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Südtirol oder: Wenn Träume in Erfüllung zu gehen drohen

Manche sehnliche Wünsche nähern sich erst dann in Verwirklichung, wenn man das Interesse an ihrer Erfüllung längst verloren hat. Die meisten Erwachsenen sind halt nicht mehr interessiert, wenn sie eines Tages das einst unerreichbar gewesene Kinderspielzeug geschenkt bekommen. Sollte das auch mit den nun schon 90 Jahre alten Wünschen der Südtiroler der Fall sein, den Status als italienische Kriegsbeute zu verlieren? Das wäre frappierend, war doch Südtirol vor einer Generation noch eines der heikelsten Probleme Europas.

Durch die existenzielle Krise Italiens ist die Chance der Südtiroler, nach einem Jahrhundert der italienischen Herrschaft ihr Schicksal wieder selbst bestimmen zu können, jedenfalls wieder gewachsen. Nur in den unmittelbaren Nachkriegsmonaten des Jahres 1945 hat es schon einmal ein ähnliches Fenster gegeben, durch das der Blick auf das – damals – heftig ersehnte Selbstbestimmungsrecht geöffnet worden ist.

Macht Schuldenkrise einen Freikauf denkbar?

Freilich sollte man die Lage nüchtern betrachten. Noch denkt in Italien kaum jemand ernsthaft daran, eine Sezession Südtirols zuzulassen. Aber die sich rapide verschlechternde wirtschaftliche Situation könnte die seit einigen Wochen kursierenden Südtiroler Vorschläge, sich die Freiheit gleichsam zurückzukaufen, sehr rasch aktuell machen. Südtirol ist in den letzten Jahrzehnten vom Armenhaus zu einer der reichsten Provinzen Europas geworden und kann sich daher etliches leisten. Nach dem jahrelangen Freiheitskampf hat das Südtirolpaket 1969 den Südtirolern eine teilweise Autonomie und vor allem viel Geld gebracht.

Noch mehr könnte sich Südtirols Chancen erhöhen, sollte parallel der Sezessionswunsch der Lega Nord in Erfüllung gehen. Die Lega kämpft seit etlichen Jahren vehement für eine weitgehende oder sogar totale Trennung des Nordens (insbesondere der ehemals habsburgischen Regionen Lombardei, Venetiens und Friauls) von Mittel- und Süditalien. Damit würden dort Grenzen, die über fast eineinhalb Jahrtausende bis tief ins 19. Jahrhundert kulturbildend gewirkt haben, wieder neu erstehen. Damit wären aber auch Südtirols Grenzen zur Disposition gestellt. Denn damit wäre der Anspruch des panitalienischen Nationalismus auf den Alpenhauptkamm als Grenze verloren.

Natürlich ist auch eine Erfüllung der Lega-Pläne nach wie vor unrealistisch. Die Lega hat zwar von Silvio Berlusconi – selbst ein Norditaliener – im Gegenzug für die Mehrheitsbeschaffung immer wieder Zusagen für mehr Eigenständigkeit des Nordens erhalten. Aber Berlusconi ist letztlich einer Einlösung immer wieder entkommen.

Der Leidensdruck ist verschwunden

Für eine Realisierung aller Sezessions-Pläne fehlt aber neben der Zustimmung in Italien noch etwas zweites: ein klarer Wille der Südtiroler. Dort ist nämlich eine neue Generation erwachsen, die sich mit diesen Fragen nicht mehr wirklich tiefgehend befasst. Die kaum noch Leidensdruck als Folge der Zugehörigkeit zu Italien empfindet.

Die politische Führung der Südtiroler hat zwar nie auf das Selbstbestimmungsrecht verzichtet, hat diese Forderung aber nach Abschluss des Südtirolpakets nicht mehr forciert. Sie macht seither einen intellektuell nur schwer nachvollziehbaren Unterschied zwischen Selbstbestimmungsrecht und Anspruch auf dieses Recht.

Dieser Eiertanz war sozusagen eine stillschweigende Gegenleistung für die weitgehenden finanziellen Konzessionen der Italiener. Parallel dazu hat auch in der Südtiroler Bevölkerung der Leidensdruck stark abgenommen. Südtirol war einst bitterarm und ist heute sehr reich. Überdies ist durch den österreichischen EU-Beitritt und den Schengen-Vertrag am Brenner die einst so explosive Staatsgrenze gar nicht mehr sichtbar.

Autonomie in 60 Punkten verletzt

Nun aber ändern sich die Rahmenbedingungen wieder. Das Sanierungspaket Mario Montis fährt mit einem unbarmherzigen Rasenmäher auch über die Rechte der Südtiroler drüber. Wenn in Italien viele Regelungen liberalisiert werden, viele Tätigkeiten nicht mehr an Konzessionen gebunden sind, dann lösen sich natürlich auch die autonomen Regelungen der Südtiroler auf. In Bozen spricht man davon, dass die Autonomie in nicht weniger als 60 Punkten betroffen ist.

Die Südtiroler spüren plötzlich wieder massiv, dass sie halt doch Teil Italiens sind, und dass die Benefizien der letzten Jahrzehnte doch nur auf fragiler Grundlage gestanden sind. Daher wird sich in den nächsten Monaten die Los-von-Rom-Stimmung der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung zweifellos wieder vergrößern.

Wenn das eintritt, dann kommt aber auch die österreichische Seite ins Spiel. Sind die Österreicher überhaupt noch an einer Heimkehr Südtirols interessiert? In der Alpenrepublik ist inzwischen eine ganze Generation nachgewachsen, für die Südtirol nie ein Thema gewesen ist. Das gilt sowohl für die Bevölkerung wie auch die Politik. Bei der ja die Absenz einer Außenpolitik jeglicher Art seit einigen Jahren oberste Regierungslinie ist. Diese enorm gewachsene Gleichgültigkeit paart sich in Nordtirol selbst zum Teil auch mit einem gewissen Neid auf den wirtschaftlichen Überholkurs der Landsleute südlich des Brenners.

1945 war Südtirol noch das zentrale Thema

Diese Gefühle stehen im massiven Gegensatz zu früheren Jahrzehnten. Sowohl nach dem ersten Weltkrieg wie auch noch viel mehr nach dem zweiten war die Forderung nach dem Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler oberstes nationales Anliegen der Alpenrepublik gewesen. Historiker stellen erstaunt fest, dass dieses Verlangen in Österreich nach 1945 sogar lauter gewesen ist als etwa der Ruf nach einem Staatsvertrag oder einem Abzug der Besatzungsmächte.

Auch noch in den 60er Jahren haben die Sympathien mit dem Südtiroler Freiheitskampf – und seinen Bomben vor allem auf Hochspannungsleitungen oder italienische Denkmäler – und den dann in italienischen Gefängnissen gefolterten Bombenlegern ganz Österreich zutiefst bewegt. Nicht nur bürgerliche Österreicher wie Fritz Molden oder Gerd Bacher unterstützten mehr oder weniger insgeheim die Kämpfer, sondern etwa auch Bruno Kreisky. Und die Bürger bangten und hofften sowieso ganz offen mit den Südtirolern.

Deren Kampf hatte ja dann trotz seiner brutalen Unterdrückung mit Erringung der Teilautonomie auch zumindest einen teilweisen Erfolg. Eine ungeplante und heute erst sichtbar gewordene Nachwirkung dieser Autonomie war aber, dass in Österreich seit den 70er Jahren schlagartig das Interesse an Südtirol verloren gegangen ist. Weder in den Medien noch in den Schulen noch an den Stammtischen ist heute das Los der Südtiroler ein emotional besetztes Thema.

Südtirol bekam sogar den Beigeschmack, ein rechtsradikales Anliegen zu sein – obwohl das Land von Hitler einst an Italien verraten worden ist. Dieser Verrat war eine zynische Gegenleistung für die Bündnistreue Mussolinis. Die kleine Nachkriegsrepublik setzte sich dann hingegen sehr tapfer für die Rechte der Minderheit ein.

Heute ist es aber jedenfalls eher fraglich, ob sich Politiker oder Bürger noch irgendwie für eine Heimkehr Südtirols engagieren würden, sollte sich das kleine historische Fenster noch weiter auftun. Man hat ja längst seine eigenen kleinen und derzeit großen Sorgen. Schon die von einigen Südtirolern vorangetragene Bitte, dass Südtiroler (auch) einen österreichischen Pass bekommen können sollten, ist in Wien und Innsbruck auf desinteressierte Ohren gestoßen. Hinter formaljuristischen Vorwänden verbargen sich auch viel Neid und Ahnungslosigkeit.

Ein Freistaat als Alternative?

Daher gibt es für den Fall, dass Südtirol das Selbstbestimmungsrecht anwendet, auch noch eine andere Möglichkeit: dass Südtirol statt zu Österreich zurückzukehren zu einem Freistaat wird. Dafür spricht auch die Tatsache, dass heute noch immer rund 25 Prozent der dort lebenden Menschen Italiener sind (bis zum Paket waren es sogar deutlich mehr).

Diese Italiener würden in Österreich natürlich ein umgekehrtes Minderheitenproblem darstellen, auf das dieses Land in keiner Weise vorbereitet ist.

PS.: Eine weiteres Nord-Südtiroler Thema als Folge der Schuldenkrise ist im übrigen der Brennertunnel. Selbst wenn es heute noch niemand zugeben will, scheint der Bau des Mega-Tunnels auf Grund der italienischen Finanzprobleme langfristig extrem fragwürdig. Das wird er freilich auch zunehmend auf Grund der österreichischen Defizite. Daher wächst ringsum die Überzeugung: Es wäre jetzt doppelt leichtfertig, noch irgendeinen weiteren Euro im Boden unter den Alpen zu vergraben.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das neue unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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alle Kommentare

  1. Amien (kein Partner)

    Please keep thniowrg these posts up they help tons.



  2. Hap (kein Partner)

    Peecfrt answer! That really gets to the heart of it!



  3. Brandy (kein Partner)

    9. Juni 2007Integration war mir bisher nur bennakt als die Ermittlung von Stammfunktionen und die Berechnung von Flc3a4chen .Danke David DankeDank diesem Blog lernt man einfach verdammt viel dazu.



  4. Peter Flor

    Zum Thema "Südtirol" gestern ein interessanter Beitrag in ORFIII. Dort wurde ein Stück österreichischer Geschichte erwähnt, das hierzulande fast unbekannt ist: im November 1904 wurde die Errichtung einer (juristischen) Fakultät italienischer Unterrichtssprache an der Universität Innsbruck, die von der Wiener Regierung bereits beschlossen war, an Ort und Stelle durch teils gewaltsame Demonstrationen verhindert. (Daran dürften auch Korporationsstudenten mitgewirkt haben.) Das Kronland Tirol war damals zu einem Drittel italienisch-sprachig. Auch das gehört zur Vorgeschichte des "Südtirol-Problems" - ist natürlich keine Entschuldigung für Wilson, Mussolini, Mastromattei.



  5. Dinosaurier (kein Partner)

    Die Schuldenkrise der Italiener könnte eine Chance für Südtirol sein:

    http://ausserdem.info/2011/Ist-die-Schuldenkrise-eine-Chance-fuer-Suedtirol

    Wenn der Hut brennt merken die nicht mal, wenn sich Südtirol verabschiedet.



  6. Udo (kein Partner)
  7. Uljanov (kein Partner)

    Unterberger, Südtirol ist Italien, also finden Sie sich damit ab, Sie lächerlicher Mundl!



    • Lorenz Puff (kein Partner)

      @Uljanov
      Ihre Aussage "Südtirol ist Italien" spricht Bände - Südtirol kann gar nie Italien sein, genauso können Apfel nie Birnen sein.

  8. Antigone (kein Partner)

    Dieses Schlagwort der französischen Revolution, die dem Modetrend jener Zeit entsprechend (Herder, Humboldt), die ethnisch homogene Nation zum Souverän der Demokratie erhob, ist natürlich kriminell und Ursache der die Geschichte der Revolutionen begleitenden Holokauste (Indianer, Aristokraten, Armenier, Juden, Kinder im Mutterleib ect.ect. ) . Es ist erstaunlich, daß auf diesen kriminellen Schwindel noch immer wer hereinfällt. Ich möchte nicht erleben, wie die Polizei reagierte, wenn ich mich mit den "Döblinger Regimentern" gegen die konfiskatorische Schmarotzerrepublik Österreich zur Gründung einer "Republik Döbling" erhöbe, die keine Einkommensteuer einhebt.
    Bis Nov. 1918 wurden in Innsbruck die Landesgesetzblätter für Tirol in deutscher und italienischer Sprache aufgelegt, da das historische Tirol eine christliche "gefürstete Grafschaft" mit gemischtsprachiger Bevölkerung war. Die Brennergrenze beruht zwar eingestandenermaßen auf einem Irrtum (Cooper, Woodrow Wilson, New York 2009, S. 473), hat aber Tirol vor der Vernazung gerettet - paradoxerweise auch den Deutschen Orden vor der Auflösung durch Hitler -Mussolin legte sich quer.



    • Antigone (kein Partner)

      "Schlagwort" = Selbstbestimmungsrecht der Völker
      (Ein in Böhmen, von Ignoranten aus "Cechy" mit "Tschechien" übersetzt, gebranntes Kind). Nicht die Nation ist souverän, sondern die universale Menschenwürde!

    • Antigone (kein Partner)

      Präzise Quellenangabe
      John Milton Cooper "Woodrow Wilson - a biography", New York 2009, S. 490, wohl als Eingreifen der Allmacht gegen sie nazistische Schändung Tirols zu verstehen.
      "Antigone" muß ich mich nennen, weil aus unerfindlichen Gründen das Tagebuch meinen Namen Dr. Otto Luddwig Ortner nicht nimmt. Siehe auch "wwwortnerprinceton58.at"

  9. Udo (kein Partner)

    Nachdem soetwas bei uns möglich ist :

    http://kurier.at/nachrichten/4483191-politik-von-innen-die-gruenen-in-der-krisen-pflicht.php

    wundert mich auch das nicht mehr :

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

    Die Sozis sind die neuen ......



    • Udo (kein Partner)

      Reiche ein N nach.

    • Undine

      @Udo

      Danke für die Links! Ein Kommentator schreibt die deutsche Hymne um:

      "Deutschland,Deutschland zahlt für alles

      zahlt für alles in der Welt..."

  10. Lorenz Puff (kein Partner)

    Die Landeseinheit Tirols ist seit der Annexion Süd-Tirols durch Italien verloren gegangen und konnte weder in den Jahren 1919/20 noch 1946 wieder erreicht werden. Seit der staatsrechtlich und politisch getrennten Entwicklung des Bundeslandes Tirol und Süd-Tirols ist die politische Dynamik der Selbstbestimmung auf die Landesteile übergegangen und in Nordtirol fast völlig erlahmt und verdrängt worden.
    Das Selbstbestimmungsrecht könnte sich auf einer Staatlichkeit (Nationalität) Süd-Ttirols bezihene. Es könnte nach den heute geltenden Rechtsvorstellungen und Völkerrechts­normen durch ein ethnisches Plebiszit in Südtirol und nachfolgenden Drei-Parteien-Verhandlungen zwischen Österreich, Italien und Südtirol verwirklicht werden.
    Eine einseitige Sezession von Italien kommt unter regulären Verhältnissen nur sehr schwer in Betracht, ist aber vom Völkerrecht heute als letztes Hilfsmittel gegen dauernde Menschen­rechtsverletzungen und Missachtung völkerrechtlicher Schutznormen zugunsten der Bevölkerung durchaus anerkannt.

    Bevor man diesen Weg der äußeren Selbstbestimmung – der rechtlich völlig legal, politisch aber risikoreich ist – in Angriff nimmt, muss man sich in der Volksgruppe zwischen drei Optionen entscheiden, die das Selbstbestimmungs- recht heute für Südtirol theoretisch bietet:

    a) Völkerrechtlich in Betracht kommt nach wie vor eine Wiedervereinigung mit Nord-Tirol als Bundesland der Republik Österreich, wenngleich die Chancen einer politischen Akzeptanz dieser Lösung wegen der getrennten Entwicklung und Identität der Landesteile von Jahr zu Jahr sinken.

    b) Immer mehr Anhänger findet daher die Freistaatslösung, die wiederum für Süd-Tirol alleine oder – immer weniger stark – als „Gesamtstaat Tirol“ angedacht wird.

    c) Schließlich wäre noch die Option einer Europäischen Region mit Sonderstatut (Art 299 EGV) zu erwähnen, bei der Italien – neben der EU – bestimmte Hoheitsrechte (Außenpolitik, Verteidigung u.?ä.) verbleiben, im übrigen aber weitgehende Selbständigkeit der Region gegeben ist. Das ist das Modell bestimmter Inseln (Azoren, Madeira, Kanarische Inseln, Ålandinseln, Kanalinseln, Insel Man, Grönland u.?a.), die zwar als „Hoheitsgebiete“ europäischer Staaten gelten, tatsächlich aber eine staatsähnliche Selbstregierung aufweisen. Im Ergebnis nähert sich diese Sonderstellung einem – unter europäischem Schutz stehenden – Kondominium zwischen Italien und Südtirol an, das es gegenwärtig etwa für eine Reihe überseeischer Länder und Hoheitsgebiete europäischer Staaten gibt.

    Schöne Grüße aus Bozen in Tirol
    Lorenz Puff
    Hauptausschussmitglied der Süd-Tiroler Freiheit
    Freies Bündnis für Tirol



    • Undine

      @Lorenz Puff

      *******!
      Danke für den außerordentlich interessanten und informativen Kommentar von einem "Insider"! Schöne Grüße nach Südtirol!

  11. Leopold Koller (kein Partner)

    Ja, Hr. Unterberger, der Neid auf den wirtschaftlichen Ueberholkurs ist sicher vorhanden. Aber nicht, weil die Nordtirolern den Suedtirolern den Erfolg nicht goennen, sondern dass dieser Erfolg auf der weitgehenden Unabhaengigkeit von der Zentralgewalt in Rom beruht. Nordtirol stuende naemlich ohne den Wr. Wasserkopf auch besser da. Das ist vielleicht mit Zahlen nicht zu unterlegen, steckt aber tief in den Koepfen der Tiroler. Und die familiaeren Bande sind immer noch stark ausgepraegt. Ich kenne einige Nord- und Osttiroler mit Verwandten in Suedtirol. Ich weiss das aus meiner Zeit dort (1983 - 1989) und den Kontakten, die ich immer noch pflege.

    Sicher kocht das Thema derzeit nicht auf der vordersten Herdplatte. Aber es koechelt immer auf der hinteren. Die derzeitige wirtschaftliche Lage in Italien und die zu erwartende in Oesterreich koennte diese Unabhaengigkeitsbestrebungen wiedererwecken. Aus diesem Grund scheint ein Freistaat Tirol gar nicht so abwegig.



  12. Censorius

    Ein Werk des " Friedensnobelpreisträgers ", des amerikan. Praesidenten Woodrow Wilson. In Wirklichkeit ist er einer der Verantwortlichen, für die Entwicklung, die zum 2.Weltkrieg führte. Er hat sich selbst und seinen 14 Punkten und dem von ihm proklamierten Grundsatz des Selbstbestimmungsrechtes der Völker mit Lügen gestraft.
    Im Vertrag von Versailles hat er zugestimmt, dass die rein deutschsprachigen Gebiete Südtirol, Sudetenland, Memelland und Danzig von den Besiegtenmächten
    abgetrennt werden.
    Desgleichen im Vertrag von Trianon, mit welchem ungarische Sprachgebiete abgetrennt wurden.
    Dafür gebührte ihm wahrlich kein Friedensnobelpreis ! Er hat den Samen gelegt für den 2. Weltkrieg.
    Die Schaffung des Retortenstaates Jugoslawien ist ebenfalls die Ursache der jüngsten Balkankriege.



    • Haider

      Bravo! Solche Kommentare bestärken mich in meiner Überzeugung, daß sich Geschichte nicht auf Befehl "von oben" weglügen läßt.

  13. Gennadi (kein Partner)

    Die Südtiroler sind keine Deutschen und waren es nie. Das wollen die Deutschnationalen nicht gern wahrhaben.

    Mit dem Begriff "Deitsche" bezeichneten sich die Südtiroler wegen der Sprache. Nichts anderes. Auch das wollen Deutschnationale nicht gern wahrhaben.

    Südtirol ist, was viele gern vergessen, ein Teil Tirols und damit ein Teil Österreichs. Das derzeitige Zögern österreichischer Politiker (aller Farben), sich zu Österreich zu bekennen, ja, und sich auch zu Südtirol zu bekennen, ist beschämend. Nichts weiter. Um die Sache auf einen überspitzten Punkt zu bringen:

    Gerne verzichten wir auf ein paar radikale Slowenen, die nicht einmal österreichische Verkehrszeichen lesen können. Dafür wollen wir, damit meine ich die Österreicher, Südtirol wieder zurück.

    Die Sache mit den Reisepässen war ohnedies eine international gehörte, schallende Ohrfeige für Österreich. Südtirolern wird ein österreichischer Reisepass verweigert, denn man könne ihnen ja keine Doppelstaatsbürgerschaft geben. Gleichzeitig aber weiß (fast) jeder: Türken, die die österreichische Staatsbürgerschaft erlangen, holen sich dann umgehend auch einen türkischen Pass. Dort sieht man leise weg, denn nur nicht mit ATIB und Milli Görüs verscherzen.



    • Neppomuck (kein Partner)

      Bajuwaren und Alemannen sind also keine "Deutschen".
      Na gut.

      Aber nicht nur Tirol (das ganze) ist "deutsch geprägt", ebenso Salzburg, OÖ, NÖ, fast ganz Kärnten, große Teile der Stmk. und selbst in Wien sollten sich noch da und dort deutsche Spuren lesen lassen.

      Das heutige Österreich ist der "deutsche Rest" (Clemenceau - "Der Rest ist Österreich") mit Einsprengungen aus einigen Donaumonarchieländern, deren Nachkommen man seltsamerweise ihre "Restnationalität" nicht abspricht. Slowenen, Kroaten - siehe die Rede der Mutter Terezija St., Ungarn und Slowaken sind hier akzeptierter und sich auch zu ihrer Nationalität (natio, lat. - Geburt) bekennen dürfender Teil der Bevölkerung des Landes, dem die Aliierten nach dem WK I. die zusätzliche Bezeichnung "Deutsch-" verboten hat. (Warum wohl?)

      Und ausgerechnet diese mehr als absolute Mehrheit sollte sich ihrer Herkunft schämen müssen und werden per Faschismus- oder Nazi-Keule gezwungen, mit ihrem Selbstverständnis hinter dem Berg zu halten.

      Das soll einsehen wer kann, ich kann das nicht.

      N.B.: "Genozid" wird nicht an einer unterstellten Absicht, sondern an der Wirkung der begleitenden Maßnahmen festgemacht.
      Oder sollte das zumindest werden.

    • Segestes (kein Partner)

      Die Italiener nennen die deutschsprachigen Südtiroler doch auch "Tedesci",
      und Sarcozy schlug vor, Deutschland und Österreich sollen doch gemeinsam einen EU-Kommissar stellen, da wir quasi sowieso zusammen gehören ^^

    • Undine

      @Gennadi

      "Dafür wollen wir, damit meine ich die Österreicher, Südtirol wieder zurück"

      Muß nicht die Frage eher so lauten: "WOLLEN die SÜDTIROLER überhaupt wieder ZURÜCK zu Österreich?" SIE waren die bedauernswerten Opfer, die zur Manövriermasse unserer Feinde nach dem WKI gehörten, um dann ein zweites Mal im Stich gelassen zu werden (Mussolini-Hitler)! Ja, von UNS wurden sie abgetrennt aus lauter Haß von Seiten der Siegermächte; aber das Leid war auf Südtirolerseite noch viel größer.

      Ihren ersten Satz hat @Neppomuck sehr gut beantwortet. Nur eine Frage: Wie erklären Sie sich dann die Gedichtzeile der deutschen Hymne (1841!) "...von der Etsch bis an den Belt" ? Hoffmann von Fallersleben wird sich schon soweit ausgekannt haben in der Geographie, daß er gewußt hat, wo die Etsch fließt!

      Außerdem finde ich es höchst natürlich, daß es jedem Bürger eines Landes gestattet sein muß, sich selbst auszusuchen, welchem Volk er sich zugehörig fühlt.Wenn die Frau Therezia Stoisic sich eher als Kroatin fühlt, was sagen Sie da?

    • Johann Scheiber

      Es gibt in Österreich, gemäß einer Staatszielbestimmung, eine slowenische, eine kroatische, eine ungarische, eine slowakische, eine tschechische Volksgruppe und die Volksgruppe der Roma und Sinti-
      - und bald nach Völkerrecht die Volksgruppe de Türken. Eine deutsche Volksgruppe gibt es nicht. Also gibt es offenbar noch die nicht erwähnte Volksgruppe der Österreicher. Aber dann sind alle anderen Volksgruppen ja keine Österreicher.
      Ist zwar alles Schwachsinn, aber so was nehmen Dr.Khol und Co gerne in Kauf um nur alles "Deutsche" zu leugnen und zu unterbinden.

    • Haider

      Die Burgenland-Kroaten überschlagen sich mit ihrem nationalen Bekenntnis: Barbara Karlich, Norbert Darabos, Niko Berlakovich, Therese (so lautete ihr Türtaferl im BMUK) Stoisits ... alle sind begeisterte Kroaten. Warum nicht. Aber einige versprengte Deutsche müßte es doch eigentlich in unserem östlichsten Bundesland auch gegeben haben, sonst wären sie doch 1921 nicht zu Österreich gekommen. Oder haben wir sie im Krieg besiegt und dann widerrechtlich okkupiert? So wie die Italiener Südtirol, die Tschechen den Raum Feldsberg-Eisgrub, die Jugos unsere Südsteiermark und weite Gebiete Kärntens.

    • Gennadi (kein Partner)

      Neppomuck, Sie sollten einmel "Deutsch" definieren. Nicht alles, was deutsch spricht, ist auch deutsch. Sie brauchen sich nicht schämen, sich als Deutscher zu bezeichnen. Aber - wir Österreicher bezeichnen uns eben als Österreicher. Der von Renner und Genossen getragene Anschlussgedanke, weil wir ja alle Deutsche seien, ist leider noch nicht im Abwasserkanal der Geschichte verschwunden, sondern wird von seiner Partei weiter hochgehalten. Siehe die schon fanatische Unterstützung (Moritz) für den "Anschluss" Österreichs an die neuteutsche Rechtschreibe, die bei uns niemand brauchte.

      >Bajuwaren und Alemannen sind also keine "Deutschen".<
      Richtig. Baiuwaren sind, so wie Preussen, ursprünglich ein slawischer Stamm. Alemannen sind zwar germanischen Ursprungs, würden sich aber streng verbitten, als Deutsche bezeichnet zu werden.

      Ob die Südtiroler zu Tirol wollen, wird die Zukunft weisen. Das wurde oben von Parteifreund Lorenz Puff gut erklärt. Die ladinische Minderheit wäre genauso willkommen wie die kroatische Minderheit (persönliche Ausnahmen gibt es überall).

      Der Verfasser des Deutschlandliedes war, sollte man wissen, ein fanatischer Deutschnationaler. Auf dessen Ansichten etwas aufbauen - na, zu dieser Partei gehöre ich nicht.

    • Neppomuck (kein Partner)

      Na ja, wie Haider (Jörg sel.), der ob seiner unbestreitbar vorhandenen Intelligenz heute selbst von den politischen Gegnern und damit soz. "posthum" gelobt wird, schon sagte:
      "Der Begriff "österreichische Nation" ist eine ideologische Missgeburt."
      Ostarichi war eben ein Landstrich und keine Volkgruppe.

      Ein wenig "Recherche" (hochtrabend für "nachschauen") bei wikipedia hätte ihnen eine weitere Blamage erspart, Gennadi:

      "Bajuwaren (auch Baiuwaren) ist die ursprüngliche Namensform der Baiern, eines gegen Ende der Völkerwanderung entstandenen germanischen Stammes, der neben Altbayern den Großteil Österreichs und Südtirols besiedelte."

      Na und wenn das bei wiki steht, sollte der Generalverdacht, nur bei ultrarechten Auskunftsplattformen nachzuwassern, wohl auch keine Grundlage mehr haben.
      Auch wenn das u.U. die streitbaren "Wölfe" (Vouk = Wolf) aus Slowenien nicht so gerne hören.

      Blödsinn, sei er noch so oft wiederholt, ist eben nichts als Blödsinn.
      Nicht mein (bajuwarisches) Bier.

  14. jump (kein Partner)

    OT:

    Schön langsam wird`s wirklich eng für Unterbergers Liebkind, den schönsten Unschuldsvermuteten:

    http://derstandard.at/1326504232252/Akte-Grasser-KHGs-Schwiegermuttergeschichte-widerlegt

    Aber ich bin mir sicher: Ist alles nur eine Verschwörung der linken Jagdgesellschaft^^



    • Trollfresser (kein Partner)
    • cmh (kein Partner)

      jump

      Richtig! In der ZiB http://tvthek.orf.at/programs/1203-Zeit-im-Bild/episodes/3522665-Zeit-im-Bild j´konnte man gestern auch tatsächlich sehen, wie Grasser (?) die Scheine zählte und in einem Aktenkoffer verschwinden ließ. Tatsächlich und mit eigenen Augen war das Geld zu sehen.

      Und deswegen ist der pöse pöse Grasser ein Schwerverbrecher, der zunächst langsam öffentlich hingerichtet werden muss, indem immer wieder neue Indiskretionen aus seinen beliebig vermehrbaren Verfahren bekannt werden und dann kann er vielleicht noch tatsächlich hingerichtet werden.

      So was in der Art, leicht verständlich für den durchschnittlichen österreichischen Schulabsolventen und dafür rechtswidrig in der Informationsbeschaffung und bar jeglichen Gehaltes halt.

      Warum interessiert sich den niemand für die Strafverfahren von "Dr."Faymann, der hat ja viel länger und viel bessere Gelegenheiten gehabt, Petite zu machen und grinsen tut er genauso sympathisch wie der KHG.

    • Haider

      Da arbeitet seit Jahren eine Legion (Hundertschaft) von Staatsanwälten an einer Anklage gegen Grasser. Erfolg: Null!
      Ist Grasser so gescheit oder sind unsere Staatsanwälte so dumm?
      Ich bin k e i n Freund Grassers. Aber aus ganz anderen Gründen.

  15. Trollfresser (kein Partner)

    Bin ich zu früh. Es sind ja noch gar keine Trolle da.

    Auch der John(ny) hat noch nicht aufgespielt.



  16. NC (kein Partner)

    1) Dass der Sezessionswahn der Südtiroler von irgendwann einmal für die heutige Generation kein Thema mehr ist, ist ein gutes Zeichen dafür, dass dieses Thema absolut entbehrlich und uninteressant ist.

    2) Am liebsten wäre Manchen, dass am Besten gleich jede Gemeinde ein eigenständiger, autonomer, selbstbestimmter, unabhängiger (Frei-) Staat wäre und das erste, wonach dann alle schreien, ist ein Beitritt zur EU. Einfach nur zum Lachen.

    3) All diesen Seperatisten würde ich die gewünschte "Freiheit" geben. Dann würde ich eine hohe dicke Mauer rundherum und ohne Türen um ihr heiliges autonomes Gebiet bauen und ihnen viel Spass und Glück wünschen.



    • Haider

      Wollen Sie die sogenannte DDR wiederbeleben? Oder gleich einige hundert ""DDRs"? Freiheit ist etwas ganz anderes; hat viel mit Emotion, mit Bekenntnis, mit Mut, mit Anständigkeit, mit Freude, mit Verantwortung ... zu tun.
      Natürlich wird dauernd versucht, uns Alternativen schmackhaft zu machen: EU-Zentralismus, Zwangsenteignung, politische Gängelung, Gehirnwäsche, Volksverdummung, Haß gegen die eigenen Eltern, Abtreibung der eigenen Kinder, Verleugnung unserer Wurzeln, kritiklose Hörigkeit ... einfach Helotentum!

    • NC (kein Partner)

      Schön für sie, dass sie in dieser Form an die Freiheit glauben. Erinnert mich irgendwie an romatische Hollywoodfilme. Das dürfte sie glücklich machen und solange sie andere Menschen dabei nicht einschränken, ist das auch gut so!

    • Udo (kein Partner)

      @NC

      An welche "Form" von Freiheit Sie glauben, erklären Sie ja in Punkt 3.
      Und NATÜRLICH dürfen auch NUR Sie andere Menschen in deren Freiheit einschränken. Warum eigentlich?
      Ist etwa NUR Ihre Idiologie die RICHTIGE?

      Hallo! Selbst bei den Nazis waren die Gedanken freier als in Ihrem Kopf.
      So denken Sie sich nur ins nächste totalitäre Regime.

    • NC (kein Partner)

      Als soziales Wesen kann ein Mensch nie "frei" sein, da er immer in Abhängigkeiten steckt. Das ist per se nichts Schlechtes. Einerseits gibt man, andererseits bekommt man. Wenn nun Menschen im Namen der "Freiheit" dazu aufgerufen werden Mord und Totschlag zu verbreiten (zB. Sezessionsbewegungen in Südtirol), dann ist das schlichtweg Machtmißbrauch und Manipulation mit Bösem im Sinne.

      Udo, sie sind ja auch nicht frei. Ihnen sitzt halt der (Anti-)Nazi-Schalk im Genick, der Ihnen auch irgendwann einmal von irgendwem dorthin gesetzt wurde und der sie unkontrolliert an den Ohren zieht. Und damit sie sich dabei gut fühlen, wurde Ihnen wahrscheinlich erzählt, dass sie die Welt retten.

      Und Haider ist halt glücklich wenn er mit heroischer Musik im Hintergrund in das Messer des Feindes lauft im Kampf für die Freiheit und für seine Kinder, die dann stolz und ewig ein Bild von ihm bei sich tragen werden, weil er das einzig wahre gemacht hat, was man als Familienoberhaupt nur machen kann.

      Jedem das Seine. Interessant nur, wie manche Menschen blind und ignorant werden, wenn sie sich in eine Sache verbeißen und jeglichen Verstand ausschalten. DAS finde ich besorgniserregend....

    • Udo (kein Partner)

      @NC
      "3) All diesen Seperatisten würde ich die gewünschte "Freiheit" geben. Dann würde ich eine hohe dicke Mauer rundherum und ohne Türen um ihr heiliges autonomes Gebiet bauen und ihnen viel Spass und Glück wünschen."

      Sie hätten vielleicht "...gewalttätige, mordende Separatisten..."(und mit a) schreiben sollen, da sollte man nämlich schon unterscheiden, denn nach neuerlichem Lesen und aufgrund Ihres letzten Beitrags, drängt sich mir der Verdacht auf, dass hier möglicherweise ein Missverständnis im Raum steht.
      Kann das sein?
      Ansonsten würde ich zwar nicht das Freiheitsbestreben einer Volksgruppe mit den Abhängigkeiten im Sozial- bzw. Gesellschaftsleben vergleichen, aber bitte.
      Dieser spezielle Schalk ist normal kein Werkzeug von mir, ich entschuldige mich für den Gebrauch in aller Form und Sie haben recht, in diesem Bezug, bin auch ich, sicher vorbelastet, also, gedanklich nicht ganz frei. Ständige Wiederholungen und Gehirnwäsche gehen anscheinend auch an jenen nicht spurlos vorüber, die sich dieser Methoden bewusst sind.
      "Jedem das Seine. Interessant nur, wie manche Menschen blind und ignorant werden, wenn sie sich in eine Sache verbeißen und jeglichen Verstand ausschalten. DAS finde ich besorgniserregend...."
      Da bin ich ganz bei Ihnen.

    • Haider

      @NC
      Jetzt habe ich mehrmals Ihren Beitrag gelesen.
      Ist es schlecht, wenn die eigenen Kinder von ihrem Vaten positiv denken?
      Ist es schlecht, wenn ich gerne gute Musik höre (wieso wissen sie das überhaupt?).
      Bevor ich von Haß zerfressen bin - wie beispielsweise die hysterischen Weiber bei der Anti-WKR-Ball-Demo - hoffe ich auf Positives! Ist das schlecht?

    • NC (kein Partner)

      @ Udo: habe offensichtlich den ironischen Charakter von 3) zu wenig herausgestrichen. Ergänze daher folgenden Halbsatz: "..... viel Spass und Glück wünschen und werde wahrscheinlich gar nicht lange warten müssen, bis die "Befreiten" wieder um ein wenig Abhängigkeit betteln. ;-)"

      @ Haider: Es ist gut und sehr schön!

    • Udo (kein Partner)

      ;-) Alles klar.

  17. Segestes (kein Partner)

    ***OT***

    Das gestrige Tribunal bei der ZiB 2 muss man sich
    einmal zu Gemüte führen (wenn man starke Nerven hat).
    Armin Wolf vollkommen außer Rand und Band, eine Suggestivfrage
    folgte der anderen.

    http://tvthek.orf.at/programs/1211-ZIB-2

    Besonders interessant war aber jene Strategie, mit welcher der Wortpolizist
    Wolf massiv versucht hat, Strache als kapitalen und naiven Bildungsvollidioten
    dastehen zu lassen, indem er ihm vorwarf, den Begriff "Reichskristallnacht"
    verwendet zu haben. Ein Begriff, der laut Wolf politisch nicht mehr
    korrekt sei.

    Jetzt kommt aber der absolute Hammer:

    Wolf stellte die Behauptung auf, der Begriff Reichskristallnacht
    dürfe nur unter der Verwendung von Anführungszeichen verwendet
    werden.
    Auf den eigenen ORF-Seiten finden sich jedoch dutzende Beispiele,
    wo dies nicht der Fall ist!

    So z.B. hier, wo auch jede zusätzliche Erklärung fehlt:
    http://volksgruppen.orf.at/kroatenungarn/aktuell/stories/88712/
    http://volksgruppen.orf.at/slowenen/aktuell/stories/92064/
    http://oe1.orf.at/artikel/215627



    • Cotopaxi

      Glauben Sie etwa, ich will mir den durch den Herrn Wolf den Tag versauen lassen.

      Jedenfalls scheint er seine Bildungskarenz in Deutschland gut genutzt zu haben.

    • AGLT (kein Partner)

      Und nicht nur diese weitere Entgleisung des selbstgefälligen so genannten ZIB-"Stars" (hier passen übrigens die " :-)) zeigt, wie scheinheilig und lächerlich der Aufstand der ZIBler und anderer ORFler gegen den kleinen Niko und für die Unabhängigkeit des ORF war. Unglaublicherweise sind aber wieder einmal sehr viele Österreicher darauf reingefallen.

    • Segestes (kein Partner)

      Eine dauerhafte Karenzierung wäre mir ja lieber gewesen.

      Aber es stimmt, wenn es darum geht bundesdeutsche
      Ansichten, vor allem jene politkorrekter Art, zum Maßstab für
      Österreich zu erklären, dann läuft er zur Höchstform auf und wird
      in gewisser Weise zum Vorkämpfer für ein Großdeutschland ^^

    • Wertkonservativer

      @ Segestes:

      ich habe mir das Interview gerade angehört (um 22 Uhr gestern nachts war ich alter Knabe bereits in Morpheus' Armen!):

      Wolf - wie immer - verhetzt, hinterfotzig, und diesmal gegenüber dem Redeschwall Straches auch recht hilflos. Ein mieser Kerl!

      Strache nicht übel, eine ansprechende und tatsachenuntermauerte Verteidungsleistung!

      Es ist halt die Crux speziell der Blauen und auch der vielen seriösen Rechtsdenkenden in unserem Lande, dass buchstäblich ALLES, was in irgendeiner Form argumentativ an die NS-Zeit anstreift, von den Linken und p.c.-Hörigen sofort als Wiederbetätigung angesehen und gebrandmarkt wird!
      Da genügt schon das kleinste, oft unbeabsichtigte Wort: schon ist man als Nazi abgestempelt.

      Also was ist die Losung: Seien wir klug und geben wir den Fallenstellern rund um uns keine Gelegenheit, die Nazikeule zu schwingen!
      Echte und ernstgemeinte Rückfälle in dieser Richtung sind jedoch hintanzuhalten und auch gerecht und mit Augenmaß zu ahnden; das gebietet die Achtung vor den Opfern (da muss man kein Linker sein!).

      (gerhard@michler.at)

    • cmh (kein Partner)

      Wolf (wurde da nicht noch ein anderer Wolf genannt? "Wolf ist ein Esel!" Röhm) könnte mit der in diesem Interview gezeigten Techniken sicher auch Gerlinde Kaltenbrunner mit seiner Wiederbetätigungskeule prügeln. Nur wegen des Namens.

      Und dann diese fiese Verharmlosung. Da wird diskutiert, ob es ein oder mehrer Sprengsätze waren und dass dabei eh niemand verletzt wurde. Hallo! Schon auf einem gesessen zu sein, sollte ausreichen.

      ...

      Ach jetzt habe ich mir den Magen doch noch verdorben.

      Und auch wenn meine Interessen ganz irgendwo anders liegen, nur um dem Opa Petz eins auszuwischen muss man jetzt dei HCS-FPÖ wählen. Das ist genauso harmlos wie ein Sprengsatz.

    • Segestes (kein Partner)

      @Werkonservativer:

      Strache tendiert leider dazu, sich im Übermaß zu Wiederholen
      - so auch gestern.
      Vieles hört sich deshalb phrasenhaft und einstudiert
      an. Ein Haider war da schon ein ganz anderes Kaliber.

      Wenn es nun heißt, Straches Vergleich Reichskristallnacht/
      Ausschreitungen rund um den WKR-Ball, wäre verharmlosend,
      dann stellt sich allerdings die Frage, wieso die ständigen
      Vergleiche FPÖ/Nazis, nicht diesen Tatbestand erfüllen sollen.
      Etwa nur deshalb, weil letzteres immer aus dem rot-grünen
      Winkerl vorgetragen wird und diese HerrschaftInnen
      sakrosankt sind?

      PS: Ich "junger Knabe" habe bei der Ausstrahlung
      gestern auch schon die Matratze gewärmt - früh
      zu Bett zu gehen, ist demnach nicht zwingend
      eine altersbedingte Erscheinung ;)

    • Segestes (kein Partner)

      Etliche Ballgäste waren übrigens von der "Performance" der anwesenden
      Polizei wenig begeistert.
      "Lustlosigkeit" und "Trägheit" sind da noch die harmlosesten Vorwürfe,
      die mir zu Ohren gekommen sind.
      Vielleicht war man aber auch einfach nur zu sehr mit Fressen beschäftigt?

      http://www.polizeigewerkschaft-fsg.at/news/522-Aussendung-WKR-Ball-28-01-11%20(2).pdf

    • Cotopaxi

      @Segestes

      Wen haben die Roten Polizeigewerkschafter versorgt: Die Kollegen oder die angereisten Chaos-Touristen?

    • Neppomuck (kein Partner)

      Zwei interessante Standpunkte.
      Welcher klingt glaubwürdiger?
      http://de.metapedia.org/wiki/Reichskristallnacht
      oder
      http://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938

      Unterschiedlicher könnten zwei Darstellungen zu einem Thema nicht sein.

      N.B.: Die Geschichte schreibt der Sieger.

    • Segestes (kein Partner)

      "Metapedia" ist auch so ein Kapitel für sich.

      In dem Artikel zur Reichskristallnacht (übrigens, den Begriff
      habe ich auch so zigfach an der Uni zu hören bekommen,
      und das ist gerade einmal zwei Jahre her) eiert man meiner
      Meinung nach auch ganz schön herum.
      Initiiert von der NS-Regierung, oder "nur" von einzelnen
      Mitgliedern gut geheißen.

    • Undine

      @Segestes

      "Strache tendiert leider dazu, sich im Übermaß zu Wiederholen
      - so auch gestern"

      Es gab aber auch keine Chance, sich NICHT zu wiederholen, denn der hinterfotzige Armin Wolf HAT ja jedesmal die Antwort Straches diesem im Mund umgedreht und somit war Strache gezwungen, seine Beteuerungen mehrmals zu wiederholen. Die "Schuld" lag also nicht bei Strache, sondern eindeutig bei Wolf, denn diese an den Haaren herbeigezogenen Anschuldigungen konnte Strache doch nicht auf sich sitzen lassen.

    • Segestes (kein Partner)

      Undine, ich werde wohl nie ein Fan von Straches
      Rhetorik-Künsten sein.
      Alleine sein "Wir erleben...", hängt mir mittlerweile
      zum Halse heraus.

      Bei der Diskussion mit Wolf beging er beispielsweise
      den großen Fehler, dass er auf die älteste Masche
      der ORFler nicht adäquat reagierte: Wolf zog, NACH
      der Beantwortung einer Frage durch Strache, diese
      Antwort mittels Nachsatz bzw. Kommentar, ständig
      in Zweifel.
      Hier muss man jedoch sofort dazwischen hauen und
      das letzte Wort durchdrücken!
      Anderenfalls erlaubt man es dem Interviewer, dass
      dieser den Interviewten quasi live zum potentiellen
      Lügner stempelt.

      Haider, ich muss noch einmal auf ihn zurück kommen,
      hat sich das praktisch nie bieten lassen.
      Ich kann mich noch gut an eine Diskussion mit
      dem gelackten Pinsel Rafreider erinnern,
      wo er diesem in einer ähnlichen Situation über
      das Maul fuhr und ihn fragte, was er mit seinen
      flapsigen Bemerkungen bezwecke.
      Ab diesem Moment verfiel dieser dann auch in
      Schmähstarre und überließ Haider das Feld.

    • Undine

      @Segestes

      Diskussionen oder Interviews mit Jörg Haider waren jedesmal ein Vergnügen, weil er, trotz größter Bösartigkeit des Gegners immer als glänzender Sieger hervorging.

    • Undine

      @cmh

      "... sicher auch Gerlinde Kaltenbrunner mit seiner Wiederbetätigungskeule prügeln. Nur wegen des Namens"

      Nein, nicht nur wegen des Namens! Gerlinde Kaltenbrunner hat doch auch den Nanga Parbat bezwungen, der doch schon in den 30er Jahren zum Symbol für deutschen Sportsgeist geworden war. Ich sage nur: Heinrich Harrer, der spätere Lehrer, Freund und Vertraute des Dalai Lama. :-)

    • cmh´ (kein Partner)

      Undine

      Danke, guter Punkt!

      Man muss schon sehr fest an das eigene Gutmenschentum glauben, um nicht um der lächerlichen Anschuldigungen sofort in lautes Gelächter auszubrechen. Wenn die dahinter stehende Absicht nicht die persönliche Vernichtung der Angeschütteten wäre.

      Und doppelt zum Weinen ist es, dass das so glatt durchgeht:

      Zuerst wird einer angeschüttet und dann laufen die linken Gutmenschen sofort zur Mama und beschweren sich, dass das pöse Buberl so dreckig ist. Damit werden diese Anschuldigungen zum Selbstläufer.

      Drollig fand ich auch die Aussage des armen Wolf, dass er beim Denunzianten angerufen hätte. Na was wird der sagen? So schauen aber ORF-Recherchen aus.

    • Carlo (kein Partner)

      Na klar, "Metapedia" ist ja auch so wahnsinnig glaubwürdig. Zum Beispiel wird dort das KL Treblinka als ein Durchgangslager bezeichnet. Na super, besser wäre wohl die Bezeichnung "Nazipedia" für diese Seite.

    • Undine

      @Carlo

      Schon einmal etwas gehört von "Tüchern"? Nur so viel: Damit sind keine Fetzen gemeint! Ich weiß nicht, ob Sie bei Wikipedia fündig werden. Jedenfalls gebe ich Ihnen ein Stichwort: Todeslager für Deutsche im ehemaligen Jogoslawien!

      Und noch etwas: Sie können sicher sein, daß vielleicht 2% der Österreicher mit "Tüchern" etwas anfangen können, denn weder auf den Universitäten noch in den Schulen werden die Gräueltaten der Tito-Partisanen jemals erwähnt. Daß ich's nicht vergesse: Diese Schlächter bekamen von Ö eine Serie von ORDEN fürs Töten von Deutschen!

      Wenn Sie sich über dieses Thema schlaugemacht haben, können wir weiterdiskutieren.

    • Haider

      Glaubt irgendwer hier im Blog wirklich, daß die Journaile mit ehrlichen Absichten zum WKR-Ball ging. Es ging einzig darum, i r g e n d j e m a n d e n zu diffamieren. Egal ob wahr oder erfunden, egal ob richtig oder falsch - einziges Ziel: FPÖ-Bashing! Nachmittags zündeten Linkschaoten Häuser an (Gasexplosion konnte gerade noch verhindert werden!), abends bespuckten ÖH-Furien harmlose Ballbesucherinnen, Fahrgäste wurden aus Taxis gezerrt und malträtiert. Und wo waren unsere Freunde und Helfer? Denen hatte die linke Offiziersclique die Hände gebunden. So schaut in einer Bananenrepublik ein Rechtsstaat aus!

  18. HJR

    OT Kim Jong Heinz

    Zu meiner großen Verblüffung lese ich heute Morgen im Kurier (Rubrik "Politik von innen" von Daniela Kittner, Seite 3) nach der Erläuterung, dass der "ESM" ein völkerrechtlicher Vertrag sei, den bemerkenswerten Satz: Gestern ersuchte die Bundesregierung Bundespräsident Heinz Fischer, ihn [den völkerrechtlichen Vertrag] abschließen zu dürfen.

    Nicht nur, dass im Zuge EFSF- bzw. ESM-Geschichte unsere Verfassung halbwegs ausgehebelt wird, muss die Regierung jetzt offenbar schon - nach nordkoreanischem Muster - erstmal zu Kim Jong Heinz und nicht mehr zum Parlament pilgern, wenn sie ein Vorhaben verwirklichen will.

    Weit haben wir es gebracht. Und so eine Meldung fließt einem österreichischen Journalisten aus der Feder, ohne dass ihn sofort der Schlag tritt.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



    • AGLT (kein Partner)

      Die österreichischen Journalisten betätigen sich einmal mehr als willfährige Helferleins der Volksverräter. Da wird lieber "Wag the dog" gespielt, indem man die Strache-Geschichte stündlich breittritt, als sich dieser Ungeheuerlichkeit zu widmen und die Bevölkerung aufzuklären, was dieser ESM für jeden Einzelnen eigentlich bedeutet.

    • Udo (kein Partner)

      Was ist denn da los???

      @HJR und AGLT

      Sie beide haben mit jedem Wort vollkommen recht!
      Diese derzeitigen Volksvertreter (im Sinne von Staubsaugervertreter) bringen mich fast dazu, mich für Ö nur mehr zu schämen, und das ganz ohne Nazikeule!
      Und der alte Scheisser, bei dieser Unterzeichnung sitzt er natürlich nicht am Topf!

      Und nochmal ESM:
      http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

      ANSEHEN! DAS BETRIFFT JEDEN!

    • Haider

      Sie haben anscheinend übersehen, daß wir nach wie vor in einer "Volksdemokratie" leben. Volk ist der linke Mob und Demokrat ist nur, wer brav marxistisch wählt! So einfach funktioniert rotes Selbstverständnis. Hätte es anfangs des 19. Jahrhunderts schon die SPÖ gegeben, Metternich hätte viel von ihnen lernen können.

  19. Haider

    50 Jahre totale Unterdrückung der (katholischen) Religion im Ostblock nützten nichts. Kaum war die Pression weg, kam es zu einer beispiellosen religiösen Renaissance in der inzwischen zweiten bzw. dritten Generation. Also all das Gerede um mangelnde Gesamttiroltreue ist möglicherweise nur Wunschdenken der Nomenklatura. Natürlich gehts den Südtirolern wirtschaftlich gut - es sei ihnen vom Herzen gegönnt. Aber wirtschaftlich besser als den Nordtirolern geht es den Südtirolern seit Jahrzehnten, nicht erst seit heute. Und daß die Südtiroler vielleicht nicht ewig bereit sein werden, die Camorra in Neapel oder Palermo zu finanzieren, scheint mit durchaus nachvollziehbar.
    In Ungarn ist der kriegsbedingte Verlust von zwei Dritteln seines ehemaligen Staatsgebietes heute sehr wohl ein hoch emotionales Thema. Genauso brodelt in Serbien der Kosovo-Konflikt auf höchster Stufe. Das nur in unmittelbarer Umgebung. Zypern, Türkei, Schottland ... europäische Brandherde sonder Zahl, die sich rein ökonomisch/rational keineswegs (er)klären lassen.
    Es gibt Türken, die heute noch glauben (nach 600 Jahren!) Anspruch auf Südspanien (vom Maghreb ganz zu schweigen) bzw. Siebenbürgen zu haben. Die Kurden sind für sie "Bergtürken". Egal wo man hinschaut, emotionale Bande lassen sich durch willkürliche Kolonial-/Kriegsgrenzen nicht zerreißen. Die Juden zählen in Jahrtausenden!
    Was wiegt da die Zeitspanne der Lostrennung Südtirols nach dem 1. Weltkrieg? Ein Fluscher in der Geschichte.



    • Eva

      @Haider

      *******!
      " Die Juden zählen in Jahrtausenden!"

      Dieser Satz stimmt zu 100%. Er zeigt --abgesehen von den Territorialansprüchen laut Bibel im "Hl. Land"--auch deutlich, daß es eine echte "Integration" in Wirklichkeit nicht gibt: Sie fühlen sich, gleichgültig, in welchem Land der Welt sie leben, in erster Linie als Juden und betonen dies auch.

      Ganz anders die bereits im 19. Jhdt. etwa nach Wien "Zugewanderten" aus der ehemaligen Monarchie! Die vielen va tschechischen, aber auch kroatischen, polnischen u.a. Familiennamen z.B. im Telefonbuch von Wien zeigen das.

      Aber hört man von deren Nachkommen jemals, daß sie ständig betonen würden, Tschechen, Kroaten, Polen usw zu sein? Sie SIND Österreicher geworden, weil sie den Willen dazu hatten. Einzig und alleine die Juden fühlen sich immer als Juden und das wird sich auch nie ändern. Von echter Integration kann auch nach Jahrhunderten nicht wirklich die Rede sein. Dies ist eine ganz nüchterne Feststellung, die jeder machen kann und keineswegs als Kritik zu verstehen.

  20. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)

    Tiroltümelnde Ostösterreicher sollten sich naheliegenderen Dingen zuwenden. Wenn mich der Südtiroler an der Autobahnmaustelle in Vipiteno italienisch anspricht, der Italiener in Rovereto aber deutsch, dann habe ich keine weiteren Interessen mehr.



    • cmh (kein Partner)

      Dann antworten Sie halt dem Italiener Deutsch und dem Tiroler sagen Sie hat italienisch "Asino."

  21. Brigitte Imb

    OT - Irre, Wolf in der ZIB2 zu Strache:"Wissen Sie nicht, dass man das Wort 'Reichskristallnacht' nicht mehr verwendet?"

    Aha, so ist das also - ein Verbot von Worten! Dazu ein Aufruf aus dem ORF! Es ist unglaublich, Zustände wie in der ehemaligen DDR und weitere - nicht nur sprachliche - Einschränkungen, werden folgen. Eine bedrohliche Entwicklung, wie ich meine.



    • contra

      Und wieder, wie seinerzeit bei Haider, wird die eingangs erwähnte Anerkennung des Holocausts völlig ignoriert.
      Man möchte nur den nächsten Sager, damit die Schlagzeile sowie die Legitimation zur Ausgrenzung!

      Österreich wird immer mehr zum AUSwanderungsland, da muß man sich über Vergleiche nicht mehr wundern!

    • Gandalf

      Dass man Reichskristallnacht nicht mehr sagen darf, ist das eine. Schlimm genug. Aber die political correctness geht ja noch viel weiter: Eskimo? nein, Inuit. Lappe: Natürlich pfui (läppisch !), Saame. Zigeuner: O Schreck, Sinto oder Rom (hat sich das die Hauptstadt des ehemaligen Weltreiches und heute noch der katholischen Kirche wirklich verdient?). Neger: horribile dictu - auf den Scheiterhaufen mit dem, der so bös spricht. Achtung, liebe politische Korrigierer: Wer den Bogen überspannt, erlebt oft unliebsame Überraschungen. Ich denke hier, im Gegensatz zu den militanten P.C. - Verfechtern, von in jeder Hinsicht einfältigen Grünen bis hin zu verbrecherisch-blöden Tierschützern, ausschliesslich an die demokratische Möglichkeit einer Quittung, nämlich in der Wahlzelle.

    • Segestes (kein Partner)

      Die Behauptung die Wolf da aufstellt,
      wonach "Reichskristallnacht" mittlerweile ein
      geächtetes Wort sei, ist Schwachsinn
      zur x-ten Potenz!

      Es gibt auch Historiker die gegen Begriffe wie
      "Heidentum" polemisieren und ankämpfen,
      und es aus Lehrbüchern und dem alltäglichen
      Wortschatz verbannen wollen.
      Nur durchsetzen tut man sich damit genauso wenig,
      wie mit der angestrebten Ächtung des Kürzels "n. Chr.",
      das irgendwelche politkorrekten Irrwische durch
      "n. d. Z." ersetzt sehen wollen.

    • M.S.

      @Segestes

      Die Absicht, das Kürzel "n. Ch." durch "n.d.Z." zu ersetzen ist wohl der endgültige Beweis für den pathologischen Zustand der Initiatoren. Denn es insistiert ja, dass der Name Christus etwas Verächtliches sei.

    • Segestes (kein Partner)

      "Denn es insistiert ja, dass der Name Christus etwas Verächtliches sei."

      Verbunden mit Duckmäusertum vor dem Islam.

  22. Brigitte Imb

    Ha, meine Familie bürgert bereits seit einiger Zeit Südtirolerinnen, durch Heirat, ein. Zwei haben wir schon (der Familiennachzug ist noch nicht geklärt...), D+ I sprechen die sowieso, eine kann Ladinisch, die andere Griechisch.....also wir sind gerüstet....;).



  23. Alfred E. Neumann
    • Anton Volpini

      ....aber auch typisch fürs blaue Fahndl !

    • Alfred E. Neumann
    • Wertkonservativer

      Unser Oberheinzi ist schon ein linker Bruder! Was sollte man von ihm schon auch anderes erwarten!
      Auf diese Art verhilft er dem Strache-Buben zu einem Märtyrerkranz, der diesem jedoch nicht wirklich gut ansteht, da er mit seiner Widmung dieses gefärbelten Metallstückes an das österreichische Volk sich ja sehr populistisch geoutet hat, und jetzt halt ein wenig belämmert dasteht. Jetzt kann er sich seine Ordens-Widmung wegen dessen Nichterhalt an den Hut stecken.

      Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste: das sollten sich Herr Strache und seine Parteifreunde in Anbetracht der vielen missgünstigen Rot/Grün-Böslinge (inkl. Muzikant& Co.) einmal verinnerlichen, und ihr Mundwerk in Zaum halten!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • M.S.

      wieder eine weise Tat des großen Staatsmannes

    • Undine

      Glücklicherweise besteht keine Gefahr, daß ich einen Orden bekäme. :-)))
      Ob so ein Orden, den Krethi und Plethi heutzutage umgehängt kriegt (wofür eigentlich?), Freude machen soll, bezweifle ich.

      Der Ururgroßvater meines Mannes war zur Zeit der Schlacht bei Ebelsberg (1809) gegen Napoleon Arzt im nahen Kleinmünchen. Er verarztete zunächst die Verwundeten des österr. Heeres, dann die Franzosen. Durch die übergroße Anstrengung wurde er krank und mußte sich von seinem Sohn vertreten lassen. Für seine Verdienste sollte er vom Kaiser einen Orden bekommen. Als er erfuhr, daß auch ein Spion den gleichen Orden kriegen sollte, lehnte er dankend ab, was mich mit Bewunderung erfüllt; der Mann hatte Charakter.

      Strache soll auf den billigen Orden pfeifen!

    • simplicissimus

      ich würd auch keine nordkoreanischen orden annehmen!

    • Gandalf

      @ WK
      Völlig d'accord. Nur, im Hinblick auf die Widmung, die ja lang vor der heldenhaften Verweigerung durch UHBP und vor laufender Kamera stattgefunden hat, könnte man das auch anders deuten: Der rote Heinzi hat doch dadurch "seinem" Volk eine Auszeichnung verweigert?? Aber offenbar fällt so was den Gebrauchtwagenhändlern Vilimsky und Co. nicht ein und ist Herr Kickl schon auf Semesterferien....

    • Brigitte Imb

      Diese künstliche Aufregung des HBP, der es selbst nicht so genau nimmt mit den "verbotenen Worten", ist einfach nur lächerlich - sowie die gesamte Ordensvergabe. KEINER dieser "Ordensheischer" verdient einen solchen.

    • cmh (kein Partner)

      Richelieu glaube ich war es, der behauptete, er könne jeden wegen jeder beliebigen Aussage vor ein Inquisitionsgericht bringen. Das versuchte Gegenbeispiel: 1+2=3 quittierte er grinsend mit "Er lästert die Trinität!"

      Genauso geht es jetzt Strache. Egal was er sagt, er wird von der linken Jagdgesellschaft gedroschen. Verteidigt er sich dann, unterstellt man, dass die bei der Verteidigung verwendeten Begriffe nicht polititsch korrekt sind und verteidigt er sich nicht, dann stimmt die Anschüttung klarerweise.

      Auf diese Weise hat einer dessen Namen so ähnlich klang wie eine ehemalige Aufzugsfirma seine Angeklagten fertiggemacht.

    • Undine

      @cmh

      Es IST WAHLKAMPF! Man kann gar nicht früh genug damit beginnen, so die Devise der Linken. Deshalb muß jede Gelegenheit, und sei sie noch so deppert, herhalten, die FPÖ und ihren Chef fertigzumachen. Die Mittel dazu heiligen den Zweck! Die wackeren linken Wahlhelfer, die in Vorwahlzeiten aus ihren Löchern kriechen, kennt man ja zur Genüge; da gewinnen sie dann immer wieder Bedeutung. Der Haß dieser Leute auf Strache und die FPÖ ist mit Händen zu greifen.

      Daß man den Begriff "Reichskristallnacht" nicht ohne Gänsefüßchen SAGEN darf, ist mir völlig neu. Aber es wird einem wirklich schwer gemacht, immer auf dem neuesten Stand der political correctness zu sein!

      Armin Wolf gefällt sich ungemein in der Rolle des "Anklägers"; sein Bemühen, vor laufender Kamera seinem Gegenüber die Worte im Mund umzudrehen ist wirklich "bewundernswert"! So perfid und sooo durchschaubar.

    • cmh (kein Partner)

      An welchen Namen denke ich immer nur, wenn ich das Wort "Ankläger" höre?

      Aber schlechter Geschmack beiseite - es ist doch ganz klar wohin das laufen soll.

      Ich würde mir nur wünschen, dass die Methoden dieses "Aufklärungs"-"journalismus" in der nächsten Zeit - vieleicht hier durch AU - einmal thematisiert werden.

      Denn im Grunde genommen fühle ich mich auch durch derartige "Nachrichten" mehr belästigt als informiert. Dazu kommt noch das andauernde Messen mit ungleichen Maßstäben.

    • Undine

      @cmh

      "Ich würde mir nur wünschen, dass die Methoden dieses "Aufklärungs"-"journalismus" in der nächsten Zeit - vieleicht hier durch AU - einmal thematisiert werden."

      Da könnte, so vermute ich, Mitposter @Reinhard ausreichend Abhilfe schaffen. Der könnte uns sicherlich Aufklärung verschaffen, wie diese "Methoden" in der ehem. DDR abgelaufen sind, weil er dieses "System" in all seinen widerwärtigen Ausformungen zur Genüge unfreiwillig kennengelernt hat.

  24. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Ein obsoletes Engagement?

    Südtirol als Kriegsbeute Italiens nach dem Ersten Weltkrieg und als Verratsgabe Hitlers mit dem Betrug an den Optanten hat - nicht zuletzt unter dem Einfluss Österreichs als "Schutzmacht" - zeitgeschichtlich zweifelsohne keine schlechte Entwicklung unternommen. Dies trotz des gesteuerten Zuzugs von Italienern und mit ihm.

    Sollen wir in der Entwicklung Europas aktuell ein Südtirolproblem aufkochen und an den Lebensschwierigkeiten des mehrfach befreundeten Italien für eine Art österreichischer Politik (ob auch für die Südtiroler?) zu profitieren trachten?

    Wünschen wir uns im Übrigen stärkere Einflussnahmen aus Slowenien, aus Kroatien, aus Ungarn? Der Strachismus empfindet sich "national" (= deutschnational) gut aufgehoben. Erdogan propagiert den türkischen Eingriff für seine "Brüder und Schwestern" in unserem Land ja auch nicht zu knapp.

    Herr Gaddafi wollte die Schweiz zertrümmern und die Teile den Nachbarn zuordnen.

    Wo liegen heute die zukunftsweisenden und zukunftstauglichen Ziele?



  25. mike1

    sorry, jetzt gänzlich off topic, aber:

    südtirol ist derzeit sicher nicht unser problem - der durnwalder wird schon wissen, was er will und macht.

    unser - europäisch-österreichisches - hauptproblem ist die konsolidierung des staatshaushalts, und sonst eigentlich vorerst gar nichts.

    und wenn man liest, wie sich in diesem zusammhang hauptsächlich die rotgrünsozn (minister, ak, ögb) und auch landeshäuptlinge (ausnahmen bestätigen die regel) gegen jegliche einsparung und notwendige reform wehren, so muss man festhalten, dass diese alle bei unserem absehbaren pleitegang viel schuld auf sich laden und geladen haben werden.

    es ist unfassbar, dass man bis heute nichts (absolut nichts!!) an effektiven einsparungen vereinbart hat. nur planspiele, irgendwelche nebulosen ziele, irgendwelche zahlen werden genannt, aber absolut nichts wurde bis jetzt als fix vereinbart.

    die zahnarztassistentin vermeint, dass 25 mio € in summe (von was ?) eh 1,5 mrd.€ wären, der berlakovich lässt auch nichts aus, der blade michl in wien weigert sich, die beamtenpensionsreform umzusetzen, detto der versager failman samt seinen muhms, foglars, rudas und sonstigen genossen (wie immer sie heißen mögen), der nö-pröll will den bundesheinzi abschaffen, etc. ,etc., sind denn diese leute wirklich alle völlig verblödet (nur rhetorisch gemeint) ?

    man muss sich wirklich die frage stellen: sind die wirklich alle so deppert, dass wir glauben, wir merken nicht, wie deppert die alle miteinander sind ?

    ich weiß natürlich selbst nicht, was man da - praktisch - dagegen unternehmen könnte, aber es wird zeit, wieder einmal auf dem ballhausplatz flagge zu zeigen !

    das sind doch eher unsere probleme, nicht südtirol !!

    tut mir leid, aber das musste jetzt raus aus mir....



    • Wertkonservativer

      Gut gebrüllt, Löwe!!!

      Lieber mike, da bekommst du sicher einigen Applaus! Die meisten hier (und auch ich) denken genauso wie Du!

      Liebe Grüße

      Gerhard

    • Anton Volpini

      Richtig mike1, und genau aus den von Ihnen aufgezählten Gründen werden die Südtiroler den Buckel machen, bevor sie Richtung Österreich herrüberschielen!

    • M.S.

      @mike1

      100% Zustimmung. Aber wenn das nächste A Flöten geht, sind wieder die Ratingagenturen schuld.
      Jeder private Dienstnehmer wäre längst an die Luft gesetzt und würde beim Kadi landen, wenn er so arbeiten würde.

    • simplicissimus

      mike, natürlich ist südtirol nicht unser hauptproblem, aber erörtern wird mans ja noch dürfen. im übrigen müssen die südtiroler selber bestimmen, was sie wollen.
      daher mein unten geäusserter standpunkt: liebe südtiroler, entscheidet was ihr wollt und wenn ihr wieder zurück wollt, willkommen!
      wenn nicht, dann eben nicht.
      und ehrlich gesagt: ich hab dieser regierung sowieso nicht abgenommen, dass sie sparen will, bin deshalb auch nicht enttäuscht. daher kommen wir wieder auf den nüchternen punkt zurück: ABWÄHLEN.
      ich weiss, klingt deppert wegen des zweifels an den alternativen, aber haben sie weniger depperte vorschläge?

    • mike1

      simplicissimus:

      grundsätzlich sprech ich auch immer von neuwahlen. das blöde an der g'schicht ist, was passiert nach den wahlen ? es verbleiben uns ja vermutlich die selben "politiker", die reihenfolge wird halt eine andere sein.

      was soll ich mit einem strache, mit einem failman oder gar mit einer glawischnig ? das sind doch lauter professionelle dilettanten.

      und wenn die övp wirklich dritte werden sollte (was gar nicht so unwahrscheinlich ist), kann ich mir nicht vorstellen, dass man trotzdem den bk stellen wird können, da fehlt uns ein dr.schüssel.

      die zukunftsaussichten sind also sehr sehr trüb....

  26. A.K.

    O.T. Haben Sie schon die Vignette geklebt? - Morgen ist schon 1. Februar 2012!
    Man zwingt Hunderttausende KFZ-Besitzer - bei Kälte - die alte Vignette herunterzukratzen und eine neue - teurer gewordene - dafür aufzukleben. Dabei spricht man e-government!
    Es ginge aber viel einfacher und bequemer Maut einzuheben:
    Man „kauft“ z.B. beim ÖAMTC oder am einfachsten selbst über Internet eine „virtuelle“ Vignette, die an die Autonummer (welche beim Kauf angegeben wird) gebunden ist.
    Die Mautkontrolle wäre für die ASFINAG mittels Portablen PC und Internetanschluß überhaupt kein Problem. Bei einer Kontrolle würde eben nachgeschaut, ob zu der Autonummer eine Vignette bezahlt wurde. Alles einfach in Analogie zum Handy-Parken. Aber dann könnten die Amtskappelträger nicht ihre Macht durch Kratzenlassen und Kleben an den zahlenden Kunden beweisen.
    Also kein e-government, sondern Vignetten wie schon immer.



    • Gandalf

      Eine hervorragende Anregung. Und bei dieser Gelegenheit sollten auch die unterjährigen Mautzahlungen abgeschafft werden. Wenn einer nur zwei mal im Jahr durch Österreich fährt, kostet's ihn halt rund 39 € pro Durchfahrt - na und? Für den Österreicher, der täglich zwei bis drei mal die Autobahn benützt, ist es, wie sich's gehört, eine quantité négligeable. Eben gerecht (aber, jetzt kommen sicher gleich die Super- Europäer, wahrscheinlich nicht EU - konform).

  27. simplicissimus

    wenn es so kommen sollte, ich heisse die südtiroler herzlich willkommen zu hause!



    • Undine

      @simplicissimus

      Auch mich würde es von Herzen freuen, wenn dieses Verbrechen an den Südtirolern gutgemacht werden würde!

  28. Undine

    Am Beispiel Südtirol zeigt sich wieder einmal deutlich, daß sich Lüge, Landraub (Hitler-Mussolini-Pakt), Betrug bei sog. Volksabstimmungen und Verrat für die Lügner, Betrüger und Verräter lohnen, wenn man nur die Nerven hat, die erste Zeit durchzustehen. Nach einigen Jahrzehnten Beschwichtigungen und Vertuschen der geschichtlichen Zusammenhänge weiß keiner mehr so recht--va die jüngeren Generationen--worum es eigentlich gegangen ist, bzw heute geht:

    Daß das Menschenrecht auf Selbstbestimmung massiv mit Füßen getreten wurde und wird, seltsamerweise aber immer nur dann, wenn die Betroffenen Deutsche sind, denn als solche bezeichnen sich zum großen Ärger vieler sowohl die Südtiroler (die man wenigstens beim richtigen Namen nennen darf!!!) als auch die ehemaligen Untersteirer (heutiges Slowenien), die Gotscheer oder die Sudetendeutschen.

    Durch die präparierte Geschichtsauffassung mit Verschweigen und Beschönigen und Zurechtbiegen bestimmter geschichtlicher Tatsachen hat man die Zeit genutzt, bis alle diesen gravierenden Ereignisse, die einst so viel Herzblut gekostet haben, völlig in Vergessenheit geraten sind.

    Die Südtiroler wären sicher gut beraten, wenn sie sich von Italien trennen würden, um selbständig zu werden.



    • simplicissimus

      undine, auf den punkt gebracht!
      übrigens werden wir ösis im ausland häufig mit den deutschen in einen topf geworfen, der unterschied interessiert nur wenige.

    • Undine

      @simplicissimus

      Genug Österreicher sehen da aber gleich ROT! :-)

    • Haider

      Schade, daß 3* das Maximum sind. Der Beitrag hätte sich wahrlich mehr verdient!

    • Undine

      @Haider

      Über Ihre Zustimmung freue ich mich ganz besonders!

  29. Josef Maierhofer

    Es ist richtig, es wird bald starke Veränderungen geben.

    Aber Österreich ist ja nun nicht einmal mehr die Heimat für die Österreicher geworden durch die Zersetzungspolitik von links, wie soll sie dann attraktiv für Südtiroler werden ?

    Das mit dem Freistaat, das würde ich eher meinen, dass es das Beste wäre für die Südtiroler.

    Ich glaube nicht, dass da derzeit vordergründig oberflächlich wirklich großes Interesse der heutigen Südtiroler an Österreich besteht und auch umgekehrt von unserer 'Spaßgesellschaft' nicht. Die Generationen haben sich verändert, obwohl ich sehr wohl sehe, dass man sich das gut vorstellen kann, sogar heutzutage.

    Es liegen viele Änderungen förmlich in der Luft, am Balkan haben sie blutig teiweise schon stattgefunden, teilweise sind sie, leider auch immer wieder blutig, im Gange. Auch in 'Kerneuropa' wird sich einiges, wir kennen es aus der Geschichte, verändern. Faktisch sind die Regierungen aus Teschechien und Grossbritannien da schon weiter als unsere Schlafwagenpartie, die ausser Parteiabstumpfung und -propaganda nichts hört und sieht.

    Es ist Dr. Unterberger und seinem feinen Sinn für all diese vorliegenden Strömungen und seinem Fachwissen darum zu danken, dass wir das alles deutlicher sehen können.

    Europa hat versagt und zwar in fast allen Mitgliedsstaaten, etwa Schweden ausgenommen oder Schweiz als Nichtmitglied oder Norwegen, wir müssten alle selber schauen, wie wir weiterkommen. Aber da werden wir gemäss Faymann noch viele Milliarden 'solidarisch' vergraben, bis wir da endlich aufwachen dürfen und selbst unser Heft in die Hand nehmen, dank der 'Baddei' und den sonstigen Schläfern in Österreichs 'Bolidig'.



  30. thomas lahnsteirer

    Südtirol steht das Wasser bis zum Hals, da Italien der nächste heiße Kandidat für eine Staatspleite ist.
    Von einer Anlehnung an Österreich ist aber dringend abzuraten, hat doch der Schwachkopf Faymann gerade gestern auf Geheiß seines Ohrenbläsers, des Mittelstands-Ausplünderers Muhm den gemeinsamen Kurs mit Deutschland erstmals verlassen und wie ein dümmlicher ORF-Korrespondent stolz und triumphierend meldet, Angela Merkel kritisiert.
    Denn Faymann will noch mehr Geld UNKONTROLLIERT der Euro-Schwachmatikern nachwerfen.
    Meine Hochachtung gilt wieder einmal Tschechien, das nicht bereit war, den Zahlmeister für die südlichen Euro-Verschwender zu spielen, worauf der
    ORF-Blödian den Tschechen düstere Zeiten prophezeite.



    • thomas lahnsteirer

      natürlich DEN Euroschwachmatikern...(wenn ich den Namen MUHM schreibe, muss ich mich so ärgern, dass ich ein bißchen die contenance verliere)

    • Josef Maierhofer

      Na, ja, was will man denn aus der 'ORF-Partei- Krabbelstube' anderes erwarten, sind ja alles 'wichtige', 'parteiernannte' 'Bonzennachplapperer und 'Meinungsmacher' ...

    • Undine

      @Josef Maierhofer

      "'ORF-Partei- Krabbelstube'" ist wirklich sehr treffend!

    • M.S.

      @thomas lahnsteirer

      Wenn manso die Nachrichten in anderen europäischenStaaten verfolgt, merkt man immer deutlich, dass im ORF die meisten unbedarfen Redakteure und dergleichen werken.
      So hat zum Beispiel vor einiger Zeit bei der kurzen "Kultur" nach der ZIB der ORF-Reporter, so ein junger Schnösel, ex cathedra erklärt, dass die Buh-Rufe eines großen Teils des Premierenpublikums gegen den Regisseur einer Opernaufführung UNGERECHTFERTIGT waren. Der ORF bestimmt also schon, wie eine kulturelle Veranstaltung durch das Publikum zu bewerten ist.

    • Riese35

      *********!

      Schon unter Rudolf II. ist Europa von Prag aus regiert worden. Präsident Klaus und Fürst Schwarzenberg sind, bei allen ihren Gegensätzen, sicher die typischeren Österreicher und Europäer. Österreich hingegen ist ganz auf das Niveau einer europäischen Nomenklatura, sofern es unsere Staats"größen" überhaupt schaffen, über den Tellerrand hinauszublicken, abgesunken. Jetzt ist es wieder einmal so weit, daß die Hofburg weit abgeschlagen hinter dem Hradschin regiert.

      Sagen wir aber nicht, daß es in Österreich keine Hoffnung gäbe. "Jeszcze Austria nie zgin??a, kiedy my ?yjemy" (falls das Programm die Sonderzeichen nicht darstellen kann: "zgine,l/a" und "z.yjemy")! Wählen wir Klaus und Schwarzenberg zu unseren nächsten Repräsentanten!

      Halt: Vielleicht habe ich nicht bedacht, daß ihre Namen zu deutsch klingen, was ja in Österreich heute verpönt ist. ;-(

    • M.S.

      @Riese35

      Dazu den Ausschnitt aus einem Presseinterview mit Michael Frank, dem Korrespondenten der "Süddeutschen" in Wien, anläßlich der Beendigung dieser Tätigkeit: " Ich bin erstaunt, wie selbstgenügsam dieses Land (Österreich) und insbesondere seine Politikerkaste geworden ist. Österreich hat seit Jahren international überhaupt keine Stimme mehr, weil es keine Stimme haben will. Das ist wirklich bedauerlich. Österreich beklagt seine Einflußlosigkeit, versteckt sich aber international so sehr, daß es einflußloser ist, als es sein müßte. Wenn man nämlich qualifiziert etwas äußert, hört der Rest Europas sehr wohl zu. Nur muß man eben etwas zu sagen haben."
      Den Herren Faymann und Spindelegger ins Stammbuch!

    • Undine

      @M.S.

      "... ein junger Schnösel, ex cathedra erklärt, dass die Buh-Rufe eines großen Teils des Premierenpublikums gegen den Regisseur einer Opernaufführung UNGERECHTFERTIGT waren."

      Wie recht Sie haben! Ich nehme an, es geht um das Machwerk von Brecht und Weill. Mehr Verlaß auf Objektivität traue ich da dem Kritiker Wilhelm Sinkovicz zu. Er schreibt in der "Presse":

      "Du liebes bisschen, wo sind wir denn da hingeraten? Nach Mahagonny? Dort muss ja schon den ersten Besuchern sterbenslangweilig gewesen sein, 1930, in Leipzig. Damals wüteten die Braunhemden, die Bert Brecht und Kurt Weill zu unerwünschten Personen erklärten und daher deren Stücke ablehnten. Seither müssen diese als bedeutend gelten....."

      SEITHER MÜSSEN diese als BEDEUTEND GELTEN!
      So verhält es sich mit zahllosen Stücken, sei's in der Musik, sei's im Theater: Sie werden mit Akribie aus irgendeiner Mottenkiste, wo sie meist zurecht verstaubt sind, hervorgekramt und uns als geniale Schöpfungen zwangsweise untergejubelt und angepriesen. Sie sind unter "ferner liefen" einst eingestuft worden, weil sie einfach BANAL waren, von "genial" keine Spur. Aber: Was im 3. Reich verdammt wurde, MUSS heute als großartig gelten und wenn es noch so schwach ist. Von Objektivität sind wir meilenweit entfernt, weiter denn je!

    • Eva

      @Riese35

      "... Wählen wir Klaus und Schwarzenberg zu unseren nächsten Repräsentanten!"

      Oh nein, bitte nicht den Karel Schwarzenberg! Der schaut immer drein wie ein abgestochenes Sch...n! Den kann ich nicht reden hören! Den Klaus meinetwegen!

    • Eva

      Vergessen Sie bitte das abgestochene "Sch...n", es sollte "Kalb" heißen!

    • M.S.

      @Undine

      Genau so ist es! Umgekehrt gilt aber auch, was im 3. Reich gefördert wurde, (u.a. weil es dem Führer gefallen hat) und wären es noch so großartige Kunstwerke, wird, wenn die Aufführungen schon nicht verhindert werden können, mittels Regiearbeit entstellt, umgedeutet, ja lächerlich gemacht. Bei der Musik ist das zum Glück nicht möglich.

    • Undine

      @M.S.

      So ist es! Und aus diesem Grund meide ich Opern- und Theateraufführungen, weil mich schon die Ankündigung irgendwelcher "origineller" verfremdenden Regieeinfälle im ORF anwidert. Ich halte mich nur noch an Orchesterkonzerte und Kammermusik. Da finde ich es immer etwas ärgerlich, wenn dann vor oder nach der Pause zwischen zwei klassischen Stücken, deretwegen ich ja ins Konzert gehe, man auch mit irgendeinem banalen Musikstück zwangsbeglückt wird, dem man nicht entfliehen kann.

    • Riese35

      @M.S.: *******!

      Wenngleich ich viele Aussagen von Michael Frank nur mit großer Skepsis aufnehme und anderer Meinung bin, stimme ich der von Ihnen zitierten Aussage voll zu. Ob Klaus nämlich seinem Geschmack entspräche, bin ich mir nicht mehr so sicher.

      @Undine: Bitte keine so große Angst vor Theater- und Opernaufführungen. Hin und wieder gibt es schon noch gute (alte) Inszenierungen. Vor nicht allzu langer Zeit im ehm. k.k. Hof-Operntheater: Die Fledermaus in einer Inszenierung von Otto Schenk, ebendort Die Italienerin in Algier, in der Volksoper My Fair Lady. Ist zwar eine Ausnahme, aber es gibt sie Gott sei Dank noch. Bei Oper und Theater kann man nicht so wie meistens im Konzert ein modernes, atonales, von der Schönberg-Gesellschaft empfohlenes Stück irgendwo in die Mitte einfügen. Schade, daß diese Stücke immer in der Mitte plaziert werden, damit man nicht später kommen oder früher gehen kann.

      @Eva: Fruchtsame Politik lebt auch von Polen, klaren Positionierungen. Ein Klaus allein wäre vermutlich auch nicht das Idealbild. Schwarzenberg hat jedenfalls anders als die meisten EU-Befürworter der Nomenklatura einen weiten Bildungshorizont, ist nicht am linken Auge blind und verkörperte die Kontinuität auch zur Zeit von vor 1918, im positiven Sinn. Wie man dreinschaut, ist mir in Zeiten wie diesen eher nebensächlich.

    • thomas lahnsteirer

      @undine, @riese
      Betrifft:modernes Regietheater
      An sich bin ich ein Fan des modernen Regietheaters. Vor ein paar Jahren hatte ich folgendes Erlebnis: Ich war bei einer CARMEN-Premiere in der Oper Leipzig.
      Die Oper spielte auf einem Busbahnhof unter Kinderschändern und Carmen wurde von Don Jose in einer Gemeindebauwohnung ermordet. Obwohl die Sänger mit großem Animo spielten und sangen war das sogar mir zuviel. Einige Monate später mußte ich der von mir ausgebuhten Regisseurin große Abbitte leisten. Ich sah nämlich an der Wiener Staatsoper die Carmen in einer uralten Zeffirelli Inszenierung.
      Teilnahmslos standen da Chor und Sänger in dieser staubigen, langweiligen 08/15 Produktion herum. Eine Schande. Den muffigen Geruch der uralten Kulissen habe ich heute noch in der Nase

    • M.S.

      @Riese35

      Was Michael Frank betrifft stimme ich völlig mit Ihnen überein. Er war ein Journalist, der wegen seiner starken linken Prägung oft Objektivität vermissen ließ und hat auch bei den Sanktionen eine unangenehme Rolle gespielt. Umso bemerkenswerter diese Kritik an der österreichischen Regierung unter sozialistischer Führung am Ende seiner Tätigkeit in Wien.

    • Undine

      @Riese35

      " Schade, daß diese Stücke immer in der Mitte plaziert werden, damit man nicht später kommen oder früher gehen kann"

      Das ist leider der Zweck der Übung, daß diese ungeliebten Stücke so positioniert werden, daß man ihnen nicht entfliehen kann. Wären sie am Ende angesetzt, müßten die Musiker vor z.T. leeren Reihen spielen. Einmal wurden wir Konzertbesucher mit einem Stück von Anton Webern traktiert; und weil's so kurz ist, spielten sie es einfach noch einmal! Ich kam mir vor, als ginge ich barfuß über Glasscherben und müßte nebenbei noch einen Stacheldraht überwinden. Brrr!

    • Undine

      @M.S.

      "...mittels Regiearbeit entstellt, umgedeutet, ja lächerlich gemacht"

      Ich erinnere mich dunkel, vor Jahren einmal im ORF die Ankündigung einer Aufführung von Don Giovanni gesehen zu haben, wo der D.G. in einer weißen Unterhose a la Palmers, Type Feinripp, auf der Bühne stand. Und dafür wird Mozarts Musik verschwendet.

    • cmh (kein Partner)

      Nach Mahagony gehe ich nur wegen der Kulmann.

    • M.S.

      @Undine

      Ich glaube das war bei den Salzburger Festspielen?

    • Johann Scheiber

      Undine, von Webern ist doch wunderbare Musik. Ich dachte sie wurden von Stücken von Staatskünstlern, wie von von Einem oder Cerha gequält.

    • Undine

      @Johann Scheiber

      Meinen Sie da jetzt Carl-Maria von Weber (dessen Musik liebe ich) oder Anton Webern? Ich fand den Webern schrecklich, aber er ist ja nicht der Einzige, der einem zwischendurch untergejubelt wird. Anton Webern wurde übrigens nicht von den Nazis umgebracht, sondern von Amerikanern auf einer Berghütte erschossen, weil sie ihn für einen Nazi hielten; das nur nebenbei.

    • Johann Scheiber

      Undine, ich meine den großartigen Anton von Webern, dessen Gesamtwerk nur zwei Stunden füllt. Hat gerade in unserer Zeit, in der alles nur noch redundant ist, eine besondere Bedeutung.

  31. Anton Volpini

    Dieser Artikel zeigt sehr schön die verschiedenen Entwicklungen auf, die die Realität Südtirols heute ausmachen, und damit die rosarote Brille einer nostalgischen "Südtirol zurück zu Österreich" Einstellung ordentlich in Frage stellt!
    Südtirol ist nicht nur zu einer der reichsten Regionen Europas gewachsen, die Südtiroler sind auch zu einem vor Selbsbewußtsein strotzenden Volk geworden.
    Die Südtiroler haben wirtschaftlich gelernt, von der Vermittlerrolle der Deutschsprachigen zu den Italienischsprachigen zu profitieren. Jedes kleine Kind, jeder Arbeiter und auch der hinterste Bergbauer in Südtirol sprechen perfekt italienisch. Die Südtiroler sind ein sehr gutes Beispiel für Charles Darwin "Survival of the fittest"

    Warum die Südtiroler eher nicht zu Österreich zurück wollen, erklären Aussagen des südtiroler Landeshauptmannes Dr. Luis Durnwalder. Früher, als er zu Schüssels Zeit als Bundeskanzler nach Wien fahren mußte, bekam er immer einen Termin beim Bundeskanzler persönlich. Auch wenns nur fünf Minuten waren, wenn er überraschend aufgetaucht ist, Schüssel hatte immer Zeit für ihn.
    Seit Gusenbauer hat er überhaupt keine Ansprache mehr in Wien, nicht einmal der Vizekanzler nimmt sich Zeit für ihn.

    Und eine zweite Entwicklung in Österreich stößt die Südtiroler eher ab.
    Dr. Durnwalder ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der "Schutzpatron" der Gotscheer. Als solcher hatte er oft in der Kärntner Slowenenfrage zu vermitteln gehabt. Er hat es überhaupt nicht verstehen wollen, daß die Kärntner die Zweisprachigkeit nicht als Change sehen wollen, diese engstirnige, abgrenzende Politik hat ihn abgestoßen!



    • Johann Scheiber

      Heute hast du erstmals einen halben Stern von mir bekommen, Anton!
      Einen Viertelten für den Vater der Geistlosigkeit, Charles Darwin, und einen Viertelten für die Erwähnung der semiwalischen Schlitzorigkeit der SVP in Angelegenheiten der Kärntner Minderheit. In der Nachfolge von Dr. Frasnelli ist es dem gegenwärtigen Südtiroler LH viel zu Wurscht, zu verstehen, dass das Vermischen der beiden Minderheitenfragen das Vermischen von Äpfeln und Rüben ist.

    • K.K.

      @Volpini
      Allein schon für "Change" würde ich ja *** geben, aber ich bin mir halt nicht sicher, ob's nicht doch ein Druckfehler ist...

    • Anton Volpini

      Die zwei Viertelsterne von Dir sind mir eine besondere Auszeichnung. You made my day, Johann! :-))
      Und zwar gerade aus den von Dir erwähnten zwei Gründen.

      Nachdem Du weder "Die Fahrt mit der H.M.S. Beagle" noch "Die Enstehung der Arten" gelesen hast, und sogar zu lesen verweigerst, wirst Du den innersten Sinn von "Survival of the fittest" schwer verstehen. Daher geht auch die Bezeichnung des Vaters der Geistlosigkeit völlig ins Leere.
      Und zweitens war nicht die Klärung der Gotscheerfrage innerhalb der Slowenenproblematik das, was den südtiroler Landeshauptmann abgestoßen hat, sondern die unterkärntner Engstirnigleit, sich der Change einer zweisprachigen Kulrur zu verweigern.

      Johann, wir in hier Oberkärnten leben in engen Tälern, den weiten Blick durch hohe Dreitausender verstellt, während Ihr in Unterkärnten Euren Blick weit über die Grenzen Kärntens hinaus schweifen lassen könnt. So ergreift doch die Change des weiten Blicks!

      Hast Du übrigens gewußt, daß die Gotscheer ursprünglich Oberkärnter waren?
      Die in Spittal residierenden Ortenburger haben junge, vom elterlichen Hof weichende Bauern aus dem oberen Drautal in Ihren Besitzungen im heutigen Slowenien angesiedelt, weil sie mit den Bewirtschaftungformen der damaligen autochtonen Bevölkerung nicht einverstanden waren. Das kannst Du Dir in unserem Bezirksmuseum anschauen.

    • Anton Volpini

      Nein K.K. , es war kein Druckfehler, wie Sie durch meine Wiederholung sehen können.
      Es ist das eher das Ergebnis einer gewissen geistigen Schwäche, die mich von Kindesbeinen an verfolgt. :-)

    • Anton Volpini

      Chance..... ists jetzt richtig so?

    • Helmut Graser

      Ach, egal. Unsere deutschen Nachbarn sagen "Schanze" dazu, Hauptsache man versteht den Sinn. Wir schreiben hier ja keine Bücher ;-)

    • Brigitte Imb

      Ein Buch - warum nicht? Das Unterb"Ü"rger Buch..:-)))

    • Anton Volpini

      Danke Helmut, dass Du mir da drueber hilfst. Das weiss ich sehr zu schaetzen.
      Ach uebrigens, wie gehts Deiner lieben Frau beim Krendlnkurs?

    • Johann Scheiber

      Zum Unterschied, Anton und nur ein Detail:
      Kärnten hat sich erfolgreich gegen Okkupatoren und deren Ambitionen (bis heute) gewehrt und Südtirol wehrt sich gegen eine erfolgte Okkupation- allerdings erfolgreich, denn die Assimilation erfolgt in die andere Richtung, als die Italiener sich das erwartet hätten.

      Survival of the fittest, das passt vielleicht zur Gesinnung von LH Durnwalder und Reinhold Messner aber nicht zu dem durch die Geschichte hindurch von einem hohen Ethos getragenen Südtiroler Volk. Bedenke, dass es in Südtirol eine Abstimmung gegeben hat, bei der ein überwiegende Mehrheit für dir Einheit mit der geistigen Heimat, mit dem deutsch-österreichischen Vaterland gestimmt hat.
      Die momentane partielle Selbstverleugnung, die durch die gegenwärtig so erfolgreiche Ökonomisierung aller Lebensbereiche auch in Südtirol sich breit gemacht hat, wird der Geschichte und ihrem alten und guten Recht wieder weichen müssen. Das Fenster der Zeit wird sich auftun!

  32. Cotopaxi

    Was die italienische Zuwanderung in Südtirol betrifft: erst kürzlich wurde in einem österr. Sender ein zugewanderter Italiener als Südtiroler bezeichnet und nicht als Italiener - von Geschichtsbewusstsein keine Spur.



    • simplicissimus

      dafür werden die deutschen südtiroler oft gerne italiener genannt!

    • cmh (kein Partner)

      Die erste Autobahnausfahrt von Innsbruck heißt ja auch "Bolzano" und die zweite "Trento".

      Wo ist mein Glas zum Einschenken Herr Nachwuchsredakteuer?

  33. Observer

    Kopie meines Beitrages vom
    16. Januar 2012 18:54 - Los von Rom?

    Das alles ist nur ein Traum - und träumen darf aber jeder!
    Wie passt dies alles zusammen, wo wir uns doch schon auf dem Weg zu den "USE" (United States of Europe) befinden? Italien braucht dringend Südtirol, da mehr Gelder Richtung Rom gehen als umgekehrt. Und wenn Südtirol mit Nord-/Osttirol "wiedervereinigt" werden würde, dann käme es doch vom Regen in die Traufe. Ausserdem darf nicht vergessen werden, dass - besonders im Raum Bozen - durch die seinerzeitige "Italienisierung" schon seit drei Generationen ein sehr grosser Teil an italienisch sprechender Bevölkerung existiert.
    Bleiben wir doch alle nüchtern und mit beiden Füssen am Boden, schliesslich schreiben wir nun das Jahr 2012 und nicht 1945, wo noch eher solchen Chancen vorhanden waren.



    • Wertkonservativer

      Leider, lieber Observer, auch meine Meinung (siehe meinen tieferstehenden Beitrag, und auch den vom 16.d.M.).
      Dieses Völker-Unrecht besteht nun bereits seit fast hundert Jahren, zwei verlorene Weltkriege haben es besiegelt.

      Dieser Traum wird wohl - leider - ein Traum bleiben!

      Grüße vom Wertkonservativen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  34. Wertkonservativer

    Erst kürzlich war ja hier von Südtirol die Rede!
    Bei dieser Gelegenheit deponierte ich meine große Liebe zu diesem herrlichen Land, meine seit drei Jahrzehnten bestehenden beruflichen und persönlichen Kontakte zu den Südtiroler Menschen, meine Meinung zu einer möglichen "Heimholung" ins alte Vaterland.

    Ich habe - in guter Kenntnis der "Südtiroler Seele" - bei dieser Gelegenheit meine Meinung ausgedrückt, dass eine echte Loslösung des Landes Südtirol vom italienischen Staat heute auch von der Mehrheit der altösterreichischen Südtiroler nicht mehr wirklich ins Auge gefasst wird.
    Man fühlt sich dort eigentlich inzwischen als die besseren Italiener, lebt im Rahmen der Autonomie recht eigenständig, und pfeift sich was auf den italienischen Staat!

    Natürlich träumen gerade die Besten von echter Unabhängigkeit, doch der den Südtirolern eigene Realitätssinn lässt angesichts der Europa- und Weltentwicklung diese Hoffnungen im Land der Träume angesiedelt.

    Ich würde es gerne erleben, die Südtiroler als freie Menschen in einem freien Lande begrüßen zu können!
    Mein Realitätssinn gebietet mir jedoch, Hoffnungen dieser Art nicht zu erwarten.

    Leider, leider, denn ich liebe dieses wunderbare Stück Erde und seine Menschen!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • cmh (kein Partner)

      Waren Sie schon im neuen "Bergiselmuseum"?

      Da gehen Ihnen die Augen auf, als welche Müllhalde sich das Land sieht und wie verständnislos die Tiroler dem Ideal ihrer Väter, ihr Land mit der Waffe zu verteidigen, gegenüberstehen.

  35. libertus

    Also einem Tausch Burgenland gegen Südtirol würde ich sofort zustimmen. Österreich könnte nichts Besseres passieren. ;-)

    Sollten die Südtiroler jedoch tatsächlich mehrheitlich "Los von Rom" wollen (was bei dem finanziellen Desaster Italiens allzu verständlich ist!), kann man ihnen nur ehrlich raten, sich nicht Österreich anzuschließen sondern der Schweiz. Denn vielleicht kämen sie bei uns früher oder später vom Regen in die Traufe.
    Außerdem wäre die Finanzierung des Brenner-Basistunnels mit den Eidgenossen ebenfalls leichter zu realisieren, schließlich ziehen die den Gotthard-Basistunnel durch wie nix.

    Die Verwirklichung eines Freistaates Südtirol hätte allerdings den größten Charme, könnte aber womöglich in unserem Bundesland Tirol Separatistengelüste "Los von Wien" auslösen und zu einem Zurück frei nach dem Motto "Tirol, frei und ungeteilt" führen!
    Oje, ist das jetzt rechtsradikal, oder gar verboten?



    • Brockhaus

      Südtirol möchte sich niemand anschließen. Weder Österreich noch der Schweiz. Es möchte eher mit Nordtirol einen eigenständigen Staat bilden, so wie sich Tirol schon vor und während der Napoleonischen Kriege vom Kaiserreich lossagen wollte.
      Eine ähnliche Situation gabe es in Europa schon vor nunmehr über 20 Jahren. Natürlich wollte sich die damalige DDR von der Sowjetunion und dem Kommunismus befreien, jedoch einen eigenen Staat bilden. Die Wiedervereinigung war weniger ihr Ziel.

    • Undine

      @Brockhaus

      " Natürlich wollte sich die damalige DDR von der Sowjetunion und dem Kommunismus befreien, jedoch einen eigenen Staat bilden. Die Wiedervereinigung war weniger ihr Ziel."

      Ich muß gestehen, daß mir dieser Aspekt völlig neu ist: Die ehem. DDR als eigenständiger Staat ganz OHNE Kommunismus; wer weiß, wie das Ergebnis nach 20 Jahren aussähe. Wir werden es nie erfahren. Aber eine Vereinigung Nord-, Ost- und Südtirols wäre vermutlich erfolgreich. Nur was machen wir dann mit Vorarlberg?
      Diese Länder möchte ich nicht missen; ich liebe die Tiroler! :-)

    • Brockhaus

      @ Undine

      Ich liebe ebenfalls Tirol, fahre ich doch schon seit fast 60 Jahren manchmal im Sommer, aber ebenso im Winter in dieses schöne Land.

      Und Vorarlberg? Die tendieren doch ohnehin zur Schweiz, denn sonst müßte es ja von Wien aus gesehen Hinterarlberg heißen, oder? ;-)

    • Haider

      @Brockhaus:
      Ihnen scheint ein kleiner historischer Fehler unterlaufen zu sein. Nicht Tirol sagte sich unter Napoleon vom Habsburgerreich ab - ganz im Gegenteil - der Kaiser ließ "seine" Tiroler schmählich im Stich!

    • Brockhaus

      @ Haider

      Da haben sie natürlich recht, daß der Kaiser die Tiroler im Stich ließ. Aber das war doch der Grund, warum sie letztlich von den Habsburgern nichts mehr wissen wollten.
      Oder betreibe ich da jetzt Haarspaltereien? ;-)





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