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Die Sorgen der Schweizer möchte man haben

Lesezeit: 2:30

Andere Länder, andere Sorgen – warum eigentlich? Das zeigt eine Umfrage bei den wahlberechtigten Schweizern. Diese werden alljährlich nach ihren größten Sorgen befragt. Und dabei zeigt sich wieder einmal, dass die westlichen Nachbarn eine gesunde Weisheit besitzen, ohne auf die medial modischen Themen zu achten.

Denn sie fürchten sich am meisten vor der Arbeitslosigkeit. Die zweitmeisten Sorgen bereiten ihnen Ausländerfragen. Und an dritter Stelle folgt die Wirtschaftsentwicklung – in Wahrheit nur ein anderes Wort für Arbeitslosigkeit.

Das klingt noch nicht so aufregend. Viel spannender ist, welche zwei Sorgen aus der Liste der zehn meist genannten Sorgen hinausgekippt sind: Umweltschutz und europäische Integration.

Das heißt: Jene Umwelt-Themen, mit dem Medien, NGOs und Grüne europaweit seit Jahr und Tag für ständige Panik-Schlagzeilen gesorgt haben – vom Waldsterben bis zur globale Erwärmung – lösen heute nur noch Langeweile aus. Durchaus zu Recht, da die meisten grünen Weltuntergangs-Prognosen so haltbar waren wie jene von Sektenpredigern. Vielleicht ziehen auch anderswo Politiker ihre Schlüsse daraus und verbrennen nicht mehr Milliarden für hässliche und teure Windmühlen und Schutzgeldzahlungen an die grünen NGOs. Das tun sie auch, freilich noch nicht in Österreich: So immerhin vor einigen Tagen gleich sechs Umweltminister aus osteuropäischen EU-Staaten vor einer Verschärfung der (sauteuren) EU-Klimaziele gewarnt. Das war mutig - und zeigt, dass man auch von östlichen Nachbarn etwas lernen könnte.

Aber auch das gewachsene Schweizer Desinteresse an der europäischen Integration ist signifikant. Angesichts des derzeitigen Zustandes der EU ist die Mitgliedschaft in der Union nur noch in Beinahe-Drittweltstaaten zwischen Balkan und Kaspischem Meer ein interessantes Thema. Die Schweizer wenden sich mit Grausen ab (haben freilich durch viele bilateralen Verträge mit der EU ihre Interessen auch längst geregelt).

Das heißt nun sicher nicht, dass für ein EU-Mitglied ein Austritt eine sinnvolle Option wäre. Das heißt aber ganz gewiss, dass die Hausaufgaben jedes Landes auch wirklich zu Hause gemacht werden müssen; und dass gerade bei nüchternen Alemannen das real existierende EU-Prinzip wenig Begeisterung auslöst: Wir verschulden uns heute, um unsere Wähler zu bestechen, und zahlen tun dann morgen die anderen. Weil die müssen ja solidarisch sein, sonst beschimpfen wir sie.

Nach dem jüngsten Gipfel wird es jedenfalls kaum Europäer geben, die noch hochmütig auf die Schweizer herabblicken, die meinen, dass man von den Eidgenossen nichts lernen könnte. Es war jedoch nicht die EU, die Österreich im laufenden Jahr zu einem Defizit gezwungen hat, das rund fünf Mal so groß ist wie jenes der Schweiz. Es war die Begehrlichkeit der Österreicher selber. Ihr Pensionssystem, ihre ÖBB, ihre vielen Subventionsbezieher, ihre Landeshauptleute. Die diversen Solidaritätsaktionen für Griechenland&Co haben sich hingegen noch gar nicht im Budget niedergeschlagen. Noch nicht.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2011 01:45

    Auch Österreich war bis vor nicht allzu langer Zeit ein kleines, stolzes und wichtiges Land im Herzen Europas. Mit dem EU-Beitritt wurde uns sowohl die Wichtigkeit als auch der Stolz genommen und eingehandelt haben wir uns im Gegenzug ein teilweise hausgemachtes Finanzdesaster durch Verschwendung sowie höchst ungerechte Umverteilung sowohl im Inland als auch international, indem wir nunmehr die Mißwirtschaft in anderen Staaten mitbezahlen dürfen.

    Schweiz - Du hast es besser, EINDEUTIG!

  2. Ausgezeichneter Kommentatoreudaimon
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2011 11:05

    In dem Maße wie die Asyl-u.Immigrationsfrage mit der Europäischen Integration
    sozialistisch aufbereitet wurde ,ging es mit der Republik Österreich politisch,wirtschaftlich und kulturell bergab!!Als dann die Protagonisten dieses
    fatalen Kurses ihre Felle davonschwimmen sahen(2000) wurde es zusehends kriminell-
    gegen Vaterland ,Christentum und traditionellen Usancen ,die allsamt der Lächerlichkeit bis Verfolgung via gekaufter Medien und Rechtsstaatlichkeit preis-
    gegeben wurden!
    Facit dieser sozialistischen Einheitswurst sind Staatskünstler,Bildungsleere,
    Unästhetik,Genderismus,Niedergang der Spitäler und Universitäten,Radikalismus
    aller Underdogs,Atheismus+-Islamismus und letzlich Verlust von Recht und Ordnung - das alles hinter dem Schutzschirm einer perfiden linkslinken
    Wohlfahrt,die nur vom Erarbeiteten und Gesparten der Fleissigen und Tüchtigen
    bisher existierte;doch jetzt in der Weltwirschaftskrise schreien die Gleichen
    Gewerkschafter,Arbeiterkämmerer und Parteigenossen - her mit erurem Zaster!!!
    Gute Nacht Österreich!

  3. Ausgezeichneter KommentatorPannonicus
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2011 10:16

    Schutzgelderpressung und Ablaßhandel – das sind die wahren Ziele der Öko-Apokalyptiker. Erinnern möchte ich an die „Shell-Bohrinsel“ Brent Spar – die erstens gar keine Bohrinsel, sondern eine Speicherinsel war und zweitens zur Hälfte Esso gehörte. Warum war sie keine „Esso-Bohrinsel“ oder wenigstens eine „Shell-Esso-Bohrinsel“? Wohl weil man bei Esso rechtzeitig „gespendet“ hat. Daß die „Familie“ – sprich: Greenpeace – die auf Brent befindliche Menge an Schadstoffen um das Fünfzigfache übertrieben hatte, ging in der künstlich erzeugten Massenhysterie dann weitestgehend unter.

    Erinnert sei auch an Hainburg: Die „Familie“ flog damals extra den früheren WWF-Präsidenten und Großwildjäger Prinz Philip ein, um die „Auhirsche“ zu retten. Der Prinz ließ sich nicht lang bitten, wo doch jedes Wasserkraftwerk weniger der eigenen Sippe nützt, die tüchtig in Öl- und Atom „macht“.

    Und der Handel mit „Verschmutzungs-Zertifikaten“ unterscheidet sich vom Ablaßhandel nur dadurch, daß die einst eingenommen Gelder unter anderem auch zur Schaffung großartiger Kunstwerke verwendet wurden, während das, was heute den Konsumenten und Steuerzahlern abgepreßt wird, direkt oder indirekt den korrupten Potentaten und „Partnern“ in der Dritten Welt zugute kommt. Die dann ihrerseits „ihr“ Geld wieder in jenen Ländern anlegen, wo die Auftraggeber des Öko-Volksbetrugs sitzen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2011 11:36

    Weiter unten schreibt Sokrates: „...Staaten, die das Steuergeld verwirtschaftet haben, suchen ebenfalls nach Geldquellen und greifen gerne in Pensionskassen oder in die Sozialversicherungskassen.“
    Sokrates beschreibt dann das „Drei-Säulen-System“ in der Schweiz und merkt an: „...Die Pensionskassa der Schweiz erwirtschaftete einen Überschuß !!!!!“
    Im Gegensatz dazu ist das Österreichische Pensionskassengesetz eine Fehlkonstruktion. Wie kam es dazu?
    Vor den Pensionskassen hatten Firmen Pensionsverträge, die ihren Mitarbeitern zusätzlich zur ASVG-Pension den Einbruch ihrer Einkommen abmildern sollten. Privatangestellte haben nämlich gegenüber dem öffentlichen Dienst sehr bescheidene ASVG-Pensionen. Um trotzdem den Bedarf an fähigen Mitarbeiter zu erreichen, mußten sie - vor allem Großfirmen - diese durch Vorteile an sich binden. Einerseits zahlten kleinere Firmen (ohne Zusatzverträge) für Spezialisten besser, anderseits sollte gesichert sein, daß Know How nicht zur Konkurrenz abfloß. Deshalb war die Zusage von Pensionsverträgen bei Führungskräften auch Teil des Dienstvertrages. Mit Einführung der Pensionskassen wurde vorgegaukelt, daß diese eine win-win-Situation für Firmen und Mitarbeiter darstellen. Für die Firmen, weil eine einmalige (!) Einzahlung in die Pensionskasse möglich war, wofür langfristig die Firmen von Pensionszahlungen befreit wurden und angeblich auch für die Mitarbeiter, weil Pensionskassen überleben können, selbst wenn die Firma nicht mehr existiert. So wurden Ende der 90-er Jahre die Mitarbeiter kollektiv (über Betriebsrat) oder einzeln (Führungskräfte) mehr oder minder gezwungen auf das Pensionskassenmodell umzusteigen. Das Pensionskassengesetz ist extrem unübersichtlich, seine Konsequenz aber höchst einfach: Die Firmen konnten - gesetzeskonform(!) - viel zu wenig einzahlen, die Annahmen der Kapitalisierung (Performance) waren unrealistisch optimistisch. Wie dem auch sei, es wurden Verträge geschlossen, deren Einhaltung keine Kürzungen vorsah. „Pacta sunt sevanda“ - das Prinzip der Vertragstreue im Recht! Bei Übergang zu Pensionskassen wurden ausschließlich(!) nur Verbesserungen – meist sogar schriftlich - zugesagt. Sobald die Pensionskassen gegründet waren, entdeckte die Finanzwirtschaft darin eine risikolose Einnahmequelle – sie verdrängte –„vergaß“ – nämlich bisher gemachte Zusagen. Ab ca. 2004 begannen einseitige Änderungen am Pensionskassengesetz mit Kürzungen, die Pensionisten hatten und haben kein Mitspracherecht! Also: Alles gegen Treu und Glauben!. Ein Rechtsvertreter Klagender meinte später:
    Seit Abschaffung der Sklaverei habe es keine gesetzliche Regelung wie bei den Pensionskassen gegeben, über deren Vermögen verschiedenste Stellen (mit Eigeninteressen!) entscheiden/verfügen können, hingegen aber die auf das Vermögen Anspruchsberechtigten keinerlei Einfluß haben. Kurzfassung: Vom Anspruchsberechtigten zum Bittsteller.
    Der Gesetzgeber habe ein Gesetz geschaffen, daß der Finanzwirtschaft eine risikolose Einnahmequelle erlaube.
    Derzeit geplante Gesetzesänderung bringen für Pensionisten keine Besserung! Ergebnis: Statt (wert-) gesicherter Pensionen werden diese von Jahr zu Jahr geringer. Innerhalb von 10 Jahren kommen Halbierungen(!) der Pensionen vor.
    Aber auch die aktiven Mitarbeiter finden für ihre Einzahlungen in die Pensionskasse noch kein wesentlich besseres Gesetz vor: Solange keine Nachschußpflicht vereinbart ist, sind günstigstenfalls nur geringere Verluste zu erwarten. Die Pensionskassenlobby beharrt bzw. drängt eben noch immer auf für sie risikolose Gesetze.
    Soviel zur Lage für die das wirtschaftliche Rückgrat bildende Schicht der nicht im öffentlichen Dienst Tätigen in Österreich im Vergleich zur Schweiz oder anderen Westeuropäischen Staaten.

  5. Ausgezeichneter KommentatorGeheimrat
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2011 17:13

    Leserbrief aus der "Presse":

    Trennen was nicht zusammengehört oder austreten - es gibt sonst keinen vernünftigen Weg. All dieses Gemurkse der ums überleben kämpfenden EU Institiutionen kostet uns den hart erarbeiteten Wohlstand. Die geplante Schuldenunion ist nichts als ein europäischer Umverteilungskommunismus, die Umgehung des Lissabonvertrages durch bilaterale Abkommen eine kalte Abschaffung der demokratischen Rechte der Staaten.

    Dabei wäre es so einfach, jedes Land kehrt zu seiner nationalen Währung zurück, die EU wird auf eine Wirtschaftsgemeinschaft reduziert, so wie sie vor der Euro-Einführung recht gut funktioniert hat. Jedes Land ist für sein eigenes Budget verantwortlich, wenn es schlecht wirtschaftet, muss es abwerten.

    Der Euro ist keineswegs unumkehrbar, die EU ist keine Schicksalsgemeinschaft. Mit solchen Durchhalteparolen soll natürlich jede Diskussion im Keim erstickt werden. Es gibt immer Alternativen; sonst müssten ja Länder wie Schweden oder Dänemark bzw. wie Norwegen oder die Schweiz schon längst pleite sein.

    Jetzt faseln schon wieder alle von Verträgen, die Kompetenzen nach Brüssel verlagern sollen, ohne das Volk darüber zu befragen. Dabei ist doch klar, je mehr wir uns an irgendwelchen Rettungsschirmen beteiligen und je mehr Verpflichtungen wir eingehen, umso tiefer stecken wir drinnen. Milliarden werden einem verlorenen Projekt nachgeschmissen, während der Bevölkerung zu Hause immense Sparpakete auferlegt und die Steuerschraube angedreht wird.

    In Wahrheit sind die Politiker mit ihrem Latein am Ende, was natürlich niemand zugeben kann. Und in Wahrheit ist die EU am Ende, was natürlich nicht sein darf. So wird man weiterwurschteln und lieber noch hunderte Milliarden Euro hineinbuttern, bevor man zugeben wird, sich geirrt zu haben.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2011 17:58

    Lieber @phaidros

    Sie dürfen hier gerne den "advocatus diaboli" geben, aber meine Sichtweise bleibt wie oben beschrieben, nämlich daß unsere Ausgangsposition seit Jahren schlechter wird und eher die Segnungen, welche uns die Politiker mit dem EU-Beitritt versprochen hatten, sich fast allesamt in die von Ihnen zitierte Mythen auflösen.

    Zum Glück wurde die Schweiz bei entsprechenden EU-Abstimmungen von ihren Volksvertretern offensichtlich nicht so schamlos belogen!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Dezember 2011 14:51

    Positive Meldungen aus Italien, die sich auch unsere Politiker zu Gemüte führen sollten - 50 Prozent weniger Gehalt für Italiens Politiker.

    http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/art391,777435

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorxRatio Partner Homepage
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Dezember 2011 00:08

    Für alle, die es noch immer nicht begriffen haben.

    Das sozialistische, "egalitäre" WAHLRECHT gehört geändert!
    (Zensuswahlrecht oder wie im alten Griechenland Losverfahren)

    Wer zahlt, schafft an!
    Gilt überall, wieso nicht auch in einem Staat.

    Wenn Ihr das nicht endlich begreift, dann nützt Euer rührseliges Gejammer über dessen tausendfache, verheerende Folgen rein gar nichts!!
    Dann geschieht Euch ganz recht. :-(

    http://mehr-freiheit.de/
    xRatio


alle Kommentare

  1. Angel (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:19

    You have shed a ray of susinnhe into the forum. Thanks!

  2. Naotaka (kein Partner)
  3. Hugo (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:42

    This "free sharing" of inmiofatorn seems too good to be true. Like communism.

  4. Gien (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:37

    Haha, shouldn't you be charging for that kind of kn?lwedgeo!

  5. Menna (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:14

    Heya just wanted to give you a brief heads up and let you know a few of the pirtecus aren't loading correctly. I'm not sure why but I think its a linking issue. I've tried it in two different web browsers and both show the same outcome.

  6. Rebeca (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:05

    Love your banner, Renee! It is adloabre!! And every trick or treater is going to grab up all those adloabre tubes! I love the buttons and tulle idea!!! You have inspired me! I think I have only 2 tubes left, and have to make these for girlfriends!! NEED to BUY MORE!!

  7. Rebeca (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:03

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  8. Staysha (kein Partner)
    19. Dezember 2011 17:42

    There's nothing like the relief of fidning what you're looking for.

  9. kaffka (kein Partner)
    12. Dezember 2011 11:23

    phaidros
    10. Dezember 2011 21:47

    Die Tatsache, dass unser Export zu 75% in die EU gehem und die Importe zu 70 % (oder umgekehrt) aus der EU kommen, hat nichts damit zu tun ob wir in der EU sind oder nicht.
    Man kauft und verkauft dort wo man am besten bedient ist. Alles Gegenteilige wird zwar gebetsmühlenhaft wiederholt, bewiesen ist es aber bisher noch nicht (s. auch Ederer-Tausender! etc)

    • phaidros
      12. Dezember 2011 18:38

      Man kauft und verkauft dort wo man am besten bedient ist.

      Sehe ich grundsätzlich auch so. Und wenn wir nicht mehr dabei sind, werden die anderen bei ihren Ein- und Verkäufen eben nicht am besten bei uns bedient sein.

  10. kaffka (kein Partner)
    12. Dezember 2011 11:10

    Segestes
    11. Dezember 2011 09:11

    Sie schreiben "scheinbar" = zum Schein
    meinen aber "anscheinend" = es scheint als ob.

    Deutsch?????

  11. kaffka (kein Partner)
    12. Dezember 2011 10:41

    Torres
    11. Dezember 2011 11:00

    Die Antwort ist unrichtig: Das Schuldenmachen ist eine Tatsache. Ob die Klimafaselei letztlich eintritt oder nicht ist nicht voraussehbar und ausserdem ist nicht bekannt, was man dagegen tun soll /Ausser schwafeln/

    Bei den Schuldenmachern ist aber klar, dass man diese nicht hätte wählen dürfen. Es gab genügend Möglichkeiten den überspitzten Sozialdrang das Gutmenschentum /mit den dadurch verursachten Kosten/ abzuwählen. Auch die erwachsenden überbordenden Immigrationskosten wollte zumindest eine >Partei abschaffen.
    Dort wäre Gelegenheit gewesen zu sparen.

  12. kaffka (kein Partner)
    12. Dezember 2011 10:32

    Segestes
    12. Dezember 2011 06:00

    Zensuswahlrecht ist ein Fachausdruck und keineswegs "lustig"

  13. xRatio (kein Partner)
    12. Dezember 2011 00:08

    Für alle, die es noch immer nicht begriffen haben.

    Das sozialistische, "egalitäre" WAHLRECHT gehört geändert!
    (Zensuswahlrecht oder wie im alten Griechenland Losverfahren)

    Wer zahlt, schafft an!
    Gilt überall, wieso nicht auch in einem Staat.

    Wenn Ihr das nicht endlich begreift, dann nützt Euer rührseliges Gejammer über dessen tausendfache, verheerende Folgen rein gar nichts!!
    Dann geschieht Euch ganz recht. :-(

    http://mehr-freiheit.de/
    xRatio

  14. Susanna (kein Partner)
    11. Dezember 2011 13:51

    "Es war die Begehrlichkeit der Österreicher selber."
    Das stimmt leider und muss von außen auch so gesehen werden. Trotzdem: Mein Gewissen ist rein, ich habe das weitere Schuldenmachen einfach nicht zu verhindern gewusst... und so wie mir geht es vielen anderen auch. Was hätten wir tun sollen?

  15. Torres (kein Partner)
    11. Dezember 2011 11:00

    "Wir verschulden uns heute ... und zahlen tun dann morgen die anderen" - eine völlig berechtigte Kritik. Andererseits tut Unterberger mit dem Klima- und Umweltschutz genau das gleiche: er ist dagegen, dass wir etwas dafür tun (was natürlich etwas kostet), wodurch die (dann viel höheren) Kosten unseren Kindern und Enkeln auf den Kopf fallen - das findet er offenbar ganz in Ordnung.

    • november (kein Partner)
      11. Dezember 2011 13:04

      Genau. Und das daraus folgende moralische und wirtschaftliche Dilemma versucht Unterberger zu lösen, indem er einfach die Umwelt- und Klimaprobleme leugnet. Leider ist die große weite Welt nicht so einfach gestrickt und wir haben nur einen Planeten.

    • Segestes (kein Partner)
      11. Dezember 2011 15:25

      @november:
      "...und Klimaprobleme leugnet"

      Welche Probleme denn?
      Etwa dass riesige Landstriche auf der Erde, von Kanada über Grönland und Skandinavien, bis nach Russland, plötzlich landwirtschaftlich genutzt werden können?
      Oder etwa, dass in Nordafrika seit Jahren eine Erhöhung des Niederschlags zu verzeichnen ist?
      Und letzteres überrascht den geschichtlich nicht unbewanderten keineswegs, denn im römischen Klimaoptimum - damals war es sogar wärmer als heute - war Nordafrika, mit Ägypten und Karthago (Provinz Africa Proconsularis), die Kornkammer des Reichs.

      Keine Frage, eine Erderwärmung, so sie überhaupt in dem Maße eintritt wie prophezeit (und daran darf gezweifelt werden, wenn man sich ansieht wie sich die tatsächlichen Temperaturkurven seit Jahren immer mehr abflachen), würde punktuell Nachteile mit sich bringen.
      Aber genauso punktuell hätte sie auch Vorteile - niemand bestreitet das ernsthaft. Diese Vorteile werden in der "Diskussion" aber vollkommen totgeschwiegen. Und alleine daran kann man hervorragend erkennen, wie seriös die Erderwärmungs-Propheten agieren. Pardon - jetzt heißt das ja nicht mehr "Erderwärmung", sondern "das Klima wird extremer" - da kann man dann auch Kälteeinbrüche der globalen Erwärmung in die Schuhe schieben. Wie praktisch ^^

    • phaidros
      11. Dezember 2011 19:59

      war Nordafrika, mit Ägypten und Karthago (Provinz Africa Proconsularis), die Kornkammer des Reichs.

      Da muss es aber irgendwo hapern: Ägypten war immer auf das Nilhochwasser mit dem fruchtbaren Schlamm angewiesen. Und den haben sich die Ägypter selbst mit dem Assuan-Staudamm - ja, was ist jetzt das Gegenteil von abgegraben?

      Und auch in Libyen ist es ja offensichtlich nicht zu kalt für Landwirtschaft geworden.

      Oder liege ich da daneben?

      Dass es just dort feuchter werden soll, wenn es wärmer wird, auf den Beweis bin ich aber gespannt. Denn Modellrechnung kann es ja keine werden - die sind ja ungültig, wie uns immer wieder erklärt wird.

      BG phaidros

    • Segestes (kein Partner)
      12. Dezember 2011 05:53

      @phaidros:
      Viele der libyschen Getreideanbaugebiete der Antike, sind in den folgenden Jahrhunderten zu Wüste geworden.
      Und genau in dieser Wüste regnet es nun wieder häufiger.

      Auch in Ägypten gab es abseits des Niels viele große Anbaugebiete für Getreide oder auch Obst. Die Oasen die das ermöglichten, sind mit den sich global verringernden Temperaturen größtenteils wieder verschwunden.

      Ich hätte auch noch Spanien erwähnen können, wo eine ähnliche Entwicklung stattfand. In der Antike ein riesiges Getreideanbaugebiet - danach entwickelten sich große Teile infolge der Abkühlung zu einer Steinwüste (kühlere Luft kann weniger Wasser aufnehmen und transportieren).

      Und wozu halbgare Modellrechnungen, wenn man sich auf Fakten, die auf Beobachtungen vor Ort beruhen, stützen kann?
      Zum erhöhten Niederschlag in Nordafrika, gab es von Arte eine Dokumentation:

      http://videos.arte.tv/de/videos/im_herzen_der_sahara-4261912.html

      Das Video ist gerade nicht verfügbar, der Text dazu gibt trotzdem ausreichend Auskunft.

    • Segestes (kein Partner)
      12. Dezember 2011 05:55

      *Hüstel*, Nil, nicht Niel ;)

    • phaidros
      12. Dezember 2011 06:23

      Danke, das Video werde ich mir gerne anschauen. Arte gehört zu den Sendern, die man sich reinziehen kann, ohne dass Gedanken an Schadenersatzansprüche aufkommen, wie jemand Kluges einmal meinte.

      Zur Verwüstung ist allerdings festzuhalten, dass das Gebiet zur Römerzeit bewaldet war, und wegen des Schiffbaus (und der Thermenheizungen?) abgeholzt wurde. So wie Österreich praktisch ganz Kroatien für seine Flotte abgeschlägert hat, das ebenfalls durchgehend bewaldet war. Dieser Eingriff in die Flora ist endgültig: ein Boden ändert nach Abholzung schlagartig Chemismus und Mikrofauna, kann einfach von Wind und Wasser fortgetragen werden (Erosion), und bleibt dauerhaft weniger bis unfruchtbar. Man kann nicht nach Belieben Wälder aufforsten.

      Auch der Begleittext Ihres Videos spricht übrigens von urzeitlichen und prähistorischen (also mehr als 8 oder 10000 Jahre) Regenfällen, mit der Römerzeit kann das eigentlich nichts zu tun haben. Natürlich kann aber ein allgemeiner Temperaturanstieg lokal auch dazu führen, dass sich das Niederschlagsprofil verändert, warum denn nicht! Bitte aber auch den Satz »Doch Klimaforscher warnen vor allzu einfachen Analogien.« am Ende nicht zu überlesen!

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Segestes (kein Partner)
      12. Dezember 2011 09:03

      @phaidros:
      Italien haben die Römer abgeholzt, nicht Spanien.
      Die Wälder Spaniens wurden erst im Spätmittelalter und in der großen Zeit der spanischen Kolonialreiche systematisch weggeputzt. In der Antike war es sogar so, dass Spanien riesige Olivenbaumwälder besaß (das Olivenöl war sehr ein wichtiges Exportgut).
      Aber das hat mit dem Ackerland dort, dass seit den Zeiten Hannibals kultiviert wurde, nicht wirklich etwas zu tun. Dieses Ackerland war bis ins Frühmittelalter hinein für seine Fruchtbarkeit bekannt. Sueben und vor allem die Westgoten haben sich, nach den Römern, nicht zufällig dort breit gemacht. Von unfruchtbarer Wüste durch Abholzung war in dieser Wärmeperiode keine Rede.

      Zum Video: Da wird gesagt, ist es in Europa wärmer, regnet es in Nordafrika mehr.
      Das sollte demnach auch für die Römerzeit zutreffen, als unsere Alpen gletscherfrei waren.
      Der Begriff "Pasterze" (eh schon wissen, der Name des viel beweinten, dahinschmelzenden Gletschers) kommt aus dem Slawischen der späten Völkerwanderungszeit und bedeutet so viel wie "Viehweide".
      Daran kann man ermessen, um wie viel es einst, ohne Zutun des Menschen, hier bis ins Frühmittelalter hinein wärmer war.

      Ich behaupte übrigens nicht, dass es sich hier um eine "einfache Analogie" handelt.
      Im Gegenteil, ich möchte aufzeigen, dass das Klima komplex ist.
      Gerade diese Komplexität wird ja aber dann verschwiegen, wenn sie auch positive Aspekte beinhalten könnte.
      Und damit habe ich ein Problem.

    • phaidros
      12. Dezember 2011 18:04

      Gerade diese Komplexität wird ja aber dann verschwiegen, wenn sie auch positive Aspekte beinhalten könnte.
      Und damit habe ich ein Problem.


      Völlig richtig! Jeder pickt sich die Rosinen heraus, keine der »Streitparteien« ist bereit, ergebnisoffen an die Sache heranzugehen (die echte Wissenschaft natürlich schon). Ich dachte, das im vorliegenden Fall auch bei Ihnen auszumachen - bitte um Entschuldigung dafür.

      BG

  16. Segestes (kein Partner)
    11. Dezember 2011 06:47

    Zum medial aufgeblasenen Problem "Erderwärmung".

    Von den Grünen und den Medien maßgeblich mitverursachte Reaktionen darauf:

    * Abholzung von riesigen Regenwaldflächen um "Biosprit-Pflanzen" anbauen zu können. Der endgültige Todesstoß für die "Grüne Lunge".

    * Zwangseinführung der auch im Alltagsbetrieb bereits oft giftigen Quecksilber-"Energiesparlampe", die nach ihrem Ableben nachweislich nur selten beim Sondermüll landet. Eine hoch problematische Anreicherung von Quecksilber in der Nahrungskette ist damit vorprogrammiert.

    * Große naturbelassene Flächen werden durch Windparks in Industrielandschaften verwandelt - mit massiven Folgen für Mensch und Tier.

    * Durch Windpark-Anlagen muss das Stromleitungsnetz massiv ausgebaut werden, um Lastunterschiede auszugleichen. Die gesundheitlichen Folgen für viele Menschen, die nun Anrainer solcher Stromtrassen werden, interessiert die Grünen plötzlich nicht mehr, obwohl sie doch bisher immer gegen solche Projekte waren.

    * Ausbau der Wasserkraft, da ja auch "klimaschonend" - dadurch Zerstörung von den wenigen noch naturbelassenen Flusslandschaften und Auen.

    * Die Kernenergie wird (außerhalb von DE, AT und CH) selbst nach Fukushima, standhaft als grüne, da "klimaschonende", Energie angepriesen.

    Fazit: Grüne und Konsorten wollen angeblich die Umwelt retten - und bewirken doch das genaue Gegenteil.
    Außer vielleicht in einem Punkt: Mit dem absurden, betrügerischen CO2-Zertifikatehandel hat man es geschafft, zig Milliarden in Schwellenländer zu pumpen. Auf dass man dort Geld scheffelt, ohne einen Finger krumm machen zu müssen. Auf unsere Kosten, versteht sich.

    PS: Die Rolle der Medien in Sachen Erderwärmung ist eine besonders niederträchtige:
    Wer kann sich z.B. noch daran erinnern, als man uns vor wenigen Jahren regelmäßig erzählt hat, die riesigen Eisschilde die in der Antarktis abbrechen, wären eine Folge der Erderwärmung? Nun, neuerdings sagen Forscher vor Ort, dass das Eis der Antarktis mitnichten weniger wird, sondern dass es eher leicht anwächst.
    Das nur als besonders plakatives Beispiel dafür, wie die Medien ihr "Geschwätz von gestern", nicht die Bohne interessiert und man sich stattdessen, ohne Luft zu holen, auf die nächste Klima-Panikmache stürzt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      11. Dezember 2011 08:27

      Manipulation gehört zum Tagesgeschäft aller Scharlatane, warum sich aber auch etliche Wissenschaftler dazu hergeben, der Klima-Hysterie nahezu täglich neue Nahrung zu geben, bleibt rätselhaft.

      Nach dem Motto: „Die Rückschlüsse (eigentlich sind es „Vorausschlüsse“) sind gezogen, die Tatsachen haben sich danach zu richten“ Wissenschaftlichkeit vorgaukeln zu wollen kann wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
      Oder hat die Scharlatanerie längst Einzug in die heiligen Hallen der ‚Alma Mater’ gehalten?
      Man sollte dazu die Absolventen der Studienrichtungen Politologie, Publizistik und Sozialwissenschaften befragen. Es muss ja nicht „hochnotpeinlich“ sein.

      Eine ehrliche Antwort wäre peinlich genug.

    • Rechtslinksliberalkonservativ (kein Partner)
      11. Dezember 2011 08:36

      Deine Postings waren auch schon mal fundierter.
      1 und 2 ok, da ist durchaus was dran. Die Energiesparlampe wird in wenigen Jahren ohnehin niemanden mehr jucken, schon heute sind LEDs die bessere Alternative. Die Problematik mit dem Quecksilber scheint mir stark übertrieben. Wenn die Menschen zu dumm zur Entsorgung sind, kann die Technik nichts dafür, da müsste man auch gegen Lacke usw. sein, könnte ja sein, dass die jemand in den Teich entsorgt...
      Ad 3: Das ist nur eine Frage der Standortwahl, ebenso wie 4, wobei die da natürlich eingeschränkt ist.
      5: Kommt auch wieder stark auf die Umsetzung an,
      mir wären ohnehin keine größeren Projekte bekannt die bald kommen sollten.
      6: Aha, und weil die anderen das sagen...?

    • Segestes (kein Partner)
      11. Dezember 2011 09:11

      @Rechtslinksliberalkonservativ
      Natürlich, wenn man die Natur (Dummheit) des Menschen bei der Einführung einer Technik außer Acht lässt, so z.B. bei der Quecksilberlampe, dann kann man natürlich vieles mit einem Achselzucken abtun.
      Und dass LED-Lampen zwar nicht gesundheitsschädlch sind, die mit gutem (=warmen) Licht dafür aber auf Jahre hinaus sauteuer bleiben werden, sollte man auch nicht außer Acht lassen. Außerdem kann man Gift drauf nehmen, dass die geplante Obsoleszenz (quasi die zeitlich definierte Sollbruchstelle) dieser LED-Lampen so ausgelegt sein wird, dass die Ersparnis gegen null tendiert.

      Die Mur wird übrigens gerade vom Oberlauf bis zur slowenischen Staatsgrenze mit Staustufen zugebaut,
      - wobei ich sicher auch nicht prinzipiell gegen jedes Wasserkraftwerksprojekt bin. Die Grünen aber scheinbar schon. Auch im Falle der Mur. Und hier wird die Schitzophrenie dieser Leute sichtbar. Die vielen neuen Wasserkraftwerke sind schließlich ein direktes Ergebnis ihrer Klimahysterie - oder besser gesagt, gebaut hätte man die wohl so oder so, nun kann man dem Treiben aber einen vermeintlich umweltfreundlichen Glorienschein aufsetzen.

    • phaidros
      11. Dezember 2011 09:12

      @Neppomuck, warum sich aber auch etliche Wissenschaftler dazu hergeben, der Klima-Hysterie nahezu täglich neue Nahrung zu geben, bleibt rätselhaft.

      Das ist aber sehr leicht erklärt: weil ein Wissenschaftler nur veröffentlichen kann, was er rauskriegt. Wenn er seriös ist, publiziert er nicht mehr, nicht weniger. Das Problem ist, was daraus gemacht wird.

      In dem Zusammenhand darf ich Ihnen vielleicht den Kommentar im Science-Blog von Franz Kerschbaum ans Herz legen: http://www.andreas-unterberger.at/2011/11/leben-am-mars-neutrinos-und-ein-schmaler-gratij/

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Rechtslinksliberalkonservativ (kein Partner)
      11. Dezember 2011 11:31

      @segestes: Ob sie sich nochmal sowas trauen wie anno dazumal beim Obsoleszenzkartell? Immerhin ist es schon ziemlich vergessen was da passiert ist. Ohne geplante Obsoleszenz sind die LEDs schon ein guter Deal, aber die Einstiegsinvestition ist halt nicht ganz ohne.
      Sonst sollte man die Kirche im Dorf lassen, sie angeblich widersprüchliche Haltung "der Grünen" bei der Wasserkraft resultiert denke ich u.A. aus zwei Dingen.
      1. Komplexität - Wasserkraft ist eben nicht immer die beste Lösung, zudem kann man da endlos über Details streiten (wo, wie...)
      2. Diversität - "die Grünen" sind auch nur Bürger. Da sieht dann der eine die Wasserkraft als geringstes Übel während der andere lieber viele Fische hat und Windräder bevorzugt - der Dritte fürchtet die dann wegen dem Vogelschlag. Ich sehe das eher positiv, die geeinte Stimme gibts sowieso nirgendwo. Auch bei "den Rechten" sind diverse Strömungen zu finden. Dieses "die xy" halte ich für ziemlich überholt, die Themen sind für mich bestimmend.

    • Segestes (kein Partner)
      11. Dezember 2011 15:08

      @ Rechtslinksliberalkonservativ:
      Ich bin mir sicher, dass sie die Obsoleszenz-Nummer wieder durchziehen werden, nur eben in modifizierter Form.
      Die verwendeten LEDs müssten eine MTBF von mehreren Jahren besitzen.
      Das geht ja schon mal überhaupt nicht - zumindest aus Herstellersicht.
      Da wird man die einzelnen LEDs, die in so einer Lampe sitzen, eben nur Gruppenweise parallel schalten - während die LEDs in jeder Gruppe in Serie geschalten werden. Fällt eine LED in so einer Gruppe aus, fällt die ganze Gruppe aus, und die Lampe an sich, verliert z.B. auf einen Schlag ein Drittel oder ein Viertel der Leuchtkraft - je nachdem wie groß die Gruppe ist.
      (das macht man schon bei LED-Rücklichtern von Autos absichtlich so).
      Hinzu kommt, dass man eine einzelne kaputte LED in so einer Lampe nicht wird tauschen können - was natürlich eine Sauerei ist, denn nichts wäre theoretisch einfacher als das.
      Ich sehe mich schon, wie ich mir die LED-Lampen für mein Haus selbst zusammenbauen werde, um diesen Gangstern ein Schnippchen zu schlagen ^^

  17. libertus
    10. Dezember 2011 17:58

    Lieber @phaidros

    Sie dürfen hier gerne den "advocatus diaboli" geben, aber meine Sichtweise bleibt wie oben beschrieben, nämlich daß unsere Ausgangsposition seit Jahren schlechter wird und eher die Segnungen, welche uns die Politiker mit dem EU-Beitritt versprochen hatten, sich fast allesamt in die von Ihnen zitierte Mythen auflösen.

    Zum Glück wurde die Schweiz bei entsprechenden EU-Abstimmungen von ihren Volksvertretern offensichtlich nicht so schamlos belogen!

    • libertus
      10. Dezember 2011 18:01

      Oje - dieser Subkommentar gehört natürlich ganz unten zu @phaidros um 16:47 Uhr hin. Da ist mir leider ein kleiner Fehler unterlaufen, T'schuldigung! ;-)

    • phaidros
      10. Dezember 2011 21:47

      Liebe libertus, sehen Sie das so streng, mich als advocatus diaboli? Ich sehe einfach zwei Köpfe, die sich über ihr geliebtes Land Gedanken machen, und auf etwas unterschiedlichen Wegen zu etwas unterschiedlichen Resultaten kommen - das ist ja nichts Böses.

      Auch bin ich bei Ihnen, wenn Sie sagen, dass die Voraussetzungen seit Jahren schlechter werden. Ich gebe nur zu bedenken, das werden sie überall, und ich bin der Meinung, Österreich hätte ohne EU einen beiweitem steileren Abstieg hingelegt.

      Denn, was bei aller Begeisterung für einen Austritt immer wieder übersehen wird: über 70% unseres Importvolumens kommt aus der EU, 75% des Exports gehen in die EU (oder umgekehrt) - dieses Vorteils würden wir uns begeben, würden wir austreten! Das ist nicht von jetzt auf gleich wettzumachen. Und ein As, wie es der Finanzplatz für England oder die Schwiez ist oder das Öl für Norwegen, haben wir einfach nicht!

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • libertus
      10. Dezember 2011 22:55

      Lieber @phaidros

      Bitte, es nur als Redewendung aufzufassen, denn als "teuflisch" im wahrsten Sinne des Wortes empfinde ich unseren Diskurs natürlich nicht - im Gegenteil, eher als Notwendigkeit.

      Für einen Austritt im derzeitigen Stadium sehe ich leider ebenfalls keinerlei Möglichkeit, daher beneide ich die Schweiz in meinem Kommentar.

      Aber für ein Aufräumen in unserer Republik im uns zur Verfügung stehenden EU-Rahmen bin ich sehr wohl - besser heute als morgen!
      Nur mit dieser Regierung bleibt das ein Ding der Unmöglichkeit, daher plädiere ich in erster Linie für neue, politische Verhältnisse im Inland.
      Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!

    • Alexander Renneberg
      11. Dezember 2011 01:03

      libertus,

      wie immer kann ich nur wiederholen:

      der tessin ist eine wunderbare gegend.
      und bevor man sich in österreich ein domizil anschafft sollte man sich die gegend um den luganer see oder den lago maggiore genau ansehen.
      dort lässt es sich wunderbar leben.

    • libertus
      11. Dezember 2011 01:45

      @A. Renneberg

      Vielen Dank für Ihre guten RatSCHLÄGE und ich verspreche hiermit feierlich, daß ich diese sofort nach einem Lottojackpot beherzigen werde.
      Ansonsten bleibt mir wohl nur die Sehnsucht nach diesen wunderschönen Landstrichen, die ich bei kürzeren Aufenthalten hoch zu schätzen gelernt habe! ;-)

    • phaidros
      11. Dezember 2011 09:30

      Aber für ein Aufräumen in unserer Republik im uns zur Verfügung stehenden EU-Rahmen bin ich sehr wohl - besser heute als morgen!
      Nur mit dieser Regierung bleibt das ein Ding der Unmöglichkeit, daher plädiere ich in erster Linie für neue, politische Verhältnisse im Inland.


      Unterschreibe ich Ihnen begeistert!

      Und genau da versuchen wir mit unserer Arbeit in der BIÖ anzuknüpfen: so lange der Wähler Populismus belohnt, verbietet es sich den Parteien, sich zu ändern. Daher muss unserer Ansicht nach politische Arbeit am Wähler ansetzen.

      Leider stehen wir mit dieser Ansicht sehr allein auf weiter Flur und es gelingt uns nicht, Mitstreiter zu versammeln, was freilich dringend nötig wäre. Viele wollen offenbar nur Ihrem Unmut Luft machen - aber genau das ist natürlich der Politik bekannt, wird von ihr erwartet und sie hat Techniken, bestens mit Bürgerunmut umzugehen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      11. Dezember 2011 12:53

      Lieber Herr Renneberg, ich hoffe, Sie haben Ihre Aufenthalte im schönen Tessin dazu genützt, sich dort auch zu integrieren und mittlerweilen Italienisch gelernt. Denn gewiss gehören Sie ja nicht zur Schar derjenigen, die dazu beitragen, dass die Tessiner sich mittlerweile fremd in ihrem eigenen Land vorkommen.

  18. Geheimrat
    10. Dezember 2011 17:13

    Leserbrief aus der "Presse":

    Trennen was nicht zusammengehört oder austreten - es gibt sonst keinen vernünftigen Weg. All dieses Gemurkse der ums überleben kämpfenden EU Institiutionen kostet uns den hart erarbeiteten Wohlstand. Die geplante Schuldenunion ist nichts als ein europäischer Umverteilungskommunismus, die Umgehung des Lissabonvertrages durch bilaterale Abkommen eine kalte Abschaffung der demokratischen Rechte der Staaten.

    Dabei wäre es so einfach, jedes Land kehrt zu seiner nationalen Währung zurück, die EU wird auf eine Wirtschaftsgemeinschaft reduziert, so wie sie vor der Euro-Einführung recht gut funktioniert hat. Jedes Land ist für sein eigenes Budget verantwortlich, wenn es schlecht wirtschaftet, muss es abwerten.

    Der Euro ist keineswegs unumkehrbar, die EU ist keine Schicksalsgemeinschaft. Mit solchen Durchhalteparolen soll natürlich jede Diskussion im Keim erstickt werden. Es gibt immer Alternativen; sonst müssten ja Länder wie Schweden oder Dänemark bzw. wie Norwegen oder die Schweiz schon längst pleite sein.

    Jetzt faseln schon wieder alle von Verträgen, die Kompetenzen nach Brüssel verlagern sollen, ohne das Volk darüber zu befragen. Dabei ist doch klar, je mehr wir uns an irgendwelchen Rettungsschirmen beteiligen und je mehr Verpflichtungen wir eingehen, umso tiefer stecken wir drinnen. Milliarden werden einem verlorenen Projekt nachgeschmissen, während der Bevölkerung zu Hause immense Sparpakete auferlegt und die Steuerschraube angedreht wird.

    In Wahrheit sind die Politiker mit ihrem Latein am Ende, was natürlich niemand zugeben kann. Und in Wahrheit ist die EU am Ende, was natürlich nicht sein darf. So wird man weiterwurschteln und lieber noch hunderte Milliarden Euro hineinbuttern, bevor man zugeben wird, sich geirrt zu haben.

  19. Josef Maierhofer
    10. Dezember 2011 15:21

    Die ganze EU hat den österreichischen Politikern immer als Ausrede für die eigenen Fehler gedient und zur Vertuschung der Schulden und der Ablenkung vom Wesentlichen.

    Man hat sich mit seinen Sünden hinter einer EU versteckt, die nur so gut sein kann wie es ihre Mitglieder sind.

    Die EU selbst allerdings hat sich zu einer arroganten Diktatur entwickelt und zu einem Geldverschwendungspool, zu einem Vorschriften speienden Ungeheuer und mit den ganzen Organisationen, wie etw EU Gerichtshof, Europarat zusammen eine Gesellschaftsdiktatur errichtet, die weit darüber hinausgeht über das, was die meisten Europäer wollen, nämlich Ruhe, Frieden, Freiheit, Lebensmöglichkeiten zumindest für die Europäer oder zumindest faire und gleiche Lebensbedingungen, wie von der Bürokartie und den linksdenkenden Gutmenschen gefordert und realisiert, wie sie die Minderheiten bei uns bekommen, denn die kommen wegen der Bevorzugung gegenüber den Einheimischen zu Hauf.

    Also ich könnte auf die ganze EU, ausser dem Freihandeslvertrag verzichten, was es ja ursprünglich auch war und wofür ich auch votiert habe.

  20. Brigitte Imb
    10. Dezember 2011 14:51

    Positive Meldungen aus Italien, die sich auch unsere Politiker zu Gemüte führen sollten - 50 Prozent weniger Gehalt für Italiens Politiker.

    http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/art391,777435

    • contra
      10. Dezember 2011 18:08

      Was ist das schon gegen die Nulllohnrunden, die unsere Politiker so heldenhaft verkünden! *g*

    • Wolfgang Bauer
      10. Dezember 2011 18:16

      Liebe Bri, danke für den Link, werde ich in die nächste Kundgebung Verwaltungsreform-jetzt aufnehmen!

  21. A.K.
    10. Dezember 2011 11:36

    Weiter unten schreibt Sokrates: „...Staaten, die das Steuergeld verwirtschaftet haben, suchen ebenfalls nach Geldquellen und greifen gerne in Pensionskassen oder in die Sozialversicherungskassen.“
    Sokrates beschreibt dann das „Drei-Säulen-System“ in der Schweiz und merkt an: „...Die Pensionskassa der Schweiz erwirtschaftete einen Überschuß !!!!!“
    Im Gegensatz dazu ist das Österreichische Pensionskassengesetz eine Fehlkonstruktion. Wie kam es dazu?
    Vor den Pensionskassen hatten Firmen Pensionsverträge, die ihren Mitarbeitern zusätzlich zur ASVG-Pension den Einbruch ihrer Einkommen abmildern sollten. Privatangestellte haben nämlich gegenüber dem öffentlichen Dienst sehr bescheidene ASVG-Pensionen. Um trotzdem den Bedarf an fähigen Mitarbeiter zu erreichen, mußten sie - vor allem Großfirmen - diese durch Vorteile an sich binden. Einerseits zahlten kleinere Firmen (ohne Zusatzverträge) für Spezialisten besser, anderseits sollte gesichert sein, daß Know How nicht zur Konkurrenz abfloß. Deshalb war die Zusage von Pensionsverträgen bei Führungskräften auch Teil des Dienstvertrages. Mit Einführung der Pensionskassen wurde vorgegaukelt, daß diese eine win-win-Situation für Firmen und Mitarbeiter darstellen. Für die Firmen, weil eine einmalige (!) Einzahlung in die Pensionskasse möglich war, wofür langfristig die Firmen von Pensionszahlungen befreit wurden und angeblich auch für die Mitarbeiter, weil Pensionskassen überleben können, selbst wenn die Firma nicht mehr existiert. So wurden Ende der 90-er Jahre die Mitarbeiter kollektiv (über Betriebsrat) oder einzeln (Führungskräfte) mehr oder minder gezwungen auf das Pensionskassenmodell umzusteigen. Das Pensionskassengesetz ist extrem unübersichtlich, seine Konsequenz aber höchst einfach: Die Firmen konnten - gesetzeskonform(!) - viel zu wenig einzahlen, die Annahmen der Kapitalisierung (Performance) waren unrealistisch optimistisch. Wie dem auch sei, es wurden Verträge geschlossen, deren Einhaltung keine Kürzungen vorsah. „Pacta sunt sevanda“ - das Prinzip der Vertragstreue im Recht! Bei Übergang zu Pensionskassen wurden ausschließlich(!) nur Verbesserungen – meist sogar schriftlich - zugesagt. Sobald die Pensionskassen gegründet waren, entdeckte die Finanzwirtschaft darin eine risikolose Einnahmequelle – sie verdrängte –„vergaß“ – nämlich bisher gemachte Zusagen. Ab ca. 2004 begannen einseitige Änderungen am Pensionskassengesetz mit Kürzungen, die Pensionisten hatten und haben kein Mitspracherecht! Also: Alles gegen Treu und Glauben!. Ein Rechtsvertreter Klagender meinte später:
    Seit Abschaffung der Sklaverei habe es keine gesetzliche Regelung wie bei den Pensionskassen gegeben, über deren Vermögen verschiedenste Stellen (mit Eigeninteressen!) entscheiden/verfügen können, hingegen aber die auf das Vermögen Anspruchsberechtigten keinerlei Einfluß haben. Kurzfassung: Vom Anspruchsberechtigten zum Bittsteller.
    Der Gesetzgeber habe ein Gesetz geschaffen, daß der Finanzwirtschaft eine risikolose Einnahmequelle erlaube.
    Derzeit geplante Gesetzesänderung bringen für Pensionisten keine Besserung! Ergebnis: Statt (wert-) gesicherter Pensionen werden diese von Jahr zu Jahr geringer. Innerhalb von 10 Jahren kommen Halbierungen(!) der Pensionen vor.
    Aber auch die aktiven Mitarbeiter finden für ihre Einzahlungen in die Pensionskasse noch kein wesentlich besseres Gesetz vor: Solange keine Nachschußpflicht vereinbart ist, sind günstigstenfalls nur geringere Verluste zu erwarten. Die Pensionskassenlobby beharrt bzw. drängt eben noch immer auf für sie risikolose Gesetze.
    Soviel zur Lage für die das wirtschaftliche Rückgrat bildende Schicht der nicht im öffentlichen Dienst Tätigen in Österreich im Vergleich zur Schweiz oder anderen Westeuropäischen Staaten.

    • xRatio (kein Partner)
      12. Dezember 2011 00:11

      @A.K. 10. Dezember 2011 11:36

      Machen Sie mal Absätze,

      damit

      Ihre fraglos geistreichen Beiträge

      in diesem technisch miserablen Blog auch gelesen werden können.

      xRatio

    • A.K.
      12. Dezember 2011 11:57

      @xRatio
      Ich nehme mir vor mich bezüglich der Gliederung in Absätze, etc. zu bessern. Leider habe ich mir einen komplizierten Stil angewöhnt. Solche Gewohnheiten sind eben erfahrungsgemäß recht dauerhaft.

  22. eudaimon
    10. Dezember 2011 11:05

    In dem Maße wie die Asyl-u.Immigrationsfrage mit der Europäischen Integration
    sozialistisch aufbereitet wurde ,ging es mit der Republik Österreich politisch,wirtschaftlich und kulturell bergab!!Als dann die Protagonisten dieses
    fatalen Kurses ihre Felle davonschwimmen sahen(2000) wurde es zusehends kriminell-
    gegen Vaterland ,Christentum und traditionellen Usancen ,die allsamt der Lächerlichkeit bis Verfolgung via gekaufter Medien und Rechtsstaatlichkeit preis-
    gegeben wurden!
    Facit dieser sozialistischen Einheitswurst sind Staatskünstler,Bildungsleere,
    Unästhetik,Genderismus,Niedergang der Spitäler und Universitäten,Radikalismus
    aller Underdogs,Atheismus+-Islamismus und letzlich Verlust von Recht und Ordnung - das alles hinter dem Schutzschirm einer perfiden linkslinken
    Wohlfahrt,die nur vom Erarbeiteten und Gesparten der Fleissigen und Tüchtigen
    bisher existierte;doch jetzt in der Weltwirschaftskrise schreien die Gleichen
    Gewerkschafter,Arbeiterkämmerer und Parteigenossen - her mit erurem Zaster!!!
    Gute Nacht Österreich!

    • Undine
      10. Dezember 2011 13:50

      @eudaimon

      *******!

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      11. Dezember 2011 13:03

      @Eudaimon: Merkwürdig bleibt an Ihrer Äußerung, dass Sie den Niedergang Österreichs erst in jüngster Zeit festmachen.
      Wo war denn Österreich in den offenbar glorreicheren 1950er Jahren kulturell, politisch und wirtschaftlich? Und wo waren denn "Vaterland", "Christentum" und "traditionelle Usancen" bei den jubelnden Menschen 1938?

  23. brechstange
    10. Dezember 2011 10:45

    2,3 Mrd+200 Mill. ist etwa die zusätzliche Verschuldung durch die von uns aufgenommenen Griechenlandkredite, das sind etwa 1% des BIP. Bekommen wir das zurück, steht mehr als in den Sternen. Das ist jedoch nur die direkte bilaterale Kreditvergabe, da kommen die Staatsanleihenkäufe durch die EZB noch dazu. Eine reelle Haftung dafür ist nicht mehr ausgeschlossen.

    Dies ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein des europäischen Verschuldungsberges, der zusätzlich zu unseren eigenen Schulden abgetragen werden muss.
    Warum eigentlich müssen die Steuerzahler für die risikoreiche Veranlagung der Banken und durch das risikoreiche Wirtschaften von Konzernen zur Kasse gebeten werden?
    Welchen Arbeitsplatz wird man dadurch nachhaltig in Österreich sichern?

    Wir werden das alles bitter zu spüren bekommen. Wir haben eine Haiderisierung in unserer Bundesregierung und in der gesamten EU. Also sollte sich alle Regierungspopulisten an der eigenen Nase nehmen, wenn sie über Haftungsübernahmen schimpfen, spielen doch alle am selben Klavier auf Kosten der mittelständischen Unternehmen und Steuerzahler.

    Cameron, der neue Buhmann der EU, ist eigentlich zu bewundern.

  24. Pannonicus
    10. Dezember 2011 10:16

    Schutzgelderpressung und Ablaßhandel – das sind die wahren Ziele der Öko-Apokalyptiker. Erinnern möchte ich an die „Shell-Bohrinsel“ Brent Spar – die erstens gar keine Bohrinsel, sondern eine Speicherinsel war und zweitens zur Hälfte Esso gehörte. Warum war sie keine „Esso-Bohrinsel“ oder wenigstens eine „Shell-Esso-Bohrinsel“? Wohl weil man bei Esso rechtzeitig „gespendet“ hat. Daß die „Familie“ – sprich: Greenpeace – die auf Brent befindliche Menge an Schadstoffen um das Fünfzigfache übertrieben hatte, ging in der künstlich erzeugten Massenhysterie dann weitestgehend unter.

    Erinnert sei auch an Hainburg: Die „Familie“ flog damals extra den früheren WWF-Präsidenten und Großwildjäger Prinz Philip ein, um die „Auhirsche“ zu retten. Der Prinz ließ sich nicht lang bitten, wo doch jedes Wasserkraftwerk weniger der eigenen Sippe nützt, die tüchtig in Öl- und Atom „macht“.

    Und der Handel mit „Verschmutzungs-Zertifikaten“ unterscheidet sich vom Ablaßhandel nur dadurch, daß die einst eingenommen Gelder unter anderem auch zur Schaffung großartiger Kunstwerke verwendet wurden, während das, was heute den Konsumenten und Steuerzahlern abgepreßt wird, direkt oder indirekt den korrupten Potentaten und „Partnern“ in der Dritten Welt zugute kommt. Die dann ihrerseits „ihr“ Geld wieder in jenen Ländern anlegen, wo die Auftraggeber des Öko-Volksbetrugs sitzen.

  25. Alexander Renneberg
    10. Dezember 2011 09:48

    o.t.

    hat schon ein paar wochen auf dem buckel, aber immer noch fein zu lesen. ;-)

    http://www.profil.at/articles/1037/573/277848/rainer-nikowitz-das-gipfel

  26. Wertkonservativer
    10. Dezember 2011 08:17

    Zwei seriöse Schweizer Geschäftsfreunde sagen mir - unabhängig voneinander - dass sie ihr Land durchaus nicht nur in rosigem Licht sehen.

    Der starke Schweizer Franken behindert - trotz eingeleiteter Abwehrmaßnahmen - die Exportwirtschaft ganz eklatant, die Bankenlandschaft ist auch nicht mehr das, was sie einmal war; die oft bizarren Auswüchse der Schweizer Direkten Demokratie lähmen sinnvolle gesamtstaatliche Initiativen; das Ausländer-Problem wird durch die dort agierenden Populisten lustvoll aufgeschaukelt, und die Regierung wird nur durch das in der Schweiz übliche Rotations-System davor geschützt, so wie bei uns in langanhaltenden Koalitionen zu versandeln!
    Zumindest mittelfristig wird die Schweiz auch in der EU gesehen; die bisher getroffenen Vereinbarungen werden als wichtig empfunden, sind jedoch nicht alles, was notwendig und sinnvoll wäre.

    Wie gesagt, das ist die Meinung zweier kluger Eidgenossen; ich kanns nur nachplappern; ob's stimmt, weiß ich natürlich nicht wirklich.

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • phaidros
      10. Dezember 2011 08:30

      Die Abwehrmaßnahmen werden natürlich auch zum Problem werden, denn den Kurs kann man ja am freien Markt nicht per Erlass deckeln. Sondern nur durch geldverschlingende Stützmaßnahmen. Man bläst also einen Ballon auf. Ob man den unbemerkt wieder auslassen kann, oder ob er platzen wird, kann nur die Zeit zeigen.

      Dem Aufschaukeln poplistischer (hihi, sollte populistischer heißen, aber ich lass den Tippfehler stehen) Parolenpolitik wird eben durch direktdemokratische Maßnahmen ungehindert Vorschub geleistet.

      Mittelfristig EU: dort sehe ich unsere Nachbarn auch. Insbesondere nach der durch den Streit um die UBS ausgelösten Aufgabe des Bankgeheimnisses - keine andere Chance mehr. Trotzdem ist natürlich uneingeschränkt Respekt zu zollen, als kleines Land so lang im internationalen Wettbewerb im Ruder-1er bestanden zu haben (wann immer der Einstieg in den 8er, 27er, 28er oder was immer es dann sein wird, auch erfolgen wird). Denn der Trugschluss: es gibt keinen 1er-Bewerb, es gibt nur Bewerb.

      LG phaidros

    • phaidros
      10. Dezember 2011 08:47

      Kleine Korrektur: Die Abwehrmaßnahmen können natürlich auch zum Problem werden... (»werden« ist überzogen)

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      11. Dezember 2011 11:21

      @ wertkonservativer;
      Vielleicht sollte man öfter die Weltwoche lesen, dort schreiben auch keine Dummerln und die sehen die den Lauf der Dinge in der Schweiz etwas kritischer, als Ihre beiden sicherlich klugen Eidgenossen.

    • Wertkonservativer
      11. Dezember 2011 12:06

      Zur Klarstellung, werter Erwin Tripes,

      sieht die "Weltwoche" die Schweizer Zustände noch kritischer als meine beiden Schweizer Freunde, oder weniger kritisch, d.h. positiver?

      Ich nehme doch an, dass Sie Letzteres meinen, oder?

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      11. Dezember 2011 16:32

      @ wertkonservativer;
      Die Weltwocheredakteure bewerten die meisten Fakten konträr zu Ihren beiden Freunden und begründen das in einem sehr sachlichen Stil. Dort nervt ua. die dauernde "Erpressung" durch die EU . Die hohe Politik in der Schweiz agiert vom Volk her gesehen auch schon abgehobener als früher. Der linke Gutmenscheneinfluß nimmt zu.
      Einfach regelmäßig auch in ausländischer Presse nachlesen.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      11. Dezember 2011 16:59

      Der starke Schweizer Franken ist ein riesiges Problem für die Exportwirtschaft und den Tourismus. Deshalb wird die heutige Praxis der Nationalbank, den Euro nicht unter CHF 1.20 fallen zu lassen, von allen politischen Parteien unterstützt – sogar von der rechtspopulistischen SVP und ihrem publizistischen Sprachrohr "Weltwoche".

      Und im Gegensatz zu dem, was der Blogger glaubt, ist das Verhältnis zur EU keinesfalls dauerhaft geregelt – die SVP tut alles, um die ungeliebteren bilateralen Verträge (z.B. die Personenfreizügigkeit) wieder zu kündigen. Dass dann alle Verträge mit der EU im Eimer wären, nimmt man achselzuckend hin, mit dem Hinweis, man könne die Verträge dann ja neu aushandeln, die EU würde schon nachgeben, wenn man sie richtig anpackt.

      Im Übrigen fragt man sich, ob die vom Blogger offenbar als geringfügig betrachteten Sorgen wirtschaftlicher Art angesichts der taumelnden EU wirklich so unbedeutend sind. Und offenbar ist ihm auch entgangen, dass das Parlament heuer den Atomausstieg beschlossen hat. Aber das sind Details – Hauptsache, man kann's den GrünInnen und dem Balkan wieder mal zeigen.

    • xRatio (kein Partner)
      12. Dezember 2011 00:34

      Schwachsinn des Blödkonservativen hoch 10 mal wieder. :-(

      Mit einer "starken" Währung kann man was kaufen.
      Mit einer schwachen Währung bekommt man immer weniger, letztlich rein gar nichts.

      Mit einer Währung etwas kaufen zu können,...
      ....das ist doch der einzige Sinn einer Währung!!!!!!!!!!!


      Unglaublich, wie bekloppt die Leute auch hier oft sind. :-(

      xRatio

    • Wertkonservativer
      12. Dezember 2011 07:50

      xRatio:

      Danke für den "Blödkonservativen"!

      Was Sie sind, wissen inzwischen viele hier:
      ein sich besonders klug gebender, jedoch rotzfrecher Rechts-Fundamentalist!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  27. socrates
    10. Dezember 2011 07:22

    Anleger, die ihr Geld im Glücksspiel verloren haben, suchen nach Geldquellen und greifen gerne in fremde Kassen, wie Sparverein, Ehefrau, Firma, Kredite, etc. Vor Gericht berufen sie sich auf Geldnot und die einfache Möglichkeit.
    Staaten, die das Steuergeld verwirtschaftet haben, suchen ebenfalls nach Geldquellen und greifen gerne in Pensionskassen oder in die Sozialversicherungskassen. Die eigenen Fehler beseitigen sie nicht. So ist z.B. auf der e-Card noch immer kein Photo gespeichert, wie es auf jedem Kreuzfahrtschiff in der ersten 5 min. gemacht wird, um Mißbrauch zu verhindern. Dem Mißbrauch wird Tür und Tor geöffnet, Hauptsache Migranten kommen. Daher wird bei jeder Geldbeschaffungsaktion die Pensionskassa geplündert. Beweis:

    Drei-Säulen-System (Schweiz) WIKIPEDIA
    Die Altersvorsorge in der Schweiz beruht auf dem Drei-Säulen-Prinzip. Im Dreisäulenprinzip der Altersvorsorge bilden AHV und IV zusammen die erste bzw. die staatliche Säule. Die Rentenleistungen dieser beiden Versicherungen sollen den Existenzbedarf sichern. In besonderen Fällen helfen außerdem die Ergänzungsleistungen (EL), den nötigen Lebensbedarf zu finanzieren.
    Die erste Säule wird ergänzt durch die Pensionskasse (2. Säule), die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Diese zwei Säulen sichern mindestens 60% des zuletzt bezogenen Lohnes, falls keine Einzahlungslücken vorhanden sind; die zweite Säule soll zusammen mit der dritten Säule (private Vorsorge) die Fortsetzung der gewohnten Lebensführung ermöglichen. Die erste Säule ist für alle obligatorisch, das heißt auch für Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige - z. B. für Mütter oder Väter, die den Haushalt führen und Kinder betreuen. Der zweiten Säule müssen sich nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anschließen. Die dritte Säule - die Selbstvorsorge zur Deckung weiterer Bedürfnisse - ist freiwillig, aber im Unterschied zum gewöhnlichen Sparen teilweise steuerlich begünstigt (Säule 3a).
    Diese drei Pfeiler bilden zusammen das Dreisäulenkonzept, das seit 1972 in der Bundesverfassung verankert ist. Sie soll den individuellen Bedarf im Rentenalter decken.
    Die AHV ist der bedeutendste Zweig im schweizerischen Sozialversicherungssystem. Ausgerichtet werden hauptsächlich zwei Renten: Eine für Pensionierte, die andere für Hinterlassene und Invalide. Die Altersrente ermöglicht einen finanziell weitgehend unabhängigen Rückzug aus dem Berufsleben. Die Hinterlassenenrente will verhindern, dass zum Leid, das der Tod eines Elternteils oder Ehegatten mit sich bringt, eine finanzielle Notlage hinzukommt.
    Das ordentliche Pensionierungsalter in der Schweiz ist 65 Jahre (Männer), beziehungsweise 64 Jahre (Frauen). Es ist möglich, sich frühzeitig pensionieren zu lassen. Frühestens ab 58 Jahren kann eine Rente aus der zweiten Säule bezogen werden, vorher wird das Kapital auf ein Sperrkonto ausbezahlt. Bei der AHV wie auch bei der Pensionskasse wird die Rente gekürzt, falls man vor dem ordentlichen Pensionierungsalter in Pension gehen möchte.
    Für die beruflich aktive Bevölkerung wurde 12 Jahre nach Inkrafttreten der AHV im Jahr 1948 die Invalidenversicherung (IV) geschaffen. Sie gewährt Leistungen, wenn die Erwerbsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen stark eingeschränkt oder verunmöglicht ist und hat die Eingliederung in ein selbst bestimmtes Berufs- und Sozialleben zum Ziel.
    Die Pensionskassa der Schweiz erwirtschaftete einen Überschuß !!!!!

    • Undine
      10. Dezember 2011 13:41

      @socrates

      Man kann es drehen und wenden, wie man will, man kommt unweigerlich zu dem Schluß, daß uns die Schweizer in fast jeder Hinsicht haushoch überlegen sind, was Vernunft, Weitblick, Fleiß, Sachlichkeit, Augenmaß, Redlichkeit, Handschlagqualität u.v.a.m. anbelangt. Am geografischen Breitengrad, bzw am Klima kann's nicht liegen! Der Balkan liegt halt etwas weiter entfernt!

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      11. Dezember 2011 17:13

      @socrates: Die Schweiz hat nicht eine Pensionskassa, sondern deren 2300, aber keinen Wettbewerb. Und einige der Kassen machen happige Defizite, z.B. jüngst die bedeutende, unter bürgerlicher Aufsicht stehende Beamtenversichungskasse des Kantons Zürich, die sich an der Börse verspekuliert hat. Die muss jetzt im Wesentlichen von den Beitragszahlern gerettet werden.

      Und die IV wird vielfältig missbraucht: von Arbeitsscheuen bzw. von Arbeitgebern, um nicht mehr benötigte Arbeitnehmer billig loszuwerden.

    • socrates
      12. Dezember 2011 20:12

      Ch. Seidl
      Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP mit Sitz in
      Zürich ist der Dachverband für 1'050 Pensionskassen mit 2.5
      Millionen Versicherten und einem verwalteten Gesamtver-
      mögen von gegen 370 Milliarden Franken. Der ASIP bezweckt
      die Erhaltung und Förderung der beruflichen Vorsorge auf
      freiheitlicher und dezentraler Grundlage und setzt sich für
      das Drei-Säulen-Konzept in ausgewogener Gewichtung ein.
      Bei uns wird die Pensions- und Invalidenversicherung noch viel mehr mißbraucht.
      Woher haben Sie Ihre Zahlen? Wenn man bei uns die Banken, Versicherungen, Bausparkassen, Privatversicherungen, Firmenversicherungen und Ausnahmen für Richter, Journalisten, ÖBB, BH, Polizei, Stadt Wien, ORF, ....., usw dazunimmt, geht die Menge gegen unendlich. Vergleichen kann man ASVG und ASIP, nicht die Privilegiengemeinschaft.

  28. phaidros
    10. Dezember 2011 06:07

    Mein Bruder lebte vor 20 Jahren mehrere Jahre in Frankreich und erzählte mir, er holte einmal im Monat seinen Pass aus der Schublade um sich zu vergewissern, dass es ein Ö tatsächlich gibt und er sich das nicht nur einbildet. Denn wahrgenommen würde es in Fronkreisch einfach nicht. Viele auslandsösterreichische Freunde erzählen mir sinngemäß dasselbe. (Leo, liest Du hier noch mit? Was meinst Du dazu?) Unser amtierender Kanzler wird in Israel in der Presse mit »Gusenbauer« untergetitelt, so wichtig ist er.

    Meine Wahrnehmung ist hier offen gesagt eine andere: die Neutralität, die wir wie ein Banner vor uns hertragen, die wir aber zu keinem Zeitpunkt militärisch durchsetzen konnten, führte dazu, dass wir - wo wir überhaupt wahrgenommen werden - als Trittbrettfahrer gesehen werden. Dem aber, wenn's ernst wird, die Kartoffeln zu heiß sind - die soll wer Anderer aus dem Feuer holen.

    Das betrifft natürlich nicht nur das Militärische: auch das jahrzehntelange Winden vor der EU (Österreich hätte ja viel, viel früher beitreten können) mit dem relativ sinnlosen »tut uns so leid: EFTA!« hat unsere Sympathiewerte in der internationalen Wahrnehmung nicht gerade erhöht. (Wieso ging's eigentlich auf einmal doch? Alois Mock, einer der letzten großen ÖVP-Politiker, bitte vor den Vorhang!) Ungarn, Polen und Tscheschien, nicht aber das ach so wichtige Österreich sind heute bei der NATO. Wenn aber wo eine Lawine runtergeht, sind wir über Hubschrauber der NATO (die wir gar nicht ins Land lassen dürfen) aber froh, weil wir uns adäquates Gerät nicht leisten! Danke, g'schissene NATO!

    Die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Diese Art aber, in der wir selbst und als »sympatischlau« wahrnemen, hat uns in den Augen der Anderen zu schleimigen Trittbrettfahrern gemacht. Die man zwar, weil sie nun mal Nachbarn sind, nicht loswird, die man aber nicht leiden muss. Oder glauben Sie, dass die seinerzeitigen »Sanktionen« (wenn ich erinnern darf: die waren bilateral, also keine der EU! Im Gegenteil: die Struktur schützte uns vor »EU-Sanktionen«, wie das heute gerne verkürzend genannt wird) von so vielen getragen worden wären, gegenüber einem wichtigen Land, das man respektiert und hochschätzt? Auf den Punkt gefragt: würden in der Schweiz vermeintliche Rechtswasauchimmer gewählt werden: glauben Sie, es gäbe Sanktionen?

    Das bringt mich zur Schweiz: deren Sonderstatus gründet sich auf eine Position der Stärke, weil sie durch ihr Bankgeheimnis unfassbar viel Kapital im Land haben (das natürlich bis zu einem gewissen Grad auch mit Wissen um die Eigentümer verbunden ist - ein Schelm, wer Böses dabei denkt). Das wurde in der Bankenkrise von den USA zu Fall gebracht, allerdings erst vor kurzer Zeit. Warten wir einmal 10, 12, 15 Jahre ab, ob die Schweiz dann nicht doch vielleicht unter den Rockzipfel der EU schlüpfen möchte, bevor wir uns ein ums andere mal am (doch ungültigen weil in Wahrheit unvergleichbaren) Beispiel Schweiz aufgeilen.

    BG phaidros.vie@gmail.com

    • socrates
      10. Dezember 2011 11:17

      Vor einigen Jahren in Spanien am Zoll:
      Zoll: Woher
      Ich: Austria
      Zoll: Känguru? Nein!!! Hermann Maier!
      Das machte Freude!

    • phaidros
      10. Dezember 2011 12:28

      Diese Perzeption Österreichs bereitete Ihnen Freude? Das war jetzt ironisch, oder?

    • socrates
      10. Dezember 2011 15:19

      phaidros
      Leider ist die Geschichte war! Wir waren in Puerto de Hondarribia. In den Pyrenäen ist skifahren populär. So, wie wir mit unserer nicht sozialistischen Vergangenheit umgehen, ist es kein Wunder daß sie genausowenug wissen wie unsere Schulabsolventen.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      12. Dezember 2011 05:03

      phaidros,

      Ich hab' schon in Jahren nichts mehr ueber Oesterreich in der Zeitung gelesen, ausser ab und zu mal was im Sportteil nach einem Schirennen. Da wird nicht einmal alle 4, 5 Jahre ein Nationalratswahlergebnis erwaehnt. Ich glaub', die letzte Meldung war anlaesslich Haider's Tod.

      Ja, die Schweiz-Vergleiche nerven schoen langsam. Wir muessten halt das Volk auswechseln. Der linksgruenen Reichshaelfte waer's egal. Die haben sowieso nur ein Gackerl fuer's Flaggerl. Beim Volkauswechseln sind wir eh schon recht aktiv. Lang wird's nicht mehr dauern.

      In Oesterreich ist das Volk einfach nicht muendig und mutig genug, um dem Treiben der Parteien, Kammern, Buerokraten und sonstigen Staatsalimentierten ein Ende zu setzen. Man richtet sich's halt. Da braucht sich keiner wundern, dass wir so korrupt sind. Der Faden zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Man kann gar nicht so viel fressen, wie man speiben moechte.

    • phaidros
      12. Dezember 2011 06:35

      Hallo, Leo! Das ist aber eine Überraschung, damit hab' ich gar nicht gerechnet! Gruß über den Teich!

      Ist das nicht traurig? Deine Schilderung passt aber genau zur Anekdote socrates', würde ich sagen. So gesehen muss ich wohl dringend meine Meinung zur Spitzensportversessenheit der Österreicher überdenken, weil ein Hermann Meier (sein allererster medialer Spitzname war übrigens »Hermann Munster«, das wurde aber ganz, ganz schnell schubladiert) führt wenigstens dazu, dass Österreich überhaupt wahrgenommen wird.

      Traurig, traurig, man kann gar nicht so viel...

      BG phaidros

  29. libertus
    10. Dezember 2011 01:45

    Auch Österreich war bis vor nicht allzu langer Zeit ein kleines, stolzes und wichtiges Land im Herzen Europas. Mit dem EU-Beitritt wurde uns sowohl die Wichtigkeit als auch der Stolz genommen und eingehandelt haben wir uns im Gegenzug ein teilweise hausgemachtes Finanzdesaster durch Verschwendung sowie höchst ungerechte Umverteilung sowohl im Inland als auch international, indem wir nunmehr die Mißwirtschaft in anderen Staaten mitbezahlen dürfen.

    Schweiz - Du hast es besser, EINDEUTIG!

    • phaidros
      10. Dezember 2011 06:08

      Bis wann, meinen Sie, dass das Nachkriegsösterreich ein wichtiges Land war?

      LG phaidros

    • phaidros
      10. Dezember 2011 09:25

      Grad lese ich - Entschuldigung, bitte - »bis wann« haben Sie ohnehin bereits beantwortet! Lassen Sie mich also die Frage bitte umformulieren: »inwiefern«?

    • libertus
      10. Dezember 2011 15:01

      @phaidros

      Wichtige Drehscheibe zwischen Ost und West, angesehene Währung, ausgezeichneter Wirtschaftsstandort, selbstbewußt und selbstbestimmt, ......

      Diese beispielhafte Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann noch fortgesetzt werden.

    • phaidros
      10. Dezember 2011 16:47

      Liebe Libertus, ich will nicht zynisch sein, wenn ich entgegenhalte: das sind doch alles wohlgenährte Mythen!

      Drehscheibe Ost/West: da gebe ich Ihnen recht. Das ging aber verloren, weil der Ostblock zusammenbrach und jetzt größtenteils selbst bei der EU ist. Der Verlust dieses Atouts hat rein gar nichts mit Österreichs EU-Mitgliedschaft zu tun.

      Angesehene Währung: wo, bitte, hatten wir die? Unser Geld war an die DM gekoppelt, 14 Pfennig nannten wir halt »Schilling«. Aber angesehen war die DM.

      Ausgezeichneter Wirtschaftsstandort: ob bzw. inwieweit wir den verloren haben, kann ich nicht beurteilen, aber wenn, dann sicher nicht durch Fremdbestimmung! Österreich gibt 50% seines Budgets für Soziales aus, das ist uns nicht von der EU bestimmt. Genau daher kommen aber unsere Defizite, wie wir genau hier immer wieder vorrechnen. Gerade mit unserer Selbstbestimmung torpedieren wir uns also selbst.

      Selbstbewusst: scheint mir nicht so. Jede Menge Selbstvertrauen, ja, aber Selbstbewusstsein: nada. Paradebeispiel: der »Österreicher« Mozart (und Beethoven gleich so halbert mit, wenn wir schon dabei sind). Oder die Schiffsschraube, die von Ressel erfunden wurde. Stimmt uch. Bloß, dass die auf keinem Schiff verwendet wird, sondern ein Propeller (von Watt erfunden?). Die »Schraube« sah nämlich aus wie eine, und hatte einen miesen Wirkungsgrad. Oder Madersberger mit seiner Nähmaschine. Bloß, dass das weltweite Erfolgsmodell von einem »Singer« stammte (kommt Ihnen bekannt vor?) Und diese Liste ließe sich ebenfalls forsetzen...

      Und solche Märchen werden uns beginnend in der Volksschule haufenweise eingetrichtert.

      Also, um ehrlich zu sein: wie wohl ich mich über jeden Patrioten freue - es gibt viel zu wenige davon - sehe ich die Dinge etwas differenzierter, Aber ich lasse mich gerne durch weitere Punkte überzeugen, die Sie in petto haben!

      LG phaidros





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