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SN-Kontroverse: die nächste Griechenland-Hilfe

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel: 

Ist die Hilfe Europas für Griechenland richtig?

 In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Was kostet der Frieden?

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

Vor zwanzig Jahren tobte in Südosteuropa ein Bürgerkrieg. Unendlich grausam wie jeder Krieg. Mit Opfern, deren Namen keiner mehr nennt. Wie es dazu gekommen ist wenige Monate nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, die Eigendynamik der geschürten Nationalismen und der sich aufschaukelnden Grausamkeiten, die tief sitzende Menschenverachtung der Kriegstreiber - egal auf welcher Seite sie zu finden sind - hat jetzt der seinerzeitige Kriegsberichterstatter auf dem Balkan, Friederich Orter, in seinem hervorragenden Dokufilm „Waffenruhe" in der ORF-Reihe Menschen und Mächte nachgezeichnet. Ohne großartige Schuldzuweisungen an eine der nationalistischen Seiten. Der Film zeigt was Krieg ist: Für jede Frau, für jeden Mann, für jedes Kind; selbst viele, viele Jahre danach.

Mitursachen für diesen Krieg in Europa am Ende des 20. Jahrhunderts, der viele geistige Väter und Mütter auch in der EU hatte, waren das ökonomische Desaster und der mangelnde politische Wille zum Zusammenhalt in Ex-Jugoslawien. Große ökonomische Misswirtschaft erzeugt Korruption, nährt Privilegienritter und Ungerechtigkeiten, diese wiederum ist Nährboden für extrem ungleiche Gesellschaften mit wenigen Superreichen und vielen Darbenden. Das ist und war und wird es immer bleiben: Der Sumpf in dem Nationalisten, Faschisten, linke und rechte Diktatoren, Revolutionäre und Reaktionäre mit stumpfsinnigen Parolen Gehör bei den Massen finden. Und der Schlachtruf mit denen diese dann ins Gemetzel geschickt werden ist stets der gleiche: Seht her, Dein Nachbar, Deine Nachbarin hat mehr und lebt besser! Nehmt es ihnen weg! Griechenland brennt. In der Nacht auf Donnerstag gab es 150 Verletzte. Diesen Brand zu löschen ist JETZT Aufgabe Europas. Damit es kein Flächenbrand wird. Noch geht es hoffentlich mit Geld.


Die Pleite kommt – je später umso ärger

Andreas Unterberger

 Bei einer Pleite Griechenland gibt es einen Schock, der uns alle teuer kommt." Ein an sich richtiger Satz. An ihn glaubend lässt Europa zur weitere 120 Milliarden Euro springen - und mehr: Auch die freiwillige Beteiligung privater Gläubiger wird dadurch erkauft, dass diese für Teile ihrer Forderungen an Athen nun europäische Garantien bekommen.

Dieser erste Satz braucht freilich dringend auch noch den zweiten Teil, damit er zur ganzen Wahrheit wird: „Griechenland ist schon im Zustand der Pleite, sodaß der Schock jedenfalls eintreten muss - je später umso ärger." Das Land ist so überschuldet, dass es seine Schulden nie zahlen kann. Es sei denn, man stürzt den Euro in eine Inflation, die alle Schulden in ein Taschengeld verwandelt. Dem schon verlorenen Geld weiteres gutes Geld nachzuwerfen, löst normalerweise als Konkursverzögerung und Untreue (in diesem Fall zu Lasten der Steuerzahler) Strafhaft aus.

Politik und Notenbanken können nicht bestraft werden. Schließlich macht die Politik selbst die Strafgesetze. Warum aber tun sie es überhaupt? Weil sie der Stunde der Wahrheit so lange wie möglich zu fliehen versuchen. Sie hoffen, dass der dann unweigerlich noch viel schlimmere Crash nicht mehr ihnen angelastet wird. Noch mehr fürchten sie die Erkenntnis der Bürger, dass auch anderswo griechische Politik gemacht wird: steigende Staatsverschuldung, Verstecken von Staatsschulden, zu niedrige Zinsen, zu hohe Sozialausgaben, den Produktivitätszuwachs übersteigende Lohnerhöhungen, Überregulierung, zu späte Privatisierungen. Da diese Sünden fast allen Ländern und Parteien wie auch vielen „unabhängigen" Zentralbanken angelastet werden, hat niemand Interesse, dem Schrecken endlich ein Ende zu bereiten. Und Sparer oder Steuerzahler werden ja nicht gefragt.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2011 01:19

    Wenn, ja wenn alle anderen europäischen Länder reich und nur Griechenland arm und pleite wäre, könnte man in der Argumentation von Frau KKP eine gewisse Logik finden. Aber die Dame blendet völlig aus, daß die meisten EU-Staaten selbst bis über beide Ohren in Staatsschulden ersticken und die von ihr eingeforderte Solidarität das ganze System zum Kippen bringen kann.

    Dann würden erst recht die von ihr beschworenen Szenarien eintreten und noch dazu mit wesentlich größerer Wucht.

    Daher sollte man bei aller Verantwortung bzw. gerade aus Pflicht zu einer solchen für Griechenland ein Ende mit Schrecken beschließen als einen Schrecken ohne Ende.

    Härte kann auch unter Umständen heilend wirken, sehr geehrte Frau KKP!

  2. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2011 07:14

    Und schon wieder ein neuer Kampfbegriff: "Killerkapitalismus".
    Das bedeutet: Ich will mein Geld zurückhaben? Wie reaktionär :-)

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2011 07:15

    Verehrter Wertkonservativer, wenn Sie auch auch diesmal auf der Seite der Salzburger Lady stehen, dann beachten Sie bitte trotzdem Ursache und Wirkung!

    Den Zustand, den die Lady da beklagt, hat vorher ihresgleichen herbeigeführt!
    Ich finde es auch interessant, daß da aus Zufall oder Absicht vorher eine Diskussion aus dem März gebracht wird. Da schreibt die Lady über den Killerkapitalismus als Ursache für den Zustand in Griechenland. Als ob je ein Staat jemals so etwas wie Kapitalismus zugelassen hätte? Alle Staatsgebilde, auch die USA haben durch Interventionitis jeden Kapitalismus im Ansatz zunichte gemacht. Die Griechenlandkrise, die Eurokrise und auch die Dollarkrise wurde durch die Politik, Bürokratie und Geldpolitik der Nationalbanken, aber nie durch unternehmerischen Egoismus verursacht!

    Mit den Wörtern Killerkapitalismus und Raubtierkapitalismus versuchen die Linken wiedereinmal von sich als Ursache für Verbrechen, Not und Elend abzulenken, wie es ihnen ja schon einmal bei der National Sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei gelungen ist!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2011 07:22

    Ein Projekt ist gescheitert, das steht fest: Griechenland in den Euro aufzunehmen.
    Dafür gibt es viele Ursachen und so manche Schuldigen, der de facto Konkurs wird nur weiter verschleppt und verschleiert.

    Einem Schuldner in aussichtsloser Lage, der seine Schulden NIEMALS MEHR zurückzuzahlen in der Lage sein wird, noch mehr Geld zu borgen ist grobe Fahrläßigkeit und Betrug an den europäischen Nettozahlern und ihrer Zukunft.
    Also an uns allen und dagegen sollten wir uns wehren!

    Und wenn der liebe Wertkonservative meint wir sollten uns ein Beispiel an den Polen und deren Forderung nach Solidarität nehmen, dann kann ich nur erwidern,
    die Polen verlangen Solidarität, aber nicht von ihrem eigenen Volk, sondern eine von den Zahlern, d.s. vor allem Deutschland, den Niederlanden und nicht zuletzt von Österreich!

  5. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2011 02:03

    reinhard.horner@chello.at

    „Die Hilfe“ oder Hilfen (welche?) für Griechenland? Und „richtige“?

    a) Rezept von Dr. Unterberger: „- dem Schrecken endlich ein Ende zu bereiten“. Nicht „dem schon verlorenen Geld weiteres gutes Geld nachwerfen“.

    b) Rezept von Frau Krawagna-Pfeifer: Für den Frieden zahlen. „Diesen Brand zu löschen, ist JETZT Aufgabe Europas.“ „Noch geht es hoffentlich mit Geld.“

    Zu a): Griechenland wie ein Unternehmen in Konkurs gehen lassen? Unter Masseverwaltung stellen – von wem? Verwertung alles Staatsvermögens für die Befriedigung der Gläubiger – Versteigerung, Schnäppchenjagd; Verlustschnitt der sodann noch offenen Schulden bzw. künftiges Eintreiben aufgrund Verpfändung der kommenden Einnahmen? Helfende Zugriffe vielleicht den Chinesen überlassen?

    Nachhaltige Rezession, Unregierbarkeit in Kauf nehmen? Überleitung in eine schier zwangsläufige Diktatur? Oder Entmündigung, vielleicht Valentin Inzko als Hohen Repräsentanten nach Athen versetzen?

    Gläubigerländer erwerben in Griechenland Kolonialbesitz? Es erfolgt eine Teilung Griechenlands etwa so, wie Gaddafi sie der Schweiz an den Hals gewünscht hat?

    Zu b): Nur mit Geldhilfen ist es nicht getan!

    Eindeutig „Richtiges“ (ohne Risiko) wird nicht viel zu finden sein. Jedenfalls sollte nicht allzu viel Falsches getan werden.

    Unerlässlich bleibt, dass wir – vor allem in Europa – einander mit Respekt begegnen. Ohne eine größere Portion an Brüderlichkeit kann nichts Zukunftstaugliches gelingen. Dass uns auch die Griechen ein Anliegen und sie in Europa willkommen sind! Im Umgang auf gleicher Augenhöhe, wenigstens nicht aus verbundener krass egoistischer und überheblicher Position. Der Verschrebergartelung ist insbesondere im europäischen Zusammenhang Einhalt zu gebieten.

    Oder wollen wir die Notlage ausnützen – so dass die innergriechischen und die ausländischen Profiteure ihr Süppchen kochen können? Dass von solchen weiterhin rücksichtslos gut verdient werden kann oder dass sowohl die Inländer als auch die Ausländer, die in und an Griechenland bisher beträchtliche Profite erzielt haben, nunmehr etwas zurückgeben?

    In betont humaner und in weitersichtig vernünftiger Haltung gilt es, den Griechen wirtschaftlich und nicht minder in den erforderlichen einschneidenden gesellschaftlichen und politischen Reformen beizustehen. Ihnen durch Investitionen und durch Kooperationen – in erster Linie zu einem qualitativen Wachstum, zur Erlangung und Steigerung der Konkurrenzfähigkeit – Förderungen zu leisten. Gewiss auch mit Durchsetzung entsprechender Forderungen nach Überwindung marodierender Gepflogenheiten und nach Ausmerzung mehrerer Arten von national und international angewandten Gaunereien.

    Nicht auf Geld beschränkte, sondern umfassende produktive Hilfen für Griechenland sind zugleich Hilfen für Österreich und für Europa. Sie sind schwierig, aber machbar.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2011 06:48

    Es tut mir fast weh, es hier sagen zu müssen, in diesem Fall mehrheitlich auf der Seite der Salzburg-Lady zu stehen (ich habe sie oft genug hart kritisiert und manchmal auch lächerlich gemacht)!

    Doch, werte Freunde, diesmal sind Sätze drin, denen ich zustimme.
    Werter Dr. Unterberger, ich bin wirklich fast immer Ihrer Meinung! Tragen Sie es mir bitte nicht nach, wenn ich hier der gleichen - vielleicht unmaßgeblichen - Meinung wie Frau KKP bin.

    Es kann - wird sogar wahrscheinlich - so kommen, wie Sie es hier klar sagen; aber - abgesehen davon, dass wir die Entwicklung hinsichtlich der Griechenland-Hilfe mit unseren Kräften ja gar nicht mehr aufhalten können - lassen Sie Europa diesen einen Akt der Solidarität setzen, um auszuloten, was möglich und noch einigermaßen verkraftbar ist. Wenn dann - so oder so - eine Kettenreaktion Europa und unser Wertgefüge auseinanderkrachen lässt, dann können wir wenigstens sagen: wir haben's versucht.

    Nach Aussagen vieler ernstzunehmender Politiker und Wirtschaftler sind die Auswirkungen der Griechen-Krise auch für den Fall der Griechen-Pleite für ganz Europa zumindest so gravierend, wie nach einer nochmaligen Hilfeleistung:
    es bleibt ja dann eigentlich "gehupft wie gesprungt"!

    Eines noch, werte Mitr-Diskutanten: wollen wir uns von den viel ärmeren Polen, die am ersten Tag ihrer EU-Ratspräsidentschaft Solidarität mit den Griechen einfordern, beschämen lassen?
    Und wenn, wie ich gerade las, ein Herr Buchen der Regierung gegenüber mit einem Volksbegehren gegen die Griechenland-Hilfe droht! Da kann ich nur sagen: billigster Populismus, ganz in der Art seines größeren rechten Konkurrenten.

    So, jetzt habe ich mich einmal in Widerspruch zur Meinung auch vieler meiner Freunde gesetzt. Stahlhelm habe ich zur Sicherheit am Bürotisch liegen, sollten mir Fetzen um die Ohren fliegen (fast ein Reim, oder?)!

    Guten Morgen, und - bitte - nichts für ungut!

  7. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2011 18:23

    Ui, jetzt malt KKP das Schreckgespenst eines blutigen Bürgerkriegs an die Wand. Typisch für die Linke: da wird jenen mit Gewalt gedroht, die man um ihr Vermögen erleichtern will. Um solch niederes Begehr zu verschleiern, wird blanker Raub in soziale Umverteilung umgetauft und die eigenen, finsteren Absichten wirft man seinem Opfer vor: Raub(tierkapitalismus) und Raffgier. Hier die armen Räuber, dort die bösen Besitzenden.

    Deshalb findet die Linke auch nichts dabei, wenn Griechenland, das arme Land, nun Subventionen in Milliardenhöhe von den reichen Ländern wie Deutschland, Niederlande und Österreich nimmt.

    Griechenland wird immer mehr zu einem Präzedenzfall für zukünftige Raubzüge an den noch funktionierenden Nationalstaaten. Um das zu verhindern, dürfen Deutschland und die anderen nördlichen Staaten kein Geld mehr nach Athen schicken. Da die Regierungen über die Köpfe ihres Souveräns hinweg, dem Volk, dies bereits beschlossen haben, kann man nur mehr hoffen und beten, daß irgendetwas dazwischen kommt.


alle Kommentare

  1. Rado (kein Partner)
    07. Juli 2011 08:05

    Die Haupteinnahmequelle Griechenlands sind immer noch die Nazis, wie es scheint. eine Boombranche anscheinend. Nicht umsonst ist bei der Pleite eine Lügengeschichte mit geraubtem Gold aus der griechischen Nationalbank aufgetischt worden.

    http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/griechen-werden-nicht-entschaedigt/

  2. RR Prof. Reinhard Horner
    03. Juli 2011 02:03

    reinhard.horner@chello.at

    „Die Hilfe“ oder Hilfen (welche?) für Griechenland? Und „richtige“?

    a) Rezept von Dr. Unterberger: „- dem Schrecken endlich ein Ende zu bereiten“. Nicht „dem schon verlorenen Geld weiteres gutes Geld nachwerfen“.

    b) Rezept von Frau Krawagna-Pfeifer: Für den Frieden zahlen. „Diesen Brand zu löschen, ist JETZT Aufgabe Europas.“ „Noch geht es hoffentlich mit Geld.“

    Zu a): Griechenland wie ein Unternehmen in Konkurs gehen lassen? Unter Masseverwaltung stellen – von wem? Verwertung alles Staatsvermögens für die Befriedigung der Gläubiger – Versteigerung, Schnäppchenjagd; Verlustschnitt der sodann noch offenen Schulden bzw. künftiges Eintreiben aufgrund Verpfändung der kommenden Einnahmen? Helfende Zugriffe vielleicht den Chinesen überlassen?

    Nachhaltige Rezession, Unregierbarkeit in Kauf nehmen? Überleitung in eine schier zwangsläufige Diktatur? Oder Entmündigung, vielleicht Valentin Inzko als Hohen Repräsentanten nach Athen versetzen?

    Gläubigerländer erwerben in Griechenland Kolonialbesitz? Es erfolgt eine Teilung Griechenlands etwa so, wie Gaddafi sie der Schweiz an den Hals gewünscht hat?

    Zu b): Nur mit Geldhilfen ist es nicht getan!

    Eindeutig „Richtiges“ (ohne Risiko) wird nicht viel zu finden sein. Jedenfalls sollte nicht allzu viel Falsches getan werden.

    Unerlässlich bleibt, dass wir – vor allem in Europa – einander mit Respekt begegnen. Ohne eine größere Portion an Brüderlichkeit kann nichts Zukunftstaugliches gelingen. Dass uns auch die Griechen ein Anliegen und sie in Europa willkommen sind! Im Umgang auf gleicher Augenhöhe, wenigstens nicht aus verbundener krass egoistischer und überheblicher Position. Der Verschrebergartelung ist insbesondere im europäischen Zusammenhang Einhalt zu gebieten.

    Oder wollen wir die Notlage ausnützen – so dass die innergriechischen und die ausländischen Profiteure ihr Süppchen kochen können? Dass von solchen weiterhin rücksichtslos gut verdient werden kann oder dass sowohl die Inländer als auch die Ausländer, die in und an Griechenland bisher beträchtliche Profite erzielt haben, nunmehr etwas zurückgeben?

    In betont humaner und in weitersichtig vernünftiger Haltung gilt es, den Griechen wirtschaftlich und nicht minder in den erforderlichen einschneidenden gesellschaftlichen und politischen Reformen beizustehen. Ihnen durch Investitionen und durch Kooperationen – in erster Linie zu einem qualitativen Wachstum, zur Erlangung und Steigerung der Konkurrenzfähigkeit – Förderungen zu leisten. Gewiss auch mit Durchsetzung entsprechender Forderungen nach Überwindung marodierender Gepflogenheiten und nach Ausmerzung mehrerer Arten von national und international angewandten Gaunereien.

    Nicht auf Geld beschränkte, sondern umfassende produktive Hilfen für Griechenland sind zugleich Hilfen für Österreich und für Europa. Sie sind schwierig, aber machbar.

  3. cicero
    02. Juli 2011 12:13

    Ein Artikel im Klartext, damit ihn KKP versteht. Sie gehört auch zur Medienmaffia, die das Volk mit Kapitalistenreklame verblöden. Die Abzocker sind links verankert.

    Marketing für den Euro
    Michael Walter 22.06.2011
    Die deutsch-französische Wirtschaftselite bekundet in einer Werbekampagne lautstark ihre Sorge um die Zukunft des Euro. In dieser Form des politischen Marketing kommen auch eine grundlegende Legitimationskrise der Europapolitik und eine bedenkliche Kluft zwischen Eliten und Bevölkerung zum Ausdruck
    Im Gegensatz zur politischen Bühne demonstriert die deutsche und französische Wirtschaftselite angesichts der europäischen Währungskrise derzeit Einigkeit. Unter dem Motto "Der Euro ist notwendig" richteten am Dienstag 50 Wirtschaftsführer aus beiden Ländern in einer gemeinsamen Kampagne mit ganzseitigen Anzeigen in Tageszeitungen wie der FAZ oder der Süddeutschen Zeitung einen eindringlichen "Appell an die Politik", durch eine entschlossene Finanzhilfe für die verschuldeten Euroländer die europäische Währungsunion vor dem drohenden Niedergang zu bewahren.
    Die Unterzeichnerliste, die sich unter dem Anzeigentext findet, liest sich wie ein Auszug aus dem Who Is Who der Wirtschaftselite. Dem illustren Kreis gehören auf deutscher Seite zahlreiche Vorstandsvorsitzende von Großkonzernen an, wie etwa Daimler-Chef Zetsche, E.ON-Chef Johannes Teyssen oder Deutsche Post-Chef Frank Appel. Angesichts der hitzig geführten Kontroverse, ob auch die Finanzwirtschaft für die Schuldenkrise einstehen soll, delikat: Auch hochrangige Vertreter von Finanzinstituten, wie Allianz-Chef Michael Diekmann oder Clemens Börsig, Aufsichtsratvorsitzender der Deutschen Bank, sitzen mit im Boot der Werbekampagne.
    In dem Appell setzen die werbenden Spitzenmanager vor allem auf bewährte Allgemeinwohlrhetorik: Der Euro wird als eine "Erfolgsgeschichte" angepriesen. Seine segensreiche Wirkungen seien allen zugute gekommen. So habe er nicht nur "Europas Rolle als Wirtschaftsmacht gestärkt", sondern auch "für uns alle Beschäftigung und Wohlstand geschaffen". Die gegenwärtige "Verschuldungskrise", die in einem gewissen Spannungsverhältnis zu diesem erfreulichen Befund steht, wird in der Anzeige quasi-geologisch auf den "Einbruch der Weltwirtschaft" zurückgeführt, der eine finanzielle Rettungsaktion unumgänglich mache:
    Kurzfristig muss diesen von der Verschuldungskrise betroffenen Ländern finanziell geholfen werden, damit sie ihre finanzielle Unabhängigkeit zurückgewinnen und sich für die Bevölkerung dort eine bessere Zukunftsperspektive einstellt. Die Rückkehr zu stabilen finanziellen Verhältnissen wird viele Milliarden Euro kosten, aber die Europäische Union und unsere gemeinsame Währung sind diesen Einsatz allemal wert.
    Die passivistisch formulierte Passage lässt freilich sprachlich die eigentlich brisante Frage offen, um die sich derzeit alles im politische Streit um die Schuldenkrise dreht und die wohl auch der eigentliche Gegenstand der Kampagne ist: Nämlich wer denn nun Träger der finanziellen Nothilfe ist und wessen Milliarden als Einsatz für die Rettung des europäischen Projekts fungieren. Im Licht der aktuellen Debatte, in der die Finanzinstitute eine Beteiligung privater Gläubiger zur Bewältigung der Schuldenkrise bisher strikt ablehnen, ist aber wohl nicht schwer zu erraten, dass hier vor allem ein staatlicher "Einsatz" angedacht ist.
    Im letzten Abschnitt warnen die Verfasser nachdrücklich vor einem Scheitern des Euro, zu dem es keine Alternative gebe. Begründet wird dies vornehmlich damit, dass der Euro aufgrund seiner symbolischen Kraft geradezu schicksalshaft mit der politischen Identität der europäischen Union verbunden ist:
    Der Euro symbolisiert das Europa von heute. Ein Scheitern des Euro wäre ein fataler Rückschlag für Europa. Hiervon müssen wir unsere Mitbürger überzeugen.
    Postdemokratischer Politikstil
    Die Kampagne der Wirtschaftselite folgt einem gesellschaftlichen Trend in Deutschland, der sich seit mehreren Jahren beobachten lässt. Im Kampf um die öffentliche Deutungshoheit bedient sich die wirtschaftliche und auch politische Elite zunehmend eines professionellen politischen Marketings, das auf die Durchsetzung wirtschaftspolitischer Forderungen und Reformvorhaben zielt. Als stilbildend hierfür lässt sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) anführen, die seit Anfang des Jahrtausends mit ihrer Reform-PR eine neue Qualität des politischen Marketing in Deutschland etabliert hat.
    Anhand der Konjunktur dieser politischen Marketing-Methoden, wie sie in der elitären Kampagne zum Einsatz kommen, dokumentiert sich ein "postdemokratisch" anmutender Politikstil, der gerade im Bereich der europäischen Wirtschaftspolitik kennzeichnend geworden ist.
    Im Kern charakterisiert sich dieser Stil durch eine "Top-Down-Politik", die politische Willensbildung als einen Prozess begreift, der von oben nach unten verläuft. Der Bürger hat nicht mehr die Rolle eines partizipierenden demokratischen Akteurs inne, sondern fungiert vielmehr als passives Subjekt, das mit Hilfe von PR-Profis und Experten von "vorproduzierten" politischen Positionen privilegierter Gruppen "überzeugt" werden muss. Diese Haltung spiegelt sich markant in der Gestaltung der Kampagne wider: Im Gewand von Gemeinwohlrhetorik und postulierter Alternativlosigkeit geht es darin vor allem darum, den Bürger angesichts der europäischen Währungskrise zur vermeintlichen ökonomischen Vernunft zu führen, wie der Schlussabsatz eindrücklich vor Augen führt..
    Gerade diese elitäre Form der "Politikvermittlung" kann jedoch als einer der Quellen betrachtet werden, aus der sich die über die Währungskrise hinaus beständige Legitimationskrise des europäischen Projekts speist und eine wachsende Kluft zwischen Bevölkerung einerseits und den wirtschaftlichen und politischen Eliten andererseits sichtbar werden lässt. Auf eindrücklichste Weise offenbart sich diese Kluft anhand der Protestformen der "empörten" Griechen und Spanier. Aber auch in Ländern wie Deutschland oder Frankreich wird die Europapolitik mehr und mehr als Projekt wirtschaftlicher und politischer Eliten wahrgenommen, das vor allem an den Bedürfnissen und Forderungen der globalen Finanzmärkte orientiert ist.
    Angesichts dessen stellt sich die Frage, ob ein offener Appell einer binationalen Wirtschaftselite an die Bürger eine wirkungsvolle Antwort auf diese Legitimationskrise darstellen kann oder nicht vielmehr selbst Teil des Problems ist. Dass der Appell dazu führt, den Bürger davon zu überzeugen, altruistisch zur Rettung der Währungsunion in die Bresche zu springen, darf jedenfalls zu Recht bezweifelt werden.
    Telepolis > Politik

    Das Schlimme ist für mich, daß die indirekte Demokratie mißbraucht wird und offenbar am Ende ist. Wir brauchen die DIREKTE DEMOKRATIE !

  4. socrates
    02. Juli 2011 11:45

    KKP gewidmet, die die Sozikapitalisten vertritt:
    Wie und warum deutsche gegen griechische Steuerzahler ausgespielt werden
    Alexander Dill 30.06.2011
    Weitere Schulden werden zur Beibehaltung der Steuerfreiheit von Vermögen gemacht

    Wenn Politiker vom "deutschen Steuerzahler" sprechen, können sie sich meist der Zustimmung gewiss sein. Das hat einen mathematischen Grund: Eine große Mehrheit der Wähler zahlt Steuern. Es vergeht kein Tag, an dem nicht deutsche Politiker davor warnen, die Griechenland-Hilfe gehe zu Lasten des deutschen Steuerzahlers. In Griechenland ist es umgekehrt: Dort entsteht der bisher nicht existierende griechische Steuerzahler als politisches Subjekt gerade erst. Natürlich möchte kein Hellene zu dieser benachteiligten Gruppe gehören. Arm und Reich sind sich dort einig, dass Steuern eine zu vermeidende Strafe sind.

    Nun wird Deutschland einen wesentlichen Teil der griechischen Schulden im Rahmen des EU-Rettungsschirmes bezahlen müssen, pardon, nicht Deutschland, sondern der deutsche Steuerzahler.

    Zwischen September 2010 und Juni 2011 hat Deutschland seine eigenen Staatsschulden um 300 Milliarden Euro erhöht - so viel, wie Griechenland in 30 Jahren Steuerfreiheit fremdfinanzierte.

    Dennoch glauben deutsche Politiker und Volkswirte zu wissen, wie man Schulden abbaut, durch Sparen nämlich. Die Deutschen sind bekanntlich Meister in dieser Disziplin. Die Neuverschuldung wird 2011 möglicherweise "nur" 30 Milliarden Euro betragen. Gespart wurde nie ein Euro.

    Wer bezahlt am Ende wirklich?

    Wer aber bezahlt am Ende wirklich? Da in Deutschland wie Griechenland Vermögen und Vermögenszuwächse überhaupt nicht besteuert werden (Vermögenszuwachs Griechenland 2000-2010: 72,25%, Deutschland 2000-2010: 83,31%), weil die Regierungsparteien das für "wachstumsschädlich" halten, sondern nur Einkommen und Verbrauch, haben in Deutschland angestellte Kleinverdiener eine international einmalige Steuer- und Abgabenquote von 52% (Die deutsche Steuerlüge) .

    In Griechenland werden sie künftig auch die Hälfte ihres Einkommens abgeben dürfen. Aber für welche Leistungen? Die jüngst veröffentlichten Sparmaßnahmen bestehen ausschließlich im Abbau der öffentlichen Leistungen, also der Leistungen wie kostenlose Gesundheitsversorgung, Bildung und sozialer Wohnungsbau, die gerade Niedrigverdiener als Leistung für ihre Steuern benötigen.

    Wenn deutsche Professoren griechische Staatsanleihen empfehlen

    Griechenland wird über die Hälfte seiner Steuereinnahmen für Zins und Tilgung der Staatsschulden an die Hauptgläubiger, insbesondere die EU selbst, abführen. Der Hannoveraner Finanzprofessor Stefan Homburg überraschte in einem spektakulären Interview mit Armin Mahler vom Spiegel mit dem Geständnis, er selbst habe sich griechische Staatsanleihen mit einer Renditeerwartung von 25 Prozent pro Jahr gekauft. Woher hat er dieses Vertrauen? Nun, so bekennt der von deutschen Steuergeldern finanzierte Finanzforschungsbeamte:

    In den letzten Tagen habe ich selbst einen namhaften Betrag in griechische Anleihen gesteckt. Sie laufen noch ein Jahr und bringen im Erfolgsfall 25 Prozent Rendite. Damit schlafe ich wunderbar, weil ich an die grenzenlose Dummheit der Bundesregierung glaube. Sie wird zahlen.

    Inmitten dieser Plünderung der Staatskassen kommt auch ein weiterer Finanzbeamter, Paul Kirchhof, auf die geniale Idee, mit einem Einheitssteuersatz von 25% das Steuerrecht zu vereinfachen. Für Beamte, die ja keine weiteren 20 Prozent Sozialabgaben abführen, wäre das fast eine Verdoppelung ihres Netto, die sie dann - wiederum steuerfrei - in wertstabilen Immobilien anlegen und steuerfrei vererben oder weiterveräußern können.

    In Deutschland gibt es keinen Aufstand gegen Finanzprofessoren. Im Gegenteil: In den Medien werden sie als Wirtschaftsweise präsentiert, auf die die Regierung gefälligst hören soll.

    Schulden zur Beibehaltung der Steuerfreiheit von Vermögen

    Das Schlimme: Sowohl in Griechenland als auch in Deutschland hören die Regierungen auf sie. Im Namen eines imaginären Steuerzahlers, dessen Neukreditaufnahme nicht - wie von den Regierungen behauptet - für das Gemeinwohl verwendet wird, sondern für die Beibehaltung der Steuerprivilegien derer, die allein in Deutschland von Ende 2009 bis Juni 2011 einen Gesamtvermögenszuwachs von 1 Billion Euro verbuchen konnten.

    Der Blick auf den DAX zeigt, dass zumindest jene, die 2009 aufgrund ihrer erstklassigen Bonität, die mit den Steuerprivilegien verbunden ist, seit dem 2. März 2009, an dem der DAX mit 3666 Zählern seinen Tiefststand erreichte, mit Standardpapieren ihr Aktienvermögen verdoppeln konnten. Professor Homburg hat übrigens für die Staatsschulden eine kluge Lösung bereit:

    Daher überlässt man den Offenbarungseid späteren Bundesregierungen und wirft einstweilen gutes Geld schlechtem hinterher. Irgendwann, das ist sicher, wird das System durch politische und ökonomische Faktoren gesprengt.

    Selbst wenn dies die Wahrheit ist - sind dann die 1.500 Euro, die meine Frau und ich zur Tilgung der Staatsschulden auf das Sonderkonto zur Tilgung der Staatsschulden überwiesen haben, völlig verloren ?

    Nein, denn Professor Homburg könnte davon ja noch ein paar griechische Staatsanleihen mehr kaufen. Deren Zinsen zahlen dann die künftig steuerpflichtigen, griechischen Kleinverdiener.

    Gestern fand ich diesen Artikel in heise.de, heute war er weg. Soweit zur Medienfreiheit und den QM. Wozu auf Gratiszeitungen schimpfen, wenn FAZ und Kohnsorten ganzseitige Inserate für Griechenlandhilfe schalten

  5. Peter Brauneis
    01. Juli 2011 19:20

    Zwar hat sich eben eine überwältigende Mehrheit von deutschen Volkswirtschaftsprofessoren scharf gegen dauerhafte Garantien der EU zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit insolventer Staaten ausgesprochen. Eine Vergemeinschaftung der Schulden hätte „fatale Langfristwirkungen für das gesamte Projekt der europäischen Integration“. Doch Fachkommentare hindern nicht eifriges Propagieren schneidiger linksfanatischer Allgemeinplätze. Am besten mit „Frieden“ im Titel, denn vor Krieg fürchten sich zurecht alle. Das wußte schon Stalin.

    Warum ist die Plünderung der Steuerzahler in wenigen der 17 Euro-Staaten samt Verschuldung künftiger Generationen gutmenschlich und vorbildhaft, hingegen das Verlangen, auch Besitzer griechischer Luxusjachten mögen Steuern zahlen, ein garstiges – wenn nicht rechtsradikales (das ist immer praktisch) – Ansinnen? Was zudem solche Rechtsbrüche und Ungerechtigkeiten mit dem Jugo-Krieg vor 20 Jahren zu tun haben, wissen bestenfalls KommunikationsstrategInnen. Aber der Herr Genosse der Schreiberin, Alt-Kommunist Trittin, hat es dankenswert eh formuliert: Deutschland habe eine zu hohe Wettbewerbsfähigkeit, die für übermäßige Handelsbilanzüberschüsse verantwortlich sei. Oder verständlicher: Wenn die bösen Deutschen weiterhin dem Leitsatz „Schaffe, schaffe Häusle baue“ folgen, müssen sie bestraft werden. Diesen dümmlichen Faschisten.

  6. Josef Maierhofer
    01. Juli 2011 18:42

    @ Frau Krawagna-Pfeifer

    Ja, die Menschen suchen den Frieden, wollen aber selbst nichts dafür tun. Sich an den fleißigen Menschen zu bedienen, wird wohl zu wenig für den Frieden sein.

    Das Beste wäre die Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen, egal wo, bei uns und in Griechenland.

    @ Dr. Unterberger

    Die Griechen hätten gar nicht in die EU aufgenommen werden dürfen und spätestens mit dem Verletzen der Konvergenzkriterien aus dem Euro entlassen werden müssen. Die Griechen hätten Drachme, Arbeit und damit Frieden. Die Schulden werden sie mit oder ohne EU-Geld nicht zahlen (wollen und können).

    Die Hilfe Europas ist in Geldform falsch. Es wird dies den Euro und eventuell sogar die EU zerfetzen. Diese Inflationsgeld - Schutzschirme sind meines Erachtens strafbare Tatbestände.

    Griechenland ist geholfen, wenn wir dort Urlaub machen, ihre Waren kaufen, etc., aber Geldsummen (Papierlgeld) sind falsch und haben dort noch nie was gebracht, außer einigen wenigen, die auch heute kein Geld mehr in Griechenland haben, auch wenn es ihr Vaterland ist.

    • brechstange
      01. Juli 2011 19:19

      Schön, dass Sie wieder da sind, Herr Maierhofer.

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2011 20:21

      Auch ich freue mich wirklich über Ihre Wiederkehr in den Forums-Alltag (nach hoffentlich wieder kompletter Gesundung!).

      Beste Grüße und Wünsche!

  7. Markus Theiner
    01. Juli 2011 18:37

    KKP hat diesmal ja fast recht. Man muss es nur richtig lesen.

    Große ökonomische Misswirtschaft erzeugt Korruption, nährt Privilegienritter und Ungerechtigkeiten, diese wiederum ist Nährboden für extrem ungleiche Gesellschaften mit wenigen Superreichen und vielen Darbenden.

    Richtig. Genau das ist in Griechenland passiert. Der Staat hat schauderhaft gewirtschaftet und kann jetzt die Rechnung nicht zahlen.

    Das ist und war und wird es immer bleiben: Der Sumpf in dem Nationalisten, Faschisten, linke und rechte Diktatoren, Revolutionäre und Reaktionäre mit stumpfsinnigen Parolen Gehör bei den Massen finden. Und der Schlachtruf mit denen diese dann ins Gemetzel geschickt werden ist stets der gleiche: Seht her, Dein Nachbar, Deine Nachbarin hat mehr und lebt besser! Nehmt es ihnen weg! Griechenland brennt.

    Auch richtig. In Griechenland drehen jetzt die Radikalen auf und wollen den Schwarzen Peter ins Ausland abschieben. Sollen die doch draufzahlen, wir geben nichts zurück was wir uns ausgeborgt haben. Und wenn das denen nicht passt sollen die doch zahlen. Sonst geschieht es ihnen schon recht, wenn wir pleite gehen. Und vielleicht zünden wir dann noch was anderes an.

    Noch geht es hoffentlich mit Geld.

    Das ist ungefähr so, als würde ein Atheist meinen man solle einfach auf Gott vertrauen. Erstens zeigt sich da leichte Inkonsequenz im eigenen Weltbild und zweitens eine ziemliche Portion Unverständnis wie Gott arbeitet.

    Geld allein macht nicht glücklich und löst auch keine Probleme. Es muss auch richtig eingesetzt werden. Jeden wütenden Mob für ein gelegtes Feuer mit Geld zu belohnen ist allerdings ein zumindest fragwürdiger Ansatz. Wahrscheinlich hätte man auch den Serben nach Ausbruch des Krieges sofort ein paar Milliarden schicken sollen, damit da unten Ruhe herrscht. Dann wäre heute der ganze Balkan ein Hort des Friedens, der Demokratie, der Menschenrechte und der Gesamtschule.

  8. Celian
    01. Juli 2011 18:23

    Ui, jetzt malt KKP das Schreckgespenst eines blutigen Bürgerkriegs an die Wand. Typisch für die Linke: da wird jenen mit Gewalt gedroht, die man um ihr Vermögen erleichtern will. Um solch niederes Begehr zu verschleiern, wird blanker Raub in soziale Umverteilung umgetauft und die eigenen, finsteren Absichten wirft man seinem Opfer vor: Raub(tierkapitalismus) und Raffgier. Hier die armen Räuber, dort die bösen Besitzenden.

    Deshalb findet die Linke auch nichts dabei, wenn Griechenland, das arme Land, nun Subventionen in Milliardenhöhe von den reichen Ländern wie Deutschland, Niederlande und Österreich nimmt.

    Griechenland wird immer mehr zu einem Präzedenzfall für zukünftige Raubzüge an den noch funktionierenden Nationalstaaten. Um das zu verhindern, dürfen Deutschland und die anderen nördlichen Staaten kein Geld mehr nach Athen schicken. Da die Regierungen über die Köpfe ihres Souveräns hinweg, dem Volk, dies bereits beschlossen haben, kann man nur mehr hoffen und beten, daß irgendetwas dazwischen kommt.

  9. Brigitte Imb
    01. Juli 2011 18:16

    Selbst, falls die "€-Retter" richtig liegen mögen, wird letztendlich die griechische Bevölkerung die Einschnitte nicht mittragen wollen. Die Gewerkschaften kündigen bereits weitere Widerstände an, v.a. gegen die Privatisierungspläne.
    So ist anzunehmen, dass die frischen Mrd., ebenso verpuffen wie die ersten 110.

    Und ob die Umverteilungstheorie u. -freude der Fr. KKP ( u. der Linkischen)tatsächlich Frieden sichernd ist, wird sich weisen.

  10. Alexander Renneberg
    01. Juli 2011 17:53

    o.t.

    schau an wie schnell das geht.....

    http://www.orf.at/stories/2066506/

    in jeder hinsicht.

  11. Erich Bauer
    01. Juli 2011 17:38

    "Moral" ohne Vernunft. Die politische Instrumentalisierung und Umdeutung von "Moral" (auch: "Solidarität) führt geradewegs in die Tyrannei...

    „Wie? Wenn das Umgekehrte die Wahrheit wäre? Wie? Wenn im ‚Guten’ auch ein Rückgangssymptom läge, insgleichen eine Gefahr, eine Verführung, ein Gift, ein Narkotikum, durch das etwa die Gegenwart auf Kosten der Zukunft lebte? Vielleicht behaglicher, ungefährlicher, aber auch in kleinerem Stile, niedriger? Sodass gerade die MORAL daran Schuld wäre, wenn eine an sich mögliche höchste Mächtigkeit und Pracht des Typus Mensch niemals erreicht würde? Sodass gerade die MORAL die Gefahr der Gefahren wäre?“ Friedrich Nietzsche (Kritik der Moral, 1887)

    • Celian
      01. Juli 2011 18:27

      Nietzsche hat offenbar schon im Frühstadium der (national)-sozialistischen Arbeiterparteien deren heuchlerisches Wesen erkannt.

  12. Alexander Renneberg
    01. Juli 2011 17:38

    Sieht gut aus. Kompliment!

    sehr gelungen, der science blog gefällt.

  13. Brigitte Imb
    01. Juli 2011 17:35

    Scheint heute kein Hackerangriff gewesen zu sein auf den Blog, Maske und viele andere Funktionen sind neu.

  14. terbuan
    01. Juli 2011 17:06

    Nach dem Hackerangriff oder was immer sind alle Kommentare zwischen 8:42 und 16:32 gelöscht!
    Darunter auch meine Antwort an den Poster "lässing/Woglinde/lahnsteirer", aber egal, da er ohndies völlig humor- und schmähbefreit hier gegen mich zu Felde zieht will ich sie auch nicht wiederholen, der liebe Wertkonservative hat ihm schon in höflicher Form die richtige Antwort gegeben!

    • Alexander Renneberg
      01. Juli 2011 17:34

      wer weiß ob es hackerangriff war. die seite schaut ein wenig anders aus. zumindest am imac und am ipad.

    • terbuan
      01. Juli 2011 17:37

      Du hast Recht, es wurde eine neue Software installiert, ich ziehe meinen Beitrag zurück! Aber es bleibt die Frage, warum sind die Kommentare von 8:42 bis 16:33 futsch, das sollte eigentlich nicht passieren?

    • Alexander Renneberg
      01. Juli 2011 17:39

      sei froh terbuan ;-)

    • terbuan
      01. Juli 2011 17:43

      Warum, kommt er doch ins Fischerbräu?

    • Alexander Renneberg
      01. Juli 2011 17:47

      böser terbuan. böööööööser! ;-) mit meinen schmähs hausieren gehen ;-)

      hoffentlich versteht den nicht wieder jemand falsch....

    • terbuan
      01. Juli 2011 17:51

      Der "humor" war von mir und nächstes Mal kommt ein @renneberg!

    • Alexander Renneberg
      01. Juli 2011 17:52

      naja terbuan vielleicht kommt er ja doch..... ein bier steht!

    • terbuan
      01. Juli 2011 17:56

      Vielleicht fahre ich nächste Woche auch nach Salzburg, mein Sohn kommt nämlich Morgen aus Indien zurück, ich parke in der Kapuzinerberg-Garage und wir machen einen Lokalaugenschein in der Glockengasse, wäre doch nett? ;-)

    • Alexander Renneberg
      01. Juli 2011 18:02

      keine schlechte idee, aber ich mach jetzt keinen lokalvorschlag für ein bierchen sonst werd ich wieder gemaßregelt oder es müssen lisa und eva einschreiten..... :-(

      wobei, wir könnten zum lindy, kajetanerplatz auf ein gutes glasl gehen.

  15. Alexander Renneberg
    01. Juli 2011 16:42

    alleine der vergleich zwischen dem "killerkapitalismus" und dem hiv virus ist übel.
    wie man sieht schrecken die sozialisten vor verharmlosungen ebensowenig zurück wie vor lügen.

    waren es nicht sie sozialistischen gewerkschaften in griechenland die für einen großen teil der ausgaben verantwortung tragen?

    das überseiht kkp gerne.

    viel schlimmer allerdings wiegt, dass kkp solidarität fordert. das tun sozialisten immer wenn sie mit dem rücken zur wand stehen.
    aber solidarität ist keine einbahnstraße.

    hans olaf henkel schreibt in seinem buch: "die macht der freiheit" dass europa unter einem ungleichgewicht des ideellen dreiecks leide.
    wir haben zuviel gleichheit, dementsprechend zuwenig freiheit und müssen uns deshalb auch nicht wundern, dass die menschen immer weniger solidarität füreinander aufbringen wollen.

    kkp und konsorten sollten bei jedem ihrer rufe nach solidarität genau überlegen wieviel freiheit sie den bürgern davor schon genommen haben.

  16. inside
    01. Juli 2011 16:31

    na ja, funktioniert ja wieder ... :-)
    Nach der SPÖ und der FPÖ war jetzt A.U. dran?

  17. Samtpfote
    01. Juli 2011 08:07

    Andreas Unterberger (114)
    Katharina Krawagna-Pfeifer (7)
    Keinem von beiden (0)
    Abgegebene Stimmen: 121

    Selten hat der Nichtraucher A.U. die KKP so klar in der Pfeife geraucht...

  18. terbuan
    01. Juli 2011 07:35

    OT
    Herzliche Gratulation den bestwerteten Postern des Monats Juni:

    Libertus, Wertkonservativer und Postscriptum

    Ihr habt es Euch wahrlich verdient!!!

    • lässing
      01. Juli 2011 08:42

      eine schleimige, kriecherische Ergebenheitsadresse des Obermanipulierers terbuan. Der einzige, der sich den ersten Platz voll verdient hätte, ist der Wertkonservative, der den einzigen Lichtblick in diesem faden, dümmlichen, Einheitsmeinungsbrei bildet, der da Tag für Tag von den Fischer-Bräu-Aktivisten
      geboten wird.
      Allein wie diese abstoßende Clique durch Halbsterndl-Spenden den Wertkonservativen von den vorderen Plätzen wegmanipuliert, ist einfach nur abstoßend.

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2011 16:38

      @ lässing:

      Ohne Ihnen nahetreten zu wollen, bitte ich Sie um gelegentliche Mail-Auskunft )(gerhard@michler.at), wie ich zu der bereits wiederholten Hervorhebung und Bevorzugung meiner Person im A.U.-Sternderlmatch durch Sie komme.

      Es ist nett, dass Sie mich hier in diesem so ausgeglichenen und auch meist hochklassigen Konkurrenzfeld derart auffällig präferieren, doch ich bitte Sie sehr, sich allzu offensichtlicher Lobreden auf mich, und andererseits sicher ungerechtfertigter Vorwürfe gegenüber anderen Spitzenpostern in Zukunft zu enthalten.
      Ich fühle mich hier weder gemobbt (die paar Halbsternderln ändern ja am Ergebnis gar nichts), sondern geehrt von der Zustimmung, die mir hier (wie den anderen Stockerl-Hupfern auch) entgegengebracht wird.

      Schauen Sie, Libertus z.B. ist (ohne oder mit Unterstützung "dunkler Mächte") in seinen Beiträgen derart fundiert und auch publikumswirksam, dass es mir wahrscheinlich auch in hundert Jahren nicht gelingen würde, ihn vielleicht einmal auf den zweiten Platz zu verweisen.

      So ist das halt mit den ehrgeizigen Stockerlhupfern: der Zweite und der Dritte, recht gut und schön, aber dem Ersten fliegen halt doch die Herzen zu!

      Also Spaß beiseite: Dankeschön, @lässing, doch nun aber - bitte - Funkstille beim Wertkonservativen-Loben!
      Verstandevous?

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2011 19:22

      Noch kurz eines: wer vielleicht glaubt, hinter diesem @lässing verstecke sich einer meiner BIÖ-Freunde, der ist wirklich am falschen Dampfer!

      Die dort (laut Renneberg ja eh nur drei, vier Leutln) haben alle mitsamt - wie ich mich inzwischen überzeugen konnte - einen wesentlich differenzierteren und seriöseren Schreibstil, als mein selbsternannter "Freund" lässing in den Laptop klopft (bitte nicht böse sein, lässing!!!).

      Dies nur, falls solche Überlegungen und Anwandlungen im Raum stünden!

    • libertus
      01. Juli 2011 21:07

      @terbuan

      Vielen Dank und ich schätze Ihre Glückwünsche wenigstens als ehrliche ein.
      Verwundert bin ich über die Neidgesellschaft, die auch unter so vielen intelligenten Postern möglich ist - das hätte ich nie und nimmer gedacht.
      Aber offensichtlich sind auch Menschen mit Intelligenz und Niveau nicht vor niedrigen Gefühlen gefeit.

      Ich selbst gratuliere allen Mitpostern, egal auf welchem Platz und ganz ohne Neid, die mit ihren vielen fundierten Beiträgen zum Gelingen des Tagebuchs beitragen.

      @lässing

      Ich fordere Sie nochmals auf, Ihre Anschuldigungen bezüglich "Fischer-Bräu-Aktivisten" und ähnlichen früher geäußerten Diffamierungen zu unterlassen.
      Von mir kommen keinerlei Angriffe gegen Mitposter oder gegen Sie persönlich und ich ersuche Sie, solche auch gegen mich zurückzunehmen.

      Arbeiten Sie Ihren Frust bitte an anderen Mitmenschen in Ihrer Umgebung ab!

      P.S.: Übrigens - ich bin weiblich und kann damit schon gar nicht in Ihr verqueres Weltbild über mich passen!!!!!!

      @Wertkonservativer

      *lach* - auch wenn ich immer meinem Tagesrhythmus entsprechend meine Kommentare spät nachts (= kurz nach Erscheinen, aber das kann ich keinesfalls beeinflussen, wann A.U. seine Eintragungen "online" stellt!!) vornehme, bin ich nicht mit "dunklen Mächten" im Bunde, dahingehend kann ich Sie beruhigen und wenn die Sternderlverteilerei ein Ende fände, womit ich sofort Einverstanden wäre, könnte das an meinen Kommentargewohnheiten nichts ändern.
      Der Eine spät abends - der Andere des frühen Morgens und wenn wir nicht neidig sind, profitiert jeder davon.

      Übrigens habe ich in der Vergangenheit pro Tag nur einen einzigen bewertungsfähigen Kommentar gepostet und nicht wie mancher hier für eine bessere Ausgangsposition gleich 3 oder 4!
      Dies sollte z. B. schon einmal auf meine Lauterkeit ganz ohne "dunkle Mächte" hinweisen!!!!!!!

    • libertus
      01. Juli 2011 21:17

      Nachtrag:

      Entschuldigung: ich habe nicht "pro Tag" einen Kommentar eingestellt, sondern PRO TAGEBUCHEINTRAG - der Rest bleibt gleich! :-)

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2011 21:23

      Werter libertus (oder besser liberta?),

      da haben Sie mich ein wenig missverstanden! Mit den "dunklen Mächten" meinte ich - leicht ironisch gefärbt - die von "lässing" angesprochenen (und gar nicht existenten) geheimen Förderer Ihrer Spitzenstellung im Sternderl-Ranking!

      Dass ich Sie hochschätze, meine ich mit meinen sonstigen Ausführungen in der "lässing"-Replik ja doch bewiesen zu haben.

      Also, nochmals, volle Hochachtung und beste Grüße vom wirklich nicht neidigen Wertkonservativen!

      Und, Freund Terbuan, noch herzlichen Dank für Deine hochgesinnten Worte!

    • libertus
      02. Juli 2011 11:45

      @Wertkonservativer

      Vielen Dank, nun sind ja alle Klarheiten beseitigt, ich gehe in Vielem mit Ihnen konform und schätze ebenfalls Ihre gemäßigten, eloquenten Beiträge!

      Noch etwas von meiner Seite bezüglich der bösartigen @lässing-Unterstellung wegen Halbsternderln: ich persönlich habe noch nie von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, weder bei Ihnen noch bei anderen Mitpostern, weil ich Halbsternderln ganz einfach dümmlich finde. Bei meiner Bewertung setzte ich auf "ganz oder gar nicht" d. h. entweder 3 Sternderln als volle Zustimmung oder gar keines - meist verbunden mit einem Subkommentar.

      So einfach mach ich mir das! ;-)

    • Wertkonservativer
      02. Juli 2011 12:47

      Danke, Dame im Männergewande!

      Mit den Sternderln halte ich es genauso wie Sie: entweder drei oder gar keine (allein schon deswegen, weil ja Zwischensternderl in den Wertungen nicht berücksichtigt werden; der Durchschnittswert ist ja eigentlich für'n Hugo)!

      Liebe Grüße nach Wien!

  19. terbuan
    01. Juli 2011 07:22

    Ein Projekt ist gescheitert, das steht fest: Griechenland in den Euro aufzunehmen.
    Dafür gibt es viele Ursachen und so manche Schuldigen, der de facto Konkurs wird nur weiter verschleppt und verschleiert.

    Einem Schuldner in aussichtsloser Lage, der seine Schulden NIEMALS MEHR zurückzuzahlen in der Lage sein wird, noch mehr Geld zu borgen ist grobe Fahrläßigkeit und Betrug an den europäischen Nettozahlern und ihrer Zukunft.
    Also an uns allen und dagegen sollten wir uns wehren!

    Und wenn der liebe Wertkonservative meint wir sollten uns ein Beispiel an den Polen und deren Forderung nach Solidarität nehmen, dann kann ich nur erwidern,
    die Polen verlangen Solidarität, aber nicht von ihrem eigenen Volk, sondern eine von den Zahlern, d.s. vor allem Deutschland, den Niederlanden und nicht zuletzt von Österreich!

    • Alexander Renneberg
      01. Juli 2011 07:29

      Aber, aber terbuan, solidarität ist für sozialisten eine einbahnstrasse. Wußten sie das nicht? :-)

  20. Anton Volpini
    01. Juli 2011 07:15

    Verehrter Wertkonservativer, wenn Sie auch auch diesmal auf der Seite der Salzburger Lady stehen, dann beachten Sie bitte trotzdem Ursache und Wirkung!

    Den Zustand, den die Lady da beklagt, hat vorher ihresgleichen herbeigeführt!
    Ich finde es auch interessant, daß da aus Zufall oder Absicht vorher eine Diskussion aus dem März gebracht wird. Da schreibt die Lady über den Killerkapitalismus als Ursache für den Zustand in Griechenland. Als ob je ein Staat jemals so etwas wie Kapitalismus zugelassen hätte? Alle Staatsgebilde, auch die USA haben durch Interventionitis jeden Kapitalismus im Ansatz zunichte gemacht. Die Griechenlandkrise, die Eurokrise und auch die Dollarkrise wurde durch die Politik, Bürokratie und Geldpolitik der Nationalbanken, aber nie durch unternehmerischen Egoismus verursacht!

    Mit den Wörtern Killerkapitalismus und Raubtierkapitalismus versuchen die Linken wiedereinmal von sich als Ursache für Verbrechen, Not und Elend abzulenken, wie es ihnen ja schon einmal bei der National Sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei gelungen ist!

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2011 08:12

      Sehr geehrter Herr Volpini,

      danke für Ihre faire und auch berechtigte Replik: mein Talent, in manchen Fällen notwendigerweise Ursache und Wirkung zu erfassen, ist bei mir nicht sehr ausgeprägt vorhanden.
      In vielen Fällen handle ich mehr nach meinem Bauchgefühl (dummes Wort!), als nach der ratio!
      Aber ich bin eben so, wie ich bin: bitte um Verständnis!

    • Anton Volpini
      01. Juli 2011 08:27

      Verzeihen Sie, aber es liegt mir nichts ferner, als zu maßregeln. Schon gar nicht bei Ihnen verehrter Wertkonservativer, ich schätze alle Ihre Beiträge sehr!

      Aber wir dürfen den Linken nicht wieder eine Geschichsfälschung durchgehen lassen, schon gar nicht in unserer Gegenwart!!
      Besonders wenns die Linken mit der Mitleidsmasche von Not und Elend versuchen, muß man höllisch aufpassen.

  21. Dr. Dieter Zakel MA
    01. Juli 2011 07:14

    Und schon wieder ein neuer Kampfbegriff: "Killerkapitalismus".
    Das bedeutet: Ich will mein Geld zurückhaben? Wie reaktionär :-)

  22. Wertkonservativer
    01. Juli 2011 06:48

    Es tut mir fast weh, es hier sagen zu müssen, in diesem Fall mehrheitlich auf der Seite der Salzburg-Lady zu stehen (ich habe sie oft genug hart kritisiert und manchmal auch lächerlich gemacht)!

    Doch, werte Freunde, diesmal sind Sätze drin, denen ich zustimme.
    Werter Dr. Unterberger, ich bin wirklich fast immer Ihrer Meinung! Tragen Sie es mir bitte nicht nach, wenn ich hier der gleichen - vielleicht unmaßgeblichen - Meinung wie Frau KKP bin.

    Es kann - wird sogar wahrscheinlich - so kommen, wie Sie es hier klar sagen; aber - abgesehen davon, dass wir die Entwicklung hinsichtlich der Griechenland-Hilfe mit unseren Kräften ja gar nicht mehr aufhalten können - lassen Sie Europa diesen einen Akt der Solidarität setzen, um auszuloten, was möglich und noch einigermaßen verkraftbar ist. Wenn dann - so oder so - eine Kettenreaktion Europa und unser Wertgefüge auseinanderkrachen lässt, dann können wir wenigstens sagen: wir haben's versucht.

    Nach Aussagen vieler ernstzunehmender Politiker und Wirtschaftler sind die Auswirkungen der Griechen-Krise auch für den Fall der Griechen-Pleite für ganz Europa zumindest so gravierend, wie nach einer nochmaligen Hilfeleistung:
    es bleibt ja dann eigentlich "gehupft wie gesprungt"!

    Eines noch, werte Mitr-Diskutanten: wollen wir uns von den viel ärmeren Polen, die am ersten Tag ihrer EU-Ratspräsidentschaft Solidarität mit den Griechen einfordern, beschämen lassen?
    Und wenn, wie ich gerade las, ein Herr Buchen der Regierung gegenüber mit einem Volksbegehren gegen die Griechenland-Hilfe droht! Da kann ich nur sagen: billigster Populismus, ganz in der Art seines größeren rechten Konkurrenten.

    So, jetzt habe ich mich einmal in Widerspruch zur Meinung auch vieler meiner Freunde gesetzt. Stahlhelm habe ich zur Sicherheit am Bürotisch liegen, sollten mir Fetzen um die Ohren fliegen (fast ein Reim, oder?)!

    Guten Morgen, und - bitte - nichts für ungut!

    • brechstange
      01. Juli 2011 16:37

      Diese windelweiche Taktik hat uns in diesen Zustand gebracht. Diese gegenüber skrupellosen Machtmenschen anzuwenden, führt zu Verlust. Die können sich ins Fäustchen lachen.
      Der schlaue kleine Grieche, der sich mit durchlaviert, zieht eben dann den Kürzeren. Genauso wie der kleine Österreicher, etc.

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2011 16:57

      Alles recht und schön, werte Brechstange!
      Sie tun jedoch immer so, als ob der Furor der Wutanten hier im Forum imstande wäre, die von Ihnen (oft berechtigt) kritisierten Misstände in Österreich, Europa und der Welt wirksam und nachhaltig zu minimieren bzw. zu beseitigen.

      Gegen derartige Überheblichkeiten (ohne vorhandene Machtinstrumente), gepaart mit oft einseitigen Schuldzuweisungen und der Meinung, einfach immer auf der richtigen Seite zu stehen, bin ich inzwischen hochgradig allergisch.

      Wen meinen Sie z.B. mit skrupellosen Machtmenschen; in meinem Beitrag finde ich keinerlei Hinweise auf diese Spezies! Wen oder was meinen Sie damit?
      Die österreichische Regierung, die EU, die Vereinten Nationen?
      Oder gar nur die Austro-Schwarzen?
      Oder warten Sie einfach auf den starken Mann (schon dagewesen), der die Chose wieder einmal so richtig aufmischt?
      Also nochmals, werte Brechstange, sagen Sie doch bitte einmal, was nach Ihrer Ansicht richtig und wichtig wäre!

      Mit besten Grüßen

      Ihr windelweicher Wertkonservativer!
      (

  23. libertus
    01. Juli 2011 01:19

    Wenn, ja wenn alle anderen europäischen Länder reich und nur Griechenland arm und pleite wäre, könnte man in der Argumentation von Frau KKP eine gewisse Logik finden. Aber die Dame blendet völlig aus, daß die meisten EU-Staaten selbst bis über beide Ohren in Staatsschulden ersticken und die von ihr eingeforderte Solidarität das ganze System zum Kippen bringen kann.

    Dann würden erst recht die von ihr beschworenen Szenarien eintreten und noch dazu mit wesentlich größerer Wucht.

    Daher sollte man bei aller Verantwortung bzw. gerade aus Pflicht zu einer solchen für Griechenland ein Ende mit Schrecken beschließen als einen Schrecken ohne Ende.

    Härte kann auch unter Umständen heilend wirken, sehr geehrte Frau KKP!





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