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Die Panik oder: Wann ist irgendwann?

Trau niemandem mehr. Der globale Kurssturz an den Börsen war zwar im Zeitpunkt nicht vorherzusagen gewesen. Das ist bei solchen, einer Massenpanik gleichenden Entwicklungen nie der Fall. Aber dass wir im letzten Jahr nur ein kurzes „Zwischenhoch“ erlebt haben, das war bei einiger Nüchternheit von Anfang an klar. Dieser Begriff ist daher auch in diesem Tagebuch im letzten Jahr mehr als ein halbes Dutzend Male verwendet worden. Dennoch ist es nicht wirklich logisch, dass jetzt ausgerechnet Aktien so rapide an Wert verloren haben.

Das ist letztlich nur noch psychologisch erklärbar. Denn Aktien verkörpern immerhin Sachwerte, während Staatsanleihen nur noch auf dem naiven Glauben aufbauen, dass die Regierungen den gigantischen Schuldenberg jemals abbauen können. Dieses noch immer vielerorts vorhandene Vertrauen in Staatspapiere gleicht in Wahrheit der Einstellung eines Lotteriespielers, der im Vertrauen auf eine winzige Chance wöchentlich dem Finanzministerium freiwillig große Beträge abliefert. Denn auch außerhalb der PIIGS-Länder haben die Staatsschulden unbewältigbare Dimensionen angenommen.

Natürlich lassen sich die Börsewerte nicht ganz von den Anleihewerten abkoppeln. Denn die Staaten in ihrer Verzweiflung sind zu allem imstande, also auch dazu, dass sie hemmungslos auf all unsere Sachwerte greifen. Projekte wie eine Kursgewinnsteuer sind da nur ein erster Schritt gewesen. Der nächste sind die von linken Parteien schon vehement geforderten „Vermögenssteuern“, die in Wahrheit wieder ganz überwiegend Unternehmen treffen, die aber die einzige Quelle eines eventuellen Wachstums, von Jobs und Wohlstand sein können. Und bald werden sie auch wieder verstaatlichen und enteignen wollen. So wie die Sowjets einst die Kulaken gejagt haben, also die freien Bauern.

Dass man dem Staat alles zutrauen kann, zeigt sich etwa in Italien. Dort veranstaltete eine süditalienische(!) Staatsanwaltschaft vor wenigen Stunden in Mailand Razzien bei einer Ratingagentur. Diese hätte „unbegründet und unvorsichtig“ gehandelt. Das wagen die Schergen eines Landes zu sagen, das die zweithöchste Verschuldung der Welt hat! Das wagen Beamte aus Apulien von sich zu geben, die seit Jahrhundert sehr gut mit der Mafia und von nordeuropäischem Geld leben!

Es gilt ganz offensichtlich die Devise: Niemand darf mehr die volle Wahrheit sagen! Zertrümmert alle Spiegel, damit niemand mehr sieht, wie hässlich wir Schuldenmachergesellschaften geworden sind.

Aber nicht nur Süditaliener, sondern auch viele Politiker sind mit solchen Dolchstoßlegenden immer sehr rasch bei der Hand (und die ihnen hörigen Journalisten sowieso). Wenn die Menschen massenweise das Vertrauen in den von der Politik angerichtet Scherbenhaufen verlieren, dann sind entweder die Ratingagenturen oder die Banken, die Spekulanten oder die „Profiteure“ (neuester O-Ton SPÖ-Staatssekretär Schieder) schuld, aber niemals jene, die jahrzehntelangen Stimmenkauf mit immer mehr Verschuldung betrieben, also von fremdem Geld „profitiert“ haben. Und niemals jene Wähler, die jene gewählt haben, die am lautesten und am meisten versprochen haben.

Sie alle taten das immer im Glauben, die Rechnung müsse irgendwann viel später ein anderer zahlen. Jetzt ist halt die Stunde „Irgendwann“ gekommen. Und der andere sind wir.

Auch wenn rückwirkende Gesetze jede Rechtsstaatlichkeit verletzen, so bekommt man derzeit fast Verständnis für das ungarische Vorhaben, die exzessiven Schuldenmacher aus der sozialistischen Regierungsperiode strafrechtlich zu verfolgen (nachdem die ungarischen Wähler sie schon mit nassen Fetzen davongejagt haben). Ungarn ist ja jenes Ostland, das schon am weitesten in den südlichen und westlichen Schuldenschlendrian verfallen ist.

Was aber tun? Sicher das Gegenteil von dem, was die Regierungen vermutlich jetzt wieder tun werden: nämlich dem verlorenen Geld noch viel gutes Geld nachzuwerfen, und immer neue Schuldpapiere in Umlauf zu setzen, damit vielleicht doch einmal eine Inflation alle Schulden (und halt auch Ersparnisse) auffrisst.

Wir müssen in Wahrheit die Dauerkrise wie das Jahr 1945 ansehen. Das ist eine Stunde null, wo der Wohlfahrtsstaat drastisch beschnitten werden muss; wo „wohlerworbene Rechte“ intensivst hinterfragt werden müssen, ob sie durch irgendeine echte Leistung oder nur auf dem Papier entstanden sind; wo die Staaten alle protektionistischen Regeln und alle bürokratischen Schikanen abschaffen müssen; und wo die Staaten nur noch auf das Notwendige und Machbare reduziert werden. Wir dürfen vor allem keinem Politiker mehr glauben, der mit irgendwelchen rasch geschnürten Rettungspaketen Abhilfe verspricht.

Der Glaube ist freilich gering, dass Europa zu einer solchen Rosskur bereit ist. Statt dessen wird es im Schlamm einer Dauerkrise steckenbleiben. Und es wird, so wie es die Griechen schon seit mehr als 2000 Jahren tun, von der einstigen Größe nur noch träumen, aber in keiner Weise mehr zu neuer Kraftanstrengung imstande sein. Oder es wird so wie Argentinien auf einen Standard nahe der Dritten Welt absinken – obwohl das Land in der Zwischenkriegszeit eines der wohlhabendsten Länder der Welt gewesen ist.

 

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alle Kommentare

  1. Roselma (kein Partner)

    You've got to be kidding me-it's so trltnparensay clear now! http://alxtuhbuor.com [url=http://orssrzoios.com]orssrzoios[/url ] [link=http://zaraljqz.com]zaraljqz[/link ]



  2. Ravi (kein Partner)

    No conptaimls on this end, simply a good piece.



  3. Irene (kein Partner)

    This is a really inglieltent way to answer the question.



  4. Carlo (kein Partner)
    • Fr. Schmidt (kein Partner)

      Netter Versuch, aber am Propagierten haben wir den Bösen entlarvt, und vor allem den Unsinn. Das entspricht genau jener ORF-"Wahrheit", die uns jahrelang entgegendröhnt.

    • contra

      Kommunismus und Sozialismus haben sich aber auch nicht bewährt, siehe auch 1:1 Experiment ehemaliger Ostblock. Und Nordkorea rangiert eigentlich auch nicht unter den blühenden Ländern dieser Welt.

      Der Autor differenziert hier viel zu wenig und läßt sich halt jetzt von der Gegenseite bejubeln. Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!

  5. Eso-Vergelter (kein Partner)

    Europa kann durch diverse ökologische Maßnahmen gerettet werden. Z. B. können die herkömmlichen Autos durch 1 l-Autos ersetzt werden, die mit neuartigen Keppemotoren ausgerüstet sind. Damit kann man 100-mal billiger Auto fahren. Siehe dazu
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ein-Liter-Auto_von_VW
    Und
    www.keppemotor.com/ge
    Zudem soll der €uro durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt werden. Und mehrere Millionen Afrikaner und Asiaten sollen weggeschafft werden.



    • phaidros

      Bitte, Eso-Vergelter, nehmen wir die ersten zwei Textsätze her:

      Erneut wenden wir uns deshalb an alle Entscheidungträger das die neue notwendige Physik dazu bereits HIER IST. Dieses neue Paradigma ist realität.

      Zwei schwere Fehler, ein Kommafehler, ein Satzbau, dass einem die Haare zu Berge stehen.

      Es ist an sich dumm, mit mangelhafter Grammatik gegen einen Text zu »argumentieren«. Will ich auch gar nicht, aber bei so einer Häufung muss ich sagen: einfach keine Lust, das weiterzulesen. Kommt wieder, wenn da jemand drübergeschaut hat.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Eso-Vergelter (kein Partner)

      @ phaidros
      Und was sagen Sie zu dem anderen Link (1 l-Auto, Wikipedia)?

    • phaidros

      Ich habe das nur ungefähr im Kopf: es geht da um ein Hybrid-Konzept aus Elektro- und Sparverbrennungsmotor (und dem üblichen Etikettenschwinden, dass man einen Normverbrauch von 1,8 Liter als »1-Liter-Auto« verkauft), oder?

      Das sehe ich differenziert, darf ich nur mal so unsortiert auflisten:

      * Bei den steigenden Spritpreisen werden die Hersteller unter Zugzwang kommen, sparsamere Motoren zu entwickeln. Das ist gut!

      * Die Menge gespeicherter chemischer Energie in einem Verbrennungsmedium ist begrenzt, und nicht in voller Höhe ausbeutbar*). Wir nähern uns langsam dem prinzipiell Machbaren, es wird dann keine weitere Verbesserung mehr geben können.

      * Der eigentliche Schwindel besteht aber darin, die Emission mit 0g CO2/100km für den Elektrobetrieb anzugeben, denn der Strom kommt nicht aus der Steckdose, er fließt nur durch sie.

      Und jetzt eine kleine abschätzende Rechnung, nur mal für Ö:

      Wir haben hier aktuell 4.4 Mio PKW, 700 T Motorräder, 300 T LKW**) Zählen wir der (groben!) Einfachhheit halber die Motorräder zu den PKW, und jeden LKW wie drei PKW, dann reden wir von 6 Mio Fahrzeugen, sagen wir im Schnitt à 75kW.

      Das macht 6 Mio * 75kW = 450 GW Motorleistung aus Kraftfahrzeugmotoren.

      Nehmen wir weiters an, die Motorleistung wird im Schnitt zu 33% abgerufen, und das für durchschnittliche 15000km / Jahr. Bei durchschnittlichen 50km/h sind das 300Betriebsstunden pro Jahr, macht eine Gesamtenergie von 45TWh für den Verkehr.

      Bedenkt man jetzt noch, dass die Energie auch nicht verlustfrei gespeichert werden kann, so vermute ich mal so 60-90TWh zusätzlich benötigte elektrische Energie, wollten wir unseren Fuhrpark auf Elektroautos umstellen.

      Bedenkt man, dass die österreichische Stromproduktion lt. Angaben der E-Wirtschaft ca. 128TWh war, so dürfte ersichtlich sein, dass wir hier auf einen unlösbaren Knopf zusteuern (und zwar, obwohl natürlich der Treibstoff, der jetzt die konventionellen Fahrzeuge antreibt, für Stromproduktion frei würde), denn wir können die Stromproduktion nicht mal eben um 50-75% in die Höhe fahren. Da derzeit allerortens Atomausstiege***) populärer sind als Laufzeitverlängerungen, schon gar nicht.

      Ich glaube daher, dass es keine einzelne »Erlösertechnik« geben wird. Es wird ein Mix aus vielem werden: Optimierung bestehender Techniken, Strom, Hybrid, Wasserstoff, und last, aber keineswegs least: EINSPARUNG! (Wer sagt, dass wir 75kW/Fahrzeug****) brauchen?

      Danke für diese interessante Frage!

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) So genannte »adiabatische« Maschinen können niemals einen Wirkungsgrad von 100% erzielen. Dazu gehören Verbrennungsmotoren, aber auch Kühlaggregate.

      **) http://www.statistik.at/web_de/statistiken/verkehr/strasse/kraftfahrzeuge_-_bestand/020727.html

      ***) Bitte den sehr interessanten Science-Blog-Eintrag zum Thema beachten: http://www.andreas-unterberger.at/2011/08/ist-die-kernenergie-boeseij/

      ****) 75kW pro Fahrzeug im Schnitt ist von mir einfach so dahingesagt - keine Ahnung! Es kommt mir halt plausibel vor.

  6. Celian

    Der Spread zwischen den Zinsen italienischer und deutscher Anleihen beträgt nun schon 4 %. Das ist der größte Abstand seit Bestehen der Währungsunion. Zeit also für eine Korrektur der Bewertung der wirtschaftlichen Verfassung Italiens. So dachten zumindest die Rating-Agenturen. Die italienische Börsenaufsicht samt ein paar übergeschnappten Staatsanwälten aus dem Süden Italiens hatten ebenso einen Befund parat, allerdings für die Rating-Agenturen, sprich Hausdurchsuchungsbefehl: polizeiliche Durchsuchung ihrer Büroräume, Beschlagnahmung aller Dokumente, die in irgendeiner Weise mit der unbotmäßigen Bewertung in Zusammenhang stehen könnten.Davor waren sie schon von der Börsenaufsicht zu einem "klärenden Gespräch" vorgeladen worden.
     
    Schönwetterkapitäne vertragen eben nur Schönwetter-Berichte, auch wenn am Horizont Sturm aufzieht. Denn merke: wenn die Wettervorhersage keinen Sturm voraussagt, ist per Definition keiner im Anrollen, auch wenn man ihn schon mit freiem Auge herannahen sieht und das Boot gefährlich schlingert.



  7. Aron Sperber (kein Partner)

    Staatsanwaltschaften und Polizei sind in Italien damit beschäftigt, unliebsame Poitiker und jetzt eben auch Ratingagenturen zu verfolgen.

    währenddessen kommen wahre Verbrecher ungeschoren davon.

    das ist bei uns aber auch nicht viel anders:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2011/08/07/schlanke-messerstecher/

    Obwohl es massenhaft Zeugen gab, erfahren wir nach der jüngsten Messerstecherei über die “immer noch flüchtigen Täter“ lediglich, dass sie von „schlanker Statur“ waren.

    Bei so konkreten Angaben wird es bestimmt viele Hinweise aus der Bevökerung geben (Sarkasmus)



    • Bookworm (kein Partner)

      Charakteristisch ist bei allen diesen Polizeiberichten nach Überfällen, dass jetzt ein sehr wichtiges Merkmal der flüchtigen oder verschwundenen TäterInnen verschwiegen wird: Die sprachliche Ausdrucksweise der TäterInnen...Die werden bei ihren Gewalttan doch nicht stumm zu Werke gegangen sein...

  8. xRatio (kein Partner)

    @Undine 06. August 2011 22:41
    "A.U. schreibt:

    ".... Wenn die Menschen massenweise das Vertrauen in den von der Politik angerichtet Scherbenhaufen verlieren, dann sind entweder die Ratingagenturen oder die Banken, die Spekulanten oder die „Profiteure“ (neuester O-Ton SPÖ-Staatssekretär Schieder) schuld, aber niemals jene, die jahrzehntelangen Stimmenkauf mit immer mehr Verschuldung betrieben, also von fremdem Geld „profitiert“ haben. Und niemals jene Wähler, die jene gewählt haben, die am lautesten und am meisten versprochen haben".

    Den letzten Satz gleich noch einmal:.....UND NIEMALS JENE WÄHLER, DIE JENE GEWÄHLT HABEN, DIE AM LAUTESTEN UND AM MEISTEN VERSPROCHEN HABEN

    Das ist in meinen Augen der springende Punkt!"

    ------------

    Das ist in der Tat der wichtigste und richtigste Satz im Artikel des Dr. Unterberger.

    Weswegen ich ja schon tausendmal auch eine Änderung des Wahlrechts im Sinne bereits der alten Griechen und der Väter der US-Verfassung gefordert habe.

    Vor allem die Nettostaatsprofiteure dürften kein Stimmrecht haben! -
    Wer zahlt schafft an!



  9. numerus clausel (kein Partner)

    Diese Verwechslung hat es vor einiger Zeit schon mal gegeben, bei den ersten wirtschaftlichen Schwierigkeiten vor ein paar Jahren. Die Reaktion darauf war wie zu erwarten, zuerst hochgejubelt, dass der T. das schon damals in weiser Voraussicht und als Supersozi geschrieben hat, aber als es sich dann herausstellte, wer der wahre Urheber war, wendeten sich auch die Rektumkriecher von ihren davor gemachten Aussagen ab.
    Oh, erst jetzt gesehen, dass mir schon jemand anderer mit der Aufklärung zuvor gekommen ist. Doppelt hält vermutlich besser...



    • numerus clausel (kein Partner)

      Sorry, das hätte weiter unten zu einem Mißverständnis hinsichtlich der Herkunft einer Reimform gehört.

  10. Neppomuck (kein Partner)

    Die triebgesteuerten Steuerer.

    „Steuern steuern“, doch nicht nur,
    steuert uns die Diktatur
    des Weltmedienverbundes
    (nach der Art des Pawlow-Hundes)
    ebenso – und eh’ man ’s schnallt,
    ist man an die Wand geknallt.
    Gleich ob Bulle oder Bär,
    keiner macht heut’ etwas her,
    ist er nicht „gut investiert“,
    selbst wenn er sein Hemd verliert.
    "Kapital", das Zauberwort,
    zu vermehren heißt der Sport.
    Doch, so wär’ der Untertitel,
    sind es "überschüssig’ Mittel",
    die man an sich gar nicht braucht,
    wenn der Schornstein bestens raucht.
    Doch die inflationäre
    Geldentwertung, Steuerschere,
    oder sonst eine Gebarung,
    drängt zur Geldwertaufbewahrung.
    Ob Matratze oder Konto,
    Zinsen sind kaum noch ein Skonto,
    somit, der Vernunft zu Fleiß,
    geht der Esel auf das Eis.
    Nichts währt ewig, wie man spricht,
    auch der Wert der Währung nicht.
    Denn die grünen, gelben, blauen
    Scheine deckt nur ein Vertrauen,
    das im Grunde ungesichert.
    Hört ihr, wie der Bankster kichert?
    "Blue chips? Aber bitte sehr,
    sehr viel geben die nicht her,
    doch wenn sie die unbedingt
    wollen, sind sie nicht gelinkt.
    And’rerseits, ich habe hier,
    vielversprechend, ein Papier,
    wird als „otc“ gehandelt,
    weil es „Derivat-verbandelt“.
    Seh’n sie den Mercedes dort?
    Der g’hört mir. Darauf mein Wort."
    Und, wie könnt’ es anders sein,
    fällt der Kunde darauf rein.
    Greift, die Hos’ nicht zu verlieren,
    nach fiktiven Wertpapieren,
    und hofft, eh die Blase springt,
    dass ihm dieses etwas bringt.
    Doch die Wahrheit holt ihn ein,
    eher, als ihm lieb kann sein.
    Also wieder mündelsicher
    sparen … wiederum Gekicher.
    So wird, Sozialismus pur,
    von der andern Seite nur,
    dir der Beutel abgeschnitten,
    bis du endlich ausgelitten.
    Und die Drahtzieher des Ganzen
    füllen sich die eig’nen Ranzen,
    schnalzen Immobilienpreise,
    Goldeswert auf eine Weise,
    dass die Welt der Schwindel packt,
    rauf, bis alle pudelnackt.
    Denn den essentiellen Gütern
    kann man, gleich wie den Vermietern,
    nicht die lange Nase drehen.
    Na, ihr werdet es schon sehen.
    Sehnsucht aber nach Revolten,
    die das alles ändern sollten,
    die verkneift euch, denn die „Macht“
    hat das längst und gut bedacht.
    Auseinanderdividiert,
    so wie wir sind, der verliert
    jede Auseinandersetzung.
    Zumal jegliche „Verhetzung“,
    Wehrgedanken, nationale
    Selbstbewusstseinsrituale,
    Kommunikation und Waffen
    man bemüht ist, abzuschaffen.
    Sitzt man auch am hohen Ross,
    ist die Angst nicht minder groß,
    dass die Zukunft man verlöre,
    kommt der Volkszorn in die Quere.
    Und das alles, glaubt es mir,
    steuert Habsucht nur und Gier.
    Darum nehmt euch still zurück
    und sucht nach bescheid’nem Glück.



  11. Eso-Vergelter (kein Partner)

    Der Widerstand gegen die Nato und die chinesische Volksbefreiungsarmee wächst explosionsartig. Siehe dazu
    www.icasualties.org/oef
    Und in Europa wächst der Widerstand gegen Kapitalismus und Völkervermischung explosionsartig. Es sollen u. a. die herkömmlichen Autos durch 1-Liter-Autos ersetzt werden. Und der €uro soll durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt werden.



  12. Torres (kein Partner)

    Was die Aktion der italienischen Staatsanwaltschaft gegen eine Ratingagentur betrifft: die USA ist ja wohl auch nicht mehr weit davon entfernt; bekanntlich hat Standard & Poor's die Bonität der USA herabgestuft, was die Obama-Administration sofort damit beantwortet hat, dass sich die Agentur wohl um einige Billionen verrechnet habe. Das beweist übrigens auch, dass die Klagen der Europäer, dass die "amerikanischen" Ratingagenturen den europäischen Ländern übel gesinnt seien, die USA bevorzugen und es daher einer euroüpäischen Agentur bedarf (die es ja bereits gibt: Fitch hat französische Eigentümer, was gerne verdrängt wird), jeglicher Grundlage entbehren.



  13. november (kein Partner)

    "Das ist letztlich nur noch psychologisch erklärbar."

    Ist es wirklich so? Kann es nicht sein, dass das Problem im computerisierten Handel liegt? Algorithmen, welche die Märkte verändern, reagieren auf die von ihnen initiiereten Veränderungen. Die Folge sind typische Rückkopplungseffekte, welche sich in extremen Kursschwankungen manifestieren können.

    Hier ein interessantes Video, dass manche Verrücktheiten der heutigen Finanzwelt aufzeigt:

    Kevin Slavin: How algorithms shape our world
    http://www.youtube.com/watch?v=TDaFwnOiKVE&feature=player_embedded



    • phaidros

      Danke! Augenscheinlich ein brillanter Mann, der nicht nur fachlich weiß, wovon er spricht, sondern sich auch tiefe Gedanken macht.

    • Maybach (kein Partner)

      Ebenfalls danke für einen einmal sehr informativen Link in einem Forum voll Obskurantismus. Cheers!

    • phaidros

      Sg. Maybach, sg. november, ich erscheine hoffentlich nicht aufdringlich, aber gerade bei Ihnen beiden würde ich mich über Kontaktaufnahme freuen.

      Wenn es Ihnen unangenehm ist, sich zu deklarieren, gerne auch per de facto anonymem gratis-Konto bei yahoo, gmail o.ä.! Das wäre ggf. im Web in wenigen Minuten einzurichten.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • xRatio (kein Partner)

      Kevin Slavin, november, Maybach, phaidros:

      Dummköpfe und Labersäcke unter sich!! :-( :-(

      Wir sollten sie nicht stören! :-) :-)

  14. Undine

    A.U. schreibt:

    ".... Wenn die Menschen massenweise das Vertrauen in den von der Politik angerichtet Scherbenhaufen verlieren, dann sind entweder die Ratingagenturen oder die Banken, die Spekulanten oder die „Profiteure“ (neuester O-Ton SPÖ-Staatssekretär Schieder) schuld, aber niemals jene, die jahrzehntelangen Stimmenkauf mit immer mehr Verschuldung betrieben, also von fremdem Geld „profitiert“ haben. Und niemals jene Wähler, die jene gewählt haben, die am lautesten und am meisten versprochen haben".

    Den letzten Satz gleich noch einmal:.....UND NIEMALS JENE WÄHLER, DIE JENE GEWÄHLT HABEN, DIE AM LAUTESTEN UND AM MEISTEN VERSPROCHEN HABEN

    Das ist in meinen Augen der springende Punkt! Wer nämlich Augen hatte zu sehen, bzw. wer SEHEN WOLLTE, der konnte sich, als in der Ära KREISKY begonnen wurde, das Füllhorn über die Österreicher kräftig auszuschütten, an seinen 5 Fingern ausrechnen, daß dies nicht lange gut gehen kann, sondern in einem Fiasko enden muß. Die Österreicher wurden von den regierenden Sozis mit "Geschenken" überhäuft, und damit dieser Quell nie versiege, wählten diejenigen, die nicht SEHEN WOLLTEN, bzw. zu BLÖD dazu waren, immer und immer wieder die geldspendenden SOZIS. Dabei hätte jede vernünftige Hausfrau---die gab's damals noch(!)---ausrechnen können, wie weit man kommt, wenn man viel mehr Geld ausgibt als man zu Verfügung hat.

    Meine feste Überzeugung seit vielen Jahren ist, daß an unserem Finanzdesaster nicht allein die LINKEN POLITIKER die Schuld tragen, sondern JENE KURZSICHTIGEN und STROHDUMMEN STAATSBÜRGER, die diesen UNFÄHIGEN LINKEN POLITIKERN bei jeder WAHL hirnlos die STIMME gegeben haben und sie dazu ERMÄCHTIGT haben, so VERANTWORTUNGSLOS mit dem Steuergeld der hart arbeitenden Bevölkerung umzugehen. Genaugenommen müßten diese unbelehrbaren SPÖ-WÄHLER zur KASSE GEBETEN werden, denn DENEN haben wir unseren ungeheuren Schuldenberg zu verdanken.

    Jeder einzelne SPÖ-WÄHLER müßte genau genommen zur Rechenschaft gezogen werden, denn hätten die SOZIS nicht so viele Stimmen bekommen, wäre die sinnlose Geldvernichtung gar nicht erst möglich geworden. Aber leider kommen sowohl diese verantwortungslosen Politiker als auch deren verantwortungslose Wähler völlig UNGESCHOREN davon, und das ist eine bittere Erkenntnis.



    • ambrosius

      Eine in jedem Detail richtige Analyse !
      Es fehlt allerdings noch ein weiterer Aspekt: Mit dem 2. Weltkrieg ist die expansive Phase der US Außenpolitik abgeschlossen. Der letzte Krieg der Amerikaner, den man noch moralisch rechtfertigen konnte( wie das die Amerikaner is dahin so meisterhaft in ihrer Propaganda verstanden haben)war der Koreakrieg, der ausgehen mußte wie das Hornberger schießen( wenn auch blutiger) weil man Angst vor der russischen Atombombe hatte. Somit geht es den Amerikanern wie weiland Kaiser Hadrian, welcher- abgesehen von seinem biblischen aber auch verstehbaren Haß auf die Juden das römische Reich auf defensiv umgestelt hatte: es gab keine neu eroberten Länder mehr die man aussaugen konnte und somit wurde die Volkswirtschaft immer schwächer.
      So ein Prozeß dauert lange! Auch die von Diocletian ruinierten Bürger werden kaum daran gedacht haben, daß es die kontinuierlich passive Zahlungsbilanz Roms und das kontinuierlich defizitäre Budget Roms war, das an ihrer bedauerlichen Lage schuld war.
      Im von- Marshallhilfe aufgepäppelten- Europa, damals noch mehr der Beiwagen der USA als heute-hat der Prozeß zu gleichen Zeit begonnen( Verlust der Textilindustrie, Elektronikindustrie,aufkommende Konkurrenz der Fahrzeugindustrie von Fenost) und wurde noch- siehe obiger Beitrag- durch die Sozialisten und ihre Wähler erst richtig verfestigt und dauerhaft gemacht.

    • Bookworm (kein Partner)

      Der immer wieder gerne als Begründung für die "Wirtschaftsankurbelung durch Staatsverschuldung" (falsch) zitierte britische Nationalökonom John. M. Keynes, den eh keiner von dsen ihn in Anspruch Genommenen gelesen, geschweige denn verstanden hatte, antwortete einmal auf die Frage eines Studenten (?), wie diese Staatsverschuldung sich auf lange Sicht auswirkte: "In long run we all die".
      Kreisky hielt sich bekanntlich daran. Er starb früh genug um nicht mehr die Folgen seiner Verschuldungspolitik , die er nach einem völlig schuldenfreien Staat aus der ganzen Nachkriegszeit dann ab 1971 wieder hoffähig machte, selbst erlebte.

      Apropos Keynes: Dass dessen General Theorie im Jahre 1936 im Dritten Reich des A.H. als erste fremdsprachige Übersetzung publiziert wurde, wird ebenso gerne vergessen gemacht. Genau so wie sein sehr prophetisches Erstlingswerk, "The Consequences of the Peace" aus 1919 über das Versailler Diktat gegen Deutschland, an dessen Verhandlungen er als junger Beamter im britischen Schatzamt teilgenommen hatte. Haarklein kann man dort nachlesen, wie er die "Versailles" später folgenden politischen Entwicklungen in Europa, einschließlich des wachsenden Antisemitismus in Deutschland, voraus beschrieben hatte.

  15. Brigitte Imb

    OT - Italien: Kebab-Verbot erzürnt Migranten
    06.08.2011 | 19:24 | (DiePresse.com)

    In der norditalienischen Stadt Cittadella wird der Verkauf von Fleischspießen aus der arabischen und türkischen Küche untersagt. Einwanderer empören sich darüber.

    Man stelle sich dies in Wien vor. :-)

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/684035/Italien_KebabVerbot-erzuernt-Migranten?_vl_backlink=/home/index.do



    • Undine

      @Brigitte Imb

      Na, die trauen sich was, die Italiener! :-)

    • november (kein Partner)

      ""Dieses Essen ist bestimmt nicht Teil unserer Tradition und unserer Identität", sagte Bürgermeister Massimo Bitonci der populistischen Partei Lega Nord, die sich gegen Einwanderung einsetzt."

      Was für eine dumme, einfältige, provinzielle Aussage. Spaghetti sind auch nicht Teil der italienischen Kultur. Der pöse Marco Polo hat die Nudeln erst aus China importiert, bevor sie in Italien populär werden konnten. Ich hoffe, dass nicht nur Migranten gegen dieses unsinnige Verbot protestieren.

    • phaidros

      Dann sollen sie auch alle McDonald's schließen. Denn auch Hamburger sind ein (Re)Import, und nicht Teil unserer (oder der italienischen) gastronomischen Kultur.

      Und Subway und Starbuck's gleich mit.

    • phaidros

      ... ups, merke grad, ich muss da was klarstellen: damit wollte ich nur sagen, wie lächerlich ich das finde! Der Staat will sich einmischen, was wir essen! Na, bravo!

    • Celian

      Die einzig angemessene Antwort auf diese rassistische, den Breiviks dieerWelt den Weg ebnenede Tat wäre es, wenn im Gegenzug Frankfurter ("Wiener Würstchen") in einem kleinen Dorf in Kleinasien verboten werden würden.

    • Martin Bauer
    • mischu

      @phaidros

      Product Placement? ;-)

    • phaidros

      :-), mischu, bin ich so durchschaubar?

      Und wenn wir schon dabei sind: Feuervogel (russische Küche), Flannegan's (Irish Pub), George and Dragon (British Pub), Pizzerias, Chinesen, Inder, alle Running Sushis, die diversen Japaner, das Colombo Hoppers (Sri Lanka - sehr empfehlenswert!), alles zumachen, aber dalli! Hahnenschwanzbalken (Coktailbars) nicht zu vergessen.

      Offen bleiben dürfen: Würschtelstände, Gasthäuser, Weinstuben und Heurige. Aber nicht, wenn Sie Pommes frites anbieten.

      Und das Alef-Alef (koscheres Restaurant) in der Innenstadt darf natürlich auch offen bleiben, sonst kriegen wir Stunk.

      BG phaidros.vie@gmail.com

  16. settembrini

    Kontinuität oder Neubeginn?

    In den letzten 50 Jahren hat sich die größte Liederlichkeit in unserem Staat ausgebreitet und die meisten haben dies widerstandslos oder sogar zufrieden akzeptiert. Heutiger Sozialismus und sein Anspruchsdenken sind nicht nur eine Folge, sondern eine spezielle Form der Liederlichkeit.

    Ein Neubeginn ist sicherlich nicht mit diesem ganzen trostlosen und ridikülen Gelichter unserer Politiker zu schaffen, sondern nur gegen dieses.



  17. Rosi

    '...so bekommt man derzeit fast Verständnis für das ungarische Vorhaben, die exzessiven Schuldenmacher aus der sozialistischen Regierungsperiode strafrechtlich zu verfolgen...'
    1. Mehr als Verständnis.
    2. Österreich sollte das Verhalten der Ungarn zum Vorbild nehmen - eine Verantwortung der Politiker über ihre aktive Zeit hinaus ist schon längst fällig.
    3. Wo bleibt die korrekte Schreibweise? Es müßte heißen: '...SpekulantInnen oder die „ProfiteurInnen“...'

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.



  18. h.schmidt

    ich lese nun schon seit der zeit als dr.a.u. chefredakteur war, dessen brillanten beiträge - natuerlch verfolge ich auch alle äeusserungen zu seinen gegenst. ausfuehrungen. leider gefallen mir diese in letzter zeit immer weniger - ich schaetze nach wie vor ihre meist hohe sachkundigkeit und intelligenz - aber mein wunsch waere es, nicht nur einen schlechten zustand zu beschreiben, sondern konstruktive wege gemeinsam zu erarbeiten, wie wir diesen ins positive veraendern koennen.
    dabei liegt doch meines bescheidenen erachtens nach die hauptschwierigkeit darin, dass offenbar nur eine relativ geringe zahl von staatsbuergern die notwendigkeit der aenderung des zustandes erkennen, erfassen oder ueberhaupt wollen - aus welchen gruenden immer - , in einer demokratie eine solche aenderung aber der mehrheit der staatsbuerger bedarf!!!



    • brechstange

      Das ist harte Arbeit, wobei ein Aufzeigen des Zustandes ein erster Weg ist, die Menschen aus ihrem Sofa zu locken. Dazu sind doch schon einige Initiativen entstanden, wie zB eine von einer Bürgergruppe finanzierte und gestaltete Zeitung. Sollten Sie diese noch nicht kennen, können Sie diese abrufen unter
      http://www.conwutatio.at/ . Auch sind andere Initiativen entstanden.

      Es ist ein Beginn und wir hoffen, uns zu verbessern, bekannter zu werden und schlußendlich erfolgreich zu sein. Über konstruktive Kritik oder auch Mitarbeit sind wir dankbar.

    • phaidros

      Sehr geehrter Herr(?) Schmidt, ich erlaube mir, auf unsere Initiative aufmerksam zu machen, die - abseits von »Wut« und »Konfrontation« - versucht, im Wege des positiven Gestaltens Dinge in Angriff zu nehmen.

      Bitte folgen Sie unserem Link und schauen sich um - Sie sind herzlich eingeladen! Für Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

    • Prof. Dr. Theodor Kröhsnwan (kein Partner)

      Hochverehrter Herr oder Frau phaidros! Als Leser der ersten Stunde dieses Blogs von meinem hochgeschätzten Freund Dr. Unterberger bin ich über alle Initiativen, die aus diesem Blog entstanden sind, HOCHERFREUT und ENTZÜCKT. "WUT" und "KONFRONTATION" - wie Sie schreiben - habe ich, auch bei nährerer Betrachtung dieser lobenswerten Initiativen (Ihre eingeschlossen) noch NIRGENDS festgestellt.

      Machen Sie weiter guter Mann, oder gute Frau!

    • phaidros

      Sehr geehrter Professor Doktor Kröhsnwahn,

      Da lassen sich unsere Beobachtungen wohl nicht vollständig zu Deckung bringen. Allein der Name der o.a. Webseite lautet »conwutatio.at«. Und wie sind die Begriffe »Wutbürger« oder »conwutant« zu verstehen?

      Um es klar zu sagen: ich wünsche jeder Initiative Erfolg, aber Wut abzustreiten, oder nicht zu sehen, dass Konfrontation mit der Politik angestrebt wird, ist mir offen gesagt nicht nachvollziehbar.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Prof. Dr. Theodor Kröhsnwan (kein Partner)

      Sehr geehrte Frau oder Herr phaidros! Eingangs darf ich Sie bitte ersuchen, meinen Namen korrekt zu schreiben, so wie auch ich mich bemühe, den ihrigen korrekt wiederzugeben. Also ich sehe das als doch recht witziges WORTSPIEL an und wenn man dann auf diese neumodische Internet-Seite http://www.conwutatio.at blickt, die diese jungen und motivierten Leute hier gemacht haben, dann sehe ich eine gut gemachte Zeitung und ein interessante Beiträge, aber keine WUT.

    • phaidros

      Na, das ist ja umso besser, Herr Professor Doktor Kröhsnwan, denn Wut führt natürlich zu rein gar nichts! Bzw. zu nichts Positivem, wovon man sich diese Nacht wieder in London überzeugen lassen musste.

      Warum sie dann allerdings im Titel geführt wird, möchten Sie bitte bei den Machern erfragen.

      Ich darf abschließend auf eine Zusammenstellung aus unterschiedlichen Blickwinkeln zum Thema verweisen, die wir Ihnen auf http://www.biö.at/?q=node/149 zur Verfügung stellten.

      Schönen Sonntag!

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Prof. Dr. Theodor Kröhsnwan (kein Partner)

      Das denke ich auch. Erwachsene Menschen wie Sie und ich und viele andere hier, sollten einen entspannten Umgang mit der WUT pflegen. WUT alleine ist schlecht, WUT als Auslöser für konstruktive Beiträge kann GUTES bewirken.

      Danke auch für den Link. Da habe ich dann ein interessantes Buch gefunden, welches Sie auch auf Ihrer Seite bewerten. Von Schulak und Taghizadegan. In der Amazon-Rezension sah ich den Satz: "Dieses Buch tritt zunächst an, den Wutbürger in uns zum Leben zu erwecken.".

      Ich hoffe sehr, dass diese Herren zur WUT einen ähnlichen entspannten Zugang wie Sie und ich und diese Conwutanten haben!

    • phaidros

      Lieber Herr Professor, auch da bin ich im Grunde ganz bei Ihnen. Man darf allerdings nicht in dieser Wut »stecken bleiben«.

      Und ob der Zugang aller Gruppen so entspannt ist, wie Sie meinen, da habe ich so meine Zweifel. Das macht aber nichts: nicht jeder muss überall dabei sein.

      Schade ist allerdings, dass nicht respektvoll, einander unterstützend agieret wird. Nicht zuletzt ist das der Grund für meinen Zweifel am von Ihnen zitierten »entspannten Zugang«, aber damit will ich Sie nicht langweilen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros

      Da möchte ich auf's Nachlesen ein Stück zurückrudern, Prof. K., und umformulieren: ob der Zugang in Teilen mancher Gruppen so entspannt ist, da habe ich meine Zweifel. Jetzt passt der Schuh.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Prof. Dr. Theodor Kröhsnwan (kein Partner)

      Geschätzter Kollege phaidros!

      Wo Menschen sind, da menschelt es.

      Sie und ich gehen aber mit Weisheit und Klugheit voran und ich rufe hiermit zur Unterstützung aller Initativen, die aus diesem löblichen Blog meines Freundes Dr. Unterberger hervorgegangen sind auf, die da offensichtlich wären:

      - Ihre Bürgerinitiative BIÖ http://www.biö.at
      - die Initiative http://verwaltungsreform-jetzt.at
      - die neue Gratiszeitung ECHO der himmelschreienden Diskriminierung österreichischer Steuerzahler (http://www.conwutatio.at )

      Da kann sich doch tatsächlich jeder Wutbürger (um Sinne von Schulak und Taghizadegan zu sprechen) aussuchen, wo er sich, seinen Interessen und Vorlieben entsprechend, engagieren möchte! Nicht unbemerkt blieb mir natürlich deren Nachsatz in der Rezension ihres neuen Buches: "Es ist aber letztlich die Aufforderung, uns unseres eigenen Verstandes zu bedienen.

    • mischu

      @Prof. Dr. Theodor Kröhsnwa(h)n

      Wie es aussieht, entwickeln sich die Wutbürger zu Mutbürgern und damit scheinen in der Zukunft auch Änderungen machbar zu werden.

      Gut Ding braucht oftmals Weile!

    • Prof. Dr. Theodor Kröhsnwan (kein Partner)

      Geschätzer Kollege, oder Kollegin, Wut- und/oder Mutbürger oder -bürgerin mischu!

      Auch Ihnen lege ich nahe, mich mit korrektem Namen anzusprechen. Schon damals, als ich knapp vor Stalingrad im Schützengraben lag, konnte ich es um die Burg nicht ausstehen, wenn meine Befohlenen vor mir mit falschem Namen salutierten. Da konnte ich erst richtig wütend werden, aber gut, das ist eine andere, alte Geschichte und da war ich ja noch etwas jünger.

      In der Tat haben sie recht.

      Die [MW]utbürger formieren sich. Auch ich überlege - trotz meinen hohen Alters - mich in in einer oder mehrerer dieser Initativen einzubringen.

      Suchen Sie sich auch eine oder mehrere Initativen aus und wir sehen uns, junger Freund oder junge Freundin, wenn Sie wissen was ich meine.

    • Brigitte Imb

      Ein Knickserl, mehr nicht (und selbst wenn´s mir eine Ermahnung einbringen sollte), mag´ich machen vorm Hrn. Prof. für seine wohlwollende Anerkennung bürgerlicher Aktivitäten, die ihren Ursprung dem A.U. Blog verdanken (u. natürlich dem unermüdlichen Einsatz der einzelnen Mitglieder).

      Zu Ihrer Kritik, Sie sähen darin keine Wut, sei erwähnt, selbige sitzt tief in unseren "Eingewäuden", ja wir sind richtig "aufgewutet", und diese Endorphinschleuder erMutigt uns zu agieren.
      Desweiteren sind Sie herzlichst eingeladen sich einzubringen - womöglich könnte uns Ihre Schützengrabenerfahrung zukünftig von großem Nutzen sein.

      Gott zum Gruß...u. meinetwegen noch ein Knickserl.

    • Prof. Dr. Theodor Kröhsnwan (kein Partner)

      Holla die Waldfee!

      Meine werteste Brigitte Imb, Sie beschämen mich alten Mann noch, der mit seinen gebrechlichen Knochen schon ein wenig Mühe mit dem Handkuß hat!

      Sie sind doch diese wutige (äh.. mutige) Frau, die bereits an vorderster Front vorbildlich aktiv ist. Wir hörten davon und waren entzückt!

      Einzig die Zerstörung der parasitären Gender- und Egallitätsbeschleunigungsmaschine ist Ihnen und Ihren Schwestern im Geiste hier noch nicht gelungen. Da möchte ich doch leichte Kritik vorbringen und denke auch, dass es höchst an der Zeit ist, Eure fehlgeleiteten Schwestern an den Macht- und Schalthebeln wieder auf einen guten Pfad der Tugend zu bringen!

      Handkuß meine Werteste!

    • Brigitte Imb

      @Geschätzter Hr. Prof. Dr. Theodor Kröhsnwan,

      heut´ kein Knickserl (mich peinigt mein mittelalterlicher Unterlauf), dafür die korrekte Anrede und das auch als Dank für Ihr wunderschönes Kompliment - eine Fee(die brutale Holla übersehe ich tunlichst) - und den Handkuss (übrigens, da könnt ich Ihnen mit dem Vorderpfoterl schon entgegenkommen), ich bin gebeistert. Nur möcht´ich nun noch wissen, woher Ihnen meine Wohnsituation bekannt ist. Sie werden doch nicht der Waldschrat sein, der sich in meinem angrenzenden Hain herumtreibt und die Kiefernzapfen auf meine Lichtung wirft um mich zu grämen, od. aufzuwuten?

      Der Genderei werden wir uns noch gebührend annehmen.
      Es stellt ja wirklich eine Unsitte dar, wie schlampig manche Medien u. BehördInnen damit umgehen - IdiotInnen, SpekulantInnen, ProfiteurInnen, VergewaltigerInnen, DummköpfInnen,...- nichts dergleichen sehen wir umgesetzt, nein, bei diesen Begriffen haben wie immer die Männer die Nase vorne.
      Nun tun sich jedoch ProblemInnen auf: ExpertInnen stellten fest, Frauen besäßen ebenso eine Vorsteherdrüse.http://science.orf.at/stories/1686376/
      Demzufolge böte sich logischerweise wieder die maskuline Form an, verwendet zu werden.

      Schönen Abend lieber Hr. Professor, statt dem Knickserl gibt´s heut ein Zwickabussi.

  19. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Ursachen bei den Bürgern? Haut die Politiker!

    U. a. meint die äußerst engagierte und von mir sehr geschätzte Frau Brigitte Imb (06.08.2011, 10:09 Uhr): „Die Bürger haben NICHT die Verschuldung verursacht, es sind und waren die Politiker (weltweit), die den Karren mit Vollgas an die Wand gefahren haben.“

    Daraus könnte man schließen, bei „den Bürgern“ lägen keinerlei Ursachen. Die können und sollen jedoch bei sich selbst und durch sich gar nicht wenig bewirken.

    * „Die Politiker“ sind im vorherrschenden „System“ oft gar nicht so mächtig, nicht selten unterliegen sie (oder unterwerfen sie sich) mächtigeren Mächten. Etwa aus Feigheit jeweils akuten Meinungs-(Stimmungs-)lagen, einer wild gewordenen Finanzindustrie etc.

    * „Die Politiker“ werden von „den Bürgern“ gewählt – übrigens auch auf den Wegen der Wahlverweigerung und ungültiger Stimmabgaben.

    * „Die Bürger“ können und sollen sich – nicht nur für besondere Interessen, sondern ernstlich für das Gemeinwohl – zur Erfüllung politischer Aufgaben und Verantwortungen zur Verfügung stellen. Auf allen Ebenen, insbesondere in allen politischen und politiknahen Bereichen.

    * Nicht wenige Bürger sind in öffentlichen Diensten tätig und bestimmen das politische Geschehen in mehr oder minder großer Nähe mit. Diese Bürger können und sollen sich als besonders vorbildlich erweisen. Die Auswahl der Besten ist unerlässlich.

    * Während der Legislatur- bzw. Regierungsperioden bieten sich vielfältige Möglichkeiten zum produktiv kritischen Engagement „der Bürger“ im Miterleben, Mitgestalten und Mitverantworten.

    * „Die Bürger“, die gerne die Hand aufhalten und das System entscheidend mit verursachen, können und sollen ihr Verhalten überprüfen und entsprechend verändern.

    * „Die Bürger“, die sich gerne aufs Raunzen beschränken und sich im Übrigen heraushalten, können und sollen ihr Verhalten auf seine Auswirkungen auf das System überprüfen und entsprechend verändern.

    * Für „die Bürger“ gibt es kein Alibi.

    Untergangs- und Ohnmachtsstimmungen laufen der erforderlichen Motivation zum Engagement für das Miterleben, Mitgestalten und Mitverantworten völlig zuwider. Die Heimholung der Politik, der Wirtschaft und der Technik in die Gesamtzusammenhänge einer humanen gemeinschaftlichen Kultur und persönlichen Lebensführung beginnt zweifelsohne mit einer gehörigen Portion Selbstkritik. Anders als mit dem unverkürzten Lernen aus den eigenen Fehlern sind die dringend anstehenden Systemveränderungen nicht zu verwirklichen.

    „Tua res agitur.“ (© Horaz) Deine (und meine!) Angelegenheit steht (unausweichlich) zur Aufgabe und Verantwortung.



    • ProConsul

      "In seinem Bericht an den Club of Rome aus dem Jahre 1995 über die Frage 'Kann die Erde noch regiert werden?' schätzt der bekannte Politologe der Hebrew University, Yehezkel Dror, daß alle für die ganze Menschheit wesentlichen Entscheidungen von kaum vierhundert Menschen getroffen werden, von denen nur die allerwenigsten demokratisch gewählt wurden." (Friedrich Romig, Der Sin der Geschichte, S. 65)

      Trotzdem haben sie recht, wenn sie an das Verantwortungsgefühl der Bürger appelieren, nur sind wir halt jetzt schon über den point-of-no-return hinaus.

    • Wertkonservativer

      Das ist ein Beitrag in meinem Sinne !

      Meine Hochachtung, werter Herr Professor Horner!

      gerhard@michler.at

    • Brigitte Imb

      S.g. Hr. Prof. Horner,

      mein Mann u. ich "betreiben unsere Sache" seit geraumer Zeit, und es stellt sich dies als Sisyphosarbeit dar. Die Politiker lassen uns einfach nicht "mitspielen".

      Jedes Engagement einer Einzelperson, die nicht durch die Schulung einer polit. Akademie gegangen ist, im besten Fall als unqualifiziert abgeschmettert wird, zumeist jedoch einfach ignoriert wird.

      Selbst eine Pflichtkammer wie die Ärztekammer, der ja fälschlicherweise so viel Macht nachgesagt wird, kann über viele Jahre ein Thema, wie z.B. die
      Verbesserung der medikamentösen Versorgung der Landbevölkerung, bei der Politik nicht wirklich platzieren.
      Erschwerend kommt hinzu, dass hochrangige Politiker den vorgeschlagenen Verbesserungen, in persönlichen Gesprächn unumwunden positiv gegenüber stehen, ihr eventuelles Handeln jedoch sofort mit personellen Konsequenzen, wie z.B. "....unter diesem Präsidenten nicht, denn der Person wolle man keinen Erfolg gönnen", od. mit reflexiven, eigennützigen wahltaktischen Überlegungen verknüpfen.
      Das Ergebnis ist immer wieder Stillstand.

      Die "wamstig volle" Volksmasse ist zu nichts zu bewegen, weil die gelebte Form unserer Demokratie mittlerweile eine reine Institutionsdemokratie geworden ist, bei der der Einzelne auch trotz Penetranz, Fleiß u. beständigem Einsatz nur Frustranes bewirken kann.

    • Karl Rinnhofer

      @Horner
      Ich schließe mich dieser Analyse weitgehend an, möchte aber vermitteln: Die auch von mir hochgeschätzte Brigitte Imb hat (leider) ebenso recht. Politiker und Bürger sind ein „kommunizierendes Gefäß“ von enormer Wechselwirkung; es ist gefährlich, in einer Demokratie die Verantwortlichkeiten zu delegieren nach dem resignativen Schluss: „Schimpfen wir halt (undifferenziert), dann ist es uns leichter; ändern können wir sowieso nichts!“

      0-Wähler sind teilweise schon die größte Wählergruppe (und von den m.M. problematischen Nicht-Wählern zu unterscheiden); das muss zu denken geben,

      Dass verantwortungsmäßig unterbelichtete, intellektuell mediocre, moralisch skrupellose Leute weitgehend zu den Hebeln der Macht, den Multiplikatorstellen der Information (siehe Medienkauf) emporgespült werden, ist offensichtlich, doch müssen von Bürgerseite aus rationale Handlungsschlüsse daraus gezogen werden, die über den Mephistopheles-iGeist, der (nur) stets verneint, hinausgehen.

      Auch der von RR Horner zitierte Horaz meinte mit „tua res agitur“ das Einfordern der persönlichen Verantwortlichkeit des Bürgers.: Obwohl in der Kaiserzeit tätig, unterwarf er sich als einer der wenigen der „Augustäer nicht dem „vorauseilenden Gehorsam“, allzu „repräsentative“ Reichdichtung zu betreiben – immerhin: Selbst ein Kaiser Augustus getraute sich nicht mehr, sich „Kaiser“ zu nennen, nannte sich „princeps inter pares“ , (frühe Kaiserzeit = „Prinzipat“). Bezeichnend, einer der beeindruckendsten Gedichte der Weltliteratur stammt vom zitierten Dichter. „Das Staatsschiff“, - das ins Wanken geraten war.

      Zur Forderung (frei zitiert): „Viele sind in öffentlichen Diensten tätig, ... „diese müssen besonders vorbildlich sein“: Beamten als Garanten der Rechtstaatlichkeit wird (zu Recht) Berufsschutz gegen existenzielle Gefährdung gewährt, weil sie oft gegen omnipräsente politische Willkür agieren müssen. Ebenfalls zu Recht drohen besonders harte Sanktionen bis zum Verlust aller Rechte bei nachweislichem Fehlverhalten. Doch manche erhalten Weisungen gegen jede Rechtsstaatlichkeit; berufen sie – Diensteid und Gewissen gehorchend - gegen ihre vorgesetzte Behörde durch „Dienstaufsichtsbeschwerde“, ist „Mobbing von Amtswegen“ zu erwarten. Sie werden durch schikanöse Bedingungen aus angestammten Funktionsbereich gedrängt, wenn sie ihrem Gewissen und dem Glauben an unrelativierbare Rechtsstaatlichkeit vertrauend agieren, oder Vorgaben, zu deren Einhaltung sie gemäß Diensteid verpflichtet sind, nicht in vorauseilendem Gehorsam relativierend unterlaufen.

      Im Alltagsgetriebe wird es schwer gemacht, Vorbildlichkeit zu wahren, es ist immer leichter, (äußeren) Erfolg-versprechender, die Fähnchen nach dem Wind zu richten, auf die Politiker (wenn auch prima vista nicht unbegründet) bloß zu schimpfen. Doch wir sind (hoffentlich noch lange) in einer Demokratie: keine Regierungsform nimmt den Einzelnen mehr in die Pflicht.

      „Stellt Euch vor, es ist Krieg - und keiner geht hin?“ – ist auch in diesem Kontext blauäugig. Können wir einfach größere Teile die konfiskalischen Steuern „verweigern“ , nur weil es legitimer Wille von Leistungsbereiten ist? Die (legitime) Folge wird eher Rücknahme von Leistung, aus dem Felde gehen, biedermeiererliche innere Emigration sein – womit verständliche, doch einer konkurrenzfähigen Demokratie kontraproduktive Schritte gesetzt werden. Beständiges Sich-Aufreiben, folgenloses Sich-Einbringen, Wissen um Verpuffen aller Energien (die man zum Bewältigendes Alltags bräuchte).

      Nochmals zur Antike zurück: Cicero definierte Demokratie: „Res publica ... (davon das Begriff „Republik“) ... res populi esse debet“: „Das Gemeinwesen muss Sache des Volkes sein.“; jeder, def das nich tut, wurde als „privatus“ (der Rechte, Funktionen, Ehren „Beraubter“), bei den Griechen als „Idiotes“ („Autist“, „Eigenbrötler“, „Egoist“, „Isolierter“) bezeichndet. Doch es bleibt eine Gratwanderung: Politisch (im Sinne von „sich einbringend“) – zumal ehrenamtlich - tätig zu sein, wird - erst Recht im Umfeld von sich-selbst-privilegierenden „Professionalisten“ - mit Undank, Unverständnis, verbunden sein, so mancher erleidet ein „Michael Kohlhaas – Schicksal, wenn er nach der Stimme seines Gewissens handelt. Und eine Bürgergesellschaft kann in diesem festgefahrenen, sich selbst immunisierenden System direkte Demokratieelemente nicht einmal anteilig erzwingen.

    • brechstange

      Herr Prof. Horner, die Erfahrung von Frau Imb haben wir auch in sehr vielen Versuchen etwas zu bewegen gemacht.
      Herr Rinnhofer schreibt aus der Schule eines angepassten Beamten, der nur in dieser Konstellation erfolgreich und alt wird.
      Ich denke doch, dass sich in den letzten 20 Jahren die Umstände extrem gewandelt haben, in der Form, dass von "unten nach oben" nicht für alle gilt.

    • brechstange

      @Herr Rinnhofer
      Sie beschreiben trefflich, wie es leider immer öfter ist.

      @pro consul

      Wir haben keinen point-of-no-return, wir stehen an dem Wendepunkt, an dem wir die Geschicke als Bürger mitbestimmen sollten. Das ist nun wichtiger denn je.

  20. Patriot

    Bei der friedlichen Variante der absehbaren finanziellen Entwicklung der Ereignisse verlieren wir vielleicht 1 Drittel unseres Wohlstandes. Das heißt, Golf statt BMW, Hofer statt Interspar, Tschesolo statt Dominikanische. Das ist alles im Prinzip kein Problem. Wir leben halt wieder so wie in den 80ern.

    Kommt es in Folge des Wohlstandsverlustes (der manche noch ärger treffen wird) zu sozialen Unruhen, vergrößert sich natürlich der Schaden. Eine gesunde Wirtschaft ist auf Stabilität angewiesen.

    Das allergrößte Problem bleibt die Islamisierung. Der Wohlstand mußte schon oft wieder von Null aufgebaut werden. Ein islamisiertes Land dagegen ist verloren auf Jahrhunderte! Die Islamisierung ist sozusagen die kulturelle Atomkatastrophe.

    Die kommende Krise könnte sogar nützlich sein, um die Islamisierung zu bremsen. Wie jeder nicht vollkommen Grenzdebile weiss, kosten uns die moslemischen Migranten mehrere Milliarden Euro pro Jahr. Bei Gesamtausgaben des Staates Österreich von heute 145 Milliarden Euro kann man die zusätzlichen Gesamtkosten der nicht integrationsbereiten Zuwanderer für Sicherheit, Soziales und Infrastruktur auf ca 5-10 Milliarden Euro schätzen. Das Geld haben wir nicht mehr, und das wird auch immer mehr Leuten auffallen.

    Das kleine Dänemark mit viel weniger moslemischen Zuwanderern schätzt die Kosten auf 2.3 Milliarden Euro pro Jahr:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759463,00.html

    Nach der Rechnung kosten Migranten aus nichtwestlichen Ländern, die es nach Dänemark geschafft haben, jährlich umgerechnet 2,3 Milliarden Euro, während Einwanderer aus dem Westen 295 Millionen Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen.

    Das Hauptproblem Österreichs und Europas bleibt natürlich die Einstellung der Leute. Gleichgültigkeit, Lethargie, Dekadenz und Heimathass sind vorherrschend. So kann man Länder nicht retten und schon gar nicht wieder aufbauen.



  21. Gerhard Pascher

    Subject: Fwd: Das hat Kurt Tucholsky 1930 (!) geschrieben!!!

    Der Mensch lernt nichts aus der Geschichte.

    Kurt Tucholsky schrieb 1930:

    Wenn die Börsenkurse fallen,
    regt sich Kummer fast bei allen,
    aber manche blühen auf:
    Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben,
    treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen - echt famos!

    Leichter noch bei solchen Taten
    tun sie sich mit Derivaten:
    Wenn Papier den Wert frisiert,
    wird die Wirkung potenziert.

    Wenn in Folge Banken krachen,
    haben Sparer nichts zu lachen,
    und die Hypothek aufs Haus
    heißt, Bewohner müssen raus.

    Trifft's hingegen große Banken,
    kommt die ganze Welt ins Wanken -
    auch die Spekulantenbrut
    zittert jetzt um Hab und Gut!

    Soll man das System gefährden?
    Da muss eingeschritten werden:
    Der Gewinn, der bleibt privat,
    die Verluste kauft der Staat.

    Dazu braucht der Staat Kredite,
    und das bringt erneut Profite,
    hat man doch in jenem Land
    die Regierung in der Hand.

    Für die Zechen dieser Frechen
    hat der Kleine Mann zu blechen
    und - das ist das Feine ja -
    nicht nur in Amerika!

    Und wenn Kurse wieder steigen,
    fängt von vorne an der Reigen -
    ist halt Umverteilung pur,
    stets in eine Richtung nur.

    Aber sollten sich die Massen
    das mal nimmer bieten lassen,
    ist der Ausweg längst bedacht:
    Dann wird bisschen Krieg gemacht.



    • Undine

      @Gerhard Pascher

      *******!!

    • Neppomuck (kein Partner)

      Ad © „Leerverkäufe“: Tucholsky war es definitiv nicht.

      Bevor unser @Pannonicus hier korrigierend eingreifen muss, möchte ich ihm diese Arbeit gerne abnehmen.

      http://tinyurl.com/3rwn52p

    • numerus clausel (kein Partner)

      Hah, kommt schon wieder diese Mähr, das war nicht von dem hochgelobten Sozi, sondern wurde erst vor kurzer Zeit von jemandem, der nicht den Sozis zuzuordnen ist, geschrieben. Aber manche Halbwahrheiten halten sich beharrlich, offensichtlich ist auch hier schon der Sozialismus schon so sehr einverleibt, daß Nachdenken nicht mehr gefragt ist.

    • Undine

      Ich muß schon sagen: Diese "Verwechslung" finde ich überaus vergnüglich! Als ich gestern am Abend Herrn Pascher die vielen Sternderl verliehen hatte, hatte ich das nicht WEGEN TUCHOLSKY getan, sondern TROTZ TUCHOLSKY, weil ich das Gedicht einfach so blendend fand. Ich wunderte mich zwar sehr, daß T. so etwas geschrieben haben soll, zweifelte aber nicht daran, daß er der Urheber sei. Wie leichtgläubig man doch ist, wenn etwas "schwarz auf weiß" gedruckt ist! Gleichzeitig dachte ich, ich hätte wohl unrecht getan, weil ich Tucholsky aus div. Gründen nicht recht mochte.

      Umso mehr freut es mich, daß dieses Gedicht eben NICHT von T. ist, sondern von PANNONICUS!!! Ach, du meine Güte, wie sollen die Linken diesen Spagat jetzt schaffen: Erst das viele Lob, weil es natürlich von einem Linken ist---und dann DAS! :-)
      Da sieht man wieder einmal, was man von diesen Linken halten kann. Nun kann man also regelrecht ZUSEHEN, wie perfid die LINKEN IMMER ANS WERK GEHEN! Wie ein hervorragendes Gedicht, dessen Urheber man selbstverständlich auf der LINKEN SEITE vermutet und deshalb (verdientermaßen) gefeiert hatte, plötzlich nicht mehr gut sein soll, weil der Autor ---oh, wie peinlich!!! --- sich als verdammenswerter RECHTER entpuppt hat! :-)

      Und keiner von diesen G'frastern wird je erklären müssen, weshalb dieses ausgezeichnete Gedicht, das er einst für gut hielt, plötzlich schlecht sein soll, nur weil der Verfasser nicht Tucholsky heißt sondern Dr. Richard Kerschhofer/Pannonicus heißt!
      Nur so nebenbei bemerkt: Gibt es überhaupt "rechte" Autoren? Die gesamte Literatur der Nachkriegszeit erscheint mir ausnahmslos stramm links zu sein.

    • Neppomuck (kein Partner)

      „Gute Ansichten sind wertlos. Es kommt darauf an, wer sie hat.“
      Karl Kraus

      Oder wem sie zugeschrieben werden. (Npmk)

    • Undine

      @Neppomuck

      :-)

      Ihre Gedichte machen mir, einer alten Wilhelm Busch-Verehrerin, die gleiche Freude wie jene von Pannonicus!

  22. Vayav Indrasca

    Besonders beliebt in diesem Forum: apokalyptische Szenarien, geschildert von 60- bis 90-Jährigen. Also Leuten, deren eigene Zukunft absehbar ist.

    Das war einmal ein tolles liberal-konservatives Forum, jetzt ist es nur mehr eine Mischung aus Geifer, Hass und Resignation. So kann man nicht die Sozis vo sich hertreiben. Die lachen ja bloss drüber. In Tirol heißt das "is scho gut, Altelen".



    • brechstange

      Sind Sie sich da wirklich sicher, dass die Sozis lachen? Die brauchen ja bereits die Tragödie von Norwegen um für sich Kapital zu schlagen. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich jetzt lachen.

    • phaidros

      Das stimmt so nicht, Vayav: Es gibt hier nicht nur Geifer, Hass und Resignation.

      Es gibt hier auch noch Glaube an die Zukunft und Gestaltungswillen.

  23. HJR

    [...Wir müssen in Wahrheit die Dauerkrise wie das Jahr 1945 ansehen. Das ist eine Stunde null, wo der Wohlfahrtsstaat drastisch beschnitten werden muss; wo „wohlerworbene Rechte“ intensivst hinterfragt werden müssen, ob sie durch irgendeine echte Leistung oder nur auf dem Papier entstanden sind; wo die Staaten alle protektionistischen Regeln und alle bürokratischen Schikanen abschaffen müssen; und wo die Staaten nur noch auf das Notwendige und Machbare reduziert werden. Wir dürfen vor allem keinem Politiker mehr glauben, der mit irgendwelchen rasch geschnürten Rettungspaketen Abhilfe verspricht ...]

    Leider, sehr geehrter AU, muss ich heute (obgleich Österreicher und - kriegsbedingt - nur zur Hälfte Deutscher) Bedenken anmelden! Zumindest wären in obigem Text einige Konjunktive anzubringen gewesen: ... wo der Wohlfahrtsstaat drastisch beschnitten werden müsste; wo "wohlerworbene Rechte" intensivst hinterfragt werden müssten ...
    Denn ich glaube, nichts liegt allen Beteiligten ferner, als dies (womit ich auch die Herabstufung des USA-Ratings heute Nacht meine) als die "Stunde null" zu betrachten und demzufolge nichts von all dem zu tun, was Sie (meiner Meinung nach richtigerweise, aber nicht mehr rechtzeitig umsetzbar) empfehlen.

    Es ist eines der gravierendsten Probleme der Demokratie, dass sie - falls sie überhaupt grundsätzlich in der Lage sein sollte, das "Richtige" zu tun - für den Entscheidungsprozess in aller Regel (viel) zu lange braucht, als dass die getroffenen Entscheidungen überhaupt noch in die inzwischen weit und im Entscheidungsprozess nicht bekannte Richtung fortgeschrittene reale Entwicklung noch wirksam eingreifen könnten.

    1945 war tatsächlich eine Stunde Null, das vorwiegend virtuelle Geplänkel aber, welches jetzt gerade abläuft, wird zwar noch einige Turbulenzen und möglicherweise auch gravierende Verwerfungen auslösen, aber irgandwann wird klar werden: Einige (sehr wenige) werden Gewinner sein (die werden eher später sichtbar werden) wir alle werden weitestgehend zu den Verlierern gehören (was jetzt schon klar ist) und an diesem Punkt wird ein neues Spiel - mit neuen Karten und neuen Regeln - beginnen. Und alle Handlungsempfehlungen, die irgendjemand jetzt noch geben kann bzw. könnte, werden schon Makulatur gewesen sein, sobald sie zu Papier gebracht sind.

    Der "Geschichtsprozess" (nicht im hegel'schen Sinne zu verstehen) ist immer schneller und komplexer als unser Denken und Handeln!

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



  24. contra

    @HJR

    Jede einzelne Ihrer Zeilen enthält Fakten, die leider nicht von der Hand zu weisen sind.

    ************!



    • contra

      Oje, dieser Kommentar gehört natürlich ganz unten hin zu 10:58 Uhr, sry.

  25. Wolfgang Bauer

    "Jetzt ist halt die Stunde „Irgendwann“ gekommen. Und der andere sind wir."
    Leider sind "der andere" noch viel mehr die Jungen und die Ungeborenen, denn die - in der Höhe nicht vorhersagbaren - Zinsen treffen jedes Jahresbudget in der Zukunft.

    "Das ist eine Stunde null..." Aber leider nicht für die Schulden. Die bleiben - und die Zinsen dazu. Österreich und die anderen werden 'failed states', das einzige, was noch funktionieren wird, ist die Steuereintreibung. Denn die Zinsen und ev Rückführungen müssen geleistet werden. Und natürlich die Pensionsprivilegien.

    Stunde Null wäre ein Traum-wird aber nicht gespielt.

    Zum Thema Strafverfolgung: Jetzt muss eine Schuldenbremse mit Budgetüberschusspflicht (z.B. 1%) verfassungsmäßig verankert werden, unterlegt durch Strafbestimmungen und Nichtwirksamkeit der Immunität der Mandatare im Bereich Haushaltsdisziplin.



  26. HJR

    OT (oder auch nicht)

    Standard & Poors hat heute Nacht das Rating der USA von "AAA" um eine Stufe auf "AA+" herabgestuft.

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]



  27. thomas lahnsteirer

    Für die, die es so wie ich nicht wußten:
    Herr Perterer, der Chefredakteur der SN hat mir durch seine Sekretärin mitteilen lassen, dass es Herrn Unterberger in drei Wochen wieder in den SN am Freitag geben wird.



  28. ProConsul

    Die Frage ist, wie lange werden es die Sozialisten noch schaffen auf der Klaviatur der Umverteilungs- und Gleichmacherpropaganda zu spielen bis die einfachen Menschen dahinterkommen, dass das Leben so NICHT funktioniert? Und wie weit werden sie dann gehen, um ihre Macht zu halten, - der Hinweis von Unterberger auf die Sowjets und die Kulaken schwingt bedrohlich mit. Man erinnert sich noch an ihr schändliches Verhalten zu Zeiten der schwarz-blauen Regierung unter Schüssel - dem einzigen Staatsmann seit langem - wo die Sozialisten das Ausland gegen die eigene Heimat aufgehetzt haben nur um ihre Pfründe zu halten. Wozu werden solche Leute wohl zukünftig fähig sein, noch dazu, da sie jetzt unter einem immer stärker werdenden Einfluß von radikalen Feministinnen (Grüne) und ausländischen Mitbürgern (Moslems) stehen.

    Was den Sozialisten nicht gefällt und sie hasserfüllt bekämpfen ist folgendes:

    "Das natürliche Ergebnis freiwilliger Transaktionen zwischen Privateigentumsbesitzern ist entschieden unegalitär, hierarchisch und elitär. Als Resultat eines weiten Spektrums menschlicher Talente werden in jeder Gesellschaft minimaler Komplexität einige Individuen rasch den status einer Elite erreichen. Aufgrund überlegener Leistungen hinsichtlich Vermögen, Weisheit, Mut oder einer Kombination davon weren einige Individuen 'natürliche Autotität' erlangen, und ihre Meinungen und Urteile werden weitreichenden Respekt geießen. Darüber hinaus werden, als Ergebnis selektiver Paarung und Ehelichung sowie der Gesetze bürgerlicher und genetischer Vererbung, die Positionen natürlicher Autorität wahrscheinlich von den Mitgliedern weniger 'adeliger' Familien eingenommen und innerhalb dieser Familien weitergegeben." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S.163)



  29. ambrosius

    Das Filzen der Ratingagencies in Italien mag rechtsstaatlich lächerlich sein- bloß: wo ist in Italien der Rechtsstaat?
    Verdient haben die Ratingagencies jedenfalls alles Mißgeschick der Welt, denn es ist schon erstaunlich, wie eine derart unnütze Institution- bloß aufgrund der Denkfaulheit der Investoren-zu solcher Macht und zu solchem Einfluß kommen kann.
    Die Merkelsche Idee einer Europäischen " Gegenratingagentur" ist in diesem zusammenhang natürlich der Überschwachsinn! ( Nein halt: wir haben da einen Genossen Dr. Bundeskanzler, der diesen Blödsinn erst Monate später nachgeplappert hat: das ist erst die richtige Brutalität!!)
    Jedenfalls ist die derzeitige Stimmung( und als Stimmungsbarometer taugt ja selbst unsere derzeitige Casinobörse noch) diejenige, daß es sich ausgeschludert hat und daß das mit dem Fressen,Saufen und dann schei..., wie uns das unsere Knallköpfe in der Politik einreden wollen, nicht mehr weiter geht.
    Dabei sind unsere Politiker( in den USA, Europa und anderen Ländern) nur Zweitbeschuldigte ! Als Milderungsgründe kann man ihre völlige Ignoranz und ihre vollgeschi...ne Hose wegen der Wiederwahl gelten lassen.(das mit der Hose gilt auch für die Damen)
    Die wirklichen Herren sind das Großkapital in seinen verschiedensten Ausformungen, die die Staaten längst in Geiselhaft haben. Die sind es ja auch, die möglichst viele Staaten in den Konkurs treiben wollen und treiben (für den denkenden Beobachter völlig offenkundig) um sich dann zu Schnäppchenpreisen Sachwerte und Lohnsklaven zu sichern.
    Der Ausweg: a)der Bürger verbietet den Politikern weitere Schuldenmacherei und "Rettungsschirme", wenn auch nicht so schwachsinnig-kriminell wie es diese Teapartytypen angestellt haben.
    Gleichzeitig sorge man dafür, daß kleine und mittlere Unternehmer sowie Neugründer eine Chance erhalten, damit die von den Großkapitalisten gefeuerten Arbeitnehmer eine Alternative haben! (Das hat in Ungarn unter der Antallregierung wunderbar funktioniert, als die maroden Großbetriebe vor dem Konkursrichter Schlange gestanden sind und die Arbeitslosigkeit dennoch kaum gestiegen ist ( das fehlt heute bitterlich dem großkapitalistisch verseuchten USA) Sowas vom Bürger in effizienter Art zu erwarten ist allerdings wishful thinking und unrealistisch.
    b)Man lasse das Ganze endlich zusammenkrachen !
    Der Effekt ist der Gleiche:der Steuerzahler wird geschoren, darf aber aufhören, sein eigenes Grab noch immer tiefer schaufeln zu müssen.(Jeder " Rettungsschirm,Eurobond oder dgl. kostet nur weiteres, verpulvertes Geld)
    Vielleicht kommt dann auch Verantwortungsgefühl und Hausverstand bei den Politikern wieder zu seinem Recht.
    Nachsatz: die Wirtschaftsjournaille trommelt derzeit die Flucht in Sachwerte und auch in den heutigen Beiträgen ist das einmal erwähnt! Sachwerte haben heute schon längst eine sogenannte Dienstmädchenhausse.(heißt: man verkauft den letzten Schrott zu Überpreisen an die Blöden)Die Chancen, da deutlich mehr zu verlieren als durch einen in die Inflation galoppierenden Euro stehen großartig !



  30. Scipio

    @AU: "... wo die Staaten alle protektionistischen Regeln und alle bürokratischen Schikanen abschaffen müssen; und wo die Staaten nur noch auf das Notwendige und Machbare reduziert werden".

    Das ist genau der falsche Weg! Der Staat hat uns zu schützen! (Schutz="Protektion"). Er hat territoriale Grenzen zu setzen. Er hat das "Recht auf Arbeit umzusetzen. Er hat dafür zu sorgen, dass wir von unserer Tätigkeit vernüftig leben und unsere Familie erhalten können. Das erfordert eigenen Markt, eigene Währung, eigene Souveränität. Daher raus aus dem Gemeinsamen Markt, raus aus der EWU, raus aus der Golbalisierung (WTO), raus aus dem "Freihandel. Wir können uns nicht mit Chinesen oder Indern vergleichen und von 150 EUro im Monat leben.

    Fangt endlich an zu denken! Hört auf mit den einfältigen liberalen Lobgesängen. "Der Liberalismus ist die Immunschwäche Europas" (Bischof Krenn!). Nehmen wir uns ein Beispiel an Israel: Nichts wird geduldet, was den Staat, seine Souveränität und Integrität oder den Wohlstand seiner Bürger beeinträchtigt. Man kann das zionistischen Faschismus oder faschistischen Zionismus oder wie immer nennen, es ist jedenfalls die einzige Form, in der ein Staat und ein Volk in der Moderne überleben können (Zeev Sternhell).

    Also aufhören mit dem liberalen Geschwätz über "Freiheit", "Gleichheit", "Demokratie", "Marktwirtschaft". Wir brauchen eine Neubgründung der Idee der Gemeinschaft und des organischen Staates, so wie das einst Dollfuß in schwerster Zeit versucht hat. Es gilt die Reihen wieder zu schließen!



    • Brigitte Imb

      Wo ist das "Recht auf Arbeit" verbrieft? Das gibt es genauso wenig wie ein Recht auf z.B. Gesundheit, auch wenn die Politiker uns dies einreden wollen.

      Die Reihe schließen? Wie? Eher würde ich meinen hier wäre einiges aufzubrechen und ich plädiere für WENIGER STAAT, v.a. wenn Leuchten wie ein W. F. et al lenken wollen. Die Bürger haben NICHT die Verschuldung verursacht, es sind und waren die Politiker(weltweit), die den Karren mit Vollgas an die Wand gefahren haben.

    • HJR

      @scipio
      [...Also aufhören mit dem liberalen Geschwätz über "Freiheit", "Gleichheit", "Demokratie", "Marktwirtschaft". Wir brauchen eine Neugründung der Idee der Gemeinschaft und des organischen Staates, so wie das einst Dollfuß in schwerster Zeit versucht hat. Es gilt die Reihen wieder zu schließen! ...]

      Muss ich davon ausgehen, dass Sie das meinten:
      Die Fahne hoch!
      Die Reihen fest (dicht/sind) geschlossen!
      SA marschiert
      Mit ruhig (mutig) festem Schritt
      |: Kam’raden, die Rotfront und Reaktion erschossen,
      Marschier’n im Geist
      In unser’n Reihen mit :|

      Weiteres dazu unter http://de.wikipedia.org/wiki/Horst-Wessel-Lied

      Wohin diese Ideen geführt haben, hat die Geschichte ja wohl schon deutlich genug gezeigt!

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  31. Observer

    Bösenkurse entsprechen nicht den tatsächlichen Werten eines Unternehmensanteils. Es sind vielmehr Momentaufnahmen der aktuellen Angebote (Geldkurs) bzw. tatsächlichen Verkäufe (Warenkurs). Ähnlich verhält es sich mit allen anderen an den Börsen gehandelten Papieren. In turbulenten Zeiten wie diesen gibt es bei Panikreaktionen vermehrt Gewinner und auch Verlierer. Auch die Wetten auf Wechselkursänderungen sind ein Teil dieses Weltcasinos. Grosse Verantwortung tragen in jedem Fall die Notenbanken, welche einerseits die Basiszinsen für die Banken sowie die Geldumlaufmenge steuern. Dort ist meistens der Grund für solche Turbulenzen zu suchen.



    • phaidros

      Ich denke mir jedesmal, wenn so ein Crash passiert: kaufen! (Habe nur leider nie wirklich Geld zur Verfügung).

      Nach der Ausgabe (mit der ja massiv Geld ins Unternehmen geholt wird), kann der Aktienkurs einer AG doch praktisch egal sein. Und so ein Crash ist doch die beste Gelegenheit für jedes Unternehmen, die eigenen Aktien aufzukaufen und ev. sogar die goldene Aktie kriegen zu können - was eine AG de facto unangreifbar macht!

    • HJR

      @phaidros
      [... Ich denke mir jedesmal, wenn so ein Crash passiert: kaufen! (Habe nur leider nie wirklich Geld zur Verfügung) ...]

      Lieber phaidros, Sie müssen weiter denken! Ein seit dem Mittelalter bekannte ökonomische Empfehlung besagt doch deutlich: "Niemals mit eigenem Geld kaufen!" - und wie Herr Flöttl in der Neuzeit praktisch nachgewiesen hat, ist das auch heute noch die richtige Handlungsmaxime, denn, geht's schief, ist nur fremdes Geld futsch (und davon gibt's ohnehin genug), geht's aber gut, kann man einen satten Reibach lukrieren (und dazu muss man nicht einmal an der WU studieren). Also, bitte, nicht Garelli empfehlern sondern bei Flöttl lernen!

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • phaidros

      HJR, bitte lassen Sie sich nicht auch noch anstecken. Das wäre wirklich schade.

  32. phaidros

    Heute gelang es uns, ein echtes Schmankerl für Sie aufzutreiben, das bei der eher mäßigen Wettervorhersage für dieses Wochenende einen guten Programmpunkt abgeben kann.

    Es zahlt sich nämlich aus, diesem Mann zuzuhören, wenn er auch auf Englisch spricht (sehr gut verständlich): Professor Stéphane Garelli vom IMD spricht zum Thema »World competitiveness in 2011 and beyond«. Eine knappe Stunde (mit Fragen 1¼h), elegant und amüsant vorgetragen, wie es nur ein wahrer Meister seines Fachs kann, aber dabei extrem informativ.

    Das Video finden Sie auf http://www.biö.at/?q=node/158

    Spannende, informative, amüssante - mit einem Wort: gute - Unterhaltung!

    phaidros.vie@gmail.com



    • HJR

      Da ich von der Persönlichkeit, welche Sie hier ankündigen - man verzeihe meine Uninformiertheit - noch nie gehört habe, habe ich den Namen vorsichtshalber gegoogelt. Die ca. 6.170 deutschen Treffer sprechen (angesichts von von 78.700 Treffern für Milton Friedmann) nicht gerade für eine weltweite Reputation sondern für eine geschickte Vermarktung dieser "international bekannten Persönlichkeit" durch eine entsprechende Agentur für die Vermittlung prominenter Redner gegen ein nicht zu geringes Entgelt.
      Dafür spricht auch die erfolglose Suche nach Büchern dieses Autors (ich selbst habe in meinem Leben wenigstens ein solches geschrieben, das man im Internet auch findet).

      Daher werde ich Ihrer geschätzten Empfehlung, diesem Herrn 1,25 Stunden meiner Zeit zu widmen - bitte nicht böse sein - nicht nähertreten.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • schreyvogel

      Danke für den link - ich habe gerade eine gute Stunde dafür aufgewendet, es war es wert.
      Harte Wahrheiten äußerst amüsant verpackt.

    • phaidros

      Geschätzter HJR, ein Weltbekannter wohl nicht als »Schmankerl« anzukündigen, oder?

      Aber viel wichtiger, eine Randinfo, die Sie vielleicht doch noch neugiereig macht: das war eine Keynote einer von der Voest Alpine in der Schweiz veranstalteten mehrtägigen Arbeitestagung (ich glaube, im Februar). Teilnahmegebühr: 10000€ (12000 CHF).

      Werfen Sie mal einen Blick ins Auditorium: es sitzen dort mehrere hundert Personen.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Bitte, lassen Sie sich nicht auch noch anstecken, HJR.

    • HJR

      @phaidros

      Eine Teilnahmegebühr von Euro 10.000,- zeugt mir nur von geschicktem Marketing, das es geschafft hat, über diese Gebühr zu suggerieren, dass die Gäste "illuster genug" sein werden, um unabhängig von der Vortragsqualität (die hat sich durch die Wiedergabe im Internet ja auch wertmäßig sofort reduziert) den Preis rechtfertigen können.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • phaidros

      Na gut, Sie wollen sich also doch anstecken lassen.

      Wenn ein Seminar in dieser Preiskategorie 100e (!!!) Besucher anlockt, (die danach in den höchsten Tönen schwärmen - ich konnte mit dem Veranstalter sprechen, der selbst Teilnehmer war), dann ist das für mich sehr wohl mehr Zeichen für die Qualität eines Vortrags als das beständige Heruntermachen eines einzelnen, der zugibt, den Vortrag nicht mal annzuschauen, Zeichen dagegen sein kann.

      Aber vielleicht haben Sie ähnliche hellseherische Fähigkeiten wie Ihre augenscheinlichen Einflüsterer und können treffsichere Urteile abgeben, ohne Inhalte kennen zu müssen.

      Beeindruckend.

    • HJR

      @phaidros

      Falls ich mich habe anstecken lassen, dann würde ich natürlich gerne wissen, womit?

      Apropos "Einflüsterer": Ich alt und frei genug, um mir meine Beurteilungsmaßstäbe selbst zu definieren.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • brechstange

      @phaidros

      Ich habe mir die Mühe gemacht, mir diese Stehsätze zu Gemüte zu führen. Sehr dünn für die Aufmachung - in meinen Augen.

      Ich finde, ein Professor sollte tiefer fliegen. Außerdem wundert mich nicht mehr, dass die so Ausgebildeten keinen Durchblick haben und nur Überflieger sind, die die Konsequenzen ihres Handelns nicht mehr bewerten können.

      Mit "Why not" an den Abgrund wäre bei persönlicher Haftung in Ordnung, jedoch nicht bei sozialisierter Haftung.

    • phaidros

      Ach, sind das also nur »Stehsätze«, brechstange?

      Brava, richtig gut aufgepasst. Ich hoffe, die Mühewaltung war nicht zu unterträglich für Sie, die Sie in Kauf nehmen mussten, um hier einen g'scheiten - und natürlich abfälligen - Senf abzugeben.

      Ihr Urteil verwundert nämlich etwas, tauchen doch etliche - für mich jedenfalls - sehr überraschende Fakten auf, die an sich Potenzial hätten, hier gut anzukommen:

      * Oder hatten Sie gewusst, dass der ökologische Fußabdruck eines 4,6-Liter-SUV halb so groß ist wie der eines durchschnittlichen Hundes?

      * Oder, dass 50% der chinesischen Exporte nach Amerika amerikansiche Produkte sind?

      * Wußten Sie, dass 45% der Container Amerika leer verlassen?

      * Wie hoch die Grade der Auslandsverschuldung liegen und was das bedeutet?

      All das und noch viel mehr wird in dieser Stunde erklärt.

      Mir waren diese und viele andere Dinge jedenfalls neu! Aber ich bewege mich offenbar nicht auf Ihrem hohen Informationsniveau. Das kann nur damit zu tun haben, dass wir andere Zeitungen lesen.

      Das bringt mich zur Qualität Ihrer »Rezension«: Das waren für Sie Stehsätze? Für mich ist ein Stehsatz eine sterotyp wiederholte, zumeist inhaltsreduzierte Trivialaussage. Zum Beispiel: »Der Bürger muss endlich die Dinge in die Hand nehmen.« Das ist für mich ein Stehsatz. Denn obwohl man das immer wieder hört, wenn man überlegt, was es eigentlich bedeuten soll, wie er das eigentlich machen könnte, dann kommt in beiden Fragen raus: nix - keine Ahnung!?

      Ich behaupte, Sie haben Ihre »Zusammenfassung« einmal mehr einfach nur »gegen mich« geschrieben.

      Das ist mir persönlich und prinzipiell völlig wurscht, aber es ist kontraproduktiv und schade. Denn weiter oben heißt es bei Ihnen ganz feierlich, dass der Bürger endlich die Geschicke mitbestimmen solle. Gleichzeitig wischen Sie aber ganz wesentliche und überraschende Fakten als »Stehsätze« weg, augenscheinlich weil Ihnen eine Nase nicht passt. Das etikettiere jeder wie er es für richtig hält.

      Und jetzt können mischu und contra und wie sie alle heißen wieder einen Feuerwerk der Empörung und Verächtlichmachung entfachen, und Ihnen ganz, ganz viel Recht geben, wenn s/Sie wollen.

    • xRatio (kein Partner)

      @HJR 06. August 2011 09:34

      Wenn Sie den Namen des mit Recht gerühmten

      Milton Friedman

      richtig eingeben würden, erhalten Sie bei Google nicht bloß 78.000, sondern
      weit über 4 Millionen Ergebnisse

      Was phaidros + biö mit ihrer "Kritischen Theorie" (Pfuiii!!) so alles anbeten und zusammenlabern, spottet in der Tat jeder Beschreibung. -
      Kraut und Rüben. Von Tuten und Blasen keine Ahnung.

    • brechstange

      Sg Hr. Phaidros,

      Das war überhaupt nicht gegen Sie gerichtet. Danke, dass Sie den Link reingestellt haben. Ich finde, es auch toll, dass Sie sich mit Ihrem BIÖ ernsthaft engagieren. Das ist ein sehr schwieriges Unterfangen.
      Carelli ist durchaus ein charmanter und witziger Vortragender ohne Zweifel. Trotzdem hilft es nicht weiter, wenn wir wissen, dass 45 % der Container Amerika leer verlassen, etc. Ich finde den Vortrag einfach oberflächlich. Das wollte ich ausdrücken, ist natürlich nur meine Meinung. Worte und Taten sollten sich möglichst decken, das sehe ich bei vielen Vortragenden nicht unbedingt. Viele drehen sich im Wind.

    • xRatio (kein Partner)

      @brechstange 07. August 2011 23:08
      "Das wollte ich ausdrücken, ist natürlich nur meine Meinung."

      Soso, "nur Ihre Meinung"???

      Halten Sie selbige "Meinung" nun für richtig oder für falsch???

    • phaidros

      Liebe Frau brechstange,

      vorab: Ihre Meinung ist Ihnen selbstverständlich unbenommen!

      Allerdings muss ich gestehen: ich kann sie nicht unbedingt teilen. Natürlich ist das keine politische Aktion, und Aktivität schon gar nicht. Aber dieses Institut bildet Manager aus. Und zwar ohne jede staatliche Subvention! Orientiert sich somit ausschließlich an Gegebenheiten, und nicht an Zurufen aus welcher Ecke immer. Ich halte so eine Informationsquelle für ein Juwel!

      Um konkret auf einen Kritikpunkt einzugehen: Trotzdem hilft es nicht weiter, wenn wir wissen, dass 45 % der Container Amerika leer verlassen, etc.

      Es ist ein Beleg dafür, dass und wie Dinge schief laufen. »Das weiß ich auch so« ist mir persönlich zu schwach, denn Vieles, das man »auch so weiß«, ist in der gewussten Form gar nicht vollständig haltbar, Manches ist rundheraus falsch. Hier wird der konkrete, unwiderlegbare Beweis als hard fact geliefert, der jeden Schönredner verstummen lassen muss.

      Für die anderen genannten Punkte gilt Ähnliches (zweites Beispiel: Grad der Auslandsverschuldung als Maßzahl für die Verwundbarkeit einer Wirtschaft. Wirft das nicht ein ganz anderes, noch düsteres Bild auf die aktuelle Situation? Vieles ist dadurch neu zu beurteilen. Natürlich erscheit die Information trivial, aber das Ei des Kolumbus auch. Nachher! Gerade das macht ja einen guten Lehrer, dass er Schwieriges einfach darstellen kann)

      Was meinen Sie mit »Worte und Taten sollten sich decken«? Was können ein Ausbildungsinstitut und dessen Wissenschaftler ausrichten? Welche Tat setzen?

      Wenn ich nämlich zusammenfassen darf: unseren Medien vertrauen wir nicht. Information, wie sie das IMD liefert, hilft nicht weiter. Womit bilden wir uns dann aber unsere richtige Meinung? Sind unsere hohlen Bäuche so gut? Das glauben die Linken von ihren auch. Und nur die Behauptungen von obskuren Verschwörungswebseiten (die oft genug widerlegt werden) können es ja nicht sein, oder?

      LG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Sorry für die etwas scharfe Replik oben, ich war zugegeben etwas genervt. Aber zum Glück braucht man eine brechstange ja nicht mit Samthandschuhen anzufassen.

      P.P.S Danke daher für das Zurückkehren auf's rein Sachliche! D.O.

    • brechstange

      Sehr geehrter Herr Phaidros,

      die Informationen holt man sich aus der Erfahrung, Neugierde, Kombination und der Verifizierung. Ein Körnchen Wahrheit steckt manchmal auch in Verschwörungsseiten, zumindest sollten diese nicht unbeachtet bleiben, ansonsten sich Hirngespinste, falsche Denkrichtungen und Lösungswege manifestieren könnten. Diese müssen in der Diskussion und nicht in der Zensur entschärft werden.

      Herr Prof. Garelli ist sehr lange im Geschäft, viele dieser Herrschaften haben gemein, einem nicht nachhaltigen Konzept nachgelaufen zu sein, es sogar befördert zu haben. Da lobe ich mir Professoren, die ihren Irrtum eingestehen können und nicht durch "Stehsätze" verdecken, sich weiter brav im Winde drehen.

      @ratio

      Ich halte meine Meinung aus meiner bisherigen Erfahrung für richtig, doch richtig ist in der Diskussion relativ. Für tiefere Erklärungen habe ich zur Zeit leider keiner Zeit. Phaidros hat eine andere Meinung und bleibt dabei. Why not?, um es mit Garelli zu sagen.

    • phaidros

      Liebe Frau brechstange,

      ich akzeptiere Ihre Kette der Meinungsbildung: Erfahrung, Neugierde - Kombination und Verifizierung. Aber ich gebe zu bedenken, dass wir hier von Themen reden, mit denen niemand von uns »Erfahrung« hat, und »Neugier« allein nicht weiterhilft und auch befriedigt werden muss. Und da ist doch wichtig, wo die gestillt wird!

      Denn, nebenbei bemerkt: jemand, der wie Sie sagen, sehr lang und ganz offensichtlich sehr erfolgreich im Geschäft ist (nochmal: ohne staatliche Zuschüsse!) - sagt uns das nicht etwas?

      Mir sagt meine Erfahrung, meine Kombination (im Sinne von Vergleich mit anderen Quellen) und meine Verifikation, dass ich so jemandem zuhören sollte.

      Schade ist, dass Sie keine Zeit mehr haben. Denn da Sie dabei bleiben, wollte ich Sie nach einem Stehsatz fragen! Ich entdeckte nämlich keinen einzigen da drin (was nicht heißt, dass nicht auch Dinge Erwähnung finden, die schon bekannt sind. Aber das macht noch keinen Stehsatz)

      LG phaidros.vie@gmail.com

  33. Josef Maierhofer

    Ja, Europa wird sich abschaffen.

    Die Bettler werden die Straßen säumen, die, die heute schon, gemäß dem Diktat der Straße, dem sozialistischen Diktat, von der 'Grundsicherung' leben, welche dann nicht mehr zahlbar sein wird. Die Volksküchen werden die Leute vor dem Verhungern retten, die Massenwärmestuben vor dem Erfrieren, die Miethäuser werden leerstehen oder enteignet werden, weil niemand mehr Miete zahlen wird können. Die Türken werden uns kein Brot, kein Kebap geben, sie werden mit uns 'Ramadan' machen und uns abschlachten ...

    Kinder bekommen wir jetzt schon keine mehr und in der Not erst recht nicht (man erinnere sich an die 1920-er und 1930-er Jahre in Österreich, wo viele ausgewandert sind, da gabe es auch keine Kinder, erst wieder mit den Nazis, die Kanonenfutter gebraucht haben).

    Die Sozialisten, die letztlich dafür verantwortlich zeichnen, dass jahrrzehntelang auf Schulden gelebt wurde und alle, die dabei mitgemacht haben, werden, wie von Dr. Unterberger angeführt, von Banken, Spekulanten, 'Rechtsterror', etc. reden.

    Werte Mitbürger !

    Mit dieser unserer Korrumpierbarkeit und 'Nehmerqualität' ist keine Zukunft machbar.

    Arbeiten wir intensiv daran, wie wir wieder zu Marktwirtschaft, Liberalismus, zu Eigenverantwortung, zu echtem Geld kommen und hören wir endlich auf damit, jene zu wählen, die das Blaue vom Himmel versprechen auf Kredit !

    Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott !



    • Wertkonservativer

      Werter Josef Maierhofer,

      es !stimmt sicher vieles, was Sie laufend skandieren!

      Doch ich bitte Sie inständig, sich vor allzu harten Übertreibungen zu hüten:
      "Die Türken werden uns abschlachten"!
      "Die Sozialisten sind allesamt Verbrecher und an allem schuld".

      Das sind in meinen Augen eigentlich entbehrliche Verallgemeinerungen und Übertreibungen!

      Bleiben wir bei der harten Realität:
      "Und an der ganzen Sch....e sind wir selber schuld!"

      Nichts für ungut, lieber Josef Maierhofer!

      gerhard@michler.at

    • Josef Maierhofer

      @ Wertkonservativer

      Offenbar haben Sie meinen Aufruf an die Bürger nicht verstanden, sich selbst zu helfen.

      An die 'Übertreibungen' werden Sie selbst vielleicht nicht mehr denken müssen, aber Ihre Kinder schon.

      Selber sind wir mitschuldig, weil wir diese Schuldenbande gewählt haben, aber treibende Kraft, Gesetzesanträge kamen von den Sozialisten und deren Handlangern in allen Parteien, so sehe ich das.

      Also bleibt das Wachrütteln des Bürgers, alle diese Schuldenmacher abzuwählen und die Politik zu ändern.

      Halten Sie das nicht für nötig ?

    • Josef Maierhofer

      @ nochmals @ Wertkonservativer

      Pardon, eines habe ich vergessen, ich werde nie sagen, dass die Sozialisten Verbrecher sind und schon gar nicht alle, aber ich werde immer wieder auf die ausgeübten Schandtaten, auf die Taten gegen unsere Kultur, gegen unsere Zukunft hinweisen und, ich muss schon sagen, dass die Initiativen dazu immer aus dieser Ecke lommen und betone nochmals, solche kommen aus allen Parteien in Österreich, leider, die meisten aber sind schon bei der SPÖ, die schuldentreibende Versprechungen machen und Schulden fordern und beschliessen lassen.

    • HJR

      @Josef Maierhofer & Wertkonservativer

      Danke, J.M., dass Sie mich in meiner sonst manchmal sehr einsam ausgeübten Kassandra-Rolle zur Seite stehen bzw. meinen Part ganz hervorragend vertreten. -:)
      Allerdings beginne ich allmählich die "Festigkeit im Glauben" unseres werten Wertkonservaten neidlos zu bewundern! Ich sehe uns alle schon - bald - in den Trümmern der Währungs-, Markt- und Weltordnung sitzen (so wie ich vor 60 Jahren in den Ruinen Innsbrucks) und stelle mir vor, dass der Wertkonservative dann zwischen uns (seine Enkel an der Hand führend) umherlaufen und Trostreiches von sich geben wird.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • phaidros

      Das Problem dabei ist, hier haben beide »Seiten« durchaus recht!

      Die Situation ist bedrückend, das ist keine Frage!

      Aber, dass wir uns das immer wieder gegenseitig beteuern bringt absolut gar nichts. Es rüttelt niemanden auf, es ändert nichts, es verbessert schon überhaupt nichts.

      Und wenn es soweit sein wird, dass der Wertkonservative seinem Enkel zwischen den Trümmern Trost spendet, dann wird es das Einzige sein, was seinem Enkel (das nichts anderes kennen wird!) wenigstens etwas Vertrauen in die eigene gestalterische kraft und in die Zukunft allgemein geben wird!

      »Kübel - Milch - Frösche - aufgeben - strampeln - Butter« ist Ihnen allen sicher bekannt!

      LG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Auch ich bewundere die unerschütterlich positive Einstellung unseres Wertkonservativen, der - da braucht man nicht groß zu überlegen - mit Sicherheit bereits viel, viel mehr im und vom Leben gesehen hat als ich.

    • HJR

      @phaidros, 10:21
      [... Aber, dass wir uns das immer wieder gegenseitig beteuern bringt absolut gar nichts. Es rüttelt niemanden auf, es ändert nichts, es verbessert schon überhaupt nichts ...]

      Ich entnehme Ihrer Kritik, dass Sie der Meinung sind, wir sollten aufhören, uns in diesem Forum zu äußern. Oder muss ich das als Aufforderung verstehen, statt dessen - der Worte sind genug gewechselt, lasst uns Taten sehen - das Projekt "Kalaschnikoff" zu starten?

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Wertkonservativer

      Leutln, Leutln,

      nicht gleich handgreiflich werden! Und die Kalaschnikoff schön im Futteral lassen, lieber HJR: so schnell schießen die Ösis nicht!

      Natürlich weiterhin harte Diskussionen, doch täglich gebrachte Wiederholungen der eigenen Weltverbesserungsideen - ohne eigene Eingriffsmöglichkeiten zu haben - halte ich für wirklich entbehrlich!
      Einmal in der Woche eine Rede an die Nation, das Wichtigste auf den Punkt gebracht: das müsste doch genügen!!!

      Oder??

      gerhard@michler.at

    • phaidros

      Sehr geehrter HJR,

      danke, dass Sie fragen. Meine Aufforderung ist die, besorgniserregende Zustände ungeschönt zur Kenntnis zu nehmen, Auswege zu prüfen und zu erarbeiten und insbesondere Aufklärungserbeit zu leisten.

      Durchaus also, sich in diesem Forum zu äußern, aber wer meint, dass es das schon gewesen sein könnte, lügt sich selbst in den eigenen Sack.

      Denn die Ursache für die Zustände ist die Verblendung des Wählers. Einzig daran kann und muss angesetzt werden. Sie und ich können uns noch 20000 zurufen, wie Scheiße nicht alles ist - davon wird nichts besser (schlechter auch nicht, es ist einfach Zeitverschwendung).

      Beiträge, auch von meiner Wenigkeit, zu diesem Versuch, können Sie auf www.biö.at begutachten. Sollte da also der von mir gehörte Vorwurf, selbst doch auch kein Konzept zu haben, tatsächlich drin stecken: er wäre verfehlt.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • HJR

      @phaidros, 12:16
      [... Durchaus also, sich in diesem Forum zu äußern, aber wer meint, dass es das schon gewesen sein könnte, lügt sich selbst in den eigenen Sack ...]

      Sehr geehrter phaidros,
      wollen Sie nicht endlich Ross und Reiter nennen und klipp und und klar sagen, was Sie von mir erwarten, außer dass mich auf www.biö.at umschaue? (was ich übrigens schon getan habe). In wieferne "lüge ich mir in den eigenen Sack? Soll ich Ihr Jünger werden und das BIÖ-Evangelium im Jonas-Reindl predigen? Ich habe schon Mühe genug, mir mein eigenes Evangelium zusammenzubasteln!

      Also, bitte Klartext oder kein Text!

      Freundliche Grüße
      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • moderatus

      @WK
      einmal wöchentlich? Da halte ich es eher mit Cato dem Älteren: Ceterum censeo .. oder steter Tropfen höhlt den Stein!

    • phaidros

      Klartext kommt gerne, aber nicht hier.

      BG

    • phaidros

      moderatus, Cato sprach aber (angeblich) vor dem Senat, und das ist etwas ganz Anderes!

      Anders gesagt: der Tropfen, den er fallen ließ, traf auch den Stein, den er höhlen sollte.

      Hätte er sich täglich auf dem Forum aufgepflanzt, hätte »Ceterum censeo...« können so viel und so lang er gewollt hätte, er wäre bestenfalls nicht aufgefallen. Eher bald als Spinner abgetan worden. Eventuell hätten sich ein paar begeisterte Anhänger gefunden.

      Wir laufen Gefahr zu Cato und seinen Anhänger zu werden. Aber Cato auf dem Forum, nicht Cato im Senat.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • HJR

      @Wertkonservativer, 11:57

      Werter Wertkonservativer,

      ich habe nicht vor, auf meine alten Tage zum Che Guevara zu werden, obwohl ich die Kalaschnikoff (übrigens in Anführungszeichen)*, nach meinen einschlägigen Erfahrungen als Panzergrenadier durchaus zu schätzen weiß. Handgreiflich werde ich grundsätzlich nicht (nur in juristisch einwandfreien Notwehrsituationen), den Gebrauch einer Kalaschnikoff könnte ich mir im Falle höchstpersönlicher Betroffenheit oder einer solchen von mir nahestehenden Familienangehörigen allerdings durchaus vorstellen. (Übrigens macht es mich todtraurig, dass niemand den Mut hatte, seinerzeit dem Adolf mit so einer Waffe oder wenigstens einer Pistole gegenüber zu treten und aus nächster Nähe abzudrücken).

      * Dazu aus Wikipedia: Anführungszeichen können außerdem verwendet werden, um Wörter, Wortgruppen und Teile eines Textes oder Wortes hervorzuheben, zu denen man Stellung nehmen möchte, über die man eine Aussage machen will oder von deren Verwendung man sich – etwa ironisch oder durch die Unterlegung eines anderen Sinns – distanzieren möchte.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • inside
    • phaidros

      Sg. HJR, wollen Sie nicht endlich Ross und Reiter nennen und klipp und und klar sagen, was Sie von mir erwarten,

      Erwarten? Gar nichts Spezielles, natürlich! Es stünde mir auch gar nicht zu, irgendein Verhalten von irgendjemandem zu erwarten!

      Aber der s.g. Sokrates hat gestern einen Artikel hereingestellt, der (mir aus der Seele spricht und) die 6 Kardinalfehler auflistet, die dem Dauerlamentieren innewohnen*):

      * Wir statuieren ein Exempel
      * Wir fördern die Öffentlichkeitsscheu
      * Wir fördern die Doppelmoral
      * Wir verstärken das Misstrauen
      * Wir treffen die Falschen
      * Wir verschweigen das Gute

      Sein Posting hat es zu meiner Freude sogar unter die Top 3 geschafft!

      Was ich aber nicht verstehe ist, dass einerseits dazu hohe Zustimmung herrscht, aber andererseits keinerlei Einsicht aufkommen will, dass wir hier dem völlig entgegengesetzt agieren (wobei ich mich da zugegeben nicht dazuzählen will und kann)

      Das letzte mal, als ich so eine Diskrepanz feststellte war das einzige, was losging - tadaa! - eine Sternderldebatte (und zwar hartnäckig, ungeachtet allen Versuchen, zur Sache zu kommen, die dann auch noch mir »angehängt« wurde).

      So lange wir aber nur Missstände feststellen, braucht uns in diesem Land kein Mensch. Und zurecht: weil wir auch keinerlei Zweck erfüllen.

      Denn, kleine abschließende Randbemerkung: wir stellen ja nicht mal einen einzigen Missstand fest! Das tut immer nur hübsch Dr. Unterberger! Und das hat auch sehr wohl Sinn.

      Wir beschränken uns auf die Absonderung empörter Klugheiten hinterher. Und da geht der Grenznutzen gegen null. Leider.

      Was ich also von Ihnen »erwarte«: nichts. Was ich erhoffe: dass - und da ist jeder herzlich eingeladen - Ihnen beim Rundblick auf unserer Seite irgendwann der Gedanke durch den Kopf schießt: ja, eigentlich stimmt's ja. Denn der nächste: das-und-das (bitte durch die jeweils eigene Idee ersetzen) könnte in dem Sinn nützen, und ich könnte es beitragen, folgt früher oder später ganz von selbst. Und dann werden Sie uns herzlich willkommen sein.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) http://www.andreas-unterberger.at/2011/08/mubarak-assad-gaddafi-und-die-si/#comment-143021

    • Josef Maierhofer

      @ phaidros

      Es kann nicht jeder Politiker werden in diesem kleinen Land, in dem es viel zu viele davon gibt, auch nicht jeder Beamter, auch nicht jeder Akademiker, usw.

      Dieses Forum betrachte ich zum Austausch von Meinungen geignet und wegen des leitenden Chefredakteurs, Dr. Unterberger, der stets die richtigen Themen ins Tagebuch setzt, der selbst an öffentlichen TV Diskussionen teilnimmt, der aktiv sich für eine Verbesserung dieser 'Alpendemokratie' einsetzt, als besonders wertvoll für Interessierte.

      Es kann auch nicht jeder auf den Barrikaden stehen und Eier und Tomaten werfen, etc., aber so lange es geht, die freie Meinung sagen, bis es halt nicht mehr gehen wird, was zu befürchten ist.

      So tut das auch einer, der einen Post absetzt in der Hoffnung, dass er verstanden wird und dass er was hilft und Meinung erzeugt, Information und Wahrheit transportiert.

      Aktionismus, Plakate, etc. sind ebenfalls demokratische Mittel, wo viele aktiv werden können und es auch sind.

      Das wirkungsvollste für die repräsentative Demokratie wäre es aber wohl, sich jene Repräsentanten auszusuchen, die dem gesamten österreichischen Volk in der jeweiligen Situation am meisten weiterhelfen. Hier wird es schwierig, da enorm viele Menschen in diese Parteiapparaturen verwickelt sind, ideologisiert und verblendet, die Wahrheit gar nicht wissen wollen, die 'Wohltaten' auf Kredit aber sehr wohl auf Kosten aller einsacken. Das die eine Seite.

      Die andere Seite sind die meist problematischen Repräsentanten selbst und oft auch die zugehörige Klientel, die es ebenfalls mit der Wahrheit nicht ganz haben.

      Allein eine Ansprache von DR. Faymann oder Dr. Spindelegger mit der wahren Situation Österreichs würde bereits das allermeiste regeln. Das würde aber genau diese Kaste maximal reduzieren. Da ist es unverantwortlicher weise offenbar dort opputun, zu verschweigen, zu lügen, etc., um an der Schüssel zu bleiben, und zu warten, bis alles von selbst zusammenbricht. Ob das jetzt beginnt, kann keiner sagen, aber es wird in immer kürzeren Abständen passieren und die EU wird nur noch Rettungsschirmtage haben, aber leider kein Geld.

      Auch Österreich selbst ist mit den Staatshaftungen schon weit jenseits allen gelagerten Geldes in Österreich und müsste eigentlich auch bereits Konkurs anmelden.

    • phaidros

      Sg. Herr Maierhofer,

      ich bin im Grundsatz völlig einverstanden mit allem, was Sie sagen! In der Praxis schleichen sich da aber einige Unzulänglichkeiten und Ungenauigkeiten ein:

      Zum einen werden hier nicht mehr Meinungen ausgetauscht, sondern immer nur die eine, selbe, vorhersagbare Meinung.

      Schreibt man etwas anderes als es der hiesige Mainstream vorgibt, bekommt man Contra (was völlig ok ist!), das vorsichtig ausgedrückt mit Meinungsaustausch nichts mehr zu tun hat (was völlig nicht ok ist - und sich natürlich nicht auf Sie bezieht). Ich hoffe, Sie nehmen mein Wort dafür: ich habe es immer wieder mal probiert.

      Eine Möglichkeit, zum zweiten, unsere Regierenden anzusprechen gibt es durchaus, und es wurde immer wieder darauf hingewiesen: www.meinparlament.at.

      Statt dass, wie ich es erhofft hätte, aus diesem Blog sich 20 oder mehr kritische Frager auf den Weg dorthin machen, um unsere Gewählten etwas aus der Reserve zu locken mit fundierten, kritischen Fragen stellen, werden entsprechende Beiträge mehr oder weniger lustlos (mein Eindruck ist: etwas peinlich berührt) ignoriert. Komisch, nicht?

      Langer Rede kurzer Sinn: egal, was an konkreten, nachhaltigen Maßnahmen vorgeschlagen wird: es findet sich hier niemand, der sich dafür in die Riemen legen würde. Die einzige, höchstrühmliche, Ausnahme ist Mag. Bauer mit seiner Initiative verwaltungsreform-jetzt.at. Aber seien wir ehrlich: auch das ist praktisch eine one-man-Veranstaltung. Wer von uns hier im Blog hat dazu mehr beigetragen als seine Unterschrift geleistet?

      Nein, wir beschränken uns darauf,die Unmöglichkeit der Zustände festzustellen, was AU fast immer im Tagebuchblatt bereits gemacht hat. Und ausschließlcih darum scheint es zu gehen.

      Das bringt mich zu drittens - ich muss dabei bleiben: Aktionismus hat keinerlei Sinn, bloßen »Aufzeigen« hat keinerlei Sinn (tun wir ja gar nicht, wir frönen ja bloßem Empören über von AU aufgezeigte Missstände), Konfrontation mit Politikern hat keinerlei Sinn. Die lediglich so agieren, weil sie es müssen! (»Wir wissen, was zu tun wäre. Wir wissen nur nicht, wie wir danach gewählt werden sollen«)

      Das heißt nicht, dass ich mit irgendetwas einverstanden wäre! Aber ich bilde mir ein zu erkennen, dass diese Art des dagegen Angehens zu nichts führt, außer, dass man seine Energie verschwendet. Die Politik lacht sich doch nur in das Fäustchen, das wir Mäuslein ballen können.

      Daher freuen mich Wortmeldungen von socrates kürzlich oder Prof. Horner heute so! Weil sie zeigen, dass wir gedanklich den nächsten Entwicklungsschritt beginnen - so hoffe ich jedenfalls.

      Was also ist zu tun: der Wähler hat den Karren in den Dreck geschickt, einzig der Wähler kann ihn wieder heraus holen. Der Wähler aber hat derzeit gar nicht die Möglichkeit dazu, weil er - nicht zuletzt durch einseitige mediale Berichterstattung - nicht einmal an richtige Information heran kommt.

      Daher muss er mit richtiger, vollständiger, seriöser Information versorgt werden. Das ist der erste Schritt. Da es derzeit in Ö diese öffentlich kaum verfügbar gibt, verweisen wir sehr oft auf ausländische Qualitätszeitungen.

      Zweiter Schritt: auf seine Nachfrage muss die Information aufbereitet und erläutert werden. Aber niemals (was wir hier in einer Tour ständig tun!) darf eine Meinung als richtig dargestellt werden! Das ist auf Punkt und Komma das, was wir - noch dazu unter dem Etikett »Objektivität« - der Gegenseite so bitter vorwerfen. Dabei tun wir exakt dasselbe!

      Die Meinung muss beim Empfänger selbst entstehen. Und es muss auch die sein dürfen, die uns nicht gefällt. Nur dann kann auch das Vertrauen entstehen, von uns seriös informiert zu werden. Sonst denkt er ja doch nur wieder, indoktriniert zu werden. Wenn er das will, geht er auf eine Parteihomepage.

      Nur dann kann es auch eine Chance geben, Politikverdrossenheit zurückzudrängen.

      Diesen Ansatz verfolgen wir bei unserer streng überparteilichen Vereinstätigkeit.

      Jede Idee, die zur Verbreitung von Information dient, ist uns willkommen! Bitte sprechen Sie uns an, Kontaktmöglichkeiten sind mittlerweile hinlänglich bekannt! Wir werden - sehr gerne! - jedem Projekt nähertreten, das wir für geeignet halten, und es nach unseren besten Kräften unterstützen! Ideen allerdings zur Bekämpfung anderer Meinungen oder gar Personengruppen waren, sind und bleiben uns dauerhaft nicht willkommen.

      »Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.« - Voltaire

      Davon sind wir hier meilenweit entfernt! Berufen uns aber in einer Tour auf die ach so verletzte Meinungsfreiheit, weil wir angeblich nicht sagen dürfen, was wir wollen. Hat jemand schon eine negative Konsequenz erlebt, weil er hier postet?

      Die zweite Möglichkeit - dazu ruft Herr Oswald auf - lautet, sich aktiv in eine Partei einzubringen (er kann Ihnen da mit Sicherheit detailliert Auskunft erteilen, wie man das sinnvoll machen kann)

      Die dritte Möglichkeit ist, hier und anderswo bis zum St.Nimmerleinstag weiterzudiskutieren und detailliert zu wissen, was andere tun sollten. Das ist auch - nochmal - völlig ok! Nur muss einem klar sein, dass es nix bewirken wird. Ein Debattierklub ist völlig ok, aber dazu soll und kann man auch stehen, solte sich aber nicht als weltenrettender »Superman« gerieren.

      Abschließend, sg. Herr Maierhofer: es wäre mir nichts lieber, als mit dieser Diagnose widerlegt zu werden. Allerdings wird das nicht passieren. Mich stört nicht, dass hier diskutiert wird! Und auch nicht einmal das dauernde »Gesuder«. Mich stört einzig, dass hier der etwas selbstherrliche Anspruch erhoben wird, damit irgendetwas auszurichten. Und alles andere wird zornig bekämpft.

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Josef Maierhofer

      @ phaidros

      Ich gebe Ihnen schon recht, aber nicht jeder hier hat die Zeit und die Möglichkeiten.

      Leider ist Ihre Diagnose richtig.

      Aber einige Ideen hätte ich schon auch:

      Information
      Wenn wir uns schon keine gedruckte Zeitung, keine TV-Auftritte, etc. leisten können, vielleicht reicht es für die eine oder andere Plakataktion. Flugblätter sind eher ungeeignet, weil kaum beachtet.

      Aktionismus
      Ihre Idee, dem Parlament, den Parlamentsklubs Fragen zu stellen ist auch nicht schlecht, wie wir aber hier hören und sehen werden diese dort 'net amol ignoriert'. Eine Demonstration vor dem Parlament gäbe zumindest einen Fakt.

      Lethargie
      Sie haben schon recht, dass allzu viele zu nichts zu bewegen sind, meist sind es die, die selbst schon so viel um die Ohren haben, dass sie nicht wirklich 'das auch noch' bewerkstelligen können. Mit der Lethargie ist es beim lethargischen Volk zu Ende, wenn ernste Maßnahmen ergriffen werden von den politischen Repräsentanten, denn dafür wurden sie eigentlich gewählt, nicht zum Blockieren.

      Eigene Teilnahme an der Politik
      Das ist auch eine gute Möglichkeit, die ich aus meinen Studentenzeiten schon kenne. Das Problem sind die unterschiedlichen Erfahrungslevels und Motivationen der 'Mitstreiter' (sehr oft auch Verhinderer) und die unterschiedlichen Sichtweisen.

      ... und da kommen wir schon wieder zum ...

      Diskutierclub
      Ich meine, es ist keineswegs sinnlos, Meinungen zu den Themen abzugeben, die hin und wieder auch verstanden werden, aufgegriffen werden. Jeder positive Effekt ist ein Beitrag, auch ein solcher.

    • phaidros

      Ich meine, es ist keineswegs sinnlos, Meinungen zu den Themen abzugeben,

      Ja, aber natürlich! Da bin ich völlig bei Ihnen!

      Und es ist nicht nur nicht sinnlos, sondern hat durchaus auch Wert!

      Aber: man muss auch zur Kenntnis nehmen, wenn man irgendwo fest steckt, und das ist hier in hohem Maße der Fall. Wir tauschen nicht Meinungen - geschweige denn Begründungen dafür! - aus, wir bestätigen einander lediglich unsere Empörung und erklären einander, wie ursupergscheit wir nicht sind, und wie ursuperblöd nicht die anderen. Meistens endrichtig, ohne eine Argumentation überhauopt zu liefern. Aber von mir aus soll auch dagegen wäre nichts einzuwenden sein.

      Was aber definitiv nicht ok ist: alles, was nicht hiesiger Mainstream ist, wird geradezu zornig bekämpft. (Diese Bemerkung bezieht sich selbstverständlich nicht auf Sie). Damit begeben wir uns so ca. mit allem auf eine Stufe, was wir abzulehnen behaupten.

      Beides zusammen relativiert den potenziell vorhandenen Wert eines solchen Forums leider sehr, ohne dass diejenigen, die es bishin zur Wertlosigkeit beschädigen, das auch nur bemerken würden. Hier ist schon lange kein »edler Hort« freier Meinungsäußerung und intelligenten Gedankenaustauschs mit gegenseitiger Befruchtung mehr.

      Das hier ist zu einem Spiegelkabinett (um nicht zu sagen: Lachkabinett) der Eitelkeiten, Seilschaften, Selbstbeweihräucherung und Sternderlkriege verkommen.

      Nochmal: gegen einen Diskutierklub ist nichts zu sagen, wohl aber dagegen, dass man ihn als einzige Wahrheit verkündet und verbissen und zornig versucht, alles andere niederzumachen (bezieht sich natürlich wieder nicht auf Sie). Man darf sich hier nicht einmal freundlich und optimistisch äußern, wie man an primitiv-gehässigen, miesen Kommentaren (und - mehrfacher! - ***-Vergabe dafür) merkt.

      BG

    • xRatio (kein Partner)

      @phaidros 06. August 2011 19:19
      "Aber niemals (was wir hier in einer Tour ständig tun!) darf eine Meinung als richtig dargestellt werden! Das ist auf Punkt und Komma das, was wir - noch dazu unter dem Etikett »Objektivität« - der Gegenseite so bitter vorwerfen. Dabei tun wir exakt dasselbe!"


      Falls Sie mit Ihrem endlos dämlichen Geschwätz sagen wollen,
      daß Sie und ihre Rotnazis nichts als Schwachsinn absondern, dann haben Sie cum grano salis wohl ausnahmsweise recht.

      Falls Sie damit aber sagen wollen, daß (nur) Ihre eigenen Aussagen Blödsinn sind, kann ich Ihnen ebenfalls -sogar uneingeschränkt- zustimmen.

      Also was wollen Sie uns mit Ihrem ganzen Gelaber eigentlich sonst noch sagen oder beweisen? -
      Nichts!!
      Richtig, das sagen Sie ja selbst, soll aber gleichzeitig falsch sein. - Köstlich, echt irre.

      Fazit:
      phaidros ist nichts weiter als ein redseliger Labersack, ein chaotischer linker Dummschwätzer und Rotnazi,
      der wie alle seine Genossen schon mit der Logik auf Kriegsfuß steht,
      logo: nicht mehr alle Tassen im Schrank hat.

      Wer die Kriterien von Richtigkeit und Wahrheit ablehnt, lehnt jede Rationalität ab,
      ist nichts weiter als ein verantwortungsloser Chaot und Scharlatan,
      politisch ein Helfershelfer des Verbrechens.

  34. Christoph

    Vielleicht würde Kurt Tucholsky heute schreiben:
    Da gab es vier Jahrzehnte lange ganze Kontinente, auf denen war das Schulden machen obligatorisch, während es ein halbes Jahr danach ebenso streng verboten wurde. Sagte ich Schulden? Natürlich Schulden. Politiker sind Schuldenmacher.

    Schön blöd wären die Politiker, egal welcher Partei, würden Sie nicht auf Kosten derer die sie wählen, deren Geld ausgeben.

    Wer ohne Schulden ist, werfe den 1. Stein auf sie. So oder so ähnlich hat es doch schon Jesus gesagt. ;)



    • phaidros

      :D Oh, das ist sogar einer meiner liebsten:

      Jesus hat gesagt: »Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.«

      Batsch! Hat er einen an der Rübe. Irritiert dreht er dreht sich um und sucht den Werfer .. »Geh, Mama!«

    • HJR

      @phaidros
      Der ist gut! den kannte ich noch nicht.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  35. Wertkonservativer

    Die Stunde "Irgendwann" ist nahe (oder bereits da?).

    Wie immer, formuliert Dr. Unterberger trefflich und meist punktgenau!

    Ohne echten Durchblick auf die Welt-Finanzkrise zu haben (wer hat den schon?), meine ich, dass wir Abendlandler sehr bald in totale finanzielle und politische Abhängigkeit von den asiatischen Neo-Großmächten geraten werden

    Was wird uns bleiben? Eine glorreiche Vergangenheit; einzige Exportgüter Kultur und Kunst (und die sind nicht mehr das, was sie einmal waren), und sonst?
    Ein Satelliten-Dasein ohne Selbstwertgefühl, fremdgesteuert und mitleiderregend!

    Der Untergang des Abendlandes, so bald?
    Ich weiß es nicht, will es eigentlich auch gar nicht wissen!

    Schuld daran wären wir wohl alle: die Staaten, die agierenden Politiker und Wirtschaftler; die Menschen, die vom Staat nurmehr Wohltaten erwarten, und von denen viele selber ständig "auf Pump" leben!

    Ein Fass ohne Boden, eben!!

    (Lieber HJR: heute einmal auch ich so richtig pessimistisch!)!

    gerhard@michler.at



    • mike1

      lieber gerhard !

      ich muss gestehen, dass ich auch schon lang nicht mehr so negative Gedanken hatte ! es scheint ja wirklich nur mehr eine frage der zeit zu sein, bis wir in den abgrund stürzen. und so ziemlich alles verlieren werden, was wir einst geschaffen haben. jedenfalls schreiten wir geradlinig dorthin.

      daher: genießen wir das leben, solang wir noch können !

      schönes wochenende und beste grüße !

    • Wertkonservativer

      Lieber Mike,

      danke für Deine lieben Grüße!

      Du hast schon recht: wir reiten auf der praktisch gleichen Wellenlänge!

      Hier in Istrien ist es schön, ist es gut: die Enkelkinder hupfen mir auf dem Bauch herum und sehen dem Leben kindlich-optimistisch entgegen!
      Hoffen wir, dass auch sie noch eine einigermaßen gute Zukunft haben!
      Derzeit gibt es hier ein sauberes Meer, guten Wein, Prsut und herrliches Olivenöl.
      Herz, was willst Du mehr!

      Schönes Wochende auch Dir und allen!

      Gerhard

      gerhard@michler.at

    • phaidros

      Also, eins fällt mir da noch ein - aber natürlich weiß ich Dich auch in dieser Hinsicht auf das Beste »versorgt«! ;-)

      LG nach Istrien - grüß' mir bitte schönes Land und Leute!

  36. Helmut Oswald

    1.) 1945 - ja, die Umwälzungen die bevorstehen, werden in ordnungs- und gesellschaftspolitischer Hinsicht diesen Charakter haben, daher
    2.) gilt es für das Gericht, welches nach der Katastrophe über die Verantwortlichen zu halten ist, Gerichtshof, Verfahrensordnung und Tatbestände zu diskutieren und festzusetzen und
    3.) es gilt eine Liste der Tatverdächtigen die als Verursacher identifiziert sind zusammenzustellen und gegen diese Anklageschriften vorzubereiten.

    Die Verseuchung der Rechts- und Gesellschaftsordnung durch sozialistisches Unrecht ist derart tiefgreifend, daß in der Stunde Null jedenfalls kein Vertrauen in die bestehenden Institutionen der Justiz gesetzt werden kann. Auch sämtliche Mittäter des Unrechtssystems sind zur Verantwortung zu ziehen, Handeln auf Befehl, etwa durch Beamte im Staatsdienst, wird als Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund nicht anerkannt werden.

    Aus generalpräventiven Gründen gilt es, dies allen hörbar zu verkünden, damit zu keinem Zeitpunkt auch nur der geringste Zweifel daran bestehen kann, daß eines der vornehmsten Ziele der bevorstehenden Revolution die Austilgung des Neomarxismus mit dem Ziel ist, diese verbrecherische Ideologie zum Schutz kommender Generationen gegen die Feinde der Freiheit von jeglicher Machtausübung fernzuhalten.

    Die gesellschaftlich tragenden Zwangsorganisationen sind aufzulösen, eine Wiederbetätigung im marxistischen oder postmarxistischen Sinn ist verboten und unter Strafe zu stellen. Das Vermögen der aufgelösten Organisationen verfällt für Zwecke der Wiedergutmachung der Geschädigten. Verurteilte einzelne Verantwortungsträger haben jedenfalls Schadenersatz mit ihrem Privatvermögen zu leisten. Minderbegüterte sind ersatzweise analog der bereits geltenden Forderungsexekution auf Mindestregelsätze für die Wiedergutmachung anzuspannen.

    Den Unterdrückern wird ein faires Verfahren garantiert. Jenen, die sich aus freien Stücken zuvor an die Seite der Freiheit stellen und sich den Kräften der Unterdrückung aktiv entgegenstellen wird, gemessen am Umfang ihrer Beteiligung, Strafmilderung oder Straferlass in Aussicht gestellt.



    • Undine

      @Helmut Oswald

      *********!
      " Auch sämtliche Mittäter des Unrechtssystems sind zur Verantwortung zu ziehen, Handeln auf Befehl, etwa durch Beamte im Staatsdienst, wird als Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund nicht anerkannt werden"

      Da bin ich schon neugierig, wie sich die SOZIS und SOZINNEN winden und krümmen werden, um ihre Unschuld an dem Desaster zu beteuern!

    • HJR

      @Helmut Oswald
      Ich habe in diesem Forum - glaube ich - schon einmal die mir auch aus reicher praktischer Erfahrung bekannten 6 Phasen der Projekt-Abwicklung angeführt:
      1. Begeisterung
      2. Skepsis
      3. Ernüchterung
      4. Suche nach den Schuldigen
      5. Bestrafung der Unschuldigen
      6. Auszeichnung der Unbeteiligten
      Ihr weit vorgreifender Beitrag visionalisiert die Phasen 5 und 6 des derzeit bereits laufenden Projekts (noch ohne Arbeitstitel).

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Helmut Oswald

      @ hjr

      na ja, wenn es doch immer so war, warum gerade jetzt eine Ausnahme machen - wo doch gerade Sozialisten so großen wert darauf legen, daß der Gleichbehandlungsgrundsatz zum Tragen kommt ;-)

      Übrigens, der hohe Rat nimmt von Ihnen gerne Hinweise zur Gerichtszusammensetzung sowie zum anzuwenden materiellen und Verfahrensrecht entgegen, vermöge das von Ihnen in den Phasen 5 und 6 erkannte Optimierungspotential zur vollen Ausschöpfung gelangt. Alle warten gespannt darauf, wie es noch viel besser gehen kann ..

    • Sensenmann (kein Partner)

      Danke! DAS bringt es auf den Punkt!
      Auf den Punkt, den sich die Verantwortlichen nicht einmal annähernd vorstellen können, was aber systemimmanent zu sein scheint, haben doch Kreaturen wie ein Honecker oder ein Ceausescu auch noch bis zum Tag vor dem Zusammenbruch freche Töne gespuckt.
      Die Täter müssen wissen, daß die Anklage vorbereitet wird.

      "3.) es gilt eine Liste der Tatverdächtigen die als Verursacher identifiziert sind zusammenzustellen und gegen diese Anklageschriften vorzubereiten."

      In anderen deutschen Landen ist man uns da schon - zumindest im virtuellen Raum - schon voraus: http://wiki.artikel20.com/index.php?n=Main.HomePage

      "Den Unterdrückern wird ein faires Verfahren garantiert."
      Da bin ich doch sehr dafür. Den Maßstab von Nürnberg 1.0 wird man jedenfalls den Herrschaften bei Nürnberg 2.0 garantieren können. (Ich bin gerne böse!)

  37. libertus

    Die Massenpanik an den Börsen wird heute ganz leicht durch die virtuelle Welt ausgelöst, man überläßt den Handel den Computerprogrammen, welche auf kleinste Auslöser reagieren und schon kommt es zu einem unerwünschten Dominoeffekt. Erschreckend das Bewußtsein, wie sich dieser ohnehin sehr volatile Markt vom Menschen und seinen Leistungen immer mehr wegbewegt und deshalb immer unberechenbarer wird.

    Wer hätte außerdem vor ein paar Jahren noch gedacht, daß eines Tages die Aktie eine solidere Wertanlage sein könnte als eine Staatsanleihe?
    Lautete doch einstmals der Slogan: "Wer gut essen will, kauft Aktien - wer gut schlafen will, kauf Anleihen"!

    Kluge Experten haben zwar schon länger vor dem hemmungslosen Schuldenmachen zwecks Stimmenmaximierung und Machterhalt gewarnt, jedoch blieben sie bis vor gar nicht langer Zeit Rufer in der Wüste und wurden mit knackigen Parolen wie "soziale Kälte", "Umverteilungsgerechtigkeit", "Arme immer ärmer - Reiche immer reicher" u. ä. mundtot gemacht.

    Weh dem ersten Übermittler der schlechten Nachricht, daß die "fetten Jahre" vorbei sind und die schmerzliche Phase der Konsolidierung beginnen müßte.

    Ich fürchte, sein Vorhaben wird ihm nur kurz gelingen (siehe auch die Jahre 2000 bis 2004 in Österreich) und bei den ersten Einschnitten ist es wieder rasch vorbei mit der Vernunft!

    Insoferne gehen wir spannenden Zeiten entgegen und wenn die EU wieder einmal die Aufstockung des Rettungsschirmes ausruft, sollte das für uns bedeuten: RETTE SICH WER KANN - weg von den Geldwerten, hin zu Sachwerten!



    • HJR

      [... Wehe dem ersten Übermittler der schlechten Nachricht, daß die "fetten Jahre" vorbei sind und die schmerzliche Phase der Konsolidierung beginnen müßte ...]

      Es wird keines "Übermittlers" bedürfen, denn nach Überschreiten der "Katastrophenschwelle" wird auch den 40% funktionalen Analphabeten, die keine Zeitung lesen (können) und ihre Bildung aus den Billigserien der "Privaten" oder den Fremdsprachen-Kanälen des Sat-TV beziehen, schlagartig klar sein: "Es ist vorbei UND es muaß was g'scheh'n!"

      [... bei den ersten Einschnitten ist es wieder rasch vorbei mit der Vernunft ...]
      Die Vernunft war außer bei bei Einzelpersonen wie Sokrates, Platon und Kant noch nie der Handlungsleitfaden - schon gar nicht im Zusamamenhang mit gesellschaftsrelevanten Entscheidungen, in denen es um Zustimmungsquoten geht. und ...

      [... RETTE SICH WER KANN - weg von den Geldwerten, hin zu Sachwerten ...]
      ... die meisten werden sich nicht retten können! Die Kriegs-, pardon, "Krisen-Gewinner" werden nur eine kleine Schicht heute schon bestens Vernetzter und sich ihre Rettungsboote in sicheren Häfen bereits gesichert Habender sein (welche wahrscheinlich auch schon heftig an der Dramaturgie der letzten Szene arbeiten).

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]





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