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Fußnote 226: Zurück zu Stalin

Sieben Jahre Haft für die Vorgängerin als Regierungschefin. Der ukrainische Diktator Janukowitsch geht mit Julia Timoschenko wegen eines angeblich ungünstigen Gas-Vertrags brutaler um, als es nach der Wende all den kommunistischen Mördern und Folterern passiert ist.

Der Diktator hat beim Wegsperren seiner wichtigsten Konkurrentin ein „leuchtendes“ Vorbild: Auch Russlands Putin lässt unter lächerlichen Vorwänden den einzigen Mann in jahrzehntelanger Kettenhaft schmoren, der seinem absolutistischen Machtanspruch gefährlich werden könnte, Michail Chodorkowski. Was kann man dagegen tun? Nichts – außer die beiden Länder in hohem Bogen aus dem Europarat hinauszuwerfen, in den sie ja nur wegen ihrer einstigen, aber offensichtlich nur vorübergehenden Demokratisierung aufgenommen worden sind. Da aber fast kein Politiker den Mut und die Konsequenz dazu hat, möge man uns bitte auch die leeren Proteste aus den diversen westlichen Hauptstädten ersparen. Die sind reines Gewäsch. Gas ist nämlich wichtiger.

 

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alle Kommentare

  1. Topher (kein Partner)
  2. Xavier (kein Partner)
  3. Lacrim (kein Partner)
  4. Lacrim (kein Partner)
  5. Vande (kein Partner)

    Well I guess I don't have to spend the weekend firgniug this one out!



  6. Ajay (kein Partner)

    An ineelligtnt answer - no BS - which makes a pleasant change



  7. Clip (kein Partner)

    The answer of an expter. Good to hear from you.



  8. Payton (kein Partner)

    Didn't know the forum rules allowed such brliilant posts.



  9. socrates

    Den Medien entnahm ich, daß Timoschenko sicher 405,000.000€ gestohlen hat, daß man das aber in der Ukraine nicht anklagt. Daher ist das Urteil ungerecht.
    Eine andere Meldung besagte, daß ein Pferdebesitzer seine Pferde als Zebra bemalte und für Photos und Kinderreiten Geld verlangte. Der wurde fest bestraft.
    Das erzeugt Sehnsucht nach Putin.



  10. Herby (kein Partner)

    Im anerkannten Online-Lexikon: http://de.wikipedia.org/wiki/Julija_Tymoschenko

    sind folgende respektable Dinge über Julia Tymoschenko zu lesen:

    Sie arbeitete sich aus "einfachen Verhältnissen" nach oben.

    Wuchs "einfach" durch die alleinerzieh. Mutter betreut auf.

    Mit 24Jahren (!) schloss sie ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Staatsuniversität in Dnipropetrowsk ab und arbeitete anschließend fünf Jahre als Wirtschaftsingenieurin bei der Maschinenbaufirma Lenin in ihrer Heimatstadt

    Erste geschäftliche Erfahrungen sammelte sie mit einem Videoverleih. 1988 gründete Tymoschenko zusammen mit ihrem Mann eine Kooperative, seit 1989 leitete sie das Jugendzentrum Terminal. ....

    Offenbar ist sie durch ihren Vater jüd. Herkunft, er hieß: Wolodymyr Abramowytsch Grygjan. Grygjan ist e. armenischer Name.



  11. HDW

    Die Opfer des Kommunismus in Russland auf eine Stufe mit Chodorkovsky zu stellen, der Schönheitskonkurrenzen organisiert hat um die Teilnehmerinnen anschließend zur Prostitution nach Israel zu verkaufen, ist eine ungeheuerliche Entgleisung des katholischen Piaristenschülers A.U.!



    • Herby (kein Partner)

      @HDW

      Bei allem Respekt Ihrem Posting gegenüber denke ich doch dass man in Bezug auf diese u. ähnliche niederschmetternde Artikel über Chodorkowski doch einige Fragezeichen dazu machen sollte.

      Grund: Putin ist praktisch in seinem ganzen Leben u. ganz sicher in seiner ganzen Karriere durch den Geheimdienst (KGB, FSB u.a.) geprägt worden.

      Es wurde vor Jahren im ORF eine britische Dokumentation ausgestrahlt (über die ich seither nie wieder drübergestolpert bin, auch nicht in youtue): Da ging es um die Einzelheiten wie Putin die 'Thronfolge' von Jelzin antreten konnte:

      Jelzin und sein Clan ("seine Familie" da zählte damals auch d. Oligarch Beresowski dazu) waren damals, Ende 1999 in ganz schmutzige Korruptions-Machenschaften verwickelt und es gab einen Staatsanwalt der untersuchte bereits.

      Und da passierte (ca. Herbst 1999) folgendes: Es tauchte ein Video auf, dass einen Mann zeigte, der genau so aussah wie dieser Staatsanwalt, wie er sich mit Prostituierten traf. Dieses Video wurde geschickt an die russ. Öffentlichkeit u. Medien gespielt.

      Dieser Staatsanwalt versuchte sicht zu wehren u. behauptete dass dieses Video eine Fälschung sei, eben inszeniert um ihn zu treffen (=diskreditieren). Damit er diese brisanten Untersuchungen gegen den Jelzin-Clan stoppen müsste.

      Nach einiger Zeit trat Putin (der damals e. hohe Position im Sicherheitsapparat hatte) an die Öffentlichkeit u. gab ein Statement ab:

      Die Sicherheitsdienste hätten dieses Video ausführlich geprüft u. sind zum Schluss gekommen, dass dieses Video echt u. authentisch ist u. die Person dort eindeutig dieser Staatsanwalt ist.

      Mit diesem Coup im Herbst/Winter 1999 hatte sich Putin blitzartig in die oberste Machtebene bewegt u. hatte plötzlich alle Fäden in der Hand. Der Staatsanwalt war diskreditiert u. d. Jelzin-Clan war erpressbar u. an der langen Leine v. Putin.

      DAHER: All diese Horror-Geschichten die über Chodorkowski im Umlauf sind: Bitte die Enstehung & Quellen tausendmal prüfen.

      Gegen das was diese diversen russischen Geheimdienste in die Welt setzen sind unsere österr. Spindoktoren totale Weicheier.

      Und es ist immer zu bedenken: Chodorkowski sitzt seit Jahren in e. sibirischen Gefängnis: er ist also e. WEHRLOSES Opfer gegen jeden Rufmord.

  12. cmh (kein Partner)

    Wie kann man verlangen, dass diese unsere Politiker die mehr als undemokratischen Vorgänge in unserer weiteren Nachbarschaft anprangerten, wenn daheim das größte Problem die Nichtwähler und Wurschtikaner sind?

    Wenn bei uns Gesetze als PR-Gag gemacht werden, wie soll man dann diesen jungen "Demokratien" verdenken, dass Gesetze zum Nachteil des politischen Gegeners gebogen werden?

    WEnn es so schön heißt, dass der Fisch vom Kopf stinkt, dann sollte man nicht vergessen, dass er dann schon als ganzer faulig ist?



  13. Haider

    Da gibt es einen auf Druck der USA umhätschelten Aufnahmewerber in die EU, der seit 12 (!) Jahren einen unliebsamen Oppositionspolitiker im Kerker hält, nämlich die Türkei den PKK-Führer Öcalan. Welchen EU-Politiker kratzt dies? Kann es sein, daß Herr Öcalan nur der falschen Ethnie angehört?
    Eines sollten die EU-Manipulatoren bedenken: Wenn man mit einem nackten Finger auf andere zeigt, dann zeigen drei Finger auf einen selbst.



    • november (kein Partner)

      Peter Pilz, bist du's? Nur zur Erinnerung, Öcalan war Anführer der marxistischen kurdischen Arbeiterpartei (PKK), die auch von der EU als Terrororganisation eingestuft wird.

    • cmh (kein Partner)

      Wenn man in den Abgrund schaut, dann starrt der Abgrund zurück.

      In Staaten mit repressiver Regierungsform kann man gar nicht schnell genug schauen und man ist schon als Terrorist punziert.

      Was hätte denn der arme Özalan machen sollen? Hätte er sich vor das türkische Parlament setzen sollen und weinen?

      Und wieviel von Einstufungen der EU (erfolgt die eigentlich vor oder nach einer strafgerichtlichen Verurteilung?) haben wir ja erst kürzlich bei unserem eigenen(artigen) Konzept eines internationalen Haftbefehles gesehen.

    • november (kein Partner)

      Öcalan-Fans im Unterberger-Forum? Bin echt überrascht.

    • Undine

      @november

      Alles, was die meisten von uns über den PKK-Chef ÖCALAN wissen, stammt aus österreichischen Zeitungen, vor allem aber vom ORF! Da wird uns von seinen Handlangern dasjenige gut vorgekaut, was wir verdauen SOLLEN.

      Durch diese TAKTIK des STÄNDIGEN WIEDERHOLENS im Patschenkino bei jedem dafür geeigneten Anlaß merken sich die Leute genau das, was der ORF als GEEIGNET für seine Hörer und Seher HERAUGEFILTERT hat.

      Das ständige Wiederholen ist das Geheimnis des Lernens, des im Gehirn Speicherns. Diese psychologische Erkenntnis macht man sich im STAATSFUNK natürlich zunutze.
      Nun haben wir alle, oder halt fast alle DAS Bild von ÖCALAN im Kopf, das der ORF hineingepflanzt hat. Ob es richtig ist, wissen wir nicht und können es schwer beurteilen. So viel steht jedenfalls fest: Der ORF ist die größte MANIPULIERUNGSMASCHINERIE.

  14. HDW

    Was A.U. an diesen Leuten so anziehend findet entzieht sich meiner Beurteilung! Timoschenko, aus der Dnjepopetrovsker Mafia kommend und dann von Soros und Beresvoskij finanziert zur orangen Jean d´Arc stilisiert (von A.U.) kann immerhin berufen, was den Opfern des "real existierenden Sozialismus" nicht möglich war. Und was die anderen Aspiranten zur Plutokratie, also die eigentlichen Aspiranten betrifft so haben sie zeitgerecht das Weite gesucht und leben höchst komfortabel in Israel oder London, wie z.B. Chodorkowskis Ex-Chef Beresovskij. Auch gibt es keine Sippenhaft wie unter dem Marxismus-Leninismus: Chodorkowskis Frau und Kinder leben äußerst luxuriös in Moskau mit Privatlehrern, Luxusdatscha und allem sonst halt üblichen, wovon ich mich selbst überzeugen konnte. Die anderen Oligarchen haben der politischen Machtausübung abgeschworen. Abramovic, Friedmann, Wexelberg etc., bestechen dürfen sie natürlich weiterhin. Da das russische Volk, nach den Erfahrungen der 90er Jahre, sich von dieser Art "Demokratenvolk" nicht noch einmal ausplündern lassen will sondern des Öl und Gasgeld lieber seinen Pensionisten spendiert als es nach London, New York und Israel zu transferieren. Davon es sich auch von den krakeelenden Westlern nicht abhaltene lassen und Putin oder sonst jemanden der diese Politik durchsetzt weiterhin wählen.



  15. socrates

    Janukowitsch und Timoschenko, beide wahrscheinlich Wahlfälscher, er mit Hilfe des KGB, sie mit Hilfe der CIA und Schlägern aus Georgien, er für Rußland, sie für USA, machen einem die Wahl schwer. Der Bevölkerung geht es jetzt besser, darauf kommt es mir an.
    Die Ukraine sollte mit ihrer Industrie auch ohne Gas gut leben können. Hier wird viel gelogen. Georgien ist sicher noch viel schlechter, nach Aussagen der NGO´s.



  16. Helmut Oswald

    Gas ist wichtiger ! Die Vereinigten Staaten entdeckten in den dreißiger Jahren - und zwar zu Zeiten einer Weimarer Republik, daß die wirkliche und wahre Gefährdung der Demokratie und Menschenrechte nicht von Josef Stalin ausgeht - nur zur Erinnerung, DER hatte schon Ende der 20er Jahre Mordquoten in siebenstelligen Ziffern, während der Bürgerkrieg auf unseren Strassen möglicherweise einige dutzend bis hundert Opfer forderte - jedes einzelne zuviel, gewiss - aber immerhin verteilt auf die Kontrahenten. Sie waren unerschütterlich gewiß, das diese Gefahr von Deutschland ausginge, für dessen landräuberische Nachbarn, für deren Praxis zur Unterdrückung ihrer Minderheiten und Volksgruppen sie offenbar blind gewesen sind, sie bereit waren, in den Krieg zu ziehen, seither ist Gas wichtiger !
    Gas ist wichtiger ! Seit die Vereinigten Staaten ihren Konzernen das Monopol auf den strategisch wichtigsten Primärenergieträger Erdöl verschafft haben, und uns Europäer entweder damit regelmäßig abkassieren und dann auch noch in den Krieg für ihre Konzerninteressen und ihre Vorstellung von Weltordnung entsenden. Besonders im Nahen Osten.
    Gas ist wichtiger, seit Millionen Vertrieben, Beraubte und entrechtete Menschen auf Grund der Ordnung von Jalta und Potsdam ihre Heimat verloren hatten - und ich spreche damit nicht nur von Deutschen, die man stets geneigt ist kollektiv zu züchtigen, auch dann, wenn es beileibe keine Schuldigen trifft - nein es sind auch Millionen Osteuropärer gewesen. Und seit die Amerikaner wissentlich und sehenden Auges Resteuropa für 60 Jahre auf einen maritimen Brückenkopf ihrer globalen Machtansprüche reduziert hatten, abgeschnitten von seinen natürlichen Rohstoffquellen aus dem ostmitteleuropäischen Raum -
    ja, seither ist auch uns Gas wichtiger !
    An dem Tag, an dem auch Amerika bereit ist, Millionen Menschenleben seiner Bürger gegen die Ausbreitung des Stalinismus in die Front zu stellen, dann folgen wir möglicherweise dem guten Beispiel. Aber vielleicht erscheint auch uns -gerade in diesem Augenblick - eine andere politische Gefahr viel, viel gefährlicher.
    Und vielleicht ist auch uns dann Gas wichtiger ! Denn wir haben in der Zwischenzeit viel gelernt von Amerika.



    • LePenseur (kein Partner)

      Treffend auf den Punkt gebracht! Ich erlaube mir, Ihren Kommentar auf meinem Blog zu zitieren.

  17. schreyvogel

    Timoschenke ist auch eine Oligarchin. Sie ist ebenfalls beim Zerfall des Sowjetimperiums sehr reich geworden. So weit so gut. Aber kann mir jemand erklären, warum alle diese OligarchInnen ausschließlich jüdisch sind? Und warum sich die westlichen Medien so für straffällig gewordene Oligarchen einsetzen?



    • terbuan

      schreyvogel
      Dazu gibt es umfangreiche Analysen im Internet, Putin ist angeblich der einzige, der gegen diese Machenschaften ankämpft!

    • schreyvogel

      Darum hat Putin auch so eine schlechte Presse im Westen.

    • Undine

      @schreyvogel 09:42

      Eine sehr gewagte Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe.

  18. Josef Maierhofer

    Wir gehören auch dazu.

    Zuerst die Duldung, dann folgt auch bei uns das Gleiche, Verurteilung wegen Verhetzung, Verurteilung wegen 'ungünstiger' Propaganda, bin neugierig, wann es bei uns dann Verurteilungen wegen Bestechung, Korruption, fahrlässiger Staatskrida, Betrug geben wird.

    Bei Duldung nie, da wie dort.



    • Riese35

      Warten wir, bis die ersten Priester und Politiker in Österreich, die Homosexualität eine Sünde nennen bzw. Unzuchtshandlung nennen, jahrelang weggesperrt werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen werden ja eben jetzt geschaffen.

  19. Observer

    Aus meiner Sicht liegt die ganze Misere darin, dass die handelnden Personen im Kommunismus aufgewachsen sind und daher nie die ganze Bedeutung ganze System einer Demokratie erkennen können. Ich kenne viele Leute in den nunmehrigen "Reformländern" wie auch solche, welche nun in "den Westen" übersiedelt sind. Bei deren Gesprächen und Handlungsweisen stelle ich immer wieder fest, dass manche derer Überlegungen einfach durch die Kindheit, Schule, Elternhaus und vor allem durch die damaligen politischen Systeme geprägt sind und nicht einfach völlig abgestreift werden können.
    Führende Politiker wie Putin, Janukowitsch, aber auch Timoschenko bestätigen mir diese These, dass da immer alte diktatorische Eigenschaften mit dem demokratischen Mäntelchen versehen werden, wobei der persönliche Machterhalt absolute Priorität hat.



    • GOP

      Die Ukraine, welche dem ständigen Druck von Russland ausgesetzt ist, wird - solange sich dieser Zustand nicht ändert - nie eine Demokratie in unserem Sinn werden können. Ebenso glauben nur grenzenlose Optimisten, dass es in den kürzlich "befreiten" arabischen Ländern (Tunesien, Ägypten, Libyen und eventuell noch anderen Staaten) jemals wirkliche demokratische Staatsformen etabliert werden. Vielmehr werden sich dort Bewegungen behaupten, welche sich vorwiegend dem Islam, der Scharia u.a. verpflichet fühlen.

  20. Anton Volpini

    Unsere Politiker sind die reinsten Weicheier!



  21. libertus

    Putin und Janukowitsch bzw. Chodorkowski und Timoschenko würde ich nicht so taxfrei vergleichen.

    Chodorkowskis Weg zum Reichtum pflastern Ermordete, über deren Leichen er sich brutal hinwegsetzte und dann wollte er mit dem Griff nach der Macht auch noch sein Riesenvermögen mit einer der wichtigsten Resourcen des Landes nach den USA sowie an die New Yorker Börse bringen.

    Das konnte Putin nicht zulassen, da es eine Kettenreaktion der Oligarchen ausgelöst hätte und Rußland den Bach runtergegangen wäre.

    Ob Timoschenkos Lebensweg ähnlich gelagert ist, entzieht sich bis jetzt der westlichen Öffentlichkeit. Ich denke nicht, daß sie das gleiche Sündenregister wie Chodorkowski aufweist - dafür scheint sie eine Nummer zu klein, daher hat in diesem Fall reine Politjustiz Urteil gesprochen.

    Die Ukraine weist trotz gegenteiligen Anspruchs noch immer keinerlei demokratische Strukturen auf - da liegt eindeutig noch ein weiter Weg vor diesem Land und seiner Bevölkerung!



    • Alfred E. Neumann

      Vollkommene Zustimmung! Timoschtschenko hat vermutlich niemanden umgebracht; ueber Chodorkowski hoert man anderes.

    • Markus Theiner

      Die Kernfrage ist ja nicht ob Timoschenko ein besserer oder schlechterer Mensch ist als Chodorkowski sondern ob sie:

      1. die ihr zur Last gelegten Verbrechen begangen hat und
      2. das auch der Grund für ihre Verurteilung war.

      Die Kritik am Umgang mit Chodorkowski hat sich im Wesentlichen doch auf den zweiten Punkt gestützt. Der Verdacht liegt nahe, dass man ihn überhaupt nur verfolgt hat weil er für Putin gefährlich wurde. Und das ist halt kein gutes Zeichen, selbst wenn er tatsächlich schuldig ist.

      Das ist ja auch hierzulande ein Problem. Gesetze die für alle gleich gelten sind nur die halbe Miete. Sie müssen auch bei allen gleich vollzogen werden.
      Oft genug gibt es aber praktisch tote Bestimmungen die fast jeder bricht und für die keiner bestraft wird - außer man will willkürlich jemanden ärgern.
      Das sind bei uns meist gottseidank kleine Dinge wie das Mißachten einer roten Ampel oder etwas in der Art. Aber es gibt etwa auch den Fall, dass Bürgermeister illegale Bauten ihrer Spezis tolerieren während sie andere abreißen lassen und die (unterlassenen) Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hinsichtlich wirtschaftsverbrechen im politischen Umfeld sind ja auch nicht immer ganz unverdächtig.

      Wenn jemand verfolgt wird weil er ein Gesetz gebrochen hat ist das völlig in Ordnung.
      Wenn der aber erst dann verfolgt wird wenn er politisch unbequem wird und/oder gleichzeitig andere Leute mit dem gleichen Sündenregister nicht verfolgt werden, dann stimmt was nicht.

    • Helmut Oswald

      Eben - da tut genaue Unterscheidung not ! Und bitte keinen Kreuzzug gegen Putin, bei dem wir und weißbluten und Amerika sich dann aussucht, wem es gerade eben bereit ist, zu helfen.





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