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Fakten, die zu denken geben

Immer wieder stößt man auf neue Fakten, die eigentlich unser Denken über politische und wirtschaftliche Zusammenhänge auf komplett neue Beine stellen müssten. Diese Fakten werden aber immer wieder verdrängt oder geheim gehalten. Heute dazu wieder drei neue Beispiele: vom Gesundheitswesen über Kuba bis zur österreichischen Kreditwürdigkeit.

Da gibt es etwa die Dauer-Diskussion um die Gesundheitskosten. Und dabei wird von den Krankenkassen immer wieder behauptet, die ständige steile Zunahme der Gesundheitsausgaben sei einzig Folge der immer teurer werdenden Medizin sowie der Überalterung. Und die Krankenkassen selber hätten nur sehr geringe Verwaltungskosten.

Der Arzt am Computer statt am Krankenbett

Diese Argumentation des Sozialversicherungsapparats ist ein Taschenspieltrick. Bei solchen Tricks wird ja immer mit Ablenkungsstrategien gearbeitet. Denn der wirklich große und teure Verwaltungsaufwand findet gar nicht in den Krankenkassen, sondern in Spital & Co statt. Er ist aber zu einem guten Teil von den Krankenkassen verursacht.

Nach einer nun bekannt gewordenen deutschen Studie verbringen Spitalsärzte in der Bundesrepublik unglaubliche 37 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Bürokratie und Papierkram.  Aber auch in Ordinationen, bei Apotheken und Labors oder im Tagesablauf von Krankenschwestern geht viel zu viel Energie in die Verwaltung. Wer auch nur für einen Tag in ein Krankenhaus aufgenommen worden ist, wird in der Regel vier Mal Dasselbe gefragt: von der Spitalsverwaltung, vom diensthabenden Arzt, von der Stationsschwester und dann irgendwann auch vom betreuenden Arzt.

Das ist völlig absurd. Gleichgültig ob das von i-Tüpferl-Reitern in der Krankenkasse verursacht worden ist oder von juristischen Formalisten oder von Datenschützern, die jede Rationalisierung mittels elektronischer Datenverarbeitung bekämpfen, oder von kontrollwütigen Einsparungskommissaren, die in Wahrheit nur zusätzliche Kosten auslösen, oder von gewerkschaftlichen Machtkämpfern, die für die Krankenschwestern ein von den Ärzten losgelöstes und daher teures Paralleluniversum aufgebaut haben.

Die Absurdität in Ziffern: Nach dieser deutschen Studie fallen beim Nachbarn neben den offiziell angegebenen 9,5 Milliarden Verwaltungskosten noch einmal weitere 18 Milliarden Euro an. Das sind nicht weniger als 23 Prozent der gesamten Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung!

Nach Einschätzung der Unternehmensberater von A.T.Kearney sind 13 Milliarden davon einsparbar. In Österreich fehlt zwar eine solche Studie. Aber es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass in der Alpenrepublik die vergeudeten Prozentsätze geringer wären.

Die strenge Ratingagentur

Die Herunterstufung der österreichischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor’s ist vielerorts als große Ungerechtigkeit, als unverständlicher Fehler empfunden worden. Eine Runde österreichischer Spitzenökonomen hat das nun bei einer Veranstaltung ganz anders beurteilt. Nach ihren Einschätzungen sollten sich die Österreicher vielmehr gut anschnallen.

Denn das Land habe absolut keine Chancen auf eine Rückkehr zum Triple-A. In Wahrheit sei es im internationalen Vergleich noch um mindestens zwei Stufen zu gut bewertet. Die Begründung für diese negative Sicht ist eine starke. Die Ökonomen verweisen nicht nur auf die ständig steigenden Staatsschulden und den Unwillen oder die Feigheit dieser Regierung, gegen die Bundesländer oder die Gewerkschaft substantielle Reformen zu versuchen. Sie zeigen auch dessen Folgen: In sämtlichen internationalen Rankings hat sich Österreich in den letzten Jahren verschlechtert. Egal, wie diese Rankings die Zukunftschancen und Wettbewerbsfähigkeit des Landes messen.

Aber selbst wenn die Ratingagenturen Österreich nicht weiter herunterstufen sollten: Die internationalen Gläubiger werden auf jeden Fall um europäischen Staatsanleihen einen großen Bogen machen. Das tun sie, seit der Fall Griechenland gezeigt hat, dass Staatsanleihen eines Euro-Landes keineswegs so sicher sind wie immer behauptet. Und da ist ihnen vieles lieber als die unsicher gewordenen Anleihen europäischer Staaten mit ihren rasch alternden Bevölkerungen, ihren populistischen Regierungen und ihren aufgeblähten Wohlfahrtssystemen.

Dass die europäischen Staaten in den letzten Wochen doch wieder ihre Anleihen verkaufen konnten, hat einen einzigen Grund: Die Europäischen Zentralbank hat die europäischen Banken für die nächsten Jahre mit billigstem Geld geflutet. Es wird zwar behauptet, dass das im Interesse der Kredite an die Realwirtschaft geschehen sei. Aber natürlich und zwangsläufig fließt ein guter Teil dieses Gratisgeldes in Staats-Anleihen.

Dass diese Geldflutung nichts anderes als massive Inflation bedeutet, wird dabei gerne verschwiegen. Das merkt freilich jeder europäische Sparer, wenn er die mickrigen Zinsen, die er erhält, auch nur mit dem offiziellen Verbraucherpreisindex vergleicht. Selbst dieser relativ sanfte Maßstab zeigt ja, dass der Sparer progressiv enteignet wird. Was die Politik nicht weiter stören wird. Kann sie doch solcherart ihre Schulden mehr oder weniger elegant wegschmelzen. Dazu muss sie gar keine weiteren Vermögenssteuern einführen.

Das kubanische Wohlfahrtsmodell

Wechseln wir zu guter letzt zu einem ganz anderen Fall von Lüge und Wahrheit, nämlich zum Modellfall Kuba. Jenes Land ist in letzter Zeit von manchen Anhängern der sozialistischen Planwirtschaft wieder gerne und bewundernd als Modell eines Wohlfahrtsstaates genannt worden.

Sie verschweigen dabei freilich, dass die Kubaner auch heute noch ein niedrigeres Pro-Kopf-Einkommen als 1950 haben (gemessen in realen Werten). In den meisten anderen Ländern hat sich dieser Wert hingegen vervielfacht. Kann ein Versagen eigentlich noch deutlicher sein?

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das neue unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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alle Kommentare

  1. Sequoia (kein Partner)

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    Ein Aspekt wird aber immer wieder bei den "explodierenden" Verwaltungskosten in den Spitälern vergessen: Die zunehmende Amerikanisierung der Klagsfreudigkeit der PatientInnen! Schon zur Eigensicherung der kostentragenden Spitalsbetreiber und auch des behandelnden medizinischen Personals muss immer mehr und jeder Handgriff genau und redundant ("unabhängig") dokumentiert werden um sich abzusichern! Das geht eben nicht ohne den populistisch als "Verwaltungskram" denunzierten Arbeitsaufwand.

    Schließlich müssen sich Spitalbetreiber genau so wie das Personal - gegen eventuelle spätere Klagen wegen "Kunstfehler", "Vernachlässigung" und wie alle diese juristischen Kreationen heißen, vorsorglich durch einen Wust an Dokumentationen nahezu bis zu jedem Handgriff, absichern. Und schlöießlich müssen auch die populären Patientenanwält/-innen der öffentichten Hand samt deren Verwaltungskosten finanziert werden.

    In den USA gehen zwischen 15 und 20 Prozent der Arzthonorare für Versicherungsprämien für Klagen wegen "malpractices" auf. Weil "drüben" bei dem wirren Jury-Populismus immer damit zu rechnen ist, dass den "armen" Klägerinnen hohe Entschädigungen - von denen Tort-Lawyer bis 40 Prozent abzocken - zugesprochen werden...



  7. xRatio (kein Partner)

    Der Pöbel hat im Land die Macht
    .
    .
    bis alles echt zusammenkracht


    xRatio



  8. Udo (kein Partner)

    Jetzt ist es offiziell:

    Merkel: Die Griechenland-Rettung ist gescheitert

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/01/36875/

    Danke an Unterberger für die Voraussicht und unverfälschten Informationen zu diesem (und anderen) Thema!



  9. Udo (kein Partner)

    Noch ein o.t.

    Israel strebt EU-Mitgliedschaft an.

    http://german.ruvr.ru/2012/01/25/64573437.html



    • Neppomuck (kein Partner)

      Sicherlich als Nettozahler, oder?

    • Brigitte Imb

      Als Strache das einst thematisierte wurde er von der restlichen Politlandschaft niedergemacht.

    • Antidummquatsch (kein Partner)

      Ein israelischer Politiker hätte gerne und die Rechtsextremen machen ein "Israel strebt an" daraus. Euch Narren ist echt nicht zu helfen.

    • Udo (kein Partner)

      Immerhin der Aussenminister.

    • AGLT (kein Partner)

      Avigdor Lieberman ist aufgrund seiner Äußerungen als rechtsextrem einzustufen.

  10. dxb (kein Partner)

    Ahh ja, die endlose Geschichte der Krankenhauskosten im administrativen Bereich.

    Als ich noch wesentlich jünger war als heute, mehr Haare auf dem Kopf und weniger Speck um die Hüften hatte, habe ich, zusammen mit ein paar Freunden, ein Softwarepaket für die zentrale Verwaltung von Krankenakten entwickelt.
    Damit wurden Doppelerfassungen vermieden und aus den Anamnesen, Verordnungen und Behandlungen automatisch die Kosten für die Versicherungsträger bzw. den Patienten ermittelt.
    Das Paket hat, in einer zweijährigen paktischen Studie nachgewiesen, allein die Administrationsaufwendungen des medizinischen Personals um rund 80% verringert.
    Von anderen Verbesserungen der Verwaltung und Abwicklung des Patientenaufenthalts ganz zu schweigen.
    Wir haben dazu sogar eine bezahlte Studie im Auftrag der MD ADV, damals unter einem sehr fähigen Senatsrat Sack, durchgeführt.
    Um einige hunderttausend Schilling aus Steuergeldern.
    Senatsrat Sack hat unsere Lösung, wegen der Einsparungseffekte, dann zur Einführung im AKH epfohlen, als langfristigen Ersatz für das KIS der Gde. Wien.
    Der Vertrag wäre gewesen, daß wir einen Anteil an den Einsparungen die durch den Einsatz unserer Lösung auftreten würden als Lizenzgebühr erhalten würden.

    Dann sind zwei Probleme aufgetreten:

    1.) Wir wurden in seltener Eintracht, vom KAV (Hr. Marhold?), vom der Wiener und Österreichischen Ärztekammer (Dr. Ebm und Dr. Neumann?) und vom Boss der WGKK (Hr. Bittner) gemobbt, weil unser Modell nicht nur die Ineffizienz des bestehenden Systems aufgezeigt hätte sondern, wegen der Einsparungen, auch deren Einfluß auf die Personalbesetzungen massiv eingeschränkt hätte.
    Es wäre zu effizient gewesen und hätte zu große Einsparungen gebracht.
    2.) Obwohl unsere Lösung von der MD ADV gewünscht und gefördert wurde, wurde uns mitgeteilt, daß die Kosten für das System zu hoch wären, schließlich hätten die Einsparungen im Bereich von mehreren Millionen Schilling (ein hoher zweistelliger Mio. ATS Betrag) auch eine Lizenzgebühr von entsprechender Höhe nach sich gezogen.
    Unser System hätte die höchsten (einzel-) Lizenzkosten aller Softwarelizenen der Gde. Wien und der Republik bedeutet, damit natürlich auch die entsprechenden Einsparungen im Betrieb.

    Und so läuft das System heute sehr erfolgreich in der Schweiz und in Malaysia, nicht aber in Österreich.

    Wo die in Österreich doch so gerne sparen würden.

    Selber schuld, wenn sich so eine Nomenklatura herangezüchtet hat.



    • Udo (kein Partner)

      Unglaublich, das ist wieder einmal ein super Beispiel für österreichischen Wahnsinn nach System und die Scheinheiligkeit unserer Entscheidungsträger.

    • Das kleine Maexchen (kein Partner)

      Ich habe gehört, dass es in manchen Spitälern in der Radiologie eine Art technischen Mitarbeiter geben soll, der nichts anderes macht als Bilddateien, die nicht einem gewissen Standard entsprechen weiterleitet. Der ist die ganze Zeit vor Ort und mus natürlich bezahlt werden. Für alles andere ist er nicht zuständig!

    • Neppomuck (kein Partner)

      Auf die Checkliste jedes "Einsparers" ("sparen" kann nur einer, der mehr Geld hat als er momentan braucht) gehört die Frage:
      "Wer bekommt das eingesparte Geld nicht?"

      Damit kann er sich ausrechnen, aus welcher Richtung Widerstände zu erwarten sein werden.
      Und danach seine Strategien ausrichten.

      Das würde viel Gehirnschmalz einsparen.

  11. Udo (kein Partner)

    o.t.:
    Jetzt ist es , wie befürchtet und vorhergesagt, soweit, der ESM wurde beschlossen!

    http://www.welt.de/videos/wirtschaft/article13830743/Euro-Laender-einigen-sich-auf-Rettungsfonds-ESM.html#autoplay

    Falls irgendjemand noch nicht weiß was das, unter anderem, bedeutet:

    http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/eva-herman/abrakadabra-esm-knebel-schirm-beschlossen-.html

    Offensichtlich sind wir alle, nicht zu blöd, aber, zu untätig und haben es daher nicht anders verdient.
    Auf Wiedersehen, liebe Nationalstaaten, es hat mich sehr gefreut!



  12. Segestes (kein Partner)

    ***OT***

    Werter Unterberger, da gebe ich Ihnen jetzt etwas zum Ärgern:
    http://kreuz.net/article.14536.html

    Amüsant aber: Talkshow-Dauergast Klenk kritisiert (seinen Haberer
    im Geiste) A... Wolf dafür, dass er über obigen Artikel getwittert
    hat, anstatt ihn totzuschweigen.
    (Ausgerechnet diese Nase plädiert für Verschwiegenheit
    - wer hätte das gedacht?!)
    http://twitter.com/ArminWolf

    Letztendlich dreht sich übrigens alles um diesen "Report"
    vom gestrigen Tag:
    http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report
    ("Kirchenkampf im Internet")



    • A.E.I.O.U. (kein Partner)

      Die ganze katholische Szene in Österreich zeigt, dass der ganz normale religions-kranke (rk) Wahnsinn steigerungsfähig ist und die Übergänge fließend sind. Offensichtlich geht es immer noch blöder und kranker als es schon ist.

      Im Grunde sind diese "Thaliban-Katholiken" gut für die weitere Dezimierung der größten Sekte in Österreich. Sie zeigen nämlich das wahre abstoßende Gesicht hinter dem scheinheiligen Vorhang.

    • Karli (kein Partner)

      Die haben aber einen festen Klopfer.

    • Civil Qurage (kein Partner)

      Die "katholische" Webseite kreuz net, für die hier von einigen Postern oft geworben wird, scheint etwas merkwürdig zu sein, aber ziemlich sicher nicht katholisch. Vermutlich Satire oder eine Fake-Seite, mit dem Ziel, Katholiken zu diskreditieren. Die wären nicht die ersten, die das machen. Also bitte, Leute, lasst Euch nicht pflanzen.
      Wäre sie echt, diese Seite, dann stünden die Verantwortlichen wohl mit Namen gerade. Dort aber findet man nur schwamming die Behauptung "‘kreuz.net’ ist die Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind." Es gibt in Amerika (Übersee) eine ganze Reihe von Kirchen, wo Leute hauptberuflich tätig sind: die church of satan, church of scientology, nur als Beispiel. Also bevor sich die Besucher dieser Webseite wundern, und beginnen, die Katholiken zu beschimpfen, sollten sie die Betreiber dieser Seite zuerst einmal fragen: in welcher Kirche tun Sie denn hauptberuflich Dienst?

    • Udo (kein Partner)

      @Civil Qurage

      Vielleicht sind das Evangelikale?

    • Civil Qurage (kein Partner)

      @Udo, nein, eher unwahrscheinlich, dass Christen solch ein Banner fabrizieren.
      Sehen Sie es sich bitte an. Welcher Christ würde das am Boden liegende Kreuz als Banner nehmen?
      Aber Herr Udo, Nationalsozialisten könnten es natürlich sehr wohl sein. Vielleicht gibt es ja so etwas wie eine Heidenkirche oder Wotankirche oder was auch immer. Gut möglich. Sicher aber sind sie nicht weit von der church of satan. Aber Sie, Herr Udo können mir darüber ganz bestimmt mehr sagen.

      Jedenfalls sind es Leute, die Jesus spotten und die gegen Christen aufhetzen wollen. Christen sollten jetzt sehr, sehr wachsam sein.

    • Udo (kein Partner)

      Tut mir leid, ich kann Ihnen dazu auch nichts sagen. Ich finde, der Karli hat nicht ganz unrecht.

  13. Johann Scheiber

    Die Herabstufung Österreichs wird nicht schlechthin als Skandal empfunden, sondern viele Menschen nehmen mit guten Gründen an, dass die Ratingagenturen durch den angelsächsischen Finanzimperialismus bewußt im Angriffskrieg gegen denn Euro eingesetzt werden. Besser gesagt ist der Euro selbst ein Instrument der Finanzoligarchen gegen Europa und da im Kern gegen Deutschland.

    Die Ratingagenturen sind keine Fieberthermometer, sondern Einpeitscher für die jeweilig nächste Runde beim Abkassieren.
    Alle Leute hier im Blog wissen schon lange, dass Griechenland durch Finanzspritzen unrettbar ist, warum kommen die Superfinanzexperten erst jetzt drauf? Hier ein Auszug aus dem Blog von vor ein paar Tagen:

    •Ratingagentur Fitch: Vor zeitweiliger Staatspleite Griechenlands.
    •Standard&Poor’s: Griechenland ist „sehr bald“ pleite.
    •Agentur Reuters: Was vor ein paar Monaten noch undenkbar gewesen ist, wird nun immer lauter diskutiert: ein Staatsbankrott Griechenlands.
    •Erste-Bank-Chef Treichl: „Griechenland ist in einer desparaten Situation. Das Land kann sich leichter erholen, wenn es aus dem Euro draußen sein wird.“
    •Der tschechische Zentralbank-Gouverneur Miroslav Singer: „Wenn es nicht den Willen gibt, Griechenland eine sehr große Geldmenge aus europäischen Strukturfonds bereitzustellen, sehe ich keine andere Lösung als den Austritt aus der Eurozone und eine massive Abwertung der neuen griechischen Währung.“
    •Der deutsche Wirtschaftsweise Peter Bofinger: „Griechenland ist im freien Fall.“
    •Der Geldmarkt: Die Verzinsung für einjährige griechische Anleihen erreichte auf dem Sekundärmarkt 400 Prozent .........

    Was die Rateagenturen, Mag.Treichl, die Wirtschaftsweisen und Co. jetzt plötzlich erkennen, dass pfeifen die Spatzen seit Jahren von den Dächern.

    Genauso wie Otto Normalvercbraucher, wenn er ehrlich auch zu sich selbst ist, seit langer Zeit weiß, dass zb die österreichische Schuldenorgie in ein Desaster führt, die Ratingagenturen aber sozusagen erst ex post schnallen was los ist.
    Warum? Wollte man die Verschuldung bewußt in exorbitante Höhen treiben um dann den Sack zuzumachen.

    Ich bewundere jedenfalls all die Leute, die glauben, dass die Ratingagenturen neutrale Navigations-Instrumente des nach Kursbuch Mises in die lichte Zukunft steuernden Kapitalismusschiffes sind.



    • cmh (kein Partner)

      Für Mises gilt das Gleiche wie für Keynes:

      Wenn ein Buch mit einem Kopf zusammenstößt und es klingt hohl, dann ist es nicht immer das Buch. (Schopenhauer)

      Jedes Buch und jedes Gedankengebäude überhaupt kann von Hohlköpfen, die meinen, sie könnten sich die Rosinen herauspicken, gekapert werden. Dann wird der Sinn rasch zum Unsinn.

      Es empfielt sich dann einfach, nicht das Gequake des Billigjournalismus oder des derzeitigen "Dr." Bundeskanzlers als Autorität zu nehmen, sondern zur Quelle zurückzugehen.

      Weder Keynes noch Mises haben Bücher geschrieben, die man so mit links verstehen und kochbuchartig anwenden kann. Aber die Lektüre selbst ist belehrend.

      Wie es im Text Unterbergers bereits gesagt wurde: Das wahre Rating ergab sich schon vor Jahr und Tag aus den unterschiedlichen Zinssätzen in D und Ö. Wer etwas anderes behauptet, etwa dass die Ratingagenturen durch ihre Zensuren die Zinsen machen ist ein Schelm.

  14. HJR

    Als Autodidakt* und Praktiker der "IT" (früher "Informationsverarbeitung" bzw. "Datenverarbeitung" bzw. noch früher "Kybernetik" und als Dilettant mit einer unüberwindlichen Neigung zu philosophischen Betrachtungen stieß ich heute angesichts des Tagebuch-Themas "Arzt am Computer" auf meine Erinnerung an die Lektüre Norbert Wieners (Zitate und Titel weiter unten). Hieraus möchte ich zwei Textstellen zitieren und mit dem Thema in Zusammenhang bringen:

    Wiener 1972 (S.72): Die Maschine ist als Sklave des Menschen konzipiert, wenn sie in Wettbewerb mit Menschen tritt, so muß der Wettbewerb zu Sklavenarbeit für alle Wettbewerber führen.
    Wiener stellt die Frage, wie es weitergeht, wenn, wie er es vorhersieht, zunehmend höhere Funktionen des Menschen wie die Denkleistungen ersetzt werden.
    Wiener 1968, S.51): Dann „wird das durchschnittliche menschliche Wesen mit mittelmäßigen oder noch geringeren Kenntnissen nichts zu «verkaufen» haben, was für irgend jemand das Geld wert wäre“.
    Wiener, Norbert: Mensch und Menschmaschine. – 4. Aufl., 1972
    Wiener, Norbert: Kybernetik, 1968

    Als so ausgewiesener Kenner der Materie prophezeie ich hiemit (wohlwissend wie schwierig die Geschichte mit den Prognosen ist), dass uns in Zukunft weiterhin die falschen Beine amputiert und die falschen Nieren entfernt werden. Aber die Zeitungen werden dann nicht mehr über verantwortliche Ärzte sondern nur mehr die Namen der ausführenden Computer (vielleicht "HAL") berichten können. Im übrigen werden mit dem Computereinsatz Zahl und Höhe der der Gesundheitsverwaltung in Rechnung gestellten Honorare in nicht vorhersagbarer Höhe anwachsen.

    Darüber hinaus erinnere ich mich an folgende spektakuläre Fälle, in denen "intelligente Maschinen" eine Rolle spielten:

    Als der computergesteuerte und mit dem "Stick" geführte der Airbus A320 noch ganz neu war, sollte eine der ersten Maschinen einer Reihe von Prominenten und Presseleuten vorgestellt werden. Zu diesem Zweck sollte ein kleiner Rundflug in der Nähe von Mulhouse stattfinden. Der Pilot wollte den Passagieren den Genuss eines langsamen Überfluges in niedriger Höhe bieten. Da der Computer aber kein Programm für "langsames Fliegen in niedriger Höhe" hatte, wählte der Pilot das Programm "Landeanflug". Der Erfolg war, dass die Maschine in einen Wald raste, weil der Computer glaubte, dort landen zu sollen und die Befehle des Piloten zur Beschleunigung und zum Steigen ignorierte.

    Ich glaube es war während des Golfkrieges, dass der Gefechtscomputer eines us-amerikanischen Kriegsschiffes die Annäherung eines (iranischen?) Airbus registrierte und darüber informierte, dass die Maschine sich auf "gefährlichem Kurs" befand. Der Kapitän versuchte (erfolglos) mit dem Flugzeug Kontakt aufzunehmen (dessen Empfänger auf eine andere Frequenz eingestellt war). Während der Versuche, eine Kommunikation herzustellen, erreichte die Maschine die "kritische Distanz" und der Computer entschied mangels entsprechender Handlungsanweisungen des Kapitäns, dass die Raketen zu starten seien. Ergebnis: Volltreffer, 209 tote Zivilisten.

    Eine dritte Geschichte kenne ich nur als Gerücht. Ein Börsencrash im späten vorigen Jahrhundert (die PCs hatten gerade ihren ersten "Siegeszug" angetreten) soll angeblich auf ein sehr erfolgreiches und weit verbreitetes Programm für Börsenmakler zurückzuführen sein. Und das lief so: Das Programm reagierte auf bestimmte untere bzw. obere Kurswerte gängiger Aktien mit Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen an den Makler. Der springende Punkt war: einundieselbe Empfehlung ging natürlich an alle Makler, die dieses Programm benutzten. Und als eine der beobachteten Aktien einmal die kritische Grenze erreichte, erhielten alle Makler, die im Besitz dieser Aktie waren, eine Verkaufsempfehlung - viele Makler folgten ihr. Nun war der Bär los, denn auf diese Massenverkäufe reagierten die Börsen mit Kursstürzen, die wieder ein Meer von Verkaufsempfehlungen an die Makler auslösten, etc.

    Ich hoffe, die Leute, welche die Ärzte näher mit den Computern zusammenbringen möchten, kennen diese vorstehenden Geschichten auch und wissen auch, dass ein "System" nicht nur aus den beteiligten Computern besteht.

    * Als ich 1962 mit der Computerei anfing gab es weit und breit noch nichts davon zu studieren.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



    • HJR

      Sorrykursiv aus!

    • Anton Volpini

      Dieser Börsencrasch war am 19. Oktober 1987. Er wurde der "schwarze Montag" genannt, die Kurse sanken an diesem Tag um 22,6%.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Montag

      Um so einen Irrlauf der Computer in Zukunft zu verhindern, wurde die Regel eingeführt, daß der Handel auszusetzen ist, wenn der Börsenindex an einem Tag um 8% fällt.

      Wie sollte aber in den beiden anderen Beispielen vorgegangen werden, HJR?
      Im Falle des Airbus im Landeanflug würde ein einfacher Emergency-Button genügen, der den Computer ausschaltet und das Flugzeug von Hand steuern läßt. @diko, wie sehen Sie das?

      Umgemünzt auf medizinische Operationen weiß sicher Brigitte Imb Rat.

      Computer versus Mensch ist auf jeden Fall ein spannendes Thema!

    • HJR

      @Anton Volpini
      Die geschilderten Probleme haben jeweils ihre Lösungen gefunden. ob es ein beim Airbus ein Emergency-Button war, weiß ich nicht (im "Tornado" bzw. "Euro-Fighter" gibt es, glaube ich, so etwas).

      Aber was ich eigentlich zeigen wollte ist, dass ein Computer "allein" nie irgendwelche Probleme löst oder auch nur besser macht. Nur seine Einbindung in ein "System" (Mensch + Computer) kann sinnvolle und nützliche Ergebnisse liefern. Allerdings scheint es nach meinen Erfahrungen ein großes Problem zu sein, die "Systemkomponente" Mensch bei der Konstruktion eines Systems mit zu denken - und das einfach deshalb, weil sich die Komponente Mensch den formalisierten Analysen und streng (aussagen)logischen Algorithmen, mit denen man Computerprogramme plant und erstellt, entzieht.
      Ich habe das in der einen oder anderen Weise auch bei den einfachsten Systemen (z.B. der logistischen Steuerung weniger Fertigungsarbeitsplätze) erlebt.

    • Anton Volpini

      Sie haben völlig recht HJR! Es darf nicht sein, daß unsere menschliche Welt nicht von uns Menschen bestimmt wird. Wenn es welche gibt, die Computersysteme vorschieben, aus welchen Gründen auch immer, um uns Menschen zu erklären wo es lang geht, dann sollten wir den Mut haben, diese beiseite zu schieben. Mich erinnert das immer an Mitarbeiter von SAP gesteuerten Unternehmen/Organisationen.

    • cmh (kein Partner)

      Das ist eines meiner Lieblingsprobleme:

      Zunächst einmal der iranische (?) Airbus. Hier hat die Maschine richtig übernommen und das Herumgefackel der Schiffsbesatzung überbrückt. Denn unter Einsatzbedingungen (aka Krieg auf Leben und Tod) ist ein abgeschossenes Zivil(?)flugzeug besser als ein versenkter Kreuzer.

      Das mag jetzt vielen hart erscheinen, aber diese Sicht ergibt sich aus den Ausgangsbedingungen zwangsläufig. Lediglich die über dem Ganzen schwebende christliche (!) Humanität führt hier zum Problem. Wie dem Roboter der die Asimovschen Gesetze nicht befolgt, schalten wir aus = erstarren wir vor Schreck und Schuld. Damit ist das Problem aber von einem Computerproblem auf ein Problem der Menschlichkeit übergeführt.

      Dann der Airbus im Landeanflug an den Wald. Hier hat der Pilot versucht, den Computer auszutricksen, indem er eine für etwas anderes vorgesehene Prozedur statt einer fehlenden zu verwenden. Der Pilot handelte also gegen das Programm. Das aber kommt immer wieder vor, dass Menschen nicht im Sinne der Anweisungen handeln. Ein Fall aus dem täglichen Leben wäre etwa, dass jemand ein Buch gegen den Stirch liest und so zu Schulssfolgerungen kommt, die der Autor abgelehnt hätte.

      Hier kommt es jetzt auf die Einstellung an: Liegt dem Piloten oder dem Leser daran, im Sinne des Programmes/des Autors zu handeln, dann ist er schlicht ein Trottel, der seine Maschine nicht kennt. (Manche Leute scheitern ja schon am Gebruahc eines Lineales.) Will er aber das System sabotieren, dann ist er ein Genie, wenn er in dieser Weise einen Weg findet.

      Und das Börsenprogramm: Hier geht es den Maklern nicht darum, den Nutzen von Anbietern und Nachfragern zu fördern und damit die Wohlfahrt zu steigern, sondern sie wollen sich nur an den Markt vorausschauend anpassen um zu zocken, das heißt Nutzen auf Kosten von anderen zu erzielen und dabei ein Risiko eingehen. Das Maklerprogramm hat diesen Wunsch bestmöglich erfüllt. Die Lösung würde daher auch nicht im Programm gefunden, sondern in einer zusätzlichen Deus ex machina regel von außen geschaffen.

      Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, mit welcher Zutraulichkeit sich die Leute fremden Exeltabellen nähern und deren Ergebnisse für höhere ERkenntnisse halten. Und weiters, wie grottenschlecht und unlogisch aufgebaut diese Tabellen trotz der graphischen Behübschungen oft sind.

      Daher mein Lösungsansatz:

      ERstens immer bewußt machen, wann ein Ergebnis oder Zustand mit Computern herbeigeführt wurde. Diese ERgebnissse dann zwar nutzen, aber ihnen mit Gründen misstrauen. ("Huch ein pöser Computer" ist allerdings kein Grund.)

      Und zweitens und hauptsächlich: Das Berechenbare an den Computer delegieren aber immer sein Unberechenbares hochhalten und weiter entwickeln.

    • Udo (kein Partner)

      @HJR
      Interessanter Beitrag!

      Heinz von Förster hat sich ziemlich ausführlich mit diesem Thema befasst. Es liegt wohl daran, daß der Mensch selbst ein "offenes System" ist und Computer und deren Programme ein "geschlossenes System", wie er es bezeichnete und dadurch Probleme entstehen, die jedes einzelnde System sonst nicht hätte.

      Aber um wider auf die Aussagen Wieners zurückzukommen, hatte Ted Kaczynski also doch nicht ganz unrecht mit seinen Voraussagungen?

    • Udo (kein Partner)
  15. contra
  16. Alexander Renneberg

    o.t.

    http://salzburg.orf.at/news/stories/2518289/

    soso, die ak fordert eine liste der schande.

    dass die ak bei den aufrecht gehenden und denkenden menschen bei dieser liste an erster stelle kommen würde noch vor ögb und spö sollte die ak dabei nicht vergessen.

    warum deckt niemand die phanatsiegehälter und die privilegien dort auf. das wär doch mal was.



    • Brigitte Imb

      Eine traumhafte Vorstellung für ECHO3.

      Huiii, das wär´ein Spaß!

    • Alexander Renneberg

      @ Frau imb, na da schreib sogar ich einen artikel ;-)

    • Brigitte Imb

      Ja cool, haben Sie die Daten? Dann nichts wie rein ins ECHO!!

    • Helmut Graser

      Gute Idee.

      Mit unserer "Liste der Schande" könnten wir diejenigen Organisationen, Kommunen, Vereine, etc. vor den Vorhang bitten, die am meisten Steuergeld verschwenden und nicht zu Einsparungen und Effizienzsteigerung bereit sind ...

  17. A.K.

    In „Fakten, die zu denken geben“ erwähnt Dr. Unterberger die Krankenkassen.
    Hier z.B. folgende „Einsparung“ der Gebietskrankenkasse:
    Bei Bluthochdruck wird u.a. ein Betarezeptorenblocker „Seloken retard 95mg-Filmtabletten“ verschrieben. Eine Packung enthält 50 Stück und wurde seit Jahren auf Kasse verschrieben, es kostet derzeit 11,15 Euro.
    Seit kurzem zahlt die Gebietskrankenkasse dieses Medikament nicht. Der Wirkstoff Metoprololsuccinat ist ja auch in billiger zu erlangen, allerdings ein wenig ungünstiger, nämlich als Metorololsuccinat Stad. Tabl. 95mg, Packung 60 Stück; Preis 5,50 Euro. Das Problem ist nur, daß dieses Medikament kaum lieferbar ist, es kostet gerade soviel wie die Rezeptgebühr! Lieferbar ist Metohexal ret Ftbl, 95mg Packung zu 30 Stück. Um zu den ursprünglichen Verhältnissen - ganz abgesehen von der geänderten Verträglichkeit, also nur bezüglich der Anzahl der Tabletten – Ersatz zu bieten, müssen zwei Packungen genommen und zweimal Rezeptgebühr bezahlt werden. Endergebnis: Der Patient zahlt jedenfalls soviel wie die doppelte Rezeptgebühr ausmacht und bekommt doch nicht das um 11,25 Euro weiterhin erhältliche ursprüngliche Medikament mit bekannter Verträglichkeit.



    • Brigitte Imb

      Der Kassenpreis f. Seloken 95 beträgt 7,8€, 11,15 stellt bereits den Privatpreis dar. Der Kassenpreis f.das Ersatzpräp. beträgt 3,3, also belastet die Kasse nur im Falle einer Rezeptgebührenbefreiung, ansonst zahlt der Endverbraucher - Patient - das gesamte Med.
      Wie meint doch Stöger ständig - alles wird besser und natürlich nur alles Gute für den Patienten. Eine glatte LÜGE!!!

    • A.K.

      @Brigitte Imb
      Danke für die zusätzlichen Zahlen und auch Ihre treffenden Anmerkungen!

    • Brigitte Imb

      @ A.K.,
      gerne doch.
      Falls Sie noch etwas wissen möchten: brigitteimb@yahoo.de

  18. Karl Rinnhofer

    Nur zu einem Aspekt der zutreffenden Beobachtungen: „... mickrige Zinsen, die der Sparer erhält, wenn er sie auch nur mit der offiziellen Inflation vergleicht“.

    Dazu kommt, dass diese Zinsen, die deutlich unter der Inflationsrate liegen, als „Vermögens-ZUWACHS (!) bzw. „Zins-ERTRAG (!) ausgewiesen und daher versteuert werden. Das ist reiner Zynismus, semantischer Betrug; tatsächlich braucht es keiner Vermögenssteuern mehr; die Substanzbesteuerung ist längst im Gang. Es dreht einem den Magen um, wenn selbst vermeintlich honorige Persönlichkeiten (z.B. Raidl) beteuern: „Von Vermögenssteuer keine Spur, wir empfehlen nur die Besteuerung des Vermögens-Zuwachses und der Kapital-Erträge (s.o.)“

    Gar nicht zu reden von den gewaltigen Verlusten derer, die auf Aktien und vergleichbare langfristige Anlagen vertrauten (weil man ihnen das Blaue vom Himmel versprach) und um große Teile ihres Vermögens gebracht wurden/werden.

    Welche Wirkgesetze stehen dahinter? Der verantwortungsvoll Sparende (verächtlich als „Reicher“ bezeichnet), sei er Individuum, sei er Staat, wird enteignet; die Stimulierung geht in die Richtung verantwortungslosen Selbstzweck-Konsums, indem Konsumkraftharmonisierung durch flächendeckende „Umverteilung“ betrieben wird: Das ist eine defensive Politik, die bedenkenlose Konsumausgaben erzwingt („sonst verfällt ohnedies das ganze Geld“), danach drängt, das Familiensilber zu verscherbeln, um ohne Nachhaltigkeit eine nicht mehr konkurrenzfähige Wirtschaft durch Inlandskonsum anzukurbeln, auf diese Weise –vereint mit staatlichen „Initiativen“ und „Konjunkturstützunsprogrammen“ ein Strohfeuer zu erzwingen und temporär Einnahmen durch Verbrauchssteuern zu maximieren. Man vergisst, mit dieser oberflächlichen Politik auf de Leistungsträger, die das einzige wahre Kapital wären – sie wandern ab, ziehen sich zurück, bringen sich hierzulande nicht mehr ein. Progressivbesteuerung im Verein mit überkompensatorisch herbeiführbarer Kumulierung mannigfacher einkommensabhängiger Transfers und Gebührenbefreiungen- bzw. -reduzierungen ohne Konnex zu eingebrachter Leistung lässt den Kampfschrei „Jedem nach seinen Bedürfnissen“ im Namen der „sozialen Gerechtigkeit“ ertönen.

    Potenzielle Mehr-Leister dagegen werden demotiviert, objektiv abgestraft, stigmatisiert, bekommt das Etikett „Besserverdiener“ umgehängt, der öffentlichen Verachtung ausgesetzt, dem Neid der Durchgefütterten zum Fraß vorgeworfen.

    Das ist eine Mechanik, die mutatis mutandis immer am Ende von Hochkulturen stand: Das Sich-Schwächen bis zum Nicht-mehr-lebensfähig-Sein einer (ehemaligen) Kultur in der Zeit
    der Wohlstandsverwahrlosungs-Wohlfahrtsstaat-Spaß-“Kultur“-Verkommenheit, die frappanae Pervertierung der Werte. Längst ist mental alles darauf vorbereitet: Schüren von Neid und Robin-Hood-Attitüde gegenüber den immer weniger werdenden leistungsfähigen Staaten und nettozahlenden Individuen, Unverschämtheit der Forderungen seitens nicht Einbringungsbereiter, Angst machterhaltender populistischer Regierungen vor dem Aufschrei der Betroffenen - wenn Redimension ungerechtfertigter Dauer-Alimentation zu Lasten ungefragter Dritter drohen könnte - , unverschämte Enteignung bei gleichzeitiger Stigmatisierung derer, deren Potenziale man eigentlich heben und aktivieren müsste. Panem-et-circenses“ lässt grüßen.

    Innere Emigration, Leistungsrücknahme, Biedermeierisierung, nicht-mehr-Identifikation mit dem Staat oder dem einstigen Kulturraum sind die notwendigen Zwischenfolgen vor dem vollkommenen Zusammenbruch.



  19. Brigitte Imb

    Fakten, die zu denken geben...

    dazu gehört in Zeiten wie diesen auch: 'Jede Menge Orden für die Regierung'

    http://orf.at/#/stories/2101328/

    Wofür dekorieren sich die Repräsentanten, für ihre Unleistungen?



    • Observer

      In der Präsidentschaftskanzlei (fast 100 Mitarbeiter! - http://www.bundespraesident.at/aufgaben/praesidentschaftskanzlei/mitarbeiterinnen/#c31 )
      gibt es eine eigene Ehrenzeichenkanzlei.
      Diese österreichische Spezialität gehört in Sparzeiten dringend und ersatzlos gestrichen. Wenn jemand am Opern- oder Philharmonikerball auffallen bzw. angeben will, dann gibt es dazu sicher auch noch andere Möglichkeiten der Selbstdarstellung.

      Heute hat Erwin Pröll den mutigen Vorschlag gemacht, u.a. auch den Bundespräsidenten nach Schweizer Vorbild abzuschaffen. Was für ein Kalkül steckt da dahinter?

    • Brigitte Imb

      Orden u. Auszeichnungen sind in der gesamten Menschheitsgeschichte etwas Archaisches u. kann durchaus teilweise beigehalten werden. Einer Gesundschrumpfung muß diese Agenda jedoch zugeführt werden, denn bei uns in Östistan wird bereits für einen lauten Furz(des richtigen Politikers) ein Orden verliehen. Dafür eine eigene Kanzlei zu betreiben ist an Dekadenz nicht zu überbieten.

    • Erwin Tripes (kein Partner)

      @observer
      Der Fisch stinkt vom Kopf her:
      http://www.bundespraesident.at/aufgaben/praesidentschaftskanzlei/mitarbeiterinnen/#c31

      Neben der Ordensabteilung beim BP gibt es auch eine gleichartige Abteilung beim Bundeskanzler:

      http://www.bka.gv.at/gfe/gfe_org.aspx?org=I/1&ebene=abteilung&par=I&super=&jahr = Titelverleihungen
      Kontakte REFERAT I/1/a: Zentrales Auszeichnungs- und TitelwesenFunktion Name Telefon E-Mail

      Bitte in diesem "Amtskalender " jedoch nicht weiterlesen, weil einem sonst schlecht wird.
      An diesen kleinen aber symptomatischen Beispielen wird schnell klar, warum nicht wirklich ausgabenseitig gespart werden darf und weshalb die Verantwortlichen sich ängstlich von den rd.500 Sparvorschlägen des Rechnungshofes abwenden.

      Der edle Erwin Pröll weiß also wovon er bei der Ämterabschaffung spricht, nur halt nicht in eigenen Angelegenheiten, weil man ja sonst auch den NÖ und andere "Amtskalender" durchforsten könnte.

      Besser wär es freilich, auch die Bundesländer ebenso abzuschaffen, eine effektiv durchstrukturierte Zentralverwaltung einzurichten, bei der auch die Gemeindeverwaltungen entbehrlich sind.

      Die Bundesländergrenzen blieben freilich, damit man weiß, wo man in welcher Tracht Volkstanzen darf.

  20. perseus

    Zwei Tage vor Weihnachten verunglückte ein junger Mann (25) im Waldviertel mit seinem Auto. Er wurde von örtlichen Rettungskräften erstversorgt. Er soll ansprechbar gewesen sein und es soll ihm gar nicht so schlecht gegangen sein. Er wurde mit der Rettung in ein örtliches Bezirkskrankenhaus gefahren. Dort wurde festgestellt, dass man der schweren inneren Verletzungen, die der junge Mann durch den Autounfall erlitten hatte, nicht Herr werden konnte. Er wurde daraufhin in ein “benachbartes“ Bezirkskrankenhaus (wieder mit der Rettung) gefahren. Nachdem man auch dort feststellte, dass man überfordert ist, wurde er ins AKH gebracht, wo er verstarb.

    Der junge Mann würde vielleicht ohne Umweg über zwei Bezirksspitäler (direkt mit dem Rettungshubschrauber ins AKH) noch leben.

    Wann kommt endlich irgendein Landespolitiker auf die Idee, diese unsäglichen Prestigeobjekte namens „Bezirkskrankenhäuer“ auf kleine „Krankenstationen“ (Stützpunkte mit Tag- und Nachbetrieb) zu reduzieren, oder ganz zuzusperren und Spezialkliniken (z.B.: Herzinfarkt, Schlaganfall, Unfallerstversorgung….) zu forcieren und im Gegenzug die Rettungshubschrauberlogistik auszubauen. Das würde viel Leid ersparen, viele Menschenleben retten und eine unglaublich hohe Kostenreduktion bringen.

    Das Beste wäre, die Krankenhausagenden zu privatisieren oder in Bundeskompetenz zu übergeben; der Bund finanziert ja auch schon jetzt am Ende alles über den Finanzausgleich und andere „Finanzierungen“.



  21. Wertkonservativer

    o.t.,
    doch nach dem Anhören der heutigen Früh- und Mittags-Nachrichten (selber schuld!), geht mir endgültig die Galle über: im zweiminütigen Bericht über die entsetzlichen Benachteiligungen unserer Migranten-"Freunde" vom p.c.-geleiteten Moderator dreimal zu hören:
    "Migrantinnen und Migranten"

    Kurz davor zweimal:
    "unsere Schifahrerinnen und Schifahrer".
    "die Beamtinnen und Beamten" usw., usf.

    Ja, sagt einmal, könnte da nicht amtlicherseits ein einvernehmlicher und p.c.-kompatibler Beschluss gefasst werden, die Personenbezeichnungen sozusagen zu "entgeschlechtlichen" und in der bisherigen, halt (in Gottes Namen) männlichen Form zu benennen?
    So viel Zeitverlust, so viel Atemverschwendung, so viel unnötiger Papierverschleiß; und alles nur, um sich nicht den Unmut der p.c.-Verrückten zuzuziehen!

    Das alles ist Gleichberechtigungs-Hysterie, auf die Spitze getrieben!

    Eigentlich lächerlich, geradezu zum Auswachsen!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Brigitte Imb

      ...AbgeordnetInnen.....( im 4. Absatz)..

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/680334/HeinischHosek_Mitleid-mit-Maennern-haelt-sich-in-Grenzen

      GästInnen, VorständInnen, GewähltInnen,..... IDIOTInnen!!!!!!

    • lenz

      @ WK
      Sie sprechen mir aus der Seele. Ich habe mich über den selben Schwachsinn geärgert! Aber es ist, scheint mir, ein Kampf gegen Windmühlen, wenn man sich gegen diese jedes Sprachgefühls Entbehrenden stellt.

    • Brigitte Imb

      Richtig, gegen Windmühlen - mir geht´s mit meinen Kindern so, die erachten diesen Sprachwahn als nicht so schlimm.

    • Cotopaxi

      Der Zug/die ZugIn ist auf Ö1 leider auch quer durch die ganzen Programme längst Richtung ...Innen abgefahren und ist zum Umerziehungssender Andersdenkender mutiert.

      "Ö1 gehört gehört", das war einmal.

      Und die andauernde verharmlosende Darstellung des Muselmanentums in den Religionssendungen von Ö 1 ist auch sehr fragwürdig.

    • AGLT (kein Partner)

      Man muss heute ja schon leider sagen: SindS froh, dass wenigstens beide Formen verwendet werden! Es gibt Organisationen (meist NGOs) und rotzgrüne AbgeordnetINNEN, die nur mehr die weibliche Version verwenden. DAS ist zum Auszucken (sage ich als Frau!)!

      Müßig anzumerken, dass es aber noch immer nur Verbrecher, Steuerhinterzieher heißt ...

    • mike1

      wie wahr !!! es ist aus zum aus der haut fahren !!

  22. durga

    Ein Teil des Problems Bürokratismus in Krankenhäusern wird durch Platz greifende Qualitäts-Management (QM) Systeme verursacht. QM ist aber prinzipiell durchaus nicht negativ zu sehen, zielt es ja darauf ab „die Qualität der Versorgung der Patienten zu sichern, zu verbessern und gemäß dem medizinisch-wissenschaftlichen Kenntnisstand weiter zu entwickeln“. Demnach sind zahlreiche Leistungen – Behandlungen chronischer Krankheiten, Infektionen, Operationen,...- dokumentationspflichtig.

    Zu diesen Leistungen gehört z.B. die ambulant erworbene Pneumonie - nach Zahlen aus Deutschland werden dort jährlich rund 200 000 Fälle stationär behandelt. (es ist dort „die häufigste durch Infektion bedingte Todesursache. Ca. 10% aller ambulant und stationär behandelten Patienten versterben im Akutstadium und insgesamt mehr als 15% innerhalb des folgenden halben Jahres nach Diagnosestellung, wobei die Letalitätsrate mit dem Lebensalter und Vorliegen von definierten Risikofaktoren statistisch assoziiert ist“.) „Eine unzureichende Pneumonie-Behandlung geht mit einer bis zu elffach erhöhten Letalität einher“ Mit dem nach QM dokumentierten Datenpool aus 4 Jahren als Grundlage wurden evidenz-basierte Standards für die Behandlung erarbeitet, die zu einer verbesserten Prognose führen. http://www.bqs-qualitaetsreport.de/2008/ergebnisse/leistungsbereiche/pneumonie

    Daß QM nicht unbedingt unpersönliche, bürokratische Abfertigung von Patienten bedeuten muß, belegen ganz klar die Krankenhäuser der Vinzenz-Gruppe, die auf ein einheitliches, effizientes Management in ihren Häusern setzt und durch laufende Initiativen für mehr Qualität eine Vorreiterrolle einnimmt. Von ihrem Grundsatz: „In den Häusern wird das Recht der Patienten auf Zuwendung, Respekt und auf Handeln von Mensch zu Mensch geachtet“ konnte ich mich während eines mehrwöchigen Aufenthalts meiner hochbetagten Mutter überzeugen, ebenso wie von der hohen medizinischen Kompetenz der behandelnden Ärzte.



    • brechstange

      Qualitätssicherung ist selbstverständlich notwendig, nur muss diese aus einer guten Zusammenarbeit herauswachsen, aus einem ehrlichen und offenen Klima und von erfahrenen Menschen aufgestellt werden wie es offenbar im Krankenhaus der Vinzenzgruppe sehr gut funktioniert.

  23. DerTurm

    ...immer die pöfen Rätink-Argenturen...

    Das Gerücht, es gäbe deren nur drei auf der ganzen Welt, die zudem alle von den Amerikanern gekauft/abhängig sind wird von unseren Mittelstromschreibern hartnäckig aufrecht erhalten.

    Dass es doch ein bisserl mehr sind, offenbart ein Blick in die Wikipedia:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Credit_rating_agency#List_of_credit_rating_agencies

    Auch Dagong (Hong Kong) hat Österreich gnädig mit AA+ eingestuft (allerdings stable). Die dazugehörige Begründung ist nicht uninteressant:
    http://www.dagongcredit.com/dagongweb/english/pr/show.php?id=177&table=web_e_zxzx

    Interessant finde ich auch den Public Rating Ansatz von wikirating:
    Dort kommt Österreich mit A- (im Poll) beziehungsweise BBB- (nach SWI) weg:
    http://www.wikirating.org/wiki/Austria



  24. Brigitte Imb

    Das Arbeitszeitgesetz der EU besagt, dass Dienstnehmer nicht mehr als 48 Std. arbeiten dürfen, eine Ausnahme stellen jedoch die Ärzte dar, die "dürfen" 65 Std. und mehr arbeiten.
    Die ö. Krankenhausärzte wurden gezwungen ein Arbeitszeitgesetz von bis zu 72 Std. zu unterzeichnen - logischerweise heißt das offiziell "freiwillig". Zum Ausgleich für diese "Gerechtigkeit" dürfen sich die Ärzte dafür öffentlich vernadern lassen, werden als geldgierig abgestempelt und jeder wird hingestellt, als würden ihm die Millionen nur so vor die Füße gelegt werden. Zweifelsohne gibt es im med. Sektor gutes Geld zu verdienen und seit die Politiker dies wissen, versuchen sie alles einzuvernehmen und sich unter den Nagel zu reißen, schaffen Arbeitsbedingungen die untragbar sind und mit dem eigentlichen Beruf kaum noch zu vereinbaren sind.
    2 Beispiele: Die Politiker mischen sich bei der Gabe von Blutkonserven ein, obwohl sie davon nicht die geringste Ahnung haben, erstellen Richtlinien, die für die Würscht sind, ja sie gehen sogar soweit, vorzuschreiben wie viele Konserven, für welche Op auch immer, verwendet werden dürfen. Diese Bürokraten haben sicher noch keinen OP Betrieb intern gesehen, keinen Notfall, wo eben nicht alles nach bürokratischen Vorgaben abläuft.
    Das zweite Beispiel beziehe ich auf das Rettungswesen, das vor Jahren wirklich gut funktioniert hat. Genügend Freiwillige taten Dienst und haben somit die Ausgaben relativ gering gehalten, bis die Politik hergegangen ist und auch diesen Bereich vereinnahmt hat. Seither müssen Direktoren, od. Präsidenten, od. Obmänner - wie auch immer sich die Abzocker bezeichnen lassen - durchfüttern, deren Gehälter die der Ärzte bei weitem übertreffen, die Freiwilligen haben sich zurückgezogen und die Kosten explodieren. für jeden "bösen Finger" fliegt der Hubschrauber (unnötigerweise), und damit brüsten sich dann Politiker - so und so viele Einsätze - als wären die alle nötig gewesen und hätten alle leben gerettet. sie sagen nicht dazu wie oft der Einsatz ungerechtfertigt war. Aber Hauptsache der Huberer fliegt, zahlen darf die Allgemeinheit, oftmals sogar der Patient selbst. Und damit da ja nicht irgendwelche Praktiker ev. zu einem Notfall gerufen werden - die oft direkt daneben sind - hat man das Rettungswesen zentralisiert und schickt je nach Angaben von Laien den Notarztwagen od. eben gleich den Hubschrauber.

    Bei uns ist ein Mann von einem Dach gefallen, nicht hoch, er hatte einen unkomplizierten Unterarmbruch erlitten. Irgendjemand rief bei der Rettungszentrale an und ohne zuzuhören was tatsächlich passiert ist, bzw. zu hinterfragen wie es dem Verunfallten geht, wurde der Hubschrauber geschickt. Ganz verwundert (nicht schockiert, sondern sehr gefaßt, ja sogar lachend) rief die Mutter des Verunfallten bei uns an, meinte der Sohn sei vom Dach gerutscht u. habe sich den Arm verletzt und es kreise über ihrem Haus der Hubsi.
    Derartiges passiert täglich sicher mehrmals und hat mit lebensrettenden Maßnahmen nichts zu tun - der oftmals unnötige Einsatz wird verrechnet und belastet das Budget.

    Dass die Dinge so grundlegend verkehrt laufen dürfen sich die Politiker auf ihre Fahnen heften, die sich überall einmischen ohne auch nur irgendetwas davon zu verstehen. Dokumentation wird als wichtiger erachtet als Behandlung, denn die Politiker sind hungrig nach Daten über alles und jeden, dabei ist ihnen sogar die Verschwiegenheitspflicht egal, denn diese wollen sie zu ihren Gunsten beeinflussen. Zu Kdolskys Zeit wurde sogar angedacht, dass Ärzte Krankengeschichten ans Ministerium faxen sollten. Das ist WAHR!!!

    Zu den häufig angeprangerten Doppeluntersuchungen sei noch gesagt, dass es vorm Richter anders aussieht als von Politikern gefordert, denn dann wird einem Arzt sehr rasch vorgeworfen die Sorgfaltspflicht verletzt zu haben, sollte er ev. einen, wenn auch primär unnötigen, Befund nicht vorlegen können. Einerseits wird Forensik untersagt, im anderen Fall dient sie zur Beweisvorlage und wehe ein Befund fehlt.
    Die gesetzliche Lage zwingt zur forensischen Medizin, wird medial aber als unseriös und verschwenderisch abgetan.

    Es wird "lustig" werden in Zukunft, denn in vielen Spitälern werden Fachabteilungen geschlossen od. verlegt. da gibt es dann im einen KH keine Chirurgie, im anderen keine Gyn, usw., die Patienten werden sich gar nicht mehr auskennen. Die Krankenhäuser Mauer, Amstetten u. Waidhofen an der Ybbs teilen sich ein Medikamentenlager in Amstetten - das bedeutet, dass die beiden anderen KH nur ein sehr kl. Med. Depot besitzen und im Bedarfsfall ein Botendienst das gewünschte Präparat besorgt. Es ist schlicht und einfach als Schildbürgerstreich zu betrachten, in einem KH Med. nicht vorrätig zu haben. Aber unser g´scheiter Soberl weiß ja ganz genau was richtig ist.



    • Anton Volpini

      Gibt es so einen, wie den Ludwig von Mises, für den Gesundheitsbereich, Brigitte Imb?
      Ich meine einen, der mit klaren Formulierungen den notwendigen kleinen Nenner skizziert?
      Jeder von uns macht in seinem Bereich dieselbe Erfahrung. Die Politiker mißbrauchen die Bürokratie zum Zwecke des eigenen Wohles und schaden dabei der Sache!

    • Brigitte Imb

      A.V.,

      Gesundheitsökonomen tummeln sich wohl, allerdings traue ich denen nicht uneingeschränkt.
      Wie Sie richtig schreiben, die Politiker MIßBRAUCHEN - mittlerweile so ziemlich jeden Bereich, die aufgeblähten Gesetze sind unübersichtlich und die Rahmenbedingungen unter jeder Kritik. Der 'freiberufliche Arzt' ist den Politikern ein Dorn im Auge, weil da einer etwas verdienen könnte, das sie ihm neidig sind und selber einstreifen möchten, wenngleich ohne Leistung.
      Unser Bürgermeister erzählte mir, dass ein hochrangiger politiker gemeint hätte, in spätestens 10 Jahren gäbe es keine Praktiker mehr. Das heißt nicht, dass die Ärzte grundsätzlich abgeneigt sind freiberuflich zu arbeiten, sondern dass die Politik ein anderes Modell sucht. Siehe sog. AVZ( allgem. Versorgungszentren), wo nur noch Ärzte angestellt sein sollen, weit weg von allen Landgemeinden und von der politik überwacht und geführt. Es kann einem nur noch grausen vor den kruden Gedanken der Volkszertreter.

  25. diko

    …….äh’ CUBA ?

    Wie steht es dort um das Gesundheitswesen? Werden dem Land nicht die Segnungen der U.S. Pharmaindustrie vorenthalten ??? Und Länder welche diese Boykottmaßnahmen zu umgehen versuchen mit Strafzahlungen belegt?

    Und wie ist es um das durchschnittlichen Bildungsniveau bei der Bevölkerung bestellt ?



  26. Wolfgang Bauer

    Zum Kubanischen Wohlfahrtsmodell passt eindeutig Frau Renate Brauner, stramme Anhängerin unseres Häupls. Altlinke Wirtschaftspolitik der Stadträtin für Finanz - dümmlich und schädlich. aber dafür überzeugt!
    Ich nenne sie das Wiener Phänomen...
    http://derstandard.at/1326503353654/Sparen-in-Wien-Ich-nenne-es-das-Wiener-Phaenomen



  27. Josef Maierhofer

    Danke für diesen wichtigen Beitrag !

    Das Krankheitswesen.

    Die Pharmahörigkeit der Ärzte, die mit Medikamenten Symptome bekämpfen, statt ganzheitlich die Ursachen für Krankheiten aufzudecken und mit natürlichen Methoden mit dem Patienten gemeinsam zu lösen, ist ein großer Kostenfaktor bei den Medikamenten, der wahrscheinlich durch Eingehen auf den Patienten durch eine längere Behandlungsdauer, aber bessere Qualität wettgemacht würde, hätten wir die Möglichkeit, dass sich Kassenätrzte um den Patienten kümmern dürften. 'Der nächste bitte !', sollte bitte schön langsam wieder menschlich werden.

    Die 27% Bürokratiewut, nicht nur im Gesundheitswesen, zeigt die Unnötigkeit und die Unfähigkeit der Arbeiterkammer- und Gewerkschaftsintentionen, da was zu verbessern, sind halt etwas einfältig und undurchdacht diese Aktionen und Intentionen. Überall, wo Selbstbediener am Werk sind regiert Unöötigkeit und Unmenschlichkeit und natürlich auch Selbstbedienung und 'Baddei'.

    Dass die Kosten hochschnellen ist kein Wunder bei der unnötigen Bürokratie. Genügt nicht ein einziger Aufnahmebogen für alles ? Braucht man da wirklich noch einen (in Wien) für die Gemeinde Wien mit sinnlosen Blödfragen, noch einen für die Krankenanstalt, noch einen für, also bitte, alles, was recht ist, zu viel ist zu viel.

    Das Downrating

    Jeder Bürger weiß, dass Österreich bereits Schurkenstaaten Status erreicht hat und trotzdem reden weltfremde Gewerkschafter und Arbeiterkammerfunktionäre von 'Sozialleistungen' auf Kredit.

    Liebe Mitbürger, bitte gebt doch diesen Volkszerstörern doch nicht mehr Mitgliedsgebühren, sondern gebt ihnen das Downrating, das sie für uns alle verursacht haben, diese Bonzen, die nicht wissen, was sie tun. Und wählt diese Parteien, die so was unterstützen, solche Handlungen gegen die Bürger setzen, wählt sie ab, sie ruinieren alles ohne Skrupel. Denkt an eine Zukunft und schwört diesem Bonzengewürm ab.

    Kuba

    Kuba war immer schon das kommunistische 'Aushängeschild'. Wir sollten aber nicht nur verächtlich auf Kuba schauen, denn ich kann es nicht als eklatanten Schaden erkennen, dass man dort nicht Verschwendung betreiben kann in dem Ausmass, wie das bei uns ist, dass man dort noch mehr Bewegung macht, weil es weniger Verkehrsmittel gibt, und gesünder lebt, weil es weniger zu fressen und zu saufen gibt, passt gut in unseren Fasching.



    • Observer

      Josef Maierhofer,
      Sie schreiben: "Die Pharmahörigkeit der Ärzte ...."

      Die behandelten Ärzte werden von der Pharmaindustrie oft schon als "unsere Verkäufer" bezeichnet und die Ärzte glauben immer noch, dass sie in ihren Entscheidungen total unabhängig sind. Tatsächlich trägt auch die Pharmandustrie eine Teilschuld an der Misere unseres Gesundheitsystemes.

      Nur Insider wissen, dass viele neue Erkenntnisse oft den Patienten vorenthalten werden, weil die bisherigen Medikamente noch nicht genügend Profit erbracht haben. Auch werden manche negativen Studienergebnisse im Interesse des Geschäftes zurückbehalten. Natürlich erfordert die Entwicklung eines völlig neuen Präparates enorme finanzielle Mittel und Risken, welche aus meiner Sicht auch von der Gesellschaft getragen werden sollten. Sonst würden z.B. neue Produkte für seltene Krankheiten - welche die Forschungskosten nie hereinbringen können - nicht entwickelt werden. Auch die Medizintechnik bringt oft die Krankenhausverwalter arg ins Schwitzen, wenn nach nur kurzer Zeit - oft aus Prestigegründen der Ärzte - ein Gerät durch ein Nachfolgemodell ersetzt werden muss. Oft stehen dann viel zu viele sehr teure Geräte schlecht ausgenützt herum, weil wirtschaftlche Überlegubgen völlg ausser acht gelassen wurden.

    • DerTurm

      Also jetzt muss ich auch einmal eine Lanze FÜR die "Pharmaindustrie" brechen:

      Auch hier ist die Byrokratie ein enormer Kostentreiber. So wird beispielsweise vorgeschrieben, dass für jedes Medikament nach Ablauf von xy Jahren eine neuerliche Zulassung durchgeführt werden MUSS.

      Bei dieser Neuzulassung eines bewährten und bereits zugelassenen Medikaments müssen auch neue Studienergebnisse mit eingereicht werden.

      Konkret bedeutet das, dass für einen einen Hustensaft auf pflanzlicher Basis oder ein Kopfwehpulverl (Aspirin), das sich bereits seit Jahrzehnten bewährt hat, neue teure Studien durchgeführt werden müssen, um zu "belegen", was ohnedies seit Jahrzehnten evident ist.

      Das hat dazu geführt, dass viele Kleine Hersteller, welche "gute alte Medizin" hergestellt und verkauft haben, an den Byrokratischen Hürden einer Neuzulassung gescheitert sind.

      Menschenleben hat diese Regelung vermutlich kein einziges gerettet. Gute, billige Medikamente wurden dadurch zuhauf vom Markt vertrieben.

      Und natürlich sind auch Pharmafirmen in erster Linie Unternehmen, die sich erdreisten Geld verdienen zu wollen (wie der nicht vom Staat mit unseren Steuergeldern alimentierte Teil der Gesellschaft auch). Hier karitative Selbstlosigkeit zu verlangen ist meiner bescheidenen Meinung nach geringfügig eigenwillig (da sollte man eher die ehemals karitativen Organisationen, welche inzwischen ihren Geschäftszweck auf die Verschleppung von Asylverfahren verlagert haben an ihre eigentliche Bestimmung erinnern).

      Warum versorgen Caritas oder die UNO die Bedürftigen dieser Welt eigentlich nicht mit billigen Medikamenten??? Wenn das so ein tolles Geschäft ist...

      Die Skandale (z.B. Tamiflu für ganz Europa) werden hier auch wiederum durch korrupte Politiker ermöglicht.

      Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass die Pflichtversicherung abgeschafft und das System auf ein rein freiwilliges umgestellt werden sollte.
      Für Härtefälle könnten dann auch wiederum Caritas & Co zu ihren Wurzeln zurückkehren...

    • Brigitte Imb

      @ Observer,

      na ganz so ist es nicht, die Ärzte würden den Patienten sämtliche neue, teure Med. zukommen lassen, die Krankenkasse bezahlt sie nur nicht.
      Und der Preisdruck, dem die Pharmaindustrie in manchen Ländern ausgesetzt ist, beschert uns. dass die Firmen dann ganz einfach in "dieses" Land nicht liefern, bzw. nur eine begrenzte Menge, denn anderswo erhalten sie mehr für ihr Produkt.
      Offiziell sind genau diese Medikamente dann nicht lieferbar. Wir erleben das jedes Jahr mehrmals , es gibt halt dann einfach keine "Paracodin Tropfen", od. keinen Hepatitisimpfstoff bei uns, weil die anderen besser dafür bezahlen. Aus basta! Wer nicht umsichtig war und sich nicht rechtzeitig "eingedeckt" hat, od. das System noch nicht durchschaut hat, der hat mitsamt seinen Pat. das Nachsehen.
      Die Pharma liefert tonnenweise Gratismed. in die KH, in "der freien Wildbahn" genehmigt dann die Krankenkasse die oftmals neuen Med. nicht.

    • Brigitte Imb

      @ DerTurm,

      ja was glauben Sie wie gerne die Caritas da mitmischen möchte, nicht nur am Verteilen für Bedürftige, sondern am Verdienen für sie selber.

      Bin völlig Ihrer Meinung mit der Pflichtversicherung, diese gehört in eine Versicherungspflicht umgewandelt, bei der sich die Probanden selbst aussuchen können wen sie nehmen. Aber Sie wissen ja, die Versorgungsposten.....

    • Observer

      Frau Imb:
      Als Insiderin wissen Sie auch, dass für manche ausgefallene (bes. Kinder-)Krankheiten wenig getan wird. Dies kann man eben nur durch vom Staat finanzierte Forschungsaufträge teilweise kompensieren. Für eine wirkliche Neuentdeckung (da gibt es im Jahr nur ca. 1 Dutzend) liegt der Forschungsaufwand bei ca. € 1 Mrd (eine 1 mit neun Nullen!).
      Was die genannte Gratisabgabe an Medikamente für unsere "notleidenden" Krankenanstalten betrifft, so geschieht dies nicht aus reiner Menschenliebe. Bei diesen Medikamenten wird gehofft, dass im sog. "Arztbrief" (den auch Sie regelmässig bekommen) der Patient im KH auf das Medikament X eingestellt wird und so es bei seiner Dauertherapie auch weiterhin bekommt. Und welcher prakt. Arzt (nun: Facharzt für praktische Medizin) wird einen Patienten auf ein günstigeres und preiswerteres Medikament umstellen. Sie kennen sicher die Patientenreaktion, wo dem anderen Medikament - schon aufgrund der andersfärbigen Packung - alle plötzlich aufgetreten Erscheinungen aals Nebenwirkungen angelastet werden.
      Was die Praxis Ihres Mannes betrifft, so haben Sie noch die Funktion einer "Haus"apotheke abzudecken, da ist man sicher mit weiteren Problemen unseres Gesundheitssystems konfrontiert.
      Wenn der von mir vorgeschlagene Selbstbehalt (ich spreche da nicht von den € 5,15 pro Packung, wo ohnehin einige Leute sind) eingeführt wird und der konsultierte Arzt auch den Mut hat, ein nicht kassenfreies Medikament zur Genesung anzubieten, dann wird der Patient es auch kaufen. Die Mentalität, dass in Österreich auch die eigene Gesundheit fast umsonst ist, sollte der Vergangenheit angehören. Dazu ist aber noch einige Aufklärungsarbeit erforderlich.

    • Observer

      Zwei Korrekturen:
      1. es soll in der Mitte lauten .... günstigeres und gleichwertiges(was den Wirkstoff betrifft) Medikament ...
      2. ... plötzlich aufgetretenen negativen Erscheinungen ...

    • Brigitte Imb

      @ Observer,

      jaja, ist mir bekannt - die "Menschenliebe" der Pharmaind., nur ist es so, dass in jedem Arztbrief geschrieben steht, dass der beh. HA womöglich
      ein 'gleichwertiges' Med. verschreibt. Bis auf einige Ausnahmen funktioniert das auch ganz gut, aber nur wenn die Pat. Vertrauen haben.
      Nun ist es auch so gelagert, dass sehr viele 'herkömmliche' Med. bereits mit der Rezeptgebühr abgedeckt sind und die Krankenkasse gar nicht belasten, nur den Pat., und der Lüge mit den billigen Generika gehen auch sehr viele auf den Leim. Sobald nämlich diePatentzeit ausgelaufen ist, kosten Generika u. das Originalpräparat ca. gleich viel - also alles Augenauswischerei und gut zu verstehen, dass viele Ärzte deshalb beim Originalpräparat bleiben. Es handelt sich oftmals wirklich nur um Cent Beträge Unterschied und eine Umstellung birgt neben der mangelnden Compliance der Pat. auch eine gewisse Unsicherheit in der Therapie.
      Die Kontrolle dch. die Krankenkassen ist ohnehin beinahe lückenlos und macht die Ärzte auf potentielle Sparmaßnahmen aufmerksam. D.h. keine überteuerte Verschreibung, sonst wird der Arzt zum "amikalen" Gespräch geladen......

    • durga

      @Observer

      Einem Selbstbehalt kann ich nur voll und ganz beipflichten. Dies würde zum einen zur Reduktion der Gesundheitsausgaben führen - allein eine 10 % Reduktion der Medikamenten-Kosten schlüge bei uns bereits mit mehr als 300 mio € zu Buche - und zum anderen die Gesundheit der Patienten fördern. Polymedikation, d.h. eine gleichzeitige Anwendung von (auch mehr als 10) unterschiedlichen Arzneimitteln, ist ja weitverbreitet (vor allem in Spitälern, geriatrischen Verwahrungsanstalten) und führt in vielen Fällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen.

      @Turm

      Zu altbekannten/erprobten Medikamenten - wenn nach
      Patentablauf der aktive Wirkstoff eines Arzneimittels (Acetylsalicylsäure in Aspirin) als Generikum auf den Markt gebracht werden soll, so enthält dieses neue Arzneimittel ja auch noch andere Hilfsstoffe, die die Freisetzung des Wirkstoffs, seine Aufnahme in den Organismus, seine dort erzielten Spiegel und damit seine Wirksamkeit beeinflußen können. Für die Zulassung eines Generikums ist daher der Nachweis der "Bioäquivalenz" mit dem ursprünglichen Medikament Voraussetzung (im allgemeinen keine besonders aufwendigen Studien erforderlich).

    • Observer

      Brigitte Imb:
      danke für Ihre neuerliche Replik. Nun hab euch schon zu viel in Ihr "tägliches Geschäft" eingegriffen und will es damit bleiben lassen.

      Weil Sie heute das Hustenpräparat Paracodin erwähnt haben, ist mir der frühere Hersteller EBEWE in OÖ eingefallen. Vor einigen Jahren wurde das Unternehmen vom Schweizer Konzern Novartis übernommen, aber der Tochter Sandoz in Kundl unterstellt. Da werden nun ebenfalls auch Generika (Nachbau der eigenen nun patentfreien Artikel) mit der Begründung produziert: von dem "Kopiergeschäft" wollen wir doch auch einen Teil des Kuchens haben, wobei aber auch das früher geschütze Originalprodukt weiterhin (zu alten Preisen) angeboten wird.
      Auch bei diesem Pharmariesen gilt: Too big to fail.

    • Observer

      durga:
      Ein Nachbauprodukt (Generikum) ist - wie Sie richtig erwähnen - nie die genaue Rezeptur des ursprünglich patentierten Mittels. Da werden manche Nebenstoffe und vor allem die Galenik verändert, sonst würden diese Mittel keine Zulassung und vor allem nicht die oft gewünschte "Kassenfreiheit" bekommen.

    • Brigitte Imb

      Observer,

      Paracodin gtt kosten im AVP(!, Apothekenverkaufspreis) 4,4€, und Lieferengpässe können in diesem Fall gut mit magistralen Rezepturen behoben werden, denn den Wirkstoff "Codein" halten Großhändler vorrätig.

      Fast alle Pharmariesen haben ihre eigenen Generikafirmen, aber Sie sind ohnehin bestens informiert.

      Schönen Tag!

    • simplicissimus

      ach, herr maierhofer, da gibt es soviele entwicklungsländer, die gar nicht kommunistisch sein müssen, um keinen wie immer gearteten luxus für verschwendung über zu haben!

    • Johann Scheiber
  28. Wertkonservativer

    Dass der völlig überzogene Hyper-Verwaltungsaufwand in den verschiedenen Körperschaften und Einrichtungen der Länder, des Staates, der Kammern bis hin zu den NGOs, einen ganz wesentlichen Teil der Staatsschulden-Problematik ausmacht, kann wohl kaum bestritten werden.

    Überall dort, wo die einfachsten Wirtschafts-Grundsätze durch staatliche Eingriffe oder Duldungen außer Kurs gesetzt werden, wuchern meist parteilich geförderte Postenbesetzungen mit Parteigünstlingen zum Zwecke positiver Einflussnahme im Sinne der "fördernden" Institutionen.

    Das ist in anderen vergleichbaren Ländern nicht viel anders, bei uns jedoch ganz besonders ausgeprägt!

    Der unseligen Verwaltungds-Hydra den Kopf abzuschlagen, das wäre die Aufgabe für ein Titanen-Konsortium!

    In diesem Zusammenhang an unsere Regierung zu denken, ist nachtmahrerischer Irrwitz! Die sind harm- und zahnloser als Hundertjährige knapp vor dem seligen Ableben!
    Und unsere Oppositions-Kasperln? Die sind allesamt um nichts besser als die derzeit Regierenden! Eher noch schwächer, da sie selbst im an sich dankbaren Oppositions-Stadium kaum punkten oder mit zukunftssicheren Argumenten aufwarten.
    Schaut Euch nur den orangen Bucher an:
    der hat als Einziger teilweise gute Ansätze! Jetzt manövriert er sich mit seiner immer noch blassblauen Truppe schön langsam ins argumentative Abseits!

    Also nochmals: Titanen gesucht, bisher allerdings keine gefrunden!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Wertkonservativer

      zum letzten Satz:
      ...keine gefunden!
      Danke für die postwendende Aufmerksamkeit!

  29. Anton Volpini

    Um die Gesundheitskosten in den Griff zu kriegen, haben die Sozialisten einen ganz anderen Ansatz als wir uns denken könnten.
    Natürlich haben sie von Kuba einiges gelernt, vor allem wie durch Reduktion der Bevölkerung Kosten gespart werden können. Haben sie daher nicht in Wien eine Büste von Ché Guevara aufgestellt?



    • Cotopaxi

      Gerüchten zufolge soll diese Büste demnächst zum Weltkulturerbe erklärt werden.

    • Anton Volpini

      Cotopaxi, glauben Sie wirklich, daß sich die UNESCO das traut? Da hat ja auch Bolivien eine Stimme, und die haben mit diesem Massenmörder kurzen Prozess gemacht.
      Die werden das nachträglich nicht revidieren.
      Kann man der Büste wieder die Nase abschneiden, oder wird sie immer noch auf Steuerzahlerkosten bewacht?

    • Cotopaxi

      @ Anton Volpini

      Wenn ich mich nicht irre, wurde der Massenmörder durch Soldaten einer rechten Militärjunta getötet.
      Die heutige bolivianische Regierung unter Evo Morales ist eher links getönt, was ich jedoch in Anbetracht der Ausbeutung des an Bodenschätzen reichen Landes durch ausländische Konzerne und der Armut der Bevölkerung jedoch für notwendig erachte.
      Über die Büste kann ich keinen Lagebericht abgeben, ich war noch nie an ihrem Aufstellungsort.

    • terbuan

      Anton, Cotopaxi
      Die Büste steht im Donaupark (Wien 21. Bezirk) zwischen dem Donauturm und der Arbeiterstrandbadgasse, unweit der UNO-City.
      Anläßlich einer Radtour zur Alten Donau habe ich sie vergangenes Jahr zufällig entdeckt, sieht grauenhaft aus!

    • contra

      @Anton Volpini

      Einspruch, denn die Bevölkerung wächst und es drängen jede Menge Asylwerber und Migranten samt Familienmitglieder in unser Gesundheitssystem (heute wieder persönlich gesehen bei der WGKK am Wienerberg!), daher steigen die Kosten sogar, nur die autochtone Bevölkerung wird weniger.
      Das ist vermutlich im Sinne des Erfinders.

    • Anton Volpini

      Ja contra, ich vergaß zu erwähnen, daß die indigene Bevölkerung gemeint ist. :-)

    • simplicissimus

      comandante che te amamos para siempre!
      no te olvidaremos nunca!

      wie gut für fidel, dass che nur mehr als ikone existiert.
      und im donaupark.

  30. Observer

    Zum aktuellen österreichischen Gesundheitssystem:
    Sozialversicherungen, Spitalserhalter, Ärztekammer, Bundesländer - alle wissen, dass die derzeitige Art des Gesundheitssystems völlig unbefriedigend und unwirtschaftlich ist. Trotzdem: man kann sich nicht auf eine Verbesserung einigen, denn jeder will seine derzeitigen Vorteile bzw. die Macht beibehalten und die Patienten bleiben weiterhin auf der Strecke.
    Aber auch die Patienten sind gefordert und die Vollkaskomentalität gehört abgeschafft. D.h. ein Selbstbehalt mit ganz wenigen Ausnahmen muss her. Wenn dieser erste Schritt getan wird und zwischen den Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern mehr Wettbewerb entsteht, dann gibt es ziemlich schnell Einsparungen durch Zusammenlegungen von Sozialversicherungen, Kliniken, die Schaffung von Gemeinschaftspraxen usw.



    • Schani

      Bitte hupfen'S mir das vor, wie man mit vorgeschrieben Kassentarifen,das heißt zu Sozialtarifen für Alle (vom Manager bis zum Sozialhifeempfänger), Wettbewerb betreiben soll!

    • Brigitte Imb

      @ Observer,

      der NÖÄK Präsident hat den Politikern ein Distributionsprojekt vorgelegt, welches wirklich viele Mios sparen würde, das haben die nicht einmal zur Kenntnis genommen und wirklich gesagt, dass unter diesem Präsidenten, der anscheinend die falsche Parteinähe hat, sowieso nicht geschehen wird.
      Die Politiker haben KEIN Interesse an Einsparungen, es dreht sich alles um ihre Pfründe und da mischen natürlich noch viele andere ordentlich mit - auch die Apotheker, die, wie ich auch aus sicherer Quelle weiß und sogar der Hr. Sobotka geäußert hat, "halbe Wahlkämpfe" sponsern.

    • Observer

      Schani + Brigitte Imb:
      es gibt einen Unterschied zwischen Pflichtversicherung und Versicherungspflicht. Wenn wir diese freie Wahl hätten, dann wäre dies schon ein Stück Richtung Wettbewerb. Und auch der Selbstbehalt würde dazu beitragen, dass die Versicherten mit mehr Eigeninitiative an ihrer Gesundheit interessiert sind und daran aktiv mitarbeiten. Die Leistungen der Ärzte und Krankenhäuser sollten so ordentlich bezahlt werden, wie auch andere ähnlich qualifizierte Dienstleistungen (Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Architekten usw.) vergütet werden. Natürlich gibt es einen Unterschied zu einem Handwerker, da ja der Arzt aufgrund seiner Ausbildung erst viel später in das Erwerbsleben treten kann.
      Was die Initiativen des NÖÄK Präsidenten Reisner betrifft, so weiss er ganz genau, dass in Österreich bestehende Systeme nur in den seltensten Fällen geändert werden können, denn niemand will es "sich verschlechtern". Ich glaube gar nicht, dass dies direkt mit der "falschen farblichen Gesinnung" zusammenhängt.
      Die Apotheker wiederum haben eine sehr starke Lobby (und verwenden dafür viel Geld), um deren Standpunkte in der Gesetzgebung durchzusetzen (siehe "geplanter Tod der Hausapotheken"). Es ist aber ohnedies nur mehr eine Frage der Zeit, bis da mehr Wettbewerb und niedrigere Apothekerspannen kommen. Ob sich bei Wegfall der Hausapotheken noch genügend Praktiker für "das Land" finden werden, ist abzuwarten. Vielleicht mit Ärzten aus dem Ausland? (Deutsche Mediziner gehen nach England und Schweiz, Rumänen nach Deutschland, Russen nach Rumänien - alle aber vorwiegend nur in die Krankenhäuser).

    • Brigitte Imb

      @ Observer,

      ich bin völlig Ihrer Meinung . ***

      Die Praktiker sind den Politikern ohnehin ein Dorn im Auge, die wollen sie wegrationalisieren. Für die Landbevölkerung wird das tiefe Einschnitte und Verschlechterungen bringen, aber die werden erst reagieren wenn der Käse gegessen ist, oder mehr zahlen, nämlich dann beim Arzt, weil die Kassenverträge gekündigt sind, bzw. die Kassen bankrott sind. S. GR, Med. nur gegen BARZAHLUNG! (Übrigens, darin läge der fette "Spargroschen", denn JEDER würde dann einen sorgfältigeren Umgang mit Med. führen.)

    • Leopold Koller (kein Partner)

      Krankenkassen zusperren. Gesundheitseinrichtungen privatisieren. Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung.

  31. brechstange

    Dringender Rat: Werden Sie niemals an Silvester oder an Feiertagen krank und schon gar kein Notfall!

    In einem Bezirksspital kam der Arzt erst um 17:00 Uhr auf die Station komplett ausgelaugt, nach einem Tag in einer voll gefüllten Ambulanz. Er war der einzige anwesende Arzt.

    Woher eigentlich kommen dann die horrenden Kosten?
    Am tätigen Personal kann es nicht liegen, denn hier wird bereits ordentlich gespart. Man spart an den Ruderern und nicht an den Kapitänen. Fluten von Qualitäts-, Innovations- und sonstigen Krisenmanagern müssen ja schließlich versorgt werden. Zusätzlich belasten immer höhere Finanzierungskosten jegliche Insitution. Somit fließt das Geld zunehmend in Bürokratie, Banken und Investorengesellschaften. Die Schuldenpolitik führte uns in eine extreme Abhängigkeit.

    Was wir brauchen sind Tätige, Anpackende und nicht Beschäftigte und daher wird kein Weg daran vorbeiführen die Bürokratie zu verschlanken, die Eigenverantwortlichkeit zu stärken und letztendlich die Schulden zu reduzieren um wieder Freiräume für die notwendigen Tätigen zu bekommen.



    • simplicissimus

      brechstange: genau das ist die situation in vielen spitälern.

    • Frusti

      @brechstange
      Dass wir von Ihren frommen Wünschen weit entfernt sind, zeigt der geplante Neubau einiger fast nebeneinander liegender Spitäler.

    • terbuan

      brechstange
      Ich kann Deinen Rat sehr gut nachvollziehen!
      Eine Woche vor Ostern 2005 hatte ich einen Bandscheibenvorfall und konnte mich nicht mehr bewegen. Die Rettung brachte mich von Altaussee ins LKH Bad Ischl.
      Dort war die Neurologie in der Osterwoche geschlossen und man hat mich eine Woche mit Voltaren "durchgefüttert"!

    • Wertkonservativer

      Liebe brechstange,

      Sie gehen in Ihren anspruchsvollen Beiträgen immer vom erhofften und erwünschten Idealzustand in den jeweils diskutierten Unzukömmlichkeits-Bereichen aus.
      Da die von Ihnen angeforderten positiv denkenden und handelnden Zeitgenossen (von denen hier im Forum ja viele anzutreffen sind) in der Gesamtheit unserer Bevölkerung jedoch eine kleine Minderheit darstellen, sind Ihre Wunschvorstellungen zwar vollkommen legitim, in der harten Realität aus erwähntem Grunde jedoch kaum erwartbar.
      Die Nutzniesser werden immer mehr, die von Ihnen hervorgehobenen positiv Tätigen immer weniger.
      Ich bin hier als Optimist abgestempelt, doch da bin ich - leider -eher pessimistisch!

      Unsere Hoffnungen und Wünsche sind - wie gesagt - legitim, und wären dringend zu befördern und von weiteren Bevölkerungskreisen zu unterstützen!
      Doch was nützt alles, wenn die Gesellschaft (vor allem auch die große Mehrheit unserer Jungen), und die Politik beim dringend notwendigen Gesundungsprozess nicht mitspielen?
      Was soll da schon viel Positives herauskommen?

      Liebe Grüße

      Gerhard Michler

    • brechstange

      Herr Michler,
      wir sollten versuchen die Psychologie der Massen positiv zu lenken. Wahrlich eine schwierige und mühsame Arbeit, doch es wird sich lohnen, den Menschen zu zeigen, dass sie eigenverantwortlich mehr Einfluss haben, als ihnen von manchen Interessensträger weisgemacht wird. Unser Echo ist ein Beginn, ein Tropfen am heißen Stein, aber trotzdem ein Spaß wie Helmut Graser es immer so nett formuliert.

    • brechstange

      @frusti

      Aus den frommen Wünschen kann eben nur Wirklichkeit werden, wenn wir es schaffen könnten, die Menschen aus den Hockern zu locken.

    • Anton Volpini

      Tschuldigung brechstange, ich weiß nicht, warum mein eher geistig bescheidener Beitrag um 22.23 Uhr vor Ihrem fundierten Beitrag liegt. Ich hoffe, daß nachlesende Partner das in die richtige Ordnung bringen!

  32. simplicissimus

    machen junge ärzte nicht auch immer noch nachtdienstschichten, die arbeitszeitmässig jedem arbeitnehmerschutz spotten? und ist nicht die politische macht in den spitälern nicht fest in der hand der schwestern? und wären in den spitälern wie in den verwaltungsbehörden nicht massive einsparungen ohne beeinträchtigung der behandlungsqualität möglich? aber das ist stoff für insider.

    wenden wir uns cuba zu, welches ich mir vor ca. 9 jahren erlaubte zu besuchen und mit nachbarländern zu vergleichen: das unverfrorenste beispiel ideologischer propagandistischer lügen, die von (offenbaren) altstalinisten weltweit immer noch (!) bejubelt werden. leuten in der nomenklatura und im tourismusgeschäft geht es noch halbwegs erträglich, der rest, vor allem im landesinneren hungert und rauft ums tägliche überleben. das land, das so stolz die ausbeuterische kapitalistische prostitution abgeschafft hat, hat heute eine der billigsten inoffiziellen prostitutionen der welt. ein armenhaus im vergleich zur benachbarten dominikanischen republik.

    und um weitere ammenmärchen zu pflegen, haben nun die ratingagenturen ausreichend anlass gegeben: sie werden die schuldigen der weiteren finanzkrisen sein. echte sanierungsmassnahmen sind ja viel zu hart und unzumutbar für unsere vom wohlstandsselbstbedienungsmarkt verwöhnten politikerInnen.
    so wie h.c. strache natürlich einmal am grokonellisch-sozialistischen schuldenberg schuld sein wird, kommt dieser doch eindeutig von schüssels blauschwarzer regierungszeit. das ist heute bereits in den propagandaabteilungen festgeschrieben.



  33. Haider

    Ich war in den 90ern in Kuba, im Land der von allen Linken weltweit hochgepriesenen Gesundheitsversorgung. Ich besuchte in Havanna ein ganz normales Spital ums Eck. Also, zum Nägelschneiden hätte ich mich dorthin freiwillig nie begeben!



  34. libertus

    Also mir wurde von unserer Regierung als mündigen Staatsbürger der Verlust des Triple-A-Ratings ganz anders erklärt:
    Ursache sind einzig und alleine große Außenstände in den Pleitestaaten Ungarn und Italien - was ganz einfach heißt, die Anderen sind natürlich schuld.
    Und man muß nur mehr Geld in die Bildung stecken (= Gesamtschule, etc.) und schon kehrt das beste Rating zurück.

    Die Widersprüchlichkeit der beiden Argumente wurde gar nicht erst aufgegriffen und werden daher sicher zu den nächsten Wahlslogans zählen.
    Wenn sich dann in der Staatsführung nichts ändert, sehe ich kaum eine Zukunft für unser Land.

    Kuba ist doch gerade wegen seines niedrigen Lebensstandards eines der Lieblingsurlaubsländer unserer Sparbremse = ÖGB.
    Da wird man doch ein bißchen die Werbetrommel rühren dürfen und hoffen, daß sich lange nichts ändert!



    • simplicissimus

      selbstverständlich sind nur die teilweise seit kurzem gelenkten länder mit rechten regierungen an der pleite schuld. was anderes könnte einem ja auch niemals einfallen.

  35. Haider

    ad capt. II.:
    Als wir noch das AAA-Rating hatten, mußten wir für unsere Staatsanleihen ca 3,5 % Zinsen zahlen (Deutschland die Hälfte!). Die wahre Wertung Österreichs durch den Kapitalmarkt war also schon vor dem Downgrading durch S&P schon längst gegeben. Nur unsere Regierungspolitiker belogen uns bis dahin mit falschen Zitierungen.
    Wir erhalten am Girokonto bestenfalls 0,1 %. Sollte jemand auf die dumme Idee kommen, sein Sparbuch aufzulösen, so zahlt er nochmals Stornierungskosten, die in einem normalen privatwirtschaftlichen Unternehmen als schamlose Abzocke bezeichnet würden.
    Ich höre noch das Regierungsgewäsch: "Jeder Euro nach Griechenland trägt Zinsen." Es fragt sich nur für wen? Geld verschwindet nicht einfach so, es hat nur immer ein anderer!



  36. Haider

    Zum 1. Kapitel: Der Arzt am Computer
    Manchmal wäre es vielleicht doch zweckmäßig, wenn ein Arzt noch einmal nachfragt, ehe er das falsche Bein amputiert.
    Aber zugegeben: Daß 5 Institutionen nach dem 2. Vornamen oder der Blutgruppe, der Adresse des Zweitwohnsitzes oder der e-mail-Adresse fragen: All dies ist völlig unnötig, kostet Zeit, hat einen Informationswert Null und trägt zur Gesundung absolut 0,0 % bei. Unnötige Röntgenaufnahmen, dreifache Laboranalysen etc. müßten sich doch im Zeitalter der elektronischen Datenverarbeitung einfacher handeln lassen!







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