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Alles schon einmal dagewesen - oder doch nicht

Wie sich die Bilder gleichen: Vor zwei Jahren hat sich eine kriselnde große Koalition auf ein umfangreiches Paket geeinigt und neuen Optimismus verkündet. Ähnliches geschah nun auf dem Semmering. Beide Male aber war das von den Schöpfern bejubelte Paket in Wahrheit teuer und total verfehlt. Der einzige Unterschied: Damals lag die SPÖ total am Boden (nicht zuletzt, weil die heutigen Faymann-Jubelmedien wie ORF und die drei Boulevard-Zeitungen Alfred Gusenbauer heruntergemacht haben - mit oder ohne Auftrag); heute liegt dort die ÖVP. So weit so offenkundig. Aber warum ist das Paket total verfehlt?

Dass die herbeigeredete Aufbruchsstimmung des Jahres 2008 nur wenige Monate später in Neuwahlen geendet hat, ist bekannt. Viel zu wenig bewusst sind sich die Österreicher hingegen des wirklich historischen Fehlers von Gusenbauer und Molterer. Was schade ist – denn dieser Fehler wird derzeit offenbar eins zu eins von Faymann-Spindelegger wiederholt.

Der Fehler auf den Punkt gebracht: Im Frühjahr 2008 herrscht noch die Abendsonne einer Hochkonjunktur; im Frühjahr 2011 herrscht ein plötzliches strahlendes Zwischenhoch am Konjunkturhimmel . Das sind die idealen Zeitpunkte, zu denen Staaten sparen sollten, um ein wenig Fett für die unweigerlich bald wieder kommenden mageren Jahre anzusetzen. Aber beide Male tut die Regierung so, als ob von nun an Österreich zum Schlaraffenland würde.

Aus Blödheit? Aus Feigheit? Das mag Andreas Treichl entscheiden. Tatsache ist, dass dieses Verhalten sowohl jedem gesunden Menschenverstand wie auch jedem ökonomischen Lehrbuch widerspricht (außer dem 50bändigen Arbeiterkammer-Werk „Fröhliches Schuldenmachen bis zum bitteren Ende“).

2011 ist diese Leichtfertigkeit aber noch schlimmer als damals. Beim letzten Mal hatten die Staatsschulden dank der eisernen (und von den Wählern nicht bedankten) Sparpolitik Schüssels und Grassers einen Tiefpunkt erzielt. Heute sind sie am absoluten historischen Höhepunkt.

Und da geht diese Regierung her und verkündet 90 (ausgeschrieben: neunzig) Punkte, die allesamt den Staatshaushalt Geld kosten und keinen einzigen Spar-Punkt, keine einzige kurz-, mittel- oder langfristige Strukturvereinfachung. Dass das jemand als Erfolg darstellen kann, hätte bis vor kurzem meine Vorstellungskraft überstiegen.

Natürlich sei es jedem gegönnt, der solcherart aus der Staatskasse bedient wird. Was aber nichts daran ändert, dass der Kurs ein völlig falscher ist.

Dass Faymann unter Politik nur populistisches Verschleudern gepumpten Geldes versteht, ist ja seit seiner furchtbaren Milliardenvernichtung vom 24. September 2008 allgemein bekannt. Und daher nicht weiter überraschend. Dass der neue ÖVP-Chef etwas für Kinder und Kirche herausschlägt, liegt auf ähnlicher Linie. Auch wenn Kinder ja noch irgendwie als Zukunftsinvestition zu verstehen sind. Auch wenn Spindelegger erkennen lässt, dass die Partei wenigstens wieder erkannt hat, wo ihre traditionelle Klientel eigentlich daheim ist (war). Dass es ihr wenig hilft – und dem Land schon gar nicht –, wenn ständig die Bauern bedient werden wie unter Pröll.

Trotzdem ist es erschütternd, dass die neue Finanzministerin keinen Hauch eines Widerstandes gegen die Ausgabenwut der neualten Regierung gezeigt hat. Maria Fekter scheint einem grundlegenden Missverständnis über die Aufgaben eines Finanzministers zu unterliegen. Die Bürger wollen in diesem Job nicht jemanden haben, der sich bemüht, nach harten Zeiten Everybody‘s Darling zu werden. Fekter hätte statt dessen wie eine Löwin für ein einziges Ziel kämpfen müssen: Nulldefizit sofort!

Denn wenn auf jeden Österreicher Schulden von 24.000 Euro entfallen, ist der Abstand zu den 29.000 auf den Schultern jedes Griechen nicht mehr allzu groß. Und die 15.000 Euro, die jeder Portugiese schuldet, kaum dass er die Welt erblickt hat, sind dagegen geradezu harmlos.

Aber die historisch unbeleckte Faymann-Truppe glaubt ja möglicherweise wirklich, die plötzlich sehr guten Wachstumszahlen blieben dauerhaft. Und die rasch wachsende Inflation, die Blasen im Immobilien- und im Rohstoffmarkt seien mit den üblichen Beschimpfungen der Wirtschaft (des Lebensmittelhandels, der Molkereien, der Benzinfirmen) wieder wegzukriegen, ohne dass sich auch der Absturz des Herbstes 2008 wiederholen würde.

Die Regierung übersieht dabei vor allem eines: Der jetzige Aufschwung hat einen einzigen Vater – das ist der erstaunliche Boom in Deutschland, von dem die wirtschaftlich eng verflochtene Alpenrepublik prima profitiert. Aber wenn man das übersieht, dann bekommt man auch nicht mit, dass die Deutschen soeben selber ein baldiges Ende des Booms beschlossen haben. Denn der totale Ausstieg aus der Kernenergie wird das Land (und seine Satrapen) mit absoluter Sicherheit in eine noch viel tiefere Krise stürzen, als sie im Herbst 2008 ausgebrochen ist.

Österreich sieht die geringe Belastbarkeit der Ursache des Aufschwungs nicht. Österreich macht ganz im Gegenteil den Unsinn mit. Und gibt daher Unsummen für die Wunschträume des (in SPÖ-Manier heftig inserierenden und daher nirgendwo kritisierten) Nikolaus Berlakovich aus. Dieser will nämlich gleichzeitig Österreich von importiertem Atomstrom unabhängig machen und die angeblich so gefährlichen CO2-Emissionen drastisch zurückfahren.

Das ist ohne eine schwere Wirtschaftskrise aber absolut unmöglich. Dennoch lächelt Berlakovich weiter das Lächeln des Ahnungslosen. In dieser Regierung gibt es nämlich niemanden, der von Volkswirtschaft eine marginale Ahnung hätte. Und dass die Voest künftig nur noch außerhalb Europas investieren will, braucht Berlakovich ja schon gar nicht zu stören. Die Voest steht nämlich nicht im Burgenland.

Zur Lösung dieser Absurdität kann man es sich auch so einfach machen wie die „Presse“, die einfach eine Greenpeace(!)-Graphik auf die Seite 1 druckt. Diese Graphik zeigt einen dramatisch zurückgehenden Energieverbrauch für die nächsten Jahre. Womit  das Dilemma der Energieknappheit spielend gelöst ist, zumindest auf dem Papier. Womit auch tollkühn ignoriert wird, dass in der Ökonomie keine Korrelation so eng und so gut bewiesen ist wie jene zwischen Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch. Oder ist es ohnedies der Zweck der Übung, dass ganz Europa durch diese Maßnahmen in eine bittere Depression hineingetrieben werden soll?

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    21x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2011 07:29

    Populismus lizitiert sich hoch: Wieder Zusatzausgaben ohne Bedeckungsaussicht; Inputmaximierung statt Effizienzoptimierung (z.B. Schule, Infrastruktur), weiter unbedankte (und durch kalte Progression und weitere inflationsstimulierende Abgabenerhöhungen : MÖSt. weiter steigende)- Schröpfung der Leistungsbereiten, keine Spur von Verwaltungsreform und Einsparung; dafür mediengerechte Harmonie-Inszenierung. Wozu gab es Empfehlungen von Rechnungshof, Österreich-Konvent, „Konklave“, Staatsschuldenausschuss? Insgesamt eine Niederlage der Demokratie, in der nur mehr Parteien bzw. deren Vertreter zu reussieren scheinen, die ohne Verantwortung auf Zukunftstauglichkeit ihrer Maßnahmen Wählerstimmen kaufen. Verantwortungsvoll Agierende, die den Mut haben, Zwangsbeglückungen zu redimensionieren, werden abgewählt. Mit einem Satz stimme ich A.U. nicht zu: „... sei es jedem gegönnt, der aus der Staatskasse bedient wird“. Ich gestehe unverhohlen. angesichts dieses Transferwahnsinns die Zuteilung mühsam erarbeiteter Ressourcen ohne Gegenleistung nicht mehr zu dulden. Eben diese Mittel werden durch Enteignung der immer weniger werdenden und zudem als „Reiche“ und „Besserverdiener“ verachteten „Nettozahler“ (durch Wahnsinnsbesteuerung), der verantwortungsvoll Sparenden (durch Inflationierung, Kapital-“Ertrags“(!)-Steuern und „Vermögens-Zuwachs“(!)-Steuern) sowie pyramidenspielartige Erwartung weiter zunehmender Beiträge nachfolgender Generationen und trügerische Erwartung des „Wirtschaftswachstums“ bestritten. Defizite spielen offenbar keine Rolle; man muss ja nur „im Konjunkturzyklus (!) ausgeglichen bilanzieren“ lautet die verhängnisvoll-kalmierende und immunisierende Formel. – Pech, dass man sich offenbar jahrzehntelang „im Tal“ dieses Zyklus befindet. Der einzige, der Nulldefizit zum Markenzeichen seiner Finanzpolitik machte (Grasser),wird angeschüttet und verleumdet („Unschuldslamm“, „lebende Unschuldsvermutung“), seine Maßnahmen hinterher lächerlich gemacht („Nulldefizit ist nur eine Zahl“).

    Keiner der Betroffenen kann sich wehren; die allgemeine Zuwendung gehört immer nur den als „sozial Schwache“ euphemisch bezeichneten Leistungsverweigerern,.

    Die wahre Niederlage besteht im dekadent gewordenen Status dieser „Volksherrschaft“. Sie wägt Stimmen nicht, sie zählt sie nur, ist zu einer „Ochlokratie“ (antiker Ausdruck für „Pöbelherrschaft“) degeneriert.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2011 02:21

    Angesichts der Geldverschleuderung dieser GROKO auf Kosten weiterer Schulden, wagte es Cap gegenüber einem erstaunlich sachlich sattelfesten und eloquenten Strache in der gestrigen ZiB 2 einen angeblichen Verlust von 1,5 Mill. Euro bei der HAA entgegenzuhalten, wo doch derzeit Rot-Schwarz fast schon täglich mehr Euros mit vollen Händen ausgeben, als es sich der Wähler jemals vorstellen kann.

    Und es ist zu befüchten, daß im Wahljahr 2013 die beiden Koalitionspartner noch mehr Wahlgeschenke verteilen werden, wenn nicht einmal jetzt, wo von 2011 bis 2013 (noch dazu mit einem veritablen Konjunkturaufschwung) die beste Gelegenheit dafür wäre, der leiseste Ansatz eines Spargedankens aufblitzt.

    Diese Proporzpackelei, wo jeder seine Klientel mit viel Geld bei der Stange hält, führte schon viele Jahre davor zu einem unüberblickbaren Schuldenberg sowie zu einer lähmenden Politikverdrossenheit im ganzen Land, die nur durch einen viel zu kurzen "Lichtblick" unterbrochen wurde.

    Nun geht es hurtig weiter, denn ist der Ruf erst ruiniert,...............!
    Da bleibt nurmehr der mündige Wähler als Regulativ und derzeit stimmen die Umfragen insoferne optimistisch, als immer mehr Bürger dieses üble Spiel durchschauen und es bleibt zu hoffen, daß sie sich nicht wieder mit irgendwelchen Danaergeschenken = auch Wahlzuckerln genannt, kaufen lassen!

  3. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2011 16:30

    Österreich ist ein schuldenfreies Land. Die Bürger haben alle Arbeit und verdienen recht gut. Die Kaufkraft ist in den letzten Jahren wieder enorm gestiegen. Auch die Ausbildung der Schüler verzeichnet immer mehr Erfolge. Noch nie war die Wirtschaft dermaßen zufrieden mit den Absolventen, die wahrlich eine rosige Zukunft vor sich haben. So beherrschen die Schüler mindestens drei Fremdsprachen und ziehen international Beachtung auf sich, da ihre Projekte schon jetzt wertvolle wissenschaftliche Beiträge darstellen. Deswegen wird ja jetzt auch das erfolgreiche Modell der Neuen Mittelschule ausgebaut.

    Überhaupt beinhaltet das Arbeitsprogramm der Koalition sehr viele interessante neue Punkte, die den Erfolg Österreichs konsolidieren und ausbauen werden:

    Im Juni 2011 soll ein Cybercrimecompetence- Center errichtet werden. Das ist grundvernünftig. Unsere starke militärische Kraft- besonders zu loben sind da die professionellen Strukturen und das moderne, ausreichend vorhandene Gerät- wird somit um ein weiteres, wichtiges Element ergänzt, um Österreich noch sicherer zu machen, als es schon ist.

    Diesen Sommer geht, wie bereits erwähnt, der Ausbau des Erfolgsmodells NMS insofern einen Schitt weiter, als die Oberstufe neu organisiert wird. Weiters wird noch diesen Sommer ein weiteres Klimaschutzgesetz verabschiedet, das Österreich vor den schrecklichen Klimakatastrophen bewahren wird. Es ist äußerst erfreulich, dass auch hier die Regierung die Maßstäbe für die Zukunft setzt.

    Auch im Herbst schreitet das Projekt NMS weiter voran, Hauptschulen werden umversetzt, die NMS ausgebaut. Nicht zu vergessen der Ausbau der Ganztagsbetreuung, so werden die Eltern noch mehr von ihren Kindern entlastet und können Beruf und den Rest an Familie hervorragend vereinen. Beruhigt kann unser Land daher in seine Zukunft blicken, wenn schon jetzt die Wirtschaft äußerst zufrieden mit unseren Absolventen ist, so wird die NMS weltweit neue Maßstäbe setzen und Österreich zurück an die Weltspitze befördern.

    Im Herbst und Winter setzt unsere Regierung ihre Arbeit wirklich sehr eifrig und mit aller Kraft fort. So sollen endlich die Lobbyisten an die Kandare genommen werden. Es war bis jetzt ja nun wirklich unerträglich, dass unsere Politik Einflüssen von außen ausgesetzt werden konnte. Auch das Bundesheer und der Ökostrom stehen weiter auf dem Plan. Offenbar soll die Industrie mit noch weit mehr Energiesicherheit ausgestattet werden und unser hervorragendes Heer seine Kompetenzen maximieren. Wer da also auch immer unsere immerwährende Neutralität bedroht, vorsicht, wir sind gerüstet!

    Bis ins Frühjahr sollen dann die Pensionen beleuchtet werden. Unsere Bürger haben sich den Wohlstand mit 50 Jahren redlich verdient und er ist auch locker leistbar mit unseren Budgetüberschüssen. Lediglich ein wenig nachjustiert soll hier wohl werden, damit die Pensionen auch für die Zukunft so sicher und saftig wie jetzt sind.

    Nächsten Sommer hat unsere Regierung nun wirklich schon sehr viele Weichen für ein erfolgreiches Österreich gestellt, sodass hier nicht mehr viel übrig bleibt. Die Regierung wird trotzdem nicht müde, ohne Ende an der Verbesserung des Landes zu arbeiten. So sollen schon Sommer 2012 die Arbeitsverhältnisse mit den hervorragenden Lehrern adjustiert werden. Die noch weiter perfektionierte Struktur der neuen Bildungslandschaft muss natürlich auch an die Lehrergehälter und Dienstzeiten angepasst werden.

    Ab dann gibt es nicht mehr recht viel zu tun in diesem schönen Land. Hauptsächlich konzentriert sich die Regierung noch auf kleine Verbesserungen hie und da. So soll die Presseförderung etwas nachgebessert werden und der Schutz der Kinder und der Jugend weiterhin vergrößert werden. Was sogar ein nicht unwichtiges Thema ist, sind die Kinder und Jugendlichen doch am meisten auf den Staat angewiesen, wer sollte sich sonst um sie kümmern?

    Ab 2013 will die Regierung dann wieder einmal ein paar kleine Strukturreformen angehen, bzw. beginnen, dann wird ja gewählt. Aber vor allem weil es denkunmöglich scheint, dass eine derart kompetente Regierung abgewählt wird, hat die Regierung auch schon für danach große Pläne, um dieses wunderschöne Land noch weiter zu verbessern, damit es wieder an der Spitze Europas steht.

    Und wer das alles nicht glaubt, der solle sich doch das Arbeitsprogramm der Regierung ansehen:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/666830/Klausur_Sein-und-Schein-der-Regierungsarbeit?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

    Beim Durchlesen dieses Programmes muss man einfach zu dem Schluss kommen, dass meine Worte die reine Wahrheit sind.

    Kein Wort davon dass:

    a) Österreich kurz vor dem Bankrott steht

    b) Österreichs Unterwanderung durch Fremde einen latenten Bürgerkriegszustand erreicht hat

    c) Die Steuern und Abgabeneine erdrückende Last erreicht haben, die an Totalenteignung grenzt

    d) Wir in einer Union sitzen, die uns täglich das Geld aus der Tasche zieht, um Versagerländer zu stützen

    e) Unser Rechtssystem am Abgrund steht, denn es ist hoffnungslos überlastet (nicht vergessen die Gefängnisse), absolut unmodern, die Richter und Staatsanwälte sind heillos überfordert, die Politik mischt sich immer mehr in die Justiz ein, die Verrechtlichung eines jeden Lebensbereichs überfordert Richter und Staatsanwälte noch mehr, zahlreiche notwendige Reformen bleiben unangetastet, usw.

    f) Die Bürger absolut kein Vertrauen mehr in den Staat haben, da dessen reale Verfassung einer Diktatur gleichkommt.

    g) Die Kriminalität in Österreich schreckliche Ausmaße angenommen hat. Wenn in Wien irgendwo eingebrochen wird, ist das Hab und Gut verloren; wenn ein Auto geklaut wird, zuckt die Polizei mit den Achseln. Täglich werden Menschen zusammengeschlagen und ausgeraubt doch die Polizei tut rein gar nichts dagegen!

    h) Unser Bildungssystem nur noch Vollidioten produziert, die weder Ahnung vom Leben, noch von der deutschen Sprache oder Mathematik haben. Viele Professoren an der Uni fragen sich ständig, wie manche überhaupt die Matura geschafft haben.

    i) Unser Verwaltungs- Gesundheits- und Verfassungswesen nicht nur völlig überteuert, sondern obendrein inkompetent und ineffizient bis in die letzte Ebene hinein ist!

    Wenn man das Regierungsarbeitsprogramm liest, drängt sich einem unweigerlich ein Bild von einem Drogenabhängigen auf, der gerade auf einem sehr starken Trip ist. Er blutet aus allen Körperteilen, wandert über steinige Abgründe bei heftigem Gewitter, doch in seiner Welt scheint die Sonne, er lacht, fühlt sich selig und leicht wie eine Feder und das Leben ist wunderschön.

  4. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2011 05:21

    Liebe Kurzurlauber am Semmering,
    Was geschieht, wenn der jetzige "bescheidene" Wirtschaftsaufschwung plötzlich - so wie eben in Dänemark - wieder zum Stillstand kommt?

  5. Ausgezeichneter Kommentatorperseus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2011 17:17

    Alles schon einmal dagewesen

    Ja freilich:

    • Ungefähr in gleichem Abstand vor jeder Nationalratswahl kommt so ein Paket mit dem Ziel den Wähler zu bestechen
    • In der Hochphase der Konjunktur wird immer verteilt, statt gespart
    • Politiker haben schon immer auf die nächste Wahl gestarrt anstatt zu regieren
    • Die Staatsverschuldung hat sich seit 1945 kontinuierlich erhöht

    - oder doch nicht

    anders ist diesmal:

    • Die Verantwortungslosigkeit, Ahnungslosigkeit, Verlogenheit ist diesmal nicht zu überbieten
    • Das Konjunkturzwischenhoch basiert darauf, dass so viel Luft wie noch nie in den Finanzkreislauf gepumpt wurde; die überschüssige Geldmenge war noch nie so groß; der Entzug wird schmerzhafter als alles was wir bisher erlebt haben
    • Der Staat = die Politiker missbrauchen die Notenbanken als Gelddruckmaschinen sie halten sich willfährige Geschäftsbanken, die manchmal aufgefangen werden müssen
    • Die Fehlmeinung, dass man nur Geld drucken muss, um die Wirtschaft in Fahrt zu bringen war noch nie so global verbreitet wie eben jetzt
    • Das Gelddrucken wird zum Umverteilungsvehikel. Die staatlich gesteuerte Inflation hat den Effekt einer unsichtbaren Steuer
    • Wir wurden noch nie derart über die tatsächliche Höhe der Inflation belogen wie eben jetzt

    Wissen müssten wir das alles schon seit mehr als fünfzig Jahren:

    Anthony Downs (1957):

    „Parteien sind in demokratischen politischen Systemen analog zu Unternehmen in einer profitorientierten Wirtschaftsordnung zu sehen. Ihre Politik richtet sich nach dem jeweils günstigsten Kosten-Nutzen-Verhältnis von Politikalternativen. Maßgebend für sie ist der der Machterhalt. Deshalb setzen sie auf Stimmenmaximierung. Politische Parteien wollen nicht Wahlen gewinnen um Politik zu machen; sie formulieren vielmehr Programme und Lösungsvorschläge um Wahlen zu gewinnen. Politische Parteien verhalten sich anders, als es ihre Selbstdarstellung oder Gemeinwohltheorien nahe legen. Politische Parteien sind wie Unternehmen, die Produkte als Mittel zur Erzielung von politischem Gewinn herstellen, nicht um der Produkte selbst willen.

    …Die Motivation von Parteimitgliedern richtet sich vor allem darauf, den im Ämtererwerb und Machterhalt liegenden Nutzen zu erhalten. Deshalb formulieren sie ihre Politik als Mittel zum Zweck des Machterwerbs und –erhalts und nicht um bestimmte politische Projekte zu verwirklichen.“

    Aber: diesmal ist die Situation brisanter und riskanter als je zuvor; da wäre professionelles Personal wichtig, aber das haben wir nicht: der eine kommt aus dem ÖAAB, der andere aus der Wiener Mietervereinigung – wie sollen die denn mit so einer Situation umgehen können.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2011 07:18

    Da hat sich A.U. wieder einmal selbst übertroffen: volle Zustimmung!

    Ja, unsere Regierung ist schlecht aufgestellt, handelt unklug, kurzsichtig und zukunftsverweigernd!
    Auch die vielen klugen Berater in den politik- und wirtschaftsbegleitenden Institutionen und Vereinigungen sind - bei allem Aufzählen notwendiger Aktivitäten zwecks umgehenden Ausstiegs aus der Schuldenfalle - eigentlich feig, da nicht hart genug im Verfolgen ihrer Argumente!

    Einziger Einwand: von Frau Fekter die Forderung bzw. sofortige Realisierung eines Null-Defizites zu erwarten bzw. zu verlangen, halte ich für etwas überzogen:
    sie hat sich schon mit ihrem mutigen Vorstoß in diese Richtung naturgemäß nicht nur positive Kommentare eingehandelt
    Es heisst irgendwo so schön, Politik sei die Kunst des Möglichen (oder so ähnlich):
    Bei uns in Kakanien ist wohl manches möglich, klug regieren in letzter Zeit jedoch erwiesenermaßen aus Gründen unqualifizierten Personals eher unmöglich!

    Aber wo hernehmen, und nicht stehlen?

    Guten Morgen allerseits!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juni 2011 07:37

    Es ist erschütternd, dass man für dieses Ergebnis auf den Semmering fahren musste.


alle Kommentare

  1. Maryellen (kein Partner)
    08. Februar 2015 10:02

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  6. xRatio (kein Partner)
    03. Juni 2011 01:01

    @Karl Rinnhofer 01. Juni 2011 13:07
    http://www.andreas-unterberger.at/2011/06/alles-schon-einmal-dagewesen-oder-doch-nicht/#comment-132359

    Bedaure. Wenngleich ich Ihnen sonst eigentlich zustimme.
    Hier muß ich Sie trotz all Ihrer Belesenheit und Eloquenz leider mit Nachdruck korrigieren.

    Unsere (egalitäre) "Demokratie" und die sogenannte "Ochlokratie"
    waren für Griechen, Römer und auch noch die Väter der US-Verfassung dasselbe.

    Nämlich genau das, was diese Staatsform logisch zwingend sein muß und heute, wie Sie ja auch selbst sehen, fraglos ist:

    Sozialistische, kollektivistische Pöbelherrschaft.

    Noch heute finden Sie kein Wort von "Demokratie" in der US-Verfassung.

    Sie irren trotz Ihrer Belesenheit bei der ich u.a. Tocqueville vermisse.
    Mit Platon, Spengler und Toynbee (fehlen bloß noch Hegel und Carl Schmitt) kann ich nicht viel anfangen.

    Hiermit schon eher: :-)

    Alexis de Tocqueville, „Über die Demokratie in Amerika“
    Erik R. v. Kuehnelt-Leddihn, „Freiheit oder Gleichheit“
    John Burnheim, "Über Demokratie"
    Ludwig von Mises, „Vom Wert der besseren Ideen“
    Ludwig von Mises, „Liberalismus“
    F. A. von Hayek, „Die Verfassung der Freiheit“
    Gustave Le Bon, „Psychologie der Massen“
    Felix Somary, „Krise und Zukunft der Demokratie“
    Hans Hermann Hoppe, „Eigentum, Anarchie und Staat“
    Hans-Hermann Hoppe, Demokratie. Der Gott der keiner ist. (2003)

    http://mises.de/public_home/article/41

    http://ef-magazin.de/2010/01/28/1820-felix-somary-die-kommunistische-zukunft-der-egalitaeren-demokratie

  7. Linksgrüner Naivling (kein Partner)
    02. Juni 2011 11:13

    Zwischen Frühjahr 2008 und Frühjahr 2011 liegen zwei Jahre? Gratulation, Herr Dr. Unterberger! Sind sie womöglich Absolvent einer Gesamtschule?^^

    • Appollonio (kein Partner)
      02. Juni 2011 11:44

      Nomen est omen, werter linksgrüner Naivling.

      Also, zwischen 8 und 11 liegen die Zahlen 9 und 10. Nach Adam Riese und Eva Zwerg ergeben 9+10 zusammengezählt ZWEI Zahlen. Und was für Zahlen gilt, hat auch für Jahre seine Richtigkeit.

    • L.N. (kein Partner)
      02. Juni 2011 12:05

      Unterberger schreibt aber über die Ereignisse des Frühjahrs 2008 von "vor zwei Jahren". Darauf habe ich angespielt, aber vielleicht auch zu unpräzise. Mea culpa!
      Wie ist das jetzt genau? Heute vor einem Jahr war der 2. Juni 2010, vor zwei Jahren..... Aber lassen wir das, kann ja mal vorkommen;-)

    • Neppomuck (kein Partner)
      02. Juni 2011 14:40

      Nur keine Aufregung, der Irrtum ist offensichtlich.
      Die Zahl der Markierungen von x Phasen ist x+1, die Zahl der Epochen zwischen X Markierungen immer x-1.
      Was aber soll ’s?

      Entscheidender scheint mir ein anderer Irrtum (Tippfehler) Unterbergers zu sein.
      Die „Pro-Kopf-Verschuldung“ in Österreich beträgt heute nicht 24.000,- Euro, sondern 28.200,-, ein keineswegs nur marginaler Unterschied.
      Weiter fällt auf, dass die tägliche Zunahme der Staatsverschuldung Österreichs 2010 26 Millionen € „betrug“ (wie sinnig), heuer aber bereits bei einem (im Tagesschnitt) täglichen Zuwachs von 89 Millionen angelangt ist.
      Der Hut brennt also lichterloh.

      Kein Wunder jetzt, wenn die Großkoalitionäre ihre Hüte vor dem jeweiligen Partner ziehen und auf Optimismus machen.
      Erstens verkokelt man nicht gerne die eigene Birne, zweitens klammern sich Ertrinkende in ihrer Verzweiflung meist an den ihnen am nächsten Befindlichen und drittens geht beiden der Allerwerteste auf Grundeis, dass Strache die nächste Regierung zu bilden haben wird.

      Ob die großkoalitionäre Strategie aufgeht, vorher noch eine derart verkorkste Finanzsituation herzustellen, damit kein anderer mehr Lust verspürt, die Bundes-Karre aus dem Dreck zu ziehen, sei dahingestellt.
      Aber wer kann schon sagen, was in den Gehirnen (?) unserer „elder statesmen“ von SPÖ und ÖVP so vorgeht? Das ist auch sehr schwer zu berechnen. Irgend welche Anhaltspunkte, dass sie sich auf einen passablen Weg geeinigt hätten, kann man da nicht erkennen. Und damit sind Mutmaßungen, egal in welche Richtung, reine Kaffeesudleserei.

      Ob sie über Insiderwissen verfügen, wann genau der Euro zerbröselt, liegt dazu ebenfalls im Bereich der Spekulation. Das ist aber immer noch wahrscheinlicher als die Annahme, die Herrschaften hätten etwas Vernünftiges im Sinn. Sind doch die Großkopfeten in der „Schicksalsgemeinschaft EU“ auch nicht gerade von Problemlösungskompetenz „belastet“.

    • Trollfresser (kein Partner)
      02. Juni 2011 20:05

      LGN

      Den ganzen Tag hat er nachgedacht unser lgN. Und was ist herausgekommen?

      Dieses Posting!

  8. PostScriptum
    01. Juni 2011 22:00

    Für alle Interessierten:

    Massive Manipulation am Rohstoffmarkt. Wer weiß, was es geschlagen hat, der erkennt den Todeskampf der herrschenden Elite gegen ihren Untergang. Schon in den Siebzigern hätte der Dollar zusammenbrechen müssen, doch starke Markteingriffe verhinderten dies. Doch nun sind die fiat Systeme endgültig an ihrem Ende angekommen. Zwar wird durch extreme Markteingriffe der Gold und der Silberpreis immer wieder nach unten gedrückt, um ein neuerliches Ausbrechen zu verhindern, doch immer mehr Menschen wissen und spüren, dass das Geld, mit dem sie täglich zahlen keinen Wert mehr hat. Die Hyperinflation ist nicht mehr zu stoppen.
    Es ist aber unglaublich, mit welch illegalen Mitteln hier versucht wird, den Markt abzuwürgen.

    • PostScriptum
      01. Juni 2011 22:10

      Interessante Artikel zu:

      http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=16178

      http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=16160

      Beim zweiten Link sollte man vor allem auf Seite 2 klicken und die unten gestellten Fragen lesen. Da stellt es einem die Haare auf.

    • PostScriptum
      01. Juni 2011 22:12

      Wie skrupellos das System ist, zeigt sich an diesem Artikel:

      http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=16270

      Ich sage zur Hölle mit diesen Betrügern. Was hier auf Kosten der Bürger passiert macht so dermaßen wütend, dass man sofort Regierungsgebäude stürmen möchte.

    • PostScriptum
    • PostScriptum
      01. Juni 2011 23:22

      Abschließend möchte ich erwähnen, dass wir kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Wenn die COMEX bzw. die CME schon derart drastische Schritte setzt, muss Feuer am Dach sein. Wahrscheinlich wurde mit einem Rohstoffpreiszusammenbruch wie in den Siebzigern gerechnet, aber der Ofen scheint auszugehen. Physisches Silber und Gold scheinen offensichtlich nicht mehr ausreichend vorhanden zu sein, um die Nachfrage zu decken. Was wir in den nächsten Monaten erleben werden, wird ein gewaltiger Krieg sein. Aber die Säue FED, CME, Dollar und andere Währungen sind zum abschlachten bereit. Diesesmal wird sie nichts mehr retten. Es gilt, die Preise für Gold und Silber im Auge zu behalten. Wir werden immer weitere Steigerungen gefolgt von Miniabstürzen sehen.

      Ich rechne damit, dass wenn Silber erneut auf 50 Dollar pro Feinunze gestiegen ist, die Staaten anfangen werden, physisches Silber "einzusammeln".

      Liebe Mitbürger, schützen Sie all ihre Rohstoffbestände! Sagen Sie niemandem, dass Sie Gold oder andere Edelmetalle haben. Die Regierung in Österreich hat z.b. teilweise den Verkauf von Silber schon gestoppt und hat eine Ausweispflicht für alle eingeführt, die Gold im Wert von 10.000 Euro oder mehr kaufen wollen. Bitte machen Sie das nie! Wer seinen Ausweis zeigt, liefert sich den staatlichen Behörden aus.

      Schon in den 30ern wurde Besitz von Gold verboten und wir werden es wieder erleben! Wir treten nun in die kritische Phase ein.

    • terbuan
      02. Juni 2011 06:23

      Philipp
      Wie ich kürzlich schon bemerkt habe, als Kassandra wirst Du hier im Forum nicht sehr geschätzt. Johann Scheiber hat einen ähnlichen Link hier eingestellt, ich wiederhole in hier:
      http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/Hufnagel-Der_Sinn_der_PIIGS-Krise.pdf
      Dass ich großteils Deiner Meinung bin, weißt Du ohnehin!

    • socrates
      02. Juni 2011 12:09

      Der Goldpreis soll bis Ende 2011 auf 2000$/oz steigen, die Chancen stehen gut. Das Geld verliert seinen Wert.
      Wenn die Macht etwas gegen Faschismus unternehmen will, den Aaron Sperber an die Wand malt, dann sollen sie diesen mit einem Schuldenerlaß bekämpfen. Man könnte dann wieder bei Null anfangen und eine blühende Wirtschaft ernten, wie schon Solon zeigte.

  9. perseus
    01. Juni 2011 17:17

    Alles schon einmal dagewesen

    Ja freilich:

    • Ungefähr in gleichem Abstand vor jeder Nationalratswahl kommt so ein Paket mit dem Ziel den Wähler zu bestechen
    • In der Hochphase der Konjunktur wird immer verteilt, statt gespart
    • Politiker haben schon immer auf die nächste Wahl gestarrt anstatt zu regieren
    • Die Staatsverschuldung hat sich seit 1945 kontinuierlich erhöht

    - oder doch nicht

    anders ist diesmal:

    • Die Verantwortungslosigkeit, Ahnungslosigkeit, Verlogenheit ist diesmal nicht zu überbieten
    • Das Konjunkturzwischenhoch basiert darauf, dass so viel Luft wie noch nie in den Finanzkreislauf gepumpt wurde; die überschüssige Geldmenge war noch nie so groß; der Entzug wird schmerzhafter als alles was wir bisher erlebt haben
    • Der Staat = die Politiker missbrauchen die Notenbanken als Gelddruckmaschinen sie halten sich willfährige Geschäftsbanken, die manchmal aufgefangen werden müssen
    • Die Fehlmeinung, dass man nur Geld drucken muss, um die Wirtschaft in Fahrt zu bringen war noch nie so global verbreitet wie eben jetzt
    • Das Gelddrucken wird zum Umverteilungsvehikel. Die staatlich gesteuerte Inflation hat den Effekt einer unsichtbaren Steuer
    • Wir wurden noch nie derart über die tatsächliche Höhe der Inflation belogen wie eben jetzt

    Wissen müssten wir das alles schon seit mehr als fünfzig Jahren:

    Anthony Downs (1957):

    „Parteien sind in demokratischen politischen Systemen analog zu Unternehmen in einer profitorientierten Wirtschaftsordnung zu sehen. Ihre Politik richtet sich nach dem jeweils günstigsten Kosten-Nutzen-Verhältnis von Politikalternativen. Maßgebend für sie ist der der Machterhalt. Deshalb setzen sie auf Stimmenmaximierung. Politische Parteien wollen nicht Wahlen gewinnen um Politik zu machen; sie formulieren vielmehr Programme und Lösungsvorschläge um Wahlen zu gewinnen. Politische Parteien verhalten sich anders, als es ihre Selbstdarstellung oder Gemeinwohltheorien nahe legen. Politische Parteien sind wie Unternehmen, die Produkte als Mittel zur Erzielung von politischem Gewinn herstellen, nicht um der Produkte selbst willen.

    …Die Motivation von Parteimitgliedern richtet sich vor allem darauf, den im Ämtererwerb und Machterhalt liegenden Nutzen zu erhalten. Deshalb formulieren sie ihre Politik als Mittel zum Zweck des Machterwerbs und –erhalts und nicht um bestimmte politische Projekte zu verwirklichen.“

    Aber: diesmal ist die Situation brisanter und riskanter als je zuvor; da wäre professionelles Personal wichtig, aber das haben wir nicht: der eine kommt aus dem ÖAAB, der andere aus der Wiener Mietervereinigung – wie sollen die denn mit so einer Situation umgehen können.

    • terbuan
      01. Juni 2011 17:36

      Heute gibt es einen Spitzenkommentar nach dem anderen.
      Und der Goldpreis explodiert derzeit geradezu und nähert sich USD 1,550/oz
      In unserem Schrebergarten wird der Pröll jun. Vorstandssprecher des zu Raiffeisen gehörenden Leipnik-Lundenburger Konzerns, na der ist wenigstens versorgt! Wir werden weiterhin darben, belogen und betrogen!

  10. PostScriptum
    01. Juni 2011 16:30

    Österreich ist ein schuldenfreies Land. Die Bürger haben alle Arbeit und verdienen recht gut. Die Kaufkraft ist in den letzten Jahren wieder enorm gestiegen. Auch die Ausbildung der Schüler verzeichnet immer mehr Erfolge. Noch nie war die Wirtschaft dermaßen zufrieden mit den Absolventen, die wahrlich eine rosige Zukunft vor sich haben. So beherrschen die Schüler mindestens drei Fremdsprachen und ziehen international Beachtung auf sich, da ihre Projekte schon jetzt wertvolle wissenschaftliche Beiträge darstellen. Deswegen wird ja jetzt auch das erfolgreiche Modell der Neuen Mittelschule ausgebaut.

    Überhaupt beinhaltet das Arbeitsprogramm der Koalition sehr viele interessante neue Punkte, die den Erfolg Österreichs konsolidieren und ausbauen werden:

    Im Juni 2011 soll ein Cybercrimecompetence- Center errichtet werden. Das ist grundvernünftig. Unsere starke militärische Kraft- besonders zu loben sind da die professionellen Strukturen und das moderne, ausreichend vorhandene Gerät- wird somit um ein weiteres, wichtiges Element ergänzt, um Österreich noch sicherer zu machen, als es schon ist.

    Diesen Sommer geht, wie bereits erwähnt, der Ausbau des Erfolgsmodells NMS insofern einen Schitt weiter, als die Oberstufe neu organisiert wird. Weiters wird noch diesen Sommer ein weiteres Klimaschutzgesetz verabschiedet, das Österreich vor den schrecklichen Klimakatastrophen bewahren wird. Es ist äußerst erfreulich, dass auch hier die Regierung die Maßstäbe für die Zukunft setzt.

    Auch im Herbst schreitet das Projekt NMS weiter voran, Hauptschulen werden umversetzt, die NMS ausgebaut. Nicht zu vergessen der Ausbau der Ganztagsbetreuung, so werden die Eltern noch mehr von ihren Kindern entlastet und können Beruf und den Rest an Familie hervorragend vereinen. Beruhigt kann unser Land daher in seine Zukunft blicken, wenn schon jetzt die Wirtschaft äußerst zufrieden mit unseren Absolventen ist, so wird die NMS weltweit neue Maßstäbe setzen und Österreich zurück an die Weltspitze befördern.

    Im Herbst und Winter setzt unsere Regierung ihre Arbeit wirklich sehr eifrig und mit aller Kraft fort. So sollen endlich die Lobbyisten an die Kandare genommen werden. Es war bis jetzt ja nun wirklich unerträglich, dass unsere Politik Einflüssen von außen ausgesetzt werden konnte. Auch das Bundesheer und der Ökostrom stehen weiter auf dem Plan. Offenbar soll die Industrie mit noch weit mehr Energiesicherheit ausgestattet werden und unser hervorragendes Heer seine Kompetenzen maximieren. Wer da also auch immer unsere immerwährende Neutralität bedroht, vorsicht, wir sind gerüstet!

    Bis ins Frühjahr sollen dann die Pensionen beleuchtet werden. Unsere Bürger haben sich den Wohlstand mit 50 Jahren redlich verdient und er ist auch locker leistbar mit unseren Budgetüberschüssen. Lediglich ein wenig nachjustiert soll hier wohl werden, damit die Pensionen auch für die Zukunft so sicher und saftig wie jetzt sind.

    Nächsten Sommer hat unsere Regierung nun wirklich schon sehr viele Weichen für ein erfolgreiches Österreich gestellt, sodass hier nicht mehr viel übrig bleibt. Die Regierung wird trotzdem nicht müde, ohne Ende an der Verbesserung des Landes zu arbeiten. So sollen schon Sommer 2012 die Arbeitsverhältnisse mit den hervorragenden Lehrern adjustiert werden. Die noch weiter perfektionierte Struktur der neuen Bildungslandschaft muss natürlich auch an die Lehrergehälter und Dienstzeiten angepasst werden.

    Ab dann gibt es nicht mehr recht viel zu tun in diesem schönen Land. Hauptsächlich konzentriert sich die Regierung noch auf kleine Verbesserungen hie und da. So soll die Presseförderung etwas nachgebessert werden und der Schutz der Kinder und der Jugend weiterhin vergrößert werden. Was sogar ein nicht unwichtiges Thema ist, sind die Kinder und Jugendlichen doch am meisten auf den Staat angewiesen, wer sollte sich sonst um sie kümmern?

    Ab 2013 will die Regierung dann wieder einmal ein paar kleine Strukturreformen angehen, bzw. beginnen, dann wird ja gewählt. Aber vor allem weil es denkunmöglich scheint, dass eine derart kompetente Regierung abgewählt wird, hat die Regierung auch schon für danach große Pläne, um dieses wunderschöne Land noch weiter zu verbessern, damit es wieder an der Spitze Europas steht.

    Und wer das alles nicht glaubt, der solle sich doch das Arbeitsprogramm der Regierung ansehen:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/666830/Klausur_Sein-und-Schein-der-Regierungsarbeit?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

    Beim Durchlesen dieses Programmes muss man einfach zu dem Schluss kommen, dass meine Worte die reine Wahrheit sind.

    Kein Wort davon dass:

    a) Österreich kurz vor dem Bankrott steht

    b) Österreichs Unterwanderung durch Fremde einen latenten Bürgerkriegszustand erreicht hat

    c) Die Steuern und Abgabeneine erdrückende Last erreicht haben, die an Totalenteignung grenzt

    d) Wir in einer Union sitzen, die uns täglich das Geld aus der Tasche zieht, um Versagerländer zu stützen

    e) Unser Rechtssystem am Abgrund steht, denn es ist hoffnungslos überlastet (nicht vergessen die Gefängnisse), absolut unmodern, die Richter und Staatsanwälte sind heillos überfordert, die Politik mischt sich immer mehr in die Justiz ein, die Verrechtlichung eines jeden Lebensbereichs überfordert Richter und Staatsanwälte noch mehr, zahlreiche notwendige Reformen bleiben unangetastet, usw.

    f) Die Bürger absolut kein Vertrauen mehr in den Staat haben, da dessen reale Verfassung einer Diktatur gleichkommt.

    g) Die Kriminalität in Österreich schreckliche Ausmaße angenommen hat. Wenn in Wien irgendwo eingebrochen wird, ist das Hab und Gut verloren; wenn ein Auto geklaut wird, zuckt die Polizei mit den Achseln. Täglich werden Menschen zusammengeschlagen und ausgeraubt doch die Polizei tut rein gar nichts dagegen!

    h) Unser Bildungssystem nur noch Vollidioten produziert, die weder Ahnung vom Leben, noch von der deutschen Sprache oder Mathematik haben. Viele Professoren an der Uni fragen sich ständig, wie manche überhaupt die Matura geschafft haben.

    i) Unser Verwaltungs- Gesundheits- und Verfassungswesen nicht nur völlig überteuert, sondern obendrein inkompetent und ineffizient bis in die letzte Ebene hinein ist!

    Wenn man das Regierungsarbeitsprogramm liest, drängt sich einem unweigerlich ein Bild von einem Drogenabhängigen auf, der gerade auf einem sehr starken Trip ist. Er blutet aus allen Körperteilen, wandert über steinige Abgründe bei heftigem Gewitter, doch in seiner Welt scheint die Sonne, er lacht, fühlt sich selig und leicht wie eine Feder und das Leben ist wunderschön.

    • terbuan
      01. Juni 2011 16:45

      Philipp, dafür gibt es ein Sonderration: ******
      Du schreibst mir aus der Seele!

    • Martin Bauer
      01. Juni 2011 18:02

      Ich ziehe den Hut ****

    • Karl Rinnhofer
      01. Juni 2011 18:39

      @Postscriptum
      Große Hochachtung zu diesem Beitrag, der viele Aspekte realistisch erfaßt. Zur Bildungskatastrophe: Mögen die Betroffenen (Wirtschaft, Uni-Professoren etc.) die Missstände klar artikulieren und "fordernden" Lehrern an maturaführenden Schulen auch dann den Rücken stärken, wenn diese mangels erbrachter Schülerleistungen (theoretisch gesetzeskonform) Berechtigungen verwehren (müssen). Seit langem werden "die Strengen", die Matura nicht zur regiemäßig geplanten Show verkommen lassen wollen, von allen Seiten gleichzeitig geprügelt (Behörde und Öffentlichkeit),. Es gilt die Maxime des Anforderungsdumpings, der Berechtigungsinflation, des Nicht- Durchfallens, für welche Bildungslaufbahn - unabhängig von Eignung und Neigung - man auch immer sich entscheidet. Für manche (parteiabhängige) Schulbehördenvertreter (keine Verallgemeinerung) gilt ausschließlich Ideologie der Gleichmacherei statt Vertretung der legitimen Erwartungen von Nachfolgeinstanzen in die Gültigkeit ausgestellter Atteste. "Anspruchsvolle" Lehrer finden sich in permanentem Rechtfertigungszwang wieder, warten vergeblich auf Unterstützung behörderlicherseits - eher das Gegenteil ist der Fall.

    • Wertkonservativer
      01. Juni 2011 18:57

      Erstklassiger, in den meisten Facetten stimmiger Beitrag: Respekt!

      Gestattet mir, liebe Freunde, einen Einwand: die negativen Seiten unseres Staats- und Gemeinwesens, sind nach meiner Auffassung hier und auch andernorts doch um Einiges überzogen! Ganz so arg schaut es bei uns ja doch nicht aus!

      Wenn PS z.B. schreibt, dass unser Bildungssystem nur noch Volidioten produziere, stellt sich bei mir der Hut auf! Ich habe sieben Enkel nach Matura und teilweise bereits nach vollakademischem Studium, und die sind beileibe keine Vollidioten, sondern kluge Menschen, die eine durchaus qualitätsvolle Schul- und Hochschulbildung geniessen konnten.
      Die großteils berechtigten Kritikpunkte würden wesentlich wirksamer ankommen, wenn nicht viele Übertreibungen den guten Eindruck teilweise wieder zunichte machen würden.
      Nichts für ungut!

    • Undine
      01. Juni 2011 21:14

      @Postscriptum

      Ein wirklich fulminanter Kommentar! *******!!!

      @Wertkonservativer

      Lieber Wertkonservativer, Philipp Starl meint eher jene bedauernswerten jungen Menschen, die nach der lückenlosen Einführung der NMS die Schulbank drücken werden. Die große Schul- und Bildungskatastrophe haben wir also noch VOR uns.

    • Wertkonservativer
      02. Juni 2011 14:15

      Liebe Undine,

      ich bin der festen Meinung, dass unsere klugen und lernwilligen Zehnjährigen auch weiterhin Gymnasien zur adäquaten Weiterbildung vorfinden werden!

      Die jungen Leute, die sich zukünftig in den NMS tummeln werden, sind dort - da eben ohne besonderen eigenen Impetus (und ohne genügend Hirnschmalz) bzw. desjenigen ihrer Eltern, eben nicht mehr anstreben als einen Schulabgang auf Hauptschulbasis.

      Aber auch diese jungen Leute sind dann mehrheitlich keine Volltrottel, wie unser wortgewaltiger Welterklärer eben so genüsslich definiert.

      Zuviel an Übertreibung (siehe meine Erstreplik) wirkt unsachlich und löst manchmal Kopfschütteln aus!

  11. HDW
    01. Juni 2011 15:11

    Die weltweit konzertierte Abwahl der liberalen Berlusconi - Regierung durch eine maximalistisch salonbolschewistische wird, bei dem aus der Koalition der Beteiligung der Kommunisten an der Regierung stammenden riesigen Schuldenberg, Italien zusammen mit dem Zapatero - Spanien in die Zahlungsunfähigkeit stürzen! Das bedeutet dann das Ende dieser EU samt EURO. Allerdings besteht die eindeutige Gefahr, dass dann wie in Italien die Che Guevara Sichel und Hammer Jünglinge und ihre grosskapitalistischen Geldgeber die Oberhand gewinnen werden aber gerade die sogenannten Reformsozialisten ins Gras beissen werden!

  12. Reflecting
    01. Juni 2011 12:06

    Die folgenden Anmerkungen gehören im weiteren Sinn schon zum heutigen Thema, weil sie das Bild einer Gegenwart ohne Visionen und ohne Beiträge für die Schaffung einer durch Optimismus gekennzeichnete Zukunft abrunden.

    Ernst: Wenn eine Amtshandlung der strafverfolgenden Behörden scheinbar vorrangig zu einem pulizistischen „event“ hybridisiert wird, ist der Rechtsstaat in mortal danger. So geschehen in der causa K.H. Grasser dieser Tage.

    Satire: Mein Staunen kennt keine Grenzen, wenn ich daran denke, dass der gute Franz Lehar noch immer nicht, wie es schon längst hätte geschehen müssen, der damnatio memoriae überantwortet worden ist und dass jene Radiosender, die in letzter Zeit die bekannte Melodie mit den Worten „gern hab´ ich die Frauen geküsst,………………….gespielt haben, noch on the air sind und die Staatsanwaltschaft noch nicht eingegriffen hat. Wo bleiben die Kampfrufe der emanzipatorischen, antiheteronormativen und progressivistischen Feministinnen gegen so einen song? Hat der politisch korrekte Genderwahn mit dem Höhepunkt der sündteuren Gleichstellungsgesetzgebung, die Unfrieden stiftet und gesellschaftsdemolierend wirkt, nicht die erhoffte Breitenwirkung gehabt?

    Trauer: Solange die „powers that be“ nicht auf den Pfad der politischen Tugend zurückkehren und nach der Selbstverständlichkeit handeln, dass alle Gelder aus Steuern etc. anvertrautet Gut sind, solange der Mittelstand in zunehmend inflationistischer Weise – und nicht nur dadurch - mit Aussicht auf den Bettelstab ausgebeutet wird und solange nicht wieder Treu und Glauben im gesamten öffentlichen Bereich einkehren, wird sich die doch sehr negative Einstellung zu und über Politik nicht ändern, und das ist sehr schade!

  13. Richard Mer
    01. Juni 2011 10:29

    Manchmal stellt ja irgendein wirtschaftlich ahnungsloser im Radio irgendeine nebulöse Nachfragetheorie der Wirtschaft auf, und dabei fällt dann auch gelegentlich der Name Keynes, der auch gleich mit Schulden in Verbindung gebracht wird. Das wirkt dann so, als hätte der große Ökonom Lord Keynes ein Modell entwickelt, das Schulden rechtfertigt, und als hätte das ganze eine tiefe, komplexe Logik. Manche setzen sogar linke Wirtschaftspolik gleich mit Keynesianismus.

    Da möchte ich nur klarstellen, dass Keynes in keinster Weise auch nur im Ansatz über diese langfristige Verschuldung geredet hat, wie wir sie jetzt erleben. Und als kluger Mensch und Ökonom der er war, bin ich überzeugt davon, dass er sie nicht verteidigt hätte. Es gibt nämlich keinen Fachmann, der diese Politik und diese Schulden verteidigt. Keynes zentrale Botschaft war, dass wenn es Konjunkturzyklen gibt, also periodisch rauf und runter geht mit der Wirtschaft, der Staat dem entgegenarbeiten kann, indem er in den schlechten Zeiten die Wirtschaft künstlich stützt, dafür in den guten Zeiten Geld ansammelt. Das hat mit dieser Lemmingepolitik wirklich nichts zu tun.

    Noch ein Zitat von Keynes: "For my part I think that capitalism, wisely managed, can probably be made more efficient for attaining economic ends than any alternative system yet in sight [...]".

    • Richard Mer
      01. Juni 2011 10:31

      Noch ein Keynes Zitat:

      "Marxian Socialism must always remain a portent to the historians of Opinion — how a doctrine so illogical and so dull can have exercised so powerful and enduring an influence over the minds of men, and, through them, the events of history."

  14. mike1
    01. Juni 2011 08:37

    es wird sich schlicht und einfach nichts ändern - sind doch die handelnden personen noch immer dieselben/gleichen. semmering hin oder her.

    die zahnarztassistentin bures bewilligt milliarden für den semmeringtunnel (so a zufall aber auch), spenden an die tierschützer sind natürlich sofort absetzbar, der herr mitterlehner macht österreich zur weltweit anerkannten marke (und tut so, als ob er für die exportsteigerungen verantwortlich sein würde), die schulministerin lobt die tourismusschule (die sie eher nichts angeht, sonst wäre sie vermutlich nicht so gut), alle hauptschulen werden neue mittelschulen (super, die erfolge werden demnächst schon das kommende pisa-ereignis in anderem licht leuchten lassen), der herr hundstorfer hat die arbeitslosigkeit abgeschafft, der herr berlakowitsch wird uns rein österreichischen kostenlosen co2-freien grünen strom beschaffen - all das in einem 90-punkte-programm, wie können wir doch froh sein, solch lichtgestalten unser schicksal steuern zu lassen.

    wer zahlt jetzt unsere schulden ? wer macht jetzt die verwaltungsrefornm ? wer reformiert endlich das pensionswesen ? wo wird eigentlich gespart ?

    also es wird sich sicher nichts ändern, demnächst werden sich diese leute wieder gegenseitig die schädl einhaun, haxl stellen und dem hace beste chancen auf den nächsten bk zu geben. super ! mir reichts....

  15. thomas lahnsteirer
    01. Juni 2011 08:34

    Liebe Mitposter, liebe Freunde,

    soeben habe ich das überwältigende Ergebnis der Wahl des „Posters des Monats“ gelesen.
    Es freut mich sehr, dass man auch als

    Atomkraftbefürworter
    Serbenfreund
    Bismarckfeind
    Deutschlandskeptiker
    Feind aller Rechtsextremisten usw

    soviele Sternderln bekommen kann. Vielen, vielen Dank

    Die Urlaubszeit naht und ich werde mein Engagement in diesem Blog zurückschrauben müssen. Aber mit Libertus hat sich ein toller Mitposter gefunden, der sich ordentlich ins Zeug legt, den Blog aufmischt und zu Recht sehr viel Zustimmung erntet.

    Unseren Wertkonservativen beneide ich aus 2 Gründen:

    1.weil er in der Nähe meiner Lieblingsplätze in der Süd-Toscana sitzt
    (Grosseto,MonteArgentario,Talamone,Pitigliano…..)
    2.weil er auch im Urlaub weiter hier posten kann (ich würde wahrscheinlich in diesem Fall hören: „Bist du mit mir oder mit Herrn Unterberger auf Urlaub gefahren ?“)

    In diesem Sinne werde ich heute ein Glaserl Sangiovese auf den Wertkonservativen trinken.....
    Ich wünsche allen einen schönen Sommer und dem Herrn Maierhofer, dass er bald wieder hier schreibt.
    Alles Gute !!!

    • terbuan
      01. Juni 2011 08:52

      Sehr geehrter Herr Lahnsteirer,
      danke für Ihren launigen und erfrischenden Kommentar. Die hohe Akzeptanz Ihrer teilweise sehr umstrittenen Kommentare unterstreicht die Meinungsvielfalt in diesem Forum. Herzlichen Glückwunsch und einen schönen Urlaub!

      Gratulation auch Libertus und natürlich auch dem Wertkonservativen, der trotz Kur, Istrien- und Toskanaaufenthalten uns fast täglich nicht nur einen Kurzreisebericht sondern auch wertvolle Beiträge übermittelt! ;-)

      mfG
      terbuan

    • Wertkonservativer
      01. Juni 2011 09:26

      Lieber Herr Lahnsteirer,

      zunächst Gratulation zu Ihrer hier immer wieder gezeigten Überlegenheit im Publikums-Votum: Sie haben schon - wie auch ich - eine ganz spezielle Art des Sternderlhaschens gefunden: Sie mit mehr Kraft und Verve, ich eher mit etwas mehr Human-Touch, eben, jeder wie er will und kann!

      Libertus ist ebenfalls ein übermächtiger "Gegner", jedenfalls auch jede Menge Hochachtung!

      Auch Terbuan einen lieben Gruß und Dank für seine Erinnerung an meine vielen "Erholungsreisen". Immerhin bin ich ja auch noch beruflich tätig und brauche hin und wieder eben Ausflüge in etliche der schönsten Gegenden Europas (so wie diesmal Istrien, Toskana, dann als weiteres Sahnehäubchen noch Südtirol) , und merken Sie? - alles Gegenden mit hervorragenden Weinkreszenzen!

      Nochmals und zusätzlich zu Lahnsteirers Südtoskana-Aufzählung:
      Saturnia, die vielen Etrusker-Stätten, Sovana, Castiglione della Pescaia, der Montecucco- und Morellino-Wein, dies zusätzlich und noch vieles anderes, das ist ein Abglanz des Paradieses hier auf der Erde!

      Nochmals Dank, jede Menge Anerkennung, und liebe Grüße!

    • Martin Bauer
      01. Juni 2011 10:32

      Wenn auch bei Bismarck nie, und bei den anderen dafür öfters Ihrer Meinung, auch von mir Gratulation.
      Reiche hiermit 41 Sternderln nach, damit Ihr bisheriger High-Score übertroffen wird. :-)

    • terbuan
      01. Juni 2011 11:09

      Martin
      Obwohl ich Atomkraftskeptiker, kein Serbenfreund, dafür aber Deutschlandfreund und auch einer von Bismarck bin (mit einer ganz lieben deutschen Schwiegertochter ;-)) sind seine Kommentare immer wieder sehr gut und beleben die Diskussion, leider nimmt er nur selten daran teil!
      Aber das mit den zusätzlichen Sternen geht denn doch zu weit, die muß er sich noch selbst verdienen! ;-)

    • Karl Rinnhofer
      01. Juni 2011 13:32

      @ Thoms Lahnsteiner
      Sehr geehrter Herr Lahnsteiner,

      Als einer, der sich durch sachzwänge-gerechter Unregelmäßigkeit sporadischer Eigenbeiträge am „Sternchenhaschen“ keineswegs beteilige(n möchte), gratuliere Ihnen herzlich zum Erfolg und schließe mich den Wünschen für Ihren erholsamen Urlaub an.

      Meiner Meinung nach sind pointierte Stellungnahmen im Blog, mit denen ich nicht jeder identifiziert, - wenn aus reinen Motiven kommend – wünschenswerte Diskussionsgrundlage und lassen den Eindruck gleichgeschalteter Meinungen oder bloß bestätigender Guru-Mechanismen nicht aufkommen.

      Ich nutze die Gelegenheit, mich an dieser Stelle ausdrücklich bei den geschätzten Mit-Blogern zu bedanken, die meinen Beiträgen immer wieder artikulierte Beachtung schenken, und danke für die engagierten und lesenswerten Beiträge.

    • libertus
      01. Juni 2011 15:54

      Ich möchte gleich einmal die Gelegenheit wahrnehmen, den beiden Mitpostern @t.l. als überlegenen Sieger und @Wertkonservativer als hervorragenden, effizienten Drittplazierten zu gratulieren und bedanke mich auf diesem Wege bei allen "Punktelieferanten", die mir meine erfreulichen Platzierungen ermöglichten.

      Ich hoffe auf weiterhin gutes Gelingen und wünsche den beiden Obengenannten einen wunderbaren Urlaub.

      Besonders beneide ich unseren @Wertkonservativen, hatte ich doch schon zweimal die Gelegenheit, die zauberhaften Orte in der Toscana mit all ihren Kunst- und Kulturschätzen sowie lukullischen Genüssen zu erleben, einschließlich eines ausgiebigen Bades im Schwefelwasser von Saturnia und der köstlichsten Fischsuppe meiner ganzen Reise in Castiglione della pescaia!

      Da wurden jetzt tatsächlich Erinnerungen an paradiesische Zustände wach, die ich hoffentlich irgendwann einmal wieder erleben darf.

      Nochmals vielen Dank an alle und gute Erholung mit anschließender, wohlbehaltener Rückkehr an die Urlauber!

    • Wertkonservativer
      01. Juni 2011 16:36

      Nochmals Dank auch an Libertus: die Region hier ist wirklich wunderbar, abseits der großen Toskana-Urlauberströme, wohltuend naturbelassen und landschaftlich extrem abwechslungsreich.
      Morgen gibt es in Saturnia noch einmal ein ausgiebiges Bad im Schwefel-Mühlenbach; wie ein alter, lebenssatter Römer werde ich in einer Nische des Wasserfalls sitzen und über die Schönheit unserer Welt sinnieren!
      So wahr ich Wertkonservativer heisse!

    • Schleimspur (kein Partner)
      02. Juni 2011 11:29

      Warnung!

      Rutschgefahr!

  16. Cotopaxi
    01. Juni 2011 08:15

    Hätte es für dieses beschämende Ergebnis eines Obmann-Wechsels bei den Schwarzen bedurft?

    Viele dachten, dass es nur noch besser kommen könne.

    So kann man sich irren.

    • terbuan
      01. Juni 2011 09:39

      Zum Sp. gab es schon im Vorjahr einen langen Thread, alle damals vorgebrachten Meinungen und Vorbehalte scheinen sich zu bestätigen!

    • byrig
      02. Juni 2011 01:56

      cotopxi,es gibt eh den strache.der wird die schwarzen mores lehren.und dann werden sie-die schwarzen vielleicht wieder wählbar werden.

  17. brechstange
    01. Juni 2011 07:40

    Gab es das schon mal?

    O.T. Schlau die Griechen-Führung

    http://www.fortunanetz.de/dev/kbeobacht/2011/Mai/Mai30.php

    Die IJ Partner SA mit Sitz in Genf hat gut verdient, obwohl sie laut Homepage nicht spekuliert und nur nachhaltig wirtschaftet. Ihre Verwaltungsräte und Beraterstäbe sind allesamt Gute, die für das Gute der Welt arbeiten, für die Umwelt, usw. Ehrenwerte Mitglieder dieser schönen globalen Welt.

    Sie haben mit CDS gerade eben 23 Mrd. Euro verdient, die sie dann anlegen werden im mittelalpinen Bereich wie Süddeutschland, Österreich, da werden sie ja genug Stoff finden nach dem nächsten Zusammenbruch. Da können sie dann endlich ihr Fiat Money gegen Reales eintauschen. Und wir Trotteln finanzieren noch unseren Untergang.

    • terbuan
      01. Juni 2011 09:44

      Danke für den Link brechstange,
      ....der Papandreou und seine amerikanischen Freunde, da stehen uns noch grausame Zeiten bevor!

  18. brechstange
    01. Juni 2011 07:37

    Es ist erschütternd, dass man für dieses Ergebnis auf den Semmering fahren musste.

  19. Karl Rinnhofer
    01. Juni 2011 07:29

    Populismus lizitiert sich hoch: Wieder Zusatzausgaben ohne Bedeckungsaussicht; Inputmaximierung statt Effizienzoptimierung (z.B. Schule, Infrastruktur), weiter unbedankte (und durch kalte Progression und weitere inflationsstimulierende Abgabenerhöhungen : MÖSt. weiter steigende)- Schröpfung der Leistungsbereiten, keine Spur von Verwaltungsreform und Einsparung; dafür mediengerechte Harmonie-Inszenierung. Wozu gab es Empfehlungen von Rechnungshof, Österreich-Konvent, „Konklave“, Staatsschuldenausschuss? Insgesamt eine Niederlage der Demokratie, in der nur mehr Parteien bzw. deren Vertreter zu reussieren scheinen, die ohne Verantwortung auf Zukunftstauglichkeit ihrer Maßnahmen Wählerstimmen kaufen. Verantwortungsvoll Agierende, die den Mut haben, Zwangsbeglückungen zu redimensionieren, werden abgewählt. Mit einem Satz stimme ich A.U. nicht zu: „... sei es jedem gegönnt, der aus der Staatskasse bedient wird“. Ich gestehe unverhohlen. angesichts dieses Transferwahnsinns die Zuteilung mühsam erarbeiteter Ressourcen ohne Gegenleistung nicht mehr zu dulden. Eben diese Mittel werden durch Enteignung der immer weniger werdenden und zudem als „Reiche“ und „Besserverdiener“ verachteten „Nettozahler“ (durch Wahnsinnsbesteuerung), der verantwortungsvoll Sparenden (durch Inflationierung, Kapital-“Ertrags“(!)-Steuern und „Vermögens-Zuwachs“(!)-Steuern) sowie pyramidenspielartige Erwartung weiter zunehmender Beiträge nachfolgender Generationen und trügerische Erwartung des „Wirtschaftswachstums“ bestritten. Defizite spielen offenbar keine Rolle; man muss ja nur „im Konjunkturzyklus (!) ausgeglichen bilanzieren“ lautet die verhängnisvoll-kalmierende und immunisierende Formel. – Pech, dass man sich offenbar jahrzehntelang „im Tal“ dieses Zyklus befindet. Der einzige, der Nulldefizit zum Markenzeichen seiner Finanzpolitik machte (Grasser),wird angeschüttet und verleumdet („Unschuldslamm“, „lebende Unschuldsvermutung“), seine Maßnahmen hinterher lächerlich gemacht („Nulldefizit ist nur eine Zahl“).

    Keiner der Betroffenen kann sich wehren; die allgemeine Zuwendung gehört immer nur den als „sozial Schwache“ euphemisch bezeichneten Leistungsverweigerern,.

    Die wahre Niederlage besteht im dekadent gewordenen Status dieser „Volksherrschaft“. Sie wägt Stimmen nicht, sie zählt sie nur, ist zu einer „Ochlokratie“ (antiker Ausdruck für „Pöbelherrschaft“) degeneriert.

    • terbuan
      01. Juni 2011 09:09

      Karl R.
      *****!

    • Celian
      01. Juni 2011 09:40

      Insgesamt eine Niederlage der Demokratie

      Was nun, Karl? Wieder zurück in die Monarchie, zurück in die Zukunft? Zu einer Steuerlast von 5 bis 8 %. Und etwa 3 % Beamten. Mehr werden nicht benötigt, damit der König seine Schäfchen zählen kann. Alles andere gehört privatisiert.

    • Karl Rinnhofer
      01. Juni 2011 13:07

      @Celian
      Keineswegs würde ich je Demokratie zur Disposition setzen. Sie ist kämpferisch anzustreben und zu bewahren als ein hohes Gut; sie ist allein würdig einer aufgeklärten Gesellschaft; viele Völker würden alles tun, um sie zu erreichen (siehe die derzeitigen dramatischen Vorgänge anderswo). Man beachte die antiken Begriffe: „Demokratie“ - (wörtlich) „Herrschaft des Volkes“ (auch: „res publica“ – „Gemeinwesen“ , Staat als Sache und Herzensanliegen des einzelnen „polis-Bürgers“, stets gewärtiges Anliegen des notwendig politischen Menschen. Diesem wird der „idiotes“, der „privatus“ (wtl. „aller Verantwortlichkeiten Beraubte“) , der politisch Desinteressierte „Egoist“ oder egomanische Hedonist mit seinem Anspruchsdenken gegenübergestellt.

      Doch wenn diese Volksherrschaft zur Gefälligkeits-“Demokratie“, zum Ausufern von Begehrlichkeiten des Volkes und deren willfährigen Bedienung und Stimulierung seitens deren Mandatare (die das nicht tun, werden abgewählt) ohne Bedeckungsschance entartet, ist sie keine „Demo-Kratie“ mehr, bewahrt nur mehr deren äußere Formen und Rituale, ist de facto historisch betrachtet deren Degenerationsform, inhaltlich deren tragische Pervertierung, die das Gemeinwesen aus dem Inneren aushöhlt. Der Staat entwickelt unversehens immer mehr innere Reibungsverluste durch selbstzweckhafte Bürokratisierung, Umverteilung, Leistungsdemotivierung – typisch die all dem korrespondierende Steuerlast bei gleichzeitiger Verschuldung.

      So kann es mangels Perspektive auf Lebensfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit zum gefährlichen Ruf nach dem „starken Mann“ kommen - den man bekanntlich nur schwer wieder los wird. Denn die „Ochlokratie“ bietet kein Identifikationsangebot für den Einzelnen mehr. Letzterer zieht sich biedermeierlich zurück, macht ohne Identifikation opportunistisch die äußeren Formen mit, bringt sich aber nicht mehr ein, vielmehr „holt“ er das Beste für sich „heraus“, um politikverdrossen in die innere Emigration zu gehen.

      All dies entspricht dem „Naturgesetz“ des „Kreislaufs de Verfassungen“, auf den Punkt gebracht bei Platon (Politeia), zitiert bei Cicero (de re publica), weiterentwickelt bei Spengler und Toynbee. Die gegenwärtige Entwicklung ist eine Tragödie der entglittenen Demokratie, die kämpferisch wiedergewonnen werden soll - wie mit ähnlicher Intensität andere Völker ihre Tyrannen abzuschütteln versuchen.

    • terbuan
      01. Juni 2011 13:16

      Karl,
      die Antwort auf Celian wäre eigentlich ein Hauptkommentar! *****

    • Karl Rinnhofer
      01. Juni 2011 16:34

      @Terbuan
      Vielen Danl für die zustimmenden) Reaktion(en).
      Bei der möglicheweise ausufernden Antwort auf Celian ging es mir um die Klarstellung, dass meine Kritik an den Gegenwars-Missständen keineswegs den Schluss der Relativierung von Demokratie (als einzig richtige Staatsform) zuläßt. Sie muss uns allen heilig sein; es wäre eine Tragödie, sie aufs Spiel zu setzen.

      Doch eben diese Kritik ist getragen von der Sorge, dass sich unsere (vermeintliche) "Demokratie" durch unverantwortliches Kippen in ihre Degenerationsform "Ochlokratie" selbst ihrer nachhaltigen Existenzgrundlagen beraubte. Ich glaube die antiken Staatstheorien, aber auch die (darauf fußenden) Regelkreis-Staatstheorien (mit ihren Nuancen) genau genug im Original zu kennen, um ob der Analogien bedrückt zu sein: Immer folgte auf der nciht mehr lebensfähigen "Ochlokratie" (die durch "populistische Demokratie" entstanden war) der verhängnisvolle "Ruf nach dem starken Mann" - der kam dann auch, und man wurde ihn nicht mehr los ... der überwunden geglaubte Kreislauf begann von Neuem. (eine von vielen Textbelegen: Cicero: "Tamquam ex stirpe gignitur ex hac infinita licentia tyrannus" -aus dieser Unverantwortlichkeit (der Ochlokratie) erwächst wieder - wie aus einem in sie eingepflanzten Keim - der Tyrann".

      Gerne stelle ich diese Gedanken bei passender Gelegenheit als "Hauptkommenar" zur Verfügung.

    • byrig
      02. Juni 2011 01:16

      abgesehen davon,dass dieses am semmering präsentierte programm aus sicht des notwendigen sparens inakzeptabel ist,ist etwas anderes auch sicher:nämlich dass die so offen zur schau gestellte "liebe"zwischen den beiden obmännern von spö und övp von sehr überschaubarer dauer sein wird.genauso wie es bei faymann und pröll war.
      es sei denn,die övp stellt ein beitrittsansuchen an die spö.
      bei der jetzigen vp-führung nicht ganz auszuschliessen.

    • xRatio (kein Partner)
      03. Juni 2011 01:12

      Sorry nochmal. Technisch ist dies Blog echt Sch... Nirgendwo ist es derart katastrophal wie hier.

      @Karl Rinnhofer 01. Juni 2011 13:07
      http://www.andreas-unterberger.at/2011/06/alles-schon-einmal-dagewesen-oder-doch-nicht/#comment-132359

      Bedaure. Wenngleich ich Ihnen sonst eigentlich zustimme.
      Hier muß ich Sie trotz all Ihrer Belesenheit und Eloquenz leider mit Nachdruck korrigieren.

      Unsere (egalitäre) "Demokratie" und die sogenannte "Ochlokratie"
      waren für Griechen, Römer und auch noch die Väter der US-Verfassung dasselbe.

      Nämlich genau das, was diese Staatsform logisch zwingend sein muß und heute, wie Sie ja auch selbst sehen, fraglos ist:

      Sozialistische, kollektivistische Pöbelherrschaft.

      Noch heute finden Sie kein Wort von "Demokratie" in der US-Verfassung.

      Sie irren trotz Ihrer Belesenheit bei der ich u.a. Tocqueville vermisse.
      Mit Platon, Spengler und Toynbee (fehlen bloß noch Hegel und Carl Schmitt) kann ich nicht viel anfangen.

      Hiermit schon eher: :-)

      Alexis de Tocqueville, „Über die Demokratie in Amerika“
      Erik R. v. Kuehnelt-Leddihn, „Freiheit oder Gleichheit“
      John Burnheim, "Über Demokratie"
      Ludwig von Mises, „Vom Wert der besseren Ideen“
      Ludwig von Mises, „Liberalismus“
      F. A. von Hayek, „Die Verfassung der Freiheit“
      Gustave Le Bon, „Psychologie der Massen“
      Felix Somary, „Krise und Zukunft der Demokratie“
      Hans Hermann Hoppe, „Eigentum, Anarchie und Staat“
      Hans-Hermann Hoppe, Demokratie. Der Gott der keiner ist. (2003)

      http://ef-magazin.de/2010/01/28/1820-felix-somary-die-kommunistische-zukunft-der-egalitaeren-demokratie

      http://mises.de/public_home/article/41

  20. Anton Volpini
    01. Juni 2011 07:22

    Die Graphik von Greenpeace wird schon richtig sein, und zwar als self fulfilling prophecy. Mit den heroischen Klimarettungsmaßnahmen werden wir ganz sicher einen Rückgang des Stromverbrauchs schaffen!

  21. Wertkonservativer
    01. Juni 2011 07:18

    Da hat sich A.U. wieder einmal selbst übertroffen: volle Zustimmung!

    Ja, unsere Regierung ist schlecht aufgestellt, handelt unklug, kurzsichtig und zukunftsverweigernd!
    Auch die vielen klugen Berater in den politik- und wirtschaftsbegleitenden Institutionen und Vereinigungen sind - bei allem Aufzählen notwendiger Aktivitäten zwecks umgehenden Ausstiegs aus der Schuldenfalle - eigentlich feig, da nicht hart genug im Verfolgen ihrer Argumente!

    Einziger Einwand: von Frau Fekter die Forderung bzw. sofortige Realisierung eines Null-Defizites zu erwarten bzw. zu verlangen, halte ich für etwas überzogen:
    sie hat sich schon mit ihrem mutigen Vorstoß in diese Richtung naturgemäß nicht nur positive Kommentare eingehandelt
    Es heisst irgendwo so schön, Politik sei die Kunst des Möglichen (oder so ähnlich):
    Bei uns in Kakanien ist wohl manches möglich, klug regieren in letzter Zeit jedoch erwiesenermaßen aus Gründen unqualifizierten Personals eher unmöglich!

    Aber wo hernehmen, und nicht stehlen?

    Guten Morgen allerseits!

  22. HJR
    01. Juni 2011 06:50

    Sie sind eben Politiker und - daher - auch sonst von schwachem Geiste. Und zwar so schwach, dass offenbar niemand auf die Idee kommt, sie mit einem Meineidsverfahren ("... zum Wohle der Republik ...") zu überziehen, weil dieses mangels Schuldfähigkeit (die immer nur dann gegeben ist, wenn ein Besoffener laut "NAZI" brüllt) eingestellt werden müsste.

    Die Welt steht nimmermehr lang, lang, lang ...

  23. Observer
    01. Juni 2011 05:21

    Liebe Kurzurlauber am Semmering,
    Was geschieht, wenn der jetzige "bescheidene" Wirtschaftsaufschwung plötzlich - so wie eben in Dänemark - wieder zum Stillstand kommt?

    • Anton Volpini
      01. Juni 2011 07:13

      Der Wirtschaftsaufschwung bremst sich weltweit seit April schon ein....

    • brechstange
      01. Juni 2011 07:36

      @volpini

      Das passt zum Faymann, der wieder mal nichts bemerkt.

      2008 schwärmte er in einer Diskussion mit Molterer von tollen Konjunkturaussichten, etc. etc. Molterer warnte damals bereits.

    • schreyvogel
      01. Juni 2011 12:46

      ... dann werden wir eben die Krise mit deficit spending durchtauchen! :-((

    • byrig
      02. Juni 2011 01:21

      observer,dann ist die neue,überschwengliche zuneigung faymann/spindelecker geschichte.

  24. libertus
    01. Juni 2011 02:21

    Angesichts der Geldverschleuderung dieser GROKO auf Kosten weiterer Schulden, wagte es Cap gegenüber einem erstaunlich sachlich sattelfesten und eloquenten Strache in der gestrigen ZiB 2 einen angeblichen Verlust von 1,5 Mill. Euro bei der HAA entgegenzuhalten, wo doch derzeit Rot-Schwarz fast schon täglich mehr Euros mit vollen Händen ausgeben, als es sich der Wähler jemals vorstellen kann.

    Und es ist zu befüchten, daß im Wahljahr 2013 die beiden Koalitionspartner noch mehr Wahlgeschenke verteilen werden, wenn nicht einmal jetzt, wo von 2011 bis 2013 (noch dazu mit einem veritablen Konjunkturaufschwung) die beste Gelegenheit dafür wäre, der leiseste Ansatz eines Spargedankens aufblitzt.

    Diese Proporzpackelei, wo jeder seine Klientel mit viel Geld bei der Stange hält, führte schon viele Jahre davor zu einem unüberblickbaren Schuldenberg sowie zu einer lähmenden Politikverdrossenheit im ganzen Land, die nur durch einen viel zu kurzen "Lichtblick" unterbrochen wurde.

    Nun geht es hurtig weiter, denn ist der Ruf erst ruiniert,...............!
    Da bleibt nurmehr der mündige Wähler als Regulativ und derzeit stimmen die Umfragen insoferne optimistisch, als immer mehr Bürger dieses üble Spiel durchschauen und es bleibt zu hoffen, daß sie sich nicht wieder mit irgendwelchen Danaergeschenken = auch Wahlzuckerln genannt, kaufen lassen!





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