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Ein Kartenhaus stürzt ein: Silvio ist Europas letzte Hoffnung

Und jetzt Italien. Das einzig Überraschende daran ist, dass Italien nun doch vor Spanien das Vertrauen der internationalen Geldanleger verliert. Eigentlich hatte lange vieles auf eine umgekehrte Reihenfolge hingedeutet. Das ändert nichts daran, dass die Italien-Panik die finale Katastrophe für Europa einläuten könnte. Besonders spannend ist der Ausbruch der italienischen Krise aber auch in Hinblick auf die Person Silvio Berlusconis.

Denn der italienische Ministerpräsident mit dem Hang zu jungen Mädchen hatte erwiesenermaßen sehr lange eine sehr positive Funktion, die freilich von den meisten Medien nicht erkannt worden ist oder aber bewusst verschwiegen wird. Er hat dem Land nämlich jahrelang das überlebensnotwendige Vertrauen der Gläubiger verschafft. Immerhin hat Italien ja seit langem die zweithöchste Verschuldungsquote in der EU – und dennoch hat es als einziges der PIIGS-Länder während der Krisenjahre keinen Verlust seiner Ratings hinnehmen müssen.

Da das Verhalten der Märkte oft mehr durch Psychologie als durch die reinen Zahlen erklärt wird, hat Berlusconis Machismos mehr Vertrauen ausgestrahlt als sanfte Intellektuelle, fade Apparatschiks, verbissene Ideologen, fromme Priestertypen oder realitätsfremde Idealisten. Alles hatten wir ja in Italien zur Genüge.

Berlusconi hat Italien zum ersten Mal über Jahre hinweg eine stabile Regierung samt arbeitsfähiger Parlamentsmehrheit verschafft. Er hat auch den weiteren Zuwachs der Staatsschuld im Widerspruch zur italienischen Tradition in den letzten Jahren eingebremst. Und er hat für eine wirtschaftsfreundliche Gesetzgebung gesorgt. Vor allem aber wissen alle, dass ohne Berlusconi dem Land wieder das übliche Chaos rasch wechselnder und total entscheidungsunfähiger Regierungen droht. Die erotischen Vorlieben Berlusconis waren zwar den Medien wichtig, den Gläubigern aber völlig wurscht – ebenso wie sie das beim Chef des Internationalen Währungsfonds waren.

Jetzt aber scheinen die Gläubiger noch vor den oft als böswillige Panikmacher gescholtenen Rating-Agenturen das Vertrauen in Italien zu verlieren. Die Zinsen, die Italien fürs Geldausborgen zahlen muss, schießen seit Freitag in die Höhe; die Kurse für italienische Bankaktien hingegen seit einiger Zeit in die Tiefe.

Und wieder hängt die Entwicklung eng mit Berlusconi zusammen. Die Anleger sehen, dass Berlusconi an reformerischer Gestaltungsmacht stark abgebaut hat. Sie rechnen damit, dass il presidente nicht mehr lange amtieren wird. Die von seinen Gegnern angestrengte Prozessflut treibt ihn in die Enge, die Umfragen verschlechtern sich, und in den letzten Tagen hat Berlusconi sogar selbst erstmals angekündigt, bei den nächsten Wahlen nicht mehr zu kandidieren.

Dass Berlusconis nahes Ende die Investoren verschreckt, kann noch als Kompliment für ihn verstanden werden. Aber in den letzten Tagen hat er auch selbst einen schweren Fehler begangen. Er hat nämlich öffentlich Kritik an seinem Finanzminister Tremonti geübt. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, da Tremonti ein auch in den eigenen Reihen unbeliebtes Sparpaket durchzuboxen versucht. Da ist in Berlusconi angesichts seiner eigenen bedrängten Lage offenbar der alte Populist durchgebrochen. Daraufhin riss jedoch den Märkten der Geduldsfaden.

Italiens letzte Hoffnung: Die dramatischen Stunden dieses Wochenendes waren nur eine Drohgebärde der Märkte mit der Botschaft: „Tremontis Sparpaket muss zur Gänze realisiert werden“.

Falls die Märkte aber mehr im Sinn haben als reine Drohgebärden, oder falls Tremonti scheitert, dann steht nicht nur Italien, sondern auch Europa lichterloh in Flammen. Dann war Griechenland nur ein schwaches Vorspiel zu dem, was jetzt auf uns zukommt. Angesichts der Größenverhältnisse sind die unfassbaren 1,5 Billionen durchaus realistisch, die schon kolportiert werden. Es geht also nicht mehr nur um Mill., und nicht mehr nur um Mrd., sondern gleich um Bill. So wie zuletzt in der Inflation der 20er Jahre. Nur der Verdeutlichung halber: Zwischen jeder dieser Abkürzungen steht der Faktor 1000.

Wenn sich Italiens Situation aber weiter verschlechtert, werden zwar all jene recht behalten haben, die vor der Griechenland-Hilfe als einem katastrophalen Präjudiz gewarnt haben. Das wird aber auch ihnen nichts mehr nützen. Opfer werden alle Europäer. Sie können zwar die Faymanns und Merkels und Sarkozys aus dem Amt jagen (und hoffentlich den besonders üblen Herrn Juncker mit dazu). Das Unglück ist aber nicht mehr zu verhindern. Und kommt offenbar noch rascher als ohnedies befürchtet auf uns zu.

Alles deutet darauf hin, dass es nun zu einer offenen Feldschlacht zwischen Notenbanken und Regierungen kommen wird; dass die Europäer in ihrer verzweifelten Flucht den Goldpreis noch weiter in die Höhe treiben werden; dass die Investitionen rasch wieder versiegen werden; dass auch viele andere Staaten Europas und Nordamerikas ihre Anleihen kaum noch verkaufen werden können; und dass überdies gleichzeitig der skurrile und vertrauensbeschädigende Plan rasch wieder entsorgt werden muss, die privaten Gläubiger Griechenlands halb zu enteignen, ohne dass das aber als Insolvenz gewertet werden sollte.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juli 2011 08:27

    Bedrückend, dass wir - inmitten des technikunterstützten leichten Zugangs zu Informationen - nicht wirklich wissen, wie sich die wahren Verhältnisse darstellen: Aus der realen Angst vor der „self-fulfilling prophecy“ übt man sich – realpolitisch nachvollziehbar - in rhetorischem Zweckoptimismus und realitätsentkoppelter Verharmlosung, um irrationale, eigendynamische Effekte mit ihren tatsächlich katastrophalen Folgen zu vermeiden, verbreitet Jubelmeldungen, blendet Damoklesschwerter der Herabstufung aus.

    Es ist eine bedrückende Konsequenz, dass sich Demokratie, eine Staatsform, um die zu kämpfen es sich lohnt, in dieser Form nicht lebensfähige Staaten produziert: Sie ist zur Ochlokratie degeneriert, der Herrschaft der Demagogen, der Verantwortung-Scheuenden, der den Wählern nach dem Mund Redenden und Nicht-Handelnden, der Artikulierer und Stimulierer einer maßlos unverschämten Anspruchsgesellschaft ohne Bedeckungsbereitschaft.

    Wie pervertiert dieses Denken ist, mag man daraus ersehen: Nur geringfügige „Einschnitte“ bei den längst ausgeuferten Zwangsbeglückungen und als „selbstverständlich“ empfundenen) „Gratis“-Leistungen wird als „Kahlschlag“ infolge sozialer Kälte“ würdelos bejammert. Dagegen scheint Sensibilität für die Auswirkungen auf die enteignende Belastung der Leistungsbereiten, de veranwortungsvoll Sparenden, der nächsten Generationen verlorengegangen zu sein. Lieber wühlt man unverhältnismäßig (gewiss oft reichlich problematischen) Privatleben derer, die dem entgegensteuern („Null-Defihzit“-Grasser, Berlusconi), als die letzten nachhaltigen Verantwortungstendenzen zu bestärken.

    Der im Beitrag erwähnte Juncker hatte schon recht, wenn er sagt: „Wir wüssten schon, was zu tun sein, aber nicht, wie wir danach gewählt werden sollen ... !

    Überbringer zutreffender (aber schlechter) Nachrichten finden in der flächendeckenden potemkinschen Fassadendörfer – Welt kein Biotop vor, werden marginalisier. Man fühlt sich an den antiken Mythos von Laokoon erinnert. Wählerstimmen werden weiterhin mit Mitteln ungefragter Dritter gekauft, selbst in Hochkonjunkturzeiten mangelt es am Bemühen, Staatsverschuldung rückzufahren; Machterhalt durch konsequente Umsetzungsverweigerung des als Notwendig Erkannten wird zum Selstzweck. Denkressourcen fließen in „kreative Statistik“, um Schulden „auszulagern, Arbeitslose werden in zukunft-untaugliche Schulungen geparkt, Arbeitsscheue in überlange, pestigeträchtige Ausbildungswege ohne Arbeitsmarkterfordernis (“Studium für jedermann!“) gedrängt. Man bejubelt die inflatorisch explodierende Zahl „ausgezeichneter“ Maturanten; lässt „Aufsteigen mit mehreren Nicht genügend“ zu und freut sich über die neuen „Unterrichtserfolge“ ohne Dropouts, dafür mit neuen Maturanten-Höchstzahlen – indem man auf Ausgangsvoraussetzungen verzichtet, Anforderungskriterien nach unten schraubt, objektiv „Nicht genügende“ Leistungen de facto auswirkungsresistent macht. Etikettenschwindel so weit das Auge reichen kann!

    Wenn Ratingagenturen vor geringer Kreditwürdigkeit warnen, werden sie als schädlich gebrandmarkt und eine eigene „europäische“ eingefordert, die kaum davor gefeit ist, auf Zuruf Kreditwürdigkeit zuzusprechen, wo die Fakten dies kaum rechtfertigen. Gegen unbestechliche „externe Evaluierung“, verwehrt man sich verbissen - man vergleiche das mit den nach wie vor gegebenen (und ideologiebedingt vielerorts unter Druck zustande kommenden ) selbstdeklarierten „Unterrichtserfolgen“ unserer staatlichen Schulen.

    Nur mehr die Fassaden scheinen es wert zu sein, weiter perfektioniert zu werden; maximale Ressourcen werden in Erscheinungsbilder , aber nicht in (unspektakuläre) Substanzsanierung gesteckt, unpopulären, aber längst notwendigen Maßnahmen wird aus dem Wege gegangen, Scheinaktivitäten dominieren; stets zeigt sich ein grotesk verklärendes, freundlich-. verharmlosende Antlitz.

    Mit der “Alles nicht so schlimm“ – Attitüde heuchelt man, die Dinge im Griff zu haben, verdeckt Hilflosigkeit hinter Scheinaktivität und leeren Phrasen. Man druckt Geld ohne dass diesem realwirtschaftliches Ergebnis entspräche. Man steigert „Inputs“ (z.B, in Bildungs- und Gesundheitswesen oder im Öffentlichen Verkehr) ohne Outputkontrolle, Man schützt „Kaufkraft für alle“ durch Konsumkraftharmonisierung vor.

    Man könnte entgegenhalten – Und wie macht das Schweden? Man bedenke allerdings, von welch hohem Belastungsniveau man dort ausging. Doch erfreulich ist der Paradigmenwechsel (Staatsüberschüsse) allemal. Und die Schweizer sind sowieso ein Sonderfall … !

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juli 2011 01:33

    Auf zum letzten Konzert auf der EU-Titanic, denn sämtliche Finanzexperten sind sich einig: fällt Italien, fällt der Euro - es geht ans Eingemachte!

    Italien sitzt als drittgrößte Volkswirtschaft in Europa auf einem Schuldenberg von 1,8 BILLIONEN Euro und selbst wenn die EU den Rettungsschirm auf 1,5 BILLIONEN Euro verdoppelt - wobei ich mich frage mit welchen Mitteln? - reicht das für Italien nicht und noch weniger für die restlichen PIGS, deren Krisen noch lange nicht ausgestanden sind.

    Jetzt wird guter Rat teuer, der da lauten muß: pfeift auf den Rettungsschirm, rette sich wer kann und flüchtet rechtzeitig aus dieser untergehenden Währung, aber Obacht - wie man aus den jüngsten Nachrichten entnehmen kann, stellt der Dollar keine Alternative mehr dar.

    Wir gehen eher "goldenen" Zeiten entgegen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juli 2011 08:21

    Ich fange hinten an.

    Wo ist es denn unser Gold ?

    Pröll Neffe hat dazu geschwiegen, schweigt auch Frau Fekter dazu ?

    Ich habe einmal einem großen Industriekonzern eine wichtige Mitteilung zu einer Entscheidung gemacht und diese Mitteilung wurde ignoriert, in den Wind geschlagen. Nach Jahren kam ein Anruf, Sie hatten Recht Herr Maierhofer, es kam so, wie Sie geschrieben hatten damals. Meine Antwort war, ich habe das nicht geschrieben um Recht zu haben, sondern wollte Ihnen helfen. Aber helfen kann man nur jemanden der sich helfen lässt, der zuhören kann, der lesen kann, der nicht verhetzt, ideologisch verbohrt oder betriebsblind ist.

    Bei der EU wäre es anders, wären unsere Politiker weitblickende Realisten, was sie leider nicht sind, sie sind betriebsblinde Ideologen, verhetzte Hascherln und buckelnde Wasserträger. Als Dank darf das Volk dann leiden für die Fehler dieser feigen 'Packlrasse', die in Brüssel das Maul nicht aufbringt. Also müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die, die wir gewählt haben dort versagt haben, aber leider auch hier.

    Mit ausschließlich 'nicht genügend' kann keiner von den von uns Beauftragten (Mandataren) in die nächste Klasse aufsteigen, so viel wäre unter normalen und realen Umständen dazu zu sagen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juli 2011 09:15

    wenn der linke dsk schon so billig wegkommt, warum sollte da der rechte silvio nicht doppelt büssen? und wenn europa vor die hunde geht, hauptsache, man erwischt den rechten macho.

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juli 2011 10:56

    NIEDERGANG - VERÄNDERUNG

    Es steht zu befürchten, daß die "Schwarzseher" (Pessimisten), wie so oft, recht behalten. Das Problem der "Schwarzseher" ist, dass die Prognose zwar richtig ist, die Diagnose aber oft falsch. Die Zukunft bricht sich bahn - entsprechend den gesetzten Ursachen (gut/schlecht) in der Vergangenheit.

    Was sind nun die Ursachen, die eine drastische Änderung in der Zukunft herbeiführen könnten? Sind sie politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Natur, wie viele meinen?

    Die Geschichte lehrt, daß der Niedergang einer Epoche vor allem an spirituelle Faktoren festzumachen ist. Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme, denen in Zeiten des Niedergangs zwangsläufig begegnet wird, sind die SYMPTOME des "geistigen Verfalls". Wieso kommt es dazu? Entweder die 'Werte" (auch Religion) haben keine Kraft mehr oder die Individuen sind zu schwach dafür.

    Wenn ein epochaler Wert, wie Religion, verschwindet, geht es zumeist sehr langsam und ein "Ersatz" ist schon in Sicht. Ein solcher Vorgang mag eine Gesellschaft zwar spalten, aber er wird sie nie vollständig zerstören. Wenn moralische und spirituelle Werte in der FAMILIE verschwinden, ist das Auseinanderbrechen eines Gemeinwesens nur noch eine Frage der "quälenden Zeit". Geht die Familie, geht auch die Epoche...

    Die Zerstörungskräfte, denen die Familie in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt war, lassen sich als gewaltig bezeichnen. Paradoxerweise hat die förderliche, materielle Versorgung nicht besonders viel genützt. Es war ein schleichender Prozeß. Von der anfänglichen Belächelung bis hin zur „zeitgenössischen“ Bekämpfung, die darin gipfelt, dass die Familie nicht zuletzt als „Hort des Verbrechens“ desavouiert wurde. Den „Ideologen“ ist es gelungen das „Wort“ zu erfüllen: „Ich werde Zwietracht säen zwischen dem Mann und der Frau“. Begleitend dazu bewegte sich die materielle Fülle hin zu Egoismus. Und nachdem der Egoismus sich hemmungslos ausgebreitet und ausgelebt hat, steht nun die Selbstgefälligkeit auf dem Podest. Der „Medienpräsenz“ wird alles auch „nationalhymnisch“, geopfert. Koste es was es wolle. Damit ist weder Staat, noch Nation, noch „Währung“ zu machen…

    Es steht zu befürchten, dass erst die ÜBERNÄCHSTE Generation sich wieder besinnt und die Rattenfänger, hoffentlich für längere Zeit, ins Ungemach sperrt… Ein neuer Versuch. Darin sieht der „Schwarzseher“ uneingeschränkt das Positive.

  6. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juli 2011 11:59

    Sosehr ich damals gedacht habe, daß das Projekt 'EU' ein weises, gutes ist, sosehr bin ich jetzt vom Gegenteil überzeugt, und wenn es nach mir ginge, würde kein einziger Cent Steuergeld mehr ins Funktionieren der EU - und 'Subventionieren' maroder Staaten - gesteckt.

    Ich weiß zwar nicht, wieviele Menschen in der Bevölkerung absolut gesehen meiner Meinung sind, aber ich kenne persönlich niemanden, der anderer Meinung ist.
    Wäre eigentlich ein gutes Thema für eine EU-weite Volksbefragung, wobei naturgemäß nur dann weiter 'subventioniert' werden darf, wenn 100% der (Bürger der) befagten Länder dafür sind.

    Die EU ist gescheitert, man sollte in ein paar Jahrhunderten nochmals neu starten. Oder es hat sich dann das Problem erledigt, weil die ganze Region ohnedies einheitlich unter türkischer Herrschaft ist.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Juli 2011 08:06

    Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
    die stets man noch zum Hungern zwingt!
    Das Recht wie Glut im Kraterherde
    nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
    Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
    Heer der Sklaven, wache auf!
    Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
    Alles zu werden, strömt zuhauf!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|
    Es rettet uns kein höh'res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!
    Leeres Wort: des Armen Rechte,
    Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
    Unmündig nennt man uns und Knechte,
    duldet die Schmach nun länger nicht!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|
    In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
    wir sind die stärkste der Partei'n
    Die Müßiggänger schiebt beiseite!
    Diese Welt muss unser sein;
    Unser Blut sei nicht mehr der Raben,
    Nicht der mächt'gen Geier Fraß!
    Erst wenn wir sie vertrieben haben
    dann scheint die Sonn' ohn' Unterlass!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|

    Gleichwohl fürchte ich, dass wir Europäer - nach 70 Jahren noch nie in unserer augezeichneten Geschichte zu verzeichnender Friedenszeit des Kampfes müde, uns keinem Gefecht mehr aufzuraffen vermögen werden. Wozu auch? Würde das doch unabhängig vom Ausgang in erster Linie nur uns selbst beschädigen. Denn die Verursacher (ob schuldig oder nur dumm) werden schon Wege finden, ihre Schäfchen noch zeitgerecht in Trockene zu bringen.

    Was die Schuldigen betrifft, so stimme ich allerdings mit unseres Wertkonservativen Liste überhaupt nicht überein. Denn es gibt nur zwei Schuldige: Uns die Bürger und die Politik in Person jener Mandatare und Amtsträger, welche die von geliehene Macht - gesetzgeberisch und exekutiv - ausüben.

    Wir haben uns schuldig gemacht, weil wir - satt und des erreichten Status quo zufrieden - nicht daran denken, uns aus den unseren Betten, Fernsehsesseln oder Donauinsel-Idyllen herauszubewegen um den Abgeordneten nationalen und EU-Mandataren Beine zu machen. Jede Blödheit der Politiker wird - je nach Lagerzugehörigkeit bejubelt oder bekritelt (manchmal auch beides gleichzeitig), je nachdem, was KRONE oder HEUTE gerade meinen. Jeder kulturelle Darmwind wird als "Kunstwerk" gesponsert und - falls der Schöpfer Migrationshintzergrund aufweisen kann - sogar tunlichst mit Preisen bedacht. Ganz zu schweigen von der offiziellen, oktroyierten Sprachvergiegung durch Political Corectness und einer psychologisch überfrachteten Werbung und Propaganda, die widerlegt, dass wir Wesen der Gattung "homo sapiens sapiens" sind. Und dabei weise ich die Hauptschuld nicht den Multikulti-Freaks mit ihrer sozialistischen Fehlkonstruktion von Gehirn zu, sondern wiederum uns, die wir verlernt haben zu kämpfen und die sich verhalten wie einst die Etrusker, von denen Fernau einst geschrieben hat, dass die Römer sie deshalb assimilieren konnten, weil diese noch in 30 Sekunden erledigen konnten, wofür jene sich eine halbe Stunde mühen mussten.

    Hier sei jedoch auch den Politikern ins Stammbuch geschrieben, welche die alte Soziologenweisheit missachten, dass jede Entscheidung, welche eine Gruppe von Menschen fällt, mincestens so schlecht ist wie jene, die das dümmste Gruppenmitglied allleine getroffen hätte. Und diesen Lemuren gestatten wir auch noch, dass Stammeshäuptlinge, Ortskaiser oder andere inferiore Figuren uns über "Parteien" und "Listen" vorschreiben, welche gewissenlose Trottel wir ins Parlament zu wählen haben.

    Unter diesen Auspizien: "Nun siegt mal schön!"

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAron Sperber Partner Homepage
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Juli 2011 11:49

    ich teile nicht immer Unterbergers Ansichten, aber dies ist wirklich eine ausgezeichnete Analyse der italienischen Zustände.

    den meisten Journalisten reicht es leider, Phänomene wie Berlsuconi mit banalen Schlagworten wie "Lustgreis", "Korruption" und "Mafia" zu erklären.

    únd die einzige Erklärung, warum er dann trotzdem stets die Wahlen gewinnt, ist dann immer seine angebliche totale "Beherrschung der Medien", wegen der, den Italienern jene "Tatsachen" nicht bekannt seien...

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/12/14/warum-wahlen-die-italiener-berlusconi/


alle Kommentare

  1. Collins James (kein Partner)
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  2. Precious (kein Partner)
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  5. xRatio (kein Partner)
    16. Juli 2011 01:02

    @Öko-Vergelter 15. Juli 2011 02:52
    Zudem müssen alle charakterlosen Menschen kastriert oder sterilisiert werden.

    Vor allem die geisteskranke Öko-Vergelterin selbst.

    • Öko-Vergelter (kein Partner)
      16. Juli 2011 14:07

      Ich bin nicht weiblich, sondern männlich. Im Übrigen bin ich kein Kinderschänder (oder etwas ähnliches), der kastriert werden müsste.

  6. Öko-Vergelter (kein Partner)
    15. Juli 2011 02:52

    Der Widerstand gegen die Nato und die chinesische Volksbefreiungsarmee wächst explosionsartig. Bald wird es unabhängige Staaten Afghanistan, Ost-Turkestan und Tibet geben. Und innerhalb Europas wächst der Widerstand gegen die Völkervermischung explosionsartig. Bei der Wahl in Berlin im September werden Ökos (nicht gemeint sind die Grünen) und Patrioten große Stimmengewinne erzielen. Später werden dann Millionen Ausländer und eingebürgerte Migranten aus Deutschland weggeschafft. Widernatürliche Homosexualität wird zurückgedrängt. Und der CSD (= Tag der Unzucht) wird abgeschafft. Die herkömmlichen Autos werden durch 1-Liter-Autos ersetzt. Und der €uro wird durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt. Zudem müssen alle charakterlosen Menschen kastriert oder sterilisiert werden.

  7. xRatio (kein Partner)
    13. Juli 2011 01:51

    Auch ich stimme Herrn Dr. Unterberger in Sachen Berlusconi voll und ganz zu. -

    Für Italien war und ist Berlusconi das mit Abstand geringste politische Übel seit Jahren.

    Berlusconi soll daher von der Linksmafia und ihren Weibern auch in der Justiz schon seit langem auf die übliche verlogene und kriminelle Tour fertig gemacht werden.

    Wir können nur hoffen und beten, daß das nicht doch noch gelingt.

  8. xRatio (kein Partner)
    13. Juli 2011 01:45

    RE: francesco

    Im Internet tarnen sich die linken Blödweiber nach meiner Erfahrung extrem oft unter scheinbar männlichen Nicks.

    "Der", in Wahrheit die sog. "francesco" ist defintiv ein WEIB.
    Es nennt sich im RL vermutlich Franziska oder ähnlich.

    Erkennt man fast untrüglich bereits an Inhalt und Stil ihres hier abgelaichten und dann (eigentlich zu allem Überfluss) auch noch detailliert widerlegten Weiber-Schwachsinns.

    • Erich Bauer
      13. Juli 2011 17:59

      "...tarnen sich die linken Blödweiber nach meiner Erfahrung extrem oft unter scheinbar männlichen Nicks..."

      Eindeutiges Syndrom von Penisneid...

  9. francesco (kein Partner)
    12. Juli 2011 18:21

    unterberger ist kein journalist.
    dieser artikel ist durch fakten nicht zu belegen und zeigt warum man diesem mann keine zeitung anvertrauen kann.

    nur um 1 argument rauszupicken:

    italiens staatsverschuldung lag anfang der 90er jahre bereits über 120% des bip. in den darauffolgenden jahren regierte das sogenannte centrosinistra. also die linken.
    anfang 2000, als berlusconi die regierungsgeschäfte übernahm lag die verschuldung bei 105%.
    nach 10 jahren berlusconi liegt sie jetzt wieder über 120%. nach 10 reformlosen jahren. von wegen stabil ... berlusconis regierungspartei ist zerbrochen. fini löste sich von der partei.
    aber die regierung ist quasi arbeitsunfähig und kümmerte sich auch davor nur um berlusconis privatangelegenheiten.
    unter anderem darum ist italien in der situation in der es sich nun findet.

    aber all das weiss unterberger nicht weil er nun mal kein journalist ist.

    • Segestes (kein Partner)
      12. Juli 2011 18:28

      "unterberger ist kein journalist."

      Im Gegenteil, Unterberger ist ein typischer Journalist.
      Selektives Wahrnehmungsvermögen, Sendungsbewustsein, der Wille zur Macht per gezielter Meinungsbeeinflussung

    • Linkslinker Gutmenschentroll (kein Partner)
      12. Juli 2011 19:14

      @ Segestes
      Wenn es danach geht ist Unterberger der beste Journalist den es gibt, das wird man ja hier auch gerne bestätigt kommen. Bei keinem anderen Journalisten, gleich welcher ideologischen Richtung er zuzuordnen ist, kann man die Schlagseite so deutlich erkennen.
      Manch andere bemühen sich wenigstens um eine umfassende Sichtweise, andere tun zumindest so als ob. Naja bei der unkritischen Leserschaft die U. um sich versammelt hat, kann er sich das auch leisten.

    • november (kein Partner)
      12. Juli 2011 19:23

      Na ja, eine gewisse Langlebigkeit kann man der Berlusconiregierung nicht absprechen. Vor ihm dauerte die durchschnittliche effektive Legislatuperiode 6 Monate.

      Was man Berlusconi aber vorhalten kann ist, dass er trotz seiner anfänglichen Popularität die notwendigen Reformen nicht angepackt hat, deswegen befindet sich ja Italien in der jetzigen Malaise.

    • Aron Sperber (kein Partner)
      12. Juli 2011 21:35

      der Schulden-Höchststand wurde 1994 erreicht, also im 1. Jahr von Berlusconi, der den Schuldenrekord von seinen Tangentopoli-Vorgängern übernommen hatte.

      die Schuden wurden in seiner Regierungszeit nach unten gedrückt, bis Ende der 90er Jahre Prodi wieder fleißig Schulden machen konnte.

      in den letzten beiden Jahren hat zwar auch Berusconi wieder mehr Schulden gemacht (allerdings haben das nach der Finanzkrise praktisch alle europ. Regierungen)

      ich bin kein Berlusconi-Fan, aber die italienische Linke ist sich nur bei einer Sache einig:

      nämlich dass Berluconi weg muss, wenn er weg ist, werden sie sich wieder gegenseitig zerfeischen

      in Deutschland konnte Rot/Grün notwendige Reformen eineiten, vielleicht sogar besser als es eine rechte Regierung gewagt hätte.

      in Italien ist dies leider nicht so, da die üblichen Ex-Kommunisten sofort ausscheren würden, wenn es hart auf hart geht.

      wie man die Alitalia durch konsequente Reaitätsverweigerung an die Wand gefahren hat, würden die Linken ganz Italien an die Wand fahren

    • francesco (kein Partner)
      13. Juli 2011 09:03

      schreib ichs halt ein 2es mal. dafür jetzt kurz.
      berlusconi regierte in den 90iger jahren nur ein paar monate. und das auch nur am papier. der rest waren linksregierungen. u.a. von prodi geführt der sparpakete schnürte.
      prodi kommt im übrigen aus der democrazia cristiana und nicht aus der linken. bis anfang 2000er jahre schrumpfte dann bis knapp über 100% des bip. berlusconi machte dann vor den wahlen 2006 wieder steuergeschenke und der schuldenberg stieg wieder an.
      prodi gewann und erhöhte tw. die steuern wodurch die schulden wieder sanken. was ihn unpopulär machte. prodis regierung platzte nach 2 jahren und berlusconi übernahm wieder das ruder und jetzt sind die schulden auf über 120% gestiegen.
      im übrigen ist das pdl von berlusconi geplatzt denn fini hat sich abgespalten wodurch die regierung praktisch gelähmt ist. von wegen stabil ...
      aber wem sag ich das...

    • francesco (kein Partner)
      13. Juli 2011 09:08

      von der alitalia o.ä. will ich hier gar nicht reden. auch nicht das berlusconis finivest wegen korruption gerade in 2er instanz verurteilt wurde fast 600 mio euro strafe zu bezahlen.
      oder das er einen fernsehsender entgegen allen gerichtsbescheiden einfach blockierte. sogar einen entscheid des europäischen gerichtshof ignorierte er.
      alles damit man seine monopolstellung nicht antasten konnte.
      mit anderen geschichten wie der freie markt und der rechtstaat in italien von berlusconi mit füssen getreten wird will ich hier gar nicht anfangen zu schreiben.
      eh sinnlos hier drinnen.

    • november (kein Partner)
      13. Juli 2011 13:44

      Mach dir nichts draus, francesco. "Hier drinnen" geht es einfach um Gegenmeinungen. Hauptsache gegen den Mainstream, alles andere ist egal. Berlusconi kritisieren können Standard und ORF auch, deswegen muss "il presidente" (sic) hier positiv hervorgehoben werden.

  10. Segestes (kein Partner)
    12. Juli 2011 15:32

    Fast wünscht man sich mittlerweile einen Bösewicht vom Format eines Goldfinger oder Dr. No., der die Schuldenstände aller Staaten dieser Welt, per groß angelegtem Hack, auf 0 zurücksetzt.
    Aber das ist leider weitaus schwieriger als die HP der Blauen und Roten zu verunzieren....

    Apropos Hack: Lieber Herr Unterberger, wenn Sie wirklich mutig sind, dann schreiben Sie bald einen Artikel, in dem Sie sich über genau diese ach so undemokratischen "Hacker" auslassen. Und dann warten wir ab, was mit Ihrer Seite passiert ;)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      13. Juli 2011 08:45

      Ein lustiger Vorschlag. Man müsste es nur machen - die Schuldenstände aller Staaten auf 0 zurücksetzen. Nichts würde sich ändern, außer, dass man merkt, wie grotesk dieses nur auf dem Papier bestehende Finanzkonstrukt eigentlich war.

      Ich würde das übrigens am ehesten Blofeld zutrauen. ;)

  11. Aron Sperber (kein Partner)
    12. Juli 2011 11:49

    ich teile nicht immer Unterbergers Ansichten, aber dies ist wirklich eine ausgezeichnete Analyse der italienischen Zustände.

    den meisten Journalisten reicht es leider, Phänomene wie Berlsuconi mit banalen Schlagworten wie "Lustgreis", "Korruption" und "Mafia" zu erklären.

    únd die einzige Erklärung, warum er dann trotzdem stets die Wahlen gewinnt, ist dann immer seine angebliche totale "Beherrschung der Medien", wegen der, den Italienern jene "Tatsachen" nicht bekannt seien...

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/12/14/warum-wahlen-die-italiener-berlusconi/

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      12. Juli 2011 15:49

      @Aron Sperber:
      Posting und Link erstklassig, die Verlogenheit der medialen Betrachtung Berlusconis profund erkannt.
      Wenn dieser bunte Vogel den Huat draufhaut, geht Italien endgültig baden — ebenso das minimal verbliebene Vertrauen, dieses Land könne sich jemals von seiner Verschuldung befreien. Dann haben wir wieder, wie vor dem amourösen Troubadour, italienische Regierungen im Quartalsturnus, bestückt mit Togliatti-Epigonen und anderen Roßtäuschern.
      Und dann heißt's für die gesamte EU endgültig: finito l'amore, ciao!
      Komplett mit biblischem Heulen und Zähneklappern — das auch uns auf schmerzlichste Weise Mores lehren wird.

    • Aron Sperber (kein Partner)
  12. jump (kein Partner)
    12. Juli 2011 07:52

    Bei allem Verständnis dafür, dass sie sich in der Rolle des jenseitigen Provokateurs wohlfühlen, aber man kann es auch übertreiben!

    • Trollfresser (kein Partner)
      12. Juli 2011 10:42

      Nein nein jump - Du hast noch vieles gut auf Deinem Provokantenkonto.

  13. machmuss verschiebnix
    11. Juli 2011 22:56


    Welche Möglichkeiten gibt es denn jetzt noch ( außer Geld drucken ) ?


    Bei Hu Jintao anrufen, er möge doch Italien aufkaufen ?

    Kern-Europa gründen, alle alteingesessenen politischen Kräfte
    vorübergehend "außer Kraft" setzen, damit sie nicht noch mehr
    Unheil anrichten können, und dann eine Kehrtwende um 180 Grad
    fliegen ?

    Wem ist aufgefallen, daß sich die Chinesen keinen Deut um
    allfällige Hysterien an den Börsen scheren, denn sie entscheiden
    schneller, als die Börsen reagieren können. Kein hinterherlaufen
    also, wie's Europa derzeit mit den Schutz-Schirmen macht, sondern
    ein schnelles, wendiges Agieren noch bevor so ein Analysten-Fuzzi
    überhaupt die relevanten Daten in die Hand bekommt.

    Aber DAS WICHTIGSTE an der Schläue Chinas:

    sie waren nicht so dämlich, ihre Währung dem "freien Handel" Preis
    zu geben, und gleichsam den Finanz-Haien zum Fraß vorzuwerfen.

    Was würde also dagegen sprechen, daß in diesem Belange ausnahmsweise
    nicht die Chinesen uns, sondern Europa die Chinesen kopiert, und
    daher ratz-fatz in einer buchstäblichen Nacht und Nebel-Aktion
    ein paar "kleine Anpassungen" vornimmt:

    TOTALE Bindung des Euro an den Yuan,

    TOTALES Umkrempeln dieses desaströsen, borsatilen Finanzsystems,

    TOTALE Abkehr von Allem, was vom US-Markt abhängig macht,


    fehlt nur noch die Kleinigkeit eines vorangestellten Genie-Streichs,
    der das alles erst ermöglichen würde, wie wär's also mit einer


    TOTALEN Abkehr von polit-mafioser Nationalstaatlichkeit, hin zu einem
    modernen, ÖKOSOZIALEN Lenksystem - allerdings: frei von Linker
    Dekadenz !

    • machmuss verschiebnix
      11. Juli 2011 23:03


      wer sagt hier: Blödsinn, das geht doch nicht ?
      Bei den Chinesen ging es doch auch,
      die haben ihr gesamtes Riesen-Reich in atemberaubendem Tempo umgekrempelt !!!

  14. socrates
    11. Juli 2011 21:26

    1 sF = 1,196 $
    Wie lange noch wir es bis zum Einstand dauern? Dann kommt der € dran.

  15. A.K.
    11. Juli 2011 16:57

    Am 17. Juni 2011 schrieb ich zu „Soll die EU Griechenland pleite gehenlassen?“ - wobei ich vorsichtiger Weise vom Staat XY statt von Italien sprach:
    ------------------------------------------------------------------------------------
    Wegen meiner mathematisch-naturwissenschaftlichen Vorbildung, der primär logisches Denken als Fähigkeit zugrunde liegt, erstaunt es mich stets, in Zeitungsmeldungen zu lesen, daß der Staat XY mit derzeit 120 % der pro Jahr möglichen Werte, die dort zu schaffen möglich sind, verschuldet ist, daß aber trotzdem dessen Bürger recht fröhlich dahinleben. Für Österreich glaube ich mich an vergleichbare – rasch wachsende Zahlen – um 70 bis 80 % zu erinnern. Ja - wenn die genannten 120% stimmen, dann ist es für mich (dem wirtschaftlich ungebildeten Naivling) der Versuch eines Wahnsinnigen daran zu glauben, daß solche Schulden je zurück gezahlt werden können. Leider weisen mehrere europäische Staaten solche Zahlen auf. Dieser Zustand war nur dadurch erreichbar, daß – Gott sei Dank! –in Europa seit 66 Jahren ausreichend Friede herrscht; nämlich Friede u.a. dafür, daß nicht in regelmäßigen Abständen – wie früher – die Banken zusammengebrochen sind, worauf die anständigen Wirtschaftenden und Sparer ihr Geld verloren haben und danach die Politiker wieder mit dem Schuldenmachen „von Null“ her anfangen konnten. Für mich ist einzig und allein logisch, daß s o l c h e S c h u l d e n n i e(!) z u r ü c k g e z a h l t w e r d e n (können), daß also jemand Geld sicher verlieren wird. Geld verlieren durch: Inflation, wertlos gewordene Schuldscheine von Staaten, Banken und zahlungsunfähigen Bürgern. Demagogische Politiker werden Bevölkerungsgruppen wie Pensionisten und junge Menschen gegeneinander aufhetzen. Familienväter werden gegenüber Singles ohne Kinder weiter stärker leiden und von den Politikeren mit milden („Gesetzes“-) Gaben abgespeist werden.
    Im privaten Umfeld leiht niemand Menschen, die nicht wirtschaften können, längerfristig Geld – niemand ist so naiv zu glauben, daß er es wieder bekommt. Man muß wohl EU-Politiker sein, um das nicht zu wissen. Abhilfe schafft nur, daß jene die wirtschaften können, sich von Leuten, die solches nicht können abschotten und ihnen nur aus ihren Überschüssen helfen. Bei Staaten kann dies langfristig nicht anders zugehen.

  16. HDW
    11. Juli 2011 15:34

    Meiner Ansicht nach der Beweis, dass die Postmoderne Komintern existiert und mit ihrer Putschmethode (Politisierte Staatsanwälte+Medienprozess) die Destabilisierung wieder einmal bis zur "revolutionären Situation" treibt um im darauffolgenden Bürgerkrieg wieder einmal ihre Geschichtstheorie vom Klassenkam blutig beweisen zu versuchen. So weit so elend. Aber der wahre geistige Abgrund zeigt sich bei den nützlichen Idioten in Hietzing und Döbling oder halt an der Aussenalster. Besonders die weltweite "Kampagne" gegen die italienische Regierung hätte zu denken geben müssen. Übrigens lebt der Hauptzündler, der Kommunist De Benedetti, Besitzer der linkesten Zeitungen Italiens und Grosskapitalist, jetzt in der Schweiz! Er habe Angst vor Rassen - Gesetzen die Regierung B. erlassen könnte (!)

    • Erich Bauer
      11. Juli 2011 17:05

      HDW,
      "...die Postmoderne Komintern existiert..."

      Ja. Das kommunistisch, bolschewistische "Rezept" hat sich, nach seinem Zusammenbruch im Sowjetreich, Europa zum "Wirt" gemacht. Zusammenbrüche von so großer Bedeutung scheinen immer in "Raten" zu erfolgen. Daß dabei gleich das gesamte EU-Konzept draufgeht, sehe ich persönlich als "Gnade des Schicksals"... Erst wenn das geschehen ist, hat der bolschewistische Spuk ein Ende...

  17. Rosi
    11. Juli 2011 11:59

    Sosehr ich damals gedacht habe, daß das Projekt 'EU' ein weises, gutes ist, sosehr bin ich jetzt vom Gegenteil überzeugt, und wenn es nach mir ginge, würde kein einziger Cent Steuergeld mehr ins Funktionieren der EU - und 'Subventionieren' maroder Staaten - gesteckt.

    Ich weiß zwar nicht, wieviele Menschen in der Bevölkerung absolut gesehen meiner Meinung sind, aber ich kenne persönlich niemanden, der anderer Meinung ist.
    Wäre eigentlich ein gutes Thema für eine EU-weite Volksbefragung, wobei naturgemäß nur dann weiter 'subventioniert' werden darf, wenn 100% der (Bürger der) befagten Länder dafür sind.

    Die EU ist gescheitert, man sollte in ein paar Jahrhunderten nochmals neu starten. Oder es hat sich dann das Problem erledigt, weil die ganze Region ohnedies einheitlich unter türkischer Herrschaft ist.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • cmh (kein Partner)
      12. Juli 2011 11:00

      Wenn der Computer nicht das tut, was man will ist meistens nicht die Hardware schuld sondern man hat selber einen Fehler gemacht.

      Dafür gibt es den Resetknopf.

      Den muss man drücken und nicht gleich das ganze KAstl in den Mist werfen. Dann muss man nämlich wieder den Bleistift zum Rechnen nehmen.

      Auf die EU übertragen bedeutet das, dass man vorerst den Restknopf finden und drücken sollte.

      Wenn die Linken aller Parteien glauben, endlich die Mach ergattert zu haben, muss man sie ihnen wegnehmen. Wenn die EU nationale Macht übertragen haben will, muss man dafür Sorge tragen, dass dort geeignete Leute sitzen.

      Daher sind die allerersten Vorausetzungen eine gute Medienlandschaft und ein guter Unterricht, in der die Leute nicht nur vom Mainstream hören, wo man vermittelt bekommt, dass es sowas wie Werte gibt, die man erreichen sollte usw.

      Derzeit sind wir ohne EU nicht überlebensfähig - wie schon vor dem Euro wäre unser "Neuschillig" wieder an die Mark gebunden, die es aber nicht mehr gibt und die daher der Euro ist.

      Beim Miltär hatten wir einmal einen Ausbildner, der uns mit dem Spruch "Don't fight the problem, solve it!" unsäglich nervte. Bei dem haben wir einiges gelernt.

      Nach den letzten Postings würde ich Ihnen auch noch vorschlagen, in Ihrem Ceterumcenseo "Integration" durch "Assimilation" zu ersetzten. Etwa

      Nichtassimiliert dürfen in Österreich nur Touristen sein.

      Ich will Ihnen aber da keinen Vorschriften machen, es ist nur ein Vorschlag.

    • cmh (kein Partner)
      12. Juli 2011 11:21

      Liebe Rosi,

      es passt auch gut das folgende Gedicht hierher:

      Pro patria

      I
      Ich gönne jedem fremden Wicht
      sein Teilchen Erde nebst Himmelslicht;
      aber will er mir meins wegschinden,
      soll er die Hölle bei mir finden.

      II
      Jeder Mann von echtem Kern
      sei uns Landsmann, ist er's gern.
      Gleich, woher die Samenzucht:
      deutsches Land trägt deutsche Frucht.

      III
      Kindersinn und Vätergeist,
      Muttersprache ist ihr Band;
      wirket, daß es nicht zerreißt,
      all ihr Geister, Hand in Hand!

      Richard Dehmel, 1913
      Aus der Sammlung Erste Hälfte
      http://gedichte.xbib.de/Dehmel%2C+Richard_gedicht_06.+Pro+patria.htm

      Dehmel hat sicher nicht an unsere Assimilanden (NB für xRatio 1,2,3 : d.s.d. zu Assimilierenden - eine Analogbildung zum Lateinischen) gedacht - ich meine aber wohl, dass man es hier anwenden kann.

    • Peter (kein Partner)
      12. Juli 2011 15:06

      Ja! Sie beschreiben exakt die Enttäuschung, in der ich mich derzeit selbst befinde. Rückblickend war das aber vielleicht absehbar. Beispielsweise die Wahlen zum EU-Parlament. Seit jeher waren die Kandidaten dafür eine absolute Negativauslese. "War ja nur für die EU". Ein weiteres Beispiel für den gewissenlosen Umgang userer Politeliten mit der EU ist auch ein gewisser HP Martin. Einst gefeierter Spitzenkandidat der SPÖ, nutze er die Wahl geschickt als Trittbrett für seine quasikriminellen Aktivitäten. Andere Klein- und Großkriminelle folgten. Leider sind derartige Typen nicht nur aus Ö gekommen, sonst wäre diese Projekt vermutlich in einem besseren Zustand. Auch wenn die Achtung vor unseren heimischen Politfunktionären so gering war wie noch nie zuvor, die Eurofunktionäre schaffen das schier Unmögliche und unterbieten das noch um ein Vielfaches.

    • Jacky (kein Partner)
      12. Juli 2011 15:19

      @Rosi: alle sollen sich also integrieren? Alle sollen sich anpassen? Alle sollen gleich werden? Welch böse, linkslinke Gleichmacherei! Sozialistisches Einheitsbreidenken!!!

    • Rosi
      12. Juli 2011 16:49

      @cmh
      Es läuft so viel in Europa, und vermutlich auch den USA, derzeit schief. Es kann auf die Dauer nicht gutgehen, wenn Schuldenstände wie die derzeitigen nicht nur vorhanden sind, sondern die Mehrheit nicht einmal daran denkt, diese wieder abzubauen. Wenn es einige Wenige - im Land wie in der EU - gibt, die alles mit ihrer Arbeit finanzieren, während sich die anderen in der sozialen Hängematte ausruhen.
      Die Situation entspricht jener, wo man sagt: 'Wir stehen am Rande des Abgrundes. Und morgen sind wir einen Schritt weiter:'
      Die EU wird 'sich schlicht auflösen', genauso, wie damals der Kommunismus, denn es zeigt sich immer mehr, daß nicht nur Österreich alleine, sondern auch die EU keine wirtschaftliche Überlebenschance hat, wenn es so weitergeht wie derzeit.
      Schlimmer ist es nur in Afrika.
      In Asien gibt es eine völlig andere Situation. Dort ist Leistungswille, und dort liegt auch die wirtschaftliche Zukunft der Welt.
      @Peter
      Sie haben völlig Recht, die Personalauswahl der Länder hat der EU geschadet, war aber gleichzeitig Ausdruck der 'Wertschätzung', die der Institution entgegengebracht wurde.

    • Rosi
      12. Juli 2011 17:05

      @cmh, @Jacky
      Ich möchte indirekt auf die Frage 'Integration' versus 'Assimilation' antworten, da die Definitionen nicht durchgängig verwendet werden:
      Mir ist Österreich wichtig, das ich als meine Heimat ansehe, auch geistig. Das erwarte ich auch von allen, die sich hier auf die Dauer niederlassen wollen.
      Auch die Errungenschaften - wissenschaftlich, kulturell und ethisch - sind mir wichtig, und auch hier gilt das gleiche, ich erwarte, daß neue Österreicher auch das wertschätzen.
      Ob manche Leute die Haare grün färben, oder eine Sari tragen, oder einen Turban, ist mir gleich, es geht um die Einstellung.
      Daher sind mir die 'Kopftuchweiber' nicht gleich, denn die tragen damit die Unterwürfigkeit der Frau gegenüber dem Mann öffentlich zur Schau, und das widerspricht der Aufklärung und allen hier in Österreich gültigen Werten.
      Voll Bekleidete Musliminnen in öffentlichen Schwimmbädern sind zu verbieten, da dieses Gewand schlicht unhygienisch ist - ebenso, wie vor einem Jahr für Herren die übergroßen Badehosen verboten wurden.

  18. alfons adam
    11. Juli 2011 11:23

    Wenn man Rinnhofer darin folgt, daß die beschriebenen Mißstände und die Reaktion der Politiker tatsächlich ein Problem der Demokratie sind, und ich glaube, man muß ihm recht geben, dann kann man vielleicht noch an die bekannte Aussage denken, daß die Demokratie zwar Mängel habe, eine bessere Regierungsform aber noch nicht gefunden worden sei, doch Trost bietet dieser Satz immer weniger. Es ist an der Zeit, Grundsätzliches zu diskutieren. Ausgehend von der Erkenntnis, daß der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat nur funktionieren kann, wenn er von ethisch-moralischen Vorraussetzungen ausgeht, die er nicht selbst schaffen kann, trete ich dafür ein, diese Voraussetzungen im christlichen Glauben zu suchen, und verweise dazu auf den Ausspruch von Robert Schuman: "Europa wird christlich sein oder es wird nicht sein." Ich möchte an einem Beispiel erläutern, was ich meine. Wenn wir dahin zurückfinden, daß der Staat seine ursprünglichste und vornehmste Aufgabe, das Leben jedes Menschen zu schützen, wieder wahrnimmt, wenn also dieser Schutz auf allen Stufen der Rechtsordnung (und selbstverständlich auch im Strafrecht) wieder installiert wird, dann werden wir nicht nur wieder Kinder haben, die zunehmend fehlen, es wird auch keine Diskussion über Euthanasie und Präimplantationsdiagnostik geben können - um nur zwei Beispiele zu nennen- und andererseits wird das Gespür für Wert und Würde jedes Menschen zunehmen. Und das wird das moralische Niveau insgesamt heben und positive Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft haben. Wir dürfen diesen Denkansatz nicht vernachlässigen, wenn unser Land bzw. ganz Europa eine gute Zukunft haben soll.

    • HJR
      11. Juli 2011 13:00

      [... Ausgehend von der Erkenntnis, daß der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat nur funktionieren kann, wenn er von ethisch-moralischen Vorraussetzungen ausgeht, die er nicht selbst schaffen kann, trete ich dafür ein, diese Voraussetzungen im christlichen Glauben zu suchen, und verweise dazu auf den Ausspruch von Robert Schuman: "Europa wird christlich sein oder es wird nicht sein." ...]

      So sehr ich es für richtig halte, dass die Europäer mehrheitlich in einer "christlichen Kultur" zuhause sind, so sehr halte ich es für falsch, nun - da die Trennung von Kirche und Staat mühsam genug vollzogen wurde - das christliche Element unserer Kultur wieder in den Vordergrund zu rücken. So toll ist die Geschichte des Christentums mit ihren Kreuzzügen, Hexenverbrennungen und Religionskriegen auch wieder nicht.

      Meines erachtens gibt es keinen wie immer gearteten Grund, die Dinge dieser Welt anderen Mitteln als jenen der Vernunft (nach Kant'scher Vorlage) regeln zu sollen.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • ProConsul
      11. Juli 2011 13:15

      Friedrich Romig schreibt in seinem neuen Buch 'Der Sinn der Geschichte':

      "Doch fehlt die Religion als Bindekraft der Gesellschaft, dann muß eine Zwangsgewalt her, die die Einheit wahrt."

      Es ist leider wirklich so, dass ein Staat oder eine Volk ohne Moral, ohne Religion, ohe spirituelles Verständnis nicht dauerhaft existieren kann. Wir beobachten gerade wie sich anstatt der alten Religion (Christentum) eine neue Form der Religion ausbreitet: Genderwahnsinn, Feminismus, politische Korrektheit, Holocaustwahn, etc. Und diese Ideologien läuten ein neues diktatorsches (globales) Regime ein: UNO, NATO, EU, NAFTA, SEATO, WTO, IMF, FED, EZB, Euro. Die Demokratie ist nach nur 100 Jahren am Ende. Hans-Hermann Hoppe drückt es folgendermaßen aus:

      "Der Preis der Gerechtigkeit und des Friedens ist astronomisch angestiegen, und die Qualität des Rechts hat stetig abgenommen bis zu dem Punkt, wo die Idee des Rechts als einer Gesamtheit universeller und unveränderlicher Prinzipien der Gerechtigkeit beinahe verschwunden und durch die Idee von Recht als Gesetzgebung (eines von der Regierung gemachten Rechts) ersetzt worden ist. (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S.167)

      Ich sehe in den politischen Parteien keine Hoffnung! Wir haben mE nur mehr eine kleine Chance - wie damals 1938 als Otto von Habsburg Österreich retten wollte, indem er Kanlzer Schuschnigg anbot die Regierungsgeschäfte zu übernehmen um Österreich vor den Nazis zu schützen: wir müssen zu dem alten System einer (konstitutionellen) Monarchie zurückkehren! Das klingt verrückt und war für mich bis vor Kurzem auch unvorstellbar, es ist aber die einzige Chance. Warum? Weil das die einzige Ordnung ist, die von den oben angeführten Wahnideen und Ideologien noch nicht komplett korrumpiert ist. Weil das System Monarchie eine natürliche Ordnung ist, im Gegensatz zu der Traumvorstellung der Demokratie, und aus diesem Grund auch Jahrtausende funktioniert hat. (Es ist nicht alles nur Tyrannei gewesen, so wie uns das die Proponenten des demokratisch-kapitalistischen Systems dauernd erklären). Und weil durch die enge Verquickung von König und Kirche, die Religion einen wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft bekommt, ohne den kein Staat auf Dauer bestehen kann.

      noch ein Link zu Albert Pethös ausgezeichnetem Artikel: Warum ich Monarchist bin
      http://www.couleurstudent.at/index.php?id=3

    • Wertkonservativer
      12. Juli 2011 06:51

      @ProConsul:

      Verrennen Sie sich da nicht ein wenig, lieber junger Freund?

      Nichts gegen Aristokratie und Königs-/Kaisertum!
      (Als Halbsternderlkaiser bin ich da sowieso befangen! Haha!!!).

      Doch in der heutigen Zeit? Wir haben schon mit unseren "Ersatzkaisern" in der Hofburg keine reine Freude! Doch beherrschen lassen wollen wir uns heutzutage weder von Ersatz-, noch von realen Kaisern; da herrschen wir schon lieber selbst mittels von uns ausgewählten Voksvertretern, der Blüte unseres Landes!

      Sie sind klug genug, den Sarkasmus hinter meinen Zeilen zu bemerken.
      Jedoch - bitte - bleiben wir bei der Demokratie, der besten aller nicht so guten Regierungsformen!

      Liebe Grüße an die Jugend!

    • november (kein Partner)
      12. Juli 2011 08:13

      ProConsul

      "Weil das System Monarchie eine natürliche Ordnung ist, im Gegensatz zu der Traumvorstellung der Demokratie, und aus diesem Grund auch Jahrtausende funktioniert hat"

      Erstens ist eine konstitutionelle Monarchie kein Widerspruch zu einer Demokratie, und eine andere Staatsform (absolute M.) werden Sie nie durchkriegen.

      Zweitens ist gerade die Habsburger Monarchie mehrmals in den Bankrott geschlittert.

    • cmh (kein Partner)
      12. Juli 2011 11:14

      Don Quichotte ist schon ein seltsamer Kautz.

      So sehr ich seinen PRämissen zustimme, kann ich seine Konklusio nicht nachvollziehen.

      Es wird nichts bringen, wenn man statt einem Verkrüppltroten einen Schwarzgelben sitzen hätte, der über das gleiche Volk von Phäaken oder Schlaraffen herrschte. (Phäaken hören sie lieber als Deppen. Giorgio Agamben hat recht, wenn er bei einem Vortrag in London sagt: "The stupidity of the modern citizen is infinite.") Und das Sakrale einer österreichischen Monarchie haben die Sozen raddikal verödet.

      Wir müssen daher das Bewusstsein der Bürger erwecken, dass sie besser sein können. Anfangen kann man am einfachsten damit, dass man keine roten Lallereien geschehen lässt, ohne die mit einem süffisanten Lächeln quittiert.

      Denn die Roten - genauso übrigens wie die bekennenden Atheisten - sind über ihre eigene Ideologie und die Implikationen ja zumeist mehr als nackert.

    • cmh (kein Partner)
      12. Juli 2011 11:14

      Sitzen natürlich in der Hofburg.

    • ProConsul
      12. Juli 2011 18:58

      Lieber Gerhard,

      mag sein, dass ich mich irre, aber bevor ich mich für irgendwelche lächerlichen Politclowns unserer angestammten Parteien engagiere, schließe ich mich lieber dem Rest der österreichischen Aristokratie an, - die haben immer noch mehr Niveau, Bildung und Anstand. Wobei mir natürlich klar ist, dass nicht alle Monarchisten auch adelig sind. Ich habe mich von klein auf für Politik interessiert, aber die heutigen Parteien sind mir alle ein Graus. Die ÖVP hätte vor 40,50 Jahren vielleicht noch meine politische Heimat sein können, jetzt sicher nicht mehr.

      Hier noch ein Zitat aus meinem derzeitigen Lieblingsbuch:
      "Die Masse der Menschen, wie La Boétie und Mises erkannten, besteht immer und überall aus 'Rohlingen, 'Dummköpfen' und 'Narren', die leicht getäuscht und in gewohnheitsmäßige Unterwerfung gedrückt werden können. So akzeptieren und wiederholen heutzutage die meisten Menschen, überschwemmt von frühester Kindheit an mit Regierungspropaganda in öffentlichen Schulen und Bildugseinrichtungen durch öffentlich beglaubigte Intellektuelle, gedankenlos Unsinn wie den, dass Demokratie Selbstbestimmung bedeute und die Regierung vom Volke, durch das und für das Volk da sei. Und selbst wenn sie diese Täuschung durchschauen, akzeptieren sie weiterhin fraglos die demokratische Regierung, weil sie sie angeblich mit einer Vielfalt von Gütern ud Zuschüssen versorgt. Diese 'Narren', bemerkt La Boétie, erkennen nicht, dass sie 'lediglich einen Anteil ihres eigenen Eigentums zurückgewinnen und dass ihr Herrscher ihnen nicht geben könnte, was sie erhalten, ohne es ihnen vorher weggenommen zu haben.' Von daher muß jede soziale Revolution notwendig mit nur einigen wenigen ungewöhnlichen Menschen beginnen: mit der natürlichen Elite." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S.196)

      liebe november

      Absolutismus ist natürlich zu extrem, da gebe ihnen Recht. Ich habe so an die Monarchie um 1900 gedacht. Das sollte reichen um Österreich vor dem Schlimmsten zu schützen.
      PS. Lesen Sie bitte das von mir oben zitierte Buch.

  19. Erich Bauer
    11. Juli 2011 10:56

    NIEDERGANG - VERÄNDERUNG

    Es steht zu befürchten, daß die "Schwarzseher" (Pessimisten), wie so oft, recht behalten. Das Problem der "Schwarzseher" ist, dass die Prognose zwar richtig ist, die Diagnose aber oft falsch. Die Zukunft bricht sich bahn - entsprechend den gesetzten Ursachen (gut/schlecht) in der Vergangenheit.

    Was sind nun die Ursachen, die eine drastische Änderung in der Zukunft herbeiführen könnten? Sind sie politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Natur, wie viele meinen?

    Die Geschichte lehrt, daß der Niedergang einer Epoche vor allem an spirituelle Faktoren festzumachen ist. Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Probleme, denen in Zeiten des Niedergangs zwangsläufig begegnet wird, sind die SYMPTOME des "geistigen Verfalls". Wieso kommt es dazu? Entweder die 'Werte" (auch Religion) haben keine Kraft mehr oder die Individuen sind zu schwach dafür.

    Wenn ein epochaler Wert, wie Religion, verschwindet, geht es zumeist sehr langsam und ein "Ersatz" ist schon in Sicht. Ein solcher Vorgang mag eine Gesellschaft zwar spalten, aber er wird sie nie vollständig zerstören. Wenn moralische und spirituelle Werte in der FAMILIE verschwinden, ist das Auseinanderbrechen eines Gemeinwesens nur noch eine Frage der "quälenden Zeit". Geht die Familie, geht auch die Epoche...

    Die Zerstörungskräfte, denen die Familie in den letzten Jahrzehnten ausgesetzt war, lassen sich als gewaltig bezeichnen. Paradoxerweise hat die förderliche, materielle Versorgung nicht besonders viel genützt. Es war ein schleichender Prozeß. Von der anfänglichen Belächelung bis hin zur „zeitgenössischen“ Bekämpfung, die darin gipfelt, dass die Familie nicht zuletzt als „Hort des Verbrechens“ desavouiert wurde. Den „Ideologen“ ist es gelungen das „Wort“ zu erfüllen: „Ich werde Zwietracht säen zwischen dem Mann und der Frau“. Begleitend dazu bewegte sich die materielle Fülle hin zu Egoismus. Und nachdem der Egoismus sich hemmungslos ausgebreitet und ausgelebt hat, steht nun die Selbstgefälligkeit auf dem Podest. Der „Medienpräsenz“ wird alles auch „nationalhymnisch“, geopfert. Koste es was es wolle. Damit ist weder Staat, noch Nation, noch „Währung“ zu machen…

    Es steht zu befürchten, dass erst die ÜBERNÄCHSTE Generation sich wieder besinnt und die Rattenfänger, hoffentlich für längere Zeit, ins Ungemach sperrt… Ein neuer Versuch. Darin sieht der „Schwarzseher“ uneingeschränkt das Positive.

    • Martin Bauer
    • HJR
      11. Juli 2011 13:11

      Das Problem mit dem Spirituellen ist - im Gegensatz zum "Vernünftigen" - dass die Prämissen meist nicht für jedermann erfahrbar oder einsichtig sind und dem Spirituellen (das ja auch schon genügend Spinner, Scharlatane und Schlimmeres hervorgebracht hat) daher "um's Verrecken" keine Conclusio im aristotelischen Sinne abzuringen ist. Ums deutlich zu sagen: 1 Million unterbelichtete Faymänner sind mir i.A. lieber als der Adolf mit seinem Arier-Spiritualismus.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Erich Bauer
      11. Juli 2011 13:39

      HJR,

      Für Sie scheint das Wort "spirituell" irgendwie "negativ besetzt" zu sein. So möchte ich es jedenfalls nicht verstanden wissen. Auch das Wort "Vernunft" ist leider doppelbödig: “Der Wahnsinn, wenn er epidemisch wird, heißt Vernunft.” (Oskar Panizza, 1853 – 1921). Das war dann A.H. mit seiner Arier-"Vernunft"!

      "Bewerten" läßt sich "Spiritualität" als auch "Venunft" leider nur im Nachhinein. Also, in ihren realen Auswirkungen. Wenn, meinetwegen, "unterbelichtete Faymänner" katastrophale Auswirkungen zeitigen - vornehmlich durch Unterlassung - wäre es schön, wenn sich nachfolgende Generationen daran erinnern und es sich "hinter die Ohren schreiben"...

    • HJR
      11. Juli 2011 14:23

      @Erich Bauer,

      In unserer Welt ist Platz für den Logos, für die Spiritualität und noch für manches Andere. Wenn man aber diese vielfältige Welt partout eindimensional und unikausal sehen möchte, dann liegt das meist an dem, was man psychomedizinisch mit "Realitätsverlust" oder populärer mit Fudamentalismus benennt.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Erich Bauer
      11. Juli 2011 14:48

      HJR,

      Also gut. Für mich bedeutet das Wort "Spiritualität" in erster Linie NACHDENKEN, bevor ich Löcher grabe. Lieber 3 Tage länger nachdenken, als nach einem Jahr festzustellen, daß meine Bemühungen UMSONST waren... Denn handeln, ohne nachzudenken setzt einen vorhergehenden "Realitätsverlust" geradezu voraus. Diese beiden Aspekte sind in der Tat das Fundament jeder Entwicklung...

    • Erich Bauer
      11. Juli 2011 18:36

      Martin Bauer,

      Könnte es sein, daß wir "Brüder im Geiste" sind?

    • Martin Bauer
      11. Juli 2011 20:10

      Durchaus, durchaus
      Aber Du formulierst es
      a) früher
      b) besser
      :-)

    • simplicissimus
      12. Juli 2011 08:34

      @erich bauer: aus der seele gesprochen. die familie ist die wichtigste einheit der gesellschaft. deren zerstörung ist die grösste und auch selbstzerstörerische errungenschaft der rattenfänger.

  20. brechstange
    11. Juli 2011 10:56

    Investiert im Land, nicht nur in Gold und Schweizer Franken. Der Ausverkauf hat bereits begonnen. Der OK freut das Chaos.

  21. socrates
    11. Juli 2011 10:49

    Solange die Finanzhaie unbesteuert ihre Risken an die Steuerzahler via rückwirkende Gesetze abladen können, wird es keinen Frieden geben. Obama I, schlechter als Bush II, führt seit 100 Tagen Krieg in Lybien, aber mit Nobelpreis ausgestattet. Solange die Medien lieber Nacktphotos bringen als die relevanten Tatsachen zu berichten, können die Finanzhaie uns nach Belieben beißen. Die Politiker sind bestochen, sonst würden sie rückwirkende Gesetze in die andere Richtung machen: Finanztransfersteuer rückwirkend seit EU-Beitritt. Das Geld finanziert die Sozialversicherung.
    Wie schon berichtet, aber top aktuell:
    In F meldete France Inter, daß TOTAL 10Mrd Förderung lukriert, aber keine Steuer zahlt. Gleichzeitig wird Benzin teurer. Was hat das mit Liberalismus zu tun? Wer beschließt solche Gesetze? Das ist schamlose Ausnutzung der indirekten Demokratie. Wohin soll TOTAL fliehen, damit es keine 10 MRD lukriert? Ist es um so viel Geld unersetzbar? Geldtransfersteuer ist notwendig.
    Risikokapital ist sicher notwendig und gut. Wenn aber im nachhinein Staatshaftungen übernommen werden, wie bei den Anlegerbanken, wie bei der Medicibank von Kohn, dann ist das ein Verbrechen. Die Anleger haben das Kapital und den Gewinn und wir als Steuerzahler das Risiko. Als erstes kommt die Pensionskassa dran, wie schon der britisch-israelische Verleger Robert Maxwell es vorführte. Er wurde noch gerichtlich verfolgt und beging angeblich Selbstmord ohne Leiche. Heute einigen sich die Anleger mit den Politikern und die Alpentrotteln brennen.
    Die RU Staatsbank setzt auf Gold. Eine 100€ (100$) Goldmünze würde schnell die Wahrheit ans Licht bringen.

    • Undine
      11. Juli 2011 22:44

      @socrates

      Der britisch-israelische Verleger Robert Maxwell war überhaupt ein feiner Pinkel! Den Beginn für seinen immenses Vermögen machte der gute Mann, der als Jan Ludwik Hoch (er stammte aus der heutigen Ukraine) schließlich in England landete, als britischer Soldat in Deutschland. Dort raffte er alles, was er an noch unveröffentlichten wertvollen wissenschaftlichen Arbeiten auftreiben konnte, an sich und legte so den Grundstein für sein "Imperium". Das war Diebstahl Nummer 1. Diebstahl Nummer2 war das Plündern der Pensionskassen, wodurch er jede Menge Menschen rücksichtslos in die Armut trieb.

  22. schreyvogel
    11. Juli 2011 10:41

    Es gibt für einen Staat kaum etwas Übleres als eine stark verpolitisierte Justiz.
    Eine Justiz, die ein Eigenleben entwickelt, und die ganz eigene Ziele verfolgt.
    Eine Justiz, deren Richter und Staatsanwälte sehr mächtig und unabsetzber sind.
    Wo plötzlich Spitzenfiunktionäre gewaltigen Ehrgeiz entwickeln und mißliebige Politiker vernichten.

    Die letzte und oberste Kontrolle muss beim Souverän, dem Wähler liegen, und nicht bei Staatsanwälten und Richtern. Der Wähler bestimmt das Parlament, das Parlament bestimmt die Regierung, die Regierung muss ein Weisungsrecht gegenüber den Anklagebehörden haben.

  23. simplicissimus
    11. Juli 2011 09:15

    wenn der linke dsk schon so billig wegkommt, warum sollte da der rechte silvio nicht doppelt büssen? und wenn europa vor die hunde geht, hauptsache, man erwischt den rechten macho.

  24. Karl Rinnhofer
    11. Juli 2011 08:27

    Bedrückend, dass wir - inmitten des technikunterstützten leichten Zugangs zu Informationen - nicht wirklich wissen, wie sich die wahren Verhältnisse darstellen: Aus der realen Angst vor der „self-fulfilling prophecy“ übt man sich – realpolitisch nachvollziehbar - in rhetorischem Zweckoptimismus und realitätsentkoppelter Verharmlosung, um irrationale, eigendynamische Effekte mit ihren tatsächlich katastrophalen Folgen zu vermeiden, verbreitet Jubelmeldungen, blendet Damoklesschwerter der Herabstufung aus.

    Es ist eine bedrückende Konsequenz, dass sich Demokratie, eine Staatsform, um die zu kämpfen es sich lohnt, in dieser Form nicht lebensfähige Staaten produziert: Sie ist zur Ochlokratie degeneriert, der Herrschaft der Demagogen, der Verantwortung-Scheuenden, der den Wählern nach dem Mund Redenden und Nicht-Handelnden, der Artikulierer und Stimulierer einer maßlos unverschämten Anspruchsgesellschaft ohne Bedeckungsbereitschaft.

    Wie pervertiert dieses Denken ist, mag man daraus ersehen: Nur geringfügige „Einschnitte“ bei den längst ausgeuferten Zwangsbeglückungen und als „selbstverständlich“ empfundenen) „Gratis“-Leistungen wird als „Kahlschlag“ infolge sozialer Kälte“ würdelos bejammert. Dagegen scheint Sensibilität für die Auswirkungen auf die enteignende Belastung der Leistungsbereiten, de veranwortungsvoll Sparenden, der nächsten Generationen verlorengegangen zu sein. Lieber wühlt man unverhältnismäßig (gewiss oft reichlich problematischen) Privatleben derer, die dem entgegensteuern („Null-Defihzit“-Grasser, Berlusconi), als die letzten nachhaltigen Verantwortungstendenzen zu bestärken.

    Der im Beitrag erwähnte Juncker hatte schon recht, wenn er sagt: „Wir wüssten schon, was zu tun sein, aber nicht, wie wir danach gewählt werden sollen ... !

    Überbringer zutreffender (aber schlechter) Nachrichten finden in der flächendeckenden potemkinschen Fassadendörfer – Welt kein Biotop vor, werden marginalisier. Man fühlt sich an den antiken Mythos von Laokoon erinnert. Wählerstimmen werden weiterhin mit Mitteln ungefragter Dritter gekauft, selbst in Hochkonjunkturzeiten mangelt es am Bemühen, Staatsverschuldung rückzufahren; Machterhalt durch konsequente Umsetzungsverweigerung des als Notwendig Erkannten wird zum Selstzweck. Denkressourcen fließen in „kreative Statistik“, um Schulden „auszulagern, Arbeitslose werden in zukunft-untaugliche Schulungen geparkt, Arbeitsscheue in überlange, pestigeträchtige Ausbildungswege ohne Arbeitsmarkterfordernis (“Studium für jedermann!“) gedrängt. Man bejubelt die inflatorisch explodierende Zahl „ausgezeichneter“ Maturanten; lässt „Aufsteigen mit mehreren Nicht genügend“ zu und freut sich über die neuen „Unterrichtserfolge“ ohne Dropouts, dafür mit neuen Maturanten-Höchstzahlen – indem man auf Ausgangsvoraussetzungen verzichtet, Anforderungskriterien nach unten schraubt, objektiv „Nicht genügende“ Leistungen de facto auswirkungsresistent macht. Etikettenschwindel so weit das Auge reichen kann!

    Wenn Ratingagenturen vor geringer Kreditwürdigkeit warnen, werden sie als schädlich gebrandmarkt und eine eigene „europäische“ eingefordert, die kaum davor gefeit ist, auf Zuruf Kreditwürdigkeit zuzusprechen, wo die Fakten dies kaum rechtfertigen. Gegen unbestechliche „externe Evaluierung“, verwehrt man sich verbissen - man vergleiche das mit den nach wie vor gegebenen (und ideologiebedingt vielerorts unter Druck zustande kommenden ) selbstdeklarierten „Unterrichtserfolgen“ unserer staatlichen Schulen.

    Nur mehr die Fassaden scheinen es wert zu sein, weiter perfektioniert zu werden; maximale Ressourcen werden in Erscheinungsbilder , aber nicht in (unspektakuläre) Substanzsanierung gesteckt, unpopulären, aber längst notwendigen Maßnahmen wird aus dem Wege gegangen, Scheinaktivitäten dominieren; stets zeigt sich ein grotesk verklärendes, freundlich-. verharmlosende Antlitz.

    Mit der “Alles nicht so schlimm“ – Attitüde heuchelt man, die Dinge im Griff zu haben, verdeckt Hilflosigkeit hinter Scheinaktivität und leeren Phrasen. Man druckt Geld ohne dass diesem realwirtschaftliches Ergebnis entspräche. Man steigert „Inputs“ (z.B, in Bildungs- und Gesundheitswesen oder im Öffentlichen Verkehr) ohne Outputkontrolle, Man schützt „Kaufkraft für alle“ durch Konsumkraftharmonisierung vor.

    Man könnte entgegenhalten – Und wie macht das Schweden? Man bedenke allerdings, von welch hohem Belastungsniveau man dort ausging. Doch erfreulich ist der Paradigmenwechsel (Staatsüberschüsse) allemal. Und die Schweizer sind sowieso ein Sonderfall … !

    • Komma
      11. Juli 2011 12:47

      "edrückend, dass wir ... nicht wirklich wissen, wie sich die wahren Verhältnisse darstellen" Wollen Sie das wirklich wissen? Dann klicken Sie mal www.kreuz.net/article.13393.htm

    • HJR
      11. Juli 2011 13:15

      @Komma
      Wenn Sie schon Links hier reinsetzen, dann sollten Sie zweierlei berücksichtigen:
      1) Niemand ist im Besitz der Wahrheit!
      2) Man gibt keine "Broken Links" an!

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • contra
      11. Juli 2011 14:11

      Es scheint halt offensichtlich der menschlichen Natur immanent, daß sich die alte Volksweisheit immer wieder bewahrheitet: "Wenn man Dir gibt, so nimm - wenn man Dir nimmt, so schrei"!

      Mit ein Grund, warum die heutige Form der Demokratie nicht mehr funktionieren kann, weil Geld nicht x-beliebig vermehrbar ist, obwohl viele Staatsführungen so tun, wie wenn.......!

      Mit einem Abgesang der EU wird vermutlich auch ein Abgesang der derzeitigen Demokratie einsetzen!
      Was danach kommt? Daran möchte ich jetzt noch gar nicht denken!

    • Josef Maierhofer
      11. Juli 2011 14:40

      Danke für den wahren Artikel !

      Und am meisten für die Beispiele, auch mitten in Europa, Schweden und Schweiz.

    • Komma
      11. Juli 2011 17:38

      @HJR

      Pardon für den broken link. Vielleicht versuchen Sie diesen:http://www.couleurstudent.at/index.php?id=188

  25. Josef Maierhofer
    11. Juli 2011 08:21

    Ich fange hinten an.

    Wo ist es denn unser Gold ?

    Pröll Neffe hat dazu geschwiegen, schweigt auch Frau Fekter dazu ?

    Ich habe einmal einem großen Industriekonzern eine wichtige Mitteilung zu einer Entscheidung gemacht und diese Mitteilung wurde ignoriert, in den Wind geschlagen. Nach Jahren kam ein Anruf, Sie hatten Recht Herr Maierhofer, es kam so, wie Sie geschrieben hatten damals. Meine Antwort war, ich habe das nicht geschrieben um Recht zu haben, sondern wollte Ihnen helfen. Aber helfen kann man nur jemanden der sich helfen lässt, der zuhören kann, der lesen kann, der nicht verhetzt, ideologisch verbohrt oder betriebsblind ist.

    Bei der EU wäre es anders, wären unsere Politiker weitblickende Realisten, was sie leider nicht sind, sie sind betriebsblinde Ideologen, verhetzte Hascherln und buckelnde Wasserträger. Als Dank darf das Volk dann leiden für die Fehler dieser feigen 'Packlrasse', die in Brüssel das Maul nicht aufbringt. Also müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die, die wir gewählt haben dort versagt haben, aber leider auch hier.

    Mit ausschließlich 'nicht genügend' kann keiner von den von uns Beauftragten (Mandataren) in die nächste Klasse aufsteigen, so viel wäre unter normalen und realen Umständen dazu zu sagen.

  26. HJR
    11. Juli 2011 08:06

    Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
    die stets man noch zum Hungern zwingt!
    Das Recht wie Glut im Kraterherde
    nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
    Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
    Heer der Sklaven, wache auf!
    Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
    Alles zu werden, strömt zuhauf!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|
    Es rettet uns kein höh'res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!
    Leeres Wort: des Armen Rechte,
    Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
    Unmündig nennt man uns und Knechte,
    duldet die Schmach nun länger nicht!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|
    In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
    wir sind die stärkste der Partei'n
    Die Müßiggänger schiebt beiseite!
    Diese Welt muss unser sein;
    Unser Blut sei nicht mehr der Raben,
    Nicht der mächt'gen Geier Fraß!
    Erst wenn wir sie vertrieben haben
    dann scheint die Sonn' ohn' Unterlass!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|

    Gleichwohl fürchte ich, dass wir Europäer - nach 70 Jahren noch nie in unserer augezeichneten Geschichte zu verzeichnender Friedenszeit des Kampfes müde, uns keinem Gefecht mehr aufzuraffen vermögen werden. Wozu auch? Würde das doch unabhängig vom Ausgang in erster Linie nur uns selbst beschädigen. Denn die Verursacher (ob schuldig oder nur dumm) werden schon Wege finden, ihre Schäfchen noch zeitgerecht in Trockene zu bringen.

    Was die Schuldigen betrifft, so stimme ich allerdings mit unseres Wertkonservativen Liste überhaupt nicht überein. Denn es gibt nur zwei Schuldige: Uns die Bürger und die Politik in Person jener Mandatare und Amtsträger, welche die von geliehene Macht - gesetzgeberisch und exekutiv - ausüben.

    Wir haben uns schuldig gemacht, weil wir - satt und des erreichten Status quo zufrieden - nicht daran denken, uns aus den unseren Betten, Fernsehsesseln oder Donauinsel-Idyllen herauszubewegen um den Abgeordneten nationalen und EU-Mandataren Beine zu machen. Jede Blödheit der Politiker wird - je nach Lagerzugehörigkeit bejubelt oder bekritelt (manchmal auch beides gleichzeitig), je nachdem, was KRONE oder HEUTE gerade meinen. Jeder kulturelle Darmwind wird als "Kunstwerk" gesponsert und - falls der Schöpfer Migrationshintzergrund aufweisen kann - sogar tunlichst mit Preisen bedacht. Ganz zu schweigen von der offiziellen, oktroyierten Sprachvergiegung durch Political Corectness und einer psychologisch überfrachteten Werbung und Propaganda, die widerlegt, dass wir Wesen der Gattung "homo sapiens sapiens" sind. Und dabei weise ich die Hauptschuld nicht den Multikulti-Freaks mit ihrer sozialistischen Fehlkonstruktion von Gehirn zu, sondern wiederum uns, die wir verlernt haben zu kämpfen und die sich verhalten wie einst die Etrusker, von denen Fernau einst geschrieben hat, dass die Römer sie deshalb assimilieren konnten, weil diese noch in 30 Sekunden erledigen konnten, wofür jene sich eine halbe Stunde mühen mussten.

    Hier sei jedoch auch den Politikern ins Stammbuch geschrieben, welche die alte Soziologenweisheit missachten, dass jede Entscheidung, welche eine Gruppe von Menschen fällt, mincestens so schlecht ist wie jene, die das dümmste Gruppenmitglied allleine getroffen hätte. Und diesen Lemuren gestatten wir auch noch, dass Stammeshäuptlinge, Ortskaiser oder andere inferiore Figuren uns über "Parteien" und "Listen" vorschreiben, welche gewissenlose Trottel wir ins Parlament zu wählen haben.

    Unter diesen Auspizien: "Nun siegt mal schön!"

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Wertkonservativer
      11. Juli 2011 12:37

      Zum exzellenten Beitrag nochmals Gratulation und Respekt (siehe auch tieferstehend).

      Aber noch eines: viele der besten Köpfe hier legen jede Menge Diagnosen für das kranke Österreich, das noch kränkere Europa usw. auf den Tisch. Imponierend, aber in unserem A.U.-Biotop gerade für einige tausend mehr oder weniger Gleichgesinnte einsichtig.
      Therapien und Medikamente: da spießt es sich ganz gewaltig!
      Manchmal glaube ich, wir leben in zwei verschiedenen Welten!
      Im täglichen Leben sind die bei uns fast fanatisch diskutierten Probleme kaum merkbar.
      Die Leute arbeiten, fahren auf Komforturlaub, konsumieren, genießen, pfeifen sich was auf unsere Befürchtungen und Lamentationen.
      Auch die Politiker machen (ohne merkbare Feindeinwirkung) in ihrem täglichen Geschäft weiter, als ob weiterhin alles in Butter wäre!

      Die Oppositions-Politik ist mangels echter Persönlichkeiten zahnlos und mit Sicherheit außerstande, etwas wirklich Positives für unser Land einzubringen.
      Sich von den Blauen (oder gar den Grünen) eine Wende zum Besseren zu erhoffen, scheint mir realitätsfern. Kein Programm, keine Strahlkraft; es fehlt an allem und jedem!

    • HJR
      11. Juli 2011 13:32

      Werter Wertkonservativer,

      Danke für Ihren Kommentar, aus dem ich erstmals einen Hauch Verzweiflung herauszulesen meine; einen Hauch, den manche von uns (auch ich) schon eher als Sturm empfinden.

      Und Sie haben Recht: Therapien und Medikamente werden empfohlen wie weiland der Aderlass, das Schröpfen und anderes aus dieser Klasse von Zeugs. Ich fürchte, das alles ist sinnlos und kann unterbleiben, denn der Prozess läuft selbsterhaltend und mit von uns nichtbeeinflussbarem Ergebnis bis zu seinem Ende, welches weder Sieger noch Besiegte wird nennen können.

      Dieses Dilemma muss auch dem Karl Marx zu schaffen gemacht haben, als er die "Bewusstseinsveränderung" forderte. Aber die wünsch ich mit auch vom Christkind und für meine gutmenschlich-sozialistisch verblendeten Mitbürger beinahe noch mehr, als für die paar gewissens- und in neuester Generation offenbar auch schon bildungsfreien (-freien, nicht "-fernen"!) Politiker.

      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • cmh (kein Partner)
      12. Juli 2011 11:35

      Die Stürmer Christel sollte einen alternaiv-halblustigen Text für die Internationale auf die Welt bringen und die Bundeshymne in Ruhe lassen.

      Da wäre viel gewonnen.

      Und zu Beginn einer jeden Parlamentssitzung sollten die Abgeordneten das Lied von der Partei anstimmen mit Überstimmen aus den Reihen der QuotInnen

  27. Observer
    11. Juli 2011 06:57

    Berlusconi wird verschwinden, aber die Italiener werden sicher bald einen anderen Duce haben.
    Vermutlich wird der EU-Rettungsschirm weiter aufgestockt, um Italien aus der Patsche zu helfen. Sicher werden die Italiener nun aber kräftig sparen müssen, dies muss aber von den Geldgebern strikt kontrolliert werden, sonst gibt es kein Geld.
    Welches Land ist als nächstes dran?
    Nun erkennen eigentlich alle, dass die Gemeinschaftswährung EURO zu viele "nicht erwünschte Nebenwirkungen" bringt und somit den ganzen EU-Gedanken in den Grundfesten erschüttert. Die führenden EU-Politiker und EZB-Fachleute sind schon mit ihrem Latein am Ende. Eigentlich weiss jeder, dass die nun verlangten hohen Zinsen nur "theoretisch" sind und gar nicht bezahlt werden. Daher die günstigen Kredite der Gemeinschaft, denn diese niedrige Zinsen können solche Länder wieder aus der Krise bringen. Die Aussagen der Ratingagenturen sind ebenso sinnlos wie die tägliche Wetterprognosen von Christa Kummer in der ZIB.

    • diko
      11. Juli 2011 12:03

      „………sind ebenso sinnlos wie die tägliche Wetterprognosen von Christa Kummer in der ZIB“ ????
      Observer’s (pl.)
      als über den vom Mensch verursachten Temperaturanstieg auf unserem Planeten in dreißig Jahren keinen Zweifel gelten zu lassen, aber die meist, im großen u. ganzen, auf die kommenden Tage zutreffende Wetterprognose, - für Österreich - als sinnlos kundtun ???

    • Observer
      11. Juli 2011 12:23

      diko:
      Die Wettersendung in der ZIB ist nicht sehr sachlich und eigentlich nur eine (Mode)Show - inkl. Laufstegschritt - mit allen graphischen Möglichkeiten. So etwas wird auch von seriösen Meterologen in der ZAMG abgelehnt. Die Aussichten umfassen meist Sonnenschein, bedeckt und Regen und auch die Temperaturen nennen eine grossen Bereich, somit sind (fast) alle Wetterbedingungen abgedeckt. Trotzdem gibt es viele Tage, wo man total daneben lag, aber dies wird am nächsten Tag mit keinem Wort erwähnt.
      Natürlich ist es für Österreich mit seiner topographischen Vielfalt schwer, genaue Prognosen für einzelne Gebiete zu erstellen. Trotzdem sollte so ein Thema nicht zu sehr journalistisch aufbereitet und vor allem alle Prognosen nur in der Möglichkeitsform ausgesagt werden.

    • Erich Bauer
      11. Juli 2011 12:34

      Kräht der Hahn am Mist,
      Ändert sich's Wetter,
      Oder es bleibt wie's ist...

    • HJR
      11. Juli 2011 13:40

      @diko

      Wenn Sie glauben, dass der Temperaturanstieg in den letzten 30 Jahren bewiesen sei, dann empfehle ich Ihnen dringend, in die entsprechende Literatur (Tipp: vielleicht nicht nur die "grüne") etwas tiefer einzudringen. Sollte sich Ihr Glaube dann noch immer nicht gebessert haben, dann ist Ihnen nicht zu helfen. Andernfalls wäre es dann an der Zeit, den zweiten Schritt zu tun und "die Ursache Mensch" einer serieusen Prüfung zu unterziehen.

      MfG
      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • diko
      11. Juli 2011 14:46

      HJR
      Nein ich glaub's auch nicht, - verweise auf den ausgezeichneten, ausführlichen Gastkommentar Dr. Wolfgang Thüne's, welcher von den Observern kurz als " bitte nicht mit dem anderm Extrem ", - (was immer auch dimit gemeint war ?) abgetan wurde.
      Observer
      danke für die Belehrung u. Veranschaulichung des ORF'schen Wetterberichtes. Wobei sich mir die Frage stellt warum betreibt unser Staatsfunk einen eigenen Metrologiedienst und "verlinkt" sich nicht mit der Zentralanstalt MG ?

    • Observer
      11. Juli 2011 17:41

      diko:
      Das Schweizer Fernsehen hat schon vor Jahren den Wetterteil öffentlich ausgeschrieben und kauft diese Beiträge täglich zu (sog. outsourcing).
      Der ORF verwendet z.T. auch die Daten/Karten von der ZAMG, leistet es sich aber den Luxus, am Küniglberg und in allen 9 Landesstudios zusammen über 30 Wetterfrösche ganztägig zu beschäftigen eee ich korrigiere: soviel Leute sind auf der Gehaltsliste, damit habe ich nicht gesagt, dass diese Mitarbeiter auch ganztägig arbeiten! Der viel grössere Bayerische Rundfunk bzw. Südwestfunk kommen da mit einem Bruchteil der Leute aus.
      Übrigens: ist Ihnen schon aufgefallen, dass die Wettervorschau zwischen ORF-Fernsehen und Radio nicht immer gleich lautet?

      P.S.: am Küniglberg wird intern schon über die nächste GIS-Gebührenerhöhung nachgedacht!!

    • Observer
      11. Juli 2011 17:46

      Nochmals an diko:
      ad "Laufstegschritt von Christa Kummer". Meine Frau sagt immer: ist ihre Blase schon voll und sie muss wieder? Man beachte auch die Kreidemarkierungen am Boden, wo Christa stehen bleiben muss. Angeblich werden diese Szenen nachmittags mehrfach aufgenommen und nach Prüfung dann die am besten geeignete Version verwendet.

    • diko
      11. Juli 2011 19:46

      Observer,
      danke für die umfassende Information, aber ich sehe selten "Fern", und für diese als Information getarnte Nachrichtenpropaganda, genügt mir der Teletext.
      Bei der Wetterinformation bleibe ich bei der herkömmlichen Methode über wetterkarten, Höhenwinde und Taupunkt. - u.a. Ich habe noch nie eine Christa Kummer wissentlich wahrgenommen, verwehre mich aber, dass die Arbeit der Metorologen von Klimaforschern, Schützer u. Experten gering geschätzt wird.
      (aber wir schweifen vom Thema ab )

  28. Wertkonservativer
    11. Juli 2011 05:44

    "Internationale Geldanleger"
    "Investoren"
    "Spekulanten"
    "Rating-Agenturen"!
    "die internationalen Fiunanzmärkte":
    Markante Stichworte im heutigen A.U.-Kommentar!

    Nun, dass fast alle Staaten der Welt verschuldet sind, liegt inzwischen klar auf der Hand! Ich kann es nicht quantifizieren, doch die USA dürften in diesem Katastrophen-Ranking kaum viel besser dastehen als unser südlicher Nachbar!

    Aber (ich habe mir bereits kürzlich die Frage erlaubt), wo und wer sind die geheimnisvollen wahren Weltmächte, die den Geldfluss der Welt in Bewegung und die unglückseligen Schuldnerstaaten in Geiselhaft halten?

    Wenn das Ganze nicht eine einzige Schimäre ist, ein Trugbild, das uns ein teuflischer Mephistopheles vorgaukelt, dann muss es doch irgendwo und irgendwie eine Lösung aus dem Schlamassel geben!!

    Dass neuerdings ausschließlich Spekulation, geheimnisvolle "Investoren" und Rating-Agenturen das Schicksal unserer Welt bestimmen, geht mir nicht in den Kopf.

    Wer klärt mich bzw. uns auf?

    Ich gehe jetzt in die Küche, um meiner lieben Frau, meinen zwei Enkel-Spatzen und mir das Frühstück zu bereiten (wir sind Frühaufsteher!).

    Guten Morgen!

    • Josef Maierhofer
      11. Juli 2011 08:44

      @ Wertkonservativer

      Der Ausweg aus dem Schlamassel wird zeifach geschehen:

      Einerseits werden alle alles durch Inflation verlieren, das deckt aber die Schulden und Verpflichtungen, die in 40 Jahren politischem Lotterleben auf Kredit angehäuft wurden, bei weitem nicht ab.

      Andereseits werden wir über Generationen hinweg Schulden zahlen und müssen Nulldefizite fahren (samt Schuldentilgung und Zinsen dazu).

      Es wird schlimmer sein als es 1929/30 war, weil die Schuldenhöhen auch bei uns enorm sind.

      Es gibt keine geheimen Gelddepots mit Geld, es gibt 'Inflationsdruckereien', wo 'Papiergeld' hergestellt wird, etwa in der EZB und im Anleihewesen dort, und es gibt Banken, die Geld ihrer Kunden verleihen zu Zinssätzen, die jetzt stark steigen werden, weil einerseits die Kunden weniger Geld haben werden, manche gar nichts mehr, anderseits der Kreditbedarf staatlicherseits sehr hoch sein wird, weil der staat sich, z.B. in Österreich, in alles und jedes eingemischt hat und daher auch alles und jedes regeln muss, was er aber bald nicht mehr können wird, wie in der alten DDR. In Österreich sind das Link-Grün und die 'Koalitionspartner', die da verantwortlich mitgemacht haben.

      Das ergibt teure Kredite, wenig Investitionen und einen enormen Rückgang in der Produktivität. Europa (und auch USA) werden absinken und Asien wird stark weiterwachsen und alle überholen.

      Jetzt brauchen wir Politiker mit Schlitzaugen, bisher hatten wir welche mit Schlitzohren ...

      So meine bescheidene Sicht eines Nichtfachmannes, aber ich glaube, dass auch die Fachleute nicht viel mehr Wesentliches sagen können in ihrer Erklärungsnot.

      40 Jahre Leben auf Kredit ist zu zahlen, entgegen allen vorgegaukelten ideologisierten Beteuerungen und 'Schuldentheorien', Schulden mit noch mehr Schulden zu 'bekämpfen', wie von links propagiert und in Österreich 'koalitionär' 'abgesegnet' oder 'abgenickt'.

      'Sie hatten Recht Herr Maierhofer' könnte es tönen, auch hier. Aber das seit Jahren dazu Geschriebene zu lesen, zu verstehen, darüber nachzudenken, dazu wird es jetzt kommen müssen, auch in den österreichischen Parteien.

    • Wertkonservativer
      11. Juli 2011 10:42

      Schön der Reihe nach:

      @ Josef Maierhofer:

      Ja, Sie haben recht, werter Herr Maierhofer; die Staaten, die Länder und auch wir haben lange Zeit über unsere Verhältnisse gelebt; demnächst werden wir eben die "Stunde der Wahrheit" erleben.
      Ich sehe nur keinen Ausweg aus diesem Schlamassel!
      (Ich fühle mich jedenfalls nicht schuldig: bin seit einiger Zeit total schuldenfrei!)

      Einsicht der Mächtigen ? Kaum erwartbar, bei den getriebenen und vornierten Sturschädeln!

      Revolutionen von Land zu Land? Die wohlhabenden Völker sind - zumindest derzeit - noch viel zu satt und saturiert, um auf die Straße zu gehen.
      Das kann schon noch kommen; ich hoffe es jedoch nicht.

      @ HJR:

      Gratulation zum höherstehenden Beitrag!
      Sicher haben Sie auch recht, dass in erster Linie das nspruchsdenken der Bürger unserer westlichen Welt, weiters dann die Politiker, die dem Anspruchsdenken willfahren, Schuld an den ausufernden Schuldensituationen haben.

      Den von mir angeführten "geheimen Mächten", Spekulanten, internationalen Geldanlegern, die gleich Aasgeiern bevorzugte Beuteziele sofort knallhart erledigen, werden Sie, lieber HJR, aber doch wohl auch einige Schuld an dem heraufziehenden Desaster zurechnen, oder?
      Also treffen wir uns halt ca. in der Mitte, und bleiben wir gute Freunde (gilt auch für den hochwerten Josef Maierhofer)!

    • HJR
      11. Juli 2011 13:50

      @Wertkonservativer

      Ihre Freundschaft gedenke ich mir jedenfalls zu erhalten, werter Wertkonservativer. Auch ich äußere meine Wut gelegentlich in zoologischen Termini (und Schlimmerem). Dennoch fürchte ich, dass diese "Zoons" mehr Symptom als Ursache sind und gewisse Phänomene (die dem nun einmal entfasselten Prozess qua "genetischer Ausstattung" innewohnen) äußerstenfalls verstärken konnten bzw. wie jene, welcher in der amerikanischen Goldgräberzeit ein Geschäft mit Hacken, Schaufeln und Waschssieben betrieben, dem Prozess gegenüber eine etwas intelligentere Haltung einnahmen.

      Nichts für Ungut & LG
      [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

  29. libertus
    11. Juli 2011 01:33

    Auf zum letzten Konzert auf der EU-Titanic, denn sämtliche Finanzexperten sind sich einig: fällt Italien, fällt der Euro - es geht ans Eingemachte!

    Italien sitzt als drittgrößte Volkswirtschaft in Europa auf einem Schuldenberg von 1,8 BILLIONEN Euro und selbst wenn die EU den Rettungsschirm auf 1,5 BILLIONEN Euro verdoppelt - wobei ich mich frage mit welchen Mitteln? - reicht das für Italien nicht und noch weniger für die restlichen PIGS, deren Krisen noch lange nicht ausgestanden sind.

    Jetzt wird guter Rat teuer, der da lauten muß: pfeift auf den Rettungsschirm, rette sich wer kann und flüchtet rechtzeitig aus dieser untergehenden Währung, aber Obacht - wie man aus den jüngsten Nachrichten entnehmen kann, stellt der Dollar keine Alternative mehr dar.

    Wir gehen eher "goldenen" Zeiten entgegen!

    • diko
      11. Juli 2011 04:55

      Zu diesem Thema eine Buchempfehlung :
      Ron Paul: End the Fed!

    • Amtsbekannt
      11. Juli 2011 06:14

      ja goldene zeiten und schw. franken zeiten.

    • Waldläufer (kein Partner)
      12. Juli 2011 14:09

      Achtung: Der SFR ist doch genauso mit dem butterweichen Euro hinterlegt und wird dadurch mit in die Tiefe gerissen ... nur halt ein bisserl später.





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