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Subventionen machen ein Land krank

Warum stecken ausgerechnet jene EU-Länder am tiefsten in Schwierigkeiten, die in den letzten Jahrzehnten die größten Summen an europäischen Subventionen bekommen haben? Aus Strukturfonds, aus Kohäsionsfonds und vielen anderen Töpfen sind alljährlich dicke Milliarden vor allem nach Griechenland, Portugal, Spanien, Irland und (Süd-)Italien geflossen. Und kein einziges der unterstützten Mitgliedsländer ist heute nach Jahrzehnten des  Subventionsbezugs auf sicherem Boden gelandet oder gar ein Nettozahler geworden.

Süditalien ist sogar schon vor den EU-Zeiten ständig vom Norden unterstützt worden (was diesen inzwischen frustriert mit einer Trennung des Landes liebäugeln lässt). Waren all diese Subventionen am Ende ergebnislos vergeudetes Geld?

Nein. Sie waren nicht ergebnislos. Sie sind im Gegenteil sogar eine Hauptursache der heutigen Malaise. Sie treiben den Völkern die Eigenverantwortung aus und versetzen diese in ein Stadium des Hospitalismus, also eines Patienten, der sich komplett und ohne eigene Aktivität in die die rundum sorgenden Hände eines Spitalsteams fallen lässt. Dieses Verhalten macht eine Genesung extrem unwahrscheinlich.

Diese Krise hat damit zumindest einen Nutzen: Die Welt ist um eine Gewissheit reicher. Was bisher nur liberale Ökonomen analysiert haben, ist nun empirisch bestätigtes Wissen. Das, was uns heute die EU zeigt, haben ja auch schon etliche – insbesondere afrikanische – Ökonomen in Hinblick auf die Entwicklungshilfe nachgewiesen: Je weniger Hilfe es gegeben hat, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem darbenden Drittweltland heute ein blühendes Industrieland wie Südkorea oder zumindest ein Schwellenland wie China geworden ist.

Die EU denkt freilich nicht daran, ihr riesiges Geldtransfersystem aufzugeben, für das derzeit übrigens der Österreicher Johannes Hahn hauptverantwortlich ist. Schließlich wäre das nicht nur ein gewaltiges Schuldeingeständnis, sondern würde auch viele Beamte und Politiker arbeitslos machen.

Sie alle sollten aber lesen, was der griechische Wirtschaftsminister Michalis Chrysochoidis dieser Tage gesagt hat: Als Folge der EU-Hilfen sei in Griechenland das Wissen um die Notwendigkeit harter Arbeit verloren gegangen. „Während wir mit der einen Hand das Geld der EU nahmen, haben wir nicht mit der anderen Hand in neue und wettbewerbsfähige Technologien investiert. Alles ging in den Konsum. Das Ergebnis war, dass jene, die etwas produzierten, ihre Betriebe schlossen und Importfirmen gründeten, weil sich damit mehr verdienen ließ. Das ist das eigentliche Desaster dieses Landes.“

Deutlicher und anschaulicher kann man die verheerende Wirkung von Dauersubventionen nicht darstellen. Die Empfänger hängen am Tropf, werden süchtig und nie mehr gesund.

Und damit niemand glaubt, hier würde ein kapitalistischer Ausbeuter zitiert: Herr Chrysochoidis ist Sozialist.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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alle Kommentare

  1. Skyhigh (kein Partner)

    Es ist ganz einfach ein Naturgesetz:
    Belohnt man Nicht-Produktion, erhält man Nicht-Produktion.
    Bestraft man Produktion, erhält man auch Nicht-Produktion.
    Praktisch alle westlichen Regierungen verhöhnen dieses Naturgesetz seit Jahrzehnten. Großteils aufgrund exorbitanter Dummheit, teils aus Korruption (was auch Dummheit ist), und teils aus psychopathischem Kontrollwahn und Zerstörungswut (was letztlich wiederum Dummheit ist).
    Also wen wundern die heutigen Zustände?
    Lösung: ein hervorragendes Bildungssystem, das Menschen zu wirklicher Kompetenz ausbildet. Da aber noch zuviele dumme Menschen an den Hebeln dedr Macht sitzen, wird es noch eine Zeitlang dauern.



  2. Maybach (kein Partner)

    Was, und einem (griechischen!) Sozialisten glauben Sie etwas, Herr Unterberger, ich bin entsetzt!



    • Reinhard (kein Partner)

      Tja, manchmal rutscht auch einem Sozi die Wahrheit raus.
      Siehe Sarazzin.

  3. Volker Seitz (kein Partner)

    Danke an "der Turm" das Sie mein Buch empfohlen haben.Wozu gibt es das Berufsbild des Entwicklungshelfers?

    Weil wir uns nie wieder entbehrlich machen wollen. Es hat sich eine arrogante Geberkultur entwickelt und die Entwicklungshelfer haben lange so getan, als könnten sie immer alle Probleme lösen. Dadurch verloren viele Menschen denn Sinn für Eigenverantwortung.
    Entwicklungshilfe wurde zum Ersatz für Steuern. “Je stärker Regierungen von Steuern abhängig sind, desto mehr sind sie ihrer Bevölkerung Rechenschaft schuldig” sagt Dereje Alemayehu, der Vorsitzende des in Kenia beheimateten Tax Justice Network Africa. Gerne wird auch ein Komplott finsterer Mächte vermutet. Wer dies glaubt, sollte sich Napoleons Devise zu Herzen nehmen: ”Glaube nie an eine Verschwörung, wenn schlichte Inkompetenz als Erklärung ausreicht.”
    Afrika braucht nicht mehr Hilfe, sondern integre Regierungen. Integrität lässt sich aber mit Entwicklungshilfe nicht kaufen. Mehr Geld hilft nicht gegen Korruption, Steuerhinterziehung, unfähige Verwaltung und Klientelpolitik. Obwohl die Entwicklung in vielen Teilen Afrikas kein Grund zu Optimismus ist, machen wir weiter ein Tauschgeschäft. Regierungen versprechen ihr Land in Ordnung zu bringen. Das interessierte Ausland sagt ihnen dafür Milliarden zu. Meist werden wunderbare Pläne gemacht. Nur umgesetzt wird davon wenig.
    Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"



  4. Robert Bond (kein Partner)

    was Unterberger gerne übersieht, ist die schlichte Tatsache, dass Irland, Portugal, Griechenland und Spanien eben nicht so einfach verglichen werden können. Während Griechenland nämlich konsequent und beständig Rekorddefizite eingefahren hat, war die Budgetdisziplin in Irland und Spanien bis 2008 deutlich besser als z.B. in Deutschland. Allerdings hat man dort (vor allem in Irland) den Fehler gemacht, dem Finanzsektor einen zu großen Teil der Volkswirtschaft zu überlassen. Das wurde ab 2008 teuer. Mit Subventionen hat das alles schlicht nichts zu tun. Die wurden gerade in Irland und Spanien vorbildlich in den Ausbau der Infrastruktur investiert.



  5. Segestes (kein Partner)

    Mitunter die größten Subventionsempfänger in diesem Land
    sind die Landwirte und die Industrie - hier vor allem
    die Bauwirtschaft.
    Also ausgerechnet die typische ÖVP-Klientel profitiert
    von dieser sozialistischen Methode des Geldverteilens.
    Und oh Wunder, niemanden in der Partei der sogenannten
    Leistungsträger, scheint das besonders zu stören.



    • cmh (kein Partner)

      Doch!

      Ich würde vielleicht einmal sagen, dass diese inerten Nehmer die Haupadressaten der Schüsselansage vom dritten Platz waren.

  6. Clip-Tipp (kein Partner)

    OT (zum SB-Beitrag "Holzwege" vom 1.12.2011):

    Eine wirklich sehenswerte Dokumentation zum Thema Holz brachte 3sat: http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/155279/index.html

    Es geht hauptsächlich um die generelle vielseitige Einsetzbarkeit des Werkstoffs, aber auch der Aspekt der Energiegewinnung wird angesprochen.

    Denen die 44' des Video zu lang sind steht auch der redigierte Volltext auf der Webseite zur Verfügung.



    • Segestes (kein Partner)

      Holz ist ein großartiger Werkstoff.
      Leute die lieber nur in Glas und Beton leben,
      kann ich nicht wirklich verstehen.

    • Pumuckl

      Danke für die interessante Information! Vielleicht können Sie auch Fragen beantworten, welche mich immer wieder beschäftigen, wenn ich mich in großen Hallen aufhalte, deren Dachkonstruktion von groß dimensionierten Leimbindern
      getragen werden.

      Seit ich als sehr junger Mann ein Segelflugzeug geflogen hatte, dessen Tragflächen und Leitwerke ich mit Freunden aus Holzteilen unter von Einsatz zweikomponentigen Epoxydharzklebstoffen selbst gebaut hatte, war mein Vertrauen in verklebte Verbundkonstruktionen unbegrenzt.

      Als dann in Bad Reichenhall die Kombihalle mit Hallenbad und Eislaufplatz unter großer Schneelast einstürzte, nahm mein großes Vertrauen in verklebte Tragwerke beim Hochbau, erheblichen Schaden. Es gab eine zweistellige Anzahl von Toten.
      Ich glaube mich an Schwächung der Leimbinder durch Schimmel, welcher sich in
      wenig belüfteten Bereichen des Tragwerks gebildet hat, zu erinnern.

      Bei Gebäuden muß man doch mit einer vielfach längeren Nutzungsdauer rechnen, als bei Flugzeugen oder Sportgeräten.

      Können Sie uns da von neuen Erkenntnissen berichten?

    • Leopold Koller (kein Partner)

      @ Pumuckl

      Na, die Reichsbruecke ist auch einmal eingestuerzt, ganz ohne Schnee- und unter minimaler Verkehrslast. Nimmt jetzt Ihr Vertrauen in Stahl- und Betonbauweisen auch erheblichen Schaden?

  7. Kritischer Beobachter (kein Partner)

    Jetzt verstehe ich, warum das blau-schwarz-braune Experiment in Kärnten gescheitert ist und in einer riesigen Korruptions- und Schuldenblase erstickt ist: Kärnten ist ja auch EU-Subventions-Netto-Empfänger.



    • Neppomuck (kein Partner)

      Detail am Rande:
      Kärnten ist nicht Burgenland.

      Kärnten ist zwar das Ziel vieler Geifer-Attacken, war aber nie Ziel-1 Gebiet.

      Aber was sagt das schon einem "kritischen Beobachter", der vor lauter (oder besser "unlauterer") Kritikbereitschaft auf das Beobachten vergisst?

    • Reinhard (kein Partner)

      Ein kritischer Beobachter hätte bemerkt, dass Subventionitis eine Krankheit ist, die unabhängig von der Parteifarbe ausbricht. Auch wenn "Rot" ein Indikator für besondere Ansteckungsgefahr darstellt, schützen alle anderen Farben nicht wirklich davor.
      "Subventionitis" kommt auch nicht nur in der Ausprägung der "EU-Transfergelder" vor.
      Und man sollte sie nicht mit der gemeinen "Misswirtschaft" verwechseln.
      Nicht jedes Niesen kommt von der Pest, aber eine Grippe kann genauso tödlich sein.

  8. Erwin Tripes (kein Partner)

    Verstehe nicht, wie man sich als wahrer Christ über ein solches Geldtransfersystem aufregen kann.
    Diese Praxis haben die Linken aus dem Neuen Testament schneller rezipiert, als es die Recht(s)gläubigen wahrnehmen konnten.
    Die Kritik daran haben jedoch vor den afrikanischen Weisen schon v. Mieses und Hayek geäußert. Und auch der Nietzsche war dabei nicht zimperlich.
    Einige interessante Gedanken dazu tieferstehend zitiert aus : http://mehr-freiheit.de/sozitech/religion.html :
    (Klammerausdruck von mir eingefügt):

    Ist das Christentum eine Religion der Nächstenliebe? Zwar heißt es in der Bergpredigt: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.", aber nicht jedermann zählt für die (damaligen?) Christen zu den Nächsten. Eine Ausnahme bilden z. B. die Reichen.
    Jesus sagt zu einem Mann, der ihn fragt, was er zusätzlich zur Befolgung der allgemeinen Gebote noch tun könne, um in den Himmel zu kommen: "Eins fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach! Er aber wurde traurig über das Wort und ging betrübt hinweg; denn er hatte viele Güter. Und Jesus blickte umher und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Begüterten in das Reich Gottes kommen! Die Jünger aber erstaunten über seine Worte. Da begann Jesus wiederum und sprach zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr hindurchgeht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes kommt." Mark. 10, 21-25.
    Es ist bemerkenswert, daß dem Reichen nicht der Vorwurf gemacht werden kann, daß er seinen Reichtum unrechtmäßig erworben habe. Die bloße Tatsache reich zu sein genügt, um den Reichen zum Sünder zu machen. Dieser Affekt gegen alle, die sich über den Durchschnitt erheben, bestimmt das gesamte Neue Testament. Der kommunistische Grundsatz: "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen", galt für alle Mitglieder der neu gegründeten christlichen Sekte:
    "Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie unter alle, je nachdem einer es nötig hatte." Apg. 2, 44-45.
    "Denn es war auch kein Bedürftiger unter ihnen; alle nämlich, welche Besitzer von Grundstücken oder Häusern waren, veräusserten [sie], brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füssen, und man teilte jedem aus, je nachdem einer es nötig hatte." Apg. 4, 34-35.
    Zum psychologischen Problem des Christentums. –„ Die treibende Kraft bleibt: das Ressentiment, der Volksaufstand, der Aufstand der Schlechtweggekommenen."
    "Jeder wünscht, daß keine andere Lehre und Schätzung der Dinge zur Geltung komme außer einer solchen, bei der er selbst gut wegkommt. Grundtendenz folglich der Schwachen und Mittelmäßigen aller Zeiten, die Stärkeren schwächer zu machen, herunterzuziehen: Hauptmittel das moralische Urteil." Friedrich Nietzsche
    -----------------
    Aber insbesonders „Europa“ lebt diese christlichen (pardon linken) Wohltaten fleißig weiter, und weiß gar nicht, wie urchristlich es sich dabei verhält.…



    • cmh (kein Partner)

      ET (also von sehr weit her)

      Als Christ muss ich Dir leider sagen, "Du bist ein Depp!"

      Das ist allerdings kein hartes Wort, denn eigentlich müsste man sagen, dass Du es unehrlich meinst. Was viel schlimmer wäre.

      Wenn es wenigstens neu wäre, dieses hirnlose Gesülze über die "Nächstenliebe", bei der doch nur die Liebe zum Geld des Nächsten zum Ausdruck kommt.

      Aber dennoch ist es immer wieder verblüffend. wie oft und zumeist von Leuten, die mit dem Christentum aber auch rein gar nichts am Hut haben immer wieder die Praxis der Nächstenliebe auf die Zahlung von Geld reduziert wird. Wo das Geld im Evangelium vorkommt wissen die ganz genau. Aber die Stellen, wo das mit dem Ehebruch und der Sexualmoral vorkommt, da ist es plötzlich wieder ganz pfui gacka.

      Jemand, der nicht Argumente bringt, sondern nur den Dolch im Gewande führt (ET hat sich damit als formidabler Pharisäer geoutet!), verdient dann auch keine Belehrung, sondern nur eine ordentliche Zurechtweisung. Schon aus reiner Nächstenliebe.

    • JT (kein Partner)

      der Sinn des Gesetzes soll nach Jesus beachtet werden!

      Das gilt auch für seine Ratschläge an die Reichen!

      Den inneren Frieden erhält man nur dann, wenn man nicht nach Materiellem strebt. DAS wussten auch Nichtchristen wie Diogenes und Buddha.

      Jesus sagte nur, "Willst du aber vollkommen werden, dann ...

      Wer das Christentum verächtlich machen will, der lügt halt gerne - so kam auch die scheibenförmige Erde des MA in unsere Schulen, ...

    • Erwwin Tripes (kein Partner)

      @ cmh
      Liebe(r) cmh,
      1) Bitte keine Beleidigungen auch noch durch Verwendung des Du-wortes, das ich nicht angeboten habe, der Depp genügt.
      Mit ET, der glaublich auch schon im Blog geschrieben hat, bin ich nicht identisch. Ich getrau mich, bei meiner vollen Namensnennung zu bleiben.
      2) Ihre Aggressionen kann ich ja nachvollziehen, weil Sie keine Argumente in der Sache selbst bringen. Schade, daß Sie auch über keinerlei Humor verfügen.
      Hätten Sie genauer gelesen, hätten Si im Zusammenhang vielleicht erkennen können, daß sämtliche Subventions-Transfersleistungen mit Hilfe für den Schwachen (aus welchen Gründen er dies geworden ist, ist dabei offenbar völlig egal), also aus dem Gedanken dieser Art von Nächstenliebe durch den Starken erfolgen, indem sie gleichsam Dauercharakter aufweisen.
      Daß dabei der Alternativgedanke „Hilfe ja, aber nur als Anstoß zur Selbsthilfe“ völlig umgangen wird, weil offenbar politisch nicht korrekt, spielt keine Rolle.
      Also implizit gerade dieses nicht nur von mir kritisierte Muster von Nächstenliebe auf dem Prüfstand steht.
      3) Was aber das Thema Subventionen-Transfer mit Ehebruch und Sexualmoral zu tun hat?
      Jetzt haben Sie mich wirklich blamiert, weil ich nun erkannt habe, wie man aus Ihrer Sicht Argumente bringt.
      Bin ich jetzt auch schon (unabsichtlich) belehrt oder nur aus Nächstenliebe zurechtgewiesen worden?

    • cmh (kein Partner)

      Erwin Tripes

      Es war nicht meine Absicht, in der Sache ein Argument zu bringen. Ich habe lediglich auf ein häufig angewendetes Strategem gegen Christen hingewiesen: Wegen der Nächstenliebe wird Christen das Recht abgesprochen, sich gegen zwecklose Geldabflüsse zur Wehr zu setzen, weil das Geld ja immer irgendeinem Nächsten zugutekommt. Und das ist rein formal.

      Auf den alten Nietsche einzugehen habe ich mir auch gespart, denn der liest hauptsächlich den Allerweltschristen des 19. Jahrhunderts die Leviten. Und zudem beschäftigt er sich mit den Besitzenden dieser Zeit und nicht mit den durch übermäßige Transfers verdorbenen Empfängern von heute.

      Vielleicht kann ich das, was damit gemeint ist in folgender Geschichte deutlich machen:

      Im Zuge der jährlichen Feldersegnung kommt die Bauernprozession zu den noch völlig unbestellten Feldern des für seine maßlose Faulheit bekannten Huberbauern.
      Ohne den Segen zu spenden sagt der Pfarrer nur: "Da hilft kein Segen, da hilft nur Mist!"

      Also nicht das Angenehme verschafft letztlich den Erfolg, sondern der stinkende Mist, die Zurechtweisung.

      Die christliche Sexualmoral schließlich ist auch ein Bereich, in dem eher das Verbot, als der Anstoß für einen Erfolg entscheidend ist.

      Das Christentum schließlich ist nicht eine Gesetzesreligion, in der klare und einzuhaltende Regeln aufgestgellt werden, sondern eine Religion der Freiheit, in der jedermann aufgefordert ist, sich für das Gute zu entscheiden.

      Aber möglicherweise sind wir im Ergebnis eh nicht so weit auseinander. Also nichts für ungut.

  9. HDW

    Dies ist der empirische Beweis der breit untersuchten Geschichtstheorie von Arnold Toynbee aus dem vorigen Jahrhundert, "Challenge and response" in der Physiologie als Wolffs´sches Reizbeantwortungsgesetz bekannt. Es ist das Gegenteil vom (Revolutions) Zentralismus der zum Bürokratismus der EU führt und in Korruption erstickt! Das (schwarz-rote) Rad dreht sich unaufhaltsam weiter, durch den überproportionalen Einfluss der gehirngewaschenen, korrumpierbaren Massen!



  10. Doppeladler

    Beruflich bin ich in einem Umfeld tätig, wo es sehr oft um Förderungen und Subventionen geht - primär EU-Regional und Strukturfonds, aber auch andere.

    Es ist beängstigend zu sehen, wie um jede Förderung gefeilscht wird. Man bekommt fast das Gefühl, daß ohne Subventionen kein Finger gerührt wird. Stets ist die erste Frage: Gibt es eine Förderung. Sei es eine Stadtbibliothek oder irgendetwas anderes, was im Grunde als Eigeninitiative gemacht werden könnte, oder nicht sinnvoll ist.

    Scheinbar ist es in der Gedankenwelt vieler gar nicht mehr möglich ohne diese unsägliche Droge nur einen Finger zu rühren, denn wie ein Süchtiger kommt sofort der Ruf nach irgendwelchen Fördermitteln.

    Der Erkenntnis, daß Förderungen Länder krank machen, kann ich nur vollens zustimmen.



    • Observer

      Wenn ich mit Landes- oder Gemeindepolikern spreche und wir diskutieren eine interessante Investition, dann kommt blitzschnell die Feststellung:
      "Da muss ich prüfen, ob es dafür eine Förderung, einen zinsenlosen Kredit bzw. Zinszuschuss gibt".

    • brechstange

      Wenn man was selbständig ohne jegliche Förderungen macht, dann wird man negiert. So verdorben macht diese Subventionswirtschaft.

  11. Ritter vom Kapall

    Eine griechische und eine italienische Stadt begründen eine Partnerschaft. Beim Besuch des griechischen Bürgermeisters in Italien, zeigt ihm sein dortiger Amtskollege auch sein Wohnhaus. Eine luxuriöse Villa, mit allem möglichen Annehmlichkeiten. Da frägt der Grieche den Italiener: "Wie hast Du das finanziert?" - "Nun, siehst Du diese Brücke dort", antwortet der Italiener, "Wir haben sie von der EU als zweispuriges Bauwerk gefördert bekommen. Wir haben aber an beiden Enden Ampeln installiert und sie einfach nur halb so breit gebaut."

    Beim Gegenbesuch sieht nun der Italienische Bürgermeister das Haus des Griechen. Ein kleiner Palast mit noch mehr Luxus. Sofort kommt die Frage: "Wie hast Du das gemacht?". "Nun", antwortet der Grieche, "siehst Du die Brücke dort?" - Der Italiener: "Welche Brücke?"



  12. byrig

    leider ist die welt um kein wissen reicher.denn die linken ignorieren die fskten einfach,interpretieren die wirklichkeit nach ihrer ideologie um.
    stephan schulmeister ist einer dieser ideologen,dem es gelingt,(zumindest für sich),die schuldenursache ins gegenteil zu wenden.ginge es nach diesem chaoten,hätten die griechen viel zu wenig schulden gemacht.
    bei den regierungssozis ist diese meinung nur sehr wenig abgemildert vorhanden.
    und bei den politikern insgesamt auch sehr populär-denn wie sollte man sich sonst stimmen kaufen können als über den weg der schulden?



    • cmh (kein Partner)

      Wenn die Theorien Schulmeisters stimmten, hätten schon die Phönizier viel mehr Geld erfunden.

  13. Josef Maierhofer

    Eine kranke Gesellschaft macht Gesunde krank.

    Es ist mit den Subventionen wie mit den Schulden, wie mit den Medikamenten (Drogen), wie mit dem Geld, wie mit der Macht, eigentlich wie mit fast allem Materiellen, mit dem wir zu tun haben.

    Die Materialien stellen einen einmalige Hilfe dar, auf Dauer aber machen sie allesamt süchtig und richten Schaden an.

    So wurde die europäische Gesellschaft krank und hat aufgehört, den Lebenskampf zu führen und wird auf Grund der Schuldensucht und Vergnügungssucht (Auswirkung Kinderlosigkeit), etc. bald auch aufgehört haben zu existieren.

    Einzelne, noch Gesunde, werden krank gemacht, 'angepasst', verdorben, süchtig gemacht. Häufig heißt die Droge Ideologie und die macht enorm viel kaputt.

    Nehmen wir einmal Otto Normalverbraucher aus Wien, Wünsche ans Leben hat er, wie jeder andere auch, in der Schule hat er gelernt, wie man faulenzt, als Jugendlicher kann er sich dann nicht abmühen und plagen, sondern fällt durch den Rost der die begehrten von den nicht begehrten Arbeitern trennt, landet in der staatlichen Hängematte von Grundsicherung bis Häfen und lebt oft ein an Geld reicheres Leben als so mancher, der einen Beruf ausübt. Dieser Mensch ist süchtig nach Faulheit gemacht worden und unfähig selbst sein Leben in die Hand zu nehmen. Statt, dass er sich seine Wünsche konsequent erfüllt hat, hat er sich fallenlassen und er ist bei Gott nicht der einzige Süchtige in unserer verkommenen Gesellschaft. Herr Hochegger hat es heute für die Kronenzeitung gesagt, man ist in einem System, von dem man profitiert und nicht mehr hinaus kann (und auch nicht will), und in diesem System lebt die Politik (gut) auf Kosten der Steuerzahler und Eigenverantwortlichen.

    Genau dieses kranke Gewürm macht alle anderen auch krank, bürdet ihnen unnötige Lasten auf, statt dass alle selbst eigene Beiträge leisten zu einem Staat, auf den man sich gemeinsam geeinigt hat und nicht zu einem Staat der überhandnimmt und krank und süchtig ist und nicht genug bekommen kann und krank und süchtig macht.

    Die Aussage des griechischen Wirtschaftsministers werden wir wohl noch oft hören, bevor sich Europa endgültig selbst abgschafft haben wird.



  14. Brigitte Imb

    Subventionen machen nicht nur ein Land krank, sie bewirken, dass von der Spitze an eine unheilbare Seuche verbreitet wird, die sich wie therapieresistente Metastasen in allen Bereichen ansiedeln.
    Ein Befund Sickingers vom Jänner 2010 fördert Unglaubliches ans Tageslicht, demnach hätten österreichische Parteien 294 Mio.€ Parteienförderung eingestreift. "Die Finanzlast durch Parteien ist bei uns dreimal so hoch wie in Deutschland und sechsmal so hoch wie in der Schweiz. Denn die hiesigen Parteien leisten sich üppige Apparate." (Kl. Zeit.)
    Der unverschämte Griff in die Kassen der Bürger, den sich die politische Kaste selbst erlaubt und der sie zweifelsohne zu einer Sucht entwickelt hat, verhindert gute und umsichtige Politik zu machen, denn die Süchtigen brauchen sich nicht anstrengen um Wähler zu lukrieren, sie können sie einfach dadurch kaufen.

    Subventionen stellen doch an und für sich bereits eine Perversität dar, man enteignet jemanden um es anderwertig zu verteilen, wobei der offizielle Fokus auf "soziale Gerechtigkeit" gerichtet und keineswegs an irgendeine Leistung gebunden ist.

    Drum, ich sag´s ja, schön blöd wär´ich gewesen selbst zu studieren, wo ich doch so bequem am Standesamt promovieren konnte, wobei diese Art der Subvention den Staat allerdings nicht belastet, gegebenenfalls höchstens meinen Mann. ;))

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2262075/parteienfoerderung-oesterreich-teuersten.story



    • Undine

      @Brigitte Imb

      Schön langsam frage ich mich, wozu es überhaupt Parteienförderung gibt? Die verführt doch nur zum Bestechen der Wähler, der einen oder anderen Partei wieder an die Macht zu verhelfen. Sie dient den Politikern hauptsächlich dazu, durch teure Wahlwerbung Dinge zu versprechen, die dann das Volk in Form von hohen Steuern selbst bezahlen muß, auch wenn der einzelne Wähler nichts von diesen versprochenen Wahlzuckerln erhält.
      Angenommen, die Parteienförderung würde ersatzlos gestrichen; was würde passieren? Würden die Politiker die Arbeit niederlegen, streiken? Vielleicht müßten sie ja dann durch ihre Taten die Leute davon überzeugen, daß sie fähig sind zu regieren.

  15. DerTurm

    Am deutlichsten sieht man die zerstörerische Wirkung von Subventionen an der Entwicklungshilfe für Afrika:

    Seit über fünfzig Jahren wird Afrika sukzessive zu Tode entwickelt.

    Vor 50 Jahren lebten in Afrika 10 Prozent der Einwohner unter der Einkommensgrenze von zwei Dollar, heute sind es 70 Prozent.

    Während der letzten dreißig Jahre sank das Wirtschaftswachstum Afrikas jährlich um 0,2 Prozent.

    Jährlich fließen an die 70 Milliarden USD an Entwicklungshilfe nach Afrika.

    Vor 50 Jahren betrug der Anteil Afrikas (ohne Südafrika) am Welthandel 9 Prozent - heute liegt er bei 1,6 Prozent.

    Alleine nach Kongo (aufgrund seiner Bodenschätzen das theoretisch reichste Land Afrikas) wird mit zwei Milliarden Euro jährlich subventioniert - damit dort weitere Präseidenten- und Günstlingspaläste, Luxuslimousienen und noch mehr Waffen angeschafft werden können.

    Entwicklungshilfe ist wie der Umweltschutz zu einer "Industrie" geworden. Allein in Deutschland arbeiten 100 000 Leute in der Verwaltung von Entwicklungshilfegeldern.

    Empfehlenswerte Literatur zum Thema:
    Volker Seitz, "Afrika wird armregiert, oder Wie man Afrika wirklich helfen kann "
    Dambisa Moyo, "Dead Aid"
    William Easterly, "Wir retten die Welt zu Tode"

    Ökonomie funktioniert überall gleich, egal ob es um Subventionen oder Entwicklungshilfe geht. Beides richtet die Gesellschaft zu Grunde.



  16. Undine

    Die Griechen sind ja auch nicht von gestern; sie wissen genau, wie jene EU-Länder, die den Löwenanteil an ihrer, der Griechen, Rettung gezwungen sind zu leisten, über sie denken! Diese ständig zugunsten der Griechen geschröpften EU-Länder RECHNEN gar NICHT DAMIT, die Milliarden jemals zurückzubekommen! Das wird ja auch nicht einmal verheimlicht!

    Wen wundert es da noch, daß die Griechen nicht im Traum daran denken (können), die Schulden je zu begleichen. Wozu sich also anstrengen? Die griech. Gewerkschaften--- denen es bisher noch überall "gelungen" ist, zur Zerstörung ihren Beitrag zu leisten--- werden natürlich ihre Leute auch in dieser Annahme bestärken und zuletzt auch noch das ruinieren, was noch halbwegs funktioniert. Vermutlich werden die Kommunisten großen Zulauf bekommen.



  17. Wolfgang Bauer

    Unter die Dauersubventionen fällt auch die gewohnheitsmäßige laufende Staatsschuldenmacherei ohne Rückzahlung. Auch hier wurden die Leute verwöhnt, bis sie vergaßen, dass das alles einmal ein Ende findet.

    Aber die linke Politik hat so getan, wie wenn der damit angekurbelte Konsum - oh Wunder und Widerlegung Jahrtausende alter Erfahrung - selbsttragend ewigen Wohlstand geben könnte. Ein hervorragender Grund, diese Politiker zu wählen.

    Leider werden auch heute zunehmend verantwortungslose "Experten" gehört, die das predigen. Mancher dürfte sich damit an seinem autoritären Vater rächen - zum Schaden der Jugend, die gern dran glaubt. Wie immer: Erziehungsfehler schädigen auch nachfolgende Generationen.



    • Undine

      @Wolfgang Bauer

      "Leider werden auch heute zunehmend verantwortungslose "Experten" gehört, die das predigen. Mancher dürfte sich damit an seinem autoritären Vater rächen - zum Schaden der Jugend, die gern dran glaubt. Wie immer: Erziehungsfehler schädigen auch nachfolgende Generationen"

      Mit Ihrer Vermutung liegen Sie sicher richtig, aber das hat sich der Otto Schulmeister, den ich überaus schätzte, nicht verdient! Über das Alter, sich zu "rächen" müßte der Junior längst hinaus sein! Das scheint aber ein angeborener Charakterfehler zu verhindern; schade! Aber Liebkind des linken ORF zu sein ist halt verlockend.

    • Wolfgang Bauer

      @Undine: Tut mir leid, ich ärgere mich halt zu Recht soviel darüber, dass den Menschen in besserwisserischem Verschwörerton Pseudoauswege vorgegaukelt werden, die diese natürlich gern glauben, weil's so bequem ist. Ich höre die Argumente oft und öfter von jungen Leuten, z.B. an der WU! Wo ja auch Herr Felber lehren darf. Und bis vor kurzem Herr Hörmann, der Unglückliche Formulierer, der aber nicht wegen seiner Unsinnslehren abgeschafft worden ist. Diese Verantwortung hat halt leider z.B. auch Herr Schulmeister zu tragen, ebenso diejenigen, die ihn immer zu Wort kommen lassen. Aber die Primärschuld liegt schon bei ihm und den anderen gleichwichtigen..

    • Undine

      @Wolfgang Bauer

      Ich hoffe, Sie haben mich nicht mißverstanden, weil ich nämlich völlig Ihrer Meinung bin! Leider ist im Falle "Schulmeister" der Apfel sehr weit vom Stamm weggerollt; ewig schade.

  18. schreyvogel

    @Anton Volpini
    "daß sich der Agrarsektor zwei Drittel der Ausgleichszahlungen selbst finanziert" - spielen Sie damit auf die hohe Steuerleistung der österreichischen Bauern an?

    mfg schreyvogel-Pawlow



  19. HJR

    Ich möchte es nicht gerade die "europäische Krankheit" nennen, die AU mit "sie [die Subventionen] treiben den Völkern die Eigenverantwortung aus und versetzen diese in ein Stadium des Hospitalismus, also eines Patienten, der sich komplett und ohne eigene Aktivität in die die rundum sorgenden Hände eines Spitalsteams fallen lässt" meint. Aber es ist offensichtlich, dass z.B. die US-Amerikaner offenbar gegen diese Krankheit besser immunisiert sind. Die Immunkörper heißen dort: Freiheit in Eigenverantwortung bzw. Leistung als Voraussetzung für Freiheit. (Übrigens denke ich, dass die deutsche "soziale Marktwirtschaft" genau das gemeint hat, auch so verstanden wurde und daher in Verbindung mit der Schaffenskraft [insbesonders der deutschen Frauen] zum Erfolg geführt hat).

    Und selbstverständlich ist es wahr, was die Systemtheorie schon lange erkannt hat: Selbstorganisierende Systeme neigen tendenziell dazu, sich nicht nur gegen äußere Einflüsse zu immunisieren, sondern sie stärken auch permanent die (manchmal nur vermeintlich) "systemrelevanten" Elemente des Systems. Bezogen auf den Staat bedeutet das, dass jene Elemente, welche der Bestätigung durch den Wähler bedürfen (z.B. die Parteien) tendenziell gestärkt werden. Diese Stärkung findet ihren typischen Ausdruck darin, dass den Parteien vielfältige Möglichkeiten geöffnet werden, sich erstens selbst auf Kosten des Systems (aber nicht unter seiner Kontrolle) zu finanzieren und zweitens Subventionen für jene zu arrangieren, welche ihre Wahlerfolge bzw. sonstige politische Handlungsfähigkeit stärken (können).

    AU stellt die Möglichkeit einer Gesundung sehr in Frage, da die durch langandauernde Subventionierung bewirkte "Verhaustierung" der Staatsbürger in der Praxis unumkehrbar scheint. Ein kleines Gegenbeispiel wurde in diesem Forum vor kurzem am Beispiel Neuseelands dargelegt; ob es jedoch in Österreich den gewünschten Effekt hätte, alle Subventionen einzustellen (und dafür z.B. eine geringere "Flat-Tax" zu erheben) schiene auch mir ein eher gewagtes Experiment (zu dem unsere Parteien sicher nicht neigen).

    Daher wird sich der herrschende Zustand (wie es die Systemtheorie ebenfalls postuliert) bis an die "Katastrophenschwelle" entwickeln umd dann zu einem bis dahin unverhersagbaren Zeitpunkt "über die Schwelle" in ein von niemandem vorherzusagendes Chaos mit ungewissen Ausgang zu "stürzen". Bleibt die bange Frage, ob die Subventionitis der EU in Verbindung mit progressiv (um nicht zu sagen exponentiell) steigender Verschuldung bei gleichzeitiger Umverteilung der Schulden(!) auf die reichen EU-Mitglieder bzw. Finanzkörper nicht eine Entwicklung darstellt, welcher dasselbe Schicksal bevorsteht.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



  20. perseus

    Beim Thema Förderungen ist prinzipiell zu unterscheiden zwischen den Siesta-Staaten und den leistungsfähigen EU-Ländern.

    In den Siesta-Staaten führen Subventionen, wie von AU eindrucksvoll beschrieben zu Abhängigkeit und noch geringerer Leistungsbereitschaft.

    In Österreich ist das anders – Beispiel gefällig?

    Burgenland bis 2011 „Ziel 1-Gebiet“: hier wurden z.B. folgende Projekte gefördert:
    Ein Zentrallager der Firma Lidl (Müllendorf)
    Ein Zentrallager der Firma LIBRO

    In beiden Fällen hätten die Unternehmen jedenfalls ein Zentrallager gebaut (auch ohne Förderung).
    Lidl beliefert jetzt Ungarn und Ostösterreich halt von einem Standort 3 km nach der NÖ Landesgrenze, also vom Burgenland aus und hat dafür ein paar 100.000,00 € Förderung bekommen.
    Libro ist ähnlich gelagert.
    Viele Mitarbeiter pendeln jetzt von Wien ins Burgenland, der Konzern hat abgecasht, eine Wertschöpfung (im Sinn von Produktion) gibt es naturgemäß im Handel nicht.

    Ein weiteres Beispiel gefällig?

    Internationale Fluglinien: hier gibt es einen Wettbewerb unter den Beratern: wer kann für seinen (internationalen) Klienten höhere Förderbeträge lukrieren und zwar für die gleiche Gesellschaft und für das selbe neue Flugzeug, das von dieser Gesellschaft angeschafft wurde; man nennt das in Fachkreisen double dip oder triple dip.

    Ein weiteres Prinzip: überall, wo Fördergelder cash fließen, gibt es Betrug, Korruption und Wettbewerbsverzerrung.
    Wenn Förderung dann indirekte Förderung: wie früher der Investitonsfreibetrag; wenn man investiert hat, dann konnte man bis zu 20% davon als Steuerabsetzbetrag verwenden und in der Bilanz ausweisen, gleichzeitig wurde auch das Eigenkapital der Unternehmen gestärkt, weil der IFB, nach seinem „Abreifen“ ins Eigenkapital zu übertragen war.

    Der Bereich, wo am meisten Fördergeld sinnlos verschwindet heißt Landwirtschaft.

    Den Siesta-Staaten kann keiner helfen. Sie können sich nur selbst helfen. Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott. Alles andere ist Geldvernichtung.



  21. Anton Volpini

    Eine uralte Börsianerweisheit lautet: "Billiges Geld vernichtet sich selbst"!

    Subventionen sind ein solch billiges Geld!
    Billiges Geld verleitet zumindest zu Unachtsamkeit, zu geringerem Verantwortungsbewußtsein und damit zur größeren Wahrscheinlichkeit, nicht richtig angewendet zu werden. Auf der anderen Seite führt billiges Geld unweigerlich zur Korruption.
    Europa unterliegt dem Wahn, innerhalb kürzester Zeit, das an materiellem und infrastrukturellen Unterschied der Nord-und Südländer, der sich durch Mentalitätsunterschiede durch viele Generationen gebildet hat, mit Geld ausgleichen zu müssen. Das förderte alls das, was an gesellschaftlicher und staatlicher Fehlentwicklung möglich war, mit den heute bekannten Resultaten.

    Über diese Gestzesmäßigkeit von Fehlalokationen der Subventionen schreibt Dambisa Moyo in "Dead Aid".



  22. Pumuckl

    VON DER NATUR LERNEN ! Wildtierbiologen machen es schon lange vor.

    Wenn verletzte, von Rudel oder Mutter verstoßene Tiere in der Obhut von Menschen überleben, sind sie in freier Wildbahn noch lange nicht lebensfähig.
    Selbst nach aufwändigen Auswilderungsprogrammen ist nicht gesichert, daß sie im brutalen Überlebenskampf der Natur Chancen haben.

    Der griechische Wirtschaftsminister Chrysochoidis könnte die Befindlichkeit seines Landes in dieser Kürze kaum treffender beschreiben.
    DIE BEFINDLICHKEIT GRIECHENLANDS KÖNNTE MAN MIT DER EINES FETTEN ALTEN
    ZOOLÖWEN VERGLEICHEN, WELCHER IN EINEM AFRIKANISCHEN WILDRESERVAT
    AUSGESETZT WURDE.

    In der ganzen Welt kann man Griechen als lebenstüchtige, bestens integrierte
    Mitbürger beobachten. In ihrem eigenen Land sind sie scheinbar zu degenerierten " Zoomenschen " verkommen.

    Wenn sich diese EU nur darauf beschränkt, mit ihrer Fördergießkanne soziale Umverteilung zu betreiben, muß sie letztendlich daran zerbrechen.
    Es ist ebenso eine unerfüllbare Illusion alle europäischen Völker gleich wohlhabend zu machen, wie man auch innerhalb eines Volkes niemals eine Gleichheit aller Bürger realisieren kann.

    Wenn diese EU fördert, darf das nur die vielzitierte " Hilfe zur Selbsthilfe " sein.
    Das Ziel muß sein, daß die geförderten Völker aus eigener Kraft besser leben können.

    Der Auswilderung geschützter Tiere vergleichbare Maßnahmen, sollten integrierender Bestandteil jeder Förderung sein!



  23. brechstange

    Subventionen verderben den Charakter und ziehen Kriminelle an, wie Licht die Motten.



  24. Observer

    Spät aber doch lernt man, dass Daueralimentationen niemand bewegen, selbst für sich und die von ihm abhängige Umgebung wieder aufzukommen. Wenn ich einem Enkelkind das Taschengeld laufend erhöhe, er auch noch Studienbeihilfen usw. von anderen Stellen bekommt, wird sein Studium "endlos" dauern. Gleiches gilt für die übertriebene Arbeitslosenunterstützung und Sozialhilfe als Ergänzung bis zum gesetzlichen Mindesteinkommen und erst recht für Länder, welchen man z.B. halbe Infraastrukturprojekte finanziert (sog. EU-Kofinanzierung)

    Hoffentlich werden auch die EU (bes. Herr Hahn), die NGOs, Caritas/Diakonie, die SPÖ und Grüne usw. dies endlich kapieren und aus der negativen Vergangenheit lernen. Schlecht ist es immer, wenn Zuwendungen bzw. arbeitsloses Einkommen schon vorab im jeweiligen Budget (ob Länder oder Private) langfristig als Fixposten einkalkuliert werden.

    Ich bin nicht gegen kurzfristige Hilfen für unschuldig in Not geratene Leute oder durch Naturkatastrophen erfasste Länder, aber bitte nicht als Dauerlösung und immer mit Anreizen, damit auch bald wieder selbst für den Lebensunterhalt gesorgt werden kann.



  25. ambrosius

    Ich setzte jetzt einmal Subventionen und Charity gleich :
    Jesus von Nazareth hat Gutes getan, wenn er darum gebeten wurde und immer nur in einer Krisensituation. Er hat keine Kirche aufgebaut oder nur in`s Auge gefasst und auch keine "Dauertropforganisation" für Arbeitsscheue.Er war kein Zelot wie etwa unsere heutigen Linskatholiken in der Caritas oder die einst so gerühmten Befreiungstheologen in Lateinamerika.
    Das gilt auch für den wetlichen Bereich: Krisenintervention: ja ! unbedingt und reichlich!
    Starthilfe: gut überlegt und strikt zeitlich begrenzt: auch gut.
    "Mindestsicherung" für jene, die wegen körperlicher oder geistiger Gebrechen nicht ihr Brot verdienen können: Muß wohl sein, aber sicher nur im absolut notwendigen Mindestmaß und nicht- wie das das Linksgesindel den Leuten einredet- als Recht.
    Bleiben noch jene Menschen, die einen unbezahlten Dienst an der Gesellschaft leisten und deshalb nicht oder nur kaum arbeiten können: Alleinerzieher beispielsweise. Aber auch in diesem Fall ist die Höhe so zu bemessen, daß das kein " Lebensunterhalt" für Primitivlinge wird, die dann reihenweise Kinder in die Welt setzen und von der Kinderbeihilfe ihren Alkohol bezahlen.



  26. terbuan

    Um zu sehen, welch unvorstellbare Summen an Subventionen seitens der EU nach Griechenland geflossen (und zum Großteil versickert sind) empfehle ich diese Analyse aus der FAZ:

    http://faz.net/aktuell/wirtschaft/hohe-bruesseler-subventionen-suesses-gift-fuer-athen-11643700.html

    Auch das Interview mit Hans-Werner Sinn ist in diesem Zusammenhang bemekenswert: "Wir sitzen in der Falle. Griechenland muß den Euro verlassen!":

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/im-gespraech-oekonom-hans-werner-sinn-wir-sitzen-in-der-falle-11653095.html



    • brechstange

      Danke für den Link.

      Habe Willeke gerade gelesen. Es ist bezeichnend, dass die EU ihre Subventionstaten lobt, dh es wird nicht so bald Besserung eintreten.

      Die EU ist besetzt mit blauäugigen Beamten, denen es wichtig ist, für ihre Gehälter zu streiken und wird geführt von teils korrupten, teils naiven Kommissaren. Allein die Tatsache, dass der EU-Rechnungshof nur formal prüfen darf und OLAF, die Betrugsbehörde nur eingeschränkt ermitteln darf, sollte mehr als nur ein Alarmzeichen sein.

      Wir sollten alles dransetzen und versuchen den ESM zu verhindern, terbuan.

    • Pumuckl

      Danke, auch von mir!

  27. Wertkonservativer

    Subventionen zugunsten sozialer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bereiche, die positive Hilfsstellungen für positive Aktivitäten bringen, sind wohl weiterhin unverzichtbar und sinnvoll.

    Subventionen im politischen Graubereich, wie sie bei uns seit langem gemauschelt und gewährt wurden und werden, sind striktest abzulehnen, und deren Geber und Nehmer ganz mitleidlos an den Pranger zu stellen.

    Subventionen an "bedürftige" Staaten, wie von A.U. heute wieder angesprochen:
    da halte ich mich heraus und lasse lieber meine kundigen Forums-Freunde diskutieren.
    Von mir dazu nur soviel:
    Im Zweifelsfall sollten lieber die stinkreichen Großbanken, Versicherungen und andere "Geldverleiher" blechen, bevor wieder der einfache Bürger zur Kasse gebeten wird!
    Noch kurz (gar nicht so o.t.) - Interview mit dem von mir gar nicht sehr "gemögten" Jean Ziegler:
    da wird klar herausgearbeitet, wie ein Land mit 7 Millionen, ohne Rohstoffe (außer dem Rohstoff Fremdgeld aus dubiosen bis dubiosesten Quellen) ganz ohne schlechtes Gewissen seine finanzielle Sonderstellung "erarbeitet hat".
    Lesenswert!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • terbuan

      Bitte um einen Link! Danke!

    • ambrosius

      Dereinst hat unser Oberpopulist Kreisky über die reichen Bauern geschimpft, weil sie 60 ha Land haben und mehr und die " armen" Häuselbauer nur 600 Meter zum Quadrat.
      Jetzt kommen Sie ( und sind natürich nicht der erste) der die Mähr von den reichen Banken plappert, die Milliarden und Abermilliarden verwalten,die ihnen nicht gehören und die irgendwo gewinnbringend angelegt werden müssen.
      Anmerkung: daß in dem gegebenen wirtschaftlichen und moralischen Umfeld auch im Finanzbereich die Verbrecher und Gauner Hochkonjunktur haben, soll absolut nicht geleugnet werden.

    • Wertkonservativer

      @ Terbuan:

      heutiger Morgen-Kurier, Seite 7,
      im Zusammenhang mit den Österreich-Forderungen hinsichtlich der dort lagernden Österreich-Schwarzgelder!

    • Wertkonservativer

      Der Quellenhinweis war vorgesehen, ist mir aber irgendwie aus dem Text gerutscht!

    • terbuan

      Danke Gerhard,
      ich habe den Artikel heute in Sauna bereits entdeckt und gelesen!
      lG/terbuan

  28. Johann Scheiber

    Was bin ich stolz, dass ich der Kombination von Goldmannsachs-Kapitalismus und Brüssel-Sozialismus, bei den laeppischen zwei Möglichkeiten, die sich mir boten , eine Absage erteilt habe.
    Am Ende des Tages ist dann Epimetheus auch schlau und wird am nächsten Morgen, um fuer das nächste Harakiri den Weg frei zu haben, gemeinsam mit der Menge, Prometheus wieder an den Felsen ketten.
    "Die Weltgeschichte macht nicht klug fuer ein andermal, aber weise fuer immer!" ( J.B. ?)



  29. libertus

    Nicht nur daß Subventionen Opium für das Volk bedeuten, wirken sie auch verheerend wettbewerbsverzehrend und tragen daher kaum zu einer gesunden Volkswirtschaft bei.

    Und was die Produktivität betrifft, hörte man schon seinerzeit aus dem Burgenland als Ziel 1-Gebiet, daß die entsprechenden Agrarsubventionen von den Bauern nicht in die Verbesserung ihrer Landwirtschaft (Maschinen etc.) investiert wurden, sondern daß der Bauer plötzlich einen Mercedes fuhr, die Bäuerin einen Pelzmantel bekam - sprich, in erster Linie Statussymbole den Konsum ankurbelten und die Agrarwirtschaft auf der Strecke blieb.

    Den Rest verdienen dann noch die Umverteiler an der Umverteilung und schon
    herrscht das bekannte Finanzchaos in hochsubventionierten EU-Staaten!
    Man kann aber auch den Norden nicht ganz von Schuld freisprechen, wenn Unsummen in dunklen Kanälen verschwinden, da kaum Kontrolle und/oder Transparenz herrschen = die wichtigste Voraussetzung für jedwede Zuwendung.



    • brechstange

      Geschätzte libertus,
      wenn ein Landwirt so wirtschaftet, wie das Gerücht, das Sie beschreiben darlegt, dann ist der Bauer früher an die Bank verkauft als man denkt.
      Die wahren und größten Subventionsempfänger im Bereich Landwirtschaft sind die Banken, die Industrie und die Konsumenten. Der Landwirt hat die schwere Arbeit und das Risiko, das ist ein Faktum.

      Ich konnte mir von den 27 Euro Agrardieselvergütungen noch keinen Mercedes oder Pelzmantel leisten. Das ist roter Populismus.

    • Pumuckl

      @ brechstange

      *****

    • Anton Volpini

      Und schon wieder der Stehsatz mit dem Bauer und dem Mercedes, brechstange, diesmal sogar erweitert mit einem Pelzmantel für die Bäuerin. Bei der Umwidmungsdiskussion hatten wir den zuletzt. Der Satz mit dem Mercedes ist viele Jahrzehnte alt, der mit dem Pelzmantel, mir zumindest, neu!

    • terbuan

      Ich kenne Bauern in meiner unmittelbaren Umgebung und erlebe ihre harte Arbeit hautnah mit. Ihr teuerstes Fahrzeug ist ihr Traktor, die Altbäuerin trägt den Persianer ihrer Großmutter höchstens einmal im Fasching zur Gaudi und die Jungbäuerin sieht man überhaupt fast nur in Jeans und Gummistiefel.
      Ihren Urlaub verbringen sie hauptsächlich bei ihren Kühen auf der Alm!

    • Undine

      Schon Franz Fischler war als EU-Kommissar ein unrühmlicher "Nachfahre" Hans Kudlichs! Mir kommt vor, als hätte die 1848 errungene Befreiung der Bauern nicht lange gedauert; jetzt sind sie abhängig von Raiffeisenbank und Co.

      Ergoogelt:

      "Das Amt des Volksvertreters* bezeichnete er (HANS KUDLICH) als "das ehrenvollste, das ich kenne", und er hat das Versprechen, das er den Bauern in der freien Bergstadt Bennisch gegeben hatte, ehrlich gehalten.

      Bereits am 25.Juli legte er dem Präsidium seinen berühmten Antrag vor, der am 26.Juli vorgelesen wurde und wie ein Feuerbrand wirkte:

      "Die Reichsversammlung möge beschließen: Von nun an ist das Untertänigkeitsverhältnis samt allen daraus entspringenden Rechten und Pflichten aufgehoben, vorbehaltlich der Bestimmungen, ob und wie eine Entschädigung zu leisten sei."

      In einem erweiterten Antrag vom 8.August verlangte er, daß das Band der Untertänigkeit gelöst und Robot und Zehent abgeschafft werden. "Das freie Mann allein kann Freiheitswächter sein. Darum müsst ihr die Bauern frei machen."

      Nach gründlicher Beratung des Antrags im Reichstag und einem Schlußwort Hans Kudlichs erlangte das Gesetz über die Bauernbefreiung am 7.September 1848 Rechtskraft. Es war das einzige bleibende Ergebnis der Revolution in Österreich.

      *Diesem Mann konnte man zu 100% GLAUBEN, was er sagte!
      Es HAT also einmal GLAUBHAFTE, durch und durch ehrliche Politiker gegeben, aber lang, lang ist's her.....

    • libertus

      Die hier angeführten, durchaus überzeugenden Einwände haben mich veranlaßt meinen Kommentar dahingehend zu korrigieren bzw. präzisieren, indem es nicht heißen sollte "....daß die entsprechenden Agrarsubventionen von DEN Bauern nicht in die Verbesserung.......",
      sondern besser "....daß die entsprechenden Agrarsubventionen von SO MANCHEN Bauern nicht in die Verbesserung.......!

      Für ehrlich wirtschaftende, hart arbeitende Landwirte hege ich uneingeschränkte Hochachtung!

      P.S.: Übrigens ob Gerücht oder nicht, mir wurde das jedenfalls nicht von "roten Populisten" zugetragen, ganz im Gegenteil!!

    • terbuan

      Ist schon in Ordnung libertus,
      was wirklich ein Skandal ist, das ist die Tatsache, dass ein sehr großer Anteil der Agrarsubventionen an Großbetriebe und Großgüter fließen, wie z.B. an Rauch Fruchtsäfte, Agrana, etc.!

  30. schreyvogel

    Es war vor allem der Umbau der Agrar-Subventionen, der zwecks Abbau der Milchseen und Butterberge den Bauern Direktzahlungen statt Agrarpreisstützungen brachte. Sie bekamen plötzlich viel Geld fürs Nichtstun ("Landschaftspflege"), was den Bauern besonders in den neuen EU-Ländern Wohlstand brachte.
    Schuld daran war der Kommissar Fischler, nicht der Kommissar Hahn.



    • brechstange

      Sie haben keine Ahnung, darum werde ich Ihnen verzeihen.

      Landschaftspflege ist harte Arbeit, da würden Sie eher umfallen bevor Sie eine Wiese gemäht hätten.

    • Anton Volpini

      Ich finds witzig, wie die Leute bei Subventionen, gleich einem Pawlow´schen Reflex, gleich auf die Bauern zeigen. So tief ist die jahrelange linke Propaganda eingedrungen.
      Keiner macht einen Unterschied zwischen Ausgleichszahlungen und Direktsubventionen. Früher, als der "Grüne Bericht" noch jährlich veröffentlicht wurde, konnte man deutlich ablesen, daß sich der Agrarsektor zwei Drittel der Ausgleichszahlungen selbst finanziert, und im letzten Drittel der Subventionen die Linken die Erhaltung des Schlosses Schönbrunn und die Spanische Hofreitschule hineingeschummelt haben.
      Das ist wohl mittlerweile bereinigt, aber das Mathematische Prinzip ist das gleiche geblieben, der pawlowsche Hund aber auch!

    • schreyvogel

      Verehrte brechstange,

      besten Dank für Ihre verständnisvolle Nachsicht. Eine Wiese zu mähen ist sicher schweißtreibend, besonders wenn man keinen Traktor dafür hat und statt dessen mit einer Sense mähen muss. (Mit Traktor ist es aber sicher auch kein Zeitvertreib!)

      Aber ich glaube, Sie haben mich schon richtig verstanden. Nichtstun im Sinne von keine Milch mehr produzieren. "Landschaftspflege" ist nur ein schöner neuer Euphemismus dafür. Natürlich erzeugen die Bauern jetzt andere Produkte, für die sie ausreichende Marktpreise erzielen, z.B. Raps für Bio-Diesel.

      Seinerzeitigen Berichten zufolge waren die griechischen Bauern geradezu euphorisch, als die EU begann, ihnen richtiges hartes Geld ohne irgendeine Gegenleistung zu überweisen. Vorher produzierten sie hauptsächlich für den Eigenbedarf, nur wenig konnten sie verkaufen. Sie hatten genug zum Essen aber kaum ein Geld. Aus Polen war ähnliches zu hören. Dasselbe wird auch für Kroatien und später Serbien gelten, sobald sie zur EU gehören.

      Mit Marktwirtschaft hat das aber nur insofern zu tun, als man damit von den hohen Preisstützungen wegkam und die Agrarmärkte liberalisieren konnte. Aber das hätte zeitlich begrenzt gehört, um der Landwirtschaft bei der Umstellung auf kostendeckende Produkte zu helfen. Es wäre Zeit, diese Subventionen allmählich auslaufen zu lassen, denn bezahlen muss sie letztlich die Gesamtwirtschaft.





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