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Kein Grund zur Solidarität mit Griechenland

Eine Frage taucht seit dem Vorjahr immer wieder auf: Wie gehen Staaten eigentlich bankrott? Dafür gibt es keine Insolvenzgesetze, sondern nur Erfahrungen, Usancen – und jede Menge Politik. Es ist rechtlich völlig offen, ob man mit einem überschuldeten Land sanft oder brutal umspringt.

Lediglich eines scheint – freilich gar nicht so lange – vorbei: Die Zeit, da man nicht bezahlte Schulden eines Staates mit Waffengewalt eintreibt. „Bis zur Drago-Porter Konvention 1907 war der Einsatz von Waffengewalt zur Eintreibung von Schulden völkerrechtlich durchaus legitim. Mit dieser Konvention wurde Waffengewalt höchstens noch als Ultima ratio anerkannt, falls sich der Schuldnerstaat weigerte, eine Schiedsverfahren als friedliches Mittel zur Streitbeilegung durchzuführen.“ So beantwortete zumindest der österreichische Völkerrechtsexperte Michael Waibel diese Frage.

Offen bleibt, wie ein geprellter Gläubiger heute Exekution gegen einen fremden Staat führen kann – etwa auf Schiffe und Flugzeuge oder gar durch Taschenpfändung eines anreisenden Ministers. Das alles wird jedoch nicht viel bringen.

Die wirtschaftlichen Druckmittel sind die wirksameren. Ein bankrotter Staat ist gut beraten, sich mit den Gläubigern zusammenzusetzen und über seine Konkursquote zu verhandeln. Tut er das nicht, dann wird er sich auf viele Jahre nirgendwo mehr ins wirtschaftliche Geschehen einschalten können. Dann werden selbst normale Handelswaren nur noch gegen Vorauskasse geliefert werden. Und neue Kredite gibt es sowieso keine.

Jedenfalls aber dürfte es Griechenland im Konkursfall nicht mehr so leicht gelingen wie im letzten Jahr, sich vor der Einhaltung von Zusagen zu drücken. So ist die griechische Regierung etwa mit den versprochenen Privatisierungen und Deregulierungen weit im Rückstand. Dabei würden diese nicht nur Geld in die Kassa bringen, sondern auch die Wirtschaft wieder ankurbeln. Es gibt auch keinen wirklichen Grund, warum nicht die eine oder andere Insel an einen Investor verkauft werden könnte – privatrechtlich natürlich, nicht staatsrechtlich.

Gewiss wird auf die Gläubiger jede Menge politischen und psychologischen Drucks ausgeübt werden, dass man mit den armen Hellenen doch nicht so umspringen könne. So hat dieser Tage schon ein ORF-Journalist die kühne Behauptung aufgestellt, der griechische Generalstreik zeige, dass die Grenze des Zumutbaren erreicht sei.

Dabei zeigen die Streiks genau das Gegenteil. Die Griechen haben noch immer nicht den Ernst der Lage erkannt. Sie vertreiben mit den ständigen Ausfällen im Flug- und Fährverkehr sogar ihre wichtigste Einnahmequelle: die Touristen. Und auch die Gehaltsbremsen bei den öffentlichen Bediensteten erregen kein Mitleid: Denn deren Gehälter sind seit Einführung des Euro real wie nominell weit steiler gestiegen als in Deutschland oder Österreich. All das ist absolut kein Grund zu der von der Politik geforderten „Solidarität“ mit Griechenland.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2011 01:05

    Nachdem die Pleite Griechenlands nicht eine schicksalhafte darstellt, sondern eine grob fahrlässige und noch dazu mit Lug und Betrug bei der Euroeinführung herbeigeführte, gibt es keinen Grund "Solidarität" mit Griechenland einzufodern.

    Allerdings sitzen wir wegen der Währungsunion mit Griechenland in einem Boot und daher kann man dieses nicht so ganz einfach "absaufen" lassen.

    Noch dazu wo Portugal und Spanien folgen könnten. Ob ein Staatskonkurs die einzig wahre Lösung des Problems wäre, wage ich zu bezweifeln.

    Viel mehr sollte man Griechenland dabei unterstützen, die gewährten Kredite "auf Heller und Pfennig" oder besser auf Euro und Cent zurückzuzahlen, egal wie lange es dauert.

    Und solange das Land am europäischen Geldtropf hängt, gehört es sehr wohl unter Finanzaufsicht gestellt bzw. beinhart fremdbestimmt.

    Eines geht jedenfalls nicht - die Milliardenhilfen einstreifen und sich gleichzeitig jede Einmischung von außen verbieten.
    Denn da hört sich jegliche Vernunft, Solidarität und jegliches Verständnis auf.

  2. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2011 13:30

    Also an alle, die hier der EU- Lügenpropaganda aufsitzen, wir säßen alle mit den Griechen in einem Boot.

    Zu allererst gestaltet sich die Situation ganz anders. Wir sitzen mit niemandem in einem Boot. Wir befinden uns in einer supranationalen Gemeinschaft, die momentan 27 Mitglieder zählt. Viele Rechtsmaterien wurden annähernd einheitlich geregelt für diese Mitglieder (die meisten jedoch wiederum nicht, womit die EU sich ad absurdum führt, da es keinen Unterschied zu vorher gibt. Denn verschiedenes Recht bleibt verschiedenes Recht).

    Weiters hat diese supranationale Gemeinschaft einen Währungsraum für manche ihrer Mitglieder eingerichtet. Darf ich bitte einmal ganz klar und deutlich festhalten, dass weder die Nationen, noch deren Wirtschaft etwas mit dieser Währungsunion zu tun haben! Es ist für den Euro völlig egal, ob Griechenland in Konkurs geht (bzw. es offiziell wird) und genauso ist es für den Euro egal, wenn ein Mitglied den Währungsraum verlässt!

    Der Euro ist Geld, ein Tauschmittel. Dieses Tauschmittel hat einen Wert, der hauptsächlich von der Geldpolitik der EZB abhängt. Selbst wenn dieses Tauschmittel an Wert verliert, es ist noch immer ein Tauschmittel. Das einzige, was den Euro gefährden kann, sind politische Entscheidungen.

    Natürlich hätte der Austritt eines EU- Landes a la longue die Konsequenz, dass diese Währung von weiteren Mitgliedern und schlussendlich von keinem Mitglied mehr als Tauschmittel eingesetzt wird.
    Aber der Austritt eines oder sogar dreier Mitglieder per se hat überhaupt keinen Effekt auf die Existenz des Euro.

    So, wenn das einmal geklärt ist, dann kommen wir zu dem weiteren Irrglauben, der hier in diesem Forum anscheinend durch die Medienpropaganda geschluckt wurde. Nämlich dass ein Konkurs Griechenlands katastrophale Folgen hätte.

    Das ist schlicht falsch. Was passiert bei einer Insolvenz, oder einem "haircut" wie das Neudeutsch heißt? Die Griechen verhandeln mit deren Gläubigern einen Prozentsatz an Schulden, den sie zurückzahlen können und die Gläubiger verzichten auf den Rest.
    Das ist für die Gläubiger natürlich schlimm, Pensionskassen, aber vor allem Banken verlieren hier sehr viel Geld.
    Weiters würden die Zinsen für andere Kandidaten in die Höhe schnellen und somit andere Griechenland in die Insolvenz folgen.
    Das ist alles andere als gemütlich. Vor allem würde es den Zusammenbruch eines Systems bedeuten. Aber welchen Systems? Eines Systems, das den Steuerzahler Unmengen an Geld gekostet hat und ihm in Wahrheit nichts anderes brachte als Markteingriffe, somit Freiheitsbeschneidungen, erhöhte Kriminalität, Massenzuwanderung und eine Rechtssprechung, die von ihrer Inkompetenz ihresgleichen sucht (da ist nur noch der EGMR schlimmer).

    Jetzt kommen wir aber zu dem, was sogar viele Leute hier im Forum fordern, offenbar völlig unwissend, was sie da fordern. Stützen wir doch die Griechen, fordern wir härter ein.

    Jetzt sag ich Ihnen was. Die Welt ist kein verträumter Ort, in dem Honig fließt und die Blumen aus Zucker bestehen, wo niedliche strahlend weiße Einhörner über den Regenbogen hüpfen!

    Wissen Sie, was Sie fordern? Sie fordern die Steuerzahler Österreichs und Deutschlands auf, noch mehr Milliarden in Länder zu pumpen, die sich in die Währungsunion geschwindelt haben (sic!) und deren Völker schon jetzt ohne massive Sparpläne auf die Barrikaden gehen.

    Wissen Sie was? Jeder Masseverwalter würd Ihnen den Vogel zeigen. In ein Unternehmen (Staat) Geld zu stecken, das das Geld niemals zurückzahlen wird können, das kann aber auch nur einem Vollidioten (Verzeihung aber es ist so) einfallen. Und dann wird hier auch noch in naivster Weise gefordert, die Griechen doch mehr zu zwingen! Ja Grüß Gott wo leben Sie denn? Mit welchen Mitteln denn? Wollen Sie in Athen einmarschieren? Ja meine Güte glauben Sie ernsthaft, die Griechen würden etwas privatisieren oder durchsetzen?

    Das darf es ja wohl nicht sein. Griechenland, Portugal und bald Spanien sind bankrott, begreifen Sie das endlich meine Damen und Herren! Und nichts wird etwas daran ändern. Jeder Cent, der noch weiter in diese Löcher ohne Boden geworfen wird ist wertvolles Vermögen, dass wir sowieso nicht haben.

    Außerdem kenne ich den Altersdurchschnitt dieses Forums. Nicht Sie werden dies ausbaden, nein, die junge Generation wird in 10- 20 Jahren riesige Schuldenberge abtragen dürfen; Schuldenberge, die Sie mit Ihren Forderungen, Geld in ein insolventes Land zu stecken, noch vergrößern! Und da geben Sie einem Hallodri auch noch Sterne dafür. Na dann bedanke ich mich mal für den Schuldenrucksack, den Sie mir zusätzlich aufhalsen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2011 08:46

    Endlich hat Angela Merkel bei einer CDU-Wahlveranstaltung die Wahrheit gesagt und die verschwenderischen Pensions- und Urlaubsregelungen in Griechenland, Spanien und Portugal heftig kritisiert. Mehr hat sie nicht gebraucht und schon sind die vereinigten Linken über sie hergefallen. Die Grünen und der rote Gabriel, die Süddeutsche und der Spiegel, sie alle werfen sich sofort als Verteidiger Griechenlands in die Bresche und die hohlen linken Phrasen wie Populismus, mangelnde europäische Solidarität schwirren durch die Luft. Dabei ist gerade Angela Merkel als Zahlmeister Europas ein herausragendes Beispiel von viel zu großer Solidarität mit den Schwachmatikern Europas.........

  4. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2011 12:34

    So hat dieser Tage schon ein ORF-Journalist die kühne Behauptung aufgestellt, der griechische Generalstreik zeige, dass die Grenze des Zumutbaren erreicht sei.

    Dann wird es Zeit, daß die deutsche, holländische und österreichische Bevölkerung den Politikern IHRE Grenze des Zumutbaren erklärt. Politiker geben immer der am lautesten schreienden Gruppe nach. Einmal sind es die Griechen, dann die Studenten, dann die Feministinnen, dann die Migranten.

    Wenn sich der normale Bürger nicht endlich lautstark wehrt, wird er halt weiterhin unterbuttert werden.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2011 08:59

    Der im Jahre 1952 in St.Paul, Minnesota, geborene griechische Ministerpräsident und Vorsitzende der Sozialistischen Internationale Giorgos Andrea Papandreou ist an Präpotenz nicht mehr zu überbieten.
    Er wies die Forderung, idyllische Inseln oder gar die Akropolis und andere historische Monumente zu verpfänden, entschieden zurück. Er betonte, gerade hier seien die Griechen sehr empfindlich.

    Wörtlich sagte Papandreou: »Uns vorzuschlagen, eine Insel oder ein Monument als Pfand zu hinterlegen, ist geradezu eine Beleidigung. Das Volk erwartet, dass unser Wort und unsere Taten als Bürgschaft ausreichen.«

    Na fein, die getürkten Zahlen, das gebrochene Wort und die nicht erfolgten Taten sollen als Bürgschaft ausreichen um Griechenland vor der Pleite zu retten!

    Was muß dieser Papandreou für gute Freunde diesseits und jenseits des Atlantiks haben, dass hier nicht sofort Tacheles geredet wird angesichts derartiger Unverschämtheiten!

    mehr...

  6. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2011 07:20

    Einen Hoffnungsschimmer für Griechenland gibt es:
    es fanden zwar wieder Streiks statt, die teilweise das öffentliche Leben lähmten, aber die Beteiligung an den Streiks ist stark rückläufig.
    Auch der kommunistischen Gewerkschaft gelingt es nicht mehr, viele Menschen zu mobilisieren.
    Es scheint so, als würden die meisten Menschen in Griechenland langsam begreifen, dass sie sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen müssen und dass kein Weg an weiteren Privatisierungen und Dereglierungen vorbeiführt.

    Dass man wirklich aus dem letzten Loch pfeift, zeigen ungewöhnliche Massnahmen wie zB:
    "Im Kampf gegen das Schuldenloch von 340 Milliarden Euro will die griechische Regierung auch reiche Landsleute im Ausland um Geld bitten. Griechenland plane, sogenannte Diaspora-Anleihen auszugeben, hieß es im Finanzministerium. Diese Anleihen sollten von Griechen gekauft werden, die in erster, zweiter oder sogar dritter Generation vor allem in den USA, in Kanada und Australien, aber auch in der EU leben." (Quelle: Wirtschaft t-online) ....

    Die Rettung aus der Misere bringt meiner Meinung nach nicht der Austritt Griechenlands aus dem EURO, sondern wie Hans-Olaf Henkel dargelegt hat, der Austritt der halbwegs stabilen Geberländer aus dem EURO, die eine neue Parallelwährung, nämlich den Nord-EURO einführen solten. Der Euro würde abwerten und könnte den Schwachmatikern wieder eine Chance geben, ein ordentliches Wirtschaftswachstum zustande zu bringen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Mai 2011 15:09

    Wie wird so ein Linksextremer mit der Griechenlandkrise fertig:

    1. indem er einmal Angela Merkel beschimpft, denn:
    "Merkel hat erneut deutlich gemacht, dass sie einer der zentralen Motoren des gegenwärtigen neoliberalen Rollback der Europäische Union ist. Unterstützt von einer zynischen medialen und politischen Stimmungsmache gegen Griechenland wird so der ideologische Boden bereitet für ähnlich harte soziale Einschnitte auch in anderen europäischen Ländern....."

    2. sich in den üblichen Gemeinplätzen verliert und dabei ganz tolle Rezepte auf Lager hat:
    "Die Griechenlandkrise zeigt, dass neben einer umfassenden und radikalen Regulierung der Finanzmärkte vor allem die Etablierung koordinierender Elemente in der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik notwendig ist, um die Lebensstandards in der EU auf einem hohen Niveau zu harmonisieren...."

    3. und die finanziellen Probleme mit einem Federstrich löst:
    "Die Banken sollen auf 70 Prozent ihrer Forderungen gegen den griechischen Staat verzichten. An einer Überschuldung sind die Gläubiger ebenso schuld wie die Schuldner....."

    So einfach ginge das, wenn man selbsternannte zivilgesellschaftliche, kritische Organisationen unsere Problem lösen ließe.


alle Kommentare

  1. Celian
    20. Mai 2011 21:39

    Es ist eine der großen Errungenschaften des Sozialismus, das Einbekenntnis zur Solidarität. Solidarität bekundete Kreisky mutig mit den Völkern Lateinamerikas, die unter diktatorischen Herrschern leideten. Oft im Laufe der Geschichte des Sozialismus war von "uneingeschränkter Solidarität" aber auch von "kritischer Solidarität" die Rede. Sie wurde oft genug bekundet, heroisch eingefordert.

    Und so auch heute. Heute wird diese Solidarität mit Griechenland verlangt. Deshalb schließe ich mich an und verlange, ja fordere sogar Solidarität mit Griechenland. Erklären wir uns "solidarisch" mit diesem leidenden Volk unter dem diktatorischen IWF. Und als Zeichen unserer Solidarität fordere ich nicht eine Schweigeminute sondern als Zeichen höchster Anerkennung fordere ich auch von unserem Staat dem griechischen Beispiel zu folgen und ebenso zu sparen. Frieren wir Gehälter ein, schaffen Überstunden ab, versetzen überflüssige Beamte dorthin, wo sie ihre Produktivität für den Staat entfalten können. Und verflüssigen wir die Verstaatlichte wie etwa die Post und die ÖBB! Senken wir die Staatsschulden - aus Solidarität.

  2. alfons adam
    19. Mai 2011 17:10

    Sollte das eintreffen, was manche erwarten, daß nämlich durch das bekannte Milliarden-Jonglieren auch die EURO-Geber-Länder in ähnliche Schwierigkeiten geraten wie Griechenland, dann befürchte ich, daß sogar die sonst gar nicht streikfreudigen Österreicher so reagieren werden wie jetzt die Griechen. Und unsere Landsleute werden genauso uneinsichtig sein. Wie sollten sie auch anders reagieren nach der jahrzehntelangen Gehirnwäsche, daß Staat und Gesellschaft jedes Lebensrisiko abnehmen, wenn man die Politikerkaste brav weiterwerken läßt.

    • PostScriptum
      19. Mai 2011 17:15

      Österreichs Kreditwürdigkeit ist ja schon jetzt überbewertet. Spätestens 2014 ist es vorbei mit dem Triple- A. Denn bis dahin muss Österreich 100 MRD an Schulden zurückzahlen:

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/supermarkt/662194/SuperMarkt_Oesterreich-zittert-mit-Europa

    • Erich Bauer
      19. Mai 2011 17:27

      alfons adam,

      Das "Geberland" Österreich, welches schon derzeit außer Schulden nichts HAT, bekommt die Probleme wegen der "Geberei"...

      Man erinnere sich an die Verhandlungen über den EU-Nettobeitrag. Alois Mock war richtig glücklich, als Big-Spender auftreten zu dürfen... Und das scheint, mit anderen Personal, auch heute noch so zu sein. Hochstapler halt...

  3. thomas lahnsteirer
    19. Mai 2011 15:09

    Wie wird so ein Linksextremer mit der Griechenlandkrise fertig:

    1. indem er einmal Angela Merkel beschimpft, denn:
    "Merkel hat erneut deutlich gemacht, dass sie einer der zentralen Motoren des gegenwärtigen neoliberalen Rollback der Europäische Union ist. Unterstützt von einer zynischen medialen und politischen Stimmungsmache gegen Griechenland wird so der ideologische Boden bereitet für ähnlich harte soziale Einschnitte auch in anderen europäischen Ländern....."

    2. sich in den üblichen Gemeinplätzen verliert und dabei ganz tolle Rezepte auf Lager hat:
    "Die Griechenlandkrise zeigt, dass neben einer umfassenden und radikalen Regulierung der Finanzmärkte vor allem die Etablierung koordinierender Elemente in der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik notwendig ist, um die Lebensstandards in der EU auf einem hohen Niveau zu harmonisieren...."

    3. und die finanziellen Probleme mit einem Federstrich löst:
    "Die Banken sollen auf 70 Prozent ihrer Forderungen gegen den griechischen Staat verzichten. An einer Überschuldung sind die Gläubiger ebenso schuld wie die Schuldner....."

    So einfach ginge das, wenn man selbsternannte zivilgesellschaftliche, kritische Organisationen unsere Problem lösen ließe.

    • PostScriptum
      19. Mai 2011 15:16

      3. und die finanziellen Probleme mit einem Federstrich löst:
      "Die Banken sollen auf 70 Prozent ihrer Forderungen gegen den griechischen Staat verzichten. An einer Überschuldung sind die Gläubiger ebenso schuld wie die Schuldner....."


      Klar, als ob je ein Linker in der EU den Bankrott Griechenlands gefordert hätte.

      Vielleicht sollten Sie mal bei Marktwirtschaft nachsitzen. Der Marktwirtschaft ist eben immanent, dass jede Investition und jeder Kredit Risiken in sich birgt. Die Zinsen sind gleichzeitig der Preis und der Maßstab dieses Risikos. Wer trotz der hohen Zinsen (= hohes Risiko) in bankrotte Staatsanleihen investiert, der darf sich weder wundern und schon gar nicht beschweren, wenn dieses Risiko eben schlagend wird.

      Wieviel Ahnung Sie haben, zeigt folgendes Gleichnis:

      Sparer A kauft Aktien von Unternehmen U mit hohen Renditechancen (bullischer Markt, top bewertetes Unternehmen usw.) doch der Markt bricht wie 2008 zusammen, Sparer A würde jetzt Ihrer Forderung nach den Verlust nicht tragen müssen. Guten Morgen auf der Marxismusebene.

  4. PostScriptum
    19. Mai 2011 14:16

    Übrigens O.T.:

    Zur gestrigen Parlamentsdebatte bezüglich des Finanzrahmengesetzes. Die von vielen hier so hochgelobte (nur weil sie einmal BWL studiert hat) "Schotter- Mitzi" strebt ein Nulldefizit 2015 an.

    Jetzt titelt der Leitartikel der "Presse": Auf Grassers Spuren. Und auch sonst scheint man diese Aussage der Finanzministerin mit Grasser zu vergleichen.

    Dies ist eine weitere irreführende Spur der linken Medienpropaganda. Vielmehr wahr ist, dass gerade vor Kurzem Finanzminister Molterer 2010 ein Nulldefizit anstrebte. Nachdem er endlich einsah, dass dies nicht so sein wird, verschob er es auf 2011, 2012:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/408616/Molterer_Nulldefizit-2010-nicht-zu-erreichen

    Die Zeit ist der Maßstab der Wahrheit. Nun sollte auch der hinterletzte Bauer erkennen, dass das Wort eines Politikers so viel Wert ist wie Papiergeld: Klopapier.

  5. PostScriptum
    19. Mai 2011 13:30

    Also an alle, die hier der EU- Lügenpropaganda aufsitzen, wir säßen alle mit den Griechen in einem Boot.

    Zu allererst gestaltet sich die Situation ganz anders. Wir sitzen mit niemandem in einem Boot. Wir befinden uns in einer supranationalen Gemeinschaft, die momentan 27 Mitglieder zählt. Viele Rechtsmaterien wurden annähernd einheitlich geregelt für diese Mitglieder (die meisten jedoch wiederum nicht, womit die EU sich ad absurdum führt, da es keinen Unterschied zu vorher gibt. Denn verschiedenes Recht bleibt verschiedenes Recht).

    Weiters hat diese supranationale Gemeinschaft einen Währungsraum für manche ihrer Mitglieder eingerichtet. Darf ich bitte einmal ganz klar und deutlich festhalten, dass weder die Nationen, noch deren Wirtschaft etwas mit dieser Währungsunion zu tun haben! Es ist für den Euro völlig egal, ob Griechenland in Konkurs geht (bzw. es offiziell wird) und genauso ist es für den Euro egal, wenn ein Mitglied den Währungsraum verlässt!

    Der Euro ist Geld, ein Tauschmittel. Dieses Tauschmittel hat einen Wert, der hauptsächlich von der Geldpolitik der EZB abhängt. Selbst wenn dieses Tauschmittel an Wert verliert, es ist noch immer ein Tauschmittel. Das einzige, was den Euro gefährden kann, sind politische Entscheidungen.

    Natürlich hätte der Austritt eines EU- Landes a la longue die Konsequenz, dass diese Währung von weiteren Mitgliedern und schlussendlich von keinem Mitglied mehr als Tauschmittel eingesetzt wird.
    Aber der Austritt eines oder sogar dreier Mitglieder per se hat überhaupt keinen Effekt auf die Existenz des Euro.

    So, wenn das einmal geklärt ist, dann kommen wir zu dem weiteren Irrglauben, der hier in diesem Forum anscheinend durch die Medienpropaganda geschluckt wurde. Nämlich dass ein Konkurs Griechenlands katastrophale Folgen hätte.

    Das ist schlicht falsch. Was passiert bei einer Insolvenz, oder einem "haircut" wie das Neudeutsch heißt? Die Griechen verhandeln mit deren Gläubigern einen Prozentsatz an Schulden, den sie zurückzahlen können und die Gläubiger verzichten auf den Rest.
    Das ist für die Gläubiger natürlich schlimm, Pensionskassen, aber vor allem Banken verlieren hier sehr viel Geld.
    Weiters würden die Zinsen für andere Kandidaten in die Höhe schnellen und somit andere Griechenland in die Insolvenz folgen.
    Das ist alles andere als gemütlich. Vor allem würde es den Zusammenbruch eines Systems bedeuten. Aber welchen Systems? Eines Systems, das den Steuerzahler Unmengen an Geld gekostet hat und ihm in Wahrheit nichts anderes brachte als Markteingriffe, somit Freiheitsbeschneidungen, erhöhte Kriminalität, Massenzuwanderung und eine Rechtssprechung, die von ihrer Inkompetenz ihresgleichen sucht (da ist nur noch der EGMR schlimmer).

    Jetzt kommen wir aber zu dem, was sogar viele Leute hier im Forum fordern, offenbar völlig unwissend, was sie da fordern. Stützen wir doch die Griechen, fordern wir härter ein.

    Jetzt sag ich Ihnen was. Die Welt ist kein verträumter Ort, in dem Honig fließt und die Blumen aus Zucker bestehen, wo niedliche strahlend weiße Einhörner über den Regenbogen hüpfen!

    Wissen Sie, was Sie fordern? Sie fordern die Steuerzahler Österreichs und Deutschlands auf, noch mehr Milliarden in Länder zu pumpen, die sich in die Währungsunion geschwindelt haben (sic!) und deren Völker schon jetzt ohne massive Sparpläne auf die Barrikaden gehen.

    Wissen Sie was? Jeder Masseverwalter würd Ihnen den Vogel zeigen. In ein Unternehmen (Staat) Geld zu stecken, das das Geld niemals zurückzahlen wird können, das kann aber auch nur einem Vollidioten (Verzeihung aber es ist so) einfallen. Und dann wird hier auch noch in naivster Weise gefordert, die Griechen doch mehr zu zwingen! Ja Grüß Gott wo leben Sie denn? Mit welchen Mitteln denn? Wollen Sie in Athen einmarschieren? Ja meine Güte glauben Sie ernsthaft, die Griechen würden etwas privatisieren oder durchsetzen?

    Das darf es ja wohl nicht sein. Griechenland, Portugal und bald Spanien sind bankrott, begreifen Sie das endlich meine Damen und Herren! Und nichts wird etwas daran ändern. Jeder Cent, der noch weiter in diese Löcher ohne Boden geworfen wird ist wertvolles Vermögen, dass wir sowieso nicht haben.

    Außerdem kenne ich den Altersdurchschnitt dieses Forums. Nicht Sie werden dies ausbaden, nein, die junge Generation wird in 10- 20 Jahren riesige Schuldenberge abtragen dürfen; Schuldenberge, die Sie mit Ihren Forderungen, Geld in ein insolventes Land zu stecken, noch vergrößern! Und da geben Sie einem Hallodri auch noch Sterne dafür. Na dann bedanke ich mich mal für den Schuldenrucksack, den Sie mir zusätzlich aufhalsen.

    • PostScriptum
      19. Mai 2011 13:53

      Ergänzend dazu aus der "Welt":

      “… die Forderungen der anderen Europäer an Athen, einen noch strikteren Sparkurs zu fahren und die Privatisierungen endlich beherzt voranzutreiben, wirken schlicht hilflos. Womit will man auch wirksam drohen, wenn alle Sanktionen einen selbst mindestens ebenso schädigen wie die Griechen? Zudem ist man sich untereinander gänzlich uneinig, was eine Umschuldung des Landes oder ein neues Hilfsprogramm betrifft. Zwar wissen alle, dass am Ende auf die eine oder andere Weise ohnehin gezahlt werden muss. Aber alle scheuen sich zugleich, die Karten auf den Tisch zu legen. Politisch mag dies opportun erscheinen – weil man die Stunde der Wahrheit möglichst lang hinausschieben möchte oder hofft, dadurch doch noch einen Vorteil zu erlangen. Aber auch das Vertagen und Verschleppen der Entscheidungen hat einen Preis. Genau diese Taktik hat in der Vergangenheit die Rettungsmaßnahmen immens teuer werden lassen.”

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 15:02

      Vor so viel geballter EU-Verdrossenheit und Finanzdesaster-Erwartung kann ich nur kapitulieren: ich habe bereits mehr als genug Häme für mein EU-Eintreten einstecken müssen, als meinem Ego gut tut; aber was soll's!

      Falls es wirklich so knüppeldick kommen sollte, wie Sie hier alle meinen, dann werden wir es wohl kaum aufhalten können und die Folgen eben zu tragen haben.

      Jedenfalls glaube ich nicht, dass wir vom Laptop aus auch nur irgendeine! wirksamen Einfluss auf den Lauf der Dinge nehmen können.

    • Erich Bauer
      19. Mai 2011 15:20

      "...in einem Boot..."

      Um von dieser Flüchtlingsdschunke wegzukommen. Mir stellt sich das wie eine Familientragöddie oder -saga dar. Wie ich finde, gar nicht so sehr "vereinfacht"...

      "Großvater hat die Scherben weggeräumt und etwas aufgebaut, Papa hat das noch halbwegs gut verwaltet, Burli verzockt alles. Und das BurliBurli fängt wieder an wie Großvater..."

      Ich will und will einfach nicht akzeptieren, daß das ein "Naturgesetz" sein soll... Allerdings, für das balkanisierte Ostösterreich scheint es "gefühlt" stark zu wirken...

    • PostScriptum
      19. Mai 2011 15:26

      Ist auch kein Naturgesetz. Bloß der Wahn von machtgeilen Staatschefs, die sich mit dem faschistischen Konstrukt EU Geld und Macht sichern wollten und gleichzeitig Österreich und Deutschland endgültig zerstören wollten. Der Endsieg scheint greifbar nahe, aber da haben sich die Briten und Franzosen mit den Falschen angelegt. Österreich und Deutschland sind wirtschaftlich (relativ gesehen) so potent wie kaum ein anderer in der EU (von der Unternehmensstruktur her). Mit dieser Potenz lassen sich leicht Dinge finanzieren, bestimmte Dinge.

    • lässing
      19. Mai 2011 15:28

      Toll, Gib es ihnen Philipp, diese Weicheier verdienen es nicht anders.
      Ist der von Ihnen angekündigte Staatsanwalt schon tätig ? Hat Herr Unterberger Ihnen den Mitgliedsbeitrag zurückgezahlt oder führen Sie schon Prozesse ? Und irgendjemand hatte auch noch Schulden bei Ihnen, und was ist aus dem Echo geworden ?
      Fragen über Fragen und keine Antworten

    • terbuan
      19. Mai 2011 19:02

      Dieser Beitrag verdient keine Häme sondern Respekt!
      Ich unterschreibe jedes Wort!

    • HJR
      20. Mai 2011 09:34

      In seltener Klarheit ganz und gar meine Meinung!

    • socrates
      20. Mai 2011 11:45

      Unser Alter hat den Vorteil, daß wie die Inflation, die Bewirtschaftung mit Marken und Schwarzhandel : Ein Kilo Gold = 1 Kg Schmalz noch gut in Erinnerung haben. Salz für die Suppe musste man mitbringen. Einen 20 Mrd-Schein hebe ich, die 50 Mrd Münze war mir zu teuer. Auf diesem Gebiet ist Schicklgruber gewachsen. Otto Croy, Photograph, der das ausgezeichnet dokumentiert hat, mußte Silbermünzen bringen, um Filme zu bekommen. Damit hat er die Zensur umgangen.
      Ungarn hat die Beteiligung der Geber auf 0,1% von Umsatz der Banken gesetzlich festgelegt und hat seither seine Ruhe. Ich schlug 1% vor, schließlich müssen die "Risikozinsen" irgendwie Früchte für die Bürgen tragen. Dann sind die anderen die Henker Griechenlands.
      Was die Pensionfonds angeht, die waren immer das Ziel der Geber und wurden, von Argentinien bis zur EU ausgeräumt (Nachsehen hilft). Haircut sofort, bevor ein Volksaufstand uns einen neuen Führer beschert. Geld anlegen war immer ein Risiko, deshalb die Superzinsen.
      Ich habe immer vertreten, daß ein Haircut die beste Lösung ist. Mein Motto war immer, seit ich hier schreibe: Anlegerschutz für Pensionen!

    • byrig
      22. Mai 2011 22:26

      supranational,lass deine blöde,belehrende art,die brauch ich von rotznasen wie dir nicht!befleissige dich eines höflichen umgangstones,zumal du zu wissen glaubst,dass es sich hier bum eher ältere semester handelt.und die weisheit hast auch du rotznase sicher nicht mit dem löffel gefressen,es gibt nämlich viel gescheitere und vor allem erfahrenere wie dich,die auch keine patentlösung zur hand haben.
      die grösste chuzpe wäre es allerdings,solltest du dieser starl sein.dann wärst du nämlich ein super-arschloch.

    • dr_daikon (kein Partner)
      24. Mai 2011 10:32

      "Es ist für den Euro völlig egal, ob Griechenland in Konkurs geht (bzw. es offiziell wird) und genauso ist es für den Euro egal, wenn ein Mitglied den Währungsraum verlässt!"

      Spielen wir das doch einmal durch. Wenn PIGS aus der Währungsunion ausscheiden, kann man mit dem Euro keine portugiesischen, italienischen, griechischen und spanischen Waren mehr kaufen. Gleichzeitig bleiben aber PIGS-Euros dem Markt erhalten, zumindest jene, die schlaue Bürger von ihren PGS-Bankkonten behoben haben, solange das noch möglich war. Oder glaubt jemand im ernst, man wird die Banknoten nach der Nummerierung ihrer Herkunftsländern auseinanderklauben und sagen: "Der 10er kommt aus Griechenland, den nehmen wir nicht."
      Die Folge davon aber wäre, dass sich die EURO-Geldmenge relativ zur EURO-Warenmenge ausdehnt, also ein klassisches Inflationsszenario. Im Falle eines Wegfalls Griechenlands würde das also einen Euro-Wertverlust von 2,5 % darstellen, denn das ist ca. der Anteil der griechischen Wirtschaft an der Eurozone. Im Fall von I. und S möchte ich es lieber nicht nachrechnen.

      Wenn ich einem Denkfehler unterliege, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

  6. Patriot
    19. Mai 2011 12:34

    So hat dieser Tage schon ein ORF-Journalist die kühne Behauptung aufgestellt, der griechische Generalstreik zeige, dass die Grenze des Zumutbaren erreicht sei.

    Dann wird es Zeit, daß die deutsche, holländische und österreichische Bevölkerung den Politikern IHRE Grenze des Zumutbaren erklärt. Politiker geben immer der am lautesten schreienden Gruppe nach. Einmal sind es die Griechen, dann die Studenten, dann die Feministinnen, dann die Migranten.

    Wenn sich der normale Bürger nicht endlich lautstark wehrt, wird er halt weiterhin unterbuttert werden.

    • Gandalf
      19. Mai 2011 19:13

      Vor allem müsste die Bevölkerung endlich einmal den böswilligen oder bestenfalls zutiefst naiven - und dabei meist ziemlich ungebildeten - Journalisten erklären, wie unzumutbar das ist, was sie der Allgemeinheit zumuten. Die sind nämlich die am lautesten schreiende, meistens eben ahnungslose und/oder destruktive Gruppe, der es - dank letzklassiger Medien wie "heute", "ÖSTERREICH", Standard, ORF und anderen - immer öfter gelingt, die blöde Masse gegen alles aufzuhetzen, das vernünftig ist oder doch sein könnte. Jagt einmal diese Schurken davon - dann könnte man endlich wieder freier atmen in dieser Republik.

    • byrig
      20. Mai 2011 00:29

      ja,die kacke ist am dampfen.aber offenbar stinkt der dampf noch nicht genug.die schnösel fühlen sich nach wie vor überlegen(paradebeispiel dieser nikolaus pelinka-eine rotzpippn).dafür schreibt sein vater sozialistische kommentare in der heute-zeitung.als völlig parteiunabhängiger journalist.
      und die kretzn von sohn bestimmt,was im orf passiert.

  7. Patriot
    19. Mai 2011 12:31

    Gerade weil wir im selben Währungsboot wie die Griechen sitzen, sollten wir die Inflationierung des Euros durch gigantische Geldschöpfung für Konsumschulden beenden. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Europa wurde nach dem 2. Weltkrieg aus Ruinen wieder aufgebaut. Es ist den Griechen und auch den anderen Südländern zuzumuten von einem um 30% reduzierten Lebensstandard wieder neu anzufangen.

  8. hellusier
    19. Mai 2011 12:07

    Die gesamte Misere der tief verschuldeten Eu-Staaten (auch Austria) ist primär
    den viel zu hoch geschätzten und bezahlten Politikern anzulasten,die in wahrer
    "Treichel-Manier" am Europa-Parkett herumtorkeln und nur eines im Sinn haben:Mehrheitsfähigkeit - erreichbar nur mit Bestechung der Masse und Medien!!
    Macht ist das Zauberwort,dem alles und jedes unterzuordnen ist;nicht vielleicht
    Logik,Sachverstand,Vorausschau,Ethik,Treue,Vertrauen-NEIN-!!
    Solidarität ist eben va.für die Linken eine Einbahnstrasse,wo die einen schuften
    und einzahlen und die anderen verteilen und ausgeben;wenns dann nicht mehr geht, bleibt ja immer noch die Straße als Aufmarschgebiet,um den Steuerzahlern zu zeigen,dass man jederzeit bereit ist Gewalt zu sähen;ja so werden auch
    Minderheiten als Druckmittel aufgestellt,um die soziale Kälte des Systems
    (Leistungsträger,Nettozahler) medial auszustellen !Es ist auch nicht ver-
    wunderlich ,wenn II.Klasse Versicherte nun sogar ministeriell angewiesen werden
    doppelt und dreifach für die Solidarität mit den Nicht-Leistungsträgern einzu-
    zahlen ,aber keinerlei Vorteile daraus ableiten dürfen!
    Gute Nacht Österreich!

    • brechstange
      19. Mai 2011 12:40

      Weil die Roten nur hetzen und sich eine Masse züchten, die sich hetzen lässt.

    • Erich Bauer
      19. Mai 2011 13:01

      hellusier,
      "...dass man jederzeit bereit ist Gewalt zu sähen..."

      Einvernehmlichkeit beim Geben und Nehmen liegt Berufskriminellen und Sozialdemokraten nicht unbedingt im Blut...(co. JS)

  9. socrates
    19. Mai 2011 11:18

    Zusagen Griechenlands und anderer Staaten haben sich als falsch erwiesen. Besser ist es von den Banken und anderen Gebern 1% vom Umsatz zu verlangen für die geleistete und zukünftige Haftung der Steuerzahler. Dann zieht man die zur Verantwortung, die das Geld haben und bringt ihnen Verantwortung bei. Dumm oder bestochen oder hörig sind die Politiker, die das verabsäumt haben.

  10. Alexander Renneberg
    19. Mai 2011 10:00

    O.T.

    sieh einer an, da beschwert sich schon wer. einerseits den postern hier mit trollspams auf die nerven zu gehen und andererseits grantig sein.
    sehr seltsam.

    mahler 18. Mai 2011, 13:33 | #10 Antwort | Zitat ad Erich Bauer: Ihr Name kommt mir bekannt vor. Und Ihnen mein Nick vermutlich auch. Merkwürdiges spielt sich dzt. auf der Unterberger – Webseite ab. Nach dem aktuellen Hackerangriff möchte er, dass nur mehr “Partner” bei ihm posten. Alle anderen sind wie es scheint ausgeschlossen. Darüber jubeln einige der aktuellen “Partner”, weil sie nicht mehr von sog. “Trollen” gestört werden. Dabei wurde doch in diesem Forum die freie Meinungsäußerung immer so hoch gehalten. Offenbar ist aber doch nur die freie Äußerung einer bestimmten Meinung gemeint. Ich fühle mich an den von Unterbergers “Partnern” so hochgelobten Film “Unter Linken” erinnert. Nur muss es diesmal heissen “Unter Rechten”.

    • Erich Bauer
      19. Mai 2011 10:36

      Ich verfolge sie. Sie können mir nicht entkommen... Nur im STANDARD-ZOO laß ich sie in Ruhe... :-)

    • Erich Bauer
      19. Mai 2011 10:49

      Statt: "Sie" halte ich DIE für unmißverständlicher...

    • terbuan
      19. Mai 2011 11:26

      Renneberg
      jetzt kann er seine Agressionen nicht mehr loswerden und ist daher stinksauer,
      verständlich, im Standard Blog ist er unter seinesgleichen und fällt nicht so auf!

    • socrates
      19. Mai 2011 11:41

      Wir könnten mahler sponsern und das als Studienbeihilfe von der Steuer absetzen!

    • terbuan
      19. Mai 2011 11:52

      Ich denke eher an "außerordentliche Belastung" :-)

    • Erich Bauer
      19. Mai 2011 11:59

      terbuan,

      Vielleicht sollten Sie "mahler" ihn ins "Fischerbräu" einladen... :-) Wär doch für ihn mal was anderes als diese vegane Zeug im ÖH-Beisl...

    • terbuan
      19. Mai 2011 12:04

      Erich Bauer,
      Superidee, da nehme ich aber dann die Woglinde mit ;-)
      Das wird eine Hetz!

    • Alexander Renneberg
      19. Mai 2011 15:31

      ihr seid ja alle so gemein...... ;-)

    • Florin
      19. Mai 2011 18:07

      .."ihr seid ja alle so gemein...... ;-)"...

      Aber nein, Alexander Renneberg. sie sind zur Abwechslung einmal wirklich lustig!;)

    • byrig
      20. Mai 2011 00:39

      ich muss mir einmal diesen standard-blog zu gemüte führen,umso mehr,wenn sich dort so kuriositäten wie renneberg als normale existenzen herumtreiben.ev.wissenschaftlich interessant.

    • Alexander Renneberg
      20. Mai 2011 07:25

      Na byrig, immerhin haben sie es geschafft meinen namen richtig zu buchstabieren. gratuliere.
      Wie haben sie das gemacht?
      Beim sinnerfassend lesen hapert es jedoch bei ihnen, geht es doch um das ortnerforum und nicht um das standard forum.
      Und nicht vergessen byrig, auch am wochenende ihre tabletten nehmen, gell.

  11. HJR
    19. Mai 2011 09:28

    Es geht also um Solidarität mit Griechenland?
    Gut! Dann gehen wir einmal an die Wurzel: Was ist Solidarität? Wikipedia meint dazu:
    Solidarität bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus (vgl. auch Solidargemeinschaft)
    Folgt man dieser Definition, dann hat ...
    erstens
    die "Solidargemeinschaft" (EU) natürlich die Verpflichtung, den Griechen nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten zu helfen. Ich betone den Rahmen der Möglichkeiten, weil ein Überschreiten dieser Grenze eine Gefährdung der gesamten Solidargemeinschaft bedeuten würde. [Analog hätte man fordern müssen, dass all jene, welche nicht mit den Nazis sympathisiert haben, um Gefahr des eigenen Lebens Widerstand hätten leisten müssen.]
    Die Frage ist nun, hat die Hilfe der EU die Grenzen ihrer Möglichkeiten schon erreicht? Hier vertrete ich die Meinung, dass - wie schon früher hier ausgeführt - JA und das bedeutet, dass ...
    zweitens
    zu prüfen ist, ob auch der Hilfeempfänger (Griechenland) auch seinerseits die sich aus der Solidarität ergebenden Verpflichtungen (Versicherungen nennen das die Pflicht zur Schadensminimierung) erfüllt hat. Hier antworte ich aus von AU und hier bereits sattsam angeführten Gründen NEIN.
    Daraus ergibt sich die
    conclusio:
    Entweder ist die Hilfe einzustellen oder Griechenland muss zu "seinem Glück" gezwungen werden (niemand fordert, dass die Griechen bis zur Rückzahlung ihrer Schulden in Sack und Asche wandeln und von Brot und Wasser leben!)

  12. A.K.
    19. Mai 2011 09:06

    Zu Dr. Unterbergers „Schuldenkrise: Vorboten einer Rückkehr der Vernunft“ (17. Mai 2011) schrieb ich folgenden Kommentar:
    Wenn ich - mit Schrecken - vom finanziellen Zustand Griechenlands höre, kann ich nicht vermeiden, reflexartig über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Auf meinen naturwissenschaftlichen Hintergrund (Logik und Mathematik) und auch mit ein wenig Lebenserfahrung suche ich nach Lösungswegen, obwohl mir klar ist, daß mein Bemühen höchstens Denksportaufgabe, aber höchstwahrscheinlich ohne Realisierungschance bleibt. Nun zu einem solchen Lösungsweg als Ergebnis der Denksportaufgabe:
    Offenkundig ist es möglich, daß derzeit innerhalb der EU sowohl Euroländer als auch Länder mit historisch gewachsenen Zahlungsmitteln nebeneinander existieren. So hat z.B. GB seine Pfunde, CZ seine Kronen, etc. behalten, obwohl in D oder AT zum Euro übergangen wurde. Dies ist ein Schönheitsfehler, aber eben bisher unvermeidbar gewesen.
    In allen „Euro-Ländern“ gab es mehr oder weniger lange Übergangszeiten, wo traditionelle Zahlungsmittel gleichzeitig zum Euro akzeptiert wurden. So durfte z.B. in Österreich ab 1.1. 2002 sowohl Schilling als auch Euro im Verhältnis 13,7603 Schilling = 1 Euro einige Monate zur Zahlung verwendet werden.
    Es ist aber kein unveränderliches Naturgesetz, daß nur vom nationalen Zahlungsmittel zum Euro übergegangen werden kann. Grundsätzlich könnte nämlich der Vorgang auch umgekehrt erfolgen. Es müßte nur im(!) jeweiligen Land zum Euro parallel auch die (frühere) nationale Währung als gültiges Zahlungsmittel anerkannt werden. Dazu müßte festgelegt werden, daß alle Zahlungen an das Ausland in Euro-Scheinen erfolgen und die in das Ausland (nachweislich!) in Euro erfolgten Zahlungen erfaßt werden. Darunter wären primär fällige Staatsschuldenzahlungen, die an das Ausland gehen, wichtig. Das betroffene Land – z.B. Griechenland – dürfte dann zu deren offiziellen Gegenwert nationale Währung drucken und im Land als gültiges Zahlungsmittel gestatten. Während der gesamten Staatschuldenkrises des Landes sollte dieses „Verfahren der Parallelwährung“ laufen. Ich bin der Meinung, daß nach einigen Jahren die „nicht-Euro-fähigen“ Länder einen Zustand erreichen würden, als wären sie nie dem „Euro beigetreten“, ohne aber die „echten“ Euroländer durch ihre Schulden zu schädigen.
    Die Kommentatoren „inside“ und „Erich Bauer“ machten den Einwand:
    "Bei dieser Denksportaufgabe fehlt, daß die "Parallelwährung" ein "Kursverhältnis" eingehen muß... "
    Darauf meine Antwort:
    .Ja, Sie haben recht! Dies beschreibt exakt die Wirklichkeit und Notwendigkeit, die von den Schuldnerländern - von deren Politiker und Schuldenmachern - zu berücksichtigen sind. Diese Notwenigkeit verschweigen alle EU-Granden, die Gelder derzeit in die Schuldnerländer schaufeln- nur um Zeit zu gewinnen.

  13. terbuan
    19. Mai 2011 08:59

    Der im Jahre 1952 in St.Paul, Minnesota, geborene griechische Ministerpräsident und Vorsitzende der Sozialistischen Internationale Giorgos Andrea Papandreou ist an Präpotenz nicht mehr zu überbieten.
    Er wies die Forderung, idyllische Inseln oder gar die Akropolis und andere historische Monumente zu verpfänden, entschieden zurück. Er betonte, gerade hier seien die Griechen sehr empfindlich.

    Wörtlich sagte Papandreou: »Uns vorzuschlagen, eine Insel oder ein Monument als Pfand zu hinterlegen, ist geradezu eine Beleidigung. Das Volk erwartet, dass unser Wort und unsere Taten als Bürgschaft ausreichen.«

    Na fein, die getürkten Zahlen, das gebrochene Wort und die nicht erfolgten Taten sollen als Bürgschaft ausreichen um Griechenland vor der Pleite zu retten!

    Was muß dieser Papandreou für gute Freunde diesseits und jenseits des Atlantiks haben, dass hier nicht sofort Tacheles geredet wird angesichts derartiger Unverschämtheiten!

    mehr...

    • terbuan
      19. Mai 2011 09:01

      Griechenland gehört unter kommissarische Zwangsverwaltung gestellt und ein Verfahren in der Art Chapter 11 eingeleitet, vorher gibt es keinen Cent mehr von den betrogenen Gläubigern!

    • HJR
      19. Mai 2011 10:38

      @terbuan
      Meine Meinung! Und ich denke, das wäre ein Deal, der zum Bestmöglichen sowohl der EU als auch Griechenlands gereicht.

    • socrates
      19. Mai 2011 11:12

      terbuan
      Wie kann man zu den Griechen nur "getürkt" sagen!

    • Patriot
      19. Mai 2011 12:27

      Die Spanier verkaufen seit Jahrzehnten Häuser und Grundstücke an die Deutschen, und finanzieren so ihr Leistungsbilanzdefizit gegenüber den Deutschen.

      Mal sehen was Papandreu sagt, wenn Griechenland kein Geld mehr bekommt. Vom Kapitalmarkt bekommen sie sowieso schon lange kein Geld mehr. Dann kann Papandreu in Griechenland nach Öl suchen, und Handys, Autos und viele Lebensmittel dürfen sie dann auch selbst herstellen. Wird ein schöner Ausflug ins Mittelalter für die Griechen.

      Es ist wie überall. Ohne Sanktionen funktioniert überhaupt nix. Keine Erziehung, keine "Integration", kein ordentliches Wirtschaften, gar nix.

  14. Cotopaxi
    19. Mai 2011 08:52

    Ich wusste gar nicht, dass unser Glanzstück, die Mindestsicherung, also arbeitsloses Grundeinkommen, auch für Staaten gilt.

  15. thomas lahnsteirer
    19. Mai 2011 08:46

    Endlich hat Angela Merkel bei einer CDU-Wahlveranstaltung die Wahrheit gesagt und die verschwenderischen Pensions- und Urlaubsregelungen in Griechenland, Spanien und Portugal heftig kritisiert. Mehr hat sie nicht gebraucht und schon sind die vereinigten Linken über sie hergefallen. Die Grünen und der rote Gabriel, die Süddeutsche und der Spiegel, sie alle werfen sich sofort als Verteidiger Griechenlands in die Bresche und die hohlen linken Phrasen wie Populismus, mangelnde europäische Solidarität schwirren durch die Luft. Dabei ist gerade Angela Merkel als Zahlmeister Europas ein herausragendes Beispiel von viel zu großer Solidarität mit den Schwachmatikern Europas.........

    • terbuan
      19. Mai 2011 09:04

      So kann man doch mit dem Vorsitzenden der Sozialistischen Internationale nicht umspringen, wo kommen wir denn da hin......

    • brechstange
      19. Mai 2011 09:20

      Mich wundert, dass das Wort "Rechts" nicht gefallen ist.

    • Buntspecht
      19. Mai 2011 11:16

      Das Problem ist leider, dass die Fakten ihrer Aussage leider sehr fehlerhaft waren, wie sich nun herausstellt!

    • thomas lahnsteirer
      19. Mai 2011 12:11

      @Buntspecht
      knirsch, mein Fehler, aber brutel ausgedrückt können sich die südlichen Länder
      ein Pensionsantrittsalter wie Deutschland einfach nicht leisten...
      und die Statistiken dort unten ?????

    • Patriot
      19. Mai 2011 12:37

      Schauen wir, wie lange sie bei der Erklärung bleibt. Wahrscheinlich wird bald alles wieder für ein großes "Mißverständnis" erklärt werden.

      Treichl hat ja heute auch schon wieder zurückgerudert. So wird sich nie was ändern. Die Zeiten sind hart, und das Mindeste was notwendig ist, sind harte Worte.

  16. Martin Bauer
    19. Mai 2011 08:32

    Es ist schon komisch. Bei all den Tagebucheintragungen, Kommentaren, Verlinkungen fehlt mir immer ein wichtiges Puzzle in der griechischen Tragödie.

    Die Möglichkeit Griechenlands, falsche Zahlen an die EU zu liefern, wurde von den kreativen Investmentbanken Goldman Sachs und J.P.Morgan gemanaged.
    Natürlich mit Wissen und Billigung der Griecfen
    Natürlich mit Unwissen und Nichtbilligung der EU ...

    Zitat Wikipedia:

    Nach einem Bericht der New York Times vom 13. Februar 2010[68] sollen US-Banken wie Goldman Sachs und JP Morgan Griechenland in den letzten zehn Jahren dabei geholfen haben, das Ausmaß seiner Staatsverschuldung zu verschleiern. So seien neu aufgenommene Kredite als Währungsgeschäfte verbucht worden. Im Gegenzug seien künftig zu erwartende Einnahmen, zum Beispiel aus Flughafengebühren und Lotteriegewinnen, abgetreten worden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Griechenland

    Von Regressforderungen oder zumindest Vorwürfen in diese Richtung hört man nichts.

    PS:
    Um den Verschwörungstheorien noch eine hinzuzufügen: Die Verhaftung unseres obersten europäischen Ordnungshüters in Sachen Geld ... Goldman Sachs... J.P.Morgan ... deren an sie abgetretenen Vermögenswerte... Ich glaub', man wird noch lesen ...

    • Martin Bauer
      19. Mai 2011 08:35

      Ist als Ergänzung zu cotopaxl und observer gedacht.

    • Cotopaxi
      19. Mai 2011 08:41

      Werter Herr Bauer!

      Haben Sie meinen Nick-Namen absichtlich verhunzt?

    • Johann Scheiber
      19. Mai 2011 08:43

      Ist alles längst keine Verschwörungstheorie mehr, denn die Verschwörer sind weltweit bekannt. Ist ein offenes Gaunerstück, letztlich gedeckt durch die US-Army.

    • brechstange
      19. Mai 2011 08:44

      War nicht unser neuer EZB-Chef Draghi genau zu jener Zeit Goldman Sachs Europachef?
      Wird hier ein Bock Gärtner?

    • Martin Bauer
      19. Mai 2011 08:55

      Cotopaxi

      Tut leid, aber "l" und "i" sind bei mir sehr schwer auseianderzuhalten. (Apfel+ wäre öfters angebracht :-) )
      Mein Beitrag war als seriöse Ergänzung zu Ihren Kommentaren gedacht.

    • Martin Bauer
      19. Mai 2011 08:58

      brechstange

      Zum Stichwort Draghi (danke dafür!)

      2006 wurde er Nachfolger von Antonio Fazio, gegen den die italienische Staatsanwaltschaft ermittelte, bei der Banca d'Italia. Seine maximale Amtszeit beträgt zwölf Jahre. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, verkaufte Draghi vor Amtsantritt als Notenbankchef seine Goldman Sachs-Anteile und übertrug den Gewinn an einen Blind Trust.[2] Als Chef der Zentralbank ist er auch Mitglied des Rates der EZB. Er leitet zudem das Forum für Finanzstabilität am Sitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel. Draghi war Mitglied des Aufsichtsrates von Eni, IRI und der Banca Nazionale del Lavoro.

    • terbuan
      19. Mai 2011 09:25

      Na prima, dann ist ja das ganze Geldgeschäft praktisch in einer Hand!

    • HJR
      19. Mai 2011 09:51

      Betrug nach deutschem Recht (Stgb):

      (1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
      (2) Der Versuch ist strafbar.
      (3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren...

    • Cotopaxi
      19. Mai 2011 10:30

      Werter Herr Bauer!

      Danke für die nette Ergänzung.

  17. HJR
    19. Mai 2011 07:34

    Die Amerikaner haben ja bekanntlich für den Konkursfall ein Verfahren etabliert. Es wird etwas salopp "Chapter 11" genannt. Das bedeutet, ein konkursbedrohtes Unternehmen kann sich unter kann sich unter einen "Schutzschirm" begeben, wenn es einen "Kurator" akzeptiert, der dann die Geschicke des Unternehmens LEITET aber vorrangig versucht, das Unternehmen wieder marktfähig zu machen.

    Bei allem "humanen Weltverständnis" entspricht es auch gängigem Rechtsverständnis und menschlicher Vernunft, dass kein Sorgeberechtigter bzw. -verpflichteter gezwungen werden darf, die Existenz des "Umsorgten" auch um den Preis seiner eigenen wirtschaftlichen Existenz sicherzustellen.

    Die EU sollte also nun dringendst und unmissverständlich klarmachen, dass Griechenland unverzüglich wirksame Schritte zur Gesundung seiner Volkswirtschaft (nach Maßgabe der EU-Empfehlungen) zu setzen hat. Andernfalls endet an diesem Punkt die EU-Hilfe und Griechenland wäre auf sich selbst gestellt.

    Das wäre auch ein wirksames Signal an die anderen "Wackelkandidaten".

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 08:08

      Wirklich nett, werter HJR,

      dass Sie mich - wenn auch kritisch - hier zitieren!
      Aber - seien wir doch ehrlich - was nützt es schon viel, wenn wir hier im Forum mit vielen starken Sprüchen Urteile fällen, die wir selber mangels eigener Zuständigkeit und potentieller Einflussmöglichkeiten nicht in Wirksamkeit bringen können?

      Wenn z.B. der werte Josef Maierhofer apodiktisch ausruft: "Lasst Griechenland aus dem Euro", so ist da sicher was dran (siehe auch A.U.!), doch wir alle werden zu den tatsächlichen Entscheidungen auch nicht ein Jota beitragen können.

      Kritik, das Einbringen eigener Meinungen, sind Grundvoraussetzungen für eine gediegene Diskussionskultur.
      Selbstüberschätzung der eigenen bzw. forumsbezogenen Einflussmöglichkeiten hinsichtlich der Politik-Entscheidungen landes-, europa- und weltweit, halte ich für eine (verzeihliche) Fehlmeinung Vieler hier!
      Aber - wie gesagt: nutzt's nichts, schadt's nichts!
      Guten Morgen!

    • brechstange
      19. Mai 2011 08:12

      Der erste Schritt wäre die unfähigen Verhandler von ihren Posten zu entfernen. Das ist zuerst mal der Juncker, der mit seinen zur Griechenland-Hilfe solidarischen Aussagen Hetze betreibt. Ein Beispiel: "Österreich hat auch Zinsen kassiert von den Griechen. Insofern ist Österreich nicht auf dem Weg ins Armenhaus." Nicht gesagt hat der Herr, dass wir unsere Zinsen selbst bezahlen dürfen, natürlich auch über Kredite, denn Griechenlands Staatsverschuldung steigt und steigt. Es gibt keinen Return-of-Point, als nächstes die Französin Lagarde. Die beiden stehen eng befreundet zusammen und bedienen sich eigennützig gegenseitig. Das ist für einen funktionierenden Staatenbund nicht tragbar.

      Als nächstes gehört in Griechenland ein Kommissär von außen eingesetzt, denn ein griechischer Innenpolitiker wird kaum fähig sein, durchzusetzen und ein Generalpfandrecht auf griechisches Vermögen. Eine Privatisierung zum jetzigen Zeitpunkt würde nur die Leichenfledderer begünstigen, die stehen eh schon in der Reihe und wir werden auf unseren Forderungen sitzen bleiben. Wetten.

    • Johann Scheiber
      19. Mai 2011 08:58

      Das liefe seriöserweise alles auf eine deutsche Kuratorschaft über Europa hinaus. Genau zur Verhinderung der deutschen Dominanz wird aber seit über hundert Jahren im wahrsten Sinne Tod und Teufel in Bewegung gesetzt.
      Mit dem Goldmann-Sachsen Mario Draghi passiert aber gerade wieder eine Weichenstellung in Richtung weiterer Destruktion Europas.
      Dass die Europäer das Geschnattere und die Intrigen des Luxenburger Bezirkshauptmannes überhaupt ertragen, ist ein deutliches Zeichen wie abgestumpft alle schon sind.

    • HJR
      19. Mai 2011 09:38

      @Wertkonservativer
      dass ich "nett" bin, werter Wertkonservativer, haben mir noch wenige Leute (ungestraft) unterstellt!
      Und wenn sie mich (und andere?) einerseits "starker Sprüche" zeihen und andererseits (offenbar für sich ) fordern, Kritik und Meinung einbringen zu dürfen ("weil's ja nicht schad't"), dann haperts offensichtlich etwas an Ihrer Diskussionskultur.
      Im übrigen hat hier - so viel ich sehe -niemand in Anspruch genommen, landes-, europa- oder weltweite Entscheidungen treffen zu wollen oder zu können.
      Vielleicht sollte Sie Ihre Kanone in Zukunft mit etwas kleineren Projektilen laden?!

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 10:46

      Oje, ojemine!

      Werter HJR, da bin ich bei Ihnen ja gar nicht gut angekommen!
      Mit den "starken Sprüchen" habe ich nicht speziell sie angesprochen, sondern die Mehrheit unserer Mitblogger, mich nicht ausgenommen.
      Und mit dem Kritikeinbringen habe ich wiederum nicht mich speziell gemeint, sondern dies auch wieder auf die Gesamt-A.U.-Forumsrunde bezogen.

      Eigentlich bin ich hier bekannt als einer, der nicht mit großkalibriger Munition schießt, sondern eher einer, der sich "dem sanften Gesetz" (Stifter) verpflichtet fühlt.
      Aber sei's, wie's sei: Nichts für ungut, strenger HJR!

  18. Josef Maierhofer
    19. Mai 2011 07:23

    Lasst Griechenland aus dem Euro !

    Mit der Drachme wären die Griechen 'hochweis' und hätten zufolge des Kurses, der zu erwarten wäre, Tourismus und Warenabsatz wie nie zuvor und die Beschäftigung würde dort steigen.

    Die Schuldenbedienung, sagt man, wäre dann schwieriger wegen des Kurses.

    Und wie ist die griechische Schuldenbedienung heute, trotz des 'Kurses' ???

    Mitleid habe ich mit der EU, die die eigenen Gesetze bricht, die Griechen in ihrer Siesta gestört und dadurch zerstört hat (auch, wenn der griechische Betrugsbeitrag nicht zu verachten ist) und das trotz der stetig steigenden 'Milliardenhilfsbeträge' nicht sehen kann oder will.

    Es wäre Zeit, daß Österreich einmal Klartext spricht in der vernagelten EU.

    Wenn wir so weiter machen, werden auch wir bald die Insel im Wörthersee verkaufen müssen ...

    • ambrosius
      19. Mai 2011 08:30

      Haben wir nicht erst gestern an dieser Stelle erfahren, wie geradezu verbrecherisch unsere Kommunen und Länder die Gesetze der Bilanzwahrheit verletzen ? Wir sollten über die -zugegeben- Sauereien Griechenlands etwas weniger von oben herab urteilen.

    • brechstange
      19. Mai 2011 08:33

      @ambrosisus

      Für oben herab haben wir schon lange keine Berechtigung mehr, doch sich zusätzliche Schuld aufbürden zu lassen, ist grob fahrlässig.

    • ambrosius
      19. Mai 2011 09:10

      Damit gehe ich völlig konform, liebe Brechstange

    • Josef Maierhofer
      19. Mai 2011 10:03

      @ ambrosius @ brechstange

      Von oben heran war es nicht gemeint, aber von oben herab arbeitet die EU und das tut sie solange, bis ihr jemand Einhalt gebietet, und, wenn es der Zusammenbruch ist.

  19. thomas lahnsteirer
    19. Mai 2011 07:20

    Einen Hoffnungsschimmer für Griechenland gibt es:
    es fanden zwar wieder Streiks statt, die teilweise das öffentliche Leben lähmten, aber die Beteiligung an den Streiks ist stark rückläufig.
    Auch der kommunistischen Gewerkschaft gelingt es nicht mehr, viele Menschen zu mobilisieren.
    Es scheint so, als würden die meisten Menschen in Griechenland langsam begreifen, dass sie sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen müssen und dass kein Weg an weiteren Privatisierungen und Dereglierungen vorbeiführt.

    Dass man wirklich aus dem letzten Loch pfeift, zeigen ungewöhnliche Massnahmen wie zB:
    "Im Kampf gegen das Schuldenloch von 340 Milliarden Euro will die griechische Regierung auch reiche Landsleute im Ausland um Geld bitten. Griechenland plane, sogenannte Diaspora-Anleihen auszugeben, hieß es im Finanzministerium. Diese Anleihen sollten von Griechen gekauft werden, die in erster, zweiter oder sogar dritter Generation vor allem in den USA, in Kanada und Australien, aber auch in der EU leben." (Quelle: Wirtschaft t-online) ....

    Die Rettung aus der Misere bringt meiner Meinung nach nicht der Austritt Griechenlands aus dem EURO, sondern wie Hans-Olaf Henkel dargelegt hat, der Austritt der halbwegs stabilen Geberländer aus dem EURO, die eine neue Parallelwährung, nämlich den Nord-EURO einführen solten. Der Euro würde abwerten und könnte den Schwachmatikern wieder eine Chance geben, ein ordentliches Wirtschaftswachstum zustande zu bringen.

  20. Observer
    19. Mai 2011 07:10

    Fakt ist, ...
    ... dass sich Griechenland durch "geschönte Budgetzahlen" den Eintritt in die Solidaritätsgescheinschaft der Gemeinschaftswährung erschlichen hatte,
    ... dass die ausländischen Kreditgeber (Staaten, Banken und Investgesellschaften) das Ausfallsrisiko tragen, denn dies ist ja in den Zinsen einkalkuliert,
    ... dass sowohl die Regierung, als auch Gewerkschaften und der Grossteil der Bevölkerung keine Einschränkungen hinnehmen wollen, sondern weiterhin ein gemütliches Leben führen wollen und
    ... dass die übrige Welt scheinbar machtlos diesem Treiben gegenübersteht und weietere Milliarden den Griechen nachwirft.
    Der griechische Tyrann Peisistratos erhob vor ca 2.700 Jahren den Kult um den Weingott Dionysos zum alljährlich stattfindeten mehrtägigen Staatsfest, welche Thespis, Sophokles u.a. zu den griechischen Tragödien inspirierte. Bei der jetzigen griechischen Tragödie leiden aber nicht die Griechen, sondern das übrigen Europa.
    Vor ca. 40 Jahren hatte Udo Jürgens den griechischen Wein besungen: "Schenk' noch mal ein!".

    • Cotopaxi
      19. Mai 2011 08:18

      Ich vermute, dass die damaligen EU-Verantwortlichen genau wussten, dass die Griechen falsche Zahlen liefern. Es war vielleicht im gegenseitigen Einverständnis, denn es war sicher politisch gewünscht, dass sich der Euro-Raum auch auf Griechenland ausdehnt.
      Es war allen EU-Verantwortlichen klar, dass die Griechen die Beitrittskriterien nie erfüllen werden können.
      Aus dieser Sicht, kann man sagen, dass eine Komplizenschaft aller EU-Länder vorliegt und man den einen Verbrecher nicht fallen lassen kann, ohne zu riskieren, dass dieser "auspackt".

  21. Wertkonservativer
    19. Mai 2011 06:58

    In unserer Zeit, in der die Menschheit bemüht ist, die ehernen Naturgesetze mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln außer Kraft zu setzen, zumindest aber bestmöglich zu zähmen, sehen wir doch, dass dies nur unzulänglich gelingt.

    Dank unseres heutigen humanen Weltverständnisses hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass der Starke dem Schwachen zu helfen hat, sei es im Zusammenleben der Menschen, sei es im Zusammenwirken der Völker dieser Erde.

    Kriegsvermeidung, Entwicklungshilfe, Solidarität, das sind (gottseidank) die Leitlinien im Politgeschehen unserer Zeit!

    Zur Schuldenfrage der Südländer unseres Kontinents meine Meinung:

    Wirksame Hilfe: ja (schon im allereigensten Interesse der Währungs-Balancen im wirtschaftlich und finanziell engverzahnten Europa), jedoch mit strengsten und wirksam überwachten Auflagen hinsichtlich step-by-step-Gesundung der einzelnen Volkswirtschaften. Und - bei erwiesener Unbelehrbarkeit - Ausweisung aus der Gemeinschaft, um bei diesen Völkern - wie in der Natur - die notwendigen Selbstreinigungs- und Regenerierungskräfte wirksam werden zu lassen.

    Ich weiß, dass ich mit meiner Meinung hier ein Minderheiten-Vertreter bin.
    Trotzdem: wir sitzen alle in einem Boot! Vor dem rettenden Hafen Bedürftige aus dem Boot zu werfen, wäre mit unserem heutigen Weltverständnis wohl nicht recht kompatibel.
    Also versuchen wir's! Unser Boot wird schon nicht untergehen!

    • brechstange
      19. Mai 2011 08:17

      Wo ist der rettende Hafen? Könnten Sie das näher erläutern?

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 08:31

      Kann ich nicht, liebe Brechstange!

      Aber was nützt uns unser tägliche Schwarzsehen, die Aufzählung aller hier und in der Welt auftretenden Unzukömmlichkeiten, wenn wir doch wissen, dass unsere Kräfte nicht reichen, schicksalhaften Entwicklungen wirksam zu begegnen.

      Die Welt schon immer ein unsicherer Ort; versuchen wir doch - so lange es geht - einigermaßen zufrieden und glücklich in ihr zu leben!

    • ambrosius
      19. Mai 2011 08:38

      Betr.: Brechstange: der rettende Hafen ist der Konkurs ! Das ist ja der Krebsschaden an unserer unendlichen Krise, daß wir das einzige Regulativ, den Konkurs um jeden Preis vermeiden wollen. Nicht der Kapitalismus scheitert, wie uns diese Pamphleteure von liks weismachen wollen, sondern das Korektiv des Kapitalismus, eben der Konkurs, ist außer Kraft gesetzt.
      Im Falle von Staaten ist der Konkurs die sogenannte " harte Umschuldung", die auch in der jüngeren Geschichte ihre Heilsame Wirkung, etwa an Ländern wie Brasilien wunderbar vorgeführt hat.

    • brechstange
      19. Mai 2011 08:39

      Sg Herr WK,

      Ich persönlich denke, dass wir bereits zu lange glücklich und zufrieden lebten und diverse Auswüchse zuließen, daher denke ich, dass es notwendig und wichtig ist, aufzuzeigen, dass wir nicht mehr bereit sind, zuzusehen, wie sich Organisierte Kriminalität ausbreitet, wie sich manche bedienen, wie eine Elite bildet, die sich abhebt. Wenn wir nicht hier gemeinsam gegensteuern, haben wir bald afrikanische Zustände. Daher finde ich, ist Gemütlichkeit nicht mehr angebracht. Die restlichen konstruktiven und produktiven Kräfte müssen dagegensteuern, sonst sinkt das Schiff durch seine Schieflage.

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 08:53

      Ich verstehe ja auch Ihre Argumente, werte Brechstange!
      Doch, zum letzten Mal in diesem Zusammenhang, meine bescheidene Lebenseinstellung in Bezug auf die Schicksalsfragen der Menschen, im Dichterwort (C.F.Meyer):
      "
      Was kann ich für die Heimat tun,
      Bevor ich geh im Grabe ruhn?
      Was geb ich, das dem Tod entflieht?
      Vielleicht ein Wort, vielleicht ein Lied,
      Ein kleines, stilles Leuchten!
      "
      Mehr ist (leider) nicht drin!

    • Johann Scheiber
      19. Mai 2011 09:17

      Ambrosius, ich glaube, dass das Wort "Kapitalismus" semantisch nicht mehr zu retten ist. Mir tut es auch nicht leid darum, hat es doch niemand anderer eingeführt, als Karl Marx, und zwar mit dem Zweck die Marktwirtschaft zu diskreditieren.
      Und tatsächlich ist ja auch die Marktwirtschaft ausser Kraft gesetzt, nicht der Kapitalismus, denn dieser ist in Form des Geldkapitalismus in Kombination mit Sozialismus für die Unterschichten präsent als der vollendete weltweite Faschismus gestützt durch die westliche "Sicherheitsarchitektur".

    • brechstange
      19. Mai 2011 09:29

      @ambrosius

      Ja, Konkurs von gescheiterten Vorhaben lässt neue Vorhaben entstehen. Das wäre gesunde Marktwirtschaft.

    • HJR
      19. Mai 2011 10:53

      @Wertkonservativer
      An und für sich ist ja ein Diskussionsforum dazu gedacht, dass man seine Statements erläutert (wenn sie nicht auf allgemeines Wissen gründen), aber das schlichte Eingeständnis, zu einer Erläuterung nicht in der Lage zu sein, zeugt entweder von Geschwafel oder von hoffnungsloser Romantik.

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 11:21

      Stimmt, HJR,

      bei mir ist's sicher die Romantik!

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 12:05

      @HJR:

      zwischen zwei Geschäfts-Mails nochmals kurz nachgedacht:

      Romantischer Schwafler, das ist wahrscheinlich auf mich maßgeschneidert!

      Okay, damit lebe ich gerne; die scharfsichtigen Statements und Welterklärungen überlasse ich neidlos den dazu befähigten Mitpostern!

      Ja, ja, die Blume der Romantik; ein gutes Rezept gegen alle Weltuntergangs-Szenarien!

    • ambrosius
      19. Mai 2011 15:03

      Lieber Johann Schreiber ! Natürlich habe ich das Wort Kapitalismus im Sinne von Marktwirtschaft gebraucht. Mit Marx und seinem Denken will ich mich nicht weiter auseinandersetzen, weil er genau das typische Denken der Linken hat: in der Definition von Problemen durchaus nicht immer falsch liegend aber ohne den geringesten praktikablen Lösungsansatz (außer: die Reichen sollen bluten)

    • Wertkonservativer
      19. Mai 2011 17:52

      Werter Johann Scheiber,

      Ihre höherstehende Beschreibung der Begriffe vom Kapitalismus über die Marktwirtschaft zum Faschismus ist hart, jedoch wahrscheinlich ziemlich zutreffend!

      Die Frage ist nur, ob und wie man dieser Entwicklung als Einzelner (schon gar nicht!), als kleines Land (auch kaum!), als EU (vielleicht?) gegensteuern kann.
      Was nützen alle hier erstellten Befunde, wenn wir den unguten Entwicklungen mehr oder wenig hilflos ausgeliefert sind?
      Unsere täglichen Befund-Wiederholungen bringen gar nichts!
      Schade um die Zeit!

    • HJR
      20. Mai 2011 10:23

      @Wertkonservativer

      Zu wiederholtem Male werfen Sie "die Sinnlosigkeit der Meinungsäußerung Einzelner" in die Debatte, wenn Ihnen die Argumente gegen eine Mehrheit andersgelagerter (und nicht romantisch-hoffnungsvoller) Einschätzungen ausgehen. In diesem Zusammenhang darf ich zum Thema "Einzelner" ein paar Namen in Erinnerung rufen, die Ihnen möglicherweise schon wieder entfallen sind:
      Platon
      Jesus von Nazareth
      Paulus (der Apostel)
      Augustinus von Hippo (354)
      Kopernikus (1473)
      Martin Luther (1546)
      Galileo Galilei (1642)
      Isaac Newton (1642/3)
      Karl Marx (1818)
      Charles Darwin (1858)
      Mahatma Ghandi (1869)
      Adolf Hitler (1889)

      Freundliche Grüße

  22. libertus
    19. Mai 2011 01:05

    Nachdem die Pleite Griechenlands nicht eine schicksalhafte darstellt, sondern eine grob fahrlässige und noch dazu mit Lug und Betrug bei der Euroeinführung herbeigeführte, gibt es keinen Grund "Solidarität" mit Griechenland einzufodern.

    Allerdings sitzen wir wegen der Währungsunion mit Griechenland in einem Boot und daher kann man dieses nicht so ganz einfach "absaufen" lassen.

    Noch dazu wo Portugal und Spanien folgen könnten. Ob ein Staatskonkurs die einzig wahre Lösung des Problems wäre, wage ich zu bezweifeln.

    Viel mehr sollte man Griechenland dabei unterstützen, die gewährten Kredite "auf Heller und Pfennig" oder besser auf Euro und Cent zurückzuzahlen, egal wie lange es dauert.

    Und solange das Land am europäischen Geldtropf hängt, gehört es sehr wohl unter Finanzaufsicht gestellt bzw. beinhart fremdbestimmt.

    Eines geht jedenfalls nicht - die Milliardenhilfen einstreifen und sich gleichzeitig jede Einmischung von außen verbieten.
    Denn da hört sich jegliche Vernunft, Solidarität und jegliches Verständnis auf.





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