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Die Kondolenz im Wasserglas

Es zählt ja nun wirklich nicht zu den wichtigsten Fragen der Weltgeschichte. Aber der Sturm im österreichischen Wasserglas um Kondolenzen und Nicht-Kondolenzen zum Tod des blutrünstigen nordkoreanischen Diktators ist dennoch so signifikant wie heiter.

Man könnte sagen: Wir kondolieren, weil wir ja trotz allem diplomatische Beziehungen zu jenem Land haben, weil wir das ohne Ansehen der kriminellen Energie bei jedem Staatschef tun, weil in Wahrheit ein Großteil der weltweiten Machthaber nach unseren Maßstäben ins Gefängnis gehörte und man sich jedoch nicht mit aller Welt anlegen kann, weil wir vielleicht durch solche unverbindliche Gesten irgendwann den Nordkoreanern eine humanitäre Konzession oder einige Exportaufträge abringen können.

Man könnte aber auch sagen: Wir kondolieren nicht, weil wir an so üblen Gestalten wie Kim Jong-il nicht einmal nach deren Tod anstreifen wollen, weil für uns die Menschenrechte der oberste Maßstab sind, weil man zumindest beim unappetitlichsten Diktator des gesamten Erdballs ein Exempel setzen muss.

Aber: Wer weder das eine noch das andere tut, sitzt zwischen allen Stühlen. Und besonders peinlich wird es, wenn man dabei so herumeiert wie Österreich und insbesondere sein Bundespräsident.

Dieser ließ nämlich offiziell die nordkoreanische Meldung dementieren, dass er sein „tiefes Beileid“ ausgedrückt habe. Im gleichen Atemzug musste aber sein Sprecher zugeben, dass eine „Mitarbeiterin“ die nordkoreanische Botschaft besucht und „persönlich kondoliert“ habe.

Was nur noch skurril ist: Denn natürlich muss sich die (dem gemeinen österreichischen Volk gegenüber nicht näher identifizierte) Dame dort als Vertreterin des Bundespräsidenten geoutet haben. Sonst wäre sie gar nicht empfangen worden. Und falls sie das ohne Wissen Heinz Fischers getan hätte, hätte sie in jeder normalen Präsidentenkanzlei nach Bekanntwerden umgehend ihren Schreibtisch räumen müssen. Aber es zweifelt ohnedies niemand, dass sie von Fischer selbst entsandt worden ist. Was natürlich heftig an Fischers Vergangenheit als Vizepräsident der nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft zu erinnern, einer Plattform für Geschäftemacher, senile Altpolitiker und ideologische Sympathisanten des Steinzeitkommunismus.

Ähnlich absurd wurde die Uminterpretation des Kondolenz-Besuches des SPÖ-Abgeordneten Anton Heinzl „als Privatperson“ in der Botschaft. Dieser musste nun die nordkoreanische Meldung dementieren, dass durch ihn die „SPÖ St. Pölten“ kondoliert hätte. Aber vielleicht die SPÖ St.Pölten Süd?

Das Außenministerium hat zwar wenigstens auf einen Kondolenzbesuch verzichtet. Aber der Hort der heimischen Diplomatie hat dennoch versucht, sich irgendwie bei trockener Haut zu waschen: Man habe kein normales Kondolenzschreiben, sondern nur ein formloses Schreiben an das nordkoreanische Volk(!) verschickt, wird nun betont. Ah, so ist das! Ich sehe geradezu die hungernden Nordkoreaner vor mir, wie sie begeistert die Post vom Wiener Minoritenplatz aufmachen und studieren. Und dann möglicherweise wütend sind, weil das gar kein „normales Kondolenzschreiben“ ist, sondern nur ein – ja was? Vielleicht ein abnormales?

Hurra, der Fasching ist da! Die Obrigkeit signalisiert uns, dass es die Zeit des Lachens ist. Und sie selbst kann bald wieder ihre Orden für besondere diplomatische Fähigkeiten auslüften.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorK.K.
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2011 13:32

    UHBP saß, wie bei ihm in solch' heiklen Situationen üblich (Bruno Kreisky hat's gewußt!), grad' am Häusel und konnte nicht persönlich kondolieren. Wen hat er denn geschickt? Die Häuslfrau?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2011 15:15

    Die USA entbietet keine Kondolenz.

    Doch Österreich muss ja, weil ja der Herr Sawiri über den Herrn Pecik eine bestimmende Aktienmehrheit bei der Telekom Austria erworben hat oder erwirbt. Und derselbige Herr Sawiri mit seiner ägytischen Orascom in Nordkorea eine Handynetz aufbaut, wo es inzwischen 700.000 Nutzer gibt. Und die Mercedes-Dichte neueren Baujahrs in Nordkorea - obwohl seit 5 Jahren ein Luxus-Embargo besteht- beim Begräbnis doch sehr hoch war, die ein österreichischer Unternehmer oder wer auch immer dorthin vermittelt, geliefert oder sonst was hat. Gut verdienen und Marktanteilserwerb lässt einem schon blind werden gegen Millionen hungernder Menschen.

    Außerdem gab er Sawiri zu, Gelder an diktatorische Regimes zu zahlen. Mein Gott, welcher Konzern wurde da mal gerade erst durch die Medien geprügelt. Siemens war es.

    So richtig seriös und nachhaltig die ganze Geschichte. Ich persönlich denke, dass uns das ganze falsche Gehabe irgendwann saftig auf den Kopf fallen wird.

  3. Ausgezeichneter KommentatorDr. Otto Ludwig Ortner Partner Homepage
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2011 21:26

    Seit der Steinzeit gilt die Ehrung der Toten als heilbringend für die Lebenden. Die Schmähung von Toten bringt - das sagt die steinzeitliche Weisheit - Unheil über die Überlebenden. Mit seinem Drama "Antigone" hat Sophokles diesen Glaubenssatz der Menschheit an's Herz gelegt. Mögen die Götter der Seele Kim Jong Il's gnädig sein! Mir wird wohl niemand Sympathien für menschenverachtende Diktatoren nachsagen. Aber die Schmähung der Toten ("Verbrechen der Wehrmacht") charakterisieren nun einmal die Canaille! Denn über die Toten zu richten ist den Göttern (dem dreifaltigen Gott) vorbehalten!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2011 14:14

    Also wenn das nicht zwingend eine neuerliche Kabarettistenlesung an der Uni Wien (am besten in der Bedürfnisanstalt!) unter der Ägide von Heinz Mayer nach sich zieht, gehen Österreichs echte Belustigungen endgültig den Bach runter!

  5. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2011 12:56

    Wieder eine neue "Kasperliade" der österreichischen Politik. Die Kabarettisten danken für den neuen Stoff!

  6. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2011 15:31

    Bitte um Nachhilfe zur aktuellen Kondolenz-Groteske:

    Was ist der Unterschied zwischen einem "normalen Kondolenzschreiben" und einem "formlosen Schreiben" des österreichischen Außenministeriums an das nordkoreanische Volk? Vielleicht hilft dazu die Veröffentlichung des Textes? Es könnte ja durchaus sein, dass Herr Spindelegger das arme Volk wegen der Knechtschaft der Machthaber bedauert und zum designierten Nachfolger sein aufrichtigstes Beileid ausgesprochen hat.
    Weiters: Was hat UHBP mit anderen EU-Staaten abgestimmt um dann eine der beiden leitenden Mitarbeiterinnen der Abteilung Europäische und internationale Angelegenheiten auf den Pilgerweg zur nordkoreanischen Botschaft zu senden?
    Zum ehem. Maurer und jetzigen NRAbg. Anton Heinzl sage ich gar nichts, denn der ist ja berühmt dafür, dass er alle seine Kritiker mit gerichtlichen Klagen eindeckt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2011 13:35

    Über die Charaktereigenschaften unseres obersten Staatsorgans braucht man sich ja nicht zum x-ten Mal verbreitern; dem ist es ja verständlicherweise inzwischen ein wenig peinlich, sich hinsichtlich Nordkorea seit langem so weit aus dem Fenster gelehnt zu haben.

    Rot bleibt eben Rot!
    (Diesmal ist er halt wahrscheinlich recht lange am WC gesessen, um sich nicht äußern zu müssen!)

    Das Außenministerium (huch, von einem Schwarzen geführt), hat sicherlich das gerade noch anwendbare diplomatische Mindestmaß an international üblichem G'hörtsich geübt; dies zustätzlich zu schelten, ist wohl eine Fleißaufgabe!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormschoss
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Januar 2012 11:26

    Es ist ein riesiger Unterschied, ob das Außenministerium ein Kondolenzschreiben schickt, das verlangt sozusagen der „Amtsschimmel“, das haben vermutlich auch andere Länder so gehandhabt oder ob aus der Präsidentschaftskanzlei, egal in welcher Form das Beileid ausgedrückt wird. Damit wird die persönliche Verbundenheit Fischers mit der Staatsführung Nordkoreas signalisiert und das finde ich völlig unpassend.


alle Kommentare

  1. Nibby (kein Partner)
    06. Februar 2015 10:22

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  4. Maryam (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:19

    Dann wissen Sie jetzt ja Bescheid Frau Lauffrau.Und sie auch Herr W., nice right? But don t judge the book by its cover, u know!?

  5. Maryam (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:18

    Dann wissen Sie jetzt ja Bescheid Frau Lauffrau.Und sie auch Herr W., nice right? But don t judge the book by its cover, u know!?

  6. Camilo (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:49

    Man hf6rt im Ble4tterwald schon wieder Verschwf6rungstheorien raucshen! Es gibt Stimmen (in meinem Kopf), die behaupten hinter dem Decknamen Si Il Van versteckt sich ein Cousin 21sten Grades des Dicktators!

  7. Amine (kein Partner)
    20. Januar 2015 22:47

    I thank you humbly for shriang your wisdom JJWY

  8. Hetham (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:20

    I was drawn by the hoetnsy of what you write

  9. meinrad (kein Partner)
    03. Januar 2012 21:00

    Warum eiert ihr so herum um die Tatsache, dass unser HBP ein, wie man im Raurisertal landläufig zu sagen pflegt, ein echter Brunzer ist?

  10. meinrad (kein Partner)
    03. Januar 2012 20:54

    Fischer soll sich rasch von seiner mitarbeiterin trennen, so wie NatRatPräs Graf sich von seinem mitarbeiter getrennt hat (müssen).

  11. mschoss (kein Partner)
    01. Januar 2012 11:26

    Es ist ein riesiger Unterschied, ob das Außenministerium ein Kondolenzschreiben schickt, das verlangt sozusagen der „Amtsschimmel“, das haben vermutlich auch andere Länder so gehandhabt oder ob aus der Präsidentschaftskanzlei, egal in welcher Form das Beileid ausgedrückt wird. Damit wird die persönliche Verbundenheit Fischers mit der Staatsführung Nordkoreas signalisiert und das finde ich völlig unpassend.

  12. Kritischer Beobachter (kein Partner)
    31. Dezember 2011 21:10

    Die inszenierten Begräbnisrituale und das herzergreifende verzweifelte Heulen der Bevölkerung um ihren nordkoreanischen Diktator erinnerten sehr stark an die Begräbnis-Inszenierung um Jörg Haider und die völlig entrückte "Verzweiflung" der Kärntner Bevölkerung.

    • Udo (kein Partner)
      01. Januar 2012 11:09

      Sie mögen ja ein kritischer Beobachter sein, nur offenbar unfähig Gesehenes kritisch zu hinterfragen und verarbeiten.
      Und nicht einfach nur den Orf-Moderatoren nachplappern, besser selber denken.
      Viel Glück dabei im Neuen Jahr

    • Kritischer Beobachter (kein Partner)
      01. Januar 2012 11:54

      Selber denken täte Ihnen nicht schlecht, lieber Udo. Dann könnte es Ihnen nicht passieren, dass die sich gleichenden Fernsehbilder bei den beiden Begräbnis-Inszenierungen Ihnen im einen Fall nicht behagen und im anderen Fall schon, bloss weil Sie Gegener einer kranken Ideologie und zugleich Fan einer anderen kranken Ideologie sind. Offensichtlich hat bei Ihnen die Gehirnwäsche durch das rechtsextreme Gedankengeschwurbel ähnlich effizient gegriffen wie es das bei den heulenden Menschen in Nordkorea durch das kommunistische Gedankengeschwurbel getan hat.

      Aus der objektiven Aussensicht lässt sich leider nur feststellen, dass beide Ideologien krank und abartig sind und dass beide Ideologien auf Gehirnwäsche und monströse Inszenierungen setzen.

      Österreich hat immerhin den Vorteil, dass es ein demokratisches Land ist, in dem dir Rechtsextremen noch nicht ihre Allmacht ausspielen können. So kann die Gehrinwäsche noch nicht ganz so ausgereift funktionieren wie in Nordkorea. Speziell in Kärnten ist man da aber schon auf einem sehr direkten Weg zu nordkoreanischen Zuständen.

    • Reinhard (kein Partner)
      01. Januar 2012 12:07

      Interessant. Es erinnert den Beobachter nicht an das pompöse Begräbnis Stalins. Oder Breshnews. Nein, es erinnert ihn an Haider. Eine kleine kärntner Provinzveranstaltung, in ihrem Umfang ungefähr das was überall passiert wenn ein LH stirbt (ich denke nur an Krainers Begräbnis...), aber der unkritische Geiferer sieht in allem das, was er am meisten hasst. Und vergleicht das Brüllen eines Drachen mit dem Pfurz einer Eidechse.

      Wenn Sie sich schon am kärntner Provinzsozialisten Haider anreiben wollen, dann in einem Beitrag über Gaddafi und Haiders Bewunderung für dessen Glamour. Gaddafi werden wir aber bald ebenso nachweinen wie Mubarak und den anderen nordafrikanischen "Despoten", denn die "Demokratiebewegung" wird, wie wir hier bereits vor Monaten unter dem wütenden Geheul der linkskorrekten Kampfposter vorhergesehen haben und sich jetzt nach den Wahlen abzeichnet, zu einem Gürtel aus Militärdiktaturen und islamistischen Gottesstaaten am Südrand des Mittelmeeres und damit direkt vor Europas Haustür führen.

      Beobachter, sollten Sie irgendwo kritisch sein wollen, fangen sie mal bei sich selbst an. Mal als guter Vorsatz für 2012.
      Dann könnten Sie sich mal darüber auslassen, warum die EU eine gemeinsame Erklärung zu Kima Ableben abgegeben hat und ihre Staaten auf weitere Bekundungen verzichtet haben - außer Österreich, dessen in der sogenannten Sozialdemokratie versteckten Kommunisten sich jetzt zwischen dem Wahren des politischen Gesichts und der Bewunderung der blutigsten kommunistischen Diktaturen geradezu zerreißen.
      Die norkoreanischen Kommunisten binden nicht die Zerstörungswut religiöser Fanatiker, sie sind quasireligiöse Fanatiker mit Atombombe und mühsam gezügeltem Wahnsinn, die bereits mehr Menschen in ihrem Land an Hunger haben verrecken lassen als die SPÖ Wähler hat. Und SPÖ-Funktionäre müssen ihr Beileid zum Tode solcher Massenmörder ausdrücken.
      Aber von SPÖ-Funktionären haben wir 2011 auch Hassvideos, Verhetzung und Mordaufrufe zu ertragen gehabt. Die SPÖ ist für mich so sozial"demokratisch", wie die DDR "demokratische Republik" war, nämlich gar nicht.

    • Udo (kein Partner)
      01. Januar 2012 14:09

      @KB
      Sie sind sich der Gehirnwäsche und der Propagandamaschinerie innerhalb derer Sie aufgewachsen sind nicht annähernd bewusst, hier daher ein paar Tipps zum Ansehen(und kritischen Beobachten).

      Der ganze Vortrag ist sehenswert,aber hier nur ein Teil:
      http://www.youtube.com/watch?v=wTmbcyeZ9ic&feature=related

      http://www.youtube.com/watch?v=BYS17KkWsZI

      Vielleicht erkennen Sie die eine oder andere Paralelle, ich wünsch es Ihnen ehrlich.
      Ich befürchte aber, daß, da für Sie Ihre Ideologie die einzig "gesunde" zu sein scheint, Sie dafür kein offenes Ohr (und Auge) haben werden können, was für Manipulationsmechanismen wir alle ausgesetzt sind.

      Probieren Sie es einmal mit der "objektiven Aussensicht" Ihrer eigenen Ideologie.

      Wenn ich überhaupt "Fan" von irgendetwas bin, dann von selbstständigem Denken und möglichst kritischem und möglichst unvoreingenommem Hinterfragen.

      "Speziell in Kärnten ist man da aber schon auf einem sehr direkten Weg zu nordkoreanischen Zuständen."
      Sie waren wohl noch nie dort und halten sich daher einfach an die vom ORF verbreitete Meinungsmacherei der SPÖ, was schade ist.

  13. Antidummquatsch (kein Partner)
    31. Dezember 2011 18:59

    Stichwort: Österreichisch-Nordkoreanische Gesellschaft

    Das plötzlich ausgebrochene Gezeter um Form und (offiziellen oder nichtoffiziellen) Charakter der österreichischen Beileidsbekundung zum Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il kann nicht vergessen machen, dass maßgebliche Politiker Österreichs wie das heutige Staatsoberhaupt 1973 an der Gründung der österreichisch-nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft beteiligt waren, die Mitglied des im Wissenschaftsministerium ansässigen Dachverbandes „PaN“ (Partner aller Nationen) ist.

    Erster Obmann der „Gesellschaft Österreich-KDVR“ (KDVR = Koreanische Demokratische Volksrepublik) war der 2001 verstorbene Historiker und Leiter des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes, Professor Herbert Steiner, als seine Stellvertreter fungierten der SPÖ-Nationalratsabgeordnete Heinz Fischer und der Kulturhistoriker und katholische Publizist Friedrich Heer. Dem Vereinsvorstand gehörten auch der ehemalige Justizminister der ÖVP-Alleinregierung (1966-70) Hans Klecatsky und der Obmann der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) Johann Gassner, mehrere Universitätsprofessoren wie der Politologe Anton Pelinka, sowie der Generaldirektor des Staatsarchivs, Rudolf Neck, der Präsident des Verwaltungsgerichtshofes, Franz Pallin, ÖIAG-Chef Oskar Grünwald, der Wiener Polizeipräsident Josef Holaubek, der Bildhauer Alfred Hrdlicka, die St. Pöltener Bürgermeister Hans Schickelgruber und Willi Gruber, der Doyen der österreichischen Sportjournalisten Josef Strabl und weitere prominente Persönlichkeiten an.

    Zutreffend ist, dass FPÖ- bzw. BZÖ-Politiker dem Vorstand der Gesellschaft nicht angehört haben. Jörg Haider (und seiner Witwe) war es vorbehalten, die Österreichisch-Libysche Gesellschaft zu leiten, während Ex-Verteidigungsminister Herbert Scheibner (BZÖ) der Österreichisch-Syrischen vorsitzt.

    Nicht nur der ehemalige Bundeskanzler Bruno Kreisky (S) besuchte 1986 als Ehrengast von Präsident Kim Il-sung die KDVR. Auch der Präsident der Bundeswirtschaftskammer, Rudolf Sallinger (V), war mehrmals in Nordkorea, das VOEST, OMV, Simmering-Graz-Pauker, Elin, Waagner-Biro und andere Firmen in den 70er- und 80er-Jahren mit bedeutenden Aufträgen bedachte. 1979 hatte Kim Il-sung erklärt, Österreichs Neutralität sei beispielgebend für eine künftige Konföderation Nord- und Südkoreas. In Wien fanden die Weltkonferenz für die friedliche Wiedervereinigung Koreas 1988 und mehrere Konferenzen des Exekutivausschusses des (pro-nordkoreanischen ) Internationalen Verbindungskomitees für die Wiedervereinigung Koreas (CILRECO) statt. Ex-Justizminister Klecatsky wurde Präsident des „International Institute of the Juche Idea“ (IIJI) zur Propagierung der Lehren Kim Il-sungs mit Sitz in Tokio.

    Derzeit ist das Amt des Präsidenten der Gesellschaft Österreich-KDVR vakant. Geschäftsführender Vizepräsident ist Eduard Knapp, Herausgeber des Diplomatischen Pressedienstes. Generalsekretär ist Adolf Wurzer, Beiratsvorsitzender Erich Zavadil.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      31. Dezember 2011 19:35

      @ Antidummquatsch
      Hier wird also wortreich indirekt entschuldigt, dass der Bundespräsident der Republik Österreich bedauert hat, dass einer der blutigsten Dikatoren der Gegenwart nicht mehr lebt. Als ob er uns ja so abginge, gewissermassen. Schluchz.

      Ah ja, er war ein kommunistischer Verbrecher, und da hat der politisch correcte Kommentator anders zu reagieren, als wenn es sich womöglich um einen Altnazi gehandelt hätte. Selbst der allergeringste Geruch nach "Nazi" oder was die Correcten halt darunter verstehen (muss gar kein Verbrecher sein! "Heimatdichter" genügt!) ist nämlich viel schlimmer als der mieseste Kommunist.

      Ein naiver Pfarrer, Nebenberuf Heimatdichter, kann da taxfrei zum Wegbereiter von Adolf Hitler hochstilisiert werden. Der nach ihm, dem Naivling, benannte Platz wird von politisch correcten Politikern unter Billigung der katholischen Kirche in "Familienplatz" umbenannt. Siebzig Jahre nach seinem Tod. Das war gewissermassen das Gegenteil einer Kondolenzbezeugung. Wir haben ja schon damals keine anderen Sorgen gehabt.

      Manche veritablen Verbrecher aber, wie etwa die nordkoreanischen Führer, oder auch mehrfache Mörder wie Che Guevara, die geniessen hingegen linke Hochachtung, denen wird nachgeweint, denen werden Denkmäler gebaut. Womöglich von der gleichen Politikern, die den Heimatnaivling als Nazi denunziert haben. Merke: die Linken lassen sich keinen "aussaschiassn", das war schon immer so, und sei er auch ein blutiger Diktator gewesen. Da müssen dann alle möglichen Zeitgenossen als Zeugen aufmarschieren, von Holaubek bis Sallinger, um ihn hoffähig zu machen.

      Ich aber meine: zum Tod des nordkoreanischen Diktators zu kondolieren ist eine Geschmacklosigkeit. Schweigen genügt vollauf. Jedes Wort wäre zuviel.

    • Antidummquatsch (kein Partner)
      31. Dezember 2011 21:05

      @Wilhelm Conrad: Da Sie offensichtlich im betrunkenen Silvestertaumel
      nicht in der Lage sind, Inhalte richtig zu erfassen, darf ich Ihnen den Inhalt meines Beitrages simplifizieren:

      In dem Beitrag geht es nicht darum, was der Herr Bundespräsident getan oder nicht getan hat, noch eine Entschuldigung dafür zu suchen, sondern es geht um den dummquatischen Unterberger-Polemik-Sager:

      Die "nordkoreanische Freundschaftsgesellschaft" sei eine "Plattform für Geschäftemacher, senile Altpolitiker und ideologische Sympathisanten des Steinzeitkommunismus."

      Dies ist nicht der Fall. Wie aus meinem Beitrag hervorgeht, gehörten der Freundschaftsgesellschaft honorige Leistungsträger aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Lagern an, z.B.

      - Herbert Steiner (Historiker)
      - Friedrich Heer (Kulturhistoriker und katholischer Publizist)
      - Hans Klecatsky (Justizminister der ÖVP-Alleinregierung (1966-70))
      - Rudolf Sallinger (ÖVP Politiker)
      - Johann Gassner (Obmann der Fraktion Christlicher Gewerkschafter)
      - Rudolf Neck (Generaldirektor des Staatsarchivs)
      - Franz Pallin (Präsident des Verwaltungsgerichtshofes)
      - Oskar Grünwald (ÖIAG-Chef)

      Die Freundschaftsgesellschaft diente auch nicht dazu, irgendeiner Ideologie zu huldugen, sondern wirtschaftliche und humanitäre Kontakte zum nordkoreanischen Regime herzustellen, um auf diesem Wege zu versuchen, die selbstauferlegte nordkoreanische Isolation aufzubrechen.

      Es gehen also sowohl Unterbergers dumme Attacken gegen Fischer ins Leere als auch Ihr hilfloser Versuch, den Eingangsbeitrag inhaltlich zu torpedieren.

      Ich darf Sie daher in Ihrem Interesse ersuchen, das nächste mal in nüchternem Zustand zu lesen und zu kommentieren.

    • Undine
      31. Dezember 2011 21:56

      @Wilhelm Conrad

      ************!
      Danke! Sie sprechen mir aus der Seele! Hier Ottokar Kernstock, ein nach linker Denkweise "Geächteter", an dem vorgeführt wird, was damnatio memoriae heißt, dort der grausame kommunistische Diktator Kim Jong-il, der sein Volk geschunden hat und verhungern ließ, während er und seine Familie auf keinen Luxus verzichteten, wird offiziell betrauert! Wie ich unsere Politiker Heinz Fischer und Michael Häupl einschätze, werden sie ihm demnächst ein Denkmal neben CHE errichten.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      01. Januar 2012 10:53

      @ Reaktion des Herrn Antidummquatsch 31.12. 2011 21:05

      Die österreichisch-nordkoreanische Freunderlgesellschaft hat also irgendwann einmal durchaus honorige Mitglieder gehabt. Na sowas.

      Ich schliesse daraus, dass es einmal eine Zeit gegeben hat, wo man geglaubt hat, Nordkorea könnte einmal wieder ein halbwegs zivilisierter kommunistischer Staat werden (dass er jedenfalls kommunistisch sein würde, da war wohl nie ein Zweifel). Dass es damals honorige Persönlichkeiten gegeben hat, die geglaubt haben, durch ihren Einsatz in einer Freuderlgesellschaft könnte das Regime etwas menschlicher werden, muss man aus der Zeit verstehen. Schliesslich hat es ja auch einen durchaus honorigen Bürgermeister gegeben, der geglaubt haben, durch Kontakte (oder wie man das halt ausdrücken soll, was er getan hat) mit einem kommunistischen Geheimdienst die dortigen Politiker milde stimmen zu können (naiv, aber er hat's angeblich geglaubt).

      Allerdings sind diese Zeiten, wo man an ein irgendwann wieder zivilisiertes Nordkorea glauben konnte schon lange vorbei. Nordkorea ist eine Art von KZ, ein Wirklichkeit gewordener Alptraum. Ein Land des Schreckens. Und eine Bedrohung der ganzen Welt. Glauben Sie im Ernst, dass auch nur eine einzige der von Ihnen angeführten Persönlichkeiten heute noch bei so einer Freunderlgesellschaft mitmachen würde? Na, eh schon nicht! Kein einziger, jede Wette!

      Deshalb ist es völlig zutreffend, dass die Freunderlgesellschaft ein bizarrer Anachronismus ist, wo sich "Geschäftemacher, senile Altpolitiker und ideologische Sympathisanten des Steinzeitkommunismus" (A.U., treffend wie immer) wohlfühlen können, sonst aber niemand. Ein grimmiger Anachronismus, bei dem man halt ungern erinnert wird, dass man ja Gründungsmitglied war. Wie UHBP. Deshalb auch seine konfuse Reaktion.

      Es ist nicht verwerflich, wenn man irrt. Es ist verwerflich, wenn man seinen Irrtum nicht einsieht und richtigstellt, wenn die Beweise offen auf dem Tisch liegen, Herr Dummquatsch (das gilt übrigens auch für Sie). Heute der österreichisch-nordkoreanischen Freuderlgesellschaft anzugehören ist ganz anders zu verstehen als seinerzeit. Als Bekenntnis zum Steinzeitkommunismus nämlich.

      Dass Sie jetzt sicher eine weitere Verteidigungsrede auf die Freunderlgesellschaft schreiben werden und dabei wohl wieder nicht auf das bezeichnende Stilmittel der Beschimpfung verzichten werden (wenn die Argumente schwach sind . . . na, was soll man da schon anderes tun?) tut dieser Tatsache keinen Abbruch.

    • Antidummquatsch (kein Partner)
      01. Januar 2012 11:46

      @Wilhelm Conrad: Immer noch betrunken?
      Oder warum haben Sie nicht bemerkt, dass Heinz Fischer schon lange nicht mehr Mitglied der österreichisch-nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft ist sondern dass er das in der Zeit war, als auch die angeführten honorigen Leistungsträger aus dem christlich-sozialen Lager Teil dieses Vereins waren?

      Diese Freundschaftsgesellschaft ist heute de facto nicht mehr existent.

      Wohl aber gibt es Sympathien dem nordkoreanischen Terrorregime gegenüber aus einer anderen Ecke Österreichs: Dem Kärntner FPK. Dieses hat im Klagenfurter Landhaus eine Fotoausstellung organisiert, die mit folgendenden irritierenden Statements beworben wurde:

      "Nordkorea - Fernöstliche Faszination mit starkem Nationalbewusstsein und Heimattreue ... keine Ausländer ... keine Asylanten."

      "Wenn man den Nachrichten der vergangenen Jahre über dieses abgeschottete Land glauben schenkt, müsste es total im Chaos liegen... müssten mangels Lebensmittel die Menschen Gras essen... müssten mangels Elektrizität die Familien abends nur im Dunklen sitzen... Dem ist aber nicht so".

      Das Image Nordkoreas wäre nur durch eine "imperialistische Lügenpropaganda" so schlecht.

      Landtagspräsident Josef Lobnig (jetzt FPK) verteidigt die Austellung:
      "Bogner (Anm.: der Fotograf) versucht zu dokumentieren, dass diese Lügenpropaganda nicht stimmt, dass das Land frei ist, dass die Menschen dort nicht in Armut leben und ihre Kultur leben dürfen."

      Und Bogner legt nach:
      "Das sind alles Fakten. In Nordkorea gibt es bis auf eine winzige chinesische Minderheit keine Ausländer, somit auch keine Asylanten." Bogner betonte, dass er "im ganzen Land niemanden hungern" habe sehen. Auch abseits der Hauptstadt biete Nordkorea ein völlig anderes Bild als es in den Medien dargestellt werde, "man sieht keinerlei Gesindel in den Straßen, keine Arbeitslosen, keine Bettler oder Betrunkene".

      Und nun frage ich Sie, lieber Herr Conrad, wann Sie wieder einer nüchternen Betrachtung der Sachlage zugänglich sind. Die Polemik sollte sich im Fall Nordkorea nämlich nicht gegen UHBP richten, Sie sollten lieber darauf achten, dass in den eigenen rechtsextremen Reihen derartige kranke Auswüchse nicht mehr passieren.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      01. Januar 2012 12:31

      @ Kim-Il-An tidummquatsch, 1.1.2012 11:46

      Danke dafür, dass Sie mich neuerlich als betrunken bezeichnet haben - ein Beweis dafür, dass Ihnen tatsächlich die Argumente fehlen. Das Aufzählen der Sager irgendwelcher kärntnerischen Provinzpolitiker geht insofern ins Leere, als ich mit solchen Herrschaften genauso wenig zu tun haben möchte, wie mit nordkoreanischen Kommunisten und ihren Apologeten. Die intime Kenntnis nicht nur Nordkoreas sondern auch seiner Sympathisanten (und überhaupt Ihre gesamte Schreibe) weist Sie allerdings als bewußten Freund Nordkoreas aus, und mit solchen Leuten diskutiere ich nicht. -

      Gestatten Sie mir nur noch eine letzte Anmerkung, gewissermassen als Retourkutsche für Ihre mehrmaligen Alkoholvorwürfe an mich: ich werde das Gefühl nicht los, dass Sie unter einer bestimmten Droge stehen, die zwar schon Sigmund Freud genossen hat, die dadurch aber nicht besser wird. Sie macht agressiv und führt zur manisch-expansiven Selbstüberschätzung. Sollte meine Vermutung zutreffen, gebe ich Ihnen den Rat: lassen Sie das. Bitte verstehen Sie das als gutgemeinten Hinweis von jemandem, der vom früheren Beruf her von derartigen Dingen etwas versteht.

  14. Undine
    31. Dezember 2011 17:10

    "Besonders entlarvend war die Aussage vom Heinzl gestern bei den Nachrichten in ATV, wo er die Hungersnot und die daraus resultierenden Toten in Nordkorea als "Versorgungsengpass" schöngeredet hat.", schreibt @numerus clausel.

    So viel steht jedenfalls fest: Die Herrscher-Familie KIM hatte an keinem VERSORGUNGSENGPASS zu leiden; der eben Verblichene Kim II sah zu Lebzeiten recht wohlgenährt aus, dem ausgefressenen Bubi Kim III hat auch noch nie der Magen geknurrt! Das wird auch für all jene gelten, die um den "Herrscherthron" herumwuseln. Kein Wunder, wenn unser Heinzi Fischer von der permanenten Hungersnot in Nord-Korea nichts gespürt hat. An der kommunistischen Mißwirtschaft hat ja leider immer NUR das Volk zu leiden! Da hat der Heinzi wohl lieber weggeschaut; das "Volk" ist nämlich, wie man seheh konnte, klapperdürr, sehr ähnlich den Menschen bei uns nach 1945.

  15. ashanyan (kein Partner)
    31. Dezember 2011 16:41

    Ein österreichische Lösung - "ein biss`l schwanger"

    Wir haben zwar kondoliert - aber wir haben eh mit den Augen gezwinkert dabei

  16. numerus clausel (kein Partner)
    31. Dezember 2011 15:25

    In der Aussendung der APA steht jedoch, dass von der Botschaft vermeldet wurde, dass ein "Er" kondoliert habe. Wie passt das mit der Aussage aus der Präsidentschaftskanzlei zusammen? Wurde dort mit dieser Aussage die "Frauenquote" erfüllt, oder weiß man nicht, wer genau geschickt wurde?
    Noch bedenklicher ist der Heinzl. Wenn das seine "Privatmeinung" ist, wie sehr muss er sich dann im Nationalrat verstellen, dass er dort nicht mit Weinkrämpfen zusammenbricht bei der Mitteilung des Todes des geliebten Führers aus Nordkorea?
    Oder schaltet er im Nationalrat sein Hirn ab, denn dort wird eh nur das gemacht, was Josef, Laura und Niko vorsagen?
    Besonders entlarvend war die Aussage vom Heinzl gestern bei den Nachrichten in ATV, wo er die Hungersnot und die daraus resultierenden Toten in Nordkorea als "Versorgungsengpass" schöngeredet hat.
    Dürfen gewisse wirklich alles sagen und kommen ohne Konsequenzen davon?
    Erschütternd.

  17. Neppomuck (kein Partner)
    31. Dezember 2011 15:14

    „De mortuis nihil nisi bene.“
    altröm. Sprichwort

    „Worüber (oder: wovon) man nicht* sprechen kann, darüber muss man schweigen.“
    L. Wittgenstein, Philosoph und „Sprachartist“

    Z.B. dann, wenn es überhaupt „*nichts Gutes“ zu berichten gibt.

    Also schweige man zu dem Ableben eines über die Maßen ideologieverblendeten Diktators, so man nicht selbst von Ideologie schwer geblendet ist.
    So viel Charakter sollte einem offiziellen Vertreter der Republik schon zuzumuten sein.
    Und wenn er doch nicht über seinen ideologischen Schatten springen kann, dann breite man möglichst schnell den gnädigen Mantel des Vergessens über ihn.

    Kondoliert darf dann zum vorgesehenen Zeitpunkt werden.
    Das wird der Anlass einem wohl schon wert sein.

    Quousque tandem abutere … usw.
    Fischer über die "Causa Proksch".

  18. Celian
    31. Dezember 2011 13:38

    Das skandalöse Beileid ist auf allen Kanälen aktuelles  Gesprächsthema, nicht nur bei A.U. oder Ortner. Auch die rosarote Zeitung schrieb darüber in ihrer Wochenendausgabe, in "ATV aktuell" war gestern Fischers Trauer um das Ableben des Diktators, der Hunderttausende verhungern ließ,  sogar die Spitzennachricht.

    Nur die hochoffiziöse Nachrichtensendung des Staatsfunks fands nicht einmal der Mühe wert, in den Kurznachrichten eine Erwähnung abzulassen. Warum auch, wir pinkeln unserem Bundespräsidenten nicht ans Bein, dachten die Propagandamaschinisten der "Zeit im Bild"-Redaktion.

    Der Vergleich macht einen sicher. Der Staatsfunk gehört privatisiert. So wie er über gewisse Dinge (nicht) Bericht erstattet, steht er einem kommunistischen Propagandasender um nichts nach. Nordkorea, das rot leuchtende Vorbild des ORFs, Fischers feuchter Traum.

    Link: http://atv.at/contentset/4799

    Bitte anschauen, hier ist auch ein Interview enthalten mit den hochinteressanten Ansichten  des SPÖ-Politruks Anton Heinzl. Er wurde persönlich eingeladen, sich ins  Kondolenzbuch einzutragen und fühlt sich doch nicht von der Propagandamaschine Nordkoreas benützt. Und dann relativierte der Herr Nationalrat auch noch die Hungersnöte Nordkoreas als "Versorgungsengpässe". 

    Das ist auf ATV zu sehen. Und was war auf ORF? 

  19. APM (kein Partner)
    31. Dezember 2011 13:30

    Ohne die "SPÖ" in Schutz nehmen zu wollen: Das wäre bei jeder anderen "Regierung" auch so gewesen. NoNaNet...
    Und es ist 99,9% der Österreicher völlig egal, ob es So oder So war. Die "Moral" wird in der Politik beim kleinsten Vorteil philosophisch neu "überdacht". Warum auch nicht! Zuerst kommt das Fressen - dann die "Moral"
    Beeindruckend miesestes Beispiel dafür: Die "USA" Und da soll sich ein Pünktchen auf der Weltkarte wie Österreich anders verhalten?

  20. Dr. Otto Ludwig Ortner
    30. Dezember 2011 21:26

    Seit der Steinzeit gilt die Ehrung der Toten als heilbringend für die Lebenden. Die Schmähung von Toten bringt - das sagt die steinzeitliche Weisheit - Unheil über die Überlebenden. Mit seinem Drama "Antigone" hat Sophokles diesen Glaubenssatz der Menschheit an's Herz gelegt. Mögen die Götter der Seele Kim Jong Il's gnädig sein! Mir wird wohl niemand Sympathien für menschenverachtende Diktatoren nachsagen. Aber die Schmähung der Toten ("Verbrechen der Wehrmacht") charakterisieren nun einmal die Canaille! Denn über die Toten zu richten ist den Göttern (dem dreifaltigen Gott) vorbehalten!

    • KR Ing. W. Maurer
      31. Dezember 2011 07:54

      Ein sehr weiser Beitrag zum Jahresende. Mögen sich viele Kommentatoren im kommenden Jahr um ähnlich gehaltvolle Statements bemühen.

    • gh57.at
      31. Dezember 2011 09:54

      Sehr geehrter Herr Doktor!

      Polyneikes war ein Gesetzesbrecher, der seine Heimat mit Krieg überzogen hat. Das darf man sagen, ohne den Zorn der Götter auf sich zu ziehen.

      Selbstverständlich war die Anordnung des Kreon falsch, die gegnerischen Toten nicht zu beerdigen. So ein Verhalten bringt -- ganz profan gesehen -- große hygienische Probleme mit sich.

      Niemand hat vorgeschlagen, die gefallenenWehrmachtssoldaten nicht zu begraben oder wieder auszugraben. Aber man muss sagen dürfen, dass die Wehrmacht von dem verbrecherischen nationalsozialistischen Regime Befehle erhalten und befolgt hat und dass die Wehrmacht zumindest in den letzten Kriegsjahren auf allen Führungsebenen von fanatischen Nationalsozialisten durchdrungen war, die verbrecherische Befehle nicht nur ausgeführt, sondern eben auch gegeben haben. Ob die Wehrmacht als Ganzes nun als verbrecherische Organisation anzusehen ist oder nicht, erscheint demgegenüber nur mehr als sophistische Haarspalterei.

      Sehr geehrter Herr Doktor Ortner, ich habe großen Respekt vor Ihrer humanistischen Bildung und vor Ihren Kommentaren. Aber Sie erweisen den Anliegen und den Lesern dieses Blogs einen Bärendienst, wenn Sie das Erwähnen der Wehrmachtsverbrechen mit der Störung der Totenruhe oder gar mit dem Nicht-Kondolieren zum Tod von Diktatoren gleichsetzen. Sie geben damit den Linksdemagogen die Möglichkeit, die Antifaschismus-Keule zu schwingen und mit Geifer vor dem Mund zu schreien: "Seht her -- lauter Nazis!"

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      31. Dezember 2011 10:41

      gh57.at:
      Sehr geehrter Herr Kritiker!
      Den Gefallenen von Stalingrad hat man, wie Polyneikes, die Beerdigung verweigert. Ihr Divisionspfarrer und mein Religionspfarrer hat das mit einer gedruckten Lüge überdeckt (Alois Beck "Bis Stalingrad", Ulm 1983, S. 154: Panzergraben 8 als Massengrab). Ob Sie es glauben oder nicht, sie riefen mich in der Vorstellung der Antigone in Paris am 4. Adventsonntag 1960, ihnen die letzte Ehre zu verschaffen. So geschehen am 20.9.1992 in Staligrad=Wolgograd mit Hilfe der österreichischen Helden-Geistlichen Kard. Groer, Bischof Krenn und Hochmeister des Deutschde Ordens Wieland als Gäste des Patriarchen von Moskau. Die Rache der Zilk-Platte = der Österreich beherrschende Banditen - war grausam. Doch wird sie nach hinten losgehen -bzw. durch das Abhacken der Hand des Haupttäters am Krampusabend 1993 ist sie es schon (Näheres in Otto Luddwig Ortner "STALINGRAD" - Princeton'sche Bekenntnisse, ein Testament für Österreich" Homepage "www.ortnerprinceton58.at"). Daß es in Kriegen zu Übergriffen kommt, ist historisch Interessierten bekannt, aber als Überlebender zweier Genocid - Aktionen der Westalliierten wage ich die Aussage, daß gegen deren Verbrechen jene der Wehrmacht ein Klacks waren.

    • gh57.at
      31. Dezember 2011 12:51

      Sehr geehrter Herr Doktor!

      Jetzt verstehe ich Ihre Motivenlage besser. Und ich teile natürlich Ihre Meinung, dass der Tod eines jeden Menschen, also auch der eines üblen Diktators, eine Kondolenzbekundung verdient.

      Ich vertrete darüber hinaus ganz pragmatisch (manche mögen es zynisch nennen) den Standpunkt, dass Staaten keine Freunde, sondern nur Interessen haben. Sollte es im Interesse Österreichs sein, muss eben den norkoreanischen Machthabern kondoliert werden. Dass da aus innenpolitischen Gründen so herumgeeiert wird, ist natürlich degoutant.

      Aber bezüglich der Kriegsverbrechen: es geht in diesem Blog nicht darum, zu klären, wer 1933-1945 den größeren Balken im Auge hatte (Matth. 7, 3ff). Dieses Blog hat (zumindest meiner bescheidenen Meinung nach) das Zeug, zu einem Kristallisationskern der öffentlichen Meinung bezüglich der künftigen Gesellschaftspolitik zu sein. Insbesondere hoffe ich, dass hier einer maßvollen Immigrationspolitik, die sich an der US-amerikanischen, kanadischen oder australischen orientiert, das Wort geredet wird. Man sollte daher alles vermeiden, wass auch nur den Anschein (und sei er an den Haaren herbeigezogen) des Rassismus erweckt. Daher bitte ich Sie um die "Klugheit der Schlangen" (Matth. 10, 16).

      Vielleicht nicht ganz dazu passend, aber ihr "Princeton" enthaltender Link hat mich darauf gebracht:

      Herr Doktor, wir beide (und alle anderen Leser des Blog) verwenden "von Neumann"-Maschinen (i. e. Computer). Die Machtergreifung Hitlers hat den in Budapest geborenen John von Neumann in Princeton sesshaft werden lassen, wo er an der Entwicklung des Computers entscheidenden Anteil hatte. (Die bekannteren Beispiele Albert Einstein und Kurt Gödel lasse ich jetzt einmal beiseite.)

      Die verbrecherische Entscheidung des Nationalsozialismus, die (jüdisch geprägte) Intelligenzschicht in Deutschland und Österreich auszulöschen, war eben nicht nur ein Verbrechen, sondern ein Fehler ((c) Joseph Fouché), der noch immer fortwirkt, denn er hat insbesondere der amerikanischen Technologieüberlegenheit entscheidenden Auftrieb verschafft. An den wirtschaftlichen Folgen hat Europa heute noch zu tragen.

      (Allerdings muss man der intrinsischen Dummheit des Nationalsozialismus dankbar sein, denn sie hat dafür gesorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und die Nazibarbarei doch ein Ende gefunden hat.)

    • Zraxl (kein Partner)
      31. Dezember 2011 16:04

      Sehr geehrter Herr Dr. Otto Ludwig Ortner, ich teile Ihre Meinung überhaupt nicht. Mögen diese Scheusale in der Hölle brutzeln. Nein, nicht gute Nachred', sondern eine denkmalhafte Darstellung ihrer Verbrechen ist angesagt. Lüge und Heuchelei sind Grundübel, mit denen man absolut gar nichts verbessert. Mao als Staatsikone, Ho Che Minh Denkmäler und Parks, Stalinhymnen (und ein Denkmal in Wien!), die Bewunderung Che Guevaras (und ein Denkmal in Wien!), usw. sind ein Gräuel! Bei Hitler und seiner Nazibande hat sich diese Ansicht inzwischen durchgesetzt. Gott sei Dank! (Wenn Sie mich dafür für eine Canaille halten, sei Ihnen das unbenommen.)

      Für Ihr Posting von 31. Dezember 2011 10:41 zolle ich Ihnen höchsten Respekt! Die Wehrmacht mag eine Verbrecherorganisation gewesen sein, ihre Soldaten sind jedenfalls zum großen Teil nicht freiwillig eingerückt und die Anzahl blutgeiler Massenmörder war sicherlich auch nicht sehr groß. Man kann nicht jeden Wehrmachtssoldaten mit einem Eichmann, Hitler, oder Pol Pot vergleichen.

      Noch etwas wichtiges: PROSIT NEUJAHR !!!

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      31. Dezember 2011 16:32

      Zu Zraxl, 31.12.,16:04
      Wer für die Toten nicht beten kann - und seien sie noch so schuldig geworden -wird den Frieden nicht erlangen. Österreich hat diesen Frieden durch die Frömmigkeit von Ing. Figl 1955 erlangt, denn er erreichte die Streichung der Kriegsschuldklausel. Soweit mir bekannt, ist der ö. Staatsvertrag der einzige Friedensvertrag des 20. Jh., der diese Qualität aufweist. "Denn revolutionäre Staaten können Kriege gewinnen, aber sie können keine Frieden schließen"(Prinz Talleyrand). Doch das Gebet für tote Verbrecher setzt einen tiefen Glauben voraus - die Bedingung dauerhaften Friedens - bitte nicht eng konfessionell zu sehen!

    • HC Strache (kein Partner)
      31. Dezember 2011 21:13

      Ich bin sehr dafür, auch den Wehrmachtssoldaten, die sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben, ins Grab nachzuspucken. Warum soll man diesem Abschaum huldigen?

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      01. Januar 2012 00:52

      zu H.C. Strache: Beim in's Grab nachspucken befinden Sie sich in Gesellschaft der Wiener Stadtregierung, die das beim (Ex)-Ehrengrab des gefallenen Helden Major Walter Nowotny praktiziert. Als Verteidiger der österreichischen Jugend, die für die Nazi in den Krieg geschickt wurde und großteils darin umkam, will ich in Erinnerung rufen, daß ihr Marschbefehl vom Vatikan kam (feierliche Erklärung der ö. Bischöfe vom 18.3.1938, unfeinerweise vom Papst dem ö. Landesepiskopat in die Schuhe geschoben) und die Gefallenen vom r.k.Klerus in ihrem Blut liegen gelassen wurden, bis sie mich riefen. Ich weiß aus den Vorträgen meines Religionsprofessors Dr. Alois Beck, ihrem Divisionspfarrer, daß er sie im Glauben in den Tod schickte - bevor er im Flieger aus Stalingrad abhaute -sie stürben für das Reich Jesu. Innitzer am 8.10.1938 im o-Ton. "Jesus ist unser Führer!". Da ich stets ein loyaler Katholik war, glaube ich das bis heute und beanspruche für Österreichs Gefallene des 2. Weltkriegs den Rang christlicher Märtyrer!

    • socrates
      02. Januar 2012 00:15

      gh57.at
      Mit Aufmerksamkeit las ich Ihre Antworten. Zu Ihrer Feststellung über die Erfindung des Computers durch von Neumann eine Korrektur: Konrad ZUSE war eindeutig der Erfinder des Computers, wie ihm auch v. Neumann in einem Brief versicherte. Diesen gibt es noch immer. Der antideutsche Kreis versucht immer wieder, die Überlegenheit des jüdischen Intellekts zu beweisen, besonders in diesem Fall. Sonst wäre eine der größten Erfindungen des 20. Jh eine Kriegsbeute. Gerade findet ein neuer Versuch statt, diese Erfindung einem Mc Computer zuzuschreiben.
      http://www.heise.de/tp/artikel/36/36106/1.html
      Zuse und Turing: Der Draht des Mephistopheles
      Raul Rojas 21.12.2011 Hundert Jahre Alan Turing
      Konrad Zuse wurde bereits 2010 gefeiert - 2012 wird es nun das Alan-Turing-Jahr werden. Beide Pioniere des Computers waren in der gleich Zeitepoche aktiv, lernten aber ihre jeweiligen Arbeiten erst nach dem Zweiten Weltkrieg kennen. Die Anzahl der Tagungen und Events im Alan-Turing-Jahr verspricht alle bisherigen Rekorde zu brechen. Überall auf der Welt wird das Leben und Werk des englischen Wissenschaftlers zelebriert. Aufgrund der Zahl der Ankündigungen platzt eine Webseite der Universität Leeds bereits aus allen Nähten.[1]
      Unter Stalin wäre es sicher der Komputerowitsch gewesen (Radio Jerewan)

  21. Alfred E. Neumann
    30. Dezember 2011 17:57

    Lest doch das Buch von Ingrid Steiner-Gashi: "Im Dienste des Diktators"

    Da steht alles, wie das perfektionierte sozialistische Realsystem aussieht und funktioniert. Das was sich offenbar Herr HeiFi so innigst wuenschen duerfte.

    Aber dort hat er vermutlich keine € 20.000,-- monatlich, 14 x, im Jahr!

    • Undine
      30. Dezember 2011 23:22

      @Alfred E. Neumann

      Ich fürchte, das Jahr hat für UHBP sogar 16 Monate, was sein Salär betrifft.

    • Wertkonservativer
      31. Dezember 2011 12:08

      Liebe Undine, lieber A.E. Neumann,

      seid - bitte - am vorletzten Tag des Jahres nicht allzu kleinlich hinsichtlich des Salärs unserer Spitzenpolitiker:

      jeder bessere CEO im Bankwesen oder der Industrie (auch der staatsnahen) verdient heute mehr!

      Was unsere Politiker betrifft, muss natürlich auch eine adäquate Leistung vorausgesetzt werden, das ist klar wie Stiefelwichs!

      Nichts für ungut, liebe Freunde, und auf ein gutes 2012!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  22. RR Prof. Reinhard Horner
    30. Dezember 2011 17:12

    reinhard.horner@chello.at

    Zum Weihnachts- und Neujahrsbrief unseres Bundespräsidenten an die Medien und das österreichische Volk - nur sprachlich?

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

    „Nachdem sich das Jahr 2011 dem Ende zuneigt …“ – "nachdem": ja, wann möchten Sie also wünschen? Und wenn Sie ankündigen, Sie „möchten“ wünschen, dann tun Sie es doch.

    Im „Miterleben, Mitgestalten und Mitverantworten“ wünsche ich Ihnen persönlich und ihrem Wirken ohne Aufschub alles Gute

    Reinhard Horner

  23. Observer
    30. Dezember 2011 15:31

    Bitte um Nachhilfe zur aktuellen Kondolenz-Groteske:

    Was ist der Unterschied zwischen einem "normalen Kondolenzschreiben" und einem "formlosen Schreiben" des österreichischen Außenministeriums an das nordkoreanische Volk? Vielleicht hilft dazu die Veröffentlichung des Textes? Es könnte ja durchaus sein, dass Herr Spindelegger das arme Volk wegen der Knechtschaft der Machthaber bedauert und zum designierten Nachfolger sein aufrichtigstes Beileid ausgesprochen hat.
    Weiters: Was hat UHBP mit anderen EU-Staaten abgestimmt um dann eine der beiden leitenden Mitarbeiterinnen der Abteilung Europäische und internationale Angelegenheiten auf den Pilgerweg zur nordkoreanischen Botschaft zu senden?
    Zum ehem. Maurer und jetzigen NRAbg. Anton Heinzl sage ich gar nichts, denn der ist ja berühmt dafür, dass er alle seine Kritiker mit gerichtlichen Klagen eindeckt.

    • Alexander Renneberg
      30. Dezember 2011 17:47

      na wer sollte sich denn vor dem kleinen heinzelmann fürchten.

      es wissen ja mittlerweile sogar die Gerichte, dass anton heinzel ein eher schlichtes Gemüt ist.

    • Observer
      30. Dezember 2011 18:41

      A. Renneberg:
      aber Heinzl sitzt immerhin im aussenpolitischen Ausschuss des österreichischen Parlaments. Hans-Jörg Schelling, Alfred Brader und Gerhard Karner waren nur einige, welche scheinbar die falschen Rechtsberater hatten.

    • Alexander Renneberg
      30. Dezember 2011 19:22

      Ich dachte karner sei "davon gekommen"

      Dass der typ seltsam ist war mir bekannt, dass er soviele prozesse gewonnen hat nicht.

  24. brechstange
    30. Dezember 2011 15:15

    Die USA entbietet keine Kondolenz.

    Doch Österreich muss ja, weil ja der Herr Sawiri über den Herrn Pecik eine bestimmende Aktienmehrheit bei der Telekom Austria erworben hat oder erwirbt. Und derselbige Herr Sawiri mit seiner ägytischen Orascom in Nordkorea eine Handynetz aufbaut, wo es inzwischen 700.000 Nutzer gibt. Und die Mercedes-Dichte neueren Baujahrs in Nordkorea - obwohl seit 5 Jahren ein Luxus-Embargo besteht- beim Begräbnis doch sehr hoch war, die ein österreichischer Unternehmer oder wer auch immer dorthin vermittelt, geliefert oder sonst was hat. Gut verdienen und Marktanteilserwerb lässt einem schon blind werden gegen Millionen hungernder Menschen.

    Außerdem gab er Sawiri zu, Gelder an diktatorische Regimes zu zahlen. Mein Gott, welcher Konzern wurde da mal gerade erst durch die Medien geprügelt. Siemens war es.

    So richtig seriös und nachhaltig die ganze Geschichte. Ich persönlich denke, dass uns das ganze falsche Gehabe irgendwann saftig auf den Kopf fallen wird.

    • Observer
      30. Dezember 2011 15:53

      Zum koptischen Ägypter Sawiri, welcher zu den Reichsten seines Landes zählt(e):
      Es und seine Familie hatten sich mit dem Mubarak-Regime wie auch mit anderen Diktaturen immer "arrangiert" - ohne Schmiermittel lief aber nichts. Derzeit hat er grosse Probleme, seine Mittel zu retten bzw. in das Tockene zu bringen (der Geschäftssitz wurde schon in ein ehem. Kloster in die Schweiz verlegt!).
      Vor einigen Jahren hat er das idyllische Schweizer Gebirgsdorf Andermatt von seinen Investitionsplänen "überzeugt", nun ist schon das halbe Dorf eine Baustelle und erste Rufe nach Staatsgeldern und zusätzlichen ausländischen Investoren (angeblich hat schon eine schwedische Touristikfirma "fast" angebissen) zur Fertigstellung sind schon erfolgt.
      Wer sind für das "Monopoly in Andermatt" sowie Herrn Sawiri näher interessiert, dem sei die kürzlich ausgestrahle 90 Min.-Dokumentation zur Ansicht empfohlen (Dank der modernen Streamtechnik im Internet kann man ja vieles zeitlich "überspringen" oder überhaupt nur die Text-Kurzfassung lesen):

      http://www.videoportal.sf.tv/video?id=4ec8a389-24f6-4e85-bfed-f36dd36568a4;DCSext.zugang=videoportal_meistgesehen

    • Udo (kein Partner)
      31. Dezember 2011 13:33

      Sehr richtiger und wichtiger Beitrag.Danke vielmals!

  25. libertus
    30. Dezember 2011 14:14

    Also wenn das nicht zwingend eine neuerliche Kabarettistenlesung an der Uni Wien (am besten in der Bedürfnisanstalt!) unter der Ägide von Heinz Mayer nach sich zieht, gehen Österreichs echte Belustigungen endgültig den Bach runter!

    • contra
      30. Dezember 2011 14:24

      Oder gleich ein ganzes Musical: "Der sozialistische Eiertanz um den Tod eines entmenschten Tyrannen"!

    • Celian
      31. Dezember 2011 13:49

      Man könnte die hunderttausenden Hungernden und Notleidenden als Film einblenden. Und aus dem Off ganz harmlos fragen: Wos wor sei Leistung?

  26. Wertkonservativer
    30. Dezember 2011 13:35

    Über die Charaktereigenschaften unseres obersten Staatsorgans braucht man sich ja nicht zum x-ten Mal verbreitern; dem ist es ja verständlicherweise inzwischen ein wenig peinlich, sich hinsichtlich Nordkorea seit langem so weit aus dem Fenster gelehnt zu haben.

    Rot bleibt eben Rot!
    (Diesmal ist er halt wahrscheinlich recht lange am WC gesessen, um sich nicht äußern zu müssen!)

    Das Außenministerium (huch, von einem Schwarzen geführt), hat sicherlich das gerade noch anwendbare diplomatische Mindestmaß an international üblichem G'hörtsich geübt; dies zustätzlich zu schelten, ist wohl eine Fleißaufgabe!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • byrig
      30. Dezember 2011 21:32

      unser aussenministerium hätte ein glückwunschtelegramm an das geknechtete nordkoreanische volk anlässlich des viel zu späten ableben dieses mörderischen diktatorenknülchs schicken müssen!

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      30. Dezember 2011 21:32

      Zu den "Caraktereigenschaften des obersten Staatsorgans" sei angemerkt, daß er der Einzige der "Kreisky-Buam" ist, der nicht mit dem Strafgesetz in Konflikt kam und auch sonst ein seriöses Familien- und Gesellschaftsleben führte. Dazu gehört natürlich, daß man bei anrüchigen Aktionen paßt - abstellen kann sie beim gegenwärtigen System niemand.

    • Undine
      30. Dezember 2011 23:51

      @Dr. Otto Ludwig Ortner

      "...daß er der Einzige der "Kreisky-Buam" ist, der nicht mit dem Strafgesetz in Konflikt kam und auch sonst ein seriöses Familien- und Gesellschaftsleben führte."

      Ich fürchte, von dieser wohlwollenden Meinung werden Sie sich verabschieden, wenn Sie Hans PRETTEREBNERS Dossier über UHBP zuende gelesen haben. Wenn Sie dann immer noch von der weißen Weste Heinz Fischers überzeugt sind, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Hans Pretterebner ist ein höchst integrer Mann; ihm ALLEINE hat Ö zu verdanken, daß der "Fall Lucona" gelöst worden ist! Dafür hätte ihm die höchste Auszeichnung gebührt. Sie müssen nur bei GOOGLE nachsehen; es lohnt sich!

      Der Fall Heinz Fischer - ein Dossier von Hans Pretterebner ...

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      31. Dezember 2011 12:12

      Zu Undine 30.12., 23:51:
      bis zum oben beschriebenen Totengottesdienst in Stalingrad am 20.9.1992 katholischer Legitimist - und als solcher vom Pariarchen von Moskau eingeladen, für den Renner-Republikaner natürlich NAZI sind, bekehrte ich mich an diesem Tag zu lupenreinen Republikaner. Denn in dieser Stunde verkaufte Dr. Otto von Habsburg den Erzherzogtitel an Fracesca Thyssen - Bornemisza : "Tu felix Austria nube" .So lebte ich seit meiner Vertreibung aus Böhmen in Österreich in politischer Verfolgung , denn ich wußte aus meiner Kinderstube, daß sein politisches System kriminell war. Nach Lektüre von Pretterebners übler Nachrede an Dr. Fischer weiß ich jedenfalls verläßlich, daß der ihm darin angedichtete Ehebruch eine Lüge ist. Der Fall Waldheim war eine Schande - picken geblieben ist sie an den U.S.A., die als Großmacht das Kriegsverbrechen des Angriffs auf einen friedlichen Staat verantwortet - und damit den NATO- Beitritt Österreich unmöglich machte. Dieser hätte aus Österreich wieder eine deutsche Kolonie gemacht. Nun zu Stalingrad: Dr. Fischer warf Dr. Zilks Werber für dessen gegen mein Werk gerichtetes, betrügerisches" Personenkomittee 50 Jahre Stalingrad" (von mir angezeigt zu 15Ut117800/99 der StA. Wien) Walter Seledec hinaus und widmete meinem vorerwähnten Stalingrad-Buch ein Vorwort, gemeinsam mit dem päpstlichen Nuntius und Bischof Krenn. Also ist er kein Opportunist. Und er ist seit über40 Jahren mit der Liebe seiner Jugend verheiratet und erzog seine Kinder vorbildlich. Politische Gesinnung ist nun einmal jedermanns freie Wahl -das ist das Fundament unserer Gesellschaft. Zwingend für die positive Beurteilung einer Persönlichkeit ist die Achtung der Humanität = Menschenrechte.

    • Susa
  27. K.K.
    30. Dezember 2011 13:32

    UHBP saß, wie bei ihm in solch' heiklen Situationen üblich (Bruno Kreisky hat's gewußt!), grad' am Häusel und konnte nicht persönlich kondolieren. Wen hat er denn geschickt? Die Häuslfrau?

    • Wertkonservativer
      30. Dezember 2011 13:37

      @ K.K.

      Ehrenwort!

      Ihre Häuslstory konnte ich bei Ablassen meines Beitrages noch nicht gelesen haben.
      Kein Plagiat, bitte!

    • K.K.
      30. Dezember 2011 13:48

      @WK: "Ablassen" paßt schon...

    • Wertkonservativer
      30. Dezember 2011 14:07

      Ist das nun positiv oder negativ gemeint?
      Sie wissen, ich bin doch ein rechter Naivling!
      Mit "Ablassen" dachte ich jedoch wirlich nicht an die von Ihnen möglicherweise gemeinte Tätigkeit in einer Bedürfnisanstalt!
      Erhellen Sie mich, bitte!

    • K.K.
      30. Dezember 2011 20:57

      @WK: "Ich hab' hier bloß ein Amt und keine Meinung." Daß Sie ein rechter Naivling sind hätte keiner Erwähnung bedurft. Immer noch besser als ein linker.

    • schreyvogel
    • Wertkonservativer
      31. Dezember 2011 05:16

      Seid Ihr aber witzig, Leute!

    • Schani
      31. Dezember 2011 18:39

      Spätestens jetzt wären endlich einmal die Defäkationsgewohnheiten des roten Heini einer genaueren Exploration nötig!!

  28. M.S.
    30. Dezember 2011 12:56

    Wieder eine neue "Kasperliade" der österreichischen Politik. Die Kabarettisten danken für den neuen Stoff!





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