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Die Griechen kassieren, die Banken bekommen Garantien: von wem nur, von wem?

Die Griechen haben dem Sparpaket zugestimmt. Das schmerzt sie, aber es wird das Land dennoch nicht sanieren. Es macht nur den Weg für weitere verschwendete Hilfsmilliarden frei. Die Griechenland-Hilfe belastet jedoch den europäischen Steuerzahler insgeheim noch mehr als offiziell bekannt.

Das Sparpaket wird dennoch die griechischen Gewerkschaften – die Hauptschuldigen an der griechischen Krise – noch aggressiver machen. Und die radikale Linke ist immer für jede Form der Gewalttätigkeit gut. Aber das ist jetzt nur noch eine Randfrage.

Viel seltsamer ist, dass in den letzten Tagen durch die europäische Politik ein Klima geschaffen worden ist, als ob der Rest Europas dankbar sein müsse, den Griechen durch einen weiteren dreistelligen Milliardenbetrag helfen zu dürfen. Irgend etwas scheint da verquer zu laufen.

Noch Seltsameres spielt sich um die freiwillige Beteiligung der westlichen Banken an der Hilfsaktion ab, die praktisch parallel finalisiert wird. Dabei  ist nun klar geworden, warum die Banken entgegen bisherigen Annahmen wohl wirklich freiwillig zustimmen werden: Denn ihnen werden nun längerfristige Garantien Dritter dafür geboten, dass sie die griechischen Anleihen am Fälligkeitstag nicht einkassieren. Im Falle einer Umschuldung oder eines Konkurses hätten die Banken hingegen einen guten Teil ihrer Forderungen an Griechenland abschreiben müssen.

Alles wunderbar? Nicht ganz. Denn das eigentliche Opfer ist wieder einmal nicht gefragt worden. Dieses Opfer ist niemand anderer als der europäische Steuerzahler, der über verschachtelte Zwischenkonstruktionen nun auch für die bisher privaten Forderungen an Griechenland haften soll. Er hat es nur noch nicht mitbekommen. Denn die nächste Etappe des Großbetrugs wird wieder einmal sehr geschickt getarnt.

Wenn das wirklich stimmt, was da aus den Geheimverhandlungen so durchsickert, dann wird einem wirklich übel. Für den Normaleuropäer ist es nämlich völlig wurscht, ob er am Ende auf dem Weg direkter Kredite seines Staates, oder über die Europäische Zentralbank, oder über den Währungsfonds, oder eben jetzt über die Haftungen für Forderungen der Banken zur Kassa gebeten wird. Man weiß auch wieder einmal, was man von großspurigen Ankündigungen von Faymann & Co halten darf, dass nämlich auch die privaten Gläubiger zur Kassa gebeten werden. Zur Kassa vielleicht schon – aber nur wenn ihnen der Steuerzahler auch dafür haftet. Der einzige, der ihm dabei hilft, ist der Sparer, dessen Sparguthaben entwertet werden.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2011 16:31

    Griechenland wird seine Schulden niemals zurückzahlen können, das ist so sicher wie das Amen im Gebiet. Die Schulden werden sogar weiterhin wachsen. Ein Zuwarten erhöht also allein schon dadurch die Folgekosten des Griechenlandbankrotts. So kostet uns die aktuelle Politik der faschistischen EUdssR (denn kein einziges Volk wurde dazu befragt) auf vielen Ebenen Milliarden an Euro:

    1) Der Steuerzahler haftet für die Notenbanken und damit auch die de facto insolvente EZB.

    2) Der Steuerzahler wird den zukünftigen Ausgleich (Neudeutsch:"haircut") Griechenlands mit den Banken ebenfalls zahlen dürfen. Ob nun Institute aufgefangen werden müssen, oder die Banken die Ausfälle durch höhere Gebühren kompensieren, spielt da fast schon keine Rolle mehr.

    3) Wie werden die Schulden Griechenlands bezahlt? Selbstverständlich nicht mit Gütern, es wird also Geld geschöpft. Dadurch zahlt der Bürger nicht nur real, sondern wird zusätzlich durch die Inflation enteignet.

    4) Durch eine höhere Belastung der Nettozahler Deutschland und Österreich wird auch deren AAA fallen, der Zinsendienst wird dadurch noch höher ausfallen. Man stelle sich das vor: wir müssen Banken retten und durch Gebühren stützen und müssen ihnen durch ein niedrigeres Rating auch noch mehr für Darlehen blechen.

    5) Fast schon der kleinste Punkt angesichts der Ausmaße, die der österreichische Bürger zahlen wird, sind die Zahlungen die bis zur offiziellen Insolvenz Griechenlands an dieses Land fließen werden.

    Summa summarum wird Griechenland den österreichischen Steuerzahler wahrscheinlich 30- 50 MRD gekostet haben. Soviel würden wir nicht im Leben zahlen müssen, selbst wenn Europas gesamte Bankenlandschaft zusammenbricht (und wenn sie es tut, wird sie es noch heftiger in der Zukunft), wenn wir jetzt endlich einen schmerzhaften, aber schnellen Schnitt machen würden.

    Das Agieren europäischer Politiker- nämlich massive Veruntreuung von Steuergeldern, nur um sich selbst Zeit zu kaufen- ist an krimineller Energie nicht mehr zu überbieten. Sollte ich jemals auch nur einen Funken Macht haben, wird jeder aktuell verantwortliche Politiker Rechenschaft ablegen müssen und bluten, das schwöre ich!

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2011 22:50

    Österreichs Sozialisten waren in der Zwischenkriegszeit für den Anschluß an Deutschland, da sie hofften, in einer linken Mehrheit zu landen. Österreichs Sozialisten sind heute für ein völliges Aufgehen Österreichs in der EU, da sie einen linken europäischen Zentralstaat erhoffen. So einfach ist das!

  3. Ausgezeichneter KommentatorLaura R.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2011 17:18

    Der Werner hat g`sagt, daß ihm des eigentlich gar nicht mehr so wichtig ist, jetzt mit dem Griechenland. Weil er sich bei seinem Budeskanzlerfest ja so viel amüsier`n hat können mit seine 3.000 geladenen Genossen in unsere Parteiakademie.

    So schön war`s, daß er aller seine Sorgen mit die griechischen G´frasta vergessen hat können bei dem italienischen Büffet. Ein griechisches hätt` ja keiner g`essen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2011 16:29

    Ungedeckte Haftung, ungedeckte Schecks, Luftpolitik, Luftgarantien.....so wie wir es halt gewohnt sind von den Volksvertretern.

    Die Streiks der Griechen werden wohl kaum zu Ende gehen dadurch und dem zufolge wird das Sparpaket nicht umsetzbar sein, was wiederum weitere (Luft)milliarden, die keiner hat, nach Athen transportieren wird.

    Konkursverschleppung auf europäisch. "Man" leistet sich ja sonst auch alles, also warum nicht auch dies? Und die Griechen danken es mit der Nazikeule.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2011 18:19

    Also bleibt es dabei, auch wenn es viele nicht zur Kenntnis nehmen wollen:
    Gewinne werden privatisiert und Verluste bzw. Schulden solidarisiert.

    Während Politiker bei den Einnahmen in erster Linie bis zur eigenen Nasenspitze denken, handeln sie bei den Schulden vorausschauend - nämlich auf Generationen hinaus sind die damit bis über beide Ohren eingedeckt.

    Es ist nurmehr eine Frage der Zeit, bis die griechischen Krawalle auf ganz Europa übergreifen, denn lange wird sich das die Bevölkerung nicht mehr gefallen lassen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2011 19:28

    Ich werde den Gedanken nicht los, daß Griechenland nur so eine Art Trockentraining ist. Als ob man unsere Geduld und Leidensfähigkeit austesten will. Mit uns, meine ich die Bürger dieser Staaten, die Nettozahler der EU sind.
    Wenn wir die Griechenlandkrot fressen, dann werden sie uns bald Spanien servieren. Und dann.....ich wage es nicht, weiter zu denken...
    Und wo bleibt dem Faymann sein Versprechen an die Krone, solche weitreichenden Entscheidungen zur Volksabstimmung bringen zu wollen?

  7. Ausgezeichneter KommentatorCollector
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Juni 2011 18:23

    Die Katastrophe haben uns Vranitzky, Schüssel, Busek, Mock, Fischler, Eder und der aus dem Hintergrund agierende Andreas Khol sowie ihre vielen "Freunde" eingebrockt, die uns in die EU getrieben haben statt dem Beispiel der Schweiz zu folgen. Der Schweizer Franken hat seit Einführung des EURO 30% an Wert gewonnen, die Wachstumsrate stieg im Vergleich 10 Jahre vor und nach Einführung des EURO um 72%, während die österreichische um 20% gefallen ist. Ähnlich verhält sich der Reallohnzuwachs. Die Exportquote der Schweiz am BIP ist nicht gefallen. Die meisten Nicht-Euro-Länder der EU haben die Krise weit besser überstanden als Österreich mit dem EURO.
    Welt online berichtet heute, dass die Jugend Europas die EU nicht als Chance, sondern als Bedrohung wahrnimmt und ihre Zukunft gefährdet sieht. Laut gleicher Quelle steht die Frage im Raum, ob die EU, wie sie konzipiert ist, "überhaupt noch existenzfähig ist". Im Economist steht zu lesen, dass die unselige Währungsunion das Cross Border Casinogeschäft der Banken mit Staatsanleihen erst ermöglicht und damit die Bankenpleiten (inkl. EZB) verursacht hat.
    Die FPÖ hat im neuen Parteiprogramm eine "klare Absage an den Brüsseler Zentralismus und ein nicht funktionierendes Zwangswährungssystem" erteillt
    Ihre Parole heißt "Österreich zuerst!".
    Seit AU in der Wr. Zeitung einen Kommentar unter dem Titel veröffentlicht hat "Was wollen die Rechten?" - nämlich im Interesse der Zukunft unserer Jugend und der einheimischen Wirtschaft "raus aus dem Gemeisamen Markt, raus aus dem EURO und raus aus der WTO-Globalisierung - gewinnt dieses Konzept immer mehr Sympathiesanten und Strache die Wähler zuzutreiben. Das zeigen deutlich die Kommentare von Lesern zu Faymanns Pressestunden ""Wir lügen die Leute nicht an". Kaum eine einzige ist positiv. Jetzt ist bloß noch zu diskutieren, ob ein Ende mit Schrecken besser ist als ein Schrecken ohne Ende!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juni 2011 18:02

    Tja, Goldman Sachs & Kohnsorten und die banalen Weisheiten dieser Welt:

    "Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied."


alle Kommentare

  1. Rowdy (kein Partner)
  2. Velvet (kein Partner)
    16. Februar 2015 07:58

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  3. Karson (kein Partner)
  4. Sergei (kein Partner)
  5. Brahim (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:21

    Thinking like that is really imrsepsive

  6. Shakshi (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:27

    Now I feel stiupd. That's cleared it up for me

  7. xRatio (kein Partner)
    30. Juni 2011 23:53

    @PostScriptum 29. Juni 2011 16:31
    "Das Agieren europäischer Politiker- nämlich massive Veruntreuung von Steuergeldern, nur um sich selbst Zeit zu kaufen- ist an krimineller Energie nicht mehr zu überbieten. Sollte ich jemals auch nur einen Funken Macht haben, wird jeder aktuell verantwortliche Politiker Rechenschaft ablegen müssen und bluten, das schwöre ich!

    ----

    In Anlehnung auch an Francois Villon vom 11. April 2011 19:12
    http://www.andreas-unterberger.at/2011/04/30-milliarden-verpulvert/#comment-117077

    kann auch ich nur sagen:

    Jedem ist klar, daß wir von Verbrechern „regiert“ – d. h. geplündert und ausgeliefert – werden. Was hier unter Bruch von Verfassung, gegebenem Wort und ohne jeden Anstand von jenen Lumpen ermöglicht wird, war und ist Landes- und Hochverrat.

    Zu allen Zeiten und in allen Staaten, die diese Bezeichnung verdienten, wurden solche Schwerstkriminellen zum Tod verurteilt, bzw. man legte ihnen die Pistole auf den Schreibtisch, damit sie sich das Urteil selbst sprechen und es vollstreckten.

    Betrachtet man die täglichen Anmerkungen Dr. Unterbergers und die daran geknüpften Diskussionsbeiträge, so hat man den Eindruck, daß dies nur noch ein ohnmächtiges Räsonnieren und Lamentieren ist, das dem einen oder anderen persönliche Erleichterung schafft, aber am Schlamassel nicht das Geringste ändert. Man mokiert sich über vergleichsweise operative Details, die strategische Generallinie ist längst nicht mehr im Blick (wenn sie es je war).
    -----

    Das total korrupte, hochkriminelle Politgesindel gehört
    -auch aus Rechtsgründen-
    nicht gleich am nächsten Laternenpfahl,
    aber doch umgehend in die nächste Haft- oder Irrenanstalt entsorgt.

  8. xRatio (kein Partner)
    30. Juni 2011 23:50

    @Celian 29. Juni 2011 17:07

    Nicht zu vergessen vor allem Frank Schäffler, FDP-MdB,
    mit gescheiten Reden und Beiträgen zu allen politisch relevanten Tehmen, z.B.:

    DIE EUROPÄISCHE ZENTRALBANK ALS BRANDSTIFTER
    http://www.frank-schaeffler.de/search/node/Geldmenge

    FINANZKRISE IST ERGEBNIS VON STAATSVERSAGEN
    http://www.frank-schaeffler.de/presse/bundestag/337

    Einer der ganz wenigen jungen Politiker von Format. Seine Website ist eine überaus lesenswerte Fundgrube!

    http://www.frank-schaeffler.de

  9. Carolus (kein Partner)
    • Carolus (kein Partner)
      30. Juni 2011 19:18

      Zweiter Versuch, die Eigen-Häuslseite richtig einzutragen.

  10. Neppomuck (kein Partner)
    30. Juni 2011 18:02

    Tja, Goldman Sachs & Kohnsorten und die banalen Weisheiten dieser Welt:

    "Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied."

    • november (kein Partner)
      30. Juni 2011 18:29

      Und jetzt verlassen sie auch noch das sinkende Schiff.

  11. november (kein Partner)
    30. Juni 2011 17:30

    Genau, was ist daran neu? Es war doch ohnehin immer klar, dass letztendlich die europäischen Steuerzahler die Rechnung aufgebrummt bekommen. Seit einem Jahr geht es doch um nichts anderes, als dass die griechischen Schulden von den eigentlichen Investoren über die EZB auf die Eurobürger umgeschlichtet werden. Die Griechen selbst haben keinen einzigen Euro von dieser sogenannten Griechenlandhilfe gesehen, die Schulden steigen weiter, die Wirtschaft schrumpft und das Land wird erst recht (offiziell) bankrott gehen, wenn die EU keine echte Lösung findet.

  12. HDW
    30. Juni 2011 13:05

    Was ist denn so neu? Das Grosskapital sichert sich die Zinsen für die faulen Kredite, die Haie des kleineren Kapitals (Anwälte und Konsorten) gehen nach Griechenland auf Schnäppchenjagd und kaufen sich eine Insel oder so, und die üblichen Linkssozialisten (also alle Linken) können wieder auf Verstaatlichung von Banken und Schwerindustrie drängen. Ihr Heilmittel für alles und jedes wo sie zumindest ihre Kader ökonomisch blendend versorgen können! Doof ist ja nur z.B. das österreichische Kleinbürgertum das den bezahlten Schwachsinn der Medien nachplappert und weiter Faymännchen, Häuptl oder sogar Hans-Peter M. von den sehr bitteren Pillen wählt. "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen"! Die 68er-Eu-Agitatoren setzen diese edle Maxime des Sozialismus jedenfalls schon jetzt für sich durch!

  13. alfons adam
    30. Juni 2011 12:53

    Was mich gewaltig stört, ist die Tatsache, daß es keine Möglichkeit gibt, die zweifellos wichtige Information über die Haftungszusammenhänge ins Volk zu tragen. Das würde zugleich die Verlogenheit der Politiker offenkundig machen, und davor scheuen die meisten Medien zurück.

  14. socrates
    30. Juni 2011 12:22

    An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, die Saugerln. Cui bono wird zeigenwer bei der "Privatisierung" der Elementarbedürfnisse, wie Wasser, der größte Lump war. Natürlich ist die Privatisierung für sinnlos teuere Betriebe wie AUA oder ÖBB das einzig wahre, nicht aber für notwendiges Allgemeingut.
    Dänemark ist ebenfalls pleite, hat aber ein gutes Management:

    Dänemark rutscht in die Krise (Ralf Streck: heise.de/tp)
    Das nordeuropäische Land wird von Rezession und Bankenpleiten geplagt
    Gerne wird mit dem Finger auf die sogenannten Pleite-Staaten im Süden Europas gezeigt, die auch PIGS-Länder genannt werden. Dass das I, das einst für Italien stand, nun durch das abgestürzte Irland ersetzt wurde, zeigt schon, dass etwas nicht stimmen kann, wenn man nur auf den Club-Med starrt. Immer deutlicher rückt in den letzten Monaten ein Land in den Vordergrund, das schon zu Beginn der Finanzkrise bisweilen in den Schlagzeilen aufgetaucht ist: Dänemark. Denn es war das erste Land, das 2008 offiziell in die Rezession gerutscht war.
    Nun ist die Wirtschaft des Landes erneut zwei Quartale in Folge geschrumpft, wie Eurostat kürzlich bestätigt hat. Damit ist neben den Absturzländern Griechenland, Irland und Portugal der Double-Dip auch in Dänemark perfekt.
    Dazu kommt nun, dass in Dänemark die Angst vor einer Pleitewelle bei Banken umgeht, nachdem mit der Fjordbank Mors die zweite Bank in diesem Jahr abgeschmiert ist. Die in Nordjütland beheimatete Bank mit 73.000 Kunden ist erst vor einem Jahr aus der Fusion zweier kleinerer Institute entstanden. Nur etwa 450 (dazu gehören die Danske Bank und Jydske Bank) der 73.000 Kunden verlieren Geld, die Einlagen von mehr als 100.000 Euro bei der Fjordbank hatten. Das Institut konnte die Kapitalanforderungen der Finanzaufsicht nicht erfüllen, welche die Eigenkapitalbasis von 9,7 auf 16 % angehoben hat und damit deutlich schärfere Regeln aufstellt, als sie nach Basel III in Europa gelten. Deshalb musste die Bank jetzt unter den Bankenrettungsschirm (Finansiel Stabilitet) des Landes schlüpfen. Schon im Februar musste die Amagerbanken diesen Schritt gehen, womit nun die beiden Institute unter der Kontrolle des Staats stehen.
    Die dänische Wirtschaftszeitung "Börsen" befürchtet, dass eine Banken-Pleitewelle droht. Geschätzt wird, dass vier bis fünf weitere dänische Banken derzeit akut gefährdet sind noch einmal die gleiche Zahl an der Schwelle zur Pleitegefahr steht. Der Einschätzung versucht der Direktor der dänischen Nationalbank, Nils Bernstein, zu begegnen. "Die dänischen Banken sind generell gesund und wohlkonsolidiert, und es wurde - und wird - ein großer Einsatz zur Stärkung der Erträge und der Kapitalgrundlagen sowie einer Minderung der Verletzlichkeit der Banken geleistet", sagte Bernstein. Der Notenbank-Chef bezeichnete die Lage der Fjordbank als "bedauerlich", doch er fügte an, dass eine angemessene und ordentliche Abwicklung gesichert sei. Er machte für die Probleme vor allem das Engagement von Banken "außerhalb ihres gewöhnlichen Geschäftsfeldes und geografischen Einzugsgebiets" verantwortlich.
    Mit den recht hohen Eigenkapitalanforderungen will Dänemark offensichtlich gegen Exzesse in der Vergangenheit vorgehen und den Markt bereinigen. Dort wird auch anders mit den Pleitebanken umgegangen, als man es in Europa gewohnt ist, denn das Land beteiligt auch die Gläubiger an den Verlusten. Als die Amagerbanken aufgefangen wurde, mussten die einen Schuldenschnitt (Haircut) von 41% hinnehmen. Auch im Fall der Fjordbank müssen sich die Gläubiger nach Angaben der Finanzaufsicht auf einen Haircut einstellen, weil Inhaber vorrangiger Anleihen an den Verlusten beteiligt werden sollen.
    Da es den Ratingagenturen nicht gefällt, dass ihre Klientel an Verlusten beteiligt wird, hatte Moody's die Kreditwürdigkeit einiger dänischen Banken schon nach der Pleite der Amagerbanken herabgestuft. Begründet wurde das mit fehlender staatlicher Unterstützung. Doch anders als Angela Merkel und Nicolas Sarkozy lässt sich das kleine Dänemark bei seinem Kurs nicht erpressen, wie Europa in der Frage des notwendigen Schuldenschnitts mit Gläubigerbeteiligung für Griechenland. Im Fall dieses Landes geht man größte Risiken ein, um Banken, Rentenfonds und Versicherungen nicht zu beteiligen und die Schuldenlast teuer voll auf die Steuerzahler abzuladen.

  15. brechstange
    30. Juni 2011 09:57

    Die EU wird jetzt 17 Mrd. Euro, die für Griechenland reserviert sind, ohne Kofinanzierung durch Griechenland nach Griechenland pumpen in Infrastruktur, etc.

    Na hoffentlich verpuffen die nicht wie in den letzten Jahren oder wurde die Zustimmung zum Sparpaket von der EU erkauft?

    Vielleicht wird das Geld wieder so eingesetzt wie bei den Olympischen Spielen in Athen in Prunk, Protz und Korruption.

    Also ich denke, Griechenland braucht einen Kommissär, der die Geldflüsse und Anwendungen streng kontrolliert, sonst wird das dort nichts.

  16. Haider
    29. Juni 2011 22:50

    Österreichs Sozialisten waren in der Zwischenkriegszeit für den Anschluß an Deutschland, da sie hofften, in einer linken Mehrheit zu landen. Österreichs Sozialisten sind heute für ein völliges Aufgehen Österreichs in der EU, da sie einen linken europäischen Zentralstaat erhoffen. So einfach ist das!

    • terbuan
      30. Juni 2011 14:12

      So einfach war das wieder nicht, Haider!
      Die Sozialisten waren lange Zeit sehr energische Gegner der EU (EWG), da sie damit ihre "Heilige Kuh" Neutralität gefährdet sahen.
      Erst unter Vranitzky und der Volksabstimmung 1994 schwenkten sie um!
      Den Spagat zwischen "Neutralität" und Mitglied einer Staatengemeinschaft haben sie bis heute trotz aller Verrenkungen nicht geschafft!

  17. Markus Theiner
    29. Juni 2011 22:00

    Die übl(ich)e Strategie eben: Belastungen werden auf mehrere Posten aufgeteilt, damit sie nicht so auffallen.
    Deswegen werden Schulden in Staatsunternehmen ausgelagert.
    Deswegen werden Lohnsteuer, Sozialversicherung und vor allem die Dienstgeberbeiträge getrennt verrechnet.

    Da passt es voll ins Bild wenn man die Griechenlandhilfe in Haftungen, Kredite und Haftungen für Kredite aufteilt. Wobei Kredite für die man selber Kredite aufnimmt de facto auch nichts anderes sind als Haftungen, aber hauptsache man muss es nicht in einer Position zusammen zählen.

  18. Helmut Oswald
    29. Juni 2011 20:12

    Dieser Weg führt ins Nichts. Das schwarze Loch - in dem die Leistungskraft einer ganzen Generation zu versinken droht - wird Dämonen gebären, deren wir alle nicht mehr Herr werden könnten. Wegen dieses verfluchten Geldes werden in weniger als einer halben Generation später die Völker einander wiederum ihre Kräfte abmessen. Der Zoll wird in harter Währung zu messen sein - wo diese nicht mehr ist, wird gezahlt werden, wie dies von Anbeginn der Zeiten üblich war. Der Moloch wird Leben fordern.

  19. schreyvogel
    29. Juni 2011 19:59

    Es ist ganz klar, dass der Steuerzahler den Schaden zahlen muss. Wer sonst?

    Das Allerwichtigste ist, dass die Griechen ihr Staatsbudget sanieren, damit sie endlich aufhören, Geld in derartigen Massen zu verbrennen. Erst dann macht unsere Hilfe erst Sinn!

    • Haider
      29. Juni 2011 23:03

      Natürlich haben Sie recht. Aber wie sollen die Griechen ihr Staatsbudget sanieren? Ohne Rohstoffe, ohne exportfähiger Industrie, ohne Leistungswillen, mit ruinösem Tourismusmarketing, mit politischem Harakiri, mit Steuerverweigerung und Bestechungsdemokratie. Die Nazikeule als einziges politisches Werkzeug dürfte in diesem Fall ausnahmsweise nicht reichen.

  20. Anton Volpini
    29. Juni 2011 19:28

    Ich werde den Gedanken nicht los, daß Griechenland nur so eine Art Trockentraining ist. Als ob man unsere Geduld und Leidensfähigkeit austesten will. Mit uns, meine ich die Bürger dieser Staaten, die Nettozahler der EU sind.
    Wenn wir die Griechenlandkrot fressen, dann werden sie uns bald Spanien servieren. Und dann.....ich wage es nicht, weiter zu denken...
    Und wo bleibt dem Faymann sein Versprechen an die Krone, solche weitreichenden Entscheidungen zur Volksabstimmung bringen zu wollen?

    • Alexander Renneberg
      29. Juni 2011 20:06

      gehe mit ihnen konform.

      dieses trockentraining, im bezug auf geduld und leidensfähigkeit bemerkte ich auch letztes jahr wo der böse vulkan asche in den himmel blies und fast alle flughäfen standen still.

      wollte man hier möglicherweise testen wie es wäre die reisefreiheit einzuschränken, zumal angeblich keine gefahr für flugzeug & triebwerke bestand?

      wenn man genau hinsieht fallen noch mehr beispiele auf.

    • schreyvogel
      29. Juni 2011 22:32

      Faymann hat dieses Versprechen dem Hans Dichand gegeben. Mit dessen Tod ist es gegenstandslos geworden, Faymann ist wieder frei, Volksabstimmungen nach eigenem Ermessen zu veranstalten oder auch nicht. Derzeit entscheidet er auf nicht.

    • einfacheinnick (kein Partner)
      30. Juni 2011 21:55

      Erinnert an das Erlöschen der Ehrenbürgerschaft vom Adolf :-)

  21. Wertkonservativer
    29. Juni 2011 19:23

    Bitte um Entschuldigung, doch wir reden und schreiben fast täglich immer wieder über die gleichen Themen; natürlich extrem wichtig für uns und die Zukunft Europas und der Welt, doch was bringt das insgesamt?

    Wir können uns noch so erregen, den Politikern die Schuld an unserem EU-Beitritt geben, den Politikern die Schuld an unserem EU-Nichtaustritt geben, den verd. .. Griechen die Pest an den Hals wünschen, usw. usf.

    Ich verstehe die diversen Frustrationen besorgter Mit-Diskutanten; ich teile sie ja zumindest teilweise auch!
    Doch, liebe Forumsfreunde, meine ich ganz ehrlich, dass wir die schicksalhaften politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen in Europa und der Welt leider überhaupt nicht beeinflussen können.

    Das können nicht wir hier im A.U.-Forum, das können nicht unsere österreichischen Politiker; und auch die EU-Veraantwortlichen sind Getriebene im Strudel der Ereignisse.

    Also, Freunde, schimpft ruhig weiter, Ihr habt ja so recht! Ich jedoch will mich an Diskussionen dieser Art in Hinkunft nicht mehr aktiv beteiligen.

    Ich gehe jetzt in meinen schönen Garten, um die Blumen zu gießen; am Freitag werden wir mit unseren beiden jüngsten Enkerln nach der Zeugnisverteilung auf ein Eis gehen, die Schulzeugnisse belobigen und uns freuen, so liebe und gescheite Mini-Einsteins zu haben.
    Realitätsverweigerung? Glaube ich nicht!
    Am Leben Freude haben, das ist es, was ich Ihnen - trotz aller dunklen Wolken am Horizont - von Herzen wünsche!

    (mailto: gerhard@michler.at)

    • PostScriptum
      29. Juni 2011 19:31

      Steter Tropfen höhlt den Stein.

    • Celian
      29. Juni 2011 20:57

      Doch, liebe Forumsfreunde, meine ich ganz ehrlich, dass wir die schicksalhaften politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen in Europa und der Welt leider überhaupt nicht beeinflussen können.


      Und ich hab immer geglaubt, ich lebe in einer Demokratie, in der das Volk der Souverän ist. Sie können einem aber auch die letzten Hoffnungen rauben... ;-)

    • Alexander Renneberg
      29. Juni 2011 21:54

      hallelujah!hallelujah!
      hallelujah!hallelujah!
      hallelujah!hallelujah!

    • Wertkonservativer
      30. Juni 2011 05:23

      Danke für die Blumen!

    • Wertkonservativer
      30. Juni 2011 11:14

      Weiß ich schon, werter Celian!
      Das Volk ist in der Demokratie der Souverän, gibt allerdings durch seine Wahlentscheidungen die Verantwortung an die jeweiligen Parteien und Politiker weiter, trägt also Mitverantwortung für das Funktionieren der Demokratie!

      Ich bleibe daher (bitte um Entschuldigung) bei meiner Meinung, dass die von uns zuletzt gewählten Politiker zwar in der Verantwortung, jedoch insgesamt auch mehr oder weniger machtlos gegenüber den schicksalhaften Verstrickungen in der Welt sind.
      Wie sagt man im Volksmund?
      "Ziellos, planlos, auf an Bam' los!".

      Was wollen Sie und die anderen nun dagegen tun?
      Bei der nächsten Wahl weiß oder gar nicht wählen? Oder Ihr Kreuzerl dann halt doch wieder bei einer unserer Parteien machen? Aber Achtung: die vielgelobten Blauen werden das Ruder auch nicht herumreißen können!

      Ich weiß schon, ich war gestern abends ein wenig verstimmt und frustriert, daher meine Jammer- und Tränendrüsen-Elegie!
      Heute bin ich schon wieder viel besser drauf; Alexander Renneberg kann sein "Halleluja" für andere Zwecke verwenden!

    • Celian
      30. Juni 2011 11:57

      Werter Wertkonservativer.

      Weiß oder gar nicht zu wählen, hab ich mir auch schon überlegt. Denn alle Parteien sind sich dahin gehend einig, daß man auf alle Fälle wählen gehen sollte. Aus meiner Sicht sagen sie das deshalb, da die Demokratie ihren Raubbau am Volk legitimiert. Deshalb gehört ja auch einmal die Demokratie in Frage gestellt. Warum nicht.

    • schreyvogel
      30. Juni 2011 12:57

      In seiner vorbildlichen Weisheit und Gelassenheit hat der Wertkonservative erkannt:

      RUHE IST DIE ERSTE BÜRGERPFLICHT!

      Das ließ schon der preussische König als Motto verbreiten nach seiner vernichtenden Niederlage gegen Napoleon. Auch damals hätte ein Sudern und Besserwissen des Volkes nur die Regierung bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe gestört. Und nur so wird auch BK Faymann den Wiederaufbau unserer Wirtschaft aus den Ruinen der Euro-Katastrophe in die Wege leiten können.

      Indessen suche man DAS GLÜCK IM WINKEL, im engsten Familienkreis, etwa bei einem Gefrorenen mit den Enkelkindern.

      In diesem Sinne danke ich dem Wertkonservativen für das Versprechen in seinem obigen Hauptbeitrag, sich an Diskussionen dieser Art in Hinkunft nicht mehr aktiv beteiligen zu wollen, und wünsche ihm viel Vergnügen an seinem schönen Garten und seinen gescheiten Enkerln!

    • Wertkonservativer
      30. Juni 2011 13:12

      @schreyvogel:

      Ihre ironietriefenden Worte nehme ich - auch wieder gelassen - zur Kenntnis!

      Abgesehen davon, dass ich mich für meinen gestrigen Beitrag quasi entschuldigt habe (obwohl ich ihn persönlich gar nicht so schlecht finde), gebe ich schon offen zu, dass bei mir da und dort mein Lieblingsdichter Stifter durchschlägt, in dem ich biedermeierliche Idylle aus der früher auch nicht so heilen Welt ins löbliche Forum herüberretten bemüht bin.
      Aber was solls; wegen Ihnen werde ich meine Denk- und Schreibweise auch nicht mehr ändern! Bleiben Sie so, wie Sie sind, und lassen Sie mich bleiben, wie ich eben bin: der hoffnungslos romantische und meist recht positiv denkende Wertkonservative (der als Stahlkaufmann allerdings auch härtere Materien zu bewegen weiß!)

    • xRatio (kein Partner)
      30. Juni 2011 23:47

      RE: Wertkonservativer

      Wieder bestätigt sich, daß der gute Wertko exakt zu jener Sorte von Guti-Gutis gehört, die uns den ganzen Schlamassel auf politischer Ebene eingebrockt haben und einbrocken.

      Statt Adalbert Stifter paßt auf ihn viel besser sein altbekannter Kollege Vogel Strauß:

      "Kopf in den Sand und jut is." - Wirklich? :-)

    • Wertkonservativer
      01. Juli 2011 07:00

      @XRatio:

      ich stehe halt zu meinen Überzeugungen und zu meiner Linie, die mir immer sinnvoller erscheint, je öfter ich Ihre Beiträge lese; diese finde ich in ihrer präpotenten Verbohrtheit und fundamentalistischen Abwegigkeit recht oft zum Kotzen!

      Lieber harmlos und ein wenig retro, als so wie Sie!

    • Wertkonservativer
      02. Juli 2011 10:14

      falls Sie das noch lesen, XRatio:

      was kann ich einzelner Wählermensch denn schon in den Politsumpf einbrocken, sagen Sie mir das.
      Mein Kreuzerl für die Volkspartei kann doch wirklich nicht derart große Folgen haben, wie sie diese hier darstellen!
      Also was hab' ich verbrochen, welchen Schlamassel habe ich da angerichtet?

      Zumindest gehöre ich nicht zu den Großrednern hier, die so tun, als ob sie die Politweisheit mit dem Löffel gefr.... haben.
      Schönen Tag noch, Sie eigenartiger Brutal-Kritikaster!

  22. Observer
    29. Juni 2011 18:57

    Warum so pessimistisch Herr Dr. Unterberger? Wäre Ihnen eine Ablehnung des griechischen Parlamentes lieber gewesen? Oder haben Sie eine bessere Alternative?

    Gewiss, der Karren ist ziemlich verfahren, aber nun muss eine Lösung angestrebt werden. Mit dem ständigen jammern ist es nicht getan.

  23. brechstange
    29. Juni 2011 18:33

    Hauptsache, sie verdienen alle genug, die Banker, die Politiker usw., Verantwortung wollen wir keine. Daher muss der kleine Mann ran, ans Zahlen, der weiß eh nicht - wie einst der Verzetnitsch -, wofür er garantiert und was die Folgen sein können. Bis er das kapiert, sind die Schäfchen im Trockenen.

  24. Collector
    29. Juni 2011 18:23

    Die Katastrophe haben uns Vranitzky, Schüssel, Busek, Mock, Fischler, Eder und der aus dem Hintergrund agierende Andreas Khol sowie ihre vielen "Freunde" eingebrockt, die uns in die EU getrieben haben statt dem Beispiel der Schweiz zu folgen. Der Schweizer Franken hat seit Einführung des EURO 30% an Wert gewonnen, die Wachstumsrate stieg im Vergleich 10 Jahre vor und nach Einführung des EURO um 72%, während die österreichische um 20% gefallen ist. Ähnlich verhält sich der Reallohnzuwachs. Die Exportquote der Schweiz am BIP ist nicht gefallen. Die meisten Nicht-Euro-Länder der EU haben die Krise weit besser überstanden als Österreich mit dem EURO.
    Welt online berichtet heute, dass die Jugend Europas die EU nicht als Chance, sondern als Bedrohung wahrnimmt und ihre Zukunft gefährdet sieht. Laut gleicher Quelle steht die Frage im Raum, ob die EU, wie sie konzipiert ist, "überhaupt noch existenzfähig ist". Im Economist steht zu lesen, dass die unselige Währungsunion das Cross Border Casinogeschäft der Banken mit Staatsanleihen erst ermöglicht und damit die Bankenpleiten (inkl. EZB) verursacht hat.
    Die FPÖ hat im neuen Parteiprogramm eine "klare Absage an den Brüsseler Zentralismus und ein nicht funktionierendes Zwangswährungssystem" erteillt
    Ihre Parole heißt "Österreich zuerst!".
    Seit AU in der Wr. Zeitung einen Kommentar unter dem Titel veröffentlicht hat "Was wollen die Rechten?" - nämlich im Interesse der Zukunft unserer Jugend und der einheimischen Wirtschaft "raus aus dem Gemeisamen Markt, raus aus dem EURO und raus aus der WTO-Globalisierung - gewinnt dieses Konzept immer mehr Sympathiesanten und Strache die Wähler zuzutreiben. Das zeigen deutlich die Kommentare von Lesern zu Faymanns Pressestunden ""Wir lügen die Leute nicht an". Kaum eine einzige ist positiv. Jetzt ist bloß noch zu diskutieren, ob ein Ende mit Schrecken besser ist als ein Schrecken ohne Ende!

  25. libertus
    29. Juni 2011 18:19

    Also bleibt es dabei, auch wenn es viele nicht zur Kenntnis nehmen wollen:
    Gewinne werden privatisiert und Verluste bzw. Schulden solidarisiert.

    Während Politiker bei den Einnahmen in erster Linie bis zur eigenen Nasenspitze denken, handeln sie bei den Schulden vorausschauend - nämlich auf Generationen hinaus sind die damit bis über beide Ohren eingedeckt.

    Es ist nurmehr eine Frage der Zeit, bis die griechischen Krawalle auf ganz Europa übergreifen, denn lange wird sich das die Bevölkerung nicht mehr gefallen lassen.

  26. Brigitte Imb
    29. Juni 2011 17:22

    Nur am Rande - und sicherlich Peanuts für die Griechen: Die Akropolis wir jährlich von ca. 2 Mio Menschen besucht, Eintritt wird nicht verlangt. Jeder Tourist, der sich eine Reise nach Athen leisten kann, wird wohl in der Lage sein auch ein entsprechendes Eintrittsgeld zu entrichten, aber anscheinend haben die GR das nicht nötig.

    • Erich Bauer
      29. Juni 2011 17:36

      Da bräuchten sie jemand der halt kassiert. Das ist Arbeit... braucht auch Organisation dazu...

    • Brigitte Imb
      29. Juni 2011 17:43

      Aha, verstehe, im Sommer zu heiß und die griechische Verwaltung scheint ja personell auch nur "dünn" besetzt zu sein.

    • brechstange
      29. Juni 2011 18:14

      und vor allem würde es dann womöglich heißen

      ohne Rechnung 1 Euro, mit Rechnung 3 Euro.

  27. Laura R.
    29. Juni 2011 17:18

    Der Werner hat g`sagt, daß ihm des eigentlich gar nicht mehr so wichtig ist, jetzt mit dem Griechenland. Weil er sich bei seinem Budeskanzlerfest ja so viel amüsier`n hat können mit seine 3.000 geladenen Genossen in unsere Parteiakademie.

    So schön war`s, daß er aller seine Sorgen mit die griechischen G´frasta vergessen hat können bei dem italienischen Büffet. Ein griechisches hätt` ja keiner g`essen.

  28. Celian
    29. Juni 2011 17:07

    Mit wenigen Ausnahmen wie Hans-Werner Sinn und Hans-Olaf Henkel sind alle dafür, weiterhin Euros nach Athen zu tragen. Auch Axel Weber hat sich unlängst im Wall Street Journal für eine umfassenden Garantie der Euro-Länder für Griechenlands Schulden ausgesprochen. Denn es geht um nicht weniger als „um die Stabilität der gesamten Weltwirtschaft“ (Rompuy). Und nun man höre und staune, sind sogar die Banken bereit ein bißl freiwillig Hilfe zu gewähren.

    Bei so einem supranationalen Kraftakt stellt sich schon die Frage des cui bono? Was passiert, wenn Griechenland Pleite geht? Eine Pleite Griechenlands würde das Ende der Welt, wie wir sie kennen, bedeuten. Schaut man auf die Finanzmärkte, diese würden elendig versiegen, ohne das Fiat-Geld der Zentralbanken. Die Banken hätten kein Geld mehr um die Aktienkurse nach Belieben hochzutreiben. Und die Scheingeld-Pipeline genannt Staatsanleihe, an der die Regierungen dieser Welt hängen, würde ebenfalls aus gehen. Viel zu viele Mächtige hängen am Tropf des Scheingeldsystems „Euro“. Und deshalb wird er auch nicht fallen gelassen. Koste es, was es wolle. Und sei es das Geld des Steuerzahlers. Der auch nicht als letzter gefragt wird. Welch himmelschreiende Diskriminierung!

  29. A.K.
    29. Juni 2011 16:58

    Zur Formulierung von Dr. Unterberger (Zitat): "Für den Normaleuropäer ist es nämlich völlig wurscht, ob er am Ende auf dem Weg direkter Kredite seines Staates, oder über die Europäische Zentralbank, oder über den Währungsfonds, oder eben jetzt über die Haftungen für Forderungen der Banken zur Kassa gebeten wird." folgende Information:
    Kürzlich erfuhr ich, daß bei den Pensionskassen vorgeschrieben(!) ist, daß 30% der Gelder in europäischen Staatsanleihen zu veranlagen sind. Unter den Begriff „europäische“ Staatsanleihen fallen u.a. griechische, irländische, portugiesische, italienische und spanische Staatsanleihen. Ein für Veranlagungen Verantwortlicher erklärte stolz, daß es ihm gelungen sei, keine griechischen, irländischen und portugiesischen Staatsanleihen mehr zu haben.
    Wenn ich mich richtig erinnere, hat ein deutscher Politiker von freiwilliger Beteiligung an der Rettung der Krisenländer gesprochen. Die Mitarbeiter, deren Gelder in Pensionskassen verwaltet werden sind einfach „Freiwillige per Gesetz“, dieses schreibt eben 30% der Gelder in europäischen Staatsanleihen vor.
    Wie sagte jemand sinngemäß über die Pensionskassen: Seit Abschaffung der Sklaverei gab es nicht mehr solche Regelungen wie im Pensionskassengesetz: Die Anspruchsberechtigten haben keinen Einfluß auf die Verwaltung ihrer Gelder, sondern nur die Risken; es spekulieren nämlich andere damit.

  30. PostScriptum
    29. Juni 2011 16:31

    Griechenland wird seine Schulden niemals zurückzahlen können, das ist so sicher wie das Amen im Gebiet. Die Schulden werden sogar weiterhin wachsen. Ein Zuwarten erhöht also allein schon dadurch die Folgekosten des Griechenlandbankrotts. So kostet uns die aktuelle Politik der faschistischen EUdssR (denn kein einziges Volk wurde dazu befragt) auf vielen Ebenen Milliarden an Euro:

    1) Der Steuerzahler haftet für die Notenbanken und damit auch die de facto insolvente EZB.

    2) Der Steuerzahler wird den zukünftigen Ausgleich (Neudeutsch:"haircut") Griechenlands mit den Banken ebenfalls zahlen dürfen. Ob nun Institute aufgefangen werden müssen, oder die Banken die Ausfälle durch höhere Gebühren kompensieren, spielt da fast schon keine Rolle mehr.

    3) Wie werden die Schulden Griechenlands bezahlt? Selbstverständlich nicht mit Gütern, es wird also Geld geschöpft. Dadurch zahlt der Bürger nicht nur real, sondern wird zusätzlich durch die Inflation enteignet.

    4) Durch eine höhere Belastung der Nettozahler Deutschland und Österreich wird auch deren AAA fallen, der Zinsendienst wird dadurch noch höher ausfallen. Man stelle sich das vor: wir müssen Banken retten und durch Gebühren stützen und müssen ihnen durch ein niedrigeres Rating auch noch mehr für Darlehen blechen.

    5) Fast schon der kleinste Punkt angesichts der Ausmaße, die der österreichische Bürger zahlen wird, sind die Zahlungen die bis zur offiziellen Insolvenz Griechenlands an dieses Land fließen werden.

    Summa summarum wird Griechenland den österreichischen Steuerzahler wahrscheinlich 30- 50 MRD gekostet haben. Soviel würden wir nicht im Leben zahlen müssen, selbst wenn Europas gesamte Bankenlandschaft zusammenbricht (und wenn sie es tut, wird sie es noch heftiger in der Zukunft), wenn wir jetzt endlich einen schmerzhaften, aber schnellen Schnitt machen würden.

    Das Agieren europäischer Politiker- nämlich massive Veruntreuung von Steuergeldern, nur um sich selbst Zeit zu kaufen- ist an krimineller Energie nicht mehr zu überbieten. Sollte ich jemals auch nur einen Funken Macht haben, wird jeder aktuell verantwortliche Politiker Rechenschaft ablegen müssen und bluten, das schwöre ich!

    • PostScriptum
      29. Juni 2011 16:33

      Amen im Gebet natürlich, Gebiet passt aber hervorragend.

    • Erich Bauer
      29. Juni 2011 16:59

      "Die" wollen eine TRANSFERUNION... koste es was es wolle! ...und wenn alles in Scherben fällt! Im Brüsseler Führerbunker setzt man alles auf diese "Wunderwaffe". Je umfangreicher die Zerstörungen, umso hilfreicher ist es für diese "Pläne". Es ist krank, aber das waren die "letzten Tage im Berliner Führerbunker" auch...

    • PostScriptum
      29. Juni 2011 17:06

      In einer Welt, in der das Geld scheinbar mühelos durch die "Druckerpressen" fließt, sind eben ein paar Milliarden nicht mehr viel wert. Wir ham's ja.

    • Schani
      30. Juni 2011 01:23

      Optime dictum!

  31. Brigitte Imb
    29. Juni 2011 16:29

    Ungedeckte Haftung, ungedeckte Schecks, Luftpolitik, Luftgarantien.....so wie wir es halt gewohnt sind von den Volksvertretern.

    Die Streiks der Griechen werden wohl kaum zu Ende gehen dadurch und dem zufolge wird das Sparpaket nicht umsetzbar sein, was wiederum weitere (Luft)milliarden, die keiner hat, nach Athen transportieren wird.

    Konkursverschleppung auf europäisch. "Man" leistet sich ja sonst auch alles, also warum nicht auch dies? Und die Griechen danken es mit der Nazikeule.





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