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Fußnote 210: Wir gehen mit Faymann baden

Unter den vielen Schwächen des Bundeskanzlerdarstellers Werner Faymann ist wohl sein totales Desinteresse an internationalen Angelegenheit die größte.

Er versteht nichts davon. Außenpolitik langweilt ihn noch mehr als sonstige Sachfragen. Er ist nur imstande, drei Sätze in ein ORF-Mikrophon zu sagen, die ihm vorher jemand aufgeschrieben hat. Er hat noch durch keinen einzigen eigenständigen Gedanken Beachtung in ausländischen Medien gefunden. Er nähert sich der Außenpolitik nur, wenn er vor Wahlen der „Krone“ Briefe mit peinlichen Verpflichtungen schreiben kann (die er dann ja sofort wieder bricht – wie die referendumslose Zustimmung zur jüngsten Änderung des EU-Vertrags zeigt). Und jetzt der nächste Tiefpunkt: Faymann lässt einfach ein für Mittwoch geplantes Treffen mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski ausfallen, der zum Beginn der polnischen EU-Präsidentschaft eigens nach Wien gekommen ist. Nicht einmal eine ordentliche Ausrede war es ihm wert. Er schützt einfach „private Verpflichtungen" vor. Und sein Sprecher tut den Besuch des Präsidenten eines Landes, das fünfmal so groß wie Österreich ist, frech als „Höflichkeitstermin" ab. Wahrscheinlich geht der kleine Kanzler lieber unhöflich baden. Und mit ihm ein weiteres Stück unserer Reputation . . .

 

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