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Irak: Wenn man ein Problem mit Gewalt löst…

Die USA haben ihren militärischen Abzug aus dem Irak beendet. Damit endet auch eine der peinlichsten Epochen der jüngeren amerikanischen Politik. Denn in der selben Zeit ist aus dem obersten Weltpolizisten – auch dieses Krieges wegen – ein Land geworden, das mehr Schulden hat als jedes andere. Das keinen inneren Konsens über einen Sanierungskurs findet. Das in der Welt signifikant weniger Einfluss hat, während neue Mächte wie vor allem China immer bestimmender auftreten.

Der Irak-Krieg war nicht nur ein ökonomisches, sondern auch ein moralisches und intellektuelles Debakel. Moralisch tief enttäuschend für alle einstigen Freunde Amerikas waren vor allem die offenkundig gewordenen Folterungen durch jene Nation, die immer so stark ihre Wertorientierung betont. Ebenso enttäuschend waren die Manipulationen, mit denen die US-Regierung vor dem Krieg unzureichende Indizien zu einem unwiderleglichen Beleg für die atomare Rüstung des Iraks hochgejubelt hat.

Dennoch darf man den Charakter des Regimes von Saddam Hussein nicht vergessen. Er war im Inneren ein brutaler Diktator. Das sind freilich auch Dutzende anderer Präsidenten, ohne dass ein solcher Feldzug gegen sie geführt würde.

Viel gravierender für eine Bewertung der Legitimität einer Invasion ist jedoch Saddam Husseins Verhalten nach außen. Der irakische Machthaber war der einzige, der im letzten halben Jahrhundert mehrere echte Eroberungskriege begonnen und geführt hat. Diese haben viel mehr Tote als die amerikanische Invasion insgesamt gekostet. Und fast noch schlimmer: Er war der einzige Feldherr seit dem ersten Weltkrieg, der in großem Maßstab auch tödliches Giftgas eingesetzt hat.

Soweit die nicht ganz eindeutige moralische Bilanz.

In der intellektuell-strategischen Analyse findet sich – ganz abgesehen von den gigantischen Kosten – aber praktisch überhaupt kein Positivum mehr. Zwar haben die Amerikaner binnen weniger Wochen die irakische Armee vernichtet. Aber für den Tag danach waren sie völlig planlos. Si geris bellum, para pacem, würden die alten Lateiner sagen.

Die Amerikaner haben vor allem den schweren Fehler begangen, die gesamte Behörden- und Exekutiv-Struktur des Iraks auszuschalten, ohne einen Ersatz parat zu haben. Deshalb versank das Land in tiefem Chaos, aus dem es sich bis heute nur teilweise erholt hat.

In diesem Chaos entbrannte ein übler Bürgerkrieg mit vielen Parteien und unklaren Fronten. Die Kämpfe zwischen und unter Sunniten, Schiiten, Kurden, diversen Stämmen, Al-Kaida-Bombern, den im Untergrund agierenden Resten der Saddam-Armee beziehungsweise -Geheimdienste sowie etlichen anderen zum Teil vom Ausland gesteuerten Gruppen forderten weit mehr Tote als die eigentliche Invasion. Fast täglich gab es mehrere Bombenanschläge mit Dutzenden Toten. Die Amerikaner und ihre Verbünden brauchten Jahre, bis sie eine auch nur halbwegs brauchbare Strategie dagegen entwickelt haben. Und nun ziehen sie ab, ohne dass sie ein wirklich befriedetes Land hinterlassen.

Das größte Opfer dieses Chaos waren und sind die Christen, die dort seit fast 2000 Jahren alle Herrscher überdauert hatten. Sie waren unter Saddam schlecht, aber nicht schlechter als alle anderen behandelt worden. Von ihnen ist seit seinem Sturz mindestens die Hälfte ermordet oder vertrieben worden. Ohne dass das viele Schlagzeilen gemacht hätte. Denn viele amtschristliche Gutmenschen in Europa führten in dieser Zeit lieber blauäugigen Dialog mit den Muslimen.

Die Amerikaner haben auch ihren einzigen Verbündeten, den Kurden im Norden des Irak, nicht die ersehnte Unabhängigkeit gebracht. Daher wird mit großer Wahrscheinlichkeit das kurdische Problem bald wieder gefährlich eskalieren.

Gleichzeitig hat die amerikanische Strategie offenbar übersehen, dass langfristig die Eliminierung der Saddam-Diktatur nur einem Land hilft: dem Iran. Der freut sich, dass sein mehrfacher Kriegsgegner und Aggressor ausgeschaltet ist. Zwischen der iranischen Führung und den Amerikanern kam es aber dennoch zu keiner Annäherung. Ganz im Gegenteil: Heute stehen sich Teheran und Washington feindlicher gegenüber als vor zwei Jahren.

Auch sonst haben sich die USA in der Region weitgehend isoliert – wenn auch aus zum Teil sehr unterschiedlichen Gründen. Lediglich Saudi-Arabien und ein paar Golfscheichs zählen noch zu ihren Verbündeten. Das Verhältnis zur Türkei ist seit der Machtübernahme durch die dortigen Islamisten von Jahr zu Jahr schlechter geworden. Und der arabische Frühling stärkt nur den politischen Islam, aber sicher nicht die Rolle der Amerikaner. In Ägypten und Tunesien verloren diese sogar zwei ihrer engsten Verbündeten.

Und zu schlechter letzt sind auch die Beziehungen zu Israel heute so gespannt wie noch nie.

Wer die Welt – und die Legitimation zur Kriegsführung – heute nicht anders sieht als vor dem Irak-Krieg, der ist nicht willens, aus der Geschichte zu lernen. Seltener hat sich eine Regel so dramatisch bestätigt: Wenn man ein Problem mit Gewalt löst, schafft man oft ein Dutzend neuer Probleme.

PS.: Ein bezeichnender Zufall für den Niedergang des amerikanischen Einflusses: am gleichen Wochenende, da die Amerikaner ihren Irak-Abzug abgeschlossen haben, ist mit Vaclav Havel in Tschechien ihr wohl begeistertster mitteleuropäischer Verbündeter gestorben.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2011 21:27

    Der Westen als Solches sollte zur Abwechslung versuchen sich zurück zu halten und darauf verzichten, in arabischen, asiatischen, afrikanischen etc. Staaten seine Finger in die Paté zu stecken, via kriegerischem Eingreifen oder via Entwicklungshilfe (+ähnlichen nebulosen Begründungen). Jedem mit Hilfe des Westens gestürzten vermeintlichen oder wirklichen Diktator folgt weitaus Schlimmeres - nicht nur für die Menschen des jeweiligen "befreiten" Staates. Über kurz oder lang findet sich dann auch der Westen tiefer in der Bredouille als zuvor - zumindest ist verlässlich mit dem Hass und dem Gegenteil von Dank eben dieser Menschen zu rechnen (und vielleicht wäre es endlich an der Zeit, dass sowohl Amerika wie auch Europa verinnerlichen, dass die Befreiungs-Situation nach dem 2. Weltkrieg nicht zu vergleichen ist mit dem, was in oben genannten Gebieten vor sich geht - nicht zuletzt eben wegen der völlig anderen Einstellung der Menschen).
    Was also dann? Man kann mich hier und jetzt unmoralisch und feige schimpfen, aber ein pragmatisches "Abkommen" wie es Europa in den letzten Jahren z.B. mit Gaddafi hatte, hat m.E. allen Beteiligten immer noch den Weg des geringsten Schadens geboten. Jedem ist wohl klar, welche unglaublichen Summen von uns in Richtung der oben genannten Weltregionen fließen - und wenn das schon sein muss, dann vielleicht lieber doch auch zu unserem Nutzen.
    Und: nein, das ist nicht der Weg, auf dem ich Probleme in meinem beruflichen und privaten Umfeld bereinige - aber ein gerader Rücken und der Begriff der Ehre wie auch jede Form von Idealismus haben bekanntlich in der Politik noch nie einen Stellenwert über Null gehabt.
    Was mich zu Vaclav Havel führt – der für seine aufrechte Haltung Jahre im Gefängnis verbracht hat, immer wieder für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde; bekommen haben ihn dann Leute wie Arafat oder Al Gore........
    Und zur Haltung der Christlichen Amtskirchen hier im satten Europa, wenn es darum ginge, sich für die Christen in den islamischen Ländern einzusetzen: Schande, 3mal Schande über ihre Proponenten und political correcten Mitläufer!

  2. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2011 17:01

    Wenn die 'bisherige Politik der USA von Werthaltigkeit geprägt war' dann muß ich in meiner Wahrnehmung offenkundig blind sein. Es sei denn, die Werthaltigkeit des US Dollar war damit gemeint.

    Commander Perry fuhr in die Bucht von Tokio - er kam ungebeten und erzwang mit der Gewaltandrohung der Geschützbatterien seines Linienschiffes die Öffnung Japans gegen dessen erklärten Wunsch - gewiß werthaltig. Ein gewalttäger Überfall und nationale Schande für Japan, an die sich in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 niemand erinnern mochte. Um sich in den Besitz von Kuba und den Phillipinen zu setzen explodierte ein (vorzugsweise veraltetes) US Panzerschiff an einer 'spanischen Mine' - flugs war der Weg frei zur gewaltsamen Eroberung Kubas und der Phillipinen, ein anderer Roosevelt freilich, als der spätere hatte diesen als Zeitungskrieg in die Geschichte eingegangenen Raubzug eingefädelt. Gewiss, auch Zuckerrohr und geostrategische Positionen, Zinn, Kautschuk und Öl im Ostpazifik sind werthaltig. Rechtzeitig versank auch die Lusitania - nachweislich mit Konterbande an Bord (was praktisch noch immer in Geschichtsbüchern unerwähnt bleibt) und mit rasch noch an die armen irischen Zuwanderer kurz vor der Abfahrt verkauften Billigtickets - besonders werthaltig, denn mittels eines Kriegsgrundes gegen die Mittelmächte wurden die faul werdenden Kredite für die Waffenlieferungen an England, Frankreich und Russland gerettet - und die Trauer der armen irischen Familien in Wut auf Deutschland transformiert - daß hinterhältig ein friedliebendes amerikanisches Passagierschiff torpedierte. Als Wilsons 14 Punkte gelten sollten, machten sich die Vereingten Staaten und ihre Vertreter aus dem Staub - waren aber bereit den Landraub der Tschechen und Polen, der Italiener usw an deutschem Boden zu garantieren. Die blöden Deutschen waren hereingefallen und nach ihrer Entwaffnung amerikanischer Werthaltigkeit ausgeliefert. Als die Araber in Damaskus nach einem Volksaufstand gegen die gewaltsam eingerückte französische Mandatsmacht mehr als 1.000 Tote Zivilisten hatten und vermeinten, durch die Werthaltigkeit amerikanischer Gerichte gegen den ungerufenen Besatzer auf zivilisiert Weise ihre Rechte einzuklagen suchten, erfuhren Sie von eben diesen, daß sie keine hatten. Denn die double-standard Lehre die bis in die 60er Jahre in den Staaten galt und erst durch Kennedy abgeschafft wurde, erkannte die Araber als 'semi-zivilized people', womit ihnen nur eine 'light' - Version des Völkerrechtes zustand. Und während die Amerikaner in ihrem kolonialen Gürtel mit größter Selbstverständlichkeit lokale Aufstände durch Bombenterror gegen das Zivil niederschlugen (Guatemala et al.) war in den dreißiger Jahren ausgemacht, daß es der deutsche Luftangriff auf die Waffenfabriken und baskischen Bataillone in Guernica war, der den Luftterror erfunden hatte. DAs verbreiten die mit kommunistischen Propagandathesen angefüllten Lehrmittel auch österreichischer Schulen bis heute. Amerikanische Luftstrategen waren zur selben Zeit dabei, schwere Großbomber zu entwickeln, die ihren Einsatz über Flächenzielen entfalten sollten. Eine werthaltige Entscheidung, gewiß, denn sie half den strategischen Luftkrieg zu entscheiden - das unpassende Völkerrecht von Haag wurde in Nürnberg den neuen Methoden - werthaltig - angepasst. Amerikanische Presse fand heraus, daß die größte Bedrohung für Demokratie, Frieden und Menschenrechte nicht von Josef Stalin ausging, der schon 1932 millionenfach gemordet hatte - nein, sie halfen dem kommunistischen Gewaltverbrecher Stalin seit 1930 zur Schwerindustrialisierung der Sowjetunion und Aufrüstung einer zig millionfach starken Roten Armee, als es in Deutschland noch demokratische Regierungen gab, deren Vertreter freilich ungehört um außenpolitische Erfolge mit gewaltlosen Mitteln rangen, als ein anderer schon seine - wohl erst künftige - Gewaltpolitik verkündete.
    Die Sowjetunion schließlich erhielt Waffen, Munition, Rüstungs- und Industriegüter aus den Vereinigten Staaten, als sie längst ihre - gewaltsam um 800 km nach Westen ausgedehnten Vorkriegsgrenzen Richtung Elbe überschritt.
    Bestimmt werthaltig, die Besatzungskosten ließen sich so billiger gestalten. Die Beschlüsse von Potsdam schließlich, die zur gewaltsamen Austreibung von 17 Millionen Deutschen aus ihre 600 jährigen, teils 800 jährigen Heimat führte, der Genozid an drei Millionen Deutschen im Osten - Vertreibung und Genozid an Millionen Osteuropäern - alles Ergebnisse werthaltiger amerikanischer Politik, die in Jalta und Potsdam ihre Zustimmung dazu abgaben - immerhin damals noch im Monopolbesitz von Nukleawaffen. Nun, nach diesem sehr kurzen und noch keineswegs hinlänglich repräsentativen Auszug spare ich mir weitere politisch unkorrekte Ausführungen - wiewohl es an Ereignissen noch keineswegs mangelte, die Beobachtungen hinsichtlich der Werthaltigkeit amerikanischer Politik zu verdichten. Aber gerne lasse ich mich aufklären. Vielleicht sehe ich einfach immer nur das Falsche.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2011 17:57

    Sämtliche Kriege die Amerika im Pseudonamen als Weltpolizist für den Frieden führte, gerieten lediglich zur Schande für die USA und sie lernen nicht dazu!
    Man denke nur an Vietnam, an Afghanistan und den hier angeführten Irak.
    Bei allen das gleiche Verhaltensmuster, egal welcher Präsident an der Spitze steht!!

    Bleibt nur zu hoffen, daß das Land auf Grund der enormen, wirtschaftlichen Probleme in Zukunft endlich zu echten friedlichen Lösungen gezwungen wird.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2011 00:05

    Fällt einem der Mitposter eine US-Kriegsintervention der letzten Jahrzehnte ein, die irgendeinen Beitrag zur Verbesserung der Menschenrechte, zur Sicherung des sog. Weltfriedens, zur Hebung der Bürgerrechte gebracht hätte. Das einzige Ereignis, das man hier nennen könnte - nämlich die Deutsche Wiedervereinigung - geschah sicher n i c h t auf US-Wunsch.
    Im Konkreten: Unter Hussein gab es z.B. einen bekennenden Christen als Außenminister (Azis). Gegen die Abschlachtung der Christen im Irak nach Hussein rührten die USA keinen Finger! Seit Jahrhunderten immer die gleiche Heuchelei, nur jedesmal glauben Gutmenschen ein moralisches Anrecht zu haben, den Unterlegenen niederzutreten.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2011 19:26

    "Und zu schlechter letzt sind auch die Beziehungen zu Israel heute so gespannt wie noch nie." - Also das ließe sich leicht reparieren, wenn die USA endlich den schon lange bestellten Irankrieg führten.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2011 15:11

    ja, heutzutage ist es dank überlegenster waffentechnologie und geldmittel nicht so schwer, kriege zu gewinnen, umso schwerer, wenn nicht unmöglich, ist es, den frieden in völlig fremden und in sich zerstrittenen kulturen zu gewinnen.
    der niedergang der usa ist absehbar und geht parallel mit dem ihrer väter, den europäern. der irak ist nur eine, wenn auch ziemlich unangenehme episode in diesem zusammenhang.
    im fall irak glaube ich, war der grösste fehler, dass bush senior nicht die gelegenheit während des kuwait-krieges genutzt und saddam gestürzt hatte. nur wenige stunden oder tage kaum gestörten vormarsches hätte es bedurft und die moralische legitimität wäre gegeben gewesen. auch keine notwendigkeit des langen verbleibens amerikanischer truppen, eventuell hätten die arabischen nachbarn sich mit dem problem der gewinnung des folgenden friedens herumschlagen können.

    die usa sind nichts als der jüngere und stärkere bruder des alternden europas. die meisten gesellschaftszerstörenden kräfte, der haltlose konsum, die opfergruppenmentalität, verschwendungssucht, notwendigkeit zur immigration, dramatische relative (oder schon absolute?) schrumpfung des europäischen bevölkerungsanteils sind auch dort eifrig am werken. europa leidet zusätzlich noch an dem trauma der 2 weltkriege, die am ende nicht nur einige total besiegte sondern praktische alle europäer als verlierer gezeichnet haben. und europa leidet an seiner zersplitterten vielfalt, deren positiven schöpfungskräfte nicht zur gemeinsamen stärkung sondern deren unterschiedlichkeiten leider zur wieder-entfremdung zu führen scheinen.
    so wünschenswert es wäre eine starke, gesellschaftlich und wirtschaftlich gesunde usa westlich, und ein ebenso starkes und gesundes europa östlich des atlantik als ein die zukunft meisterndes brüderpaar zu haben, so traurig ist die realität der vollgefressenen, wohlstandsverwahrlosten, dem konsum ergebenen und total verschuldeten geschwister. die usa hat noch eine auf monetärem viagra beruhende militärische potenz, diese ist den europäern mittlerweile schon weitgehend abhanden gekommen.

    werden die beiden geschwister nach dem zukünftigen crash, bzw nach der zukünftigen steilen talfahrt erneuerungsfähig sein? wenigstens da hat die usa die deutlich besseren chancen als europa.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    5x Ausgezeichneter Kommentar

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Dezember 2011 14:21

    Zu ergänzen wäre noch, dass einer der Angriffskriege Saddam Husseins jener (sechsjährige!) Krieg gegen den Iran war, zu dem er von den USA angestiftet und auch massiv mit Waffen unterstützt wurde. Da war er noch der große Freund und Verbündete der Amerikaner.
    Weiters wäre zu bemerken, dass Vaclav Havel tatsächlich am selben (und nicht am gleichen!) Wochenende verstorben ist, als die Amerikaner den Abzug aus dem Irak abgeschlossen haben. Es ist wohl vergebliche Liebesmüh': Unterberger wird den Unterschied zwichen "demselben" und "dem gleichen" wohl nie lernen und verstehen.


alle Kommentare

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  6. Tertullian (kein Partner)
    20. Dezember 2011 09:00

    mit einem vor aller Welt dreist erlogenem Kriegsgrund beseitigte man einen mißliebig gewordenen ehemaligen Verbündeten
    es ist wahrlich eine gefährliche Drohung, werden einem von "God's own country" die Demokratie und Menschenrechte gebracht...
    wer wird der nächste sein???

  7. Aron Sperber (kein Partner)
    19. Dezember 2011 21:54

    So wie der Vietnamkrieg mögen der Afghanistan- und der Irakkrieg faktische Fehler gewesen sein. Ob dadurch eine Verbesserung der Sicherheitslage erreicht wurde, ist noch nicht gesagt. Vielleicht wäre es möglich gewesen, sich mit dem Saddam Regime wieder zu arrangieren (ähnlich wie spaeter mit Gaddafi).

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/12/15/self-fulfilling-prophecies/

    Verurteilt werden diese Kriege jedoch aus moralischen Gründen, was gerade angesichts der europäischen Geschichte nicht nachvollziehbar ist. Alle von den Westmächten besetzten Länder waren von tyrannischen Diktaturen befreit worden.

    Dass die Errichtung von funktionierenden Demokratien in Europa auch den wirtschaftlichen Interessen der USA entsprach, ändert nichts an der Richtigkeit jener amerikanischen Politik.

    Hätte Bush Erfolg gehabt, hätten sich die angeblichen Gegner von Hitler & co eigentlich freuen müssen, stattdessen wünschten sich fast alle ein Scheitern

    Selbst wurde man von den Amis von Hitler befreit – den Irakern wollte man dies nicht gönnen bzw. zumuten.

    • Sensenmann (kein Partner)
      23. Dezember 2011 10:51

      Sie schreiben von "funktionierenden Demokratien" in Europa, die durch die Amis geschaffen wurden. Haben Sie schon in einer solchen gelebt? DIE würde ich gerne kennenlernen!
      Werden sie aber schwerlich namhaft machen können, denn die einzige derartige wurde nicht von den Amis geschaffen, es ist nämlich die Schweiz.

      Ob die Mehrheit Wert darauf legte, von Hitler befreit zu werden, wage ich zu bezweifeln, hatte ihn doch die Mehrheit keine 7 Jahre zuvor mit Freude gewählt. (Selbst wenn es nicht die 99% Ja-Stimmen für den "Anschluss" waren ist Eines gewiss: Mehr als 50% und eine Stimme waren es allemal. Wer das Gegenteil behauptet, lügt sich in den Sack!).
      Die "Befreiung" ist eine der Lebenslügen dieser Republik. Mag daran glauben, wer es für richtig hält. Ich tue das nicht.
      Befreier pflegen nämlich nicht Städte in Schutt und Asche zu bomben, pflegen nicht Menschen aus ihrer Heimat zu vertreiben und dabei zu hunderttausenden bestialisch zu morden und morden zu lassen! (Ja, das taten auch die lieben Amis! Schauen Sie sich die jüngst aufgetauchten Filme aus der Tschechei an...) Befreier pflegen auch nicht zu plündern, zu rauben und zu vergewaltigen, wie es die rote Soldateska zu tun pflegte.
      Und überhaupt: Um in einer hypertrophen Bestie wie einem Stalin und seinen Bluthunden (Ich empfehle das Studium des "Schwarzbuch des Kommunismus") achtenswerte "Befreier" seines eigenen Volkes zu sehen, muss man schon tief in die Niederungen des Selbsthasses hinabgestiegen sein!
      Natürlich "befreien" Amis immer! Vor allem aber, wenn es sich finanziell lohnt.
      So kennen und so lieben wir sie: Mit erhobenem Sturmgewehr in My Lai oder erhobenem moralischem Zeigefinger in diversen Konferenzen.
      Und überhaupt: Werden da Kulturdenkmäler zerstört, werden die heiligtümer der Völker mit Füßen getreten, krepieren da ganze Völker im dreck und Chaos? natürlich nicht! Es wird immer "befreit", "abgesichert", "demokratisiert".
      Von Russen erwartet man nichts Anderes ("Grattez le Russe et vous trouverez le Tartare") aber die bezeichnen sich auch nicht als moralische Instanz und Hüter und Bewahrer der westlichen Kultur und Zivilisation, aber was die Yankees so widerlich macht, ist ihre Bigotterie und Verlogenheit.
      Die Lektüre von ein wenig Fernau oder Deschner in Bezug auf die USA schadet nicht...

  8. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    19. Dezember 2011 17:06

    Einen Krieg beginnen und nicht wissen, was man mit dem Sieg anfängt, das ist Amerika.

    Gratulation.

  9. Torres (kein Partner)
    19. Dezember 2011 14:21

    Zu ergänzen wäre noch, dass einer der Angriffskriege Saddam Husseins jener (sechsjährige!) Krieg gegen den Iran war, zu dem er von den USA angestiftet und auch massiv mit Waffen unterstützt wurde. Da war er noch der große Freund und Verbündete der Amerikaner.
    Weiters wäre zu bemerken, dass Vaclav Havel tatsächlich am selben (und nicht am gleichen!) Wochenende verstorben ist, als die Amerikaner den Abzug aus dem Irak abgeschlossen haben. Es ist wohl vergebliche Liebesmüh': Unterberger wird den Unterschied zwichen "demselben" und "dem gleichen" wohl nie lernen und verstehen.

  10. Haider
    19. Dezember 2011 00:05

    Fällt einem der Mitposter eine US-Kriegsintervention der letzten Jahrzehnte ein, die irgendeinen Beitrag zur Verbesserung der Menschenrechte, zur Sicherung des sog. Weltfriedens, zur Hebung der Bürgerrechte gebracht hätte. Das einzige Ereignis, das man hier nennen könnte - nämlich die Deutsche Wiedervereinigung - geschah sicher n i c h t auf US-Wunsch.
    Im Konkreten: Unter Hussein gab es z.B. einen bekennenden Christen als Außenminister (Azis). Gegen die Abschlachtung der Christen im Irak nach Hussein rührten die USA keinen Finger! Seit Jahrhunderten immer die gleiche Heuchelei, nur jedesmal glauben Gutmenschen ein moralisches Anrecht zu haben, den Unterlegenen niederzutreten.

    • Haider
      19. Dezember 2011 00:13

      Leider habe ich Helmut Oswald's Beitrag zu spät gelesen. Ich hätte mir mein Posting ersparen können. Er sagte mehr und das auch besser. Meine 3 * gab ich gerne.

    • Undine
      19. Dezember 2011 08:37

      @Haider

      Oh nein, Ihr ausgezeichnetes Posting ist eine willkommene Zusammenfassung all dessen, was Helmut Oswald in seinem Kommentar so anschaulich beschrieb!

  11. Maria Kiel
    18. Dezember 2011 21:27

    Der Westen als Solches sollte zur Abwechslung versuchen sich zurück zu halten und darauf verzichten, in arabischen, asiatischen, afrikanischen etc. Staaten seine Finger in die Paté zu stecken, via kriegerischem Eingreifen oder via Entwicklungshilfe (+ähnlichen nebulosen Begründungen). Jedem mit Hilfe des Westens gestürzten vermeintlichen oder wirklichen Diktator folgt weitaus Schlimmeres - nicht nur für die Menschen des jeweiligen "befreiten" Staates. Über kurz oder lang findet sich dann auch der Westen tiefer in der Bredouille als zuvor - zumindest ist verlässlich mit dem Hass und dem Gegenteil von Dank eben dieser Menschen zu rechnen (und vielleicht wäre es endlich an der Zeit, dass sowohl Amerika wie auch Europa verinnerlichen, dass die Befreiungs-Situation nach dem 2. Weltkrieg nicht zu vergleichen ist mit dem, was in oben genannten Gebieten vor sich geht - nicht zuletzt eben wegen der völlig anderen Einstellung der Menschen).
    Was also dann? Man kann mich hier und jetzt unmoralisch und feige schimpfen, aber ein pragmatisches "Abkommen" wie es Europa in den letzten Jahren z.B. mit Gaddafi hatte, hat m.E. allen Beteiligten immer noch den Weg des geringsten Schadens geboten. Jedem ist wohl klar, welche unglaublichen Summen von uns in Richtung der oben genannten Weltregionen fließen - und wenn das schon sein muss, dann vielleicht lieber doch auch zu unserem Nutzen.
    Und: nein, das ist nicht der Weg, auf dem ich Probleme in meinem beruflichen und privaten Umfeld bereinige - aber ein gerader Rücken und der Begriff der Ehre wie auch jede Form von Idealismus haben bekanntlich in der Politik noch nie einen Stellenwert über Null gehabt.
    Was mich zu Vaclav Havel führt – der für seine aufrechte Haltung Jahre im Gefängnis verbracht hat, immer wieder für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde; bekommen haben ihn dann Leute wie Arafat oder Al Gore........
    Und zur Haltung der Christlichen Amtskirchen hier im satten Europa, wenn es darum ginge, sich für die Christen in den islamischen Ländern einzusetzen: Schande, 3mal Schande über ihre Proponenten und political correcten Mitläufer!

    • Undine
      18. Dezember 2011 22:43

      @Maria Kiel

      *****!

      Bin ganz Ihrer Meinung! Der "Westen", allen voran die USA, erdreistet sich, mit nicht gerechtfertigter Überheblichkeit und Arroganz dort und da "einzugreifen" unter dem (fadenscheinigen) Deckmantel der moralischen Verpflichtung!

      Warum läßt man diese Völker nicht in Ruhe? Noch ist es in keinem dieser von den Amerikanern zwangsbeglückten Ländern besser geworden als zuvor unter dem jeweiligen "Machthaber" bzw "Diktator". Diese Völker "ticken" anders als wir; wer sagt, daß unsere Lebensweise besser zu ihnen paßt als ihre herkömmliche!?
      Wenn die moslemischen Länder die Scharia für richtig halten, na und?

      Was aber mMn wirklich gefährlich ist, ist die Tatsache, daß bei uns in Europa die SCHARIA durch die Hintertür Einzug hält!

      Frau Kiel, Sie schreiben zurecht:

      "Und zur Haltung der Christlichen Amtskirchen hier im satten Europa, wenn es darum ginge, sich für die Christen in den islamischen Ländern einzusetzen: Schande, 3mal Schande über ihre Proponenten und political correcten Mitläufer"

      Dazu fehlen einem einfach die Worte; aber schauen Sie sich die Verantwortlichen an! Was ist da von den Liebkindern des ORF, den Herren Schüller und Landau und Faber und wie sie alle heißen, denn schon groß zu erwarten? Die suchen das Rampenlicht nur, wenn es um "gutmenschliche" Themen geht; aber die Christen, die in moslemischen Ländern um ihren Glauben und ums nackte Leben kämpfen, sind diesen Weicheiern-- Gott sei's geklagt!-- völlig wurscht!

    • Haider
      19. Dezember 2011 00:22

      Was hat sich an der US-Politik seit Beginn des 20. Jahrhundert geändert. Immer die gleichen Lügen. Immer die gleiche Überheblichkeit. Immer der gleiche Feind: Deutschland!

    • Maria Kiel
      19. Dezember 2011 00:35

      Ich betone freilich ausdrücklich, dass mein Beitrag nicht als Amerika-bashing zu verstehen ist - ich spreche von der westlichen Welt insgesamt, und da gehört Europa vollverantwortlich mit dazu!

    • Maria Kiel
      19. Dezember 2011 00:36

      @undine:
      Ihre Anmerkung zur Scharia in Europa kann ich nur vielfach unterstreichen!

    • kaffka (kein Partner)
      19. Dezember 2011 18:41

      Wenn ich nur das Wort BEFREITEN höre, dreht sich mir (aus Erfahrung) der Magen um !

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2011 13:20

      Pragmatische Abkommen mit Terroristen.
      Eine Lösung? Nicht ernsthaft.

  12. machmuss verschiebnix
    18. Dezember 2011 20:12


    Die offiziellen Begründungen für Amerikas Kriegseinsätze sind von den tatsächlichen
    Gründen soweit weg, wie die offizielle Wertorientierung von der geheimdienstlichen.


    Die offizielle Begründung muß dafür gut sein, daß die Öffentlichkeit
    dafür "gewonnen" werden kann und der Kongress wieder "Funds" genehmigt.
    Aber jene, die so einen Krieg - oder besser die dafür genehmigten
    Gelder - zum wirtschaftlichen Überleben brauchen, sind alle jene
    Industrie-Sparten samt Zulieferern, welche an der Produktion von
    Kriegs-Geräten beteiligt sind (military industrial complex).

    Das ist eine veritable Heerschaar !

    Und so makaber das klingt, finanziert wird dabei die Entwicklung
    neuester Militär-Technik und die veralteten Bestände werden im Krieg
    "verheizt". Die Geheimdienste wissen zumeist, welche Weltgegenden
    sich als böser Feind am besten eignen. Voraussetzungen sind: große
    Gosch'n und nichts dahinter, und tunlichst auch keine nennenswerten
    Verbündeten.

    Und ja, so ein Krieg kostet Geld, aber der Unterschied bei den Kosten,
    welche eine Armada verursacht, die in Florida "vor Anker" liegt, und
    einer anderen, die im Golf kreuzt, ist - überspitzt gesagt - um soviel
    größer wie die Telephonrechnung dorthin teurer ist.

    Bei Amerika's Kriegen geht es vorwiegend um die Wirtschaft,
    und solange der Einfluß der US-Wirtschaft groß genug ist, um alle Welt
    in Zaum zu halten, werden sich die Vorwände für diverse Kriegshandlungen
    an der offiziellen Wertorientierung "anlehnen".


    Sau-ungemütlich wird's erst, wenn den Amis wirtschaftlich "die Felle
    davonschwimmen", das könnte blöderweise aber schon recht bald sein.

  13. schreyvogel
    18. Dezember 2011 19:26

    "Und zu schlechter letzt sind auch die Beziehungen zu Israel heute so gespannt wie noch nie." - Also das ließe sich leicht reparieren, wenn die USA endlich den schon lange bestellten Irankrieg führten.

    • Undine
      18. Dezember 2011 20:51

      @schreyvogel

      Wer am 13.12. in 3SAT um 22h25 die Dokumentation "Die jüdische Lobby" gesehen hat, den kann gar nichts mehr überraschen.

    • Pumuckl
      19. Dezember 2011 09:30

      In diesem Zusammenhang wird in Europa viel zu wenig beachtet, was den 60 -80 Mio
      " evangelikalen Christen " von ihren Pastoren gepredigt wird.

      ° In den Gottesdiensten wird sowohl das psychologische, als auch das technische Instrumentarium eingesetzt, welches bei uns in den berüchtigten und von Konsumentenschützen angeprangerten Verkaufs und Werbeveranstaltungen bekannt ist.

      ° Deren "Pastoren" haben oft ein abgeschlossenes (nicht theologisches) Studium und sind damit der Mehrheit ihrer Anhänger bildungsmäßig hoch überlegen. Die verkündeten Botschaften und die Methode ihrer Vermittlung ist so ähnlich daß man an zentrale Steuerung und Training denkt, obwohl die in mancher Hinsicht auch unterschiedlichen Gruppen selbstständig erscheinen.
      Bei den Kollekten werden die Körbchen großzügig gefüllt. Dennoch ist die materielle Ausstattung dieser Gruppen so gut und der soziale Status dieser "Pastoren" scheint so
      hoch, daß einem schon größere Geldzuflüsse in den Sinn kommen.

      ° Die Predigten sind sehr stark am alten Testament orientiert und rechtfertigen aus diesen Quellen leidenschaftlich das politische Handeln des Staates Israel. Alle kriegerischen Handlungen Israels, welche der Durchsetzung der mehrfach von Jehova gemachten Verheißungen dienen, werden ausdrücklich gefordert.

      Von den Medien als "christliche Zionisten" bezeichnet sind sie in allen Parlamenten stark vertreten, um dort vehement pro-israelische Positionen einzunehmen

    • Undine
      19. Dezember 2011 18:43

      @Pumuckl

      Vielen Dank für den sehr interessanten Bericht! *****!

  14. schreyvogel
    18. Dezember 2011 19:08

    In Nacheiferung seines großen Peers Alexander d.G. wollte GWB ebenfalls den gordischen Knoten durchschlagen; leider zerschlug er statt dessen versehentlich die Büchse der Pandora.

  15. libertus
    18. Dezember 2011 17:57

    Sämtliche Kriege die Amerika im Pseudonamen als Weltpolizist für den Frieden führte, gerieten lediglich zur Schande für die USA und sie lernen nicht dazu!
    Man denke nur an Vietnam, an Afghanistan und den hier angeführten Irak.
    Bei allen das gleiche Verhaltensmuster, egal welcher Präsident an der Spitze steht!!

    Bleibt nur zu hoffen, daß das Land auf Grund der enormen, wirtschaftlichen Probleme in Zukunft endlich zu echten friedlichen Lösungen gezwungen wird.

    • libertus
      18. Dezember 2011 18:00

      P.S.: Möge Vaclav Havel in Frieden ruhen - mehr politische Führungskräfte seines Schlages bräuchten wir in Europa!

    • terbuan
      18. Dezember 2011 18:20

      Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber so groß können die wirtschaftlichen Probleme gar nicht sein, dass die USA nicht einen neuen Krieg anzetteln, der nächste Gegner wird schon kräftig aufgebaut: Der Iran!

    • libertus
      18. Dezember 2011 19:12

      @terbuan

      Trifft leider voll zu!

    • TheRock (kein Partner)
      19. Dezember 2011 17:21

      Und wo blieb die Schande im zweiten Weltkrieg, wo in Ex-Jugoslavien und wo im (nicht militärisch) geführten "Krieg" gegen den Sowjet-Kommunismus ?

  16. HKG
    18. Dezember 2011 17:53

    Der Westen ist an seinem immer stärker werdenden Dilemma selbst schuld. Hätte man Saddam, Gadaffi etc. nicht aus fadenscheinigen Gründen entfernt, wäre noch immer Ruhe in der Region. So kommt genau das hervor, daß der Westen gar nicht wollte. Nämlich islamistische Regierungen, die in kürzester Zeit in Diktaturen mutieren. ( Demokratien im mitteleurop. Sinn kommen dort nie, weil die Völker sowas nicht wollen. ) Motto der Deutschen: "Alle Welt soll deutsche Tugenden einführen!" HaHa. Das wäre das Letzte was die wollen. Warum die beiden Bush´es unbedingt den Irakern mores lernen wollten ist mir bis heute ein Rätsel. Das hängt allerdings auch mit dem amerik. Politsystem zusammen. In dem man einem Präsidenten quasi alle Narrenfreiheit gewährt. So kommt es, daß einer, der von Mentalität und Moral anderer Völker völlig ahnungslos ist, mit einem Federstrich ein Land ausradieren kann. Ja fast einen ganzen Kontinent ins Chaos und Unberechenbarkeit stürzt. Der Westen wird sich baldigst warm anziehen müssen, wenn die Mullahs auf der Ölpfeife zu spielen beginnen.

  17. Wertkonservativer
    18. Dezember 2011 17:43

    Die USA halte ich schon seit längerem nicht wirklich für die moralisch gerechtfertigte Führungsmacht der freien Welt! Da hat sich inzwischen ein zu großer Scherbenhaufen angesammelt!

    Der Tod Vaclav Havels tut mir echt leid! Der Mann war nicht nur ein sehr guter Schriftsteller, ein charismatischer Freiheitskämpfer, und dann auch ein hervorragender und integrer Führer seines Landes!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  18. Helmut Oswald
    18. Dezember 2011 17:01

    Wenn die 'bisherige Politik der USA von Werthaltigkeit geprägt war' dann muß ich in meiner Wahrnehmung offenkundig blind sein. Es sei denn, die Werthaltigkeit des US Dollar war damit gemeint.

    Commander Perry fuhr in die Bucht von Tokio - er kam ungebeten und erzwang mit der Gewaltandrohung der Geschützbatterien seines Linienschiffes die Öffnung Japans gegen dessen erklärten Wunsch - gewiß werthaltig. Ein gewalttäger Überfall und nationale Schande für Japan, an die sich in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 niemand erinnern mochte. Um sich in den Besitz von Kuba und den Phillipinen zu setzen explodierte ein (vorzugsweise veraltetes) US Panzerschiff an einer 'spanischen Mine' - flugs war der Weg frei zur gewaltsamen Eroberung Kubas und der Phillipinen, ein anderer Roosevelt freilich, als der spätere hatte diesen als Zeitungskrieg in die Geschichte eingegangenen Raubzug eingefädelt. Gewiss, auch Zuckerrohr und geostrategische Positionen, Zinn, Kautschuk und Öl im Ostpazifik sind werthaltig. Rechtzeitig versank auch die Lusitania - nachweislich mit Konterbande an Bord (was praktisch noch immer in Geschichtsbüchern unerwähnt bleibt) und mit rasch noch an die armen irischen Zuwanderer kurz vor der Abfahrt verkauften Billigtickets - besonders werthaltig, denn mittels eines Kriegsgrundes gegen die Mittelmächte wurden die faul werdenden Kredite für die Waffenlieferungen an England, Frankreich und Russland gerettet - und die Trauer der armen irischen Familien in Wut auf Deutschland transformiert - daß hinterhältig ein friedliebendes amerikanisches Passagierschiff torpedierte. Als Wilsons 14 Punkte gelten sollten, machten sich die Vereingten Staaten und ihre Vertreter aus dem Staub - waren aber bereit den Landraub der Tschechen und Polen, der Italiener usw an deutschem Boden zu garantieren. Die blöden Deutschen waren hereingefallen und nach ihrer Entwaffnung amerikanischer Werthaltigkeit ausgeliefert. Als die Araber in Damaskus nach einem Volksaufstand gegen die gewaltsam eingerückte französische Mandatsmacht mehr als 1.000 Tote Zivilisten hatten und vermeinten, durch die Werthaltigkeit amerikanischer Gerichte gegen den ungerufenen Besatzer auf zivilisiert Weise ihre Rechte einzuklagen suchten, erfuhren Sie von eben diesen, daß sie keine hatten. Denn die double-standard Lehre die bis in die 60er Jahre in den Staaten galt und erst durch Kennedy abgeschafft wurde, erkannte die Araber als 'semi-zivilized people', womit ihnen nur eine 'light' - Version des Völkerrechtes zustand. Und während die Amerikaner in ihrem kolonialen Gürtel mit größter Selbstverständlichkeit lokale Aufstände durch Bombenterror gegen das Zivil niederschlugen (Guatemala et al.) war in den dreißiger Jahren ausgemacht, daß es der deutsche Luftangriff auf die Waffenfabriken und baskischen Bataillone in Guernica war, der den Luftterror erfunden hatte. DAs verbreiten die mit kommunistischen Propagandathesen angefüllten Lehrmittel auch österreichischer Schulen bis heute. Amerikanische Luftstrategen waren zur selben Zeit dabei, schwere Großbomber zu entwickeln, die ihren Einsatz über Flächenzielen entfalten sollten. Eine werthaltige Entscheidung, gewiß, denn sie half den strategischen Luftkrieg zu entscheiden - das unpassende Völkerrecht von Haag wurde in Nürnberg den neuen Methoden - werthaltig - angepasst. Amerikanische Presse fand heraus, daß die größte Bedrohung für Demokratie, Frieden und Menschenrechte nicht von Josef Stalin ausging, der schon 1932 millionenfach gemordet hatte - nein, sie halfen dem kommunistischen Gewaltverbrecher Stalin seit 1930 zur Schwerindustrialisierung der Sowjetunion und Aufrüstung einer zig millionfach starken Roten Armee, als es in Deutschland noch demokratische Regierungen gab, deren Vertreter freilich ungehört um außenpolitische Erfolge mit gewaltlosen Mitteln rangen, als ein anderer schon seine - wohl erst künftige - Gewaltpolitik verkündete.
    Die Sowjetunion schließlich erhielt Waffen, Munition, Rüstungs- und Industriegüter aus den Vereinigten Staaten, als sie längst ihre - gewaltsam um 800 km nach Westen ausgedehnten Vorkriegsgrenzen Richtung Elbe überschritt.
    Bestimmt werthaltig, die Besatzungskosten ließen sich so billiger gestalten. Die Beschlüsse von Potsdam schließlich, die zur gewaltsamen Austreibung von 17 Millionen Deutschen aus ihre 600 jährigen, teils 800 jährigen Heimat führte, der Genozid an drei Millionen Deutschen im Osten - Vertreibung und Genozid an Millionen Osteuropäern - alles Ergebnisse werthaltiger amerikanischer Politik, die in Jalta und Potsdam ihre Zustimmung dazu abgaben - immerhin damals noch im Monopolbesitz von Nukleawaffen. Nun, nach diesem sehr kurzen und noch keineswegs hinlänglich repräsentativen Auszug spare ich mir weitere politisch unkorrekte Ausführungen - wiewohl es an Ereignissen noch keineswegs mangelte, die Beobachtungen hinsichtlich der Werthaltigkeit amerikanischer Politik zu verdichten. Aber gerne lasse ich mich aufklären. Vielleicht sehe ich einfach immer nur das Falsche.

    • simplicissimus
      18. Dezember 2011 17:20

      ohne einmischung der amerikaner wäre der erste weltkrieg mehr oder weniger unentschieden wegen weitgehender erschöpfung aller beteiligten parteien ausgegangen, mit leichten vorteilen für die mittelmächte. die usa hätten dann eine mässigende und friedensstiftende rolle spielen können.
      die diktate von versailles und st.germain trieben jedoch die welt in einen weiteren, noch schlimmeren konflikt. und sie haben vollkommen recht, wenn sie das versprechen der 14 punkte wilsons als einen der grösseren betrugsfälle der weltgeschichte entlarven.
      wir sind den usa wahrlich nicht zu dank verpflichtet.

    • terbuan
      18. Dezember 2011 17:30

      Helmut Oswald
      Eine äußerst gelungene und prägnante Fortsetzung des Kommentars von A.U., jedoch mit viel mehr "Tacheles"! :-) *****!

    • Undine
      18. Dezember 2011 19:15

      @Helmut Oswald

      *******!

      Nein, Sie sehen keineswegs immer nur das Falsche! Die ewige Heuchelei der USA ist ja mit den Händen zu greifen!

    • Undine
      18. Dezember 2011 19:30

      Nachsatz:

      Daß es auch vereinzelt Glanzlichter gegeben hat, darf man auch nicht unerwähnt lassen. So haben beispielsweise die Kärntner dem amerikanischen Oberstleutnant Sherman MILES sehr, sehr viel zu verdanken! Ohne diesen aufrechten Mann wäre bei der Volksabstimmung 1920 ein Teil des heutigen Landes durch massivsten Wahlbetrug von Seiten Jugoslawiens verloren gegangen.

      Leider gab es nicht mehrere solcher Ausnahme-Amerikaner wie Sherman Miles, denn dann wären die Grenzziehungen anders verlaufen.

    • Helmut Oswald
      18. Dezember 2011 20:20

      Lassen sie uns gemeinsam eine Weihnachtsgeschichte glauben - damit wir unseren Kindern so etwas wie eine Vision auf eine bessere Welt mitgeben.
      Aber lassen sie uns hinsichtlich der 'Werthaltigkeit' - welcher Politik auch immer -
      keine Weihnachtsgeschichten glauben, von denen wir mittlerweile wissen, daß sie nichts anderes sind als eine Aneinanderkettung von Propagandalügen.
      Das ist nämlich ein Verbrechen an unseren Kindern - und eine Sünde wider unseren Geist.

    • byrig
      18. Dezember 2011 21:21

      herr oswald,das,was sie hier,durchaus faktenreich,schreiben,ist reine (verschwörungs)theorie.alle nationen haben und hatten interessen,richtig.aber-dass die damaligen politiker zur potenz gescheiter waren,als heutige,ist mehr als unglaubhaft.sie machen ja aus amerikanischen politikern anfangs des 20.jahrhunderts richtige geistesgiganten,die alles planen und voraussehen konnten.
      unsere heute.überall-wären dagegen maximal halbaffen.so war es sicher nicht.auch die amis waren getriebene der ereignisse.und roosevelt hatte grösste mühe,die amis in den krieg zu führen-lesen sie bei churchill nach.oder irgendwo,das ist allgemeinwissen.
      zu irak:im ersten irakkrieg haben amerikanische soldaten durchaus für uns europäer auch den kopf hingehalten.ja,es war "blood for oil".aber eben nicht unser blut.und saddam hat damals die gesamte ölregion gefährdet.die vielgeschmähten amis haben auch unsere interessen verteidigt.
      sicher war der 2.irak-krieg anders.ein rachefeldzug des sohnes für den vater vielleicht.
      abschliessend:die usa verteidigen noch immer den westen und seine werte,und nur sie können es.auf kosten der sozialen hängematten,die die europäer haben,sich verteidigen lassen und dann auf die amis schimpfen.

    • Helmut Oswald
      18. Dezember 2011 22:21

      Aber nein byrig, ich mache aus niemandem Geistesriesen und Geisteszwerge.
      Ich lege einfach Fakten auf den Tisch um den romantisierenden Blick auf die angebliche Werthaltigkeit amerikanischer Politik gegen eine klare Sicht und Einsicht zu wechseln. Und wer für mich ungebeten und ungefragt behauptet zu bluten, der soll sich sonstwohin scheren - er ist ein Heuchler. Denn noch nie hat sich eine Nation für eine andere aufgeopfert, schreibt Clausewitz - und damit die Wahrheit. Der Irakkrieg wurde nicht geführt um unseren Interessen zu dienen, er sollte den amerikanischen dienen - was sonst. Wogegen ich am allerletzten einen Einwand hegte, würde es nicht beständig in doppelzüngiger Weise anders verkündet werden. Aber es ist wie eh und jeh, Angelsachsen haben das Recht, ihren Interessen zu folgen, andere nicht. Die sind einfach böse, wenn sie es tun. Hätten sich die Vereinigten Staaten 1918, 1943 und gegenwärtig zu einer anderen Deutschlandpolitik entschließen können, was noch immer ebenso im Bereich des Möglichen liegt, wie ein Friedensvertrag und die Abschaffung der Feindstaatenklausel in den Satzungen der VN ließe sich wohl ein wenig entspannter diese Frage diskutieren - unter den vorliegenden Umständen (9/11)
      wohl kaum. Nur am Rande sei vermerkt, daß der Giftgaseinsatz Husseins gegen die Kurden eine Folge des Krieges gegen den Iran war, in dem Sadam Hussein als (stiller) Verbündeter der USA von diesen in den Stand gesetzt wurde , die iranischen Masseninfanterieangriffe im Stile des ersten Weltkrieges und der Roten Armee von 1941-43 durch Einsatz von Gasgranaten zum Stehen zu bringen. Einen Masterplan im Sinne einer Verschwörung gab es nicht - es ist einfach eine Großmacht durch situativ angepasstes und lagegerechtes Verhalten zur Globalmacht aufgestiegen - so what ? Das ist mit den ubiquitären Mitteln geschehen, die seit den Zeiten nebukadnezars zur Verfügung stehen - einschließlich der Lügenpropaganda. Diese aber auch noch zu glauben und zu verbreiten, erachte ich, vorichtig gesagt, für entbehrlich. Zumindest solange wir noch darüber Bescheid wissen, über das was tatsächlich geschehen ist.

    • Konrad Loräntz
      20. Dezember 2011 09:47

      Lieber Byrig
      Ihr Glaube an die selbstlose Aufopferungsbereitschaft der USA rührt mich. Er könnte allerdings an der Realität meilenweit vorbeischrammen. Pöse Menschen sehen die Ursache im US Überfall schlicht in der Absicht Husseins fürderhin sein Öl in Euro zu verkaufen (sieh z.B.: http://www.berliner-zeitung.de/archiv/saddam-hussein-will-den-euro,10810590,9847014.html ).
      Und zumindest Frankreich hat Hussein als gar nicht soo böse betrachtet und den Irak im Krieg gegen den Iran kräftigst unterstützt. Oder wie sonst kamen die Mirage dorthin ?

    • Gasthörer (kein Partner)
      21. Dezember 2011 10:52

      Danke, Herr Oswald, dass Sie den Mut haben, diesem naiven Artikel von AU etwas "Werthaltiges" entgegenzusetzen. AU befindet sich leider immer öfter auf einer schiefen Ebene. Schätzen tue ich ihn nach wie vor.

    • Helmut Oswald
      21. Dezember 2011 14:31

      @ Gasthörer

      Da geht es mir wie Ihnen, ich schätze AU nach wie vor. Aber hinsichtlich der Politik der Vereinigten Staaten verwechselt er die Wirklichkeit mit seinen Wünschen. Nun, damit steht er sicherlich nicht alleine, obwohl dies Wahrnehmungseintrübungen im politischen Geschäft verhängnisvoll sein können. Darum auch meine Widerworte.

  19. simplicissimus
    18. Dezember 2011 15:11

    ja, heutzutage ist es dank überlegenster waffentechnologie und geldmittel nicht so schwer, kriege zu gewinnen, umso schwerer, wenn nicht unmöglich, ist es, den frieden in völlig fremden und in sich zerstrittenen kulturen zu gewinnen.
    der niedergang der usa ist absehbar und geht parallel mit dem ihrer väter, den europäern. der irak ist nur eine, wenn auch ziemlich unangenehme episode in diesem zusammenhang.
    im fall irak glaube ich, war der grösste fehler, dass bush senior nicht die gelegenheit während des kuwait-krieges genutzt und saddam gestürzt hatte. nur wenige stunden oder tage kaum gestörten vormarsches hätte es bedurft und die moralische legitimität wäre gegeben gewesen. auch keine notwendigkeit des langen verbleibens amerikanischer truppen, eventuell hätten die arabischen nachbarn sich mit dem problem der gewinnung des folgenden friedens herumschlagen können.

    die usa sind nichts als der jüngere und stärkere bruder des alternden europas. die meisten gesellschaftszerstörenden kräfte, der haltlose konsum, die opfergruppenmentalität, verschwendungssucht, notwendigkeit zur immigration, dramatische relative (oder schon absolute?) schrumpfung des europäischen bevölkerungsanteils sind auch dort eifrig am werken. europa leidet zusätzlich noch an dem trauma der 2 weltkriege, die am ende nicht nur einige total besiegte sondern praktische alle europäer als verlierer gezeichnet haben. und europa leidet an seiner zersplitterten vielfalt, deren positiven schöpfungskräfte nicht zur gemeinsamen stärkung sondern deren unterschiedlichkeiten leider zur wieder-entfremdung zu führen scheinen.
    so wünschenswert es wäre eine starke, gesellschaftlich und wirtschaftlich gesunde usa westlich, und ein ebenso starkes und gesundes europa östlich des atlantik als ein die zukunft meisterndes brüderpaar zu haben, so traurig ist die realität der vollgefressenen, wohlstandsverwahrlosten, dem konsum ergebenen und total verschuldeten geschwister. die usa hat noch eine auf monetärem viagra beruhende militärische potenz, diese ist den europäern mittlerweile schon weitgehend abhanden gekommen.

    werden die beiden geschwister nach dem zukünftigen crash, bzw nach der zukünftigen steilen talfahrt erneuerungsfähig sein? wenigstens da hat die usa die deutlich besseren chancen als europa.

    • terbuan
      18. Dezember 2011 18:15

      Einverstanden, nur zum letzten Satz, die USA bessere Chancen?
      Ich sehe uns zwischen Skylla und Charybdis!

    • schreyvogel
      18. Dezember 2011 19:18

      Zum Fall Irak: Vielleicht hat Bush sen. nur einfach einen Schritt weiter gedacht?

  20. Alexander Renneberg
    18. Dezember 2011 14:56

    cotopaxi, und einen humanisten.....!

  21. Alexander Renneberg
    18. Dezember 2011 14:25

    Vaclav Havel: R.I.P.

    • Cotopaxi
      18. Dezember 2011 14:48

      Die Tschechen konnten stolz auf diesen Menschen an der Spitze des Staates sein.

      Ich habe sie beneidet, dass sie einen Dichter als Staatsoberhaupt haben.

    • Alexander Renneberg
      18. Dezember 2011 14:58

      cotopaxi, und einen humanisten....!

      wann kommt in österreich wieder jemand an die regierungsspitze auf den wir stolz sein können?

      wobei man da ja vorsichtig sein muss, wer weiß schon ob uns nicht stolz von den sozialisten & grünen auch noch verboten wird. könnte sich irgendjemand kränken.

    • simplicissimus
      18. Dezember 2011 15:12

      in ö muss man ja schon stolz sein, wenn man sich für seine politiker nicht in grund und boden zu schämen braucht!

    • Undine
      18. Dezember 2011 20:42

      @Cotopaxi

      "Ich habe sie beneidet, dass sie einen Dichter als Staatsoberhaupt haben"

      Oberösterreich wurde das seltene Glück zuteil, den größten Dichter Österreichs--Adalbert STIFTER-- in der Mitte des 19. Jahrhunderts als Landesschulinspektor für Volksschulen zu haben! Mein Großvater väterlicherseits hat als Volksschulkind in Linz als ersten Preis für die beste Schülerzeichnung aus Stifters Händen einen Malkasten überreicht bekommen.

    • Wertkonservativer
      19. Dezember 2011 14:31

      Liebe Undine,

      Sie wissen - glaube ich - dass Adalbert Stifter einer der Leitsterne meines Lebens ist:

      Allein schon seine Vorrede zu den "Bunten Steinen" ist für mich "Manna in der Wüste", ein Lebensentwurf, dem ich seit meiner Jugend nachzustreben versuche!

      Herzliche Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to:gerhard@michler.at)





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