl niemand als seriöse Quelle nehmen (womit die Abzocke durch die politische Nomenklatura nicht verharmlost werden soll).

  45. HJR
    22. Mai 2012 07:42

    Europa hat KEINE OPTION und muss sich deshalb auch für nichts entscheiden!

    Die EU treibt wie das vom japanischen Tsumnami ergriffene Schiff (mehrmals im TV zu sehen) völlig unkontrolliert dem Ufer zu und auch das anwerfen der Maschinen (soferne diese noch funktionierten) würde angesichts der Gewalt des Tsunamis nicht sändern. Das Schicksal wird derzeit ausschließlich vom Tsunami bestimmt!
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    NONE-MEMBER OF FACEBOOK!
    horst.rathbauer@gmx.at

    • phaidros
      22. Mai 2012 08:49

      Naja, nachdem es hier also offenbar nichts zu diskutieren gibt, wie wäre es, wenn Sie Sarrazin ein wenig zur Seite stünden: gleich zwei seiner Hauptargumente (jedenfalls die nachprüfbaren aus der Sendung, vermutlich aber auch aus dem Buch) halten nämlich nicht, wie ich gestern gezeigt habe.

      Was leider - generell - ohne Antwort blieb. Lediglich, dass Steinbrück ein Drescher leerer Phrasen sei, haben wir erfahren - allerdings praktisch ohne jegliches Argument.

      Ist das politische Diskussion? Richtige Behauptungen aufstellen und nicht stützen?

  46. thomas lahnsteiner
    22. Mai 2012 07:28

    Wie in Deutschland kritische Stimmen zum Euro bekämpft werden
    oder
    wenn es um Sarazin geht, ist vor allem einigen Linken kein Untergriff zu tief und keine persönliche Beleidigung zu schäbig:

    achgut.com berichtet:
    Eine Mely Kiyak nahm auf “fr-online” und in der “Berliner Zeitung” die Hürde zur Brachialhetze mit Bravour: “...die Verplemperung unserer Fernsehgebühren für diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur, die Sonntagabend in Ruhe das tun darf, was er am besten kann; das niedrigste im Menschen anzusprechen.”

    Bei dieser gemeinen Hetze a la "Stürmer" überkommt einen das Grauen

    • thomas lahnsteirer
      22. Mai 2012 09:56

      Wie armselig, untergriffig und schwachsinnig bis zum Exzess die Kritiker Sarazins agieren, kann man an dieser Phrasensammlung im Spiegel lesen.
      Dumm, dümmer, Spiegel-Redakteur
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/thilo-sarrazin-und-sein-buch-europa-braucht-den-euro-nicht-in-der-kritik-a-833898.html

    • phaidros
      22. Mai 2012 10:07

      Dabei braucht man nur seine Zahlen zu analysieren um zu sehen, dass auch er nicht die gesamte Weisheit gepachtet hat.

      S. argumentiert: Nur 35% des Wachstums kamen aus der Eurozone - wozu also Euro? Dass die Eurozone nur 30% BIP (und nur 17% Welthandel) repräsentiert, erwähnt er nicht. 35% Wachstum sind also über der Proportion, nicht, wie insinuiert, »zu wenig«.

      S. argumentiert: das geringste Wachstum war in den letzten 12 Jahren in der Eurozone (74%), am 2.-geringsten im nicht-€-Europa und am stärksten im Rest der Welt. Er sagt nur nicht, was das aussagen soll! 1.) Ausgehend von von welchen Niveaus? 2.) Wieso lässt das nicht den Schluss zu, dass gerade der Euro für den Rest der Welt sehr attraktiv war, dass der Handel mit uns am stärksten zugenommen hat?

      Das sind Argumente Marke: »20% der Verkehrstoten gehen zu Lasten alkoholisierter Lenker. Also gehen 80% zu Lasten nicht alkoholisierter. Nicht-Alkoholisierte runter von den Straßen!«

      Es wäre schön, einmal Fundierteres zu lesen, als lediglich »Phrasengedresche« und »hohl« und »leer«, denn auch das sind nur hohle, leere Phrasen.

    • thomas lahnsteirer
      22. Mai 2012 12:06

      @phaidros
      da haben Sie sich aber schon angestrengt, um ein Haar in der Suppe zu finden.
      Ihre Argumente sind schwach, Sie sollten daher lieber wie alle anderen auch auf den "Stotterer" eindreschen......

    • phaidros
      22. Mai 2012 12:38

      Inwiefern schwach? Stärker, als jemanden, der betont, großen Wert auf die Zahlen gelegt zu haben, schwere Sinnfehler in eben den den Zahlen nachzuweisen - geht es ja wohl kaum.

      Da kann nur noch Wunschdenken ein schwaches Argument orten.

      Aber ich lasse mich ja gerne belehren: was ist falsch an meiner Interpretation? Diesmal aber bitte ohne Allgemeinplätze, danke.

    • contra
      22. Mai 2012 12:45

      @tl

      Die gutmenschlichen Heuchler zeigen ihre wahre, menschenverachtende Fratze!

    • phaidros
      22. Mai 2012 13:03

      contra, bezieht sich das auf mich? (Man muss wohl davon ausgehen)

      Mag ja sein, dass ich ein gutmenschlicher Heuchler mit menschverachtender Fratze bin - aber wo ist das Gegenargument? Weder »schwach« noch »Fratze« sind ein Grund dafür, dass 35% des Wachstums in 30% des Raumes ein Argument sind, dass der Euro nicht gebraucht würde.

      Was Sarrazin allerdings behauptet! Und dabei betont, dass er besonderen Wert auf die Zahlen gelegt hätte, um die Diskussion zu entemotionalisieren (nebenbei erwähnt: mit »menschenverachender Fratze« liegen Sie, was das betrifft, etwas überm Ziel)

      Übrigens, um nochmal auf Jauch und »stehend k.o. gehen« zurückzukommen, das ist mir erst nachher so aufgegangen: Als Steinbrück gegen Ende meinte, der Buchtitel lege nahe, dass der Euro aufgegeben werden solle und Jauch nachsetzte, dass er es sogar so verstanden hätte, dass D raus gehen solle, erklärte Sarrazin klipp und klar, dass er beides nicht mit seinem Buch sagen wollte. (Von diesem Niederschlag hat sich Steinbrück dann nicht mehr erholt - oder wie muss ich das verstehen?)

      Nebenbei: er ist immer noch ein Sozi, von dem ihr da so begeistert seid, der vorgestern erklärt hat, er würde nächsten Sonntag wieder SPD wählen - nur so als Denkanstoß.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Florin
      22. Mai 2012 15:09

      Seit gestern wiederholen Sie Ihre Argumente, warum Sarrazin einfach nicht recht haben kann, doch niemand diskutiert sie mit Ihnen, phaidros. Kann es sein , daß man zuerst das Buch lesen möchte bevor man Aussagen zu seinen Schlußfolgerungen macht?

    • contra
      22. Mai 2012 15:34

      Sg. @phaidros

      Nein, mein Kommentar bezog sich ganz sicher nicht auf Sie, sondern unter @tl
      auf thomas lahnsteiners Bericht über eine "Mely Kiyak" in der "Berliner Zeitung".

      Es liegt mir ferne, einen seriösen Mitdiskutanten derart abzuqualifizieren, allerdings auf die obengenannte unseriöse Untergriffigkeit gegenüber einem Andersdenkenden trifft mein Satz voll zu!

      Alles klar?

    • phaidros
      22. Mai 2012 15:40

      Glaube ich eigentlich nicht, Florin.

      Denn dann könnte man antworten: »ich möchte das Buch lesen, bevor ich Aussagen dazu mache.« Es kam aber »gutmenschlicher Heuchler« und »menschenverachtende Fratze«.

      Sie sehen auch, dass da etwas nicht zusammengeht? (Das ist kein Gejammer, wohlgemerkt, das zeigt nur die Argumentationslosigkeit)

      Außerdem, mit Verlaub, auch Sie machen offenbar diesen Fehler: bitte endlich Dinge differenziert betrachten - hier im Blog scheint es immer nur schwarz oder weiß zu geben. Von grau - oder gar Farbnuancen! - keine Rede! Ich sage doch nicht, dass Sarrazin nicht recht haben kann. Ich sage, dass zwei seiner Argumente, die er selbst als tragend bezeichnet hat, nicht halten*). (Was könnte ich/man/irgendwer nach einer 1h-Sendung auch mehr sagen?)

      Das wiederhole ich allerdings zugegebenermaßen an den Stellen, wo auch die Claqeure sich im Steinbrück-Bashing wiederholen, ohne darauf eingegangen zu sein. (Und um den Einwand vorwegzunehmen: ich habe keine Silbe für Steinbrück geschrieben)

      Eigenartig, irgendwie, dass man offenbar sehr wohl zu dem Schuss kommen kann, dass Sarrazin recht hat, ohne das Buch zu lesen. Ob da einmal mehr der Wunsch der Vater des Gedanken sein kann?

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      22. Mai 2012 15:43

      Liebe contra, in diesem Falle Handkuss, herzlichen Gruß und danke, dass Sie sich die Mühe machten zu posten - offenbar ist ein ganz guter Zeitpunkt für mich etwas zu pausieren!

      Schöne Grüße und alles Gute an alle - auf bald!

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      22. Mai 2012 15:45

      ... und mein voriger Post an Florin ist dadurch natürlich ebenfalls zum Teil hinfällig (aber nur zum Teil! ;-) )

    • Florin
      22. Mai 2012 16:47

      "....dass Sarrazin recht hat, ohne das Buch zu lesen."

      Weder, noch, phaidros. Bis auf die Tatsache, daß der Euro ohne politische Einheit anscheind doch Humbug war und das sagt nicht nur Sarrazin, nicht?

      Übrigens war leicht erkennbar, daß @contra "lt" (lahnsteirer) meinte aber sind'S mir nicht bös, Sie wollten sich ja aufregen;)

    • phaidros
      22. Mai 2012 17:33

      Weder bin ich Ihnen bös, noch reg ich mich auf (das liest sich anders bei mir).

      Und nochmal: differenziert sehen, bitte: wenn ich sage, seine Zahlenspiele halten nicht, so sage ich damit nicht, dass alles andere auch falsch wäre. Oder, dass der Euro ohne politische Union kein Humbug gewesen wäre. Wieso geht immer nur eins oder das andere?

      Und warum muss so oft ein persönlicher Schluss her?

    • Wolfgang Bauer
      22. Mai 2012 18:07

      @Lieber Phaidros, zu den 35% vs. 30% etc. Ich habe Sar. so verstanden, dass statt den 35% z.B. 50% oder mehr erreicht worden sein müsste, damit die These des hohen Gewichts des Euroraumes signifikant belegt wäre.

      Die Basisdaten wird S. ja vermutlich in seinem Buch haben?

    • phaidros
      22. Mai 2012 18:42

      Danke, Herr Bauer. »50%+« sind mir entgangen (aber Sie sagen ja »bspw.«). Aber gut, greifen wir den Faden auf:

      in 30% BIP-Zone wurden 35% der Steigerung erzielt (nicht 35% Steigerung! Achtung auf den Unterschied)

      Das ist eine fast 17%-ige Verschiebung zu Gunsten dieses Raumes. Ist das nicht gewichtig? Den Unterschied würde ich schon ganz gern Klavier spielen können. Es hätte 67% »Überwachsens« des €-Raumes bedurft (das nämlich hieße aus 30% BIP-Zone stammen 50% des Gesamtwachstums), damit man von Gewicht sprechen kann?

      Wenn das tatsächlich so sein sollte, so löste das mein Argument tatsächlich in Luft auf. Aus meinem (wirtschaftlich inkompetenten aber mathematisch/statistisch nicht ganz unbeschlagenen) Bauch heraus drängt es sich vorsichtig gesprochen allerdings nicht wirklich auf.

      Noch dazu widerspricht er sich mit den beiden Argumenten, wie mir zwischenzeitlich klar wurde.

      Im 2. Argument rechnet er nämlich, dass es im €-Binnenmarkt in den verganenen 12 Jahren 74% Steigerung gab, aber MIT allen anderen Zonen (1.EU, aber nicht €; 2. nicht EU) mehr. Was bedeutet das, wenn nicht, dass die €-Zone für den Rest der Welt interessanter wurde? Warum sollte sich übrigens im Binnenmarkt auf einmal mehr bewegen? Man könnte damit genausogut belegen, dass die €-Einführung die Außenbeziehungen überpropoertional angekurbelt hat. Mit derselben Legitimation.

      Meiner unmaßgeblichen Meinung nach sind diese drin-/draußen-Verhältnisspiele völlig sinnentleert und man kann damit alles zeigen oder widerlegen, weil wir lediglich über Verschiebungen in 100% reden.

      Das einzige, was man hernehmen könnte, ist der absolute Vergleich der Euro-Zone zum Rest der Welt, aufgeteilt in vor und nach der Einführung (wobei auch der extrem heikel wäre, weil die €-Einführung ja nicht das einzige war, was die wirtschaftliche Situationen da und dort angetrieben oder eingebremst hat). Aber das macht S. nicht. Nun war der Mann Bundesbanker - braucht er wirklich phaidros, damit der ihm die Grundlagen der Mathematik und Statistik auseinandersetzt? Oder weiß er, dass sich viele von diesen - noch dazu besonders betont als hart verkauften! - Zahlen ins Bockshorn jagen lassen und fleißig sein Buch kaufen werden? Tja, und da kommt bei mir bei der Auswahl der Hypothese dann Ockham's razor ins Spiel...

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      22. Mai 2012 19:14

      Ich zeige Ihnen, was ich meine. Die folgende fingierte Tabelle hat eigentlich nur zwei Zeilen. Die erste und wahlweise eine der Zeilen 2-4 (bitte um Entschuldigung für die Unterstriche, aber anders kann man hier praktisch keine Tabelle formatieren:

      _______€___EU€__Rest
      2000:_100__100___100
      2012:_135__120___145
      2012:_170__140___190
      2012:_450__300___550

      Was sagt das? Alle 3 Zeilen »2012« haben 35% der Steigerung im €-Raum gehabt, aber wir sehen drei völlig verschiedene Wirtschaftssituationen, die noch dazu nicht einschätzbar sind.

      Ein Beurteilung würde erst möglich, wenn alle Beziehungen dargestellt würden!

      ca so:

      Relativzahlen 2012 mit Basis 2000=100%
      ________€_______EU€______Rest
      €_____ 135%____ 120%_____145% (das ist die 1. Zeile »2012« von oben)
      EU€____________105%_____148%
      Rest______________________ 250%

      oder so ähnlich. Die 2. und 3. Datenzeile gibt es aber in S.'s (verbaler!) Darstellung nicht.

      Nimmt man 2000 als Ausgangsbasis könnte man ablesen, wie sich die Regionen im Verhältnis zueinander entwickelt haben, und wenn man die Ausgangszahlen absolut ergänzt, so kann man sich ein Bild machen:

      Absolutzahlen 2000 in den Regionen in Mrd € (Hausnummern)
      €_____3000
      EU€___ 750
      Rest__6250
      (die Absolutzahlen 2012 folgen aus dieser und der Tabelle darüber)

      Vielleicht hat er diese Zahlen in seinem Buch - aber dann tut es mir leid, dann wäre ein Hinweis auf die verkürzte Darstellung extrem wichtig gewesen. Ich glaube es deswegen nicht, weil er diese Verankerung m.E. mit Sicherheit in irgendeiner Form erwähnt hätte.

      Ich hoffe, ich konnte mit den begrenzten Möglichkeiten der Formatierung halbwegs plausibel machen, wo der Wurm drin steckt.

    • brechstange
      22. Mai 2012 21:04

      phaidros

      Sie haben das Buch schon gelesen, ist ja erst heute auf den Markt gekommen? Da waren Sie aber schnell, Respekt.

    • phaidros
      22. Mai 2012 21:23

      Liebe brechstange, nein, habe ich nicht. Habe ich aber auch nicht behauptet. Sondern ich weise deutlich aus, dass ich mich auf seinen Auftritt in der Jauch-Sendung beziehe:

      gibt es aber in S.'s (verbaler!) Darstellung (sogar mit Rufzeichen)

      Oder der ganze vorletzte Absatz des letzten Postings: Vielleicht hat er diese Zahlen in seinem Buch - aber dann tut es mir leid, dann wäre ein Hinweis auf die verkürzte Darstellung extrem wichtig gewesen. Ich glaube es deswegen nicht, weil er diese Verankerung m.E. mit Sicherheit in irgendeiner Form erwähnt hätte.

    • phaidros
      18. Juli 2012 22:34

      Da ich grad hier bin: liebe brechstange, mittlerweile habe ich das Buch dursehen können. Die reklamierten Zahlen sind wie vermutet nicht drin.

  47. Anton Volpini
    22. Mai 2012 06:39

    Ich fürchte, wir sind bereits mitten drinn, in der ersten Möglichkeit.
    Die griechischen Auswirkungen sind ja bereits seit über einem Jahr in unseren Finanzunternehmungen deutlich spürbar. Dabei waren aber die österreichischen Institute in den PIIGS Staaten relativ wenig exponiert. Da sollte man sich einmal die Engagements der französischen Banken anschauen. Das erklärt auch, warum die französische Politik im letzten Jahren zunehmend hündisch vor den Deutschen gekrochen ist.
    Aber mit Monsineur Hollande ist das jetzt alles anders. Der französische Nationalstolz ist in einer Stärke zurückgekehrt, daß er sogar Blitze anzieht.
    Was allerdings den Niedergang des Euros, und damit dem Friedensprojekt Europa nur beschleunigt. Schade, schade um das Gemeinsame in Europa, schade um eine grandiose Idee. Die Linken, die Betrüger und Gauner in der Politik, sie habens vermasselt und wir alle haben zugeschaut!

    • brechstange
      22. Mai 2012 21:13

      Ja, wir haben zu lange zugeschaut.

    • Anton Volpini
      22. Mai 2012 21:54

      Und dem sollten wir jetzt durch Handeln ein Ende setzen, brechstange.
      Auch wenns nicht immer leicht fällt!

    • Komma
      22. Mai 2012 23:22

      @Anton Volpini

      Die EU war nie eine "grandiose Idee", sondern eine "idée fausse". Sie war nie ein Friedensprojekt. Der Friede in Europa beruht auf der Niederlage und Dauerbesetzung Deutschlands und auf der NATO. Die EU und der Euro haben Euro geschwächt, weil "uniformiert". Europas Stärke ist seine Vielfalt, "l´Europe, c´est la diversité" (Salvador de Madariaga). Internationalistische "Mondialisten", wie Kommunisten, Sozialisten, Liberale und "aufgeklärte Christen" (in CDU/CSU oder ÖVP) werden das nie begreifen.

  48. A.K.
    22. Mai 2012 04:13

    Da ich zufällig den ersten Kommentar um diese frühe Zeit schreiben kann, möchte ich
    O.T.
    meiner Beunruhigung Ausdruck geben, daß ich schon länger von den früher so häufig mit interessanten und prononzierten Kommentaren in Erscheinung getretenen Damen nichts gelesen habe. Ich glaube sie fehlen auch Anderen im Forum.

    • Wertkonservativer
      22. Mai 2012 06:44

      Ich kann's mir nur so vorstellen, werter A.K. :

      da Damen in der Regel klüger und "weltverstehender" sind als wir Männer, merken sie möglicherweise früher, dass so ziemlich alles, was wir vorbringen, uns schlussendlichgar nichts nützen kann und wird.
      Wir sind zwar Zeitzeugen, doch effektiv ohne die Möglichkeiten, die großen Welt-Dinge auch nur um einen Deut zu beeinflussen.
      So schaut's halt aus, werter A.K.

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      22. Mai 2012 06:46

      Beunruhigung ist vielleicht nicht angebracht A.K., da einige unserer Damen sehr wohl da sind, und andere sich auf Bildungsreisen, wie zum Beispiel China, befinden.
      Hoffen wir, daß sie wieder gut zurückkommen!

    • brechstange
      22. Mai 2012 21:12

      Es gibt Tage, da gibt es viel zu tun, werter A.K. Ich bin gerade erst nach Hause gekommen.

      Sg Hr. Michler,

      für meine Person gilt klüger und weltverstehender nicht. Ich kämpfe immer bis zum Schluss, kann auch als Dummheit ausgelegt werden. Wer es nicht versucht, der hat bereits verloren.

      In diesem Sinne wünsche ich allen eine Gute Nacht.





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