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Mubarak, Assad, Gaddafi und die SI

Der Prozess gegen Hosni Mubarak ist eine ziemlich makabre Angelegenheit. Makaber ist jedenfalls schon ein Verfahren gegen einen im Bett herangekarrten Angeklagten. Es ist offensichtlich durchaus etwas Sinnvolles, dass in anderen Ländern die Verhandlungsfähigkeit eines Anklagten notwendig ist, damit ein Prozess geführt werden kann. Aber das ist nur das kleinste Problem an dem Verfahren.

Viel problematischer ist der Umstand, dass Mubarak einst nur zurückgetreten ist, weil ihm eine Art freies Geleit versprochen worden ist, also Straffreiheit und Rückzug in eine seiner Villen. Dass er nun doch vor Gericht steht, ist daher ein Bruch eines klaren Versprechens.

Gewiss steht dem ein ebenfalls starkes Argument entgegen: Mit einem Diktator könne man so wie mit einem Geiselnehmer gar keine bindende Vereinbarung eingehen; wenn einer alle Macht hat, dann sind die von ihm gestellten Bedingungen eher ein Diktat oder eine Erpressung; diese Bedingungen musste die Gegenseite wenn auch nur zum Schein akzeptieren, da die Alternative weiteres Blutvergießen gewesen wäre.

Die ägyptischen Demonstranten hätten es überdies auch nicht akzeptiert, wenn Mubarak straflos davongekommen wäre. Das hätte neue schwere Unruhen ausgelöst. Damit ist freilich der Prozess im Grunde primär Folge einer neuerlichen Erpressung. Diesmal halt einer durch die Straße. Und die Militärmachthaber treten so wie unter Mubarak bloß als anpasslerische Befehlsempfänger auf.

Nur: Mit diesem Prozess haben die ägyptischen Machthaber zwar neue Straßenkämpfe – vorerst – verhindert. Sie sind aber zumindest moralisch mitverantwortlich geworden für ein noch viel ärgeres Blutvergießen, etwa jenes in Syrien, wo Diktator Assad seit Monaten seine Mordbrigaden aussendet, oder jenes in Libyen, wo ein unendlich langwieriger Wüstenkrieg tobt. Assad und Gaddafi (wie auch viele andere Potentaten) haben die ägyptische Lektion jedenfalls ganz genau gelernt. Sie haben auch zweifellos die Fernsehübertragungen aus Ägypten genau beobachtet und die klare Lehre gezogen: Wenn sie freiwillig die Macht aufgeben, haben sie – unabhängig von allen anderslautenden Versprechungen – keine Überlebenschance.

Das aber ist eine verheerende Botschaft, die noch Schuld an vielen Bürgerkriegstoten haben wird. Assad wie Gaddafi werden bis zum Letzten kämpfen, um nicht wie Mubarak zu enden. Und zumindest im Fall Syriens ist es durchaus wahrscheinlich, dass Assads Kampf sogar ein siegreicher sein wird.

Hätten die Ägypter Mubaraks Taten denn straflos vergessen sollen? Nun, es gibt zumindest Beispiele, wo nicht Vergessen, sondern Verzeihen sich als die klügere Strategie erwiesen hat: Etwa Südafrika hat nach Ende der Apartheid auf alle Prozesse verzichtet, es hat statt dessen mit einer Wahrheitskommission die blutige und schmerzhafte Geschichte des schwarz-weißen Krieges aufzuarbeiten versucht. Das hat in dem Land zumindest einige Jahrzehnte der halbwegs friedlichen Entwicklung ermöglicht. Und solange Nelson Mandela lebt, dürfte diese Entwicklung jedenfalls weitergehen.

Auf Grund des ägyptischen Beispiels hat die arabische Welt nun wieder längere Zeit keine Chance mehr auf eine wirkliche Entwicklung hin in die moderne Welt. Statt dessen wüten die Diktatoren wilder denn je, sind die neuen Machthaber in Ägypten und Tunesien ahnungslos im Umgang mit der neuen Freiheit, und zündet der islamische Mob eine christliche Kirche nach der anderen an.

Hier in Europa sind inzwischen auch alle jene Politiker und Medien sehr leise geworden, die ein paar Wochen lang eine zentrale Lehre aus den arabischen Unruhen ausposaunt haben: Weil es heute Internet, Facebook, Twitter und Handys gibt, könne nichts mehr Demokratie und Rechtsstaat aufhalten. Wenn man solche schlichte Gedanken liest, fragt man sich schon, wie haben die Menschen eigentlich früher Revolutionen zusammengebracht. Ganz ohne Facebook.

PS: Wie steht es übrigens mit der Verantwortung der europäischen Sozialdemokraten für Ägypten und Mubaraks Taten? Immerhin war seine Staatspartei Mitglied der Sozialistischen Internationale. Und seit dem norwegischen Fall B. ist ja Kollektivschuld gerade bei der Linken wieder üblich geworden. Viele Sozialdemokraten in deutschsprachigen Ländern wollen jetzt Christen, Islamkritikern, Zuwanderungsskeptikern den Mund verbieten, weil diese doch mitschuld an der norwegischen Bluttat seien. Obwohl alle mir bekannten Gruppen dieser Richtung strikt gewaltfrei sind. Aber wenn sie schon Kollektivschuld zum politischen Prinzip gemacht haben, dann kann man die Sozialdemokraten nur einladen, doch einmal selber mit dem beschämten Schweigen angesichts der vielen Massenmörder zu beginnen, die den Sozialismus auf ihre Fahnen geheftet hatten.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2011 08:02

    Realitätsverweigerung.

    Die Sozial'demokratie' verschweigt die Realität, daß christliche Kirchen angezündet werden, Christen verfolgt und ermordet werden, meine Frage, gefällt der Sozialdemokratie das ? Ist sie schon zum Islam konvertiert die 'Sozialdemokratie' ? Bei uns nützen sie jede noch so kleine Chance, der katholischen Kirche durch Propaganda Schaden zuzufügen.

    Die Sozialdemokratie verschweigt gerne die Tatsache, daß Diktatoren und ihre 'Parteien' Mitglieder ihrer internationalen Organisation sind.

    Die Sozialdemokratie hat so viel Schuld auf sich geladen durch ihr Vorgehen gegen unsere Gesellschaft und Kultur, dass sie aus schlechtem Gewissen stets andere Schuldige suchen will und von 'Rechtsterror' redet, den es statistisch, Gott sei Dank, nicht wirklich gibt, und wenn, in so geringem Ausmaß gegenüber dem ständig vorhandenen und sehr weit verbreiteten Linksterror, um von den eigentlichen Verbrechen der Sozialdemokratie an unserer Kultur abzulenken, die Realität zu verweigern.

    Und wir, das 'Volk', die 'Wähler', die anderen 'Parteien' was tun wir ? Wir schauen weg bei diesen Taten der Sozialdemokratie, machen sogar oft mit beim Gendern, Schulden machen, schauen zu beim Zerstören der Zukunft, oder beim Zerstören des Schulwesens, schauen zu bei der Benachteiligung des eigenen Volkes zugunsten von muslimischen Zuwanderern (die Schweizer haben wenigstens Zeichen gesetzt) beschliessen sogar 'koalitionär' linke Selbstzerstörungsgesetze, etc. Also auch wir verweigern die Realität.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2011 08:30

    die frage ist: was wird demnächst und mittel-bzw- langfristig in allen diesen ländern geschehen ?

    hat sich die situation in tunesien oder in ägypten verändert, gar vielleicht zum besseren ? sicher nicht.

    was sich in syrien noch alles tun wird, ist noch nicht klar.

    und dass der westen nicht so einfach in der lage ist, den herrn gadaffi wegzubomben, das hätte man sich so auch nicht gedacht, ist zwischenzeitig aber offensichtlich. und wenn gadaffi weg ist, was dann ? dann wird's besser ? für wen ?

    in tunesien und in ägypten ist und bleibt die wirtschaftliche lage prekär, da wird es keine positive entwicklung geben können. ägypten lebt von der hilfe der usa. arbeitsplätze für die zig-millionen jungen wird es nie geben. es bleibt also schlecht.

    konsequenz: hunderttausende islamisten sehen ihre chancen betreffend errichtung eines gottesstaates wachsen. das ist es, was uns allen zukünftig besondere sorgen bereiten wird. das wird in tunesien so sein, auch in ägypten. die gefahr ist real.

    das sind die fragen, die mich bewegen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2011 10:11

    O.T. Warum ich den deutschsprachigen Medien nicht glaube:
    Die sechs Kardinalfehler von uns Kritikern
    Alexander Dill 04.08.2011
    Eine Selbstanklage - für Hans Leyendecker und Klaus Ott

    Wir Kritiker wissen sehr gut, was schief läuft und wer daran schuld ist. Damit betreiben wir vordergründig ehrwürdige Aufklärung. Die von uns favorisierte, wegen unserer eigenen Teilnahme darum gerne "offen" genannte Gesellschaft, sieht uns als Reinigungstruppe. Wie Putzerfische am Hai führen wir eine parasitäre Existenz. Ohne die kleinen und großen Skandale in Politik und Wirtschaft wären wir bei der Sujetsuche auf unsere Phantasie angewiesen. So aber stehen Murdoch und Ecclestone, Zumwinkel und Middelhoff, Guttenberg und Koch-Mehrin bei Fuß, wenn zum medialen Halali geblasen wird.

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    Wir vollziehen an ihnen eine symbolische Strafe des Kollektivs, die nur in seltenen Fällen auch strafrechtlich begründet ist. In der Regel besteht die Strafe in einer moralischen Verurteilung und endet mit dem allgemeinen und öffentlichen Gelöbnis der Besserung. Wir Kritiker sind also auch meist äußerst unchristliche Moralapostel. Wir und unsere Auftraggeber, die Verlage, ruhen nicht, bis wir die Beichte, das Geständnis, gehört haben.

    Unser Erfolg wird zwar auch daran gemessen, wie tief wir in die Abgründe des Verschweigens und Verschleierns, der Korruption und Verabredung zur fies-egoistischen Vorteilsnahme vordringen, aber öffentliche Beichten unserer Opfer erhöhen unseren Marktwert beträchtlich.

    Wenn dann ein großer Politiker oder Wirtschaftführer in den goldenen oder weniger goldenen Abschied entfleucht, schlägt für uns die Stunde des Lobes.

    Was aber sind unsere größten Fehler? Hier eine erste Auflistung:

    Wir statuieren ein Exempel

    Korruption und Betrug sind in Politik und Wirtschaft keine Ausnahme, sondern die Regel. Deshalb ist die Auswahl eines Einzelnen willkürlich, da dieser ja in einer Gruppe agiert und sich deren Sitten anpaßt. Wir bestrafen ihn für etwas, das für ihn selbst nur ein konformes, artgerechtes Verhalten war.

    Wir fördern die Öffentlichkeitsscheu

    Durch unsere Berichte stehen Reporter meist vor verschlossenen Türen: "Kein Kommentar". Die Profi-Verberger achten zunehmend darauf, dass es auch im Internet keine Spuren mehr gibt (Das plötzliche Verschwinden der Initiative Finanzstandort Deutschland). Das Interview als Präventivmaßnahme wird immer seltener und stirbt aus. Der Betroffene erfährt seine Anklage im Medium.

    Wir fördern die Doppelmoral

    Jeder Sonntagsredner beschwört die großen ethischen Prinzipien von sich, seinem Unternehmen und seiner Organisation. Aber keiner lebt und befolgt sie. Wir Kritiker geben den Sonntagsrednern immer neue Anlässe zur aktiven Doppelmoral.

    Wir verstärken das Misstrauen

    Durch unsere Berichte bekommen die Leser das Gefühl, an jeder Ecke von Betrug und Korruption, Verschwörung und Tricks umgeben zu sein. So steigt das Misstrauen und gefährdet den zum Sozialleben nötigen Vertrauensvorschuss.

    Wir treffen die Falschen

    Klaus Ott von der Süddeutschen recherchierte den Fall des mit 44 Millionen Dollar bestochenen BayernLB Finanzvorstandes Gerhard Gribkowsky. Der sitzt seit 6 Monaten in U-Haft, während Bernie Ecclestone frei herum läuft und seine Formel I in allen Medien – auch in der SZ - weiter als "Sport" weiterläuft. Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Kaum ein Medium wagt es, gegen den Hinterzimmer-Hasardeur Ecclestone zu schreiben.

    Wir verschweigen das Gute

    Es gibt keine tiefen Recherchen zu wirklich gelungenen Taten, Dingen und Menschen. Das Gute ist keine Headline, keinen Artikel, keine Reportage wert. "Wir machen uns nicht mit Aktionen gemein", schrieb mir einmal ein STERN-Redakteur in seiner Ablehnung eines Berichtes über eine soziale Aktion. Wir stehen aber leider noch mehr über dem Guten, als über dem Schlechten, das unsere Geschäftsbasis ist.

    Die Auflistung weiterer Kardinalfehler möchten wir den geneigten Lesern anheimstellen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2011 06:25

    Dr.A.U. hat in diesem Beitrag eine umfangreiche Liste von Fragen und Themen ins Spiel gebracht, und im PS noch die Verantwortung der sozialistischen Internationale hinterfragt. Sicher interessant?

    Muß man in diesem Zusammenhang nicht auch die Frage nach der Mitverantwortung der ehemaligen Kolonialmächte stellen? Die hatten einst ohne
    Rücksicht auf topographische, ethnische und religiöse Fakten mit dem Lineal die Grenzen ihrer Kolonien gezogen.
    Dieser Blog zeigt immer wieder auf, wie schwer es uns Europäern fällt, die hohen Ideale der Demokratie zu verwirklichen. Wie sollen das Staatsgebilde schaffen, deren Bürger oft kaum mehr als 100 Jahre Zeit hatten um ihre Steinzeitkultur zu überwinden?
    Viele dieser Staaten sind viel zu früh, und kulturell unvorbereitet in die Selbstständigkeit entlassen worden. Grund war oft nicht deren Freiheitdrang, sondern die Tatsache, daß es billiger war, sie wirtschaftlich auszubeuten, ohne die Bürden ihrer Verwaltung zu tragen.

    DAS KANN NUR POTENTATEN HERVORBRINGEN!!

    Im Bereich des nahen Ostens, und der afrikanischen Nordküste werden die Gesellschaften in ihrer Entwicklung natürlich auch von den israelisch - amerikanischen Interessen in ihrer Entwicklung gestört.

    In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Bedeutung von Sarkozys Mittelmeerunion. Er hat sie ja erst kürzlich mit Einbringen von
    8 Milliarden Euro gegründet.
    Es war immerhin EU - Nettozahler Geld!!!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2011 02:02

    Nachdem die beiden Diktatoren in Libyen und Syrien angesichts der grotesken Bilder von Mubaraks Gerichtsverhandlung keinesfalls mehr freiwillig ihren Platz räumen werden, ist guter Rat teuer.

    Je länger die Kampfhandlungen andauern, umso mehr werden unschuldige Tote und wird sinnloses Blutvergießen unter der leidgeprüften Zivilbevölkerung zu beklagen sein.
    Da drängt sich wohl ein einziger Gedanke auf, wie man dieses Dilemma lösen könnte und der lautet: der unvermeidbare und angesichts der Situation vielleicht auch vertretbare Tyrannenmord?

    Die Frage ist nur: was kommt danach? Viele Menschen in Ägypten klagen bereits, daß die Zustände derzeit schlechter sind als vor der Revolution.
    Es herrschen teilweise gesetzlose Zustände, die Kriminalität ist sprunghaft angestiegen und an der weitverbreiteten Armut hat sich kaum etwas geändert - im Gegenteil! Ob da dieser Schauprozeß mit einem möglichen Todesurteil Besserung verspricht, ist zu bezweifeln.

    Ad P.S.: Unliebsam gewordene Genossen wie Mubarak und seine Parteifreunde sind sicher schon von der Sozialistischen Internationalen ausgeschlossen.
    Und mit dieser "Kindsweglegung" erspart sich sofort jegliche Kollektivschuld bzw. eine Verteidigungslinie bei etwaigen Angriffen. So einfach geht das bei den Sozis!

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2011 05:55

    Der Weg von der Diktatur zur Demokratie ist steinig, besonders für Völker, die seit frühen Zeiten unter nichts anderem als Adels-, Stammesfürsten- und zuletzt Obristenherrschaften gelebt haben.
    Es wird quälend lange dauern, bis sich dort einigermaßen normaldemokratische Zustände entwickeln werden.

    Die Herren Assad und Gaddafi werden wohl auch recht bald "out" sein; der Transformationsprozess dieser beiden Völker Nordafrikas zur Demokratie wohl ebenso schwierig wie in Ägypten!

    China wartet nur darauf, dort mit eigennützigen Finanzhilfen ihr Süppchen zu kochen! Da sollten Europa und der Rest der westlichen Welt sehr hellhörig sein, und nicht nur mit Bomben und Granaten, sondern auch mit klugen Einflussnahmen Präsenz zeigen!

    gerhard@michler.at

  7. Ausgezeichneter KommentatorAlfred E. Neumann
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    04. August 2011 09:18

    Und dann werden die Linken noch die sonst so verpönte Todesstrafe für Verbrechen von Nichtlinken herbeiklatschen...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. August 2011 09:06

    Möglicherweise hat unsere Sozialdemokratie auch bereits ihre Lehren aus den "leider nein"-Revolutionen gezogen. Dann werden wir unsere Roten also in absehbarer Zeit nicht mehr los.

    Wobei Revolution ja auch ein lustiges Wort ist, das zu mancherlei Missverständnissen Anlass gibt.

    Definitionsgemäß ist eine Revolution ein Machtwechsel mit Diskontinuität der Rechtsordnung, das bedeutet, dass das Recht gebrochen wird.

    Dem roten Rechtsverständnis (pikanterweise führen diese Internazionalsozialisten ja zumindest das Wort "Revolution" gerne im Munde) nach ist damit jeder Machtverlust von uns Roten (pardon) wiederum eine Revolution - eben eine Konterrevolution - da das natürliche Recht von uns Roten (pardon und Teufel noch mal) die Macht inne zu haben rechtswidrig gebrochen wird.

    Zivilisierte (??) Rote tragen dann eben eine Schweinchenkravatte, weniger zivilisierte gleich eine Knarre. Daher steht auch ein Hasta siempre commandante Denkmal in Wien. Was ich nicht für eine reine Geschmackesverirrung, sondern für eine gefährliche Drohung erachte.


alle Kommentare

  1. Putri (kein Partner)
  2. Mariusz (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:52

    Sharp thngiikn! Thanks for the answer.

  3. Emir (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:19

    Wow! Great thikning! JK

  4. Bookworm (kein Partner)
    09. August 2011 08:11

    Nicht vergessen, dass "unser" Franz Vranitzky noch im Jahre 1990 die aus Kommunisten gewendete Sozialistische Partei des Slobodan Milosevic in die SI aufgenommen haben wollte! Als Beauftragter der SI bezeichnete er dann um 1992 (?) auch die gegen den ersten nichtkommunistischen Regierungsschef Albaniens, Berisha, aus Italien marodierenden Verbrecherbanden als "Freiheitskämpfer"....

  5. khajureho (kein Partner)
    07. August 2011 08:21

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  6. mavisperducci (kein Partner)
    07. August 2011 05:42

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  7. Genbadi (kein Partner)
    06. August 2011 19:29

    Schon vergessen, dass es sich bei Ägypten, Libyen und Syrien um bewaffnete Putschversuche der Muslim-Bruderschaft handelt?
    Dem angeblich demokratische Reformen anstrebenden Volk kommt dabei nur eine Statistenrolle zu, um sich internationale Tränen zu sichern.

    • socrates
      07. August 2011 11:06

      Dann erklären Sie mir bitte warum die USA & EU & Nato soviel Geld in diese "Moslembruderschaften" investieren? Auch Sie zahlen via Sprit mit! Alles Islam?

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. August 2011 13:55

      Das ist leicht erklärt, socrates.
      Weder die USA, noch die Nato und ebenso wenig die EU(-Administration) vertritt europäische Interessen.
      Da geht es nur darum, Europa (und damit Deutschland) aus dem weltweiten Wettbewerb herauszuhalten.

      Da sind "Sollbruchstellen" wie islamische und damit auch "islamistische" Brückenköpfe von enormer strategischer Bedeutung.
      Diese Leute sind sehr schnell und auch effektiv zu mobilisieren, den inneren Frieden, die Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, in Frage zu stellen.

  8. dickundoof (kein Partner)
    05. August 2011 14:23

    Weg von unfruchtbaren Diskussionen, hin zu einem aufsehenerregenden OT-Thema:

    http://orf.at/stories/2072293/

    Diese Rechtssprechung spottet jeder Beschreibung.
    Deutschland hat sich bereits abgeschafft!

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. August 2011 15:19

      Auf dem Marsch durch die Institutionen dürfte so manchem das „M“ abhanden gekommen ein.

    • nestroy (kein Partner)
      05. August 2011 15:45

      @Neppomuck

      Sehr gut, genau so.

  9. Aron Sperber (kein Partner)
    05. August 2011 12:24

    Warum Karim El-Gawhary angesichts des Sturzes von Mubarak in Verzückung geriet, während ihn die Situation in Syrien oder Lybien kalt zu lassen scheint, würde mich schon interessieren.

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/02/11/die-arabeske-vom-verzuckten-orf-korrespondenten/

    Ohne die Protest-Leistung der „ägyptischen Straße“ herabwürdigen zu wollen, so handelte es sich bei Mubarak eben nicht um einen Saddam, Gaddafi oder Ahmadinejad.

    Auch in Ägypten kamen zwar Menschen bei den Protesten ums Leben.

    Systematische Verfolgung, wie sie gegen die Demonstranten von Teheran etc. angewandt wurde, musste jedoch niemand befürchten.

    • Gennadi (kein Partner)
      06. August 2011 19:31

      Demagogie? Oder gezielte Desinformation?
      Blödsinn allemal.

    • Bookworm (kein Partner)
      09. August 2011 08:27

      Na ja, wegen der 1000 Toten bei den ägyptischen "Unruhen" darf man nicht so kleinlich sein! Dort wurde schließlich auch das Militär von den "internationalen" Medien als so bürgerfreundlich gelobt. Schließlich baldowerte der US-Generalstabchef Admiral Muller mit den ägyptischen Generälen die "friedliche Machtübernahme" aus. Zufällig, als er - was man in der Asia Times nachlesen konnte - bei seinem Amtkollegen, dem scheidenden israelischen Generalstabchef zu Besuch in Israel war....

    • Bookworm (kein Partner)
      09. August 2011 08:43

      Entschuldigung, ein Tippfehler. Der US-Generalstabchef heißt natürlich Mullen, nicht Muller.

  10. Martin Bauer
    • november (kein Partner)
      05. August 2011 13:51

      Autsch! Und dabei waren die Hoffnungen groß, nachdem sich die Tea Party im Schuldenstreit durchgesetzt hatte.

  11. Martin Bauer
    05. August 2011 10:01

    OT

    FÜR ALLE, DIE DEN NEUESTEN TAGEBUCHEINTRAG LESEN WOLLEN (und nicht warten wollen, bis er hier erscheint)

    http://www.ortneronline.at/?p=8805

    • Martin Bauer
      05. August 2011 10:04

      Bitte vergessen (anderslautende Überschrift war schuld..) mea culpa

  12. Segestes (kein Partner)
    05. August 2011 09:54

    Ägypten islamisiert sich seit Jahrzehnten ebenso wie die Türkei und der Großteil der islamsichen Welt.
    Sich einzubilden, ausgerechnet dort würden stabile Demokratien entstehen können,
    ist geistiger Dünpfiff den man mit Worthülsen wie "Facebookgeneration" verbrämt.
    Gerade so, als ob die Nutzung eines Computers ein Indiz für demokratische Reife einer Person wäre ^^

  13. cmh (kein Partner)
    05. August 2011 09:06

    Möglicherweise hat unsere Sozialdemokratie auch bereits ihre Lehren aus den "leider nein"-Revolutionen gezogen. Dann werden wir unsere Roten also in absehbarer Zeit nicht mehr los.

    Wobei Revolution ja auch ein lustiges Wort ist, das zu mancherlei Missverständnissen Anlass gibt.

    Definitionsgemäß ist eine Revolution ein Machtwechsel mit Diskontinuität der Rechtsordnung, das bedeutet, dass das Recht gebrochen wird.

    Dem roten Rechtsverständnis (pikanterweise führen diese Internazionalsozialisten ja zumindest das Wort "Revolution" gerne im Munde) nach ist damit jeder Machtverlust von uns Roten (pardon) wiederum eine Revolution - eben eine Konterrevolution - da das natürliche Recht von uns Roten (pardon und Teufel noch mal) die Macht inne zu haben rechtswidrig gebrochen wird.

    Zivilisierte (??) Rote tragen dann eben eine Schweinchenkravatte, weniger zivilisierte gleich eine Knarre. Daher steht auch ein Hasta siempre commandante Denkmal in Wien. Was ich nicht für eine reine Geschmackesverirrung, sondern für eine gefährliche Drohung erachte.

  14. DerTurm
    05. August 2011 07:54

    Kleines Details am Rande:

    Sowohl die ägyptische Hizb al Dimuqratiyah al Wataniyah, als auch die tunesische Rassemblement constitutionnel démocratique sind keineswegs "ausgeschlossen":

    Die Satzung des Sozialistenvereins erlauben einen "Ausschluss" nämlich nur auf einem ihrer Kongresse durch Beschluss mit zweidrittel Mehrheit (siehe Punkt "5.1.3 Expulsion of Parties" auf http://www.socialistinternational.org/viewArticle.cfm?ArticleID=27 ).

    Der letzte Sozialistenkongress war 30. Juni – 2. Juli 2008 in Athen.

    Ergo sind die schwarzen Schafe nach wie vor Mitglieder, sie wurden lediglich ersucht, ihre Mitgliedschaft nicht mehr auszuüben.

  15. Brigitte Imb
    04. August 2011 21:33

    OT- Warnung vor Zahlungsunfähigkeit Italiens + Barroso regt Aufstockung des Krisenfonds an. Also, "frisch und munter" wird weiter gerettet werden, bis zum Kollaps.

    http://www.faz.net/artikel/C30638/schuldenkrise-barroso-regt-aufstockung-des-krisenfonds-an-30479344.html

    http://orf.at/stories/2072299/2072300/

  16. machmuss verschiebnix
    04. August 2011 20:48

    Ein dazupassendes Zitat von Simon Bolivar :
    "Die Seele eines Geknechteten kann kaum beurteilen, was gesunde Freiheit ist;
    Entweder er wütet im Aufruhr oder er ­duckt sich in den Ketten."

    Ich meine, daß unsere Gesellschaft deshalb keine " zentrale Lehre aus den
    arabischen Unruhen" ziehen hann, weil uns im Gegenstz zu S.Bolivar beide
    Exteme fremd sind.

    Pendel die nicht ausschlagen, schlagen auch nicht zurück.

    • Konrad Loräntz
      05. August 2011 07:35

      Na ja, wenn man als weisser, heterosexueller deutsch-österreichisch-stämmiger, heimatverbundener Mann in einem halbstaatlichen Bereich arbeitet, in dem die political-correctness mit eisernern Hand regiert, dann kann man sich in die Seele eines Geknechteten schon ein klein wenig hinversetzen.
      Und falls meine PolitkomissarInnen mir hier auf die Schliche kommen, bekenne ich aus ganzem, freiem Herzen: Ich liebe den Islam und ich weiss auch, dass alle islamischen Länder Horte der Freiheit, Toleranz, Gleichberechtigung und fortschrittlichen Denkens sind. Deshalb wandern ja auch so viele Europäer in diese Länder aus.
      PS: nur beim Schweinefleisch hört sich die Toleranz auf, das gibt es nicht einmal in den Hotelburgen für Dhimmis. Die Schweinegrippe war auch bestimmt kein billiger Vorwand um den Kopten in Ägypten alle Schweine wegzukeulen (ein Porkozid ?). Das war ernsthafte Sorge um die Gesundheit.

    • Undine
      05. August 2011 08:21

      @Konrad Loräntz

      *****!

    • Martin Bauer
      05. August 2011 09:08

      Konrad Loräntz

      *****!

    • Alfred E. Neumann
      05. August 2011 11:25

      @ Konrad

      von mir auch ***** :-)

    • contra
      05. August 2011 12:37

      @Konrad Loräntz

      Sie haben Ihre Lektion wahrlich gelernt und dafür auch von mir:

      ******! ;-)

  17. Celian
    04. August 2011 18:39

    Ägypten stellt also seinen alten Pharao Mubarak in einem grotesken Schauprozess im Gitterbett per Videowall vor den Augen seines Volkes und der Weltbevölkerung bloss. Wie schon in Tunesien, wo der Ex-Diktator Ben Ali in Abwesenheit schon nach nur einem Verhandlungstag zu 35 Jahren Haft verurteilt wurde, steht auch nun zu befürchten, dass Rechtsstaatlichkeit und Fairness  auf der Strecke bleiben.

    Hass und Wut auf die Urheber jahrzehntelanger Unterdrückung sind menschlich verständlich, aber schlechte Ratgeber für den zivilisierten Umgang einer Gesellschaft mit ihren bereits ausser Gefecht gesetzten Feinden. Es führt eben noch ein weiter Weg von der archaischen Aug um Aug Mentalität zu einer rechtsstaatlichen Kultur westlicher Prägung.

     Österreich darf man hier allerdings nicht als Vorbild nennen. Zu offensichtlich sind die Defizite der Rechtsstaatlichkeit wie sie die allerjüngsten Negativbeispiele offenkundig machen:  die subalterne, schnelle Freilassung eines russischen Ex-KGB-Offiziers trotz internationalem Haftbefehl. Und dann wieder das harte Gefängnis-Urteil gegen den politischen Gegner wegen angeblicher Korruption. Die österreichische Justiz ist viel mehr für eine Diktatur beispielgebend. 

  18. Rosi
    04. August 2011 15:38

    Es gibt gewisse Dinge, die funktionieren einfach (noch) nicht.
    Abschreckenden Beispiel ist die Geschichte des Irak.

    Aber so weit brauchen wir gar nicht gehen: Wie steht es denn mit dem Demokratieverständnis bei den politischen Parteien in Österreich?
    Ist die Einstellung und das Verhalten aller politischen Parteien dieses Landes als 'demokratisch' zu werten?
    Wenn ich an die SPÖ und die Grünen denke, kann ich zwischen diesen und dem Begriff Demokratie keinen rechten Zusammenhang finden.

    Insoferne hat die Zusammengehörigkeit zwischen SI und den betreffenden Diktatoren ohnedies bestens gepaßt.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Konrad Loräntz
      05. August 2011 07:41

      Aus Wikipedia: ............ ist nach der Verfassung von 19.. offiziell eine sozialistische Volksrepublik mit Präsidialsystem. Es hat aber de facto auch ein Einparteiensystem, da eine Partei, die ................... Partei, das gesamte politische System des Landes dominiert.

      Es handelt sich hier um:
      1.) Kuba
      2.) Nordkorea
      2.) Syrien
      3.) Wien ?

      Auflösung: Syrien - dort aber wird dieser Zustand möglicherweise bald zu Ende gehen.

    • cmh (kein Partner)
      05. August 2011 09:13

      Neulich habe ich ja meine Liebe zum Kopftuch entdeckt - so sorry Rosi.

      Es überfiel mich doch glatt vor dem Pulkauer Blutaltar. Da ist doch tatsächlich Maria Magdalena mit gelbem Kopftuch in demütiger Haltung abgebildet.

      Was vielleicht nicht allgemein bekannt ist: die mittelalterlichen Kleiderordnungen schrieben den Hübschlerinnen gelbe Kopftücher vor.

      Also auf die Farbe kommt es nicht an, aber man sollte Kopftücher doch wieder vorschreiben. Vielleicht müsste man den Personenkreis etwas erweitern. Aber die MüsülmannInnen täten dann sicher plötzlich wieder baren Hauptes rumrennen.

      Berechtigterweise!

    • Rosi
      05. August 2011 11:12

      @cmh

      Interessanter Ansatz.
      (In etwas abgewandelter Form habe ich schon auch gedacht, eine häufigere Verwendung des Kopftuches - mit viel Zeigen des Haares, - bei Nicht-MuselmanInen würde vielleicht die Muslimen davon abbringen. Aber Kopftücher stehen leider den wenigsten Menschen. Auch früher hat man sie nur bei Schlechtwetter getragen, wo jeder auf das Wetter achtet, nicht auf die Mitmenschen.)

    • Rosi
      05. August 2011 11:46

      @Konrad Loräntz

      Beim Suchen Ihres Zitates im Wikipedia bin ich auf einen interessanten Abschnitt mit dem Titel 'Republik' gestoßen. Da gibt es auch die Islamische Republik. Dabei wird berücksichtigt, das der Islam eine eigene Gesetzgebung erwartet, eben die Scharia.
      Zurück zum Thema. Das psychologisch Interessante ist, daß sehr oft 'nicht drin ist, was außen draufsteht'. Zweitbestes Beispiel ist das Qualitätsmanagement. Man begann in Arbeitskreisen in Firmen über die Qualität zu diskutieren zu einem Zeitpunkt, als die Qualität generell zurückging. Platz eins, wie nicht anders zu erwarten, hat der Begriff 'demokratisch', der meist dort auftaucht, wo man sicher mit allem Möglichen rechnen kann, - nur nicht mit einem demokratischen Vorgehen.

    • Rosi
      05. August 2011 12:20

      Nachsatz zu meinem Eintrag von 11:46

      Es wurde über Qualität diskutiert, aber es wurde die Qualität in den meisten Fällen nicht verändert.

  19. Brigitte Imb
    • inside
      04. August 2011 15:28

      Weichei der HF.

    • phaidros
      04. August 2011 18:29

      Ich möchte nicht altklug wirken, aber trotzdem muss ich festhalten: kommt Dir das bekannt vor, liebe Brigitte: »Wenn man eine Bürgerinitiative nicht mehr ignorieren kann, dann beginnt man sie zu loben.«, habe ich mehrmals und schon vor langer Zeit gesagt.

      Genau das beobachten wir hier.

    • Trollface (kein Partner)
      05. August 2011 05:57

      Na wirklich sehr unerwartet. Letztendlich dient die Aktion ja nur zur Selbstbestätigung. Haben wir ja immer schon gewusst, dass der böse Klohocker nichts macht.

      Was sollte er denn sonst tun ausser freundlich-belanglose Worte zu senden? Den nationalen Notstand ausrufen weil ein paar Leute eine Internetpetition unterschrieben haben? Phaidros hat völlig recht, wenngleich diese Erkenntnis natürlich weder altklug noch sonderlich originell ist.

  20. socrates
    04. August 2011 10:11

    O.T. Warum ich den deutschsprachigen Medien nicht glaube:
    Die sechs Kardinalfehler von uns Kritikern
    Alexander Dill 04.08.2011
    Eine Selbstanklage - für Hans Leyendecker und Klaus Ott

    Wir Kritiker wissen sehr gut, was schief läuft und wer daran schuld ist. Damit betreiben wir vordergründig ehrwürdige Aufklärung. Die von uns favorisierte, wegen unserer eigenen Teilnahme darum gerne "offen" genannte Gesellschaft, sieht uns als Reinigungstruppe. Wie Putzerfische am Hai führen wir eine parasitäre Existenz. Ohne die kleinen und großen Skandale in Politik und Wirtschaft wären wir bei der Sujetsuche auf unsere Phantasie angewiesen. So aber stehen Murdoch und Ecclestone, Zumwinkel und Middelhoff, Guttenberg und Koch-Mehrin bei Fuß, wenn zum medialen Halali geblasen wird.

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    Wir vollziehen an ihnen eine symbolische Strafe des Kollektivs, die nur in seltenen Fällen auch strafrechtlich begründet ist. In der Regel besteht die Strafe in einer moralischen Verurteilung und endet mit dem allgemeinen und öffentlichen Gelöbnis der Besserung. Wir Kritiker sind also auch meist äußerst unchristliche Moralapostel. Wir und unsere Auftraggeber, die Verlage, ruhen nicht, bis wir die Beichte, das Geständnis, gehört haben.

    Unser Erfolg wird zwar auch daran gemessen, wie tief wir in die Abgründe des Verschweigens und Verschleierns, der Korruption und Verabredung zur fies-egoistischen Vorteilsnahme vordringen, aber öffentliche Beichten unserer Opfer erhöhen unseren Marktwert beträchtlich.

    Wenn dann ein großer Politiker oder Wirtschaftführer in den goldenen oder weniger goldenen Abschied entfleucht, schlägt für uns die Stunde des Lobes.

    Was aber sind unsere größten Fehler? Hier eine erste Auflistung:

    Wir statuieren ein Exempel

    Korruption und Betrug sind in Politik und Wirtschaft keine Ausnahme, sondern die Regel. Deshalb ist die Auswahl eines Einzelnen willkürlich, da dieser ja in einer Gruppe agiert und sich deren Sitten anpaßt. Wir bestrafen ihn für etwas, das für ihn selbst nur ein konformes, artgerechtes Verhalten war.

    Wir fördern die Öffentlichkeitsscheu

    Durch unsere Berichte stehen Reporter meist vor verschlossenen Türen: "Kein Kommentar". Die Profi-Verberger achten zunehmend darauf, dass es auch im Internet keine Spuren mehr gibt (Das plötzliche Verschwinden der Initiative Finanzstandort Deutschland). Das Interview als Präventivmaßnahme wird immer seltener und stirbt aus. Der Betroffene erfährt seine Anklage im Medium.

    Wir fördern die Doppelmoral

    Jeder Sonntagsredner beschwört die großen ethischen Prinzipien von sich, seinem Unternehmen und seiner Organisation. Aber keiner lebt und befolgt sie. Wir Kritiker geben den Sonntagsrednern immer neue Anlässe zur aktiven Doppelmoral.

    Wir verstärken das Misstrauen

    Durch unsere Berichte bekommen die Leser das Gefühl, an jeder Ecke von Betrug und Korruption, Verschwörung und Tricks umgeben zu sein. So steigt das Misstrauen und gefährdet den zum Sozialleben nötigen Vertrauensvorschuss.

    Wir treffen die Falschen

    Klaus Ott von der Süddeutschen recherchierte den Fall des mit 44 Millionen Dollar bestochenen BayernLB Finanzvorstandes Gerhard Gribkowsky. Der sitzt seit 6 Monaten in U-Haft, während Bernie Ecclestone frei herum läuft und seine Formel I in allen Medien – auch in der SZ - weiter als "Sport" weiterläuft. Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Kaum ein Medium wagt es, gegen den Hinterzimmer-Hasardeur Ecclestone zu schreiben.

    Wir verschweigen das Gute

    Es gibt keine tiefen Recherchen zu wirklich gelungenen Taten, Dingen und Menschen. Das Gute ist keine Headline, keinen Artikel, keine Reportage wert. "Wir machen uns nicht mit Aktionen gemein", schrieb mir einmal ein STERN-Redakteur in seiner Ablehnung eines Berichtes über eine soziale Aktion. Wir stehen aber leider noch mehr über dem Guten, als über dem Schlechten, das unsere Geschäftsbasis ist.

    Die Auflistung weiterer Kardinalfehler möchten wir den geneigten Lesern anheimstellen.

    • phaidros
      04. August 2011 18:48

      Es freut mich sehr, dass auch Ihnen dieser bemerkenswerte Text aufgefallen ist! Diese Zusammenhänge können gar nicht oft genug herausgearbeitet werden. *** von mir.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  21. brechstange
    04. August 2011 09:31

    Allen diesen Diktatoren und Potentaten ist gemein, dass sie den Zeitpunkt des Rückzugs nicht erkannt haben, ein Blutbad zugelassen und gefördert haben, daher ist ein Prozess die logische Konsequenz.

    Freies Geleit mit anschließender ehrlicher Aufarbeitung der Schreckenszeiten soll eben nur denen zuteil werden, die den Lauf der Zeit erkennen und entsprechend handeln. Das war bei Mubarak nicht der Fall, noch weniger bei Gaddafi und Assad.

    Diese beiden Faktoren zur Beurteilung MUSS die internationale Gesellschaft hochhalten bei der Verurteilung bzw. Begnadigung. Waren es nicht gerade Verstöße gegen diese, dass die Europäer und Amerikaner so blöd dastehen lässt.

    Da urlaubt eine franz. Spitzenpolitikerin zu Weihnachten noch bei Mubarak, eine andere gibt Ratschläge und Hilfen für die Niederschlagung der Revolution in Tunesien, der EU-Ratspräsident VanRompuj, der übrigens den Juncker in der Eurogruppe ablösen soll, "kuschelt" freundlichst noch im Dezember 10 mit Gaddafi, im Herbst 09 spielt Darabos ein Ständchen mit unserer Militärmusik in Tripolis zum 50. REVOLUTIONSTAG, etc. etc., während ein Gaddafi Schweizer in Geiselhaft hat und der EU Geld abpresst um Migranten nicht in die EU einzuschleusen.

    Die Naivität und Verlogenheit dieser "Superpolitiker" wird uns noch viel Elend in Europa bereiten, manchmal scheint es, dies sei von manchen gewollt. Nämlich afrikanische Zustände in Europa mit einer korrupten Macht- und Geldelite.

    • Haider
      06. August 2011 23:26

      Dem SP-Politker Darabos war es ganz sicher ein persönliches Anliegen, seinem Genossen im Geiste zu gratulieren. Warum auch nicht? Aber welches Geheule gäbe es, Darabos wäre keine Sozi.

  22. Martin Bauer
    04. August 2011 09:22

    Na, wer sagt's denn. Still klamm und heimlich ist es geschehen. oder hat jemand etwas davon gelesen?

    Ausgeschlossene Parteien [Bearbeiten] der Sozialistischen Internationale:

    Ägypten – Hizb al Dimuqratiyah al Wataniyah (Nationaldemokratische Partei) - Mitgliedschaft bis 31. Januar 2011 [5]
    Tunesien – Rassemblement constitutionnel démocratique (Konstitutionelle Demokratische Sammlung) - Mitgliedschaft bis 17. Januar 2011 [1]

    Wenn man sich die Liste der Mitglieder ansieht, wird das [Bearbeiten] in kurzer Zeit ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen.

    Vermute ich einmal.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Internationale#Vollmitglieder_.28Gegenwart.29

  23. Alfred E. Neumann
    04. August 2011 09:18

    Und dann werden die Linken noch die sonst so verpönte Todesstrafe für Verbrechen von Nichtlinken herbeiklatschen...

  24. mike1
    04. August 2011 08:30

    die frage ist: was wird demnächst und mittel-bzw- langfristig in allen diesen ländern geschehen ?

    hat sich die situation in tunesien oder in ägypten verändert, gar vielleicht zum besseren ? sicher nicht.

    was sich in syrien noch alles tun wird, ist noch nicht klar.

    und dass der westen nicht so einfach in der lage ist, den herrn gadaffi wegzubomben, das hätte man sich so auch nicht gedacht, ist zwischenzeitig aber offensichtlich. und wenn gadaffi weg ist, was dann ? dann wird's besser ? für wen ?

    in tunesien und in ägypten ist und bleibt die wirtschaftliche lage prekär, da wird es keine positive entwicklung geben können. ägypten lebt von der hilfe der usa. arbeitsplätze für die zig-millionen jungen wird es nie geben. es bleibt also schlecht.

    konsequenz: hunderttausende islamisten sehen ihre chancen betreffend errichtung eines gottesstaates wachsen. das ist es, was uns allen zukünftig besondere sorgen bereiten wird. das wird in tunesien so sein, auch in ägypten. die gefahr ist real.

    das sind die fragen, die mich bewegen.

    • Wertkonservativer
      04. August 2011 15:09

      Mich auch, lieber mike!

    • Mitleserin (kein Partner)
      05. August 2011 07:42

      Ich glaube, daß man Gadaffi noch länger wurschteln lässt und zwar aus dem handfesten Interesse Spaniens und Frankreichs. Wenn Gadaffi weg ist, wirds auch in Marokko sehr eng werden und die Flucht geht dann über Gibraltar in die EU.

      Da Marokko vorwiegend französisch spricht, wird es einen Massenexodus nach Frankreich, Belgien geben - via Spanien...

      Da hält man sich eben mehr zurück.

      Demokratie - wie wir sie kennen wird es in den arabischen Staaten noch viele Generationen lang nicht geben.

    • cmh (kein Partner)
      05. August 2011 09:19

      Wenn sich eine Gesellschaft über rund 1000 Jahre bemüht, die Errungenschaften der antiken Zivilisation wieder zu beseitigen - Errungenschaften, die dorten vor rund 800 Jahren noch wesentlich wirksamer waren als bei uns (sage ich einmal) - dann wird sie sich trotz modernen westlichen Errungenschaften auch nicht in Richtung der westlichen Verfallsformen der Demokratie entwickeln.

  25. Josef Maierhofer
    04. August 2011 08:02

    Realitätsverweigerung.

    Die Sozial'demokratie' verschweigt die Realität, daß christliche Kirchen angezündet werden, Christen verfolgt und ermordet werden, meine Frage, gefällt der Sozialdemokratie das ? Ist sie schon zum Islam konvertiert die 'Sozialdemokratie' ? Bei uns nützen sie jede noch so kleine Chance, der katholischen Kirche durch Propaganda Schaden zuzufügen.

    Die Sozialdemokratie verschweigt gerne die Tatsache, daß Diktatoren und ihre 'Parteien' Mitglieder ihrer internationalen Organisation sind.

    Die Sozialdemokratie hat so viel Schuld auf sich geladen durch ihr Vorgehen gegen unsere Gesellschaft und Kultur, dass sie aus schlechtem Gewissen stets andere Schuldige suchen will und von 'Rechtsterror' redet, den es statistisch, Gott sei Dank, nicht wirklich gibt, und wenn, in so geringem Ausmaß gegenüber dem ständig vorhandenen und sehr weit verbreiteten Linksterror, um von den eigentlichen Verbrechen der Sozialdemokratie an unserer Kultur abzulenken, die Realität zu verweigern.

    Und wir, das 'Volk', die 'Wähler', die anderen 'Parteien' was tun wir ? Wir schauen weg bei diesen Taten der Sozialdemokratie, machen sogar oft mit beim Gendern, Schulden machen, schauen zu beim Zerstören der Zukunft, oder beim Zerstören des Schulwesens, schauen zu bei der Benachteiligung des eigenen Volkes zugunsten von muslimischen Zuwanderern (die Schweizer haben wenigstens Zeichen gesetzt) beschliessen sogar 'koalitionär' linke Selbstzerstörungsgesetze, etc. Also auch wir verweigern die Realität.

    • Haider
      06. August 2011 22:32

      Daß Sie gleich im 1. Satz ..."demokratie" unter Anführungszeichen setzen, trifft den Kern des Problems. Der Versuch der Linken, durch Etikettenschwindel und phantomdemokratische Täuschungen vom marxistischen Diktat abzulenken, ist einfach zu durchsichtig.
      Zum letzten Satz: "Ich werde die Realität niemals verweigern!"

  26. Observer
    04. August 2011 07:05

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Hereinschieben des Krankenbettes in den Gerichtssaal ein Teil der Verteidigungstaktik ist, denn aus meiner Sicht wäre Mubarak durchaus in der Lage gewesen, im Gerichtssaal auch auf einem Sessel zu sitzen. Wie auch immer: diese Strategie ist nicht ganz aufgegangen und viele Ägypter erwarten nun von einem unabhängigen Gericht für ihn einen lebenslangen Gefängnisaufenthalt wenn nicht sogar die Todesstrafe. Erst die kommenden Wahlen zum Parlament und der Präsidentschaft werden zeigen, ob es tatsächlich zu einer Wende kommen wird, denn das Militär sowie der alte Clan werden nicht so leicht ihre Privilegien abgeben.
    Bei den anderen Despoten in Libyen, Syrien, Jemen müssen leider noch viele Zivilisten sterben, bis sich auch dort etwas ändert. Die Gegenmassnahmen der westlichen Welt sind da nur ein Lippenbekenntnis, denn Kontensperren, Einreiseverbote usw. können die Machthaber kaum in die knie zwingen. Und das militärische Eingreifen in Libyen ist überhaupt nur halbherzig, welches die Leiden der dortigen Bevölkerung nur unnütz verlängert.

    • schreyvogel
      04. August 2011 07:22

      Dass man alte kranke Personen im Bett in einen Gerichtssaal karrt, erinnert mich sehr stark an den Fall Demjanjuk, ebenso die sehr fragwürdige Anklage. Ägypten darf nicht Deutschland werden!

    • Haider
      06. August 2011 23:19

      @ Schreyvogel
      Gott bewahre!

  27. Pumuckl
    04. August 2011 06:25

    Dr.A.U. hat in diesem Beitrag eine umfangreiche Liste von Fragen und Themen ins Spiel gebracht, und im PS noch die Verantwortung der sozialistischen Internationale hinterfragt. Sicher interessant?

    Muß man in diesem Zusammenhang nicht auch die Frage nach der Mitverantwortung der ehemaligen Kolonialmächte stellen? Die hatten einst ohne
    Rücksicht auf topographische, ethnische und religiöse Fakten mit dem Lineal die Grenzen ihrer Kolonien gezogen.
    Dieser Blog zeigt immer wieder auf, wie schwer es uns Europäern fällt, die hohen Ideale der Demokratie zu verwirklichen. Wie sollen das Staatsgebilde schaffen, deren Bürger oft kaum mehr als 100 Jahre Zeit hatten um ihre Steinzeitkultur zu überwinden?
    Viele dieser Staaten sind viel zu früh, und kulturell unvorbereitet in die Selbstständigkeit entlassen worden. Grund war oft nicht deren Freiheitdrang, sondern die Tatsache, daß es billiger war, sie wirtschaftlich auszubeuten, ohne die Bürden ihrer Verwaltung zu tragen.

    DAS KANN NUR POTENTATEN HERVORBRINGEN!!

    Im Bereich des nahen Ostens, und der afrikanischen Nordküste werden die Gesellschaften in ihrer Entwicklung natürlich auch von den israelisch - amerikanischen Interessen in ihrer Entwicklung gestört.

    In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach der Bedeutung von Sarkozys Mittelmeerunion. Er hat sie ja erst kürzlich mit Einbringen von
    8 Milliarden Euro gegründet.
    Es war immerhin EU - Nettozahler Geld!!!

    • Undine
      05. August 2011 08:40

      @Pumuckl

      *****!

    • Haider
      06. August 2011 23:17

      Daß vor 100 Jahren und mehr Kolonialgrenzen völlig willkürlich gezogen wurden, ja oft sogar so, um gewachsene Strukturen bewußt zu zerstören (divide et impere!), wissen wir. Das Wiederaufgreifen dieses Prinzips der Aufteilung der Welt in Interessenssphären (im 16. Jahrhundert zwischen Spanien und Portugal und im 20. Jhdt. zwischen Sowjetunion, China und USA) war um nichts besser. Und heute?
      Religionskriege, Stammesfehden, politische Indoktrination, Marktbeherrschungsphantasien, political correctness, Mediendiktatur usw. usf. Was unterscheidet uns vom Mittelalter?

    • Pumuckl
      25. September 2015 18:44

      Noch ein Link welcher auch das politische Verhalten dieser moslemischen Nahost-Potentaten erklärt:

      http://www.yeshua.at/server/articles/view/92

  28. Wertkonservativer
    04. August 2011 05:55

    Der Weg von der Diktatur zur Demokratie ist steinig, besonders für Völker, die seit frühen Zeiten unter nichts anderem als Adels-, Stammesfürsten- und zuletzt Obristenherrschaften gelebt haben.
    Es wird quälend lange dauern, bis sich dort einigermaßen normaldemokratische Zustände entwickeln werden.

    Die Herren Assad und Gaddafi werden wohl auch recht bald "out" sein; der Transformationsprozess dieser beiden Völker Nordafrikas zur Demokratie wohl ebenso schwierig wie in Ägypten!

    China wartet nur darauf, dort mit eigennützigen Finanzhilfen ihr Süppchen zu kochen! Da sollten Europa und der Rest der westlichen Welt sehr hellhörig sein, und nicht nur mit Bomben und Granaten, sondern auch mit klugen Einflussnahmen Präsenz zeigen!

    gerhard@michler.at

    • Wertkonservativer
      04. August 2011 12:46

      Eine Frage an die Mathematik:

      wieviele Halbsternderln muss ein Mitspieler erhalten, um nach sieben Aufrufen dann erst einen roten Stern zu bekommen?

      Da reagieren sich etliche mir nicht gewogene Kollegen so richtig an mir ab!!
      Wohl bekomms!
      Da der Durchschnitt aber eh nur eine vernachlässigbare Größe ist (habe ich mir sagen lassen), ist der Halbsternderlregen für mich nur ein Zeichen, dass ich es verstehe, so manchen Heinis mit meinen bescheidenen Wortmeldungen einigermaßen auf die Zehen zu treten: mir macht es Spaß und kostet nichts!

      Viel Feind', viel Ehr'!:

      gerhard@michler.at

    • mike1
      04. August 2011 18:00

      lieber gerhard, es scheint wirklich so zu sein,dass hier einige komische vögel unterwegs sind. dies wird sich aber nicht verhindern lassen !

      liebe grüße
      mike

    • phaidros
      04. August 2011 19:10

      Verhindern nicht, aber ganz trefflich ignorieren, meine Herren!

      ;-) phaidros

    • lässing
      04. August 2011 22:45

      Die Brüder wollen einfach verhindern, dass Sie Poster des Monats werden.
      Denn es geht ja nicht nur um die Halbsternderln, sondern einfach darum, einmal zu verhindern, dass Sie unter den ersten 3 stehen. Denn dann bekommen sie automatisch weniger Zustimmung.
      Ich finde es sehr schade, dass Sie wieder nicht zum Poster des Monats gekürt wurden.
      Wenn es leicht geht, fallen Sie bitte nicht über mich her. Ich meine es wirklich ehrlich mit Ihnen, auch wenn Sie das vehement in Abrede stellen.

    • mischu
      04. August 2011 22:50

      @lässing

      Völlig kontraproduktiv Ihre Weinerlichkeit, merken Sie das nicht?
      @Wertkonservativer ist einer der erfolgreichsten Mitposter hier und da bleibt es sich doch völlig gleich, ob 1., 2. oder 3. Platz.
      Sie schaden ihm mehr, als Sie nutzen = jedenfalls mein bescheidener Eindruck!

    • lässing
      05. August 2011 00:24

      @contra, mischu, libertus etc
      die Ratschläge aus der Halbsternderlclique sind entbehrlich. Da hat wieder einer Kreide gefressen. Ob man erster oder zweiter wird, ist natürlich ein gewaltiger Unterschied. Allein, aber nicht nur wegen der Gratismonate. oder ?

    • libertus
      05. August 2011 00:36

      @lässing

      Als direkt Angesprochene(r) und ebenfalls Halbsternderlbetroffene(r) darf ich Ihnen versichern, daß ich nie und nimmer ein einziges Gratismonat in Anspruch nehmen würde/werde!
      Meinen Jahresbeitrag werde ich schon als Anerkennung und Begeisterung für diesen Blog weiterhin entrichten.

      Soviel zu Ihrem seltsamen Einwand, hoffentlich beruhigt Sie das!

    • Wertkonservativer
      05. August 2011 06:29

      Liebe Mitposter,

      nett, dass Sie sich um mich grämen und mit mir "mitleiden" !!

      Doch, glauben Sie mir, ich bin mit meinen bisherigen Stockerlplätzen außerordentlich zufrieden, und danke für die vielfältige Zustimmung zu meinen bescheidenen Beirägen!
      Erster muss ich nicht sein! Sie kennen ja den schönen Schiller-Spruch:
      "So sei ich, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte!"

      Dank und guten Morgen!

      gerhard@michler.at

    • phaidros
      05. August 2011 08:17

      Na, das war jetzt nicht 100% das, was ich mit »trefflich ignorieren« meinte, aber so geht's natürlich auch! ;-)

    • Wertkonservativer
      05. August 2011 08:22

      Verzeihung, lieber phaidros!

      Ich alter Quatschesel kann mich halt nicht immer zurückhalten; will mich aber wirklich bessern!

      Ciao

      Gerhard

    • phaidros
      05. August 2011 08:24

      Das war natürlich allgemein gemeint! :D

    • mischu
      05. August 2011 11:52

      @lässing

      *wimmerwimmer* ;-)

    • kurzundbündig (kein Partner)
      05. August 2011 12:42

      Der lässing postet wegen der Freimonate, der Wertkonservative wegen seiner Eitelkeit, keiner postet der Sache wegen.
      Und dann sind sie noch beleidigt, wenn sie von den Postern abgestraft werden weil sie nur populistisches Zeug und Nullansagen hineinstellen, zu fast JEDEM Kommentar!

    • contra
      05. August 2011 12:49

      @lässing

      Tja, da ist guter Rat teuer, meiner wäre:

      "si tacuisses, philosophus mansisses"!

    • contra
      05. August 2011 12:51

      @phaidros, 8:17 Uhr

      Leichter gesagt als getan, irgendwann ist das Maß voll.
      Das wissen Sie doch aus eigener Erfahrung!

    • Wertkonservativer
      05. August 2011 13:15

      kurzundbündig 12:42 :

      also was das Abstrafen betrifft, kann das auf mich wohl nicht wirklich zutreffen:

      in aller Bescheidenheit gestatte ich mir darauf zu verweisen, dass ich seit Feber d.J.
      bereits fünfmal von vielen netten Postern auf's Monats-Stockerl gehievt wurde.

      Und was meine Eitelkeit betrifft: die hält sich wirklich in Grenzen. Meine liebe Frau meint eher, ich sei das Gegenteil eines eitlen Gecken: meine Kleidung sei sehr, sehr unauffällig und völlig modefern, und auch mein Haarschnitt sei "very uncool"!

      Also denken Sie, was Sie wollen, kurzundbündig: das kratzt mich wirklich nicht!

      gerhard@michler.at

    • blogologe (kein Partner)
      05. August 2011 13:24

      "kurzundbündig" hat vollkommen recht. es ist unglaublich, welche energien hier erwachsense menschen in das vollkommen schwachsinnige thema "sternderl" fliessen lassen.

      wollt's ihr nix produktiveres machen bitte?

      der eine erfindet eine "halbsternderlclique", der andere ist immer pikiert und streitet das drei minuten später gleich wieder ab, andere wollen unbedingt erster werden. geht's euch eh noch gut?

      manchmal glaubt man, wir haben keine anderen sorgen. kein wunder, dass die politik so aussieht, wie sie aussieht.

    • dickundoof (kein Partner)
      05. August 2011 13:30

      Jeder kehre hier vor seiner eigenen Tür.
      Zurufe und Maßregelungen aus jeglicher Richtung sind absolut entbehrlich.
      Bitte, zurück zu den wichtigen Themen, der Platz ist zu schade für selbsternannte "Schiedsrichter"!

    • inside
      05. August 2011 13:53

      Anscheinend gibt es im Kindergarten nicht nur Wertkonservative..
      Eure Sorgen möcht' ich haben...

    • blogologe (kein Partner)
      05. August 2011 14:00

      lustiger platz hier und heute so ohne neuen au-eintrag. da uns fad wird, schlagen wir uns mal hier die köppe ein. dickundoof, du bist jetzt aber auch ein schiedsrichter, oder nicht? ;-)

    • dickundoof (kein Partner)
      05. August 2011 14:20

      @blogologe

      Nein, lediglich "Platzwart"! ;-)

    • blogologe (kein Partner)
      05. August 2011 14:33

      @dickundoof

      bin ich froh!. ich dachte schon sie wollen hier den blogwart/blogsheriff ablösen. der sieht das gar nicht gerne!!!

    • dickundoof (kein Partner)
      05. August 2011 14:56

      @blogologe

      Ich schwöre: nein, niemals.

      Da würde ich meine Kompetenzen überschreiten und die Folgen wären fatal oder gar letal. ;-)

    • blogologe (kein Partner)
      05. August 2011 15:12

      @dickundoof

      gut so. vorsicht ist die mutter der porzellankiste. es soll mit dem blogsheriff hier auch schon gräßliche debatten mit fürchterlichem ausgang gegeben haben!! und das wollen wir nicht.

      wir müssen jetzt nur noch an unseren sternderl-diskutanten arbeiten:

      jungs,mädels: nehmt es nicht so ernst. raucht ein kraut oder sonstwas, aber bitte nehmt es nicht so ernst. pfeift auf platz 1, 2, 3, 4, 5 oder sonstwas. ehrgeiz ist schon gut, aber bitte nicht hier. den ehrgeiz bitte in den politischen prozessoder in eure initiativen lenken!

      erster schritt. wir ignorieren jetzt alle ab dem nächsten tagebuch die depperte sternderldiskussion. lieber wertkonservativer: bitte sehr bemühen, auch wenn es schwer fällt! sie müssen vorangehen und den ersten schritt machen. wenn sie nicht pikiert sind, dann wird es für die anderen auch nicht mehr lustig ihnen die 0,5er sternderln reinzusemmeln ...

      schaffen wir das? wie sagt bob the builder? jo wir schaffen das! :-)))

    • Barack Hussein (kein Partner)
      05. August 2011 15:40

      YES, WE CAN! ;-)

    • Wertkonservativer
      05. August 2011 17:16

      An die vielen Sternderl-Skeptiker und - Verächter hier im Forum:

      nicht von ungefähr hat unser Dr. Unterberger die Sterne-Bewertung zwecks Ehrgeizweckung und Auflockerung der harten Forumsarbeit in das Gesamtpaket gepackt; Wettbewerb unter intelligenten Menschen, Spaß und Spiel soll eine Humankomponente in den harten Forums-Alltag bringen.

      Ich finde es lächerlich, wenn hier so getan wird, also ob das Sternderlspiel eine Spielwiese nur für Naivlinge, Ehrgeizlinge und andere Kopfschüssler wäre.

      Die Besten hier beteiligen sich, aktiv und/oder passiv, gewollt oder ungewollt, am zweiten Standbein unseres Forums.

      Wer nicht mitmachen will oder kann, sollte den anderen den Spaß lassen.
      Ewig daran herumzumäkeln und die Sache ins laufend ins Lächerliche zu ziehen, finde ich ganz fies !!!

      gerhard@michler.at

    • friedensrichter (kein Partner)
      05. August 2011 17:23

      @WK

      Hat natürlich etwas für sich, wenn aber daraus regelmäßig ein "Sternenkrieg" entsteht, sollte man sie um des lieben Friedens willen abschaffen!

    • blogologe (kein Partner)
      05. August 2011 18:55

      Verdammt noch einmal, wo bleibt der Blogsheriff? Wir brauchen dringend und händeringend ein POSITIONSPAPIER dazu!!! Sonst schwelt der deppate Konflikt noch endlos!!!!!

    • mon dieu (kein Partner)
      05. August 2011 20:20

      Mein Gott, geht's uns gut!

    • kurzundbündig (kein Partner)
      05. August 2011 23:01

      Man kann es wirklich nicht glauben, es hier mit Erwachsenen zu tun zu haben!

      Da bricht der WK wieder ohne Not eine Sternendebatte vom Zaun, landet ohnehin über Gebühr mit teils hanebüchenen Kommentaren ständig auf Stockerlplätzen und wird sich demnächst wieder über die halben Sterne beklagen, die er nach dieser Aktion eher mehr als weniger erwarten kann aber jetzt wirklich verdient hat. Schauderhaft!

    • blogologe (kein Partner)
      05. August 2011 23:35

      Heureka, die Idee!

      Ich schlage vor, der WK, lässing, Mike und der Blogsheriff bekommen eine eigene "closed Sternderl user Group" und können sich nur noch selbst bewerten. angezeigt wird es ganz oben in der Kategorie "bester Kommentar eines blogsheriffs" und wir haben endlich Ruhe und " Star wars" ist Geschichte!

    • Wertkonservativer
      06. August 2011 05:33

      Blogologe, dickundoof, kurzundbündig:

      Haltet mal die Luft an, Ihr Klugsch....... !!!!

      gerhard@michler.at

    • phaidros
      06. August 2011 07:42

      Lieber Wertkonservativer!

      Wenn einer immer und immer wieder, und niemals anders als sehr freundlich schreibt und dafür immer und immer wieder offen verlacht und richtiggehend bespuckt wird, so gehört mein Respekt selbstverständlich - Überraschung! - dem Freundlichen.

      Mit dieser Meinung bin ich sicher nicht allein.

      Was ich für wichtig (weit jenseits aller Sternderln) halte, weil es geradezu um Charakter geht: man muss sich bewusst machen, dass diese Nebennicks und Sockenpuppen hier genau dieselben (wenigen!) Personen sind, die unter Ihren Hauptnicks lang und breit und klug erklären, wie die Welt zu retten wäre, und wer nicht aller entweder korrupt ist oder ein Idiot oder ein korrupter Idiot.

      Naja, die geistige Flughöhre, auf der diese Manöver absolviert werden, wird ja auf diese Weise ziemlich deutlich.

      Selbstverständlich ist diese Gruppe wie gesagt sehr klein - viel kleiner, als es aufgrund der Vielzahl verwendeter Nicks den Anschein haben mag! Dass die vielen anderen, die sich immer klug und kompetent zur Sache äußern, es zulassen den Blog so beschädigen zu lassen wundert mich etwas, denn dadurch wird »unser aller« Blog zur Bühne für infantile und intrigante Feiglinge. Und das ist schade, die will eigentlich niemand und braucht schon gar keiner (vielleicht ist das auch Teil der persönlichen Problemlage dieser Menschen).

      Aber einen »Trost« gibt es (wenn einem etwas daran liegt - ist natürlich nur meine Interpretation): was meinst Du, wie sich diese Zwergerln selbst mies fühlen, eben weil sie nicht Deine Schneid aufbringen, Dir offen gegenüber zu treten!? Sich Dir immer unterlegen fühlen werden. Was sie ja auch sind - nur der Unterlegene wird herablassend (»Wer selber groß ist, macht andere nicht klein«).

      Und einfach nicht begreifen, dass das nur aufhören könnte, wenn sie selbst aufhörten. Dass das aber niemals aufhören kann, indem Sie Dich immer weiter anmachen. Aus diesem Grund gibt es auch kein Mittel gegen pöbelnde Gruppen, die sich in ihrer Gruppendynamik auch immer weiter aufstacheln, sodass es nie ein Ende gibt; auf der Straße nicht, und hier halt auch nicht.

      Daher bitte ich Dich herzlich: bleib wie Du bist (tust Du sowieso, weiß ich) und lass Dich nicht aus der Reserve locken - es folgt ja doch nur der nächste kindische Untergriff irgendeines Trottels unter einem anderen Nick.

      Liebe Grüße
      phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Um Deine Eingangsfrage zu beantworten:

      1x3 + 6x½ = 6 .. da käme also im Durchschnitt gerundet 1 heraus, aber auch bei
      2x3 + 5x½ = 8,5
      3x3 + 4x½ = 11 - geht schon nicht mehr, denn bei 7 Abgaben würde das bereits mit 1½ angezeigt.

      Derzeit hast Du einen Schnitt von 2.0 bei 16 Abgaben (also etwa 32 insgesamt), somit kommst Du zwischen 9x3 + 7x½ = 30½ und 11x3 + 5x½ = 35,5 zu liegen.

      Da zum Einen die genaue Zahl nicht bekannt ist, zum Anderen theoretisch auch 1, 1½ und 2 Sterne das Bild verzerren können, bleibt das aber Raterei.

    • Wertkonservativer
      06. August 2011 08:21

      Danke, phaidros,

      Du bist mir wirklich ein Freund!

    • Haider
      06. August 2011 22:59

      Lob tut immer gut und sei wirklich neidlos anerkannt. Aber das ganze Halb-/Sternderltheater erinnert mich sehr an die Zeit meiner Kinder in der 1. Klasse Volksschule. Aber damit auch noch taktische Spielchen zu betreiben ist wahrlich einfältig. Liefert solches Tun eine Ersatzbefriedigung? Ich sitze fassungslos 1. Reihe fußfrei.

  29. libertus
    04. August 2011 02:02

    Nachdem die beiden Diktatoren in Libyen und Syrien angesichts der grotesken Bilder von Mubaraks Gerichtsverhandlung keinesfalls mehr freiwillig ihren Platz räumen werden, ist guter Rat teuer.

    Je länger die Kampfhandlungen andauern, umso mehr werden unschuldige Tote und wird sinnloses Blutvergießen unter der leidgeprüften Zivilbevölkerung zu beklagen sein.
    Da drängt sich wohl ein einziger Gedanke auf, wie man dieses Dilemma lösen könnte und der lautet: der unvermeidbare und angesichts der Situation vielleicht auch vertretbare Tyrannenmord?

    Die Frage ist nur: was kommt danach? Viele Menschen in Ägypten klagen bereits, daß die Zustände derzeit schlechter sind als vor der Revolution.
    Es herrschen teilweise gesetzlose Zustände, die Kriminalität ist sprunghaft angestiegen und an der weitverbreiteten Armut hat sich kaum etwas geändert - im Gegenteil! Ob da dieser Schauprozeß mit einem möglichen Todesurteil Besserung verspricht, ist zu bezweifeln.

    Ad P.S.: Unliebsam gewordene Genossen wie Mubarak und seine Parteifreunde sind sicher schon von der Sozialistischen Internationalen ausgeschlossen.
    Und mit dieser "Kindsweglegung" erspart sich sofort jegliche Kollektivschuld bzw. eine Verteidigungslinie bei etwaigen Angriffen. So einfach geht das bei den Sozis!

    • Mitleserin (kein Partner)
      05. August 2011 07:51

      Libertus,

      in diesen Ländern wird noch viel Blut im Sand versickern.

      Zuerst werden mehr oder weniger Gottesstaaten entstehen, bis der nächste Volksaufstand in die Säkularisierung führt.

      Oder der Weg wird zurück zu Stammesfürsten führen.

      Korruption ist so präsent in allen diesen Staaten, daß wir von Europa aus gar nix tun können.

    • DerTurm
      05. August 2011 07:56

      Sie sind nicht ausgeschlossen, man hat lediglich so getan, als ob.
      Die Kollektivschuld ist also nach wie vor evident.





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