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Gauck ist eine tolle Wahl

Joachim Gauck wird der nächste deutsche Bundespräsident. Er wird nun auch von der CDU unterstützt. Das ist in vielerlei Hinsicht ein absolut positives Signal.

Außer für Angela Merkel. Was aber die deutsche Union nicht mehr daran hindert, nach einigen Stunden des Widerstandes nun doch ebenfalls Gaucks Wahl mitzutragen. Für Merkel bedeutet das hingegen das indirekte Eingeständnis, bei der letzten Präsidentenwahl mit der Kür von Christian Wulff einen doppelten Fehler begangen zu haben, obwohl damals ebenfalls schon Gauck ein Kandidat gewesen war.

Eine erfolgreiche Tätigkeit Gaucks würde auch signalisieren, dass zumindest für diesen Posten die SPD das bessere Angebot hatte. Für Merkel ist schließlich noch etwas unerquicklich: Mit Gauck wären beide Spitzenpositionen der Bundesrepublik durch einen Ossi besetzt, was ihr selbst bei der nächsten Wahl selbst nicht unbedingt Gleichgewichts-Sympathien im viel größeren Westen einbringen wird.

Gauck wäre aber für das Land ein massiv positives Signal. Er wäre nach dem Tschechen Havel, dem Ungarn Orban und einigen Polen wie Lech Walesa ein weiterer Spitzenmann, der aus dem direkten Widerstand gegen den Kommunismus gekommen ist. All diese Männer haben damals Mut und Charakter gezeigt – und seither vor allem große Widerstandskraft gegen linke Sprüche. Merkel selbst kann hingegen keine Widerstands-Biographie vorweisen.

Mit Gauck gibt es erstmals in der Geschichte einen Konsenskandidaten aller wichtigen Parteien. Das ist gut für das Land und seine Identität.

Gauck ist nach den stets verkrampft wirkenden Herren Wulff und Köhler auch ein Mann mit großer innerer Souveränität, mit Ruhe und Humor. Er hat es insbesondere gewagt, gegen den Schwachsinn der von vielen linken Journalisten hochgejubelten Occupy-Chaoten Stellung zu nehmen. Und noch wichtiger: Er hat sich positiv über Thilo Sarrazin geäußert, während der Anpassler Wulff den Islam zu einem Teil Deutschlands hochgejubelt hatte! Was im heutigen Deutschland alleine schon Grund sein sollte, Gaucks Mut und Weisheit zu loben.

Gewiss weiß man nicht, ob sich nicht auch Gauck, einmal gewählt, vom gewaltigen Druck des auch weit in die CDU hineinreichenden linken Mainstreams mitreißen lässt. Aber sollte er wirklich von allen Parteien gewählt werden (die Kommunisten der „Linken“ einmal außer acht lassend), müsste er nun wirklich niemandem mehr etwas beweisen und auch um niemandes Gunst eifern.

PS.: Last not least wäre die Gauck-Wahl ein Erfolg der FDP. Denn damit hätte eindeutig sie sich koalitionsintern durchgesetzt. Was der vom politischen Tod bedrohten Partei zweifellos wieder mehr Gewicht und  Auftrieb geben wird. Denn kaum hatte die CDU angedeutet, bei der Präsidentenkür einen Konsens mit Rot und Grün zu suchen, sind ihr die Freidemokraten blitzschnell zuvorgekommen und haben den (nichtlinken!) Kandidaten der Linken unterstützt, womit Merkel über den Tisch gezogen war.

 

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alle Kommentare

  1. Katholik (kein Partner)

    Ja, Gauck ist eine tolle Wahl.
    Und er macht deutlich, was für eine schlechte Wahl der polemische Unterberger wäre.



  2. rundertischdgf (kein Partner)

    Wir sollten ihn kritisch begleiten. Zunächst sind Sprüche noch keine Handlungen und nur danach wird er bemessen. Ob er den Mut hat, etwas zu den verfassungswidrigen Euro-Schirmen zu sagen, das wird man sehen.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/02/20/bundesprasident-gauck-statt-schachtschneider/



  3. Spiegelfechter

    Dass Gauck die eindrucksvollere Persönlichkeit im Vergleich zu Wulff ist, liegt auf der Hand und wird auch Frau Merkel bewusst gewesen sein, als sie sich nach der Erfahrung mit Köhler auf einen Berufspolitiker versteifte. Ihre Beweggründe sollten nachvollziehbar sein.

    Es deutet sich jetzt schon an, dass die starke Persönlichkeit Gaucks zu einem Problem für die deutsche Politik werden könnte, vielleicht gerade für jene, die ihn von Anfang an so stark favorisiert haben. Man darf gespannt sein.



  4. terbuan

    Er ist noch gar nicht gewählt, aber es geht schon los:

    "Gaucks Gegner sammeln sich im Netz!"

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816445,00.html

    Das kann ja noch spannend werden!



    • contra

      Ja, auch im ORF wird schon berichtet.
      Jetzt muß er der PC nach dem Mund reden, sonst wird es nichts mit dem Präsidentenschloß.
      Deutschland ist ein Wahnsinn!

      http://www.orf.at/#/stories/2106206/

    • Undine

      Was da vor sich geht, ist ja nicht mehr normal!

    • Reinhard (kein Partner)

      Gegner Nummer eins: Im Westen Deutschlands erheben sich Stimmen, dass es nicht tragbar wäre, wenn mit Merkel und Gauck jetzt zwei "Zonendeutsche" die mächtigsten Ämter im Staat innehaben. Die Mauer in den Köpfen lässt sich nur schwer einreißen; Gauck als eine der Symbolfiguren der Revolution steht für die Deutsche Einheit, die bis heute nicht zwischen allen Ohren angekommen ist.
      Gegner Nummer zwei: Die "Ostalgiker", jene Gruppe der Einheitsverlierer, die es sich im kommunistischen System kuschelig eingerichtet hatten und nach dem Zerreißen der Hängematte mit dem Hinern auf dem harten Boden der kapitalistischen Realität wiederfanden. Für diese Ex-Systemgewinnler steht Gauck für die Zerstörung ihres Kuschelnestes.
      Gegner Nummer drei: die alten Hardcore- und neuen Salon-Kommunisten, die schon immer und aus tiefster Überzeugung den Marx unter'm Kopfkissen liegen haben und die in Ost und West gleichermaßen die Bürgerrechtler der DDR als Vaterlandsverräter, Konterrevolutionäre und Schwerverbrecher betrachten. Diese Leute versammeln sich seither in der "Linken" unter ex-SED(PDS)-Chef Gysi und traditionell auch bei den Grünen.
      Gegner Nummer vier: alle, die Angst haben, dass in den geöffneten Stasi-Akten etwas zu finden sein könnte, dass ihre Vergangenheit entglorifiziert; für sie steht Gauck bis heute für die Behörde, in der Bürger die Akten einsehen können, die der ostdeutsche Geheimdienst in alter Gestapo-Manier mit preußischer Gründlichkeit angelegt hat.
      Gegner Nummer fünf: Jene in den Kreisen der Regierenden, denen bewusst ist, dass Gauck nur seinem Gewissen folgt und nicht bereit ist, die Propagandatrommel für irgendwen zu rühren. Er steht für Unbestechlichkeit, Unabhängigkeit und dafür, schon einmal in einem brutalen System gegen die Staatsmacht aktiv gemeutert zu haben. Die Fürsten der feudalen Systemparteien sehen es nicht gerne, wenn ihre Taten von einem Revolutionär beobachtet werden und teilweise sogar ihr Erfolg von seiner Unterschrift abhängig ist.

      Gauck hat viele Feinde; ganz besonders weil er für Besonnenheit und gegen propagandistisches Geschrei auftritt.
      Was seine Gegner, die den deutschen Gottseibeiuns (und SPDler...) Sarrazin ständig ins Spiel bringen, übersehen (oder bewusst ausblenden), ist, dass Gauck dessen rassische Thesen komplett ablehnt. Nur als ein Mensch, der sein Leben lang für die Freiheit, auch jene der freien Meinungsäußerung, eingetreten ist, verdammt er die Hetzjagd gegen Sarrazin und fordert die Politik auf, sich auf argumentativer Ebene mit dem Integrationsproblem auseinanderzusetzen.

      Gauck hat bisher in allen öffentlichen Äußerungen bewiesen, für einen hohen Grad an Eigenverantwortung, Freiheit und Mut zu stehen. Damit ist er das erklärte Feindbild aller, die es sich in Hängematten und Kuschelnestern des erstarkenden Staatssozialismus bequem einrichten.
      Als Bundespräsident dürfte er unbequem werden - Merkel weiß das.

      Ob er allen Anforderungen gerecht wird, ob er Schwachstellen hat, die ihn erpressbar machen - wer weiß? Aber eine bessere Wahl als seine beiden farblosen Vorgänger ist er allemal.
      Menschen mit Profil auf hohen politischen Ämtern - fast könnte Österreich Deutschland dafür beneiden...

    • Undine

      @Reinhard

      *****************!
      Eine hervorragende Analyse und zugleich eine Bestärkung dafür, daß D einen Mann wie Gauck dringend nötig hat! Wir Österreicher können nicht einmal davon träumen, je einen wirklich "unabhängigen" Mann an der Spitze zu haben; Heinz Fischer ist in allen Punkten das exakte Gegenteil vom charismatischen Gauck, nämlich ein durch und durch intriganter, scheinheiliger, sterbenslangweiliger linker Parteisoldat.

    • Udo (kein Partner)

      @Reinhard
      Sie lassen mich wieder hoffen, danke.

    • Xymmachos

      @Reinhard (doch nicht etwa Django?)
      Wenn Sie sich jetzt noch mit @Herbert Richter (11:19h) einigen könnten, tät' ich mir bei der Einschätzung dessen, was unseren Brüdern (und selbstverständlich auch Schwestern) im Altreich bevorsteht, wesentlich leichter. Gibt's da eine Chance?

    • Reinhard (kein Partner)

      Nein, leider nicht. Ich meine die Chance.
      Es gibt Ausflüsse, die kann man therapieren, aber nicht kommentieren.
      Die basisdemokratische Bürgerrechtsbewegung "Neues Forum", deren Mitglied Gauck war, wurde bereits zwei Tage nach ihrer Gründung vom SED-Regime als konterrevolutionär, verfassungsfeindlich und verbrecherisch gebrandmarkt (was fast schon automatisch zu vermehrtem Zulauf führte). Im Gegensatz zu Merkels Ost-CDU, die als Blockpartei faktisch einen Wurmfortsatz der SED darstellte und deren heldenhafter Widerstand gegen die Kommunisten erst nach deren Absetzung rückwirkend stattfand.
      Und auch leider nein zum Django. Der wurde mit "dt" am Ende geschrieben und verstarb leider viel zu jung. Ich poste aus dem Diesseits...

  5. Udo (kein Partner)

    Es wurde, mit Sicherheit, im Vorfeld abgeklärt, wie Gauck zum ESM steht.
    Dass er das Präsidentenamt bekommen hat und von Allen hochgelobt wird, lässt mich Böses ahnen.
    Nur zu gerne würde ich mich überraschen lassen, aber in diesem Fall, ist eine ESM-Befürwortung wohl inoffzielle Grundvoraussetzung für dieses Amt.
    Hoffentlich täusche ich mich.



    • RS (kein Partner)

      @ Udo

      Wenigstens Einer der die Zusammenhänge sieht!

      Wulff wurde zum Abschuß freigegeben, weil er klare Worte zur Finanzkrise und zum ESM getroffen hat. Somit musste er dringend weg.
      Gauck ist da ganz sicher auf Linie!

      http://info.kopp-verlag.de/video.html?videoid=658

    • Segestes (kein Partner)

      @Udo:
      "alle"?
      Die CDU war ewig lange gegen ihn,
      und hat erst nachgegeben, nachdem es nicht mehr
      anders ging.
      Und die Ex-SED hasst ihn heute noch mehr denn
      je zuvor.

      @RS:
      Wulff hat auch klare Worte zum Islam gefunden ^^

      Und niemand kann ernsthaft glauben, Wulff hätte seine
      Unterschrift unter den ESM-Vertrag verweigert.
      Dass eine Zustimmung zu diesem eine Voraussetzung
      war, dass Gauck nominiert wurde, ist hingegen
      wahrscheinlich.

    • RS (kein Partner)

      @segestes

      Natürlich hat Wulff auch viele Fehler gemacht und Blödsinn geredet.
      Aber die Kettenhunde wurden losgelassen als er gegen die Banken und gegen den ESM gesprochen hatte. ( Rede in Lindau z.B. )

    • Leopold Koller (kein Partner)

      Na klass, die Politiker bestellen sich einen Bundespraesidenten, der ihnen alles unterschreibt. Die Agenda wird natuerlich im Vorfeld abgeklaert.

    • Segestes (kein Partner)

      @RS:
      Aber das tut doch auch ein Horst Seehofer permanent - und der ist immer noch Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.
      Das was Wulff da von sich gab, war doch bloß die übliche, wohlkalkulierte Alibi-Kritik für die ihn Merkel engagiert hat - und die wir auch in Österreich seit Beginn des Griechenland-Desasters zu hören bekommen.
      Unlängst erst wieder von Faymann, der doch tatsächlich behauptete, wir würden Griechenland nichts schenken (und blendet den Schuldennachlass dabei vollkommen aus, dieser '#§!&$@!!).

    • Udo (kein Partner)

      @RS
      Guter link.

      @Segestes
      Ja, aber heute loben sie ihn.

      @Leopold Koller
      Wie gesagt, hoffentlich täusche ich mich.

  6. JT (kein Partner)

    Gauck ist ein LEUCHTENDES Beispiel für die Männermoral: Weil ich moralisch hochstehe, lasse ich mich nicht scheiden, lebe aber offen mit einer anderen Frau! Das ist schön bei Staatsbesuchen, etc. Meine Moral gestattet mir nicht, mich von einer Frau zu trennen, daher lasse ich sie links liegen und lebe im Konkubinat! Ach wie bin ich klug und weise, jeder bewundert mich. Andere nehmen günstige Privatkredite - pfui Deubel! Ich bin ein Vorbild, ich lebe ...



    • Segestes (kein Partner)

      Die Beziehungskiste eines Mannes mit Vorteilsnahme im Amt und
      Privatkrediten gleichzusetzen, ist ja geradezu grotesk.

      Warum er sich nicht scheiden lässt geht nur ihn und
      seine Frau etwas an. Die beiden werden schon wissen,
      warum sie es so halten. Also erspar uns bitte diese verlogene
      Scheinmoral, Made in USA.

    • JT (kein Partner)

      Wir sind nicht "per Du"!

    • Segestes (kein Partner)

      In Foren und Blogs schon.
      Wenn dir die Netzkultur aus altersbedingten, oder
      sonstigen Gründen, nicht zu Gesicht steht,
      dann ist es dir frei gestellt, anderenorts herumzustänkern.
      Von Ignoranten wie dir, lasse ich mir jene Gepflogenheiten,
      die so alt sind wie das WWW selbst, sicher nicht verbieten.
      Außerdem: Ein Pseudonym das gesiezt werden möchte -
      da lachen ja sowieso die Hühner.

    • Leopold Koller (kein Partner)

      Schauen S', Segestes, wenn S' schon jemanden anstaenkern muessen, der von Staenkerern wie Ihnen nicht gedutz werden will, dann koennten S' wenigstens das Du gross schreiben. Sie schreiben ja sogar "WWW". Scheinbar sind Sie ein richtiges Weh aus dem 3. Hieb!

    • Der Manitu (kein Partner)

      der Cheruskerfürst ist wiedergeboren - oder ein Pseudonym hinter der sich jemand versteckt, der anderen vorwirft,...?
      SEGESTES oh Du mein leuchtendes Beispiel an Ehrlichkeit, Weisheit und guter Sitten!

    • Segestes (kein Partner)

      Ja wenn man das Internet in Summe, vom WWW im Speziellen (das ist bloß EIN Dienst von vielen) nicht unterscheiden kann - und wenn man die neue Rechtschreibung nicht beherrscht (oder nicht beherrschen möchte) - dann muss man wohl zu solchen Schlüssen kommen, wie Leopold Koller :)

      Ich möchte hier nicht gesiezt werden, beschwere mich deshalb aber
      auch nicht und lasse den Knigge für Arme raushängen.

      Rhetorisch übrigens ganz schwach, wenn man bloß die Argumente seines Vorredners ("stänkern") wiederkäut. Da muss wohl noch geübt werden.

    • Segestes (kein Partner)

      Schade, der große Maniutu ist offensichtlich Legastheniker.
      Sonst hätte er erkannt, dass meine Argumentation darauf
      abzielte, dass nur derjenige der ein Pseudonym benutzt, sich
      lächerlich macht, wenn er darauf besteht, dass eben dieses
      gesiezt wird. Nur auf dieses infantile Gesieze bestehe ich ja
      eben nicht, im Gegenteil.
      Ich hoffe, jetzt hast auch DU es kapiert.

    • Friedrich Schiller (kein Partner)

      heute würde ich schreiben: "Gegen SEGESTES kämpfen Götter selbst vergebens."

    • Segestes (kein Partner)

      Götter - meine Vorredner?
      Aber höchstens aus einer vorsintflutlichen Unterwelt ^^

    • Friedrich Schiller (kein Partner)

      hätte ich damals durch dieses Synonym ersetzt!

    • Segestes (kein Partner)

      Oder Anführungszeichen, der leichteren Lesbarkeit wegen, setzen.

    • Leopold Koller (kein Partner)

      Leider keine Antwort, von welchem W-hieb der Allerwerteste ist.

  7. Segestes (kein Partner)

    Die Partei "Die Linke", läuft wegen Gauck gerade Amok.
    Aber das war abzusehen. Auch, dass diese Vögel gerade
    im Netz eine Schmutzkübelkampagne gestartet haben,
    deren Ziel es ist, Gaucks Ansehen zu beschädigen.
    Eine Kostprobe: Gauck habe sich nicht von Sarrazins
    Thesen distanzieren wollen.
    Dass man mit dieser Ansage den Grünen, die ja für
    Gauck waren, so nebenbei Wähler abspenstig machen
    möchte, ist eine nahe liegende Annahme.
    Der Mehrheit in Deutschland dürfte Gauck nun aber eher
    noch sympathischer sein.

    Gauck ist andererseits auch sicher kein Heiliger, der es
    seinen Anhängern in jedem Punkt recht machen kann,
    oder will.
    Er hat eben Ecken und Kanten.
    Und das ist gut so!



  8. terbuan

    Nachlese zur Chronologie der Ereignisse aus der FAZ:

    "Standhaft bis zum Umfallen"
    20.02.2012 · Angela Merkel hat eine herbe Niederlage eingesteckt. Bis zuletzt hat sie sich mit aller Kraft gegen Joachim Gauck als Kandidaten gestemmt. Ihr Zorn richtet sich auf die FDP.", mehr.....

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/merkel-und-gauck-standhaft-bis-zum-umfallen-11656781.html

    Es ist die erste Niederlage von Angela Merkel seit 2002 und keine gute Basis für die künftige Zusammenarbeit zwischen Kanzlerin und Präsident!



    • Segestes (kein Partner)

      Kanzlerin und Präsident sollten auch nicht auf
      Teufel komm raus gut zusammenarbeiten / packeln.

    • terbuan

      Ein Grundkonsens und eine gewisse Vertrauensbasis müssen gegeben sein, anders kann der Staat nicht funktionieren. Hoffen wir, dass Beide dies schaffen!

  9. mike1

    und hier erste kritik der grünrotlinkschaoten:

    "Aus den Reihen der Grünen kommt Kritik an der Nominierung von Joachim Gauck zum neuen Bundespräsidenten - obwohl die Grüne Parteführung diese mitgetragen hat. Als Grund nennen der integrationspolitische Sprecher Memet Kilic und der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele Gaucks Äußerungen zu den umstrittenen Zuwanderungs-Thesen von Thilo Sarrazin und zur weltweiten Occupy-Protestbewegung. Der frühere DDR-Bürgerrechtler hatte Sarrazin Mut bescheinigt und Occupy als "unsäglich albern" bezeichnet."

    man sieht, wo die a...r sitzen....



    • Undine

      @mike1

      Seit ich mich gestern spätabends über Gaucks Vita per Google informiert habe, war mir klar, daß heute bereits die Messer gewetzt werden würden. Das Schlachtfest wird vorbereitet unter der Führung der Grünen. Zunächst wird er--nach dem Thema "Sarrazin", das ja schon im Gange ist--sich offiziell "demütigen" müssen wg der NS-Parteimitgliedschaft seiner Eltern und sich, wie es das PC-Ritual verlangt, von seinen Eltern distanzieren müssen.

      Es könnte nur sein, daß die Bevölkerung diesmal nicht mitspielt beim Abschießen eines Politikers; das wäre natürlich ein schwerer Schlag für die erfolgverwöhnten PC-Henkersknechte.

    • AGLT (kein Partner)

      Na, der RAF-Anwalt hats notwendig!!!!

    • Ch. Seidl (kein Partner)

      @Undine: Spielen Sie bitte nicht die Kassandra vom Dienst, die genau weiß, wie es kommen wird, weil es so kommen muss. Mit der Zeit fängt man nämlich an, die eigenen Prophezeiungen als Wahrheit zu nehmen, und dann fürchtet man sich nur noch.

      Wer musste sich demütigen lassen wegen der Parteimitgliedschaft seiner Eltern? Dazu besteht kein Grund – es sei denn, der Sohn / die Tochter zeigt, dass er / sie, wenn es denn möglich wäre, auch immer noch gern Pg wäre.

    • Undine

      Interessant waren die Interviews mit Leuten auf der Straße, von denen die meisten von Gauck recht angetan wirkten; mir schien, als hätten die meisten Menschen großes Vertrauen in den seriösen älteren Herren, als wäre da eine verborgene Sehnsucht nach alten, längst ausgemisteten Werten, die sie mit dem Pastor in Verbindung bringen. Daß er selber die Mutter seiner vier Kinder sitzen hat lassen, scheint nicht sonderlich zu stören, ebenso wenig die Zweitfrau. Darüber maße ich mir auch kein Urteil an.

  10. Leopold Koller (kein Partner)

    Gauck ist eine tolle Wahl. Na, da kann man darueber debattieren. Ich habe den Namen zwar noch nie gehoert, aber wenn jemand eine tolle Wahl ist, der von einem Haufen Politikern in irgend ein Amt gehoben wird, dann hoert sich bei mir "tolle Wahl" ganz g'schwind auf.



    • Reinhard (kein Partner)

      In Deutschland ist er sehr bekannt, leitete er dort ein gutes Jahrzehnt die Behörde zur Öffnung der Stasi-Akten (dort auch als "Gauck-Behörde" bezeichnet) und nahm dieses Amt mit großer Souveränität wahr.
      Der ev-luth Pfarrer Gauck selbst kommt aus der ostdeutschen Bürgerrechtsbewegung und hat, im Gegensatz zu Merkel, weder FDJ-Funktionen innegehabt, noch den Ruch, selbst als Stasi-IM tätig gewesen zu sein (der Verdacht gegen Merkel, bei der Bespitzelung Havemanns und der Unterwanderung der autonomen Szene in Berlin aktiv gewesen zu sein, konnte nie ganz ausgeräumt werden; was eine Unschuldsvermutung wert ist, wissen wir hier in Österreich inzwischen sehr gut).
      Gauck selbst wird von den Menschen auf der Straße nicht als Mann einer Partei wahrgenommen. Das dürfte sein allergrößter Trumpf sein.

      Inwiefern die Politkaste um die nicht umsonst im Volk bereits als "Große Staatsratsvorsitzende" gehänselte Wendehals-Funktionärin für Agitation und Propaganda der FDJ (immerhin auf Bezirksebene, das entsprach in der DDR der zweithöchsten Verwaltungsebene ähnlich einem Bundesland) und Ost-CDU-Funktionärin (diese Partei war in der "Nationalen Front", dem Parteienblock mit unantastbarem Führungsanspruch der SED, als Auffangbecken für Christen nichtkommunistischer Grundeinstellung organisiert und galt unter den als "Blockflöten" bezeichneten Blockparteien als besonders verlogen - einfach mal "Ost-CDU" googeln und sich das alte Parteiprogramm geben, das dem der SED angepasst war. Schwarze im Kielwasser linker Machthaber haben Tradition!) Merkel Gauck jetzt arbeiten lässt, wird sich zeigen.

      Im Volk auch angekommen sind die Reaktionen auf Thilo Sarrazin:
      Gauck kritisiert, aber fordert eine offene Diskussion und stimmt Sarrazin darin zu, dass es Integrationsprobleme gibt:
      http://www.sueddeutsche.de/politik/gauck-gespraech-von-die-leute-muessen-aus-der-haengematte-aufstehen-1.1288292-5
      Merkel giftet Sarrazin nicht nur an:
      http://www.morgenpost.de/politik/article1390461/Merkel-Sarrazin-spaltet-die-Gesellschaft.html
      Sie macht auch sofort Männchen vor den Forderungen der Türkischen Gemeinde:
      http://www.news.de/politik/855070995/rufe-nach-sarrazin-rauswurf-werden-laut/1/
      und lässt Sarrazin, wie in der DDR gelernt, über die Klinge springen.
      Berufsverbote für Gesellschaftskritiker - da schließt sich der Kreis zu Havemann.

      Übrigens war Gauck Abgeordneter des "Neuen Forum", einer basisdemokratischen Widerstandsbewegung der DDR, die ausgerechnet von Havemanns Witwe gegründet wurde...

    • Maybach (kein Partner)

      Naja, Hauptsache für Unterberger der Gauck ist nicht "links", alles andere ist nicht so wichtig.

    • Undine

      @Maybach

      "Naja, Hauptsache für Unterberger der Gauck ist nicht "links""

      Na und?

    • Undine

      @Reinhard

      *****!
      Auf Ihre Reaktion auf Joachim Gauck habe ich schon gewartet und bin dadurch auch in meiner Ansicht gestärkt worden, da Sie--so ziemlich als Einziger von uns Postern-- wirklich wissen, wovon geredet wird.

    • Maybach (kein Partner)

      Undine
      Nichts und ... So ist halt Unterbergers Weltsicht, wenn genau derselbe Gauck mal für die Roten oder Grünen ein paar Jahre im Parlament gesessen hätte, dann wäre er mit Sicherheit untragbar.

    • Udo (kein Partner)

      @Reinhard
      Danke vielmals für die Informationen. Ich habe, wie Undine auch, schon auf Ihren Beitrag gewartet und wurde wie sonst auch, keinesfalls enttäuscht, ganz im Gegenteil.

    • Leopold Koller (kein Partner)

      Reinhard, danke fuer die Informationen. Mir ist es in meinem Kommentar aber weniger um die Person Gaucks gegangen, als um die Tatsache, dass man anscheinend nur mehr eine hoehere Funktion von Politiks Gnaden bekommen kann. Die Qualifikation scheint zweitrangig zu sein. Die Parteien beherrschen alles. Sie bestimmen, wer Abgeordneter wird, wer in die Regierung kommt und in Deutschland sogar, wer Bundespraesident wird. Ohne Parteien gibt's nichts!

    • Reinhard (kein Partner)

      Danke, die Damen und Herren!

      Maybach, Gauck hat. Er war Abgeordneter im letzten (und einzigen geheim, frei und demokratisch gewählten) Nationalrat der DDR, dem Ost-Parlament, und zwar über das "Neue Forum", eine der ersten und wichtigsten (und der SED verhasstesten) Bürgerrechtsbewegung, die später nahtlos in das "Bündnis 90" überging, das bis heute als Bestandteil der Grünen weiterexistiert.
      So gesehen hat er für eine linksgrüne Organisation im Parlament eines sozialistischen Staates (denn das war die DDR damals noch) gesessen.

      Herr Koller, dass die Parteihäuser in feudalistischer Manier die Pfründen und Fürstentümer unter sich aufteilen, ist eben kein alleiniges österreichisches Phänomen. Widerlich ist es allemal.
      Umso erstaunlicher, dass mit Gauck ein Parteiloser zum Zug kommt, der zwar einen offenen Hang in Richtung einer sozialen Gesellschaft zeigt, aber allergisch auf sozialistische Entwicklungen sowie diktatorische Elemente reagiert.
      Er ist, im Gegensatz zu Merkel, die aus dem System "Blockpartei" aufstieg, aus dem System "Widerstand" erwachsen und hat sich dabei einen Ruf als integre Person aufgebaut, mit der sich fast alle (außer den beiden aus dem DDR-Blockparteienapparat aufgestiegenen Merkel und Gysi) abfinden können.

  11. byrig

    zumindest kann gauck diesen wulff kaum unterbieten.
    letzterer hat sich ja nicht entblödet,den islam als teil deutschlands zu bezeichnen,noch dazu in einem tonfall,als würden jegliche vorbehalte dagegen ungerechtfertigt sein.
    wahrscheinlich werden auch vom linksliberalen gauck ähnliche töne kommen.aber bei ihm weiss man,woher.bei wulff war man nur verärgert.



  12. Pionier (kein Partner)

    Am 30. April 1945 sagte Hitler zu Axmann: “Es wird etwas ganz Neues kommen.”
    Damit meinte er nicht nur das folgende Wirtschaftswunder; sondern auch diverse andere Ereignisse. Z. B. kämpfte Léon Degrelle nach 1945 von Spanien aus weiter gegen den Kapitalismus. Der Kapitalismus wird im Jahr 2014 niedergebrochen.
    Zudem wird Le Pen bei den Wahlen im April und Juni 2012 sehr viele Stimmen bekommen. Etwa in diesem Zeitraum ereignet sich auch der (nach Breivik) 2. rechte Terroranschlag in London oder Paris. :)
    Außerdem dachte Hitler an ein direktes Eingreifen von Christus, das sich seit dem Zeitraum 1996 – 2002 ereignet, und an noch andere Dinge.
    Letztlich setzen sich aber nicht Nazis durch.



    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      @Pionier:

      Auch ich habe 15 Monate als Pionier gedient, in Kärnten und der Steiermark Brücken gebaut, die heute noch stehen, also mehr als den üblichen Not- und Behelfskram ...
      ... aber sosehr Ihr Nick mir deswegen sampathisch erscheint, so sehr muss ich Sie vor dem Gebrauch von Crack, LSD, Mescalin, Pot und anderen Rauschdrogen warnen. Ihr Posting offenbart einen hohen Einfluß derselbven.

    • Leopold Koller (kein Partner)

      Komisch, Aurelius, das Gleiche hab' ich mir auch gedacht.

  13. Elmar Leimgruber (kein Partner)

    Wer wie Gauck letztlich nicht nur alle Parteien (außer der Linken: aus verständlichen Gründen, denn immerhin geht die aus der SED hervor, die Gauck bekämpft hat) um sich vereinen, sondern auch noch alle wichtigen Medien des Landes (und damit neben der Öffentlichkeit auch die Bevölkerung) für sich hat, der hat nach all den medial erzeugten Skandalen ein gewaltiges Problem: Die Erwartungen an ihn sind jetzt schon viel zu hoch.
    Sollte Gauck aber -aus welchen Gründen auch immer- scheitern, dann kann man dieses Mal mit Sicherheit nicht (mehr) Merkel die Schuld dafür zuschieben.
    Vgl. meine Analyse zum Thema:
    http://www.redakteur.cc/deutschland-hat-den-super-gauck/



  14. Ambra

    Ich kann Merkel nicht als "Verliererin" sehen, sondern denke, daß ihr das Nachgeben à la longue Sympathien eintragen wird, da sie Deutschland damit einiges erspart hat. Gesiegt hat ihr Pragmatismus und das finde ich gut.

    Gauck hat sicher sehr viel Positives vorzuweisen. Trotzdem erlaube ich mir eine Frage: ich höre in diesen Tagen so oft, daß er eine "hohe moralische Instanz" sei. Ein Mann, der mit seiner Frau vier Kinder hat, sich von dieser vor 20 Jahren trennt, danach mit einer um ca 20 Jahre jüngeren Lebensgefährtin lebt ohne sich von seiner Frau scheiden zu lassen und die Neue zu heiraten, aber überlegt, als Bundespräsident vielleicht doch diese Schritte zu tun, ist für mich wirklich keine hohe moralische Instanz.
    Noch weniger, wenn es sich um einen Theologen und ehemaligen protestantischen Pastor handelt....



    • terbuan

      Liebe Ambra,
      aus seiner Biografie wissen wir nur, dass er 1959 seine Hansi geheiratet hat, mit ihr 4 Kinder hat und seit 1991 von ihr getrennt lebt. Seit 2000 hat er eine Beziehung mit einer deutschen Journalistin. Warum und mehr wissen wir nicht, was die Gründe und die Ursachen für dieses persönliche Schicksal sind, ist und sollte uns auch verborgen bleiben. Das Schicksal geht oft seltsame Wege!
      Beste Grüße
      terbuan

  15. numerus clausel (kein Partner)

    Gauck ist ein Gau(c)kler! Das wird sich früher als erwartet zeigen. Noch so ein Ossi, angeblich ein Widerständler, ob das nicht ein gewolltes Spiel ist?



    • Ambra

      Lieber Terbuan,
      natürlich gibt es Schicksale aller Art und niemand weiß die Hintergründe, warum Beziehungen scheitern etc. Damit habe ich kein Problem. Aber für mich ist jemand keine hohe moralische Instanz (und dies hörte ich in den letzten Tagen mehrfach), der nicht KLARHEIT in seine Verhältnisse bringt bzw es dann für möglich hält, wenn es für ein Amt besser wäre. Nur darum geht es mir.

  16. Holmes (kein Partner)

    Der grünrote Sender ORF titelte heute "Merkels bittere Niederlage" und berichtet wohlwollend über die Weisheit von Dickmann Sigmar Gabriel und Pippi Langstrumpf Claudia Roth, die schon immer gewusst hatten, was Deutschland und der Welt guttut.



  17. Gandalf

    Also, entgegen dem mainstream im blog, ich bleibe dabei: Gauck ist KEINE tolle Wahl.



    • terbuan

      Es ist Ihnen natürlich unbenommen, werter Gandalf,
      der entscheidende Punkt wird jedoch demnächst aktuell werden:
      Wird Gauck bereit sein, die für Deutschland desaströsen EMS-Gesetze gegenzeichnen (unser HBP wird dies natürlich für unser Land tun) oder wird er sich weigern.
      Falls er sich weigert, steht einem neuerlichen Präsidentenabschuss seitens der linken Tintenstrolche nichts im Wege, in der Asservatenkammer liegt ja noch die Nazikeule, Vater und Mutter von Gauck waren schließlich Mitglieder der NSDAP!

    • Gandalf

      @terbuan:
      Danke; schön langsam werde ich nachdenklich. Vielleicht war ich doch zu voreilig? Sollte da von der linken Presse tatsächlich die NS - Keule hervorgeholt werden, sähe die Sache natürlich ganz anders aus. Meine Aversion gegen Gauck leitet sich von der Skepsis eines - durchaus überzeugten - Protestanten gegen diejenigen, die derzeit vermeinen, die evangelische Amtskirche zu repräsentieren, (wie etwa in Deutschland die unselige Frau Kässmann oder in Österreich der unselige Herr Bünker) her. Mag sein, ungerecht, aber hoffentlich nicht unverständlich. Was Gauck betrifft: nun, wir werden ja sehen!

    • Ch. Seidl (kein Partner)

      @Gandalf: Ich hoffe ja nicht, dass Ihnen Gauck nun plötzlich einfach deshalb erträglicher zu sein beginnt, weil seine Eltern Pg waren... Abgesehen davon repräsentiert er nicht die evangelische Amtskirche, er war ja schließlich kein Bischof. Und wenn Sie schon bei der letzten Wahl 2010 ein wenig in deutschen Blättern – ob rechts oder links – gelesen hätten, dann hätten Sie gemerkt, dass Gauck von SPD und Grünen nicht deshalb vorgeschlagen worden ist, weil er diesen Parteien so nahe gewesen wäre, sondern um mit einem betont bürgerlichen Kandidaten die Regierung zu verunsichern.

      @terbuan: Es waren nicht die "linken Tintenstrolche", die Wulff abgeschossen haben. Lesen Sie die einschlägigen Leitartikel in der FAZ!

    • terbuan

      Ch. Seidl
      Ich habe schon an anderer Stelle meine Meinung zur Medienkampagne gegen Wulff geäußert, er war selbst Schuld daran, so kann man u.a. mit der Bild-Zeitung nicht umgehen, weder die FAZ noch die Bild gehören zu den von mir apostrophierten "Roten Tintenstrolchen", aber diese haben sich wohllüstig draufgesetzt und werden jede ihnen passende Äußerung des kommenden BP zum Anlass nehmen um gegen ihn zu hetzen; und wenn es nur um seine Herkunft aus einem nationalsozialistischen Elternhaus geht! (Hatten wir dies nicht schon alles einmal bei einem gewissen Jörg Haider?)

    • Gandalf

      @ Ch.Seidl:
      Ob die Eltern von Gauck Nazis waren oder nicht ist mir herzlich egal. Unerträglich fände ich es lediglich, wenn die Medien - ich vermeide hier bewusst den Zusatz "linken"- auf dieser Tatsache, die von Herrn Gauck ja nicht geändert werden kann, im Bedarfsfalle eine Hetzcampagne aufbauen sollten, wie das ja gerade in Österreich so ähnlich schon vorgekommen sein soll. Und was die bürgerliche Orientierung von Herrn Gauck betrifft: Ja, ich lese auch Zeitungen. Aber wenn einer sich so bürgerlich geriert und sich dann zwei mal von den Sozialisten und grünen Kommunisten auf den Schild heben lässt, muss er schon einen sehr guten Magen haben.

    • Reinhard (kein Partner)

      In Deutschland ist diese Kultur der Vernaderung (Sippenhaftung) zum Glück nicht so stark ausgeprägt wie hier in Österreich. Der Versuch, gegen einen sich bisher besonnen und integer verhaltenden Mann über sein Elternhaus vorzugehen, würde in Deutschland sehr schnell zu einer ablehnenden Stimmung der Bevölkerung gegen die Hetzer führen.
      Da muss man ihm schon direkt an die Hose pinkeln können, und ich gehe jede Wette ein, dass es bereits eine Handvoll Leute gibt, die in den Archiven wühlen...

    • Undine

      @terbuan

      "... in der Asservatenkammer liegt ja noch die Nazikeule, Vater und Mutter von Gauck waren schließlich Mitglieder der NSDAP"

      Da kann man nur hoffen, daß sich Gauck nicht dazu verleiten läßt, sich von seinen Eltern aus diesem Grund zu "distanzieren" und dauernd entschuldigende Kniefälle zu machen! Das hat er nicht nötig.

      Wirklich schlimm und sehr peinlich fände ich an Gaucks Stelle nur die Zustimmung der beiden widerlichen Figuren Claudia Roth und Cem Özdemir.

    • Florin

      "..beiden widerlichen Figuren Claudia Roth und Cem Özdemir"

      Bravo Undine! Sie sind mutiger als ich, indem Sie es klar aussprechen. Diese beiden sind wirklich degoutant!

    • Gandalf

      @Undine:
      Danke - Sie sprechen es beherzt aus: Eigentlich müsste Herr Gauck, wenn er gefragt wird, ob er seine Wahl annehme, sagen: Ja, obwohl mich auch die Grünen gewählt haben...

  18. terbuan

    Zwei Kommentare abseits des mainstreams sollten sich die geschätzten Poster anläßlich der Desiginierung von Joachim Gauck zu Gemüte führen:

    1. Jan Fleischhauer im Spiegel-online: "Puritanismus, hilf"

    "Das säkulare Deutschland achtet streng auf die Kirchenferne des Staates. Aber wenn es ernst wird, müssen doch die Männer Gottes nach vorn. Bei der Kandidatensuche für das Amt des Bundespräsidenten lag die Wahl am Ende zwischen Bischof Huber und Pastor Gauck. mehr....

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816422,00.html

    2. Lion Edler in eigentümlich frei: "Joachim Gauck: Ein Präsident gegen die deutsche Angst?"
    "
    Eine der überzeugendsten Antworten auf die Frage, warum man sich über die gestrige Designierung von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten freuen darf, liefert der Online-Kommentarbereich des ,,Neuen Deutschland“. Dort wird Gauck im ersten Kommentar-Statement unter jenem Bericht, der seine Kür zum Bundespräsidenten vermeldet, als ,,Wunschkandidat des deutschen Kapitals“ sowie als ,,ein kriegs- und kapitalismusgeiler Dreckspfaffe“ denunziert. Nun mache die Kampagne gegen Wulff Sinn, erklärt der Autor, denn Wulff sei wohl ,,nicht rechts genug“ gewesen. Und auch im Kommentarbereich der ebenso knallroten „taz“ hieß es schnell wenig milde von einem gewissen ,,Ungeheuerlich“, Gauck sei ,,ein Neoliberaler der übelsten Sorte, ein Anti-Pazifist sozusagen das Maschinengewehr Gottes“. Der Grund für das Wundenlecken ist verständlich: Der Vorredner des eben Zitierten befürchtet, SPD und Grüne hätten nun ,,für einen konservativen, religiösen, zumindest neoliberal angehauchten Bundespräsidenten gesorgt. Jemand, der Sarrazin mutig und größere Kontrolle der Finanzmärkte populistisch findet. Der für alles andere als einen modernen Lebensentwurf steht.“ Allein wegen solcher Kommentare: Man mache ein Fass auf wegen der gestrigen Entscheidung! mehr.......

    http://ef-magazin.de/2012/02/20/3424-joachim-gauck-ein-praesident-gegen-die-deutsche-angst



    • Xymmachos

      Danke, @terbuan! Hinweise wie dieser ersparen das laufende Aufsuchen anderer Websites, die man, so gut & wertvoll sie sind, über den A.U.-Blog doch immer wieder vernachlässigt.

  19. schreyvogel

    In Deutschland hat der Bundespräsident genau so wenig Macht wie in Österreich. Hauptsache er kann schön reden. Gauckel genügt daher.



    • schreyvogel

      Gauck natürlich. Karl Knaller hat mich verwirrt.

    • Gandalf

      @schreyvogel:
      Keine Entschuldigung nötig: Danke für die Wortschöpfung! Mehr als ein "Bierleiter Gauckel" ist ja ohnehin nicht zu erwarten.

  20. Helmut Oswald

    Ein gutes Stück Politik in einer Zeit, die arm ist an guter Politik.



  21. Karl Knaller

    Ist seine Frau nicht die GUNDEL GAUCKELEI? Die kenn' ich nämlich aus meiner Lieblingslektüre. Und Entenhausen paßt ja ins Bild...



    • Gandalf

      Bisher waren nur die EU und ihre Organe (Micky van Rompoy, Dais Ashton) entenhausen- stämmig. Mit der Designierung des Herrn Gauck, vor allem unter den gegebenen Umständen, hat sich auch der bis gestern wichtigste Staat Europas auf den Weg ins Lächerliche gemacht. Viel Vergnügen!

    • Wertkonservativer

      Ziemlich viele "Gau(c)kelspiele" heute (auch oberhalb!).

      So viel Geist- und Witz-Versprühung am Rosenmontag!

      Lei, lei!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Karl Knaller

      Das mit der GUNDEL GAUCKELEY (mit "Y" paßt's) ist mir jetzt nachträglich, wo sich die "partnerschaftlichen" Verhältnisse des Herrn Gauck bis zu mir herumgesprochen haben, richtig peinlich! Die arme verlassene (aber von ihm [noch] nicht geschiedene) Mutter seiner vier Kinder tut mir aufrichtig leid. Und vielleicht lieg' ich mit der GUNDEL ... , die bekanntlich eine Hexe ist, vielleicht doch nicht so falsch? Michele Obama freut sich, wie man hört, schon auf den ersten Staatsbesuch...

  22. Roland Wagner

    Man sieht den Unterschied zwischen D und Ö.
    Wenn in D jemand, der darüber hinaus nicht geeignet war, wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten muss, ist es möglich eine respektable Persönlichkeit zu finden, die geeignet und willens ist, die Aufgabe anzunehmen. Wenn der Politschachzug gescheitert ist - Wulff war nichts anderes -, kehrt Vernunft und Augenmass ein.
    Im Übrigen wie in Baden-Württemberg, wo kein Grüner, sondern ein Anständiger zum Minsterpräsident gewählt wurde; und wo trotz grünem MP Stuttgart 21 gebaut wird und der grüne MP kein Problem hat, wenn Demonstranten von der Polizei expediert werden.
    Hier die Politik, dort das Volk - einmal per Wahl und einmal per Volksabstimmung. In Ö? Da wird nur versucht, den anderen noch mehr anzupatzen, als man selbst im Mist sitzt, damit man der relativ sauberste ist. Respektable Persönlichkeiten fehlen vollständig und Besserung ist nicht in Sicht.
    Bei Siemens war der Sumpf größer als das heimische Telekom-Desaster. Dort war nach zwei Jahren alles erledigt, bei uns wird sich nichts ändern.
    Schrecklich eigentlich



    • logiker2

      ja, wer unter den dreckigen der weniger dreckige ist, bezeichnet die österreichische Polit- als auch Medienkultur sehr treffend, wobei sich die Frage stellt wieviel Dreck eigendlich eine Demokratie verträgt, wann wird sie im Dreck ersticken? Wobei der Trend erkennbar ist, je mehr die Linken Gefahr laufen ihre Macht und Pfründe zu verlieren, umso dreckiger wird es.

  23. Josef Maierhofer

    Hoffen wir das Beste.

    Wenn Herr Gauck schon bisher für die Vernunft und für die Menschen eingetreten ist, warum sollte er das dann als Bundespräsident nicht auch tun ?

    Ich glaube schon, dass es eine gute Wahl sein wird. Wir werden es ja sehen.

    Das 'Ossi' - Ungleichgewicht sollte doch bei den 'Wessis' keine Probleme darstellen, wenn es die besten sind, die man gewählt hat, was ich von einer Frau Merkel nicht sagen kann. Ihr 'Mainstream' Gesäusel und ihr Masochismus gegen die Deutschen zugunsten der EU und deren Finanzsündern wird ihr wohl bald den Kragen gekostet haben, intern zumindest. Obwohl man sagen muss, dass sie von ihrer eher linken Spur überzeugt zu sein scheint und auch davon, das Beste zu tun.

    Ich wünschen den Deutschen mit Gauck alles Gute, vielleicht gelingt es ihm, positive Impulse zu setzen.



  24. Observer

    1. Das Amt des deutschen Bundespräsidenten ist eigentlich sehr eingeschränkt, denn in die wichtige Tagespolitik hat er kaum Einfluss. So ist es eigentlich nur ein "Repräsentationsjob". Ähnliches trifft auch auf Österreich zu, wo sich Fischer auf wenige administrative Aufgaben beschränken muss. In Frankreich, USA und anderswo ist es ganz andres. Die Schweiz hat gleich einen anderen Weg gewählt, wo jeweils ein Bundesrat (entspricht einem unserer Minister) für ein Jahr "nebenbei" diesen Titel trägt und im Ausland nur als Bundesrat auftritt.

    2. Die Bundespräsidentenwahl geschieht in Deutschland (warum nicht auch in Österreich?) durch die Bundesversammlung, also von allen Abgeordneten des Bundesrates und der Länderkammer. Wenn schon im Vorfeld feststeht, welcher Kanditat gewählt wird (gibt es überhaupt einen Gegenkanditaten?), dann erinnert mich so eine Wahl an China und Nordkorea. Wahl bedeutet für mich, dass man zwischen zwei oder mehreren Kanditaten auswählen kann, in Deutschland ist es diesmal nur ein "durchwinken".



  25. Anton Volpini

    Ich bin sprachlos über das, was so in der Politik alles möglich ist!

    Noch vorvorgestern wurde Joachim Gauck in allen ORF Kommentaren abgelehnt, hauptsächlich deshalb, weil er den Verfassungsschutz für die Observierung einiger Politiker der Linken Partei gefordert hatte. Er hatte es darüber hinaus auch tatsächlich gewagt, Thilo Sarrazins Buch als politisch vorbildlich zu bezeichnen.
    Noch vorgestern hatte ihn BK Angela Merkel kategorisch abgelehnt, wie immer in ihrer alternativlosen Art, ohne nähere Gründe zu nennen.

    Und gestern Abend hielt sie mit ihm zusammen eine Pressekonferenz, in der sie ihn als einen der Ihren bezeichnete, wo er doch in der DDR das gleiche mitmachen mußte wie sie.
    Es schaut so aus, als ob Joachim Gauck das Herz am rechten Fleck hat. In seiner machtpolitisch eingeschränkten Funktion als Bundespräsident kann er zumindest sozialromantische Anwandlungen in Richtung einer neuen Sozialistendiktatur, wie sie in Deutschland inzwischen wieder öfters laut angedacht wurden, eine deutliche Absage erteilen. Er kann sich auch zum Migrantenthema anders äußern als Wulff. Und was wird er zum schnöden Mammon sagen??

    Schaun ma mal!



  26. Wertkonservativer

    Ja, Gauck ist eine tolle Wahl(möglichkeit)!

    Der Mann hat Verdienste um sein Land, ist charakterlich wohl untadelig, stellt was dar, wirkt absolut authentisch!
    Her mit ihm!

    Zu Merkel: Fehler machen wir alle, nur kommen sie bei Menschen "auf der Bühne" halt mehr in den Vordergrund, werden zerpflückt und bekrittelt.
    Sie wird sich wohl denken, dass man im Nachhinein meist klüger ist!

    Trotzdem: die Frau hat Mut und ist nicht zu beneiden! Sie wird auch mit Gauck zurechtkommen! Ich bin ein Merkel-Fan!!!

    (mail, to: gerhard@michler.at)



    • Wertkonservativer

      Nun, ich habe gestern spätabends wegen familiärer Verpflichtungen die "News" nicht verfolgt; aus A.U.'s Kommentar hatte ich (noch im Morgen-Aufwach-Prozess) nicht die endgültige Merkel-Entscheidung für Gauck noch nicht herausgelesen!

      Nun ist ja alles klar: gut so!

  27. brechstange

    @terbuan

    Sie haben ja doch auf uns gehört, die Deutschen. :-))))

    Pragmatismus hat in Deutschland gesiegt, Frau Merkels Schachzug war ein guter, ein Schwächung durch langes Gezerre im europäischen Verhandlungsmarathon wäre alles andere als vorteilhaft gewesen.

    Nun können wir nur noch hoffen, dass sollte der Bundestag diesen wahnwitzigen ESM durchwinken, dass Gauck die Notbremse zieht. Auf unsere Kasperl brauchen wir ja nicht zu hoffen, dass diese ihr Hirn einschalten.



    • terbuan

      Ja brechstange,
      und es ist ja geradezu kurios, dass Gauck ausgerechnet von Wien praktisch direkt in das Schloss Bellevue geflogen ist. Aus Wien, dort wo sein Gegenmodell dieses Amt gelinde gesagt grottenschlecht ausübt!
      Es ist wahrlich zu hoffen, dass sich die Merkel nach dem Durchwinken der ESM-Geseze bei der notwendigen Gegenzeichnung durch Gauck die Zähne ausbeisst!

      Ich wünsche dem Joachim Gauck viel Glück bei der Ausübung seines Amtes, meine vollen Sympathien hat er!

  28. Gandalf

    Grundsätzlich ist es doch völlig egal, wer da in dem verwunschenen Schlössl im Berliner Tiergarten sitzt. Aber ich wünsche allen, inklusive unseres Blogmasters, dass sie auch nach den ersten peinlichen Auftritten des neuen deutschen Präsidenten (und die kommen sicher!) noch Lust zum Jubeln haben. Und Frau Merkel hat mit heutigem Abend abgedankt; schade. Gott schütze Deutschland - naja, vielleicht hilft es wenigstens auf dieser Ebene, dass der neue Bundespräsident irgendwann einmal ein Gottesmann war - oder das zumindest jetzt kultiviert wird.



    • plusminus

      Ursula von der Leyen wäre die richtige Wahl gewesen, dann wäre das "Schlössl" wenigstens ausgelastet mit 7 Kindern! *g*

    • JT (kein Partner)

      Sehr richtig! Denn Gauck ist im Gegensatz zu von der Leyen tatsächlich weniger Ausgelastet: Die Ehefrau lässt er mitsamt den 4 Kindern links liegen und kümmert sich um die neue Moral - also um eine "Nullmenge" (man kann auch "Nichts" sagen)!

  29. Amtsbekannt

    Ein Erfolg für Deutschland, die FDP?

    Wohl eher ein Erfolg der linken Medien. Wulff wurde vieles - aber nichts strafbares - unterstellt und soweit Druck gemacht bis er zurücktrat.
    Kennen wir etwas Ähnliches in Österreich? Werden hier nicht sämtliche Trittbrettfahrer, welche auch nur ein Hauch von S-Blau anhaftet verfolgt bis ins letzte Eck?

    Mich erinnert dies eher an die trojanische Geschichte, sie wissen, die mit dem Pferd, Pferd? Ach ja, da gab es ja einmal einen VP-Nahen Kandidaten für das Präsidentenamt.
    Linke Medien? Ja, auch dieser wurde bis zum Schluss verfolgt - medial natürlich.
    Kann man denn erwarten das unsere "objektiven" Medien vom Spatzerl-Liebhaber im EU Parlament berichten? Ach geh, waren doch nur sex. Experimente mit Kindern. Ja und so manche "News" findet man eben in solchen Blattln nicht.

    Jetzt habe ich aber das eigentliche Thema verfehlt.
    Ja, um Gauck ging es. Ja, super.



  30. Undine

    A.U. schreibt:

    "Gauck wäre aber für das Land ein massiv positives Signal. Er wäre nach dem Tschechen Havel, dem Ungarn Orban und einigen Polen wie Lech Walesa ein weiterer Spitzenmann, der aus dem direkten Widerstand gegen den Kommunismus gekommen ist. All diese Männer haben damals Mut und Charakter gezeigt – und seither vor allem große Widerstandskraft gegen linke Sprüche."

    Eigentlich müßten jetzt wirklich alle aufatmen können, daß nicht lange gefackelt wurde, sondern blitzschnell ein Nachfolger für den farblosen Wulff gefunden worden ist.

    Joachim Gauck verfügt über Charisma und vor allem über eine große Portion Lebensweisheit, vermutlich über weitaus mehr, als jeder mögliche Kandidat aus dem "Westen" Deutschlands aus gegebenen Umständen aufzuweisen gehabt hätte.

    Er ist ein ausgezeichneter, mitreißender Redner--nicht so eine fade Schlafhaube wie sein österr. Pendent!---er hat Humor und ist vielleicht, obwohl ein Kandidat der Linken, doch kein Linker a la Schröder, Lafontaine oder gar der üble Wendehals Gysi.
    Er ist vermutlich weitaus weniger links als der ehem. CDU-Mann Heiner Geißler und etliche andere CSU-CDU-Leute. Ja, und er hat nicht in den Chor der Sarrazin-Feinde eingestimmt!

    Davon kann man überzeugt sein: Er ist sicher immun gegen linke Sprüche. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er sich einer DDR-Nostalgie hingibt, dazu durfte er vielzu vernünftig zu sein. Wollen wir hoffen, daß unsere Nachbarn einen guten Griff getan haben.



    • Gandalf

      @Undine:
      Herr Gauck braucht nicht gegen linke Sprüche immun zu sein: Er ist selbst durch und durch ein Linker! Wer sich nicht ein-, sondern sogar zweimal von den Sozialisten und ihren noch linkeren grünen Spiessgesellen auf den Schild heben liess, hat jeden Anspruch auf Nachsicht verspielt. Meine Hochachtung hätte ihm gehört, wenn er die nunmehrige Nominierung als ehrend anerkannt, aber nicht angenommen hätte,

    • Undine

      @Gandalf

      Da mir Ihre Meinungen immer sehr zusagen, mache ich mir natürlich Gedanken wegen Ihrer Bedenken.
      Meine Überlegungen gehen davon aus, daß Joachim Gauck als von den Linksparteien präsentierter Kandidat, dem wohl eine gewisse Eitelkeit nicht abzusprechen ist, es sich viel eher leisten kann als ein Kandidat der Rechtsparteien, wider den Stachel zu löcken. Er scheint mir nicht der Typ zu sein, der nachplappert, was die Partei vorgibt.

      Da es ihm schon von Jugend an gelungen ist, nicht überall mitzumachen (Jugendweihe etc), was in der DDR zu den Pflichtübungen gehörte, ist zu hoffen, daß er auch als Präsident aus seinem Herzen keine Mördergrube machen wird.

      Sollte er allerdings, wie der Rechte Wulff, jemals einen Satz im Sinne von "Der Islam gehört zu Deutschland" äußern, wäre er eine sehr schlechte Wahl gewesen und Sie behielten--leider--Recht!Und so bleibt die Hoffnung, daß sich die Linken an ihm die Zähne ausbeißen werden müssen!

    • Undine

      Ja, und noch etwas, was FÜR Gauck spricht: sollte er tatsächlich das Herz am rechten Fleck haben und von der (linken) Parteilinie abweichende Meinungen kundtun, was ich von ihm erwarte und erhoffe, werden sich nicht nur die Linkspolitiker schwer tun, da er ihr Kandidat ist, sondern vor allem die LINKEN MEDIEN! Denn nur DIESE sind es, die regelmäßig gnadenlos einen politischen Gegner hinrichten, weil sie die dafür nötige Skrupellosigkeit aufbringen. Bei Gauck hätten sie kein so leichtes Spiel.

  31. libertus

    Es ist Deutschland zu wünschen, daß Gauck nun hält was er verspricht und das Land als Bundespräsident endlich in ruhigeres Gewässer führt.

    Für Merkel sehe ich durchaus positive Aspekte, hat sie schließlich bewiesen, sich keinem ideologischen Starrsinn hinzugeben, sondern nach Adenauers Motto zu handeln "es hindert mich nichts daran, jeden Tag gescheiter zu werden"!

    Damit steht sie eher auf der Gewinnerseite und wirkt nicht als "über den Tisch gezogen"!



    • terbuan

      Die FDP hat hoch gepokert und die Frau Merkel erpresst. Beide Parteien fürchten nichts mehr als Neuwahlen, vor allem die FDP die in den Umfragen bei 2-3% herumdümpelt!

    • Ch. Seidl (kein Partner)

      @libertus: Zum Adenauerzitat: So gewählt hat der sich nicht ausgedrückt. Was Sie zitieren, ist ein altes griechisches Sprichwort ("gerásko d'aieì pollà didaskómenos" = ich werde älter und lerne ständig vieles [dazu]). Adenauer hat gesagt:

      "Wat kümmert mich mein Jeschwätz von jestern?"

    • Clemens Taferner (kein Partner)

      Nun ja, Ihre Worte in allen Ehren, doch was soll die Formulierung, "...das Land als Bundespräsident endlich in ruhigeres Gewässer führt"? Zum einen befindet sich Deutschland keineswegs in unruhigen Gewässern, zum anderen ist der Bundespräsident wohl mangels Kompetenzen der am wenigsten geeignete, um das Staatsschiff gegebenenfalls irgendwo hin zu steuern. Also lassen wir die Kirche im Dorf. Gauck wird nicht besser und nicht schlechter agieren als die Herren vor ihm, und was seinen "Widerstand" betrifft: Die Schergen und Denunzianten arbeiten schon...leider recht erfolgreich. Warten Sie's ab.

    • Undine

      Ich erinnere mich jetzt gar nicht genau an die Bestellung der letzten deutschen Bundespräsidenten; aber wären da auch schon vom ersten Tag an so viele Steine geworfen worden, wäre mir das sicher in (unangenehmer) Erinnerung geblieben. Nun wird's halt so sein, daß die "Sitten" seither einfach etwas "rauer" geworden sind und die Leute hysterischer.

  32. M.S.

    Es ist zu hoffen, dass Deutschland nun mit Gauck wieder eine wirkliche Persönlichkeit im Bundespräsidentenamt besitzt. Der Mann hat politische Erfahrung und wenn er auch noch Mut und Charakter hat, was die wichtigsten Eigenschaften eines Bundespräsidenten sind, kann man erwarten, dass er sein Amt überparteilich und weise ausübt. Man soll zwar den Tag nicht vor dem Abend loben, aber ein gewisser Optimismus ist in diesem Falle durchaus berechtigt.







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