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Zurück zum Plastiksackerl

Zuerst die gute Nachricht: Ganz im Westen und im Norden regiert noch die wirtschaftliche Vernunft. Im Rest Europas ist sie jedoch dahingeschmolzen. Anders ist es nicht zu erklären, dass jetzt auch die EU-Kommission eine Finanztransaktionssteuer vorschlägt, samt einer saftigen Erhöhung ihres Ausgabenrahmens. Und dass sie damit vielerorts auf Zustimmung stößt.

Besonders erstaunt, dass sogar der Chef der europäischen Liberalen, der Belgier Guy Verhofstadt, diese neue Steuer lobt. Der Liberalismus ist offensichtlich schon ganz schön weit herumgekommen, wenn sein oberster Repräsentant in der EU eine Steuererhöhung „einen fantastischen Vorschlag“ nennt. Dass die selbsternannten liberalen Parteien mit Liberalismus nicht mehr viel zu tun haben, sieht man freilich auch am orientierungslosen Zerfall der deutschen FDP. In Österreich haben wir sicherheitshalber gar keine liberale Partei, daher brauchen wir uns gar nicht erst den Kopf zu zerbrechen, was am Jubel über neue Steuern noch liberal sein soll.

Dass die Wiener Regierung unreflektiert für eine Transaktionssteuer ist, wissen wir ohnedies schon lange. Blöd ist nur, dass jetzt die EU selbst jene Steuer kassieren will, auf die Rot und Schwarz schon gelauert haben.

Umgekehrt kommt vielleicht auch die EU mit ihrer Geldgier – die den Finanzrahmen 2014 bis 2020  aufbessern soll – zu spät. Denn Italien hat soeben in seiner Finanznot beschlossen, diese Steuer im Alleingang einzuführen. Und begreift nicht, wie sehr sich damit einer der ältesten Finanzplätze Europas selbst schadet.

Man muss jetzt jedenfalls ganz auf die eine solche Steuer strikt ablehnenden Skandinavier und Briten hoffen, damit der Unfug nicht europaweit Wirklichkeit wird. Aber derzeit wird ja in Europa offenbar jeder Unfug Wirklichkeit. Bevor die EU auf die vielen Geldverschwendungsprojekte verzichtet, lassen sich ihre Machthaber nur das einfallen, was Politikern immer einfällt: Steuern, Steuern, Steuern. Die EU-Kommission will einfach mehr Geld zum Ausgeben haben.

Und warum ist das ein Unfug? Weil die Lasten auf der europäischen Wirtschaft diese immer weniger wettbewerbsfähig machen; weil immer mehr Investitionen abwandern; weil die europäischen Länder ohnedies schon die höchsten Steuerquoten der Welt zu tragen haben; weil bis auf seltene Ausnahmen die Politik mit Geld viel schlechter umgeht als Bürger oder Wirtschaft; weil der Finanztransaktionssteuer wegen künftig viel Geld, Zeit und Gehirnschmalz unproduktiv für komplizierte Konstruktionen verschwendet werden wird, um die neue Steuer zu umgehen; weil nichts so schnell aus Europa weg ist wie Kapital; weil Finanzzentren wie Singapur oder Hongkong nur darauf warten, europäische Vermögen aufzunehmen; weil dadurch unweigerlich jede noch so harmlose Banküberweisung mit einer zusätzlichen Mittelstands-Steuer belastet wird.

Oder sollen die Menschen ihren Obolus künftig wieder im Plastiksackerl beim Finanzamt, beim Hausverwalter, beim Stromlieferanten abgeben?

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2011 06:46

    .....und die erfrischend sympatisch wirkende Frau Landeshauptmann Burgstaller, forderte vorgestern im Report eine "ordentliche" Vermögenssteuer auf Grund und Boden, mit der Begründung, die Grundstücke könnten nicht weglaufen. Nicht so, wie das Kapital der Reichen!
    Und damit reiht sie sich ein in die nicht mehr überschaubare Gruppe der räuberischen Politiker, denen außer Steuererhöhungen nichts mehr in den Sinn kommt.
    Eigentlich wirken sie alle nur mehr wie ein Haufen hilfloser Leute, denen nach jahrelanger Loch auf Loch zu Politik nichts Vernünftiges mehr einfällt und daher wie Hühner gackernd im Hof herumlaufen!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2011 01:13

    Neue Steuern einzuführen bzw. alte zu erhöhen, um mehr ausgeben zu können, ist zwar keine kreative Idee, aber zumindest eine schlechte Lösung.

    Nur das was die EU hier beschließen wird, dient kaum mehr einer Mehrausgabe, sondern lediglich dem Stopfen alter Schuldenlöcher und das ist eben das Verheerende an dieser neuen Steuermaßnahme.

    Es würde damit keinerlei wirtschaftlichem Fortschritt gedient, sondern im Gegenteil - wie im Artikel erwähnt - einen veritablen Wettbewerbsrückschlag am weltweiten Finanzmarkt bedeuten.

    Zu befüchten ist, daß unter dem Argument der diversen, horrenden Staatsverschuldungen in der Europäischen Union und der damit verbundenen Notwendigkeit neuer Geldbeschaffungsaktionen auch die Skandinavier und Briten in die Knie gehen werden.

    Wo soll denn sonst noch eine neue Geldquelle für unsere PIIGS (und wer sich in Zukunft sonst noch dazugesellen wird) erschlossen werden?

    P.S.: "Oder sollen die Menschen ihren Obolus künftig wieder im Plastiksackerl beim Finanzamt, beim Hausverwalter, beim Stromlieferanten abgeben?"

  3. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2011 03:25

    ... und unser allseits anerkannt „über den Parteien stehende“ Herr Bundespräsident hat gerade eine Diskussion über Erbschafts- und Schenkungssteuer angeregt. Der Herr Bundeskanzler nimmt die Idee auf.

    Der ebenfalls „Parteien-unabhängige“ „Gewerkschaftsbund regt eine Vermögenssteuer an. Die Vermögens“ - Zuwachs“ (!) - Steuer auf (Nicht“-) Gewinne (angesichts von Verzinsung unter der Inflationsrate) kommt sowieso, um „aus Gerechtigkeitsgründen“ die bestehende Kapital-„Ertrags“ (!) Steuer zu ergänzen. Gottlob schmelzen die Geldvermögen durch Inflationierung längst weg; deren sie erarbeitenden (Ex-)Besitzer sonst ohnedies auf schlechte Gedanken kämen. Und gottlob bleibt der unersättliche Fiskus stets Gewinner ... !:

    Bemerkenswert, wo die „Gerechtigkeit“ überall hinkommt: Gemeinsam mit dem „Liberalismus“ und der „Partei-Unabhängigkeit“ unternimmt sie ausgedehnte Spaziergänge in überraschend weit entfernten Gefielden, deren Unbetretbarkeit gerade durch diese ich in meiner Naivität vermutet hätte. Eigentum ist bekanntlich Diebstahl, und „der Spielraum der Politik(er)“ muss erhalten bleiben (um sich weiter Wählerstimmen zu kaufen). Dass damit Arbeitssteuern gesenkt und gegenfinanziert werden – ein frommer Wunsch; infolge „kalte Progression“ ist das Gegenteil der Fall, denn – es muss ja gespart werden..

    Defizite, Schulden, werde weiter steigen, die Konkurrenzfähigkeit des Standortes sinken, ursprünglich Leistungsbereite werden ihre Potenziale nicht mehr aktivieren – - schön blöd wären sie! - oder sie werden sich verabschieden

    Aber was unternimmt verantwortungsvolle Politik nicht alles, um der „Gerechtigkeit“ zum Siege zu verhelfen ... !

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2011 05:46

    Egal, wie die vielen Stolpersteine auf dem Weg der österreichischen und europäischen Industrie heissen mögen: teils unsinnige Umweltschutzauflagen (Co2-Abgabe), überzogene Sozialgutis für unsere braven Arbeitnehmer, wettbewerbshemmende Steuern und Lasten wie von A.U. angeführt: alle diese in den Wettbewerbsländern Asiens praktisch unbekannten "Regulierungsmaßnahmen" führen zur "Selbstentmannung" der europäischen, vormals führenden und blühenden Industrie!
    Ein Beispiel aus meinem Berufsumfeld:
    die europäischen Stahlwerke sind inzwischen in ganz wesentlichen Bereichen in der Hand indischer Geldmagnaten, die Chinesen lauern darauf, die wenigen noch freien Stahlwerke zu inhalieren (mike1 !); in anderen Branchen ist es nicht anders.

    Wenn wir bzw. unsere europäischen Politiker so weitermachen, werden wir recht bald wirtschaftlich fremdbestimmt sein!

    Noch etwas: inzwischen finanziert bzw. stützt China zumindest teilweise die Währungssituaayion der "mächtigen" USA!

    Das Licht kommt aus dem Osten, heisst es. Ob es hell genug für uns Europäer sein wird?

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2011 07:46

    Für mich deklarieren sich die EU-Politiker und die Landespolitiker, die dem zustimmen, als Selbstbediener.

    Es ist nicht Europa wichtig, nicht das Land, schon gar nicht die Leute, sondern die Selbstbedienung und Selbstherrlichkeit der Politgötter, die wir als Wähler herangezüchtet haben.

    Es ist Zeit, daß wir als Wahlvolk eine deutliche Sprache sprechen und einfach sagen, daß entweder die Politgötter den von ihnen angerichteten Schaden selbst zahlen oder sich auf das Mindestmaß reduzieren, das noch in den normalen Steuern, die üppig genug dorthin fliessen, finanzierbar ist.

    Wir müssen sie von ihrer Traumwelt mit Traumgagen und Traumarbeitsbedingungen und Traumhaftung (sie haften für nichts, was sie anstellen) herunterwählen, das einzige, was wir tun können, wenn wir nicht auch zu den Masochisten gehören wollen, wenn wir diesen Steuerpunkt und viele andere wunde Punkte betrachten. Ich denke, es reicht für massive Abwahlen der 'Etablierten'.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2011 11:38

    Nachdem sich die Politiker bisher nur um die Empfängerseite der diversen Rettungspakete und Schutzschirme gekümmert haben, müssen sie sich jetzt notgedrungen auch um die Zahlerseite kümmern. Die Transaktionsteuer ist nur der erste - schlecht akkordierte - Schritt.

    Während sich die EU-Größen über das Ausgeben von vielen Milliarden relativ leicht geeinigt haben, scheint das Auftun neuer Milliarden-Quellen schwieriger zu werden. Die Grundregel ist, dass dem EU-Bürger die Steuer nicht direkt belastet wird, sondern dass sie indirekt in die Preise einfliesst, so wie etwa eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.

    Ich erinnere mich noch an "Paukenschlag", ein Maßnahmenpaket zur Budgetsanierung von Finanzminister Koren in der Regierung Klaus. Es beinhaltete eine 10% Autosondersteuer, die bei der erstmaligen Zulassung zu entrichten war. Statt sie jedoch beim Händler einzuheben, wählte Koren den psychologisch schädlichsten Weg, der denkbar war. Die Käufer mussten den Betrag selbst per Erlagschein bar einzahlen und den Beleg bei der Zulassung vorlegen. Prompt verlor die ÖVP die nächste Wahl, es folgten 14 Jahre Kreisky.

    Die heutigen Politiker scheinen diese und ähnliche Lektionen begriffen zu haben. Man besteure den Bankenapparat, die Mineralölfirmen, die Tabakfirmen, die "Spekulanten" und überhaupt die Wirtschaft oder man erhöhe die Mehrwertsteuer, aber man verlange niemals direkt Geld von den Bürgern (außer von den "Reichen").

    Es kann daher eigentlich gar nichts schiefgehen, die Einnahmen werden fließen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juli 2011 14:43

    Zweifelsohne würden im Falle einer Transaktionssteuer viele Überweisungen durch Bargeldzahlungen erledigt werden, aber wie ich die Politiker kenne, arbeiten sie gesetzlich ein "Bargeldverbot" ein.

    Im übrigen werden die Gedankengänge der Politiker beständig skurriler, nun wollen sie Ratings für angeschlagene Staaten verbieten.
    Der Bote der schlechten Nachricht wird geköpft.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/675856/EU-ueberlegt-Ratings-fuer-Krisenlaender-zu-verbieten?parentid=0&act=0&showMask=0

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoraw70
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juli 2011 08:05

    Was mich bei diesem Beitrag mehr als nur ein bisschen wundert ist, dass die Transaktionssteuer sowohl von AU als auch allen Kommentaren als ausschliesslich negativ gesehen wird. Als reine Steuer wie jede andere, Geldbeschaffung eben.

    Das ist sie aber nicht. Das sollte doch in einem Forum, in dem doch vornehmlich wirtschaftlich einigermassen kundige Leser vorhanden sind, jemandem aufgefallen sein?

    In ihrer derzeitigen Form sind die Finanzmärkte unter anderem deswegen ein extrem labiles (und damit trotz ihres großen Nutzens unnötig gefährliches) System, weil ihnen in der Zeitkomponente fast jede Dämpfung fehlt. In dieser Eigenschaft liegt bekanntlich ein großes Potential zur Selbstzerstörung eines Systems durch Resonanzkatastrophen und ähnliches.

    Man will natürlich möglichst agile Finanzmärkte ohne künstliche Beschränkungen, aber wie bei so vielen anderen Dingen gibt es hier doch auch ein "zu viel" in puncto Agilität. Wenn sich in manchen Bereichen die durchschnittliche Behaltedauer von Aktien und anderen Positionen im Sekundenbereich bewegt (!), dann dienen diese Marktplätze offenbar vorrangig einer Art von Spekulation, die sich insofern verselbstständigt hat, als es hier nicht mehr um das effiziente zur-Verfügung-stellen von Kapital für die Realwirtschaft geht. Sondern nur mehr um ein von der Realität längst entkoppeltes Spiel um Dinge, die ausserhalb dieses rein künstlichen Bereiches keinen, oder bestenfalls sehr wenig, Sinn ergeben.

    Eine Transaktionssteuer bringt dem Staat selbstverständlich Geld, und lässt deswegen die Augen so mancher Politiker aus genau den falschen Gründen leuchten. Sie ist aber (ausnahmsweise) trotzdem eine sinnvolle Steuer.

    Denn die Geldbeschaffung ist da eigentlich nur ein Nebeneffekt. Vorrangig hat diese Steuer einen anderen Sinn: sie hat das Potential, im globalen Finanzmarkt als Schwingungstilger zu dienen - als eine Art Stoßdämpfer, wenn man so will.

    Wenn die einzelne Transaktion nicht mehr (fast) völlig gratis ist, wie derzeit, dann hört sich auch der Unfug auf, dass ganze Spekulations"produkte" ausschliesslich auf das Akkumulieren der minimalen Erträge aufgebaut sind, die sich durch effizienteres Spekulieren im Millisekunden-Bereich erzielen lassen. Derartige Spielereien bringen ihren Erfindern zwar viel Geld. Aber sie stehen aufgrund dessen, dass sie enorm weit weg von jeder Realwirtschaft sind, auch stark im Verdacht, Verzerrungen im Marktgeschehen zu erzeugen. Und diese Verzerrungen schaden dann der Realwirtschaft viel mehr, als dass sie einen effizienteren Austausch von Waren und Gütern befördern.


alle Kommentare

  1. Kazi (kein Partner)
  2. Rinku (kein Partner)
  3. Edson (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:08

    You Sir/Madam are the enemy of confusion evweeehrry!

  4. Dina (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:08

    You co'dnlut pay me to ignore these posts!

  5. Jacqueline (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:37

    Superb iniormatfon here, ol'e chap; keep burning the midnight oil.

  6. Daniel (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:42

    A pracvvotioe insight! Just what we need!

  7. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    09. Juli 2011 14:13

    Geld (gern auch größere Summen) in Plastiksackerln zu übergeben hätte gewiß Charme. Da hams und red ma nimmer drüber (der so angesprochene schaut ungläubig). Wer war das nur, der das gesellschaftsfähig gemacht hat?

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Juli 2011 14:42

      Parteiräson gilt eben manchem mehr als die Ehrfurcht vor dem Gesetz.
      Was insbesondere bei den Genossen deren lockeren Umgang mit fremdem Eigentum erklärt.

      "Ohne die Partei sind wir nichts."
      Lieber Wickel mit dem Staatsanwalt als mit der Zentrale.

  8. Adiaphoron (kein Partner)
    09. Juli 2011 10:20

    Herr Unterberger scheint in Unkenntnis der politischen Sachlage zu schreiben, denn die Finanztransaktionssteuer ist ja bereits beim Europäischen Rat im letzten Sommer von den EU-Mitgliedsstaaten beschlossen worden. Auch die von der Europäischen Kommission bereits vor mehr als einem Jahr (ca. Frühjahr 2010) veröffentlichten Papiere waren bezüglich einer Finanztransaktionssteuer viel optimistischer als etwa jene des IWF. Beide, und das muss betont werden, traten zu diesem Zeitpunkt für eine Finanzaktivitätssteuer ein.

    Die Tobin Tax wurde in Österreich ja nicht zuletzt von Wolfgang Schüssel vertreten. Unterberger hat das allerdings immer an Schüssel kritisiert. Schüssel war ja jener Bundeskanzler, der wie wir alle wissen Andreas Unterberger mit Steuergeld einen Chefredakteursposten in einer Zeitung verschafft hat, die fast niemand liest. Auf Kosten des Steuerzahlers durfte Genosse Unterberger in dieser Prawda, die "zufälligerweise dem Staat gehört", seine neoliberalen Ansichten vertreten. Es lebe die freie Marktwirtschaft!

  9. Segestes (kein Partner)
    08. Juli 2011 12:20

    Schadet den Finanzplätzen?
    Vielleicht in bestimmten Bereichen.
    Was juckt es jedoch den Ottonormalverbraucher, ob hier oder in Tokyo per Computersoftware gezockt wird?
    Die bisher lukrierten Einnahmen von den "Finanzplätzen" vulgo "Börsen", sind Peanuts.
    Zumindest würde die ÖVP und ihr Lohn- und Brot-Schreiberling Unterberger so argumentieren, wenn es sich um Vermögens- oder Erbschaftssteuer handeln würde ^^

    Für die Wahl des Produktionsstandorts, ist die Transaktionssteuer, wenn sie sich auf rein spekulative Geschäfte beschränkt (vor allem den Kurzzeithandel an der Börse) jedenfalls überaus irrelevant.
    Und darauf kommt es letztendlich an.
    Eine Gesellschaft die nur Dienstleistungen (Finanzdienstleistungen) erbringen möchte, weil sie sich für schweißtreibende Arbeit zu schön und zu vornehm ist, wird mittelfristig den Kürzeren ziehen.
    Es ist kein Zufall, dass jene österr. Bundesländer sich am schnellsten von der Finanzkriese erholt haben, in denen die produzierende Industrie besonders stark ist.

  10. cmh (kein Partner)
    08. Juli 2011 10:11

    Sagen wir es einmal so:

    Wir Europäer, ganz besonders aber wir Österreicher, sind zu gut für diese Welt.

    Wie dumm und schade doch auch für die Welt.

    • Wertkonservativer
      09. Juli 2011 19:57

      Die hintergründige Metaphorik, lieber cmh, scheint hier - schon wegen der späten Schaltung - nicht richtig gewürdigt.
      Von mir jedoch schon: später Sternderlregen!

  11. aw70 (kein Partner)
    08. Juli 2011 08:05

    Was mich bei diesem Beitrag mehr als nur ein bisschen wundert ist, dass die Transaktionssteuer sowohl von AU als auch allen Kommentaren als ausschliesslich negativ gesehen wird. Als reine Steuer wie jede andere, Geldbeschaffung eben.

    Das ist sie aber nicht. Das sollte doch in einem Forum, in dem doch vornehmlich wirtschaftlich einigermassen kundige Leser vorhanden sind, jemandem aufgefallen sein?

    In ihrer derzeitigen Form sind die Finanzmärkte unter anderem deswegen ein extrem labiles (und damit trotz ihres großen Nutzens unnötig gefährliches) System, weil ihnen in der Zeitkomponente fast jede Dämpfung fehlt. In dieser Eigenschaft liegt bekanntlich ein großes Potential zur Selbstzerstörung eines Systems durch Resonanzkatastrophen und ähnliches.

    Man will natürlich möglichst agile Finanzmärkte ohne künstliche Beschränkungen, aber wie bei so vielen anderen Dingen gibt es hier doch auch ein "zu viel" in puncto Agilität. Wenn sich in manchen Bereichen die durchschnittliche Behaltedauer von Aktien und anderen Positionen im Sekundenbereich bewegt (!), dann dienen diese Marktplätze offenbar vorrangig einer Art von Spekulation, die sich insofern verselbstständigt hat, als es hier nicht mehr um das effiziente zur-Verfügung-stellen von Kapital für die Realwirtschaft geht. Sondern nur mehr um ein von der Realität längst entkoppeltes Spiel um Dinge, die ausserhalb dieses rein künstlichen Bereiches keinen, oder bestenfalls sehr wenig, Sinn ergeben.

    Eine Transaktionssteuer bringt dem Staat selbstverständlich Geld, und lässt deswegen die Augen so mancher Politiker aus genau den falschen Gründen leuchten. Sie ist aber (ausnahmsweise) trotzdem eine sinnvolle Steuer.

    Denn die Geldbeschaffung ist da eigentlich nur ein Nebeneffekt. Vorrangig hat diese Steuer einen anderen Sinn: sie hat das Potential, im globalen Finanzmarkt als Schwingungstilger zu dienen - als eine Art Stoßdämpfer, wenn man so will.

    Wenn die einzelne Transaktion nicht mehr (fast) völlig gratis ist, wie derzeit, dann hört sich auch der Unfug auf, dass ganze Spekulations"produkte" ausschliesslich auf das Akkumulieren der minimalen Erträge aufgebaut sind, die sich durch effizienteres Spekulieren im Millisekunden-Bereich erzielen lassen. Derartige Spielereien bringen ihren Erfindern zwar viel Geld. Aber sie stehen aufgrund dessen, dass sie enorm weit weg von jeder Realwirtschaft sind, auch stark im Verdacht, Verzerrungen im Marktgeschehen zu erzeugen. Und diese Verzerrungen schaden dann der Realwirtschaft viel mehr, als dass sie einen effizienteren Austausch von Waren und Gütern befördern.

    • Samtpfote
      08. Juli 2011 08:24

      .... Derartige Spielereien bringen ihren Erfindern zwar viel Geld. Aber sie stehen aufgrund dessen, dass sie enorm weit weg von jeder Realwirtschaft sind, auch stark im Verdacht, Verzerrungen im Marktgeschehen zu erzeugen....

      Das von Ihnen angesprochene Arbitragegeschäft glättet nur die Differenzen zwischen den (Börse)Märkten.

    • aw70 (kein Partner)
      08. Juli 2011 09:02

      @Samtpfote

      Ja, natürlich tut es das. Aber diese wichtige Funktion könnten die Arbitrage-Geschäfte auch dann erfüllen, wenn einzelne Positionen nicht ein paar Tausend Mal pro Minute den Besitzer wechseln können. Andererseits bringen eben diese extrem kurzen Zeitspannen, in denen Geschäfte ablaufen, deutliche Risiken mit sich, die für die Funktion dieser Märkte ohnehin unerwünscht sind - Resonanz-Effekte, und ähnliches.

      Da eine gewisse Dämpfung einzubauen ist dem Sinn der Sache eher förderlich, als sonst etwas.

      Zugegebener Massen ist es das natürlich nur dann, wenn man es mit Hirn macht. Also der Versuchung widersteht, eine zu starke Dämpfung einzubauen, weil die kurzfristig mehr Geld bringt (sprich: eine hohe Transaktionssteuer).

    • AppolloniO (kein Partner)
      08. Juli 2011 11:51

      Mag sein, dass die Transaktionssteuer(TAST) keine GANZ schlechte ist. Wenn ich aber für meine Gehaltsüberweisung 2x zahlen muss, 1x für den Eingang und 1x für alle Abhebungen und Überweisungen, so hege ich doch gewisse Zweifel.

      Das Problem liegt doch in der Denkungsweise unserer Politiker. Es gibt nur eine Richtung! Immer mehr und Höhere Steuern. Von deren Seite hört man nie etwas über Einsparungen. Sollte die TAST jedoch dazu verwendet werden um den berühmten ungerechten Steuerbauch (Einkommen zwischen 25k und 60k Euro) zu beseitigen, könnte ich mich dafür noch erwärmen.

    • Jacky (kein Partner)
      08. Juli 2011 13:22

      @aw70: Ganz hervorragender Kommentar, dem nichts hinzuzufügen ist! Vielen Dank dafür.

  12. Neppomuck (kein Partner)
    08. Juli 2011 01:18

    Steuern bringen kurzfristig Geld, das ist wahr.

    Aber "Steuern steuern" auch.
    Somit sind die Steuergewaltigen angehalten, ihre Ambitionen zu Ende zu denken.
    Was für Politiker nachgerade eine unüberwindliche Hürde zu sein scheint.

  13. byrig
    08. Juli 2011 01:02

    trotzdem wi´rd die transaktionssteuer kommen-und sie wird nur weitere viel schlimmere grauslichkeiten einläuten(und -leiten).
    unsere generation (zumindest 3 davon) kann sich eigentlich gar nicht beklagen.
    meine eltern haben einen grausamen krieg in ihrer jugend erlebt und von null anfangen müssen.
    meine grosseltern,urgrosseltern haben im krieg alles verloren-wirklich alles.
    wir sind bereits in bescheidenem wohlstand aufgewachsen,und v.a eines ist unglaublich:es gab und gibt keinen krieg!
    ein viel grösseres problem als eine transaktionssteuer ist die unge-und behinderte zuwanderung.
    obwohl es keinen bedarf an zuwanderung aus der türkei gibt,wird selbige zugelassen.und das ist eigentlich ein politisches verbrechen am österreichischen volk.
    zumal das ja alles mit asyl nichts zu tun hat.
    keine türkische zuwanderung mehr-wäre leicht zu argumentieren.
    keiner der politischen verantwortungsträger traut sich.obwohl im sinne österreichs.
    und wenns der strache tut?dann solten ihm alle lorbeeren gebühren-aber nur dann!

    • kaffka (kein Partner)
      08. Juli 2011 10:28

      @byrig
      08. Juli 2011 01:02

      Na dann wolle mer ihn (erst) reinlasse! wie der Mainzer Fasenacht-Sprecher immer sagt!

      Zuerst wir! ...... dann er!

    • Haider
      09. Juli 2011 22:02

      Würden wir der Türkei ihre Analphabeten und für den Arbeitsmarkt völlig unbrauchbaren Anatolier nicht abnehmen, müßte die EU an den türkischen Staat wohl noch höhere "Heranführungsbeiträge" überweisen. Dafür beschimpfen die moslemischen Machos unsere Frauen generell als Huren und lachen uns ob unserer Dummheit schenkelklopfend aus. So bekommt jeder, was ihm gebührt!

  14. Gandalf
    07. Juli 2011 22:32

    o.t.:
    Herr Murdoch stellt das Sudelblatt "News of the World" ein - gescheit von Ihm.
    Wann stellt Herr Konrad das Sudelblatt "Österreich" ein? Wäre auch nicht so von der Hand zu weisen und würde zumindest Klugheit, wenn schon nicht Charakter beweisen. Waidmanns Heil!

  15. socrates
    07. Juli 2011 22:01

    NZZ berichtet am Beispiel Islands, daß es anders geht, als es den Liberalen gefällt:
    7. Juli 2011, Neue Zürcher Zeitung
    Islands «Kaltschnäuzigkeit» zahlt sich aus
    Lehren aus dem Sonderweg auch für Krisenstaaten wie Irland und Griechenland
    Island hat einen guten Teil der Verluste «externalisiert».
    Die von Island im Juni emittierte Anleihe zeigt, dass dem Land die Rückkehr an den Kapitalmarkt gelungen ist. Dieser Erfolg ist interessant, weil Island vieles gemacht hat, wovon den heutigen Krisenstaaten dringend abgeraten wird.
    sev. ? Ein Zahlungsausfall muss am Kapitalmarkt nicht den Tod bedeuten – manchmal vergeben die Märkte den Sündern schneller als erwartet. So ist Island Anfang Juni mit der Emission einer Anleihe mit einem Volumen von einer Milliarde Dollar die Rückkehr an den Kapitalmarkt gelungen. Im Sekundärmarkt verzeichnete das Papier dem eher negativen Marktumfeld zum Trotz sogar leichte Kursgewinne. Das beeindruckt insofern, als die Anleihe angesichts des Zusammenbruchs der heimischen Banken im Jahr 2008 erstaunlich billig an den Markt kam: Das Dollarpapier bot nur einen Risikoaufschlag von 3,2 Prozentpunkten gegenüber US-Staatsanleihen. Spanische Euro-Staatsanleihen werden hingegen derzeit rund 2,7 Prozentpunkte über den deutschen Benchmark-Anleihen gehandelt.
    Schadensbegrenzung
    Bankanalytiker weisen zwar darauf hin, dass Spanien im Dunstkreis der europäischen Schuldenkrise leide und die isländische Rendite mit dem vergleichbar sei, was etwa Ägypten oder Vietnam derzeit an den Märkten zahlten. Dennoch gestehen auch sie ein, dass das Land speziell im Vergleich mit Irland schneller als erwartet aus der Krise herauszukommen scheint. Während sich Irland mit den Garantien für die Bankschulden einen enormen finanziellen Mühlstein umgehängt hat, begrenzte die isländische Regierung die potenzielle Explosion der Staatsschuld dadurch, dass sie sowohl die Aktionäre wie auch die andernorts geschonten Obligationäre umstandslos in die Pflicht nahm. Einige Kreditanalytiker sagen heute, dass Island im Prinzip keine Alternative zum Banken-Default hatte, weil die Übernahme der Bankschulden die finanzielle Belastbarkeit des Staates überschritten hätte. Allerdings konnte sich Irland, wie sich mittlerweile gezeigt hat, die umfangreichen Garantien für die Banken ebenso wenig leisten – hat sie aber dennoch gegeben.
    Verluste «externalisiert»
    Island hingegen hat einen guten Teil der Verluste «externalisiert». Da Island auch die ausländischen Gläubiger bluten liess, war der Schaden im Inland geringer. Allerdings hatten die isländischen Banken keine besonders grossen Anleihevolumen ausstehen. Statt über die Ausgabe von Anleihen finanzierten sie ihre internationale Expansion zu einem guten Teil über Spareinlagen, die auch im Ausland vor dem Ausbruch der Finanzkrise mit attraktiven Zinsen erfolgreich eingeworben worden waren. In der Krise garantierte die isländische Regierung dann nur noch die inländischen Einlagen und «foutierte» sich um die Ausländer.

    • byrig
      07. Juli 2011 23:22

      das ist doch ein lächerlicher vergleich und ebenso lächerliche argumentation.
      island hat eine bevölkerung von ca 300.000 einwohnern,also favoriten,simmering und die hälfte vom 23.(heimatbezirk faymanns).
      das mit richtigen ländern wie griechenland,portugal etc zu vergleichen ist grotesk.
      obgenannte bezirke könnte häupl mit einer sonderweisteuer retten.

    • byrig
      08. Juli 2011 01:03

      sonderweinsteuer

    • socrates
      08. Juli 2011 11:09

      Beides wäre einen Versuch wert.

  16. Brigitte Imb
    07. Juli 2011 14:43

    Zweifelsohne würden im Falle einer Transaktionssteuer viele Überweisungen durch Bargeldzahlungen erledigt werden, aber wie ich die Politiker kenne, arbeiten sie gesetzlich ein "Bargeldverbot" ein.

    Im übrigen werden die Gedankengänge der Politiker beständig skurriler, nun wollen sie Ratings für angeschlagene Staaten verbieten.
    Der Bote der schlechten Nachricht wird geköpft.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/675856/EU-ueberlegt-Ratings-fuer-Krisenlaender-zu-verbieten?parentid=0&act=0&showMask=0

  17. schreyvogel
    07. Juli 2011 11:38

    Nachdem sich die Politiker bisher nur um die Empfängerseite der diversen Rettungspakete und Schutzschirme gekümmert haben, müssen sie sich jetzt notgedrungen auch um die Zahlerseite kümmern. Die Transaktionsteuer ist nur der erste - schlecht akkordierte - Schritt.

    Während sich die EU-Größen über das Ausgeben von vielen Milliarden relativ leicht geeinigt haben, scheint das Auftun neuer Milliarden-Quellen schwieriger zu werden. Die Grundregel ist, dass dem EU-Bürger die Steuer nicht direkt belastet wird, sondern dass sie indirekt in die Preise einfliesst, so wie etwa eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.

    Ich erinnere mich noch an "Paukenschlag", ein Maßnahmenpaket zur Budgetsanierung von Finanzminister Koren in der Regierung Klaus. Es beinhaltete eine 10% Autosondersteuer, die bei der erstmaligen Zulassung zu entrichten war. Statt sie jedoch beim Händler einzuheben, wählte Koren den psychologisch schädlichsten Weg, der denkbar war. Die Käufer mussten den Betrag selbst per Erlagschein bar einzahlen und den Beleg bei der Zulassung vorlegen. Prompt verlor die ÖVP die nächste Wahl, es folgten 14 Jahre Kreisky.

    Die heutigen Politiker scheinen diese und ähnliche Lektionen begriffen zu haben. Man besteure den Bankenapparat, die Mineralölfirmen, die Tabakfirmen, die "Spekulanten" und überhaupt die Wirtschaft oder man erhöhe die Mehrwertsteuer, aber man verlange niemals direkt Geld von den Bürgern (außer von den "Reichen").

    Es kann daher eigentlich gar nichts schiefgehen, die Einnahmen werden fließen.

  18. socrates
    07. Juli 2011 10:25

    Für die "Kleinen" existiert die Finanztransaktionssteuer schon längst, zumindest seit die Postüberweisung abgeschafft wurde. Jeder, der versucht hat, jemand Geld ins Ausland zu überweisen, wird mit großen Kosten konfrontiert. Western Union hat seither einen traumhaften Aufstieg gemacht und verlangt unverschämte Gebühren. Das trifft vor allem Migranten, die Geld nach Hause überweisen, aber auch sonst jeden, der in die Lage kommt in Länder in Afrika, Asien, Amerika Geld zu überweisen. Ebay, eine der größten Geschäftsplattformen, bietet mit PayPal einen Spezialdienst an um Bezahlungen risikoarm zu ermöglichen, natürlich kostenpflichtig. Die "Großen" brauchen das nicht, sie haben internationale Verbindungen zum Geldtransfer.
    Für einen echten Liberalen muß jede Steuer gleich schlecht sein, oder? Darf nur Arbeit besteuert werden und alle anderen, die nicht davonlaufen können? Die Arbeit wird immer weniger und gehört steuerlich entlastet. Google rühmt sich freiwillig 0,5% Steuer zu zahlen, mir gelingt das nicht. Das ist liberal? Wozu brauchen wir so einen Liberalismus, ist er leistbar? Nein!
    Das Kapital ist volatil, also braucht man eine Reisesteuer um die Staatsausgaben zu finanzieren. Natürlich gehören gleichzeitig die anderen Steuern abgeschafft und die unnötigen Ausgaben und Privilegien beseitigt. Geld muß dort kassiert werden, wo es ist.
    Wenn alle griechischen Steuerzahler auf 100% Steuer gesetzt werden und alle Toten keine Rente mehr bekommen (spielt bei 100% Steuer keine Rolle), können die Staatsschulden + Zinsen nicht getilgt werden. Ist das liberal und sinnvoll?
    Jede Steuer per se ist nicht liberal, über ihre Notwendigkeit ist demokratisch zu entscheiden und die EU ist keine Steuerbehörde, sonst treten wir aus.

  19. terbuan
    07. Juli 2011 08:53

    Steuren sind extrem unpopulär, besonders wenn sie von der EU kommen, aber, wenn man nur die bösen Spekulanten (Banken) damit belastet, gewinnt sie natürlich an Charme. So das fiese Kalkül der Eurokraten. Hier ein selbsterklärender Auszug aus einem Interviem des Steuerkommissars Semeta mit der FAZ:

    "Herr Semeta, vor einem Jahr haben Sie sich im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung skeptisch gezeigt, ob eine Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene sinnvoll wäre. Nun fordert die EU-Kommission nicht nur die Einführung einer solchen Steuer, sondern will auch noch den EU-Haushalt damit finanzieren. Woher kommt der Sinneswandel?

    Damals gab es nur eine erste, vorläufige Analyse. Seither haben wir uns genau angeschaut, welche Folgen eine zusätzliche Besteuerung des Finanzsektors hätte, und sind zum Schluss gekommen, dass eine Finanztransaktionssteuer sinnvoll wäre – solange sie nur klug „designed“ ist, etwa um die Abwanderung von Finanzdienstleistungen aus Europa zu vermeiden.".......mehr..

    http://www.faz.net/artikel/C30770/eu-steuerkommissar-semeta-wir-arbeiten-mit-extrem-niedrigen-steuersaetzen-30457165.html

    Wie "designt" man am besten einen Weg in die Pleite, das ist jetzt die Frage!

  20. Observer
    07. Juli 2011 08:35

    Es wird im EU-Brüssel schon lange diskutiert, wie man zu direkten Einnahmen für das EU-Budget kommt. Bei der Finanztransaktionssteuer allein wird es dabei nicht bleiben. Besser wäre es aber, wenn alle Budgets verkleinert werden. Denn die Verwaltungen auf allen Ebenen (EU, Bund, Länder und Gemeinden sollten sich auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren und alles andere - unter Einhaltung bestimmter Spielregeln - dem freien Markt überlassen. Der in der Natur des Menschen vorhandene Überlebenstrieb wird die Leute zwingen, sich selbst um ihren Lebenserhalt und Vorsorge zu kümmern. Daher sollten sich Staat und andere Organisationen möglichst heraushalten. Also: Back to the roots!
    Der gestern in der PRESSE erschienene Bericht über die Gemeinde Radenthein ist typisch für viele österreichische Gemeinden. Diese Gemeinde steckt bis über die Ohren in Schulden, aber der Bürgermeister denkt nicht daran zu sparen, vielmehr will er weitere Fremdgelder für Investitionen zur Hand nehmen. Da versagen die Länder als Aufsichtsbehörden völlig, denn sie betreiben in ihrem Bereich eine ähnliche Schuldenpolitik.
    Á propos "Plastiksackel": diese und auch die PET-Flaschen gehören durch andere Materialien ersetzt. Es ist fürchterlich, wenn man z.B. in Wüsten fährt oder über Weltmeere segelt, was sich da - fernab von der Zivilisation - an schwer verrottbaren Müllmengen angesammelt hat.

    • Haider
      09. Juli 2011 21:33

      Hätten Sie statt "Back to the roots" zurück zu den Wurzeln geschrieben, hätten Sie sich mit Ihrem Beitrag einige Sternderl verdient. Schade!

  21. Graf Berge von Grips
    07. Juli 2011 08:02

    Nr.395
    Jenen Beamten würde ich zum Steuerschröpfnobelpreisträger küren
    dem es gelänge, auch eine Steuer auf Plastiksackerln einzuführen ...

  22. Markus Theiner
    07. Juli 2011 07:53

    Oder sollen die Menschen ihren Obolus künftig wieder im Plastiksackerl beim Finanzamt, beim Hausverwalter, beim Stromlieferanten abgeben?

    Ach nein, das ist jetzt doch etws zu schwarz gemalt. Natürlich werden wir nicht in solche primitiven Zeiten zurückfallen. Die sollen gefälligst Recycling-Papiersackerl oder wiederverwendbare Jutesäcke verwenden.

    Nicht, dass es etwas nutzen würde. Denn spätestens nach ein paar Jahren dieser Praxis gibts dann eine neue Sackerl-Abgabe die. ähnlich der Leerkassettenvergütung, dafür eingehoben wird, dass man das Sackerl für Finanztransaktionen verwenden könnte.

    • ambrosius
      07. Juli 2011 08:27

      Viel schlimmer: Bargeldtransfers sind strafbar zu stellen!!!(verpönt sind sie in vielen Ländern ohnehin schon) Wo kommen wir denn da hin, wenn Geld( Vermögen) unkontrollierbar und bei Nacht von A nach B geschafft wird.

    • gms (kein Partner)
      08. Juli 2011 01:44

      @ambrosius

      Sie werden lachen -- der nicht deklarierte Transport von Bargeld über 10.000.- über eine Landesgrenze innerhalb der EU ist bereits seit 15. Juni 2007 verboten und mit empfindlichen Strafen belegt.

  23. Josef Maierhofer
    07. Juli 2011 07:46

    Für mich deklarieren sich die EU-Politiker und die Landespolitiker, die dem zustimmen, als Selbstbediener.

    Es ist nicht Europa wichtig, nicht das Land, schon gar nicht die Leute, sondern die Selbstbedienung und Selbstherrlichkeit der Politgötter, die wir als Wähler herangezüchtet haben.

    Es ist Zeit, daß wir als Wahlvolk eine deutliche Sprache sprechen und einfach sagen, daß entweder die Politgötter den von ihnen angerichteten Schaden selbst zahlen oder sich auf das Mindestmaß reduzieren, das noch in den normalen Steuern, die üppig genug dorthin fliessen, finanzierbar ist.

    Wir müssen sie von ihrer Traumwelt mit Traumgagen und Traumarbeitsbedingungen und Traumhaftung (sie haften für nichts, was sie anstellen) herunterwählen, das einzige, was wir tun können, wenn wir nicht auch zu den Masochisten gehören wollen, wenn wir diesen Steuerpunkt und viele andere wunde Punkte betrachten. Ich denke, es reicht für massive Abwahlen der 'Etablierten'.

  24. HJR
    07. Juli 2011 07:38

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    [...Oder sollen die Menschen ihren Obolus künftig wieder im Plastiksackerl beim Finanzamt, beim Hausverwalter, beim Stromlieferanten abgeben? ...]

    Aber nicht doch! Auch so mancher Konservative lebt schon im virtuellen Zeitalter und überweist seine Zahlungen via eBanking. Und dabei spielt es kaum eine Rolle, ob ich dem virtuellen Raum Zahlen mit 2, 3, oder (später mal vielleicht) 12 Nullen anvertraue. Und auch die 5.000 Euro für einen Laib Brot werden - der Plastikkarte sei Dank - keine Probleme machen. Bis dahin existiert bestimmt auch ein EU-Rettungsschirm für "sozial schwache" Mitglieder der Gesellschaft, dessen Anfänge durch die "Grundsicherung" schon vorgezeichnet sind.

    Brave New World

  25. mike1
    07. Juli 2011 07:26

    wie unser wertkonservativer richtig betont, sind wir zwischenzeitlich in europa schon so weit, dass wir offenbar alles tun, die wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu mindern.
    gd eder von der voest hat erst kürzlich bekanntgegeben, dass weitere Investitionen voest sicher nicht mehr in der EU stattfinden werden können, weil die gesetzgebung (co2 z.b.) mehr als hinderlich zu sein scheint bzw. sich in diese richtung entwickeln wird.
    wir schneiden uns ins eigene fleisch mit diesen - vielleicht wohlgemeinten - bestimmungen.
    china sichert sich ja nicht nur die industrie des westens sondern hat schon teile des afrikanischen kontinents für die eigene nahrungsmittelversorgung "erworben". und europa schaut zu. und verliert weiter.

    da gäb's noch viele beispiele.....

    und neue steuern sollen uns da weiterhelfen ?

    • Wertkonservativer
      08. Juli 2011 08:25

      Danke, lieber mike,

      da sind wir beide ja vom Fach und zumindest in der Welt des Stahls wirklich kompetent.
      Ein gutes Wochenende im schönen Burgenland!

  26. Anton Volpini
    07. Juli 2011 06:46

    .....und die erfrischend sympatisch wirkende Frau Landeshauptmann Burgstaller, forderte vorgestern im Report eine "ordentliche" Vermögenssteuer auf Grund und Boden, mit der Begründung, die Grundstücke könnten nicht weglaufen. Nicht so, wie das Kapital der Reichen!
    Und damit reiht sie sich ein in die nicht mehr überschaubare Gruppe der räuberischen Politiker, denen außer Steuererhöhungen nichts mehr in den Sinn kommt.
    Eigentlich wirken sie alle nur mehr wie ein Haufen hilfloser Leute, denen nach jahrelanger Loch auf Loch zu Politik nichts Vernünftiges mehr einfällt und daher wie Hühner gackernd im Hof herumlaufen!

    • Johann Scheiber
      07. Juli 2011 16:50

      Ist schon klar, dass du beim Thema Plastik die Nase vorne hast, Anton!

    • Anton Volpini
      07. Juli 2011 20:02

      Ja Johann, beim Plastik kenne ich mich ein bißchen aus.
      Du überblickst die Geisteswissenschaften, Hegel und Kant, nebst den sonstigen Philosophen und den daraus abzuleitenden Schlußfolgerungen für die heutige Zeit, und Fr. Dr. Schuster macht die Naturwissenschaften , die uns in technologischer Hinsicht weiterbringen. Dr. Unterberger schreibt uns in seinem unvergleichlichen Blog das Thema des Tages (meist unglaublich und oft unfaßbar) und alle Poster tragen ihr Wissen und auch oft wichtige O.T.s zusammen.
      Und so werden wir alle gemeinsam unschlagbar!

    • Johann Scheiber
      07. Juli 2011 21:26

      Meine Mutter möchte auch immer, dass wir uns alle verstehen. Tun wir aber nicht, daher ist der Streit das Beste was wir haben

    • Anton Volpini
      07. Juli 2011 21:57

      Ja Johann, aber nach dem fruchtbaren Streit ziehen wir alle wieder am gemeinsamen Strang!

    • Helmut Graser
      07. Juli 2011 22:27

      Ich drucke das dann und interviewe Euch beide ;-)

    • Anton Volpini
    • Wertkonservativer
      08. Juli 2011 08:04

      Ein edler (und unterhaltsamer) Disput zweier Geistesgiganten (noch dazu: beide Kärntner)!
      Die Lobesbezeugung unserem Forum gegenüber unterschreibe ich - aus voller Überzeugung - gerne!
      So viel Wissen, so viel Klugheit, so viel Menschlichkeit!!!

  27. Wertkonservativer
    07. Juli 2011 05:46

    Egal, wie die vielen Stolpersteine auf dem Weg der österreichischen und europäischen Industrie heissen mögen: teils unsinnige Umweltschutzauflagen (Co2-Abgabe), überzogene Sozialgutis für unsere braven Arbeitnehmer, wettbewerbshemmende Steuern und Lasten wie von A.U. angeführt: alle diese in den Wettbewerbsländern Asiens praktisch unbekannten "Regulierungsmaßnahmen" führen zur "Selbstentmannung" der europäischen, vormals führenden und blühenden Industrie!
    Ein Beispiel aus meinem Berufsumfeld:
    die europäischen Stahlwerke sind inzwischen in ganz wesentlichen Bereichen in der Hand indischer Geldmagnaten, die Chinesen lauern darauf, die wenigen noch freien Stahlwerke zu inhalieren (mike1 !); in anderen Branchen ist es nicht anders.

    Wenn wir bzw. unsere europäischen Politiker so weitermachen, werden wir recht bald wirtschaftlich fremdbestimmt sein!

    Noch etwas: inzwischen finanziert bzw. stützt China zumindest teilweise die Währungssituaayion der "mächtigen" USA!

    Das Licht kommt aus dem Osten, heisst es. Ob es hell genug für uns Europäer sein wird?

    • Wertkonservativer
      07. Juli 2011 05:47

      .. Währungssituation ...

    • Anton Volpini
      07. Juli 2011 13:08

      Das mit den halben Sternderln beim Wertkonservativen find ich bald nicht mehr lustig! Vor allem schon deshalb nicht, weil es scheinbar mittlerweile System hat.
      Diejenigen, die das tun, sollten sich auch fragen, ob das noch witzig ist. MFG

    • lässing
      07. Juli 2011 15:02

      @ Volpini
      Auch wenn der Wertkonservative mit mir keine Freude hat, ich bleibe dabei, es gilt
      die tägliche, pardon nächtliche Leier, die libertus Nacht für Nacht produziert, an die Spitze zu pushen.
      Und ich bedaure es außerordentlich, dass es der Wertkonservative als einziger ernstzunehmender Gegner des Freigelassenen (est nomen omen ?), pardon Mitposter, wieder nicht geschafft hat; an mir als Vollsterndlgeber lag es nicht, aber bitte:
      Wer lauert jede Nacht schon auf die neuesten Ergüsse von AU, um dann rasch als Erster seine ewig gleiche Suada an den Mann zu bringen.
      *schüttel, schüttel*, *grins, grins*, um im nächtlichen Jargon zu bleiben.

    • Wertkonservativer
      07. Juli 2011 15:24

      Danke, Anton Volpini, aufrechter Kärntner!
      Aber, wie schon gesagt, solche Mini-Querschüsse regen mich schon lange nicht auf!
      Das wäre nur arg, wenn Nichtiges wichtig würde!

      Und nohcmal zu @ lässing: wer auch immer Sie sind, bitte lassen Sie Ihre sicher gutgemeinte Verteidigungslinie mir gegenüber!
      Da ich zu wissen glaube, wer @libertus ist (aber ich sag's niemandem), fällt Ihre Theorie in sich zusammen: ein integrer Mensch mit großem Schreibtalent, vielleicht ein wenig auf die Linksdresche eingefahren, doch in jeder Weise seriös, eben in seiner (ihrer) Art hochklassig.
      Also lässing, lassen Sie das bitte! Danke!

    • Anton Volpini
      07. Juli 2011 19:27

      @lässing, ich glaub, Sie tun @libertus unrecht!

    • libertus
      07. Juli 2011 19:53

      @lässing

      Ich bin mir keiner Schuld bewußt Ihnen persönlich etwas angetan zu haben, daß Sie mich mit soviel Aggression verfolgen.
      Ist es der blanke Neid, der Sie zu solchen Haßtiraden hinreißt?
      Völlig unnotwendig, denn hier hat jeder die Möglichkeit sich einzubringen und wessen Stil und Ansicht man nicht teilt, den kann man ignorieren und daher besteht keinerlei Anlaß zu solch kindischen Aktionen.

      Meine Bitte: streichen Sie doch das "n" aus Ihrem Pseudonym und werden Sie etwas lockerer! *schüttelschüttelgrinsgrins* (Achtung: Provokation!)

    • libertus
      07. Juli 2011 20:02

      @Wertkonservativer

      Vielen Dank für Erwiderung - wie schon erwähnt, schätze ich Ihre Einträge sehr, auch wenn ich nicht immer Ihre Ansicht teile, jedoch absolut RESPEKTIERE!

      Daß ich mit Linke nichts am Hut habe, daraus mache ich kein Hehl - weder politisch noch im wahrsten Sinne des Wortes, daher versichere ich Ihnen nochmals "bei meiner Ehr!", daß ich niemals Halbsternderl verteile - so auch nicht bei Ihren Kommentaren. Zu meiner Verteidigung sei bemerkt, daß dieser "Sternderlsegen" offensichtlich zu einer Zeit stattfindet, zu der ich noch gar nicht "online" bin, denn wenn ich schon nächtens meinen "Sermon" absondere - wie mir hier vorgeworfen wird und was halt nun einmal meinem Tages- bzw. Nachtrhythmus entgegenkommt - muß ich denn doch irgendwann einmal auch den Schlaf des (Ge-)Rechten halten.

      Also nix für Ungut, aber ich komme da wirklich völlig unschuldig zum Handkuß und daher bedanke ich mich nochmals für Ihre Klarstellung!

    • libertus
      07. Juli 2011 20:03

      @Anton Volpini

      Sie liegen richtig, auch Ihnen vielen Dank!

    • terbuan
      07. Juli 2011 20:22

      Libertus
      *schüttelschüttelgrinsgrins* und ich hau mi o!
      Wenn der gute "lässing" wüßte, wer hier wen kennt oder nicht, bewertet oder nicht, befreundet ist oder nicht, er würde aus Scham seine Partnerschaft zurücklegen!
      Lassen wir ihn weiter in seinem Glauben und bei seinen Verschwörungstheorien!
      Herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

    • libertus
      07. Juli 2011 20:30

      @terbuan

      Ebenfalls vielen Dank und allerherzlichste Grüße.

      ANONYME Querschüsse aus dem HINTERHALT sollten besonders unter Partnern eigentlich obsolet sein, aber manche wachsen halt aus den Kinderschuhen nie heraus, leider!

    • lässing
      07. Juli 2011 23:09

      das Ganze nimmt wieder einmal groteske Formen an:

      Die Obermanipulierer libertus und Terbuan spielen sich gegenseitig die Bälle zu, auf der Strecke bleibt der Wertkonservative und der bedankt sich noch bei den beiden für ihre hinterhältigen Attacken: denn feststeht, dass wieder einmal versucht wurde, den Wertkonservativen zugunsten des Freigelassenen aus den ersten drei Rängen zu manipulieren. Das ist wirklich schade für alle Fans des Wertkonservativen, die sich dann mühsam sein statement heraussuchen müssen.

      Diese Feststellung lasse ich mir auch vom Wertkonservativen nicht verbieten.

    • byrig
      07. Juli 2011 23:41

      habe diese diskussion als soeben dazugekommener mit interesse,aber auch gemischten gefühlen gelesen.
      obwohl von jedem abgestritten:die sternderl sind doch sehr wichtig-v.a.fürs ego.
      und die vermeintlich ungerechte,manipulierte,falsche etc.etc. sternderlvergabe ein ganz wichtiges thema.
      himmel-warum soll man dem wertkonservativen kein halbes sternderl geben dürfen?wie ich das system verstehe,ist sogar 1 sternderl eine positive stellungnahme.
      ich bin an sich ein befürworter der sternderln,da ich mir durch die vergabe oftmals einen eigenen,mühsam zu erstellenden kommentar erspare.
      andererseits habe ich den verdacht,dass es hier fangruppen gibt.
      der lahnsteirer kann schreiben was er will,er hat immer die strenderlhöchstzahl.nicht viel anders bei diesem starl.
      trotzdem finde ich die sternderl als demokratische einrichtung ganz gut.

    • libertus
      07. Juli 2011 23:45

      @lässing

      Bitte, wechseln Sie Ihre Medikamente, denn die derzeitigen dürften als Nebenwirkung Verfolgungswahn auslösen.

      Es ist mir zu dumm, mich mit Ihren haltlosen Verschwörungstheorien auseinanderzusetzen.

      Das hat sich auch der @Wertkonservative nicht verdient, daß Sie Ihren Wahn auf seine Kosten ausleben.

      Und wenn Sie nicht klar kommen, wenden Sie sich bitte an Herrn Unterberger, der wird Ihnen nicht nur die Augen öffnen über Ihre unhaltbaren Anwürfe, sondern eventuell auch psychologisch zur Seite stehen.

      Ciao!

    • libertus
      07. Juli 2011 23:49

      @byrig

      Solange es die 1/2e-Sternenfunktion gibt, soll Gebrauch davon machen wer will, allerdings tue ich es aus Prinzipnicht, weil ich mit halben Sternderln nichts anfangen kann. Mir genügen die ganzen Sternderln und die Diskussion darüber finde ich ebenso lächerlich, aber es kann halt "der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt" wußte schon weiland F. V. Schiller!

    • Wertkonservativer
      08. Juli 2011 05:47

      Also, werte Freunde,

      jetzt bitte ich wirklich, die Sternderldebatte - auf meine Person bezogen - zu beenden.

      Es gibt hier ein derart hochklassiges Diskussionsniveau (abgesehen von einigen Protest-Schmieranskies), dass es geradezu unseriös wäre, nur über einige wenige Spitzenplatz-Abonnenten zu sprechen und diese gegenseitig auszuspielen.

      Es ist mir geradezu unangenehm, hier plötzlich im Focus einer völlig unnotwendigen Debatte um Sternderln, Neid und Intrigen zu stehen.

      Was das Sternderl-Spiel betrifft, gestehe ich - anders als etliche meiner lieben Freunde hier - einen gewissen Ehrgeiz zu haben. Wer steht - im fairen "Kampf" mit anderen fairen Mitspielern - nicht gerne einmal am Siegespodium?

      Aber - so wahr ich Wertkonservativer heisse - gerne gönne ich Besseren den ersten Platz: die vor mir treffen halt doch den Nerv der Zeit etwas besser als ich, sind nicht so ÖVP- und EU-lastig und insgesamt nicht so gegensprecherlich!
      Was solls, ich bin eben so!

      Aber Freunde, sehen wir, wie's ist: eigentlich ist das alles Kinderkram!

      In meinem Alter ist mir viel wichtiger, nicht zu viele Wehwehchen aufzureissen, inmitten in meiner Familie glücklich zu leben, Wertvolles horen und lesen zu können, gute Freunde zu haben!

      Damit ersuche ich nochmals, das Thema nun auf sich beruhen zu lassen.

      Nochmals Dank an alle, die mich (trotz meiner Macken) mögen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • HJR
      08. Juli 2011 07:57

      Ich bin es allmählich leid ...
      [oder Leid? - kann man die Verbrecher der "neuen" Rechtschreibung und deren Reform der Reform nicht nachträglich noch aufhängen oder wenigstens "bäckerschupfen" und deren gesammelte Werke öffentlich auf dem Heldenplatz verbrennen?]
      ... alle 3 Wochen auf Threads zu stoßen, die zu einem großen Teil mit der "stellaren Frage" ((c) Undine) vermüllt sind.

      Was wir hier vorführen, ist einfach ein unwürdiges Schauspiel und konterkariert das intellektuelle Niveau, das zu haben wir vorgeben! Und es demonstriert, warum Demokratie - gleichgültig, auf welchem gesellschaftlichen Niveau - nicht funktioniert. Demokratie erfordert argumentative Verbalisierung und nicht ikonographische Stellarisierung!

      Und da möchte ich meinen werten Wertkonservativen ausdrücklich als einen der Wenigen hervorheben, der stets dem Wort und der klaren Meinung den Vorzug gibt.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • einfacheinnick (kein Partner)
      08. Juli 2011 08:23

      Gibts wenigstens einen heißen Eislutscher für die meisten Sternderl?

      Echt lächerlich das Ganze. Und noch lächerlicher, dass dieser Disput zwischen angeblich erwachsenen und angeblich intelligenten Menschen abläuft!!!

      Bekommt ihr in eurem IRL keine Bestätigung (mehr!), dass ihr euch als Sternderljäger und -fänger betätigen müssts?

      Get your own life!

    • Wertkonservativer
      08. Juli 2011 09:18

      @einfachnick:
      Seien Sie doch froh, dass Sie über derartige peanuts erhaben sind; sich über andere lustig zu machen, das gibt doch einen Kick, nicht wahr?

      Und Englisch können Sie auch!!?
      Ein Superboy (-girl?) sind Sie!

    • inside
      08. Juli 2011 12:22

      Ach wie gut, dass niemand weiss
      dass ich auf die Sternderln ...

    • Wertkonservativer
      08. Juli 2011 14:41

      Falls Ihnen danach ist, werter @inside, auf die Sternderln zu sch.....,
      dann bitte im stillen Kämmerlein und nicht coram publico!

  28. Karl Rinnhofer
    07. Juli 2011 03:25

    ... und unser allseits anerkannt „über den Parteien stehende“ Herr Bundespräsident hat gerade eine Diskussion über Erbschafts- und Schenkungssteuer angeregt. Der Herr Bundeskanzler nimmt die Idee auf.

    Der ebenfalls „Parteien-unabhängige“ „Gewerkschaftsbund regt eine Vermögenssteuer an. Die Vermögens“ - Zuwachs“ (!) - Steuer auf (Nicht“-) Gewinne (angesichts von Verzinsung unter der Inflationsrate) kommt sowieso, um „aus Gerechtigkeitsgründen“ die bestehende Kapital-„Ertrags“ (!) Steuer zu ergänzen. Gottlob schmelzen die Geldvermögen durch Inflationierung längst weg; deren sie erarbeitenden (Ex-)Besitzer sonst ohnedies auf schlechte Gedanken kämen. Und gottlob bleibt der unersättliche Fiskus stets Gewinner ... !:

    Bemerkenswert, wo die „Gerechtigkeit“ überall hinkommt: Gemeinsam mit dem „Liberalismus“ und der „Partei-Unabhängigkeit“ unternimmt sie ausgedehnte Spaziergänge in überraschend weit entfernten Gefielden, deren Unbetretbarkeit gerade durch diese ich in meiner Naivität vermutet hätte. Eigentum ist bekanntlich Diebstahl, und „der Spielraum der Politik(er)“ muss erhalten bleiben (um sich weiter Wählerstimmen zu kaufen). Dass damit Arbeitssteuern gesenkt und gegenfinanziert werden – ein frommer Wunsch; infolge „kalte Progression“ ist das Gegenteil der Fall, denn – es muss ja gespart werden..

    Defizite, Schulden, werde weiter steigen, die Konkurrenzfähigkeit des Standortes sinken, ursprünglich Leistungsbereite werden ihre Potenziale nicht mehr aktivieren – - schön blöd wären sie! - oder sie werden sich verabschieden

    Aber was unternimmt verantwortungsvolle Politik nicht alles, um der „Gerechtigkeit“ zum Siege zu verhelfen ... !

  29. libertus
    07. Juli 2011 01:13

    Neue Steuern einzuführen bzw. alte zu erhöhen, um mehr ausgeben zu können, ist zwar keine kreative Idee, aber zumindest eine schlechte Lösung.

    Nur das was die EU hier beschließen wird, dient kaum mehr einer Mehrausgabe, sondern lediglich dem Stopfen alter Schuldenlöcher und das ist eben das Verheerende an dieser neuen Steuermaßnahme.

    Es würde damit keinerlei wirtschaftlichem Fortschritt gedient, sondern im Gegenteil - wie im Artikel erwähnt - einen veritablen Wettbewerbsrückschlag am weltweiten Finanzmarkt bedeuten.

    Zu befüchten ist, daß unter dem Argument der diversen, horrenden Staatsverschuldungen in der Europäischen Union und der damit verbundenen Notwendigkeit neuer Geldbeschaffungsaktionen auch die Skandinavier und Briten in die Knie gehen werden.

    Wo soll denn sonst noch eine neue Geldquelle für unsere PIIGS (und wer sich in Zukunft sonst noch dazugesellen wird) erschlossen werden?

    P.S.: "Oder sollen die Menschen ihren Obolus künftig wieder im Plastiksackerl beim Finanzamt, beim Hausverwalter, beim Stromlieferanten abgeben?"

    • libertus
      07. Juli 2011 01:17

      P.S. die Zweite, weil es leider unvollständig aufscheint:

      "Oder sollen die Menschen ihren Obolus künftig wieder im Plastiksackerl beim Finanzamt, beim Hausverwalter, beim Stromlieferanten abgeben?"

      Hätte schon einen gewissen Charme! *lach*





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