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Österreich, der Neid, die Diplomatenpässe, und die Dienstpässe

Österreich steht vor der historischen Weichenstellung zwischen dem Weg nach Griechenland und dem Weg nach Deutschland. Der eine ist kurzfristig verführerisch bequem, der andere anfangs sehr hart. Auf diesem Weg verliert Österreich sein Triple-A-Rating, es drohen schwere Regierungskrisen oder gar Neuwahlen. Und was debattieren da die Medien dieses Landes am heftigsten? Die Diplomatenpässe für Bischöfe und Altpolitiker! Die Medien schweigen dabei jedoch fast total zu den damit eng verwandten Dienstpässen. Ein Sittenbild.

Weil sich die Medien so an Kleinigkeiten festkrallen – wahrscheinlich weil sie durch Großigkeiten ja auch geistig überfordert wären – ist das Ergebnis der jüngsten Meinungsumfrage zwar deprimierend, aber kein Wunder: Eine Mehrheit der Österreicher ist gegen ein Sparpaket. Wie OGM (allerdings im Auftrag einer Gratiszeitung) erhoben hat, sind nur 42 Prozent für ein Sparpaket, während 53 Prozent dagegen sind.

Freilich: Wenn niemand den Menschen die dringende Notwendigkeit eines Schuldenabbaus – oder zumindest keines weiteren Anstiegs der Schulden – vermittelt, woher sollen sie dann überhaupt um diese Notwendigkeit wissen? Was die Dinge noch schlimmer macht: Sobald die konkreten Maßnahmen feststehen, wird die Zahl der Zustimmenden mit Sicherheit noch deutlich geringer werden. Nach dem Motto: Ihr könnt ja überall sparen, aber doch nicht bei mir!

Aber zurück zum Aufreger der Medien, den Diplomatenpässen: Es ist ganz gewiss schwer zu begründen, wenn jemand nach Ausscheiden aus einem öffentlichen Amt noch so wie ein aktiver Amtsträger behandelt werden will. Dass sich jetzt vor allem die Herren Blecha und Vranitzky über den geplanten Entzug ihres Diplomatenpasses so aufregen, rundet überdies so manches Vorurteil über diese Herren ab.

Dabei sollte mit der Forcierung des Diplomatenthemas ja eigentlich nur der Fall Grasser am Kochen gehalten werden, nachdem nach wie vor die konkreten Beweise gegen den Ex-Finanzminister Mangelware sind. Vranitzky ist so etwas wie ein Kollateralschaden (seinen dubiosen Geschäften ist ja nie ein Staatsanwalt nachgegangen, wie etwa der berühmten Million für die Information, dass der Euro eingeführt wird).

Sollte man vielleicht den Diplomatenpass lediglich im Fall strafrechtlicher Erhebungen entziehen? Das wäre witzig. Denn das müsste dann ja auch für Werner Faymann oder Claudia Schmied gelten. Gegen die läuft nämlich genauso ein Strafverfahren wie gegen Grasser (auch wenn es da keine Staatsanwälte gibt, die ständig Aktendetails hinausspielen).

In Wahrheit gibt es aber außer blankem Neid (der freilich gerade in Österreich sehr verbreitet ist) so und so keinen Grund, das Thema für wichtig zu halten: Denn kein Österreicher, keine Institution des Landes erleidet durch die großzügige Vergabe dieser Pässe einen Schaden. Opfer sind höchstens ausländische Grenzbehörden, die bei Besitzern von Diplomatenpässen nicht so genau hinschauen. Da manche Länder – von der Dritten Welt über Russland bis zu den USA – die Passkontrollen sehr langwierig und schikanös gestalten, würde ich ja am liebsten jedem Österreicher ein solches Ticket für die zeitsparende Überholspur geben.

Amüsant ist freilich ein eng verwandtes Thema, nämlich die „Dienstpässe“. Diese verschaffen ähnliche Express-Abfertigungen auf Flughäfen, sie sind sogar viel zahlreicher ausgegeben worden als Diplomatenpässe. Und dennoch redet niemand darüber.

Beim langen Nachgrübeln ob dieser Diskrepanz in der medialen Reaktion erinnerte ich mich an meine langen Jahre als außenpolitischer Journalist. Da sah ich mit Erstaunen, dass auch etliche Kollegen mit solchen Dienstpässen reisten. Und dass sie auf Nachfrage nach dem Wieso nur sehr verschwommen antworteten. Die erste solche Beobachtung machte ich übrigens noch in der Ära Kreisky. Worauf ich die Berichterstattung der Kollegen vor allem aus massenstarken Medien ein wenig genauer zu beobachten begann: Vorsichtig ausgedrückt, habe ich da keine sonderlich starken regierungskritischen Akzente bemerken können.

Ich bin natürlich – fast – sicher, dass sie inzwischen alle ihre Dienstpässe längst fein säuberlich zurückgegeben haben. Nur: Warum erwähnen sie das denn alle gar nicht? Lassen sie sich aus Bescheidenheit eine so einfache Selbstberühmung entgehen – oder…

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Januar 2012 10:02

    Ein wenig OT (oder daneben) aber nicht ganz:

    Meine Großmutter - immerhin eine "Freifrau von ...", die durch ihren Titel keineswegs wohlhabend, geweige denn reich geworden ist (weil sie den damals recht unlukrativen Beruf einer Schauspielerin ausübte), hat mir auf den Weg gegeben, dass es zu einem gelungenen Leben gehört, sich am Ende immer noch ekelfrei (unbeachtlich des körperlichen Verfalls) im Spiegel betrachten zu können. Dazu gehört es u.a., formale Privilegien nur dort zu nutzen, wo es ihrer Intention entspricht und auch ansonsten mit Anstand durchs Leben zu wandeln.

    Wie altmodisch!

    Aber der Stand, dem meine Großmutter angehörte, wurde mitsamt dem letzten Kaiser "entsorgt" bzw. abgeschafft - denn schließlich hat uns ja der Adel in die Scheiße (noch schlimmer: den Verlust) des 1. Weltkriegs geritten.

    Dafür haben wir uns dann eine zuerst national-sozialistische, später nur sozialistische und schließlich (durch Umbenennung) sozialdemokratische Parasitenklasse zur herrschenden erkoren. Gott sei Dank sind deren Funktionsträger mehrheitlich zu dumm um wirklich Politik machen zu können. Und da diese von nichts eine Ahnung haben, geschieht auch NICHTS. Und wenn etwas passiert, dann ist das nicht schlimm oder es ist nicht wahr.

    Und das soll angeblich - so vermerkt es die andere Seite - Gottes schöne Welt sein! Welch ein Zynismus.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Januar 2012 02:28

    Erinnert einmal mehr an Zustände wie weiland im ehemaligen Ostblock, die Bonzen gönnen sich jede Art von Privilegien und wehe wenn dann jemand daran rüttelt.

    Und wer jammert am lautesten? Die Mitglieder der Jagd- und Neidgesellschaft, welche immer nur gegen Vorteile der anderen wettern und am allermeisten von Umverteilungsgerechtigkeit faseln.

    Sie zeigen bei jeder unpassenden Gelegenheit ihr wahres Gesicht = nämlich Wasser predigen und Wein saufen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Januar 2012 01:26

    Unter Kreisky gab es einen autofreien Tag in der Woche und man mußte ein Schild an der Windschutzscheibe anbringen, welcher Tag. Natürlich gab es Ausnahmen. Mein Professor an der Uni hatte so etwas ohne es zu brauchen und erklärte mir warum: In Ö muß man zeigen, daß man zu den Besseren gehört und Beziehungen hat.
    In der VÖST erfuhr ich, daß man ab einem gewissen Status einen Dienstpaß hat. In der VÖST muß man zeigen, daß man zu den Besseren gehört und Beziehungen hat.
    Genau so ist es mit dem Diplomatenpaß. Wer den nicht bekommt, ist nichts. Dasselbe gilt für den Waffenpaß. Die Gesetze sind nur für die Kleinen.
    Man geht am Flughafen an den Wartenden vorbei, betritt eine spezielle Lounge und genießt die neidvollen Blicke des Plebs, um gleich zu sagen: Neid ist eine Todsünde.
    Der Diplomatenpaß war sicher sehr vorteilhaft für Blecha und Apfalter. In den Medien werden nur ÖVP und FPÖ beschuldigt. Androsch hat ihn schon vor Faymann gehabt, Vranitzky auch.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBuntspecht
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Januar 2012 10:14

    Bieder, brav, fleißig und anständig ist bestimmt für viele Bürger positiv besetzt. Ob Vizekanzler Spindelegger wirklich damit durch die raue Wirklichkeit der Politik kommt ist zu bezweifeln. Weshalb hat er nicht sofort nach der Bekanntgebe der „unerhörten Verfehlung“ von Grasser, einen Diplomatenpass zu besitzen alle Expolitiker veröffentlichen lassen, die ebenfalls so einen Pass haben? Nur so langsam sickert durch, dass auch reihenweise rote Expolitiker so ein Papier besitzen und das schon viele, viele Jahre.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Januar 2012 14:35

    Nun ist der Schuss gegen Grasser, FPÖ und Teilen der ÖVP nach hinten losgegangen.

    GUT SO!

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Januar 2012 07:56

    Was die plötzlich hochgekochte Aktion "Diplomatenpässe" betrifft: da kann ich nur lächeln!
    Warum sollten die Damen und Herren Politiker, die ja ein von uns gewähltes Auslesepersonal darstellen sollten, anders ticken als wir normalen Staatsbürger?

    "Der Herr Professor, die Frau Doktor(-sgattin), die vielen Präsidenten in ungezählten Vereinen, der Herr Baron, der Herr Amtsrat usw. usf., all das sind Auswüchse von Katzbuckel-Gewohnheiten aus vergangenen Jahrhunderten!

    Die Diplomatenpässe waren und sind - abgesehen von den wenigen wirklich zu Recht damit Bestückten - quasi ein demokratisch legitimiertes Adelsprädikat für Möchtegern-Prominente, herunter bis zu einem kürzlich öffentlich gemachten Funktionär einer Behinderten-Organisation!

    Ja, ja, sogar in unseren so gleichmacherischen Zeiten gibt es Zeitgenossen, die sich mittels Vehikeln a la "Diplomatenpass" weit über das normale Volk erheben, Ansehen und Vorteile genießen, die ihnen wahrlich nicht zustehen.
    Dass dies für Menschen aller politischen Farbschattierungen gilt, zeigt eines:
    Ein Bund Hadern!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  7. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Januar 2012 10:14

    Zitat aus der Wiener Zeitung (13.1.2012):
    „...Spindelegger habe das Völkerrechtsbüro beauftragt, mit dem Innenministerium umgehend ein neues Passgesetz in diesem Sinne zu entwerfen. Der entsprechende Parlaments-Beschluss ist für April geplant. Nach Kundmachung des neuen Gesetzes werden die Diplomatenpässe ehemaliger Politiker und sonstiger Würdenträger binnen eines Monats ihre Gültigkeit verlieren. Eine analoge Regelung wird für die Dienstpässe der Republik angestrebt, schreibt der "Kurier".
    Bundeskanzler Werner Faymann begrüßt Spindeleggers Plan. Damit werde eine "klare Trennlinie" gezogen, erklärte der Sprecher des Kanzlers am Donnerstag gegenüber der APA.
    Aufgekommen war das Thema durch einen Bericht des "Kurier", wonach diverse Ex-Minister mit Diplomatenpässen reisen: Darunter Karl-Heinz Grasser, Ernst Strasser oder Hubert Gorbach. Die Gesetzeslage machte eine Verlängerung der Diplomatenpässe bisher möglich, auch wenn man nicht mehr im Amt war.“ Zitatende
    ------------------------------------
    Ich habe – wegen der „linken Schlagseite“ der WZ dort folgenden Kommentar angefügt:
    „Die Wiener Zeitung schreibt: "...mit Diplomatenpässen reisen: Darunter Karl-Heinz Grasser, Ernst Strasser oder Hubert Gorbach."
    Soweit mir bekannt ist, gilt noch für die Genannten die oftmals zitierte "Unschuldsvermutung". Die Auswahl wurde also recht einseitig getroffen:
    Auch Hannes Androsch soll einen Diplomatenpaß besitzen; Androsch wurde nach einem langem Gerichtsverfahren, welches sämtliche Instanzen durchlief, schließlich rechtskräftig wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Januar 2012 18:15

    Zwei Dinge: eines finde ich schlecht, das andere gut.

    ERstens sollte man einmal den Leiter des Passamtes nicht zu knapp bestrafen. Denn er trägt letztlich die Verantwortung dafür, dass der Antrag Grassers an die Medien gespielt wurde und damit persönliche Details eines STaatsbürgers entgegen den BEstimmungen des Datenschutzes an die Öffentlichkeit gelangten. Oder kann es jemand unter den hier nichtzustimmenden LEsern, der gerne persönlcihe Details wiederfindet?

    Also wann werden endlich einmal die Verantwortlichen für die permanenten Undichtheiten zur verantwortung gezogen. Vielleicht probiert man es einmal mit einem kleinen Verwaltungsbeamten, bevor man sich den Herrn Staatsanwälten Gerichtsvorstehern zuwendet. Soweit die schlechte Sache.

    Die zweite und damit gute Angelegenheit ist die Reaktion des Herrn Aussenministers. Seiner Ansicht, dass es sich um Pipifax handelte ist zuzustimmen. Da die linke Neidgenossenschaft (Genossen sind immer links!) damit aber nicht zufrieden war, bittesehr: Alle Pässe zurück - auch die Roten mit dem roten Inhalt.


alle Kommentare

  1. Chika (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:18

    I'm not easily impsersed. . . but that's impressing me! :) http://phfzzkz.com [url=http://vdzuvw.com]vdzuvw[/url ] [link=http://ajkicbc.com]ajkicbc[/link ]

  2. Marco (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:44

    Way to go on this essya, helped a ton.

  3. Lin (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:29

    Articles like these put the consumer in the driver seat-very imottpanr.

  4. UFisch (kein Partner)
    16. Januar 2012 14:13

    1. Warum A.U., so wie Kdolsky in diesem Zusammenhang von "Neid" spricht, ist mir unverständlich, denn Neid hat etwas damit zu tun, wo ein Anderer gerechtfertigter Weise etwas besitzt und dies ihm nicht gegönnt wird. Wenn es aber darum geht, dass jemand etwas besitzt oder verwendet, das ihm nicht zukommt, dann hat dies mit Ungerechtigkeit oder Mißbrauch zu tun.

    2. Zudem kommt, auch "Pipifaxen", hinsichtlich ihrer materiellen Auswirkung, können hinsichtlich ihrer geistigen Essenz Verheerendes bewirken.. also frei nach dem Motto, wer sich um das Kleine nicht kümmert, braucht sich nicht ob der großen Mißstände wundern und beschweren!

  5. cmh (kein Partner)
    15. Januar 2012 18:15

    Zwei Dinge: eines finde ich schlecht, das andere gut.

    ERstens sollte man einmal den Leiter des Passamtes nicht zu knapp bestrafen. Denn er trägt letztlich die Verantwortung dafür, dass der Antrag Grassers an die Medien gespielt wurde und damit persönliche Details eines STaatsbürgers entgegen den BEstimmungen des Datenschutzes an die Öffentlichkeit gelangten. Oder kann es jemand unter den hier nichtzustimmenden LEsern, der gerne persönlcihe Details wiederfindet?

    Also wann werden endlich einmal die Verantwortlichen für die permanenten Undichtheiten zur verantwortung gezogen. Vielleicht probiert man es einmal mit einem kleinen Verwaltungsbeamten, bevor man sich den Herrn Staatsanwälten Gerichtsvorstehern zuwendet. Soweit die schlechte Sache.

    Die zweite und damit gute Angelegenheit ist die Reaktion des Herrn Aussenministers. Seiner Ansicht, dass es sich um Pipifax handelte ist zuzustimmen. Da die linke Neidgenossenschaft (Genossen sind immer links!) damit aber nicht zufrieden war, bittesehr: Alle Pässe zurück - auch die Roten mit dem roten Inhalt.

    • Undine
      15. Januar 2012 22:26

      @cmh

      "...bittesehr: Alle Pässe zurück - auch die Roten mit dem roten Inhalt"

      Also, sooooo haben sich das die Genossen und Genossinnen und die grünen Irrlichter sicherlich nicht vorgestellt! Über ihr Sprachrohr ORF haben sie uns doch mehrmals ausrichten lassen, daß es nur blaue und schwarze Sünder gibt. Jedenfalls hab' ich nicht gehört, daß einer von den längst abgetakelten Roten erwähnt worden wäre.....

    • Segestes (kein Partner)
      16. Januar 2012 08:16

      Vorweg: Ich bleib auch gerne zu lange auf der Shift-Taste :)

      Undichtheiten sind OK und das Salz in der Suppe einer
      funktionierenden Demokratie.
      Es ist aber natürlich auffällig, dass diese Undichtheit
      immer nur bei ehemaligen Regierungsmitgliedern von
      Schwarz-Blau auftritt.
      Da ist es wohl nicht ungerechtfertigt wenn man annimmt,
      hier werde medial vorgebaut, um eine Neuauflage dieser
      Koalitionsvariante, per massiver Beeinflussung bzw. Steuerung
      der öffentlichen Meinung, zukünftig unmöglich zu machen.

    • Maybach (kein Partner)
      16. Januar 2012 16:06

      Warum sollten (zumindest angeblich) öffentlich als Repräsentanten für Österreich wirkende Mitbürger mit Diplomatenpass nicht auch transparent als Inhaber veröffentlicht werden, egal welcher Farbe? Hm? Warum müssen in Österreich Privilegien immer unter Decke bleiben? Weil dann der böse neid kommt? Oder ist es nicht so, dass gleiche Maßstäbe für alle Bürger gelten sollten?

  6. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    15. Januar 2012 12:18

    Also, das Neid-Thema ist hier völlig fehl am Platz, wiewohl es diesen durchaus geben mag.

    Mißstände gehören beseitigt, unabhängig, ob Neid im Spiel ist.

    Wenn ÖBB´ler mit durchschnittlich ca. 53 Jahren und Wiener Magistratsbeamte mit durchschnittlich ca. 52 Jahre mit 80 Prozent ihrer Letztbezüge in Pension/Ruhestand gehen, gehört auch dies abgeschafft. Aber nicht, weil es die ASVG´ler diesen Schmarotzern neidig sind.

    Der Neid ist hier ein dümmliches Totschlagargument, sonst nichts.

  7. Kritischer Beobachter (kein Partner)
    15. Januar 2012 09:05

    No geh, hat der Herr Unterberger damals keinen Dienstpass bekommen, hm? Na sowas. Da wird auch gleich sein Anti-SPÖ-Gesudere wieder verständlich. Der Neid is a Hund, Herr Polemikberger, und selbst wenn man ihn zur Ablenkung anderen vorwerfen kann, gell?

    • Neppomuck (kein Partner)
      15. Januar 2012 10:13

      "Gleichheit vor dem Gesetz" einzufordern hat genau was mit Neid zu tun?

      Noli sudere, scabies sinistra.

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      15. Januar 2012 12:23

      Es ist eine weitere Kränkung, die der arme Herr Unterberger erfahren hat und die dazu geführt hat, dass er zum neurotischen Sozifresser geworden ist.

    • Udo (kein Partner)
      15. Januar 2012 13:12

      @KB

      Na, offensichtlich sind Sie, noch immer, nicht nur unfähig sinnerfassend zu lesen, sondern auch in Ihrer geistigen Leistungsfähigkeit zu minderbemittelt, um sich am Ende eines so kurzen Textes, auch an dessen Anfang erinnern zu können.

      Darum zur Erinnerung:
      "Auf diesem Weg verliert Österreich sein Triple-A-Rating, es drohen schwere Regierungskrisen oder gar Neuwahlen. Und was debattieren da die Medien dieses Landes am heftigsten? Die Diplomatenpässe für Bischöfe und Altpolitiker!"

      Besser Sie beschräncken sich aufs Beobachten ohne zu posten, da fallen Sie nämlich nicht so peinlich auf.

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      15. Januar 2012 14:43

      Udo: Die Kritik kann man an Herrn Polemikberger und seine hörigen Jünger anlässlich dieses "Beitrages" und der diesbezügliuchen Kommentare zurückgeben:

      "Auf diesem Weg verliert Österreich sein Triple-A-Rating, es drohen schwere Regierungskrisen oder gar Neuwahlen. Und was debattieren da Unterberger und seine Bezahlclowns am heftigsten? Die Diplomatenpässe für Bischöfe und Altpolitiker!"

    • Papa Geno (kein Partner)
      15. Januar 2012 17:39

      Der dumpfe Polemiker "Kritischer Beobachter" unterstellt anderen Polemik.
      Wie süß!!!

    • Trollfresser (kein Partner)
      15. Januar 2012 18:21

      Was beobachtest Du eigentlich immer so kritisch? Musst Du dazu immer die rote Brille abnehmen oder bist Du auch ohne die fehlsichtig?

      Das einzig Positive an Dir ist, dass man nach Deinen Postings verstehen kann, warum all die roten Blattln auch nur einen einzigen LEser haben. Die sind alle so wie Du.

    • Udo (kein Partner)
      15. Januar 2012 18:29

      Ich habe schon befürchtet, daß Sie den Rest des Beitrags vergessen und/oder auch nicht verstanden haben, aber mit Ihren Vorurteilen (Polemikberger, Sozifresser, hörige Jünger, Bezahlclowns), sind Sie anscheinend unfähig, geistig aufnahmefähig zu sein und betrachten alles, was Sie nicht verstehen, als "Anti-SPÖ-Gesudere", obwohl, die SPÖ als Solche, nie erwähnt wurde.
      Und dass Sie die Kritik, die ich an Sie gerichtet habe, zurückgeben wollen, zeigt auch nur wieder auf, dass Sie nicht sinnerfassend darauf eingehen können oder wollen.
      Inoktrinierte Menschen verhalten sich genauso, sie nehmen einfach nur mehr das wahr, was in ihr (vorgegebenes) Gesamtbild passt, bar jedweder Kritikfähigkeit. Den Eindruck hatte ich schon bei unserer letzten Auseinandersetzung und ich habe Ihnen auch einige links zu diesem Thema gezeigt, aber offenbar hatte das schon keinen Sinn mehr, entweder konnten oder wollten Sie davon nichts wissen oder verstehen, in beiden Fällen, alles Gute.

    • Schani
      15. Januar 2012 18:32

      Posten Sie, KBO, auch aus der SPÖ-Zentrale?
      P.s.:Neppomuck, scabies sinistra - das ist gut! Muß ich mir merken!

  8. Segestes (kein Partner)
    15. Januar 2012 08:08

    "Wenn niemand den Menschen [...] vermittelt..."

    Das entspricht genau jener Sprachregelung, der Parteien folgen
    wenn der Wähler sie wieder einmal abgewatscht hat.
    Dann war auch nie der (falsche) Inhalt schuld, sondern die nicht
    funktionierende Kommunikation.
    Kurz gesagt: Die Bevölkerung ist, zumindest in den Augen unserer
    Weltversteher, einfach nicht intelligent genug.

    Auch Unterberger hält seine Landsleute offensichtlich für kapitale
    Volltrotteln, denen man, unreifen Rotznasen gleich, alles in Gaga-Sprache
    vorkauen muss, damit sie es nur ja, und natürlich in seinem Sinne,
    kapieren.

    In Wirklichkeit sind aber so viele Menschen gegen ein Sparpaket, weil sie
    instinktiv und aus Erfahrung heraus wissen, dass "die da oben"
    es sich im Zuge einer Sanierung des Staatshaushaltes, wieder einmal
    richten werden.
    Denn schließlich sind es "die da oben", an deren Tröpfen die Parteien
    hängen.
    Bluten muss hingegen wieder einmal fast ausschließlich der rapide
    zusammenschmelzende Mittelstand, wenn bloß Massensteuern und
    Gebühren angehoben werden, anstatt die Strukturen zu verändern.

    Nein, lieber Blogger, die Leute verstehen nur zu gut!

    • APM (kein Partner)
      15. Januar 2012 09:11

      Punktgenau in Schwarze getroffen! Aber ob es etwas nützt?

    • Neppomuck (kein Partner)
      15. Januar 2012 10:08

      Wer nicht zwischen "Sparen" und "Einsparen" unterscheiden kann, sollte sich überhaupt aus der ganzen Diskussion heraushalten.

      Wer Kapitalabfluss in Form von Zinsen an Fremdkapitalgeber nicht als volkswirtschaftlich gesehen "schädlich" ansieht, auch.

    • APM (kein Partner)
      15. Januar 2012 10:46

      @neppomuck

      Hat irgendwer etwas gegen Struktur-Reformen(!) geschrieben? Erkennbar sind nur Auffassungsunterschiede bei der Art der Durchsetzung! Aber bei der "Durchsetzung" ist wie schon festgestellt, Derartiges nicht erkennbar! Höstens DAS, was treffend erwähnt wurde...
      In gewissem Sinn müssten wir eigentlich über die "Herabstufung" froh sein!

    • Neppomuck (kein Partner)
      15. Januar 2012 11:04

      Was hat das mit semantischen Problemen zu tun?

      Außerdem wird die volkswirtschaftliche Problematik der Neuaufnahme von Staatsschulden, z.B. um die alten bedienen zu können, dezent aus der Diskussion herausgehalten.

      Wer Fremdwährungskredite (das ist ein solcher, 80 % der Staatsausleihungen kommen aus dem Ausland) nimmt und dann schlechter "geratet" wird (trifft auch den Euro als Ganzen) zahlt überdies weit mehr zurück, als er ursprünglich geplant hat.

      Was die Kredite aus der Euro-Zone vorerst nicht betrifft, aber wie lange wird die halten?

      Das hat alles einen schlimmen Zusammenhang, den die wenigsten schnallen.
      Am allerwenigsten die Kollaborateure des internationalen Banksterunwesens.
      Oder sie tun so.
      Was von den Folgen her irrelevant ist.
      Zahlen tun wie immer die anderen.

    • cmh (kein Partner)
      15. Januar 2012 18:28

      Fast hätte ich segestes zugestimmt. Aber ihm hier zuzustimmen bedeutet schlicht nichts anderes, als dass wir nicht mehr in einer Demokratie leben.

      Denn es ist eine Sache, seinen demokratischen Willen in welcher Form auch immer - und sei es nur als Wutbürger - zu formuliern und auch zu transportieren - und sei es auch nur bis zum nächsten Biertisch.

      Und eine andere Sache ist es, allem was von den gewählten Entscheidungsträgern kommt mit Misstrauen zu beargwöhnen.

      Wir haben hier ein massives Problem.

      Und wenn Dir die Gagasprache nicht passt, es ist einmal so:
      Hier ein linkes Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=CkPxMAesszQ
      vom Misik (das ist der Mann, der mit den Händen denkt)

    • Segestes (kein Partner)
      15. Januar 2012 21:23

      Geh, cmh, was willst du mir denn mit einem Video von diesem schrulligen Frisurenwunder sagen?
      Dass bei dem etwas nicht im Oberstübchen stimmt, ist hinlänglich bekannt.
      Man beachte nur den gefährlichen Glanz in seinen tiefschwarzen Augen....

      Und dass man Politikern und Innen grundsätzlich nicht vertrauen kann, beweisen sie am Laufenden Band - egal ob im Parlament der Hauptstadt, oder hier bei mir, im ländlichen Gemeindeamt.

      Das Problem ist also nicht das Misstrauen der Wähler, denn das ist aus einem reichen Erfahrungsschatz heraus gerechtfertigt, sondern vielmehr ein System, welches das politische Mittelmaß begünstigt und fördert.

  9. BRS (kein Partner)
    15. Januar 2012 07:02

    Ich bin entsetzt. Die Kommentare hier lesen sich wie die in Heute oder der Kronenzeitung.
    Spindelegger hat vor einer Woche richtig erkannt, dass die Diplomatenpässe ein "Pipifaxproblem" sind. Unter dem Trommelfeuer von Heute, Österreich und der Kronenzeitung hat er nun seine Meinung geändert und sich zu einer Anlass gesetzänderung hintreiben lassen.
    Wir sollten uns einmal darüber klar sein, dass Privilegien überall in unserer Gesellschaft vorhanden sind und nur selektiv von uns wahrgenommen werden.
    Der ÖBBler sieht das Privileg der frühen Pensionierung, der Arzt das zum Parken verwendete Schild "Arzt im Dienst", der leitende Angestellte sein Firmenauto, der Präsident eines Vereines den reservierten Parkplatz, die Vielfliegerkarte etc., etc. nicht als Privileg sondern als Bestandteil seiner Funktion, seines Dienstvertrages etc., etc.
    Für die Mehrzahl der Inhaber von Diplomaten- und Dienstpässen ist dieser Pass einfach ein Werkzeug, das ihnen ihre Arbeit, die meist mit sehr viel Reisetätigkeit verbunden ist, erleichtert oder bei Reisen in Länder außerhalb der EU oft überhaupt erst ermöglicht.
    All diesen Personen jetzt pauschal Mißbrauch zu unterstellen ist eine Geistehaltung, die ich in diesem Forum nicht erwartet habe, zumal ich überzeugt bin, dass viele der hier Schreibenden das eine oder andere der oben angerissenen Privilegien besitzen

  10. HKG
    14. Januar 2012 18:00

    In den späteren 60ern bis mitte der 70er war ich als Twen für einen amerikanischen Konzern hauptsächlich in Frankreich, Spanien und Österreich tätig. Der, bzw. die Eigentümerin des Konzern waren für damalige Verhältnisse sehr reiche Leute. Er mit adeliger Abstammung aus Österreich- aber als Emigrant 1938 nach USA amerikanischer Staatsbürger. Sie geborene Amerikanerin. Geld war da, leider aber kein diplomatischer Status. Elisabeth Hohenlohe, genannt "die Rote Prinzessin" hatte Kreisky seinerzeit in die wiener bürgerliche Gesellschaft eingeführt und damit sein Fußfassen im bürgerlichen Lager ermöglicht, was ihm dann durch deren Stimmen den entscheidenden Wahlsieg brachte, war sehr eng befreundet mit ihm. Sie schloss den Kontakt zu den Amerikanern mit Kreisky. Der ernannte ihn kurzerhand zum Sonderbotschafter für die "österr. Hotellerie" in USA, verlieh beiden die österr. Staatsbürgerschaft samt Diplomatenpässen und entspechendem Status. ( Alle sind mittlerweile seit geraumer Zeit verstorben). So einfach ging das damals über die Bühne.

  11. Josef Maierhofer
    14. Januar 2012 15:44

    Österreich, das Land der Privilegien und Sonderregelungen.

    Nichts, aber schon gar nichts ist ein Österreicher, wenn er keine Privilegien und 'Sondergurken' sein 'eigen' (seiner Kreditwürdigkeit zurechnen kann) nennen kann. Gewöhnlich, normal, das sind ja keine Worte für den parteinahen und staatsnahen 'Ösi'. Er ist ja was Besonderes, im parteinahen Normalfall auf jeden Fall.

    Aber nimmt Herr Spindelegger nur die Diplomatenpässe ab, oder schaut er doch noch nach, welche sonstigen Privilegien endlich abgeschafft werden sollten, etwa Pensionsalter für 'herrschende' Klassen, wie ÖBB, Beamte, Frauen, Politiker (Trattnig, und die Blechas&Co. z.B.), etc., oder etwa die Zweiklassenmedizin, oder gar die Zweiklassenjustiz für 'Baddei'mitglieder und sonstiges 'Normalsgesindel', oder gar die Dienstwagenprivilegien, könnten ja alle mit ihren Privatkutschen auf Kilometergeldbasis mit Fahtenbuch fahren, wie alle normalen Österreicher müssen, oder der 'Personenschutz' für ängstliche 'Bolidiga', oder die Sonderzulagen und 16 Gehälter, oder, oder, etc. ?

    Ja, das 'Ösi'land, das Märchenland, der Gesetzesdschungel, die Unverfrorenheit, die Selbstbedienung und natürlich das Privileg.

    • APM (kein Partner)
      15. Januar 2012 09:27

      @Maierhofer

      Sie müssen ein traumatisches Erlebnis mit der ÖBB gehabt haben. Anders wäre die Nennung der Reihenfolge noch vor den Politiker(INNEN) nicht erklärbar. Leider ist auch spezifische Sachkenntnis in keinster Weise vorhanden, da Sie sich sonst trotz zweifellos vorhandener Missstände differenziert dazu äußern müssten.
      Aber diesbezüglich ist ja unser Blogger ein leuchtende Beispiel bzw. eine Art Gallionsfigur.

    • Udo (kein Partner)
      15. Januar 2012 11:30

      @APM

      Hab ich Sie richtig verstanden? Sie trauen sich also jemandem das Fehlen spezifischer Sachkenntnis im Bereich des Privilegienabbaus, in Österreich, vorzuwerfen.
      Dann sind Sie wohl ein professioneller Privilegienabbauspezialist von dem ich mir jetzt differenzierte Lösungen zu diesem Thema erwarten kann, oder?
      Ach ja, und bitte differenzierter als unser Blogger, der scheinbar Ihren Ansprüchen auch nicht gerecht wird, bitte, bin schon gespannt!

    • Papa Geno (kein Partner)
      15. Januar 2012 17:41

      Ich vermute eher, APM ist ÖBB-Pensionist und fast schon 50.

    • Udo (kein Partner)
      15. Januar 2012 18:39

      Vielleicht sogar ÖBB-Pensionistin, dann aber sicher jünger ;-)

    • APM (kein Partner)
      15. Januar 2012 20:27

      Lieber Udo und Papa Geno,

      Ja, ich traue mich Euch Allen so viel Sachkenntnis (incl. des Blog-Führers) zu, dass Ihr wisst, dass die Eisenbahn auf Schienen fährt. Darüber hinaus seid ihr hoffnungslos überfordert. Bester Beweis dafür Die Kommentare. Daher hat das alte Sprichwort: "Schuster bleibt bei Euren Leisten" immer noch Geltung. Für Unterberger mag als Entschuldigung die seelische Verletzung durch einen oder mehrere rote Volltrottel gelten, aber bin mir zu 100% sicher, dass die schwarzen Pendants dazu absolut gleichwertig waren bzw. sind! Und noch sicherer bin ich ich dass Ihm kein Eisenbahner je zu nahe getreten ist, da deren Arbeit bzw. Sorgen Derartiges nicht zu lässt. Das macht den Unterschied!

      Schlaft gut und träumt von der Bahn!
      APM

    • Papa Geno (kein Partner)
      15. Januar 2012 21:31

      Danke für die Belehrung, APM, ich habe doch wirklich geglaubt, die Eisenbahn fährt auf Gleisen! Aber ich glaube ja auch, dass Ihre unterschwellige Provokation, Unterberger als "Blog-Führer" zu bezeichnen, kein Zufall ist.
      Im Gegensatz zu Ihnen begehe ich nämlich nicht den Fehler, mein Gegenüber für einen Idioten zu halten. Nur für einen beleidigten Eisenbahner oder einen linken Propagandisten. Oder beides in Personalunion.

    • Udo (kein Partner)
      15. Januar 2012 23:30

      @APM
      Sie haben mich echt beeindruckt mit Ihrer Antwort, die ist ganz a la Faymann, so völlig am Thema vorbei und das in möglichst vielen Worten.
      Weit weg von spezifischer Sachkenntnis und auch sonst bar jedwedes sinnvollen Inhaltes, steht er jetzt da, Ihr Kommentar.
      Und ich hab gedacht Sie kommen mit richtig differenzierten Äusserungen zu zweifellos vorhandenen Mißständen, aber Sie kommen stattdessen mit der Bahn.
      Naja, der Zug ist wohl schon abgefahren.

    • Josef Maierhofer
      18. Januar 2012 10:31

      @ APM

      Ich hatte kein traumatisches Erlebnis bei den ÖBB, außer einmal auf der Fahrt von Wien nach Deutschland, aber ich kenne die Verhältnisse genau, weil ich in der Verwandtschaft 4 bereits pensionierte ÖBB-ler habe, der eine ging mit 38 in Pension zwei mit 52 und einer mit 55, dem hat es dort so gut gefallen, dass er gleich einige Jahre angehängt hat.

      Jedenfalls werden Sie mir zugestehen, dass sich die Arbeit der ÖBB-ler in keinem rationalen Punkt von der Arbeit der anderen Menschen in Österreich unterscheidet und das Pensionsprivileg nicht gerechtfertigt ist und längst abgeschafft sein sollte. Es kostet dem Staat 6 Milliarden Euro pro Jahr und das den Steuerzahlern.

  12. brechstange
    14. Januar 2012 14:35

    Nun ist der Schuss gegen Grasser, FPÖ und Teilen der ÖVP nach hinten losgegangen.

    GUT SO!

  13. A.K.
    14. Januar 2012 10:14

    Zitat aus der Wiener Zeitung (13.1.2012):
    „...Spindelegger habe das Völkerrechtsbüro beauftragt, mit dem Innenministerium umgehend ein neues Passgesetz in diesem Sinne zu entwerfen. Der entsprechende Parlaments-Beschluss ist für April geplant. Nach Kundmachung des neuen Gesetzes werden die Diplomatenpässe ehemaliger Politiker und sonstiger Würdenträger binnen eines Monats ihre Gültigkeit verlieren. Eine analoge Regelung wird für die Dienstpässe der Republik angestrebt, schreibt der "Kurier".
    Bundeskanzler Werner Faymann begrüßt Spindeleggers Plan. Damit werde eine "klare Trennlinie" gezogen, erklärte der Sprecher des Kanzlers am Donnerstag gegenüber der APA.
    Aufgekommen war das Thema durch einen Bericht des "Kurier", wonach diverse Ex-Minister mit Diplomatenpässen reisen: Darunter Karl-Heinz Grasser, Ernst Strasser oder Hubert Gorbach. Die Gesetzeslage machte eine Verlängerung der Diplomatenpässe bisher möglich, auch wenn man nicht mehr im Amt war.“ Zitatende
    ------------------------------------
    Ich habe – wegen der „linken Schlagseite“ der WZ dort folgenden Kommentar angefügt:
    „Die Wiener Zeitung schreibt: "...mit Diplomatenpässen reisen: Darunter Karl-Heinz Grasser, Ernst Strasser oder Hubert Gorbach."
    Soweit mir bekannt ist, gilt noch für die Genannten die oftmals zitierte "Unschuldsvermutung". Die Auswahl wurde also recht einseitig getroffen:
    Auch Hannes Androsch soll einen Diplomatenpaß besitzen; Androsch wurde nach einem langem Gerichtsverfahren, welches sämtliche Instanzen durchlief, schließlich rechtskräftig wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

  14. Buntspecht
    14. Januar 2012 10:14

    Bieder, brav, fleißig und anständig ist bestimmt für viele Bürger positiv besetzt. Ob Vizekanzler Spindelegger wirklich damit durch die raue Wirklichkeit der Politik kommt ist zu bezweifeln. Weshalb hat er nicht sofort nach der Bekanntgebe der „unerhörten Verfehlung“ von Grasser, einen Diplomatenpass zu besitzen alle Expolitiker veröffentlichen lassen, die ebenfalls so einen Pass haben? Nur so langsam sickert durch, dass auch reihenweise rote Expolitiker so ein Papier besitzen und das schon viele, viele Jahre.

    • Undine
      14. Januar 2012 11:09

      @Buntspecht

      Wie gut sich die geborenen Proleten Karl Blecha oder Rudolf Edlinger --stellvertretend für viele andere Leute dieser Kategorie --vorkommen, wenn sie mit dem "vornehmen" Diplomatenpaß durch die Welt kutschieren. Sie meinen, durch den Besitz dieses Dokuments sich endlich aus dem Milieu, dem sie entstammen--und das sie vertreten (?)--erhoben und befreit zu haben und stattdessen wie weiland die meist adeligen Diplomaten zu wirken. Welch fataler Gedankenfehler.

    • Lisa
      14. Januar 2012 11:31

      @undine

      Wenn Sie den Herrn mit der Schweinchenkrawatte meinten, könnte man etwas bissig sagen: "Aus einem Schweinsohr kann man kein feines Ledertäschchen machen"

    • Der kleine Nick
      14. Januar 2012 23:46

      @ Undine und Lisa

      Bevor sich der nicht rasend feinsinnige Herr Edlinger mit seiner Schweinchenkrawatte in ein geschmack- und kulturvolleres Milieu emporschwingt, lernt ein Fisch das Radfahren. Da hilft auch kein Diplomatenpass.

    • Brigitte Imb
      15. Januar 2012 00:29

      Prolet bleibt Prolet.

      von NN (?)

      Das Leben ist ein ständiges Treuloswerden. Nur das Wie unterscheidet die Proleten von den Kultivierten.

  15. HJR
    14. Januar 2012 10:02

    Ein wenig OT (oder daneben) aber nicht ganz:

    Meine Großmutter - immerhin eine "Freifrau von ...", die durch ihren Titel keineswegs wohlhabend, geweige denn reich geworden ist (weil sie den damals recht unlukrativen Beruf einer Schauspielerin ausübte), hat mir auf den Weg gegeben, dass es zu einem gelungenen Leben gehört, sich am Ende immer noch ekelfrei (unbeachtlich des körperlichen Verfalls) im Spiegel betrachten zu können. Dazu gehört es u.a., formale Privilegien nur dort zu nutzen, wo es ihrer Intention entspricht und auch ansonsten mit Anstand durchs Leben zu wandeln.

    Wie altmodisch!

    Aber der Stand, dem meine Großmutter angehörte, wurde mitsamt dem letzten Kaiser "entsorgt" bzw. abgeschafft - denn schließlich hat uns ja der Adel in die Scheiße (noch schlimmer: den Verlust) des 1. Weltkriegs geritten.

    Dafür haben wir uns dann eine zuerst national-sozialistische, später nur sozialistische und schließlich (durch Umbenennung) sozialdemokratische Parasitenklasse zur herrschenden erkoren. Gott sei Dank sind deren Funktionsträger mehrheitlich zu dumm um wirklich Politik machen zu können. Und da diese von nichts eine Ahnung haben, geschieht auch NICHTS. Und wenn etwas passiert, dann ist das nicht schlimm oder es ist nicht wahr.

    Und das soll angeblich - so vermerkt es die andere Seite - Gottes schöne Welt sein! Welch ein Zynismus.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  16. Observer
    14. Januar 2012 09:31

    In unserer Verfassung (Art. 7) sowie dem Staatsgrundgesetz (Art. 2) ist der Gleichheitssatz verankert (quasi: Verbot einer sachlich nicht gerechtfertigten Bevorzugung oder Benachteiligung von bestimmten Personen/gruppen).
    In der Praxis sind aber manche Staatsbürger "gleicher als gleich" und wollen ihre Eitelkeit auch öffentlich zur Schau stellen. Dazu gehören eben auch die 3.000 Diplomatenpässe sowie 30.000 (!) Dienstpässe, welche derzeit gültig sind. Während beim Kfz-Wunschkennzeichen der Staat zusätzliche Einnahmen lukriert, so genügt bei den Pässen das in Österreich wichtige "Vitamin B". (= Beziehung, manchmal auch Bestechung/Betrug).
    Eine Veröffentlichung der Namen dieser "privilegierten Personen" im Internet würde schnell zur Lösung des Problemes beitragen. Das hat nichts mit Neidgenossenschaft zu tun, sondern entspräche vielmehr der oft geforderten Transparenz.

  17. terbuan
    14. Januar 2012 09:31

    "Mir nehmen's meinen Diplomatenpass nicht weg. Dann werd' ich halt Honorarkonsul von Nordkorea, da hab ich eh einen guten Fürsprecher!"
    (sagt der Charly zum Vraanz)

    • Undine
      14. Januar 2012 11:44

      @terbuan

      Ich kann mir gut vorstellen, daß im "Diplomatengepäck" unserer mit Diplomatenpaß nach Nord-Korea pilgernden "Freunde Nord-Koreas" vom Genossen Heinz Fischer angefangen bis zum kleinsten "Genossen Mitreisenden" all die Delikatessen transportiert worden sind, mit denen sich KimI, KimII und ab jetzt KimIII sattgefressen haben, während ihr Volk dem schleichenden Hungertod ausgeliefert waren und auch bleiben werden.

  18. Wertkonservativer
    14. Januar 2012 07:56

    Was die plötzlich hochgekochte Aktion "Diplomatenpässe" betrifft: da kann ich nur lächeln!
    Warum sollten die Damen und Herren Politiker, die ja ein von uns gewähltes Auslesepersonal darstellen sollten, anders ticken als wir normalen Staatsbürger?

    "Der Herr Professor, die Frau Doktor(-sgattin), die vielen Präsidenten in ungezählten Vereinen, der Herr Baron, der Herr Amtsrat usw. usf., all das sind Auswüchse von Katzbuckel-Gewohnheiten aus vergangenen Jahrhunderten!

    Die Diplomatenpässe waren und sind - abgesehen von den wenigen wirklich zu Recht damit Bestückten - quasi ein demokratisch legitimiertes Adelsprädikat für Möchtegern-Prominente, herunter bis zu einem kürzlich öffentlich gemachten Funktionär einer Behinderten-Organisation!

    Ja, ja, sogar in unseren so gleichmacherischen Zeiten gibt es Zeitgenossen, die sich mittels Vehikeln a la "Diplomatenpass" weit über das normale Volk erheben, Ansehen und Vorteile genießen, die ihnen wahrlich nicht zustehen.
    Dass dies für Menschen aller politischen Farbschattierungen gilt, zeigt eines:
    Ein Bund Hadern!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Markus Theiner
      14. Januar 2012 17:33

      Die Angeberei ist mir egal. Will sich jemand mit Adels- oder Amtstiteln Respekt verschaffen braucht er dazu ohnehin ein Publikum, das auf solche Titel reagiert. Freiheit des Einzelnen eben.
      Aber mit Diplomatenpässen sind international ausgehandelte konkrete Rechte verbunden. Und da die Republik die ausgibt hat sie auch für deren Ge- und Mißbrauch einzustehen. Die an Hinz und Kunz auszugeben ist da doch etwas mehr als ich zur Befriedigung von Eitelkeiten gutzuheißen bereit wäre.

  19. Brigitte Imb
    14. Januar 2012 04:36

    Die MRK hätt´statt "unpraktisch" zu sagen, sich mit dem gräflichen Gatten in der Reihe anstellen sollen. Das hätte einen Akt der Volksnähe demonstriert und der den Politikern nachgesagten Abgehobenheit eine Abfuhr erteilt, und nebenbei zu einer Hebung der Sympathiewerte geführt.

    Offensichtlich leben Repräsentanten in einer eigenen Welt - wohl wissend vom Plebs (eigentlich führen sie uns als Sklaven) erhalten zu werden, genieren sie sich nicht Vorteile weit ab von staatlicher Repräsentationstätigkeiten zu lukrieren, die sie gleichzeitig ihren "Dienstgebern" strikt vorenthalten.

  20. libertus
    14. Januar 2012 02:28

    Erinnert einmal mehr an Zustände wie weiland im ehemaligen Ostblock, die Bonzen gönnen sich jede Art von Privilegien und wehe wenn dann jemand daran rüttelt.

    Und wer jammert am lautesten? Die Mitglieder der Jagd- und Neidgesellschaft, welche immer nur gegen Vorteile der anderen wettern und am allermeisten von Umverteilungsgerechtigkeit faseln.

    Sie zeigen bei jeder unpassenden Gelegenheit ihr wahres Gesicht = nämlich Wasser predigen und Wein saufen!

    • casa nova
      14. Januar 2012 02:58

      Brüder (und Schwestern und Väter und Mütter und Töchter und Söhne!) im Geiste!

      Alles das gleiche Pack!

    • Brigitte Imb
      14. Januar 2012 04:06

      Und die die´s kübelweis machen sind besonders "gutrupt".

    • Undine
      14. Januar 2012 15:36

      @Brigitte Imb

      Wollten Sie sagen "küberlweis" in Anlehnung an den rührigen Herrn Küberl? :-)

    • contra
      14. Januar 2012 16:06

      @Undine

      ******! :-()

    • Brigitte Imb
      14. Januar 2012 18:52

      Undine,

      nein, diesmal hab ich eher an einen Kübel G´spritzten gedacht, od. einen Kübel puren Wein.....nicht ans Caritasküberl.

  21. socrates
    14. Januar 2012 01:26

    Unter Kreisky gab es einen autofreien Tag in der Woche und man mußte ein Schild an der Windschutzscheibe anbringen, welcher Tag. Natürlich gab es Ausnahmen. Mein Professor an der Uni hatte so etwas ohne es zu brauchen und erklärte mir warum: In Ö muß man zeigen, daß man zu den Besseren gehört und Beziehungen hat.
    In der VÖST erfuhr ich, daß man ab einem gewissen Status einen Dienstpaß hat. In der VÖST muß man zeigen, daß man zu den Besseren gehört und Beziehungen hat.
    Genau so ist es mit dem Diplomatenpaß. Wer den nicht bekommt, ist nichts. Dasselbe gilt für den Waffenpaß. Die Gesetze sind nur für die Kleinen.
    Man geht am Flughafen an den Wartenden vorbei, betritt eine spezielle Lounge und genießt die neidvollen Blicke des Plebs, um gleich zu sagen: Neid ist eine Todsünde.
    Der Diplomatenpaß war sicher sehr vorteilhaft für Blecha und Apfalter. In den Medien werden nur ÖVP und FPÖ beschuldigt. Androsch hat ihn schon vor Faymann gehabt, Vranitzky auch.

  22. Haider
    14. Januar 2012 01:12

    Es gibt Dinge, die verstehe ich einfach nicht. Wenn ich vor dem Abflug die VIP-Lounge nutze, dann bin ich sowieso privilegiert. Und dies tut jeder "kleine" Gemeinderat.
    Früher war es das gesetzwidrige "von" oder der am Standesamt erworbene akademische Grad, mit dem sich Schwachmatiker wichtig machten. Traurig genug!
    Aber daß heute eine staatstragende Partei zu begründen versucht, warum ein wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig Verurteilter und bereits vor mehr als 30 Jahren aus Amt und Würden geschiedener ehemaliger Parteibonze einen Diplomatenpaß benötigt, das entlarvt diese abgehobene Clique endgültig. Und bezeichnender Weise sind es die sogenannten "Arbeitervertreter".

    • HJR
      14. Januar 2012 18:39

      @Haider und auch ...
      @socrates

      In einem der ersten Semester "Soziologie" lernt man, dass es - sehr abstrakt - immer eine A-Gruppe gibt (die an der Macht ist) und eine B-Gruppe (die sich von der A-Gruppe dadurch unterscheidet, dass sie nicht an der Macht ist). Was man nicht lernt, ist, dass die Angehörigen der A-Gruppe "Distinktionen" schaffen, welche es erlauben, die Zugehörigkeit eines Menschen rasch und ohne besondere geistige Anstrengung zu erkennen - ähnlich wie bei den Vögeln die Zeichnung des Gefieders oder (noch einfacher) die Anzahl der Sterne und Streifen an der Uniform. Letztere dienen dazu, Dir zu zeigen, dass ...
      Du erstens "Schütze Arsch" bist,
      zweitens unaufgefordert zu grüßen hast,
      drittens auf den Befehl "Laufschritt" in Trab zu verfallen hast und
      viertens dem Mehr-Sterne-Träger seine Wurstsemmel aus der (Offiziers-)kantine zu holen hast.

      Und das nennt man dann Wissenschaft. (Über die Politologie wage ich in diesem Zusammenhang nicht erst zu sprechen).





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