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Die spannenden Lehren der Geschichte für unser Bildungssystem

Es ist eine der spannendsten Diskussionen der internationalen Spitzenhistoriker (also leider keines einzigen österreichischen – die reduzieren ihr Interesse ja noch immer auf die Nazi-Zeit): Warum war Europa im letzten Jahrtausend so erfolgreich? Warum hat es zusammen mit seiner US-amerikanischen Ausstülpung alle arabischen, persischen, chinesischen Kulturen meilenweit überholt, obwohl diese in früheren Epochen in Sachen Technik, Wirtschaft, Sprache, Schrift oder Mathematik weit vor Europa gelegen sind? Und was können wir aus dieser Erkenntnis lernen?

Viele dieser Forscher halten vor allem zwei Faktoren für erfolgsentscheidend:  die Vielfalt Europas und seine gleichzeitige Offenheit für Ideen anderer. China, Russland, Persien, Byzanz oder das osmanische Reich wurden hingegen Jahrhunderte lang sehr zentralistisch, viel absolutistischer und häufig deutlich abgeschlossener als Europas Staaten verwaltet.

In Europa herrschte in diesem Jahrtausend überwiegend bunte Vielfalt. Man denke etwa nur an die zahlreichen Duodez-Fürstentümer des Heiligen Römischen Reiches. Vom Handel bis zum Bankwesen haben wiederum die ganz oder weitgehend unabhängigen oberitalienischen und flandrischen Städte vielfach die absolute Spitze eingenommen. Zur Spitzenstellung des Kontinents trugen auch die Vielfalt der christlichen Religionen und des Judentums bei (trotz Religionskriegen und Pogromen).

Die Europäer schauten sich immer jene Beispiele an, wo ein Land, eine Stadt etwas besonders erfolgreich gemacht hat, etwa ein neues Gesetz oder neue Erfindungen oder eine neue Marktordnung. Dieses Prinzip hat aber auch die moderne Wirtschaftswissenschaft unter dem Schlagwort „Best practice“ zur Methode gemacht. Die Nachahmung erfolgreicher Beispiele oder Konkurrenten, die Osmose neuer Ideen und die gleichzeitige Möglichkeit, dass immer irgendwo in diesem Europa irgendetwas Neues entwickelt werden konnte, erwiesen sich als weit erfolgreicher als die Entwicklung eines noch so gründlich ausgedachten Top-Down-Modells für einen Einheitsstaat.

Wenn sich ein europäischer Künstler unter einem Fürsten nicht wohlfühlte, zog er halt ohne Probleme zu einem anderen; besonders gern etwa nach Weimar oder nach Wien, wo dann so mancher Weltruhm erlangte. Ein Kolumbus pendelte so lange ungehindert zwischen der Republik Genua, zwischen den Königen von Portugal, Frankreich und Spanien, bis ihm schließlich einer seine Atlantikquerung finanzierte.

Wenn hingegen in einem großen, zentralistischen Land auch nur eine einzige Entscheidung falsch getroffen wird, gibt es keinerlei Gegengewicht, das einen Fehler austarieren konnte. Manche Staaten wie China oder Japan wurden durch einzelne Fehlentscheidungen, die dem ganzen Land von einem Herrscher aufgezwungen wurden, oft um Jahrhunderte zurückgeworfen.

Der Vorteil des freien Wettbewerbs zwischen einer bunten Vielfalt prägt aber auch heute viele Felder unseres Lebens:

Man denke etwa ans Telephon, wo früher eine einzige Monopolfirma und deren desinteressierten Beamten potentielle Kunden oft ein Jahr lang auf einen neuen – und mörderisch teuren – Anschluss warten ließ, wenn sie nicht die Protektion eines Wichtigen genossen oder kräftig geschmiert haben.

Man denke an die einstige schwer verschuldete und veraltete  Staatsindustrie, wie gut deren Betrieben und Arbeitsplätzen heute  die Freiheit, der Wettbewerb, die Vielfalt der Eigentümer tut.

Man denke an die Fortschritte an den Unis, seit dort nicht mehr ein einziger Minister alle neue Professoren bestellt, sondern die Unis das selbst tun.

Man denke an den Unterschied zwischen Ost- und Westeuropa bis 1989, als im Westen Millionen Unternehmen in freiem Wettbewerb den Bedürfnissen der Kunden mit immer neuen Ideen nachgespürt haben, während im Osten eine einzige Behörde mit einem von oben dekretierten Fünfjahresplan all diese Entscheidungen zentralisiert getroffen hat. Würden diese Planer jetzt noch amtieren, müssten die Menschen im Osten zweifellos auch heute noch neue Trabis und Wartburgs als einzige Möglichkeit eines Autos ansehen, auch wenn sie (nach Zahlung) 15 Jahre auf die Lieferung warten mussten.

Was können wir daraus für die Gegenwart und insbesondere unser Bildungssystem lernen?

Die Antwort ist klar: Dass wir die völlig falsche Schul-Debatte führen.

Diese Debatte sollte sinnvollerweise nicht mehr darum gehen, ob wir für die 10- bis 15-Jährigen nun ein oder zwei verschiedene Schulsysteme anbieten. Sondern um eine möglichst große und sich ständig neu entwickelnde Vielfalt der Ideen, Varianten und Modelle für die Bildung, Ausbildung und Erziehung in allen Altersstufen vom Kindergarten bis zur Universität.

Warum um Himmels willen sollen denn ausgerechnet in der Bildung Zentralismus und Staatsplanertum funktionieren? Warum soll es ausgerechnet in diesem Bereich richtig sein, dass eine einzige Zentrale alle AHS-Direktoren ernennt? Wem soll es nutzen, wenn die Zentrale in Wien nun sogar schon für die Kindergärten zuständig werden will? Warum begreift ausgerechnet die einst liberale Industriellenvereinigung nicht, dass auch in der Bildung die Vielfalt des Wettbewerbs überlegen ist? Warum lässt es die Öffentlichkeit der Unterrichtsministerin ohne Aufregung durchgehen, dass die Frau nun sogar die Autonomie der Universitäten einschränken will? Warum sollen ausgerechnet in der Bildung ein einheitlicher Lehrplan und ein einheitlicher Leistungsstandard über alle zwölf Schulstufen die richtige Antwort sein, obwohl die einen mit 14 Jahren noch immer nicht die Grundrechnungsarten, das Lesen und das Schreiben beherrschen, während sich andere schon zwei Jahre mit dem Pythagoräischen Lehrsatz und zwei Fremdsprachen befassen.

Dass auch in der Bildung nicht nur ein oder zwei von oben vorgegebene Modelle alleine passend sein können, haben etwa einst auch die Grünen gewusst, obwohl sie heute zu den militantesten Vorkämpfern der zwangsweisen Gemeinsamkeit über neun Schuljahre zählen. Sie hatten in den 80er Jahren eine lustige Vielfalt von Alternativschulen aufgebaut. Das gleiche Prinzip hat einst auch der von vielen Linken lange verehrte Mao Zedong gekannt, als er verlangte: Lasst Tausend Blumen blühen, was freilich erst dann unter Deng Xiaoping in Teilbereichen des chinesischen Lebens Wirklichkeit geworden ist – dafür mit umso größerem Erfolg.

Vielfalt und Wettbewerb sind natürlich primär zutiefst liberale Prinzipien. Sie lassen sich aber auch aus dem Personalitäts- und vor allem dem Subsidiaritätsprinzip der christlichen Soziallehre ableiten. Sie hängen zugleich ein wenig mit christlicher Demut zusammen: Wir sollten einfach zugeben, dass niemand von uns das für alle Kinder und für alle Regionen passende Schulmodell haben kann. Wir sollten ebenso zugeben, dass ein heute für eine bestimmte Aufgabe unter bestimmten Rahmenbedingungen passendes Modell in fünf, in zehn oder in zwanzig Jahren mit Sicherheit nicht mehr passen wird.

Der Staat hat in der Bildung nur zwei unverzichtbare Rollen: Ihm muss erstens jedes Kind finanziell gleich viel wert sein; wobei diese Gleichbehandlungspflicht bei objektivierbaren Unterschieden wie Hochbegabung, wie einer fremden Muttersprache, wie einer teuren technischen Ausbildung natürlich auch zu Zuschlägen führen kann. Und zweitens muss der Staat möglichst große Transparenz in Hinblick auf die Ergebnisse jeder einzelnen Schule herstellen, über das Können und Wissen ihrer Absolventen und deren Erfolg am weiteren Lebensweg.

Auf dieser Basis könnten endlich viele gute Ideen nebeneinander blühen, ohne dass wir uns ständig in der Bildungsdebatte mit ideologischen Totschlagargumenten wie in einem Religionskrieg den Schädel einschlagen, weil immer irgendwer missionarisch für die letzten Schulwahrheiten kämpft. Auf dieser Basis würden immer wieder neue gute Modelle entstehen, während bei manchen alten die Schüler ausbleiben würden.

Da stehen dann Schulen von Bund, Ländern oder Gemeinden in gleichberechtigtem Wettbewerb mit jenen von Vereinen, Kirchen, Lehrer-  oder Eltern-Initiativen stehen.

Da können dann Schulen mit Zugangsprüfung neben solchen mit freiem Zugang zeigen, welches Modell besser ist.

Da können dann Wirtschaftsverbände mit vielen kreativen Ideen den Weg in die duale Ausbildung (Lehre+Berufsschule) möglichst attraktiv machen.

Da wird es Schulen geben, wo man mit 15 Jahren schon jahrelang zwei oder vielleicht auch  drei Fremdsprachen lernt, neben solchen, die sich mit gezielten Methoden auf das Beheben der Defizite in bildungsarmen Elternhäusern konzentrieren.

Da werden manche Schulen zeigen wollen, dass das Lernen von Latein und Griechisch ein ideales Bildungsgerüst ist, während andere Österreichs Rolle als Musikland in den Mittelpunkt rücken, während sich die dritten ganz auf Naturwissenschaften und Technik spezialisieren.

Da werden sich Schulen trauen, im Unterricht wieder ganz bewusst ohne Computer auszukommen, während andere die Arbeit am PC sehr forcieren werden.

Da werden die einen Schulen großen Wert auf Disziplin legen, während andere bewusst antiautoritär geführt werden.

Da werden Schulen mit scheinbar altmodischem Frontal- und Lern-Unterricht neben solchen erblühen, die jede pädagogische Neuentwicklung  mit Begeisterung mitmachen.

Da werden die einen Schulen durchaus mit dem Sitzenbleiben arbeiten, andere hingegen mit einem Modulsystem und die Dritten nur mit „Motivation“ statt jeder Form von Benotung.

Da wird es Schulen geben, die auf der Mitarbeit der Eltern aufbauen, und solche, die ohne diese auskommen müssen.

Welche Schulen werden nun in diesem bunten Strauß von Varianten die beliebtesten sein? Ich weiß es nicht, habe höchstens Vermutungen. Die Eltern sollten sich jedenfalls frei entscheiden können, der Staat soll nur die Erfolge der einzelnen Schulen bei Tests mit deren Schülern messen. Und die Ergebnisse dieser Tests vor allem veröffentlichen (im Gegensatz zur jetzigen Schulministerin, die wie in einer Diktatur Testergebnisse geheimhält). Immer wieder wird es in einer freien Schulwelt auch neue Ideen geben, die sich nicht nur entwickeln dürfen, sondern es auch sollen.

Natürlich wird es auch in einer freien Schule noch viele heikle politische Fragen geben: Etwa: Wie lange kann die überschuldete Allgemeinheit in einer Zeit der Wirtschaftskrise wirklich verpflichtet werden, jungen Menschen ein fürs Berufsleben weitgehend unbrauchbares Pseudostudium zu finanzieren?

Gewiss gibt es auch noch etliche andere Fragen zu klären. Aber ich bin jedenfalls überzeugt, dass nur ein solcher Ansatz unseren Schuldiskussionen wieder eine positive Dynamik geben kann.

Denn wir brauchen Eliten, die wir schon im Schulalter ständig fordern und fördern, die schon lange vor der Schule von ihren Eltern gezielt gefördert worden sind.

Denn wir brauchen dringend mehr Anreize, damit  mehr Schüler ihren Weg Richtung Technik , Naturwissenschaft und Ökonomie gehen.

Denn wir brauchen sehr spezifische Anstrengungen für den wachsenden Anteil von bildungsfernen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Sprachdefiziten.

Denn wir brauchen eine deutlich erhöhte Wertschätzung für das duale Schulsystem, um das uns viele Länder beneiden, das aber bei einem Erfolg des Volksbegehrens fast den Bach hinuntergegangen wäre.

Gewiss, Freiheit und Vielfalt erfordern mehr Denkanstrengung, als wenn man alles von einem allwissenden, aber in Wahrheit ach so dummen Vater Staat erwartet. Unsere Zukunft und die unserer Kinder sollten uns das aber wert sein.

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alle Kommentare

  1. werauchimmer

    Wichtiger als die Diskussion billigeres traditionelles Schulsystem contra teureres Gesamtschulsystem, ob sich also der Mehraufwand in größeren Wohlstand niederschlägt, wäre eine Zentralmatura für alle Maturafächer!.

    Damit könnte vermieden werden, dass ein Pseudostandard zu höheren Weihen berechtigt, weil Lehrer Schüler mit minimalem Wissenstand durch die Prüfung - dank Vorbereitung auf ein bloß eingeengtes Wissensspektrum - lotsen können.

    Damit könnte endlich ein gewisses Maß der Wahrhaftigkeit in der Bildungsdebatte Einzug halten.

    Zugleich könnte der Umfang der Gratisschulbücher, die innerhalb eines Jahres in Summe wohl den Wissensumfang eines fünfjährigen Universitätsstudiums abdecken, auf das wirklich Notwendige, zuzüglich einiger knappen Exkurse für die Interessierten, eingeschränkt werden, was nur die Schulbuchverlage kratzen dürfte. Die Bildungsexperten wären dadurch gehalten, den Umfang des Maturaniveaus ehrlich zu definieren. (- zumindest zu meiner Schulzeit vor einigen Jahrzehnten nahm der Inhalt der Schulbücher grotesk astronomische Ausmaße an, was insbesonders in Zeiten des Internets mit seinen Recherchemöglichkeiten ein Unding ist!)



    • Anonymer Feigling (kein Partner)

      Die Zentralmatura ist so eine Sache, die oberflächlich betrachtet, gut und gerecht ausschaut, in Wirklichkeit aber teuer, sinnlos und niveau-senkend.

      1.
      Teuer – weil gegenüber dem altem System jetzt eine unabhängige Institution (vermutlich irgendwelche Freundinnen des weiblichen Bildungsministers) beauftragt und bezahlt wird, die Maturafragen auszuarbeiten und in Österreich zeitgleich zu verteilen.
      Das ist/war eine Aufgabe, die zuvor die Lehrer (unbezahlt) gemacht haben, weil es Teil ihrer Arbeit war.

      2.
      Sinnlos – weil jeder, der die Matura gemacht hat, aus Erfahrung weiß, dass keiner mehr danach auf die Noten schaut. Also ist es sinnlos, hier bei den Noten einen absolut gerechten und objektiven Maßstab anzulegen. Die Matura, wie der name schon sagt, stellt nur die Reife fest.

      3.
      Niveau-senkend – weil kein Bildungsminister eine 60%-ige Durchfallrate gestatten wird. Also werden nur leichte Fragen gestellt und die Benotung wird auch entsprechend sein. (Zum Vergleich: bisher wurden an einer Schule mit hohem Niveau schwierigere Fragen gestellt.)

      Generell gilt die Frage, welche Prüfungen sind die wichtigsten? Bei einer langjährigen Ausbildung sind Prüfungen zu Beginn (Ausnahmeprüfungen), während der Ausbildung (Jahresprüfungen) und zu Ende (Abschlussprüfung) möglich.

      Ich komme immer mehr zu der Überzeugung, die wichtigste Prüfung ist die Aufnahmeprüfung (aber die wurde ja von den Sozialisten abgeschafft), gefolgt von den ersten Jahresprüfungen.
      Die Abschlussprüfung (Matura) ist dann die unwichtigste, weil man ja eh schon die Jahre davor sein Können gezeigt hat.

  2. Undine

    Kleine "Nachlese" zum mißglückten Bildungs-Volksbegehren in der heutigen "Presse", die ein veritables Labsal ist und in einen Goldrahmen gehört: Rudolf Taschners "Quergeschrieben" mit dem treffenden Titel
    "Die Arroganz der Verlierer soll wohl ihren Mißerfolg vergessen machen"

    Besonders ein Satz könnte besser nicht formuliert sein:

    "Es sind dies jene sich "Experten" nennenden Personen, die alles und jedes von der Schule erwarten; für die Schule nichts anderes als das Experimentierfeld der utopischen Idealgesellschaft darstellt--eine wirklichkeitsfremde Schule, in der alle ohne Unterlass mit Leidenschaft lernen, in der keinerlei Differenzierung mehr gestattet ist, weil Verschiedenheit doch den Makel der Diskriminierung in sich trägt; die nur aus Fröhlichkeit und Begeisterung für das Kreative, aber sicher nicht im Frontalunterricht, nicht aus Prüfungen, nicht aus der Eventualität, auch manchmal zu versagen, besteht

    Da wird wohl bei Androsch und Co. keine rechte Freude aufkommen!



    • Johann Scheiber

      Differenzierung ist für Herrn Androsch nur legitim, wenn es um seinen cash geht!

  3. machmuss verschiebnix

    Nur über "eine einzige Zentrale alle AHS-Direktoren ernennt " können die Sozialisten
    all das kontrollieren, was sie glauben kontrollieren zu müssen: die Gesinnung unserer
    Jugend.

    Es gab mal einen interessanten Denkansatz in Buchform:
    "Religionsverlust durch religiöse Erziehung" hieß das.

    In Anlehnung daran und weil ich den Sozialismus auch für eine (Ersatz)-Religion halte,
    tippe ich auf "Sozialismus-Verlust durch sozialistische Erziehung" .



  4. xRatio (kein Partner)

    "Vielfalt und Wettbewerb sind natürlich primär zutiefst liberale Prinzipien."

    Huuii...

    Der Herr Dr. Unterberger schreitet auf dem Weg der Erkenntnis ja geradezu stürmisch voran !!

    Obwohl immer noch ungenau ist das doch endlich mal ein richtiger Ansatz und eine zumindest halbwegs richtige,
    grundsätzliche Erkenntnis,
    die er sich hier nach all dem Jammern und Klagen über das staatlich ruinierte Bildungssystem abgerungen hat.

    Leider ist sein Satz nur halbwegs richtig, weil "Vielfalt und Wettbewerb" weder Prinzip noch "primär zutiefstes" Prinzip des Liberalismus sind.

    Vielfalt etc. sind -wenngleich wichtig genug- nur Folgeerscheinungen eines anderen, weitaus grundlegenderen liberalen Prinzips.

    Bin fast versucht, dazu schon wieder ein Preisausschreiben zu starten. ROFL!! :-)

    Empfehle den Bibelforschern zur Einführung die Lektüre der 10 Gebote (mit Ausnahme natürlich des/der ersten):

    Du sollst nicht morden, stehlen, lügen - sonst noch was?

    Um genau das zu verhindern, dazu ist ein Staat nach liberaler Ansicht da - sonst so gut wie für nichts.
    So einfach das ist so schwer muß das in sozialistisch verseuchter Welt wohl zu begreifen sein.

    xRatio



  5. astuga (kein Partner)

    Insgesamt ein guter Artikel, aber alles stimmt dann doch nicht.
    "...obwohl diese in früheren Epochen in Sachen Technik, Wirtschaft, Sprache, Schrift oder Mathematik weit vor Europa gelegen sind? Und was können wir aus dieser Erkenntnis lernen?
    Viele dieser Forscher halten vor allem zwei Faktoren für erfolgsentscheidend: die Vielfalt Europas und seine gleichzeitige Offenheit für Ideen anderer. China, Russland, Persien, Byzanz oder das osmanische Reich wurden hingegen Jahrhunderte lang sehr zentralistisch..."

    Es gab zwar eine dunkle Phase im Europa des 5. und 6. Jh. aber auch hier beschränkte sich das auf große Teile des heutigen Westeuropa.
    Und auch andere Länder hatten ihre historischen Brüche: China, Persien, Indien.
    In Byzanz haben sie ja munter weitergemacht, und Byzanz war Europa - nämlich auch Teile Italiens und Spaniens, und das teils recht lange.
    Ich sehe auch Russland als Teil Europas, auf jeden Fall das historische Russland, von dem ja hier nur die Rede sein kann.
    In Byzanz wie im mittelalterlichen Westeuropa waren jedenfalls die septem artes liberales Grundpfeiler höherer Bildung.
    Der arabische bzw isl. Raum hat wenig genuines Wissen produziert, fast alles dort gründet sich auf der Wissenskultur der vorislamischen Zeit und die einheimische Bevölkerung (eben zB die spätantike Kultur, Perser oder Inder).
    Nachdem dieses Potential erschöpft war, und der autoritäre Gesetzes-Islam die Oberhand gewann, kam es folgerichtig zur Stagnation.

    Mehr dazu auch hier: http://www.calameo.com/books/0003319354ce91dd821bf
    "Die oben genannten Ulum ad-Din und Usul al-Fiq bilden die sog. islamischen Wissenschaften, davon unterschieden werden die Ulum al-Qudama, das sog. Wissen der Alten, womit das Wissen der spätantiken Welt, besonders jenes des
    hellenistischen Kulturraumes, gemeint ist..."



    • astuga (kein Partner)

      Nachtrag.
      Vieles wird heute verkürzt oder falsch dargestellt, auch weil wir das Mittelalter durch die Brille der Aufklärer betrachten, die sich abgrenzen wollten.
      Wer weiß heute noch, dass in Europa damals die Medizin durchaus hoch entwickelt war - anders als allgemein gedacht wird.
      Einfach mal nach "Schlafschwamm" googeln.

    • Neppomuck (kein Partner)

      Siehe auch Hildegard von Bingen (1098 bis 1179)

    • Segestes (kein Partner)

      Wie sehr der Islam bereits in den ersten Jahrhunderten auf äußere
      Hilfe angewiesen war, sieht man sehr gut daran, dass es syrische
      Christen waren, die in Bagdad antike Texte ins Arabische übertrugen.
      Die Araber konnten nämlich kein Griechisch, bei den christlichen
      Syrern war es allerdings Liturgiesprache.

      Das Problem bei den Arabern war auch, dass sie nach erfolgter
      Übersetzung ins Arabische, die lateinischen oder griechischen
      Originaltexte nur selten bewahrten - ganz anderes also, als in der
      christlichen Klösterkultur.

    • astuga (kein Partner)

      Das Problem ist auch, dass immer fälschlich von arabischer Wissenschaft oder arabischen Gelehrten gesprochen wird.
      Sehr oft waren das zwar Muslime aber eben keine Araber.
      Islam und Arabisch wird hier fälschlich synonym verwendet.

      Und dann ist es auch in der Sache falsch, niemand würde Galilei oder Newton als "Christliche Wissenschaftler" bezeichnen.
      Es waren Gelehrte die eben Christen waren.
      Wenn mir jemand Ibn Rushd als Islamischen Wissenschaftler unterjubelt, geht mir des G`impfte auf. ;)

  6. dickbrettbohrer (kein Partner)

    „Der europäische Totalitarismus ist das Ergebnis der überlegenen Stellung der Bürokratie im Bereich der Erziehung. Die Universitäten bereiteten den Diktatoren den Weg.“

    Ludwig von Mises. Die Bürokratie. Academia Verlag 2004, Seite 94

    Das Werk ist ursprünglich im Jahr 1944 erschienen. Die amerikanische Originalausgabe trug den Titel „Bureaucracy“.
    Dieses Buch ist ein Muß für jeden Wahrheitssucher in diesen undurchsichtigen und propagandaschwangeren Zeiten. Wunderbarer Stil, klare Gedanken, unerschrockene Darstellung der Zusammenhänge. Danach sieht man klar.

    Unbedingt lesen!



    • astuga (kein Partner)

      Und welche Quelle haben außereuropäische Totalitiarismen als Ursache, und was bedeutet das für die Totalitarismus-Rezeption Europas?

  7. erich (kein Partner)

    Also ich wüßte nicht, welche Länder uns um das "duale" Schulsystem beneiden sollen, zumal es auf einem Prinzip basiert, das in der Bildung nicht vorkommen sollte, nämlich auf jenem der Zwangsselektion. Und dass diese Vorgangsweise pädagogischer Unfug ist, darüber sind sich weltweit viele Bildungsexperten einig. Darüber hinaus sind alle jene Dinge, die Herr Unterberger da in den schönsten Farben malt wie unterschiedliche Schulschwerpunkte, unterschiedliche Unterrichtsmethoden oder auch eine möglichst hohe Autonomie der Schule auch und sogar noch viel besser in einem Schulsystem möglich, das ohne diese Zwangsselektion auskommt. Denn erst durch diese Selektion werden die starren Blöcke AHS und HS geschaffen. Die Schaffung einer gemeinsamen Schule bis 14 heisst ja keinesfalls, dass all diese Schulen dann auch völlig gleich geführt werden müssen. Das ist in den klassischen Gesamtschulländern auch überhaupt nicht der Fall. Dort hat man längst erkannt, dass die Begriffe Zwang und Autonomie einander eklatant widersprechen.



    • Neppomuck (kein Partner)

      Das ganze Leben ist eine "Selektion".
      Der man sich nicht unbedingt unterwerfen muss, wenn man mit Wenigem zufrieden ist.

      Aber wer ist das schon?
      Nicht einmal die Radikalsozialisten, wie man sieht.

      Intelligenz hat übrigens nichts mit Bildung zu tun, Bildung ohne Intelligenz ist allerdings unmöglich.
      Und jede Selektinsmaßnahme ist gleichzeitig ein Intelligenztest, der in jedem Lebensalter vorgenommen werden kann und in jeder Altersgruppe signifikante und damit gültige Werte ergibt.

      Dies zu negieren hieße resignieren.
      Was man, so scheint es, auch von uns erwartet.

      Aber das soll jeder halten wie er will.
      Nur darf er der Allgemeinheit diesbezüglich keine Vorschriften machen.
      Das wäre nämlich sonst eine Gemeinheit, ganz banal ausgrdrückt.

    • Torres (kein Partner)

      Ganz richtig, niemand beneidet uns um das duale Schulsystem, ganz im Gegenteil, es wurde kürzlich in Deutschland ganz offiziell festgestellt, dass das Bildungsniveau der Schüler in den "neuen Bundesländern", die noch das ehemalige DDR-System der Gesamtschule beibehalten haben, besser ist als jenes in den "alten Bundesländern" mit dem dualen System. Bayern überlegt derzeit ganz konkret, die Gesamtschule einzuführen; wobei ich gar nicht behaupten will, dass dies das allein seligmachende System sei, aber jedenfalls auch keinesfalls eine derart schlechte und abzulehnede Schulform, als welche sie Unterberger immer wieder darstellt.

    • AppolloniO (kein Partner)

      Erich, bitte nicht böse sein, aber Sie blaffen bloß nach, was was die rotgrünen Gleichmacher seit Jahren vorgeben.

      Einige Zeit dachte auch ich, dass es Unfug wäre die Kinder vor Abschluss der Pflichtschule zu trennen. Bis die Neue Mittelschule gepusht wurde. Was ist deren Erkennungsmerkmal? Die zweite Lehrkraft um Schüler besser nach ihren Fähigketen zu fördern. So, und jetzt erklären Sie mir, Herr Erich, warum ich Schüler verschiedener Begabungen erst zusammenwürfeln muss um sie nachher getrennt zu unterrichten?

      Dann gibt es ja bereits die Einheitsschule, Volksschule genannt. Nun gerade deren Erfolg ist mehr als überschaubar, wenn man hört, liest und aus eigener Anschauung erfährt welch großer Prozentsatz diese Einrichtungen verläßt ohne ausreichend schreiben, lesen und rechnen zu können. Dieses System soll also um weitere vier Jahre verlängert werden. Man muß ideologisch schon sehr verbohrt sein um davon die Lösung zu erwarten.

      Letzter Kritikpunkt an Erich. Warum immer von Zwangsselektion reden? Fühlen Sie sich auch zwangsselektiert wenn Sie die Wahl haben in einem Haubenlokal fein zu speisen oder sich lieber in einem gemütlichen Beisel die Zeit vertreiben?

    • erich (kein Partner)

      neppomuck

      Wer den Satz "Das ganze Leben ist eine Selektion" in den Mund nimmt oder niederschreibt, sieht in Menschen von der Wiege bis zur Bahre wohl nichts anderes als nur funktionierende Körper. Solche Aussagen von Gesamtschulgegnern bestärken meine Befürwortung der gemeinsamen Schule nur noch weiter. Hr/Fr. neppomuck, Sie sind mit Sicherheit kein Menschenfreund.
      Aber abgesehen davon: Es hat seine Gründe, warum sich beinahe weltweit die gemeinsame Schule durchgesetzt hat und warum diese Schulform auch im internationalen Vergleich die besseren Ergebnisse erzielt. Sie ist einfach näher bei den Bedürfnissen von jenen Menschen, um die es bei der Bildung zuallererst geht (gehen sollte): bei den Kindern.

    • erich (kein Partner)

      Appollonio

      Es findet also bei 10jährigen Kindern keine Zwangsselektion statt? Was ist dann Ihrer Meinung nach die AHS-Reife? Offiziell ist sie die Berechtigung zum Besuch einer AHS. Aber jede Berechtigung impliziert im Umkehrschluß ein Verbot. Kinder, die die AHS-Reife nicht erhalten, dürfen eine solche Schule nicht besuchen. Es ist ihnen also verboten. Und das ist die Zwangsselektion.

    • Neppomuck (kein Partner)

      Dieser Satz ("das ganze Leben ..."usw.) beschreibt die Realität, mag einem das gefallen oder nicht, und es ist nichts anderes als menschenfreundlich, darauf aufmerksam zu machen, erich.
      Es könnten ja Traumtänzer herumlaufen, die das anders sehen.

      "Durchgesetzt" hat sich das "gegliederte Schulwesen", das lässt sich unschwer anhand der Ergebnisse und u.a. auch der Jugendarbeitslosigkeitsquote festmachen.

      Was den Widerstand der Kollaboranten der wirtschaftlichen und geistigen Gegner der autochthonen Bevölkerung des "inneren Mitteleuropas" hinsichtlich eines weiteren Wettbewerbsvorsprungs erklärt.
      Was nicht gleich (deppert) ist, wird eben gleich gemacht.

    • Segestes (kein Partner)

      Dieses duale System mit den Berufsschulen, ist in der Tat vergammelt und nichts auf das man noch stolz sein kann.

      Beispiel:
      Ein Fahrzeugfertiger-Lehrling, der beruflich mit LKW-Anhängern zu tun hat, wird mit Kunstsschmieden zusammengepfercht und muss in der Berufschule Fächer wie "Künstlerisches Zeichnen" belegen!
      Aus Gründen, die noch in der Pferdekutschenzeit beheimatet liegen ^^

      Wo nur ist der politische Herkules, der diesen Stall endlich ausmistet?

    • Neppomuck (kein Partner)

      Vielleicht hatte ein Battista "Pinin" Farina auch diesen Vorzug, wie ich meine genossen, seg.?

      Wer weiß schon, was das Leben so alles bringt.

    • erich (kein Partner)

      neppomuck

      Interessanterweise schaffen es trotz dieser "Realität" mehr als 80% aller OECD - Länder, eine Selektion von Kindern zu unterlassen. Nur bei uns und in Teilen Deutschlands glaubt man, ohne diese Selektion nicht auskommen zu können. Dieser "Glaube" liegt aber nicht in irgendwelchen aktuellen Erkenntnissen zugrunde (diese besagen das Gegenteil), sondern ist einfach nur historisch-gesellschaftlich bedingt.
      Und die Jugendarbeitslosigkeit hat nichts mit dem Bildungssystem zu tun, sondern mit der allgemeinen Wirtschaftslage bzw. mit der Wirtschaftspolitik eines Landes. Diese scheint bei uns (im Gegensatz zur Bildungspolitik) besser zu sein als anderswo.

    • Neppomuck (kein Partner)

      So so, die „allgemeine Wirtschaftslage“ hat somit nichts mit dem Bildungssystem zu tun?
      Dümmer geht’s nicht.

      Und wer bisher keine Selektion kannte, kann auch nicht auf sie verzichten, wertester erich.
      Da zieht man lieber seine Mitbewerber herunter, statt die „best practice-Methode“, die (als Floskel) neuerdings in aller Munde ist, anzuwenden.

      Chacun a son gout.
      Oder „suum cuique“, wie die Lateiner zu sagen pflegen.

      Nur sollte man immer das Beste wollen, das ist man als Politiker seinen Wählern schuldig.
      Oder sollte es sein.

    • erich (kein Partner)

      Eine mögliche Rezession trifft auch Länder mit "gegliedertem" Schulsystem.
      Und jene Länder, die jetzt keine Selektion kennen, kannten sie früher sehr wohl. In Finnland wurde die Gesamtschule 1972 eingeführt. Davor gab es dort ein Schulsystem analog zu unserem.
      Und unser jetziges Schulsystem ist scher nicht das Beste für die Kinder, sondern nur für jene, die sich bzw. ihre Kinder für etwas Besseres halten.

    • Anonymer Feigling (kein Partner)

      @ Erich

      1.
      Wovor haben Sie Angst?
      In einer Welt, in der unterschiedliche Schultypen nebeneinander existieren dürfen, können Sie auch einen Schultyp haben, der Ihrer Gesamtschule entspricht. (Natürlich darf man dann aber nicht mehr „Gesamtschule“ sagen, weil ja nicht mehr alle diesen Schultyp besuchen.)

      Dann kann ja diese „Gesamtschule“ demonstrieren, wie gut sie im Vergleich zu den anderen Schultypen ist. Wenn sie wirklich besser ist, dann werden ganz von selbst die Eltern ihre Kinder in diese „Gesamtschule“ stecken.

      Ich habe kein Problem mit dem Wettbewerb. Aber warum scheuen sich die Gesamtschulbefürworter so sehr davor?

      Vielleicht, weil sie im Innersten wissen, dass Ihre Gesamtschule den Vergleich verliert?

      2.
      > Wer den Satz "Das ganze Leben ist eine Selektion" …Solche Aussagen von Gesamtschulgegnern bestärken meine Befürwortung der gemeinsamen Schule nur noch weiter. Hr/Fr. neppomuck, Sie sind mit Sicherheit kein Menschenfreund.

      Und schon wieder einer, der die Evolution nicht versteht und glaubt, dass nur der Stärkste gewinnt! (Bitte Richard Dawkins lesen! Das ist sehr amüsant und zuletzt versteht man die Evolution wirklich und durchschaut die vielen Falschaussagen rund um die Evolution.)

      Die Evolution ist der Grund für unsere Artenvielfalt. Jede Art hat sozusagen sein Plätzen (Nische) in der Welt gefunden und darin ist sie hervorragend, sozusagen der Sieger.

      Umgemünzt auf die Schultypen heißt das, dass die Evolution unterschiedliche Schultypen, die parallel existieren, hervorbringt. Kein Schultyp ist „besser“ als der andere!
      Aber der eine Schultyp ist der „beste“ für zukünftige Facharbeiter, der andere der „beste“ für Firmengründer und so weiter.

      Ich wiederhole meine Frage:
      Wovor haben die Gesamtschulbefürworter so Angst, dass sie den Vergleich scheuen?

    • Neppomuck (kein Partner)

      Eine "mögliche" Rezession trifft überhaupt niemanden, Herr Naseweis.

      Auch ist Finnland ein denkbar schlechtes Beispiel, denn dort besteht die "integrierte Gesamtschule". Das ist was anderes.

      Außerdem haben die Finnen nahezu keine "zuagrasten" Bildungsverweigerer, was auch gerne übersehen wird.

      Argumente sollten (Konjunktiv!) stichhaltig sein.

    • erich (kein Partner)

      anonym

      Ich habe vor gar nichts Angst. Ich bin nur ein Gegner der Zwangsselektion mit 10. Soll es mehrere Schulformen nach 10 geben, alle ohne Verbot für auch nur irgendein Kind, irgendeine Schule zu besuchen (spezielle Aufnahmsprüfungen etwa für Sportschulen u.dgl. ausgenommen). Für mich steht das Wort "Gesamtschule" für ein Schulsystem, dass von der Zwangsselektion der Kinder mit 10 Abstand nimmt und allen Kindern von 10-14 die Chance bietet, auf gleichem Niveau unterrichtet zu werden. Das ist bei uns dzt. nicht der Fall. Wobei es schon ein bißchen zu hinterfragen ist, wie weit der von Ihnen propagierte Wettbewerb der Schulen gehen können soll. Für mich soll er auf keinen Fall so weit gehen, dass jede Schule ihren eigenen Lehrplan macht (abgesehen von bestimmten Schwerpunkten).

      neppomuck

      Als Grundlage für die österr. Gesamtschule sollte das finnische Modell dienen.

    • socrates

      erich
      Aus wlcher Quelle haben Sie die 80% der OECD-Länder ohne Auslese? Sie hält einer Überprüfung nicht stand, es ist umgekehrt. Auslese gibt es bei jedem Führerschein, Ballett, Tanzschule, Sportverein, Fußball, Großen Chance, Bauer sucht Frau, usw...

    • Anonymer Feigling (kein Partner)

      @ Erich

      > Ich habe vor gar nichts Angst.

      Sie haben doch Angst, sonst würden Sie nicht so heftig wegen eine Schultypenvielfalt sprechen, in der es auch Schulen mit Aufnahmeprüfungen gibt, vielleicht auch für Kinder jünger als 10 Jahre.

      > alle ohne Verbot für auch nur irgendein Kind, irgendeine Schule zu besuchen (spezielle Aufnahmsprüfungen etwa für Sportschulen u.dgl. ausgenommen).

      Machen Sie sich doch nicht lächerlich. Sind Sie nun für Aufnahmeprüfungen oder nicht? Und warum soll’s Ausnahmen geben?

      Sie sind gegen Selektion oder nicht? Selektion durch Klassenzüge schon, aber nicht Selektion durch Schultypen!

      Alle Ideen sind so halbherzig, so untern Motto „Ein bisschen schon, aber nicht richtig!“

      Mit dieser Einstellung bringt keiner etwas Großartiges hervor.

      Und noch einmal zurück zur Angst. Ja, ich habe Angst, ich gebe es ohne Gesichtsverlust zu.
      Ich habe Angst vor einer Welt der Einheitsschule, der Einheitspartei, des Einheitstelefonanbieters, der Einheitsbäckerei, der Einheitsrundfunksender usw.

      Ich möchte wählen können, Sie etwa nicht?
      (Wählen schon, aber nur ein bisschen. ;-)

    • erich (kein Partner)

      socrates

      Wenn Sie eine Liste der 34 OECD - Länder hernehmen, werden Sie auch ohne Extra-Quelle erkennen, dass mehr als 80% dieser Länder das Gesamtschulsystem haben. Ausnahmen bilden lediglich Deutschland, Österreich, die Schweiz und noch 2 bis 3 andere Staaten. Vor einigen Jahren hat übrigens das OECD-Land Polen auf Gesamtschule umgestellt. Ersten Studien zufolge haben dort angeblich die Lernerfolge der bislang schwächeren Schüler seit der Umstellung deutlich zugenommen, jene der besseren Schüler aber keineswegs abgenommen (meine Quelle: ein "Standard"-Kommentar, ob das stimmt, läßt sich mit Sicherheit herausfinden). Und dass die OECD generell die Gesamtschule empfiehlt, um nicht zu sagen, einfordert, ist auch kein Geheimnis.

      anonym

      Bei Sport und Musik bedarf es schon spezieller Talente, die von dementsprechenden Spezialschulen durch Aufnahmeverfahren abzuklären sind. Ansonsten: Es gibt für 10jährige Kinder bzw. deren Eltern keine Wahlfreiheit! Ein Kind kann nicht frei entscheiden, ob es auf eine AHS oder HS geht (Ausnahme: es hat die AHS-Reife, geht aber dennoch in eine HS).
      Und bitte, bevor Sie weiter die Gesamtschule als Einheitsschule bezeichnen und die Selektion mit 10 als Allheilmittel preisen, informieren Sie sich darüber, wie andere Länder ihr Gesamtschulsystem organisieren. Das Internet ist voller Berichte z.B. über schwedische oder finnische Schulen. Es ist ermüdend, Leute wie Sie überzeugen zu wollen, die in der Bildungsdiskussion nach dem Prinzip vorgehen "Was der Bauer nicht kennt, dass isst er auch nicht".

    • Anonymer Feigling (kein Partner)

      1.

      > Es ist ermüdend, Leute wie Sie überzeugen zu wollen, die in der Bildungsdiskussion nach dem Prinzip
      vorgehen "Was der Bauer nicht kennt, dass isst er auch nicht".

      Wenn es wirklich ermüdend für Sie ist, dann versuchen Sie es einmal mit stichhaltigen Argumenten, die überzeugen.

      Aussagen wie "Es gibt für 10jährige Kinder bzw. deren Eltern keine Wahlfreiheit!" sind sehr allgemein and apodiktisch.
      Damit sagen Sie, daß es keine (!) Eltern gibt, die wissen, was gut für ihr Kind ist.
      Damit sagen Sie, daß es kein Kind jünger als 10 Jahre gibt, das weiss, was es will.
      Damit sagen Sie, daß das Kind mit 10 Jahren schlagartig weiß, was es will.
      usw.

      So wollen Sie wirklich überzeugen?

      2.

      > informieren Sie sich darüber, wie andere Länder ihr Gesamtschulsystem organisieren.
      > Das Internet ist voller Berichte z.B. über schwedische oder finnische Schulen.

      Was soll diese Aussage? Gerade informiere ich mich übers Internet, indem ich mit Ihnen als Gesamtschulbefürworter
      diskutiere.
      Aber leider bekomme ich keine überzeugende Argumente, warum eine "Schulenvielfalt mit Wettbewerb" zugunsten einer Gesamtschule (Einheitsschule)
      aufgegeben werden soll.

      Noch ein Vorteil des Wettbewerbs (Evolution) besteht darin, daß man sich nicht über die Glaubwürdigkeit dieser viele "Statistiken",
      "Evaluierungen" und "Studien" Gedanken machen muß. Im Forum lese ich, wie heiß diskutiert wird, was aus welcher Studie was
      herausgelesen werden kann.

      Beim der "Schulenvielfalt mit Wettbewerb" gibt man sein Kind einfach in die Schule mit dem besseren Ruf.

      Übrigens, die NMS hat heute schon den Ruf einer "Neuen Migrantenschule". Was wird die "Gesamtschule" erst für einen Ruf bekommen?

    • erich (kein Partner)

      anonym

      Es gibt diese Wahlfreiheit bei 10jährigen Kindern (und um die geht es) tatsächlich nicht. Es ist so. Ein 10jähriges Kind bzw. seine Eltern können nicht frei entscheiden, ob es in die AHS oder HS geht. Die Entscheidung trifft die VS–Lehrkraft. Es ist daher auch völlig egal, ob die Eltern wissen, was gut für Ihr Kind ist, denn sie treffen diese Entscheidung einfach nicht. Das bedingt unser Schulsystem. Die einzige Entscheidung, die das Kind oder die Eltern doch treffen können, ist, trotz einer möglichen Aufnahme in einer AHS in die (schlechtere) HS zu gehen. Und auch diese Entscheidung wird ihnen manchmal abgenommen, nämlich durch den Umstand, dass es in manchen Gegenden einfach keine einigermaßen gut erreichbare AHS gibt.

      Und ich stelle tatsächlich in Abrede, dass unter 10jährige Kinder schon genau wissen, was sie wollen. Wenn es solche Kinder gibt, dann sind das absolute und nicht repräsentative Ausnahmen.

      Und die Kinder wissen auch nach 10 nicht schlagartig, was sie wollen, aber mit 14 oder 15, also in etwa wenn die Schulpflicht zu Ende ist, sollte man schon annehmen, dass sie zumindest wissen, ob sie eine Lehre oder eine höhere Schule absolvieren wollen. Das wäre dann die Entscheidung nach der Gesamtschule.

      Und: soll ich Ihnen die ganzen Internetseiten, auf denen bspw. das schwedische Schulsystem detailliert beschrieben ist, hier in dieses Kommentarfeld hineinkopieren? Das würde wohl den Rahmen sprengen. Googeln Sie! Dann bekommen Sie Informationen aus erster Hand. Das wäre nur fair gegenüber einer Sache, die Sie dzt. wie fast alle anderen Leute wohl nur deswegen ablehnen, weil sie sie einfach nicht kennen. Denn Sie sind im dualen System in die Schule gegangen. Und weil Sie nur dieses Schulsystem erfahren haben, soll es das einzig Richtige und Wahre sein? Außerdem: ein duales Schulsystem soll vielfältig sein? Das ist doch lächerlich! 2 starre Blöcke, innerhalb derer immer alles gleich abläuft, machen keine Vielfalt aus. Da hat eine Gesamtschule, in die viele unterschiedliche Kinder gehen und in der im inneren differenziert wird, viel mehr Vielfalt – siehe Schweden und Finnland. Meine Präferenz für die Gesamtschule ist erstens in logischen Überlegungen, zweitens in meinem allgemeinen Gespür dafür, was Kinder brauchen und drittens in meinen Erfahrungen als Vater begründet. Vor allem das Gespür dafür, was Kinder brauchen, spreche ich vielen Gesamtschulgegnern ab.

    • AppolloniO (kein Partner)

      @erich
      hätte nie gedacht Ihnen in der Schuldiskussion Recht zu geben. Sie schreiben, dass "unser jetziges Schulsystem nicht das Beste für unsere Kinder" sei. Einverstanden. Aber wo stürzen die Kinder bei Vergleichsstudien ab? In den (städtischen) Hauptschulen. Folgerichtig fordern Sie die Abschaffung der gymnasialen Untersufe! Sehr logisch.
      Gegen Verbohrtheit ist eben kein Kraut gewachsen.

    • socrates

      erich
      Soweit, so falsch. Die OECD hat keine 38 Länder. Die 80% sind falsch. Standard lese ich wegen seines Hanges zur Unwahrheit und Rassismus nicht und seine Warnung vor Schachbrettdrehern sogt alles über sein Niveau und seine Propaganda. Aber beweisen Sie Ihre Aussagen sonst wird der Standard wird immer unwahrscheinlicher.

    • socrates

      Corr: 34 länder sind OK, aber die Auslese in den Schulen ist in allen außer Ö und D sehr stark. In ein US, GB, CA College kommt man nur über Leistung oder viel Geld. In F,B gibt es den concours, für den sich die Schüler bis zu einem Jahr vorbereiten, Japan und Korea haben die strengsten Schulgesetze zur Auslese. Beispiel Schweiz:
      Vorschulstufe (ISCED 0)
      Primarstufe (ISCED 1) ^= Volksschule
      Sekundarstufe I (ISCED 2) ^= Hauptschule
      Sekundarstufe II (ISCED 3 und 4) ^= Gymnasium Unterstufe
      Tertiärstufe (ISCED 5 und 6) ^= Gymnasium Oberstufe
      Quartiärstufe (Weiterbildung)
      Heil- und Sonderpädagogik ^= Sonderschule.
      Beim Standard empfiehlt es sich nachzugoogeln oder ihn nicht zu lesen.
      Jede dieser Schullaufbahnen wäre für uns gut!

    • erich (kein Partner)

      Appollonio
      Eben weil die städtischen Hauptschulen so sind wie sie sind, ist die Abschaffung der AHS–Unterstufe richtig. Warum, ist leicht erklärt: Wenn man die AHS–Unterstufe abschafft, schafft man diese städtischen Hauptschulen automatisch gleich mit ab (weil Hauptschulen generell). Und das heißt: es gibt diese Schulghettos nicht mehr und alle Kinder haben die gleiche Chancen auf eine gute Bildung. Und genau das ist das Ziel.

      Socrates
      Die Auslese, die Sie meinen, findet 1. innerhalb der Schule und 2. später statt. Auch die Länder mit den strengsten Schulgesetzen haben erkannt, dass eine „Auslese“ von erst 10jährigen Kindern viel zu früh passiert und daher ein Holler ist.

    • socrates

      erich
      Beispiel Luxenburg, das reichste Land der EU:
      Die zentrale Empfangs- und Orientierungsstelle
      für neu zugezogene Schüler – Cellule d’accueil
      scolaire pour élèves nouveaux arrivants (CASNA) –
      informiert über das luxemburgische Schulsystem
      und über Fördermaßnahmen, die für Kinder mit
      fremder Muttersprache vorgesehen sind.
      3-11 Jahre
      Um Kinder im Alter von 3-11 Jahren für die Schule
      anzumelden, sollten sich die Eltern direkt
      an die Gemeindeverwaltung ihres Wohnsitzes
      wenden (siehe Kapitel 4).
      12-17 Jahre
      Alle Neuankömmlinge, die zwischen 12 und 17
      Jahren alt sind, müssen sich zwecks Einschulung
      bei der CASNA melden. Hier werden sie und
      ihre Familien über das Schulsystem informiert.
      Je nach Bildungsstand und Sprachkenntnissen
      werden die Schüler in eine Klasse orientiert,
      die ihrem Profil am Besten entspricht.
      Sie können bei jedem OECD Land googeln, der Standard schreibt, wie fast immer, Unsinn. Land und Schulsystem eingeben!

    • erich (kein Partner)

      Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
      In mehr als 80% der OECD - Staaten werden die Kinder nach der Volks- (Grund-; Primary-)Schule weiterhin gemeinsam unterrichtet, wobei in manchen Staaten die "Volks"schule bis 12 dauert. Die Schule danach wird in vielen Ländern als "Sekundarstufe" (in der jew. Landessprache) bezeichnet. Oft bietet sie die Möglichkeit, zwischen mehreren Schwerpunkten zu wählen. Ein "Aussieben" von Kindern wie bei uns findet aber in diesem Alter (10 bzw. 12) in all diesen Ländern nicht statt.

    • socrates

      Ich habe schon genug Schwalben geschickt, jetzt sind Sie mit Standard-enten dran.

    • erich (kein Partner)

      oje, der pöse pöse "Standard"! Wie kann man den nur als Quelle angeben? Ist Ihnen ein ÖVP - Volksblatt lieber?

      Ich habe mir im Internet die Schulsysteme der 34 OECD - Staaten angesehen. Mein obiges Posting ist eine Zusammenfassung davon. Wenn Sie es genauer wissen wollen, googeln Sie das Schulsystem von jedem einzelnen Land. Und Sie werden erkennen, dass ich (und der Standard) recht haben.

    • socrates

      Also können Sie kein Beispiel finden und der Standard ist "pöse, pöse". So ist´s ! Und Sie schaffen kein Gegenbeispiel? Zu dumm!
      Im Kaffe Kreuzberg lernte ich Schüler des Musikgymnasiums kennen. Die müssen eine Aufnahmsprüfung machen! Auch die anderen Gymnasien für Kunst, Graphik und Sport haben Aufnahmsprüfungen unter der roten Geißel! Und auch die Kunsthochschulen, Musikhochschulen und Sporthochschulen haben Aufnahmsprüfungen! Da haben Sie & Genossen etwas übersehen! Vorwärts!!!

    • erich (kein Partner)

      Offenbar wissen Sie sich argumentativ nicht mehr anders zu helfen als ständig nur von mir eine Liste von 34 Staaten und ihrer Schulsysteme einzufordern, nur weil eine Zeitung, die Ihnen nicht genehm ist, von mir als Quelle angegeben wurde. Ich habe das überprüft, die Zusammenfassung steht oben, aber ich habe keine Lust, Ihnen diese Liste zu schreiben. Es dauert mir schlicht und einfach zu lange. Und einzelne Beispiele bringen nichts.

      Und dass Aufnahmsprüfungen (eher Eignungsprüfungen, da besteht ein Unterschied) für Schulen mit Musik- oder Sportschwerpunkt richtig sind, habe ich an andere Stelle schon geschrieben. Das hat aber nichts mit der generellen Selektion von 10jährigen Kindern zu tun. Aber ich fürchte, diesen Unterschied werden Sie nicht verstehen.

    • socrates

      Return to sender: Argumentfreies wird zurückgewiesen.
      Eignungsprüfungen für 10 jährige sind OK, auf den Namen kommt es nicht an.
      Offenbar wissen Sie sich argumentativ nicht mehr anders zu helfen als ständig nur von mir eine Liste von 34 Staaten und ihrer Schulsysteme einzufordern. Ich habe das überprüft, die Zusammenfassung steht oben, aber ich habe keine Lust, Ihnen diese Liste zu schreiben. Es dauert mir schlicht und einfach zu lange. Und einzelne Beispiele bringen nichts
      Den Standard liebe ich, wo hätte ich sonst die Schachbrettdrehverschwörung gefunden.

  8. Neppomuck (kein Partner)

    Wer die "Helotisierung" des engeren Mitteleuropas auf seiner Agenda hat, der wird neben dem Abbau des Wehrwillens auch die Schaffung der geistigen Grundlagen für den Überlebenskampf dieser Region hintertreiben.

    Dass die „StatthalterInnen“ dieser Mächte und gleichermaßen eifrigen wie eifernden Betreiber der Umsetzung dieser Niedertracht noch dazu von den Betroffenen freudig gewählt werden, sollte ausreichender Beweis für den (anfänglichen?) „Erfolg“ dieser Bemühungen sein.

    Wer sich allerdings mit dem Pöbel fraternisiert, wird selbst zum Pöbel.

    Fazit: Nützt die demokratischen Einrichtungen, bevor sie gänzlich ihres ursprünglichen Zweckes entkleidet sind, Leute.

    Noch ist es nicht zu spät.



  9. Segestes (kein Partner)

    Unterberger spricht:
    ".... also leider keines einzigen österreichischen (Historikers) – die reduzieren ihr Interesse ja noch immer auf die Nazi-Zeit."

    Natürlich,
    denn nur bei diesem Thema lässt sich in unserer von ORF und Co. gesteuerten Mediengesellschaft, so richtig Sozialprestige gewinnen.
    Oder glaubt hier jemand, z.B. mit einem Aufsatz über den Massenmord an Christen, Griechen und hellenisierten (= gebildeten) Juden - durch fremdenfeindliche, orthodox-militante Juden - während des Bar Kochba-Aufstandes, macht man sich hierzulande als Historiker Freunde?
    Nicht doch. Bei einer Frage wie dieser nachzubohren, könnte ja zu der Erkenntnis führen, dass der christliche Antisemitismus nicht bloß etwas mit der, vergleichsweise banalen, Kreuzigung eines einzelnen Mannes zu tun hat....
    ----

    "Da werden sich Schulen trauen, im Unterricht wieder ganz bewusst ohne Computer auszukommen, während andere die Arbeit am PC sehr forcieren werden."

    Ich kenne Schulen, da mussten Notebookklassen reihenweise wieder aufgelöst werden, da der Notendurchschnitt ins Bodenlose gefallen war.

    Und man soll sich keiner Illusion hingeben: Junge Endanwender, Teenager also, können zwar Facebook und Co (oft auch nur mehr schlecht als recht) bedienen, aber beim Verfassen eines optisch wenigstens halbwegs ansprechenden Bewerbungsschreibens, versagen ihre Fähigkeiten bereits.
    Da könnte Ihnen wohl sogar der Blogger noch etwas beibringen ^^



    • socrates

      Antisemitismus ist nichts Christliches, sonst würde er nur bei Christen vorkommen. Er ist ein eigenartiges Konstrukt, da auch die Araber Semmiten sind. Es soll die Nachforschung erschweren. Die Gründe muß man woanders suchen, da auch Atheisten und andere Religionen Juden verfolgten. Wenn sich diese als Auserwählte fühlen, wird dies immer Wiederspruch erzeugen. Wer ist schon gerne Mensch 2. Klasse. Moral hatten auch die Germanen nicht immer, besonders Segestes.

  10. brechstange

    In der 4. Klasse Neue Mittelschule gibt es 1 Physikstunde und eine halbe Chemiestunde bei 28 Schülern in der Klasse und das alles in der 6. Stunde am Freitag.

    Hochglanzbroschüren, politische Initiativen sind wichtiger als Ausbildung.



    • Segestes (kein Partner)

      Sinnvoller wäre es sowieso, Physik in den Mathe-Unterricht zu integrieren.

    • Neppomuck (kein Partner)

      Oder (und m.E. "besser") "vice versa".

      Anhand verständlicher Beispiele lässt sich mancher Algorithmus leichter begreifen, seg.

    • brechstange

      Die Stundenzahl muss passen, eine Integration bringt wenig, mehr müsste fächerübergreifend unterrichtet werden.

    • Segestes (kein Partner)

      @brechstange:
      "fächerübergreifend"

      Da weiß dann meiner Erfahrung nach, die eine Hand oft nicht was die andere gerade macht.
      Und mit "Hand" meine ich "Lehrer".
      Das Ergebnis: Es wird doppelt gemoppelt und der zügigere Lehrer eilt dem gemächlicheren zu weit voraus, so dass irgendwann keine koordinierte Zusammenarbeit mehr möglich ist.

      @Neppomuck:
      Genau das war auch mein Gedanke.
      Durch anschauliche Beispiele aus der Physik, kann man der Mathematik das Abstrakte zumindest teilweise nehmen.

    • astuga (kein Partner)

      Das ist zwar alles richtig.
      Aber unser reales Problem in der Masse sind nicht Schüler die Probleme mit Algorithmen oder Trigonometrie haben, sondern solche die schon an einfachen Divisionen oder einfachen Bruchrechnungen scheitern.
      Das sind dann aber genau die Lehrlinge, mit denen sich Betriebe heute herumschlagen müssen.
      Gar nicht mal weil sie zu dumm wären, sondern weil die Schule es in 8-9 Jahren nicht geschafft hat Grundlagen zu vermitteln.

      Ein AHS-Schüler wird sich hingegen Fertigkeiten, wenn er sie mal wirklich braucht, einfacher selbst erarbeiten.

    • Segestes (kein Partner)

      "Ein AHS-Schüler wird sich hingegen Fertigkeiten, wenn er sie mal wirklich braucht, einfacher selbst erarbeiten."

      Ich entsinne mich da an ein Bewerbungsgespäch im vergangenen Jahr, zu dem man mich (leider) als "Beisitzer" hinzugebeten hat, wo eine AHS-Schülerin, 18 oder 19 Jahre alt, auf die Frage, wie viel denn 10 Prozent von 99 sind, keine passende Antwort wusste, knallrot anlief und zu raten begann.
      Beim dritten Anlauf hat sie es dann übrigens geschafft :)

    • durga

      @segestes & Neppomuck

      Mathematik und Physik - natürlich auch mit Chemie - fächerübergreifend zu unterrichten wäre äusserst sinnvoll. Allerdings ginge das nur mit einem völlig geänderten Lehrplan.

      Was an Mathematik derzeit in der Unterstufe unterrichtet wird, ist kaum geeignet physikalische Gesetze zu erklären. Wenn z.B. in der 4. Klasse in der Physik über Radioaktivität gesprochen wird, haben Schüler noch überhaupt keine Ahnung von Differentialgleichungen!

  11. Schnabeltierfresser (kein Partner)

    Alles richtig, nur der letzten Konsequenz, nämlich dass "dieser bunte Strauß an Schulen" in den Händen des Staates nichts verloren hat.

    Der Satz ist übrignes ein Witz:
    "Ihm muss erstens jedes Kind finanziell gleich viel wert sein; wobei diese Gleichbehandlungspflicht bei objektivierbaren Unterschieden [...] auch zu Zuschlägen führen kann."

    Außerdem nicht klar belegbar, wenn man in Richtung growth poles denkt. Das funktioniert auch ganz gut.



    • phaidros

      Sg. Schnabeltierfresser, könnten Sie Ihren letzten Satz etwas näher erläutern? Ich verstehe offen gestanden nur Bahnhof.

    • Trollfresser (kein Partner)

      @phaidros

      STF lässt Hochhäuser am Nordpol blühen.

  12. lurkerabove

    Ein schöner Text von Andreas Unterberger (fast so wie der von den Piraten) aber in einem wichtigen Punkt sollte man ihn ergänzen:

    Es ist sehr wohl sinnvoll, dass die Leistungsfeststellung am Ende der Ausbildung zentralisiert erfolgt, da man sich sonst zu leicht "durchschummeln" kann. (Ein Schüler, der den Lehrer gut kennt, ein Lehrer, der seine schlechten Erfolge dadurch verdeckt, dass die Schüler halt ungefähr wissen, was zur Matura kommt, etc. etc.)

    Alles andere ist ziemlich vollinhaltlich zu unterschreiben. Schade dass die Kommentatoren oher off-topic kommentieren.



    • byrig

      lurker,dieser meinung bin ich auch.zumindest schulen mit gleicher zielsetzung sollten einen einheitlichen nachweis durch die leistung ihrer schüler erbringen-also matura.dann weiss auch der zukünftige arbeitgeber,was er vom arbeitnehmer erwarten kann.es wäre eine art zertifikat.

  13. Johann Scheiber

    Der Geist war die Stärke Europas, der Geist, der auch in scheinbar aussichtslosen Situationen ungebrochen blieb. Heute sind die Menschen voller Skepsis und Zweifel, weil sie nicht mehr wissen, dass zum Geist nicht nur sein immanenter , sondern auch sein transzendenter Pol gehört, welcher das unendliche Reservoir aller Kraft, Kreativität und Erneuerung ist, Gott. Der Sohn vermag nichts ohne den Vater, der Geist aber ist das lebendige Band, die Beziehung zwischen Vater und Sohn, Gott und den Menschen. Wenn das Band zerrissen ist, scheint Gott tot zu sein, es ist aber die gottlose Kultur die todgeweiht ist. Zweifel und Verdacht sind zur letzten Zufluchtsstätte des abendländischen Geistes geworden, meinte Nietzsche.

    Europa ist von Nizäa über das fillioque, die Reformation und bis heute im Kern und mit Zentrum Katholische Kirche der Kampf um und die Behauptung des wahren Begriffes von Gott, des dreieinigen Gottes, in dem als Fundament der Freiheit und Menschenwürde, der einzelne Mensch als absolutes Moment im Begriff Gottes selbst enthalten ist. Der die Freiheit ermöglichende und garantierende, wahre Begriff Gottes unterscheidet das Christentum vom Judentum, vom Islam und von allen anderen Religionen, die allesamt nur das Gesetz und die Unterwerfung kennen. Das Christentum verhält sich zu den anderen Religionen wie AT zu NT, eben wie Freiheit und Liebe zu Gesetz und Unterwerfung. Das nachchristliche Judentum und der Islam gehören daher nicht zum Fundament Europas, beide Religionen sind de facto Gegenentwürfe zu Europa, Gegenentwürfe die momentan sogar scheinen hier die Oberhand zu gewinnen..

    Wettbewerb, Offenheit und Vielfalt sind daher nicht der Grund des Erfolges Europas, vielmehr sind das alles Konsequenzen der durch die göttliche Offenbarung und durch das göttliche Opfer befreiten Freiheit. Weil der Christ herkommt aus der Teilhabe am Sieg über den Tod, was letztlich allein die Freiheit ausmacht, wurde er befähigt angstfrei die Welt zu betrachten und sie auch pragmatisch zu gestalten.

    Das Erfolgsmodell Europa war der empirische Beweis der Richtigkeit des christlichen, trinitarischen Gottesbegriffes. Ohne Neuaneignung des Trinitätsbegriffes und ohne Heimkehr zu diesem Gott gehen im Abendland die letzten Lichter auch noch aus.
    Ich werde bis zum jüngsten Tag Anhänger Hegels sein, weil er wie kein anderer diese entscheidenden Zusammenhänge zur Darstellung gebracht hat.
    Was bekannt ist, das ist noch nicht erkannt, heißt es in der "Phänomenologie des Geistes". Dieser Satz gilt wohl für nichts mehr als für die Erkenntnis des christlichen Glaubens und dessen substantielle Bedeutung für die moderne, von uns so liebgewonnene Freiheit.

    Daher beginnt auch alle Bildung mit der Aneignung der christlichen Lehre und Geschichte - unserer Geschichte seit dem Auszug aus Ägypten - im Elternhaus. Und auch der Staat, wenn und sofern er auf Freiheit setzt, kann nicht anders, als den christlichen Glauben als die Garantie seines eigenen Bestandes auf Dauer zu favorisieren, zum Beispiel im Schulunterricht. Daher ist von allen totalitären und schrägen Experimenten mit den Kindern Abstand zu nehmen. Auf dem Boden keiner anderen Religion hat es je Freiheit gegeben, noch wird es jemals Freiheit geben und zwar aus dem einfachen Grund, weil kein anderer Gottesbegriff mit der Freiheit kompatibel ist..



    • Dr. Otto Ludwig Ortner

      Daß die Freiheit Europas in der christlichen Theologie begründet ist, stimmt nur teiweise. Denn diese gilt auch in der Orthodoxie und dort herrschte nie politische oder geistige Freiheit, von den Zaren bis Putin. Überdies schließt nach dem, wa ich gelernt habe, die christliche Theologie die jüdische ein, die Jesus nicht aufhob, sondern humanisierte und damit zur Weltreligion fortentwickelte. sonst könnte man ja das Alte Testament entsorgen. Dagegen (Marcion) sprach sich die junge Kirche nach eingehender Diskussion im 2.Jh. aus Und eine Glaubensrichtung ohne Gesetzesfrömmigkeit ist erfahrungsgemäß eine gefährliche Drohung. Der Islam ist eine Weltreligion, deren Erfolg in der Frömmiglkeit ihrer Gläubigen die vorerwähnten Glaubensrichtungen beschämt.
      Die Welt ist zu klein und informiert geworden, als daß man ein Bekenntnis gegen das andere ausspielen dürfte. Der Bischof der böhmischen Brüder Jan Komensky, Zeitgenosse des Dreissigjährigen Krieges, lag goldrichtig mit seiner Erkenntnis, daß die religiösen Bekenntnisse die Instrumente im Orchester des Gottelsobes sind! Und keiner darf man gestatten, Menschen zu verletzen - das ist das Staatsziel der Republik! Das ist der Inhalt der Menschenrechte, der Antwort auf die Inquisition.

    • lurkerabove

      Ich kann Herrn Dr. Ortner nur vollinhaltlich zustimmen!

      An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen

    • Johann Scheiber

      Sehr geehrter Herr Dr. Ortner, hinsichtlich der Orthodoxie bin ich mit ihnen einer Meinung. Die nicht aktualisierte Freiheit im Osten hängt wohl mit der kaum zu überschätzenden Bedeutung des fillioque, an dem die katholische Kirche festgehalten und damit den Kurs in Richtung Freiheit gehalten hat.
      Hinsichtlich der Bedeutung des Gesetzes bin ich auch ihrer Meinung. Im Christentum ist das Gesetz nicht beseitigt, sondern aufgehoben im dreifachen Sinne des Wortes: 1.in der Unmittelbarkeit eliminiert, 2. auf eine höhere Ebene gehoben und damit 3. bewahrt. Das Verhältnis von Gesetz und Evangelium ist das Urbild der Hegelschen Dialektik. Ich habe mich auch explizit auf das nachchristliche Judentum bezogen, das talmudische, das F. Romig zB in kreuz.net beschrieben hat.
      Ich stimme mit ihnen auch in der Bewunderung der Vielfalt der Religion überein, zumindest, was die christlichen Darstellungen anbelangt. Und selbstverständlich hat jede Religion ihr Wahrheitsmoment, aber das Christentum hat alle Wahrheit der Religionen zu seinem Stoff.

      Ich stimme mit ihnen aber nicht in ihrer relativistischen Tendenz überein. Die Wahrheit wird euch befreien und die Diskussion des wahren Begriffes von Gott ist keine Verletzung von Menschenrechten.

    • Anton Volpini

      "Wettbewerb, Offenheit und Vielfalt sind daher nicht der Grund des Erfolges Europas, vielmehr sind das alles Konsequenzen der durch die göttliche Offenbarung und durch das göttliche Opfer befreiten Freiheit"

      Du hast natürlich völlig recht, Johann, am Anfang stand der christliche Glaube, der unser Europa antrieb! Mein Beitrag war wieder einmal zu profan, der nur auf die Folgen des Glaubens aufsetzt. Mein blinder Fleck, verursacht durch das säkulare Tagesgeschäft!

    • Dr. Otto Ludwig Ortner

      Ich bin natürlich kein religiöser Relativist - dann könnte ich mir ja meine substantiellen Beiträge an die r.k. Kirche ersparen, ich zitierte Jan Komensky, der angesichts der Gräuel des Dreissigjährigen Krieges seine böhmische Heimat - wie ich - verlor, weil er die damals originelle und unbekannte These vertrat, daß man sich wegen Religionsverschiedenheit oder auch (Jan Hus) theologischer Streitfragen auf die grausamste Weis quält und nicht umbringen darf. Dieses Prinzip hat sich bis heute, wie ich aus sehr schmerzlicher, persönlicher Erfahrung weiss, in der r.k. Kirche nicht durchgesetzt. Das ist aber Hochverrat am Evangelium. Es ist aber ein unverzichtbares Postulat des Friedens unter den Menschen - die gegenwärtige Situation ist ein Skandal und diskreditiert Jesus von Nazareth.

    • Johann Scheiber

      Herr Dr. Ortner, ich stimme mit hnen hinsichtlich Jan Komensky ueberein. Es erschliesst sich mir nur nicht, was dessen Position mit meiner Stellungnahme zu tun hat.
      Wenn sie Differenzierung schon fuer Verletzung der Menschenrechte halten, dann wuerde mich interessieren, was sie von den Schmaehungen der Christen im Koran und im Talmud halten- das zur Theorie, und zur Praxis, was sie zur groessten Verfolgung von Glaeubigen der Geschichte sagen, die derzeit stattfindet und von der zu fast neunzig Prozent Christen betroffen sind.
      Ostrom ist den Osmanen unterlegen, weil sie politisch weltfremd waren. Erst der Pabst konnte mit dem Aufruf zu den Kreuzzuegen einen jahrhundertelangen Abwehrkampf gegan die Mohamedaner initiieren, deren skrupellosen Raubzuege und Verwuestungen saemtlicher Kornkammern der Antike zerstoert haben, die samt und sonders auch schon christianisiert waren. Naeheres dazu kann man beim Althistoriker Egon Flaig ergoogeln.

      Die Friedenstauben die wir staendig in alle Richtungen losschicken werden alle gebraten werden - sie sind Ausdruck unserer Schwaeche und Dekadenz. Wir Christen werden kaempfen muessen, jedenfalls einen geistigen Kampf. Dafuer muessen wir uns ruesten, wie Paulus es uns geheissen hat. Zunaechst aber muss man wissen was man ueberhaupt verteidigen will. Naja, wenn die christliche Theologie fuer die moderne Welt nicht substantiell ist, dann hat man die entscheidende Position auch schon preisgegeben. Ich wuesste zugerne was dann das wirkliche Fundament der Freiheit ist.

    • ProConsul

      Lieber Hans,

      danke, dass du immer wieder den religiösen und spirituellen Aspekt in unserem Kampf gegen Links hervorhebst. Es ist dies ein leider von vielen Rechten unterschätzter Punkt. Die rechten Strategen sollten sich vielmehr für politische Theologie interessieren, denn genau dort wird sich vieles entscheiden. Nur wenige (u.a. Friedrich Romig u. Erik Kuehnelt-Leddhin) haben verstanden, dass diese Auseinandersetzung (Rechts-Links) letztlich auf einen Kampf zwischen Gut und Böse hinausläuft. Ich möchte hier aus einem Artikel von Erik Kuehnelt-Leddhin zitieren, der das wunderbar ausgedrückt hat:

      "Nun aber glaube ich, daß die Forderungen der Rechten mit zwingender Logik und absolutem Engagement nur vom Theisten, wenn nicht vom gläubigen Christen erhoben werden können. Der ungläubige „Konservative“ kann sich in seinen Argumenten gegen die Linke, und was sich so gerne die „Mitte“ nennt, einer gewissen Empirik bedienen oder er kann auch die Diskussion rein sentimental führen.

      Dem theistischen, dem christlichen „Konservativen“ liegt die Frage auf den Lippen, wie denn sein ungläubiger Kampfgenosse seine Positionen untermauert. Denn entweder ist, wie wir schon angedeutet hatten, der Mann der Rechten reiner Empiriker, gleich dem Schimpansen im tierpsychologischen Laboratorium, und Ästhet, dem es vor dem widerlichen, mit tierischem Ernst erfüllten Zoo der utopischen Linken graust, oder er hat wirklich gute, sein Herz und sein Sinnen beherrschende Gründe für sein Programm, für seine Vision. Doch müssen solche Motive einen metaphysischen, einen transzendenten Charakter haben, sie müssen im Boden von unwandelbaren Prinzipien, ja von Dogmen wurzeln, für die man kämpft und gegebenenfalls auch zu sterben bereit wäre. Der Löwenmut, ein Kreuzchen auf einen Wahlzettel zu setzen und diesen dann wohlverpackt wie einen anonymen Brief in einem Schlitz verschwinden zu lassen, ist nicht genug!

      Die Grundalternative für den „Konservativen“ besteht also in der Wahl zwischen einem religiös verankerten Weltbild (das eben kein agnostisches Fragezeichen darstellt) und einer recht losen Schau, die offen oder heimlich am Geruch der leeren Flasche eines immer noch nicht ganz verflüchtigten Christentums zehrt. Das soll nicht heißen, daß der ungläubige Mann auf der Rechten suspekt sein muß und man ihm das Recht absprechen sollte, für den konservativen Gedanken zu streiten. Jedermann, der sich in den Dienst einer guten Sache stellt, muß ihr willkommen sein. Offensichtlich ist mancher Agnostiker und Skeptiker für die Sache der Wiederherstellung einer echten Ordnung besser befähigt als dieser oder jener Christ. „Der Geist weht, wo er will“, und der Heilige Geist sucht sich beileibe nicht immer die Frömmsten aus.

      Respektabler allerdings ist der ungläubige Mann der Rechten als der Linkschrist. Wer im Besitz der Grundwahrheiten ist und daraus schlampig denkend die falschen Schlüsse zieht, trägt die höhere Verantwortung. Dennoch bliebe die Rechte ohne wahre Dynamik, wenn ihr nicht die Verwurzelung im Christlichen erhalten bliebe. Ohne diese Wurzel wäre sie lediglich eine oberflächliche auch zahlenmäßig sehr beschränkte, teils ästhetische, teils zerebrale, überwiegend nicht von der Liebe, also nicht vom „für“, sondern vom „wider“ getragene „Bewegung“, der verbissene, humorlose Negativismus ist der Linken, die stets den neidenden Haß virtuos manipuliert hat, zu überlassen. Die Kultur Großeuropas (die den christlichen Osten und die Neue Welt mit einschließt) ist aus Bejahungen und nicht aus Negationen erwachsen - nicht aus linken anti-aristokratischen, antibourgeoisen, antibäuerlichen, antimilitaristischen, antikapitalistischen, antipatriarchalen, antiklerikalen, antireligiösen, antisemitischen, antimoralischen Ressentiments. Der Geist von Chartres, von Santiago, von Bamberg, von Tschenstochau und der Petscherskaja Lawra war jeweils ein christlicher, aufbauender, bejahender. Was wir brauchen sind Enthusiasten, und dieses Wort kommt von en theo einai, „in Gott sein“.

      Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn, Rechts - doch ohne Glauben ?
      http://www.monarchieliga.de/person/kuehnelt-leddihn-erik-von/rechts-ohne-glauben.htm

    • Dr. Otto Ludwig Ortner

      Schmaehungen der Religion, der Mitmenschen angehören, sind barbarisch und abzulehnen - denn sie gebären Gewalt gegen diese. Seit der Steinzeit war es üblich, "Gotteslästerer" mit dem Tod zu bestrafen. Und nicht nur der Talmud und der Koran, sondern auch ds Alte Testament enthalten solche steinzeitliche Tendenzen. Ich las zufällig das Buch Josua - nach moderner Bibelforschung erfreulicherweise bloße "Fiction" - gleichzeitig mit Adolf Hitlers "Mein Kampf" (leider keine "Fiction") und fand große Parallellen in Diktion ("Ausmerzen, Vertilgen" von Völkern ect.). Ich verstehe Jesus als Prophet der Gewaltfreiheit (Bergpredigt). Dem Bibelkenner - ich versuchte, ein solcher zu werden, nach 40 Jahren Anwaltschaft, da wegen Krankheit am Ordenseintritt gehindert, und weiß, daß sowohl das Strafrecht in seiner Gestaltung der Notwehr als auch das Völkerrecht in seiner Lehre vom "bellum justum" Jesu Lehre folgen: Nur defensive Gewalt ist erlaubt, mit den mildesten erforderlichen Mitteln, unter tunlichster Schonung von Menschenleben und keinesfalls zur Vergeltung (Rache). Die biblische Botschaft versuchte ich in meiner jüngst erschienenen Dichtung "Tempelgesänge" den Menschen nahezubringen, und ihre politische Umsetzung in meiner soeben erschienen Schrift "Böhmisches Manifest", das der Abtprimas von Klosterneuburg am "Sudetendeutschen Heimattag 2011" am 18.9.2011 in Klosterneuburg verteilte, nachdem mir die Sudetendeutsche Landsmannschaft wegen dieser Schrift Hausverbot erteilt hatte. Jesus hat die Steinzeit überwunden, doch ist die Menschheit eine sehr begriffstützige Schülerin! Zu meinem friedensstiftenden Werk siehe meine Homepage "www.ortnerprinceton58.at"

    • socrates

      Dr. Otto Ludwig Ortner
      Die Schwierigkeit mit der Notwehr zeigte sich im englischsprachigen Raum: Notwehr war verboten! Einbrecher oder Räuber verhöhnten alte Leute, wissend, daß sie einen Sturz oder einen "Stesser" möglicherweise und tatsächlich nicht überleben. "bleibt im Bett, rührt euch nicht und sagt freiwillig wo Geld und Schmuck ist" steht in vielen Polizeiprotokollen.
      "Two punks used a knife and their fists to attack an 80-year-old man". Der Veteran schoß auf sie mit einem Minirevolver, den er stets zur Sicherheit bei sich trug.
      Das Notwehrverbot wurde zurückgenommen.

  14. Undine

    O.T., aber weil heute in einer Replik bereits einmal der Name "Albert Einstein" gefallen ist, möchte ich auf einen Artikel hinweisen, der dieses "Genie" in ein etwas anderes Licht als das gewohnte rückt. Ausgerechnet Alice Schwarzer hat Nachforschungen angestellt.....

    http://www.emma.de/hefte/ausgaben-1990/oktober-1990/mileva-einstein-10-90/



    • socrates

      Sorry, die Relativitätstheorie ist weder von Albert noch von Milva Einstein. Das Masse - Energieäquivalent hat 30 Jahre vorher William Thompson, später 1.Baron of Kelvin, veröffentlicht. 1905 hat Einstein einen Aufsatz von Henri Poincaré, den er zur Begutachtung bekommen hatte, ähnlichst veröffentlicht, aber zu spät. Die erste theoretische Ableitung von E = m* c^2 ist von dem wiener Physiker Hasenöhrl.
      Alice Schwarzer soll bei ihrem Leisten bleiben. Die bestochenen Medien unterstützen die Mär um uns eins auszuwischen.

    • Undine

      Nachsatz: Es geht darum, daß offensichtlich A.E. die Lorbeeren erntete (Nobelpreis), die eigentlich seiner ersten Frau, der genialen Serbin MILEVA, einer der ersten Frauen, die überhaupt ein Mathematik- und Physikstudium absolviert hatten, gebührt hätten.

    • Undine

      @socrates

      Danke für die Klarstellung! Ihnen glaube und vertraue ich wesentlich mehr als der Alice Schwarzer!!!!!

    • socrates

      Undine
      Das mit dem Nobelpreis war auch so eine Sache: Er bekam den Nobelpreis für die theoretische Erklärung des Lichtelektrischen Effektes. Dieser war seit langem bekannt. Mit Hilfe der plankschen Strahlungstheorie: E = h * n erklärte er 1905:
      E(kin) = h*n - W(austrittsenergie)
      Dafür bekam er 1921 den Nobelpreis. Seine Frau hat damit nichts zu tun, wohl aber protestierte Lenard, der die praktische Arbeit und die Messungen gemacht hatte, daß er dabei sein müsste.

    • Anonymer Feigling (kein Partner)

      Da ich während meiner Studienzeit viel Zeit und Energie rund ums Thema Relativitätstheorie RT geopfert habe, möchte ich hier auch meinen Kommentar abgeben.

      1.
      Den Antirelativisten war schon früh klar, was da gelaufen ist. Dazu bedarf es keines Radikalfeministen Alice Schwarzer.

      Hier ein paar Ergänzungen:
      Angeblich soll die Originalarbeit von beiden unterschrieben eingereicht worden sein, erschienen ist sie dann in den Annalen der Physik nur unter seinem Namen.
      Den Nobelpreis hat A.E. entgegengenommen, das Preisgeld dann umgehend an sie weitergereicht, so unterm Motto „Der Ruhm für mich, das (Schweige-)Geld für dich“.

      2.
      E = m*c^2 : Diese Formel hat nichts mit RT zu tun, ein häufig gemachter Fehler!

      In der RT geht es um gleichförmig bewegte Bezugssysteme und um das Verhältnis der Ausgedehntheit der Körper (Länge) und der Dauer von Vorgängen (Zeit) in den diversen Bezugssystemen zueinander.

      Dass diese Formel schon vor A.E. von anderen Personen aufgestellt wurde, ist schon erwähnt worden.

      Noch viel verblüffender wird die Sache, wenn man, vom Faktor 0.5 absieht, an die Formel für die kinetische Energie denkt: 0.5*m*v^2

      3.
      Wenn man die 1905-Arbeit „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ genauer liest, wird man leicht erkennen, dass A.E. den Lichtäther voraussetzt und mit Überlichtgeschwindigkeiten rechnet (auch wenn er nachher das Gegenteil behauptet.)

      Einer der ersten Formeln in seiner Arbeit gibt die Geschwindigkeit des Lichtstrahls bezüglich eines bewegten Stabes in Richtung der Bewegung an (Lichtquelle an Stab fixiert): V-v

      In die umgekehrte Richtung schreibt er: V+v

      Dann wird ein bisschen gerechnet und heraus kommen die Lorentz-Transformationen.

      Nun? Gibt’s jetzt den Äther oder nicht? Ist die Lichtgeschwindigkeit konstant in allen Bezugssystemen oder nicht? (Ich frage hier vom Standpunkt seiner 1905-Arbeit aus.)

    • socrates

      Anonymer Feigling
      Googeln Sie unter Henri Poincaré. Er hat genau diesen Aufsatz im Feb 1905 an Einstein geschickt und im Juni 1905 veröffentlicht.

    • socrates

      Anonymer Feigling
      A) Le travail d'Einstein en 1905 sur la relativité contient les mêmes résultats que celui de Poincaré y compris la propriété de groupe pour les transformations de Lorentz et les transformations associées. Cette notion de groupe mathématique était alors très nouvelle et pratiquement ignorée chez les physiciens, Einstein n'en fait aucun usage.
      B) Einstein n'a évidemment pas pu utiliser le travail de Poincaré de juillet 1905 pour écrire son propre texte, mais la Note à l'Académie du 5 juin 1905 est arrivée à Berne, à temps, le 12 ou le 13 juin, et la lire faisait partie de son travail ordinaire. On peut d'ailleurs remarquer qu'Einstein résumait régulièrement pour les Annalen der Physik les travaux de physique les plus intéressants, y compris ceux parus dans les comptes rendus de l'Académie des sciences de Paris (voir par exemple la référence 18, avec entre autres l'analyse du travail de M. Ponsot, C.R. 140, S pages 1176-1179, 1905).

      C) Selon ses amis Maurice Solovine et Carl Seelig, Einstein avait lu le livre de Poincaré La Science et l'Hypothèse (pas de temps absolu, pas d'espace absolu, pas d'éther...) pendant les années 1902-1904. Ce livre fut discuté à leur cercle de lecture "Académie Olympia" durant plusieurs semaines (réf. 8, pages 129 et 139; réf. 9, page VIII et réf. 17, page 30).

  15. Cotopaxi

    Wenn der Schwarze Vizekanzlerdarsteller etwas für die österreichische Wirtschaft tun will, dann muss ich nicht nach Libyen und in den Irak reisen.

    Das kann er auch in Griechenland versuchen, denn es ist in unserem Sinne, dass dort die Wirtschaft an Kraft gewinnt und
    außerdem findet in dort kein staatlich geduldeter Ethnozid an Christen statt.



    • Cotopaxi

      Sorry, war als Subkommentar gedacht.

    • socrates

      Sie sind schlau! Wenn wir unsere Regierung nach GR exportieren, das wäre super!!
      Und Darobos + Verteidigungsministerium schicken wir nach Irak und Lybien! Dann können die sich keinen Krieg mehr leisten. Weg damit! :)

    • brechstange

      Die Militärmusik behalten wir aber schon, wenn der Darabos nach Lybien geht, socrates.

    • Alexander Renneberg

      cotopaxi,

      der Herr schwindelegger ist eine massive fehlbesetzung.

      schade, dass es ihm seine Erziehung zum schwarzen nicht erlaubt sich selbst halbwegs objektiv zu beurteilen.

      das Ergebnis wäre, wie soll ich es vornehm ausdrücke, niederschmetternd bis suizidal.

    • Anton Volpini

      Nummer drei, der heute "danebenhaut"! Sogar bei sich selbst. :-))

  16. kakadu

    Nicht nur unser Bildungs- bzw. Schulsystem muß dringend ideologisch entstaubt werden, sondern die gesamte Staatsführung.
    Leiden wir doch derzeit unter einer Regierung, die auf allen Gebieten freien Wettbewerb, Vielfalt, Leistungswille und Selbstverantwortung unterdrückt auf Kosten beinharter, sozialistischer Nivellierung nach unten.
    Solange das Wahlvolk mitspielt, wird sich aber nichts ändern.



  17. socrates

    Schon im "Alten Rom" und seit 1945 auch bei uns ist es ein gutes Karriererezept mit den Siegern zu heulen. Der Begriff "Kriegsschuld" wurde nach den WKI geprägt um Reparationen zu kassieren. Eine Generation von Pseudointellektuellen, sogenannte "Mauthausenfahrer und Replikaverschweiger", schafften und schaffen damit ihre Karriere. Das "tabula rasa" Prinzip des Westfählischen Friedens fürchten diese Leute. Entsprechend wird Geschichte und Bildung neu definiert. Das gilt auch für Schulen. Lernen ist zweitrangig.
    "Die Lehrer sind Betonierer" ist eine freche und dumme Lüge. 1970, bevor die roten Umerzieher zuschlugen, gab es Sonderschulen, 8-klassige Volksschulen, Hauptschulen A und B, Realschulen, Realgymnasien, humanistisches Gymnasium und Neusprachliches Gymnasium und das Berufsbildende Schulwesen.Es gab Aufnahmstests, besonders Deutsch und Mathematik, Übertrittsprüfungen, etc., es gab gemischte und nicht gemischte Klassen. Von soviel Wahlmöglichkeit wurden wir befreit. Es wurden unzählige freie Tage eingeführt, Semesterferien, 5-Tage Woche, 25% weniger Unterrichtsstunden, kein Frontalunterricht, keine ansteigenden Lehrsäale, Matura in Raten, Aufsteigen mit nicht genügend, Einsprüche gegen alles, usw, usf. Die QM sind dumm, korrupt und graben sich das eigene Grab.
    Zum Verdummen gehört auch die "Rechteverwertungsindustrie". Sie stürzt sich jetzt auf die Schulen, dort kann man den Staat zur Kasse bitten. Das ist so wirksam wie das indianische Wissen für sich zu patentieren und abkassieren.
    Die Länder, die aufbauen und möglichst gescheiten Nachwuchs brauchen, machen das nicht. Unser Patent- und Copyrightrecht interessiert sie nicht, sie wollen maximale Bildung. Allerdings dürfen wir über Mao lästern, sie über A.H., ohne daß die Welt untergeht.
    Dafür haben sie eiserne Disziplin, die Klugen werden gefördert, alle müssen arbeiten.
    Eine Mutter: "Mein Kind ist kreativ!" Ch: "Ich verstehe, no mathematics, no logic environment".



    • Undine

      @socrates

      *****!

    • socrates

      Fliegerei und Strömungslehre waren bis 1970 ein integrierender Bestandteil des Physikunterrichtes. Trotz der enorm wichtigen Bedeutung für Industrie und Wirtschaft wurde dieser Punkt aus dem Lehrplan entfernt. "Das 3. Reich wollte lauter Flieger, das gehört unterbunden!" war die politische Aussage.

  18. Dr. Otto Ludwig Ortner

    Das Europa, das im Sprengel des römischen Patriarchats gelegen ist, kam zu Beginn des 2. Jahrtausends in die in der Weltgeschichte einzigartige Situation, daß die Religion der staatlichen Autorität entrissen wurde und die Religionsgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche souverän, also der weltlichen Gewalt ebenbürtig wurde. Diese entfaltete zwar einen religiösen Terror, dessen Effekt die nunmehrige Glaubenslosigkeit ist. Ein weiterer Effekt ist der leidenschaftliche Widerspruch gegen diesen religiösen Terror, der natürlich geistig sehr befruchtend war. Auch in der Geistesgeschichte gilt der Satz "Der Krieg ist der Vater aller Dinge. " Die Waffe des Papsttums im Kampf um die Souveränität war die Ehelosigkeit der Priester. Denn alle Kirchen mit verheiratetem Klerus waren und sind Staatskirchen, und wenn sie es nicht mehr sind, wie in Österreich, sind sie autonom als Trittbrettfahrer des Zölibats. Denn Familieväter sind natürlich der Staatsgewalt ausgeliefert und unterworfen. Daher haben in der DDR die jüngeren Pastoren auf die Ehe ohne gesetzlichen Zwang verzichtet, um das Gotteswort frei verkünden zu dürfen. Die lutherische Kirche im Königreich Preußen war eine Unterabteilung im dortigen Unterrichtsministerium, in der Abteilung, die auch für Volksschulen zuständig war, und ihre Aufgabe war die Hetze gegen die katholische Kirche und deren Schutzmacht, das kaiserliche Österreich. Mittlerweile hat Österreich eine Regierung, die nach überführten Staatsfeinden wie Dr. Helmut Zilk, Attentäter - erfolglos - meines Werks in Wien einen prominenten Platz benennt. Ich kämpfe gegen den Verrat an Österreich und gegen den Meuchelmord an der katholischen Kirche und Österreich und bekomme das skrupellose Verbrechertum seiner Herrscher zu spüren, wie zu 15Ut117800/99 bei der St'A. Wien aktenkundig. Denn stürzt die r.k. Kirche, stürzt Österreich und die europäische Freiheit - siehe die Unfähigkeit des orthodoxen Rußland, eine liberale Ordnung zu etablieren. Doch das wird nicht geschehen!
    Grundsätzlich zu diesem Thema: Der Zölibat des r.k.Klerus als Ursprung der europäischen Freiheit siehe CUSTINE, "Lettres de Russie", meine Ausgabe Gallimard 1975.



  19. Das Pingerle

    Man sollte doch meinen, die oben angeführten Argumente sind so klar und nachvollziehbar, dass sich eine Diskussion eigentlich erübrigen müsste.

    Aber nein, nicht in der Gedankenwelt der Linken. Nicht nur gibt es eine Diskussion, der Zug fährt sogar voll in die gegenteilige Richtung der oben angeführten Tatsachen. Immer wieder unfassbar!



  20. Vayav Indrasca

    Nur zur Klarstellung:
    in Sachen Schrift ist Europa nie hinten gelegen, sondern eher vorne, in Sachen Sprache gibt es kein Vorne und Hinten.



    • zweiblum

      Da die Sprache Frauensache ist (Muttersprache), gibt es sehr wohl ein vorne und hinten! :))

  21. Wertkonservativer

    Verzeihen Sie mir bitte , @ Cotopaxi (oder auch nicht):

    aber ist Ihre ÖVP-Gegnerschaft wirklich so groß, dass Sie effektiv jede Möglichkeit nützen, um den Schwarzen eine auf's Haupt zu hauen?

    Der Spindelegger ist ist sicher kein Charismatiker, doch - ein sicher vor Wochen und Monaten fixierter Besuch im Irak -, ist doch kaum kein Grund, die Volkspartei wieder und wieder in den Dreck zu ziehen!

    Nochmals: tun und schreiben Sie was Sie wollen! Ihr Beitrag jedoch ist in meinen Augen hasserfüllt, unausgewogen und und - verzeihen Sie mir bitte nochmals - Ihrer nicht würdig!!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Wertkonservativer

      Bitte um Verzeihung:
      gehört als Replik zum Beitrag Cotopaxi!

    • Anton Volpini

      Sie sind heute schon der zweite, der beim @Cotopaxi danebenhaut, verehrter Wertkonservativer!

    • Cotopaxi

      @ Werter Herr Wertkonservativer:

      Wenn Sie meinen Beitrag auch noch als menschenverachtend bezeichnet hätten, würde man Sie vielleicht für einen Grünen/Linken halten können.

      Wissen Sie vielleicht, wie es Ihrem Parteigenossen Grillitsch so geht und was ihm widerfahren ist, wodurch er so schwer (psychisch?) erkrankte und sich deswegen im Krankenhaus befindet?

      Ich denke, er soll froh sein, dass seine politische Karriere zu Ende ist und er sich seiner hübschen Frau (ehemalige FPÖ-Generalsekretärin) und dem gemeinsamen Kind widmen kann. Vielleicht arbeitet er in Zukunft für eine andere Partei, er wäre nicht der erste.

    • Wertkonservativer

      Was dem Herrn Grillitsch widerfahren ist, weiß ich nicht wirklich, werte(r) Cotopaxi!

      Was aber hier auch immer geschehen oder nicht geschehen ist, sollte doch kein Grund sein, so breitflächig auf eine immerhin noch bürgerliche Partei loszugehen.
      Aber tun Sie, was und wie Sie glauben, tun und sagen zu müssen! Ich finde es halt -verzeihen Sie nochmals ( jetzt zum letzen Mal) - zumindest arg überzogen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi

      Werter Herr Wertkonservativer!

      Es mag zwar sein, dass manche Formulierung zu stark ist, aber, manchmal ist die verhüllte Wirklichkeit schlimmer, als man sich auszumalen vermag.

    • Alexander Renneberg

      @wk

      Sorry, aber sie haben genau keinen einblick was die övp betrifft.

  22. HDW

    Es ist ganz einfach noch immer zuviel Marxismus-Leninismus in der Theorie der europäischen sogenannten Eliten. Die universelle Implosion dieser M.L. Regime um 1990, wurde zuwenig genutzt um die Ursachen des Mißerfolgs dieser zentralistisch bestimmten innerweltlichen Beglückungversprechen ("Glückseligkeit von der Themse bis Kamtschatka" cit. N.Gogol) zu entsorgen. Die Diskrepanz zu subsidiär und föderalistisch bestimmten Systemen bestimmt ja auch die politische (nicht die kapitalistische) Krise in dieser Jahre, was besonders in dem stark von Gramsci´s theoretischer Hegemonie und politischer Ökonomie bestimmten Italien fast unüberwindbar erscheint. Solange auch bei uns dessen Konzepte an den hohen Schulen weiterverbreitet und auch noch durch die die Ministerien unterstützt wird, wie soll sich ein zur Selbstverantwortung vorbereitendes Schulsystem ergeben und die falschen Hoffnungen in das "Wir" des Kollektivismus von einer geschichtslosen Generation begraben werden?



  23. Doppeladler

    Leistung und Vielfalt - Leistung durch Viefalt!

    Mit diesem Plädoyer für ein in vielen Facetten differnziertes Schulsystem zeigt Andreas Unterberger ganz klar die Schwächen der derzeitigen Diskussion auf.

    Die Lehre aus einem Jahrhundert Kommunismus ist, daß Gleichmacherei immer nur eine Nivellierung nach unten ist.

    Die Schule ist eines der letzten ideologischen Kampfgebiete. Linke Gleichmacher können es einfach nicht verkraften, daß es unterschiedliche Talente und Befähigungen gibt und daher wird der kurz geschnittene Rasen an Stelle der bunten Blumenwiese gefordert. Das Gymnasium - schon der Name mit altgriechischer Herkunft dürfte elitäre Angstzustände bei den Genossinnen und Genossen auslösen - wird als Feindobjekt betrachtet, welches unter allen Umständen zerstört werden muß! Möglicherweise wird dort sogar noch Latein unterrrichtet ...

    Dabei wird verkannt, daß es möglicherweise gar nicht die Stufe der 10 bis 14-jährigen ist, in welcher die Defizite zu suchen sind, sondern die existierende Gesamtschule der 6 bis 10-jährigen (genannt Volksschule), in der die grundlegenden Fertigkeiten - Lesen, Schreiben und Rechnen nicht ausreichend vermittelt werden können. Interessant wäre zu wissen - leider fehlen mir hier Unterlagen - ob diese Defizite ein Phänomen der jüngeren Zeit sind (Generation Kabel-TV und Nintendo) oder früher ganz einfach keine derartigen Untersuchungen angestellt wurden und man von einer damaligen Dunkelziffer sprechen muß.

    Abschließend danke ich AU für diesen hervorragenden Beitrag, der für viele Diskussionen eine breite Palette an neuen Argumenten liefert.



  24. perseus

    @Demut

    Vielen Dank für den tollen Beitrag, der so gut ist, dass mir gar nichts einfällt außer zur Demut. Erst als ich die folgende „Definition“ gehört habe, bin ich von dem Ansatz weggekommen, dass Demut etwas mit Kriechen zu tun, und konnte damit wirklich (manchmal) „demütig“ sein:

    Demut ist der dauernde Versuch, zu erkennen, wer ich wirklich bin, verbunden mit dem Bemühen, der zu werden, der ich sein könnte.



  25. Johann Scheiber

    Köstlicher Kommentar dazu in der Presse von Glosar"

    "Hello!... good tithings... we are from austria... hohoho... we bring you sachertorte... mozartkugeln... marillenschnapps... freunderlwirtschaft... korruption... und fake smiles!"
    and don't worry... we have plenty of accounts in cyprus... panama... cayman... liechtenstein... switzerland... channel islands... and our finest banks can show you how it all works without getting your hand dirty!

    deal?

    come to austria! come to austria! we love you! we love you!

    oh no... sorry... wrong movie... rewind!

    we come to you!!! we come in you!!! we come on you!!! wanna to show you more?



    • Johann Scheiber

      Sorry, das war als Beitrag zu Cotopaxy 03:44 gedacht

    • Anton Volpini

      Tschuldigung Johann, ich steh jetzt ein bißchen auf der Leitung!
      Ich hab jetzt noch einmal @Cotopaxi´s Beitrag gelesen, den ich heute schon um 0500 Uhr genoß, aber da war ich sicher noch nicht ganz wach!
      Dann hab ich wieder Deinen Beitrag gaaanz langsam durchgelesen und kriegs noch immer nicht hin. Kanns Du mir bitte ein bißchen auf die Sprünge helfen und mir erklären, wie die beiden zusammenhängen....ich mein, rein gedanklich?

    • Konrad Loräntz

      Ich versteh´s auch nicht, aber es ist irgendwie ziemlich gut. Ungewöhnlich junger Stil für dieses ehrwürdige Forum.

    • Florin

      Herr Scheiber hat offensichtlich nicht nur den Artikel in der Presse gelesen (link @Cotopaxi 03:44) sondern auch die Leserbriefe. Einer der Kommentare von einem gewissen *Glosar* hat ihm anscheinend besonders gut gefallen. Das ist eigentlich alles;)

    • Anton Volpini

      Johann, @Florin hat das Rätsel gelüftet. Danke Florin!
      Nimmst Du Dir immer die Zeit, Johann, die Leserkommentare zu studieren? Werde das ab jetzt auch immer tun, dann kann mir so ein Nichtverstehen nimmer passieren.
      Aber Hand aufs Herz, Johann, findest Du die Kommentare nicht auch ein bißchen niveaulos? Ich meine dafür, daß die Presse einmal so eine gute Zeitung war. Deinen Kommentar natürlich ausgenommen! Was meinst Du Johann?

    • Johann Scheiber

      Anton, ehrlich gesagt lese ich bei den Zeitungen nur noch die Kommentare. Da wird man besser informiert als durch die Beiträge. Außerdem kommt man dabei drauf, dass es in Österreich durchaus journalistische Potentiale gibt.

  26. Josef Maierhofer

    Off Topic:

    Ich möchte mich bei den Herren Bauer von der Plattform 'Verwaltungsreform Jatzt' herzlich für die Organisation der gestrigen Demonstration am Ballhausplatz bedanken und all den Mitstreitern für dieses essentielle und wichtige Anliegen, das von den Regierungen schon Jahrzehnte lang ignoriert und verschleppt wurde, genauso, wie das Eindämmen der Schulden.

    Immerhin kamen einige hundert Menschen trotz der Kälte, um den sehr guten Beiträgen der Organisatoren zu lauschen und diese zu akklamieren.

    Am Schluss haben wir die Bundeshymne gesungen.

    Dankeschön !



    • Observer

      Ich schliesse mich der Dankadresse an. Ich habe ca. 300 Teilnehmer gezählt. Ein - wie bei genehmigten Demos üblich - anwesender Polizist hat mir gegenüber die von ihm festgestellte kultivierte und nicht ausfällige Atmosphere positiv hervorgehoben.

    • Herby (kein Partner)

      Ich schließe mich Ihrer Meinung an und bedanke mich ebenfalls bei den Herren Bauer für die hervorragende Organisation und Durchführung der Kundgebung.

      Man merkte mit wieviel Engagement, Liebe und Sorgfalt diese Veranstaltung vorbereitet wurde (die vorne stehenden "Politiker" mit ihren Gesichtsmasken!), übrigens "Die Presse" schreibt von ca. 400 Teilnehmern:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/709292/Demo-gegen-Schulden_Die-Wut-wird-immer-groesser?_vl_backlink=/home/index.do

      Hier erfährt man mehr über die Initiatoren: http://www.verwaltungsreform-jetzt.at/

      Da gibt es auch ein Konto um diese Initiative finanziell zu unterstützen.

      UND: !! NächsterTermin: Mo. 28.11. um 19 Uhr, Podiumsdiskussion im Festsaal der WU Wien, Hauptgebäude Augasse 2-6, 1090 Wien.
      Mag.Wolfgang Bauer diskutiert mit BM Fekter, Helmut Koziol, Regina Prehofer, Claus Staringer zum Thema "Sparen als Rechtspflicht der Regieruung?" Anmeldung bis 25.11. an leservorteil@diepresse.com

  27. Josef Maierhofer

    Ihr Wort in Gottes Ohr, Hr. Dr. Unterberger.

    Ob die sozialistischen Parteigötter und ihre Bonzenadlaten das je kapieren werden, das wage ich zu bezweifeln. Sie zeigen ja mit dem 'Androsch-Begehren', wes Geistes Kind sie sind, und auch mit der Auswahl dieser Frau Bundesminister.

    Es läge an den Gegenkräften, wie Sie auch richtig angeführt haben, dem apparatschikhaften, zentralistischen Gesamtbegehren der Zerstörung drer Schulen und der Bildung entschieden entgegen zu treten und die Österreicher zu informieren, wer sie in ihrer Bildungsnot unterstützt.

    Aber, wenn sogar die Industriellenvereinigung für die Nivellierung nach unten ist, dann gute Nacht Österreich. Dann wird das sozialistische und Linksgrüne Zerstörungswerk gelingen, trotzdem eine deutliche Mehrheit der Bürger in Österreich für eine ordentliche Schule ist, bloß die Unverbesserlichen und Dummen stehen für Zerstörung von Werten und diesen muss Einhalt geboten werden.

    Denken wir bitte endlich an die Zukunt unserer jungen Menschen und nicht an Parteiideologien !



    • Anton Volpini

      Die Industriellenvereinigung am Schwarzenbergplatz wird mit dem neuen Präsidenten, Georg Kapsch, nächstes Jahr im Juni wieder besser aufgestellt sein!

    • brechstange

      Herr Volpini, auch ich bin zuversichtlich.

  28. Rupert Wenger

    Vielleicht lässt sich noch ein historisches Beispiel einbringen: Die Griechischen Stadtstaaten der Antike haben durch ihre Vielfalt und Konkurrent untereinander eine kulturelle und materielle Höhe erreicht, die alle anderen Staatsformen dieser Zeit weit in den Schatten gestellt hat. Crux dieses Systems waren die häufigen Kriege untereinander, die vornehmlich auf die ungleichmäßige Verteilung der Ressourcen zurückzuführen waren. Rom hat diesen Kriegen ein Ende gemacht, weil es militärisch stärker war, den Städten aber ihre Freiheit im Inneren belassen. Erst als Rom zum zentralistischen Zwangsstaat geworden war, brach es zusammen. Unter Diokletian war sogar die freie Berufswahl des Bürgers abgeschafft. Eine ähnliche Blüte samt den damit verbundenenKriegen erlebten die mittelalterlichen italienischen Stadtstaaten.
    Daraus ist abzuleiten, dass ein den selbstständigen, möglichst kleinen politischen Einheiten übergeordneter Staat sich auf Außenpolitik und Sicherheit beschränken sollte, womit das Grundproblem der EU sichtbar wird: Zentralisierung der Wirtschaft ist der falsche Ansatz, Zentralisierung der Sicherheit und Außenpolitik der richtige. Subsidiarität ist der Schlüssel zum Erfolg.



    • brechstange

      Föderalismus, Subsidiarität ist der Schlüssel. Daher häufen sich die Argumente dagegen mit fadenscheinigen Argumenten wie dem Einsparungspotential. Die Rattenfänger sind unterwegs.

    • Anton Volpini

      brechstange, Mittagsjournal: Cohn Bandit hat gerade im Europaparlament gesagt, daß der Versuch, mit dem Föderalismus die Krise zu bewältigen, gescheitert sei!
      Wie kann man nur die Dinge so verdrehen!! Das bringt ja nicht einmal Frau KKP zusammen! Und der ORF gibt dem natürlich breiten Raum!

    • brechstange

      Sg Herr Volpini,
      der Cohn-Bendit, ein dunkelroter Ideologe und Franzose wird für Zentralismus plädieren. Außerdem ist den Franzosen das Hemd immer näher als der Rock, ein zentralistisches Europa mit Frankreich als Führernation und Deutschland als Zahlernation ist natürlich nach seinem Geschmack. Dafür wollte er ja bereits ein deutsches Ministerium (Wirtschaft glaube ich) mit Franzosen bestücken.
      Außerdem brachte dieser Herr es fertig, die Griechen aufzuhetzen, im Schlepptau Trichet und Lagarde. Im Mai 2010 taten sie es offen, nun sind sie vorsichtiger geworden, nach den 3 Toten in der Bank.

      Daher gilt es aufklären, aufklären, aufklären. Ich würde mich so und so der Meinung des Herrn Henkel anschließen und Frankreich dem Südeuro zuordnen. Das wollen die nicht, doch dort gehören sie hin.

    • brechstange

      Ich möchte noch ergänzen, dass die österreichischen Sozialisten, Grünen und Kommunisten immer zum Zentralismus tendieren, zentral kann man vieles gut beherrschen, denken diese offenbar. Daher betreiben diese die Schiene ganz klar in diese Richtung.
      Tragisch finde ich eher, dass auch Schwarze diesen Tendenzen gerne nachgeben, ich denke da an Herrn Raidl. Sein Volksbegehren dazu hat er ja Gott sei Dank abgeblasen. Die Gedankenwelt mancher Industrieller ist ganz schön verkehrt geworden, weil trotz aller notwendigen Wirtschaftlichkeit ein Staat nicht wie ein Industriebetrieb geführt werden kann. Ein Unternehmen müsste straffen und das käme der Vielfalt, wie Herr Dr. Unterberger es oben beschrieb, nicht entgegen.

      Es führt kein guter Weg an Föderalismus und Subsidiarität vorbei.

    • Anton Volpini

      Sollten wir nicht bei Bandit Cohn-Bandit bleiben, brechstange?
      Ich bin zwar so erzogen worden, daß man sich über Namen nicht lustig machen soll, aber ich glaube, daß da eine Ausnahme gerechtfertigt ist!

    • brechstange

      Passt gut zu ihm, dieser Name.

    • brechstange

      Wussten Sie, Herr Volpini, dass es einen Armenausspeisungsfonds (480 Millionen Euro) in der EU gibt?
      Wussten Sie, dass Frankreich den größten Teil des Geldes bekommt?

    • Anton Volpini

      Nein, brechstange, das wußte ich nicht. Aber so, wie die Franzosen die restlichen Europäer seit Jahrhunderten über den Tisch gezogen haben, wundert mich das nicht!

    • Pumuckl

      Rupert Wenger, Brechstange, Anton Volpini, Danke für den interessanten Gedankenaustausch!

      @ brechstange

      . . . Europa mit Frankreich als Führernation und Deutschland als Zahlernation . . .

      Frankreich und Deutschland haben einander Jahrhunderte, als Spielbälle britischer Gleichgewichtspolitik, blutige Kriege geführt.

      Unter der Regie des großen De Gaulle wurde die deutsch - französische Freundschaft begründet. Auch die Kohle und Stahlunion diente nicht zuletzt zu deren Festigung. Daß Deutschland in diesem System eher die Zahlernation und die Atommacht Frankreich die Führungsmacht sein würde war vorherzusehen.

      Solange "nur" Italien und Frankreich ( Bauern ) die Nehmernationen waren, konnte Deutschland trotzdem mit seinem Gewinn, - KEIN KRIEG - zufrieden sein!

      Aber alle Mittelmeerstaaten bei hohem Wohlstand durchzufüttern ist für Deuschland nicht zu schaffen, auch wenn Österreich immer in Höhe von 10%
      mitzahlt.

      HABEN WIR UND DEUTSCHLAND ZWISCHEN DEN ALTERNATIVEN ZAHLEN ODER KRIEG ZU ENTSCHEIDEN?

  29. leshandl

    Mich erinnert der unglückliche Zentralismus an die derzeitigen Verhältnisse in der r.k.Kirche. Die Schlussfolgerungen der Historiker über solche "geschlossenen Systeme" sollten zu Denken geben!



  30. Markus Theiner

    Es ist doch keineswegs so, dass die hunderten europäischen Fürsten seinerzeit etwa in die liberalen Niederlande geschaut und deren erfoglreiches Geselschaftsmodell als best practice abgekupfert hätten. Dazu hätten sie ja erst wieder allesamt die richtige Entscheidung treffen müssen.
    Verbreitet hat sich meist nicht das System sondern nur dessen Errungenschaften. Wenn man das Rad nicht neu erfinden, sondern nur noch nachbauen und vermarkten muss, dann hat man deutlich weniger Aufwand und kann auch unter weniger fordernden und fördernden Rahmenbedingungen damit weiter kommen.

    Was aber zu einer weiteren wichtigen Erkenntnis führt, die man in der Bildungsdebatte nicht wegleugnen kann: Die Wirkung von Eliten.
    Weder das System noch das Genie, das in ihm aufblüht, erfindet in der Regel das Rad um der Menschheit einen Gefallen zu tun, sondern im Eigeninteresse. Flandern und Oberitalien waren seinerzeit stinkend reich und politische Machtfaktoren die weit über ihre Größe hinausgingen. Dennoch profitierte auch der Rest Europas von ihnen.

    Auch wenn es manch einem ideologisch nicht in den Kram passt: Eliten sind was gutes.



    • brechstange

      Es sei denn, sie werden konstruiert.

    • phaidros

      Wenn man das Rad nicht neu erfinden, sondern nur noch nachbauen und vermarkten muss, dann hat man deutlich weniger Aufwand und kann auch unter weniger fordernden und fördernden Rahmenbedingungen damit weiter kommen.

      Auch das exerzieren die Chinesen uns ja derzeit vor!

      Und zu den Eliten: Eliten sind unbedingt was Gutes!

      Auf eine Bevölkerung, die nicht in der Lage ist, Eliten hervorzubringen, wird mit recht auf der ganzen übrigen Welt mitleidig herablassend hinunter geblickt (eine Disziplin, in der wir uns ja auch besonders hervortun). Wir als Gesellschaft aber erklären diesen Zustand zum anzustrebenden Ziel!

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange

      phaidros, die Chinesen exerzieren auch anderes vor und das ist alles andere als positiv. Sie machen nämlich genau das, was in Unterbergers Artikel angesprochen wird, sie schränken die Menschen ein. Das ist eigentlich unser Glück, wir sollten es am Schopfe packen.

    • Undine

      @Markus Theiner

      "Eliten sind was Gutes"

      Selbstverständlich sind Eliten etwas Gutes! Etwas sehr Gutes sogar, von dem ein Land gar nicht genug haben kann! Es herrscht nur eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was unsere linke Reichshälfte unter diesem Begriff versteht und was er in Wirklichkeit bedeutet. Von den "selbsternannten" Eliten will ich da gar nicht erst reden. Ich möchte auch gar nicht erst wissen, wen beispielsweise Werner Faymann aufzählen würde, fragte man ihn nach Eliten im Lande! Ihm fielen vermutlich Alfons Haider, Armin Assinger, Gery Keßler, Jazz-Gitti u.ä. ein.........

    • Haider

      Was die Chinesen nach dem 2. Weltkrieg praktizierten, hatten vor dem Krieg bereits die Japaner zur Perfektion getrieben. Auf jeder europäischen Messe, auf jedem europäischen Kongreß überall saßen ein/zwei unauffällige Japaner und lauschten, guckten und analysierten. Und dann kam das große Staunen in Europa: Plötzlich eroberten japanische Produkte die Weltmärkte. Da oft nichteinmal Fachleute Plagiat und Original unterscheiden konnten, stand der kostengünstig produzierenden japanischen Industrie der Markt sperrangelweit offen. Japan katapultierte sich innerhalb weniger Jahre aus dem tiefsten Mittelalter in die Neuzeit.
      Öffnung und Vielfalt haben gesiegt!
      Nur unsere engstirnigen selbsternannten Bildungsexperten trommeln die Einfalt, den Zentralismus, den Zwang.

  31. HJR

    Freiheit ist wie Regen auf die Wüste - das ist bekannt.

    Das Problem entsteht dort, wo der Gebrauch der Freiheit durch den Einen zum Nachteil oder Schaden des Anderen erfolgt. Für die Grenze, an der das Eine zum Anderen wird, gibt es theoretisch ein Alarmsystem namens Gewissen oder Moralität. Da diese Eigenschaften aber ungefähr so häufig in einzelnen Individuen realisiert sind wie das Genie, bleiben in der Regel jene, welche die Freiheit zum Schaden anderer missbrauchen, die Sieger - insbesonders dann, wenn die Ordnungsmacht, der Staat, anstelle der sorgfältigen Kontrolle dieser Grenzen "Eigenvorsorge" betreibt (sprich: das Wohlergehen jener zu fördern, welche für die Durchsetzung und Aufrechterhaltung der staatlichen Machtprivilegien sorgen).

    Um weil dieses Problem praktisch so überaus schwierig ist (auch wenn Einzelne es theoretisch richtig analysieren), gibt es kein dauerhaftes gesellschaftliches Gleichgewicht, sondern nur ein ständiges Pendeln zwischen verschiedenen Freiheitszuständen. Und hätte dieses Pendeln ein Ende, so wären wir wohl "im Paradies", aus dem wir (angeblich) schon vor langer Zeit für immer vertrieben wurden.
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



  32. Wertkonservativer

    Mein Dauerspruch
    "Hände weg vom Gymnasium!!"
    zeigt meine Einstellung zum Thema Schule!

    Nun o.t. (aber durchaus nicht nur):

    Ein Schnupfen für das Vaterland!!?

    Ja, ich war gestern auch bei der Kundgebung der Verwaltungsreform-Initiative:
    Spezielle Hochachtung gegenüber den Bauer- und Graser-Leuten: gut vorbereitet, sehr professionell durchgeführt, hoffentlich zumindest leises Echo bei den Angesprochenen erregend!

    Einige liebe Freunde aus Forumskreisen getroffen; kalte Füße (nicht vom Kundgebungsverlauf) bekommen, leichtes Kribbeln in der Nase!

    Nochmals: Hochachtung vor den ambitionierten Veranstaltern, die hoffentlich durch den doch nicht optimalen Zulauf nicht vor weiteren Aktivitäten abgeschreckt werden: alle, die schon einschlägig tätig bzw. bemüht waren, wissen, dass es ein hartes Brot ist, die Leute aus dem Schlaf zu wecken.

    Anschließend an die Kundgebung sprach ich mit einem lieben Freund über die Sinnhaftig- bzw. Sinnlosigkeit derlei Initiativen. Es blieb bei einem Unentschieden.
    Eines ist jedoch klar:
    jede Benennung und Anprangerung politischer Unsinnigkeiten bis Verbrechen, und sei sie auch nur von Wenigen artikuliert, zeigt den Willen der Menschen, sich gegen Dummheit, Bedenken- und Rücksichtslosigkeit der politischen Kaste aufzulehnen und sie einzudämmen versuchen!!

    Wie gesagt: den möglichen Schnupfen nehme ich gerne in Kauf!

    Guten Morgen Ihnen allen!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Cotopaxi

      Wurde in diesem Forum deutlich auf diese Kundgebung hingewiesen, oder habe ich etwas übersehen?

    • HJR

      @Cotopaxi
      Ja, haben Sie.

    • Martin Bauer

      Laut Auskunft der anwesenden Polizei, waren zwischen 250 und 300 Teilnehmer anwesend.
      Und jeder Einzelne darf sich stolz auf seine Fahne heften, etwas öffentlich getan und sich nicht in anonymen Foren versteckt zu haben.

    • brechstange

      Sehr geehrter Herr Bauer,

      250 bis 300 Personen sind doch ein Erfolg für den Anfang. Gratulation.

      Ich konnte leider nicht teilnehmen wegen der schlechten Zugverbindungen abends in die Provinz, war aber mit den Gedanken bei Ihnen und Ihren Mitstreitern.

    • Cotopaxi

      @HJR

      Ich bedauere sehr, dass dies angekündigte Veranstaltung nicht in mein Bewusstsein gelangt ist.

      Ich wäre dabei gewesen, so wie beim großartigen Fleischhacker- ähm Fleischhauer-Event.

      Ich habe mir jetzt bei der Namensverwechslung ebenso dreimal auf den Kopf geschlagen, wie es der sehr geschätzte Blogbetreiber bei der Veranstaltung tat.

    • mike1

      ich war auch bei der veranstaltung und habe diese als sehr positiv empfunden, herzlichen dank an das ganze organisationsteam !

      ich hoffe, dass das nächste mal mehr leute kommen, habe ich doch in erinnerung, dass uns herr bauer seinerzeit das interesse von ca. 700 personen mitgeteilt hat, die an einer demo teilnehmen würden.

      ich sehe das ganze als zeichensetzen, auch wenn wir von der restlichen öffentlichkeit eher nicht wahrgenommen werden.

    • phaidros

      Und jeder Einzelne darf sich stolz auf seine Fahne heften, etwas öffentlich getan und sich nicht in anonymen Foren versteckt zu haben.

      Was ich an diesem Forum so schätze, ist die gelebte Toleranz gegenüber anderen Meinungen als der eigenen.

    • Helmut Graser

      @Wertkonservativer
      @All

      Vielen herzlichen Dank für Ihr Erscheinen und Ihre Unterstützung. Trotz der Ernsthaftigkeit des Anliegens war es eine Freude und auch ein wenig Spaß.

      Wir sind stärker, da wir mehr sind. Ich schlage vor, dass wir weitermachen.

    • Brigitte Imb

      "Ich schlage vor, dass wir weitermachen."

      Unbedingt!

      Fr. Dr. Rohrer hat sich zu den Kundgebern gesellt und ich habe sie gefragt ob sie über uns in der "Presse" schreiben wird. Die Antwort war etwas verhalten....

    • Cotopaxi

      Tut mir leid, wenn eine Frau Rohrer dabei ist, dann lieber :"Nein, danke."

    • Brigitte Imb

      Warum? Im Gegensatz zu anderen Journalisten hat sie sich dafür interessiert und ich glaube ja ohnehin nicht, dass sie über die Initiative berichten wird, aber falls doch, kann das nur hilfreich sein um den Bekanntheitsgrad zu fördern.

    • Cotopaxi

      @Brigitte Imb: Der Grund liegt in meinem persönlichen Empfinden für Ästhetik: ihre besonders ausgeprägte nasale Stimme erzeugt in mir ähnliche Zustände wie das Kratzen mit Fingernägeln über eine Schultafel.
      Und diese Stimme bringt überdies negative Konnotationen mit sich, auf die ich nicht näher eingehen will.

    • Alexander Renneberg

      cotopaxi: wo sie recht haben, haben sie recht.

      rohrer ist ein Brechmittel.

      und nein, man muss nicht alles nehmen was sich einem bietet. das tun nur nebochanten und menschen ohne stil.

      oder jene die nix zu verlieren haben und sich an jeden strohhalm klemmen.

  33. Anton Volpini

    Keine Frage, die Vielfalt und damit der Wettbewerb war die Antriebsfeder für den unglaublichen wirtschaftlichen, technischen, kulturellen, geistigen und künstlerischen Erfolg der europäischen Menschen, die damit den Grundstein für die Entwicklung der restlichen Welt gelegt haben. Jared Diamond beschreibt die Voraussetzungen dafür sehr schön in seinem Buch: "Arm und Reich".
    Sollten unsere derzeitigen planwirtschaftlich denkenden Politiker und Bürokraten dieses Europa der Vielfalt zu einem Einheitsbrei machen, wie am Beispiel der Gesamtschule vorexerziert, dann treiben sie dieses einstmalig so blühendes Europa in den Untergang. Auch diesen Vorgang beschreibt Jared Diamond in einem anderen Buch namens "Kollaps"!
    Da wir es aber mit diesen planwirtschaftlich denkenden Politikern hauptsächlich mit dumben Menschen zu tun haben, bin ich zuversichtlich, daß wir ihnen das Handwerk legen. Die anderen Politiker, die, die uns bewußt in die Planwirtschaft treiben wollen, weil sie sich entweder selbst bereichern wollen, oder aber irgendwelchen zentralen Plänen folgen, die müssen wir in Gefängnisse sperren. Das sind Verbrecher!



    • HJR

      [... bin ich zuversichtlich, daß wir ihnen das Handwerk legen ...]

      Diese Zuversicht vermag ich nicht zu teilen, aber ich hoffe, dass ich mich irre.

    • brechstange

      Auf jeden Fall sollten wir uns dahinterklemmen, ihnen das Handwerk zu legen.

      Wir werden sehen, ob es dazu bereits Märtyrer bedarf.

    • phaidros

      bin ich zuversichtlich, daß wir ihnen das Handwerk legen

      Wer ist »wir«, sg. Hr. Volpini? Ein paar wenige »Durchblicker«?

      Meine Anerkennung und Gratulation den Veranstaltern der gestrigen Demo, die leider keinen allzu großen Zulauf verzeichnete, wie ich höre*). Aber wenn »ach, es war zu kalt« ebenso Argument ist nicht teilzunehmen wie »ach, es ist zu heiß« es schon war (kein Scherz, all das habe ich schon gehört), dann müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir (wer auch immer) duch direkte Wirkung nichts bewegen werden können. (Solange aber die Außentemperatur maßgeblichen Einfluss auf Aktivität hat, können die Dinge ohnehin nicht so schlimm liegen)

      Einstein lehrt uns: »Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Ersteren bin ich nicht ganz sicher.« Wir dürfen nie vergessen, dass diese planwirtschaftlich denkenden Leute gewählt sind, also wir (das Wahlvolk), sie unter den Kandiaten als die Besten ausgewählt haben.

      Der Ansatzpunkt ist nicht der Politiker. Wurzel des Übels und damit Ansatzpunkt ist der Wähler! Dem müssen die Zusammenhänge erklärt werden - und das ohne ihn mit vorgekauten Meinungen zu indoktrinieren! Eine Sysiphus-Aufgabe.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) Ich gestehe: ich glaube nicht und glaubte nie an das Instrument »Demo«, daher war ich auch nicht dort. Aber ich anerkenne vollumfänglich Mühewaltung, Aufwand und insbesondere Engagement! Nichts wäre mir lieber als mit meiner Einschätzung daneben zu liegen, es handle sich bei Demos um leere Kilometer.

    • Anton Volpini

      Mit "wir", phaidros, meine ich jene Freunde der Vielfalt, die sich nicht mit der Begründung zufriedengeben, warum etwas nicht geht, sondern das tun, was brechstange beschreibt!

    • phaidros

      Die hochgeschätzte brechstange, sg. Hr.Volpini hat nicht beschrieben, was getan werden sollte, sondern was erreicht werden sollte. Das sollten wir zum einen nicht verwechseln.

      Zum zweiten muss man anmerken, dass der militärische Grundsatz »Tan S' wos, tan S' wos, tan S' wos!« nicht reichen kann, denn die Antwort »Wos denn? Wos denn? Wos denn?« ist Legende.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini

      Oh ja phaidros, brechstange hat "dahinterklemmen" geschrieben. Das ist der Beginn eines Tuns.
      Andere Leute reden nur, was getan werden müßte, oder was sie zu tun verabsäumten.

    • phaidros

      Genau das, sg. Hr. Volpini, meine ich mit "Tan S' was, tan 'S wos, tan S' wos". Einfach nur "Dahinterklemmen" ist - bei allem Respekt - nicht genug, so sehr ich mir auch wünschte, dass es anders wäre.

      Und Vorschläge zu konkreten Handlungen - die auch eine Ergebnisbeurteilung erlauben - bleiben auch Sie schuldig; Sie ergehen sich in Allgemeinplätzen wie "Dahinterklemmen". Operative Hektik verbreiten ist aber sehr leicht, es bringt nur nichts. ("Nothing is easier than being busy, and nothing more difficult than being efficient.")

      Ich wundere mich, dass der taktisch und strategisch ausgebildete Offizier, der Sie sind, solche Schwierigkeiten hat, diese an sich nicht so schwierigen Grundstrukturen zu erkennen - eigentlich müssten Sie bei Ihrem Fachwissen als Mahner an meiner Seite stehen, aber geschenkt.

      Wir, beispielsweise, "klemmen uns dahinter", jene zu informieren, die in weiterer Folge Entscheidungen treffen müssen: die Wähler. Allerdings mit zugegebenermaßen keinem messbarem Erfolg. Der Unterschied ist nur, dass wir uns das eingestehen und darüber nachdenken, was man dagegen tun kann, und nicht unseren Weg als den einzig heilsbringenden verkünden und blindlings alles Andere (womöglich nur aufgrund von Hörengesagtem!) verdammen und verteufeln.

      Bitte um Nachsicht für die etwas persönlich geratene Suada.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Anton Volpini

      Nichts für Ungut, phaidros, sprechen Sie sich ruhig aus.
      Wie sagte meine hochverehrte Tante Holda immer bevor sie zur Tat schritt? Zuerst müssen wir Frauen den Männern etwas zu essen richten, dann sind sie imstande die ganze Welt zu verändern. Und so schickte Sie sich an, ein paar bescheidene Brötchen zu machen. :-)

    • brechstange

      Sg phaidros, kleine Brötchen backen wir alle. Denken Sie einfach subsidiär, denn das wird die Lösung sein. In kleinen Schritten im eigenen Bereich Schritt für Schritt immer mit dem Ziel vor Augen, das es zu erreichen gilt.
      Als Ziel meine ich einen föderalen Staat, der die Subsidiarität achtet, schützt und verteidigt und damit Zeichen setzt, für die Menschen, dass sich eigenverantwortlicher, selbstbestimmter Einsatz des Einzelnen, Privaten und kleinsten Einheiten lohnt. Diese Vorgangsweise ist die einzig effiziente. Wir laufen nämlich Gefahr, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.

      Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass Ackermann zB nun doch gehen muss.

      Wir sind an einer Zeitenwende und müssen versuchen, die Weichen mitzustellen. Nicht die Interessen der abgehobenen Finanzwelt und Politik dürfen obsiegen, nein die Realwirtschaft muss es sein.

      Glauben Sie mir , phaidros, auf Größe kommt es nicht an, auch wenn uns immer was anderes vorgegackert wird.

    • phaidros

      Da bin ich völlig bei Ihnen, liebe brechstange, Sie treffen gleich in mehrfacher Hinsicht den Nagel auf den Kopf. Und wenn ich aus Sicht der BIÖ hinzufügen darf: auch uns bestärken solche Worte, unsere selbstgewählte Informationsmission fortzuführen. Danke!

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • kakadu

      @phaidros

      Genau dieses Argument, daß eine Demo eh nichts bewirkt, veranlaßt viel zu viele Konservativ-Liberale auf ihren bequemen Sofas sitzenzubleiben.
      Da sind die Linken schon aus einem ganz anderen Holz geschnitzt und huldigen dem Aktionismus, was ihnen eben den entsprechenden Erfolg einbringt.

      Man kann den Organisatoren der gestrigen Veranstaltung nicht genug danken, daß sie sich die Mühen dieser Niederungen angetan haben und das Ergebnis, damit zumindest mehrere Hundert dieser sonst viel zu "Bequemen" hinterm Ofen hervgelockt zu haben, sollte ihnen Lohn und Ansporn genug sein!

      Nochmals vielen Dank an das bestens vorbereitete Team!

    • lurkerabove

      Man kann auch in online-Massenmedien (profil, Presse, sogar Standard) posten, und auf Dinge hinweisen, die in den Artikeln nicht berichtet werden.

      Natürlich wird manches zensiert, aber "Satiren die der Zensor versteht werden zu Recht verboten" :-)

    • phaidros

      Werter kakadu, die Linken fahren keine Erfolge ein, weil sie die Straße erobert haben.

      Die Straße ist irrelevant (außer im Falle von gewalttätigen Ausschreitungen, die ausnahmslos abzulehnen sind). Auch die Donnerstag-Demos gegen die Kabinetts Schüssel bewirkten nichts. Nicht das Mindeste.

      Die Linken dominieren die Politik, weil sie die Schaltzentralen erobert haben.

      Selebstverständlich aber ziehe ich respektvoll den Hut vor der organisatorischen Leistung und dem Engagement der Teilnehmer*)

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) was ich im übrigen bereits am 16.11. um 7:48 getan habe, wie Sie sich in diesem Thread überzeugen können.

  34. Cotopaxi

    Jetzt versuchen die Schwarzen in ihrer Panik schon Blutgeld von Christenverfolgern im Irak nach Österreich zu holen, um unsere Futtertröge für sich selber gefüllt zu halten. Niederträchtig! Für 30 Silberlinge würden die Schwarzen alles machen. Schade, dass nur der einer unserer beiden Doofs unserer Regierungsspitze ins Kampfgebiet fliegt.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/708957/Aussenminister-Spindelegger-auf-RisikoTrip-im-Irak?_vl_backlink=/home/index.do

    P.S.: Wie gehen die Schwarzen eigentlich mit ihrem Grillitsch um, haben die ihn nicht in eine psychische Krankheit getrieben?



    • mike1

      cotopaxi: spindelegger ist aussenminister und die geschäftliche welt bleibt nicht stehen, der kommentar ihrerseits ist eigenartig und unangebracht.

    • Cotopaxi

      @mike:

      Wenn der Schwarze Vizekanzlerdarsteller etwas für die österreichische Wirtschaft tun will, dann muss er nicht nach Libyen und in den Irak reisen.

      Das kann er auch in Griechenland versuchen, denn es ist in unserem Sinne, dass dort die Wirtschaft an Kraft gewinnt und
      außerdem findet in dort kein staatlich geduldeter Ethnozid an Christen statt.




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