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Warum Zugangsschranken für die Studenten gut sind: Vier Gründe

Bei einer Diskussion unter den wahlkämpfenden Studentenpolitikern geriet eine der linken Vorfrauen in große Erregung: Wie könne ein Studentenvertreter nur für Zugangsbeschränkungen zu den Universitäten sein! Sie fasste es nicht.

In Wahrheit aber ist es unfassbar, wie ein Studentenvertreter gegen solche Beschränkungen sein kann. Einen ersten Grund habe ich hier schon einmal erwähnt: Da außer in linken Köpfen und während Wahlkampfzeiten in der wirklichen Welt Geld immer knapp ist, führt unbegrenzter Zugang zu den Unis automatisch zu schlechten Studienbedingungen für alle. Auf überlaufenen Unis lernt sichs halt nicht gut. Das wissen zumindest alle jene, die dort etwas Ernsthaftes und nicht bloß Genderpolitologiepublizistikundähnlichenunsinn studieren wie die linken Studentenvertreter.

Auf einen zweiten, mir bisher nicht bewussten, aber mindestens ebenso validen Grund hat mich dieser Tage ein hochrangiger Uni-Professor hingewiesen: Wegen des Fehlens von Zugangsbeschränkungen bekommen viele Studenten so schlechte Noten, dass sie jede Chance auf ein Stipendium verlieren.

Wie das? Das hängt mit den anstelle von Aufnahmetests nun weithin eingeführten Studieneingangsphasen zusammen. In diesen meist zwei Semester langen Phasen werden die Studenten so streng (hinaus)geprüft, dass dann halt wenigstens ab dem dritten Semester überschaubare und damit in sinnvoller Weise arbeitende Studentenmengen übrig bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen und doch gerecht zu bleiben, werden aber logischerweise für alle Studenten die Anforderungen sehr hoch angesetzt.

Daher landen selbst die relativ besten Studenten meistens nur knapp in den positiven Rängen. Sie kommen also gerade noch durch. Das aber verschlechtert ihre Chancen bei den allermeisten Stipendienprogrammen, die meist stark auf gute Noten hin ausgerichtet sind.

Damit hängt ein drittes Argument zusammen: Noch schädlicher ist das Njet der Hochschülerschaft - in Tateinheit mit Rot und Grün - zu irgendeiner Art von Aufnahmsprüfung aber naturgemäß für jene, die letztlich an der Eingangsphase scheitern. Sie haben sich zwei Semester umsonst angestrengt und müssen nun ein ganzes Lebensjahr total abschreiben. Und sie riskieren dann auch bei der nächsten Studienrichtung den gleichen frustrierenden Zeitverlust. Wie viel studentenfreundlicher wären da Aufnahmsprüfungen VOR Semesterbeginn! Und wären im übrigen die Maturanoten wieder ernstzunehmen, würden übrigens auch diese eine viel humanere Zugangsschwelle zu den Hohen Schulen darstellen als zweisemestrige Hinausprüfphasen.

Viertens stört es interessanterweise die Linken nicht, dass in den Kunstuniversitäten seit jeher Aufnahmesprüfungen üblich und selbstverständlich sind. Obwohl gerade diese Unis links dominiert sind. Diese Aufnahmsprüfungen haben Wien übrigens von Adolf Hitler befreit. Leider nur eine Zeitlang.

Der "freie Zugang" ist, fünftens, aus einem weiteren Grund auch extrem unsozial: Je schlechter die Bedingungen an den staatlichen Universitäten werden, umso rascher werden die – sehr teuren – privaten Unis aufblühen. An denen kommt es aber dann oft noch weniger als heute auf Fleiß und Talent an, sondern primär auf Papas Brieftasche.

All dem wird von den linken Listen heftigst Vorschub geleistet - wenn sie sich nicht gerade in sexuellen Transgender-Phantasien und ähnlichen zentralen Problemen der Studenten verlieren.

PS: Aus diesem Anlass eine kleine Korrektur. Ich habe vor einigen Tagen AktionsGemeinschaft, JES und RFS als hochschulpolitisch weitaus am vernünftigsten bezeichnet. Diese Liste muss ich – nach einem legitimen wie betrübten Hinweis der Betroffenen – sicher um die JuLis erweitern. Bei allen sonstigen gesellschaftspolitischen Unterschieden zwischen den vier Listen sind sie in Sachen Universitäten alle auf der Seite der Vernunft unterwegs. Was erfreulich ist – und jedem die studententypische Ausrede nehmen sollte, er ginge nicht zur Wahl, weil da eh nur lauter IdiotInnen antreten.

PPS: Noch Absurderes droht den Universitäten, wenn es allgemeinpolitisch linke Mehrheiten gibt. Das sieht man etwa in der neuen Rot-Grün-Koalition in Rheinland-Pfalz: Dort werden die Universitäten jetzt „geschlechtergerecht“ gemacht. Sie müssen künftig beispielsweise eine bestimmt Quote von Frauen promovieren und habilitieren, selbst wenn sich keine dafür interessiert. Was logischerweise wieder zur Folge haben wird, dass man die Anforderungen drastisch heruntersetzt. Was wiederum den Brain drain Richtung Bayern oder Schweiz beschleunigen wird, wo an den Unis noch die Leistung im Vordergrund steht. Und wo nicht so bald linke Mehrheiten zu erwarten sind.

 

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alle Kommentare

  1. Moses (kein Partner)

    It's good to see someone thinikng it through.



  2. Erich Bauer

    Sind die "ungekrönten" Häupter schon ausgesperrt? Das wäre schon auch ein bißchen schade. Sie tragen nämlich schon auch entscheidend zur Verbreitung des A.U. Blogs im "Volk" bei... Mit den Trollen sind wir hier immer recht gut fertig geworden. Schon seit den Anfängen... Ich hoffe sehr, daß die Absenz nur temporär ist. Bis die Sicherheitsschleife und "Schlinge" gelegt ist...



  3. Celian

    Da ich nun mal schon den Text geschrieben habe, der aber zu lange ist - nur max. 500 Zeichen sind erlaubt, hier die volle Version meiner Buchempfehlung:

    Überschrift des Tipps: Die EU bekommts sanft reingesagt

    Titel des Buches: Sanftes Monster Brüssel Oder die Entmündigung Europas

    Begründung:
    Hans Magnus Enzensberger, der Alt-68er, hat längst begriffen auf welchem Holzweg er sich befand. Aber er ist sich nicht zu schade, den ursprünglich eingeschlagenen Weg neu zu vermessen. Und wenn es not tut, ihn in sein Gegenteil zu verkehren. Kadavergehorsam ist Enzensbergers Sache nicht. Daraus folgt eine in sich ruhende Überzeugung, die keiner lauten Worte bedarf. Insofern unterscheidet er sich schon mal wohltuend von vielen kreischenden Linksideologen. Seine Bücher aus der jüngeren Zeit stellen ihm dafür stilles, aber beredtes Zeugnis aus. So auch sein Neuestes, indem er sich kritisch mit der EU auseinandersetzt. EU-skeptische Bücher gibt es zwar zuhauf. Aber nur Enzensberger schafft es, auf dem kleinem Raum eines Essays, ihr mit jener feinen Klinge, die nur ihm zu eigen ist, die Haare zu schneiden. Auch ein österreichischer EU-Höriger kommt in seinem Büchlein vor. Der Schriftstellerkollege, hierzulande in der einschlägigen Links-Szene sicher bekannt, kriegt gehörig sein Fett ab. Das geschieht aber so ungehässig, daß sich die Frage stellt, obs jener überhaupt merkt.



  4. thomas lahnsteirer

    Dass die Julis auch Humor haben beweist die "detailliert" dargestellte "Wahlkampffinanzierung" auf ihrer Webseite:

    "Aus Transparenzgründen haben sich die JuLis Österreich entschieden das Wahlkampfbudget zu den ÖH-Wahlen 2011 offen zu legen. Es setzt sich wie folgt zusammen:

    WAFFENLOBBY: 35.000 EUR
    ATOMLOBBY: 17.500EUR
    GRÖSSERES BAUUNTERNEHMEN: 55.000 EUR
    NAHESTEHENDE DEUTSCHE PARTEI: 5.000EUR
    ÖLRAFFINIERENDE UMWELTVERSCHMUTZER: 25.000EUR
    AUTOFAHRERLOBBY: 10.000EUR...

    Das entspricht genau dem Weltbild, das GRAS, VSSTÖ und andere Kommunisten
    von Liberalen haben

    Da ich schon im Blödeln war, habe ich folgendes auf der RFS-Seite gefunden und glaubte zuerst, es sei ein Scherz wie der obige der Jungliberalen, aber nein das ist wirklich bitterer Ernst:

    "Wie sehr die ÖH nicht nur an den Interessen der Studenten, sondern auch an ihren eigenen Richtlinien vorbeischießt, wird in einer neuen, 400.000 Euro teuren Idee der linken Studentenvertreter deutlich: Ein „Studibeisl“ – zur „Förderung der Emanzipation von Studierenden“ – wurde errichtet und wird kommenden Samstag unter dem Namen „Café Rosa“ eröffnet. Für ihr feministisches Lokal sucht die ÖH noch üppig bezahlte Köche und Kellner, die allerdings bestimmte Vorraussetzungen mitbringen müssen.

    Wer Koch, Kellner oder Küchengehilfe werden will (für die Putzkraft ist die Bedingung offenbar nicht gegeben), muss die Grundsätze des Vereins „Studibeisl“ akzeptieren. Ganz gemäß der linken Weltanschauung muss man sich dafür gegen einen ganzen Rattenschwanz an Einstellungen positionieren. Im Wortlaut wird verlangt, „basisdemokratisch, feministisch, antisexistisch, progressiv, antidiskriminierend, antirassistisch, emanzipatorisch, ökologisch-nachhaltig, antifaschistisch, antinationalistisch, antiklerikal, antipatriarchal, antiheteronormativ, antikapitalistisch und solidarisch“ zu sein.

    Dies ist für die ÖH jedoch ein Schuss ins Knie: Aufgrund des Gleichbehandlungsgesetz hat der Verein „Studibeisl“, der in diesem Fall als gewöhnlicher Arbeitgeber auftritt, Mitglieder verschiedener Religionen und Weltanschauungen gleich zu behandeln. Matthäus Metzler, Präsident des katholischen Österreichischen Cartellverbands (ÖCV), sieht die Forderung nach antiklerikalen Arbeitskräften eindeutig als Diskriminierung an und legte eine Beschwerde bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft ein. Erneut haben sich die linken Weltverbesserer in ihren Forderungen und Ideologien verstrickt – doch diesmal wird der innere Widerspruch auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
    Quelle: unzensuriert.at

    Und bitte auch das ist kein Scherz (Homepage Cafe Rosa):

    "Emanzipatorisch und feministisch
    Das „Café Rosa“ soll ein Raum werden, der Studieren und politisches Interesse (wieder) verbindet. Natürlich wird ein Raum alleine nicht die nächste Revolution mit sich bringen, dennoch kann dieser ein Teil zum Beginn kritischen Denkens und Handeln beitragen. Das Rosa möchte einen Raum bieten, in dem sich Studierende zum diskutieren, austauschen, chillen oder arbeiten treffen können. Aber nicht nur: Das Rosa soll für jede interessierte Person offen sein, und soll vielfältige Möglichkeiten der Partizipation bieten. Sei es nun in Form von inhaltlichen Veranstaltungen, Workshops oder Parties, die selbst organisiert oder konsumiert werden können, oder der weiteren Mitgestaltung des Cafés an sich.
    Neben all diesen Möglichkeiten, die dieser Raum bieten soll, hat das Café einen besonderen Anspruch zu erfüllen, den es von kommerziellen Cafés in Uni Nähe unterscheiden wird: den Anspruch emanzipatorisch zu sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird das „Café Rosa“ nach den Grundsätzen* des „Vereins zur Förderung der Emanzipation von Studierenden“ betrieben. Alle Möglichkeiten und Formen der Partizipation, aber auch der Umgang miteinander sollen nach diesen Grundsätzen* geschehen, um einen Raum für emanzipatorische Projekte zu schaffen. Zwei weitere Unterschiede, die das Rosa von kommerziellen Cafés hervorheben, ist der Verzicht auf Konsumzwang - wie auch der eigentliche Standard der Barrierefreiheit."

    Die rot-grünen Faschisten sind voll in die Umerziehung des "Studenten"-Volkes
    eingestiegen........



    • Alexander Renneberg

      Das unterbergerforum, respektive die poster sollten einen kleinen ausflug unternehmen........

    • terbuan

      Zum Café Rosa gab es am 5.5. im Standard einen Artikel und dazu 142 vorwiegend negative Kommentare erboster Studenten: "Nicht mit meinem Geld..."
      http://derstandard.at/1304551071144/Cafe-Rosa-Antikapitalistischer-Kaffee-aus-Studentenselbstverwaltung
      Es ist wirklich ein Skandal was hier mit den Zwangsbeiträgen finanziert wird, ein Poster schreibt "warum nicht auch antikommunistisch?"

    • terbuan

      Alexander Renneberg
      ....ob die wohl einen Extraraum für unser Jahrestreffen haben? ;-))))

    • Alexander Renneberg

      Wozu extraraum herr terbuan?
      Die sind doch fürvalles offen, da werden sie doch mit uns kaltherzigen, menschenverachtenden neoliberalen kein problem haben.

    • brechstange

      @terbuan, renneberg

      Bitte um einen Termin für das Treffen im Cafe Rosa, dazu werde ich extra nach Wien fahren.

    • Alexander Renneberg

      Nebenher finde ich auch, dass das echo dort unbedingt aufliegen sollte.

    • HJR

      @Renneberg
      Melde mich hiermit auch fürs Treffen im "Rosa" an.

  5. Martin Bauer

    OT aber wirklich interessant:

    Radio Stephansdom Nachrichten 17:00

    Die Krankenkassen verzeichneten einen Überschuss 2010 von mehr als 200 Mio.
    Die einzige, die 15 Mio Minus erwirtschaftete, war die SV der Gewerbl.Wirtschaft.
    Was lernen wir daraus?
    Die Nettozahler sterben aus (KMUs), werden vermehrt krank oder gehen Pleite.
    Gründe?
    Wutbürger, wehrt Euch!



    • Erich Bauer

      Die Schlußfolgerung der Deppen: Die KMUs sind eine Last für den Staat...

    • Martin Bauer

      Erich

      Wenn's nicht so traurig wäre, würde ich *lol* schreiben.

  6. simplicissimus

    ich dachte blöder und verdrehter geht der genderismus nicht mehr, aber dass nun die hochschulen auch quoten produzieren müssen ist eine exponentielle steigerung.
    aber drehen wir den spiess doch einmal um: in homofamilien gibt es null quoten. da fordere ich von an auch 50%. von den BIOLOGISCHEN geschlechtern, wie bei allen anderen quoten ja auch.



  7. PostScriptum

    O.T.:

    Die Leistungsträger stehen endlich auf und bekämpfen die linken Faschisten:

    http://www.ortneronline.at/?p=7857

    Ich darf zitieren:

    Sehr geehrte Frau Dr.(in) Oberhauser! Eine kleine Korrektur zu Ihrer Liste angeblicher Leistungsträger und Steuerzahler: Krankenschwestern und Lehrer / innen zahlen natürlich keine Steuern, sondern sie leben von Steuern. Ein nicht ganz unwesentlicher Unterschied, meinen Sie nicht auch? Steuern zahlen die in der Privatwirtschaft tätigen, die das geringe Vergnügen haben, ungefragt in öffentlichen Diensten stehende „Werktätige“ – übrigens auch Oberärztinnen – alimentieren zu dürfen. Und die in der Privatwirtschaft tätigen Unselbständigen zahlen deshalb Steuern und leben nicht von der Stütze, weil es Narren wie meine Wenigkeit gibt, die Unternehmen gründen und Arbeitsplätze schaffen. Dafür dürfen sie sich dann auch noch von Kreaturen, die nie in ihrem Leben auch nur eine Minute lang produktiv gearbeitet haben, aus dem Kreis der Leistungsträger hinausreklamieren lassen. Ich kann Ihnen und Ihren GenossInnen nur dringend empfehlen, es mit dem Klassenkampf nicht zu weit zu treiben. Andernfalls könnte tatsächlich passieren, was Peter Sloterdijk einmal als „Revolution der gebenden Hand“ bezeichnet hat. Wäre interessant zu beobachten, wovon Sie und Ihresgleichen dann zu leben gedenken…



    • simplicissimus

      von der schwarzarbeit im zweitjob natürlich. im geförderten erstjob wird dann zwar kassiert, aber einfach nicht mehr gearbeitet. war ja in der udssr auch so.

    • PostScriptum

      Auch für jeden Islamrealitätsverweigerer interessant:

      http://www.ortneronline.at/?p=7862

      Demnach hat der türkische Außenminister gesagt, man wolle durch die Mitgliedschaft in der EU den Islam weiter verbreiten.

      Sursum corda!

    • Erich Bauer

      PostScriptum,
      "...„Revolution der gebenden Hand..."

      "Wer ist John Galt?". Seit Jahr und Tag versuche ich im Bekannten- Verwandten- und Freundeskreis, auch hier in diesem Blog zu vemitteln, daß Steuern ausschließlich die produktiven Kräfte der Privatwirtschaft ERWIRTSCHAFTEN. 95 Prozent bekommen verständnislose Glubschaugen. Die mitleidige Verstörtheit zeigt mir dann immer wieder, daß man mich für ein bißchen "überspannt" hält.

      Und auch die Beamten, samt den unnötigsten, sind noch immer felsenfest davon überzeugt, daß sie viel zu viel "Steuern" ZAHLEN...

      Dieselben schreien dann sogar nach GERECHTIGKEIT!!! Man fasst es nicht. Die sind sowas von saudeppert. Wenn die "Gerechtigkeit" käme, wär bei denen "Heulen und Zähneknirschen"...

    • terbuan

      Hier die Originalaussendung der Frau Oberhauser, eine Replik auf die Aussagen von Veit Sorger kürzlich im ORF über den Unmut der Leistungsträger:
      http://www.ots.at/mobile/presseaussendung/OTS_20110515_OTS0040

  8. Alexander Renneberg

    O.T.

    jetzt fängt auch noch die iv an, unfassbar!

    http://www.orf.at/#/stories/2058587/



    • PostScriptum

      Das "System" hat selbstverständlich auch das Mitglied IV und wehrt sich mit Händen und Füßen gegen seinen Abgang.

      In Teilen Europas und in Ägypten sind Moslems schon gejagt worden. Selber schuld, wer Wind sät...

      Wahrscheinlich werden wir wieder als Ausländerhasser hingestellt werden aber diesesmal wird es der Linken und den USA nicht gelingen, Deutschland und Österreich diese Last umzuhängen.

  9. Erich Bauer

    "...Sie fasste es nicht..."

    Wenn's ums Studieren geht, sind Studentenvertreter "halbmobile Wanderdünen"...



  10. PostScriptum

    Warum hier über so etwas simples wie Zugansbeschränkungen diskutiert wird, ist mir schleierhaft. Kein Bürger hat ein Recht auf Bildung, genauso wie kein Bürger ein Recht auf Arbeit hat.

    Diese linkstotalitären Ansichten sind aber offenbar schon weit in unsere Kultur und unser Rechtsverständnis eingedrungen, wenn sogar in diesem Blog über Zugangsbeschränkungen diskutiert wird.

    Warum hat überhaupt jemand Rechte? Rechte ergeben sich im Zusammenhang mit dem Staat daraus, dass der Bürger vor dem Staat des Schutzes bedarf, da jener ein mit legitimer Gewalt ausgestatteter Apparat ist, der als einziger Bürger verhaften, verletzen und einsperren darf.
    Ein Recht im Zusammenhang mit dem Staat existiert also nur als Abwehrfunktion. Kein Staat der Welt hat die implizite Pflicht, seinen Bürgern auf dem Lebensweg zu helfen, ja noch mehr, er darf seinen Bürgern auf ihrem Lebensweg gar nicht helfen. Eine solche Hilfe ist immer mit Staatsgewalt verbunden und jene Staatsgewalt trifft dann genau die Bürger, denen nicht geholfen werden muss. Das zeigt sich überdeutlich, wenn man z.b. ein Recht auf Arbeit verankern würde. Jeder Unternehmer wäre gezwungen, Arbeiter aufzunehmen, auch wenn sie sein Unternehmen ruinieren.
    Im Falle Zugangsbeschränkungen trifft die Staatsgewalt dann jene Bürger, die den Willen und die Fähigkeiten für ein Studium aufweisen, diese aber auf Grund von Lernunwilligen linken Krawallmachern nicht entfalten können (wenn man keine Beschränkung einführt).

    In Wahrheit jedoch darf somit der Staat gar keine Universitäten führen, denn dies führt automatisch zur Anwendung von Staatsgewalt, die viele Bürger benachteiligt. So muss der Staat die Unis finanzieren und trifft damit jene Bürger, die gar kein Studium absolvieren wollen oder können, in unserem Land also die große Mehrheit. Lässt der Staat hingegen die Unis von den Studenten finanzieren, so kommt es unweigerlich zur Diskriminierung durch Staatsgewalt in Form von Fehlallokationen. Denn jeder Staat wird hier finanziell schwächer gestellte Bürger subventionieren, was unweigerlich dazu führt, dass Studien aus Jux und Tollerei belegt werden, womit wiederum nicht nur alle Bürger zahlen, sondern auch der Unibetrieb unnötig ineffizient wird, weil Personal, Räume, usw. für Studien verwendet wird, die am Markt gar nicht nachgefragt werden; das Geld wird hier schlicht verheizt, nur für persönliche Bedürfnisse.

    Daraus folgt nun der einzig logische Schluss, dass dem Bürger gegenüber dem Staat nie andere Rechte als Abwehrrechte eingeräumt werden dürfen und dass ein Recht gegenüber dem Staat schon dann existiert, wenn der Staat Betriebe, Schulen, Universitäten usw. führt.

    Dies meinte Hayek mit der Aussage, dass der Gleichheitsgrundsatz für einen Staat der wichtigste Grundsatz ist. Denn wenn ein Staat Eigentümer von Universitäten oder Betrieben ist, verstößt er automatisch gegen den Gleichheitsgrundsatz. Oder leichter formuliert: warum sollte Bürger A Geld zahlen weil Bürger B eine Ausbildung will? Warum soll die Mehrheit der Bürger zahlen, damit eine Minderheit ihren Willen hat?
    Begründet wird dies zwar oft mit "volkswirtschaftlichen Vorteilen", was aber so primitiv wie falsch ist. Kein Billaverkäufer bekommt mehr Geld, weil der Arzt 100.000 Euro verdient. Die einzigen Profiteure sind der Arzt und der Staat (weshalb das Argument auch so gerne vom Staat benutzt wird).



  11. Gandalf

    o.t.:
    Und Treichl hat doch recht!!
    Vor ca. einer Stunde haben im ORF- Mittagssjournal zwei österreichische Ausnahmepolitiker"(Innen)" ihre Meinung zu den sehr treffenden Bemerkungen von Andreas Treichl zum besten gegeben. Wie hatte der gesagt: Die Politiker seien "...zu blöd, oder.... zu feig,...und hätten keine Ahnung von der Wirtschaft..." Nun: eine bessere Bestätigung für diese treffende Qualifikation hätte es nicht geben können als das Gestammel von Frau Prammer und Herrn Osterbauer, oder wie immer der Kerl heissen mag: blöd, feig, ahnungslos. So schaut's aus bei uns in Aserbeidschan...



    • terbuan

      Die Auswahl des ORF für eine Stellungnahme hätte treffender nicht sein können ;-)

  12. durga

    Zugangsbeschränkungen, die darauf abzielen nach Begabungen und Leistung(Leistungswillen) auszuwählen, müssen im Interesse aller ernsthafter Studenten liegen! Tatsächlich ist es in vielen Fächern ja die Mehrzahl der Anfänger, die ohne Abschluß ausscheiden. Nichtsdestoweniger werden in vielen Fächern viel zu viele Absolventen ausgebildet, für die dann nur sehr geringer Bedarf in der Wirtschaft besteht.

    Aktuelle Beispiele (Daten vom 9. 2010; http://www.wegweiser.ac.at/studium/karriere/ ):

    - Publizistik: Studienanfänger 1530, Absolventen: 519; Aussichten innerhalb eines Quartals einen der Qualifikation entesprechenden Posten in der Wirtschaft zu bekommen: 6,3 %
    - Politikwissenschaften: Studienanfänger 677, Absolventen: 316; Aussichten innerhalb eines Quartals einen der Qualifikation entsprechenden Posten in der Wirtschaft zu bekommen: 1,2 %
    - Soziologie: Studienanfänger 619, Absolventen: 123; Aussichten innerhalb eines Quartals einen der Qualifikation entsprechenden Posten in der Wirtschaft zu bekommen: 5 %

    Im Vergleich dazu:
    - Veterinärmedizin: Studienanfänger 132, Absolventen: 125; Aussichten innerhalb eines Quartals einen der Qualifikation entsprechenden Posten in der Wirtschaft zu bekommen: 127 %
    - Chemie: Studienanfänger 334, Absolventen: 65; Aussichten innerhalb eines Quartals einen der Qualifikation entesprechenden Posten in der Wirtschaft zu bekommen: 172 %



  13. Wertkonservativer

    Was kann man zum vorgegebenen Thema noch einigermaßen Kluges beitragen?
    A.U. hat bereits alle "Krankheiten" konstatiert und die Rezepte ausgeschrieben!

    Jetzt kann man nur hoffen, dass die bürgerlich/liberalen Kräfte bei der kommenden Wahl eine ausreichende Mehrheit einfahren werden, um dem grün/roten Spuk ein Ende zu bereiten!
    (Und Maurer-Mädl: brav studieren, damit was wird aus Dir!)



    • Cotopaxi

      @Werter Herr Wertkonservativer: Keine Sorge: aus dem Fräulein wird auch ohne abgeschlossenes Studium eine einflussreiche Person, die sie eigentlich schon ist.

    • HJR

      @Wertkonservativer
      [... Jetzt kann man nur hoffen, dass die bürgerlich/liberalen Kräfte bei der kommenden Wahl eine ausreichende Mehrheit einfahren werden ...]

      Werter Wertkonservativer,
      wie ich (nach einer Woche Forumsabstinenz) feststelle, halten Sie noch immer unentwegt die Fahne hoch - recht so! Ich wünsche Ihnen, dass Sie eines Tages nicht mit ansehen müssen, dass nur noch die Fahne aus dem Wasser ragt (weil das Schiff schon abgesoffen ist).
      Da ich aber von Letzterem ausgehe, möchte Ihrer Hoffnung dennoch eine kleine Existenzberechtigung zuschreiben, indem ich darauf hinweise, dass es auch einige Beispiele für den "Phönix aus der Asche" gibt.
      LG HJR

    • Wertkonservativer

      Lieber HJR,

      danke für Ihren Zuspruch!
      Eines allerdings zu Ihrem schönen Bild mit dem Schiff und der Flagge:
      Also wenn ich lediglich die Flagge bis zum bitteren Absaufen des Schiffes in den Händen und über Wasser hielte, wären weitere Überlegungen bzw. Hoffnungen meinerseits ja nicht mehr möglich, da ich inzwischen "abgesoffen" wäre und den vorprogrammierten Weg ins Fegefeuer angetreten hätte!

      Aber, lieber Forumsfreund: ich bleibe weiter Optimist und halte die Flagge auch auf dem Festland hoch!

    • Cotopaxi

      @Wertkonservativer: Meinen Sie mit Festland Ihren Asylort an der kroatischen Adria?

    • Wertkonservativer

      Mit Ihrer Annahme haben Sie irgendwie recht, cotopaxi.
      Einer meiner Wahlsprüche lautet:
      "Ubi bene, ibi patria"!
      Daher habe ich inzwischen zwei Heimaten; die Herzensheimat hier, die Wahlheimat
      im schönen Istrien!

    • HJR

      Nur zu, werter Wertkonservativer! (Das mit der Fahne meine ich - trotz Festland)

  14. socrates

    O.T. Damit die Studenten etwas nützliches lernen : Irland und das Kapital
    Timothy Geithner als Retter von Irlands Gläubigern
    Rainer Sommer 16.05.2011
    Während einer Telefonkonferenz im letzten November hätte der US-Finanzminister einen "Haircut" von zwei Dritteln auf nachrangige Anleihen verhindert und damit den Banken geholfen
    Morgan Kelly, ein irische Wirtschaftshistoriker, der durch seine zutreffenden Voraussagen der irischen Immobilien- und Finanzkrise in Irland mittlerweile fast als "Seher" gilt, berichtet in einem seiner seltenen Kommentare von einer hochkarätigen Telefonkonferenz, die vergangenen November stattgefunden haben soll. Thema war die Schuldenregulierung und beteiligt waren demnach die G7-Finanzminister sowie Vertreter von EZB, EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF)
    Kelly zufolge soll der IWF unterstützt vom britischen Regierungschef George Osborne dabei vorgeschlagen haben, die Halter von rund 30 Milliarden Euro an nachrangigen Bank-Anleihen durch einen "Haircut" von im Schnitt zwei Drittel an den Verlusten zu beteiligen. Den Plan verhindert habe ein Einspruch von US-Finanzminster Geithner, der schon durch die Zahlung von 13 Milliarden Dollar des verstaatlichten US-Versicherungsgiganten AIG an Goldman Sachs bewiesen habe, dass er die Banken gegenüber den Steuerzahlern klar bevorzugt.
    Laut dem irischen Inepenent hat das US-Finanzministerium diese Aussage inzwischen zwar als "inakkurat" bezeichnet, das Dementi kam allerdings einer Bestätigung sehr nahe. So erklärte der Sprecher, dass auch die EZB und die Europäische Kommission den Anleihezeichner der Irischen Banken keinen Abzug aufbürden wollten, und ja diese in der Angelegenheit das Sagen gehabt hätten, nicht die USA, die nur als Beobachter dabei gewesen seien.
    Kelly zufolge sei es ursprünglich auch Irlands Strategie gewesen, den "Bail-out" so lange aufzuschieben bis auch Portugal bzw. Spanien unter ihren Schulden zusammenkrachen, um bessere Konditionen herauszuschinden. Denn während es sich bei diesen um ein Problem der Staatsbudgets, bei Irland jedoch um ein Problem der Banken handelte, sollte so vermieden werden, die Bankschulden vollständig den irischen Steuerzahlern umzuhängen. Als die europäischen Finanzminister ihren irischen Kollegen Brian Lenihan also dazu drängten, das Bailout anzunehmen, um die Panik nicht auf Portugal und Spanien übergreifen zu lassen, hatte der anfangs bekanntlich mit der Begründung abgelehnt, Irland sei bis nächsten Sommer ausfinanziert und benötige vorläufig ohnehin keine weiteren Kredite. Nur wenn der Bailout auf Kosten der Bankgläubiger ginge, wie es dem Plan des IWF entsprach, würde Irland einem Bailout zustimmen.
    Dem stellte sich jedoch die EZB entgegen, die sich Sorgen um die Stabilität des europäischen Bankensystems machte und zudem selbst über hohe Bestände an irischen Anleihen verfügte. Daraufhin sei laut Kelly der irische Notenbankchef Patrick Honohan dem Regierungschef in den Rücken gefallen, der laut Kelly in seiner Funktion als EZB-Ratsmitglied voll die Interessen der internationalen Gläubiger vertreten hatte und nun öffentlich von einem gewaltigen Finanzbedarf Irlands sprach. Als nun auch Geithner, der als US-Finanzminister den größten Kapitalanteil am IWF vertritt, gegen die Haircuts auftrat, hätte der IWF nicht mehr gewagt, für einen solchen einzutreten. Wenige Tage später wurde also ein "Rettungspaket" finalisiert, von dem einige Verhandlungsteilnehmer laut Kelly damals schon privat zugaben, dass eine Pleite Irlands dadurch kaum vermieden werde. "Es ist, als würde die Bank of England verlangen, die Stadt Newcastle würde für die Schulden von Northern Rock geradestehen", meint Kelly.
    Der Bailout hätte in seiner Brutalität zudem alleine den Sinn gehabt, große Länder wie Spanien davon abzuschrecken, einen EU/IWF-Bailout anzustreben. Denn selbst wenn die Rettungsaktion plangemäß verlaufe, würden die direkten Schulden Irlands 2014 den Betrag von 190 Milliarden Euro überschreiten, dazu kommen noch 45 Milliarden der Bankenholding und weitere 35 Mrd. Euro für die Bankenrekapitalisierung sowie alle Verluste, die die Irische Nationalbank auf ihre Notfallhilfen noch einfahren sollte. Kelly rechnet insgesamt mit mindestens 250 Mrd. Euro, also mehr als 120.000 Euro pro Arbeitnehmer oder 60 Prozent mehr als das irische Sozialprodukt.
    Die EZB applaudierte dennoch und lieh Irland genug Geld, um sicher zu stellen, dass die Banken, die die Irischen Banken finanziert hatten, ihre Kredite wiedersahen. Nun befinde sich die EZB jedoch in der Situation, dass die Banken, die an Irland Geld verliehen hatten, dennoch das meiste davon verlieren werden, wodurch das irische Bankenproblem ein Teil der europäischen Staatsschuldenkrise werde. Denn Kelly zufolge sei der wahrscheinlichste Ausgang, dass den deutschen und französischen Banken nun etwa zwei Jahre Zeit gegeben werde, um entsprechende Reserven aufzubauen, die insolventen Staaten dann aber doch in einen Staatsbankrott gezwungen werden.
    Während ein Staatsbankrott für Länder wie Griechenland aber fast der Normalzustand sei – tatsächlich war Griechenland während 50 der vergangenen 200 Jahre insolvent -, lebte Irland lange von seiner Reputation, ein sicherer Ort für Geschäfte zu sein, weshalb eine Staatspleite katastrophale Folgen haben würde. Um die irischen Staatsschulden mit einer Pleite auf ein nachhaltig stabiles Niveau zu senken, müssten die Gläubiger noch dazu mehr oder weniger leer ausgehen. Nur liegen die irischen Staatsschulden inzwischen vor allem bei irischen Banken und Versicherungen, so dass die Schulden zuerst von den Banken zum Staat, dann aber wieder zurück zu den Banken wandern würden. Diese könnten die Verluste aber keinesfalls alleine verkraften, so dass Irland zu einer Art von Protektorat der EU unter Kontrolle der EZB würde, laut Kelly also so etwas wie "die Antwort Europas auf Porto Rico".
    Dem könne Irland nur entgehen wenn es sich vom ursprünglichen Rettungsplan verabschiede, wozu es sich von den Banken trennen und sofort das eigene Budget ausbalancieren müsste. Das sei möglich, weil die irischen Banken die krisenbedingten Kapitalabflüsse bislang stets durch Finanzierungen durch die Irische Nationalbank und die EZB ersetzt hatten und der EZB inzwischen rund 160 Mrd. Euro schulden. Laut dem ursprünglichen Plan sollten diese Schulden durch den Abverkauf der bestehenden Kreditportfolios getilgt werden, allerdings erwiesen sich diese Kredite als unverkäuflich, weshalb die EZB nun die "grundsätzliche ökonomische Wahrheit" kennenlernen werde: "Wer 160 Mrd. Euro an insolvente Banken verleiht, die von einem insolventen Staat garantiert werden, wird bald nicht mehr der Kreditgeber, sondern der Eigentümer der Banken sein."
    Verabschiedet sich Irland aber von den eigenen Banken, könnte der Schuldenstand sofort auf erträgliche rund 110 Mrd. Euro reduziert werden, wobei die EZB fast nichts dagegen unternehmen könne, ohne eine katastrophale Panik an den europäischen Finanzmärkten auszulösen. Allerdings könnte die EU daraufhin die Finanzierung Irlands einstellen, weshalb das Staatsbudget sofort ausgeglichen werden müsse, wofür Kelly auch für ihn selbst unangenehme Schritte empfiehlt, denn es mache "keinen Sinn, Schulden zu machen um älteren öffentlichen Bediensteten wie mir doppelt so viel Gehalt zu zahlen, wie unsere europäischen Partner. Nur wenn die Neuverschuldung der Regierung auf Null zurückgesetzt wird, könnte Irland sich der Macht der Kredithaie entziehen". Demgegenüber bestehe die aktuelle Position der Regierung darin, mit einer Schüssel in der Hand am Boden zu liegen und um EU-Spenden zu betteln.
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  15. cicero

    Eine Alternative wäre auch die Hochschullehrer zu dem Zwangsseminar "Sinnerfassendes Lesen lernen" zu verdonnern.



  16. Martin Bauer

    ..Aufnahmsprüfung aber naturgemäß für jene, die letztlich an der Eingangsphase scheitern. Sie haben sich zwei Semester umsonst angestrengt und müssen nun ein ganzes Lebensjahr total abschreiben...

    Na ja, wie wäre es mit einer Kombination Wehrdienst und Studium?
    Dann wäre das eine Jahr wenigstens sinnvoll verbracht... :-)



  17. thomas lahnsteirer

    In erster Linie müßte man die Universitäten von den ganzern Pseudo- und Müllstudien befreien. Denn dort treiben sich Heerscharen von Leuten herum, deren Qualifikation dann höchstens zum ParteisekretärIn und/oder ORF-KuratorIn reicht.
    Als AbsolventIN der Publizistik kann man es aber erstaunlicherweise auch zum(r) ÖBB-GeneraldirektorIn mit einem 500.000 Euro-Salär bringen......
    Ansonsten bin ich für Studiengebühren und Aufnahmsprüfungen a la FHs und vor allem STRENGERE MATURAKRITERIEN. Eine selektive,ordentliche und anspruchsvolle Matura wäre meiner Meinung nach noch immer die beste Art der Aufnahmsprüfung für jegliche Art von UNI.... aber davon sind wir meilenweit entfernt und werden uns dank Androsch und Konsorten noch weiter von einer anspruchsvollen Matura wegbewegen.



    • HJR

      [... In erster Linie müßte man die Universitäten von den ganzern Pseudo- und Müllstudien befreien. ...]
      Obwohl ich nicht gerade ein Fan von Gerhard Schröder war, habe ich eine Aussage in unauslöschlicher Erinnerung behalten: "... Ministerin für Frauen und Gedöns... "

      In diesem Sinne: Würden wir die von Ihnen apostrophierten Studienzweige für Gender und Gedöns allesamt durch Zwangspropedeutika in politischer Philosophie und in Wissenschaftstheorie (natürlich ergänzt durch das von einem Vorredner geforderte Zwangsseminar für sinnerfassendes Lesen) ersetzen, dann würde das den geistigen Horizont und das Handlungsspektrum der Politiker dermaßen erweitern, dass ich beinahe befürchten müsste, die könnten dann tatsächlich mal einen "gelückten Staat" etablieren.

  18. Josef Maierhofer

    Es ist schon fatal, was solche 'Gleichheitshirne' anrichten an den Unis und in der Gesellschaft danach.

    Der schwere Fehler, den diese kopflosen 'Grünlinge' und 'Kommunisten' begehen, ist deren Annahme, alle Menschen wären gleich. Diesem Irrtum unterliegen sehr viele Menschen und fordern 'Gerechtigkeit'.

    Gerechtigkeit fordere ich auch, nämlich gleiches Recht für alle und nicht gebogenes Recht für diese und jene 'Privilegierten' und oft auch Linken.

    Mit dem gleichen Recht, geht die gleiche Chance einher. Die Chance besteht auch mit Aufnahmeprüfungen für Unis und Firmen. Man kann diese ja bestehen, was Qualifikation bedeutet. Wer nicht besteht, kann auch überlegen, ob er lieber was anderes für sein Leben angehen sollte, Stichwort Facharbeitermangel, Pflegeberufe, etc..

    Wer keine Chance wahrnimmt, lügt. Er nimmt mämlich dann seine Chancen beim AMS wahr, oder irre ich da ?



    • HJR

      Sozialisten aller couleur stellen (bekanntermaßen) Gleichheit vor Freiheit und das geht immer schief!

    • socrates

      Die heutigen Bankersozis ja. Meine Freunde hatten die Devise:
      Liberté - Égalité - Fraternité

  19. Observer

    Sicher soll jeder die Möglichkeit haben zu studieren, aber er/sie muss sich auch entsprechend einsetzen und anstrengen. Ich bin daher für Eingangs- und Zwischenprüfungen innerhalb einer bestimmten Zeit und vor allem aber auch für Studiengebühren. Wer dafür keine finanziellen Mittel hat, für den gibt es u.U. Stipendien oder aber günstige Kredite, welche im späteren Berufssleben zurückgeszahlt werden.
    Mit diesen Massnahmen werden wieder ordentliche Verhältnisse in unseren Universitäten/Hochschulen einkehren, d.h. jeder Hörer hat einen Sitzplatz, die Betreuung der Studierenden durch die Lehrkräfte wird wesentlich verbessert und vor allem werden damit auch "bessere" Absolventen herangebildet. Ausserdem können die Unis aufgrund der besseren finanziellen Möglichkeiten neben der Lehre auch der zweiten Aufgabe, nämlich der Forschung mehr Augenmerk widmen.
    Dieser derzeitige Massenbetrieb an den Unis schadet dem Ruf der Bildungsanstalten und auch der "Marktwert" mancher akademischer Titel leidet schon darunter. Manche Firmen bevorzugen sogar schon Absolventen von Fachhochschulen, da diese besser ausgebildet wurden. Auch berücksichtigen manche Personalchefs schon, wo der Bewerber studiert hatte. Vielleicht wird es künftig sogar vorteilhaft sein, neben dem Titel dessen Erwerbungsort zu nennen, wie bei der ETH in Zürich.



  20. tampa

    wie wahr, wie wahr! wobei noch hinzuzufügen wäre, dass das neue bacchelor system seinen teil zu ungerechtfertigten einstiegsphasen beiträgt (beispiel WU). selbst sehr engagierte studenten schaffen es oft nicht, die 15 prüfungen in der vorgesehenen zeit zu absolvieren und benötigen 4-5 semester anstatt kalkulierten 2 dafür. oder sie "hängen" über mehrere semester hinweg an einer der allseits bekannten "knock-out" prüfungen und können somit nicht vorwärts kommen. ein faires aufnahmeverfahren, in kombination mit einer reflexibilierung der studienpläne, würde den studenten helfen, sich zu orientieren und ihren weg zu gehen, anstatt vielleicht 4 jahre lang immer und immer wieder um eine positive note zu kämpfen (nach 2-3 semestern erscheint "aufgeben" oft nicht besonders attraktiv). die unis rauben jungen menschen zeit! und bekannter weise ist zeit ein gut, welches nicht mehr zurückerobert werden kann.
    auch den anderen hier angeführten gründen kann ich nur zustimmen. die unis sind zu fordistischen fabriken geworden. absolventen vom fließband - es bedürfte einer reintellektualisierung. es ist wahrlich eine schande!



  21. libertus

    Der linke Krug muß halt so lange zum Brunnen gehen bis er endlich bricht, denn mit den vielen hier aufgezählten, VERNÜNFTIGEN Argumenten ist diesen Fundamentalisten offensichtlich nicht beizukommen, wenn man dann auch noch das Beispiel in Rheinland-Pfalz betrachtet.

    Ad "Diese Aufnahmsprüfungen haben Wien übrigens von Adolf Hitler befreit"
    Das war der größte Fehler, denn hätte dieser Unglückselige die Aufnahmsprüfung nur geschafft, wäre er uns als Politiker wenigstens erspart geblieben! *seufz*







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