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Die Brandstifter als Feuerlöscher

Hurra, das Pyramidenspiel ist um eine weitere Runde verlängert worden! Große Gewinne locken! Und dabei ist die neue Runde viel billiger als die erste (noch)! Jeder gewinnt! Zumindest jeder, der am Schluss keinen Schwarzen Peter im Blatt – Pardon, griechische Anleihen auf seinem Depot-Konto hat.

Der Milliarden-Geldfluss nach Griechenland hat in Wahrheit längst alle Pyramidenspiele übertroffen. Das sind jene Betrügereien, bei der jeder Mitspieler zehn Euro an einen früheren Spieler zahlen und selbst zehn weitere Spieler finden muss, die ebenfalls an einen früheren Mitspieler (einer Spielebene später) jeweils zehn Euro überweisen müssen, und von denen dann jeder ebenfalls zehn weitere Mitspieler finden muss. Immer unter dem Versprechen, irgendwann einmal selbst Gelder überwiesen zu bekommen.

Das geht so weiter, bis – ja, bis das Spiel kollabiert, weil niemand mehr bereit ist, sich auf einen solchen Schwachsinn einzulassen. An diesem Schwachsinn haben die allerersten in der Kette aber inzwischen sehr gut verdient. Die anderen sind jedoch die Blöden. Solche betrügerischen Spiele sind daher in fast allen Ländern zu Recht verboten.

Zu Recht verboten ist in der EU auch all das, was Europas Regierungen und Zentralbanken seit 13 Monaten tun: Sie werfen gutes Geld dem von schuldenmacherischen Regierungen schon verbrannten schlechten Geld nach. Und müssen nun immer weiter Geld nachwerfen. Nur damit das Spiel nicht platzt. Was es natürlich eines Tage sehr wohl tun wird.

Die EU und ihre Mitglieder haben rund ums Geld in den letzten eineinhalb Jahrzehnten mit großer Brutalität alle Regeln gebrochen, die sie davor selbst auf Verlangen vor allem deutscher Ökonomen und Wähler aufgestellt haben. Die Deutschen waren ja nur unter strengen Stabilitätsauflagen bereit, die D-Mark gegen den Euro herzugeben.

Dennoch hat die EU Länder in den Euro-Raum aufgenommen, die an keinem einzigen Tag die als eigentlich unabdingbare Kriterien festgelegten Aufnahmebedingungen („Maastricht-Kriterien“) erfüllt haben. Das hat übrigens auch für Österreich gegolten, mit Ausnahme des Jahres 2007. Seit dem letzten Jahr wird auch noch die eiserne No-Bailout-Regel gebrochen, die rechtsverbindlich festhält, dass weder die EU noch die Europäische Zentralbank noch andere Euro-Staaten einem leichtfertigen Schuldenstaat durch Kredite helfen dürfen. Selbstverständlich hat dann auch noch Griechenland seine Zusagen gebrochen, die es im Vorjahr abgegeben hat, um an die europäischen Gelder heranzukommen. Mit den schon im Vorjahr vereinbarten Privatisierungen wurde bisher keine Sekunde lang ernst gemacht. Jetzt wird halt wieder alles Mögliche versprochen, weil das Land wieder Geld braucht.

Wie wird das alles enden? Genau mit dem, was alle jene als völlig ausgeschlossen bezeichnen, die einst monatelang völlig ausgeschlossen haben, dass Griechenland, dass Irland, dass Portugal Hilfe der anderen EU-Länder benötigen – bis dann halt plötzlich doch die Hilfsmilliarden gerollt sind: Die Krise kann nur mit einer gewaschenen Inflation enden. Anders können die riesigen Mengen an Schulden gar nicht begleichen werden. Wenn hingegen das Geld nichts mehr wert ist, werden auch die Schulden nichts mehr wert sein. Dann sind alle Schuldner fein raus. Die Sparer, Anleger und Gläubiger halt ein bisschen weniger. Aber die kann man ja eh immer leicht als böse Kapitalisten denunzieren.

Diesen Kern der Dinge sollte man nie aus den Augen verlieren – auch wenn Politik und Notenbanker uns mit einem Strudel von komplizierten Erklärungen und finanztechnischen Konstruktionen Sand in unsere Sehorgane streuen wollen. In den letzten Tagen haben sie das mit zwei weiteren Konstruktionen getan, die an sich köstlich wären, wären sie nicht in Wahrheit so infam.

Erstens: Die Regierungen wollen nun private Schuldner zwingen, sich „freiwillig“ – echt: Sie reden von freiwillig! – an der nächsten Etappe der Griechenland-Hilfe zu beteiligen. Und zweitens: In bestehende Verträge über Staatskredite sollen nachträglich rückwirkende Klauseln eingebaut werden, etwa des Inhalts, dass die Rückzahlung der Kredite weit nach hinten verschoben wird. Wenn ein privater Schuldner solches versucht, verliert er jeden Prozess. Wenn es Staaten tun, dann lassen sie sich als Retter feiern. Und die von begnadeter Kurzsichtigkeit geschlagenen Aktienmärkte feiern mit.

Oder sind die Akteure auf den Aktienmärkten gar nicht so kurzsichtig? Eigentlich ist die dortige Reaktion ja nur logisch. Denn wenn jeder angesichts der sich nähernden Inflation sein Bargeld möglichst rasch loswerden und in Gold, Eigentumswohnungen oder eben Aktien eintauschen will, dann treibt das eben die Kurse auf den Aktienmärkten zwingend nach oben. So werden insbesondere schon wieder abenteuerliche Summen für Internet-Firmen bezahlt – so wie wenn der Dot.com-Crash des Jahres 2000 nie passiert wäre (also der vorletzte Finanzkollaps).

Warum wird Griechenland – dessen Bürger ohnedies nur Resteuropa wild beschimpfen – nicht seinem Schicksal überlassen? Da geben uns Regierungen und Notenbanken neben Solidaritäts-Gerede eine einhellige Antwort: Dann würden auch viele westeuropäischen Banken krachen. Sagen sie.

Diese Antwort ist nur absolut falsch. Wahr ist vielmehr: Erstens würden die meisten nicht krachen, weil sie längst vorgesorgt haben; zweitens wäre ein Crash oder ein Crash in der harmloseren Form einer Umschuldung noch billiger als die unendlich eskalierenden Griechenland/Portugal/Irland-Hilfen, auch wenn dann der Steuerzahler einige Kreditinstitute retten muss (was er freilich nur unter heftiger Beteiligung auch der Eigentümer dieser Banken und unter sofortigem Jobverlust für deren Manager tun sollte).

Regierungen und Notenbanken sind aber sehr erfolgreich mit dieser Schuldzuschiebung. Denn sie haben zwar eine schlechte Finanzpolitik, aber die weitaus besten PR-Apparate. Sie haben vor allem jedes Interesse, die Schuld auf andere zu schieben.

Denn in Wahrheit sind sie selber die Hauptursache der Finanzkrise:

Erstens verhalten sich viele andere Regierungen Europas fast ebenso verschwenderisch wie die griechische. Wenn auf jeden Österreicher rund 25.000 Euro an Staatsschulden entfallen und auf jeden Griechen 29.000, ist der Unterschied nur noch marginal . Daher fürchten sich die Regierungen davor, dass die Bürger bei einem Crash in Griechenland plötzlich erkennen könnten, welchen Rattenfängern sie selbst auf den Leim gegangen sind.

Zweitens sind längst die Notenbanken, insbesondere die EZB heute die größten Besitzer griechischer und anderer stinkender Staatspapiere, die sie bei einem Crash Athens sofort abschreiben müssten. Bei einer Entsorgung der Schulden auf dem Inflationsweg hingegen könnte man dann immer dem bösen Handel, den Benzinfirmen und irgendwelchen düsteren Spekulanten die Schuld an den rasch explodierenden Preisen geben.

Und drittens hätte eine Entwertung der griechischen Anleihen auch für die Anleihen aller anderen Länder sofort gewaltige Folgen: Deren Zinsen würden rapide in die Höhe schnallen. Denn damit wäre über Nacht die Fiktion beendet, dass Staatspapiere risikolos und sicher seien. Damit müsste auch die absurde Fiktion der diversen Basel-Abkommen ein Ende finden, dass eine Bank kein oder fast kein Eigenkapital als Sicherstellung bunkern muss, wenn sie einem Staat Geld borgt. Dann wüsste das nicht nur Andreas Treichl, sondern auch jeder andere Geldverleiher, bei dem ein Finanzminister anklopfen sollte.

Mit anderen Worten: Die tollen Feuerlöscher des Finanzbrandes sind selbst die ärgsten Brandstifter gewesen.

Ihnen steht aber eine über ökonomische Grundzusammenhänge total ahnungslose Öffentlichkeit gegenüber. Um nur ein aktuelles Beispiel dafür zu nennen: Ein Moderator der ORF-Zeit-im-Bild erklärte uns dieser Tage die Lage in Portgual, das mitten in seiner eigenen Schuldenkrise wählte, so: „Die Konservativen wollen sparen, aber dann gibt’s kein Geld.“ Na, wenn das so ist: Dann sparen wir nicht, dann geben wir das Geld halt – weiterhin –  wie Heu aus und haben immer genug davon. Warum fragen die nicht den ORF?

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das neue unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2011 01:16

    Der sogenannte "Crash" wird kommen, er muß ganz einfach zwingend kommen, bei dieser Schuldenlage in der EU, allen voran Griechenland, Irland, Portugal und was da noch hinten nach kommt.

    Nur wann dieser Zusammenbruch kommt, das ist beinhartes Kalkül zwischen Finanzwelt, Banken und Politik.
    Vorerst werden die "Leichen noch gefleddert" und an dem Hinauszögern kräftig verdient - erst wenn nichts mehr zu holen ist, dann wird man die Rechnung präsentieren und bezahlen darf dann die Allgemeinheit, sprich der Steuerzahler und diejenigen, die sich bis dahin einen bescheidenen Wohlstand geschaffen haben.

    Denn die wirklich großen Vermögen, welche ja allzuoft in der Krise geschaffen werden, sind dann längst in Sicherheit gebracht und bleiben natürlich unangetastet.

    So einfach funktioniert das in der großen, weiten Wirtschaftswelt und erklärt, warum das Pyramidenspiel noch ein Weilchen am Leben erhalten wird.

    P.S.: Der ORF hat ja tatsächlich das "Geld-Perpetuum-Mobile" erfunden, er gibt immer mehr aus und hat am Ende doch immer genug, um sein Personal fürstlich zu bezahlen. Man muß sich halt nur mit den politisch mächtigen Finanziers ins Bett legen und schon läufts!

  2. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2011 05:38

    Wenn sich die europäische "Zentralregiergung" in Brüssel sowie die europäischen Landesregierungen weiterhin von den erlogenen griechischen Statistiken und geplanten "Sparmassnahmen" betrügen lassen, dann ist Hopfen und Malz verloren. Denn Griechenland ist derzeit ein Fass ohne Boden.

    Dazu kommen noch die speziellen griechischen Zustände, wie ...
    ... da meldet z.B. ein Athener Innenstadtarzt, dass er "nur" ein steuerpflichgtiges Einkommen von einigen hundert Euros pro Monat hat
    ... da gibt es im Vergleich zur Gesamteinwohnerzahl von 12 Millionen über 1 Million unkündbare Beamte
    ... da gibt es in manchen staatlichen Stellen mehr Beamte als Schreibtische vorhanden sind
    ... der Kündigungsschutz ist auch in den anderen Betrieben fast perfekt
    ... da kann man sich bei Behörden mit kleinen Kuverts fast alles "richten"
    ... da gibt es tausende von Verstorbenen, für welche von den Angehörigen weiterhin die staatliche Pension kassiert wird und
    ... da gibt es Gewerkschaften, welche gerade jetzt in dieser finanziell fast aussichtslosen Lage jede Sparmassnahme bekämpfen und zu Streiks aufrufen.

    Daher: lasst doch die Griechen Pleite gehen und seht zu, wie sie aus dem selbst verschuldeten Schlamassel wieder herauskommen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2011 07:03

    "Die tollen Feuerlöscher des Finanzbrandes sind selbst die ärgsten Brandstifter gewesen"!
    Wenn das so stimmen sollte, wie es A.U. anschaulich schildert, dann kann man sich nur an den Kopf greifen und an der (Wirtschafts-)Welt verzweifeln!

    Jeder Wirtschaftler (und auch Privater) weiß genau, dass Schuldenmachen ohne Rückzahlungswillen bzw. -möglichkeit irgendwann einmal zum Konkurs bzw. zum Verlust der selbstbestimmten Lebensweise führt.

    Wenn - wie anscheinend derzeit in den Gremien der EU und der diversen Staatskanzleien - die Gesetzlichkeiten der Ökonomie aus falschverstandenen "humanen" Gründen wissentlich außer Kraft gesetzt werden, dann wird es wohl so kommen, wie es von A.U. und vielen hier hellsichtig geschildert wird:
    Absturz, Katharsis, und mühseliger Neubeginn auf dem Level früherer Jahrhunderte!

  4. Ausgezeichneter KommentatorMJM
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2011 08:15

    Wenn Ahnungslosigkeit und Ignoranz bremsen würden, dann müsste so manche aus unserem obersten Wunderteam beim Bergabfahren Vollgas geben.

    Was sie auch tun.

    Verzweifelt suchen immer mehr unfreiwillig Mitfahrende nach der Notbremse, doch diese befinden sich nur rechts.

    Doch wozu aufregen, steht uns doch eine sechste Urlaubswoche in Haus! Unter dem Jubel der Herausforderung von Seiten der Klein- und Mittelunternehmer, beginnt man sich auf ein ausgefülltes Leben als Mindestsicherungs-Privatier einzustellen.

    Gut, dass die Innenkopfwäsche per TV schon erfunden ist und auch praktiziert wird!

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2011 14:39

    Mehr als verwunderlich ist, dass der Insiderhandel mit CDS, der Papandreou u. seiner Familie 23 Mrd. eingebracht hat, kaum thematisiert wird.
    Der griechische Premier setzt auf die Pleite seines Landes, macht damit ein Vermögen und läßt sein Land von den EU Bürgern aushalten. Sozialisten ticken eben anders, in diesem Fall erscheint mir das kriminell, und die Steuerzahler lassen sich das auch noch gefallen.

    http://www.unzensuriert.at/content/004424-Griechenland-Spekuliert-der-Premier-gegen-sein-eigenes-Land

  6. Ausgezeichneter KommentatorHJR
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2011 10:59

    Achtung, der wird "länglich":

    Der für mich am schwersten wiegende Grund, warum ich nicht an einen Gott - den allwissenden Schöpfer glauben kann, ist der, dass diese Welt, ja dieses Universum offensichtlich darauf gegründet ist, dass es in all seinen Bestandteilen - auch den nicht materiellen - sich verändern muss, um sterbend - oder auch mal elend verreckend - den Humus für das jeweils Nächste zu bilden, das dazu verdammt ist, sodann denselben Weg anzutreten.

    Das ist so - falls man der Urknalltheorie vertraut - beginnend bei jenem Urereignis, bei dem angeblich aus dem "Nichts" das "Etwas" entstand, über die Jahrmillarden dauernde Verbreitung der dabei entstandenen oder freigesetzten Materie, deren Verdichtung zu kosmischem Staub, zu Sternen, Planeten, Monden und anderem Geröll bis hin zum Vergehen der Sonnen im Kollaps der Supernovae, die dabei ihre "lokale" Umgebung vernichten und weiter bis zum finalen Akt des "Gefressenwerdens" durch ein Schwarzes Loch, über dessen ferneres Schicksal wir dank unserer endenwollenden Intelligenz keine Aussage wagen können.

    Das ist so - wenn wir einen großen Sprung wagend das Leben auf unserem Planeten betrachten - das gleichgültig, ob in Individuum oder Art, ebenso den Weg des Wachsens, des Vergehens und schließlich des Sterbens zu gehen hat und das - in welcher Form auch immer - den Humus des neuen Lebens darstellt.

    Das ist so - wenn wir jene "überpersönlichen" Gebilde betrachten, die wir als "Gruppen", "Stämme" oder "Staaten" oder neuerdings als "supranationale Gebilde" bezeichnen. Und unabhängig davon, ob wir letztere als Monarchien, Republiken oder als - jüngste menschliche Schöpfung - Demokratie, die nach einem kurzlebigen Versuch im alten Athen ihr Leben aushauchte und erst nach Jahrhunderten wieder zum Leben erwachte, bezeichneten.

    In Ansehung des aktuellen Zustandes dieser Demokratien (auch wenn ein gewisses West-Ost- bzw. Nord-Süd-Gefälle in deren "Festigkeit" diagnostiziert werden muss) kann man sich des Gedankens nicht erwehren, dass der Gipfel dessen, was man der Demokratie als Seinszweck oder Aufgaben zugeschrieben bzw. sich als deren Leistungsvermögen erhofft hat, bereits deutlich überschritten ist.

    Doch zurück zum Thema: Die bisherigen Gedanken (welche auf das Gebiet der Wirtschaft, insbesonders der Geldwirtschaft oder der Moral und der "Sitten" auszuweiten ich mich entschlage) geben offenbar keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass dieser "Geschichte" ein wie immer gearteter Sinn innewohnt; was auch - so scheint mir - auf das Universum als Ganzes zutreffen dürfte. Denn auch der Glaube, der dies alles einem Schöpfer (welcher "uns" nach seinem "Ebenbild" geschaffen hat) zuschreibt, müsste sich fragen lassen, von welcher intellektuellen und mentalen Architektur ein solches Vorbild wohl sein mag, wenn es so ein Universum des Fressens und Gefressenwerdens, des zur Weltkommens um des Sterbens willen, oder um zu verhungern, ermordet zu werden oder in Kriegen millionenfachen "Heldentod" zu erleiden modelliert hat. Und dann beginnt man, Schopenhauer zu verstehen, der einen ziel- und zwecklosen Weltwillen dumpf, dumm und böse walten sehen will.

    Wen wunderts, dass die "Krone der Schöpfung", der "homo sapiens sapiens", weit unterhalb der göttlichen Möglichkeiten agieren müssend, nichts Gescheites zusammenbringt. Das mag auch daran liegen, dass unser Bewusstsein auf einige höchst unzureichende Parameter aufgebaut ist, als da sind die "Instinkte", die Vernunft (der "Logos") und die Gefühle. Und leider ist zu keinem Moment gewiss, welche dieser Komponenten im konkreten Handeln die Oberhand gewinnt oder ob diese in der Art einer "Konferenzschaltung" agieren. Gewiss scheint mir nur, dass die Vernunft nur dort eine Rolle spielt, wo der "Handlungsbedarf" nicht dringend erscheint, denn im Falle akuter Gefahr oder oder großer mentaler Bewegtheit scheint der Mensch spontan zum Handeln bereit (und willens) zu sein.

    Aber die Vernunft befasst sich - und damit komme ich zum Gegenstand dieses Threads - mit den nicht existentiell dringlichen Dingen in einer eigenartigen Weise, welche zunächst versucht nach dem Prinzip "Ursache und Wirkung" die Kausalkette zurück zu verfolgen um so an den "Urgrund" zu gelangen. Dies gelingt aber leider nie - nicht einmal bei mit mathematischer Strenge abbildbaren "Naturgesetzen" (denn sonst wüssten wir schon, ob es den Urknall gab oder was davor war). Meist liegt dies daran, dass - und das betrifft in besonderen Maße die Phänomene der Gesellschaft, der Ökonomie und der Politik (und notabene der "Seele", von der aber hier nicht auch noch die Rede sein soll)- praktisch nie eine eineindeutige Kausalkette vorliegt, sondern spätestens in der dritten Vorstufe von Ursache und Wirkung ein solch heilloses Tohowabohu von Mehrfachbeziehungen und Prioritätsdilemmata vorliegt, dass unser armes Hirn (und selbstverständlich auch jeder Computer) sich in diesem Wirrwarr rettungslos verfängt.

    An diesem Punkt erleiden wir - Gott sei Dank - in der Regel keinen Kurzschluss, sondern wir schalten - so auch keine relevanten Gefühle (die nur zwischenmenschlich eine Rolle spielen, nicht aber in der Beziehung von Person zur Gesellschaft; was u.a. der Grund dafür ist, dass die angeblich so verwerfliche Integrationspolitik von den Ökofaschisten immer an bedauernswerten Einzelfällen festgemacht und medial ausgeschlachtet wird) vorhanden sind - auf das letzte verfügbare Werkzeug um, die Instinkte. Diese Instinkte sind jedoch, wie schon erwähnt, Akutfall-Werkzeuge und als solche dem höchstpersönlichen (Über-)Lebensinteresse dienend.

    Der zum Handeln im Falle der in diesem Thread thematisierten Geldprobleme aufgeforderte Politker wird also nach der dargelegten Kapitulation seines Logos von den Instinkten gesteuert, die sich zunächst um seine persönliche Situation kümmern und daher (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) um Besitzsicherheit, Einkommenssicherheit, Machterhalt, etc. besorgt sind. Und in dem in diesen Fällen doch relativ überschaubaren Kreis der Entscheidungsträger wird sich unter diesen Auspizien sehr schnell herausstellen, welche Maßnahme (aus dem möglich scheinenden Spektrum) die eben aufgezählten prioritären Interessen für möglichst viele der Beteiligten am besten erfüllen. (Mathematisch gesprochen handelt es sich also um ein Optimierungsproblem, welches das menschliche Gehirn - auf welchen Wegen auch immer - schon immer schneller und besser lösen konnte als jedes andere Werkzeug).

    Uns so gelange ich nun zu jenem Punkt, an dem ich konstatieren muss, dass die in der Griechenlandkrise bisher getroffenen Maßnahmen eben jene sind, welche den entscheidungsbeteiligten Akteuren optimal dienen und dass dies auch weiterhin so sein wird. Wobei ein "Sinn" - wie einführend dargelegt - mangels unverseller Grundlegung vergeblich gesucht werden würde.

    Ein einziger Punkt wäre noch hinzuzufügen: Vielleicht kennen Sie das Phänomen, dass viele Leute nicht in der Lage sind, bei einem Hund jene Grenze zu "erfühlen", nach deren Überschreitung er zum Angriff übergehen, also zubeißen wird. Das liegt daran, dass sich unsere Instinkte natürlich vorwiegend an den eigenen Verhaltensmustern orientieren und Verhaltensmuster anderer Wesen nur dann einigermaßen richtig deuten können, wenn ein ausreichendes Maß an Bekanntheit gegegeben ist.

    Ein solche Bekanntheit liegt zwischen politischen Führungskräften und dem "Volk" in der Regel vor, erfüllt aber niemals das, was man "Vertrautheit" nennen könnte. Und so kommt es manchmal (wie zuletzt in Nordafrika), dass plötzlich etwas erwacht (das Sloterdijk den "Thymos" nennt und was ich hier salopp mit "Volkszorn" übersetzen möchte), was die ihre Eigeninteressen optimierenden Politiker überraschend mit ihrem zu diesem Zeitpunkt schon länger währenden Versagen konfrontiert. Vielleicht haben wir einen kleinen Vorgeschmack davon in Athen und Madrid erhalten.

  7. Ausgezeichneter KommentatorNorbert Mühlhauser
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Juni 2011 13:20

    Aber bitte, mein Herrschaften, nur keine Panik auf der Titanic!

    Die PIIGS zahlen ja ehhhh Zinsen für die Umschuldung (O-Ton Leitl), nämlich in Höhe der (absehbaren) Inflation in den kommenden Monaten, dh 4,5 %.

    Nicht zuletzt deshalb dürfen unsere Wirtschaftstreibenden nahezu das Doppelte an Zinsen für betriebliche Investitionen zahlen. (Und der private Kreditnehmer sowieso!)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHerby
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Juni 2011 09:06

    Herr Dr. Unterberger schwimmt im obigen Artikel über die Griechenlandkrise gegen den Mainstream und ist ein "Rufer in der Wüste".

    Ich bin froh dass es in der derzeitigen mießlichen finanzpolitischen u. wirtschaftspolitischen Lage noch einige mutige Experten, Journalisten und Blogschreiber gibt die sich trauen gegen den gehirnwäscheähnlichen Mainstream anzuschwimmen.

    Täusche ich mich oder liege ich richtig:
    Sind die Ansichten von Unterberger fast deckungsgleich mit denen des deutschen Wirschaftswissenschaftlers Hans-Werner Sinn ?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Werner_Sinn

    Daher mein Wunsch: Mehr Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit für Leute wie Unterberger u. Hans-Werner Sinn!!


alle Kommentare

  1. Segestes (kein Partner)
    08. Juni 2011 19:37

    OT:
    Spielt der ORF in Brüssel auf der Nazi-Orgel?

    http://www.fpoe.at/news/detail/news/vilimsky-orf-eu-korrespondent/?cHash=e064dd9d8ce1a922939a66583c88bd7a

    http://sosheimat.wordpress.com/2011/06/08/gemeinsame-pressekonferenz-von-hc-und-marine/

    Die FPÖ ist eigentlich selbst schuld, da sie den Gesinnungsterroristen bei ORF und Co. ja fürwahr ein formidables Ziel geboten hat.
    Es war nämlich von vornherein klar, dass diese Ehrenbürgerschaftsnummer von Amstetten in genau der hier vorgetragenen Weise von den Medien ausgelegt und ausgeschlachtet wird.
    Man hätte einfach die Krot fressen und bei dieser überflüssigen, aktionistischen Aberkennung mitstimmen sollen.
    Das hätte dann außerhalb von Amstetten niemanden interessiert, auch nicht den winzigen rechten Rand, auf dessen Wohlwollen die FPÖ idiotischerweise immer noch Wert zu legen scheint.
    So aber können Medien wie der ORF schon einmal für die nächsten Nationalratswahlen vorbauen, um den Ruf der FPÖ im Ausland dermaßen zu ramponieren, dass eine Regierungsbeteiligung überaus heikel werden dürfte.

    • Segestes (kein Partner)
    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Juni 2011 20:10

      Na wenn schon.

      Außerdem tragen die hysterischen, auf alle Fälle übertriebenen Reaktionen der Gesinnungswächter im ORF oder andere Berufsantifaschisten zur Desensibilisierung der Bürger diesen alten Klamotten gegenüber bei, was nur zu begrüßen ist.

      Wie soll „Honest Abe“ Lincoln doch gesagt haben:
      „Man kann alle Leute für einige Zeit und einige Leute für alle Zeit, nicht aber alle Leute für alle Zeit zum Narren halten."
      (You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.)

      Aber bitte nicht weitersagen.
      Die Deppen werden es hoffentlich erst bemerken, wenn sie selber wie die Affen dastehen.

    • Segestes (kein Partner)
      08. Juni 2011 20:41

      Das mit der Desensibilisierung stimmt zweifellos - im Inland und beim Normalbürger.
      Fürs Ausland und die dortige Presse, trifft es in vielen Fällen eher nicht zu.
      Jetzt kann man natürlich sagen, ist uns wurscht, was dort für ein verlogenes Bild von Österreich gezeichnet wird. Ich würde das z.B. so handhaben.
      Die Frage ist aber, wie wird die Führung der ÖVP, dem einzig möglichen Koalitionspartner der FPÖ, am Tag X nach der Wahl reagieren?
      Da gibt es sicher einige, denen die eigene "bella figura" dermaßen wichtig ist, dass sie lieber noch einmal mit den Sozis packeln, bevor sie von ihren ausländischen Kollegen schief angeschaut zu werden.

    • Segestes (kein Partner)
      08. Juni 2011 20:45

      Der letzte Satz ist leider ziemlich wackelig,
      ich hoffe es geht trotzdem klar hervor, was ich meinte.

    • kaffka (kein Partner)
      08. Juni 2011 22:59

      @ segestes

      Bedauerlicherweise missbraucht Obiger schon wieder den Blog um seinen Quatsch unter die Leute zu bringen.
      Der Kommentar (?) gehört überhaupt nicht hierher und idt lästig

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Juni 2011 23:17

      Die Abweichung vom Generalthema ist nicht auf meinem Mist gewachsen, oh zweieffiger Franz.

      Das hätte jeder, der es in der Kulturtechnik "Lesen" auf den Stand eines Gesamtschülers der untersten Kategorie (etwa Volksschule Klasse 2) geschafft hat, auch bemerken können.

    • kaffka (kein Partner)
      09. Juni 2011 00:27

      @cmh 8.6.11 19:48

      1. Das Konkursrecht gilt für den Privatunternehmer genau so wie für eine Bank.
      Auch einer Bank wird im Konkursfall die "Hose ausgezogen".
      Den Angestellten der Bank (und das sind die Banker ja) natürlich nicht, auch den Angestellten des Privatunternehmers nicht.

      2. Niemals, auch bei Banken nicht, fällt die Handlung und die Verantwortung (für diese Handlung) auseinander. Man kann natürlich auch alles "thematisieren" auch bei Politikern. Die Manager tragen selbstverständlich die verantwortung, wenn sie strafbares getan haben, dass aber Geschäfte immer auch die Möglichkeit eines Verlustes in sich tragen ist jedem der von Wirtschaft etwas versteht klar. Auch Arbeiter haften nicht für Taten die sie im Rahmen ihrer Tätigkeit ausführen, ja nichteinmal bei grober Fahrlässigkeit sondern nur bei Vorsatz! -- Die kleine Anmerkung ist überflüssig, weil sie zum Thema nichts aussagt

      3. Es ist unverständlich welche "Leute" sich von "unverantwortlich gestellten" Politikern Weisugen geben lassen müssen - sie können und müssen sogar NEIN sagen wenn Unrechtes von Ihnen verlangt wird - "die sie nur unverantwortlich gestellt ausführen können" - was heisst das überhaupt?.
      Natürlich wird ein Manager, der von einer dazu befugten Person /oder Gremium eine Weisung erhält - die nicht als strafbar erkennbar ist/ diese ausführen und sich dann auf diesen Auftrag berufen. Und das ist recht so!

      4. Die Nationakbanken wurden deshalb von der Politik unabhängig konstruiert, damit die Politik nicht in die umschriebenen Aufgaben der NB. eingreifen können. Die Gewaltentrennung ist eine sehr sinnvolle Vorschrift, es wäre unerträglich wenn ein Bundeskanzler ihm missliebige Personen zum Tod verurteilen und womöglich selbst gleich umbringen könnte.

      5. Natürlich liegt bei einem "Manager" das Unrecht, wenn er von nicht dazu berechtigten Personen Weisungen gegen besseres Wissen akzeptiert und ausführt. Auch wenn er dabei gegen Gesetze verstösst oder diese nicht einhält. (Auch wenn er keinen Schaden am Vermögen des Staates dadurch verursacht).

      Abschliessend sei noch vermerkt: Wer die Gewaltentrennung - nur weil sie etwas langsamer ist als das standrechtlich Erschiessen für überflüssig erklärt (wie Sie) fügt der RECHTSORDNUNG des Staates schwersten ideellen Schaden zu!!!
      !
      3.

    • kaffka (kein Partner)
      09. Juni 2011 00:35

      Oh zwei-p-iger Muck!Das hätte jeder, der es in der Kulturtechnik "Lesen" auf den Stand eines Gesamtschülers der untersten Kategorie (etwa Volksschule Klasse 2) geschafft hat, auch bemerken können

      Wo soll mich Dir vorgeworfen haben vom Thema abgewichen zu sein?

      Jeder, der es in der Kulturtechnik "Lesen" auf den Stand eines Gesamtschülers der untersten Kategorie (etwa Volksschule Klasse 2) geschafft hat, hätte bemerken können, das über meinem Vorwurf die Buchstaben s e g e s t e s geschrieben stehen, was keinewegs zusammengesetz ähnliche wie nepp und Muck heissen kann.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Juni 2011 00:56

      Ja so, man spricht bereits in der dritten Person.

      Äußerst vornehm, passt allerdings so gar nicht zu ihrem Stil.

    • Segestes (kein Partner)
      09. Juni 2011 01:25

      kaffka, es obliegt dir nicht darüber zu urteilen, ob mein Beitrag hierher gehört oder nicht.
      Ich habe ihn mit "OT" gekennzeichnet, das sollte ausreichen.
      Dein Zusammenhangloses Geschreibe in diesem Thread, ist mir allerdings ein Rätsel.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Juni 2011 10:31

      Je später der Abend, desto weißer die Mäuse, Seg.

    • kaffka (kein Partner)
      09. Juni 2011 12:56

      @ neppo 9.6.11 00:56

      Sollte das auf mich gemünzt sein: Ich Antworte in der Regel in der selben Person in der ich angesprochen werde.

    • kaffka (kein Partner)
      09. Juni 2011 13:09

      @ segestes 9.6.1:25

      Es obliegt dir (sonst schreibt man das gross) dann natürlich auch nicht darüber zu urteilen, was mir obliegt.

      ich weiss zwar nicht was OT bedeutet, aber wenn das heissen soll, dass ein Artikel sowieso nicht hierher gehört, warum schreibst du ihn dann hierher?

      Wenn du mein "Geschreibe" nicht verstehst, bitte bezeichne dieses mit Datum und Uhrzeit und ich werde es die erklären, wenn es nicht genügt hat, es beim zweiten mal lesen zu kapieren.

    • Neppomuck (kein Partner)
      09. Juni 2011 13:47

      Bis 23:17 hat sie niemand angesprochen, kaffka.
      Ihre Dialektik ist bestenfalls zum Krenreiben.

    • kaffka (kein Partner)
      09. Juni 2011 16:45

      @ neppo 9.6.11 13:47

      Wem hats denn dann gegolten?

      Da es seither auch keiner getan hat, kanns mir nicht gegolten haben.

      Bitte worauf bezieht sich dann das Krenreiben?
      Nix verstanden? ich erklärs Ihnen!

    • Segestes (kein Partner)
      09. Juni 2011 18:29

      kaffka sagt: "ich weiss zwar nicht was OT bedeutet,..."

      Aber hier große Reden schwingen.
      Typisch.

      Ein kurzer Blick in die Allwissende Müllhalde, hätte dich jedenfalls aufgeklärt (das war dir aber wohl zu anstrengend):
      "Der Begriff Off-Topic, auch Offtopic, off topic oder Out of topic, kurz auch OT, kommt aus dem Englischen und bedeutet etwa so viel wie abseits des eigentlichen Themas oder ohne Bezug zum Thema. [...] Er signalisiert den Lesern schon vor dem Öffnen eines Beitrages, dass sich dieser nicht mit dem eigentlichen Thema befasst. Sie können Zeit sparen, indem sie diesen Beitrag überspringen."

      Ich hoffe jetzt hast du es begriffen und musst dich beim nächsten Mal nicht wieder "gestört" fühlen.

    • kaffka (kein Partner)
      09. Juni 2011 19:16

      @ segestes

      Also habe ich doch recht gehabt.:

      OT heisst : gehört nicht hier her!

      Jetz bleibt nur noch die Frage zu klären: "Warum belästigt er uns mit Sachen, die nicht hierher gehören"?

      Ist es krankhaftes Schwätzen müssen?
      Will er sich für was immer profilieren?
      Hört ihm sonst niemand zu, und er pickt uns sein Geschwafel direkt vor die Nase?

  2. socrates
    08. Juni 2011 17:56

    Der leistungsfreie ORF hat klarerweise den Standpunkt, daß das Geld von Links ohne sparen kommt. Die Länder der EU - Erweiterung haben einen großen Sprung zu höherem Lebensstandard, vom Kühlschrank über die Waschmaschine, TV, PC, Telefon, Auto, Eigenheim, etc gemacht. Das förderte die Industrie, die Brüssel in der Hand hat. Das Geld wurde ihnen geliehen und uns erklärte man, daß so Arbeitsplätze gerettet würden. In Wirklichkeit wurde die Industrie gefördert, aber trotzdem nach Asien verlagert. Einiges wurde auch in auch in die neuen Länder verlagert, mit viel Förderungen, unter Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Kern-EU.
    In Griechenland wurde nichts industrialisiert, nur Geld mit beachtlichem Kick back investiert und die Korruption gefördert. Dann stürzen sich die Gläubiger auf die Pensioskassen und wollen das Land filetieren. Daher sinken die Staatseinnahmen und die Rückzahlung wird unmöglich. Vorgestern las ich in den Medien, daß eine 60 Mrd Zahlung nichts bringt, weil das Geld sofort weg ist. Aber der Verkauf von Häfen, Telefon, Medien, etc, der 55 Mrd bringt, hilft, stand ein paar Seiten weiter. Die Schreiberling sind zu dumm die eigene Zeitung zu lesen, der Cherfredakteur ist ein Aß! Argentinien weiß wie das geht. Haircut sofort!
    Die Hacklerpesion gehört an dem Tag abgeschafft, an dem ALLE 45 Jahre arbeiten müssen, um eine Pension zu bekommen, ManagerInnen, Frauen, PolitikerInnen, RichterInnen, LandesbeamtInnen, ORF- I-nnen, JournalistInnen, PolizistInnen, SoldatInnen, KulturInnen, MigrantInnen,einfach ALLE. Wenn man nur auf die, die lange gearbeitet haben, losgeht, verliert man nur die Wahlen.
    Schuld der Anleger: Bei einer leichtsinnigen Kreditvergabe, so entscheiden die Gerichte, ist der Kreditgeber mitschuldig! Gleiches Recht für ALLE ! Die Notenbanken haben gegen das Gesetz verstoßen und große Gewinne gemacht
    Da es viel mehr Geld als Werte gibt und ständig neues gedruckt wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das System kippt. Ob sich die Migranten das gefallen lassen, wenn sie nichts mehr bekommen? Sie sind nicht so harmlos wie dei Alpentrotteln!

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Juni 2011 19:21

      Aus der Traum vom Schlaraffenland und Friedensprojekt Europa.

      Da wird der Mustu Kapüttmach, der Wassili Bizzarowitsch und der Ante Digitalic schön blöd schauen, wenn sie mit dem Vlad Pittorescu und dem Defraudantos Bankrottopulos darum streiten müssen, wer den letzten Euro, falls der noch was wert ist, bekommt.

      Und alle werden auf die Eingeborenen losgehen.
      Also schnell noch die Wehrpflicht abschaffen. Am Krieg sind jene schuld, die Widerstand leisten.

  3. kaffka (kein Partner)
    08. Juni 2011 17:09

    Also jetzt wurde der Artikel freigeschaltet, was soviel heisst, dass ihn auch die nichtzahlenden Mitglieder lesen dürfen. Das ist also einer der Vorteile, die zahlende "Partner" des Blogs haben (zu Recht!)
    Wenn aber der Nichtzahlende auch gleich an den Artikel herankommen will, liest er ihnauch sofort auf der homepage zB der "Eurothek" (der richtige Titel fällt mir gerade nicht ein) oder wenn er das Streitgespräch mit der Frau Krawagner schon früher lesen will in den Salzburger Nachrichten in denen der Artikel gleichzeitig erscheint.
    Was ist dann der Vorteil für den der zahlt?

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Juni 2011 17:28

      Man kann 24 Stunden früher mit der Schreib-Therapie beginnen, die man gar nicht bräuchte, wenn man weder Zeitungen liest noch ins Netz oder TV glotzt.

    • Erich Bauer
      08. Juni 2011 17:49

      kaffka,
      "...Was ist dann der Vorteil für den der zahlt?..."

      Radio Eriwan:
      Auch bei der Cariats Kleiderspende finden sich dann und wann "Boss"-Anzüge, die noch nie getragen wurden... :-) Wahrscheinlich bekommt die dann aber der "Toni"... :-)

    • kaffka (kein Partner)
      08. Juni 2011 23:22

      @ Bauer 17:49

      Inhalt ist mir unverständlich, sollten Sie meinen, dass ich das auch verstehen soll: Bitte erklären.

  4. Neubauer (kein Partner)
    08. Juni 2011 12:47

    Für die vorausschauenden Spieler hat so ein Crash noch den Vorteil nochmals abzusahnen und dann wertlose Papiere, soferne sie noch nicht entsorgt wurden, zu erstehen. Wetten, die werden dann gleich wieder zulegen.

  5. Neppomuck (kein Partner)
    08. Juni 2011 12:00

    Neulich, bei „Regenwurms“ …
    Hier gehen seit Monaten die Wellen hoch her.

    Ahnt man ein biblisches Ereignis, das apokalyptische Dimensionen anzunehmen droht, wie etwa * zu Noahs Zeiten, oder fühlen sie sich durch einen nahenden Feldzug gegen ihre Spezies, das sog. „Wurmgrunzen“ (in Österreich auch als „Wurmsudern“ bekannt - mittels Vibrationen treibt man die Würmer an die Bodenoberfläche, um ihrer leichter habhaft werden zu können), in ihrer beschaulichen Existenz bedroht?
    Wer kann es wissen?

    Kleiner biologischer Exkurs:
    Die Regenwurms sind eine fröhliche Familie, deren Chronik symbolisch für die wahren Nützlinge dieser Welt, die ihrem Wesen nach im unterirdischen Bereich wirken sollen, sein könnte.
    Wenn … ja, wenn da nicht die berühmte Ausnahme, von der wir ja wissen, dass sie bloß die Regel bestätigen soll, wäre.
    Ausnahmen sind Abweichungen vom Regelfall und werden bei den Regenwürmern vor allem bei Regenfall * deutlich.
    Sie kommen ans Tageslicht.

    Wenn allerdings Ausnahmen zur Regel werden, dann ist die Anarchie nicht weit.

    Nun, zu der Anatomie der Regenwürmer selbst noch eine kurze, naturwissenschaftlich gesicherte Betrachtung:
    Die „Lumbricidae“ (Regenwürmer) bestehen im Wesentlichen aus Pharynx (Rachen), Darm und Anus (A.-Loch) sowie aus Muskelringen, die von einer widerstandsfähigen Haut, die dem Ganzen den nötigen Halt verleiht, umschlossen werden.
    d.h. in Kürze: Die Mundöffnung führt beim Regenwurm geradewegs in den Darm, der ihn von vorne bis hinten vollständig durchzieht.
    Viele Arten sind mehr oder weniger rot gefärbt, andere dagegen haben dunkle Pigmente, welche die Hautoberfläche eher hellgrau oder grau-schwarz erscheinen lassen.

    Im Jahr 2004 wurde übrigens der für den Naturkreislauf nützliche Regenwurm vom Naturschutzbund Deutschland zum „Wirbellosen Tier des Jahres“ erklärt.
    Der Begriff „Rückgrat“ (Wirbelsäule = Summe aller Wirbelknochen) soll ein Synonym für Haltung, Zuverlässigkeit etc. sein.


    Regenwürmer sind außerdem Zwitter (somit ideal „gegendert“) und besitzen daher weibliche wie auch männliche Geschlechtsorgane, was zulässt, dass sie sich wechselseitig befruchten können.
    Sie verfügen auch über ein beachtliches Regenerationsvermögen. So ist es den Tieren möglich, nach der Durchtrennung ihres Körpers ihr Hinterende (wer spricht jetzt noch von einer genetischen Sackgasse?) fast vollständig wieder auszubilden. Sie sind auch in der Lage, sich in bestimmten Gefahrensituationen selbst zu verstümmeln, z. B. wenn sie ein Fressfeind gepackt hat. Hierbei schnürt der Wurm am Hinterende eine Reihe von Segmenten ab und überlässt sie dem Räuber, um sich mit dem restlichen Körper durch Flucht in Sicherheit zu bringen.

    Wie komm’ ich bloß jetzt auf die Assoziation „Banker und Politiker“?

    Wohl weil diese eine Spezialform des „zoon politicon“, was den Körperbau (siehe) wie auch die „Wirbellosigkeit“ (fehlendes Rückgrat) der „Lumbricidae“ anbelangt, darstellen. Obwohl sie uns und sich selbst ständig in einen Wirbel zu reden versuchen.

    Wer wäre also unter den sich abzeichnenden Auspizien nicht aufgeregt?
    Ich bitte daher um wohlwollendes Verständnis.

    • kaffka (kein Partner)
      08. Juni 2011 18:52

      @ neppo

      Dieser Kommentar ist schlicht und einfach eine Frechhheit, die Einem nur die Zeit stiehlt

    • Anton Volpini
      08. Juni 2011 18:58

      Nein kaffka, dieser Wurmbeitrag ist genial, so scheiden sich die Geister....

    • kaffka (kein Partner)
      08. Juni 2011 23:08

      nein Volpini,
      da schied sich der Geist von den Geistern!

    • einfacheinnick (kein Partner)
  6. cmh (kein Partner)
    08. Juni 2011 09:45

    Wegnehmen

    Den Bankenmanagern die Sicherheit, für schlechte Geschäfte nicht zur Verantwortung gezogen zu werden.

    Hier wäre ein Gesetz, möglichst weltweit akkordiert, einmal erforderlich.

    Etwa so: Egal, was in den Managerverträgen drinnensteht, wenn ein Kreditinstitut oder dergleichen krachen geht, dann muss jeder Manager damit rechnen, dass er Mittel aus der Privatschatulle nachschießen muss.

    So ist es ja auch bei den bösen Eigentümerkapitalisten, bei denen man nur die goldenen Berge zu sehen meint und nicht die Schnelligkeit, mit der diese wieder schmelzen können.

    Dass das privaten Vereinbarungen widerspricht, kann nicht so ein großes Problem sein. Beim österreichischen Mietrechtsgesetz geht das ja auch ganz gut. Und die Bürgschaften, die von den Banken bei einer Kreditvergabe auch von Ehepartnern verlangt werden und auch nach vollzogener Scheidung gnadenlos in Anspruch genommen werden. Also brauchen die Bankenmanager nicht schreien, wenn sie gerupft werden. Guter Tropfen - böser Tropfen eben.

    Das Argument der Umgehungshandlungen sollte mit geeigneten rückwirkenden Bestimmungen einfach in den Griff zu bekommen sein.

    • brechstange
      08. Juni 2011 10:06

      Es wäre höchste Zeit, die Manager in Haftung zu nehmen. Vielleicht werden dann die Auswüchse, dass man Vorstand und Aufsichtsrat gegengleich besetzt, auch gleich mitgeregelt. Das ist Korruption pur.

    • cmh (kein Partner)
      08. Juni 2011 15:23

      Bevor ich noch des Plagiates bezichtigt werde:

      Einer der werten Mitblogger hat die Geschichte von Sun Tze und der Armee der Hofdamen erzählt.

    • Erich Bauer
      08. Juni 2011 15:44

      cmh,
      "...Bevor ich noch des Plagiates bezichtigt werde..."

      Ich wundere mich eh warum die Advokaten nicht schon längst die Musikgeschichte durchgescannt haben. Das mit den 70 Jahren kann doch kein rechtliches Problem sein. Man muß das halt ändern.

      Wenn man bedenkt, daß Mozart von Haydn, Händel von Bach... gegenseitig die Noten "gestohlen" haben.... ja, teilweise wirklich ganze Passagen, für den Musikkenner hörbar, abgeschrieben wurden...

      Ich glaube Mozart würde heute von seinen bißchen mehr als 30 Jahren Lebenszeit zumindest 20 Jahre einsitzen...

      Advokaten hassen jede Form der Kreativität. Es sind einfach widerwärtige nekrophile Zeitgenossen, die man im Zuge der hoffentlich bald eintretenden Wendezeit entsorgen sollte...

    • brechstange
      08. Juni 2011 15:54

      @Erich Bauer
      Und amerikanische Advokaten sind ja noch besser. Die beantragen, dass ein Video, welches abscheuliche Missbrauchsszenen eines amerikan. Kinderarztes zeigt, vor Gericht nicht als Beweismittel zugelassen werden darf, weil es vorab veröffentlicht wurde.
      Denen ist nichts zu grausig, wie es scheint.

    • Erich Bauer
      08. Juni 2011 16:25

      brechstange,

      Naja... dann wurden wahrscheinlich vorher die "Urheberrechte" abgegolten. Ab dann ist für jende Advokaten alles gut...

    • kaffka (kein Partner)
      08. Juni 2011 19:01

      @ cmh
      Dieser Vorschlag ist reines Unrecht!

      Die Sache wäre nur dann lösbar, wenn man es so macht, wie man es mit den Vorständen der Hypo Adria .. Bank gemacht hat: man stellt fest ob sie in irgend einer Form Handlungen vorgenommen habe die in direktem Verlust für die Bank geendet haben UND von keinem Beschluss der Bank gedeckt sind. (Untreue).

      Da diese Untreue aber in fast allen Staaten von den Vorständen der Staaten (Bundesregierung) und Aufsichtsräten der Staaten (Parlament) vorsätzlich selbst machen üblich ist. wäre es ungerecht es bei den Bankmanagern, die genau dass Selbe machen zu verfolgen und bei den Staatsmanagern nicht!

    • cmh (kein Partner)
      08. Juni 2011 19:48

      kaffka

      Wenn der Vorschlag reines Unrecht ist, dann muss auch das gesamte Konkursrecht Unrecht sein. Denn einem privaten Unternehmer, der mehr verbraucht hat als eingenommen, werden die sprichwörtlichen Hosen ausgezogen. Ich würde dem Privaten dann auch empfehlen, eine supertolle Bonusvereinbarung mit seinem zu fallierenden Unternehmen abzuschließen, die ihm niemand mehr abnehmen darf.

      Es soll auch niemandem etwas schlimmes geschehen, man sollte aber doch das Auseinanderfallen von Handlung und Verantwortung gerade bei Bankmanagern, aber auch bei Politikern einmal thematisieren. Denn gerade das ist der Grund für den Unmut beim Fußvolk, dass Manager eben keine Konsequenzen für ihre Entscheidungen zu tragen haben, die Arbeiter aber sehr wohl. (Kleine Anmerkung: Im Sezessionskrieg gab es das Wort : Rich man's war, poor man's fight.)

      Weiters ist es ein gewaltiges moralisches Problem, dass Leute, die sich als Experten gerieren, sich von unverantwortlich gestellten Politikern Anweisungen geben lassen müssen, die sie selbst nur unverantwortlich gestellt ausführen können. Kompliziert ausgedrückt. Was wird ein Manager es solchen fallierten Unternehmens dann sagen: Ich haber nur meine Pflicht getan. Oder so etwas. Das kann es doch nicht sein.

      Warum wurden denn die Nationalbanken der Staaten immer von der Poltik unabhängig konstruiert? Warum bruachen wir die Idee einer Gewaltentrennung, die ja alles nur komlizierter und langsamer macht?

      Das Unrecht liegt doch wohl eher bei den Managern, die gegen ihr Wissen den Wünschen der Politiker (aus der Wolfsschantze möchte ich ironisch ergänzen.) und damit einen Schaden am Vermögen des Staates und - vorallem das - Regeln des Staates dadurch, dass sie diese nicht einhalten in ihrer Kraft beeinträchtigen und dadurch der Rechtsordnung schwersten ideellen Schaden zufügen.

  7. Herby (kein Partner)
    08. Juni 2011 09:06

    Herr Dr. Unterberger schwimmt im obigen Artikel über die Griechenlandkrise gegen den Mainstream und ist ein "Rufer in der Wüste".

    Ich bin froh dass es in der derzeitigen mießlichen finanzpolitischen u. wirtschaftspolitischen Lage noch einige mutige Experten, Journalisten und Blogschreiber gibt die sich trauen gegen den gehirnwäscheähnlichen Mainstream anzuschwimmen.

    Täusche ich mich oder liege ich richtig:
    Sind die Ansichten von Unterberger fast deckungsgleich mit denen des deutschen Wirschaftswissenschaftlers Hans-Werner Sinn ?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Werner_Sinn

    Daher mein Wunsch: Mehr Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit für Leute wie Unterberger u. Hans-Werner Sinn!!

    • Anton Volpini
      08. Juni 2011 09:43

      Dazu noch Hans Olaf Henkel, Roland Baader und Max Otte!

      Der wichtigste aber ist Ludwig v. Mises!

    • cmh (kein Partner)
      08. Juni 2011 09:47

      Mises ist überhaupt ein Antidot gegen die derzeit gängige Voodooökonomie.

    • brechstange
      08. Juni 2011 10:03

      @Volpini

      Oft frage ich mich, sind die meisten Journalisten Sozialisten oder sind sie nur einseitig und kurzsichtig.

      Kürzlich wurde ein Interview mit Thomas Klau in der Presse gedruckt, der das Verhalten der EZB mit den Anleihenankäufen, etc. lobt. Auf Anfrage, wer dieser Herr sei und was der VorwärtsVerlag sei, schrieb mir der Journalist Grimm zurück
      "Herr Klau leitet derzeit das Pariser Büro des überaus honorigen European Council on Foreign Relations, seinerzeit Korrespondent der "Börsen-Zeitung" war und 2000 die "Financial Times Deutschland" mitgegründet hat.
      Wie Sie in diesem Zusammenhang auf den Vorwärts-Verlag kommen, entzieht sich meiner Kenntnis, aber soweit ich mich recht entsinne, war das der einstige Verlag der SPÖ."

      Dieser honorige Klub wird finanziert von Interessensträger Kissinger und Co, der VorwärtsVerlag ist ein SPD-naher Verlag, gegründet von Wilhelm Liebknecht.

    • Anton Volpini
      08. Juni 2011 10:58

      Herr Klau? Nomen est omen!

  8. HJR
    08. Juni 2011 08:01

    Ich habe jetzt wieder "Obelix Gmbh & Co KG" herausgekramt. Meines Erachtens das weltbeste Lehrbuch der Finanzwirtschaft - sogar für jene, die des sinnerfassenden Lesens nur eingeschränkt mächtig sind. Darüber hinaus höchst vergnüglich! Und angesichts des Erscheinungsdatums überaus visionär!

  9. xRatio (kein Partner)
    08. Juni 2011 03:36

    @Dr. Unterberger
    Mit anderen Worten: Die tollen Feuerlöscher des Finanzbrandes sind selbst die ärgsten Brandstifter gewesen.

    Volltreffer!!! :-) :-)

  10. Dr. Dieter Zakel MA
    07. Juni 2011 20:41

    Demokratie gegen Republik; das ist ja härter als Simmering gegen Kapfenberg :-)

  11. Johann Scheiber
    07. Juni 2011 20:34

    Interessanter, aber sehr langer Beitrag von MAX!MAX:

    Geheimbünde braucht es nicht mehr

    Es ist die Mainstreamlehre seit Adam Smith, die uns zu angeblichen Experten macht und nach denen die Welt heute funktioniert und nach der wir alles beurteilen. Das dümmste ist die Buchhaltung, welche nur dazu dient Schuld zu verwalten und damit zu Profitdenken führt und unser Wertesystem total
    verbiegt. Wir kamen nicht auf diese Welt um Profite zu machen und vergessen unsere eigentliche Aufgabe.

    Die Papierschnipsel sind alles nur wertlose Rechen- bzw Zähleinheiten nach deren Erhamsterung wir uns selbst beurteilen und welche es der ‘Hochfinanz’ erlaubt die Welt aufzukaufen und zu versklaven. Dies funktioniert nur weil
    wir bereit sind dafür unser letztes zu geben und unsere Seele zu verkaufen.

    Lemminge versuchen immer nur Unterschiede zu beobachten und zu verstehen. Für die ‘Hochfinanz’ hingegen ist es nur wichtig ein System zu haben, welches ihr die Kontrolle über die Lemminge gibt.

    Der Unterschied zum Exodus ist: dass damals basierte die Wertigkeit auf Gold und heute basiert sie auf Papier.
    Ihre Buchhaltung/Bilanzen gleichen sie heute mit ‘SDR’ (Special Drawing Rights) aus und damit kann das Spiel endlos weitergehen.

    Ein Staat kann sich buchhalterisch zwar überschulden, kann aber jederzeit entschuldet werden, denn dies ist ja nur eine Frage der Spielregeln.

    Die Anwendung der Spielregel erfolgt im ‘High Powered Money Bereich’ indem der Nationalstaat die Schulden ausgleicht und dafür SDRs erhält.

    Die Lemminge denken eben immer nur nach Adam Smith im Kaufkraftgeld Bereich und gehen davon aus, dass Geld eine Wertigkeit hat.

    SDRs haben keine Kaufkraft und dienen nur dem Ausgleich der Bilanzen.

    Für die ‘Hochfinanz’ dreht es sich doch nur noch darum, alle in Armut zu halten und nur diejenigen mit Hamsterfutter zu belohnen die ihren Zwecken dienen.

    Geheimbünde braucht es nicht mehr. Spätestens seit Bretton Woods gibt es nur noch Interessengemeinschaften deren Mitglieder (wie auch alle anderen Menschen) sie selektiv kaufen und jeder der bereit ist ihnen zu dienen, muss
    nicht mehr Logenmitglied sein um mit Papier belohnt zu werden.

    Egal ob Bankiers, Gerichtsvollzieher, Knöllchenschreiber, Richter, Staatsanwalt, Finanzbeamte oder Politiker – sie alle unterdrücken das Volk und dienen dem System ohne Geheimbundmitglieder zu sein.

    Die Massen von ‚undienlichen Hamstern‘ die nur noch ihrer selbst Willen strampeln, werden kontinuierlich verarmt.
    Dieses Selektionsverfahren von ‚dienlich/undienlich‘ Hamster ist in das System eingebaut und heißt Materialismus.

    Solange wir den nicht überwinden, halten wir uns selbst in dem System gefangen und es wird nie kollabieren.

    Es ist unter
    denkenden Kreisen nicht mehr nötig sich mit Hinweise auf
    Illuminaten und Verschwörungen auszudrücken. Es gibt sie
    nämlich nicht mehr. Wir werden heute alle über
    Papierschnipsel geführt und bedürfen der alten Geheimbünde
    nicht mehr. Die Mafia hat sich modern umstrukturiert und wir
    erkennen langsam alle, wie wir heute manipuliert und gelenkt
    werden.

    Geld ist wie ein riesiger Magnet der uns alle in seinen Bann
    zieht und nur wenige ‘verrückte’ würden ein gigantisches
    Vermögen für eine geringe Gefälligkeit ausschlagen.

    Die ‘Hochfinanz’ hat das Papiergeld erfunden und uns dazu
    abgerichtet unsere Leistung dafür herzugeben, uns selbst
    darüber zu vergessen und sogar unsere eigene Familie und
    Kultur dafür aufzugeben, wenn immer der Preis dafür nur stimmt.
    Mit ihren Papierschnipseln kaufen sie die ganze Welt auf!
    Die Mehrzahl der heutigen Opposition zu diesem System möchte
    das System dahingehend ändern, dass zwar alles in alten
    Schienen weiterläuft, wenn sie nur an dem Reichtum einiger
    weniger teilhaben können. Die sozial erzogenen wollen eine
    Umverteilung, die Gesundheitsapostel Ernährung und
    Lifestile, die Energiefreaks freie Energie, usw. alle
    Hamster kämpfen für ihre unterschiedlichen Ziele und
    Glaubenssätze, aber sie wollen dieses ‘zivilisierte’ Leben
    beibehalten und keinesfalls einen Paradigmawechsel. Wären alle
    Glaubensrichtungen ein Orchester, so würde jeder sein
    eigenes Instrument nach eigenen Noten spielen und am Ende hören
    wir nur viel Lärm aus der Masse aber eben kein klarer Ton und
    schon gar keine Musik.

    Wenn Geld, und damit der Materialismus in uns die treibende
    Kraft ist – und Geld nur aus Papierschnipsel besteht, wieso
    reden dann alle vom Crash?

    Einen Crash kann es nicht geben! Die Crashsitutation der
    Vergangenheit dienten alle – ebenso wie die Kriege des
    vergangenen Jahrhunderts – nur der Etablierung des privaten
    Geldsystems in Bretton Woods und sind daher naive Beispiele
    der Apokalyptiker.

    Wir wissen doch, dass Papierschnipsel wertlos sind und nur
    der Steuerung der Massen dienen, was ohne Geld nicht möglich
    wäre.
    Man muss sich nur mal aus der Rolle der Hamster lösen und
    sich in die Rolle der ‘Götter’ versetzen und überlegen was
    wir wohl am besten in deren Sinn anstellen. Ich denke dabei
    nicht an die edlen Ziele was man tun sollte, sondern wie
    diese ‘Götter’ denken und handeln.

    Sie kennen nur eine Zweiklassengesellschaft. Götter und
    Hamster. ‘Gojim und Auserwählte’
    Die Globalisierung hat zum Ziel eine einheitlich steuerbare
    Hamstersorte zu schaffen und jegliche Unterschiede der
    Vergangenheit zu verwischen – cross breeding – cross
    Ansiedlung.
    Hamster dienen nur den Göttern und dafür wurde das
    Hamsterfutter geschaffen.
    Wer sich nützlich erweist bekommt Hamsterfutter.
    Die anderen bekommen nichts und werden systemisch verarmt.
    Sie müssen nur hungrig genug sein um gefügig zu werden.
    Auch ein Frank Eckhardt kann nur großer Farmbesitzer in
    Kanada sein, weil er sich mal genug Geld erhamstert hat.

    Die Hamster selbst, werden sich nie gegen das System
    auflehnen.
    Siehe Zeltstätten in den Wäldern der USA oder die Ärmsten
    der Armen in aller Welt.
    Sie alle sind nur damit beschäftigt, wie man an mehr
    Hamsterfutter ran kommt und gleichzeitig am ‘bequemsten’ mit
    immer weniger auskommt. Das Wort ‚bequem’ ist hier wichtig
    wie wir später noch beim ‘autarkwerden’ lesen.

    Alle Revolutionen dieser Welt wurden immer von Fanatikern
    mit gigantischen Hamsterfuttermengen der Götter angezettelt.
    Hamster lassen sich immer leicht fanatisieren. Sie tun was
    ihnen logisch erscheint und am besten verstehen sie
    vorgekautes und natürlich ‘bares’!
    Ethik und Moral wird ebenfalls immer vorgekaut. So segnen
    die Priester die Kämpfer vor jeder Schlacht und sagen ihnen
    dass es Gottes Wunsch wäre dass sie siegen. Töte oder werde
    getötet und schon ist alles gerechtfertigt.

    Man lese die MaxNews v.27.2.09 Fabian Society – Wie die Welt
    funktioniert – Bauplan der globalen Versklavung und
    betrachte sich genau das Bild. (bei Bedarf anfordern)

    In den letzten 60 Jahren gab es 42 Crashankündigungen! Keine
    einzige traf ein, weil es letztlich immer nur eine Sache der
    Buchführung und Bilanzen ist, welche die ‘Hochfinanz’ immer
    so bewerkstelligen kann wie sie wünscht – und wie das geschieht
    verrät sie natürlich den verbildeten Experten und von den
    Hamstern so geschätzten Apokalyptikern nicht.
    Das System muss am laufen gehalten werden, denn sonst
    verlieren sie die Kontrolle über die Hamster.
    Wenn diese erst mal gelernt haben ohne Geld auszukommen,
    wären sie nicht mehr kontrollierbar.

    Wenn das bis hierher klar ist, so könnten wir in die Logik
    tiefer einsteigen, doch können eben viele gerade hier
    nicht mehr folgen, weil sie sich an ihre Ethik und Moral
    gebunden fühlen, die sie zum Gutmenschdasein anhält.
    Einige der Fehler denen diese Gutmenschen anhängen sind die
    verbildeten Lehren der ‘Götter’ welche neben Religion auch
    die Mathematik mit ihren Unterlehren wie Wirtschaft und
    Finanz beinhaltet. Es sind diese Lehren, nach welchen das
    Hamsterfutter verteilt wird und welche einen Crash nahe
    legen, wenn die Buchhaltung nicht mehr mit den ‘göttlichen
    Regeln’ übereinstimmt.

    Der Verteilmechanismus für das Hamsterfutter erfolgt über
    Regierungen und Banken, welche momentan bei der Masse der
    Hamster noch erforderlich sind.
    Hamster werden über Schulden gesteuert. Siehe 5.Beitrag heute.
    ‘SDR’ (Special Drawing Rights) kann wie ‘high powered money’
    verwendet werden. Es gleicht die Bilanz aus und entschuldet.
    Egal ob bei den Regierungen oder Banken, – gerettet wird nur
    was nützlich ist und dem Ziel der Hamsterkontrolle dient.

    Kriege wird es in Zukunft nur noch in den noch nicht
    übernommenen Gebieten geben. Die unter der
    Kontrolle der Götter stehenden Gebiete, werden
    gegen die Terrorgefahr einzelner Hamster hochgerüstet, was
    gleichzeitig die totale Kontrolle über jeden einzelnen
    Hamster ermöglicht. Sie verwalten und unterdrücken uns durch
    unserer eigenen Mitmenschen und Landsleute. Dadurch sind die
    Hamster nichtmal in der Lage ein klares Feindbild zu
    entwickeln ohne gleichzeitig einen totalen Vertrauensverlust
    gegenüber den eigenen Mitmenschen zu empfinden. Wer
    auffällt, wird zunächst beobachtet und dann aus der Masse
    herausgelöst. Damit dies effektiver geschehen kann, werden
    zum einen die Gesetze verschärft um die einzelnen Hamster
    leichter und schneller auszusondern und zum anderen ist ein
    permanent laufendes ‘Entvölkerungsprogramm’ am laufen.

    Heute haben sich die Hamster zu einer Plage vermehrt und
    werden deshalb umfeldverträglich reduziert.
    Es erfolgt eine Auswahl nach Nützlichkeit.

    Im weiteren erleben momentan eine deutliche Reduzierung durch
    Fruchtbarkeitsminderung.
    Unsere gesamte Nahrung trägt neben der Krankmachung und einem
    frühem Tod (Durchschnittsalter von weit weniger als 100
    Jahren) zur Unfruchtbarkeit bei. Das scheint der tiefere
    Sinn hinter der Genmanipulation. Nichts wächst mehr ohne
    Kunstdünger, Pestizide oder Haltbarkeitsmacher.
    Die Hamster müssten eigentlich an ihrem Übergewicht und
    ihrem allgemeinen Gesundheitszustand bemerken, dass diese
    Nahrung ungesund ist und fressen trotzdem überwiegend nur
    die vorbehandelte, abgepackte und manipulierte Ware.
    Die natürliche für uns vorgesehene Ernährung und Lebensweise
    ist für die Massen zu unbequem.
    Der stressvolle Lebensstil der Massen hat nichts mehr mit
    dem ursprünglichen Sinn der Schöpfung gemein.
    Es kann nicht der Sinn der Schöpfung gewesen sein, dass wir
    uns bemühen ein möglichst bequemes Leben mit möglichst viel
    Geld haben.
    Geld ist eine anonymisierte Form der Verschuldung. Wir
    wissen nicht mehr wer sich dafür verschuldet hat und es
    interessiert uns auch nicht mehr, wir wollen nur noch
    möglichst viel von diesen Scheinchen erhamstern. Dadurch
    haben die Hamster eine vorgekaute Logik angenommen, welche
    sie in eine totale Abhängigkeit zu diesen ‘Göttern’ bringt.
    Es ist das Gegenteil von ‚Fei Lun’!
    Zumindest seit römischen Zeiten ruft das Volk nach ‘panem et
    circenses’ (Brot und Spiele – Neudeutsch H4&TV) und
    neuerdings rufen einige der Hamster auch noch nach
    Grundgehalt für alle…. LOL – sie sind alle so perfekt
    umerzogen, dass sie eben total durch das Hamsterfutter
    gesteuert und verblödet wurden.

    MaxNews klärt seit über 20 Jahren nun über unser Geldsystem
    auf. Alle unsere Handlungen werden dadurch bestimmt. Nur
    nach Freiheit zu rufen macht keinen Sinn, denn Freiheit kann
    es nur ohne Geld geben weil Geld immer Abhängigkeiten
    erzwingt.

    Um das System zu ändern ist die schmerzfreieste Art die
    eigene Lebensweise anzupassen. Versorgen Sie sich selber.
    Werden Sie autark. Verwenden Sie Geld nur für die Dinge im
    Leben die Sie sich anderweitig nicht gegen ‚Fei Lun’
    beschaffen können.
    Das wäre schon ein großer Fortschritt.

    • Anton Volpini
      08. Juni 2011 06:52

      "Einen Crash kann es nicht geben"

      Falsch Johann, auch die Großfinanz kann Naturgesetze nicht aushebeln! Und es ist einmal eines der Naturgesetze, daß aus nix, nix werden kann... :-)

  12. Dr. Dieter Zakel MA
    07. Juni 2011 20:30

    Machen wir uns doch nichts vor. Wer spart ist ein Trottel. Wenn der Staat will kommt er doch auch an Gold Eigentumswohnungen und Immobilien heran. Also. Das ganze nicht so eng sehen.

    • Haider
      07. Juni 2011 23:12

      Gold im Banksafe: Einfaches Gesetz regelt den Zugriff des Staates auf alle Safes. Eigentumswohnung als Geldanlage: Staatlich geregelter Mietzins enteignet mit einem Schlag jedes Wohnungseigentum.
      Immobilien lassen sich schwer in einem Koffer mitnehmen.
      Nur Schuldner profitieren in großem Maßstab vom Kollaps, also Staaten.

  13. mike1
    07. Juni 2011 15:31

    die sozis als die üblichen brandstifter:

    aus "presse.at":

    Die Stadt Wien hat im Vorjahr deutlich mehr Schulden gemacht als 2009. Der Gesamtschuldenstand erhöhte sich um 1,2 Milliarden und liegt nun bei 3,07 Milliarden Euro. Das geht aus dem Rechnungsabschluss 2010 hervor, den SP-Finanzstadträtin Renate Brauner am Dienstag präsentierte.

    Bis Ende dieses Jahres wird das Schuldenkonto der Stadt noch weiter anwachsen. Brauner kündigte allerdings an, die Neuverschuldungsquote heuer drosseln zu wollen. Im Budgetvoranschlag 2011 sind 621,3 Millionen Euro Neuverschuldung vorgesehen.

    Die Finanzstadträtin nannte den Rechnungsabschluss als "Beleg für die Stabilität und Seriosität der Wiener Finanzpolitik". Sie argumentierte, dass die Bundeshauptstadt - gemeinsam mit Tirol - in absoluten Zahlen die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aufweise: Diese betrug im vergangenen Jahr 1.807 Euro. Auf Bundesebene liege der Wert bei 22.296 Euro.

    Opposition: "Budgetpolitisches Desaster"
    Weniger begeistert reagierte die Opposition. FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus bezeichnete es als "Frechheit", dass Brauner den Rechnungsabschluss zum Anlass genommen habe, ihre eigene Politik zu bejubeln. Dass die Ressortchefin die "ausufernde Verschuldung" als Krisenbekämpfung verharmlose, lasse er nicht gelten.

    ÖVP-Chefin Christine Marek ortete ein "budgetpolitisches Desaster". Der Schuldenstand für Ende 2010 sei zunächst mit "besorgniserregenden" 2,94 Mrd. Euro prognostiziert worden. "Nun sind es bei der Endabrechnung sogar 3,07 Mrd. Euro! Zum Vergleich: Vor vier Jahren betrug der Schuldenstand noch 1,4 Mrd. Euro", rechnete Marek vor.

    nochmals zu Brauner: "Budget ist Beleg für die Stabilität und Seriosität der Wiener Finanzpolitik"

    ist das nicht unglaublich ???

    • Wertkonservativer
      07. Juni 2011 16:13

      Ja, das ist unglaublich, lieber mike1 !
      Doch anscheinend gibt es in den höheren Polit-Regionen nur mehr Menschen, die sich selbst und auch die ihnen anvertraute Bevölkerung des Landes belügen!

      Ich halte es für fast ausgeschlossen, dass einigermaßen intelligente "Würdenträger" (bei Frau Brauner bin ich mir diesbezüglich nicht sicher!) wirklich und ehrlich glauben, was sie da an Vertuschungs- und Verharmlosungs-Szenarien dem Volk weismachen!
      Ein Schüssel müsste wieder her!

    • mike1
      07. Juni 2011 17:38

      lieber wertkonservativer : genau so ist es, der - oder auch: ein - schüssel müsste wieder her. er war der einzige, der den richtigen weg gehen wollte, aber faymann und blaugrüngenossen wußten, wohin das kronevolk hin wollte....

    • Erich Bauer
      07. Juni 2011 17:58

      mike1,
      "...das kronevolk hin wollte..."

      Und der "Dachgiebel-Konrad" ließ ihn via "profil" u.a. mit "Dachziegeln" bewerfen... Wahre "Bürger" sind so...

    • Anton Volpini
      07. Juni 2011 18:59

      @mike1

      Dr. Helmut Brandstätter, ehemaliger ORF Korrespondent und jetzt Kurier-Chefredakteur in einem Interview der "Forstzeitung" 06/11 (verkürzt wiedergegeben)

      "Öffentliche Anzeigenschaltungen von österreichischen Ministerien oder Unternehmen wie ÖBB und Asfinag, machen inzwischen über €95 Mio aus. Das ist etwa das Budget der WU Wien. Die Ministerien € 17 Mio, die Stadt Wien € 35 Mio.
      "Heute" bezieht etwa ein Drittel ihrer Anzeigen ausschließlich von öffentlichen Stellen, Anteil bei "Österreich" ca 20%, Kurier 9%.
      Das gilt es kritisch zu hinterfragen, schließlich handelt es sich um unser aller Steuergeld!"

      Das ist part of the pyramidgame , würde unser Uwe Scheuch sagen....

    • Haider
      07. Juni 2011 23:24

      Und da gab's einmal einen sozialistischen Finanzstadtrat Slavik, der war auf seine Rathaus-Milliarde (zugegeben in echten Schillingen) stolz. Und heute? Milliarden € Schulden locken unserer allseits beliebten Finanzstadträtin Bräuner höchstens ein lockeres "Halöchen" heraus.
      Wenn ich die Bundes- und Gemeindeschuld zusammenrechne, dann haben meine Frau und ich mitsammen fast € 50.000,- Schulden ohne je gefragt worden zu sein. Gewählt habe ich diese Bankrotteure natürlich nie, aber es nützte - wie man sieht - nichts!

    • HJR
      08. Juni 2011 08:06

      [... Vor vier Jahren betrug der Schuldenstand noch 1,4 Mrd. Euro", rechnete Marek vor ...]
      Dass die Marek nicht nur "Lotsen" kann, sondern auch Rechnen, wusste ich gar nicht!

      [... ist das nicht unglaublich ??? ...]
      Nein, keineswegs! Im Gegenteil, dies entspricht vollinhaltlich meiner (privaten) Prognose.

  14. perseus
    07. Juni 2011 15:13

    Der Sinn des Gelddruckens wird von Hanns-Hermann Hoppe in seinem Robinson-Freitag-Gleichnis wie folgt dargestellt:

    Robinson gewährt Freitag in Form von Fischen, die er selbst nicht konsumiert, ein Darlehen. Dieses versetzt den Debitor in die Lage, einige Tage nicht der Nahrungsbeschaffung widmen zu müssen, sondern für die Produktion eines Netzes einzusetzen. Danach ist er mit dessen Hilfe imstande, sowohl das Darlehen nebst Zinsen an Robinson zurückzuzahlen, als auch seine eigene Produktion zu erhöhen. Der für beide Seiten entstandene Nutzen ist offensichtlich. Erhält Freitag– mangels ersparter Fische – anstelle derselben lediglich einen Zettel mit der Aufschrift „Fische“, wird der Unsinn dieser Aktion augenblicklich klar. Freitag kann sein „Projekt Netzbau“ unter diesen Umständen nicht umsetzen, da Robinson in Wahrheit über keine Ersparnisse an Fischen verfügt.

    Große Volkswirtschaften unterscheiden sich von diesem Gleichnis das auf einer Tauschwirtschaft beruht nur unwesentlich. Es ist klar, dass Gelddrucken bei gleichem Kapital keineswegs zu einer Erhöhung des Wohlstands führen kann. Es führt im Gegenteil zur Inflation und damit zu einer Umverteilung von unten nach oben.

    Seit dem Abgang von Helmut Kohl in Deutschland gibt es kein Gegengewicht zu den Vorstellungen des „Club Med“ (einschließlich Frankreich) mehr. Angela Merkel hat im Osten gelernt, wie es nicht geht. Der österreichische Beitrag beschränkt sich auf einen marxistischen Universitätsprofessor Ewald Nowotny. So ist es gut, dass wir nichts zu reden haben.

    Unvorstellbar sind die Beträge um die es geht, es war noch nie so viel zusätzlich gedrucktes Geld im System, wie jetzt. Entsprechend dramatisch werden die Folgen sein. Inflation kommt sicher, der Crash auch.

    • Haider
      07. Juni 2011 23:31

      Grandios!
      Habe Ihren Robinson sofort in meine Zitatensammlung aufgenommen. Es sind immer die einfachen Beispiele, die wirklich einleuchten.

    • HJR
      08. Juni 2011 08:10

      Ein bekanntes Beispiel der "Freigeld-Theoretiker", höchst lehrreich und von umwerfender Schlichtheit! Passt wunderbar.

  15. Brigitte Imb
    07. Juni 2011 14:39

    Mehr als verwunderlich ist, dass der Insiderhandel mit CDS, der Papandreou u. seiner Familie 23 Mrd. eingebracht hat, kaum thematisiert wird.
    Der griechische Premier setzt auf die Pleite seines Landes, macht damit ein Vermögen und läßt sein Land von den EU Bürgern aushalten. Sozialisten ticken eben anders, in diesem Fall erscheint mir das kriminell, und die Steuerzahler lassen sich das auch noch gefallen.

    http://www.unzensuriert.at/content/004424-Griechenland-Spekuliert-der-Premier-gegen-sein-eigenes-Land

    • werauchimmer
      07. Juni 2011 16:24

      Wert für den Sicherungsnehmer hat ein CDS aber erst zum Zeitpunkt des Eintritts der Zahlungsunfähigkeit.

      Aus Sicht des Sicherungsgebers hat der CDS einen Wert erst zum Zeitpunkt seines Ablaufes, wobei die Laufzeiten sich in der Regel über Jahre erstrecken. Erst dann weiß der Sicherungsgeber, dass er Prämien kassieren hat können, ohne im Gegenzug als Folge von Ausfällen verpflichtet zu werden.

    • brechstange
      07. Juni 2011 18:55

      @werauchimmer

      Soweit mir bekannt ist, wurden diese von der Hellenic Postbank im Sommer 2009 mit 2 Jahre Láufzeit erworben und mussten von der Postbank im Dez. 09 an die neu gegründete IJ Partner SARL Genf auf Anweisung von Papandreou verkauft werden, dh die machen jetzt Cash, ab Mitte Jänner 10 begann der steile Anstieg. Ein klares Insidergeschäft, wie es scheint.

    • werauchimmer
      07. Juni 2011 22:21

      Nachtrag: Solange es keinen Markt für noch nicht abgelaufene CDS gibt oder keine etablierten Buchmacher-Werte, ist die Bewertung noch laufender CDS eine sehr theoretische Sache.

    • werauchimmer
      08. Juni 2011 02:03

      @ Brechstange:

      Unsere Beiträge haben sich überschnitten:

      Im Sinne des von mir bereits Gesagten gilt aber auch unter der Annahme, dass Ihre Informationen richtig sind, dass die IJ Partner SARL nur "Cash" macht, wenn kurz vor Ablauf ein spekulativer Abnehmer gefunden wird.

      Denn schließlich ist bei Griechenland dank EU + Umschuldungen kein Zahlungsausfall eingetreten, sodass die SARL, die in die Stellung des Sicherungsnehmers eingetreten ist, keine Ansprüche an den Sicherungsgeber zum Zeitpunkt des Ablaufes im (Hoch-?)Sommer 2011 stellen kann.

    • brechstange
      08. Juni 2011 08:47

      @werauchimmer
      Wir werden sehen, wie es im Hochsommer ausschaut.

  16. Erich Bauer
    07. Juni 2011 14:09

    "...der diversen Basel-Abkommen..."

    Treichls rührende Sorge um die "Realwirtschaft" bezog sich bekanntlich auf die "Reservevorschriften" bei der Kreditvergabe an KMUs. Die derzeit exorbitant hohen Zinsen für betriebliche Investitionen störten ihn ja nicht so sehr. Hat sowieso nie jemanden gestört. Klar doch, betriebliche Investitionen sollen ja GEWINNE (pfui) erbringen. Ist ja klar, dass dann Kredite auch etwas kosten müssen! Eigenkaptialbildung ist ja nicht möglich - da längst wegversteuert.

    Wie dem auch sei, das ist nicht zu vergleichen mit Solidaritätsbeweisen an Staaten.

    Die "Pizzas" werden bestellt, "angeschrieben", massenhaft verteilt... und wenn sie verspeist sind, sind sie eben weg... Und bald schon stellt sich erneut Hunger bei den Wählermassen ein... Das hat alles so überhaupt nichts mit KREDIT zu tun!!!

    • HJR
      08. Juni 2011 08:11

      [... Das hat alles so überhaupt nichts mit KREDIT zu tun!!! ...]

      Nein, aber mit Wahnsinn!

  17. Norbert Mühlhauser
    07. Juni 2011 13:20

    Aber bitte, mein Herrschaften, nur keine Panik auf der Titanic!

    Die PIIGS zahlen ja ehhhh Zinsen für die Umschuldung (O-Ton Leitl), nämlich in Höhe der (absehbaren) Inflation in den kommenden Monaten, dh 4,5 %.

    Nicht zuletzt deshalb dürfen unsere Wirtschaftstreibenden nahezu das Doppelte an Zinsen für betriebliche Investitionen zahlen. (Und der private Kreditnehmer sowieso!)

  18. HJR
    07. Juni 2011 10:59

    Achtung, der wird "länglich":

    Der für mich am schwersten wiegende Grund, warum ich nicht an einen Gott - den allwissenden Schöpfer glauben kann, ist der, dass diese Welt, ja dieses Universum offensichtlich darauf gegründet ist, dass es in all seinen Bestandteilen - auch den nicht materiellen - sich verändern muss, um sterbend - oder auch mal elend verreckend - den Humus für das jeweils Nächste zu bilden, das dazu verdammt ist, sodann denselben Weg anzutreten.

    Das ist so - falls man der Urknalltheorie vertraut - beginnend bei jenem Urereignis, bei dem angeblich aus dem "Nichts" das "Etwas" entstand, über die Jahrmillarden dauernde Verbreitung der dabei entstandenen oder freigesetzten Materie, deren Verdichtung zu kosmischem Staub, zu Sternen, Planeten, Monden und anderem Geröll bis hin zum Vergehen der Sonnen im Kollaps der Supernovae, die dabei ihre "lokale" Umgebung vernichten und weiter bis zum finalen Akt des "Gefressenwerdens" durch ein Schwarzes Loch, über dessen ferneres Schicksal wir dank unserer endenwollenden Intelligenz keine Aussage wagen können.

    Das ist so - wenn wir einen großen Sprung wagend das Leben auf unserem Planeten betrachten - das gleichgültig, ob in Individuum oder Art, ebenso den Weg des Wachsens, des Vergehens und schließlich des Sterbens zu gehen hat und das - in welcher Form auch immer - den Humus des neuen Lebens darstellt.

    Das ist so - wenn wir jene "überpersönlichen" Gebilde betrachten, die wir als "Gruppen", "Stämme" oder "Staaten" oder neuerdings als "supranationale Gebilde" bezeichnen. Und unabhängig davon, ob wir letztere als Monarchien, Republiken oder als - jüngste menschliche Schöpfung - Demokratie, die nach einem kurzlebigen Versuch im alten Athen ihr Leben aushauchte und erst nach Jahrhunderten wieder zum Leben erwachte, bezeichneten.

    In Ansehung des aktuellen Zustandes dieser Demokratien (auch wenn ein gewisses West-Ost- bzw. Nord-Süd-Gefälle in deren "Festigkeit" diagnostiziert werden muss) kann man sich des Gedankens nicht erwehren, dass der Gipfel dessen, was man der Demokratie als Seinszweck oder Aufgaben zugeschrieben bzw. sich als deren Leistungsvermögen erhofft hat, bereits deutlich überschritten ist.

    Doch zurück zum Thema: Die bisherigen Gedanken (welche auf das Gebiet der Wirtschaft, insbesonders der Geldwirtschaft oder der Moral und der "Sitten" auszuweiten ich mich entschlage) geben offenbar keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass dieser "Geschichte" ein wie immer gearteter Sinn innewohnt; was auch - so scheint mir - auf das Universum als Ganzes zutreffen dürfte. Denn auch der Glaube, der dies alles einem Schöpfer (welcher "uns" nach seinem "Ebenbild" geschaffen hat) zuschreibt, müsste sich fragen lassen, von welcher intellektuellen und mentalen Architektur ein solches Vorbild wohl sein mag, wenn es so ein Universum des Fressens und Gefressenwerdens, des zur Weltkommens um des Sterbens willen, oder um zu verhungern, ermordet zu werden oder in Kriegen millionenfachen "Heldentod" zu erleiden modelliert hat. Und dann beginnt man, Schopenhauer zu verstehen, der einen ziel- und zwecklosen Weltwillen dumpf, dumm und böse walten sehen will.

    Wen wunderts, dass die "Krone der Schöpfung", der "homo sapiens sapiens", weit unterhalb der göttlichen Möglichkeiten agieren müssend, nichts Gescheites zusammenbringt. Das mag auch daran liegen, dass unser Bewusstsein auf einige höchst unzureichende Parameter aufgebaut ist, als da sind die "Instinkte", die Vernunft (der "Logos") und die Gefühle. Und leider ist zu keinem Moment gewiss, welche dieser Komponenten im konkreten Handeln die Oberhand gewinnt oder ob diese in der Art einer "Konferenzschaltung" agieren. Gewiss scheint mir nur, dass die Vernunft nur dort eine Rolle spielt, wo der "Handlungsbedarf" nicht dringend erscheint, denn im Falle akuter Gefahr oder oder großer mentaler Bewegtheit scheint der Mensch spontan zum Handeln bereit (und willens) zu sein.

    Aber die Vernunft befasst sich - und damit komme ich zum Gegenstand dieses Threads - mit den nicht existentiell dringlichen Dingen in einer eigenartigen Weise, welche zunächst versucht nach dem Prinzip "Ursache und Wirkung" die Kausalkette zurück zu verfolgen um so an den "Urgrund" zu gelangen. Dies gelingt aber leider nie - nicht einmal bei mit mathematischer Strenge abbildbaren "Naturgesetzen" (denn sonst wüssten wir schon, ob es den Urknall gab oder was davor war). Meist liegt dies daran, dass - und das betrifft in besonderen Maße die Phänomene der Gesellschaft, der Ökonomie und der Politik (und notabene der "Seele", von der aber hier nicht auch noch die Rede sein soll)- praktisch nie eine eineindeutige Kausalkette vorliegt, sondern spätestens in der dritten Vorstufe von Ursache und Wirkung ein solch heilloses Tohowabohu von Mehrfachbeziehungen und Prioritätsdilemmata vorliegt, dass unser armes Hirn (und selbstverständlich auch jeder Computer) sich in diesem Wirrwarr rettungslos verfängt.

    An diesem Punkt erleiden wir - Gott sei Dank - in der Regel keinen Kurzschluss, sondern wir schalten - so auch keine relevanten Gefühle (die nur zwischenmenschlich eine Rolle spielen, nicht aber in der Beziehung von Person zur Gesellschaft; was u.a. der Grund dafür ist, dass die angeblich so verwerfliche Integrationspolitik von den Ökofaschisten immer an bedauernswerten Einzelfällen festgemacht und medial ausgeschlachtet wird) vorhanden sind - auf das letzte verfügbare Werkzeug um, die Instinkte. Diese Instinkte sind jedoch, wie schon erwähnt, Akutfall-Werkzeuge und als solche dem höchstpersönlichen (Über-)Lebensinteresse dienend.

    Der zum Handeln im Falle der in diesem Thread thematisierten Geldprobleme aufgeforderte Politker wird also nach der dargelegten Kapitulation seines Logos von den Instinkten gesteuert, die sich zunächst um seine persönliche Situation kümmern und daher (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) um Besitzsicherheit, Einkommenssicherheit, Machterhalt, etc. besorgt sind. Und in dem in diesen Fällen doch relativ überschaubaren Kreis der Entscheidungsträger wird sich unter diesen Auspizien sehr schnell herausstellen, welche Maßnahme (aus dem möglich scheinenden Spektrum) die eben aufgezählten prioritären Interessen für möglichst viele der Beteiligten am besten erfüllen. (Mathematisch gesprochen handelt es sich also um ein Optimierungsproblem, welches das menschliche Gehirn - auf welchen Wegen auch immer - schon immer schneller und besser lösen konnte als jedes andere Werkzeug).

    Uns so gelange ich nun zu jenem Punkt, an dem ich konstatieren muss, dass die in der Griechenlandkrise bisher getroffenen Maßnahmen eben jene sind, welche den entscheidungsbeteiligten Akteuren optimal dienen und dass dies auch weiterhin so sein wird. Wobei ein "Sinn" - wie einführend dargelegt - mangels unverseller Grundlegung vergeblich gesucht werden würde.

    Ein einziger Punkt wäre noch hinzuzufügen: Vielleicht kennen Sie das Phänomen, dass viele Leute nicht in der Lage sind, bei einem Hund jene Grenze zu "erfühlen", nach deren Überschreitung er zum Angriff übergehen, also zubeißen wird. Das liegt daran, dass sich unsere Instinkte natürlich vorwiegend an den eigenen Verhaltensmustern orientieren und Verhaltensmuster anderer Wesen nur dann einigermaßen richtig deuten können, wenn ein ausreichendes Maß an Bekanntheit gegegeben ist.

    Ein solche Bekanntheit liegt zwischen politischen Führungskräften und dem "Volk" in der Regel vor, erfüllt aber niemals das, was man "Vertrautheit" nennen könnte. Und so kommt es manchmal (wie zuletzt in Nordafrika), dass plötzlich etwas erwacht (das Sloterdijk den "Thymos" nennt und was ich hier salopp mit "Volkszorn" übersetzen möchte), was die ihre Eigeninteressen optimierenden Politiker überraschend mit ihrem zu diesem Zeitpunkt schon länger währenden Versagen konfrontiert. Vielleicht haben wir einen kleinen Vorgeschmack davon in Athen und Madrid erhalten.

    • phaidros
      07. Juni 2011 11:18

      »Gott sei Dank« im neunten Absatz ist nach der Einleitung witzig ;-) Aber insgesamt: Hut ab!

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Wertkonservativer
      07. Juni 2011 16:25

      Volle Hochachtung, werter HJR (habe ich Ihnen nicht kürzlich konzediert, dass Sie mir argumentativ weit überlegen sind?

      Eine persönliche Randbemerkung zum ersten Absatz:
      aus meinem Glauben an die Heillehre Christi heraus, sehe ich unser und das Schicksal unserer Welt aus einem andern Blickwinkel; ich vertraue auf eine höhere, gute Macht, nicht fass- und sichtbar, doch für Menschen in der Gnade heilbringend und lebensstärkend: die Grundquelle meiner positiven Lebenseinstellung!

    • Celian
      07. Juni 2011 17:45

      Ich will ja nicht den Teufel an die Wand malen. Aber man könnte es auch so sehen, daß wer nicht an einen Gott glaubt, seinen niederen Instinkten hilflos überlassen ist.

    • Erich Bauer
      07. Juni 2011 18:00

      Celian,
      "...wer nicht an einen Gott glaubt..."

      ...der kann NIE ein Freimaurer sein.

    • Celian
      07. Juni 2011 18:55

      Erich Bauer,

      da komme ich nicht mit. Was hat das mit den Freimaurern zu tun?

    • phaidros
      07. Juni 2011 19:16

      Celian, ich wiederum kenne Menschen, die sich selbst als religiös beschreiben, und andere für das Äußern einer Meinung beispielsweise als Psycho bezeichnen. Oder als Rosstäuscher. Auch nicht gerade die edelsten Instinkte, die da zu Tage treten. Und das trotz 8em Gebot.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Damit möchte ich ausdrücklich nicht die Meinung vertreten, dass ich umgekehrt religiöse Menschen für ihren niedrigen Instinkten ausgeliefert halten würde! Ich will damit nur sagen: niedrige Instinkte hat jeder; wie er damit umgeht, ist individuell völlig unterschiedlich und hat mit der persönlichen Einstellung zur Religion nicht das Geringste zu tun.

    • Celian
      07. Juni 2011 20:28

      Phaidros,

      Du schreibst hier etwas unterschwellig, das man so interpretieren könnte, daß ich Dich als Psycho oder / Rosstäuscher beschimpft habe. Falls das so sein sollte, bring KONKRET und PRÄZISE vor, was Du gegen mich zu sagen hast. Ansonsten schweige.

    • phaidros
    • phaidros
      07. Juni 2011 21:21

      Und wieder mal kursiv vergessen.

    • Celian
      07. Juni 2011 21:41

      Ph.,

      Rosstäuscher war nicht von Dir. Habe ich aber auch nicht behauptet.

      Deshalb die konkrete Frage. Man hat es so verstehen können. Genauso wie "Psycho". Bei diesem Vorwurf bleibst Du ja völlig unverständlicherweise. Ich fordere von Dir noch einmal deutlichst, jegliche Anspielungen auf diesem Niveau bleiben zu lassen.

      Aber immerhin, den Rosstäuscher haben wir ja mal ausgeräumt.

      Du behauptest also weiterhin, der Ausdruck "Psycho" war gegen Dich gewendet. Da Du gerne mal was abstreitest: Bleibst Du nun dabei? Ist das endgültig? Und falls ja: Was leitet Dich dazu an?

    • phaidros
      07. Juni 2011 21:56

      Mach' Dich nicht lächerlich (und bedenke: die Leserschaft begreift schon, was sie liest).

      Hier geht's nebenbei darum, dass HJR sich als Agnostiker deklariert und dafür zu hören bekommt, dass Agnostiker ihren niedrigen Instinkten ausgeliefert seien. Aber vielleicht war das ja auch nicht so gemeint.

      Jetzt hast Du Gelegenheit für Dein vernichtendes Schlusswort.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Celian
      07. Juni 2011 22:08

      phaidros
      07.Juni 2011 21:56
      Mach' Dich nicht lächerlich (und bedenke: die Leserschaft begreift schon, was sie liest).

      Hier geht's nebenbei darum, dass HJR sich als Agnostiker deklariert und dafür zu hören bekommt, dass Agnostiker ihren niedrigen Instinkten ausgeliefert seien. Aber vielleicht war das ja auch nicht so gemeint.

      Jetzt hast Du Gelegenheit für Dein vernichtendes Schlusswort.

      BG/phaidros.vie@gmail.com


      phaidros,

      Das heißt also, Du nimmst Deine Behauptung, daß ich den Ausdruck „Psycho“ gegen Dich gewendet habe, nicht zurück. Und gleichzeitig kannst Du es nicht beweisen, daß ich diesen Ausdruck „Psycho“ gegen Dich gewendet habe. Daraus folgt, daß Du meinen Ruf im Forum schädigen willst, wie auch Dein neuerlicher Post bezugnehmend auf die „Leserschaft, die schon begreift, was sie liest“, beweist.

      Rufschädigung. Falls Du nicht weißt, was das bedeutet und was das für Folgen für Dich hat, informiere Dich bei Lorenz Valla. Ich bin sicher, er kann Dir weiter helfen. Falls Du dann immer noch uneinsichtig sein solltest, kann das auch mein Rechtsanwalt tun. Und da kannst Du Dir ganz sicher sein, daß er Dir das so erkärt, daß Du es auch wirklich verstehst.

    • phaidros
      08. Juni 2011 01:24

      LOL - ach, celian, celian! Sag, was hast denn Du geraucht?

      Für Deinen Ruf im Forum (der mir nebenbei gesagt herzlich egal ist) bist Du schon hübsch selbst verantwortlich.

      Und nebenbei gesagt, um beim Thema zu bleiben, dass Du begonnen hast: auch der Zorn und auch die Eitelkeit, die Dich dazu treiben, diesen - mit Verlaub - Unsinn vom Stapel zu lassen zeigen mir, dass selbst ein Katholik seinen »niedrigen Instinkten hilflos überlassen« sein kann.

      q.e.d. - mehr wollte (und kann) ich nicht zeigen.

      LG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Das Schreiben Deines Anwalts erwarte ich mit gelassener Heiterkeit. Wie beruhigend, dass ich weiß, dass Du mich liebst wie Dich selbst! ;-) D.O.

    • xRatio (kein Partner)
      08. Juni 2011 02:57

      @phaidros 07. Juni 2011 19:16
      niedrige Instinkte hat jeder

      FALSCH.

      Sie schließen von sich und ihren heißgeliebten Moslems auf andere. Man nennt das Projektion.

      Ihnen nehme ich Ihre niedrigen Instinkte natürlich ohne weiteres ab. Sie demonstrieren niedrige Instinkte in diesem Blog ja auf Schritt und Tritt.

      Bravo, immerhin wissen Sie sich mit Ihren niedrigen Instinkten richtig einzuschätzen.

      Empfehle Ihnen, falls Sie überhaupt lernfähig sein sollten, sosheimat, PI-News etc.

    • xRatio (kein Partner)
      08. Juni 2011 03:01

      ....der Koran und die Hadithen tun's für Sie natürlich auch.

      Da haben Sie Ihre niedrigen Instinkte sogar besonders authentisch.

      ROFL!!

    • xRatio (kein Partner)
      08. Juni 2011 03:17

      @Celian

      Wir alle schätzen Ihre Beiträge sehr.

      Machen Sie sich doch bloß nichts aus diesem Roßtäuscher, Psychopathen, Rot- und Islam-Nazi namens phaidros

      Gehört halt zum üblichen linken Gesocks, dieser dazu noch reichlich ausgeblasene Schwachkopf.

    • phaidros
      08. Juni 2011 06:18

      Niedrige Instinkte hat also nicht jeder. Hmm. Überhaupt keine Lust, das zu diskutieren; lassen wir Ihr von Edelmut getragenes Vokabular »Roßtäuscher, Psychopath, Rot- und Islam-Nazi , linkes Gesocks, aufgeblasener Schwachkopf.« einfach mal so im Raum stehen.

      Möge auch jeder Leser für sich entscheiden, wer da von uns richtig liegt. Ich bleibe bei jedenfalls meiner Meinung.

      Vielleicht nur soviel: aus Ihren Formulierungen schließe ich, dass wir nicht dasselbe unter »niedrigen Instinkten« verstehen dürften.

      BG/phaidros

      P.S. Danke für Ihre Hinweise bezüglich der Schmutzkübelseiten. War in dem Fall nicht nötig, habe ich längst blockiert in meinem Browser.

    • phaidros
      08. Juni 2011 06:54

      »Möge auch da jeder Leser für sich entscheiden...«, wollte ich schreiben.

      Und wo ich schon dabei bin, kleiner Nachsatz: wenn Sie eine differenzierte Analyse zum Thema Migration lesen wollen, so werden Sie her fündig: http://www.biö.at/?q=Migration

    • HJR
      08. Juni 2011 07:52

      @Wertkonservativer
      Das von der "Überlegenheit" höre ich nicht gerne, weil ich - in einem völlig anderen Sinne als die dummen Linken - an die Gleichheit der Menschen (vor dem Gesetz; in deren Recht, ihre (vernünftigen) Gedanken und Meinungen überall und jederzeit zu äußern; in deren Recht, von ihrer Freiheit in jeder Richtung Gebrauch zu machen (ohne Andere zu beeinträchtigen); ihrer Pflicht, den Mitmenschen als mit den gleichen Rechten ausgestattet zu sehen).

      Aber danke für freundlichen Worte.

    • Celian
      08. Juni 2011 09:07

      phaidros,

      noch einmal in aller Ruhe:

      Du befindest Dich auf dem Holzweg. Ich habe Dich mit dem Psycho NICHT gemeint. Zu dieser Zeit, Anfang Mai, als Bin Laden zu Tode gekommen ist, gab es tatsächlich in vielen Medien einige Verschwörungstheoretiker, die den Tod Bin Ladens nicht glauben konnten. Diese waren gemeint. Dein Einwurf hat mich lediglich an diese erinnert. Und außerdem: Ich diskutiere nicht mit Dir. Wenn Du den Thread von damals liest, so wirst Du erkennen, daß ich mit „Sailor Moon“ diskutiert habe. Keineswegs mit Dir.

    • phaidros
      08. Juni 2011 10:02

      Na, wenn Du das sagst, bin ich natürlich ganz überzeugt, dass es so ist. (Bisschen komisch ist dabei natürlich nur eins: wenn mir so etwas passiert, dass jemand eine markige allgemeine, jedenfalls aber eine kränkende Bemerkung von mir fälschlich auf sich bezieht (was übrigens einzig Du insinuiert hast) dann ist meine erste Reaktion nicht Drohen mit dem Anwalt. Aber ich muss ja nicht alles verstehen. Etwa auch nicht, warum Du Dir diesen Schuh überhaupt angezogen hast - wo es doch gar keinen Grund dafür gegeben haben soll. Also, eigentlich sind das schon zwei Dinge, die da etwas komisch sind. Aber sei's drum.)

      Dass es Menschen gibt, die andere für ihre Meinung als Psycho bezeichnen - meine einzige Prämisse in dieser Sache - ist ebenfalls bestätigt. Ob dieser Diskurs von religiösen Menschen ausschließlich von edlen Emotionen getragen war, muss sowieso jeder für sich entscheiden.

      Somit glaube ich nicht, dass in dieser Sache noch etwas Konstruktives entstehen kann. Bitte also um Verständnis, wenn ich hier schließe.

      LG/phaidros.vie@gmail.com

    • durga
      08. Juni 2011 15:24

      Lieber HJR.

      ich war gestern zu sehr beschäftigt um Ihr Posting lesen zu können. Ich pflichte Ihnen in vielen Punkten bei. Auch ich habe mich schon vor einiger Zeit als Agnostiker geoutet (wobei ich mich aber weder mit der linken/ultralinken noch der ultrarechten Gesinnungsgemeinschaft verbunden fühle).

      Natürlich, alle Religionen sind von Menschen gemacht und spiegeln die Zeit ihrer Entstehung. Jede dieser Religionen kann nur sehr beschränkt hinterfragt werden, überall stößt man bald auf Unvereinbarkeiten, die - wenn man als Angehöriger der "westlichen Welt" z.B. den Islam betrachtet - sofort krass ins Auge springen. Andererseits wird in der westlichen Welt das Theodizee Problem - die Annahme eines gerechten, barmherzigen und jeden einzelnen Menschen liebenden Gottes, der auch alle Katastrophen unserer Erde geplant hat und zusieht - ebenso standhaft negiert und höchstens als unerforschliche Wege Gottes bezeichnet. Als Agnostiker kann man zwar wenig mit der klassischen Frage von Religionen nach dem Sinn des Lebens anfangen, hinterfragt aber dennoch staunend die Mechanismen des Werdens und Vergehens der ungeheuren Vielzahl und Vielfalt von Lebensformen.

      Nach den heute akzeptierten Vorstellungen findet Evolution permanent statt und ist nicht zielgerichtet. Gesetze, die die Evolution der Arten beschreiben, sind universeller Art und ebenso auf die Entwicklung sozio-ökonomischer Strukturen anzuwenden. Hier wie dort führen Selektionsvorteile zum Aussterben von Arten/Strukturen und Überhandnehmen immer besser angepaßter Konkurrenten, wobei auch dann die Verfügbarkeit von Ressourcen und generell die Beschaffenheit des Environments limitierend sind. Bezüglich der Situation in Griechenland (und weiteren EU-Mitgliedern) gehe ich mit Ihnen daher konform, dass die "bisher getroffenen Maßnahmen eben jene sind, welche den entscheidungsbeteiligten Akteuren optimal dienen". Ob dies auch weiterhin so sein wird, erscheint fraglich, da wir ja mit zunehmender Geschwindigkeit dem Versiegen konventioneller Ressourcen - finanzieller, wirtschaftlicher Art aber auch "solidarischem/sozialen Empfindens - engegensteuern .

  19. MJM
    07. Juni 2011 08:15

    Wenn Ahnungslosigkeit und Ignoranz bremsen würden, dann müsste so manche aus unserem obersten Wunderteam beim Bergabfahren Vollgas geben.

    Was sie auch tun.

    Verzweifelt suchen immer mehr unfreiwillig Mitfahrende nach der Notbremse, doch diese befinden sich nur rechts.

    Doch wozu aufregen, steht uns doch eine sechste Urlaubswoche in Haus! Unter dem Jubel der Herausforderung von Seiten der Klein- und Mittelunternehmer, beginnt man sich auf ein ausgefülltes Leben als Mindestsicherungs-Privatier einzustellen.

    Gut, dass die Innenkopfwäsche per TV schon erfunden ist und auch praktiziert wird!

    • Erich Bauer
      07. Juni 2011 10:30

      Von "brechstange" kam ein Hinweis der mich nachdenklich machte:

      "...Unter anderem gehört zum Geschäftszweck dieser Firma (IJ Partners in Genf ) die Übernahme von Mittelstandsfirmen im inneralpinen Raum wie Österreich und Süddeutschland..."

      Da könnte sich eine "KMU AG" heranpirschen. Der "freie" Untenehmer ist dann "Geschäftsführer" irgendeiner "ProfitAbteilung". Immerhin ist ihm im Fall des Falles die Mindestsicherung gewiß. Ebenso eine Einkaufsreserve. Und der sozialistische Staat hat den letzten "Unsicherheitsfaktor", den Kulaken, ausgeschaltet... Die haben dazugelernt, meine Herrschaften...

    • Johann Scheiber
      07. Juni 2011 14:52

      Ähnliches habe ich gerade von einem Freund in Deutschland gehört. Die Firma bei der er arbeitet, ein mittelständisches Unternehmen in der Softwarebranche wurde zu einem abenteuerlichen Preis an multinationale Investoren verkauft. Außer dem Abliefern einer 30% Fron hat die Firma weiterhin weitgehend freie Hand.
      Die kaufen sich für ihre Papierschnipsel krisensichere Substanzwerte und lassen die arbeitsamen und kreativen Leute schön für sich arbeiten. Die Vorarbeit für solche Übernahmen leistet der konfiskatorische Staat und die betrügerische Finanzwirtschaft.

    • Erich Bauer
      07. Juni 2011 15:00

      Johann Scheiber,

      Wenn Ihr Freund schlau ist, wirtschaftet er "seine" Firma jetzt runter... und gründet sich, meintwegen unter einem Ges.m.b.H.-Mantel, neu... Machen wir's den SOZEN nach! Denn diese Multi-"Eigentümer" können sowieso niemals eine Firma nach ordentlichen Grundsätzen führen. Also, kann die künstlich runtergewirtschaftete Firma nie eine Konkurrenz sein.

    • brechstange
      07. Juni 2011 18:48

      @Bauer, Scheiber

      Solange Fron abgeliefert werden kann, kann ja alles gut gehen. Die Realität ist jedoch oft, dass durch diese Fronzahlungen die Betriebe nachhaltig in ihrer Substanz aufgezehrt werden. Diese Geldgeber bringen dann ihre Berater rein, die Länge mal Breite abkassieren. Dazu kenne ich einen sehr pikanten Fall, im Endeffekt ist die Substanz verzehrt, die Gläubiger des Unternehmens geprellt und der Geldgeber über dem Berg. Das geringste Risiko haben die Geldgeber, die werden auch noch vom Masseverwalter bedient, weil dieser möglicherweise im Aufsichtsrat sitzt. Die KSV ist total überfordert mit diesen Auswüchsen.

  20. ambrosius
    07. Juni 2011 07:28

    Die zweite Invasion Griechenlands durch die Römer, um dort " Ordnung zu schaffen " ist lange vor Christi Geburt erfolgt und diesmal haben sich die Römer nicht ihrem Idealismus hingegeben sondern sehr wohl " neocolonialismus" betrieben und sich den einzigen Markt, den die Griechen auf dem damaligen Weltmarkt noch hatten, nämlich das Töpfergewerbe " unter den Nagel gerissen "
    Seither, also über 2 Jahrtausende hindurch, sind die Griechen nur noch als Sklaven bzw. Produzenten von Agrumen zu gebrauchen ( Selbst die Oliven verkaufen sie hauptsächlich an die Italiener, weil sie nicheinmal ihr Olivenöl vermarkten können!)

    Wir werden mit manipulierten Meldungen wie etwa der Exportsteigerung von 35 % (von welcher Basis?) und dergleichen beruhigt. Ein wirklich umfassendes Bild der griechischen Wirtschaftslage ist praktisch nicht zu bekommen ( und dann noch unglaubwürdig, um es euphemistisch auszudrücken).

    Dennoch ist es nicht besonders kühn, festzustellen, daß sich Griechenland bestensfalls auf dem Niveau wie etwa Tunesien und dgl. befindet.

    Durch den Euro jeglicher souveräner Gestaltungsmöglichkeiten wie Zinspolitik, Geldmengenpolitik, Wechselkurspolitik beraubt ( probate Mittel für unfähige Regierungen, wie wir aus den Beispielen aus Italien und Frankreich wissen), kann sich Griechenland- man muß es fairerweise sagen- überhaupt nicht aus seiner Schei... herausarbeiten, selbst wenn es das wirklich wollte und die Energie dafür aufbringen könnte.

    Ergo: ceterum censeo: man sollte die Griechen gegen eine geringe Gebühr wieder den Türken unterstellen. Die haben ihr land wirtschaftlich jedenfalls auf Vordermann gebracht.

  21. Celian
    07. Juni 2011 07:18

    Der dritte Punkt von A.U. scheint mir der Ausschlaggebende zu sein, warum uns die demokratischen Schuldenregimes der EU Sand in die Augen streuen. Denn wenn Griechenland fällt, fällt auch Resteuropa. Dann schnellen die Zinsen für Staatsanleihen in die Höhe. Dann klappt das Pyramidenhaus zusammen.
    Dem Glauben an das Pyramidenspiel wird auch noch Vorschub geleistet durch Ökonomen wie diesen da: (Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, 6.6.2011 FAZ, Seite 20)

    „In der Rezession sind die Steuereinnahmen [Griechenlands] eingebrochen. Zudem wird es entgegen dem ursprünglichen Plan wohl nicht in der Lage sein, Mitte 2012 fällig werdende Staatsanleihen auf dem Kapitalmarkt zu finanzieren. Das Euro-System um die EZB ist wohl der mit Abstand größte Besitzer griechischer Staatsanleihen. Da das Euro-System diese Papiere mit einem großen Abschlag gekauft hat, würde es einen Sondergewinn vereinnahmen, falls diese Anleihen zum Nennwert zurückgezahlt werden. Dieser Gewinn könnte durchaus 10 Milliarden Euro erreichen. Die EZB sollte sich verpflichten, diesen Sondergewinn voll zum griechischen Schuldenabbau einzusetzen, sofern Athen seinen Reformkurs beibehält.“

    Man kann also auch jetzt noch beim Pyramidenspiel einen Vorteil ausmachen. Die absurde Vorstellung eines Gewinns zeugt von der hoffnungslosen Überforderung mancher Wirtschaftsexperten. Diesen Nonsens hätte auch einer aus der Ethik-Kommission von sich geben können. Und natürlich solle man diesen fairerweise den Griechen überlassen. Es wird also weiterhin offenen Auges der Sand in die selben gestreut. Und das Pyramidenspiel geht weiter. Wieviel treuherzige Naivität muss man besitzen, um diesen Unsinn zu glauben?

    Außerdem ist er der Meinung, daß die Verabschiedung von der No Bailout-Klausel vor einem Jahr und die rasche Milliardenhilfe für Griechenland, die Ursache für den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland ist.

    Wenn man solche Fachleute hat, braucht man keine Feinde mehr.

    • contra
      07. Juni 2011 15:02

      "Wes Brot ich eß', des' Lied ich sing'"!
      Man muß ja schaun, wer der Brötchengeber dieses Volkwirtes ist und schon weiß man seine Aussagen richtig einzuordnen.
      Vermutlich hängt auch die Berenberg Bank mit etlichen Millionen drin und ist daran interessiert, daß die "No Bailout-Klausel" tunlichst außer Kraft gesetzt bleibt!

  22. Wertkonservativer
    07. Juni 2011 07:03

    "Die tollen Feuerlöscher des Finanzbrandes sind selbst die ärgsten Brandstifter gewesen"!
    Wenn das so stimmen sollte, wie es A.U. anschaulich schildert, dann kann man sich nur an den Kopf greifen und an der (Wirtschafts-)Welt verzweifeln!

    Jeder Wirtschaftler (und auch Privater) weiß genau, dass Schuldenmachen ohne Rückzahlungswillen bzw. -möglichkeit irgendwann einmal zum Konkurs bzw. zum Verlust der selbstbestimmten Lebensweise führt.

    Wenn - wie anscheinend derzeit in den Gremien der EU und der diversen Staatskanzleien - die Gesetzlichkeiten der Ökonomie aus falschverstandenen "humanen" Gründen wissentlich außer Kraft gesetzt werden, dann wird es wohl so kommen, wie es von A.U. und vielen hier hellsichtig geschildert wird:
    Absturz, Katharsis, und mühseliger Neubeginn auf dem Level früherer Jahrhunderte!

    • Richard Mer
      07. Juni 2011 09:11

      Naja, früherer Jahrhunderte ist wohl nicht zu befürchten. Den Reichtum verdanken wir vor allem dem technischen Fortschritt, und das Wissen ist ja da und verschwindet nicht so einfach mit dem Geld.

    • sauna-echo
      07. Juni 2011 12:19

      Wer einem defizitären Betrieb oder Staat einen Kredit gibt, der kann nicht "in gutem Glauben" erwarten, dass er sein Geld zurückbekommt und von anderen verlangen, dass für seinen Fehler einstehen.
      Die Gläubiger sind also ebenso "schuldig" wie der Pleitier.

    • HJR
      07. Juni 2011 17:26

      [... Schuldenmachen ohne Rückzahlungswillen bzw. -möglichkeit irgendwann einmal zum Konkurs führen ...]

      Werter Wertkonservativer,
      danke für diesen konservativen, aber richtigen Grundsatz. Ich denke genau so!

      Aber die Neo-Studierten BWL- und Welthandelsmagister mit postgradualem Management-Upgrade in Havard oder wenigstens der "London School of Economics and Political Science" die wissen's natürlich besser.

    • Richard Mer
      07. Juni 2011 22:20

      HJR -- Sie meinen mich? Ich ärgere mich natürlich auch über diese Zustände -- wer nicht -- aber vielleicht ein wenig furchtloser.

    • HJR
      08. Juni 2011 07:58

      @Richard Mer, 7.6., 22:20
      Nein ich dachte nicht an Sie. Meine Assoziation war Doderers Feststellung: "Angesichts des Zustandes, in welchen die Betriebswirte und die Ingenieursgesichter [wahrscheinlich als das wienerische "G'frieser" zu lesen] diese Welt versetzt haben, halte ich jeden Menschen für voll und ganz berechtigt, zum schwersten Alkoholiker zu werden.

    • HJR
      08. Juni 2011 09:05

      @Richard Mer
      Apropos "furchtlos"
      Als deklarierter Asterix-Fan fürchte ich mich nur davor, dass mir "der Himmel auf den Kopf fällt", was wahrscheinlich in ein paar Milliarden Jahren (wenn unsere Sonne ausgebrannt ist) passieren wird und zu welchem Zeitpunkt meine sterblichen Überreste längst in den materiellen Verwertungskreislauf (vgl. meinen Hauptbeitrag) dieser sinnlosen Welt eingegangen sein werden.

  23. Anton Volpini
    07. Juni 2011 06:55

    Ein gar lustiges Spielchen!
    Die Amerikaner spielen es auch, dort heißt es QE 2. Weils so spaßig ist, werden die bald ein QE3 brauchen.
    Bei uns heißt es das PIGS, also das Schweinespielchen. Was für eine Gaudi!

  24. Observer
    07. Juni 2011 05:38

    Wenn sich die europäische "Zentralregiergung" in Brüssel sowie die europäischen Landesregierungen weiterhin von den erlogenen griechischen Statistiken und geplanten "Sparmassnahmen" betrügen lassen, dann ist Hopfen und Malz verloren. Denn Griechenland ist derzeit ein Fass ohne Boden.

    Dazu kommen noch die speziellen griechischen Zustände, wie ...
    ... da meldet z.B. ein Athener Innenstadtarzt, dass er "nur" ein steuerpflichgtiges Einkommen von einigen hundert Euros pro Monat hat
    ... da gibt es im Vergleich zur Gesamteinwohnerzahl von 12 Millionen über 1 Million unkündbare Beamte
    ... da gibt es in manchen staatlichen Stellen mehr Beamte als Schreibtische vorhanden sind
    ... der Kündigungsschutz ist auch in den anderen Betrieben fast perfekt
    ... da kann man sich bei Behörden mit kleinen Kuverts fast alles "richten"
    ... da gibt es tausende von Verstorbenen, für welche von den Angehörigen weiterhin die staatliche Pension kassiert wird und
    ... da gibt es Gewerkschaften, welche gerade jetzt in dieser finanziell fast aussichtslosen Lage jede Sparmassnahme bekämpfen und zu Streiks aufrufen.

    Daher: lasst doch die Griechen Pleite gehen und seht zu, wie sie aus dem selbst verschuldeten Schlamassel wieder herauskommen.

    • mike1
      07. Juni 2011 07:31

      leider muss ich dem allen zustimmen !
      hopfen und malz (sowie unserere ersparnisse) verloren !!

      und unsere gewerkschaften wolen jetzt noch mehr urlaub herausschinden (wie faymann auch glaubt: geld fällt ja bekanntlich von himmel)....

  25. libertus
    07. Juni 2011 01:16

    Der sogenannte "Crash" wird kommen, er muß ganz einfach zwingend kommen, bei dieser Schuldenlage in der EU, allen voran Griechenland, Irland, Portugal und was da noch hinten nach kommt.

    Nur wann dieser Zusammenbruch kommt, das ist beinhartes Kalkül zwischen Finanzwelt, Banken und Politik.
    Vorerst werden die "Leichen noch gefleddert" und an dem Hinauszögern kräftig verdient - erst wenn nichts mehr zu holen ist, dann wird man die Rechnung präsentieren und bezahlen darf dann die Allgemeinheit, sprich der Steuerzahler und diejenigen, die sich bis dahin einen bescheidenen Wohlstand geschaffen haben.

    Denn die wirklich großen Vermögen, welche ja allzuoft in der Krise geschaffen werden, sind dann längst in Sicherheit gebracht und bleiben natürlich unangetastet.

    So einfach funktioniert das in der großen, weiten Wirtschaftswelt und erklärt, warum das Pyramidenspiel noch ein Weilchen am Leben erhalten wird.

    P.S.: Der ORF hat ja tatsächlich das "Geld-Perpetuum-Mobile" erfunden, er gibt immer mehr aus und hat am Ende doch immer genug, um sein Personal fürstlich zu bezahlen. Man muß sich halt nur mit den politisch mächtigen Finanziers ins Bett legen und schon läufts!





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