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Gutes über Auer, Tamandl, Kurz, Kärnten, Lucyshyn und sogar Mikl-Leitner/Ostermayer

In trüben Zeiten ist es schön, das eine oder andere Positive zu entdecken – selbst in der heimischen Politik. Und das in fast allen Lagern. Das passt doch wunderbar in die Adventzeit.

Da gibt es etwa den SPÖ-Abgeordneten Josef Auer. Er fordert, dass in Sex-Inseraten nicht mehr mit pornografischen Darstellungen geworben werden darf. Das ist eine nicht nur richtige, sondern auch mutige Forderung. Richtet sie sich doch primär, wenn auch unausgesprochen gegen Werner Faymanns Lieblingsblätter, während der „Kurier“ lobenswerterweise neuerdings darauf verzichtet. Immerhin sind diese Blätter mit ihren immer drastischer werdenden verbalen und photographischen Sex-Darstellungen ja die Hauptlektüre österreichischer Schulkinder am Weg in die Schule. Zugleich partizipieren Faymanns Propagandablätter auf diesem Weg auch von Menschenhandel und allen damit verbundenen Verbrechen. Das auf diesem Weg transportierte Frauenbild ist für die Schüler weit wirksamer als all die – ebenfalls durch staatliche Schulden finanzierte – Gender-Propaganda als anderes Extrem.

Da gibt es den jungen Staatssekretär Sebastian Kurz, dessen verbale Auftritte nicht nur auf eine für ein Regierungsmitglied noch dazu dieses Alters erstaunliche Intelligenz schließen lassen. Der seine Klugheit auch dadurch beweist, dass er nicht überehrgeizig ist. Er widersteht – zumindest bisher – dem Druck, sich kurz nach der Übernahme dieses Amtes auch noch als Wiener ÖVP-Obmann verheizen zu lassen.

Da gibt es den Direktor des Bildungsforschungsinstituts „bifie“ namens Josef Lucyshyn. Er wagt es, massive Kritik an der Koalition und dem Unterrichtsministerium zu üben, obwohl das „bifie“ von diesem finanziell weitgehend abhängig ist. Solche Abhängigkeit ist ja in Österreich normalerweise kein sonderlich mutfördernder Indikator. Der mehr als berechtigte Grund der Kritik: Das „bifie“ war beauftragt worden, den Schulversuch der „Neuen Mittelschule (NMS)“ zu evaluieren. Diese Bewertung soll im kommenden Jahr vorliegen. Die Koalition hat jedoch schon im Vorjahr ohne jedes Datenmaterial im Handstreich die flächendeckende Ersetzung aller Hauptschulen durch diese NMS beschlossen. Sie hatte dabei keinerlei Beweis für den Nutzen dieser teuren Reform außer ideologiegefüllte Sprechblasen linker Politiker und einiger Steirerschwarzer vom Intelligenzzuschnitt der Frau Karl und des Herrn Schilcher. Inzwischen zeigen immer mehr Erfahrungsberichte, welchen Schaden die Zerstörung der außerhalb der Städte brillant funktionierenden Hauptschulen mit ihren drei Leistungsgruppen durch die viel weniger differenzierende, aber viel teurere NMS bedeutet.

Da gibt es die Kärntner Koalition, die in ihrer Geldnot erstmals eine signifikante Abkehr von der Big-Spender-Politik der Jörg-Haider-Zeiten vorgenommen hat: In Kärnten werden Angehörige von Heiminsassen ab einem gewissen Einkommen (wieder) zu einer Beteiligung an den Unterbringungskosten gezwungen. Das bringt nicht nur direkt ein bisschen Geld in die ratzekahl leeren Kärntner Kassen, sondern indirekt auch dadurch, dass als Folge ein paar Menschen weniger in solche Heime abgeschoben werden.

Da gibt es die Wiener Christgewerkschafterin Tamandl, die es wagt, sich positiv zur Schuldenbremse zu äußern. Dabei hat der Kollektivwahnsinn der restlichen Arbeiterkämmerer (unter Einschluss der christlichen) diese vor wenigen Tagen noch heftig bekämpft. Wenigstens die Wiener Christ-Arbeiterkämmerer wissen also offenbar, dass es nichts Unsozialeres als Schulden gibt. Diese belasten die Zukunft aller Österreicher; und an ihnen verdienen zu 78 Prozent Ausländer. Es wäre freilich nett und noch mutiger gewesen, hätte sich Tamandl auch der Abstimmung in der Arbeiterkammer gestellt.

Und da gibt es auch die Frau Mikl-Leitner und den Herrn Ostermayer. Diese sind zwar – nach wie vor aus vielen guten Gründen – besondere Zielscheiben der Kritik dieses Tagebuchs. Sie haben aber auch etwas zusammengebracht, was objektiverweise gerühmt werden muss, und was man von der Politik seit langem nicht gesehen hat: eine Reform, die erstens sinnvoll ist; die sie zweitens in aller Diskretion ohne Querschüsse bis zum geplanten(!) Zeitpunkt der Veröffentlichung komplett ausverhandelt haben; und die drittens nicht einmal vom Brummen der zuständigen Fachgewerkschaft mehr ausgehebelt werden konnte. Dabei geht es um die Zusammenlegung von Sicherheitsdirektionen und den diversen Polizeikommanden. Das ist eine hervorragende Leistung in Sachen Verwaltungsreform, Einsparung und eines Abbaus der Überzahl an Häuptlingen. Es ist auch fast die erste Leistung dieser Regierung. Jetzt wollen wir nur noch hoffen, dass künftig die Polizei wieder sofort erscheint, wenn sie von jemandem in Not angerufen wird. Oder dass sie gleich a priori an den wirklichen Aggressionspunkten präsent ist.

Last not least bietet neuerdings sogar die Weltpolitik Erfreuliches: Nach Jahren einer brutalen Diktatur, die das Land in einer sonst rapide nach oben strömenden Region verarmen hat lassen, scheint Burma jetzt den sanften, aber raschen Übergang zu einem zivilisierten Mitglied der Weltgemeinschaft zu gehen. Es ist zwar noch nicht am neuen Ufer angelangt, aber die Mitte des Flusses ist überquert. Dafür muss man vor allem der ebenso mutigen wie beharrlichen wie gewaltfreien Oppositionsführerin Suu Kyi großes Lob und viel Bewunderung spenden. Ein wenig davon kann man aber wohl auch den offensichtlich reumütigen Offizieren trotz all ihrer Untaten während der letzten Jahrzehnte zukommen lassen. Und zu guter letzt hat sich auch die konsequente Haltung des Westens gelohnt.

Und in Italien setzt die neue Regierung Monti jetzt ganz auf liberale Reformen, mit denen Berlusconi bisher gescheitert ist: auf Liberalisierungen, auf Strukturreformen und auf die Privatisierung kommunaler Unternehmungen. Also auf Dinge, die etwa für die Wiener Rathaussozialisten gleich nach der nationalsozialistischen Wiederbetätigung kommen.

Den ganzen Rest der Welt vergessen wir vorerst einmal.

 

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  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2011 01:53

    Einige Ergänzungen zu den im Kommentar zu Recht positiv bewerteten Maßnahmen in der Steiermark und in Kärnten. „Einige Steirerschwatzer vom Intelligenzzuschnitt der Frau Karl und des Herrn Schilcher“: Es ist schon erstaunlich, dass sich dort gerade Prominente aus der ÖVP besonders pointiert für die Gesamtschule stark machen; dazu gehören keineswegs nur die beiden; ich erinnere an den Ex-ÖVP-Landesgeschäftsführer Andreas Schnider (der wie der Ex-ÖVP-Landesschulratspräsident Schilcher prominent im Androsch-Bildungsvolksbegehren auftrat), an die ÖVP-Landesrätin Edlinger-Ploder (die sich seit langem mit der Gesamtschule identifiziert), den aus der Steiermark stammenden Chef der Industriellenvereinigung und der ÖVP zuzurechnende Veit Sorger. Auch innerhalb der Schulhierarchie samt „flankierender“ Behörden (Schulaufsicht, schulpsychologischer Dienst etc.) gebärden sich einige prominente ÖVP-Vertreter, als ob sie die Gesamtschule erfunden hätten. Sie glauben, diese mit Gewalt durchsetzen, alle sich dagegen kritisch Äußernden oder Leistung Einfordernde als „Verdächtige“ abschießen zu müssen. Bis in die Dienststellen wirken hinein werken rhetorisch-dialektisch geschulte Ideologen in brisanter Funktion innerhalb der Schulhierarchie am Zusammenbruch des Gymnasiums („der bürgerliche Bildungskanon muss für obsolet erklärt, unwirksam gemacht und letztlich eliminiert werden!“) und instrumentalisieren so manchen „karrierebewussten“ Opportunisten zu auffallend geringem Widerstand gegen diese Ansinnen und dazu, ehemalige Grundsätze aufzugeben; sich stromlinienförmig-angepasst unvereinbar zu den Ergebnissen eigenen Vernunftgebrauchs zu äußern oder danach zu handeln, um in „vorauseilendem Gehorsam“ nicht anzuecken - Ein weiterer Punkt, dass die ÖVP sich selbst schwächt und für viele kein Identifikationsangebot mehr bietet.

    Wie richtig die einseitige Bevorzugung und unsymmetrische Dotierung der „Neuen Mittelschule (gegenüber Hauptschule und Gymnasium ist), mag eine Tatsache zeigen: - In den Gymnasien werden fallweise nicht einmal für gesetzlich vorgesehenen Gruppenteilungen, plakativ verkündeten neuen Klassenschülerhöchstzahlen (25) die notwendigen „Werteinheiten“ zugewiesen, nach wie vor gibt es Klassen mit über 30 bis 36 Schülern; denn „es muss gespart werden“. In der NMS leistet man sich „Teamteaching“ auch in Zeichnen und in Kleinstgruppen. Trotzdem wagt man sich trotz vergleichsweiser Traumausstattung nicht an die Evaluierung der Ergebnisse.

    Es bleibt ein schwacher Trost: Immense, numerisch auszuweisende Steigerung des (von ungefragten Steuerzahlern erarbeiteten) finanziellen Inputs als „Erfolge“ zu verkaufen, ohne die Ergebnisse zu überprüfen, hat auch in vielen anderen Beeichen Methode.

    Ich kehre wieder zur unkonsequenten ÖVP zurück: Die Ex-ÖVP-Ministerin Gehrer verkündigte im Vorjahr via Fernsehen, Ihre Enkel würden „selbstverständlich“ die Neue Mittelschule besuchen, denn das sei der derzeit beste Schultyp. ÖVP-Landesschulratspräsident Enzenhofer erwog sogar öffentlich ein Verbot von Privatschulen, sollen diese nach den Reformen der Öffentlichen Schulen Überhand nehmen. - Es könnten wohl zu gescheite Leute herauskommen – das ist folgerichtig unerwünscht.

    Zur erfreulichen erwähnten Tatsache, dass für Heime in Kärnten wieder Kostenbeiträge von Angehörigen verlangt werden: Das ist mittlerweile (gottlob) auch in der Steiermark so; genauso wie man den Gratiskindergarten wieder abgestellt hat. Eine Schattenseite mag sein, dass auch hier das flächendeckende Prinzip Umverteilung gilt: Soziale Staffelungen bei Beitragsleistungen nach Einkommenshöhe. Doch ist das in diesem Fall möglicherweise als Kompromiss gegenüber dem Vollkasko-Alles-Muss-Gratis-Sein-Staat zu werten, dessen Wohlfahrts-Dimension radikal zurückgefahren werden muss. Jedenfalls ist es primär Pflicht von Angehörigen, sich um bestmögliche Betreuung selbst zu kümmern und nicht alles der Solidargemeinschaf Staat zu überantworten. Wirklich überraschend ist es nicht, Pflegebedürftigkeit älterer Menschen zu antizipieren und zeitgerecht Ressourcen abzustellen.

    Dass man Positives Handeln unabhängig von der Provenienz der sie Setzenden herausstreicht, ist gut. Ich danke an dieser Selle ausdrücklich allen, die meine diesbezüglichen Appell im letzten Posting positiv aufnahmen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAmtsbekannt
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2011 00:56

    No, Herr Dr. Unterberger!
    Heute ham´a aber die Spendierhosen an.
    So VIEL Lob für so wenig Leistung.
    EIN MAL eine gute Tat und schon werden "sie" gelobt und gestreichelt..

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2011 09:16

    Gleich wo man hinkommt oder hinschaut:

    Heute wird beworben, es wird eingeführt und wenn es nicht funktioniert, dann werben und drehen wir solange weiter bis die Verantwortlichkeit verwischt ist oder man nicht mehr in Verantwortung steht oder man vergräbt sich weiter um das Scheitern nicht zugeben zu müssen.

    Wir sind eine Ankündigungsgesellschaft mit aufgeblähtem Geldvolumen, das zu Fehlallokationen führte und mangels wirklicher Lösungen weiterhin zu Fehlallokationen führt. Dafür wird vielen Schuldigen, ja die gibt es, vorübergehend ein Ausweg geschaffen. Ob es diesen Ausweg geben wird, da liegen Meinungen weit auseinander. Ein Hoffnungsschimmer ist die "alternativlose" Inflation für die Politiker, die ja hoffen, dass die Menschen das nicht bemerken und daher schmerzlos sein wird.

    Da spricht ein portugies. Wirtschafts-Kolumnist ein grundlegendes Problem der Eurozone an:

    "Aus dem Spiegel:
    Völlig einverstanden ist damit der Kolumnist der Lissabonner Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios. Er titelt: “Deutsche sollen alles zahlen!”

    Ich bin ein Bewunderer, ja fast Neider der deutschen Organisation, Disziplin, Kultur und Technik. Aber jetzt wird deutlich, dass Frau Merkels übertriebene Orthodoxie in Wirtschafts- und Finanzfragen zum Ende des Euros und der Europäischen Union führen wird, wie auch zu dem Gefühl, dass Deutschland schuld daran ist. [...] Es sei denn Frau Merkel gäbe ihre Orthodoxie auf und erklärte den Deutschen, dass das Geldausgeben im Rest Europas reichlich durch Kredite für deutsche Produkte gefüttert wurde."

    Für mich zeigt diese Meinung eindeutig die Fehlentwicklung in Europa auf. Man kauft in Deutschland kreditfinanziert ein, bezahlt über die Bank, der deutsche Unternehmer bekommt das Geld und zu unserem großen Glück gibt es die Target2-Salden bei der EZB und den Notenbanken und niemandem fällt auf, dass der Kaiser nackt ist. Der eine hat bezahlt, der andere hat bekommen, dazwischen türmt sich inzwischen bei der EZB ein Turm von etwa 460 Milliarden Forderungen der Bundesbank an die EZB. Somit wird hier heimlich Geld gemacht und niemand bemerkt es, dass der Kaiser ohne Kleider ist. Und die Portugiesen, Griechen, usw. kaufen weiter frisch und fröhlich ein auf Schulden, die die Deutschen dann bezahlen bzw. die deutsche Wirtschaft belebt. Und somit haben wir den perfekten Sündenbock, die Deutschen haben ja profitiert. Dass die anderen zwar Geld ausgeben, aber gleichzeitig nicht ihre Strukturen verbessen, reicht offenbar nicht zum Sündenbock. Die Insitutionen sind ja entsprechend besetzt für Werbung und Ankündigung.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2011 12:20

    Diese "Pressestunde" war es wert, gesehen zu werden. Der Rechnungshof-Präsident Dr. Josef Moser war hervor-ragend in jeder Weise. Ich konnte nicht umhin, immer wieder Vergleiche zu ziehen zwischen der Person Werner Faymann, "unserem" [nicht durch meine Schuld! :-) ]amtierenden Bundeskanzler, in dessen schwache, patscherte Hände leider das Schicksal Österreichs gelegt worden ist und der Persönlichkeit des Dr. Moser, der zwar auch eine wichtige Aufgabe für unser Land erfüllt, aber in dessen Händen Ö tausendmal besser aufgehoben wäre.

    Ein BUNDESKANZLER Dr. Josef MOSER würde mich wieder mit Zuversicht erfüllen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2011 01:47

    Wenn nur die Intelligenten und Aufrechten mehr auf die Anderen abfärbten, dann könnte man Politiker wie Mikl-Leitner und Ostermayer noch viel öfter loben und letzten Endes gilt das natürlich auch für den Rest der Welt!

    Jedenfalls ein versöhnlicher Tagebucheintrag - womöglich zum Auftakt der Adventzeit? Danke!

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2011 14:28

    Lichtblicke.

    Wir brauchen noch viele davon, um wieder auf die Spur zu kommen, auf die Spur von Eigenverantwortlichkeit, Liberalismus, Sparsamkeit, Anständigkeit, Klugheit, Fleiß und aller anderen heutzutage so wenig genannten Tugenden.

    Arbeiten wir an der Durchforstung der Gesetze, der Reform des Föderalismus und an der Reform der überbordenden Verwaltung, an den wirksamen Maßnahmen zur Schuldenbekämpfung, wie Privilegienabbau, Vermeidung von Verschwendung, Bekämpfung der Korruption, an der Disziplin, an der Verbesserung der Schulen, statt der Verwässerung der Schulen, an dem Miteinander durch die kommenden schweren Zeiten.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Dezember 2011 07:03

    Halleluja!
    Mein Flehen wurde erhört!
    Sonntag ist's, und unser Dr. Unterberger "thinks positive"!

    Ein gutes Wort für den jungen Staatssekretär (auf den ich einige Hoffnungen setze!), nicht nur Negatives über die beiden selbstverschuldeten Ungustln Mikl-Leitner und Ostermayer; auch sonst positive Reaktionen für Geschehnisse im Land und in der Welt!

    Wie heißt es (etwas abgewandelt) so schön:
    "Ein guter Tag beginnt mit einer guten Nachricht"!

    Und wenn man sich dann heute im Kurier auf den Seiten 4 und 5 noch das Interview mit dem "glühenden Europäer" Faymann zu Gemüte führt, dann ist man zumindest als leidenschaftlicher EU-Befürworter schon fast im siebenten Himmel!
    Wenn er das alles ernst meint und dann auch entsprechende Handlungen setzt (was ich leider eher bezweifle), wird er von mir nie mehr "geschumpfen" werden!

    Einen schönen Sonntag Ihnen allen!

    Ihr heute recht zufriedener Wertkonservativer!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSegestes
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Dezember 2011 06:41

    Der Blogger spricht:
    "Immerhin sind diese Blätter mit ihren immer drastischer werdenden verbalen und photographischen Sex-Darstellungen ja die Hauptlektüre österreichischer Schulkinder am Weg in die Schule."

    Pardon, aber wo leben Sie eigentlich?
    Oder besser gesagt, wann?
    Seit über einem halben Jahrzehnt gehören Hardcore-Pornos am Handy, zum Alltag bei Halbwüchsigen (und nicht nur bei denen...).
    Zu glauben, Schüler würden sich noch an den vergleichsweise "weichen" Inseraten-Bildchen von irgendwelchen Papier-Zeitungen aufgeilen, ist deshalb reichlich naiv.
    Aber was tut man nicht alles, um so einen Blog mit Text zu füllen.


alle Kommentare

  1. Arnie (kein Partner)
    18. Februar 2015 19:37

    patients need http://drugssonline.com enhancement products drugs like http://edtriallpacks.com problems sexual enhancer http://bestdrugustore.com blood flow well known http://toppharamacy.com young

  2. Rii (kein Partner)
  3. Gladis (kein Partner)
    21. Januar 2015 16:33

    Essays like this are so important to brndienaog people's horizons.

  4. Open (kein Partner)
    20. Januar 2015 16:06

    It's worednful to have you on our side, haha!

  5. sosheimat (kein Partner)
  6. numerus clausel (kein Partner)
    05. Dezember 2011 17:43

    Sollte es noch keinem aufgefallen sein: Schaut´s mal, welche Personen für den Bundeskanzler im "TeamKanzler" so alles arbeiten.
    http://www.facebook.com/bundeskanzlerfaymann?sk=app_154644034630016&app_data=dlt
    und
    http://www.hellas.at/allgemein/aktive.php

    Die richtige Person zu finden, wird wohl nicht schwierig sein.

  7. jump (kein Partner)
    05. Dezember 2011 14:34

    Man partizipiert AN etwas, nicht VON etwas, werter Blogger;-)

  8. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    05. Dezember 2011 13:59

    Es lässt tief blicken, wenn wir schon Lobeshymnen schreiben, wenn jemand wie Frau Mikl "Hea mit da Marie!" Leitner und der unsägliche Ostermeier ihre normale Arbeit machen. Man wird bescheiden!

  9. Undine
    05. Dezember 2011 13:53

    An dem Ausspruch "Only bad news are good news" scheint etwas dran zu sein; wie sonst ließe sich der zähflüssige Zuspruch, den das heutige Thema hervorruft, erklären. ;-)

  10. Otto (kein Partner)
    05. Dezember 2011 13:20

    "Immerhin sind diese Blätter mit ihren immer drastischer werdenden verbalen und photographischen Sex-Darstellungen ja die Hauptlektüre österreichischer Schulkinder am Weg in die Schule."
    Ja logo! Die österreichischen Schulkinder bilden ja bekanntermaßen den Löwenanteil der Krone-Leserschaft. Oder welche "Lieblingsblätter" sind hier gemeint?

    • Frage (kein Partner)
      05. Dezember 2011 19:51

      Welche Schulkinder lesen morgens eigentlich Zeitung?
      Welche Schulkinder können überhaupt noch lesen?
      Wo lebt Herr Unterberger???

  11. Torres (kein Partner)
    05. Dezember 2011 10:16

    Genau das hat uns noch gefehlt: Unterberger als oberster Moralapostel und Hüter der Unschuld unsere Kinder. Hauptsache, er kann der Krone eins auswischen, da lobt er sogar schon mal einen SPÖ-Abgeordneten. Hochinteressant auch, dass Unteberger so genau weiß, welches die Hauptlektüre österreichischer Schulkinder auf dem Weg zur Schule ist; offenbar begleitet er die Schüler ständig auf deren Schulweg. Und übrigens: wenn die Schüler gleichzeitig gehen und dabei lesen können, na dann weden wir ja bald wieder sehr gute PISA-Ergebnisse haben.

    • Trollfresser (kein Partner)
      05. Dezember 2011 20:18

      Wo hast Du Deine Unschuld verloren? Ich meine wie lange galtest Du als Philosoph?

      Aber ich bin ja froh, dass diese Schmuddelanzeigen kein Problem sind, da die Krone im Kindergarten und in der Unterstufe nicht als Klassenlektüre aufliegt.

  12. Segestes (kein Partner)
    05. Dezember 2011 06:41

    Der Blogger spricht:
    "Immerhin sind diese Blätter mit ihren immer drastischer werdenden verbalen und photographischen Sex-Darstellungen ja die Hauptlektüre österreichischer Schulkinder am Weg in die Schule."

    Pardon, aber wo leben Sie eigentlich?
    Oder besser gesagt, wann?
    Seit über einem halben Jahrzehnt gehören Hardcore-Pornos am Handy, zum Alltag bei Halbwüchsigen (und nicht nur bei denen...).
    Zu glauben, Schüler würden sich noch an den vergleichsweise "weichen" Inseraten-Bildchen von irgendwelchen Papier-Zeitungen aufgeilen, ist deshalb reichlich naiv.
    Aber was tut man nicht alles, um so einen Blog mit Text zu füllen.

    • cmh (kein Partner)
      05. Dezember 2011 08:53

      Reibebaum!

      Auch bei ähnlichen Ansichten gibt es doch noch gewisse Differenzierungen. So auch hier.

      Niemand wird als Sado-Maso-Perversitätenliebhaber geboren. Es steigt auch niemand sofort auf die hardcore-Linie auf. Es beginnt auch niemand als GroKo (Großkorruptionist).

      Es sind die kleinen Dinge, die die ganze Sache in die falsche Richtung lenken.

      Die kleine Gefälligkeit, die man dem Referenten erweist und die freundschaftliche (2 Bedeutungen) Begrüßung, die die Sache zum Vorteil wenden. Hier entsteht die Korruption.

      Und es ist die Ubiquität sexueller Inhalte, die den Sittenverfall bewirken. Bei der laufenden Werbung mit der unvermeidlichen Nackerten (auch wenn diese ästhetisch ansprechend sein sollte) fällt die erste Bastion, automatisch ergibt sich dann die Bademode in der Innenstadt und die Ohnemode an den Stränden.

      Was sollten denn dann die armen Hübschlerinnen machen, die müssen ja mit immer härteren Bandagen schauen, dass sie ins Geschäft kommen.

      Und so weiter und so weiter.

      Aber ich höre auf, bevor ich noch mein Herz für den Feminismus entdecke.

    • Segestes (kein Partner)
      05. Dezember 2011 09:54

      Im Pompeji sind auf zig Hausänden ziemlich explizite Darstellungen zu finden,
      um die potentielle Kundschaft z.B. auf die Vorzüge von gewissen Damen des horizontalen Gewerbes aufmerksam machen sollen.
      http://tinyurl.com/c9vun25
      Man sieht, alles irgendwie schon einmal dagewesen.

      Auch das Christentum war nicht immer so verklemmt ^^
      http://www.johannes-apokalypse.de/tafel21.jpg

      Ich sehe in dem ganzen Sex-Tralala weniger einen sittlichen Verfall, sondern einfach den manipulativen Frontalangriff auf einen der stärksten menschlichen Instinkte.
      Wir unterscheiden uns von einem triebgesteuerten Trilobiten eben weniger als uns lieb ist.

      PS: "Hübschlerin" - gibt es einen schöneren Euphemismus für "Nutte"?
      "Sexarbeiterin" klingt doch ziemlich technokratisch.

    • cmh (kein Partner)
      05. Dezember 2011 16:35

      ad Pompeij

      Wenn ich mich recht entsinne, dann oblagen in der Antike vor allem Sklaven dem McSex. Die gehobenen Dienste in diesem Metier sind auch heute von ganz anderer Art und werden auch anders geschätzt. Besonders drollig finde ich den von Burckhardt geschilderten Fall, in dem zwei Athener ihre Mittel zusammenlegten um eine etwas teurere Sklavin für die gemeinsamen Interessen abwechselnd zu nutzen. Die beiden waren aber dem Mädchen nicht gewachsen, sie spielte die beiden gegeneinander aus und die Sache endete vor Gericht. Peinlich - aber dass die Uhren damals anders liefen ist daraus leicht zu sehen.

      Also Beispiele aus der Antike sind nur mit großer Vorsicht zu benutzen.

      Sei es wie es sei, eine etwas gehobenere Sexualmoral zu haben ist nicht notwendigerweise mit verklemmt gleichzusetzen.

      Und auch aus der Tatsache, dass wir uns in sehr wenigen Dingen von triebgesteuerten Trilobiten unterscheiden bedeutet noch lange nicht, dass wir uns auch triebgesteuert wie die Trilobiten benehmen müssen. Und genau da liegt der Unterschied.

      Oder ernähren Sie sich nur mit Junkfood vom Schachtelwirten, das ja bekanntlich auch seine Funktion erfüllt? Nein, einen Geschmack an feineren Dingen haben Sie sicher auch.

      Wenn Sie schließlich den manipulativen Frontalangriff beklagen, dann bedeutet eine verfallene Sexualmoral vor allem, dass diesem Angriff nichts entgegengesetzt werden kann.

  13. Carlo (kein Partner)
    05. Dezember 2011 02:41

    Eine grandiose Rede und ein Plädoyer für Europa vom 92-jährigen (!) Altkanzler Helmut Schmidt: http://www.youtube.com/watch?&gl=US&hl=de&client=mv-google&v=3clNsHRoUBI&nomobile=1

  14. Rosi
    04. Dezember 2011 23:07

    'Jetzt wollen wir nur noch hoffen, dass künftig die Polizei wieder sofort erscheint, wenn sie von jemandem in Not angerufen wird. Oder dass sie gleich a priori an den wirklichen Aggressionspunkten präsent ist.'

    Nachdem unsere 'geliebten' rot-grün gefärbten Medien die Polizei 'zusammenhauen', wann immer sie normale Menschen beschützt, wie es auch ihre Aufgabe ist, erhoffe ich mir da wenig Besserung. Wenn ich für die Erfüllung meiner Pflicht dauernd Watschen kassiere, gebe selbst ich auch irgendwann auf ...

    Es gibt eigentlich immer weniger Zeiten, wo ich mir die österreichischen Medien nicht zum Teufel wünsche - vielleicht ein guter Wunsch für morgen, da ist ja Krampus :-)

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  15. Die_Lippe
    04. Dezember 2011 17:41

    S.g. Herr Dr. Unterberger,
    es tut gut, im Tagebuch einmal auch etwas Positives über die österreichische Innenpolitik zu lesen. Insbesondere der junge Staatssekretär Sebastian Kurz - anläßlich seiner Bestellung mit Häme überschüttet - macht seinen Job bisher ausgezeichnet und liegt daher in Umfragen (nicht überraschend) seit Wochen an der Spitze aller Regierungsmitglieder.

    • Josef Klaus
      04. Dezember 2011 20:02

      Herr Sebastian "Geilomobil" Kurz ist deshalb beliebt, weil er nichts tut.
      Wer nichts tut, kann auch keinen Fehler machen.
      Und das Wenige was hinaus dringt ist komplett gecoacht, also nicht authentisch.
      Wenn selbst Kurz in den Umfragen vorne ist, liegt das weniger an seiner Performance als an der katastrophalen Performance der anderen Politiker.
      Zum Glück ist die ÖVP klug genug Kurz nicht als Parteichef zuzulassen auch wenn es die eine oder andere Stimme für ihn gegeben hätte.
      Er steht nicht zur Verfügung weil er weiß, dass er niemals eine Mehrheit bekommen hätte.

  16. Josef Maierhofer
    04. Dezember 2011 14:28

    Lichtblicke.

    Wir brauchen noch viele davon, um wieder auf die Spur zu kommen, auf die Spur von Eigenverantwortlichkeit, Liberalismus, Sparsamkeit, Anständigkeit, Klugheit, Fleiß und aller anderen heutzutage so wenig genannten Tugenden.

    Arbeiten wir an der Durchforstung der Gesetze, der Reform des Föderalismus und an der Reform der überbordenden Verwaltung, an den wirksamen Maßnahmen zur Schuldenbekämpfung, wie Privilegienabbau, Vermeidung von Verschwendung, Bekämpfung der Korruption, an der Disziplin, an der Verbesserung der Schulen, statt der Verwässerung der Schulen, an dem Miteinander durch die kommenden schweren Zeiten.

  17. Undine
    04. Dezember 2011 12:20

    Diese "Pressestunde" war es wert, gesehen zu werden. Der Rechnungshof-Präsident Dr. Josef Moser war hervor-ragend in jeder Weise. Ich konnte nicht umhin, immer wieder Vergleiche zu ziehen zwischen der Person Werner Faymann, "unserem" [nicht durch meine Schuld! :-) ]amtierenden Bundeskanzler, in dessen schwache, patscherte Hände leider das Schicksal Österreichs gelegt worden ist und der Persönlichkeit des Dr. Moser, der zwar auch eine wichtige Aufgabe für unser Land erfüllt, aber in dessen Händen Ö tausendmal besser aufgehoben wäre.

    Ein BUNDESKANZLER Dr. Josef MOSER würde mich wieder mit Zuversicht erfüllen.

    • Wertkonservativer
      04. Dezember 2011 12:52

      Liebe Undine,

      habe die Sendung (Pflichtgegenstand!) auch gesehen.

      Wenn Dr. Moser an der Spitze der FPÖ stünde, wäre ich (trotz meiner bisherigen ÖVP-Lastigkeit) der Erste, der ihn wählen würde!

      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  18. brechstange
    04. Dezember 2011 09:16

    Gleich wo man hinkommt oder hinschaut:

    Heute wird beworben, es wird eingeführt und wenn es nicht funktioniert, dann werben und drehen wir solange weiter bis die Verantwortlichkeit verwischt ist oder man nicht mehr in Verantwortung steht oder man vergräbt sich weiter um das Scheitern nicht zugeben zu müssen.

    Wir sind eine Ankündigungsgesellschaft mit aufgeblähtem Geldvolumen, das zu Fehlallokationen führte und mangels wirklicher Lösungen weiterhin zu Fehlallokationen führt. Dafür wird vielen Schuldigen, ja die gibt es, vorübergehend ein Ausweg geschaffen. Ob es diesen Ausweg geben wird, da liegen Meinungen weit auseinander. Ein Hoffnungsschimmer ist die "alternativlose" Inflation für die Politiker, die ja hoffen, dass die Menschen das nicht bemerken und daher schmerzlos sein wird.

    Da spricht ein portugies. Wirtschafts-Kolumnist ein grundlegendes Problem der Eurozone an:

    "Aus dem Spiegel:
    Völlig einverstanden ist damit der Kolumnist der Lissabonner Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios. Er titelt: “Deutsche sollen alles zahlen!”

    Ich bin ein Bewunderer, ja fast Neider der deutschen Organisation, Disziplin, Kultur und Technik. Aber jetzt wird deutlich, dass Frau Merkels übertriebene Orthodoxie in Wirtschafts- und Finanzfragen zum Ende des Euros und der Europäischen Union führen wird, wie auch zu dem Gefühl, dass Deutschland schuld daran ist. [...] Es sei denn Frau Merkel gäbe ihre Orthodoxie auf und erklärte den Deutschen, dass das Geldausgeben im Rest Europas reichlich durch Kredite für deutsche Produkte gefüttert wurde."

    Für mich zeigt diese Meinung eindeutig die Fehlentwicklung in Europa auf. Man kauft in Deutschland kreditfinanziert ein, bezahlt über die Bank, der deutsche Unternehmer bekommt das Geld und zu unserem großen Glück gibt es die Target2-Salden bei der EZB und den Notenbanken und niemandem fällt auf, dass der Kaiser nackt ist. Der eine hat bezahlt, der andere hat bekommen, dazwischen türmt sich inzwischen bei der EZB ein Turm von etwa 460 Milliarden Forderungen der Bundesbank an die EZB. Somit wird hier heimlich Geld gemacht und niemand bemerkt es, dass der Kaiser ohne Kleider ist. Und die Portugiesen, Griechen, usw. kaufen weiter frisch und fröhlich ein auf Schulden, die die Deutschen dann bezahlen bzw. die deutsche Wirtschaft belebt. Und somit haben wir den perfekten Sündenbock, die Deutschen haben ja profitiert. Dass die anderen zwar Geld ausgeben, aber gleichzeitig nicht ihre Strukturen verbessen, reicht offenbar nicht zum Sündenbock. Die Insitutionen sind ja entsprechend besetzt für Werbung und Ankündigung.

  19. Wertkonservativer
    04. Dezember 2011 07:03

    Halleluja!
    Mein Flehen wurde erhört!
    Sonntag ist's, und unser Dr. Unterberger "thinks positive"!

    Ein gutes Wort für den jungen Staatssekretär (auf den ich einige Hoffnungen setze!), nicht nur Negatives über die beiden selbstverschuldeten Ungustln Mikl-Leitner und Ostermayer; auch sonst positive Reaktionen für Geschehnisse im Land und in der Welt!

    Wie heißt es (etwas abgewandelt) so schön:
    "Ein guter Tag beginnt mit einer guten Nachricht"!

    Und wenn man sich dann heute im Kurier auf den Seiten 4 und 5 noch das Interview mit dem "glühenden Europäer" Faymann zu Gemüte führt, dann ist man zumindest als leidenschaftlicher EU-Befürworter schon fast im siebenten Himmel!
    Wenn er das alles ernst meint und dann auch entsprechende Handlungen setzt (was ich leider eher bezweifle), wird er von mir nie mehr "geschumpfen" werden!

    Einen schönen Sonntag Ihnen allen!

    Ihr heute recht zufriedener Wertkonservativer!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  20. Karl Rinnhofer
    04. Dezember 2011 01:53

    Einige Ergänzungen zu den im Kommentar zu Recht positiv bewerteten Maßnahmen in der Steiermark und in Kärnten. „Einige Steirerschwatzer vom Intelligenzzuschnitt der Frau Karl und des Herrn Schilcher“: Es ist schon erstaunlich, dass sich dort gerade Prominente aus der ÖVP besonders pointiert für die Gesamtschule stark machen; dazu gehören keineswegs nur die beiden; ich erinnere an den Ex-ÖVP-Landesgeschäftsführer Andreas Schnider (der wie der Ex-ÖVP-Landesschulratspräsident Schilcher prominent im Androsch-Bildungsvolksbegehren auftrat), an die ÖVP-Landesrätin Edlinger-Ploder (die sich seit langem mit der Gesamtschule identifiziert), den aus der Steiermark stammenden Chef der Industriellenvereinigung und der ÖVP zuzurechnende Veit Sorger. Auch innerhalb der Schulhierarchie samt „flankierender“ Behörden (Schulaufsicht, schulpsychologischer Dienst etc.) gebärden sich einige prominente ÖVP-Vertreter, als ob sie die Gesamtschule erfunden hätten. Sie glauben, diese mit Gewalt durchsetzen, alle sich dagegen kritisch Äußernden oder Leistung Einfordernde als „Verdächtige“ abschießen zu müssen. Bis in die Dienststellen wirken hinein werken rhetorisch-dialektisch geschulte Ideologen in brisanter Funktion innerhalb der Schulhierarchie am Zusammenbruch des Gymnasiums („der bürgerliche Bildungskanon muss für obsolet erklärt, unwirksam gemacht und letztlich eliminiert werden!“) und instrumentalisieren so manchen „karrierebewussten“ Opportunisten zu auffallend geringem Widerstand gegen diese Ansinnen und dazu, ehemalige Grundsätze aufzugeben; sich stromlinienförmig-angepasst unvereinbar zu den Ergebnissen eigenen Vernunftgebrauchs zu äußern oder danach zu handeln, um in „vorauseilendem Gehorsam“ nicht anzuecken - Ein weiterer Punkt, dass die ÖVP sich selbst schwächt und für viele kein Identifikationsangebot mehr bietet.

    Wie richtig die einseitige Bevorzugung und unsymmetrische Dotierung der „Neuen Mittelschule (gegenüber Hauptschule und Gymnasium ist), mag eine Tatsache zeigen: - In den Gymnasien werden fallweise nicht einmal für gesetzlich vorgesehenen Gruppenteilungen, plakativ verkündeten neuen Klassenschülerhöchstzahlen (25) die notwendigen „Werteinheiten“ zugewiesen, nach wie vor gibt es Klassen mit über 30 bis 36 Schülern; denn „es muss gespart werden“. In der NMS leistet man sich „Teamteaching“ auch in Zeichnen und in Kleinstgruppen. Trotzdem wagt man sich trotz vergleichsweiser Traumausstattung nicht an die Evaluierung der Ergebnisse.

    Es bleibt ein schwacher Trost: Immense, numerisch auszuweisende Steigerung des (von ungefragten Steuerzahlern erarbeiteten) finanziellen Inputs als „Erfolge“ zu verkaufen, ohne die Ergebnisse zu überprüfen, hat auch in vielen anderen Beeichen Methode.

    Ich kehre wieder zur unkonsequenten ÖVP zurück: Die Ex-ÖVP-Ministerin Gehrer verkündigte im Vorjahr via Fernsehen, Ihre Enkel würden „selbstverständlich“ die Neue Mittelschule besuchen, denn das sei der derzeit beste Schultyp. ÖVP-Landesschulratspräsident Enzenhofer erwog sogar öffentlich ein Verbot von Privatschulen, sollen diese nach den Reformen der Öffentlichen Schulen Überhand nehmen. - Es könnten wohl zu gescheite Leute herauskommen – das ist folgerichtig unerwünscht.

    Zur erfreulichen erwähnten Tatsache, dass für Heime in Kärnten wieder Kostenbeiträge von Angehörigen verlangt werden: Das ist mittlerweile (gottlob) auch in der Steiermark so; genauso wie man den Gratiskindergarten wieder abgestellt hat. Eine Schattenseite mag sein, dass auch hier das flächendeckende Prinzip Umverteilung gilt: Soziale Staffelungen bei Beitragsleistungen nach Einkommenshöhe. Doch ist das in diesem Fall möglicherweise als Kompromiss gegenüber dem Vollkasko-Alles-Muss-Gratis-Sein-Staat zu werten, dessen Wohlfahrts-Dimension radikal zurückgefahren werden muss. Jedenfalls ist es primär Pflicht von Angehörigen, sich um bestmögliche Betreuung selbst zu kümmern und nicht alles der Solidargemeinschaf Staat zu überantworten. Wirklich überraschend ist es nicht, Pflegebedürftigkeit älterer Menschen zu antizipieren und zeitgerecht Ressourcen abzustellen.

    Dass man Positives Handeln unabhängig von der Provenienz der sie Setzenden herausstreicht, ist gut. Ich danke an dieser Selle ausdrücklich allen, die meine diesbezüglichen Appell im letzten Posting positiv aufnahmen.

    • mike1
      04. Dezember 2011 09:16

      gute ergänzung des unterberger-kommentars !

    • Buntspecht
      04. Dezember 2011 09:37

      Enzenhofer wollte mit dieser Aussage nur die Befürworter aus dem kirchlichen und "schwarzen" Bereich vor Augen führen was passiert, wenn linke Schulträume Wirklichkeit werden, dass man dann Privatschulen verbieten muss, weil alle, die sich eine ordentliche Bildung wünschen und leisten können, dorthin abwandern würden!! Die Einheitsschule wäre erst recht eine Restlschule für diejenigen die nicht das notwendige "Kleingeld" haben.

    • Undine
      04. Dezember 2011 10:38

      @Karl Rinnhofer

      *******!
      Es ist immer wieder von neuem zutiefst erschütternd und irritierend, daß die Schule ein ständiger Zankapfel der politischen Parteien ist; nicht die wichtigste und hehrste AUFGABE der Schule, nämlich den Kindern und Jugendlichen in bestmöglicher Form WISSEN zu vermitteln und sie so gut wie möglich aufs Leben vorzubereiten (unter tatkräftiger Mithilfe der Eltern!), steht im Vordergrund, sondern das Austoben machtbesessener Leute (auf dem Rücken der Schulkinder), um den Machterhalt des (schädigenden) Einflusses der Politik zu sichern.
      Es ist eine Tragödie, daß das Lehrpersonal weitestgehend nach dem Parteibuch und nicht nach der tatsächlichen Eignung ausgesucht wird.

    • Undine
      04. Dezember 2011 16:27

      @Zusatz:
      Die Freiheitlichen sind ohne Schuld am Schuldesaster, denn sie haben als Partei--leider-- in der Schulpolitik nichts zu sagen. Ein "blaues" Parteibuch ist ein Hindernis für eine Lehrkraft. Den Grünen hingegen gelingt es, trotz der geringen Zahl an Wählern gerade im Schulbereich aus unerfindlichen Gründen "tonangebend" zu sein das nützen sie weidlich aus, um auf diesem Wege ihre verqueren Thesen zu verbreiten.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. Dezember 2011 00:54

      "Ungefragte Steuerzahler" ist etwas relativ; die SPÖ hat auch vor den Wahlen nie ein sonderliches Hehl aus ihrer Bevorzugung der NMS gemacht.

  21. libertus
    04. Dezember 2011 01:47

    Wenn nur die Intelligenten und Aufrechten mehr auf die Anderen abfärbten, dann könnte man Politiker wie Mikl-Leitner und Ostermayer noch viel öfter loben und letzten Endes gilt das natürlich auch für den Rest der Welt!

    Jedenfalls ein versöhnlicher Tagebucheintrag - womöglich zum Auftakt der Adventzeit? Danke!

    • Cotopaxi
      04. Dezember 2011 07:32

      Vielleicht sollte ich mir auch einmal einen oder zwei Weihnachtspunsche gönnen, denn dann sieht die Welt und die österreichische Innenpolitik offensichtlich gleich ganz anders aus.

    • HJR
      04. Dezember 2011 10:05

      @Cotopaxi
      Jetzt habe ich endlich verstanden, warum manche Politiker so oft "im Öl" sind! Diese österreichische Sch...politik muss man sich ja schönsaufen.

  22. Amtsbekannt
    04. Dezember 2011 00:56

    No, Herr Dr. Unterberger!
    Heute ham´a aber die Spendierhosen an.
    So VIEL Lob für so wenig Leistung.
    EIN MAL eine gute Tat und schon werden "sie" gelobt und gestreichelt..

    • RR Prof. Reinhard Horner
      04. Dezember 2011 01:46

      reinhard.horner@chello.at

      Warum nicht positiv bewerten, wenn es etwas hierfür gibt? Ein Waten im Unzulänglichen kann´s doch nicht bringen. Oder?





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