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Achtung Banküberfall

Vor unser aller Augen findet soeben der größte Banküberfall der Menschheitsgeschichte statt. Jedoch die Mehrheit der Bürger klatscht dazu. Wie das? Und wer ist der Täter?

Täter sind die Staaten Europas. Sie sind fast alle durch ihre sich ständig eskalierende Schuldenpolitik schwerst verschuldet, mit denen sie – beziehungsweise die jeweils regierenden Parteien – seit Jahrzehnten die Bürger bestochen haben. Und nun sehen sie wie so mancher Pleitier in einem großen Banküberfall den letzten Ausweg. Die Staaten kommen aber nicht etwa heimlich in der Nacht oder durch den Keller, sondern tagsüber durch den Haupteingang.

Auf diesen Kern lässt sich der Hintergrund der Groteske um die ständig verschobenen und vertagten EU-Gipfel bringen. Es geht dabei um nichts anderes als um die detaillierte Vorbereitung dieses Banküberfalls und um den Konflikt zwischen den einzelnen Bandenmitgliedern über die Aufteilung der Beute.

Da keiner der Staaten ernsthaft – was unweigerlich heißt: schmerzhaft – sparen will, ist die Schuldenlast der Staaten schon so erdrückend, dass immer weniger Geldbesitzer bereit sind, Staaten weiteres Geld zu borgen. Daher sollen die Banken jetzt gezwungen werden, auf mehr als die Hälfte ihrer bisherigen Forderungen an Griechenland verzichten. Und wenn sie das einmal bei Griechenland getan haben, dann werden sie in loser, aber unweigerlicher Folge auch Portugal, Italien, Spanien und bald auch Frankreich ihrer Schulden befreien müssen. Mittelfristig werden wohl sogar die Finanzminister Österreichs und Deutschlands nach einer solchen Entschuldung lechzen.

Gewiss: Der zwangsweise Verzicht auf Forderungen passiert auch in jedem Konkurs. Das ist Teil des normalen Lebens, auch wenn dadurch viele Gläubiger selbst in Konkursgefahr kommen.

Jedoch gibt es für Staaten gar kein Konkursrecht. Darauf haben die Eu-Staaten – nein, nicht vergessen, sondern vorsätzlich und damit schuldhaft verzichtet, als sie die gemeinsame Währung eingeführt haben. Die Staaten wollten und wollen unbedingt jene Konsequenz vermeiden, den ein formeller Konkurs hat: Ein Masseverwalter übernimmt an Stelle des Pleitiers das Kommando, verwertet alle Vermögensbestände, die er noch vorfindet, und teilt deren Gegenwert gerecht auf die Gläubiger auf.

Einen solchen Masseverwalter wollen die EU-Länder aber nicht akzeptieren. Lediglich Deutschland kommt jetzt – viel zu spät – darauf, dass man diesbezüglich die Verträge unbedingt ändern müsste. Die anderen wollen aber alle keine Vertragsänderung, weil das die politische und diplomatische Klasse in allzu demütigender Weise entmachten würde (oder weil man es einer Boulevardzeitung versprochen hat . . .).

Dennoch hat man einst die gemeinsame Währung eingeführt, obwohl sie ohne ein Konkursrecht extrem krisenanfällig ist. Durch den gemeinsamen Euro ist nämlich das in der Praxis meistverwendete Ventil zur Verhinderung einer Pleite weggefallen: Das war die Abwertung der nationalen Währung samt dem damit verbundenen kräftigen Schnitt durch alle Einkommen und Vermögen jenes Landes.

Ohne Möglichkeit eines Staaten-Konkurses kann man aber nach geltendem Recht auch die Banken und sonstigen Sparer und Anleger nicht zwingen, auf einen bestimmten Prozentsatz ihrer Forderungen zu verzichten. Zwar haben die Banken im Sommer zu einem Großteil freiwillig zugesagt, im Gegenzug für die Garantie ihrer restlichen Forderungen auf 21 Prozent der Forderungen gegen Griechenland zu verzichten.

Bei einem Forderungsverzicht in Höhe der nun zur Diskussion stehenden 50 bis 60 Prozent wird es aber eine sichere Konsequenz geben: Eine Reihe von Gläubigern wird das nicht akzeptieren, sondern Exekution gegen Vermögenswerte Griechenlands führen, sobald sie dieser irgendwo habhaft werden. Das kann etwa zur Beschlagnahme von Flugzeugen oder Schiffen führen. Das kann auch jedes griechische Bankkonto in der Welt treffen. Womit ein Euroland praktisch vom internationalen Wirtschaftsleben abgeschnitten wäre.

Überdies würde ein erzwungener Forderungsverzicht dazu führen, dass auch die Anleihen aller übrigen Euro-Staaten von potenziellen Geldgebern als wackelig angesehen werden. Was zumindest zu erhöhten Zinssätzen für weitere Anleihen irgendeines europäischen Staates führen würde. Einschließlich jener Deutschlands. Das versucht die EU zwar nun durch den nächsten Gewaltakt zu verhindern, indem den Rating-Agenturen die Veröffentlichung der Bewertung von europäischen Krisenstaaten verboten werden soll. Wenn mein Spiegel ein hässliches Bild zeigt, schlage ich ihn halt kaputt. Aber das wird China&Co nur erst recht zögerlich machen, weitere Kredite Richtung Europa zu vergeben.

Daraus folgt nun fast zwingend die nächste Etappe des Bankraubs: Die Staaten versuchen jetzt, die Banken direkt zu enteignen. Denn sobald die Staaten als Eigentümer die Kontrolle über die Geldinstitute haben, werden diese verstaatlichten Banken plötzlich wieder – Überraschung, Überraschung – Kredite an Griechenland&Co vergeben und „freiwillig“ auf ihre alten Forderungen verzichten. Das Ganze wird dann euphemistisch „Umschuldung“ genannt, damit ein Teil der Sparer so blöd ist, sein Geld weiter in solchen Staatsbanken zu lassen – wenn sie nicht überhaupt per Gesetz dazu gezwungen werden.

Die Enteignung der Banken wird natürlich nicht freiwillig erfolgen, sondern durch Gewalt. Man zwingt die Banken zu Kapitalerhöhungen durch Eintritt des Staats als Aktionär. Banken, die sich dagegen wehren, bekommen die vielfältigsten Daumenschrauben angesetzt. Denn die Bankräuber können blitzschnell in die Rolle des Bankenaufsehers wechseln.

So hat es schon in der Vorwoche Hausdurchsuchungen der EU-Kommission bei allen großen Banken gegeben. Dies geschah unter dem Vorwand eines bis dahin von niemandem geäußerten Vorwurfs, dass die Banken den Zinssatz des Euribor manipulieren würden. Was nach Ansicht vieler Experten technisch gar nicht möglich ist.

Gleichzeitig setzt man die Banken auch durch ständige europäische Stresstests unter Druck: Noch im Sommer haben die politisch bestellten „Experten“ erklärt, dass die europäischen Banken einen zusätzlichen Kapitalbedarf von 2,5 Milliarden haben. Jetzt ist plötzlich von 80 Milliarden Euro die Rede. Ob da noch irgendetwas glaubwürdig ist, ist der Politik längst völlig egal. Sie kämpfen um das Geld der Banken und nicht mehr um die eigene Glaubwürdigkeit.

Besonders grotesk ist der doppelte Vorwurf der Staaten an die Banken, mit denen diese auch moralisch auf die Anklagebank gesetzt werden: Die Banken hätten den Staaten erstens zu viel Geld geborgt, und die Banken würden zweitens den Staaten jetzt kein Geld mehr borgen. Zwar werden diese beiden einander zu 100 Prozent widersprechenden Vorwürfe meist nicht – wie hier – in einem Satz zusammen formuliert; in gewissem zeitlichem Abstand geniert man sich aber keineswegs, so widersprüchliche Anschuldigungen zu erheben.

Die Staaten schweigen hingegen total in Hinblick auf ihre eigene Mitschuld beziehungsweise auf jene der im Staatsbesitz befindlichen Nationalbanken: Diese haben nämlich durch die Basel-Abkommen offiziell dekretiert, dass Kredite an Staaten absolut sicher seien, daher auch nicht durch irgendwelche Bankreserven abgesichert werden müssten. Das erhebt freilich den Vorwurf der Staaten an die Banken, zu viele Kredite an Staaten vergeben zu haben, endgültig in den Bereich des Absurden.

Ein weiteres Instrument der Staaten, um den Weg zu den Banktresoren freizubekommen, sind neue Steuern: Bankensteuern, Kursgewinnsteuern, Finanztransaktionsabgaben. Das schmälert die Eigenkapitalbasis der Banken beträchtlich. Und gleichzeitig schreibt man den Banken höheres Eigenkapital vor, um sie noch weiter sturmreif zu schießen.

Überdies wird ständig auch von noch weiterem „Regulierungsbedarf“ geredet. obwohl die Banken seit langem extrem detailliert reguliert und kontrolliert sind. Die Möchtegernregulierer, also die Staaten, sind hingegen bei ihrer leichtfertigen Schuldenpolitik praktisch überhaupt nicht reguliert. Obwohl drastische Sparsamkeit der Staaten der einzige funktionierende Weg zur Sanierung wäre. Schuldenbrems-Regeln wie die Maastricht-Kriterien hat man einfach ignoriert.

Beim zweiten Objekt ihrer Begierde, dem Steuerzahler, kommen die Staaten mit weiteren Auspressaktionen derzeit schlecht voran. Davor schützt uns derzeit noch der deutsche Bundestag und das deutsche Verfassungsgericht ein wenig, die beide weitere Haftungen und Geldflüsse zugunsten der Schuldenstaaten verhindern.

Daher bleibt den Euro-Staaten nur noch der gefinkelte Plan des hier skizzierten Banküberfalls. Erstaunlich ist lediglich: Die Sparer (ob über Sparbuch, Anleihendepot, Lebens- oder Rentenversicherung) begreifen gar nicht, dass sie dessen eigentlichen Opfer sind. Sie bejubeln sogar zum Gutteil diesen Überfall, weil sie den vom staatlichen Propagandaapparat ausgestreuten Schauermärchen glauben, dass die Banken die Schuldigen an der Katastrophe seien und dass dort noch viel Geld zu holen sei.

Nur noch eine letzte Zahl, um zu zeigen, dass den Staaten dieses Aufbrechen aller Banktresore gar nicht viel helfen wird: Denn beispielsweise Österreichs Staatsverschuldung wird zu 80 Prozent von ausländischen Gläubigern gehalten. Die könnte man aber nur noch durch Einsatz des Bundesheeres berauben. Aber das steht leider derzeit fast zur Gänze als Kinderspielzeug am Heldenplatz . . .

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alle Kommentare

  1. Nelda (kein Partner)
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  9. Günther Hoppenberger (kein Partner)

    Schuld sind weder die Staaten, noch die Banken, sondern das bestehende System der Geldschöpfung, das es den Banken ermöglicht, Staaten in Geiselhaft zu nehmen.

    Schulden und Guthaben sind immer gleich hoch. Verlangt man Schuldnern ihre Schulden zu senken, sollte jedem Kleinkind klar sein, dass damit natürlich auch die Guthaben (=Forderungen auf Geld) sinken. Das wollen "die Märkte" und deren Profiteure nicht einsehen.

    Auch namhafte Blogschreiber scheinen nicht zu wissen, dass es ohne Schulden kein Geld gäbe.



  10. ViennaCodePoet (kein Partner)

    @Wertkonservativer

    Machen Sie Frieden mit sich selber ...

    Was soll mein dem Wahnsinn verfallene Onkel sagen, präzise der angeheiratete Gatte der Schwester meines Vaters?

    Jung, dumm, ein "von" auch noch, groß, blauäugig, sportlich. Mit der Waffen-SS auf Rückzug - per Zufall die Route über Dresden genommen ...

    Nun ja ... aufräumen war angesagt... ersparen wir uns die Details...

    Als Kind war er mein Held - erstens hatte er einen internationalen Beruf - Logistikdienstleistungen verkauft. Zweitens hatte er etwas abgehobenes, nicht ganz irdisches an sich - etwas lapidares trifft es noch besser.

    Nun ja... im hohen Alter kam dann die Lebensgeschichte heraus und er ist langsam dem Wahnsinn verfallen .... nein ... eigentlich nicht, er hat nur immer klarer gesehen... und das hat ihn langsam komplett zerrüttet....

    nämlich: zu viele Verbohrte, lernen zu wenig...



  11. Aron Sperber (kein Partner)

    Schuld seien laut Spiegel nicht die Schuldenmacher, sondern der Kapitalismus.

    Augstein will den Kapitalismus daher wie die Atomenergie einfach abschalten:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/10/27/einfach-abschalten/



  12. sosheimat (kein Partner)

    Was für Ignoranten in der EU regieren, sieht man daran, daß die Regierungschefs heute Nacht freudestrahlend einen epochemachenden, griechischen Schuldenschnitt um die Hälfte verkündet haben, eine Maßnahme, die sie 18 Monate lang strikt und vehement mit aller Schärfe abgelehnt haben.
    „EU-Gipfel ist Desaster“

    http://sosheimat.wordpress.com/2011/10/27/eu-gipfel-ist-desaster/



    • ViennaCodePoet (kein Partner)

      Teufel aber auch, das Normalste was geschehen konnte.

      Das einzige Problem der Europäer - es kann ihnen so gehen wie Argentinien,Chile, Philippinen, Neu Seeland, etc....

      Dieses Festhalten an einer phantasierten kulturellen Sonderrolle scheitert eben wieder einmal komplett. Muss es auch - denn, den konsolidierten Schnittstellen (vulgo globalisiert) der Finanzmärkten ist das mittlerweile vollkommen wurscht.

      Und ich habe an euch raunzenden, finanziell Inkompetenten genug verdient. Meinetwegen ein Schnitt von 100% und aus...

      Die Spielregeln sind halt so... wer andere Spielregeln möchte ... muss etwas anderes wählen...

      Ich schätze übrigens eine Haltung die ich selbst Konsequentialismus nenne - falls ich schon eine politische Haltung habe, dann bitte auch die Konsequenzen mittragen.

  13. cmh (kein Partner)

    Money is what money does.

    Nur was tut das Geld eigentlich? Vor allem, was macht das Geld, das wir gerade nicht brauchen?

    Nun, das Geld, das nicht irgendwie von Sachwerten gedeckt ist, macht einfach Unfug.



    • xRatio (kein Partner)

      Wer schreibt, daß "Geld Unfug macht", macht selbst Unfug.
      Geld "macht" gar nichts, auch keinen Unfug.

    • cmh (kein Partner)

      Danke für Ihren witzlosen Einwand.

      Aller Wahrscheinlichkeit nach haben Sie wohl Ihr für die Pensi Erspartes in Tiegerfonds angelegt.

      Komplett sinnlos. Oder wollen Sie behaupten, dass Sie da einen Durchblick hätten?

  14. schreyvogel

    Aus nichts kommt nichts! Man kann Banken nicht mehr wegnehmen als sie besitzen.
    Wenn durch erzwungene Forderungsverzichte das Eigenkapital und die Rücklagen aufgebraucht sind, dann ist dort für den Staat nichts mehr zu holen, er müsste die Banken vielmehr wieder sanieren.

    Der Staat muss sich das Geld daher dort holen, wo noch eines es ist, nämlich bei den Privaten. Der Weg über neue und alte Steuern ist überaus schwierig und langwierig. Der Weg über Einsparungen ist noch schwieriger. Beide Wege führen zur sicheren Abwahl bei den nächsten Wahlen.

    Der einfachste und eleganteste Weg ist die Herbeiführung einer Hyperinflation indem der Staat die Zentralbank zwingt, weiterhin die Banken und ihre Kunden (speziell den Staat) unbegrenzt zu praktisch null Prozent Zinsen zu refinanzieren. Damit kann der Staat seine Schuldenwirtschaft noch einige Zeit lang weiter betreiben, bis dieses Schuldenkarussel den Geldumlauf dermaßen aufgebläht hat, dass über Nacht alles zusammenbricht und ein Ei plötzlich eine Milliarde Euro kostet.

    Damit sind alle Nominalwerte vernichtet, die Schuldner sind entschuldet, die Gläubiger sind verarmt, und unsere Politiker können alles von Grund auf neu und sozial gerecht wieder aufbauen.

    Was noch fehlt ist ein schöner Name für die Geschichtsbücher. Mir schwebt so etwas vor wie die "Große Faymerkozy-Lastenabschüttelung".



    • cmh (kein Partner)

      Also den Teil mit dem "Fay-" sollten Sie sich noch besser überlegen.

      Die Stelle ist doch einfach leer. Mit wieviel mehr Recht gebührt die Stelle dem geliebten Führer Kim aus Korea. Wir sollten alle voller Vorfreude auf dieses vorbildlich geführte LAnd blicken und von den Koreanern lernen, mit wieviel nichts man jahrelang auskommen kann.

      Und ohne Militär kann man nur im Überfluss leben.

  15. november (kein Partner)

    In den letzten Jahrzehnten sind Banken und Politiker eine fruchtbare Symbiose eingegangen. Regierungen kaufen sich mit Krediten Wählerstimmen, und die Banken haben damit sehr gute Geschäfte gemacht. Banken können Verluste in dreistelliger Millionenhöhe in Milliardengewinne umschreiben, die Manager bekommen dafür fette Boni, und wenn eine Bank wackelt, wird sie vom Steuerzahler unterstützt. Mitleid mit Banken ist unangebracht, die Rechnung zahlen ohnehin immer wir.



  16. Torres (kein Partner)

    Die wohl einzig entscheidende Aussage steht erst im vorletzten Absatz: es werden ja nur vordergründig die Banken "beraubt", in Wirklichkeit ausschließlich die Bankkunden, Sparer usw. Erhöhte Kosten geben die Banken ja bekanntlich sofort weiter, in Form von niedrigeren Sparzinsen, höheren Kreditzinsen, höheren Depot- und Aktienmanagementgebühren usw. Also letztlich zahlt alles die Bevölkerung, also wiederum die Steuerzahler.



  17. AppolloniO (kein Partner)

    Ganz so leid tun mir nun die Banken auch wiederum nicht. Haben diese doch zum Minizins von 1,5% unbeschränkt Geld von der EZB erhalten. Schwups, hat man die Millionen in bis dahin gesicherte Staatsanleihen gesteckt und kassierte zuletzt jahrzentelag Zinsen in zweistelliger Prozenthöhe. Also die Banken lukrierten mit dem Zins-Spread ohne Risiko Milliarden. Und das ohne auch nur einen Euro als Absicherung zu benötigen.

    Das ist als ob man beim Roulett nach dem Ruhen der Kugel im Spielkessel noch setzen dürfte. Es war höchste Zeit für ein rien ne va plus!



  18. Neppomuck (kein Partner)

    Ob blöd und faul, ob fleißig und clever, diese Feststellung von Polonius (eines „Politikers“) hätten sich die (fremdes Geld) ausleihenden Banker genau so wie die Politiker zu Herzen nehmen können:

    Hamlet, Erster Aufzug, 3. Szene:
    Polonius, Laertes.

    Polonius: “Kein Borger sei und auch Verleiher nicht;
    sich und den Freund verliert das Darlehen oft,
    und Borgen stumpft dazu der Wirtschaft Spitze.

    Original: “Neither a borrower nor a lender be;
    For loan oft loses both itself and friend,
    And borrowing dulls the edge of husbandry.”


    Einem Defraudantos Bankrottopulos oder einem Cavaliere Negligenza Di Crida sollte man eben nicht mehr Geld in den Rachen schmeißen, als der zurückzuzahlen in der Lage ist.

    „Too big to fail“ gilt nicht nur für Banken.
    Denn hat einer 50.000,- €uro Schulden bei seiner Bank, dann hat er ein Problem, wenn er die nicht zurückzahlen kann, hat aber ein Staat 50 Milliarden Schulden (oder mehr) bei den Banken, dann haben die Banken eines, und das schon, wenn es mit der Bedienung der Schulden nicht mehr klappt.

    „Bonus, gib mir meine Millionen wieder.“
    Frei nach Kaiser Augustus (63 vor bis 14 nach Chr.): „Vare, redde legiones meas“.
    Anno domini 09, nach der Schlacht im Teutoburger Wald.



    • cmh (kein Partner)

      neppomuck

      die Worte des Polonius richten sich an den ausziehenden Jüngling. Nicht um den väterlichen Wechsel für den Studenten wird bei uns gezockt - nein es ist die Rente für das arme alte Mutterl und für das sauer Ersparte.

  19. sqvjzk (kein Partner)

    1922 stand Österreich vor dem gleichen Problem wie Griechenland jetzt: das Land war pleite. BK Seipel ging zum Völkerbund, um Hilfe zu erbitten. Die Antwort war zunächst nein. Erst als Seipel mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland drohte, da dieser ohne finanzielle Hilfe von außen unausweichlich sei, lenkte der Völkerbund ein und schnürte ein entsprechendes Paket, das ebenso wie jetzt von den Banken getragen wurde: die Banken gaben das Geld, die Staaten übernahmen die Ausfallshaftungen. Österreich war damit wirtschaftlich und auch politisch (pol. vorerst) gerettet. Und Österreich hat das Geld auf den Groschen genau zurückbezahlt, die letzte Rate 1977.
    Wer jetzt gegen dieses Paket für GR wettert, sollte daran denken. Und wenn es um die Schuldfrage geht, bitte nicht zu vergessen, dass Ö damals ebenso wie GR jetzt an seiner Pleite selbst schuld war. Das Land hat einen Krieg begonnen und Kriege kann man auch verlieren.



    • Celian

      Die Erste Republik Österreich wurde 1918 gegründet. Wie hätte sie da den Ersten Weltkrieg anfangen können?

    • sqvjzk (kein Partner)

      Die 1. Republik war Rechtsnachfolger der Monarchie. Eigentlich war die 1. Rep. derselbe Staat, nur wesentlich kleiner und mit einer anderen Regierungsform. Es blieben ja auch viele Gesetze aus der Monarchie in der 1. Republik bestehen. Manche Gesetze bestehen bis heute.

    • cmh (kein Partner)

      Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.

      Es muss doch eindeutig festgehalten werden, dass Griechenland nicht gerade einen Krieg gegen das restliche Europa verloren hat, sämtlicher Industrien beraubt wurde, einen hohen Blutzoll leisten musste und die Geldgeber nicht nur einfach die Garotte etwas lockern, sondern echtes und eigenes Geld geben müssen.

    • sqvjzk (kein Partner)

      Der Völkerbund vertrat damals eindeutig den Standpunkt: Österreich hat einen Krieg begonnen und diesen verloren. Das Verlieren eines Krieges ist meistens mit Gebietsverlusten verbunden. Das war auch vorher und nachher so. Hätte Österreich diesen Krieg nicht begonnen, hätte es auch keine Gebiete und Industrien verloren. Selbst schuld.
      So dachte der Völkerbund (und ich verstehe diesen Standpunkt), nur als dann mit dem Anschluss an Deutschland gedroht wurde, vertrat der Völkerbund wiederum den Standpunkt, da sei die Anleihe das geringere Übel.
      Fazit: Bei der Schuldfrage braucht es keinen Vergleich, die ist da wie dort gegeben. Österreich war an seiner damaligen Misere sogar mehr Schuld als die Griechen jetzt , denn etwas Schlimmeres als einen Krieg zu beginnen kann ein Staat kaum tun.

    • cmh (kein Partner)

      Komisch:

      Warum hat Ö damals mit einem Beitritt zum DR drohen können? Die 14 Punkte haben das ja nahegelegt. Außerdem gehörte Österreich immer und in den damaligen Ansichten auch noch ohne weiteres zum Deutschen Reich.

      Es kann möglicherweise in einer sehr simplifizierenden Betrachtungsweise gewisse Ähnlichkeiten zwischen einem Konkursfall mit mehr oder weniger betrügerischer Krieda und einem verlorenen Krieg geben. Sachwerte sind einfach weg. Aber man sollte doch daran festhalten, hier an einen Unterschied bestehen zu lassen.

      Frösche mit abgeschnittenen Beinen können nicht springen (Ö), Frösche in falscher, weil zu kalter Umgebung (Gr) können nicht.

    • sqvjzk (kein Partner)

      Sie wissen aber schon, dass im Vertrag von St. Germain der Anschluss von Ö an D verboten wurde, oder? Der Völkerbund wollte offenbar ein Szenario vermeiden, nach dem Ö zum Anschluss quasi dennoch gezwungen war und die anderen Staaten ebenso gezwungen waren, das zu akzeptieren. Und ob Ö jemals Teil des dt. Reiches war (ausgenommen von 1938-45) ist eine ideologische Frage. Für mein Verständnis ist das hl. römische Reich, auf das Sie offenbar anspielen, ein Gebilde ähnlich der heutigen EU gewesen, also bestenfalls ein Staatenbund. Es gab zwar den röm.- dt. Kaiser, aber sonst nur sehr wenig gemeinsame Institutionen. Das reicht nicht, um Teil eines anderen Staates zu sein. Australien und Kanada sind auch kein Teil von UK, obwohl das Staatsoberhaupt das gleiche ist.
      Und sorry, wenn Sie in einem verlorenen Krieg nur einen Konkursfall sehen, sollten Sie an ihrem Sinn für Moral arbeiten. Wenn Sie einen Unterschied wollen, bitte sehr: Ö hätte sich die Pleite 1922 mehr als GR jetzt verdient - als Warnung, wozu ein verlorener Krieg führen kann. Fangen Sie ihn erst gar nicht an!
      Und was können Frösche in falscher, weil zu kalter Umgebung nicht? Hüpfen? Quaken?

    • Pumuckl

      @ sqvjzk

      . . .hat einen Krieg begonnen . . .

      Österreich hat einen Krieg erklärt, das stimmt. Serbien wurde für die Anstiftung des Krieges die Erfüllung des Traumes von Großserbien in Aussicht gestellt. Die Rolle der französischen Freimaurerloge Großer Orient, sowie von in Serbien als Militärausbildner tätigen britischen Geheimdienstoffizieren war in Österreich schon während des Wk I bekannt!
      Eine handschriftliche Notiz des serbischen Regierungschefs über die Bewaffnung der Mörder des Thronfolgerpaares ist im Besitz unseres heeresgeschichtlichen Museums.

      Begonnen hat der erste Weltkrieg in Wahrheit mit dem Bau der Konstantinopel - Bagdadbahn durch die deutsche Bank unter Helferich. Dieser Bahnbau bedrohte britische Transportmonopole im Suezkanal, und hätte Deutschland u.a. die Schürfrechte in den reichen Erdölfeldern von Kirkuk gesichert.

      ENGLAND UND SEINE GROSSBANKEN SAHEN WIEDER EINMAL IHRE INTERESSEN BEDROHT, UND STIFTETEN IN BEWÄHRT INTRIGANTER WEISE SERBIEN ZUR ORGANISATION DES TROHNFOLGERMORDES AN.

      Österreich - Ungarn war damals Großmacht! Serbien wurde von der noch größeren Macht England angestiftet die Rolle des Schurkenstaates zu spielen.

      Quelle u.a. : F. William Engdahl " MIT DER ÖLWAFFE ZU WELTMACHT Der Weg zur neuen Weltordnung "

      Deutsche und österreichische Schulgeschichtsbücher liefern solche Informationen nicht!

    • sqvjzk (kein Partner)

      Interessant, dass in diesem Forum auch einmal eine "linke" Quelle angegeben wird. Wenn man sich einen persönlichen Nutzen davon verspricht, ist die pol. Gegnerschaft auf einmal doch nicht so groß, oder?
      Aber wie auch immer, auf solche Theorien gebe ich nichts. Es kann auch jetzt, 97 Jahre nach dem Attentat in Sarajewo, kein Interesse mehr bestehen, da noch irgendetwas zu verschleiern. Warum auch? Da waren noch ein anderer Krieg und andere friedliche Ereignisse dazwischen, die die jetzige Politik viel deutlicher beeinflussen als die Nachkriegsordnung nach dem 1.WK. Und auch wenn es so gewesen wäre, wie Sie schreiben, Österreich hätte den 1. WK nicht erklären müssen. Und es wäre auch besser gewesen, es nicht zu tun. Ö kann froh sein, damals die Völkerbundanleihe erhalten zu haben, so wie die Griechen jetzt froh sein können, dass ihnen geholfen wird. Auf jeden Fall sollten wir in Ö schon daran denken, dass unser Land auch einmal in dieser Situation war und die damalige Lösung der jetzigen sehr ähnlich war.

    • Pumuckl

      @ alle Co - Kommentatoren

      Geschichtsschreibung ( aller ! ! ! ) Sieger ist immer zumindest verzerrt, wenn nicht erlogen - somit immer schlechtes Beweismittel für Dispute.

      Wer historische Vergleiche mit Österreichs Situation von 1922 vorbringt will ja nur vom Kern des Themas ablenken:

      ° Die gigantische Dimension des Desasters. Im kleinen Griechenland versickern Milliardenbeträge, welche das Wahnsinnskonstrukt Euro im Bestand gefährden.
      Größere Volkswirtschaften, wie Spanien und Italien werden wohl bald den Wohlstand des ganzen Kontinents zerstören!

      ° Die zahlreichen Ökonomen vieler Staaten, Institutionen, Banken und Versicherungen, welche aus unterschiedlicher Perspektive für das europäische Finanzsystem verantwortlich sind, VERFÜGTEN SEIT VIELEN JAHREN ÜBER ZAHLREICHE INDIKATOREN, WELCHE DIE AKTUELLE FINANZKATASTROPHE ANGEKÜNDIGT HABEN. WARUM GRIFFEN SIE NICHT EIN ?

      Von allen Veröffentlichungen, welche eine Finanzkrise ziemlich genau für die Zeit ankündigten in welcher sie dann auch begann, stammen zu 80% von Technikern.
      Sind Techniker besser als Ökonomen mit Verantwortungsbewußtsein und Urteilsvermögen ausgestattet?

      JEDENFALLS SOLLTEN ÖKONOMEN FÜ FEHLLEISTUNGEN VON DER STRAFJUSTIZ MIT DER GLEICHEN STRENGE WIE ETWA EIN ZIVIELINGENIEUR DER FÜR DIE FALSCHE STATIK EINES GEBORSTENEN STAUDAMMES VERANTWORTLICH IST ! ! !

      @ sqvjzk 28. 10. 09:07
      " . . . . auch einmal linke Quelle angegeben . . . " Engdahl scheint mir weder links noch rechts, sondern der Wahrheit verpflichtet zu sein. Das hoffe ich auch für mich in Anspruch nehmen zu dürfen. Jedenfalls wurde es mir von Prominenten beider Seiten bestätigt, und ich freue mich auch darüber.

  20. HDW

    In Italien, wo die Politische Kreativität Europas ihr Laboratorium hat, sitzen die Schuldenmacher auf derselben Bank: extreme KattoKommunisten, NeoFaschisten und natürlich der von Steuern befreite Vatikan und geifern zusammen mit den linken EU-Abgeordneten gegen die von der Mehrheit gewählte, Sozialliberale Regierung. Wonach rufen diese Gespenster vergangener Jahrhunderte? Nach einer Welt - Staatsbank, nach dem Modell der (ökonomisch am Monopoly-Geld) untergegangenen kommunistischen Staatsbanken. Der Weisheit letzter Schluß der EU scheint zu sein: "Um die Wirtschaft des Westens zu besiegen, muss man zuerst sein Geld zerstören" W.I. Uljanow gen. Lenin



  21. Politicus1 (kein Partner)

    Exekution gegen griechisches Vermögen in aller Welt?
    Da gibt es bereits das Beispiel Argentinien.
    In Deutschland haben Gläubiger es versucht, argentinisches Staatseigentum (z.B. ein Schiff) zu beschlagnahmen - so weit ich weiß, ohne Erfolg...
    Positiv an der ganzen Geschichte wäre es aber, wenn sich unsere Banken wieder rasch auf ihre eigentlichen Geschäftsaufgaben besinnen würden. Vielleicht wäre es auch hilfreich die umgetauften BANKEN wieder in SPARKASSEN zurück zu führen, damit wieder verantwortungsvolles Denken bei den Vorständen einkehrt...



  22. Heri (kein Partner)

    OK, die Staaten haben sich also (zu viel) Geld von den Banken geborgt und können es nicht zurückzahlen. Die Nutznießer waren (neben den korrupten Politikern) die Wähler. Das Geld in den Banken stammt aber auch von genau diesen Wählern (Spareinlagen, Pensionsfonds, etc). Die meisten betroffenen Banken sind ja eh Europäische Banken. D.h. für mich nichts anderes, dass die Spareinlagen enteignet wurden und unter dem Volk verteilt wurden. Wo ist da der Unterschied zu einer Steuer?
    Ich frage mich nur, ob der Sparer das merken wird. Solange die Sparer nicht panisch zur Bank laufen um ihr Geld abzuheben, sollte es ja keiner merken. Denn die Zahl am Sparbuch bleibt ja gleich egal ob das Geld wirklich vorhanden ist und die meisten Sparer wollen eh nur ihre Zahl wachsen sehen und heben nur selten ab. Also: alles kein Problem??



  23. Segestes (kein Partner)

    Gestern stand ich wieder einmal kurz davor, den Fernseher anzubrüllen.
    Die vom ORF in Brüssel platzierten EU-Sektierer, mit ihrer permanenten
    Schönfärberei, gehen wirklich auf keine Kuhhaut mehr.

    Diese ständig manipulierenden Volkspädagogen sind brandgefährlich
    und spotten jeder demokratische Informationsgesellschaft.



  24. xRatio (kein Partner)

    Glänzender Beitrag, Herr Dr. Unterberger!

    Besser und fundierter kann man die lächerliche Hatz der Politruks auf die Privatbanken kaum noch auf den Punkt bringen.

    Kompliment und volle Zustimmung !


    xRatio



    • xRatio (kein Partner)

      Wer schon IMMER jede Währung, jetzt auch den Euro kaputt macht,

      sind Politruks/Staaten und ihre Notenbankster.

    • Gandalf

      Diesem Kommentar kann man sich nur vollinhaltlich anschliessen. Dr. Unterberger beweist eine Sach- und Fachkompetenz, um die ihn so mancher sogenannte "Wirtschaftsjournalist" beneiden kann. Das Gescheiteste, das zu diesem leidigen Thema seit langem geschrieben wurde.

  25. socrates

    Bei meinem Kurzaufenthalt in Italien lernte ich im königlichen Yachtclub viele gutsituierte Menschen kennen, herrliche Autos und Boote, tolle Restaurants und entsprchende Preise. Niemand hat Angst vor der Zukunft des Euro: Sie zahlen nicht mit und es geht ihnen gut. Aber wir sind klug und weise, und uns betrügt man leicht!



  26. Celian

    Wie falsch und verlogen das Hinhauen auf die Banken ist, zeigt sich auch am Verbot der EU von Leerverkäufen. Es soll jedoch nur für Wertpapiere gelten, nicht jedoch für Staatsanleihen. Begründet wird dies damit, daß ansonsten ein Austrocknen des Marktes für Staatsanleihen zu befürchten sei.  Diese Begründung ist allerdings ziemlich heftiger Tobak. So als ob dieses Argument nicht auch für den Privatsektor gelten würde. Man gibt damit indirekt zu, den Markt durch das Verbot lahmzulegen.Gleichzeitig läßt man aber die Staatsanleihen, die der Staat so sehr benötigt um seinem unstillbaren Hunger nach immer mehr Geld nachzukommen, ungeschoren davon kommen. Ausgerechnet jene Staatsanleihen, in denen die Ursache der heutigen Staatskrise begründet ist. Ja es ist sogar so, daß man durch die dezidierte Ausnahme vom Verbot  man die Banken sogar dazu ermutigt,  noch mehr vom selben Gift zu kaufen, das in die Schuldenkrise geführt hat. Wie pervers ist das denn eigentlich?

    Leerverkäufe sorgen für Stabilität, da sie Trends entgegen wirken. Wie die Seitenarme der Donau das Hochwasser aufnehmen und so dem Steigen des Wasserstands entgegenwirken, tun das Leerverkäufe. Leerverkäufer spekulieren, in dem sie in der Aufwärtsbewegung verkaufen, da sie davon ausgehen, daß die Kurse gegen den Trend fallen werden. Damit verhindern sie zu starke Ausschläge nach oben. Das Verbot von Leerverkäufen wird daher zu weniger Stabilität  führen. 

    Solche Regulierungen führen nur zu weiteren Schädigungen des Marktes, die den Grundstein für noch mehr Regulierungen in der Zukunft legen. Daß das nicht unbeabsichtigt ist, läßt sich kaum glauben. Ziel ist es, den Markt und die Banken so in Griff zu bekommen, daß sie Staatsanleihen zu den dem Staat genehmen Konditionen kauft und sich dann den Schuldenschnitt gefallen läßt, wenns mal in die Hose geht, wie in Griechenland.



    • werauchimmer

      Zum besseren Verständnis sei hinzugefügt:

      Leerverkauf bezeichnet die Möglichkeit, ein Geschäft nicht "in natura" einlösen zu müssen, und kommt bei der Wertpapierleihe, Optionen und Termingeschäften zu Anwendung. Statt dessen wird die Differenz des vereinbarten Preises zum Kurswert beglichen.

      Wie Celian richtig schreibt, wirkt diese Abwicklungsart Preisanstiegen infolge Nachfragedruck entgegen.

    • Reinhard (kein Partner)

      Ich sehe das als weitere Vorbereitung der Verstaatlichugn der Banken und in Folge deren Unterwerfung unter ein gesamteuropäisches "Finanzministerium" ohne demokratische Legitimation. Ein riesiger Selbstbedienungsladen für die verschwenderischen Staaten, praktisch eine Hypo-Ganz-Europa, bei der sich die Staaten unbegrenzt bedienen können und Private als Bittsteller von Staates Gnaden behandelt werden.
      Was eine Vorstufe zur Verstaatlichung der Konzerne durch die Hintertür bedeutet.
      Wie sagt der Berliner so schön? Nachtijall, ick hör dir trapsen...

  27. Anton Volpini

    Die Spitzenpolitiker Europas versuchen sich gerade in der gegensätzlichen, und damit unvereinbaren Position, von Masseverwalter und Räuber zu üben!
    Masseverwalter deswegen, weil sie den eigenen Banken beibringen wollen, daß sie auf einen großen Teil ihrer Forderungen der Griechenlandschulden verzichten sollen.
    Räuber deswegen, weil sie gleichzeitig uns Steuerzahlern noch mehr schröpfen wollen, um das sogenannte Friedensprojekt Europa zu retten, das sie selbst vermasselt haben.
    Was mich aber dabei traurig stimmt, ist, daß der uralte Graben zwischen Frankreich, England und Deutschland wieder aufbricht. Und wieder ist England der Zuschauer, der zuerst einmal Frankreich gegen Deutschland ins Feld ziehen läßt.
    Die Gründer der EWG wollten genau das verhindern!



    • Pumuckl

      Das kann kürzer und genauer kaum ausgedrückt werden.
      Seit etwa 100 Jahren kommt allerdings hinzu, daß die Fäden nicht in London, sondern auf einer Insel, welche größer als England ist, gezogen werden.

    • socrates

      Die Gründer haben uns viel versprochen und nichts gehalten: Keine Kriege, keine Kriegsbeteiligung, selbstständiges Entscheiden, geringere Verwaltungskosten und höhere Löhne und Renditen.
      Italien macht sich, wie gehabt, zum Sieger, egal wer gewinnt.
      Unsere Zukunft liegt im Osten!

    • Pumuckl

      @ socrates

      " Unsere Zukunft kriegt im Osten! "
      Wenn Sie damit Rußland meinen, würde ich korrigieren: "Unsere Zukunft LÄGE im Osten:" Eine Achse Rußland - Deutschland zu verhindern war immer bewährte Politik Englands. An eine Achse Österreich - Rußland zu denken, wäre maßlose Selbstüberschätzung!

    • socrates

      Pumuckl
      Gemeint war Deutschland. Aber einen Gasterminal in Herrenbaumgarten und eine Breitspureisenbahn nach Wien wären billig, gewinnträchtig, ein Zeichen guten Willens und ein Anfang. Besser als die Medicibank rückwirkend zu finanzieren ist es.

  28. Collector

    @ AU
    Nicht das fehlende Konkursrecht für Pleitestaaten ist der Grund der EURO-Misere, sondern die Einführung des EURO! Er war und ist eine unrettbare „Fehlkonstruktion“ (Schäuble), weil eine Währungsunion ohne Politische Union, die ja mehrheitlich mit Recht abgelehnt wird, zum Scheitern verurteilt ist. Die Versäumnisse durch schleichende Einführung einer Schulden-, Haftungs-, Transfer-, Fiskal- und Wirtschafts(regierungs)union von Gipfel zu Gipfel wettzumachen bis endlich ein Europäischer Bundesstaat entsteht, widerspricht der politischen Kultur Europas, für die nationalstaatliche Souveränität unverzichtbar ist. „Es läßt sich nicht zusammenfügen, was nicht zusammen gehört“. Das hat schon in der Sowjetunion oder in Jugoslawien nicht funktioniert, und funktioniert auch nicht in der EURO-Zone.
    Die jetzt ins Auge gefaßten Politruk-Massnahmen wie „Durchgriffsrechte“ eines EU-Finanzkommissars auf Schuldnerstaaten, Bankenenteignung, Bankenzwangsrekapitalisierung, Schuldenschnitt, Zwangsumtausch von Anleihen, Aufkäufe von Staatsanleihen durch die EZB (bereits 180 Millarden im Portefeuille!), Bailouts mit Wahnsinnsbeträgen durch den EFSF (die Rede ist jetzt schon 1-3 Milliarden RURO mittels „Hebelungen“ und Ponzi-methosen), Bankenabgaben, Finanztransaktionsteuern, Verbote von Leerverkäufen, Regulierung des Drivatehandels und der Hedgefonds, Publizierungsverbote von Ratings, Ausräumen von Versicherungs- und Pensionskassen, , Beamtenrausschmiß, Lohnkürzungen, Abbau der Sozialleistungen - sie alle vermitteln den Eindruck, dass der tödlich verwundete EURO-Körper da und dort ein Pflästerchen aufdrückt bekommt , wo das Blut am stärksten hervorquillt. Aufhalten läßt sich damit der Tod des EURO durch die Kurpfuscherei von Frau Merkel und Herrn Sarkocy oder dem Herumgegacker von Herrn Juncker und Herrn Barrose gewiss nicht. „Die große Idee Europa zerbricht“, titelte AU einen seiner letzten Tagebucheintragungen. Und damit hat er recht, wenn er auch noch immer nicht einsehen will, dass die „große Idee Europa“, sprich EU, von Anfang an eine „idée fausse“ war, ebenso unsinnig wie die Idee von der „One World“. L´Europe, cést la diversité, Europa war und wird niemals sein ein Einheitsstaat. Und jeder Nationalstaat braucht seine eigene, seiner Kultur entsprechende Währung, und sein von ihm reguliertes Bank- und Kreditsystem, sonst ist er nicht souverän. Es ist ja geradezu widersinnig und kostspielig, dass Österreich seine Staatsschulden durch das Ausland finanzieren läßt statt durch die eigene Notenbank zum Nullzins. C´estau souverain à donner le crédit, non à le recevoir“, wußte ja nicht bloß Hjalmar Schacht, den kürzlich Helmut Schmitt in Erinnerung rief, sondern schon Louis XIV.
    Leider bleibt uns AU wiederum die zu ziehende Schlußfolgerung aus seiner richtigen Analyse über das Zerbrechen der Europäischen Idee und alle den Irrsinnsmaßnahmen schuldig, die dieses – Zerbrechen - wie eben auch auf dem heute stattfindenden „Gipfel“ - noch aufzuhalten versuchen.
    Diese Schlußfolgerung kann für uns Österreicher nur heißen: RAUS AUS DEM EURO! Alles, was jetzt noch auf den diversen Gipfeln beschlossen wird, führt nur zur Vernichtung von Volksvermögen. Es ist, sagt Hans-Werner Sinn, „ein Weg ins Verderben“.
    Statt Vernichtung ließe sich auch von Veruntreuung“ von Volksvermögen sprechen. Denn wie soll man denn beispielsweise die Auszahlung der 6. Kredittranche für Griechenland bezeichnen, wenn gleichzeitig ein Schuldenschnitt von bis zu 60% vom Gläubiger eingefordert wird? Fekter, die dieser Auszahlung im ECOFIN-Meeting zugestimmt hat, gehört mit ihren Konsorten wegen Veruntreuung vor Gericht.
    Dort könnte sie allenfalls zusammen mit Herrn Faymann und Konsorten auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren. Jetzt nämlich wird allein Griechenland an die 400 Milliarden Euro erfordern: 110 Milliarden betrug die erste Hilfe, jetzt erfolgt die Aufstockung um nochmals 109 Milliarden.Nach dem Troika-Gutachten sind weitere 112 Milliarden erforderlich, damit GR die Zeit bis 2020 überbrücken kann. Die Bankenrekapitalisierung, die durch den Schuldenschnitt in GR notwendig ist, wird nochmals 100 Milliarden erfordern.
    Und das ist nur Griechenland! Ein noch so großer Schirm wird den EURO nicht retten. Er behebt den Konstruktionsfehler nicht, sondern wirkt als Bleigewicht für alle EURO-Länder, die sich an ihn klammern. Er zieht sie unweigerlich in die Tiefe. Und das nicht nur die Sparer, die nach AU gar nicht merken, dass sie die eigentlichen Opfer sind. Die Opfer der der verqueren EU-Politik sind wir alle, deren Zukunft durch unsere Politiker verspielt wurde.
    Und das nicht nur am Nationalfeiertag!



    • socrates

      Man hätte sich auch an die Regeln halten können. Auf mich wirken unsere Politiker ferngesteuert. Da ist System dahinter. Wir sollte diese Leute durch Verhandlungen mit China und Rußland in die Enge treiben.

  29. Alexander Renneberg

    o.t.

    hier kann man gegen die von den Sozialisten beschlossene Verbauung des Otto Wagner Spitals am Steinhof durch die rote Gesiba unterschreiben!

    http://www.petitiononline.at/petition/rettet-die-jugendstilanlage-am-steinhof/177/1b56303f9ecd818a1b6afdf1fd87f454

    http://www.steinhof-erhalten.at/

    Keine Bonzenwohnungen in einem denkmalgeschützen Jugenstiljuwel!

    und die absolute Pietätlosigkeit ist: den Kindergarten wollen die Gesibaleute laut eingereichten Plänen in der dann ehemaligen Prosektur bzw. Pathologie des Krankenhauses unterbringen.....



    • contra

      @A. Renneberg

      Vielen Dank, habe gleich unterschrieben!

    • HJR

      @Alexander Renneberg
      dito

    • Alexander Renneberg

      hjr sagen sie´s doch bitte ar weiter! :-)

    • Karl Knaller

      ... ja, ja, KRONE-Leser wissen mehr! Siehe deren heutige (Staats)Feiertagsausgabe. Daß das Steinhof-Thema von der Krone nur in den Vordergrund gespielt wird, um von dem Mißbrauchs-Skandal in den gemeindeeigenen Kinderheimen abzulenken, ist ja Nebensache...

    • Alexander Renneberg

      Der karli, der trottel, mei bua.....

      Sie plappern auch den blödsinn nach den unterberger schreibt....
      Worauf stützt sich denn ihre putzige aussage?

  30. perseus

    Sicher ist Inflation die kleinere Gefahr.

    Die Deflation ist gefährlich und sie wird kommen. Deflation funktioniert ungefähr so:
    Das Auto meiner Träume kostet heute 30.000 Euro. Weil die Preise aber ständig sinken, kann ich damit rechnen, dass dasselbe Fahrzeug in einem Monat nur noch 28.000 Euro kostet, und in einem halben Jahr vielleicht nur noch 20.000 Euro. Deshalb warte ich lieber ab, bevor ich es kaufe. Das gilt auch für andere Produkte: Elektronik, Kleidung, Spielsachen und so weiter. Käufe werden auf die lange Bank geschoben, weil man sich mit dem Geld, das man hat bzw. verdient, schon bald mehr leisten kann als heute. Das nennt man Konsumstreik.
    Pech hat, wer sich etwas über Kredit gekauft hat: Die Schulden bleiben, und der Kredit kostet XY € pro Monat. Für diese Rate könnte man sich schon längst viel mehr leisten – nun steckt der Kreditbetrag aber in einem Gut, das immer weniger wert wird, und im Geschäft nagelneu die Hälfte kostet …
    Die Deflation ist ein sich selbst verstärkender Teufelskreis, den man auch Deflationsspirale nennt. Weil immer weniger gekauft wird (schließlich ist es ja morgen billiger als heute), wird immer weniger produziert, bzw. zu immer günstigeren Preisen abgestoßen. Weil sinkende Produktion mit steigender Arbeitslosigkeit einhergeht, schlittern wir tiefer in die Krise. Unternehmen investieren weniger, Kredite sind schwer zu bekommen, Aktienkurse zerbröseln wegen sinkender Gewinne und allgemeinem Pessimismus, und die Geldmenge sinkt – Geld wird gehortet und damit selbst zum knappen Gut.
    Die staatlichen Gegenmaßnahmen sind schon jetzt ausgereizt:

    • öffentliche Großaufträge zur Konjunkturbelebung – geht nicht mehr, alle Staaten sind schon jetzt überschuldet und eigentlich konkursreif

    • Leitzinsen senken geht auch nicht mehr, die sind schon bei null oder fast bei null.

    Das heißt: auf den Staat – gerade den österreichischen (mit diesen sozialistischen Intelligenzbestien in der Regierung) können wir uns nicht mehr verlassen.
    Die staatlichen Maßnahmen beginnen schon anzulaufen:

    • Die Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld wurde schon herabgesetzt
    • Um Arbeitslosengeld in Zukunft beziehen zu können, wird man zuerst sein Vermögen verbrauchen müssen. Doch was wird passieren, wenn in einer Deflation die Sparkonten auf der Bank gesperrt sind? Dann besteht Vermögen nur auf dem Papier und das Arbeitsamt wird darauf verweisen, bevor überhaupt Arbeitslosenunterstützung bezogen werden kann. Dass man nicht auf das Geld zurückgreifen kann ist dann ein Problem zwischen Bank und Eigentümer des Sparbuchs (oder Guthabens), nicht mehr Sache des Arbeitsamtes. Und vielleicht sind die Banken dann auch schon staatlich.
    • die Anforderungen für Arbeitslosenunterstützung werden weiter erhöht
    • die Leistungen und die Dauer werden gekürzt, der Staat wird in der Deflation eine zusätzliche Belastung – gerade der sozialistische Staat österreichischer Prägung

    Die Sozialisten glauben, die Hebel der Physik außer Kraft setzen zu können. Klar, wo das enden muss: am Boden.

    Der von AU beschriebene „Banküberfall“ ist also erst der Beginn.
    Lustig wird sein, was dann die Krone schreibt über unseren Werner – oder ist der dann schon geflüchtet?



    • Undine

      @Perseus

      *****!

    • brechstange

      Nein, der Werner ist gerade in Brüssel und erfüllt die Wünsche der Menschen, die ihn am Nationalfeiertag besuchten. Diese wünschten sich retten um jeden Preis und Vergrößerung des Schirms, sagte Werner, obwohl die Menschen um die Stabilität des Geldes fürchteten.

    • Zraxl (kein Partner)

      Ich habe das Argument mit der Deflation nie verstanden. Nach dieser Theorie dürften nämlich weder Elektronikprodukte noch Autos existieren, weil sie einfach niemand kaufen würde.

    • nometa (kein Partner)

      Interessant, danke!
      In der Schule hat mein Geographielehrer zwar schon gesagt, Deflation sei schlimmer als Inflation, aber warum, blieb in den Sternen. Einmal Ihren Kommentar durchgelesen und dabei mitgedacht - und kapiert. So viel zur Effizienz unserer Schulen.

  31. stachel

    Wichtiger Artikel zum Thema in faz.net!
    Wichtig und erhellend der Artikel von Hau, Hege und Lucke in faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise, DER RISKANTE GRIFF NACH DEM HEBEL.



  32. inside

    Kapiert das Volk eigentlich, dass alle Lasten, die den Banken aufgebürdet werden, es selber tragen wird müssen?



    • socrates

      Das Manöver dient dazu, daß nicht GR gerettet wird und ein die Politik negatives Image bekommt, sondern wir retten (wieder einmal) unsere Banken. Daß das aufs Gleiche herauskommt, wird mit Medienhilfe verschleiert.

    • Reinhard (kein Partner)

      Wir retten keine Banken, denn das müssten wir gar nicht.
      Wenn eine Großbank merkt, dass es eng wird mit den vergebenen Krediten, dann hört sie einfach damit auf, z.B. Staatsanleihen zu kaufen. Die Bank hat damit kein Problem, der Staat aber schon. Also fragt der Staat die Bank: He wieso bekomme ich kein Geld mehr von dir? Sagt die Bank: Weil mir selbst die Kohle ausgeht. Und schon zaubert der Staat eine Möglichkeit herbei, der Bank Steuergeld zuzuspielen, um ihr frisches Kapital für Kredite zuzuschanzen. Da die Bank nur Hausnummer 3 Millionen kassieren muss, um 100 Millionen an Kredit auszuschütten, gewinnen sich beide Seiten dumm und blöd, während das Steuervieh doppelt abgemolken wird: es berappt erst die 3 Millionen "Bankenhilfe", muss dann für die Rückzahlung der 100 Millionen Kredit geradestehen und kommt nebenher für die Zinsen auf.
      Wir retten also keine Banken, sondern wir bereichern Banken, weil wir ständig unsere zu wirtschaftlich vernünftigem Haushalten unfähigen Politiker retten müssen, retten vor dem offenen und ehrlichen Hoserunterlassen, dass sie jämmerlich versagt haben, weil sie in Wahrheit inkompetente Hochstapler und Betrüger sind.
      Und diese Hochstapler haben jetzt noch einen Weg entdeckt, weiter unbegrenzt Schulden machen zu können: Man beschließt immer neue Gesetze, nach denen die Banken jetzt nicht mehr 3 Millionen sondern das Doppelte und Dreifache benötigen, um dem Staat das Geld zu pumpen. Was sich wie ein schlechtes Geschäft anhört, ist dies nur für den Steuerzahler: Er muss jetzt fast 10 Millionen in die "Bankenrettung" pumpen, bevor er für einen 100-Millionen-Kredit der politischen Geldverschnwender gutstehen darf. Die gleichen politischen Hochstapler stellen sich dann empört vor die Kameras und Hetzen das Volk so lange gegen die bösen Spekulanten und gierigen Banken auf, bis das ahnungslose aber empörte Stimmvieh jubelnd der Verstaatlichung der Banken zustimmt und genau jenen inkompetenten Geldvernichtern, die Schuld an der ganzen Misere sind, die Macht über die Geldmaschinen übertragen.
      Die Hunde greifen gerade nach dem Schlüssel zur Speisekammer.
      Und wir sind die armen Würschtel.

    • Undine

      @Reinhard

      *****!

  33. HJR

    OT Nationalfeiertag
    Na gut, feiern wir uns also! Auch mit Fahne, wenn es schon sein muss, öffentliche Verlogenheit zu dokumentieren.

    Der heutige Tag wurde zum Nationalfeiertag, weil Österreich ab dem 26. Oktober 1955 wieder ein freies, unbesetztes Land war, das sich zur "immerwährenden" Neutralität bekannte - was an diesem Tag (im Jahre 1965) als Verfassungsgesetz beschlossen worden war. Andere Bezüge konnten unsere unsere Politiker offenbar schon damals nicht finden.

    Einziges äußeres Zeichen von Feierlichkeit entsteht dadurch, dass unser einem Nicht-Wehrdiener politisch unterstelltes Heer an diesem Tag am Heldenplatz mickrige Präsenz zeigt - vielleicht um die "bewaffnete" Komponente unserer Neutralität gebührend herauszustellen.

    Kein Mensch redet mehr von den Meriten dieses Landes, welche allerdings tief und tiefer in der Geschichte vergraben sind und heute offenbar nur mehr als touristische Attraktionen von Nutzen sind. Und die Wahrheit unserer historischen Schande, dem Nationalsozialismus in Person des Herrn Adolf nicht nur nicht widerstanden sondern in höchst willfähriger und effizienter Art gedient zu haben, wurde - ziemlich erfolgreich - in die Rolle eines kleinen, bemitleidenswerten, ohnmächtigen Opfers umgemünzt.

    Was also feiere ich heute? Dass dieses Land seit numehr bald 4 Jahrzehnten keinen Staatsmann mehr hervorbringt, der diesen Namen verdient? Dass der Nationalrat heute das Gesetz beschließen wird, mit dem alle Hauptschulen in sozialistische Einheits- und Gesamtschulen - behübscht durch die Bezeichnung "neue Mittelschule" - umgewidmet werden? Dass uns alle sogenannten "bürgerlichen" Repräsentanten in einer Art Dementia präcox ("vorzeitige Verblödung") ins Lager der kulturvergessenen, umverteilungsbesessenen, korruptionsfreundlichen, gleichmacherischen, propagandaverliebten, linken Gruppierungen "wider Vernunft und Moral" enteilen?

    Heimat, bist Du großer Töchter/Söhne!
    ===========================
    http://www.CONWUTATIO.at
    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



  34. Paige

    Dass die Gläubiger die Schulden übernehmen müssen, ist doch nur eine Augenauswischerei für das zahlende Stimmvieh, welches besänftig werden muss. Die Politiker können dann sagen: Nicht nur ihr Kleinen müsst den Gürtel enger schnallen, sondern auch die da oben. Das war ja auch der Grund für die Bankensteuer und ist auch die Intention einer Reichensteuer, die ja ebenso nicht viel einbringen kann.

    Den ohnedies mit der Politik eng vernetzten Banken wird nicht viel geschehen, denn sie werden "gerettet". Dazu dient ja der "gehebelte" Rettungsschirm. Einen Großteil der wertlosen Staatsanleihen haben die Banken außerdem schon der EZB angedreht. Am Ende zahlt das gemeine Volk und zwar gleich mehrfach: Das Geld der Sparer wurde dem Sozialismus geliehen und von diesem verludert (das meiste davon versickerte in dunklen Kanälen = in den Hosentaschen der Parteibonzen), sodass es nur noch am Papier existiert. Sodann wird Geld gedruckt, wodurch der Nominalwert der Guthaben schrumpft. Und parallel zur Inflation, falls er die Verwesung durch den plündernden Mob überhaupt überlebt und noch etwas hat, was man ihm wegnehmen könnte, muss der Sparer auch noch höhere Steuern aufbringen.

    Kurzum: Die Sparguthaben werden geraubt und am Ende darf der Sparer die Einlagensicherung übernehmen.

    Das Unfriedensprojekt EU wird uns dann den Rest geben = neue Kriege (Sarkozy schnauzt die Engländer und Italiener an, die schnauzen zurück, die Deutschen wurden schon wieder als Nazis beschimpft, weil sie nicht stante pede bezahlen wollten usw.). Dann kommen die Trümmerfrauen, danach das Wirtschaftswunder und schließlich der Sozialimus und alles beginnt von vorne...



  35. Wertkonservativer

    "Mein" Nationalfeiertag:

    mütter- und väterlicherseits Abkömmling von Familien, die seit Jahrhunderten in den nördlichen Grenzbereichen der Kronländer Böhmen und Mähren ihr Deutsch-Österreichertum bewahrten und lebten; 1946, als Dreizehnjähriger, mit Restfamilie brutal interniert und - mit 20 kg Handgepäck - vertrieben, mit viel Glück nach Österreich (statt nach Ostdeutschland) gelangt.
    Mühselig, jedoch damals dankbar in die neue, alte Heimat integriert, lebe ich heute mit meiner großen Famlie froh und glücklich in unserem schönen Land!

    Seit Jahrzehnten lasse ich (als Einziger neben den Pflichtwachlern Amt und Schule) in unserer Zweitausendseelen-Gemeinde am Nationalfeiertag die rotweißrote Fahne im Herbstwind wehen, von manchen "Ureinwohnern" sicher ob dieser "Marotte" belächelt.
    Glauben Sie mir! Aus bitterer Erfahrung weiß ich, was Heimatverlust und Heimatliebe bedeutet:

    Ja, ich bin stolz und froh, Österreicher zu sein!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Paige

      Wieder einmal ein sehr feiner und besinnlicher Beitrag von Ihnen. Danke!

    • Cotopaxi

      Ich danke für den lebensnahen und durch das eigene Erleben geprägten Beitrag zum Feiertag unseres geliebtes Landes und Heimat. Ich hoffe, dass Österreich für uns Österreicher noch lange lebenswert bleibe und es sich lohnt, für diese Heimat zu arbeiten und zu kämpfen!

    • mike1

      weiterhin alles gute, mein lieber freund ! und lass die flagge wehen...

      hoffen wir gemeinsam, dass alles nicht ganz sooo schlecht verlaufen wird und schauen wir trotz allem mit optimismus in die zukunft !!

      einen schönen feiertag wünsch ich dir und deiner familie !!

    • HJR

      @Wertkonservativer

      Als Produkt eines seit Jahrhunderten unruhigen Europas, welches ursprünglich von in dieses Land geflüchteten Hugenotten abstammt, und durch Verbindungen mit einer ungarischen Urgroßmutter, einem wiener Großvater und eines "Germanen" mit friesischen Wurzeln mehr oder weniger zufällig in dieses Land hineingeboren wurde und 20 gute Jahre seines Lebens in Deutschland verbracht hat, sehe ich die Dinge etwas differenzierter. Zumal ich in meinem kleinen Stammbaum allein aus dem letzten Jahrhundert folgendes berichten kann: Mein Großvater geriet im Ersten Weltkrieg (für Gott, Kaiser und Vaterland) in russische Gefangenschaft und wurde in Taschkent erschossen. Ebenfalls in diesem Krieg erlitt der zweite Mann meiner Großmutter eine Granatverletzung und ihr Bruder verlor als Kaiserjäger in den Dolomiten ein Bein. Im Zweiten Weltkrieg verlor eine Tochter meiner Großmutter ihr Leben durch einen Wehrmachtsunfall, ein Sohn geriet in Afrika in amerikanische Gefangenschaft und war lange Zeit vermisst, mein Vater (der Germane) fiel in Rumänien für den "Österreicher" namens Adolf.

      Dennoch bin ich (entgegen der neuesten Gesetzgebung) der festen Überzeugung, dass jeder Österreicher das Recht haben muss, seine Meinung jederzeit frei zu äußern. Und das auch dann, wenn diese Meinungsäußerung nahezu immer dem ähnelt, was mancherorts als "Nibelungentreue" bezeichnet wird und alles ausblendet, was andere Bürger dieses Landes an Erfahrungen und Geschichte wahrgenommen haben.
      ===========================
      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Undine

      @Wertkonservativer

      "mütter- und väterlicherseits Abkömmling von Familien, die seit JAHRHUNDERTEN in den nördlichen Grenzbereichen der Kronländer Böhmen und Mähren ihr DEUTSCH-ÖSTERREICHERTUM bewahrten und lebten; 1946, als Dreizehnjähriger, mit Restfamilie BRUTAL INTERNIERT und - mit 20 kg Handgepäck - VERTRIEBEN, mit viel Glück nach Österreich (STATT nach OSTDEUTSCHLAND) gelangt."

      Danke für die knappe, aber sehr lehrreiche Geschichtsstunde! Ich habe mir erlaubt, einzelne Wörter noch extra hervorzuheben, weil diese geschichtlichen Fakten den meisten Menschen in Ö völlig unbekannt sind. Sie werden nach wie vor mit Absicht VERSCHWIEGEN.

      Daß Sie und Ihre Familie--wie alle anderen Heimatvertriebenen--jahrelang "vogelfrei" waren (genaugenommen rein theoretisch immer noch sind, da weder die Benes- noch die Avnoi-Dekrete aufgehoben worden sind!) bis 1949 STAATENLOS waren und die österr. Staatsbürgerschaft, obwohl Sie deutsch-österreichische Wurzeln hatten und hervorragend INTEGRIERT waren, nicht "nachgeschmissen" bekamen, soll auch einmal erwähnt werden.

      Auch der Aspekt, daß Ihre Flucht Sie nicht zufälligerweise nach Norden, sondern zum Glück im Unglück nach Süden führte, wo Sie --wie alle anderen Heimatvertriebenen --zwar nicht willkommen waren (auch das wird immer schamvoll verschwiegen), aber in Sicherheit waren, ist erwähnenswert. Welch zusätzliches schweres Schicksal blühte jenen, die Richtung Norden flüchteten: Die DDR!

      Lieber @Wertkonservativer, Sie gehören zu jenen Menschen--wie damals eigentlich alle damaligen Heimatvertriebenen--die nicht die Hände in den Schoß gelegt und darauf gewartet haben, daß ihnen geholfen wird; Sie haben sich selbst geholfen, auf unendlich viel verzichten müssen und zugleich dem österreichischen Staat und seinen Bewohnern intensiv geholfen, das darniederliegende Land wieder aufzubauen.

      Sie und alle anderen Heimatvertriebenen haben sich aus EIGENER KRAFT INTEGRIERT, weil Sie von allem Anfang an "dazugehörten", dieselbe Kultur, dieselbe Sprache, etc mitbrachten und -- in jeder Beziehung-- eine echte Bereicherung darstellten.

      Daß Sie heute die österr. Fahne hissen, hat viel schöne Symbolkraft! Einen schönen Feiertag!

    • Wertkonservativer

      Herzlichen Dank Ihnen allen, ganz besonders jedoch Ihnen, liebe Undine, weiters auch meinem Freund mike1, der mir seit langem gewogen ist.

      Was die Replik Herrn Rathbauers (HJR) betrifft, nehme ich die Auflistung seiner Familientragödien, besonders den Kriegstod seines Vaters, anteilnehmend zur Kenntnis; ich könnte da bis zur Großväter- und Onkelseite eine Menge weiterer ähnlicher Schicksale anführen, für mich persönlich war der Opfertod meines Vaters und zweier meiner Brüder im letzten großen Krieg von zentraler und schicksalhafter Bedeutung!

      Die differenzierte Sicht auf die Dinge sei HJR unbenommen; falls er mit der angesprochenen Nibelungentreue mich meint, so nehme ich diese anscheinend nicht nur positive Meinung gelassen zur Kenntnis!

      Aber - bitte - nochmals: vielen herzlichen Dank für Ihre positive Anteilnahme!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Tertullian (kein Partner)

      Du hast Dich uns wieder einmal geöffnet und Deine edle Gesinnung in wunderbaren Worten kundgetan! Danke Gerhard.

    • Torres (kein Partner)

      "Froh", ein Österreicher zu sein ist o.k., ich bin es auch. Aber "stolz"? Stolz kann man wohl ausschließlich auf etwas sein, was man selber geleistet hat - wo war denn Ihre diesbezügliche "Leistung"? Und ein Fähnchen zum sogenannten "Nationalfeiertag" erspare ich mir auch aus gutem Grund, vor allem, wenn man sich den Anlass dieses Tages vor Augen hält: nämlich das Gesetz über die "immerwährende" Neutralität, die es ja spätestens seit dem EU-Beitritt (Gott sei Dank) schon lange gar nicht mehr gibt.

    • Susanna (kein Partner)

      Ach, wer doch so optimistisch wie Sie sein könnte! Ich glaube, man sollte den bedrohlichen Tatsachen ins Auge sehen, sich aber trotzdem nicht zum Jammern oder Nörgeln hinreißen lassen. Es ist sicher eine gute Idee, die allgemeine Krisenstimmung dazu zu nützen, ein ganz besonders freundliches Klima um sich herum zu schaffen, gute Laune zu verbreiten - kurz, das zu verschenken, was beim Schenken mehr wird!

    • kaffka (kein Partner)

      Wertkonservativer 18x
      26. Oktober 2011 05:19 @

      Wenn Sie das wirklich so meinen, sind Sie nicht nur ein "Nützlicher Idiot!", sondern ein "Vollidiot!"

      Ihr schönes Land wird Sie in nächster ZUkun ft wieder auf den Zustand zurückbringen den Sie nach Ihrer Vertreibung bereits einmal gehabt haben, wenn die Politiker den von Dr. Unterbergerer geschilderten Weg nicht durch ein VETO verhindern. (was sie aber sicherlich nicht tun werden, sondern sehenden Auges den Staat in den Ruin treiben.

    • Wertkonservativer

      Danke, Susanna und Tertullian,
      für die freundlichen und wertschätzenden Worte!

      Zu Torres:
      okay, okay, ich allein konnte und kann unser armes Land retten; da haben sie schon recht. Meine Bürgerpflichten habe ich in meinem ganzen langen Leben jedoch ernst genommen, eine große Familie gegründet und erhalten; mehr war halt nicht drin!

      Zu kaffka:
      den "Vollidiot" habe ich bei Ihnen nicht bestellt, sende Ihnen diesen daher - mit Bitte um selbstkritische Überprüfung auf Anwendbarkeit vielleicht auch auf Sie selbst - postwendend und kostenfrei zurück!

    • Wertkonservativer

      Berichtigung zu meiner Replik an Torres:
      soll natürlich heissen:
      ..."Ich allein konnte und kann unser armes Land NICHT retten; da haben SIE schon recht" ...

    • xRatio (kein Partner)

      Kann Kaffka und -selten genug- auch Torres nur zustimmen.

      Arthur Schopenhauer (1788-1860) hat diesen unerträglichen Egomanen Wertko und seine Claqeure zutreffend charakterisiert.

      "Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.
      Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."


      Sehr richtig vor allem auch der zweite Satz.

      Dies Blog kam und kommt bestens ohne Sie aus, Wertko.

      Ihr ewig um die geliebte SEÖ, vor allem aber um das eigene Ego kreisendes Gesudere nervt gewaltig.

      xRatio

    • Wertkonservativer

      XRatio:

      Einiges von Ihnen auf mich Bezogene mag wohl stimmen;
      ich spreche hier manchmal von mir und meiner Familie, doch sicher nicht in angeberischer Art!
      Die Leute, die mich kennen, schätzen mich als einigermaßen akzeptablen Zeitgenossen ein. Ob die wohl alle unrecht haben?

      Wie ich Sie (nach Ihren Auftritten hier im Forum) einschätze?
      Sie sind ein sicher hochintelligenter Zeitgenosse, jedoch (nach Meinung vieler hier) mit Ihren Ansichten ein kaum demokratiekompatibler Eiferer!

      Und noch kurz zu Schopenhauer: der war bekanntlich ein ausgewiesener Pessimist, wogegen ich armer Wertkonservativer eben das Gegenteil bin.
      Aber immer hat auch er nicht recht gehabt (speziell die Damenwelt betreffend).

      Er mag ein Vorbild für Vaterlandsbeschmutzer und -Verächter sein; ich bedauere, ja verachte solche Leute!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • xRatio (kein Partner)

      @Wertkonservativer 28. Oktober 2011 14:47

      Klarstellungen:

      Auch wenn es manchmal so klingen mag, hatte und habe ich rein gar nichts gegen Sie persönlich, lieber Wertko.
      Könnte mir im Gegenteil sehr gut vorstellen, Sie als Privatmann hoch zu schätzen, ja zu ehren und uneingeschränkt zu respektieren.

      In der Politik liegt es aber anders als im Privatleben.

      Da stören und schaden Ihre immer wieder lancierten "optimistischen" politischen Ansichten nach dem Motto "alles halb so wild, das Leben ist schön, die Hoffnung stirbt zuletzt, also weiter wie bisher (jedenfalls ungefähr)".

      Sie unterschätzen bei Ihrer fraglos nett gedachten politischen Schönfärberei maßlos, daß das Staatsschiff schon längst von einer korrupten sozialistischen Räuber- und Verbrecherbande gekapert und systematisch in einen derart KATATROPHALEN Zustand manövriert wurde, daß eine sofortige MASSIVE Kurskorrektur zwingend erforderlich ist.

      Ist doch fast so wie auf der Titanic kurz vor dem Absaufen, als sich die Schiffschraube schon hoch oben in der Luft dem Tode entgegendrehte.

      Um diese verheerende Entwicklung zu stoppen muß unverzüglich mit allen Mitteln, mit aller rational durchdachten Klarheit, Entschiedenheit und Härte gekämpft werden!!

      Die Einschätzung der total verfahrenen und verkommenen politischen Situation in ganz Europa ist kein Pessimismus, sondern kühler Realismus, der mit Ihrem politischen Optimismus leider völlig unvereinbar ist.

      Heimat- oder Vaterlandsliebe,
      in die ich persönlich im Grunde ganz Europa einbeziehe, gönne ich jedem von ganzem Herzen. Ist aber ebenfalls Privatsache.

      "Stolz" auf was auch immer liegt mir allerdings fern. Selbst wenn ich dies oder jenes geschafft habe, freut mich das höchstens, kann mir aber beim besten Willen nichts drauf einbilden. Stolz ist mit Überheblichkeit und Verachtung für andere verwandt. Mag ich nicht, liegt mir nicht, es sei denn es gibt für Ablehnung und Verachtung wie im Falle der Rot-, Femi- und Islamnazis rationale Gründe. Das hat dann aber mit "Stolz" und Überheblichkeit nichts mehr zu tun.

      Wenn Staaten und Politruks, darunter vor allem auch "Konservative" Emotionen wie Heimatliebe oder gar Heimatstolz immer wieder auf ihre Mühlen leiten wollen, bin ich dafür nicht zu haben und strikt dagegen.

      Mit "Vaterlandsbeschmutzung und -verachtung" hat das engegen Ihrer diskreten Unterstellung ;-) rein gar nichts zu tun.

      Heimat und Staat sind ganz und gar verschiedene Dinge, die man vernünftigerweise strikt zu unterscheiden und getrennt zu beurteilen hat.

      Ausgerechnet den zuständigen Gewaltmonopolisten zu lieben, weil man seine Heimat liebt, halte ich rational für abwegig, wenn nicht für grotesk, pervers und gefährlich.
      Als nächstes liebt und verehrt man den Staat wie seine Heimat, identifiziert beides gar - und fertig ist der Nationalist, auch wenn er sich zunächst mal als "Patriot" bezeichnen mag.

      Staaten betrachte und bewerte ich als für Sicherheit und Freiheit der Bürger verantwortliche Dienstleistungsunternehmen
      nüchtern und emotionslos
      allein unter dem Aspekt ihrer Effizienz bei Wahrnehmung genannter Bürgerinteressen.
      Staaten sind für die Bürger da, nicht die Bürger für Staaten.

      Emotionen wie Wut, Zorn, ja Hass auf die Veranwortlichen kommen politisch und mE völlig zu Recht erst dann ins Spiel wenn Staaten diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen, sich umgekehrt zum Herrn über ihre Auftraggeber aufschwingen, Heimat, Person und Eigentum ihrer Bürger nicht mehr schützen sondern verraten und verkaufen, wie das heute auf breitester Front in ganz Europa ganz eindeutig der Fall ist.

      "Konservative" sehen das, wie auch Ihre Kritik an Schopenhauer erahnen läßt, oft recht unauffällig, aber sachlich entscheidend anders.
      Man geniert sich in diesen Kreisen nicht einmal die Familie als "Keimzelle des Staates(sic!)" zu bezeichnen, so als seien Familien und Kinder im Interesse des Staats und nicht um ihrer selbst willen schützenswert. Damit stellt man die Dinge auf den Kopf. Näheres ist ein Thema für sich.

      Jetzt hoffe ich, daß Sie sich nicht gekränkt fühlen und über meinen Versuch einer emotionslos-rationalen Analyse delikater, weil emotional besetzter Themen wenigstens mal ein paar Minuten ernsthaft nachzudenken geruhen.

      Mit dem Ausdruck meiner persönlichen (nicht politischen :-))
      Wertschätzung

      Ihr xRatio

    • Wertkonservativer

      XRatio:

      ehrlichen Dank für Ihre so ausführliche und n.m.A. auch hochgesinnte, mir gegenüber auch erstmals menschlich näherkommende Replik, die ich - mangels genügend Zeit zum Entwickeln einigermaßen gleichwertigr Reflexionen - nur ganz kurz beantworten will.

      Obwohl "die Zeichen der Zeit" laufend verfolgend, gebe ich zu, die Abgründe und Gefahren, die uns überall umgeben, möglicherweise nicht in ihrer ganzen Tragweite täglich und stündlich zu verinnerlichen (bzw. verinnerlichen zu wollen).

      Es ist für mich ein Gebot psychischer Hygiene, die positiven Seiten des Daseins zu fördern, zu leben und "zu propagieren"; dies im ziemlich sicheren Wissen, dass alle Bemühungen Einzelner und kleiner Gruppen zur Weltverbesserung kaum
      Aussicht auf Erfolg haben können.

      Daher, werter XRatio, lassen Sie mich doch auch weiterhin die Welt "schönfärben", und kämpfen Sie mit anderen hier im Blog weiterhin für Verbesserung der ja tatsächlich sehr unguten Um- und Zustände in unserem Land und in der Welt!

      Alt und unbelehrbar wie ich bin, sehe ich mich inzwischen außerstände, diesbezüglich mitmarschieren zu können bzw. auch zu wollen; bitte um Ihr Verständnis!
      Für Ihren weiteren Kampf viel Ausdauer und Erfolg!
      Ich werde jedoch weiterhin "die blaue Blume" pflegen!

      Grüße!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • kaffka (kein Partner)

      @Wertkonservativer
      27. Oktober 2011 14:14

      Zu kaffka:
      den "Vollidiot" habe ich bei Ihnen nicht bestellt, sende Ihnen diesen daher - mit Bitte um selbstkritische Überprüfung auf Anwendbarkeit vielleicht auch auf Sie selbst - postwendend und kostenfrei zurück!

      Es freut mich, dass sie zumindest soviel Selbsterkenntnis auf weisen, dass sie den "nützlichen Idioten" behalten haben.

      Nützlich oder Voll was macht das bei einem Idioten aus?

  36. libertus

    Am Ende dieser bösen Verkettungen wird es zwingend heißen:
    Steuerzahlerüberfall.

    Aber die haben ihre "Räuber" selbst gewählt und es bewahrheitet sich einmal mehr:
    "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber"!



    • simplicissimus

      gibt es noch was dümmeres als den einfachen steuerzahler und wähler?

    • Paige

      Simplicissimus, ja, der Sparer ist der allergrößte Depp...

    • contra

      @simplicissimus

      ******!

      @Paige

      *********!

    • Undine

      @libertus

      Ja, so ist es: "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber"!

      @Tertullian zitierte gestern die etwas gewählteren Worte Schillers: "...... der Staat muß untergehen, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet!"

      Letztendlich kommt's immer aufs Gleiche hinaus! Besonders ärgerlich ist nur die Tatsache, daß man---wegen der Überzahl der Kälber ---immer draufzahlt.

    • libertus

      @Undine

      Volle Zustimmung und Schillers wunderbarer Satz beweist, daß sich bis heute nichts geändert hat!

    • xRatio (kein Partner)

      Das Zitat heißt korrekt:

      "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber"

      Außerdem stammt das nicht von Schiller.

      Ziemlich grotesk, wie die "Bildung" der meist weiblichen Flachbirnen überall um sich greift.

    • contra

      @xRatio

      Lesen UND verstehen scheint nicht die Stärke der Männer wie @xRatio!
      Bitte, genauer arbeiten ehe Ihr Beißreflex völlig sinnlos zuschlägt!!!!!!!!!

      http://www.bz-berlin.de/archiv/stoiber-zitierte-bertolt-brecht-article131476.html

      Und tschüß!

  37. Brigitte Imb

    Das ist doch alles im höchsten Ausmaß krank, es wird versucht total überschuldete Staaten mit noch mehr Schulden zu retten. Nun, ich kenne mich mit dieser Wirtschaftsmathematik, sagen wir besser Schuldenmathematik, gar nicht aus, aber ein kl. wenig Hausverstand reicht m.M., um zu verstehen, dass man nicht unbegrenzt über seine Verhältnisse leben kann.
    Die Schuldzuweisungen der Politiker sollen doch nur von deren Unfähigkeit ablenken und sie wollen sich damit aus ihrer Verantwortung stehlen, denn es ist ihnen sehr wohl bekannt, dass sie - die repräsentativen Politiker - die Gesetze beschließen und deshalb ALLEINE dafür haften müßten.
    Vorsorglich wurde dafür entsprechend die Demokratie gebogen - wenn das Recht schon vom Volk ausgehen soll (immerhin, wir haben das Wahlrecht), dann soll das Volk auch gefälligst die Verantwortung übernehmen, logischerweise ohne wirkliches Mitspracherecht, die "Repräsentativen" erledigen das, europaweit.
    Erschreckend ist, dass "wir" diese Zustände beinahe stillschweigend ertragen und damit der Dekadenz der Politiker keinen Riegel vorgeschoben haben. Offenbar reicht die Geduld des Volkes tatsächlich bis zur Währungsreform.



    • HJR

      [... dass sie - die repräsentativen Politiker - die Gesetze beschließen und deshalb ALLEINE dafür haften müßten ...]

      Von HAFTUNG lese ich explizit nichts in den demokratischen Verfassungen. Eine indirekte Haftung kann höchstens darin gesehen werden, dass ein Politiker - der einzig (oder zumindest in erster Linie) seine auf persönliche Bereicherung und Amts- oder Mandatserhalt gerichteten Interessen verfolgt - Gefahr läuft, nicht wieder gewählt zu werden.

      Allerdings kann ich "UNS" nicht nur als "unschuldige Dulder" sehen! Wer (außer uns hier im "kleine gallischen Dorf" - mit AU als Mirakulix) bemüht sich schon, die Maschine "Politik" mitzugestalten und aktiv Stellung zu beziehen. Wir alle sind unterwegs zur vollständigen "Verhaustierung" - wie immer diese im Ergebnis aussehen mag.

    • Brigitte Imb

      HJR,

      deshalb meinte ich ja 'müßten', und natürlich ist mir klar, dass sie das nicht bewerkstelligen, es gereicht ja für die Bonzen nicht einmal die größte Verfehlung (z.B. Darabos), um zurückzutreten.
      Zur 'Verhaustierung' (irgendwie köstlich) fällt mir "Animal Farm" ein....

  38. socrates

    Das alles hätten wir vor 2 Jahren viel billiger haben können. Die falschen Entscheidungen und die Spesen durch Konferenzen, Brüssel und Polizeieinsatz machen einige Milliarden aus. Gold und Silber steigen super. Danke der Bank, die mich verjagt hat.



    • moldavia

      Jedem ist seit ca. 5-10 Jahren klar, daß Europa mit seiner alternden Bevölkerung, den enormen Sozialleistungen und der zunehmenden Verdummung verursacht durch Bildungseinsparungen und Medien aus dem Kreis der wirtschaftlichen Topriege absteigen muß.

      Wichtige Zeichen waren u.a. auch die zunehmende Staatsverschuldung, woran ja erkennbar ist, daß die Ausgaben eben nicht mehr erwirtschaftet werden können. Europa lebt über seine Verhältnisse. Pragmatisierung, 38,5h Woche, Kindergeld für nicht Österreicher, Frühpensionierungen, zu hohe Pensionen, etc. sind für die exorbitant hohen Steuern der arbeitenden Bevölkerung verantwortlich.

      Nun hat die Abenddämmerung begonnen, denn diese permanente Eurokrise ist nichts Anderes als die weitere Verdichtung der o.g. Indizien. Und egal was heute entschieden wird, der Abstieg wird weitergehen. Vielleicht kein Krieg und keine Hungersnot, aber der Wohlstand wird empfindlich sinken.

      Noch gibt es ja Hoffnung in der EU, daß die Party weitergeht. Ähnlich wie das NS Regime bis zuletzt versucht hat sein Überleben durch immer größeren Wahnsinn zu verlängern, probiert es auch der Beamten- und Politikerstab der EU. Sobald das System kollabiert, sind sie weg.

      Die letzte Hoffnung ist, daß Deutschland für alle Schulden haftet. Aber auch das wird ein Trugschluß sein.





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