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Telekomitis oder: Die Dummheit des kleinen Aktionärs

Irgendwie hätte ich es ja wissen müssen. Dennoch habe ich mir vor Jahren ein paar Telekom-Aktien zugelegt. Es brauchte aber eigentlich keine Insiderinformation, um zu wissen: Je teurer eine Marketing-Kampagne ist, umso weniger bleibt für die Aktionäre. Und es braucht erst recht keine Insiderinformation, um zu erkennen, dass man als kleiner Aktionär immer der blöde ist, wenn der Staat der dominierende Eigentümer ist.

Dieser kann ja nur durch Politiker handeln. Und die haben nie die Interessen eines kleinen Shareholders im Auge, der damit für sein Alter vorsorgen will. Sie haben nur eines im Kopf: Sie wollen bei der nächsten Wahl wiedergewählt werden. Die aber liegt in der Regel immer knapp bevor. Ihnen geht es nicht um eine langfristige Wertsicherung. Ihnen geht es auch nie um den kurzfristigen Ertrag. Es geht entweder um Wählerstimmen, etwa jene der Belegschaft. Oder es geht um Geld, mit dem man sich Wähler kaufen kann.

Was ich damals freilich nicht wissen konnte, war die Unfähigkeit und kriminelle Energie der Telekom-Führung. Die Unfähigkeit zeigte sich etwa im ständigen Umtaufen des Markennamens, von dem nur die jeweils aktiven Werbe- und PR-Agenturen profitierten: Einmal hat man einen, ein andermal zwei unterschiedliche Marken im gleichen Markt; dann tauft man sich wieder besonders grotesk um, in „Bummelzug-ins-Internet“ oder so ähnlich. Geldverbrennende Unfähigkeit zeigt sich auch daran, dass man bei fast jedem Event für die Cocktail-Klasse auf die Telekom als Sponsor stößt.

Unglaublich ist auch, dass aus den Computern der Telekom 200.000 Mails den Weg ins Freie zu Medien und Politikern finden konnten. Da fragt man sich schon, was die gegenwärtige Aufregung um die Rufdatenerfassung soll, bei der sechs Monate lang nur die Tatsache eines Gesprächs oder Mails gespeichert werden darf, aber nicht der Inhalt. Gleichzeitig können aber bei einer Firma, die Zugang zu allen Kundenmails und -telefonaten hat, auch noch nach Jahren Mails mit dem gesamten Inhalt (und eben nicht nur die angewählte Adresse) illegal an die Öffentlichkeit dringen.

Ein strategischer Privateigentümer wäre auch sofort mit viel mehr Energie der gigantischen Kursmanipulation nachgegangen, mit der sich eine Führungsmannschaft bereichert hat. Und völlig fassungslos ist man als Aktionär über das, was da zuletzt bekannt geworden ist: Ein (zum Glück) nervenschwacher Spitzenmanager, der selber besonders dick im Dreck steckt, lässt sich von den Staatsanwälten zum Auspacken bewegen. Er versucht sich, obwohl selbst Haupttäter, als Kronzeuge gegen seine Mittäter in die Straffreiheit zu retten. Die Telekom ist seither als Selbstbedienungsladen für alle Parteien entlarvt, insbesondere die jeweils regierenden. Sie ist ein Unternehmen, dessen rote Führung sich nach dem Machtwechsel durch hemmungslose Bestechung das Wohlwollen der blau-orangen Ressortführung kaufen wollte.

Alles ziemlich grauslich.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2012 02:09

    Als nicht "systemrelevant" werden kleine Anleger nur angefüttert und danach abgezockt, ohne es sich wie die Großen richten zu können.

    Solange ein solch einseitiger, skandalöser Datenmißbrauch nicht strafrechtlich verfolgt wird, weil man es sich mit der VLM nicht verscherzen möchte, führt die linke Reichshälfte jedes Datenschutz- bzw. Datenspeicherungsgesetz und in der Folge den gesamten Rechtsstaat ad absurdum.

    http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2527733/

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2012 05:29

    Kurz zur vieldiskutierten "Rufdatenerfassung":

    also mich stört es überhaupt nicht, wenn meine Datenkontakte irgendwo im Milliardengrab der unüberschaubaren Datenspeicher landen!

    Ich bin - gottseidank - ein ziemlich angstfreier Mensch, habe nach keiner Seite ein schlechtes Gewissen, und bin vor allem ganz, ganz sicher, dass die ungeheuerlichen Daten-Ansammlungen auch für die ausgefuchstesten Spürnasen-Böslinge absolut unüberschau sind. Da stolpern die übereifrigen "Staatsschützer" wohl über ihre eigenen krummen Füße!

    Wenn wer was von mir wissen will, möge er mich fragen: ich gebe ihm gerne offen Auskunft über meine jeweilige Meinung!
    Damit hat sich's. Basta!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  3. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2012 07:20

    Wer startet - endlich - die Bürgerinitiative "Staat und Parteien raus aus allen kommerziellen Beteiligungen und Interessen!"
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2012 09:15

    Wenn jetzt ständig von der TELEKOM die Rede ist, tut man sich schwer, sie mit dem ehemaligen, immer defizitären Staatsbetrieb "POST", dem einstigen Schlaraffenland für Sozis in Verbindung zu bringen.

    Floß einst das gute Geld --wie bei allen Staatsbetrieben-- ausschließlich an ein unüberschaubares Heer von sozialistischen, Generaldirektoren, Generaldirektorenwitwen, Generaldirektorenstellvertreter, Generaldirektorenstellvertreterwitwen etc, die alle auf dem hohen Roß saßen, und "naturgemäß" an die politische Mutter SPÖ, scheint sie seit dem Börsegang--und unter neuem Namen--in erster Linie als Goldesel für ALLE Parteien und einer langen Reihe von Politgünstlingen aller Parteien zu dienen.

    Die Telekom verfügt offensichtlich über Unmengen überschüssigen Geldes, das es großzügigst zu verteilen gilt, geradeso, als sei es überhaupt der einzige Daseinszweck der Telekom, Parteien und eine Reihe von "Auserwählten" mit haufenweise Geld zu überschütten.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2012 09:12

    Es muss auch einmal festgestellt werden, dass das Preis-Leistungsverhältnis bei der telekom super ist. Ich bin mit den Angeboten äußerst zufrieden. Kein Vergleich zu den windigen Angeboten der "Privaten"
    Mit dieser Ansicht macht man sich in diesem Forum natürlich keine Freunde.... Denn die meist etwas einfältigen poster hier singen gebetsmühlenartig ihr Lob auf die Privaten und zahlen zB zum höheren Ruhm der widerwärtigen Finanzhaie anscheinend gerne höhere Gebühren. Denn auf das läuft ja die ganze Pecik-Aktion hinaus. Die Telekom auspressen, die Kunden zur Kasse bitten und dann das ganze Aktienpaket gemeinsam mit einem dubiosen "Investor" aus Ägypten schnell wieder mit maximalen Gewinn verscherbeln. Eigentlich fehlen mir dabei nur noch die Herren Schlaff und Taus, wo sind die nur...........

  6. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 14:52

    OT: Die Zahnarztgehilfin lässt ihren Chauffeur für ihre Tochter abstellen, damit diese sich bei einer Weinverkostung mit ihrem Freund niedersaufen kann.
    http://oe1.orf.at/artikel/302111

    Wann tritt die Dorli zurück???

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2012 08:39

    Irgendwie liegt da bei der Telekom das Gewürm jetzt im Freien und man kann jede Windung sehen.

    Aber unter der österreichischen Decke stecken noch viele solcher Parteifilzkonstrukte und Politmachaloikes der Selbstbedienung und Korruption.

    @ 'Irgendwie hätte ich es ja wissen müssen ...'
    Es ist noch nie passiert, das jemand das ihm anvertraute Geld eines Dritten vermehrt hat, er hat sein eigenes Geld mit dem Geld des Dritten vermehrt. So habe ich beim Heurigen einmal zu meinen honorigen Kollegen gesagt, die MEL-Aktien gekauft hatten (mit dem biederen österreichen Geschmack der Gediegenheit am Werbeplakat) und sie fielen von 12 Euro auf 39 Cent und steigen nie wieder, da bin ich mir sicher. Ich habe damals gemeint, hättet ihr das Geld ins Kinderdorf investiert, hätte jemand was davon gehabt und die Zukunft wäre besser geworden damit. Fast wöchentlich bekomme ich mails oder sogar Anrufe von irgendwelchen Finanzdienstleistern, die einem Aktien andrehen wollen.

    Genau das ist es aber, das unsere Welt so schlecht werden liess, jeder der Geld angelegt hat, hat damit Öl ins Feuer gegossen und die ganzen Blasen erst ermöglicht, die, wie ein Krebsgeschwür sich in den Gesellschaften ausgebreitet haben. Es gibt die wunderbare Geldvermehrung nicht, weder beim Lotto (da spiele ich auch spaßhalber mit winzigen Beträgen und quasi null Chancen nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung mit in der Hoffnung, dass einmal was herauskommt) noch bei den Aktien, ausser man ist ein geschickter Spekulant, der zum richtigen Zeitpunkt kauft und verkauft (rechnet man die Spesen und Steuern, ist der Gewinn dann auch relativiert). Die einzigen sinnvollen Anlagen sind für mich eine Firmenbeteiligung, also Investitionskapital, das Arbeitsplätze schafft und den Wert der Firma erhält, und die Immobilie, dich ich selbst verwalte und verwerte. Alle anderen Konstrukte sind mir verdächtig, wie sich zeigt, offenbar mit Recht.

    Aber das ist ja nicht das Thema hier, das Thema ist diese Geisteshaltung in Österreich, der Umgang mit fremdem Geld, mit Steuergeld und Privatgeld von Dritten, jene Verantwortungslosigkeit, jene Skrupellosigkeit, eigentlich glatter Betrug am Steuerzahler und am Aktionär.

    Und wer sind diese Betrüger ? Ja, die lachen von allen Plakaten und werden gewählt ... ... immer wieder ... ... mir sind keine österreichischen Rücktritte bekannt.

    Der Gast wendet sich mit Grausen ab.

    Meine Freundin hat mich gefragt, was ich noch in Österreich suche, wenn hier alles so schlecht ist, wobei zweiteres natürlich völlig richtig ist und das erstere mich zur Zeit an die Ostereiersuche als Kind erinnert.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2012 14:52

    OT: Die Zahnarztgehilfin lässt ihren Chauffeur für ihre Tochter abstellen, damit diese sich bei einer Weinverkostung mit ihrem Freund niedersaufen kann.
    http://oe1.orf.at/artikel/302111

    Wann tritt die Dorli zurück???


alle Kommentare

  1. Steve (kein Partner)
    21. Januar 2015 23:50

    totally agree with u.the worst ISP i ever had of course stmayrex.very2 slow internet connection.Is this what we get for every month payment?But i have no choice because stmayrex is the only one we had in Malaysia.Just dont buy everyone thought with ur lie.Promote this and that and what we get? http://mwkuzvvqzl.com [url=http://qjbkid.com]qjbkid[/url ] [link=http://bhcljfww.com]bhcljfww[/link ]

  2. Tanya (kein Partner)
    20. Januar 2015 14:24

    Im no expert, but I belviee you just built quite a effective point point. You certainly know what youre talking about, and I can absolutely get behind that. Thanks for becoming so upfront and so honest.

  3. numerus clausel (kein Partner)
    06. April 2012 14:52

    OT: Die Zahnarztgehilfin lässt ihren Chauffeur für ihre Tochter abstellen, damit diese sich bei einer Weinverkostung mit ihrem Freund niedersaufen kann.
    http://oe1.orf.at/artikel/302111

    Wann tritt die Dorli zurück???

    • Undine
      06. April 2012 20:55

      @numerus clausel

      Naja, wenn sich die Doris Bures nicht schuldig fühlt, dann ist sie auch nicht schuldig, oder zweifelt etwa jemand am Wort einer SPÖ-Politikerin? Wenn sie behauptet, nicht schuldig zu sein, ist doch die Sache erledigt.

      Warum funktioniert das immer nur bei den Linken? Da wird nicht weitergebohrt, das Thema wird nicht aufgebauscht, nicht ständig wiederholt bis zum Erbrechen. Wer's nicht gehört hat, hat keine Chance mehr, es zu erfahren. Ja, mit den Linken geht man anders um als mit den Rechten --und das wird sich wohl nie ändern.

  4. Segestes (kein Partner)
    06. April 2012 12:59

    Zitat:
    „Unglaublich ist auch, dass aus den Computern der Telekom 200.000 Mails den Weg ins Freie zu Medien und Politikern finden konnten.“
    ______________________________________________________

    Das ist gar nicht so unglaublich.
    Interne Daten können entweichen durch:

    * Mitarbeiter die sich rächen wollen (eine der meist unterschätzen und deshalb häufigsten Ursachen).

    * Schlecht gesicherte oder offene W-LANs – und wenn es nur das private W-LAN eines Mitarbeiters ist, der Firmendaten mit nachhause nimmt (Stichwort „Social Engineering“).

    * Auf Firmenparkplätzen platzierte USB-Sticks mit darauf installierten Schadprogrammen. Die Neugier ist ein Hund und diese Sticks wandern deshalb meist umgehend in die USB-Buchse eines Firmen-Rechners und verseuchen diesen vollautomatisch dank Windows-Autostartfunktion.

    * Das gezielte Versenden von "Trojanern" per E-Mail.

    * Das Ausnützen von sogenannten 0-Day-Exploits, die auch die IT-Infrastruktur eines Unternehmens betreffen.

    ....

  5. Torres (kein Partner)
    06. April 2012 11:03

    "... bei der sechs Monate lang nur die Tatsache eines Gesprächs oder Mails gespeichert werden darf..." Diese Naivität und Gutgläubigkeit hätte ich Unterberger wohl nicht zugetraut; gerade er, der seit Jahren staatlichen Missbrauch und staatliche Korruption auf allen Ebenen (zu Recht) aufzeigt und kritisiert, glaubt ausgerechnet bei der Vorratsdatenspeicherung, dass alles korrekt und gesetzesgetreu ablaufen wird, die Inhalte nicht gespeichert, gelesen oder kontrolliert werden und keinerlei Missbrauch möglich oder zu erwarten ist! Da kann man nur mit dem Sarkasmus von Christian Morgenstern antworten: "...weil nicht sein kann, was nicht sein darf ..." und den Kopf schütteln.

  6. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    06. April 2012 09:38

    Wenn schon jemand meint, dass er an der Wiener Wildwest-Börse Aktien kaufen muss, dann höchstens Andritz.
    Aber bitte nicht jetzt. Zu teuer.

    Es gibt ja kaum Umsätze und daher sind die Kurse leicht manipulierbar. Mit der Aktiengewinnsteuer sind noch weitere Anleger dieser Mikro-Börse abhanden gekommen.

    Fazit:
    Finger weg von der Wiener Börse !!!

  7. xRatio (kein Partner)
    06. April 2012 02:53

    Daß Quatschköppe wie der ausgemachte Etatist und Dummdödel Wertko selbst hier noch Zustimmung finden, erklärt den heutigen Zustand von Staat und Gesellschaft

    und läßt für die Zukunft das Schlimmste befürchten.

  8. plusminus
    05. April 2012 12:54

    Nicht ganz OT:

    Davon kann nicht einmal mehr die HAA ablenken:

    http://www.orf.at/#/stories/2113777/

  9. A.K.
    05. April 2012 12:10

    O.T. Doch weitere Ermittlungen gegen Faymann:
    Siehe dazu http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/746650/Inserate_Doch-weitere-Ermittlungen-gegen-Faymann?_vl_backlink=/home/index.do

    Gilt doch der Grundsatz "Das Recht achtet auf Gleichheit vor dem Gesetz" oder wird eine "Einstellung auf Raten" vorbereitet?

    • Brigitte Imb
      05. April 2012 12:24

      Eher Zweiteres.

    • Erich Bauer
      05. April 2012 12:47

      Mit fällt in allen diesen "Zusammenhängen" immer "Bleakhaus" (Charles Dickens) ein. Ein aktuell gelebter Roman. Das Gesetz ist so dicht und undurchsichtig wie der Londoner Nebel, und alle Figuren sind in den Prozeß direkt oder indirekt verwickelt. Dickens zeigt, wie der Mißbrauch des Rechts an einer bestimmten Stelle des Organismus sich bis in alle Verzweigungen des Gemeinwesens schädigend auswirkt.

      Es besteht die Möglichkeit, daß es nie zu einem Prozeß kommt, da sich bereits die "Klagsprüfung" über "Generationen" hinziehen könnte. Irgendwann weiß niemand mehr, worums hier überhaupt ging...

    • kakadu
      05. April 2012 13:03

      @A.K.

      "Einstellung auf Raten"

      Ja, natürlich!
      Was haben Sie gedacht über unsere Bananenrepublik!

    • Erich Bauer
      05. April 2012 13:14

      aus news.ORF.at

      "Die Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Wien schloss sich heute einem Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft Wien, in dem dem Vernehmen nach die Verfahrenseinstellung vorgeschlagen worden sein soll, in wesentlichen Teilen an und reichte laut APA diesen Bericht zur endgültigen Genehmigung an das Justizministerium weiter. In einem Teilbereich hält die OStA aber weitere Erhebungen für notwendig."

      Heiße Kartoffel ist jetzt bei Frau Karl... Was wird sie wohl machen?

  10. thomas lahnsteirer
    05. April 2012 11:41

    Wirklich ausgepresst wurde die Telekom von Taus, Schlaff, Cordt und, man höre und staune, Elsner, (zB Bulgariendeal)
    Endlich ist die Staatsanwaltschaft anscheinend aufgewacht und hat die wirklichen Abzocker im Visier !!!!

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/746589/Staatsanwalt-ermittelt-gegen-Schlaff-Taus-Cordt?_vl_backlink=/home/index.do

    Die Zuwendungen an diverse Parteien und Parasiten wie zB Maischberger etc. sind dagegen peanuts.

    Jetzt droht die Telekom gar in die Fänge von Finanzhaien (Pecik und der dubiose Ägypter) zu geraten, die sich scheinheilig als Retter der telekom aufspielen.....
    Alle diese Typen eint nur eines: Der schnelle Gewinn auf Kosten der Mitarbeiter und der Kunden.......

    • fenstergucker
      05. April 2012 11:59

      Bei unserer weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft darf man annehmen, daß sie die Ermittlungen einstellt.
      Ein Gradmesser dafür ist auch die so gut wie nicht vorhandene Berichterstattung des ÖRFs über diese maßlose Korruptionsaffäre.

    • Reinhard (kein Partner)
      06. April 2012 11:08

      "Jetzt droht die Telekom gar in die Fänge von Finanzhaien (Pecik und der dubiose Ägypter) zu geraten, die sich scheinheilig als Retter der telekom aufspielen.....
      Alle diese Typen eint nur eines: Der schnelle Gewinn auf Kosten der Mitarbeiter und der Kunden......."

      Ich wäre etwas vorsichtig mit dieser gebetsmühlenartigen Heuschrecken-Litanei der Linken.
      Das gleiche wurde nämlich beim Verkauf der BAWAG an Cerberus herumposaunt - und? Seit die böse böse Heuschrecke den ehemaligen Gewerkschaftsbänkern sagt, wo es langzugehen hat, sind sogar die Mitarbeiter freundlich zu den Kunden geworden. Das Geschäft läuft, und nicht einer von den linken Hetzern, denen es nur sauer aufstieß dass ihrem Goldesel der Schwanz abgeschnitten wurde, hat sich bisher für die Vorwürfe, Cerberus würde nur die Bank auspressen, die Mitarbeiter kündigen und innert drei Jahren ein Trümmerfeld hinterlassen, entschuldigt.
      Die bösen "Finanzhaie" sind nämlich seltsamerweise jene, die die Trümmerfelder überNEHMEN und sanieren, während ihre Gegenhetzer genau jene sind, die meist Trümmerfelder überGEBEN, nachdem sie alles in Grund und Boden gewirtschaftet haben...

    • Helmut Graser
      06. April 2012 15:25

      @Reinhard

      Stimmt. Ich bin seit mehreren Jahren Kunde der PSK (jetzt eben BAWAGPSK) und merke in den letzten Monaten eine kontinuierliche Verbesserung von Service und Qualität an nahezu allen Ecken und Enden.

      Das Online-Banking ist weit besser geworden und auch die persönliche Betreuung wird spürbar besser.

      Herr lahnsteirer sollte etwas stärker differenzieren und die Privatwirtschaft nicht in Bausch und Bogen verdammen. Das ist zu sehr etatistisch und letzten Endes sozialistisch oder gar kommunistisch.

  11. Pannonicus
    05. April 2012 09:59

    Der kleine Aktionär ist immer der Blöde, denn wenn nicht der Staat der dominierende Eigentümer ist, dominieren eben Großaktionäre oder gar „Investoren“, und die verfolgen genauso ihre eigenen Interessen. Auch ihnen geht es, sofern sie nicht der aussterbenden Gattung der privaten und patriotischen Familienbetriebe angehören, keineswegs um langfristige Wertsicherung oder um einen Mehrwert im volkswirtschaftlichen Sinn, sondern um buchhalterische Erfolge in Quartalsausweisen, die sich eben in Kurssteigerungen und exorbitanten Bonuszahlungen niederschlagen und bei denen das „Insiderwissen“ eine tragende, aber von außen nur ausnahmsweise erkennbare Rolle spielt. Wenn’s schief geht, springt ohnehin wieder der Steuerzahler ein – in Form von Subventionen, „Auffanggesellschaften“, Sozialhilfe etc. Und kriminelle Energie? Wenn man groß genug ist, kauft man sich eben Medien und Abgeordnete, die dafür sorgen daß alles legal bleibt.

    Bei solchen Diskussionen muß ich immer an mein erstes Semester in der Franz-Klein-Gasse und einen mit großväterlichem Pathos vom seligen Professor Oberparleiter vorgetragenen Satz denken: „Der Kaufmann soll sich nicht reicher rechnen – (rhetorische Pause) – er soll reicher werden!“ Die Studienkollegen Androsch und Vranitzky sind dann später zwar selbst reicher geworden, aber dafür haben sie uns reicher gerechnet.

  12. A.K.
    05. April 2012 09:53

    Ein Zitat aus einem Teil eines Artikels, erschienen unter:
    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/447794_Vorratsdaten-Protest-und-ein-Aprilscherz.html
    als überblick:
    -----------------------------
    Vorratsdaten:
    "Was genau gespeichert wird
    Ab sofort können in Österreich die Behörden sechs Monate im Nachhinein auf Kommunikationsdaten von Festnetztelefon, Handy, E-Mail und Internet zugreifen.
    Von E-Mail-Verfassern werden die eigene Adresse, die Adressen der Empfänger sowie jene IP-Adresse gespeichert, die für das Routing verwendet wurde. Außerdem wird der Zeitpunkt der Anmeldung bei einem E-Mail-Dienst sowie die IP-Adresse registriert. Generell wird bei jedem Internet-Surfen die IP-Adresse gespeichert - und somit auch Name, Anschrift und Teilnehmerkennung. Das gilt auch für Chat-Dienste.
    Beim Telefonieren werden Telefonnummer, Name und Anschrift der Teilnehmer, Datum, Uhrzeit und Dauer des Telefonats gespeichert. Bei Handys werden überdies internationale Geräte- und Teilnehmerkennungen (IMEI/IMSI) erfasst. Bei Anrufweiterleitungen wird auch jene Nummer, bei der der Anruf schließlich landet, registriert. Bei Wertkartenhandys muss der Zeitpunkt der erstmaligen Aktivierung der Wertkarte gespeichert werden sowie an welchem Standort dies passiert ist (Cell-ID).
    Auf Internet-Telefonie ausweichen zu wollen, bringt übrigens nichts: Die oben angeführten Regeln für Telefonate gelten auch für diesen Kommunikationskanal.
    Auch bei SMS-Verfassern werden bei jeder Textnachricht beide (bei "Massen-SMS" alle) Telefonnummern gespeichert - inklusive Name und Anschrift der Teilnehmer und Zeitpunkt der SMS. Das gilt auch für MMS."

  13. brechstange
    05. April 2012 09:32

    Es stellt sich für mich die Frage: Kommt was Besseres nach?

    Auf der einen Seite ist fast ein Wunder, dass sich überhaupt noch wer einkauft, auf der anderen Seite sind die Einkäufer Pecnik mit Sawiri im Hintergrund Investoren, die offen zugeben zu bestechen. Das wird dem Ruf des Unternehmens auch nicht unbedingt dienlich sein. Das geht dann halt auch auf Kosten der Kleinaktionäre. Solange Kleinaktionäre absolut nichts mitzusprechen haben, außer Würstel auf der Hauptversammlung zu futtern, solange haben diese eine schlechte Ausgangsposition.

  14. Undine
    05. April 2012 09:15

    Wenn jetzt ständig von der TELEKOM die Rede ist, tut man sich schwer, sie mit dem ehemaligen, immer defizitären Staatsbetrieb "POST", dem einstigen Schlaraffenland für Sozis in Verbindung zu bringen.

    Floß einst das gute Geld --wie bei allen Staatsbetrieben-- ausschließlich an ein unüberschaubares Heer von sozialistischen, Generaldirektoren, Generaldirektorenwitwen, Generaldirektorenstellvertreter, Generaldirektorenstellvertreterwitwen etc, die alle auf dem hohen Roß saßen, und "naturgemäß" an die politische Mutter SPÖ, scheint sie seit dem Börsegang--und unter neuem Namen--in erster Linie als Goldesel für ALLE Parteien und einer langen Reihe von Politgünstlingen aller Parteien zu dienen.

    Die Telekom verfügt offensichtlich über Unmengen überschüssigen Geldes, das es großzügigst zu verteilen gilt, geradeso, als sei es überhaupt der einzige Daseinszweck der Telekom, Parteien und eine Reihe von "Auserwählten" mit haufenweise Geld zu überschütten.

  15. thomas lahnsteirer
    05. April 2012 09:12

    Es muss auch einmal festgestellt werden, dass das Preis-Leistungsverhältnis bei der telekom super ist. Ich bin mit den Angeboten äußerst zufrieden. Kein Vergleich zu den windigen Angeboten der "Privaten"
    Mit dieser Ansicht macht man sich in diesem Forum natürlich keine Freunde.... Denn die meist etwas einfältigen poster hier singen gebetsmühlenartig ihr Lob auf die Privaten und zahlen zB zum höheren Ruhm der widerwärtigen Finanzhaie anscheinend gerne höhere Gebühren. Denn auf das läuft ja die ganze Pecik-Aktion hinaus. Die Telekom auspressen, die Kunden zur Kasse bitten und dann das ganze Aktienpaket gemeinsam mit einem dubiosen "Investor" aus Ägypten schnell wieder mit maximalen Gewinn verscherbeln. Eigentlich fehlen mir dabei nur noch die Herren Schlaff und Taus, wo sind die nur...........

    • werauchimmer
      05. April 2012 09:48

      "Windige Angebote der Privaten?"
      Nun ja, also ich zahle für meinen Handy-Zugang über Orange (vmlg "One") 4 Euro pro Monat plus 4 Cent pro Minute in alle Netze.

      Da ich nicht mitteilungsbedürftig bin, zahle ich so insgesamt nur rd 10 Euronen brutto pro Monat. Bei A1 käme es wesentlich teurer. Dort werden die Schweigsamen bestraft.

    • Erich Bauer
      05. April 2012 09:51

      thomas lahnsteirer,

      Freut mich, daß da eine Gegenstimme erscheint.

      "...den windigen Angeboten der "Privaten"..."
      Nicht alles ist "Privat" was als Privat daherkommt. Ich denke da an: one/orange/....... Schlaff und Taus sind natürlich eindeutig "Privat".

      Nebenbei bemerkt: Wie ist das mit dem "Briefgeheimnis"? 200.000 Mails gelangen ins "Freie"... Meines Wissens stehen da ziemlich harte Strafen drauf. Ich kann mir vorstellen, daß die Politiker "Teilprivatisierungen" mittlerweile hoch schätzen... Ist man doch einmal "Staat" und das nächstemal "Privat". Wie's halt opportun ist.

    • thomas lahnsteirer
      05. April 2012 10:04

      @werauchimmer
      Solche Angebote kenn ich auch. Nur hab ich damit nicht einmal in der Innenstadt Wiens einen ordentlichen Empfang. Und die Telekom-Kombination AOn-TV, Internet Gigaspeed, Handy, Festnetzanschluss ist, was Preis und Qualität betrifft unerreicht.

    • werauchimmer
      05. April 2012 10:37

      Ich habe mein one-ABO schon 6 oder 7 Jahre und verwende es auch im Großraum Wien und in Citynähe.

    • Bookworm (kein Partner)
      06. April 2012 11:38

      @thomas lahnsteiner
      Wohl ein Spärgeborener? Denn ältere Semenmster erinnern sich, welcher Korruptionistenhaufen der A1- und Telekom-Vorgänger, die Staatspost mit ihrer "Telegrafenverwaltung" war! Tja, die Wartezeiten auf ein Telefon selbst in städtischen Bereichen nicht unter einem halben Jahr. Telefonapparet von der oligopolistischen KASS-Bande (Kapsch, Alcatel, Siemens, Schrack) entweder schwarz oder weiß.

      Ach ja, dann kam um sauteures Geld auch noch ganz einfache Nummernwahl-Apparate, selbstverständlich mit einem "Österreich"-spezifischen Stecker, weil man "illegale" weil billig im Ausland erhältliche Apparate ausschließen wollte. Da sollte einem Wiener Radiobastler sogar mittels Gerichtsbeschluss und Drohungen an taiwanesiche Hersteller verboten werden, Adapter und Telefonkabel zu importieren, damit man die Allerwelts-Telefone (RJ 11) aus dem Ausland hier auch anschließen könnte! Einem MInister (!) , der seinem Sohn von einer Auslandsreise ein modernes Schnurlostelefon mit gebracht hatte war es zu verdanken, dass den Postmonopolisten dann untersagt wurde, weiterhin in den Wohnungen der "Teilnahmeberechtigten" zu scvhnüffeln. Für ein postalisches (Siemens-) Schnurlostelefon wurden monatlich zusätzlich 180 Schilling abgezockt - in den Dutyfree-Läden in Frankfurt kostete ein modernes Schnurlostelefon umgerechnet nicht einmal 700 Schilling. Samt Adapter zur "österreichen" Ausgangsbuchse...

      Der Hammer aber war, dass die "braven Bediensteten" der diversen Telegrafenbauämter korrupt bis in die Knochen waren: Um "schneller" an einen Anschluss zu kommen waren schon zwei "Blaue" (= zwei 1000 Schilling Scheine) beim "Richtigen", meist dem Meister, abzulegen. Ähnliches auch um etwa in Wien anstatt des üblichen Vierteltelefons zum einem "ganzen" Anschluss zu kommen. Ach ja, manchmal kamen für die Verlegung der Leitung vom Gang in die Wohnung drei Mann hoch - um natürlich die Hand aufzuhalten...(Heißt "Arbeitsplatzsicherung")

      Ein neuer Kabinettsmitarbeiter eines Ministers aus N.Ö. hatte sich 3 Jahre lang schon um einen Telefonsanschluss für sein Haus in PL bemüht - war aber nicht bereit, die im Bezirk PL "üblichen" drei "Blauen" an die "Richtigen" zu löhnen: Ewiger Bescheid: "Leider keine Nummer frei".
      Kaum im MInisterbüros setzte der Kabinettchef zur grimmigen Recherche beim obersten Postgeneral abwärts an: Erste Ausrede: Die einzigen freien Nummern beim betreffenmden Vermittlungsamt würden für Ärzte und Notdienste frei gehalten. Der Kabinettszampano ließ sich nicht abspeisen und heischte "im Auftrag des Ministrers" zu wissen, wie viele Nummern tatsächlich am dortigen Vermittlungsamt "frei" wären. Es waren etliche drei, vier Dutzend. Nachhakfrage: Aha, und wie viele Ärzte usw. haben in den vergangenen Jahren eine solchen Telefonsanschluss bekommen? Kein einziger solcher "dringender" Fälle.

      Natürlich wurde das vertuscht: Schließlich wachen da schon die Bomzokraten t56op-down der Postgewerkschaft über die Korruptionisten. Bis das wegen einer parlamentarischen Anfrage am Rande bei Insidern bekannt wurde. Diese Anfrage wiederum wurde durch einen Auslandskorrespondenten einer britischen Zeitung ausgelöst, der aus Estland nach Wien versetzt wurde und einen Telefonanschluss wollte. Worauf ihm beschieden wurde, wenn er "zwei Blaue" abdrückte könne man das schon bimnnen eines Monsta organisieren.
      So viel zu dem Korruptionistenstadel "Post- und Telegraphenverwaltung" unter den diversen roten Heinzis und Pepis und den gewerkscvhaftlichen Schirmherren der Mittel- und KLeinkorruption alldort.

    • Undine
      06. April 2012 21:27

      @Bookworm

      *********!
      Als in einem großen Siedlungsgebiet südlich von Linz ruchbar wurde, daß dort ein Arzt ein Haus samt Ordination gut 1km außerhalb des Ortskerns bauen wird (1969!) --in dieser Siedlung gab's noch keine Telefonzuleitung!-- warteten alle Bewohner darauf, daß besagter Arzt die sehr hohen Zuleitungskosten (für die damalige Zeit ein Vermögen!) bezahlt. Erst dann ließen sie sich, sozusagen auf Kosten des Arztes, auch nach und nach ein Telefon einleiten.

  16. Josef Maierhofer
    05. April 2012 08:39

    Irgendwie liegt da bei der Telekom das Gewürm jetzt im Freien und man kann jede Windung sehen.

    Aber unter der österreichischen Decke stecken noch viele solcher Parteifilzkonstrukte und Politmachaloikes der Selbstbedienung und Korruption.

    @ 'Irgendwie hätte ich es ja wissen müssen ...'
    Es ist noch nie passiert, das jemand das ihm anvertraute Geld eines Dritten vermehrt hat, er hat sein eigenes Geld mit dem Geld des Dritten vermehrt. So habe ich beim Heurigen einmal zu meinen honorigen Kollegen gesagt, die MEL-Aktien gekauft hatten (mit dem biederen österreichen Geschmack der Gediegenheit am Werbeplakat) und sie fielen von 12 Euro auf 39 Cent und steigen nie wieder, da bin ich mir sicher. Ich habe damals gemeint, hättet ihr das Geld ins Kinderdorf investiert, hätte jemand was davon gehabt und die Zukunft wäre besser geworden damit. Fast wöchentlich bekomme ich mails oder sogar Anrufe von irgendwelchen Finanzdienstleistern, die einem Aktien andrehen wollen.

    Genau das ist es aber, das unsere Welt so schlecht werden liess, jeder der Geld angelegt hat, hat damit Öl ins Feuer gegossen und die ganzen Blasen erst ermöglicht, die, wie ein Krebsgeschwür sich in den Gesellschaften ausgebreitet haben. Es gibt die wunderbare Geldvermehrung nicht, weder beim Lotto (da spiele ich auch spaßhalber mit winzigen Beträgen und quasi null Chancen nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung mit in der Hoffnung, dass einmal was herauskommt) noch bei den Aktien, ausser man ist ein geschickter Spekulant, der zum richtigen Zeitpunkt kauft und verkauft (rechnet man die Spesen und Steuern, ist der Gewinn dann auch relativiert). Die einzigen sinnvollen Anlagen sind für mich eine Firmenbeteiligung, also Investitionskapital, das Arbeitsplätze schafft und den Wert der Firma erhält, und die Immobilie, dich ich selbst verwalte und verwerte. Alle anderen Konstrukte sind mir verdächtig, wie sich zeigt, offenbar mit Recht.

    Aber das ist ja nicht das Thema hier, das Thema ist diese Geisteshaltung in Österreich, der Umgang mit fremdem Geld, mit Steuergeld und Privatgeld von Dritten, jene Verantwortungslosigkeit, jene Skrupellosigkeit, eigentlich glatter Betrug am Steuerzahler und am Aktionär.

    Und wer sind diese Betrüger ? Ja, die lachen von allen Plakaten und werden gewählt ... ... immer wieder ... ... mir sind keine österreichischen Rücktritte bekannt.

    Der Gast wendet sich mit Grausen ab.

    Meine Freundin hat mich gefragt, was ich noch in Österreich suche, wenn hier alles so schlecht ist, wobei zweiteres natürlich völlig richtig ist und das erstere mich zur Zeit an die Ostereiersuche als Kind erinnert.

    • werauchimmer
      05. April 2012 10:00

      Es ist noch nie passiert, das jemand das ihm anvertraute Geld eines Dritten vermehrt hat, er hat sein eigenes Geld mit dem Geld des Dritten vermehrt.

      Kursgewinne aufgrund von Rekorddividenden sind also bloße Mär, genauso wie Renditen aus Anleihefonds?

      Und zu MEL: Die haben verloren wie alle artverwandten Investments auch. Alles übrige Geschrei rund um MEL lässt sich auf ein Wort reduzieren: Grasser.

    • werauchimmer
      05. April 2012 10:15

      Nachtrag:

      Meine Aussagen zum Kursverlauf von MEL beziehen sich auf die Zeit vor dem Aktionärsputsch - selbstredend. Das danach hereinbrechende Chaos und die damit angegangene Kannibalisierung schickten die Werte weiter in den Abgrund.

    • Josef Maierhofer
      05. April 2012 11:04

      @ werauchimmer

      Meinl der Fünfte und Grasser waren ja lange Zeit gute Freunde. Der Meinl V hat in einer halben Generation durchgebracht und verplempert, was die Familie Meinl in fast jahrhunderten aufgebaut hatte.

      Ein besseres Beispiel gibt es gar nicht, um die Gesinnung, die zur Krise geführt hat, zu illustrieren.

    • werauchimmer
      05. April 2012 11:30

      Wenn Sie meinen, der Qualitäts-Lebensmittelhandel nach Meinl-Tradition wäre in Zeiten wie diesen zukunftsträchtig gewesen, wo immer mehr Leute sich wegen Sonderangeboten gegenseitig nahezu niedertrampeln, dann ist das Ihre Sache.

      Nach meinem Wissenstand hat Meinl V das Familienvermögen dank Umschichtung in den Bankensektor ausgebaut, sogar aus Sicht nach der Krise und in der Rezession.

    • Josef Maierhofer
      05. April 2012 15:23

      @ werauchimmer

      Dann hätte er laut Ihrem Text also 'nur' das Geld der Aktionäre verplempert, auch nicht nett von ihm.

      Zum Qualitätslebensmittelhandel, es gibt immer mehr Leute, die sehr wohl die beigefügten Gifte (verschlüsselt unter E-Nummern, wie eben die Massenvergiftungsgenehmigungs-Rahmennummern der EU lauten) lesen und inzwischen zum Biomarkt pilgern, wo neuerdings auch Korrupte und Bestochene Betrügereien zum Thema Lebensmittel ausführen.

      Der Mensch is a Sau, so der öfter gehörte Spruch.

    • Gandalf
      05. April 2012 21:03

      @werauchimmer
      Ob der gelernte Groß- Lebensmittelkleinhändler Julius der Fünfte das Familienvermögen ausbauen konnte, und das gar durch Bankgeschäfte, würde ich lieber nicht beurteilen; als "Bankier", wie er sich selbst ja gerne bezeichnet, ist er allerdings in der Branche bestenfalls ein Heiterkeitserfolg.

  17. thomas lahnsteirer
    05. April 2012 08:32

    Frohe Nachricht für Hern Unterberger. Jetzt wird ja alles besser. Es taucht die Lichtgestalt Ronny Pecik auf.
    Ein Finanzhai allererster Güte.....
    http://derstandard.at/1319180916809/Investor-Ronny-Pecik-Victory-AG-samt-Schulden-nach-China-verkauft
    Solche Leute braucht also das Land.
    Mir ist jedenfalls eine staatliche Beteiligung lieber, als Firmen den Stumpfs, Peciks und Kovats und wie diese Figuren alle heißen, auszuliefern.

  18. Azdak
    05. April 2012 08:19

    Ach, die paar Marketing- und Sponsorgelder, die jetzt so süß untersucht werden.

    Schlaff.

  19. HJR
    05. April 2012 07:20

    Wer startet - endlich - die Bürgerinitiative "Staat und Parteien raus aus allen kommerziellen Beteiligungen und Interessen!"
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  20. Observer
    05. April 2012 07:05

    Seit Monaten wird von den unsauberen Machenschaften der (früheren) Telekommanager berichtet. Aber ich habe bisher noch nichts von einer gerichtlichen Voruntersuchung bzw. Verurteilung dieser Leute gehört. Wird dies alles auf die berühmte österreichische "lange Bank" geschoben?

    Andererseits muss man die meisten Telekommitarbeiter loben, welche - trotz vieler Schwierigkeiten - viele Jahre brav ihren Dienst versehen. Ich habe Festnetz, Mobiltelefon, Internet und "Kabel"-TV von der Telekom und bin eigentlich mit den angebotene Dienstleistungen sehr zufrieden. Wenn ich - so wie gestern abends - plötzlich Schwierigkeiten mit der Datengeschwindigkeit habe, dann wird dies kurzfristig behoben. Daher habe bin ich auch noch nie den oft zweifelhaften Angeboten der sog. Alternativen hereingefallen.

    Zum A1-TV (auch IPTV genannt): diese TV-Möglichkeit der Telekom von über 100 Programmen ist mit € 4,90 pro Monat (ohne dem HD-Paket) den anderen "echten" Kabelanbietern finanziell weit überlegen. Lediglich die Kanalumschaltung ist mit zirka einer Sekunde (technisch bedingt durch automatische URL-Wahl) etwas verzögert und daher gewöhnungsbedürftig. Natürlich ist die Aufstellung einer Satellitenantenne - dort, wo technisch möglich - die erste Wahl, denn da gibt es keine laufenden Kosten und auch ein noch grösseres Programmangebot.

  21. ambrosius
    05. April 2012 06:48

    Der kleine Aktionär ist ist der rechtlose Trottel, dem man sein Geld mit betrügerischen Versprechungen, straßenräuberischen Methoden der Fianzvermittler ( Banken), Verweigerung jeglicher relevanter Information über
    die Gesellschaft, deren " Eigentümer" er wird/ist und Verweigerung jeglicher Rechte in ebendieser und weiteren solchen Methoden um sein Geld bringt.
    Ich gebe schon zu: Alternativen für Sparer gibt es kaum . Dennoch ist die Situation eines Aktionärs vergleichbar mit der eines Lotto-Totospielers oder eines Casinobesuchers ( oder der eines Flohs, der auf einem Hund sitzt, von dem er nicht sagen kann, wohin er läuft und auf dem er erst dann, wenn das Blut kalt und wässrig schmeckt, draufkommt, daß der Hund längst tot ist.

  22. Wertkonservativer
    05. April 2012 05:29

    Kurz zur vieldiskutierten "Rufdatenerfassung":

    also mich stört es überhaupt nicht, wenn meine Datenkontakte irgendwo im Milliardengrab der unüberschaubaren Datenspeicher landen!

    Ich bin - gottseidank - ein ziemlich angstfreier Mensch, habe nach keiner Seite ein schlechtes Gewissen, und bin vor allem ganz, ganz sicher, dass die ungeheuerlichen Daten-Ansammlungen auch für die ausgefuchstesten Spürnasen-Böslinge absolut unüberschau sind. Da stolpern die übereifrigen "Staatsschützer" wohl über ihre eigenen krummen Füße!

    Wenn wer was von mir wissen will, möge er mich fragen: ich gebe ihm gerne offen Auskunft über meine jeweilige Meinung!
    Damit hat sich's. Basta!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • HJR
      05. April 2012 07:26

      Gratuliere Ihnen zu Ihrer Angstfreiheit!
      Einen Schritt weiter gedacht, hätten Sie es vielleicht "geschnallt", dass Ihre Freiheit auch davon abhängt, dass Andere bereit sind, diese nicht nur zu respektieren, sondern ernstfalls auch zu schützen - was natürlich einen Deal auf Gegenseitigkeit darstellt.
      Frohe Ostern!

    • ambrosius
      05. April 2012 08:03

      Ein drastischer Vergleich, wie ich zugebe: Die Juden waren bis in die 30erJahre wohl auch " ziemlich" angstfrei bevor mittels Hollarithmaschinen ihre Erfassung lückenlos möglich war.
      Mit anderen Worten: es ist heute vom Rechtsstaat schon nicht mehr viel übrig und " gewisse Kreise" haben die Erfahrung gemacht, daß mit diesem Volk die völlige Demontage des Rechtsstaates problemlos durchgeführt werden kann. Wer, also, werden die Juden/Zigeuner/Oppositionellen von morgen sein?

    • Wertkonservativer
      05. April 2012 08:41

      Ich verstehe schon, werte Herren: Sie halten mich für gutgläubig, einfältig, und auch sonst ein wenig "gaga"!
      Stimmt's, oder habe ich recht?

      Aber, werter HJR, jetzt bin ich erst recht beruhigt; im Überrumplungsfall finde ich mich durch Kämpfer Ihrer und anderer Sorte wirksam und hinlänglich beschützt!

      Gut so! Danke! Bitte weitermachen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Dornenkrone
    • Josef Maierhofer
      05. April 2012 09:02

      @ Wertkonservativer

      Ich stimme Ihnen zu, wer nichts zu verheimlichen hat, tut sich da sehr leicht mit dem Datenschutz.

      Ich habe einmal festgestellt, als ich bei einer Firma auswärts gearbeitet habe, dass jemand in meiner Tasche gestöbert hat, als ich weg war auf Besprechung. Da habe ich einen A4-Zettel zu oberst gelegt mit dem Text:'Werter Schnüffler ! Wenn Sie was suchen, dann fragen Sie mich direkt und werden die Antwort erhalten. Meine Verhältnisse sind auf Vertrauen und Verlässlichkeit aufgebaut und nicht auf Unehrlichkeit.' Der Schnüffler kam offenbar noch einmal, aber dann nie wieder ...

      Und so ist es auch mit dem Datenstöbern.

      Bloß die Computer schaffen auch aus dem riesigen Datenhaufen sehr rasch eine Übersicht, das ist nicht zu unterschätzen und wird auch angewendet.

    • phaidros
      05. April 2012 09:42

      Lieber Gerhard,

      was die Rufdatenspeicherung betrifft, muss ich Dir heute einmal widersprechen. Natürlich hast Du nichts zu verbergen, und läufst nicht Gefahr wegen irgendeines Telefonats vor Gericht zu stehen.

      Aber das Bedrohungsszenario ist komplexer: stell Dir vor, mein Kinderpornoring fliegt nächste Woche auf, und das erste, was die Polizei macht, ist, meine Telefonkontakte in Beobachtung zu nehmen.

      »Habe nichts zu befürchten« wirst Du mit Recht antworten!

      Aber jetzt kommt's: dem bearbeiteten Polizisten rutscht beim Heurigen Dein Name als beobachtet raus, und - der Teufel schläft nicht - am Nebentisch hört das just genau der banker mit, mit dem Du einen Investitionskredit für die Michler GmbH verhandelst. Alles klar?

      Du bekommst den Kredit niemals, erfährst aber niemals wieso! Und der Grund ist, dass Daten erhoben und gespeichert wurden, die niemanden etwas angehen. Und die harmlos sind. So wie Unkrautsalz. Oder Zucker.

      So etwas klingt an den Haaren herbeigezogen, aber solche Fälle sind dokumentiert (bei geratener Dunkelziffer von >99%! Denn es kommt ja eben nie ans Licht!)

      Ich werde nicht müde, es zu wiederholen: Information ist grundsätzlich privat. Ausgenommen die, die man explizit »freigibt«. Hier aber gibt Papa Staat meine Information frei, ein klarer Eingriff in meine Selbstbestimmungsrechte, und das nicht ohne Gefahrenpotenzial der übelsten Art: der Geschädigte erfährt fast nie, dass er überhaupt einer ist!

      Wir können das bekämpfen: www.verfassungsklage.at

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Eine ganze Liste von weiteren Beispielen vondet sich in Hans Zegers »Unternehmen Feigenblatt«. Nicht neu, aber aktueller denn je.

    • phaidros
      05. April 2012 09:50

      ...übrigens, und das ist durchaus Teil des Punktes: die Datenspeicher sind eben nicht unüberschauber, da hat Herr Maierhofer ganz recht!

      (und die Beispiele »finden« sich, sie »vonden« sich nicht. Weiß nicht, was das war)

    • HJR
      05. April 2012 11:00

      @Wertkonservativer. 08:41
      Nein Sie haben NICHT RECHT! Sie sind keinesfalls "gaga", vielleicht ein wenig (zu) gutgläubig, was die wohltuende Hand der demokratisch ausgeübten staatlichen Gewalt anbelangt.
      Was die "Einfalt" anbelangt, so erlaube ich mir auf http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Joachim_Winckelmann
      zu verweisen; dort kann ich an diesem Begriff nichts Negatives entdecken.

      Worüber Sie aber gelegentlich in sich gehen könnten, ist vielleicht das "enttäuschtes Vertrauen" im Verhältnis von Staat und Bürger - Sie müssen ja nicht gleich den Adolf als Prüfstein nehmen; für den Anfang genügen da z.B. ein gewisser Klestil oder eine Frau Karl (wegen der Gleichberechtigung). Es gilt hier der Grundsatz: Wem (politische) Macht übertragen wird, der muss die Kritik dulden - die hat ja in den meisten Fällen ohnehin keine Konsequenzen. Und darüber hinaus wäre es schön, wenn die Gültigkeit dieses Grundsatzes auch für die "Unsrigen" nicht Frage gestellt gestellt würde (weil sie z.B. gelegentlich auch mal ganz nett sein können).

      Schließlich muss ich ein paar Worte über Ihre Schlusspassage (Wenn wer was von mir wissen will, möge er mich fragen: ich gebe ihm gerne offen Auskunft über meine jeweilige Meinung! Damit hat sich's. Basta! verlieren: Wie einige Ihnen sicher nicht unbekannte historische Beispiele als Stichworte "Adolf", "Honecker") zeigen, kam hinter dem "Basta" die Sippenhaft oder noch Schlimmeres. Und Völker bzw. Bürger, welche davor die Augen verschließen (wie Sie das auch gelegentlich gerne tun) tragen dann die Folgen. Den nächsten solchen Fall werden wir in Ägypten beobachten können, wenn sich die Muslimbrüder endgültig etabliert haben.

      MfG horst.rathbauer@gmx.at

    • Wertkonservativer
      05. April 2012 11:54

      Lieber Freund phaidros,

      von Dir lasse ich mich gerne eines Besseren belehren, da ich aus Deinen bisherigen Beiträgen hier und auch aus unseren persönlichen Kontakten heraus genau weiß, dass Deine Kommentare und Meinungen jeweils extrem sachlich und fachlich untermauert sind!
      Sicher hast Du auch hier recht; gerne bin ich bereit, Deine und Anderer Bedenken als berechtigt anzuerkennen.
      Eine Bitte: darf ich mich trotzdem "nicht fürchten"?
      Liebe Grüße aus dem schönen Istrien!

      Gerhard

      Noch kurz zu HJR:

      zunächst bedanke ich mich gebührend für den ersten Absatz: also scheint's noch nicht allzu arg mit mir zu sein!
      Ihre sonstigen berichtigenden und belehrenden Ausführungen nehme ich ohne großen Widerspruch zur Kenntnis!
      Ihre Vergleiche hinsichtlich meines harmlosen "Basta"-Ausrufes kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen; wie Sie da schnurstracks zu "Adolf", "Sippenhaftung" und anderen Ungustlereien kommen, ist mir leider wirklich nicht recht einsichtig.
      Hat "Adolf" tatsächlich des öfteren "Basta!" gesagt?
      Falls ja, werde ich's wirklich nie wieder tun, Herr Oberlehrer HJR!

      Auch Ihnen schöne Osterfeiertage!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • phaidros
      05. April 2012 15:12

      Lieber Gerhard!

      Mit »nicht fürchten« liegst Du natürlich goldrichtig, denn man kann sich auch zu Tode fürchten. Und Angst ist nr ganz selten ein guter Ratgeber. Aber - ich bin überzeugt, Du gestattest - Problembewusstsein kann nie schaden.

      Ähnlich ist es ja auch mit dem eigenen zu Hause: kaum jemand »hat Angst« um sein Heim, wenn er das Haus verlässt. Trotzdem sperrt beim Gehen zu, wer bei Sinnen ist. Und hätte nichtg gern amtlich verordnet einen Nachschlüssel bei der Behörde zu hinterlegen, oder? Käme mir jedenfalls irgendwie komisch vor.

      Und da sollte man solchen Entwicklungen generell entgegen wirken, wenn sich die Möglichkeit dazu ergibt. Deswegen der Hinweis auf www.verfassungsklage.at.

      LG
      phaidros

    • xRatio (kein Partner)
      06. April 2012 03:03

      Daß Quatschköppe wie der ausgemachte Etatist und Dummdödel Wertko selbst hier noch Zustimmung finden, erklärt den heutigen Zustand von Staat und Gesellschaft

      und läßt für die Zukunft das Schlimmste befürchten.

    • Pete Sahat (kein Partner)
      06. April 2012 10:55

      @phaidros: So etwas könnte auch -wenn auch in geringerem Ausmaß- ohne VDS passieren.

      Bedenken habe ich vor allem aufgrund der Tatsache, dass es nicht möglich ist, die Daten sicher aufzubewahren. Stichwort Datendiebstahl. Allerdings sind auch jetzt schon auf meiner Telefonrechnung sämtliche Telefonate der letzten 3 Monate (mit Zeit, Dauer, Teilnehmer; ohne Ort) gespeichert. E-Mails dito. Ich bin mir sicher, mein Provider weiß auch wann ich für wie lange online war. Angst habe ich trotzdem nur vor Leuten, die mir nichts gutes wollen.
      Gegen die Vorratsdatenspeicherung bin ich aber vor allem aus folgendem Grund: Sie bringt nichts, kostet aber was.

    • Winckelmann (kein Partner)
      06. April 2012 12:37

      Welch edle Einfalt, leider ohne stille Größe!

    • phaidros
      07. April 2012 09:23

      @Pete Sahat: Sie haben völlig recht, selbstverständlich könnten solche Dinge auch so passieren (und tun es vermutlich auch)! Das wird man auch nicht verhindern können. Das ist aber noch lange keine Rechtfertigung für eine vorgeschriebene Rufdatenerfassung, die dem auch noch Vorschub leisten würde.

      Auch Einbrüche passieren selbst bei abgeschlossenen Wohnungstüren. Das würde aber ein Verbot von Türschlössern nicht rechtfertigen.

      Ihr pragmatisches Argument (bringt nix, kostet aber), unterschreibe ich natürlich ebenfalls gerne.

    • phaidros
      07. April 2012 09:32

      ... ebenso, selbstverständlich, wie die Bedenken wegen Datendiebstahls! Die aber im Grunde auch ein Szenario ähnlich dem Beschriebenen darstellen: ein Unbefugter kommt an Ihre Daten, was komischerweise leicht mit Nachteilen, aber so gut wie nicht mit Vorteilen verbunden denkbar ist.

  23. libertus
    05. April 2012 02:09

    Als nicht "systemrelevant" werden kleine Anleger nur angefüttert und danach abgezockt, ohne es sich wie die Großen richten zu können.

    Solange ein solch einseitiger, skandalöser Datenmißbrauch nicht strafrechtlich verfolgt wird, weil man es sich mit der VLM nicht verscherzen möchte, führt die linke Reichshälfte jedes Datenschutz- bzw. Datenspeicherungsgesetz und in der Folge den gesamten Rechtsstaat ad absurdum.

    http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2527733/

    • HJR
      05. April 2012 11:33

      Zum Stichwort "systemrelevant" fällt mir ein, dass der Beginn der Anti-Trust-Regelungen damit zusammenhing, dass gewisse Unternehmer "auf den Trichter" gekommen waren, ihre Systemrelevanz dadurch zu erhöhen, dass sie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage zugunsten des Angebots (durch Kluster- bzw. Trustbildung) verändern. Nichts anderes passiert doch seit den 80ern - als wir das noch "Konzentration" nannten - in weiterhin steigendem Maße. Und auch die Wettbewerbskommissare der EU schreiten da weder wirksam noch wirklich ein, sondern belassen es dabei, dass sich z.B. am Energiemarkt (elektrischer Strom, Benzin) bequeme Oligopole einrichten und diese unter Hinweis auf "fehlende Trassen", "nicht mehr allzeit verfügbaren Strom", "Weltmarktpreise" oder andere Blödheiten festigen können.

      Ich erinnere mich noch meines (ersten) Betriebswirtschaftsprofessors, der 1960 den bemerkenswerten Satz prägte: "Die Rechtfertigung des Preises ist lediglich die Tatsache, dass jemand diesen bezahlt". Daher stammt auch der Rekurs auf die "Kosten" aus dem kommunistischen Repertoire!

      Um also "systemrelevante" potentielle volkswirtschaftliche Erpresser zu verhindern, schaffe man ein ausgewogenes Verhältnis von Angebot und Nachfrage und verhindere, dass die Bilanzsummen irgendwelcher Wirtschafteinheiten (durch weitere "Konzentration" zu nationalökonomischen "Sperrminoritäten" heranwachsen, welche in der Lage sind, politische Entscheidungen zumindest zu beeinflussen, wenn nicht gar zu erzwingen.

      Das einzig "Systemrelevante", was ein Staat zulassen darf, ist sein Souverän!
      =================================
      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • contra
      05. April 2012 12:55

      @HJR

      Vollkommen d'accord!

      Und für den letzten Satz:

      **********!





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