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Der nächste Schritt in die Bankrott-Solidargemeinschaft

Und schon wieder haben sie Griechenland gerettet. Und die ganze Euro-Zone gleich dazu. Die Selbst-Bejubelung der EU-Größen ist kaum zu ertragen. Sie haben sich also mühsam darauf geeinigt, nach den ersten 110 noch weitere 109 Milliarden zu verbrennen, die den Steuerzahlern in den ordentlicher wirtschaftenden Mitgliedsstaaten eher über kurz als über lang zur Last gelegt werden. Und auch Banken dürfen „ganz freiwillig“ mitzahlen – wer an diese Freiwilligkeit glaubt, wird selig. Und die griechischen Rückzahlungs-Konditionen wurden auch noch gemildert. Wenn das der Weisheit letzter Schluss ist, dann sollte Andreas Treichl seine Einschätzung der Wirtschaftskompetenz der (mitbeteiligten) österreichischen Politiker („zu blöd, zu feig, zu inkompetent“) auf den EU-Raum ausdehnen.

Man muss gar nicht erst auf das Kleingedruckte warten, das ja erst ausgehandelt wird, um die Wahrheit über diesen weiteren Sündenfall der EU-Politiker herauszufinden. Es reicht, dem griechischen Patienten zuzuhören.
Premier Giorgos Papandreou selbst sagt es klipp und klar: Was da auf unsere Kosten beschlossen wurde, ist nur „eine Atempause für Griechenland und die Euro-Zone“. In Zahlen gegossen: Durch die unzähligen Milliarden der Griechenlandhilfe wird das kranke Land seinen Schuldenstand bis Ende 2014 um ganze 26 Milliarden Euro verringern können. Selbst wenn das stimmt: Da die griechische Staatsschuld derzeit bei 350 Milliarden liegt, wird den Europäern vor lauter notwendigen Atempausen bald einmal die Luft ausgehen – und der Staatsbankrott Griechenlands trotzdem nicht abzuwenden sein. Und die Steuerzahler in anderen EU-Ländern müssen dafür bluten.
Es ist eine Bankrott-Solidargemeinschaft aus der EU geworden. Die unfähige EU-Spitze wird das Ihre dazu tun, dass Euro-Land bald abgebrannt sein wird.
Einmal mehr ist das Fazit des Gipfels: Wir, die Steuerzahler, zahlen und wir zahlen drauf, aber weder die Griechenland-Krise noch die Schulden-Krise mancher EU-Staaten sind auch nur im Mindesten abgewendet.
Es kann aber auch gar nichts anderes dabei herauskommen, wenn die EU-Politik in flatternder Nervosität gegen alles verstößt, was ihr als Inhalt der eigenen Verträge heilig sein sollte (dass es keine Solidarhaftung gibt, dass die EZB Mitgliedsstaaten nicht finanzieren darf...). Und sie kann schon gar nichts Grundlegendes ausrichten, wenn sie sich selbst ununterbrochen ein Denkverbot auferlegt – das da heißt: Der Euro darf nicht in Frage gestellt werden. Man darf ihn offensichtlich, wie wir in dieser Griechenlandkrise lernen, nur selbst zerstören.
Teure Ho-Ruck-Aktionen machen keine brillante Wirtschaftspolitik.
Die Europäische Union ist nur in den Augen ihrer eigenen Akteure ein wirtschaftlicher Global Player. Sie ist panikanfällig im Anlassfall und zu zögerlich bei grundsätzlichen Entscheidungen.
Ein gutes Beispiel für Letzteres ist die Gründung einer Europäischen Rating-Agentur. Seit Jahr und Tag wird ihre Notwendigkeit beschworen, wird sie (angeblich?) vorbereitet.
De facto sind wir aber immer noch die Sklaven der amerikanischen Rating-Agenturen und ihrer nicht nachvollziehbaren Einschätzungen. Die Herrschaften von „Standard and Poor’s“ (oder doch „Poor standard“?) und Moody’s (heißt wohl nicht zu Unrecht: „launenhaft“) richten in Europa oft konsequenzlos großen Schaden an. Auch wir haben das schon erlebt: Ihre unrichtige Einschätzung, dass Österreich ein Bankrott-Kandidat sei, hat der Republik höhere Kreditzinsen beschert – als sich herausstellte, dass es sich um eine Fehleinschätzung handelte, mussten nicht die Rating-Herrschaften dafür haften, sondern wir Steuerbürger mehr bezahlen. Diese Herren mussten die Gipfelgewaltigen bei ihrem aktuellen Griechenlandpaket auch beschwören, damit sie die neuen Hilfsmaßnahmen nicht als einen Zahlungsausfall werten.
Die messen aber ohnehin mit einem anti-europäischen Maß: Während sie für Europäer ständig Schuldenabbau predigen, verlangen sie für die immens hoch verschuldeten USA plötzlich eine Anhebung der Schuldengrenze.
Eine eigene Europäische Rating-Agentur wäre also dringend notwendig. Doch sie ist immer noch nicht in den Startlöchern, so viel auch darüber geredet wird.
Die Chinesen sind da anders: Die fackeln nicht lange mit Worten und Plänen, die haben ihre eigene Rating-Agentur einfach gegründet. Und ihre scharfe Warnung ist für die bankrottgefährdeten Amerikaner jetzt besonders unangenehm, ist doch China der größte Gläubiger der USA.
So macht man das, wenn man eine Wirtschaftsmacht ist und nicht nur sein will wie die großen Häuptlinge der EU.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDas Pingerle
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 12:10

    Bis heute konnte mir niemand erklären, wieso es den Euro langfristig schwächen soll, wenn ehemalige Weichwährungsländer wieder austreten. Wäre die Folgerung "der Märkte" nicht eher, aha, hier gibt es eine Gruppe von wirtschaftlich starken Staaten, die eine gemeinsame Währung haben und sich diese nicht kaputt machen lassen. Wer mit Euros zahlen will, muss gewisse Spielregeln einhalten. Starke Sache, dieser Euro!

    Aber sicher nur zu logisch und - vor allem - nicht politisch korrekt gedacht!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 12:13

    Dieser weiterer Milliarden-Beschluß für Griechenland wird sich noch bitter rächen, spätestens dann, wenn andere, überschuldete EU-Staaten sich dieser Methoden bedienen müssen.

    Nun erhebt sich die Frage, wann unser Pinocchio-Kanzler sein Wahlversprechen einlöst, bei EU-Vertragsänderungen (= "dass es keine Solidarhaftung gibt, dass die EZB Mitgliedsstaaten nicht finanzieren darf...") eine Volksabstimmung abzuhalten.

    Wir wollen endlich mitbestimmen!

    P.S.: Ich wiederhole - bei dem aktuellen PIIGS-Schuldenstand hätte eine europäische Ratingagentur nur dann Sinn, wenn sie für ihre Bewertung auch haftete, ansonsten würde sie sehr rasch unglaubwürdig, was in hohem Maße kontraproduktiv wäre.

  3. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 12:08

    Der letzte Gipfel zeigt einmal mehr, dass die Konstruktion der EU (mitsamt dem "verbesserten" Lissabonverträgen) eigentlich eine Fehlgeburt war und ist.

    Mit den reduzierten Zinsen, den Fristverlängerungen usw. wird ein auf der Intensivstation liegender griechischer Patient zwar am Leben erhalten, aber der Ausgang ist weiterhin völlig ungewiss und es besteht grosse Ansteckungsgefahr. Man hat zwar nun eine grössere Bettenkapazität und mehr Behandlungsmöglichkeiten geschaffen, aber eine völlige Heilung ist da nahezu auszuschliessen. Vielmehr werden durch die Rettungsmassnahmen auch manche Helfer angesteckt und haben unter den Nebenwirkungen der verabreichten Mittel stark zu leiden. Vielleicht werden überhaupt nur die Symptome behandelt, da man noch immer keine wirkliche Diagnose erstellt hat.

    Mich würde dringend interessieren, wer bisher in Griechenland und anderswo an dieser Krise viel "Kohle" gemacht hat. Es kann doch nicht sein, dass sich die bisher aufgewendeten Milliarden alle in Luft aufgelöst haben?

  4. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 14:36

    Österreich, „eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält“: Wenn im eigenen Lande immer weniger werdende Nettozahler ein immer größer werdendes Heer stolz -selbstdeklarierter „sozial Schwacher“ (samt Magnetwirkung auf den Rest der Welt) durchfüttern können, dann wäre es doch gelacht, wenn der auf diese Weise zwangsläufig immer potenter werdende Gesamtstaat für die bald wie Dominosteine Fallenden nicht Ähnliches zustande brächte: Die Leistungsbereiten haben sich als „Reiche“ und „Besserverdiener“ die selbstverständliche Verachtung der von Ihnen Daueralimentierten und sonstigen Neidgenossen samt nachfolgender Enteignung ohnedies selber zuzuschreiben.

    Als bekanntermaßen „eines der reichsten Länder der Welt“ wird der so notgedrungen immer potenter werdende Staat den Rest wohl locker durchfüttern können - oder? - Wenn uns sogar manch Caritas-Vertreter so ehrenvoll betitelt - ja dann ...

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 13:05

    Was hatten Merkel und Sarkozy zu plaudern ?

    Das Ergebnis ist niederschmetternd für die großen europäischen Wirtschaftsmächte. Nicht einmal das Einmal Eins des ordentlichen Kaufmannes beherrschen sie, die Politiker.

    Vor einem Jahr hätte Griechenland aus dem Euro ausgeschlossen werden müssen wegen Verletzung der Konvergenzkriterien und aus der EU hätte Griechenland wegen Betrugs ausgeschlossen werden müssen.

    Na, und erst die 'Ösis', die 'wichtigsten' 'Nettozahler' (auf Kredit), die haben selbstverständlich ein Veto eingelegt, oder ?

    Die Menschen in Griechenland hätten Arbeit, weil sie ein billiges Land wären mit der Drachme. Die Spekulanten unter den Banken hätten den Schaden und die griechischen Schulden wären vermutlich nie bezahlt worden.

    So aber haben die anderen EU-Staaten für Griechenland Schulden gemacht und es werden nicht nur die griechischen Schulden nie zurückgezahlt, sondern auch die der anderen EU-Staaten, die selbst ja kaum mehr von Griechenland entfernt sind.

    Na, das ist so, wie im Automatenkasino, Europa wirft ein und nichts kommt heraus ... ... es gibt aber keine Automatengesellschaft, die man klagen kann ...

    Dass das nicht nur grob fahrlässig ist, sondern auch verfolgt und bestraft werden muss, was diese falschen Freunde hier mit dem europäischen (und die österreichischen Politiker mit den Österreichern) Bürger aufführen, das kommt dieser Gilde gar nicht in den Sinn. Man treibt die EU-Bürger blindwütig, panisch und ignorant in den Abgrund.

    Die Rating Agenturen sollten doch für die EU auch kein Thema sein, das macht man einfach, genauso wie China, USA, etc.

    Jetzt noch 100 Miliarden für Griechenland, jetz noch 100 Milliarden für Griechenland, jetzt noch 200 Milliarden für Griechenland, jetzt noch 400 Milliarden für Griechenland ... das fast schon wöchentliche Morgengebet der EU-Versager auf dem Griechenland-Gebetsteppich.

    Ich würde aus einer solchen EU sofort austreten, sind wir noch zu retten ?

  6. Ausgezeichneter KommentatorXymmachos
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 12:17

    Ja, ja, die bösen Rating-Agenturen! Seien wir - bei all' ihrer Unvollkommenheit - froh, daß es sie gibt! Und die Bedeutung, die einer europäischen Agentur zukommen würde, sobald sie mit eigenständigen Ratings ausschert, kann ich mir lebhaft vorstellen. Die chinesische Agentur hat da wohl ein anderes Gewicht, denn die chinesische Nationalbank hält bekanntlich einen Großteil der US-Schuldtitel. Und die EZB hält halt die griechischen Schundpapierln. Beide "Assets" nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber "vive la petite différence!". Und jetzt erklärt uns im ORF-Mittagsjournal gerade der berühmte Nationalökonom Ewald Nowotny, daß eh alles richtig läuft. Aber das hat uns ja der Riesenstaatsmannn (und -ökonom) Faymann auch schon versichert. Tu felix Austria...
    PS: wer's noch nicht kennt: Hans Olaf Henkel, "Rettet unser Geld".

  7. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juli 2011 14:22

    Gibt es da nicht ein Notwehrrecht, mit dem wir unsere Bürgerinteressen verteidigen können?
    Sieht das Rechtsmittel der Entmündigung auch eine kollektive Vorgangsweise vor? Ich will damit ausdrücken, daß es zu lange dauert, und damit der Schaden irreparabel wird, wenn wir bei unseren Politikern den Entmündigungsprozess in jedem Einzelfall durchexerzieren. Kann man da analog aller sozialistischen Grundsätze nicht gleich eine Rudlabfertigung in die Unmündigkeit durchführen? Und das europaweit?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juli 2011 08:03

    Es ist eine Lüge, dass es nur 3 Ratingagenturen gibt; diese 3 sind nur die von den Banken international anerkannten.
    So gibt es die chinesische "Dagong Global" etwa, die hat übrigens die USA bereits auf A+ heruntergestuft. Oder die japanische "Japan Credit". Oder, um das Märchen von den nicht vorhandenen europäischen Ratingagenturen zu entlarven, die "Creditreform Rating" aus Neuss.

    Das wichtigtuerische Gehabe der EU-Bonzen, eine faktisch beamtete EU-Ratingagentur mit politischem Einfluss gründen zu wollen, ist nur der nächste Versuch ein privatwirtschafliches Instrument unter die Bestimmungsgewalt der Politik zu stellen. Denn im Gegensatz zu den (außer der chinesischen) rein privaten Rating-Anbietern würde ihre politisch gelenkte Agentur nur jene Einschätzungen abliefern, die die EUrokraten vorher hinter verschlossenen Türen beschlossen haben.
    Wenn es die EU ernst meinen würde, bräuchte sie die Agenturen in ihren Grenzen einfach nur anerkennen und deren Einschätzungen vorbehaltlos mittragen. Aber das können die Bonzen nicht, denn wenn diese Agenturen eine Bewertung abliefern, die nicht der politischen Meinung und der Augenauswischerei der Lügner entspräche, hätten diese keinen direkten Einfluss mehr darauf.
    Es geht nur um die uneingeschränkte Macht der EU-Diktatoren, der sich als fortschrittliche Visionäre fühlenden Machtelite.
    Diese immer stalinistischer handelnden Diktatoren wollen der Welt am liebsten per EU-Dekret vorschreiben, welcher Agentur sie gefälligst zu glauben haben. Die Anerkennung der 3 amerikansichen Agenturen entstammt einem historisch gewachsenen Vertrauensverhältnis, das sich nicht per EU-Dekret lenken lässt, auch wenn die EU-Bonzen immer mehr das Verständnis für Realität verlieren, und glauben, man könne alles per Dekret festlegen. Auch Vertrauen. Und dann wundern sie sich, wenn ihre Bürger ihnen nicht vertrauen, obwohl es ihnen doch befohlen war...


alle Kommentare

  1. Nayeni (kein Partner)
  2. Elisabeth (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:21

    Good job maknig it appear easy.

  3. Santi (kein Partner)
    19. Januar 2015 13:28

    HHIS I should have thuohgt of that!

  4. Helmut Graser
  5. Günther Hoppenberger (kein Partner)
    27. Juli 2011 18:00

    In unserem Schuldgeldsystem können Schulden immer nur durch weitere Verschuldung getilgt werden. Früher oder später fällt das auf einen zurück, das sollte auch klar sein. Jetzt hat es eben mit dem schwächsten Glied begonnen, aber mit oder ohne Griechenland ist es nur eine Frage der Zeit, bis alle Länder davon betroffen sind.

    Als "Brandbeschleuniger" hat natürlich die Ausuferung der multiplen Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken gewirkt und dass diese Forderungen auf Geld mit zunehmender Verbreitung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs anstatt Geld, als Zahlung anerkannt werden, obwohl sie kein gesetzliches Schuldentilgungsmedium sind. Wir betreiben unsere Wirtschaft ja mit bis zu 90% privatem Geschäftsbankengeld. Die Forderungen auf Geld übersteigen daher bei weitem die vorhandene Geldmenge, so dass eine immer wieder heftig diskutierte Schuldentilgung systemisch niemals möglich ist (außerdem gäbe es dann kein Geld!). Es scheint sehr schwierig zu sein, den Bürgern, die brav und erfolgreich ihre Immobilienkredite abbezahlen, verständlich zu machen, dass Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft zwei Paar Schuhe sind. Abgesehen davon, dass auch nicht alle betriebswirtschaftlichen Schulden ohne Neuverschuldung beglichen werden könnten, ist Volkswirtschaft nicht die Summe der Betriebswirtschaften.

    Ich glaube nicht, dass die Politiker generell zu blöde sind, das zu erkennen, sie sind jedoch zu feige, sich gegen "die Märkte" durchzusetzen und ihren eigenen Takt vorzugeben.

    Gestatten Sie mir zur weiteren Erhellung den Link zu einem meiner aktuellen Artikel anzuführen: "Ein Geldzyklus geht zu Ende"

    anbei der Link zum Gastkommentar.
    http://www.ehrenhauser.at/lang/de/blog/unser-geld-entsteht-durch-verschuldung/

  6. Kaffeehäferl
    24. Juli 2011 17:21

    Im Übrigen wäre das Konzept von Rating-Agenturen generell zu überdenken. Die sind ja nichts anderes als aus Banken ausgelagerte Abteilungen, die die Bonität eines Kreditnehmers prüfen.

    So lange diese Abteilungen noch Bestandteil der Banken waren, litten wenigstens jene unter Fehleinschätzungen, die diese Fehleinschätzungen auch zu verantworten hatten, nämlich die Banken. Daher waren wohl die Einschätzungen eher richtig, denn wiederholte Ausreißer kann sich vermutlich keine Bank auf Dauer leisten.

    Ausgelagerte Bonitätsprüfer sind aber für Fehleinschätzungen offenbar nicht rechtlich belangbar. Banken, die einer Fehleinschätzung einer solchen Ratingagentur folgen, können sich im Schadensfall offenbar nicht an den Ratingagenturen rechtlich schadlos halten. Ein falsches Rating bleibt also ohne Konsequenz für jene, die das Rating gemacht haben.

    Daraus folgt logischerweise, daß ein Rating anderen Kriterien folgt als der objektiven Bonität eines Kreditnehmers. Nur welchen?

    Eine eigene Rating-Agentur zu machen, kommt mir etwas zu kurz gegriffen vor. Was soll das dann werden? Kampf der Rating-Agenturen? Kann dann ein Staat ein hohes EU-Rating aber niedriges US-Rating haben? Wo soll das hinführen?

    Ich wäre eher dafür, daß die Kreditgeber wieder selbst die Bonität ihrer Schuldner prüfen. Oder daß die Rating-Agenturen für ihre Aussagen haftbar gemacht werden.

    • xRatio (kein Partner)
      24. Juli 2011 17:44

      @Kaffeehäferl 24. Juli 2011 17:21
      Im Übrigen wäre das Konzept von Rating-Agenturen generell zu überdenken.....
      Ich wäre eher dafür, daß die Kreditgeber wieder selbst die Bonität ihrer Schuldner prüfen.

      -----

      Was bitte geht es SIE an, wo ICH oder sonstwer sich beraten läßt???

      Das ganze Rating-Thema ist ein Pseudothema zum Spielen für Dummis.

    • Reinhard (kein Partner)
      24. Juli 2011 19:48

      Kaffeehäferl, Sie fragen: "Kann dann ein Staat ein hohes EU-Rating aber niedriges US-Rating haben?"
      Ja natürlich. Jede Agentur kommuniziert nur ihre eigene Meinung.
      Z.B. werden die USA von den asiatischen Agenturen niedriger bewertet als von den eigenen.
      Es kommt darauf an, wem die Finanzdienstleister und Anleger glauben. Es ist nämlich egal, ob die EU eine eigene Ratingagentur bildet oder nicht, die Werte Glaubwürdigkeit und Vertrauen können die EUrokraten nicht per Dekret befehlen, deswegen ist das Augenauswischerei und Volksverdummung. Wie eine aus politischer Motivation gegründete Agentur, deren erklärter Zweck der Einfluss der Politik auf die Finanzwirtschaft ist, jemals in der Privatwirtschaft Vertrauen aufbauen soll, kann nur jemand erklären, der dem Finanzminister seine Geldtasche anvertraut und dem Kanzler einen Gebrauchtwagen abkauft.
      Die Ratingagenturen sind nur die Boten, die Schuldigen sind die Politiker, die ihre Staaten in den Ruin verschuldet haben und jetzt greinen, dass ein dreifach überschuldetes Land doch nicht einfach von außenstehenden Beobachtern als nahe der Pleite bezeichnet werden darf. Deswegen wollen sie Beobachter-Darsteller aus ihren eigenen Reihen aufrufen, die politisch erwünschte Meinung zu verbreiten.
      Das kann nur ein lächerlicher Schuss in den Ofen werden.

  7. Kaffeehäferl
    24. Juli 2011 17:06

    Sehr gut, die EU. Hauptsache, matte Glühbirnen sind verboten.

  8. xRatio (kein Partner)
    24. Juli 2011 17:01

    Michael Mannheimer:
    Politisch inkorrekte Gedanken zum Norwegen-Massaker:
    Der Bürgerkrieg gegen die Islamisierung Europas hat begonnen

    http://michael-mannheimer.info/2011/07/23/politisch-inkorrekte-gedanken-zum-norwegen-massaker/

  9. Neppomuck (kein Partner)
    • Neppomuck (kein Partner)
      24. Juli 2011 11:05

      Eine Stufe zu hoch, das kann - ich bitte um Verständnis - bei niedrigen Beiträgen schon einmal vorkommen.

    • cmh (kein Partner)
      24. Juli 2011 15:57

      inu yasha Fan?

  10. Empörter Bürger (kein Partner)
    24. Juli 2011 10:23

    Nanu?

    Warum gibt es seitens des Blogautors keine Stellungnahme zum rechtsextremen Massenmord in Norwegen?

    Ist dem Blogautor die Sache, an der er seinen kleinen Anteil trägt peinlich? Oder ist e froh darüber, dass endlich jemand zur Tat geschritten ist und verhasste Sozis ermordet hat?

    • Öko-Vergelter (kein Partner)
      24. Juli 2011 11:04

      Zu vermuten, der Blogautor hätte Freude am Tod von Menschen, ist absurd. Man sollte sich besser Gedanken über das Fehlverhalten der anderen Seite machen. Die Islamisten haben viel mehr Menschen getötet, als die Rechtspopulisten. Genauere Infos bekommen Sie u. a. bei Michael Mannheimer.

    • phaidros
      24. Juli 2011 12:14

      Manchmal ist es ganz einfach, Empörter, und Sie sollten sich Ihre schäbigen Unterstellungen dorthin zurück stecken, wo sie herkommen und dort belassen*): Dr. Unterberger ist derzeit verreist, und die zurzeit erscheinenden Artikel sind vorbereitete.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      *) in den Köcher.

    • november (kein Partner)
      24. Juli 2011 13:49

      @Empörter
      Dümmer geht's nimmer?

    • Reinhard (kein Partner)
      24. Juli 2011 14:30

      Nanu?

      Warum gibt es seitens der Linkstrolle keine Stellungnahme zum muslimischen Jubel über diesen Massenmord durch einen irren Fanatiker?

      Ist den Linkstrollen dieser Jubel, an dem sie ihren kleinen Anteil tragen, peinlich? Oder sind sie froh darüber, dass ein irrer Fanatiker den Islamisten die Drecksarbeit abgenommen und verhasste autochthone Europäer ermordet hat?

    • Brunsky (kein Partner)
      24. Juli 2011 17:08

      "Genauere Infos bekommen Sie u. a. bei Michael Mannheimer."

      Irgendwie habe ich den Verdacht, dass auch Breivik ein Fan von Mannheimer ist. Das soll aber nichts weiter bedeuten, niemand kann sich seine Bewunderer aussuchen.

    • Angeekelter (kein Partner)
      24. Juli 2011 19:29

      @Empörter Schwuchtl

      Wixen Sie Ihre Freude, dass DIESER EINE Terroranschlag/Amoklauf NICHT von Islamisten oder Linken (RAF, sollten Sie das schon verdrängt haben) durchgeführt wurde, sondern von einem wirren Einzeltäter, in einem Ihrer Gesinnungsblogs, wie dem standard.

      Widerlicher typischer Vertreter der Linken, die politisches Kapital aus so einem Verbrechen ziehen wollen! Menschenverachtener Gutmensch! Ich kotze auf Sie!

    • contra
      24. Juli 2011 21:06

      @Empörter

      "......an der der Blogautor seinen kleinen Anteil trägt....."

      Das fällt unter Verleumdung sowie Rufschädigung und wäre ein Fall für den Staatsanwalt, wenn der Empörer nicht so ein "armes Würschterl" wäre!

    • Segestes (kein Partner)
      25. Juli 2011 03:07

      Ein Depp mag den Islam nicht (OK, auch Nicht-Deppen koennen das weitestgehend nachvollziehen) und bringt, das ist jetzt wirklich ueberaus logisch, nun nicht etwa Moslems um, sondern seine eigenen christlichen Landsleute....
      Erinnert an jene unzaehligen islamischen Terroristen, die in erster Linie z.B. im Irak, in Afghanistan oder in Pakistan, die eigenen Glaubensbrueder in die Luft sprengen, anstatt Christen im Westen abzumurksen.
      Das Motto ist offenbar immer - Warum in die Ferne schweifen, wenn man doch auch vor Ort Leute umbringen kann.
      Dass es so aber die Falschen trifft, interessiert offenbar wenig.
      Man sieht, die Faulheit hat der Herrgott auf alle Religionen bzw. Weltanschauungen gerecht verteilt. Sogar beim Massenmorden...

    • phaidros
      25. Juli 2011 05:44

      »Dass es so aber die Falschen trifft, interessiert offenbar wenig. «

      Es hätte auch die Falschen getroffen, wenn dieser Irrsinn in einem islamischen Jugendlager passiert wäre.

    • Segestes (kein Partner)
      25. Juli 2011 22:21

      Du muss dich in den jeweiligen Irren, egal ob Christ oder Muslim, hineinversetzen, phaidros.
      Dann siehst du auch, wie absur deren Argumentation grundsätzlich ist.
      Sie töten regelmäßig das, was sie vorgeben verteidigen zu wollen.
      Außerdem spielt man damit immer nur der Gegenseite in die Hände.
      Es schreien ja auch schon wieder viele nach Überwachung und Zensur.
      Stichwort "böses, böses Internet"...

    • phaidros
      26. Juli 2011 19:03

      Segestes, man muss sich in überhaupt niemanden hineinversetzen um wissen zu können, dass es in einem Jugendlager niemals »Richtige« treffen kann.

  11. Reinhard (kein Partner)
    24. Juli 2011 08:03

    Es ist eine Lüge, dass es nur 3 Ratingagenturen gibt; diese 3 sind nur die von den Banken international anerkannten.
    So gibt es die chinesische "Dagong Global" etwa, die hat übrigens die USA bereits auf A+ heruntergestuft. Oder die japanische "Japan Credit". Oder, um das Märchen von den nicht vorhandenen europäischen Ratingagenturen zu entlarven, die "Creditreform Rating" aus Neuss.

    Das wichtigtuerische Gehabe der EU-Bonzen, eine faktisch beamtete EU-Ratingagentur mit politischem Einfluss gründen zu wollen, ist nur der nächste Versuch ein privatwirtschafliches Instrument unter die Bestimmungsgewalt der Politik zu stellen. Denn im Gegensatz zu den (außer der chinesischen) rein privaten Rating-Anbietern würde ihre politisch gelenkte Agentur nur jene Einschätzungen abliefern, die die EUrokraten vorher hinter verschlossenen Türen beschlossen haben.
    Wenn es die EU ernst meinen würde, bräuchte sie die Agenturen in ihren Grenzen einfach nur anerkennen und deren Einschätzungen vorbehaltlos mittragen. Aber das können die Bonzen nicht, denn wenn diese Agenturen eine Bewertung abliefern, die nicht der politischen Meinung und der Augenauswischerei der Lügner entspräche, hätten diese keinen direkten Einfluss mehr darauf.
    Es geht nur um die uneingeschränkte Macht der EU-Diktatoren, der sich als fortschrittliche Visionäre fühlenden Machtelite.
    Diese immer stalinistischer handelnden Diktatoren wollen der Welt am liebsten per EU-Dekret vorschreiben, welcher Agentur sie gefälligst zu glauben haben. Die Anerkennung der 3 amerikansichen Agenturen entstammt einem historisch gewachsenen Vertrauensverhältnis, das sich nicht per EU-Dekret lenken lässt, auch wenn die EU-Bonzen immer mehr das Verständnis für Realität verlieren, und glauben, man könne alles per Dekret festlegen. Auch Vertrauen. Und dann wundern sie sich, wenn ihre Bürger ihnen nicht vertrauen, obwohl es ihnen doch befohlen war...

  12. xRatio (kein Partner)
    24. Juli 2011 00:01

    Hab's hier vor 4(!!) Wochen schon mal gepostet: xRatio 25. Juni 2011 21:40
    http://www.andreas-unterberger.at/2011/06/sn-kontroverse-weiter-mit-drei-fuenfern/#comment-136307

    Es ist etwas GAAAANZ anderes, wahrlich Handfestes imgange, aber Dr. U. steckt wie Vogel Strauß den Kopf in den Sand.

    Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)
    "ESM" plant vollständige Entmachtung der nationalen Parlamente!!

    http://www.freiewelt.net/nachricht-7521/%22esm%22-plant-vollst%E4ndige-entmachtung-der-nationalen-parlamente.html

    Deutsche Übersetzung des Vetragsentwurfs:
    http://www.peter-bleser.de/upload/PDF-Listen/E-Mail-Info_Eurostabilisierung/Entwurf_Vertrag_ESM.pdf

    Aber hier kann man ja nicht mal schlafende Hunde wecken.

    Darstellung des Skandals jezt sogar auf:

    http://sosheimat.wordpress.com/2011/07/23/der-vertragsentwurf-zur-transferunion-ist-offentlich/

  13. Brigitte Imb
    23. Juli 2011 16:46

    Die Lügen der Politiker, ob im Innland od. Ausland/EU, werden beständig durchsichtiger.

    Aufgepaßt - nun retten wir demnächst Irland u. Portugal, obwohl die Politiker beteuert haben, dass es NUR für GR das Hilfsprogramm gäbe. Aber, ahnten wir das nicht ohnehin?

    http://www.faz.net/artikel/C30638/schuldenkrise-weitere-hilfen-fuer-portugal-und-irland-sind-absehbar-30470921.html

  14. Neppomuck (kein Partner)
    23. Juli 2011 14:35

    Man verzeihe mir, aber ich hab' heut meinen "Lyrischen".

    Die iterative Meldung.

    Und täglich grüßt das Murmeltier:
    Auch heute wird, uns zum Pläsier,
    das Land der Danaiden
    gerettet, und es freu’n sich sehr
    darüber (doch sonst kaum noch wer)
    die Söhne des Peliden.

    Werft gutes Geld dem schlechten nach,
    der Esel fällt gern in den Bach,
    kann er am Eis nicht tanzen.
    Wer heute unser Geld verbrennt
    ist schließlich wurscht, Hauptsach’ es rennt
    alles im Sinn der Schranzen.

    Des Euros Sturzgeburt erzeugt,
    wenn man sich den Falotten beugt,
    ’ne Steißgeburt Europa.
    Doch sind die Deppen dann längst weg
    und liegen faul in ihrem Speck,
    noch ehe Faymann Opa.

    • Undine
      23. Juli 2011 20:57

      @Neppomuck

      Da gibt's nichts zu verzeihen! Ich freu mich immer sehr über Ihre "lyrischen Anwandlungen"! :-)

  15. Geheimrat
    23. Juli 2011 14:28

    Alles eine unglaubliche Augenauswischerei die da von ausgewiesenen Berufslügnern betrieben wird.
    Die Wahrheit ist doch eine ganz andere, aber die sollte eben nicht ans Tageslicht kommen.....

    Eine neue “Griechenland-Rettung” wird nun suggeriert. In Wirklichkeit werden jetzt nicht nur die griechischen Altschulden, aus einer ausgeweiteten Transferunion der Eurozone refinanziert, sondern auch eine weiter anhaltende Neuverschuldung. Kein Problem wurde bisher gelöst, im Gegenteil, dass griechische Staatsdefizit klettert munter weiter. Wie das griechische Finanzministerium vor 2 Tagen mitteilte, sanken die Steuereinnahmen in den ersten 6 Monaten 2011 um -8,3% und die Ausgaben kletterten um +8,8%, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    http://www.querschuesse.de/die-totale-rettung-ein-fake/

  16. Öko-Vergelter (kein Partner)
    23. Juli 2011 13:22

    Die Nato hat mit dem Abzug aus Afghanistan begonnen. Als nächstes wird die chinesische Volksbefreiungsarmee zerstört. Und der Terroranschlag von Norwegen markiert den Beginn des Krieges gegen die Völkervermischung in Europa. Die widernatürliche Völkervermischung muss endlich gestoppt werden. Bei der Wahl in Berlin im September werden die FW und "Pro D" viele Stimmen bekommen. Rechtsdemokratische, nicht-grüne Ökos setzen sich durch.

  17. Martin Wallner (kein Partner)
    23. Juli 2011 13:19

    Verehrter Herr Unterberger,

    ich lese Ihre Beiträge sehr gerne und meistens teile ich ihre Einschätzungen und freue mich von Ihnen zu lernen.

    Im Fall der Ratingagenturen teile ich Ihre Ansichten aber nicht:

    1) Es ist im Interesse der drei großen Ratingagenturen die Anleihen von europäischen Staaten vernünftig zu bewerten, da die großen Kunden der Ratingagenturen (Banken, Versicherungen, Pensionsfonds, ...) ihre Investionen danach treffen. Amerikanische Banken, Versicher und Pensionsfonds sind Hauptkäufer dieser europäischen Anleihen daher erscheint eine anti-Europäische Einstellung unlogisch.

    2) Natürlich ist es zu begrüßen wenn es mehr Ratingagenturen gibt, aber eine europäische Ratingagentur müsste sich erstmal das Vertrauen der Anleger erwerben. Den Verdacht der politischen Einflußnahme müsste es sich ebenso sofort stellen, wenn zB Europäische Politiker eine positive Beurteilung ihres Rettungspakets fordern würde. Ich vertraue da lieber amerikanischen Ratingagenturen. Wenn also Europe Ratingagentuen einführt, dann sollten es mehrere sein, die im Wettbewerb zueinander stehen.

    3) Die Einschätzung von Österreich als Bankrottkandidat war nicht aus der Luft gegriffen sondern wurde von vielen Ökonomen geteilt. Ein hoher Kreditausfall in Osteuropa wäre für Österreich fatal geworden. Da die Ratings nur eine Prognose sind, ist es logisch, dass dieser akute Krisenfall in die Bewertung eingeflossen ist. Daran ist niemand Schuld und kurzfristig ein bisschen höhere Zinsen zu bezahlen ist kein Grund Schadenersatz zu fordern. Der genaue Zinssatz ist nicht absolut sondern ergibt sich einfach durch Angebot und Nachfrage.

    Mit besten Grüßen,
    Martin Wallner

    • kaffka (kein Partner)
      23. Juli 2011 18:33

      @Martin Wallner
      23. Juli 2011 13:19

      Niemand ist verpflichtet, des Anderen Ansichten zu teilen.
      So teile ich weder Unterbergers, noch Ihre Ansichten zur Gänze.

      1) Ratingagenturen sind Privatgesellschaften zur Erstellung von durch nichts zu beweisende Zukunftsprognosen.
      Privatgesellschaften haben es in sich, das zu tun was ihnen den grössten Vorteil bringt, also fallen auch die Prognosen ebenso aus!
      Ein grundloses Herrunterraten eines Schuldners ist immer dann (für gewisse Kreise) dann ein Vorteil, wenn der Schuldner an jene denen er Zinsen bezahlen muss, möglichst hohe Znsen zahlen muss. In diesem Falle also an die von Ihnen genannten Amerikaner (Nicht ausschliesslich!
      2) Keinesfalls bin ich der Ansicht, dass noch mehr Rattenagenturen an den misslichen Zuständen etwas andern würden.
      3) Wie ich hier schon öfters ausgeführt habe, ist Österreich natürlich auch ein Bankrotteuer, ja sogar ein Kridatar, da es nicht nur seine Schulden niemals zurückzahlen kann, sondern dies auch garnicht will, und das vom ersten Tag seiner Schuldenaufnahme an, da er auch gewusst hatte dass es das nicht will (Vorsätzlicher Betrug!).

      Wer in seinem Budget ein 3.5% Defizit einplant, trachtet danach seine Schulden nach dem Auf-ZU-System zu erhöhen und ist daher strafwürdig!

      Ihre Ausführungen sind daher keineswegs schlüssig.

      MfG
      K.

    • DerTurm
      23. Juli 2011 21:22

      Ohne es persönlich zu meinen: es ist ein weit verbreitetes Gerücht (andere sagen Lüge dazu), dass es angeblich keine europäische Ratingagentur gibt:

      Fitch Ratings
      ist eine Tochtergesellschaft der Fimalac-Holding. Diese gehört mehrheitlich dem französischen Geschäftsmann Marc Ladreit de Lacharrière.
      Sitz von Fitch Ratigns ist London/New York.

      Wenn also eine Firma zu 50% den Sitz in London hat, und zu 60% einem Franzosen gehört, kann man wohl schwer bestreiten, dass dieses Unternehmen ein Europäisches ist (außer man ist Politiker und will von seinen eigenen Leichen Im Keller ablenken).

    • terbuan
      23. Juli 2011 22:10

      20% gehören der US-amerikanischen Hearst Gruppe, die gleichzeitige Tätigkeit als Unternehmer (u.a. l'Oreal) stellt ohnedies einen Interessenskonflikt dar.

    • machmuss verschiebnix
      24. Juli 2011 07:32

      @Martin Wallner,

      "Es ist im Interesse der drei großen Ratingagenturen die Anleihen von europäischen Staaten
      vernünftig zu bewerten," ...

      .... drum haben die ja auch Griechenland "richtig" bewertet und Lehmann, Fany-May; ...


      .
      ...die Rating-Agenturen haben ein eigeninteresse

  18. Maximilien de Robespierre (kein Partner)
    23. Juli 2011 13:15

    Wir brauchen einen Wohlfahrtsausschuss und ein Gerechtigkeitstribunal. Es gibt nur einen Freispruch oder die Verhängung der Todesstrafe. Jede Person hat einen Rechtsanspruch auf den gerechten Tod, wenn er mitwirkt Österreich in den Staatsbankrott zu treiben. Köpfe müssen rollen.

    Alles wird nach einer kleinen Verfassungsänderung sich im Rahmen der "Legalität" bewegen.

    Es lebe die (verbesserte) 2. Republik!

    • Wärter (kein Partner)
      23. Juli 2011 14:46

      Entschuldigung, sehr geehrte Damen und Herren, der ist uns ausgekommen und uns sind die Nichtraucherjacken ausgegangen. Bis die neue Lieferung kommt, können wir ihn also nicht einfangen.

      Sollten Sie ihn treffen: geben Sie ihm bitte kein rohes Fleisch.

    • contra
      23. Juli 2011 22:10

      @Wärter

      Abgemacht, wir werden ihm alle Psychopharmaka verabreichen, die wir finden können!

  19. Neppomuck (kein Partner)
    23. Juli 2011 12:47

    Das Patentrezept.

    Ein Schuldenberg, sei er auch schwer,
    den schiebt man hin und schiebt man her,
    bis dass die, wo ’für grade steh’n,
    die wahre Größe nicht mehr seh’n.
    Bewegte Ziele, Lohn des Fleißes,
    trifft man nur schwer; der Jäger weiß es.

    Die Nutznießer solcher Rochaden?
    Gesinnungsmäßige Nomaden,
    die als „gewählt vom Volke“ gelten,
    mag man sich selbst „post votum“ schelten
    und schwören, bei der nächsten Wahl
    mach ich den Blödsinn nicht noch mal.

    Doch reimt, kaum ist ein Jahr perdü,
    auf „Amnesie“ sich „Amnestie“,
    und statt im „Alzheim“ zu logieren
    wird wieder man die Gauner küren.
    Drum – eingeschoben – der Appell:
    Vergesst in Hinkunft nicht zu schnell.

    Und den „Spekulations-Falotten“:
    Als Menetekel nehmt die Motten.
    Man wird sie schimpfen, noch und nöcher,
    fressen die Viecher auch nur Löcher
    (was von Genügsamkeit wohl zeugt),
    ist keiner ihnen zugeneigt.

    Drum: wer den kleinen Mann bestiehlt,
    sich nicht für Höheres empfiehlt.
    Dies gilt für jedermann, der nun
    frech vorgibt, für uns was zu tun,
    während er bloß die eignen Sünden
    versucht uns an das Bein zu binden.

  20. Brigitte Imb
    23. Juli 2011 12:13

    OT - VP-Marek: Stadt Wien verschleudert Mega-Vermögen von 1,5 Mrd. Euro

    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110723_OTS0015/vp-marek-stadt-wien-verschleudert-mega-vermoegen-von-15-mrd-euro

    Die Wiener dürfen zukünftig mit höheren Kosten für Müll, Parken, etc. rechnen, die Stadtväter(mütter) prassen! Wo ist das Geld hingekommen?

  21. phaidros
    23. Juli 2011 09:23

    OT, es gab ein Massaker in Norwegen: ein rechtsextremer 32-jähriger Norweger schoss, als Polizist verkleidet, in einem Jugendlager der Sozialisten um sich.

    Es gab um die 80 Tote (und bei einem 2. Anschlag in Oslo noch weitere, insgesamt über 90, glaube ich).

    Den Familien meine tief empfundene Betroffenheit, Anteilnahme und Scham.

    Scham, weil wir und dieser Blog mit solchem Gedankengut bereits in Verbindung gebracht wurden. Egal, wie unberechtigt.

    phaidros

    • socrates
      23. Juli 2011 11:08

      phaidros
      Die linke Mediengesellschaft schimpft immer auf die "Rechten", salbst wenn der Attentäter mit Sichel und Hammer gemordet hätte.
      So furchtbar diese Taten sind, frage ich mich: Wo war die Behörde? Um mehr als 90 Menschen zu erschießen sicher einige Stunden erfordert. Was geschah wirklich?
      Zum ersten Mal hörte ich, daß Norwegen in Afghanistan und Lybien kämpft und sich mit 6 Flugzeugen in Lybien an Bombardierung beteiligt.
      Die Sache ist fürchterlich und gehört gründlich aufgeklärt, "vermutlich rechter Hintrgrund" ist zu Wenig.

    • phaidros
      23. Juli 2011 11:35

      Sg. socrates, lt. norwegischer Pressekonferenz der Polizei (wenn ich da die Meldungsquellen nicht durcheinander bringe) hat der verkleidete Polizist die Teilnehmer eines Jugendlagers unter dem Vorwand einer Sicherheitskontrolle in eine Falle gelockt und das Feuer aus einem Vollautomaten eröffnet.

      Wenn das so stimmt, ist es in wenigen Augenblicken vorüber, Sie haben nicht den Schatten einer Chance, hier auch nur irgendjemanden oder -etwas in Stellung zu bringen oder den Täter zu überwältigen oder auszuschalten.

    • socrates
      23. Juli 2011 14:01

      Phaidros
      Ich las von einem Mädchen, das auf der Insel war, d as längere Zeit mit ihrem Freund telephonierte und ihn bat, ja nicht anzurufen, da es sich versteckt hielt und das Klingeln sie verraten würde. Bei einer Veranstaltung von 700 Jugendlichen sollten zumindest mehrere Polizisten dabei sein. Wenn wir die SNS (Seerettung) anrufen, kommt sicher innerhalb ganz kurzet Zeit Hilfe. Da ist etwas faul!

    • phaidros
      23. Juli 2011 14:19

      Pfadfinder-Großtreffen mit mehreren 1000 Teilnehmern haben jedenfalls keine bewaffnete Security.

      Ob das Mädchen nicht einfach sein Telephon hätte stummschalten sollen statt lange Telephonate zu führen?

      Das soll nicht zynisch klingen, aber Zeitungen glaube ich keine Silbe (seit ich den Dreck las, den die Krone draus machte, als eine Überschwemmung unseren Gruppenlagerplatz wegwusch)

      Ich kann da bislang keine Ungereimtheit entdecken (zumindest keine, die nicht nach Verschwörungstheorie oder wenigstens sensationsgeilem Reporter klingt)

    • Rosi
      23. Juli 2011 14:28

      Etwas Hintergrundinformation zum norwegischen Volk:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Tyskerbarn

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      23. Juli 2011 14:32

      @Socrates: Norwegen ist aber ein bisschen größer als Österreich und die Gesellschaft funktioniert dort anders. Da ich selbst Norwegisch spreche, bin ich glücklicherweise in der Lage, nicht bloß auf die Nachrichtenkrümel in der heimischen Linkspresse zurückzugreifen, die natürlich den gelernten Medienkonsumenten zu allerlei Vermutungen animieren. Also:
      Wie die Website der Redningsselskap zeigt (http://www.redningsselskapet.no/Tjenester/Sj%C3%B8redning ), hat die Seerettung im ganzen Land (nur!) 41 Rettungskutter in Bereitschaft, und zwar "langs hele kysten og på Mjøsa og Femunden", also entlang der gesamten Meeresküste sowie auf den beiden größeren Binnenseen Mjøsa und Femund. Die Insel Utøya liegt aber auf auf einem anderen Binnensee namens Tyrifjord (und nicht im Meer, wie man meinen könnte). Da gab's also keine Möglichkeit, mal schnell die Seerettung zu rufen. – Und eine ständige Polizeipräsenz auf der Insel, die Eigentum der Jungsozialisten ist, ist auch nicht nötig, da es sich ja um eine Privatveranstaltung ebendieser Jungsozis handelte. Das machte sich der mutmaßliche Attentäter zunutze.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      23. Juli 2011 14:35

      @Rosi: Inwiefern ist Ihr Posting in diesem Falle relevant?

    • Rosi
      23. Juli 2011 14:54

      @Ch.Seidl

      Wenn ich phaidros richtig verstanden habe, wurde unser Blog kritisiert - von Norwegern???
      Wenn dem so ist, meine ich, sollten sie zuerst einmal ihre eigene Geschichte in Ordnung bringen, bevor sie andere Leute kritisieren - sie haben wahrhaftig Grund genug.

    • november (kein Partner)
      23. Juli 2011 15:43

      Kaum vorstellbar, dass Norweger diesen Blog lesen. Aber soweit bekannt geworden, hat der mutmaßliche Täter offenbar ähnliche Ideen geäußert, wie man sie auch hier immer wieder lesen kann. Daraus ergibt sich natürlich keine Kausation, wohl gemerkt.

    • phaidros
    • socrates
      23. Juli 2011 23:26

      Ch. Seidl
      Ich kenne mich in Norwegen nicht aus, für mich war es ein Friedensparadies. Trotzdem wird es dort sicher Hubschrauber geben, die bei Unfällen, Bränden oder solchen Zwischenfällen eingreifen können. Wenn die alle in Lybien sind, ist das ein Fehler. Wenn ein Verletzter mit Schädelbruch (hatten wir in der Segelschule), Herzanfall, etc., 2h lang keine Hilfe bekommt, ist er tot.

    • socrates
      24. Juli 2011 08:11

      phaidros
      Jede Meldung der Medien, die NICHT sagt, daß der Attentäter aus der rechten Partei ausgetreten ist, aber aktiver FREIMAURER ist, ist eine halbe Wahrheit und daher eine ganze Lüge. Mir ging und geht die ewige ORF-Trommelei ohne Unterlagen auf die Nerven. Hier wird blitzartig Schuld ohne Beweis zugewiesen, Hauptsache man kann auf Rechts schimpfen. Da wird offenbar sogar unser Blog beschimpft.

    • november (kein Partner)
      24. Juli 2011 10:39

      @Sokrates

      Wie würden Sie jemanden nennen, der sich dem Kampf gegen Kulturmarxismus/ Multikulturalismus und Islamisierung verschrieben hat? Der einen von 1999 bis 2083 dauernden Bürgerkrieg gegen diese Missstände vorhersagt. Rechtsextrem ist das erste Wort, das sich hier aufdrängt. Extremer Spinner das zweite.

      Bemerkenswert allerdings, dass er Islam, Marxismus, Nationalsozialismus und Christentum als die vier Hassideologien bezeichnet. So ist es auch schwierig, ihn als christlichen Fundamentalisten einzustufen, falls seine Zugehörigkeit zu den Freimaurern das nicht ohnehin ausschließt.

    • socrates
      24. Juli 2011 11:19

      november
      Freimaurer und extremer Spinner würde ich sagen. Warum Rechtsradikal? Firnberg sagte: "Adler musste ja Stürgkh erschießen, es ging nicht anders".
      Christen, Islamis und Rechte haben stets auf beiden Seiten der Front gekämpft, Freimaurer immer nur auf einer.
      Mich stört, daß ein fürchterliches Attentat sofort politisch genutzt wird und die Linke ohne Beweise und Unterlagen einen Medienterror unternimmt.

    • socrates
      24. Juli 2011 12:01

      november
      sudouest.fr brachte die Angelegenheit so:
      Selon la fondation Expo, un observatoire des groupes d'extrême droite, il était membre d'un forum néonazi suédois sur le Web, où il s'était enregistré en 2009. Ce qui ne l'empêchait pas de rejeter l'idéologie hitlérienne. Il n'appréciait pas davantage le marxisme et les préceptes islamistes. Mis bout à bout, les écrits qu'il a postés sur la Toile ressemblent plus à un tissu d'élucubrations qu'à une véritable doctrine. D'où la prudence des policiers.
      En 1999, il avait rejoint les rangs de la formation populiste de droite, le Parti du progrès (FRP). Celle-ci a récolté près de 25 % des suffrages lors des dernières élections mais sans vraisemblablement obtenir le suffrage d'Anders Behring Breivik. Radié de ce parti en 2006, il ne ménageait pas ses critiques à son encontre. « Le problème avec le FRP dans la durée, c'est que dans sa soif de vouloir satisfaire les attentes multiculturelles et les idéaux suicidaires de l'humanisme, il a de bien des façons jeté le bébé avec l'eau du bain. »
      Für mich ist er ein totaler Spinner!

    • november (kein Partner)
      24. Juli 2011 13:41

      Ich kenne die norwegische Situation zu wenig, so kann ich nicht beurteilen, inwieweit der Vorwurf, selbst die FRP würde dem Multikulutalismus nachgeben, verrückt ist. Außerdem kann man Nationalsozialismus ablehnen (manche betonen ja besonders gerne, dass das auch eine linke Idelologie war) und trotzdem rechtsextrem sein.

      Das Unheimliche an der Geschichte ist, dass die Ansichten des Attentäters, die er offenbar in diversen Blogs wie auch in seinem 1500-Seiten Machwerk geäußert hat, kaum anders sind als die, welche man in hunderten rechtskonservativen Internetforen täglich lesen kann. Es geht gegen Islamisierung, Sozialismus, Kulturmarxismus, Genderwahnsinn, Hinweise auf 1683 und Hayeks "Road to Servedom" dürfen dabei auch nicht fehlen. Natürlich ist es dann ein gewaltiger Schritt, rechtskonservative Ideen in so eine Wahnsinnstat zu kanalisieren, in jahrelanger Vorarbeit "target groups" und Ziele für Sabotageakte zu identifizieren. Ein Schritt, der für die allermeisten nicht mehr nachvollziebar ist.

      Wenn aber die Rede ist, alle Muslime aus dem Land zu schaffen, und sich für einen unvermeidlichen Bürgerkrieg zu bewaffnen, wird meiner Meinung nach bereits eine Grenze überschritten. Und auch hier wurde sogar vom Blogautor ein (bereits damals widerlegtes) antiislamisches Hetzvideo verlinkt.

      Vielleicht wird dieser Vorfall einigen zu denken geben, was ich aber bezweifle.

  22. terbuan
    23. Juli 2011 07:28

    "Brüsseler Rettungsschirm" (Verfasser unbekannt)

    Es ist ein trüber Tag auf Rhodos. Es regnet und alle Straßen sind leer gefegt.

    Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben von Krediten.

    An diesem speziellen Tag fährt ein deutscher Tourist durch die Stadt, hält bei einem

    kleinen Hotel und legt einen 100 EUR Schein auf den Tresen an der Rezeption. Er sagt

    dem Eigentümer, dass er die Zimmer besichtigen möchte, um vielleicht eines für eine

    Übernachtung zu mieten.

    Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel und nachdem der Besucher die Treppen hinauf

    gegangen ist, nimmt der Hotelier den 100 EUR Schein, rennt zum nächsten Haus und

    bezahlt seine Schulden beim Schlachter. Der Schlachter nimmt die 100 EUR, läuft die

    Straße runter und bezahlt den Schweinezüchter.

    Der Schweinezüchter nimmt die 100 EUR und bezahlt seine Rechnung beim

    Futterlieferanten. Der Mann bei der Bauern Co-op nimmt den 100 EUR Schein und läuft

    ins Wirtshaus und bezahlt seine Getränkerechnung. Dort schiebt der Wirt den Schein zu

    einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und

    dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte. Die Prostituierte rennt zum

    Hotel und bezahlt die ausstehende Zimmerrechnung mit dem 100EUR Schein. Der

    Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen, damit der Reisende nichts

    bemerkt.

    In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt den 100 EUR Schein

    und meint, dass ihm die Zimmer nicht gefallen. Er steckt den Schein ein und verlässt die

    Stadt.

    Niemand hat etwas produziert.

    Niemand hat etwas verdient.

    _ABER:_

    Keiner hat mehr Schulden und alle schauen mit großem Optimismus in

    die Zukunft.

    Und genau so funktioniert das EU-Rettungspaket.

    • brechstange
      23. Juli 2011 09:07

      Funktioniert solange bis die Kette reißt. Wer zahlt dann? Der Steuerzahler.

    • Neppomuck (kein Partner)
      23. Juli 2011 12:53

      Haarig für den Urlaubsgast wird es allerdings dann, wenn sich eine Bank oder Vater Staat in den netten Kreislauf einmischt.

    • terbuan
      23. Juli 2011 21:06

      So wie der Hotelier überbleibt, weil er letztlich die Miete der Prostituierten nicht bekommt, werden wir, die Steuerzahler, überbleiben!

    • xRatio (kein Partner)
      23. Juli 2011 23:33

      @terbuan 23. Juli 2011 07:28

      Alte Story, was sie besagen soll, erst recht was das mit "Brüssel" zu tun haben soll, ist mir schleierhaft.

      Vorher hatte jeder eine Forderung und eine Schuld in Höhe von 100.-: Saldo: Null.
      Die Forderung erlosch durch Bezahlung, dann die Schuld durch Bezahlung: Saldo: Null

      Hier wurde zwar nix produziert oder verdient, aber eine Forderung "geopfert", um eine Schuld loszuwerden.

      So what?

      Bilanziell sind das völlig alltägliche Hüte, sog. "erfolgsneutrale" Vorgänge (hier in Form einer Aktiv-/Passivminderung).

    • Eugen Böhmisch Bauwerk (kein Partner)
      24. Juli 2011 07:31

      Hallo? Was soll denn das für ein Beispiel sein? Jeder hat im Kreis bei jedem eine Forderung von 100€ gegenüber einer Schuld von 100€. Also können alle tilgen, dabei ist es völlig egal, ob jemand einen 100er auf einen Tresen legt oder nicht.

      Wo ist bei Griechenland der Kreis?

      Und das "20%-Rabatt"-Beispiel habe ich in Österreich ja noch nie erlebt. Diese Griechen!

      Wer ist da das Wirtschaftsgenie: der Kopp-Verlag oder der Honigmann?

    • cmh (kein Partner)
      24. Juli 2011 21:04

      Die Pointe an der ganzen Geschichte ist es, dass es einen Dummen gibt, der ohne weitere Gegenleistung einmal so mir nichts dir nichts einen 100er auf den Tisch des Hauses legt.

      Ich würde jeden der das macht gerne einmal zu mir einladen um ebendieses zu machen. Ich hätte nicht einmal ein schlechtes GEwissen, denn irgendwer muss das Lehrgeld ja einsacken.

  23. FranzAnton
    23. Juli 2011 06:44

    Bitte um Erklärung zu: "Das Geld ging in die Finanzwelt" bzw "wohin ist dieses kohle verschwunden" @Der Turm & A.Renneberg.-

    Der griechische Staat hat bei Banken Schulden aufgenommen, und mit diesen die Bürger "beglückt". Griechische Banken haben sich offenbar selber, also bei ausländischen Banken, verschuldet, weshalb ganz Europa in der Malaise mit drinhängt.
    Wo aber ist das ausgeliehene Geld jetzt, so war die Frage. Wo anders als bei den Produzenten jener Waren oder Dienstleistungen, welche die Griechen verkonsumiert haben!
    Obige Schlußfolgerung stammt von einem - vorrangig technisch - gebildeten Menschen, gewohnt, Dinge zu prüfen oder prüfen zu lassen. Daher:

    Gibt es in diesem Forum einen (oder besser mehrere) Wirtschaftsexperten von Graden, mit aktueller Praxiserfahrung? Dessen Erläuterung würde mich brennend interessieren. IHS Felderer etwa wäre mir sehr willkommen, der würde aber aus politischen Gründen die Wahrheit wohl verbrämen.

    • socrates
      23. Juli 2011 07:34

      Die Banken haben viel mehr Geld aufgenommen als die Bevölkerung je erhalten hat, ein mehrfaches des BIP, des Bruttoinlandproduktes. Bei 33% Zinsen wird 1/3 nicht ausbezahlt und gehört den Gebern. Nach Schilderung von Einheimischen verschwindet weiteres Drittel in der Politik. Auf wienerisch: die Geber und die Politiker sind "am Teil". Daher werden Sie schwer etwa brauchbares von Experten hören, die wollen auch leben und das nicht schlecht. Die Medien sind bestochen, suchen im internet hilft. Es gibt schon eine echte Untergrundpresse, dieser Blog gehört dazu. Hier erfahren Sie, was andere verschweigen.

    • FranzAnton
      23. Juli 2011 11:55

      Blogger schreiben so allerhand, die Spreu vom Weizen zu trennen fällt schwer.

      Woher weiß man, daß griechische Politiker bei solchen Malversationen mitgespielt haben? Wundern würd's mich ja gerade nicht, ihrer Schwindeleien hinsichtlich Finanzsolidität wegen, mit welcher sie sich in den Euroraum geschummelt haben.

      Doch wären diese Vorwürfe genau zu prüfen, schließlich müßten unsere Banker dabei ebenfalls mitgespielt haben; und wieso faßt die Justiz unseres "Rechtsstaates" solches nicht an?
      Unsere Staatsbank ist - sogar vorrangig - auch betroffen!?? Was hieße denn das??
      Welche Politiker hätten denn das gedeckt?

      Also: Qualifizierte Wahrheitsfindung täte dringend Not.

    • Neppomuck (kein Partner)
      23. Juli 2011 13:35

      Die "Wahrheit", von medialer Kosmetik zugedeckt wie ein Germteig und durch politische Mimikry nur mittels sehr scharfer Augen zu identifizieren, könnte im Bermudadreieck zwischen Goldman Sachs, der Federal Reserve und dem USamerikanischen Finanzministerium zu heben sein.

      Aber dort sind schon viele auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

      "Wer wagt, es, Rittersmann oder Knopp(-Verlag)?"

    • terbuan
      23. Juli 2011 21:38

      Der Kopp-Verlag wagt, der Honigmann und so manch andere...
      Ein kürzlich aus einem Urlaub auf Rhodos zurückgekehrter Urlauber berichtete mir über seine Erlebnisse mit griechischen Kaufleuten:
      "Wollen Sie eine Rechnung oder 20% Rabatt?"

    • Günther Hoppenberger (kein Partner)
      27. Juli 2011 18:16

      Schauen Sie da einmal rein:

      anbei der Link zu meinem Gastkommentar "Ein Geldzyklus geht zu Ende".
      http://www.ehrenhauser.at/lang/de/blog/unser-geld-entsteht-durch-verschuldung/

  24. Schani
    23. Juli 2011 01:21

    Treichl hat zu vornehm formuliert! Setzte er das Verhalten der Nomenklatura nämlich gleich dem in der Privatwirtschaft, müßte er den Terminus technicus "kriminell" verwenden!

  25. socrates
    22. Juli 2011 22:32

    O.T. Die Friedensengel der Nato: rt.com
    Mutilated pro-Gaddafi soldiers found dead in rebel-controlled area – report
    A mass grave believed to contain the remains of Gaddafi loyalists has been discovered in the Nafusa Mountains in Libya, adding to concerns over the way the Libyan rebels treat captives and the civil population in territories under its control.

  26. socrates
    22. Juli 2011 20:42

    Wer kann das bezahlen, wer hat soviel Geld, wer hat soveil Pinke-Pinke, daß er das bestellt? Die Politiker sicher nicht,
    Bei der veröffentlichen Meinung hören wir Jubelchöre über die Rettung und bekommen keinen Hinweis darauf, woher das Geld kommen soll! Typisch für Saugerln, die weiter machen wollen. Endlich taucht ab und zu die Meldung auf, die hier schon oft vertreten wurde, daß GR nie das notwendige Geld zur Schuldentilgung haben wird.
    Wir sind wahrscheinlich schon alle Opfer von Geldverlust geworden, sei es durch Konkurs von Handwerkern, Baufirmen, Schmuckhändlern, Antiquitätenläden, Spielen, Autokauf, usw.......... Niemand gab uns eine staatliche Entschädigung. Die Saugerln kassieren, wie bei derf Mafia üblich, Schutzgebühren und wir sind die Bürgen.
    Seit meinen ersten Postings verlangte ich Anlegerschutz für Pensionen und Haircut sofort. Da ich mich auf diesem Gebiet nicht besonders auskenne, nahm ich meinen logischen Verstand, die Zinseszinsrechnung und die geschichtliche Erfahrung zu Hilfe. Es hat sich alles bewahrheitet. Ich halte mich nicht für klüger wie die Entscheidungsträger, also wird hier betrogen. Jede Verzögerung sichert den Politikern ihre Posten und kostet uns mehr. Die EU mästet sich weiter.
    Solon, Agrippa und Deutschland zeigten die Lösung und schafften den Umschwung.

    • socrates
      22. Juli 2011 21:03

      Eine Auflistung mit Zahlen in Querschuesse.de : (Verdanke ich einem Blogger)
      Die totale Rettung – ein Fake
      Eine neue “Griechenland-Rettung” wird nun suggeriert. In Wirklichkeit werden jetzt nicht nur die griechischen Altschulden, aus einer ausgeweiteten Transferunion der Eurozone refinanziert, sondern auch eine weiter anhaltende Neuverschuldung. Kein Problem wurde bisher gelöst, im Gegenteil, dass griechische Staatsdefizit klettert munter weiter. Wie das griechische Finanzministerium vor 2 Tagen mitteilte, sanken die Steuereinnahmen in den ersten 6 Monaten 2011 um -8,3% und die Ausgaben kletterten um +8,8%, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
      Unbedingt lesen!

    • Brigitte Imb
      23. Juli 2011 01:25

      "Wir" haben diese Despoten gewählt, leider bestimmen DIE nun über uns. Und sie hoffen, dass wir mittlerweile so verblödet sind, den Unfug der Rettung auch noch zu glauben.

    • DerTurm
      23. Juli 2011 09:54

      Nun, ich würde das "wir" anders formulieren: es sind all jene, die von diesen Despoten mit "unserem" Geld gekauft wurden.

  27. terbuan
    22. Juli 2011 19:24

    Es wurden bereits derart gute Kommentare gepostet, dass ich heute passe.
    Anstelle eines eigenen Kommentars stelle ich hier nur einen Link zu einem kritischen Beitrag in "eigentümlich frei" herein, der die Situation des Pleitestaates Griechenland und der EU beschreibt und die wahren Schuldigen auszumachen versucht. Sehr umstritten diese Meinung, viel Wahres dran, aber letztlich sind die Banken in der Pleite ja doch wieder unser aller Problem!

    "EU-Finanzkrise, Banken sollten für ihre Länder sterben" von Eric Margolis

    http://ef-magazin.de/2011/07/22/3100-eu-finanzkrise-banken-sollten-fuer-ihre-laender-sterben

  28. Helmut HGR.
    22. Juli 2011 17:49

    Daß die Ratingagenturen europäische Wackelkandidaten, Griechenland,etc., abwerten hat aber auch sein Gutes.

    Es "unterstützt" unsere Politiker endlich ihr hemmungsloses Geldausgeben einzubremsen und vielleicht auch an Rationalisierungen, Strukturreformen, etc. zu denken und zu handeln.

    Wenn die Ratingagenturen unsere Politikerkaste vor sich hertreiben, kann das für den Steuerzahler nur gut sein.

    Eine EU-Ratingagentur würde sehr schnell unter politischem Einfluß Gefälligkeitsgutachten erstellen. Die sind für den Finanzmarkt dann wertlos.
    Übrigens: Wer wird stärker sein? Deutschland oder Frankreich? Die Ratings werden dann dementsprechend ausfallen.

    Natürlich haben die Agenturen viele Fehler gemacht, aber das liegt an der Tatsache, daß derjenige der bewertet wird auch zahlt. Wer zahlt, schafft an!
    Dieser Systemfehler gehört behoben.

  29. Brigitte Imb
    22. Juli 2011 16:10

    "Das ist das letzte Paket", meint Juncker.

    http://www.faz.net/artikel/S30638/neue-griechenland-hilfe-juncker-das-ist-das-letzte-paket-30470425.html

    Der Meinung bin ich auch, denn für ein weiteres wird wohl nicht mehr "Zeit" sein. Schneller als den Eurokraten lieb ist, wird es ein Rating "K" (wie Kuckuck), od. "Omega" geben.

  30. Richard Mer
  31. Karl Rinnhofer
    22. Juli 2011 14:36

    Österreich, „eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält“: Wenn im eigenen Lande immer weniger werdende Nettozahler ein immer größer werdendes Heer stolz -selbstdeklarierter „sozial Schwacher“ (samt Magnetwirkung auf den Rest der Welt) durchfüttern können, dann wäre es doch gelacht, wenn der auf diese Weise zwangsläufig immer potenter werdende Gesamtstaat für die bald wie Dominosteine Fallenden nicht Ähnliches zustande brächte: Die Leistungsbereiten haben sich als „Reiche“ und „Besserverdiener“ die selbstverständliche Verachtung der von Ihnen Daueralimentierten und sonstigen Neidgenossen samt nachfolgender Enteignung ohnedies selber zuzuschreiben.

    Als bekanntermaßen „eines der reichsten Länder der Welt“ wird der so notgedrungen immer potenter werdende Staat den Rest wohl locker durchfüttern können - oder? - Wenn uns sogar manch Caritas-Vertreter so ehrenvoll betitelt - ja dann ...

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 14:40

      Apropos Caritas - gestern habe ich die Sammler zum 2.mal weggeschickt, denn ich spende keinem Verein, dessen Direktor weit über 200 T € verdient.

  32. Anton Volpini
    22. Juli 2011 14:22

    Gibt es da nicht ein Notwehrrecht, mit dem wir unsere Bürgerinteressen verteidigen können?
    Sieht das Rechtsmittel der Entmündigung auch eine kollektive Vorgangsweise vor? Ich will damit ausdrücken, daß es zu lange dauert, und damit der Schaden irreparabel wird, wenn wir bei unseren Politikern den Entmündigungsprozess in jedem Einzelfall durchexerzieren. Kann man da analog aller sozialistischen Grundsätze nicht gleich eine Rudlabfertigung in die Unmündigkeit durchführen? Und das europaweit?

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 14:36

      De facto existiert die Entmündigung ja bereits, weltweit würde ich meinen, nur die Schweizer haben sich einen Rest v. Mitspracherecht bewahrt, und wie wir wissen ist das ein Dorn im Auge der autokratischen Politiker.
      Den theoretischen Möglichkeiten, sich dagegen zur Wehr zu setzen, sind praktisch derartig viele Hürden eingebaut, dass Normalbürger diese gar nicht in Betracht ziehen können. Friedlich haben wir sicherlich keine Chance, um uns aus den Klauen dieser Hydra zu befreien.

    • Anton Volpini
      22. Juli 2011 14:47

      Ja Brigitte Imb, ich meine aber die umgekehrte Entmündigung! Nicht wir sollten die Entmündigten sein. Gscheit, wie wir alle sind, wird uns doch hoffentlich was einfallen?

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 15:08

      Verzeihung, schlechte Rhetorik, ich habe schon verstanden und eben gemeint, dass bis dato nur die Schweizer befugt sind ihre "Herrscher" in die Schranken zu weisen.
      Einfallen würde uns sicher genug, an der Umsetzung hapert es leider - eben wegen der unendlich hohen Hürden.
      Leider sind die Kapazitäten der Normalbürger begrenzt, zeitlich wie pekuniär und ich sehe nur die Chance in einer Art Revolution. Alles andere würgen die Herrscher ab, noch bevor eine Aktion in Gang kommt. Das Perverse daran ist, dass wir auch noch dafür bezahlen, denn die Herrscher bekämpfen uns mit unserem, ihnen zur Verwaltung angetrauten, Geld.

    • Anton Volpini
      22. Juli 2011 15:56

      Aufpassen mit jedem revolutionsähnlichen Begriff, Brigitte Imb! Es gibt den Straftatbestand der Volksverhetzung, und den werden die Herrschenden, zur eigenen Selbstverteidigung, immer im weitesten Sinn auslegen.
      Es muß uns eben was Gscheiteres einfallen.
      Zum Beispiel könnte jeder von uns in seinem Gerichtstand den Hrn. Faymann wegen Verfassungsbruch verklagen. Das wären schätzungsweise 200 Klagen über ganz Österreich. Geht man von einer Wahrscheinlichkeit des Erfolges von bescheidenen 1 % aus, dann wären das 2 Verurteilungen. Das tät schon reichen, und Hr. Faymann sitzt im Häfn. Was glauben Sie, wie da die anderen Politiker plötzlich spuren würden!

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 16:17

      Danke für die Warnung, meine Leichtsinnigkeit wird mich noch hinter Gitter bringen, ich muß mein "terrorristisches" Potential besser verbergen. :-))

      Faymann, et al, klagen ....gute Idee, aber, da sind wir schon wieder bei der Umsetzung. Wer traut sich, wieviel kostet diese Klage? Allerdings, in einer konzertierten Aktion, das hat was.

    • xRatio (kein Partner)
      24. Juli 2011 01:20

      @Brigitte Imb 22. Juli 2011 14:36
      Friedlich haben wir sicherlich keine Chance, um uns aus den Klauen dieser Hydra zu befreien.

      Deutsche Staatsrechtler haben schon vor Jahren den Widerstandsfall im Sinne von Art. 20 IV GG konstatiert.
      Seither haben sich die Verhältnisse in Ö und D rapide weiter verschlimmert.

      Die Sozialistische Einheitspartei Österreichs (SEÖ) wandelt auf den Spuren ihrer großen Vorbilder Rousseau, Robespierre, Marx, Lenin, Stalin, Hitler.

      Eine grob verfassungsfeindliche Organisation, der das Handwerk gelegt gehört.

      Beispielhaft, richtig verehrungswürdig finde ich diese deutsche Jeanne d'Arc, die endlich mal auf die Barrikaden stieg:

      Female Protester Disrupts Muslim Radicals Rallying in Frankfurt, Germany
      http://www.youtube.com/watch?v=u-ELZk_X6_k

  33. HJR
    22. Juli 2011 14:05

    Da ist ein riesiges Hütchenspiel im Gange.
    Esweiß nur niemand wer der Spieler ist, der nach der nächsten Runde den Jackpot einstreift.
    Fest steht aber, WIR sind die Gefoppten.

    [mailto: horst.rathbauer@gmx.at]

    • Undine
      23. Juli 2011 21:03

      @HJR

      Sie haben mit drei knappen Sätzen die Sache auf den Punkt gebracht!

  34. Wolfgang Bauer
    22. Juli 2011 13:49

    Besonders wichtig ist ja immer, was dem Staat zur Finanzierung seiner Aufgaben jedes Jahr bleibt. Und hier schaut's schlecht aus für unsere Kinder.

    1) Pensionen: Das Zurückrudern von Hundsdorfer - aufgrund Druck der SPÖ-Funktionäre und Gewerkschaften - in Tateinheit mit Spindelegger, der "erst die Wirkung der bereits gesetzten Maßnahmen abwarten" und vor 2012 (heißt natürlich nicht vor der Wahl) nichts tun will bedeutet, dass sich bei der Anhebung des Pensionsalters nichts tun wird (die ÖBB-ler werden ja nicht anfangen). Der wirtschaftliche Druck in den Firmen steigt, die Leute flüchten dann noch lieber in die "Pense". Sogar die Sünde wider ihren eigenen Geist - die Altersteilzeit in geblockter Form - soll laut Gewerkschaft und SPÖ höher (zu 90%) staatlich gefördert werden als jetzt.

    2) Zinsen: Die Solidargemeinschaft wird uns mehr kosten, bei 5% steigen unsere Zinsen von 10 Mrd. auf rd. 15 Mrd jährlich. Auf ewig bzw. bis zur Pleite Österreichs. Im Vergleich dazu: Die Uni's wollen um 300 Mio mehr - und die sind nicht da. Aber die Zinsen können unsere Politruks nicht beschließen, die müssen eben "da sein".

    Diese vergangenheitsbezogenen Kosten schnüren den Rest, der für die eigentlichen Staatsaufgaben bleibt, immer mehr zusammen. Das Gerede von besserer Ausbildung für alle, Forschungsförderung, Pflege, Sicherheit etc. ist brennheiße Luft. Es wird kein Geld dafür da sein!

    Und wenn dann auch die Sozialleistungen gekürzt werden müssen, wer wird daran schuld sein?`Richtig! DIE NEOLIBERALEN! DIE ÄRA SCHÜSSEL!
    Daher: WÄHLT SPÖ!

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 14:03

      Steuerboykott jetzt!!
      Die Maghreb Staaten haben z. T. über Facebook ihre Revolution eingeleitet, warum sollten wir das nicht auch können?
      Es gehört den Eurokraten der Geldtropf abgedreht!

    • Josef Maierhofer
      22. Juli 2011 14:57

      @ Wolfgang Bauer

      Das werde ich nicht tun, da können Sie sicher sein.

      Ich fordere alle diese Politkasperln und Möchtegerne-Wichtigtuer auf, zurückzutreten und den ordentlichen und guten Ideen Platz zu machen, Ideen, die Österreich schuldenfrei machen und nach vorne bringen. Das wäre schon die effizienteste Föderalismusreform, denn dann blieben nur noch wenige, die was zu sagen hätten.

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 15:14

      Aber, aber, Hr. Maierhofer, Sie haben anscheinend den Hrn. Bundeskasperl falsch verstanden - wir sind doch auf dem richtigen Weg.....

    • Undine
      22. Juli 2011 20:44

      @Wolfgang Bauer

      Wenn ich Sie richtig verstehe, empfehlen Sie, die SPÖ aus RACHE zu wählen, damit sie gezwungen ist, den Karren alleine aus dem Dreck zu ziehen.

    • Josef Maierhofer
      23. Juli 2011 15:18

      @ Undine

      Die ziehen nie einen Karren aus dem Dreck, da ist doch die Gewerkschaft dagegen und die 'Hacklerregelung' (Schwerarbeiterregelung).

  35. thomas lahnsteirer
    22. Juli 2011 13:34

    ein Bonmot von HM Broder in achgut.com:

    Berühmte letzte Worte:

    "Niemand hat vor, eine Mauer zu errichten!”
    http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Ulbricht

    “Die Rente ist sicher!”
    http://www.youtube.com/watch?v=ExUoS11v9q0

    “Der Euro ist eine Erfolgsgeschichte!”
    http://www.welt.de/wirtschaft/article13483670/Schaeuble-bezeichnet-Euro-als-Erfolgsgeschichte.html

  36. Alexander Renneberg
    22. Juli 2011 13:19

    und das bringt genau was? bzw und das bringt genau welchen kraftfeldern etwas?

    greade über orf:

    Fitch: Griechen droht „beschränkter Kreditausfall“ Die Ratingagentur Fitch will griechische Staatsanleihen wie angekündigt für kurze Zeit herabstufen. Hintergrund ist die gestern auf dem Euro-Sondergipfel beschlossene Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Rettung, wie die Ratingagentur heute mitteilte.

    Man werde kurzfristig von einem „beschränkten Kreditausfall“ (Restricted Default) ausgehen, erklärte Fitch. Man werde jedoch nach der Abwicklung des Anleihentauschs das Rating eines „beschränkten Kreditausfalls“ wieder aufheben und die Bewertung verbessern.

    • Philipp Starl
      22. Juli 2011 13:22

      Sagt Fitch; warten wir auf S & P und Moody's, die werden wahrscheinlich Griechenland dauerhaft auf D stufen (Moody's zumindest). Warum Fitch das macht? Fitch gehört einem Franzosen und verschafft der EU eine Finanzierungsmöglichkeit durch eine Lücke. That's it.

  37. Brigitte Imb
    • Alexander Renneberg
      22. Juli 2011 13:14

      die befürchtung liegt nahe, dass die uns alle auslachen! denken sie nur an die grinsekatze faymann.

    • inside
      22. Juli 2011 13:15

      Renneberg

      Ein faux pas!
      Kater bitte, KATER! (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, kastriert)

    • Alexander Renneberg
      22. Juli 2011 13:20

      inside: autsch.

  38. brechstange
    22. Juli 2011 13:05

    Die Ochsen bezahlen ihre Schlächter selbst.

  39. Josef Maierhofer
    22. Juli 2011 13:05

    Was hatten Merkel und Sarkozy zu plaudern ?

    Das Ergebnis ist niederschmetternd für die großen europäischen Wirtschaftsmächte. Nicht einmal das Einmal Eins des ordentlichen Kaufmannes beherrschen sie, die Politiker.

    Vor einem Jahr hätte Griechenland aus dem Euro ausgeschlossen werden müssen wegen Verletzung der Konvergenzkriterien und aus der EU hätte Griechenland wegen Betrugs ausgeschlossen werden müssen.

    Na, und erst die 'Ösis', die 'wichtigsten' 'Nettozahler' (auf Kredit), die haben selbstverständlich ein Veto eingelegt, oder ?

    Die Menschen in Griechenland hätten Arbeit, weil sie ein billiges Land wären mit der Drachme. Die Spekulanten unter den Banken hätten den Schaden und die griechischen Schulden wären vermutlich nie bezahlt worden.

    So aber haben die anderen EU-Staaten für Griechenland Schulden gemacht und es werden nicht nur die griechischen Schulden nie zurückgezahlt, sondern auch die der anderen EU-Staaten, die selbst ja kaum mehr von Griechenland entfernt sind.

    Na, das ist so, wie im Automatenkasino, Europa wirft ein und nichts kommt heraus ... ... es gibt aber keine Automatengesellschaft, die man klagen kann ...

    Dass das nicht nur grob fahrlässig ist, sondern auch verfolgt und bestraft werden muss, was diese falschen Freunde hier mit dem europäischen (und die österreichischen Politiker mit den Österreichern) Bürger aufführen, das kommt dieser Gilde gar nicht in den Sinn. Man treibt die EU-Bürger blindwütig, panisch und ignorant in den Abgrund.

    Die Rating Agenturen sollten doch für die EU auch kein Thema sein, das macht man einfach, genauso wie China, USA, etc.

    Jetzt noch 100 Miliarden für Griechenland, jetz noch 100 Milliarden für Griechenland, jetzt noch 200 Milliarden für Griechenland, jetzt noch 400 Milliarden für Griechenland ... das fast schon wöchentliche Morgengebet der EU-Versager auf dem Griechenland-Gebetsteppich.

    Ich würde aus einer solchen EU sofort austreten, sind wir noch zu retten ?

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 13:22

      Wie war das noch...? Wir dürfen mitgestalten, mitreden in der EU. Es schaut eher danach aus, dass wir brav JA sagen dürfen zu all dem, das uns die Großen, D+F, einbrocken.

    • Philipp Starl
      22. Juli 2011 13:25

      @ Imb

      Und da fragt man sich ernsthaft, wie sowas wie Hitler passieren konnte. Wenn man ein Volk jahrzehntelang unterdrückt, enteignet und bevormundet, rollen irgendwann Köpfe, so war das schon immer.

    • contra
      22. Juli 2011 14:32

      @Philipp Starl

      Vollkommen richtig!

    • Brigitte Imb
      22. Juli 2011 14:43

      Es hat den Anschein, dass die Eurokraten gerade ausloten wie weit wir uns demütigen lassen. Umso schlimmer wird die Retourkutsche ausfallen.

  40. Markus Theiner
    22. Juli 2011 12:52

    Ich verstehe bei weitem nicht genug von dem Thema um die Arbeit von Ratingagenturen beurteilen zu können. Aber die Argumente die bei der Kritik gegen Moodys & Co laufend gebracht werden kommen mir reichlich dünn vor.

    Schulden machen ist langfristig keine Lösung für Strukturprobleme. Wer dauernd Schulden macht erreicht früher oder später die Zahlungsunfähigkeit. Das gilt für die USA genauso wie für Europa.
    Wer aber akut Zahlungsschwierigkeiten hat kann sich - wie ja auch AU selbst geschrieben hat - kurzfristig nicht mit Strukturreformen retten, weil die einfach Zeit brauchen um zu wirken. In der Situation ist man ohne neue Schulden sofort zahlungsunfähig. Was vielleicht auch mal ein heilsamer Schock wäre, aber für die Kreditwürdigkeit ist es nicht gerade günstig. Und nur darum geht es der Ratingagentur.

    Dass sich Ratingagenturen irren können und dafür nicht haften ist auch nicht so absurd. Ein Jorunalist beeinflusst mit seinen Analysen auch die öffentliche Meinung und wird nicht zur Verantwortung gezogen, wenn er sich irrt (so lange er nicht absichtlich lügt). Warum aber schenken die Märkte Moodys & Co mehr Gehör und Glauben als den hunderten anderen - kleineren - Ratingagenturen oder den Journalisten und Wirtschaftsforschern, die ja auch laufend Prognosen abgeben?
    Bis zu einem gewissen Grad kann man das mit den staatlichen Vorgaben erklären, die Ratingagenturen eine besondere Stellung geben (was sich die Staaten aber nun wirklich selbst zuzuschreiben haben). Aber das nur teilweise. Denn die großen Gläubiger werden nicht klar unsinnigen Empfehlungen folgen und riskieren, dabei Geld zu verlieren.
    Die USA sind flexibler als die EU-Staaten, haben ein völlig anderes politisches System, eine andere Mentalität und eine andere Stellung in der Weltwirtschaft und -politik. Dass also das Ausfallsrisiko der USA anders bewertet wird als das von EU-Staaten ist völlig logisch. Wir verdanken es ja auch nicht unserem Schuldenstand, dass wir besser bewertet werden als Slowenien.

    Natürlich werden Ratingagenturen auch nie 100% objektiv sein können. Dass chinesische Agenturen anders bewerten als die großen westlichen Agenturen ist weder überraschend noch neu. Die haben die USA schon bisher schlechter bewertet - allerdings viele europäische Länder noch schlechter.

    2010 hat die chinesische Agentur Dagong nicht nur die USA niedriger eingestuft als die großen Drei, sondern etwa auch Portugal, Italien, Griechenland, Spanien aber auch Deutschland. Für Österreich habe ich keine Werte gefunden.

    Dass die chinesischen Ratings objektiv richtig wären und die westlichen falsch ist natürlich nicht sicher. Die Märkte jedenfalls halten sich eher an die Großen Drei als an die Chinesen. Warum? Masochismus? Politischer Druck? Oder sind die großen Drei doch glaubwürdiger mit ihren Argumenten?
    Dagong hat allgemein weniger freigiebig Tripple-As verteilt, nicht nur bei den USA. Wenn man den Ratingagenturen einen Vorwurf machen will könnte der durchaus auch in die andere Richtung gehen: Nicht die schlechte Bewertung der Europäer, sondern die zu gute Bewertung könnte ein Fehler sein - ebenso wie in den USA.

    Wenn weniger als das bestmögliche Rating vergeben wird heißt das ja auch nicht, dass die Ratingagentur eine Pleite für unausweichlich hält. Die Wahrscheinlichkeit der Pleite liegt auch bei niedrigeren Ratings meist weeeeit unter 50%. Wie man also mit Sicherheit sagen kann, dass die Einschätzung falsch war, ist mir auch ein Rätsel.

    So oder so lässt sich die Tatsache nicht leugnen, dass unabhängig von jedem Rating die meisten Staaten in der EU ein massives Schuldenproblem haben. Völlig egal ob die USA auch eines haben, die westlichen und chinesischen Ratingagenturen das öffentlich sagen oder der Wirtschaftsforscher Schulmeister im Radio was anderes sagt (was ich nicht weiß, weil ich bei der Begrüßung schon reflexhaft abgeschaltet habe).

    • Helmut HGR.
      22. Juli 2011 22:47

      @M.Th.

      Die Rating-Agenturen werden von denjenigen bezahlt, die sie bewerten sollen.

      Wenn das Rating nicht passt kann man immer noch zu einere anderen Agentur gehen.

      So war es auch bei den "Spezialisten", die Liegenschaften bewertet haben, in den USA. Auf den überhöhten Grundstückswert wurden noch die Spesen der Bank draufgeschlagen und das Ergebnis als Grundstückwert an Investmentbanken weiterverkauft.
      Habe selbst Annoncen gesehen, mit dem Angebot: Wir geben dir 120% Kredit auf den Liegenschaftswert = überhöhter Kaufpreis. Für den Rest kannst du dir ein schönes Auto kaufen.
      Jeder der das nicht gemacht hätte, wäre dumm gewesen.
      Die FED hat ja darauf bestanden, im Einfluß der Politiker, den Basiszinssatz auf Minimum zu halten.
      Übrigens, die Fed führt diese Politik, die zu Krise geführt hat, weiter fort.

      Und warum haben die US-Banken die NINJA-Kredite vergeben? "No Income, No Job, or Assets." Früher hatten die Banken eine gelbe Linie um die Slums gezogen, wo keine Kredide vergeben wurden.

      Dann kamen die Politiker und haben geschrien: DISKRIMINIERUNG! Die ersten Gesetze gegen die "Diskriminierung" waren zahnlos, Reagen, glaube ich, hat das erlassen.. Dann kam B. Clinton, der hat "Class-Action", Sammelklage, erlaubt. Sogar Obama war, vor seiner Presidentschaft, an einem solchen Prozess beteiligt
      .
      Solche Papiere mußten natürlich sofort, an Investmentbanken verkauft werden.

      Und da die Grundstückspreis , vor der Krise, schnell stiegen, also höher als der ursprüngliche Grundstückswert, konnte der Arbeitslose, vielleicht ein 2. Auto für die Frau, einen weiteren Kredit bekommen.

      Als die Blase platzte, und die Kreditsumme höher war als der Wert des Grundstücks/Hauses, haben viele Leute an die Bank geschrieben, daß Sie das Haus zurückgeben, die Zahlungen einstellen und die Hausschlüssel in das Kuvert gegeben.

      Die Banken haben das "Jingle-Mail" genannt, weil die Schlüssel in dem Kuvert geklingelt haben. Nach amerikanischem, perversem Recht, waren damit die Schuldner von allen weiten Verpflichtungen befreit.

  41. Wertkonservativer
    22. Juli 2011 12:50

    Ich bin inzwischen der Meinung, dass das Ranking der wahren Weltherrscher wie folgt aussieht:

    1) DIE MÄRKTE (bitte, wer und wo sind die?)

    2) DIE RATING-AGENTUREN (fast unglaublich, wie wichtig sich diese PRIVATEN
    Gesellschaften im Weltgeschehen etabliert haben! Wer steht dahinter?

    3) Im Hintergrund lauern die finanzstarken ASIATISCHEN STAATEN,
    zusammen mit Milliarden arbeitsamer und (noch) bescheidener Menschen,
    ganz entspannt darauf, sich unsere westliche Welt step by step unter den
    Nagel zu reissen!

    Die Griechen-Rettung scheint wirklich nur ein verzweifelter Versuch Europas zu sein, das Ärgste (Griechen-Konkurs) abzuwenden, da - wahrscheinlich - sonst noch größere Verwerfungen folgen würden.

    Nochmals:
    wenn es möglich ist, durch Spekulations-Aktivitäten der FINANZMÄRKTE, unter Mithilfe der geheimnisvollen RATING-AGENTUREN, unsere Welt derart unheilvoll in Unordnung zu bringen, dann frage ich mich wirklich, ob wir alle noch zu retten sind!

    Ich bin mir ganz sicher, dass unsere europäischen Staatsführer mit den getroffenen Entscheidungen ganz verzweifelt das Beste für Europa und die einzelnen Länder herausschlagen wollen; ihnen durchwegs Unfähigkeit, schlechten Willen und wissentliches Entscheiden gegen die eigenen Völker vorzuwerfen, halte ich für nicht angebracht!
    Im Endeffekt sind wir alle schuld: wir - die Volkswirtschaften und die Menschen -
    haben uns durch Anspruchsdenken, übertriebene Sozialgeschenke und Wohlstandbewahrertum selbst in die Malaise hineinmanövriert.

    Jetzt zu jammern und zu verurteilen, hilft wenig bis nichts!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Philipp Starl
      22. Juli 2011 12:57

      ad 1) Es gibt keine Märkte, es gibt nur Menschen, die nach gewissen Prinzipien Handeln.

      ad 2) Wie ich weiter unten schon schrieb, ist die "Abhängigkeit" von Ratingagenturen mit einem Gesetzesstrich vorbei.

      ad 3) Sagte man in den 80ern von Japan auch. Dass wirtschaftlich starke Staaten eher hilfreich für den Rest der Welt sind, als eine Belastung, ist eine Binsenweisheit, scheint aber trotzdem den Wenigsten klar zu sein.

      Es gibt keine "Weltherrscher". Jeder Mensch ist ein Rad in einem komplizierten Laufwerk. Stellen Sie sich doch einmal vor, dass jemand wie ich an die Macht kommt (was in einer Demokratie recht leicht passieren kann) und schon bricht das ganze Weltgefüge auseinander.

    • Markus Theiner
      22. Juli 2011 13:08

      Die Finanzwirtschaft in ihrer Gesamtheit könnte so ziemlich jeden Staat ruinieren, wird das aber nicht grundlos tun, weil es den Beteiligten nichts bringt. Wenn ein böser Kapitalist gegen einen gut aufgestellten Staat spekuliert wird er Probleme kriegen. Denn es lässt sich dann viel Geld damit verdienen gegen den Spekulanten zu spekulieren. Und wenn es Geld zu verdienen gibt findet sich auch wer, der es macht. Das ist ja das schöne an der Gier: Sie ist unparteiisch.

      Natürlich kann sich auch ein Banker verspekulieren und tut das auch regelmäßig. Dass die Einschätzung der aktuellen Lage realistisch ist und die Reaktionen daher angemessen kann und will ich nicht behaupten. Dass irgendeine andere, böse Absicht dahinter steckt würde ich den Ratingagenturen und der Finanzwirtschaft im allgemeinen genauso wenig unterstellen wie den Politikern. Aber für ein schlechtes Ergebnis braucht es ja auch keine bösen Absichten und zumindest einen wahren Kern haben die Einschätzungen der Ratingagenturen ja ohne Zweifel.

      Jetzt zu jammern und zu verurteilen bringt nicht viel, außer vielleicht einen Lerneffekt. Der wäre aber auch notwendig, wenn wir noch zu retten sein wollen.
      Und der kann jedenfalls nicht so aussehen, dass man pauschal alle Schuld den Finanzmärkten oder Ratingagenturen zuschiebt. Die Doktrin vom Vollkasko-Staat und der Gesellschaft der Unmündigen zu hinterfragen scheint mir da doch der sinnvollere Ansatz zu sein.

  42. Brigitte Imb
    22. Juli 2011 12:47

    Wie lange werden die "freudigen" Nachrichten, dass GR u. der € wieder einmal gerettet wurden, anhalten? Einge Monate? Wann werden die Eurokraten beginnen müssen die anderen Wackelkandidaten zu retten, die da alle bis über beide "Ohren" verschuldet sind. Die Alibiaktion eines Rettungsschirmes, der wiederum nur aus Schuldengeld besteht, wird vom Ausbruch eines Schuldentornados weggeweht werden wie der fliegende Robert und keiner weiß wohin.
    Die hehre Schnapsidee, eines vereinten Europas, hat bis dato in der Geschichte noch nie funktioniert und sie wird schon gar nicht fruchten, wenn den Nationalstaaten ihre Identität + Bonität geraubt wird.
    Dieses neue Europa, welches zu allererst eine Transferunion geworden ist, kann und wird von den europ. Bürgern nicht angenommen werden. Zusammengehörigkeit muß wachsen, muß sich entwickeln und kann nicht von oben herab verordnet werden.
    Vorsorge ist zu empfehlen, denn die Politiker manövrieren uns in Armut und Abhängigkeit. Rette sich wer kann!

  43. Martin Bauer
    22. Juli 2011 12:23

    Nur eine kleine "Verbesserung" unseres Weltbildes:

    Einwohner Griechenland: rund 11.000.000
    Statsverschuldung: 330 Mrd
    Ergibt pro Kopf: 30.000,00 Euro
    Dagegen Österreich: Euro 28.433,00 (ohne Haftungen und ausgelagerte Schulden)

    http://www.staatsschulden.at/

    Und bitte jetzt nicht mit unserer Wirtschaftsleistung kommen. Danke.

    • Philipp Starl
      22. Juli 2011 12:26

      Nunja die Wirtschaftsleistung ist schon entscheidend. Grundsätzlich hast Du aber Recht, Österreich ist de facto nicht zahlungsfähiger als Griechenland, es kann nur mehr enteignen (und hat daher noch AAA- Rating).

    • Alexander Renneberg
      22. Juli 2011 12:33

      philipp, bring da bloß keinen auf dumme gedanken......

    • Philipp Starl
      22. Juli 2011 12:36

      Wieso nicht? Eine kleine Revolution täte unserem angestaubten Staat ganz gut ;-) . Ich jedenfalls greife ab einer gewissen Enteignungsquote zu drastischen Mitteln.

    • Martin Bauer
      22. Juli 2011 12:49

      P.S.

      ...es kann nur mehr enteignen (und hat daher noch AAA- Rating)....

      Na ja, alles nur eine Frage der Zeit ...

    • Philipp Starl
      22. Juli 2011 12:59

      Vielleicht, vielleicht erleben wir aber 170 Jahre nach der Märzrevolution den endgültigen Schritt in die Freiheit. Wir bestimmen selbst, mit jedem Wort, jeder Tat, jeder Einzelne.

  44. Philipp Starl
    22. Juli 2011 12:18

    Hoppla, das nennt man Überschneidung ^^ . Hier also nochmal mein Beitrag:

    Nun ist er also passiert, der Ausgleich, der "haircut", der Schnitt. Von 20% ist da die Rede (Hemetsberger), von einem schweren Schlag (Chef der Deutschen Bank). Natürlich nimmt die Politik das böse U- Wort (Umschuldung) nicht in den Mund. Im Politsprech heißt das "Beteiligung der privaten Gläubiger". Aber solche Wurschtelformulierungen sind wir ja von einer derart dummen Politikerklasse ja gewöhnt. Es ist nur immer verwunderlich, dass die Politik so feig ist, da gerade das Volk sowieso entweder keine Ahnung oder kein Interesse hat und wer eines oder beides hat, weiß sowieso, dass es eine Umschuldung ist; aber das ist ein Nebenschauplatz.

    Was bringt uns dieses Paket nun? Die Eurokraten haben sich auf mehrere Punkte geeinigt:

    1) Ein neues "Hilfspaket" wurde geschnürt, also staatliche Zahlungen an Griechenland. Die Nettozahler Deutschland und Österreich dürfen weiter bluten, trotz Schuldenschnitts.

    2) Der EFSF wird zu einer Art Währungsfonds umgebaut.

    3) Die privaten Gläubiger, also vor allem Banken und Versicherungen, werden sich an den "Hilfen" beteiligen.

    Was bringen diese Maßnahmen nun? Merkel formulierte es überraschend treffend und illuminierend:"Es ist kein Befreiungsschlag". Woher plötzlich diese Ehrlichkeit? Dazu am Schluss. Zu den Maßnahmen:

    1) Die neuerlichen "Kredite" (denn zurückzahlen werden die Griechen das Geld niemals) verschaffen dem Staat Griechenland vor allem Zeit. Bis zum Inkrafttreten des (noch) ominösen Europäischen Währungsfonds dürften die Griechen keine Zahlungsschwierigkeiten mehr haben. Wird das Land dadurch nachhaltig saniert und sind seine Probleme damit gelöst? Selbstverständlich nicht. Die Probleme Griechenlands sind inzwischen strukturell so gravierend, dass man fast von einem "failed state" sprechen muss. Die griechische Wirtschaft ist nicht im geringsten Maße wettbewerbsfähig, Unternehmertum ist den Griechen ein Fremdwort.

    2) Was bringt nun dieser Europäische Währungsfonds? Wahrscheinlich wird er "Eurobonds" ausgeben dürfen, also Kredite der Nettozahler an die Peripherie. Das Eurokratenmonstrum EU hat den vorletzten Schritt zum Bundesstaat getan, die Nationen haben ihre Finanzhoheit verloren. Zieht jetzt Brüssel die so genannte Kompetenz- Kompetenz an sich, hat Österreich als Staat aufgehört zu existieren. In jedem Fall wird die Konsequenz dieser Aktion sein, dass der österreichische und deutsche Steuerzahler dauerhaft für Griechenland, Portugal & Co. zahlen wird dürfen. Die Tragweite dieser Entscheidung ist den Medien entweder nicht klar, oder sie verschweigen sie.

    3) Ein Schuldenschnitt wäre schon vor einem Jahr die einzig richtige Lösung gewesen. Doch 20%? Warum so wenig? Das hilft den Griechen in keinster Weise, es zögert einen ausstehenden größeren Schuldenschnitt nur hinaus. Warum? Und warum die plötzliche Offenheit Merkels? Die Zeichen deuten darauf, dass die Eurokraten Griechenland als trojanisches Pferd missbrauchen, um endgültig einen Bundesstaat Europäische Union zu installieren. Merkels Worte "kein Befreiungsschlag" impliziert, dass noch weitere Schritte gesetzt werden müssen. Müssten sie aber nicht. Wäre der Schnitt gleich zu 40% oder 50% ausgefallen, wären die Probleme Griechenlands zumindest für ein Jahrzehnt gelöst. Warum also das Hinauszögern? Ein Schelm, wer hier Böses denkt.

    Abschließend bleibt zu konstatieren, dass die Europäische Union einem Bundesstaat einen entscheidenden Schritt näher gekommen ist. Es dürfte nicht mehr lange dauern, da dies auch offen zugegeben wird. Freilich dann, wenn es schon zu spät ist, denn mit dem Inkrafttreten des Lissabonvertrags und der damit geschaffenen Möglichkeit Änderungen der Verträge schnell und lautlos durchzuziehen, so wie das bei der Abschaffung der "No- Bail- Out- Klausel" passierte, ist die Kompetenz- Kompetenz rasch dahin.

    Konkrete Folgen werden diese Entscheidungen aber in diese Richtung keine mehr haben. Die Völker Europas haben sich schon längst von dieser EU abgewandt. Bis Parteien an die Macht kommen, die aus dieser EU austreten wollen, wird es nicht mehr lange dauern. Außer das Platzen der Monsterblase, das bald angezeigt scheint (der Goldpreis erreicht immer lichtere Höhen) kommt der Entwicklung zuvor und radiert sowieso sämtliche bestehenden politischen Strukturen aus.

    • Philipp Starl
      22. Juli 2011 12:25

      Leider muss ich Ihren Artikel nach Durchlesen zu einem kleinen Teil kritisieren:

      1) Wir sind überhaupt keine Sklaven von Ratingagenturen. Das ist schlicht falsch, so leid es mir tut. Konkret müssten die Regierungen einfach nur beschließen, dass bei der Kreditvergabe an Staaten (oder auch generell) keine Ratings von Agenturen mehr herangezogen werden dürfen, sondern bankinterne Ratings (die es jetzt schon zuhauf gibt) zur Anwendung kommen sollen. Ein einfacher legistischer Schritt.

      2) Natürlich fordert Moody's für die USA eine Anhebung der Schuldengrenze. Dazu sollte ich vielleicht etwas erklären:

      Die USA sind nicht wie europäische Staaten. Sie zahlen ihre Schulden in Dollar. Das heißt also, dass die USA gar nicht offiziell zahlungsunfähig werden können, da sie die Dollar einfach nur "drucken" müssen. Das können sie aber eben nur, wenn die Schuldengrenze höher ist. Daher die für die USA anders lautende Forderung von Moody's. Bitte, Herr Unterberger, verfallen Sie nicht in die linke Diktion.

  45. Xymmachos
    22. Juli 2011 12:17

    Ja, ja, die bösen Rating-Agenturen! Seien wir - bei all' ihrer Unvollkommenheit - froh, daß es sie gibt! Und die Bedeutung, die einer europäischen Agentur zukommen würde, sobald sie mit eigenständigen Ratings ausschert, kann ich mir lebhaft vorstellen. Die chinesische Agentur hat da wohl ein anderes Gewicht, denn die chinesische Nationalbank hält bekanntlich einen Großteil der US-Schuldtitel. Und die EZB hält halt die griechischen Schundpapierln. Beide "Assets" nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber "vive la petite différence!". Und jetzt erklärt uns im ORF-Mittagsjournal gerade der berühmte Nationalökonom Ewald Nowotny, daß eh alles richtig läuft. Aber das hat uns ja der Riesenstaatsmannn (und -ökonom) Faymann auch schon versichert. Tu felix Austria...
    PS: wer's noch nicht kennt: Hans Olaf Henkel, "Rettet unser Geld".

    • Alexander Renneberg
      22. Juli 2011 12:32

      ah sorry, sie hatten hoh´s buch schon erwähnt.

      allerdings sollte man vor der lektüre baldrian einwerfen.

    • Observer
      22. Juli 2011 12:56

      Ja, die 3 grossen (es gibt noch einige andere!) Ratingagenturen sind böse, besonders gegenüber Europa. Und sie verdienen Millionen, auch mit den Kunden, welche sie negativ beurteilen. Manchmal sind ihre Prognosen auch völlig daneben, wie z.B. bei den US-Immo-Subprime-Papieren vor drei Jahren. Vor einigen Jahren wurden auch Länder in Asien, Brasilien, Argentinien, Mexiko wie auch die Enronpapiere von diesen Gurus völlig falsch eingeschätzt. Leider haben die Big three auch eine Art Monopol. So kann man z.B. auf der NYSE gar keine Listung bekommen, wenn man nicht vorher ein entsprechendes Rating vorweisen kann.
      Ganz schlaue Unternehmen und Institutionen machen eigene Prüfungen, welche zwar auch Geld kosten, aber oft viel besser und aussagekräftiger sind. Da ist eben wieder Eigenverantwortung gefragt und nicht alles "einkaufen" und bei negativem Ergebnis die Schuld auf andere abschieben.

  46. libertus
    22. Juli 2011 12:13

    Dieser weiterer Milliarden-Beschluß für Griechenland wird sich noch bitter rächen, spätestens dann, wenn andere, überschuldete EU-Staaten sich dieser Methoden bedienen müssen.

    Nun erhebt sich die Frage, wann unser Pinocchio-Kanzler sein Wahlversprechen einlöst, bei EU-Vertragsänderungen (= "dass es keine Solidarhaftung gibt, dass die EZB Mitgliedsstaaten nicht finanzieren darf...") eine Volksabstimmung abzuhalten.

    Wir wollen endlich mitbestimmen!

    P.S.: Ich wiederhole - bei dem aktuellen PIIGS-Schuldenstand hätte eine europäische Ratingagentur nur dann Sinn, wenn sie für ihre Bewertung auch haftete, ansonsten würde sie sehr rasch unglaubwürdig, was in hohem Maße kontraproduktiv wäre.

  47. Florin
    22. Juli 2011 12:10

    "Ihre unrichtige Einschätzung, dass Österreich ein Bankrott-Kandidat sei... "was ist daran unrichtig?

  48. Das Pingerle
    22. Juli 2011 12:10

    Bis heute konnte mir niemand erklären, wieso es den Euro langfristig schwächen soll, wenn ehemalige Weichwährungsländer wieder austreten. Wäre die Folgerung "der Märkte" nicht eher, aha, hier gibt es eine Gruppe von wirtschaftlich starken Staaten, die eine gemeinsame Währung haben und sich diese nicht kaputt machen lassen. Wer mit Euros zahlen will, muss gewisse Spielregeln einhalten. Starke Sache, dieser Euro!

    Aber sicher nur zu logisch und - vor allem - nicht politisch korrekt gedacht!

  49. Observer
    22. Juli 2011 12:08

    Der letzte Gipfel zeigt einmal mehr, dass die Konstruktion der EU (mitsamt dem "verbesserten" Lissabonverträgen) eigentlich eine Fehlgeburt war und ist.

    Mit den reduzierten Zinsen, den Fristverlängerungen usw. wird ein auf der Intensivstation liegender griechischer Patient zwar am Leben erhalten, aber der Ausgang ist weiterhin völlig ungewiss und es besteht grosse Ansteckungsgefahr. Man hat zwar nun eine grössere Bettenkapazität und mehr Behandlungsmöglichkeiten geschaffen, aber eine völlige Heilung ist da nahezu auszuschliessen. Vielmehr werden durch die Rettungsmassnahmen auch manche Helfer angesteckt und haben unter den Nebenwirkungen der verabreichten Mittel stark zu leiden. Vielleicht werden überhaupt nur die Symptome behandelt, da man noch immer keine wirkliche Diagnose erstellt hat.

    Mich würde dringend interessieren, wer bisher in Griechenland und anderswo an dieser Krise viel "Kohle" gemacht hat. Es kann doch nicht sein, dass sich die bisher aufgewendeten Milliarden alle in Luft aufgelöst haben?

    • Alexander Renneberg
      22. Juli 2011 12:30

      genau diese frage stellt sich. wohin ist dieses kohle "verschwunden"

      gleiches gilt für die spö bawag milliarden. wohin sind die verschwunden? dass sich diese frage das gericht nicht gstellt hat und an einen computerabsturz von flöttl glaubt ist sagenhaft.

      irgendjemand muss dieses geld haben. auch wenn es sich um "imaginäres" geld handelt.

    • brechstange
      22. Juli 2011 13:03

      Im Jahr 2008 prahlte Papandreou, dass die Mercedes- und BMW-Dichte im Vergleich zu allen europäischen Hauptstädten in Athen am größten ist.
      Schauen Sie in den Yachthafen.
      41 Mrd. Euro Steuerschulden kann dieser Herr von seinen Griechen nicht eintreiben.

      Sein Vater war ein korrupter Politiker und er trat offenbar in seine Fußstapfen. Zwei Clans teilten sich Griechenland. Kein Wunder, dass die Griechen stinksauer sind, ich hoffe, sie jagen den Papandreou und alle anderen korrupten Clans bald davon.

    • GOP
      22. Juli 2011 13:37

      In der Medizin gibt es bei unheilbaren und leidenden Patienten die Möglichkeit, dass die Herz/Lungenmaschine nach genauem Abwägen der Vor- und Nachteile auch wieder abgestellt wird. Damit ist oft allen Beteiligten sehr geholfen.

    • DerTurm
      22. Juli 2011 23:34

      Das ist ganz einfach beantwortet: Das Geld ging in die Finanzwelt, und zwar in die Taschen jener Leute, die um die lächerlich niedrigen Zentralbankzinsen Kredite aufnehmen konnten, um sie zu teuren Zinsen den Griechen und anderen zu "verkaufen" (sprich: gegen Staatsanleihen tauschten). In erster Linie sind es Banken, die damit ein gutes Geschäft gemacht haben: Schließlich bestand ja keinerlei Risiko: Gewinne wurden privatisiert, die drohenden Verluste jetzt sozialisiert. (Und Leute an den richtigen Stellen haben so fette Gehälter und Boni kassiert).

      Die Schuld liegt jedoch nicht bei den bösen Bankern, sondern bei den Politikern, die sich auf diese Weise das Schuldenmachen finanziert haben...

      Ohne Politiker, ohne Zwangsgeld, ohne Zentralbanken wäre all das gar nicht möglich gewesen.

    • Brigitte Imb
      23. Juli 2011 01:33

      Natürlich sind daran NUR die Politiker schuld, SIE haben all die Gesetze beschlossen, die dies ermöglicht haben.

    • Observer
      23. Juli 2011 06:45

      DerTurm:
      Daher darf man den sog. Spekulanten bei Banken, Fonds etc. eigentlich gar keine Vorwürfe machen. Deren Beruf ist es nämlich, aus den vorhandenen legalen Möglichkeiten das Beste herauszuholen.

    • DerTurm
      23. Juli 2011 09:50

      Es wurde die Frage gestellt, wohin das Geld fließt, und ich habe diese Frage sachlich beantwortet, die moralische Dimension stand hierbei nicht zur Debatte.

      Und ich bleibe bei meiner Meinung: Ursache ist die Gesetzgebung, welche diese Machenschaften (für die jeder nicht-Banker umgehend für mehrere Jahre eingesperrt würde) erst ermöglicht haben.

      Dass dies auch tatsächlich genutzt wird, war und ist im Interesse jener Politiker, welche die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen haben.

      Banken, Versicherungen und deren Kunden jetzt die Schuld in die Schuhe schieben zu wollen, finde ich geringfügig eigenwillig. Würden diese nicht im Interesse deren Kunden agieren, und bestmögliche Investitions- und Anlagestrategien verfolgen, hätten sie bald keine Kunden mehr. Der moralische Vorwurf kann also durchaus an die Endkunden weitergereicht werden.

      Die Moralische Dimension sollte hier klar getrennt behandelt werden.

      Unumstößliche Tatsache bleibt aber: ohne entsprechende Gesetzgebung (staatlich regelmentieres Zwangsgeld und staatlich gelenkte Zinsen), wäre das alles nicht möglich.

    • Haider
      24. Juli 2011 01:17

      Die Banken kaufen derzeit griechische Schrottpapiere wie wild um etwa 35 bis 40 % auf, um sie dann der EBZ zum garantierten Wert von 50 % zu berlassen. Schlecht?





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