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Deutsch-französische Placebo-Verteilung

Da sage noch einer, dieses Europa sei langweilig. Es ist ganz im Gegenteil sogar mitten im August für große Lacherfolge gut. Für mehr taugt die „Euro-Wirtschaftsregierung“ freilich nicht, die da nun von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy angekündigt worden ist.

Hinter diesem hochtrabenden Titel verbirgt sich nämlich nicht mehr als eine zweimal pro Jahr stattfindende Zusammenkunft der europäischen Staats- und Regierungschefs. Also jener Gruppe, die ohnedies jetzt schon rund vier Mal pro Jahr tagt. Also jener Gruppe, deren Angehörige selbst die Hauptverantwortlichen für die Schuldenkrisen in fast allen europäischen Ländern sind. Was soll sich da irgendein Europäer von zwei weiteren Treffen dieser Schuldenkaiser erwarten?

Schon gar nicht gibt der nominierte Vorsitzende irgendeinen Anlass zur Hoffnung. Denn dieser ist der schon bisher durch die totale Absenz jeder Führungs- oder Durchschlagskraft beliebte EU-Ratspräsident Herman van Rompuy. Er hat noch nie einem der Regierungschefs mit einem kritischen Wort nahezutreten gewagt. Da ist er natürlich perfekt als neuer Finanzaufseher geeignet.

Glauben Deutschlands und Frankreichs Chefs wirklich in vollem Ernst, mit solchen Potemkinschen Dörfern den Zweiflern wieder ihren Glauben an den Euro zurückgeben zu können? Glauben sie wirklich, dass man mit solchen Mätzchen die Sparer dazu bewegen kann, wieder den europäischen Regierungen ihre Altersvorsorge anzuvertrauen?

Ach ja, fast hätt ich‘s vergessen: Eine Schuldenbremse soll auch kommen. An dieser ist nur noch das winzige Detail offen, wie sie denn eigentlich funktionieren soll: So schlecht wie in den USA oder so unwirksam wie in Deutschland? Nach dem bisherigen Planungsstand soll halt jede Regierung selbst irgendwie eine irgendwie konstruierte Art Bremse beschließen und diese dann irgendwie einhalten. So wie dieselben Regierungen ja schon bisher irgendwie alle europäischen Beschlüsse in Richtung auf Sparsamkeit umgesetzt haben. Oder irgendwie auch nicht.

Dafür haben Merkel und Sarkozy wieder einmal eine neue Steuer angekündigt. Was uns natürlich endgültig von der Führungskraft des Duos Merkel-Sarkozy überzeugt.

Warum so destruktiv, Herr Unterberger? Hauptsache, die Richtung stimmt.

Sie stimmt natürlich nicht. Seit Europa angefangen hat, bankrotte Staaten zu retten, statt den von der Marktwirtschaft vorgesehenen normalen Konkurs-Mechanismus in Kraft treten zu lassen (den übrigens noch jedes betroffene Land im Rückblick recht gut überlebt hat), gleichen die Bemühungen der europäischen Staatschefs nur noch dem verzweifelten Umsichschlagen eines Ertrinkenden. Denn seit nicht mehr nur drei europäische Kleinstaaten das Vertrauen der Gläubiger verloren haben, sondern zunehmend auch drei ganz große Länder – Spanien, Italien und Schritt für Schritt auch Frankreich –, müsste selbst ein Blinder sehen, dass der Weg absolut falsch war.

Es gibt freilich auch keinen sicheren Weg mehr zurück. Man tut sich halt schwer, den Spaniern zu verwehren, was man Griechen, Portugiesen und Iren geradezu aufgedrängt hat. Aber Europa hat nach der Verschwendung vieler Hunderter Milliarden einfach nicht das Geld, um auch die Großen zu „retten“.

Die Schuldenlasten auf Europa – ja, auch jene auf Deutschland und Österreich (auch wenn die es noch gar nicht begriffen haben) – können nur noch durch zwei Methoden abgebaut werden: entweder durch eine starke Inflation oder durch die Zahlungsunfähigkeit. Ausbaden müssen wir es so und so alle. Samt den damit unweigerlich verbundenen sozialen und politischen Unruhen, die ja schon allenthalben begonnen haben.

Warum kann nicht doch eine Schuldenbremse funktionieren? Wir Europäer wissen das halt, weil wir schon so unsere Erfahrungen haben. Weil ja schon die Sanktionen wegen Verletzung der – viel konkreteren! – Maastricht-Kriterien jedes Mal prompt unterblieben sind, sobald sie fällig gewesen wären. Weil wir in einer Demokratie mit starken Zentrifugalkräften leben. Weil ja schon die Republik Österreich (trotz einer besseren verfassungsrechtlichen Ausstattung!) landesintern mit allen Plänen einer effektiven Schuldenbremse gegenüber Ländern und Gemeinden gescheitert ist.

Wie bitte soll da ein Gremium der – an der Krise selbst hauptschuldigen! – Regierungschefs ohne jede politische oder juristische Macht gegenüber einzelnen Staaten plötzlich eine wirksame Schuldenbremse exekutieren können?

Der ganze Plan ist unwirksamer als ein Placebo.

PS: Einen frappierenden Kontrapunkt zu all dem Schwachsinn liefert Belgien. Es hat noch immer weitgehend das Vertrauen der Kreditgeber, obwohl es eine höhere Schuldenquote als etwa Portugal hat! Hängt das vielleicht gar damit zusammen, dass Belgien nun schon seit über 14 Monaten keine Regierung hat? Beweist das vielleicht gar, dass die Anleger zunehmend schon mehr Vertrauen in solche Länder haben, in denen Regierungen nicht mehr ständig neue schuldenfinanzierte „soziale Errungenschaften“ unters Volk streuen können?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2011 01:44

    Wenn sie ich da nicht irren, Herr Dr. Unterberger. Die Luftballon-artigen Ankündigungen von Sarkotzy/Merkel sind möglicherweise eher ein Dominostein des unverschämten und dreisten Juncker- Fortschrittsmodelles in die Europäische Diktatur: Wir stellen die Dinge einmal in den Raum. Wenn sich kein Widertand regt, gehen wir weiter....

    Die Homogenisierung der Finanzen und der Wirtchaft, NATO-Einätze mit immer stärkerer europäischer Beteiligung, die unfassbaren Lügenexzesse der Klimareligiösen, - die diversen Krisen kommen wie gerufen.

    Wenig zu lachen, viel zum Nachdenken. Europa entwickelt sich zu einer echten Gefahr für Leib und Leben, von Freiheit gar nicht zu reden.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2011 01:52

    Die heutigen Ergebnisse heißen übersetzt nichts Anderes, als daß sich die hohen Herrschaften weiterhin zu feudalen Abendessen in Brüssel treffen und dabei weiter die bewährte Verzögerungstaktiken anwenden werden, als Feigenblatt darf halt jetzt Herman van Rompuy den Vorsitz dabei übernehmen.

    Die Inflation - pardon - die Zeit arbeitet für sie und zum Aushecken neuer Steuern wird man sich schon zusammenfinden.

    Und sollte die nunmehr verlautbarte Finanztransaktionssteuer nicht das gewünschte Ergebnis bringen, weil die Finanzmärkte auf steuerfreie Destinationen ausweichen, dann wird es halt eine Sozial- oder Solidaritätssteuer geben - ist doch klar!

    Warum sollen dann die einzelnen Staaten unpopuläre Einsparmaßnahmen vornehmen oder gar eine Schuldenbremse in der Verfassung verankern, wenn sie mit dem Brüsseler Vorbild des ständig neuen Steuererfindens viel länger am Futtertrog der Macht bleiben?

    Da kann man nicht einmal mehr von Placebo sprechen, sondern nurmehr von einer absolut verfehlten Therapie, die womöglich letal für den Euro endet.

    P.S.: Vielleicht sollten wir uns an Belgien ein Beispiel nehmen. Die FPÖ wird 2013 stimmenstärkste Partei, schon bleiben wir ohne Regierung, aber dafür ausgestattet mit viel Vertrauen unserer Gläubiger in das Land und seine Bürger sowie mit einem bombenfesten Tripple-A-Rating der wichtigsten Agenturen.
    Es geht bergauf! ;-)

  3. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2011 07:08

    Die geplante "Europäische Wirtschaftsregierung" hätte natürlich das Recht und die Pflicht, in den Finanzhaushalt jedes einzelnen Staates direkt einzugreifen. Soweit die Theorie, in der Praxis wird dies - wie AU richtig ausführt - NICHT funktionieren. Das Hauptproblem ist und bleibt die Gemeinschaftswährung, wo es eine Art SOLIDARHAFTUNG gibt, welche durch besondere "Spielregeln" (Maastrichtkriterien) vor dem Wertverfall abgesichert wurde. Wenn nun aber die Überschreitung dieser festgesetzten Limits toleriert bzw. sogar gefördert wird, dann müssen wir alle "bluten".

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2011 07:03

    Der von mir geradezu verehrte Dr. Unterberger und die bereits ihr Urteil abgegeben habenden Mitposter sind mir hoffentlich nicht böse, wenn ich mir - als tumber Optimist - eine etwas abweichende Meinung erlaube:

    Die Situation unseres Kontinentes ist n.m.A. ernst, aber nicht hoffnungslos!
    Der Nordteil ist teils wirtschaftlich gesund, zumindest jedoch regenerierungsfähig; der Südteil hoffnungslos verschuldet und eigentlich ziemlich belehrungsresistent:
    eine Teilung der EU in zwei wirtschaftliche Teileinheiten wäre wahrscheinlich auf Dauer das Klügste, was unsere Staatenlenker andenken sollten.

    Was Frau Merkel und Herr Sarkozy da gestern besprachen und der Europa-Öffentlichkeit vorstellten, ist ein verzweifelter Versuch, aus dem selbstverschuldetem Schuldenschlamassel das Bestmögliche herauszuholen, und zumindest optimistische Leitlinien für eine ungewisse Zukunft vorzulegen.

    Herr Sarkozy ist in meinen Augen ein adretter Filou ohne Tiefgang; Frau Merkel dagegen imponiert mir außerordentlich: diese Frau, hochintelligent, seriös, muss als Repräsentantin des wirtschaftsstärksten Landes dauernd dagegen ankämpfen, Deutschland als Hauptfinanzier Europas festgenagelt zu sehen.
    Eine titanische Aufgabe, die sie bewundernswert meistert!

    Wie es weitergehen bzw. enden wird, weiß ich nicht; möglicherweise so, wie es Herr Dr. Unterberger und meine Mitposter realistischerweise annehmen und erwarten!

    Als bekennender Optimist glaube ich jedoch, dass - nach Realisierung harter Sparmaßnahmen in allen Ländern (auch in unserem Österreich) - Europa auch weiterhin wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich einer guten Zukunft entgegensehen kann und wird!

    gerhard@michler.at

  5. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2011 11:06

    "Euro-Wirtschafts-Regierung" ist wirklich lustig. Man sollte besser von einem Euro-Sozialsystem sprechen, bei dem der Norden den Süden durchfüttert.

    Noch lustiger ist die Beteiligung des Präsidenten des islamisierten Pleitelandes Frankreich an dieser Diskussion. Da kann man gleich mit Albert Fortell Großinvestitionen besprechen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2011 09:20

    Der Vorhang wird bald fallen.

    Die Kasperlfiguren mit den goldenen Nasen werden sich in ihrer Erkenntnisschwäche und Unfähigkeit, da noch irgendwas machen zu können, auf andere Schandtaten verlegen müssen, denn die Schulden werden die Menschen, die sie in deren Auftrag regieren sollten, erdrücken.

    Ich bin überzeugt, es wird sogar welche geben, die da noch applaudieren können ...

  7. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2011 07:23

    Die Ansichten des Wertkonservativen bezüglich Frau Merkel und Herrn Sarkozy erscheinen mir als punktgenau treffend.
    Aber der solcherart charakterisierte ist sicherlich intelligent, und will sich, eitlerweise, gewiß auch ein Denkmal für die Ewigkeit setzen.
    Dies könnte ihn zu Höchstleistungen im Sinne Europarettung anspornen.

    Vor Allem: Weiß jemand besseren Rat? Eine gemeinsame Wirtschaftspolitik, namentlich im Sinne von Schuldenreduktion, anzustreben, halte ich für grundvernünftig; wir Österreicher selber haben, vorrangig unter unseren marxistelnden, unverantwortlichen Politruks, Staatsschulden in geradezu vebrecherischer (leider gesetzlich nicht pönalisierter) Höhe angehäuft; ein Instrument, solches publikumswirksam, mit unüberhörbarer, europäischer Stentorstimme aufzuzeigen und anzuprangern erscheint mir als Gebot der Stunde.
    Mangels Gesetzesgrundlage kann der Weg vorerst nur dahin gehen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    18. August 2011 10:21

    OT

    Eines Tages beschlossen die Affen im Urwald, es den Menschen gleich zu tun und intelligente Arbeit zu leisten.

    Da dieses Vorhaben alle ihre Kräfte in Anspruch nehmen würde, nahmen sie noch ein etwas starkes Frühstück zu sich. Da die Mägen dann voll waren, mussen sie sich zuerst ausruhen, denn mit vollem Magen kann man bekanntlich nicht gut intelligente Arbeit leisten. Gleichzeitig mit dem Ende der Verdauung stellte sich der gewohnte Hunger zum Mittageessen ein. Wieder ein im Hinblick auf die kommdenden Leistungen etwas kräftigeres Mahl, gefolgt vom üblichen Mittagsschlaf, zur Verdauung und wegen der Hitze. Dann wieder Hunger vor dem Abendessen und die anschließende Nachtruhe.

    So geht es seitdem und die Affen sitzen immer noch auf ihren Bäumen. Glücklich aber keine Menschen.


alle Kommentare

  1. Mine (kein Partner)
    22. Januar 2015 16:21

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    21. Januar 2015 02:12

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    19. Januar 2015 14:08

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  7. W.Winiwarter
  8. cmh (kein Partner)
    18. August 2011 10:21

    OT

    Eines Tages beschlossen die Affen im Urwald, es den Menschen gleich zu tun und intelligente Arbeit zu leisten.

    Da dieses Vorhaben alle ihre Kräfte in Anspruch nehmen würde, nahmen sie noch ein etwas starkes Frühstück zu sich. Da die Mägen dann voll waren, mussen sie sich zuerst ausruhen, denn mit vollem Magen kann man bekanntlich nicht gut intelligente Arbeit leisten. Gleichzeitig mit dem Ende der Verdauung stellte sich der gewohnte Hunger zum Mittageessen ein. Wieder ein im Hinblick auf die kommdenden Leistungen etwas kräftigeres Mahl, gefolgt vom üblichen Mittagsschlaf, zur Verdauung und wegen der Hitze. Dann wieder Hunger vor dem Abendessen und die anschließende Nachtruhe.

    So geht es seitdem und die Affen sitzen immer noch auf ihren Bäumen. Glücklich aber keine Menschen.

  9. byrig
    18. August 2011 00:12

    die politiker haben seit jahrzehnten,um stimmen zu gewinnen,die wahlberechtigten und v.a.die nachfolgenden generationen betrogen.
    in allen ländern.bei uns haben die sozialisten unter kreisky und v.a. auch androsch damit begonnen,jener androsch,der sich heute gerne trotz seiner misspolitik als obergescheiter älterer staatsmann ausgibt.
    o.k.,es passierte überall und alle "systemparteien" haben verantwortungslos mitgemacht.das ergebnis,viele jahrzehnte vorher prognostiziert,sehen wir heute.
    für politiker sind überall ja nur die wahlperioden interessant,längerfristiges denken(mag sogar vorhanden sein),aber v.a. handeln findet nicht statt.
    zum schaden der belogenen bzw. bestochenen bevölkerung,die heute gerne nimmt,was sie vielleicht irgendwann einmal zurückzahlen muss.
    alle-wirklich alle-agierenden politiker heute haben dieses konzept der täuschung nicht geändert,auch nicht merkel und sarkoszi.
    die ganze westliche welt hat weit über seine verhältnisse gelebt,heute ist der zeitpunkt gekommen,wo das nicht mehr verkraftbar ist unter diesen rahmenbedingungen-ausser wir führen wieder den tauschhandel ein.
    aber unsere politiker belügen uns weiterhin,um an der macht bleiben zu können.
    der gedanke und vorschlag von eurobonds gehört in diese kategorie.
    war die idee der globalisierung vielleicht voreilig,wenn es nicht einmal in europa funktioniert?

  10. GOP
    17. August 2011 21:18

    Merkel und Sarkozy verstehen von dem ganzen Finanzproblem nichts und haben daher auch keine Ahnung, wie man aus diesem Schlamassel wieder herauskommen kann. Beide haben aber Berater, welche wiederum intensiv von Lobbyisten "beackert" werden. Und diese "Meischbergers" werden von bestimmten Kreisen bezahlt, welche bei den empfohlenen Massnahmen kräftig "mitschneiden".
    So funktioniert - vereinfacht beschrieben - das ganze Theater.

    • AppolloniO (kein Partner)
      18. August 2011 10:12

      Und was, bitte versteht unser Kanzler, bzw. Vize oder Frau Finanzministerin von diesem Finanzproblem? Auch der "Governer" unserer ÖNB fällt als Berater mangels eibener Meinung aus. Was immer auch geschieht, unsere Staatslenker(?) verstimmen in Europa keinen und stimmen einfach mit der Mehrheit. Was ja nicht schlimm ist - aber bei DEM Gehalt?

  11. Celian
    17. August 2011 20:19

    Da wird eine Finanztransaktionssteuer in Aussicht gestellt, eine Steuer die also jedesmal fällig wird, wenn Aktien ge- oder verkauft werden. Und im gleichen Atemzug wird behauptet, dies geschähe, um die " Märkte zu beruhigen". Soviel Zuneigung sind sie nicht gewohnt, die Märkte, da gehen sie schon mal auf Tauchstation. Um der unerwünschten Umarmung zu entgehen.

  12. Komma
    17. August 2011 18:05

    Die Merkel/Sarkozy- Sommershow dient nur zur ABLENKUNG und zur verhinderung der Diskussion über die katastrophalen Brüssler Beschlüsse vom21.Juli 2011 (siehe dazu auch Gastkommentar "Der Tanz auf dem Vulkan"). Die neuen Bestimmungen zur "Flexibiltät" des EFSF (Europaen Financial Stability Facility), der Ersatz des EFSF ab 2013 durch den ESM (European Stability Mechanism) sowie die grundlegende Änderung des Lissabon-Vertrags durch die Einfügung einer Bail-out-Klausel (Art. 136 AEUV) zwingen uns in eine Transfer-, Haftungs-, Schulden- und Fiskalunion hinein, durch die wir die letzten Reste unserer Souveränität verlieren. Die jährlich auf uns zukommenden Kosten aus Transfers, Schuldendienst etc. betragen nach seriösen Schätzungen rund 5 Mrd. EURO pro Jahr (Deutschland rechnet mit 72 Mrd.).
    Die Beschlüsse stellen außerdem ein ERMÄCHTIGUNGSGESETZ dar, durch das die Regierung (Finanzminister), ohne dass das Parlament auch nur gefragt werden müsste, weitere finanzielle Verpflichtungen in riesigem Ausmaß uns Bürgern und Steuerzahlern auferlegen kann.
    Diese Wahnsinnsbeschlüsse sollen sang- und klanglos noch im September verabschiedet werden, natürlich ganz ohne Volksabstimmung, die uns der wortbrüchige Herr Faymann hoch und heilig versprochen hat.
    Wer da nicht aufsteht und Krone, ORF, Löwelstraße und ÖVP (Adresse kenne ich nicht?) täglich mit Protestmails eindeckt, ist selber schuld.

    • FranzAnton
      17. August 2011 20:31

      Der europäische Finanzkarren steckt, ebenso wie der Österreichische, im Schuldensumpf; beide müssen irgendwie herausgezogen werden. Aktuell habe ich zu Frau Merkels moralischen und intellektuellen Qualitäten - wohl gefühlsmäßig - mehr Zutrauen, als zu den meisten europäischen, aber auch unseren heimischen Polit"größen"; die allenthalben aufgetürmten Schuldengebirge schwächen letztere nämlich so sehr, daß sie der geplanten Kuratel (=EU-Wirtschaftsregierung) mutmasslich nolens volens zuzustimmen geneigt sein könnten.
      Vielleicht schafft "DDR - Angie" das Wunder, die Rettung des Euro mit einer Vertiefung der EU zu verbinden; wünschen würde ich ihr das.

    • Haider
      18. August 2011 22:46

      @ FranzAnton
      Möge Ihnen Ihr unbekümmerter Optimismus bewahrt bleiben. Ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen; es wird's nur leider nicht spielen. Ich bekomme bei DDR-Angie Alpträume; nicht nur wegen ihrer Berater, sondern vor allem wegen ihrer Regierungskollegen.
      Das einzige Mal, wo die EU mutig Sanktionen vertrat war gegen Österreich, als sie von den österreichischen Sozis und der marxistischen Internationale aufgehetzt war. Im ganzen EURO-Bereich schreckte sie bei allen Verstößen feige vor den "gesetzlich verankerten" Sanktionen zurück. Wir - die dummen Wähler - wurden von Anfang an betrogen und belogen, und zwar von linker und sogenannter konservativer Seite. Dank monatlichem Ederer-Tausender müßte ich eigentlich schon recht wohlhabend sein. Aber leider!

  13. Wolfgang Bauer
    17. August 2011 14:06

    Heutiger KURIER, Seite 8: Auftragsarbeit des Herrn Aiginger vom WIFO: Gegen die deutsche Wettbewerbsfähigkeit. Auftraggeber vermutlich Gewerkschaft und AK - rechtzeitig vor den Lohnverhandlungen.

    Aiginger - immerhin Chef - bezeichnet die deutsche Forderung nach Wettbewerbsfähigkeit als "Unsinn". Da wird sich China aber freuen.

    Ai-ging-er....klingt ohnehin ein bisschen wie Ai-wai-wai....

  14. DerTurm
    17. August 2011 12:52

    Zu Belgien:

    Es gibt Untersuchungen aus den USA, welche die US Börsenkurse mit den Urlaubszeiten der US-Regierung verglichen hat:

    Immer dann, wenn die US Politiker Ferien haben, steigen die Kurse, wenn sie neue Gesetze beschließen (es wäre eine Idee, diese mal abzuschaffen), fallen die Kurse an den US Börsen.

    (Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst hingetrimmt habe, aber diese hier ist zumindest nett ;)

    • phaidros
      18. August 2011 17:26

      In Indien wurde durch die SW-Branche mit ihren Hotlines ein Sprichwort geboren: »Our economy grows at night. When the government is asleep!«

  15. Celian
    17. August 2011 11:47

    Nach dem Rettungspaket vor wenigen Wochen, das die Rettungsschirme neu strukturierte und die Märkte beruhigen sollte, schon wieder ein weiteres zu schnüren, wäre unglaubwürdig gewesen.

    Außerdem gibt es mit der EZB einen getreuen Büttel der Rettungspolitiker, die völlig selbstlos 22 Milliarden Euro in die Hand nahm und Staatsanleihen, vermutlich italienische und spanische, zwecks späterer Vergemeinschaftung auf Deutschland, Österreich, Niederlande und die anderen EZB-Einzahler kaufte.

    Für eine Einführung von Eurobonds, die von Sarkokzy und mittlerweile auch aus den eigenen Parteireihen war es noch zu früh. So blieb den beiden Eurostars nichts weiter übrig, als die Beförderung der EU in einen Zentralstaat weiter scheibchenweise voranzutreiben und dies auch noch als Maßnahmen zur Beruhigung der Märkte zu verkaufen.

    Auch wenn manch einer eine Wirtschaftsregierung unter dem Vorsitz Rompuys zum Lachen findet, so ist der Auftakt zu den offenbar schon fest stehenden Eurobonds. . „Am Ende des Weges“, nicht aber am Beginn einer gemeinsamen Finanzpolitik können die Eurobonds stehen, sagte Sarkozy nämlich. Es geht nur nicht so schnell. Bis dahin muß nämlich die Wirtschaftspolitik der Euroländer noch weit gehend homogenisiert werden. Und das heißt vor allem mal die Steuern zu vereinheitlichen. Frankreich und Deutschland werden daher auf diesem Wege vorangehen. Sowohl die Bemessungsgrundlage als auch der Satz der Körperschaftsteuer sollen angeglichen werden. Und außerdem soll bis Sommer 2013 eine Finanztransaktionssteuer EU-weit eingeführt werden.

    Das sind keine Zuckerln, die da verteilt wurden. Das sind ernsthafte Drohungen, die da ausgesprochen wurden.

    • brechstange
      17. August 2011 13:22

      So empfinde ich das auch. Und wenn wir uns wehren, welche Reaktion wird es wohl geben? Wäre interessant, das mal zu probieren.

    • Celian
      17. August 2011 13:53

      Korr.:
      Für eine Einführung von Eurobonds, die von Sarkozy und mittlerweile auch aus den eigenen Parteireihen Merkels gefordert werden, war es noch zu früh.

      zu Brechstange:
      Sich zu wehren ist schwer. Die wichtigen Nachrichten werden von den Gebrauchsmedien der Öffentlichkeit nicht transportiert. Da steht im Vordergrund, daß irgendeine Kuh ausgebüxt ist und schon seit Tagen (oder Wochen?) nicht mehr eingefangen wurde. Das interessiert die Leute.

      Und nicht warum nach Deutschland in vielen Ländern die Selbstreinigungskraft "Leerverkäufe" verboten wurde. Wodurch den Märkten wieder einmal ein Zahn gezogen wurde, wodurch sie weiter reguliert werden. Aber "Leerverkäufe" sind ja auch böses Werkzeug des Spekulantentums. Dabei steuern diese den Ausschlägen der Kurse entgegen, das heißt sie wirken also beruhigend. Ohne Leerverkäufe gibt es immer extremere Ausschläge. Und uns wird das auch noch als Beruhigungspille für die Märkte verkauft. Zynischer gehts nicht mehr. Und: als ob das Verbot der Leerverkäufe an der Schuldenmisere, die uns die Politik eingebrockt hat, in irgendeiner Form ändern würde.

      Oder anderes Beispiel: in Österreich wurde der Benzinpreis reguliert, indem er ab Mittag nicht mehr geändert werden darf. Grund: die bösen Märkte, die ihn in die Höhe trieben. Jetzt, da der Ölpreis gefallen ist, kommt niemand auf die Idee diese abstruse Regulierung wieder zurückzunehmen. Denn merke, die Politik nimmt alles zum Anlaß, um die Märkte zu regulieren. Ob die Kurse nun steigen oder fallen, je nachdem bilden sie einen guten Anlaß, um die Regulierung der Märkte weiter voranzutreiben.

      Und warum das so ist, ist auch klar: Die Märkte sind die einzige Gegenmacht, die sich noch gegen die Politik stellen kann. Vor der Zinskeule der Finanzmärkte zittern die Politiker wirklich. Die freie Zinsbildung ist der letzte Zahn, der noch der Freiheit gezogen werden muß, um endlich die absolute Kontrolle über Euroland zu gewinnen. Den Rest hat die politische Korrektheit schon besorgt.

  16. Patriot
    17. August 2011 11:06

    "Euro-Wirtschafts-Regierung" ist wirklich lustig. Man sollte besser von einem Euro-Sozialsystem sprechen, bei dem der Norden den Süden durchfüttert.

    Noch lustiger ist die Beteiligung des Präsidenten des islamisierten Pleitelandes Frankreich an dieser Diskussion. Da kann man gleich mit Albert Fortell Großinvestitionen besprechen.

  17. socrates
    17. August 2011 10:27

    Wirtschaftsrezept aus den USA:

    Drink Bonds

    Heidi is the proprietor of a bar in Detroit.

    She realizes that virtually all of her customers are unemployed alcoholics and, as such, can no longer afford to patronize her bar.

    To solve this problem, she comes up with a new marketing plan that allows her customers to drink now and pay later.

    Heidi keeps track of the drinks consumed on a ledger (thereby granting loans to the customers).

    Word gets around about Heidi's "drink now, pay later" marketing strategy and, as a result, increasing numbers of customers flood into Heidi's bar. Soon she has the largest sales volume of any bar in Detroit .

    By providing her customers freedom from immediate payment demands, Heidi gets no resistance when, at regular intervals, she substantially increases her prices for wine and beer, the most-consumed beverages.

    Consequently, Heidi's gross sales volume increases massively.

    A young and dynamic vice-president at the local bank recognizes that these customer debts constitute valuable future assets and increases Heidi's borrowing limit.

    He sees no reason for any undue concern, since he has the debts of the unemployed alcoholics as collateral.

    At the bank's corporate headquarters, expert traders figure a way to make huge commissions, and transform these customer loans into DRINK BONDS.

    These "securities" then are bundled and traded on international securities markets.

    Naive investors don't really understand that the securities being sold to them as "AAA Secured Bonds" really are debts of unemployed alcoholics. Nevertheless, the bond prices continuously climb, and the securities soon become the hottest-selling items for some of the nation's leading brokerage houses.

    One day, even though the bond prices still are climbing, a risk manager at the original local bank decides that the time has come to demand payment on the debts incurred by the drinkers at Heidi's bar. He so informs Heidi.

    Heidi then demands payment from her alcoholic patrons, but being unemployed alcoholics they can't pay back their drinking debts.

    Since Heidi can't fulfill her loan obligations, she's forced into bankruptcy. The bar closes and Heidi's eleven employees lose their jobs.

    Overnight, DRINK BOND prices drop by 90%.

    The collapsed bond asset value destroys the bank's liquidity and prevents it from issuing new loans, thus freezing credit and economic activity in the community.

    The suppliers of Heidi's bar had granted her generous payment extensions and had invested their firms' pension funds in the BOND securities.

    They find they're now faced with having to write off her bad debt and with losing over 90% of the presumed value of the bonds.

    Her wine supplier also claims bankruptcy, closing the doors on a family business that had endured for three generations; her beer supplier is taken over by a competitor, who immediately closes the local plant and lays off 150 workers.

    Fortunately, though, the bank, the brokerage houses and their respective executives are saved and bailed out by a multibillion-dollar, no-strings-attached cash infusion from the federal government.

    The funds required for this bailout are obtained by new taxes levied on employed, middle-class, nondrinkers who've never been in Heidi's bar.

    Now is it clear?

    • werauchimmer
      17. August 2011 20:11

      Witzig, aaaber:

      A young and dynamic vice-president at the local bank recognizes that these customer debts constitute valuable future assets and increases Heidi's borrowing limit.

      He sees no reason for any undue concern, since he has the debts of the unemployed alcoholics as collateral.


      - nicht realistisch, da der junge und dynamische Vizepräsident der Bank doch sicher Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Uni absolviert hat; oder was!?

  18. brechstange
    17. August 2011 09:55

    Das einzige was funktioniert, ist die GEHIRNBREMSE,

    begründet durch "schlagende Argumente", nein Killerphrasen, Alternativlosigkeit, Untergang des Euros, Untergang der Realwirtschaft, Bankenrun, Solidarität, Anstieg des "Rechts"radikalismus etc. etc.

    Alternativen anzudenken ist verboten, könnte ja sein, dass eine Alternative zum Vorschein käme, die die Nettozahler aus dem Schlamassel befreien könnte und den Club Med in Eigenverantwortung entließe samt den korrupten Finanzwirtschaftlern, Politikern und kriminellen Wirtschaftstreibenden, die sich auf Kosten der Steuerzahler bequem absichern wollen mit ihren riskanten Geschäften.

  19. Wolfgang Bauer
    17. August 2011 09:33

    Wir leben in Demokratien, wir müssen und wollen das nicht ändern. Der Informationsgrad der Bevölkerung ist von entscheidender Bedeutung für die Entscheidungsqualität in der Demokratie.

    Verwaltungsreform-jetzt.at bleibt halt dabei: Wenn den Leuten klar wäre, was die bereits bestehenden Schulden und die Tatsache, dass jedes Defizit wieder neue Schulden bringt, für die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder bedeutet, und wieviel Steuergeld von den Politikern und den politischen Funktionären durch Ineffizienz, Korruption und Stimmenkauf unverschämt unproduktiv vergeudet wird, würde eine Zweidrittelmehrheit für sogar strafrechtlich-sanktionsunterlegte Schuldenstopps - nach einer 3-jährigen Sanierungsphase - erreichbar sein. Und der Druck hin zu einen effizienten Staat und Privilegienabbau groß genug sein.

    Also liegt es an den Medien, das zu transportieren. Auf die Öffentlichrechtlichen wird man nicht warten können. Die Videowalls dafür hätten sie allerdings um unser Geld angeschafft.

    Und z.B. an der Lust und Mühewaltung, für unsere Homepage www.verwaltungsreform-jetzt.at zu werben. Zehntausend sind bereits eingetragen, hunderttausend(e) müssten es werden. Wie könnte das gehen? Jedenfalls muss das Volk den Politikern "nahetreten".

    Denn das Problem ergibt sich ja aus der Wirkung der Zinsen für die zukünftigen Generationen. Die Zinsen für die von uns für uns gemachten Schulden sind nämlich nie mehr wegzubringen (es sei denn, wir kommen unter Kuratel Irgendjemandes, wollen wir das?). Und ihre Höhe ist nicht kalkulierbar. Wir stürzen unsere Kinder in eine Situation, die deren Staat nicht mehr erlaubt, seine Grundfunktionen auszufüllen - ein "failed State" bei höchster Steuerbelastung. Weil zu viel für Zinsen weggegeben werden muss.
    Bildung, Ausbildung, Forschung, Standortwettbewerb, Sicherheit, Pensionen, Sozialleistungen für Bedürftige ade...

    • Wolfgang Bauer
      17. August 2011 09:37

      .."t'schuldigung": ...hin zu einem effizienten Staat..

    • DerTurm
      17. August 2011 13:15

      Ich würde das schon ändern wollen. Ich plädiere stark für eine konstitutionelle Republik,
      - ersatzlose Streichung der Länderebene,
      - Übertragung der operativen Geschäfte auf Bezirks- und Gemeindeebene
      - Restriktion der Bundesagenden auf strategische und legislative Belange (alle bestehenden Gesetze sollten mit einem Ablaufdatum von zehn Jahren versehen werden (danach verlieren sie automatisch ihre Gültigkeit), neue Gesetze haben beschränkte Gültigkeit von 1,5 Legislaturperioden, danach müssen sie mit hinreichender Begründung (welche Vorteile die Gesetze für die Bevölkerung real hatten) verlängert werden. Dadurch wären die Gesetzesmühlen erst mal beschäftigt.

      Eigentlich genügen zwei Gesetze:
      § 1: Eigentum ist unantastbar
      § 2: Verträge sind einzuhalten.
      Dazu eine Verfahrensordnung, und fertig. Ferner plädiere ich für das Nichtverbot privater Richter (Wenn mein Streitpartner und ich der Meinung sind, A.U. könnte in unserem Streit ein faires Urteil sprechen, dass sollte uns das niemand verbieten dürfen).

      Ach ja, die eratzlose Streichung sämtlicher Sozialtransfers (dann müssten Caritas & Co ihre Spendenmittel nicht mehr für die Verschleppung von Asylverfahren ausgeben, und es gäbe keine arbeitslosen mehr) und Abschaffung der gesetzlichen Kranken Versicherungen.

      Dann wäre der Staat auch locker mit einer Flat Tax von 10% finanzierbar...
      .oO(Ja, so stelle ich mir das Paradies vor, aber man wird ja noch träumen dürfen)

  20. Josef Maierhofer
    17. August 2011 09:20

    Der Vorhang wird bald fallen.

    Die Kasperlfiguren mit den goldenen Nasen werden sich in ihrer Erkenntnisschwäche und Unfähigkeit, da noch irgendwas machen zu können, auf andere Schandtaten verlegen müssen, denn die Schulden werden die Menschen, die sie in deren Auftrag regieren sollten, erdrücken.

    Ich bin überzeugt, es wird sogar welche geben, die da noch applaudieren können ...

  21. FranzAnton
    17. August 2011 07:23

    Die Ansichten des Wertkonservativen bezüglich Frau Merkel und Herrn Sarkozy erscheinen mir als punktgenau treffend.
    Aber der solcherart charakterisierte ist sicherlich intelligent, und will sich, eitlerweise, gewiß auch ein Denkmal für die Ewigkeit setzen.
    Dies könnte ihn zu Höchstleistungen im Sinne Europarettung anspornen.

    Vor Allem: Weiß jemand besseren Rat? Eine gemeinsame Wirtschaftspolitik, namentlich im Sinne von Schuldenreduktion, anzustreben, halte ich für grundvernünftig; wir Österreicher selber haben, vorrangig unter unseren marxistelnden, unverantwortlichen Politruks, Staatsschulden in geradezu vebrecherischer (leider gesetzlich nicht pönalisierter) Höhe angehäuft; ein Instrument, solches publikumswirksam, mit unüberhörbarer, europäischer Stentorstimme aufzuzeigen und anzuprangern erscheint mir als Gebot der Stunde.
    Mangels Gesetzesgrundlage kann der Weg vorerst nur dahin gehen.

    • Wertkonservativer
      17. August 2011 08:19

      Danke, werter @FranzAnton,

      für Ihren ebenfalls positiv getönten Beitrag!

      gerhard@michler.at

  22. Observer
    17. August 2011 07:08

    Die geplante "Europäische Wirtschaftsregierung" hätte natürlich das Recht und die Pflicht, in den Finanzhaushalt jedes einzelnen Staates direkt einzugreifen. Soweit die Theorie, in der Praxis wird dies - wie AU richtig ausführt - NICHT funktionieren. Das Hauptproblem ist und bleibt die Gemeinschaftswährung, wo es eine Art SOLIDARHAFTUNG gibt, welche durch besondere "Spielregeln" (Maastrichtkriterien) vor dem Wertverfall abgesichert wurde. Wenn nun aber die Überschreitung dieser festgesetzten Limits toleriert bzw. sogar gefördert wird, dann müssen wir alle "bluten".

  23. Wertkonservativer
    17. August 2011 07:03

    Der von mir geradezu verehrte Dr. Unterberger und die bereits ihr Urteil abgegeben habenden Mitposter sind mir hoffentlich nicht böse, wenn ich mir - als tumber Optimist - eine etwas abweichende Meinung erlaube:

    Die Situation unseres Kontinentes ist n.m.A. ernst, aber nicht hoffnungslos!
    Der Nordteil ist teils wirtschaftlich gesund, zumindest jedoch regenerierungsfähig; der Südteil hoffnungslos verschuldet und eigentlich ziemlich belehrungsresistent:
    eine Teilung der EU in zwei wirtschaftliche Teileinheiten wäre wahrscheinlich auf Dauer das Klügste, was unsere Staatenlenker andenken sollten.

    Was Frau Merkel und Herr Sarkozy da gestern besprachen und der Europa-Öffentlichkeit vorstellten, ist ein verzweifelter Versuch, aus dem selbstverschuldetem Schuldenschlamassel das Bestmögliche herauszuholen, und zumindest optimistische Leitlinien für eine ungewisse Zukunft vorzulegen.

    Herr Sarkozy ist in meinen Augen ein adretter Filou ohne Tiefgang; Frau Merkel dagegen imponiert mir außerordentlich: diese Frau, hochintelligent, seriös, muss als Repräsentantin des wirtschaftsstärksten Landes dauernd dagegen ankämpfen, Deutschland als Hauptfinanzier Europas festgenagelt zu sehen.
    Eine titanische Aufgabe, die sie bewundernswert meistert!

    Wie es weitergehen bzw. enden wird, weiß ich nicht; möglicherweise so, wie es Herr Dr. Unterberger und meine Mitposter realistischerweise annehmen und erwarten!

    Als bekennender Optimist glaube ich jedoch, dass - nach Realisierung harter Sparmaßnahmen in allen Ländern (auch in unserem Österreich) - Europa auch weiterhin wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich einer guten Zukunft entgegensehen kann und wird!

    gerhard@michler.at

    • Xymmachos
      17. August 2011 12:14

      Korrektur: es muß natürlich richtig heißen "Die Situation ist hoffnungslos, aber nicht ernst." Worauf der Aussspruch ursprünglich gemünzt war darf in diesem Forum hoffentlich als bekannt vorausgesetzt werden?

    • Wertkonservativer
      17. August 2011 12:23

      Ihre Korrektur zu meinem Beitrag, werter Xymmachos, würde ich bitten, in einem eigenen Kommentar auszufeilen und entsprechend zu begründen.

      Ich bleibe bei meiner (natürlichen subjektiven) Meinung, und überlasse es gerne den großteils viel klügeren Mit-Diskutanten, ihre Mehrheitsmeinung zu diesem und and anderen Themen hier zu artikulieren.
      "Jedem Tierchen sein Pläsierchen": das soll auch hier im Forum gelten!

      gerhard@michler.at

    • Xymmachos
      17. August 2011 12:46

      WK 1, Sommer 1918:
      Deutsches HQ: "Die Situation ist ernst, aber nicht hoffnungslos!"
      Österr.- ungar. HQ: "Die Situation ist hoffnungslos, aber nicht ernst!"
      Wie sich die Bilder gleichen... (Der Ausgang darf als bekannt vorausgesetzt werden.)

    • contra
      17. August 2011 15:09

      Dem Lob für Frau Merkel schließe ich mich gerne an:

      Sie bekleidet ihr Amt (auch im wahrsten Sinne des Wortes) bescheiden und skandalfrei, der Sache verpflichtet und ohne großen Trommelwirbel = ein Lichtblick unter vielen anders gearteten Politikern!

    • einfacheinnick (kein Partner)
      18. August 2011 13:12

      Ja, die IM Erika ist schon eine wackere Person!

  24. libertus
    17. August 2011 01:52

    Die heutigen Ergebnisse heißen übersetzt nichts Anderes, als daß sich die hohen Herrschaften weiterhin zu feudalen Abendessen in Brüssel treffen und dabei weiter die bewährte Verzögerungstaktiken anwenden werden, als Feigenblatt darf halt jetzt Herman van Rompuy den Vorsitz dabei übernehmen.

    Die Inflation - pardon - die Zeit arbeitet für sie und zum Aushecken neuer Steuern wird man sich schon zusammenfinden.

    Und sollte die nunmehr verlautbarte Finanztransaktionssteuer nicht das gewünschte Ergebnis bringen, weil die Finanzmärkte auf steuerfreie Destinationen ausweichen, dann wird es halt eine Sozial- oder Solidaritätssteuer geben - ist doch klar!

    Warum sollen dann die einzelnen Staaten unpopuläre Einsparmaßnahmen vornehmen oder gar eine Schuldenbremse in der Verfassung verankern, wenn sie mit dem Brüsseler Vorbild des ständig neuen Steuererfindens viel länger am Futtertrog der Macht bleiben?

    Da kann man nicht einmal mehr von Placebo sprechen, sondern nurmehr von einer absolut verfehlten Therapie, die womöglich letal für den Euro endet.

    P.S.: Vielleicht sollten wir uns an Belgien ein Beispiel nehmen. Die FPÖ wird 2013 stimmenstärkste Partei, schon bleiben wir ohne Regierung, aber dafür ausgestattet mit viel Vertrauen unserer Gläubiger in das Land und seine Bürger sowie mit einem bombenfesten Tripple-A-Rating der wichtigsten Agenturen.
    Es geht bergauf! ;-)

  25. Johann Scheiber
    17. August 2011 01:44

    Wenn sie ich da nicht irren, Herr Dr. Unterberger. Die Luftballon-artigen Ankündigungen von Sarkotzy/Merkel sind möglicherweise eher ein Dominostein des unverschämten und dreisten Juncker- Fortschrittsmodelles in die Europäische Diktatur: Wir stellen die Dinge einmal in den Raum. Wenn sich kein Widertand regt, gehen wir weiter....

    Die Homogenisierung der Finanzen und der Wirtchaft, NATO-Einätze mit immer stärkerer europäischer Beteiligung, die unfassbaren Lügenexzesse der Klimareligiösen, - die diversen Krisen kommen wie gerufen.

    Wenig zu lachen, viel zum Nachdenken. Europa entwickelt sich zu einer echten Gefahr für Leib und Leben, von Freiheit gar nicht zu reden.

    • libertus
      17. August 2011 01:56

      Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich alle EU-Staaten auf eine einzige gemeinsame Wirtschaftsregierung einigen können.
      Wie soll das funktionieren?

      Eher wird Juncker von der Bildfläche verschwinden, als daß Brüssel das durchdrücken kann.

      Noch vertraue ich auf die Vernunft der Mitglieder!

    • Pumuckl
      17. August 2011 06:05

      @ Johann Scheiber ******

      Sie brachten mit gutem Grund die Natoeinsätze in die Diskussion.
      Dr. Unterberger hat sie in seiner heutigen Betrachtung übersehen.

      Die Geschichte bietet uns ja Beispiele für bankrotte Staaten, welche die Situation zu retten suchten, in dem sie einen großen Krieg herbeipolitsierten.

      Lachnummern sind höchstens die hilflosen politischen Akteure in Europa und seinen Mitgliedsstaaten.

      Der unbestrittene militärische Welt Leviathan USA ist ja in Wahrheit auch bankrott,
      und Israel, dessen engster Verbündeter zündelt zur Zeit weiter mit völkerrechtlich unzulässigen Siedlungsprojekten. Pakistans Regierung hat keinen Rückhalt in seiner Bevölkerung, aber 40 Atombomben, welche Israel bedrohen.

      Nur eines der Beispiele, von Gründen warum die Natopartner der USA möglicherweise bald ihren Vertragsverpflichtungen nachkommen müssen.

      Kriegswirtschaft unterliegt anderen Gesetzen. Wäre das eine Übergangslösung?

    • Anton Volpini
      17. August 2011 08:25

      In Griechenland hebens schon eine Graben aus, Johann! 180 km lang, 8m tief und 30 m breit.
      Und uns erzählen die, daß ist gegen die illegalen Einwanderer. Das habens den DDRlern auch erzählt beim Mauerbau.

    • ProConsul
      17. August 2011 09:41

      Scheiber ***

      Die Zügel werden unter dem Vorwand der Auswegslosigkeit immer fester angezogen. Wo von EU-Wirtschaftsregierung die Rede ist, sind auch die EURO-Bonds nicht mehr weit, was eine tatsächliche Transferunion mit sich brächte. Ich zitiere hier noch aus einem höchst-lesenswerten Buch von Friedrich Romig:

      "Die Programme der die Stützen der Demokratie bildenden Großparteien sind inzwischen so ununterscheidbar, daß Wahlen zu Farce geworden sind. In Deutschland spricht man bereits von 'Wahlen ohne Wahl'. Die Farbe oder die Nasen der Regierungsvertreter mögen wechslen, die Politik bleibt gleich. Die tatsächlichen oder vorgeblichen 'Sachzwänge' engen den Gestaltungsraum der Politik immer mehr ein. Die Austauschbarkeit ihrer Programme ermöglicht es den Parteien, alle möglichen Koalitionen einzugehen, Hauptsache, sie sichern ihre politische Macht, denn 'Macht ist Münze'. Die parteiübergreifenden Seilschaften bilden 'Systeme der gegenseitigen Vorteilsnahme', aus Koalitionen werden dadurch 'Kartelle zur Ausbeutung der Volkssubstanz', die den Vergleich mit der 'organisiserten Kriminalität' nicht zu scheuen brauchen.(vgl. Erwin K. Scheuch, Cliquen, Klüngel und Karrieren). Die erwähnte Einengung der Politik ist hausgemacht. Sie entsteht durch den Verzicht auf Souveränität oder der Übertragung von Souveränitätsrechten im Rahmen internationaler Abkommen. "Jede Übertragung von Souveränitätsrechten auf internationale Organe bedeutet Verlust eines Stücks parlamentarischer Demokratie", stellte Lord Ralf Dahrendorf unwiderleglich fest. Die Entmachtung der Parlamente schreitet heute vor allem in der EU zügig fort. Wenn 80 Prozent aller wichtigen Gesetze oder Richtlinien nicht mehr von den nationalen Parlamenten entschieden werden können, haben die Volksvertertungen ausgedient." (Friedrich Romig, Der Sinn der Geschichte, S. 121)

    • Undine
      17. August 2011 21:23

      @Pumuckl

      "Die Geschichte bietet uns ja Beispiele für bankrotte Staaten, welche die Situation zu retten suchten, in dem sie einen großen Krieg herbeipolitsierten"

      Die USA haben sich außerdem mit ihren fadenscheinigen Kriegserklärungen (LUSITANIA und PEARL HARBOUR) und dem drauffolgenden Kriegseintritt bei beiden Weltkriegen wahrlich "g'sund g'stessen"!

    • contra
      17. August 2011 23:06

      @Undine

      ***!!





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