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Kann Salzburg ohne Ziegler überleben?

Den Schweizer Sozialdemokraten war er längst zu wirr, zu radikal, viel zu links; er wird daher in seiner einstigen Partei nicht einmal mehr mit Asbesthandschuhen angegriffen. Dabei ist diese im internationalen Vergleich nicht gerade am rechten Rand der globalen Sozialdemokratie angesiedelt. In drei Ländern ist er schon verurteilt worden, weil er seine wilden Behauptungen nicht beweisen konnte. Aber von den österreichischen Medien wird dieser Jean Ziegler dennoch wie das Orakel von Delphi angebetet.

Geht dieses absurde Phänomen darauf zurück, dass in vielen der heimischen Medien jeder Unsinn breiten Platz findet, wenn er nur linksradikal genug ist – weil ja ein Gutteil der Journalisten ebenso linksradikal denkt (oder präziser: ebensolche Phrasen nachplappert)? Oder hängt es damit zusammen, dass Ziegler als Eröffnungsredner der Salzburger Festspiele zuerst vorgesehen, dann aber wieder ausgeladen worden ist – wegen einer Randerscheinung seines in sehr vielen Dingen sehr problematischen Lebenslaufs, nämlich seiner langjährigen Nähe zu Muammar Gaddafi, die derzeit nicht sonderlich opportun ist? Tatsache ist jedenfalls, dass einige Jahre davor die in ähnlicher Weise erfolgte Ausladung des Andre Glucksmann, des wahrscheinlich bedeutendsten Nachkriegs-Philosophen Frankreichs, medial fast unbemerkt und ganz unkommentiert abgelaufen ist.

Aber Ziegler mit seiner Beredsamkeit eines Maschinengewehr hat sich sofort elegant in die Opferrolle manövriert: Die großen Sponsoren hätten auf seiner Ausladung bestanden. Wie bei fast jeder von Zieglers Behauptungen gibt es auch dafür nicht den Hauch irgendeinen Beweises, sondern nur wilde Dementis aller mit seiner Ausladung Befassten.

Aber auch das ist harmlos gegen Zieglers eigentliche Untaten: Er ist seit Jahrzehnten als Amtsverteidiger fast aller der übelsten und blutrünstigsten Diktatoren dieser Welt unterwegs. Er hat nicht nur für Libyens Gaddafi einen Menschenrechtspreis mitgegründet und ihn sogar noch 2008 als „rational, zweckgerichtet, vernuftgeleitet“ gerühmt. Er war auch engst mit Massenmördern wie Che Guevara, Fidel Castro und Robert Mugabe befreundet, deren Partei er stets mit all seiner eifernden Rhetorik ergriffen hat. Was ihn freilich nicht hinderte, sich bei passender Gelegenheit bisweilen wieder von einigen seiner Idole zu trennen.

Noch übler ist eine weitere Seite des Herrn Ziegler: Nämlich der fanatische Hass auf die Marktwirtschaft, die er zur Mutter fast jedes Ungemachs erklärt. Dabei spricht er natürlich fast nie von Marktwirtschaft, sondern in der Sprache eines Hasspredigers nur von „Raubtierkapitalismus“ und ähnlichem. Auch dabei lässt er sich durch Fakten nie beirren. Er schiebt mit besonderer Liebe zu drastischer Sprache diesem Kapitalismus die Schuld für den Hunger in der Welt zu.

Er ignoriert dabei aber völlig eine der am besten bewiesenen Korrelationen der Geschichte: In einem Land gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit umso weniger Hunger, je kapitalistischer dort die Wirtschaft funktioniert. Ein asiatisches Land nach dem anderen entkommt auf dem Weg des von Ziegler so gehassten Kapitalismus Hunger und Not. Während die auf dem Weg des Sozialismus verharrenden Länder mit absoluter Sicherheit ihren Bürgern Not, Hunger und Elend beschert haben.

Auch der wirtschaftliche Aufschwung vieler europäischer Länder zwischen Estland und Slowenien ist nicht imstande, in die realitätsferne, aber klischeevolle Weltsicht des Herrn Ziegler vorzudringen.

Er spielt sich besonders gerne als angeblicher Hungerexperte der UNO auf – also jener tollen Organisation, die reihenweise Diktaturen in ihre Menschenrechtsgremien wählt. Auch in dieser Funktion erregt er sich fast nur über die angebliche Schuld des Westens. Und das auch in Zeiten, da Islamisten in Somalia hunderttausende Menschen zynisch dem Verhungern preisgeben, indem sie die (vom Westen bezahlte) Hilfe nicht ins Land lassen.

Am krassesten ist es, wie Ziegler in Simbabwe den Weg in die Hungerkatastrophe begleitet hat. Jenes klimatisch begünstige Land war Jahrzehnte einer der größten Lebensmittelexporteure Afrikas – solange bis Diktator Mugabe rund 4000 weiße Farmer brutal vertrieb. Das wurde von Ziegler lautstark bejubelt.

Diese „kapitalistischen“ Farmer aber hatten den gesamten Nahrungsreichtum des Landes produziert und organisiert. Als dann Mugabes Parteigenossen die Farmen oft mit blutigen Methoden übernommen hatten, war es nicht nur mit dem Kapitalismus aus, sondern auch mit dem Lebensmittelreichtum. Die folgende Hungerkatastrophe trieb rund drei Millionen Simbabwe-Einwohner in die Flucht nach Südafrika.

Aber nicht einmal das hatte Ziegler wenigstens ansatzweise zur Vernunft gebracht. Und auch seine grünen Sympathisanten nicht, die ihn unbedingt zu einer Ersatzveranstaltung nach Salzburg holen wollten. Zu dieser kommt Ziegler aber nun auch nicht. Weil er gerade irgendwo im Dienste der UNO total unabkömmlich ist. Oder waren ihm die österreichischen Grünen zu minder? Das könnte man ja noch verstehen. Denn als Ziegler noch auf einen Auftritt bei der Festspieleröffnung hoffte, hatte er noch keineswegs unabkömmliche Termine . . .

PS: Übrigens, wenn Ziegler gerade einmal bei seinen Antikapitalismus-Tiraden doch Luft holen muss, fällt ihm sofort der nächste Lieblingsfeind ein: nämlich Israel. Aber ein kräftiger Schuss Antisemitismus ist auf der Linken ja sowieso schon lange angesagt – pardon, er ist natürlich als Antizionismus getarnt.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2011 01:16

    Jean Ziegler fühlt sich halt als "Tempelritter" der Kommunisten und wenn seine ideologischen Grundsätze nur einen Hauch Realität enthielten, müßte doch Nordkorea das reichste, vorbildhafteste und glücklichste Land dieser Welt sein, oder?

    Daß Jean Ziegler als Salzburger Festspielredner ausgeladen wurde, muß man als Wiedergutmachung sehen, denn der eigentliche Skandal ist und bleibt, welch verwirrter Geist überhaupt auf die Idee kam ihn EINZULADEN?

    Und natürlich durfte auch heute Abend in ORF2 Herr Ziegler wieder lang und breit seine kruden Ansichten vor Herrn Dorfer, dem Interviewer, ausbreiten.

    Unser ORF sollte endlich zu seiner linksradikalen Gesinnung stehen und beim Logo von Kreis mit Mittelpunkt zu Hammer und Sichel wechseln, damit würde wenigstens Ehrlichkeit am Küniglberg Einzug halten!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2011 06:57

    Es ist dem ORF Vom Morgenjournal weg, einen ganzen Tag wert, uns Österreicher damit zu befasseln, was Hr. Ziegler bei der Eröffnungsansprache in Salzburg gesagt hätte, hätte man ihn sprechen lassen. Hättiwari, das sind News (vermeide das Wort Informationen), wie sie dem Qualitätsmanagement des ORFs mittlerweile mehrheitlich entsprechen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2011 09:40

    Der Kommunist Ziegler erhielt ja bekanntlich 2008 den "Salzurger Landespreis für Zukunftsforschung".

    Diesen bekommen Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise durch zukunftsweisende Ideen und Initiativen verdient gemacht haben.

    Damals wurde ihm sicherlich auch gleich eine Einladung als Festredner bei den Festspielen in Aussicht gestellt.

    Es ist wirklich eine Schande, welche erbärmlichen Provinzpolitiker hier ihr Unwesen treiben

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2011 17:11

    ich habe die rede des herrn ziegler gelesen und muss sagen, reines linksextremes gequacke und gefasel.
    was da und dort zu 5% und punktuell stimmen mag, wird zu 100% ursache der probleme aufgeblasen.
    kein wort über die durch medikamente und verbesserte hygiene verursachte bevölkerungsexplosion, die nicht durch verbessertes struktur- und wirtschaftswachstum gedeckt wird. kein wort über die defizitäre mentalität und arbeits- leistungseinstellung vieler bevölkerungsgruppen in entwicklungsländern.
    schuld sind die spekulanten und kapitalistischen geldsäcke aus dem westen.
    die sitzen aber in ländern, die vor wohlstand und verschwendung schier zu zerplatzen drohen. warum wohl, herr ziegler? wegen des ausbeuterischen kapitalismus?
    kein wort über die eingeborenen oberschichten vieler entwicklungsländer, die diese verantwortungslos aussaugen. warum nicht, herr ziegler?

    was für ein armseliger, realitätsferner schwachsinn. der mann hat ausser grossen reden wohl noch nie etwas praktisches in einem entwicklungsland zustande gebracht.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2011 07:31

    So, wie Ziegler hier dargestellt wird, ist er das Idealbild eines Ideologen.

    Ideologie beruht nicht auf Fakten, sondern auf Glauben und deshalb reihe ich diese bei mir in die Schublade 'Sekten' ein. Darum haben die Ideologien auch die Feindschaft zu Religionen entwickelt, weil sie ja als Ersatzreligionen unterwegs sind.

    Also dieser Ziegler scheint mit Realität nicht viel am Hut zu haben, wie auch seine Gefolgsleute, es muss nur wirken, was er von sich tönen darf.

    Das erklärt auch den Absturz der ÖVP in Österreich, sie hat keine Ideologie mehr, sie hat sie verloren an die Ideologen der SPÖ.

    Für mich ist Ideologie ein Phänomen, das ich zwar nicht erklären kann, man glaubt daran oder nicht, aber es scheint die Ideologie eben die 'Würze' zu sein, die nötig ist, um die Verbreitung politischer, eben auch ideologischer, Inhalte zu transportieren, das zeigt sich am Erfolg der Linken. Dabei ist es agal, was der wirkliche Inhalt der Ideologie ist, sie muss nur geglaubt werden, auch dann wird sie geglaubt, wenn es sich, wie bei den derzeitigen Linken, um eine uralte, tiefmarxistische, kommunistische Ideologie handelt. Das setzt sich durch mit allen uns schon aus Sowjetzeiten und DDR Zeiten bekannten Begleiterscheinungen.

    Offenbar beraubt sich der Mensch damit all seiner Freiheiten solange, bis er ausbricht, Revolution heißt das dann im einschlägigen Jargon.

    Ja, werte österreichische Apparatschiks dieses Kommunismusglaubens, sie persönlich fahren gut damit auf Kosten des Volkes und der Zukunft. Schlecht wird Euch werden, wenn der Zahltag kommt und Euer Glaube, Eure Ideologie wieder einmal zusammenbricht, wie des öfteren in der Geschichte, allzu lange kann es nicht mehr dauern bei dem Schuldentempo, das Ihr, werte Apparatschiks, in Eurer Realitätsverweigerung täglich dem Volk auferlegt.

    Das Volk aber, das will keine Realität, das braucht einen Traum. Hundsgemein seid Ihr und unehrlich, die Ihr dieses Traumbedürfnis des Volkes für Eure Selbstbedienung ideologisch ausnützt.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorambrosius
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2011 07:58

    Ich habe mir den Tort angetan und " La haine de l´ occident" gelesen. Wie nicht anders erwartet, reiht sich der Herr in die Reihe von jenen, durch gutes Marketing und gute Organisationsform der Partei ( heute müsste man wohl sagen: linkes Parteispektrum) hochgepushten Schmalsprurintellektuellen bzw. Flachwasserdenker ein, wie sie uns halt immer wieder vorgesetzt werden, weil es keine niveauvollen Denker in diesen Regionen gibt. Inhaltlich ähnelt er jedem kürzlich abgehaltenen und fröhlich vorsichhinpubertierenden deutschen Kirchentag
    samt Exbischöfin und ist folglich nicht würdig, auch nur kommentiert zu werden.
    Viel interessanter ist die Beobachtung, wie viel intensiver und hektischer und somit auch durchschaubarer der Propagandaapparat der Linken sich entwickelt,
    besonders natürlich in den Kampfmedien ORF und ZDF: es hat bloß einen halben Tag gebraucht, bis die Verschwörungstheorie von der Falle des" bösen,blöden Sarkozy" für DSK geboren war, es hat nicheinmal einen halben Tag gedauert, bis das ZDF die Trommel des "rechtsradikalen Terrorismus" nach den Taten in Norwegen zu schlagen begonnen hat und da auch gleich den armen, geistig für sowas garnicht fähigen Strache als Rechtsradikalen mit Wahlplakat abgebildet hat( auf den Viktor Orban haben sie dabei vergessen, oder war der vielleicht nur zu schwierig zu buchstabieren?)
    Ganz subtil und im Untergrund merkt der aufmerksame Leser, daß es noch echte Journalisten in der österr. Presselandschaft gibt. Man muß aber schon in Sowjetdiktatur geschult sein, um ihre Heldentaten zu entdecken !
    Wir werden mit der linken Propagandamaschine noch viel und grimmig zu lachen haben!

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juli 2011 06:19

    Herr Ziegler dürfte einer der weltverbesserlich angehauchten und absolut einäugig durch die Welt gehenden Linken sein, wie es sie in unserer Welt ja in zu großer Menge gibt!

    Ihn mit den Salzburger Festspielen überhaupt in Verbindung gebracht zu haben, ist ein arger Missgriff der Festspiel-Obrigkeiten (vor allem auch der Frau LH!).

    Die Salzburger Festspiele sind das Juwel in unserer inzwischen ins Uferlose ausartenden Festspielerzeugungs-Anstalt!

    In meiner recht ansehnlichen C-Diskothek nehmen die seit Jahrzehnten mitgeschnittenen Festspiel-Highlights (mit Schwerpunkt klassisches Lied), und von Orfeo d'Or sorgsam digitalisierten CD's einen Ehrenplatz ein: Lisa della Casa, Ludwig, Fischer-Dieskau, Prey u.a., daneben die vielen herrlichen Orchesterkonzerte unter Furtwängler, Karajan & Co., das sind die Salzburger Festspiele, nicht abgetackelte Links-Gurus und professionelle Weltverbesserer-Kasperln mit Diktatoren-Hintergrund!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDannhäuser
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juli 2011 16:37

    Wie sagte es Michael Fleischhacker so treffend: "Hubsi Kramar ist einfach ein Trottel"

    Ex aequo mit Jean Ziegler.


alle Kommentare

  1. Amory (kein Partner)
    12. Februar 2015 13:56

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  2. Hazel (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:01

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    20. Januar 2015 08:47

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  4. Saz (kein Partner)
    19. Januar 2015 08:16

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  5. R.i.p. Otto (kein Partner)
  6. Jacky (kein Partner)
    28. Juli 2011 14:17

    Jean Ziegler war UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. In seinen Büchern beschreibt er, was er erlebt hat, als er in dieser Funktion in der dritten Welt unterwegs war. Er beschreibt das Elend der Menschen, die in Sweatshops unter erbärmlichen Bedingungen schuften müssen, oder sich auf der Suche nach Nahrung durch Müllberge wühlen. Er beschreibt, wie transnationale Unternehmen mit brutalsten Methoden gegen Gewerkschaften vorgehen, oder auch, wie unsere westlichen Konzerne die Umwelt der dritten Welt zerstören (z.B. Shell in Nigeria). Seine Darstellungen sind vielleicht nicht immer wissenschaftlich fundiert, aber sie gründen auf seinen eigenen Erfahrungen.

    Ziegler kommt zum Schluss, dass keineswegs, wie Unterberger behauptet, "ein Land nach dem anderen auf dem Weg des Kapitalismus Hunger und Not entkommt", sondern im Gegenteil. Für Menschen wie Unterberger, für die das marktwirtschaftliche System über jeden Zweifel erhaben ist, ist dies natürlich unerträglich. Und so lassen sie keine Gelegenheit aus, Ziegler zu diffamieren, wo es nur geht. Teilweise mit Argumenten, die der Wahrheit entsprechen, teilweise - wie in Unterbergers vorliegendem Artikel - mit solchen, die keineswegs der Wahrheit entsprechen (etwa, indem man Ziegler zum Antisemiten macht).

  7. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    28. Juli 2011 13:57

    Auch wenn manche linke Journalisten Herrn Ziegler zum Propheten und Guru hinaufschreiben wollen, ist das verlorene Mühe. Warum? Zieglers wortgewaltiges selbstgefälliges Geschwurbel und Getöse ist ja schwer zu ertragen, seine immergleichen Gemeinplätze sind demagogisch und schrecklich vereinfachend, wie es halt eine bestimmte Art von selbstgerechten Gutmenschen total cool findet . . . aber soll ich mir die Mühe machen, wirklich jedes Argument des Ziegler einzeln auf seine Stichhaltigkeit abzuklopfen und zu entkräften, oder gibt es einen verkürzten Zugang zur Persönlichkeit des Herrn?

    Ganz schlicht schaue ich mir deshalb an, wen er nach eigenen Angaben bewundert. Und finde da psychopathische mehrfache Mörder wie Mugabe oder Guevara oder Gadhafi. Und schon ist es bei mir aus mit dem Herrn Ziegler, er hat, wie man bei uns in Wien sagt, "ausgeschissen". Wie war doch sein Name . . . Zie . . . ? Hab ich schon vergessen.

    • Undine
      28. Juli 2011 18:15

      Wäre der wortgewaltige Jean Ziegler beispielsweise ein RECHTER, würden ihn die Linken einen POPULISTEN schimpfen.

    • contra
      28. Juli 2011 21:19

      @Undine

      Populisten? Viel zu wenig, er wäre Staatsfein Nr. 1!

  8. cmh (kein Partner)
    28. Juli 2011 13:57

    Ich lege soeben Orwells Hommage to Catalonia aus der Hand. Orwell war einmal so ein Sozialist, der im spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Republikaner kämpfte.

    Im Zuge dieses Krieges verwanden aus den eigenen Reihen immer wiede Leute - und jetzt kommt's - von einigen wurde über die Verhaftung berichtet, andere verschwanden "incommunicado", also ohne weitere Nachricht und dann auf immer.

    Dabei kamen mir die Dokumentationen über die alten deutschen Franco-Söldner, die im Spanien des Franco und danach ein bequemes Leben führen konnten - offensichtlich zum Missfallen des Dokumentarfilmers, in den Sinn. Gleich danach auch die Nachrichten über die Österreichischen Kommunisten, die unter Dollfuss und Hilter in die SU flohen.

    Kann mir einer der Mitblogger Quellen nennen, aus denen ich entnehmen kann, dass es letztern auch so gut geht, wie den alten Faschistenschweinen in Spanien? Ich würde mich so gerne mit den Roten aussöhnen. (Ganz klar ein Anfall von wertkonservativer Altersmilde!)

  9. xRatio (kein Partner)
    28. Juli 2011 00:05

    Jean (alias: Jan) Ziegler ist nach übereinstimmender Einschätzung aller noch nicht rotverblödeten Kreise nichts weiter als - kurz gesagt: ein Rotnazi.

    Mit solchen Affen und ihren Anbetern, die es hier außer Deppofuck ja glücklicherweise kaum gibt, mag man sich sachkundig im Irrenhaus befassen.

  10. Helmut Schmidt (kein Partner)
    27. Juli 2011 23:55

    Der Begriff "Raubtierkapitalismus" wurde z.B. von Helmut Schmidt geprägt, ist der für Sie etwa auch ein "Hassprediger"? Was Ziegler betrifft kann man ja durchaus verschiedener Meinung sein, vieles an seinen Thesen ist mMn. sicherlich problematisch, vieles jedoch richtig. Warum sie ihre Kritik an der "Linken" jedoch immer so polemisch und untergriffig formulieren ist mir ein Rätsel. Ich verstehs einfach nicht. Man müsste meinen Kritik an Personen wie Ziegler wäre auch sachlich zu formulieren. Warum gehts ihnen und ihren Mitstreitern dabei? Einen Dialog zwischen rechtsliberal und linksliberal denkenden Menschen unmöglich zu machen. Letztendlich wird uns das nicht weiterbringen. Und das ist schade!

    • contra
      28. Juli 2011 00:04

      @Helmut Schmidt

      Dann schmökern Sie erst einmal ein bißchen in diverser linker Haßpolemik gegen Rechte, vielleicht verstehen Sie dann besser, daß man nicht immer die "rechte Backe" hinhalten kann! Alles klar?

    • xRatio (kein Partner)
      28. Juli 2011 00:19

      Helmut Schmidt ist ein "Volkswirt" und auch sonst von mäßigem Verstande.

      Lucida intervalla waren und sind bei Sozis seiner Statur nicht ausgeschlossen.

      Hier liegt er -wie fast immer- mal wieder falsch.

  11. raeter
    27. Juli 2011 20:39

    Zitat Weltwoche 7.9.2008
    "Mittagsschlaf" mit Jean Ziegler

    Allerdings verstand es Ziegler, seine ganz persönliche sexuelle Befreiung mit der Befreiung der Dritten Welt zu verknüpfen. Der kleine Uno-Beamte im Kongo der sechziger Jahre hatte es auf die «ausladenden Hüften» und die «violett schimmernde schwarze Haut» von Thérèse abgesehen. So hiess Zieglers Bedienstete vom Stamm der Tutsi, und der Befreiungstheoretiker wusste gut, was Abhängigkeitsverhältnisse wert sind: «Ich fragte Thérèse, ob sie mir beim Mittagsschlaf Gesellschaft leisten wolle. Lachend nahm sie meinen Vorschlag an.» Ganz ähnliche «Vorschläge» gehörten sicher zum Repertoire jener weissen Kolonialherren, die Ziegler sonst tief verabscheut. «Der Kleinbürger will alles, nur nicht Kleinbürger sein.» Es scheint, als ob Ziegler dieses böse Wort Enzensbergers höchstpersönlich einlösen wollte.

    In seinem Buch «Gegen die Ordnung der Welt» würdigt Jean Ziegler 1986 ausdrücklich Guevaras «radikalen Humanismus». Was darunter konkret zu verstehen ist, zeigt die von Ziegler angeführte «Reihe von Führern», die er von Guevara inspiriert sieht und denen er «besonders tiefen Dank» schulde: etwa den «Führern» aus Kuba (seit 1959 unter Fidel Castro) und Libyen (seit 1969 unter dem Autokraten und Terror-Financier Gaddafi).

    Ob denn ein Übergang zum Sozialismus ohne Bürgerkrieg möglich sei, wird Ziegler 1979 gefragt. «Ich möchte mit Jean Jaurès antworten: 'Unsere Gegengewalt wird immer nur so stark sein wie die Aggressionsgewalt unserer Feinde.'» Er weiss zu zitieren, der Professor für Soziologie - und er weiss, dass die RAF-Terroristen mit der gleichen Begründung ihren bewaffneten Kampf, ihre Mordtaten, ihre Sprengstoffanschläge rechtfertigten. Aber es geht um ein grösseres, höheres Ziel. Die sozialistische Revolution, schreibt Ziegler, sei eine soziale Revolution. «Die bürgerliche Staatsmacht soll gebrochen werden.»

    Ebenso wohlwollend bekannte sich der Genfer Uno-Funktionär zu Simbabwes Diktator Robert Mugabe, der im Jahr 2000 eine «Landreform» einleitete, bei der fast alle weissen Farmer enteignet wurden. Angewandter Marxismus plus schwarzer Rassismus. Ziegler begrüsste diese «Landreform» ausdrücklich: Dem welschen Wochenmagazin L'Hebdo (22. 08. 2002) sagte er, Mugabe habe «die Geschichte und die Moral auf seiner Seite». Ausserdem sei der ehemalige Lehrer und heutige Alleinherrscher weder ein Mobutu noch ein Idi Amin.

    Wie so oft hält sich die Wirklichkeit nicht an Zieglers Vorgaben. Mugabe hat dieses Jahr die Wahlen mit Knüppeln und Gewehren für sich entschieden. Oppositionelle wurden verfolgt und getötet. Die Umverteilung von Grund und Boden stürzte die einstige Kornkammer Afrikas in ihre grösste ökonomische Krise: Hyperinflation und Zusammenbruch der Versorgung sind die Folgen.

    Für die Würde des Menschen, so der frühere SP-Nationalrat noch im Juni 2008, sei die Reform nützlich gewesen, auch wenn der Staat nicht die Mittel gehabt habe, sie gut durchzuführen. Was zählt, ist der gute (marxistische) Wille. Während Mugabes sozialistische Reform Simbabwe ins Elend stürzte, amtete der Stehauf-Marxist Ziegler als Uno-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Da mag man nicht einmal mehr von Ironie der Geschichte sprechen.

    Zitat Ende

    Ein bisserl viel Irrtümer bei Herrn Ziegler!

    • terbuan
      27. Juli 2011 21:51

      Einfach nur unappetitlich, dieser Ziegler!

    • DSMVW (kein Partner)
      28. Juli 2011 00:11

      Kein Zweifel, ein ekelhafter wichtigtuerischer Heuchler.

      Aber wenigstens hat der sich nicht an kleinen Kindern vergriffen, so wie dieser feine Herr, der für Grün im EU-Parlament sitzt: http://bit.ly/fb4tUe

    • Undine
      28. Juli 2011 10:34

      @raeter

      Ihr hervorragender entlarvender Kommentar samt unwiderlegbaren Zitaten MÜSSTE doch den Fürsprechern Jean Zieglers die Augen endlich öffnen, sollte man annehmen!
      Aber die LINKEN und fast noch mehr die ganz Linxlinken "meinen es ja immer so gut", daß ihnen auf jeden Fall ein (Schein-)heiligenschein gebührt, selbst wenn es---wie immer---ganz schief geht mit dem "Gutmeinen" der Linken.

      @DSMVW

      Der "feine" Herr, der für die GRÜNEN im EU-Parlament sitzt, hat dank seiner Wurzeln NARRENFREIHEIT und ist somit auf Lebensdauer unantastbar.

    • contra
      28. Juli 2011 12:27

      @DSMVW

      Wer sich von solchen Subjekten im EU-Parlament vertreten läßt, sollte niemals mehr über andere moralisch urteilen und genau das ist doch die Lieblingsbeschäftigung der GrünInnen.

  12. Stefan Graf
    27. Juli 2011 18:33

    Kleine Statistik zum Bericht des ORF über die Eröffnungsreden:
    http://www.orf.at/stories/2070894/2070882/

    Joachim Gauck hält die Rede, Ziegler ist nicht einmal anwesend. Im Artikel werden die Personen, gemessen an der Wortanzahl, wie folgt gewichtet:

    Worte gesamt: 608 (100%)
    Gauck: 93 (15%)
    Ziegler:302 (50%)
    Fischer:128 (21%)
    Rabl-Stadler+Schmied: 85 (14%)

    Nicht schlecht, 50% der Information für etwas aufzuwenden, das nicht einmal stattgefunden hat. Das schafft nur der ORF.
    Und der Hauptredner ist nicht einmal Zweiter im Ranking, im Gegenteil, praktisch ex aequo am letzten Platz.

    Das hat nichts mehr mit "Information" zu tun, das ist buchstäblich Desinformation.

  13. Robert Bond (kein Partner)
    27. Juli 2011 18:31

    Au ja. Unterberger springt auf den Broderschen Zug auf und hängt der Linken ein bisserl Antisemitismus an. Und gleichzeitig bekommt der ausgewiesene Antisemit (und übrigens auch Anti-Demokrat) Friedrich Romig im Tagebuch seine Bühne. Peinlich.

    • Trollfresser (kein Partner)
      27. Juli 2011 20:21

      @Robert Blond

      NEhmen Sie bitte endlich zur Kenntnis, dass es hier keine Antisemiten, sondern nur Antizionisten gibt.

    • Antidummquatsch (kein Partner)
      27. Juli 2011 21:30

      @Trollfresser. Eine andere Neusprech-Bezeichnung machts auch nicht besser.

  14. Heri (kein Partner)
    27. Juli 2011 18:13

    Salzburg kann ohne Ziegler überleben, nur der ORF offensichtlich nicht:
    http://www.orf.at/stories/2070894/2070882/

    Was muß man tun, damit man soviel gratis publicity vom Staatsfunk bekommt?
    Es scheint, als ob es wirklich genüge einfach ein linker Spinner zu sein.

    • terbuan
      27. Juli 2011 18:52

      Ein Skandal dieser Beitrag, man ist es allerdings bereits gewohnt, von diesem widerlichen Rotfunk nichts anderes zu hören und zu lesen!

  15. Dannhäuser (kein Partner)
    27. Juli 2011 16:37

    Wie sagte es Michael Fleischhacker so treffend: "Hubsi Kramar ist einfach ein Trottel"

    Ex aequo mit Jean Ziegler.

  16. einfacheinnick (kein Partner)
  17. Jacky (kein Partner)
    27. Juli 2011 13:42

    Erstunken und erlogen ist zum Beispiel, dass Ziegler "für Libyens Gaddafi einen Menschenrechtspreis mitgegründet" haben soll. Das ist schlicht eine Erfindung von Herrn Unterberger, und nichts weiter.

    Über den Rest von Unterbergers Hasstirade gegen Ziegler will ich weiter keine Worte verlieren.

    • AGLT (kein Partner)
      27. Juli 2011 13:47

      Nun diese "Erfindung" Unterbergers wird im Rahmen einer Anfrage im Schweizer Nationalrat behandelt .....

    • terbuan
    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. Juli 2011 14:40

      Auch nicht gerade eindeutig der Wikipedia-Eintrag. Ziegler hätte den Preis selber bekommen sollen... auf die Idee, einen Preis zu stiften, damit man ihn selber bekommt, kommt höchstens ein Erwin Pröll oder dergl.

    • Heri (kein Partner)
      27. Juli 2011 16:42

      @STF

      Wie kommen Sie darauf, dass Ziegler den Preis erhalten haben soll? Hat das jemand hier behauptet oder sind Sie hier der erste der dies behauptet?
      Ziegler hat aber sehr wohl mit dem großen Wüstenführer diesen Preis gestiftet. Oder sehe ich da was falsch?

  18. Neppomuck (kein Partner)
    27. Juli 2011 12:43

    Gegensätzlicher Meinung zu sein soll vorkommen.

    Mehr noch, das ist geradezu das Wasser, das demokratische Mühlen treibt.

  19. Neppomuck (kein Partner)
    27. Juli 2011 09:52

    Ziegler, durchaus als ein "kontroversieller Geist" zu betrachten, hat in weiten Teilen seiner Ausführungen schon recht. Auch wenn er nicht „rechts“ ist.
    Mag er da und dort auch geirrt haben.

    Wer Sätze wie „Die höchste Stufe des Kapitalismus ist die organisierte Kriminalität“ der Welt zum Fraß vorwirft, kann nicht grundsätzlich daneben liegen. (Aus seinem Buch „Die Barbaren kommen.“)
    Dass der Verzicht auf 10 % der weltweiten Rüstungsausgaben, vielleicht sind es mittlerweile 12 %, und deren Umleitung in Maßnahmen gegen den Hunger der Welt diesen beseitigen könnte, sollte auch kein widerlegbares Rechenexempel darstellen.

    Natürlich überzeichnet er da und dort, wiederholt er oft, für manche „ad nauseam“, seine Thesen, aber ohne Einhämmern geht es nun mal bei Nieten nicht.
    Was muss der harmlose Teilnehmer an meinungsbildenden Diskussionen nicht oft über sich ergehen lassen, wenn sich die „linksguten Cluster“ über die wahren Verbrechen (der Rechten) dieser Welt verständnisinnig verbreitern dürfen.

    Aber wie es eben so ist mit Thesen und Antithesen.
    Die Falsifizierung einer (!) These bedeutet noch lange nicht die Verifizierung all ihrer Antithesen.

    Das sollte, auch für sich gerne als anspruchsvoll gebende „Philosophen der ontologischen (Seinslehre) Disziplinen“, durchaus begreifbar sein.

    Und dass man mit der weltweit verordneten Vorschrift, die „russische Puppe“ Israel, Judentum und Zionismus grundsätzlich als sakrosankt zu behandeln, in Konflikt kommt, wenn man die Machenschaften des zwar anonymen, aber nichtsdestoweniger international "wütenden" (O-Ton J. Ziegler) Kapitals kritisch beleuchtet, sollte auch niemanden verwundern.
    Da genügt es, nur ein paar (dia-)sporadisch auftretende Malversationen (oder Manipulationen, z.B. der Geldmärkte) näher zu betrachten.

    Kurz und gut: Jede Überreaktion ist verdächtig wie auch verräterisch.
    Impliziert sie doch ein „Toucheé“, das sich gewaschen hat.

    • simplicissimus
      27. Juli 2011 12:16

      ach herr neppomuck, nehmen sie doch die 12% der rüstungsausgaben und fangen sie gleich mit der hungerbeseitigung an.
      ich nimm derweil erste reihe fussfrei und seh mir das an. als praktiker, nicht als philosoph.

      dann schreib ich ein buch mit einem kapitel "die höchste stufe des sozialismus ist die totale vergewaltigung des individuums". und lass mich in den medien feiern. ah so, die wollens ja nur einseitig, hab ich vergessen.

      extremismus von rechts und links ist eindeutig abzulehnen, extremer kapitalismus auch. und die thesen des comandante tejero, pardon, herrn zieglers, sind derart einseitig, dass sie glatt abzulehnen sind. da hilft auch alles schönreden nichts.

      nix für ungut, diesmal sind wir andrer meinung.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      27. Juli 2011 13:31

      @simplicissimus:
      Im Ernst: Schreiben Sie dieses Buch bitte! Schon der Titel ist eine unanfechtbare Wahrheit.
      Herzliche Grüße, und tragen Sie mich als sicheren Käufer ein!

    • xRatio (kein Partner)
      28. Juli 2011 00:03

      @Neppomuck 27. Juli 2011 09:52

      Gleich erklärt uns Deppofuck sicher noch den Unterschied zwischen Hitler und Stalin.

      Neppomuck, du rote Nazisau, hau dich über die Häuser.

    • cmh (kein Partner)
      28. Juli 2011 13:42

      123xRatio - so Sie es sind

      Ich bin zwar ein großer Freund des Wortwitzes, über Ihre letzte Verballhornung kann ich aber nicht lachen.

      Glauben Sie ernsthaft, dass irgendjemand auf Ihre Homepage geht und dort durch den Inhalt überzeugt wird, wenn Ihr Postng mit "rote Nazisau" schließt?

  20. Segestes (kein Partner)
    27. Juli 2011 08:12

    Unterberger, stellen sie sich nicht dümmer als sie sind: Antizionismus ist nicht gleich Antisemitismus.
    Ihr Versuch die rabiaten Tugendritter mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, bringt rein gar nichts - außer dass sich die Stimmung weiter aufheizt.
    Man prolongiert dieses überflüssige Thema damit nur bis in alle Ewigkeit.
    Soll doch jeder Depp der will Juden hassen, oder den Staat Israel - und wenns sein muss beides zusammen.
    Es gibt wirklich kaum ein unwichtigeres Thema, als diesen abgenudelten Mumpitz aus Großvaters Zeiten.
    Und man komme mir nicht mit irgendeiner Verantwortung ^^

    • SOKs (kein Partner)
      27. Juli 2011 08:46

      Segestes, was haben Sie gegen Großväter?

    • Segestes (kein Partner)
      27. Juli 2011 23:03

      Solange sie nicht immer und immer wieder die gleiche Geschichte erzählen - nichts.

  21. Hmmm (kein Partner)
    27. Juli 2011 07:41

    Ich verstehe was Unterberger für Ziegler empfindet - es muss erschütternd sein, wenn man in sein andersfarbiges Spiegelbild blickt.

    Ein alter Mann der in seiner Meinung völlig festgefahren ist, gegen jede Faktenlage argumentiert, in seiner ganz eigenen Welt lebt und sich dabei einer aufgeregten Polemik bedient...

    Unterberger und Ziegler, brudergleich nur jeweils aus der anderen ideologischen Ecke.

  22. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    27. Juli 2011 07:19

    Und es ist wirklich nötig, so einen langen Kommentar über einen Selbstdarsteller wie Ziegler zu schreiben, der Aufmerksamkeit braucht wie einen Bissen Brot? Nur weil der Junior eine Veröffentlichung von ihm vorabdrucken ließ, das hat Sie so geärgert?

    • SOKs (kein Partner)
      27. Juli 2011 08:49

      bitte geben Sie doch hier den Link zu Ihrem Tagebuch, ich möchte mehr von Ihnen lesen.

    • Heri (kein Partner)
      27. Juli 2011 09:25

      @STF:

      Es ist notwendig Ziegler's Aussagen wenigtens irgendwo zu relativieren, da Ziegler ja in letzter Zeit wirklich von ORF (zB Ö3) hinter dem Vorhang hervorgekramt wurde. Da gab es lange Interviews ("zu Gast bei...") mit ihm, in denen er UNKRITISIERT seine Ideologie zum Besten geben konnte. Man vergleiche dabei den (zwar hilfolosen, aber umso agressiveren) Hr. Armin Wolf beim Interview mit FPÖ Mitgliedern...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. Juli 2011 12:08

      Was ich nicht ganz verstehe, ist, warum die Menschheit hier immer für so blöd gehalten wird, jedes Gewäsch auf Ö3 oder sonst wo für bare Münze zu nehmen.

      Sie unterschätzen die Menschen, sogar die österreichischen Menschen. Was Sie "Aussagen wenigstens irgendwo zu relativieren" nennen, klingt für mich in Wirklichkeit nach überheblicher Belehrung.

      Das Unterberger bei seinem vielleicht tw. begründeten Hass auf alle österreichischen Medien (besonders auch die mehrheitlich konservativen Tageszeitungen), diesen die Schuld an allem Unbill gibt, ist noch irgendwo zu verstehen, aber die Postergemeinde?

    • AGLT (kein Partner)
      27. Juli 2011 13:49

      "Sie unterschätzen die Menschen, sogar die österreichischen Menschen"

      Da sagen die Wahlen aber immer etwas anderes aus ...

  23. Der sinnvollere Kommentar (kein Partner)
    27. Juli 2011 06:47

    Wo er recht hat, hat er aber nun mal recht, der Herr Ziegler - auch wenns dem charakterlosen Polemiker und Lügner Unterberger nicht passt.
    ---
    Sehr verehrte Damen und Herren!

    Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 37.000 Menschen verhungern jeden Tag, fast eine Milliarde sind permanent schwerstens unterernährt. Derselbe World-Food-Report der FAO, der diese Opferzahlen gibt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft problemlos das Doppelte der Weltbevölkerung ernähren könnte.
    Schlussfolgerung: Es gibt keinen objektiven Mangel, also keine Fatalität für das tägliche Massaker des Hungers, das in eisiger Normalität vor sich geht.
    Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet.

    Gestorben wird überall gleich. Ob in den somalischen Flüchtlingslagern, den Elendsvierteln von Karachi oder in den Slums von Dacca, der Todeskampf folgt immer denselben Etappen.
    Bei unterernährten Kindern setzt der Zerfall nach wenigen Tagen ein. Der Körper braucht erst die Zucker-, dann die Fettreserven auf. Die Kinder werden lethargisch, dann immer dünner. Das Immunsystem bricht zusammen. Durchfälle beschleunigen die Auszehrung. Mundparasiten und Infektionen der Atemwege verursachen schreckliche Schmerzen. Dann beginnt der Raubbau an den Muskeln. Die Kinder können sich nicht mehr auf den Beinen halten. Ihre Arme baumeln kraftlos am Körper. Ihre Gesichter gleichen Greisen. Dann folgt der Tod.

    Die Reichen

    Der Mammon: Auf der Bühne lacht er alljährlich den Jedermann aus. Für Jean Ziegler sind die unkontrollierte Maximierung des Mammons und die "Rettung der Spekulations-Banditen" das Übel der Welt Der Mammon: Auf der Bühne lacht er alljährlich den Jedermann aus. Für Jean Ziegler sind die unkontrollierte Maximierung des Mammons und die "Rettung der Spekulations-Banditen" das Übel der WeltWie zig-tausendfach in der Tragödie, die sich gegenwärtig in Ostafrika abspielt. In den Savannen, Wüsten, Bergen von Äthiopien, Dschibuti, Somalia und Tarkana (Nordkenia) sind 12 Millionen Menschen auf der Flucht. Seit fünf Jahren gibt es keine genügende Ernte mehr. Der Boden ist hart wie Beton. Neben den trockenen Wasserlöchern liegen verdurstete Zebu-Rinder, Ziegen, Kamele. Wer von den Frauen, Kindern, Männern noch Kraft hat, macht sich auf den Weg, in eines der vom UNO-Hochkommissariat eingerichteten Lager.
    Zum Beispiel nach Dadaad in Kenia. Dort drängen sich seit drei Monaten über 400.000 Hungerflüchtlinge, die meisten aus Südsomalia, wo die mit El-Kaida verbundenen Chebab-Milizen wüten. Seit Juni treten täglich rund 1500 Neuankömmlinge aus dem Morgennebel. Platz im Lager gibt es schon lange nicht mehr. Das Tor im Stacheldrahtzaun ist geschlossen. Vor dem Tor machen die UNO-Beamten die Selektion: Nur noch ganz wenige - die eine Lebenschance haben - kommen herein.
    Das Geld für die intravenöse therapeutische Sondernahrung - die ein Kleinkind, wenn es nicht zu sehr beschädigt ist, in zwölf Tagen zum Leben zurückbringt - fehlt.
    Das Welternährungsprogramm, das die humanitäre Soforthilfe leisten sollte, verlangte für den Juli einen Sonderbeitrag seiner Mitgliedstaaten von 180 Millionen Euro. 62 kamen herein. Das Budget des World-Food-Programms war 2008 sechs Milliarden Dollar, 2011 nur noch 2,8 Milliarden.

    Warum? Weil die reichen Geberländer - insbesondere die EU-Staaten, die USA, Kanada und Australien - viele Tausend Milliarden Euros und Dollars ihren einheimischen Bank-Halunken bezahlen mussten: zur Wiederbelebung des Interbanken-Kredits, zur Rettung der Spekulations-Banditen. Für Sofort- und Entwicklungshilfe blieb und bleibt praktisch kein Geld.
    Wegen des Zusammenbruchs der Finanzmärkte sind Hedge-Funds und andere Groß-Spekulanten auf die Agrarrohstoffbörsen umgestiegen und treiben die Grundnahrungsmittelpreise in astronomische Höhen. Die Tonne Getreide kostet heute auf dem Weltmarkt 270 Euro. Ihr Preis war genau die Hälfte im Jahr zuvor. Reis ist um 110 Prozent gestiegen. Mais um 63 Prozent.

    Die Folge? Weder Äthiopien noch Somalia, Dschibuti oder Kenia konnten Nahrungsmittelvorräte anlegen - obschon die
    Katastrophe seit fünf Jahren voraussehbar war.
    Dazu kommt: Die Länder des Horns von Afrika sind von ihren Auslandschulden erdrückt.

    Wunder

    Die Rede gibt’s ab Sonntag auch im ecowin-Verlag. Die Rede gibt’s ab Sonntag auch im ecowin-Verlag.Für Infrastruktur-Investionen wie Bewässerung fehlt das Geld. Die Dürre tötet ungestört. Diesmal wird sie viele Zehntausende töten.
    Die Verursacher Viele der Schönen und der Reichen, der Großbankiers und der Konzern-Mogule dieser Welt kommen in Salzburg zusammen. Sie sind die Verursacher und die Herren dieser kannibalischen Weltordnung.

    Was ist mein Traum? Die Musik, das Theater, die Poesie transportieren die Menschen jenseits ihrer selbst. Die Kunst hat Waffen, welche der analytische Verstand nicht besitzt: Sie wühlt den Zuhörer, Zuschauer in seinem Innersten auf, durchdringt auch die dickste Betondecke des Egoismus, der Entfremdung und der Entfernung. Sie trifft den Menschen in seinem Innersten, bewegt in ihm ungeahnte Emotionen. Und plötzlich bricht die Defensiv-Mauer seiner Selbstgerechtigkeit zusammen. Der neoliberale Profitwahn zerfällt in Staub und Asche. Ins Bewusstsein dringen die Realität, die sterbenden Kinder.
    Wunder könnten in Salzburg geschehen: Das Erwachen der Herren der Welt. Der Aufstand des Gewissens! - Aber keine Angst, dieses Wunder wird in Salzburg nicht geschehen.
    Ich erwache. Mein Traum könnte wirklichkeitsfremder nicht sein!

    Kapital ist immer und überall stärker als Kunst. "Unsterbliche gigantische Personen" nennt Noam Chomsky die Konzerne. 2010 haben die 500 größten Privatkonzerne, alle Sektoren zusammen genommen, 52,8% des Weltbrutto-Sozialproduktes, also aller in einem Jahr auf der Welt produzierten Reichtümer - kontrolliert. Die total entfesselte, sozial völlig unkontrollierte Profitmaximierung ist ihre Strategie. Es ist egal, welcher Mensch an der Spitze des Konzerns steht. Es geht nicht um seine Emotionen, sein Wissen, seine Gefühle. Es geht um die strukturelle Gewalt des Kapitals. Produziert es dieses nicht, wird er aus der Vorstands-Etage verjagt.
    Gegen das eherne Gesetz der Kapitalakkumulation sind selbst Beethoven und Hofmannsthal machtlos. "L'art pour l'art" hat Théophile Gautier Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben. Die These von der autonomen, von jeder sozialen Realität losgelösten Kunst schützt die Mächtigen vor ihren eigenen Emotionen und dem eventuell drohenden Sinneswandel.
    Die Gegengewalt

    Die Hoffnung liegt im Kampf der Völker der südlichen Hemisphäre, von Ägypten und Syrien bis Bolivien, und im geduldigen, mühsamen Aufbau der Radikal-Opposition in den westlichen Herrschaftsländern. Kurz: in der aktiven, unermüdlichen, solidarischen, demokratischen Organisation der revolutionären Gegengewalt. Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der Tag wird kommen, wo Menschen in Frieden, Gerechtigkeit, Vernunft und Freiheit, befreit von der Angst vor materieller Not, zusammenleben werden.

    • simplicissimus
      27. Juli 2011 09:02

      was für schöne worte.
      und wer sind die "mörder" dieser kinder? was für eine begriffseskalation.

      haben sie praktikable rezepte, was man tun soll?
      haben sie schon irgendetwas nachhaltig entwickelndes in einem entwicklungsland zustande gebracht?

    • Gandalf
      27. Juli 2011 09:21

      Dieser angeblich "sinnvollere Kommentar" ist die wohl dümmste Aneinanderreihung von hohlen Phrasen und Parolen, die schon zu Zeiten der DDR - Jungpioniere nicht mehr originell waren.

    • simplicissimus
      27. Juli 2011 09:29

      und nun ein konkreter punkt:
      ländern entwicklungshilfegelder hinten reinzuschieben, das dann in irgendwelchen kanälen ineffizient verdunstet und diese länder am steten tropf der entwicklungshilfe zu lassen, behindert die entwicklung mehr, als sie zu fördern.
      besser ist hilfe zur selbsthilfe, das ist:
      - ausbildung, ausbildung, ausbildung
      - unterstützung kleiner bis mittlerer privatunternehmen
      - unterstützung im aufbau eines funktionierenden rechtssystems

    • cmh (kein Partner)
      27. Juli 2011 10:49

      Genau - wir können das Bevölkerungswachtum nur dann in den Griff bringen, wenn wir den unterentwickelten Ländern endlich beibringen, was die Homosexualität für eine tolle Sache ist. Man kriegt solange keine Kinder solange man welche kriegen könnte und nervt dann danach, dass man jetzt doch nicht nur mit der Fußhupe (aka Bluthund aka Bartwisch etc. ) auskommen will, sondern sich dazu einen echten Menschen halten will. Da die Homosexualität zudem eine naturgegebene Sache ist, kann sie den naturnäheren Völkern Afrikas sicher rasch nahegebracht werden.

      Dann müssten in Afrika keine Kinder mehr verhungern, sondern könnten von den lokalen Homosexuellen bereits vor Ort mißbrauch werden. Wenn dann der Wohlstand gestiegen ist, adoptieren sie auch unseren Bevölkerungsüberschüss und wir müssten nicht von den nicht von den Krankenkassen bezahlten Abtreibungskliniken so schamlos augenutz werden.

      Ich hoffe ich habe das Niveau Zieglers so einigermaßen getroffen. Hmmmm

    • AppolloniO (kein Partner)
      27. Juli 2011 11:16

      Die Beschreibung des Elends und der verhungernden Kinder in Afrika ist weitgehend richtig - die Folgerungen daraus aber umso haarsträubender und total verkehrt. Am Beispiel Zimbabwe/Rhodesien kann man BEWEISEN, dass nicht alles Schlechte den Weißen und der Marktwirtschaft in die Schuhe zu schieben ist.

      Und dann der absolute Nonsens im letzten Absatz. Man bräuchte eine Radikal-Opposition für die westlichen Länder, blöder geht`s nicht. Es ist genau diese Radikal- Opposition die die Länder in Schwarzafrika benötigen. Siehe die - noch dünnen - Erfolge im Norden des Kontinents.

    • Alfred E. Neumann
      27. Juli 2011 12:27

      @cmh

      ***** :-)

  24. Analyzator (kein Partner)
    27. Juli 2011 06:38

    Wie üblich sind 80% der Unterbergerischen Angaben zu Ziegler erstunken und erlogen. Die Frage ist nur, warum Unterberger das nötig hat. Geltungsdrang? Hass?

    • simplicissimus
      27. Juli 2011 09:07

      was stimmt denn konkret nicht. beweisen sie das bitte.

    • cmh (kein Partner)
      27. Juli 2011 10:51

      Bitte zitieren Sie mich richtg wenn Sie schon analyzieren. Ich sprach von

      derstunken und derlogen.

      Bitte Danke

  25. Carlo (kein Partner)
    27. Juli 2011 02:59

    Prinzipiell habe ich ja nichts dagegen, wenn jemand andere Meinungen vertritt, aber Ziegler ist (wenn ich das sagen darf, des öfteren auch wie der Blogautor) ein extremer Phrasendrescher. Was er immer und immer wieder wiederholt ist die Aussage, dass angeblich die Landwirtschaft heutzutage 12 Mrd. Menschen ernähren könnte, ja dass jedes verhungerte Kind ein ermordertes Kind sei. Mit solchen dummen Aussagen hat so einer bei mir jede Redlichkeit verspielt. Ich frage mich, ob dieser Ziegler einfach nur ein sehr einfältig gestrickter Mensch ist, der sich die Welt, so wie sie ist, einfach nur in simplen Strukturen erdenkt. Auf dem Kindergartenniveau und dieser ideologischen Verbohrtheit kann man jedenfalls keine Probleme dieser Welt lösen. Im übrigen ist er auch ein Anhänger von allen möglichen Verschwörungstheorien (hier sieht man Parallelen zwischen extrem links und rechts), was ihn zusätzlich diskrediert.

  26. Norbert Mühlhauser
    26. Juli 2011 23:21

    Jean Ziegler oder: "Haltet den Dieb"!

    Ziegler ist ein Teil des Problems, dass er zu lösen vorgibt. Das Problem ist nämlich nicht die Marktwirtschaft bzw der Kapitalismus, das Problem ist die politische Verfilzung der Ökonomie, wie sie anhand unsere rot-grün-schwarzen Bonzenelite zum Ausdruck kommt.

    Diese Bonzenelite hat eben erst mit dem Abgabenänderungsgesetz 2011 Körperschaften Steuer-Erleichterungen dafür gewährt, dass Sie massiv die wirklich gefragte Arbeit in's Ausland verlagert. Nunmehr kann auch über Portfolio-Beteiligungen, also Minibeteiligungen, der Kapitaleinsatz zur Schaffung von Arbeitsplätzen ins Auslands umgeleitet werden, um vom Wohlstandsgefälle zu profitieren.

    Obwohl es nämlich EU-rechtl zulässig wäre, für die Dividendenzuflüsse solcher Beteiligungen die Anrechnunsgmethode vorzusehen, und damit - wenigstens tlw - auf die österreichische Steuerquote hochzuschleusen, haben sich die Politfritzen für die Befreiungsmethode entschieden.

    Die Konsequenz ist, dass hierorts Ansässige mehrfach draufzahlen: geringeres Arbeitsangebot, also mehr Arbeitslosigkeit/Unterbeschäftigung, und weniger Steuereinnahmen für Spielräume in der Sozialversicherung, Forschungsförderung, und für Steuerentlastungen der hier Anässigen (einschl. der kleineren Unternehmer).

    Laut der Festschrift "Industrieland Österreich - 60 Jahre Industrie in der zweiten Republik" (verfasst von DR. MAXIMILIAN ARBESSER, MAG. CHRISTOPH NEUMAYER, UNIV.-PROF. DR. ROMAN SANDGRUBER), mit Vorwort von IV-Präsident Veit SORGER, war der Höchsttand der inländisch Beschäftigten 1994 bei 180.000, und ging kontinuierlich bis 2004 auf rd 140.000 zurück. Im Gegenzug stieg die Zahl der durch die österr Industrie im Ausland Beschäftigten von 75.000 im Jahre 1994 auf 200.000 in 2004. (Graphik auf Seite 111, relativ grobe Auflösung, Angaben beziehen sich auf die Sektoren Sachgüterproduktion plus Bau plus Energie plus Bergbau)

    Quelle:
    http://www.t-y-a.at/docs/Industrie-Österreich(langjährig).pdf (S 111)

  27. Haider
    26. Juli 2011 22:30

    Endlich! Ein namhafter Journalist widersetzt sich dem widerlichlichen linken Meinungsdiktat. Jeder Satz ist eine Wohltat. Deshalb freue ich mich immer wieder auf den Unterberger-Blog.
    Eigentlich bin ich alles andere als ein Schwärmer, aber manchmal gebe ich gerne zu, daß mich gute Journalisten allein durch ihre Wortgewalt begeistern.

  28. simplicissimus
    26. Juli 2011 17:11

    ich habe die rede des herrn ziegler gelesen und muss sagen, reines linksextremes gequacke und gefasel.
    was da und dort zu 5% und punktuell stimmen mag, wird zu 100% ursache der probleme aufgeblasen.
    kein wort über die durch medikamente und verbesserte hygiene verursachte bevölkerungsexplosion, die nicht durch verbessertes struktur- und wirtschaftswachstum gedeckt wird. kein wort über die defizitäre mentalität und arbeits- leistungseinstellung vieler bevölkerungsgruppen in entwicklungsländern.
    schuld sind die spekulanten und kapitalistischen geldsäcke aus dem westen.
    die sitzen aber in ländern, die vor wohlstand und verschwendung schier zu zerplatzen drohen. warum wohl, herr ziegler? wegen des ausbeuterischen kapitalismus?
    kein wort über die eingeborenen oberschichten vieler entwicklungsländer, die diese verantwortungslos aussaugen. warum nicht, herr ziegler?

    was für ein armseliger, realitätsferner schwachsinn. der mann hat ausser grossen reden wohl noch nie etwas praktisches in einem entwicklungsland zustande gebracht.

    • terbuan
    • brechstange
      26. Juli 2011 20:21

      Der Ziegler wird doch nicht die Hand beißen, die ihn füttert.

    • simplicissimus
      26. Juli 2011 20:36

      ...danke.
      abgesehen kenne ich von mugabe brutal vertriebene weisse farmer aus zimbabwe persönlich.
      wer mugabe das wort redet, hat alle voraussetzungen der gesellschaftlichen ächtung erfüllt. der hat nicht 3, sondern 33 bier bestellt.

    • simplicissimus
      26. Juli 2011 20:37

      ..... abgesehen DAVON ...

    • brechstange
      26. Juli 2011 21:02

      @simplicissimus

      ************* für die 33

    • Undine
      27. Juli 2011 09:22

      @simplicissimus

      Sie wissen---im Gegensatz zu Ziegler--- wovon Sie reden! *********!!!

  29. Alfred E. Neumann
    26. Juli 2011 15:47

    Hier die vollständige nicht gehaltene Rede dieses Wendehalses:

    http://kurier.at/kultur/4063467.php

  30. brechstange
    26. Juli 2011 15:26

    Wir bekommen unsere Vorbilder serviert. Also nehmt Sie Euch gefälligst.

  31. Helmut Oswald
    26. Juli 2011 10:25

    Jean Zieglers Krieg gegen die Freiheit findet stets Gehilfen - die einfachen Formeln von 'Heuschrecken', 'geldgierigen Großkonzernen', 'internationalem Kapital' und dergleichen genügen den schlichten Gemütern, um gegen 'Alles' zu sein. Sie sind Beschimpfungen, sonst gar nichts. Zieglers Formeln sind bei genauer Betrachtung für die Weltordnung der Realsozialisten mindestens so passend, wie für den von ihm verachteten Raubtierkapitalismus. Nur werden sie freilich durch die Schere im Kopf von der uns beherrschenden linksgerichteten Mediokrität als fundamentale Kapitalismuskritik gesehen. Für anderes gibt es Denkverbote - wohl auch Aufmerksamkeitsdefizite in der Wahrnehmung.
    WIe wäre es denn mit den Heuschreckenschwärmen gleichen Rotarmisten samt Parteigefolgschaft, die in Ostmitteleuropa und in Ostasien fremde Länder überfluteten und ausbeuteten, eine ökologische und ökonomische Wüste zurücklassend, den geldgierigen sozialistischen Funktinärsapparaten, die sich in´Resteuropa an fremdem Geld - öffentlichen Mitteln - solange gemästet hatten, bis allenthalben die Haushalte zusammenbrechen, dem Raubtierkommunismus in Nordkorea, der Hunger produziert um mit dem geschaffenen Nuklearpotential erpresserisch den Frieden in der Region massiv zu bedrohen. Die linksblöden und sich für die rote Geldverteilungsmaschine prostituierenden, mit einem feigen Herzen ausgestatteten Medienschaffenden
    hingegen zeichen das Bild eines 'Vordenkers' einer besseren Gesellschaftsordnung. Ziegler und Genossen sagen freilich niemals, wofür sie stehen. Sie sind umtriebige Nihilisten, die ihre Leere mit tönenden Phrasen übertünchen - in der Hoffnung, es werden sich ein paar Leute über sie aufregen.
    Bei genauer Betrachtung aber sind sie weder Vor - noch Nachdenker, sondern bloß frustrierte Kommunisten, die bevor ihre von der Evolution zum Absterben verurteilte Gedankenwelt aus dem Ideologiemuseum des Steinzeitmarxismus endgültig vergeht, noch einmal Gestank verbreiten. Die Zieglers dieser Erde sind in Wahrheit unbeachtlich.

  32. terbuan
    26. Juli 2011 09:40

    Der Kommunist Ziegler erhielt ja bekanntlich 2008 den "Salzurger Landespreis für Zukunftsforschung".

    Diesen bekommen Persönlichkeiten, die sich in herausragender Weise durch zukunftsweisende Ideen und Initiativen verdient gemacht haben.

    Damals wurde ihm sicherlich auch gleich eine Einladung als Festredner bei den Festspielen in Aussicht gestellt.

    Es ist wirklich eine Schande, welche erbärmlichen Provinzpolitiker hier ihr Unwesen treiben

  33. Wolfgang Bauer
    26. Juli 2011 09:25

    Dorfer in "Art-Genossen" im ORF, wo sonst: Dümmlich-bewundernd-staunend war der zum Weltauskenner mutierte, der seitdem nicht mehr lustig sein kann, der sonst so wortreiche, völlig abgemeldet. Fasste jedes Apportl dankbar und nickte dann.

    Das zu sehen war's schon wert, allerdings schwer verkraftbar.

    • Helmut Graser
      26. Juli 2011 10:07

      Fällt das unter Masochismus oder Feindbeobachtung?

      Ich war heute auch destruktiv unterwegs und hörte in Ö1 um ca. 09:28 Uhr den Schlusssatz eines Beitrages, wo jemand erklärte, dass die Europäer bereits seit hunderten von Jahren diesen Reichtum haben, den man jetzt universalisieren müsste, da jeder Erdenbürger darauf Anspruch hat.

      Erstaunlich ist auch dieses Festhalten an immer denselben Negativbotschaften - Beispiel Ziegler: alle 5 Minuten stirbt ein Kind durch die Globalisierung, ausgelöst durch diese Geldsäcke (er meint die Konzernchefs) in den Konzernen - und das völlige Ignorieren der statistischen Zahlen und Fakten (siehe mein ganz unten stehendes Posting mit Statistiken, die eindeutig belegen, dass durch ein mehr an freien Markt die Kindersterblichkeit eindeutig sinkt und die Lebenserwartung der Menschen steigt).

      Leute wie Ziegler dürfen das aber niemals zugeben, da sie sich damit die eigene gesellschaftliche Rolle und vor allem ihren Umsatz durch Buchverkauf und Dorfer-Interviews kanibalisieren würden.

  34. schreyvogel
    26. Juli 2011 09:23

    Manchmal findet auch eine blinde Henne ein Korn: Israel ist ja wirklich kein Waisenknabe! Schade dass auch ein A.U. darauf mit der Antisemitismuskeule reagiert.

  35. Buntspecht
    26. Juli 2011 08:21

    Und gestern in ORF2 durfte ihm der Kabaretist Dorfer im Kulturmontag "art.genossen"sein unwissendes aber linkes Ohr leihen!

    • Gandalf
      27. Juli 2011 09:37

      Was ein zweitklassiger Kabarettist tut, ist die eine Sache. Dass aber Herr Bünker, immerhin Bischof der Evangelischen Kirche AB., der ich (noch) angehöre, vor nicht allzu langer Zeit mit besorgtem Gesicht und mehrfach bereitwillig ausgesprochener Zustimmung minutenlang Jean Ziegler Gelegenheit gab, seine abstrusen Polemiken abzusondern, ist für einen Kirchenmann unverzeihlich. Herr Bünker sei daran erinnert, dass die Evangelische Kirche nicht nur aus ihm und Herrn Chalupka besteht. Und dass die Aussage, die Evangelischen seien eben überwiegend "mehr links" schlicht und ergreifend falsch ist.

    • Undine
      28. Juli 2011 10:46

      @Gandalf

      *******!

  36. ambrosius
    26. Juli 2011 07:58

    Ich habe mir den Tort angetan und " La haine de l´ occident" gelesen. Wie nicht anders erwartet, reiht sich der Herr in die Reihe von jenen, durch gutes Marketing und gute Organisationsform der Partei ( heute müsste man wohl sagen: linkes Parteispektrum) hochgepushten Schmalsprurintellektuellen bzw. Flachwasserdenker ein, wie sie uns halt immer wieder vorgesetzt werden, weil es keine niveauvollen Denker in diesen Regionen gibt. Inhaltlich ähnelt er jedem kürzlich abgehaltenen und fröhlich vorsichhinpubertierenden deutschen Kirchentag
    samt Exbischöfin und ist folglich nicht würdig, auch nur kommentiert zu werden.
    Viel interessanter ist die Beobachtung, wie viel intensiver und hektischer und somit auch durchschaubarer der Propagandaapparat der Linken sich entwickelt,
    besonders natürlich in den Kampfmedien ORF und ZDF: es hat bloß einen halben Tag gebraucht, bis die Verschwörungstheorie von der Falle des" bösen,blöden Sarkozy" für DSK geboren war, es hat nicheinmal einen halben Tag gedauert, bis das ZDF die Trommel des "rechtsradikalen Terrorismus" nach den Taten in Norwegen zu schlagen begonnen hat und da auch gleich den armen, geistig für sowas garnicht fähigen Strache als Rechtsradikalen mit Wahlplakat abgebildet hat( auf den Viktor Orban haben sie dabei vergessen, oder war der vielleicht nur zu schwierig zu buchstabieren?)
    Ganz subtil und im Untergrund merkt der aufmerksame Leser, daß es noch echte Journalisten in der österr. Presselandschaft gibt. Man muß aber schon in Sowjetdiktatur geschult sein, um ihre Heldentaten zu entdecken !
    Wir werden mit der linken Propagandamaschine noch viel und grimmig zu lachen haben!

  37. Josef Maierhofer
    26. Juli 2011 07:31

    So, wie Ziegler hier dargestellt wird, ist er das Idealbild eines Ideologen.

    Ideologie beruht nicht auf Fakten, sondern auf Glauben und deshalb reihe ich diese bei mir in die Schublade 'Sekten' ein. Darum haben die Ideologien auch die Feindschaft zu Religionen entwickelt, weil sie ja als Ersatzreligionen unterwegs sind.

    Also dieser Ziegler scheint mit Realität nicht viel am Hut zu haben, wie auch seine Gefolgsleute, es muss nur wirken, was er von sich tönen darf.

    Das erklärt auch den Absturz der ÖVP in Österreich, sie hat keine Ideologie mehr, sie hat sie verloren an die Ideologen der SPÖ.

    Für mich ist Ideologie ein Phänomen, das ich zwar nicht erklären kann, man glaubt daran oder nicht, aber es scheint die Ideologie eben die 'Würze' zu sein, die nötig ist, um die Verbreitung politischer, eben auch ideologischer, Inhalte zu transportieren, das zeigt sich am Erfolg der Linken. Dabei ist es agal, was der wirkliche Inhalt der Ideologie ist, sie muss nur geglaubt werden, auch dann wird sie geglaubt, wenn es sich, wie bei den derzeitigen Linken, um eine uralte, tiefmarxistische, kommunistische Ideologie handelt. Das setzt sich durch mit allen uns schon aus Sowjetzeiten und DDR Zeiten bekannten Begleiterscheinungen.

    Offenbar beraubt sich der Mensch damit all seiner Freiheiten solange, bis er ausbricht, Revolution heißt das dann im einschlägigen Jargon.

    Ja, werte österreichische Apparatschiks dieses Kommunismusglaubens, sie persönlich fahren gut damit auf Kosten des Volkes und der Zukunft. Schlecht wird Euch werden, wenn der Zahltag kommt und Euer Glaube, Eure Ideologie wieder einmal zusammenbricht, wie des öfteren in der Geschichte, allzu lange kann es nicht mehr dauern bei dem Schuldentempo, das Ihr, werte Apparatschiks, in Eurer Realitätsverweigerung täglich dem Volk auferlegt.

    Das Volk aber, das will keine Realität, das braucht einen Traum. Hundsgemein seid Ihr und unehrlich, die Ihr dieses Traumbedürfnis des Volkes für Eure Selbstbedienung ideologisch ausnützt.

    • ambrosius
      26. Juli 2011 08:05

      Zustimmung, bis auf den Zahltag: Die Wenden der letzten Zeit, etwa die weg vom Sowjetsozialismus haben klar gezeigt, daß die obere Nomenklatura informiert und intelligent genug ist, ihr (ergaunertes) Vermögen und-wenigstens teilweise- auch ihren Einfluß zu behalten. Draufgezahlt haben- wie immer- die gläubigen Apparatschicks bzw. der Mittelstand. In Tunesien und Ägypten schaut es auch nicht anders aus, obwohl noch ein bisschen früh zur Beurteilung. Dort erholen sich nämlich die Islamisten gerade von ihrer Schreckstarre.

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2011 08:21

      @ ambrosius

      Mit Zahltag habe ich den Schuldenzahltag, den Inflationszusammenbruch gemeint, der die Ideologie dann nicht ungeschoren lassen wird.

      Ja, Sie haben recht, der arbeitende und ehrliche Mittelstandsmensch zahlt immer die Zeche, weder das Schmarotzervolk, noch das Privilegienvolk.

    • Norbert Mühlhauser
      26. Juli 2011 11:23

      @ Maierhofer:

      Es wird aber keine politische Ordnung ohne Ideologie geben können. Rechtliche Bestimmungen, wie sie zB in Strafbestimmungen zum Ausdruck kommen, sind Ausfluss einer Wertungsgewichtung, die auf Vorstellungen über die gebotene Ordnung beruhen. Schließlich steht Ideologie - wortwörtlich übersetzt - für Ideen(=Konzept)lehre.

      Was Sie angesprochen haben, ist die dogmatische, verordnete Ideologie, die vor der Auseinandersetzung mit realen Begebenheiten, der Praxis, die Augen verschließt.

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2011 12:44

      @ Norbert Mühlhauser

      Danke für die Verfeinerung !

      Ja, klar, meine ich jene Ideologie, die mit Realität wenig zu tun hat.

      Um auf unseren österreichischen Komapatienten, die ÖVP einzugehen, die ich auch erwähnt habe, sie hatte eine gute Ideologie in den 1950-er und 1960-er Jahren, Dr. Schüssel wollte, leider nur kurz, auf einige dieser Punkte zurückgreifen, wie Verantwortung, Budgetdisziplin, Sparen, aber seit dieser Zeit hat die ÖVP diese Werte, wie Heimattreue, Verantwortungsbewußtsein, Wirtschaftskompetenz, Anständigkeit, etc. verraten und sich 'unter die Säue' geworfen. Dort liegt sie jetzt auch kampflos im Koma.

      Es müsste bei der ÖVP einen kompletten Neuanfang geben, denn ich glaube nicht, daß die Menschen in Österreich nicht von Ordnung, Anständigkeit, Heimattreue, etc. träumen, viele leben es ja, doch die Parteischicht, sich selbst bedienend und vollgefressen, bündeideologiesiert (oder besser 'pfründeideologisiert'), hat das noch nicht geschnallt, bei Strache reicht es für eine 'Nebenfront'. Es ist richtig, leichter ist es von Selbstbedienung, Schuldenmachen auf die Zukunft und leichtfertigen Versprechungen zu träumen und sagenhaften Klientelauswüchsen, die da hin und wieder auch bekannt werden.

      Der Titel aber behandelt die Sünden der SPÖ, mit deren Realitästsferne und Volksverhetzung und Volkszersetzung mit den absurdesten und irrealsten Ideologien ich überhaupt nicht einverstanden bin und, wie ich genau weiß, inzwischen auch enorm viele SPÖ Anhänger auch nicht mehr.

    • Norbert Mühlhauser
      26. Juli 2011 14:01

      @ Maierhofer:

      Dem uninformierten Bürger (- weshalb sollte er sich auch informieren, wenn er ohnehin nichts zu sagen hat? -) ist der Niedergang des Landes jedoch leider nicht klarzumachen, da er die mit Schulden finanzierten potemkinschen Dörfer nicht erkennt, die hinter der Fassade lauern (- in Wien zB ist vieles an Renovierungen und Sanierungen recht nett anzusehen, insb das "Disneyland" City, durch das fast nur mehr Touristenhorden trampeln - nebst Rechtsanwälten, bei denen der Sitz in 1010 Wien zum Status gehört).

    • Wertkonservativer
      26. Juli 2011 14:10

      Ich weiß nicht recht, werter Herr Maierhofer, wie ich Ihre laufenden Politikerbeschimpfungen und Abqualifizierungen einordnen soll.
      Natürlich gibt es viele Ungustln unter den Politikern aller Couleurs, doch das ist ja nicht die ganze Bandbreite: viele Politiker arbeiten hart und auch seriös für unser Volk!

      Ihr ÖVP-Bashing ist - glaube ich - auch ein wenig ungerecht: sich selbst bedienend, vollgefressen, pfründeorierentiert: da übertreiben Sie - verzeihen Sie mir bitte - vielleicht doch ein wenig!

      Sie gehen wohl vom nicht erreichbaren Idealzustand aus! Aber bedenken wir doch bitte: wer von uns ist schon so ein idealer Typ, um alles das in der Realität erfüllen zu können, was Sie recht hart von unseren politischen Würderträgern erwarten und apodiktisch fordern?
      Übertreibungen reizen mich (leider) immer wieder zu Gegenreaktionen.
      Tut leid, ich kann nicht anders!

      Beste Grüße!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2011 14:37

      @ Wertkonservativer

      Die Politiker arbeiten hart, die allermeisten ja, aber an der falschen Baustelle, in die falsche Richtung, gegen das Volk. Ich kann kein Verständnis dafür aufbringen, daß man trotz harter Arbeit, die wirklichen Themen nicht anpackt, immer mehr Schulden beschließt und immer absurdere Beträge nach Griechenland und ins Nirwana verabschiedet oder verschwendet auf Kosten des Volkes, ich habe kein Verständnis dafür, daß man wegen einer Koalition diese wahnwitzige Zuwanderungspolitik betreibt, etc., sie arbeiten weit weg vom Volk und bekommen dafür Unsummen honoriert. Manche tun es ganz allein wegen der Honorare, wie so viele Linke in Österreich.

      Aus dem Koma aufwachen würde für die ÖVP heißen:

      Wir brauchen eine Ideologie, Werte für die wir kämpfen, das wurde in der Lotterzeit der letzten 40 Jahre zur Gänze verschüttet.

      Wir müssen das verträumte, auf Kredit verhätschelte und belogene Volk aufwecken aus dem Wohlstandstraum der Spaßgesellschaft, die wir - leider - auch selber 40 Jahre lang mit gemacht haben, so geht es nicht weiter.

      Wir müssen unsere Klientel zum Aderlass bitten und zwar zum wirklichen und nicht zum symbolischen.

      Ich kann da nicht von Idealzustand reden, wenn nicht einmal die Richtung stimmt. Ich habe bisher immer darauf vertraut, daß man dort bei der ÖVP die Wirtschaftskompetenz pflegt, die Verlässlichkeit, Heimattreue, etc. die konserevativen Werte, die christlichen Werte, die sozialen Werte, die Marktwirtschaft, etc., weit gefehlt, wenn man alle die Beschlüsse revuepassieren lässt. Ja nicht einmal erfahren kann der Bürger das, was eine ÖVP dem Koalitionspartner abverlangt, weil sie trotz Koalition den reinen Rotfunk zulassen und die Rotjustiz, etc.

      Von welchem Idealzustand wollen wir reden, wenn nicht einmal das Grundlegende mehr vorhanden ist ?

      Ich fordere ganz konkret die Rückkehr zu den konservativen Werten in Österreich und da wäre meines Erachtens die ÖVP ein logischer Ansprechpartner und ich fordere eine entschiedene Kraft gegen Mißwirtschaft, Freiheitsberaubung, Schuldenauswüchse und Verweigerung der 'heißen Eisen', Verfassung, Föderalismus, Verwaltung, Budget, Schulden, etc.

      Alleine die Wahrheit über all die Schulden, all die Einsparungsmöglichkeiten, etc. würde den Menschen schon mehr helfen als alle 'Arbeiten' der Politiker in die falsche Richtung, nämlich in die Minusrichtung.

    • Wertkonservativer
      26. Juli 2011 15:30

      Ich verstehe Sie ja, werter Herr Maierhofer:

      Die Realisierung Ihrer berechtigten Forderungen wäre ja toll, stünden da nicht die Zwänge der notwendigen Mehrheitsentscheidungen im Raum: Kompromisse sind laufend notwendig, um überhaupt etwas zustandzubringen!

      Eigentlich könnten Ihre Forderungen wirklich nur von einem mit absoluter Mehrheit ausgestattetem Wundermann in die Tat umgesetzt werden; im Endeffekt könnte das nur ein "Alleinherrscher", der aber dann genau Ihre Träume und Visionen haben müsste, wie Sie, sehr geehrter Herr Maierhof, sie hier immer wieder postulieren.
      Gibt's da bei uns einen solchen Wunderwuzzi? Ich sehe keinen!

      Abschließend: wir glauben hier immer, dass unsere idealen Vorstellungen mehrheitsfähig sind und vom Volk getragen werden.
      Stimmt aber nicht: wir sind eine kleine (wertvolle) Minderheit im Volksganzen.

      Schauen Sie sich doch um: die Mehreren leben ihr Leben so lala, schimpfen bestenfalls auf die Politik und die Politiker, haben aber überhaupt keinen Bock auf aktives Mitgestalten in Staat und Land!

      Und unsere Parteienlandschaft: beim Wahlverhalten wie seit Jahren, überhaupt keine Chance auf absolute Mehrheiten.
      Und Ihre Hoffnung auf H.C. Strache: der Mann und seine Partei werden's nicht bringen; die stolpern laufend über ihre eigenen Füße!

      Schönen guten Abend, und liebe Grüße!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer
      26. Juli 2011 17:14

      @ Wertkonservativer

      Sie sagen es, es geht nur mit Mehrheiten, mit Koalitionen ist nichts zu erreichen.

      Daß wir in Österreich italienische Verhältnisse haben, das ist ja Fakt, in Italien gibt es dann eben keine Regierung und Neuwahlen, bei uns gibt es auch keine Regierung, aber keine Neuwahlen.

      Das mit den eigenen Füßen und dem darüber Stolpern, das betrifft leider alle österreichischen Parteien.

      Wenn die den Österreichern dann die Wahrheit sagen müssen, etwa, wenn wir nun bald Griechenland Niveau erreichen werden, dann wird es ganz sicher nach einer Wahl regierungsfähige Mehrheiten geben.

      Das Problem ist, wer sagt es, wer wagt es, wer stellt die Wahrheit ins Fenster und die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Konsolidierung.

      Der Wähler muß zur Kenntnis nehmen, daß ihn die Parteien bei jeder Wahl vorgeführt haben mit falschen Versprechungen und mit massiver Korruption, und wird dann sicher seine Konsequenzen ziehen. Aber, solange er die Wahrheit nicht kennenlernen darf, wird er keine Konsequenzen ziehen können.

  38. Anton Volpini
    26. Juli 2011 06:57

    Es ist dem ORF Vom Morgenjournal weg, einen ganzen Tag wert, uns Österreicher damit zu befasseln, was Hr. Ziegler bei der Eröffnungsansprache in Salzburg gesagt hätte, hätte man ihn sprechen lassen. Hättiwari, das sind News (vermeide das Wort Informationen), wie sie dem Qualitätsmanagement des ORFs mittlerweile mehrheitlich entsprechen!

  39. Wertkonservativer
    26. Juli 2011 06:19

    Herr Ziegler dürfte einer der weltverbesserlich angehauchten und absolut einäugig durch die Welt gehenden Linken sein, wie es sie in unserer Welt ja in zu großer Menge gibt!

    Ihn mit den Salzburger Festspielen überhaupt in Verbindung gebracht zu haben, ist ein arger Missgriff der Festspiel-Obrigkeiten (vor allem auch der Frau LH!).

    Die Salzburger Festspiele sind das Juwel in unserer inzwischen ins Uferlose ausartenden Festspielerzeugungs-Anstalt!

    In meiner recht ansehnlichen C-Diskothek nehmen die seit Jahrzehnten mitgeschnittenen Festspiel-Highlights (mit Schwerpunkt klassisches Lied), und von Orfeo d'Or sorgsam digitalisierten CD's einen Ehrenplatz ein: Lisa della Casa, Ludwig, Fischer-Dieskau, Prey u.a., daneben die vielen herrlichen Orchesterkonzerte unter Furtwängler, Karajan & Co., das sind die Salzburger Festspiele, nicht abgetackelte Links-Gurus und professionelle Weltverbesserer-Kasperln mit Diktatoren-Hintergrund!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • durga
      26. Juli 2011 15:56

      Es ist zu hoffen, daß Salzburg weiterhin mehr auf Qualität und Werkstreue setzt als auf billige Provokation und ein Kaleidoskop verquerer linker Ideologien! Viele Stücke vertragen es ja durchaus auch in die Jetztzeit transponiert zu werden und Salzburg hat bis jetzt hierin meistens hohe Maßstäbe gesetzt - ich erinnere mich dabei z.B. an einen fulminanten Boris in den Neunziger-Jahren (vor der Ikonstase aller Zaren einschließlich Gorbatschow, Jelzin,..) oder vor wenigen Jahren an einen sehr stimmungsvollen, exzellenten Eugen Onegin.

      Im Gegensatz dazu scheint Bayreuth unter der neuen Führung von einem Juwel zum Scherben zu mutieren und den "Triumph der Häßlichkeit" auf sein Wappen geschrieben zu haben. Die gestrige Tannhäuser Premiere dürfte wieder so ein negativer Höhepunkt gewesen sei. Zur allgemeinen Erheiterung Auszüge aus der heutigen Kritik in den Aachener Nachrichten (an-online.de), die repräsentativ auch für andere Zeitungen ist:

      "Die Energiewende ist auf dem «Grünen Hügel» angekommen. Eine riesige Biogasanlage mit allerlei Kesseln voll brodelnder Flüssigkeiten samt einem knallroten «Alkoholator» gibt das allzu nüchterne Bühnenbild für Richard Wagners neuen «Tannhäuser» zur Eröffnung der 100. Bayreuther Festspiele.

      Der Venusberg existiert praktisch nicht, er steigt lediglich einige Male als Käfig aus dem Boden empor. Darin tummeln sich affenartige Menschen und treiben es animalisch. Einige lebensgroße Spermien-Attrappen (oder sind es doch nur Kaulquappen?) hüpfen herum und sollen wohl das auf Fortpflanzung ausgerichtete Triebverhalten des Menschen symbolisieren.

      Passend dazu ist Venus hochschwanger und herzt am Schluss stolz ihr Neugeborenes. Ob Tannhäuser der Vater ist? Ratlos entlässt Baumgarten das Publikum in den lauen Sommerabend, nachdem Elisabeth - die personifizierte wahrhafte Liebe - zuvor auch noch im Gaskessel Schluss gemacht hat.

      Mit dieser technokratischen Sicht des Regieteams um Sebastian Baumgarten auf den ewigen Gegensatz zwischen wahrer Liebe und bloßer Begierde konnte das Premierenpublikum am Montagabend nichts anfangen. Es buhte die Inszenierung nach Leibeskräften aus, ja es mischten sich gar voller Wut hinausgeschriene Fäkalausdrücke unter das Meer der Missfallensbekundungen."

    • pc-think
      27. Juli 2011 09:45

      Gott sind Sie kultiviert!

    • Wertkonservativer
      27. Juli 2011 13:48

      Danke, danke, pc-think, für die Blumen,
      die ich gerne Frau Durga zu Füßen lege!

      Kultiviertheit läuft bei Ihnen unter vernachlässigbaren Eigenschaften, oder?

      (mail to: gerhard@michler.at)

  40. Observer
    26. Juli 2011 06:16

    In einer wirklichen Demokratie dürfen und sollen auch Leute wie Ziegler ihre Positionen kundtun - und das ist auch gut so. Voraussetzung ist aber, dass jeder so gut geschult ist, dass er sich selbst eine eigene Meinung bilden kann und nicht dem einen oder anderen Extrem blindlings folgt.

    • contra
      26. Juli 2011 11:33

      Im Grundgedanken natürlich richtig, aber wir leben in der Praxis in einer (Medien-)Demokratie, wo hauptsächlich linkes Gedankengut verbreitet werden darf und bei dieser Einbahn kann man ruhig einmal Leuten wie Jean Ziegler Einhalt gebieten - man muß nicht immer auch noch die "rechte Backe" hinhalten!

  41. libertus
    26. Juli 2011 01:16

    Jean Ziegler fühlt sich halt als "Tempelritter" der Kommunisten und wenn seine ideologischen Grundsätze nur einen Hauch Realität enthielten, müßte doch Nordkorea das reichste, vorbildhafteste und glücklichste Land dieser Welt sein, oder?

    Daß Jean Ziegler als Salzburger Festspielredner ausgeladen wurde, muß man als Wiedergutmachung sehen, denn der eigentliche Skandal ist und bleibt, welch verwirrter Geist überhaupt auf die Idee kam ihn EINZULADEN?

    Und natürlich durfte auch heute Abend in ORF2 Herr Ziegler wieder lang und breit seine kruden Ansichten vor Herrn Dorfer, dem Interviewer, ausbreiten.

    Unser ORF sollte endlich zu seiner linksradikalen Gesinnung stehen und beim Logo von Kreis mit Mittelpunkt zu Hammer und Sichel wechseln, damit würde wenigstens Ehrlichkeit am Küniglberg Einzug halten!

  42. Helmut Graser
    26. Juli 2011 01:00

    http://www.ted.com/talks/hans_rosling_shows_the_best_stats_you_ve_ever_seen.html

    Bei seinem "Pre-test in global health" bei Minute 1:20 wäre ich auch eher unzufriedenstellend - aufgrund der vorgefassten Urteile - unterwegs gewesen.

    Die statistischen Daten danach sind höchst interessant und wirklich gut aufbereitet.

    20 ganz gut investierte Minuten.

    • Norbert Mühlhauser
      26. Juli 2011 02:34

      Sollte aber heißen:

      Which country has a higher child mortality?

      Und nicht: ... has highest child mortality?

    • Helmut Graser
      26. Juli 2011 10:09

      Alter Schwede halt. ;-)

      Aber sein Vortragsstil ist irgendwie ganz witzig.





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