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Auch das noch: Die Reichen werden immer gesünder

Es zählt zu den Standardklagen jedes Möchtegern-Intellektuellen in ganz Europa: Die Reichen werden immer reicher; ihre Kinder sind auch in der Schule erfolgreicher; und nun zeigen Statistiken sogar, dass die Reichen auch deutlich länger leben als ärmere Mitbürger. Die daraus resultierende Forderung: Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit müsse nun endlich auch von der EU ernsthaft bekämpft werden, wenn schon die Regierungen untätig sind.

Kein Zweifel: Die Fakten stimmen (lediglich das mit dem reicher Werden stimmt in Zeiten der Rezession nicht, da zahlen die Reichen verstärkt drauf). Aber ebensowenig Zweifel kann es in Wahrheit daran geben, dass diese Möchtegern-Intellektuellen dabei völlig falsche Kausalitäten herstellen. Die Behauptung, noch reicher zu werden, länger zu leben oder besser gebildete Kinder zu haben, das sei alles Folge des Reichtums, ist ungefähr so zwingend wie die Aussage, es würde deshalb zu regnen beginnen, weil die Menschen mit einem Regenschirm ihr Haus verlassen.

Schon die Vorstellung, dass die meisten Reichen große Vermögen über viele Generationen vererben, ist absolut falsch. Man denke nur an die Katastrophen des 20. Jahrhunderts, die nicht nur Millionen Menschen, sondern auch jeden Reichtum vernichtet haben. Binnen weniger Jahre danach haben dennoch etwa die aus der Tschechoslowakei vertriebenen Menschen in Österreich und Bayern extrem erfolgreiche Industriebetriebe aufgebaut. Sie wurden nicht reicher, weil sie schon reich waren, sondern weil sie durch Unternehmergeist, durch Disziplin, durch Fleiß, durch Mut, durch Kreativität, durch Forschergeist, durch irgendein besonders Talent etwas aufzubauen imstande waren. Manches Mal halfen sicher auch Glück und Zufälle – aber diese Faktoren alleine haben es nie geschafft, jemanden dauerhaft in Wohlstand zu versetzen (siehe etwa die vielen später wieder verarmten Lotterie-Gewinner).

Ähnliches sieht man auch an Amerikas heute Reichen. Dieses Land war seit eineinhalb Jahrhunderten kein Kriegsschauplatz, es hat kaum unter Niederlagen oder Vertreibungen gelitten. Aber dennoch dominieren auch dort die neuen Reichen. Bill Gates, Steve Jobs oder Warren Buffet haben die heutigen Mega-Vermögen selbst aufgebaut, oft vom absoluten Nullpunkt auf. Und nicht geerbt.

Von den eigenen Ahnen ererbte Reichtümer wie Schlösser sind heute hingegen vielen Familien eher eine schwere Last. Nur eine Minderheit der im 19. Jahrhundert reichen Familien zählt heute noch dazu. Reichtum ist immer seltener über die Generationen hinweg langlebig. Denn Kapitalismus ist in  Wahrheit das Gegenteil eines Feudalsystems, er führt rasch hinauf, aber auch wieder rasch hinunter.

Die Phrase „Die Reichen werden immer reicher“ ist langfristig falsch. Sie stimmt nur in jenen eher kurzen Phrasen, in denen man mit Finanzanlagen besser verdient als mit unternehmerischen Investitionen oder mit erfolgreicher Arbeit. Aber selbst dann, wenn angelegtes Geld einen echten Ertrag bringt – was es seit Jahren dank Inflation, Krisen und Kapitalertragssteuern nicht mehr tut –, fehlt den Neidargumenten jede moralische Basis: Sollen Sparen und Investieren bestraft werden, während jene, die immer sofort alles konsumieren, belohnt werden? Das ist Populismus, hat aber mit Ethik nichts zu tun.

Und wie ist das mit den Vorteilen der Reichen bei Bildung und Gesundheit?

Genau so. Jene Fähigkeiten und Eigenschaften, welche die Wahrscheinlichkeit beruflicher und unternehmerischer Erfolge erhöhen, sind auch für den Schulerfolg der eigenen Kinder wie auch die eigene Lebenserwartung gut. Die Pisa-Studie zeigt etwa, dass jeder zusätzliche Meter an Buchregalen in der elterlichen Wohnung im Schnitt zu signifikant besseren Schulergebnissen führt. Ebenso wie zu besserem Berufserfolg und damit höherem Einkommen.

Gebildete Eltern kümmern sich auch intensiver und liebevoller als bildungsferne um den eigenen Nachwuchs. Bei ihnen wird viel weniger ferngesehen, vor allem wird der Fernsehapparat nicht als Babysitter verwendet: In der statistischen „Unterschicht“ sind nach einer Studie des deutschen Allensbach-Instituts 73 Prozent Intensiv-Fernseher, sitzen also drei und mehr Stunden pro Tag vor der Kiste, in der Oberschicht hingegen nur 34 Prozent. In der Oberschicht wird statt dessen weit mehr gelesen als in der Unterschicht. Gebildete Eltern haben mit ihren Kindern bis zu deren Schulanfang drei Mal so viele Wörter gesprochen wie bildungsferne.

Sie tun das nicht, weil sie reich sind, sondern weil ihnen Sprache, Kultur, Zuwendung, aber auch Disziplin, Fleiß und Leistung wichtig sind. Weil sie diese Werte – meist – auch an ihre Kinder weitergeben wollen. Und genau diese Eigenschaften führen in einer Marktwirtschaft auch zu finanziellem Erfolg.

Sehr Ähnliches zeigt auch eine Analyse der Statistiken, denen zufolgen „Reiche“ länger leben. Wieder ist nicht der Reichtum die primäre Ursache der Gesundheit, sondern es sind vor allem bestimmte Verhaltensweisen, welche die Oberschicht länger leben lassen. Die alle von Reichtum oder Armut völlig unabhängig sind. Noch einmal die Allensbach-Studie: In der Oberschicht treibt jeder Zweite bis zu seinem 70. Geburtstag regelmäßig Sport, in der Unterschicht tun das jedoch nur 15 Prozent. Oder das Rauchen (das noch dazu Geld kostet, also eigentlich den „Reichen“ leichter fallen sollte!): In der Oberschicht rauchen von den unter 30-Jährigen 18 Prozent, in der Unterschicht 54 Prozent.

Das heißt nun nicht, dass jeder an seiner Armut oder seinem frühen Tod selber schuld ist. Das heißt auch nicht, dass es keine Fälle gibt, wo reichere Mitbürger – oder im Spätsozialismus: der Staat – verpflichtet wären zu helfen. Das heißt aber, dass es absurd und ungerecht ist, dem politischen System einen Vorwurf zu machen, weil die Reichen reicher werden, weil sie im Schnitt erfolgreichere Kinder haben, oder weil sie länger leben.

Der Großteil dessen, was zu diesen Erfolgen führt, ist vom Geld völlig unabhängig. Europäische Politiker, die dennoch ständig die Armen als Opfer der Reichen oder angeblich ungerechter gesellschaftlicher Verhältnisse darstellen, richten den größten Schaden an. Sie schüren unbegründete Neidgefühle, statt den Menschen zu vermitteln, dass diese in sehr hohem Ausmaß für das eigene Los selbst verantwortlich sind, dass sie ihr Schicksal in hohem Ausmaß durch eigenes Handeln verbessern können. Wer immer nur dem Staat, der Gesellschaft, den Reichen die Verantwortung für die Ärmeren zuschiebt, ruiniert nicht nur Staat und Gesellschaft, sondern ist in Wahrheit der größte Feind der Armen, für die er sich einzusetzen behauptet. Das hat übrigens auch die Sozialdemokratie gewusst, als Arbeiterbildungsvereine, Abstinenzlervereine, Sport- und Wandervereine im Zentrum ihrer Identität gelegen sind. Leider ist das aber schon ein paar Generationen her.

 

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das neue unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    37x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2011 09:23

    An die Neidgenossenschaft.

    Werte Neidgenossenschaft !

    Ich sage Euch einmal, wie ich in einer Arbeiterfamilie mit 8 Kindern aufgewachsen bin.

    Mutter: Volkschulbildung, Vater Hauptschulbildung, Mutter Hausfrau, Vater Tischlergeselle, 8 Kinder.

    Die Mutter war immer da, der Vater immer am Abend nach der Arbeit und im Urlaub, das Haus haben sie selbst gebaut und mit den Kindern successive erweitert.

    Die Mutter hatte die Liebe im Herzen, der Vater auch. Es gab zwar wenig, aber das war, wenn ich Euch so anschaue, Euch GenossInnen und Neidblödler, offenbar das Wichtigste. Die Mutter hatte alle wichtigen Bücher je einmal antiquarisch erworben im Regal, jeder hatte die notwendigen Kleider, gebraucht, versteht sich, das Essen war nicht zu üppig, aber das war gesund und wir haben teilen gelernt, werte NeidgenossInnen. Jeder durfte das werden, was er wollte, 4 wurden Handwerker, 4 haben studiert, einer ist sogar Konzerndirektor, ich selbst habe auch studiert und eine kleine Firma. Wir haben alles selbst geschaffen ohne Kapital, etc., werte Neidgenossenschaft. Ja, der Vater hat als zweiter im Dorf ein Auto gekauft, einen Fiat Multipla, für die ganze Familie, das Zelt am Dachgepäckträger und hat mit uns im Urlaub Bildungsreisen veranstaltet, auch Erholung und Sport stand am Programm, hat sogar bis auf meine Tochter gewirkt, die heute noch am Wien Marathon mitläuft.

    Werte Neidgenossenschaft, wenn Euch die Wirthaussauferei und die Tschiks wichtiger sind als Eure Kinder und deren Gesundheit, wenn Ihr glaubt, der Kindergarten, die Schule, das Internat, das Häfen, etc. wären Abgabenstellen für die Folgen Eures Spaßes, den Ihr nicht abgetrieben habt wegen der Kinderbeihilfe, wenn Ihr glaubt, der ORF bildet Eure Kinder, dann werden Euch die sehr bald das Auto und das Haus anzünden, falls Ihr in Eurem Dusel so was überhaupt je erworben habt, werte NeidgenossInnen. Ihr seid mit Euren Kindern nach Caorle gefahren mit dem Auto und habt dort weiter gefressen und gesoffen.

    Jetzt steht Ihr da und erklärt, Ihr wäret arm, die 'Reichen' wären an Eurer Armut schuld, das Elternhaus, nur nicht Ihr selber, Ihr NeidgenossInnen. Und Ihr seid bei der Partei, die wird es Euch schon richten. Ihr habt gegen die Arbeit gehandelt und seid den Gewerkschaften gefolgt und wurdet dadurch arbeitslos.

    Merkt Euch, die Partei hat es Euch gerichtet, sie hat Euch zugrunde gerichtet, sie hat Euch dieses Betterl gemacht, weil Ihr nicht selbst auf Euch geschaut habt und schon gar nicht auf Eure Kinder !

    Darüber sollt Ihr einmal nachdenken, werte NeidgenossInnen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorChristoph
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2011 06:37

    S.g. Hr. Dr. Unterberger!

    Sie haben vergessen zu erwähnen, dass die Reichen auch schönere Kinder haben. Ein reicher Mann zieht oft eine fesche Damen an. Damit wären noch zwei Vorurteile der Neidgesellschaft erwähnt.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2011 10:51

    schon wieder so ein politisch völlig uncorrecter artikel.
    es wird höchste zeit, dass das aussprechen der simplen wahrheit unter höchsstrafe gestellt wird.
    ist ja bald soweit.
    es lebe das durchsetzen einer ideologie, auf die wahrheit können leicht verzichten!

  4. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2011 03:00

    Es zählt zu den Standard Verhaltensweisen der Möchtegern Intellektuellen, ein romantisierendes Bild der / des 'Arbeiters' zu zeichnen. Das stets ausgebeutete Proletariat, heute mit dem besseren Wort als Arbeiterschaft bezeichnet, ist bereits von der Begrifflichkeit her ein Irrtum. Der besteht - zum ersten - schlicht darin, daß der Begriff suggeriert, daß nur Arbeiter arbeiten. Arbeiter der Faust, Arbeiter der Stirn - Arbeiterdenkmäler - was ist das alles für ein hanebüchener Unsinn. Der stets heroisierende Blick, zumeist jüngerer Möchtegern Intellektueller - ich ergänze, meist aus sogenanntem bürgerlichen Milieu - zeichnet ein romantisch überhöhtes Bild des Arbeiters, das nur noch mit dem realsozialistischem Kitsch zu vergleichen ist, den - von Josef Stalin uber Ceausescu bis Kim Jong Il stets die gleichen Staatskünstler reproduziert haben und der hinsichtlich seiner Authentizität nur noch mit Mickey Maus oder dem Weihnachtsmann vergleichbar ist. Die Heroisierung der Banalität, ein meist entschlossener Blick, ergeben in den Nihilismus marxistischer Dialektik schmücken die Arbeiterdenkmäler den ganzen Planeten wie die langen Köpfe von den Osterinseln dieselben und geben uns Zeugnis von .... ja wovon eigentlich ? sicherlich zunächst einmal von einem der größten, kostspieligsten und blutrünstigsten Irrtümer der Menscheitsgeschichte, dem Sozialismus.
    Zweitens: kein Arbeiter, der tatsächlich einer ist, begrüßt seinen Status. Den bewundern nur jene, die ihren Blick - früher zumeist aus Nickelbrillen - auf die Arbeiterschaft aus den überquellenden Hörsälen politikwissenschaftlicher Studienrichtungen auf jenen Campus richteten, auf den sich gelegentlich Hausarbeiter im Blauzeug verirrten, die eine kaputte Glühbirne tauschten oder eine alte Sicherung zu tauschen hatten. Jeder Arbeiter, mit dem ich Zeit meines Lebens in Kontakt kam, hätte seinen Status sofort und mit großer Dankbarkeit gegen einen weit weniger heroischen, aber komfortableren eingetauscht. Die einzigen, die Arbeiterdenkmäler also für toll halten, sind die Ideologen (übrigens von ziemlich weit 'rechts' genauso.) Diese messen Arbeiterdenkmälern offenbar die Wirkungen eines Fetisch#s oder in einer Art marxistischer Heiligenverehrung eine tröstliche und heilende Wirkung zu, wenn wieder einmal die Wirklichkeit geneigt ist, linken Theorien hinsichtlich Staat und Gesellschaft zu derogieren.
    Nein - kein Arbeiter will einer sein oder ist gar stolz darauf, einer zu sein. Wer es ist, will von diesem Status nichts wie weg. Junge Arbeiter wollen den Porsche des Sohns vom Chef und auf dem Beifahrersitz die Tochter vom Chef. Ältere wollen die Kreditkarte vom Chef, seinen Schreibtisch samt eng vertrauter Sekretärin und seinen Mercedes. Aber eines wollen sie sicher nicht - Arbeiter sein.
    DA es aber der Arbeiter - nicht übersehen bitte - wenn überhaupt, dann ist das heute eine Minderheit von 17 % der Bevölkerung - zieht man die Facharbeiter ab, die Kraft ihrer Lohnzettel für diesen Steuerstaat schon zu den 'Reichen' zählen und schon lange nicht mehr rot wählen höchsten noch zwischen zehn bis zwölf Prozent - geschafft hat, sich in einem Sozialstaat wie dem unseren und mit Beratung durch die roten Sozialexperten von AK und Gewerkschaft einzurichten, dann braucht er, um als 'Arbeiter' zu überleben, sein Schicksal dauerhaft nur in die Hände der Sozialbürokratie zu legen - dann muss er nicht einmal mehr arbeiten um dennoch sein Leben vom Geld anderer bestreiten zu können.
    Niemand braucht mehr in Wahrheit Arbeiter. Diese sind mittlerweile so entbehrlich, wie der Puderzöpfe tragende Adel des vorrevolutionären Frankreich.
    Ein gewisser Humanmediziner namens Dr Guillotine hat sich ihrer eines tages angenommen ... obwohl sie mit ihrem kleinen Zierdegen und den Spitzenkostümen neben den Luois XIV Möbeln seinerzeit wohl alle recht adrett ausgesehen haben.
    Nein, diese Arbeiter braucht niemand mehr. Was wir brauchen sind Leistungsträger - aber diese werden von der alles beherrschenden sozialistischen Bürokratie und den Finanzbeamten ja systematisch ausgerottet. Weshalb wir den durschnittlichen Arbeiter - in der Regel ein Modernisierungsverhinderer - heute daran erkennen daß er entweder schwerst übergewichtig, oder Türke ist.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2011 01:14

    Nachdem die Sozialdemokratie ihre wichtigsten Aufgaben nicht nur erfüllt, sondern bereits übererfüllt hat und deshalb die Gefahr besteht, daß ihr die Daseinsberechtigung abhanden kommt, ist sie seither mit dem Aufbau von Feindbildern, dem Schwingen der Faschismuskeule, dem Ausbau der PC-Religion sowie mit dem Schüren jeder Menge Neidkomplexe beschäftigt, obwohl - wie oben bestens herausgearbeitet - sämtliche seriöse Statistiken sie Lügen straft.

    Wenn jetzt noch die Parole ausgegeben wird, daß die Reichen sogar länger leben und die EU diese Ungerechtigkeit bekämpfen müsse, was folgt dann als Ultima Ratio und quasi als Pendant zur monetären Umverteilung?

    Man muß den Reichen viel mehr Leben und Gesundheit wegnehmen, um es den Armen zukommen zu lassen, oder?

    Es tun sich Abgründe an gewissen Parallelen auf..............! :-(

  6. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2011 23:17

    Dringender Handlungsbedarf stünde bereits an, in der unsäglichen „Reichen“ - Diskussion die Begriffswahl zu hinterfragen: „Reiche“ und „Besserverdiener“ sind von vorneherein neidstimulierende Begriffe mit negativer Konnotation. Damit wird nachgerade ausgeschlossen, dass es sich um Leistungsbereite, verantwortungsbewusst Sparende, Konsumverzichter, Aus- und Fortbildungswillige, auch infolge lange Ausbildungszeit sehr verspätet in das Erwerbsleben Eintretende handelt, deren Netto-Lebensverdienstsumme – zumal unter Einrechung aller sozioökonomisch überkompensierenden (und von diesen nicht lukrierbaren, aber sehr wohl für andere bezahlten) Transferleistungen und Gebührenbefreiungen oftmals weit niedriger ist als es eine punktuell eruierte, neidhaschende Bruttoverdienstsumme annehmen lässt. Gerade diese füttern infolge Wahnssinnbesteuerung eben diejenigen durch, deren Neid sie zum Fraß vorgeworfen werden – unter tatkräftiger Unterstützung einer verantwortungslosen Politik von allen Seiten.

    Ähnlich verhält es sich mit den tränendrüsenrührenden „sozial Schwachen“: So manchem von diesen, denen jetzt alle Zuwendung aller Parteien („Alles für den kleinen Mann!“) zufließt, hätte man früher wohl als „Sozialschmarotzer“ oder einfach als „Faulpelz“ bezeichnet. Natürlich kann das keine Generalisierung sein; die Solidargemeinschaft ist keineswegs von der Pflicht zu entbinden, unschuldig in Not Geratenen oder (bei Fehlleistungen) unverhältnismäßig Getroffenen unter die Arme greifen, doch kann sie infolge des zu erwartenden Ausfalls der Leistungsträger ach künftig die Kraft dazu haben?

    Wie reagiert die (Schul-)Politik: „Natürlich“ muss wegen der „Unterprivilegierung bildungsferner Schichten“ die Gesamtschule eingeführt werden. Sie macht allfällige Bildungs-Überlegenheit (durch entsprechend verantwortungsvolle Zuwendung im familiären Kreis) durch Nivellierung nach unten und Orientierung am Schwächsten durch Anforderungsdumping zunichte –mit dem Zusatzeffekt, durch Berechtigungsinflation Unkritische, politisch Abhängige, zu Gesinungsprostitution aus Sachzwang Bereite in Massen hervorzubringen. Deswegen muss wohl die Akademikerquote krampfhaft und ohne Entsprechung in der Arbeitsmarkterfordernis – massiv erhöht werden – auf dem Hintergrund von taxifahrenden Akademikern, einer „Generation Praktikum“ perspektivenloser, sich selbst ausbeutender Jungakademiker und bereits erfolgter Verfünffachung der Studentenzahlen seit den Siebzigerjahren bei gleichzeitig bedrohlichem Mangel an Facharbeitern, Pflegekräften etc.) . Im „Idealfall“ sind die Atteste nicht das Papier wert, auf dem sie ausgedruckt werden.

    Detail am Rande: Man beachte die aktuelle Diskussion um den „Bildungs-Kompromissvorschlag“: „Tausche Gesamtschule gegen Studiengebühren unter Voraussetzung sozialer Abfederung“ (heute wieder von SPÖ-Voves als naheliegende und „einfach zu realisierende Maßnahme“ verlangt): Niemand scheint zu erkennen, dass damit zwei „rote“ Vorschläge umgesetzt würden: Denn die Gesamtschule ist sowieso DAS SPÖ/Grüne-Konzept; und bei Einführung von Studiengebühren sollen laut Töchterle (ÖVP) wieder nur die „Besserverdiener“ (s.o.) belastet werden: Denn für die „sozial Schwachen“ soll im Gegenzug das (ohnedies bestehende, sehr großzügige) Stipendienwesen ausgebaut werden, um die Maßnahme „sozial abzufedern“. So soll mit Studiengebühren-Einführung der Kreis der „eltern-einkommensabhängigen“ Stipendienbezieher massiv ausgeweitet werden, zugleich sollen allen Stipendienbeziehern Studiengebühren erlassen werden. Die Studiengebühren sollen „sozial gestaffelt“ sein und durch entsprechende Höhe (die bei „besser verdienenden“ Eltern gilt) auch einen Zuschlag enthalten, der als Zusatzstipendium den schon derzeit Stipendien Beziehenden (und damit Studiengebühr-Befreitem) zugute kommen soll.
    Also bekommt die flächendeckende, leistungsferne Umverteilung auch von dieser Seite einen Zusatzdrall.

    Dagegen: Für (für erfolgreiche Studenten) begünstigte Studentenkrediten oder einem Ausbau von Leistungsstipendien für besonders Fleißige, die unabhängig vom Elterneinkommen- bzw. –Besitz bei sehr guten Studienleistungen zuerkannt werden, (früher „Begabtenstipendien „genannt“) ist angeblich kein Geld da. Bereits Fischer sollte als Wissenschaftsminister die damals besehenden (und ohnedies unverhältnismäßig gering dotierten) „Begabtenstipendien (5000 Euro pro Studienjahr ab dem 5. Semester) abschaffen, da sie ein „Zubrot für Reiche“ seien und „Eliten“ begünstigten. Doch Funktionärseliten sind (zunehmend) zugelassen, die sozialen Aufstieg durch Zugehörigkeiten, Netzwerke, Freunderlwirtschaft fern von Kompetenz ermöglichen.

    Mit dieser „Motivation für Leistungsträger“ wird Österreich konkurrenzfähig bleiben, oder ... ?

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2011 15:23

    Oh, so viele Themen unter einem Titel und jedes einzelne davon ist es wert, ausführlich behandelt zu werden!

    Die heute grassierende Fettsucht ist vorwiegend ein Unterschichtproblem. Wenn eine junge 140 kg - Frau erklärt, sie könne sich aus Geldmangel nicht gesund ernähren, läßt dieser Umstand eher auf Dummheit (ich rede nicht von leicht "molligen" Menschen) und mangelnde Selbstdisziplin schließen. Die finanziellen Folgen belasten die Krankenkassen und somit die Allgemeinheit immens.

    A.U.: "Binnen weniger Jahre danach haben dennoch etwa die aus der Tschechoslowakei vertriebenen Menschen in Österreich und Bayern extrem erfolgreiche Industriebetriebe aufgebaut. Sie wurden nicht reicher, weil sie schon reich waren, sondern weil sie durch Unternehmergeist, durch Disziplin, durch Fleiß, durch Mut, durch Kreativität, durch Forschergeist, durch irgendein besonders Talent etwas aufzubauen imstande waren."

    In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein sehr ausführliches Buch zu diesem Thema hinweisen: "SUDETENDEUTSCHE in der Wirtschaft OÖs nach 1945" von Alfred Oberwandling. Untertitel: EINE VOLKSGRUPPE INTEGRIERT SICH SELBST
    Um nur einige wenige der Betriebe, die durch die oben von A.U. genannten "Disziplinen", die den Sudetendeutschen zueigen waren, aufgebaut worden sind, zu nennen:

    Gablonzer, Brillenfabrik Wilh.Anger, Nährmittelfabrik Ed. Haas, Otto Stöber -- Moorbad Neydharting, der Fotogigant Niedermeyer, Glasmanufaktur Austroglas, Glashütte Schneegattern und zahlreiche andere Betriebe, alleine in OÖ, die vielen Menschen einen Arbeitsplatz gaben und noch geben!

    A.U.: "Gebildete Eltern kümmern sich auch intensiver und liebevoller als bildungsferne um den eigenen Nachwuchs. Bei ihnen wird viel weniger ferngesehen, vor allem wird der Fernsehapparat nicht als Babysitter verwendet"

    Dem 10 Monate alten Sohn meiner Nachbarn wird bereits das Kinderprogramm im FS eingeschaltet. Vom vermutlich ohnedies dummen Inhalt kriegt das kleine Kerlchen wahrscheinlich nur ein hektisches buntes Geflimmere mit. Er bekommt auch, wie mir seine Mutter stolz erklärt, jedesmal, wenn er will, zu essen, auch wenn die letzte Mahlzeit erst eine Stunde zuvor stattgefunden hat. MMn züchtet man auf diese Weise bereits die fetten Schulkinder und die noch fetteren Erwachsenen der Zukunft heran. "Essen rund um die Uhr" ist die Devise. Die "Folgen" sieht man tagtäglich auf den Straßen langsam und mühsam daherwatscheln, -- und fast immer sind es ganz junge Menschen.

    A.U.: "In der Oberschicht wird statt dessen weit mehr gelesen als in der Unterschicht. Gebildete Eltern haben mit ihren Kindern bis zu deren Schulanfang drei Mal so viele Wörter gesprochen wie bildungsferne."

    Wenn uns also unsere "Bildungsverantwortlichen" einreden wollen, daß es das Beste für die Kinder sei, ihnen bereits ab dem Krabbelalter in öffentlichen Einrichtungen "Bildung" zukommenzulassen und einen besseren Schulstart zu ermöglichen, als dies von den leiblichen Eltern zu erwarten wäre, mag das für eine ganz kleine Anzahl von Kindern schon zutreffen. Aber deswegen alle Kinder den elterlichen Einflüssen zu entziehen, um eine "Einheitserziehung" zu erzwingen ist eine gesellschaftliche Katastrophe!
    Die für jedes Kind so überaus lebensnotwendige "NESTWÄRME" scheint überhaupt kein Thema mehr zu sein. In Schweden, dem "sozialistischen Vorzeigeland" gibt es nun erstmals eine Generation, an der praktisch AUSSCHLIESSLICH der STAAT als ERZIEHER fungiert hat. Eine Studie besagt, daß die Ergebnisse ERSCHÜTTERND sind: Extrem hohe Selbstmordrate unter diesen staatlich erzogenen Kinder und reihenweise psychische Defekte, die diese bedauernswerte haltlose Jugend zu Dauerkundschaften bei Psychiatern und Psychologen werden läßt. Ein katastrophales Resümee, das sehr zu denken geben müßte.
    Meine Enkelkinder haben einen unglaublich großen Wortschatz und ein sehr ausgeprägtes Sprachgefühl. Dies dürfte u. a. die Folge davon sein, daß ihnen meine Tochter regelmäßig sehr viel vorgelesen hat, bis sie selbst so weit waren zu lesen.
    Von den ganzen Bemühungen in den öffentlichen Einrichtungen wird kaum etwas zu sehen sein; dieses Geld ist vermutlich beim Fenster hinausgeworfen, weil das hochgesteckte Ziel nicht erreichbar sein wird.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoraneagle
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Oktober 2011 11:10

    lieber Herr Unterberger,
    Ihr Artikel ist nicht konsequent zu Ende gedacht. Wer dermaßen vom Schicksal begünstigt ist, dass er nicht nur reich sondern auch noch gesund (und horribile dictu: ev. auch noch gebildet!) ist, MUSS von der EU auf ein gerechtes Mass an Gaben und Talenten zurückgestutzt werden!

    Gemäß dem Zitat des allzu früh verstorbenen Literaturphilosophen E.Kishon: "Gerechtigkeit ist erst, wenn mein Sohn die Masern hat, in der Schule dafür gesorgt wird ,dass ALLE Kinder Masern haben"
    ist es nur verständlich, wenn die EU alsbald Folgendes durchzusetzen:

    1. Jeder der reicher ist als der Durchschnitt, egal aus welchen Gründen, wird alle 20 Jahre automatisch enteignet und muss "zurück an den Start".
    Dieses gerechte Eu-Gesetz wird durch die immer mehr in diese Richtung weisende EU-Gesetzgebung ohnehin bereits forciert.

    2. Von jedem, der das Durchschnittsalter der EU-Bürger aus welchem Grund auch immer, um mehr als 5% überschreitet wird ein solidarischer Nahrungsverzicht erwartet, zumindest bis sein Gesundheitszustand ausreichend unterdurchschnittlich ist, besser noch, bis zur patriotischen Lebensaufgabe (bei einem allfälligen 2. mal ist diese obligatorisch!)

    Sie sehen, lieber Herr Unterberger, dem Gerechten ist keine Grenze gesetzt !


alle Kommentare

  1. Gerhild Baron
    13. Oktober 2011 22:46

    Salzburger:
    ich denke niemand möchte, daß Kinder nicht die bestmögliche Bildung und Ausbildung erhalten, aber wie schon gesagt, hängt dies ja von vielen Dingen und Umständen ab. Das, was ich aber für nötig halte ist die WAHLFREIHEIT und ich wehre mich gegen eine Enteignung der Kinder durch den Staat.
    Es gibt Familien, in welchen die Frauen auf Karriere und höheren Gehalt verzichten und zB nur halbtätig arbeiten, um den Nachmittag bei ihren Kindern zu verbringen - was natürlich auch nur durch einen entsprechenden Gehalt des Vaters möglich ist, gleichzeitig aber oft auch einen bewußten Verzicht auf viele materielle Dinge bedeutet.
    Diese Familien können nicht immer auf teuere Privatschulen ausweichen und daher muß auch ihnen eine entsprechende schulische Möglichkeit geboten werden.

    Ich selbst kann dies in meinem Umfeld beobachten und bin immer wieder erstaunt, wieviel manche Kinder, deren Mütter sich am Nachmittag intensiv mit ihnen und ihrer Bildung befassen, mit Begeisterung lernen - von Musik über Museen, Literatur, Architektur etc. Dies könnte keine Schule bieten.

    • Salzburger (kein Partner)
      14. Oktober 2011 11:00

      Gerhild Baron

      Es gibt in unserem Schulsystem keine Wahlfreiheit, zumindest nicht, wenn die Kinder 10 Jahre alt sind. Es würden am liebsten alle Eltern ihre Kinder nach der VS auf ein Gymnasium schicken, dafür ist aber ein Bescheid notwendig, AHS-Reife genannt, den der Staat ausstellt. Der Staat entscheidet also, in welche Schule 10jährige Kinder gehen, nicht die Eltern. Kinder, die man als zu blöd abkanzelt, werden in die Hauptschule abgeschoben.
      Die Wahlfreiheit, die Sie meinen, gibt es erst mit 14.

  2. Neppomuck (kein Partner)
    13. Oktober 2011 17:48

    Die Wahrheit liegt wieder einmal in der Mitte.

    Derzeit halten wir bei etwa 215 Milliarden Verschuldung der Republik (siehe
    http://www.staatsschulden.at/ )
    und das ohne die nebbichen 35 Milliarden aus den ausgelagerten Verbindlichkeiten wie von Asfinag, ÖBB, BIG etc.

    Was letztlich nach A. Riese (bei einem BIP von etwa 285 Milliarden) 88 % ausmacht.

    Wobei nicht gesagt sein soll, dass derlei Tricks nicht von anderen Schuldenbeutel-Staaten auch angewandt werden.

    • Gerhild Baron
      14. Oktober 2011 14:45

      Salzburger: das finde ich bereits nicht gut, gebe Ihnen aber recht, daß es derzeit so ist. Zu meiner Zeit (verzeihen Sie, daß man als älterer Mensch doch manchmal Dinge von früher als besser empfindet und heranzieht) war es so, daß Kinder, die in die Mittelschule sollten oder wollten, eine Aufnahmsprüfung machen mußten.
      Fielen sie durch, konnten sie eben nicht in die Mittelschule. Bestanden sie, kamen sie in die Mittelschule - und dies bedeutete NICHT, daß nur die soziale Oberschicht die Mittelschule besuchen konnte. Ich selbst war in einer sehr guten öffentlichen Mittelschule (humanistisches Gymnasium, fast nur Buben damals) und wir hatten eine Reihe von Kollegen, die aus armen Verhältnissen kamen, aber Stipendien erhielten. Und für die Skikurse und ähnliche Sonderausgaben sprangen die Eltern der vermögenderen Kinder ein ohne daß darüber auch nur gesprochen wurde.
      Ist dieses System so schlecht gewesen ?

      Und noch etwas: für intellektuell weniger, handwerklich oder technisch aber sehr begabte Kinder gäbe es viele Berufe, für welche eine Mittelschule nicht nötig ist, die aber trotzdem wunderschöne Berufe sind. Müssen wirklich alle unbedingt jahrelang den ganzen Tag in der Schule sitzen und anschließend studieren, wenn es für sie vielleicht viel bessere Möglichkeiten zu einem glücklichen Leben gäbe ??

    • Salzburger (kein Partner)
      14. Oktober 2011 16:34

      Gerhild Baron

      Ich verstehe schon, dass ältere Menschen manche Dinge von früher als besser empfinden, gebe aber zu Bedenken, dass früher quasi an einem einzigen Tag über das gesamte weitere Leben des Schülers entschieden wurde, ob er die Chance auf höhere Bildung bzw. ein Studium hat oder nicht. Wenn der Schüler z.B. just am Tag der Prüfung krank war oder auch aus irgendeinem Grund, etwa zu große Nervosität die Prüfung nicht bestanden hat, obwohl er dazu in der Lage gewesen wäre, waren seine Zukunftschancen dahin. Das mag vielleicht so nur wenige Kinder betroffen haben, aber jedes Kind war eines zu viel. So gesehen ist es gut, dass die verpflichtende Aufnahmsprüfung für Gymnasien abgeschafft wurde.
      Und die Entscheidung, welchen Beruf (bzw. welche Art von Beruf) jemand ergreift und welche (Aus)Bildung er/sie dafür braucht, sollte erst mit 14 getroffen werden und nicht schon de facto mit 10 wie derzeit. Bis 14 hat die Allgemeinbildung Vorrang, und dafür können alle Kinder in einer gemeinsamen Schule unterrichtet werden. Wenn die Schule dann noch dazu ganztägig ist (mit einem über den ganzen Tag verteilten Unterricht mit Pausen dazwischen), ist die Chance auf eine möglichst gute Bildung für möglichst viele Kinder am größten. Dieses System gibt es mittlerweile in fast allen Staaten der Welt, und das aus gutem Grund.

    • Undine
      14. Oktober 2011 17:45

      @Salzburger

      "Und die Entscheidung, welchen Beruf (bzw. welche Art von Beruf) jemand ergreift und welche (Aus)Bildung er/sie dafür braucht, sollte erst mit 14 getroffen werden und nicht schon de facto mit 10 wie derzeit."

      Es gibt allerdings auch noch genug junge Leute, die, mit dem Maturazeugnis in der Hand, noch immer nicht wissen, welchen Beruf sie ergreifen wollen/sollen. Um etwas Zeit zum Nachdenken darüber zu gewinnen, besuchen sie zunächst einmal die Universität. Nach einigen Semestern gibt's noch immer keine Erleuchtung. Inzwischen sind die jungen Leute 20, 21 Jahre alt. Manche wechseln dann ihr Studium, andere wiederum brechen es endgültig ab. Vergeudete Zeit, vergeudete Steuergelder! Was dann?

    • Salzburger (kein Partner)
      14. Oktober 2011 21:22

      undine

      Solche Studenten gibt es tatsächlich, da gebe ich Ihnen recht, sie sind aber kein Argument für die Beibehaltung des bisherigen Schulsystems. Eher ist es so, dass die Schule, die diese Leute vorher besuchen, zuwenig Talenteforschung betreibt. Das ist aber eine ihrer Aufgaben. Wenn man immer alle Schüler über einen Kamm schert (was gerade in Gymnasien passiert), kommen solche Studenten heraus. Die Kinder mit 10 nicht auseinanderzudividieren erhöht die Notwendigkeit, in der Schule dann auf jeden einzelnen Schüler besser einzugehen. So erkennt man besser dessen Talente und kann diese gezielter fördern. Mit dem Ergebnis, dass Leute, die mit 18 oder 20 noch immer nicht wissen, was sie wollen, die absolute Ausnahme darstellen.

  3. november (kein Partner)
    13. Oktober 2011 09:23

    OT: "Eiskalte Panik befiel mich vor ein paar Tagen beim Lesen des „Economist. (...) Die renommierteste Wochenzeitung der Welt bezifferte unter Berufung auf die EU-Kommission die österreichische Staatsschuldenquote für heuer mit gewaltigen 102 Prozent des BIP. Das ist ein total anderer Wert als die 72 Prozent, von denen hierzulande die offizielle Statistik redet." A.U. am 12.10.

    Unterberger kann beruhigt sein. Der Economist hat bereits vor vier Tagen die Falschinformation über die österreichische Schuldenquote korrigiert:

    http://www.economist.com/node/21531533

  4. Undine
    13. Oktober 2011 09:03

    @Gerhild Baron

    Wie recht Sie haben! Dazu kommt noch, daß es in früheren Zeiten bei einfachen Familien üblich war, den Kindern beizubringen, SICH NACH DER DECKE ZU STRECKEN, mehr zu lernen, danach zu streben, sich aus eigener Kraft und konsequent eine "Schicht" hinaufzuarbeiten. Diesen mühsamen veritablen Aufstieg aus eigener Kraft will nun Vater Staat seinen Kindern ersparen, indem er einfach das NIVEAU der Schulen auf ein Minimum ABSENKT.
    Außerdem war nach 1945 eine Art STUNDE NULL, d.h. die allermeisten Familien waren sehr arm. Wer damals reich war, war vermutlich Schwarzhändler". Zumindest damals konnte man jemandem, der seinen Kindern BILDUNG und AUSBILDUNG zukommen lassen wollte, schwerlich als REICH bezeichnen! Es muß wohl andere Gründe geben, wenn sich jemand Bildung aneignet!

    • Undine
      13. Oktober 2011 09:05

      War als Antwort für @Gerhild Baron gedacht!

    • Segestes (kein Partner)
      13. Oktober 2011 11:39

      Mein Großvater, Beinahe-Priester, junger Werksmeister mit mühsam nachgeholter Reifeprüfung, durfte nach dem Krieg erst einmal Jahre lang als Hilfsarbeiter "jobben" , wie man heute sagen würde (ich besitze noch sein altes "Arbeitsbuch"). Die vier Söhne (damals bekam auch noch die autochthone Bevölkerung reichlich Kinder) ins Gymnasium in der weit entfernten Stadt zu schicken, war mit dem geringen Verdienst ein Ding der Unmöglichkeit. Und so wie ihm erging es sehr vielen Menschen, vor allem am Land.
      Ich weiß noch genau wie er davon gesprochen hat, dass in den Nachkriegsjahren nur die Reichen ihren Kindern eine weiterführende Schulbildung spendieren konnten.
      Pure Fantasie eines alten Mannes? Oder doch bittere Lebenserfahrung mit einem größeren Körnchen Wahrheit?

      Die "Stunde Null" war eben nicht für alle gleich schlimm.
      Denn wirklich gleich sind wir erst im Tode. Da sollte man sich keine schwülen Illusionen machen.

    • Undine
      13. Oktober 2011 14:47

      @segestes

      Jeder hat halt so seine Erfahrungen im engsten Familienkreis. Mein "großer" Bruder (Jg. 1926) hatte nach seiner Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft KEINEN Groschen Geld zur Verfügung, als er sich im Wintersemester 1946 nach Graz aufmachte, um dort Medizin zu studieren. Unser Vater hatte bis 1950 Berufsverbot.

      Wenn Sie zu jenen Leuten gehören, die denken, DENEN ist ganz Recht geschehen, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

      Nicht nur, daß mein Bruder in Graz "Sühnearbeit" leisten mußte, das hieß, neben dem Studium mit bloßen Händen Bombenschutt wegzuräumen; es wurden ihm auch noch die ersten zwei Semester GESTRICHEN, als man plötzlich draufkam, daß er seine Matura in Deutschland abgelegt hatte. So sah es damals aus, werter segestes! Aber er hat mit mit STÄNDIGER "Nebenarbeit" sein Studium erfolgreich abgeschlossen.

      Mein Mann wiederum (Jg. 1931) hatte bei der Flucht nach OÖ mit Mutter und Schwester (der Vater, Arzt in Marburg an der Drau, war seit 1935 tot) vor den mörderischen Titopartisanen alles (Haus und Ersparnisse!) zurücklassen müssen. Die "Restfamilie" hatte KEINEN Groschen Geld zur Verfügung. Trotzdem war mein Mann mit 24 Jahren trotz ständiger Nebenarbeit fertiger Arzt!

      Wie die beiden Studenten in ihren jeweiligen Studienorten hausten, ist heute UNVORSTELLBAR, ebenso ihre Verpflegung. Beide konnten später keinen POLENTA mehr sehen, weil der jahrelang die einzige Nahrung pro Tag darstellte.

      Das war's also, was ich mit der Stunde Null im Jahr 1945 meinte.
      Leichter hatte es natürlich, wer in einer Universitätsstadt lebte. Aber wie Sie an diesen beiden Beispielen sehen können: WER studieren WOLLTE, fand einen Weg; der allerdings war mehr als hart!

    • Salzburger (kein Partner)
      13. Oktober 2011 15:05

      undine

      Jetzt hätte ich gerne von jener Dame, die meint, jeder könne eine tolle Bildung erlangen, wenn er/sie nur will, erfahren (was leider überhaupt nicht stimmt), warum denn der Vater bis 1950 Berufsverbot hatte und warum der Bruder "Sühnearbeit" leisten musste.

    • november (kein Partner)
      13. Oktober 2011 15:34

      Die meisten Menschen hatten es während des Krieges und danach sehr schwer. Ich kenne ähnliche Geschichten von meinen Großeltern (bäuerliches und kleinbürgerliches Milieu), aus denen trotz aller Widernisse auch etwas geworden ist. Sie haben aber aus der Geschichte gelernt und sagen heute, dass Hitler ihnen die Jugend gestohlen hat.

    • Salzburger (kein Partner)
      13. Oktober 2011 16:08

      november

      Was Sie schreiben, ist unbestritten. Allerdings glaube ich nicht, dass sich daraus eine Rechtfertigung ableiten läßt, den Kindern und Jugendlichen von heute den Weg zu einer ordentlichen Bildung schwerer zu machen als notwendig. Eigenverantwortung ist gut und schön, aber man muss auch den Leuten die Chance geben, eigenverantwortlich zu sein. Und dazu bedarf es der richtigen Infrastruktur. Das Bildungssystem unseres Landes ist leider weit davon entfernt. Und es gibt Menschen, die das gut finden. Das stört mich massiv.

    • Undine
      13. Oktober 2011 16:18

      @Salzburger

      Können Sie sich wirklich nicht denken, warum unser Vater damals Berufsverbot hatte und mein Bruder Sühnearbeit leisten mußte? Dann sind Sie vermutlich noch sehr jung. Ich könnte Ihnen alles schon erklären, weiß aber nicht, ob Sie mich nicht "pflanzen".
      Vielleicht hilft es Ihnen weiter, in einem Buch zu blättern, das vom oberösterreichischen und Salzburger Landesarchiv von Dr. Dohle herausgegeben wurde:
      --CAMP MARCUS W. ORR--"Glasenbach" als Internierungslager nach 1945--.

      Mein Bruder wurde als 19jähr. Wehrmachtssoldat am 20. 4. 1945 samt allen Kameraden seiner Einheit zu NSDAP-Mitgliedern gemacht. Deshalb war er zur Sühnearbeit verdonnert worden.

    • Segestes (kein Partner)
      13. Oktober 2011 16:22

      @Undine:
      "Wenn Sie zu jenen Leuten gehören, die denken, DENEN ist ganz Recht geschehen, kann ich Ihnen auch nicht helfen."

      Kaum, denn einer der Gründe warum mein Großvater, übrigens Jahrgang 1916,
      Jahre lang keine adäquate Arbeit hatte, fußte auf seiner problematischen Parteizugehörigkeit.
      Ich mache ihm da keine Vorwürfe. Er hat mit dem Verlust seiner Jugend und dem Tod mehrere Familienmitglieder für seine politischen Fehleinschätzungen bezahlen müssen. Und er hat das auch selbst bereut - lange vor dem Kriegsende (seine Schwester hat man 42 in ein KZ verfrachtet, ein jüngerer Bruder wurde 44 zur Waffen-SS eingezogen und war 3 Monate später tot.).

      "Wer studieren wollte fand auch einen Weg", ist leicht daher gesagt.
      Das konnte man nur, wenn man noch ungebunden war und keine schweren Verpflichtungen hatte. Also keine Frau und keine Schar hungriger Kinder
      mit Handlangerarbeiten am Leben erhalten musste.
      Und wenn man eben in den obersteirischen Bergen wohnte, wie meine Familie,
      dann lagen Graz und die Universität damals am Ende der Welt.
      Man konnte da weder selbst studieren, noch sich ein Gymnasium plus Internat
      für seine vier Kinder leisten. Dass mein Opa trotzdem ein hochintelligenter Mann mit einer immensen Allgemeinbildung war, ist für mich umso bemerkenswerter.

      Mein Großonkel, der Bruder meiner Großmutter, schaffte es übrigens,
      sein Studium direkt nach dem Kriege zu absolvieren.
      Aber der war eben ledig und konnte sich in Wien bei einem alten Freund des Vaters, einem pensionierten Richter,in einer Dachkammer einquartieren.

    • Undine
      13. Oktober 2011 16:48

      @Segestes

      ""Wer studieren wollte fand auch einen Weg", ist leicht daher gesagt.
      Das konnte man nur, wenn man noch ungebunden war und keine schweren Verpflichtungen hatte. Also keine Frau und keine Schar hungriger Kinder
      mit Handlangerarbeiten am Leben erhalten musste...... Dass mein Opa trotzdem ein hochintelligenter Mann mit einer immensen Allgemeinbildung war, ist für mich umso bemerkenswerter."

      Werter Segestes, alles, was Sie geschrieben haben, ist richtig. Das mit dem Ungebundensein als Voraussetzung für ein Studium damals oder die Unerreichbarkeit der Universitätsstadt. Besonders schön finde ich den Satz oben über Ihren Großvater! Bestimmt waren für ihn---als "Ersatz" für ein Studium---"Die Bücher seine Universität" gewesen! Daß ich diese immense Allgemeinbildung, die Ihr Großvater sich aus eigener Kraft angeeignet hatte, als wesentlich "wertvoller" empfinde, als so manches leichterworbene Studium heutzutage, dürfen Sie mir glauben. Aber auch, daß nicht jeder, der damals Nazi war, auch automatisch ein schlechter Mensch gewesen ist, wie uns landauf landab eingetrichtert wird. Dazu kannte ich zu viele Menschen viel zu gut, um drauf hereinzufallen.

    • Salzburger (kein Partner)
      13. Oktober 2011 17:00

      undine

      ich bin mit Sicherheit jünger als Sie und sehe die Welt daher auch wohl mit etwas anderen Augen als Sie. Sie kommen mir vor wie jemand, der den ganzen Unbill, den Ihre Generation erleben mußte, allen nachfolgenden Generationen aufbürden will. Das Motiv dafür dürfte sein, dass Sie bzw. Ihre Generation wohl unbedingt als Vorbild gelten möchte(n). Tut mir leid, das ist Ihre Generation leider nicht. Ihre Generation hat zwar das Land nach dem Krieg wieder aufgebaut, Leute wie Sie vergessen dabei aber geflissentlich, dass der Krieg, der das Land davor zerstört hat, nicht vom Himmel fiel und dass so mancher, der danach das Land wieder aufgebaut hat, bei dessen Zerstörung davor auch mitgemacht hat, und dazu nicht unbedingt immer nur gezwungen wurde. Ich kann mir schon vorstellen, warum Ihr Vater bis zum Jahr 1950 Berufsverbot hatte. Mein Großvater, der ebenfalls Akademiker gewesen ist und wohl derselben Generation wie Ihr Vater angehörte, hatte hingegen keines. Auch sonst war niemand aus meiner Familie dieser Generation irgendwie belastet, weder mütterlicherseits noch väterlicherseits. Ich kann daher im Berufsverbot für Ihren Vater nichts besonders Tragisches erkennen. Es hatte wohl seine Gründe.

    • Pumuckl
      13. Oktober 2011 19:43

      @ alle Co - Kommentare
      Danke für diesen Erfahrungsaustausch ohne Gehäßigkeit. Echte Zeitgeschichte!

    • Undine
      13. Oktober 2011 21:48

      @Pumuckl

      Nun, so ganz ohne Gehässigkeit ging's nicht! Siehe unten bzw oben! :-)

      @Salzburger

      Sie schreiben: "Ich kann mir schon vorstellen, warum Ihr Vater bis zum Jahr 1950 Berufsverbot hatte. Mein Großvater, der ebenfalls Akademiker gewesen ist und wohl derselben Generation wie Ihr Vater angehörte, hatte hingegen keines. Auch sonst war niemand aus meiner Familie dieser Generation irgendwie belastet, weder mütterlicherseits noch väterlicherseits. Ich kann daher im Berufsverbot für Ihren Vater nichts besonders Tragisches erkennen. Es hatte wohl seine Gründe."

      Nein, werter Salzburger, das können Sie sich eben nicht vorstellen, wie mir scheint. Sie fühlen sich in etwas sehr selbstgerechter Weise so wunderbar gut und können sich auf die Brust klopfen, weil Ihre Familie also auf der --im nachhinein gesehen--richtigen, der"guten Seite" gestanden ist. Dazu möchte ich den am Samstag erlebten Jan Fleischhauer zitieren. Er sagt: "Wer links ist, lebt im schönen Gefühl, immer recht zu haben."

      Aber es ist nie alles SCHWARZ oder WEISS! Vielleicht ist Ihnen schon einmal zu Ohren gekommen, daß es damals genug charakterlose Menschen gegeben hat (übrigens auch solche gute Menschen!), die andere auf Teufel komm heraus DENUNZIERT haben, um die eigene Haut zu retten oder sich sonst irgendwelche Vorteile von den Siegern zu sichern und somit völlig Unschuldige in Haft gebracht haben?

      Ich kann Ihnen nur von Herzen wünschen, daß Ihr Vater ein ebenso hochanständiger Mensch war wie mein Vater!
      Übrigens, sooo alt bin ich nun auch wieder nicht, aber doch alt genug, daß ich unter der langen Abwesenheit meines lieben Vaters damals SEHR gelitten habe.

    • Salzburger (kein Partner)
      14. Oktober 2011 10:54

      undine

      Sie könnten zur Aufklärung beitragen, indem Sie bekanntgeben, warum genau Ihr Vater Berufsverbot hatte, ob an den Vorwürfen etwas dran war oder ob er fälschlicherweise denunziert wurde. Sie haben das Lager Glasenbach erwähnt: die dortigen Insassen hatten dem Vernehmen nach alle etwas auf dem Kerbholz. Dort saß niemand ohne Grund ein. War Ihr Vater dort?
      Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten, aber Berichte von Nazischergen, die im privaten Bereich die liebevollsten Menschen überhaupt waren, gibt es genug.

    • Undine
      14. Oktober 2011 14:13

      @Salzburger

      Das einzige Verschulden meines Vaters (Jg. 1899) war, daß er von Jugend an weder mit den damaligen Schwarzen, noch mit den Roten etwas anzufangen wußte. Letzteres, weil es in der ganzen Familie niemanden aus dem Arbeitermilieu gab. Mit dem Klerus, der damals eine ungeheure Macht innerhalb der Schwarzen besaß, waren viele damals auch nicht gerade glücklich.

      Als Alternative war man--im Sinne von 1848-- deutsch-national. Das war damals keineswegs "ehrenrührig"! Da die politischen Zustände im damaligen Österreich eben so gar nicht erfreulich waren, schlossen sich viele der NSDAP an. Diese Mitgliedschaft war, wenn Sie so wollen, meines Vaters einziger "Fehler". Er hatte nie ein Amt oder sonstige Vorteile lukriert. Dazu hatte er einen viel zu anständigen Charakter.

      Meine Eltern wußten eigentlich bis zu ihrem Tod nicht, was meinem Vater die lange Haft eingebracht hatte. Lieber "Salzburger", wenn Sie wüßten, wie manche Leute damals völlig ohne Grund von der Straße weg in ein Lager verfrachtet worden sind!!!

      So ging es beispielsweise einer jungen Mutter, die gerade einen Kinderwagen schob! Sie landete samt Säugling in Glasenbach! Viel Aufschlußreiches könnten Sie aus dem "Glasenbach-Buch" erfahren. Es ist für sachlich Interessierte hoch interessant und sehr zu empfehlen, weil die beiden Verfasser wirklich sehr bemüht waren, die Wahrheit herauszufinden.

      Mein Vater wurde übrigens nach einer Verhandlung als "minderbelastet" eingestuft. Das hat ihm aber dann auch nicht viel genützt; die Jahre waren verloren.

      In Glasenbach hatten beileibe nicht alle Inhaftierten "etwas auf dem Kerbholz"! Wer bereit ist, sine ira et studio sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird es vielleicht aufgeben, nur zu verurteilen, was man nur vom Hörensagen weiß.

    • Salzburger (kein Partner)
      14. Oktober 2011 17:04

      Undine

      Auf Grund dessen, was ich über diese Zeit weiß, ist für mich der einzige zu akzeptierende Grund, zur NSDAP zu gehen, das Versprechen Hitlers in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, für Vollbeschäftigung zu sorgen. Dass das viele Arbeiter, die vorher wahrscheinlich rot waren, zu ihm gezogen hat, kann ich verstehen. Ansonsten muss den Menschen damals klar gewesen sein, wem sie sich da anschließen. Der Antisemitismus der Nazis war ja kein Geheimnis. Und spätestens nach der Lektüre von "Mein Kampf" muss den Leuten klar gewesen sein, dass die Reise mit Hitler in Richtung Krieg geht.
      Und ich verstehe nicht, wie man sich einer Partei anschließen kann, nur weil andere Parteien für jemanden nicht in Frage kommen. Da ist es aus meiner Sicht besser, sich keiner Partei anzuschließen. War Ihr Vater überzeugter Deutsch-Nationaler oder nicht? Hat er wie viele andere damals geglaubt, Österreich sei alleine nicht lebensfähig oder fühlte er sich als Deutscher, obwohl er Österreicher war? Wenn zweiteres, wie hat er dann die Monarchie empfunden?
      Die Familie meines Vaters ist bis heute eher schwarz, jene meiner Mutter eher rot. Beide Seiten können ihre Präferenzen argumentieren. Blau hat meines Wissens nach noch nie jemand aus meiner Familie gewählt. Ich kann wiederum argumentieren, warum ich grün wähle: weil ich die Grünen für die einzige wirklich weltoffene, zukunftsorientierte, moderne und dem humanistischen Geist verpflichtete Partei Österreichs halte. Das soll jetzt keine Werbung sein, sondern mehr ein Aufruf, Parteien nur aus Überzeugung zu wählen.

    • Undine
      14. Oktober 2011 19:07

      @Salzburger

      "Ich kann wiederum argumentieren, warum ich grün wähle: weil ich die Grünen für die einzige wirklich weltoffene, zukunftsorientierte, moderne und dem humanistischen Geist verpflichtete Partei Österreichs halte"

      Olala! Und es stört sie überhaupt nicht im geringsten, daß die Gründerväter und Gründermütter der Grünen lupenreine Kommunisten sind??? Dem humanistischen Geist verpflichtet??? Das wäre aber ganz neu, junger Mann! Naja, suum cuique!

    • Salzburger (kein Partner)
      14. Oktober 2011 21:15

      undine

      Die Gründerväter (bzw. Mütter) der Grünen waren Kommunisten? Freda Meissner-Blau war eine Kommunistin? Erstaunliche Ansicht. Selbst Peter Pilz, den Sie offenbar meinen, der aber kein Gründervater der Grünen war, ist kein Kommunist. Kommunisten "schauen" bei mir anders aus.

    • Bodo
      14. Oktober 2011 21:32

      @Undine

      Dieser grüne Schnösel gehört zu jener Gruppe von Menschen, die stets die Toleranz von anderen lautstark fordern, damit sie selber schön intolerant bleiben können. Schade, dass er nicht auch den Vortrag von Jan Fleischhauer gehört hat! Aber der Satz, den Sie oben bereits erwähnt haben, trifft auf diesen Salzburger hervorragend zu:
      "Wer links ist, lebt im schönen Gefühl, immer recht zu haben." Ob er ihn versteht, der Salzburger?

    • Salzburger (kein Partner)
      15. Oktober 2011 01:16

      "Grüner Schnösel" - ist Schnösel nicht ein Wort, mit dem eher einfache, ungebildete Menschen jene Leute bezeichnen, die ihnen zu intellektuell sind? Ein Wort, das oft von Nazis oder Kommunisten verächtlich gebraucht wurde? Tun sich hier rechte Angründe auf?
      Von Jan Fleischhauer kenne ich den Film "Unter Linken". Sehr amüsant. Mit der Toleranz Andersdenkenden gegenüber nimmt man es hier aber auch nicht so genau, wie z.B. Sie eindrucksvoll beweisen. Würde jemand einen Film "Unter Rechten" drehen - hier fände er tolle Statisten.

    • Gerhild Baron
      15. Oktober 2011 22:16

      Undine : das sehe ich auch so. Ich denke immer öffter, daß es ein Glück war, in der Nachkriegszeit aufzuwachsen und zu erleben , wie durch Leistungswillen, Fleiß und Disziplin der spätere Wohlstand erreicht wurde. Es war eine wichtige Erfahrung, daß vieles fehlte und nicht alles selbstverständlich war. Und dann wurde zuerst die Disziplin abgebaut (wenn ich heute Lehrer erzählen höre, bin ich entsetzt), dann der Leistungswille. Wieso gibt es soviele Studenten, die ihre Studienfächer wechseln ? Warum wissen viele wie Sie richtig sagen, auch nach der Matura noch nicht, was sie eigentlich werden wollen ?
      All dies wird keine Gesamtschule ändern, sondern es wird einmal mehr nach unten nivelliert werden. Ich hoffe noch immer, daß die ÖVP zur Besinnung kommt.

    • Salzburger (kein Partner)
      16. Oktober 2011 00:21

      Gerhild Baron

      "All dies wird keine Gesamtschule ändern, sondern es wird einmal mehr nach unten nivelliert werden". Eine der vielen stereotypen, aber durch nichts beweisene Ansichten, die man aus rechten Kreisen immer hört. Das passiert nur dann, wenn die Art des Unterrichts (frontal, ein Lehrer pro Klasse) gleich bleibt. Aber auch davon ist man international schon lange abgekommen. Es gibt Länder, dort stehen zwei oder gar drei Lehrer in der Klasse, es gibt in den Klassen kein Chaos und das Schulsystem ist trotz der Vielzahl an Lehrern im Vergleich zur Schüleranzahl billiger als unseres. Man sollte sich als von der Ansicht verabschieden, dass Dinge, die man sich nicht vorstellen kann bzw. selbst nicht erlebt hat, auch nicht möglich sind. Sie sind möglich.

  5. xRatio (kein Partner)
    13. Oktober 2011 01:53

    @nometa: 13. Oktober 2011 00:08
    Nur das stimmt: Die Reichen sind in der Regel nicht an der Armut anderer schuld.

    Naja, wenigstens ein lucidum intervallum im linksbekloppten Gelaber.

    Na, wo wäre denn ein dummes Würstl wie @nometa ohne "die Reichen", die ihr alles was sie braucht, mundgerecht bereit stellen??

    Seien Sie froh, Frolleinchen, daß es noch einige herausragende Unternehmer gibt, die für Ihr Auskommen sorgen.

    Falls Sie es noch immer nicht kapieren:
    Das Vermögen "der Reichen" steckt in den Unternehmen, die für SIE und alle anderen da sind.

    xRatio

  6. Segestes (kein Partner)
    13. Oktober 2011 01:00

    Wissen Sie, Unterberger, dieser Artikel ist wieder einmal so eine richtig ignorante, anmaßende SAUEREI!
    Und das ist noch die harmloseste Formulierung, die dieses widerliche Opus verdient.

    "Schon die Vorstellung, dass die meisten Reichen große Vermögen über viele Generationen vererben, ist absolut falsch."

    Von den Vertretern der großen, ALTEN (adeligen) Familien die es in Österreich noch gibt, werden Sie "erstaunlicherweise" nur wenige finden, die am Hungertuch nagen - im Gegenteil.
    Beschäftigen Sie sich deshalb doch einmal mit deren Familiengeschichten.
    Dann werden Sie auch sehen, dass etliche dieser Sprösslinge aus elitärem Hause, zumindest einen Teil ihres beträchtlichen Vermögens sogar über ZWEI Weltkriege hinweg retten konnten!
    Genug Startkapital jedenfalls, um darauf für sich und den Nachwuchs kommod aufbauen zu können.
    Und wenn schon nicht das Geld gerettet werden konnte, dann zumindest
    jene ausgezeichnete, humanistische Schulbildung, die man in der Zeit vor einer Kriese in nicht billigen, für den Normalbürger nicht leistbaren Privatschulen erworben
    hatte. Also ebenfalls ein enormer, wenn auch immaterieller Startvorteil!

    "In der Oberschicht treibt jeder Zweite bis zu seinem 70. Geburtstag regelmäßig Sport, in der Unterschicht tun das jedoch nur 15 Prozent. "

    Sie verlangen also von einem Bauarbeiter, dass er, obwohl den ganzen Tag auf den Beinen und körperlich harte Arbeit verrichtend, abends noch aufs Laufband steigt?
    Ja gehts noch, werter Herr?!? Wissen Sie wie gerädert man sich am Ende eines Arbeitstages als Handwerker fühlt?! Ich weiß es! Und ich bin froh, dass ich diese Zeit bald hinter mir lassen konnte. Sonst würde ich, mit meinen 31 Jahren, ähnlich wie meine Kollegen von früher, garantiert auch schon über die ersten Schmerzen in der Wirbelsäule klagen. Denn wissen Sie, in Stahlrohren herumzukriechen und dabei zu schweißen, zu schleifen und zu hämmern, ist der Gesundheit auf die Dauer wenig förderlich (das war mir spätestens mit 18 Jahren klar).
    Aber wahrscheinlich war ich ja selber schuld, nicht wahr?
    So wie all die anderen Unterschichten-Handwerker, die dafür sorgen, dass Sie nicht in einem selbstgezimmerten Grubenhaus wohnen und sich statt mit dem Auto oder der U-Bahn, per Esel von A nach B bewegen müssen ^^

    Viele Handwerker haben also über Jahrzehnte hinweg meist ein ÜBERMAß(!) an Bewegung zu erdulden und sind GENAU DADURCH gesundheitlich beeinträchtigt!
    Den Stahlarbeiter zeigen Sie mir nämlich, der nicht spätestens mit 40 über Bandscheibenprobleme klagt.
    Oder einen Fliesenleger, der keine kaputten Kniescheiben von seiner Arbeit bekommt.
    Oder einen Tischler, den der feine Staub, welchen er über Jahrzehnte in die Lunge bekommt, nicht Lebensjahre kostet!

    Für wen halten Sie Kerl sich eigentlich?
    Machen hier einen auf Hademar Bankhofer und Kräuterpfarrer Weidinger
    und wollen der manuell arbeitenden Bevölkerung in herablassender Manier Tipps für ein gesünderes, lebensverlängerndes Verhalten oktroyieren, obwohl Sie von der Lebensrealität dieser Menschen keinen Schimmer haben!

    Zum Kotzen, Sie siebengescheiter Großhirnakrobat!

    • xRatio (kein Partner)
      13. Oktober 2011 01:24

      @Segestes 13. Oktober 2011 01:00

      Sie sind nach diesem verlogenen, weinerlichen, aggressiven Blödsinn nunmehr defintiv in die Kategorie
      linksbesoffener Vollidiotinnen einzuordnen.

      Arbeiten Sie wenigstens mal an Ihrer Rechtschreibung. "Kriesen" sind hier bspw. unbekannt.

      xRatio

    • Segestes (kein Partner)
      13. Oktober 2011 11:10

      @x (ohne Ratio):

      Wenn ausgerechnet ein altbekannter Blog-Radikalinski wie du, der sich selbst permanent in der Wortwahl deutlich vergreift (dein rotziges Christen-Bashing ist mir in guter Erinnerung!), auch noch politische Punzierungen als Ersatz für ein griffiges Gegenargument versteht, dann spricht das für sich.

      Übrigens: Ich beherrsche zumindest die S-Schreibung,
      was man von dir leider nicht behaupten kann, wie man an deinem Beitrag weiter unten sieht, du selbsternannter Rechtschreiblinienrichter und Hobby-Germanist für Arme :)

  7. xRatio (kein Partner)
    13. Oktober 2011 00:43

    @Johann Scheiber 11. Oktober 2011 21:51
    Ich finde es seltsam wie hier immer wieder versucht wird, die Banken moralisch zu entlasten.

    Daß Ihnen ne Scheibe gesprungen ist, müssen Sie nicht stets erneut unter Beweis stellen.

    • xRatio (kein Partner)
      13. Oktober 2011 00:50

      Kurz und treffend der Schweizer Bankier Konrad Hummler:

      Keine der Verzerrungen ist marktbedingt. Der ganze Schlamassel ist auf Staatsversagen zurückzuführen.

      Angefangen bei der Finanz- und Immobilienkrise in den USA. Dort haben halbstaatliche Agenturen, Fannie Mae und Freddy Mac, die Blase erst entstehen lassen, die von der US-Notenbank mit einer verfehlten Geldpolitik noch vergrössert wurde.

      Auch die Schuldenprobleme in Europa sind zur Hauptsache den Staaten anzulasten. Von Griechenland über Portugal bis zu Italien. Von Marktversagen kann keine Rede sein. Im Gegenteil, es sind die Märkte, die eine Korrektur erzwingen. Keine Regierung und keine EU-Kommission hatte zuvor irgendetwas erreicht.

      ------

      Lesenswert und laienverständlich :-) auch kewil:

      Gigantisches EUdSSR-Komplott: der Hebel!

      http://www.pi-news.net/2011/10/gigantisches-eudssr-komplott-der-hebel/

      In linksbesoffene Hirne geht das natürlich alles nicht rein.

  8. xRatio (kein Partner)
    13. Oktober 2011 00:17

    Statistisches Bundesamt:
    Pressemitteilung Nr.378 vom 12.10.2011:

    1 % der Steuerpflichtigen zahlt 25 % der Einkommensteuer

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/10/PD11__378__731,templateId=renderPrint.psml

    Am besten wir fressen "die Reichen" gleich ganz auf.

  9. ViennaCodePoet (kein Partner)
    12. Oktober 2011 16:50

    Ein argumentativer Jahrhundertsprung für den Meister hier. Vom 19. ins 18.

    Ich halte ja den Meister mittlerweile für einen gut getarnten Linken oder Unabhängigen. Zur Unterhaltung der Linken/Unabhängigen wird mit einem nicht unschlauen Geschäftsmodell ein nach Bestätigung lechzendes traditionalistisches Klientel abgeschöpft.

    Unter dem Aspekt der Geschäftsmodellanalyse ein voller Erfolg. Dafür gebührt dem Meister Respekt.

    Und der ÖVP schadet es auch noch kräftig - einfach die nächsten Wahlen abwarten.

    Es freut mich immer wieder URL Marketing für den Blog zu machen.

  10. Salzburger (kein Partner)
    12. Oktober 2011 15:13

    Unterberger schreibt einen Text als Rechtfertigung für Reichtum verbunden mit der Weigerung, diesen auch nur in Ansätzen mit ärmeren Schichten zu teilen (nach dem Motto "die sollen schauen, wo sie bleiben"). Fest steht, dass die Mehrzahl der heutigen Reichen unter 50 diesen Reichtum nicht selbst erwirtschaftet, sondern von den Eltern oder anderen Leuten übernommen hat. Diesen Leuten kam zu gute, dass es seit mittlerweile 66 Jahren in Westeuropa keinen Krieg mehr gab und daher auch keine Vermögenswerte zerstört wurden. So konnten diese Vermögenswerte problemlos weiterverwerbt werden, was im Zeitraum von mehr als 60 Jahren fast immer zumindest einmal geschieht. Es ist auch verhältnismäßig leichter, viel Geld zu erwirtschaften, wenn bereits eines da ist als wenn man bei Null anfangen muss. Ob die vielgepriesene Leistung der heutigen Reichen wirklich so groß ist, dass sie sich damit gegenüber dem "normalen Fußvolk" brüsten können und das als eine Rechtfertigung ansehen können, nicht solidarisch zu sein, ziehe ich daher in starke Zweifel.
    Und was die Bildung angeht, steht Unterberger offenbar noch immer auf dem Standpunkt, dass Kinder das Eigentum ihrer Eltern sind und ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Da ist die Gesellschaft aber schon viel weiter. Eine moderne, humane Gesellschaft setzt alles daran, dass alle Kinder eine möglichst gute Bildung erhalten, unabhängig von Bildungsnähe oder -ferne der Eltern und der Anzahl an Büchern im Haushalt. Immerhin leben wir nicht mehr im 19. Jhd.

    • brechstange
      12. Oktober 2011 16:11

      Lesen Sie eben einfach mal die Buddenbrooks von Mann, das Auf und ab einer Familie.

      Was mehr als bedenkenswert ist, sind die Forderungen einiger Politiker (va der linken Reichshälfte zuzuordnen) nach einer Transferunion. Denn das nimmt uns allen die Kraft.

      Neid war schon immer ein sehr schlechter Ratgeber.

    • kaffka (kein Partner)
      12. Oktober 2011 16:26

      Nicht jedes Nockerl ist ein Salzburger, aber dieser Salzburger ist ein Nockerl.
      Mahlzeit!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      12. Oktober 2011 20:16

      @brechstange:
      Wie können Sie erwarten, Genosse, daß ein Angehöriger der werktätigen Massen das reaktionäre Machwerk "Die Buddenbrooks" liest? Ts, ts! Das ist ein diversanter Vorschlag, um nicht zu sagen: revisionistisch.
      Wissen Sie denn nicht, daß wir wahren Sozialisten kein Medium mehr neben dem linientreuen ORF und den ebenso linientreuen Druckwerken der arbeiterfreundlichen Gratis- und Staatspresse konsumieren?
      Und noch eins: Die Buddenbrooks waren eine blutsaugerische Patrizierfamilie, deren Reichtum auf hanseatischem Kapitalismus beruhte. Igitt, Genosse! Und Thomas Mann, dieser von der Bourgeoisie hochgelobte Schmierfink, war ein heimtückischer Verräter des Sozialismus, der sich sogar dessen nationaler Perfektion verweigerte, indem er nach Amerika desertierte, wo er gemeinsame Sache mit den Ausbeutern des Proletariats machte.
      Seien Sie künftig etwas vorsichtiger mit Ihren literarischen Empfehlungen, Genosse! Ansonsten ... (Sie wissen.)

    • contra
      12. Oktober 2011 20:33

      @Salzburger

      Offensichtlich haben Sie eine Lese- und Ziffernschwäche, denn A. U.s Argumente werden mit Statistiken eindeutig belegt und trotzdem sondern Sie diese linken Sprechblasen ab, so a la: "Eigentum ist Diebstahlt"! :-(

      Wie hat eine Mitdiskutantin (@B. Imb) hier so treffend geschrieben:

      "Die Neigenossen sehen immer nur, was einer hat - aber nicht was er dafür GELEISTET hat"!

      Nehmen Sie sich das zu Herzen!!!!

    • Gerhild Baron
      12. Oktober 2011 22:34

      Salzburger: natürlich ist es das Ideal, daß alle Kinder eine möglichst gute Bildung erhalten - aber Ideale sind selten realisierbar. Sie können mit sämtlichen Ganztagesschulen der Welt usw nicht ändern, daß Kinder aus gebildeten und ausgebildeten Elternhäusern einfach von Kindheit an mehr Bildung und Ausbildung erhalten. Jedes Gespräch, jeder Theaterbesuch, jeder Konzertbesuch bilden bereits in der Kindheit. Gehen Sie einmal in die Kinderprogramme des Wiener Musikvereins und sehen Sie sich die Kinder und Begleitpersonen dort an - dann verstehen Sie vielleicht, was ich meine. Vermutlich kann man dies dann am besten beurteilen, wenn man selbst das Glück hatte, in einem solchen Elternhaus aufzuwachsen. Ich danke dem lieben Gott täglich dafür und weiß, daß es kein Verdienst, sondern einfach großes Glück ist, das durch nichts ersetzt werden kann.

    • Undine
      13. Oktober 2011 09:07

      @Gerhild Baron

      Wie recht Sie haben! Dazu kommt noch, daß es in früheren Zeiten bei einfachen Familien üblich war, den Kindern beizubringen, SICH NACH DER DECKE ZU STRECKEN, mehr zu lernen, danach zu streben, sich aus eigener Kraft und konsequent eine "Schicht" hinaufzuarbeiten. Diesen mühsamen veritablen Aufstieg aus eigener Kraft will nun Vater Staat seinen Kindern ersparen, indem er einfach das NIVEAU der Schulen auf ein Minimum ABSENKT.
      Außerdem war nach 1945 eine Art STUNDE NULL, d.h. die allermeisten Familien waren sehr arm. Wer damals reich war, war vermutlich "Schwarzhändler". Zumindest damals konnte man jemandem, der seinen Kindern BILDUNG und AUSBILDUNG zukommen lassen wollte, schwerlich als REICH bezeichnen! Es muß wohl andere Gründe geben, wenn sich jemand Bildung aneignet!

    • Salzburger (kein Partner)
      13. Oktober 2011 10:37

      Gerhild Baron

      Danke für eine Antwort, die es wert ist, dass man seinerseits darauf reagiert (was bei den anderen Antworten davor nicht der Fall war).
      Sie haben recht, wenn Sie eine gute Bildung für alle als nicht erreichbaren Idealzustand betrachten. Daraus aber den Schluß abzuleiten, dass man manchen Kindern die Möglichkeit vorenthalten kann, eine gute Bildung zu bekommen, halte ich für falsch. In unserem Schulsystem schickt man 10jährige Kinder aus bildungsfernen Schichten in Schulen, in denen sie nicht einmal ordentlich Englisch lernen, auch dann nicht, wenn sie das wollten. Zum Erlernen der englischen Sprache braucht man aber weder ein volles Bücherregal noch Besuche im Musikverein. Dennoch wollen in unserem Land manche Leute und politische Gruppen dieses Schulsystem beibehalten, d.h. manche Leute haben nicht einmal das Ideal, allen Kindern eine gute Bildung angedeihen lassen zu wollen. Die Posterin "undine" scheint so eine Person zu sein. Frage: was hat "undine" persönlich davon, wenn manche Kinder, die sie nicht einmal persönlich kennt, künstlich ungebildet gehalten werden? Etwa die persönliche Genugtuung, "besser" zu sein?

    • M.S.
      13. Oktober 2011 22:14

      @Salzburger

      Kein Mensch hat hier behauptet, dass man bestimmten Kindern die Möglichkeit vorenthalten kann oder soll, eine gute Bildung zu erhalten. Es wurde lediglich festgestellt, dass Kinder eines gebildeten Elternhauses es auch leichter haben, selbst eine gute Bildung zu erwerben. Dieser Vorteil kann durch das beste Schulsystem nicht wettgemacht werden, schon gar nicht durch die sogenannte Gesamtschule. Natürlich setzt eine humane Gesellschaft alles daran, dass alle Kinder eine möglichst gute Bildung erhalten. Die Möglichkeiten sind aber für jedes Kind eben andere, u.a. abhängig von seiner Intelligenz und dem Elternhaus. Wie wollen sie diese Ungleichheiten ausgleichen, das wäre interessant?

    • Salzburger (kein Partner)
      14. Oktober 2011 10:39

      M.S.

      Die ideale Schule ist noch nicht erfunden. Aber die schlechteste Schule, die man installieren kann, ist eine, in der alle Kinder konzentriert werden, die man als zu "blöd" abkanzelt. Und das ist heute bei all jenen 10jährigen Kindern der Fall, die keine "AHS - Reife" erhalten und denen damit der Besuch einer solchen Schule verboten wird. Diese Kinder sind bereits mit 10 für eine höhere Bildung (fast immer) verloren. Und das kann und darf es nicht sein. Da ist die gemeinsame Schule von 10 - 14 sicher die bessere Variante.

  11. tom jericho (kein Partner)
    12. Oktober 2011 15:12

    @Josef Maierhofer: Der beste Kommentar, den ich auf diesem Blog jemals gelesen habe. Danke.

  12. Erwin Tripes (kein Partner)
    12. Oktober 2011 13:07

    Angeregt von Maierhofer - Gedanken:
    Komisch, da hat doch einmal jemand behauptet “ Mit unseren Handlungen, Worten und Gedanken schaffen wir jetzt die Welt, die uns begegnet und derart säen wir auch das, was uns morgen passiert“.
    Wir sind also keinem unabwendbaren Schicksal oder irgend einer göttlichen Vorsehung - auch keiner liebevollen –ausgeliefert. Die Aussage erfolgte zwar schon vor über 2500 Jahren; ob da was dran ist?
    Kann man sich, einem alten Sprichwort folgend, mit halbwegs gesundem Körper und gesundem Geist selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen? Könnte auch da was dran sein?
    Erfahren, denken, schlussfolgern und dann handeln ist doch wohl noch nicht verboten?
    Führt nicht geistige Offenheit zu Mut und Einsicht ohne Ende, also zur Stärkung unserer Selbstverantwortung?
    Bin daher gespannt, wann und wie der innere Reichtum festgestellt und besteuert werden wird.
    Glück auf!

    • inge schuster
      12. Oktober 2011 14:21

      Zum Daß und Wie wir uns selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen können: Darf ich Ihnen empfehlen den letzten Beitrag im science-blog zu lesen?

  13. sosheimat (kein Partner)
  14. DB (kein Partner)
    12. Oktober 2011 12:17

    Sehr wohltuende und wahre Worte, die man sonst wohl kaum irgendwo zu lesen bekommt!. Danke Herr Dr. Unterberger!

  15. Neppomuck (kein Partner)
    12. Oktober 2011 11:52

    „Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.“
    Johann Wolfgang von Goethe

    Marx, Macht und Mehrwert.

    Arm am Beutel, schwach im Kopfe
    wählten sie, ihr Glück zu zwingen.
    Aus eignem Dreck am eignem Schopfe
    sich ziehen, wollte nicht gelingen.

    So war, und ist noch, die Parole,
    die höh’ren Ortes ausgegeben:
    “Raubt ihnen Land, Verstand und Kohle;
    wer uns ’bei hilft, darf weiterleben.“

    So lehrte man die Sansculotten,
    das große Krokodil zu füttern,
    um, nach der Art von Idioten,
    als letzte in sein Maul zu schlittern.

    Wie es dann weiter gehen möge,
    das ist den Gaunern ganz egal,
    solang nur voll die eignen Tröge,
    solang man Sieger bei der Wahl.

    Denn fremde Opfer am Altare
    der „Götter“, die gern welche wären,
    heißt heut "Erfolg", das einzig Wahre
    für skrupellose Macht-Hetären.

    Schickt sie, seid ihr denn noch bei Troste,
    ins Ausgedinge, diese Drohnen.
    Will einer rasten, gut, der roste,
    doch nicht auf fremden Millionen.

    Und gleichermaßen jagt die Jünger
    des merkantilen Darwinismus
    davon, sonst bleibt ihr letztlich Dünger
    des leidigen „One-world-Faschismus“.

    Einkommensgrenzen nur nach unten
    scheint mir nicht wirklich klug zu klingen,
    auch oben sei er zugebunden,
    der Sack, um dem so viele ringen.

    Und wer den Mehrwert, der errungen,
    meist nur durch Missbrauch eitler Macht
    (oder Bilanzschwindel), erzwungen,
    belegt fortan mit Bann und Acht.

    Entzieht er doch dadurch die Früchte
    der Anstrengung den Leistungsträgern,
    die, durch zerstörerische Süchte,
    nur Werkzeug mehr den Bonusjägern.

    Gerecht verteilt, nach objektiven
    Maßstäben, was, ich weiß das ja,
    nicht immer leicht, wenn viele riefen:
    „Das größte Stück sei für mich da“,
    ist Einkommen das Salz der Erden,
    das nachhaltig den Acker von
    den Menschen düngt, auf dass sie werden
    zu einer friedlichen Nation.

    Wer denn entzweiet, ausspielt, spaltet,
    die Gier gar zum Prinzip erhebt,
    nur gern die eigne Macht verwaltet,
    der sei bekämpft, so lang er lebt.

  16. Eso-Vergelter (kein Partner)
    12. Oktober 2011 11:28

    Computer sind bald 100-mal billiger, als früher (indischer Tablet-Computer "Aakash"). Zudem können z. B. Krampfadern ohne Operation ZERSTÖRT werden; nämlich mit der Linser-Methode. Der €uro wird durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt. Und Millionen Ausländer und eingebürgerte Migranten werden aus Österreich weggeschafft. Ein Eso-Ökologismus setzt sich durch - in einem explosionsartigen Aufbruch.

    • Trollfresser (kein Partner)
      12. Oktober 2011 12:40

      Gibt es bei diesen indischen PC eigentlich auch einen Resetkopf?

  17. Gandhi (kein Partner)
    12. Oktober 2011 11:26

    Wie wahr, wie wahr!

  18. Clemens Taferner (kein Partner)
    12. Oktober 2011 11:21

    "Geld in Bildung investieren" ist nicht viel mehr als ein Schlagwort.
    Interesse für kulturelle Begegnungen, Lesen, Musik - all das ist nicht grundätzlich eine Frage des Geldes, sondern der entsprechenden Erziehung, welche ich durch meine Eltern erhalte. Was die Gesundheit betrifft: Das gegenwärtige Gesundheitssystem sorgt im schlechtesten Fall immerhin dafür, daß keiner verrecken muß. Ein großer Teil des Gesundheitszustandes liegt allerdings in der persönlichen Verantwortung. Harz-IV-TV, Bier, Zigaretten und eine durchgelegene Couch sind halt zu wenig auf Dauer.

  19. Clemens Taferner (kein Partner)
    12. Oktober 2011 11:13

    Ein einziges Mal "Seitenblicke" ansehen, und das Vorurteil ist weitgehend widerlegt...;)

  20. aneagle (kein Partner)
    12. Oktober 2011 11:10

    lieber Herr Unterberger,
    Ihr Artikel ist nicht konsequent zu Ende gedacht. Wer dermaßen vom Schicksal begünstigt ist, dass er nicht nur reich sondern auch noch gesund (und horribile dictu: ev. auch noch gebildet!) ist, MUSS von der EU auf ein gerechtes Mass an Gaben und Talenten zurückgestutzt werden!

    Gemäß dem Zitat des allzu früh verstorbenen Literaturphilosophen E.Kishon: "Gerechtigkeit ist erst, wenn mein Sohn die Masern hat, in der Schule dafür gesorgt wird ,dass ALLE Kinder Masern haben"
    ist es nur verständlich, wenn die EU alsbald Folgendes durchzusetzen:

    1. Jeder der reicher ist als der Durchschnitt, egal aus welchen Gründen, wird alle 20 Jahre automatisch enteignet und muss "zurück an den Start".
    Dieses gerechte Eu-Gesetz wird durch die immer mehr in diese Richtung weisende EU-Gesetzgebung ohnehin bereits forciert.

    2. Von jedem, der das Durchschnittsalter der EU-Bürger aus welchem Grund auch immer, um mehr als 5% überschreitet wird ein solidarischer Nahrungsverzicht erwartet, zumindest bis sein Gesundheitszustand ausreichend unterdurchschnittlich ist, besser noch, bis zur patriotischen Lebensaufgabe (bei einem allfälligen 2. mal ist diese obligatorisch!)

    Sie sehen, lieber Herr Unterberger, dem Gerechten ist keine Grenze gesetzt !

    • terbuan
      12. Oktober 2011 17:39

      aneagle
      Dieses Konzept ist schlüssig, wird aber so nicht realisierbar sein,
      denn damit wäre ein Massenexodus aus der EU vorprogrammiert und die kranken Sozialhilfebezieher müssen dann sehen wo sie bleiben!

    • Undine
      12. Oktober 2011 18:55

      @aneagle

      *****! :-)

  21. ... (kein Partner)
    12. Oktober 2011 11:09

    Die Behauptung, noch reicher zu werden, länger zu leben oder besser gebildete Kinder zu haben, das sei alles Folge des Reichtums, ist ungefähr so zwingend wie die Aussage, es würde deshalb zu regnen beginnen, weil die Menschen mit einem Regenschirm ihr Haus verlassen.

    Natürlich, ist ja auch total abwegig, dass Geld bessere Bildung oder Gesundheitsversorgung ermöglicht...
    Aber Herr Unterberger hat schon auch recht - natürlich liegt es zu nicht unwesentlichen Teilen am Individuum, Geld alleine macht nicht gesund oder besser gebildet, es hilft aber ungemein.

    Letztendlich verstehe ich nicht was Unterberger mit diesem Artikel sagen will. Ich nehme an, es ist eine Beschwörung des guten alten American Way - man kann alles schaffen wenn man nur brav und fleissig ist. Das mag stimmen, mit extremer Anstrengung und einer Menge Glück kann sich auch ein Unterchichtler den Weg nach oben kämpfen, der für mit finanziellem und sozialem Kapital besser ausgestattete mehr oder weniger ein Spaziergang ist.

    Nur was soll ich jetzt mit dieser Erkenntnis? Was nützt das beispielsweise den Kindern die nicht das Glück hatten a) reiche oder b) aufstiegsmotivierte Eltern zu haben? Natürlich kann man Unterbergers feuchte Träume bis zum Exzess durchspielen. Das Problem ist nur, dass sich auch bei hoher Eigenverantwortung die Unterschicht stärker reproduziert. In der Sozialisation werden bestimmte Verhaltensweisen weitergegeben und es wird für die Kinder tendentiell schwieriger diese zu durchbrechen.

    Stellen wir es uns einfach mal vor, mal so ganz im Extrem. Stellen wir uns eine faule Familie vor, 100% selber schuld an ihrem Unglück. Gesoffen, gespielt, geraucht, kein Interesse an Bildung usw. Das Kind kennt dann von früherster Kindheit nichts anderes und entsprechend schwierig ist es diese Mauern zu durchbrechen. In den extremsten Fällen kommen überhaupt gleich Alkohol oder Crackbabys (wir blicken ins schöne Amerika) heraus, da kann man dann wohl kaum mehr davon sprechen, dass diese Menschen die so heranwachsen einfach nur keine Aufstiegsmotivation hatten oder faul waren. Erzählen sie mal einem Kind, das völlig vernachlässigt wurde (meinetwegen auch missbraucht, geschlagen o.ä), dass es sich doch nur ein bisschen anstrengen müsste. Wenn jemand nur diese Welt kennenlernt, ist sie praktisch alternativenlos. Wenn ein Kind nur mit dem Fernseher in Kontakt kommt, so ist es ihm praktisch unmöglich die Freuden des Lesens kennenzulernen, vor allem nicht wenn es dann schon Schwierigkeiten hat die Tätigkeit an sich auszuführen.

    Aber gut, als guter bürgerlicher Christ wie er hier ja oft vorkommt, kann man natürlich voller Nächstenliebe sagen - Pech gehabt. Wird allerdings kein sozialer Ausgleich geschaffen (den man auf viele Arten gestalten kann) wächst das Problem irgendwann so weit, dass es auch für die Bessergestellten ungemütlich wird. Ich lebe lieber in einer Gesellschaft, in der man allzu tiefe Abstürze verhindert, auch auf die Gefahr hinauf den einen oder anderen wirklich Faulen durchzufüttern. Es ist leicht den ersten Stein zu werfen, aber schwierig zu beurteilen was denn nun wirklich zum Abstieg geführt hat. Für mich (der wahrscheinlich gleich als Linkslinker Löwelstraßler qualifiziert wird) ist es wichtig Aufwärtsmobilität zu ermöglichen und das ist eben nicht dadurch gewährleistet, dass man jeden Menschen seinem Schicksal überlässt. Irgendwann wird das "jeder ist seines Glückes Schmied" ebenso zum Gift für die ganze Gesellschaft wie ziellose Alimentierung.

    • APM (kein Partner)
      12. Oktober 2011 11:28

      @...

      Obwohl ich nicht gerade "links" gestrickt bin, mache ich mir ob der fallweise geradezu rührenden, wie entwaffnenden Darstellungen unseres geschätzten A.Unterberger über manche Probleme des Daseins fallweise wirklich Sorgen um ihn...

    • simplicissimus
      12. Oktober 2011 11:52

      eine gesellschaft ohne sozialerrungenschaften ist auch nicht erstrebenswert, selbstverständlich nicht.
      aber genauso wie man in die eine richtung übertreiben kann, kann man es in die andere auch tun.
      und jedem simplen menschen wie mir ist mittlerweile klar geworden, dass die heutigen masslosen übertreibunden der "sozialen errungenschaften" unsere westliche gesellschaften dem kollaps zuführen.
      ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen, oder?

  22. cmh (kein Partner)
    12. Oktober 2011 10:12

    Was man hier aber schon auch sagen muss ist, dass es eine Art von Reichen gibt, die deswegen reich sind, weil sie die Gewinne für sich behalten und die Verluste an andere weitergegeben haben.

    Man sollte daher nicht der Neigenossenschaft immer wieder einmal einen Knochen hinwerfen, sondern etwas gegen die Giergemeinschaft machen. Vielleicht die Selbstbedienungsgesellschaft etwas drosseln.

    • Josef Maierhofer
      12. Oktober 2011 11:47

      @ cmh

      Korrekt, was Sie schreiben.

      Es gäbe sie ja alle, die Korruptionsprozesse, die Bestechungsprozesse, die Betrugsprozesse, würden da nicht auch Parteien und Politiker involviert sein. Private ohne Lobby wären bei der Neidgenossenschaft längst aufgefressen, aber, nachdem die Vertreter der Neidgenossenschaft auch involviert sind, ist so was natürlich tabu.

      Wahrheit und Gesetz wird bei uns mit Füssen getreten.

  23. Susanna (kein Partner)
    12. Oktober 2011 09:17

    REICH sind, glaube ich, derzeit alle, die Lohn- oder Einkommenssteuer zahlen. Und das sind letztlich auch diejenigen, denen man noch etwas wegnehmen kann.

  24. sosheimat (kein Partner)
  25. Karl Rinnhofer
    11. Oktober 2011 23:17

    Dringender Handlungsbedarf stünde bereits an, in der unsäglichen „Reichen“ - Diskussion die Begriffswahl zu hinterfragen: „Reiche“ und „Besserverdiener“ sind von vorneherein neidstimulierende Begriffe mit negativer Konnotation. Damit wird nachgerade ausgeschlossen, dass es sich um Leistungsbereite, verantwortungsbewusst Sparende, Konsumverzichter, Aus- und Fortbildungswillige, auch infolge lange Ausbildungszeit sehr verspätet in das Erwerbsleben Eintretende handelt, deren Netto-Lebensverdienstsumme – zumal unter Einrechung aller sozioökonomisch überkompensierenden (und von diesen nicht lukrierbaren, aber sehr wohl für andere bezahlten) Transferleistungen und Gebührenbefreiungen oftmals weit niedriger ist als es eine punktuell eruierte, neidhaschende Bruttoverdienstsumme annehmen lässt. Gerade diese füttern infolge Wahnssinnbesteuerung eben diejenigen durch, deren Neid sie zum Fraß vorgeworfen werden – unter tatkräftiger Unterstützung einer verantwortungslosen Politik von allen Seiten.

    Ähnlich verhält es sich mit den tränendrüsenrührenden „sozial Schwachen“: So manchem von diesen, denen jetzt alle Zuwendung aller Parteien („Alles für den kleinen Mann!“) zufließt, hätte man früher wohl als „Sozialschmarotzer“ oder einfach als „Faulpelz“ bezeichnet. Natürlich kann das keine Generalisierung sein; die Solidargemeinschaft ist keineswegs von der Pflicht zu entbinden, unschuldig in Not Geratenen oder (bei Fehlleistungen) unverhältnismäßig Getroffenen unter die Arme greifen, doch kann sie infolge des zu erwartenden Ausfalls der Leistungsträger ach künftig die Kraft dazu haben?

    Wie reagiert die (Schul-)Politik: „Natürlich“ muss wegen der „Unterprivilegierung bildungsferner Schichten“ die Gesamtschule eingeführt werden. Sie macht allfällige Bildungs-Überlegenheit (durch entsprechend verantwortungsvolle Zuwendung im familiären Kreis) durch Nivellierung nach unten und Orientierung am Schwächsten durch Anforderungsdumping zunichte –mit dem Zusatzeffekt, durch Berechtigungsinflation Unkritische, politisch Abhängige, zu Gesinungsprostitution aus Sachzwang Bereite in Massen hervorzubringen. Deswegen muss wohl die Akademikerquote krampfhaft und ohne Entsprechung in der Arbeitsmarkterfordernis – massiv erhöht werden – auf dem Hintergrund von taxifahrenden Akademikern, einer „Generation Praktikum“ perspektivenloser, sich selbst ausbeutender Jungakademiker und bereits erfolgter Verfünffachung der Studentenzahlen seit den Siebzigerjahren bei gleichzeitig bedrohlichem Mangel an Facharbeitern, Pflegekräften etc.) . Im „Idealfall“ sind die Atteste nicht das Papier wert, auf dem sie ausgedruckt werden.

    Detail am Rande: Man beachte die aktuelle Diskussion um den „Bildungs-Kompromissvorschlag“: „Tausche Gesamtschule gegen Studiengebühren unter Voraussetzung sozialer Abfederung“ (heute wieder von SPÖ-Voves als naheliegende und „einfach zu realisierende Maßnahme“ verlangt): Niemand scheint zu erkennen, dass damit zwei „rote“ Vorschläge umgesetzt würden: Denn die Gesamtschule ist sowieso DAS SPÖ/Grüne-Konzept; und bei Einführung von Studiengebühren sollen laut Töchterle (ÖVP) wieder nur die „Besserverdiener“ (s.o.) belastet werden: Denn für die „sozial Schwachen“ soll im Gegenzug das (ohnedies bestehende, sehr großzügige) Stipendienwesen ausgebaut werden, um die Maßnahme „sozial abzufedern“. So soll mit Studiengebühren-Einführung der Kreis der „eltern-einkommensabhängigen“ Stipendienbezieher massiv ausgeweitet werden, zugleich sollen allen Stipendienbeziehern Studiengebühren erlassen werden. Die Studiengebühren sollen „sozial gestaffelt“ sein und durch entsprechende Höhe (die bei „besser verdienenden“ Eltern gilt) auch einen Zuschlag enthalten, der als Zusatzstipendium den schon derzeit Stipendien Beziehenden (und damit Studiengebühr-Befreitem) zugute kommen soll.
    Also bekommt die flächendeckende, leistungsferne Umverteilung auch von dieser Seite einen Zusatzdrall.

    Dagegen: Für (für erfolgreiche Studenten) begünstigte Studentenkrediten oder einem Ausbau von Leistungsstipendien für besonders Fleißige, die unabhängig vom Elterneinkommen- bzw. –Besitz bei sehr guten Studienleistungen zuerkannt werden, (früher „Begabtenstipendien „genannt“) ist angeblich kein Geld da. Bereits Fischer sollte als Wissenschaftsminister die damals besehenden (und ohnedies unverhältnismäßig gering dotierten) „Begabtenstipendien (5000 Euro pro Studienjahr ab dem 5. Semester) abschaffen, da sie ein „Zubrot für Reiche“ seien und „Eliten“ begünstigten. Doch Funktionärseliten sind (zunehmend) zugelassen, die sozialen Aufstieg durch Zugehörigkeiten, Netzwerke, Freunderlwirtschaft fern von Kompetenz ermöglichen.

    Mit dieser „Motivation für Leistungsträger“ wird Österreich konkurrenzfähig bleiben, oder ... ?

  26. socrates
    11. Oktober 2011 22:37

    O.T.Politik: 11. Oktober 2011, 22:24
    Slowakei legt sich quer
    Parlament lehnt Euro-Rettungsfonds ab
    Ministerpräsidentin Iveta Radovica vor dem Parlament in Bratislava.
    Das slowakische Parlament hat am Dienstagabend mehrheitlich gegen die Ausweitung des europäischen Rettungsfonds EFSF gestimmt. Die Regierung verlor die mit dem Votum verknüpfte Vertrauensabstimmung. Damit kann der Fonds zur Unterstützung hochverschuldeter Euro-Staaten zunächst nicht wie geplant seine Arbeit aufnehmen. ...
    Der ORF weiß es noch nicht oder schreibt es nicht. Offenbar ist die SPÖ uneins.

    • socrates
    • brechstange
      12. Oktober 2011 16:17

      Warum? In ein paar Tagen stimmen die Sozialdemokraten, die zurzeit in Opposition sind zu, die wollten nur die derzeitige Regierung stürzen. Das war der einzige Grund gegen die Erweiterung des Rettungschirms zu stimmen. Ein politischer Kuhhandel.
      Man kann gar nicht soviel essen,..........!

    • Undine
      12. Oktober 2011 16:44

      @brechstange

      Nach den Meldungen heute im Mittagsjournal bin ich auch ziemlich ernüchtert!!!

  27. thomas lahnsteirer
    11. Oktober 2011 17:55

    Aus aktuellem Anlass wieder einmal:
    http://www.youtube.com/watch?v=7BLkQaUA-Vc
    Meine Hochachtung gilt den slowakischen Freunden, vor allem Herrn Sulik !!!!

    • Brigitte Imb
      11. Oktober 2011 18:44

      Sulik u. Wöhrl, klasse! Schade dass es nicht mehr davon gibt, die sich ihrem Volk verpflichtet fühlen.

    • Undine
      11. Oktober 2011 21:30

      Na, Donnerwetter, der Richard Sulik hat sich gut gehalten! Wer kann sich einen österr. Politiker vorstellen, der auch nur annähernd so standhaft bliebe!? Ebenso gut war der deutsche Unternehmer Wöhrl! Bravo!

    • Johann Scheiber
      11. Oktober 2011 21:51

      Eine Sensation, wie da zwei dummdreiste Politiker gegen Sulik und Woehrl abstinken.Das hat ja eigentlich schon der Duemmste erkannt, dass es sinnlos ist, Geld ohne Ende in das Fass ohne Boden, Griechenland, zu schuetten. jjetzt, da die Abzocke nicht mehr funkioniert, ziehen sich die Banken halt warm an. Das werden sie auch bitter noetig haben.
      Ich finde es seltsam wie hier immer wieder versucht wird, die Banken moralisch zu entlasten. Von Androsch und Konsorten hat sich ja nie jemand etwas anderes erwartet als Populismus um jeden Preis, aber von den Systemspezialisten des Finanzsystems haette sich das Volk mehr erwartet.
      Heute zeigt sich, dass die Baenker nicht nur von der Wirtschaft nichts verstehen, sonden vom Geld auch nichts. das Bankensystem ist ebenso von Inkompetenz und Skrupellosigkeit durchsetzt wie die Politik.

    • Haider
      11. Oktober 2011 22:41

      Wie zu erwarten - alles Hoffen vergeblich. Auch die Slowaken sind gekauft!

    • CHP
      11. Oktober 2011 23:26

      Könnten wir nicht 1 Schock * unsererer Regierungspolitiker gegen Herrn Sulik eintauschen?
      * siehe Wikipedia
      1 Schock entspricht 60 Stk
      (wurde früher häufig als Mengenbezeichnung bei Eiern (allerdings nur bei frischen) verwendet).

    • Undine
      12. Oktober 2011 11:30

      @Haider

      Da war die Begeisterung wohl etwas verfrüht. Aber gut gehalten hat sich der Slowake schon gegenüber den arroganten deutschen "Experten"!

    • xRatio (kein Partner)
      13. Oktober 2011 00:45

      @Johann Scheiber 11. Oktober 2011 21:51
      Ich finde es seltsam wie hier immer wieder versucht wird, die Banken moralisch zu entlasten.

      Daß Ihnen ne Scheibe gesprungen ist, müssen Sie nicht stets erneut unter Beweis stellen.

  28. Schani
    11. Oktober 2011 15:31

    Proletarier gibt es schon lange nicht mehr! Heute gibt es nur mehr Proleten - als Paradebeispiel sehe man sich den versoffenen Ponem des Bruders Nr.1 in Wien an!
    Arbeiter der Stirn und Arbeiter der Faust gab es von 1933 bis 1945.

    • Florin
      11. Oktober 2011 15:59

      "...den versoffenen Ponem..."
      Das Wort hab ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gehört ;)

    • Haider
      11. Oktober 2011 22:38

      Ponem kam aus dem Jiddischen in die Wr. Umgangssprache und ist daher am Land kaum geläufig.

    • Florin
      12. Oktober 2011 12:55

      ..und ich leb schon eine "Ewigkeit" nicht mehr in Wien:-)

  29. Undine
    11. Oktober 2011 15:23

    Oh, so viele Themen unter einem Titel und jedes einzelne davon ist es wert, ausführlich behandelt zu werden!

    Die heute grassierende Fettsucht ist vorwiegend ein Unterschichtproblem. Wenn eine junge 140 kg - Frau erklärt, sie könne sich aus Geldmangel nicht gesund ernähren, läßt dieser Umstand eher auf Dummheit (ich rede nicht von leicht "molligen" Menschen) und mangelnde Selbstdisziplin schließen. Die finanziellen Folgen belasten die Krankenkassen und somit die Allgemeinheit immens.

    A.U.: "Binnen weniger Jahre danach haben dennoch etwa die aus der Tschechoslowakei vertriebenen Menschen in Österreich und Bayern extrem erfolgreiche Industriebetriebe aufgebaut. Sie wurden nicht reicher, weil sie schon reich waren, sondern weil sie durch Unternehmergeist, durch Disziplin, durch Fleiß, durch Mut, durch Kreativität, durch Forschergeist, durch irgendein besonders Talent etwas aufzubauen imstande waren."

    In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein sehr ausführliches Buch zu diesem Thema hinweisen: "SUDETENDEUTSCHE in der Wirtschaft OÖs nach 1945" von Alfred Oberwandling. Untertitel: EINE VOLKSGRUPPE INTEGRIERT SICH SELBST
    Um nur einige wenige der Betriebe, die durch die oben von A.U. genannten "Disziplinen", die den Sudetendeutschen zueigen waren, aufgebaut worden sind, zu nennen:

    Gablonzer, Brillenfabrik Wilh.Anger, Nährmittelfabrik Ed. Haas, Otto Stöber -- Moorbad Neydharting, der Fotogigant Niedermeyer, Glasmanufaktur Austroglas, Glashütte Schneegattern und zahlreiche andere Betriebe, alleine in OÖ, die vielen Menschen einen Arbeitsplatz gaben und noch geben!

    A.U.: "Gebildete Eltern kümmern sich auch intensiver und liebevoller als bildungsferne um den eigenen Nachwuchs. Bei ihnen wird viel weniger ferngesehen, vor allem wird der Fernsehapparat nicht als Babysitter verwendet"

    Dem 10 Monate alten Sohn meiner Nachbarn wird bereits das Kinderprogramm im FS eingeschaltet. Vom vermutlich ohnedies dummen Inhalt kriegt das kleine Kerlchen wahrscheinlich nur ein hektisches buntes Geflimmere mit. Er bekommt auch, wie mir seine Mutter stolz erklärt, jedesmal, wenn er will, zu essen, auch wenn die letzte Mahlzeit erst eine Stunde zuvor stattgefunden hat. MMn züchtet man auf diese Weise bereits die fetten Schulkinder und die noch fetteren Erwachsenen der Zukunft heran. "Essen rund um die Uhr" ist die Devise. Die "Folgen" sieht man tagtäglich auf den Straßen langsam und mühsam daherwatscheln, -- und fast immer sind es ganz junge Menschen.

    A.U.: "In der Oberschicht wird statt dessen weit mehr gelesen als in der Unterschicht. Gebildete Eltern haben mit ihren Kindern bis zu deren Schulanfang drei Mal so viele Wörter gesprochen wie bildungsferne."

    Wenn uns also unsere "Bildungsverantwortlichen" einreden wollen, daß es das Beste für die Kinder sei, ihnen bereits ab dem Krabbelalter in öffentlichen Einrichtungen "Bildung" zukommenzulassen und einen besseren Schulstart zu ermöglichen, als dies von den leiblichen Eltern zu erwarten wäre, mag das für eine ganz kleine Anzahl von Kindern schon zutreffen. Aber deswegen alle Kinder den elterlichen Einflüssen zu entziehen, um eine "Einheitserziehung" zu erzwingen ist eine gesellschaftliche Katastrophe!
    Die für jedes Kind so überaus lebensnotwendige "NESTWÄRME" scheint überhaupt kein Thema mehr zu sein. In Schweden, dem "sozialistischen Vorzeigeland" gibt es nun erstmals eine Generation, an der praktisch AUSSCHLIESSLICH der STAAT als ERZIEHER fungiert hat. Eine Studie besagt, daß die Ergebnisse ERSCHÜTTERND sind: Extrem hohe Selbstmordrate unter diesen staatlich erzogenen Kinder und reihenweise psychische Defekte, die diese bedauernswerte haltlose Jugend zu Dauerkundschaften bei Psychiatern und Psychologen werden läßt. Ein katastrophales Resümee, das sehr zu denken geben müßte.
    Meine Enkelkinder haben einen unglaublich großen Wortschatz und ein sehr ausgeprägtes Sprachgefühl. Dies dürfte u. a. die Folge davon sein, daß ihnen meine Tochter regelmäßig sehr viel vorgelesen hat, bis sie selbst so weit waren zu lesen.
    Von den ganzen Bemühungen in den öffentlichen Einrichtungen wird kaum etwas zu sehen sein; dieses Geld ist vermutlich beim Fenster hinausgeworfen, weil das hochgesteckte Ziel nicht erreichbar sein wird.

    • Undine
      11. Oktober 2011 15:29

      Muß natürlich heißen:.....unter diesen staatlich erzogenen KinderN!

    • terbuan
      11. Oktober 2011 15:45

      Undine
      Dazu empfehle ich ergänzend den Bericht eines Schweden:
      "Wie Kindertagesstätten eine Nation zerstören können"

      http://www.hausunterricht.org/html/kita_schweden.html

      Allerdings, eines muß man schon anmerken, in einem Land wo es Monate lang fast nur finster ist, da kann man schon auch Depressionen bekommen! ;-)

    • Undine
      11. Oktober 2011 16:21

      @terbuan

      Danke für den Link! Wo treiben Sie nur immer diese hervorragend passenden Artikel auf??? Anhand dieses schwedischen Beitrags können wir uns ausrechnen, wann's bei uns so weit ist. Viel fehlt ja nicht mehr!

    • terbuan
      11. Oktober 2011 16:38

      Undine
      das ist gar nicht so schwierig, Google machts möglich, man muß nur die passenden Schlagworte eingeben und dann die richtigen Links herausfinden!

    • FranzAnton
      11. Oktober 2011 18:52

      @ Terbuan: Hervorragender Link betr. Zwangskindergarten!
      Allerdings müßte man die Hintergründe und Ursachen für die Duldsamkeit so vieler Menschen/Wähler herauszufinden trachten, welche sich gegen die allumfassenden und allerorten ruinösen sozialistischen Experimente nicht auflehnen und den ganzen marxistisch - leninistischenen Mist zur Hölle und dessen Proponenten in die Wüste schicken!

    • AGLT (kein Partner)
      12. Oktober 2011 08:40

      Wieder einmal Dank an @Udine für den Absatz über die Sudetendeutschen, die in unserer Politik ja niemanden haben, der sie vertritt und der an ihr Schicksal gedenkt. Und sie nicht als Mittäter verunglimpft (waren ja Deutsche ...).

    • AGLT (kein Partner)
      12. Oktober 2011 08:41

      Tschuldigung UNdine :-)

  30. terbuan
    11. Oktober 2011 15:21

    "Es sind vor allem bestimmte Verhaltensweisen, welche die Oberschicht länger leben lassen....." meint Dr. Unterberger in seinem Kommentar. Ganz so ist es aber nicht.

    Die Lebenserwartung eines Menschen hängt bekanntlich von 3 Faktoren ab:
    1. Von der genetischen Disposition
    2. Von der gesunden Lebensweise (diese schließt regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit ein) und
    3. Vom sozialen Umfeld.

    Punkt 1 ist unbeinflußbar, aber ganz wesentlich!
    Punkt 2 wird sicherlich von verantwortungsbewußten Menschen der Oberschicht eher befolgt als von der Unterschicht
    Punkt 3 kann in allen sozialen Ebenen funktionieren, tut es aber heute leider nicht mehr. Die Alten werden nicht zu Hause gepflegt, sondern in ein Heim abgeschoben, was gewöhnlich die Lebenserwartung sehr stark reduziert.

    Man kennt sehr alte Menschen hauptsächlich als Prominente der Oberschicht:
    Otto von Habsburg, Heinrich Treichl, Karl Wlaschek etc.

    Aber auch sehr einfache Menschen können sehr alt werden, es gibt genug Beispiele, nicht nur die vielen Hundertjährigen in Griechenland! :-)

    • brechstange
      12. Oktober 2011 16:26

      Unsere Nachbarn sind 104 Jahre, 96 Jahre, 90 Jahre und allesamt nicht reich, die haben ihr Leben lang hart gearbeitet.

  31. Brigitte Imb
    11. Oktober 2011 15:03

    OT - Die Troika gibt grünes Licht für die nächsten Mrd. an Griechenland.
    Es ist nur noch ein Witz was da läuft!

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/700125/Troika-gibt-gruenes-Licht-fuer-neue-GriechenHilfen?from=gl.home_wirtschaft

    • terbuan
      11. Oktober 2011 15:30

      Brigitte

      Die Troika ist eine Helfershelferin der betrügerischen Krida, eine Kridaoika!

  32. contra
    11. Oktober 2011 14:20

    OT

    Dr. Jörg Haiders 3. Todestag wird von den Medien - allen voran dem ORF - geflissentlich totgeschwiegen.
    Wäre er ein Linker gewesen, könnten wir uns vor Gedenkkult gar nicht erwehren.

    Zeigt einmal mehr das häßliche Gesicht der selbsternannten Gutmenschen.

    • Florin
    • Cotopaxi
      11. Oktober 2011 14:56

      Nicht ganz: im Ö1 Morgenjournal wurde der Jahrestag erwähnt und besonders hervorgehoben, dass er alkoholisiert gerast sei, als es zum Unfall kam.

      Erbärmlich, dass den Systemmedien nicht mehr zu Haider einfällt und erbärmlich, dass die Strache-FPÖ dies durch ein 160-Millionen-Euro-Geschenk noch fördert.

    • Rosi
      11. Oktober 2011 15:04

      Ich glaube trotzdem, daß er ermordet wurde.

    • mischu
      11. Oktober 2011 15:41

      ORF-online erwähnt es auch mit süffisanten Kommentaren!

      http://kaernten.orf.at/news/stories/2505035/

      Man beachte den 2. Satz am Beginn fettgedruckt - ERBÄRMLICH!
      Man sollte gegen solche Frechheiten demonstrieren!

    • Undine
      11. Oktober 2011 19:16

      Wie großartig und heldenhaft sich diese linken Nullen nun vorkommen, wenn sie Jörg Haider ins Grab nachspucken können. Ziemlich schäbig, diese Leutchen.

    • Haider
      11. Oktober 2011 22:19

      Wer nicht Jörg Haider ins Grab nachspuckt, ist ein Nazi. Die Linken (auch jene in der ÖVP) überschlagen sich in Diffamierungen und Verleumdungen. Es kann gar nicht tief genug sein.
      Als jedoch die NR-Abg. Dr. Berlakowitsch-Jennewein kürzlich im Parlament eine Anfrage stellte, um die Umstände rund um das Ableben von Frau BM Prokop zu klären (vor allem deren eineinhalbstündigen Krankentransport quer durch NÖ) heulten genau diese Gutmenschen auf. Ausgerechnet die Qualitätszeitung ÖSTERREICH versuchte auf übliche Art und Weise durch untergriffige Unterstellungen Gift zu verspritzen. Einfach schäbig!

  33. Rosi
    11. Oktober 2011 14:13

    Das - sehr alte - Sprichwort 'Hilf Dir selbst,so hilft Dir Gott!' kommt einem in den Sinn, wenn man den heutigen Tagebucheintrag liest.
    Wir alle wären allerdings weniger mit Staatsschulden behaftet, wenn es weniger Mißbrauch im Sozialsystem gäbe.
    Mir ist beispielsweise völlig unverständlich, weshalb Wien die - hier besonders zahlreichen - Empfänger von Mindesteinkommen nicht endlich auf möglichen Mißbrauch hin kontrolliert.
    Das wäre wesentlich sinnvoller, als Menschen, die Leistungen und damit Steuern bringen, zu 'verfolgen'.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • FranzAnton
      11. Oktober 2011 18:38

      Die Antwort ist ganz einfach. Man will die per bedingungslosem Mindesteinkommen gekauften Wähler nicht mittels Kontrollen vergraulen.
      Zahlen sollen natürlich nur die Nichtrotwähler.

  34. Cotopaxi
    11. Oktober 2011 14:11

    o.T.

    Das lässt nichts Gutes erahnen:

    http://diepresse.com/home/bildung/weiterbildung/700047/Vorarlberg_VHSNachhilfekurse-fuer-Polizeibewerber?_vl_backlink=/home/index.do

    Natürlich wurde dieser Bericht, da er Negatives beinhaltet, nicht politisch korrekt gegendert.

  35. Gerhild Baron
    11. Oktober 2011 14:10

    Ein großartiger Artikel, vielen Dank ! Man sollte den letzten Absatz in Plakatform bringen und wo immer möglich plakatieren ! Er beinhaltet alles, was zu sagen ist und könnte vielleicht den einen oder anderen zum Nachdenken anregen.

  36. simplicissimus
    11. Oktober 2011 10:51

    schon wieder so ein politisch völlig uncorrecter artikel.
    es wird höchste zeit, dass das aussprechen der simplen wahrheit unter höchsstrafe gestellt wird.
    ist ja bald soweit.
    es lebe das durchsetzen einer ideologie, auf die wahrheit können leicht verzichten!

  37. Das Pingerle
    11. Oktober 2011 10:46

    Solche Diskussionen fußen auf der immer selben, falschen, Annahme, nämlich dass alle Menschen von Geburt an gleich sind. Gleich begabt, gleich klug und alle grundsätzlich zu Gleichem fähig. Dies ist linkes Gutmenschen-Wunschdenken in Reinkultur. Und wie so vieles Linkes darf es in der veröffentlichten Meinung als "Faktum" so lange wiederholt werden, bis es immer mehr Menschen tatsächlich glauben, obwohl das Gegenteil jeder jeden Tag vor Augen geführt bekommt.

    • cmh (kein Partner)
      12. Oktober 2011 10:16

      "Große Fähigkeiten bringen große Verantwortung." Spiderman I

      Zumindest den Film könnten sie sich einmal sinnerfassend reinziehen. Warum boomen im übrigen derzeit die Superherofilme?

  38. HKG
    11. Oktober 2011 10:31

    Sehr gut geschrieben. Ich stimme Ihnen voll zu.

  39. HJR
    11. Oktober 2011 10:12

    Darum das alte Sprichwort: Lieber reich und gesund als arm und krank (denn was hat so ein Armer schon von seiner Krankheit?)

  40. Brigitte Imb
    11. Oktober 2011 10:02

    Zum Glück gibt es Projekte und Förderungen für eine Gruppe NICHT Reicher, die selbstverständlich von den "Reichen" (od. sagen wir v. den Steuerzahlern) bezahlt werden. Gesundheitstutorinnen leisten einen "wertvollen" Beitrag um die Nichtreichen, wenn auch gesund, dem österr. Krankenkassensystem zuzuführen.
    Mir ist aus dem tägl. Praxisleben bekannt, dass österreichische ARME, also viele Kranke u. Pflegefälle, für jede nur erdenkliche Leistung zu zahlen haben, sei es an die Caritas, od. ähnl. Organisationen, die dann eben das Sparkonto abräumen.
    http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/4275125.php

  41. Josef Maierhofer
    11. Oktober 2011 09:23

    An die Neidgenossenschaft.

    Werte Neidgenossenschaft !

    Ich sage Euch einmal, wie ich in einer Arbeiterfamilie mit 8 Kindern aufgewachsen bin.

    Mutter: Volkschulbildung, Vater Hauptschulbildung, Mutter Hausfrau, Vater Tischlergeselle, 8 Kinder.

    Die Mutter war immer da, der Vater immer am Abend nach der Arbeit und im Urlaub, das Haus haben sie selbst gebaut und mit den Kindern successive erweitert.

    Die Mutter hatte die Liebe im Herzen, der Vater auch. Es gab zwar wenig, aber das war, wenn ich Euch so anschaue, Euch GenossInnen und Neidblödler, offenbar das Wichtigste. Die Mutter hatte alle wichtigen Bücher je einmal antiquarisch erworben im Regal, jeder hatte die notwendigen Kleider, gebraucht, versteht sich, das Essen war nicht zu üppig, aber das war gesund und wir haben teilen gelernt, werte NeidgenossInnen. Jeder durfte das werden, was er wollte, 4 wurden Handwerker, 4 haben studiert, einer ist sogar Konzerndirektor, ich selbst habe auch studiert und eine kleine Firma. Wir haben alles selbst geschaffen ohne Kapital, etc., werte Neidgenossenschaft. Ja, der Vater hat als zweiter im Dorf ein Auto gekauft, einen Fiat Multipla, für die ganze Familie, das Zelt am Dachgepäckträger und hat mit uns im Urlaub Bildungsreisen veranstaltet, auch Erholung und Sport stand am Programm, hat sogar bis auf meine Tochter gewirkt, die heute noch am Wien Marathon mitläuft.

    Werte Neidgenossenschaft, wenn Euch die Wirthaussauferei und die Tschiks wichtiger sind als Eure Kinder und deren Gesundheit, wenn Ihr glaubt, der Kindergarten, die Schule, das Internat, das Häfen, etc. wären Abgabenstellen für die Folgen Eures Spaßes, den Ihr nicht abgetrieben habt wegen der Kinderbeihilfe, wenn Ihr glaubt, der ORF bildet Eure Kinder, dann werden Euch die sehr bald das Auto und das Haus anzünden, falls Ihr in Eurem Dusel so was überhaupt je erworben habt, werte NeidgenossInnen. Ihr seid mit Euren Kindern nach Caorle gefahren mit dem Auto und habt dort weiter gefressen und gesoffen.

    Jetzt steht Ihr da und erklärt, Ihr wäret arm, die 'Reichen' wären an Eurer Armut schuld, das Elternhaus, nur nicht Ihr selber, Ihr NeidgenossInnen. Und Ihr seid bei der Partei, die wird es Euch schon richten. Ihr habt gegen die Arbeit gehandelt und seid den Gewerkschaften gefolgt und wurdet dadurch arbeitslos.

    Merkt Euch, die Partei hat es Euch gerichtet, sie hat Euch zugrunde gerichtet, sie hat Euch dieses Betterl gemacht, weil Ihr nicht selbst auf Euch geschaut habt und schon gar nicht auf Eure Kinder !

    Darüber sollt Ihr einmal nachdenken, werte NeidgenossInnen.

    • Anton Volpini
      11. Oktober 2011 09:27

      Das ist stark!

    • terbuan
      11. Oktober 2011 09:36

      Einfach großartig, danke Josef Maierhofer!

    • Dr.Markus Deim
      11. Oktober 2011 10:00

      Unfassbar wahr, unfassbar gut, dasselbe gilt natürlich auch für die unzähligen Bauernkinder (wie ich), die sich daran immer erinnern werden, daß man zu Hause eher über die Pflichten als über die Rechte eines Menschen gesprochen hat, und daß Leistung und Arbeit positiv besetzt sind und glücklich und zufrieden machen. Komisch, aber eine Kindheit kann auch schön sein, wenn man nicht im Wohlstand erstickt und nicht über alle seine Rechte bescheid weiß....wenn man hungrig danach ist, aus seinem Leben etwas zu machen!

    • Paige
      11. Oktober 2011 10:03

      Das hat gesessen...

    • Josef Maierhofer
      11. Oktober 2011 10:11

      @ Dr.Markus Deim

      Ja, so ist es.

      Man fragt offenbar heute nicht mehr, was kann ich beitragen, sondern was kann ich auf Kosten anderer nehmen. Diese furchtbare Zeit wird jetzt noch furchtbarer zu Ende gehen und die Schuldigen werden sich nicht einsichtig zeigen, leider, und damit noch mehr Schaden anrichten, als sie schon angerichtet haben.

    • HJR
      11. Oktober 2011 10:17

      ********...!
      Uneingeschränkt; BEST of YEAR!

    • Helmut Oswald
      11. Oktober 2011 10:50

      Neidlos Platz 1 unter den top 10. Ich beantrage das Recht zur Vervielfältigung.
      Wenn geht kostenfrei - wir haben nämlich nicht so viel von dem ... na ja, ihr wisst schon.

    • Josef Maierhofer
      11. Oktober 2011 10:53

      @ Helmut Oswald

      Die Wahrheit können Sie immer vervielfältigen, davon gibt es wirklich zu wenig bei uns.

    • M.S.
      11. Oktober 2011 11:06

      Meine Hochachtung Herr Maierhofer, das ist genau die Sprache, die wehleidige, selbstbemitleidende von Gewerkschaften und populistischen Linkspolitikern verhätschelte Sozialschmarotzer verstehen könnten. Wenn alle die, die fähig wären sich durch Arbeit einen ordentlichen Lebensunterhalt zu erwirtschaften, dies auch tun würden, bliebe auch für diejenigen, die tatsächlich vom Schicksal benachteiligt sind, mehr Sozialleistungen von der Allgemeinheit übrig.

    • Pumuckl
      11. Oktober 2011 11:46

      Bravo Josef Maierhofer!

      Ihre Kommentare weisen Sie als kritischen Katholiken aus. Können Sie uns noch mitteilen, welche Rolle die Religion für die wunderbare Entwicklung Ihrer Familie spielte?

      @ Dr. Markus Deim
      Ich bin unter Bergbauernkindern aufgewachsen. Ein Beispiel: 4 Kinder, Schulweg
      täglich 3 Stunden von 900m Seehöhe auf 530. Alle Kinder immer unter den Klassenbesten. In der 2. Generation alle Matura, mehrere Akademiker.

    • Christoph
      11. Oktober 2011 11:55

      Bravo!

      Schade nur, daß das Zielpublikum nicht lesen kann/will.

    • Alfred E. Neumann
      11. Oktober 2011 12:18

      Danke, Josef Maierhofer! Das mußte einmal mit aller Deutlichkeit gesagt werden. Ich fürchte aber, der Pöbel, den Sie ansprechen, wird die Schuld wieder auf andere, nämlich "die Reichen" schieben. So hat er es ja von den anderen Schmarotzern gelernt.

    • A.K.
      11. Oktober 2011 12:28

      Kürzlich forderten Caritaspräsident Küberl und Caritasdirektor Landau in den Medien „...eine chancengerechte Bildungsreform“. Diese „politisch korrekte“ Bildungspolitik wird aber falsch, wenn Chancengerechtigkeit für Arme und/oder Migranten auf Kosten der Kinder von Eltern mit gutem Bildungsstand und/oder funktionierenden Familien (solche brauchen meist keine Kinderkrippe und erziehen auch u.a. durch persönliches Vorbild) durchgesetzt werden sollen. Solches wurde auch schon im Kommunismus praktiziert! Caritaspräsident Küberl sollte wohl eher die aktuellen Schriften betreffend ethischen Relativismus und weniger die Parteiprogramme der Linken lesen.

    • Martin Bauer
      11. Oktober 2011 12:49

      Grandios!
      Bitte als Leserbrief an den Standard, an das Profil etc.... aber erst nachdem der Artikel er im ECHO erschienen ist!!!

    • Vayav Indrasca
      11. Oktober 2011 12:51

      Ich rauche und saufe, wie's mir passt, und von dem weinerlichen Gesülze des Herrn Maierhofer lass ich mich schon gar nicht beeindrucken.

      Wie will man gegen die Linken/Guten/Korrekten gewinnen, wenn man selber genau dasselbe verzapft?

    • Samtpfote
      11. Oktober 2011 13:06

      Vayav Indrasca

      Kann es sein, dass Sie den Kommentar von Herrn Maierhofer nicht verstanden haben?
      Nach Konsumation von Alkohol und/oder nach einem Reflex, sollte man immer durchlesen, was man postet. So ungefähr 10x...

    • Josef Maierhofer
      11. Oktober 2011 14:10

      @ Vayav Indrasca

      Das sei Ihnen unbenommen, wie so vielen anderen, die sich angesprochen fühlen. Ich werde Ihnen nichts verbieten und auch nicht können und auch nicht wollen, nämlich, dass Sie tun und lassen können, was Sie wollen.

      Aber stimmt Sie das nicht nachdenklich, was Sie hier antworten ?

      Weinerlich sehe ich mich nicht, eher beruhigt, niemand was zu schulden, alles selbst geschaffen zu haben und echte Beiträge zu Österreich geleistet zu haben.

      Persönlich kann ich Sie beruhigen, dass ich selbst weder Alkohol trinke noch rauche, aber das war ja nicht die Aussage. Die sollten Sie vielleicht zuerst verstehen, bevor Sie antworten.

    • Brigitte Imb
      11. Oktober 2011 14:51

      Von der Neidgenossenschaft kann auch ich ein Lied singen, die hat mich bereits im frühen Volksschulalter drangsaliert.
      Mein Vater war Tierarzt, die Mutter das einzige Kind von sehr armen Bauern, die zwar einen Hof besaßen, der jedoch mehr baufällig als einträglich war. Nun, die Menschen der Kriegsgeneration nahmen die Sache selber in die Hand, arbeiteten u. sanierten. Auch bei uns war es nicht anders und obwohl es nicht dringend nötig gewesen wäre den Hof zu erhalten, eine Einnahmequelle war ja gegeben, bewirtschafteten wir diesen weiter, renovierten alles von Grund auf. Der Tagesablauf der Mutter begann um 4 Uhr früh - da wurden 20 Kühe gemolken, und ab 6 Uhr früh waren die Handwerker anwesend. Meine Großmutter erledigte den Haushalt samt riesigem Gemüsegarten, es wurde so viel als möglich selbst angebaut und erzeugt.
      Der Arbeitstag des Vaters dauerte oft bis spät in die Nacht und so ihn die Bauern grade einmal nicht benötigten für kranke Tiere, ging die Arbeit an Haus u. Hof weiter.
      Wir Kinder mußten dazu ebenfalls unseren Beitrag leisten und es gab keine Diskussionen sollte einmal an einem Sonntag die Notwendigkeit gewesen sein Heu zu machen od. andere Aufgaben. Also nix Schwimmbad, Arbeit war angesagt.
      Wenn ich zum Wochenende aus dem Internat heim kam wartete einmal die Küche das Bad und das Stiegenhaus auf mich, die Bauernstube u. das Wohnzimmer putzte die Mutter und Ausgehen war erst nach vollendeter Arbeit erlaubt. Wir waren auch nicht zu schön" od. zu "gut" den Schweinestall auszumisten, etc.
      Daß dazwischen auch für Albernheiten Zeit war versteht sich von selbst und dass wir einen ganz guten Lebensstandard vorweisen konnten war auf unseren Fleiß zurück zu führen.
      Die Neidgenossenschaft vernaderte uns Kinder wo es nur ging und Sätze wie "ihr habt´s es ja" waren an der Tagesordnung. Das ging sogar soweit, dass in der priv. Klosterschule meiner Schwester, die dortigen Lehrschwestern zu ihr meinten "Dein Vater sollte ohnehin das doppelte Schulgeld zahlen", denn wir "hatten´s" ja. Usw., usf., die wenigsten waren sich darüber bewußt, dass unser Wohlstand erarbeitet war.
      Das selbe Lied bei unseren 3 Kindern - "ihr habt´s es ja" - keine Einsicht, dass wir ohne Ausbildung und Fleiß womöglich auch so "arm" wie andere wären. Dazu ist noch zu sagen, daß auch unsere 3 Kinder, um ihr Taschengeld aufzubessern, neben Schule und Studium arbeiten, bzw. gearbeitet haben.
      Die Neidgenossenschaft sieht nur was jemand hat, aber nicht was jemand dafür geleistet hat.
      Die Neidgenossenschaft wird beständig größer, und es sind in erster Linie die, die sich ins Faulbett legen und nur sehen wozu es andere mit Fleiß gebracht haben und eben diesen Wohlstand will die Neidgenossenschaft durch Transferleistung erzwingen ohne sich dafür anzustrengen.

    • Josef Maierhofer
      11. Oktober 2011 15:00

      @ Pumuckl

      Ja, wir waren im Religionsunterricht, wie alle anderen, oder zumindest die meisten anderen auch und haben natürlich die Religion sehr ernst genommen und ein Gewissen entwickelt. Der Vater ist mit uns am Sonntag in die Kirche gegangen, während die Mutter meistens dann zu Hause das am Sonntag meist festliche Mittagessen vorbereitet hat, es gab da ja viel zu tun. Sie hat sich fast immer aufgeopfert für uns. Wir haben beim Essen gebetet und beim Schlafengehen.

      Wir waren aber weder zu Mystik noch zu Übertreibungen erzogen, sondern haben die wesentlichen Aussagen der Gebote und Worte Jesu in unser Gewissensbild übernommen. Da kam überall die Eigenverantwortung vor. Wir haben vor allem die praktischen Auswirkungen der Religion sehr stark beachtet, wie etwa, nicht zu stehlen, nicht zu lügen, sich ehrlich und rechtschaffen durchs Leben zu bewegen und Arbeit gelernt, denn ohne Arbeit gibt es kein ordentliches Leben, Arbeit ist ein hohes Gut, das man nicht verlieren darf. Als 10 Jähriger konnte ich schon Traktor fahren, z.B. und schon mehr als 10 Stunden auch schwere Bauernarbeit bei den beiden Nachbarn verrichten, in den Ferien. Wir haben gelernt, Partnerversprechen einzuhalten und auch unsere Kinder sind ordentliche, in die Gesellschaften integrierte Leute geworden, hier und auch im Ausland.

      Ich war auch 3 1/2 Jahre in einem Priesterseminar und als ich mit 16 sagte, dass ich zwar bis zur Matura bleiben wolle, aber kein Priester werde, war ich binnen 3 Stunden hinausgeworfen. Mit 16 habe ich also meine erste Wohnung in Wien erworben (Ferialarbeit als Kellner, zweite Schicht als Schankbursche und dazwischen noch 2 Nachhilfestunden), das hat gereicht für die Ablöse einer Mietwohnung, die mir der Vater etwas später als Tischler teilweise möbliert hat. Lange Zeit hatte ich das Gesellenstück meines Bruders, er wurde auch Tischler, wie der Vater, einen wunderschönen Schreibtisch, bei mir in Verwendung, der steht jetzt im Haus des Bruders an seinem Ehrenplatz.

      Ich bin der katholischen Kirche nicht gram, sind ja auch nur Menschen, die die Organisation der Kirche betreiben, und habe zum damaligen Kloster zu einigen von damals noch hin und wieder mal Kontakt.

      In die Kirche gehe ich nicht jeden Sonntag, aber zu den höheren Anlässen schon. Mein Gottvertrauen ist geblieben, aber ich wage es schon einmal, wie ich die Politik kritisiere auch die ausführenden Kirchenmänner zu kritisieren, wenn es Anlass dazu gibt.

      Für mich ist die Religion die Basis unserer Kultur. Im Mittelalter waren die Klosterschulen die einzigen, bis die Pioniertat einer Maria Theresia kam, die mit der Schulpflicht. Sämtliche karitative Tätigkeiten lagen bei der Kirche, sei es die katholische oder die protestantische. Die allermeisten Kulturdenkmäler von Bestand sind auch heute noch Kirchen und Klöster, obwohl eine enorme Haßwelle von links, völlig unbegründet, über die, bei uns überwiegend katholische, Kirche hinwegbraust und versucht wird durch importierte Islamisten das Werk zu vollenden. Das allerwichtigste aber sind die moralischen Werte, die sich natürlich nicht auf einzelne Versager, wie in der Mißbrauchsszene von links laut tönend verlautbart wird, sondern auf die in der Bibel und den Schriften angeführten Werte, wie auch weitgehend von der Kirche gelebten Beispielen gegeben ist.

      Man kann überall ein Haar in der Suppe finden, auch kritisch sein, auch Mißstände aufzeigen, aber man kann auch den Weg finden, wenn man nur bereit ist ihn zu suchen und zu gehen.

    • contra
      11. Oktober 2011 15:51

      @Brigitte Imb

      "Die Neidgenossenschaft sieht nur was jemand hat, aber nicht was jemand dafür geleistet hat."

      Für diesen zutreffenden Satz gebühren Ihnen schon einmal

      *********!!!

    • terbuan
      11. Oktober 2011 16:07

      Josef Maierhofer *****************************************!!!!
      Vielen Dank für Ihre ergänzenden Ausführungen!
      Sie sind für mich der größte und beste Poster dieses Forums!
      Wir sollten einmal eine besondere Ehrung für Ihre Leistungen für und in diesem Blog organisieren, ich glaube, viele meiner Freunde werden da mitmachen!
      Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße
      terbuan
      Machen Sie weiter so!!!

    • Alexander Renneberg
      11. Oktober 2011 16:46

      auch aus dem urlaub: sensationell!

    • Brigitte Imb
      11. Oktober 2011 17:07

      @ AR,

      sind´S wieder bei den "Reichen" im Tessin? *g*

    • Undine
      11. Oktober 2011 20:03

      @Josef Maierhofer

      Ihren Eltern kann man nur gratulieren! Diese Leistung soll ihnen erst einmal jemand nachmachen! Wenn eine der Kampfemanzen Ihrer Mutter mit dem dämlichen Schlagwort "Selbstverwirklichung" gekommen wäre, hätte diese vermutlich große Augen gemacht, denke ich. Kann es mehr Selbstverwirklichung geben als acht Kindern das Leben zu schenken und diese zu anständigen Menschen großzuziehen? Und für den Vater mag es auch eine große Befriedigung bedeutet haben, seine Familie mit eigener Hände Arbeit erhalten zu können. Die Frage nach dem Sinn des Lebens mußte Ihren Eltern keiner stellen.

    • Undine
      11. Oktober 2011 21:39

      @Vayav Indrasca

      "Gelebt, geliebt, geraucht, gesoffen und alles dann vom Doktor hoffen!"

    • Undine
      11. Oktober 2011 21:57

      @Brigitte Imb

      *******!

    • Pumuckl
      12. Oktober 2011 07:32

      @ Josef Maierhofer 11. Okt. 15:00
      Danke für erbetene Ergänzung!

      Sie haben in diesem Zusatzbeitrag die erwartete Beschreibung jener ordnenden Kraft beschrieben, welche die Kirche den kleinsten Zellen der Gesellschaft, den Familien zu geben vermag!
      Das müssten auch Atheisten und Agnostiker erkennen und fördern, sofern sie
      die Nützlichkeit solcher Familien für den Staat ehrlich wünschen.

      In der kommenden Nacht werden jedoch IRRATTIO & CO diesen Tagebucheintrag
      mit ihrem geistigen Unrat überschütten. Denn sie wollen eine Gesellschaft welche
      von Familien wie der Ihren und der von Dr. Makus Deim getragen wird, zerstören.

      Frankfurterschule des kritischen Sozialismus und der Popperismus sollen die offen geschmähte Welt heile Welt Ihrer Familien zerstören, und Platz für einen neuen Menschen in einer neuen Gesellschaft in einer neuen Weltordnung machen!

    • Josef Maierhofer
      12. Oktober 2011 08:52

      @ Pumuckl

      Aber, an die Linkswelt gewandt, sollte eine neue Weltordnung nicht FÜR die Menschen sein statt GEGEN die Menschen.

      Ich bemängle immer die Lieblosigkeit der Linkswelt, alles muss große Dimensionen haben, alles muss groß und edel klingen, alles muss verändert werden, nichts darf bleiben, was die Menschen brauchen würden, der Mensch zählt nicht, bloß die Ideologie und deren Durchsetzung. Alles eine Fassade ohne Inhalt, überall Verschwendung und Propaganda.

      Nach nun 40 Jahren dieses, leider geduldeten, freien Wütens und Austobens durch Österreichs Linke bekommen wir nun die Resultate in Form einer Schuldenrechnung, hauptsächlich verursacht von Links, und ich betone aus allen politischen Parteien Östertreichs kommend.

      Jeder, der nicht für sich selbst sorgen will, benützt die Linken für seine Faulheit und die unterstützen ihn.

      Ich bin schwer krank, viele meinen, ich sollte kranksheitshalber in Pension gehen. Das kommt für mich so lange nicht in Frage, so lange ich arbeiten kann. Diese Gesellschaft hat mir nichts geschenkt, ich ihr schon, genug, wenn ich meine Steuern allein betrachte, die ich gezahlt habe.

      Ich kenne in meinem Umfeld aber viele, allzu viele, die eigentlich in ihrem Leben nie gearbeitet haben und stets von der, bei uns üppigen, Sozialhilfe gelebt haben und gar nicht versuchen, etwas zu arbeiten.

      Da lobe ich mir meinen Armenier, der straffällig wurde und 9 Jahre durchgefüttert wurde samt Familienmitgliedern. Es hat unsere Behörde zwar von der Asylgewährung 2009 bis August 2011 gebraucht für die Ausstellung seiner Rot-Weiß-Rot-Card, aber bereits 1 Monat nach Ausstellung arbeitet er in einem gut bezahlten Job. Er hat gesagt, endlich ist diese Zeit des Wartens und des Nichtstuns vorbei.

      Stellen Sie sich einmal einige Tage zum AMS und schauen Sie sich die Vögel an, die dort alle 3 Monate vorbeiflattern, um weitere Sozialhilfe zu erhalten und interviewen Sie die Mitarbeiter des AMS, die völlig frustriert sind von der Arbeitsunwilligkeit vieler Staatsbürger und auch Ausländern, die schnell gelernt haben, wie man 'Sozialcash' betreibt, nämlich brutal und fordernd.

      Solange die Linken und vor allem auch die Grünen das unterstützen, können wir keine Verbesserung für Österreich erreichen.

      Der Exekutor klopft schon an Österreichs Tür und die Zinsen werden bald steigen, der Staat ist pleite, leergefressen von der Meute der Unanständigen, die glauben, man könne sich auf Kosten anderer (Formulierung meist: 'auf Staatskosten') selbst bereichern. Das geht vom unanständigen Politgehalt, über das unanständige Verwaltungsbeamtengehalt bis hinunter zum Arbeitsschmarotzer, der die Leistung nicht bringt (man denke an die sogar gewerkschaftlich organisierte Faulheit bei den ÖBB und bei Verwaltungsbeamten, die uns jährlich Milliarden kostet) und endet ganz unten beim Arbeitsverweigerer und Sozialschmarotzer.

      Dieses Land ist meine Heimat, äußerlich sehr, sehr schön, innerlich aber total verdorben, verschuldet und zerstört von unseren 'linken Agenten'. Das wird nun auch sehr bald offenbar sein.

    • brechstange
      12. Oktober 2011 22:22

      Ein Plädoyer für Eigenverantwortung, Subsidarität und Föderalismus, der in den Familien beginnt. Wie schön wärs, würden das viele beherzigen.

    • nometa (kein Partner)
      13. Oktober 2011 00:08

      Sorry, aber das "Früher-war-alles-Besser"-Gerede bringt mich zum Kotzen; früher war die Gewalt innerhalb der Familien noch viel größer als heute.
      Nur das stimmt: Die Reichen sind in der Regel nicht an der Armut anderer schuld. Dass aber alle Armen selbst an ihrer Armut schuld sind, ist leider ein ebenso großer Unsinn.
      Ich kenne ein paar, die sind so zerstört, kommen vom Alkohol nicht weg, können sich zu nichts motivieren und einfach nicht mit ihrem Geld umgehen... Denen zu sagen: "Selber schuld!", ist echt unglaublich zynisch.
      Was mussten diese Menschen durchmachen, dass sie so schlimm beinand sind?
      Kenne auch eine Irakerin, die unbedingt Deutsch lernen will, es aber einfach nicht schafft - die kann 100 Stunden Deutschkurse besuchen, sie macht einfach keine Fortschritte und ist schon total verzweifelt. Auch selbst schuld? Wer das behauptet, kann sich nicht einfühlen in andere. Das ist, wie zu sagen: "Na ja, die Fetten sollen sich halt beherrschen!" (Interessant: bei Magersüchtigen wird das nie gesagt...)

    • Josef Maierhofer
      13. Oktober 2011 15:33

      @ nometa

      Natürlich kann man einem Kranken nicht sagen, selbst schuld, auch wenn es stimmt, dass er seine Krankeheit selbst herbei geführt hat. Aber einem Gesunden, der krank spielt, oder einem Arbeitsfähigen, der Arbeit verweigert, denen kann man das schon sagen.

      Es geht schon dehr darum, wie viel Schlendrian und Faulheit bei uns eingerissen ist, sonst hätten wir nicht so einen Schuldenberg angehäuft. Es sich einfach zu machen und 'auf Staatskosten' zu leben, das sei aufs schärfste verurteilt, es sich einfach zu machen und seine Kinder abzuschieben, das sei aufs schärfste verurteilt, es sich einfach zu machen und die Arbeit wegzuschieben, durch überhöhte Forderung zu überteuern und damit aus dem Land zu jagen, einfach nicht selbst für sich zu sorgen, selbst zu denken, sondern Parteipropaganda nachzuplappern ohne zu denken, einfach leben zu lassen, statt selbst zu leben, einfach auf Kosten anderer leben zu wollen, das müssen wir verurteilen und ächten. Anständigkeit wäre gefragt.

      Es kann nicht sein, dass man eine kleine Ausnahme, wie etwa die unterentwickelte Sprachbegabung Ihrer Irakerin, zur Regel erhebt und ein Gestz daraus macht, das allen erlaubt, in dr 'Hängematte' zu liegen und sich nicht mehr anzustrengen. Das ist zu verurteilen, weil es enorm viel Geld kostet und die Schulden Österreichs treibt.

  42. Wolfgang Bauer
    11. Oktober 2011 08:50

    Der letzte Unterberger'sche Absatz: Goldene Worte, den Sozialdemokraten ins Stammbuch geschrieben. Oh, würden sie es doch ernst nehmen! Sie könnten sich und ihre Parteigänger vor dem Absturz retten...

  43. Observer
    11. Oktober 2011 08:46

    Wenn man - wie oben - den Reichtum vereinfacht auf zwei Ursachen stellt (ererbt oder selbst erarbeitet) muss man noch eine dritte Gruppe erwähnen: reich geworden durch illegale Machenschaften, Korruption, politisches Engagement usw., alles meist auf Kosten anderer.
    Bei der Aufzählung der Menschen, welchen sich den Wohlstand selbst erarbeitet haben, fehlt mir aber auch das persönlich und finanziell eingegangene Risiko, welches da immer mitspielt. Ausserdem ist es eine irrige Ansicht der unteren Bevölkerungsschichten, dass wohlhabende Leute (in der englischen Sprache unterscheidet man genau zwischen rich und wealthy) nur teure Havannazigarren und exklusive Champagnersorten konsumieren, vielmehr sind manche sehr grosszügig gegenüber der Allgemeinheit und unterstützen viele kulturelle und karitative Einrichtungen.
    Was schliesslich den Gesundheitszustand betrifft, so zeigen eben die vernünftig denkenden Menschen (dazu gehören auch die meisten Vermögenden) mehr Verantwortung für den eigenen Körper und haben nicht dieses linke Vollkaskodenken der breiten Bevölkerung, welches da lautet: die Gemeinschaft wird schon für alle meine Bedürnisse rechtzeitig aufkommen.

  44. terbuan
    11. Oktober 2011 08:23

    OT, aber sehr lesenswert:
    Bernhard Felderer (IHS) in einem Interview mit der "Presse" über Föderalismus, Verwaltungsreform und die Problembereiche Gesundheit und Pensionen.
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/699747/Felderer_Niemand-will-ein-Wiener-sein?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/696302/index.do&direct=696302

    • M.S.
      11. Oktober 2011 10:41

      @terbuan

      Ein ausgezeichnetes Interview. Felderer gehört seit vielen Jahren zu den kompetenten Mahnern und Kritikern an der Wirtschaftspolitik vieler Bundesregierungen. Leider wurde sehr selten auf ihn gehört.

  45. Anton Volpini
    11. Oktober 2011 06:59

    Zu diesem Thema sollte man unbedingt Werner Bechers Buch "Weicheier machen nicht satt" lesen!
    Er fährt mit diesen "Möchtegern-Intellektuellen" auf sehr witzige Art ab, enttarnt sie schonungslos als Weicheier und begründet historisch sehr interessant, warum der Begriff "Gutmensch" abzulehnen ist.
    Aus seiner kargen aber glücklichen Kindheit leitet er über in ein sehr erfolgreiches Berufsleben, und zeigt auf, was es heißt, stolz auf erreichten Erfolg sein zu können!
    Wie und warum die Weicheier ihm und allen anderen Erfolgreichen das neidig sind, und was dagegen getan werden kann, ist Thema dieses sehr, sehr lesenswerten Buches!

  46. Christoph
    11. Oktober 2011 06:37

    S.g. Hr. Dr. Unterberger!

    Sie haben vergessen zu erwähnen, dass die Reichen auch schönere Kinder haben. Ein reicher Mann zieht oft eine fesche Damen an. Damit wären noch zwei Vorurteile der Neidgesellschaft erwähnt.

    • Florin
      11. Oktober 2011 12:02

      "Fesche Damen" klingt aber ein bisserl zweideutig;)

    • cmh (kein Partner)
      12. Oktober 2011 10:06

      Bitte schon ordentlich gendern:

      Eine reiche Frau zieht auch oft schneidige Herren an.

      Ob die coniunctio aber wirklich felix ist, sieht man immer erst an den Nachkommen.

      Vom alten RA Stern geht daher auch der Sager:

      "Jetzt muss ich nur noch drei Jahre arbeiten, dann kann mein Sohn in Pension gehen."

      Dabei war der auch nicht ein wirklich schlechter Rechtsanwalt.

      Viele Unternehmer sind zudem auch Monomanen reinsten Wassers, in deren Schatten niemand groß werden kann.

      Also in einer Materie, in der man sowenig sagen kann wie bei der Aufzucht der Nachkommen, muss man schon entweder rot oder blöd (oder beides) im Hirn sein um zu glauben, hier mit einem dieser Sozenscherzgesetze etwas ausrichten zu können.

      Vielmehr sind es die roten Totengräber des Gemeinwesens, die diese (und andere) Gesetze als PR-gag initiiren und dann mit lauraschen Dackelfalten und treuherzigem Blick versichern, dass die roten Familienseilschaften sich hier alt zufällig ergeben haben, ansonsten aber immer die Besten der Besten der Besten und Roten zum Zuge gekommen wären.

      Wie man am lieben WErner sieht. Von mangelnder Gerechtigkeit der anderen reden und anstandsmäßig aber sowas von unterbelichtet sein, dass kann nur ein Roter sein.

  47. Helmut Oswald
    11. Oktober 2011 03:00

    Es zählt zu den Standard Verhaltensweisen der Möchtegern Intellektuellen, ein romantisierendes Bild der / des 'Arbeiters' zu zeichnen. Das stets ausgebeutete Proletariat, heute mit dem besseren Wort als Arbeiterschaft bezeichnet, ist bereits von der Begrifflichkeit her ein Irrtum. Der besteht - zum ersten - schlicht darin, daß der Begriff suggeriert, daß nur Arbeiter arbeiten. Arbeiter der Faust, Arbeiter der Stirn - Arbeiterdenkmäler - was ist das alles für ein hanebüchener Unsinn. Der stets heroisierende Blick, zumeist jüngerer Möchtegern Intellektueller - ich ergänze, meist aus sogenanntem bürgerlichen Milieu - zeichnet ein romantisch überhöhtes Bild des Arbeiters, das nur noch mit dem realsozialistischem Kitsch zu vergleichen ist, den - von Josef Stalin uber Ceausescu bis Kim Jong Il stets die gleichen Staatskünstler reproduziert haben und der hinsichtlich seiner Authentizität nur noch mit Mickey Maus oder dem Weihnachtsmann vergleichbar ist. Die Heroisierung der Banalität, ein meist entschlossener Blick, ergeben in den Nihilismus marxistischer Dialektik schmücken die Arbeiterdenkmäler den ganzen Planeten wie die langen Köpfe von den Osterinseln dieselben und geben uns Zeugnis von .... ja wovon eigentlich ? sicherlich zunächst einmal von einem der größten, kostspieligsten und blutrünstigsten Irrtümer der Menscheitsgeschichte, dem Sozialismus.
    Zweitens: kein Arbeiter, der tatsächlich einer ist, begrüßt seinen Status. Den bewundern nur jene, die ihren Blick - früher zumeist aus Nickelbrillen - auf die Arbeiterschaft aus den überquellenden Hörsälen politikwissenschaftlicher Studienrichtungen auf jenen Campus richteten, auf den sich gelegentlich Hausarbeiter im Blauzeug verirrten, die eine kaputte Glühbirne tauschten oder eine alte Sicherung zu tauschen hatten. Jeder Arbeiter, mit dem ich Zeit meines Lebens in Kontakt kam, hätte seinen Status sofort und mit großer Dankbarkeit gegen einen weit weniger heroischen, aber komfortableren eingetauscht. Die einzigen, die Arbeiterdenkmäler also für toll halten, sind die Ideologen (übrigens von ziemlich weit 'rechts' genauso.) Diese messen Arbeiterdenkmälern offenbar die Wirkungen eines Fetisch#s oder in einer Art marxistischer Heiligenverehrung eine tröstliche und heilende Wirkung zu, wenn wieder einmal die Wirklichkeit geneigt ist, linken Theorien hinsichtlich Staat und Gesellschaft zu derogieren.
    Nein - kein Arbeiter will einer sein oder ist gar stolz darauf, einer zu sein. Wer es ist, will von diesem Status nichts wie weg. Junge Arbeiter wollen den Porsche des Sohns vom Chef und auf dem Beifahrersitz die Tochter vom Chef. Ältere wollen die Kreditkarte vom Chef, seinen Schreibtisch samt eng vertrauter Sekretärin und seinen Mercedes. Aber eines wollen sie sicher nicht - Arbeiter sein.
    DA es aber der Arbeiter - nicht übersehen bitte - wenn überhaupt, dann ist das heute eine Minderheit von 17 % der Bevölkerung - zieht man die Facharbeiter ab, die Kraft ihrer Lohnzettel für diesen Steuerstaat schon zu den 'Reichen' zählen und schon lange nicht mehr rot wählen höchsten noch zwischen zehn bis zwölf Prozent - geschafft hat, sich in einem Sozialstaat wie dem unseren und mit Beratung durch die roten Sozialexperten von AK und Gewerkschaft einzurichten, dann braucht er, um als 'Arbeiter' zu überleben, sein Schicksal dauerhaft nur in die Hände der Sozialbürokratie zu legen - dann muss er nicht einmal mehr arbeiten um dennoch sein Leben vom Geld anderer bestreiten zu können.
    Niemand braucht mehr in Wahrheit Arbeiter. Diese sind mittlerweile so entbehrlich, wie der Puderzöpfe tragende Adel des vorrevolutionären Frankreich.
    Ein gewisser Humanmediziner namens Dr Guillotine hat sich ihrer eines tages angenommen ... obwohl sie mit ihrem kleinen Zierdegen und den Spitzenkostümen neben den Luois XIV Möbeln seinerzeit wohl alle recht adrett ausgesehen haben.
    Nein, diese Arbeiter braucht niemand mehr. Was wir brauchen sind Leistungsträger - aber diese werden von der alles beherrschenden sozialistischen Bürokratie und den Finanzbeamten ja systematisch ausgerottet. Weshalb wir den durschnittlichen Arbeiter - in der Regel ein Modernisierungsverhinderer - heute daran erkennen daß er entweder schwerst übergewichtig, oder Türke ist.

  48. libertus
    11. Oktober 2011 01:14

    Nachdem die Sozialdemokratie ihre wichtigsten Aufgaben nicht nur erfüllt, sondern bereits übererfüllt hat und deshalb die Gefahr besteht, daß ihr die Daseinsberechtigung abhanden kommt, ist sie seither mit dem Aufbau von Feindbildern, dem Schwingen der Faschismuskeule, dem Ausbau der PC-Religion sowie mit dem Schüren jeder Menge Neidkomplexe beschäftigt, obwohl - wie oben bestens herausgearbeitet - sämtliche seriöse Statistiken sie Lügen straft.

    Wenn jetzt noch die Parole ausgegeben wird, daß die Reichen sogar länger leben und die EU diese Ungerechtigkeit bekämpfen müsse, was folgt dann als Ultima Ratio und quasi als Pendant zur monetären Umverteilung?

    Man muß den Reichen viel mehr Leben und Gesundheit wegnehmen, um es den Armen zukommen zu lassen, oder?

    Es tun sich Abgründe an gewissen Parallelen auf..............! :-(





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