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Schuldenkrise: Vorboten einer Rückkehr der Vernunft

Lesezeit: 7:00

In den vergangenen Monaten, Wochen und Tagen sind unüberschaubar viele widersprüchliche Aussagen, „Geheiminformationen“ und Einschätzungen zur Lage der europäischen Großschuldenländer auf die Bürger eingeprasselt. Fast könnte man glauben, hinter diesem verwirrenden Trommelfeuer steckt Strategie. Diese könnte etwa so lauten: Wir verwirren die Europäer so lange, bis sie am Schluss gar nicht mehr mitkriegen, was dann wirklich geschieht. Bis sie gottergeben und kritiklos jeden Beschluss hinnehmen.

Ein Ziel hat man jedenfalls mit dieser Strategie schon erreicht: Kaum jemand spricht noch davon, was für ein schwerer Fehler es war, in den vergangenen Monaten Hunderte Milliarden Euro Richtung Griechenland, Irland und Portugal versickern zu lassen.

Das heißt nun freilich nicht, dass es irgendeinen schmerzfreien Weg aus dem Schlamassel heraus gibt oder gegeben hätte. Die einzigen strategischen Alternativen bestanden zwischen viel Realitäts-Verdrängung und weniger Verdrängung, zwischen einem großen Schaden und einem geringen Schaden.

Eine der wirksamsten Lügen, die uns im Vorjahr aufgetischt worden sind, war jene von der Bedrohung des Euro. Die Wahrheit ist: Dieser war nie bedroht. Denn selbst wenn er um einige Cent im Wert gegenüber dem Dollar fallen würde, bekäme er damit nur ein Austauschverhältnis, das er schon des öfteren hatte – ohne dass jemand von einer Bedrohung der Währung gesprochen hätte.

Ein niedrigerer Euro-Kurs würde sogar die Exporte erleichtern. Er würde allerdings Öl- und andere Importe verteuern. Das würde aber wiederum die EZB zu einer weiteren Zinserhöhung veranlassen. Was wiederum den Euro-Kurs stärken würde.

Den Euro sollte man also als Argument vergessen. Ebenso vergessen sollte man das Gerede, dass etwa die Griechen bald aus dem Euro-Raum ausscheiden werden. Das werden sie nie und nimmer. Weil dann müssten sie mit ihrer rasch schwach werdenden Währung ihre alten Dollar- und Euro-Kredite bedienen. Dass freilich von allem Anfang an die Aufnahme der Griechen oder Portugiesen in den Euro-Raum ein schwerer Fehler war, das wissen heute alle. Und das müssen diese beiden ebenso wie die anderen Euro-Länder heute bitter büßen.

Nur: Man kann erstens die Geschichte nicht mehr rückgängig machen. Und zweitens war nicht nur im Falle Griechenlands die Aufnahme in den Euro ein schwerer Fehler. Denn auch etliche andere Länder haben vom ersten Tag an die sogenannten Stabilitätskriterien grob verletzt. Das sind nicht nur die heute an der internationalen Herz-Lungen-Maschine hängenden Patienten. Das sind etwa auch Belgien und Italien.

Zu Belgien beispielsweise habe ich in einem EU-Dokument aus 1998 den bezeichnenden Satz gefunden: „Die Kommission empfiehlt dem Rat, die Entscheidung über das Bestehen eines übermäßigen Defizits in Belgien aufzuheben. Folgt der Rat dieser Entscheidung, so gilt das Kriterium, das die Finanzlage der öffentlichen Hand betrifft, in Belgien als erfüllt.“

Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: Belgien hat nicht etwa die Kriterien erfüllt – sein Schuldenstand lag über 120 Prozent des BIP anstelle der als Höchstgrenze vorgeschriebenen 60 Prozent! – sondern Rat und Kommission haben politisch einfach beschlossen, das Kriterium als erfüllt anzusehen. Obwohl das Kriterium nie geändert worden ist. Man wollte ja glaubwürdig bleiben – und wurde natürlich das Gegenteil.

Entsprechend gering war die Ernsthaftigkeit fast aller EU-Staaten in Sachen Gelddisziplin. Österreich etwa hat erst am Ende der Sparperiode Schüssel-Grasser, also lange nach Euro-Einführung seine Schulden auf die vorgeschriebenen 60 Prozent drücken können – es nähert sich aber inzwischen schon schnell sogar den 80 Prozent!

Mit der Aufnahme von Belgien&Co war jedenfalls vom ersten Tag an klar, dass die Euro-Regeln nicht so ernst gemeint sind. Was man als vorsätzliche Anstiftung zu vielen danach folgenden Vergehen gegen die europäische Finanzdisziplin interpretieren kann.

Die Euro-Regeln hat man jedenfalls auch von oberster Stelle mindestens noch einmal brutal verletzt: Indem man sich im Vorjahr über die ausdrückliche „No-Bailout“-Regel hinweggesetzt hat. Diese verbietet es ja sowohl den EU-Institutionen wie auch den anderen Euro-Ländern ausdrücklich, einem verschuldeten Staat mit Krediten beiseitezustehen. Das tut man seit dem Vorjahr aber dennoch in kaum getarnter Form und in beängstigend großen Dimensionen.

Auch ein Zerfall des Euro in die Gegenrichtung ist politisch übrigens absolut undenkbar, also ein Ausscheiden von Deutschen, Österreichern und Niederländern. Das wäre zwar technisch eine Spur leichter, das würde aber dennoch den weitestgehenden Zerfall der EU bedeuten. Diese Verantwortung nimmt zu Recht keine Regierung auf sich.

Was aber jetzt tun? Irgendetwas muss ja geschehen. Denn wider alle offiziellen Beteuerungen ist es absolut undenkbar, dass insbesondere Griechenland all seine Verpflichtungen einhalten kann. Diese Beteuerungen sind lediglich ein Lügenvorhang, hinter dem verzweifelt an Lösungen gebastelt wird. Und diese Lösung wird wohl in einer Mischung bestehen.

Erstens wird dem schlechten (also schon abzuschreibenden) Geld noch einmal gutes, frisches Geld nachgeworfen werden. Das wird wahrscheinlich genausowenig zurückbezahlt werden. Zweitens wird es aber endlich auch zu dem kommen, was schon im Vorjahr geschehen hätte müssen. Nämlich zu einer Umschuldung Griechenlands, also zu einer Abschreibung beziehungsweise Entwertung eines Teils der alten Forderungen an die Griechen.

Da werden beispielsweise die Rückzahlungsdaten einzelner Anleihen nach hinten erstreckt werden. Das schädigt natürlich die Gläubiger schädigt. Man wird es halt elegant auf Anraten einer teuren PR-Agentur „weiche Umschuldung“ oder so ähnlich nennen.

Das ist aber trotzdem zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung. Endlich – nach einem Jahr voller schlimmer Patzer und Lügen. Je mehr der Umgang mit (nicht nur kurzfristig zahlungsunfähigen, sondern auch nachhaltig) überschuldeten Staaten dem Umgang mit überschuldeten Firmen ähnelt, umso größer ist die Chance auf eine Rückkehr der wirtschaftlichen Vernunft.

Deren Eckstein ist nun einmal die Insolvenz eines Bankrotteurs. Wer dieser Konsequenz ausweichen will, verstrickt sich nur immer tiefer in eine Schuldenwirbel.

Freilich haben jene auch recht, die auf die Konsequenzen einer solchen Umschuldung, also eines teilweisen Forderungsverzichts, hinweisen. Dennoch ist die Umschuldung richtig und notwendig.

Was sind denn diese Konsequenzen? Erstens werden natürlich alle Gläubiger leiden. Das sind etwa Lebensversicherungen, Banken, Pensionsfonds, Sparer im Westen. Die müssen viel Geld abschreiben. Es käme aber immer noch billiger, solchen Anlegern zu helfen – natürlich nur teilweise! –, statt immer weiter Geld ins griechische Loch zu schütten.

Zweitens würden die anderen Euro-Staaten auch direkte Folgen sparen: Jeder einzelne von ihnen könnte, wenn er nicht extrem sparsam ist, von Geldgebern künftig viel kritischer angeschaut werden. Plötzlich wird klar, dass auch EU-Länder zahlungsunfähig werden können. Das bedeutet die Gefahr höherer Zinsen und damit noch mehr Druck auf die Staatsfinanzen der bisher scheinbar noch ungefährdeten Länder.

Aber das ist ein absolut unverzichtbarer Preis für die Einkehr der Vernunft! Denn es ist absurd, dass derzeit Kredite, die man einzelnen Staaten gibt, nach nationalen wie internationalen Regeln als absolut sicher gelten, dass Banken Staatsanleihen kaufen können und dafür im Gegensatz zu Krediten selbst an bombensichere Unternehmen keine Eigenkapital in der Bilanz rückstellen müssen.

Wenn diese Bevorzugung der Staaten einmal gefallen ist, werden Gläubiger künftig vorsprechende Finanzminister viel weniger freigiebig behandeln. Das aber wieder würde in allen Ländern den Druck in Richtung auf geordnete Staatsfinanzen erhöhen.

Und nichts wäre gesünder als ein solcher Druck. Auch im Interesse unserer Kinder. Denn auch Österreich oder Deutschland stehen ja lediglich deshalb als scheinbare Felsen in der Brandung da, weil sie relativ stabiler sind als Griechenland oder Portugal. Vor 40 Jahren wären nämlich Deutschland wie Österreich mit ihren heutigen Schuldenquoten rettungslos in eine jahrelange Krise gestürzt.

Wir lernen: Vieles ist relativ, aber Schulden sind absolut schlecht. 

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das neue unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 07:52

    Wir werden von den Bankern für dumm verkauft. Als Maßstab lehrte ich, daß sich ein Kapital bei einem Zinssatz von 8,5% in 8,5 Jahren verdoppelt (ca). Bei 14,5%, wie sie von unseren Dummmedien für Griechenland angegeben wurden, verdoppelt sich das Kapital in 5 Jahren. Bei 25%, wie ebenfalls von den Dummköpfen angegeben, genügen schon 3 Jahre. Wer, der nicht bei Schmied gelernt hat, glaubt, daß sich die griechische Wirtschaft so erholt, daß sie in 3 oder 5 Jahren das doppelte zurückzahlen kann? Die "Anleger" werden also bewußt getäuscht um Zeit zu gewinnen, damit einige ihre schäfchen ins trockene bringen. Deshalb braucht man auch dumme Schulen, die dumme Schüler produzieren, die man für dumm verkaufen kann.
    Dasselbe gilt für Island, Irland, Portugal und Spanien. Das System ist kaputt, aber man kann im trüben Wasser des Unterganges noch viel verdienen und es in Realwerte anlegen. Beim Wiederaufbau kann man dann nochmals reich werden, wie die Geschichte nach den Weltkriegen zeigt. Aber das darf nicht unterrichtet werden, da sei Schmied davor. Die finanziellen Todeskandidaten werden künstlich am Leben gehalten, die Macht ist für Alle süß und die Verantwortlichen sanieren sich mit Immobilien und Monopolrechten in Hoffnungsländern.
    Moralaposteln wie DSK sind gefragt und sollen höchste Ämter erklimmen um uns, mit Medienterror, ruhig zu stellen. Für den Rest sorgt die Nazikeule. Die Kirche schweigt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 08:41

    Die Gesetzlosen.

    Getrieben von der 'Gesetzesbiegermaschinerie' von 'Linksgrün' sind wir bei der europäischen Anarchie und dem Lobbytum angelangt und werden noch viele solche 'linksgrüne' 'Glühbirnenerlebnisse' haben in einer solchen EU.

    Daß da die 'Siestastaaten' (und solche, die dazugehören wollen) besonders findig sind beim Betrug der Gemeinschaft, ist schon aus Mentalitätsgründen nicht sehr verwunderlich.

    Verwunderlich ist aber die Lethargie der Zahler, die nach Brüssel fahren und wieder ein paar hundert Milliarden beschließen. Zum Beispiel Österreich zahlt pro Jahr etwa 860 000 000 Euro EU-Mitgliedsgebühr plus ein paar hundert Millionen für dverse 'Vereine' in der EU. Allein pro Beratungstag in Brüssel zu den 'PIIGS' Themen aber beschließt dieses Österreich 1 500 000 000 Euro Staatshaftung, die bereits schlagend ist, weil man diesen 'Siesta-Staaten' den beabsichtigten Betrug an der Gemeinschaft schon aus den Augen und vom Mund ablesen kann.

    Entlasst doch schleunigst alle EU Staaten, die die Euro-Stabilitätskriterien verletzen, sofort aus dem Euro in die Eigenverantwortlichkeit, wie es den EU Gesetzen entspricht !

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 10:40

    Die EU und der EURO sind noch lebende Sterbende, die am Leben mit aller Gewalt festhalten, obwohl der Schmerz des Sterbens immer unerträglicher wird. Die Herz-Lungen-Maschine, die künstliche Ernährung all das verlängert und vergrößert unseren Schmerz, doch die Ärzte und Angehörigen wollen es nicht wahrhaben, wird doch das Versagen klar und offensichtlich, ist doch ihr Job gefährdet.

    Meine Ansicht:
    Wir sollten nicht festhalten an Dingen, die scheitern, sondern im Scheitern das Positive erkennen, das Neues entstehen kann, wir müssen uns neu orientieren und neu aufstellen. Daher müssen wir uns fragen, wie soll unsere Welt, unser Land oder Europa danach aussehen, was ist gewollt. Was lässt uns Einfluss nehmen auf die Gestaltung dieser neuen Welt? Wir müssen uns diese Fragen ernsthaft stellen und diese Richtung einschlagen, aufzeigen und einfordern.

    Wenn wir weiter blindlings festhalten an Gewohntem, werden am Ende die Populisten versus "kriminelle Kapitalisten" kämpfen und uns die Bevölkerung für ihren Kampf einspannen. Das hatten wir doch schon, daraus sollten wir gelernt haben.

    Also lasst uns Tun, lasst uns einen Weg finden, den man nicht ausschlagen kann.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 10:48

    Da rauft man sich ja die Haare!

    "Verheugen: "Brauchen Türkei mehr als die Türkei uns"
    Vor 4 Tagen

    Der ehemalige EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen kritisiert die "Erweiterungsmüdigkeit" und "Führungsschwäche" der Union."

    Kann denn diesem verblendeten, von allen guten Geistern längst verlassenen EU-ERWEITERUNGSNARREN Günther VERHEUGEN niemand in seinem Wahn stoppen und das Maul verbieten!?! Hat er nicht schon mehr als genug Schaden angerichtet? Wie sehr muß er sein Vaterland D hassen, daß ihm jedes Mittel recht ist, es gründlich auszubluten und uns gleich mit dazu? Dieser Erweiterungswahn Verheugens und aller übrigen Ganoven, die da am ruinösen Werk sind, jagt die EU allerdings mit ebenso großem Tempo in den Abgrund. Verheugen und Co wird das nicht kratzen; er und Co haben ihre Schäfchen ja sicher im Trockenen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 09:57

    Jan Fleischhauer, ganz aktuell:
    "Rechts zu sein, ist in Deutschland keine politische Ortsbeschreibung, sondern ein Verbannungsurteil. Um als Rechter zu gelten, reicht es schon, dass man Zweifel an den Milliardentransfers in den EU-Süden hat. Dann ist man Europa-Skeptiker - und damit ganz nahe am Verfassungsfeind."

    mehr im "Schwarzen Kanal":
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,762703,00.html

  6. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 07:58

    Vor Jahren habe ich eine recht interessante Geschichte in einem lustigen Taschenbuch gelesen.

    Die Stadt Entenhausen hat sich auf Anraten eines gewissen Donald Duck bis über beide Ohren verschuldet indem es Anleihen ausgegeben hat (was zu einem Zinskampf mit den Banken geführt hat, die ihre Kunden verloren haben). Die Schulden wurden zurückgezahlt indem neue Schulden aufgenommen wurden.

    Irgendwann hat dann der Spekulant Dagobert Duck das System gesprengt, indem er im richtigen (bzw. falschen) Zeitpunkt aufgehört hat neue Anleihen zu kaufen, aber auf die Einlösung der alten bestand. Die Stadt war zahlungsunfähig.

    Die Sanierung erfolgte dann - ebenfalls auf Anraten der kapitalistischsten Ente der Welt - auf folgende Art: Sämtliche Anleihen wurden durch Privatisierung von Gemeindeeigentum beglichen. Die Bürger bekamen das Eigentum an Straßenlaternen, Parkbanken, Schnellstraßen usw.
    Was war die Folge? Die Bürger haben sich auf einmal ganz rührend um die öffentlichen Güter gekümmert (was schon allein der Nachbarschaftsstreit um die schönste Straßenlaterne bewirken kann...), sind rigoros gegen Vandalen usw. vorgegangen und eine Ente hat sogar durch ein Mautsystem eine Schnellstraße vom Faß ohne Boden in ein selbsterhaltendes Unternehmen umgewandelt.
    Die öffentlichen Einrichtungen haben unter privaten Eigentümern gut funktioniert, die Lebensqualität ist gestiegen, die Steuereinnahmen sprudelten, die schwer traumatisierte Stadt wurde sparsam und konnte nach einer Weile anfangen die privatisierten Teile des öffentlichen Raums zurück zu kaufen.

    Kindergerechtes Happy End.

    Die Reaktion jedes Kindes auf diese natürlich stark überzeichnete Geschichte: Wie kann man überhaupt auf eine so dumme Idee kommen Schulden dauernd mit noch mehr Schulden zurück zahlen zu wollen? Hätte mir damals jemand erklärt, dass unsere Politiker wirklich nach der Donald-Duck-Doktrin arbeiten, ich hätte es kaum geglaubt.
    Obwohl das ganze eine Geschichte für Kinder ist und dementsprechend mit dem Thema umgeht: Die dagobertsche Lösung hat durchaus ihren Reiz.

    Vielleicht sollte man im politischen Kurs weniger auf Hayek, Mieses & Co verweisen und mehr auf Dagobert Duck. Das Lustige Taschenbuch wird ja wohl hoffentlich den geistigen Horizont unserer StaatsmännerInnen nicht sprengen, oder?

  7. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 01:43

    Was hilft in letzter Konsequenz eine Umschuldung Griechenlands, wenn anschließend garantiert auch die nächsten Staaten der PIIGS danach rufen?
    Warum soll dann z. B. Portugal noch irgendwelche Anstrengungen bzw. Einschnitte in Kauf nehmen, wenn sie mit einem Schuldenerlaß wesentlich eleganter dran sind und wo ist dann der Anreiz für Einsparungen und entsprechende Budgetmaßnahmen für Spanien, Italien, Belgien usw.?

    So gesehen würde eine Umschuldung des ersten EU-Landes einen Dominoeffekt auslösen, sodaß nicht zuletzt auch die Kreditwürdigkeit fast aller europäischer Staaten darunter zu leiden hätte und die Idee von Euro-Bonds sogleich zu Grabe getragen werden kann.

    Nachdem die Wurzel dieses Übels schon bei der Euro-Einführung gelegt wurde, gibt es keinen einfachen Ausweg und es bleiben meines Erachtens nur zwei Lösungen: Entweder die gesamte Union muß diesen desaströsen "(Finanz-)Becher bis zur bitteren Neige gemeinsam austrinken" oder man löst die Währungsunion wieder auf.

    Jeder andere Konsequenz zöge noch schlimmere Auswirkungen für ganz Europa nach sich. Angesichts dieser Fakten sind die verworrenen Meldungen sowie das über weite Strecken uneinheitliche Agieren der Verantwortlichen wohl erklärbar, jedoch nicht entschuldbar!


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    Your post captures the issue perfcetly!

  5. perseus
    18. Mai 2011 16:01

    Ich hatte vor einiger Zeit ein interessantes Gespräch zum Thema „österreichisches Bundesbudget“. Anwesend waren unter anderem Persönlichkeiten, die direkt in die Budgetverhandlungen involviert sind. Am Beginn stand ein interessanter Vortrag über die aktuelle Situation (Stand Ende 2010). Nachher war eine Diskussion angesetzt. Ich wollte wissen, warum, wenn über das Budget informiert wird immer die Zahl „Defizit in % des BIP“ genannt wird, die nichts aussagt und nicht z.B. Schuldentilgungsdauer in Jahren. Die Reaktion war verblüffend: ungläubig bis mitleidig, ob der Fragestellung. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass das keine Dimension ist, die bei der Budgeterstellung eine Rolle spielt.

    Im Zivilrecht gibt es zwei Gründe für einen Konkurs: Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit. Beide fallen für die öffentliche Gebarung aus, weil wir a) gar nicht wissen, wie hoch die Schulden wirklich sind (ÖBB ja/nein, Bund Länder und Gemeinden oder Gemeinden nicht..) und b) die Politiker selber die Lizenz zum Gelddrucken haben – und bevor sie zugeben, dass sie (wir) pleite sind drucken sie halt lieber Geld, sie wollen ja die nächste Wahl gewinnen, statt den Job zu erledigen für den wir sie eigentlich bezahlen.

    Meine Einschätzung für Griechenland, Portugal, Italien und Spanien ist Konkurs, meine Einschätzung für den gesamten Rest der EURO-Zone (einschließlich Österreich) ist Ausgleich.

    Leider gibt es für Politiker die Delikte der fahrlässige Krida, der betrügerischen Krida oder der Konkursverschleppung nicht, die zivilrechtlichen Voraussetzungen (wenn das Bundesbudget eine zivilrechtliche Sache wäre) wären längst erfüllt. Ganz abgesehen von den Delikten im Zusammenhang mit Bilanzfälschung.

    Fazit für mich war nach diesem Gespräch jedenfalls: von den für das Budget Verantwortlichen wird seit Jahren in keiner Weise daran gedacht, wie unsere Staatsschulden wieder rückgeführt werden könnten. Das heißt es gibt gar keinen Budgetansatz der der Schuldenrückführung gewidmet ist. Daran denkt längst niemand mehr. Das ist nicht nur ein Skandal, das ist grobe Fahrlässigkeit oder Betrug. Das ist ein Mangel an Wissen, ein Mangel an Gesinnung und Verantwortung.

    Aber woher sollen denn auch die Wertmassstäbe kommen, die bei der Erstellung eines ehrlichen Bundesbudgets hilfreich? Wir haben einen sozialistischen Bundeskanzler, der in der Gemeinde Wien gelernt hat wie man mit Budgets trickst, einen Vizekanzler aus dem ÖAAB und einen marxistischen Hochschulprofessor für Volkswirtschaftslehre als Notenbankchef. Das nennt man doch den Bock zum Gärtner machen – oder? Ein Lichtblick könnte doch Frau Fekter sein; sie hat wenigstens schon einmal eigenes Geld mit eigenem Risiko ausgegeben.

    Natürlich ist das ganze nicht nur ein Problem auf österreichischer Ebene. Man hat bei der Gründung der Währungsunion vor lauter Freude über den großen gemeinsamen Wirtschaftsraum und die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, vergessen, grundlegende Dinge festzulegen, die integrierender Bestandteil einer gemeinsamen Währung sein müssen: eine gemeinsame Fiskalpolitik und klare Regeln für andere Bereiche, wie Wirtschaftspolitik, Landwirtschaft und Außenpolitik. Das haben die USA bei ihrer Gründung anders gemacht: sie haben Verfassungsnormen aufgestellt und wer sich nicht daran halten wollte, konnte auch nicht beitreten. Für uns ist das Nachholen unmöglich bis extrem schwierig und könnte zum Bruch führen.

    Ein eher amerikanisches Problem ist, dass dort die an den Schalthebeln sitzen, die das Problem verursacht haben – Leute die früher ihr Geld bei den Banken verdienten, die staatlich gerettet werden mussten (Goldman Sachs, City Group). Auch das nennt man den Bock zum Gärtner machen. Sie drucken noch viel mehr Geld als die Europäer und sind damit der Hauptinflationstreiber.

    Für die Banken gibt es nur eine Rettung: die Zerschlagung in Geschäftsbank und Investmentbank. Die Geschäftsbank bietet die Basisprodukte für Geschäftskunden und Privatkunden (Sparbuch, Girokonto und Darlehen) an; sie wird sofern sie systemrelevant ist vom Staat aufgefangen. Die Investmentbank bietet, sofern sie das dann noch kann die Produkte an, mit denen sie und wir alle fast schon baden gegangen wären. Sie wird im Fall der Zahlungsunfähigkeit nicht aufgefangen. Natürlich hat sie dann keinen Zugriff mehr auf die Kundengelder mit denen sie früher gezockt hat.

    Was ich überhaupt nicht verstehe sind die Zahlen mit denen die professionellen Gelddrucker hantieren. Ich kann nicht verstehen was es bedeutet, wenn Bernanke von QE2 (quantitive easing 2) spricht und bis zum Ende des zweiten Quartals 2011 850 - 900 Milliarden Dollar in US Staatsanleihen investieren will, nach dem er in QE 1 schon um 600 Milliarden Dollar Staatsanleihen rückgekauft hat. Zusammen sind das rd. 1,5 Billionen USD bis Ende Juni. Auch die EZB führt Bondrückkäufe über rd. 70 Milliarden € durch und spannt einen Rettungsschirm von 110 Milliarden € plus das, was gerade im Zusammenhang mit Portugal und Griechenland diskutiert wird. Rettungsschirm heißt hier Garantien, die sicherlich eines Tages schlagend werden.

    Für mich führt so gesehen an einem Crash kein Weg vorbei. Wie soll denn sonst das viele Geld wieder aus dem Verkehr gezogen werden? Dieser Crash wird die Politiker dazu zwingen endlich das zu tun was nötig ist. Allerdings wird dann weniger nach sozialer Verträglichkeit gefragt werden. Es wird dann ums nackte Überleben gehen, egal woher der Crash kommt – Rohstoffe, Staatsanleihen, Banken.

  6. Haider
    17. Mai 2011 23:49

    Da ich - zumindest in der EURO-Zone - als einziger von Finanzwirtschaft zugegebenermaßen nichts verstehe, hätte ich gerne Antwort auf drei triviale Fragen.
    Wann hat der österreichische Staat tatsächliche Schulden (nicht deren Zinsen) jemals zurückgezahlt?
    Haben sich Staatsschulden je anders als durch Infaltion verringert?
    Können Gläubiger einen verschuldeten Staat politisch erpressen?

    • PostScriptum
      18. Mai 2011 10:43

      1) Soweit ich weiß noch nie in der zweiten Republik.

      2) Ja, Schweden hat zum Beispiel Gläubiger nach der Insolvenz befriedigt.

      3) Wenn der Staat eine Insolvenz nicht scheut, nein. Der Staat muss dann zwar auf Kredite verzichten, aber es bleiben ihm ja Steuereinnahmen. Da die meisten Politiker aber Angst vorm eigenen Volk haben und deshalb keine Reformen angehen wollen, lassen sie sich lieber von Gläubigern Bedingungen diktieren, um das Wahlvolk weiter bestechen zu können. Gleichzeitig können sie dann die Schuld für Steuererhöhungen den bösen Gläubigern zuschieben.

  7. Johann Scheiber
    17. Mai 2011 21:58

    Die Bemühungen die europäische Finanzkrise zu lösen sind ein ebenso verständliches wie hoffnungsloses Unterfangen, denn die finanzielle Misere ist nur der Außenaspekt der eigentlichen Krise.
    Die wirkliche Krisenursache besteht darin, dass die EU nicht der Handlungsrahmen eines selbstbewussten und starken Kontinents ist, sondern vielmehr eine Agentur um die gewachsene Vielfalt, den historisch kulturellen Reichtum in Gestalt von Nationalstaaten definitiv und gemäß den Vorgaben unserer Kolonialherren abzuwickeln. Sämtliche erprobten Verwerfungen des Sozialismus und des Kapitalismus werden an uns appliziert um das mitteleuropäische Erfolgsmodell der Sozialen Marktwirtschaft selbst aus der Erinnerung zu tilgen. Die EU ist der perpetuierte Krieg gegen den besiegten Feind. Alleine wenn man sich die handelnden Personen ansieht: Der Meisterpolitiker aus Portugal, der Bezirkshauptmann aus Luxemburg, der Mister Mausgrau aus Flandern/Wallonien, die Außenministerin aus dem Land des Erz- und Erbfeindes Kontinentaleuropas, usw.
    Diese Frankenstein-Hauptverwaltung produziert aus der europäischen Vielfalt von ehemaligen Industrie-, Tourismus- und Agrarstaaten im Wege einer völlig verfehlten Egalisierungspolitik immer mehr hollow-states die bereits auf dem Wege sind failed-states zu werden, die dann im Endeffekt gemeinsam über den „Ausbeuter“ Deutschland herziehen werden.
    http://globalguerrillas.typepad.com/globalguerrillas/2009/03/hollow-states-vs-failed-states.html

    Die E(uropäische) U(merziehung) realisiert nicht die durch eine leidvolle Geschichte im Bewusstsein der Nationen gewonnene Einheit sondern sie zerstört diese kostbare Errungenschaft und bewirkt, dass die europäischen Nationen - oder was nach deren ebenfalls von der EU veranstalteten ethnischen Vernichtung übrigbleibt – sich bis ins Extrem wieder dissoziieren..

    Der Versuch der Buchhalter den ausgebrochenen Flächenbrand mit Geld zu löschen ist, das wissen alle, nichts anderes als Brandbeschleunigung..
    Mit diesem Personal und dessen Programm fahren wir garantiert zur Hölle.

    Es gibt eigentlich nur eine Chance, und die besteht darin, dass sich in allen großen Nationalstaaten Europas - und alle europäischen Staaten, einmal von Luxemburg und Belgien abgesehen, sind große Nationalstaaten – neue und wirkliche Eliten bilden, die sich ihrer großen klassischen Kultur und Traditionen wieder inne werden. Auf diesem Grunde könnte entdeckt werden, dass die jeweilige nationale Vielfalt mit einer mindestens ebenso großen Einheit der Nationen dieses Kontinents korrespondiert, und dass diese europäische Einheit eine Besonderheit ist die uns in der Welt einzigartig macht. Es gibt keine Freiheit ohne Nation und ohne Nation gibt es keine Freiheit und weiter gibt es kein Europa ohne Nationalstaat, sowie es keinen souveränen Nationalstaat ohne geeintes Europa geben kann. Das ist die Balance und Architektur der Freiheit, wie sie in einem langen Ringen erkämpft wurde und nun droht verloren zu gehen. Alles bleibt aber eitles Konstruieren, wenn nicht der Grund der Freiheit, die christliche Offenbarung als die Magna Charta, als die Achse um die sich alles dreht, mitgedacht wird.. Das Christentum ist nicht nur mit der modernen Welt, mit dem Säkularismus, mit der Freiheit kompatibel, sondern es ist für diese Phänomene schlechthin konstitutiv.
    Dieser Punkt, den Hegel in seiner Philosophie expliziert hat, ist der entscheidende Punkt, der verstanden werden muss um Europa gegen die Furie der Vernichtung durch das kapitalistisch-bolschewistische Supermonster zu immunisieren und um den Kontinent wieder auf Zukunftskurs zu bringen. Das Christentum als Kulturphänomen ist eine Frage der Intelligenz, nicht des Glaubens.
    Erst auf der Basis des instandgesetzten Fundamentes der Freiheit kann die Wiedergewinnung der Freiheit erfolgen.

    Dazu gehört dann weiter die sofortige Beendigung des globalistisch-internationasoziallistischen Zerstörungsprogrammes mit der obersten Priorität der Umkehrung des Unterschichtentransfers mittels Anreizsystemen und die Auflösung der Einwanderungs- und Asylsindustrie.. Die Wiedergewinnung der Tatsache dass Mann und Frau zusammen wirkliches Menschsein ausmachen auf der Basis wahrer Emanzipation der Frau und das sofortige Stoppen aller Gender- Homo- und Queer- Förderprogramme. Das Verbot von Abtreibung. Die Zerschlagung der total ideologisierten Bildungsbürokratie und weitgehende Privatisierung der Schulen. Die Befreiung der Initiative und der Innovationskraft aus der tödlichen Umklammerung durch Bürokratie und Technokratie. Ausweitung der Wehrpflicht auf zwölf Monate und massive Verstärkung der Wehrfähigkeit. Realeinführung der Subsidiarität nach Schweizer Muster und echte Föderalisierung des Bundesstaates. Herstellung der Sozialpflichtigkeit von internationalen Konzernen und extreme Fokussierung auf Entlastung und Wiederherstellung des Mittelstandes. Wiedergewinnung der Souveränität über die Währung und weitestgehende Funktionalisierung des Bankwesens in Richtung Gemeinnutzen. Verbot von Horrorpropaganda wie Schweine- oder Vogelgrippe und Verbot von Pseudoreligionsgemeinschaften wie etwa der Klimasekte. Verbot jeglicher Regierungspropaganda und tausend Punkte mehr.

    Es geht um ein Überlebens-Not-Programm für die europäischen Völker und Nationen, um das Überleben Europas in Freiheit.

    Beim Brand von Syrakus stand Archimedes abseits und war in Gedanken versunken. Die Leute fragten ihn, warum er sich nicht beim Löschen beteilige. Er antwortete, dass es bei einer Katastrophe von diesem Ausmaß völlig sinnlos sei mit Eimern zu laufen, da müsse über die Hydraulik neu nachgedacht werden.

    Ebenso werden wir das völlige Desaster in dem wir uns befinden mit dem Fix und Foxi-Baukasten unserer Politiker nicht überwinden.

    • Undine
      18. Mai 2011 09:09

      @Johann Scheiber

      Um nur einen Aspekt aus ihrem hervorragenden, sehr nachdenklich machenden Kommentar herauszunehmen:
      Das mittlerweile hypertrophe künstliche Gebilde EU ist eigentlich--über viele Umwege--nichts Anderes als die Fortsetzung der Reparationskosten, die Deutschland nach dem WKII auferlegt worden waren---nur unter einem anderen Namen--- aber mit dem Ziel, D so kurz zu halten, daß es gerade noch gemolken werden kann, das aber so lange wie möglich. Man könnte aber auch sagen: Der WKIII ist voll im Gange, ganz ohne offizielle Kriegserklärung, ohne Panzer und Bomben. Ein "unsichtbarer Krieg", aber nicht minder zerstörerisch.

      Eifrig unterstützt wird dieser "Krieg unter falschem Namen" von den Feinden Deutschlands im eigenen Land: Heiner Geissler, Claudia Roth, Jürgen Trittin und wie dieser LINKE ABSCHAUM so heißen mag. Die Aussagen dieser Volksverräter zu ihrer eigenen Heimat lassen einem das Blut in den Adern erstarren. Vielleicht kann die Liste dieser üblen Leute wieder einmal in den Blog gestellt werden.

      Warum sagt den Deutschen, aber auch uns Österreichern niemand, wie hoch der Prozentsatz vom fleißig erarbeiteten Einkommen der Bevölkerung der untüchtigen Bevölkerung der restlichen EU-Staaten in den immer weit aufgerissenen Rachen gestopft wird?

  8. phaidros
    17. Mai 2011 20:36

    Es läuft jetzt, Di, 20:15, am Bayern die »Münchner Runde« zum Thema »Zerbricht Europa am Euro?«. Die (bis jetzt) sehr interessante Diskussion, in der eine ganze Reihe von Wahrheiten unverblümt ausgesprochen werden, wird ab morgen auf http://www.br-online.de/muenchener-runde abrufbar sein.

    Und jetzt muss ich weiterschauen.

    BG/phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
    • terbuan
    • Undine
      17. Mai 2011 22:43

      @phaidros

      Danke für den Tipp; Sie haben mich neugierig gemacht!

    • terbuan
      18. Mai 2011 11:13

      @undine
      na ja, es war wieder einmal eine Melange aus Hilflosigkeit, Beschwichtigungen und ein paar ehrlichen Aussagen, aber sehen Sie sich das selbst an!

    • brechstange
      18. Mai 2011 12:19

      @terbuan
      Es scheint sich in der Schlußfolgerung keiner mehr Klartext zu sprechen. Ich nehme an, um das System des künstlichen Gelds nicht zum Einsturz zu bringen.

    • phaidros
      18. Mai 2011 13:17

      Diese Einschätzung kann ich offen gesagt nicht ganz teilen: Pöpsel (CR »Focus Money«) und Baring (Historiker) haben Adler (Journalistin) und Winkler (vorm. EZB-Direktor) ganz schön herumgescheucht. Winkler wirkte tw. hilflos, Adler stand 1,2 Mal die Miene »verdammt, das stimmt ja, was die da sagen« ins Gesicht geschrieben.

      Gewohnt nervend war der Moderator Sigmund Gottlieb, der keinen ausreden ließ (sich aber sachlich tatsächlich nicht einmischte, wie es die Moderations-Fürschteln - pardon, Fürsten - vom ORF immer tun.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange
      18. Mai 2011 18:53

      @phaidros
      Der Moderator war gut und die Problematik wurde auch entsprechend angesprochen, doch im Schlusssatz relativierte sogar Baring. Das fand ich schade, wahrscheinlich ein Ausdruck der Hilflosigkeit.

      Danke für den Tipp, phaidros.

  9. phaidros
    17. Mai 2011 18:42

    Jetzt erlaube ich mir mal ein OT, obwohl: irgendwie hat es schon mit europäischer Vernunft zu tun.

    Es geistert derzeit ein Mail herum, das - wenn es denn stimmt - wenigstens bemerkenswert ist:

    »Subject: Treibstoffpreise in Europa und dem Rest der Welt - Frechheit

    DAS SIND DIE AKTUELLEN TREIBSTOFFPREISE AUF UNSEREM PLANETEN:

    Schweiz Benzin EUR 1.757!!!
    Belgique Diesel EUR 1.222!!!
    France Diesel EUR 1.296!!!
    Holland Diesel EUR 1.375!!!
    Ungarn Diesel EUR 1.428!!!
    Austria Diesel EUR 1.349!!!
    Deutschland Diesel EUR 1.492!!!

    Rest der Welt:

    Azerba?djan Diesel EUR 0,31
    Egypt Diesel EUR 0,14
    Ethiopie Super EUR 0,24
    Bahamas Diesel EUR 0,25
    Bolivie Super EUR 0,25
    Brasila Diesel EUR 0,54
    Chine Normal EUR 0,45
    Equateur Normal EUR 0,24
    Ghana Normal EUR 0,09 !!!!!!!
    Groenland Super EUR 0,50
    Guyane Normal EUR 0,67
    Hong Kong Diesel EUR 0,84
    India Diesel EUR 0,62
    Indonésie Diesel EUR 0,32
    Irak Super EUR 0,60
    Kazakhstan Diesel EUR 0,44
    Qatar Super EUR 0,15
    Kuweit Super EUR 0,18
    Cuba Normal EUR 0,62
    Libye Diesel EUR 0,08 !!!!!!!
    Malaisie Super EUR 0,55
    Mexique Diesel EUR 0,41
    Moldavie Normal EUR 0,25
    Oman Super plus EUR 0,20
    Pérou Diesel EUR 0,22
    Philippines Diesel EUR 0,69
    Russie Super EUR 0,64
    Arabie Saoudite Diesel EUR 0,07!!!!!!
    Afrique du Sud Diesel EUR 0,66
    Swaziland Super EUR 0,10 !!!!!!
    Syrie Diesel EUR 0,10 !!!!!
    Trinidad Super EUR 0,33
    Tha?lande Super EUR 0,65
    Tunisie Diesel EUR 0,49
    USA Diesel EUR 0,61
    Venezuela Diesel EUR 0,07 !!!!!
    Emirats Arabes Diesel EUR 0,18
    Vietnam Diesel EUR 0,55
    Ukraine Diesel EUR 0,51

    Wahnsinn in EUROPA oder nicht????

    Ist das nicht unglaublich?

    Was passiert eigentlich mit der Mineralölsteuer?

    Wofür bezahlst Du Deinen Auto-Club Jahresbeitrag?

    Vertritt man Dich da ?

    Lasse dieses Mail weitergehen, damit alle Leute erfahren, wie sie von Politikern, die sie gewählt haben, abgezockt werden.«


    BG/phaidros.vie@gmail.com

  10. brechstange
    17. Mai 2011 17:02

    Die Privatisierung in Griechenland erscheint mir in einem anderen Licht. Wessen Schulden werden getilgt?

    Ein Konvolut an Gedanken und Fakten:
    Ich nehme an, dass jeder hier im Forum Gewalt ablehnt. Doch was führt zu Gewaltausbrüchen? Ist es wirklich eine Kürzung des Gehalts um 10 %, die die Menschen zu Gewalt antreibt?
    Ich meine, dass Gewalt ausgelöst wird durch Populismus unverantwortlicher Personen, die die ausgelösten Chaosausbrüche nutzen, um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Die Menschen, blind vor Wut schlagen sich die Schädel ein, die Auslöser der Wirtschaftskrise wie Korruption, Machterhalt, etc. treten in den Hintergrund. Die Tarnung ist perfekt.
    So stechen mir in der Vergangenheit doch gewisse Herrschaften ins Blickfeld, nämlich Herrschaften, die bereits bei den Missbrauchsvorwürfen gegen die Kath. Kirche in den vordersten Reihen standen.
    Cohn-Bendit z.B., der am Streicheln 5jähriger durch das Öffnen des Hosenlatzes nichts fand, steht nun doch an vorderster Front und unterstützt gewisse Kreise in Griechenland gegen Deutschland (Rüge an Dtld. Europa ist keine Spielwiese, die Deutschen mit ihrer Wettbewerbsfähigkeit, Aufruf an die Griechen). Er gibt den Nationalismen damit Vorschub.
    Dann der griechische Bankier, gut befreundet mit Barroso, Yachturlaub 2004, 10 Mio Euro Subvention für die Reederei von Latsis. Größtes illegal erbautes Gebäude, ein Einkaufszentrum in Athen gehört Latsis. Verlagerung seiner Bank von der Schweiz nach Luxemburg, da kommt der Mr. Euro her, ein Juncker.
    Dann die Werft Hellenic Shipyards mit 230 Mio Euro zu Unrecht erworbenen Subventionen, nicht eintreibbar. Ist inzwischen zu 75 % im Eigentum der Abu Dhabi Mar (seit März 2010).
    Dann gibt es da noch Verbindungen von Latsis mit Schilys Bruder. Otto Schily war bis 2005 Innenminister, ein Grüner und Wahlanwalt von 2 RAF-Terroristen.
    Latsis hat über 40 Mrd. Euro - glaube ich - griechische Anleihen in seiner EFG Bank, an der die Deutsche Bank wiederum mit 10 % beteiligt sein soll.
    Niemand der tollen Kredithilfeverhandler sagt den Steuerzahlern, dass die Kredite im Falle des Ausfalls nachrangig gegen alle griech. Anleihen sind.

    Mir scheint, das große Kapital verbündete sich mit den "exkommunistischen" Kadern, die nach dem Vorbild der Mafia, Staaten unter ihre Kontrolle bringen. Europa gehört bereits dazu. Wir haben denen Tür und Tor geöffnet. Was tun?

  11. Zuagraster
    17. Mai 2011 16:49

    Wichtig ist, bei den künftigen großen Entscheidungen nicht nur auf die Humanisten, Diplomaten, Oberlehrer und Lobbyisten zu hören. Wirtschaftliche und realistische Standpunkte sollten wieder mehr berücksichtigt werden!

  12. Alfred E. Neumann
    17. Mai 2011 15:53

    OT: der Standard bemüht jetzt die Archive aus Zeiten vor mehr als 20 Jahren um Spindelegger ans Bein zu pinklen. Wer da wohl dahinter steckt?

    http://derstandard.at/1302745477982/Die-Munitionsaffaere-aus-dem-Archiv

    • Erich Bauer
      17. Mai 2011 16:13

      Köstlich. In heiliger Unschuld spricht der STANDARD von einem LAGER gegen das andere LAGER... Damti erhellt er, wahrscheinlich unbewußt, die Befindlichkeit dieser "Lagernation". Wann kommt es endlich zur Trennung... Ich könnt's kaum erwarten. Aber, dann kommt wieder ein Schifahrer oder eine Nandine daher... und das Ganze quält sich wieder eine Zeitlang fort...

    • Martin Bauer
      17. Mai 2011 20:21

      Erich

      Grins

  13. Patriot
    17. Mai 2011 15:00

    Vor allem kommt es aber dazu, daß auch die Griechen endlich einen kleinen Beitrag zur Sanierung leisten:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/662674/EU_Griechenland-muss-Familiensilber-verkaufen?_vl_backlink=/home/wirtschaft/609810/index.do&direct=609810
    EU: Griechenland muss Familiensilber verkaufen
    Eurozonen-Chef Juncker schließt eine "Umprofilierung" der Schulden nicht aus. 50 Milliarden aus dem Staatsbesitz sollen versilbert werden.


    Ohne Proteste aus der Bevölkerung in Mitteleuropa wäre das nie geschehen. Man muß sich wehren! Je länger man die Politiker dilettieren läßt, desto teurer wird es. Österreich hat gerade für 1.5 Milliarden Garantien für Portugal abgegeben.

    Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Kein Geld mehr für Griechenland, Portugal und andere Pleite-Staaten. Wer diesen Ländern Geld geliehen hat ist selber Schuld. Wenn die Griechen aus dem Euro-Raum ausscheren wollen, dann sollen sie. Es gibt nämlich auch Vorteile dabei.

  14. A.K.
    17. Mai 2011 12:46

    Wenn ich - mit Schrecken - vom finanziellen Zustand Griechenlands höre, kann ich nicht vermeiden, reflexartig über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Auf meinen naturwissenschaftlichen Hintergrund (Logik und Mathematik) und auch mit ein wenig Lebenserfahrung suche ich nach Lösungswegen, obwohl mir klar ist, daß mein Bemühen höchstens Denksportaufgabe, aber höchstwahrscheinlich ohne Realisierungschance bleibt. Nun zu einem solchen Lösungsweg als Ergebnis der Denksportaufgabe:
    Offenkundig ist es möglich, daß derzeit innerhalb der EU sowohl Euroländer als auch Länder mit historisch gewachsenen Zahlungsmitteln nebeneinander existieren. So hat z.B. GB seine Pfunde, CZ seine Kronen, etc. behalten, obwohl in D oder AT zum Euro übergangen wurde. Dies ist ein Schönheitsfehler, aber eben bisher unvermeidbar gewesen.
    In allen „Euro-Ländern“ gab es mehr oder weniger lange Übergangszeiten, wo traditionelle Zahlungsmittel gleichzeitig zum Euro akzeptiert wurden. So durfte z.B. in Österreich ab 1.1. 2002 sowohl Schilling als auch Euro im Verhältnis 13,7603 Schilling = 1 Euro einige Monate zur Zahlung verwendet werden.
    Es ist aber kein unveränderliches Naturgesetz, daß nur vom nationalen Zahlungsmittel zum Euro übergegangen werden kann. Grundsätzlich könnte nämlich der Vorgang auch umgekehrt erfolgen. Es müßte nur im(!) jeweiligen Land zum Euro parallel auch die (frühere) nationale Währung als gültiges Zahlungsmittel anerkannt werden. Dazu müßte festgelegt werden, daß alle Zahlungen an das Ausland in Euro-Scheinen erfolgen und die in das Ausland (nachweislich!) in Euro erfolgten Zahlungen erfaßt werden. Darunter wären primär fällige Staatsschuldenzahlungen, die an das Ausland gehen, wichtig. Das betroffene Land – z.B. Griechenland – dürfte dann zu deren offiziellen Gegenwert nationale Währung drucken und im Land als gültiges Zahlungsmittel gestatten. Während der gesamten Staatschuldenkrises des Landes sollte dieses „Verfahren der Parallelwährung“ laufen. Ich bin der Meinung, daß nach einigen Jahren die „nicht-Euro-fähigen“ Länder einen Zustand erreichen würden, als wären sie nie dem „Euro beigetreten“, ohne aber die „echten“ Euroländer durch ihre Schulden zu schädigen.

    • inside
      17. Mai 2011 12:54

      Das würde aber nur funktionieren, wenn diese Länder genug Euros aus Exporten oder Dienstleistungen (Tourismus) erwirtschaften um die Verbindlichkeiten zu tilgen, denn die sodann abgewertete Inlandswährung würde niemand nehmen, ausser zu einem Kurs, der das wahre Leistungsverhältnis zum Euro wiedergibt.

    • Erich Bauer
      17. Mai 2011 13:05

      Bei dieser Denksportaufgabe fehlt, daß die "Parallelwährung" ein "Kursverhältnis" eingehen muß... Sonst ergibt es nämlich keinen Sinn. Und dann sieht die Geschichte schon ganz anders aus... Gab es auch schon mal. In den ehemaligen Ostblockländern. Dort schaute der findige Bürger darauf, daß er von irgendwo konvertible Westwährung ergattern konnte (Dollar, DM, auch Schilling waren sehr beliebt).

      Aber, das Problem des europäischen "Wohlfahrtsstaates" ist ja nicht einmal der EURO. Die liebgewordene europäische "Wohlfahrt" ist nämlich schon längst nicht mehr durch die Wertschöpfung der Unternehmen finanzierbar. Die Differenz wird gewohnheitsmäßig mit der Neuverschuldung "ausgeglichen"...

    • A.K.
      17. Mai 2011 14:07

      @inside und Erich Bauer
      (Zitat) "Bei dieser Denksportaufgabe fehlt, daß die "Parallelwährung" ein "Kursverhältnis" eingehen muß... " .Ja, Sie haben recht! Dies beschreibt exakt die Wirklichkeit und Notwendigkeit die von den Schuldnerländeren - von deren Politiker und Schuldenmachern - zu berücksichtigen sind. Diese Notwenigkeit verschweigen alle EU-Granden, die Gelder derzeit in die Schuldnerländer schaufeln- nur um Zeit zu gewinnen.

    • Erich Bauer
      17. Mai 2011 15:15

      A.K.,
      "...Diese Notwenigkeit verschweigen alle EU-Granden..."

      Danach stünde nämlich das unmittelbar bevorstehende Ende dieser pervertierten Form des EU-Gedanken ins Haus. Nicht die "Illusion" würde verschwinden. Bürkraten und Beamte haben keine Illusionen. Sie haben nur diesen unseligen "Fortpflanzungstrieb", wie ein Krebsgeschwür. Es wird nicht leicht, denn sie krallen sich bis zuletzt an unseren Hosentaschen fest. Und danach... zurück an den Start... Irrtum, neuer Versuch...

  15. Pannonicus
    17. Mai 2011 12:32

    Dieses Gedicht entstand im September 2004, als aufflog, daß das griechische Budget-Defizit schon seit Jahren viel höher war als gemeldet:

    Wenn Griechen türken

    Getürkt - von Griechen obendrein -
    sind all die schönen Zahlen:
    Auf Griechisch quasi ging's hinein
    in diesen Volksbetrugsverein
    der Neoliberalen.

    Es war von allem Anfang schon
    das Defizit viel größer,
    denn Beitritt ist der Gauner Lohn -
    ein Jammer diese Union,
    wie wirkt sie bloß und blößer!

    Ja, vorher hat man nichts gemerkt?
    Hier zieht doch wer die Fäden,
    wenn Eurostat so lässig werkt
    und damit den Verdacht bestärkt:
    Nix sehen, hören, reden!

    Beim Mammon, nein, das stimme nicht,
    verwahren sich die Frommen.
    Kontrolle sei vielmehr so dicht,
    daß Sünder ihr Versehen schlicht
    von selber beichten kommen.

    Blabla, das ist doch ungereimt
    und nimmer zu ertragen!
    Ihr habt ja alle abgefeimt
    das "Auting" stilgerecht "getaimt" -
    um's "kuhl" auf Deutsch zu sagen:

    Olympiade grad vorbei,
    zugleich in vollem Gange
    die Paralympics und - juchhei! -
    die Türken-Spiegelfechterei -
    Europa in der Zange!

    So türken Griechen ungeniert,
    und vor den Türken kriechen
    die Kommissare wie kastriert -
    der üble Schacher läuft geschmiert
    und läßt die Wirtschaft siechen.

    Es wächst allein das Karzinom
    der monetären Blasen -
    mit Überschuldung als Symptom
    besorgt Pinocchio in Rom
    die nächsten Metastasen...

    Pannonicus

  16. Erich Bauer
    17. Mai 2011 11:47

    Sind die "ungekrönten" Häupter schon ausgesperrt? Das wäre schon auch ein bißchen schade. Sie tragen nämlich schon auch entscheidend zur Verbreitung des A.U. Blogs bei... Mit den Trollen sind wir hier sowieso immer recht gut fertig geworden. Schon seit den Anfängen... Ich hoffe sehr, daß die Absenz nur temporär ist. Bis Sicherheitsschleife und "Schlinge" gelegt ist...

    Ich glaube auch, daß "ef" nicht gut beraten ist weder Interaktion, noch Einsicht in die Kommentare zuzulassen. Nicht von ungefähr stellt sich "ef-Tögel" immer öfter als "fremde Feder" dem Ortner-Blog...

    Wie dem auch sei, ich möchte hier keineswegs unzulässige "Ratschläge" erteilen. Ich hoffe, daß man das nicht in dieser Weise mißversteht.

  17. thomas lahnsteirer
    17. Mai 2011 11:29

    Ich kann dieses Banken-Bashing hier im Forum nicht verstehen.....
    Natürlich gibt es in den Banken nicht nur Lichtgestalten, aber das ändert doch nichts an der Tatsache, dass wir alle am Tropf der Banken hängen und die Banken aus der vor allem von der Politik verursachten Misere auch herauskommen wollen.
    Narürlich sind sie an der dieser Misere nicht unschuldig, aber primär ist die Politik verantwortlich.
    Die Banken haben nicht Griechenland, Portugal und Belgien in den Euro geholt.

    Und Freunde, wenn unsere Banken Pleite gehen, dann trift es in allen Fällen uns, sei es, dass wir als Sparer unser Geld verlieren, sei es dass wir als Kreditnehmer bei sofortiger Fälligstellung des Kredits um Haus und Hof gebracht werden.....
    So simpel sehe ich das....Und ich muss sagen, dass ich sehr viel Vertrauen zu meiner Bank habe und sowohl als Schuldner als auch als Gläubiger der Bank immer fair und anständig berhandelt wurde......

    • thomas lahnsteirer
      17. Mai 2011 11:51

      und ich freue mich, wenn "meine" Bank ordentliche Gewinne macht und expandiert
      und halte die Bankenabgabe für kommunistischen Schwachsinn

    • PostScriptum
      17. Mai 2011 13:49

      "und ich freue mich, wenn "meine" Bank ordentliche Gewinne macht und expandiert"

      Sie freuen sich wohl auch darüber, dass der Räuber Ihrer Wertsachen gut investiert.
      Ist Ihnen nicht bewusst, dass "Ihre" Bank Ihr Geld mehrfach verliehen hat und es Ihnen im Falle eines bank run nicht zahlen kann?

      Sind Sie immer so wissend?

    • Erich Bauer
      17. Mai 2011 13:57

      PostScriptum,

      Governor Nowotny behauptet steif und fest, daß alle Staatskredite und Staatsbürgschaften durch die Spareinlagen "gedeckt" sind... Wahrscheinlich sieht er jeden Tag im Geldspeicher nach und überzeugt sich bei einem Geldbad... "Geld" hat immer irgendetwas mit "Glauben" zu tun.

    • PostScriptum
      17. Mai 2011 14:00

      Nowotny glänzt auch immer mit Aussagen wie:

      "Es besteht absolut keine Gefahr für Inflation" (vor ein paar Monaten) und

      "Der Euro wird bestehen bleiben"

      Der werte Herr Nowotny glaubt wohl auch ans Christkind, wenn es ihm Geld einbringen würde.

      Ein Witz, dass der Steuerzahler solch veritabel schlechtes Personal alimentiert.

    • Erich Bauer
      17. Mai 2011 14:27

      PostScriptum,

      Nowotnys Aussagen sind sofort mit der VERNEINUNG zu "übersetzen". Dann stimmt's.

    • woglinde
      17. Mai 2011 15:53

      Laura Rudas und PostScriptum= Geschwister im Geiste;
      beide eint die Bassena-Argumentation: die Banker san olle Verbrecher, ihr Herz ist ein finsteres Loch...

    • PostScriptum
      17. Mai 2011 16:41

      Faszinierend, was Sie alles herauslesen woglinde.
      Vielleicht führen Sie sich meinen ausführlichen Kommentar ad rem zu Gemüte und ersparen mir das Fremdschämen.

    • woglinde
      17. Mai 2011 16:53

      @ PS
      das einfältige und langatmige Gewäsch ad rem erspare ich mir.
      Fülipp resurectus est.

    • PostScriptum
      17. Mai 2011 20:38

      Ja weil Sie anders nicht können. Ihre Inkompetenz merkt man ja jetzt schon in jeder Zeile.

  18. Martin Bauer
    17. Mai 2011 11:16

    Wir werden uns an ein neues Vokabular gewöhnen müssen:

    - Umprofilierung (c) Juncker
    - sanfte Entschuldung (c)Juncker

    was immer da bedeutet. Mit Sicherheit nicht eine Lösung der Probleme.
    Aber erklären Sie das einmal einem Herrn J.C-Juncker. (a propos: ist das in Deutschland nicht einmal ein Schimpfwort gewesen?)

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/662674/EU_Griechenland-muss-Familiensilber-verkaufen?_vl_backlink=/home/wirtschaft/609810/index.do&direct=609810

    50 Mrd. Privatisierungserlöse erwartet sich der gute Herr. Der verbleibende Rest reicht aber allemal noch für einen 3-fachen Staatsbankerott.
    Nur mit einem Unterschied. Den Griechen gehört dann gar nichts mehr.

    Eigentlich bleibt nur eine Lösung:
    Für jedes mal EU-korrektes Handheben bei einer Abstimmung in Brüssel, 5 Mrd. Schuldennachlass für die Griechen.

    Die erste Abstimmung sehe ich schon vor mir: Zypern... :-(

    • Erich Bauer
      17. Mai 2011 12:17

      Deutungsversuch:

      - Umprofilierung
      (Dr. A. Worseg macht das)

      - sanfte Entschuldung
      (Sterbehilfe mit sanften Mitteln. "Vakaufts mei Gwaund i fohr in Himml")

    • Martin Bauer
      17. Mai 2011 12:45

      Erich

      Entschuldung ist nur falsch geschrieben. Es sollten noch ein "i" und "g" hinzukommen.
      Das war's dann mit dem griechischen Beitrag.

    • brechstange
      17. Mai 2011 13:02

      Sein Freund der Latsis wird halt was Reales kaufen wollen in Griechenland. Anleihen will er halt nicht mehr.

  19. Celian
    17. Mai 2011 10:55

    Eigene Staatsanleihen können Griechenland und Co nicht mehr auflegen, müssen sie auch nicht:

    Mit Euro-Bonds werden diese Staaten finanziert. Diese Länder werden in ein Protektorat von Brüssels und des IWFs Gnaden umgewandelt. Damit „besitzt“ faktisch die EU das Land. Am Gängelband Brüssels müssen diese Länder nicht nur die EU-Richtlinien punktgenau umsetzen sondern auch ihren Haushalt in Brüssel vorlegen. Wer nun glaubt, daß damit die Vernunft in Griechenland einkehren werde, hat sich schwer getäuscht. Ganz im Gegenteil. Denn auch in Brüssel sitzen nur Politiker, die nichts anderes wollen, als groß umzuverteilen, um sich auch in Zukunft an der Macht halten zu können. Eine Umverteilung von Oben nach Unten, vom Norden nach Süden.

    Griechenland wird eines der ersten Länder sein, in denen die EU endlich so fuhrwerken kann, wie sie das wünscht. Es wird das erste Land sein, in dem der reale Sozialismus westeuropäischer Prägung eingeführt wird. Es wird das erste volle Mitgliedsland der UdESR sein.

    • PostScriptum
      17. Mai 2011 13:52

      "Mit Euro-Bonds werden diese Staaten finanziert. "

      Meinen Sie das metaphorisch, oder wissen Sie mehr als alle?

    • Celian
      17. Mai 2011 14:44

      ich befürchte, daß das so kommen wird...

  20. Undine
    17. Mai 2011 10:48

    Da rauft man sich ja die Haare!

    "Verheugen: "Brauchen Türkei mehr als die Türkei uns"
    Vor 4 Tagen

    Der ehemalige EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen kritisiert die "Erweiterungsmüdigkeit" und "Führungsschwäche" der Union."

    Kann denn diesem verblendeten, von allen guten Geistern längst verlassenen EU-ERWEITERUNGSNARREN Günther VERHEUGEN niemand in seinem Wahn stoppen und das Maul verbieten!?! Hat er nicht schon mehr als genug Schaden angerichtet? Wie sehr muß er sein Vaterland D hassen, daß ihm jedes Mittel recht ist, es gründlich auszubluten und uns gleich mit dazu? Dieser Erweiterungswahn Verheugens und aller übrigen Ganoven, die da am ruinösen Werk sind, jagt die EU allerdings mit ebenso großem Tempo in den Abgrund. Verheugen und Co wird das nicht kratzen; er und Co haben ihre Schäfchen ja sicher im Trockenen.

    • brechstange
      17. Mai 2011 12:11

      Liebe Undine,

      Schauen Sie der Leitl hat dem abgehalfterten Verheugen gerade in Österreich eine Bühne geboten, sie veröffentlichten ein gemeinsames Buch. Österreich ist und bleibt scheinbar eine Provinz.

    • Helmut Oswald
      17. Mai 2011 12:20

      Liebe Undine,

      jedes Duodezfürstentum hielt sich einst einen Hofnarren. Verheugen ist der, den sich die EU hält ...

      Bitte nicht einmal ignorieren. Und der Dauerlächler Leitl (muß wohl irgendeine Diagnose haben, sonst würde er nicht dauernd zwanghaft dahergrinsen) - die passen doch zusammen wie ein Bund Hadern. Die beiden sind, was einst Staatspräsident Nowotny in der CSSR war: die sind's, die um 'brüderliche Hilfe' gerufen haben werden, nur rufen die halt nach den Türken und nicht die Russen.

    • contra
      17. Mai 2011 12:41

      Zum Glück hat Verheugen keinerlei Sagen mehr in der EU, sonst müßte man echt verzweifeln.

    • Undine
      17. Mai 2011 15:21

      @Helmut Oswald

      Der Dauergrinser schafft es sogar, mit geschlossenen Zähnen zu reden! :-)

      Jedenfalls ist es erstaunlich und bedenklich, was für Leute in der Politik von unten nach oben gespült werden und damit das Pouvoir erhalten, über Wohl und Wehe der Untertanen und---nicht minder schlimm!---über deren Steuergeld und bald auch deren Ersparnisse zu verfügen. Zur Hölle mit all den Leitls und Verheugens und ihrer schandbaren Politik!

  21. brechstange
    17. Mai 2011 10:40

    Die EU und der EURO sind noch lebende Sterbende, die am Leben mit aller Gewalt festhalten, obwohl der Schmerz des Sterbens immer unerträglicher wird. Die Herz-Lungen-Maschine, die künstliche Ernährung all das verlängert und vergrößert unseren Schmerz, doch die Ärzte und Angehörigen wollen es nicht wahrhaben, wird doch das Versagen klar und offensichtlich, ist doch ihr Job gefährdet.

    Meine Ansicht:
    Wir sollten nicht festhalten an Dingen, die scheitern, sondern im Scheitern das Positive erkennen, das Neues entstehen kann, wir müssen uns neu orientieren und neu aufstellen. Daher müssen wir uns fragen, wie soll unsere Welt, unser Land oder Europa danach aussehen, was ist gewollt. Was lässt uns Einfluss nehmen auf die Gestaltung dieser neuen Welt? Wir müssen uns diese Fragen ernsthaft stellen und diese Richtung einschlagen, aufzeigen und einfordern.

    Wenn wir weiter blindlings festhalten an Gewohntem, werden am Ende die Populisten versus "kriminelle Kapitalisten" kämpfen und uns die Bevölkerung für ihren Kampf einspannen. Das hatten wir doch schon, daraus sollten wir gelernt haben.

    Also lasst uns Tun, lasst uns einen Weg finden, den man nicht ausschlagen kann.

    • Wertkonservativer
      17. Mai 2011 17:44

      Bei allem ethischen Furor, liebe Brechstange, sollten wir jedoch nicht vergessen, dass bei weitem nicht alle Europäer der hier mehrheitlich vertretenen Anti-EU-Meinung sind.

      Vor allem die jungen Leute in Europa (ich komme schon berufsbedingt mit vielen jungendlichen, tüchtigen und intelligenten Menschen unter 30/35 speziell in Italien, Deutschland und Frankreich zusammen) sehen im zusammenwachsenden Europa eine große Chance und eine Zukunftsvision für ihr weiteres Leben!

      Sehen Sie doch - bitte - nicht nur die partiell nachteiligen Entwicklungen, sondern auch die unbestreitbaren Vorteile für unseren Kontinent und das Zusammenleben der europäischen Völker!
      In der nun bereits extrem globalisierten Welt hätten wir europäischen Staaten - speziell wir Kleinstaatler - ohne EU-Zusammenhalt absolut keine Chancen gegenüber den neuen Weltmächten speziell im ostasiatischen Raum.
      Wir würden eingehen wie Germknödel bei Zugluft im Kochtopf!
      Definitiv, so wahr ich Wertkonservativer heiße!

      Nichts für ungut, und schönen Abend, liebe Brechstange!

    • socrates
      17. Mai 2011 20:25

      brechstange
      Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende!

    • brechstange
      17. Mai 2011 22:41

      @wertkonservativer

      Das spricht nicht für gute Kenntnisse der jungen Menschen in Italien, Deutschland und sonstwo über wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge.

      Wie sagte gerade Herr Barring im Bayrischen Rundfunk, die Menschen lernen nie aus der Geschichte. Und wie diese jungen Menschen denken werden, wenn sie große Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, dann werden wir weitersehen.

      Das die EU ein Bundesstaat und eine Transferunion werden muss, um weltweit bestehen zu müssen, das müssen Sie mir mal erklären. Eine Transferunion schwächt die stärkeren Partner und stärkt keinesfalls die schwächeren. Dazu gibt es genug Beispiele, aber wenn man diese nicht sehen möchte.

  22. Richard Mer
    17. Mai 2011 09:59

    Der beste Artikel zum Thema in letzter Zeit kam von Jeffrey Frankel, einem der angesehensten Handelsökonomen der Welt. Er zeigt -- wie ich meine unwiderleglich -- die drei Versäumnisse der EZB auf, und wie unangenehm die Situation tatsächlich ist.

    http://voxeu.org/index.php?q=node/6517

    • PostScriptum
      17. Mai 2011 13:54

      Wieso empfinden hier alle die Situation so als unangenehm? Sicher, wir werden bluten müssen, aber wenigstens ist diese Missgeburt namens EU dann engültig untergegangen.

  23. terbuan
    17. Mai 2011 09:57

    Jan Fleischhauer, ganz aktuell:
    "Rechts zu sein, ist in Deutschland keine politische Ortsbeschreibung, sondern ein Verbannungsurteil. Um als Rechter zu gelten, reicht es schon, dass man Zweifel an den Milliardentransfers in den EU-Süden hat. Dann ist man Europa-Skeptiker - und damit ganz nahe am Verfassungsfeind."

    mehr im "Schwarzen Kanal":
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,762703,00.html

  24. Martin Bauer
    17. Mai 2011 09:04

    Heute in der PRESSE schreibt ein gewisser Mag.Martin Engelberg (GF der Wr.Psychoanalytischen Akademie, GF Vienna Consulting Group, Herausgeber des jüdischen Magazins NU) unter der Überschrift:

    RAUNZEN UNBD SPOTTEN - DENNOCH: ES LEBT SICH WUNDERBAR IN ÖSTERREICH

    Ich zitiere nur den letzten Absatz, da leider kein Link verfügbar:

    "Zusammengefasst: Es lebt sich wunderbar in Österreich. Die meisten haben ihren Platz im "System Österreich" gefunden. Wie wir uns das leisten können, darüber rätseln Volkswirtschaftler. Aber Tatsache ist: So funktioniert Österreich. Bisher jedenfalls"

    Vielleicht kann man dem Herrn helfen und jemand stellt hier den Link zum Schuldenstand Österreichs ins Forum...

    • PostScriptum
    • Martin Bauer
      17. Mai 2011 09:44

      postscriptum

      die Firma dankt.
      Herr Engelberg weniger .... wahrscheinlich.

    • Johann Scheiber
      17. Mai 2011 12:03

      In der Leopoldstadt läßt sichs tatsächlich gut leben. Viel Polizei auf der Strasse und wenig importierte Unterschicht. Warum wohl?

    • Undine
      17. Mai 2011 13:16

      @Martin Bauer

      Wer ist Herr Engelmann, und muß man ihn kennen?

    • Martin Bauer
      17. Mai 2011 13:59

      Undine

      Nein, muss man nicht. Aber die PRESSE scheint ihn zu mögen.
      Das können Sie jetzt interpretieren wie Sie wollen. :-)

  25. Helmut Oswald
    17. Mai 2011 08:51

    Die Geldwirtschaft beherrscht die Lebenswirklichkeit mehr, als die Politik. Gemessen an Oswald Spenglers Kulturphilosophie sind wir im letzten Stadium der abendländischen Kultur angekommen - zur bloßen Zivilisation erstarrt haben wir alle Entwicklungsstufen durchschritten und landen in der Endzeit jeder Epoche - der Herrschaft des Geldes. Und wenn wir nun dem vermeintlich Schicksalhaften einfach unseren Willen entgegensetzten ?
    Wie werden wir dann genannt werden, wenn uns die routinierte Verkündigungsmacht des Manichäismus, die Torwächter der bestehenden ungerechten Ordnung entgegentreten ? Genau ...
    Das absurdeste ist ja, daß die Herrscher über das Kapital, das rücksichtsloser denn je den Weltenlauf dirigiert vermehrt und vorzugsweise aus Vertretern jener verlogenen politischen Klasse gestellt werden, die vorgeblich einer Lehre entwachsen sind, die sich gegen soziale Ungerechtigkeit wendet. In Wahrheit aber nur Macht arrogiert.
    Freier Markt - selbstverständlich. Dazu zählt aber Finanzmarktordnung und Verantwortungsübernahme für gemachte oder fahrlässig entstandene Krisen und deren Folgen ebenso, wie StVO und strafrechtliche Verantwortung für Schäden im Strassenverkehr. Rowdys und technisch unzuverlässige Vehikel aus dem Verkehr ziehen - Griechen ab in die Werkstatt und verkehrstüchtig machen, aber nicht auf Kosten der anderen. Bänker die eine Wirtschaftskrise verursachen vor den Haftrichter, Regierungen die dies unterstützen mit völkerrechtlichen Sanktionen bis hin zur Retorsion und Repressalie auf Kurs bringen. Und wenn es sein muß - nach Rechtskraft und Vollstreckungsbeschluß Exekution gegen Fahrnisse und Liegenschaften führen! Das geschieht heute mit jedem Kaufmann und jedem Privatmann so, und alle Heuchelmenschen finden das in Ordnung, egal ob er verschuldet oder unverschuldet zahlungsunfähig wird.
    Also, dann tragt Euch alle mal der Reihe nach alle schön ein für eure griechische Insel. Demnächst wird gepfändet ! Ich persönlich mag Santorin. Rhodos ist angeblich noch zu haben ...

    • inside
      17. Mai 2011 08:53

      Ich persönlich würde gerne über das "friedliche Samos sehen" ...

    • Helmut Oswald
      17. Mai 2011 09:19

      @ inside

      wir könnten Udo Jürgens in das Ediktalverfahren hineinnehmen, der singt dann was vom griechischen Wein und der Publizitätscharakter wird damit gläubigerfreundlich verstärkt ...

    • Undine
      17. Mai 2011 09:31

      @Helmut Oswald

      Als im Vorjahr die desaströsen Zustände in Griechenland ruchbar wurden und bekannt wurde, daß WIR, die Nettozahler, auserkoren sind, den griechischen Lebensstil mit vielen Milliarden zu finanzieren, schlug ich vor, die Inselwelt Griechenlands so lange als Pfand zu nehmen, bis die Schulden zurückbezahlt wären. Wenn es nach meinem Geschmack ginge, wären das auf jeden Fall Kreta und Rhodos und dann noch eine Handvoll kleinerer Inselchen. :-)

    • Brigitte Imb
      17. Mai 2011 10:18

      Ihr seid bereits alle zu spät dran, wir haben vorgestern Korfu in Besitz genommen und machen uns in den nächsten Tagen über Mykonos und Santorini her.....

      LG aus dem sonnigen Griechenland,
      Brigitte

    • Helmut Oswald
      17. Mai 2011 12:21

      @ Imb

      bei Santorin müssn's aber zuerst mich um Erlaubnis fragen ...

    • Undine
      17. Mai 2011 13:22

      @Brigitte Imb
      Ihnen sei's von Herzen vergönnt! Wenn ich dorthin einmal eingeladen werde, sind im Gegenzug Sie samt Familie meine Gäste auf Kreta oder Rhodos, bzw Itaka. Da suchen wir dann gemeinsam nach einer ev. verloren gegangenen Spindel der treuen Penelope!

    • Brigitte Imb
      17. Mai 2011 16:50

      Mykonos reicht mir und meinem Mann ohnehin, aber vielleicht sehen wir auf dem Weg nach Piräus nochein paar schöne Inseln, als Erstz für Oswalds Santorini.

      Tschüß, wir laufen aus...

  26. HJR
    17. Mai 2011 08:46

    Leider kann ich beim besten Willen aus AUs Text - entgegen der Ankündigung im Titel - keinerlei Anzeichen bzw. Vorboten für eine "Rückkehr zur Vernunft" erkennen. Der dzt. von Politik und Finanzwirtschaft (soferne diese noch als getrennte Einheiten gedacht werden dürfen) eingeschlagene Kurs ist nichts anderes, als das geradezu verzweifelte Weiterwursteln und -basteln an einem Potemkinschen Dorf, das inzwischen die Dimensionen von London oder New York angenommen haben dürfte und in dem die falschen Fassaden nur die Eingänge zu den diversen Bühnen eines absurden Theaters verbergen, dessen Aufführungen vor einem durch Lautsprecher ersetzten Publikum stattfinden, dessen Applaus und Ovationen computergesteuert aus Text-, Geräusch- und Musikkonserven generiert wird.

    Die Verstrickung des wirtschaftlichen und politischen Geschicks in die virtuelle Welt der Globalisierung sprengt längst alles, was Orwells unter diesen Gesichtspunkten geradezu kindisch anmutende Phantasie in "1984" vorausahnen konnte. Eine wie immer geartete Umkehr scheint mir mit den inneren Kräften des Systems (der EU, der USA bzw. der westlichen, demokratischen Welt) nicht mehr möglich, die EU steuert auf einen Crash à la Sowjetunion zu und wie dort ist offenbar nicht einmal bei einzelnen (maßgebenden) Leuten ein Funke von Einsicht in die Lage erkennbar; wo doch, handelt es sich um "Visionen" und der Betreffende muß zum Arzt. Und die "Gremien" der EU und des IWF sitzen wie einst unser Adolf in ihrem Bunker und dirigieren die längst nicht mehr vorhandenen, papierenen Streitkräfte als taktische Symbole auf den weißen Landkarten einer von ihnen nicht mehr verstandenen Welt herum. Der 30.April 1944 kann nicht mehr weit sein. Und - das fürchte ich - wie damals werden die Überwinder des Systems aus dem "bolschewistischen" Lager gekommen sein.

    Einen letzten Hoffnungsschimmer - wie ihn unser werter Wertkonservativer mit seinen unentwegten Appellen an das "rechte Maß" und den recht verstandenen "Anstand" verkündet - können wir uns ruhig auch abschminken. Wie schon Heimito von Doderer formulierte:

    Angesichts des Zustandes, in den die Ingenieursgesichter und die Betriebswirte diese Welt versetzt haben, halte ich jeden Menschen für vollends berechtigt, zum schwersten Alkoholiker zu werden.

    • HJR
      17. Mai 2011 09:02

      oder ("Ein Mensch ..." von Eugen Roth)
      Ein Mensch, der sich ein Schnitzel briet,
      Bemerkte, dass ihm das missriet.
      Jedoch, da er es selbst gebraten,
      Tut er, als wär es ihm geraten,
      Und, um sich nicht zu strafen Lügen,
      Isst ers mit herzlichem Vergnügen.

    • Undine
      17. Mai 2011 17:35

      @HJR

      Danke für den vergnüglichen Eugen Roth! Wenn die verantwortlichen G'fraster, diese unfähigen Hobbyköche, ihr mißratenes Schnitzel selber verzehren, sei's drum. Aber sie servieren es UNS, während sie sich selber vom Chauffeur in ein Nobelrestaurant bringen lassen---auf UNSERE KOSTEN natürlich!

  27. Josef Maierhofer
    17. Mai 2011 08:41

    Die Gesetzlosen.

    Getrieben von der 'Gesetzesbiegermaschinerie' von 'Linksgrün' sind wir bei der europäischen Anarchie und dem Lobbytum angelangt und werden noch viele solche 'linksgrüne' 'Glühbirnenerlebnisse' haben in einer solchen EU.

    Daß da die 'Siestastaaten' (und solche, die dazugehören wollen) besonders findig sind beim Betrug der Gemeinschaft, ist schon aus Mentalitätsgründen nicht sehr verwunderlich.

    Verwunderlich ist aber die Lethargie der Zahler, die nach Brüssel fahren und wieder ein paar hundert Milliarden beschließen. Zum Beispiel Österreich zahlt pro Jahr etwa 860 000 000 Euro EU-Mitgliedsgebühr plus ein paar hundert Millionen für dverse 'Vereine' in der EU. Allein pro Beratungstag in Brüssel zu den 'PIIGS' Themen aber beschließt dieses Österreich 1 500 000 000 Euro Staatshaftung, die bereits schlagend ist, weil man diesen 'Siesta-Staaten' den beabsichtigten Betrug an der Gemeinschaft schon aus den Augen und vom Mund ablesen kann.

    Entlasst doch schleunigst alle EU Staaten, die die Euro-Stabilitätskriterien verletzen, sofort aus dem Euro in die Eigenverantwortlichkeit, wie es den EU Gesetzen entspricht !

  28. Celian
    17. Mai 2011 08:23

    Die heutige Situation ist für die Geberländer hinsichtlicht ihrer Staatsanleihen gar nicht mal so schlecht: Je schlechter Griechenland und Co da stehen, desto mehr flüchten Anleger in den sicheren Hafen der deutschen, finnischen und holländischen Staatsanleihen. Die Schuldenkrise senkt die deutschel Anleihenrendite.

    http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A808EF01024D15375/Doc~EA019AF22212D4366B1116EC6E41E8290~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Daß Österreich hiervon ausgenommen ist, sei nur am Rande erwähnt. Das liegt wohl am leicht zu ramponierenden Image: wie Krugman uns vorgezeigt hat, muß man nur ein paar falsche Berechnungen veröffentlichen und schon ist der gute Ruf Österreichs dahin und die Österreicher dürfen schon mehr Zinsen zahlen.

    Aber abgesehen davon: Wenn man Griechenland und Co fallen ließe, steht zu befürchten, daß alle Staaten höhere Zinsen für ihre Anleihen zahlen müßten. Das will und kann sich niemand leisten, Österreich zahlt heute schon 7,9 Mrd Euro an Zinsen pro Jahr. Da geht nicht mehr.

    Da kein Land ein Nulldefizit zusammenbringt, kann man auch sagen, daß es nicht mehr gelingen wird, die Staatschulden zu reduzieren. Der letzte Versuch unter Schüssel wurde von der vereinigten Linken mit so lautem Getöse zu Fall gebracht, daß ihn keine Regierung noch Mal wagen wird.

    Dieses Pulverfaß muß daher früher oder später explodieren.

    • HJR
      17. Mai 2011 08:53

      [... Dieses Pulverfaß muß daher früher oder später explodieren ...]
      Alles andere wäre ein Wunder!

  29. cicero
    17. Mai 2011 08:20

    Die Mint - Generation meint:
    Die Banken holen sich Geld von der EZB um 0,5% und investieren sie in z.B. portugiesische Staatsanleihen (Private können das nicht, die sind 5x überzeichnet) um ca 9%.Diese werden nicht zurückgezahlt. Die Banken wollen das Geld nie zurück, sie brauchen abhängige Schuldner und hohe Aussenstände, die ihrem Kapital zugerechnet werden. Wenn die Schulden exponentiell steigen, werden die Banken reich und zahlen ihren Vorständen tolle Prämien. Maßstab: bei 8,5% vedoppelt sich das Kapital in 8,5 Jahren. Schon jetzt gehört den Banken und ihren Besitzern fast die ganze Welt.

    • Undine
      17. Mai 2011 18:30

      @cicero

      "Schon jetzt gehört den Banken und ihren Besitzern fast die ganze Welt."

      Und wer das Geld hat, hat die Macht.

      Ich bin überzeugt, daß noch nie SO VIEL GELD -----und somit SO VIEL MACHT --- in der Hand von SO WENIGEN LEUTEN war! Das ist ein beklemmender Gedanke.

  30. thomas lahnsteirer
    17. Mai 2011 08:11

    Überall werden jetzt Nachrufe auf Strauss-Kahn formuliert, wie toll er war und was er alles geleistet hat . Er war nämlich ein Freund Griechenlands und ist angeblich hauptverantwortlich für den Transfer von IWF-Geldern nach Griechenland.
    Dann ist DSK noch zum Antikapitalisten geworden und hat aus dem IWF gar ein soziales Instrument machen wollen, weiß der ORF zu berichten...
    Und das Lügenblatt Le Monde, bestens bekannt durch gemeine Kampagnen gegen Schwarz-Blau in Österreich, bastelt schon an Verschwörungstheorien gegen den vermeintlichen Menschenfreund DSK.
    Kalte Schauer laufen einem da über den Rücken und eigentlich muss man froh sein, dass DSK aus dem Verkehr gezogen wurde, bevor der vermeintliche Freund Griechenlands noch mehr Unfug anstellen konnte, sprich noch mehr Geld den Griechen nachgeworfen hat.......

    • simplicissimus
      17. Mai 2011 08:32

      ich glaube sonst nicht an verschwörungstheorien, aber in diesem fall halte ich alles für möglich: von einer bsoffenen gschicht bis zur geplanten intrige.
      aber was solls. lehnen wir uns zurück.

    • Cotopaxi
      17. Mai 2011 11:58

      Die linke Presse-Meute ist schon dabei, das Opfer des angeblichen sexuellen Übergriffs des greisen Angehörigen des europäischen Geld- und Geistesadels als Schlampe hinzustellen, indem sie nicht unerwähnt lässt, dass sie eine Schwarze und Mutter einer Halbwüchsigen ist.

      Soll heißen: ungeordnete Verhältnisse, allein erziehend, kein Kindesvater, usw.

    • Susa
      17. Mai 2011 18:44

      Daniel Cohn-Bendit, Michel Friedman, Polanski, Dominique Strauss-Kahn, alle diese Vielgefeierten und Hochgejubelten stolpern in ihrer maßlosen Eitelkeit und Selbstüberschätzung über ihre lächerlichen Schwächen.

    • socrates
      17. Mai 2011 20:33

      Liberation, eine meiner Liebligszeitungen (gehört Rothschild) schießt Sperrfeuer pro DSK. Sie druckte sogar bezahlte Nachrichten, die DSK verherrlichten. Die Aussage: Er ist ein ungewöhnlich hoch begabter Mensch, sagt nicht, wofür er seine Begabung verwendet. Für uns sicher nicht, für sich und Seinesgleichen schon.

    • Karl Knaller
      17. Mai 2011 22:13

      @th.lahnsteiner
      "...daß DSK aus dem Verkehr gezogen wurde..." => ob beabsichtigt oder nicht, die Formulierung paßt!
      @socrates
      Was denn soll ein Rothschild-Blattl über den Strauss-Kohn schreiben?

  31. GOP
    17. Mai 2011 08:05

    Bei den regelmässig stattfindenden EU-Sitzungen haben die kleinen Staaten wie Österreich absolut nichts zu sagen. Die grossen Länder (z.B. Deutschland und Frankreich) bestimmen da und wir dürfen zwar kleine Einwände vorbringen aber müssen schliesslich doch dem Diktat zustimmen. Die Grossbanken der grossen EU-Länder sind in den Problemregionen Griechenland, Portugal usw. mit sehr viel Geld engagiert, daher sucht man weitere Wege, zum diese Gelder zu retten. Daher werden nun auch Finanzierungen aus den kleinen Ländern benötigt. Alles geschieht natürlich unter dem Titel der Solidarität zur EU und besonders zur Werterhaltung der Gemeinschaftswährung. Ich kann viele Länder Europas verstehen, welche den Euro noch nicht haben, diesen auch gar nicht mehr wollen.

  32. Markus Theiner
    17. Mai 2011 07:58

    Vor Jahren habe ich eine recht interessante Geschichte in einem lustigen Taschenbuch gelesen.

    Die Stadt Entenhausen hat sich auf Anraten eines gewissen Donald Duck bis über beide Ohren verschuldet indem es Anleihen ausgegeben hat (was zu einem Zinskampf mit den Banken geführt hat, die ihre Kunden verloren haben). Die Schulden wurden zurückgezahlt indem neue Schulden aufgenommen wurden.

    Irgendwann hat dann der Spekulant Dagobert Duck das System gesprengt, indem er im richtigen (bzw. falschen) Zeitpunkt aufgehört hat neue Anleihen zu kaufen, aber auf die Einlösung der alten bestand. Die Stadt war zahlungsunfähig.

    Die Sanierung erfolgte dann - ebenfalls auf Anraten der kapitalistischsten Ente der Welt - auf folgende Art: Sämtliche Anleihen wurden durch Privatisierung von Gemeindeeigentum beglichen. Die Bürger bekamen das Eigentum an Straßenlaternen, Parkbanken, Schnellstraßen usw.
    Was war die Folge? Die Bürger haben sich auf einmal ganz rührend um die öffentlichen Güter gekümmert (was schon allein der Nachbarschaftsstreit um die schönste Straßenlaterne bewirken kann...), sind rigoros gegen Vandalen usw. vorgegangen und eine Ente hat sogar durch ein Mautsystem eine Schnellstraße vom Faß ohne Boden in ein selbsterhaltendes Unternehmen umgewandelt.
    Die öffentlichen Einrichtungen haben unter privaten Eigentümern gut funktioniert, die Lebensqualität ist gestiegen, die Steuereinnahmen sprudelten, die schwer traumatisierte Stadt wurde sparsam und konnte nach einer Weile anfangen die privatisierten Teile des öffentlichen Raums zurück zu kaufen.

    Kindergerechtes Happy End.

    Die Reaktion jedes Kindes auf diese natürlich stark überzeichnete Geschichte: Wie kann man überhaupt auf eine so dumme Idee kommen Schulden dauernd mit noch mehr Schulden zurück zahlen zu wollen? Hätte mir damals jemand erklärt, dass unsere Politiker wirklich nach der Donald-Duck-Doktrin arbeiten, ich hätte es kaum geglaubt.
    Obwohl das ganze eine Geschichte für Kinder ist und dementsprechend mit dem Thema umgeht: Die dagobertsche Lösung hat durchaus ihren Reiz.

    Vielleicht sollte man im politischen Kurs weniger auf Hayek, Mieses & Co verweisen und mehr auf Dagobert Duck. Das Lustige Taschenbuch wird ja wohl hoffentlich den geistigen Horizont unserer StaatsmännerInnen nicht sprengen, oder?

    • simplicissimus
      17. Mai 2011 08:30

      herr theiner: es wird. erwarten sie sich bitte ja nichts.

    • brechstange
      17. Mai 2011 10:19

      Eine schöne Geschichte, anschaulich einfach präsentiert.

      Doch was passiert?
      Ich denke, dass unsere Politiker einschl. ihrer Helfershelfer genau wissen, wie sie ihrer Entmachtung aus dem Weg gehen, nämlich durch mehr Zentralismus und weniger Föderalismus und Subsidiarität. Wir sollten da extremst wachsam sein, denn alle Handlungen des politischen Personals mit ihren Helfershelfern aus Bank und Wirtschaft weisen in diese Richtung.

      Sie sind sicher in Richtung Machterhalt keineswegs blöd und feig, um es mit Treichl zu sagen.

  33. socrates
    17. Mai 2011 07:52

    Wir werden von den Bankern für dumm verkauft. Als Maßstab lehrte ich, daß sich ein Kapital bei einem Zinssatz von 8,5% in 8,5 Jahren verdoppelt (ca). Bei 14,5%, wie sie von unseren Dummmedien für Griechenland angegeben wurden, verdoppelt sich das Kapital in 5 Jahren. Bei 25%, wie ebenfalls von den Dummköpfen angegeben, genügen schon 3 Jahre. Wer, der nicht bei Schmied gelernt hat, glaubt, daß sich die griechische Wirtschaft so erholt, daß sie in 3 oder 5 Jahren das doppelte zurückzahlen kann? Die "Anleger" werden also bewußt getäuscht um Zeit zu gewinnen, damit einige ihre schäfchen ins trockene bringen. Deshalb braucht man auch dumme Schulen, die dumme Schüler produzieren, die man für dumm verkaufen kann.
    Dasselbe gilt für Island, Irland, Portugal und Spanien. Das System ist kaputt, aber man kann im trüben Wasser des Unterganges noch viel verdienen und es in Realwerte anlegen. Beim Wiederaufbau kann man dann nochmals reich werden, wie die Geschichte nach den Weltkriegen zeigt. Aber das darf nicht unterrichtet werden, da sei Schmied davor. Die finanziellen Todeskandidaten werden künstlich am Leben gehalten, die Macht ist für Alle süß und die Verantwortlichen sanieren sich mit Immobilien und Monopolrechten in Hoffnungsländern.
    Moralaposteln wie DSK sind gefragt und sollen höchste Ämter erklimmen um uns, mit Medienterror, ruhig zu stellen. Für den Rest sorgt die Nazikeule. Die Kirche schweigt.

    • brechstange
      17. Mai 2011 10:21

      Sie schweigt nicht immer die Kirche, deswegen wird sie ja medial vernichtet.

    • socrates
      17. Mai 2011 10:31

      Brechstange
      Zurück auf die Kanzel und Küberl in den Kübel!

    • brechstange
      17. Mai 2011 11:11

      Nimmt den Küberl noch jemand ernst. Ich denke, immer weniger.

  34. Observer
    17. Mai 2011 07:47

    AU: Wir lernen: Vieles ist relativ, aber Schulden sind absolut schlecht.

    Schulden sind DANN schlecht, wenn man diese Gelder für laufende Ausgaben verwendet und sich dabei nicht um die spätere Rückzahlung Gedanken macht. Z.B.: Sozialhilfen, Frühpensionen, Gesundheitssystem, Bürokratie usw. - so etwas muss aus den laufenden Einnahmen - wenn überhaupt vorhanden - finanziert werden.

    Schulden sind aber NICHT schlecht für Projekte, welche nachhaltig sind und z.B. auch noch die späteren Generationen von diesen Investitionen profitieren und daher die Schuldtilgungen und Zinsen gerne übernehmen. Also für Firmengründungen, Forschungen, Bildungseinrichtungen, Energiespareinrichtungen, Bahntunnels, Kraftwerke (auch Windkraftanlagen) usw.

    • brechstange
      17. Mai 2011 10:23

      Schulden sind NICHT schlecht, wird uns von den Bankern, die damit ausgezeichnet verdienen, immer eingeredet. Die Politik hat es gefördert, war es damit doch einfacher die Menschen zu ködern mit Schulden. Wir müssen zu neuen Ufern aufbrechen, am besten ohne die jetzt Handelnden.

  35. Wertkonservativer
    17. Mai 2011 06:51

    Als EU-Befürworter gestehe ich ganz offen:

    mit ihrer Meinung, die wichtigsten EU-Entscheidungsträger seien lasche "Beschwichtigungshofräte" (wie wir in Österreich zu sagen pflegen), haben die vielen EU-Skeptiker absolut recht!

    Von derart vielen Einzelstaaten mit ihren divergierenden Politik-, Wirtschafts- und Finanzsystemen einheitliche Entscheidungskriterien in wichtigen Fragen zu erwarten, wäre jedoch extrem naiv.
    Da gilt wohl - abgewandelt - das auch auf unsere Koalition zutreffende Dichterwort:

    "Mit halber Kraft zu halben Taten"!

    • brechstange
      17. Mai 2011 10:28

      Daraus folgt, dass die EU als Irrweg der Geschichte eingehen wird oder als neue EUdSSR, die dann halt später scheitert.

      Je mehr Positiv-Argumente, je mehr EU-Public-Relations-Institute aufgemacht werden müssen, umso mehr ist das ein Zeichen, dass die EU keine Selbstläufer ist und auch nie sein wird. Doch nur Selbstläufer sind nachhaltig erfolgreich. Weit und breit sehe ich davon nichts. Ein schwerfälliger Apparat mit abgehobenen Bürokraten die uns realiter in die Knechtschaft führen. Vielleicht weit hergeholt, doch Strauß-Kahn ist ein Beispiel der Moral, die in "Eliten" herrscht.

  36. PostScriptum
    17. Mai 2011 02:07

    Verweise auf meinen Kommentar im anderen Thread von heute.

    Hier möchte ich nur hinzufügen, dass es recht naiv ist, zu glauben, dass die Staaten sparen werden. Man schaue sich Griechenland an.

    Helfen wird nur ein Totalcrash und ein absoluter Neuanfang. Ansonsten werden wir einen "haircut" erleben und dann business as usual.

    Gut, dass die "haircuts" sowieso einen Crash herbeiführen (wie ich im anderen Kommentar ausführe).

  37. libertus
    17. Mai 2011 01:43

    Was hilft in letzter Konsequenz eine Umschuldung Griechenlands, wenn anschließend garantiert auch die nächsten Staaten der PIIGS danach rufen?
    Warum soll dann z. B. Portugal noch irgendwelche Anstrengungen bzw. Einschnitte in Kauf nehmen, wenn sie mit einem Schuldenerlaß wesentlich eleganter dran sind und wo ist dann der Anreiz für Einsparungen und entsprechende Budgetmaßnahmen für Spanien, Italien, Belgien usw.?

    So gesehen würde eine Umschuldung des ersten EU-Landes einen Dominoeffekt auslösen, sodaß nicht zuletzt auch die Kreditwürdigkeit fast aller europäischer Staaten darunter zu leiden hätte und die Idee von Euro-Bonds sogleich zu Grabe getragen werden kann.

    Nachdem die Wurzel dieses Übels schon bei der Euro-Einführung gelegt wurde, gibt es keinen einfachen Ausweg und es bleiben meines Erachtens nur zwei Lösungen: Entweder die gesamte Union muß diesen desaströsen "(Finanz-)Becher bis zur bitteren Neige gemeinsam austrinken" oder man löst die Währungsunion wieder auf.

    Jeder andere Konsequenz zöge noch schlimmere Auswirkungen für ganz Europa nach sich. Angesichts dieser Fakten sind die verworrenen Meldungen sowie das über weite Strecken uneinheitliche Agieren der Verantwortlichen wohl erklärbar, jedoch nicht entschuldbar!





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