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Die Linkswende eines Kardinals

Der Wiener Erzbischof hat seinen Gläubigen angekündigt, dass aus Mangel an Kirchgängern und Priestern etliche Pfarren geschlossen werden müssen. Traurig, aber vielleicht notwendig. Vorerst geschieht einmal gar nichts – wie in der Politik wird nun wohl lange in Kommissionen nachgedacht und überdacht. Noch dringender sollte der Kardinal freilich überdenken, wo er selbst die Wiener Kirche positioniert und wie weit er sie noch von den Gläubigen wegführen will.

Und das hängt weniger mit der Zahl der Pfarren zusammen. Sind doch diese vielfach erst von Joseph II. als eine Art pseudostaatlicher Verwaltungsstruktur wie ein Gitternetz über die Landschaft gelegt worden, während derselbe Kaiser viele Klöster geschlossen hat. Heute aber sind es interessanterweise gerade die Klöster, wo das religiöse Leben vielerorts wieder erwacht.

Die Zukunft der Kirche wird auch nicht dadurch gerettet, dass Christoph Schönborn nun die vom Raiffeisen-Boss und Sammel-Kaiser Christian Konrad geplante (und angeblich ausfinanzierte) Verlegung der hässlichen Dombauhütte und eines Besucherzentrums unter die Erde verbietet. Gewiss kann man mit Fug und Recht debattieren, ob das von Konrad aufgestellte Geld mancherorts tatsächlich besser eingesetzt wäre, etwa zur Revitalisierung der großen Domorgel.

Ob sich aber neben dem Dom die Fiaker plus Dombauhütte oder der Eingang zu einem Besucherzentrum befinden, ist für die Zukunft der Kirche wirklich schnurzegal. Bei dieser Frage geht es in Wahrheit nur um Stadtästhetik und um eine touristische Aufwertung des Stadtzentrums – und das sollte die Kirche ruhig viel stärker und selbstbewusster der Gemeindekasse überlassen.

Diese profitiert ja ohnedies massiv vom boomenden Städtetourismus, während in allen anderen Wiener Wirtschaftszweigen vom Handel bis zur Industrie ob der rot-grünen Wirtschaftsfeindlichkeit nur die Arbeitslosigkeit blüht. Und der Wien-Tourismus blüht deshalb, weil dort andere Institutionen als die Gemeinde für die Attraktivität sorgen: Die Touristen kommen nämlich fast ausschließlich wegen der bundeseigenen (=einst kaiserlichen) Gebäude und Schätze sowie wegen der bisher überwiegend von der Diözese finanzierten Kirchen nach Wien. Und nicht wegen des Karl-Marx-Hofs und sonstiger roter Errungenschaften, mögen die bezahlten Jubler diese noch so sehr preisen.

Zurück zu Schönborn. Dombauhütte wie die Zahl der Pfarren sind also in Wahrheit völlig irrelevant für die Zukunft der von ihm in Wien geleiteten Kirche. Diese Zukunft hängt viel stärker davon ab, wo die Kirche vom Bischof der größten und wichtigsten österreichischen Diözese positioniert wird. Ob er sich mutig an die Seite der großen Mehrheit der Katholiken stellt oder lieber feige nach der Politischen Korrektheit, den Medien und den politischen Machthabern schielt.

Und da lässt Schönborn zunehmend staunen. Sobald es politisch wird, agiert er zunehmend opportunistisch, obwohl er sicher auch die Worte eines gemeinsamen Bekannten kennt: „Fürchtet Euch nicht!“.

Das lässt sich an vielen Beispielen beweisen:

Weit und breit gab es etwa keine erzbischöfliche Kritik an dem – vorsichtig ausgedrückt – exzentrischen Life-Ball-Zirkus im Rathaus samt Sexpropaganda und expliziter Papst-Beschimpfung zu hören.

Einstige Kritik an den massenweisen Christenverfolgungen in praktisch allen islamischen Ländern weicht in der Erzdiözese Wien immer mehr einer naiven Solidarisierung mit dem Islam, weil dieser doch auch Abraham und Maria erwähnt. Und weil der Islam ja letztlich an den selben Gott glaube (was Moslems übrigens vehement und zu Recht zurückweisen). In Wahrheit aber, weil man sich vor klaren Worten und irgendwelchen Linksjournalisten fürchtet.

Während die Bürger Wiens durch Sturm auf die katholischen Privatschulen eine deutliche Sprache reden, beginnt sich die offizielle Kirche offensichtlich auch mit den Gesamtschulideologen zu arrangieren. Offensichtlicher Grund: Man wagt keinen Konflikt mit Unterrichtsministerium, Bürgermeister und Stadtschulrat. Denn vor deren Rache fürchtet sich derzeit jeder, der einen Satz gegen die Gesamtschule sagt. Also auch die Kirche, die einst nur durch mutiges Bekenntnis zur Wahrheit und durch Schulterschluss mit ihren Gläubigen groß geworden ist.

Kein Wort der Kritik Schönborns gab es auch daran, dass der Wiener Bürgermeister, der bei jedem Umtrunk und jedem Anrudern dabei ist, keine Lust hat, der Aktion Leben einen Termin zu gewähren. Dabei hat diese ohnedies schon seit langem auf die für Sozialdemokraten böse Forderung nach Verbot der Abtreibung verzichtet (für das noch Schönborns Vorvorgänger König auf der Straße demonstriert hat) und sich ganz auf konkrete Hilfe an Frauen in Not konzentriert. Statt Häupl auch nur einmal zu kritisieren, wird Schönborn sicher wieder bald die Staffage für Phototermine Häupls hergeben und diesen samt seinem Dompfarrer im kindergartenartigen Intrigenkampf gegen die schwarze Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks unterstützen.

Auffällig waren auch etliche Diskussionrunden in der „Langen Nacht der Kirchen“, wo es ein klares Übergewicht an grünen und roten Politikern bei den diversen Podiumsdiskussionen gegeben hat.

Ebensowenig engagiert sich Schönborn in letzter Zeit für das Thema Familie. Dabei hat eine neue Umfrage gerade wieder bestätigt, wie sehr auch die jungen Österreicher auf ein traditionelles Familienbild mit Kindern setzen und wie sehr sie durchaus dafür sind, dass die Mutter etliche Jahre bei den Kindern bleibt. Vor lauter Anpassung an die politische Linkskorrektheit und deren Brückenköpfe bei den katholischen Berufsfunktionären und der Caritas wagt die Kirche nicht einmal mehr dort den Mund aufzumachen, wo sie eigentlich laut jubeln könnte.

Ist es da ein Wunder, wenn die Gläubigen immer mehr das Gefühl verlieren, in der Kirche eine geistige Heimat zu haben? Und dieser Prozess beschleunigt sich dank der Linkswende des Kardinals. Wer an diesem harschen Urteil zweifelt, der möge Schönborns jüngsten Hirtenbrief genauer lesen. Dort steht:

„ Wer immer sich für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, die Bekämpfung der Armut, den Respekt vor Fremden, unbedingte Anerkennung der Würde aller einsetzt, verdient unsere Solidarität und unseren Dank. Wichtige Kriterien für die Zuteilung von Ressourcen werden in der Erzdiözese künftig der diakonale Einsatz sowie die Verknüpfung der Aktivitäten in die Zivilgesellschaft hinein sein."

Man muss schon politisch sehr naiv sein, um nicht zu wissen, dass „Zivilgesellschaft“ heute als Codewort für die linksgrünen Vorfeld-NGOs verwendet wird. Dass Schönborn tatsächlich genau diesen linken Filz unterstützen will, wird insbesondere aus der Aufzählung im ersten Satz klar: Das Geld der Gläubigen gibt es nur noch für linke Umwelt- und Migrationsförderungs-Organisationen oder gar für „Gerechtigkeits- und Friedens“-Vereine, obwohl sich diese in der Vergangenheit allesamt als militante Vorkämpfer gegen die freiheitliche, marktwirtschaftliche Kultur des Westens und als antisemitisch tönende Kämpfer gegen Israel entpuppt haben.

Wer sich hingegen für Familie, für Freiheit, für Lebensschutz, für Spiritualität, für Volkskirche, für traditionelle Werte einsetzt, der sollte künftig nicht bei Schönborn um Unterstützung ansuchen. Und schon gar nicht, wer die ständig wachsende Schuldenlast auf den Schultern unserer Kinder als schlimmstes Verbrechen der derzeitigen Hacklerpensionisten-Generation erkennt.

Oh, wie begeistert werde ich künftig meinen Kirchenbeitrag zahlen! Aber wenigstens hat diese Kirche – noch – einen Papst, der regelmäßig viel Gescheiteres von sich gibt als viele der hiesigen Bischöfe.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    22x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 02:32

    Interessant sind die Parallelen bei der Entwicklung der Kirche sowie der ÖVP.
    Bei beiden kehrt immer mehr der linke Zeitgeist ein, das "Personal" wird immer unqualifizierter und die Klientel läuft ihnen scharenweise davon.

    Und je mehr sich die Menschen, welche noch traditionelle Werte suchen, von diesen Institutionen abwenden, umso aufgeregter wird deren Linksdrall!

    Nur weiter so, beide werden dann bald - zumindest in Österreich - in die Bedeutungslosigkeit abgleiten. Wer anstatt Leitfäden und Orientierungshilfen zu vermitteln, lediglich dem Zeitgeist hinterherhechelt, hat es nicht anders verdient!

    Schmerzlich wird nur der Scherbenhaufen sein, den sie ihren Schutzbefohlenen hinterlassen, weil die weltllichen, linken Sektierer versuchen werden, sich ihrer anzunehmen und damit ihre "Allmacht" auszubauen.

    Der Weg ist vorgezeichnet - wir erleben die Auswirkungen fast täglich, ob das der Papst in seiner Eloquenz und als letzter Fels in der Brandung noch aufhalten kann?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 07:21

    Es scheint so, als bestehe Schönborns Kirche eigentlich nur mehr aus der Caritas. Die Küberlisierung der katholischen Kirche schreitet munter voran. Man überbietet sich in political correctness und hechelt dem linken Zeitgeist nach.

    Und trotzdem oder gerade deswegen ist die katholische Kirche zum Watschenmann der Linken verkommen, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit sofort auf die katholische kirche loshauen, ganz gleich wie intensiv sie rot-grüne Positionen vertritt.

    Da nützt es überhaupt nichts, Claudia Schmied nach dem Mund zu reden oder dem Weinbeisser nachzukriechen; wenn es den roten Strolchen passt, holen sie den antiklerikalen Knüppel raus und dreschen mit Wonne auf die opportunistische Kirche los, die sich in masochistischer Weise noch für diese "Kritik" bedankt.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 10:03

    Ein typischer Repräsentant des „kritischen“ ÖVP-Katholiken:
    das Urgestein Erhard Busek
    Wer solche Freunde wie Erhatrd Busek hat, der braucht keine Feinde.
    Unvergessen die Attacke des Moslemfreunds Busek auf den Kardinal, als die katholische Kirche nicht sofort den Islam gegen die böse Frau Winter in Schutz nahm:
    „Erhard Busek kritisiert Kardinal Christoph Schönborn, der sich zur FPÖ-Islam-Attacke nicht geäußert hat. Man habe das Gefühl, es müsse ihm jemand "geistigerweise eine herunterhauen", bis er aufwache, so Busek.“ (Quelle: ORF )

    Anscheinend hat die Ohrfeige gewirkt, denn der Kardinal lobt den Islam und nimmt knieweich zu den muslimischen Christenverfolgungen Stellung:

    Das Verhältnis zum Islam bezeichnete Schönborn als "eine der ganz großen Herausforderungen für die Christen in Europa heute". Der Kardinal plädierte im Hinblick auf das Verhältnis von Christen und Muslimen für einen "Weg der Offenheit und Toleranz in geschwisterlicher Klarheit". Dazu gebe es keine Alternative.
    Die Christen hätten auch die große Verantwortung, den Muslimen in Europa das wirkliche Gesicht des Christentums zu zeigen. Jegliche Fremdenfeindlichkeiten wie auch Ausprägungen eines "wehrhaften Christentums" wies der Kardinal vehement zurück. Das sei nicht genuin christlich.
    Zugleich rief der Wiener Erzbischof auch dazu auf, die bedrängten und verfolgten Christen im Nahen Osten nicht zu vergessen und Solidarität mit ihnen zu zeigen.
    (Quelle:Pro Oriente)

    Dass Busek weiter segensreich wirkt, zeigt ein kriecherischer Artikel der Kleinen Zeitung:
    Rastlos wie je leitet er bis heute das "Forum Alpbach" und das "Institut für den Donauraum und Mitteleuropa". Ganz nebenbei versucht der Katholik, seine Kirche zu Reformen zu nötigen. Nur der Pass verrät, dass er heute siebzig ist.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 08:33

    Kardinal Schönborn sollte sich auf seine Kernaufgabe konzentrieren, und den Glauben vorleben. Er hätte in Johannes Paul II ein leuchtendes Beispiel. Und auch in politischen Fragen sollte er ihm einfach folgen und den Bolschewiken in der Kirche ein Ende setzen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorReflecting
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 11:42

    Ich versuche, das Dilemma, in das sich der Herr Kardinal offensichtlich gedrängt fühlt, unter zwei Aspekten zu verstehen:
    !) Ich bin überzeugt, dass er ganz genau weiß, wie viel es in diesem Land geschlagen hat. Er erkennt das revolutionäre Potential, das es bereits verbreitet gibt, weil gewisse Entwicklungen weder von der Politik noch von den Medien sinnvoll angegangen und sine ira et studio analysiert werden und schon gar keine heilsamen Gegenmaßnahmen offen diskutiert werden. Es ist die „Entheimatung“ durch ungeregelte Masseneinwanderung, die zum erwähnten Potential in einem gefährlichen Ausmaß beiträgt; es sind die Zukunftsängste, die sich im Unterbewusstsein der Bevölkerung ausgebreitet haben; es ist die geänderte Einstellung zu Arbeit und Leistung durch das Wirken eines allgegenwärtigen Betreuungssyndroms; es ist die bereits stark zerfledderte Gesellschaft, die sich in vielen Teilmengen mit rechthaberischen Zügen sowie durch einen Mangel an Gemeinsamkeit manifestiert; und viele andere Erscheinungen mehr. All dies sieht der Herr Kardinal und versucht, durch Kalmierung auf der einen Seite und durch selektives Eingehen auf höchst aktuelle gesellschaftliche Aspekte (dazu gehört auch die Tatsache, dass sich viele Menschen einer Ungerechtigkeit ausgesetzt fühlen) andrerseits einen Beitrag zu leisten, damit es eines Tages nicht WIEDER heißen kann, die Kirche habe geschwiegen.
    2) Die Kirche wurde vom Impakt der gesellschaftlichen Entwicklung mitten in ihrer Periode der Läuterung und trotz der Notbremsung durch Vatikan II überrascht; die Kirche hatte auch keine überzeugende Antwort auf den Tsunami an technischen Neuerungen in der Kommunikation und in den Medien. Dem Trend der Zeit (heute sagt man main stream) entsprechend ging die Kirche auf einen Sozialtrip und vermittelte den Eindruck, dass die Seelsorge sekundär sei (das war ein fundamentaler Fehler; siehe dagegen den Islam!). So wurde z.B. die Caritas, die eine kirchliche Vorfeldorganisation sein müsste, de facto zu einer (partei)politischen Vorfeldorganisation, in der publizitätsaffine Funktionäre ohne demokratische Legitimation das große (politische) Sagen haben. Die allgemeines Situation und das generelle „conditioning“ in diesem Land versagten es dem Herrn Kardinal, das Heil der Seele (die Seelsorge) allein oder zumindest überwiegend in den Vordergrund zu stellen. Ich bin überzeugt, dass er fest daran glaubt, mit Konzilianz und Eingehen auf andere Einstellungen mehr zu erreichen als mit streng dogmatischen Vorgaben.
    Und das ist das große Dilemma – nicht nur der Kirche, sondern aller, die an Tradition, das Erbe der Väter und vor allem Mütter sowie überhaupt an das spirituelle Vermächtnis unserer Zivilisation und Kultur, die ohne das Christentum undenkbar sind, glauben. Wir haben die richtigen Antworten auf die Zeit nicht gefunden, andre waren smarter und schneller.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 12:04

    Die Kirche gibt sich selbst auf. Alles wird ständig "relativiert" und der (linksgestrickten) "Gesellschaft" angepaßt. Was früher unter "schwerer Sünde" verstanden wurde--- z. B. der Mord ungeborener Kinder---wird heute einfach "Fristenlösung" genannt, die nicht mehr so schwer zu wiegen scheint. An "Gebote"und "Verbote" hält man sich nicht mehr gern; man will eben FREI sein von Zwängen und Vorschriften.

    Umso erstaunlicher ist es, daß man freiwillig SKLAVISCH neue Unfreiheiten in Kauf nimmt und diese brav und tapfer befolgt: Die Spielregeln, bzw die "Gebote" der POLITISCHEN KORREKTHEIT, denen man sich mit unglaublichem Eifer unterordnet.

    Es scheint wohl so zu sein, daß der (vor allem charakterlich schwache) Mensch vorgegebene Richtlinien BRAUCHT, um danach sein Leben auszurichten. Mit der rigiden Befolgung dieser PC-Gebote muß man nicht auf Belohnung in der Ewigkeit warten; das Lob für eifrige Einhaltung der PC-Gebote kommt noch zu Lebzeiten via ORF!

  7. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Mai 2011 09:59

    Dass der Wiener Kardinal als Opportunist erscheint hat wohl viel mit seinem ungleichzeitigen feudalen Bewusstsein zu tu. Im Zentrum seiner karrieristischen Attitüde steht wohl die Motivation, dass ein Schönborn Kardinal von Wien ist, ja, dass ein Schönborn sogar papabile ist, oder zumindest einmal war.
    Dass ein Kardinal des Feudalzeitalters sich mit den Fürsten zu Lasten des Pöbels arrangiert - heißen diese auch Fürst Häupl, oder Fürst Fayman - versteht sich wohl von selbst, man ist ja unter Seinesgleichen aufeinander angewiesen.
    Der Hofnarr darf natürlich bei so einer postmodernen Klamotte nicht fehlen und ist mit dem Dompfarrer genial besetzt.

    Leider ist das alles nicht neu, es wird nur immer unhaltbarer.
    Parallelen der institutionellen Eliminierung des Bräutigams und des Geistes finden sich etwa in Dostojewskis Fabel vom Großinquisitor, oder in Kirkegaards Auseinandersetzung mit Bischof Münster.

    Wie in der Politik, so kann man auch in der Kirche immer wieder nur rätseln wie Karrieren zu Stande kommen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Österreicher
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Mai 2011 02:16

    Ich war bei einer diesen Diskussionen in der „Langen Nacht der Kirchen“. Und zwar in der Franziskanerkirche, eben auch mit Christoph Schönborn (zum Glück ist die ÖH-Maurer nicht gekommen, die hätte eh nichts konstruktives beitragen können).
    Na jedenfalls wurde er auch gefragt wie er die Zukunft der kath. Kirche in Österreich und insbesondere auch in Wien sieht. Er meinte, Wien habe derzeit ca. 40% Katholiken, dieser Anteil werde wahrscheinlich auf zumindest 30% sinken. Daraufhin wurde er noch gefragt, ob denn die Kirche je zur Minderheit in Österreich werden könne und was dann ist? Er meinte sinngemäß, davon sei man weit weg und wenn es wirklich passieren sollte, kann man sich ja als Vorbild die Juden nehmen, die es geschafft haben solange als Minderheit zu überleben.
    Ich war schockiert. Die Kirche bereitet sich offensichtlich aufs Sterben vor. Kein Kampfgeist, nichts, nur Gerede von der neuen Vielfalt (man könnte auch sagen: Übergangszeit zum islamischen Österreich). Ich glaube, sie sehen die Lage als hoffnungslos an und haben aufgegeben.
    Und so wird der Islam Europa erobern, diesmal von innen heraus. Das, was er von Anfang an tat, ehemals christliche u.a. Gebiete islamisieren, von der arabischen Wüste über den Nahen Osten, Nordafrika, Mittlerer und Ferner Osten, Kaukasus,Byzanz usw. Die Zukunft kann man sich dort anschauen. Und sie ist nicht rosig.


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  1. Molière (kein Partner)
    31. Mai 2011 17:02

    Ob so ein Schlagabtausch auf Distanz konstruktiv sein kann? Ich finde mich in keiner der absolutierenden Positionen wieder. Die linke Ideologie hat ausgedient und dabei katastrophale Spuren hinterlassen. Aber auch das starre Weltbild, das ein System unverrückbarer, jahrhundertealter Wahrheiten für die Lösung aller Probleme hält, kann mich nicht überzeugen. Noch versuche ich an diesen in meinen Vorstellungen eigentlich wunderbaren Gott zu glauben, aber zunehmend empfinde ich, daß er seine Schöpfung und damit die Menschen mit sich alleine läßt. Vielleicht sind die (wir) ja auch selber schuld daran, mag sein.
    Vielleicht aber sollten sich auch "beide Seiten" - und es gibt natürlich sehr viel mehr als zwei - an einen Tisch setzen und sich vertrauensvoll miteinander auseinandersetzen, immer dem anderen unterstellend, daß er es ernst und gut meint. Eine Herkulesaufgabe, zweifellos, aber vielleicht der letzte Weg...

  2. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    31. Mai 2011 07:31

    Tja, ein Obergläubiger ist unzufrieden mit seinem Bischof. Aber wo liegt da wirklich das Problem? Etwa, dass die Gläubigen keinerlei Einfluss auf die Kirchenoberen und -strukturen haben? Als Katholik muss man sich eben mit der Friss-Vogel-oder-stirb-Philosophie Roms anfreunden.

    • Maybach (kein Partner)
      31. Mai 2011 08:29

      Eben, kann doch jeder seine eigene Christensekte gründen wie in den USA wenn ihm das herrschende Sytem zu lasch ist ...

  3. kaffka (kein Partner)
    30. Mai 2011 19:31

    Na Ja: Das 21. Jahrhundert ist jetzt noch nichteinmal 11 Jahre alt. Die katholische Kirche schon 2000 Jahre.
    Ist es da ein Positivum wenn jemand seine Grundwerten an den jetzt bereits sichtbaren Werteverfall angleicht?
    Wenn man alle 10 Jahre seine Grundhaltung ändert, sieht das dann schon nach Beliebigkeit aus. Und wenn Glaubenssätze selbst von den Spitzen der Kirche - und dazu zählen Kardinäle immerhin - der Beliebigkeit zugrunde liegen, ist es für einen Gläubigen schwer seine Heimat in dieser Kirche zu sehen.

    Meiner Meinung kann Kreisky sicherlich nicht die Grundwerte der Kirche verändert haben, wenn Sie aber meinen, dass er an der Sittenverluderung (mit)-schuld war, will ich Ihnen nicht widersprechen.

    Ich hoffe, dass das Rad noch zurückgedreht werden kann (Pendelschlag), dann will ich auch meinen Kirchenbeitrag wieder zahlen.

  4. Maybach (kein Partner)
    30. Mai 2011 18:51

    "Ninety-nine percent of everything that goes on in most Christian churches has nothing whatsoever to do with the actual religion. Intelligent people all notice this sooner or later, and they conclude that the entire one hundred percent is bullshit, which is why atheism is connected with being intelligent in people's minds."
    — Neal Stephenson (Snow Crash)

  5. A.K.
    30. Mai 2011 15:49

    Der Artikel „Die Linkswende eines Kardinals“ wundert mich und bei seiner Lektüre war mir unbehaglich. Dr. Unterberger ist katholischer Journalist und gewöhnlich nicht böswillig, sondern immer um Besserung von Übelständen und Objektivität bemüht. Zusätzlich erweist er sich meist als sehr gut informiert. Ich weiß einfach nicht, was ich davon halten/denken soll. Die Kommentare mit Kronensymbol sind eher gemäßigt, solche ohne Symbol gehören meist extremen Lagern an. Ist die Sache wirklich so verwirrend?

    • Maybach (kein Partner)
      30. Mai 2011 19:08

      Na, Großes Wunder: Krone = zahlende Unterberger-Fans, ohne Krone = Unterberger-Kritiker (vulgo links-linke Chaoten), die daher halt auch nicht gerade zum erzkatholischen Lager zählen. Aber man muss auch kirchenkritisch sein dürfen, ohne gleich als "extrem" abgestempelt zu werden. Nicht wahr, Herr. A.K.??

    • A.K.
      30. Mai 2011 21:14

      @Maybach:
      Ich bin viel vorsichtig um jemanden "abzustempeln". Ich habe den Begriff "extrem" verwendet, um den Sachverhalt vereinfacht zu benennen. Ich halte mich selbst für katholisch, einige Freude meinen - im Scherz - ich sei fundamentalistisch, dabei bin ich wahrscheinlich nur sündig, aber halt von Gott begeistert. Wenn ich mich in den Spiegel schaue, wundere ich mich manchmal, daß Gott so ein Wesen geschaffen hat, das sich selbst und die Welt so wenig versteht und doch glaubt, vieles gelernt zu haben.

    • contra
      30. Mai 2011 22:27

      @Maybach

      Trifft auch genau auf A. U. zu = kirchenkritisch und nicht extrem, daher auch der Zuspruch und nicht weil bezahlt wird.

      Bitte, besser differenzieren!

  6. Torres (kein Partner)
    30. Mai 2011 13:18

    Fazit: Schönborn ist im 21. Jahrhundert angekommen und sich dessen bewusst, dass die Kirche sich den gesellschaftlichen Veränderungen (zumindest teilweise) anpassen muss, sonst ist sie bald am Ende; Unterberger dagegen verharrt in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts (der Vor-Kreisky-Zeit) und glaubt, das Rad der Zeit aufhalten oder gar zurückdrehen zu können.

    • Neppomuck (kein Partner)
      30. Mai 2011 14:16

      Was wäre denn so toll an diesen "gesellschaftlichen Veränderungen", dass man sie vorbehaltlos akzeptieren müsste?

      Die Bankrotterklärung aller Werte und Tugenden, die gezielte Totalverblödung der Menschen, um sie noch mehr in die Abhängigkeit korrupter Möchtegern-Herrscher zu bringen?

      Ich bitte um Aufklärung.

    • Jacky (kein Partner)
      30. Mai 2011 14:32

      @Torres: Na, ob Schönborn wirklich im 21. Jahrhundert angekommen ist, das wage ich doch zu bezweifeln... aber jedenfalls sieht man in diesem Beitrag wieder einmal sehr schön Unterbergers universale Ausgangsthese: "Wer nicht die gleiche Meinung wie ich vertritt, der ist automatisch ein böser böser Linksradikaler!!!" Auch wenn's ein Kardinal ist; denn da ist er konsequent, der Anderl.

    • raeter
      30. Mai 2011 18:02

      Meinen Sie gesellschaftliche Veränderungen zu einer Wohlfühlkirche bzw. Kirche light hin?

      Warum treten aus der evangelischen Wohlfühlkirche mit weiblicher Priesterschar, keinem Zölibat, Schwulenfreundlichkeit erheblich mehr Menschen aus, als aus der katholischen? Ausnahme: 2010, in diesem Jahr wurde eine massive antikatholische Medienkampagne gefahren, die sich in erster Linie gegen die Kirche wandte und weniger das Problem aufgegriffen hat.

      "Am Karfreitag 2011 "sagte ein verduzter ORF Journalist" im Journal zu Gast den Evangelischen Bischof: "sie machen ja alles richtig (damit meinte er offensichtlich die weitgehende Übereinstimmung mit den Linksmedien) warum treten trotzdem soviele Evangelische aus?"

      Dazu passend; die fundamentalistischen Evangelikalen haben weltweit bereits die "fortschrittlichen" Protestanten überholt.

      Die Kuschelkirche light ist ganz offensichtlich KEIN Erfolgsmodell. Daß der linke Medienmainstream die letzte Bastion der Tradition stürmen will, ist ganz offensichtlich. Bischöfe wie Schönborn sind ihnen dabei behilflich und öffnen die Tore für die "Kirchenfeinde" sperrangelweit.

  7. cmh (kein Partner)
    30. Mai 2011 10:50

    Ein gewisses größeres Maß am guten alten Donatismus würde der Unam Sanctam mittleweile wieder recht gut tun.

  8. Anton Paul (kein Partner)
    30. Mai 2011 04:16

    Antiklerikale und freimaurerische Kräfte haben sich eingenistet und versuchen, ja, sind auf dem besten Weg dazu, die Heilige römisch-katholische Kirche von innen heraus zu zerstören. Die Strategie dahinter ist, alles Mystische zu entfernen und eine Verweltlichung der Kirche herbeizuführen, indem man sich dem P.C.-Zeitgeist anbiedert. Dass das zum Tod der Kirche führt, ist klar, aber dass oberste Hirten dabei aktiv mitmachen, entweder aus Naivität oder aus berechnender Bösartigkeit, ist sehr erschreckend. Die Kirche muss sich reinigen von diesen Elementen und sich dem Kulturkampf aktiv, selbstbewusst, lautstark, kompromisslos und mit voller Kraft und Energie stellen!

    • Jacky (kein Partner)
      30. Mai 2011 14:34

      Falls das eine Karikatur auf A.U. und seine Fans, die ständig irgendwo eine rot-grün-schwule Weltverschwörung wittern, sein soll, ist es nur mäßig lustig. Ich fürchte aber ohnehin, dass Sie diesen Schwachsinn völlig ernst meinen...

  9. xRatio (kein Partner)
    29. Mai 2011 23:48

    Ich kann die Aufregung nicht so ganz verstehen.

    Die Kirchen waren doch schon immer mit Satan im Bunde. Das könnte uns doch eigentlich egal sein.

    Aber religionslastige Parteien sind es ebenfalls:

    ÖVP-Regierungsprogramm
    für die XXIV. Gesetzgebungsperiode 2008 - 2013

    http://www.oevp.at/Common/Downloads/Regierungsprogramm2008-2013.pdf

    Inhalt:
    266 Seiten sprachverhunzendes femisexistisches Trallala sowie dirigistisches, rot-grün-totalitäres Gebrabbel.

    Das Wort "Islam" kommt als "europäischer(sic!) Islam"
    genau einmal vor - aber nur zwecks Dialüg.

    Zum drängendsten und wichtigsten heutigen Problem, zur größten Bedrohung des 21. Jhdts. heißt es auf S. 234 bloß lapidar:

    "Auch wird Österreich den Dialog der Kulturen – unter besonderer Einbeziehung des europäischen Islam sowie von Frauen, Jugendlichen und Medien – aktiv weiter verfolgen."

    Jugendliche, Frauen, Medien und Islam auf einer Stufe. - Nicht zu fassen!

    Fazit:
    Die ÖVP ist schon nach ihrem Regierungsprogramm eine linke, femisexistische, verfassungsfeindliche Organisation, eine Spielwiese sozialistischer Hochverräter/innen.

    Wer sich von so einer staatsfeindlichen Verbindung (§ 246 öStGB) auch nur irgendetwas verspricht ist ein hoffnungsloser Optimist und Scharlatan.

    Zwischen schwarzen, braunen, roten, grünen Totalitaristen und Sozialistinnen besteht eben kein sonderlich relevanter Unterschied.

    Bleibt in den etablierten Parteien als letzter Notnagel wohl nur FPÖ/BZÖ.

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      29. Mai 2011 23:54

      Ob Unterberger wohl auf solche rechtsextremen Neonazi-Wappler stolz ist?

    • Spartacus (kein Partner)
      30. Mai 2011 00:00

      Sie könnten bei uns mitmachen. Wir treffen uns wöchentlich im Fischerbräu. Bringen Sie eine Ein-Dollar-Note mit, damit wir Sie erkennen.

    • xRatio (kein Partner)
      30. Mai 2011 00:16

      Freut mich, daß ich von den Rotnazis endlich als echter Gegner erkannt bin! :-) :-)

      Hattu weitere Ehrungen parat, Rotnazi? :-) :-)

      Wer gegen Euro, EUdSSR, die Generation doof™ ist, der ist ja ebenfalls ein Nazi!

      http://www.pi-news.net/2011/05/wer-gegen-euro-und-eu-ist-der-ist-ein-nazi/

      :-) :-)

  10. Weishaupt (kein Partner)
    29. Mai 2011 23:36

    Ich kann über die Vorwürfe, dass Schönborn v. Aquinas zu den Freimaurern gehören soll, nur lachen. Weiß doch jeder Wissender, dass Christoph einer von uns Illuminaten ist.

  11. Stöger (kein Partner)
    29. Mai 2011 23:16

    Wer sagt, dass Kardinal Schönborn katholisch ist?

    Bei Bischof Krenn konnte man sich diesbezüglich sicher sein, aber bei Herrn Schönborn sehe ich nur substanzloses Mitläufertum in Reinkultur. Es würde mich nicht überraschen, wenn er nur dem Schein nach ein Katholik ist, der seine Herde zutiefst hasst.

    Die wahren Feinde der Kirche zerstören sie von innen heraus, und die antiklerikalen Medien, Politiker, Lehrer usw. sind nur Handlanger.

    Herr Schönborn verwüstet den Weinberg des Herrn in Österreich, während er sich von "Wir sind Kirche" u.ä. als Retter und Heiland verehren läßt. Deshalb hat Schönborn auch keine Lösungsvorschläge, was den weltrekordverdächtigen Glaubensabfall und die Kirchenaustritte betrifft, weil das Phänomene sind, ganz in seinem Sinne.

    Herr Schönborn will so viele Seelen als nur irgendwie möglich von Jesus Christus wegführen, weshalb er die Kirche säkularisiert und Dinge anstellt, die dem Wesen der Heiligen Kirche naturgemäß widersprechen: die Homosexualität wertschätzen, die Mitverantwortlichen für die Massen-Kindestötungen mit päpstlichen Orden auszeichnen usw.

    Jesus Christus war alles andere als ein angepasster Mitläufer, während Schönborn die Kirche in Österreich zu einem lapidaren Saftladen heruntergewirtschaftet hat. Kardinal Schönborn ist dem Wesen nach das genaue Gegenteil von Jesus Christus.

    Warnung des Gesundheitsministers:

    Schönborn schadet ihrem Seelenheil

  12. black (kein Partner)
    29. Mai 2011 22:40

    A.U.: "Der Wiener Erzbischof hat seinen Gläubigen angekündigt, dass aus Mangel an Kirchgängern und Priestern etliche Pfarren geschlossen werden müssen."

    Mit klaren und weniger diplomatischen Worten:

    Herr Schönborn ist der Totengräber der Heiligen Kirche in Österreich, er will die Gläubigen weiterhin aggressiv vertreiben. Eine Kirche "X" im Sinne eines brüderlichen und geschwisterlichen Wohlfahrtsvereins im Sinne der Loge wird es weiterhin geben dürfen, aber die Heilige Apostolische Kirche will Schönborn vernichtet wissen.

  13. Gasthörer (kein Partner)
    29. Mai 2011 21:55

    Apropos "Linkswende": Wer sehen will, was die rote SA zu treibt, informiere sich hier:

    http://www.linkswende.org/

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      29. Mai 2011 23:54

      @Gasthörer:
      Danke für diesen Link! Diese chronische geistige Diarrhoe muß man gelesen haben, um zu glauben, daß es solche Spinner gibt.

  14. Undine
    29. Mai 2011 21:37

    @Maybach

    "Die Kirche ist auch mal zugewandert in Form von Menschen aus vielen Nationen des Römischen Reiches. "Unsere" Kultur wurde dadurch systematisch zerstört. Aber soweit zurückdenken will heute wohl neimand mehr ...."

    Ja, Maybach, das stimmt schon; aber das ist GESCHICHTE, die man weder verändern noch rückgängig machen kann.

    Was sich aber jetzt VOR UNSEREN AUGEN abzuspielen DROHT, nämlich die Tatsache, daß nicht nur unser kleines Ö, sondern GANZ EUROPA vom ISLAM überrannt werden wird, ist NOCH NICHT unveränderbare Geschichte! Noch könnte, wenn nur der WILLE und ein paar vernünftige, verantwortungsvolle Politiker mit Rückgrat zur Stelle wären, VERHINDERT werden, daß der ISLAM in Europa die Oberhand gewinnt. Noch gibt es die Option, daß in einigen Jahrzehnten in den GESCHICHTSBÜCHERN stehen wird:

    "Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die GEFAHR für Europa groß, gefördert durch gezielte riesige Einwandererströme aus islamischen Ländern, ISLAMISIERT zu werden. Glücklicherweise konnte diese drohende Katastrophe durch eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung im letzten Moment verhindert werden. Dies war gar nicht so einfach, da man bereits begonnen hatte, Moscheen zu errichten und nach und nach die Scharia einzuführen.Diese großartige Leistung hat Europa einigen beherzten Menschen zu verdanken, die das Ruder zum Wohle Europas gerade noch rechtzeitig herumreißen konnten."

  15. Grantiger Alter
    29. Mai 2011 15:54

    @Riese 35:

    Verzeihen Sie, dass ich Ihnen irrtümlich einen Text zugeschrieben habe, der in Wahrheit von Haider stammt. Natürlich wollte er mit der Carnuntum-Geschichte ein Phänomen beleuchten. Schade nur, dass die Carnuntum-Geschichte so nicht stimmen kann!
    Doch in einem Ihrer Texte, sehr geehrter Riese35, steht sinngemäss: Ist die Hölle leer, so ist alles erlaubt. Die Menschen, die noch im 19. Jahrhundert Indianer und Aborigines wie wilde Tiere gejagt haben, waren großteils gläubige Christen. Vor solchen Untaten schützt der Glaube an die Hölle offenbar nicht. (Deren Liste kann man verlängern, wie Ihnen sicherlich bekannt ist.)

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Mai 2011 18:09

      Das waren keine "gläubigen Christen", sondern Handlanger des Großkapitals (Eisenbahnen, Goldsucher - siehe "Black Hills") und die Armee der Vereinigten Staaten, die nach dem Bürgerkrieg zum Schutz der Schienenleger, Goldsucher, Rinderbarone und Siedler nicht nur im Sinne einer "Beschäftigungstherapie" die Rothäute "katholisch" machten.
      Was mit Ausnahme von Rosebud (G. Crook, Crazy Horse) und Little Big Horn (G. Custer, Sitting Bull) auch "sehr gut" gelungen ist.

      Die Verluste der Indianer beliefen sich in den Indianerkriegen auf etwa 400.000 Menschen, die der Armee auf 2.282 Soldaten (1790 - 1891).
      Nach Schätzungen, bzw. Quellenstudium (Armeeaufzeichnungen) durch H.J. Stammel, deutscher Sachbuchautor - der Wild Westen im Bild).

      Den Rest schafften Hunger, bewusst herbeigeführte Seuchen und die überlegenen Feuerrohre der weißen Landnehmer.

    • Riese35
      29. Mai 2011 18:12

      Die entscheidende Frage ist, ob Indianer und Aborigines wie wilde Tiere gejagt wurden, weil die Jäger gläubige Christen waren oder trotzdem sie es waren.

      Und dann möchte ich Ihre Aussage selbst auch noch ein wenig relativieren. Was meinen Sie mit "gläubig"? Wenn man sich das katholisch missionierte Amerika anschaut, findet man überall Mischlinge. Die ehm. Franziskanermissionen kann man heute noch überall besichtigen. Diese Mönche haben alles andere getan, als die Indianer wie wilde Tiere zu jagen. Und wenn einmal Unrecht geschehen ist, was hat dann die Kirche und zuallererst der Papst dazu getan.

      Nur im rassisch geprägten nördlichen Amerika, das vorwiegend protestantisch besiedelt wurde, waren Mischehen verpönt.

      Gerade Ihre Aussage zeigt, daß wir davon ausgehen müssen, daß die Hölle eben nicht leer ist.

    • RB (kein Partner)
      29. Mai 2011 20:30

      ....und die Hölle ist doch nicht leer.
      Bleiben Sie dabei, dass die Hölle randvoll ist, was immer Sie darunter verstehen.
      Für mich sind Strafe, Rache, Vergeltung durchaus verständliche menschliche
      Bedürfnisse, aber GÖTTLICH sind sie nicht.
      "Die Rache ist mein, spricht der Herr", das ist aus dem Alten Testament, aber das Neue Testament spricht nicht davon. Oder?

    • Riese35
      29. Mai 2011 21:00

      @RB:

      >> "Die Rache ist mein, spricht der Herr", das ist aus dem Alten Testament,
      >> aber das Neue Testament spricht nicht davon. Oder?

      Aber das NT spricht von Umkehr, Buße tun. Es liegt an uns. Wenn wir den Schritt setzen, wird uns Gott vergeben. Wenn wir aber nicht umkehren, wenn wir Jesus Christus kennen uns aber nicht zu ihm bekennen, erwartet uns die Hölle. Oder?

  16. Ch. Seidl (kein Partner)
    29. Mai 2011 15:45

    Wenn der Blogger mit seiner Analyse recht hat – und die große Zustimmung in diesem Forum deutet darauf hin –, dann fragt man sich, wie der Vatikan erstens eine solche Person an diese Stelle berufen konnte und warum er zweitens den Erzbischof heute nicht sofort abberuft – in anderen Fällen hat die Führung der Heiligen Kirche ja auch im Nachhinein durchgegriffen. Warum also nicht hier? Hervorragende Nachfolger stünden ja bereit.
    Aber drittens soll hier nicht zuviel der Nostalgie aufkommen, war es doch gerade der Vorvorgänger, der Rote Kardinal König, der die überflüssige "Öffnung" der Heiligen Kirche gegenüber den Sozialisten begonnen hat. Besser wäre es gewesen, wenn er die gesamte Regierung exkommuniziert hätte! Dieser verhängnisvolle Kurs konnte durch das beherzte Wirken des verfemten Kardinal Groër leider nicht gestoppt werden, denn der wurde ja nach einer widerlichen Campaign sofort kaltgestellt, anstatt dass man christliche Verzeihung geübt hätte, wenn es denn überhaupt etwas zu verzeihen gegeben hat.

    • jump (kein Partner)
      29. Mai 2011 19:32

      Zum angeblichen Kampagnenopfer Groer:http://www.profil.at/articles/1118/560/296228/ich-antichrist

      Alles nur eine Verschwörung von linken Kirchenhassern, nicht wahr?

    • black (kein Partner)
      29. Mai 2011 21:48

      @ jump

      Wenn etwas drann wäre, wäre der Rechtsstaat am Zuge und nicht die am Tropf von Raiffeisen hängenden Mediendirnen.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      29. Mai 2011 22:21

      @jump: In diesem Forum glaubt man jedenfalls daran, dass alles heute eine freimaurerisch-sozialistisch-gutmenschlich-homophile Verschwörung sein muss.

    • jump (kein Partner)
      30. Mai 2011 11:15

      Ja, wenn man in diesem Forum daran glaubt, dann wird`s bestimmt auch so sein!

  17. Segestes (kein Partner)
    29. Mai 2011 15:42

    Der Blogger schreibt:
    "Heute aber sind es interessanterweise gerade die Klöster, wo das religiöse Leben vielerorts wieder erwacht."

    Stimmt.
    Und auch als starker Agnostiker kann ich nur jedem empfehlen, einmal ein paar Tage "Urlaub im Kloster" zu machen.
    Bei mir wird es diesen Sommer das dritte Mal sein und ich freue mich schon sehr auf diese interessante Woche - Konzertveranstaltung und Workshops inklusive.

    Wen es interessiert:
    www.urlaubimkloster.at

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      29. Mai 2011 22:00

      @Segestes: Konzerte, Workshops – ja, das klingt alles sehr nach wieder erwachendem religiösem Leben...
      Aber natürlich: In Österreich sind ja auch Agnostiker und Atheisten katholisch.

  18. RR Prof. Reinhard Horner
    29. Mai 2011 15:26

    reinhard.horner@chello.at

    Eine Kirchenleitung?

    Ich empfinde und sehe unseren Wiener Erzbischof Schönborn nicht so sehr nach links driften als vielmehr heillos überfordert. Von einer ernstlichen Kirchenleitung ist da wenig zu erkennen. Eher geriert sich dieser als „Hirte“ gehorsamer Schafe, deren Wolle, Milch und letztlich das Fleisch genützt werden können, fortschreitend als Guru einer schrumpfenden Sekte. Im Umbruch tendiert er eher zum Abbruch als zum Aufbruch.

    Rückgrat, Mut, intensives religiöses Aufgaben- und Verantwortungsbewusstsein sind seine Sache nicht. Auch ausgesprochen dümmliche Politeinmischungen häufen sich. Dabei hat er ohnehin die Politmacher Küberl, Landau u. Co. ständig in mediengeiler Aktion tätig. Will er die übertreffen?

    Den Austritt ziehe ich dennoch nicht in Erwägung. So sehr will ich mich nicht der Feigheit anbiedern und einfach davonlaufen.

    Ob unser „Heiliger Vater“ mit seiner Administration tatsächlich viel Zukunftsweisendes und Zukunftstaugliches vorgibt, wage ich zu bezweifeln. Dass Kardinal Schönborn der römischen Monarchie (die in wachsender Abkehr vom 2. Vaticanum ohne wirksamen Senat und immer weniger mit dem Volk zu agieren trachtet) diesbezüglich besonders hilfreich sein wolle, konnte ich noch nicht feststellen. Ob von den österreichischen Bischöfen überhaupt derartige Beiträge zu erwarten sind, bleibt äußerst fraglich.

    Die Hoffnung liegt beim Kirchenvolk und bei ungebrochenen Aufgaben- und Verantwortungsträgern in seiner Nähe. Vielleicht lernt Schönborn noch, dessen und deren Sprache zu verstehen. Das wäre ihm und uns zu wünschen.

  19. Augustinus (kein Partner)
    29. Mai 2011 14:12

    Ich nehme einmal an, dass wie Unterberger selbst viele der Poster hier Mitglied der katholischen Kirche sind. Ich frage mich, warum sie nicht austreten, wenn sie mit ihrer Kirche dermaßen unzufrieden sind. Aber das ist nebensächlich.

    Problematischer ist die enge Verbindung zwischen Staat und Kirche, die dem Prinzip des Laizismus widerspricht. Ich darf Sie deswegen auf diese interessante Initiative aufmerksam machen:

    http://www.laizismus.at/

    "Wir trennen jetzt Staat und Religion!

    Die Laizismus-Initiative strebt die vollständige Trennung von Staat und Religion in Österreich und die Beseitigung dieser Sonderrechte an. Religion ist Privatsache und nicht dazu geeignet eine Bevölkerungsgruppe rechtlich besser zu stellen. Der Staat darf nicht diskriminieren."

    • berger (kein Partner)
      29. Mai 2011 14:46

      @ Augustinus (der mit dem berühmten Augustinus nichts gemeinsam hat)

      "Religion ist Privatsache und nicht dazu geeignet eine Bevölkerungsgruppe rechtlich besser zu stellen"

      Ich nehme einmal an, dass sie in Kardinal Schönborn einen wackeren Mitstreiter für ihre Gleichheitsideologie haben. Die fünf Grundideale der Freimaurerei sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Das ist das ganze Credo des Wiener Kardinals samt seiner Ortskirche.

      Wenn sie Graf Schönborn noch nicht für ihre Sache -- "Religion ist Privatsache" und geht kein Schwein was an -- gewinnen konnten, bitte wenden sie sich rasch an ihn, er wird sie massiv unterstützen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Mai 2011 15:11

      Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen.
      Scheinheilige Laizismusdebatte hin oder her.

      Das Christentum ist die Spange, die das Abendland (noch) zusammenhält, auch wenn schon seit Generationen daran gearbeitet wird, es auseinander zu dividieren und dem Globalismus zum Fraße vorzuwerfen.

      Ein merkwürdiger "Kirchenvater", der die symbiotisch wirksamen, gleichermaßen identitätsstiftenden wie unverzichtbaren Voraussetzungen, die als Existenzgrundlage beider "Partner" zu verstehen sind, in Frage stellt.

      Wäre z.B. der Islam oder der jüdische Glaube streng von der jeweiligen Staatsgewalt oder dem entsprechenden Machtapparat abgenabelt worden, gäbe es längst keine dieser beiden (transzendental zu verstehenden) Einflusssphären mehr.

      Was nicht unbedingt als ein Fehler zu werten ist.
      Wobei dieser "Verlust" allerdings den protokollarisch erfassten Durchführungsbestimmungen zuzuschreiben wäre und nicht der Nähe zur Staatsmacht.

    • HJR
      29. Mai 2011 16:56

      @Augustinus
      Warum jemand, der noch "drin" ist, nicht austritt, ist erstens nebensächlich (soweit haben Sie Recht) und zweitens geht es Sie nichts an, weil es eben (sogar verfassungsrechtlich garantiert) jedermanns Privatsache ist.

      Was die "vollständige Trennung" von Kirche und Staat anbelangt, übersehen Sie, das wir in Europa eine lange mit der christlichen Kirche verwobene Geschichte haben, aus der viele (richtige) Gedanken auch in unser Recht eingewandert sind und viele Traditionen bestehen. Das alles hat nicht nur religeuse, sondern auch eine politische Dimension, die kappen zu wollen nicht so einfach sein dürfte. (Vgl. dazu auch meinen heutigen Hauptbeitrag).

      Was Ihren Link anbelangt, so habe ich diesem zunächst entnommen, dass man mit Ihnen auch "Twittern" kann und dass ich Sie auf "Facebook" besuchen kann. Beides kommt für mich nicht in Frage, damit mögen sich Jüngere und die Klaviatur des "social marketings" und des "public relations" beherrschende Leute herumschlagen (denen der in diesem Zusammenhang meist angebotene Kurztext nicht zu trivial ausfällt, weil von Faymann, Häupl, KONE und HEUTE auch nicht mehr gefordert).

    • black (kein Partner)
      29. Mai 2011 17:17

      Der Laizismus geht z.B. gerade der in der Türkei unter, vielleicht sollten sie dort kämpfen.

  20. till uilenspygel (kein Partner)
    29. Mai 2011 13:32

    Dass Defätismus im Schönborn-Clan tradiert ist, belegt bereits der CV seines Vaters.

    Sei's drum.

    Die Kirche wird auch Schönborn überleben, die Schäfchen gehen heute schon einen anderen Pfad als der Hirte und die Herde wird wieder wachsen.
    Irgendwann.

    Wer's nicht glaubt, vergleiche die Entwicklung des Islam in den letzten dreissig Jahren: mutierte er doch von einer folkloristischen Pflichtübung zu einem brennenden Problem, das auch in vielen muslimischen Ländern als solches wahrgenommen wird. So fürchtete man im größten muslimischen Land (Indonesien) jahrzehntelang einen von der VR China unterstützten kommunistischen Putsch... und die Sorge war so abwegig nicht.
    Hätte damals jemand den fundamentalistischen Schetan an die Wand gemalt (so wie er heute in Aceh/Sumatra umgeht), man hätte in taxfrei für verrückt erklärt. Die Zukunft stellte sich damals als Wahl zwischen westlichem (Marktwirtschaft) und östlichem (Planwirtschaft) Modell dar. Eine dritte Alternative war nicht auf dem öffentlichem Radar...

    ...und so auch hier: der von den selbst ernannten Eliten als geistiger Minderleister diskreditierte Bumsti hat erkannt, dass zwischen Hirte und Schäfchen inzwischen mehr als nur ein Löschblatt passen. Natürlich ist das mit-dem-Kreuz-wacheln Opportunismus, aber Strache dient immerhin ein Rundum-Paket an: sozial- patriotisch- abendländisch/christlich- sozialistisch- unternehmerisch...von allem & für jeden etwas: politisches Fastfood für die ganze Familie. Er hat erkannt, dass man a la long nicht am Markt vorbei produzieren darf- eine Erkenntnis, die dem heutigen Kirchenfürsten fehlt: zwar hat man sich immer schon über Jahrhunderte den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst, aber erst seit ein paar Jahren gefällt man sich im Kotau vor einer Clique linxlinker Spinner in den Redaktionsstuben. Dass diese- da sie längst die Erdung im realen Leben verloren haben- inzwischen selbst ihre "street-credibility" eingebüßt haben und ihre flammenden Leitartikel für die Würscht sind, hat sich bis zum Erzbischöflichen Palais noch nicht durchgesprochen.

    Nicht, dass man jetzt an der FP Maß nehmen soll- aber immerhin kann man von ihr lernen wo den Menschen wirklich der Schuh drückt. Hingegen ist es ein Kardinalsfehler auf die falschen Einflüsterer zu hören, Herr Kardinal. Für die sind Sie nur ein "nützlicher I..." (c.) W. I. Uljanow, und auf Dankbarkeit von dieser Seite warten Sie bis zum Jüngsten Gericht.

    P.S: Es gab schon einen "roten Kardinal", aber das war auch eine andere Zeit, gell?! Damals war die Linke im Vormarsch- heute hat sie ihre verbalen Heckenschützen im Häuserkampf postiert...mehr ist von der Weltrevolution nicht übrig geblieben.

  21. Neppomuck (kein Partner)
    29. Mai 2011 12:27

    Kauf ist „der Tausch von Nutzerwartung“, der Kirchenbeitrag die materielle Erhaltungsdosis der Zugehörigkeit zum Christentum. Aber man will schon sehen, was man im Gegenzug so „erhält“.

    Das gefühlsduselige Gelaber eines auf "appeasement" machenden freimaurerischen Adeligen dürfte zu wenig „Gegenwert“ bedeuten. Ob jetzt „links“ oder nur „linkisch“ angelegt. Und allein die verbale Verdammung der Fristenlösung, die letzten Endes vom „roten Kardinal“ König zu verhindern gewesen wäre, überzeugt nicht. Der „entfernte Verwandte“ (Abortus) kann in seiner Gesamtheit auch nicht durch muslimische „Ersatztruppen wider die demographische Erosion“ ausgeglichen werden.

    Da bräuchte es Männer vom Schlage eines Marco d'Aviano (1631 –1699) oder Abraham a Santa Clara (1644 – 1709), die es noch verstanden haben „Fraktur zu reden“ und wohl bessere Aushängeschilder der Christenheit wären als die heutigen Hosenscheißer. Die wussten nämlich, dass die weiße Fahne keinen besonderen Eindruck auf die von der ‚Hohen Pforte’ gesandten "Conquistadores" macht, sondern nur kompromisslose Gegenwehr.

    Dann wären auch die, von den erneuerungswütigen Zerstörern der Kirche, die aus den eigenen Reihen stammen, falsch erklärten Kirchaustritte längst Geschichte.

    • Harry (kein Partner)
      29. Mai 2011 13:05

      Und lasst uns nicht den mutigen Giordano Bruno (1548-1600) vergessen, der für seinen Glauben in den Tod gegangen ist. Solche Männer mit Cojones fehlen heute.

    • KH (kein Partner)
      29. Mai 2011 13:34

      @ Neppomuck

      Die "heutigen Hosenscheißer" sind bei der Vernichtung der Kirche in Österreich so erfolgreich, dass selbst Joseph Goebbels angesichts seines Kirchenkampfes Minderwertigkeitskomplexe bekommen würde.

      Die "freimaurerischen Adeligen" (vermutlich meinen sie die Familie Schönborn, die diesbezüglich eine stolze Tradition hat) brauchen sich bei der Auslöschung der Hl. Kirche nur an das Vatikanum II. halten, das wie eine V2-Rakete in die Hl. Kirche eingeschlagen hat. Die damaligen Dokumente strotzen nur so von freimaurerischen Wendungen wie "Universale Brüderlichkeit" und blablabla. Man will die Hl. Kirche nach rein irdischen Gesichtspunkten und aus rein menschlicher Kraft selbst "bauen"? Wer braucht schon Gott? Unsere Möchtegern-Bischöfe bestimmt nicht.

      Der Niedergang der Kirche in Europa ist selbstverursacht und beabsichtigt, aber ich lasse mir meine Seele von unseren Möchtegern-Bischöfen, heruntergekommenen Dompfarrern und verweltlichten Priestern nicht zerstören. Die sollen zum Weltgebetstreffen nach Assisi pilgern und dort im Tabernakel eine heidnische Buddha-Statue anbeten, wie das Papst Johannes Paul II. schon vorzelebriert hat.

  22. Politicus1 (kein Partner)
    29. Mai 2011 12:07

    Die Herde braucht Hirten!
    1) Hirten, die den Weg und das Ziel der Herde bestimmen!
    2) Hirten, die aber auch verlorene und verirrte Schafe zur Herde zurück führen!

    zu 1):
    es ist zu wenig, die Herde mit ständigen Entschuldigungen für alles mögliche zu füttern; die Bedeutung der Begegnung mit anderen Herden anderer Hirten zu betonen; die Herde braucht Hirten, die sie zum Aufbruch zu neuen Wiesen ermuntert, ja geradezu drängt!
    A.U. hat völlig recht, wenn er kritisiert, dass die Wiener Kirche keine klare und eindeutige Absage an den Life-Ball hören lässt.
    Welcher Pfarrer wagt es noch, in einer Predigt auf gesellschaftliche Entwicklungen einzugehen, wenn die Devise von oben her lautet: nur nirgends anecken, uns ist alles recht...

    zu 2): zehntausende Schäfchen haben die Wiener Hirten in den letzten Jahren verloren. Was Wunder, wenn in Wien fast jede zweite Ehe irgendwann geschieden wird - und die r.k. Kirche Geschiedene wie Aussätzige behandelt! Dann ist es nur eine logische Konsequenz, dass diese vielen Menschen der Kirche den Rücken kehren....

  23. Grantiger Alter
    29. Mai 2011 12:05

    @Riese 35:

    Ihre Carnuntum-Geschichte verstehe ich nicht. "negro" ist ja nicht Latein, allenfalls Italienisch; lateinisch gelesen wäre es ein Dativ oder Ablativ, aber wovon? Ich kenne auch kein lateinisches "negrus" oder "neger", nur niger. Und eine begrabene Person wird ja wohl auf Grabstelen im Nominativ benannt.

    • Riese35
      29. Mai 2011 14:06

      Ich glaube, Sie haben den Namen verwechselt. Die Carnuntum-Geschichte hat ein User mit der Namen "Haider" in das Blog gestellt. Da müssen Sie ihn fragen.

      Ich glaube aber, daß es dem User "Haider" in seinem Beitrag weniger um den "negro" am Grabstein ging, als vielmehr um das Schwingen der Faschismuskeule bei allem, was nur annähernd ähnlich klingt wie "Neger". So würde ich Haiders Beitrag jedenfalls verstehen.

  24. Maybach (kein Partner)
    29. Mai 2011 11:42

    Furchtbar: alle Bischöfe werden links (homosexuell waren sie schon vorher). Aber zum Ausgleich werden eh die Sozis immer konservativer und sind ihren VP-Gegenstücken zum Verwechseln ähnlich. Nur hier in diesem Blog beharrt man auf haarspalterischen Unterschieden, die für die politische Praxis null Bedeutung haben (außer wem am Futtertrog gerade bessere Plätze verschafft werden). VP-Propaganda auf dieser Schiene ist ungefähr 40 jahre hinten.

  25. ProConsul
    29. Mai 2011 11:10

    auf mich wirkt Kardinal Schönborn selbst wie ein Homosexueller.

  26. brechstange
    29. Mai 2011 11:01

    Schönborn mischt sich in Bauangelegenheiten ein, wen wundert es?
    Haftet doch die Diözese für die Schulden, da ist es wohl notwendig, sich einzumischen, auch wenn es kein pastoraler Akt ist.
    Und die Reaktion der beleidigten Leberwürste Konrad, Jauk, Treichl, etc. ist doch vielsagend. Treichl, ein großer Bewunderer des Lifeballs, war doch beim Ball mit dabei.

    Mit solchen verlogenen Unterstützern ist es nun mal nicht einfach, die Niederlagen nicht vertragen.

    Auf der anderen Seite werden die positiven Vorkommnisse, die nicht dem linken Spektrum entspringen, von den Medien verschwiegen. Damit entsteht eine ordentliche Schlagseite, die der kath. Kirche schadet. Es ist gewollt, das linke Strömungen in der Kirche verstärkt werden, die anderen verschwiegen oder sogar medial verunglimpft werden. Diese Art von Politik verstanden bereits die Nationalsozialisten ausgezeichnet zu nutzen, zur Zeit benutzen diese Art des Populismus die SPÖ und Grünen und verwenden dazu die Steuergelder von 100 % der Bevölkerung ohne jegliche Scham. Ostermayer und Faymann sei Dank. Die Schmutzarbeit gegen die kathol. Kirche machen von allen subventionsfinanzierte Vorfeldorganisationen. Die Kirche hat dem nichts entgegenzusetzen und ist unterwandert von antiklerikalen Strömungen. Und keiner merkt es.

    • A.K.
      30. Mai 2011 14:35

      @brechstange
      Bravo zu Ihrem Text. Besonders zum letzten Absatz: "Auf der anderen Seite werden die positiven Vorkommnisse, die nicht dem linken Spektrum entspringen, von den Medien verschwiegen. Damit entsteht eine ordentliche Schlagseite, die der kath. Kirche schadet...."
      Danke!

  27. Harry (kein Partner)
    29. Mai 2011 09:56

    Es ist ein Wunder, dass nicht mehr Leute aus der Kirche austreten. Aber nicht, weil die obersten Hirten Linkslinke wären, sondern weil die gesamte Amtskirche vollkommen verkorkst ist. Wenn man sich partout nicht an die Lebensgewohnheiten der heutigen Menschen annähern will, wird man als eine kleine obskure Sekte übrigbleiben. Irgendwie schade drum, aber bitte.

  28. Dr.Ulrich Rapp (kein Partner)
    29. Mai 2011 09:26

    Gegen den Zeitgeist kann sich nur stemmen, wer selbst über Geist verfügt - und nicht jeder Kirchenführer ist ein Ratzinger.

  29. Mister Lulz (kein Partner)
    29. Mai 2011 08:30

    Ob er sich mutig an die Seite der großen Mehrheit der Katholiken stellt oder lieber feige nach der Politischen Korrektheit, den Medien und den politischen Machthabern schielt.

    Natürlich, die eigene Meinung ist hier immer die "wahre" Mehrheitsmeinung, nur unterdrückt duch die böse PC-Diktatur. Die Idee, dass die Mehrheit vielleicht nicht so tickt wie linke Journalisten aber auch keineswegs so wie der radikale Opportunist Unterberger und seine Blog-Jünger kommt ihm da natürlich nicht in den Sinn.

    Weit und breit gab es etwa keine erzbischöfliche Kritik an dem – vorsichtig ausgedrückt – exzentrischen Life-Ball-Zirkus im Rathaus samt Sexpropaganda und expliziter Papst-Beschimpfung zu hören.

    Ja, wo sind denn die guten alten Zeiten wo Homosexuelle als Unzüchtige verdammt und verfolgt wurden? Gesetze gibt es keine mehr dagegen und jetzt sehen auch schon Teile der Kirche davon ab Menschen zu verdammen die niemandem etwas getan haben - wo soll das noch hinführen?

    Ebensowenig engagiert sich Schönborn in letzter Zeit für das Thema Familie. Dabei hat eine neue Umfrage gerade wieder bestätigt, wie sehr auch die jungen Österreicher auf ein traditionelles Familienbild mit Kindern setzen und wie sehr sie durchaus dafür sind, dass die Mutter etliche Jahre bei den Kindern bleibt.

    Es ist doch interessant, dass gerade die Extremisten immer meinen man müsse ihr Familienbild irgendwie preisen. Wie sich zeigt wird es ohnehin von vielen Menschen gelebt, warum auch nicht? Welche Notwendigkeit sollte es also geben bei jeder Gelegenheit krampfhafte Familienpropaganda zu inszenieren? Nicht alle Menschen leben in der Wahnvorstellung einer linksgrünen Diktatur welche die Familie zerstört. Tatsache ist, dass sich die Familie teilweise wandelt auf diese Tatsachen muss auch die Politik reagieren, offenbar gibt es aber bei vielen Menschen einen verständlichen Wunsch nach der Kernfamilie, wo ist also das Problem?

    Man muss schon politisch sehr naiv sein, um nicht zu wissen, dass „Zivilgesellschaft“ heute als Codewort für die linksgrünen Vorfeld-NGOs verwendet wird.

    Arg, da setzt sich der Mann doch glatt für christliche Tugenden ein anstatt zu hetzen und Armen zu sagen, dass sie selbst Schuld und gefälligst zu Leistungsträgern werden sollten.

    Oh, wie begeistert werde ich künftig meinen Kirchenbeitrag zahlen!

    Dann zahlen sie ihn eben nicht? Es gibt genügend Freikirchen in denen auch ihre Hassgelüste befriedigt werden können - beispielsweise die Westboro Babtist Church. Tägliche Demonstrationen gegen Homosexualität - ohne jegliche politische Correctness, ein charismatischer Führer - nichts mit linkslinken Demokratisierungsexperimenten usw.
    Oder sie gründen ihre eigene Kirche, eine entsprechende, bedingungslos ergebene Anhängerschaft haben sie ja schon um sich geschaart, sie zahlen sogar fleissig was sehr wichtig für eine Kirche ist.
    Sie könnten sich "die wahren Christen" oder einfach "Blogisten" nennen und eine kleine aber feine Gemeinschaft werden. Statt Gebeten gibts die traditionelle Suderliturgie über den Verfall der Welt, die Endzeit kommt mit dem großen Zusammenbruch der linkslinken Finanzpolitik, im Endzeitkampf geht es gegen den Islam an - super!

    • jump (kein Partner)
      29. Mai 2011 10:47

      Warum nicht gleich "Die Unterbergerianer"? ;-)

    • Maybach (kein Partner)
      29. Mai 2011 12:03

      @Mr. Lulz
      Kompliment, gute Analyse einer zwar durchaus berechtigten, aber sich in ihrer Bedeutung selbst gewaltig überschätzenden konservativen Fraktion, die zu jeder Stunde den Untergang des Abendlandes zu beklagen müssen glaubt. Jedem steht es natürlich frei Kirche und ihre Vertreter zu kritisieren, aber man sollte sich bewusst bleiben, dass das Gegenteil der eigenen Überzeugungen, so redlich diese sein mögen, nicht auch automatisch immer das einzige Richtige und Beste für alle Menschen ist. Hier liegt leider der große Fehler im Unterbergerschen Weltbild.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      29. Mai 2011 15:07

      @ mister lullz (damit der nicht glaubt, nur er würde copy&paste beherrschen)

      "Natürlich, die eigene Meinung ist hier immer die "wahre" Mehrheitsmeinung" - machen es nicht genau SIE so, Mister? Glauben sie denn nicht, als Einzige alles zu wissen, speziell, was alle zu glauben haben, und basta!?

      "Die Idee, dass die Mehrheit vielleicht nicht so tickt wie linke Journalisten aber auch keineswegs so wie der radikale Opportunist Unterberger und seine Blog-Jünger kommt ihm da natürlich nicht in den Sinn" - und sie, Mister lullz, kennen sie? Und wie kommen sie ausgerechnet auf die Bezeichnung "Opportunist" für Unterberger? Gerade für Unterberger, der stets zu seiner Meinung gestanden ist? Der ein Musterbeispiel für Gradlinigkeit und Prinzipientreue ist?

      "Ja, wo sind denn die guten alten Zeiten wo Homosexuelle als Unzüchtige verdammt und verfolgt wurden? Gesetze gibt es keine mehr dagegen und jetzt sehen auch schon Teile der Kirche davon ab Menschen zu verdammen die niemandem etwas getan haben - wo soll das noch hinführen?" - jemanden zu "verdammen", so wie sie, Mister lullz, Dr. Unterberger verdammen, ist wohl jedem unbenommen. Tun sie nur, lullz! Und mit dem gleichen Recht, das sie für sich in Anspruch nehmen, lullz, nehmen andere das Recht in Anspruch, gegen Homosexualität zu sein. Sie wollen es halt nicht. Muss man alles lieben? Oder muss man alles lieben, was linx ist? Oder alles das, was sie für ursuper halten? Für mich ist die Grenze dort erreicht, wo Homosexuelle andere bedrängen oder ihre höchst eigene Art zu leben als die einzig richtige propagieren und anderes nicht gelten lassen - das will ich nicht hören. Jeder soll auf dem Weg selig werden, der ihm gefällt, aber andere nicht belästigen dabei.

      "Es ist doch interessant, dass gerade die Extremisten immer meinen man müsse ihr Familienbild irgendwie preisen" - dieser Satz trifft 100%ig auf sie zu, Mister lullz, speziell der "Extremist" (das mit der Familie allerdings weniger). Dabei können die meisten auf ihre Anregungen gerne verzichten, so schräg und ausgerissen wie sie sind.

      "Wie sich zeigt wird es ohnehin von vielen Menschen gelebt, warum auch nicht? Welche Notwendigkeit sollte es also geben bei jeder Gelegenheit krampfhafte Familienpropaganda zu inszenieren?" - in einer Gegenwart, die alle Arten des lustbetonten Egoistenlebens, vom frühpensionierten ÖBBler, der Jahrzehnte auf Kosten der anderen lebt bis zum zweimal jährlich auf Kur befindlichen gesunden Krankfeiererbeamten ursuper und echt leiwand findet, gerät eine normale Familie irgendwie ins wirtschaftliche Hintertreffen. Für alle ist Geld da, nur für die Familie nicht. Der zahlt niemand ein arbeitsloses Einkommen noch zweimal jährlich gratis Ferien. Deshalb ist ein bisschen Propaganda dafür, dass es auch noch die Familie im bisherigen Sinn gibt, nicht so schlecht, oder? Nicht natürlich für Leute, die anderen Menschen den Mund verbieten wollen, wie sie es tun, ganz klar.

      "Nicht alle Menschen leben in der Wahnvorstellung einer linksgrünen Diktatur welche die Familie zerstört. Tatsache ist, dass sich die Familie teilweise wandelt auf diese Tatsachen muss auch die Politik reagieren, offenbar gibt es aber bei vielen Menschen einen verständlichen Wunsch nach der Kernfamilie, wo ist also das Problem" - sie blinder Daherfasler von der "Kernfamilie" (was ist das? einfach eine Familie?), die sie offenbar nie hatten: das Problem besteht darin, dass die linxgrüne Diktatur tatsächlich existiert und nur jene fördert (mit dem Geld der Steuerzahler, unter denen es kaum Linxgrüne gibt - die leben alle von der Sozialhilfe oder zahlen keine Steuer), die ihren weltanschaulichen Kriterien entsprechen. Die linx und grün sind. Und alternativ in jeder Hinsicht.

      "Dann zahlen sie ihn eben nicht?" - sie, lullz, was soll das Fragezeichen? Das Rufzeichen ist LINX auf der Tastatur, dort, wo sie sich so gut auskennen! Und: haben sie schon einmal den Mitgliedbeitrag für die SPÖ oder die Grünen oder die Kummerln oder wo sie halt Mitglied sind, vergessen? Nein, weil Sie sich halt als Roter oder Grüner fühlen? Na sehen sie. Und Unterberger und noch einigen Millionen anderer geht es halt ähnlich, nur nicht bei den Kummerln, sondern bei der Kirche.

      "Oder sie gründen ihre eigene Kirche, eine entsprechende, bedingungslos ergebene Anhängerschaft haben sie ja schon um sich geschaart, sie zahlen sogar fleissig was sehr wichtig für eine Kirche ist." - und sie, lullz, haben wohl eine andere Schaar um sich geschaart, uursuuper, klaass, eiimoolig - wohl die Gesaamtschuule besucht, woos?

      "Sie könnten sich "die wahren Christen" oder einfach "Blogisten" nennen und eine kleine aber feine Gemeinschaft werden. Statt Gebeten gibts die traditionelle Suderliturgie über den Verfall der Welt, die Endzeit kommt mit dem großen Zusammenbruch der linkslinken Finanzpolitik, im Endzeitkampf geht es gegen den Islam an - super!" - alsobitte, das Sudern ist linke Folklore, Mister lullz, das sollten sie doch seit dem Gusinger wissen. Um den Zusammenbruch der linken Finanzpolitik aus der ersten Reihe fußfrei zu erleben müssen sie sich übrigens nicht einmal aus ihrem Sessel erheben, den bekommen sie täglich in den Nachrichten über Griechenland frei Haus zum Bier serviert. Österreich geht es nicht deshalb besser, weil Faymann so klass ist oder Laura Rudas eine solchene Geistesgröße, sondern weil Schüssel die Staatsfinanzen für einige Jahre in Ordnung gebracht hat (und dafür die schlechte Nachred hat) und deshalb die Roten wieder ihre Zuckerln auf Kosten anderer verteilen können. Um die Leute zu kaufen, jawohl. Und sollten sie zum Endzeitkampf gegen den Islam aufgerufen haben mit ihrem posting, dann tun sie das bitte öffentlich, und nicht unter einem Pseudonym. Da wissen dann die Adressaten, an wen sie ihre Antworten schicken dürfen.

    • Mister Lulz (kein Partner)
      29. Mai 2011 16:45

      Glauben sie denn nicht, als Einzige alles zu wissen, speziell, was alle zu glauben haben, und basta!?>

      Nein tue ich nicht.

      und sie, Mister lullz, kennen sie? Und wie kommen sie ausgerechnet auf die Bezeichnung "Opportunist" für Unterberger? Gerade für Unterberger, der stets zu seiner Meinung gestanden ist? Der ein Musterbeispiel für Gradlinigkeit und Prinzipientreue ist?

      Nein ich kenne sie nicht und ich behaupte nicht sie zu kennen. Warum Opportunist? Nun weil seine Prinzipien in all ihrer Härte immer nur für die anderen gelten. Leistungsgesellschaft? - klar aber nur für den Hackler, für Manager und beste Finanzminister aller Zeiten muss das nicht gelten. Kostenwahrheit? - ja bitte aber Subventionen für Atomkraft dürfens schon sein. Jeden Blödsinn als Meinungsfreiheit verkaufen - ja aber nur wenn der Blödsinn von rechts kommt usw.
      Mal liberal, mal konservativ, wie der Wind sich gerade dreht.

      sie blinder Daherfasler von der "Kernfamilie" (was ist das? einfach eine Familie?), die sie offenbar nie hatten: das Problem besteht darin, dass die linxgrüne Diktatur tatsächlich existiert und nur jene fördert (mit dem Geld der Steuerzahler, unter denen es kaum Linxgrüne gibt - die leben alle von der Sozialhilfe oder zahlen keine Steuer), die ihren weltanschaulichen Kriterien entsprechen. Die linx und grün sind. Und alternativ in jeder Hinsicht.

      Tja, offenbar gibt es doch andere Familien als die Kernfamilie. Z.B. wenn sich Eltern scheiden lassen und mit einem anderen Partner leben, oder wenn Frauen verlassen werden und alleine erziehen. Das muss Ihnen nicht passen aber diese Familien exisitieren, solche Dinge passieren und nicht erst seitdem es linke Politik gibt. Manche Leute meinen man könnte auf diese Familien einfach pfeifen, andere setzen sich dafür ein, dass auch diese Familien anerkannt werden. Dafür werden sie dann hier als Zerstörer der (Kern)familie bezeichnet. So viel Unsicherheit herrscht scheinbar hinsichtlich des "eigenen" Modells vor, dass Aufmerksamkeit für andere Modelle gleich als Angriff gewertet wird. Man sieht schon an ihrer grenzenlosen Arroganz wie sie ticken - für Sie gibt es offenbar nur ein Familienmodell, diese Ansicht ist allerdings nicht mit der Realität zu vereinbaren, Typen wie sie haben auch den Familienbegriff nicht gepachtet. Zu dem Unsinn mit den angeblichen Sozialhilfeempfängern muss man sich wohl nicht näher äußern.

      Das Rufzeichen ist LINX auf der Tastatur, dort, wo sie sich so gut auskennen! Und: haben sie schon einmal den Mitgliedbeitrag für die SPÖ oder die Grünen oder die Kummerln oder wo sie halt Mitglied sind, vergessen?

      Das Fragezeichen war beabsichtigt. Es war ein fragender Vorschlag. Ich bin übrigens bei keiner Partei Mitglied. Aber lustig, dass sie die Kirche wie eine Partei betrachten.

      und sie, lullz, haben wohl eine andere Schaar um sich geschaart, uursuuper, klaass, eiimoolig - wohl die Gesaamtschuule besucht, woos?

      Oho, sie haben einen Fehler entdeckt - Gratulation. Wenns argumentativ nicht mehr geht muss eben sowas herhalten. Denken Sie ernsthaft ich würde für Publikum wie Sie meine Texte auf Fehler prüfen? Also immer schön weiter so, es gibt gute Chancen, dass sie weitere Fehler finden mit denen sie ihre argumentative Unfähigkeit kaschieren können.

    • Undine
      29. Mai 2011 19:13

      @Wilhelm Conrad

      *********!!!
      Das hat aber gut getan! Vielen Dank! Leider wird der schlaue Mister Lulz auch weiterhin in seinem missionarischem Eifer nicht nachlassen, uns in typisch linker Manier vorzuschreiben, wen wir lieben und wen wir verabscheuen müssen. Die können halt nicht anders, die Linken.....

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      29. Mai 2011 20:11

      @ Mister Lullz #2 (das unnötige Dacapo):
      Ich werde ihnen kein zweites Mal antworten, einmal war bereits vielzuviel der Ehre. Nur eine einzige Bemerkung, lesen sie die bitte ganz langsam, damit sie mitdenken können: wer Andreas Unterberger als Opportunisten bezeichnet, der ist ein verachtungswürdiger Schwachkopf, nicht mehr.

  30. Undine
    29. Mai 2011 08:02

    @Kardinal Christoph Schönborn scheint die Rolle des MODERATORS in der Tragödie "ÖSTERREICH KONVERTIERT ZUM ISLAM" zugefallen zu sein.

    • Undine
      29. Mai 2011 08:21

      Und wenn's einmal so weit ist, wird er als "nützlicher Helfer" trotzdem im Gefängnis landen, denn sein ausdrückliches Verständnis für Homosexuelle wird den neuen islamischen Machthabern gar nicht gefallen; die machen da nämlich kurzen Prozeß!

  31. Josef Österreicher (kein Partner)
    29. Mai 2011 02:16

    Ich war bei einer diesen Diskussionen in der „Langen Nacht der Kirchen“. Und zwar in der Franziskanerkirche, eben auch mit Christoph Schönborn (zum Glück ist die ÖH-Maurer nicht gekommen, die hätte eh nichts konstruktives beitragen können).
    Na jedenfalls wurde er auch gefragt wie er die Zukunft der kath. Kirche in Österreich und insbesondere auch in Wien sieht. Er meinte, Wien habe derzeit ca. 40% Katholiken, dieser Anteil werde wahrscheinlich auf zumindest 30% sinken. Daraufhin wurde er noch gefragt, ob denn die Kirche je zur Minderheit in Österreich werden könne und was dann ist? Er meinte sinngemäß, davon sei man weit weg und wenn es wirklich passieren sollte, kann man sich ja als Vorbild die Juden nehmen, die es geschafft haben solange als Minderheit zu überleben.
    Ich war schockiert. Die Kirche bereitet sich offensichtlich aufs Sterben vor. Kein Kampfgeist, nichts, nur Gerede von der neuen Vielfalt (man könnte auch sagen: Übergangszeit zum islamischen Österreich). Ich glaube, sie sehen die Lage als hoffnungslos an und haben aufgegeben.
    Und so wird der Islam Europa erobern, diesmal von innen heraus. Das, was er von Anfang an tat, ehemals christliche u.a. Gebiete islamisieren, von der arabischen Wüste über den Nahen Osten, Nordafrika, Mittlerer und Ferner Osten, Kaukasus,Byzanz usw. Die Zukunft kann man sich dort anschauen. Und sie ist nicht rosig.

    • Maybach (kein Partner)
      29. Mai 2011 12:06

      Was hier meist übersehen wird, ist das auch für junge Moslems der Glaube eine stark abnehmende Rolle spielt. Diese Säkularisierung wird weiter voranschreiten, egal wie schwarz die Prophezeiungen frsutrierter Katholiken auch sein mögen.

  32. Renard (kein Partner)
    29. Mai 2011 01:26

    Warum Wien keinen katholischen Bischof hat und der aktuelle Wiener Kirchenfürst für den gewaltigen Niedergang der Kirche in Österreich sehr wichtig (cardinalis) ist:

    Sollte sich der für den Massenabfall vom Glauben in Österreich entscheidend mitverantwortliche Kardinal Schönborn allen Ernstes für einen Apostelnachfolger halten, muss er daran erinnert werden, dass die Apostel sich vom Heiligen Geist haben leiten lassen. Das kann von Herrn Schönborn in keiner Weise behauptet werden, vielmehr trägt er ein gerüttelt Maß Schuld an der rapidesten Glaubensvernichtung in der Geschichte der Kirche in Österreich, die mittlerweile eine Profillosigkeit erreicht hat, die nur mehr von der ÖVP übertroffen wird:

    + Kardinal Schönborn hat es fertig gebracht, dass seine der Kirchensteuer geweihte und deshalb die Sünde verharmlosende Kirche in Österreich Gelder der Gläubigen für die Tötung unschuldiger Menschen herausrückt. Unter der Ägide Schönborns hat z.B. die Wiener Caritas mindestens eine Abtreibung bezahlt:

    http://gloria.tv/?media=109091

    Wer diese Zusammenhänge zwischen der Bezahlung einer Tötung eines unschuldigen Menschen und der angeblich katholischen Wiener Caritas bezweifelt, soll sich bei Landau, Kübel, dem Bundesgeschäftsführer der Grünen und Ex-Caritas-Generalsekretär Stefan Wallner oder anderen gedungenen Gauleitern der Caritas erkundigen, die mit Kirchengeldern die Lehre der Hl. Kirche bewusst pervertieren, den Willen Gottes („Du sollst nicht töten“) verhöhnen und die industrielle Tötung der unschuldigsten Menschen mit den Einnahmen aus dem NS-Kirchensteuermodell finanzieren.

    + Zu den dringendsten Agenden zerstörter Sittlichkeit und blühender Gottlosigkeit zählt (neben der massenhaften Verarbeitung ungeborener Menschen zu Hackfleisch) die Umfunktionierung des Anus zu einem Geschlechtsorgan. Zu dieser Umfunktionierung offenbarte sich der Wiener Kardinal wie folgt:

    "Beim Thema Homosexualität etwa sollten wir stärker die Qualität einer Beziehung sehen. Und über diese Qualität auch wertschätzend sprechen".

    Was das Thema Homosexualität betrifft, so scheint der Wiener Kardinal davon sehr angerührt. Eine blasphemische Ausstellung im Wiener Dommuseum präsentierte das Letzte Abendmahl als Homo-Sexparty samt Christus mit erigiertem Penis. Solch pornografische Christusentstellungen in einem Dommuseum zeugen von einem extrem bizarren Verhältnis des Wiener Erzbischofs zum Thema Homosexualität. Er möchte keine Spaßbremse sein, also nimmt er bei diesem Thema einen strikten Bruch mit dem Wort Gottes und der Lehre der Hl. Kirche in Kauf (Lev 20, 13 oder 1. Kor 6, 9-10 usw.).

    Auch anhand dieses Beispiels lässt sich festhalten, dass es Kardinal Schönborn ein zentrales Anliegen ist, den Willen Gottes zu negieren und den Glauben an die Gottheit Jesu Christi zu zersetzen, denn immerhin lässt er seinen stets schmuddelig wirkenden Dompfarrer diese Umfunktionierung des Anus zu einem kinderfeindlichen Geschlechtsorgan an Valentinstagen tüchtig segnen – wie es eben in der Hl. Schrift heißt: „und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden“ (2 Tim 4,4); diese „Fabeleien“ manifestieren sich in Österreich u. a. als „Fabereien“.

    + Kardinal Schönborn ist es gelungen, das Thema des Kindesmissbrauchs der Hl. Kirche anzulasten, während die 99,7 % der Kindesmissbräuche in fast völliger Tabuisierung weltlich-frivol weiter vollzogen werden können, weil der Kindesmissbrauch scheinbar gar nicht das Problem gewesen ist, sondern Schönborns Priester das Problem dabei gewesen sind. Dem Kardinal scheinen die weiterhin stinknormal und ganz profan missbrauchten Kinder völlig gleichgültig zu sein und die Kinderschänder leben ihre Leidenschaften Dank Graf Schönborn tabuisiert und geschützt aus, während sich der Kardinal bei diesem Thema sehr diplomatisch und rührend um sein persönliches Ansehen und die Verurteilung der Hl. Kirche (= mystisch fortlebende Leib Christi) gekümmert hat.

    + Die katholische Kirche hat im Unterschied zu den Protestanten neben der Bibel eine zweite Glaubensquelle, nämlich die Tradition. Für die Ära Schönborn werden eine innerkirchliche Christenverfolgung und grobe Brüche mit der katholischen Tradition bezeichnend bleiben. Statt dieser zweiten katholischen Glaubensquelle sind hierzulande die Selbstoffenbarungen weltlicher Machtansprüche der unterschiedlichsten Abgefallenen-Verbände getreten (WsK, Laieninitiative, Priesterinitiative, Caritas, Katholische Aktion, Katholische Jugend, ED Wien, Katholische Frauenbewegung usw.). Mit der Unterstützung Schönborns sind diese antikirchlichen Sturmtruppen an die Stelle des katholischen Traditionsprinzips getreten, um sich mit Intrigen und Terror gegen Katholiken zu beschäftigen. Diese Abgefallenen-Verbände sind für Schönborn auf Grund ihrer Treulosigkeit Rom und Gott gegenüber und ihrer Selbsterhöhung die Zukunft der Pseudokirche in Österreich.

    Priester und Gläubige, die an der zweiten katholischen Glaubensquelle festhalten, werden in Österreich verfolgt (siehe z.B. „Weihbischof“ Wagner, Bischof Krenn, das Sprechverbot gegen WB Laun oder die Ausfälle der ED Wien gegen Rudolf Gehring im letzten Präsidentschaftswahlkampf).

    Diese zweite katholische Glaubensquelle wird vom verweltlichten Umfeld des Wiener Kardinals regelmäßig der Lächerlichkeit preisgegeben; z.B. durch Toni Faber, der sich nur mehr vor dem Großmeister der Großloge verbeugt, wenn er nicht gerade mit Frau Stöckl in den „Seitenblicken“ betrunken herumtorkelt, sich vor dem Kameramann des ORF verbeugt und von Solidarität, Humanismus und anderen gottlosen Heilsversprechungen daherquatscht und katholischen Priestern in den Rücken fällt:

    http://www.ots.at/mobile/presseaussendung/OTS_20101207_OTS0215

    Die Kirche in Österreich hat sich mit ihren Feinden „verbrüdert“ und führt einen Angriffskrieg gegen diejenigen, die den katholischen Glauben gemäß dem Traditionsprinzip bewahren (Wagner, Krenn, Gehring usw.), während theologisch, intellektuell und moralisch hochgradig fragwürdige Subjekte und antirömische Hooligans wie Zulehner, Faber, Schüller, Udo Fischer, Landau, Friedl, Kothgasser, Krätzl, Leitenberger, Iby usw. usf. aus der Feindseligkeit gegen das Papsttum ihr sozialistisches und zivilgesellschaftliches Selbstverständnis beziehen. Bei diesen Schönborn-Typen käme man nie auf den Einfall, dass ein Priester in persona Christi handelt, vielmehr schart Schönborn neomarxistische Aktionisten und Aktionäre um sich (Taufschein-Katholiken, Taufschein-Priester und Taufschein-Bischöfe), die am Sonntag erbauliche Geschichten erzählen, die inhaltlich auf die Frankfurter Schule reduziert sind.

    + Österreich ist zu einem Missionsland gemacht geworden und für Schönborn gibt es keine Wahrheit, für die er sein Leben hingeben würde; aber das Märtyrer-Kardinalspurpur trägt er mit großem Stolz und unverhohlener Eitelkeit, wenn er etwa mit dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (von dem es nicht überraschen würde, wenn er Hamas-Mitglied wäre) und den Sternsingern die Moschee besucht und zugleich um die katholischen Kirchen einen weiten Bogen macht, obwohl oder weil es in der Hl. Schrift heißt: „Du sollst nicht andere Götter haben neben mir“.

    Was sucht Graf Schönborn in einer Moschee? Bestimmt nicht den Sohn Gottes. Vermutlich will der Kardinal mit seinem Fremdgehen zum Ausdruck bringen, dass es in seinen Augen Wesentlicheres als Jesus Christus gibt. Etwas anderes ist von den Hirten in Österreich auch nicht zu erwarten (WB Laun ist selbstverständlich ausgenommen).

    Wenn es um den Islamismus geht, strahlt Schönborn eine Zugehörigkeit und Einheit aus, um die ihn jedes Bataillon d'Amour beneiden würde, aber wehe es geht um romtreue Katholiken (wie z.B. um Pfarrer Wagner), da brennt die Luft, da herrscht ein modernistischer Angriffskrieg, und so schnell können die romtreuen Katholiken gar nicht schauen, werden sie von den kirchenfeindlichen Medien von Styria, Raiffeisen & Co zum Sündenbock für die Sünden Schönborns und den Niedergang seiner zeitgeistabhängigen und läppischen Kirchensteuerkirche gestempelt.

    Diese der Kirchensteuer geweihte, geldgierige und somit an den Zeitgeist angepasste Schönbornkirche, in der Jesus Christus nur eine untergeordnete Rolle spielt, stemmt sich vehement gegen gläubige Christen, verschenkt ihre Kirchen oder lässt sie abreißen (Neulerchenfeld, Baumgarten usw.) und beschäftigt sich stattdessen mit der Rechtfertigung des NS-Zwangskirchensteuermodells statt Zeugnis für die Gottheit Christi zu geben.

    Wann wird der Kardinal endlich vernünftig, um einmal die finstere Sackgasse zu überschauen, in die er seine verweltlichte Kirche ohne Gottvertrauen laufen lässt oder geschieht die Marginalisierung der Hl. Kirche unter der Leitung des Wiener Kardinals mit voller Absicht? Gibt es einen Masterplan für die Zerstörung der katholischen Kirche in Österreich? Die Fakten und empirischen belegbaren Entwicklungen sprechen dafür. Dann jedoch wäre Herrn Schönborn - aus antichristlicher Sicht - großer Respekt zu zollen, denn das hat noch keiner geschafft. Bei der Glaubensvernichtung noch viel effektiver als die national-sozialistischen Kirchenfeinde zu sein, ließe diese vor Neid erblassen.

    Ein weiterer Niedergang der Kirche in Österreich wäre eine feine Sache, weil die verweltlichte Kirchensteuerkirche in Österreich unter kräftiger Mitwirkung des Grafen Schönborn ihr Zentrum verloren hat, wodurch naturgemäß der Priesternachwuchs ausbleibt. Warum sollte ein Priester sein Leben ganz Gott weihen, wenn er dann z.B. in Wien als angepasster Mitläufer und rückgratloser Gutmensch die Sünde in Schutz nehmen muss, um nur ja keine Kirchensteuerzahler zu vergraulen. Insofern muss die Kirche in Österreich einmal gründlich zerstört, gesäubert und dann reformiert werden, um sich endlich wieder ihrem wahrhaften Zentrum zuzuwenden, das der bizarre Kirchenfürst durch seine antirömischen Ausfälle (z.B. gegen Kurienkardinal Sodano) oder durch seine nichtssagenden Wortpirouetten (u. a. auch als Krone-Kolumnist) anonymisiert. Die Zerstörung ist Dank Schönborn auf allerbestem Weg, die Säuberung vollständig ausständig und die Reformation bedarf Heiliger, die zurzeit verfolgt werden würden.

    • Riese35
      29. Mai 2011 08:31

      Großartig, wie knapp, übersichtlich und treffend Sie das Problem in Wien dargestellt haben.

      Man muß sich aber die Frage stellen, ob die Schuld ALLEIN bei S.Em. Kardinal Schönborn liegt. Hat nicht das 2. Vatikanische Konzil all diese Laiengremien vorbereitet und das kirchliche Sowjetsystem eingeführt, das erst all diese Parallelhierarchie aufgebaut hat? Hat nicht die Lehre von anonymen Christen und von der Allerlösung erst den Korankuß des letzten Papstes ermöglicht? Hat nicht der letzte Papst die Tradition konsequent verfolgt und unterdrückt?

      Gewiß, Kardinal Schönborn hätte dagegen kämpfen können. Ist aber die Situation in anderen Diözesen des deutschsprachigen Raumes wesentlich anders?

    • Harry (kein Partner)
      29. Mai 2011 09:33

      Ganz großartiges Kino, Renard. Sie sollten Ihre Reportagen auf kreuz.net veröffentlichen, falls Sie das nicht ohnehin tun.

    • Renard (kein Partner)
      29. Mai 2011 09:41

      @ Riese35

      "ob die Schuld ALLEIN bei S.Em. Kardinal Schönborn liegt"

      Es muss einmal jemand verantwortlich gemacht, auch wenn das für die Kirche in Österreich unüblich ist.

      Graf Schönborn ist nicht der einzige Klotz am Bein der Kirche in Österreich, ich habe oben noch einige andere Kandidaten erwähnt, die entscheidend zur Vernichtung des Bezuges zu unserem Heiland beigetragen haben, weil sie sich zu wichtig nehmen.

      Tendenziell haben wir hier eine Kirche ohne Gott. Es gibt de facto z. B. einen Zölibatsdispens (z.B. in OÖ) - und Schönborn schweigt dazu. Aber wehe ein Politiker besucht die Hl. Messe (R. Gehring). Gnade ihm Gott!

      Schönborn hat höchstpersönlich Priester, die ein Segen für die Hl. Kirche sind, zu zerstören versucht (man denke nur an Kardinal Groer - "moralische Gewissheit", die Intrigen gegen Bischof Krenn und Pfarrer Wagner).

      In der Hl. Schrift heißt es:

      "Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen."

      Schönborn hat im Prinzip nur solche Knechte herangezüchtet, die vermutlich "viele Schläge bekommen" werden, während die systematische Verfolgung der guten Knechte ihm angerechnet werden muss.

    • Harry (kein Partner)
      29. Mai 2011 09:50

      Renard, jetzt muss ich Sie doch noch fragen. Inwieweit war Groer ein Segen für die katholische Kirche? Solche Aussagen sind doch ein Hohn für alle, die von Kirchenvertretern missbraucht worden sind und an diesen seelischen Verletzungen ihr ganzes Leben leiden müssen. Groer war der absolute Tiefpunkt in der Geschichte der österreichischen Kirche. Umso schlimmer, dass bei seiner Bestellung auch noch die ÖVP mitgemischt haben soll. Dass die Kirche jedes Jahr eine Seelenmesse für Groer feiert, zeigt doch nur den moralische Bankrott dieser Organisation.

    • Renard (kein Partner)
      29. Mai 2011 10:03

      @ Harry

      Wenn die kirchenfeindlichen Medien so konzertiert gegen Hw. Priester vorgehen wie gegen Groer und Krenn, können sie davon ausgehen, dass es dabei nicht um die Wahrheit geht. Schönborn kennt sich diesbezüglich recht gut aus. Fragen sie ihn, warum die freimaurerische Medienhetze (ORF, Kurier, Presse, Standard usw. usf.) gegen Pfarrer Wagner so gut geklappt hat?

    • brechstange
      29. Mai 2011 10:38

      @harry

      Ich würde nicht alles glauben, was von den Medien protegiert wird. Dahinter stehen gewaltige Interessen gegen die Kirche. Denken Sie an 1926, an die Kirchenaustrittsbewegung. Das ist rein politisch motiviert. Dazu braucht man Skandale.

    • Harry (kein Partner)
      29. Mai 2011 10:53

      Medien propagieren, nicht protegieren. Aber egal. Sehen wir darüber hinweg, dass auch Österreichs Bischöfe von Groers Schuld überzeugt waren. Alles nur eine große Verschwörung, um die Kirche zu sabotieren? Ich will niemandem zu nahe treten, aber das grenzt schon an Realitätsverweigerung.

    • brechstange
      29. Mai 2011 11:03

      @Harry

      Propagieren erschien mir zu schwach als Ausdruck des jetzigen Zustands. Sie protegieren eindeutig eine Seite.

    • KH (kein Partner)
      29. Mai 2011 11:37

      @ Harrys "Realitätsverweigerung"

      Na denn erzählen sie uns die Realität.

    • Maybach (kein Partner)
      29. Mai 2011 13:10

      Ihre "Realität" sieht offenkundig so aus: Missbrauch in der Kirche hat es nie gegeben und wenn dann waren die Opfer schuld. Krenn und Groer waren genauso unschuldig wie Elsner der auch nur Opfer der konservativen Medienhetze geworden ist etc.
      Nur: All dies hat mit Realität im historisch-objektiven Sinne *nichts* zu tun. Das meinte Harry wohl.

    • libertus
      29. Mai 2011 13:23

      @Maybach

      Wenn man schon klug daherschreibt, sollte man auch differenzieren:
      Kren hat jedenfalls nie und nimmer irgendjemanden "mißbraucht", warum nennen sie ihn dann in einem Atemzug mit Groer?

      Bitte, etwas genauer arbeiten!

    • Riese35
      29. Mai 2011 13:30

      @Maybach:

      >> All dies hat mit Realität im historisch-objektiven Sinne *nichts* zu tun.

      Und Ihre Behauptungen und Schuldsprüche sollen etwas mit Realität zu tun haben? An wem hat sich Exz. Krenn vergangen? Warum ist Em. Groer nicht vor einem staatlichen Gericht verurteilt worden? Hat es nicht gute Gründe, warum manche Tatbestände nach einer bestimmten Zeit verjähren?

    • Riese35
      29. Mai 2011 13:56

      Und noch ein Gedankenanstoß zum angeblichen Mißbrauchsskandal in der Kirche: Wie groß ist die Kirche und wie viele Mißbrauchsfälle hat es gegeben? Sicherlich, schlimm genug für jeden einzelnen Fall, der tatsächlich passiert ist.

      Wo Menschen sind, werden Fehler gemacht und wird gesündigt. Auch unter gläubigen Katholiken. Diejenigen Messiase aber, die uns das Himmelreich auf Erden versprechen und die Schuld im System suchen, haben sich letztlich immer noch als die größten Verbrecher erwiesen. Das waren alles Scheinmessiase.

      In der ganzen Debatte um den angeblichen Mißbrauchsskandal in der Kirche fällt aber auf, daß manche Aspekte des eigentlichen Mißbrauchsskandals von den Medien bewußt ausgespart oder nur am Rande erwähnt werden:

      In einer einzigen Schule, der Odenwaldschule, kam man zu folgendem Schluß:
      "Laut deren Abschlussbericht vom 17. Dezember 2010 sind insgesamt mindestens 132 Schüler missbraucht worden, erheblich mehr als bisher angenommen." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Odenwaldschule )

      Nun ist die Odenwaldschule nicht irgendeine Schule. Sie ist die Vorzeigeschule mit reformpädagogischem Konzept. "Die Odenwaldschule ist eine freie Gemeinschaft, in der die verschiedenen Generationen unbefangen miteinander umgehen und voneinander lernen können, heißt es in der Schulordnung."
      "Zu den weiteren Merkmalen des pädagogischen Konzepts der Schule gehörte – lange vor dem Aufkommen der antiautoritären Erziehung – das Duzen der Lehrer. Im Sportunterricht turnten in den Anfangsjahren Jungen und Mädchen bis zu einem gewissen Alter gemeinsam nackt." (ebenda)

      Die Odenwaldschule ist die Modellschule für unsere heutigen Gesamtschulbestrebungen. Auf der Liste ehm. Schüler befinden sich berühmte Namen. Hier eine Auswahl:
      - Thomas Bockelmann (* 1955), Schauspieler, Regisseur und Intendant
      - Daniel Cohn-Bendit (* 1945), Politiker
      - Johannes von Dohnanyi (* 1952), Journalist
      - Klaus Gysi (1912–1999), Politiker in der DDR
      - Wolfgang Porsche (* 1943), Manager
      - Beate Uhse (1919–2001), Pilotin und Unternehmerin
      - Andreas von Weizsäcker (1956–2008), Bildhauer.
      (Quelle: ebenda)

      Man fragt sich schon, warum der angebliche Mißbrauchsskandal in der Kirche ständig thematisiert wird, die reformpädagogischen Konzepte bis hin zur Gesamtschule von den Medien (mit wenigen Ausnahmen wie diesem Blog) nie kritisch unter die Lupe genommen werden.

    • Harry (kein Partner)
      29. Mai 2011 14:18

      "Man fragt sich schon, warum der angebliche Mißbrauchsskandal in der Kirche ständig thematisiert wird,..."

      Weil es in diesem Blog um die Kirche geht. Und wie ich schon gesagt habe, kommt eine Leugnung des Missbrauches einer Verhöhnung der Opfer gleich. Dass es diese Fälle gegeben hat, ist schlimm genug. Schlimmer aber, wie die Kirche mit den Übeltätern umgeht. Es wird einfach alles vertuschet, und die Problemkleriker werden in ein fernes Kloster abgeschoben.

    • Riese35
      29. Mai 2011 17:45

      @Harry: Auch wenn Sie der Splitter hinsichtlich Kirche stört, nehmen Sie aber bitte einmal den Balken aus dem anderen Auge!

    • Undine
      29. Mai 2011 19:36

      Mich wundert sehr, daß noch niemand (oder hab' ich etwas übersehen?) die FREIMAURER und ihre mehr als eigentümliche Rolle erwähnt hat. Aus dem Mund eines Logenbruders (in höchster Position) weiß ich, daß die Freimaurer engen Kontakt zu Kardinal König hatten, was niemanden wundern wird. Warum wird die äußerst wirksame Wühlarbeit der Mitglieder dieses geheimen Bundes, die stets im Hintergrund agieren und ihre Fäden dank ihrer einzigartigen Macht auf der ganzen Welt ziehen, nie beobachtet?

    • Renard (kein Partner)
      29. Mai 2011 21:59

      @ Undine: "Mich wundert sehr, daß noch niemand (oder hab' ich etwas übersehen?) die FREIMAURER und ihre mehr als eigentümliche Rolle erwähnt hat."

      Weiter oben hatte ich den Link zu folgender Presseaussendung angegeben:

      "Es wird hochspannend wenn Dompfarrer Toni Faber und der ehemalige Großmeister der österreichischen Freimaurer Michael Kraus zum Streitgespräch über den seit Jahrhunderten schwelenden Konflikt zwischen Freimaurerei und Katholizismus zusammentreffen."

      http://www.ots.at/mobile/presseaussendung/OTS_20101207_OTS0215

      Man kann sich diese Sendung im Internet ansehen: Toni Faber hängt andachtsvoll und demütig an den Lippen des Großmeisters. Während er, wenn er es mit katholischen Priestern zu tun hat, cholerische Tobsuchtsanfälle kriegt.

      Nach dem sie den Kniefall vor der Loge mit eigenen Augen gesehen haben, wissen sie, dass der Stephansdo(l)m ein niederträchtiger und gottloser Knilch unter jeder Sau ist.

  33. Wolfgang Bauer
    28. Mai 2011 23:56

    Es wäre auch längst an der Zeit, dass Schönborn die überwiegende Schar der Priester ohne helle Missbrauchs-Flecke auf der Soutane vor der allgemeinen Kirchenhetze in Schutz nimmt. Sie werden allein gelassen mit ihrem ganzen Jammer. Und die versammelte Medienmeute wird immer frecher, ja sie glaubt schon selbst was sie schreibt oder sagt. Weil sich niemand die Mühe macht, zu widersprechen.

    Statt dessen polit-dilettieren der Herr Kardinal und die Caritas und seitenblickt der Dompfarrer. Und Schönborn hält die andere Backe hin, wenn Frau Chris Lohner als doofe Pabstverschnitt-/in mit Mitra über dem Rathausplatz schwebt. Zur Apotheose des "Queertums". "Die andere Backe...", immerhin eine Gemeinsamkeit...

  34. terbuan
    28. Mai 2011 22:35

    Ganz OT
    Es war ein großartiges CL-Finale, und als bekennender Spanienfan freue ich mich über den verdienten Sieg des FC Barcelona!

    • jump (kein Partner)
      29. Mai 2011 10:51

      Sowas, dass ich einmal einem Krönchenträger zustimmen muss....;-)

    • Johann Scheiber
      29. Mai 2011 11:04

      So gehts mir auch, terbuan!
      Es war wunderbar, wie die Spanier bei Sir Alec das Kaugummikauen gestoppt haben.
      Nie habe ich besseren Fußball gesehen.

      Aber was riese35 und renard und undine hier abziehen ist auch einsame Klasse!

  35. Rosi
    28. Mai 2011 21:58

    Wieviel Schaden kann eine unqualifizierte Person an einer Stelle anrichten? Je höher in der Hierarchie, umso größer der mögliche und in einigen Fällen tatsächliche Schaden.
    Man nimmt, wenn man nichts anderes kennt, einen Kardinal König als selbstverständlich hin, und fällt wie aus allen Wolken, wenn der Nachfolger eine konturlose Person ohne erkennbare Qualifikationen ist. Wenn sich dann allerdings herausstellt, daß sich diese Konturlosigkeit auch auf das Rückrat bezieht, wird es bitter.
    Es sind im Moment leider nicht die Zeiten, wo es für Christen gleichgültig ist, welche Hirten sie führen. Es sind problematische Zeiten mit viel Änderungspotential in einige Richtungen, die nicht erstrebenswert scheinen.
    Wenn man einer Funktion nicht gewachsen ist, gibt es immer noch den Ausweg, persönliche Konsequenzen zu ziehen, und einem Fähigeren den Vortritt zu lassen. Es ist nicht jeder mit Mut oder Fähigkeiten zum Führen geboren.
    Die Schäfchen in Zeiten wie diesen nicht nur nicht zu schützen, sondern sogar 'dem Wolf zuzutreiben', ist jedenfalls charakterlos.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Undine
      28. Mai 2011 22:27

      @Rosi

      Ein eindrucksvoller Vergleich: Der Hirte, der seine ihm anvertraute Herde nicht nur nicht schützt, sondern sie sogar noch dem Wolf zutreibt. Was soll man da noch sagen.....

  36. alfons adam
    28. Mai 2011 15:38

    Der Linksdrall von Teilen des Klerus und der meisten Berufskatholiken ist nur die Folge einer Entwicklung, die schon sehr lange im Gange ist. Man denke an die hundert Jahre alte Modernismus-Enzyklika des heiligen Papstes Pius X.
    KARL RAHNER prägt in seinem aus dem Jahre 1961 stammenden Werk "Was ist Häresie?" den Begriff der "kryptogamen Häresie", also der verborgenen oder stummen Irrlehre. Abgesehen davon, daß heute auch alle offenen Irrlehren geduldet werden, hat Rahner schon recht, wenn er die "kryptogame" als die gefährlichste bezeichnet. Die verborgenen Häretiker verschweigen Glaubensinhalte, die einfach nicht mehr Gegenstand der Verkündigung sind. Diese Häresie sieht Rahner dort, "wo man z.B. das Wort von der Hölle geflissentlich meidet, wo von den evangelischen Räten, von Gelübde und Ordensstand nicht mehr oder höchstens unsicher oder betreten gesprochen wird, wenn es gar nicht mehr anders geht. Wie oft predigt der Prediger für Gebildete in unseren Landen seiner Zuhörerschaft von zeitlichen Sündenstrafen, vom Ablass, von den Engeln, vom Fasten, vom Teufel (höchstens vom "Dämonischen" im Menschen), vom Fegfeuer, vom Gebet für die armen Seelen und ähnlichen altmodischen Dingen?" Heute überhaupt nicht mehr.
    Oder hört man heute noch irgendwo eine Predigt über die sogenannten fünf letzten Dinge, also über Tod, Gericht, Himmel, Fegefeuer,Hölle.
    Es ist nicht verwunderlich, daß bei einem solchen inhaltsleer, kraft- und saftlos gewordenen Christentum die Profis halt irgendwie versuchen, Aufmerksamkeit zu erregen. Was dabei herauskommt - siehe oben.

    • RB (kein Partner)
      29. Mai 2011 10:18

      @alfons adam
      Ich bin kein strengläubiger Christ wie Sie, vielleicht sollte ich mich als
      agnostischer Christ oder christlicher Agnostiker bezeichnen.
      Darüber dass heute nicht mehr so viel über die Hölle, das Fegefeuer gesprochen wird, bin ich dankbar.
      "Ja es gibt die Hölle, aber es ist keiner dort", ein befreiendes Wort eines
      sehr bekannten Jesuitenpaters hat mich doch sehr getröstet. Einen strafenden,
      richtenden und verdammenden Gott kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Was wäre das für ein trauriger Gott (frei nach Konrad Lorenz).

    • Riese35
      29. Mai 2011 14:22

      @RB:

      >> "Ja es gibt die Hölle, aber es ist keiner dort", ein befreiendes Wort eines
      >> sehr bekannten Jesuitenpaters hat mich doch sehr getröstet. Einen
      >> strafenden, richtenden und verdammenden Gott kann ich mir beim besten
      >> Willen nicht vorstellen. Was wäre das für ein trauriger Gott
      >> (frei nach Konrad Lorenz).

      Da haben Sie ja den Nagel auf den Kopf getroffen. Genau diese neue Theologie ist die Wurzel für die heutigen Mißstände in der Kirche. Gedanken können Erdbeben auslösen! Und diese neue Theologie hat einen Tsunami in der Kirche ausgelöst, der fast das gesamte Glaubensgut hinweggefegt hat.

      Und ich versichere Ihnen: Den Trost finde ich nicht in einer angeblichen Tatsache, daß die Hölle leer wäre (also alles erlaubt wäre), sondern darin, daß es einen verzeihenden Gott gibt, der mir bei der Umkehr hilft.

  37. Riese35
    28. Mai 2011 14:00

    Die Zustände in der Erzdiözese Wien sind nicht viel anders als in anderen Diözesen des deutschen Sprachraums. Es findet ein von oben verordneter Abbau in allen Bereichen statt. Das, was das Wesen der Kirche ausmacht, wird systematisch zerstört. Was aber ist das Wesen?

    a) Wo sind die Priester und Bischöfe, die ihren Glauben auch gegen Widerstände bekennen, so wie es seinerzeit der Hl. Stephanus getan hat?

    b) Wo wird noch der wahre, geoffenbarte Glaube verkündet, wie er uns von Jesus Christus, den Aposteln, den Kirchenvätern und der Kirche über all die Jahrhunderte überliefert worden ist?

    c) Wo finden wir noch Priester, die sich in erster Linie ihrer ureigensten Aufgabe widmen, nämlich der Darbringung des Meßopfers, der Spendung der Sakramente, der Verkündigung des Glaubens, der Seelsorge und Mission (wobei ich damit die Mission vor der eigenen Haustür meine, denn das Glaubenswissen befindet sich auf einem Tiefpunkt)?

    d) Wo findet heute noch ein katholischer Religions- und Katechismusunterricht statt, der diesen Namen verdient?

    Was machen unsere Priester und Bischöfe stattdessen? Sie fördern einen Alfred Hrdlicka und hängen eine Fratze in die Domkirche, die angeblich eine Maria Restituta darstellen soll. Sie hängen ein Bild ins Diözesanmuseum, das vor dem Kreuz onanierende Apostel zeigt. Sie "zelebrieren" sogenannte "Diskomessen" oder Messen mit Biertisch und Stelzen (siehe Toni Faber am Donauinselfest). Sie segnen Homosexuelle in der Domkirche an einem Fest, das der Liturgiereform nach dem 2. Vat. Konzil zum Opfer gefallen ist.

    Sie überlassen den Laien die Verkündigung und eilen von einer Sitzung zur nächsten, von einer Konferenz zur anderen. Den Religionsunterricht an Schulen, wo man noch am ehesten in der Verkündigung wirken und junge Menschen für die Kirche begeistern könnte, haben Laien übernommen, die meistens der Kirche kritisch gegenüberstehen und Häresien verbreiten. Solange man gegen Papst, Rom und "Amtskirche" ist, sitzt man fest im Sattel und es kann einem nichts passieren. Man darf jeden nur erdenklichen Unsinn (auf keinen Fall aber die überlieferte Glaubenslehre) verbreiten, ohne daß es irgendwelche Konsequenzen hätte. Z.B. daß der Zölibat eine Erfindung des Mittelalters wäre. Wer das wirklich glaubt, möge einmal den Brief "Directa ad decessorem" an Bischof Himerius von Tarragona vom Hl. Vater Siricius vom 10. Februar 385 lesen (DH 185), oder sich die Texte der Synode von Karthago aus dem Jahre 390 ansehen. Nicht viel anders verhält es sich mit der Ausrichtung zahlreicher Lehrstätten und Universitäten. Erst kürzlich habe ich erfahren, daß in Tirol, wo es größere Pfarrverbünde bereits gibt, Priester von ihren Pfarrern eine maximale Anzahl von Messen vorgeschrieben bekommen, die sie in den ihnen zur Seelsorge zugeteilten Kirchen lesen dürfen. Das schlimmste Attribut, das einem zugeteilt werden kann, ist, wenn man als "romtreu" bezeichnet wird und sich am überlieferten Glaubensgut orientiert. Dann sind einem alle kirchlichen Aufstiegschancen verwehrt. So geschehen mit dem hw. Pfarrer von Windischgarsten. Die übelste Verleumdung war unseren Bischöfen gerade recht, um seine Weihe, wie von unserem Hl. Vater vorgesehen, zu verhindern. Die Zelebration in der nun als außerordentlich (ehrwürdig und schön) bezeichneten Form des römischen Ritus wird von den Bischöfen mit allen nur erdenklichen Mitteln ver- oder zumindest behindert. Dabei war es gerade diese Form des Ritus, die so viel Frucht und Segen hervorgebracht hat.

    Überall scheint die Kirche ihre Investitionen zu kürzen, nur nicht dort, wo es in erster Linie angebracht wäre: bei der Förderung antikirchlicher Kunst und bei den Laienmitarbeitern. Ich sehe nicht ein, wozu man Pastoralassistenten benötigt. Früher sind die Gläubigen jeden Sonntag oft viele Kilometer zu Fuß zur nächsten Kirche gegangen, um einer Hl. Messe beiwohnen und die Sakramente empfangen zu können. Heute im Zeitalter des Autos wäre es etwa unzumutbar, bei Priestermangel in die Nachbarpfarre zu fahren, um an einer Hl. Messe teilzunehmen? Geht das nicht am Wesen der Kirche vorbei?

    Man muß sich fragen, wo die Wurzel dieses Übels liegt. Nach dem 2. Vatikanischen Konzil hat sich in der Kirche ein Sowjetsystem etabliert, das der kirchlichen Hierarchie eine zweite gegenübergestellt hat, die heute weitgehend das Sagen hat. Anstatt die Kirche für die Welt zu öffnen, fest im Glauben verwurzelt hinauszugehen und zu missionieren und allen das Evangelium zu bringen, ist der Wind der Welt in die Kirche eingedrungen, hat das Glaubenswissen weitgehend verweht und hat eine vor allem geistige Zerstörung in einem Ausmaß angerichtet, wie es sie vorher kaum gegeben hat. Daneben hat es auch massiv bauliche und kulturelle Zerstörungen gegeben. Fast überall wurden Mahltische eingerichtet, die der katholischen Tradition vollkommen widersprechen. Die vorher offene Gemeinde, die sich gemeinsam mit dem Priester Gott, dem Osten, der aufgehenden Sonne, dem Licht zugewandt hat, schließt sich heute meistens in einem Kreis rund um einen Mahltisch ab und feiert sich selbst (siehe das Buch "Geist der Liturgie" unseres Hl. Vaters). Aber auch ganze Kirchen wurden ihrer Gestalt und ihrer Einrichtungen beraubt, wie das Buch "Hetzendorf und der Ikonoklasmus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts" von Univ. Lektor Heidemarie Seblatnig (Hg.) der TU-Wien aufzeigt.

    Letztlich wird man auch das 2. Vatikanische Konzil selbst hinterfagen und klären müssen, wie weit dieses mit der Überlieferung vereinbar ist. Darauf hat schon unser jetziger Hl. Vater hingewiesen, als er gesagt hat, daß es im Lichte der Tradition zu lesen wäre. Anstatt klar zu formulieren und Streitfragen zu klären, ist vieles, was vorher klar war, unklar geworden. Man hat durch zweideutige Formulierungen versucht, jeder Gruppe entgegenzukommen. Hat nicht erst das 2. Vatikanische Konzil all diese Umwälzungen in der Kirche ermöglicht? Daß die Hl. Messe, das Zentrum unseres Glaubens, aller Kleider, die den Kern unseres Glaubens zum Ausdruck gebracht haben, beraubt wurde? Daß sogar das Wesen der Hl. Messe in der ersten, später korrigierten Ausgabe der Institutio Generalis fälschlicherweise als "Herrenmahl" definiert wurde, was einen Bruch mit der Tradition darstellt. Daß z.B. der letzte Papst den Koran geküßt hat? Daß in Assisi Götzendienst in katholischen Kirchen betrieben wurde? Daß die Kirchenchöre weitgehend verschwunden sind (bis auf wenige meist professionelle Chöre an den Kathedralen)? Daß der gregorianische Choral weitgehend aus dem Alltag verschwunden ist?

    Haben aber nicht die Menschen eine Sehnsucht danach? Zeigt das nicht die Popularität der Mönche von Heiligenkreuz mit ihren CDs? Haben die Menschen nicht eine Sehnsucht nach dem Mysterium? Sind Gesang und Gesten nicht auch Ausdrucksweisen, um seine Glauben auszudrücken? Warum haben jene Gemeinschaften, die treu zum überlieferten Glauben stehen, kaum Nachwuchssorgen?

    Steht nicht hinter den Mißständen in der heutigen Kirche eine falsche Philosophie und Theologie?

    Die Hl. Schrift hat uns ein Mittel zur Unterscheidung der wahren von den falschen Propheten gegeben: An den Früchten werdet ihr sie erkennen. Und diese "Früchte" sind heute allerorts deutlich sichtbar.

    • terbuan
      28. Mai 2011 14:11

      Nicht einmal die Hälfte der Wiener (670.000) gehört heute noch dieser Kirche an, wen wunderts! Wien war einst das Bollwerk des Christentums gegen den Ansturm der Osmanen, heute ist es das Einfallstor.

    • HJR
      28. Mai 2011 14:50

      @terbuan
      Es dürfte kein Geheimnis sein, dass wir dzt. an der Geschichte der dritten Türkenbelagerung Wiens schreiben.

    • Riese35
      28. Mai 2011 16:37

      @terbuan & HJR:

      Während hierzulande unter der autochthonen Bevölkerung zu einem signifikanten Teil nicht einmal mehr die grundlegendsten Glaubenswahrheiten bekannt sind, kennt jeder muslimische Krankenpfleger die zentralen Glaubensunterschiede wie z.B. die Hl. Dreifaltigkeit.

      Seinerzeit war die ganze Kirche geeint gegen den hereindrängenden Islam. Heute hat ein im Eiltempo seliggesprochener Papst den Koran geküßt.

      Und was sagt der Islam dazu? Auf der islamischen Homepage saaid.net gibt Nasser Ibn Sulaiman al-’Umar in einer "Fatwa", einem islamischen Rechtsgutachten, die folgende Antwort:
      1. Papst Johannes Paul II. ist zweifellos als Gottloser gestorben.
      2. Man darf nicht für ihn beten. (Sure 9,113 und 84) ... . Er ist gottlos gewesen, weil er an Jesus Christus geglaubt hat. (Sure 9,30)
      3. Man darf ihn verfluchen, weil er als Gottloser gestorben ist ... . Ob man dies in der Öffentlichkeit tun sollte, ist abhängig von den Vor- und Nachteilen, die dadurch entstehen könnten.

      Die Krise der Kirche hat tiefere Wurzeln als unseren Kardinal Schönborn. Wollen wir diese ergründen, werden wir um das 2. Vatikanische Konzil nicht herumkommen.

    • inside
      28. Mai 2011 18:08

      Der nächste Kreuzzug hat von Schottland bis Mazedonien zu erfolgen!

    • Undine
      29. Mai 2011 09:07

      @inside

      Den ISLAM in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!

  38. HJR
    28. Mai 2011 13:30

    libertus, 28. Mai 2011, 02:32
    [... Schmerzlich wird nur der Scherbenhaufen sein, den sie ihren Schutzbefohlenen hinterlassen, weil die weltllichen, linken Sektierer versuchen werden, sich ihrer anzunehmen und damit ihre "Allmacht" auszubauen ... ob das der Papst in seiner Eloquenz und als letzter Fels in der Brandung noch aufhalten kann ...]
    thomas lahnsteiner,28. Mai 2011 07:21
    [... Es scheint so, als bestehe Schönborns Kirche eigentlich nur mehr aus der Caritas. Die Küberlisierung der katholischen Kirche schreitet munter voran. Man überbietet sich in political correctness und hechelt dem linken Zeitgeist nach ...]

    Die "traditionellen Werte" sind noch in und unter uns! Jedoch schieben sich die "Errungenschaften" des zivilisatorischen "Fortschrittes" - als da sind: Google, Facebook, On-Demand-TV, WII, Blackberry, Smartphones, SUV, MSC (BWL, management, business administration, marketing, gender science, communication, etc.) und - last but not least - das histerische Geschrei derer, die in den soziologischen, politologischen und ökonomischen Erkenntnissen meiner Adolszenz stecken geblieben sind - schieben sich wie ein Vorhang vor den Ausgang der Höhlenbewohner (wenn Sie einen platonischen Bezug möchten) bzw. wie das (physikalisch messbare) "Hintergrundrauschen" vor alle anderen Eindrücke und Signale und es fällt auch manch gebildetem modernen Menschen schwer, die "wichtigen" Signale aus diesem Chaos der Sinnes- und der intellektuellen, medienvermittelten Eindrücke herauszufiltern.

    Ein zweites Problem besteht wohl in unserer evolutiven Natur als Sammler und Jäger, dessen erste Entwicklungsschritte in die Phase des Hirten und des Bauern nicht zufällig die biblische Grundlage der Geschichte von Kain und Abel darstellt. Sie handelt im Wesentlichen von den Folgen einer dramatischen Ausdifferenzierung der Interessen und Ziele in einer bis dahin hinsichtlich ihres Tuns homogenen Gesellschaft und kann als entwicklungsgeschichtlicher Vorbote für unser modernes Interessen- und Meinungschaos (oder als Analogie zum Turmbau von Babel) gelesen werden. Vor diesem Hintergrund findet auch die Entstehung der Religionen ihre Erklärung, die - weit vor Herakliths Einsicht in den stetigen Wandel aller Dinge - von einem weitgehend statischen Weltbild ausgehen musste und daher versuchte, Erklärungen für die Entstehung dieser Welt und Verhaltensmuster bzw. -regeln für das Bestehen in ihr zu geben versuchte.

    Heute stehen wir - nicht zuletzt als Folge der Aufklärung - vor einem physikalischen, zivilisatorischen, mentalen und religiösen Trümmerhaufen unseres überkommenen Weltbildes und wissen nicht mehr, welchen Kurs unsere Schiffe (und ob es jemals nur eines gegeben hat, bleibt äußerst fraglich) steuern sollen. Wen wunderts da, wenn Kollissionen über Kollissionen stattfinden. Dass in dieser Situation selbstverständlich die mit keinerlei bis mangelhaften Navigationsinstrumenten ausgestatteten, instinktlosen Politiker nicht in der Lage sind den "richtigen" Kurs vorzugeben, bedarf angesichts der geschilderten Gründe und der in diesem Forum zuhauf angebotenen Schilderungen und Meinungen keiner weiteren Erörterung.

    Anders steht es mit der Kirche und ich wähle bewusst den Begriff "Kirche", weil dieser im Gegensatz zum "Glauben" eine politische Dimension hat. Und um dies von vorneherein klar zu stellen, ich gehöre weder einer Kirche an noch glaube ich an einen Gott im Sinne der von den Religonen gegebenen Beschreibungen. Dennoch - und das ist einer der Gewinne meines Älterwerdens - bin ich inzwischen sicher, dass Politik ohne Kirche (und damit ohne von der Religion vermittelten Wertekanon) nicht möglich ist und dass zwischen dem Niedergang der christlichen Kirchen in Mitteleuropa und dem der bürgerlichen Parteien ein direkter Zusammenhang besteht.

    Vielleicht würde es dem zwischen "intelligent Design", "Dombau-Mangement" und dem Basteln an seiner Papabilität orientierungslos herumsegelnden Kardinal Schönborn gut anstehen, seine Schäfchen wieder um sich zu versammeln, indem er - seine noble Herkunft und seine Karriereinteressen einmal beiseite schiebend - mit seinen Gläubigen (deren Gemeinschaft ja angeblich die Kirche darstellt) in der "Schäfchensprache" spricht. Oder indem er z.B. Einfluss darauf nimmt, dass die hoffnungslos linkslastige und umfragebesoffene Politikwissenschaft sich ihres Gegenstandes besinnt und ausnahmsweise einmal objektiv versucht, hinter die Gründe des Niederganges der Kirche und der christlichen Parteien zu kommen. Und vielleicht wäre es - auch für die Politik - hilfreich, wenn der Kardinal dem Küberl mal in die Parade führe und klarstellte, welche christlich-abendländischen Werte es sind, die es zustande brachten, dass die Europäer sich erstmals in der Menscheitsgeschichte zu einer Friedensgemeinschaft zusammenzuschließen vermochten (auch wenn deren derzeitiger Zustand zu äußerster Besorgnis Anlass gibt) und welche politischen Haltungen, einzelmenschlichen Verhaltensweisen und familiären Bindungen die Voraussetzung dafür waren.

    Und - nicht zuletzt - eine Klärung des Verhältnisses der Kirche zur mittlerweile nicht mehr zu leugnenden (geplanten oder gewollten oder auch nur einfach stattfindenden) Islamisierung des christlichen Abendlandes ist längst überfällig. Und hier wird die politische Dimension und Aufgabe der Kirche vielleicht am Deutlichsten. Denn wer - außer den christlichen Kirchen, welche die leidvolle Geschichte der Trennung von Kirche und Staat bezeugen können - könnte dem Angehörigen einer fremden Religion besser erklären, warum es notwendig ist, den weltlichen Gesetzen unbedingten Vorrang vor Glaubensusancen und daraus entspringenden Meinungen einzuräumen.

    • terbuan
      28. Mai 2011 13:35

      HJR
      *****!!!

    • Alexander Renneberg
      28. Mai 2011 15:44

      HJR

      ebenfalls höchstnote.

    • Norbert Mühlhauser
      29. Mai 2011 12:27

      @ HJR:

      Ihre sonstigen Ausführungen in allen Ehren, aber ihre Verknüpfung von christlich-abendländischen Werten und (EU-)Friedensgemeinschaft ist weit hergeholt. Die EU begann als Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion), und war als zwischenstaatliches Handelsabkommen ein inherentes Friedenswerk wie alle anderen derartigen Abkommen auf der ganzen Welt, was aber wenig mit christlich-abendländischer Kultur zu tun hat. Dazu kommt, dass Deutschland nicht ganz freiwillig sich zu diesem Schritt entschließen konnte, unterstand die deutsche Kohle- und Stahlindustrie doch der alliierten Kontrolle (Ruhrbehörde etc) und sah sich Deutschland als Paria der Staatengemeinschaft doch veranlasst, Anschluss zu suchen.

      Heute ist die EU keine Wirtschaftsgemeinschaft mehr, sondern der Spielball einer Nomenklatura, die gestalten (=herrschen) möchte und glaubt, sich über volkswirtschaftliche Grundsätze hinwegsetzen zu können. Diese Klasse hat nur die Macht vor Augen und keinerlei Solidarität mit den Anliegen der Bevölkerung, die ihre Repräsentanten alle 4-5 Jahre wählen darf, bevor diese in's Elysium supranationaler Organisationen (EU, OECD, WTO, IWF, IAEA, UNO/WHO/IPCC ...), der Rechenschaftspflicht ggü dem Elektorat entzogen, entfleuchen. Da es diesbezüglich nur mehr eine Klassensolidarität gibt, sähe diese Nomenklatura lieber heute als morgen eine formelle Weltregierung.

      Sollte aber die EU, ein nicht von der Bevölkerung getragener, sonder verordneter Verbund, bei aufrechter Repression im Wege einer Fundamentalopposition ("wir sind das Volk") zerfallen, dann ist Bürgerkrieg wahrscheinlich. Auch sonst birgt das wirtschaftliche Auseinanderdriften von Ost und West kriegerisches Konfliktpotential. Hingegen ist ein innereuropäischer (Fronten-)Krieg aus verschiedenen Gründen ohnehin auszuschließen und militärtechnisch gerade Deutschland nicht mehr möglich.

    • HJR
      30. Mai 2011 10:45

      @Norbert Mühlhauser, 29.5.11, 12:27
      Allerdings waren Kohle und Stahl damals (immer noch) die bestimmenden Produktionsfaktoren für die Massenproduktion von Kriegsgerät und Waffen und es war Ziel der Montanunion, eine einseitig übergewichtige Nutzung (unter Kriegszielen) zu vermeiden.

  39. Undine
    28. Mai 2011 12:04

    Die Kirche gibt sich selbst auf. Alles wird ständig "relativiert" und der (linksgestrickten) "Gesellschaft" angepaßt. Was früher unter "schwerer Sünde" verstanden wurde--- z. B. der Mord ungeborener Kinder---wird heute einfach "Fristenlösung" genannt, die nicht mehr so schwer zu wiegen scheint. An "Gebote"und "Verbote" hält man sich nicht mehr gern; man will eben FREI sein von Zwängen und Vorschriften.

    Umso erstaunlicher ist es, daß man freiwillig SKLAVISCH neue Unfreiheiten in Kauf nimmt und diese brav und tapfer befolgt: Die Spielregeln, bzw die "Gebote" der POLITISCHEN KORREKTHEIT, denen man sich mit unglaublichem Eifer unterordnet.

    Es scheint wohl so zu sein, daß der (vor allem charakterlich schwache) Mensch vorgegebene Richtlinien BRAUCHT, um danach sein Leben auszurichten. Mit der rigiden Befolgung dieser PC-Gebote muß man nicht auf Belohnung in der Ewigkeit warten; das Lob für eifrige Einhaltung der PC-Gebote kommt noch zu Lebzeiten via ORF!

    • Riese35
      28. Mai 2011 15:50

      >> ... der Mord ungeborener Kinder---wird heute einfach "Fristenlösung" genannt, ...

      Als ob ein Mord eine Lösung wäre. Auch "Schwangerschaftsunterbrechung" ist so eine Verharmlosung, als ob die Schwangerschaft dann nach einiger Zeit wieder fortgesetzt würde.

      Umgekehrt wird eine herabwürdigende Haltung einem Mohren oder Neger gegenüber keineswegs dadurch gemildert, wenn man zu ihm "Schwarzafrikaner" sagt. Neger ist wenigstens sachlich, wertneutral und entspringt der Sprache der Gebildeten, dem Lateinischen, der Sprache der Wissenschaft. Schwarzafrikaner mag in einzelnen Fällen zwar stimmen, ob ein Neger aus Afrika oder vielleicht gar aus Amerika kommt, kann ich vom bloßen Sehen nicht beurteilen, mag also auch sachlich falsch sein. Der Respekt vor dem Mitmenschen läßt sich nicht durch bloßen Austausch der Begriffe herbeiführen, sondern muß vom Herzen kommen.

      Im Zeitalter der Sprachverwirrung wäre es daher umso mehr angebracht, auf eine anerkannte, unveränderliche Sprache zurückzugreifen, die für exakte Formulierungen bestens geeignet wäre: auf das Lateinische.

      >> Die Kirche gibt sich selbst auf.

      Das Werk ist heute weitgehend vollendet. Allerdings nur, wenn man die weltliche Dimension, repräsentiert durch das Sowjetsystem, betrachtet.

      Die Kirche als göttliche Institution wird aber immer bestehen. Sie hat schon zahlreiche Krisen überdauert. Als Europa weitgehend arianisch war, gab es einen - vorübergehend sogar exkommunizierten - Athanasius. Den ältesten Bischofssitz auf dem Gebiet des heutigen Österreichs gibt es auch schon lange nicht mehr (Virunum). Es gab das Große Abendländische Schisma. So wie die Kirche trotz Verfolgung in den ersten Jahrhunderten nicht untergegangen ist und am Glauben an die leibliche Auferstehung festgehalten wurde, wird es auch in Zukunft sein. Ob aber eine Zeit der Verfolgung erstrebenswert erscheint, mag ich dahingestellt lassen

      Mitglied der Kirche wird man durch die Taufe. Entscheidend ist nicht das Zahlen des Kirchenbeitrags, sondern der rechte Glaube und die Glaubenspraxis (Orthodoxie und Orthopraxie). Ein Austritt vor einer staatlichen Institution kann aber keine kirchenrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen, wie unser Hl. Vater festgestellt hat. Dazu wäre mehr nötig.

    • Undine
      28. Mai 2011 22:13

      @Riese35

      "Im Zeitalter der Sprachverwirrung wäre es daher umso mehr angebracht, auf eine anerkannte, unveränderliche Sprache zurückzugreifen, die für exakte Formulierungen bestens geeignet wäre: auf das Lateinische."

      Mein Vorschlag war schon vor Jahren, die einstige Weltsprache LATEIN als verbindende EU-Sprache zu bestimmen; was jahrhundertelang möglich war, müßte doch auch heute möglich sein. Kein einziger EU-Staat könnte gekränkt sein, denn da müßten sich die Vertreter ALLER Staaten gleichermaßen plagen. Ich erntete dafür allerdings nur ein Schmunzeln. :-)

    • Riese35
      28. Mai 2011 22:35

      @Undine: Oh, Sie sprechen ja meine Gedanken aus. Ich darf fortführen. Latein als verbindliche EU-Sprache löste sehr viele Probleme der EU auf einen Schlag:

      1) Es könnten nur mehr wirklich Gebildete in höhere EU-Sphären aufsteigen
      2) Der aufgeblähte Apparat in Brüssel würde auf eine vernünftige Größe reduziert
      3) Es würde sachlich viel mehr weitergehen
      4) Man wäre nicht von den geistigen Quellen Europas abgeschnitten
      5) Wir könnten uns die einseitige Beschäftigung mit der "glorreichen" englischen Geschichte ersparen und würden an dessen Stelle mehr vom römischen Reich und seiner Geschichte erfahren

      Und dieser Gedanke ist gar nicht so abwegig, wie er scheinen mag. Man wird vielleicht einwenden, das wäre heute mit einer so toten Sprache wie dem Lateinischen nicht mehr machbar. Es gibt ein Gegenbeispiel: Das Hebräische in Israel. Es war vor der Staatsgründung auch eine tote Sprache wie das Lateinische.

      Wenn der Wille und die Identifikation da ist, dann gibt es auch einen Weg. Ausgehend von der Kirche und dem Lateinischen als liturgische Sprache könnte es DIE gemeinsame europäische Sprache werden. Daß es das nicht ist, zeigt nur allzu deutlich, daß das heutige EU-Europa keine gemeinsame Grundlage hat.

    • Haider
      28. Mai 2011 22:41

      @Riese35:
      Vor vielen Jahren besuchte ich im Rahmen eines Betriebsausflugs des Unterrichtsministeriums Carnuntum. Dort war auf einer ausgestellten Stele zu lesen, daß hier ein "negro" begraben wäre. Als ich bemerkte, es hätten also auch Neger im römischen Carnuntum ihren Militärdienst versehen, besserte mich sofort ein pc-CVer aus, daß es sich wohl um einen "schwarzhaarigen Römer" gehandelt haben dürfte. Meinen Hinweis, daß man es wohl kaum auf einen Grabstein graviert hätte. daß hier ein schwarzhaariger Römer verstorben sei, waren doch fast alle Römer schwarzhaarig, erwiderte er streng wissenschaftlich: "Herr Kollege, Sie sind ein Faschist!"

    • Undine
      28. Mai 2011 22:57

      @Riese35

      Und Latein als verbindende und verbindliche EU-Sprache hätte auch den großen Vorteil, daß abgehalfterte und besonders(!) unfähige Politiker nicht so mir nix, dir nix als Ausgedinge einen EU-Posten zugeschanzt bekommen könnten. :-)

      Auf jeden Fall gäb's eine gute Auslese, die vermutlich besser und gewissenhafter das Gebilde EU leiten würde.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      29. Mai 2011 15:32

      @Haider: Auch wenn Sie sich auf den Kopf stellen, haben Sie mit Ihrer Analyse nicht recht: Wenn denn auf dem Grabstein wirklich "Negro" gestanden haben sollte, war es erstens fehlerhaftes Latein: Das "magische" Wort heißt im Nominativ "Niger", im Dativ "Nigro". Diese Formalie tut hier aber nichts zur Sache.
      Wichtiger ist Ihr zweiter Irrtum, der darauf beruht, dass Sie einem lateinischen Wort einfach so eine heutige Bedeutung unterstellen. Das, was Sie als Neger bezeichnen, wurde von den Römern "Aethiops" genannt. Das wohl auf dem Grabstein stehende "Nigro" ist nichts anderes als ein Familienname, wie unser deutsches "Schwarz" und bezeichnete bei den Römern ursprünglich jemanden mit besonders dunklem Teint oder schwarzer Haarfarbe, ähnlich wie "Flavus" einen blonden und "Rufus" einen rothaarigen Menschen bezeichnet.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      29. Mai 2011 22:16

      @Riese35:
      1. "Neger" ist heute keineswegs mehr wertneutral, sondern zunehmend abwertend. Genau so, wie das früher wertneutrale "Weib" heute auch abwertend verwendet wird.
      2. "Neger" ist keineswegs ein Wort aus der Wissenschaftsprache Latein, sondern ein Lehnwort aus dem Spanischen.
      3. Eine "unveränderliche" Sprache ist mausetot und taugt zu nichts mehr, vor allem nicht zur Kommunikation, denn die ist, auch wenn das den Puristen missfällt, der Hauptzweck der Sprache. Und wenn Sie das Latein dann doch wiederbeleben wollen, dann wird es sich sofort weiterentwickeln (wie das Hebräische heute) und also nicht mehr unveränderlich sein.
      4. Exakt formulieren kann man in jeder Sprache. Man muss nur die Sprache beherrschen. Und selbst exakte Formulierungen können falsch sein, man vergleiche nur das, was Sie geschrieben haben.
      5. Zwar kann ich tatsächlich eine gewisse Korrelation zwischen Lateinkenntnissen und "Intelligenz" feststellen, nur: 1914 waren die Staatsmänner nach Ihren Maßstäben zwar hochgebildet, doch hat sie das trotzdem nicht davon abgehalten, Europa in einen Krieg zu stürzen.

    • Riese35
      30. Mai 2011 00:02

      @Ch. Seidl:

      Einspruch!

      ad 1: Das hängt davon ab, wie ein Wort verwendet wird. Man kann jedes Wort als Schimpfwort mißbrauchen. Manche Gruppen verfolgen sogar eine Strategie, ihnen mißliebige Worte bewußt zu mißbrauchen, um so die Sprache und das Denken in ihrem Sinne zu verändern. Müssen oder sollen wir uns davon beeindrucken lassen?

      ad 2: Ich habe nicht gesagt, daß "Neger" ein Wort aus der Wissenschaftsprache Latein ist, sondern dieser Sprache entspringt, also aus ihr hervorgeht. Diese Wurzel wird man nicht bestreiten können, denn im Lateinischen heißt "schwarz" "niger", und das Spanische wurzelt im Lateinischen. Es hat also nichts Abwertendes in sich, außer man will es unbedingt hineininterpretieren. Z.B. kann das Wort "Sau" in einer abwertenden Weise verwendet werden ("Du blöde Sau, Du hast die ganze Wohnung versaut"). Dennoch wird dieses Wort auch ganz wertneutral verwendet ("Gestern habe ich eine Sau erlegt.")

      ad 3: Daß eine tote Sprache nicht zur Kommunikation taugt, möchte ich vehement bestreiten. Jede Wissenschaftssprache hat, je exakter sie ist, tote (= unveränderliche) Elemente. Denn hätte sie das nicht, taugte sie nämlich nicht zur Kommunikation. Kommunikation setzt nämlich voraus, daß beide Kommunikationspartner dasselbe unter einer Formulierung verstehen. Das ist aber kein Widerspruch dazu, daß nicht Neues dazukommt. Nur das, was bereits vorhanden ist, soll unverändert bleiben.

      Würde Latein wiederbelebt, stellte sich immer die Frage wofür und in welchem Umfang. Ja, das Hebräische ist heute nicht mehr unveränderlich, aber es gibt eben auch das Bibelhebräisch, und das ist unveränderlich.

      ad 4: Ob man wirklich in jeder Sprache gleich effizient exakt formulieren kann, möchte ich auch bestreiten. Das hat mit Sprachbeherrschung nichts zu tun. Manche Sprachen eignen sich einfach besser, um bestimmte Sachverhalte auszudrücken, als andere Sprachen. In den slawischen Sprachen spielen die Aspekte z.B. eine überaus wichtige Rolle, die die deutsche Sprache kaum wiederzugeben imstande ist. Ebenso im Arabischen. Dort spielen die Zeitstufen wieder keine so große Rolle. Im Lateinischen wieder kommt der Konjunktiv viel besser zur Geltung als im Deutschen, wo viele Formen mit dem Indikativ zusammenfallen und man nur mit sehr umständlichen Formulierungen die Unterschiede herausarbeiten kann.

      Und was ist falsch, was ich geschrieben habe?

      ad 5: Solche Totschlagsargumente wird man immer finden. Denn jede konkrete Situation wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflußt. Einen einzigen Parameter zu ändern, wird in den seltensten Fällen ausreichen, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen möchte. Wer so etwas glaubt, lebt in einer äußerst naiven Vorstellungswelt. Und doch ist es legitim zu untersuchen, wie weit sich die Änderung eines einzigen Parameters auf das Gesamtsystem auswirkt.

    • HJR
      30. Mai 2011 10:56

      @Riese35, 28.5.11, 15:50
      [... der Mord ungeborener Kinder - wird heute einfach "Fristenlösung" genannt ...]

      Es bleibt Ihnen unbenommen, die Fristenlösung als "Mord AN ungeborenen Kindern zu bezeichnen. Das fällt meines Erachtens (gerade noch) unter Meinungsfreiheit, obwohl es hier eine ganze Reihe von Einwänden zu machen gäbe, die Sie wahscheinlich längst selbst kennen.

      Würden Sie eigentlich auch als RiesIn so argumentieren?.

    • HJR
      30. Mai 2011 11:00

      @Undine, 28.5.11, 22:13
      Wenn ich mich recht erinnere, dann hat es zu Anfang, als eine gemeinsame Sprache der Gemeinschaft zur Debatte stand, Außenseiter-Vorschläge für Latein und Esperanto gegeben.
      Tempi passati!

  40. Reflecting
    28. Mai 2011 11:42

    Ich versuche, das Dilemma, in das sich der Herr Kardinal offensichtlich gedrängt fühlt, unter zwei Aspekten zu verstehen:
    !) Ich bin überzeugt, dass er ganz genau weiß, wie viel es in diesem Land geschlagen hat. Er erkennt das revolutionäre Potential, das es bereits verbreitet gibt, weil gewisse Entwicklungen weder von der Politik noch von den Medien sinnvoll angegangen und sine ira et studio analysiert werden und schon gar keine heilsamen Gegenmaßnahmen offen diskutiert werden. Es ist die „Entheimatung“ durch ungeregelte Masseneinwanderung, die zum erwähnten Potential in einem gefährlichen Ausmaß beiträgt; es sind die Zukunftsängste, die sich im Unterbewusstsein der Bevölkerung ausgebreitet haben; es ist die geänderte Einstellung zu Arbeit und Leistung durch das Wirken eines allgegenwärtigen Betreuungssyndroms; es ist die bereits stark zerfledderte Gesellschaft, die sich in vielen Teilmengen mit rechthaberischen Zügen sowie durch einen Mangel an Gemeinsamkeit manifestiert; und viele andere Erscheinungen mehr. All dies sieht der Herr Kardinal und versucht, durch Kalmierung auf der einen Seite und durch selektives Eingehen auf höchst aktuelle gesellschaftliche Aspekte (dazu gehört auch die Tatsache, dass sich viele Menschen einer Ungerechtigkeit ausgesetzt fühlen) andrerseits einen Beitrag zu leisten, damit es eines Tages nicht WIEDER heißen kann, die Kirche habe geschwiegen.
    2) Die Kirche wurde vom Impakt der gesellschaftlichen Entwicklung mitten in ihrer Periode der Läuterung und trotz der Notbremsung durch Vatikan II überrascht; die Kirche hatte auch keine überzeugende Antwort auf den Tsunami an technischen Neuerungen in der Kommunikation und in den Medien. Dem Trend der Zeit (heute sagt man main stream) entsprechend ging die Kirche auf einen Sozialtrip und vermittelte den Eindruck, dass die Seelsorge sekundär sei (das war ein fundamentaler Fehler; siehe dagegen den Islam!). So wurde z.B. die Caritas, die eine kirchliche Vorfeldorganisation sein müsste, de facto zu einer (partei)politischen Vorfeldorganisation, in der publizitätsaffine Funktionäre ohne demokratische Legitimation das große (politische) Sagen haben. Die allgemeines Situation und das generelle „conditioning“ in diesem Land versagten es dem Herrn Kardinal, das Heil der Seele (die Seelsorge) allein oder zumindest überwiegend in den Vordergrund zu stellen. Ich bin überzeugt, dass er fest daran glaubt, mit Konzilianz und Eingehen auf andere Einstellungen mehr zu erreichen als mit streng dogmatischen Vorgaben.
    Und das ist das große Dilemma – nicht nur der Kirche, sondern aller, die an Tradition, das Erbe der Väter und vor allem Mütter sowie überhaupt an das spirituelle Vermächtnis unserer Zivilisation und Kultur, die ohne das Christentum undenkbar sind, glauben. Wir haben die richtigen Antworten auf die Zeit nicht gefunden, andre waren smarter und schneller.

    • terbuan
      28. Mai 2011 13:38

      Reflecting
      Die smarteren und schnelleren Anderen haben auch keine richtigen Antworten gefunden, sie sind nur die Rattenfänger unserer Zeit!

    • Undine
      28. Mai 2011 13:48

      @Reflecting

      *******!
      Uns geht --in jeder Hinsicht!---unsere HEIMAT VERLOREN mit allem Drum und Dran und das leider unter dem eifrigen Mitwirken unserer eigenen ---aus irgendwelchen mir unverständlichen Gründen heimatlosen--- Leute. Der Begriff HEIMAT umfaßt ja nicht nur das Fleckchen Erde, das wir zufällig bewohnen; dazu gehört die vertraute Sprache, die gesamte, in vielen Jahrhunderten gewachsene Kultur, die Natur, aber auch das von Menschenhand geschaffene, die Gesichter der Menschen, in deren Augen wir lesen können.

      Daß es woanders genauso schön und lebenswert ist, so schön, daß es uns zur zweiten Heimat werden könnte, ist klar. Jeder definiert Heimat auf eine andere Weise.

      In den letzten 15 Jahren aber hat sich mit rasender Geschwindigkeit unsere Heimat rund um uns herum gravierend verändert: Der ungezügelte Zuzug fremder Menschenmassen mit fremdem Lebensstil, fremden Gesetzen und mit fremder, sehr militanter Religion macht sich unaufgefordert in unserer angestammten Heimat breit ---und macht sie uns FREMD, bzw uns zu Fremden in der eigenen Heimat. Gibt es nicht ein MENSCHENRECHT eines Volkes auf seine unversehrte Heimat?

      Und die Kirche, die doch auch unter den Begriff Heimat fällt, läßt dies alles geschehen. Der bestimmt sehr nette, liebenswürdige aber wachsweiche, schwache Kardinal Schönborn scheint die Zeichen der Zeit nicht erkennen zu wollen und versucht nicht einmal, uns vor dem Islam zu bewahren, sondern er säuselt da etwas daher von Verständnis und Verständigung! Er merkt leider nicht, daß er sein Ohr falschen Einflüsterern schenkt.

    • HJR
      28. Mai 2011 14:01

      @Undine, 13:48
      [Uns geht --in jeder Hinsicht!---unsere HEIMAT VERLOREN mit allem Drum und Dran und das leider unter dem eifrigen Mitwirken unserer eigenen ---aus irgendwelchen mir unverständlichen Gründen heimatlosen--- Leute. Der Begriff HEIMAT umfaßt ja nicht nur das Fleckchen Erde, das wir zufällig bewohnen; dazu gehört die vertraute Sprache, die gesamte, in vielen Jahrhunderten gewachsene Kultur, die Natur, aber auch das von Menschenhand geschaffene, die Gesichter der Menschen, in deren Augen wir lesen können]

      Eine der eindringlichsten Beschreibungen von Heimat, die ich je gelesen habe!
      *********!

    • terbuan
      28. Mai 2011 14:03

      Undine & HJR
      ***** und vielen Dank!

    • HJR
      28. Mai 2011 14:32

      @Reflecting
      [... Ich bin überzeugt, dass er ganz genau weiß, wie viel es in diesem Land geschlagen hat ...]

      Diesen Verdacht hege auch ich generell, was die "politisch" tätigen Menschen anbelangt. Denn es wäre sicher falsch anzunehmen, dass alle den geistigen Horizont und Bildungslevel eines Faymann teilen. Dann ergibt sich allerdings das Problem, dass das Handeln dieser Menschen nicht ihrem Denken gründet. Und was fange ich damit an? Schiebe ich das in das Fach Opportunismus oder Soziopathie oder Zynismus?

    • Reflecting
      28. Mai 2011 15:40

      Undine
      Großartig. Danke. Die Frage, ob es nicht auch ein Menschenrecht eines Volkes auf eine unversehrte Heimat gibt, finde ich genial. Leider ist halt der Begriff Heimat von gewissen Kreisen bis zur Unkenntlichkeit "faschistoisiert" worden.

    • Riese35
      28. Mai 2011 16:11

      @Undine: Und einen Heimatbegriff möchte ich noch ergänzen: den der geistigen Heimat.

      Diesen Heimatbegriff hat die Kirche in den letzten 50 Jahren systematisch zerstört und geglaubt durch kirchlichen Aktionismus ersetzen zu können.

      @Reflecting:

      >> damit es eines Tages nicht WIEDER heißen kann, die Kirche habe geschwiegen

      Das wird sich in keinem Fall vermeiden lassen, denn wenn man der Kirche schaden will, wird man einen Weg dazu finden.

      >> Dem Trend der Zeit ...

      In der Hl. Schrift gibt es bereits die Warnungen, sich nicht dem Zeitgeist anzupassen! Das ist einer der größten Fehler, den die Kirche begeht.

    • libertus
      28. Mai 2011 21:46

      @Undine

      *applaus* und mindestens ************!!!!

      Vielen Dank für diesen Beitrag!

    • Undine
      28. Mai 2011 21:55

      @Reflecting

      "Leider ist halt der Begriff Heimat von gewissen Kreisen bis zur Unkenntlichkeit "faschistoisiert" worden."

      Das Fatale ist ja auch, daß es den LINKEN Meinungsmachern gelungen ist, einen ständig in die DEFENSIVE zu zwingen. Wenn ich meine deutsche Muttersprache in ihrer unglaublichen Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten liebe und das auch noch zugebe, mache ich mich ja schon des RASSISMUS verdächtig.

      Zum Begriff HEIMAT gehört natürlich auch die LITERATUR. Wie traurig, daß so viele große österreichische Dichter und Schriftsteller gänzlich der "damnatio memoriae" anheimgefallen sind. Wenn ich da nur an Josef WEINHEBER denke oder an Wildgans, aber auch an diejenigen, die lange vor dem 3. Reich gelebt haben, wie Adalbert Stifter oder auch Peter Rosegger u.v.a.m., die von den Schulen regelrecht ferngehalten werden. Dagegen bekommt der Autor des Buches "BABYFICKER" den Ingeborg Bachmann-Preis verliehen! Man faßt es nicht.

      Es werden immer wieder die Bücherverbrennungen in der NS-Zeit erwähnt. Diese Mühe machte man sich mit den nach 1945 VERFEMTEN deutschen und österreichischen Dichtern und Schriftstellern nicht: Man erstellte einfach Listen jener Leute, die von nun an GESPERRT wurden, was nicht so barbarisch klingt, aber für die Betroffenen nicht minder vernichtend war.
      Auszug eines Berichts aus GOOGLE:

      "Die österreichische „Liste der gesperrten Autoren und Bücher. Maßgeblich für Buchhandel und Büchereien“ wurde im Jänner 1946 vom Bundesministerium für Unterricht herausgegeben..... Für die „Liste der auszusondernden Literatur“, herausgegeben von der Deutschen Verwaltung für Volksbildung in der sowjetischen Besatzungszone in Berlin im April 1946, wurde nach ähnlichen Kriterien vorgegangen. In beiden Listen wurden Einzeltitel gesperrt, es konnte aber auch das Gesamtwerk eines Autors betroffen sein."

    • Riese35
      28. Mai 2011 22:16

      @Undine: Danke für die Erinnerung an den literarischen Heimatbegriff. Ja, auch das ist Heimat! Und auch diese Heimat wird systematisch zerstört.

      In diesem Zusammenhang fällt mir gleich noch ein Franz Grillparzer ein, der ja heute aus den Schulen auch weitgehend verbannt ist.

      Und bei Franz Grillparzer fällt mir gleich unser Erzhaus ein. Und mit Schrecken habe ich gelesen, daß die Ehefrau des Chefs des Hauses Österreich den Lifeball besucht hat.

      Und dann ein Gedankenexperiment: Ich versuche mir vorzustellen, ob auch Ihre weiland Majestät Kaiserin Zita den Lifeball besucht hätte.

    • Undine
      28. Mai 2011 22:41

      @Riese35

      Den Deutschen geht's mit ihren großen Dichtern nicht viel besser! Bei Günther Jauch war einmal eine junge Lehrerin. Die Frage an sie lautete: Wer kam beim "Erlkönig" zu Tode? Der Vater, das Kind, der Erlkönig, das Pferd.
      Nach längerem Überlegen entschied sie sich schließlich für das Pferd; mit anderen Worten: Sie hatte keinen blassen Schimmer!

    • Riese35
      28. Mai 2011 23:14

      @Undine: Der Lehrerin würde ich gar nicht die große Schuld geben. Wahrscheinlich hat sie es nicht gelernt. Wahrscheinlich wurde sie gezwungen, statt dessen Elfriede Jelinek zu lesen.

      Das eigentliche Problem liegt viel weiter oben. Und hier schließt sich wieder der Bogen unseres gedanklichen "Heimat"-Ausflugs zum ursprünglichen Artikel. Es werden die falschen Rahmenbedingungen gestellt. Und das wiederum beruht auf einer falschen Philosophie und Theologie (Allerlösung, der anonyme Christ, die Hölle ist leer, Kampf um die richtige Übersetzung der Wandlungsworte, Zurückdrängung des Opfercharakters), woran die Kirche eine große Mitschuld hat.

      Der Traum von einem "Demokratischen Europa" wird immer ein Traum bleiben. Europa ist christlich oder gar nicht. Rußland dürfte das nach so vielen schmerzlichen Jahrzehnten erkannt haben. Die Sowjetunion hat sich sich um 1990 nur um ein paar 100km nach Westen verschoben. Und was die Entwicklung der Demokratie betrifft, hat Alexis de Tocqueville bereits vor 170 Jahren vorausgesagt, daß sich diese in eine totalitäre Richtung entwickeln wird (De la démocratie en Amérique).

      Worüber wundern wir uns also? Solange wir die Demokratie und das 2. Vatikanische Konzil anbeten, wird sich nicht viel ändern.

    • Maybach (kein Partner)
      29. Mai 2011 14:20

      @Undine
      Die Kirche ist auch mal zugewandert in Form von Menschen aus vielen Nationen des Römischen Reiches. "Unsere" Kultur wurde dadurch systematisch zerstört. Aber soweit zurückdenken will heute wohl neimand mehr ....

    • Riese35
      29. Mai 2011 17:52

      @Maybach:

      Jetzt wollen Sie uns aber doch nicht einreden, daß der Islam oder die türkische Kultur unserer christlich-abendländischen Kultur überlegen ist. Oder glauben Sie wirklich an so etwas?

    • Riese35
      29. Mai 2011 17:56

      @Maybach:

      >> "Unsere" Kultur wurde dadurch systematisch zerstört.

      Weil Sie das so sagen, was meinen Sie mit "Unsere"? Fühlen Sie sich etwa dem Wotan-Kult zugehörig?

    • Undine
      29. Mai 2011 20:33

      @Maybach

      "Die Kirche ist auch mal zugewandert in Form von Menschen aus vielen Nationen des Römischen Reiches. "Unsere" Kultur wurde dadurch systematisch zerstört. Aber soweit zurückdenken will heute wohl neimand mehr ...."

      Ja, Maybach, das stimmt schon; aber das ist GESCHICHTE, die man weder verändern noch rückgängig machen kann.

      Was sich aber jetzt VOR UNSEREN AUGEN abzuspielen DROHT, nämlich die Tatsache, daß nicht nur unser kleines Ö, sondern GANZ EUROPA vom ISLAM überrannt werden wird, ist NOCH NICHT unveränderbare Geschichte! Noch könnte, wenn nur der WILLE und ein paar vernünftige, verantwortungsvolle Politiker mit Rückgrat zur Stelle wären, VERHINDERT werden, daß der ISLAM in Europa die Oberhand gewinnt. Noch gibt es die Option, daß in einigen Jahrzehnten in den GESCHICHTSBÜCHERN stehen wird:

      "Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die GEFAHR für Europa groß, gefördert durch gezielte riesige Einwandererströme aus islamischen Ländern, ISLAMISIERT zu werden. Glücklicherweise konnte diese drohende Katastrophe durch eine gemeinsame europäische Kraftanstrengung im letzten Moment verhindert werden. Dies war gar nicht so einfach, da man bereits begonnen hatte, Moscheen zu errichten und nach und nach die Scharia einzuführen.Diese großartige Leistung hat Europa einigen beherzten Menschen zu verdanken, die das Ruder zum Wohle Europas gerade noch rechtzeitig herumreißen konnten."

    • Maybach (kein Partner)
      30. Mai 2011 18:48

      @Undine
      Die Katholische Kirche hat jahrhundertelang die anderen gegängelt, jetzt gehts halt mal andersrum und ich habe kein Problem damit. DAS ist Geschichte. Aber treiben Sie ruhig die aufrechtne verteidiger auf die Zinnen von Wien. Und nein ich bin nicht Wotansanhänger, sondern Mithrasjünger dritten Grades.

  41. thomas lahnsteirer
    28. Mai 2011 10:03

    Ein typischer Repräsentant des „kritischen“ ÖVP-Katholiken:
    das Urgestein Erhard Busek
    Wer solche Freunde wie Erhatrd Busek hat, der braucht keine Feinde.
    Unvergessen die Attacke des Moslemfreunds Busek auf den Kardinal, als die katholische Kirche nicht sofort den Islam gegen die böse Frau Winter in Schutz nahm:
    „Erhard Busek kritisiert Kardinal Christoph Schönborn, der sich zur FPÖ-Islam-Attacke nicht geäußert hat. Man habe das Gefühl, es müsse ihm jemand "geistigerweise eine herunterhauen", bis er aufwache, so Busek.“ (Quelle: ORF )

    Anscheinend hat die Ohrfeige gewirkt, denn der Kardinal lobt den Islam und nimmt knieweich zu den muslimischen Christenverfolgungen Stellung:

    Das Verhältnis zum Islam bezeichnete Schönborn als "eine der ganz großen Herausforderungen für die Christen in Europa heute". Der Kardinal plädierte im Hinblick auf das Verhältnis von Christen und Muslimen für einen "Weg der Offenheit und Toleranz in geschwisterlicher Klarheit". Dazu gebe es keine Alternative.
    Die Christen hätten auch die große Verantwortung, den Muslimen in Europa das wirkliche Gesicht des Christentums zu zeigen. Jegliche Fremdenfeindlichkeiten wie auch Ausprägungen eines "wehrhaften Christentums" wies der Kardinal vehement zurück. Das sei nicht genuin christlich.
    Zugleich rief der Wiener Erzbischof auch dazu auf, die bedrängten und verfolgten Christen im Nahen Osten nicht zu vergessen und Solidarität mit ihnen zu zeigen.
    (Quelle:Pro Oriente)

    Dass Busek weiter segensreich wirkt, zeigt ein kriecherischer Artikel der Kleinen Zeitung:
    Rastlos wie je leitet er bis heute das "Forum Alpbach" und das "Institut für den Donauraum und Mitteleuropa". Ganz nebenbei versucht der Katholik, seine Kirche zu Reformen zu nötigen. Nur der Pass verrät, dass er heute siebzig ist.

    • Alexander Renneberg
      28. Mai 2011 10:58

      nunja, auch busek wird den weg alles irdischen gehen und die leut nicht weiter nerven.

      nimmt sich halt gern noch a bißl wichtig, der gute, ab und an darf er was sagen und verschwindet dann wieder.

      wir müssen nur lange genug am fluss sitzen.......

    • HJR
      28. Mai 2011 14:07

      @Alexander Renneberg
      Guten Morgen um 14:02!
      Wie einst mein bayrischer Nachbar - allerdings in der Variante "16:10" - zu sagen pflegte.


      An diesem Fluss sitze auch ich schon lange und die Reihe derer, deren Leichen ich noch vorbeischwimmen sehen möchte, ist inzwischen so lange, dass ich kaum noch hoffen darf, das Ende zu erleben.

      MfG :-)

  42. Johann Scheiber
    28. Mai 2011 09:59

    Dass der Wiener Kardinal als Opportunist erscheint hat wohl viel mit seinem ungleichzeitigen feudalen Bewusstsein zu tu. Im Zentrum seiner karrieristischen Attitüde steht wohl die Motivation, dass ein Schönborn Kardinal von Wien ist, ja, dass ein Schönborn sogar papabile ist, oder zumindest einmal war.
    Dass ein Kardinal des Feudalzeitalters sich mit den Fürsten zu Lasten des Pöbels arrangiert - heißen diese auch Fürst Häupl, oder Fürst Fayman - versteht sich wohl von selbst, man ist ja unter Seinesgleichen aufeinander angewiesen.
    Der Hofnarr darf natürlich bei so einer postmodernen Klamotte nicht fehlen und ist mit dem Dompfarrer genial besetzt.

    Leider ist das alles nicht neu, es wird nur immer unhaltbarer.
    Parallelen der institutionellen Eliminierung des Bräutigams und des Geistes finden sich etwa in Dostojewskis Fabel vom Großinquisitor, oder in Kirkegaards Auseinandersetzung mit Bischof Münster.

    Wie in der Politik, so kann man auch in der Kirche immer wieder nur rätseln wie Karrieren zu Stande kommen.

  43. Pannonicus
    28. Mai 2011 09:57

    Der folgende Kommentar zum Zustand der „Diskont-Kirche“ in Deutschland und Österreich und zum Verhalten der meisten Bischöfe entstand vor zwei Jahren. Bei den Lutheranern sieht es natürlich noch viel trister aus.

    Krisen-Management

    Ihr Völker höret das Signal
    und folget der Devise:
    Die Kirche steckt schon wieder mal
    in ihrer tiefsten Krise.

    Das kommt davon, weil - frei gesagt -
    der Papst mit seinem Werkel
    nicht jeweils um Erlaubnis fragt
    bei Lehmann und bei Merkel.

    Der Vatikan hat’s nicht kapiert:
    Man muß auf Quoten schauen
    anstatt, wie bisher praktiziert,
    auf Gott nur zu vertrauen!

    Die Bischofsriege zum Vergleich
    hat dies in deutschen Landen
    und ebenso in Österreich
    schon größtenteils verstanden.

    Nicht alle zwar, doch immer mehr
    sind auf der Fortschrittswelle,
    und schießt vielleicht ein Neuer quer,
    ist weg er auf der Stelle.

    Denn heute liegt das Seelenheil
    in einer guten Presse,
    und wird genügend Lob zuteil,
    ersetzt das manche Messe.

    Das Volk auf harter Kirchenbank
    soll detto man nicht plagen,
    drum gibt’s Diskonte – Gott sei Dank -
    bei allen heiklen Fragen.

    Die Dogmen kommen frei ins Haus
    von Schreibern der Geschichte,
    und kennt sich wer dabei nicht aus,
    dann klären’s die Gerichte.

    Bei Sucherei nach Personal,
    empfehlen sich Parteien,
    die wie den Staat in freier Wahl
    auch Rom von Qual befreien.

    Und steht’s nicht zwischen Zeilen klar
    in manchen Kommentaren:
    Mit Meinungsforschern ließe gar
    sich ein Konklave sparen!

    Pannonicus

  44. Observer
    28. Mai 2011 08:54

    Ich glaube nicht, dass Kardinal Schönborn ein Linker geworden ist, vielmehr hatte er bisher nur den falschen Einflüsterern zuviel geglaubt. Der ehemalige CR-Stellvertreter der Tageszeitung DIE PRESSE, Dr. Michael Prüller ist bei der Erzdiözese Wien ab sofort für deren Medienarbeit hauptverantwortlich und wird sich sicher nicht nur als Feigenblatt zur Verfügung stehen. Kardinal Schönborn wird gut beraten sein, wenn er auf die Laienerfahrung von Prüller hört und damit der katholischen Kirche in Österreich eine Umkehr ermöglicht. Es wäre wirklich schade, wenn dies nicht geschehen würde und als Konsequenz Prüller in einiger Zeit das Handtuch werfen würde.

  45. Anton Volpini
    28. Mai 2011 08:33

    Kardinal Schönborn sollte sich auf seine Kernaufgabe konzentrieren, und den Glauben vorleben. Er hätte in Johannes Paul II ein leuchtendes Beispiel. Und auch in politischen Fragen sollte er ihm einfach folgen und den Bolschewiken in der Kirche ein Ende setzen.

    • Riese35
      28. Mai 2011 18:25

      >> Er hätte in Johannes Paul II ein leuchtendes Beispiel.

      Wirklich? Wie soll ich das verstehen? Soll er jetzt auch den Koran küssen und in Assisi Götzendienst betreiben?

      Während das Glaubenswissen bei uns vollkommen schwindet und Katechismusunterricht verpönt, Papst- und Romkritik aber willkommen sind, werden im katholischen Religionsunterricht Moscheen besucht und Suren gesungen.

  46. thomas lahnsteirer
    28. Mai 2011 07:21

    Es scheint so, als bestehe Schönborns Kirche eigentlich nur mehr aus der Caritas. Die Küberlisierung der katholischen Kirche schreitet munter voran. Man überbietet sich in political correctness und hechelt dem linken Zeitgeist nach.

    Und trotzdem oder gerade deswegen ist die katholische Kirche zum Watschenmann der Linken verkommen, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit sofort auf die katholische kirche loshauen, ganz gleich wie intensiv sie rot-grüne Positionen vertritt.

    Da nützt es überhaupt nichts, Claudia Schmied nach dem Mund zu reden oder dem Weinbeisser nachzukriechen; wenn es den roten Strolchen passt, holen sie den antiklerikalen Knüppel raus und dreschen mit Wonne auf die opportunistische Kirche los, die sich in masochistischer Weise noch für diese "Kritik" bedankt.

    • schreyvogel
      28. Mai 2011 12:24

      Dr.hc Küberl empfängt sehr sichtbar den Lohn für sein linkes Engagement: In der Mai-Postille "24 Sunden für Wien" der Wr. Stadtwerke prangt er gleich drei mal in großen, sehr vorteilhaften Posen (Titelseite, Seiten 2 und 11). Man sieht ihn, wie er fürsorglichst einer strahlend schönen Mutti hilft, ihren Kinderwagen in der Station Praterstern zu navigieren.
      Ein Geschenk an Küberls Eitelkeit.

    • HJR
      28. Mai 2011 14:42

      @schreyvogel
      Küberl, "wie er fürsorglichst einer strahlend schönen Mutti hilft ...". Köstlich! bzw. zum Kotzen! Erinnert mich an einen alten Witz meines Großvaters, in dem Göring mitgeteilt wird, dass im Rathaus die Mütterorden verteilt werden, woraufhin Göring dorthin eilt, eine der vorschriftsmäßig bezopften Mütter mit einem Arm umfasst, sich deren Kind in den anderen Arm legen lässt und sich auch einen Mütterorden an seine bereits unter Platzmangel leidende Ordensbrust heften lässt.
      Zitat Franz Josef Strauß:

    • HJR
      28. Mai 2011 14:44

      Hier oben fehlt noch etwas:
      ... "Nationalsozialisten waren auch Sozialisten!"

    • DerTurm
      29. Mai 2011 01:18

      ...und die Caritas tritt eigentlich nur mehr als Asylantenassistenzorganisation in Erscheinung.

      Wirklich "sinvolle" Aktionen habe ich von der Caritas schon lange nicht mehr erlebt, stattdessen spielt man sich praktisch nur noch als Anwalt der armen, von inhumaner Abschiebung "bedrohten", rechtmäßig abgelehnten Asylanten auf.

  47. libertus
    28. Mai 2011 02:32

    Interessant sind die Parallelen bei der Entwicklung der Kirche sowie der ÖVP.
    Bei beiden kehrt immer mehr der linke Zeitgeist ein, das "Personal" wird immer unqualifizierter und die Klientel läuft ihnen scharenweise davon.

    Und je mehr sich die Menschen, welche noch traditionelle Werte suchen, von diesen Institutionen abwenden, umso aufgeregter wird deren Linksdrall!

    Nur weiter so, beide werden dann bald - zumindest in Österreich - in die Bedeutungslosigkeit abgleiten. Wer anstatt Leitfäden und Orientierungshilfen zu vermitteln, lediglich dem Zeitgeist hinterherhechelt, hat es nicht anders verdient!

    Schmerzlich wird nur der Scherbenhaufen sein, den sie ihren Schutzbefohlenen hinterlassen, weil die weltllichen, linken Sektierer versuchen werden, sich ihrer anzunehmen und damit ihre "Allmacht" auszubauen.

    Der Weg ist vorgezeichnet - wir erleben die Auswirkungen fast täglich, ob das der Papst in seiner Eloquenz und als letzter Fels in der Brandung noch aufhalten kann?

    • Riese35
      28. Mai 2011 18:14

      Ein guter Vergleich! Die Parallelen sind sicher kein Zufall. Es gibt eine Kausalität. Das geistige Fundament ist durch die Revolution in der Kirche zerstört worden. Was 1789 bzw. 1918 staatspolitisch geschehen ist, hat seine Parallele in der Kirche in den Jahren 1962 bis 1965.

      Ob das ein Papst wird ändern können? Der den Koran geküßt habende, eilig selig gesprochene Johannes Paul II. wohl kaum. Hier weht viel zu sehr der revolutionäre, auf einer falschen Philosophie und Theologie aufbauende Geist des 2. Vatikanischen Konzils. Ohne offene und kritische Aufarbeitung dieses Konzils, das übrigens keine einzige Glaubenswahrheit festgelegt hat, wird kein Papst eine Wende herbeiführen können.





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