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Ein Banker bringt die Republik in Aufregung

Andreas Treichl ist das Gegenteil eines Diplomaten. Deswegen kommt der Erste-Bank-Chef freilich mit seinen Äußerungen der Wahrheit oft ein deutliches Stück näher als sonstige Firmenchefs, Beamte oder gar Politiker. Auch wenn man ihm nicht in jedem Aspekt zustimmen kann.

Gewiss: Die Aussage, Politiker wären „zu blöd“, ist ein absolut mehrheitsfähiger Satz. Er hat sogar Chancen auf eine Zweidrittelmehrheit. Vor allem schon deshalb, weil auch die Aussage selber an den Zuhörer keine hohen intellektuellen Ansprüche stellt. Daher können ihr auch all jene zustimmen, die die konkrete Beschwer Treichls intellektuell gar nicht zu verstehen imstande sind.

Aber dennoch sollten sich auch die Banker an der Nase nehmen: Wo haben sie sich wirklich intensiv bemüht, das Wirtschaftsverständnis von einfachen Politikern und Bürgern zu verbessern? Damit sind deutlich mehr Anstrengungen als nur  ein paar Pressekonferenzen gemeint, bei denen die Bankenchefs mit ein paar ebenso insiderisch wie sie denkenden Wirtschaftsjournalisten  parlieren. Völlig unzureichend sind in einer pluralistischen Demokratie auch bloßes Naserümpfen über Politiker und Hinterzimmer-Interventionen bei diesen und ihren Beamten. Hier geht es immer um öffentliche und veröffentlichte Meinung. Nur die entscheidet, ob in Österreich noch ein Rest an wirtschaftlicher Vernunft gerettet werden kann.

Bei dieser Aufgabe helfen auch die üblichen Bosheiten und Intrigen nicht mehr weiter, die so manche Bank gerne über die andere ausstreut. Da bräuchte es eine geschlossene Argumentation.

Vor allem sollten sich alle großen Banken bewusst werden, dass es beim gegenwärtigen Bankenprügeln nicht nur um ein paar Sager zum Tag geht, sondern um eine politische Strategie. Die SPÖ baut nämlich für den nächsten Wahlkampf schon ein klares Feindbild und Aggressionsobjekt auf: Banken und Millionäre.

Instrumente dieser Kampagne werden die gebetmühlenartig wiederholten Forderungen nach noch höheren Banken- und Vermögenssteuern sein, mit denen der aus jeder Finanzierbarkeit rinnende Wohlfahrtsstaat zugunsten der eigenen Klientel noch eine Zeitlang am Leben gehalten werden soll. „Fresst die Reichen“ wird zweifellos der Wahlkampfschlager Nummer eins. Das wird der SPÖ umso leichter gelingen, als sie und ihr ÖGB in den letzten Jahren alle sozialdemokratisch gefärbten Banken kaputt gemacht und ans Ausland verjuxt haben. Der Bogen reicht von der einstigen Zentralsparkasse bis zur Bawag. Diese peinlichen Crashes roter Finanzpolitik machen aber nun die Attacke auf die Banken sehr leicht. Da braucht man auf niemanden mehr Rücksicht üben.

Die SPÖ folgt damit dem wirtschaftlichen Primitivpopulismus der Blauen. Sie will taktisch um jeden Preis einem neuerlichen Ausländer- und Political-Correctness-Wahlkampf aus dem Weg gehen, der nur die FPÖ noch weiter aufwerten würde. Freilich ist zumindest klugen Sozialdemokraten bewusst, dass die Grünen und damit die vielen grün agierenden Journalisten ihnen sowieso wieder das Anti-Strache-Thema aufzwingen werden.

Schwerer verständlich ist die Reaktion der Banken. Wenn sie schon als Schlachtopfer des nächsten Wahlkampfes auserkoren sind, dann sollten sie zumindest zu kommunizieren versuchen, weshalb es für Österreich sehr vorteilhaft ist, die Zentrale relativ großer Banken im Land zu haben. Nämlich vor allem für die Bewahrung hochqualitativer und damit Steuern und Wertschöpfung schaffender Arbeitsplätze. Das gleiche gilt auch für die Großindustrie, die ja ebenfalls durch politischen Populismus (in diesem Fall mit grünem Anstrich) zunehmend vertrieben wird. Und auch "nur" vermögende Leute, die mit ihren Millionen hier leben, sind besser als Menschen, die mit ihren Millionen anderswo leben. Bei allem nachvollziehbaren Neid.

Was den Steuerzahlern ebenfalls noch nie klargemacht worden ist: Die einzigen Banken, die uns Geld kosten, sind ähnlich wie in Deutschland von Politikern beeinflusste Institute. Ob diese Politiker-Banker nun Claudia Schmied oder Jörg Haider geheißen haben.

Noch einmal zurück zu Treichl: Natürlich hat er in dem konkret von ihm der Politik angekreideten Punkt recht. Es ist einfach absurd, wenn für eine Bank auf Grund der rechtlichen Eigenkapitalvorschriften Kredite an noch so wacklige Staaten (=Anleihen) viel weniger Kosten verursachen als solche an noch so stabile Unternehmen.

Nur irrt  Treichl bei der Analyse der Ursache: Da steckt weniger Blödheit der Politiker dahinter als raffinierter Egoismus. Denn wäre der Kauf von Staatspapieren nach korrekten Marktmechanismen zu bewerten – also als erkennbar riskant werdende Investition –, dann müssten die Staaten endlich ernstlich anfangen zu sparen. Ihre Kreditaufnahme wäre nämlich sonst bald unerschwinglich teuer. Die Wahrscheinlichkeit ist aber erfahrungsgemäß groß, dass Parteien, die plötzlich sehr sparsam agieren, beim nächsten Mal sofort abgewählt würden. Also ist das Ganze nur für die Staatsfinanzen blöd – und zwar auf Grund der Blödheit der Wähler, die sparsame Regierungen des öfteren bestrafen. Parteipolitisch ist dieses Verhalten hingegen durchaus klug. Denn Parteipolitik schaut immer nur bis zum nächsten Wahltag.

Treichl erweckt freilich einen falschen Eindruck, wenn er so spricht, als könnte die österreichische Politik alleine diese Verzerrung der Kreditbedingungen sanieren. Das beruht längst alles auf internationalen Abkommen, die Österreich alleine nicht ändern kann, selbst wenn es wollte.

Noch einen Fehler hat Treichl begangen, den er inzwischen aber ganz heftig bereut: Er hat sich im Winter 2008/09 unter heftiger Selbstkritik als erster Bankchef interessiert erklärt, die staatlichen Kredite zur Absicherung seiner Bank entgegenzunehmen. Heute weiß man, die Erste Bank hätte das nicht gebraucht. Sie wäre nie und nimmer in Gefahr geraten. Das einzige, was ihr freilich gedroht hätte, wäre eine zumindest teilweise feindliche Übernahme durch einen ausländischen Eigentümer gewesen.

Das hätte zwar die Einlagen und Arbeitsplätze nicht gefährdet. Das wäre aber für die österreichischen Steuereinnahmen, für den Wert des Standortes wie möglicherweise auch für das Management schlecht gewesen. Jedenfalls hat die Nationalbank heftigen Druck auf die Banken ausgeübt, das staatliche Geld zu nehmen. Und keine Bank will sich allzu leichtfertig und frontal mit der Nationalbank anlegen. Kann diese doch ein sehr schikanöses Aufsichtsregime führen.

Dennoch war für Raiffeisen und Erste Bank die Annahme des Geldes ein Fehler. Denn es war bei einigem politischen Gespür vorauszusehen gewesen, dass sie ab dann von der Politik ständig dafür geprügelt werden (ungeachtet der saftigen Zinsen für die Staatskassen). Diese Staatsgelder in Bankenkassen kommen ja bei den Menschen mit folgender Story an: Wir haben mit unserem Steuergeld konkursreife Banken und deren luxuriös bezahltes Management gerettet.

Diese lustvoll vor allem von der SPÖ gesponnene Botschaft ist in der Wirkung für jeden Betroffenen natürlich verheerend. Da kommt der SPÖ die gleichzeitige Verdoppelung der Aufsichtsratsbezüge bei der Erste Bank natürlich besonders gut zupass. Die war alles andere als klug – vor allem, wenn es keine ausreichende Informationsstrategie der Bank als Begleitmusik gibt (wobei ja die Argumente auf der Hand liegen: Die Aufsichtsratsbezüge wurden viele Jahre nicht erhöht, im internationalen Vergleich sind sie noch immer viel niedriger; gleichzeitig wurde die persönliche Haftung der Aufsichtsräte größer usw). Bleibt nur anzunehmen, dass die Bank von ihren versagenden PR-Beratern jetzt wenigstens das Agenturhonorar zurückfordert.

Manche Leser werden freilich meinen: Geschieht den Banken doch durchaus recht. Sie zahlen keine wahrnehmbaren Zinsen aufs Sparbuch; kein Spitzenmanager hat dort in der Finanzkrise den Job verloren; und die Banken spekulieren heftig. Während die ersten beiden Vorwürfe weitgehend berechtigt sind, ist der dritte falsch: Die österreichischen Banken arbeiten viel konservativer, also vorsichtiger als ihre internationalen Konkurrenten. Sie haben einen viel geringeren Anteil ihrer Bilanzsummen riskant veranlagt – auch wenn in schweren Krisen natürlich jeder Kredit umfallen kann.

Aber die Banken sind auch mit dieser Botschaft nicht imstande, an die Öffentlichkeit zu dringen. Und noch weniger können sie das mit der allergrößten Gefahr, die ihnen nun droht. Es wächst nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass nach Bank Austria und Bawag noch eine weitere Großbank Richtung Ausland wegschwimmt.

Bei der Erste Bank deutet schon viel auf eine Auswanderung hin. So zeigte sich Treichl schon mehrfach überzeugt, dass Österreichs Rating (und damit auch das aller österreichischen Unternehmen) im kommenden Jahr schlechter werden wird. Damit wird die Refinanzierung aber auch für seine Bank empfindlich teurer. Zweitens will die Bank die Schulden bei der Republik möglichst bald zurückzahlen, um ihre volle Freiheit zurückzugewinnen – auch wenn sie das vor Vorliegen des nächsten Banken-Stresstests noch nicht kommunizieren will.

Und drittens ist die Erste Bank längst eine mittel- und südosteuropäische Bank und keine österreichische mehr. Sie kann sich daher legitimerweise ihren Sitz dort wählen, wo die Rahmenbedingungen am besten sind. Dabei geht es etwa um Steuersätze, um das nationale Rating, um die Infrastruktur und deren Kosten, um die Qualität und Quantität der Mitarbeiter oder um die wirtschaftlichen Zukunftsaussichten des Landes. Vieles davon ist in Prag oder Pressburg längst deutlich besser. Und last not least geht es um den Umgangston zwischen Politik und Wirtschaft, der über die Zukunft des Standortes Wien entscheiden wird.

All das sollte sich die SPÖ vor Augen halten, wenn sie ihre Dobermänner Ostermayer und Kräuter wieder von der Leine lässt.

PS: Ich scheue sonst vor Beiträgen über Institutionen zurück, denen ich mich verbunden fühle. Das ist  im Fall der Erste Bank seit meiner Kindheit der Fall. Aber dennoch kann ich im aktuellen Fall nicht an der Debatte vorbeigehen. Ich wollte mit diesem PS zumindest offenlegen, dass ich der Erste Bank nicht so wertfrei gegenüberstehe wie anderen Objekten meiner Kommentare.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 02:04

    Natürlich hat Herr Treichl recht und nicht einmal übertrieben, wenn man die heimische Politikerriege genauer unter die Lupe nimmt.

    Allerdings sind dem Bankmanager zwei unnötige Fehler unterlaufen:

    Wer öffentlich die Hand beißt, die ihn - in diesem Falle mit großzügigen staatlichen Krediten - durchgefüttert hat, handelt nicht klüger als jene, die er geißelt.

    Und darüber hinaus hat er den linken Klassenkämpfern, allen voran der SPÖ (wie Herr Unterberger folgerichtig aufzeigt) unnötige Munition für den nächsten Wahlkampf geliefert. Der bewährte Berater Stanley Greenberg reibt sich schon die Hände und freut sich über die simple Botschaft, welche er für den immer noch existierenden "kleinen Mann" verfassen wird.

    Daher sollte man auch Herrn Treichl ins Stammbuch schreiben: Bitte, zuerst doch noch ein bißchen nachdenken und etwas brillanter formulieren, ehe man seinen Gefühlen freien Lauf läßt und damit dem politischen Gegner die nächsten Wählerstimmen allzu leicht zutreibt!

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 05:47

    Die Erste Bank hat vor dreißíg Jahren den Beginn meiner Selbständigkeit finanziert, und war auch schon seit zwanzig Jahren vorher unsere Familienbank! Ich habe daher ein fast familiäres Verhältnis zu ihr und lasse über sie nichts kommen.

    Auch Herr Treichl ist mir äußerst sympathisch, welche Fehler er auch immer in letzter Zeit gemacht haben mag!

    Ein Mann, der unsere Politiker für feig und blöd hält und dies auch offen ausspricht, dem gebührt meine volle Achtung und - ich sage es offen - auch Bewunderung, in einer Zeit, wo alles kaschiert und kalmiert wird, was in unserem Staat an Ungutem passiert!

    Persönlichkeiten wie Treichl wären notwendig, um dem Volk die Augen zu öffnen und unsere Staatslenker auf das zurückzuführen, was sie mehrheitlich sind: feig und blöd!

    Der Wahrheit eine Gasse !!!

  3. Ausgezeichneter KommentatorPostScriptum
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 01:55

    "Das beruht längst alles auf internationalen Abkommen, die Österreich alleine nicht ändern kann, selbst wenn es wollte."

    Einspruch, euer Ehren! Nach einem Ausstieg aus der EU (der zwar langwierig, aber doch relativ einfach machbar ist) sind dem (verfassungsgebenden) Gesetzgeber keine Grenzen gesetzt. Kommen Sie mir nicht mit dem Völkerrecht. Dies wird in casu von diversen größeren Nationen en passant ignoriert und post EU wird es gegen Österreich keine Zwangsmaßnahmen mehr geben können.

    Zur Sache: Treichl, Erste Bank und überhaupt Banken bilden mit dem Staat ein kriminelles Netzwerk:

    Staaten nehmen bei Banken unendlich viele Schulden auf, Banken wiederum kaufen qua Teilreservesystem und Zentralbankgeld massenhaft diese Anleihen auf und verdienen gemütlich ihr Staatsanleihengeld damit.
    Es ist natürlich eine Chuzpe der Politik, die Rettung der Banken mit Steuergeld groß zu propagieren, sind es doch gerade die Staaten, die bei Bankeninsolvenzen niemanden mehr finden, der ihnen die Staatsanleihen abkauft. Die USA sind schon soweit, US- Staatsanleihen werden nicht mehr gekauft, lediglich die FED "druckt" massenhaft Geld und kauft die Staatsanleihen der USA damit auf.
    In Europa ist es noch nicht so weit. Wird es auch schwerlich kommen, denn die EZB darf direkt gar keine Staatsanleihen kaufen. Zwar wird dieses Recht schon indirekt umgangen, aber soweit, dass die EZB direkt Staatsanleihen kauft, sind wir noch nicht, im Moment sind noch die Banken dazwischengeschalten.

    Was ist nun passiert? Was immer in Krisen zwischen Partnern passiert, es "kriselt". Die Politik musste die Banken nach dem Crash 2008 auffangen, damit sie weiterhin Schulden machen kann, doch die Politik geriet dadurch selber in Misskredit, was die werten Herren Faymann und Co. natürlich gar nicht lustig finden. Deshalb wird jetzt auf den Partner, selbst wenn es die Hand ist, die einen füttert, hingehackt, denn man darf ja keine Wahlen verlieren.

    So wird der "Partner" zum Gegner, was sich die Banken natürlich nicht gefallen lassen. So ist auch Treichls Ausfall zu verstehen, er war eine Warnung an die Politik. Wahrscheinlich sind viele Banken gar nicht mehr bereit, Staatsschulden (auch österreichische) zu finanzieren und dafür auch noch als Sündenbock hingestellt zu werden.
    Doch die SPÖ, wie Unterberger richtig anmerkt, kann nicht mehr anders, sie verliert (wahrscheinlich auch so) die Wahlen haushoch, wenn sie keinen Wahlkampfschlager findet.

    Tja und mit Griechenland und Portugal wird dieses kriminelle Konstrukt endgültig den Bach runtergehen: die Völker wollen keine Staaten mehr finanzieren, dadurch verlieren die Banken massenhaft Geld (die Banken sind ja die Gläubiger der Staaten;"haircut") wodurch sie wiederum die Staaten nicht mehr finanzieren können und wollen= Zusammenbruch des Systems. Das Ergebnis wird sein, dass die EZB Staatsschulden direkt aufkaufen wird, also dasselbe wie die FED machen wird.
    Das wird jedoch nichts mehr bringen: der nächste Megacrash steht vor der Tür und diesesmal werden Staaten niemanden mehr auffangen können--> massenhaft Bankenpleiten--> masenhaft Unternehmerpleiten--> massenhaft Arbeitslosigkeit--> tja, viel Spaß.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 08:25

    Keiner kann mehr zurück, zumindest wird das geglaubt.

    Weder die Banken können aus ihrer Expansionspolitik zurück noch die Politik aus ihrer Schuldenpolitik und Europahörigkeit.

    Das Treichl-Wort 'blöd' in der Bedeutung von 'dumm gelaufen' trifft aber leider schon zu und ich gebe Herrn Treichl schon recht bei der Qualität und Bildung der politischen Entscheidungsträger.

    Daß die SPÖ im Wahlkampf nicht gegen ihre eigenen Millionäre und Multimillionäre vorgehen wird, wird wohl auf der Hand liegen, aber meiner Meinung nach kommen diese 'Neureichen' auch nicht trocken weg, angefangen von den horrenden Politikergehältern, -pensionen und -vermögen über die 'Experten'
    und endend bei den Bonzen im Hintergrund a' la Androsch & Konsorten.

    Nun aber haben sich die Linksmedien, es scheint offenbar in Österreich nur noch solche zu geben, bereits 'Halali' geblasen auf die 'Reichen' und die 'Millionäre' und die Konsequenz wird sein: entweder es passiert nichts, weil Strache gewählt wird, oder das österreichische Geld wird in Prag angelegt oder sonstwo und dort Arbeitsplätze schaffen unter wesentlich günstigeren Bedingungen als in Österreich.

    Der Wähler, werte SPÖ und auch ÖVP, wird zu Ihnen sprechen. Er wird Ihnen sagen wo es lang geht. Eure Lügenmärchen zur Selbstbedienung und Klientelbedienung glaubt heutzutage niemand mehr. Es gehört zu meinen Lieblingsthemen, immer dann, wenn die Politik 'blöd' ist, darauf hinzuweisen, wohin die Wähler laufen könnten.

    Sollte die ERSTE BANK tatsächlich mit ihrem Hauptsitz auswandern, ja wer übernimmt denn dann das Loch am Hauptbahnhof, wo die ERSTE BANK ja als Meilenstein an der Ecke geführt wird, sollte man den Ausführungen am Wiener 'Bahnorama' Glauben schenken ? Wer übernimmt denn dann die Arbeitslosen, die im Ausland gegen billigere Spezialisten getauscht werden ?
    Und von wem kommt dann das Kapital, das die ERSTE BANK dann sicher nicht mehr in Österreich anlegen wird, sondern dort, wo es gewinnbringender sein wird. Na, da wird halt dann die 'Werner Faymann - Michael Häupl' Stiftung einspringen, die habens ja, das Geld und das Know How ...

    Oh Du mein Österreich ! Warum hat man Dich mit dieser Partei und Gesinnung bestraft ?

  5. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 07:15

    Herr Treichl hatte absichtlich eine provokante Aussage getroffen, um einen üblen Missstand in unserem politischen System zu einer Diskussion zu bringen. Natürlich sollte so eine Aussage nicht "alle" Politiker treffen, denn es gibt schon einige wenige, welche NICHT unter seine Behauptungen fallen.
    Andererseits verhalten sich die Banken - besonders auch während der Zeit der Finanzkrise - nicht gerade sehr rühmlich.
    Drei Dinge fallen mir immer wieder auf:
    1. Millionen von Sparbuchbesitzern werden laufend mit sehr niedrigen Habenzinsen "abgespeist", was genau genommen einer Geldverminderung gleich kommt, da die Nettoerlöse (= Habenzinsen minus Kest) immer wesentlich unter der Inflationsrate liegen. Mit diesen Einlagen und sehr günstigen Geldern von Zentralbanken werden aber gute Geschäfte und Gewinne erzielt, denn die Sollzinsen liegen wesentlich darüber.
    2. Besonders in den Oststaaten werden grosszügig und ohne bzw. mit ungenügenden Sicherheiten Gelder vergeben, welche sich später als faule Kredite herausstellen und in den Bilanzen wertberichtigt werden müssen. Ob da nicht auch Gelder der österr. Sparer verwendet werden? Eigentlich sollte man diese Kredite nicht völlig abschreiben, sondern sich weiter um die Eintreibung kümmern und bei Erfolg diese Gelder in den Bilanzen als "ausserordentliche Gewinne" verbuchen. Leider geht man oft aber einen anderen Weg: man verkauft diese Forderungen zu einem Bruchteil der Buchwerte an dubiose Geldeintreiber und gibt sich mit geringeren Erlösen zufrieden.
    3. Die Banken vergeben sehr grosszügig Summen - von günstig besorgten Geldern - siehe oben - mit extrem hohen Zinsen an schlecht bewertete Staaten, weil sie wissen, dass diese bei Nichtzahlung dann doch von der Staatengemeinschaft unterstützt werden und somit das Ausfallsrisiko gleich null ist.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorinside
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 07:58

    "Die Politiker sind blöd, haben von Wirtschaft keine Ahnung..."
    Dem ist voll zuzustimmen.
    Aber nicht zu vergessen wäre, dass blöde Politiker selten von intelligenten Wählern gewählt werden!

    PS:
    Ich tippe ein mal, dass Herrn Treichl der Sager in einer emotionalen Sekunde unfreiwillig ausgekommen ist.
    Dass er ihn sodann innerlich bereute...
    und heute stolz darauf ist.

    Gut so!

  7. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Mai 2011 00:36

    Bezeichnend in dieser Situation: Frau Rudas darf das große Wort führen, Heldin der abgeschafften Studiengebühren und Faymann.Vertraute, Expertin für Wirtschaft, die sie nun einmal ist. Sie hat uns schon garantiert, dass durch die geforderte Abschaffung der Gruppenbesteuerung kein Unternehmen weniger Österreich zum Standort wählen wird. Die Frau kennt sich halt in der Wirtschaft aus.

    Und wo versteckt sich eigentlich Herr Schindelegger?


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  1. Shaku (kein Partner)
    21. Januar 2015 20:06

    die collagen allien sind schon grund genug! und der blog ist eben frfchreif :-) die kritische selbstbefragung in der modewelt selten, darum hier immer wieder gute denkanstf6sse. auch ffcr nicht-bloggerinnen. http://jzmjhbwdwg.com [url=http://okvgcxei.com]okvgcxei[/url ] [link=http://bbjlxhsqov.com]bbjlxhsqov[/link ]

  2. Heru (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:00

    Ich hab deinen Blog heute zum erestm Mal gelesen...er unterscheidet sich von den anderen schon dadurch, dass du schf6n formulierst und intelligente Se4tze bildest. Weiter so. Ich denke Nischenblogs werden sich weiter herausbilden, wie academicchic.com http://lgnibh.com [url=http://fgenunx.com]fgenunx[/url ] [link=http://iurtzftd.com]iurtzftd[/link ]

  3. Janko (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:48

    wonderbra 0 0Das ist sooooooo ein eitniudeges Fake!Die Mfcnzen fliegen viel zu schnell und im falschen Winkel .schei.. gemacht das Video .

  4. Janko (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:47

    wonderbra 0 0Das ist sooooooo ein eitniudeges Fake!Die Mfcnzen fliegen viel zu schnell und im falschen Winkel .schei.. gemacht das Video .

  5. Boaz (kein Partner)
    19. Januar 2015 21:40

    0 0da der werfer von FakeFinder ja nun detiiifnv entlarvt wurde, bleibt die einzig grodfe leistung in dem video tatse4chlich die des reviersheriffs!!!(mein bescheidener beitrag bestand nur darin, dass ich verhindert habe das der werfer vorher zum frisf6r ging )

  6. Mayur (kein Partner)
    19. Januar 2015 07:53

    glaub ihr solltet mal den wieknl von euren kfcmmerlichen dingern kontrollieren,i glaub der steht im falschem wieknl!!@BluBBasdasd,was auch noch geil ist,in der zeitlupe verschwindet der schatten von den mfcnzen nicht,wfcrd sagen suchst dir nen neuen optiker oder kaufst dir mal ne neue grafikkarte,damit du wieder was auf deinem pc erkennst

  7. DerTurm
    19. Mai 2011 21:48

    Ich weiß ja nicht, wer der Leser hier den gestrigen Club 2 gesehen hat, aber den Vogel abgeschossen hat gestern definitiv:
    Frau Elisabeth Klatzer - Ökonomin, Wirtschaftsuniversität Wien

    Was diese Frau an Halbwissen, Viertelwahrheiten und primitiver Links-Propaganda verzapft hat, war kaum mehr zu ertragen (abgesehen davon, dass sie ständig in einer mit ihren Händen gestikuliert hat, die äußerst tief blicken lässt).

    Zum Glück wurde sie von Klaus Liebscher und Ludwig Scharinger meistens enttarnt (insbesondere ihres offen zur Schau gestellten Unwissens).

    Wer sich die Sache antun möchte: http://tvthek.orf.at/programs/1283-Club-2/episodes/2253145-CLUB-2

  8. brechstange
    19. Mai 2011 12:45

    Heute hat er sich entschuldigt, der Treichl. So wird es nicht und das wollen gute Manager sein.

    • contra
      19. Mai 2011 15:10

      Nicht nur als Politiker sondern auch als Manager sollte man Rückgrat statt Gartenschlauch zeigen! :-(

  9. terbuan
    18. Mai 2011 08:56

    Eine Meinung von draußen:
    Die Financial Times geht heute ziemlich kritisch mit den österreichischen Banken ins Gericht "Griechen-Scharfrichter Österreich mit Schönheitsfehler"
    http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/:selbsternannter-musterschueler-griechen-scharfrichter-oesterreich-mit-schoenheitsfehler/60053658.html

  10. Haider
    17. Mai 2011 23:17

    Wie ist es eigentlich mit Bankern, die später Politiker werden. Sind die dann plötzlich blöd, feige usw. oder waren sie es vorher?
    Ich denke konkret an einen Banker, der die viertgrößte Bank Österreichs killte und dafür Österreichischer Finanzminister wurde. Als er daraufhin noch die DDSG versenkte, die immerhin in ihrem hundertjährigen Bestehen zwei Weltkriege überlebt hatte, wurde er Bundeskanzler. Da er Sozialist ist, kann er weder blöd noch feig usw. sein. Außerdem erklärt er uns grenzdebilen Zahlern noch immer die Welt!
    Offensichtlich ist alles doch nicht so einfach, wie es uns die Allroundgenies Rudas, Kräuter etc. via ORF immer erklären.

  11. socrates
    17. Mai 2011 20:41

    Rezept für Banker: Man borgt 1 Mrd um 0,5 % bei der EZB, legt sie bei Pleiteländern an um 10,5%, die können nicht zurückzahlen und nach 7 Jahren hat man 2 Mrd. Da kann man saftige Bonuszahlungen lukrieren und hat kein Risiko. Dumm sind die Politiker, die das zulassen, die Dummen sind wir.

  12. Milota
    17. Mai 2011 19:48

    Der sich durch das Berufsleben der Familie Treichl wie ein roter Faden ziehende Leitsatz lautet : "nur keinen Streit vermeiden". Ihrem angelsächsisch geprägtem Verständnis von good and fair sports folgend, muß der Gegner satisfaktionsfähig , d.h. mindestens Spitzenpolitiker, internationale Wirtschaftsgröße...etc. sein. Legendär sind die Scharmützel, die sich einst der Vater des Erste Bank Generaldirektors, Heinrich Treichl mit Bruno Kreisky geliefert hat, und die Jahrzehnte früher, nur im Morgengrauen in den Praterauen mit ungezogenen Pistolenläufen gesühnt hätten werden können. Heinrich Treichl diente seinerzeit ein Sonnenkönig als Reibebaum, der bedauernswerte Junior muß sich an trostlos mediokrem Politpersonal abreagieren. O tempora o mores !

    • terbuan
      18. Mai 2011 11:16

      Milota
      Sie haben es auf den Punkt gebracht, sozusagen als "Insider" :-)
      Beste Grüße
      terbuan@aon.at

  13. Samtpfote
    17. Mai 2011 14:58

    Bitte! Unterscheidet endlich zwischen Geschäftsbanken und Investmentbanken. Danke

  14. Patriot
    17. Mai 2011 14:41

    Polemisch gesagt, sind die Banker ebenfalls zu feig und zu dumm. Es stellt sich immer mehr heraus, daß man gegen die Linken mit Wischi-Waschi-Politik nicht weit kommt. Man muß die Wahnsinnigen mit allen demokratischen Mitteln bekämpfen. Auf Anständigkeit und Fairness darf man bei der Konfrontation mit diesem Gesocks nicht hoffen.

    Das "Bankenrettungspaket" in den USA ist inzwischen sogar zu einem Geschäft für den Staat geworden:

    http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E279ED4BB85BA48FFAD7ABECC22C8E941~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Bankenrettung kostet weniger als erwartet
    700 Milliarden Dollar - diese Summe wurde in Amerika vor zwei Jahren genehmigt, um Finanzinstitute zu retten. Viele Amerikaner hatten darauf mit Zorn reagiert. Nun werden die Kosten auf 50 Milliarden Dollar geschätzt.
    ...
    Der von den Amerikanern ungeliebteste Teil von Tarp, die Bankenrettung, wird sich wohl als profitabel erweisen. Das Finanzministerium schätzt das Plus auf bis zu 20 Milliarden Dollar.


    Trotzdem betet jeder kommunistische Gehirngeschissene bei jeder Gelegenheit die angeblichen Kosten für die Bankenrettung herunter, und rechtfertigt damit jede noch so dümmliche Ausgabe für linkslinke Verrücktheiten.

    Treichl muß jetzt nachlegen. Immerhin kommt ihm Strabag-Chef Haselsteiner zur Hilfe. Am Donnerstag gibt Treichl eine Pressekonferenz zu diesem Thema. Und da spricht er hoffentlich auch über das neue "Geld-aus-dem-Fenster-Paket" für Portugal. Nachdem wir den Griechen schon 1 Milliarden überwiesen haben, und die 2. Milliarde unterwegs ist, wurden für Portugal ebenfalls für 1.5 Millarden Garantien abgegeben.

  15. Doppeladler
    17. Mai 2011 14:20

    Wenn sich Treichl nicht im Ton vergriffen hätte, würde kein Hahn nach ihm krähen ...

  16. A.K.
    17. Mai 2011 12:31

    In Dr. Unterbergers „Ein Banker bringt die Republik in Aufregung“ wird die Tatsache erwähnt, daß es einfach absurd ist, wenn für eine Bank auf Grund der rechtlichen Eigenkapitalvorschriften Kredite an noch so wacklige Staaten (=Anleihen) viel weniger Kosten verursachen als solche an noch so stabile Unternehmen.
    Wenn ich - mit Schrecken - vom finanziellen Zustand Griechenlands höre, kann ich nicht vermeiden, reflexartig über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Auf meinen naturwissenschaftlichen Hintergrund (Logik und Mathematik) und auch mit ein wenig Lebenserfahrung suche ich nach Lösungswegen, obwohl mir klar ist, daß mein Bemühen höchstens Denksportaufgabe, aber wahrscheinlich ohne Realisierungschance bleibt. Nun zu einem solchen Lösungsweg als Ergebnis der Denksportaufgabe:
    Offenkundig ist es möglich, daß derzeit innerhalb der EU sowohl Euroländer als auch Länder mit historisch gewachsenen Zahlungsmitteln nebeneinander existieren. So hat z.B. GB seine Pfunde, CZ seine Kronen, etc. behalten, obwohl in D oder AT zum Euro übergangen wurde. Dies ist ein Schönheitsfehler, aber eben bisher unvermeidbar gewesen.
    In allen „Euro-Ländern“ gab es mehr oder weniger lange Übergangszeiten, wo traditionelle Zahlungsmittel gleichzeitig zum Euro akzeptiert wurden. So durfte z.B. in Österreich ab 1.1. 2002 sowohl Schilling als auch Euro im Verhältnis 13,7603 Schilling = 1 Euro einige Monate zur Zahlung verwendet werden.
    Es ist aber kein unveränderliches Naturgesetz, daß nur vom nationalen Zahlungsmittel zum Euro übergegangen werden kann. Grundsätzlich könnte nämlich der Vorgang auch umgekehrt erfolgen. Es müßte nur im(!) jeweiligen Land zum Euro parallel auch die (frühere) nationale Währung als gültiges Zahlungsmittel anerkannt werden. Dazu müßte festgelegt werden, daß alle Zahlungen an das Ausland in Euro-Noten erfolgen und die in das Ausland (nachweislich!) in Euro erfolgten Zahlungen erfaßt werden. Darunter wären primär fällige Staatsschuldenzahlungen, die an das Ausland gehen, wichtig. Das betroffene Land – z.B. Griechenland – dürfte dann zu deren offiziellen Gegenwert nationale Währung drucken und im Land als gültiges Zahlungsmittel gestatten. Während der gesamten Staatschuldenkrises des Landes sollte dieses „Verfahren der Parallelwährung“ laufen. Ich bin der Meinung, daß nach einigen Jahren die „nicht-Euro-fähigen“ Länder einen Zustand erreichen würden, als wären sie nie dem „Euro beigetreten“, ohne aber die „echten“ Euroländer durch ihre Schulden zu schädigen.

  17. Norbert Mühlhauser
    17. Mai 2011 12:07

    Es gilt zu unterscheiden zwischen "Erste Bank" und "Erste Bank Group AG". Letzteres Rechtsgebilde hat rd 20 Aufsichtsräte, so dass ein Aufwand von insgesamt 700.000 EUR dafür zu Bruttobezügen iHv rd EUR 35.000 im Einzelfall führt.

    Das müsste gerade noch vertretbar sein, falls die Aufsichtsräte auch wirklich etwas leisten, und geistig nicht nur bei den paar Sitzungen "präsent" sind.

    Quellen:

    derstandard.at/1304551718766/Massive-Kritik-Erste-Bank-verdoppelt-Aufsichtsratsgagen

    http://tinyurl.com/6ahw8k9

    • Celian
      17. Mai 2011 12:53

      ich kann daran auch nichts Aufregendes finden. Das ist vor allem eine Sache der Aktionäre und ein Thema für die Aktionärshauptversammlung der Ersten. Aber nicht für die Politik vom Kickl/FP bis zum Öllinger/Grüne schlagen hier alle auf die Erste los, als wäre sie in Staatsbesitz. Hier wird bloß das übliche Feindbild "Banken" aufgebaut. Statt daß sie sich über die Gewinne der Ersten freuen. Und die Rückzahlung der PS-Scheine.

    • Norbert Mühlhauser
      18. Mai 2011 10:20

      @ Celian:

      Mit den Worten "gerade noch vertretbar" habe ich gerade die Proteste der Anlagevertreter angesprochen, die zweifellos Öffentlichkeitscharakter und die Berufung auf Sorgfaltspflichten und Anlegerschutz zum Gegenstand haben.

    • Norbert Mühlhauser
      18. Mai 2011 10:36

      Sollte natürlich Anlegervertreter heißen ...

  18. thomas lahnsteirer
    17. Mai 2011 09:56

    Natürlich ist die Gagenerhöhung bei der Ersten ein Schwachsinn und liefert selbst der einfältigen Frau Rudas Munition. Die schwachsinnige Rudas kritisiert aber auch- und da wird es brandgefährlich-
    dass

    - die tschechische RI-Tochter eine Rekord-Expansion und
    eine Kapitalerhöhung plant.
    - die Uni Credit mit mehr als 800 Mio. Euro Nettogewinn über
    50 Prozent Gewinnzuwachs zum Vorjahr erzielt hat
    - Die Bank Austria ihren Gewinn im ersten Quartal 2011
    um 41 Prozent im Vergleich zu 2010 steigern konnte...

    Wie schlimm und gemein von diesen verruchten Banken, dürfen die das überhaupt ??

    Es ist wirklich ein trauriges Sittenbild, dass Leute vom geistigen Format einer Rudas, die wahrscheinlich nicht einmal einen Kontoauszug lesen kann, nun gegen die Banken demagogisieren und sich als Speerspitze des Antikapitalismus
    präsentieren und mit ihrem primitiven, selbst zusammengeschusterten Weltbild die Öffentlichkeit belästigen können.

    • brechstange
      17. Mai 2011 12:15

      Es scheint die Rudas möchte mit billigstem Mittel die Kommunisten links überholen.

    • terbuan
      17. Mai 2011 15:01

      Was habt Ihr nur gegen die Laura?
      Sie wurde von den Lesern des Dichand-Schmierblatts "Heute" zur schönsten Politikerin Österreichs gewählt und ihr Werner ist der schönste Mann in der heimischen Politikerwelt!
      In der Sprechblase eines Fotos der beiden meint sie:
      "Werner, warum wird nicht auch die Regierung nach dem Aussehen gewählt?"
      Worauf er lapidar meint: "Schön wär's!"
      Schön, dass es bei uns noch Qualitätszeitungen gibt ;-)

    • mike1
      17. Mai 2011 15:57

      wer soll schon die rudas sein ? ein armes stumpfes dummes kleines tschapperl, es ist doch völlig egal, was dieses dummchen von sich gibt......

    • contra
      17. Mai 2011 21:03

      Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters und es scheint, daß die Leser des "Heute"-Gratisblattl soviel Sand in die Augen gestreut bekommen, daß ihnen der Durchblick abhanden gekommen ist.
      Denn von "schön" kann bei beiden keine Rede sein!

  19. Josef Maierhofer
    17. Mai 2011 08:25

    Keiner kann mehr zurück, zumindest wird das geglaubt.

    Weder die Banken können aus ihrer Expansionspolitik zurück noch die Politik aus ihrer Schuldenpolitik und Europahörigkeit.

    Das Treichl-Wort 'blöd' in der Bedeutung von 'dumm gelaufen' trifft aber leider schon zu und ich gebe Herrn Treichl schon recht bei der Qualität und Bildung der politischen Entscheidungsträger.

    Daß die SPÖ im Wahlkampf nicht gegen ihre eigenen Millionäre und Multimillionäre vorgehen wird, wird wohl auf der Hand liegen, aber meiner Meinung nach kommen diese 'Neureichen' auch nicht trocken weg, angefangen von den horrenden Politikergehältern, -pensionen und -vermögen über die 'Experten'
    und endend bei den Bonzen im Hintergrund a' la Androsch & Konsorten.

    Nun aber haben sich die Linksmedien, es scheint offenbar in Österreich nur noch solche zu geben, bereits 'Halali' geblasen auf die 'Reichen' und die 'Millionäre' und die Konsequenz wird sein: entweder es passiert nichts, weil Strache gewählt wird, oder das österreichische Geld wird in Prag angelegt oder sonstwo und dort Arbeitsplätze schaffen unter wesentlich günstigeren Bedingungen als in Österreich.

    Der Wähler, werte SPÖ und auch ÖVP, wird zu Ihnen sprechen. Er wird Ihnen sagen wo es lang geht. Eure Lügenmärchen zur Selbstbedienung und Klientelbedienung glaubt heutzutage niemand mehr. Es gehört zu meinen Lieblingsthemen, immer dann, wenn die Politik 'blöd' ist, darauf hinzuweisen, wohin die Wähler laufen könnten.

    Sollte die ERSTE BANK tatsächlich mit ihrem Hauptsitz auswandern, ja wer übernimmt denn dann das Loch am Hauptbahnhof, wo die ERSTE BANK ja als Meilenstein an der Ecke geführt wird, sollte man den Ausführungen am Wiener 'Bahnorama' Glauben schenken ? Wer übernimmt denn dann die Arbeitslosen, die im Ausland gegen billigere Spezialisten getauscht werden ?
    Und von wem kommt dann das Kapital, das die ERSTE BANK dann sicher nicht mehr in Österreich anlegen wird, sondern dort, wo es gewinnbringender sein wird. Na, da wird halt dann die 'Werner Faymann - Michael Häupl' Stiftung einspringen, die habens ja, das Geld und das Know How ...

    Oh Du mein Österreich ! Warum hat man Dich mit dieser Partei und Gesinnung bestraft ?

    • brechstange
      17. Mai 2011 09:37

      Die Banker haben sich und uns in diese Lage manövriert, nun nutzen es die Populisten. Beides ist nicht erfreulich.

    • Josef Maierhofer
      17. Mai 2011 14:25

      @ brechstange

      Daß unfähige Banker daran beteiligt sind , ist schon was Wahres, aber tatsächlich ist es die schwache Gesetzesexekution, die Gesetzlosigkeit in der Politik ganz allgemein und die steuerliche Begehrlichkeit, die Korruption, die 'Freundschaftsdienste' (freiwillig ???) der Banken, etc., der 'Schlendrian' also.

      Es ist schon die Gesinnung der Linken, die so weit weg von der Realität ist, wie der Mond von der Erde, die außer Zerstörung und Konsum nichts im Hirn zu haben scheinen und seit 4 Jahrzehnten 'Dallas' spielen ...

    • brechstange
      17. Mai 2011 16:05

      Sg Herr Maierhofer,
      In meinen Augen ist es Unfähigkeit, wenn ich diese Schwachstellen nutze und damit das Unternehmen an die Wand fahre. Und wenn die Eigenkapitalbasis nicht stimmt in einem Unternehmen liegt das auch an den Unternehmern bzw. deren Managern. Das kann man steuern,früher nannte sich das "Kaufmännische Vorsicht", doch mit der Politik und den Staatshaftungen eines "Too big to fail-Status im Rücken, lässt es sich risikoreich arbeiten.
      Es sind nämlich zwei Dinge, die den Erfolg eines Unternehmens ausmachen:
      1. ein Management, das vorsichtig und klug agiert und
      2. eine Gesetzgebung, die nicht blockiert aber effizient kontrolliert.
      In beiden Punkten passierten evidente Fehler und siehe da, trotzdem sind es dieselben Ruderer.

      Von den Roten und ihrem Verständnis von Unternehmensführung möchte gar nicht sprechen, weil da gibt es nichts.

  20. inside
    17. Mai 2011 07:58

    "Die Politiker sind blöd, haben von Wirtschaft keine Ahnung..."
    Dem ist voll zuzustimmen.
    Aber nicht zu vergessen wäre, dass blöde Politiker selten von intelligenten Wählern gewählt werden!

    PS:
    Ich tippe ein mal, dass Herrn Treichl der Sager in einer emotionalen Sekunde unfreiwillig ausgekommen ist.
    Dass er ihn sodann innerlich bereute...
    und heute stolz darauf ist.

    Gut so!

  21. Observer
    17. Mai 2011 07:15

    Herr Treichl hatte absichtlich eine provokante Aussage getroffen, um einen üblen Missstand in unserem politischen System zu einer Diskussion zu bringen. Natürlich sollte so eine Aussage nicht "alle" Politiker treffen, denn es gibt schon einige wenige, welche NICHT unter seine Behauptungen fallen.
    Andererseits verhalten sich die Banken - besonders auch während der Zeit der Finanzkrise - nicht gerade sehr rühmlich.
    Drei Dinge fallen mir immer wieder auf:
    1. Millionen von Sparbuchbesitzern werden laufend mit sehr niedrigen Habenzinsen "abgespeist", was genau genommen einer Geldverminderung gleich kommt, da die Nettoerlöse (= Habenzinsen minus Kest) immer wesentlich unter der Inflationsrate liegen. Mit diesen Einlagen und sehr günstigen Geldern von Zentralbanken werden aber gute Geschäfte und Gewinne erzielt, denn die Sollzinsen liegen wesentlich darüber.
    2. Besonders in den Oststaaten werden grosszügig und ohne bzw. mit ungenügenden Sicherheiten Gelder vergeben, welche sich später als faule Kredite herausstellen und in den Bilanzen wertberichtigt werden müssen. Ob da nicht auch Gelder der österr. Sparer verwendet werden? Eigentlich sollte man diese Kredite nicht völlig abschreiben, sondern sich weiter um die Eintreibung kümmern und bei Erfolg diese Gelder in den Bilanzen als "ausserordentliche Gewinne" verbuchen. Leider geht man oft aber einen anderen Weg: man verkauft diese Forderungen zu einem Bruchteil der Buchwerte an dubiose Geldeintreiber und gibt sich mit geringeren Erlösen zufrieden.
    3. Die Banken vergeben sehr grosszügig Summen - von günstig besorgten Geldern - siehe oben - mit extrem hohen Zinsen an schlecht bewertete Staaten, weil sie wissen, dass diese bei Nichtzahlung dann doch von der Staatengemeinschaft unterstützt werden und somit das Ausfallsrisiko gleich null ist.

  22. Markus Theiner
    17. Mai 2011 07:06

    Das war ja der Treppenwitz aller Finanzkrisen: dass die Politik als Rettung vor dem Untergang der freien Welt eine strengere Regulierung des Finanzsektors gefordert hat, obwohl fast alle Ursachen der Krise irgendwie von der Politik verursacht oder verstärkt wurden.

    Der hohe Stellenwert von Staatsanleihen und Ratingagenturen - beides hat sich als sehr problematisch erwiesen - war durch die internationalen Abkommen wie Basel II vorgegeben. Gleichzeitig wurde der Druck zu riskanten Geschäften durch das billige Geld der (formal unabhängigen, aber trotzdem zumeist politisch beeinflussten) Notenbanken erhöht.
    Die Marktmechanismen sind weitgehend ausgehebelt. Durch staatliche Haftungen werden Banken auf die Rendite reduziert. Aktionäre und insbesondere Konsumenten kümmern sich dagegen kaum mehr um die damit verbundenen Risken - deren Einschätzung aber auch staatlich geregelt ist (wieder Basel II, wenn auch nur strukturell). Dazu kommt, dass die strengen Auflagen für Banken (z.B. hinsichtlich Eigenkapital) nicht nur die bestehenden Giganten kaum sicherer machen, sondern auch die Entstehung neuer Konkurrenten erschweren.

    Würde man erstens jedwede staatliche Intervention bei Bankenpleiten kategorisch ausschließen und den Banken nicht vorschreiben wie sie ihr Eigenkapital absichern, sehr wohl aber dessen Offenlegung, dann wäre es zumindest theoretisch möglich, dass die Konsumenten und Investoren konservative Geschäftspraktiken belohnen.
    Aber die leider recht zahlreichen Anhänger des Vollkasko-Staates würden bei dem bloßen Gedanken an eine deregulierung und Haftungsausschlüsse schon gepeinigt aufschreien.

    Früher hätte ich gesagt: Das System muss erst an die Wand gefahren werden, bevor die kapieren dass ein Vollkasko-Staat nicht funktionieren kann.
    Heute fürchte ich: Selbst dann werden die kapitalistischen Spekulanten schuld sein. Treichl&Co sind schuld an der schlechten Situation der Staatsfinanzen, nicht Kreisky&Co.

    • brechstange
      17. Mai 2011 09:41

      Schuld ist die Verbandelung der Politik mit der Finanzwirtschaft. Da kann sich jeder von diesen Herren, Treichl inklusive an der Nase nehmen. Heute retten sie alle ihre Sessel und laufen in alle Richtungen dahin. Jeder schiebt auf den anderen, gewinnen werden die Populisten. Auch keine schöne Aussicht, nicht wahr.

  23. Wertkonservativer
    17. Mai 2011 05:47

    Die Erste Bank hat vor dreißíg Jahren den Beginn meiner Selbständigkeit finanziert, und war auch schon seit zwanzig Jahren vorher unsere Familienbank! Ich habe daher ein fast familiäres Verhältnis zu ihr und lasse über sie nichts kommen.

    Auch Herr Treichl ist mir äußerst sympathisch, welche Fehler er auch immer in letzter Zeit gemacht haben mag!

    Ein Mann, der unsere Politiker für feig und blöd hält und dies auch offen ausspricht, dem gebührt meine volle Achtung und - ich sage es offen - auch Bewunderung, in einer Zeit, wo alles kaschiert und kalmiert wird, was in unserem Staat an Ungutem passiert!

    Persönlichkeiten wie Treichl wären notwendig, um dem Volk die Augen zu öffnen und unsere Staatslenker auf das zurückzuführen, was sie mehrheitlich sind: feig und blöd!

    Der Wahrheit eine Gasse !!!

    • Cotopaxi
      17. Mai 2011 06:53

      Wäre das ein ÖVP-Bundesparteiobmann! (Oder Obmann welcher Partei auch immer)

      Man könnte wieder zukunftsfroher unsere Heimat betrachten.

    • Wertkonservativer
      17. Mai 2011 07:15

      Stimmt, Cotopaxi!

    • HJR
      17. Mai 2011 07:51

      Werter Wertkonservativer,
      heute ausnahmsweise mal meine vollständige und uneingeschränkte Zustimmung!

    • mike1
      17. Mai 2011 08:33

      verehrter wertkonservativer !

      ihr kommentar erspart mir weitere ausführungen ! danke und meine volle zustimmung !

    • Cotopaxi
      17. Mai 2011 08:41

      Nur eines seiner öffentlich bekannten Handikaps ist seine.... eh schon wissen.

      Die ist in ihrem Auftreten und Aussagen manchmal etwas peinlich.

    • brechstange
      17. Mai 2011 09:35

      Ich bin nicht Ihrer Meinung. Denn die Öffnung ist zu spät, vor ein paar Jahren hätte ich Ihnen zugestimmt. Nun kommt es einer Flucht gleich.

    • Wertkonservativer
      17. Mai 2011 10:07

      Werte Brechstange,

      mit Ihrer Replik komme ich nicht ganz klar: welche Öffnung meinen Sie?
      Flüchten wollte ich auch nicht!
      Über eine Präzisierung Ihrer Wortmeldung würde ich mich freuen!

    • brechstange
      17. Mai 2011 12:18

      Sg Wertkonservativer,

      Mit Öffnung meinte ich Treichls Wortspende. Eine Meinung, die hinter vorgehaltener Hand sicher schon länger steht.
      Mit Fluch meinte ich, rette sich, wer kann. Daher hat es für mich den Anschein, man patze jeweils den anderen an, um von seiner eigenen Schuld bzw vom eigenen Nichthandeln, vielleicht auch nicht Können ablenken zu können.

  24. libertus
    17. Mai 2011 02:04

    Natürlich hat Herr Treichl recht und nicht einmal übertrieben, wenn man die heimische Politikerriege genauer unter die Lupe nimmt.

    Allerdings sind dem Bankmanager zwei unnötige Fehler unterlaufen:

    Wer öffentlich die Hand beißt, die ihn - in diesem Falle mit großzügigen staatlichen Krediten - durchgefüttert hat, handelt nicht klüger als jene, die er geißelt.

    Und darüber hinaus hat er den linken Klassenkämpfern, allen voran der SPÖ (wie Herr Unterberger folgerichtig aufzeigt) unnötige Munition für den nächsten Wahlkampf geliefert. Der bewährte Berater Stanley Greenberg reibt sich schon die Hände und freut sich über die simple Botschaft, welche er für den immer noch existierenden "kleinen Mann" verfassen wird.

    Daher sollte man auch Herrn Treichl ins Stammbuch schreiben: Bitte, zuerst doch noch ein bißchen nachdenken und etwas brillanter formulieren, ehe man seinen Gefühlen freien Lauf läßt und damit dem politischen Gegner die nächsten Wählerstimmen allzu leicht zutreibt!

    • Brockhaus
      17. Mai 2011 09:22

      Ich bin mit Ihrer Meinung vollkommen im Einklang. Nur Treichl ist eben Banker und kein Diplomat, wäre er nämlich letzterer, hätte er gleich in die Politik gehen können. Seien wir froh, daß es jemand gibt, der ausspricht, was viele denken, vorallem auch Wirtschaftsfachleute.
      Oder kennen Sie einen ehrlichen aufrichtigen Politiker, der sagt was er denkt? Nichtsdestotrotz wären die Politiker gut beraten, jetzt nicht die Beleidigten zu spielen, sonder über Treichls aufrichtige Worte nachzudenken.

    • woglinde
      17. Mai 2011 09:34

      Die Kredite waren mit 8,5 Prozent keinesfalls großzügig und angeblich wollte die erste die Kredite schon tilgen, aber das Finanzministerium will das gar nicht.
      Also keine Rede von der großzügigen, öffentlichen Hand. Im Falle Treichl ein Märchen

    • brechstange
      17. Mai 2011 09:46

      Die Hand beißen, die einen füttert und nicht nur das, sogar die Hand beißen, die einem jahrelang diente und sogar abhängig wurde. Daher trauen sie - die Banker - sich jetzt zuzubeißen, weil die Politiker und Staaten die Zügel bereits lange durch ihre kurzsichtige, eigennützige Schuldenwirtschaft aus der Hand gaben.

    • PostScriptum
      17. Mai 2011 13:45

      Wer füttert hier wen, bitte sehr? Mit welchem Geld wurden die Banken denn gerettet? Mit Schulden, die Österreich bei Banken gemacht hat. Was meinen Sie also mit libertus? Dass Sie die staatliche Propaganda internalisiert haben?

    • Observer
      17. Mai 2011 14:28

      Zur "Hand, die einem füttert":
      die Banken waren tatsächlich in einer verzwickten Situation und der Staat (= Steuerzahler, nicht die Politiker!) hatte ihnen ausgeholfen. Aber zu extrem hohen Zinsen und die ERSTE hat bzw. wird dieses Geld vorzeitig zurückzahlen.

    • Norbert Mühlhauser
      17. Mai 2011 22:04

      @ libertus:

      ... die ihn - in diesem Falle mit großzügigen staatlichen Krediten - ...

      Wenn Sie eine Verzinsung von 8 oder auch 9,3 % (je nachdem, ob mind. 30 % der Partizipations-Scheine bei Privaten Aufnahme finden) als großzügig bezeichnen, dann dürften Sie keine Ahnung davon haben, wie schwer es ist, diese Verzinsung aus dem sonstigen Geschäft zu lukrieren.

      Zum Vergleich: Die EU stellt Griechenland im Rahmen des Hilfspakets Kapital zu 4,5 % Zinsen zur Verfügung.

  25. PostScriptum
    17. Mai 2011 01:55

    "Das beruht längst alles auf internationalen Abkommen, die Österreich alleine nicht ändern kann, selbst wenn es wollte."

    Einspruch, euer Ehren! Nach einem Ausstieg aus der EU (der zwar langwierig, aber doch relativ einfach machbar ist) sind dem (verfassungsgebenden) Gesetzgeber keine Grenzen gesetzt. Kommen Sie mir nicht mit dem Völkerrecht. Dies wird in casu von diversen größeren Nationen en passant ignoriert und post EU wird es gegen Österreich keine Zwangsmaßnahmen mehr geben können.

    Zur Sache: Treichl, Erste Bank und überhaupt Banken bilden mit dem Staat ein kriminelles Netzwerk:

    Staaten nehmen bei Banken unendlich viele Schulden auf, Banken wiederum kaufen qua Teilreservesystem und Zentralbankgeld massenhaft diese Anleihen auf und verdienen gemütlich ihr Staatsanleihengeld damit.
    Es ist natürlich eine Chuzpe der Politik, die Rettung der Banken mit Steuergeld groß zu propagieren, sind es doch gerade die Staaten, die bei Bankeninsolvenzen niemanden mehr finden, der ihnen die Staatsanleihen abkauft. Die USA sind schon soweit, US- Staatsanleihen werden nicht mehr gekauft, lediglich die FED "druckt" massenhaft Geld und kauft die Staatsanleihen der USA damit auf.
    In Europa ist es noch nicht so weit. Wird es auch schwerlich kommen, denn die EZB darf direkt gar keine Staatsanleihen kaufen. Zwar wird dieses Recht schon indirekt umgangen, aber soweit, dass die EZB direkt Staatsanleihen kauft, sind wir noch nicht, im Moment sind noch die Banken dazwischengeschalten.

    Was ist nun passiert? Was immer in Krisen zwischen Partnern passiert, es "kriselt". Die Politik musste die Banken nach dem Crash 2008 auffangen, damit sie weiterhin Schulden machen kann, doch die Politik geriet dadurch selber in Misskredit, was die werten Herren Faymann und Co. natürlich gar nicht lustig finden. Deshalb wird jetzt auf den Partner, selbst wenn es die Hand ist, die einen füttert, hingehackt, denn man darf ja keine Wahlen verlieren.

    So wird der "Partner" zum Gegner, was sich die Banken natürlich nicht gefallen lassen. So ist auch Treichls Ausfall zu verstehen, er war eine Warnung an die Politik. Wahrscheinlich sind viele Banken gar nicht mehr bereit, Staatsschulden (auch österreichische) zu finanzieren und dafür auch noch als Sündenbock hingestellt zu werden.
    Doch die SPÖ, wie Unterberger richtig anmerkt, kann nicht mehr anders, sie verliert (wahrscheinlich auch so) die Wahlen haushoch, wenn sie keinen Wahlkampfschlager findet.

    Tja und mit Griechenland und Portugal wird dieses kriminelle Konstrukt endgültig den Bach runtergehen: die Völker wollen keine Staaten mehr finanzieren, dadurch verlieren die Banken massenhaft Geld (die Banken sind ja die Gläubiger der Staaten;"haircut") wodurch sie wiederum die Staaten nicht mehr finanzieren können und wollen= Zusammenbruch des Systems. Das Ergebnis wird sein, dass die EZB Staatsschulden direkt aufkaufen wird, also dasselbe wie die FED machen wird.
    Das wird jedoch nichts mehr bringen: der nächste Megacrash steht vor der Tür und diesesmal werden Staaten niemanden mehr auffangen können--> massenhaft Bankenpleiten--> masenhaft Unternehmerpleiten--> massenhaft Arbeitslosigkeit--> tja, viel Spaß.

    • brechstange
      17. Mai 2011 09:51

      Sie sagen es, alle sind nun dabei ihre Sessel auf unsere Kosten zu retten, Politiker, Banker und Konzernschefs. Längst hätten einige ausgetauscht gehört, aber dafür hängen sie alle zu tief drinnen im "kriminellen" Netzwerk. Auf der Strecke bleiben wir, denn wie heißt es schön volkstümlich: "Wo ka Göd, da ka Musi."

    • diko
      17. Mai 2011 10:51

      P.S.
      u. Brechstange
      genau so sieht's aus!
      "Wo ka Göd, da ka Musi." und sicherlich gibt's dann auch kan Spaß mehr. Aber vielleicht gibts zuvor noch einige schöne, warme Sommer-, oder Spätherbsttage?

    • brechstange
      17. Mai 2011 12:19

      Ja, sg diko, auf diese Tage freuen wir uns sehr.

    • Norbert Mühlhauser
      17. Mai 2011 21:31

      Nein so was, welche Freude: Ein alter Bekannter beehrt uns wieder!

    • terbuan
      18. Mai 2011 20:15

      diko & brechstange
      vielleicht gibt es dann wieder einmal ein "In den Wolken muß die Freiheit wohl...."?
      lG/terbuan

    • terbuan
      18. Mai 2011 20:17

      ÜBER den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein! :-)

  26. thomas lahnsteirer
    17. Mai 2011 01:08

    Treichl hat natürlich völig recht. Es gibt nirgends so abgrundtief dumme Leute in Spitzenpositionen wie in der Politik. Sehen wir einmal von Frau Rudas ab, deren wirtschaftspolitisches Wissen absolut gegen Null tendiert und nehmen wir uns ein paar andere Nullen vor. Da ist einmal der Medienbestecher Ostermayer, ein verschlagener Intrigant übelster Sorte, Faymanns "Zwilling" und ehemals juristischer Berater in der Mietervereinigung. Immerhin weicht er laut PRESSE keine Sekunde von der Seite Werner Faymanns.
    Dann gibt es noch die Zahnarzthelferin, die die Infrastrukturministerin mimt und die auch durch ihre Personalpolitik bei den ÖBB auffällt. So soll Bures unbedingt eine Frau als Personenverkehrschefin verlangt haben, was zu allerlei troubles führte.....(Quelle: PRESSE)
    Die Spitzenpolitik wird auch von einer ehemalige Bankerin, die mithalf, ihr Institut in den Abgrund zu führen, geprägt. Nun ist sie als Zerstörerin des österreichischen Bildungssystems unterwegs....
    Und last not least darf natürlich der burgenländische Brillen-Heini in dieser Aufstellung der dümmsten Politiker Österreichs nicht fehlen......der und sein Lokomotivführer sind natürlich absolute Spitze.....
    Die Aufzählung ist natürlich unvollständig und man könnte noch viele Protagonisten nennen, aber jetzt gehe ich schlafen...Gute Nacht und Gute Nacht Österreich

    • brechstange
      17. Mai 2011 09:54

      Sitzen in Banken und Konzernen bessere? Das bezweifle ich stark, zumindest nicht in denen, wo die Parteien mitreden bzw. Parteiheinis ins Ausgedinge geschickt werden.

  27. Wolfgang Bauer
    17. Mai 2011 00:36

    Bezeichnend in dieser Situation: Frau Rudas darf das große Wort führen, Heldin der abgeschafften Studiengebühren und Faymann.Vertraute, Expertin für Wirtschaft, die sie nun einmal ist. Sie hat uns schon garantiert, dass durch die geforderte Abschaffung der Gruppenbesteuerung kein Unternehmen weniger Österreich zum Standort wählen wird. Die Frau kennt sich halt in der Wirtschaft aus.

    Und wo versteckt sich eigentlich Herr Schindelegger?

    • Cotopaxi
      17. Mai 2011 06:55

      Der steht dort, wo er hingehört: in der Bedeutungslosigkeit.

    • Cotopaxi
      17. Mai 2011 09:41

      Der scheint so bedeutungslos zu sein, dass man nicht einmal seinen genauen Namen kennt.

    • brechstange
      17. Mai 2011 09:56

      Ein Problem der ÖVP, sie hat nichts dagegenzusetzen. Wenn einer reinen Wein einschenkt, wird er abgesägt, wenn einer dahinlaviert, könnte man auch SPÖ oder FPÖ wählen.

    • Cotopaxi
      17. Mai 2011 10:04

      ...oder vielleicht das BZÖ?

    • contra
      17. Mai 2011 12:43

      @cotopaxi

      +++





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